Shivanandanagar

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Shivanandanagar (Sanskrit शिवानन्दनगर Śivānandanagara): Ort bei Rishikesh, benannt nach dem dortigen Sivananda Ashram, wörtlich: "Sivananda-Stadt". In den 1950er Jahren ist der Shivananda Ashram Rishikesh so gewachsen, dass er ein eigenes Post Office bekommen hat, welches "Shivanandanagar" genannt wurde. Inzwischen haben sich um den Sivananda Ashram auch andere Ashrams gebildet, sodass dieses Viertel von Rishikesh nicht mehr Shivanandanagar genannt wird, sondern Muni-Ki-Reti. Für das Postamt hat sich aber der Name Shivanandanagar erhalten.

Rishikesh an der Ganga

Sukadev über Shivanandanagar

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Shivanandanagar

Shivanandanagar ist die Bezeichnung eines Stadtteils von Rishikesh, dort nämlich, wo der Sivananda Ashram sich befindet. Als Swami Sivananda 1932 diese Vision von Krishna hatte, als Krishna ihm geboten hatte, Yoga zu verbreiten, dann zog er kurz danach auf die andere Seite des Ganges. Er lebte nämlich auf der Swarg-Ashram-Seite, und auf der anderen Seite war wenig los. Da gab es zwar eine Pilgerroute, Muni Ki Reti, "die Straße der Munis", die Straße der Pilger, die Straße der Weisen, und dort gab es zwar einen kleinen Ashram mit einem Kuhstall, aber es gab nicht viel. Swami Sivananda gründete dort einen Ashram, und er wurde innerhalb von zwanzig Jahren zu einem sehr großen Ashram, wo Dutzende von Menschen, später zweihundert Menschen wohnten, und hunderte, manchmal auch tausende von Besuchern lebten.

Und der Ashram war tatsächlich so etwas wie ein Nagar, wie eine Stadt. Eine Stadt, weil es alles Mögliche dort gab. Es gab ein eigenes Postamt, eine Poststation, denn der Sivananda Ashram versandte so viele Pakete und bekam so viele Briefe und verschickte so viele Briefe, dass es sich für die Post rentierte, dort eine eigene Poststation aufzumachen. Und diese Poststation hieß dann eben "Shivanandanagar". So kann man sagen, der Name Shivanandanagar kam, weil die Post dort eine Poststation brauchte und überlegte, wie man sie am besten benennt, und sagte, man nennt sie nach dem Sivananda-Ort. Also, der ganze Ashram wurde als Sivananda-Stadt bezeichnet und das Postamt ist dann eben Shivanandanagar.

Shivanandanagar, deshalb auch Stadt, weil da so viel los war. Es gab natürlich eine große Küche, es gab eine Bibliothek, es gab eine Audiothek, eine Videothek, es gab ein Krankenhaus. Das Krankenhaus gibt es auch weiter. Es gab eine Ayurveda Apotheke, einen Ayurveda Arzt - das ist jetzt heute weitergegeben worden an andere. Es gibt einen Verlag, es gibt einen Buchversand, es gibt eine Boutique, es gibt einen Buchladen, es gibt mehrere Tempel, es gibt eine kleine Universität, eine Akademie, es gibt einen Ort, wo die Swamis leben, es gibt einen Ort, wo Besucher leben, es gibt ein Auditorium und noch so viel mehr.

Ich könnte da noch endlos weiter erzählen, jedenfalls, der Name trifft es gut: Shivanandanagar – die Sivananda-Stadt. Nicht nur Nagar, weil viele Menschen dort wohnen, sondern auch Nagar, weil man alles hat, was zu einer Stadt dazugehört. Der Sivananda-Ashram ist zwar eigentlich ein Mönchs-Ashram, wo Mönche wohnen, aber da wohnen auch alle möglichen anderen Menschen. Und gerade direkt drum herum wohnen auch Familien, die dann auch Teil des Shivanandanagars sind. Heute wird zwar der Stadtteil von Rishikesh seltener "Shivanandanagar", dafür häufiger "Muni Ki Reti" genannt, weil daneben sich auch andere Ashrams angesiedelt haben, aber die Poststation heißt immer noch Shivanandanagar, Poststation der Sivananda-Stadt.

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