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	<title>Niruttara Tantra - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Yogawiki</subtitle>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Niruttara_Tantra&amp;diff=1318710&amp;oldid=prev</id>
		<title>Yoga Vidya: Die Seite wurde neu angelegt: „&#039;&#039;&#039;Niruttara Tantra&#039;&#039;&#039; (Sanskrit: निरुत्तरतन्त्रम्, IAST: &#039;&#039;Niruttaratantram&#039;&#039;) ist ein shaktisches Tantra der Kālī- und Kaula-Tradition. In fünfzehn Kapiteln entfaltet es Lehren über Kālī und Dakṣiṇā Kālī, die Einheit von Shiva und Shakti, die drei spirituellen Grundhaltungen &#039;&#039;paśu&#039;&#039;, &#039;&#039;vīra&#039;&#039; und &#039;&#039;divya&#039;&#039;, Mantra, Einweihung, innere und äußere Puj…“</title>
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		<updated>2026-09-10T16:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niruttara Tantra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&lt;a href=&quot;/Sanskrit&quot; title=&quot;Sanskrit&quot;&gt;Sanskrit&lt;/a&gt;: निरुत्तरतन्त्रम्, &lt;a href=&quot;/IAST&quot; title=&quot;IAST&quot;&gt;IAST&lt;/a&gt;: &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantram&amp;#039;&amp;#039;) ist ein &lt;a href=&quot;/Shakti&quot; title=&quot;Shakti&quot;&gt;shaktisches&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/Tantra&quot; title=&quot;Tantra&quot;&gt;Tantra&lt;/a&gt; der Kālī- und Kaula-Tradition. In fünfzehn Kapiteln entfaltet es Lehren über &lt;a href=&quot;/Kali&quot; title=&quot;Kali&quot;&gt;Kālī&lt;/a&gt; und Dakṣiṇā Kālī, die Einheit von &lt;a href=&quot;/Shiva&quot; title=&quot;Shiva&quot;&gt;Shiva&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/Shakti&quot; title=&quot;Shakti&quot;&gt;Shakti&lt;/a&gt;, die drei spirituellen Grundhaltungen &amp;#039;&amp;#039;paśu&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vīra&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;divya&amp;#039;&amp;#039;, &lt;a href=&quot;/Mantra&quot; title=&quot;Mantra&quot;&gt;Mantra&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/Diksha&quot; title=&quot;Diksha&quot;&gt;Einweihung&lt;/a&gt;, innere und äußere Puj…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niruttara Tantra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]]: निरुत्तरतन्त्रम्, [[IAST]]: &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantram&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Shakti|shaktisches]] [[Tantra]] der Kālī- und Kaula-Tradition. In fünfzehn Kapiteln entfaltet es Lehren über [[Kali|Kālī]] und Dakṣiṇā Kālī, die Einheit von [[Shiva]] und [[Shakti]], die drei spirituellen Grundhaltungen &amp;#039;&amp;#039;paśu&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vīra&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;divya&amp;#039;&amp;#039;, [[Mantra]], [[Diksha|Einweihung]], innere und äußere [[Puja]], den natürlichen Atemmantra &amp;#039;&amp;#039;Haṃsa&amp;#039;&amp;#039;, die Rolle des [[Guru]] und verschiedene Formen der Kaula-Praxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shukla&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantram&amp;#039;&amp;#039;, hg. von Kulabhūṣaṇa Paṇḍita Ramadatta Śukla, zweite, überarbeitete und erweiterte Ausgabe, Guptāvatāra Durlabha Tantra-Mālā, 2. Jahr, Maṇi 2, Prayāga: Kalyāṇa Mandira Prakāśana, 5. Oktober 1979. Der Band enthält eine 32-seitige Hindi-Einführung und anschließend 85 Seiten Sanskrittext.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niruttara Tantra ist kein allgemeines Anfängerhandbuch. Es enthält neben philosophischen und yogischen Lehren auch konkrete, teils bewusst grenzüberschreitende Ritualanweisungen des historischen [[Kaula]]-Tantra. Der Text selbst bindet solche Praktiken an Einweihung, Anleitung, innere Reife und eine bestimmte Traditionsgemeinschaft. Für heutige Yoga-Aspiranten sind besonders die Lehren über geistige Verehrung, Atembewusstsein, Hingabe, Nichtdualität, Selbstprüfung und verantwortliche Führung durch einen erfahrenen Lehrer wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MahadeviBogen.jpg|thumb|Die Mahadevi: Das Niruttara Tantra verehrt die Göttin in verschiedenen Gestalten, vor allem als Kali und Dakshina Kali.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name und Bedeutung==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Niruttara&amp;#039;&amp;#039; setzt sich aus &amp;#039;&amp;#039;nir-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;uttara&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Wörtlich kann es bedeuten: „ohne etwas Höheres“, „von nichts übertroffen“ oder „jenseits dessen nichts Weiteres liegt“. Der Titel lässt sich daher sinngemäß als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Das unübertroffene Tantra“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Das Tantra des Höchsten“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verstehen. Schon in der Eröffnungsfrage bittet die Göttin Shiva um eine Lehre, durch die sie zum &amp;#039;&amp;#039;niruttara&amp;#039;&amp;#039;, zum Höchsten beziehungsweise Unübertrefflichen, gelangen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zusammengezogene Sanskritform lautet &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantra&amp;#039;&amp;#039;; die gut lesbare deutsche Artikelform ist „Niruttara Tantra“. Das Werk darf nicht mit dem buddhistischen Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Yoganiruttara Tantra&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Anuttarayoga Tantra&amp;#039;&amp;#039;, mit dem [[Uttara Tantra]] oder mit dem [[Mahanirvana Tantra]] verwechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund und Überlieferung==&lt;br /&gt;
Das Niruttara Tantra ist als Gespräch zwischen der Göttin und Shiva gestaltet. Meist fragt die Devi; Shiva erklärt Lehre, Ritual und Sadhana. Inhaltlich gehört das Werk zum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kālīkula&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der „Familie Kali“, und verbindet diese Ausrichtung wiederholt mit Begriffen und Praktiken des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaula&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Daneben nennt es auch Gottheiten des Śrīkula und zahlreiche [[Mahavidyas]]. Die wichtigste göttliche Gestalt ist Dakshina Kali; weitere im Text hervortretende Formen sind Tara, Mahakali, Bhairavi, Chinnamasta, Bhuvaneshvari, Bagalamukhi, Kamala und Tripurasundari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bibliothekskataloge belegen mehrere Textzeugen. Ein Katalog der Asiatic Society beschreibt unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantram&amp;#039;&amp;#039; unter anderem eine unvollständige bengalische Handschrift mit 725 Shlokas, die Kapitel 1–14 und den Beginn des 15. Kapitels enthält, sowie eine weitere Handschrift mit allen fünfzehn Kapiteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;catalogue&amp;quot;&amp;gt;[https://jainqq.org/booktext/Descriptive_Catalogue_of_Sanskrit_Manuscripts_Asiatic_Society_Vol_08_Part_01/020274 &amp;#039;&amp;#039;Descriptive Catalogue of Sanskrit Manuscripts in the Asiatic Society&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, Teil 1], Einträge 5935–5936 zum &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantra&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unmittelbar daneben verzeichnet derselbe Katalog ein &amp;#039;&amp;#039;Niruttarabhaṭṭāraka&amp;#039;&amp;#039; in fünf Kapiteln, das ausdrücklich als Yoga-Werk beschrieben wird. Dieses ähnlich benannte Werk ist nicht mit dem hier behandelten fünfzehnkapiteligen Niruttara Tantra gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine genaue Entstehungszeit lässt sich aus den bislang geprüften Quellen nicht sicher bestimmen. Präzise Datierungen sollten deshalb vermieden werden. Eine Handschrift aus der Sammlung des Raghunath-Tempels in Jammu ist vollständig digitalisiert; ihr Bibliotheksschild nennt Saṃvat 1944. Diese Angabe betrifft die überlieferte Handschrift beziehungsweise ihre Katalogisierung, nicht ohne Weiteres die Abfassungszeit des Werkes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jammu&amp;quot;&amp;gt;[https://archive.org/details/NiruttaraTantraAlm27Shlf16040DevanagariTantra Niruttara Tantra, Devanagari-Handschrift, Raghunath Temple Manuscript Library/Dharmartha Trust, Jammu, Almira 27, Shelf 1], Digitalisat bei Internet Archive.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Textgrundlage dieser Darstellung dient vor allem die von Ramadatta Shukla herausgegebene zweite, überarbeitete und erweiterte Sanskritausgabe von 1979.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shukla&amp;quot; /&amp;gt; Zur Kontrolle wurde die Jammu-Handschrift herangezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jammu&amp;quot; /&amp;gt; Die Druckausgabe gliedert das Niruttara Tantra in fünfzehn &amp;#039;&amp;#039;paṭalas&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel. Sie druckt keine durchgehende Verszählung. Wo nachfolgend Druckseiten genannt werden, beziehen sie sich auf den Sanskritteil dieser Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis zum Stand der Textarbeit:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Eine bereits vorhandene vollständige und wissenschaftlich geprüfte Übersetzung konnte nicht verifiziert werden. Der Sanskritdruck von 1979 und die Jammu-Handschrift liegen als Scans vor. Für diese Fassung wurden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alle fünfzehn Kapitel vollständig fortlaufend erfasst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: 803 redaktionell nummerierte Positionen, sämtliche Sprecherangaben und alle fünfzehn Kolophone. Von den 803 Positionen sind 793 vollständig ins Deutsche übersetzt; 9 textgeschädigte Positionen sind nur teilweise oder sinngemäß übersetzbar, und 2.55 bezeichnet eine echte Lücke des benutzten Drucks. Damit wird ausdrücklich zwischen „alle erhaltenen Einheiten erfasst“ und „alle Einheiten vollständig übersetzt“ unterschieden. Die betroffenen Stellen sind nicht ergänzt oder rückübersetzt, sondern unmittelbar am Text bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Shiva.jpg|thumb|Shiva lehrt im Niruttara Tantra die Devi. Der Dialog verbindet Metaphysik, Yoga und Ritualpraxis.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Kapitelübersicht==&lt;br /&gt;
Die folgenden Themenbezeichnungen sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;redaktionelle Orientierungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Sie fassen den belegten Inhalt zusammen und sind keine überlieferten Kapiteltitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Kapitel !! Sanskritseiten der Ausgabe von 1979 !! Positionen !! Redaktionelle Themenorientierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || 1–5 || 41 || Kālīkula und Śrīkula; die drei Haltungen &amp;#039;&amp;#039;paśu&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vīra&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;divya&amp;#039;&amp;#039;; fünf Überlieferungsrichtungen; Tag- und Nachtpraxis; Geheimhaltung und verantwortlicher Umgang mit Kaula-Lehren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || 6–12 || 68 || Kosmische Schöpfung; Shiva und Shakti; Dakshina Kali; Mantra, Dhyana, Yantra, Puja und die fünfzehn Kālī-Nityās&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || 13–15 || 26 || Schutzgebet (&amp;#039;&amp;#039;kavaca&amp;#039;&amp;#039;) und Hymnus (&amp;#039;&amp;#039;stotra&amp;#039;&amp;#039;) an Kali&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || 16–22 || 63 || Innere und äußere Puja; Yoga-Glieder; Asanas, Nadis, Prana und die zehn Vayus; &amp;#039;&amp;#039;Haṃsa&amp;#039;&amp;#039; und [[Ajapa Japa]]; Formen der Mantra-Vorbereitung (&amp;#039;&amp;#039;puraścaraṇa&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || 23–28 || 54 || Verehrung der &amp;#039;&amp;#039;Rajanī&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise der rituellen Shakti; Kali-Puja; Voraussetzungen, innere Haltung und verschiedene Formen des Chakra-Rituals&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || 29–32 || 30 || Erkenntnis, die den Zweifel durchschneidet; Jivanmukti; Identität von individueller Frau und Mann mit Shakti und Shiva; geheime Vira-Sadhana&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || 33–36 || 38 || Formen des Abhisheka; Einweihung und Ermächtigung; Guru-Puja; Voraussetzungen des Kaulachara&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || 37–43 || 72 || Gefäßsetzung (&amp;#039;&amp;#039;ghaṭasthāpana&amp;#039;&amp;#039;); Arghya; ausführliche Abhisheka- und Mahapuja-Ordnung; große Listen verehrter Gottheiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || 44–46 || 30 || Siddha-Mantrin; Kula-Einweihung; rituelle Anziehung; das als „Geheimnis der Prakriti“ bezeichnete Yantra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || 47–52 || 62 || Fünf Formen des Kaula-Chakra: Raja-, Maha-, Deva-, Vira- und Pashu-Chakra; Teilnehmer, Zeiten, Opfergaben und Ritualordnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11 || 53–59 || 69 || Drei Typen von Yogis; Eigenschaften eines geeigneten Sadhaka; Opfergaben; Verehrung der lebendigen Shakti; besondere Heiligkeit Kamakhyas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12 || 60–64 || 49 || Körperbezogene Yantra- und Japa-Riten; Purascharana; ausdrückliches Einvernehmen; Merkmale eines geeigneten Kula-Gurus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13 || 65–68 || 32 || Siddhavidyas und ihre Zuordnung zu verschiedenen Shaktis; Dauer und Früchte bestimmter Formen der Verehrung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14 || 69–79 || 108 || Sieben im Text &amp;#039;&amp;#039;veśyā&amp;#039;&amp;#039; genannte Formen von Kula-Frauen; Vereinigung, Tarpana und Wirkungsversprechen; ausführliche historische Sozialtypologie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15 || 80–85 || 61 || Die fünf Makāras; Nyasa und Puja; Reinigung der Ritualsubstanzen; zehn und achtzehn Mahavidyas; Abschluss des Werkes&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zeitgenössische englische Kapitelübersicht bestätigt die Fünfzehn-Kapitel-Struktur und viele der hier genannten Schwerpunkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;magee&amp;quot;&amp;gt;Mike Magee: [https://shivashakti.com/nirrut Niruttara Tantra], englische Inhaltsübersicht auf Shivashakti Mandalam.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zentrale Lehren==&lt;br /&gt;
===Kali als höchste Shakti===&lt;br /&gt;
Das Niruttara Tantra stellt Kali nicht lediglich als eine einzelne Göttin unter anderen dar. Sie erscheint als Ursprung und Kraft zahlreicher Siddhavidyas. Dakshina Kali wird mit der schöpferischen Mitte, mit Licht, Zeit, Körper, Kosmos und Befreiung verbunden. Die furchterregende Bildsprache soll nicht bloß Schrecken erzeugen. Sie führt den Praktizierenden an Vergänglichkeit, Tod, Begehren und die Grenzen des gewohnten Ichs heran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Galaxy Universum Planeten Farben.jpg|thumb|Das Niruttara Tantra verbindet die Göttin mit Schöpfung, Erhaltung, Auflösung und dem ganzen Kosmos.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shiva und Shakti sind untrennbar===&lt;br /&gt;
Kapitel 2 lehrt, dass das Wirkliche von Shiva und Shakti durchdrungen ist. Beide können unter dem Blickwinkel von Eigenschaften und Formen betrachtet werden, zugleich aber auch als eigenschaftsloses, ewiges Licht. Erkenntnis der Shakti ist deshalb nicht nur Verehrung einer äußeren Gestalt, sondern Erkenntnis der Kraft, durch die Bewusstsein, Welt und spiritueller Weg erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drei Bhavas===&lt;br /&gt;
Die drei &amp;#039;&amp;#039;bhāvas&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen im Niruttara Tantra nicht einfach soziale Gruppen, sondern unterschiedliche geistige und rituelle Befähigungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paśu&amp;#039;&amp;#039; ist an konventionelle Bindungen und dualistische Sichtweisen gebunden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vīra&amp;#039;&amp;#039; besitzt Mut, Energie und die Fähigkeit, intensive Gegensätze bewusst zu tragen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Divya&amp;#039;&amp;#039; ist von einer „göttlichen“ Haltung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung darf nicht als Einladung zur Selbstüberhöhung verstanden werden. Das Werk verbindet höhere Formen der Praxis immer wieder mit Guru, Einweihung, Verschwiegenheit, Disziplin und besonderen Voraussetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Innere Puja und Atemmantra===&lt;br /&gt;
Für Yoga-Aspiranten besonders zugänglich ist die Hochschätzung der geistigen Verehrung. Kapitel 4 nennt die innere Puja höher als die äußere. Dasselbe Kapitel deutet jeden Atemzug als unwillkürlichen [[Japa]] des Mantras &amp;#039;&amp;#039;Haṃsa&amp;#039;&amp;#039;. Ausatmen und Einatmen werden so zu einer fortwährenden Erinnerung an das göttliche Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nadis-Kundalini-Chakra.jpg|thumb|Kapitel 4 behandelt Nadis, Prana und den natürlichen Atemmantra Hamsa.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Guru, Einweihung und Verantwortung===&lt;br /&gt;
Im Niruttara Tantra ist der Guru kein bloßer Vermittler von Information. Er oder sie steht für eine lebendige Übertragung, die Lehre, Charakterbildung und angemessene Praxis miteinander verbindet. Insbesondere rituelle Sexualität und transgressive Riten werden nicht als private Experimente beschrieben. Der Text bindet sie an Einweihung, eine geeignete Shakti, gegenseitige Freiwilligkeit, konkrete Regeln und die Kaula-Gemeinschaft. Historische Anweisungen sollten weder verharmlost noch vorschnell nur symbolisch umgedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapitel 12.26 formuliert für die gemeinsame Kula-Sadhana ausdrücklich &amp;#039;&amp;#039;ubhayoḥ sammati&amp;#039;&amp;#039;, die Zustimmung beider. Andere Passagen des Werkes entsprechen dagegen nicht heutigen ethischen und rechtlichen Maßstäben, besonders dort, wo Kapitel 14 problematische Alters- und Sozialvorstellungen überliefert. Die Übersetzungsseiten dokumentieren diese Stellen als historischen Text; sie geben dafür keine moderne Legitimation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinigung und die Mahavidyas===&lt;br /&gt;
Kapitel 15 bündelt die rituelle Seite des Werkes: Die fünf Makāras, Nyasa, Gefäß, Mudras und Mantras werden einer geordneten Reinigung unterzogen. Der Schluss nennt zuerst zehn Mahavidyas und anschließend eine als achtzehn bezeichnete erweiterte Reihe. Die Druckfassung erzeugt dabei eine erkennbare Zählungsfrage, die in 15.60 offen ausgewiesen wird. Spirituell zeigt der Abschnitt, dass im Niruttara Tantra selbst kraftvolle oder grenzüberschreitende Mittel nicht als beliebige Handlungen gelten: Sie werden in Ordnung, Weihe, Konzentration und die Gegenwart der Göttin eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiung durch Erkenntnis===&lt;br /&gt;
Neben Ritualerfolg und Siddhi nennt das Werk wiederholt [[Moksha]], Nirvana und [[Jivanmukti]]. Eine besonders klare Stelle in Kapitel 6 spricht von einer Erkenntnis, durch die Befreiung noch im Leben entsteht: Alle Frauen werden als Gestalten der Göttin und alle Männer als Gestalten Shivas gesehen. Hinter der historischen Sprache steht die Aufforderung, das Heilige in jedem Menschen zu erkennen und die trennende Ich-Sicht zu durchschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|8kzeyZ2mbVU}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ergänzendes Yoga-Vidya-Praxisvideo: Chakra-Energie-Meditation mit Sukadev. Das Video ist keine direkte Unterweisung in den Ritualen des Niruttara Tantra.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sanskrit in IAST und deutsche Übersetzung==&lt;br /&gt;
Wegen des Umfangs steht die vollständige fortlaufende Versdarstellung auf vier verbundenen Teilseiten. Die Druckausgabe besitzt keine Versnummern; die Zählung wurde deshalb redaktionell kapitelweise vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Teilseite !! Kapitel !! Erfasste Positionen !! Übersetzungsstand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Niruttara Tantra Übersetzung Teil 1]] || 1–4 || 198 || 195 vollständig übersetzt; 2 beschädigte Einheiten teilweise übersetzt; 1 klar bezeichnete Drucklücke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Niruttara Tantra Übersetzung Teil 2]] || 5–7 || 122 || 121 vollständig übersetzt; 1 beschädigte Einheit sinngemäß übersetzt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Niruttara Tantra Übersetzung Teil 3]] || 8–11 || 233 || alle 233 Einheiten deutsch wiedergegeben; unsichere Einzelwörter sind unmittelbar bezeichnet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Niruttara Tantra Übersetzung Teil 4]] || 12–15 || 250 || 244 vollständig übersetzt; 6 beschädigte Einheiten teilweise oder sinngemäß übersetzt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alle erhaltenen Texteinheiten aller fünfzehn Kapitel sind in IAST erfasst.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vollständig deutsch übersetzt sind 793 von 803 redaktionellen Positionen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Neun weitere Positionen besitzen wegen beschädigter Lesungen eine teilweise oder ausdrücklich als sinngemäß bezeichnete Übersetzung; Position 2.55 dokumentiert die Lücke des Drucks. Sprecherangaben, Satzanschlüsse über Versgrenzen und sämtliche Kolophone sind aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden kurzen Leseproben dienen der Orientierung; der vollständige fortlaufende Text steht auf den vier Teilseiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Suche nach der höchsten Lehre – Kapitel 1, Anfang===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 1, Druckseite 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;siddhavidyā purā proktā mantrayantrādikāni ca |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;nānābhāvaprabhedena saṃśayo jāyate prabho ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siddhavidya wurde zuvor dargelegt, ebenso Mantras, Yantras und anderes. Doch durch die Unterscheidung der verschiedenen inneren Haltungen entsteht Zweifel, o Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 1, Druckseite 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;bhāvabhedena kathaya lokanistārakāraka |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;sarveṣāṃ śaraṇaṃ tantrasiddhāntaṃ viṣṇusammatam ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkläre die Lehre entsprechend den Unterschieden der inneren Haltung, du, der zur Befreiung der Welt wirkst: die Tantra-Lehre, die allen Zuflucht gibt und von Vishnu gebilligt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Divya, Vira und Pashu – Kapitel 1, Vers 16===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1.16&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;divyaś ca devatāprāyo vīraś coddhatamānasaḥ |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;pūrvāmnāyoditaṃ karma pāśavaṃ parikīrtitam ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Divya ist vorwiegend von der Gottheit geprägt; ein Vira besitzt einen kühnen, kraftvollen Geist. Das in der östlichen Überlieferung gelehrte Handeln wird als zum Pashu-Bhava gehörig bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;magee&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Stelle beschreibt eine traditionelle Eignungslehre. Sie berechtigt nicht dazu, Menschen pauschal als „höher“ oder „niedriger“ zu bewerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shakti-Erkenntnis und Befreiung – Kapitel 2===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 2, Druckseite 7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;śivaśaktimayaṃ tattvaṃ tattvajñānasya kāraṇam |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;bahūnāṃ janmanām ante śaktijñānaṃ prajāyate ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirklichkeit ist von Shiva und Shakti erfüllt; dies ist die Grundlage der Erkenntnis des wahren Prinzips. Am Ende vieler Geburten geht die Erkenntnis der Shakti auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 2, Druckseite 7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;śaktijñānaṃ vinā devi nirvāṇaṃ naiva jāyate |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;sā śaktir dakṣiṇā kālī siddhavidyāsvarūpiṇī ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Erkenntnis der Shakti, o Devi, entsteht keine Befreiung. Diese Shakti ist Dakshina Kali, die Verkörperung der Siddhavidya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 2, Druckseite 7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;tayor yogamayaṃ tattvaṃ tayor yogena cintanam |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;tayor yogamayaṃ mantraṃ tayor yogena saṃjapet ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirklichkeit besteht in ihrer Vereinigung; durch ihre Vereinigung soll man kontemplieren. Das Mantra ist von ihrer Vereinigung erfüllt; in ihrer Vereinigung soll man es wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Matrika-Chakra.jpg|thumb|Mantra und Matrika: Im Tantra gelten Laute und Buchstaben als Ausdrucksformen der Shakti.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Innere Verehrung – Kapitel 4===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 4, Druckseite 16&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;uttamā mānasī pūjā bāhyā pūjā kanīyasī |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;pūjayā labhate pūjāṃ japāt siddhir na saṃśayaḥ ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geistige Puja ist die höchste; die äußere Puja steht darunter. Durch Verehrung gelangt man zur wahren Verehrung, durch Japa zur Vollendung – daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung bewahrt die Wertung des Textes. Sie bedeutet nicht, dass äußere Rituale wertlos seien; vielmehr ordnet das Niruttara Tantra die innere Ausrichtung höher ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hamsa und Ajapa Japa – Kapitel 4===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 4, Druckseite 18&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;hakāreṇa bahir yāti sakāreṇa viśet punaḥ |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;haṃsa iti paraṃ mantraṃ jīvo japati sarvadā ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Laut &amp;#039;&amp;#039;Ha&amp;#039;&amp;#039; geht der Atem hinaus, mit &amp;#039;&amp;#039;Sa&amp;#039;&amp;#039; tritt er wieder ein. So wiederholt das Lebewesen unablässig das höchste Mantra &amp;#039;&amp;#039;Haṃsa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 4, Druckseite 18&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ṣaṭśatāni divārātrau sahasrāṇy ekaviṃśati |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;etatsaṃkhyāyutaṃ mantraṃ jīvo japati sarvadā ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechshundert plus einundzwanzigtausend Mal bei Tag und Nacht – so oft wiederholt das Lebewesen beständig dieses Mantra, also 21.600 Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 4, Druckseite 18&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ajapā nāma gāyatrī yogināṃ mokṣadāyinī |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ajapā ca dvidhā proktā vyaktā guptā krameṇa tu ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gayatri heißt Ajapa und schenkt den Yogis Befreiung. Ajapa wird der Reihe nach in zwei Formen gelehrt: als offenbare und als verborgene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|2vp-sZI1plc}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ergänzendes Yoga-Vidya-Praxisvideo: Chakra-Konzentration mit Pranayama. Es veranschaulicht eine heutige Atem- und Konzentrationspraxis, nicht die historische Ritualordnung des Niruttara Tantra.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pranayama.jpg|thumb|Bewusstes Atmen kann helfen, die im Niruttara Tantra beschriebene natürliche Mantrabewegung wahrzunehmen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erkenntnis und Jivanmukti – Kapitel 6===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 6, Druckseite 29&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;śṛṇu devi pravakṣyāmi lokasaṃśayabhedakam |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;yasya vijñānamātreṇa jīvanmuktiḥ prajāyate ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre, o Devi: Ich werde die Erkenntnis verkünden, die den Zweifel der Welt durchschneidet. Schon durch ihr Verstehen entsteht Befreiung während des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 6, Druckseite 29&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ajñānatimirācchannā āvayoḥ smṛtivarjitāḥ |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;unmajjanti nimajjanti saṃsārajaladhau janāḥ ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Dunkelheit der Unwissenheit bedeckt und ohne Erinnerung an uns beide tauchen die Menschen im Ozean des Samsara auf und unter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 6, Druckseite 29&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;sarvā nāryas tvam evāsi sarve&amp;#039;haṃ puruṣāḥ priye |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;etadvijñānamātreṇa jāyate siddhibhājanāḥ ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Frauen bist du selbst; alle Männer bin ich, o Geliebte. Schon durch diese Erkenntnis werden Menschen zu Gefäßen spiritueller Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Textnotiz:&amp;#039;&amp;#039; Der Druck liest grammatisch auffällig &amp;#039;&amp;#039;jāyate … siddhibhājanāḥ&amp;#039;&amp;#039;. Die Übersetzung folgt dem erkennbaren Sinn; die Lesart wurde nicht stillschweigend geglättet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eigenschaften eines Sadhaka – Kapitel 11===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapitel 11, Druckseite 53&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;nirdvandvo nirahaṅkāro nirlobho nirbhayaḥ śuciḥ |&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;gurudevarataḥ śānto ghṛṇālajjāvivarjitaḥ ||&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er soll frei von innerer Zerrissenheit und Ego, ohne Gier, furchtlos und rein sein; dem Guru und der Gottheit hingegeben, friedvoll und frei von Abscheu und lähmender Scham.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Charakterlehre ist ein wichtiges Gegengewicht zu allen spektakulären Ritualbeschreibungen: Nicht das Überschreiten einer äußeren Grenze macht einen Menschen zum Vira, sondern Reife, Lauterkeit und verantwortliche Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|RorDc-UwnfA}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ergänzendes Yoga-Vidya-Praxisvideo: Aktiviere deine Chakren und meditiere mit Sukadev. Es bietet eine moderne Yogapraxis und keine Einweihung in das Niruttara Tantra.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sanskrit in Devanagari==&lt;br /&gt;
Die vollständige, mit dem IAST-Teil abgeglichene Devanagari-Fassung aller fünfzehn Kapitel steht wegen des Seitenumfangs unter [[Niruttara Tantra Sanskrit Devanagari]]. Sie enthält dieselben 803 redaktionellen Positionen, sämtliche Sprecherangaben und alle fünfzehn Kolophone; beschädigte Stellen werden nicht ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Hauptartikel zusätzlich zitierte Leseprobe aus Kapitel 11 lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
निर्द्वन्द्वो निरहङ्कारो निर्लोभो निर्भयः शुचिः ।&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
गुरुदेवरतः शान्तो घृणालज्जाविवर्जितः ॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung für das spirituelle Leben heute==&lt;br /&gt;
Das Niruttara Tantra führt in eine religiöse Welt, die modernen Lesern zugleich fremd und überraschend nah sein kann. Fremd sind viele Ritualformen, die Sprache des Verbrennungsplatzes und der bewusste Umgang mit gesellschaftlichen Tabus. Nah sind die Fragen, die dahinterstehen: Wie wird aus Wissen gelebte Erfahrung? Wie kann der Mensch seine Angst vor Vergänglichkeit überwinden? Wie lässt sich die göttliche Kraft im Körper, im Atem und im Gegenüber erkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für heutige Yoga-Aspiranten liegt der Wert des Textes nicht in einer unkritischen Nachahmung historischer Riten. Er liegt in der Ernsthaftigkeit, mit der das Niruttara Tantra den ganzen Menschen in den spirituellen Weg einbezieht. Körper und Geist, Furcht und Mut, Form und Formlosigkeit, Shiva und Shakti werden nicht als feindliche Gegensätze behandelt. Sie sollen in einer umfassenderen Erkenntnis zusammenfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kundalini Körper bunt Chakra.jpg|thumb|Der Körper wird im Tantra nicht grundsätzlich abgewertet, sondern kann zum Feld bewusster Sadhana werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich warnt der Text indirekt vor spirituellem Sensationshunger. Wo Einweihung, Charakter, Selbstbeherrschung und Respekt fehlen, wird eine äußerlich außergewöhnliche Handlung noch nicht zu einer befreienden Praxis. Das ist auch heute aktuell: Intensität ersetzt keine Ethik, und Grenzüberschreitung ersetzt keine Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sieben Anregungen für Yoga-Aspiranten==&lt;br /&gt;
Die folgenden Punkte sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;heutige Praxisanregungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, keine wörtlichen Ritualvorschriften des Niruttara Tantra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beginne mit deiner inneren Haltung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 1 unterscheidet verschiedene Bhavas. Frage vor jeder Praxis: Handle ich aus Angst, Geltungsbedürfnis und Begierde – oder aus Hingabe, Klarheit und dem Wunsch nach Befreiung? Siehe [[Niruttara Tantra Übersetzung Teil 1|Teil 1]], besonders 1.15–1.22.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mache den Atem zum Mantra.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nimm einige Minuten lang Ausatmen und Einatmen als &amp;#039;&amp;#039;Haṃsa&amp;#039;&amp;#039; wahr. Kapitel 4.21–4.23 beschreibt diesen natürlichen Japa als fortwährende Gayatri der Yogis.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbinde äußere und innere Puja.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Richte bei einem Ritual oder einer Meditation nicht nur die Dinge im Außen schön her. Lass jede Gabe zugleich eine innere Gabe sein: Aufmerksamkeit, Dankbarkeit, Liebe und die Bereitschaft, das Ego loszulassen. Kapitel 4.2–4.3 nennt die geistige Puja die höchste.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ehre Shakti im Gegenüber.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Aussage 6.4, alle Frauen seien Gestalten der Devi und alle Männer Gestalten Shivas, kann heute als Übung in Würde, Respekt und achtsamer Begegnung verstanden werden.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prüfe Ethik und Einvernehmen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 11.7 nennt Freiheit von Ego und Gier, Furchtlosigkeit, Reinheit, Frieden und Guru-Hingabe; 12.26 verlangt die Zustimmung beider Beteiligten. Nimm diese Kriterien wichtiger als außergewöhnliche Erfahrungen.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterscheide Schriftstudium und Einweihung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Svadhyaya]] kann Verständnis, Demut und Inspiration fördern. Es ersetzt jedoch keine persönliche Einführung in Praktiken, die das Niruttara Tantra selbst an Diksha und Guru bindet; siehe besonders Kapitel 7 und 12.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meditiere über die Einheit von Shiva und Shakti.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Spüre Bewusstsein als Shiva und Bewegung, Atem, Denken und Lebenskraft als Shakti. Übe, beide nicht voneinander zu trennen; Kapitel 2.11–2.18 entfaltet diese Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Meditation Licht Herz Anahata Chakra strahlen.jpg|thumb|Schriftstudium wird lebendig, wenn es zu Meditation, Hingabe und achtsamer Lebensführung führt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|us1Pt1DDXrE}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ergänzendes Yoga-Vidya-Praxisvideo: Anahata-Chakra-Meditation mit Sukadev. Die Meditation ist eine heutige Praxisanregung und kein Ritual des Niruttara Tantra.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
===Textausgaben und Übersetzungen des Niruttara Tantra===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantram&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Kulabhūṣaṇa Paṇḍita Ramadatta Śukla. Zweite, überarbeitete und erweiterte Ausgabe. Guptāvatāra Durlabha Tantra-Mālā, 2. Jahr, Maṇi 2. Prayāga: Kalyāṇa Mandira Prakāśana, 5. Oktober 1979. Sanskrittext mit Hindi-Einführung und Inhaltsübersicht. [https://www.academia.edu/39461419/Niruttara_tantra_hindi_intro_summary_and_sanskrit_text Digitalisat/Eintrag].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niruttara Tantra&amp;#039;&amp;#039;. Devanagari-Handschrift der Raghunath Temple Manuscript Library/Dharmartha Trust, Jammu, Almira 27, Shelf 1. [https://archive.org/details/NiruttaraTantraAlm27Shlf16040DevanagariTantra Vollständiges Digitalisat].&lt;br /&gt;
* Ajay Kumar Uttam: &amp;#039;&amp;#039;Niruttaratantram: ‘Padmā’ Hindīvyākhyāsahitam&amp;#039;&amp;#039;. Sanskrittext mit Hindi-Erklärung. Varanasi: Bharatiya Vidya Sansthan, 2003, 158 Seiten. [https://bharatiyavidya.com/product/niruttar-tantram-2/ Verlagsangaben].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bereits veröffentlichte vollständige deutsche Übersetzung konnte für diesen Artikel nicht nachgewiesen werden. Die englischsprachige Seite von Mike Magee bietet eine hilfreiche Kapitelübersicht, aber keine vollständige Versübersetzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;magee&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weiterführende Literatur zur shaktischen und kaulischen Tradition===&lt;br /&gt;
* Loriliai Biernacki: &amp;#039;&amp;#039;Renowned Goddess of Desire: Women, Sex, and Speech in Tantra&amp;#039;&amp;#039;. New York: Oxford University Press, 2007.&lt;br /&gt;
* Gavin Flood: &amp;#039;&amp;#039;The Tantric Body: The Secret Tradition of Hindu Religion&amp;#039;&amp;#039;. London/New York: I. B. Tauris, 2006.&lt;br /&gt;
* Teun Goudriaan und Sanjukta Gupta: &amp;#039;&amp;#039;Hindu Tantric and Śākta Literature&amp;#039;&amp;#039;. A History of Indian Literature, Band 2, Faszikel 2. Wiesbaden: Otto Harrassowitz, 1981.&lt;br /&gt;
* Katherine Anne Harper und Robert L. Brown (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;The Roots of Tantra&amp;#039;&amp;#039;. Albany: State University of New York Press, 2002.&lt;br /&gt;
* David R. Kinsley: &amp;#039;&amp;#039;Tantric Visions of the Divine Feminine: The Ten Mahāvidyās&amp;#039;&amp;#039;. Berkeley/Los Angeles: University of California Press, 1997.&lt;br /&gt;
* June McDaniel: &amp;#039;&amp;#039;Offering Flowers, Feeding Skulls: Popular Goddess Worship in West Bengal&amp;#039;&amp;#039;. New York: Oxford University Press, 2004.&lt;br /&gt;
* Hugh B. Urban: &amp;#039;&amp;#039;Tantra: Sex, Secrecy, Politics, and Power in the Study of Religion&amp;#039;&amp;#039;. Berkeley/Los Angeles: University of California Press, 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Tantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kali]]&lt;br /&gt;
* [[Dakshina Kali]]&lt;br /&gt;
* [[Shakti]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva]]&lt;br /&gt;
* [[Kaula]]&lt;br /&gt;
* [[Kularnava Tantra]]&lt;br /&gt;
* [[Mahavidyas]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Japa]]&lt;br /&gt;
* [[Ajapa Japa]]&lt;br /&gt;
* [[Guru]]&lt;br /&gt;
* [[Diksha]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Puja]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti]]&lt;br /&gt;
* [[Moksha]]&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/NiruttaraTantraAlm27Shlf16040DevanagariTantra Vollständiges Manuskriptdigitalisat bei Internet Archive]&lt;br /&gt;
* [https://shivashakti.com/nirrut Englische Kapitelübersicht von Mike Magee]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
Vom Studium tantrischer Schriften führt ein natürlicher Weg zur gemeinsamen Praxis. Die folgenden Yoga-Vidya-Seminare können helfen, Meditation, Energiearbeit und Schriftenstudium verantwortungsvoll zu vertiefen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/rssfeed.xml]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/chakras/ Chakras]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/chakras/rssfeed.xml]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energiearbeit]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/rssfeed.xml]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Shaktismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kali]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
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