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'''sadhutva''' ([[Sanskrit]]: sādhutva ''n.'') = | '''sadhutva''' ([[Sanskrit]]: sādhutva ''n.'') = tugendhaft, rechtschaffen oder sittlich sein | ||
Sadhutva ist ein aus dem Sanskrit abgeleiteter Begriff, der wörtlich etwa „Heiligkeit“, „Tugendhaftigkeit“ oder „Güte“ bedeutet. Er setzt sich zusammen aus [[sadhu]] (oft übersetzt mit „fromm“, „tugendhaft“ oder „heiliger Mensch“) und der Ableitung -[[tva]], die einen Zustand oder eine Qualität bezeichnet | Sadhutva ist ein aus dem Sanskrit abgeleiteter Begriff, der wörtlich etwa „Heiligkeit“, „Tugendhaftigkeit“ oder „Güte“ bedeutet. Er setzt sich zusammen aus | ||
* [[sadhu]] (oft übersetzt mit „fromm“, „tugendhaft“ oder „heiliger Mensch“) und der Ableitung | |||
* -[[tva]], die einen Zustand oder eine Qualität bezeichnet. | |||
Sadhutva beschreibt also den Zustand oder die Eigenschaft, tugendhaft, rechtschaffen oder sittlich zu sein. | |||
In praktischer Hinsicht kann sadhutva sowohl persönliche Tugenden wie Ehrlichkeit, Großzügigkeit und Geduld einschließen als auch die Zugehörigkeit oder Ähnlichkeit zu Sadhus — religiösen Asketen oder Heiligen — insofern als die betreffende Person deren Ideale oder Lebensweise teilt. Zusammengefasst bezeichnet sadhutva also die Qualität des Tugendhaften und Heiligen, verstanden als innere Reinheit und ethische Lebensführung, die auf spirituelle Entwicklung ausgerichtet ist. | Im [https://www.yoga-vidya.de/ religiösen] und philosophischen Kontext des [[Hinduismus]] und verwandter Traditionen bezieht sich sadhutva nicht nur auf äußerliches moralisches Verhalten, sondern auf eine innere [[Haltung]]: [[Wahrhaftigkeit]], [[Selbstdisziplin]], [[Mitgefühl]], Verzicht auf egoistische Motive und die Ausrichtung des Handelns an [[spirituell]]en Zielen. Ein Mensch mit sadhutva handelt in Übereinstimmung mit [[dharma]] (Pflicht, ethische Ordnung) und zeigt geistige Reife, Beständigkeit und Reinheit des Herzens. | ||
In praktischer Hinsicht kann sadhutva sowohl persönliche Tugenden wie [[Ehrlichkeit]], [[Großzügigkeit]] und [[Geduld]] einschließen als auch die Zugehörigkeit oder Ähnlichkeit zu Sadhus — religiösen Asketen oder Heiligen — insofern als die betreffende Person deren Ideale oder Lebensweise teilt. Zusammengefasst bezeichnet sadhutva also die Qualität des Tugendhaften und Heiligen, verstanden als innere Reinheit und ethische Lebensführung, die auf spirituelle Entwicklung ausgerichtet ist. | |||
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Aktuelle Version vom 7. Januar 2026, 01:32 Uhr
sadhutva (Sanskrit: sādhutva n.) = tugendhaft, rechtschaffen oder sittlich sein
Sadhutva ist ein aus dem Sanskrit abgeleiteter Begriff, der wörtlich etwa „Heiligkeit“, „Tugendhaftigkeit“ oder „Güte“ bedeutet. Er setzt sich zusammen aus
- sadhu (oft übersetzt mit „fromm“, „tugendhaft“ oder „heiliger Mensch“) und der Ableitung
- -tva, die einen Zustand oder eine Qualität bezeichnet.
Sadhutva beschreibt also den Zustand oder die Eigenschaft, tugendhaft, rechtschaffen oder sittlich zu sein.
Im religiösen und philosophischen Kontext des Hinduismus und verwandter Traditionen bezieht sich sadhutva nicht nur auf äußerliches moralisches Verhalten, sondern auf eine innere Haltung: Wahrhaftigkeit, Selbstdisziplin, Mitgefühl, Verzicht auf egoistische Motive und die Ausrichtung des Handelns an spirituellen Zielen. Ein Mensch mit sadhutva handelt in Übereinstimmung mit dharma (Pflicht, ethische Ordnung) und zeigt geistige Reife, Beständigkeit und Reinheit des Herzens.
In praktischer Hinsicht kann sadhutva sowohl persönliche Tugenden wie Ehrlichkeit, Großzügigkeit und Geduld einschließen als auch die Zugehörigkeit oder Ähnlichkeit zu Sadhus — religiösen Asketen oder Heiligen — insofern als die betreffende Person deren Ideale oder Lebensweise teilt. Zusammengefasst bezeichnet sadhutva also die Qualität des Tugendhaften und Heiligen, verstanden als innere Reinheit und ethische Lebensführung, die auf spirituelle Entwicklung ausgerichtet ist.