Meckerei: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Meckerei''' - Überlegungen und Tipps als praktische Lebenshilfe. Meckerei ist eine umgangssprachlich-abwertende Bezeichnung für Kritik, für Beschwerden, für Nörgelei. Meckerei ist ursprüngliche die Bezeichnung für die Lautgebung, die Sprache von Ziegen. Man kann auch ernsthafte Kritik als Meckerei abtun. Meckerei kommt vom Verb meckern, wie eine Ziege schreiben, im 17. Jahrhundert auch für lachen, seit dem 18. Jahrhundert mit der Bedeutung nörgeln, kritisieren.
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'''Meckerei''' - Überlegungen und Tipps als praktische [[Lebenshilfe]]. Meckerei ist eine umgangssprachlich-abwertende Bezeichnung für [[Kritik]], für Beschwerden, für [[Nörgelei]]. Meckerei ist ursprüngliche die Bezeichnung für die Lautgebung, die Sprache von Ziegen. Man kann auch ernsthafte Kritik als Meckerei abtun. Meckerei kommt vom Verb meckern, wie eine Ziege schreiben, im 17. Jahrhundert auch für [[lachen]], seit dem 18. Jahrhundert mit der Bedeutung nörgeln, kritisieren.
  
Meckern ist ein lautmalerisch gebildetes Wort, das die Mäh, meck-Laute der Ziege nachahmt. Meckern kommt vom lateinischen Wort miccire, blöken. Griechisch gibt es mekas mēkás (μηκάς) Ziege. Meckern allein reicht nicht aus, wenn man einen Missstand sieht. Es gilt, sich selbst einzubringen und zu schauen, wie man zu einer Lösung beitragen kann.
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Meckern ist ein lautmalerisch gebildetes [[Wort]], das die Mäh, meck-Laute der Ziege nachahmt. Meckern kommt vom lateinischen Wort ''miccire'', blöken. Griechisch gibt es mekas mēkás (μηκάς) Ziege. Meckern allein reicht nicht aus, wenn man einen [[Missstand]] sieht. Es gilt, sich selbst einzubringen und zu schauen, wie man zu einer [[Lösung]] beitragen kann.
  
 
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Version vom 11. September 2016, 11:09 Uhr

Meckerei - Überlegungen und Tipps als praktische Lebenshilfe. Meckerei ist eine umgangssprachlich-abwertende Bezeichnung für Kritik, für Beschwerden, für Nörgelei. Meckerei ist ursprüngliche die Bezeichnung für die Lautgebung, die Sprache von Ziegen. Man kann auch ernsthafte Kritik als Meckerei abtun. Meckerei kommt vom Verb meckern, wie eine Ziege schreiben, im 17. Jahrhundert auch für lachen, seit dem 18. Jahrhundert mit der Bedeutung nörgeln, kritisieren.

Meckern ist ein lautmalerisch gebildetes Wort, das die Mäh, meck-Laute der Ziege nachahmt. Meckern kommt vom lateinischen Wort miccire, blöken. Griechisch gibt es mekas mēkás (μηκάς) Ziege. Meckern allein reicht nicht aus, wenn man einen Missstand sieht. Es gilt, sich selbst einzubringen und zu schauen, wie man zu einer Lösung beitragen kann.

Liebe hilft beim Umgang mit Meckerei

Meckerei positiv sehen

Meckerei ist etwas, was dich manchmal aufregen kann, und manchmal wirst du aber auch Willensäußerungen anderer Menschen als Meckerei ansehen und manchmal was du sagst, wird auch als Meckerei angesehen werden. Man sollte vorsichtig sein, das, was andere sagen, vorschnell als Meckerei abzuqualifizieren. Meckerei hat natürlich etwas zu tun mit Meckern und Meckern hat etwas zu tun mit Ziegen. Denn die Worte von Ziegen, der Ausdruck von Ziegen wird als „Meckern“ bezeichnet. Daher ist das erst einmal nichts Schlechtes.

Aber Ziegen meckern halt. Und Menschen haben aus eigenartigen Gründen keine positive Meinung von Ziegen, obgleich Ziegen sehr freundliche Lebewesen sind. Und wenn Ziegen „mäh“ sagen, dann haben sie oft einen Grund dafür. Ähnlich auch bei uns Menschen, welche Meinungsäußerungen und Willensäußerungen äußern. Nicht jeder sagt es sehr geschickt. Aber anstatt, dass du dich über den Ton anderer aufregst, überlege, was sind die wertzuschätzenden Anliegen dahinter.

Menschen - gerade in spirituellen Kreisen - sind sehr schnell darin, andere zu verurteilen. Eigenartigerweise verurteilen sie andere, weil andere urteilen. Ich hab das schon oft genug erlebt: „Jetzt hast du aber ganz verurteilend gesprochen, das war jetzt richtig urteilend. Das sollte man nicht tun.“ Und sie merken nicht, dass sie gerade einen anderen dafür verurteilt haben, dass sie nicht den eigenen Kommunikationsrichtlinien, die vielleicht der andere gar nicht hat, gerecht werden.

In diesem Sinne: schimpfe nicht über das, was andere sagen und schimpfe nicht vorzeitig und vorschnell darüber, auch nicht wie der Ton ist: „Ja, ich würde das ja tun, aber so wie du zu mir sprichst, werde ich unter keinen Umständen das machen.“ Das ist unreif. Wenn Menschen etwas sagen, Versuche vielmehr herauszufinden: Was ist ihr Anliegen? Worum geht es ihnen? Du kannst auch überlegen, ist das etwas, das man berücksichtigen soll, berücksichtigen kann? Im Normalfall heißt spirituelles Leben, zu versuchen, den Anliegen vieler gerecht zu werden. Es geht darum, aus Liebe heraus zu handeln, aus Mitgefühl heraus zu handeln. Und eben nicht zu früh, das, was andere sagen, einfach nur als sinnlose Meckerei abzutun.

Also, wenn du das nächste Mal jemanden hörst, bei dem du dir denkst: „Was meckert der so doof?“, überlege: es ist ein wertzuschätzendes Anliegen. Du wirst nicht alles, was andere sagen, berücksichtigen können. Manchmal wirst du auch sagen: „Ok, was soll’s. Ich kann nicht alles berücksichtigen.“ Manchmal wirst du sagen: „Ich muss das tun. Das ist jetzt das Richtige, auch wenn es anderen nicht passt.“

Vielleicht auch noch etwas zu dir selbst: Ich sage: • Was andere sagen, achte nicht zu sehr auf den Ton, sondern geh‘ auf das Anliegen ein. • Schimpfe nicht zu sehr darüber, dass Menschen ihr Anliegen nicht richtig ausgedrückt haben. Versuche das zu ignorieren. • Aber du selbst: Versuche das, was du zu sagen hast, so zu sagen, dass andere etwas damit anfangen können. Überlege, ob das, was du sagst, vielleicht als Meckerei ankommt oder ob du’s anders ausdrücken kannst.

Es ist zum Beispiel sinnlos über andere zu sagen: „Aha, was du wieder gemacht hast. Und hättest du’s doch anders gemacht. Und wie konntest du. ….“ Und so weiter. Oder: „Du hast mich nicht ausreichend beachtet. Und ihr habt nicht ausreichend mich beachtet.“ Und so weiter. Oder: „Wie das Wetter gestern war…“ Und so weiter.

Diese Meckerei hilft nicht weiter. Du kannst mehr überlegen: was sind meine Anliegen und wie kann ich die in der Zukunft geschickt umsetzen? Und da, wenn du sprichst, sehr wohl(!): Der Ton macht auch die Musik. Du kannst selbst überlegen: Was sind meine Anliegen? Was sind die Menschen, mit denen ich zu tun habe? Was sind deren Anliegen? Und wie könnte ich vielleicht meine Anliegen am Geschicktesten umsetzen?

Und selten wirst du deine Anliegen umgesetzt bekommen, wenn du über andere schimpfst, wenn du über die Vergangenheit schimpfst. Du kannst viel mehr überlegen: Was sind meine Anliegen, wie kann ich sie erlangen? Was wäre vielleicht eine kluge Weise, sie zu erlangen? Wie weiß ich, was andere Menschen gerne wollen? Wie ticken andere Menschen?

Krishna sagt in der Bhagavad Gita: „Yoga ist auch Geschick im Handeln.“ Daher: meckere nicht so viel, sondern überlege: Wie kannst du geschickt sprechen, geschickt kommunizieren, geschickt handeln, um deine wertzuschätzenden Anliegen umzusetzen? Nicht aus Ichbezogenheit, nicht aus Ego.

Ich gehe davon aus, du bist ein spiritueller Mensch oder ein Mensch, der Idealistisches, Gutes will. Du willst ja nicht wirklich etwas für dich, du willst es für andere. Und selbst, wenn du dich auch um dich selbst kümmerst, tust du ja auch das, um nachher anderen besser dienen zu können. Daher: • vermeide Meckereien, • vermeide das, was andere als Meckerei ansehen würden, • lerne es, geschickt und gut zu kommunizieren.

Das waren einige Gedanken zum Thema: Meckerei positiv sehen bei anderen, und selbst so kommunizieren, dass es von anderen nicht als Meckerei angesehen wird

Meckerei in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Meckerei gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Meckerei - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Meckerei sind zum Beispiel Beschwerde, Genörgel, Tadel, Begutachtung, Besprechung, Reklamation .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Meckerei - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Meckerei sind zum Beispiel Lob, Zuspruch, Anerkennung, Verherrlichung . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Meckerei, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Meckerei, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Meckerei stehen:

Eigenschaftsgruppe

Meckerei kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Meckerei sind zum Beispiel das Adjektiv meckerig, das Verb meckern, sowie das Substantiv Meckerer.

Wer Meckerei hat, der ist meckerig beziehungsweise ein Meckerer.

Siehe auch

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