Neumarkt

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Neumarkt in der Oberpfalz. Das kleine Städtchen mit ca. 40 000 Einwohnern grenzt an die südliche Seite der Europäischen Wasserscheide. Die Wasserscheide ist auch eine Sprachgrenze zum Fränkischen. Die Neumarkter sprechen bayerisch/oberpfälzisch. Die weitläufige Natur des Landkreises ist beeindruckend. Die sanften Oberpfälzer Juratäler mit Höhlen und Magerrasen sowie die sumpfigen Uferwiesen der Schwarzen und Weißen Laber sind für Radler und Wanderer ein Genuss. Die Stadt wird vom Ludwig-Donau-Main-Kanal durchquert, dem Vorläufer des Main-Donau-Kanals. Diese Wasserstraße, erbaut vom Ludwig I., hat heute keine Bedeutung für den Lastschiffsverkehr. Er wird noch touristisch genutzt für Fahrten mit dem Treidelschiff oder dem Fünf-Flüsse-Radweg entlang des Kanals. Neumarkt liegt ca. 50km südöstlich von Nürnberg und 70km nordwestlich von Regensburg.

Geschichte Neumarkts

Die erste Besiedelung geht auf die Bajuwaren zurück im 7.Jahrhundert. Das Stadtrecht wurde 1135 erteilt. 1315 wird die erste Stadtbefestigung errichtet. Im 15. Und 16. Jahrhundert erbaute Pfalzgraf Johann eine Residenz. Es entstanden weiterhin die Hofkirche, das Pfalzgrafenschloss und die Kirche St. Johannes. Nach dem Abzug der Pfalzgrafen versank Neumarkt im Dornröschenschlaf. Erst mit dem Bau des Ludwigkanals und dem Beginn der Industrialisierung begann das Städtchen wieder zu wachsen von ca. 4 200 Einwohner im Jahre 1840 auf heute ca. 41 000. Neumarkt hat eine rege NS-Vergangenheit, was ihm zwei Bombardierungen und eine großflächige Zerstörung einbrachte. Wirtschaftlich besteht heute eine gute Situation durch mehrere Großunternehmen, wie Pfleiderer (Holzwerkstoffe), Max Bögl GmbH (internationales Großbauunternehmen), Bionorica (Pflanzenheilmittelhersteller) und Staedtler (Stifte). Trotz Zerstörung und Industrie ist die Innenstadt malerisch anzusehen mit Fußgängerzone rund um den Oberen und Unteren Markt, Rathausplatz, Historischem Reitstadl und Klostergasse. Großflächige Spiel- und Parkareale um den Altstadtkern und der LGS-Park entlang des Kanals wurden zur Landesgartenschau 1998 ausgestaltet.

Kunst und Kultur in Neumarkt

Regelmäßig öffnet der Historische Reitstadel seine Türen für besondere Konzerterlebnisse. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik aus Nürnberg entstehen wunderbare Veranstaltungsreihen mit Hörgenuss. Eine Woche im Jahr ist die Internationale Meistersinger Akademie zu Gast. Hier können junge Sängerinnen und Sänger im Bereich Oper und Lied eine außergewöhnliche Arbeits- und Konzertumgebung wahrnehmen und auftreten. Bei den Schloss-Spielen handelt es sich um einen Theaterverein, der jährlich drei Produktionen auf die Bühne bringt. Diese sind im Hof des Amtsgerichts oder im Reitstadel zu sehen. Weitere Veranstaltungsräume sind die beiden Jurahallen mit Kapazitäten für bis zu 3500 Besucher. Hier finden Veranstaltungen aller Arten, wie zum Beispiel der monatliche Flohmarkt oder Popkonzerte statt. Im Jugendzentrum G6 vibriert das junge Leben. Von Poetry Slam, offene Trommelabende, Märchenabende, regionalen Musikern bis zu Ferienprogramm und offenen Treffs ist dort Kunst und Kultur gegenwärtig.

Lothar-Fischer Museum

Lothar Fischer ist von 1934-1952 in Neumarkt aufgewachsen. 2009 wurde ein Museum zur großen Werkschau eröffnet. Der unverwechselbare Bildhauer hat zusammen mit dem Architekten Johannes Berschneider die Räume in besonderer Art und Weise konzipiert. Der Künstler hat in München an der Akademie der bildenden Künste studiert und in Berlin an der Universität der Künste gelehrt. Viele Skulpturen, vor allem in Brunnenform, sind im öffentlichen Raum der Stadt ausgestellt. Ebenso sind in vielen anderen deutschen Städten seine Werke zu bestaunen. Das Hauptaugenmerk seines Schaffens liegt auf dem sinnlichen Menschen in einer ästhetischen liegenden, sitzenden oder stehenden Haltung. Der Besuch lohnt sich und für Kinder gibt es ein museumspädagogisches Angebot.

Neumarkter Lammsbräu

Das Lammsbräu wird seit 1628 in Neumarkt gebraut und seit dem Jahre 1800 unter der Führung der Familie Ehrnsperger. An der Amberger Straße wird seit 1897 gebraut und als 1971 Dr. Franz Ehrnsperper die Leitung übernommen hat, begann er Nachhaltigkeitsgedanken in die Unternehmungsführung einzubeziehen. Schritt für Schritt wurden die Braurohstoffe auf Bioqualität umgestellt und 1987 die ersten reinen Bio-Biersorten Schankbier und Dunkel eingeführt. Nebenbei wurde das komplette Unternehmen modernisiert: schwermetallfreie Etiketten, Verzicht auf Heizöl, Optimierung der Abwärmenutzung, PVC-freie Kronkorken und Umstellung auf Recyclingpapier aller Geschäftsunterlagen. 1995 war die Umstellung auf eine komplette Bio-Produktion gelungen. Das nächste Projekt, Fruchtsaftgetränke, wurde angegangen. Im Jahre 2016 sind nun Bio-Erfrischungsgetränke in zwölf Geschmacksrichtungen erhältlich. Diese und viele andere richtungsweisende Schritte haben Neumarkter Lammsbräu zu einem führenden Getränkelieferanten der deutschen Bioszene werden lassen. Für dieses Engagement wurde Dr. Ehrnsperger mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Gläsernem Baum“, dem „Deutschen Umweltpreis“ und als „Unternehmer für die Region“.

Biowasser

Da der größte Inhaltsstoff (97%) des Bieres Wassers ist, hat sich Dr. Ehrnsperger der Qualität dieses Lebenselexiers zugewandt. 2008 initiierte er den Verein Bio-Mineralwasser. Ihm ist wichtig eine Produktsicherheit und Schadstoffminimierung zu etablieren um dieses kostbare Gut in Reinform zu erhalten. 2009 wurde das erste Biomineralwasser mit Biosiegel auf den Markt gebracht. Im Jahre 2012 wurde dieser besondere Qualitätsanspruch an das Mineralwasser richterlich bestätigt. Die EU-Ökoverordnung darf seitdem auf diese Produktgruppe angewendet werden.

Nachhaltigkeitspreis

2001 hat Dr. Ehrnsperger den Deutschen Umweltpreis erhalten. Das Preisgeld investierte der oberpfälzische Unternehmer in eine neue Flaschenwaschanlage. Die Einsparungen, die dadurch entstehen, werden seit dem Jahre 2002 als Prämie für den jährlich ausgeschriebenen „Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis“ gestiftet. Bewerben können sich alle, die beruflich oder privat im Bereich Nachhaltigkeit engagiert sind. Diese Projekte und Personen können auch nominiert werden. Ausgezeichnet wurden bisher zum Beispiel das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (kurz: CSA), GEOlino extra, das Wissensmagazin für Kinder und Valentin Thurn, der mit dem Kinofilm „Taste the Waste“ das Thema Lebensmittelverschwendung und Foodsharing in die Öffentlichkeit gebracht hat.

Yoga Vidya Mobil Neumarkt

Susann Sommerschuh ist seit 2013 Yogalehrerin. In Neumarkt bietet sie Anfängerkurse, Aufbaukurse und regelmäßige Begleitung in der Mittelstufe an. Am Samstag kann um 14 Uhr eine offene Yogastunde besucht werden. Probestunden sind möglich in der Physiotherapiepraxis Hallertorstraße 16a. Bei den Kursen bittet sie um Anmeldung, auch kurzfristig. Susann Mahashakti Sommerschuh hat auch Erfahrung in Businessyoga. Der Leitspruch Swami Sivanandas „Diene, liebe, gib, reinige, meditiere und verwirkliche!“ liegt ihr am Herzen und so spendet die mobile Yogalehrerin einen Teil ihres Kursgeldes an das Martin Luther Haus in Nürnberg, das bedürftige Kinder, Familien und Senioren in allen Belangen unterstützt. Frau Sommerschuh freut sich über ihre Teilnahme.

BioVerum Neumarkt

„Natürlich und gesund leben“ ist das Ziel des Neumarkter Online-Händlers. BioVerum hat ein großes Fachwissen und Lagerhaltung für alles, was mit Wasserenergetisierung, Metabolic Balance und Effektiven Mikroorganismen zu tun hat. In den Bereichen Heim & Garten, Körperpflege, Tiere und Zubehör sind viele Artikel vorrätig. Zur Darmgesundheit und Stoffwechselaktivierung sind hier Beratungsgespräche und Informationen zu bekommen. Zudem gibt es vor Ort eine Vielzahl von Vorträgen und Seminare in den einzelnen Themenbereichen. Gerne können sie auch vor Ort einkaufen in der Badstraße 14.

Berghotel Sammüller

Auf dem Weg zur Burgruine Wolfstein liegt das Berghotel Sammüller. Mit Blick über die Dächer Neumarkts kann hier gegessen, gefeiert, getagt und übernachtet werden. Die zertifizierte Bio-Küche legt Wert auf Selbstgemachtes und Regionale Lebensmittel. Für 20-400 Personen kann hier der perfekte Rahmen für Ihre Veranstaltung bereitet werden.

Hotel Wittmann

Am Bahnhof gelegen ist diese Übernachtungsmöglichkeit gut zu erreichen. Zudem werden noch Wochenendarrangements angeboten, wie das Oberpfälzer Schlemmer- oder Weißwursttage. Hier und vor allem in der zugehörigen Metzgerei geht es um regionale Spezialitäten. Ein Großteil der angebotenen Fleisch-, Wurst- und Molkereiwaren hat zertifizierte Bioqualität. Auch im Gasthof und beim Frühstück wird auf einen hohen Anteil von Biolebensmitteln geachtet.

Neumarkt und Kirche

Der höchste Kirchturm der Diözese Eichstätt steht in der Altstadt von Neumarkt und überragt mit 72 Metern alle anderen Gebäude. Der Turm ist ein Teil der gotischen Hallenkirche, deren Grundsteinlegung im Jahre 1404 erfolgte. Die Kirche ist Johannes dem Täufer geweiht. 2015 wurde die Stadtpfarrkirche zum Münster erhoben. Zur Pfarrgemeinde gehören ca. 10 000 Gläubige.

Die Hofkirche ist Teil der Schlossanlage Neumarkts. Die frühere Marienkapelle wurde ab dem Jahre 1418 zur Schlosskirche erweitert. Die fürstliche Familie hat ihre Wappenschilde am Triumphbogen und am Grabmal Ottos II. von Neumarkt hinterlassen. Die Pfarrgemeinde „Zu unsrer Lieben Frau“ betreibt auf ehrenamtlicher Basis den „Eine-Welt-Laden“ mit fairen und sozialgehandelten Produkten aus fernen Ländern. Das „Transfair“-Siegel wurde durch den Verkauf von Kaffee aus direktem Handel mit den Bauernkooperativen bekannt. Diese und noch mehr Produkte sind im Laden am Unteren Markt zu bekommen.

Im Landkreisgebiet ist die Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“ zu finden. Zuvor war auf dem Habsberg eine Burg gestanden. Diese Burg war ein wichtiges Glied der Burgenkette, die das Land vor wiederkehrenden böhmischen Einfällen beschützt hat. Im Jahre 1682 ließ der Gerichtspfleger des Grafen Tilly die Kapelle der verfallenen Burg in ein barockes Schmuckstück umbauen. Aus Dank für seine Heilung von der Gicht pilgerte er zur Wallfahrtskirche und bis heute gehen viele Gläubige diesen Pilgerweg. In direkter Umgebung liegt ein Bildungszentrum für Umweltpädagogik und Regionalentwicklung, ein Waldfriedhof und ein Jugendgästehaus. Für das leibliche Wohl der Pilgernden wird in der Gaststätte von Mittwoch bis Sonntag gesorgt.

Kloster St.Josef

Ein besonderes Erlebnis ist der Aufenthalt im Kloster St.Josef, das von den Schwestern vom Göttlichen Erlöser geführt wird. In diesem eindrucksvollem Haus werden verschiedenste Seminare angeboten. Beim meditativen Bogenschießen, der ganzheitlichen Stressbewältigung oder dem jährlichem Singwochenende mit Gila Antara kann man sich wunderbar inspirieren lassen. Zusätzliche Angebote des Hauses sind der Fitnessraum, die hauseigene Mineralwasserquelle und der ansprechend gestaltete Innenhof des Klosters. Das Kloster bietet Wohn- und Lebensraum für rund 150 Schwestern und ca. 120 Übernachtungsgäste.


Siehe auch