Positives Denken

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„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken“ Marc Aurel, Kaiser und Philosoph, 121-180 n. Chr.

Was macht positives Denken aus? Was hat es für Auswirkungen auf das Leben eines Einzelnen? Besonders deutlich wird die Antwort in entscheidenden oder extremen Situationen: Bei Sportlern entscheidet sich anhand ihrer Einstellung, ob sie die angespornte Leistung erbringen; bei Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erleiden, entscheidet sich, ob sie ihn verarbeiten und daraus wachsen können oder ob er auf ihnen lasten bleibt und ihr weiteres Leben beeinflusst. Positives Denken bedeutet nicht, sein Leben verzerrt oder zwangsoptimistisch zu sehen; es verkörpert auch nicht die Suche nach Glück in Verbindung mit dem bewussten Vermeiden von leidvollen Erfahrungen. Vielmehr ist es eine Einstellung, die sich auf alle Lebensbereiche und Situationen bezieht und sie beeinflusst. Es umfasst vor allem: Ein gesundes, vertrauensvolles Verhältnis zu sich selbst und seinen Mitmenschen, das Vertrauen in das eigene Gelingen, die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen und Herausforderungen anzunehmen, eine Perspektive, die über der Ego-Ebene steht und es somit ermöglicht, auch in unangenehmen Situationen versuchen, positive Punkte herauszufiltern. Außerdem charakteristisch sind die Tendenz zur Eigenverantwortlichkeit und aktivem Handeln: Der positive Denker sucht die Gründe für unvorteilhafte Gegebenheiten nicht in den äußeren Umständen und gibt somit der Opferrolle keine Chance. Er versucht, die Situation mit zu gestalten und bewusst zu beeinflussen.


Was macht positives Denken so schwierig? Unser Leben liegt in unseren Händen; unsere Gedanken und die sich daraus ableitenden Entscheidungen sind es, die unseren Weg formen – und doch können wir uns manchmal nicht dazu überwinden, positiv zu denken und aktiv zu handeln. Denn manchmal scheuen wir, die immer mehr Komfort und Schnelligkeit gewohnt sind, die Mühe, die wir aufwenden müssten. Dies würde außerdem bedeuten, die gewohnte und vermeintlich sichere Komfort-Zone zu verlassen und sich auf unbekanntes Terrain zu begeben, was möglicherweise nicht das gewünschte Ergebnis mit sich bringt. Entscheidend dafür ist, wie sehr wir uns von Menschen beeinflussen lassen, die negativ denken oder ein überdurchschnittliches Sicherheitsbedürfnis haben. Sie prägen einen möglicherweise schon in jungen Jahren mit ihren Ansichten und Lebensweisen, die wir automatisch als Vorbild übernehmen und die unsere grundlegende Perspektive für spätere Situationen bildet. Ein negativer Einfluss ist besonders in Gesellschaften zu spüren, die von selbsterzeugtem Stress, hoher Komplexität und Dynamik, einem ungesundem Lebensstil sowie überzogenen Erwartungen bestimmt sind, denen kaum einer gerecht werden kann. Doch auch, wenn man grundlegend positiv denkt, kann ein schwerwiegender Vorfall alles in Frage stellen und Urvertrauen zerstören. Ausschlaggebend ist, ob man liegen bleibt oder ob man es – auch mit Hilfe – schafft, wieder aufzustehen und das Ereignis nicht vergessen, aber verarbeiten kann.

Wie kann man positives Denken lernen? So verschieden wie wir Menschen sind, so verschieden sind auch unsere Vorlieben und Abneigungen, auch in Bezug auf Lernen – ein Patentrezept gibt es somit nicht. Einige bewährte Möglichkeiten, die je nach Fall mehr oder weniger in Frage kommen, sollen betrachtet werden: Professionelles Coaching bzw. Therapien können helfen, in schwierigen Fällen wieder zurückzufinden. Vorteilhaft sind die individuelle Beratung und Übungen, die Starthilfe bieten. Literatur zu positivem Denken mit Autosuggestionen und Affirmationen (bekräftigende Sätze und Zitate) erzielen eine große Wirkung, wenn man sich immer wieder darauf einlässt. Je öfter man positive Worte hört und liest, desto mehr Wirkung entfalten sie. Das Gleiche gilt für negative Worte: Je mehr man sich ihnen aussetzt, desto mehr prägen sie. Sport sorgt für körperliche Ausgeglichenheit, die für positives Denken maßgeblich ist. Eine besondere Rolle spielen konkrete, sportliche und realistische Ziele, die für ein positives Ergebnis sorgen und einem vermitteln: Du kannst es schaffen, Du musst nur Ja! sagen! Durch Yoga und Meditation gelangt man zu mehr Bewusstsein – körperlich und mental. Durch kontinuierliches Üben werden blockierte Energien frei; man nimmt Fortschritte wahr und überwindet den Punkt, den man als frühere Grenze betrachtet hatte: unmöglich Geglaubtes wird möglich. Das mentale Bewusstsein verdeutlicht hingegen, welchen Sinn man vom Leben erwartet, ob man sich auf dem für einen richtigen Weg befindet und ob man gegebenenfalls einen Richtungswechsel vornehmen möchte – etwas, das im alltäglichen, beschleunigten Leben oft unterdrückt wird.