Sankt Cecilia: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Sankt Cecilia''' stammt aus einem adligen römischen Geschlecht. Sie war schön und bemühte sich schon in ihrer Jugend, tugendhaft zu sein und den christlichen [[Glauben]] zu lernen. Sie wurde von [[Papst]] Urban getauft, diente [[Gott]] und betete sehr viel. Cecilia war eine fromme Christin und blieb bis an ihr Lebensende jungfräulich.
#weiterleitung [[Sankt Cäcilia]]
 
Zu ihrer [[Zeit]] wurden Christen sehr stark verfolgt, und sogar der Papst musste sich vor der Verfolgung verstecken. Die fromme Sankt Cecilia wurde von vielen Männern begehrt, und sie wurde mit einem edlen und reichen Mann namens Valerianus verlobt. Valerianus und sein Bruder Tiburtius waren Heiden. Cecilia war davon sehr erschrocken und sie klagte zu Gott, weil die Hochzeit bald stattfinden sollte. Man kleidete sie in edle Gewänder, doch Cecilia fühlte sich sehr unwohl bei der Hochzeit. Sie betete zu Gott. Als die Nacht kam, und sie mit ihrem Bräutigam allein war, sprach sie zu ihm: "Mein Liebster hör mich an, ich habe etwas Geheimes mit dir zu besprechen, das du niemandem sagen darfst."
 
===Sankt Cecilia wird vermählt und bekehrt ihren Ehemann, Valerianus===
Valerianus willigte ein und Cecilia fuhr fort: "Es ist ein Engel bei mir, der meine Jungfräulichkeit bewahrt und mich beschützt. Darum sollst du mich nicht berühren, sonst wird der [[Engel]] dich schlagen. Bewahrst du aber meine Reinheit, dann wird er dich so wie mich lieben." Valerianus antwortete: "Wenn du willst, dass ich dir glaube, dann lasse mich den Engel sehen, um zu erkennen, dass er wahrhaftig ein heiliger Engel ist. Doch wenn du mich belügst, liebst du jemand anderen, und ich werde dich zu [[Tod]]e schlagen, damit du mich nicht mehr belügst." Cecilia war froh über seine Worte und sprach: "Wenn du an meinen Gott glauben wilst, dann lasse dich taufen, und du wirst so wie ich den Engel Gottes erblicken."
 
Sie erzählte ihm so viel über den christlichen Glauben, dass er im [[Herz]]en berührt war, und er sagte, dass er es gerne tun wollte. Da sprach sie: "Geh zu dem Papst Urban, und sage ihm, dass ich dich zu ihm geschickt habe." Da kam er zu dem Papst, und als er hörte, dass ihn die liebe Cecilia zu ihm geschickt hatte, war er froh und hob seine [[Hand|Hände]] und sprach: "Herr [[Jesus Christus]], empfange heute die Frucht, die du in Cecilia gesät hast." Und als Papst Urban diese Worte aussprach, sah Valerianus einen Engel, der war schön, licht, klar und trug ein Buch in der Hand. Gott sandte ihn auf das Gebet der Jungfrau aus. Und als Valerianus den Engel sah, erschrak er so sehr, dass er niederfiel. Der Engel hob ihn wieder bei der Hand auf und sprach zu ihm: "Fürchte dich nicht, komm her und lies!"
 
Da sah er das Buch, das mit goldenen Buchstaben geschrieben war, und dort stand: "Es gibt einen Glauben, eine Taufe und einen Herrn, dessen Macht über allen Dingen steht." Als Valerianus das gelesen hatte, da sprach der Engel zu ihm: "Glaubst du das?" Da sagte er: "Ja, natürlich." Dann verschwand der Engel. Nun war Valerianus von Papst Urbangetauft. Er erfreute sich der Gnade und kam heim zu seiner Frau, die er nun liebgewonnen hatte. Da sah er einen Engel bei ihr sitzen. Sie war sehr froh, sprach ihr [[Gebet]] zu [[Gott]] und dankte ihm für seine Gnade, dass er ihren lieben Gemahl bekehrt hatte. Sie freute sich sehr über den Engel, denn er hatte ihr zwei Kränze mitgebracht - einen mit Lilien und einen mit Rosen. Den einen gab er Valerianus, den anderen Cecilia.
 
Der Engel sprach zu ihnen: "Ich habe die zwei Kränze aus dem [[Paradies]] getragen, die Rosen und die Lilien vertrocknen nicht und verlieren auch nicht ihren guten Geruch. Die Kränze können von niemand gesehen werden, der nicht keusch und rein ist." Der Engel richtete sich danach an Valerianus: "Jetzt, wo du getauft bist, bitte um das, was du willst und es wird dir gewährt werden." Da sprach Valerianus: "Ich habe einen lieben Bruder und ich bitte dich darum, ihn zum christlichen Glauben und zurr Wahrheit, die Gott selber ist, zu bekehren." Da sprach der Engel: "Es sei dir gewährt." Und er verließ sie.
 
===Tibertius, der Bruder von Valerianus, wird auch bekehrt===
In diesem Moment kam sein Bruder vor die Kammer und bemerkte einen süßen Geruch von Rosen und Lilien. Da grübelte er: Woher mag nur der gute Geruch kommen? Und als er in die Kammer eintrat, da sah er, dass sein Bruder und seine Gemahlin ihr Gebet zu Gott sprachen. Er bemerkte den guten Geruch mehr als vorher und sprach zu ihnen: "Meine Lieben, von wo kommen die Rosen und Lilien, die so gut duften? Es ist doch jetzt Winter. Ich vernahm all meiner Tage nie so guten Geruch. Und seitdem ich den guten Geruch gekostet habe, haben sich mein [[Gemüt]] und mein Sinn ganz verändert, und es wundert mich sehr, dass ich die Rosen und Lilien nicht sehen kann."
 
Da sprach Valerianus: "Lieber Bruder, die Rosen und Lilien, die du riechst, haben wir hier bei uns, sie sind weiß wie Schnee, und wir haben nie schönere gesehen. Aber deine Ungläubigkeit täuscht dich so, dass du sie nicht sehen kannst. Bekehrst du dich aber zum christlichen Glauben und lässt dich taufen, dannn wirst du die schönen Blumen sehen." Da sprach Tiburtius: "Ist die Rede ein Spott, oder gaukelst du dir etwas vor?"  Da sprach Valerianus: "Ja wirklich, unser Leben ist bisher ein [[Traum]] gewesen. Aber nimm die [[Wahrheit]] Gottes an, denn er wird uns von nun an behüten." Da sprach Tiburtius: "Woher weißt du das?" Da sprach er: "Das will ich dir sagen: Mir hat ein Engel Gottes die Wahrheit offenbart. Lässt du dich taufen und glaubst an unsern lieben Herrn Jesus Christus und kehrst dich von den falschen Göttern ab, dann lässt dich Gott den Engel und auch die Rosen und Lilien sehen."
 
Danach sprach Cecilia zu Tiburtius: "Es gibt leider so viele Ungläubigen. Ergib dich und diene unserm Gott, der [[Himmel]] und [[Erde]] erschaffen hat und uns mit seinem [[Tod]] erlöst." Die Rede tat ihm gut, sodass sein [[Herz]] und sein Gemüt erleuchtet waren. Da sprach er zu ihr: "Du hast es recht wohl ausgerichtet, ich will auch deinen Glauben kennenlernen." Da war sie froh und sprach: "Freund, Gott sei gelobt, dass du und dein Bruder zu dem rechten Glauben gekommen seid. Darum geh mit deinem Bruder zu dem Papst und empfang die Taufe. Dann wirst auch du die Engel Gottes sehen."
 
Als er das hörte, sprach er: "Wer ist der Mann!" Valerianus sagte: "Er heißt Urban und hat auch mich getauft." Er antwortet: "Oh lieber Bruder, den haben die Fürsten verbannt." Sankt Cecilia sagte: "Beachte das nicht, denn das Leben hier ist kurz, und danach folgt ein ewiges Leben für die Menschen, die christlichen Glaubens sind." Diese Worte haben Tiburtius Herz und Gemüt mit Leichtigkeit bekehrt. Tibertius sprach: "Bruder, bring mich bald zu Pabst Urban, damit ich getauft werde und fortan mein [[Leben]] in [[Würde]] halte und den Engel Gottes sehe." Und da kamen sie zu Pabst Urban, der sich sehr darüber freute. Er taufte Tiburtius und danach sah er oft die Engel Gottes.
 
===Maximus wird zum Christentum bekehrt===
Cecilia und Valerianus lebten fromm und pflegten viele [[Tugend]]en - und Tibertius mit ihnen. Und sie bestatteten die Christen, die man tötete und gaben ihr Gut armen Leuten, um Gott zu dienen. Allmachius hörte davon, dass sie die Toten begruben, und das machte ihn sehr wütend. Er griff sie aber nicht gerne an, weil sie sehr edel waren. Man brachte sie vor ihn, und er sprach im Zorn zu ihnen: "Warum vergrabt ihr die Verdammten, die wir getötet haben? Ihr müsst sie unseren Göttern opfern. Wenn ihr das nicht tut, dann werdet ihr es schwer bereuen." Da sprachen sie: "Es ist recht, dass wir unserm Gott jeden [[Tag]] etwas opfern."
 
Das machte Allmachius noch zorniger, und er lies sie in den Kerker sperren. Er übergab sie einem Ritter namens Maximus. Er sprach zu ihnen: "Oh ihr edlen Jünglinge, es wundert mich, dass ihr mit [[Freude]]n in den Kerker geht, obwohl ihr wisst, dass ihr danach sterben werdet." Da sprach Valerianus: "Wenn du wüsstest, welche Freuden Gott den seinen nach diesem [[Leben]] gibt, würdest du auch ohne [[Angst]] leiden." Er erzählte ihm so viel über den christlichen Glauben, dass er sich bald taufen ließ - und auch all seine Leute. Papst Urbanus taufte alle.
 
===Valerianus, Tibertius und Maximus sterben für ihren Glauben===
Als der Morgen kam, an dem man sie töten sollte, sprach Sankt Cecilia: "Hört, ihr edlen Ritter und Kämpfer Christi, werft die Werke der Finsternis weg und legt die Waffen des [[Licht]]es an." Da schlug man Valerianus und Tiburtius die Häupter ab. Maximus schwor, dass er ihre [[Seele]]n von ihnen fahren sah als wunderschöne Jungfrauen. Die Engel empfingen sie und brachten sie in das Ewige Leben. Da sprach Maximus: "Ich bin auch ein Christ."  Allmachius hörte das, und er wurde wütend. Allmachius ließ ihn überall auf dem Körper mit Knüppeln schlagen, bis er starb. Da fuhr seine Seele zu den Ewigen Freuden. Danach begrub Cecilia alle drei Heiligen.
 
Nun wusste der böse Vogt wohl, dass die zwei Brüder viele Reichtümer besaßen. Deswegen ließ er Cecilia vor sich bringen. Und als sie vor ihn trat, da sprach er: "Man soll sie vor die Götzenbilder bringen, damit sie sie anbetet, oder aber sie muss sterben." Da spottete sie über die Götzenbilder. Es gab sehr viele Menschen, die sie bemitleideten und die um sie weinten, weil sie so edel, schön und reich war. Und Gott tat große [[Gnade]] an ihr, sodass sie zu ihnen sprach: "Ihr sollt nicht weinen, ihr sollt froh sein, denn es ist kein [[Wunder]], dass ich so früh sterben will. Ich komme zu Gott, da werde ich niemals alt werden. Ich tausche meinen Leib für das himmlische Glück ein."
 
Sie erzählte den Menschen so viel über den christlichen Glauben, dass sie viele bekehrte. Und sie sendete sie alle zu Sankt Urbanus, damit er sie taufte. Er lehrte und taufte wohl vierhundert Menschen. Der Vogt hörte davon und vernahm, dass sehr viele zum christlichen Glauben bekehrt waren. Er wurde zornig, lies sie vor sich bringen und sprach: "Sag an, was ist dein Leben?" Antwortet sie: »Ich bin von Geburt an edel.« Da sprach er: »Danach frag ich dich nicht, sondern nach deinem Glauben.« Da sprach sie: »Deine Frag ist eine Rohheit.« Da sprach er: »Was macht dich so mutig?« Antwortet sie: »Ich glaube an Gott, der gibt mir Mut, dass ich nicht verzag an ihm, denn er ist mit mir.« Sprach er: »Weißt du, dass ich Gewalt hab über dich?« Antwortet sie ihm: »Dein Gewalt ist ungewiss und vergeht wie der Wind, und von ihr wartet auf dich der Ewige Tod.« Almachius war verwundert von der rede und dass sie ihm so deutlich antwortete. Er sprach zu ihr: »Du sollst den Abgöttern opfern; das will ich von dir haben.« Sprach sie: »Du bist mit hellen Augen blind; denn deine Götter sind aus Holz und Stein.« Das machte ihn wütend, und er ließ rasch ein heißes Wasser machen und ließ Sankt Cecilia hinein setzen. Sie saß eine ganze Nacht darin und lobte Gott, der ihr half, dass sie wie in einem kühlen Tau saß. Das erzürnte den Richter, und er ließ ihr den Kopf abschlagen. Da gab man ihr dreißig Schläge, da lebte sie noch aus der Gnade Gottes. Der Richter verbot ihr noch einen weiteren Schlag geben zu dürfen. Sie gingen von ihr und überließen sie ihrem    Schicksal. Da kam Urbanus zu ihr, und sie sprach zu ihm: »Lieber Vater, was ich Gutes hab, das sollst du armen Menschen geben, und sollst mein Haus zu einer Kirchen machen, Gott zu Lob und Ehren, du sollst dieses Haus Gottes und alle Christen leiten.« Darnach starb sie am dritten Tag selig, und ihre Seele fuhr zu den Ewigen Freuden. Nun war ein böser Mann, der hieß Carposius, der berichtete dem Richter von dem Papst Urban und von seinen Gesellen. Daraufhin ließ sie der Richter gefangen nehmen und in den Kerker legen. Er sprach im Zorn zum Papst: »Du hast Cecilia und ihre Freunde Tiburtius und Valerianus den unechten Glauben gelehrt. Nun sollst du mir sagen, wo du Sankt Cecilias Gut versteckt hast, und sollst mir den Schatz weisen. « Da sprach der Papst: »Ich sehe sehr gut, dass du den Freunden Gottes feind bist. Es nützt dir nichts und es wird deiner Seele großen schaden bringen. Du sollst auch
 
wissen, dass Sankt Cecilias Gut im Himmelreich  ist. Die armen Leute haben es dort hingetragen.«  Da der Papst so sprach ließ der Richter ihn mit knüppeln schlagen. Der Pabst litt geduldig. Danach sperrte man ihn in den Kerker. Da bekehret er drei Ritter und den Wächter, der ihn hütete. Als das der Richter hörte, war er so zornig, dass er den Wächter töten ließ . Und bat Pabst Urban und seinen Gesellen an, dass sie den Göttern opferten. Da trat der Papst vor den Abgott und sprach sein Gebet zu Gott. Da fiel der Abgott nieder und erschlug viele der Wächter. Da Ließ der Richter vor Zorn ihnen die Häupter ab schlagen. Und so fuhren ihre Seelen zu den Ewigen Freuden.

Aktuelle Version vom 31. Dezember 2015, 15:29 Uhr

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