Arogya

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Arogya (Sanskrit: आरोग्य ārogya n.) Freiheit von Krankheit, Gesundheit; Befähigung zu bestimmten Yoga-Praktiken. Arogya ist ein Sanskritwort und bedeutet "ohne Krankheit". "Roga" heißt Krankheit. "Aroga" heißt frei von Krankheit. Arogya ist der Zustand ohne Krankheit. Arogya wird auch als Gesundheit bezeichnet. Laut Hatha Yoga Pradipika ist Arogya der Zustand, der als Konsequenz einer Hatha Yoga Praxis kommt.

Um manche fortgeschrittenen Yoga Praktiken durchführen zu können, sollte man den Zustand von Arogya erreicht haben. Natürlich: Ein vollständiges Arogya ist auf der physischen Ebene unmöglich. Der Körper ist Alter, Krankheit und Tod unterworfen. Deshalb ist Arogya auf der physischen Ebene ein vorübergehender Zustand. Daher wird im Vedanta gesagt: Wenn du dauerhaftes Arogya erreichen willst, dann identifiziere dich nicht mit dem Körper, sondern mit Atman, der Seele. Atman ist dauerhaft Arogya, gesund, ohne Krankheit.

Sukadev über Arogya

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Arogya

Arogya heißt "ohne Krankheit", heißt "gesund". Arogya ist ein Sanskrit-Wort und ein Wort, das für gesund steht. Roga heißt Krankheit, Rogya ist krank. Und Arogya ist das Gegenteil von krank und damit gesund. Es gilt, sich so zu verhalten, dass du gesund bleibst. Es gilt, Rogya-Sachen zu vermeiden, das, was krank macht, und so Arogya, gesunde Dinge zu machen. Was ist jetzt Arogya, letztlich gesund? Arogya ist es, täglich Asanas zu üben. Arogya ist, täglich Pranayama zu üben, Atemübungen zu machen. Arogya heißt, jeden Tag Tiefenentspannung zu üben. Arogya heißt, dich gesund zu ernähren, positiv zu denken, freundlich mit dir und anderen Menschen umzugehen.

Arogya ist auch, einen spirituellen Weg zu gehen, hinter allem einen Sinn zu sehen. Gesundheit ist jetzt nicht alles, und ich glaube auch nicht, dass man sagen kann, ohne Gesundheit ist alles nichts, denn es gibt Menschen, die verschiedenste Krankheiten haben und die ein sehr erfülltes Leben führen. Es gilt trotzdem, Arogya zu sein, also ein gesundes Leben zu führen. Bemühe dich, all das zu tun, was Arogya ist, und das zu vermeiden, was Rogya ist. Nach Yogalehre bist du zwar nicht der Körper, und du bist auch nicht die Psyche. Der Körper ist ein göttliches Geschenk und mit der Psyche kannst du in dieser Welt Erfahrungen machen und kannst Gutes bewirken.

Kümmere dich daher um die Gesundheit deines physischen Körpers, sei dankbar für dieses großartigste aller Geschenke. Und behandle den Körper so, dass du ihn mit Arogya-Dingen pflegst, und ihm nicht Rogya-Dinge antust, so dass du unter Roga, unter Krankheiten, leidest. Auch bei der Psyche gibt es Dinge, die eher Arogya sind, und das heißt durchaus, hinter allem einen Sinn zu erkennen. Arogya, gesund, ist es auch für die Psyche bezogen, Gottvertrauen zu haben, dich immer an Gott zu wenden und hinter allem die göttliche Wirklichkeit zu sehen.

Langfristig wird der Körper auch krank und alt werden. Und du hast natürlich auch nicht alles in deiner Hand. Dein Körper hat ein Karma, auch mit deiner Psyche hast du ein Karma. Deshalb musst du dir auch jetzt kein schlechtes Gewissen machen, wenn du mal körperlich oder psychisch erkrankt bist, letztlich, das ist alles im Karma enthalten. Du hast einen Teil in der Hand und das andere kommt von Gott. Und so gibt es große Heilige, wie z.B. auch Thérése von Lisieux, die ja recht jung gestorben sind und viele Krankheiten hatten. Das gehört dann auch zum Karma dazu.

In diesem Sinne, nur das höchste Selbst ist tatsächlich Arogya, ohne Krankheit. Aber trotzdem verhalte dich so, dass du Arogya-Dinge tust, die nicht krank machen, dir zu Gesundheit verhelfen. Das ist so diese Doppelsicht im Yoga auf Krankheit und Gesundheit. Auf der einen Seite gilt es, anzunehmen, zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen, den Sinn zu sehen, auf der anderen Seite gilt es, selbst so viel zu tun, wie du kannst, um gesund zu sein, damit du Gutes bewirken kannst, Kraft hast, Freude hast.

Arogya आरोग्य ārogya Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Arogya, आरोग्य, ārogya ausgesprochen wird:

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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