Insertionstendopathie

Aus Yogawiki
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Insertionstendopathien (auch Insertionstendinosen) entstehen aufgrund einer chronischen Reizung dort, wo eine Sehne am Knochen ansetzt (häufig: Becken, Kniescheibe, Ellenbogen).

Der Sehnenansatz wird dauernd belastet (Zug, Druck), oft an relativ ungeschützten Stellen unter der Haut, und das belastete Gewebe hat vor einer neuen Belastung keine Zeit, sich zu regenerieren. Es bilden sich Ödeme, das umliegende Gewebe entzündet sich, die Entzündung führt zu Schmerzen, schließlich stirbt Gewebe ab, es bilden sich Risse und/oder es wird Kalk eingelagert.

Nach Abklingen der Entzündung sollte der Patient Dehnübungen und sanfte Übungen zum Wiederaufbau der Muskulatur machen, damit der betreffende Körperbereich voll beweglich bleibt; hierzu sind Physiotherapie, Yogatherapie und Yoga bei besonderen Beschwerden (siehe Seminare unten) geeignet.

Symptome

Schmerzen am Sehnenansatz, Verdickung/Schwellung der Sehne; häufig im Spitzensport. Die Schmerzen sind belastungsabhängig, treten bei, zum Teil auch noch nach der Belastung auf.

Insertionstendopathien am Becken findet man vor allem bei Leichtathleten, die die Oberschenkelmuskulatur stark belasten.

Diagnostik

Typisch ist der starke Dehnungsschmerz und Druckschmerz am Ansatz; das Röntgenbild kann Verkalkungen und/oder knöcherne Auswüchse zeigen; Sehnenveränderungen sind durch eine Sonographie (Ultraschall) zu erkennen. Die die Bewegung unterstützenden Muskeln sind oft verhärtet.

Therapie

Insertionstendopathien lassen sich meist gut mit konservativen Maßnahmen behandeln; die Sehne braucht Schonung und Zeit zur Regeneration; daher sollte mit dem Sport ausgesetzt werden. Bei Spitzensportlern wäre zu untersuchen, ob der Trainigsplan des Sportlers generell zu wenig Zeit für die Regeneration läßt. Auch das Schuhwerk (gute Dämpfung) sollte Beachtung finden.

Unterstützend können Kälteanwendungen verabreicht werden und gegen die Beschwerden entzündungshemmende Medikamente. Genügt dies nicht zur Ausheilung, dann kann eine lokale Behandlung mit einem Kortikoid in Betracht gezogen werden.

Eine operative Therapie ist nur zur Beseitigung von knöchernen Ausrissen erforderlich, was aber sehr selten vorkommt.

Sobald die Entzündung ausgeheilt ist, sollte der Patient mit Physiotherapie und/oder Yogatherapie beginnen, dehnen und üben, um sich die volle Beweglichkeit und Funktion zu erhalten.

Siehe auch

Quellen

  • Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie, Hrsg. Nikolaus Wülker, Thieme, 2. Aufl.
  • Engelhardt Lexikon Orthopädie und Unfallchirurgie, Springer Medizin

Literatur

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