Ekarata: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ekarata''', Sanskrit एकरत ekarata m. = derjenige, der sich am Einen erfreut. Spiritueller Name. Weibliche Form ist [[Ekarati]].
'''Ekarata''', Sanskrit एकरत ekarata m. = derjenige, der sich am Einen erfreut. Spiritueller Name. Weibliche Form ist [[Ekarati]].


Ekarata ist ein aus dem Sanskrit abgeleiteter Ausdruck, der wörtlich so viel wie „ein Finger“ oder „eine Linie“ bedeuten kann; in philosophischen und [[spirituell]]en Zusammenhängen wird er jedoch oft im übertragenen Sinn verwendet und meint Einheit, Einfalt oder das Eine. Der Begriff trägt die Vorstellung, dass vielgestaltige Erscheinungen auf eine zugrunde liegende Wirklichkeit oder ein zentrales Prinzip zurückgeführt werden können. Im [[Yoga]]- und [[Vedanta]]-Kontext kann ekarata also auf die Ausrichtung auf das Eine, die Konzentration auf einen Punkt oder das Erkennen der einen wahren Natur hinter der Vielfalt verweisen.
Ekarata ist ein aus dem Sanskrit abgeleiteter Ausdruck, der wörtlich so viel wie „ein Finger“ oder „eine Linie“ bedeuten kann; in philosophischen und [[spirituell]]en Zusammenhängen wird er jedoch oft im übertragenen Sinn verwendet und meint [[Einheit]], Einfalt oder das Eine.  


Praktisch wird ekarata in Übungen und Lehren so verstanden, dass der Geist von vielen Ablenkungen zu einer einzigen Absicht oder Wahrnehmung gelenkt wird — zum Beispiel die fortwährende Ausrichtung auf den Atem, ein Mantra oder das stete Erkennen des Selbst. Damit ist es nicht bloß intellektuelle Vereinfachung, sondern ein Weg, innere Einheit zu erfahren und innere Konflikte zu überwinden.
Der Begriff trägt die Vorstellung, dass vielgestaltige [[Erscheinung]]en auf eine zugrunde liegende Wirklichkeit oder ein zentrales Prinzip zurückgeführt werden können. Im [[Yoga]]- und [[Vedanta]]-Kontext kann ekarata also auf die Ausrichtung auf das Eine, die Konzentration auf einen Punkt oder das Erkennen der einen wahren Natur hinter der Vielfalt verweisen.
 
Praktisch wird ekarata in Übungen und Lehren so verstanden, dass der Geist von vielen Ablenkungen zu einer einzigen Absicht oder Wahrnehmung gelenkt wird — zum Beispiel die fortwährende Ausrichtung auf den [[Atem]], ein [[Mantra]] oder das stete Erkennen des [[Selbst]]. Damit ist es nicht bloß intellektuelle Vereinfachung, sondern ein Weg, innere Einheit zu erfahren und innere Konflikte zu überwinden.


Im Kontext der [https://www.yoga-vidya.de/ Bhagavadgita] ruft [[Krishna]] zur unerschütterlichen Hingabe an das Eine auf: wer beständig auf das Eine blickt und sein Handeln dem höchsten Ziel weiht, findet Befreiung. Dieses Bild entspricht dem Gedanken von ekarata — die Konzentration auf das Eine führt zur Befreiung vom Getrenntsein.
Im Kontext der [https://www.yoga-vidya.de/ Bhagavadgita] ruft [[Krishna]] zur unerschütterlichen Hingabe an das Eine auf: wer beständig auf das Eine blickt und sein Handeln dem höchsten Ziel weiht, findet Befreiung. Dieses Bild entspricht dem Gedanken von ekarata — die Konzentration auf das Eine führt zur Befreiung vom Getrenntsein.

Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 01:34 Uhr

Ekarata

Ekarata, Sanskrit एकरत ekarata m. = derjenige, der sich am Einen erfreut. Spiritueller Name. Weibliche Form ist Ekarati.

Ekarata ist ein aus dem Sanskrit abgeleiteter Ausdruck, der wörtlich so viel wie „ein Finger“ oder „eine Linie“ bedeuten kann; in philosophischen und spirituellen Zusammenhängen wird er jedoch oft im übertragenen Sinn verwendet und meint Einheit, Einfalt oder das Eine.

Der Begriff trägt die Vorstellung, dass vielgestaltige Erscheinungen auf eine zugrunde liegende Wirklichkeit oder ein zentrales Prinzip zurückgeführt werden können. Im Yoga- und Vedanta-Kontext kann ekarata also auf die Ausrichtung auf das Eine, die Konzentration auf einen Punkt oder das Erkennen der einen wahren Natur hinter der Vielfalt verweisen.

Praktisch wird ekarata in Übungen und Lehren so verstanden, dass der Geist von vielen Ablenkungen zu einer einzigen Absicht oder Wahrnehmung gelenkt wird — zum Beispiel die fortwährende Ausrichtung auf den Atem, ein Mantra oder das stete Erkennen des Selbst. Damit ist es nicht bloß intellektuelle Vereinfachung, sondern ein Weg, innere Einheit zu erfahren und innere Konflikte zu überwinden.

Im Kontext der Bhagavadgita ruft Krishna zur unerschütterlichen Hingabe an das Eine auf: wer beständig auf das Eine blickt und sein Handeln dem höchsten Ziel weiht, findet Befreiung. Dieses Bild entspricht dem Gedanken von ekarata — die Konzentration auf das Eine führt zur Befreiung vom Getrenntsein.

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