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Asana


Ein Asana (Sanskrit: आसन āsana n.) oder auch Körperstellung, Sitz, ist ein Hauptbestandteil des Hatha Yoga. "Asana" kommt von der Wurzel "as" und meint "sitzen". Ursprünglich bezeichnete es die Fläche, auf der der Yogi sitzt (Bhagavad Gita 6.11): Diese sollte sauber, in ruhiger Umgebung sein, nicht zu hoch oder zu tief. Die Bedeutung "Yoga-Haltung" ist die bekannteste. Die Asanas sollen "fest und angenehm (leicht) sein", so steht es in den Sutras des Patanjali. Er erwähnt allerdings keine verschiedenen Körperhaltungen. Aus späteren Kommentaren zu den Yogasutras wird deutlich, dass mit "Asana" Padmasana, der Lotossitz gemeint ist.

Yogi Karma Ratna in Kukkutasana
Eine Yogini in Padmasana, dem Lotussitz

Asana

Schaut man sich die Abbildungen von Asanas an, kommt man leicht zu dem Glauben, Asana sei etwas Statisches. Man übersieht dann leicht, dass Asana stetige Bewegtheit (in der Ruhe) ist. Es wird gesagt, dass durch Pranayama starke Kräfte entfesselt werden können, und dass der Körper darauf vorbereitet sein muss. "Asanas" reinigen und stärken den Körper für Pranayama. Werden Asanas mit Achtsamkeit ausgeführt, können sie selbst zu einer Meditationsform werden. Das gilt insbesondere, wenn man sie lange und ruhig übt.

Sie sind eine Art Geste und haben bestimmte Wirkungen. So können sie auf die Struktur des Körpers wirken, auf den Geist, die Nerven, Organe und Sinne. Sie können den Körper auf energetischer Ebene beeinflussen und verändern.

Laut den Schriften gibt es so viele Asanas oder Körperstellungen, wie es Lebewesen in diesem Universum gibt. Ingesammt soll es 8.400.000 Asanas geben, passend zu den den 84 Lakhs von Körpern. Die Asanas entsprechen den verschiedenen Sitzhaltungen, die man bei den verschiedenen Lebensformen in der Schöpfung finden kann.

Von den 84 Lakhs von Asanas sind gelten 84 als die besten; und von denen wurden 32 als nützlich für den Menschen befunden. Asanas können in zwei Gruppen unterteilt werden, nämlich die Meditationsstellungen und die Stellungen für die Gesundheit und Kraft. Nach den Yoga Shastras gibt es vier hervorragende Meditationsstellungen: Padmasana, Siddhasana, Swastikasana und Sukhasana.

Eltern können Yoga zusammen mit ihren Kindern üben

Heilwirkung von Yogaübungen

Eine Yogini im Kamel

Asanas halten die Muskeln geschmeidig und die Wirbelsäule elastisch, verbessern geistige Fähigkeiten und entwickeln die Lungenkapazität, sie stärken die inneren Organe und schenken Langlebigkeit. Durch die Übung von Yoga Asanas wird das Blut mit viel Sauerstoff angereichert und die Anhäufung von venösem Blut wird gestoppt. Der Körper wird mit einem großen Maß an Energie erfüllt. Die Gehirnzentren und das Rückenmark werden gestärkt und belebt. Das Gedächtnis wird verbessert und der Verstand geschärft. Intuition wird entwickelt.

Yogini in der gedrehten Vorwärtsbeuge einer Variation von Paschimotthanasana

Die Praxis von Asanas festigt das Gleichgewicht im Körper und garantiert auch geistige Ausgeglichenheit. Yogaübungen tragen zur Entspannung des Körpers bei, so dass nervliche Anspannungen aufgelöst werden können. Das Üben von Asanas beseitigt Krankheiten und macht den Körper leicht, fest und stabil. Jede Asana kann bei einem bestimmten körperlichen Leiden helfen.

Man praktiziert Asanas und Pranayama nicht, um starke Muskeln zu bekommen. Muskeln bedeuten nicht Gesundheit. Die gesunde und harmonische Funktion der endokrinen Drüsen, der inneren Organe, des Nervensystems und des Geistes - das ist es, was man braucht und was das regelmäßige Üben von Yoga Asanas und Pranayama bewirkt.

Ein Yogi in Natarajasana, dem Tänzer

Yoga Asanas und Körperübungen

Normale Körperübungen entwickeln nur die oberflächlichen Muskeln des Körpers. Asanas hingegen sind für die gründliche Übung der inneren Organe gedacht: Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Darm, Herz, Lunge, Gehirn und die wichtigen Hormondrüsen des Körpers. Asanas harmonisieren die inneren Organe und beleben die Schilddrüse und andere endokrine Drüsen, die eine sehr wichtige Rolle bei der Erhaltung der Gesundheit spielen.

Körperübungen treiben das Prana nach außen. Asanas schicken das Prana nach innen und verteilen es ganz gleichmäßig über den ganzen Körper und seine verschiedenen Systeme. Asanas sind nicht nur Körperübungen. Sie sind mehr als das. Sie schenken seelisches Gleichgewicht. Sie helfen bei der Beherrschung der Emotionen. Sie bringen spirituellen Nutzen.

Asanas erwecken die Schlangenkraft oder Kundalini, die im Muladhara Chakra schläft. Sie schenkt dem Aspiranten Wonne, Macht und Yoga Samadhi. Wenn du fünf Jahre lang täglich fünfzig Klimmzüge am Barren machst oder Marathon läufst, wird das in keiner Weise zum Erwecken dieser geheimnisvollen Kraft der Kundalini, beitragen.

Das Üben von Asanas verursacht keine Kosten. Du brauchst keine Hanteln, Gewichte oder Barren, um den Yogaraum einzurichten. Man benötigt höchstens eine einfache weiche Decke, um darauf Asanas zu praktizieren.

Asana im Patanjali Yoga Sutra

Keshava im Lotus

- Ein Kommentar von Sukadev Bretz 2019 -

Kommentar zum Yoga Sutra 2. Kapitel, Vers 46 bis 48

  • Was ist Asana im Yoga Sutra?
  • Welche Wirkungen hat Asana?
  • Warum solltest du Asana üben, und
  • wie übst du Asana?

Das sind Fragen, auf die Patanjali eingeht in Vers 46 bis 48 im Yoga Sutra.

Asana im Kontext des Yoga Sutra

Asana gehört im Yoga Sutra zu den Ashtangas, zu den acht Stufen des Yoga. Asana ist die dritte Stufe der Ashtangas. Wir können sagen: Asana ist wie der Übergang zu dem, was man als Meditation bezeichnen kann.

Eine der Interpretationen der unteren sechs sind die verschiedenen Stufen der Meditation.

Shiva - Der Ur-Yogi

Verse 46 bis 48 Patanjali Yoga Sutra

So sind wir nun bei Asana angekommen, und in den nächsten Versen wird Patanjali auch Pranayama, Pratyahara, Dharana und Dhyana beschreiben.

Zunächst einmal die Verse über Asana:

46. Vers:

Die Asana soll fest und bequem sein.

47. Vers:

Die Asana wird gemeistert durch das Loslassen von Spannungen und durch Meditation auf das Unendliche.

48. Vers:

Durch Meisterung von Asana wird man frei von den Angriffen der Gegensatzpaare.

Bedeutung von Asana

Swami Vishnu bei fortgeschrittener Asanapraxis

Drei Verse, die sehr tiefe Bedeutung haben. Auf einige davon soll hier eingegangen werden. Zunächst: „Sthira sukham asanam“ – sthira sukha asana. Asana sollte „sthira“ und „sukha“ sein. Asana hat ja viele Bedeutungen. Asana hat etwas mit Sitzen zu tun, hat etwas mit Haltung zu tun. Und Asana, so könnte man sagen, hat in vielen Kontexten eine Bedeutung.

Zu all dem kann man den 46. Vers interpretieren.

Die Meditationshaltung sollte bequem sein

Die Sitzhaltung für die Meditation sollte „sukha“ sein, und sukha heißt bequem, angenehm, man sagt auch manchmal entspannt. Was heißen soll: Wenn du meditieren willst, dann solltest du eine Asana finden, also eine Sitzhaltung, die für dich angenehm und entspannt ist. Natürlich muss man manchmal auch eine Zeit des Unangenehmen in Kauf nehmen, bis der Körper sich daran gewöhnt. Aber langfristig solltest du eine Sitzhaltung finden, in der du entspannen kannst.

„Sthira“ heißt fest, sthira kann auch gedeutet werden als aufrecht. Sthira heißt also fest und aufrecht. Was heißen soll: Wenn du meditierst, halte deinen Rücken gerade. Und dann bewege dich nicht. Wenn du meditierst, versuche zwar, die Schultern zu entspannen, Kiefergelenke zu entspannen, Augen zu entspannen, die Beine zu entspannen usw., aber bleibe bewegungslos. Und das ist etwas Wichtiges. Nicht die Finger bewegen, nicht den Kopf bewegen usw. Manchmal geschieht es, während du bewegungslos sitzt, dass die Finger sich von selbst bewegen. Es kann geschehen, dass irgendwelche Reinigungserfahrungen kommen, sodass du ein wenig zuckst oder so ähnlich – das mag auch sein, und muss dich nicht weiter interessieren. Langfristig solltest du den Körper absolut sthira halten, unbewegt, fest, aufgerichtet, und sukha: entspannt und angenehm.

Körperstellungen im Hatha Yoga

Die zweite Bedeutung von Asana ist ja auch die Körperübungen im Hatha Yoga. Kopfstand, Schulterstand, Vorwärtsbeuge, Kobra und so weiter. All das soll heißen: Mache die Stellung so, dass du sie sthira halten kannst. Eine Asana ist eben nicht eine Bewegung. Du könntest von „Yoga Flow“ sprechen – das sind aber keine Asanas, es sei denn, du gehst von einer Asana zur nächsten über mit verschiedenen Zwischenbewegungen, aber die Asana heißt: unbewegt. Wenn du nicht mindestens 10 Atemzüge in einer Stellung bist, ist es eben keine Asana. Asana muss notwendigerweise sthira sein. Die Asana sollte gehalten werden. Und du solltest die Asana auch bequem machen, du solltest jetzt in keine Quälerei gehen. Wenn du die Vorwärtsbeuge machst, sorge dafür, dass dein Rücken sich angenehm anfühlt. Du kannst auch mal in die Asana gehen, wo es anstrengend ist, und auch mal über unangenehme Sachen hinauswachsen, das wäre dann Tapas. Aber langfristig sollten die Asana angenehm, entspannt und fest sein.

Haltung im Alltag

Eine dritte Bedeutung ist auch Haltung im Alltag. Wenn du sitzt, dann sitze eben auf deinem Bürostuhl so, dass du relativ aufgerichtet bist, und auch, dass es angenehm ist. Gut, die moderne Forschung sagt, du solltest nicht zu lange am Computer sitzen, öfters mal aufstehen. Bei Yoga Vidya gibt es auch Menschen, die haben einen Ball, auf dem sie sitzen – das führt schon dazu, dass man nicht zu lange ruhig sitzt. Manche haben sowohl ein Stehpult, wie auch ein Pult zum Sitzen, auch verstellbar, und sie können abwechselnd stehen und wieder sitzen, usw. Achte aber darauf, dass du aufrecht bist, dass deine Körperhaltung angenehm ist, dass sie nicht verspannt ist.

Innere Haltung - Lebenseinstellung

Welche Haltung hast du zum Leben?

Dann natürlich könntest du auch die allgemeine Lebenseinstellung als Asana bezeichnen, als innere Haltung. Dort ist auch eine gewisse Festigkeit. Vorsätze fassen, ein Ziel im Leben haben, und das dann auch umsetzen, eine gewisse Festigkeit. Aber keine verkrampfte, sondern eben sukha, eine angenehme und entspannte Festigkeit. Festigkeit ist also wichtig, aber eben nicht starr. Und eine Konsequenz, aber eine freundliche Konsequenz. Das gilt auch für Kindererziehung: eine gewisse Festigkeit, aber auch angenehm und entspannt. Da ist manchmal natürlich auch so eine Polarität zwischen sthira und sukha.

Asana meistern durch Loslassen und Konzentration

Im 47. Vers heißt es: „Asana wird gemeistert durch das Loslassen von Spannungen und Meditation auf das Unendliche.“ Zum einen kann man also sagen: Wenn du in deiner Asana Vollkommenheit erlangen willst, dann gilt es natürlich erst einmal aufgerichtet zu sein. Der nächste Schritt wäre: Entspanne. Wenn Sukadev eine Meditation anleitet, beginnt er zum Beispiel so: „Sitze ruhig und gerade für die Meditation, Wirbelsäule aufgerichtet.“ – Damit haben wir erstmal sthira, und irgendwo auch sukha: „Finde deine angenehme Haltung.“ Dann sagt er weiter: „Entspanne deine Schultern, entspanne die Kiefergelenke, entspanne die Augen.“ Wenn du dich also hinsetzt, setze dich gerade hin, bewegungslos hin. Und dann übe Entspannen, „Shaithilya“, das heißt Entspannung und Loslassen. Lass also „Prayatna“, Spannung und Anstrengung, los. Setze dich gerade hin, mache dich bewegungslos, und dann lasse los.

Dann geht es bei Patanjali um die Meditation auf das Unendliche. „Ananta samapatti bhyam“. Wenn du etwas mit Buddhismus zu tun hast, weißt du, dass es dort zwei Grundmeditationen gibt. Zum einen gibt es die Vipassana, und zweitens Samapatti. Und Samapatti ist letztlich die konzentrierte Meditation, während Vipassana im Buddhismus als die Beobachtungs-Meditation/ Achtsamkeitsmeditation bezeichnet wird.

Bei Patanjali ist Samapatti allgemein die Meditation. Bhyam zum Schluss heißt „durch“. Also: Durch Ananta Samapatti, durch endlose Meditation, oder eben durch Konzentration auf das Unendliche, und durch Entspannung und Loslassen, entsteht die Meisterung. Was also heißen soll: Halte dich nicht zu lange auf mit einer Asana während zum Beispiel der Meditation, sondern setze dich ruhig hin, mach den Körper gerade, bewegungslos. Dann übe ein paar Entspannungstechniken, und dann fahre fort mit der Meditation. Die Asana wird dann perfekt, wenn dein Geist voll konzentriert ist.

Oder auch im Hatha Yoga: Achte nicht nur darauf, wie jetzt deine Körperhaltung ist. Patanjali würde empfehlen: Sorge dafür, die richtige Stellung zu machen, mache sie bewegungslos, entspanne dich in der Asana, und dann richte deinen Geist auf etwas Höheres aus. Überlege also nicht die ganze Zeit, wie halte ich jetzt meine Hände genau, und wie sind meine Finger, und welcher Muskel muss angespannt werden – sondern wenn du deine Stellung eingenommen hast, dann konzentriere dich auf etwas Höheres.

Subtile Konzentrationsformen im Yoga Vidya Stil

Das ist ja das, was wir gerade im Yoga Vidya Stil besonders machen, diese subtilen Konzentrationsformen, auch in der Vorwärtsbeuge, auch in der[Kobra, im Drehsitz, in Kopfstand, Schulterstand, Fisch und so weiter. Meisterung der Asana ist eben nicht nur das Körperliche, sondern auch die psychische Meisterung.

Natürlich könnte man das auch in den Alltag hineinbringen. Die richtige innere Haltung, zwischendurch loslassen, und auch zwischendurch dir bewusst werden: es gibt das Unendliche und das Ewige. Im engeren Sinne könnte man auch sagen: Ökologisches Bewusstsein heißt, global Denken und lokal Handeln. Vielleicht ist das eine etwas übertriebene und weit hergeholte Interpretation das Verses, aber man könnte auch sagen: Deine Lebenseinstellung sei so geprägt, dass du global denkst, im kosmischen denkst, und aus diesem weiten Denken heraus hast du dann die Haltung für deinen Alltag. So hast du nun diese Verse schon einmal sehr weit interpretiert.

Durch Meisterung der Asana frei von Gegensätzen

Sadguru Swami Sivananda

Der 48. Vers lautet: „Durch die Meisterung von Asana wird man frei von den Angriffen der Dvandvas.“ Dvandva bedeutet Gegensatzpaar. Das ist interessant: „Tato dvandva-an-abhighatah“. Tato heißt letztlich dadurch – durch die Beherrschung von Asana – kommt an-abhighata, also die Freiheit von Angriffen durch die Dvandvas. Das ist sehr bildlich und drastisch. Du hast ja verschiedenste Gegensatzpaare. Zum Beispiel:

und es gibt noch sehr viele mehr. Oder auch viel Energie und wenig Energie, und das Leben pulsiert zwischen diesen Gegensatzpaaren. Und viele Menschen werden in diesem Sinne immer wieder angegriffen davon. Ist es ein paar Grad zu warm, rennen sie zum Fenster: Fenster auf. Ein bisschen zu kalt: Schnell zum Fenster, Fenster zu, Heizung an. Irgendjemand spricht ein großes Lob aus: Man fühlt sich gleich ganz fantastisch. Irgendeiner missachtet einen oder sagt: Was du gemacht hast, war unmöglich – und sofort kollabiert der andere. Oder, es riecht gut: Das findet man toll. Irgendwo herrscht schlechter Körpergeruch: Dramatisch, schlimm, wie geht sowas! Und so weiter.

Du bleibst in der Stellung

In einer Asana lernst du: Du bleibst einfach in der Stellung. Du sitzt in der Meditation, und du merkst: Es ist zu kalt, ich habe vergessen, das Fenster zu schließen – Du bleibst ruhig sitzen. Du erträgst das. Oder, du sitzt zusammen mit anderen, und plötzlich riecht es schlecht – anstatt aufzustehen und das Fenster zu öffnen, bleibst du ruhig sitzen. Du bist in der Meditation, und plötzlich hörst du, wie jemand sich räuspert oder hustet, oder ganz rücksichtslos klingelt irgendwo das Telefon – du hältst die Augen geschlossen und tust nichts.

Störungen können dir nichts anhaben

Auch bei Yoga Vidya macht die Handy-Bewegung weitere Fortschritte, und ab und zu, schätzungsweise in jedem 4. oder 5. Satsang, den Sukadev anleitet, klingelt während der stillen Meditation ein Telefon. Es ist erstaunlich: Sukadev hat in einer solchen Situation ein paar Mal die Augen geöffnet, ja, du kannst sagen, er ist dann auch nicht konzentriert, und festgestellt: Die Hälfte der Leute guckt den Menschen an, bei dem das Telefon klingelt. Es klingelt das Telefon – was soll’s?! Wir bleiben ruhig sitzen und tun nichts. Wir lassen uns nicht davon beeindrucken. Dem Menschen ist das schon ausreichend peinlich. Sukadev hat nicht beobachtet, dass dem gleichen Menschen das nochmal passiert ist. Es gibt keinen Grund, dorthin zu schauen. Oder, wenn jemand hustet, muss man den jetzt nicht anschauen. Bewegungslos sitzen, sthira sukham asanam, die Stellung ist bewegungslos.

Nichts kann dich stören
  • Und manchmal, wenn man meditiert, lässt sich plötzlich irgendwo eine Fliege nieder, auf der Nase, auf der Wange. Was machen wir? Wir bleiben bewegungslos sitzen.
  • Plötzlich hören wir irgendein Summen – wir bleiben bewegungslos sitzen.
  • Ein Knie tut weh – wir bleiben bewegungslos sitzen.
  • Es juckt irgendwo – wir bleiben bewegungslos sitzen.

Natürlich gibt es auch Grenzen.

  • Angenommen, der Feueralarm wird ausgelöst, dann werden wir aufstehen.
  • Angenommen, ein Knie tut sehr weh – gut, dann müssen wir das Knie ausstrecken.
  • Angenommen, der Rücken tut sehr weh – dann muss man die Sitzhaltung wechseln.
  • Angenommen, du meditierst, und dein Kind schreit sehr verzweifelt – dann wirst du aufstehen müssen.

Aber in einem gewissen Rahmen lernst du: Du bleibst ruhig und bewegungslos. Und was auch immer kommt, Du lernst Hitze und Kälte, leichtere Schmerzen, Geruch usw., alles auszuhalten. Du lernst, ruhig zu sitzen. Und das an sich ist etwas ganz großartiges, du brichst aus den Reiz-Reaktionsketten aus. Du brichst aus diesen unwürdigen Automatismen heraus. Man sagt einem Menschen etwas freundliches, und die Brust schwillt mit einem Lächeln. Du sagst jemandem etwas, was nicht so freundlich ist - er kollabiert oder wird wütend. Das Wetter wird ein bisschen wärmer, und alles freut sich. Es wird noch wärmer – alles ist traurig. Es ist erstaunlich, wie würdelos so viele Menschen sind. Durch Asana lernst du, dich frei zu machen von diesen Dvandvas, diesen Gegensatzpaaren. Und mindestens ist das große Würde.

Zusammenfassung

In diesem Sinne: Übe also deine Meditation noch mehr so, dass du dir fest vornimmst „Ich werde so … lange sitzen“ – und du bleibst sitzen, was auch immer geschieht! Mit Ausnahmen, wenn es extrem wird. Und wenn du in einer Hatha Yoga Asana bist, dann halte die Stellung eine gewisse Zeit lang bewegungslos. Lasse Spannungen los und meditiere über das Unendliche. Und auch im Alltag: Habe eine gewisse Haltung der Festigkeit und der Ruhe, lasse los und lerne, frei zu werden von den Angriffen der Gegensatzpaare.

Verharre jetzt nochmal einen Augenblick und überlege: Wie kannst du Asana weiter vervollkommnen? Als Sitzhaltung in der Meditation, als Hatha Yoga Asana, als Einstellung im Alltag.

Nochmals die Verse:

Asana soll fest und bequem sein, Asana wird gemeistert durch das Loslassen von Spannungen und Meditation auf das Unendliche. So wirst du frei von Angriffen der Gegensatzpaare. Mehr Information auf den Internetseiten von Yoga Vidya.

Video - Asana im Patanjali Yoga Sutra

Die Meditationsstellungen

Eine Yogini bei der Meditation

Die Meditationsstellungen eignen sich besonders für Japa und zur Kontemplation. Sie lösen den Geist vom Kummer und den Sorgen des Alltags. Sie beruhigen die Nerven, entspannen den Körper, stärken den Geist und schenken Ausgeglichenheit. Die Meditationsstellungen steigern das Verdauungsfeuer und geben guten Appetit, Gesundheit und Glück. Sie beseitigen Rheumatismus. Sie halten Gase, Galle und Schleim im Gleichgewicht. Sie reinigen und stärken die Nerven in den Beinen. Sie sind dazu geeignet Brahmacharya aufrechtzuhalten.

"Sthira Sukham Asanam" - "Eine Asana ist fest und angenehm" sagt Patanjali in seinen Yogasutras. Sie darf kein Schmerzempfinden oder Unbehagen verursachen. Eine feste Asana konzentriert den Geistes. Der Körper ist bestenfalls wie ein Fels; ohne zu zittern. Du könntest zu einer lebendigen Statue werden, wenn du dich zu Dhyana hinsetzt. Wenn der Sitz fest wird, geht die Meditation tiefer, dann hat man kein Körperbewusstsein mehr.

Wenn du in der Stellung sitzt, denke: "Ich bin so fest wie ein Fels. Nichts kann mich erschüttern." Suggeriere das ein Dutzend Mal deinem Geist. Dann wird die Asana sich weiter entwickeln. Du könntest zuletzt in einer der vier Stellungen drei Stunden lang ohne Unterbrechung verharren. Unterwegs zu Asana Jaya, zur Beherrschung der Asana. Wenn es dir eine Stunde lang gelingt, eine Stellung zu halten, wirst du Einpünktigkeit des Geistes erlangen und den unendlichen Frieden und Ananta im Inneren erfahren.

Beginne mit einer halben Stunde und steigere allmählich die Dauer. Wenn du nach einiger Zeit starke Schmerzen in den Beinen verspürst, löse die Beine, massiere sie fünf Minuten lang und setze dich dann wieder in die Asana. Wenn du fortgeschrittener bist, wirst du schmerzfrei, dann wirst du Freude erfahren. Übe die Asana morgens und abends.

Bleibe bei einer Asana, entweder Padma, Siddha, Swastika oder Sukha. Mache sie durch wiederholtes Üben fest und vollkommen. Halte eher hartnäckig an einer Asana fest, anstatt sie zu wechseln. Erfahre den vollen Nutzen einer einzigen Asana für die Meditation. Wenn du ein Jahr lang regelmäßig übst, kannst du vielleicht drei Stunden lang ununterbrochen sitzen.

Sukadev über Asana

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Asana

Asana ist eines der bekanntesten Sanskritwörter. Asana bedeutet zunächst einmal die Weise, sich hinzusetzen. Asana heißt Sitz. Angenommen, du hast ein Kissen, dann würde auch das Kissen als Asana bezeichnet werden. Angenommen, du hast einen Stuhl, dann ist das auch eine Asana. Gerade in Indien wird manchmal gesagt: "Hast du deine Asana vorbereitet?" Das heißt, den Sitz, wo du dich draufsetzt. Asana ist aber auch die eigene Sitzhaltung. Wenn du dich hinsetzt, dann ist das eine Sitzhaltung, das ist Asana. Und in einem anderen Sinn ist Asana auch die innere Haltung, eine innere Haltung, die du hast, zum Leben, eine innere Haltung, die du hast, zu anderen Menschen. Und natürlich, Asanas sind auch die verschiedenen Körperstellungen, die du insbesondere auch hältst, ruhig hältst.

Vom Klassischen her gibt es zunächst vier Hauptsitzhaltungen, die auch als Asanas bezeichnet werden:


Zu den Sitzhaltungen gibt es dann natürlich auch die Hatha Yoga Asanas. Und dort gibt es eine Menge:


In unserem Asana-Portal findest du eine Übersicht über die gängigsten Asanas. Insgesamt soll es 8.400.000 Hatha Yoga Asanas geben. Davon sind die 84 wichtigsten bekannt, mit 300 Variationen. Aber es gibt auch Fotos im Internet, wie auch auf einer Schautafel mit 1008 Asanas, also viele Asanas, viele Körperhaltungen. Übe Asana als gerade Sitzhaltung für die Meditation.

Patanjali sagt: "Sthira Sukha Asanam. Die Sitzhaltung sei angenehm und ruhig." Man kann es auch übertragen: Jede Asana, auch die Hatha Yoga Asana sei angenehm und ruhig, ruhig im Sinne von unbeweglich. Patanjali sagt weiter: "Die Asana, die Sitzhaltung, wird vervollkommnet durch das Loslassen von Spannungen und das Meditieren über das Unendliche. Und durch Asana erlangt man Befreiung von den Dvandvas, von den Dualitäten." Also, mit anderen Worten: Wenn du in eine Asana gehst, mache die Stellung ruhig. Dann entspanne, lasse los. Dann meditiere über das Unendliche. Wenn der Körper ruhig ist, dehne deine Bewusstheit aus ins Unendliche. Und dann bleibe ruhig, egal, ob du jetzt gerade Unruhe spürst, egal, ob du was anderes tun willst, ob es kälter wird oder wärmer ist, ob die Asana angenehm oder unangenehm ist, für eine gewisse Zeit bleibe in der Stellung. Indem du ruhig in der Stellung bleibst, löst du dich von den Dualitäten, du löst dich von der Getriebenheit von äußeren Veränderungen. Asana heißt also Sitz, Sitzhaltung. Asana ist Haltung und Körperstellung im Hatha Yoga.

Swami Saradananda über Asana

Ein Yogi im Drehsitz

Asanas sind die beliebtesten und am weitesten verbreiteteten Yogapraktiken im Westen. Wenn eine Freundin zu dir sagt „Ich besuche einen Yogakurs“, würdest du wahrscheinlich annehmen sie würde körperliche Übungen machen. Dennoch unterscheiden sich Asanas in vielerlei Hinsicht von den meisten Formen körperlicher Aktivität. Ihr Zweck ist es nicht, durch mechanische Bewegung Muskeln aufzubauen; vielmehr wird deine volle Aufmerksamkeit gefordert. Yoga sieht deinen Körper als Gefährt für deine Seele auf seiner Reise zur Perfektion.

Wenn regelmäßig geübt, fördern Asanas deine mentalen Fähigkeiten, erweitern dein Bewusstsein und entfachen dein [1] Verlangen. Gute Gesundheit und körperliche Fitness sind ein gerne willkommen geheißenes Nebenprodukt, aber nicht das letztendliche Ziel der Asanapraxis. Das wahre Ziel der Asanas, wie aller anderen Yogapraktiken auch, ist, innerer Frieden.

Bei Asanas liegt der Schwerpunkt auf langsamen, behutsamen und gewaltfreien Bewegungen. Grundsätzlich strebt ein Yogi danach, keinem lebenden Wesen zu schaden, einschließlich dir selbst, in Gedanken, Worten oder Taten. Gewaltfreiheit umfasst konkurrenzlos mit anderen und nicht zu streng mit der eigenen Beurteilung über dich selbst zu sein. Am Besten ist es, wenn du deinen Körper niemals in irgendeine Position zwingst.

Um die Asanas zu meistern, arbeite sowohl stetig als auch langsam. Schnelle Bewegungen resultieren oft in einer Anhäufung von Milchsäure in deinen Muskeln, die ein Gefühl von Müdigkeit und Steifheit hinterlassen. Die Milchsäure kann neutralisiert werden, indem du den Sauerstoffgehalt in deinen Zellen erhöhst. Das ist einer der Gründe dafür, dass Asanas von einer betont tiefen Atmung begleitet werden. Jede Asana ist eine Position, die einen Druck auf einen bestimmten Punkt (oder Punkte) ausübt, sehr ähnlich wie bei Akupunktur oder Shiatsu. Wenn du die Position hältst, atmest du tief. Anstatt über etwas anderes nachzudenken, konzentrierst du deine Aufmerksamkeit tatsächlich auf die Spannung und „atmest“ sie bewusst aus deinem Körper hinaus. Durch den Gebrauch deines Geistes entwickelst du die Fähigkeit, deinen Körper zu kontrollieren.

Anstatt deine Energie zu verbrauchen, wie es bei den meisten Arten körperlicher Aktivität der Fall ist, fühlst du dich nach Asanas eher energetisiert und gestärkt. Das geschieht, weil sie es dir ermöglichen, Spannung abzubauen, die sich in deinen Muskeln angestaut hatte. Durch Übung helfen Asanas dir dabei, Energieblockaden freizusetzen. Die rückläufige Energie wird nutzbar; sie beginnt in deinem Körper durchweg zu zirkulieren und du fühlst dich gestärkt!

Asanas haben in jeder Hinsicht einen Einfluss auf deine Körperlichkeit, nicht nur auf Muskeln und Gelenke. Sie massieren dein inneren Organe, stimulieren den Kreislauf und erhöhen die Atmung. Sie machen deinen Geist beständig, konzentriert und bereit für die Meditation.

Eine bessere Übersetzung für das Word „Asana“ wäre Pose, Position, oder Sitz. Der Begriff impliziert weitaus mehr als körperliche Betätigung. Seine Wurzeln sind mit der Idee des völligen Präsentseins im Moment und Fest-im-Körper-Verankertseins verbunden.

Ein paar allgemeine Richtlinien für die Asana Praxis

  • Beginne deine Praxis in einer Rückenentspannung in Savasana (Totenstellung) für mindestens fünf Minuten.
  • Nach der Entspannung, wärme deine Muskeln auf und mache sie fit mit sechs Runden Sonnengruß.
  • Bevor du jegliche Asana unternimmst, sorge dafür, dass du die Theorie über ihre Ausführung verstehst.
  • Halte deine Energien nicht zurück und versuche auch nicht, sie aufzusparen. Sei großzügig mit dir. Denke daran, je mehr Energie du in deine Übung steckst, desto mehr wirst du davon zurückbekommen.
  • Arbeite von deinem eigenen Standpunkt aus; arbeite mit dem was dir zur Verfügung steht. Durch deine Erfahrungen und dein vorheriges Training bist du einzigartig. Versuche dich nicht mit anderen zu vergleichen. Yoga ist nicht wetteifernd.
  • Komm langsam und gemächlich in jede Position. Springe nicht in die Posen und versuche nicht, dich in sie hineinzuzwingen. Bewege dich nicht unvorsichtig; versuche dich bewusst mit jeder Bewegung zu verbinden.
  • Übe anfangs jede Asana etwas kürzer; erhöhe nach und nach die Zeit, in der du sie hältst.
  • Lass deine Streckung leicht deine Reichweite übersteigen, halte jedoch inne bevor du Schmerz verspürst.
  • Atme tief während du jede Pose hältst.
  • Verwende deinen Atem um zu entspannen und versuche in JEDER Pose zu entspannen.
  • Während du in der Position verweilst, checke deinen Körper mental. Wenn du irgendwo Spannung in deinem Körper findest, versuche sie bewusst „auszuatmen“.
  • Beende deine Sitzung mit einer Entspannung, die es deinen Energien erlaubt, ungehindert durch den gesamten Körper zu fließen.
  • Es ist immer am besten, Asanas von einem qualifizierten Yogalehrer zu lernen.
  • Genieße dein Training!

Stellungen zur Übung des Körpers

Hilfestellung im Handstand

Asanas können in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Eine Möglichkeit ist folgende :

Wer kann Asanas machen?

Kinderyogalehrerin Kavita unterstützt zwei kleinen Yoginis in der Partnerasana Baum.

Grundsätzlich kann man Asanas ab einem Alter von zehn, zwölf Jahren praktizieren, es gibt aber auch extra Yoga für Kinder. Zwanzig- bis Dreißigjährige können alle Asanas gut ausführen. Ein zwei Monate Praxis machen die steifen Sehnen, Muskeln und Knochen sehr geschmeidig. Selbst alte Menschen können alle Asanas machen. Sie können auf Shirshasana verzichten, wenn sie körperlich nicht dazu in der Lage sind. Es gibt aber Menschen fortgeschrittenen Alters, die auch Shirshasana praktizieren.

Hilfsmittel wie Decken, Seile, Stühle und Holzblöcke erlauben es, die Asanas leichter und länger zu üben. Dies erleichtert älteren, ungeübten und weniger beweglichen Menschen den Zugang zu den Yogastellungen. Die Asanas können leichter eingenommen und mit größerer Sicherheit geübt werden. Sehr wertvoll ist der Einsatz von Hilfsmitteln für Menschen, die eine bestimmte Haltung einnehmen möchten, aber aufgrund von Gleichgewichtsproblemen, Ängsten oder anderen Behinderungen dies nicht so ohne Weiteres können.

Auch Kinder lieben Yoga

Videos zum Thema Asana

Yoga für Anfänger

Yogastunde Mittestufe - Yoga Vidya Grundreihe

Asanas, die Körperstellungen - Vortrag mit Sukadev

Asana Tanz Vorführung

Die Yoga Sutras des Patanjali

स्थिरसुखमासनम् || 2.46 ||

sthira-sukham āsanam || 2.46 ||

Die Sitzhaltung (Asana) soll fest (Sthira) und bequem (Sukha) sein.

प्रयत्नशैथिल्यानन्तसमापत्तिभ्याम् || 2.47 ||

prayatna-śaithilyānanta-samāpattibhyām || 2.47 ||

Die Stellung (Asana) wird durch Loslassen von Spannungen und durch Meditation (Samapatti) auf das Unendliche (Ananta) gemeistert.

ततो द्वन्द्वानभिघातः || 2.48 ||

tato dvandvānabhighātaḥ || 2.48 ||

Dadurch wird man frei von den Angriffen der Gegensatzpaare (Dvandva).

Beim üben von Asana ist die Kraft der Meister da – Teil I. 20

Seminare

Asana Intensivseminare

20.09.2019 - 22.09.2019 - Asana Flow
Asana Flow ist ein fließender Hatha-Yoga-Stil. Getragen vom natürlichen Atemrhythmus werden Asanas auf harmonische Weise miteinander verbunden. Eine Asana gleitet ohne Unterbrechung in eine näch…
Lalita Furrer-Hübner,
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Dich in liegender Position bewusst zielgerichtet, effizient und liebevoll auszurichten, hilft dir, auch komplexere Asanas körpergerecht auszuführen. Die Praxiseinheiten bringen dir den Körper ga…
Jörg Müller,

Yogalehrer Ausbildung

20.09.2019 - 22.09.2019 - 3-Jahres-Yogalehrer-Ausbildung Beginn
Dies ist die Einführungsveranstaltung zur 3-jährigen Yogalehrerausbildung in Bad Meinberg oder im Westerwald.Die 3-Jahres-Ausbildung ist ideal, um Yoga wirklich umfassend zu üben, zu erfahren un…
Chitra Kaspar,Bharata Kaspar,
20.09.2019 - 27.09.2019 - Yogalehrer Ausbildung Intensivkurs Woche 3
Wie bringe ich als Yogalehrer meine Schüler in eine Yoga Stellung und korrigiere sie beim Yoga? In Woche 3 der Yogalehrer Ausbildung wird auch dies Thema sein. Woche 3 der 4-wöchigen Yogalehrer A…
Christian Bliedtner,Anjali Gundert,Mahesh Held,


Asana im Ayurveda

Im Ayurveda bezieht sich Asana (Sanskrit: असन asana m.) auf zwei Baumarten: Malabarkino (Pterocarpus marsupium); Terminalia elliptica (Sarja).

Malabarkino

Der Malabarkino (Pterocarpus marsupium) ist ein Baum aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Das Kernholz (Sara) des Malabarkino (Pterocarpus marsupium) wirkt adstringierend und wird im Ayurveda gegen Entzündungen und Diabetes (Madhumeha) eingesetzt. In Südindien (Karnataka) stellt man aus dem Kernholz des Baumes Trinkgefäße her, in denen man über Nacht Wasser stehen läßt. Im Wasser lösen sich die medizinisch wirksamen Stoffe auf, und am Morgen wird die Lösung als Mittel gegen Diabetes getrunken. Malabarkino verfügt nach bisherigem Wissensstand als einzige Pflanze über die Fähigkeit, β-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zu regenerieren, in denen das Insulin gebildet wird.

Aus dem Malabarkino (Asana) wird ein Kino genanntes Gummiharz gewonnen, das er bei Verletzungen der Rinde absondert.

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.17) gilt Asana (Pterocarpus marsupium, Bijaka) im Rahmen der Aufzählung der 50 Mahakashayas als Udardaprashamana.

Namen und Synonyme

  • deutscher Name: Malabarkino
  • englischer Name: Indian kino tree, Malabar kino tree
  • lateinischer Name: Pterocarpus marsupium, Pterocarpus bilobus, Lingoum marsupium
  • Hindi: विजयसाल vijaysāl, विजयसार vijaysār, बीज पत्ता bīj pattā
  • Marathi: असाणा asāṇā, बिबला biblā
  • Nepali: बिजयसाल bijaysāl
  • Sinhala:ගම්මාලු gammālu
  • Tamil: வேங்கை vēṅgai

Eine Liste mit Sanskrit-Synonymen findet sich in Raja Nighantu 9.132.

Bilder

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Sanskrit Übersetzung von Asana

1. Asana , Sanskrit आसन āsana, das Sitzen, Sich setzen; die Art zu sitzen, der Sitz. Asana ist ein Sanskritwort und bedeutet Sitzen, Sich setzen; die Art zu sitzen, der Sitz.

2. Asana , Sanskrit अशन aśana, das Essen, die Speise. Asana ist eine alternative Schreibweise für Ashana . Mehr Informationen zu dem Sanskrit Wort Asana findest du unter dem Hauptstichwort Ashana

3. Asana , Sanskrit असन asana, das Schleudern. Asana ist ein Sanskritwort und bedeutet Schleudern.

Asana आसन āsana Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Asana, आसन, āsana ausgesprochen wird:

Verschiedene Schreibweisen für Asana

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Asana auf Devanagari wird geschrieben " आसन ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " āsana ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " Asana ", in der Velthuis Transkription " aasana ", in der modernen Internet Itrans Transkription " Asana ".

Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch

Lakshmi und Vishnu auf der Weltenschlange
Sanskrit Asana - Deutsch Sitzen, Sich setzen; die Art zu sitzen, der Sitz.
Deutsch Sitzen, Sich setzen; die Art zu sitzen, der Sitz. Sanskrit Asana
Sanskrit - Deutsch Asana - Sitzen, Sich setzen; die Art zu sitzen, der Sitz.
Deutsch - Sanskrit Sitzen, Sich setzen; die Art zu sitzen, der Sitz. - Asana
Sanskrit Asana - Deutsch Schleudern.
Deutsch Schleudern. Sanskrit Asana
Sanskrit - Deutsch Asana - Schleudern.
Deutsch - Sanskrit Schleudern. - Asana

Ähnliche Sanskrit Wörter wie Asana

Hier einige Links zu Sanskritwörtern, die entweder vom Sanskrit oder vom Deutschen her ähnliche Bedeutung haben wie Asana oder im Deutschen oder Sanskrit im Alphabet vor oder nach Asana stehen:

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Siehe auch

Literatur

Weblinks

Multimedia

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