Shaktipata

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Shaktipata (Sanskrit: शक्तिपात śaktipāta m.) oder Shaktipat beschreibt das Herabsteigen göttlicher Energie. Shaktipata, auf Hindi Shaktipat, ist ein bedeutendes Konzept im Tantra: Beispielsweise durch den Segen eines Meisters kann die göttliche Energie, die Shakti, im Schüler aktiv werden.

Die Kundalini wird als Schlange dargestellt.

Shaktipat - Übertragung von Energie auf den Schüler

Der Shaktipat wird oft als ein kurzer Einblick in die erleuchtete Sichtweise des Meisters beschrieben. Dadurch, dass der Schüler nun weiß, was auf ihn zukommt, gestaltet sich sein Weg einfacher. Die Shakti kann auch ohne Meister erwachen, jedoch nur durch intensive eigen spirituelle Praxis. Oft wird Shaktipat auch als Übertragen der Energie vom Guru auf den Schüler bezeichnet, wobei der Guru gar unbedingt anwesend oder noch am Leben sein muss. Wichtig für Shaktipat ist es, sich voll auf die Energie eines Meisters einzustimmen. Dies kann durch Opfergaben, Meditation oder auch Seva passieren. Ein anderer Ausdruck für Shaktipat im Sinne von Energieübertragung ist Shakti Sanchar.

Shaktipat im Siddha Yoga

Siddha Yoga, wörtlich der Yoga der Vollkommenheit, ist ein Yoga Zweig auf der Basis des Kashmir Shaivismus, der von Swami Muktananda begründet wurde. Im Siddha Yoga spielt Shaktipat eine besonders große Rolle: Der Schüler öffnet sich für den Segen des Meisters. Wenn der Schüler bereit ist, erweckt der Meister bzw. die Meisterin im Schüler die Kundalini mittels Shaktipat. Die Kundalini bewirkt dann die weitere Entwicklung des Schülers.

Shaktipat - Hindernis für Selbsterkenntnis?

Shaktipat als Initiationsritus kann ein Segen sein für den Schüler. In der Initiation wird dem Schüler so vielleicht auch sein Energiesystem gereinigt, so dass er sich besser öffnen kann für das eigentliche Sadhana, also die spirituelle Praxis.

Andererseits nutzen einige Gurus Shaktipat aus um Schüler und Devottees an sich zu binden. Dies muss gar nicht einmal in Absicht geschehen sondern kann auch ganz unbewusst ablaufen. Der Schüler wird quasi abhängig von der Segnung des Meister. wenn er dann ein paar Tage nicht bei seinem Meister und kein Shaktipat hatte und deswegen ganz unglücklich wird, kann man das schon fast mit einem Drogenabhängigen vergleichen.

Ähnliches beobachtet man bei manchen Yogis welchen den Bhakti-Yoga Pfad gewählt haben. Wenn sie 2 bis 3 Stunden ihr Mantra gesungen haben sind sie voll im Glück, voller Energie und ganz selig. Diese Wirkung hält auch einige Zeit lang an. Doch dann verschwindet dieses Bliss Gefühl und es Bedarf eines Nachschubs. es wird wieder gechantet.

Dies soll nicht abwertend gemeint sein, denn dieser Weg sich glücklich zu fühlen ist mit Sicherheit sattwiger als sich Drogen rein zuziehen oder vom Shaktipat seines Meisters abhängig zu sein.

Auf dem Weg zur Selbsterkenntnis gibt es viele Hindernisse aus dem wg zu räumen. So können Dinge die einmal nützlich waren plötzlich zu Vasanas, also zu problematischen Gewohnheiten werden. Erst wenn man sein selbst wahrhaft erkannt hat, ist man frei. Sonst nicht. Selbsterkenntnis ist Moksha. Shaktipat ist ein Mittel zum Zweck und sollte kein Selbstzweck werden. es sollte nicht in Abhängigkeit führen. Deine wahre Natur ist schon Satchidananda.

Siehe auch

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Ein (fast) ganzer Monat zur Erweckung der inneren Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Schrittweise längeres Halten der Asanas mit speziellen Atem- und Konze…
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