Ananyacinta: Unterschied zwischen den Versionen
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Ananyacinta ist ein zusammengesetzter Sanskrit-Ausdruck, gebildet aus „[[ananya]]“ (ohne anderes, ungeteilt, einzig) und „[[cinta]]“ (Gedanke, Sorge, Nachdenken). Wörtlich bedeutet Ananyacinta also etwa „ungeteilte Gedanken“ oder „keine anderen Sorgen“ und verweist auf einen Geisteszustand, in dem die Aufmerksamkeit einzig auf ein [[Objekt]], eine [[Idee]] oder einen [[Zweck]] gerichtet ist, ohne Ablenkung durch Nebengedanken. | |||
Im spirituellen und philosophischen Kontext Indiens wird Ananyacinta oft positiv bewertet: Es beschreibt die Hingabe und beständige Erinnerung an das Göttliche oder an den gewählten spirituellen Weg, die so vollständig ist, dass keine weltlichen Sorgen oder konkurrierenden Gedanken Raum finden. Diese Form der ungeteilten Konzentration gilt als Voraussetzung für stabile [https://www.yoga-vidya.de/ Meditation], tiefere Erkenntnis und wirkliche Hingabe (bhakti). Praktisch bedeutet Ananyacinta nicht nur das einmalige Fokussieren, sondern eine beständige, wiederkehrende Ausrichtung des Geistes, die allmählich innere [[Unruhe]] und Zersplitterung überwindet. | |||
In ethischen oder handlungsorientierten Texten kann Ananyacinta auch [[Treue]] zu einem Prinzip oder zur Verantwortung meinen — ein konsequentes, ungeteilteres Nachdenken und Handeln im Dienst eines Zieles. Insgesamt fasst der Begriff ein Zusammenwirken von Konzentration, Beständigkeit und [[Hingabe]]: der [[Geist]], der sich nicht zerstreuen lässt, sondern unablässig und einzig an das Gewählte gebunden bleibt. | |||
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Version vom 1. Januar 2026, 02:39 Uhr
Ananyacinta: (Sanskrit) = nichts im Bewusstsein habend, Meditation
Ananyacinta ist ein zusammengesetzter Sanskrit-Ausdruck, gebildet aus „ananya“ (ohne anderes, ungeteilt, einzig) und „cinta“ (Gedanke, Sorge, Nachdenken). Wörtlich bedeutet Ananyacinta also etwa „ungeteilte Gedanken“ oder „keine anderen Sorgen“ und verweist auf einen Geisteszustand, in dem die Aufmerksamkeit einzig auf ein Objekt, eine Idee oder einen Zweck gerichtet ist, ohne Ablenkung durch Nebengedanken.
Im spirituellen und philosophischen Kontext Indiens wird Ananyacinta oft positiv bewertet: Es beschreibt die Hingabe und beständige Erinnerung an das Göttliche oder an den gewählten spirituellen Weg, die so vollständig ist, dass keine weltlichen Sorgen oder konkurrierenden Gedanken Raum finden. Diese Form der ungeteilten Konzentration gilt als Voraussetzung für stabile Meditation, tiefere Erkenntnis und wirkliche Hingabe (bhakti). Praktisch bedeutet Ananyacinta nicht nur das einmalige Fokussieren, sondern eine beständige, wiederkehrende Ausrichtung des Geistes, die allmählich innere Unruhe und Zersplitterung überwindet.
In ethischen oder handlungsorientierten Texten kann Ananyacinta auch Treue zu einem Prinzip oder zur Verantwortung meinen — ein konsequentes, ungeteilteres Nachdenken und Handeln im Dienst eines Zieles. Insgesamt fasst der Begriff ein Zusammenwirken von Konzentration, Beständigkeit und Hingabe: der Geist, der sich nicht zerstreuen lässt, sondern unablässig und einzig an das Gewählte gebunden bleibt.