Parse

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Parse (Hindi: पारसी pārsī "Parse"; eigentlich "Perser") Angehöriger des Parsismus. Sie werden in Indien so genannt, weil sie wegen der islamischen Verfolgung von Persien nach Indien flohen. Sie sind Nachkommen der persichen Zoroastrier und ließen sich im 17. und 18. Jahrhundert in Mumbai nieder. Für die Parsen sind Feuer, Wasser und Erde heilig. Sie verbrennen oder begraben ihre Toten demnach nicht, sondern legen sie offen in Türme ("Türme des Schweigens" in Mumbai zum Beispiel), damit Geier die Gebeine vollständig sauber picken.

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Die Parsen (Zoroastrier)

  • Zoroastrismus - Parsismus - Mazdaismus

Der Zoroastrismus, der sich unter Einfluss von Zarathustra Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. vom Iran aus zeitweise zu verbreiten begann, ist eine missionierende Religion und älter als das Judentum. Bis zur Islamisierung des Iran im 7. Jh. n. Chr. war der Zoroastrismus die persische Hauptreligion. Das führte dazu, dass damals viele Gläubige auswanderten, vor allem nach Indien, wo sie auch heute noch zahlenmäßig am stärksten vertreten sind. Auf Grund ihrer Herkunft werden sie auch Parsen (Perser) genannt.