Hormondrüsen

Aus Yogawiki
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Hormondrüsen sind Drüsen, die Hormone produzieren und in die Blutbahn abgeben. Hormondrüsen sind endokrine Drüsen, also Drüsen, welche direkt in die Blutbahn abgeben. Yoga, insbesondere Hatha Yoga, trägt zu einer gesunden Funktionsweise der Hormondrüsen bei, wie einige wissenschaftliche Studien nahelegen.

Funktion der Hormondrüsen und wie Yoga darauf wirkt

Sämtliche komplizierten chemischen Vorgänge in unserem Körper werden von den inneren, den endokrinen, Drüsen gesteuert, die ihre Stoffe direkt ins Blut absondern.

Ähnlich wie die zusammenarbeitenden Muskelpaare des Skelettsystems funktioniert auch das Drüsensystem nach dem Prinzip des Ausgleichs – ein Hormon regt eine Reaktionskette an, ein anderes unterdrückt sie; alle arbeiten in einer komplizierten Wechselbeziehung mit dem sympathischen Nervensystem zusammen und werden von der Hirnanhangsdrüse und letztlich von Geist und Gehirn kontrolliert.

Das endokrine System vermittelt in der feinen Beziehung zwischen Körper und Geist – Gefühle wie Angst oder Wut, Liebe oder Kummer reflektieren hormonelle Aktivitäten und beeinflussen diese wiederum stark. Ein schwerer Schock oder ein Unglück treffen den ganzen Mechanismus und können Krankheit zur Folge haben.

Yoga bringt dieses System der Hormondrüsen wieder ins Gleichgewicht, bevor größerer Schaden angerichtet wird.

Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Die Schilddrüse reguliert Grundumsatz, Wachstum und Zellprozesse. Die Nebenschilddrüse kontrolliert den Kalk- und Phosphatgehalt im Blut. Beide werden durch den Schulterstand angeregt.

Schilddrüse und Schulterstand

Es gibt Menschen, die versprühen ein wahres Feuerwerk an Energie, können essen, was sie wollen, ohne zuzunehmen, während andere langsamer tun müssen und leicht zunehmen.

Solche Unterschiede werden hauptsächlich von der Schilddrüse gesteuert. Bei Unterfunktion verlangsamt sich alles im Körper. Sie fühlen sich lethargisch und kalt, denken langsamer, verlieren den Appetit und nehmen dennoch zu. Bei Überfunktion verbrennen Sie viel Energie und neigen zu Gewichtsverlust, sind aufgeregt und nervös.

Eine gesunde Schilddrüse ist die Voraussetzung für das Wohlbefinden. Im Schulterstand werden Konzentration und Kreislauf direkt auf die Schilddrüse gerichtet, sie wird massiert und angeregt, ein gesunder Stoffwechsel kommt in Gang.

Weibliche Geschlechtshormone

Die Eierstöcke produzieren das Hormon Östrogen, das den Menstruationszyklus regelt sowie Schwangerschaft, Stillen und die weibliche körperliche Erscheinung und Sexualität mitbestimmt.

Vorwärts- und Rückwärtsbeugen massieren Gebärmutter und Eierstöcke. Die Kobra hilft besonders gut bei schmerzhafter oder unregelmäßiger Menstruation.

Männliche Geschlechtshormone

Die Hoden bilden das männliche Sexualhormon Testosteron. Regelmäßiges Üben von Asanas, Pranayama und Entspannung hält die männlichen Hormone im Gleichgewicht und löst sexuelle Probleme und Störungen.

Die Hirnanhangsdrüse

Diese Hauptdrüse steuert die Sekretion aller anderen endokrinen Drüsen. Sie selbst wird direkt vom Gehirn kontrolliert. Der Kopfstand ist die beste Asana für ein gesundes Funktionieren dieser Drüse.

Bauchspeicheldrüse und Nebennieren

Die Absonderungen dieser Homrondrüsen sind lebensnotwendig und beeinflussen die Gemüts- und Körperverfassung sehr stark. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, das den Blutzuckergehalt regelt. Anregend auf diese Drüsen und auch auf die Milz wirkt der Pfau. Die Nebennierenrinde produziert Geschlechtshormone und die lebenswichtigen Kortikosteroide. Das Nebennierenmark sondert Adrenalin ab (es tritt auch aus den Nervenenden des Sympathikus aus), das den Körper für »Kämpfen oder Fliehen« programmiert. Asanas, Entspannung und Meditation stabilisieren die Stressreaktionen und den Adrenalinausstoß.