Akushalamula

Aus Yogawiki
Akushalamula erkennen und abstellen

Akushalamula: (Sanskrit: अकुशलमुला akushalamulā n) = Wurzel des Unheilsamens.

Der Ausdruck akushalamula kommt aus dem Sanskrit und setzt sich aus zwei Teilen zusammen: akushala bedeutet "unheilsam" oder "ungeschickt" und mula heißt "Wurzel" oder "Ursprung". Zusammengenommen bezieht sich akushalamula also auf die Wurzeln unheilsamer Handlungen oder Gedanken.

In der indischen Spiritualität, besonders im Buddhismus und Hinduismus, geht es oft darum, heilsame (kushala) und unheilsame (akushala) Tendenzen im Geist zu erkennen. Akushalamula sind jene tief verwurzelten Gewohnheiten, die Leid verursachen – wie Gier, Hass oder Verblendung. Im Yoga würdest du vielleicht sagen, dass diese Muster (samskaras) uns davon abhalten, Klarheit und Frieden zu finden.

Ein bekanntes Beispiel aus der buddhistischen Lehre ist, dass die "drei Gifte" – Begierde, Abneigung und Unwissenheit – als akushalamula gelten. Wenn du zum Beispiel aus Wut handelst, statt achtsam zu reagieren, nährst du diese unheilsame Wurzel. Die Praxis von Meditation und Selbstreflexion hilft dir, solche Muster zu durchschauen und allmählich zu transformieren.

Ein passendes Zitat aus der Dhammapada (einer buddhistischen Schrift) lautet: "Aus dem Geist entspringen alle Dinge; der Geist ist ihr Führer, der Geist erschafft sie." Das erinnert dich daran, dass Veränderung bei der Bewusstwerdung deiner inneren Wurzeln beginnt.

Falls du Yoga übst, kennst du vielleicht das Konzept von yama und niyama (ethische Richtlinien). Sie helfen dir, akushalamula zu vermeiden, indem du zum Beispiel Wahrhaftigkeit (satya) übst oder dich von Habsucht (aparigraha) löst. So kultivierst du Schritt für Schritt eine klarere, mitfühlendere Haltung.

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