Kopf-Knie-Zyklus

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kopf-Knie-Zyklus ist die Bezeichnung von Hatha Yoga Asana Variationen, die auf Paschimottanasana, der Vorwärtsbeuge, die auch Kopf-Knie-Stellung genannt wird, aufgebaut ist. Eine andere Bezeichnung für Kopf-Knie-Zyklus ist Vorwärtsbeuge Variationen. Zu den wichtigsten Übungen des Kopf-Knie-Zyklus gehören Kopf-Knie-Stellung Paschimottanasa, Schildkröte Kurmasana, Janushirasana, Purvottasana und Yoganidrasana.

Allgemeines zum Kopf-Knie-Zyklus

Dieser Kopf-Knie-Zyklus umfasst nicht nur die vorwärts beugenden Asanas und Variationen, sondern auch die Gegenstellung – die schiefe Ebene. Die Kopf-Knie-Stellung streckt und dehnt die Wirbelsäule ihrer natürlichen S-Form entsprechend und schafft so Zwischenraum zwischen den einzelnen Wirbeln.

Im Lauf der Zeit und mit zunehmender Praxis führt diese Streckübung bei der Rückenmuskulatur dazu, dass die Wirbel exakt ausgerichtet werden. Gleichzeitig nimmt die Beweglichkeit der Wirbelsäule in entgegengesetzter Richtung zu. Während man also mit den Asanas in diesem Zyklus Fortschritte macht, verbessert man auch seine rückwärts beugenden Stellungen.

Wenn du einen Teil deines Körpers drückst – zum Beispiel den Arm – wird er rot, weil mehr Blut in diesen Bereich transportiert wird. Die Kopf-Knie-Stellung drückt die Bauchorgane zusammen, versorgt sie also mit frischem Blut und hält so den gesamten Verdauungstrakt gesund. Der Zyklus als Ganzes übt außerdem eine wohltuende Wirkung auf den Geist aus.

Kopf-Knie-Variationen

Das Wichtigste bei den Übungen dieser Serie ist das Erlernen der Vorwärtsbeuge aus der Rückenwurzel heraus, wobei die Kniekehlen auf dem Boden bleiben sollen.

Die verschiedenen Handstellungen verändern die Dehnung auf die Wirbelsäule und die Schultern. So kommt man tiefer in die Position. Manche Variationen erfordern einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn sowie Kraft, andere strecken den Rumpf und beleben die Bauchorgane.

Halte all diese Paschimottanasana- Variationen für längere Zeit, damit der Körper sich der Dehnung anpassen kann. Die Wirbelsäule lässt sich ziemlich lang ziehen – mit der Zeit kommst du mit deinem Kopf sogar bis zu den Füßen.

Alle Variationen der Vorwärtsbeuge http://www.yoga-vidya.de/de/asana/vorwaertsbeugefort.html

Die halbe Kopf-Knie-Stellung Janu Shirasana

In Janu Sirasana unterstützt das gebeugte Bein die Hebelkraft, während das gestreckte Bein durch das Gewicht des Rumpfs gedehnt und die Kniesehnen gestreckt werden. Man kann sehen, dass die Bewegung nach einer Seite leichter fällt, als sich über beide Beine zu strecken. Diese Asana-Reihe hat eine starke Wirkung auf die Bauchorgane. Die Massage, die man durch Janu Sirasana bzw. Janushirasana erhält, wird durch den halben Lotus intensiviert.

Die Drehbewegungen der Variationen erzielen tief greifende innere Wirkungen: Sie reinigen das ganze System und halten den Körper schlank und geschmeidig.

In weiteren Variationen versucht man die Brust nach vorn zu drücken. Gelingt das, gibt es weitere Variationen. Alle Infos zu Janushirasana http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Janushriasana.html

Schildkröte Kurmasana

Setzen dich mit gegrätschten Beinen, aufgerichteten Knien und aufgestellten Füßen auf den Boden. Beuge dich nach vorn und bringe die Arme unter die Knie; die Hände zeigen nach hinten, die Handflächen nach unten. Langsam strecke die Beine aus und ziehe den Rumpf nach vorn.

http://www.yoga-vidya.de/de/asana/schildkroete.html

Die schiefe Ebene

Diese Asana ist eine ausgleichende Position zur Kopf-Knie-Stellung – so wie der Fisch die anderen Asanas im Schulterstand ausgleicht.

Nachdem du vorher Kopf und Oberkörper auf die Beine gelegt haben, kippst du nun den Körper nach oben und lässt den Kopf nach hinten fallen. Das streckt die ganze Vorderseite Ihres Körpers von Kopf bis Fuß. Je höher du die Hüften hinaufdrückst, umso mehr verstärkst du die Dehnung und kräftigst Schultern, Arme und Beine. Sobald du die Hüften hoch genug bekommst, werden Wirbelsäule und Rückenmuskeln den Körper mit unterstützen.

Das Üben der Variationen der schiefen Ebene kräftigt alle Körperteile und verbessert die Wahrnehmung in Bezug auf Unausgewogenheiten zwischen rechter und linker Körperhälfte.

Am Anfang mag es unbequem erscheinen, die Stellung zu halten, oder du hast Schwierigkeiten, das Gleichgewicht dabei zu halten. Wiederhole die Übungen beständig, dann entspanne; mit der Zeit wirst du genug Kraft entwickeln, um die ganze Folge durchzuführen.

Alle Asana Variationen der schiefen Ebene http://www.yoga-vidya.de/de/asana/schiefeebene.html

Siehe auch