Manakanchara Nayanar

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Manakanchara Nayanar: Kancharur ist eine fruchtbare Gegend im Königreich Chola. Die Menschen verehren alle Shiva. Dort lebte auch ein glühender Verehrer Shivas mit Namen Manakancharanar. Er war ein Großgrundbesitzer (tamilische Elite-Kaste) und ein geborener Senathapathi (tamilisches Adelsgeschlecht). Bei den Leuten der Gegend genoss er höchsten Respekt und höchstes Ansehen.

Er war ein Zeitgenosse des tamilischen Poeten Sundaramurthi Nayanar (8. Jhdt nach Chr.). Die Verehrung und Anbetung der Shiva-Anhänger war für ihn die höchste Form der Gottesverehrung. Durch ihre Blicke konnte er ihre Gedanken lesen, und er diente ihnen, ohne dass sie ihn darum bitten mussten. Lange Zeit hatte er keine Kinder. Aber er verehrte Shiva mit Glauben und Hingabe und durch Seinen Segen wurde ihm eine Tochter geschenkt. Nayanar feierte die Geburt seines göttlichen Kindes, indem er viele Almosen gab. Zur passenden Zeit erreichte das Mädchen das heiratsfähige Alter. Sie wurde verlobt und sollte Eyarkon Kalikamar heiraten, der auch ein ernsthafter und aufrichtiger Verehrer des Herrn war. Der Tag der Hochzeit wurde ausgemacht und alle Vorbereitungen getroffen. Inzwischen wollte ihm Gott Shiva Seine höchste Gnade zuteil werden lassen. Er nahm die Gestalt eines Maha-Vrathiar (ein Mensch, der höchste Gelübde abgelegt hat) an, mit heiliger Asche auf der Stirn, verfilzten Locken mit einem Kranz aus Knochen darin und einer heiligen Schnur aus Menschenhaar auf seiner Brust. Der Maha-Vrathiar erschien vor Manakancharanar, der ihn mit großer Freude empfing. Der Asket fragte nach dem Grund der festlichen Aufmachung des Hauses und Nayanar erklärte, dass seine Tochter heute heiraten sollte. Er bat das Kind, vor dem Asketen niederzuknien und seinen Segen zu empfangen. Der Asket sah das wallende Haar und sprach: „Oh edle Seele, ich bin erfreut, ihr Haar zu sehen. Damit könnte ich bequem eine Panchavati (Gebetsschnur) machen.“ Sofort, ohne auch nur einen Moment nachzudenken, nahm Nayanar ein Messer und schnitt das Haar seiner Tochter ab und übergab es dem Asketen. In seiner extremen Hingabe an Shiva hatte er überhaupt nicht bedacht, dass er seine einzige Tochter dadurch entstellen könnte und dass der Bräutigem sich weigern könnte, sie zu heiraten. Der HERR in Gestalt des Asketen verschwand sofort und ER gab Nayanar und seiner Familie zusammen mit der göttlichen Mutter Parvati die Gottesschau und segnete sie alle. ... Eyarkon Kalikamar, der Bräutigam, und seine Familie kamen kurz darauf an und erfuhren nun, was sich ereignet hatte. Es tat ihm leid, dass er nicht früher gekommen war und auch Gottesschau und Segen erhalten hatte. Als er aber seine entstellte Braut sah, zögerte er, sie anzunehmen. Shiva verstand das Problem und das Haar war wieder auf dem Kopf der Braut. Nayanar und seine Familie waren sehr glücklich und fuhren mit der Hochzeitsfeier fort.

Literatur

Weblinks

Siehe auch