Arunagiri

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Arunagiri: (Sanskrit: अरुणगिरि aruṇagiri m.) der rote (अरुण aruṇa) Berg (गिरि giri).

Swami Sivananda über Arunagiri

Dieser berühmte Verehrer Shanmukhas lebte vor über 500 Jahren in Tiruvannamalai und gehörte zur Devadasi Kaste.

An dieser Sache gibt es wirklich etwas besonderes, denn Sri Shanmukha’s Segen hatte hier nicht nur in dürrer Erde zu blühen, sondern sogar auf einem Boden mit den schlimmsten Bedingungen, jenseits jeder göttlichen Aussicht. In solchen Fällen, würde niemand außer faulen Gelehrten es schwierig finden, einen Kompromiss zu finden, und würde sagen, dass Bhagavan’s Gnade, die er Leuten wie Arunagiri gewährte, eine Lizenz (wenn nicht gar eine willkürliche Sühnemaßnahme) für Leute wäre, die sich auf schlimmste Weise benehmen und völlig die Gnade Gottes erfahren. Wie auch immer das Leben eines Menschen in frühen Jahren vergeudet wird, diese Geschichte illustriert, dass wenn es einen kleinen Kern reiner Gottesliebe gibt, der als Sockel dienen kann, es zu einem plötzlichen Ausbruch göttlicher Begeisterung und Opfers kommen kann, welches die Weisen beneiden könnten und dennoch in Jahren der Askese nicht erreichen würden!

So waren also die früheren Jahre Arunagiriars welche der rücksichtslosen Ausschweifungen und widerwärtiger Korruption, so dass selbst sein Fleisch bald zerfressen und von Geschlechtskrankheiten heimgesucht wurde. Wegen dem Wunsch ihrer Mutter, die in seiner frühen Kindheit verstorben war, sagte seine Schwester nichts gegen die Wünsche ihres Bruders und würde ihm jederzeit alles für seine Zwecke geben. Nachdem sie alles weggegeben hatte was sie besitzt, verkaufte sie (wie es ihre Kaste zuließ), ihren Körper an welche, die sie wegen sexueller Freuden aufsuchten, um die erfoderlichen Geldmittel für ihren Bruder zu verdienen. Aber selbst diese Möglichkeit erschöpfte sich, da ihre Freier das Interesse an ihr verloren. Sie war schlichtweg hilflos.

Aber Arunagiriar lernte keine Lektion, weder aus seinem eigenen physischen Verfall und seiner Krankheit, noch aus den Entbehrungen seiner Schwester, der er immer Kummer bereitete. Und siehe, eines Tages, flehte er sie wieder an und sagte: „Du musst mir heute soundsoviel schicken – sonst werde ich an deinem Tore versinken.“ Keine Überredung konnte sich durchsetzen, er musste es nach seinem Willen haben. Arme Frau, was konnte sie tun? Sie wurde verzweifelt und wollte ihn dennoch nicht enttäuschen. Hastig sagte sie: „Bruder, dies alles überzeugt dich nicht; deine Liebe zu den Freuden, die Frauen geben können, ist so heftig und stark, dass du glaubst, du musst sie immernoch haben. Schau her! Unsere Kaste ist dazu vorgesehen, Männern privilegierter Klassen diese Art von von Freuden zu geben, wenn sie sie nicht legitim anderweitig bekommen können. Obwohl wir dieselbe Mutter haben, stammen wir doch von verschiedenen Vätern. Da ich jetzt nicht in der Lage bin, dir irgendwas zu geben, - Ich, die dir all diese Jahre geholfen hat, ohne die Mittel, die wir hatten je zu sehen – mit mir kannst du die Freuden finden, die du suchst! Bruder, Ich finde keine andere Lösung zu diesen Schwierigkeiten!“ fügte sie hinzu, aber ihr Gram erstickte ihre Stimme.

Die gesamte furchtbare Rede rann durch Arunagiri’s Ohren wir geschmolzenes Blei und sie schüttelte die Grundfesten seines Seins; und in einem Augenblick kam er zu Sinnen, dass sein Leben eine Iliade von Fehlern sei. Er wurde so ergriffen und tief erschüttert, dass er plötzlich los preschte, auf die Spitze des Tempelturmes stieg und hinuntersprang, um seinem sterblichen Leben ein Ende zu setzen, als Opfer für all seine Missetaten! Versuch ist nur halbe Tat. Hier ist es mehr als nur ein Versuch. Arunagiri fiel wahrlich von der Turmspitze und kopfüber fiel sein Körper dem Boden entgegen. Aber, wer hätte das gedacht! Lord Subrahmanya, den er mehr als die anderen Gottheiten liebte, und mehr mehr, als andere ihn liebten, und der, den er als junger „Yogi“ allen Göttern vozog, hielt ihn von unten in seinen Händen! Gott sagte zu ihm „Arunagiri, wie kannst du denn so etwas machen, das nicht für dich geeignet ist! Der Gott deines vergangenen Karmas hat dich jetzt gerettet. Nimm dieses Kaumara Shadakshara Mantra (ein Sri Subrahmanya gewidmetes Mantra). Geh und sing von der Herrlichkeit Gottes und verbreite meinen Ruhm in der Welt weit und breit.“ Bis diese Erscheinung, die ihn gerettet hat und ihm diese Botschaft überbrachte sich vor seinen Augen auflöste, hatte er ihn nur als menschlichen „Yogi“ angesehen.

Die große Seele, - groß jetzt, wegen des oben beschriebenen Privilegs, - begann alsbald den heiligen Auftrag Gottes umzusetzen. Er besuchte viele Orte und sang viele Hymnen. Aber es sollte erwähnt werden, dass während andere Heilige Lieder für viele Grötter sangen, Arunagiriar ausschließlich zu Gott Sri Shanmukha sang, und aller Reichtum seiner Inspiration wurde nur zu seiner Verherrlichung verwendet. Die berühmten Verse Arunagiris sind die Tiruppugazh-Lieder. Er verfasste 16,000 Tiruppugazh-Lieder, aber heute sind nur noch 1,300 verfügbar. Seine anderen Werke sind Kandar Anubhuti, Kandar Alankaram, usw., die alle mit großer Hingabe und Leidenschaft in ganz Indien gesungen werden – selbst heute noch.

Dieser Abschnitt stammt aus dem Buch "Lives of Saints" von Swami Sivananda, Divine Live Society, Sivananda Ashram

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