Ashma Loshta Nyaya

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Ashma Loshta Nyaya ist das Gleichnis (Nyaya) von Stein (Ashma) und Schlamm (Loshta). Es ist ein Gleichnis, welches die Relativität der Welt beschreiben soll. Schlamm ist verglichen mit Baumwolle hart, aber im Vergleich zum Stein ist er weich. Und so ist es mit allem. Dinge haben keine Eigenschaften in sich, sondern sie haben Eigenschaften im Vergleich zu anderem. Eigenschaften existieren nur aufgrund ihrer Relativität. Letztlich gibt es nur ein Unendliches und Ewiges. Ein fester Fels könnte zertrümmert werden, und wenn er ganz zertrümmert ist, dann kann man sagen, dass er Staub ist - und Staub ist sehr leicht und kann weggepustet werden. Dieser feste Fels, zu Staub zertrümmert, in Verbindung mit etwas Wasser wird zu Schlamm. Angenommen, wir hätten jetzt nur Schlamm und nichts anderes, wie würden wir Schlamm beschreiben? Wir könnten ihn nicht beschreiben. Im Verhältnis zu trockenem Staub ist Schlamm z. B. feucht. Im Verhältnis zu Wasser ist er nicht ganz so feucht. Schlamm, der vielleicht etwas fester ist, ist im Verhältnis zu weichem Staub, oder auch zu Wasser mit etwas Staub, fest. Schlamm im Verhältnis zu Stein ist wiederum weich.


Und so ähnlich ist es auch mit deinen eigenen, persönlichen Eigenschaften. Es sind keine absoluten Eigenschaften. Du bist in deiner intellektuellen Entwicklung vielleicht klüger als ein vierjähriges Kind.

Ashma Loshta Nyaya beschreibt die Relativität dieser Welt. Dies zeigt, dass Dinge im Vergleich zu besseren Dingen schlecht erscheinen mögen.

Du bist vermutlich nicht ganz so klug wie Einstein. Angenommen, du spielst ein Instrument, dann bist du vielleicht ein besserer Musiker als zu dem Zeitpunkt, als du begonnen hast, das Instrument zu spielen. Aber vermutlich gibt es andere, die besser spielen als du. In diesem Sinne gibt es immer Menschen, die besser oder schlechter sind als du. Du brauchst dich nicht zu vergleichen, denn die Eigenschaften in der relativen Welt sind eben nur relativ. Im Absoluten bist du Sat-Chit-Ananda. Und anstatt dich immer wieder zu vergleichen und festzustellen, dass du in einer Hinsicht weniger gut und in anderer Hinsicht besser als andere bist, mache dir bewusst: Eigenschaften sind relativ. Und auch, anstatt dir ständig zu überlegen, ob es nicht etwas Besseres gibt als das, was du erlebst, sei zufrieden mit dem, was jetzt ist. Egal, was du erreichst - es gibt scheinbar immer Besseres. Es gibt aber auch scheinbar immer Schlechteres.

Die Dinge selbst besitzen also keine ihnen innewohnende Qualität. Es gibt keine Vielheit. Unterschiede existieren bloß in der Vorstellung.

Egal, was dir Schlimmes passiert, andere werden dir immer wieder sagen: Glück im Pech gehabt, oder: Glück im Unglück. Denn egal, welchen Unfall du hattest, es hätte immer noch schlimmer ausgehen können. Und egal, was Menschen dir angetan haben, sie hätten dir noch Schlimmeres antun können. Und egal, was an tollen Dingen passiert, es hätte immer noch besser ausgehen können. Angenommen, du gewinnst in der Lotterie eine Million Euro. Du freust dich darüber. Du sagst: Ich hätte auch den Jackpot gewinnen können, das wären sechs Millionen gewesen. Und selbst, wenn du den Sechs-Millionen-Jackpot gewinnst - vielleicht gibt es zu einer anderen Zeit, in einer anderen Gegend den Fünfzig-Millionen-Jackpot. Alles ist relativ. So wie Schlamm im Verhältnis zu Stein weich ist und im Verhältnis zu einem Baumwollknäuel hart ist, ist auch diese Welt relativ. Gehe jenseits des Relativen, mach dir nicht so viele Gedanken ums Relative. Erkenne dich als unendlich und ewig.

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Ashma Loshta Nyaya ist eine Analogie aus dem Vedanta, also ein Gleichnis, um tiefe spirituelle Weisheiten zu verstehen. Hier findest du weitere Nyayas aus dem Vedanta:

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