Furcht: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Furcht''' beruht, im Gegensatz zur [[Angst]], meist auf einem konkreten, realen Grund, wie z.B. einer unmittelbaren [[Gefahr]] oder dem [[Gefühl]] der [[Unzulänglichkeit]]. Swami [[Sivananda]] betrachtet Furcht und Ängstlichkeit als Hemmnisse im leben und daher als negative Eigenschaft.
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Die '''Furcht''' beruht, im Gegensatz zur [[Angst]], meist auf einem konkreten, realen Grund, wie z.B. einer unmittelbaren [[Gefahr]] oder dem [[Gefühl]] der [[Unzulänglichkeit]]. Swami [[Sivananda]] betrachtet Furcht und Ängstlichkeit als Hemmnisse im Leben und daher als negative [[Eigenschaft]].
  
 
==Swami Sivananda über Furcht==
 
==Swami Sivananda über Furcht==
  
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Furcht ist eine negative Eigenschaft, eine negative [[Veränderung]]
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des Denkens. Sie entspringt der [[Unwissenheit]] und tritt zutage,
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wenn man sich mit dem [[Körper]] identifiziert und den unsterblichen
Atma vergißt. Furcht ist der alte Begleiter der Gebundenheit,
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[[Atman]] vergisst. Furcht ist der alte Begleiter der Gebundenheit,
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der [[Maya]] oder [[Täuschung]]. Furcht, [[Sorge]] und [[Ärger]] nehmen
dem Menschen alle Kraft, erschöpfen ihn und sind Ursache
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dem Menschen alle [[Kraft]], erschöpfen ihn und sind Ursache
eines vorzeitigen Todes.
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Niemand ist ganz frei von irgendeiner Art Furcht. Nur der
Jnani- und Bhakti-Yogi hat absolut keine Furcht mehr, da er
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überall sein eigenes Selbst sieht. Wenn man Furcht besiegen
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kann, hat man die Hälfte des geistigen Pfades bestanden.
Die Furcht kann verschiedene Formen annehmen. Man kann
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Die Furcht kann verschiedene [[Form]]en annehmen. Man kann
sich vor der Kugel, vor giftigen Tieren, vor einem chirurgischen
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sich vor der Kugel, vor giftigen [[Tier]]en, vor einem chirurgischen
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Eingriff, vor [[Krankheit]]en, [[Geist]]ern oder auch vor der öffentlichen
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Meinung fürchten. Man kann Furcht haben vor dem
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Vorgesetzten und vielem anderen.
 
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Es gibt verschiedene Arten von Furcht: Furchtsamkeit,
Schüchternheit, Zaghaftigkeit, Besorgnis, Schrecken und
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Angst. Wenn sie vorhanden ist, dann ist der ganze Körper in
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[[Angst]]. Wenn sie vorhanden ist, dann ist der ganze Körper in
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Schweiß gebadet, die [[Gedanke]]n werden schwer wie ein Holzklotz.
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Manchmal treten Schock und [[Zusammenbruch]] unmittelbar
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[[Gott]] unterwirft.
  
 
Copyright [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]
 
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Version vom 12. April 2013, 14:42 Uhr

Die Furcht beruht, im Gegensatz zur Angst, meist auf einem konkreten, realen Grund, wie z.B. einer unmittelbaren Gefahr oder dem Gefühl der Unzulänglichkeit. Swami Sivananda betrachtet Furcht und Ängstlichkeit als Hemmnisse im Leben und daher als negative Eigenschaft.

Swami Sivananda über Furcht

Furcht ist eine negative Eigenschaft, eine negative Veränderung des Denkens. Sie entspringt der Unwissenheit und tritt zutage, wenn man sich mit dem Körper identifiziert und den unsterblichen Atman vergisst. Furcht ist der alte Begleiter der Gebundenheit, der Maya oder Täuschung. Furcht, Sorge und Ärger nehmen dem Menschen alle Kraft, erschöpfen ihn und sind Ursache eines vorzeitigen Todes.

Niemand ist ganz frei von irgendeiner Art Furcht. Nur der Jnana- und Bhakti-Yogi hat absolut keine Furcht mehr, da er überall sein eigenes Selbst sieht. Wenn man Furcht besiegen kann, hat man die Hälfte des geistigen Pfades bestanden. Die Furcht kann verschiedene Formen annehmen. Man kann sich vor der Kugel, vor giftigen Tieren, vor einem chirurgischen Eingriff, vor Krankheiten, Geistern oder auch vor der öffentlichen Meinung fürchten. Man kann Furcht haben vor dem Feind, dem Gegner, dem Alter, dem Partner, dem Lehrer, dem Vorgesetzten und vielem anderen.

Es gibt verschiedene Arten von Furcht: Furchtsamkeit, Schüchternheit, Zaghaftigkeit, Besorgnis, Schrecken und Angst. Wenn sie vorhanden ist, dann ist der ganze Körper in Schweiß gebadet, die Gedanken werden schwer wie ein Holzklotz. Manchmal treten Schock und Zusammenbruch unmittelbar ein. Oder der Mensch stirbt, weil das Herz in der Furcht stehenbleibt. Die Augen haben einen entsetzten Ausdruck.

Eltern und Lehrer sollten ihren Kindern und Schülern von Jugend an den Geist des Mutes einpflanzen. Sie sollten ihnen Taten von Helden und Rittern vorlesen. Die Kinder haben noch biegsamen und geschmeidigen Sinn und können in dieser Lebensperiode gut angeleitet werden. Man kann ihnen in diesem Alter die Samskaras unauslöschlich einprägen. Enthaltsamkeit gibt ungeheure Kraft und flößt Mut ein.

In dem Kapitel über Charakterschulung habe ich die Methoden für die Entwicklung des Mutes angegeben. Wenn ihr an das Gegenteil von Furcht denkt, also an Mut, wird das Negative, die Furcht, langsam schwinden. Allmählich wird Mut entwickelt. Stelle dir in Gedanken das Bild: »Om, Mut« vor. Wiederhole sehr oft dieses Wort oder Mantra. Ein Wort ist Mittelpunkt eines Gedankens, ein Gedanke Mittelpunkt eines mentalen Bildes, und dieses ist Mittelpunkt einer mentalen Gewohnheit. Sie wiederum ist Zentrum eines Charakterzuges im Menschen. Stelle dir ein deutliches Gedankenbild der Eigenschaft Mut vor und diese wird sich entwickeln. Das Unbewußte wird alles für euch tun. Auch der Wille wird euch zu Hilfe kommen. Verlange, mutig zu sein und das Wollen folgt unmittelbar diesem Wunsch.

Gib die Bindung an diesen vergänglichen Körper auf. Identifiziere dich nicht mit ihm. Dieser Körper gleicht der Schale einer Kokosnuss oder dem Überzug eines Kopfkissens. Denke unaufhörlich an den Bewohner, an den unsterblichen Atman. Wenn du dich mit Atman identifizierst, wird die Furcht vergehen. Dies ist die beste Methode. Gehe nachts allein in die dichten Wälder oder an einen einsamen Ort. Wandere im Dunkeln ohne Führer. Ein Frommer wird die Furcht verlieren, wenn er sich vollkommen Gott unterwirft.

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