Advaitatattva

Aus Yogawiki

Advaitatattva: (Sanskrit: अद्वैततत्त्व advaitatattva n.) = die Wirklichkeit der Nicht-Zweiheit

Der Sanskrit-Ausdruck Advaitatattva setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Advaita (Nicht-Zweiheit) und Tattva (Wahrheit, Prinzip, Essenz). Zusammengenommen bedeutet er das Prinzip der Nicht-Dualität oder die Wahrheit der Einheit.

Im Hinduismus, besonders im Advaita Vedanta (eine philosophische Schule), beschreibt Advaitatattva die grundlegende Lehre, dass es keine Trennung zwischen dem individuellen Selbst (Atman) und dem höchsten Bewusstsein (Brahman) gibt. Alles ist eins – die scheinbare Vielfalt der Welt ist nur eine Illusion (Maya), und die wahre Natur der Realität ist ungeteilt.

Beispiel aus der indischen Mythologie

In der Bhagavad Gita (Kapitel 6, Vers 30) sagt Krishna zu Arjuna: "Wer mich überall sieht und alles in mir erkennt, der geht niemals verloren, und ich gehe ihm niemals verloren." Dies spiegelt Advaitatattva wider – die Erkenntnis, dass das Göttliche in allem existiert und keine Trennung besteht.

Im Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis) geht es darum, diese Einheit durch Selbstreflexion und Meditation zu verwirklichen. Ein klassischer Übungsansatz ist die Frage: "Wer bin ich?" (Neti Neti – "Nicht dies, nicht das"), um die Illusion des getrennten Ichs zu durchschauen.

Kurz gesagt: Advaitatattva ist die tiefste Wahrheit, dass alles eins ist – keine Unterschiede, keine Grenzen, nur reines Bewusstsein.

Siehe auch

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