Aufrechter Stand: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Yogawiki
K (Textersetzung - „Yogaposition“ durch „Yogaposition“)
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'''Aufrechter Stand – Yogaasana'''
'''Aufrechter Stand – Yogaasana'''


Welche Asana wird als aufrechter Stand bezeichnet? Was sind andere Namen dafür? Was ist der Sanskritausdruck dafür? Wie kann man den aufrechten Stand gut üben? Worauf sollte man achten? Was gilt es dafür besonders zu erkennen? Und welche Wirkungen hat der aufrechte Stand auf Körper, Psyche, Emotionen und Prana? Der aufrechte Stand gehört zu den Stehhaltungen und ist zusammen mit der entspannten Stehhaltung eine der beiden Grundstellung für alle Stehhaltungen.  
Welche Asana wird als aufrechter Stand bezeichnet? Was sind andere Namen dafür? Was ist der Sanskritausdruck dafür? Wie kannst du den aufrechten Stand gut üben? Worauf solltest du achten? Was gilt es dafür besonders zu erkennen? Und welche Wirkungen hat der aufrechte Stand auf Körper, Psyche, Emotionen und Prana? Der aufrechte Stand gehört zu den Stehhaltungen und ist zusammen mit der entspannten Stehhaltung eine der beiden Grundstellung für alle Stehhaltungen.  


'''Verschieden Namen'''
'''Verschieden Namen'''


Der aufrechte Stand wird auch als Tadasana (Sanskrit: ताडासन tāḍāsana n.) bezeichnet, als Berg, wobei es auch noch eine zweite Asana gibt, die als Tadasana bezeichnet wird. Der aufrechte Stand wird auch bezeichnet als Samasthiti, also ruhiger Stand.
Der aufrechte Stand wird auch als Tadasana (Sanskrit: ताडासन tāḍāsana n.) bezeichnet, als Berg, wobei es noch eine zweite Asana gibt die diesen Namen trägt. Der aufrechte Stand wird auch als Samasthiti bezeichnet, also als ruhiger Stand.


'''Anleitung'''
'''Anleitung'''


Fersen und Zehen sind zusammen, Hauptgewicht ist auf den Fersen, aber alle zehn Zehen haben etwas Gewicht, insbesondere auch die Fußinnenballen. Der Brustkorb ist gewölbt, die Schultern sind hinten, das Gesäß ist leicht angespannt, sodass der Lendenbereich aufgerichtet ist. Also nicht wie bei der entspannten Stehhaltung, wo man die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule erhalten will - hier versucht man, die Lendenwirbelsäule aufzurichten.  
Fersen und Zehen sind zusammen, die Hauptlast ist auf den Fersen, aber auch die zehn Zehen tragen gleichmäßig Gewicht, so wie die Fußinnenballen. Der Brustkorb ist gewölbt, die Schultern sind hinten, das Gesäß ist leicht angespannt, sodass der Lendenbereich aufgerichtet ist. Also nicht wie bei der entspannten Stehhaltung, wo man die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule erhalten will - hier versucht man, die Lendenwirbelsäule aufzurichten.  
Gleichzeitig gehen die Schultern leicht nach unten, das Kinn geht leicht nach hinten, der Nacken ist lang und aufgerichtet, ein sanftes Lächeln. Die Augen können geschlossen sein, so kommt man zu einer Gleichgewichtsübung.  
Gleichzeitig gehen die Schultern leicht nach unten, das Kinn geht leicht nach hinten, der Nacken ist lang und aufgerichtet, ein sanftes Lächeln. Die Augen können geschlossen sein, so wird der Stand zu einer Gleichgewichtsübung.  
Und jetzt, obgleich der Brustkorb draußen und die Schultern hinten sind, atmet man mit dem Bauch ein und aus. Beim Ausatmen geht der Bauch hinein, beim Einatmen geht der Bauch hinaus. Es gibt auch die Variation der vollständigen Atmung, dann ist es ein stark aktivierender Berg, stark aktivierende Stehhaltung. Wenn man mit dem Bauch atmet, wird die aufrechte Stehhaltung zu einer Zentrierung, einer Ruhe und einer inneren Stille. Es gibt ein paar Dinge, worauf man achten kann: dass das Gewicht auf den Fersen ist, dass kein Hohlkreuz entsteht, dass der Nacken aufgerichtet ist, dabei sollten die Schultern entspannt sein, der Hinterkopf sollte nach oben wachsen. Manche stellen sich auch vor, dass jemand die Haare am Hinterkopf nach oben zieht.
Und jetzt, obgleich dein Brustkorb draußen und deine Schultern hinten sind, atmest Du mit. Beim Ausatmen geht dein Bauch hinein, beim Einatmen geht er hinaus. Es gibt auch die Variation der vollständigen Atmung, dann ist es ein stark aktivierender Berg, die stark aktivierende Stehhaltung. Wenn Du mit dem Bauch atmest, wird die aufrechte Stehhaltung zur Zentrierung, Ruhe und innerer Stille. Es gibt ein paar Dinge, worauf Du achten kannst: dass dein Gewicht auf den Fersen ist, dass kein Hohlkreuz entsteht, dass dein Nacken aufgerichtet ist, dabei sollten deine Schultern entspannt sein und dein Hinterkopf nach oben wachsen. Du kannst dir auch vorstellen, dass jemand deine Haare am Hinterkopf nach oben zieht. Ein paar Wirkungen des aufrechten Standes: Der aufrechte Stand ist aktiv. Manche Menschen sagen, dass selbst die Quadrizeps, die vorderen Oberschenkelmuskeln leicht angespannt sein sollten, so dass die Kniescheiben leicht hochgehoben werden, andere sagen, man sollte versuchen die Quadrizeps etwas zu entspannen obgleich man aufgerichtet ist. Du kannst selbst entscheiden, was für dich am besten ist.  
Ein paar Wirkungen des aufrechten Standes:
Der aufrechte Stand ist etwas aktiv. Manche Menschen sagen, dass selbst die Quadrizeps, die vorderen Oberschenkelmuskeln leicht angespannt sein sollten, so dass die Kniescheiben leicht hochgehoben werden, andere sagen, man sollte versuchen die Quadrizeps etwas zu entspannen obgleich man aufgerichtet ist. Du kannst selbst entscheiden, was für dich am besten ist.  


'''Position in der Yoga Vidya Grundreihe'''
'''Position in der Yoga Vidya Grundreihe'''
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Aufrechter Stand aktiviert, zentriert, und hilft, dass die Energie nach oben fließen kann.
Aufrechter Stand aktiviert, zentriert, und hilft, dass die Energie nach oben fließen kann.
'''Energetisch, emotional, geistig'''
'''Energetisch, emotional, geistig'''


Man kann sich im aufrechten Stand nach unten in die Erde konzentrieren und sich vorstellen, dass man gut verwurzelt. Als solches ist der aufrechte Stand eine erdende, verwurzelnde Stellung.  
Man kann sich im aufrechten Stand nach unten in die Erde konzentrieren und sich vorstellen, dass man gut verwurzelt. Als solches ist der aufrechte Stand eine erdende, verwurzelnde Stellung.  
Man kann sich aber auch über den Scheitel nach oben öffnen, sich vorstellen, dass Himmelsenergie von oben hineinströmt und sich leicht machen und öffnen für Inspiration. Und besonders schön ist es, wen man beides macht – man verwurzelt sich in der Erde und öffnet sich für die Inspiration des Himmels, hat die Schultern weit und das Herz offen und fühlt sich so verbunden mit allen Wesen. Und so kann der aufrechte Stand sogar zu einer euphorischen Stimmung führen – eine ganz einfache und doch machtvolle Haltung. Verwurzelt mit der Erde, geöffnet für die Inspiration des Himmels, weites Herz, verbunden mit allen Wesen.
Man kann sich aber auch über den Scheitel nach oben öffnen, sich vorstellen, dass Himmelsenergie von oben hineinströmt und sich leicht machen und öffnen für Inspiration. Und besonders schön ist es, wen man beides macht – man verwurzelt sich in der Erde und öffnet sich für die Inspiration des Himmels, hat die Schultern weit und das Herz offen und fühlt sich so verbunden mit allen Wesen. Und so kann der aufrechte Stand sogar zu einer euphorischen Stimmung führen – eine ganz einfache und doch machtvolle Haltung. Verwurzelt mit der Erde, geöffnet für die Inspiration des Himmels, weites Herz, verbunden mit allen Wesen. Soweit einiges zum aufrechten Stand, auch bezeichnet als Berghaltung, aufgerichtete Stehhaltung, Samasthithi.


Soweit einiges zum aufrechten Stand, auch bezeichnet als Berghaltung, aufgerichtete Stehhaltung, Samasthithi.




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'''Garudasana''' (Sanskrit: गरुडासन garuḍāsana n.), auch Adler genannt, Adlerstellung, Adlerpose, Adlerhaltung, ist eine stehende Haltung, eine Gleichgewichtshaltung. Der Adler wird typischerweise in der Yoga Vidya Grundreihe am Ende bei den Stehübungen geübt. Manchmal kann man Garudasana aber auch als Übung zwischendurch machen, um sich zu fühlen wie der Adler, majestätisch zu werden wie der Adler und gleichzeitig Ruhe zu erfahren. Manchmal kann man Garudasana am Anfang der Yogasitzung machen, um sich zu Anfang zu sammeln. Ich will zunächst Adi Divya anleiten zum Adler, und sie wird ihn vormachen. Ich werde auf ein paar Details hinweisen. Und danach will ich auf ein paar körperliche, energetische, geistige und spirituelle Wirkungen des Adlers hinweisen. Wenn du magst, kannst du gleich mitüben.


'''Garudasana''' (Sanskrit: गरुडासन garuḍāsana n.), auch Adler genannt, Adlerstellung, Adlerpose, Adlerhaltung, ist eine stehende Haltung, eine Gleichgewichtshaltung. Der Adler wird typischerweise in der Yoga Vidya Grundreihe am Ende bei den Stehübungen geübt. Manchmal kann man Garudasana aber auch als Übung zwischendurch machen, um sich zu fühlen wie der Adler, majestätisch zu werden wie der Adler und gleichzeitig Ruhe zu erfahren. Manchmal kann man Garudasana am Anfang der Yogasitzung machen, um sich zu Anfang zu sammeln.
Ich will zunächst Adi Divya anleiten zum Adler, und sie wird ihn vormachen. Ich werde auf ein paar Details hinweisen. Und danach will ich auf ein paar körperliche, energetische, geistige und spirituelle Wirkungen des Adlers hinweisen. Wenn du magst, kannst du gleich mitüben.
'''Anleitung'''
'''Anleitung'''


Als Ausgangsstellung dient Tadasana, die aufgerichtete Stehhaltung. Fersen zusammen, Zehen zusammen, Hauptgewicht auf den Fersen, Brustkorb weit, Schultern hinten, sanftes Lächeln. Und typischerweise macht man Yoga erstmal mit geschlossenen Augen, um sich zu sammeln.
Als Ausgangsstellung dient Tadasana, die aufgerichtete Stehhaltung. Fersen zusammen, Zehen zusammen, Hauptgewicht auf den Fersen, Brustkorb weit, Schultern hinten, sanftes Lächeln. Und typischerweise macht man Yoga erstmal mit geschlossenen Augen, um sich zu sammeln. Als nächstes öffne die Augen wieder, schaue auf einen Punkt, dann beuge die Knie und winde das rechte Bein über das linke Bein. Wenn es geht, ziehe die Zehen rechts hinter der Wade nach vorne. Jetzt gib einen Arm nach vorne, den Oberarm parallel zum Boden, den Unterarm gebeugt, und dann winde den anderen Arm darum. Wenn es geht, lass die Handflächen sich berühren oder falte sie gar. Das ist  Garudasana, der Adler. Es fällt leichter, wenn man gerade so leicht an den Händen vorbei auf einen Punkt schaut. Wenn du die Augen schließt, hast du eine fortgeschrittene Gleichgewichtsübung. du kannst auch noch das Knie leicht oder stärker beugen und dabei suchen  gerade zu sein, dann wird es anstrengender. Das ist Garudasana, der Adler. Hilfreich ist auch, die Schultern relativ weit unten zu halten. Manche ziehen die Schultern etwas nach oben, dann ist es etwas verkrampft. Grundsätzlich: Gesicht entspannt, Beine sind natürlich gut belastet, weshalb es etwas anstrengender wird, und deshalb ist die Stellung auch nicht zu lange zu halten. Aber man kann schauen, wie lange man sie halten kann.
Als nächstes öffne die Augen wieder, schaue auf einen Punkt, dann beuge die Knie und winde das rechte Bein über das linke Bein. Wenn es geht, ziehe die Zehen rechts hinter der Wade nach vorne.  
 
Jetzt gib einen Arm nach vorne, den Oberarm parallel zum Boden, den Unterarm gebeugt, und dann winde den anderen Arm darum. Wenn es geht, lass die Handflächen sich berühren oder falte sie gar.  
Das ist  Garudasana, der Adler. Es fällt leichter, wenn man gerade so leicht an den Händen vorbei auf einen Punkt schaut.  
Wenn du die Augen schließt, hast du eine fortgeschrittene Gleichgewichtsübung. du kannst auch noch das Knie leicht oder stärker beugen und dabei suchen  gerade zu sein, dann wird es anstrengender. Das ist Garudasana, der Adler.
Hilfreich ist auch, die Schultern relativ weit unten zu halten. Manche ziehen die Schultern etwas nach oben, dann ist es etwas verkrampft.  
Grundsätzlich: Gesicht entspannt, Beine sind natürlich gut belastet, weshalb es etwas anstrengender wird, und deshalb ist die Stellung auch nicht zu lange zu halten. Aber man kann schauen, wie lange man sie halten kann.
'''Variationen'''
'''Variationen'''


Es gibt auch kleine Variationen. Die einfachste Variation wäre, anstatt den Fuß hinter die Wade zu bringen, die Zehen noch auf dem Boden, auf dem Fußrücken oder neben dem Fuß zu halten.  
Es gibt auch kleine Variationen. Die einfachste Variation wäre, anstatt den Fuß hinter die Wade zu bringen, die Zehen noch auf dem Boden, auf dem Fußrücken oder neben dem Fuß zu halten. Wenn sich die Handflächen noch nicht berühren, dann geht man in die Richtung. Eine etwas fortgeschrittenere Stellung wäre, noch den Zeh hinter oder neben die Ferse zu geben, oder auch den Fußrücken hinter die Wade, oder die Zehen nur die Wade berühren zu lassen statt ganz um den Unterschenkel herum. Gehe eben so weit, wie du kannst.Anschließend kommt man wieder langsam und bewusst aus der Stellung, macht natürlich beide Seiten, und so wie Adi Divya zwischendurch die Seite gewechselt hat- wenn du sie noch nicht gewechselt hast, könntest du während meiner weiteren Erläuterungen die Seite nochmal wechseln. Nach dem Garudasana, dem Adler, bleibt man ein paar Momente in Tadasana, der aufgerichteten Stehhaltung und kann dann zu weiteren Gleichgewichtsübungen kommen, oder eben auch zum Dreieck.
wenn sich die Handflächen noch nicht berühren, dann geht man in die Richtung.  
 
Eine etwas fortgeschrittenere Stellung wäre, noch den Zeh hinter oder neben die Ferse zu geben, oder auch den Fußrücken hinter die Wade, oder die Zehen nur die Wade berühren zu lassen statt ganz um den Unterschenkel herum. Gehe eben so weit, wie du kannst.
Anschließend kommt man wieder langsam und bewusst aus der Stellung, macht natürlich beide Seiten, und so wie Adi Divya zwischendurch die Seite gewechselt hat- wenn du sie noch nicht gewechselt hast, könntest du während meiner weiteren Erläuterungen die Seite nochmal wechseln.  
Nach dem Garudasana, dem Adler, bleibt man ein paar Momente in Tadasana, der aufgerichteten Stehhaltung und kann dann zu weiteren Gleichgewichtsübungen kommen, oder eben auch zum Dreieck.
'''Position in der Yoga Vidya Grundreihe'''
'''Position in der Yoga Vidya Grundreihe'''


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Garudasana gehört zu den Standhaltungen und stärkt die Oberschenkelmuskeln, insbesondere Wadenmuskeln, Quadrizeps wie auch Gluteus werden gestärkt. Garudasana dehnt die seitlichen Oberschenkelmuskeln, dehnt auch die Schultermuskeln und ist sehr gut für die Flexibilität der Schultern.  
Garudasana gehört zu den Standhaltungen und stärkt die Oberschenkelmuskeln, insbesondere Wadenmuskeln, Quadrizeps wie auch Gluteus werden gestärkt. Garudasana dehnt die seitlichen Oberschenkelmuskeln, dehnt auch die Schultermuskeln und ist sehr gut für die Flexibilität der Schultern.  
Garudasana ist eine fordernde Gleichgewichtsübung, die gar nicht so einfach ist, vor allem wenn man sie auch in Variationen macht, wie zum Beispiel den vorwärtsbeugenden Adler, den Adi Divya gerade gezeigt hat.
Garudasana ist eine fordernde Gleichgewichtsübung, die gar nicht so einfach ist, vor allem wenn man sie auch in Variationen macht, wie zum Beispiel den vorwärtsbeugenden Adler, den Adi Divya gerade gezeigt hat.
'''Energetisch'''
'''Energetisch'''


Adler hilft auch, dass die Energie sich zentriert. Arme und Beine werden aktiviert und die Energie fließt von dort in die Wirbelsäule, so dass die gesamte Sushumna gestärkt wird.  
Adler hilft auch, dass die Energie sich zentriert. Arme und Beine werden aktiviert und die Energie fließt von dort in die Wirbelsäule, so dass die gesamte Sushumna gestärkt wird.  
'''Emotional'''
'''Emotional'''


Adler zählt zu den majestätischen Übungen. Adler gilt als der König der Vögel. Selbst wenn der Adler sich mal verneigt, so wie auch Garuda sich vor Vishnu, dem höchsten Gott, verneigt hat, verneigt sich der Adler vor dem Höchsten, und er bleibt in der Demut majestätisch. Was auch heißt, dass eine Führungspersönlichkeit und jemand wichtiges immer auch in der Demut bleiben muss und sich vor dem Göttlichen verneigt. Und im Verneigen bleibt weiter eine große Demut.  
Adler zählt zu den majestätischen Übungen. Adler gilt als der König der Vögel. Selbst wenn der Adler sich mal verneigt, so wie auch Garuda sich vor Vishnu, dem höchsten Gott, verneigt hat, verneigt sich der Adler vor dem Höchsten, und er bleibt in der Demut majestätisch. Was auch heißt, dass eine Führungspersönlichkeit und jemand wichtiges immer auch in der Demut bleiben muss und sich vor dem Göttlichen verneigt. Und im Verneigen bleibt weiter eine große Demut.  
'''Geistig'''
'''Geistig'''


Adler steht auch dafür, dass du selbst dich königlich fühlst, dass du Herrschaft über deinen eigenen Geist gewinnen willst, dass du dich nicht von kleineren Emotionen und Wünschen zu sehr beirren lässt, und dass du eine gewisse Zentrierung hast.  
Adler steht auch dafür, dass du selbst dich königlich fühlst, dass du Herrschaft über deinen eigenen Geist gewinnen willst, dass du dich nicht von kleineren Emotionen und Wünschen zu sehr beirren lässt, und dass du eine gewisse Zentrierung hast.  
So gilt Garudasana, das Reittier von Vishnu, als König, gleichzeitig als majestätisch, als dienend und letztlich als Vogel der Freiheit. Und so steht Garudasana auch für die vollständige Freiheit.
So gilt Garudasana, das Reittier von Vishnu, als König, gleichzeitig als majestätisch, als dienend und letztlich als Vogel der Freiheit. Und so steht Garudasana auch für die vollständige Freiheit. Soweit zu Garudasana. Wenn du Ergänzungen dazu hast, dann schreib es doch in die Kommentare.
Soweit zu Garudasana. Wenn du Ergänzungen dazu hast, dann schreib es doch in die Kommentare.


== Aufrechter Stand Video==
== Aufrechter Stand Video==

Version vom 16. August 2022, 14:07 Uhr

Aufrechter Stand, Sanskrit Tadasana, bekannter unter Berg, ist eine Yogaposition, ein Yoga Asana. Aufrechter Stand gehört zu den Variationen von Berg - Tadasana.

Aufrechter Stand

Aufrechter Stand - Beschreibung der Asana

Aufrechter Stand – Yogaasana

Welche Asana wird als aufrechter Stand bezeichnet? Was sind andere Namen dafür? Was ist der Sanskritausdruck dafür? Wie kannst du den aufrechten Stand gut üben? Worauf solltest du achten? Was gilt es dafür besonders zu erkennen? Und welche Wirkungen hat der aufrechte Stand auf Körper, Psyche, Emotionen und Prana? Der aufrechte Stand gehört zu den Stehhaltungen und ist zusammen mit der entspannten Stehhaltung eine der beiden Grundstellung für alle Stehhaltungen.

Verschieden Namen

Der aufrechte Stand wird auch als Tadasana (Sanskrit: ताडासन tāḍāsana n.) bezeichnet, als Berg, wobei es noch eine zweite Asana gibt die diesen Namen trägt. Der aufrechte Stand wird auch als Samasthiti bezeichnet, also als ruhiger Stand.

Anleitung

Fersen und Zehen sind zusammen, die Hauptlast ist auf den Fersen, aber auch die zehn Zehen tragen gleichmäßig Gewicht, so wie die Fußinnenballen. Der Brustkorb ist gewölbt, die Schultern sind hinten, das Gesäß ist leicht angespannt, sodass der Lendenbereich aufgerichtet ist. Also nicht wie bei der entspannten Stehhaltung, wo man die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule erhalten will - hier versucht man, die Lendenwirbelsäule aufzurichten. Gleichzeitig gehen die Schultern leicht nach unten, das Kinn geht leicht nach hinten, der Nacken ist lang und aufgerichtet, ein sanftes Lächeln. Die Augen können geschlossen sein, so wird der Stand zu einer Gleichgewichtsübung. Und jetzt, obgleich dein Brustkorb draußen und deine Schultern hinten sind, atmest Du mit. Beim Ausatmen geht dein Bauch hinein, beim Einatmen geht er hinaus. Es gibt auch die Variation der vollständigen Atmung, dann ist es ein stark aktivierender Berg, die stark aktivierende Stehhaltung. Wenn Du mit dem Bauch atmest, wird die aufrechte Stehhaltung zur Zentrierung, Ruhe und innerer Stille. Es gibt ein paar Dinge, worauf Du achten kannst: dass dein Gewicht auf den Fersen ist, dass kein Hohlkreuz entsteht, dass dein Nacken aufgerichtet ist, dabei sollten deine Schultern entspannt sein und dein Hinterkopf nach oben wachsen. Du kannst dir auch vorstellen, dass jemand deine Haare am Hinterkopf nach oben zieht. Ein paar Wirkungen des aufrechten Standes: Der aufrechte Stand ist aktiv. Manche Menschen sagen, dass selbst die Quadrizeps, die vorderen Oberschenkelmuskeln leicht angespannt sein sollten, so dass die Kniescheiben leicht hochgehoben werden, andere sagen, man sollte versuchen die Quadrizeps etwas zu entspannen obgleich man aufgerichtet ist. Du kannst selbst entscheiden, was für dich am besten ist.

Position in der Yoga Vidya Grundreihe

Den aufrechter Stand macht man typischerweise zu Anfang, zum Beispiel vor dem Sonnengruß, oder wenn man vor oder nach dem Sonnengruß andere Übungen machen will, kann man den aufrechten Stand davor machen. Auch wenn man Schulter-/Nackenübungen macht, kann man die entspannte Stehhaltung oder den aufrechten Stand vorher üben, um sich aufzurichten. Aufrechter Stand ist auch eine der beiden Grundhaltungen, die man machen kann vor allen stehenden Übungen, ob die ganzen Trikonasana – Dreieckshaltungen, oder die Virabadhrasana- heldenstellungen, oder die verschiedenen stehenden Gleichgewichtsübungen – man kann dabei entweder immer den aufrechten Stand vorher oder nachher üben oder die entspannte Stehhaltung.

Wirkungen von Aufrechter Stand

Körperlich

Aufrechter Stand aktiviert, zentriert, und hilft, dass die Energie nach oben fließen kann.

Energetisch, emotional, geistig

Man kann sich im aufrechten Stand nach unten in die Erde konzentrieren und sich vorstellen, dass man gut verwurzelt. Als solches ist der aufrechte Stand eine erdende, verwurzelnde Stellung. Man kann sich aber auch über den Scheitel nach oben öffnen, sich vorstellen, dass Himmelsenergie von oben hineinströmt und sich leicht machen und öffnen für Inspiration. Und besonders schön ist es, wen man beides macht – man verwurzelt sich in der Erde und öffnet sich für die Inspiration des Himmels, hat die Schultern weit und das Herz offen und fühlt sich so verbunden mit allen Wesen. Und so kann der aufrechte Stand sogar zu einer euphorischen Stimmung führen – eine ganz einfache und doch machtvolle Haltung. Verwurzelt mit der Erde, geöffnet für die Inspiration des Himmels, weites Herz, verbunden mit allen Wesen. Soweit einiges zum aufrechten Stand, auch bezeichnet als Berghaltung, aufgerichtete Stehhaltung, Samasthithi.




Garudasana (Sanskrit: गरुडासन garuḍāsana n.), auch Adler genannt, Adlerstellung, Adlerpose, Adlerhaltung, ist eine stehende Haltung, eine Gleichgewichtshaltung. Der Adler wird typischerweise in der Yoga Vidya Grundreihe am Ende bei den Stehübungen geübt. Manchmal kann man Garudasana aber auch als Übung zwischendurch machen, um sich zu fühlen wie der Adler, majestätisch zu werden wie der Adler und gleichzeitig Ruhe zu erfahren. Manchmal kann man Garudasana am Anfang der Yogasitzung machen, um sich zu Anfang zu sammeln. Ich will zunächst Adi Divya anleiten zum Adler, und sie wird ihn vormachen. Ich werde auf ein paar Details hinweisen. Und danach will ich auf ein paar körperliche, energetische, geistige und spirituelle Wirkungen des Adlers hinweisen. Wenn du magst, kannst du gleich mitüben.

Anleitung

Als Ausgangsstellung dient Tadasana, die aufgerichtete Stehhaltung. Fersen zusammen, Zehen zusammen, Hauptgewicht auf den Fersen, Brustkorb weit, Schultern hinten, sanftes Lächeln. Und typischerweise macht man Yoga erstmal mit geschlossenen Augen, um sich zu sammeln. Als nächstes öffne die Augen wieder, schaue auf einen Punkt, dann beuge die Knie und winde das rechte Bein über das linke Bein. Wenn es geht, ziehe die Zehen rechts hinter der Wade nach vorne. Jetzt gib einen Arm nach vorne, den Oberarm parallel zum Boden, den Unterarm gebeugt, und dann winde den anderen Arm darum. Wenn es geht, lass die Handflächen sich berühren oder falte sie gar. Das ist Garudasana, der Adler. Es fällt leichter, wenn man gerade so leicht an den Händen vorbei auf einen Punkt schaut. Wenn du die Augen schließt, hast du eine fortgeschrittene Gleichgewichtsübung. du kannst auch noch das Knie leicht oder stärker beugen und dabei suchen gerade zu sein, dann wird es anstrengender. Das ist Garudasana, der Adler. Hilfreich ist auch, die Schultern relativ weit unten zu halten. Manche ziehen die Schultern etwas nach oben, dann ist es etwas verkrampft. Grundsätzlich: Gesicht entspannt, Beine sind natürlich gut belastet, weshalb es etwas anstrengender wird, und deshalb ist die Stellung auch nicht zu lange zu halten. Aber man kann schauen, wie lange man sie halten kann.

Variationen

Es gibt auch kleine Variationen. Die einfachste Variation wäre, anstatt den Fuß hinter die Wade zu bringen, die Zehen noch auf dem Boden, auf dem Fußrücken oder neben dem Fuß zu halten. Wenn sich die Handflächen noch nicht berühren, dann geht man in die Richtung. Eine etwas fortgeschrittenere Stellung wäre, noch den Zeh hinter oder neben die Ferse zu geben, oder auch den Fußrücken hinter die Wade, oder die Zehen nur die Wade berühren zu lassen statt ganz um den Unterschenkel herum. Gehe eben so weit, wie du kannst.Anschließend kommt man wieder langsam und bewusst aus der Stellung, macht natürlich beide Seiten, und so wie Adi Divya zwischendurch die Seite gewechselt hat- wenn du sie noch nicht gewechselt hast, könntest du während meiner weiteren Erläuterungen die Seite nochmal wechseln. Nach dem Garudasana, dem Adler, bleibt man ein paar Momente in Tadasana, der aufgerichteten Stehhaltung und kann dann zu weiteren Gleichgewichtsübungen kommen, oder eben auch zum Dreieck.

Position in der Yoga Vidya Grundreihe

In der Yoga Vidya Reihe würde man Garudasana nach der stehenden Vorwärtsbeuge und vor dem Dreieck üben, oder eben vor oder nach dem Sonnengruß.

Wirkungen von Garudasana

Körperlich

Garudasana gehört zu den Standhaltungen und stärkt die Oberschenkelmuskeln, insbesondere Wadenmuskeln, Quadrizeps wie auch Gluteus werden gestärkt. Garudasana dehnt die seitlichen Oberschenkelmuskeln, dehnt auch die Schultermuskeln und ist sehr gut für die Flexibilität der Schultern. Garudasana ist eine fordernde Gleichgewichtsübung, die gar nicht so einfach ist, vor allem wenn man sie auch in Variationen macht, wie zum Beispiel den vorwärtsbeugenden Adler, den Adi Divya gerade gezeigt hat.

Energetisch

Adler hilft auch, dass die Energie sich zentriert. Arme und Beine werden aktiviert und die Energie fließt von dort in die Wirbelsäule, so dass die gesamte Sushumna gestärkt wird.

Emotional

Adler zählt zu den majestätischen Übungen. Adler gilt als der König der Vögel. Selbst wenn der Adler sich mal verneigt, so wie auch Garuda sich vor Vishnu, dem höchsten Gott, verneigt hat, verneigt sich der Adler vor dem Höchsten, und er bleibt in der Demut majestätisch. Was auch heißt, dass eine Führungspersönlichkeit und jemand wichtiges immer auch in der Demut bleiben muss und sich vor dem Göttlichen verneigt. Und im Verneigen bleibt weiter eine große Demut.

Geistig

Adler steht auch dafür, dass du selbst dich königlich fühlst, dass du Herrschaft über deinen eigenen Geist gewinnen willst, dass du dich nicht von kleineren Emotionen und Wünschen zu sehr beirren lässt, und dass du eine gewisse Zentrierung hast. So gilt Garudasana, das Reittier von Vishnu, als König, gleichzeitig als majestätisch, als dienend und letztlich als Vogel der Freiheit. Und so steht Garudasana auch für die vollständige Freiheit. Soweit zu Garudasana. Wenn du Ergänzungen dazu hast, dann schreib es doch in die Kommentare.

Aufrechter Stand Video

Hier ein Video mit einigen Erläuterungen von und mit Sukadev Bretz zu Aufrechter Stand.

Klassifikation von Aufrechter Stand


Andere Bezeichnungen für Aufrechter Stand

Yogastellungen haben unterschiedliche Bezeichnungen. Aufrechter Stand wird auch genannt Aufrechte Standhaltung, Aufrechte Stand-Stellung, Berghaltung, Stellung des Berges, Yoga-Berg, Stand Grundstellung.

Siehe auch

Andere Wiki Seiten zu anderen Variationen von Berg Tadasana

Kundalini Yoga Seminare

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