Meditation im täglichen Leben

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Wie wirkt sich Meditation im täglichen Leben aus? Oder noch wichtiger: Wie kann man einen meditativen Geisteszustand auch im täglichen Leben beibehalten und nutzen? Meditation ist nicht nur eine Übung, die man 20 Minuten am Tag ausführt. Meditation kann auch etwas sein, was man im Alltag übt.

Es gibt zwei Arten der Meditation: Steuernde Meditation und beobachtende Meditation, auch Achtsamkeitsmeditation genannt. Bei der steuernden Meditation erzeugt man bewusst Geistesinhalte. Bei der Achtsamkeitsmeditation beobachtet man das, was von selbst kommt.

So ist es auch bei der Meditation im täglichen Leben:

  • Man kann sich bewusst auf das konzentrieren was man macht, mit großer Intensität und Konzentration. Das verhilft einem zu schnellem Erfolg im täglichen Leben, fördert die Intuition, die Energie und die Willenskraft
  • Man kann Achtsamkeit im Alltag üben und alles mit großer Gelassenheit beobachten, ohne zu wollen, zu analysieren und zu urteilen. Über diese Beobachtungs-Haltung gelingt einem die stoische Gelassenheit.

Am besten ist meist ein Mischung aus beiden Meditationen im täglichen Leben: Mal gilt es konzentriert dabei zu sein, mal entspannt zu beobachten.

Meditationsübungen im täglichen Leben

Es wird dir kaum gelingen, den Geist in einer kurzen Meditationssitzung zu zähmen, wenn du ihn die übrige Zeit zügellos schweifen lässt. Je länger du den Geist konzentrierst, desto eher wirst du dich sammeln können, wenn du dich zur Meditation hinsetzt. Außer den eigentlichen Meditationstechniken hier noch einige Vorschläge, die zur Sammlung des Geistes beitragen können:

  • Versuche beim Spaziergang den Atem mit deinen Schritten in Einklang zu bringen: drei Schritte einatmen,

drei Schritte ausatmen. Langsames und kontrolliertes Atmen beruhigt den Geist

  • Wenn du ein Buch liest, prüfe deine Konzentration, indem du am Ende der Seite überlegst, wie viel du

behalten hast

  • Beschränken Sie Japa (d. h. die Wiederholung des Mantras) nicht auf die Meditationsstunden – wiederholen

das Mantra beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, während du Asanas übst oder eine Mahlzeit zubereitest

Positives Denken als Meditation im täglichen Leben

Am wichtigsten ist das positive Denken. Wird der Seelenfrieden durch Ärger oder Traurigkeit erschüttert, beruhige dich sich durch Konzentration auf das entgegengesetzte Gefühl. Ersetze zum Beispiel Gefühle des Hasses durch jene der Liebe, Zweifel durch Vertrauen oder Hoffnung. Mit Hilfe dieser einfachen Techniken gewöhne den Geist langsam an Konzentration. Äußere Einflüsse berühren dich immer weniger. Ob du eine schwierige Woche im Büro hinter dir hast oder einen angenehmen Tag auf dem Lande – deine Stimmung bleibt ausgeglichen, weil dein Inneres gestärkt ist. Du gewinnst die sichere Überzeugung, inmitten aller Veränderungen des Lebens selbstsicher und standhaft zu bleiben.

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