Nishcaya: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Nishcaya''' ([[Sanskrit]]: nishcaya ''m.'') = gefasster [[Entscheidung|Entschluss]], bleibende Meinung; Gewissheit, Sicherheit. | '''Nishcaya''' ([[Sanskrit]]: nishcaya ''m.'') = gefasster [[Entscheidung|Entschluss]], bleibende Meinung; Gewissheit, Sicherheit. | ||
Aktuelle Version vom 24. März 2026, 22:45 Uhr

Nishcaya (Sanskrit: nishcaya m.) = gefasster Entschluss, bleibende Meinung; Gewissheit, Sicherheit.
Nishcaya (häufig auch niscaya geschrieben) bezeichnet im Sanskrit eine innere Gewissheit, feste Überzeugung oder entschlossene Befangenheit: das ruhige, unerschütterliche Wissen, dass etwas wahr ist oder getan werden muss. Es ist mehr als bloßer Glaube; es umfasst geistige Klarheit, innere Stabilität und die Bereitschaft, entsprechend zu handeln. In spirituellen Kontexten steht nishcaya oft für die Unterscheidung zwischen dem direkten, absoluten Erkennen einer Wahrheit und dem alltäglichen, praktischen Handeln — also für eine innere, unverrückbare Standfestigkeit gegenüber wechselnden Erscheinungen.
Psychologisch ist nishcaya die Qualität, die einen Praktizierenden davor bewahrt, bei Zweifeln oder Ablenkungen das Ziel aus den Augen zu verlieren: eine ruhige Entschlossenheit, die aus Einsicht und wiederholter Erfahrung entsteht. Im Vedanta wird nishcaya manchmal dem Begriff vyavahara (weltliches Handeln/Alltagsperspektive) gegenübergestellt, wobei nishcaya die letztliche, unvergängliche Sicht meint.
Arjuna auf dem Schlachtfeld des Mahabharata — nachdem Krishna ihn in der Bhagavad Gita unterrichtet hatte, fasst er die innere Gewissheit und das entschlossene Handeln (nishcaya), das ihm erlaubt, seine Pflicht zu erfüllen.