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	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-08-02T08:41:23Z</updated>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Waco_Effekt&amp;diff=1314231</id>
		<title>Waco Effekt</title>
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		<updated>2026-08-01T10:48:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waco-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen sozialen und psychologischen Eskalationsmechanismus: Eine Gruppe wird als gefährlich, abweichend oder untragbar markiert. Behörden, Medien, Institutionen oder die gesellschaftliche Umgebung erhöhen den Druck. Die betroffene Gruppe deutet diesen Druck jedoch nicht als berechtigte Kritik oder notwendige Begrenzung, sondern als Bestätigung ihrer eigenen Verfolgungserzählung. Moderate Stimmen verlieren an Einfluss, die…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Waco-Effekt&#039;&#039;&#039; bezeichnet einen sozialen und psychologischen Eskalationsmechanismus: Eine Gruppe wird als gefährlich, abweichend oder untragbar markiert. Behörden, Medien, Institutionen oder die gesellschaftliche Umgebung erhöhen den Druck. Die betroffene Gruppe deutet diesen Druck jedoch nicht als berechtigte Kritik oder notwendige Begrenzung, sondern als Bestätigung ihrer eigenen Verfolgungserzählung. Moderate Stimmen verlieren an Einfluss, die Gemeinschaft schließt sich nach außen, Loyalität wird wichtiger als Selbstkritik, und radikale Deutungen erscheinen zunehmend glaubwürdig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff nimmt Bezug auf die Belagerung der religiösen Gemeinschaft der Branch Davidians bei Waco im US-Bundesstaat Texas im Jahr 1993. Er wird hier als &#039;&#039;analytischer Begriff&#039;&#039; verwendet. Es handelt sich nicht um eine feststehende klinische Diagnose und auch nicht um ein allgemein anerkanntes Naturgesetz der Sozialwissenschaften. Der Waco-Effekt beschreibt vielmehr ein mögliches Rückkopplungsmuster zwischen einer Gruppe und ihrer Umwelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Außenwelt bekämpft eine Gefahr – und trägt durch die Form ihres Vorgehens unter Umständen dazu bei, genau diese Gefahr zu verstärken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt bedeutet nicht, dass gefährliche Gruppen harmlos seien, dass der Staat nicht eingreifen dürfe oder dass die Verantwortung für Gewalt auf die Gesellschaft abgeschoben werden könne. Er bedeutet auch nicht, dass jede Kritik Radikalisierung auslöst. Der Begriff macht auf eine anspruchsvollere Wahrheit aufmerksam: Eine Gruppe kann für ihre eigenen Überzeugungen, Machtstrukturen und Handlungen verantwortlich sein und dennoch durch unklugen äußeren Druck zusätzlich verhärtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzdefinition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Waco-Effekt&#039;&#039;&#039; ist ein Eskalationsprozess, bei dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine reale oder zugeschriebene Gefahr öffentlich markiert wird,&lt;br /&gt;
äußerer Druck, Stigmatisierung oder Repression zunehmen,&lt;br /&gt;
die betroffene Gruppe dies als Verfolgung interpretiert,&lt;br /&gt;
ihre radikalsten Stimmen dadurch bestätigt werden,&lt;br /&gt;
gemäßigte und dialogbereite Kräfte an Einfluss verlieren,&lt;br /&gt;
Ausstieg, Zweifel und Selbstkritik erschwert werden,&lt;br /&gt;
die Gruppe sich stärker abschottet,&lt;br /&gt;
und diese Abschottung von außen wiederum als Beweis ihrer Gefährlichkeit gelesen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entsteht ein Kreislauf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verdacht führt zu Druck. Druck erzeugt Abschottung. Abschottung bestätigt den Verdacht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt gehört damit in die Nähe von Begriffen wie [[Selbsterfüllende Prophezeiung]], Belagerungsmentalität, Gruppenpolarisierung, moralische Panik, Stigmatisierung, Reaktanz und Radikalisierungsspirale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was geschah in Waco? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Branch Davidians ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Branch Davidians waren eine aus dem adventistischen Umfeld hervorgegangene religiöse Gemeinschaft. Ihr Zentrum befand sich auf dem Mount-Carmel-Gelände nahe der texanischen Stadt Waco. Seit den späten 1980er Jahren wurde die Gemeinschaft von David Koresh geführt, der als Vernon Wayne Howell geboren worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koresh verstand sich als endzeitlicher Ausleger der Bibel. Eine besondere Bedeutung hatten für ihn die Offenbarung des Johannes und die darin erwähnten sieben Siegel. Seinen Anhängern galt er nicht lediglich als Prediger, sondern als derjenige, der die verborgene Bedeutung der biblischen Endzeitprophetie entschlüsseln könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft entwickelte eine stark apokalyptische Weltsicht. Das bevorstehende Eingreifen Gottes, der Kampf zwischen göttlichen und widergöttlichen Kräften, die Prüfung der Gläubigen und die Möglichkeit eines gewaltsamen Endkonflikts waren keine abstrakten theologischen Gedanken. Sie strukturierten die Wahrnehmung der Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kamen eine ausgeprägte Autorität Koreshs, eine zunehmende Konzentration religiöser und persönlicher Macht, eine umfangreiche Bewaffnung sowie schwerwiegende Vorwürfe hinsichtlich seines Umgangs mit Frauen und Minderjährigen. Die Branch Davidians waren daher weder eine gewöhnliche Kirchengemeinde noch eine harmlose spirituelle Wohngemeinschaft. Es bestanden reale Gründe für staatliche Ermittlungen und für die Sorge um Menschen innerhalb der Gemeinschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOJ&amp;quot;&amp;gt;United States Department of Justice: &#039;&#039;Report to the Deputy Attorney General on the Events at Waco, Texas, February 28 to April 19, 1993&#039;&#039;. Washington 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig waren die Mitglieder keine einheitliche Masse willenloser Menschen. Unter ihnen befanden sich Männer, Frauen und Kinder mit unterschiedlichen Biografien, Motiven, Zweifeln, Bindungen und Handlungsspielräumen. Eine angemessene Betrachtung muss deshalb sowohl die Macht Koreshs als auch die individuelle Menschlichkeit seiner Anhänger berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der ATF-Einsatz vom 28. Februar 1993 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms, kurz ATF, ermittelte wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffenrecht. Am 28. Februar 1993 sollte das Mount-Carmel-Gelände durchsucht und Koresh festgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geplante Überraschungseinsatz wurde vor seinem Beginn bekannt. Dennoch wurde die Operation nicht abgebrochen. Als die ATF-Agenten das Gelände erreichten, kam es zu einem heftigen Feuergefecht. Vier ATF-Agenten und sechs Branch Davidians starben. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ATF&amp;quot;&amp;gt;Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives: &#039;&#039;Remembering Waco. Timeline of Events&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute ist umstritten, wer den ersten Schuss abgab. Für das Verständnis des Waco-Effekts ist jedoch etwas anderes entscheidend: Aus einer geplanten Durchsuchung war innerhalb kurzer Zeit ein bewaffneter Konflikt zwischen einer apokalyptisch geprägten Gemeinschaft und dem amerikanischen Staat geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Behörden als Vollstreckung des Rechts verstanden, konnte innerhalb der Gemeinschaft als Beginn des lange erwarteten Endkampfes wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 51-tägige Belagerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem gescheiterten ATF-Einsatz übernahm das FBI die Leitung. Es folgte eine 51 Tage dauernde Belagerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit wurde intensiv verhandelt. In den ersten Tagen verließen 21 Kinder und mehrere Erwachsene das Gelände. Insgesamt kamen während der Belagerung 35 Personen heraus. Danach stockte der Prozess.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dennis&amp;quot;&amp;gt;Edward S. G. Dennis Jr.: &#039;&#039;Evaluation of the Handling of the Branch Davidian Stand-Off in Waco, Texas, February 28 to April 19, 1993&#039;&#039;. United States Department of Justice, Washington 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des FBI wirkten zwei unterschiedliche Handlungslogiken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungsseite wollte Vertrauen aufbauen, Koresh zum Reden bringen, Ausstiege ermöglichen und eine friedliche Lösung erreichen.&lt;br /&gt;
Die taktische Seite wollte den Druck erhöhen, Kontrolle herstellen, die Handlungsfähigkeit der Gruppe einschränken und die Belagerung beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Seiten hatten nachvollziehbare Anliegen. Doch ihre Maßnahmen widersprachen einander teilweise. Während Verhandler Zusagen machten und Beziehungen aufzubauen versuchten, wurden zugleich Fahrzeuge geräumt, Strom und Kommunikation beeinflusst, starke Scheinwerfer eingesetzt, laute Geräusche abgespielt und gepanzerte Fahrzeuge demonstrativ bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offizielle Untersuchungsbericht räumte ein, dass Druckmaßnahmen nach erfolgreichen Ausstiegen die Glaubwürdigkeit der Verhandler geschwächt und ihre Bemühungen beeinträchtigt haben könnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dennis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wurde ein zentrales Problem sichtbar: Die Behörden kommunizierten nicht mit einer einzigen Stimme. Die Verhandler sagten sinngemäß: &#039;&#039;Wir hören euch und suchen einen Weg.&#039;&#039; Die taktischen Maßnahmen konnten zugleich die Botschaft vermitteln: &#039;&#039;Wir werden euren Widerstand brechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer gewöhnlichen Geiselnahme wäre dies bereits problematisch. In einer apokalyptisch geprägten Gemeinschaft war es besonders gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 19. April 1993 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. April begann das FBI, CS-Reizgas in das Gebäude einzuleiten. Gepanzerte Fahrzeuge öffneten dabei Teile der Gebäudestruktur. Die Behörden erklärten, das Gas solle die Menschen zum Verlassen des Geländes bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Tages brach an mehreren Stellen Feuer aus. Das Gebäude brannte vollständig nieder. 76 Branch Davidians starben, darunter David Koresh und zahlreiche Kinder. Nur neun Menschen entkamen dem Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offizielle Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Brände von Personen innerhalb des Gebäudes gelegt worden seien. Sie verwiesen unter anderem auf mehrere Brandherde, aufgezeichnete Gespräche, Zeugenaussagen und Hinweise auf die Verteilung brennbarer Flüssigkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOJ&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dennis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überlebende, Kritiker und einzelne Forscher bestritten oder problematisierten Teile dieser Darstellung. Kontrovers diskutiert wurden unter anderem der Einsatz von Reizgas, die Zerstörung des Gebäudes durch gepanzerte Fahrzeuge, die Feuerbekämpfung, die Kommunikation der Behörden sowie die Verwendung bestimmter pyrotechnischer Reizgaskörper Stunden vor Ausbruch des Hauptbrandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Untersuchungen fanden keinen ausreichenden Beleg dafür, dass staatliche Einsatzkräfte den Hauptbrand vorsätzlich ausgelöst oder auf fliehende Menschen geschossen hätten. Dennoch blieb die Art des Einsatzes Gegenstand erheblicher Kritik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Congress&amp;quot;&amp;gt;United States House of Representatives: &#039;&#039;Investigation into the Activities of Federal Law Enforcement Agencies toward the Branch Davidians&#039;&#039;. House Report 104-749, Washington 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seriöse Darstellung muss daher zwei Dinge gleichzeitig festhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen starke Belege dafür, dass das Feuer im Inneren gelegt wurde.&lt;br /&gt;
Die Strategie, Kommunikation und Eskalationsdynamik der Behörden können trotzdem kritisch untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung ist nicht immer exklusiv. Mehrere Akteure können auf unterschiedliche Weise zu einer Katastrophe beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum Waco keine einfache Moral erlaubt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waco eignet sich weder für die Erzählung von unschuldigen Frommen, die grundlos vom Staat vernichtet wurden, noch für die Erzählung einer völlig rationalen Staatsmacht, die nur gegen eine unverständliche Gruppe von Fanatikern vorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Branch Davidians waren bewaffnet. David Koresh hatte eine starke religiöse und persönliche Machtposition. Die Gruppe bereitete sich auf einen möglichen Konflikt vor. Menschen, darunter Kinder, befanden sich in einer gefährlichen Situation. Mitglieder der Gemeinschaft schossen auf Bundesagenten. Es gibt Hinweise auf Gewalt innerhalb des Gebäudes und auf eine bewusste Vorbereitung des Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staat wiederum entschied sich zunächst für einen riskanten, militärisch wirkenden Überraschungseinsatz. Nach dessen Scheitern entwickelte sich eine Belagerung, in der Verhandlung und Druck nicht immer aufeinander abgestimmt waren. Religionswissenschaftliche Fachleute warnten davor, Koreshs endzeitliche Deutungen lediglich als Täuschungsmanöver oder psychiatrische Auffälligkeit zu betrachten. Ihre Einschätzungen wurden nicht in dem Maße berücksichtigt, wie es möglich gewesen wäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ammerman&amp;quot;&amp;gt;Nancy T. Ammerman: &#039;&#039;Report to the Justice and Treasury Departments regarding Law Enforcement Interaction with the Branch Davidians in Waco, Texas&#039;&#039;. 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psychiater Alan A. Stone kritisierte in seinem Gutachten insbesondere die Annahme, zunehmender Druck werde zwangsläufig zu einer rationalen Kapitulation führen. Er wies darauf hin, dass militärisch wirkende Maßnahmen innerhalb der religiösen Weltsicht der Gruppe eine ganz andere Bedeutung entfalten konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stone&amp;quot;&amp;gt;Alan A. Stone: &#039;&#039;Report and Recommendations Concerning the Handling of Incidents Such as the Branch Davidian Standoff in Waco, Texas&#039;&#039;. Bericht an den Deputy Attorney General, 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waco lehrt daher keine einfache Moral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft war nicht harmlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staat war nicht allwissend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöser Fanatismus war real.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatliche Fehleinschätzungen waren ebenfalls real.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angemessene Frage lautet nicht: &#039;&#039;Welche Seite war vollkommen gut?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angemessene Frage lautet: &#039;&#039;&#039;Wie konnte aus realer Gefahr, religiöser Verhärtung, behördlichem Druck, misslungener Kommunikation und gegenseitiger Feindwahrnehmung eine Katastrophe entstehen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entstehung des Waco-Effekts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Eine Gruppe wird als Gefahr markiert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beginn steht häufig eine reale Problemlage. Eine Gemeinschaft besitzt Waffen, bedroht Menschen, isoliert Mitglieder, missbraucht Autorität, verbreitet extremistische Ideologien oder verweigert sich rechtmäßiger Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann aber auch eine Mischung aus realen Problemen, Gerüchten, Fremdheit und öffentlicher Übertreibung vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Markierung als gefährlich ist daher nicht zwangsläufig falsch. Der Waco-Effekt beginnt nicht mit der Behauptung, jede Warnung sei ungerecht. Er beginnt mit der Frage, was nach der Markierung geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald eine Gruppe als gefährlich gilt, verändert sich die Wahrnehmung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ambivalente Handlungen werden bedrohlich gelesen.&lt;br /&gt;
Neutrale Informationen verlieren an Bedeutung.&lt;br /&gt;
Extreme Mitglieder gelten als typisch für alle.&lt;br /&gt;
Positive Erfahrungen werden als Manipulationsfolge interpretiert.&lt;br /&gt;
Aussteigerberichte gelten als grundsätzlich glaubwürdig.&lt;br /&gt;
Aussagen aktiver Mitglieder gelten als grundsätzlich unglaubwürdig.&lt;br /&gt;
Kontakt zur Gruppe wird moralisch verdächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Label bestimmt zunehmend, wie alle weiteren Informationen verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Der äußere Druck nimmt zu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Markierung folgen Forderungen nach Maßnahmen. Medien berichten. Angehörige warnen. Politiker wollen Handlungsfähigkeit zeigen. Behörden beobachten oder greifen ein. Kooperationspartner ziehen sich zurück. Räume werden verweigert. Konten, Plattformen oder Kommunikationswege können eingeschränkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche dieser Maßnahmen sind rechtmäßig und notwendig. Doch sie haben nicht nur eine äußere, sondern auch eine symbolische Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Behörde kann sagen: &#039;&#039;Wir setzen geltendes Recht durch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe kann hören: &#039;&#039;Die feindliche Welt will uns vernichten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medium kann sagen: &#039;&#039;Wir informieren über Risiken.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe kann hören: &#039;&#039;Die Medien führen eine Kampagne gegen unsere Wahrheit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Familie kann sagen: &#039;&#039;Wir machen uns Sorgen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mitglied kann hören: &#039;&#039;Meine Familie wird von den Feinden gegen mich benutzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt entsteht aus dieser Differenz zwischen beabsichtigter Botschaft und empfangener Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Die Verfolgungserzählung wird bestätigt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele geschlossene oder radikale Gruppen besitzen bereits vor einem Konflikt eine Erzählung über ihre Umwelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt sei verdorben.&lt;br /&gt;
Der Staat sei grundsätzlich feindlich.&lt;br /&gt;
Die Medien würden lügen.&lt;br /&gt;
Andere Religionen seien Werkzeuge der Täuschung.&lt;br /&gt;
Wissenschaft und Medizin seien Teil eines Kontrollsystems.&lt;br /&gt;
Nur die eigene Gemeinschaft besitze die Wahrheit.&lt;br /&gt;
Wahre Gläubige müssten mit Verfolgung rechnen.&lt;br /&gt;
Kritik beweise, dass man auf dem richtigen Weg sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter solchen Voraussetzungen widerlegt äußerer Druck die Ideologie nicht. Er kann sie beglaubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe muss ihre Mitglieder nicht mehr davon überzeugen, dass die Außenwelt feindlich ist. Sie kann auf konkrete Bilder, Verbote, Polizeifahrzeuge, Schlagzeilen, Absagen oder Kontosperrungen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Seht, wir haben es vorausgesagt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wird die Außenwelt unbeabsichtigt Teil der inneren Beweisführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Moderate Stimmen verlieren ihre Glaubwürdigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einer Eskalation können innerhalb einer Gruppe unterschiedliche Positionen bestehen. Manche Mitglieder sind besonders loyal. Andere zweifeln. Einige wollen Reformen. Manche suchen Kontakt nach außen. Andere möchten die Gruppe verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter äußerem Druck verändert sich das Kräfteverhältnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer zur Verständigung aufruft, wirkt naiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer staatlichen Stellen vertraut, wirkt illoyal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Kritik ernst nimmt, scheint den Feinden recht zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Gruppe verlassen möchte, gilt als Verräter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer interne Fehler anspricht, wird beschuldigt, dem Gegner Munition zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verlieren gerade diejenigen an Einfluss, die eine Eskalation verhindern könnten. Die radikalsten Stimmen erscheinen realistischer, weil sie die Feindseligkeit der Außenwelt vorhergesagt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Loyalität ersetzt Wahrheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer offenen Gemeinschaft kann gefragt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist wirklich geschehen?&lt;br /&gt;
Welche Kritik ist berechtigt?&lt;br /&gt;
Wo haben wir Fehler gemacht?&lt;br /&gt;
Welche Macht muss begrenzt werden?&lt;br /&gt;
Was müssen wir verändern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer belagerten Gemeinschaft lauten die Fragen zunehmend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer steht zu uns?&lt;br /&gt;
Wer verrät uns?&lt;br /&gt;
Wer redet mit dem Feind?&lt;br /&gt;
Wer schwächt den Führer?&lt;br /&gt;
Wer hält bis zum Ende durch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit wird zur Loyalitätsfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachliche Kritik kann dann nicht mehr als Information aufgenommen werden. Sie wird danach beurteilt, ob sie der eigenen Seite nützt oder schadet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verschiebung ist ein entscheidender Schritt der Radikalisierung. Eine Gruppe, die nur noch zwischen Treue und Verrat unterscheidet, verliert ihre Fähigkeit zum Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Die Gruppe schließt ihre Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Belagerungsmentalität werden Außenkontakte kontrolliert oder abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angehörige gelten als beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journalisten gelten als feindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftler gelten als Teil des Systems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussteiger gelten als moralisch verdorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behörden gelten als Verfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dialogpartner gelten als potenzielle Spione.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interne Kritik wird gefährlicher. Der Führer kann mehr Macht beanspruchen, weil die außergewöhnliche Lage angeblich außergewöhnlichen Gehorsam verlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erzeugt äußerer Druck nicht automatisch die innere Autorität. Aber er kann einer bereits vorhandenen Autorität zusätzliche Legitimität verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Die Außenwelt sieht die Verhärtung als Bestätigung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stärker abgeschottete Gruppe wirkt nun tatsächlich bedrohlicher. Ihre Sprache wird schärfer. Mitglieder verteidigen den Leiter. Kritische Stimmen verschwinden. Außenkontakte werden seltener. Vielleicht nimmt auch die Bereitschaft zu Regelverstößen oder Gewalt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Außenwelt sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir hatten von Anfang an recht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise hatte sie mit ihrer Sorge tatsächlich recht. Doch sie übersieht ihren eigenen Anteil an der Dynamik. Die Abschottung ist nicht nur Ursache des Drucks. Sie kann zugleich eine Folge des Drucks sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit schließt sich der Kreislauf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe wird als gefährlich behandelt.&lt;br /&gt;
Sie reagiert defensiv und schließt sich.&lt;br /&gt;
Ihre Defensive wird als Beweis der Gefahr gelesen.&lt;br /&gt;
Der Druck steigt.&lt;br /&gt;
Radikale Stimmen gewinnen.&lt;br /&gt;
Die Gruppe wird tatsächlich gefährlicher.&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Markierung scheint vollständig bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der bittere Kern des Waco-Effekts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belagerungsmentalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belagerungsmentalität ist die psychologische und soziale Grundstruktur des Waco-Effekts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie teilt die Welt in ein moralisch aufgeladenes Innen und Außen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
innen Wahrheit, außen Lüge,&lt;br /&gt;
innen Erwählte, außen Feinde,&lt;br /&gt;
innen Treue, außen Verrat,&lt;br /&gt;
innen Reinheit, außen Verderben,&lt;br /&gt;
innen Erwachen, außen Manipulation,&lt;br /&gt;
innen Familie, außen Verfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je stärker der äußere Druck erlebt wird, desto bedeutsamer wird die Zugehörigkeit zur eigenen Gruppe. Das Individuum definiert sich weniger über persönliche Überzeugungen und stärker über das gemeinsame Schicksal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe wird nicht mehr lediglich als Gemeinschaft erlebt. Sie wird zum Schutzraum gegen eine feindliche Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch entstehen mehrere Risiken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik wird als Angriff erlebt.&lt;br /&gt;
Zweifel werden mit Scham verbunden.&lt;br /&gt;
Informationen von außen werden pauschal abgewertet.&lt;br /&gt;
Der Führer kann sich als unverzichtbarer Beschützer darstellen.&lt;br /&gt;
Austritt erscheint nicht als freie Entscheidung, sondern als Überlaufen zum Feind.&lt;br /&gt;
Leid wird zum Beweis der eigenen Erwählung.&lt;br /&gt;
Eskalation kann als spirituelle Prüfung oder historischer Auftrag gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belagerungsmentalität ist besonders gefährlich, weil sie nicht nur durch äußere Verfolgung entsteht. Sie kann von Führern bewusst gepflegt werden. Manche Leiter benötigen Feinde, um ihre Macht zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher muss immer doppelt gefragt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Gruppe tatsächlich unangemessen verfolgt?&lt;br /&gt;
Nutzt die Führung die Vorstellung der Verfolgung zur Kontrolle ihrer Mitglieder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beides kann gleichzeitig zutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologische und soziologische Erklärungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbsterfüllende Prophezeiung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine selbsterfüllende Prophezeiung liegt vor, wenn eine zunächst möglicherweise unzutreffende oder übertriebene Erwartung Handlungen auslöst, durch die sie schließlich wahrer wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Merton&amp;quot;&amp;gt;Robert K. Merton: &#039;&#039;Social Theory and Social Structure&#039;&#039;. Free Press, New York 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird eine Gruppe grundsätzlich als feindlich behandelt, kann sie feindseliger werden. Wird ihr unterstellt, sie wolle sich abschotten, kann der Verlust vertrauenswürdiger Außenkontakte die Abschottung verstärken. Wird angenommen, jedes Mitglied sei fanatisch, werden moderate Mitglieder aus dem gemeinsamen Gespräch verdrängt und innerhalb der Gruppe stärker von Fanatikern abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Annahme wird dadurch nicht vollständig erfunden. Sie wird aber durch das Verhalten der Umwelt mit hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychologische Reaktanz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktanz bezeichnet den inneren Widerstand, der entstehen kann, wenn Menschen ihre Freiheit bedroht sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brehm&amp;quot;&amp;gt;Jack W. Brehm: &#039;&#039;A Theory of Psychological Reactance&#039;&#039;. Academic Press, New York 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je stärker Menschen das Gefühl haben, eine Überzeugung dürfe nicht ausgesprochen, eine Information nicht gelesen oder eine Gemeinschaft nicht betreten werden, desto attraktiver kann das Verbotene werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktanz erklärt nicht jede Radikalisierung. Viele Menschen akzeptieren berechtigte Grenzen. Doch bei Personen, die ohnehin misstrauisch gegenüber Institutionen sind, kann ein grober Zwang genau das Gegenteil seiner Absicht bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Botschaft wird dann nicht mehr nach ihrem Wahrheitsgehalt beurteilt, sondern danach, ob sie verboten, unterdrückt oder sanktioniert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn sie es verbieten, muss etwas daran sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kognitive Dissonanz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen investieren Zeit, Beziehungen, Geld, Hoffnung und Identität in Gemeinschaften. Je größer diese Investition ist, desto schwerer fällt es, einen Irrtum einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Gruppe von außen angegriffen, kann dies die innere Bindung weiter verstärken. Das Mitglied müsste sonst nicht nur zugeben, sich geirrt zu haben. Es müsste zugleich anerkennen, dass Kritiker, die es als feindlich erlebt hat, in bestimmten Punkten recht hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die psychische Spannung kann reduziert werden, indem der äußere Angriff als Beweis der eigenen Wahrheit umgedeutet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leid erhält dann einen Sinn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir werden verfolgt, weil wir die Wahrheit erkannt haben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziale Identität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen gewinnen einen Teil ihres Selbstbildes aus den Gruppen, denen sie angehören. Wird die Gruppe bedroht, wird dies als persönliche Bedrohung erlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikalisierungsforschung weist darauf hin, dass wahrgenommene Bedrohungen der eigenen Gruppe, Demütigung, kollektive Kränkung und Konflikte zwischen Gruppen wichtige Radikalisierungsmechanismen sein können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCauley&amp;quot;&amp;gt;Clark McCauley, Sophia Moskalenko: &#039;&#039;Mechanisms of Political Radicalization: Pathways toward Terrorism&#039;&#039;. In: Terrorism and Political Violence, Band 20, 2008, S. 415–433.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stärkste Bindung entsteht häufig nicht aus abstrakter Ideologie allein, sondern aus dem Gefühl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Diese Menschen greifen uns an.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein äußerer Gegner kann deshalb inneren Zusammenhalt stiften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgrenzung und Zugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Ausgrenzung greift grundlegende menschliche Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Anerkennung, Kontrolle und sinnvoller Existenz an. Forschungen zu Ostracismus zeigen, dass anhaltender Ausschluss sowohl Rückzug als auch aggressives Verhalten fördern kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Williams&amp;quot;&amp;gt;Kipling D. Williams: &#039;&#039;Ostracism: The Power of Silence&#039;&#039;. Guilford Press, New York 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Experimentelle Untersuchungen und systematische Übersichten weisen darauf hin, dass soziale Ausgrenzung unter bestimmten Bedingungen die Bereitschaft erhöhen kann, sich radikalen Gruppen anzuschließen oder für eine solche Gruppe zu handeln. Dies ist kein Automatismus. Die große Mehrheit ausgegrenzter Menschen wird nicht gewalttätig. Ausgrenzung kann jedoch die Suche nach neuer Zugehörigkeit verstärken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wolfowicz&amp;quot;&amp;gt;Michael Wolfowicz u. a.: &#039;&#039;Cognitive and Behavioral Radicalization: A Systematic Review of the Putative Risk and Protective Factors&#039;&#039;. Campbell Systematic Reviews, Band 17, 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine radikale Gemeinschaft bietet dann etwas, das die Mehrheitsgesellschaft verweigert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerkennung,&lt;br /&gt;
Bedeutung,&lt;br /&gt;
klare Identität,&lt;br /&gt;
Gemeinschaft,&lt;br /&gt;
Sprache für die eigene Kränkung,&lt;br /&gt;
eine Erklärung für das erlebte Unrecht,&lt;br /&gt;
und eine Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppenpolarisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Menschen überwiegend mit Gleichgesinnten sprechen, können ihre Positionen extremer werden. Argumente, die innerhalb der Gruppe zirkulieren, bestätigen die gemeinsame Richtung. Widersprechende Informationen fehlen oder werden als feindlich abgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck verstärkt diesen Prozess, weil Kontakte zu moderaten Außenstehenden abbrechen. Die Gruppe hört zunehmend nur noch sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die radikalste Deutung hat dabei einen Vorteil: Sie erklärt nicht nur die innere Welt, sondern auch jeden Angriff von außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abweichungsverstärkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soziologie spricht von einer &#039;&#039;deviancy amplification spiral&#039;&#039;, einer Spirale der Abweichungsverstärkung. Gemeint ist, dass gesellschaftliche Reaktionen auf abweichendes Verhalten dieses Verhalten unter Umständen nicht vermindern, sondern verstärken können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilkins&amp;quot;&amp;gt;Leslie T. Wilkins: &#039;&#039;Social Deviance: Social Policy, Action and Research&#039;&#039;. Tavistock, London 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mediale Dramatisierung erzeugt öffentliche Sorge. Die Sorge führt zu stärkeren Kontrollen. Die kontrollierte Gruppe fühlt sich stigmatisiert und zieht sich zurück. Der Rückzug wird als weitere Abweichung verstanden. Es folgen noch stärkere Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stanley Cohen verband ähnliche Prozesse mit dem Begriff der moralischen Panik. Eine Gruppe wird zum &#039;&#039;folk devil&#039;&#039;, zur gesellschaftlichen Teufelsfigur, in der sich diffuse Ängste verdichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohen&amp;quot;&amp;gt;Stanley Cohen: &#039;&#039;Folk Devils and Moral Panics&#039;&#039;. MacGibbon and Kee, London 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt kann als besondere Form einer solchen Verstärkungsspirale verstanden werden, vor allem wenn religiöse Endzeitvorstellungen, Waffen, charismatische Autorität und staatliche Macht hinzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum apokalyptische Gruppen besonders gefährdet sind ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine apokalyptische Gemeinschaft erlebt Geschichte nicht nur als Folge politischer oder gesellschaftlicher Ereignisse. Sie erlebt sie als Teil eines kosmischen Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe wie Endkampf, Gericht, Erwählung, Antichrist, Babylon, Reinigung, Märtyrertum und Erlösung können die Bedeutung äußerer Ereignisse vollständig verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gepanzertes Fahrzeug ist dann nicht nur ein Einsatzmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird zum Zeichen des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Durchsuchung ist nicht nur eine staatliche Maßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wird zum Angriff Babylons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verhandlung ist nicht nur Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann als Prüfung des Glaubens erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod ist nicht nur das Ende des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kann als Übergang, Opfer oder Erfüllung der Prophetie gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb reagieren apokalyptische Gruppen nicht zwangsläufig nach dem gewöhnlichen Kosten-Nutzen-Modell. Was für einen Außenstehenden abschreckend wirken soll, kann für einen Gläubigen den Sinn des eigenen Handelns bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Konflikte sind daher nicht nur Sicherheitskonflikte. Sie sind &#039;&#039;&#039;Sinnkonflikte&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet nicht, dass Behörden theologische Aussagen akzeptieren müssen. Es bedeutet, dass sie verstehen müssen, welche Wirkung ihre Maßnahmen im Deutungssystem der Gruppe entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein apokalyptischer Führer reagiert nicht notwendigerweise wie ein gewöhnlicher Straftäter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine religiöse Gemeinschaft reagiert nicht notwendigerweise wie eine normale Verhandlungspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch, der sich im Mittelpunkt einer göttlichen Prophetie sieht, kann Druck als Bestätigung und nicht als Abschreckung erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sakrale Werte und absolute Überzeugungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen verhandeln anders über Werte, die sie als heilig empfinden. Geld, persönliche Vorteile oder die Aussicht auf Strafminderung können ihre Bedeutung verlieren, wenn die andere Seite den Konflikt als Kampf um Gott, Wahrheit, Ehre oder ewige Erlösung versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein rein taktisches Vorgehen kann dann scheitern, weil es nur materielle Interessen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sakrale Werte können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Treue zu einem Guru oder Propheten,&lt;br /&gt;
eine heilige Schrift,&lt;br /&gt;
der Schutz eines Tempels oder heiligen Ortes,&lt;br /&gt;
die Identität des erwählten Volkes,&lt;br /&gt;
die Reinheit einer Gemeinschaft,&lt;br /&gt;
eine politische Märtyrererzählung,&lt;br /&gt;
die Rettung der Welt,&lt;br /&gt;
oder der Glaube, an einem Wendepunkt der Geschichte zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Werte dürfen nicht romantisiert werden. Sie können zur Rechtfertigung von Gewalt missbraucht werden. Sie müssen jedoch verstanden werden, wenn Deeskalation gelingen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rolle charismatischer Führung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt ist besonders gefährlich, wenn eine Gemeinschaft stark auf einen charismatischen Führer ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leiter kann den äußeren Druck nutzen, um&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seine eigene Unentbehrlichkeit zu behaupten,&lt;br /&gt;
Kritik als Verrat zu bezeichnen,&lt;br /&gt;
Mitglieder enger an sich zu binden,&lt;br /&gt;
die Außenwelt zu dämonisieren,&lt;br /&gt;
Austritte zu verhindern,&lt;br /&gt;
Gewalt als Selbstverteidigung zu legitimieren,&lt;br /&gt;
und seine früheren Prophezeiungen nachträglich bestätigt erscheinen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft wird dann von zwei Seiten eingeengt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von äußerem Druck,&lt;br /&gt;
und von innerer Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder dürfen deshalb nicht einfach mit ihrem Führer gleichgesetzt werden. Ein wirksames Vorgehen muss zwischen Leitung, überzeugten Kadern, abhängigen Mitgliedern, Zweiflern, Kindern und ausstiegsbereiten Personen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer alle Gruppenmitglieder als einheitlichen Block behandelt, stärkt häufig gerade die Macht des Führers. Dieser kann behaupten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für die Außenwelt seid ihr alle gleich. Nur ich werde euch schützen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien und der Waco-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medien spielen in Eskalationsprozessen eine zentrale Rolle. Sie können Missstände sichtbar machen, Opfer hören und staatliches Handeln kontrollieren. Gleichzeitig können sie Fremdheit dramatisieren und aus einer komplexen Gruppe ein geschlossenes Feindbild herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Sondergemeinschaften bieten starke Bilder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fremde Kleidung,&lt;br /&gt;
ungewöhnliche Rituale,&lt;br /&gt;
charismatische Leiter,&lt;br /&gt;
Waffen,&lt;br /&gt;
abgeschiedene Gebäude,&lt;br /&gt;
Prophezeiungen,&lt;br /&gt;
Kinder,&lt;br /&gt;
Sexualität,&lt;br /&gt;
Geld,&lt;br /&gt;
Geheimhaltung,&lt;br /&gt;
Aussteigerberichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine differenzierte religionswissenschaftliche Darstellung ist schwieriger als die Erzählung vom gefährlichen Kult.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mediale Waco-Effekt beginnt, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Etikett die Untersuchung ersetzt,&lt;br /&gt;
extreme Mitglieder für alle sprechen,&lt;br /&gt;
die religiöse Innenwelt nur lächerlich gemacht wird,&lt;br /&gt;
aktive Mitglieder grundsätzlich als manipuliert gelten,&lt;br /&gt;
Aussteiger grundsätzlich als objektiv gelten,&lt;br /&gt;
Verdachtsmomente als erwiesene Tatsachen erscheinen,&lt;br /&gt;
Bilder von Polizei und Waffen die Berichterstattung dominieren,&lt;br /&gt;
und jede Forderung nach Differenzierung als Verharmlosung gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verantwortungsvolle Berichterstattung sollte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konkrete Handlungen statt diffuse Wesensurteile benennen,&lt;br /&gt;
Vorwurf, Beleg und erwiesene Tatsache unterscheiden,&lt;br /&gt;
Mitglieder nicht mit der Leitung gleichsetzen,&lt;br /&gt;
religiöse Begriffe erklären,&lt;br /&gt;
aktive und ehemalige Mitglieder hören,&lt;br /&gt;
unabhängige Fachleute einbeziehen,&lt;br /&gt;
und mögliche Folgen der eigenen Dramatisierung berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritischer Journalismus muss nicht weich sein. Er muss genau sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waco und die Radikalisierung anderer Milieus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt beschränkt sich nicht auf die unmittelbar belagerte Gruppe. Ein Ereignis kann in andere Milieus hineinwirken und dort zu einem Symbol werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waco wurde für Teile der amerikanischen Miliz- und Anti-Regierungsbewegung zum Sinnbild eines übermächtigen, feindlichen Bundesstaates. Bilder des brennenden Mount-Carmel-Geländes wurden aus ihrem konkreten Zusammenhang gelöst und in eine umfassendere Erzählung staatlicher Tyrannei eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Timothy McVeigh, der am 19. April 1995 das Alfred-P.-Murrah-Bundesgebäude in Oklahoma City bombardierte, war während der Belagerung nach Waco gefahren und hatte dort regierungsfeindliches Material verteilt. Nach Angaben des FBI verstärkte Waco seinen Hass auf die Bundesregierung. Der Anschlag wurde genau am zweiten Jahrestag des Brandes verübt und tötete 168 Menschen, darunter 19 Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FBI&amp;quot;&amp;gt;Federal Bureau of Investigation: &#039;&#039;Oklahoma City Bombing&#039;&#039;. Darstellung zur Geschichte der FBI-Ermittlungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts am staatlichen Vorgehen in Waco entschuldigt den Anschlag von Oklahoma City. McVeigh war für seine Tat verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang zeigt jedoch, wie ein als demütigend oder unverhältnismäßig wahrgenommenes staatliches Ereignis in anderen radikalen Gegenwelten weiterleben kann. Es wird zum Mythos, Rekrutierungsbild und scheinbaren Beweis für bereits vorhandene Feindbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte hier von einem &#039;&#039;sekundären Waco-Effekt&#039;&#039; sprechen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Eskalation radikalisiert nicht nur die unmittelbar Beteiligten. Ihre Bilder und Erzählungen können später von anderen Bewegungen übernommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung auf religiöse Minderheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt betrifft nicht nur bewaffnete oder apokalyptische Gruppen. In abgeschwächter Form kann er überall dort auftreten, wo religiöse Minderheiten dauerhaft unter Generalverdacht stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinschaft wird als [[Sekte]] bezeichnet. Medien erzählen sie vor allem als Gefahr. Angehörige werden gewarnt. Behörden werden aufmerksam. Räume werden nicht vermietet. Kooperationspartner ziehen sich zurück. Mitglieder verlieren Freunde. Wissenschaftler, die differenzieren, gelten als naiv oder beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Gemeinschaft kann daraus die Erzählung entstehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Außenwelt versteht uns nicht.&lt;br /&gt;
Die Medien lügen.&lt;br /&gt;
Die Kirchen wollen uns beseitigen.&lt;br /&gt;
Der Staat ist nicht neutral.&lt;br /&gt;
Aussteiger sind Verräter.&lt;br /&gt;
Angehörige werden von Gegnern benutzt.&lt;br /&gt;
Nur innerhalb unserer Gemeinschaft sind wir sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft wird enger. Transparenz erscheint gefährlich. Außenkontakte werden kontrolliert. Kritik wird als Angriff erlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit kann die Stigmatisierung jene Abschottung fördern, die später als Beweis der Sektenhaftigkeit gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet nicht, dass Sektenkritik grundsätzlich falsch ist. Es gibt manipulative Gemeinschaften, spirituellen Machtmissbrauch, finanzielle Ausbeutung, sexualisierte Gewalt und psychische Abhängigkeit. Opfer müssen geschützt und gehört werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch pauschale Stigmatisierung kann gerade die Reformkräfte schwächen, die für Veränderung notwendig wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Gemeinschaft von außen nur Hass erwartet, verliert sie die Fähigkeit, zwischen berechtigter Kritik und tatsächlicher Feindseligkeit zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann verliert Kritik ihre heilende Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Waco-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch politische Bewegungen können eine Belagerungsmentalität entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhänger erleben sich als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Medien verachtet,&lt;br /&gt;
von kulturellen Eliten verspottet,&lt;br /&gt;
von Institutionen ignoriert,&lt;br /&gt;
politisch nicht repräsentiert,&lt;br /&gt;
moralisch abgewertet,&lt;br /&gt;
oder aus dem Kreis der legitimen Bürger ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Populistische und extremistische Führer können diese Erfahrung aufnehmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ihr seid nicht die Beschämten. Ihr seid das wahre Volk.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sie bekämpfen euch, weil ihr die Wahrheit sagt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Medien lügen über uns.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das System will uns ausschalten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je stärker die pauschale Verachtung von außen, desto leichter kann sie in inneren Stolz, Trotz und Loyalität verwandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Radikalisierung hat viele Ursachen. Sie entsteht nicht allein durch Ausgrenzung. Ideologien, Rassismus, Antisemitismus, Autoritarismus, Machtinteressen, wirtschaftliche Unsicherheit, soziale Ungleichheit, Migrationserfahrungen und strategische Propaganda spielen ebenfalls eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt beschreibt nur einen Teil dieser Dynamik: &#039;&#039;&#039;Pauschale Ausstoßung kann genau jene geschlossene Gegenidentität stärken, die eine demokratische Gesellschaft überwinden möchte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Demokratie muss menschenfeindlichen Positionen widersprechen. Sie muss Gewalt begrenzen und ihre Verfassung schützen. Sie sollte jedoch zwischen Ideologen, Funktionären, Protestierenden, Mitläufern, Verunsicherten, politisch Heimatlosen und ausstiegsbereiten Menschen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer alle zu einem einheitlichen Feindblock erklärt, hilft denjenigen, die diesen Block herstellen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Gegenwelten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Plattformen ermöglichen es ausgegrenzten Gruppen, eigene Kommunikationsräume aufzubauen. Dies kann Schutz und freie Meinungsäußerung ermöglichen. Es kann aber auch zu abgeschlossenen Informationswelten führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird eine Gemeinschaft von einer großen Plattform entfernt, können zwei unterschiedliche Wirkungen eintreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Reichweite und Rekrutierungsmöglichkeiten werden eingeschränkt.&lt;br /&gt;
Besonders gebundene Mitglieder wandern auf kleinere Plattformen ab, auf denen weniger Widerspruch und stärkere Radikalisierung möglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Wirkungen können gleichzeitig bestehen. Eine Sperrung ist daher weder automatisch richtig noch automatisch falsch. Sie muss nach Gefahr, Reichweite, Alternativen und möglichen Nebenfolgen beurteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Varianten des Waco-Effekts zeigen sich, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein Verbot als Beweis einer angeblichen Zensurdiktatur interpretiert wird,&lt;br /&gt;
Mitglieder gemeinsam auf eine abgeschottete Plattform wechseln,&lt;br /&gt;
moderate Nutzer zurückbleiben,&lt;br /&gt;
besonders radikale Stimmen den neuen Raum dominieren,&lt;br /&gt;
und Inhalte aus dem Gegenraum später wieder in den öffentlichen Raum zurückwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen digitaler Gemeinschaften weisen darauf hin, dass Plattformverbote schädliche Netzwerke schwächen können, zugleich aber unerwünschte Wanderungs- und Abschottungseffekte auslösen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Migration&amp;quot;&amp;gt;Giuseppe Russo u. a.: &#039;&#039;Understanding Online Migration Decisions Following the Banning of Radical Communities&#039;&#039;. 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtige Frage lautet daher nicht nur: &#039;&#039;Soll diese Gruppe ausgeschlossen werden?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lautet auch: &#039;&#039;Was geschieht mit den Menschen und Netzwerken nach dem Ausschluss?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitskrisen und gesellschaftliche Beschämung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während gesellschaftlicher Gesundheitskrisen kann eine abgeschwächte Waco-Dynamik entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politik und Medizin müssen unter Unsicherheit handeln. Falschinformationen können Menschen gefährden. Schutzmaßnahmen können notwendig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig unterscheiden sich Menschen, die Maßnahmen oder medizinische Empfehlungen kritisieren, erheblich voneinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche verbreiten bewusst falsche Behauptungen.&lt;br /&gt;
Manche folgen geschlossenen Verschwörungserzählungen.&lt;br /&gt;
Manche haben reale gesundheitliche Ängste.&lt;br /&gt;
Manche reagieren auf widersprüchliche Kommunikation.&lt;br /&gt;
Manche haben schlechte Erfahrungen mit Institutionen gemacht.&lt;br /&gt;
Manche sind vorsichtig, schlecht informiert oder verunsichert.&lt;br /&gt;
Manche vertreten legitime ethische oder rechtliche Einwände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer alle diese Menschen pauschal als dumm, böse oder unzurechnungsfähig behandelt, kann sie aus den Räumen vertreiben, in denen sachliche Korrektur möglich wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie suchen dann Gemeinschaften, in denen ihre Kränkung verstanden wird. Dort erhalten sie nicht nur emotionale Anerkennung, sondern möglicherweise auch radikalere Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgrenzung erzeugt die falsche Information nicht. Sie kann aber den Weg in jene Räume verstärken, in denen falsche Informationen kaum noch korrigiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Menschen wegen ihrer Fragen zu früh aus dem Gespräch stößt, darf sich nicht wundern, wenn sie Antworten von anderen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Gegenwelten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spirituelle Gegenwelten entstehen häufig aus einer Mischung von Suche und Kränkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen erleben die moderne Welt als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kalt,&lt;br /&gt;
technokratisch,&lt;br /&gt;
materialistisch,&lt;br /&gt;
einsam,&lt;br /&gt;
seelenlos,&lt;br /&gt;
medizinisch unpersönlich,&lt;br /&gt;
wissenschaftlich überheblich,&lt;br /&gt;
religiös leer,&lt;br /&gt;
oder politisch fremd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In spirituellen Gemeinschaften finden sie Sprache, Ritual, Wärme und Bedeutung. [[Yoga]], [[Meditation]], [[Gebet]], [[Mantra]], [[Ayurveda]], Naturerfahrung, [[Satsang]] und gemeinschaftliches Leben können Menschen tief stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematisch wird es, wenn die spirituelle Gemeinschaft und die säkulare Außenwelt sich gegenseitig nur noch als Feindbilder wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von außen heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
esoterisch,&lt;br /&gt;
irrational,&lt;br /&gt;
sektenhaft,&lt;br /&gt;
wissenschaftsfeindlich,&lt;br /&gt;
rückständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von innen heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaft ist blind.&lt;br /&gt;
Die Medizin will Menschen abhängig halten.&lt;br /&gt;
Die Medien dienen dunklen Mächten.&lt;br /&gt;
Kritiker haben eine niedrige Schwingung.&lt;br /&gt;
Nur wir erkennen die höhere Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann aus einem spirituellen Suchraum ein geschlossenes Weltbild werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verantwortung liegt auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spirituelle Lehrer und Gemeinschaften müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik zulassen,&lt;br /&gt;
Macht begrenzen,&lt;br /&gt;
Missbrauch aufarbeiten,&lt;br /&gt;
Wissenschaft differenziert betrachten,&lt;br /&gt;
Transparenz schaffen,&lt;br /&gt;
Austritte respektieren,&lt;br /&gt;
und Zweifel nicht dämonisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die säkulare Mehrheitsgesellschaft sollte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
spirituelle Erfahrungen nicht vorschnell pathologisieren,&lt;br /&gt;
religiöse Sprache verstehen lernen,&lt;br /&gt;
zwischen Fremdheit und Gefahr unterscheiden,&lt;br /&gt;
und intensive Spiritualität nicht automatisch mit Manipulation gleichsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiritualität braucht Kritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik braucht spirituelles Verständnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit Rajneeshpuram ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer, deutlich anders gelagerter Fall ist Rajneeshpuram, die Gemeinschaft von Anhängern Bhagwan Shree Rajneeshs, des später als Osho bekannten spirituellen Lehrers, im US-Bundesstaat Oregon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1981 entstand auf einer großen Ranch eine eigene Stadt. Die Gemeinschaft verband Meditation, Therapie, alternative Lebensformen, starke Hingabe an den Lehrer und provokante Abgrenzung von gesellschaftlichen Normen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Bewohner der Umgebung erlebten die rasch wachsende Kommune als kulturelle und politische Invasion. Es entstanden juristische Konflikte, religiöse Abwehr, mediale Zuspitzung und wechselseitige Feindbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Kommune konzentrierte sich unter Ma Anand Sheela zunehmend Macht. Mitglieder der Führung begingen schwere Straftaten. Dazu gehörte 1984 die vorsätzliche Kontamination von Salatbars mit Salmonellen, durch die 751 Menschen erkrankten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rajneesh&amp;quot;&amp;gt;Thomas J. Török u. a.: &#039;&#039;A Large Community Outbreak of Salmonellosis Caused by Intentional Contamination of Restaurant Salad Bars&#039;&#039;. Journal of the American Medical Association, Band 278, 1997, S. 389–395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rajneeshpuram ist nicht Waco. Der Fall zeigt jedoch ebenfalls, wie äußere Feindseligkeit, innere Machtkonzentration, Wagenburgmentalität und reale Kriminalität einander verstärken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Ablehnung erklärt die Verbrechen nicht und entschuldigt sie nicht. Sie kann jedoch eine Atmosphäre mit hervorbringen, in der sich die Führung als belagert darstellt und außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem spirituellen Experiment kann eine Festung werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Festung kann ein Kontrollapparat werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Kontrollapparat kann Kriminalität entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachgewiesene Kriminalität bestätigt dann nachträglich die schlimmsten Vorurteile der Außenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt erinnert daran, dass diese Entwicklung weder ausschließlich von außen noch ausschließlich von innen verstanden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die entscheidende Rolle der Brückenpersonen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brückenpersonen sind Menschen, die noch mit beiden Seiten sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu können gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angehörige, die den Kontakt nicht abbrechen,&lt;br /&gt;
ehemalige Mitglieder mit verbliebenem Vertrauen,&lt;br /&gt;
Religionswissenschaftler,&lt;br /&gt;
Psychologen,&lt;br /&gt;
Seelsorger,&lt;br /&gt;
Ärzte,&lt;br /&gt;
Mediatoren,&lt;br /&gt;
Anwälte,&lt;br /&gt;
Journalisten mit Kenntnis der Innenwelt,&lt;br /&gt;
Vertreter anderer Religionsgemeinschaften,&lt;br /&gt;
oder Mitglieder, die intern Respekt genießen und dennoch kritisch denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brückenpersonen sind keine Menschen ohne Haltung. Eine gute Brückenperson muss Risiken erkennen, Grenzen wahren und Missbrauch benennen können. Sie darf sich nicht zum Werkzeug einer manipulativen Führung machen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre besondere Fähigkeit besteht darin, Kritik und Beziehung zugleich aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sagt weder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles, was die Gruppe tut, ist gut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit diesen Menschen kann man nicht mehr sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brückenpersonen ermöglichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sichere Ausstiege,&lt;br /&gt;
Informationsaustausch,&lt;br /&gt;
realistischere Lagebeurteilungen,&lt;br /&gt;
die Übersetzung religiöser Sprache,&lt;br /&gt;
den Erhalt persönlicher Beziehungen,&lt;br /&gt;
die Stärkung moderater Mitglieder,&lt;br /&gt;
und eine Deeskalation, bei der nicht jede Seite ihr Gesicht vollständig verlieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Outcast-Kultur geraten gerade diese Menschen unter Verdacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von außen heißen sie naiv, sektennah oder verharmlosend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von innen heißen sie illoyal, verwestlicht oder verräterisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit werden die letzten Rettungswege zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brückenpersonen sind nicht das Problem. Sie sind ein Teil der Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie Brückenpersonen geschützt werden können ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Brückenpersonen wirken können, benötigen sie Schutz vor Kontaktschuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss gesellschaftlich möglich sein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit einem Extremisten zu sprechen, ohne extremistisch zu sein,&lt;br /&gt;
ein Mitglied einer umstrittenen Gemeinschaft zu begleiten, ohne die Gemeinschaft zu verteidigen,&lt;br /&gt;
religiöse Überzeugungen zu verstehen, ohne ihnen zuzustimmen,&lt;br /&gt;
mit Beschuldigten zu arbeiten, ohne Opfer zu verraten,&lt;br /&gt;
und eine staatliche Maßnahme zu kritisieren, ohne rechtswidriges Verhalten der Gruppe zu entschuldigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidende Unterscheidung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontakt ist nicht Zustimmung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verstehen ist nicht Verharmlosung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verhandlung ist nicht Unterwerfung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kritik ist nicht Verfolgung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Begrenzung ist nicht Entmenschlichung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Waco-Effekt in Familien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Familien kann eine abgeschwächte Form des Waco-Effekts auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Familienmitglied schließt sich einer ungewöhnlichen religiösen oder politischen Gemeinschaft an. Die Angehörigen reagieren mit Sorge. Gespräche werden zunehmend konfrontativ. Jede neue Überzeugung wird als Beweis der Manipulation gelesen. Das Mitglied fühlt sich nicht mehr als Person, sondern als Problem behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft kann diesen Konflikt nutzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Deine Familie versteht dich nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sie will dich von deinem spirituellen Weg abbringen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nur wir akzeptieren dich wirklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je härter die Familie reagiert, desto glaubwürdiger kann diese Botschaft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreicher ist häufig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den persönlichen Kontakt aufrechtzuerhalten,&lt;br /&gt;
konkrete Fragen zu stellen,&lt;br /&gt;
nicht jede religiöse Aussage sofort zu bekämpfen,&lt;br /&gt;
bei überprüfbaren Tatsachen zu bleiben,&lt;br /&gt;
dem Menschen außerhalb seiner Gruppenidentität zu begegnen,&lt;br /&gt;
Hilfe anzubieten, ohne Bedingungen der vollständigen Unterwerfung zu stellen,&lt;br /&gt;
und deutlich zu machen, dass eine Rückkehr jederzeit möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet nicht, Missbrauch zu dulden oder eigene Grenzen aufzugeben. Angehörige dürfen sich schützen. Kontakt sollte nicht um jeden Preis erzwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wo Kontakt sicher möglich ist, kann er eine der wichtigsten Verbindungen zur gemeinsamen Wirklichkeit darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Waco-Effekt in Organisationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Vereine, spirituelle Gemeinschaften, Unternehmen und politische Organisationen können in eine Belagerungsmentalität geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Warnzeichen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Kritik wird als Angriff auf die ganze Organisation verstanden.&lt;br /&gt;
Kritiker werden nach ihren Motiven beurteilt, nicht nach ihren Argumenten.&lt;br /&gt;
Ehemalige Mitglieder gelten pauschal als feindselig.&lt;br /&gt;
Interne Informationen werden stärker kontrolliert.&lt;br /&gt;
Loyalität zur Leitung wird mit Loyalität zur Mission gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
Fehler werden nicht offen zugegeben, weil dies angeblich den Gegnern nützen würde.&lt;br /&gt;
Außenkontakte werden eingeschränkt.&lt;br /&gt;
Juristische, mediale oder staatliche Konflikte dominieren die gesamte Identität.&lt;br /&gt;
Mitglieder werden aufgefordert, sich öffentlich hinter die Führung zu stellen.&lt;br /&gt;
Zweifel werden als moralische oder spirituelle Schwäche interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade unter ungerechter Kritik braucht eine Organisation starke interne Selbstprüfung. Sonst kann sie sich durch den Kampf gegen falsche Vorwürfe daran gewöhnen, auch berechtigte Kritik abzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinschaft sollte daher fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Vorwürfe sind falsch?&lt;br /&gt;
Welche Vorwürfe sind teilweise berechtigt?&lt;br /&gt;
Welche Strukturen müssen unabhängig von der Außenkritik verbessert werden?&lt;br /&gt;
Wer darf intern widersprechen?&lt;br /&gt;
Welche Macht ist zu stark konzentriert?&lt;br /&gt;
Wie werden Opfer und Beschuldigte fair behandelt?&lt;br /&gt;
Gibt es externe, vertrauenswürdige Beratung?&lt;br /&gt;
Bleiben Austritt und Rückkehr möglich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Organisation, die unter Druck nur noch Loyalität verlangt, läuft Gefahr, selbst das zu werden, wofür ihre Gegner sie halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Paradox der Repression ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt ist ein Paradox der Repression.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will Extremismus isolieren und gibt ihm eine gemeinsame Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will eine Führung schwächen und macht sie zum Beschützer der Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will Falschinformationen beseitigen und drängt Menschen in geschlossene Informationsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will Opfer schützen und zerstört möglicherweise Kontaktwege zu weiteren Betroffenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will Sicherheit schaffen und erzeugt Belagerungsmentalität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will eine Gesellschaft reinigen und vertieft ihre Spaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Paradox bedeutet nicht, dass Repression immer falsch ist. Der Staat muss Gewalt verhindern. Institutionen müssen Menschen schützen. Plattformen dürfen zu Gewalt aufrufende Inhalte begrenzen. Religiöse Gemeinschaften müssen Machtmissbrauch sanktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend ist, dass jede Maßnahme drei Ebenen berücksichtigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre unmittelbare praktische Wirkung,&lt;br /&gt;
ihre symbolische Bedeutung,&lt;br /&gt;
und ihre möglichen langfristigen Rückkopplungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rechtmäßige Maßnahme kann praktisch notwendig und symbolisch eskalierend sein. Gerade deshalb braucht sie eine kluge Kommunikation und ein umfassendes Deeskalationskonzept.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was der Waco-Effekt nicht bedeutet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine Entschuldigung für Gewalt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen und Gruppen bleiben für ihre Handlungen verantwortlich. Eine Erfahrung von Ausgrenzung rechtfertigt weder Terrorismus noch Missbrauch, Drohung oder bewaffneten Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine romantische Verklärung von Minderheiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Minderheit ist nicht automatisch friedlich oder moralisch überlegen. Auch religiös verfolgte oder stigmatisierte Gruppen können autoritäre Strukturen, Gewalt und Ausbeutung hervorbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kein Verbot staatlicher Eingriffe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staat darf und muss eingreifen, wenn Gesetze verletzt, Menschen bedroht oder Kinder gefährdet werden. Die Frage ist nicht, ob gehandelt wird, sondern wie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine automatische Radikalisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten kritisierten oder ausgegrenzten Menschen werden nicht extremistisch. Der Waco-Effekt beschreibt eine Risikodynamik, keine zwangsläufige Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine Gleichsetzung aller Fälle mit Waco ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausladung, eine kritische Reportage oder eine Plattformmoderation ist nicht dasselbe wie eine bewaffnete Belagerung. Der historische Fall Waco darf nicht verharmlost werden. Übertragungen beziehen sich auf den Mechanismus, nicht auf die Größenordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine Schuldumkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer von Missbrauch sind nicht dafür verantwortlich, dass eine kritisierte Gemeinschaft sich abschottet. Sie dürfen öffentlich sprechen und Schutz verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verantwortung für einen gerechten Umgang liegt vor allem bei Institutionen, Behörden, Medien und Leitungen, die Macht besitzen und Verfahren gestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wann klare Abgrenzung notwendig ist ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgrenzung ist notwendig, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konkrete Gewalt droht,&lt;br /&gt;
Waffen rechtswidrig eingesetzt oder gelagert werden,&lt;br /&gt;
Menschen festgehalten werden,&lt;br /&gt;
Kinder gefährdet sind,&lt;br /&gt;
Beweise vernichtet werden,&lt;br /&gt;
systematischer Missbrauch stattfindet,&lt;br /&gt;
eine Führung zur Gewalt aufruft,&lt;br /&gt;
Aussteiger bedroht werden,&lt;br /&gt;
oder eine Organisation demokratische oder rechtsstaatliche Räume gezielt zur Abschaffung dieser Räume nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dann sollte Abgrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rechtlich begründet,&lt;br /&gt;
verhältnismäßig,&lt;br /&gt;
überprüfbar,&lt;br /&gt;
zeitlich und sachlich bestimmt,&lt;br /&gt;
möglichst frei von öffentlicher Demütigung,&lt;br /&gt;
und mit sicheren Ausstiegswegen verbunden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Grenze muss nicht mit Hass gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze für Behörden und Einsatzkräfte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Fall Waco lassen sich mehrere Grundsätze ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religiöse Kompetenz einbeziehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachleute für [[Religionswissenschaft]], apokalyptische Bewegungen, Gruppendynamik und Konfliktpsychologie sollten frühzeitig beteiligt werden. Religiöse Sprache darf weder geglaubt noch verspottet werden. Sie muss verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhandlung und Taktik abstimmen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandler dürfen nicht Vertrauen aufbauen, während andere Einsatzteile dieses Vertrauen ohne zwingenden Grund zerstören. Unterschiedliche Einsatzlogiken müssen einer gemeinsamen Strategie folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit nicht vorschnell als Niederlage behandeln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Verhandlungen sind belastend und teuer. Dennoch kann Zeit Deeskalation ermöglichen. Müdigkeit darf nicht unbemerkt zum Hauptgrund einer Eskalationsentscheidung werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demütigung vermeiden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßnahmen, die primär der psychologischen Zermürbung oder öffentlichen Erniedrigung dienen, können Trotz, Märtyrertum und Führerloyalität verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sichere Ausstiegswege schaffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen müssen die Gruppe verlassen können, ohne von außen pauschal kriminalisiert und von innen als Verräter bedroht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglieder differenzieren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führung, bewaffnete Kader, abhängige Erwachsene, Zweifler, Kinder und ausstiegsbereite Personen benötigen unterschiedliche Ansprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Symbolische Wirkungen bedenken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede sichtbare Maßnahme erzählt eine Geschichte. Behörden sollten überlegen, welche Geschichte ihre Bilder innerhalb der Gruppe und in anderen radikalen Milieus erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transparenz nach dem Einsatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehler, widersprüchliche Aussagen und zurückgehaltene Informationen beschädigen langfristig das Vertrauen. Eine offene Aufarbeitung dient nicht nur der Vergangenheit, sondern der Prävention künftiger Radikalisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze für Medien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medien sollten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf dramatisierende Sammelbegriffe verzichten,&lt;br /&gt;
die Selbstbezeichnung einer Gruppe erklären, ohne sie ungeprüft zu übernehmen,&lt;br /&gt;
zwischen Religion, Ideologie, Straftat und psychischer Dynamik unterscheiden,&lt;br /&gt;
konkrete Machtverhältnisse untersuchen,&lt;br /&gt;
Kinder und Opfer schützen,&lt;br /&gt;
nicht alle Mitglieder als Kopien des Leiters darstellen,&lt;br /&gt;
eigene Fehler korrigieren,&lt;br /&gt;
Fachwissen aus der Religionswissenschaft einbeziehen,&lt;br /&gt;
und bedenken, dass Berichterstattung auch innerhalb der Gruppe gelesen und verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabe der Medien ist weder Werbung noch Vernichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist Aufklärung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze für spirituelle Gemeinschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spirituelle Gemeinschaften können dem Waco-Effekt vorbeugen, indem sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
demokratische oder nachvollziehbare Entscheidungsstrukturen schaffen,&lt;br /&gt;
geistliche und organisatorische Macht unterscheiden,&lt;br /&gt;
Beschwerdewege anbieten,&lt;br /&gt;
externe Beratung zulassen,&lt;br /&gt;
Kritik nicht als spirituelle Unreife abwerten,&lt;br /&gt;
Austritte respektieren,&lt;br /&gt;
den Kontakt von Mitgliedern zu Angehörigen fördern,&lt;br /&gt;
wissenschaftliche Erkenntnisse nicht pauschal ablehnen,&lt;br /&gt;
und keine Feinderzählung zur Grundlage ihrer Identität machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinschaft sollte sich nicht nur fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Werden wir ungerecht behandelt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollte ebenso fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welche Wahrheit könnte selbst in ungerechter Kritik enthalten sein?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und der Waco-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sicht des [[Yoga]] lässt sich der Waco-Effekt mit mehreren Grundprinzipien verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ahimsa – Nichtverletzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]] bedeutet nicht Passivität. Gewalt kann manchmal durch klare Grenzen verhindert werden. Ahimsa fordert jedoch, die Folgen des eigenen Handelns umfassend zu bedenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Maßnahme kann äußerlich gewaltfrei erscheinen und dennoch Demütigung, Hass und Radikalisierung fördern. Umgekehrt kann eine konsequente Begrenzung notwendig sein, um Schwächere zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahimsa fragt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Handlung vermindert langfristig Leiden?&lt;br /&gt;
Welche Maßnahme schützt, ohne unnötig zu entmenschlichen?&lt;br /&gt;
Wo wird Härte aus Angst oder Rache eingesetzt?&lt;br /&gt;
Wo wird angebliche Liebe zur Ausrede für Untätigkeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Satya – Wahrhaftigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Satya]] verlangt die genaue Unterscheidung zwischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwurf und Beweis,&lt;br /&gt;
Person und Handlung,&lt;br /&gt;
Kritik und Stigma,&lt;br /&gt;
Gefahr und Fremdheit,&lt;br /&gt;
Schutz und Vergeltung,&lt;br /&gt;
Verstehen und Zustimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrhaftigkeit bedeutet auch, die eigenen Fehler zu erkennen. Eine Gemeinschaft darf staatliche oder mediale Ungerechtigkeit benennen und muss zugleich ihre eigenen Machtprobleme prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viveka – Unterscheidungskraft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Viveka]] ist beim Umgang mit radikalen oder stigmatisierten Gruppen besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt zu unterscheiden zwischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
friedlichen Mitgliedern und gewalttätigen Kadern,&lt;br /&gt;
religiöser Hingabe und psychischer Unterwerfung,&lt;br /&gt;
ungewöhnlicher Spiritualität und Manipulation,&lt;br /&gt;
Kritik an einer Lehre und Hass auf ihre Anhänger,&lt;br /&gt;
notwendigen Grenzen und sozialer Vernichtung,&lt;br /&gt;
Dialog und Legitimation,&lt;br /&gt;
Mitgefühl und Naivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Viveka gibt es nur zwei grobe Reaktionen: romantische Verharmlosung oder pauschale Verdammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide können gefährlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maitri und Karuna ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga Sutra]] empfiehlt Patanjali Maitri, freundliches Wohlwollen, und Karuna, Mitgefühl, als Haltungen, die den Geist klären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patanjali&amp;quot;&amp;gt;Patanjali: &#039;&#039;Yoga Sutra&#039;&#039;, 1.33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgefühl bedeutet nicht, jede Aussage einer Gruppe zu akzeptieren. Es bedeutet, auch im verblendeten, schuldigen oder gefährdeten Menschen ein fühlendes Wesen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch ist mehr als sein Etikett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist mehr als seine Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist mehr als sein schlimmster Satz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist auch mehr als die Rolle, die sein Führer oder seine Gegner ihm zuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Svadhyaya – Selbststudium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Svadhyaya]] bedeutet Studium der Schriften und Selbstreflexion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaften können sich fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo dient unsere Spiritualität der Wahrheit?&lt;br /&gt;
Wo dient sie der Selbstbestätigung?&lt;br /&gt;
Wo sehen wir Kritik als Hilfe?&lt;br /&gt;
Wo erklären wir Kritik zum Werk dunkler Kräfte?&lt;br /&gt;
Wo schützt Hingabe das Herz?&lt;br /&gt;
Wo schützt sie lediglich die Macht eines Leiters?&lt;br /&gt;
Wo wird unsere Vorstellung von Verfolgung durch reale Erfahrungen gestützt?&lt;br /&gt;
Wo benutzen wir sie, um uns nicht verändern zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Satsang statt Echokammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Satsang]] bedeutet Gemeinschaft mit Wahrheit und mit Menschen, die nach Wahrheit streben. Satsang ist nicht einfach das Zusammensein Gleichgesinnter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinschaft, in der nur Zustimmung erlaubt ist, ist keine vollständige Gemeinschaft der Wahrheit. Wahrheit braucht auch Prüfung, Korrektur und die Bereitschaft, Irrtum zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Satsang sollte Menschen innerlich freier machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sollte sie nicht von jeder Außenbeziehung abhängig lösen und an eine einzige menschliche Autorität binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atman und die unverlierbare Würde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Vedanta]] ist das tiefste Selbst, [[Atman]], reines Bewusstsein. Es ist nicht identisch mit Rolle, Meinung, Gruppenzugehörigkeit oder sozialem Etikett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese spirituelle Sicht hebt weltliche Verantwortung nicht auf. Wer Gewalt ausübt, muss begrenzt werden. Wer Menschen missbraucht, muss Verantwortung tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch kein Mensch ist in seinem tiefsten Wesen nur Täter, Irrender, Fanatiker oder Ausgestoßener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis der Einheit darf nicht benutzt werden, um Schuld zu verdecken. Sie kann jedoch verhindern, dass notwendige Kritik in Entmenschlichung umschlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zehn Prüffragen zum Waco-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein möglicher Waco-Effekt liegt vor, wenn mehrere der folgenden Fragen mit Ja beantwortet werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird eine heterogene Gruppe nur noch als einheitlicher Gefahrenblock beschrieben?&lt;br /&gt;
Gilt jede Kritik von außen innerhalb der Gruppe als Beweis der Verfolgung?&lt;br /&gt;
Verlieren dialogbereite Mitglieder auf beiden Seiten an Einfluss?&lt;br /&gt;
Werden Kontakte zur jeweils anderen Seite als Verrat oder Kontamination behandelt?&lt;br /&gt;
Stärkt äußerer Druck die Macht der radikalsten Führungspersonen?&lt;br /&gt;
Werden Zweifel, Austritte oder Vermittlungsversuche gefährlicher?&lt;br /&gt;
Ersetzt Loyalität zunehmend die Prüfung von Tatsachen?&lt;br /&gt;
Werden Maßnahmen vor allem nach ihrer sichtbaren Härte und weniger nach ihrer langfristigen Wirkung beurteilt?&lt;br /&gt;
Sieht jede Seite die Reaktion der anderen ausschließlich als Bestätigung des eigenen Feindbildes?&lt;br /&gt;
Gibt es kaum noch Personen, die von beiden Seiten als Gesprächspartner akzeptiert werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je mehr dieser Merkmale zusammentreffen, desto größer ist das Risiko einer Eskalationsspirale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Möglichkeiten der Unterbrechung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt kann unterbrochen werden, wenn es gelingt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konkrete Gefahren klar zu benennen, ohne alle Mitglieder zu entmenschlichen,&lt;br /&gt;
verlässliche Gesprächskanäle offenzuhalten,&lt;br /&gt;
Brückenpersonen zu schützen,&lt;br /&gt;
sichere und würdevolle Ausstiege zu ermöglichen,&lt;br /&gt;
religiöse und kulturelle Innenwelten zu verstehen,&lt;br /&gt;
zwischen Leitung und Mitgliedern zu unterscheiden,&lt;br /&gt;
Fehler der eigenen Seite offen einzugestehen,&lt;br /&gt;
unnötige Demütigung zu vermeiden,&lt;br /&gt;
Verhandlung und Begrenzung miteinander abzustimmen,&lt;br /&gt;
und langfristige Reintegration mitzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deeskalation ist nicht dasselbe wie Nachgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist die Kunst, notwendige Grenzen so zu setzen, dass sie die gefährlichsten Erzählungen der Gegenseite möglichst wenig bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die tiefere Bedeutung des Waco-Effekts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt zeigt, dass menschliche Konflikte nicht allein durch Macht entschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen leben in Geschichten. Sie deuten Ereignisse. Sie suchen Bedeutung. Sie reagieren nicht nur darauf, was eine Maßnahme äußerlich bewirkt, sondern auch darauf, was sie symbolisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staat sieht einen Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe sieht den Endkampf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Redaktion sieht eine kritische Reportage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft sieht eine Verfolgungskampagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie sieht einen Rettungsversuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mitglied sieht die Bestätigung, dass nur die Gruppe es wirklich liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nur die eigene Botschaft betrachtet und nicht fragt, welche Botschaft tatsächlich ankommt, kann mit legalen und gut gemeinten Mitteln katastrophale Folgen erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre aus Waco ist deshalb nicht Weichheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Kompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierige Gruppen brauchen klare Grenzen und kundige Verhandler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie brauchen Schutzmaßnahmen und Gesprächskanäle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie brauchen Kritik und menschliche Ansprechbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie brauchen staatliche Wachsamkeit, aber keine Inszenierung, die ihre Apokalyptik füttert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie brauchen Menschen, die Gefahren erkennen, ohne der Faszination des Feindbildes zu erliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waco-Effekt beschreibt das Risiko, dass Stigmatisierung, Druck und Repression eine problematische Gruppe nicht nur begrenzen, sondern ihre Verfolgungserzählung bestätigen und ihre innere Radikalisierung verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mechanismus verläuft typischerweise folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gruppe wird als Gefahr markiert.&lt;br /&gt;
Der äußere Druck steigt.&lt;br /&gt;
Die Gruppe deutet den Druck als Bestätigung ihrer Weltsicht.&lt;br /&gt;
Moderate Stimmen verlieren Einfluss.&lt;br /&gt;
Loyalität ersetzt Selbstkritik.&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft schließt sich.&lt;br /&gt;
Radikale Kräfte gewinnen.&lt;br /&gt;
Die Außenwelt sieht die Verhärtung als Beweis ihrer ursprünglichen Einschätzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff entlastet weder Täter noch manipulative Führer. Er fordert vielmehr eine doppelte Verantwortung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppen müssen ihre eigenen Machtstrukturen, Ideologien und Handlungen prüfen.&lt;br /&gt;
Staat, Medien und Gesellschaft müssen die möglichen Rückwirkungen ihres Vorgehens bedenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isolation heilt selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann konservieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann verdichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann entzünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine menschliche und zugleich wehrhafte Gesellschaft muss daher beides können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Grenzen setzen, ohne Menschen endgültig aus der Ansprechbarkeit zu entfernen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gefahren erkennen, ohne selbst Teil ihrer Eskalationsgeschichte zu werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sekte]]&lt;br /&gt;
[[Religionswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Religionsfreiheit]]&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Fanatismus]]&lt;br /&gt;
[[Fundamentalismus]]&lt;br /&gt;
[[Gewalt]]&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Satya]]&lt;br /&gt;
[[Viveka]]&lt;br /&gt;
[[Maitri]]&lt;br /&gt;
[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
[[Svadhyaya]]&lt;br /&gt;
[[Satsang]]&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
[[Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Atman]]&lt;br /&gt;
[[Vorurteil]]&lt;br /&gt;
[[Ausgrenzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nancy T. Ammerman: &#039;&#039;Report to the Justice and Treasury Departments regarding Law Enforcement Interaction with the Branch Davidians in Waco, Texas&#039;&#039;. 1993.&lt;br /&gt;
Jack W. Brehm: &#039;&#039;A Theory of Psychological Reactance&#039;&#039;. Academic Press, New York 1966.&lt;br /&gt;
Bill Clinton: &#039;&#039;My Life&#039;&#039;. Alfred A. Knopf, New York 2004.&lt;br /&gt;
Stanley Cohen: &#039;&#039;Folk Devils and Moral Panics&#039;&#039;. MacGibbon and Kee, London 1972.&lt;br /&gt;
Edward S. G. Dennis Jr.: &#039;&#039;Evaluation of the Handling of the Branch Davidian Stand-Off in Waco, Texas, February 28 to April 19, 1993&#039;&#039;. United States Department of Justice, Washington 1993.&lt;br /&gt;
Clark McCauley, Sophia Moskalenko: &#039;&#039;Mechanisms of Political Radicalization: Pathways toward Terrorism&#039;&#039;. In: Terrorism and Political Violence, Band 20, 2008.&lt;br /&gt;
Robert K. Merton: &#039;&#039;Social Theory and Social Structure&#039;&#039;. Free Press, New York 1968.&lt;br /&gt;
Alan A. Stone: &#039;&#039;Report and Recommendations Concerning the Handling of Incidents Such as the Branch Davidian Standoff in Waco, Texas&#039;&#039;. 1993.&lt;br /&gt;
Catherine Wessinger: &#039;&#039;How the Millennium Comes Violently: From Jonestown to Heaven’s Gate&#039;&#039;. Seven Bridges Press, New York 2000.&lt;br /&gt;
Leslie T. Wilkins: &#039;&#039;Social Deviance: Social Policy, Action and Research&#039;&#039;. Tavistock, London 1964.&lt;br /&gt;
Kipling D. Williams: &#039;&#039;Ostracism: The Power of Silence&#039;&#039;. Guilford Press, New York 2001.&lt;br /&gt;
Stuart A. Wright: &#039;&#039;Armageddon in Waco: Critical Perspectives on the Branch Davidian Conflict&#039;&#039;. University of Chicago Press, Chicago 1995.&lt;br /&gt;
Stuart A. Wright: &#039;&#039;A Decade after Waco: Reassessing Crisis Negotiations at Mount Carmel in Light of New Government Disclosures&#039;&#039;. In: Nova Religio, Band 7, Nummer 2, 2003.&lt;br /&gt;
United States Department of Justice: &#039;&#039;Report to the Deputy Attorney General on the Events at Waco, Texas, February 28 to April 19, 1993&#039;&#039;. Washington 1993.&lt;br /&gt;
United States House of Representatives: &#039;&#039;Investigation into the Activities of Federal Law Enforcement Agencies toward the Branch Davidians&#039;&#039;. House Report 104-749, Washington 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=YVS227_F%C3%BCnffacher_Sinn_im_Leben_-_Yogasutra_II_18-23&amp;diff=1313644</id>
		<title>YVS227 Fünffacher Sinn im Leben - Yogasutra II 18-23</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=YVS227_F%C3%BCnffacher_Sinn_im_Leben_-_Yogasutra_II_18-23&amp;diff=1313644"/>
		<updated>2026-07-23T07:25:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Spirituelle Lebenseinstellung - der fünffache Sinn im Leben&#039;&#039;&#039;: Warum bist du in der [[Welt]]? Welchen [[Sinn]] hat das relative [[Leben]]? Wie kannst du in dieser Welt sinnvoll leben? [[Sukadev]] spricht anhand der [http://schriften.yoga-vidya.de/patanjali-raja-yoga-sutra/ Yoga Sutras von Patanjali], Kapitel 2, Verse 18-23. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/YVS227_Karma-Yoga-Philosophie-u-sp-Lebenseinstellung_Teil2_2-2-Kap_18-26_Patanjali.mp3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|qqmby2zQbNA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 5-fache Sinn im Leben ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[Erleuchtung]] erlangen&lt;br /&gt;
#[[Lernen]]&lt;br /&gt;
#[[Erfahrung]]en machen&lt;br /&gt;
#[[Bewirken]]&lt;br /&gt;
#[[Entfalten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: Erlebe…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[YVS226|Zum vorigen Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[YVS228|Zum nächsten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der fünffache Sinn des Lebens - Niederschrift des Video Vortrags==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der fünffache Sinn im Leben&#039;&#039;&#039; ist ein Modell aus der [[Yoga|Yoga-Philosophie]], das helfen kann, die eigene Existenz und die Erfahrungen des Alltags aus einer spirituellen Perspektive zu verstehen. Es beruht auf Gedanken aus dem zweiten Kapitel des [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]], insbesondere den Versen 18–23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus yogischer Sicht ist das Leben nicht bloß eine zufällige Folge angenehmer und unangenehmer Ereignisse. Die Welt ist ein Ort der Erfahrung, des Lernens, des Wirkens und der spirituellen Entwicklung. Letztlich dient alles Leben der Erkenntnis des wahren [[Selbst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sinn des relativen Lebens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen fragen sich immer wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Warum bin ich auf dieser Welt?&lt;br /&gt;
* Warum mache ich bestimmte Erfahrungen?&lt;br /&gt;
* Warum gibt es Freude und Leid?&lt;br /&gt;
* Was soll ich lernen?&lt;br /&gt;
* Was kann ich bewirken?&lt;br /&gt;
* Was ist das Ziel meines Lebens?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] beschreibt die erfahrbare Welt als etwas, das für den Sehenden, den [[Purusha]], da ist. Die Welt ermöglicht Erfahrungen und führt schließlich zur Befreiung. Das Leben kann daher als eine spirituelle Schule angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünffache Sinn des Lebens kann folgendermaßen zusammengefasst werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Erleuchtung]] erlangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Erfahrungen machen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# etwas bewirken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Fähigkeiten und Kräfte entfalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erleuchtung erlangen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Sinn des Lebens ist die [[Selbstverwirklichung]], die Erkenntnis der eigenen wahren Natur. Der Mensch ist seinem tiefsten Wesen nach nicht auf Körper, Persönlichkeit, Gedanken und Gefühle beschränkt. Hinter allen Veränderungen befindet sich das unsterbliche, reine und freie Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Jnana Yoga]] wird dieses Selbst als [[Atman]] bezeichnet. Atman ist eins mit [[Brahman]], dem Absoluten. Im [[Raja Yoga]] spricht man vom [[Purusha]], dem reinen Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle anderen Ziele und Erfahrungen des Lebens können letztlich als Schritte auf dem Weg zu dieser höchsten Erkenntnis verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erleuchtung bedeutet nicht unbedingt, die Welt abzulehnen oder vor den Aufgaben des Lebens zu fliehen. Vielmehr kann jeder Lebensbereich zum spirituellen Weg werden. Familie, Beruf, Gemeinschaft, Krankheit, Erfolg und Misserfolg können helfen, über begrenzte Identifikationen hinauszuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lernen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt ist eine Schule. Jeder Mensch kommt mit bestimmten Aufgaben und Lernfeldern in dieses Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen müssen lernen, mutiger zu werden. Andere dürfen Geduld, Mitgefühl, Selbstvertrauen, Konsequenz oder Hingabe entwickeln. Manche müssen lernen, Grenzen zu setzen. Andere lernen, sich zu öffnen, Verantwortung zu übernehmen oder loszulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hilfreiche Frage lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was kann ich aus dieser Situation lernen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frage verändert den Blick auf schwierige Erfahrungen. Anstatt nur zu fragen, warum etwas geschieht, kann man überlegen, welche Entwicklung dadurch möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet nicht, Leid zu verherrlichen oder Ungerechtigkeit einfach hinzunehmen. Yoga fordert den Menschen auf, klug und verantwortungsvoll zu handeln. Gleichzeitig kann auch eine schwierige Situation zum Anlass für innere Entwicklung werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfahrungen machen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist auf der Welt, um Erfahrungen zu machen. Dazu gehören Freude und Leid, Erfolg und Misserfolg, Begegnung und Trennung, Gesundheit und Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erfahrungen entwickelt der Mensch Verständnis. Vieles kann nicht allein durch Bücher oder theoretisches Wissen gelernt werden. Erst das eigene Erleben führt zu tiefer Einsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patanjali erklärt, dass die sichtbare Welt dem Erleben und der Befreiung des Sehenden dient. Erfahrungen sind daher nicht sinnlos. Sie können helfen, die Funktionsweise des Geistes zu verstehen, Wünsche zu erkennen und schrittweise über Abhängigkeiten hinauszuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spirituelle Lebenseinstellung bedeutet, Erfahrungen bewusst wahrzunehmen, ohne sich vollständig mit ihnen zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ich bin der Wahrnehmende. Ich mache diese Erfahrung, aber ich bin nicht auf diese Erfahrung beschränkt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Etwas bewirken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mensch ist auch auf der Welt, um etwas zu bewirken. Durch Denken, Sprechen und Handeln gestaltet er sein eigenes Leben und beeinflusst andere Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Karma Yoga]] wird Handeln zu einem spirituellen Weg. Der Mensch erfüllt seine Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen, ohne sich vollständig an die Ergebnisse zu hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei können folgende Fragen hilfreich sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Was braucht die konkrete Situation?&lt;br /&gt;
* Was ist meine Aufgabe?&lt;br /&gt;
* Wie kann ich anderen helfen?&lt;br /&gt;
* Was dient dem Wohl des Ganzen?&lt;br /&gt;
* Wie kann ich meine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas zu bewirken muss nicht bedeuten, berühmt zu werden oder Außergewöhnliches zu leisten. Auch eine kleine freundliche Handlung kann das Leben eines Menschen verändern. Ein aufmerksames Gespräch, ein Gebet, ein Dienst an der Gemeinschaft oder die gewissenhafte Erfüllung einer Aufgabe können von großer Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist nicht nur Empfänger von Erfahrungen. Er ist auch Mitgestalter der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fähigkeiten und Kräfte entfalten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Menschen schlummern zahlreiche Fähigkeiten. Das Leben bietet Gelegenheiten, diese Kräfte zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* körperliche Kraft und Geschicklichkeit&lt;br /&gt;
* Konzentration und Willenskraft&lt;br /&gt;
* Liebe und Mitgefühl&lt;br /&gt;
* Kreativität&lt;br /&gt;
* Mut und Ausdauer&lt;br /&gt;
* Intuition&lt;br /&gt;
* geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* die Fähigkeit, anderen zu dienen&lt;br /&gt;
* spirituelle Erkenntnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausforderungen zwingen den Menschen manchmal dazu, Fähigkeiten zu entwickeln, von denen er vorher nichts wusste. Eine schwierige Aufgabe kann zu größerer Kraft führen. Verantwortung kann helfen, über sich selbst hinauszuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yogaübungen wie [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]] und [[Satsang]] unterstützen die Entfaltung der inneren Möglichkeiten. Dabei geht es nicht nur um außergewöhnliche Fähigkeiten oder sogenannte [[Siddhi]]s. Wichtiger sind Charakterstärke, Liebe, Weisheit und die Fähigkeit, zum Wohl anderer zu handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Welt als Erfahrungsfeld ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Vers des zweiten Kapitels des Yoga Sutra beschreibt Patanjali die erfahrbare Welt als aus den drei [[Guna]]s bestehend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sattva]] – Reinheit, Klarheit und Harmonie&lt;br /&gt;
* [[Rajas]] – Aktivität, Unruhe und Bewegung&lt;br /&gt;
* [[Tamas]] – Trägheit, Dunkelheit und Festigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt umfasst die Elemente, die Sinne und alle Gegenstände der Wahrnehmung. Ihr Zweck ist nach Patanjali sowohl Erfahrung als auch Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt kann den Menschen binden, wenn er sich vollständig mit ihren Erscheinungen identifiziert. Sie kann ihn aber auch zur Befreiung führen, wenn er lernt, bewusst mit seinen Erfahrungen umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht die Welt an sich ist das Problem. Die Bindung entsteht durch Unwissenheit und Identifikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Purusha und Prakriti ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Grundlage des Yoga Sutra ist die Unterscheidung zwischen [[Purusha]] und [[Prakriti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Purusha&#039;&#039;&#039; ist das reine, unveränderliche Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prakriti&#039;&#039;&#039; ist die Natur mit allen körperlichen und geistigen Erscheinungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Bereich der Prakriti gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Körper&lt;br /&gt;
* die Sinne&lt;br /&gt;
* Gedanken&lt;br /&gt;
* Gefühle&lt;br /&gt;
* Erinnerungen&lt;br /&gt;
* Wünsche&lt;br /&gt;
* Persönlichkeit&lt;br /&gt;
* die äußere Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Purusha ist derjenige, der all dies wahrnimmt. Durch [[Avidya]], die grundlegende Unwissenheit, scheint sich das Bewusstsein mit Körper und Geist zu verbinden. Der Mensch denkt dann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ich bin der Körper.“&lt;br /&gt;
*„Ich bin meine Gedanken.“&lt;br /&gt;
*„Ich bin meine Gefühle.“&lt;br /&gt;
*„Ich bin erfolgreich.“&lt;br /&gt;
*„Ich bin gescheitert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga hilft, diese Identifikationen schrittweise zu überwinden. Gedanken und Gefühle werden weiterhin wahrgenommen, aber der Übende erkennt, dass sein wahres Selbst darüber hinausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Leben bewusst gestalten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünffache Sinn im Leben kann eine praktische Orientierung für den Alltag geben. In jeder Situation kann der Mensch überlegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie hilft mir diese Erfahrung auf dem Weg zur höchsten Erkenntnis?&lt;br /&gt;
# Was kann ich hier lernen?&lt;br /&gt;
# Welche Erfahrung mache ich?&lt;br /&gt;
# Was kann ich sinnvoll bewirken?&lt;br /&gt;
# Welche Fähigkeit kann ich entfalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer werden alle fünf Aspekte gleichzeitig deutlich. In einer bestimmten Lebensphase kann das Lernen im Vordergrund stehen. In einer anderen Phase geht es mehr um das Wirken, das Erfahren oder die Entfaltung neuer Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über allem steht die spirituelle Erkenntnis: Hinter allen Erfahrungen bleibt das wahre Selbst unberührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umgang mit Schwierigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spirituelle Lebenseinstellung kann insbesondere in schwierigen Zeiten hilfreich sein. Wenn etwas nicht so verläuft, wie man es sich gewünscht hat, kann man zunächst überlegen, was konkret zu tun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga bedeutet nicht, passiv zu werden. Es kann notwendig sein, Missstände zu verändern, für Gerechtigkeit einzutreten, Hilfe zu suchen oder klare Entscheidungen zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich kann man sich fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Welche Lernaufgabe liegt in dieser Situation?&lt;br /&gt;
* Welche Stärke kann ich jetzt entwickeln?&lt;br /&gt;
* Wie kann ich trotz der Schwierigkeit Gutes bewirken?&lt;br /&gt;
* Wie kann ich innerlich wachsen?&lt;br /&gt;
* Wie kann ich mich mit dem Göttlichen verbinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Einstellung kann helfen, nicht in Verzweiflung, Ärger oder Selbstmitleid stecken zu bleiben. Sie eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten und gibt auch schwierigen Erfahrungen eine tiefere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freude und Engagement ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünffache Sinn des Lebens ist keine rein ernste oder schwere Lehre. Das Leben darf mit Freude, Intensität und Hingabe gelebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen können die Schönheit der Welt genießen, Beziehungen pflegen, kreativ sein, lachen und sich für gute Ziele engagieren. Erfahrungen und Freude stehen nicht im Widerspruch zur Spiritualität, solange der Mensch sich nicht vollständig von äußeren Umständen abhängig macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spirituelle Lebenseinstellung verbindet daher mehrere Aspekte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* engagiertes Handeln&lt;br /&gt;
* bewusstes Erleben&lt;br /&gt;
* Offenheit für Lernprozesse&lt;br /&gt;
* Entfaltung der eigenen Kräfte&lt;br /&gt;
* Erinnerung an das ewige Selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praktische Übung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende eines Tages kann man einige Minuten in die Stille gehen und über folgende Fragen nachdenken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Was habe ich heute erfahren?&lt;br /&gt;
# Was habe ich heute gelernt?&lt;br /&gt;
# Was konnte ich bewirken?&lt;br /&gt;
# Welche Fähigkeit habe ich eingesetzt oder entwickelt?&lt;br /&gt;
# Wann konnte ich die Gegenwart des Göttlichen oder meines höheren Selbst spüren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend kann man alle Erfahrungen innerlich Gott darbringen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was auch immer ich heute getan, gedacht und erfahren habe, bringe ich dem Göttlichen dar. Möge alles meinem spirituellen Wachstum und dem Wohl aller Wesen dienen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünffache Sinn im Leben besteht darin,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die höchste Wahrheit zu erkennen,&lt;br /&gt;
# zu lernen,&lt;br /&gt;
# Erfahrungen zu machen,&lt;br /&gt;
# in der Welt etwas zu bewirken und&lt;br /&gt;
# die eigenen Fähigkeiten zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben wird dadurch zu einem umfassenden spirituellen Übungsfeld. Jede Erfahrung kann helfen, bewusster, liebevoller und weiser zu werden. Der Mensch lernt, engagiert zu handeln und zugleich zu erkennen, dass sein wahres Selbst jenseits aller Veränderungen frei und unsterblich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du auch unter den &#039;&#039;&#039;Stichwörtern [[Yoga Sutra]], [[Patanjali]] und [[Yoga]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Folge YVS227 ist ein Audio- bzw. Video-Vortrag aus der Vortragsreihe „[https://wiki.yoga-vidya.de/YVS001 Yoga Vidya Schulung – Der ganzheitliche Yogaweg]“ sowie auch Teil des zweiten Jahres der [https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-ausbildung/ 2-jährigen Yogalehrerausbildung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seminare zum Thema bzw. im indirekten Zusammenhang===&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt findest du eine Reihe von Seminaren bzw. Informationen, die im indirekten Zusammenhang zu diesem Thema stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/?daterange=&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date%2BASC&amp;amp;q=Yoga+Sutra&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date+ASC Yoga Sutra Seminare]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/?daterange=&amp;amp;q=Raja+Yoga&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date+ASC Raja Yoga Seminare]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/?daterange=&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date%2BASC&amp;amp;q=Indische+Schriften&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date+ASC Seminare zu indischen Schriften]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/?daterange=&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date%2BASC&amp;amp;q=Jnana+Yoga&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date+ASC Seminare zu Jnana Yoga]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/?daterange=&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date%2BASC&amp;amp;q=Vedanta&amp;amp;tx_solr%5Bsort%5D=date+ASC Seminare zu Raja Yoga]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist hier noch nicht das Passende an Informationen dabei gewesen? Dann schaue im nächsten Abschnitt doch mal die Link-Sammlung durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Links===&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wie-lerne-ich-yoga/yoga-meditation-einfuehrungsseminar/ Yoga und Meditation Einführung Seminar]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-ausbildung/ Yoga Ausbildung] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Linksammlung findest du weitere spannende Themen, die direkt oder indirekt mit diesem Thema zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/bhakti/ Göttliche Erkenntnis - Bhakti]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/center/ Yoga Schulen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Yogaferien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Lasse dich von den spannenden wie auch aufschlussreichen Büchern zum Thema inspirieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/philosophie/die-yogaweisheit-patanjali-menschen-heute Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/bhagavad-gita-deutsch Die Bhagavad Gita für Menschen von heute von Sukadev Bretz - deutsch]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/bhagavad-gita-v-swami-sivananda Die Srimad Bhagavad Gita, erläutert von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher Bücher-Shop]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039;] von Wilfried Huchzermeyer, ISBN 978-3-931172-28-2, Edition Sawitri.&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039;]von Martin Mittwede, ISBN 978-3-932957-02-4, Sathya Sai Vereinigung e.V.&lt;br /&gt;
*Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p58_Meditation-und-Mantras/ Swami Vishnu-devananda: Meditation und Mantras, Sivananda Yoga Vedanta Zentrum]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/hatha-yoga/das-yoga-vidya-asana-buch-band-i Das Yoga Vidya Asana Buch Band I]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/mythologiesanskritmantras/mantra-buch-zauberworte-alle-lebenslagen Mantra-Buch: Zauberworte für alle Lebenslagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ kannst du auch im Suchfeld rechts oben einen neuen Suchbegriff eingeben. Viel Spaß beim weiteren Stöbern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:YVS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Unterricht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrerausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Schriften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313503</id>
		<title>Aishwarya Devi Mary Soukouli</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313503"/>
		<updated>2026-07-21T14:40:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Aishwarya Devi&#039;&#039;&#039;; geboren als &#039;&#039;&#039;Mary Soukouli&#039;&#039;&#039;, griechisch Μαίρη Σούκουλη, teilweise auch Mary Soukoulis) ist eine griechische [[Yogalehrer]]in, Tänzerin, Choreografin und spirituelle Lebensberaterin. Sie gehört zu den frühen Lehrerinnen, die [[Yoga]] in Griechenland einer breiteren Öffentlichkeit vermittelten. Aischwarya Devi ist die Begründerin des von ihr entwickelten &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; und gründete in Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;, das auch unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bekannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot;&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Yoga Vidya: Speakers – European Yoga Congress 2022], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.europeanyogafederation.net/presence.html European Yoga Federation: Aischwarya Devi – Greece], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und spiritueller Weg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aishvarya.jpeg|thumb|Aishwarya Devi Mary Soukouli aus Griechenland]]&lt;br /&gt;
Mary Soukouli beschäftigte sich bereits in jungen Jahren intensiv mit Tanz und Bewegung. Sie absolvierte eine Ausbildung in klassischem und modernem Tanz und bildete sich unter anderem in Ballett, Modern Theatre Dance, Flamenco, Jazz Dance, afrikanischem Tanz und indischem Tanz weiter. Zu ihren späteren Tätigkeitsfeldern gehörten auch Choreografie, Bühnentechnik, Gesang und körperorientierte Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot;&amp;gt;[https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 LinkedIn: Aischwarya Devi Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 begegnete sie ihrem spirituellen Lehrer [[Swami Satyananda|Paramahamsa Satyananda]]. Nach den veröffentlichten biografischen Angaben wurde sie von ihm in den spirituellen Yogaweg eingeweiht und erhielt den Namen &#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Yoga Vidya Blog: Aischwarya Devi – Kriyas und Yoga Philosophie], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von spiritueller Praxis, Tanz, künstlerischem Ausdruck und körperlicher Schulung wurde in den folgenden Jahrzehnten zum Schwerpunkt ihrer Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Tänzerin und Choreografin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 gründete Aischwarya Devi in Chalandri bei Athen eine eigene Ballett- und Tanzschule. Diese leitete sie etwa zehn Jahre lang. In der Schule fanden neben dem regulären Tanzunterricht auch Veranstaltungen und Vorträge mit Lehrenden aus Griechenland und anderen Ländern statt, durch die Yoga und verwandte spirituelle Themen vermittelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beruflichen Profilen werden außerdem Tätigkeiten als Tanz- und Ballettlehrerin, Choreografin und Leiterin verschiedener Tanz- und Yogaprogramme genannt. Sie unterrichtete unter anderem klassischen Tanz, modernen Tanz, Bühnentanz, Yoga und körperorientierte Bewegungspraxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot;&amp;gt;[https://www.xing.com/profile/AischwaryaMary_Soukouli Xing: Aischwarya-Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kommunale Kulturprogramme in Athen und Marousi führten Mary Soukouli als Lehrerin für Tanz und Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://amarysia.gr/marousi/politismos/59703-%CE%B1%CF%85%CE%BB%CE%B1%CE%AF%CE%B1-%CE%B3%CE%B9%CE%B1-%CF%84%CE%BF-maroussi-art-people-festival Amarysia: Maroussi Art People Festival], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogaunterricht in Griechenland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi begann nach eigenen biografischen Angaben in den 1980er Jahren mit dem Studium und der Praxis des Yoga. Seit etwa 2000 unterrichtet sie schwerpunktmäßig [[Raja Yoga]]. Sie wird von verschiedenen Yogaorganisationen als eine der frühen Yogalehrerinnen Griechenlands bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrtätigkeit umfasste beziehungsweise umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Yoga Dance&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga|Kriya-Praktiken]]&lt;br /&gt;
* Sanjivani Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Yoga für Kinder und Jugendliche&lt;br /&gt;
* spirituelle Lebensberatung&lt;br /&gt;
* körper- und energieorientierte Übungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 1990er Jahren an trat sie nach biografischen Eigenangaben in griechischen Fernseh- und Radiosendungen auf und veröffentlichte Beiträge zu Yoga, Fitness und alternativen Therapieformen in griechischen Zeitschriften und Zeitungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete zeitweise auch an Schulen und Bildungseinrichtungen im Großraum Athen. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem die Saint Catherine’s British School, die Costeas-Geitonas School, eine deutsche Schule in Athen sowie das Hellenic American College genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 gehörte Mary Soukouli zum Organisationsteam eines öffentlichen Yoga-Tages im Alsos-Park von Nea Smyrni. In einem dazu veröffentlichten Interview erläuterte sie grundlegende Prinzipien und Techniken des Yoga.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.notia.gr/2014/06/open-yoga-day-sto-alsos-neas-smirnis-video/ Notia: Open Yoga Day im Alsos-Park von Nea Smyrni], 2014, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rája Yoga Center of Art und Anahata Center ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 beziehungsweise 2005 gründete Aischwarya Devi im Raum Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;. Das Zentrum wurde auch als &#039;&#039;&#039;Anahata – Raja Yoga, The Center of Art&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die geringfügig voneinander abweichenden Jahresangaben ergeben sich aus unterschiedlichen öffentlichen Profilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot;&amp;gt;[https://balancegurus.com/location/greece/athens/anahata-yoga-studio-greece Balance Gurus: Anahata Yoga Studio Athens], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum verband Yoga, Tanz, Meditation, Kunst und spirituelle Begleitung. Angeboten wurden unter anderem Raja Yoga, Yoga Dance, Atemübungen, Meditation, Vorträge, Seminare und körperorientierte Übungen. Hinzu kamen Angebote, die als Pranic Healing, Energiearbeit, Mantra- und Gebetspraxis, Arbeit mit den Chakras sowie spirituelle Lebensberatung bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Seminarleiter Stavros Karagilanis beschreibt die Gründung des Raja Yoga Center im Jahr 2004 als gemeinsames Projekt mit seiner Lehrerin Aischwarya Devi.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lovecommunity.gr/enthimites-2/stavros-karagilanis/ Love Community: Stavros Karagilanis], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Dance System ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; ist eine von Aischwarya Devi entwickelte Verbindung von Yoga, Tanz, bewusster Bewegung, Atem, Musik und innerer Sammlung. Dabei werden Elemente ihrer langjährigen tänzerischen Ausbildung mit Yogapraktiken und spiritueller Selbsterfahrung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System versteht Tanz nicht allein als künstlerische Darstellung oder körperliches Training. Bewegung soll vielmehr zum Mittel der Konzentration, des Körperbewusstseins, des emotionalen Ausdrucks und der Erfahrung innerer Einheit werden. Yoga Dance verbindet damit Aspekte von [[Asana]], Atemführung, Rhythmus, Meditation und choreografischer Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi stellte das Yoga Dance System bei Veranstaltungen und internationalen Yoga-Festivals vor. Nach griechischen Veranstalterangaben wurde das System bei nationalen und internationalen Kongressen präsentiert und 2014 beim International Yoga Festival in Rishikesh gewürdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot;&amp;gt;[https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Roē Center: Aischwarya Devi Mary Soukouli], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2013 präsentierte sie ihre Arbeit beim Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar. 2014 hielt sie beim International Yoga Festival in Rishikesh Vorträge und leitete praktische Einheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi absolvierte umfangreiche Ausbildungen im Bereich Tanz. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem folgende Ausbildungsstationen genannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung in klassischem und modernem Tanz an der Katsouli Classical Dance School&lt;br /&gt;
* Prüfungen und Diplome der Royal Academy of Dance&lt;br /&gt;
* Ausbildungen im Modern Theatre Dance bei der Imperial Society of Teachers of Dancing&lt;br /&gt;
* mehrjährige Ausbildung in spanischem Tanz und Flamenco&lt;br /&gt;
* Bühnentechnik und Spezialtraining an der Alvin Ailey School in New York&lt;br /&gt;
* Beschäftigung mit afrikanischem Tanz und Ausdruckstanz&lt;br /&gt;
* Studium von Bharatanatyam und weiteren Formen indischen Tanzes&lt;br /&gt;
* Ausbildung beziehungsweise praktische Erfahrung in Choreografie, Gesang, Kinesiotherapie und Körperarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 nahm sie an einer Weiterbildung in Yoga und Yogatherapie an der [[Dev Sanskriti Vishwavidyalaya]] in Haridwar teil. Für 2011 wird eine weitere Teilnahmebescheinigung dieser Universität genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus absolvierte sie zwischen 2007 und 2014 verschiedene Ausbildungen im System des Pranic Healing nach Master Choa Kok Sui. Genannt werden Grund- und Aufbaukurse, Pranic Psychotherapy sowie vorbereitende Stufen des Arhatic Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pranic Healing und spirituelle Begleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Yoga und Tanz beschäftigte sich Aischwarya Devi mit [[Prana|Prana-Arbeit]] und Pranic Healing. Sie beschreibt sich als Pranic Healer und arbeitete sowohl in Gruppen und Seminaren als auch in Einzelsitzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Festival für zeitgenössische Lebensgestaltung in Athen wurde sie 2016 als Yoga- und Tanzlehrerin sowie Pranic Healer vorgestellt. Dort hielt sie einen Vortrag über die Bedeutung von [[Yajna|Yagya]], dem vedischen Feuerritual, innerhalb der indischen Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://inspireyourlife.gr/%CE%B7-%CE%B8%CE%B5%CF%81%CE%B1%CF%80%CE%B5%CE%AF%CE%B1-%CE%BC%CE%AD%CF%83%CE%B1-%CE%B1%CF%80%CF%8C-%CF%84%CE%B7%CE%BD-%CF%80%CE%B1%CF%81%CE%AC%CE%B4%CE%BF%CF%83%CE%B7-%CF%84%CE%B7%CF%82-%CE%B3%CE%B9/ Inspire Your Life: Heilung durch die Tradition des Yoga mit Aischwarya Devi Mary Soukouli], 19. Mai 2016, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren weiteren Lehrthemen gehören Sanjivani Kriya Yoga, Surya Kriya, Kundalini-bezogene Praktiken, Meditation und spirituelle Lebensführung. Beim Europäischen Yoga Kongress von Yoga Vidya im Jahr 2022 leitete sie einen Vortrag über die „wahre Wahrnehmung des Selbst“ und einen Workshop über Sanjivani Kriya Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi nahm an Yoga-Veranstaltungen in Griechenland, Indien und weiteren Ländern teil. Dazu zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ an der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar 2013,&lt;br /&gt;
* das International Yoga Festival in Rishikesh 2014,&lt;br /&gt;
* internationale Aktivitäten zur Unterstützung eines Weltyogatages,&lt;br /&gt;
* der Europäische Yoga Kongress bei Yoga Vidya 2022,&lt;br /&gt;
* die UC International Week of Yoga 2024,&lt;br /&gt;
* weitere Yoga-, Gesundheits- und Kulturveranstaltungen in Griechenland und im Ausland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://events.unitedconsciousness.in/uciwp-2024/ United Consciousness: UC International Week of Yoga 2024], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erhielt sie beim International Yoga Festival in Uttarakhand eine als „Honor of Benevolence“ bezeichnete Auszeichnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie engagierte sich außerdem bei Veranstaltungen der griechisch-indischen Gesellschaft ELINEPA. 2017 vertrat sie die Organisation gemeinsam mit deren Generalsekretär bei einer Holi-Feier der indischen Botschaft in Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://elinepa.org/holi-celebration-athens/ ELINEPA: Holi Celebration in Athens], 13. März 2017, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== European Yoga Federation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi wird von der [[European Yoga Federation]] als Repräsentantin Griechenlands geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Rahmen beteiligt sie sich am internationalen Austausch von Yogalehrenden und an länderübergreifenden Yoga-Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeit steht dabei besonders für die Verbindung von Yoga und Kunst sowie für die Einbeziehung von Tanz, Musik, Bewegung und kreativem Ausdruck in die spirituelle Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 war Aischwarya Devi Referentin beim Europäischen Yoga Kongress bei [[Yoga Vidya Bad Meinberg]]. Yoga Vidya stellte sie als Raja-Yoga- und Yoga-Dance-Lehrerin, Tänzerin, Choreografin und Begründerin des Yoga Dance System vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Beiträge beim Kongress waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vortrag:&#039;&#039;&#039; „Echte Wahrnehmung des Selbst“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Workshop:&#039;&#039;&#039; „Der Schritt von MS zu Sanjivani Kriya Yoga – Die Geburt des Lebens“&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ihres Wirkens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devis Arbeit ist von dem Bestreben geprägt, Yoga, Tanz und künstlerischen Ausdruck miteinander zu verbinden. Sie versteht den Körper nicht nur als Instrument für körperliche Leistungsfähigkeit, sondern als Zugang zu Bewusstsein, innerer Sammlung und spiritueller Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Yoga Dance System entwickelte sie einen Ansatz, in dem fließende und choreografische Bewegung, Atem, Konzentration und Meditation zusammenwirken. Zugleich trug sie durch Schulen, öffentliche Veranstaltungen, Medienauftritte und internationale Festivals dazu bei, Yoga in Griechenland bekannter zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga und Tanz]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Satyananda Saraswati]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[European Yoga Federation]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 Aischwarya Devi Mary Soukouli bei LinkedIn]&lt;br /&gt;
* [https://www.europeanyogafederation.net/presence.html Profil bei der European Yoga Federation]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Aischwarya Devi im Yoga Vidya Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Profil beim Europäischen Yoga Kongress 2022]&lt;br /&gt;
* [https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Profil beim Roē Center]&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/aischwaryadevimary.soukouli/ Öffentliche Facebook-Seite von Aischwarya Devi Mary Soukouli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313502</id>
		<title>Aishwarya Devi Mary Soukouli</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313502"/>
		<updated>2026-07-21T14:40:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Aishwarya Devi&#039;&#039;&#039;; geboren als &#039;&#039;&#039;Mary Soukouli&#039;&#039;&#039;, griechisch Μαίρη Σούκουλη, teilweise auch Mary Soukoulis) ist eine griechische [[Yogalehrer]]in, Tänzerin, Choreografin und spirituelle Lebensberaterin. Sie gehört zu den frühen Lehrerinnen, die [[Yoga]] in Griechenland einer breiteren Öffentlichkeit vermittelten. Aischwarya Devi ist die Begründerin des von ihr entwickelten &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; und gründete in Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;, das auch unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bekannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot;&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Yoga Vidya: Speakers – European Yoga Congress 2022], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.europeanyogafederation.net/presence.html European Yoga Federation: Aischwarya Devi – Greece], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und spiritueller Weg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aishvarya.jpeg|thumb|Aishwarya Devi Mary Soukouli aus Griechenland]]&lt;br /&gt;
Mary Soukouli beschäftigte sich bereits in jungen Jahren intensiv mit Tanz und Bewegung. Sie absolvierte eine Ausbildung in klassischem und modernem Tanz und bildete sich unter anderem in Ballett, Modern Theatre Dance, Flamenco, Jazz Dance, afrikanischem Tanz und indischem Tanz weiter. Zu ihren späteren Tätigkeitsfeldern gehörten auch Choreografie, Bühnentechnik, Gesang und körperorientierte Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot;&amp;gt;[https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 LinkedIn: Aischwarya Devi Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 begegnete sie ihrem spirituellen Lehrer [[Swami Satyananda|Paramahamsa Satyananda]]. Nach den veröffentlichten biografischen Angaben wurde sie von ihm in den spirituellen Yogaweg eingeweiht und erhielt den Namen &#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Yoga Vidya Blog: Aischwarya Devi – Kriyas und Yoga Philosophie], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von spiritueller Praxis, Tanz, künstlerischem Ausdruck und körperlicher Schulung wurde in den folgenden Jahrzehnten zum Schwerpunkt ihrer Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Tänzerin und Choreografin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 gründete Aischwarya Devi in Chalandri bei Athen eine eigene Ballett- und Tanzschule. Diese leitete sie etwa zehn Jahre lang. In der Schule fanden neben dem regulären Tanzunterricht auch Veranstaltungen und Vorträge mit Lehrenden aus Griechenland und anderen Ländern statt, durch die Yoga und verwandte spirituelle Themen vermittelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beruflichen Profilen werden außerdem Tätigkeiten als Tanz- und Ballettlehrerin, Choreografin und Leiterin verschiedener Tanz- und Yogaprogramme genannt. Sie unterrichtete unter anderem klassischen Tanz, modernen Tanz, Bühnentanz, Yoga und körperorientierte Bewegungspraxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot;&amp;gt;[https://www.xing.com/profile/AischwaryaMary_Soukouli Xing: Aischwarya-Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kommunale Kulturprogramme in Athen und Marousi führten Mary Soukouli als Lehrerin für Tanz und Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://amarysia.gr/marousi/politismos/59703-%CE%B1%CF%85%CE%BB%CE%B1%CE%AF%CE%B1-%CE%B3%CE%B9%CE%B1-%CF%84%CE%BF-maroussi-art-people-festival Amarysia: Maroussi Art People Festival], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogaunterricht in Griechenland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi begann nach eigenen biografischen Angaben in den 1980er Jahren mit dem Studium und der Praxis des Yoga. Seit etwa 2000 unterrichtet sie schwerpunktmäßig [[Raja Yoga]]. Sie wird von verschiedenen Yogaorganisationen als eine der frühen Yogalehrerinnen Griechenlands bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrtätigkeit umfasste beziehungsweise umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Yoga Dance&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga|Kriya-Praktiken]]&lt;br /&gt;
* Sanjivani Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Yoga für Kinder und Jugendliche&lt;br /&gt;
* spirituelle Lebensberatung&lt;br /&gt;
* körper- und energieorientierte Übungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 1990er Jahren an trat sie nach biografischen Eigenangaben in griechischen Fernseh- und Radiosendungen auf und veröffentlichte Beiträge zu Yoga, Fitness und alternativen Therapieformen in griechischen Zeitschriften und Zeitungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete zeitweise auch an Schulen und Bildungseinrichtungen im Großraum Athen. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem die Saint Catherine’s British School, die Costeas-Geitonas School, eine deutsche Schule in Athen sowie das Hellenic American College genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 gehörte Mary Soukouli zum Organisationsteam eines öffentlichen Yoga-Tages im Alsos-Park von Nea Smyrni. In einem dazu veröffentlichten Interview erläuterte sie grundlegende Prinzipien und Techniken des Yoga.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.notia.gr/2014/06/open-yoga-day-sto-alsos-neas-smirnis-video/ Notia: Open Yoga Day im Alsos-Park von Nea Smyrni], 2014, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rája Yoga Center of Art und Anahata Center ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 beziehungsweise 2005 gründete Aischwarya Devi im Raum Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;. Das Zentrum wurde auch als &#039;&#039;&#039;Anahata – Raja Yoga, The Center of Art&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die geringfügig voneinander abweichenden Jahresangaben ergeben sich aus unterschiedlichen öffentlichen Profilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot;&amp;gt;[https://balancegurus.com/location/greece/athens/anahata-yoga-studio-greece Balance Gurus: Anahata Yoga Studio Athens], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum verband Yoga, Tanz, Meditation, Kunst und spirituelle Begleitung. Angeboten wurden unter anderem Raja Yoga, Yoga Dance, Atemübungen, Meditation, Vorträge, Seminare und körperorientierte Übungen. Hinzu kamen Angebote, die als Pranic Healing, Energiearbeit, Mantra- und Gebetspraxis, Arbeit mit den Chakras sowie spirituelle Lebensberatung bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Seminarleiter Stavros Karagilanis beschreibt die Gründung des Raja Yoga Center im Jahr 2004 als gemeinsames Projekt mit seiner Lehrerin Aischwarya Devi.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lovecommunity.gr/enthimites-2/stavros-karagilanis/ Love Community: Stavros Karagilanis], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Dance System ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; ist eine von Aischwarya Devi entwickelte Verbindung von Yoga, Tanz, bewusster Bewegung, Atem, Musik und innerer Sammlung. Dabei werden Elemente ihrer langjährigen tänzerischen Ausbildung mit Yogapraktiken und spiritueller Selbsterfahrung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System versteht Tanz nicht allein als künstlerische Darstellung oder körperliches Training. Bewegung soll vielmehr zum Mittel der Konzentration, des Körperbewusstseins, des emotionalen Ausdrucks und der Erfahrung innerer Einheit werden. Yoga Dance verbindet damit Aspekte von [[Asana]], Atemführung, Rhythmus, Meditation und choreografischer Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi stellte das Yoga Dance System bei Veranstaltungen und internationalen Yoga-Festivals vor. Nach griechischen Veranstalterangaben wurde das System bei nationalen und internationalen Kongressen präsentiert und 2014 beim International Yoga Festival in Rishikesh gewürdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot;&amp;gt;[https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Roē Center: Aischwarya Devi Mary Soukouli], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2013 präsentierte sie ihre Arbeit beim Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar. 2014 hielt sie beim International Yoga Festival in Rishikesh Vorträge und leitete praktische Einheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi absolvierte umfangreiche Ausbildungen im Bereich Tanz. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem folgende Ausbildungsstationen genannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung in klassischem und modernem Tanz an der Katsouli Classical Dance School&lt;br /&gt;
* Prüfungen und Diplome der Royal Academy of Dance&lt;br /&gt;
* Ausbildungen im Modern Theatre Dance bei der Imperial Society of Teachers of Dancing&lt;br /&gt;
* mehrjährige Ausbildung in spanischem Tanz und Flamenco&lt;br /&gt;
* Bühnentechnik und Spezialtraining an der Alvin Ailey School in New York&lt;br /&gt;
* Beschäftigung mit afrikanischem Tanz und Ausdruckstanz&lt;br /&gt;
* Studium von Bharatanatyam und weiteren Formen indischen Tanzes&lt;br /&gt;
* Ausbildung beziehungsweise praktische Erfahrung in Choreografie, Gesang, Kinesiotherapie und Körperarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 nahm sie an einer Weiterbildung in Yoga und Yogatherapie an der [[Dev Sanskriti Vishwavidyalaya]] in Haridwar teil. Für 2011 wird eine weitere Teilnahmebescheinigung dieser Universität genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus absolvierte sie zwischen 2007 und 2014 verschiedene Ausbildungen im System des Pranic Healing nach Master Choa Kok Sui. Genannt werden Grund- und Aufbaukurse, Pranic Psychotherapy sowie vorbereitende Stufen des Arhatic Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pranic Healing und spirituelle Begleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Yoga und Tanz beschäftigte sich Aischwarya Devi mit [[Prana|Prana-Arbeit]] und Pranic Healing. Sie beschreibt sich als Pranic Healer und arbeitete sowohl in Gruppen und Seminaren als auch in Einzelsitzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Festival für zeitgenössische Lebensgestaltung in Athen wurde sie 2016 als Yoga- und Tanzlehrerin sowie Pranic Healer vorgestellt. Dort hielt sie einen Vortrag über die Bedeutung von [[Yajna|Yagya]], dem vedischen Feuerritual, innerhalb der indischen Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://inspireyourlife.gr/%CE%B7-%CE%B8%CE%B5%CF%81%CE%B1%CF%80%CE%B5%CE%AF%CE%B1-%CE%BC%CE%AD%CF%83%CE%B1-%CE%B1%CF%80%CF%8C-%CF%84%CE%B7%CE%BD-%CF%80%CE%B1%CF%81%CE%AC%CE%B4%CE%BF%CF%83%CE%B7-%CF%84%CE%B7%CF%82-%CE%B3%CE%B9/ Inspire Your Life: Heilung durch die Tradition des Yoga mit Aischwarya Devi Mary Soukouli], 19. Mai 2016, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren weiteren Lehrthemen gehören Sanjivani Kriya Yoga, Surya Kriya, Kundalini-bezogene Praktiken, Meditation und spirituelle Lebensführung. Beim Europäischen Yoga Kongress von Yoga Vidya im Jahr 2022 leitete sie einen Vortrag über die „wahre Wahrnehmung des Selbst“ und einen Workshop über Sanjivani Kriya Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi nahm an Yoga-Veranstaltungen in Griechenland, Indien und weiteren Ländern teil. Dazu zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ an der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar 2013,&lt;br /&gt;
* das International Yoga Festival in Rishikesh 2014,&lt;br /&gt;
* internationale Aktivitäten zur Unterstützung eines Weltyogatages,&lt;br /&gt;
* der Europäische Yoga Kongress bei Yoga Vidya 2022,&lt;br /&gt;
* die UC International Week of Yoga 2024,&lt;br /&gt;
* weitere Yoga-, Gesundheits- und Kulturveranstaltungen in Griechenland und im Ausland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://events.unitedconsciousness.in/uciwp-2024/ United Consciousness: UC International Week of Yoga 2024], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erhielt sie beim International Yoga Festival in Uttarakhand eine als „Honor of Benevolence“ bezeichnete Auszeichnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie engagierte sich außerdem bei Veranstaltungen der griechisch-indischen Gesellschaft ELINEPA. 2017 vertrat sie die Organisation gemeinsam mit deren Generalsekretär bei einer Holi-Feier der indischen Botschaft in Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://elinepa.org/holi-celebration-athens/ ELINEPA: Holi Celebration in Athens], 13. März 2017, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== European Yoga Federation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi wird von der [[European Yoga Federation]] als Repräsentantin Griechenlands geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Rahmen beteiligt sie sich am internationalen Austausch von Yogalehrenden und an länderübergreifenden Yoga-Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeit steht dabei besonders für die Verbindung von Yoga und Kunst sowie für die Einbeziehung von Tanz, Musik, Bewegung und kreativem Ausdruck in die spirituelle Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 war Aischwarya Devi Referentin beim Europäischen Yoga Kongress bei [[Yoga Vidya Bad Meinberg]]. Yoga Vidya stellte sie als Raja-Yoga- und Yoga-Dance-Lehrerin, Tänzerin, Choreografin und Begründerin des Yoga Dance System vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Beiträge beim Kongress waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vortrag:&#039;&#039;&#039; „Echte Wahrnehmung des Selbst“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Workshop:&#039;&#039;&#039; „Der Schritt von MS zu Sanjivani Kriya Yoga – Die Geburt des Lebens“&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ihres Wirkens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devis Arbeit ist von dem Bestreben geprägt, Yoga, Tanz und künstlerischen Ausdruck miteinander zu verbinden. Sie versteht den Körper nicht nur als Instrument für körperliche Leistungsfähigkeit, sondern als Zugang zu Bewusstsein, innerer Sammlung und spiritueller Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Yoga Dance System entwickelte sie einen Ansatz, in dem fließende und choreografische Bewegung, Atem, Konzentration und Meditation zusammenwirken. Zugleich trug sie durch Schulen, öffentliche Veranstaltungen, Medienauftritte und internationale Festivals dazu bei, Yoga in Griechenland bekannter zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga und Tanz]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Satyananda Saraswati]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[European Yoga Federation]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 Aischwarya Devi Mary Soukouli bei LinkedIn]&lt;br /&gt;
* [https://www.europeanyogafederation.net/presence.html Profil bei der European Yoga Federation]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Aischwarya Devi im Yoga Vidya Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Profil beim Europäischen Yoga Kongress 2022]&lt;br /&gt;
* [https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Profil beim Roē Center]&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/aischwaryadevimary.soukouli/ Öffentliche Facebook-Seite von Aischwarya Devi Mary Soukouli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tänzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313501</id>
		<title>Aishwarya Devi Mary Soukouli</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313501"/>
		<updated>2026-07-21T14:39:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Aishwarya Devi&#039;&#039;&#039;; geboren als &#039;&#039;&#039;Mary Soukouli&#039;&#039;&#039;, griechisch Μαίρη Σούκουλη, teilweise auch Mary Soukoulis) ist eine griechische [[Yogalehrer]]in, Tänzerin, Choreografin und spirituelle Lebensberaterin. Sie gehört zu den frühen Lehrerinnen, die [[Yoga]] in Griechenland einer breiteren Öffentlichkeit vermittelten. Aischwarya Devi ist die Begründerin des von ihr entwickelten &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; und gründete in Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;, das auch unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bekannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot;&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Yoga Vidya: Speakers – European Yoga Congress 2022], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.europeanyogafederation.net/presence.html European Yoga Federation: Aischwarya Devi – Greece], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und spiritueller Weg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aishvarya.jpeg|thumb|Aishwarya Devi Mary Soukouli aus Griechenland]]&lt;br /&gt;
Mary Soukouli beschäftigte sich bereits in jungen Jahren intensiv mit Tanz und Bewegung. Sie absolvierte eine Ausbildung in klassischem und modernem Tanz und bildete sich unter anderem in Ballett, Modern Theatre Dance, Flamenco, Jazz Dance, afrikanischem Tanz und indischem Tanz weiter. Zu ihren späteren Tätigkeitsfeldern gehörten auch Choreografie, Bühnentechnik, Gesang und körperorientierte Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot;&amp;gt;[https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 LinkedIn: Aischwarya Devi Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 begegnete sie ihrem spirituellen Lehrer [[Swami Satyananda|Paramahamsa Satyananda]]. Nach den veröffentlichten biografischen Angaben wurde sie von ihm in den spirituellen Yogaweg eingeweiht und erhielt den Namen &#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Yoga Vidya Blog: Aischwarya Devi – Kriyas und Yoga Philosophie], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von spiritueller Praxis, Tanz, künstlerischem Ausdruck und körperlicher Schulung wurde in den folgenden Jahrzehnten zum Schwerpunkt ihrer Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Tänzerin und Choreografin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 gründete Aischwarya Devi in Chalandri bei Athen eine eigene Ballett- und Tanzschule. Diese leitete sie etwa zehn Jahre lang. In der Schule fanden neben dem regulären Tanzunterricht auch Veranstaltungen und Vorträge mit Lehrenden aus Griechenland und anderen Ländern statt, durch die Yoga und verwandte spirituelle Themen vermittelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beruflichen Profilen werden außerdem Tätigkeiten als Tanz- und Ballettlehrerin, Choreografin und Leiterin verschiedener Tanz- und Yogaprogramme genannt. Sie unterrichtete unter anderem klassischen Tanz, modernen Tanz, Bühnentanz, Yoga und körperorientierte Bewegungspraxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot;&amp;gt;[https://www.xing.com/profile/AischwaryaMary_Soukouli Xing: Aischwarya-Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kommunale Kulturprogramme in Athen und Marousi führten Mary Soukouli als Lehrerin für Tanz und Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://amarysia.gr/marousi/politismos/59703-%CE%B1%CF%85%CE%BB%CE%B1%CE%AF%CE%B1-%CE%B3%CE%B9%CE%B1-%CF%84%CE%BF-maroussi-art-people-festival Amarysia: Maroussi Art People Festival], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogaunterricht in Griechenland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi begann nach eigenen biografischen Angaben in den 1980er Jahren mit dem Studium und der Praxis des Yoga. Seit etwa 2000 unterrichtet sie schwerpunktmäßig [[Raja Yoga]]. Sie wird von verschiedenen Yogaorganisationen als eine der frühen Yogalehrerinnen Griechenlands bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrtätigkeit umfasste beziehungsweise umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Yoga Dance&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga|Kriya-Praktiken]]&lt;br /&gt;
* Sanjivani Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Yoga für Kinder und Jugendliche&lt;br /&gt;
* spirituelle Lebensberatung&lt;br /&gt;
* körper- und energieorientierte Übungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 1990er Jahren an trat sie nach biografischen Eigenangaben in griechischen Fernseh- und Radiosendungen auf und veröffentlichte Beiträge zu Yoga, Fitness und alternativen Therapieformen in griechischen Zeitschriften und Zeitungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete zeitweise auch an Schulen und Bildungseinrichtungen im Großraum Athen. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem die Saint Catherine’s British School, die Costeas-Geitonas School, eine deutsche Schule in Athen sowie das Hellenic American College genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 gehörte Mary Soukouli zum Organisationsteam eines öffentlichen Yoga-Tages im Alsos-Park von Nea Smyrni. In einem dazu veröffentlichten Interview erläuterte sie grundlegende Prinzipien und Techniken des Yoga.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.notia.gr/2014/06/open-yoga-day-sto-alsos-neas-smirnis-video/ Notia: Open Yoga Day im Alsos-Park von Nea Smyrni], 2014, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rája Yoga Center of Art und Anahata Center ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 beziehungsweise 2005 gründete Aischwarya Devi im Raum Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;. Das Zentrum wurde auch als &#039;&#039;&#039;Anahata – Raja Yoga, The Center of Art&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die geringfügig voneinander abweichenden Jahresangaben ergeben sich aus unterschiedlichen öffentlichen Profilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot;&amp;gt;[https://balancegurus.com/location/greece/athens/anahata-yoga-studio-greece Balance Gurus: Anahata Yoga Studio Athens], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum verband Yoga, Tanz, Meditation, Kunst und spirituelle Begleitung. Angeboten wurden unter anderem Raja Yoga, Yoga Dance, Atemübungen, Meditation, Vorträge, Seminare und körperorientierte Übungen. Hinzu kamen Angebote, die als Pranic Healing, Energiearbeit, Mantra- und Gebetspraxis, Arbeit mit den Chakras sowie spirituelle Lebensberatung bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Seminarleiter Stavros Karagilanis beschreibt die Gründung des Raja Yoga Center im Jahr 2004 als gemeinsames Projekt mit seiner Lehrerin Aischwarya Devi.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lovecommunity.gr/enthimites-2/stavros-karagilanis/ Love Community: Stavros Karagilanis], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Dance System ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; ist eine von Aischwarya Devi entwickelte Verbindung von Yoga, Tanz, bewusster Bewegung, Atem, Musik und innerer Sammlung. Dabei werden Elemente ihrer langjährigen tänzerischen Ausbildung mit Yogapraktiken und spiritueller Selbsterfahrung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System versteht Tanz nicht allein als künstlerische Darstellung oder körperliches Training. Bewegung soll vielmehr zum Mittel der Konzentration, des Körperbewusstseins, des emotionalen Ausdrucks und der Erfahrung innerer Einheit werden. Yoga Dance verbindet damit Aspekte von [[Asana]], Atemführung, Rhythmus, Meditation und choreografischer Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi stellte das Yoga Dance System bei Veranstaltungen und internationalen Yoga-Festivals vor. Nach griechischen Veranstalterangaben wurde das System bei nationalen und internationalen Kongressen präsentiert und 2014 beim International Yoga Festival in Rishikesh gewürdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot;&amp;gt;[https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Roē Center: Aischwarya Devi Mary Soukouli], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2013 präsentierte sie ihre Arbeit beim Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar. 2014 hielt sie beim International Yoga Festival in Rishikesh Vorträge und leitete praktische Einheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi absolvierte umfangreiche Ausbildungen im Bereich Tanz. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem folgende Ausbildungsstationen genannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung in klassischem und modernem Tanz an der Katsouli Classical Dance School&lt;br /&gt;
* Prüfungen und Diplome der Royal Academy of Dance&lt;br /&gt;
* Ausbildungen im Modern Theatre Dance bei der Imperial Society of Teachers of Dancing&lt;br /&gt;
* mehrjährige Ausbildung in spanischem Tanz und Flamenco&lt;br /&gt;
* Bühnentechnik und Spezialtraining an der Alvin Ailey School in New York&lt;br /&gt;
* Beschäftigung mit afrikanischem Tanz und Ausdruckstanz&lt;br /&gt;
* Studium von Bharatanatyam und weiteren Formen indischen Tanzes&lt;br /&gt;
* Ausbildung beziehungsweise praktische Erfahrung in Choreografie, Gesang, Kinesiotherapie und Körperarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 nahm sie an einer Weiterbildung in Yoga und Yogatherapie an der [[Dev Sanskriti Vishwavidyalaya]] in Haridwar teil. Für 2011 wird eine weitere Teilnahmebescheinigung dieser Universität genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus absolvierte sie zwischen 2007 und 2014 verschiedene Ausbildungen im System des Pranic Healing nach Master Choa Kok Sui. Genannt werden Grund- und Aufbaukurse, Pranic Psychotherapy sowie vorbereitende Stufen des Arhatic Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pranic Healing und spirituelle Begleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Yoga und Tanz beschäftigte sich Aischwarya Devi mit [[Prana|Prana-Arbeit]] und Pranic Healing. Sie beschreibt sich als Pranic Healer und arbeitete sowohl in Gruppen und Seminaren als auch in Einzelsitzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Festival für zeitgenössische Lebensgestaltung in Athen wurde sie 2016 als Yoga- und Tanzlehrerin sowie Pranic Healer vorgestellt. Dort hielt sie einen Vortrag über die Bedeutung von [[Yajna|Yagya]], dem vedischen Feuerritual, innerhalb der indischen Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://inspireyourlife.gr/%CE%B7-%CE%B8%CE%B5%CF%81%CE%B1%CF%80%CE%B5%CE%AF%CE%B1-%CE%BC%CE%AD%CF%83%CE%B1-%CE%B1%CF%80%CF%8C-%CF%84%CE%B7%CE%BD-%CF%80%CE%B1%CF%81%CE%AC%CE%B4%CE%BF%CF%83%CE%B7-%CF%84%CE%B7%CF%82-%CE%B3%CE%B9/ Inspire Your Life: Heilung durch die Tradition des Yoga mit Aischwarya Devi Mary Soukouli], 19. Mai 2016, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren weiteren Lehrthemen gehören Sanjivani Kriya Yoga, Surya Kriya, Kundalini-bezogene Praktiken, Meditation und spirituelle Lebensführung. Beim Europäischen Yoga Kongress von Yoga Vidya im Jahr 2022 leitete sie einen Vortrag über die „wahre Wahrnehmung des Selbst“ und einen Workshop über Sanjivani Kriya Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi nahm an Yoga-Veranstaltungen in Griechenland, Indien und weiteren Ländern teil. Dazu zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ an der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar 2013,&lt;br /&gt;
* das International Yoga Festival in Rishikesh 2014,&lt;br /&gt;
* internationale Aktivitäten zur Unterstützung eines Weltyogatages,&lt;br /&gt;
* der Europäische Yoga Kongress bei Yoga Vidya 2022,&lt;br /&gt;
* die UC International Week of Yoga 2024,&lt;br /&gt;
* weitere Yoga-, Gesundheits- und Kulturveranstaltungen in Griechenland und im Ausland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://events.unitedconsciousness.in/uciwp-2024/ United Consciousness: UC International Week of Yoga 2024], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erhielt sie beim International Yoga Festival in Uttarakhand eine als „Honor of Benevolence“ bezeichnete Auszeichnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie engagierte sich außerdem bei Veranstaltungen der griechisch-indischen Gesellschaft ELINEPA. 2017 vertrat sie die Organisation gemeinsam mit deren Generalsekretär bei einer Holi-Feier der indischen Botschaft in Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://elinepa.org/holi-celebration-athens/ ELINEPA: Holi Celebration in Athens], 13. März 2017, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== European Yoga Federation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi wird von der [[European Yoga Federation]] als Repräsentantin Griechenlands geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Rahmen beteiligt sie sich am internationalen Austausch von Yogalehrenden und an länderübergreifenden Yoga-Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeit steht dabei besonders für die Verbindung von Yoga und Kunst sowie für die Einbeziehung von Tanz, Musik, Bewegung und kreativem Ausdruck in die spirituelle Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 war Aischwarya Devi Referentin beim Europäischen Yoga Kongress bei [[Yoga Vidya Bad Meinberg]]. Yoga Vidya stellte sie als Raja-Yoga- und Yoga-Dance-Lehrerin, Tänzerin, Choreografin und Begründerin des Yoga Dance System vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Beiträge beim Kongress waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vortrag:&#039;&#039;&#039; „Echte Wahrnehmung des Selbst“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Workshop:&#039;&#039;&#039; „Der Schritt von MS zu Sanjivani Kriya Yoga – Die Geburt des Lebens“&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ihres Wirkens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devis Arbeit ist von dem Bestreben geprägt, Yoga, Tanz und künstlerischen Ausdruck miteinander zu verbinden. Sie versteht den Körper nicht nur als Instrument für körperliche Leistungsfähigkeit, sondern als Zugang zu Bewusstsein, innerer Sammlung und spiritueller Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Yoga Dance System entwickelte sie einen Ansatz, in dem fließende und choreografische Bewegung, Atem, Konzentration und Meditation zusammenwirken. Zugleich trug sie durch Schulen, öffentliche Veranstaltungen, Medienauftritte und internationale Festivals dazu bei, Yoga in Griechenland bekannter zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga und Tanz]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Satyananda Saraswati]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[European Yoga Federation]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 Aischwarya Devi Mary Soukouli bei LinkedIn]&lt;br /&gt;
* [https://www.europeanyogafederation.net/presence.html Profil bei der European Yoga Federation]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Aischwarya Devi im Yoga Vidya Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Profil beim Europäischen Yoga Kongress 2022]&lt;br /&gt;
* [https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Profil beim Roē Center]&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/aischwaryadevimary.soukouli/ Öffentliche Facebook-Seite von Aischwarya Devi Mary Soukouli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tänzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choreograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Kongress]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Aishvarya.jpeg&amp;diff=1313500</id>
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		<updated>2026-07-21T14:39:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Aishwarya Devi Mary Soukouli&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Aishwarya Devi Mary Soukouli]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
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		<title>Aishwarya Devi Mary Soukouli</title>
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		<updated>2026-07-21T14:24:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Leben und spiritueller Weg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Aishwarya Devi&#039;&#039;&#039;; geboren als &#039;&#039;&#039;Mary Soukouli&#039;&#039;&#039;, griechisch Μαίρη Σούκουλη, teilweise auch Mary Soukoulis) ist eine griechische [[Yogalehrer]]in, Tänzerin, Choreografin und spirituelle Lebensberaterin. Sie gehört zu den frühen Lehrerinnen, die [[Yoga]] in Griechenland einer breiteren Öffentlichkeit vermittelten. Aischwarya Devi ist die Begründerin des von ihr entwickelten &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; und gründete in Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;, das auch unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bekannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot;&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Yoga Vidya: Speakers – European Yoga Congress 2022], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.europeanyogafederation.net/presence.html European Yoga Federation: Aischwarya Devi – Greece], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und spiritueller Weg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mary Soukouli beschäftigte sich bereits in jungen Jahren intensiv mit Tanz und Bewegung. Sie absolvierte eine Ausbildung in klassischem und modernem Tanz und bildete sich unter anderem in Ballett, Modern Theatre Dance, Flamenco, Jazz Dance, afrikanischem Tanz und indischem Tanz weiter. Zu ihren späteren Tätigkeitsfeldern gehörten auch Choreografie, Bühnentechnik, Gesang und körperorientierte Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot;&amp;gt;[https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 LinkedIn: Aischwarya Devi Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 begegnete sie ihrem spirituellen Lehrer [[Swami Satyananda|Paramahamsa Satyananda]]. Nach den veröffentlichten biografischen Angaben wurde sie von ihm in den spirituellen Yogaweg eingeweiht und erhielt den Namen &#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Yoga Vidya Blog: Aischwarya Devi – Kriyas und Yoga Philosophie], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von spiritueller Praxis, Tanz, künstlerischem Ausdruck und körperlicher Schulung wurde in den folgenden Jahrzehnten zum Schwerpunkt ihrer Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Tänzerin und Choreografin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 gründete Aischwarya Devi in Chalandri bei Athen eine eigene Ballett- und Tanzschule. Diese leitete sie etwa zehn Jahre lang. In der Schule fanden neben dem regulären Tanzunterricht auch Veranstaltungen und Vorträge mit Lehrenden aus Griechenland und anderen Ländern statt, durch die Yoga und verwandte spirituelle Themen vermittelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beruflichen Profilen werden außerdem Tätigkeiten als Tanz- und Ballettlehrerin, Choreografin und Leiterin verschiedener Tanz- und Yogaprogramme genannt. Sie unterrichtete unter anderem klassischen Tanz, modernen Tanz, Bühnentanz, Yoga und körperorientierte Bewegungspraxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot;&amp;gt;[https://www.xing.com/profile/AischwaryaMary_Soukouli Xing: Aischwarya-Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kommunale Kulturprogramme in Athen und Marousi führten Mary Soukouli als Lehrerin für Tanz und Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://amarysia.gr/marousi/politismos/59703-%CE%B1%CF%85%CE%BB%CE%B1%CE%AF%CE%B1-%CE%B3%CE%B9%CE%B1-%CF%84%CE%BF-maroussi-art-people-festival Amarysia: Maroussi Art People Festival], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogaunterricht in Griechenland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi begann nach eigenen biografischen Angaben in den 1980er Jahren mit dem Studium und der Praxis des Yoga. Seit etwa 2000 unterrichtet sie schwerpunktmäßig [[Raja Yoga]]. Sie wird von verschiedenen Yogaorganisationen als eine der frühen Yogalehrerinnen Griechenlands bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrtätigkeit umfasste beziehungsweise umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Yoga Dance&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga|Kriya-Praktiken]]&lt;br /&gt;
* Sanjivani Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Yoga für Kinder und Jugendliche&lt;br /&gt;
* spirituelle Lebensberatung&lt;br /&gt;
* körper- und energieorientierte Übungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 1990er Jahren an trat sie nach biografischen Eigenangaben in griechischen Fernseh- und Radiosendungen auf und veröffentlichte Beiträge zu Yoga, Fitness und alternativen Therapieformen in griechischen Zeitschriften und Zeitungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete zeitweise auch an Schulen und Bildungseinrichtungen im Großraum Athen. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem die Saint Catherine’s British School, die Costeas-Geitonas School, eine deutsche Schule in Athen sowie das Hellenic American College genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 gehörte Mary Soukouli zum Organisationsteam eines öffentlichen Yoga-Tages im Alsos-Park von Nea Smyrni. In einem dazu veröffentlichten Interview erläuterte sie grundlegende Prinzipien und Techniken des Yoga.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.notia.gr/2014/06/open-yoga-day-sto-alsos-neas-smirnis-video/ Notia: Open Yoga Day im Alsos-Park von Nea Smyrni], 2014, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rája Yoga Center of Art und Anahata Center ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 beziehungsweise 2005 gründete Aischwarya Devi im Raum Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;. Das Zentrum wurde auch als &#039;&#039;&#039;Anahata – Raja Yoga, The Center of Art&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die geringfügig voneinander abweichenden Jahresangaben ergeben sich aus unterschiedlichen öffentlichen Profilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot;&amp;gt;[https://balancegurus.com/location/greece/athens/anahata-yoga-studio-greece Balance Gurus: Anahata Yoga Studio Athens], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum verband Yoga, Tanz, Meditation, Kunst und spirituelle Begleitung. Angeboten wurden unter anderem Raja Yoga, Yoga Dance, Atemübungen, Meditation, Vorträge, Seminare und körperorientierte Übungen. Hinzu kamen Angebote, die als Pranic Healing, Energiearbeit, Mantra- und Gebetspraxis, Arbeit mit den Chakras sowie spirituelle Lebensberatung bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Seminarleiter Stavros Karagilanis beschreibt die Gründung des Raja Yoga Center im Jahr 2004 als gemeinsames Projekt mit seiner Lehrerin Aischwarya Devi.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lovecommunity.gr/enthimites-2/stavros-karagilanis/ Love Community: Stavros Karagilanis], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Dance System ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; ist eine von Aischwarya Devi entwickelte Verbindung von Yoga, Tanz, bewusster Bewegung, Atem, Musik und innerer Sammlung. Dabei werden Elemente ihrer langjährigen tänzerischen Ausbildung mit Yogapraktiken und spiritueller Selbsterfahrung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System versteht Tanz nicht allein als künstlerische Darstellung oder körperliches Training. Bewegung soll vielmehr zum Mittel der Konzentration, des Körperbewusstseins, des emotionalen Ausdrucks und der Erfahrung innerer Einheit werden. Yoga Dance verbindet damit Aspekte von [[Asana]], Atemführung, Rhythmus, Meditation und choreografischer Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi stellte das Yoga Dance System bei Veranstaltungen und internationalen Yoga-Festivals vor. Nach griechischen Veranstalterangaben wurde das System bei nationalen und internationalen Kongressen präsentiert und 2014 beim International Yoga Festival in Rishikesh gewürdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot;&amp;gt;[https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Roē Center: Aischwarya Devi Mary Soukouli], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2013 präsentierte sie ihre Arbeit beim Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar. 2014 hielt sie beim International Yoga Festival in Rishikesh Vorträge und leitete praktische Einheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi absolvierte umfangreiche Ausbildungen im Bereich Tanz. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem folgende Ausbildungsstationen genannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung in klassischem und modernem Tanz an der Katsouli Classical Dance School&lt;br /&gt;
* Prüfungen und Diplome der Royal Academy of Dance&lt;br /&gt;
* Ausbildungen im Modern Theatre Dance bei der Imperial Society of Teachers of Dancing&lt;br /&gt;
* mehrjährige Ausbildung in spanischem Tanz und Flamenco&lt;br /&gt;
* Bühnentechnik und Spezialtraining an der Alvin Ailey School in New York&lt;br /&gt;
* Beschäftigung mit afrikanischem Tanz und Ausdruckstanz&lt;br /&gt;
* Studium von Bharatanatyam und weiteren Formen indischen Tanzes&lt;br /&gt;
* Ausbildung beziehungsweise praktische Erfahrung in Choreografie, Gesang, Kinesiotherapie und Körperarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 nahm sie an einer Weiterbildung in Yoga und Yogatherapie an der [[Dev Sanskriti Vishwavidyalaya]] in Haridwar teil. Für 2011 wird eine weitere Teilnahmebescheinigung dieser Universität genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus absolvierte sie zwischen 2007 und 2014 verschiedene Ausbildungen im System des Pranic Healing nach Master Choa Kok Sui. Genannt werden Grund- und Aufbaukurse, Pranic Psychotherapy sowie vorbereitende Stufen des Arhatic Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pranic Healing und spirituelle Begleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Yoga und Tanz beschäftigte sich Aischwarya Devi mit [[Prana|Prana-Arbeit]] und Pranic Healing. Sie beschreibt sich als Pranic Healer und arbeitete sowohl in Gruppen und Seminaren als auch in Einzelsitzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Festival für zeitgenössische Lebensgestaltung in Athen wurde sie 2016 als Yoga- und Tanzlehrerin sowie Pranic Healer vorgestellt. Dort hielt sie einen Vortrag über die Bedeutung von [[Yajna|Yagya]], dem vedischen Feuerritual, innerhalb der indischen Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://inspireyourlife.gr/%CE%B7-%CE%B8%CE%B5%CF%81%CE%B1%CF%80%CE%B5%CE%AF%CE%B1-%CE%BC%CE%AD%CF%83%CE%B1-%CE%B1%CF%80%CF%8C-%CF%84%CE%B7%CE%BD-%CF%80%CE%B1%CF%81%CE%AC%CE%B4%CE%BF%CF%83%CE%B7-%CF%84%CE%B7%CF%82-%CE%B3%CE%B9/ Inspire Your Life: Heilung durch die Tradition des Yoga mit Aischwarya Devi Mary Soukouli], 19. Mai 2016, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren weiteren Lehrthemen gehören Sanjivani Kriya Yoga, Surya Kriya, Kundalini-bezogene Praktiken, Meditation und spirituelle Lebensführung. Beim Europäischen Yoga Kongress von Yoga Vidya im Jahr 2022 leitete sie einen Vortrag über die „wahre Wahrnehmung des Selbst“ und einen Workshop über Sanjivani Kriya Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi nahm an Yoga-Veranstaltungen in Griechenland, Indien und weiteren Ländern teil. Dazu zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ an der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar 2013,&lt;br /&gt;
* das International Yoga Festival in Rishikesh 2014,&lt;br /&gt;
* internationale Aktivitäten zur Unterstützung eines Weltyogatages,&lt;br /&gt;
* der Europäische Yoga Kongress bei Yoga Vidya 2022,&lt;br /&gt;
* die UC International Week of Yoga 2024,&lt;br /&gt;
* weitere Yoga-, Gesundheits- und Kulturveranstaltungen in Griechenland und im Ausland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://events.unitedconsciousness.in/uciwp-2024/ United Consciousness: UC International Week of Yoga 2024], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erhielt sie beim International Yoga Festival in Uttarakhand eine als „Honor of Benevolence“ bezeichnete Auszeichnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie engagierte sich außerdem bei Veranstaltungen der griechisch-indischen Gesellschaft ELINEPA. 2017 vertrat sie die Organisation gemeinsam mit deren Generalsekretär bei einer Holi-Feier der indischen Botschaft in Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://elinepa.org/holi-celebration-athens/ ELINEPA: Holi Celebration in Athens], 13. März 2017, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== European Yoga Federation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi wird von der [[European Yoga Federation]] als Repräsentantin Griechenlands geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Rahmen beteiligt sie sich am internationalen Austausch von Yogalehrenden und an länderübergreifenden Yoga-Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeit steht dabei besonders für die Verbindung von Yoga und Kunst sowie für die Einbeziehung von Tanz, Musik, Bewegung und kreativem Ausdruck in die spirituelle Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 war Aischwarya Devi Referentin beim Europäischen Yoga Kongress bei [[Yoga Vidya Bad Meinberg]]. Yoga Vidya stellte sie als Raja-Yoga- und Yoga-Dance-Lehrerin, Tänzerin, Choreografin und Begründerin des Yoga Dance System vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Beiträge beim Kongress waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vortrag:&#039;&#039;&#039; „Echte Wahrnehmung des Selbst“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Workshop:&#039;&#039;&#039; „Der Schritt von MS zu Sanjivani Kriya Yoga – Die Geburt des Lebens“&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ihres Wirkens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devis Arbeit ist von dem Bestreben geprägt, Yoga, Tanz und künstlerischen Ausdruck miteinander zu verbinden. Sie versteht den Körper nicht nur als Instrument für körperliche Leistungsfähigkeit, sondern als Zugang zu Bewusstsein, innerer Sammlung und spiritueller Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Yoga Dance System entwickelte sie einen Ansatz, in dem fließende und choreografische Bewegung, Atem, Konzentration und Meditation zusammenwirken. Zugleich trug sie durch Schulen, öffentliche Veranstaltungen, Medienauftritte und internationale Festivals dazu bei, Yoga in Griechenland bekannter zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga und Tanz]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Satyananda Saraswati]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[European Yoga Federation]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 Aischwarya Devi Mary Soukouli bei LinkedIn]&lt;br /&gt;
* [https://www.europeanyogafederation.net/presence.html Profil bei der European Yoga Federation]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Aischwarya Devi im Yoga Vidya Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Profil beim Europäischen Yoga Kongress 2022]&lt;br /&gt;
* [https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Profil beim Roē Center]&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/aischwaryadevimary.soukouli/ Öffentliche Facebook-Seite von Aischwarya Devi Mary Soukouli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tänzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choreograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Kongress]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aishwarya_Devi_Mary_Soukouli&amp;diff=1313498</id>
		<title>Aishwarya Devi Mary Soukouli</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aischwarya Devi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aishwarya Devi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mary Soukouli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, griechisch Μαίρη Σούκουλη, teilweise auch Mary Soukoulis) ist eine griechische Yogalehrerin, Tänzerin, Choreografin und spirituelle Lebensberaterin. Sie gehört zu den frühen Lehrerinnen, die Yoga in Griechenland einer breiteren Öffentlichkeit vermittelten. Aischwarya Devi ist die Begründerin des von ihr entwickelten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yoga Dance System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und grü…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Aishwarya Devi&#039;&#039;&#039;; geboren als &#039;&#039;&#039;Mary Soukouli&#039;&#039;&#039;, griechisch Μαίρη Σούκουλη, teilweise auch Mary Soukoulis) ist eine griechische [[Yogalehrer]]in, Tänzerin, Choreografin und spirituelle Lebensberaterin. Sie gehört zu den frühen Lehrerinnen, die [[Yoga]] in Griechenland einer breiteren Öffentlichkeit vermittelten. Aischwarya Devi ist die Begründerin des von ihr entwickelten &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; und gründete in Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;, das auch unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bekannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot;&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Yoga Vidya: Speakers – European Yoga Congress 2022], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.europeanyogafederation.net/presence.html European Yoga Federation: Aischwarya Devi – Greece], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und spiritueller Weg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mary Soukouli beschäftigte sich bereits in jungen Jahren intensiv mit Tanz und Bewegung. Sie absolvierte eine Ausbildung in klassischem und modernem Tanz und bildete sich unter anderem in Ballett, Modern Theatre Dance, Flamenco, Jazz Dance, afrikanischem Tanz und indischem Tanz weiter. Zu ihren späteren Tätigkeitsfeldern gehörten auch Choreografie, Bühnentechnik, Gesang und körperorientierte Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot;&amp;gt;[https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 LinkedIn: Aischwarya Devi Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 begegnete sie ihrem spirituellen Lehrer [[Swami Satyananda Saraswati|Paramahamsa Satyananda]]. Nach den veröffentlichten biografischen Angaben wurde sie von ihm in den spirituellen Yogaweg eingeweiht und erhielt den Namen &#039;&#039;&#039;Aischwarya Devi&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot;&amp;gt;[https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Yoga Vidya Blog: Aischwarya Devi – Kriyas und Yoga Philosophie], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von spiritueller Praxis, Tanz, künstlerischem Ausdruck und körperlicher Schulung wurde in den folgenden Jahrzehnten zum Schwerpunkt ihrer Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Tänzerin und Choreografin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 gründete Aischwarya Devi in Chalandri bei Athen eine eigene Ballett- und Tanzschule. Diese leitete sie etwa zehn Jahre lang. In der Schule fanden neben dem regulären Tanzunterricht auch Veranstaltungen und Vorträge mit Lehrenden aus Griechenland und anderen Ländern statt, durch die Yoga und verwandte spirituelle Themen vermittelt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beruflichen Profilen werden außerdem Tätigkeiten als Tanz- und Ballettlehrerin, Choreografin und Leiterin verschiedener Tanz- und Yogaprogramme genannt. Sie unterrichtete unter anderem klassischen Tanz, modernen Tanz, Bühnentanz, Yoga und körperorientierte Bewegungspraxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot;&amp;gt;[https://www.xing.com/profile/AischwaryaMary_Soukouli Xing: Aischwarya-Mary Soukouli], berufliches Profil, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kommunale Kulturprogramme in Athen und Marousi führten Mary Soukouli als Lehrerin für Tanz und Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://amarysia.gr/marousi/politismos/59703-%CE%B1%CF%85%CE%BB%CE%B1%CE%AF%CE%B1-%CE%B3%CE%B9%CE%B1-%CF%84%CE%BF-maroussi-art-people-festival Amarysia: Maroussi Art People Festival], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogaunterricht in Griechenland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi begann nach eigenen biografischen Angaben in den 1980er Jahren mit dem Studium und der Praxis des Yoga. Seit etwa 2000 unterrichtet sie schwerpunktmäßig [[Raja Yoga]]. Sie wird von verschiedenen Yogaorganisationen als eine der frühen Yogalehrerinnen Griechenlands bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrtätigkeit umfasste beziehungsweise umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Yoga Dance&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga|Kriya-Praktiken]]&lt;br /&gt;
* Sanjivani Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Yoga für Kinder und Jugendliche&lt;br /&gt;
* spirituelle Lebensberatung&lt;br /&gt;
* körper- und energieorientierte Übungsformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 1990er Jahren an trat sie nach biografischen Eigenangaben in griechischen Fernseh- und Radiosendungen auf und veröffentlichte Beiträge zu Yoga, Fitness und alternativen Therapieformen in griechischen Zeitschriften und Zeitungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVCongress&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie unterrichtete zeitweise auch an Schulen und Bildungseinrichtungen im Großraum Athen. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem die Saint Catherine’s British School, die Costeas-Geitonas School, eine deutsche Schule in Athen sowie das Hellenic American College genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 gehörte Mary Soukouli zum Organisationsteam eines öffentlichen Yoga-Tages im Alsos-Park von Nea Smyrni. In einem dazu veröffentlichten Interview erläuterte sie grundlegende Prinzipien und Techniken des Yoga.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.notia.gr/2014/06/open-yoga-day-sto-alsos-neas-smirnis-video/ Notia: Open Yoga Day im Alsos-Park von Nea Smyrni], 2014, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rája Yoga Center of Art und Anahata Center ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 beziehungsweise 2005 gründete Aischwarya Devi im Raum Athen das &#039;&#039;&#039;Rája Yoga Center of Art&#039;&#039;&#039;. Das Zentrum wurde auch als &#039;&#039;&#039;Anahata – Raja Yoga, The Center of Art&#039;&#039;&#039; oder kurz &#039;&#039;&#039;Anahata Center&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die geringfügig voneinander abweichenden Jahresangaben ergeben sich aus unterschiedlichen öffentlichen Profilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot;&amp;gt;[https://balancegurus.com/location/greece/athens/anahata-yoga-studio-greece Balance Gurus: Anahata Yoga Studio Athens], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum verband Yoga, Tanz, Meditation, Kunst und spirituelle Begleitung. Angeboten wurden unter anderem Raja Yoga, Yoga Dance, Atemübungen, Meditation, Vorträge, Seminare und körperorientierte Übungen. Hinzu kamen Angebote, die als Pranic Healing, Energiearbeit, Mantra- und Gebetspraxis, Arbeit mit den Chakras sowie spirituelle Lebensberatung bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balance&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Seminarleiter Stavros Karagilanis beschreibt die Gründung des Raja Yoga Center im Jahr 2004 als gemeinsames Projekt mit seiner Lehrerin Aischwarya Devi.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lovecommunity.gr/enthimites-2/stavros-karagilanis/ Love Community: Stavros Karagilanis], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Dance System ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Yoga Dance System&#039;&#039;&#039; ist eine von Aischwarya Devi entwickelte Verbindung von Yoga, Tanz, bewusster Bewegung, Atem, Musik und innerer Sammlung. Dabei werden Elemente ihrer langjährigen tänzerischen Ausbildung mit Yogapraktiken und spiritueller Selbsterfahrung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System versteht Tanz nicht allein als künstlerische Darstellung oder körperliches Training. Bewegung soll vielmehr zum Mittel der Konzentration, des Körperbewusstseins, des emotionalen Ausdrucks und der Erfahrung innerer Einheit werden. Yoga Dance verbindet damit Aspekte von [[Asana]], Atemführung, Rhythmus, Meditation und choreografischer Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi stellte das Yoga Dance System bei Veranstaltungen und internationalen Yoga-Festivals vor. Nach griechischen Veranstalterangaben wurde das System bei nationalen und internationalen Kongressen präsentiert und 2014 beim International Yoga Festival in Rishikesh gewürdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot;&amp;gt;[https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Roē Center: Aischwarya Devi Mary Soukouli], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2013 präsentierte sie ihre Arbeit beim Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar. 2014 hielt sie beim International Yoga Festival in Rishikesh Vorträge und leitete praktische Einheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi absolvierte umfangreiche Ausbildungen im Bereich Tanz. In ihren beruflichen Profilen werden unter anderem folgende Ausbildungsstationen genannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Xing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung in klassischem und modernem Tanz an der Katsouli Classical Dance School&lt;br /&gt;
* Prüfungen und Diplome der Royal Academy of Dance&lt;br /&gt;
* Ausbildungen im Modern Theatre Dance bei der Imperial Society of Teachers of Dancing&lt;br /&gt;
* mehrjährige Ausbildung in spanischem Tanz und Flamenco&lt;br /&gt;
* Bühnentechnik und Spezialtraining an der Alvin Ailey School in New York&lt;br /&gt;
* Beschäftigung mit afrikanischem Tanz und Ausdruckstanz&lt;br /&gt;
* Studium von Bharatanatyam und weiteren Formen indischen Tanzes&lt;br /&gt;
* Ausbildung beziehungsweise praktische Erfahrung in Choreografie, Gesang, Kinesiotherapie und Körperarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 nahm sie an einer Weiterbildung in Yoga und Yogatherapie an der [[Dev Sanskriti Vishwavidyalaya]] in Haridwar teil. Für 2011 wird eine weitere Teilnahmebescheinigung dieser Universität genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus absolvierte sie zwischen 2007 und 2014 verschiedene Ausbildungen im System des Pranic Healing nach Master Choa Kok Sui. Genannt werden Grund- und Aufbaukurse, Pranic Psychotherapy sowie vorbereitende Stufen des Arhatic Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pranic Healing und spirituelle Begleitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Yoga und Tanz beschäftigte sich Aischwarya Devi mit [[Prana|Prana-Arbeit]] und Pranic Healing. Sie beschreibt sich als Pranic Healer und arbeitete sowohl in Gruppen und Seminaren als auch in Einzelsitzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Festival für zeitgenössische Lebensgestaltung in Athen wurde sie 2016 als Yoga- und Tanzlehrerin sowie Pranic Healer vorgestellt. Dort hielt sie einen Vortrag über die Bedeutung von [[Yajna|Yagya]], dem vedischen Feuerritual, innerhalb der indischen Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://inspireyourlife.gr/%CE%B7-%CE%B8%CE%B5%CF%81%CE%B1%CF%80%CE%B5%CE%AF%CE%B1-%CE%BC%CE%AD%CF%83%CE%B1-%CE%B1%CF%80%CF%8C-%CF%84%CE%B7%CE%BD-%CF%80%CE%B1%CF%81%CE%AC%CE%B4%CE%BF%CF%83%CE%B7-%CF%84%CE%B7%CF%82-%CE%B3%CE%B9/ Inspire Your Life: Heilung durch die Tradition des Yoga mit Aischwarya Devi Mary Soukouli], 19. Mai 2016, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren weiteren Lehrthemen gehören Sanjivani Kriya Yoga, Surya Kriya, Kundalini-bezogene Praktiken, Meditation und spirituelle Lebensführung. Beim Europäischen Yoga Kongress von Yoga Vidya im Jahr 2022 leitete sie einen Vortrag über die „wahre Wahrnehmung des Selbst“ und einen Workshop über Sanjivani Kriya Yoga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi nahm an Yoga-Veranstaltungen in Griechenland, Indien und weiteren Ländern teil. Dazu zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Festival „Yoga, Culture and Spirituality“ an der Dev Sanskriti Vishwavidyalaya in Haridwar 2013,&lt;br /&gt;
* das International Yoga Festival in Rishikesh 2014,&lt;br /&gt;
* internationale Aktivitäten zur Unterstützung eines Weltyogatages,&lt;br /&gt;
* der Europäische Yoga Kongress bei Yoga Vidya 2022,&lt;br /&gt;
* die UC International Week of Yoga 2024,&lt;br /&gt;
* weitere Yoga-, Gesundheits- und Kulturveranstaltungen in Griechenland und im Ausland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://events.unitedconsciousness.in/uciwp-2024/ United Consciousness: UC International Week of Yoga 2024], abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 erhielt sie beim International Yoga Festival in Uttarakhand eine als „Honor of Benevolence“ bezeichnete Auszeichnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LinkedIn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie engagierte sich außerdem bei Veranstaltungen der griechisch-indischen Gesellschaft ELINEPA. 2017 vertrat sie die Organisation gemeinsam mit deren Generalsekretär bei einer Holi-Feier der indischen Botschaft in Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://elinepa.org/holi-celebration-athens/ ELINEPA: Holi Celebration in Athens], 13. März 2017, abgerufen am 21. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== European Yoga Federation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devi wird von der [[European Yoga Federation]] als Repräsentantin Griechenlands geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EYF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roe&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Rahmen beteiligt sie sich am internationalen Austausch von Yogalehrenden und an länderübergreifenden Yoga-Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Arbeit steht dabei besonders für die Verbindung von Yoga und Kunst sowie für die Einbeziehung von Tanz, Musik, Bewegung und kreativem Ausdruck in die spirituelle Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 war Aischwarya Devi Referentin beim Europäischen Yoga Kongress bei [[Yoga Vidya Bad Meinberg]]. Yoga Vidya stellte sie als Raja-Yoga- und Yoga-Dance-Lehrerin, Tänzerin, Choreografin und Begründerin des Yoga Dance System vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Beiträge beim Kongress waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vortrag:&#039;&#039;&#039; „Echte Wahrnehmung des Selbst“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Workshop:&#039;&#039;&#039; „Der Schritt von MS zu Sanjivani Kriya Yoga – Die Geburt des Lebens“&amp;lt;ref name=&amp;quot;YVBlog&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ihres Wirkens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aischwarya Devis Arbeit ist von dem Bestreben geprägt, Yoga, Tanz und künstlerischen Ausdruck miteinander zu verbinden. Sie versteht den Körper nicht nur als Instrument für körperliche Leistungsfähigkeit, sondern als Zugang zu Bewusstsein, innerer Sammlung und spiritueller Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Yoga Dance System entwickelte sie einen Ansatz, in dem fließende und choreografische Bewegung, Atem, Konzentration und Meditation zusammenwirken. Zugleich trug sie durch Schulen, öffentliche Veranstaltungen, Medienauftritte und internationale Festivals dazu bei, Yoga in Griechenland bekannter zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga und Tanz]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Satyananda Saraswati]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[European Yoga Federation]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gr.linkedin.com/in/aischwarya-devi-mary-soukouli-1333a446 Aischwarya Devi Mary Soukouli bei LinkedIn]&lt;br /&gt;
* [https://www.europeanyogafederation.net/presence.html Profil bei der European Yoga Federation]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/aischwarya-devi/ Aischwarya Devi im Yoga Vidya Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.org/english/yoga-congress/speakers/ Profil beim Europäischen Yoga Kongress 2022]&lt;br /&gt;
* [https://roecenter.com/person/aischwarya-devi-mairi-soukouli/ Profil beim Roē Center]&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/aischwaryadevimary.soukouli/ Öffentliche Facebook-Seite von Aischwarya Devi Mary Soukouli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tänzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choreograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Kongress]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmaya&amp;diff=1312435</id>
		<title>Nirmaya</title>
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		<updated>2026-07-09T17:23:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Nirmaya निर्माय nirmāya Aussprache */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: निर्माय nirmāya &#039;&#039;adj.&#039;&#039;) frei von [[maya]], frei von [[Illusion]], frei von Täuschung. Letztlich ist [[Brahman]] Nirmaya, jenseits aller Illusion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya kann auch heißen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachdem er/sie/es erschaffen hat, erschaffend, gemacht habend&lt;br /&gt;
* seiner Illusionskraft beraubt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stern-Himmel-Universum-star forming region of the Large Magellanic Cloud-Hubble Space Telescope.jpg|thumb|Das unendliche unbegreifliche Universum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Bedeutung von Nirmaya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; Sanskrit: निर्माय, wissenschaftliche Umschrift: &#039;&#039;nirmāya&#039;&#039;; weibliche Form: &#039;&#039;nirmāyā&#039;&#039;) bedeutet „ohne [[Maya]]“, „frei von Illusion“, „jenseits der Täuschung“, „nicht von Maya berührt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort setzt sich zusammen aus &#039;&#039;nir&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;nis&#039;&#039;, „ohne“, „frei von“, „heraus aus“, und &#039;&#039;māyā&#039;&#039;, der kosmischen Illusion, Täuschungskraft oder Schleierkraft. [[Maya]] ist im [[Vedanta]] die Kraft, durch welche das Eine als Vielheit erscheint. Durch Maya erscheint die Welt als getrennt von dir, als bestehend aus [[Zeit]], [[Raum]], Gegensätzen, Trennungen, Wünschen, Ängsten und [[Leid]]. Maya lässt dich glauben: „Ich bin dieser Körper“, „ich bin diese Persönlichkeit“, „ich bin getrennt von anderen“, „ich bin begrenzt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; bedeutet daher: frei von dieser Täuschung. Nirmaya ist der Zustand, in dem die Illusion der Getrenntheit überwunden ist. Wer Nirmaya ist, erkennt: In Wahrheit gibt es keine absolute Trennung zwischen mir und der Welt, zwischen Subjekt und Objekt, zwischen dem Einzelwesen und dem Göttlichen. Hinter allen Namen und Formen ist das eine unendliche [[Brahman]], reines Sein, Bewusstsein und Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne des [[Advaita Vedanta]] bedeutet Nirmaya nicht, dass die Welt auf der relativen Ebene einfach geleugnet wird. Vielmehr wird erkannt, dass die Welt, so wie sie erscheint, nicht die letzte Wirklichkeit ist. Die Formen kommen und gehen, Körper und Psyche verändern sich, Gedanken und Gefühle entstehen und vergehen. Das wahre Selbst, der [[Atman]], bleibt unverändert, ewig, rein und frei. Dieses Selbst ist Nirmaya – frei von Täuschung, frei von Begrenzung, frei von der Identifikation mit dem Vergänglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya ist damit auch eine Bezeichnung für spirituelle Klarheit. Wer Nirmaya ist, sieht hinter allen äußeren Erscheinungen das Göttliche. Er oder sie erkennt die Einheit hinter der Vielfalt, die Liebe hinter allen Begegnungen, das Bewusstsein hinter allen Erfahrungen. Nirmaya steht für die Verwirklichung: „Ich bin nicht Körper und Geist. Ich bin das unendliche, reine Bewusstsein. Ich bin eins mit allem.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Sanskrit- und vedischen Zusammenhängen kann &#039;&#039;nirmāya&#039;&#039; auch „ohne Kraft“, „seiner Macht beraubt“ oder „ohne magische Fähigkeit“ bedeuten, da &#039;&#039;māyā&#039;&#039; ursprünglich auch Kraft, Zauberkraft oder wirksame Macht bedeuten konnte. In der spirituellen Namensdeutung steht jedoch vor allem die Bedeutung „frei von Maya“, „jenseits der Illusion“ und „in der Wahrheit des Selbst gegründet“ im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya als spiritueller Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; ist auch ein spiritueller Name. Für einen Mann kann die Form &#039;&#039;&#039;Nirmāya&#039;&#039;&#039; verwendet werden, für eine Frau &#039;&#039;&#039;Nirmāyā&#039;&#039;&#039;. Als spiritueller Name bedeutet Nirmaya: „derjenige, der frei von Maya ist“, „diejenige, die jenseits der Illusion ist“, „der Mensch, dessen wahres Wesen unberührt von Täuschung ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du den Namen Nirmaya trägst, kann er dich daran erinnern: Deine wahre Natur ist nicht begrenzt durch Körper, Gedanken, Emotionen, Vergangenheit oder äußere Umstände. In der Tiefe deines Wesens bist du frei. Du bist nicht das, was kommt und geht. Du bist das reine Bewusstsein hinter allen Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya als spiritueller Name ist daher eine Aufforderung und eine Verheißung zugleich. Er erinnert dich daran, durch [[Meditation]], [[Jnana Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] und beständige Selbstbefragung die Schleier der Maya zu durchschauen. Er lädt dich ein, immer wieder zu fragen: „Wer bin ich wirklich?“ Und er weist auf die höchste Antwort hin: In Wahrheit bist du frei, eins, ewig, voller Freude – Nirmaya, jenseits aller Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – frei von Maya.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – jenseits der Illusion.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – gegründet in der Einheit des wahren Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nirmaya निर्माय nirmāya Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Nirmaya, निर्माय, nirmāya ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|-Lufq5OLny0}} &lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/Nirmaya.mp3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Nirmaya==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vortragsvideo (2015) von [[Sukadev]] über Nirmaya&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|08nNxjzpVVk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Nirmaya ==&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in Indien auf [[Devanagari]] geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Nirmaya auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; निर्माय &amp;quot;, in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen &amp;quot; nirmāya &amp;quot;, in der [[Harvard-Kyoto]] Umschrift &amp;quot; nirmAya &amp;quot;, in der [[Velthuis]] Transkription &amp;quot; nirmaaya &amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot; nirmAya &amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Nirmaya==&lt;br /&gt;
Nirmaya ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] . Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und Spiritualität&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z9cAjs1wX5c}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie Nirmaya==&lt;br /&gt;
* [[Sabala]]&lt;br /&gt;
* [[Tavaga]]&lt;br /&gt;
* [[Svas]]&lt;br /&gt;
* [[Nirvirya]]&lt;br /&gt;
* [[Nirbala]]&lt;br /&gt;
* [[Vibala]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmathana]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmatsara]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmikti]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmiti]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmochana]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Dualität]]&lt;br /&gt;
*[[Leid]]&lt;br /&gt;
*[[Maya]]&lt;br /&gt;
*[[Zeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Carl Capeller]]: [[Sanskrit Wörterbuch]], nach den Petersburger Wörterbüchern bearbeitet, Strassburg : Trübner, 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/hinduistische-rituale/ Hinduistische Rituale]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/hinduistische-rituale/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmaya&amp;diff=1312434</id>
		<title>Nirmaya</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmaya&amp;diff=1312434"/>
		<updated>2026-07-09T17:23:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: निर्माय nirmāya &#039;&#039;adj.&#039;&#039;) frei von [[maya]], frei von [[Illusion]], frei von Täuschung. Letztlich ist [[Brahman]] Nirmaya, jenseits aller Illusion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya kann auch heißen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachdem er/sie/es erschaffen hat, erschaffend, gemacht habend&lt;br /&gt;
* seiner Illusionskraft beraubt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stern-Himmel-Universum-star forming region of the Large Magellanic Cloud-Hubble Space Telescope.jpg|thumb|Das unendliche unbegreifliche Universum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nirmaya निर्माय nirmāya Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Nirmaya, निर्माय, nirmāya ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|-Lufq5OLny0}} &lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/Nirmaya.mp3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; Sanskrit: निर्माय, wissenschaftliche Umschrift: &#039;&#039;nirmāya&#039;&#039;; weibliche Form: &#039;&#039;nirmāyā&#039;&#039;) bedeutet „ohne [[Maya]]“, „frei von Illusion“, „jenseits der Täuschung“, „nicht von Maya berührt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort setzt sich zusammen aus &#039;&#039;nir&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;nis&#039;&#039;, „ohne“, „frei von“, „heraus aus“, und &#039;&#039;māyā&#039;&#039;, der kosmischen Illusion, Täuschungskraft oder Schleierkraft. [[Maya]] ist im [[Vedanta]] die Kraft, durch welche das Eine als Vielheit erscheint. Durch Maya erscheint die Welt als getrennt von dir, als bestehend aus [[Zeit]], [[Raum]], Gegensätzen, Trennungen, Wünschen, Ängsten und [[Leid]]. Maya lässt dich glauben: „Ich bin dieser Körper“, „ich bin diese Persönlichkeit“, „ich bin getrennt von anderen“, „ich bin begrenzt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; bedeutet daher: frei von dieser Täuschung. Nirmaya ist der Zustand, in dem die Illusion der Getrenntheit überwunden ist. Wer Nirmaya ist, erkennt: In Wahrheit gibt es keine absolute Trennung zwischen mir und der Welt, zwischen Subjekt und Objekt, zwischen dem Einzelwesen und dem Göttlichen. Hinter allen Namen und Formen ist das eine unendliche [[Brahman]], reines Sein, Bewusstsein und Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne des [[Advaita Vedanta]] bedeutet Nirmaya nicht, dass die Welt auf der relativen Ebene einfach geleugnet wird. Vielmehr wird erkannt, dass die Welt, so wie sie erscheint, nicht die letzte Wirklichkeit ist. Die Formen kommen und gehen, Körper und Psyche verändern sich, Gedanken und Gefühle entstehen und vergehen. Das wahre Selbst, der [[Atman]], bleibt unverändert, ewig, rein und frei. Dieses Selbst ist Nirmaya – frei von Täuschung, frei von Begrenzung, frei von der Identifikation mit dem Vergänglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya ist damit auch eine Bezeichnung für spirituelle Klarheit. Wer Nirmaya ist, sieht hinter allen äußeren Erscheinungen das Göttliche. Er oder sie erkennt die Einheit hinter der Vielfalt, die Liebe hinter allen Begegnungen, das Bewusstsein hinter allen Erfahrungen. Nirmaya steht für die Verwirklichung: „Ich bin nicht Körper und Geist. Ich bin das unendliche, reine Bewusstsein. Ich bin eins mit allem.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Sanskrit- und vedischen Zusammenhängen kann &#039;&#039;nirmāya&#039;&#039; auch „ohne Kraft“, „seiner Macht beraubt“ oder „ohne magische Fähigkeit“ bedeuten, da &#039;&#039;māyā&#039;&#039; ursprünglich auch Kraft, Zauberkraft oder wirksame Macht bedeuten konnte. In der spirituellen Namensdeutung steht jedoch vor allem die Bedeutung „frei von Maya“, „jenseits der Illusion“ und „in der Wahrheit des Selbst gegründet“ im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya als spiritueller Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; ist auch ein spiritueller Name. Für einen Mann kann die Form &#039;&#039;&#039;Nirmāya&#039;&#039;&#039; verwendet werden, für eine Frau &#039;&#039;&#039;Nirmāyā&#039;&#039;&#039;. Als spiritueller Name bedeutet Nirmaya: „derjenige, der frei von Maya ist“, „diejenige, die jenseits der Illusion ist“, „der Mensch, dessen wahres Wesen unberührt von Täuschung ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du den Namen Nirmaya trägst, kann er dich daran erinnern: Deine wahre Natur ist nicht begrenzt durch Körper, Gedanken, Emotionen, Vergangenheit oder äußere Umstände. In der Tiefe deines Wesens bist du frei. Du bist nicht das, was kommt und geht. Du bist das reine Bewusstsein hinter allen Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya als spiritueller Name ist daher eine Aufforderung und eine Verheißung zugleich. Er erinnert dich daran, durch [[Meditation]], [[Jnana Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] und beständige Selbstbefragung die Schleier der Maya zu durchschauen. Er lädt dich ein, immer wieder zu fragen: „Wer bin ich wirklich?“ Und er weist auf die höchste Antwort hin: In Wahrheit bist du frei, eins, ewig, voller Freude – Nirmaya, jenseits aller Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – frei von Maya.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – jenseits der Illusion.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – gegründet in der Einheit des wahren Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Nirmaya==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vortragsvideo (2015) von [[Sukadev]] über Nirmaya&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|08nNxjzpVVk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Nirmaya ==&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in Indien auf [[Devanagari]] geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Nirmaya auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; निर्माय &amp;quot;, in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen &amp;quot; nirmāya &amp;quot;, in der [[Harvard-Kyoto]] Umschrift &amp;quot; nirmAya &amp;quot;, in der [[Velthuis]] Transkription &amp;quot; nirmaaya &amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot; nirmAya &amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Nirmaya==&lt;br /&gt;
Nirmaya ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] . Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und Spiritualität&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z9cAjs1wX5c}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie Nirmaya==&lt;br /&gt;
* [[Sabala]]&lt;br /&gt;
* [[Tavaga]]&lt;br /&gt;
* [[Svas]]&lt;br /&gt;
* [[Nirvirya]]&lt;br /&gt;
* [[Nirbala]]&lt;br /&gt;
* [[Vibala]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmathana]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmatsara]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmikti]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmiti]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmochana]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Dualität]]&lt;br /&gt;
*[[Leid]]&lt;br /&gt;
*[[Maya]]&lt;br /&gt;
*[[Zeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Carl Capeller]]: [[Sanskrit Wörterbuch]], nach den Petersburger Wörterbüchern bearbeitet, Strassburg : Trübner, 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/hinduistische-rituale/ Hinduistische Rituale]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/hinduistische-rituale/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmaya&amp;diff=1312433</id>
		<title>Nirmaya</title>
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		<updated>2026-07-09T17:21:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: निर्माय nirmāya &#039;&#039;adj.&#039;&#039;) frei von [[maya]], frei von [[Illusion]], frei von Täuschung. Letztlich ist [[Brahman]] Nirmaya, jenseits aller Illusion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya kann auch heißen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachdem er/sie/es erschaffen hat, erschaffend, gemacht habend&lt;br /&gt;
* ohne Zauberkraft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stern-Himmel-Universum-star forming region of the Large Magellanic Cloud-Hubble Space Telescope.jpg|thumb|Das unendliche unbegreifliche Universum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nirmaya निर्माय nirmāya Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Nirmaya, निर्माय, nirmāya ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|-Lufq5OLny0}} &lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/Nirmaya.mp3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; Sanskrit: निर्माय, wissenschaftliche Umschrift: &#039;&#039;nirmāya&#039;&#039;; weibliche Form: &#039;&#039;nirmāyā&#039;&#039;) bedeutet „ohne [[Maya]]“, „frei von Illusion“, „jenseits der Täuschung“, „nicht von Maya berührt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort setzt sich zusammen aus &#039;&#039;nir&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;nis&#039;&#039;, „ohne“, „frei von“, „heraus aus“, und &#039;&#039;māyā&#039;&#039;, der kosmischen Illusion, Täuschungskraft oder Schleierkraft. [[Maya]] ist im [[Vedanta]] die Kraft, durch welche das Eine als Vielheit erscheint. Durch Maya erscheint die Welt als getrennt von dir, als bestehend aus [[Zeit]], [[Raum]], Gegensätzen, Trennungen, Wünschen, Ängsten und [[Leid]]. Maya lässt dich glauben: „Ich bin dieser Körper“, „ich bin diese Persönlichkeit“, „ich bin getrennt von anderen“, „ich bin begrenzt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; bedeutet daher: frei von dieser Täuschung. Nirmaya ist der Zustand, in dem die Illusion der Getrenntheit überwunden ist. Wer Nirmaya ist, erkennt: In Wahrheit gibt es keine absolute Trennung zwischen mir und der Welt, zwischen Subjekt und Objekt, zwischen dem Einzelwesen und dem Göttlichen. Hinter allen Namen und Formen ist das eine unendliche [[Brahman]], reines Sein, Bewusstsein und Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne des [[Advaita Vedanta]] bedeutet Nirmaya nicht, dass die Welt auf der relativen Ebene einfach geleugnet wird. Vielmehr wird erkannt, dass die Welt, so wie sie erscheint, nicht die letzte Wirklichkeit ist. Die Formen kommen und gehen, Körper und Psyche verändern sich, Gedanken und Gefühle entstehen und vergehen. Das wahre Selbst, der [[Atman]], bleibt unverändert, ewig, rein und frei. Dieses Selbst ist Nirmaya – frei von Täuschung, frei von Begrenzung, frei von der Identifikation mit dem Vergänglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya ist damit auch eine Bezeichnung für spirituelle Klarheit. Wer Nirmaya ist, sieht hinter allen äußeren Erscheinungen das Göttliche. Er oder sie erkennt die Einheit hinter der Vielfalt, die Liebe hinter allen Begegnungen, das Bewusstsein hinter allen Erfahrungen. Nirmaya steht für die Verwirklichung: „Ich bin nicht Körper und Geist. Ich bin das unendliche, reine Bewusstsein. Ich bin eins mit allem.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Sanskrit- und vedischen Zusammenhängen kann &#039;&#039;nirmāya&#039;&#039; auch „ohne Kraft“, „seiner Macht beraubt“ oder „ohne magische Fähigkeit“ bedeuten, da &#039;&#039;māyā&#039;&#039; ursprünglich auch Kraft, Zauberkraft oder wirksame Macht bedeuten konnte. In der spirituellen Namensdeutung steht jedoch vor allem die Bedeutung „frei von Maya“, „jenseits der Illusion“ und „in der Wahrheit des Selbst gegründet“ im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya als spiritueller Name&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; ist auch ein spiritueller Name. Für einen Mann kann die Form &#039;&#039;&#039;Nirmāya&#039;&#039;&#039; verwendet werden, für eine Frau &#039;&#039;&#039;Nirmāyā&#039;&#039;&#039;. Als spiritueller Name bedeutet Nirmaya: „derjenige, der frei von Maya ist“, „diejenige, die jenseits der Illusion ist“, „der Mensch, dessen wahres Wesen unberührt von Täuschung ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du den Namen Nirmaya trägst, kann er dich daran erinnern: Deine wahre Natur ist nicht begrenzt durch Körper, Gedanken, Emotionen, Vergangenheit oder äußere Umstände. In der Tiefe deines Wesens bist du frei. Du bist nicht das, was kommt und geht. Du bist das reine Bewusstsein hinter allen Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirmaya als spiritueller Name ist daher eine Aufforderung und eine Verheißung zugleich. Er erinnert dich daran, durch [[Meditation]], [[Jnana Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] und beständige Selbstbefragung die Schleier der Maya zu durchschauen. Er lädt dich ein, immer wieder zu fragen: „Wer bin ich wirklich?“ Und er weist auf die höchste Antwort hin: In Wahrheit bist du frei, eins, ewig, voller Freude – Nirmaya, jenseits aller Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – frei von Maya.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – jenseits der Illusion.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nirmaya&#039;&#039;&#039; – gegründet in der Einheit des wahren Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Nirmaya==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vortragsvideo (2015) von [[Sukadev]] über Nirmaya&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|08nNxjzpVVk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Nirmaya ==&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in Indien auf [[Devanagari]] geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Nirmaya auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; निर्माय &amp;quot;, in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen &amp;quot; nirmāya &amp;quot;, in der [[Harvard-Kyoto]] Umschrift &amp;quot; nirmAya &amp;quot;, in der [[Velthuis]] Transkription &amp;quot; nirmaaya &amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot; nirmAya &amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Nirmaya==&lt;br /&gt;
Nirmaya ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] . Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und Spiritualität&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z9cAjs1wX5c}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie Nirmaya==&lt;br /&gt;
* [[Sabala]]&lt;br /&gt;
* [[Tavaga]]&lt;br /&gt;
* [[Svas]]&lt;br /&gt;
* [[Nirvirya]]&lt;br /&gt;
* [[Nirbala]]&lt;br /&gt;
* [[Vibala]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmathana]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmatsara]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmikti]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmiti]]&lt;br /&gt;
* [[Nirmochana]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Dualität]]&lt;br /&gt;
*[[Leid]]&lt;br /&gt;
*[[Maya]]&lt;br /&gt;
*[[Zeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
* [[Carl Capeller]]: [[Sanskrit Wörterbuch]], nach den Petersburger Wörterbüchern bearbeitet, Strassburg : Trübner, 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/hinduistische-rituale/ Hinduistische Rituale]===&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312280</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312280"/>
		<updated>2026-07-07T18:19:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Übersetzung findest du [https://wiki.yoga-vidya.de/Amrita_Siddhi#Amrita_Siddhi_–_deutsche_Fassung,_inspirierend_und_textnah ganz unten auf dieser Seite].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse inspiriert vom Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen - oder auf die Zusammenstellung von Oliver Hahn oben in diesem Artikel. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312279</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312279"/>
		<updated>2026-07-07T18:18:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Übersetzung findest [[Amrita_Siddhi#Amrita_Siddhi_–_deutsche_Fassung,_inspirierend_und_textnah ganz unten auf dieser Seite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse inspiriert vom Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen - oder auf die Zusammenstellung von Oliver Hahn oben in diesem Artikel. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312278</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312278"/>
		<updated>2026-07-07T18:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Übersetzung findest [Amrita_Siddhi#Amrita_Siddhi_–_deutsche_Fassung,_inspirierend_und_textnah ganz unten auf dieser Seite].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse inspiriert vom Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen - oder auf die Zusammenstellung von Oliver Hahn oben in diesem Artikel. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312245</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312245"/>
		<updated>2026-07-07T13:07:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Verse inspiriert vom Amrita Siddhi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Übersetzung findest ganz unten auf dieser Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse inspiriert vom Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen - oder auf die Zusammenstellung von Oliver Hahn oben in diesem Artikel. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312244</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312244"/>
		<updated>2026-07-07T13:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Verse aus dem Amrita Siddhi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Übersetzung findest ganz unten auf dieser Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse inspiriert vom Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312243</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312243"/>
		<updated>2026-07-07T13:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Übersetzung findest ganz unten auf dieser Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312242</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1312242"/>
		<updated>2026-07-07T13:04:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Dhipa&amp;diff=1311927</id>
		<title>Dhipa</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Dhipa&amp;diff=1311927"/>
		<updated>2026-07-02T08:26:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Diwali Öl Lampe Diya.JPG|mini|Dhipa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dhipa&#039;&#039;&#039; ist eine alternative Schreibweise von &#039;&#039;&#039;[[Dipa]]&#039;&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Dīpa&#039;&#039;&#039; und bedeutet „Lampe“, „Leuchte“ oder „Licht“. Diese Schreibweise findet sich gelegentlich besonders in südindischen Namensformen und Transkriptionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinn steht Dhipa für das Licht des [[Wissen]]s, für innere Klarheit und für die Kraft der [[Erkenntnis]], welche [[Avidya]], die Unwissenheit, vertreibt. In der [[yogisch]]en und [[hinduistisch]]en Tradition ist das Licht ein wichtiges Symbol für Bewusstheit, Reinheit, Gottesnähe und das Strahlen des wahren Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] kann Dhipa als Sinnbild für das innere Licht verstanden werden, das durch [[Meditation]], [[Pranayama]], [[Asana]]s, [[Svadhyaya]] und Hingabe immer stärker erfahrbar wird. So wie eine Lampe einen dunklen Raum erhellt, kann spirituelle Praxis den Geist klären und helfen, die leidvollen Muster des [[Ego]]s zu überwinden. Das äußere Leben mag gleich bleiben, doch durch das Licht der Bewusstheit verändert sich die Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Aussage von [[Ramana Maharshi]], dass die eigene Selbstverwirklichung der größte Dienst an der Welt sei, verweist auf diese Bedeutung: Wer das innere Licht in sich entfaltet, wirkt nicht nur für sich selbst, sondern strahlt auch Frieden, Klarheit und Inspiration in seine Umgebung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Dhipa, Sanskrit दीपा dīpā, heißt Licht, Lampe, Leuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Siehe auch=&lt;br /&gt;
* [[Selbstverwirklichung]] &lt;br /&gt;
* [[Erleuchtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Alternative Schreibweise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Dhipa&amp;diff=1311923</id>
		<title>Dhipa</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Dhipa&amp;diff=1311923"/>
		<updated>2026-07-02T08:20:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Diwali Öl Lampe Diya.JPG|mini|Dhipa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dhipa&#039;&#039;&#039; (Sanskrit) = Leuchte, ist eine alternative Schreibweise von [[Dipa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dhipa ist ein sparsamer, etwas ungewöhnlicher Sanskrit-Begriff; wörtlich bedeutet er „Leuchte“ oder „Lampe“ und steht metaphorisch für das Licht des [[Wissen]]s oder das innere Licht, das Unwissenheit vertreibt. In der [[yogisch]]en und [[hinduistisch]]en Tradition wird solches Licht häufig als Symbol für Bewusstheit, [[Erkenntnis]] und die Präsenz des Selbst verstanden — also das innere Strahlen, das entsteht, wenn du [[Avidya]] (Unwissenheit) durch Selbststudium, Praxis und Hingabe überwindest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kontext von [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga] kannst du Dhipa als das innere Licht sehen, das während Meditation oder der Kontemplation heller wird: je mehr du deine Praxis vertiefst ([[Pranayama]], [[Asana]]s, [[Svadhyaya]]), desto klarer wird dieses Licht, und desto weniger wirst du von den leidvollen Mustern des [[Ego]]s geblendet. Das Bild einer Lampe, die in einem dunklen Raum einsetzt, ist dabei sehr verbreitet: die äußeren Umstände mögen sich nicht sofort ändern, aber das leuchtende Bewusstsein verändert deine Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Zitat, das diesen Gedanken einfängt, stammt von [[Ramana Maharshi]]: „Your own Self-Realization is the greatest service you can render the world.“ (Deine eigene Selbstverwirklichung ist der größte Dienst, den du der Welt leisten kannst.) Dieses Statement betont, dass das innere Licht nicht nur persönlichen Nutzen bringt, sondern auch andere beeinflusst — ähnlich wie eine Lampe, die für alle im Raum scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Siehe auch=&lt;br /&gt;
* [[Selbstverwirklichung]] &lt;br /&gt;
* [[Erleuchtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Alternative Schreibweise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Om_Namah_Shivaya&amp;diff=1311747</id>
		<title>Om Namah Shivaya</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Om_Namah_Shivaya&amp;diff=1311747"/>
		<updated>2026-06-30T13:54:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva09 web.jpg|thumb|Shiva - Der Ur-Yogi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;OM Namah Shivaya&#039;&#039;&#039; ist ein sog. [[Panchakshara Mantra]]. Es zählt zu den [[Mokshamantra]] und besteht (ohne [[Om]]) aus fünf Silben: Namah Shivaya, ॐ नमः शिवाय oṃ namaḥ śivāya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OM - Verehrung dem [[Shiva]]! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es spielt auch bei [[Yoga Vidya]] eine bedeutende Rolle und wird jeden Tag irgendwo rezitiert. Es ist &#039;&#039;&#039;das&#039;&#039;&#039; Shiva-Mantra, in das man eingeweiht werden kann und eignet sich bestens für die [[Meditation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tiefere Gedanken über Om Namah Shivaya==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shiva Samadhi.jpg|mini|Lord Shiva]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den, der darüber nachsinnt, beseitigt ein [[Mantra]] alle Hindernisse, alle Not und verleiht ewiges Glück und Unsterblichkeit. Panchakshara ist das Beste von den sieben Crore (entspricht 10 Millionen) Mantras. Es gibt sieben [[Skandhas]] in der [[Yajurveda]]. Unter diesen ist Rudradhyayi im Zentrum des mittleren Skandhas. Rudradhyayi besteht selbst aus eintausend [[Rudra]] Mantras. NamasShivaya oder das Shiva Panchakshara Mantra leuchtet als Zentrum dieser eintausend Rudra Mantras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yajurveda ist der Kopf von [[Paramesvara]], der der [[Veda]] [[Purusha]] ist. Rudradhyayi in der Mitte ist sein Gesicht, Panchakshara ist sein Auge und [[Shiva]] - in der Mitte von NamasShivaya -- ist der Augapfel. Derjenige, der [[Japa]] mit Panchakshara macht, wird vom Kreislauf aus [[Tod]] und [[Wiedergeburt]] befreit und erlangt ewige Glückseligkeit. Dies verkünden die [[Veda|Veden]] mit Nachdruck. Panchakshara ist der Körper des [[Nataraj]]a. Es ist der Wohnort Shivas. Wenn Du Om zu &amp;quot;NamasShivaya&amp;quot; hinzufügst, wird es [[Shadakshara]], das sechssilbige Mantra. &amp;quot;Om Namo Mahadevaya&amp;quot; ist das achtsilbige Mantra [[Ashtakshara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sechs Arten von Panchakshara und zwar [[Sthula]] Panchakshara (NamasShivaya), [[Sukshma]] Panchakshara (Shivaya Namah), [[Karana]] Panchakshara (Shivaya Shiva), [[Mahakarana]] Panchakshara (Shivaya) und Mahamanu oder [[Mukti]] Panchakshara (Si). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;[[Namah]]&amp;quot; bedeutet Niederwerfung. &amp;quot;Shivaya Namah&amp;quot; bedeutet also &amp;quot;Niederwerfung vor Shiva&amp;quot;. [[Jiva]] ist der Diener Shivas aus der Perspektive des Deha-Drishti, d.h. der physischen Existenz. &amp;quot;Namah&amp;quot; repräsentiert [[Jivatman]]. &amp;quot;Shiva&amp;quot; repräsentiert [[Paramatman]]. &amp;quot;[[Aya]]&amp;quot; bedeutet Aikyam oder die Einheit von Jivatman und Paramatman. Damit ist &amp;quot;Shivaya Namah&amp;quot; ein [[Mahavakya]] wie &amp;quot;Tat Tvam Asi&amp;quot;, was die Einheit zwischen der individuellen Seele und der Weltenseele verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pranava]], also Om, bezeichnet die äußere Form (Spelze, Schale) des Herrn (Paddy, ganzes Reiskorn) und Panchakshara ist das [[Svarupa]] (das geschälte Reiskorn). Pranava und Panchakshara sind eins. Die fünf Silben beschreiben die fünf Tätigkeiten des Herrn [Pancha Krityas): [[Srishti]] (Schaffung), [[Sthiti]] (Erhaltung), [[Samhara]] (Zerstörung), [[Tirodhana]] (Verhüllung) und [[Anugraha]] (Segnung). Sie beschreiben auch die fünf Elemente und alle Schöpfungen durch die Kombination der fünf Elemente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Anfangssilben repräsentiert &amp;quot;Na&amp;quot; [[Tirodhana]] (Verhüllung), &amp;quot;Ma&amp;quot; [[Mala]] (Unreinheit), &amp;quot;Si&amp;quot; Shiva, &amp;quot;Va&amp;quot; das Arul Shakti  (Erleuchtung verleihende [[Shakti]]) und &amp;quot;Ya&amp;quot; die individuelle Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm ein Bad oder wasche Dein Gesicht, Deine Hände und Füße. Trage [[Bhasma]] auf und lege eine [[Rudraksha]] Mala an. Setze Dich in [[Padmasana]] oder [[Sukhasana]], mit dem Gesicht nach Nord oder Ost in einem stillen Ort oder Raum. Wiederhole still den Panchakshara und meditiere über die Gestalt von Shiva. Halte sein Bild im Bereich den [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzens] oder zwischen den Augenbrauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du diese [[Meditation]] regelmäßig praktizierst, wird Dein [[Herz]] gereinigt. Alle [[Samskara]]s und Sünden werden vollständig verbrannt. Du wirst Shiva-Yoga-Nishtha, d.h. [[Nirvikalpa Samadhi]] erreichen. Du wirst das ruhmreiche [[Shiva]] [[Pada]] oder [[Shiva]] [[Gati]] erreichen und eins mit Shiva werden. Du wirst die ewige Glückseligkeit von Shivanandam genießen und unsterblich werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möget Ihr alle von Shiva gesegnet sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Om Namah Shivaya - Erläuterungen, Aussprache und Bedeutung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das berühmte Mantra Om Namah Shivaya wird von [[Sukadev Volker Bretz|Sukadev Bretz]] näher erläutert. Shiva heißt wörtlich der Gütige, der Liebevolle. Sukadev bespricht sowohl die Bedeutung als auch die Aussprache dieses Mantras. Er erklärt auch wie das Mantra mit der Atmung in der Meditation verwendet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|N_nGPHRTl8o}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Om Namah Shivaya mit Narendra ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narendra singt dieses Mantra während eines [[Satsang]]s im Haus [http://www.yoga-vidya-kompakt.de/yoga-vidya-infos/ Yoga Vidya] Bad Meinberg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cy-U1_9t69Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Om Namah Shivaya im Kirtanheft==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Om Namah Shivaya&#039;&#039;&#039; ist ein Subrahmanya [[Kirtan]]. Hier findest du Videos und mp3s zum Om Namah Shivaya. Einen umfangreichen Artikel mit dem vollen Text vom Om Namah Shivaya findest du auf [http://mein.yoga-vidya.de mein.yoga-vidya.de] in Yoga Vidya [http://mein.yoga-vidya.de/profile/YogaVidyaKirtanheft Kirtanheft] Stichwort &#039;&#039;[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/om-namah-shivaya-om-namah-1 Om Namah Shivaya].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Shiva nataraja musee guimet 25971.jpg |thumb| Om Namah Shivaya ist ein Subrahmanya Kirtan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier der Beginn dieses Liedes, Kirtans bzw. Mantras in vereinfachter Umschrift:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Om Namah Shivaya Shivaya Namah Om Nandivahana Namah Shivaya Sadalolahara Namah Shivaya&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
in der wissenschaftlichen Transkription mit diakritischen Zeichen &lt;br /&gt;
oṃ namaḥ śivāya śivāya namaḥ om nandī-vāhana namaḥ śivāya sadā-lola-hara namaḥ śivāya &lt;br /&gt;
in der [[Devanagari]] Schrift &lt;br /&gt;
ॐ नमः शिवाय शिवाय नमः ॐ नन्दीवाहन नमः शिवाय सदालोलहर नमः शिवाय &lt;br /&gt;
Im Yoga Vidya Kirtanheft findest du das Om Namah Shivaya unter der Nummer 266 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Om Namah Shivaya Videos==&lt;br /&gt;
An dieser Stelle auch mehrere Om Namah Shivaya Videos:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lehrvideos mit Noten===&lt;br /&gt;
Ein Lehrvideo, um Om Namah Shivaya zu singen, zu spielen, auf dem Harmonium oder einem anderen Musikinstrument zu begleiten:&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|kniF8yZJGjc}} {{#ev:youtube|3AWmyx2v4C4}} {{#ev:youtube|qdctBx9XgJY}} {{#ev:youtube|GIbGQ7UvyWc}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erläuterungsvideo zum Om Namah Shivaya ===&lt;br /&gt;
Noch ein Video mit Erläuterungen, Hintergrundinformationen und Übersetzungen zum Om Namah Shivaya:&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|fgqyys2Wmr0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Om Namah Shivaya Audio mp3s==&lt;br /&gt;
Hier findest du einige Audio mp3 Dateien zum Om Namah Shivaya: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/Om_Namah_Shivaya-Harry_Mahashakti_and_Heidi-266.mp3}} &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/Om_Namah_Shivaya-Stefan-266.mp3}} &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/Om_Namah_Shivaya_mit_Atmamitra.mp3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Audio mp3 Erläuterungen===&lt;br /&gt;
Hier findest du eine Kurzvortrag von [[Sukadev Bretz]] zum Om Namah Shivaya: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/266-Om-Namah-Shivaya-Yoga-Vidya-Kirtanheft-Erlaeuterungen.mp3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
Das waren einige Audios und Videos zum Om Namah Shivaya. Hier einige weitere Infos dazu sowie Links zu weiteren Mantras, Kirtans, Shlokas, Stotras und spirituellen Liedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Om Namah Shivaya - Ein Dhyana Moksha Mantra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lieder und Mantras hier im Yoga Wiki===&lt;br /&gt;
* [[Kailash Ki Shakti]]&lt;br /&gt;
* [[Hara Hara Hara Hara]]&lt;br /&gt;
* [[Kali Ma]]&lt;br /&gt;
* [[Gauri Gauri Gange Rajeshvari]]&lt;br /&gt;
* [[Kali Durge Namo Namah]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga Vidya Kirtanheft===&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/YogaVidyaKirtanheft Yoga Vidya Kirtankeft] - alle Kirtans mit Noten, Erläuterungen, vollem Text, Videos und Audios&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/om-namah-shivaya-om-namah-1 Om Namah Shivaya]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/playlist?list=PLcBI8RAEyafPpask8S_3b1OhlIdH5SCt1 Om Namah Shivaya Youtube Playlist] &lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bolo-sadashiva-bolo-bolo Bolo Sadashiva Bolo] &lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/devi-devi-devi Devi Devi Devi] &lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/durge-jaya-jaya Durge Jaya Jaya]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Links zu Mantras, Kirtans, spirituelle Lieder===&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/category/podcast/mantra/ Mantra Blog]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/142-2/ Populärste Mantras bei Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
* [https://kirtan-mantra.podcaster.de/ Englischer Mantra Podcast]&lt;br /&gt;
* [https://mantra-meditation.podcaster.de/ Mantra Rezitationen und Erläuterungen], [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditationsanleitungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/VidyaYoga Youtube Mantra Kirtan Kanal]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=vidya-mantras Mantra-Videos] - Mitschnitte aus den Yoga Vidya [[Ashram]]s&lt;br /&gt;
* [[Mantra]] - viele Infos&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Mantras.html Mantra - viele Informationen]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantras-und-musik/ Mantras und Musik Seminare]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/shiva-kirtans-shiva-kirtans Shiva Kirtans]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p43_Japa-Yoga// Japa Yoga von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p58_Meditation-und-Mantras// Meditation und Mantras von Swami Vishnudevananda]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/mythologiesanskritmantras/kirtan-textheft Kirtan Textheft]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/mythologiesanskritmantras/kirtan-notenheft-a5-ringbuch Kirtan Notenheft (Ringbuch, A5)]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/mythologiesanskritmantras/mantra-buch-zauberworte-alle-lebenslagen Mantra-Buch: Zauberworte für alle Lebenslagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/ Yoga Urlaub]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Yoga Ferien]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-reisen/ Yoga Reisen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/ayurveda-urlaub/ Ayurveda Urlaub]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminartipp/retreat/ Retreat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirtanheft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga_und_Neurowissenschaften&amp;diff=1311577</id>
		<title>Yoga und Neurowissenschaften</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga_und_Neurowissenschaften&amp;diff=1311577"/>
		<updated>2026-06-29T13:34:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Mantras und Neurowissenschaften&#039;&#039;&#039; betrachtet die Frage, was beim [[Chanten]], bei der [[Mantra Meditation]] und beim [[Kirtan]] im Gehirn und Nervensystem geschieht. [[Mantra]]s wirken nach der Yogatradition durch Klang, Bedeutung, Bewusstsein, Hingabe und [[Prana]]. Die moderne Neurowissenschaft untersucht ergänzend, wie Wiederholung, Rhythmus, Atmung, Aufmerksamkeit und Emotion auf Gehirn, Herzrhythmus und Stressregulation wirken.&lt;br /&gt;
[[Datei:Maha-mantra.jpg|thumb|[[Mahamantra]] auf [[Devanagari]]]]&lt;br /&gt;
Mantras gehören zu den ältesten spirituellen Praktiken der Menschheit. Im [[Hinduismus]], [[Buddhismus]], im christlichen [[Herzensgebet]], im Rosenkranzgebet und in der Rezitation heiliger Verse finden sich verwandte Formen: Ein heiliger Klang, ein Name Gottes, ein Gebet oder ein Vers wird wiederholt, bis der Geist sich sammelt und innerlich stiller wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Yogatradition heißt es: &#039;&#039;mananāt trāyate iti mantraḥ&#039;&#039; – ein Mantra ist das, was durch Wiederholung, Denken und inneres Erinnern schützt, befreit und über den gewöhnlichen Gedankenstrom hinausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra als Klang und Bewusstseinsbrücke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Sanskrit]]-[[Mantra]] ist nicht nur ein Wort mit Bedeutung. Es ist Klang, Rhythmus, Konzentrationshilfe, Gebet, Energie und Bewusstseinsbrücke zugleich. Die klassische Mantra-Lehre spricht von sechs Aspekten eines Mantras:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Rishi]]&#039;&#039;&#039; – der Seher des Mantras und die Kraft der Überlieferung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Matra]]&#039;&#039;&#039; – Klang, Rhythmus und Schwingung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija]]&#039;&#039;&#039; – Same, Essenz, innerster Kern&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Ishta Devata]]&#039;&#039;&#039; – der göttliche Aspekt des Mantras&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Kilaka]]&#039;&#039;&#039; – der Verschluss, also innere Blockaden, die sich durch Praxis öffnen&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Shakti]]&#039;&#039;&#039; – die Kraft des Mantras&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neurowissenschaftlich kann man sagen: Ein Mantra gibt dem Geist einen klaren Anker. Es verbindet Aufmerksamkeit, Atem, Stimme, Hören, Körperwahrnehmung und Emotion. Spirituell gesprochen verbindet es mit göttlicher Schwingung und mit dem innersten Wesenskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was beim Chanten im Gehirn geschieht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim lauten Chanten schwingt der Klang im Brustraum, im Hals und im Schädel. Die Ausatmung wird oft länger, die Atmung gleichmäßiger. Das Nervensystem erhält ein Signal von Rhythmus und Sicherheit. Beim inneren Wiederholen wird der Mantra zu einer Spur, auf die der Geist immer wieder zurückfinden kann.&lt;br /&gt;
[[Datei:Om.svg.png|thumb|Om ist das wichtigste Mantra]]&lt;br /&gt;
Eine kleine fMRT-Pilotstudie im &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; untersuchte hörbares [[Om]]-Chanten bei 12 gesunden Rechtshändern und verglich es mit Ruhe sowie mit der Kontrollsilbe &#039;&#039;ssss&#039;&#039;. Beim Om-Chanten fanden sich Deaktivierungen in limbischen Hirnregionen, also in Bereichen, die mit emotionaler Verarbeitung verbunden sind. Die Autoren verglichen diese Muster vorsichtig mit Effekten, wie sie bei Vagusnerv-Stimulation beobachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bangalore G. Kalyani et al., “Neurohemodynamic correlates of OM chanting: A pilot functional magnetic resonance imaging study”, &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; 4/1 (2011): 3-6, doi:10.4103/0973-6131.78171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Meta-Analyse in &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; wertete 78 funktionelle Bildgebungsstudien zu Meditation aus. Sie zeigte, dass verschiedene Meditationsformen unterscheidbare Aktivierungs- und Deaktivierungsmuster im Gehirn haben, darunter fokussierte Aufmerksamkeit, Mantra-Rezitation, offenes Beobachten und Mitgefühlsmeditation.&amp;lt;ref&amp;gt;Kieran C. R. Fox et al., “Functional neuroanatomy of meditation: A review and meta-analysis of 78 functional neuroimaging investigations”, &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; 65 (2016): 208-228, doi:10.1016/j.neubiorev.2016.03.021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei Arten der Mantra Meditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis kann man zwei Grundweisen der [[Mantra Meditation]] unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste ist &#039;&#039;&#039;sanft beobachtend&#039;&#039;&#039;. Man sitzt ruhig, wiederholt den Mantra und beobachtet, was geschieht. Gedanken kommen – man nimmt sie wahr und kehrt zum Mantra zurück. Gefühle kommen – man spürt sie, ohne sich völlig mit ihnen zu identifizieren. Diese Form wirkt beruhigend, integrierend und sammelnd. Sie stärkt die Fähigkeit, innere Vorgänge wahrzunehmen, ohne sofort automatisch zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Weise ist &#039;&#039;&#039;intensiv ergreifend&#039;&#039;&#039;. Man wiederholt den Mantra mit Kraft, Wachheit und Entschiedenheit. Die Aufmerksamkeit wird hochgedreht. Der Mantra ergreift den ganzen Geist. Grübeln, Dumpfheit, Angst oder Niedergeschlagenheit haben weniger Raum, weil die geistige Energie gesammelt wird. Diese Form kann aktivieren, zentrieren, aufrichten und aus alten Gedankenspiralen herausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide [[Weise]]n sind wichtig. Manchmal braucht es den sanften Raum: Lauschen, Beobachten, Integrieren. Manchmal braucht es Feuer: klare Ausrichtung, Kraft, [[Hingabe]] und innere [[Entschlossenheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Atem, Herz und Kohärenz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mantra-Rezitation wirkt auch über den Atem. Eine Studie von Luciano Bernardi und Kollegen im &#039;&#039;British Medical Journal&#039;&#039; untersuchte 23 gesunde Erwachsene. Sie rezitierten entweder das lateinische Ave Maria oder ein Yoga-Mantra. Beide Rezitationsformen führten bei etwa sechs Wiederholungen pro Minute zu einer deutlichen Verstärkung vorhandener kardiovaskulärer Rhythmen; auch die Baroreflex-Sensitivität stieg signifikant an.&amp;lt;ref&amp;gt;Luciano Bernardi et al., “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study”, &#039;&#039;BMJ&#039;&#039; 323/7327 (2001): 1446-1449, doi:10.1136/bmj.323.7327.1446.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus yogischer Sicht interessant. Etwa sechs Atemzüge pro Minute sind ein Rhythmus, in dem Atmung, Herzrhythmus und Blutdruckregulation gut miteinander schwingen können. Klang führt zu Rhythmus. Rhythmus führt zu Ordnung. Ordnung führt zu Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gemeinsames Singen beeinflusst Herz und Atmung. Vickhoff und Kollegen zeigten in &#039;&#039;Frontiers in Psychology&#039;&#039;, dass die Struktur des Singens Herzratenvariabilität und Atmung beeinflusst. Besonders bei regelmäßigem gemeinsamen Singen können Herzen der Singenden gleichzeitig beschleunigen und verlangsamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Björn Vickhoff et al., “Music structure determines heart rate variability of singers”, &#039;&#039;Frontiers in Psychology&#039;&#039; 4 (2013): 334, doi:10.3389/fpsyg.2013.00334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erklärt etwas, was viele beim [[Kirtan]] spüren: Man singt nicht nur nebeneinander. Man atmet miteinander. Man kommt in einen gemeinsamen Rhythmus. In der Sprache des Yoga: [[Prana]] harmonisiert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra und Emotionen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft setzt man sich am Abend zur Meditation und merkt erst dann, wie viel vom Tag noch nachschwingt: ein schwieriges Gespräch, [[Ärger]], Traurigkeit, [[Enttäuschung]], Überforderung. Gerade dann kann [[Mantra Meditation]] besonders wertvoll sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man setzt sich hin und wiederholt ruhig den Mantra. Nicht, um Gefühle wegzudrücken. Nicht, um sich einzureden, alles sei gut. Sondern um die Emotionen in einen größeren Raum zu stellen. Da ist die Emotion – aber da ist auch Klang. Da ist Erinnerung – aber auch Atem. Da ist Anspannung – aber auch Rhythmus. Der Mantra hilft, dass starke Gefühle nicht mehr das ganze innere Feld beherrschen. Sie können gespürt, gehalten und allmählich integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine qualitative Arbeit von [[Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag|Hannelore Lammet-Rochdi]] an der Universität von Köln untersuchte das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskrit-Mantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag. In den Interviews wurde unter anderem beschrieben, dass Mantra-Rezitation in Konflikt- und Krisensituationen als Unterstützung erlebt wurde: mehr Abstand zu Ärger, mehr Gelassenheit, neue Perspektiven und das Gefühl von Schutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannelore Lammet-Rochdi, &#039;&#039;Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag&#039;&#039;, Universität von Köln, 7. Januar 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra und belastende Erinnerungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei belastenden Erinnerungen oder Flashbacks kann ein Mantra – behutsam eingesetzt – unterstützend sein. Bei starker Posttraumatischer Belastungsstörung ersetzt Mantra-Meditation keine fachkundige Traumatherapie. Sie kann aber eine Ergänzung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Traumatherapien arbeiten mit dem Prinzip, dass eine belastende Erinnerung nicht isoliert erlebt wird, sondern gleichzeitig mit Stabilisierung, Körperwahrnehmung oder einer zweiten Aufmerksamkeitsaufgabe verbunden wird. In der [[EMDR]]-Forschung wird dies unter anderem mit der Belastung des Arbeitsgedächtnisses erklärt: Wenn Erinnerung und zweite Aufgabe gleichzeitig gehalten werden, können Lebendigkeit und emotionale Wucht der Erinnerung abnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel A. van den Hout und Iris M. Engelhard, “How does EMDR work?”, &#039;&#039;Journal of Experimental Psychopathology&#039;&#039; 3/5 (2012): 724-738, doi:10.5127/jep.028212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist keine direkte Mantra-Studie. Es erklärt aber plausibel, warum Mantra, Atem und Aufmerksamkeit helfen können, belastende innere Bilder zu halten, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Mantra schafft eine heilige Doppelaufmerksamkeit: Ein Teil nimmt wahr, was auftaucht. Ein anderer Teil bleibt verbunden – mit Klang, Atem, [[Gott]], Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra Wiederholung und Forschung zu Belastung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine randomisierte Studie im &#039;&#039;American Journal of Psychiatry&#039;&#039; verglich bei Veteranen mit Posttraumatischer Belastungsstörung eine individuell angeleitete Mantra-Wiederholungs-Praxis mit Present-Centered Therapy. Die Mantra-Gruppe zeigte insgesamt stärkere Verbesserungen bei PTBS-Symptomen und Schlafproblemen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jill E. Bormann et al., “Individual Treatment of Posttraumatic Stress Disorder Using Mantram Repetition: A Randomized Clinical Trial”, &#039;&#039;American Journal of Psychiatry&#039;&#039; 175/10 (2018): 979-988, doi:10.1176/appi.ajp.2018.17060611.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine UCLA-Studie untersuchte eine zwölfminütige tägliche Mantra-Meditation mit Fingerbewegungen, Visualisierung und Konzentration bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz. Nach acht Wochen zeigten sich Verbesserungen der mentalen Gesundheit und kognitiver Funktionen sowie eine erhöhte Telomerase-Aktivität. Die Autoren betonten den Pilotcharakter der Studie.&amp;lt;ref&amp;gt;Helen Lavretsky et al., “A pilot study of yogic meditation for family dementia caregivers with depressive symptoms: effects on mental health, cognition, and telomerase activity”, &#039;&#039;International Journal of Geriatric Psychiatry&#039;&#039; 28/1 (2013): 57-65, doi:10.1002/gps.3790.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zu mantra-basierter Meditation kam 2022 zu dem Ergebnis, dass solche Verfahren kleine bis moderate positive Effekte auf verschiedene psychische Belastungen zeigen können; zugleich weisen die Autoren auf methodische Grenzen und weiteren Forschungsbedarf hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Yolanda Álvarez-Pérez et al., “Effectiveness of Mantra-Based Meditation on Mental Health: A Systematic Review and Meta-Analysis”, &#039;&#039;International Journal of Environmental Research and Public Health&#039;&#039; 19/6 (2022): 3380, doi:10.3390/ijerph19063380.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was wir wiederholen, wird stärker==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gehirn verändert sich durch Wiederholung. Was oft gedacht, gefühlt und getan wird, wird leichter abrufbar. Wer täglich Sorgen wiederholt, stärkt Sorgenbahnen. Wer täglich Ärger wiederholt, trainiert Ärger. Wer täglich einen Mantra wiederholt – mit [[Ruhe]], [[Vertrauen]], Hingabe und Kraft –, schafft eine andere Spur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Yoga-Sprache: [[Samskara]]s werden gereinigt, [[Sattva|sattvige]] Eindrücke werden stärker. In der Sprache der Neurowissenschaft: Wiederholte Aufmerksamkeit formt neuronale Bahnungen. In der Sprache des [[Bhakti Yoga]]: Der Name Gottes reinigt das Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird Mantra-Praxis alltagstauglich. Morgens kann der Mantra den Tag ausrichten. Tagsüber kann er in schwierigen Momenten stabilisieren. Abends kann er helfen, die Eindrücke des Tages zu integrieren – manchmal sanft beobachtend, manchmal intensiv ergreifend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleine Praxis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich drei Minuten ruhig hin. Richte die Wirbelsäule auf. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Wiederhole innerlich oder leise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Om Namah Shivaya]]&#039;&#039;&#039; – oder &#039;&#039;&#039;[[Om Namo Narayanaya]]&#039;&#039;&#039; – oder einfach &#039;&#039;&#039;Om&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginne sanft beobachtend. Spüre den Klang. Spüre den Atem. Spüre, wo der Mantra in dir schwingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wiederhole ihn einige Atemzüge lang kraftvoller, wacher, klarer. Lass die Aufmerksamkeit ganz vom Mantra ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach werde wieder stiller. Lausche. Spüre nach. So erfährst du beide Möglichkeiten: Mantra als sanften Raum und Mantra als starke Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra als Brücke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neurowissenschaft kann einiges erklären: Aufmerksamkeit, Atemrhythmus, Herzratenvariabilität, Emotionsregulation, Stressmarker, neuronale Netzwerke. Das ist wertvoll. Es zeigt, dass Mantra-Praxis Körper und Gehirn real beeinflussen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch bleibt das Wichtigste Erfahrung. Ein Mantra ist nicht nur ein Mittel zur Stressreduktion. Es ist eine Brücke: vom Lärm zur Stille, von Zerstreuung zu Sammlung, von Angst zu Vertrauen, von Getrenntheit zu Verbundenheit. Die Wissenschaft kann beschreiben, was dabei im Gehirn geschieht. Die Praxis zeigt, was im Herzen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Japa]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Om]]&lt;br /&gt;
* [[Om Namah Shivaya]]&lt;br /&gt;
* [[Om Namo Narayanaya]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Samskara]]&lt;br /&gt;
* [[Stress]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Kirtan- und Mantrasingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sukadev Bretz: &#039;&#039;Mantra Meditation. Ein 8-Wochen-Kurs für tiefes spirituelles Erleben&#039;&#039;. Yoga Vidya Verlag, o.J.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Japa Yoga&#039;&#039;. Divine Life Society.&lt;br /&gt;
* Bangalore G. Kalyani et al.: “Neurohemodynamic correlates of OM chanting: A pilot functional magnetic resonance imaging study”. &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; 4/1 (2011): 3-6.&lt;br /&gt;
* Kieran C. R. Fox et al.: “Functional neuroanatomy of meditation: A review and meta-analysis of 78 functional neuroimaging investigations”. &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; 65 (2016): 208-228.&lt;br /&gt;
* Luciano Bernardi et al.: “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study”. &#039;&#039;BMJ&#039;&#039; 323/7327 (2001): 1446-1449.&lt;br /&gt;
* Hannelore Lammet-Rochdi: &#039;&#039;Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag&#039;&#039;. Universität von Köln, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
* [https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/mantra-meditationkurs Mantra-Meditationskurs von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirtan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stress]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurowissenschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga_und_Neurowissenschaften&amp;diff=1311576</id>
		<title>Yoga und Neurowissenschaften</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga_und_Neurowissenschaften&amp;diff=1311576"/>
		<updated>2026-06-29T13:34:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Mantras und Neurowissenschaften&#039;&#039;&#039; betrachtet die Frage, was beim [[Chanten]], bei der [[Mantra Meditation]] und beim [[Kirtan]] im Gehirn und Nervensystem geschieht. [[Mantra]]s wirken nach der Yogatradition durch Klang, Bedeutung, Bewusstsein, Hingabe und [[Prana]]. Die moderne Neurowissenschaft untersucht ergänzend, wie Wiederholung, Rhythmus, Atmung, Aufmerksamkeit und Emotion auf Gehirn, Herzrhythmus und Stressregulation wirken.&lt;br /&gt;
[[Datei:Maha-mantra.jpg|thumb|[[Mahamantra]] auf [[Devanagari]]]]&lt;br /&gt;
Mantras gehören zu den ältesten spirituellen Praktiken der Menschheit. Im [[Hinduismus]], [[Buddhismus]], im christlichen [[Herzensgebet]], im Rosenkranzgebet und in der Rezitation heiliger Verse finden sich verwandte Formen: Ein heiliger Klang, ein Name Gottes, ein Gebet oder ein Vers wird wiederholt, bis der Geist sich sammelt und innerlich stiller wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Yogatradition heißt es: &#039;&#039;mananāt trāyate iti mantraḥ&#039;&#039; – ein Mantra ist das, was durch Wiederholung, Denken und inneres Erinnern schützt, befreit und über den gewöhnlichen Gedankenstrom hinausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra als Klang und Bewusstseinsbrücke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Sanskrit]]-[[Mantra]] ist nicht nur ein Wort mit Bedeutung. Es ist Klang, Rhythmus, Konzentrationshilfe, Gebet, Energie und Bewusstseinsbrücke zugleich. Die klassische Mantra-Lehre spricht von sechs Aspekten eines Mantras:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Rishi]]&#039;&#039;&#039; – der Seher des Mantras und die Kraft der Überlieferung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Matra]]&#039;&#039;&#039; – Klang, Rhythmus und Schwingung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija]]&#039;&#039;&#039; – Same, Essenz, innerster Kern&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Ishta Devata]]&#039;&#039;&#039; – der göttliche Aspekt des Mantras&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Kilaka]]&#039;&#039;&#039; – der Verschluss, also innere Blockaden, die sich durch Praxis öffnen&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Shakti]]&#039;&#039;&#039; – die Kraft des Mantras&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neurowissenschaftlich kann man sagen: Ein Mantra gibt dem Geist einen klaren Anker. Es verbindet Aufmerksamkeit, Atem, Stimme, Hören, Körperwahrnehmung und Emotion. Spirituell gesprochen verbindet es mit göttlicher Schwingung und mit dem innersten Wesenskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was beim Chanten im Gehirn geschieht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim lauten Chanten schwingt der Klang im Brustraum, im Hals und im Schädel. Die Ausatmung wird oft länger, die Atmung gleichmäßiger. Das Nervensystem erhält ein Signal von Rhythmus und Sicherheit. Beim inneren Wiederholen wird der Mantra zu einer Spur, auf die der Geist immer wieder zurückfinden kann.&lt;br /&gt;
[[Datei:Om.svg.png|thumb|Om ist das wichtigste Mantra]]&lt;br /&gt;
Eine kleine fMRT-Pilotstudie im &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; untersuchte hörbares [[Om]]-Chanten bei 12 gesunden Rechtshändern und verglich es mit Ruhe sowie mit der Kontrollsilbe &#039;&#039;ssss&#039;&#039;. Beim Om-Chanten fanden sich Deaktivierungen in limbischen Hirnregionen, also in Bereichen, die mit emotionaler Verarbeitung verbunden sind. Die Autoren verglichen diese Muster vorsichtig mit Effekten, wie sie bei Vagusnerv-Stimulation beobachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bangalore G. Kalyani et al., “Neurohemodynamic correlates of OM chanting: A pilot functional magnetic resonance imaging study”, &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; 4/1 (2011): 3-6, doi:10.4103/0973-6131.78171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Meta-Analyse in &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; wertete 78 funktionelle Bildgebungsstudien zu Meditation aus. Sie zeigte, dass verschiedene Meditationsformen unterscheidbare Aktivierungs- und Deaktivierungsmuster im Gehirn haben, darunter fokussierte Aufmerksamkeit, Mantra-Rezitation, offenes Beobachten und Mitgefühlsmeditation.&amp;lt;ref&amp;gt;Kieran C. R. Fox et al., “Functional neuroanatomy of meditation: A review and meta-analysis of 78 functional neuroimaging investigations”, &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; 65 (2016): 208-228, doi:10.1016/j.neubiorev.2016.03.021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei Arten der Mantra Meditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis kann man zwei Grundweisen der [[Mantra Meditation]] unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste ist &#039;&#039;&#039;sanft beobachtend&#039;&#039;&#039;. Man sitzt ruhig, wiederholt den Mantra und beobachtet, was geschieht. Gedanken kommen – man nimmt sie wahr und kehrt zum Mantra zurück. Gefühle kommen – man spürt sie, ohne sich völlig mit ihnen zu identifizieren. Diese Form wirkt beruhigend, integrierend und sammelnd. Sie stärkt die Fähigkeit, innere Vorgänge wahrzunehmen, ohne sofort automatisch zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Weise ist &#039;&#039;&#039;intensiv ergreifend&#039;&#039;&#039;. Man wiederholt den Mantra mit Kraft, Wachheit und Entschiedenheit. Die Aufmerksamkeit wird hochgedreht. Der Mantra ergreift den ganzen Geist. Grübeln, Dumpfheit, Angst oder Niedergeschlagenheit haben weniger Raum, weil die geistige Energie gesammelt wird. Diese Form kann aktivieren, zentrieren, aufrichten und aus alten Gedankenspiralen herausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide [[Weise]]n sind wichtig. Manchmal braucht es den sanften Raum: Lauschen, Beobachten, Integrieren. Manchmal braucht es Feuer: klare Ausrichtung, Kraft, [[Hingabe]] und innere [[Entschlossenheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Atem, Herz und Kohärenz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mantra-Rezitation wirkt auch über den Atem. Eine Studie von Luciano Bernardi und Kollegen im &#039;&#039;British Medical Journal&#039;&#039; untersuchte 23 gesunde Erwachsene. Sie rezitierten entweder das lateinische Ave Maria oder ein Yoga-Mantra. Beide Rezitationsformen führten bei etwa sechs Wiederholungen pro Minute zu einer deutlichen Verstärkung vorhandener kardiovaskulärer Rhythmen; auch die Baroreflex-Sensitivität stieg signifikant an.&amp;lt;ref&amp;gt;Luciano Bernardi et al., “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study”, &#039;&#039;BMJ&#039;&#039; 323/7327 (2001): 1446-1449, doi:10.1136/bmj.323.7327.1446.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus yogischer Sicht interessant. Etwa sechs Atemzüge pro Minute sind ein Rhythmus, in dem Atmung, Herzrhythmus und Blutdruckregulation gut miteinander schwingen können. Klang führt zu Rhythmus. Rhythmus führt zu Ordnung. Ordnung führt zu Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gemeinsames Singen beeinflusst Herz und Atmung. Vickhoff und Kollegen zeigten in &#039;&#039;Frontiers in Psychology&#039;&#039;, dass die Struktur des Singens Herzratenvariabilität und Atmung beeinflusst. Besonders bei regelmäßigem gemeinsamen Singen können Herzen der Singenden gleichzeitig beschleunigen und verlangsamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Björn Vickhoff et al., “Music structure determines heart rate variability of singers”, &#039;&#039;Frontiers in Psychology&#039;&#039; 4 (2013): 334, doi:10.3389/fpsyg.2013.00334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erklärt etwas, was viele beim [[Kirtan]] spüren: Man singt nicht nur nebeneinander. Man atmet miteinander. Man kommt in einen gemeinsamen Rhythmus. In der Sprache des Yoga: [[Prana]] harmonisiert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra und Emotionen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft setzt man sich am Abend zur Meditation und merkt erst dann, wie viel vom Tag noch nachschwingt: ein schwieriges Gespräch, [[Ärger]], Traurigkeit, [[Enttäuschung]], Überforderung. Gerade dann kann [[Mantra Meditation]] besonders wertvoll sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man setzt sich hin und wiederholt ruhig den Mantra. Nicht, um Gefühle wegzudrücken. Nicht, um sich einzureden, alles sei gut. Sondern um die Emotionen in einen größeren Raum zu stellen. Da ist die Emotion – aber da ist auch Klang. Da ist Erinnerung – aber auch Atem. Da ist Anspannung – aber auch Rhythmus. Der Mantra hilft, dass starke Gefühle nicht mehr das ganze innere Feld beherrschen. Sie können gespürt, gehalten und allmählich integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine qualitative Arbeit von [[Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag|Hannelore Lammet-Rochdi]] an der Universität von Köln untersuchte das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskrit-Mantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag. In den Interviews wurde unter anderem beschrieben, dass Mantra-Rezitation in Konflikt- und Krisensituationen als Unterstützung erlebt wurde: mehr Abstand zu Ärger, mehr Gelassenheit, neue Perspektiven und das Gefühl von Schutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannelore Lammet-Rochdi, &#039;&#039;Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag&#039;&#039;, Universität von Köln, 7. Januar 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra und belastende Erinnerungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei belastenden Erinnerungen oder Flashbacks kann ein Mantra – behutsam eingesetzt – unterstützend sein. Bei starker Posttraumatischer Belastungsstörung ersetzt Mantra-Meditation keine fachkundige Traumatherapie. Sie kann aber eine Ergänzung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Traumatherapien arbeiten mit dem Prinzip, dass eine belastende Erinnerung nicht isoliert erlebt wird, sondern gleichzeitig mit Stabilisierung, Körperwahrnehmung oder einer zweiten Aufmerksamkeitsaufgabe verbunden wird. In der [[EMDR]]-Forschung wird dies unter anderem mit der Belastung des Arbeitsgedächtnisses erklärt: Wenn Erinnerung und zweite Aufgabe gleichzeitig gehalten werden, können Lebendigkeit und emotionale Wucht der Erinnerung abnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel A. van den Hout und Iris M. Engelhard, “How does EMDR work?”, &#039;&#039;Journal of Experimental Psychopathology&#039;&#039; 3/5 (2012): 724-738, doi:10.5127/jep.028212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist keine direkte Mantra-Studie. Es erklärt aber plausibel, warum Mantra, Atem und Aufmerksamkeit helfen können, belastende innere Bilder zu halten, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Mantra schafft eine heilige Doppelaufmerksamkeit: Ein Teil nimmt wahr, was auftaucht. Ein anderer Teil bleibt verbunden – mit Klang, Atem, [[Gott]], Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra Wiederholung und Forschung zu Belastung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine randomisierte Studie im &#039;&#039;American Journal of Psychiatry&#039;&#039; verglich bei Veteranen mit Posttraumatischer Belastungsstörung eine individuell angeleitete Mantra-Wiederholungs-Praxis mit Present-Centered Therapy. Die Mantra-Gruppe zeigte insgesamt stärkere Verbesserungen bei PTBS-Symptomen und Schlafproblemen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jill E. Bormann et al., “Individual Treatment of Posttraumatic Stress Disorder Using Mantram Repetition: A Randomized Clinical Trial”, &#039;&#039;American Journal of Psychiatry&#039;&#039; 175/10 (2018): 979-988, doi:10.1176/appi.ajp.2018.17060611.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine UCLA-Studie untersuchte eine zwölfminütige tägliche Mantra-Meditation mit Fingerbewegungen, Visualisierung und Konzentration bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz. Nach acht Wochen zeigten sich Verbesserungen der mentalen Gesundheit und kognitiver Funktionen sowie eine erhöhte Telomerase-Aktivität. Die Autoren betonten den Pilotcharakter der Studie.&amp;lt;ref&amp;gt;Helen Lavretsky et al., “A pilot study of yogic meditation for family dementia caregivers with depressive symptoms: effects on mental health, cognition, and telomerase activity”, &#039;&#039;International Journal of Geriatric Psychiatry&#039;&#039; 28/1 (2013): 57-65, doi:10.1002/gps.3790.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zu mantra-basierter Meditation kam 2022 zu dem Ergebnis, dass solche Verfahren kleine bis moderate positive Effekte auf verschiedene psychische Belastungen zeigen können; zugleich weisen die Autoren auf methodische Grenzen und weiteren Forschungsbedarf hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Yolanda Álvarez-Pérez et al., “Effectiveness of Mantra-Based Meditation on Mental Health: A Systematic Review and Meta-Analysis”, &#039;&#039;International Journal of Environmental Research and Public Health&#039;&#039; 19/6 (2022): 3380, doi:10.3390/ijerph19063380.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was wir wiederholen, wird stärker==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gehirn verändert sich durch Wiederholung. Was oft gedacht, gefühlt und getan wird, wird leichter abrufbar. Wer täglich Sorgen wiederholt, stärkt Sorgenbahnen. Wer täglich Ärger wiederholt, trainiert Ärger. Wer täglich einen Mantra wiederholt – mit [[Ruhe]], [[Vertrauen]], Hingabe und Kraft –, schafft eine andere Spur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Yoga-Sprache: [[Samskara]]s werden gereinigt, [[Sattva|sattvige]] Eindrücke werden stärker. In der Sprache der Neurowissenschaft: Wiederholte Aufmerksamkeit formt neuronale Bahnungen. In der Sprache des [[Bhakti Yoga]]: Der Name Gottes reinigt das Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird Mantra-Praxis alltagstauglich. Morgens kann der Mantra den Tag ausrichten. Tagsüber kann er in schwierigen Momenten stabilisieren. Abends kann er helfen, die Eindrücke des Tages zu integrieren – manchmal sanft beobachtend, manchmal intensiv ergreifend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleine Praxis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich drei Minuten ruhig hin. Richte die Wirbelsäule auf. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Wiederhole innerlich oder leise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Om Namah Shivaya]]&#039;&#039;&#039; – oder &#039;&#039;&#039;[[Om Namo Narayanaya]]&#039;&#039;&#039; – oder einfach &#039;&#039;&#039;Om&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginne sanft beobachtend. Spüre den Klang. Spüre den Atem. Spüre, wo der Mantra in dir schwingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wiederhole ihn einige Atemzüge lang kraftvoller, wacher, klarer. Lass die Aufmerksamkeit ganz vom Mantra ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach werde wieder stiller. Lausche. Spüre nach. So erfährst du beide Möglichkeiten: Mantra als sanften Raum und Mantra als starke Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra als Brücke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neurowissenschaft kann einiges erklären: Aufmerksamkeit, Atemrhythmus, Herzratenvariabilität, Emotionsregulation, Stressmarker, neuronale Netzwerke. Das ist wertvoll. Es zeigt, dass Mantra-Praxis Körper und Gehirn real beeinflussen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch bleibt das Wichtigste Erfahrung. Ein Mantra ist nicht nur ein Mittel zur Stressreduktion. Es ist eine Brücke: vom Lärm zur Stille, von Zerstreuung zu Sammlung, von Angst zu Vertrauen, von Getrenntheit zu Verbundenheit. Die Wissenschaft kann beschreiben, was dabei im Gehirn geschieht. Die Praxis zeigt, was im Herzen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Japa]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Om]]&lt;br /&gt;
* [[Om Namah Shivaya]]&lt;br /&gt;
* [[Om Namo Narayanaya]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Samskara]]&lt;br /&gt;
* [[Stress]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Kirtan- und Mantrasingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sukadev Bretz: &#039;&#039;Mantra Meditation. Ein 8-Wochen-Kurs für tiefes spirituelles Erleben&#039;&#039;. Yoga Vidya Verlag, o.J.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Japa Yoga&#039;&#039;. Divine Life Society.&lt;br /&gt;
* Bangalore G. Kalyani et al.: “Neurohemodynamic correlates of OM chanting: A pilot functional magnetic resonance imaging study”. &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; 4/1 (2011): 3-6.&lt;br /&gt;
* Kieran C. R. Fox et al.: “Functional neuroanatomy of meditation: A review and meta-analysis of 78 functional neuroimaging investigations”. &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; 65 (2016): 208-228.&lt;br /&gt;
* Luciano Bernardi et al.: “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study”. &#039;&#039;BMJ&#039;&#039; 323/7327 (2001): 1446-1449.&lt;br /&gt;
* Hannelore Lammet-Rochdi: &#039;&#039;Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag&#039;&#039;. Universität von Köln, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/](https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
* [https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/mantra-meditationkurs Mantra-Meditationskurs von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirtan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stress]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurowissenschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga_und_Neurowissenschaften&amp;diff=1311575</id>
		<title>Yoga und Neurowissenschaften</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga_und_Neurowissenschaften&amp;diff=1311575"/>
		<updated>2026-06-29T13:33:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mantras und Neurowissenschaften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; betrachtet die Frage, was beim Chanten, bei der Mantra Meditation und beim Kirtan im Gehirn und Nervensystem geschieht. Mantras wirken nach der Yogatradition durch Klang, Bedeutung, Bewusstsein, Hingabe und Prana. Die moderne Neurowissenschaft untersucht ergänzend, wie Wiederholung, Rhythmus, Atmung, Aufmerksamkeit und Emotion auf Gehirn, Herzrhythmus und Stressregulation wirken. Datei:Maha-mant…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Mantras und Neurowissenschaften&#039;&#039;&#039; betrachtet die Frage, was beim [[Chanten]], bei der [[Mantra Meditation]] und beim [[Kirtan]] im Gehirn und Nervensystem geschieht. [[Mantra]]s wirken nach der Yogatradition durch Klang, Bedeutung, Bewusstsein, Hingabe und [[Prana]]. Die moderne Neurowissenschaft untersucht ergänzend, wie Wiederholung, Rhythmus, Atmung, Aufmerksamkeit und Emotion auf Gehirn, Herzrhythmus und Stressregulation wirken.&lt;br /&gt;
[[Datei:Maha-mantra.jpg|thumb|[[Mahamantra]] auf [[Devanagari]]]]&lt;br /&gt;
Mantras gehören zu den ältesten spirituellen Praktiken der Menschheit. Im [[Hinduismus]], [[Buddhismus]], im christlichen [[Herzensgebet]], im Rosenkranzgebet und in der Rezitation heiliger Verse finden sich verwandte Formen: Ein heiliger Klang, ein Name Gottes, ein Gebet oder ein Vers wird wiederholt, bis der Geist sich sammelt und innerlich stiller wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Yogatradition heißt es: &#039;&#039;mananāt trāyate iti mantraḥ&#039;&#039; – ein Mantra ist das, was durch Wiederholung, Denken und inneres Erinnern schützt, befreit und über den gewöhnlichen Gedankenstrom hinausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra als Klang und Bewusstseinsbrücke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Sanskrit]]-[[Mantra]] ist nicht nur ein Wort mit Bedeutung. Es ist Klang, Rhythmus, Konzentrationshilfe, Gebet, Energie und Bewusstseinsbrücke zugleich. Die klassische Mantra-Lehre spricht von sechs Aspekten eines Mantras:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Rishi]]&#039;&#039;&#039; – der Seher des Mantras und die Kraft der Überlieferung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Matra]]&#039;&#039;&#039; – Klang, Rhythmus und Schwingung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija]]&#039;&#039;&#039; – Same, Essenz, innerster Kern&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Ishta Devata]]&#039;&#039;&#039; – der göttliche Aspekt des Mantras&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Kilaka]]&#039;&#039;&#039; – der Verschluss, also innere Blockaden, die sich durch Praxis öffnen&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Shakti]]&#039;&#039;&#039; – die Kraft des Mantras&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neurowissenschaftlich kann man sagen: Ein Mantra gibt dem Geist einen klaren Anker. Es verbindet Aufmerksamkeit, Atem, Stimme, Hören, Körperwahrnehmung und Emotion. Spirituell gesprochen verbindet es mit göttlicher Schwingung und mit dem innersten Wesenskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was beim Chanten im Gehirn geschieht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim lauten Chanten schwingt der Klang im Brustraum, im Hals und im Schädel. Die Ausatmung wird oft länger, die Atmung gleichmäßiger. Das Nervensystem erhält ein Signal von Rhythmus und Sicherheit. Beim inneren Wiederholen wird der Mantra zu einer Spur, auf die der Geist immer wieder zurückfinden kann.&lt;br /&gt;
[[Datei:Om.svg.png|thumb|Om ist das wichtigste Mantra]]&lt;br /&gt;
Eine kleine fMRT-Pilotstudie im &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; untersuchte hörbares [[Om]]-Chanten bei 12 gesunden Rechtshändern und verglich es mit Ruhe sowie mit der Kontrollsilbe &#039;&#039;ssss&#039;&#039;. Beim Om-Chanten fanden sich Deaktivierungen in limbischen Hirnregionen, also in Bereichen, die mit emotionaler Verarbeitung verbunden sind. Die Autoren verglichen diese Muster vorsichtig mit Effekten, wie sie bei Vagusnerv-Stimulation beobachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bangalore G. Kalyani et al., “Neurohemodynamic correlates of OM chanting: A pilot functional magnetic resonance imaging study”, &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; 4/1 (2011): 3-6, doi:10.4103/0973-6131.78171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Meta-Analyse in &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; wertete 78 funktionelle Bildgebungsstudien zu Meditation aus. Sie zeigte, dass verschiedene Meditationsformen unterscheidbare Aktivierungs- und Deaktivierungsmuster im Gehirn haben, darunter fokussierte Aufmerksamkeit, Mantra-Rezitation, offenes Beobachten und Mitgefühlsmeditation.&amp;lt;ref&amp;gt;Kieran C. R. Fox et al., “Functional neuroanatomy of meditation: A review and meta-analysis of 78 functional neuroimaging investigations”, &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; 65 (2016): 208-228, doi:10.1016/j.neubiorev.2016.03.021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei Arten der Mantra Meditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis kann man zwei Grundweisen der [[Mantra Meditation]] unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste ist &#039;&#039;&#039;sanft beobachtend&#039;&#039;&#039;. Man sitzt ruhig, wiederholt den Mantra und beobachtet, was geschieht. Gedanken kommen – man nimmt sie wahr und kehrt zum Mantra zurück. Gefühle kommen – man spürt sie, ohne sich völlig mit ihnen zu identifizieren. Diese Form wirkt beruhigend, integrierend und sammelnd. Sie stärkt die Fähigkeit, innere Vorgänge wahrzunehmen, ohne sofort automatisch zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Weise ist &#039;&#039;&#039;intensiv ergreifend&#039;&#039;&#039;. Man wiederholt den Mantra mit Kraft, Wachheit und Entschiedenheit. Die Aufmerksamkeit wird hochgedreht. Der Mantra ergreift den ganzen Geist. Grübeln, Dumpfheit, Angst oder Niedergeschlagenheit haben weniger Raum, weil die geistige Energie gesammelt wird. Diese Form kann aktivieren, zentrieren, aufrichten und aus alten Gedankenspiralen herausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide [[Weise]]n sind wichtig. Manchmal braucht es den sanften Raum: Lauschen, Beobachten, Integrieren. Manchmal braucht es Feuer: klare Ausrichtung, Kraft, [[Hingabe]] und innere [[Entschlossenheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Atem, Herz und Kohärenz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mantra-Rezitation wirkt auch über den Atem. Eine Studie von Luciano Bernardi und Kollegen im &#039;&#039;British Medical Journal&#039;&#039; untersuchte 23 gesunde Erwachsene. Sie rezitierten entweder das lateinische Ave Maria oder ein Yoga-Mantra. Beide Rezitationsformen führten bei etwa sechs Wiederholungen pro Minute zu einer deutlichen Verstärkung vorhandener kardiovaskulärer Rhythmen; auch die Baroreflex-Sensitivität stieg signifikant an.&amp;lt;ref&amp;gt;Luciano Bernardi et al., “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study”, &#039;&#039;BMJ&#039;&#039; 323/7327 (2001): 1446-1449, doi:10.1136/bmj.323.7327.1446.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aus yogischer Sicht interessant. Etwa sechs Atemzüge pro Minute sind ein Rhythmus, in dem Atmung, Herzrhythmus und Blutdruckregulation gut miteinander schwingen können. Klang führt zu Rhythmus. Rhythmus führt zu Ordnung. Ordnung führt zu Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gemeinsames Singen beeinflusst Herz und Atmung. Vickhoff und Kollegen zeigten in &#039;&#039;Frontiers in Psychology&#039;&#039;, dass die Struktur des Singens Herzratenvariabilität und Atmung beeinflusst. Besonders bei regelmäßigem gemeinsamen Singen können Herzen der Singenden gleichzeitig beschleunigen und verlangsamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Björn Vickhoff et al., “Music structure determines heart rate variability of singers”, &#039;&#039;Frontiers in Psychology&#039;&#039; 4 (2013): 334, doi:10.3389/fpsyg.2013.00334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erklärt etwas, was viele beim [[Kirtan]] spüren: Man singt nicht nur nebeneinander. Man atmet miteinander. Man kommt in einen gemeinsamen Rhythmus. In der Sprache des Yoga: [[Prana]] harmonisiert sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra und Emotionen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft setzt man sich am Abend zur Meditation und merkt erst dann, wie viel vom Tag noch nachschwingt: ein schwieriges Gespräch, [[Ärger]], Traurigkeit, [[Enttäuschung]], Überforderung. Gerade dann kann [[Mantra Meditation]] besonders wertvoll sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man setzt sich hin und wiederholt ruhig den Mantra. Nicht, um Gefühle wegzudrücken. Nicht, um sich einzureden, alles sei gut. Sondern um die Emotionen in einen größeren Raum zu stellen. Da ist die Emotion – aber da ist auch Klang. Da ist Erinnerung – aber auch Atem. Da ist Anspannung – aber auch Rhythmus. Der Mantra hilft, dass starke Gefühle nicht mehr das ganze innere Feld beherrschen. Sie können gespürt, gehalten und allmählich integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine qualitative Arbeit von [[Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag|Hannelore Lammet-Rochdi]] an der Universität von Köln untersuchte das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskrit-Mantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag. In den Interviews wurde unter anderem beschrieben, dass Mantra-Rezitation in Konflikt- und Krisensituationen als Unterstützung erlebt wurde: mehr Abstand zu Ärger, mehr Gelassenheit, neue Perspektiven und das Gefühl von Schutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannelore Lammet-Rochdi, &#039;&#039;Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag&#039;&#039;, Universität von Köln, 7. Januar 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra und belastende Erinnerungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei belastenden Erinnerungen oder Flashbacks kann ein Mantra – behutsam eingesetzt – unterstützend sein. Bei starker Posttraumatischer Belastungsstörung ersetzt Mantra-Meditation keine fachkundige Traumatherapie. Sie kann aber eine Ergänzung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Traumatherapien arbeiten mit dem Prinzip, dass eine belastende Erinnerung nicht isoliert erlebt wird, sondern gleichzeitig mit Stabilisierung, Körperwahrnehmung oder einer zweiten Aufmerksamkeitsaufgabe verbunden wird. In der [[EMDR]]-Forschung wird dies unter anderem mit der Belastung des Arbeitsgedächtnisses erklärt: Wenn Erinnerung und zweite Aufgabe gleichzeitig gehalten werden, können Lebendigkeit und emotionale Wucht der Erinnerung abnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel A. van den Hout und Iris M. Engelhard, “How does EMDR work?”, &#039;&#039;Journal of Experimental Psychopathology&#039;&#039; 3/5 (2012): 724-738, doi:10.5127/jep.028212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist keine direkte Mantra-Studie. Es erklärt aber plausibel, warum Mantra, Atem und Aufmerksamkeit helfen können, belastende innere Bilder zu halten, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Mantra schafft eine heilige Doppelaufmerksamkeit: Ein Teil nimmt wahr, was auftaucht. Ein anderer Teil bleibt verbunden – mit Klang, Atem, [[Gott]], Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra Wiederholung und Forschung zu Belastung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine randomisierte Studie im &#039;&#039;American Journal of Psychiatry&#039;&#039; verglich bei Veteranen mit Posttraumatischer Belastungsstörung eine individuell angeleitete Mantra-Wiederholungs-Praxis mit Present-Centered Therapy. Die Mantra-Gruppe zeigte insgesamt stärkere Verbesserungen bei PTBS-Symptomen und Schlafproblemen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jill E. Bormann et al., “Individual Treatment of Posttraumatic Stress Disorder Using Mantram Repetition: A Randomized Clinical Trial”, &#039;&#039;American Journal of Psychiatry&#039;&#039; 175/10 (2018): 979-988, doi:10.1176/appi.ajp.2018.17060611.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine UCLA-Studie untersuchte eine zwölfminütige tägliche Mantra-Meditation mit Fingerbewegungen, Visualisierung und Konzentration bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz. Nach acht Wochen zeigten sich Verbesserungen der mentalen Gesundheit und kognitiver Funktionen sowie eine erhöhte Telomerase-Aktivität. Die Autoren betonten den Pilotcharakter der Studie.&amp;lt;ref&amp;gt;Helen Lavretsky et al., “A pilot study of yogic meditation for family dementia caregivers with depressive symptoms: effects on mental health, cognition, and telomerase activity”, &#039;&#039;International Journal of Geriatric Psychiatry&#039;&#039; 28/1 (2013): 57-65, doi:10.1002/gps.3790.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zu mantra-basierter Meditation kam 2022 zu dem Ergebnis, dass solche Verfahren kleine bis moderate positive Effekte auf verschiedene psychische Belastungen zeigen können; zugleich weisen die Autoren auf methodische Grenzen und weiteren Forschungsbedarf hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Yolanda Álvarez-Pérez et al., “Effectiveness of Mantra-Based Meditation on Mental Health: A Systematic Review and Meta-Analysis”, &#039;&#039;International Journal of Environmental Research and Public Health&#039;&#039; 19/6 (2022): 3380, doi:10.3390/ijerph19063380.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was wir wiederholen, wird stärker==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gehirn verändert sich durch Wiederholung. Was oft gedacht, gefühlt und getan wird, wird leichter abrufbar. Wer täglich Sorgen wiederholt, stärkt Sorgenbahnen. Wer täglich Ärger wiederholt, trainiert Ärger. Wer täglich einen Mantra wiederholt – mit [[Ruhe]], [[Vertrauen]], Hingabe und Kraft –, schafft eine andere Spur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Yoga-Sprache: [[Samskara]]s werden gereinigt, [[Sattva|sattvige]] Eindrücke werden stärker. In der Sprache der Neurowissenschaft: Wiederholte Aufmerksamkeit formt neuronale Bahnungen. In der Sprache des [[Bhakti Yoga]]: Der Name Gottes reinigt das Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird Mantra-Praxis alltagstauglich. Morgens kann der Mantra den Tag ausrichten. Tagsüber kann er in schwierigen Momenten stabilisieren. Abends kann er helfen, die Eindrücke des Tages zu integrieren – manchmal sanft beobachtend, manchmal intensiv ergreifend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleine Praxis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich drei Minuten ruhig hin. Richte die Wirbelsäule auf. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Wiederhole innerlich oder leise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Om Namah Shivaya]]&#039;&#039;&#039; – oder &#039;&#039;&#039;[[Om Namo Narayanaya]]&#039;&#039;&#039; – oder einfach &#039;&#039;&#039;Om&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginne sanft beobachtend. Spüre den Klang. Spüre den Atem. Spüre, wo der Mantra in dir schwingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wiederhole ihn einige Atemzüge lang kraftvoller, wacher, klarer. Lass die Aufmerksamkeit ganz vom Mantra ergriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach werde wieder stiller. Lausche. Spüre nach. So erfährst du beide Möglichkeiten: Mantra als sanften Raum und Mantra als starke Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mantra als Brücke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neurowissenschaft kann einiges erklären: Aufmerksamkeit, Atemrhythmus, Herzratenvariabilität, Emotionsregulation, Stressmarker, neuronale Netzwerke. Das ist wertvoll. Es zeigt, dass Mantra-Praxis Körper und Gehirn real beeinflussen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch bleibt das Wichtigste Erfahrung. Ein Mantra ist nicht nur ein Mittel zur Stressreduktion. Es ist eine Brücke: vom Lärm zur Stille, von Zerstreuung zu Sammlung, von Angst zu Vertrauen, von Getrenntheit zu Verbundenheit. Die Wissenschaft kann beschreiben, was dabei im Gehirn geschieht. Die Praxis zeigt, was im Herzen geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Japa]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Om]]&lt;br /&gt;
* [[Om Namah Shivaya]]&lt;br /&gt;
* [[Om Namo Narayanaya]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Samskara]]&lt;br /&gt;
* [[Stress]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Kirtan- und Mantrasingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sukadev Bretz: &#039;&#039;Mantra Meditation. Ein 8-Wochen-Kurs für tiefes spirituelles Erleben&#039;&#039;. Yoga Vidya Verlag, o.J.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Japa Yoga&#039;&#039;. Divine Life Society.&lt;br /&gt;
* Bangalore G. Kalyani et al.: “Neurohemodynamic correlates of OM chanting: A pilot functional magnetic resonance imaging study”. &#039;&#039;International Journal of Yoga&#039;&#039; 4/1 (2011): 3-6.&lt;br /&gt;
* Kieran C. R. Fox et al.: “Functional neuroanatomy of meditation: A review and meta-analysis of 78 functional neuroimaging investigations”. &#039;&#039;Neuroscience &amp;amp; Biobehavioral Reviews&#039;&#039; 65 (2016): 208-228.&lt;br /&gt;
* Luciano Bernardi et al.: “Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study”. &#039;&#039;BMJ&#039;&#039; 323/7327 (2001): 1446-1449.&lt;br /&gt;
* Hannelore Lammet-Rochdi: &#039;&#039;Das psychische Erleben bei der Rezitation eines persönlichen Sanskritmantras und seine Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag&#039;&#039;. Universität von Köln, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[https://www.yoga-vidya.de/](https://www.yoga-vidya.de/) Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
* [[https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/mantra-meditationkurs](https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/mantra-meditationkurs) Mantra-Meditationskurs von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirtan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stress]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurowissenschaften]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311424</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311424"/>
		<updated>2026-06-27T06:52:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Verse aus dem Amrita Siddhi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi – deutsche Fassung, inspirierend und textnah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur deutsche Versfassung mit exakter Verszählung. Für Verwendung im Yoga Unterricht, in [https://www.yoga-vidya.de/yoga Yoga] Weiterbildungen, bei denen [[Inspiration]] wichtiger ist als textkritische Genauigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0.1. Im Nabel leuchtet der weiße [[Lotus]]; darüber strahlt der reine Sonnenkreis. In der Mitte des dreifachen Weges verehre ich die Yogini, die Gestalt der [[Weisheit]], die Mutter der drei Welten, die Yoga-Mudra, die die [[Furcht]] vor dem [[Tod]] nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1. Verehrung dem ehrwürdigen [[Virupa]], dem Bewahrer der Überlieferung, dem [[Guru]], der die Karawane derer führt, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2. Verehrung dem verehrungswürdigen Guru, dem [[heil]]enden [[Meister]]: Mit dem Nektarstrom der Erkenntnis hat er den Schlaf zerstört, den das Gift der Unwissenheit in mir hervorgerufen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3. Hier wird die [[Vollendung]] des Nektars der [[Unsterblichkeit]] gelehrt: zum [[Erwachen]] der Würdigen, zur eigenen Ermutigung, zur [[Beruhigung]] und zur Befriedung des [[Stolz]]es der Unreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.4. Was hier gelehrt wird, wird von den Erkennenden geschätzt; denn die [[Weise]]n, frei von Anhaftung, erfreuen sich an höchster [[Glückseligkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.5. Aus Unwissenheit soll niemand diese [[Lehre]] verwerfen. Vor dem Wort der [[Wahrheit]] soll man vielmehr die eigene Unwissenheit erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.6. Wie aus Milch durch Quirlen die [[Essenz]] gewonnen wird, so wurde diese Lehre durch die [[Gnade]] des Gurus aus vielen tantrischen Lehrwerken herausgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7. Das Wissen ist eines; die [[Vollkommen]]en haben es in großer Weite auf verschiedene Weise gelehrt. Wer den Weg verfehlt, bringt es in Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.8. Manche kennen alle [[Schriften]] und durchwandern die Erde bis zu den Ozeanen; dennoch verirren sie sich auf den Wegen der Erkenntnis wie Gazellen im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.9. Aus dem Mund eines vollkommenen Gurus habe ich die höchste Wahrheit samt ihrer Methode empfangen; daher lehre ich nun kurz die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.10. Die inneren Essenzen des Körpers und die verschiedenen Dinge, die zu meistern sind, werde ich kurz und der Reihe nach darlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.11. Es geht um den Körper, die mittlere Kraft, den Mond, die Sonne und das Feuer, um das Prinzip des Atems, um [[Bindu]], [[Geist]], [[Prakriti]] und die [[Gunas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.12. Es geht um [[Mahamudra]], [[Mahabandha]] und [[Vedha]], um Praxis und Praktizierende, um Stufen des Weges, um [[Amrita]], Zeit, Glückseligkeit, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Nichtdualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.13. Es geht um den großen Segen, die große Vollkommenheit, das Vergehen der groben Elemente, die wahre Bedeutung von Mahamudra und den Bereich des großen Nirvana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.14. All dies kann hier nicht ausführlich entfaltet werden; darum wird zuerst die Größe des Körpers kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.15. Im Körper ist der heilige Meru, umgeben von den sieben Kontinenten, verbunden mit den drei Welten und den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.16. Dort sind Ozeane und Flüsse, heilige Felder und ihre Hüter, geheime Versammlungsorte, heilige Badeplätze, Kraftorte und die Gottheiten dieser Kraftorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.17. Dort sind Mondhäuser und Planeten, Seher und Weise, Mond und Sonne, die sich bewegen und Schöpfung und Auflösung bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.18. Dort sind Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde; dort sind Vishnu, Shiva, Brahma und die göttlichen Kräfte in sichtbarer und transzendenter Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.19. Alle Grundprinzipien der drei Welten sind im Körper enthalten. Was im Körper als Grundprinzip erkannt wird, ist nicht anderswo zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.20. Durch großes spirituelles Verdienst wird das Menschsein erlangt. Wer im Wort des Gurus fest gegründet ist, geht nicht wieder in den Kreislauf ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.21. Erkenne den wahren Guru und verneige den Körper zu seinen Füßen; dadurch lösen sich die großen Leiden des Daseins auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.1. Um Meru herum entfaltet sich überall das Wirken des Lebens. Inmitten von Meru steht der unvergleichliche Weg, genannt die Mittlere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2. In ihr sind zwei heilige Tore, eines oben und eines unten. Das untere Tor öffnet sich von selbst bei Schöpfung und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.3. Gesegnet sind die Weisen in dieser sterblichen Welt, kraftvoll und stark: Sie sind durch das Tor der Schöpfung eingetreten und gehen nun zum Tor der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.4. Diese Göttin ist die Große Weisheit, selbst für die Götter schwer zu erlangen. Sie wird Mutter aller genannt und lässt Unwissenheit vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.5. Am Tor der Schöpfung stehen alle machtvollen Göttinnen; am Tor der Befreiung steht der Herr in seiner sichtbaren und transzendenten Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.6. Manche nennen sie Avadhuti, manche Verbrennungsplatz, manche den Großen Pfad; andere nennen sie Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.7. Die Namen unterscheiden sich je nach Lehre; für die mit dem inneren Auge Schauenden ist sie immer die Eine. Auf ihr beruhen die Grundprinzipien im menschlichen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.8. Zwischen Ganga und Yamuna fließt die Eine, von Freude erfüllt. Wer im Zusammenfluss dieser Ströme badet, gelangt gesegnet zum höchsten Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1. Auf dem Gipfel des Meru steht der Mond mit sechzehn Phasen. Nach unten gewandt lässt er Tag und Nacht taugleichen Nektar herabregnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2. Der Nektar der Unsterblichkeit, der von ihm kommt, ist von den Wirklichkeitserkennenden als zweifach zu verstehen: Durch Ida fließt das Wasser der Mandakini zur Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3. Durch die Wege der feinen Nadis nährt es den ganzen Körper. Diese Mondgestalt befindet sich im linken Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4. Der andere Mond, hell wie Jasminblüten, bewegt sich, wenn seine Kraft zusammengezogen wird, zum Zweck der Schöpfung durch den mittleren Weg herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1. Am Wurzelort der Mittleren steht die Sonnenscheibe, erfüllt von zwölf Kräften und leuchtend aus ihren eigenen Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2. Durch den rechten Kanal strömt der Herr der Geschöpfe aufwärts, von scharfer, feuriger Gestalt. Durch die Räume der feinen Nadis durchdringt er den ganzen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3. Die Sonne verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich in den Kreisen der Winde und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4. Diese Sonne ist im Menschen eine höchste Gestalt. Im rechten Weg fließt sie gemäß der Verbindung der Kräfte und bewirkt Schöpfung und Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.5. Wenn die Sonne ihren südlichen und nördlichen Lauf verlässt und mit Meru im Gleichgewicht steht, erkenne dies als innere Tagundnachtgleiche, als heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.6. Yogis, die durch Praxis kraftvoll geworden sind und diese innere Tagundnachtgleiche erkannt haben, vollziehen zur rechten Zeit den Hinausgang mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.7. Jahreszeit, Dämmerung, Tag und Nacht, die kleinsten Zeitmaße, Aufnahme und Ausströmung: Alles entsteht aus der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.8. Wenn durch Yoga eine Verbindung von Sonne und Mond entsteht, ist dies außen Schöpfung; im Inneren aber entsteht Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.9. Erkenne dies als Finsternis, außen und innen. Außen ist es die heiligste Zeit; innen aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.10. Wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis ergreift, entsteht ihre gegenseitige Verbindung. Darum wird es Yoga, Vereinigung, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.11. Wenn Sonne, Feuer und Rahu im Körper aufwärts steigen und der Mondnektar nach unten geht, entsteht für den Menschen der Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.12. Wenn jedoch alle Grundprinzipien im Körper aufwärts streben, dann werden Sonne und Mond zu Spendern der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.1. Unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe wohnt, mit zehn Kräften versehen, im Bereich unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2. Wahrlich, das Feuer ist die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Beide werden als eins erkannt, nur durch einen feinen Unterschied unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.3. Solange das Zeitfeuer im Körper in der Mitte der Sonne steht, solange bleibt der nektarvolle Strom des Bindu ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.4. Das Feuer schenkt Kraft, das Feuer schenkt Leben. Solange dieses Feuer in seinem natürlichen Zustand ist, ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.1. Verehrung dem Atem, dem Lebenshauch der Welten, der in den Verkörperten als Bewusstsein erscheint, der Essenz der Elemente, dem Herrn Vayu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2. Durch seine Gnade allein entfaltet sich die Tätigkeit des Lebens; durch ihn werden Erde und die anderen Elemente jeweils getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.3. Alle Welten, alle Meere und alle Ebenen des Daseins bestehen in jeder Hinsicht durch die Kraft der Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.4. Die Planeten kreisen auf ihren Bahnen und halten die Welt in ihrer Ordnung allein durch den einen mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.5. Wie der Wind in den äußeren Kreisen und Welten gepriesen wird, so ist der Atem im Inneren des Körpers der eine höchste Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.6. Der Lebenswind wirkt an vielen Orten und vollbringt viele Aufgaben. Im Körper gibt es kein wichtigeres Prinzip als den Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.7. Prana wohnt beständig im Herzen, Apana im unteren Bereich, Samana in der Nabelgegend und Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.8. Vyana durchdringt den ganzen Körper. Diese fünf sind die wichtigsten Winde; ihre Unterscheidung kann hier nicht vollständig ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.9. Die fünf Nebenwinde, Naga und die anderen, wirken in den fünf Sinnesorganen; durch ihre jeweiligen Aufgaben ermöglichen sie die Verarbeitung der Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.10. Auch wenn im Körper unzählige Winde genannt werden, gelten Prana und Apana als die beiden wichtigsten Wirkkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.11. Prana ist als mondhaft zu erkennen, Apana als sonnenhaft. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken Kommen und Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.12. Sie bewirken Schöpfung und Auflösung, sie geben Glück und Leid. Durch sie wachsen die Wesen, und durch sie vergehen sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.13. Die Vereinigung dieser beiden soll von denen, die Befreiung suchen, eifrig und beständig geübt werden. Durch sie entsteht für Entschlossene jede Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.14. Im Körper gibt es nichts Höheres als das Prinzip des Atems; er wirkt beständig, denn als bewusste Kraft vollbringt der Wind alle Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.15. Er entzündet das Feuer, verdaut die Nahrung und lässt den Nahrungssaft wachsen, ganz ohne unser bewusstes Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.16. Die verschiedenen Krankheiten, die die Weisen im Körper erkennen, entstehen aus scheinbar unbegreiflichen Ursachen; sie alle haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.17. Der Wind bringt Tod und Befreiung, Schöpfung und Beständigkeit. Durch die Verbindung mit dem Wind wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.18. Selbst Brahma und die anderen Götter, mit den drei Gunas versehen, können ihre Aufgaben nicht erfüllen, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.19. Alle verschiedenen Elemente erscheinen nur so lange, wie der Wind-Löwe im Herzen der Wesen wacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.20. Ergreife das Schwert des Windes, durchtrenne damit das Kommen und Gehen des Atems, durchbohre den Weg Brahmas und genieße glückselige Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.21. Wer die Praxis des Atems aufgibt und nach einer anderen Methode sucht, gleicht einem Toren, der vom Gipfel eines Berges springt und hofft zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.1. Der Same, Bindu, wird in den Körpern als die eine ursprüngliche Essenz gepriesen. Alles, was in der Welt erscheint, entsteht aus dieser Essenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2. Diese Essenz der Körpergewebe ist immer segensreich. In ihr wohnen alle Gottheiten in feiner Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.3. Dies ist Bindu, dies ist der Mond, dies ist der Same, dies ist der heilige Rausch. Dies ist das Prinzip, dies ist das Leben, dies ist die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.4. Alle Wonnen, die im Körper erfahren werden und bis zur Wonne des Aufhörens reichen, entstehen aus Bindu, so wie Mondlicht aus dem Mond entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.5. Bindu weist den Weg, schenkt Himmel, Erlösung und Freude. Er kann Ordnung und Unordnung hervorbringen; allzeit und überall wirkt er als Geber von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.6. Bindu wird durch den Atem gemeistert; es gibt kein anderes Mittel zu seiner Meisterung. In den Zustand, in den der Atem gelangt, dorthin gelangt auch Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.7. Wenn Bindu zur Ruhe gebracht wird, vertreibt er Krankheit; gebunden führt er zur Freiheit des Raumes; absorbiert bringt er alle Siddhis; unbeweglich schenkt er Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.8. Bindu ist zweifach zu erkennen: als männlich und als aus der Frau hervorgegangen. Der männliche heißt Same, der weibliche wird Rajas genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.9. Durch ihre äußere Vereinigung entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn ihre Vereinigung innerlich geschieht, wird man Yogi genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.10. In Kamarupa wohnt der Same im Gemach des inneren Palastes; durch die Berührung mit Purnagiri bewegt er sich auf dem mittleren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.11. In der Mitte des Perineums, an dem großen heiligen Ort, wohnt das Rajas der Wesen, rot wie Hibiskus und getragen vom Prinzip der Göttin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.12. Bindu ist als mondhaft zu erkennen, Rajas als sonnenhaft. Ihre Vereinigung ist im schwer zugänglichen inneren Palast zu vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.13. Dies ist die Essenz, dies ist die höchste Lehre, dies gilt als der höchste Yoga. Dies ist der Weg, der Befreiung schenkt; dies ist das tiefste Geheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.14. Wer die Vereinigung des Bindu aufgibt und aus Verblendung etwas anderes sucht, wacht wie ein Verwirrter nutzlos unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.15. Bindu ist Buddha, Bindu ist Shiva, Bindu ist Vishnu und der Herr der Geschöpfe. Bindu ist der Gott, der in allem wohnt, der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.16. Wie der Atem gemeistert wird, so wird auch Bindu gemeistert. Wie der Zustand des Bindu ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.17. Wenn der Atem sich bewegt, gilt Bindu als bewegt. Wessen Bindu bewegt ist, dessen Geist ist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.18. Der Herr aller Elemente, Gott in Gestalt des Daseins, der Reine, wohnt in allen Wesen in der Form des Bindu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.19. Solange der Atem unstet ist, ist auch Bindu unstet. Solange Bindu im Körper bewegt ist, bleibt auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.20. Wenn Bindu sich bewegt, wenn der Geist sich bewegt und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt. Wahr, wahr ist dieses Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.21. Wahrlich, Nada ist Bindu; und Bindu wird Geist genannt. Nada, Bindu und Geist werden in der Praxis zur Einheit geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.22. Auch wenn diese im Körper einzeln bestehen, werden sie alle gewiss vollendet, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.23. Wenn der Atem durch die Verbindung mit der Mitte zur Ruhe kommt, dann kommen Bindu und Geist gemeinsam mit dem Atem zur Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.24. Alle Elemente im Körper sind aus sich selbst unbeweglich. Sie bewegen sich durch die Bewegung der Lebensenergie und kommen zur Ruhe, wenn die Lebensenergie still wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.25. Der Fall des Samens bedeutet Sterben; das Bewahren des Samens bedeutet Leben. Wenn Bindu, das große Juwel, gemeistert ist, entsteht jede Siddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.26. Wenn der Mondnektar nach unten fließt, folgt für alle Verkörperten der Tod. Wessen Bindu unerschütterlich bleibt, der ist ein Vollkommener im Diamantkäfig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.1. Der Geist ist der Lenker des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid. Im Herzen der Menschen wohnt er, seinem Wesen nach rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2. Der Geist ist formlos und nur an seinen Wirkungen erkennbar. Schwer zu erfassen und jenseits fester Merkmale, besteht er doch wie eine Zaubererscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.3. Der Geist ist unzerbrechlich und unverbrennbar, frei von Schnitt und Teilung. Unruhig ist er schwach und hart; ruhig wird er zum Träger des Dharma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.4. In Freude lacht er und leuchtet auf; in Lust spielt er und erfreut sich. Als Vernunft sorgt er für das Leben, als Einsicht erkennt er Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.5. Er weint aus Kummer um Angehörige, wird durch Besitz verwirrt, zürnt bei feindlichen Handlungen und erfreut sich am Begehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.6. Der Wandel des Juwels Geist lässt sich nicht vollständig beschreiben. Das vielgestaltige Rad des Samsara entsteht aus dem Geist allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.7. Dharma, Artha, Kama und Moksha, die von den Weisen besungen werden, sind Gestalten des Geistes. Nichts anderes als Geist wird erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.8. In allen Sichtweisen gilt das Geistprinzip als das eine zu Meisternde. Wer die Lehren nur so betrachtet und die Methode nicht kennt, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.9. Wer den Geist nur durch selbstgestützte Anstrengung bezwingen will, nagt in Verblendung an einem Stein und trinkt durstig den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.10. Wer keinen vollendeten Stand erreicht hat, ohne Guru-Gnade ist, ohne Überlieferung und voller Unreinheit, lässt den Geist ins Leere laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.11. Feuer wird nicht durch Feuer besiegt, Wind nicht durch Wind und Wasser nicht durch Wasser; ebenso wird der Geist nicht durch den Geist gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.12. Ein Schwert schneidet sich selbst nicht, auch wenn es äußerst scharf ist. Ebenso wird ein noch so gezügelter Gedankengang nicht durch sich selbst vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.13. Wer sich auf den Geist stützt, der von sich aus keine feste Stütze gibt, schläft gleichsam im Meer oder auf einer Wolke und hofft auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.14. Wenn der Geist, der von Natur aus überall ist, mit dem Geist betrachtet werden soll, müsste er durch etwas außerhalb des Geistes erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15. Wer die Essenz der Lehren darin sieht, den Geist allein durch den Geist zu beherrschen, gerät auf Pfade ohne Rückkehr wie ein Fisch in die Reuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.16. Aus Mitgefühl mit der Welt wurde von den Füßen des Allwissenden gelehrt: Hört mit wahrhaftiger Gesinnung und ohne falsches Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.17. Erkenne: Der Geist reitet im Körper stets auf dem Atem. Wo der Atem weilt, dort weilt gewiss auch der Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.18. An einer Stelle, die etwa durch einen Schlangenbiss vom Atem verlassen ist, wird der Strom des Bewusstseins nicht wahrgenommen, weil dort das Fleisch verletzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.19. Solange der Atem rechts und links in Bewegung ist, erfährt der Geist des Wesens die aus Prakriti geborenen Qualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.20. Wenn die Bewegung der beiden Seitenwege unterbrochen ist und der Wind in die Mitte eintritt, dann nimmt er alle Prinzipien mit sich, und der Geist wird allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.21. Dann ist Erkenntnis da, dann Meditation, dann Vollendung, dann Unsterblichkeit. Dann geschieht gewiss das Ineinanderfließen der drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.1. Prakriti wird als große Fessel des Geistes bezeichnet, als Erstarren des Windprinzips und als Vergehen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.2. Was in früheren Geburten gut oder schlecht getan wurde, befindet sich stets im Körper in der Form von Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.3. Prakriti ist zweifach zu erkennen: körperlich und geistig entstanden. Die körperliche zeigt sich als Vata, Pitta und ähnliches; die geistige ist im Bereich der Erkenntniskraft wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.4. Freude, Leid und alles Augenblickliche, das im Geist entsteht, sowie Verstand und die anderen inneren Funktionen sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.5. Was im Geist Augenblick für Augenblick entsteht und vergeht, gleicht Wellen aus dem Ozean; all dies sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.6. Solange Prakritis bestehen, ist der Geist getrübt. Wenn ihre Gesamtheit aufgelöst ist, gelangt der Geist zu seiner Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.7. Im Körper heißen die Prakritis Vata, Pitta, Kapha und so weiter. Auch sie erfüllen ihre Aufgaben beständig und beeinflussen den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.8. Vata ist fünffach zu erkennen, Pitta fünffach, Kapha fünffach. Diese gelten als grundlegende Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.9. In Verbindung mit dem Atem bewirken sie gemäß dem Karma des Menschen Krankheiten, sei es zur Erfahrung von Leid oder zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.10. Hunger, Schlaf, Durst, Ohnmacht, Kälte, Hitze und die daraus entstehenden Zustände sind Eigenschaften der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.11. Falten, graues Haar, Aussatz, Taubheit, Stummheit, Blindheit, Hinken und Gebeugtsein bewirkt Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.12. In denen die Prakritis im Körper die Führung übernommen haben, entsteht Yoga nicht, so wie im Dickicht kein Keimling gedeiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.13. Wenn durch Yoga mit dem Atem die Gesamtheit der Prakritis verschwindet, entsteht Erkenntnis wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.14. Prakriti verschlingt die Welt; sie selbst wird von nichts Gewöhnlichem verschlungen. Wer sie durch Klarheit verschlungen hat, hat den Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.1. Die Gunas, die im Körper der Wesen des Samsara wohnen, entstehen aus Prakriti: Sattva, Rajas und Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.2. Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, und ebenso der Geist. Höre nun kurz ihre Unterscheidung, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.3. Auch wenn die drei Gunas in der Welt als gleichrangig beschrieben werden, entsteht der sattvige Zustand doch nur wie ein Teil unter Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.4. Gier, Zorn, innerer Hunger, Verachtung, Gewalt, Heuchelei und Unwahrheit, wie sie in der Welt erscheinen, entstehen aus Tamas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.5. Schlaf, Benommenheit, Unwissenheit, Trägheit und Verlust der Erinnerung entstehen aus Tamas, besonders nahe am Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.6. Gesang, Tanz, Musik, Kleidung, Schmuck, Lachen, Reden und Begehren entstehen aus Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.7. Zustände, die immer wieder aus dem Verlangen nach sinnlicher Verbindung entstehen, und das Sich-Hingeben an Sexualität sind vor allem Eigenschaften von Rajas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8. Der Körper ist gewöhnlich von Rajas und Tamas beherrscht. Wenn diese beiden schwinden, tritt Sattva gewiss hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.9. Wenn der sattvige Zustand entsteht, wird dem Menschen der wahre Sinn offenbar. Wenn der wahre Sinn gegenwärtig ist, leuchtet reine Erkenntnis klar auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.10. Wer bei einem Körper, der von Rajas, Tamas und Störungen erfüllt ist, sagt: „Ich bin ein Wissender“, gilt als unwissend und verwirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.11. Durch eine nur auf sich selbst gestützte Praxis verschwinden diese beiden Gunas nicht. Dafür gibt es eine besondere Mudra, die aus dem Lotusmund des Gurus stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.1. Nun wird Mahamudra gelehrt, das Große Siegel, das in allen Tantras verborgen ist. Wer es erlangt, wird sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.2. Nach unzähligen Geburten und vielen guten Werken erlangen Yogis diese Mudra und erreichen das andere Ufer des Ozeans des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.3. Mit der linken Ferse drücke man sorgfältig den Beckenboden; das rechte Bein strecke man aus und halte den Fuß mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.4. Auf dem Sitz richte man das Becken aus, lege das Kinn auf die Brust, verschließe die neun Tore und fülle den Bauch mit Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.5. Die Aufmerksamkeit bringe man an die Kreuzung der vier Wege; dann beginne man die Lenkung des Prana. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, halte man den Wind an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.6. Diese Mudra löst die inneren Rückstände auf, aktiviert Bindu und Nada, bewegt alle Nadis und entzündet das innere Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.7. Durch die Verbindung von Körper, Stimme und Geist werden Körper, Stimme und Geist gemeistert. Für den Yogi, der den Weg betreten hat, entsteht dies unausweichlich durch Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.8. Durch diese Mudra wird dem Yogi gewiss alles möglich. Darum soll Mahamudra mit großer Sorgfalt geübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.9. Diese aus sich selbst entstandene Mudra ist größer als alle anderen Mudras. Darum nennen die besten Weisen sie Mahamudra, das Große Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.10. Durch sie wird der Tod gebunden; deshalb ist sie immer heilsam. Wer sie im Geist bewahrt, beherrscht damit den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.11. Ihr berühmter Name wird aus den ersten Silben der Worte gebildet; er wurde zur Freude derer ausgesprochen, die mit Yoga verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.1. Wodurch Mahamudra den Yogis gewiss gelingt, wird Mahabandha genannt: der Große Verschluss, der Prana im Körper hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.2. Der Bandha ist zweifach zu erkennen, wie zuvor Bindu erklärt wurde: der Beckenbodenverschluss für die Göttinnen und der Kehlverschluss für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.3. Nach Einatmung und Kumbhaka, während man die furchtnehmende Mudra hält, füge man rasch den Bandha hinzu, der vor Göttern und Asuras verborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.4. Man ziehe Anus und Beckenboden zugleich zusammen, führe Apana nach oben und verbinde ihn mit Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.5. Der Yogi beginne den Bandha am Tor der Mittleren. Indem er die Kreuzung der drei Wege sorgfältig verschließt, schafft er eine starke Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.6. Der Wind steigt auf Prana, lenkt Prana nach unten und reitet dann zum Zweck des Aufstiegs, damit Prana und Apana eins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.7. Dies ist die höchste Vereinigung im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbart. Erfolg, Einsicht und Stärkung sind nicht anderswo zu finden, wenn man dies verwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.8. Alle Energieströme, die gewöhnlich abwärts fließen, werden durch diesen großen Bandha umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.9. Durch den Abwärtsstrom fliehen die Essenzen aus dem Körper, so wie Flüsse ihr eigenes Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.10. Wie ein Damm in der äußeren Welt den Strom zurückhält, so sollen Yogis diesen inneren Bandha im Körper verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.11. Dieser Bandha wird für alle Nadis gelehrt. Durch seine Gnade werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12. Dieser Bandha an der Kreuzung der vier Wege verschließt drei Pfade und öffnet den einen Weg, durch den die Siddhas zur Glückseligkeit gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.13. Dieser Weg, wenn er nach unten führt, wird als Weg von Schöpfung und Tod bezeichnet. Die beiden seitlichen Wege bewirken Verdienst und Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.14. Wenn alle Prinzipien im Kumbhaka gesammelt und durch festen Verschluss gehalten werden, wird Udana zum Riegel für die Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.15. Dieser Kehlverschluss hemmt den Aufwärtsfluss aller Nadis. Durch seine Gnade gelingt der Beckenbodenverschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.16. Diese Methode gilt als Schmelztiegel, jener als Wurzelverschluss. Durch diese allein gelingt den guten Praktizierenden die Dreiheit der Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.1. Auch Mudra ist zweifach zu erkennen, wie Bandha zweifach erklärt wurde: Yoni-Mudra für die Göttinnen und Linga-Mudra für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.2. Durch Frau und Mann entsteht die äußere Schöpfung; im Äußeren aber führt diese Verbindung im Körper auch zum Vergehen der schöpferischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.3. Eine Frau voller Schönheit und Eigenschaften bleibt ohne Mann unfruchtbar. Ebenso bleiben Mahamudra und Mahabandha ohne Vedha fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.4. Nachdem der Yogi die Kreise des Atems gesammelt und den Bandha wie gelehrt ausgeführt hat, beginne er Vedha, das Durchdringen, mit Atem und Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.5. Nachdem die Lebensenergie sehr stark gemacht und zur unteren Öffnung der Mittleren ausgerichtet wurde, durchdringe man die vier heiligen Orte nacheinander mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.6. Mit beiden Händen setze man das Zeichen Shivas wie einen unbeweglichen Pfahl auf die Erde; ebenso richte man beide Füße fest nach unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.7. Mit beiden geraden Fußsohlen hebe man das Gesäß an und lasse die Wirbelsäule mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils beharrlich aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.8. Dadurch geschieht das Durchdringen, von der Unterwelt aufwärts durch den ganzen Mikrokosmos. Die Götter inmitten des Meru erzittern durch das Auf- und Niederbewegen der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.9. Durch das Durchdringen des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zuerst geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.10. Nachdem der Knoten Brahmas durchstoßen ist, durchstößt der Wind den Knoten Vishnus. Nachdem der Knoten Vishnus durchstoßen ist, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.11. Nachdem der Knoten Rudras durchstoßen und die Schlingpflanze der Verblendung durchschnitten ist, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.12. Mahamudra, Mahabandha und als drittes Mahavedha: Durch diese drei geheimen Essenzen gelingt Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.13. Wer diese drei Prinzipien kennt, kennt die drei Welten. Wer sie durch glückliche Fügung praktiziert, wird allgegenwärtig und alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.14. Gerade im Anspruch auf diese geheimsten Dinge der geheimsten Lehren besteht die wahre Größe des Menschseins, selbst vor den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.15. Durch diese drei Praktiken wird der Mensch mit allen Einweihungen geweiht, mit allen Vollmachten versehen und am Weg der Siddhas beteiligt; anders nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.16. Wer dieses Mysterium kennt, dessen Größe ist wirklich bedeutungsvoll: Alles wird durch ihn erkannt, dank der Göttin des mittleren Stromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.1. Wer dieses Wissen erlangt hat, hat den Stein der Weisen erlangt, einen Glückstopf gewonnen, einen Wunschbaum und einen großen Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.2. Diese geheimnisvolle Dreiheit, die höchste Essenz der drei Welten, trägt bei Menschen, die nicht praktizieren, keine Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.3. Wie ein Schatz für den nutzlos bleibt, der ihn nicht gebraucht, so bleibt ein Übungsprinzip für den ohne Praxis gewiss fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.4. Wenn man dies erkannt hat, soll man beständig und mutig üben. Aus Praxis entsteht Yoga; durch Yoga gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.5. Nachdem man zuerst die Mudra gehalten und die beiden Bandhas fest gemacht hat, bringe man die drei Kanäle zum Erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.6. Dann folgt das Aufschlagen des Gesäßes, verbunden mit der festen Haltung des männlichen Zeichens; nach Einatmung und Kumbhaka wird die Bewegung der Winde versperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.7. So führe der Yogi die Praxis aus, zur Intensivierung aller Erfahrungen, Tag und Nacht, ununterbrochen, in jeder Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.8. Durch diese wiederholte Methode wird der Wind geschult. Durch die Schulung des Windes wächst Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.9. Wenn das Feuer wächst, wird die Verdauung leicht. Durch gute Verdauung wächst der Nahrungssaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.10. Wenn der Nahrungssaft wächst, stärken sich beständig die Körpergewebe. Durch die Stärkung der Gewebe wächst besonders die Samenessenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.11. Wenn durch regelmäßige Praxis die wichtigste Essenz reichlich vorhanden ist, wird der vorzügliche Yogi genährt, widerstandsfähig und von großer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.12. Durch intensive Praxis entsteht Mahabandha ganz von selbst. Durch intensive Praxis von Mahabandha wird die Samenessenz aufgenommen und verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.13. Alle gestörten Säfte, Kot, Urin und Unreinheiten trocknen aus; die Essenz der Lebenskraft wird im Körper jederzeit in den feinen Nadis aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.14. Durch regelmäßige Praxis gelingen dem Yogi der Stillstand des Windes zur rechten Zeit, die Vereinigung der beiden Essenzen und der Eintritt des Lebenshauchs in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.15. Menschen, die den Guru als Steuermann gewonnen, den Körper zum Boot gemacht und sich dem Segel der Praxis anvertraut haben, überqueren den Ozean des Werdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.16. Selbst wenn die Götter persönlich immer wieder Wissen mitteilen würden: Den Yogis wird Yoga doch nur durch Praxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.17. Alle Verfehlungen, selbst aus zehn Millionen Leben, werden durch Praxis noch in diesem Leben verbrannt wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.18. Opfer, Gaben, Gelübde und Bußübungen gewinnen durch Praxis unermesslich an Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.19. Prakritis, Gunas, Doshas und die verschiedenen Krankheiten im Körper verschwinden durch Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.1. Die Menschen sind vierfach zu erkennen: schwach, mittelmäßig, ausgezeichnet und überaus ausgezeichnet; sie sind verschieden fähig, den Ozean des Werdens zu überqueren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2. Weil unter diesen vier zuerst die Schwachen genannt wurden, werden auch ihre Merkmale zuerst beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.3. Kränkliche, schwache, alte, teilnahmslose, häuslich gebundene, willensschwache und furchtsame Menschen werden als Schwache erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.4. Ihnen gelingt innerhalb von zwölf Jahren eine Stufe. Der schwache Mensch wird als der geringste unter den Praktizierenden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.1. Wer älter als mittleren Alters ist, im weltlichen Dasein steht, von mittlerem Mut und mittlerer Kraft, mittlerer Einsicht und Praxis, mittlerem Körper und mittlerer Bildung geprägt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2. wer sich auf den mittleren Wegen des Yoga bewegt, im mittleren Alter steht, von mittlerer Entschlusskraft, mittlerer Leidenschaft und mittlerem Mut ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.3. dem gelingt innerhalb von acht Jahren die zweite Stufe. Weil sein Verdienst und sein Glück mittelmäßig sind, gilt er als mittelmäßiger Praktizierender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.1. Energiegeladen, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, in der eigenen Stellung zufrieden, gesund, im besten Alter und von fester Entschlossenheit sind die Ausgezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.2. Sie sind beredt, sehr tüchtig, mutig, beständig übend und selbstbeherrscht; sie behandeln andere freundlich, sind kultiviert und reich an guten Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.3. Sie sind als gut handelnde Yogis auf dem Weg der Vollkommenen zu erkennen. Den Ausgezeichneten gelingt die dritte Stufe innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.1. Überaus stark, von stattlicher Gestalt, von großer Wirksamkeit und voller Tugend sind die Allerhöchsten; sie leuchten wie große Lichter, sind friedvoll und von tiefem Mitgefühl erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.2. Sie haben alle Lehrtexte studiert, sind mit glückverheißenden Zeichen geschmückt, gleichen in ihrer Erscheinung dem Allwissenden und sind von allen Krankheiten frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.3. Sie stehen in voller Jugendkraft, sind unbeeinträchtigt, die Besten unter den Menschen, frei von Illusion, ohne Leid zu verursachen, ohne Hindernisse und ohne Verwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.4. Durch Praxis aus früheren Leben sind sie mit einer spirituellen Linie verbunden und mit Vorzügen ausgestattet; sie führen alle Wesen hinüber und überqueren auch selbst den Ozean.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.5. An all diesen Merkmalen erkennt man die allerhöchsten Praktizierenden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.1. Yoga gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Ihre Unterscheidung wird nun der Reihe nach kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.2. Beginn, Topf, als drittes Vertrautheit und zuletzt der Vollendete: So werden die Stufen des Yoga genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.3. Die jeweilige Stufe, die der Yogi durch Praxis erreicht, und die Zeichen ihres Erreichens werden nun kurz gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4. Durch die Gnade der Füße des Gurus und nach Verehrung der eigenen Gottheit soll der Yogi in der Nähe des Gurus sorgfältig mit der Praxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.5. An einem guten Ort, mit guter Lebensweise, in Gesellschaft guter Menschen, bei ausreichender Nahrung und ohne Störung soll man den Yogaweg üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.6. Ob Haushalter oder Avadhuta: Wer immer in der Yogapraxis Freude hat, soll ohne Ablenkung und mit großer Sorgfalt sein Ziel verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.7. Zu viel Gehen, schlechte Wege, üble Gesellschaft und vieles, was Unruhe erzeugt, sind für den Yogi hinderlich und sollen gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.8. Die Praxis soll so ausgeführt werden, dass der Atem nicht bedrängt wird. Wird der Atem-Wind gequält, verbrennt das Feuer die Gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.9. Darum soll der verlängerte Atem so gehalten werden, dass er am Ende der Praxis wieder natürlich und unverändert fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.10. Für den gut Unterwiesenen wird achtfache Praxis in Tag und Nacht gelehrt; der Anfänger soll jedoch Schritt für Schritt üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.11. Wenn die Praxis zum ersten Mal begonnen wird, entstehen gewiss Ermüdung des Körpers, Kraftlosigkeit und ähnliche Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.12. Unmittelbar nach dem Essen soll die Praxis nicht ausgeführt werden, denn dann wird der Bandha für den Yogi hinderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.13. Auch ein Hungriger soll sie nicht ausführen, ebenso nicht jemand, dessen inneres Feuer sehr schwach ist oder dessen Körper nicht bereit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.14. Wenn eine Stufe vollendet ist, geschieht das Durchdringen im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein stechendes Gefühl in der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.15. Dann entsteht der Eintritt in die Leere, hervorgerufen durch den wunderbaren Augenblick. Dann erscheint ein Klang, der einer Biene gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.16. Dann erscheinen äußere Zeichen am Körper der Yogis. Diese werden nun der Reihe nach kurz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.17. Der Körper wird ansehnlich, der Appetit gut, das Feuer stark, die Kraft wächst, und die Gestalt wird gefestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.18. Der Yogi wird liebenswürdig, wohlriechend, glücklich und am ganzen Körper schön. Diese Zeichen entstehen auf der ersten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.1. Auf der zweiten Stufe wird der Yogi fest in der Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.2. Durch ein geringes Eintreten des Windes in den mittleren Kanal entsteht den Yogis ein hoher Grad von Glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.3. Sein Leben wird leicht, sein Gemüt freudig, er wird mutig; Wangen, Augen und Kehle werden voll, der Körper wird stark und frei von Trägheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.4. Er wird sehr kraftvoll, voller Energie, jederzeit begeistert und fröhlich; er erkennt die Lehre und bleibt in der Praxis lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.5. Er wird scharfsichtig, verständig, weise, kontemplativ, fähig zur Meditation und von schöner Ausstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.6. Er wird mit allen glückverheißenden Merkmalen ausgestattet und von allen Mängeln frei; so erkennt man den Yogi auf der zweiten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.7. Wenn die zweite Stufe vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann erklingt in der Mitte der Klang von Kesselpauken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.8. Durch die Methode der Vereinigung der beiden Lebenswinde auf der zweiten Stufe wird dem Yogi große Freude zuteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.1. Wenn er den ganzen Körper wie ein Gefäß verschlossen und die beiden seitlichen Kanäle unterbrochen hat, fließt der Atem-Wind in die Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.2. Wenn der verstärkte Wind den Riegel der Mittleren aufgesprengt hat, entsteht die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.3. Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen ist im Körper der Tod. Durch das Fallen des Samens kommen Alter und Vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.1. Gerade der entleerende Wind ist von Yogis stets zu meistern; er wirkt zusammen mit dem im Körper befindlichen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.2. Wenn dieser gemeisterte Wind durch die Mitte aufwärts strömt, wird die zeitgebundene Freude überwunden und natürliche Glückseligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.3. Nachdem frühere Handlungen, ob mit Leid oder ohne Leid getan, gereinigt sind, geht diese Glückseligkeit auf wie die Sonne in der Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.1. Dann werden die Prakritis vernichtet, denn sie haben ihren Ursprung in den früheren Handlungen. Durch ihre Vernichtung vergehen die Krankheiten des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.2. Wenn alle Gunas der Yogis, die durch frühere Handlungen verbunden sind, verschwinden, dann verschwindet auch die Gebundenheit durch die Gunas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.1. Wenn die Beseitigung der fünf Unreinheiten und die Vereinigung der beiden Bindu gelungen sind, erkennt man den Körper als vollkommen und mit allen Vorzügen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.2. Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen und Gier gelangt der Yogi ans andere Ufer des Ozeans von seelischer Not, Krankheit, Alter, Leid und Kummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.1. Wenn der Yogi einen solchen vollkommenen Körper besitzt, kommt durch das Durchstoßen des Herzknotens die Große Leere und der nicht beschreibbare Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.2. Dann entsteht in der Mitte der Klang einer Trommel. Dann ist der Atem-Wind unbeweglich und verweilt durch anhaltende Sammlung im mittleren Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.3. Dann erkennen die Yogis die Vollkommenheit des Atem-Windes im Körper. Wenn diese Vollkommenheit erkannt wird, entsteht vollkommenes Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.4. Durch vollkommenes Gewahrsein entstehen den Yogis alle Siddhis. Wenn Siddhi erscheint, ist Befreiung nicht mehr fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.1. Wenn der vollendete und unbewegliche Atem-Wind am Ort der Mittleren weilt, wird das Bewusstsein glückselig und einheitlich wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.2. Wenn das Bewusstsein glückselig und frei von äußerer Mühsal ist, entsteht Samadhi und beendet die Leiden des weltlichen Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.1. Wenn das Bewusstsein mit Samadhi vollkommen vertraut und von natürlicher Glückseligkeit genährt ist, wird es vollendet und nimmt die Furcht vor allem künftigen Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.1. Wenn alles, was ein Yogi tut, im selben Augenblick geschieht, erkenne dies als sicheres Zeichen eines Yogis, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.1. Erkenntnis der Anordnung der Körperteile, Eintritt in den Körper eines anderen, Sehen und Hören aus der Ferne: Dies sind Zeichen des gemeisterten Atem-Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.2. Allwissenheit, die Erkenntnis der drei Körper erweckt, wird von den Wissenden als Zeichen des vollkommenen Geistes erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.3. So wird die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist bestimmt. Alle Zeichen, die in ihren verschiedenen Formen gelehrt wurden, sind Zeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29.4. Weil durch Meditation über die Mittlere die äußeren Wahrnehmungen verschwinden und Vertrautheit mit Erkenntnis entsteht, heißt diese dritte Stufe Vertrautheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.1. Dann, nachdem der Knoten Rudras durchstoßen ist, fließt der Atem-Wind durch alle heiligen Orte des feinen Körpers. Das Bewusstsein leuchtet vollständig, geschmückt vom Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.2. Das Bewusstsein ist dann einheitlich und leuchtend, jenseits genauer Beschreibung. In der Heimstatt der Vollkommenen entsteht der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.3. Wenn Körper, Atem-Wind und Geist vollendet sind, wird die Große Vollkommenheit erkannt, die die Frucht der Befreiung zu Lebzeiten schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.4. Vollkommen vertraut damit, nach Belieben in Samadhi zu verweilen, wird der vorzügliche Yogi einer, dem die Große Vereinigung zuteilwurde und dessen Ruf reinigend wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.5. Dann ist der Yogi glückselig, allwissend, gleichmütig schauend, von allen Wesen zu preisen und in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.6. Seine Bewegung ist ungehindert, sein Sehen und Hören grenzenlos. Seine Glückseligkeit ist grenzenlos, und er ist von grenzenlosem Wissen erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.7. Mit allen Kräften der Allmacht versehen, ein Schatz unendlichen Wissens, überall gegenwärtig, ist der Yogi von der Großen Vollkommenheit erfüllt und eine Wohnstätte aller Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.8. Er verbrennt nicht durch Feuer und geht nicht durch Wasser zugrunde. Der vorzügliche Yogi, frei von den Gunas, ist durch niemanden zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.9. Darum enthält der Yogi alles in sich; er besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Schatz allen Wissens und wird stets von der ganzen Welt geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10. Wenn er zufrieden ist, kann er Menschen erlösen; wenn er zürnt, kann er Erfolg zerstören. Der vorzügliche Yogi, durch Erkenntnis vollendet, ist selbst für die Götter ehrfurchtgebietend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.11. Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd und den Käfig der drei Welten leicht durchbrechend, geht der Yogi glückselig als freier Herr dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.12. So spielen die vollkommenen Yogis Hunderte, Tausende oder Hunderttausende von Jahren auf Berggipfeln oder in Höhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.13. Frei von äußerer Wahrnehmung, entzückt im Allbewusstsein, verweilen die Yogis mit innerem Auge an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.14. So leben sie weiter, deren Wirken rühmenswert ist. Diese Vollkommenen in der Gestalt von Jinas sind als zu Lebzeiten Befreite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.1. Die Yogis werden auf dieser Stufe vollendet, wenn sie auf den drei übrigen Stufen beständig sind. Darum heißt ihre Erscheinungsform in den drei Welten „der Vollendete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.2. Wenn der vollendete Yogi durch die Tür zum Absoluten hinausgetreten ist, ertönt dort der Atem-Wind sanft wie der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31.3. Durch das Durchdringen mit Mahamudra und den anderen Methoden gelingt den Yogis das Große Mysterium, zusammen mit den unzähligen Zeichen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.1. Für den Yogi auf Erden gibt es keinen zweiten Weg zur Befreiung. Wer Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Zustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.2. Keine Befreiung gibt es für den, dessen Körper gestorben ist, oder für den, der auf falschen Weg geraten ist. Wer die Wirkungen der Natur durchschaut, erkennt den Tod als Eigenschaft der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.3. Selbst wenn er erwacht ist, gilt er noch als unvollkommen und im Kreislauf des Lebens stehend, solange die Essenz des Samens in der Gestalt Brahmas aus dem Körper fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32.4. Als unvollkommen soll man den Körper derer erkennen, die keine Enthaltsamkeit üben; er ist von Alter und Tod gezeichnet und Wohnstätte vieler Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33.1. Solange der Atem auf dem falschen Pfad läuft, nicht still ist und nicht in der Mitte verweilt, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er mit Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.1. Solange der Geist im Körper hin und her wandert und durch äußere Wahrnehmungen verwirrt ist, soll man ihn als unvollkommen erkennen, da er an die Stricke der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.2. Wenn der Yogi die Essenz oben bewahrt und Geist und Atem zur Ruhe gebracht hat, erkennt er allein durch Kontemplation die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34.3. Wenn er so vollkommen mit Samadhi vertraut und in den drei Wonnen selig ist, kann der Yogi durch seine Siddhi sogar die Unsichtbarkeit des Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.1. Dann ist der Yogi glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des großen Segens teilhaftig, unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig und machtvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.2. Er besitzt einen Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Erscheinungswelt, allwissend, allgegenwärtig, ewig, auf die Wahrheit ausgerichtet und in letzter Befreiung gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.1. Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit der Essenz aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig herausgezogen wie Ghee aus reichlich Milch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.2. Dieser leiterartige Leitfaden zur Vollkommenheit, genannt Amrita Siddhi, das Erlangen der Unsterblichkeit, wurde von mir, dem ehrwürdigen Madhava Chandra, als Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.3. Solange das Rad des Samsara sich dreht, das ergreift und trennt, solange möge die Überlieferung des ehrwürdigen Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.4. Dieses Werk dient dem Erwachen des Selbst und der großen Freude der Yogis; den Unwissenden bringt es nur Staunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.5. Zum Erwachen der Reiferen, ebenso für die, die auf falschem Weg stehen, und für die, die durch schlechte Logik und falsche Ansichten gebunden sind, wurde dieses Netz der Lehre geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.6. Mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, sind Bindu, Leben und Befreiung gemeint. Die Vollkommenheit dieser drei wird als Beseitigung des Todes gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.7. Möge allen verkörperten Wesen, im Himmel, auf der Erde und in den unteren Welten, ununterbrochenes Glück zuteilwerden, weit wie der Himmelsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36.8. In dreihundert Versen wurde die ganze Methode des Yoga samt den Zeichen des Fortschritts sorgfältig gelehrt, als klares Auge für alle, die mit guten Eigenschaften versehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311418</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311418"/>
		<updated>2026-06-26T17:59:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier findest du alle Verse auf Sanskrit in der IAST Transliteration mit deutscher Übersetzung von Oliver Hahn. Hier im Wiki findest du auch den &#039;&#039;&#039;[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung|Vollständigen Text mit Wort-für-Wort Übersetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311417</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311417"/>
		<updated>2026-06-26T17:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;0.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne. Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt), die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition, dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten, zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden, denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden. Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird, so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt. All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben, verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe, lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind, behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer, desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden, den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente, und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben, wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten, verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter, (mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise, die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde, Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper - die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein. Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;1.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters, wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt. Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende. Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind, sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist, wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen. Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad – andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine. Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;2.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin. Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat. Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen. Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle. Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;3.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist, zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe, vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt. Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde, und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet), soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben, vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw., die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht, dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern. Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt, entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt, und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;4.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben, dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe - wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer. Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet), solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;5.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben. Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint), dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet, (und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen - diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen, die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird, genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben. Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters, der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper). Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind, das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden, so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar. Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid. Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren. Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam, weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht, bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden, (und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit. Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind, führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange, wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten, und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;6.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte, der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt. Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich. In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank. Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden, die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude. Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens. In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen. Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist. Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen. Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes. Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend - der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar. Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt. Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht, dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe. Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens. So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt. Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine - er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet. Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist, wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt. Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.22 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind, so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.23 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt, dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.24 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig. Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.25 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens. Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;7.26 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod. Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid: Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen. Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches. (Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich. Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz. Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden. Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden - das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern - ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt, der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist, keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind, und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist. Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet, der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird, dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren, die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt - hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt, empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird, da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.20 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt, (und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;8.21 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit. Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt. Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde - alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs. Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht, und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick, wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt. Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt. Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt, Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen - Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen, für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem - da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;9.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen. Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden - Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist. Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden, tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken, Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt, und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert. Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar. Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist - spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;10.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende. (Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt. Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben, erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt, halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend, die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung. Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada, das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich. Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel. Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam. Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;11.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt, heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde. Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend, füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht, (und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen. (Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen, kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht. Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen - diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus, so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält, genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen. Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt, kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt. Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft) den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme. Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;12.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt. Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist: Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird, entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann. Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde, beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat, durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl - ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend, lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts). Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss. Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus. Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat, öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren - mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten. Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten (besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen, (und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;13.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll: alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt, wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten - trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist, genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen. Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht, führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes. (Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen, bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert. Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht. Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe. Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis. Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten. (Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen, wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben, (und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch - trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden, werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten, gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;14.19 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und) die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde, werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende, willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;15.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe. Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt, von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter, (und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;16.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe. Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt, zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht, jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;17.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen. Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich - als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind, deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen, auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen (und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;18.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden. Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zustandekommens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung. Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes, &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht, und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat, soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt, wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben, verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt. Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten, dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen. Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers, auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist. Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden). Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas. Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.15 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist. Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.16 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis. Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.17 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;19.18 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön. Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung. Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis. Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll. Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich, kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor, hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei: als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere. Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;20.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel - wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat, fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat, dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;21.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper. Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern, der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt, dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;22.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat, kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben. Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;23.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind, dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist, dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;24.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw., (ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen). Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken. Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;25.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte. Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt), dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;26.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal, dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;27.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt, dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;28.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht, (dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen, das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt, ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ] All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden, diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;29.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers). Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend. Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht, dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen, von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt. Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig, ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde. Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.9 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen. Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.10 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs - denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.11 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.12 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren - spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.13 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins, weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;30.14 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist. Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind - deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist, dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;31.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium - zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden. Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist. Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet, solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;32.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen, (da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;33.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet, soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen - soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat, kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;34.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist, (dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig), unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;35.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen, allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.1 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt, wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.2 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.3 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht, solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.4 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis, (jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.5 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden, und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.6 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint. Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.7 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden, Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam&#039;&#039;||&#039;&#039;&#039;36.8 &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte) sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā &#039;&#039;&#039;||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311416</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311416"/>
		<updated>2026-06-26T16:41:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Quellen zu Amrita Siddhi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi - vollständiger Text Sanskrit mit Deutscher Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Übersetzung von Dr. Oliver Hahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām‌ || 0.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 1: Verehrung der Meister &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām || 1.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 2: Verehrung der Meister &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ || 1.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye || 1.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 4: Lob und Kritik &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ || 1.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 5: Lob und Kritik &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe || 1.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 6: Die Entstehung des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā || 1.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 7: Das Eine Wissen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam || 1.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 8: Gelehrte Unwissenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā || 1.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 9: Lehrinhalt und Methodik des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham || 1.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 10: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ || 1.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 11: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam || 1.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 12: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam || 1.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 13: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram || 1.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 14: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā || 1.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 15: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ || 1.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 16: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ || 1.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 17: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau || 1.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 18: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ || 1.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 19: Makrokosmos versus Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai || 1.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 20: Bedeutung eines Meisters &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati || 1.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 21: Hingabe an einen wahrhaftigen Meister &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca || 1.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 1: Meru &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati || 2.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 2: Die zwei heiligen Tore &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet || 2.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 3: Die zwei heiligen Tore &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te || 2.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 4: Die Göttin &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī || 2.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 5: Die Gottheiten der beiden Tore &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ || 2.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 6: Die verschiedenen Namen der Sushumna &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm || 2.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 7: Die verschiedenen Namen der Sushumna &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare || 2.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 8: Die drei heiligen Flüsse &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim || 2.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 1: Der Sitz des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ || 3.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 2: Die erste Erscheinungsform des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam || 3.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 3: Die erste Erscheinungsform des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ || 3.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 4: Die zweite Erscheinungsform des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ || 3.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 1: Der Sitz der Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ || 4.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 2: Prajapati als Gottheit der inneren Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ || 4.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 3: Prajapati als Gottheit der inneren Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake || 4.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 4: Prajapati als Gottheit der inneren Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ || 4.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 5: Tagundnachtgleiche &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare || 4.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 6: Tagundnachtgleiche im Körper &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ || 4.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 7: Zeitabschnitte und -einheiten &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet || 4.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw.,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 8: Beziehung zwischen Sonne und Mond &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet || 4.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 9: Sonnen- und Mondfinsternis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet || 4.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 10: Konjunktion von Mond und Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate || 4.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 11: aufsteigende Sonne - Feuer - Rahu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet || 4.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 12: Wann Sonne und Mond Erlösung verleihen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā || 4.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 1: Der Sitz des Feuers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ || 5.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 2: Feuer und Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau || 5.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 3: Das Feuer der Zeit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ || 5.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 4: Die Heilkraft des Inneren Feuers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ || 5.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 1: Anrufung des Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave || 6.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 2: Anrufung des Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak || 6.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 3: Bedeutung des Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ || 6.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 4: Die neun Planetenkräfte &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā || 6.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 5: Äußerer und innerer Wind &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ || 6.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 6: Bedeutung des Wind-Elements &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate || 6.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 7: Die fünf Haupt-Vayus &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake || 6.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 8: Die fünf Haupt-Vayus &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate || 6.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 9: Die fünf Neben-Vayus &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ || 6.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 10: Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau || 6.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 11: Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ || 6.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 12: Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ || 6.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 13: Die Vereinigung von Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate || 6.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 14: Lob des Wind-Elements &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā || 6.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 15: Die Verdauung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā || 6.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 16: Ursache unerklärbarer Krankheiten &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ || 6.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 17: Wirkungen des (Lebens-)Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare || 6.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 18: Der (Lebens-)Wind und die drei Götter &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ || 6.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 19: Der (Lebens-)Wind und die Elemente &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ || 6.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 20: Das Wind-Schwert und der Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham || 6.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 21: Bedeutung der Atem-Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā || 6.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 1: Bija &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam || 7.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 2: Bija &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ || 7.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 3: Bija ist Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam || 7.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 4: Ananda entspringt Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā || 7.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 5: Wirkungen des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ || 7.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 6: Der Vayu beherrscht den Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati || 7.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 7: Vier Zustände und Wirkungen des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ || 7.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 8: Zwei Arten des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ || 7.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 9: Zwei Arten des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate || 7.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 10: Ort des männlichen Bindu (Bija) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā || 7.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 11: Ort des weiblichen Bindu (Rajas) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam || 7.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 12: Die Vereinigung von Bindu und Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe || 7.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 13: Die Vereinigung von Bindu und Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ || 7.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 14: Bedeutung der Bindu-Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam || 7.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 15: Göttliche Aspekte des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ || 7.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 16: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā || 7.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 17: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam || 7.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 18: Göttliche Aspekte des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu || 7.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 19: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam || 7.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 20: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ || 7.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 21: Einheit von Nada, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane || 7.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 22: Der Vayu beherrscht Nada, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam || 7.22 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 23: Der Vayu beherrscht Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha || 7.23 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 24: Der Vayu beherrscht die Elemente &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt || 7.24 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 25: Das Erhalten des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate || 7.25 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 26: Mondnektar und Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare || 7.26 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 1: Sitz des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam || 8.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 2: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam || 8.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 3: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam || 8.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 4: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā || 8.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 5: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām || 8.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 6: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate || 8.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 7: Alle Erscheinungen sind Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate || 8.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 8: Das Geist-Missverständnis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ || 8.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 9: Auf sich selbst gestützte Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api || 8.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 10: Auf sich selbst gestützte Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet || 8.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 11: Geist beherrscht nicht Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam || 8.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 12: Geist beherrscht nicht Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate || 8.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 13: Der Geist ist haltlos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā || 8.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 14: Das Geist-Missverständnis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ || 8.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 15: Das Geist-Missverständnis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te || 8.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 16: Worte des Mitgefühls &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ || 8.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 17: Zusammenhang von Chitta und Vayu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam || 8.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 18: Zusammenhang von Chitta und Vayu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt || 8.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 19: Vayu im rechten und linken Kanal &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam || 8.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 20: Offenes Gewahrsein &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā || 8.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 21: Offenes Gewahrsein &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam || 8.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 1: Die Große Fessel des Geistes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ || 9.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 2: Prakriti als Auswirkung früherer Handlungen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā || 9.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 3: Zwei Arten der Prakriti &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā || 9.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 4: Geistige Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ || 9.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 5: Geistige Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā || 9.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 6: Geistige Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet || 9.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 7: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā || 9.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 8: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ || 9.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 9: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā || 9.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 10: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ || 9.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 11: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam || 9.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 12: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā || 9.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 13: Das Verschwinden der Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha || 9.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 14: Das Verschwinden der Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam || 9.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 1: Die drei Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ || 10.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 2: Die drei Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ || 10.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 3: Die drei Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ || 10.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 4: Erscheinungsweisen von Tamas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam || 10.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 5: Erscheinungsweisen von Tamas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam || 10.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 6: Erscheinungsweisen von Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam || 10.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 7: Erscheinungsweisen von Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ || 10.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 8: Rajas und Tamas überlagern Sattva &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam || 10.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 9: Der sattvische Gemütszustand &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam || 10.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 10: Rajas und Tamas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ || 10.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 11: Auf sich selbst gestützte Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā || 10.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 1: Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ || 11.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 2: Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ || 11.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 3: Ausführung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham || 11.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 4: Ausführung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā || 11.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 5: Ausführung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam || 11.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 6: Wirkungen von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam || 11.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 7: Die drei Ebenen der Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ || 11.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 8: Wirkungen von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset || 11.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 9: Bedeutung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ || 11.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 10: Bedeutung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam || 11.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 11: Ein Wortspiel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam || 11.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 1: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ || 12.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 2: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ || 12.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 3: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam || 12.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 4: Yoni Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet || 12.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 5: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām || 12.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 6: Die Vereinigung von Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ || 12.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 7: Die Vereinigung von Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ || 12.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 8: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ || 12.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 9: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā || 12.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 10: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā || 12.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 11: Bedeutung von Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ || 12.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 12: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ || 12.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 13: Wirkungen der drei Kanäle &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau || 12.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 14: Kantha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ || 12.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 15: Kantha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati || 12.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 16: Synonyme &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām || 12.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 1: Zwei Mudras &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī || 13.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 2: Schöpfung und Erschöpfung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ || 13.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 3: Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau || 13.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 4: Ausführung von Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā || 13.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 5: Ausführung von Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā || 13.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 6: Linga Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham || 13.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 7: Linga Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ || 13.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 8: Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt || 13.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 9: Vedha im Brahma Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ || 13.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 10: Vedha im Vishnu Granthi und Rudra Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau || 13.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 11: Öffnung von Brahma Dvara &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam || 13.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 12: Maha Mudra, Maha Bandha und Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati || 13.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 13: Maha Mudra, Maha Bandha und Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ || 13.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 14: Der höchste Anspruch &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā || 13.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 15: Maha Mudra, Maha Bandha und Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā || 13.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 16: Das Mysterium &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ || 13.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 1: Der Stein der Weisen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ || 14.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 2: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate || 14.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 3: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam || 14.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 4: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati || 14.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 5: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ || 14.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 6: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau || 14.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 7: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā || 14.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 8: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau || 14.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 9: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate || 14.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 10: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ || 14.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 11: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ || 14.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 12: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet || 14.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 13: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā || 14.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 14: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ || 14.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 15: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram || 14.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 16: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām || 14.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 17: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā || 14.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 18: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ || 14.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 19: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā || 14.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 1: Vier Arten von Personen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ || 15.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 2: Die schwache Person (Mridu) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca || 15.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 3: Die schwache Person (Mridu) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ || 15.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 4: Die schwache Person (Mridu) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ || 15.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 16 Vers 1: Die mittelmäßige Person (Madhya) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ || 16.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 16 Vers 2: Die mittelmäßige Person (Madhya) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ || 16.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 16 Vers 3: Die mittelmäßige Person (Madhya) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ || 16.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 17 Vers 1: Die ausgezeichnete Person (Adhimatra) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ || 17.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 17 Vers 2: Die ausgezeichnete Person (Adhimatra) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ || 17.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 17 Vers 3: Die ausgezeichnete Person (Adhimatra) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati || 17.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 1: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ || 18.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 2: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ || 18.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 3: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ || 18.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 4: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca || 18.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 5: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati || 18.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zu­stan­de­kom­mens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 1: Die vier Stufen des Yoga &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ || 19.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 2: Die vier Stufen des Yoga &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ || 19.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 3: Die vier Stufen des Yoga &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ || 19.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 4: Die erste Stufe (Arambha) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ || 19.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 5: Die erste Stufe (Arambha) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave || 19.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 6: Die erste Stufe (Arambha) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam || 19.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 7: Am Anfang der Praxis zu Meidendes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā || 19.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 8: Der Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ || 19.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 9: Der Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā || 19.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 10: Häufigkeit der Übungspraxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt || 19.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 11: Begleiterscheinungen der Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ || 19.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 12: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca || 19.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 13: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā || 19.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 14: Das Durchbohren von Brahma Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam || 19.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 15: Das Durchbohren von Brahma Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt || 19.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 16: Äußerliche Kennzeichen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ || 19.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 17: Äußerliche Kennzeichen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ || 19.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 18: Äußerliche Kennzeichen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet || 19.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 1: Die zweite Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau || 20.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 2: Die zweite Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet || 20.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 3: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ || 20.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 4: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ || 20.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 5: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ || 20.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 6: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate || 20.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 7: Das Durchbohren von Vishnu Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ || 20.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 8: Namenserklärung der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate || 20.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 21 Vers 1: Vayu im Zentralkanal &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ || 21.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 21 Vers 2: Vayu im Zentralkanal &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ || 21.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 21 Vers 3: Glückseligkeit und Tod im Körper &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām || 21.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 22 Vers 1: Der entleerende Wind &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ || 22.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 22 Vers 2: Die natürliche Glückseligkeit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ || 22.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 22 Vers 3: Die natürliche Glückseligkeit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ || 22.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 23 Vers 1: Das Verschwinden der Prakritis und Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ || 23.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 23 Vers 2: Das Verschwinden der fünf Kashayas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ || 23.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 24 Vers 1: Die Vollkommenheit des Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam || 24.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 24 Vers 2: Die Vollkommenheit des Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ || 24.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw.,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 1: Die Große Leere &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā || 25.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 2: Die Bewegungslosigkeit des (Lebens-)Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ || 25.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 3: Die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā || 25.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 4: Die übernatürlichen Kräfte &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ || 25.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 26 Vers 1: Himmelsgleicher Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam || 26.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 26 Vers 2: Samadhi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā || 26.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 27 Vers 1: Der vollkommene Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham || 27.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 28 Vers 1: Kennzeichen des gemeisterten Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam || 28.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 1: Kennzeichen des gemeisterten Vayu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam || 29.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 2: Kennzeichen des gemeisterten Geistes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ || 29.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 3: Kennzeichen der dritten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām || 29.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 4: Namenserklärung der dritten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ || 29.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 1: Das Durchbohren von Rudra Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam || 30.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 2: Das leuchtende Bewusstsein &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate || 30.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 3: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā || 30.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 4: Die Große Vereinigung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ || 30.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 5: Die Große Vereinigung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ || 30.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 6: Die Große Vereinigung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ || 30.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 7: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ || 30.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 8: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ || 30.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 9: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ || 30.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 10: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ || 30.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 11: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ || 30.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 12: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ || 30.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 13: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ || 30.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 14: Zu Lebzeiten erlöste Siddhas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ || 30.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 31 Vers 1: Namenserklärung der vierten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye || 31.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 31 Vers 2: Innerlicher Klang einer Vina &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam || 31.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 31 Vers 3: Das Große Mysterium &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam || 31.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 1: Die Große Befreiung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet || 32.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 2: Der Tod als Eigenschaft der Prakriti &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ || 32.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 3: Der Same in Gestalt von Brahma &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ || 32.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 4: Der unvollkommene Körper &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam || 32.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 33 Vers 1: Der unvollkommene Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam || 33.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 34 Vers 1: Der unvollkommene Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ || 34.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 34 Vers 2: Die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet || 34.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 34 Vers 3: Das Unsichtbarmachen des Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk || 34.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 35 Vers 1: Der Große Segen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ || 35.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 35 Vers 2: Der Große Segen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ || 35.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 1: Die Essenz aller Lehrwerke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā || 36.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā || 36.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 3: Segenswunsch für die Traditionslinie &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ || 36.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 4: Zweck und Nutzen des Werkes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam || 36.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 5: Zweck und Nutzen des Werkes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ || 36.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 6: Drei Bedeutungen von Amrita &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate || 36.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 7: Segenswunsch für alle verkörperten Wesen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam || 36.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 8: Abschlussvers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam || 36.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311415</id>
		<title>Amrita Siddhi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Amrita_Siddhi&amp;diff=1311415"/>
		<updated>2026-06-26T16:39:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Text ähnlich wie Amrita Siddhi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Shiva shakthi.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Shakti, das göttliche Paar]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: अमृतसिद्धि amṛta-siddhi &#039;&#039;f.&#039;&#039;) ist der Name eines Sanskrit-Werkes, das sich mit [[Hatha Yoga]] beschäftigt. Amrita Siddhi wurde von [[Virupaksha]] bzw. [[Madhavachandra|Madhava Chandra]] geschrieben, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Sanskrit Werke des Hatha Yoga, geschrieben im elften Jahrhundert n.Chr. Die wichtigen Mudras [[Mahabandha]], [[Mahamudra]] und [[Mahavedha]] werden beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Amrita Siddhi&#039;&#039; bedeutet wörtlich &amp;quot;Die Erlangung ([[Siddhi]]) der Unsterblichkeit ([[Amrita]])&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt und Aufbau von Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Amrita Siddhi besteht aus 303 Versen, die in 35 kurze [[Vivek]]as (Kurzkapitel, wörtlich &amp;quot;Überlegungen&amp;quot;, &amp;quot;Unterscheidungen&amp;quot;,  unterteilt sind. &lt;br /&gt;
* Die ersten zehn Vivekas lehren die Bestandteile des yogischen Körpers&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 11-13 lehren drei Methoden, diese Bestandteile zu manipulieren&lt;br /&gt;
* Viveka 14 lehrt die Praxis, d.h. wie die drei Methoden zusammen angewendet werden sollen&lt;br /&gt;
* Die Vivekas 15-18 lehren die vier Grade des Aspiranten&lt;br /&gt;
* Vivekas 19-33 beschreiben die vier Zustände des Yoga&lt;br /&gt;
* Vivekas 34-35 beschreiben die endgültige Transformation des Körpers, die zum [[Nirvana]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Obwohl die Verbindung haṭhayoga in früheren Vajrayāna-Werken zu finden ist (Birch 2011, 535-536) und seine Lehren zentral für spätere Hatha Yoga Texte sind, nennt das Amṛtasiddhi seine Yogamethode nicht haṭha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Amrita Siddhi aus dem buddhistischen Kontext stammt, was heißen würde, dass die älteste bekannte Hatha Yogaschrift buddhistischen Ursprungs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Amrita Siddhi im Hatha Yoga Kontext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi ist ein Sanskrit-Handbuch der Yoga-Lehren, das von Madhavacandra geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht später als in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
höchstwahrscheinlich im Dekkan im mittleren Indien. Es ist der erste Text, der ein System des Yoga lehrt, Yoga lehrt, dessen primäre Methode körperlich ist, und er führt viele Praktiken und Prinzipien ein, die für die Yogamethode grundlegend sind. Diese werden in späteren Sanskrit Texten als Hatha Yoga Praktiken bezeichnet werden. Das Amṛtasiddhi öffnet und schließt mit Anrufungen des Vajrayana Siddha (Meister) Virupa. Dies und andere Merkmale des Textes weisen darauf hin, dass er in einem buddhistischen Vajrayana Kontext  verfasst wurde. Dieser Text ist insofern unorthodox, als seine Yogamethode für einzelne zölibatäre männliche Yogis ist. Der Text betrachtet Zölibat als überlegen gegenüber den Praktiken des rituellen Sex, wie sie in den Vajrayana-Traditionen gelehrt werden. Amrita Siddhi ist ein Grundlagentext, auf dem viele spätere Hatha Yoga Texte aufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amṛtasiddhi florierte auch in Tibet, wo sie die Grundlage eines Textzyklus bildete bekannt als &#039;Chi med grub pa bzw. als Amarasiddhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zu Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* The Amrtasiddhi: Hathayoga’s tantric Buddhist source text, by James Mallinson, 2016&lt;br /&gt;
* Amṛtasiddhi, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.academia.edu/69343500/The_Am%E1%B9%9Btasiddhi_and_Am%E1%B9%9Btasiddhim%C5%ABla_the_Earliest_Texts_of_the_Ha%E1%B9%ADhayoga_Tradition_Critically_Edited_and_Translated_by_James_Mallinson_and_P%C3%A9ter_D%C3%A1niel_Sz%C3%A1nt%C3%B3_Introduction The Amṛtasiddhi und Amṛtasiddhimūla, Critically Edited and Translated by James Mallinson and Péter-Dániel Szántó, 2021]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DISPLAYTITLE:Amrita Siddhi – Sanskritverse IAST und Übersetzung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnungsvers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nābhau śubhrāravindaṃ tad-upari vimalaṃ maṇḍalaṃ caṇḍa-raśmeḥ&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃsārasyaika-sārā tri-bhuvana-jananī dharma-vartmodayā yā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmin madhye tri-mārge tritaya-tanu-dharāṃ chinna-mastā-praśastāṃ&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāṃ vande jñāna-rūpāṃ maraṇa-bhaya-harāṃ yoginīṃ yoga-mudrām‌ || 0.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Nabel(zentrum sei) eine weiße Lotusblüte. Darüber der makellose Kreis der Sonne.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die die eine Essenz des weltlichen Daseins ist, die Mutter der drei Welten, deren Sichtbarwerden auf dem Pfad der Lehre (erfolgt),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die einen dreifachen Körper trägt, die als Chinnamasta verehrt wird - in dieser (Sonne im Nabel), mitten (am Kreuzungspunkt) im dreifachen Pfad&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verehre ich sie - die die Gestalt der Weisheit hat, die die Furcht vor dem Sterben nimmt, die Yogini, die die Geste der Einheit (ausführt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 1: Die Untersuchung des Körpers – śarīra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 1: Verehrung der Meister &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śrīmad-virūpa-nāthāya namaḥ santāna-dhāriṇe |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurave sārtha-vāhāya siddha-vartmānugacchatām || 1.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verehrung dem ehrwürdigen Schutzherrn Virupa, dem Bewahrer der Tradition,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Lehrer, dem Führer der Karavane derjenigen, die dem Weg der Vollkommenen folgen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 2: Verehrung der Meister &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāna-viṣa-nidrā me jñāna-pīyūṣa-dhārayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nihatā yena vaidyena tasmai śrī-gurave namaḥ || 1.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch den mein durch das Gift der Unwissenheit (bewirkter) Schlaf mit dem (steten) Tropfen des Nektars der Erkenntnis&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zerstört wurde - diesem Arzt, (meinem) verehrungswürdigen Meister, sei Verehrung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāyāmṛta-siddhir ihocyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
protsāhāyātmanaḥ śāntyāsabhyānāṃ mada-śāntaye || 1.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Folgenden wird das Erlangen der Unsterblichkeit gelehrt - für das Erwachen der Wohlgebildeten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Inspiration für mich selbst durch den (daraus erwachsenden) Segen, (und) für die Besänftigung des Dünkels der Ungebildeten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 4: Lob und Kritik &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ślāghyaṃ jñānavatāṃ sarvaṃ proktaṃ hi yad idaṃ mayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānino yat parānandair nandante vīta-rāgiṇaḥ || 1.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alles, was hier durch mich gelehrt ist, wird von den über Erkenntnis Verfügenden gewiss gepriesen werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn die Weisen erfreuen sich höchster Wonnen, (indem) sie sich an (ihren erfüllten) Wünschen ergötzen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 5: Lob und Kritik &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ajñāne naiva vaktavyaṃ dūṣanaṃ mama bhāṣaṇe |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ajñānam ātmanaś caiva vaktavyaṃ satya-bhāṣaṇe || 1.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus Unwissenheit sollte keinerlei Makel an meiner Rede verkündet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die eigene Unwissenheit ist (sich selbst) allerdings angesichts des Aussprechens der Wahrheit einzugestehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 6: Die Entstehung des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣīra-sāraṃ yathā kṣīrān mathanāt sāram uddhṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
idaṃ guru-prasādena tathā tantrāntarān mayā || 1.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie frische Butter durch Quirlen als die Essenz aus der Milch extrahiert wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wurde dieses (Lehrwerk) von mir durch die Gnade der Meister aus verschiedenen tantrischen Lehrwerken extrahiert.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 7: Das Eine Wissen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñānam ekaṃ su-vistārair uktaṃ siddhaiḥ pṛthak pṛthak |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avartma-saṃsthitair mūḍhaiḥ sarvaṃ tad vyākulī-kṛtam || 1.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein und dasselbe Wissen wurde von den Vollkommenen sehr ausführlich in verschiedener (Weise) gelehrt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
All das wurde von Verwirrten, die sich auf dem falschen Weg befinden, in Verwirrung gebracht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 8: Gelehrte Unwissenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca sarva-śāstrāṇi bhrāntvā pṛthvīṃ sa-sāgarām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
muhyanti jñāna-mārgeṣu sūrya-raśmau mṛgā yathā || 1.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem sie sämtliche Lehrtexte kennen gelernt, (und) die Erde samt den Ozeanen durchstreift haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verirren sie sich (schließlich) auf den Wegen zur Erkenntnis, wie Gazellen in den Strahlen der Sonne.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 9: Lehrinhalt und Methodik des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-guru-mukhāl labdhvā sopāyaṃ tattvam uttamam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tantrāṇāṃ tena guhyārthaṃ samāsena vadāmy aham || 1.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem ich aus dem Munde eines vollkommenen Meisters die höchste Wahrheit samt der (zu ihr führenden) Methode erhalten habe,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lehre ich entsprechend derselben zusammenfassend die geheime Bedeutung der Lehren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 10: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīre yāni sārāṇi sādhyāni vividhāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathayāmi samāsena paripāṭyānupūrvaśaḥ || 1.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die inneren Bestandteile im Körper, und verschiedene (andere Dinge), die zu meistern sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
behandle ich in Kürze (und) der Reihenfolge nach - eins nach dem anderen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 11: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śarīraṃ madhyamā-rūpaṃ candraṃ sūryaṃ tathānalam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyu-tattvaṃ tathā binduṃ cittaṃ ca prakṛtiṃ guṇam || 1.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den Körper, die Natur der in der Mitte Befindlichen (Göttin), den Mond, die Sonne und das Feuer,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
desgleichen das Wind-Element, den Samen und den Geist, die Prakriti(s und die) Guna(s) ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 12: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrāṃ mahā-bandhaṃ vedham abhyāsa-sādhakau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avasthām amṛtaṃ kālam ānandaṃ dhyānam advayam || 1.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;das Große Siegel, den Großen Verschluss, das (Große) Durchbohren, die Übungspraxis und den Praktizierenden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Grad (des Fortschritts), den Unsterblichkeitsnektar, die Zeit, die Glückseligkeit, die Meditation, die Nichtdualität ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 13: Lehrinhalt des Textes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahodayaṃ mahā-siddhiṃ mahā-bhūta-parikṣayam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mudrābhilāpaṃ ca mahā-nirvāṇa-go-caram || 1.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;den Großen Segen, die Große Vollkommenheit, das Verschwinden der grobstofflichen Elemente,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die (wahre) Bedeutung von Mahamudra, das Reich des vollständigen Erlöschens der Individualität.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 14: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vistareṇa samākhyātuṃ jhaṭity atra na śakyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṅkṣepataḥ śarīrasya māhātmyam ucyate mayā || 1.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Da) es nicht möglich ist, (sie) hier und jetzt ausführlich zu beschreiben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird die Großartigkeit des Körpers von mir in aller Kürze behandelt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 15: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asti meruḥ śarīre ca sapta-dvīpa-samanvitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
loka-traya-samāyuktaḥ sa-catur-daśa-bhūmikaḥ || 1.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es existiert aber im Körper der (heilige Berg) Meru, umgeben von den sieben (Ring-)Kontinenten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verbunden mit den drei Welten nebst den vierzehn Ebenen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 16: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sāgarāḥ saritas tatra kṣetrāṇi kṣetra-pālakāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
chandohāḥ puṇya-tīrthāni pīṭhāni pīṭha-devatāḥ || 1.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dort (existieren) Ozeane, Flüsse, Felder, Feldhüter,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(mystische) Versammlungsplätze, heilige Badeplätze, Heiligtümer (und die) Gottheiten der Heiligtümer, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 17: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nakṣatrāṇi grahāḥ sarve ṛṣayo munayas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau bhramantau śaśi-bhāskarau || 1.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mondhäuser, alle Planeten, Seher und Weise,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die beiden Bewirker von Schöpfung und Zerstörung: Mond und die Sonne, die sich im Kreise bewegen ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 18: Der Körper als Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nabho vāyuś ca vahniś ca jalaṃ vasumatī tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sakalo niṣkalo viṣṇur bhūta-nāthaḥ prajā-patiḥ || 1.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;der Himmelsraum und der Wind und das Feuer, das Wasser und ebenso die Erde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vishnu, der Gebieter der Geister (Shiva, und Brahma), der Herr der Geschöpfe (in ihrem) materiellen (und) transzendenten (Aspekt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 19: Makrokosmos versus Mikrokosmos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trailokye yāni tattvāni tāni sarvāṇi dehataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śarīre yāni tattvāni na santy anyatra tāni vai || 1.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Grundbestandteile in den drei Welten (existieren) alle im Körper -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Grundbestandteile im Körper existieren gewiss nicht (alle) anderswo.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 20: Bedeutung eines Meisters &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-puṇyānubhāgena mānuṣyaṃ labhyate khalu |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pratiṣṭhito guror vākye gatim ekāṃ na gacchati || 1.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch die Auswirkung großer spiritueller Verdienste erlangt man bekanntlich das Menschsein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verwurzelt in den Worten des Meisters gelangt man zu keiner einzigen Wiedergeburt (mehr).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 1 Vers 21: Hingabe an einen wahrhaftigen Meister &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;parīkṣya sad-guroḥ pāde śarīraṃ praṇataṃ kuru |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yena saṃsāra-duḥkhāni vilīyante mahānti ca || 1.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Nachdem man ihn als solchen) erkannt hat, verneige man (seinen) Körper zu Füßen eines wahrhaftigen Meisters,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wodurch sich die Leiden des Daseinswandels auflösen - (seien sie) auch (noch so) groß.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 2: Die allgemeine Untersuchung (der göttlichen Energie) der Mitte – madhyamāyāḥ sāmānya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 1: Meru &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meruṃ saṃveṣṭya sarvatra vyavahāraḥ pravartate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyety anupamo mārgo meruṃ saṃvedhya tiṣṭhati || 2.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überall um Meru herum findet die Aktivität (des Lebens) statt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inmitten von Meru existiert eine unvergleichliche (Energie-)Bahn namens &amp;quot;Die Mittlere&amp;quot;.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 2: Die zwei heiligen Tore &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tatra dvāra-dvayaṃ puṇyam upary-adho-vibhāgataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
adho-dvārasya saṃbhedaḥ sṛṣṭi-mṛtyvoḥ svayaṃ bhavet || 2.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihm gibt es zwei heilige Tore - am oberen und unteren Ende.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Öffnen des unteren Tores geschieht beim Schöpfungsakt und beim Tode von selbst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 3: Die zwei heiligen Tore &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye dhanyā jñānino martye vīryavanto mahā-balāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sṛṣṭi-dvāreṇa saṃviśya mukti-dvāraṃ vrajanti te || 2.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diejenigen gesegneten Weisen, die in der Welt der Sterblichen tüchtig und mächtig sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind durch das Tor des Schöpfungsprozesses eingetreten und begeben sich zum Tor der Erlösung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 4: Die Göttin &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣā devī mahā-vidyā devānām api durlabhā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarveṣāṃ jananī proktā ajñānasya kṣayaṅkarī || 2.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Göttin, die Große Weisheit, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird die Mutter von Allem genannt, die Zerstörerin der Unwissenheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 5: Die Gottheiten der beiden Tore &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-dvāre sthitāś cāsyāḥ sarvā devyo mahā-balāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sakalo niṣkalo nātho mukti-dvāre vyavasthitaḥ || 2.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am Tor des Schöpfungsprozesses dieser (Göttin) befinden sich aber alle überaus mächtigen Göttinnen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Tor der Erlösung befindet sich der Herr – (in seinem) materiellen und transzendenten (Aspekt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 6: Die verschiedenen Namen der Sushumna &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avadhūtī-padaṃ ke-cic chmaśānaṃ ca mahā-patham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ke-cid vadanti ādhārāṃ suṣumnāṃ ca sarasvatīm || 2.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige (nennen sie) den Ort der Avadhuti, oder Verbrennungsplatz, den Großen Pfad –&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
andere nennen sie die Grundlage, Sushumna oder Sarasvati.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 7: Die verschiedenen Namen der Sushumna &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmni matāntare bhedo nityaikā jñāna-cakṣuṣām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
enām āśritya tattvāni vasanti nṛ-kalevare || 2.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinsichtlich (ihres) Namens (gibt es eine) Unterscheidung in verschiedenen Lehren – für diejenigen, die mit dem inneren Auge schauen, ist sie immer (nur) Eine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abhängig von ihr existieren die Grundbestandteile im Körper des Menschen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 2 Vers 8: Die drei heiligen Flüsse &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gaṅgā-yamunayor madhye vahaty ekā sukhānvitā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āsāṃ tu saṅgame snātvā dhanyā yānti parāṃ gatim || 2.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischen Ganga und Yamuna fließt sie leicht für sich dahin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber nachdem sie im Zusammenfluss dieser (drei Flüsse) gebadet haben, gelangen die Gesegneten zur höchsten Zuflucht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 3 : Die Untersuchung des Mondes – candra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 1: Der Sitz des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;meru-śṛṅge sthitaś candro dvir-aṣṭa-kalayā yutaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ahar-niśaṃ tuṣārābhāṃ sudhāṃ varṣaty adho-mukhaḥ || 3.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Über dem Gipfel des Meru befindet sich der Mond, der sechzehn Phasen hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herniederschauend regnet er Tag und Nacht tauähnlichen Nektar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 2: Die erste Erscheinungsform des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tato&#039;mṛtaṃ dvidhā-bhūtaṃ jñātavyaṃ tāttvikair naraiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
iḍā-mārgeṇa puṣṭy-artham eti mandākinī-jalam || 3.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den von ihm kommenden Unsterblichkeitsnektar ist von den Männern, die die Wirklichkeit kennen, als zweigeteilt zu kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Wasser der Mandakini fließt zu nährenden Zwecken durch den Ida-Kanal.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 3: Die erste Erscheinungsform des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;puṣṇāti sakalaṃ dehaṃ sūkṣma-nāḍī-pathāgatam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eṣa candra-sva-rūpo hi vāma-mārge vyavasthitaḥ || 3.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es nährt den gesamten Körper über die Wege der feinstofflichen Kanäle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Erscheinungsform des Mondes befindet sich im linken Energiekanal.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 3 Vers 4: Die zweite Erscheinungsform des Mondes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aparaḥ kunda-vṛndābho harṣākarṣita-maṇḍalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyamā-madhya-mārgeṇa sṛṣṭy-arthaṃ yāti candramāḥ || 3.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der andere Mond - von der Farbe eines Büschels Jasminblüten - fließt, (wenn sein) Hof aufgrund sexueller Erregung zusammengezogen ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zum Zwecke des Schöpfungsvorgangs durch den mittleren Kanal der (Göttin der) Mitte herab.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 4 : Die Untersuchung der Sonne – sūrya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 1: Der Sitz der Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhyamā-mūla-saṃsthāne tiṣṭhati sūrya-maṇḍalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā-dvādaśa-saṃpūrṇo dīpyamānaḥ sva-raśmibhiḥ || 4.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am Ort der Basis der (Göttin der) Mitte befindet sich die Sonnenscheibe,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vollständig mit zwölf Strahlen, mit ihren eigenen Strahlen scheinend.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 2: Prajapati als Gottheit der inneren Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhvaṃ vahati dakṣeṇa tīkṣṇa-mūrtiḥ prajā-patiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vyāpnoti sakalaṃ dehaṃ nāḍy-ākāśa-pathāśritaḥ || 4.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufwärts – durch den rechten (Kanal) – fließt der Herr der Geschöpfe, von feuriger Gestalt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er durchdringt den gesamten Körper vermittels der Wege des Raumes in den feinstofflichen Kanälen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 3: Prajapati als Gottheit der inneren Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grasati candra-niryāsaṃ bhramati vāyu-maṇḍalaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dahati sapta dhātūṃś ca sūryaḥ sarva-śarīrake || 4.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sie verschlingt den Ausfluss des Mondes, bewegt sich auf den Bahnen der Winde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verbrennt die sieben Körpergewebe in allen Körpern – die Sonne.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 4: Prajapati als Gottheit der inneren Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa sūryaḥ paro mūrtir narāṇāṃ dakṣiṇe pathi |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vahati lagna-yogena sṛṣṭi-saṃhāra-kārakaḥ || 4.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Sonne ist die höchste Manifestation (innerhalb) der Menschen, in (deren) rechtem Kanal&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie entsprechend der Konstellation der Schnittpunkte der Bahnen der Gestirne fließt und Schöpfung und Zerstörung bewirkt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 5: Tagundnachtgleiche &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dakṣottara-gatiṃ tyaktvā yadā meru-samo raviḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
viṣuvaṃ tad vijānīyāt puṇya-kālaṃ kalevare || 4.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Sonne (ihren) südlichen und nördlichen Lauf verlassen hat, (und sich) auf gleicher Höhe mit Meru (befindet),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man das als Tagundnachtgleiche erkennen – eine heilige Zeit im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 6: Tagundnachtgleiche im Körper &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātvā ca viṣuvaṃ dehe sābhyāsa-vīrya-śālinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
utkrāntiṃ kāla-yogena sukhāt kurvanti yoginaḥ || 4.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und nachdem die Yogins, die aufgrund (ihrer) Übungspraxis über (ihre) Energie verfügen, die Tagundnachtgleiche im Körper erkannt haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vollziehen sie den (rituellen) Hinausgang zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 7: Zeitabschnitte und -einheiten &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ṛtuḥ sandhyā divā-rātri-kalā-kāṣṭhā-kṣaṇādayaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādānaṃ ca visargaś ca sarvaṃ ca sūryato bhavet || 4.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Jahreszeit, die Dämmerung, Tag und Nacht (und die Zeitabschnitte mit den Bezeichnungen) Kala, Kashtha, Kshana usw.,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Zeit der nordwärts und der südwärts wandernden Sonne - das alles entsteht aufgrund (der Bewegung) der Sonne.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 8: Beziehung zwischen Sonne und Mond &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūrya-somābhisaṃbandho yadā bhavati yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bāhye sṛṣṭis tadā jñeyā yogo &#039;bhyantarato bhavet || 4.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn in entsprechender Weise eine Verbindung zwischen Sonne und Mond besteht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ist das im Außen als Schöpfung zu erkennen, und im Innern entsteht (der Zustand des) Yoga.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 9: Sonnen- und Mondfinsternis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;grahaṇaṃ tad vijānīyād bāhyābhyantarato dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bāhye puṇyatamaḥ kālo muktiś cābhyantare bhavet || 4.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Man soll gewiss wissen, dass das eine Finsternis ist - im Außen und im Innern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Außen ist es der allerheiligste Zeitpunkt, im Innern aber entsteht Befreiung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 10: Konjunktion von Mond und Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;candra-bimbaṃ yadā sūryo gṛhṇāti cābhra-maṇḍalāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anyonyaṃ jāyate yogas tasmād yogo hi bhaṇyate || 4.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und wenn die Sonne die Mondscheibe aus dem Himmelskreis raubt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht eine wechselseitige Verbindung (dieser beiden) - deshalb wird es ja Konjunktion genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 11: aufsteigende Sonne - Feuer - Rahu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sūryo vahnir yadā rāhur ūrdhvaṃ vrajati dehataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
adhaś candrāmṛtaṃ yāti tadā mṛtyur nṛṇāṃ bhavet || 4.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Sonne - das Feuer, Rahu - im Körper aufwärts steigt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Mondnektar herab fällt, dann tritt der Tod der Männer ein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 4 Vers 12: Wann Sonne und Mond Erlösung verleihen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāṇy eva hi tattvāni vrajanty ūrdhvaṃ kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etau mukti-pradau khyātau sūryā-candramasau tadā || 4.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Denn nur (wenn) alle Grundbestandteile im Körper nach oben streben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann werden diese zwei - Sonne und Mond - als die beiden Erlösung Verleihenden benannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 5: Die Untersuchung des Feuers – vahni-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 1: Der Sitz des Feuers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kalābhir daśabhir yuktaḥ sūrya-maṇḍala-madhyataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vasati vasti-deśe ca vahnir anna-vipācakaḥ || 5.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit zehn Strahlen versehen - unterhalb der Mitte der Sonnenscheibe -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wohnt wiederum in der Gegend unterhalb des Nabels das Feuer, das die Nahrung verdaut.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 2: Feuer und Sonne &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai vahniḥ sa vai sūryo yaḥ sūryaḥ sa hutāśanaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etāv ekatarau dṛṣṭau sūkṣma-bhedena bheditau || 5.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wahrlich, das Feuer ist ja die Sonne, und die Sonne ist das Feuer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese beiden werden als ein und dasselbe angesehen, (doch) unterscheiden sie sich durch einen subtilen Unterschied.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 3: Das Feuer der Zeit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sūryasya madhyasthaḥ kālānalaḥ kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāvad bindu-pravāho &#039;yam avicchinnaḥ sudhā-mayaḥ || 5.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie das Feuer der Zeit im Körper (sich) in der Mitte der Sonne (befindet),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
solange ist der Strom des aus Nektar bestehenden Tropfens ungebrochen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 5 Vers 4: Die Heilkraft des Inneren Feuers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnir bala-prado loke vahnir āyuḥ-pradāyakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
svastho yāvad ayaṃ vahnir naras tāvan nirāmayaḥ || 5.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Feuer verleiht dem Menschen Kraft, das Feuer verleiht ein langes Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Solange wie das Feuer sich in seinem natürlichen Zustand befindet, solange ist der Mensch frei von Krankheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 6: Die allgemeine Untersuchung des Windes – sāmānya-vāyu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 1: Anrufung des Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jagatāṃ prāṇa-bhūtāya jñāna-rūpāya dehinām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tattvānāṃ sāra-bhūtāya namo nāthāya vāyave || 6.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dem Lebenshauch des Lebendigen, der in Gestalt des Bewusstseins der verkörperten (Wesen erscheint),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dem Wichtigsten der (fünf) Elemente - dem Schutzherrn Atem (sei) Verehrung, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 2: Anrufung des Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yasyaikasya prasādena vyavahāraḥ pravartate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pṛthivy-ādīni catvāri vidhṛtāni pṛthak pṛthak || 6.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... durch dessen alleinige Gnade die Aktivität (der Lebensvorgänge) stattfindet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) die vier (übrigen Elemente) Erde usw. im einzelnen bewahrt werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 3: Bedeutung des Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lokāś ca sāgarāḥ sarve sarvāṇi bhuvanāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāni sarvāṇi tiṣṭhanti sarvataś ca samīraṇaiḥ || 6.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Welten und Meere, auch alle Existenzebenen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese bestehen aber in jeder Hinsicht durch die (Kraft der) Winde.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 4: Die neun Planetenkräfte &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhrāmyanti cakra-madhyasthā grahādyā muni-sattamāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhuvanaṃ kroḍataḥ kṛtvā mahataikena vāyunā || 6.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es kreisen die Planeten – die besten der Weisen – auf (ihren) Bahnen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Welt in (ihr) Inneres nehmend, allein durch den mächtigen Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 5: Äußerer und innerer Wind &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-maṇḍala-cakreṣu yathā vāyuḥ praśasyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā śarīra-madhyeṣu vāyur ekaḥ paro vibhuḥ || 6.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie der Wind in den äußeren Bahnen und Regionen gepriesen wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
genau so ist der Atem im Innereren der Körper der eine, höchste Gebieter.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 6: Bedeutung des Wind-Elements &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānā-sthāna-gato vāyur nānā-kārya-prasādhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dehe kim api tattvaṃ ca vāyor anyan na vidyate || 6.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der (Lebens-)Wind, der sich in verschiedenen Bereichen (im Körper) befindet, vollbringt verschiedene Aufgaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gibt aber im Körper kein wichtigeres Element als den (Lebens-)Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 7: Die fünf Haupt-Vayus &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hṛdi prāṇo vasen nityam apāno guda-maṇḍale |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
samāno nābhi-deśe tu sadodānaś ca kaṇṭhake || 6.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prana sitzt stets im Herzen, der Apana im Bereich des Afters,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Samana aber in der Region des Nabels, und der Udana immer in der Kehle.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 8: Die fünf Haupt-Vayus &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyāno vyāpī śarīre ca pradhānāḥ pañca vāyavaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eṣāṃ vistarato bhedaḥ kathituṃ naiva śakyate || 6.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Vyana aber ist allgemein im Körper verbreitet. Das sind die fünf wichtigsten Winde (im Körper).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deren Unterscheidung (hier) ausführlich auseinanderzusetzen ist gar nicht möglich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 9: Die fünf Neben-Vayus &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgādi-vāyavaḥ pañca tathā pañcendriye gatāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kurvanti jñāna-saṃbhāraṃ preritāś ca sva-karmabhiḥ || 6.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ebenso bewirken die fünf (Neben-)Winde (namens) Naga usw., die auf die fünf Sinnesvermögen gerichtet sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Verarbeiten der Sinneseindrücke, und sie werden durch ihre jeweiligen Funktionen ausgerichtet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 10: Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asaṅkhyā vāyavo dehe santi yady apy udāhṛtāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad api śreṣṭha-kartārau prāṇāpānau kṛtāv ubhau || 6.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Obwohl in Bezug auf den Körper unzählige (Lebens-)Winde genannt werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so werden doch Prana und Apana als die beiden wichtigsten Faktoren bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 11: Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaś candra-mayo jñeyo&#039;pānaḥ sūrya-mayas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ubhau śarīra-netārau yātāyātaṃ prakurvataḥ || 6.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Prana soll als lunar verstanden werden, und der Apana als solar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese beiden Lenker des Körpers bewirken das Gehen und Kommen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 12: Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-saṃhāra-kartārau sukha-duḥkha-pradāyinau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etābhyāṃ bhūta-vṛddhiś ca bhūtānāṃ ca tathā kṣayaḥ || 6.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sie bewirken Schöpfung und Zerstörung, sie verleihen Glück und Leid.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch diese beiden (kommt) das Gedeihen der Lebewesen, und ebenso der Untergang der Lebewesen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 13: Die Vereinigung von Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor yatnato yogaḥ sadābhyasyo mumukṣubhiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etad-dvāreṇa dhīrāṇāṃ sarva-siddhiḥ prajāyate || 6.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Vereinigung dieser beiden ist von denen, die nach Erlösung streben, eifrig (und) kontinuierlich zu praktizieren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vermittels dieser (Vereinigung) erwächst den Entschlossenen jegliche übernatürliche Kraft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 14: Lob des Wind-Elements &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-tattvāt paraṃ nāsti śarīre ca sadā vibhuḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
karoti sarva-kāryāṇi yato vāyuś cid-ātmanā || 6.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es existiert nichts Höheres als das Wind-Element, und im Körper (ist es) jederzeit wirksam,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weil der Wind durch reine Intelligenz alle Funktionen (im Körper) ausführt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 15: Die Verdauung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahniṃ prajvālya yatnena pacaty annādikaṃ yataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
karoti rasa-saṃvṛddhim eko vāyuś citiṃ vinā || 6.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weil er Reis und dergleichen (Nahrung) verdaut, indem er das (Verdauungs-)Feuer heftig entfacht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bewirkt allein der Wind eine Vermehrung des Nahrungssafts – ohne (unser bewusstes) Denken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 16: Ursache unerklärbarer Krankheiten &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dṛśyante ye śarīre ca vyādhayo vividhā budhaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
acintyād eva jāyante sarve te vāyu-saṃbhavāḥ || 6.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die verschiedenartigen Krankheiten aber, die von den Verständigen im Körper erkannt werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und die scheinbar) aus etwas Unbegreiflichem entstehen - all diese haben ihren Ursprung im Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 17: Wirkungen des (Lebens-)Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mṛtyudo mokṣado vāyuḥ sṛṣṭidaḥ sthitidas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cetanā vāyu-yogena budhyate ca kalevare || 6.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der (Lebens-)Wind bewirkt den Tod, bewirkt Erlösung, bewirkt Schöpfung und bewirkt Beständigkeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und vermittels des (Lebens-)Windes wird im Körper Bewusstsein erfahren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 18: Der (Lebens-)Wind und die drei Götter &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi brahmādayo devās tiṣṭhanti tri-guṇānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
na kurvanti sva-kāryāṇi yadā vāyu-vivarjitāḥ || 6.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Götter Brahma usw. mit den drei Eigenschaften versehen sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
führen sie ihre jeweiligen Funktionen nicht aus, wenn sie vom Wind verlassen sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 19: Der (Lebens-)Wind und die Elemente &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvat sarvāṇi dṛśyante tattvāni vividhāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyu-siṃho yadā pāti jantūnāṃ hṛdi saṃsthitaḥ || 6.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;All die verschiedenartigen Elemente erscheinen aber (nur) solange,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie der Wind-Löwe wacht, der im Herzen der Wesen weilt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 20: Das Wind-Schwert und der Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-khaḍgaṃ ca chittvā vāyor gamāgamam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhittvā brahmādi-mārgaṃ ca bhuṅkṣvānanda-mayaṃ sukham || 6.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem du aber das Wind-Schwert ergriffen, (mit ihm) das Gehen und Kommen des Atems durchschnitten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und den Weg von Brahma usw. durchbohrt hast - genieße glückselige Freude!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 6 Vers 21: Bedeutung der Atem-Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-yogaṃ parityajya yo&#039;nya-yogaṃ samācaret |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa mūḍhaḥ parvatāgrāc ca patati jīvitāśayā || 6.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer die Atem-Praxis aufgibt (und stattdessen) eine andere Methode praktizieren möchte,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der ist doch (wie) ein Narr, der sich vom Gipfel eines Berges stürzt, in der Hoffnung, zu überleben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 7: Die Untersuchung des Bindu-Elements – bindu-tattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 1: Bija &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bījam ekaṃ śarīreṣu mūla-sāraṃ prakīrtitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yad atra dṛśyate loke tat sarvaṃ bīja-saṃbhavam || 7.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same wird in den Körpern die eine grundlegende Essenz genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles, was in dieser Welt zum Vorschein kommt, hat seinen Ursprung im Samen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 2: Bija &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhātu-tattvaṃ samārabdhaṃ bījam asti sadā śivam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tan-madhye devatāḥ sarvās tiṣṭhanti sūkṣma-rūpataḥ || 7.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same, der die Essenz der Körpergewebe darstellt, ist immer segensreich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In ihm finden sich alle Gottheiten in feinstofflicher Form.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 3: Bija ist Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ bindur idaṃ candra idaṃ bījam idaṃ madaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
idaṃ tattvam idaṃ jīvaḥ sarva-sāra-mayaṃ tv idam || 7.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das ist der Tropfen, das ist der Mond, das ist der Same, das ist der Rauschtrank.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ist das (Grund-)Prinzip, er ist das Lebensprinzip, er bildet die Essenz von allem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 4: Ananda entspringt Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ānandā ye prakathyante viramāntāḥ śarīrataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
te&#039;pi bindūdbhavāḥ sarve jyotsnā candra-bhavā yathā || 7.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diejenigen Wonnen - endend mit (der) &amp;quot;das Aufhören&amp;quot; (genannten Wonne) - die in Bezug auf den Körper überliefert werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die haben ebenfalls alle ihren Ursprung im Samen - so wie das Mondlicht (seinen) Ursprung im Mond hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 5: Wirkungen des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mārgadaḥ svargado bindur mokṣadaḥ sukhadas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dharmado&#039;dharmadaḥ so&#039;pi sarvadaḥ sarvadā vibhuḥ || 7.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same weist den Weg, verleiht den Himmel, bewirkt Erlösung und schafft Freude.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er bewirkt sowohl (religiöse) Ordnung als auch Unordnung. Er bewirkt allezeit alles - überall gegenwärtig.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 6: Der Vayu beherrscht den Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā sādhyate bindur na cānyad bindu-sādhanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yām avasthāṃ vrajed vāyur bindus tām eva gacchati || 7.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Same wird durch den Atem gemeistert - und (es gibt) kein anderes Mittel (zur Meisterung) des Samens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Zustand, in welchen der Atem gelangt, in denselben gelangt der Same.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 7: Vier Zustände und Wirkungen des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mūrcchito harate vyādhiṃ baddhaḥ khecaratāṃ nayet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-siddhi-karo līno niścalo mukti-dāyakaḥ || 7.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstarrt, beseitigt er Krankheit. Gebunden, bringt er die Zauberkraft zu fliegen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Absorbiert, bewirkt er alle übernatürlichen Fähigkeiten. Bewegungslos bewirkt er Erlösung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 8: Zwei Arten des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa bindur dvi-vidho jñeyaḥ pauruṣo vanitā-bhavaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bījaṃ ca pauruṣaṃ proktaṃ rajaś ca strī-samudbhavaḥ || 7.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Tropfen ist als von zweifacher Art zu kennen: männlich (und) der, dessen Ursprung die Frau ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Same wird der männliche genannt, und Blütenstaub der, dessen Ursprung die Frau ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 9: Zwei Arten des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayor bāhya-yogena sṛṣṭiḥ sañjāyate nṛṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadābhyantarato yogas tadā yogīti gīyate || 7.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgrund der äußerlichen Vereinigung dieser beiden entsteht die Erschaffung der Menschen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die Vereinigung innerlich (stattfindet), dann wird man als Yogin bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 10: Ort des männlichen Bindu (Bija) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāma-rūpe vased binduḥ kūṭāgārasya koṭare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pūrṇa-giri-mudā-sparśād vrajati madhyamā-pathā || 7.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In Kamarupa wohnt der (männliche) Same im Gemach des mehrstöckigen Palastes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund des lustvollen Kontakts mit Purnagiri wandert er durch den Kanal (der göttlichen Energie) der Mitte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 11: Ort des weiblichen Bindu (Rajas) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoni-madhye mahā-kṣetre javā-sindūra-sannibham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
rajo vasati jantūnāṃ devī-tattva-samādhṛtam || 7.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In der Mitte des Perineums, an dem mächtigen heiligen Ort, wohnt - dem Zinnoberrot des Chinesischen Roseneibischs (an Farbe) gleichend -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Blütenstaub der Lebewesen, der auf dem Prinzip der Göttin beruht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 12: Die Vereinigung von Bindu und Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;binduś candra-mayo jñeyo rajaḥ sūrya-mayas tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anayoḥ saṅgamaḥ sādhyaḥ kūṭāgāre &#039;ti-dur-ghaṭe || 7.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der (männliche) Same ist als lunar zu verstehen, und der Blütenstaub als solar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser beider Vereinigung ist im mehrstöckigen Palast zu vollbringen, in den äußerst schwer zu gelangen ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 13: Die Vereinigung von Bindu und Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa tattvaṃ paro dharma eṣa yogaḥ paro mataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eṣa mukti-prado mārga eṣa guhya-tamaḥ paraḥ || 7.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese (Vereinigung) ist die Essenz, die höchste Lehre, sie wird als die beste Methode geschätzt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie ist der zur Erlösung führende Pfad, sie ist das allergeheimste Höchste.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 14: Bedeutung der Bindu-Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindu-yogaṃ parityajya yo mohād anyam icchati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śākhoṭaka-vṛkṣeṣu mūḍho jāgarti niṣphalam || 7.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer die Vereinigung des (lunaren und solaren Aspekts des) Bindu aufgibt, (und) aus Verblendung eine andere (Methode) sucht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dieser Verwirrte wacht vergeblich unter Shakhotaka-Bäumen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 15: Göttliche Aspekte des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindur buddhaḥ śivo bindur bindur viṣṇuḥ prajā-patiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ sarva-gato devo bindus trailokya-darpaṇaḥ || 7.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Tropfen (Bindu) ist Buddha. Shiva ist der Tropfen. Der Tropfen ist Vishnu (und) der Herr der Geschöpfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Tropfen ist der in allem befindliche Gott. Der Tropfen ist der Spiegel der drei Welten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 16: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā hi sādhyate vāyus tathā bindu-prasādhanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yathāvasthā bhaved bindoś cittāvasthā tathā tathā || 7.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf welche Weise der Wind gemeistert wird, auf dieselbe Weise (geschieht) das Meistern des Tropfens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So wie der Zustand des Tropfens ist, genau so ist der Zustand des Geistes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 17: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;calaty ayaṃ yadā vāyus tadā binduś calaḥ smṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduś calati yasyāyaṃ cittaṃ tasyaiva cañcalam || 7.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Atem sich bewegt, dann wird der Same unstet genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wessen Same sich bewegt, desselben Geist (wird) unstet (genannt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 18: Göttliche Aspekte des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-tattvādhipo devo bhava-rūpī nirañjanaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ayaṃ ca bindu-rūpeṇa vasati sarva-jantuṣu || 7.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herr über alle Elemente, Gott in Gestalt der Existenz, der Reine -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er wohnt auch in Form der Essenz der Lebensenergie in allen Wesen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 19: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad eva calo vāyus tāvad binduś ca cañcalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāvad binduś calo dehe tāvac cittaṃ ca cañcalam || 7.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Genau solange wie der Atem unstet ist, solange ist auch der Same unstet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Solange wie der Same im Körper beweglich ist, solange ist auch der Geist unruhig.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 20: Zusammenhang von Vayu, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cale bindau cale citte cale vāyau ca sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jāyate mriyate lokaḥ satyaṃ satyam idaṃ vacaḥ || 7.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Same beweglich, wenn der Geist unruhig und wenn der Wind immerzu unstet ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird der Mensch geboren und stirbt - wahr, wahr ist diese Aussage!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 21: Einheit von Nada, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo vai nādaḥ sa vai bindus tad vai cittaṃ prakīrtitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nādo binduś ca cittaṃ ca tribhir aikyaṃ prasādhane || 7.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wahrlich, der Klang ist ja der Same. Der wird wahrlich Geist genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klang, Same und Geist - vermittels (dieser) drei (besteht) in der Praxis Einheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 22: Der Vayu beherrscht Nada, Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ekatayā hy ete śarīre saṃvyavasthitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad api sādhite vāyau sarve sidhyanti niścitam || 7.22 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenngleich diese zwar im Körper einzeln vorhanden sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so fügen sie sich dennoch alle gewiss, sobald der Wind gemeistert ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 23: Der Vayu beherrscht Bindu und Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadāsau mriyate vāyur madhyamā-madhya-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā binduś ca cittaṃ ca mriyate vāyunā saha || 7.23 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Atem aufgrund seines Kontakts mit dem Inneren (des Kanals der Göttin) der Mitte erstarrt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann erstarrt der Same und auch der Geist zusammen mit dem Atem.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 24: Der Vayu beherrscht die Elemente &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyaṅgāni sarva-tattvāni śarīre nivasanti ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
caranti vāyu-sañcāre mriyante vāyu-māraṇāt || 7.24 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Elemente im Körper sind aber (von sich aus) bewegungsunfähig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie bewegen sich bei der Bewegung der Lebensenergie, und sie erstarren aufgrund des zum Stillstand Bringens der Lebensenergie.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 25: Das Erhalten des Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;maraṇaṃ bindu-pātena jīvanaṃ bindu-dhāraṇāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddhe bindau mahā-ratne sarva-siddhiḥ prajāyate || 7.25 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Sterben (erfolgt) durch den Fall des Samens – das Leben aufgrund des Erhaltens des Samens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sobald der Same gemeistert ist, entsteht im großartigen (Geist-)Juwel jegliche übernatürliche Fähigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 7 Vers 26: Mondnektar und Bindu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhaś candrāmṛtaṃ yāti maraṇaṃ sarva-dehinām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasyābhedya ayaṃ binduḥ sa siddho vajra-pañjare || 7.26 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fließt der Mondnektar abwärts, (so folgt) für alle Verkörperten der Tod.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wessen Same nicht zu verführen ist, der ist ein Vollkommener im Diamant-Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 8: Die Untersuchung des Geistes – citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 1: Sitz des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhiṣṭhātā śarīrasya bhoktā ca sukha-duḥkhayoḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittaṃ nāma hi lokānāṃ hṛdi tiṣṭhati nirmalam || 8.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Beherrscher des Körpers und der Erfahrende von Freude und Leid:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geist genannt ist er gewiss im Herzen der Menschen gegenwärtig - unbefleckt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 2: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyam ākārataś cittaṃ pratyakṣaṃ kārya-lakṣaṇāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dur-lakṣyaṃ lakṣaṇātītam asti māyopamaṃ tv idam || 8.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ohne Form ist der Geist, erkennbar (nur) aufgrund der Anzeichen (seiner) Wirkungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwer wahrnehmbar, entzieht er sich einer Definition. Er existiert, doch so wie eine Illusion.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 3: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avimardyam adāhyaṃ ca cheda-bhedādi-varjitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cañcalaṃ vikalaṃ krūraṃ śāntaṃ dharma-dhurandharam || 8.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Der Geist ist) unzerbrechlich und unverbrennbar, ohne Abschnitte, Teile oder ähnliches.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Sobald) er unruhig ist, ist er schwach - (sobald) ruhig, ist er der Lehre dienlich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 4: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hasaty ullasati prītyā krīḍate modate mudā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tanoty ājīvanaṃ buddhyā bibheti bhayato dhiyā || 8.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit Freude lacht er und ist ausgelassen. Mit Lust spielt er und ist fröhlich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Vernunft sorgt er für den Lebensunterhalt. Als Weisheit ängstigt er sich vor Gefahr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 5: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;roditi bandhu-śokena muhyati dhana-saṃpadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
krudhyati śatru-kāryeṣu kāmena ramate &#039;balām || 8.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Er weint aus Kummer um (vertorbene) Verwandte. Er lässt sich irre machen durch das Erlangen von Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er gerät in Zorn angesichts der Vorhaben von Feinden. Er ergötzt sich mit Begehren an einer Frau.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 6: Charakteristika des Chitta &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caritaṃ citta-ratnasya bhāṣituṃ naiva śakyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cakraṃ sāṃsārikaṃ citraṃ cittād eva prajāyate || 8.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Wandel des Geist-Juwels kann gewiss nicht beschrieben werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Rad des wundersamen Kreislaufs des Lebens entsteht nur aufgrund des Geistes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 7: Alle Erscheinungen sind Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dharmaś cārthaś ca kāmaś ca mokṣo yad gīyate budhaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tat sarvaṃ cetaso rūpaṃ cittād anyan na dṛśyate || 8.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Religion, der Erwerb von Gütern, Vergnügen und die Erlösung, die von den Weisen gepriesen werden -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das alles ist (jeweils) eine Erscheinungsform des Geistes. Es wird nichts anderes als Geist erfahren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 8: Das Geist-Missverständnis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sādhyam ekaṃ ca cit-tattvaṃ sarveṣām eva darśane |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ity avalokya tantrāṇi śūnye pataty apaṇḍitaḥ || 8.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Geist-Element ist in der Philosophie aller (anderen Traditionen) doch als einziges zu meistern -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Ungebildeter, der die Schriften so betrachtet, fällt ins Leere.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 9: Auf sich selbst gestützte Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena yas tu cittaṃ prasādhyati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śilāṃ carvati mohena tṛṣitaḥ khaṃ pibaty api || 8.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer aber den Geist durch (ausschließlich) auf sich selbst gestützte Anstrengung in seine Gewalt bringt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der nagt irrtümlicherweise an einem Stein, und durstig trinkt er Luft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 10: Auf sich selbst gestützte Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddha-padam ārūḍho guru-prasāda-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
agotraḥ pāpa-saṃpūrṇaś cittaṃ śūnyaṃ pravartayet || 8.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer nicht den Rang eines Vollkommenen erlangt hat, ohne die Hilfe eines Lehrers ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
keiner Traditionslinie angehört, voller Übel ist - der schickt (seinen) Geist ins Leere.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 11: Geist beherrscht nicht Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāgninā jīyate vahnir vātena pavanaṃ yathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pānīyena ca pānīyaṃ tathā cittena mānasam || 8.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie Feuer nicht durch Feuer besiegt wird , Wind nicht durch Wind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Wasser nicht durch Wasser - genau so der Geist nicht durch den Geist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 12: Geist beherrscht nicht Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;khaḍgaś chinatti nātmānaṃ yadi tīkṣṇataro bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
su-dānta-citta-santāna ātmanā naiva sādhyate || 8.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Schwert schneidet nicht sich selbst, wenngleich es äußerst scharf ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein sehr disziplinierter, ununterbrochener Gedankengang des Geistes wird gewiss nicht durch sich selbst gemeistert.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 13: Der Geist ist haltlos &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nirālambe sadā citte yaḥ karoty avalambanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa svapiti samudrānte nabhasi vā sukhāśayā || 8.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer auf dem Geist, der keine Stütze bietet, (seinen) Halt errichtet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der schläft im Meer oder auf einer Wolke, in der Hoffnung auf Bequemlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 14: Das Geist-Missverständnis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svayaṃ sarva-gataṃ cittaṃ buddhyāvalokyate yadi |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā bāhya-gatenaiva smartavyaṃ bāhya-cittataḥ || 8.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Geist, der naturgemäß überall befindlich ist, mit dem Geist betrachtet wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann müsste er ja durch etwas außerhalb (von ihm) Befindliches als ein äußerlicher Geist betrachtet werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 15: Das Geist-Missverständnis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ye buddhyā tantra-niryāsaṃ kurvate citta-nigraham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anivartaka-mārgeṣu matsyopamāḥ patanti te || 8.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diejenigen, die die Beherrschung des Geistes durch den Geist - als (missverstandene) Essenz der Schriften - praktizieren,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die geraten auf unumkehrbare Pfade, Fischen vergleichbar (die in Reusen hineinschwimmen).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 16: Worte des Mitgefühls &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;uktaṃ sarva-jña-pādaiś ca lokānugraha-hetunā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śrūyatāṃ satya-bhāvena mṛṣā-jñāna-vivarjitāḥ || 8.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es wurde aber von dem erhabenen Allwissenden, aus Mitgefühl mit der Welt, (folgendes) gelehrt -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hört mit wahrhaftiger Gesinnung, die ihr frei von falschem Wissen seid!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 17: Zusammenhang von Chitta und Vayu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇārūḍhaṃ sadā cittaṃ vijānīyāt kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra deśe vased vāyus tatra cittaṃ vased dhruvam || 8.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mann muss wissen, dass der Geist stets auf dem Wind reitet. Im Körper&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weilt das Bewusstsein gewiss an dem Ort, wo der Atem weilt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 18: Zusammenhang von Chitta und Vayu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarpādi-daṣṭa-deśe tu daivād vāyu-vivarjite |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
na vetti citta-santānaṃ tatra māṃsa-vidāraṇāt || 8.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;An einer Stelle des Körpers aber, die verhängnisvollerweise von einer Schlange o.ä. gebissen wurde, und der es (folglich) an Lebensenergie mangelt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
empfindet man den Strom des Bewusstseins nicht, weil dort die Muskulatur verletzt wurde.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 19: Vayu im rechten und linken Kanal &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vāyu-pracāro &#039;yaṃ dṛśyate savya-vāmataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittam eva tadā jantor bhuṅkte prakṛtijaṃ guṇam || 8.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald die Aktivität des Atems rechts und links wahrgenommen wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da erlebt das Bewusstsein eines Lebewesens schon eine aus der (Ur-)Natur hervorgegangene Qualität.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 20: Offenes Gewahrsein &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ubhayor gati-bhaṅgena vāyur madhya-gato yadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gṛhītvā sarva-tattvāni cittaṃ sarva-gataṃ tadā || 8.20 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Atem durch die Unterbrechung (seines) Flusses in den beiden (seitlichen Kanälen) durch den mittleren (Kanal) fließt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) alle Elemente mit sich zieht - dann befindet sich das Bewusstsein (wieder) überall.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 8 Vers 21: Offenes Gewahrsein &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā jñānaṃ tadā dhyānaṃ tadā siddhis tadāmṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tri-vajrāṇāṃ samāveśas tadā vai jāyate dhruvam || 8.21 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist da Erkenntnis, da ist Meditation, da ist Vollkommenheit, da ist Unsterblichkeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genau dann entsteht gewiss das Ineinanderfließen der Drei Diamanten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 9: Die Untersuchung der prakṛti – prakṛti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 1: Die Große Fessel des Geistes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir eva cittasya mahā-bandhaḥ prakīrtitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
maraṇaṃ vāyu-tattvasya nāśaṃ ca vapuṣaḥ smṛtaḥ || 9.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Prakriti wird Große Fessel des Geistes genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es heißt, (sie sei) das Ersterben des Wind-Elements, und das Verderben des Körpers.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 2: Prakriti als Auswirkung früherer Handlungen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-kṛtaṃ duṣ-kṛtaṃ caiva yat kṛtaṃ pūrva-janmani |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarvaṃ prakṛti-rūpeṇa śarīre &#039;vasthitaṃ sadā || 9.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was gut getan und gewiss was schlecht getan, was in einer früheren Geburt verursacht wurde -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
alles befindet sich allezeit in einer Form der Prakriti im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 3: Zwei Arten der Prakriti &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtir dvi-vidhā jñeyā śārīrī citta-saṃbhavā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śārīrī vāta-pittādyā caittikī buddhi-gocarā || 9.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Prakriti ist als von zweifacher Art zu kennen: körperlichen und geistigen Ursprungs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die körperliche (Art bezieht sich auf) Wind, Galle usw., die geistige hat den Intellekt als Wirkungsbereich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 4: Geistige Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sukha-duḥkhādikaṃ citte kṣaṇikaṃ yad utpadyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
buddhi-prabhṛtayo ye ca te sarve prakṛter guṇāḥ || 9.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Etwas Momentanes wie Freude, Leid usw., das im Geist entsteht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Verstand und die übrigen (mentalen Funktionen) - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 5: Geistige Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittād yā yāḥ praṇaśyanti bhavanti ca kṣaṇaṃ kṣaṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
citta-prakṛtayas tās tāḥ sāgarād urmayo yathā || 9.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche (Erscheinungen) auch immer aus dem Geist verschwinden oder (darin) zum Vorschein kommen, Augenblick für Augenblick,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie Wellen aus dem Ozean - all diese sind Prakritis des Geistes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 6: Geistige Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat prakṛtayaḥ santi tāvac cittaṃ malīmasam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
naṣṭe prakṛti-saṅghāte cittaṃ nirmalatāṃ vrajet || 9.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie Prakritis existieren, solange ist der Geist verunreinigt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist, gelangt der Geist zur (ursprünglichen) Reinheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 7: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dehe prakṛtayaḥ khyātā vāta-pitta-kaphādayaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittam ākṣipya kurvanti te &#039;pi kāryāṇi sarvadā || 9.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Körper werden die Prakritis Wind, Galle, Schleim usw. genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Geist außer acht lassend, führen auch diese jederzeit (ihre jeweiligen) Funktionen aus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 8: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vātaḥ pañca-vidho jñeyaḥ pittaṃ pañca-vidhaṃ smṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kaphaḥ pañca-vidhaḥ khyāto mūla-prakṛtayaḥ smṛtāḥ || 9.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wind ist als von fünferlei Art zu kennen, Galle wird als von fünferlei Art gelehrt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schleim wird als von fünferlei Art bezeichnet - (alle zusammen) gelten sie als die Wurzel-Prakritis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 9: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyunā saha yogena puṃsaḥ karmānusārataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kurvanti duḥkha-bhogāya vyādhīn vā maraṇāya vā || 9.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In Verbindung mit dem Atem bewirken diese - gemäß den (früheren) Handlungen des Menschen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Krankheiten: Entweder zugunsten der Erfahrung von Leid, oder zugunsten des Todes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 10: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṣudhā nidrā tṛṣā mūrcchā śīta-santāpa-saṃbhavāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃbhavanti ca ye bhāvās te sarve prakṛter guṇāḥ || 9.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hunger, Schläfrigkeit, Durst, Taubheitsgefühl und Empfindungen, die aufgrund von Kälte und Hitze&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entstehen - all diese sind Eigentümlichkeiten der Prakriti.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 11: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;valiṃ ca palitaṃ kuṣṭhaṃ bādhiryaṃ mūkatāṃ tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛtiḥ kurute dehe kāṇaṃ khañjaṃ ca kubjakam || 9.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch Falten, graues Haar, Lepra, Taubheit und Stummheit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bewirkt die Prakriti im Körper, (wie auch) den Einäugigen, den Hinkenden und den Buckligen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 12: Körperliche Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yeṣāṃ prakṛtayo dehe nivasanti puraḥ-sarāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
teṣāṃ na jāyate yogo vane bījāṅkuro yathā || 9.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In deren Körper die Prakritis als Anführer wohnen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
für diejenigen ist die (mystische) Vereinigung nicht möglich - so wie (kein) Keimling im Dickicht (wächst).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 13: Das Verschwinden der Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;naṣṭe prakṛti-saṅghāte vāyunā saha yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā sañjāyate jñānaṃ niśānte bhāskaro yatha || 9.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald die Gesamtheit der Prakritis verschwunden ist - aufgrund der Verbindung mit dem Atem -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
da kommt (reines) Bewusstsein zum Vorschein - wie die Sonne am Ende der Nacht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 9 Vers 14: Das Verschwinden der Prakritis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtyā khādyate viśvaṃ sā kenāpi na khādyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prasādāt khāditā yena maraṇaṃ tena khāditam || 9.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch die Prakriti wird alles verschlungen. Sie wird durch nichts (beliebiges) verschlungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch wen sie aufgrund von (geistiger) Klarheit verschlungen wurde, von dem ist der Tod verschlungen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 10: Die Untersuchung der guṇas – guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 1: Die drei Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇāḥ sāṃsārikāṇāṃ ca nivasanti kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛter eva jāyante te &#039;pi sattva-rajas-tamāḥ || 10.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch die (drei) Grundeigenschaften, die im Körper derjenigen wohnen, die sich im Kreislauf des Lebens und Sterbens befinden -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sattva, Rajas und Tamas - diese gehen alle aus ebender Urnatur hervor.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 2: Die drei Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nibaddhas tri-guṇaiḥ piṇḍo nibaddhaṃ cittam eva ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
teṣāṃ samāsato bhedaḥ śrūyatāṃ ca yathoditaḥ || 10.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Körper ist durch die drei Stricke gebunden, gewiss auch der Geist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch deren kurzgefasste Unterscheidung soll vernommen werden, wie sie gelehrt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 3: Die drei Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yady apy ete guṇā loke bhaṇyante sama-bhāṣayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad api sāttviko bhāvo jāyate &#039;ṃśa-sahasrataḥ || 10.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenngleich diese Grundeigenschaften in der Welt gemäß ihrer Definition als gleichrangig geschildert werden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tritt dennoch der sattvische Gemütszustand im Verhältnis eins zu tausend auf.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 4: Erscheinungsweisen von Tamas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;lobha-krodha-kṣudhā-garhā-hiṃsā-dambha-mṛṣā-bhavam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yad atra dṛśyate martye tat sarvaṃ tāmasodbhavam || 10.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was an Gier, Zorn, (psychischem) Hunger, Widerwillen, Gewalt, Heuchelei und Lügen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in dieser Welt der Sterblichen zum Vorschein kommt - das alles hat seinen Ursprung in tamasischer Unwissenheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 5: Erscheinungsweisen von Tamas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nidrā tandrā tathājñānam ālasyaṃ smṛti-lopatā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tamasy eva prajāyante pradhānaṃ maraṇāntikam || 10.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schläfrigkeit, Mattigkeit, Unverstand, Mangel an Energie und Vergesslichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entstehen in tamasischer Dunkelheit - insbesondere in der Nähe des Todes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 6: Erscheinungsweisen von Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gītaṃ nṛtyaṃ tathā vādyaṃ vastraṃ caiva vilepanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hasanaṃ kathanaṃ kāmāt sarvam etad rajo-bhavam || 10.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesang und Tanz, Musik und Kleidermode, Schminken,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lachen, Flirten - all das verdankt seine Existenz der Leidenschaftlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 7: Erscheinungsweisen von Rajas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;strīṇāṃ saṅgāśayā bhāvāḥ kriyante ye kṣaṇaṃ kṣanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pravṛttir maithune yā ca pradhānaṃ rajaso guṇaḥ || 10.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gefühle, denen man sich in Erwartung auf den Verkehr mit Frauen - Augenblick für Augenblick - hingibt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Sichhingeben beim Geschlechtsakt - das ist hauptsächlich die Eigenart der Leidenschaftlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 8: Rajas und Tamas überlagern Sattva &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhibhūtaṃ ca śarīraṃ sarvadā sthitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vināśam anayoḥ kṛtvā sattvam utpadyate dhruvam || 10.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Körper wird aber allezeit von Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit dominiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sobald das Verschwinden dieser beiden bewirkt worden ist, tritt gewiss das (ursprüngliche) gute Wesen in Erscheinung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 9: Der sattvische Gemütszustand &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;utpanne sāttvike bhāve satyārtho jāyate nṛṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
satyārthe ca sati jñānaṃ nirmalaṃ bhavati sphuṭam || 10.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald der sattvische Gemütszustand hervorgetreten ist, wird den Menschen ihr wahrer Zweck verfügbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und sobald der wahre Zweck erfüllt ist, wird reine Erkenntnis offenbar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 10: Rajas und Tamas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rajas-tamobhyāṃ saṃyukte śarīre doṣa-pūrite |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo &#039;tra bravīty ahaṃ jñānī so &#039;jñānī vātulaḥ smṛtaḥ || 10.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer da - solange sein Körper mit Leidenschaftlichkeit und Dunkelheit gebunden und mit den gestörten Fluida angefüllt ist -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
spricht: &amp;quot;ich habe die Erkenntnis&amp;quot;, der wird als ein unwissender Verrückter betrachtet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 10 Vers 11: Auf sich selbst gestützte Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svādhiṣṭhānena yogena na kṣīyete guṇau nṛṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
asti mudrā viśeṣeṇa guru-mukhābja-saṃbhavā || 10.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch eine auf sich selbst gestützte Praxis nehmen die beiden Grundeigenschaften der Menschen kein Ende.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Dafür) existiert speziell ein Siegel, dessen Ursprung im Lotusmund des Lehrers liegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 11: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahāmudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 1: Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kathyate &#039;sau mahā-mudrā sarva-tantreṣu gopitā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāṃ saṃprāpya manuṣyāś ca bhavanti sura-pūjitāḥ || 11.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieses Große Siegel, das in allen Geheimlehren verborgen ist, wird (nun) gelehrt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, die es erlangt haben, werden sogar von den Göttern verehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 2: Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janma-koṭi-sahasreṇa kṛtvā sat-karma-vistaram |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
enāṃ prāpya bhavāmbhodheḥ pāraṃ gacchanti yoginaḥ || 11.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem sie im Verlauf von 10 Milliarden Geburten eine Menge guter Werke vollbracht haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
erlangen es die Yogins und erreichen das jenseitige Ufer des Ozeans der Existenzen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 3: Ausführung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yoniṃ saṃpīḍya vāmena pāda-mūlena yatnataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
savyaṃ prasāritaṃ pādaṃ karābhyāṃ dhārayed dṛḍham || 11.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man mit der linken Ferse unablässig das Perineum drückt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
halte man das rechte ausgestreckte Bein (am Fuß) mit beiden Händen fest.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 4: Ausführung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;āsane kaṭim āropya cibukaṃ hṛdayopari |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nava-dvārāṇi saṃyamya kukṣim āpūrya vāyunā || 11.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Gesäß auf eine Sitzunterlage setzend, das Kinn an die Brust legend,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die neun Tore verschließend, den Bauch mit Luft füllend, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 5: Ausführung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;cittaṃ catuḥ-pathe kṛtvā ārabhet prāṇa-yantraṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
candrārkayor gatiṃ bhaṅktvā kuryād vāyu-nivāraṇam || 11.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Aufmerksamkeit an der Kreuzung der vier Kanäle haltend, beginne man die Atemregulierung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Lauf von Mond und Sonne unterbrechend, praktiziere man das Anhalten des Windes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 6: Wirkungen von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jāraṇeyaṃ kaṣāyasya cāraṇaṃ bindu-nādayoḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cālanaṃ sarva-nāḍīnām analasya ca dīpanam || 11.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sie (bedeutet) das Auflösen der Leidenschaft, das Aktivieren von Bindu und Nada,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Reinigen aller feinstofflichen Energiekanäle, und das Stimulieren des (Verdauungs-)Feuers.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 7: Die drei Ebenen der Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vāk-citta-yogena kāya-vāk-citta-sādhanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhaved abhyāsato &#039;vaśyaṃ mārgārūḍhasya yoginaḥ || 11.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch das Praktizieren mit Körper, Stimme und Geist kommt das Beherrschen von Körper, Stimme und Geist&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
infolge (regelmäßiger) Wiederholung zwangsläufig zustande - für den Yogin, der den (rechten) Weg beschritten hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 8: Wirkungen von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā mudrayā sarvaṃ jāyate yogino dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmād enāṃ prayatnena mahā-mudrāṃ samabhyaset || 11.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch dieses Siegel ist dem Yogin gewiss alles möglich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deshalb soll er dieses Große Siegel eifrig üben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 9: Bedeutung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva mudrāṇāṃ mahatīyaṃ svayaṃ-bhuvā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mudrāṃ ca tenaināṃ vadanti ca budhottamāḥ || 11.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieses - aus sich selbst entstandene - ist mächtiger als wirklich alle (übrigen) Siegel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deshalb nennen es ja die besten der Weisen gerade Großes Siegel.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 10: Bedeutung von Maha Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anayā bādhyate mṛtyur hiteyaṃ tena sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cetasā vidhṛtā yena yantraṃ tenaiva nirjitam || 11.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch sie wird der Tod beseitigt - deshalb ist sie heilsam.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von wem sie jederzeit im Gewahrsein behalten wird - nur durch den wird der Körper beherrscht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 11 Vers 11: Ein Wortspiel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asyāś ca prathitaṃ nāma padānāṃ prathamākṣaraiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
uktaṃ ca yoga-yuktānāṃ pramodāya ca kevalam || 11.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sogar ihr Name wird öffentlich verbreitet und mit den ersten Lauten (seiner) Wörter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verkündet - und zwar zur Freude allein derjenigen, die der Praxis hingegeben sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 12: Die Untersuchung der bandhas – bandha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 1: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;iyaṃ yena mahā-mudrā yogināṃ sidhyati dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathyate &#039;sau mahā-bandhaḥ śarīre prāṇa-dhārakaḥ || 12.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Das Mittel,) wodurch das Große Siegel den Yogins gewiss gelingt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
heißt Großer Verschluss. Er hält die Lebensenergie im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 2: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaś ca dvi-vidho jñeyo yathā bindur udāhṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoni-bandho hi devīnāṃ kaṇṭha-bandho hi devataḥ || 12.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch der (Große) Verschluss ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Tropfen bezeichnet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn der Beckenboden-Verschluss ist für die Göttinnen, (und) der Kehl-Verschluss ist nämlich für den Gott.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 3: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pūrakaṃ kumbhakaṃ kṛtvā dhṛtvā mudrāṃ bhayāpahām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bandhaṃ saṃyojayet kṣipraṃ surāsura-su-gopitam || 12.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Erst) die Einatmung, (dann) die Atemverhaltung ausführend (und) das die Furcht nehmende (Große) Siegel haltend,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
füge man unverzüglich den Verschluss (des Beckenbodens) hinzu, der vor den Göttern und ihren Widersachern wohlverborgen ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 4: Yoni Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gudaṃ yoni-samāyuktam ākuñcya caika-kālataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
apānam ūrdhva-gaṃ kṛtvā samānena ca yojayet || 12.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man aber den Anus gemeinsam mit dem Beckenboden zusammenzieht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und dadurch) gleichzeitig den Apana aufwärts lenkt, verbinde man ihn auch mit dem Samana.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 5: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandhaṃ samārabhed yogī madhyamā-dvāra-pārśvataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃrodhya tri-pathaṃ yatnāt kuryād vāyoḥ su-śṛṅkhalām || 12.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Yogin soll den (Großen) Verschluss auf einer Seite an der Öffnung der (Göttin der) Mitte beginnen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Danach) mache er - den Kreuzungspunkt der drei Kanäle (auf der anderen Seite) sorgfältig verschließend - eine feste Fessel für die Lebensenergie.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 6: Die Vereinigung von Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇe cāropya vāyuś ca kṛtvā prāṇam adho-mukham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāhayed ūrdhva-gaty-arthaṃ prāṇāpānaika-yogataḥ || 12.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und nachdem sich der (Lebens-)Wind aber auf den Prana gesetzt hat, und er den Prana veranlasst hat, abwärts zu fließen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann er (auf Apana) reiten - zum Zwecke (dessen) Aufwärtsflusses zur Vereinigung von Prana und Apana.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 7: Die Vereinigung von Prana und Apana &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣa yoga-varo dehe siddha-mārga-prakāśakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
samṛddhiḥ pratyayaḥ puṣṭir vihāyainaṃ hi nānyataḥ || 12.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dies ist die vorzüglichste Vereinigung (der Polaritäten) im Körper, die den Weg der Vollkommenen offenbar macht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erfolg, Erkenntnis und Wohlbefinden sind nicht woanders (zu finden), wenn man sie verschmäht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 8: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāḍyaḥ sravanti yāḥ sarvā hy adho-mārgeṇa sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahatānena bandhena viparītā bhavanti tāḥ || 12.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;All diejenigen Energieströme nämlich, die (gewöhnlich) stets abwärts fließen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese werden durch den Großen Verschluss umgekehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 9: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adho-vāhena tattvāni śarīrād bāhya-gāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sārāṇi prapalāyante sva-kṣetrāt srotaso yathā || 12.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch den Abwärts-Fluss fließen aber die essentiellen Elemente aus dem Körper heraus,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so wie Flüsse ihr Bett verlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 10: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā bāhya-gataḥ setuḥ pravāhasya nirodhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā śarīra-gaś cāyaṃ jñātavyo yogibhiḥ sadā || 12.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie ein in der äußeren (Welt) befindlicher Damm einen Fluss zurückhält,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
genau so ist auch dieser im Körper befindliche (Große Verschluss) von den Yogins stets zu verstehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 11: Bedeutung von Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvāsām eva nāḍīnām eṣa bandhaḥ prakīrtitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bandhasyāsya prasādena sphuṭī-bhavanti devatāḥ || 12.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieser (Große) Verschluss wird (zur Beherrschung) aller Energieströme empfohlen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank dieses Verschlusses werden die Gottheiten offenbar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 12: Maha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;so &#039;yaṃ catuḥ-pathe bandho mārga-traya-nirodhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ekaṃ vikāsayen mārgaṃ yena siddhāḥ sukhaṃ gatāḥ || 12.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieser Verschluss, der an der Kreuzung der vier Wege drei Energie-Kanäle versperrt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann den einen Kanal öffnen, durch den die Vollkommenen zur Glückseligkeit gelangt sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 13: Wirkungen der drei Kanäle &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sṛṣṭi-mṛtyu-prado mārgaḥ kathito &#039;yam adho-gataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pāpa-puṇyasya kartārau dvāv etau pārśva-gāminau || 12.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieser (mittlere) Kanal wird als &amp;quot;der Schöpfung und Tod verleihende&amp;quot; bezeichnet, (wenn) er abwärts führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die beiden seitlich verlaufenden (Kanäle) sind Verursacher von Schuld und (religiösem) Verdienst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 14: Kantha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kumbhake sarva-tattvāni nikṣipya dṛḍha-bandhanāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
udānam argalaṃ kṛtvā prāṇāpānaika-yogataḥ || 12.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Elemente in den Topf hineinlegend, durch ein festes Anhalten (der Luft)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Udana - zur Vereinigung von Prana und Apana - zu einem Riegel machend ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 15: Kantha Bandha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bandho &#039;yaṃ sarva-nāḍīnām ūrdhva-gati-nirodhakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
etasyaiva prasādena yoni-bandhaḥ prasidhyati || 12.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... unterbindet dieser (Kehl-)Verschluss den Aufwärtsfluss aller feinstofflichen Energieströme.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur mit seiner Hilfe ist der Beckenboden-Verschluss erfolgreich.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 12 Vers 16: Synonyme &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ayaṃ ca saṃpuṭo yogo mūla-bandho &#039;py ayaṃ mataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoga-trayam anenaiva sidhyaty abhyasyatāṃ satām || 12.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Methode ist auch als Schmelztiegel, jene aber als Wurzel-Verschluss bekannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur durch sie gelingt den vorzüglichen Praktizierenden die Dreiheit der Übungspraxis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 13: Die Untersuchung des vedha – vedha-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 1: Zwei Mudras &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mudrā ca dvi-vidhā jñeyā yathā bandho dvi-dhā kṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoni-mudrā ca devīnāṃ liṅga-mudrā ca daivakī || 13.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch die Handhaltung ist als von zweifacher Art zu kennen - so wie der Verschluss in zwei Arten unterteilt ist:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Yoni Mudra ist aber für die Göttinnen, und Linga Mudra ist für den Gott.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 2: Schöpfung und Erschöpfung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathā strī-puruṣābhyāṃ ca bāhya-sṛṣṭiḥ prajāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bāhye tu strī-puruṣābhyāṃ sṛṣṭi-nāśaḥ śarīrataḥ || 13.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Damit durch Frau und Mann aber eine äußere Schöpfung gezeugt wird,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
entsteht im Außen aber der Frau und dem Mann die Vernichtung der Schöpfung im (eigenen) Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 3: Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guṇa-rūpavatī nārī niṣphalā puruṣaṃ vinā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mudrā-mahā-bandhau vinā vedhena niṣphalau || 13.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eine tugendhafte und schöne Frau (bleibt) fruchtlos ohne (Ehe-)Mann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Große Siegel und der Große Verschluss (bleiben) ohne das (Große) Durchbohren fruchtlos.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 4: Ausführung von Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛhītvā vāyu-cakrāṇi kṛtvā bandhaṃ yathoditam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vedhaṃ samārabhed yogī sa-cittenaiva vāyunā || 13.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Zuerst) die Energie-Wirbel (im Gewahrsein) haltend, (dann) den (Großen) Verschluss ausführend, wie er gelehrt wurde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
beginne der Yogin das Durchbohren vermittels des Atems (gemeinsam) mit der Aufmerksamkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 5: Ausführung von Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇaṃ mahā-balaṃ kṛtvā madhyamā-dvāra-saṃmukham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vedhayet krama-yogena catuḥ-pīṭhaṃ ca vāyunā || 13.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem man die Lebensenergie überaus stark und der (unteren) Öffnung der (Göttin der) Mitte zugewandt gemacht hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
durchbohre man die vier heiligen Plätze nacheinander vermittels des Atems.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 6: Linga Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karābhyāṃ liṅgam āropya pṛthivyāṃ dhruva-sannibham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā hi niścalaṃ kṛtvā pāda-dvayam adho-mukham || 13.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit beiden Händen das Kennzeichen (Shivas) auf die Erde setzend - ähnlich einem (unbeweglichen) Pfahl -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ebenso unbeweglich die beiden Füße nach unten ausrichtend, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 7: Linga Mudra &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avakra-pāda-mūlābhyāṃ kaṭim utthāpya su-sthiraḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āsphālayen mahā-meruṃ vāyu-vajrāgra-koṭitaḥ || 13.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... mit beiden gerade (aneinander gelegten) Fußsohlen das Gesäß anhebend,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lasse man sehr beharrlich die Wirbelsäule zusammen mit der äußersten Spitze des Atem-Donnerkeils aufschlagen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 8: Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vedhaḥ sañjāyate tena sa-brahmāṇḍa-rasātalāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
meru-madhya-gatā devāḥ kampante meru-cālanāt || 13.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Infolgedessen geschieht das Durchbohren, (ausgehend) von der Unterwelt durch den gesamten Mikrokosmos (hindurch aufwärts).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Götter, die sich inmitten des Meru befinden, erzittern aufgrund des Aufundniederbewegens der Wirbelsäule.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 9: Vedha im Brahma Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mriyante meru-vedhena brahmādyā devatā dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādau sañjāyate kṣipraṃ vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ || 13.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch das Durchbohren des Meru sterben Brahma und die anderen Gottheiten gewiss.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Beginn geschieht sogleich das Durchbohren im Knoten Brahmas.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 10: Vedha im Vishnu Granthi und Rudra Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;brahma-granthiṃ tato bhittvā viṣṇu-granthiṃ bhinatty asau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
viṣṇu-granthiṃ tato bhittvā rudra-granthiṃ bhinatty asau || 13.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann, nachdem er den Knoten Brahmas durchstoßen hat, durchstößt (der Wind) den Knoten Vishnus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann, nachdem er den Knoten Vishnus durchstoßen hat, durchstößt er den Knoten Rudras.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 11: Öffnung von Brahma Dvara &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tato bhittvā chittvā moha-mayīṃ latām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
udghāṭayaty ayaṃ vāyur brahma-dvāraṃ su-gopitam || 13.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen und die aus Verblendung bestehende Schlingpflanze durchschnitten hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
öffnet der Wind die wohlverborgene Tür zum Absoluten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 12: Maha Mudra, Maha Bandha und Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrā mahā-bandho mahā-vedhas tṛtīyakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tri-tattvair guhya-niryāsair ebhir yogaḥ prasidhyati || 13.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Große Siegel, der Große Verschluss (und als) drittes das Große Durchbohren -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit diesen drei Prinzipien, deren Essenz geheim ist, gelingt die (Praxis der) Vereinigung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 13: Maha Mudra, Maha Bandha und Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yas tri-tattvam idaṃ vetti sa vetti bhuvana-trayam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yenābhyastam idaṃ daivāt sa syāt sarva-gato vibhuḥ || 13.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer diese drei Prinzipien kennt, der kennt die drei Welten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von wem dies durch glückliche Fügung praktiziert wird, der ist allgegenwärtig, alldurchdringend.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 14: Der höchste Anspruch &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guhya-guhyeṣu tantreṣu guhya-guhyeṣu devataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anenaivādhikāreṇa nṛṇām evādhikāritā || 13.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gerade in diesem Anspruch - (selbst) vor den Göttern - auf die allergeheimsten (Dinge) in den allergeheimsten Lehrtexten&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(besteht) eigentlich der Menschen Menschsein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 15: Maha Mudra, Maha Bandha und Maha Vedha &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvābhiṣeka-saṃsiktaḥ sarvādhikāra-saṃbhṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddha-mārgeṇa saṃyukto naro bhavati nānyathā || 13.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Durch diese drei Praktiken) wird ein Mensch mit allen Weihungen geweiht, mit allen Ansprüchen versehen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) des Weges der Vollkommenen teilhaftig - (aber) auf keine andere Weise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 13 Vers 16: Das Mysterium &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo jānāti tv imāṃ mudrāṃ garvas tasyaiva sārthakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñātaṃ sakalaṃ tena nāḍyo devyāḥ prasādataḥ || 13.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer aber dieses Mysterium kennt, dessen Stolz ist wirklich bedeutungsvoll:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
alles wird von ihm erkannt - dank der Göttin des (Mittleren) Energiestromes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 14: Die Untersuchung der Praxis – abhyāsa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 1: Der Stein der Weisen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yena labdham idaṃ jñānaṃ labdhaś cintā-maṇis tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prāpto bhadra-ghaṭas tena kalpa-drumo mahā-nidhiḥ || 14.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von wem dieses Wissen erlangt wurde, von dem wurde ebenso der Stein der Weisen erlangt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde ein Glückstopf gewonnen, ein Wunschbaum, ein großer Schatz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 2: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;idaṃ tattva-trayaṃ guhyaṃ trailokya-sāram uttamam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anabhyāsa-ratānāṃ tu narāṇāṃ niṣphalāyate || 14.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese geheimnisvolle Dreiheit von Prinzipien - die höchste Essenz der drei Welten -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trägt jedoch bei Menschen, die am Nichtpraktizieren Gefallen finden, keine Früchte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 3: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yathāprayoga-śīlānāṃ nidhiś ca niṣphalāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathābhyāsa-vihīnānāṃ tattvaṃ ca niṣphalaṃ dhruvam || 14.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;So wie für diejenigen, die die Gewohnheit der Nichtanwendung haben, sogar ein Schatz nutzlos ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
genauso ist ein (Übungs-)Prinzip für diejenigen, denen es an Praxis mangelt, gewiss nutzlos.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 4: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ buddhvā sadābhyāsaḥ kartavyaḥ sāttvikair naraiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsāj jāyate yogo yogāt sarvaṃ prasidhyati || 14.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man es auf diese Weise erkannt hat, ist stets die Praxis von mutigen Menschen durchzuführen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der Praxis entsteht das Einheitsbewusstsein - infolge des Einheitsbewusstseins gelingt alles.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 5: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dhṛtvā prāthamikīṃ mudrāṃ kṛtvā bandhau mahā-dṛḍhau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āndolanaṃ tataḥ kuryāc charīrasya tri-mārgataḥ || 14.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indem man das zuerst (genannte) Siegel hält, die beiden Verschlüsse sehr fest macht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
führe man daraufhin das Erzitternlassen der drei Kanäle aus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 6: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;punar āsphālanaṃ kaṭyāḥ sthiraṃ puruṣa-mudrayā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyūnāṃ gatim āvṛtya kṛtvā pūraka-kumbhakau || 14.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Nun erfolgt) wieder das Aufschlagen des Gesäßes, (verbunden) mit der stabil (fixierten) Handhaltung des Mannes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Mit dieser) nach erfolgter Einatmung und Atemverhaltung die Bewegung der Winde (symbolisch) versperrend, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 7: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāsam ārabhed yogī sarvopabhoga-vṛddhaye |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
divā-rātram avicchinnaṃ yāme yāme tathā tathā || 14.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... führe der Yogin die Praxis aus - zur Intensivierung aller Erfahrungen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tage und bei Nacht, ununterbrochen, in jeder dreistündigen Wache auf dieselbe Weise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 8: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;anenābhyāsa-yogena vāyur abhyasito bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyor abhyāsato vahniḥ praty-ahaṃ vardhate tanau || 14.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch diese Methode der Wiederholung wird der Wind trainiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Training des Windes vermehrt sich Tag für Tag das Feuer im Körper.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 9: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vahnau vivardhamāne ca sukham annasya pākatā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
annasya paripākena rasa-vṛddhiḥ prajāyate || 14.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn das Feuer sich vermehrt, (vollzieht sich) die Verdauung leicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die (vollkommenere) Verdauung entsteht eine Vermehrung des Nahrungssafts.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 10: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rase vṛddhi-gate nityaṃ vardhante dhātavas tadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dhātoḥ saṃvardhanād eva pradhānaṃ vardhate rasaḥ || 14.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Nahrungssaft eine Vermehrung erreicht, dann erstarken beständig die Körpergewebe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eben infolge der Stärkung des Körpergewebes vermehrt sich insbesondere die Samenflüssigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 11: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;pradhāna-rasa-saṃpattau satatābhyāsa-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
puṣṭo bhavati yogīndro dṛḍha-kāyo mahā-balaḥ || 14.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei einer Fülle der wichtigsten Essenz infolge des regelmäßigen Praktizierens&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist der vorzügliche Yogin wohlgenährt, hat einen widerstandsfähigen Körper (und) große Kraft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 12: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-bandho mahābhyāsād balād eva prajāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-bandha-mahābhyāsād rasasya jāraṇaṃ bhavet || 14.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Große Verschluss entsteht ganz zwangsläufig aufgrund intensiver Praxis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der intensiven Praxis des Großen Verschlusses geschieht die Assimilierung der Samenflüssigkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 13: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śuṣyanti sarva-doṣāś ca mala-mūtra-kaṣāyakāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
rasasya cāraṇaṃ gātre nāḍī-dvāreṇa sarvadā || 14.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es trocknen auch sämtliche gestörten Säfte ein, (einschließlich) Kot, Urin und (ähnlicher) Unreinheiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Dadurch erfolgt) das Aktivieren der Essenz (der Lebenskraft) im Körper innerhalb der feinstofflichen Energikanäle zu jeder Zeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 14: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;māraṇaṃ kāla-yogena rasa-dvayasya melakam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyamānupraveśo &#039;pi yogino &#039;bhyāsa-yogataḥ || 14.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Stillstand des Windes in Verbindung mit dem richtigen Zeitpunkt, die Vereinigung der beiden Essenzen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wie auch der Eintritt (des Lebenshauchs) in die (Göttin der) Mitte (gelingt) dem Yogin infolge des (regelmäßigen) Praktizierens.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 15: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;karṇa-dhāraṃ guruṃ prāpya kṛtvā naukāṃ tanuṃ narāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsa-vāhanāsaktās taranti bhava-sāgaram || 14.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Menschen, die einen Lehrer als Steuermann gewonnen haben, den Körper zu einem Boot gemacht haben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) an das Segel der Praxis gewöhnt sind, überqueren den Ozean der weltlichen Existenzen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 16: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadi devāḥ svayaṃ jñānaṃ kathayanti muhur muhuḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadāpy abhyāsato yogaḥ sphuṭī-bhavati yoginām || 14.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Götter höchstpersönlich das Wissen mitteilen (sollten), noch und noch -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trotzdem wird den Yogins die Einheitserfahrung (nur) durch Übungspraxis offenbar.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 17: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dahyante sarva-pāpāni janma-koṭi-kṛtāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihaivābhyāsa-yogena tṛṇāni vahninā yathā || 14.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Vergehen, selbst wenn sie in zehn Millionen Leben begangen wurden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
werden infolge der Praxis noch in diesem Leben verbrannt - wie Grashalme im Feuer.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 18: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tapāṃsi yāni kathyante yajña-dāna-vratāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
koṭi-koṭi-guṇais tāni bhavanty abhyāsa-yogataḥ || 14.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Opfer, Spenden und Gelübde aber, die als Bußübungen gelten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gedeihen infolge der Praxis um das zehn Millionen mal Zehnmillionenfache.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 14 Vers 19: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prakṛtayo guṇā doṣā vyādhayo vividhās tanau |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
naśyanty abhyāsa-yogena khe meghā vāyunā yathā || 14.19 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Prakritis, die Gunas, die Doshas (und daraus resultierende) verschiedenartige Krankheiten im Körper&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verschwinden infolge der Praxis wie Wolken am Himmel durch den Wind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 15: Die Untersuchung der schwachen (Person) – mṛdu-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 1: Vier Arten von Personen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sattvāś catur-vidhā jñeyā mṛdu-madhyādhimātrakāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
adhimātratarāḥ śreṣṭhā bhavābdhi-laṅghane kṣamāḥ || 15.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Personen sind als von vierfacher Art zu kennen: die Schwachen, Mittelmäßigen, Ausgezeichneten (und)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Aller-ausgezeichnetsten, die am besten zur Überquerung des Ozeans der Existenzen imstande sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 2: Die schwache Person (Mridu) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;caturṇām eva sattvānāṃ prathame kathite mṛduḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathyante prathame tena mṛdūnāṃ lakṣaṇāni ca || 15.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da von diesen vier Personen der Schwache als erster genannt wurde,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
werden daher auch die Merkmale der Schwachen zuerst genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 3: Die schwache Person (Mridu) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vyādhitā dur-balā vṛddhā niḥsattvā gṛha-vāsinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mandotsāhā manda-vīryā jñātavyā mṛdavo narāḥ || 15.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kränkliche, schwächliche, alte, teilnahmslose, in Häusern wohnende,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
willensschwache, ängstliche Menschen sollen als die &amp;quot;Schwachen&amp;quot; erkannt werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 15 Vers 4: Die schwache Person (Mridu) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;eṣāṃ dvādaśa-varṣeṇa caikāvasthā prasidhyati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mṛduś ca sarva-sattvānāṃ kaniṣṭhaḥ samudāhṛtaḥ || 15.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und innerhalb von zwölf Jahren gelingt ihnen eine Stufe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schwache (Person) wird aber als die geringste von allen Personen bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 16: Die Untersuchung der mittelmäßigen (Person) – madhya-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 16 Vers 1: Die mittelmäßige Person (Madhya) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ati-prauḍhā bhavārūḍhāḥ sama-vīrya-balānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sama-buddhi-samābhyāsāḥ sama-kāyāḥ samāgamāḥ || 16.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Älter als von mittleren Jahren, im weltlichen Dasein stehend, mit mittelmäßiger Tapferkeit und Kraft begabt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von mittelmäßiger Intelligenz und Praxis, von mittelmäßigem Körper, von mittelmäßiger Bildung, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 16 Vers 2: Die mittelmäßige Person (Madhya) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;madhya-sthā yoga-mārgeṣu tathā madhya-vayo-gatāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhyotsāhā madhya-rāgā jñātavyā madhya-vikramāḥ || 16.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... sie befinden sich im mittleren Bereich der Pfade des Yoga, desgleichen befinden sie sich im mittleren Alter,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) sollen erkannt werden als von mittelmäßiger Entschlusskraft, von mittelmäßiger Leidenschaft (und) als von mittelmäßigem Mut.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 16 Vers 3: Die mittelmäßige Person (Madhya) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;varṣair aṣṭabhir eṣāṃ dvitīyāvasthā prasidhyati |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
madhya-puṇyā gatau madhyās tenaite madhyamāḥ smṛtāḥ || 16.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Innerhalb von acht Jahren gelingt ihnen die zweite Stufe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sind von mittelmäßigem religiösem Verdienst (und) hinsichtlich ihres Glücks mittelmäßig - daher gelten sie als die Mittelmäßigen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 17: Die Untersuchung der ausgezeichneten (Person) – adhi-mātra-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 17 Vers 1: Die ausgezeichnete Person (Adhimatra) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vīryavantaḥ kṣamāvanto dayāvanto mahāśayāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sva-sthāna-sukhitāḥ sva-sthā vayaḥ-sthāḥ sthira-buddhayaḥ || 17.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Energetisch, geduldig, mitfühlend, hochgesinnt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zufrieden mit der eigenen (sozialen) Stellung, gesund, im besten Alter, entschlossen, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 17 Vers 2: Die ausgezeichnete Person (Adhimatra) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sākṣarāḥ saṃpadāḥ śūrāḥ sābhyāsāś ca damānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sadā sat-kāra-saṃyuktāḥ sabhyāḥ sad-guṇa-śālinaḥ || 17.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... beredt, überaus tüchtig, mutig, (stets) praktizierend und selbstbeherrscht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jederzeit freundliche Behandlung erweisend, kultiviert, reichlich versehen mit guten Eigenschaften, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 17 Vers 3: Die ausgezeichnete Person (Adhimatra) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jñātavyāḥ puṇya-karmāṇo yoginaḥ siddha-mārgataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trikāvasthādhi-mātrāṇāṃ ṣaḍbhir varṣaiḥ prasidhyati || 17.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... sind sie als gut handelnde Yogins auf dem Pfad der Vollkommenen zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die dritte Stufe gelingt den Ausgezeichneten innerhalb von sechs Jahren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 18: Die Untersuchung der aller-ausgezeichnetsten Person – adhi-mātratara-sattva-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 1: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balā mahā-kāyā mahā-vīryā guṇānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-mahoṣitāḥ śāntā mahā-kāruṇikā narāḥ || 18.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überaus stark, von stattlicher Statur, von großer Wirksamkeit, tugendreich -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als große Lichter leuchtende, friedvolle, überaus mitfühlende Männer, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 2: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-śāstra-kṛtābhyāsāḥ sarva-lakṣaṇa-bhūṣitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-jña-sadṛśākārāḥ sarva-vyādhi-vivarjitāḥ || 18.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... die in allen Lehrtexten ihre Studien gemacht haben, mit allerlei glücksverheißenden Kennzeichen geschmückt sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
deren äußere Erscheinung der des Allwissenden ähnelt, die von jeglichen Krankheiten frei sind, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 3: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nava-yauvana-saṃpannā nirvikārā narottamāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirmohāś ca nirātaṅkā nirvighnās tu nirākulāḥ || 18.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... die in der vollen Jugendblüte stehen, unbeeinträchtigt, die besten unter den Menschen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch frei von Illusion, (daher) kein Leiden verursachend, auf keinerlei Hindernisse stoßend, (da) nicht verwirrt, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 4: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;janmāntara-kṛtābhyāsā gotravanto guṇānvitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tārayanti sarva-sattvāṃs taranti svayam eva ca || 18.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... haben sie bereits in vorangegangenen Leben ihre Praxis gemacht, sind (also) mit einer spirituellen Linie verbunden (und daraus resultierenden) Vorzügen versehen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(und) lassen alle Wesen (den Ozean der weltlichen Existenzen) überqueren und überqueren (ihn) auch selbst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 18 Vers 5: Die aller-ausgezeichnetste Person (Adhimatratara) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;adhi-mātratarāḥ sattvā jñātavyāḥ sarva-lakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tribhiḥ saṃvatsarair eṣāṃ turyāvasthā prasidhyati || 18.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die aller-ausgezeichnetsten Personen sollen an all (diesen) Merkmalen erkannt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb von drei Jahren gelingt ihnen die vierte Stufe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 19: Die Untersuchung des Zu­stan­de­kom­mens der ersten Stufe – prathamāvasthā-niṣpatti-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 1: Die vier Stufen des Yoga &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avasthābhiś catasṛbhir yogaḥ saṃpūrṇatāṃ vrajet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāsāṃ saṅkṣepato bhedaḥ kathyate cānupūrvaśaḥ || 19.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die (mystische) Vereinigung gelangt über vier Stufen zur Vollendung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deren Unterscheidung wird (nun) auch in aller Kürze der Reihe nach gelehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 2: Die vier Stufen des Yoga &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ārambhaś ca ghaṭaś caiva paricayas tṛtīyakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niṣpannaḥ sarva-śeṣeṣu yogāvasthāḥ prakīrtitāḥ || 19.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Beginn&amp;quot; und &amp;quot;Topf&amp;quot; sowie &amp;quot;Vertrautheit&amp;quot; als drittes,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;der Vollendete&amp;quot; zu guter letzt - (so) werden die Grade der (mystischen) Vereinigung genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 3: Die vier Stufen des Yoga &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāṃ yāṃ praviśaty avasthāṃ yogī cābhyāsa-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāṃ ca tāṃ ca gateś cihnaṃ kathyate ca samāsataḥ || 19.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die jeweilige Stufe, die der Yogin aber infolge der Praxis erreicht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das (entsprechende) Anzeichen für (deren) Erreichen wird (nun) in aller Kürze gelehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 4: Die erste Stufe (Arambha) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;guroḥ pāda-prasādena samabhyarcya sva-devatām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsam ārabhed yogī guru-pārśve prayatnataḥ || 19.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem er - (geleitet) von der Gunst der Füße des Meisters - seine persönliche Gottheit verehrt hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll der Yogin an der Seite des Meisters eifrig die Übungspraxis beginnen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 5: Die erste Stufe (Arambha) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubhe deśe śubhācāre saj-janair vā samanvite |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyased yoga-mārgaṃ tu su-bhikṣe nirupadrave || 19.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In einem geeigneten Landesteil, in dem eine tugendhafte Lebensweise (herrscht) oder wo es (zumindest) wohlwollende Menschen gibt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wo es reiche Almosen (gibt und) keinerlei Gefahr, praktiziere er nun den Pfad des Yoga.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 6: Die erste Stufe (Arambha) &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;gṛha-stho vāvadhūto vā yogābhyāse sadā rataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anupalambhato yatnāt svam arthaṃ sādhayed bhṛśam || 19.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ob Haushalter oder Asket, jederzeit der Yoga-Praxis ganz hingegeben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
verfolge er - unter Nichtbeachtung (von allem anderen) - eifrig (und) ohne Zaudern sein Ziel.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 7: Am Anfang der Praxis zu Meidendes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;agni-sevābalā-sevā patha-sevā ca sarvadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prathamābhyāsa-kāle tu santyājyā yoginā sadā || 19.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Gebrauch des Feuers, geschlechtlicher Verkehr mit Frauen, und die Benutzung von (öffentlichen) Wegen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind aber in der ersten Zeit der Praxis vom Yogin stets und kontinuierlich zu meiden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 8: Der Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prāṇa-pīḍā yathā na syād abhyāsaḥ kriyate tathā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
pīdite prāṇa-vāte hi dhātuṃ dahati pāvakaḥ || 19.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Übungspraxis wird so ausgeführt, dass keine Beeinträchtigung des Atems erfolgt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn wenn der Atem-Wind beeinträchtigt ist, verbrennt das (innere) Feuer das Körpergewebe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 9: Der Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt tathā niroddhavyaḥ prāṇo &#039;yaṃ vitataḥ sadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anuṣṭhānāvasāneṣu vahaty avikṛto yathā || 19.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deshalb ist der verlängerte Atem stets so anzuhalten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er bei (jedem) Beenden des Praktizierens natürlich fließt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 10: Häufigkeit der Übungspraxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;aho-ratre &#039;ṣṭadhābhyāsaḥ samyak-śikṣāvataḥ smṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yaḥ punaḥ prathamābhyāsī tena kāryaḥ kramāt kramāt || 19.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für denjenigen, der einen traditionellen Unterricht erhält, wird die Übungspraxis innerhalb eines Tages und einer Nacht in achtmaliger Folge empfohlen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wer hingegen in der Anfangsphase praktiziert, der soll (die Praxis) schrittweise (steigernd) ausführen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 11: Begleiterscheinungen der Praxis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abhyāse prathamārabdhe aṅga-sādo bhaved dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aśaktiś ca kṛśatvaṃ ca nānuṣṭhānaṃ tyajed budhaḥ || 19.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Übungspraxis zum ersten mal unternommen wird, entsteht gewiss eine Ermattung des Körpers,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
auch Kraftlosigkeit und Abmagerung. Der Verständige soll das Praktizieren (deswegen) nicht aufgeben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 12: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sadya-bhujya na kāryo &#039;yaṃ tasya bandho hi duṣ-karaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anna-vyavahite kukṣau jāyate vedanaiva ca || 19.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn er soeben (erst) gegessen hat, soll die (Praxis) nicht ausgeführt werden, weil der Verschluss für den (Yogin dann) schwierig ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn der Bauch durch Nahrung blockiert ist, entsteht auch nur Schmerz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 13: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na kāryaḥ kṣudhitenāpi tathā viṇ-mūtra-veginā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsinā ca bhoktavyaṃ stoka-stokam anekadhā || 19.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Die Praxis) soll auch nicht von einem ausgeführt werden, der hungrig ist, desgleichen (nicht) von einem, der den inneren Drang verspürt, Stuhl oder Urin (auszuscheiden).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Praktizierende soll aber öfters - immer ganz wenig - essen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 14: Das Durchbohren von Brahma Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekāvasthā yadā pūrṇā vedho &#039;yaṃ brahma-granthitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā daṃśo bhaven madhye kiñ-cid ānanda-darśanam || 19.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn eine Stufe abgeschlossen ist, (geschieht) das Durchbohren im Knoten Brahmas.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann entsteht ein Stechen in der Mitte, (und) ein wenig das Wahrnehmen von Glückseligkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 15: Das Durchbohren von Brahma Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śūnyatānupraveśo &#039;pi vicitra-kṣaṇa-saṃbhavaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anāhatas tadā śabdo bhaveta madhyamā-mukhāt || 19.15 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ferner (geschieht) der Eintritt in die Leere, dessen Entstehungsursache der wunderbare Augenblick ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann entsteht der unangeschlagene Ton, aus der Öffnung (der Göttin) der Mitte heraus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 16: Äußerliche Kennzeichen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā cihnāni jāyante yogināṃ bāhya-dehataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kathyante tāni sarvāṇi saṅkṣepād anupūrvaśaḥ || 19.16 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann erscheinen Anzeichen am äußeren Körper der Yogis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese alle werden in aller Kürze der Reihe nach genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 17: Äußerliche Kennzeichen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śubha-kāyaḥ su-bhojī ca prauḍha-vahnir balānvitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
su-matiś ca su-kāntiś ca su-netraḥ sa-rasādharaḥ || 19.17 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Er hat) einen ansehnlichen Körper, auch einen guten Appetit, ein starkes (Verdauungs-)Feuer, (er ist) kräftig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und verständig, von großem Liebreiz auch, (er hat) schöne Augen, feuchte Lippen, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 19 Vers 18: Äußerliche Kennzeichen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-bhagaś ca su-gandhaś ca sukhī sarvāṅga-sundaraḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃpūrṇa-hṛdayo bhogī yogī prathamato bhavet || 19.18 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist) liebenswürdig und wohlriechend auch, glücklich, am ganzen Körper schön.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund (des Erreichens) der ersten (Stufe) wird der Yogin zu einem, der mit erfülltem Herzen genießt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 20: Die Untersuchung der Topf-Stufe – ghaṭāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 1: Die zweite Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ yogī dṛḍhāsano bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
āsane su-dṛḍhe bhūte vāyur madhyaṃ viśaty asau || 20.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf der zweiten Stufe bekommt der Yogin eine stabile Sitzhaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die Sitzhaltung sehr stabil geworden ist, tritt der (Lebens-)Wind in die Mitte ein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 2: Die zweite Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kiñ-cid-vāyu-praveśena yogināṃ jñāna-saṃbhṛtiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sañjāte jñāna-saṃbhāre yogī deva-samo bhavet || 20.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch ein geringfügiges Eintreten des (Lebens-)Windes (in den zentralen Energiekanal entsteht) den Yogis ein hoher Grad an Erkenntnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn ein hoher Grad an Erkenntnis entstanden ist, ist der Yogin einer, der den Göttern gleicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 3: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-jīvī su-manāḥ śūro gaṇḍākṣa-kaṇṭha-pūritaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dṛḍha-deho dṛḍhāsphālaḥ sphītaḥ sarvāṅga-niṣṭhuraḥ || 20.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Er hat ein leichtes Leben, ist wohlgemut, mutig, seine Wangen, Augen und Kehle sind voll.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Körper ist stark, das Zurückprallen ist intensiv, er ist in einem gedeihlichen Zustand, mit ganzem Körper hingegeben, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 4: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-balo mahā-vīryo nityotsāhī pramoditaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tattva-jño vidhi-jño vijñaḥ sarva-jña-bodhi-bodhitaḥ || 20.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist körperlich) überaus stark, hat große Manneskraft, ist allzeit enthusiastisch, fröhlich,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kennt die (höchste) Wirklichkeit, kennt die vorgeschriebenen (rituellen) Regeln, ist durch das Erwachen des Allwissenden erwacht, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 5: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;prabuddho vibudho dhīmān dhyānī dhyāna-vidhānakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śubhākāraḥ śubhācāraḥ śubhādhāraḥ śubhāśayaḥ || 20.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist) hellsichtig, verständig, weise, (stets) kontemplativ, bringt Meditation(stechniken) hervor,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
hat eine hübsche Erscheinung, eine tugendhafte Lebensweise, ist bodenständig, gutherzig, ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 6: Kennzeichen der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-lakṣaṇa-saṃpūrṇo aśeṣa-doṣa-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñāta-jñāno dvitīyāyāṃ yogī loke virājate || 20.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... (er ist) mit allen glücksverheißenden Merkmalen vollständig (versehen), von sämtlichen Mängeln frei:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als einer, der die (höchste) Erkenntnis erkannt hat, erstrahlt der Yogin auf der zweiten (Stufe) in der Welt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 7: Das Durchbohren von Vishnu Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃpūrṇāyāṃ dvitīyāyām ati-śūnyaṃ prajāyate |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bherī-śabdas tadā madhye vimarda-kṣaṇa-saṃbhavaḥ || 20.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die zweite (Stufe) vollendet ist, entsteht die außerordentliche Leere.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann (entsteht) der Klang von Kesselpauken inmitten (des Kehl-Chakras), dessen Entstehungsursache der Augenblick der Vernichtung ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 20 Vers 8: Namenserklärung der zweiten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dvitīyāyām avasthāyāṃ vāyu-saṃpuṭa-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tenāsyāḥ sarvato lokair ghaṭa ity abhidhīyate || 20.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgrund der Methode (der Verschmelzung der beiden) Lebens-Winde auf der zweiten Stufe - (wie) in einem Schmelztiegel -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wird diese überall von den Leuten &amp;quot;Topf&amp;quot; genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 21: Die Untersuchung des Feuers der Zeit – kālānala-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 21 Vers 1: Vayu im Zentralkanal &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ghaṭitvā sarva-gātrāṇi chittvā mārgau ca pārśvataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gṛhītvā sarva-tattvāni vāyur bhavati madhya-gaḥ || 21.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn er den gesamten Körper (wie einen Topf) verschlossen, und die beiden seitlichen Energiekanäle unterbrochen hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fließt der (Lebens-)Wind - alle Elemente mit sich ziehend - durch den mittleren (Kanal).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 21 Vers 2: Vayu im Zentralkanal &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā vāyuḥ pravṛddho &#039;yaṃ madhyamā-sphuṭitārgalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā sañjāyate vahniḥ kālānala-kṣayaṅ-karaḥ || 21.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der intensivierte (Lebens-)Wind den Riegel (vor dem Kanal der Göttin) der Mitte aufspringen lassen hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann entsteht ein Feuer, das das Feuer der Zeit vernichtet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 21 Vers 3: Glückseligkeit und Tod im Körper &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bindūnāṃ patanānandaḥ kālo &#039;yaṃ ca kalevare |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindu-pātena vṛddhatvaṃ mṛtyur bhavati dehinām || 21.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Glückseligkeit des Fallens der Tropfen (ist) aber der Tod im Körper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das Fallen des Samens kommt das Greisenalter (und) der Tod der Menschen zustande.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 22: Die Untersuchung der natürlichen Glückseligkeit – sahajānanda-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 22 Vers 1: Der entleerende Wind &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sa eva recako vāyur jetavyo yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo &#039;sau bāhya-gato dehe bindunā saha yogataḥ || 22.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gerade der entleerende (Lebens-)Wind ist von den Yogins allzeit zu meistern,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in Verbindung mit dem im Körper (befindlichen) Samen nach außen geht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 22 Vers 2: Die natürliche Glückseligkeit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;jitvā sa ūrdhva-go vāyur yadā madhya-gato bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kālānandaṃ tadā jitvā sahajānanda-saṃbhavaḥ || 22.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald dieser (nun) gemeisterte (Lebens-)Wind durch den mittleren (Kanal) aufwärts fließt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann tritt - da die an die Zeit (gebundene) Glückseligkeit überwunden wurde - die natürliche Glückseligkeit in Erscheinung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 22 Vers 3: Die natürliche Glückseligkeit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃśodhya pūrva-karmāṇi kleṣākleśa-kṛtāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
udayaty ayam ānandas tamasīva divā-karaḥ || 22.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem sie frühere Handlungen, die (in Verbindung mit) Leiden (oder) ohne Leiden vollführt wurden, bereinigt hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kommt diese Glückseligkeit zum Vorschein – wie die Sonne in der Finsternis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 23: Die Untersuchung von prakṛti und guṇa – prakṛti-guṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 23 Vers 1: Das Verschwinden der Prakritis und Gunas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadā prakṛtayo naṣṭā yatas tāḥ karma-saṃbhavāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛter nāśataḥ śīghraṃ guṇā naśyanti yoginaḥ || 23.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann sind die Prakritis vernichtet, weil diese ihren Ursprung in den (früheren) Handlungen haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der Vernichtung der Prakriti verschwinden schnell die Gunas des Yogin.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 23 Vers 2: Das Verschwinden der fünf Kashayas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā naṣṭā guṇāḥ sarve yogināṃ karma-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā pañca kaṣāyāś ca nimajjanti niyantritāḥ || 23.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sobald alle Gunas der Yogis - aufgrund iher Verbindung mit den (früheren) Handlungen - verschwunden sind,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann verschwinden auch die fünf Unreinheiten, (da sie nun) eingedämmt sind.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 24: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 24 Vers 1: Die Vollkommenheit des Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā siddhiḥ kaṣāyānāṃ bindu-dvayasya melakam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddhaṃ tadā vijānīyāt kāyaṃ sarva-guṇānvitam || 24.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Beseitigung der (fünf) Unreinheiten (und) die Vereinigung der beiden Tropfen gelungen ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann man erkennen, dass der Körper vollkommen (und) mit allen Vorzügen versehen ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 24 Vers 2: Die Vollkommenheit des Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śītātapa-tṛṣā-trāsa-kāma-lobhādi-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādhi-vyādhi-jarā-duḥkha-śoka-sāgara-pāragaḥ || 24.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Frei von Kälte, Hitze, Durst, Furcht, Verlangen, Gier usw.,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(ist er) ans jenseitige Ufer des Ozeans von Seelennot, Krankheit, Alter, Leid und Kummer (gelangt).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 25: Die Untersuchung der Vollkommenheit des Atems – vāyu-siddhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 1: Die Große Leere &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;siddha-kāyo yadā yogī hṛdaya-granthi-bhedataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-śūnyaṃ tadāyātaṃ kṣaṇaṃ vilakṣaṇaṃ tadā || 25.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Yogin einen (derart) vollkommenen Körper hat, dann ist aufgrund des Durchstoßens des Knotens im Herzen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Große Leere gekommen – (und) dann: der nicht näher zu charakterisierende Augenblick.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 2: Die Bewegungslosigkeit des (Lebens-)Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śabdo &#039;pi mardalo madhye tadā sañjāyate dhruvam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadāsau niścalo vāyuḥ sthira-samādhi-madhya-gaḥ || 25.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann entsteht gewiss auch der Klang einer Trommel in der Mitte (zwischen den Augenbrauen).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann ist der (Lebens-)Wind unbeweglich (und) befindet sich aufgrund einer anhaltenden Sammlung im mittleren (Kanal).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 3: Die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vāyu-siddhis tadā dehe jñātavyā yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyu-siddhir yadā dehe saṃvittir jāyate tadā || 25.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist von den Yogis die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper zu bemerken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die Vollkommenheit des (Lebens-)Windes im Körper (bemerkt wird), dann entsteht (vollkommenes) Gewahrsein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 25 Vers 4: Die übernatürlichen Kräfte &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;saṃvitter ṛddhayaḥ sarvāḥ saṃbhavanti ca yoginām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā saṃdṛśyate ṛddhis tadā siddhir adūrataḥ || 25.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Infolge des (vollkommenen) Gewahrseins entstehen den Yogis auch sämtliche übernatürlichen Kräfte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn die übernatürliche Kraft zum Vorschein kommt, dann ist die Erlösung nicht mehr weit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 26: Die Untersuchung des samādhi – samādhi-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 26 Vers 1: Himmelsgleicher Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yo &#039;sau siddhi-mayo vāyur madhyamā-pada-niścalaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadānanda-mayaṃ cittam eka-rūpaṃ nabhaḥ-samam || 26.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der (Lebens-)Wind – vollkommen (und) bewegungslos – am Ort (der Göttin) der Mitte (weilt),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ist das Bewusstsein glückselig (und) – gleich dem Himmelsraum – homogen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 26 Vers 2: Samadhi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadānanda-mayaṃ cittaṃ bāhya-kleśa-vivarjitam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhava-duḥkhāni saṃhṛtya samādhir jāyate tadā || 26.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn das Bewusstsein glückselig ist, frei von äußerlicher Mühsal,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann tritt die Einheitserfahrung ein, (und) beendet die Leiden der weltlichen Existenz.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 27: Die Untersuchung des vollkommenen Geistes – siddha-citta-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 27 Vers 1: Der vollkommene Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yadā samādhi-saṃpannaṃ sahajānanda-saṃbhṛtam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
cittam eva tadā siddhaṃ sarva-duḥkha-bhayāpaham || 27.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn es vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein ist, (und) von der innewohnenden Glückseligkeit genährt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ist das Bewusstsein wahrlich wunderkräftig (und) nimmt die Furcht vor allem (zukünftigem) Leid.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 28: Die Untersuchung des Kennzeichens der Vollkommenheit des Körpers – kāya-siddhi-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 28 Vers 1: Kennzeichen des gemeisterten Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yat karoti yadā yogī sarvaṃ bhavati tat-kṣaṇāt |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yoginaḥ kāya-siddhasya jānīyāl lakṣaṇaṃ dhruvam || 28.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn alles, was ein Yogin tut, in demselben Augenblick geschieht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(dann) erkenne man (darin) ein sicheres Kennzeichen für einen Yogin, dessen Körper vollendet ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 29: Die Untersuchung des dritten Zustandes – tṛtīyāvasthā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 1: Kennzeichen des gemeisterten Vayu &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kāya-vyūhādikaṃ yac ca para-pura-praveśanam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
īkṣaṇaṃ śravaṇaṃ dūrāt tat siddha-vāyu-lakṣaṇam || 29.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was aber die (Erkenntnis der) Anordnung der Teile des Körpers usw. (betrifft, die Fähigkeit des) Eindringens in den Körper eines anderen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Sehen (und) Hören aus der Ferne - das (sind die) Kennzeichen des gemeisterten (Lebens-)Windes.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 2: Kennzeichen des gemeisterten Geistes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarva-jñatvaṃ tri-kāyasya sarva-jñānāvabodhakam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
lakṣaṇaṃ siddha-cittasya jñātavyaṃ jñāna-śālibhiḥ || 29.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Allwissenheit (eines Buddha), die jegliche Erkenntnis (hinsichtlich) der Drei Körper erweckt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist von denen, die über Erkenntnis (der höheren Wahrheiten) verfügen, als Kennzeichen des vollkommenen Geistes zu erkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 3: Kennzeichen der dritten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[ iti kāya-vāk-cittānāṃ kathyate siddhi-lakṣaṇam | ]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nānā-prakārato yāni sarvāṇi kathitāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tṛtīyāyām avasthāyāṃ tāni cihnāni yoginām || 29.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[ So wird die Definition der Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist gelehrt. ]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
All die (Kennzeichen) aber, die hinsichtlich ihrer verschiedenen Außprägungsformen gelehrt wurden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese (sind) Kennzeichen der Yogis auf der dritten Stufe.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 29 Vers 4: Namenserklärung der dritten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bāhya-jñāna-praṇāśena madhyamā-dhyāna-yogataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñāna-paricayo yasmāt tasmāt paricayo mataḥ || 29.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weil aufgrund des Verschwindens äußerer Wahrnehmungen infolge der Meditation über die (Göttin der) Mitte&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine Vertrautheit mit der Erkenntnis (der Wahrheit entsteht), deshalb ist (die dritte als die Stufe der) Vertrautheit bekannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 30: Die Untersuchung der Kennzeichen der Erlösung zu Lebzeiten – jīvan-mukti-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 1: Das Durchbohren von Rudra Granthi &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;rudra-granthiṃ tadā bhittvā pavanaḥ sarva-pīṭha-gaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prabhāsvara-mayaṃ cittaṃ vipāka-kṣaṇa-bhūṣitam || 30.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann, nachdem er den Knoten Rudras durchstoßen hat, fließt der (Lebens-)Wind durch alle heiligen Plätze (des feinstofflichen Körpers).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein ist (dann) durch und durch leuchtend - geschmückt mit dem Augenblick der Reife.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 2: Das leuchtende Bewusstsein &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ekākāraṃ tadā cittaṃ jyotir-maya-vilakṣaṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā dundubhi-śabdaś ca siddhālaye prajāyate || 30.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Bewusstsein ist dann homogen - nicht näher zu charakterisieren als leuchtend.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann entsteht in der Heimstatt der Vollkommenen auch der Klang der Kesselpauke.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 3: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;trayāṇāṃ ca yadā siddhiḥ syāt kāya-vāyu-cetasām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-siddhis tadā jñeyā jīvan-mukti-phala-pradā || 30.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aber wenn die Vollkommenheit der Drei - Körper, (Lebens-)Wind und Geist - besteht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann kann die Große Vollkommenheit erkannt werden, welche die Frucht der Erlösung zu Lebzeiten verleiht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 4: Die Große Vereinigung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;icchā-samādhi-saṃpanno yogīndro &#039;pi tadā bhavet |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā mahā-samādhiś ca puṇya-śloko vṛkodaraḥ || 30.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vollkommen vertraut damit, nach Belieben im Einheitsbewusstsein (zu verweilen), wird der vorzügliche Yogin&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu einem, dem die Große Vereinigung zuteil geworden ist, dessen Ruf reinigend ist - zu einem Wolfsbauch(-Geistwesen).&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 5: Die Große Vereinigung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī sarva-jñaḥ sama-darśanaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa vandyaḥ sarva-bhūtānāṃ pūjyaś caiva tri-lokataḥ || 30.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist der Yogin glückselig, allwissend, schaut auf alles mit gleichen Augen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von allen Wesen zu preisen und gewiss in den drei Welten zu verehren.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 6: Die Große Vereinigung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;avyāhata-gatir nityam avvyāhatekṣaṇa-śrutiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avyāhatānanda-sandoho &#039;vyāhata-jñāna-saṃvṛtaḥ || 30.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Seine) Bewegung ist stets ungehindert, (sein) Sehen und Hören unbeschränkt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Fülle (seiner) Glückseligkeit ist unbeschränkt, (und) er ist erfüllt von uneingeschränktem Wissen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 7: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sarvaiśvarya-guṇopeto &#039;nanta-jñānāśrayo vibhuḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahā-siddhy-anvito yogī sarva-siddheḥ samāśrayaḥ || 30.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit allen Eigenschaften der Allmacht versehen, ein Hort unendlichen Wissens - überall gegenwärtig,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist der Yogin von der Großen Vollkommenheit erfüllt (und) eine Wohnstätte aller übernatürlichen Kräfte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 8: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na dahaty agnitaś cāsau na majjati jalād api |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avadhyaḥ sarva-lokānāṃ yogīndro guṇa-varjitaḥ || 30.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und er verbrennt nicht durch Feuer, auch geht er nicht durch Wasser zu Grunde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht zu töten - durch wen auch immer - ist der vorzügliche Yogin, der von den (drei) Eigenschaften frei ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 9: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tasmāt sarva-mayo yogī sarva-bhūta-mayo &#039;pi saḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-jñānāśrayo nityaṃ sarva-loka-prapūjitaḥ || 30.9 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgrund dessen enthält der Yogin alles in sich, er (selbst) besteht sogar aus allen Wesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ist ein Hort sämtlichen Wissens, der stets von aller Welt geehrt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 10: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;santuṣṭas tārayel lokān kruddhaḥ siddhi-vināśakaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñāna-siddho hi yogīndro devānāṃ vai bhayaṅkaraḥ || 30.10 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Wenn er) zufrieden ist, kann er die Menschen erlösen. (Wenn) zornig, ist er ein Zerstörer (ihres) Erfolgs -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der durch Erkenntnis vollkommene, vorzügliche Yogin ist sogar für die Götter furchterregend.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 11: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;bhraman sāṃsārikaṃ cakraṃ bhuvana-traya-pañjaram |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad bhittvā helayā yogī yāty ānanda-mayo vibhuḥ || 30.11 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Rad des weltlichen Daseins durchwandernd, den Käfig der drei Welten&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Leichtigkeit durchbrechend, geht der Yogin glückselig - (als freier) Herr - von dannen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 12: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ varṣa-sahasrāṇi lakṣāṇi ca śatāni ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
parvatāgre guhāyāṃ ca krīḍanti siddha-yoginaḥ || 30.12 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In dieser Weise - für Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende von Jahren -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
spielen die vollkommenen Yogis auf einem Berggipfel oder in einer Höhle.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 13: Die Große Vollkommenheit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viraktā bāhya-vijñāne raktāḥ samādhi-madhyataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tiṣṭhanti vijane sthāne yogino jñāna-cakṣuṣaḥ || 30.13 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gleichgültig gegenüber äußerlicher Wahrnehmung, verzückt inmitten des Allbewusstseins,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
weilen die Yogis, die mit dem inneren Auge schauen, an einem menschenleeren Ort.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 30 Vers 14: Zu Lebzeiten erlöste Siddhas &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ-bhūtāś ca tiṣṭhanti dṛśyante kārya-śālinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jīvan-muktāś ca te jñeyā ye siddhā jina-rūpiṇaḥ || 30.14 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und so leben sie fort, deren Wirken sich als rühmenswert erweist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Vollkommenen aber, die die Gestalt von Jinas haben, sind als zu Lebzeiten Erlöste zu erkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 31: Die Untersuchung der mahā-mudrā – mahā-mudrā-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 31 Vers 1: Namenserklärung der vierten Stufe &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpannā yoginaś cātra śeṣāvasthāsv avasthitāḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niṣpanna iti tenāsyā nāmākhyātaṃ jagat-traye || 31.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Diejenigen) Yogis werden aber auf dieser (Stufe) vollendet, die auf den (drei) übrigen Stufen beständig sind -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
deshalb wird ihre Erscheinungsform in den drei Welten mit &amp;quot;der Vollendete&amp;quot; bezeichnet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 31 Vers 2: Innerlicher Klang einer Vina &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niṣpanno &#039;yaṃ yadā yogī brahma-dvāreṇa niḥsṛtaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā vīṇā-dhvanis tatra vāyuḥ śabdāyate kalam || 31.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der vollendete Yogin durch die Tür zum Absoluten (aus der Sushumna) herausgetreten ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann ertönt dort zart der (Lebens-)Wind als der Klang einer Vina.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 31 Vers 3: Das Große Mysterium &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;mahā-mudrādi-bhedena mahā-mudrā ca yoginām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
saṃpadyate tadāvaśyam asaṅkhyaṃ yoga-lakṣaṇam || 31.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durch das Durchbohren (der drei Granthis) mit dem Großen Siegel usw. gelingt dann den Yogis auch das Große Mysterium -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwangsläufig (zusammen mit den) ungezählten Kennzeichen der mystischen Vereinigung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 32: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Körpers – asiddha-kāya-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 1: Die Große Befreiung &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nānyaḥ panthā dvitīyo &#039;sti muktaye yogino bhuvi |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jīvan-muktiṃ gato yogī mahā-mukti-padaṃ vrajet || 32.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es gibt keinen anderen, zweiten Weg zur Befreiung für den Yogin auf Erden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Yogin, der die Befreiung zu Lebzeiten erreicht hat, gelangt in den Bewusstseinszustand der Großen Befreiung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 2: Der Tod als Eigenschaft der Prakriti &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;na muktir mṛta-kāyasya vimārga-patitasya ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
prakṛtiṃ karmato dṛṣṭvā maraṇaṃ prakṛter guṇaḥ || 32.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es gibt keine Befreiung für den, dessen Körper gestorben ist, oder der auf einen falschen Weg geraten ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem man die Natur hinsichtlich (ihrer) Wirkungen durchschaut hat, (erkennt man, dass) das Sterben eine Eigenschaft der Prakriti ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 3: Der Same in Gestalt von Brahma &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tāvad buddho &#039;py asiddho &#039;sau naraḥ sāṃsāriko mataḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāvad dravati bījendro dehato brahma-rūpakaḥ || 32.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sogar wenn er erwacht ist, wird er als ein Unvollkommener, noch im Kreislauf des Lebens sich befindender Mann betrachtet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
solange die Essenz (in Form) des Samens in Gestalt von (Gott) Brahma aus (seinem) Körper läuft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 32 Vers 4: Der unvollkommene Körper &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;asiddhaṃ tad vijānīyād vapur abrahma-cāriṇām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
jarā-maraṇa-saṅkīrṇaṃ sarva-kleśa-samāśrayam || 32.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Als) unvollkommen soll man den Körper der nicht Enthaltsamkeit Übenden erkennen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(da) er mit Alter und Tod befleckt (und) eine Wohnstätte sämtlicher Beschwerden ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 33: Die Untersuchung der Anzeichen eines unvollkommenen Atems – asiddha-vāyu-lakṣaṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 33 Vers 1: Der unvollkommene Atem &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvad vimārga-go vāyur niścalo naiva madhya-gaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
asiddhaṃ taṃ vijānīyād vāyuṃ karma-guṇānvitam || 33.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie der Atem sich auf dem falschen Pfad bewegt (und daher) weder bewegungslos ist, noch gar sich in der Mitte befindet,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man den Atem als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Eigenschaften der Bewegung behaftet ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 34: Die Untersuchung der Transformation der grobstofflichen Elemente – mahā-bhūta-pariṇāma-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 34 Vers 1: Der unvollkommene Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvac cittaṃ calad dehe bāhya-jñāna-samākulam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
asiddhaṃ tad vijānīyān nibaddhaṃ karma-rajjubhiḥ || 34.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie der Geist sich im Körper hin und her bewegt - verworren durch äußere Wahrnehmungen -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
soll man ihn als unvollkommen erkennen, (da) er mit den Stricken der Aktivität gebunden ist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 34 Vers 2: Die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ūrdhva-retā yadā yogī gṛhīta-citta-mārutaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāya-vāk-citta-saṃsiddhiṃ dhyānād evopalakṣayet || 34.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn der Yogin (seinen) Samen oben (behält, sowie) den Geist und den Atem zum Stillstand gebracht hat,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann er - allein durch Kontemplation - die Vollkommenheit von Körper, Stimme und Geist erkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 34 Vers 3: Das Unsichtbarmachen des Körpers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;evaṃ samādhi-saṃpanna ānanda-traya-nanditaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śarīra-gopanaṃ kuryād aiśvaryeṇa ca yoga-dhṛk || 34.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Wenn) er auf diese Weise vollkommen vertraut mit dem Einheitsbewusstsein (und) in den drei Wonnen selig ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(dann) kann der Yogin auch vermöge (seiner) übernatürlichen Kraft das Unsichtbarwerden (seines) Körpers bewirken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 35: Die Untersuchung des nirvāṇa – nirvāṇa-vivekaḥ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 35 Vers 1: Der Große Segen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tadānanda-mayo yogī jñāna-kāyo mahodayaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
avyayo niṣkalo vyāpī śivaḥ sarva-gato vibhuḥ || 35.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dann ist der Yogin glückselig, eine Wohnstatt des Wissens, des Großen Segens (teilhaftig),&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unveränderlich, ganz, alldurchdringend, segensreich, allgegenwärtig, mächtig.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 35 Vers 2: Der Große Segen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;viśuddha-jñāna-deho &#039;sau prapañca-guṇa-varjitaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva-jñaḥ sarva-go nityaḥ satyārtho &#039;pi mahodayaḥ || 35.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Er (besitzt einen) Körper reiner Erkenntnis, ist frei von den Eigenschaften der Welt der Erscheinungen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
allwissend, allgegenwärtig, ewig, hat die Wahrheit zum Ziel (und verfügt über die) letzte Befreiung der Seele.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapitel 36: Abschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 1: Die Essenz aller Lehrwerke &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;niryāsaṃ sarva-tantrāṇāṃ sarva-darśana-saṃmatam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ghṛtam iva bahu-kṣīrād uddhṛtaṃ yatnato mayā || 36.1 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Essenz aller tantrischen Lehrwerke, die mit (der Essenz) aller philosophischen Systeme übereinstimmt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde von mir sorgfältig extrahiert - wie Butterschmalz aus reichlich Milch ...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nāmnā amṛta-siddhiś ca siddhi-sopāna-paddhatiḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
śrīman-mādhava-candreṇa kṛteyaṃ yogināṃ śubhā || 36.2 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;... und dieser (wie eine Stufen-)Leiter (hilfreiche) Leitfaden zur Vollkommenheit namens Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
wurde (schließlich von mir,) dem erhabenen Madhava Chandra, (als) ein Licht für die Yogis verfasst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 3: Segenswunsch für die Traditionslinie &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;yāvat sāṃsārikam cakraṃ bhramati graha-vigraham |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tāvaj jīyāt tri-lokeṣu śrī-virūpākhya-santatiḥ || 36.3 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Solange wie das ergreifende und trennende Rad des Kreislaufs des Lebens sich dreht,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
solange möge die Traditionslinie des erhabenen (Meisters) namens Virupa in den drei Welten siegreich sein.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 4: Zweck und Nutzen des Werkes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;kṛtam ātma-prabodhāya pramodāya ca yoginām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mṛṣā-jñānavatāṃ puṃsāṃ camat-kārāya kevalam || 36.4 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Dieses) Werk (dient) dem Erwachen des Selbstes, und der großen Freude der Yogis,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(jedoch) den Menschen, die unwissend sind, lediglich dem Erstaunen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 5: Zweck und Nutzen des Werkes &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;su-sabhyānāṃ prabodhāya tathā vivartma-śālinām |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ku-tarka-ku-matīnāṃ ca kṛto &#039;yaṃ capala-grahaḥ || 36.5 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für das Erwachen der Wohlgebildeten, (doch) ebenso für diejenigen, die sich auf dem falschen Weg befinden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und für diejenigen, die eine schlechte Dialektik bzw. Logik und falsche Ansichten haben, wurde diese Fisch-Reuse (bzw. dieser Wind-Fänger) gemacht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 6: Drei Bedeutungen von Amrita &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;śukrasya amṛtaṃ vācyaṃ mokṣasya jīvitasya ca |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayāṇāṃ kathitā siddhir (a)mṛta-siddhir ihocyate || 36.6 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mit Unsterblichkeitsnektar ist der (männliche) Samen, das Leben und die Erlösung gemeint.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vollkommenheit dieser (genannten) drei, die gelehrt wurde, wird nun die Beseitigung des Todes genannt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 7: Segenswunsch für alle verkörperten Wesen &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;svarge martye ca pātāle ye ca tiṣṭhanti dehinaḥ |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
teṣāṃ sukham avicchinnaṃ pravartatāṃ nabhaḥ-samam || 36.7 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Möge den Verkörperten (Wesen), die sich im Himmel, und in der Welt der Sterblichen, und in der Unterwelt befinden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Glück - ununterbrochen wie der Himmelsraum - zuteil werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Viveka 36 Vers 8: Abschlussvers &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;tribhir grantha-śataiḥ sarvaṃ yogopāya-sa-lakṣaṇam |&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
proktaṃ guṇavatāṃ yatnāc cakṣur-bhūtaṃ ca nirmalam || 36.8 ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In dreihundert Versen ist (somit) das ganze (Werk, d.h.) die Methode der Mystischen Vereinigung samt den Anzeichen (der Fortschritte)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sorgfältig - und als ein klares Auge für diejenigen, die mit (löblichen) Eigenschaften versehen sind - gelehrt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;|| ity amṛta-siddhiḥ samāptā ||&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Somit ist (das Werk namens) &amp;quot;Das Erlangen der Unsterblichkeit&amp;quot; vollendet.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verse aus dem Amrita Siddhi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unteren Verse sind inspirert vom Amrita Siddhi. Der untere Text ist aus verschiedenen Internetquellen zusammengestellt - und erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit. Wer den vollständigen Text des Amrita Siddhi braucht, sollte auf die Ausgaben von James Mallinson and Péter-Dániel Szántó zurückgreifen. Der untere Text gibt einen Eindruck von in tantrischen Texten behandelten Themen - darunter sind auch einige Shlokas aus dem Amrita Siddhi:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 1 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāya gurave nādabindukalātmane |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirānandānandaṃ śivam ānandaparamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verehrung dem Guru Śiva, der selbst aus Klang, Tropfen und Energie besteht –  &lt;br /&gt;
[Er ist] jenseits der Freude, die Freude, Śiva und höchste Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 2 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti mṛtyur nāsti janma nāsti bandho na bandhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nāsti jīvo na cājīvaṃ saṃsāro naiva vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Tod, keine Geburt, kein Gebundensein und keine Fessel.  &lt;br /&gt;
Es gibt weder Lebewesen noch Nicht-Lebewesen – auch kein Daseinskreislauf existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekaṃ satyaṃ paraṃ jñeyaṃ tadvijñāya vimucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñeyaṃ tattvaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbhedo nāvagamyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Wahrheit, die höchste, die zu erkennen ist. Wer sie erkannt hat, wird befreit.  &lt;br /&gt;
Diese Wahrheit gilt es zu erkennen – ihre Aufspaltung ist nicht zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 4 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śarīre niyataṃ yato jīvo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo binduṃ dhārayet prājño nāsya mṛtyurbhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Körper ist der Bindu fest verankert, aus ihm entsteht das Leben – kein Zweifel daran.  &lt;br /&gt;
Wer, als Weiser, den Bindu bewahrt, für den gibt es keinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 5 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etajjñātvā mahāprājñaḥ śāstrāṇyadhigamiṣyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jñātvā bindunāśaṃ tu śāstraṃ śāstraparaṃ kutaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, wird auch die Schriften verstehen.  &lt;br /&gt;
Wer jedoch nicht den Verlust des Bindu kennt – was nützen ihm dann die heiligen Schriften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 6 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṃkṣepataḥ śṛṇuṣvātra bindujñānaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunāśe śarīrasya naṣṭaṃ sarvaṃ bhaviṣyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höre nun in Kürze die Lehre vom Bindu, wie sie richtig ist:  &lt;br /&gt;
Geht der Bindu im Körper verloren, so ist alles verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 7 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīṇe bindau pralīyeta jñānaṃ sarvaṃ na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ata eva mahāprājñair bindurakṣyaḥ prayatnataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Bindu versiegt, vergeht auch alle Erkenntnis – daran gibt es keinen Zweifel.  &lt;br /&gt;
Deshalb muss der Bindu von den großen Weisen mit Anstrengung geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 8 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāryakāraṇatattvena śarīraṃ bindudhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sthitaṃ bhavati vijñeyaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beziehung von Ursache und Wirkung bleibt der Körper durch die Bewahrung des Bindu bestehen.  &lt;br /&gt;
Dies ist zu erkennen – hier bedarf es keines weiteren Nachdenkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 9 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāḍīcakre sthitaḥ śreṣṭhaḥ kalātmā śaśisūryayoḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
viyadākāśarūpeṇa praviṣṭaḥ sarvadehagaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis der Nāḍīs befindet sich das Höchste, das aus der Energie von Sonne und Mond besteht.  &lt;br /&gt;
In Gestalt von Raum und Äther ist es in alle Körper eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 10 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nityamuktasya caitasya naṣṭo bindur na dṛśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadā yāti parāṃ siddhiṃ tadā tasya na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jenem, der immer befreit ist, wird der Bindu nicht als verloren wahrgenommen.  &lt;br /&gt;
Wenn er die höchste Vollendung erreicht, dann existiert dieser [Verlust] für ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 11 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ūrdhvaṃ gacchati vai binduḥ śaktitattvena yujyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ sthānaṃ tatra bindurna dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu steigt aufwärts und vereint sich mit dem Prinzip der Śakti.  &lt;br /&gt;
Dort, wo er den höchsten Ort erreicht, ist der Bindu nicht mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 12 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
piṇḍaṃ sāraṃ paraṃ tattvaṃ śūnyaṃ tattvaṃ nirucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parātparaṃ paraṃ jñeyaṃ tadbinduṃ nāvatiṣṭhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper enthält das Essenzielle, das höchste Prinzip – dieses wird als leer bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das jenseits des Jenseits liegende Höchste ist zu erkennen – doch darin verweilt der Bindu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 13 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kāyaḥ piṇḍaḥ śarīraṃ ca mṛtyuloke pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaḥ paraṃ binduḥ sa ca nāśo na vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper, die Verkörperung, der Leib ist in der Welt des Todes begründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist der höchste Bindu zu erkennen – und sein Verlust existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 14 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ nāsti vinā dehaṃ deho nāsti vinā kriyām |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāṃ vinā na jānīyāt tattvaṃ sāraṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Körper gibt es kein Wissen, und ohne Handlung keinen Körper.  &lt;br /&gt;
Ohne Handlung lässt sich das wahre Prinzip, die Essenz, nicht erkennen – sie ist sehr schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 15 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dehe sati paraṃ jñeyaṃ dehaṃ sādhayituṃ śubham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sādhanaṃ śṛṇu me vākyaṃ yathāvat saphalaṃ bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Körper besteht, ist das Höchste zu erkennen – den Körper gilt es in günstiger Weise zu vervollkommnen.  &lt;br /&gt;
Höre meine Worte über die Praxis, damit sie auf rechte Weise fruchtbar werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 16 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jīvitaṃ bindunā sthitaṃ jīvo binduḥ sanātanaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāyo binduḥ paraṃ tattvaṃ tad rakṣyaṃ yatnataḥ sadā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben besteht durch den Bindu, das Lebewesen selbst ist der ewige Bindu.  &lt;br /&gt;
Der Körper ist der höchste Bindu – deshalb ist er stets mit Anstrengung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 17 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo dhārayati taṃ binduṃ dhārayiṣyati taṃ hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya binduḥ kṣayaṃ yāti sa yāti narakaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Bindu bewahrt, wird von ihm im Herzen getragen.  &lt;br /&gt;
Wem aber der Bindu verloren geht, der geht gewiss in die Hölle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 18 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaḥ kāyaḥ sarvajñatvam avāpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunā rakṣitaṃ jñānaṃ sarvaṃ jñātum ahaṃ kṣamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Körper mit dem Bindu schützt, kann Allwissenheit erlangen.  &lt;br /&gt;
Durch Bewahrung des Bindu bleibt das Wissen erhalten – so kann ich alles erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 19 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlena rakṣitaḥ kāyaḥ phalena paripūryate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
phalena rakṣitaṃ jñānaṃ mūlenaiva prapūryate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Körper durch die Wurzel geschützt, so wird er durch die Frucht vollendet.  &lt;br /&gt;
Wird das Wissen durch die Frucht bewahrt, so wird es durch die Wurzel vervollkommnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 20 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlaṃ jñeyaṃ phalaṃ jñeyaṃ dvayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūlaṃ śūnyaṃ phalaṃ śūnyaṃ śūnyaṃ sarvaṃ samāśritam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel und Frucht sind zu erkennen – beide gemäß der richtigen Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Wurzel ist leer, die Frucht ist leer – alles gründet sich im Leeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 21 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ paraṃ tattvaṃ jñātavyaṃ yogibhiḥ sadā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti na śūnyād vidyate param ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bindu ist Leere, das höchste Prinzip – dies ist von Yogis stets zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Erkenntnis existiert nur in der Leere – über die Leere hinaus gibt es nichts Höheres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 22 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāde vinirgate yāti binduḥ śūnyatvam aśnute |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadā śūnyaṃ paraṃ jñeyaṃ tattvaṃ tatparamaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Klang entweicht, erreicht der Bindu die Leere.  &lt;br /&gt;
Dann gilt die Leere als das Höchste – dieses Prinzip wird als das höchste erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 23 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindur bindor ataḥ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kalā tu bindutaḥ proktā tasmāt tattvaṃ trayaṃ smṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang geht aus dem Klang hervor – über diesen hinaus liegt die Leere.  &lt;br /&gt;
Der Bindu geht über den Bindu hinaus, und die Energie (kalā) folgt dem Bindu –  &lt;br /&gt;
deshalb werden diese drei als das höchste Prinzip erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 24 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ tat paramaṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra yāti paraṃ tattvaṃ na tatra maraṇaṃ dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Prinzip – darüber braucht man nicht weiter nachzudenken.  &lt;br /&gt;
Wo dieses höchste Prinzip erreicht wird, da ist gewiss kein Tod mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 25 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇe yatra bindūnāṃ naṣṭir bhavati dhāraṇāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra nāsti paraṃ jñānaṃ mūḍho jāyeta saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo beim Tod der Bindu verloren geht, da kann es kein höheres Wissen geben.  &lt;br /&gt;
Ein Tor mag darüber noch zweifeln – aber nicht der Wissende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 26 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tritayaṃ yatra saṃyāti tat sthānaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
binduḥ śūnyaṃ tathā nādaṃ tatra yukto na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo die Dreiheit zusammenkommt, gilt dieser Ort als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Bindu, Leere und Klang – wer dort vereinigt ist, zweifelt nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 27 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samyagjñānān na saṃdeho yuktyā yuktaṃ vicakṣaṇaiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalātītaṃ jñānaṃ jñeyaṃ sukhāvaham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch wahre Erkenntnis besteht kein Zweifel mehr – mit Vernunft wird sie von Weisen erkannt.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das jenseits von Bindu, Klang und Energie liegt, ist zu erkennen – es bringt Glückseligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 28 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādakalāhīnaṃ jñānaṃ tad dhṛdayaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindunādakalāyuktaṃ jñānaṃ śāstraṃ prakīrtitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen ohne Bindu, Klang und Energie – das wird als das Herz bezeichnet.  &lt;br /&gt;
Das Wissen, das mit Bindu, Klang und Energie verbunden ist – das nennt man die Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 29 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ tu kathaṃcana ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Lehre als auch das Herz sind zu erkennen – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Ohne die Lehre kann das Herz in keinem Fall verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 30 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ ca dvayam etat sudurlabham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vijñānāya bhaved etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz sind zu erkennen – beide sind sehr schwer zu erlangen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, hat das wahre Wissen – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 31 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstram ity etat tattvaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogināṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñānapāragam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz und Lehre – das ist das Prinzip, das gemäß der Wahrheit zu erkennen ist.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Ziel des Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 32 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñānaṃ śāstraṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdaye nāsti saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist Wissen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz ist ohne Zweifel.  &lt;br /&gt;
Darüber braucht man nicht zu grübeln – am Herzen gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 33 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñeyaṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā jñānino na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer dies weiß, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Hier bedarf es keiner Überlegung – der Wissende zweifelt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 34 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ yogināṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeyam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – es ist das Mittel zur Befreiung für Yogis.  &lt;br /&gt;
„Das Herz ist zu erkennen“ – wer das weiß, ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 35 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrād yadi hṛdayaṃ jñeyaṃ nāsti śāstraṃ vinā hṛdi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ tathā jñeyaṃ hṛdayaṃ nātra saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch die Lehre das Herz zu erkennen ist, dann gibt es kein Herz ohne Lehre.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – ebenso das Herz. Daran besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 36 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nātra kāryā vicāraṇā hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Es bedarf keiner weiteren Überlegung – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 37 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrasyaiva hi vijñānād hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ nātra vidyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur durch das Wissen aus der Lehre entsteht das Verstehen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – das Herz existiert nicht ohne Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 38 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ paramaṃ smṛtam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvayaṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen, das Höchste ist zu erkennen – das Herz gilt als das Höchste.  &lt;br /&gt;
Beide sind zu erkennen gemäß der rechten Lehre – das Herz folgt aus der Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 39 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstrapūrvam idaṃ sarvaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino hṛdayaṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yogasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles beginnt mit der Lehre – so erwacht das Herz.  &lt;br /&gt;
Für Yogis ist das Herz zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Verwirklichung des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 40 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogasādhanam ity evaṃ hṛdayaṃ yo na budhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na sa siddhim avāpnoti maraṇe sa na śobhate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht erkennt, dass das Herz das Mittel zum Yoga ist,  &lt;br /&gt;
der erlangt keine Vollendung – und er wird im Tod nicht leuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 41 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ nāśayaty āśu maraṇaṃ tasya niścitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na jānāti paraṃ tattvaṃ sa bhavaty andhacetanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Herz schnell zerstört, dessen Tod ist gewiss.  &lt;br /&gt;
Er erkennt das höchste Prinzip nicht – er bleibt geistig blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 42 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
paratattvaṃ na jānāti hṛdayasya vinaśyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍhaḥ śāstrārtham ajñātvā hṛdayaṃ vinipātayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip nicht erkennt, dessen Herz vergeht.  &lt;br /&gt;
Ein Tor zerstört das Herz, ohne den Sinn der Schriften zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 43 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmād vijñānavān yogī hṛdayasya sukhāvahaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ paṭhati yo nityaṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist der weise Yogi derjenige, dem das Herz Glück bringt.  &lt;br /&gt;
Wer täglich die Lehre studiert, ist ein Wissender – daran gibt es keinen Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 44 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity etat paramaṃ yogasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā hṛdayaṃ yāti hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Herz – das sind die höchsten Mittel zum Yoga.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erreicht das Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 45 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ mokṣasya paramaṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ labdhvā bhavec chāntaḥ śānto yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis des Herzens ist die höchste Stufe der Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer Befreiung erlangt hat, wird friedvoll – und der Friedvolle erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 46 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ hi vijñāya hṛdayaṃ jāyate dhruvam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā hṛdayam evāśu yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dem erwacht gewiss das Herz.  &lt;br /&gt;
Wer das Herz erkannt hat, erreicht rasch die Befreiung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 47 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣamārgaṃ vijānāti hṛdayaṃ yatra tiṣṭhati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yatra vijñātaṃ tatra nāsti punarbhavaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Pfad zur Befreiung erkennt, dessen Herz ist fest verankert.  &lt;br /&gt;
Wo das Herz erkannt ist, da gibt es keine Wiedergeburt mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 48 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra mokṣaḥ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ yatra labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdaye sati mokṣo hi hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo das Herz gefunden wird, ist die höchste Befreiung zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Solange das Herz besteht, gibt es Befreiung – das Herz ist das Mittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 49 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ jñānaṃ jñānān mokṣo na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasyārthaṃ paraṃ jñānaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das höchste Wissen – aus dem Wissen entsteht Befreiung, zweifellos.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen zur Befreiung erkannt hat, der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 50 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya vinā jñānaṃ mokṣo nāsti kadācana |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñānaṃ hṛdayam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Befreiung, niemals.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – denn Wissen wird Herz genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 51 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā śāstrārtham evāśu hṛdaye jāyate sthitiḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ yasya jātaṃ hi sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Sinn der Lehre erkennt, in dem festigt sich sogleich das Herz.  &lt;br /&gt;
Wem das Herz erwacht ist, der erkennt den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 52 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānena labhyate hṛdi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt aus dem Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – durch Wissen wird das Herz gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 53 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ śāstraṃ jñānārtham ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht das Herz nicht – es basiert auf Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – die Lehre ist da, um Wissen zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 54 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ paramaṃ śreṣṭhaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanaṃ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣasādhanam ity etad yo jānāti sa paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist das Höchste, das Beste – Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Wer erkennt, dass dies das Mittel zur Befreiung ist – der ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 55 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ mokṣasya vijñeyaṃ jñānaṃ jñeyasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ jñeya ity etad yaḥ paṭhet sa sukhī bhavet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist das zu erkennende Mittel zur Befreiung – Wissen ist Mittel zur Erkenntnis.  &lt;br /&gt;
Das Herz ist zu erkennen – wer das liest, wird glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 56 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mūḍho hṛdayam ajñātvā punarāvṛttim ṛcchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Der Tor jedoch, der das Herz nicht erkennt, kehrt wieder zurück (in Samsāra).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 57 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yatra hṛdayam utpannaṃ tatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ tattvaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo das Herz erwacht ist, ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist das höchste Prinzip zu erkennen – darüber braucht man nicht weiter zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 58 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra jñeyaṃ paraṃ śāstraṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jānīyāt hṛdayaṃ yogisattamaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist die höchste Lehre zu erkennen – das Erwecken des Herzens.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre kann selbst der beste Yogi das Herz nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 59 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ hṛdayasya prasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist zu erkennen – das höchste Wissen, das zur Vollendung des Herzens führt.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist Mittel zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 60 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogis tu hṛdayaṃ jñātvā śāstraṃ paṭhati yo nṛpa |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa śānto mokṣam āpnoti na saṃśayo mahāmune ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der das Herz erkannt hat und die Lehre liest, oh König,  &lt;br /&gt;
wird friedvoll und erlangt die Befreiung – daran besteht kein Zweifel, oh großer Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 61 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa vijñānī na saṃśayaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, ist wahrlich ein Wissender – daran besteht kein Zweifel.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 62 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muktalakṣaṇam ākhyātaṃ yatra śāstraṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra jñānaṃ pratiṣṭhānaṃ tatra mokṣaḥ pratiṣṭhitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kennzeichen der Befreiung ist erklärt: wo die Lehre gegründet ist,  &lt;br /&gt;
wo Wissen seinen festen Platz hat – dort ist die Befreiung verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 63 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syād jñānaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāj jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ mokṣahetuḥ sanātanaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Befreiung gibt es kein Wissen, und ohne Wissen keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Daher ist das höchste Wissen zu erkennen – es ist die ewige Ursache der Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 64 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi mokṣaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣaṃ vinā na jñānaṃ syāt tasmāt sarvaṃ pratiṣṭhitam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz, ohne Herz keine Befreiung.  &lt;br /&gt;
Ohne Befreiung kein Wissen – deshalb ist alles miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 65 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ sudurlabham ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen – und nur schwer zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 66 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trayaṃ jñeyaṃ paraṃ jñānaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das höchste Wissen, sie ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 67 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ mokṣalakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ nātra kāryā vicāraṇā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – jetzt wird das Merkmal der Befreiung dargelegt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist also erklärt – hier ist kein weiteres Nachdenken nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 68 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñeyaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ trayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und das höchste Wissen sind zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Diese Dreiheit ist das Merkmal der Befreiung – so soll sie richtig erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 69 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
hṛdayena vinā jñānaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt auch das höchste Wissen, und so das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Herz gibt es kein Wissen – und ohne Wissen keine Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 70 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ paraṃ jñānaṃ yatra jñānaṃ pratiṣṭhitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatra śāstraṃ pratiṣṭhānaṃ hṛdayaṃ tatra labhyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat – dort ist das Wissen fest gegründet.  &lt;br /&gt;
Dort ist die Lehre verankert, und dort wird das Herz gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 71 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt, nun wird das Merkmal der Vollendung erklärt.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 72 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na mokṣaḥ syād mokṣaṃ vinā na hṛdayam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na hṛdayaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Befreiung, ohne Befreiung kein Herz.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen kein Herz – wer das erkannt hat, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 73 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ mokṣaṃ jñātvā paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat, die Lehre, die zur Befreiung führt,  &lt;br /&gt;
der hat den höchsten Zustand erkannt – dies nennt man das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 74 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ hṛdayaṃ jñānam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā na siddhiḥ syād yogināṃ mokṣasādhanam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre ist gemäß der rechten Lehre zu erkennen – das Herz ist das höchste Wissen.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen gibt es keine Vollendung – das Wissen ist das Mittel der Yogis zur Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 75 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ so ’pi yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, der erreicht auch den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das höchste Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 76 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkannt hat und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
und auch die höchste Lehre – der erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 77 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ yathānyāyaṃ jñātvā yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist dargelegt – nun folgt das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Die Lehre ist nach rechter Weise zu erkennen – wer sie erkennt, erreicht den höchsten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 78 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer das erkennt, der große Weise, erreicht Vollendung – ohne Zweifel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 79 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siddhilakṣaṇam ākhyātaṃ śāstraṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Vollendung ist erklärt – die Lehre ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 80 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syād hṛdayaṃ vinā na mokṣabhāk |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – ohne Herz keinen Anteil an Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung – so ist es erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 81 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na siddhiḥ syāt siddhiṃ jñātvā vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es keine Vollendung – wer Vollendung erkennt, wird befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 82 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 83 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 84 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etad siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und das Höchste sind zu erkennen – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 85 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkannt hat, erkennt das höchste Wissen – und so auch das höchste Herz.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit als Merkmal der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 86 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na labhyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen ist es nicht zu erlangen.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 87 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 88 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ hṛdayaṃ vinā hi jñānam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – und ohne Herz kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 89 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist so als das der Vollendung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 90 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā paraṃ jñānaṃ śāstraṃ hṛdayaṃ jñātvā sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt und das Herz, das Glück bringt,  &lt;br /&gt;
der hat das Merkmal der Befreiung erkannt – und somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 91 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ yo jānāti sa paṇḍitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, ist ein Weiser.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 92 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ mokṣasya sādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 93 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayaṃ śāstrapūrvakaṃ jñānaṃ śāstrasamudbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz entsteht aus der Lehre, das Wissen entspringt der Lehre.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 94 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – das Wissen ist gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 95 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 96 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das Merkmal der Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 97 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 98 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 99 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jñātvā jñānaṃ paraṃ śāstraṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen und die Lehre erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 100 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist als Merkmal der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 101 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Dies ist das Merkmal der Befreiung – und zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 102 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung auch das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 103 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta jñānaṃ hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Wissen – das Herz ist das Höchste.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 104 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ jñānaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Herz und Wissen sind gemäß der rechten Lehre zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 105 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 106 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhim āpnoti tattvataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht wahrhaft die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 107 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Somit ist das Merkmal der Befreiung auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 108 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 109 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er ist der wahre Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 110 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 111 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – es ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 112 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñātvā paraṃ jñānaṃ jñātvā hṛdayam uttamam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Lehre erkennt, das höchste Wissen und das höchste Herz,  &lt;br /&gt;
der erkennt das Merkmal der Befreiung – und zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 113 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist somit auch das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 114 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 115 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ mokṣasādhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – das Herz ist das Mittel zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist daher das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 116 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñeyaṃ paraṃ jñeyaṃ hṛdayaṃ jñeyaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etaj jñātvā mahāprājñaḥ siddhiṃ yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, das Höchste und das Herz sind gemäß der Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies erkennt, der große Weise, erreicht zweifellos die Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 117 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ śāstraṃ sa yogī siddhim āpnuyāt |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ sa muktaḥ saiva paṇḍitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die höchste Lehre erkennt, der Yogi erlangt Vollendung.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt, ist befreit – er allein ist ein Weiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 118 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na sidhyeta hṛdayaṃ jñānasaṃbhavam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre entsteht kein Herz – Wissen entspringt daraus.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist zugleich das Merkmal der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 119 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā tu hṛdayaṃ jñānaṃ vinā na sidhyati |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity evaṃ siddhilakṣaṇam ucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre kein Herz – ohne Wissen keine Vollendung.  &lt;br /&gt;
So ist das Merkmal der Befreiung zugleich das der Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 120 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti paraṃ padam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ity etat siddhilakṣaṇam udāhṛtam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, erreicht den höchsten Zustand.  &lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist damit als das der Vollendung dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 121 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti hṛdayasya tattvaṃ jñānasya ca lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jānāti paraṃ śāntaṃ sa yogī siddhim āpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Wesen des Herzens und das Merkmal des Wissens erkennt,  &lt;br /&gt;
der erkennt das höchste Friedvolle – dieser Yogi erreicht Vollendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 122 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi vijñānaṃ jñānāt siddhiḥ prajāyate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñānaṃ vinā tu hṛdayaṃ na sidhyet kena cid dhruvam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem wahren Wissen um das Herz entsteht die Vollendung.  &lt;br /&gt;
Ohne Wissen aber kann das Herz von niemandem verwirklicht werden – das ist gewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 123 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ ca trayam etat sukhāvaham |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ tattvaṃ sa mokṣam adhigacchati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre, Wissen und Herz – diese Drei bringen Glück.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip erkennt, erlangt die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 124 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mokṣalakṣaṇam ākhyātaṃ hṛdayasya prabodhanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śāstrajñānān na saṃdehaḥ sarvaṃ tattvaṃ prakāśate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkmal der Befreiung ist erklärt – es ist das Erwachen des Herzens.  &lt;br /&gt;
Aus Lehre und Wissen entsteht Gewissheit – und das höchste Prinzip wird offenbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 125 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo jānāti paraṃ jñānaṃ hṛdayaṃ śāstrapūrvakam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa muktaḥ sarvasaṃsāraiḥ sa śāntaḥ paramātmavān ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das höchste Wissen erkennt – das Herz, gegründet auf Lehre –  &lt;br /&gt;
ist befreit von allen Wiedergeburten und friedvoll im höchsten Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 126 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ vinā na jñānaṃ syāt hṛdayaṃ nāsti kevalam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
trayātītaṃ paraṃ tattvaṃ jñātvā śāntim avāpnuyāt ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Lehre gibt es kein Wissen, und das Herz existiert nicht für sich allein.  &lt;br /&gt;
Wer das höchste Prinzip jenseits der Drei erkennt, erlangt den Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 127 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hṛdayasya hi sāvasthā yatra śūnyam avasthitam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnyasya ca paraṃ rūpaṃ yatra nādo na dṛśyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand des Herzens ist dort, wo die Leere ruht.  &lt;br /&gt;
Und die höchste Form der Leere ist da, wo kein Klang mehr erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 128 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasyaiva hi tattvaṃ yat nādaśūnyavinirgatam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindor api tathā rūpaṃ nādaśūnyasamāśrayam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Leere ist das, was aus Klang und Leere hervorgeht.  &lt;br /&gt;
Auch der Bindu hat seine Form im Schoß von Klang und Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 129 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yo yogī nādaśūnyena bindunā ca samanvitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa jñātvā paramaṃ tattvaṃ na bhūyo janma vindati ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi, der mit Klang-Leere und Bindu vereint ist,  &lt;br /&gt;
erkennt das höchste Prinzip – und wird nicht wiedergeboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 130 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etad uktaṃ mahārāja guhyaṃ guhyatamaṃ param |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yo ’rthato nāvabudhyeta sa bhavet tyaktajīvitaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies, o großer König, ist das Geheimste der Geheimnisse.  &lt;br /&gt;
Wer es nicht wirklich versteht, hat sein Leben verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 131 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity evaṃ jñātvā yāti vimuktaye |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dehena na vā prāṇair na manasā na cetasā ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lehre und Herz sind eins“ – wer das erkennt, gelangt zur Befreiung.  &lt;br /&gt;
Nicht durch Körper, Atem, Geist oder Denken wird sie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 132 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevalaṃ tattvabodhe tu jñātvā śūnyasya lakṣaṇam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śūnye sati paraṃ brahma śūnyaṃ nānyat prakāśayet ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein durch Erkenntnis des Prinzips und das Erkennen der Leere  &lt;br /&gt;
zeigt sich das höchste Brahman in der Leere – nichts anderes erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 133 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindunādaśarīrasya jñātvā śūnyātmakasya ca |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
deham ātmānam utsṛjya yogī yāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Yogi erkennt, dass der Körper von Bindu und Nāda durchdrungen  &lt;br /&gt;
und die Leere sein Wesen ist, lässt er Körper und Ich zurück und geht in den höchsten Zustand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 134 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eṣa te samudācāraḥ siddhayoge prakīrtitaḥ |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatnena dhāryam etat syād gurupādopadeśataḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Weg des Siddhayoga, wie er dir dargelegt wurde.  &lt;br /&gt;
Er ist mit Sorgfalt zu bewahren – so, wie ihn der Lehrer lehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 135 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gopyaṃ guhyatamaṃ yac ca nāvācyaṃ yasya kasyacit |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anārabhyāśrayo yasya sa jānāti paraṃ padam ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist geheim, höchst geheim – es darf nicht jedem offenbart werden.  &lt;br /&gt;
Wer keine äußere Stütze mehr sucht, erkennt das höchste Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 136 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsti tattvam ṛte śūnyāt śūnyaṃ nāsty ṛte gurum |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gurupādopadeśena jñātvā śūnyaṃ vimucyate ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Prinzip ohne die Leere – keine Leere ohne den Lehrer.  &lt;br /&gt;
Durch die Lehre vom Fuß des Gurus wird die Leere erkannt und Befreiung erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 137 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śūnyasya jñānam evāsti nāsti śūnyaṃ vinā jñanam |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmāt sarvaprayatnena śūnyam eva sadā smaret ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in der Leere existiert Erkenntnis – und ohne Leere kein Wissen.  &lt;br /&gt;
Darum soll man mit ganzer Kraft stets die Leere vergegenwärtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 138 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nādo nādāt paraṃ śūnyaṃ bindus tatra prakāśate |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tad rūpaṃ paramajñeyaṃ yatra yāti na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang führt zur Leere, und in ihr erscheint der Bindu.  &lt;br /&gt;
Seine Form ist das höchste Erkennbare – dahin geht der, der keinen Zweifel mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 139 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śāstraṃ hṛdayam ity uktvā jñeyaṃ tattvaṃ yathāvidhi |&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jñātvā śūnyasya rūpeṇa yāti mokṣaṃ na saṃśayaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gesagt wurde, dass Lehre und Herz eins sind, ist das Prinzip gemäß Wahrheit zu erkennen.  &lt;br /&gt;
Wer dies in Form der Leere erkennt, erlangt zweifellos die Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Vers 140 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
iti śrīvirūpākṣanāthaviracitāmṛtasiddhau siddhiyogo nāma prathamaḥ paṭalaḥ samāptaḥ ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So endet das erste Kapitel über den Siddhayoga in der Amṛtasiddhi,  &lt;br /&gt;
verfasst von dem ehrwürdigen Meister Virūpākṣanātha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 1 Vers 3: Zweck des Werkes|Amrita Siddhi Vers 1.3]]&lt;br /&gt;
*[[Amrita Siddhi Sanskrittext und Übersetzung#Viveka 36 Vers 2: Ein Licht für die Yogis|Amrita Siddhi Vers 36.2]]&lt;br /&gt;
*[[Asiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Kayasiddhi]]&lt;br /&gt;
*[[Phalasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[Mahasiddhi]]   &lt;br /&gt;
*[[HYP Jahresgruppe|Hatha Yoga Pradipika Sanskrittext und Übersetzung]]  &lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 1]]  &lt;br /&gt;
* [https://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [[Gheranda Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Shiva Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Shataka]]&lt;br /&gt;
* [[Goraksha Paddhati]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - Online]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/jahresgruppe-sanskrit-lektuere-der-amrita-siddhi-2-online-l270106-1// 06.01.2027 - 15.12.2027 - Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI - Online]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die AMRITA SIDDHI (&amp;quot;Erlangung der Unsterblichkeit&amp;quot;) ist ein bisher noch wenig bekannter Ur-Text zum Hatha Yoga, der aus einem tantrisch orientierten buddhistischen Umfeld stammt. Niedergeschrieben wurde er vermutlich im 11. Jahrhundert in Indien von Madhava Chandra. Der Verfasser lehrt in 36 kurzen Kapiteln die praktischen und theoretischen Grundlagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/leiter/dr-phil-oliver-hahn/ TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://www.yoga-vidya.de/seminare/seminar/tsa-lung-tibetische-yogauebungen-zur-aktivierung-des-feinstofflichen-koerpers-a260626-3// 26.06.2026 - 28.06.2026 - TSA LUNG - tibetische Yogaübungen zur Aktivierung des feinstofflichen Körpers]&amp;lt;/strong&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:In diesem Workshop erlernen und praktizieren wir eine Serie von fünf energetisierenden Übungen, die mit Körper, Aufmerksamkeit und Atmung arbeiten. Diese TSA LUNG genannte und ursprünglich aus Tibet stammende Praxis dient zur Aktivierung und Reinigung der Chakras und zur Harmonisierung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dr phil Oliver Hahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Text]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311391</id>
		<title>Swami Sivadasananda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311391"/>
		<updated>2026-06-26T13:27:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Sivadasananda&#039;&#039;&#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &#039;&#039;Śivadāsānanda&#039;&#039;) ist ein deutscher [[Sannyasin]], [[Yoga Acharya]], langjähriger Schüler von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten der [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]] in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von Yogalehrern, Autor und Dozent für [[Hatha Yoga]], [[Pranayama]], [[Raja Yoga]], [[Meditation]] und ganzheitliche Yogapraxis bekannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Sivadasananda und Sukadev 1.jpeg|thumb|Swami Sivadasananda und Sukadev Bretz, ca. 2009 im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]]. Seit 1983 unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen und Weiterbildungen in Europa, Indien, Kanada und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot;&amp;gt;International Sivananda Yoga Vedanta Centres: Executive Board, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://sivananda.org/about/executive-board/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Instructors, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/yoga-teacher-training/instructors.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Internationale Namensform&lt;br /&gt;
| Jonas Mueller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Sivadas Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsland&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasin, Yogalehrer-Ausbilder, Autor, internationaler Dozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Hatha Yoga, Asana, Pranayama, Meditation, Raja Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, ganzheitliche Yogapraxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Organisation&lt;br /&gt;
| Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Sivadasananda&#039;&#039;&#039; setzt sich aus &#039;&#039;Siva&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Shiva&#039;&#039;, &#039;&#039;Dasa&#039;&#039; und &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; zusammen. &#039;&#039;Sivadasa&#039;&#039; bedeutet „Diener Shivas“ oder „Diener des Göttlichen“. &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; bedeutet „Wonne“, „Freude“ oder „Glückseligkeit“. Der Name kann daher als „Wonne des Dienens an Shiva“ oder „Glückseligkeit des Dieners Shivas“ gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bürgerliche Name Swami Sivadasanandas ist Jonas Müller. In englischsprachigen und internationalen Zusammenhängen erscheint er auch als Jonas Mueller. In der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit wurde er auch als Sivadas Jonas Müller genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot;&amp;gt;Yoga Vidya Wiki: Yoga Journal, https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Journal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde am 1. Juni 1960 in Deutschland geboren. Über seine Kindheit, seine schulische Ausbildung und seine ersten persönlichen Schritte auf dem spirituellen Weg sind in öffentlich zugänglichen Quellen nur wenige Einzelheiten bekannt. Sicher belegt ist, dass er schon sehr jung in die Sivananda-Yoga-Arbeit eintrat und bereits Anfang der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum in leitender und redaktioneller Funktion mitwirkte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Sivadasananda.jpg|thumb|Swami Sivadasananda, einer der prägenden Persönlichkeiten in der europäischen Yoga Bewegung]]&lt;br /&gt;
Die internationale Sivananda-Organisation nennt ihn als in Deutschland geboren und beschreibt ihn als langjährigen Schüler von Swami Vishnudevananda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Das britische Companies-House-Register führt ihn unter dem Namen Jonas Mueller, Geburtsmonat Juni 1960, deutscher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz in Österreich und als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot;&amp;gt;Companies House: Jonas MUELLER personal appointments, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/XiuWr9k1n7DITZ_idzVO1aj1Aqo/appointments&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde Schüler von [[Swami Vishnudevananda]], dem Gründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Swami Vishnudevananda war ein direkter Schüler von [[Swami Sivananda]] aus Rishikesh und brachte ab 1957 die Lehren des klassischen Yoga und Vedanta in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sivananda-Tradition wird Swami Sivadasananda als direkter beziehungsweise langjähriger Schüler Swami Vishnudevanandas beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: General TTC Brochure, Abschnitt über Swami Sivadasananda, https://www.sivananda.eu/fileadmin/user_upload/pdf/English/General-TTC_brochure_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Lehrweise ist geprägt von den fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* richtige Körperübungen – [[Asana]]&lt;br /&gt;
* richtige Atmung – [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* richtige Entspannung – [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* richtige Ernährung – vegetarische, sattvige Ernährung&lt;br /&gt;
* positives Denken und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf Punkte wurden von Swami Vishnudevananda als praktische Zusammenfassung des klassischen Yoga für Menschen im Westen formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in den europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist eng mit dem Aufbau und der Entwicklung der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden. Nach offiziellen Angaben der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren bildet er seit 1983 Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Europa, Indien, Kanada und Südamerika aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört zu den führenden Lehrern der europäischen Sivananda-Tradition. Die europäische Sivananda-Seite bezeichnet ihn als Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen, Fortgeschrittenen-Ausbildungen, Workshops, Satsangs und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Leitung und Mitgestaltung internationaler Yogalehrer-Ausbildungen&lt;br /&gt;
* Unterricht in [[Asana]] und [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Weitergabe der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Korrektur- und Unterrichtsschulungen für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* Vorträge über Yoga, Gesundheit und spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* praktische Einführung in Meditation und Yogaphilosophie&lt;br /&gt;
* Mitarbeit in der Leitung der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* internationale Unterrichtstätigkeit in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Journal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Station seines Wirkens war das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;. Dieses erschien von 1981 bis etwa 1988 in unregelmäßiger Folge, etwa viermal jährlich. Es wurde vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München herausgegeben und auch von Wien aus vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Chefredakteure werden Sivadas Jonas Müller und Durgananda Brigitte Fletcher genannt, heute bekannt als Swami Sivadasananda und [[Swami Durgananda]]. Stark beteiligt war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von [[Yoga Vidya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; war für die Verbreitung klassischer Yogalehren im deutschsprachigen Raum bedeutsam. Es enthielt Artikel über [[Hatha Yoga]], [[Meditation]], [[Vedanta]], [[Bhagavad Gita]], [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnudevananda]], Yogapraxis, spirituelle Lebensführung und vegetarische Ernährung. Durch seine redaktionelle Tätigkeit trug Sivadas Jonas Müller wesentlich dazu bei, die Sivananda-Lehren in deutscher Sprache zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt von Swami Sivadasanandas Lebenswerk ist die Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern. Seit 1983 wirkt er in den internationalen Sivananda Yogalehrer-Ausbildungen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung verbindet die Praxis von Asanas und Pranayama mit Meditation, Mantra-Singen, Yogaphilosophie, Anatomie, Unterrichtsdidaktik, Karma Yoga und spirituellem Leben. Swami Sivadasananda ist dabei besonders für seinen präzisen, dynamischen und gleichzeitig entspannten Unterrichtsstil bekannt. Offizielle Sivananda-Seiten beschreiben ihn als dynamischen, präzisen und kenntnisreichen Lehrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: About us, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.at/en/about-us/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausbildung legt er besonderen Wert auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Ausrichtung in den Asanas&lt;br /&gt;
* bewusste Atmung&lt;br /&gt;
* systematischen Aufbau der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Verbindung von Körper, Atem und Geist&lt;br /&gt;
* achtsame Korrektur&lt;br /&gt;
* Sicherheit im Unterrichten&lt;br /&gt;
* Verständnis für unterschiedliche Körpertypen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Praxis und innerer Haltung&lt;br /&gt;
* einfache, klare Unterrichtssprache&lt;br /&gt;
* spirituelle Ausrichtung der Yogapraxis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsstil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist besonders bekannt für seinen Unterricht in [[Hatha Yoga]], [[Asana]] und [[Pranayama]]. Seine Lehrweise wird als klar, humorvoll, präzise und praxisnah beschrieben. Das Sivananda Yoga Seminarhaus Reith nennt ihn einen erfahrenen und humorvollen internationalen Yogalehrer und Ausbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-studio&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: Yoga-Studio, Abschnitt „Lerne uns kennen“, https://www.sivananda.at/studio/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für seinen Unterricht sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Beobachtung der Teilnehmer&lt;br /&gt;
* präzise Korrekturen&lt;br /&gt;
* klare Demonstrationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Anatomie und Prana-Lehre&lt;br /&gt;
* praktische Hinweise für die eigene tägliche Praxis&lt;br /&gt;
* entspannte, humorvolle Atmosphäre&lt;br /&gt;
* Betonung von Regelmäßigkeit und Geduld&lt;br /&gt;
* Verbindung von körperlicher Praxis mit Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Gesundheitsinformationen wurde Jonas Müller als Senior-Yogalehrer der Sivananda Yoga Zentren zitiert. Dort betonte er, dass für den Einstieg ins Yoga die Anleitung und Korrektur durch einen erfahrenen Yogalehrer wichtig sei und dass Yoga nichts mit Wettkampf zu tun habe; man solle sich fordern, aber nicht überfordern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aponet&amp;quot;&amp;gt;aponet.de: Yoga, mit Zitaten von Jonas Müller, https://www.aponet.de/artikel/yoga-19355&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet seit Jahrzehnten weltweit. Die internationale Sivananda-Seite nennt Europa, Indien, Kanada und Südamerika als Regionen seiner Lehrtätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Sivananda-Seiten beschreiben ihn als Lehrer, der seit vielen Jahren Workshops und Yogalehrer-Ausbildungen auf der ganzen Welt unterrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine internationale Tätigkeit umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* europäische Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Retreat House Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans&lt;br /&gt;
* Yogalehrer-Ausbildungen in Rudraprayag im Himalaya&lt;br /&gt;
* Programme in Indien&lt;br /&gt;
* Programme in Kanada&lt;br /&gt;
* Programme in Südamerika&lt;br /&gt;
* Online-Kurse und internationale Fortbildungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Unterricht und Fire of Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2020er Jahren wurde auch der Online-Unterricht ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Die Sivananda-Seite des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans nennt ihn als Lehrer der beliebten Online-Klassenreihe &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039; beziehungsweise weiterer Hatha-Yoga-Online-Programme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot;&amp;gt;Ashram de Yoga Sivananda Orléans: Swami Sivadasananda, Yoga Acharya, https://sivanandaorleans.secure.retreat.guru/teacher/swami-sivadasananda-yoga-acharya/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Programme verbinden dynamische Asana-Praxis, bewusstes Atmen, vertiefende Erklärungen und spirituelle Motivation. Sie richten sich sowohl an erfahrene Praktizierende als auch an Yogalehrer, die ihre eigene Praxis und ihr Unterrichtsverständnis vertiefen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist Autor und Mitautor mehrerer bekannter Sivananda-Yoga-Bücher. Die internationale Sivananda-Seite nennt ihn als Autor von &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; und &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; sowie als Mitautor von &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039; – Mitautor beziehungsweise Mitwirkender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; wurde international verbreitet und bietet praktische Anleitungen für die Yogapraxis zu Hause. Das Buch enthält Asanas, Übungsprogramme, Atemübungen, Entspannungstechniken, Hinweise zur Yogaphilosophie und praktische Empfehlungen für einen yogischen Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; richtet sich besonders an Anfänger und Menschen, die Yoga systematisch und sicher erlernen wollen. Es erklärt die Grundlagen der Sivananda-Praxis und führt Schritt für Schritt in Körperübungen, Atmung, Entspannung und Meditation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039; verbindet ayurvedische Grundprinzipien mit Ernährung, Lebensstil, Yoga, Atemübungen und Entspannung. Swami Sivadasananda wird in offiziellen Sivananda-Quellen als Mitautor genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel und Lehrtexte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Büchern verfasste Swami Sivadasananda auch Artikel und Lehrtexte. Die europäische Sivananda-Seite führt ihn in der Rubrik &#039;&#039;Articles for inspiration&#039;&#039; und nennt dort unter anderem den Text &#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-articles&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Articles for inspiration, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/downloads/articles-for-inspiration.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Themen seiner Artikel und Vorträge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbindung von Nervenimpuls und Prana&lt;br /&gt;
* Atem und Lebensenergie&lt;br /&gt;
* Asana-Praxis im Alltag&lt;br /&gt;
* Konzentration und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* gesunde Yogapraxis&lt;br /&gt;
* Pranayama und geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* die praktische Anwendung der klassischen Yogalehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der Leitung der Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Leitungsebene der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Die internationale Sivananda-Seite führt ihn im Executive Board.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Die Yogalehrer-Ausbildungsbroschüre beschreibt ihn als Mitglied des Board of Directors der International Sivananda Yoga Vedanta Centres und als langjähriges Mitglied des europäischen Leitungsteams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im britischen Charity Register wird Swami Sivadasananda als Trustee der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;charity-commission&amp;quot;&amp;gt;Charity Commission for England and Wales: Sivananda Yoga Vedanta Centre, Trustee-Liste, https://register-of-charities.charitycommission.gov.uk/en/charity-search/-/charity-details/4007679/full-print&amp;lt;/ref&amp;gt; Companies House nennt Jonas Mueller als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Company, bestellt am 2. April 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Leitungsaufgaben stehen im Zusammenhang mit der internationalen Struktur der Sivananda Yoga Vedanta Zentren, die Ashrams, Stadtzentren, Ausbildungsorte und angeschlossene Zentren in verschiedenen Ländern umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Ort seines Wirkens ist das [[Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel]] in Tirol. Das Seminarhaus wurde 1998 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Yogaurlaub, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung, Fortbildungen und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet dort regelmäßig Programme, Workshops und Ausbildungen. Die Verbindung von Alpenlandschaft, täglicher Yogapraxis, Meditation, vegetarischer Ernährung und spiritueller Gemeinschaft entspricht dem ashramähnlichen Lebensstil der Sivananda-Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Orléans und Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Reith bei Kitzbühel ist auch der Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans in Frankreich ein wichtiger Ort seiner Lehrtätigkeit. Dort unterrichtet er Kurse, Online-Programme, Yogalehrer-Fortbildungen und besondere Retreats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Swami Sivadasananda mit den Yogalehrer-Ausbildungen in Indien verbunden, insbesondere mit Programmen in Rudraprayag im Himalaya. Diese Ausbildungen ermöglichen es europäischen und internationalen Schülern, Yoga in Indien, im Umfeld des Himalaya und der Ganges-Tradition, zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrinhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas Unterricht wurzelt im klassischen Sivananda Yoga. Wichtige Inhalte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Savasana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* yogische Ernährung&lt;br /&gt;
* tägliche spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik&lt;br /&gt;
* Korrektur von Asanas&lt;br /&gt;
* Anatomie und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* Prana und Nervensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderer Beitrag liegt in der Verbindung einer präzisen Körperpraxis mit der energetischen und spirituellen Dimension des Yoga. Dabei versteht er Yoga nicht als Wettbewerb oder reine Körpertechnik, sondern als ganzheitlichen Weg zur Harmonisierung von Körper, Atem, Geist und Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zu den wichtigen Repräsentanten des klassischen Yoga im europäischen Raum. Seit den frühen 1980er Jahren hat er an der Ausbildung zahlreicher Yogalehrerinnen und Yogalehrer mitgewirkt. Durch seine Unterrichtstätigkeit, seine Bücher, seine redaktionelle Arbeit und seine Leitungstätigkeit hat er die Entwicklung des Sivananda Yoga in Europa wesentlich mitgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutsam ist sein Beitrag in folgenden Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* systematische Ausbildung von Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Verbreitung der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Asana und Pranayama in präziser Form&lt;br /&gt;
* Aufbau internationaler Ausbildungsstrukturen&lt;br /&gt;
* deutschsprachige und internationale Yogapublikationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von traditionellem Yoga und moderner Unterrichtspraxis&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Online-Unterricht und digitalen Übungsformaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Sivadasananda auch deshalb bedeutsam, weil er in der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit gemeinsam mit [[Swami Durgananda]] und anderen das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; prägte. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von Yoga Vidya, stark beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda begann im Sivananda Yoga Zentrum München etwas 1-2 Jahre vor Sukadev. So war Swami Sivadasananda einer der prägenden Lehrer von Sukadev und hatte auch großen Einfluss auf dessen spirituelle Praxis und Unterricht. Die beiden lebten ca. 2 Jahre im Sivananda Yoga Zentrum München, teilten sich stellenweise auch das gleiche Zimmer. Viele Jahre waren Sukadev und Swami Sivadasananda befreundet - bis sich 1991 ihre Wege trennten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist organisatorisch eigenständig, steht aber wie die Sivananda Yoga Vedanta Zentren in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Sivadasananda zu den bekannten Persönlichkeiten der Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas spirituelle Ausrichtung ist durch die Lehren Swami Sivanandas und Swami Vishnudevanandas geprägt. Im Mittelpunkt stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßige Praxis&lt;br /&gt;
* Einfachheit&lt;br /&gt;
* Disziplin&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
* Meditation&lt;br /&gt;
* Dienst&lt;br /&gt;
* Reinheit des Lebensstils&lt;br /&gt;
* positives Denken&lt;br /&gt;
* Erfahrung statt bloßer Theorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Tradition fasst diesen Weg häufig in den Worten Swami Sivanandas zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere und verwirkliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Geburt am 1. Juni in Deutschland als Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1980er Jahre&lt;br /&gt;
| Mitwirkung in der deutschsprachigen Sivananda-Yoga-Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981–ca. 1988&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; zusammen mit Durgananda Brigitte Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1983&lt;br /&gt;
| Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Entwicklung des Sivananda Yoga Seminarhauses Reith bei Kitzbühel als wichtiger europäischer Lehr- und Praxisort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Bestellung als Director der britischen Sivananda Yoga Vedanta Centre Company&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010er Jahre&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung und internationale Verbreitung von &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020er Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau von Online-Unterricht, unter anderem durch Hatha-Yoga-Online-Programme und &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda u. a.: &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Durgananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Journal]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Centre: &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/&lt;br /&gt;
* Executive Board der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/about/executive-board/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Europe: https://www.sivananda.eu/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel: https://www.sivananda.at/&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda Orléans: https://sivanandaorleans.org/&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pranayama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Swami-Sivadasananda.jpg&amp;diff=1311390</id>
		<title>Datei:Swami-Sivadasananda.jpg</title>
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		<updated>2026-06-26T13:27:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Swami Sivadasananda&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivadasananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311389</id>
		<title>Swami Sivadasananda</title>
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		<updated>2026-06-26T13:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Sivadasananda&#039;&#039;&#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &#039;&#039;Śivadāsānanda&#039;&#039;) ist ein deutscher [[Sannyasin]], [[Yoga Acharya]], langjähriger Schüler von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten der [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]] in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von Yogalehrern, Autor und Dozent für [[Hatha Yoga]], [[Pranayama]], [[Raja Yoga]], [[Meditation]] und ganzheitliche Yogapraxis bekannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Sivadasananda und Sukadev 1.jpeg|thumb|Swami Sivadasananda und Sukadev Bretz, ca. 2009 im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]]. Seit 1983 unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen und Weiterbildungen in Europa, Indien, Kanada und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot;&amp;gt;International Sivananda Yoga Vedanta Centres: Executive Board, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://sivananda.org/about/executive-board/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Instructors, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/yoga-teacher-training/instructors.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Internationale Namensform&lt;br /&gt;
| Jonas Mueller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Sivadas Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsland&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasin, Yogalehrer-Ausbilder, Autor, internationaler Dozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Hatha Yoga, Asana, Pranayama, Meditation, Raja Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, ganzheitliche Yogapraxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Organisation&lt;br /&gt;
| Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Sivadasananda&#039;&#039;&#039; setzt sich aus &#039;&#039;Siva&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Shiva&#039;&#039;, &#039;&#039;Dasa&#039;&#039; und &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; zusammen. &#039;&#039;Sivadasa&#039;&#039; bedeutet „Diener Shivas“ oder „Diener des Göttlichen“. &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; bedeutet „Wonne“, „Freude“ oder „Glückseligkeit“. Der Name kann daher als „Wonne des Dienens an Shiva“ oder „Glückseligkeit des Dieners Shivas“ gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bürgerliche Name Swami Sivadasanandas ist Jonas Müller. In englischsprachigen und internationalen Zusammenhängen erscheint er auch als Jonas Mueller. In der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit wurde er auch als Sivadas Jonas Müller genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot;&amp;gt;Yoga Vidya Wiki: Yoga Journal, https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Journal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde am 1. Juni 1960 in Deutschland geboren. Über seine Kindheit, seine schulische Ausbildung und seine ersten persönlichen Schritte auf dem spirituellen Weg sind in öffentlich zugänglichen Quellen nur wenige Einzelheiten bekannt. Sicher belegt ist, dass er schon sehr jung in die Sivananda-Yoga-Arbeit eintrat und bereits Anfang der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum in leitender und redaktioneller Funktion mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Sivananda-Organisation nennt ihn als in Deutschland geboren und beschreibt ihn als langjährigen Schüler von Swami Vishnudevananda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Das britische Companies-House-Register führt ihn unter dem Namen Jonas Mueller, Geburtsmonat Juni 1960, deutscher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz in Österreich und als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot;&amp;gt;Companies House: Jonas MUELLER personal appointments, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/XiuWr9k1n7DITZ_idzVO1aj1Aqo/appointments&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde Schüler von [[Swami Vishnudevananda]], dem Gründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Swami Vishnudevananda war ein direkter Schüler von [[Swami Sivananda]] aus Rishikesh und brachte ab 1957 die Lehren des klassischen Yoga und Vedanta in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sivananda-Tradition wird Swami Sivadasananda als direkter beziehungsweise langjähriger Schüler Swami Vishnudevanandas beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: General TTC Brochure, Abschnitt über Swami Sivadasananda, https://www.sivananda.eu/fileadmin/user_upload/pdf/English/General-TTC_brochure_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Lehrweise ist geprägt von den fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* richtige Körperübungen – [[Asana]]&lt;br /&gt;
* richtige Atmung – [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* richtige Entspannung – [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* richtige Ernährung – vegetarische, sattvige Ernährung&lt;br /&gt;
* positives Denken und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf Punkte wurden von Swami Vishnudevananda als praktische Zusammenfassung des klassischen Yoga für Menschen im Westen formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in den europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist eng mit dem Aufbau und der Entwicklung der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden. Nach offiziellen Angaben der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren bildet er seit 1983 Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Europa, Indien, Kanada und Südamerika aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört zu den führenden Lehrern der europäischen Sivananda-Tradition. Die europäische Sivananda-Seite bezeichnet ihn als Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen, Fortgeschrittenen-Ausbildungen, Workshops, Satsangs und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Leitung und Mitgestaltung internationaler Yogalehrer-Ausbildungen&lt;br /&gt;
* Unterricht in [[Asana]] und [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Weitergabe der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Korrektur- und Unterrichtsschulungen für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* Vorträge über Yoga, Gesundheit und spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* praktische Einführung in Meditation und Yogaphilosophie&lt;br /&gt;
* Mitarbeit in der Leitung der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* internationale Unterrichtstätigkeit in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Journal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Station seines Wirkens war das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;. Dieses erschien von 1981 bis etwa 1988 in unregelmäßiger Folge, etwa viermal jährlich. Es wurde vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München herausgegeben und auch von Wien aus vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Chefredakteure werden Sivadas Jonas Müller und Durgananda Brigitte Fletcher genannt, heute bekannt als Swami Sivadasananda und [[Swami Durgananda]]. Stark beteiligt war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von [[Yoga Vidya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; war für die Verbreitung klassischer Yogalehren im deutschsprachigen Raum bedeutsam. Es enthielt Artikel über [[Hatha Yoga]], [[Meditation]], [[Vedanta]], [[Bhagavad Gita]], [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnudevananda]], Yogapraxis, spirituelle Lebensführung und vegetarische Ernährung. Durch seine redaktionelle Tätigkeit trug Sivadas Jonas Müller wesentlich dazu bei, die Sivananda-Lehren in deutscher Sprache zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt von Swami Sivadasanandas Lebenswerk ist die Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern. Seit 1983 wirkt er in den internationalen Sivananda Yogalehrer-Ausbildungen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung verbindet die Praxis von Asanas und Pranayama mit Meditation, Mantra-Singen, Yogaphilosophie, Anatomie, Unterrichtsdidaktik, Karma Yoga und spirituellem Leben. Swami Sivadasananda ist dabei besonders für seinen präzisen, dynamischen und gleichzeitig entspannten Unterrichtsstil bekannt. Offizielle Sivananda-Seiten beschreiben ihn als dynamischen, präzisen und kenntnisreichen Lehrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: About us, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.at/en/about-us/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausbildung legt er besonderen Wert auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Ausrichtung in den Asanas&lt;br /&gt;
* bewusste Atmung&lt;br /&gt;
* systematischen Aufbau der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Verbindung von Körper, Atem und Geist&lt;br /&gt;
* achtsame Korrektur&lt;br /&gt;
* Sicherheit im Unterrichten&lt;br /&gt;
* Verständnis für unterschiedliche Körpertypen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Praxis und innerer Haltung&lt;br /&gt;
* einfache, klare Unterrichtssprache&lt;br /&gt;
* spirituelle Ausrichtung der Yogapraxis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsstil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist besonders bekannt für seinen Unterricht in [[Hatha Yoga]], [[Asana]] und [[Pranayama]]. Seine Lehrweise wird als klar, humorvoll, präzise und praxisnah beschrieben. Das Sivananda Yoga Seminarhaus Reith nennt ihn einen erfahrenen und humorvollen internationalen Yogalehrer und Ausbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-studio&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: Yoga-Studio, Abschnitt „Lerne uns kennen“, https://www.sivananda.at/studio/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für seinen Unterricht sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Beobachtung der Teilnehmer&lt;br /&gt;
* präzise Korrekturen&lt;br /&gt;
* klare Demonstrationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Anatomie und Prana-Lehre&lt;br /&gt;
* praktische Hinweise für die eigene tägliche Praxis&lt;br /&gt;
* entspannte, humorvolle Atmosphäre&lt;br /&gt;
* Betonung von Regelmäßigkeit und Geduld&lt;br /&gt;
* Verbindung von körperlicher Praxis mit Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Gesundheitsinformationen wurde Jonas Müller als Senior-Yogalehrer der Sivananda Yoga Zentren zitiert. Dort betonte er, dass für den Einstieg ins Yoga die Anleitung und Korrektur durch einen erfahrenen Yogalehrer wichtig sei und dass Yoga nichts mit Wettkampf zu tun habe; man solle sich fordern, aber nicht überfordern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aponet&amp;quot;&amp;gt;aponet.de: Yoga, mit Zitaten von Jonas Müller, https://www.aponet.de/artikel/yoga-19355&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet seit Jahrzehnten weltweit. Die internationale Sivananda-Seite nennt Europa, Indien, Kanada und Südamerika als Regionen seiner Lehrtätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Sivananda-Seiten beschreiben ihn als Lehrer, der seit vielen Jahren Workshops und Yogalehrer-Ausbildungen auf der ganzen Welt unterrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine internationale Tätigkeit umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* europäische Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Retreat House Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans&lt;br /&gt;
* Yogalehrer-Ausbildungen in Rudraprayag im Himalaya&lt;br /&gt;
* Programme in Indien&lt;br /&gt;
* Programme in Kanada&lt;br /&gt;
* Programme in Südamerika&lt;br /&gt;
* Online-Kurse und internationale Fortbildungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Unterricht und Fire of Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2020er Jahren wurde auch der Online-Unterricht ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Die Sivananda-Seite des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans nennt ihn als Lehrer der beliebten Online-Klassenreihe &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039; beziehungsweise weiterer Hatha-Yoga-Online-Programme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot;&amp;gt;Ashram de Yoga Sivananda Orléans: Swami Sivadasananda, Yoga Acharya, https://sivanandaorleans.secure.retreat.guru/teacher/swami-sivadasananda-yoga-acharya/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Programme verbinden dynamische Asana-Praxis, bewusstes Atmen, vertiefende Erklärungen und spirituelle Motivation. Sie richten sich sowohl an erfahrene Praktizierende als auch an Yogalehrer, die ihre eigene Praxis und ihr Unterrichtsverständnis vertiefen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist Autor und Mitautor mehrerer bekannter Sivananda-Yoga-Bücher. Die internationale Sivananda-Seite nennt ihn als Autor von &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; und &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; sowie als Mitautor von &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039; – Mitautor beziehungsweise Mitwirkender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; wurde international verbreitet und bietet praktische Anleitungen für die Yogapraxis zu Hause. Das Buch enthält Asanas, Übungsprogramme, Atemübungen, Entspannungstechniken, Hinweise zur Yogaphilosophie und praktische Empfehlungen für einen yogischen Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; richtet sich besonders an Anfänger und Menschen, die Yoga systematisch und sicher erlernen wollen. Es erklärt die Grundlagen der Sivananda-Praxis und führt Schritt für Schritt in Körperübungen, Atmung, Entspannung und Meditation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039; verbindet ayurvedische Grundprinzipien mit Ernährung, Lebensstil, Yoga, Atemübungen und Entspannung. Swami Sivadasananda wird in offiziellen Sivananda-Quellen als Mitautor genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel und Lehrtexte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Büchern verfasste Swami Sivadasananda auch Artikel und Lehrtexte. Die europäische Sivananda-Seite führt ihn in der Rubrik &#039;&#039;Articles for inspiration&#039;&#039; und nennt dort unter anderem den Text &#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-articles&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Articles for inspiration, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/downloads/articles-for-inspiration.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Themen seiner Artikel und Vorträge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbindung von Nervenimpuls und Prana&lt;br /&gt;
* Atem und Lebensenergie&lt;br /&gt;
* Asana-Praxis im Alltag&lt;br /&gt;
* Konzentration und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* gesunde Yogapraxis&lt;br /&gt;
* Pranayama und geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* die praktische Anwendung der klassischen Yogalehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der Leitung der Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Leitungsebene der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Die internationale Sivananda-Seite führt ihn im Executive Board.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Die Yogalehrer-Ausbildungsbroschüre beschreibt ihn als Mitglied des Board of Directors der International Sivananda Yoga Vedanta Centres und als langjähriges Mitglied des europäischen Leitungsteams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im britischen Charity Register wird Swami Sivadasananda als Trustee der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;charity-commission&amp;quot;&amp;gt;Charity Commission for England and Wales: Sivananda Yoga Vedanta Centre, Trustee-Liste, https://register-of-charities.charitycommission.gov.uk/en/charity-search/-/charity-details/4007679/full-print&amp;lt;/ref&amp;gt; Companies House nennt Jonas Mueller als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Company, bestellt am 2. April 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Leitungsaufgaben stehen im Zusammenhang mit der internationalen Struktur der Sivananda Yoga Vedanta Zentren, die Ashrams, Stadtzentren, Ausbildungsorte und angeschlossene Zentren in verschiedenen Ländern umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Ort seines Wirkens ist das [[Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel]] in Tirol. Das Seminarhaus wurde 1998 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Yogaurlaub, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung, Fortbildungen und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet dort regelmäßig Programme, Workshops und Ausbildungen. Die Verbindung von Alpenlandschaft, täglicher Yogapraxis, Meditation, vegetarischer Ernährung und spiritueller Gemeinschaft entspricht dem ashramähnlichen Lebensstil der Sivananda-Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Orléans und Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Reith bei Kitzbühel ist auch der Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans in Frankreich ein wichtiger Ort seiner Lehrtätigkeit. Dort unterrichtet er Kurse, Online-Programme, Yogalehrer-Fortbildungen und besondere Retreats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Swami Sivadasananda mit den Yogalehrer-Ausbildungen in Indien verbunden, insbesondere mit Programmen in Rudraprayag im Himalaya. Diese Ausbildungen ermöglichen es europäischen und internationalen Schülern, Yoga in Indien, im Umfeld des Himalaya und der Ganges-Tradition, zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrinhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas Unterricht wurzelt im klassischen Sivananda Yoga. Wichtige Inhalte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Savasana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* yogische Ernährung&lt;br /&gt;
* tägliche spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik&lt;br /&gt;
* Korrektur von Asanas&lt;br /&gt;
* Anatomie und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* Prana und Nervensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderer Beitrag liegt in der Verbindung einer präzisen Körperpraxis mit der energetischen und spirituellen Dimension des Yoga. Dabei versteht er Yoga nicht als Wettbewerb oder reine Körpertechnik, sondern als ganzheitlichen Weg zur Harmonisierung von Körper, Atem, Geist und Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zu den wichtigen Repräsentanten des klassischen Yoga im europäischen Raum. Seit den frühen 1980er Jahren hat er an der Ausbildung zahlreicher Yogalehrerinnen und Yogalehrer mitgewirkt. Durch seine Unterrichtstätigkeit, seine Bücher, seine redaktionelle Arbeit und seine Leitungstätigkeit hat er die Entwicklung des Sivananda Yoga in Europa wesentlich mitgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutsam ist sein Beitrag in folgenden Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* systematische Ausbildung von Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Verbreitung der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Asana und Pranayama in präziser Form&lt;br /&gt;
* Aufbau internationaler Ausbildungsstrukturen&lt;br /&gt;
* deutschsprachige und internationale Yogapublikationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von traditionellem Yoga und moderner Unterrichtspraxis&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Online-Unterricht und digitalen Übungsformaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Sivadasananda auch deshalb bedeutsam, weil er in der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit gemeinsam mit [[Swami Durgananda]] und anderen das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; prägte. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von Yoga Vidya, stark beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda begann im Sivananda Yoga Zentrum München etwas 1-2 Jahre vor Sukadev. So war Swami Sivadasananda einer der prägenden Lehrer von Sukadev und hatte auch großen Einfluss auf dessen spirituelle Praxis und Unterricht. Die beiden lebten ca. 2 Jahre im Sivananda Yoga Zentrum München, teilten sich stellenweise auch das gleiche Zimmer. Viele Jahre waren Sukadev und Swami Sivadasananda befreundet - bis sich 1991 ihre Wege trennten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist organisatorisch eigenständig, steht aber wie die Sivananda Yoga Vedanta Zentren in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Sivadasananda zu den bekannten Persönlichkeiten der Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas spirituelle Ausrichtung ist durch die Lehren Swami Sivanandas und Swami Vishnudevanandas geprägt. Im Mittelpunkt stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßige Praxis&lt;br /&gt;
* Einfachheit&lt;br /&gt;
* Disziplin&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
* Meditation&lt;br /&gt;
* Dienst&lt;br /&gt;
* Reinheit des Lebensstils&lt;br /&gt;
* positives Denken&lt;br /&gt;
* Erfahrung statt bloßer Theorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Tradition fasst diesen Weg häufig in den Worten Swami Sivanandas zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere und verwirkliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Geburt am 1. Juni in Deutschland als Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1980er Jahre&lt;br /&gt;
| Mitwirkung in der deutschsprachigen Sivananda-Yoga-Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981–ca. 1988&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; zusammen mit Durgananda Brigitte Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1983&lt;br /&gt;
| Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Entwicklung des Sivananda Yoga Seminarhauses Reith bei Kitzbühel als wichtiger europäischer Lehr- und Praxisort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Bestellung als Director der britischen Sivananda Yoga Vedanta Centre Company&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010er Jahre&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung und internationale Verbreitung von &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020er Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau von Online-Unterricht, unter anderem durch Hatha-Yoga-Online-Programme und &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda u. a.: &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Durgananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Journal]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Centre: &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/&lt;br /&gt;
* Executive Board der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/about/executive-board/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Europe: https://www.sivananda.eu/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel: https://www.sivananda.at/&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda Orléans: https://sivanandaorleans.org/&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pranayama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311388</id>
		<title>Swami Sivadasananda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311388"/>
		<updated>2026-06-26T13:22:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Sivadasananda&#039;&#039;&#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &#039;&#039;Śivadāsānanda&#039;&#039;) ist ein deutscher [[Sannyasin]], [[Yoga Acharya]], langjähriger Schüler von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten der [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]] in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von Yogalehrern, Autor und Dozent für [[Hatha Yoga]], [[Pranayama]], [[Raja Yoga]], [[Meditation]] und ganzheitliche Yogapraxis bekannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Sivadasananda und Sukadev 1.jpeg|thumb|Swami Sivadasananda und Sukadev Bretz, ca. 2012 im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]]. Seit 1983 unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen und Weiterbildungen in Europa, Indien, Kanada und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot;&amp;gt;International Sivananda Yoga Vedanta Centres: Executive Board, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://sivananda.org/about/executive-board/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Instructors, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/yoga-teacher-training/instructors.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Internationale Namensform&lt;br /&gt;
| Jonas Mueller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Sivadas Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsland&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasin, Yogalehrer-Ausbilder, Autor, internationaler Dozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Hatha Yoga, Asana, Pranayama, Meditation, Raja Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, ganzheitliche Yogapraxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Organisation&lt;br /&gt;
| Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Sivadasananda&#039;&#039;&#039; setzt sich aus &#039;&#039;Siva&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Shiva&#039;&#039;, &#039;&#039;Dasa&#039;&#039; und &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; zusammen. &#039;&#039;Sivadasa&#039;&#039; bedeutet „Diener Shivas“ oder „Diener des Göttlichen“. &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; bedeutet „Wonne“, „Freude“ oder „Glückseligkeit“. Der Name kann daher als „Wonne des Dienens an Shiva“ oder „Glückseligkeit des Dieners Shivas“ gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bürgerliche Name Swami Sivadasanandas ist Jonas Müller. In englischsprachigen und internationalen Zusammenhängen erscheint er auch als Jonas Mueller. In der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit wurde er auch als Sivadas Jonas Müller genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot;&amp;gt;Yoga Vidya Wiki: Yoga Journal, https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Journal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde am 1. Juni 1960 in Deutschland geboren. Über seine Kindheit, seine schulische Ausbildung und seine ersten persönlichen Schritte auf dem spirituellen Weg sind in öffentlich zugänglichen Quellen nur wenige Einzelheiten bekannt. Sicher belegt ist, dass er schon sehr jung in die Sivananda-Yoga-Arbeit eintrat und bereits Anfang der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum in leitender und redaktioneller Funktion mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Sivananda-Organisation nennt ihn als in Deutschland geboren und beschreibt ihn als langjährigen Schüler von Swami Vishnudevananda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Das britische Companies-House-Register führt ihn unter dem Namen Jonas Mueller, Geburtsmonat Juni 1960, deutscher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz in Österreich und als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot;&amp;gt;Companies House: Jonas MUELLER personal appointments, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/XiuWr9k1n7DITZ_idzVO1aj1Aqo/appointments&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde Schüler von [[Swami Vishnudevananda]], dem Gründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Swami Vishnudevananda war ein direkter Schüler von [[Swami Sivananda]] aus Rishikesh und brachte ab 1957 die Lehren des klassischen Yoga und Vedanta in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sivananda-Tradition wird Swami Sivadasananda als direkter beziehungsweise langjähriger Schüler Swami Vishnudevanandas beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: General TTC Brochure, Abschnitt über Swami Sivadasananda, https://www.sivananda.eu/fileadmin/user_upload/pdf/English/General-TTC_brochure_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Lehrweise ist geprägt von den fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* richtige Körperübungen – [[Asana]]&lt;br /&gt;
* richtige Atmung – [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* richtige Entspannung – [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* richtige Ernährung – vegetarische, sattvige Ernährung&lt;br /&gt;
* positives Denken und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf Punkte wurden von Swami Vishnudevananda als praktische Zusammenfassung des klassischen Yoga für Menschen im Westen formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in den europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist eng mit dem Aufbau und der Entwicklung der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden. Nach offiziellen Angaben der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren bildet er seit 1983 Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Europa, Indien, Kanada und Südamerika aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört zu den führenden Lehrern der europäischen Sivananda-Tradition. Die europäische Sivananda-Seite bezeichnet ihn als Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen, Fortgeschrittenen-Ausbildungen, Workshops, Satsangs und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Leitung und Mitgestaltung internationaler Yogalehrer-Ausbildungen&lt;br /&gt;
* Unterricht in [[Asana]] und [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Weitergabe der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Korrektur- und Unterrichtsschulungen für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* Vorträge über Yoga, Gesundheit und spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* praktische Einführung in Meditation und Yogaphilosophie&lt;br /&gt;
* Mitarbeit in der Leitung der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* internationale Unterrichtstätigkeit in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Journal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Station seines Wirkens war das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;. Dieses erschien von 1981 bis etwa 1988 in unregelmäßiger Folge, etwa viermal jährlich. Es wurde vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München herausgegeben und auch von Wien aus vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Chefredakteure werden Sivadas Jonas Müller und Durgananda Brigitte Fletcher genannt, heute bekannt als Swami Sivadasananda und [[Swami Durgananda]]. Stark beteiligt war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von [[Yoga Vidya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; war für die Verbreitung klassischer Yogalehren im deutschsprachigen Raum bedeutsam. Es enthielt Artikel über [[Hatha Yoga]], [[Meditation]], [[Vedanta]], [[Bhagavad Gita]], [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnudevananda]], Yogapraxis, spirituelle Lebensführung und vegetarische Ernährung. Durch seine redaktionelle Tätigkeit trug Sivadas Jonas Müller wesentlich dazu bei, die Sivananda-Lehren in deutscher Sprache zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt von Swami Sivadasanandas Lebenswerk ist die Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern. Seit 1983 wirkt er in den internationalen Sivananda Yogalehrer-Ausbildungen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung verbindet die Praxis von Asanas und Pranayama mit Meditation, Mantra-Singen, Yogaphilosophie, Anatomie, Unterrichtsdidaktik, Karma Yoga und spirituellem Leben. Swami Sivadasananda ist dabei besonders für seinen präzisen, dynamischen und gleichzeitig entspannten Unterrichtsstil bekannt. Offizielle Sivananda-Seiten beschreiben ihn als dynamischen, präzisen und kenntnisreichen Lehrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: About us, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.at/en/about-us/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausbildung legt er besonderen Wert auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Ausrichtung in den Asanas&lt;br /&gt;
* bewusste Atmung&lt;br /&gt;
* systematischen Aufbau der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Verbindung von Körper, Atem und Geist&lt;br /&gt;
* achtsame Korrektur&lt;br /&gt;
* Sicherheit im Unterrichten&lt;br /&gt;
* Verständnis für unterschiedliche Körpertypen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Praxis und innerer Haltung&lt;br /&gt;
* einfache, klare Unterrichtssprache&lt;br /&gt;
* spirituelle Ausrichtung der Yogapraxis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsstil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist besonders bekannt für seinen Unterricht in [[Hatha Yoga]], [[Asana]] und [[Pranayama]]. Seine Lehrweise wird als klar, humorvoll, präzise und praxisnah beschrieben. Das Sivananda Yoga Seminarhaus Reith nennt ihn einen erfahrenen und humorvollen internationalen Yogalehrer und Ausbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-studio&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: Yoga-Studio, Abschnitt „Lerne uns kennen“, https://www.sivananda.at/studio/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für seinen Unterricht sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Beobachtung der Teilnehmer&lt;br /&gt;
* präzise Korrekturen&lt;br /&gt;
* klare Demonstrationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Anatomie und Prana-Lehre&lt;br /&gt;
* praktische Hinweise für die eigene tägliche Praxis&lt;br /&gt;
* entspannte, humorvolle Atmosphäre&lt;br /&gt;
* Betonung von Regelmäßigkeit und Geduld&lt;br /&gt;
* Verbindung von körperlicher Praxis mit Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Gesundheitsinformationen wurde Jonas Müller als Senior-Yogalehrer der Sivananda Yoga Zentren zitiert. Dort betonte er, dass für den Einstieg ins Yoga die Anleitung und Korrektur durch einen erfahrenen Yogalehrer wichtig sei und dass Yoga nichts mit Wettkampf zu tun habe; man solle sich fordern, aber nicht überfordern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aponet&amp;quot;&amp;gt;aponet.de: Yoga, mit Zitaten von Jonas Müller, https://www.aponet.de/artikel/yoga-19355&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet seit Jahrzehnten weltweit. Die internationale Sivananda-Seite nennt Europa, Indien, Kanada und Südamerika als Regionen seiner Lehrtätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Sivananda-Seiten beschreiben ihn als Lehrer, der seit vielen Jahren Workshops und Yogalehrer-Ausbildungen auf der ganzen Welt unterrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine internationale Tätigkeit umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* europäische Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Retreat House Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans&lt;br /&gt;
* Yogalehrer-Ausbildungen in Rudraprayag im Himalaya&lt;br /&gt;
* Programme in Indien&lt;br /&gt;
* Programme in Kanada&lt;br /&gt;
* Programme in Südamerika&lt;br /&gt;
* Online-Kurse und internationale Fortbildungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Unterricht und Fire of Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2020er Jahren wurde auch der Online-Unterricht ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Die Sivananda-Seite des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans nennt ihn als Lehrer der beliebten Online-Klassenreihe &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039; beziehungsweise weiterer Hatha-Yoga-Online-Programme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot;&amp;gt;Ashram de Yoga Sivananda Orléans: Swami Sivadasananda, Yoga Acharya, https://sivanandaorleans.secure.retreat.guru/teacher/swami-sivadasananda-yoga-acharya/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Programme verbinden dynamische Asana-Praxis, bewusstes Atmen, vertiefende Erklärungen und spirituelle Motivation. Sie richten sich sowohl an erfahrene Praktizierende als auch an Yogalehrer, die ihre eigene Praxis und ihr Unterrichtsverständnis vertiefen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist Autor und Mitautor mehrerer bekannter Sivananda-Yoga-Bücher. Die internationale Sivananda-Seite nennt ihn als Autor von &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; und &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; sowie als Mitautor von &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039; – Mitautor beziehungsweise Mitwirkender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; wurde international verbreitet und bietet praktische Anleitungen für die Yogapraxis zu Hause. Das Buch enthält Asanas, Übungsprogramme, Atemübungen, Entspannungstechniken, Hinweise zur Yogaphilosophie und praktische Empfehlungen für einen yogischen Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; richtet sich besonders an Anfänger und Menschen, die Yoga systematisch und sicher erlernen wollen. Es erklärt die Grundlagen der Sivananda-Praxis und führt Schritt für Schritt in Körperübungen, Atmung, Entspannung und Meditation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039; verbindet ayurvedische Grundprinzipien mit Ernährung, Lebensstil, Yoga, Atemübungen und Entspannung. Swami Sivadasananda wird in offiziellen Sivananda-Quellen als Mitautor genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel und Lehrtexte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Büchern verfasste Swami Sivadasananda auch Artikel und Lehrtexte. Die europäische Sivananda-Seite führt ihn in der Rubrik &#039;&#039;Articles for inspiration&#039;&#039; und nennt dort unter anderem den Text &#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-articles&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Articles for inspiration, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/downloads/articles-for-inspiration.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Themen seiner Artikel und Vorträge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbindung von Nervenimpuls und Prana&lt;br /&gt;
* Atem und Lebensenergie&lt;br /&gt;
* Asana-Praxis im Alltag&lt;br /&gt;
* Konzentration und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* gesunde Yogapraxis&lt;br /&gt;
* Pranayama und geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* die praktische Anwendung der klassischen Yogalehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der Leitung der Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Leitungsebene der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Die internationale Sivananda-Seite führt ihn im Executive Board.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Die Yogalehrer-Ausbildungsbroschüre beschreibt ihn als Mitglied des Board of Directors der International Sivananda Yoga Vedanta Centres und als langjähriges Mitglied des europäischen Leitungsteams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im britischen Charity Register wird Swami Sivadasananda als Trustee der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;charity-commission&amp;quot;&amp;gt;Charity Commission for England and Wales: Sivananda Yoga Vedanta Centre, Trustee-Liste, https://register-of-charities.charitycommission.gov.uk/en/charity-search/-/charity-details/4007679/full-print&amp;lt;/ref&amp;gt; Companies House nennt Jonas Mueller als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Company, bestellt am 2. April 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Leitungsaufgaben stehen im Zusammenhang mit der internationalen Struktur der Sivananda Yoga Vedanta Zentren, die Ashrams, Stadtzentren, Ausbildungsorte und angeschlossene Zentren in verschiedenen Ländern umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Ort seines Wirkens ist das [[Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel]] in Tirol. Das Seminarhaus wurde 1998 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Yogaurlaub, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung, Fortbildungen und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet dort regelmäßig Programme, Workshops und Ausbildungen. Die Verbindung von Alpenlandschaft, täglicher Yogapraxis, Meditation, vegetarischer Ernährung und spiritueller Gemeinschaft entspricht dem ashramähnlichen Lebensstil der Sivananda-Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Orléans und Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Reith bei Kitzbühel ist auch der Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans in Frankreich ein wichtiger Ort seiner Lehrtätigkeit. Dort unterrichtet er Kurse, Online-Programme, Yogalehrer-Fortbildungen und besondere Retreats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Swami Sivadasananda mit den Yogalehrer-Ausbildungen in Indien verbunden, insbesondere mit Programmen in Rudraprayag im Himalaya. Diese Ausbildungen ermöglichen es europäischen und internationalen Schülern, Yoga in Indien, im Umfeld des Himalaya und der Ganges-Tradition, zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrinhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas Unterricht wurzelt im klassischen Sivananda Yoga. Wichtige Inhalte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Savasana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* yogische Ernährung&lt;br /&gt;
* tägliche spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik&lt;br /&gt;
* Korrektur von Asanas&lt;br /&gt;
* Anatomie und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* Prana und Nervensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderer Beitrag liegt in der Verbindung einer präzisen Körperpraxis mit der energetischen und spirituellen Dimension des Yoga. Dabei versteht er Yoga nicht als Wettbewerb oder reine Körpertechnik, sondern als ganzheitlichen Weg zur Harmonisierung von Körper, Atem, Geist und Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zu den wichtigen Repräsentanten des klassischen Yoga im europäischen Raum. Seit den frühen 1980er Jahren hat er an der Ausbildung zahlreicher Yogalehrerinnen und Yogalehrer mitgewirkt. Durch seine Unterrichtstätigkeit, seine Bücher, seine redaktionelle Arbeit und seine Leitungstätigkeit hat er die Entwicklung des Sivananda Yoga in Europa wesentlich mitgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutsam ist sein Beitrag in folgenden Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* systematische Ausbildung von Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Verbreitung der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Asana und Pranayama in präziser Form&lt;br /&gt;
* Aufbau internationaler Ausbildungsstrukturen&lt;br /&gt;
* deutschsprachige und internationale Yogapublikationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von traditionellem Yoga und moderner Unterrichtspraxis&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Online-Unterricht und digitalen Übungsformaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Sivadasananda auch deshalb bedeutsam, weil er in der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit gemeinsam mit [[Swami Durgananda]] und anderen das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; prägte. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von Yoga Vidya, stark beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda begann im Sivananda Yoga Zentrum München etwas 1-2 Jahre vor Sukadev. So war Swami Sivadasananda einer der prägenden Lehrer von Sukadev und hatte auch großen Einfluss auf dessen spirituelle Praxis und Unterricht. Die beiden lebten ca. 2 Jahre im Sivananda Yoga Zentrum München, teilten sich stellenweise auch das gleiche Zimmer. Viele Jahre waren Sukadev und Swami Sivadasananda befreundet - bis sich 1991 ihre Wege trennten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist organisatorisch eigenständig, steht aber wie die Sivananda Yoga Vedanta Zentren in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Sivadasananda zu den bekannten Persönlichkeiten der Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas spirituelle Ausrichtung ist durch die Lehren Swami Sivanandas und Swami Vishnudevanandas geprägt. Im Mittelpunkt stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßige Praxis&lt;br /&gt;
* Einfachheit&lt;br /&gt;
* Disziplin&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
* Meditation&lt;br /&gt;
* Dienst&lt;br /&gt;
* Reinheit des Lebensstils&lt;br /&gt;
* positives Denken&lt;br /&gt;
* Erfahrung statt bloßer Theorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Tradition fasst diesen Weg häufig in den Worten Swami Sivanandas zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere und verwirkliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Geburt am 1. Juni in Deutschland als Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1980er Jahre&lt;br /&gt;
| Mitwirkung in der deutschsprachigen Sivananda-Yoga-Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981–ca. 1988&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; zusammen mit Durgananda Brigitte Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1983&lt;br /&gt;
| Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Entwicklung des Sivananda Yoga Seminarhauses Reith bei Kitzbühel als wichtiger europäischer Lehr- und Praxisort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Bestellung als Director der britischen Sivananda Yoga Vedanta Centre Company&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010er Jahre&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung und internationale Verbreitung von &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020er Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau von Online-Unterricht, unter anderem durch Hatha-Yoga-Online-Programme und &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda u. a.: &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Durgananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Journal]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Centre: &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/&lt;br /&gt;
* Executive Board der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/about/executive-board/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Europe: https://www.sivananda.eu/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel: https://www.sivananda.at/&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda Orléans: https://sivanandaorleans.org/&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pranayama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311387</id>
		<title>Swami Sivadasananda</title>
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		<updated>2026-06-26T13:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Sivadasananda&#039;&#039;&#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &#039;&#039;Śivadāsānanda&#039;&#039;) ist ein deutscher [[Sannyasin]], [[Yoga Acharya]], langjähriger Schüler von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten der [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]] in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von Yogalehrern, Autor und Dozent für [[Hatha Yoga]], [[Pranayama]], [[Raja Yoga]], [[Meditation]] und ganzheitliche Yogapraxis bekannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami Sivadasananda und Sukadev 1.jpeg|thumb|Swami Sivadasananda und Sukadev Bretz, ca. 2007 im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]]. Seit 1983 unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen und Weiterbildungen in Europa, Indien, Kanada und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot;&amp;gt;International Sivananda Yoga Vedanta Centres: Executive Board, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://sivananda.org/about/executive-board/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Instructors, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/yoga-teacher-training/instructors.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Internationale Namensform&lt;br /&gt;
| Jonas Mueller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Sivadas Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsland&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasin, Yogalehrer-Ausbilder, Autor, internationaler Dozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Hatha Yoga, Asana, Pranayama, Meditation, Raja Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, ganzheitliche Yogapraxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Organisation&lt;br /&gt;
| Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Sivadasananda&#039;&#039;&#039; setzt sich aus &#039;&#039;Siva&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Shiva&#039;&#039;, &#039;&#039;Dasa&#039;&#039; und &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; zusammen. &#039;&#039;Sivadasa&#039;&#039; bedeutet „Diener Shivas“ oder „Diener des Göttlichen“. &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; bedeutet „Wonne“, „Freude“ oder „Glückseligkeit“. Der Name kann daher als „Wonne des Dienens an Shiva“ oder „Glückseligkeit des Dieners Shivas“ gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bürgerliche Name Swami Sivadasanandas ist Jonas Müller. In englischsprachigen und internationalen Zusammenhängen erscheint er auch als Jonas Mueller. In der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit wurde er auch als Sivadas Jonas Müller genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot;&amp;gt;Yoga Vidya Wiki: Yoga Journal, https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Journal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde am 1. Juni 1960 in Deutschland geboren. Über seine Kindheit, seine schulische Ausbildung und seine ersten persönlichen Schritte auf dem spirituellen Weg sind in öffentlich zugänglichen Quellen nur wenige Einzelheiten bekannt. Sicher belegt ist, dass er schon sehr jung in die Sivananda-Yoga-Arbeit eintrat und bereits Anfang der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum in leitender und redaktioneller Funktion mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Sivananda-Organisation nennt ihn als in Deutschland geboren und beschreibt ihn als langjährigen Schüler von Swami Vishnudevananda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Das britische Companies-House-Register führt ihn unter dem Namen Jonas Mueller, Geburtsmonat Juni 1960, deutscher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz in Österreich und als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot;&amp;gt;Companies House: Jonas MUELLER personal appointments, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/XiuWr9k1n7DITZ_idzVO1aj1Aqo/appointments&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde Schüler von [[Swami Vishnudevananda]], dem Gründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Swami Vishnudevananda war ein direkter Schüler von [[Swami Sivananda]] aus Rishikesh und brachte ab 1957 die Lehren des klassischen Yoga und Vedanta in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sivananda-Tradition wird Swami Sivadasananda als direkter beziehungsweise langjähriger Schüler Swami Vishnudevanandas beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: General TTC Brochure, Abschnitt über Swami Sivadasananda, https://www.sivananda.eu/fileadmin/user_upload/pdf/English/General-TTC_brochure_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Lehrweise ist geprägt von den fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* richtige Körperübungen – [[Asana]]&lt;br /&gt;
* richtige Atmung – [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* richtige Entspannung – [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* richtige Ernährung – vegetarische, sattvige Ernährung&lt;br /&gt;
* positives Denken und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf Punkte wurden von Swami Vishnudevananda als praktische Zusammenfassung des klassischen Yoga für Menschen im Westen formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in den europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist eng mit dem Aufbau und der Entwicklung der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden. Nach offiziellen Angaben der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren bildet er seit 1983 Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Europa, Indien, Kanada und Südamerika aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört zu den führenden Lehrern der europäischen Sivananda-Tradition. Die europäische Sivananda-Seite bezeichnet ihn als Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen, Fortgeschrittenen-Ausbildungen, Workshops, Satsangs und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Leitung und Mitgestaltung internationaler Yogalehrer-Ausbildungen&lt;br /&gt;
* Unterricht in [[Asana]] und [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Weitergabe der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Korrektur- und Unterrichtsschulungen für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* Vorträge über Yoga, Gesundheit und spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* praktische Einführung in Meditation und Yogaphilosophie&lt;br /&gt;
* Mitarbeit in der Leitung der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* internationale Unterrichtstätigkeit in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Journal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Station seines Wirkens war das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;. Dieses erschien von 1981 bis etwa 1988 in unregelmäßiger Folge, etwa viermal jährlich. Es wurde vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München herausgegeben und auch von Wien aus vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Chefredakteure werden Sivadas Jonas Müller und Durgananda Brigitte Fletcher genannt, heute bekannt als Swami Sivadasananda und [[Swami Durgananda]]. Stark beteiligt war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von [[Yoga Vidya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; war für die Verbreitung klassischer Yogalehren im deutschsprachigen Raum bedeutsam. Es enthielt Artikel über [[Hatha Yoga]], [[Meditation]], [[Vedanta]], [[Bhagavad Gita]], [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnudevananda]], Yogapraxis, spirituelle Lebensführung und vegetarische Ernährung. Durch seine redaktionelle Tätigkeit trug Sivadas Jonas Müller wesentlich dazu bei, die Sivananda-Lehren in deutscher Sprache zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt von Swami Sivadasanandas Lebenswerk ist die Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern. Seit 1983 wirkt er in den internationalen Sivananda Yogalehrer-Ausbildungen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung verbindet die Praxis von Asanas und Pranayama mit Meditation, Mantra-Singen, Yogaphilosophie, Anatomie, Unterrichtsdidaktik, Karma Yoga und spirituellem Leben. Swami Sivadasananda ist dabei besonders für seinen präzisen, dynamischen und gleichzeitig entspannten Unterrichtsstil bekannt. Offizielle Sivananda-Seiten beschreiben ihn als dynamischen, präzisen und kenntnisreichen Lehrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: About us, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.at/en/about-us/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausbildung legt er besonderen Wert auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Ausrichtung in den Asanas&lt;br /&gt;
* bewusste Atmung&lt;br /&gt;
* systematischen Aufbau der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Verbindung von Körper, Atem und Geist&lt;br /&gt;
* achtsame Korrektur&lt;br /&gt;
* Sicherheit im Unterrichten&lt;br /&gt;
* Verständnis für unterschiedliche Körpertypen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Praxis und innerer Haltung&lt;br /&gt;
* einfache, klare Unterrichtssprache&lt;br /&gt;
* spirituelle Ausrichtung der Yogapraxis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsstil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist besonders bekannt für seinen Unterricht in [[Hatha Yoga]], [[Asana]] und [[Pranayama]]. Seine Lehrweise wird als klar, humorvoll, präzise und praxisnah beschrieben. Das Sivananda Yoga Seminarhaus Reith nennt ihn einen erfahrenen und humorvollen internationalen Yogalehrer und Ausbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-studio&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: Yoga-Studio, Abschnitt „Lerne uns kennen“, https://www.sivananda.at/studio/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für seinen Unterricht sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Beobachtung der Teilnehmer&lt;br /&gt;
* präzise Korrekturen&lt;br /&gt;
* klare Demonstrationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Anatomie und Prana-Lehre&lt;br /&gt;
* praktische Hinweise für die eigene tägliche Praxis&lt;br /&gt;
* entspannte, humorvolle Atmosphäre&lt;br /&gt;
* Betonung von Regelmäßigkeit und Geduld&lt;br /&gt;
* Verbindung von körperlicher Praxis mit Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Gesundheitsinformationen wurde Jonas Müller als Senior-Yogalehrer der Sivananda Yoga Zentren zitiert. Dort betonte er, dass für den Einstieg ins Yoga die Anleitung und Korrektur durch einen erfahrenen Yogalehrer wichtig sei und dass Yoga nichts mit Wettkampf zu tun habe; man solle sich fordern, aber nicht überfordern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aponet&amp;quot;&amp;gt;aponet.de: Yoga, mit Zitaten von Jonas Müller, https://www.aponet.de/artikel/yoga-19355&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet seit Jahrzehnten weltweit. Die internationale Sivananda-Seite nennt Europa, Indien, Kanada und Südamerika als Regionen seiner Lehrtätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Sivananda-Seiten beschreiben ihn als Lehrer, der seit vielen Jahren Workshops und Yogalehrer-Ausbildungen auf der ganzen Welt unterrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine internationale Tätigkeit umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* europäische Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Retreat House Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans&lt;br /&gt;
* Yogalehrer-Ausbildungen in Rudraprayag im Himalaya&lt;br /&gt;
* Programme in Indien&lt;br /&gt;
* Programme in Kanada&lt;br /&gt;
* Programme in Südamerika&lt;br /&gt;
* Online-Kurse und internationale Fortbildungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Unterricht und Fire of Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2020er Jahren wurde auch der Online-Unterricht ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Die Sivananda-Seite des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans nennt ihn als Lehrer der beliebten Online-Klassenreihe &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039; beziehungsweise weiterer Hatha-Yoga-Online-Programme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot;&amp;gt;Ashram de Yoga Sivananda Orléans: Swami Sivadasananda, Yoga Acharya, https://sivanandaorleans.secure.retreat.guru/teacher/swami-sivadasananda-yoga-acharya/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Programme verbinden dynamische Asana-Praxis, bewusstes Atmen, vertiefende Erklärungen und spirituelle Motivation. Sie richten sich sowohl an erfahrene Praktizierende als auch an Yogalehrer, die ihre eigene Praxis und ihr Unterrichtsverständnis vertiefen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist Autor und Mitautor mehrerer bekannter Sivananda-Yoga-Bücher. Die internationale Sivananda-Seite nennt ihn als Autor von &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; und &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; sowie als Mitautor von &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039; – Mitautor beziehungsweise Mitwirkender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; wurde international verbreitet und bietet praktische Anleitungen für die Yogapraxis zu Hause. Das Buch enthält Asanas, Übungsprogramme, Atemübungen, Entspannungstechniken, Hinweise zur Yogaphilosophie und praktische Empfehlungen für einen yogischen Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; richtet sich besonders an Anfänger und Menschen, die Yoga systematisch und sicher erlernen wollen. Es erklärt die Grundlagen der Sivananda-Praxis und führt Schritt für Schritt in Körperübungen, Atmung, Entspannung und Meditation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039; verbindet ayurvedische Grundprinzipien mit Ernährung, Lebensstil, Yoga, Atemübungen und Entspannung. Swami Sivadasananda wird in offiziellen Sivananda-Quellen als Mitautor genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel und Lehrtexte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Büchern verfasste Swami Sivadasananda auch Artikel und Lehrtexte. Die europäische Sivananda-Seite führt ihn in der Rubrik &#039;&#039;Articles for inspiration&#039;&#039; und nennt dort unter anderem den Text &#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-articles&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Articles for inspiration, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/downloads/articles-for-inspiration.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Themen seiner Artikel und Vorträge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbindung von Nervenimpuls und Prana&lt;br /&gt;
* Atem und Lebensenergie&lt;br /&gt;
* Asana-Praxis im Alltag&lt;br /&gt;
* Konzentration und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* gesunde Yogapraxis&lt;br /&gt;
* Pranayama und geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* die praktische Anwendung der klassischen Yogalehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der Leitung der Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Leitungsebene der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Die internationale Sivananda-Seite führt ihn im Executive Board.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Die Yogalehrer-Ausbildungsbroschüre beschreibt ihn als Mitglied des Board of Directors der International Sivananda Yoga Vedanta Centres und als langjähriges Mitglied des europäischen Leitungsteams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im britischen Charity Register wird Swami Sivadasananda als Trustee der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;charity-commission&amp;quot;&amp;gt;Charity Commission for England and Wales: Sivananda Yoga Vedanta Centre, Trustee-Liste, https://register-of-charities.charitycommission.gov.uk/en/charity-search/-/charity-details/4007679/full-print&amp;lt;/ref&amp;gt; Companies House nennt Jonas Mueller als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Company, bestellt am 2. April 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Leitungsaufgaben stehen im Zusammenhang mit der internationalen Struktur der Sivananda Yoga Vedanta Zentren, die Ashrams, Stadtzentren, Ausbildungsorte und angeschlossene Zentren in verschiedenen Ländern umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Ort seines Wirkens ist das [[Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel]] in Tirol. Das Seminarhaus wurde 1998 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Yogaurlaub, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung, Fortbildungen und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet dort regelmäßig Programme, Workshops und Ausbildungen. Die Verbindung von Alpenlandschaft, täglicher Yogapraxis, Meditation, vegetarischer Ernährung und spiritueller Gemeinschaft entspricht dem ashramähnlichen Lebensstil der Sivananda-Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Orléans und Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Reith bei Kitzbühel ist auch der Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans in Frankreich ein wichtiger Ort seiner Lehrtätigkeit. Dort unterrichtet er Kurse, Online-Programme, Yogalehrer-Fortbildungen und besondere Retreats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Swami Sivadasananda mit den Yogalehrer-Ausbildungen in Indien verbunden, insbesondere mit Programmen in Rudraprayag im Himalaya. Diese Ausbildungen ermöglichen es europäischen und internationalen Schülern, Yoga in Indien, im Umfeld des Himalaya und der Ganges-Tradition, zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrinhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas Unterricht wurzelt im klassischen Sivananda Yoga. Wichtige Inhalte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Savasana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* yogische Ernährung&lt;br /&gt;
* tägliche spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik&lt;br /&gt;
* Korrektur von Asanas&lt;br /&gt;
* Anatomie und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* Prana und Nervensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderer Beitrag liegt in der Verbindung einer präzisen Körperpraxis mit der energetischen und spirituellen Dimension des Yoga. Dabei versteht er Yoga nicht als Wettbewerb oder reine Körpertechnik, sondern als ganzheitlichen Weg zur Harmonisierung von Körper, Atem, Geist und Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zu den wichtigen Repräsentanten des klassischen Yoga im europäischen Raum. Seit den frühen 1980er Jahren hat er an der Ausbildung zahlreicher Yogalehrerinnen und Yogalehrer mitgewirkt. Durch seine Unterrichtstätigkeit, seine Bücher, seine redaktionelle Arbeit und seine Leitungstätigkeit hat er die Entwicklung des Sivananda Yoga in Europa wesentlich mitgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutsam ist sein Beitrag in folgenden Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* systematische Ausbildung von Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Verbreitung der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Asana und Pranayama in präziser Form&lt;br /&gt;
* Aufbau internationaler Ausbildungsstrukturen&lt;br /&gt;
* deutschsprachige und internationale Yogapublikationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von traditionellem Yoga und moderner Unterrichtspraxis&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Online-Unterricht und digitalen Übungsformaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Sivadasananda auch deshalb bedeutsam, weil er in der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit gemeinsam mit [[Swami Durgananda]] und anderen das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; prägte. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von Yoga Vidya, stark beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda begann im Sivananda Yoga Zentrum München etwas 1-2 Jahre vor Sukadev. So war Swami Sivadasananda einer der prägenden Lehrer von Sukadev und hatte auch großen Einfluss auf dessen spirituelle Praxis und Unterricht. Die beiden lebten ca. 2 Jahre im Sivananda Yoga Zentrum München, teilten sich stellenweise auch das gleiche Zimmer. Viele Jahre waren Sukadev und Swami Sivadasananda befreundet - bis sich 1991 ihre Wege trennten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist organisatorisch eigenständig, steht aber wie die Sivananda Yoga Vedanta Zentren in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Sivadasananda zu den bekannten Persönlichkeiten der Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas spirituelle Ausrichtung ist durch die Lehren Swami Sivanandas und Swami Vishnudevanandas geprägt. Im Mittelpunkt stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßige Praxis&lt;br /&gt;
* Einfachheit&lt;br /&gt;
* Disziplin&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
* Meditation&lt;br /&gt;
* Dienst&lt;br /&gt;
* Reinheit des Lebensstils&lt;br /&gt;
* positives Denken&lt;br /&gt;
* Erfahrung statt bloßer Theorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Tradition fasst diesen Weg häufig in den Worten Swami Sivanandas zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere und verwirkliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Geburt am 1. Juni in Deutschland als Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1980er Jahre&lt;br /&gt;
| Mitwirkung in der deutschsprachigen Sivananda-Yoga-Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981–ca. 1988&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; zusammen mit Durgananda Brigitte Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1983&lt;br /&gt;
| Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Entwicklung des Sivananda Yoga Seminarhauses Reith bei Kitzbühel als wichtiger europäischer Lehr- und Praxisort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Bestellung als Director der britischen Sivananda Yoga Vedanta Centre Company&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010er Jahre&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung und internationale Verbreitung von &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020er Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau von Online-Unterricht, unter anderem durch Hatha-Yoga-Online-Programme und &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda u. a.: &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Durgananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Journal]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Centre: &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/&lt;br /&gt;
* Executive Board der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/about/executive-board/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Europe: https://www.sivananda.eu/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel: https://www.sivananda.at/&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda Orléans: https://sivanandaorleans.org/&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pranayama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Swami_Sivadasananda_und_Sukadev_1.jpeg&amp;diff=1311386</id>
		<title>Datei:Swami Sivadasananda und Sukadev 1.jpeg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Swami_Sivadasananda_und_Sukadev_1.jpeg&amp;diff=1311386"/>
		<updated>2026-06-26T13:20:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Swami Sivadasananda und Sukadev Bretz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivadasananda]] und [[Sukadev Bretz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311385</id>
		<title>Swami Sivadasananda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311385"/>
		<updated>2026-06-26T13:18:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Beziehung zu Yoga Vidya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Sivadasananda&#039;&#039;&#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &#039;&#039;Śivadāsānanda&#039;&#039;) ist ein deutscher [[Sannyasin]], [[Yoga Acharya]], langjähriger Schüler von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten der [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]] in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von Yogalehrern, Autor und Dozent für [[Hatha Yoga]], [[Pranayama]], [[Raja Yoga]], [[Meditation]] und ganzheitliche Yogapraxis bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]]. Seit 1983 unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen und Weiterbildungen in Europa, Indien, Kanada und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot;&amp;gt;International Sivananda Yoga Vedanta Centres: Executive Board, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://sivananda.org/about/executive-board/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Instructors, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/yoga-teacher-training/instructors.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Internationale Namensform&lt;br /&gt;
| Jonas Mueller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Sivadas Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsland&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasin, Yogalehrer-Ausbilder, Autor, internationaler Dozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Hatha Yoga, Asana, Pranayama, Meditation, Raja Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, ganzheitliche Yogapraxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Organisation&lt;br /&gt;
| Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Sivadasananda&#039;&#039;&#039; setzt sich aus &#039;&#039;Siva&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Shiva&#039;&#039;, &#039;&#039;Dasa&#039;&#039; und &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; zusammen. &#039;&#039;Sivadasa&#039;&#039; bedeutet „Diener Shivas“ oder „Diener des Göttlichen“. &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; bedeutet „Wonne“, „Freude“ oder „Glückseligkeit“. Der Name kann daher als „Wonne des Dienens an Shiva“ oder „Glückseligkeit des Dieners Shivas“ gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bürgerliche Name Swami Sivadasanandas ist Jonas Müller. In englischsprachigen und internationalen Zusammenhängen erscheint er auch als Jonas Mueller. In der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit wurde er auch als Sivadas Jonas Müller genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot;&amp;gt;Yoga Vidya Wiki: Yoga Journal, https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Journal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde am 1. Juni 1960 in Deutschland geboren. Über seine Kindheit, seine schulische Ausbildung und seine ersten persönlichen Schritte auf dem spirituellen Weg sind in öffentlich zugänglichen Quellen nur wenige Einzelheiten bekannt. Sicher belegt ist, dass er schon sehr jung in die Sivananda-Yoga-Arbeit eintrat und bereits Anfang der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum in leitender und redaktioneller Funktion mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Sivananda-Organisation nennt ihn als in Deutschland geboren und beschreibt ihn als langjährigen Schüler von Swami Vishnudevananda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Das britische Companies-House-Register führt ihn unter dem Namen Jonas Mueller, Geburtsmonat Juni 1960, deutscher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz in Österreich und als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot;&amp;gt;Companies House: Jonas MUELLER personal appointments, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/XiuWr9k1n7DITZ_idzVO1aj1Aqo/appointments&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde Schüler von [[Swami Vishnudevananda]], dem Gründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Swami Vishnudevananda war ein direkter Schüler von [[Swami Sivananda]] aus Rishikesh und brachte ab 1957 die Lehren des klassischen Yoga und Vedanta in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sivananda-Tradition wird Swami Sivadasananda als direkter beziehungsweise langjähriger Schüler Swami Vishnudevanandas beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: General TTC Brochure, Abschnitt über Swami Sivadasananda, https://www.sivananda.eu/fileadmin/user_upload/pdf/English/General-TTC_brochure_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Lehrweise ist geprägt von den fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* richtige Körperübungen – [[Asana]]&lt;br /&gt;
* richtige Atmung – [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* richtige Entspannung – [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* richtige Ernährung – vegetarische, sattvige Ernährung&lt;br /&gt;
* positives Denken und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf Punkte wurden von Swami Vishnudevananda als praktische Zusammenfassung des klassischen Yoga für Menschen im Westen formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in den europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist eng mit dem Aufbau und der Entwicklung der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden. Nach offiziellen Angaben der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren bildet er seit 1983 Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Europa, Indien, Kanada und Südamerika aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört zu den führenden Lehrern der europäischen Sivananda-Tradition. Die europäische Sivananda-Seite bezeichnet ihn als Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen, Fortgeschrittenen-Ausbildungen, Workshops, Satsangs und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Leitung und Mitgestaltung internationaler Yogalehrer-Ausbildungen&lt;br /&gt;
* Unterricht in [[Asana]] und [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Weitergabe der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Korrektur- und Unterrichtsschulungen für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* Vorträge über Yoga, Gesundheit und spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* praktische Einführung in Meditation und Yogaphilosophie&lt;br /&gt;
* Mitarbeit in der Leitung der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* internationale Unterrichtstätigkeit in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Journal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Station seines Wirkens war das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;. Dieses erschien von 1981 bis etwa 1988 in unregelmäßiger Folge, etwa viermal jährlich. Es wurde vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München herausgegeben und auch von Wien aus vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Chefredakteure werden Sivadas Jonas Müller und Durgananda Brigitte Fletcher genannt, heute bekannt als Swami Sivadasananda und [[Swami Durgananda]]. Stark beteiligt war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von [[Yoga Vidya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; war für die Verbreitung klassischer Yogalehren im deutschsprachigen Raum bedeutsam. Es enthielt Artikel über [[Hatha Yoga]], [[Meditation]], [[Vedanta]], [[Bhagavad Gita]], [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnudevananda]], Yogapraxis, spirituelle Lebensführung und vegetarische Ernährung. Durch seine redaktionelle Tätigkeit trug Sivadas Jonas Müller wesentlich dazu bei, die Sivananda-Lehren in deutscher Sprache zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt von Swami Sivadasanandas Lebenswerk ist die Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern. Seit 1983 wirkt er in den internationalen Sivananda Yogalehrer-Ausbildungen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung verbindet die Praxis von Asanas und Pranayama mit Meditation, Mantra-Singen, Yogaphilosophie, Anatomie, Unterrichtsdidaktik, Karma Yoga und spirituellem Leben. Swami Sivadasananda ist dabei besonders für seinen präzisen, dynamischen und gleichzeitig entspannten Unterrichtsstil bekannt. Offizielle Sivananda-Seiten beschreiben ihn als dynamischen, präzisen und kenntnisreichen Lehrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: About us, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.at/en/about-us/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausbildung legt er besonderen Wert auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Ausrichtung in den Asanas&lt;br /&gt;
* bewusste Atmung&lt;br /&gt;
* systematischen Aufbau der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Verbindung von Körper, Atem und Geist&lt;br /&gt;
* achtsame Korrektur&lt;br /&gt;
* Sicherheit im Unterrichten&lt;br /&gt;
* Verständnis für unterschiedliche Körpertypen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Praxis und innerer Haltung&lt;br /&gt;
* einfache, klare Unterrichtssprache&lt;br /&gt;
* spirituelle Ausrichtung der Yogapraxis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsstil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist besonders bekannt für seinen Unterricht in [[Hatha Yoga]], [[Asana]] und [[Pranayama]]. Seine Lehrweise wird als klar, humorvoll, präzise und praxisnah beschrieben. Das Sivananda Yoga Seminarhaus Reith nennt ihn einen erfahrenen und humorvollen internationalen Yogalehrer und Ausbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-studio&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: Yoga-Studio, Abschnitt „Lerne uns kennen“, https://www.sivananda.at/studio/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für seinen Unterricht sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Beobachtung der Teilnehmer&lt;br /&gt;
* präzise Korrekturen&lt;br /&gt;
* klare Demonstrationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Anatomie und Prana-Lehre&lt;br /&gt;
* praktische Hinweise für die eigene tägliche Praxis&lt;br /&gt;
* entspannte, humorvolle Atmosphäre&lt;br /&gt;
* Betonung von Regelmäßigkeit und Geduld&lt;br /&gt;
* Verbindung von körperlicher Praxis mit Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Gesundheitsinformationen wurde Jonas Müller als Senior-Yogalehrer der Sivananda Yoga Zentren zitiert. Dort betonte er, dass für den Einstieg ins Yoga die Anleitung und Korrektur durch einen erfahrenen Yogalehrer wichtig sei und dass Yoga nichts mit Wettkampf zu tun habe; man solle sich fordern, aber nicht überfordern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aponet&amp;quot;&amp;gt;aponet.de: Yoga, mit Zitaten von Jonas Müller, https://www.aponet.de/artikel/yoga-19355&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet seit Jahrzehnten weltweit. Die internationale Sivananda-Seite nennt Europa, Indien, Kanada und Südamerika als Regionen seiner Lehrtätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Sivananda-Seiten beschreiben ihn als Lehrer, der seit vielen Jahren Workshops und Yogalehrer-Ausbildungen auf der ganzen Welt unterrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine internationale Tätigkeit umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* europäische Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Retreat House Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans&lt;br /&gt;
* Yogalehrer-Ausbildungen in Rudraprayag im Himalaya&lt;br /&gt;
* Programme in Indien&lt;br /&gt;
* Programme in Kanada&lt;br /&gt;
* Programme in Südamerika&lt;br /&gt;
* Online-Kurse und internationale Fortbildungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Unterricht und Fire of Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2020er Jahren wurde auch der Online-Unterricht ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Die Sivananda-Seite des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans nennt ihn als Lehrer der beliebten Online-Klassenreihe &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039; beziehungsweise weiterer Hatha-Yoga-Online-Programme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot;&amp;gt;Ashram de Yoga Sivananda Orléans: Swami Sivadasananda, Yoga Acharya, https://sivanandaorleans.secure.retreat.guru/teacher/swami-sivadasananda-yoga-acharya/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Programme verbinden dynamische Asana-Praxis, bewusstes Atmen, vertiefende Erklärungen und spirituelle Motivation. Sie richten sich sowohl an erfahrene Praktizierende als auch an Yogalehrer, die ihre eigene Praxis und ihr Unterrichtsverständnis vertiefen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist Autor und Mitautor mehrerer bekannter Sivananda-Yoga-Bücher. Die internationale Sivananda-Seite nennt ihn als Autor von &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; und &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; sowie als Mitautor von &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039; – Mitautor beziehungsweise Mitwirkender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; wurde international verbreitet und bietet praktische Anleitungen für die Yogapraxis zu Hause. Das Buch enthält Asanas, Übungsprogramme, Atemübungen, Entspannungstechniken, Hinweise zur Yogaphilosophie und praktische Empfehlungen für einen yogischen Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; richtet sich besonders an Anfänger und Menschen, die Yoga systematisch und sicher erlernen wollen. Es erklärt die Grundlagen der Sivananda-Praxis und führt Schritt für Schritt in Körperübungen, Atmung, Entspannung und Meditation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039; verbindet ayurvedische Grundprinzipien mit Ernährung, Lebensstil, Yoga, Atemübungen und Entspannung. Swami Sivadasananda wird in offiziellen Sivananda-Quellen als Mitautor genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel und Lehrtexte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Büchern verfasste Swami Sivadasananda auch Artikel und Lehrtexte. Die europäische Sivananda-Seite führt ihn in der Rubrik &#039;&#039;Articles for inspiration&#039;&#039; und nennt dort unter anderem den Text &#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-articles&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Articles for inspiration, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/downloads/articles-for-inspiration.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Themen seiner Artikel und Vorträge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbindung von Nervenimpuls und Prana&lt;br /&gt;
* Atem und Lebensenergie&lt;br /&gt;
* Asana-Praxis im Alltag&lt;br /&gt;
* Konzentration und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* gesunde Yogapraxis&lt;br /&gt;
* Pranayama und geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* die praktische Anwendung der klassischen Yogalehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der Leitung der Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Leitungsebene der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Die internationale Sivananda-Seite führt ihn im Executive Board.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Die Yogalehrer-Ausbildungsbroschüre beschreibt ihn als Mitglied des Board of Directors der International Sivananda Yoga Vedanta Centres und als langjähriges Mitglied des europäischen Leitungsteams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im britischen Charity Register wird Swami Sivadasananda als Trustee der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;charity-commission&amp;quot;&amp;gt;Charity Commission for England and Wales: Sivananda Yoga Vedanta Centre, Trustee-Liste, https://register-of-charities.charitycommission.gov.uk/en/charity-search/-/charity-details/4007679/full-print&amp;lt;/ref&amp;gt; Companies House nennt Jonas Mueller als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Company, bestellt am 2. April 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Leitungsaufgaben stehen im Zusammenhang mit der internationalen Struktur der Sivananda Yoga Vedanta Zentren, die Ashrams, Stadtzentren, Ausbildungsorte und angeschlossene Zentren in verschiedenen Ländern umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Ort seines Wirkens ist das [[Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel]] in Tirol. Das Seminarhaus wurde 1998 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Yogaurlaub, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung, Fortbildungen und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet dort regelmäßig Programme, Workshops und Ausbildungen. Die Verbindung von Alpenlandschaft, täglicher Yogapraxis, Meditation, vegetarischer Ernährung und spiritueller Gemeinschaft entspricht dem ashramähnlichen Lebensstil der Sivananda-Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Orléans und Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Reith bei Kitzbühel ist auch der Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans in Frankreich ein wichtiger Ort seiner Lehrtätigkeit. Dort unterrichtet er Kurse, Online-Programme, Yogalehrer-Fortbildungen und besondere Retreats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Swami Sivadasananda mit den Yogalehrer-Ausbildungen in Indien verbunden, insbesondere mit Programmen in Rudraprayag im Himalaya. Diese Ausbildungen ermöglichen es europäischen und internationalen Schülern, Yoga in Indien, im Umfeld des Himalaya und der Ganges-Tradition, zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrinhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas Unterricht wurzelt im klassischen Sivananda Yoga. Wichtige Inhalte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Savasana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* yogische Ernährung&lt;br /&gt;
* tägliche spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik&lt;br /&gt;
* Korrektur von Asanas&lt;br /&gt;
* Anatomie und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* Prana und Nervensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderer Beitrag liegt in der Verbindung einer präzisen Körperpraxis mit der energetischen und spirituellen Dimension des Yoga. Dabei versteht er Yoga nicht als Wettbewerb oder reine Körpertechnik, sondern als ganzheitlichen Weg zur Harmonisierung von Körper, Atem, Geist und Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zu den wichtigen Repräsentanten des klassischen Yoga im europäischen Raum. Seit den frühen 1980er Jahren hat er an der Ausbildung zahlreicher Yogalehrerinnen und Yogalehrer mitgewirkt. Durch seine Unterrichtstätigkeit, seine Bücher, seine redaktionelle Arbeit und seine Leitungstätigkeit hat er die Entwicklung des Sivananda Yoga in Europa wesentlich mitgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutsam ist sein Beitrag in folgenden Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* systematische Ausbildung von Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Verbreitung der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Asana und Pranayama in präziser Form&lt;br /&gt;
* Aufbau internationaler Ausbildungsstrukturen&lt;br /&gt;
* deutschsprachige und internationale Yogapublikationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von traditionellem Yoga und moderner Unterrichtspraxis&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Online-Unterricht und digitalen Übungsformaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Sivadasananda auch deshalb bedeutsam, weil er in der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit gemeinsam mit [[Swami Durgananda]] und anderen das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; prägte. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von Yoga Vidya, stark beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda begann im Sivananda Yoga Zentrum München etwas 1-2 Jahre vor Sukadev. So war Swami Sivadasananda einer der prägenden Lehrer von Sukadev und hatte auch großen Einfluss auf dessen spirituelle Praxis und Unterricht. Die beiden lebten ca. 2 Jahre im Sivananda Yoga Zentrum München, teilten sich stellenweise auch das gleiche Zimmer. Viele Jahre waren Sukadev und Swami Sivadasananda befreundet - bis sich 1991 ihre Wege trennten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist organisatorisch eigenständig, steht aber wie die Sivananda Yoga Vedanta Zentren in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Sivadasananda zu den bekannten Persönlichkeiten der Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas spirituelle Ausrichtung ist durch die Lehren Swami Sivanandas und Swami Vishnudevanandas geprägt. Im Mittelpunkt stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßige Praxis&lt;br /&gt;
* Einfachheit&lt;br /&gt;
* Disziplin&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
* Meditation&lt;br /&gt;
* Dienst&lt;br /&gt;
* Reinheit des Lebensstils&lt;br /&gt;
* positives Denken&lt;br /&gt;
* Erfahrung statt bloßer Theorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Tradition fasst diesen Weg häufig in den Worten Swami Sivanandas zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere und verwirkliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Geburt am 1. Juni in Deutschland als Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1980er Jahre&lt;br /&gt;
| Mitwirkung in der deutschsprachigen Sivananda-Yoga-Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981–ca. 1988&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; zusammen mit Durgananda Brigitte Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1983&lt;br /&gt;
| Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Entwicklung des Sivananda Yoga Seminarhauses Reith bei Kitzbühel als wichtiger europäischer Lehr- und Praxisort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Bestellung als Director der britischen Sivananda Yoga Vedanta Centre Company&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010er Jahre&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung und internationale Verbreitung von &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020er Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau von Online-Unterricht, unter anderem durch Hatha-Yoga-Online-Programme und &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda u. a.: &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Durgananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Journal]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Centre: &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/&lt;br /&gt;
* Executive Board der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/about/executive-board/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Europe: https://www.sivananda.eu/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel: https://www.sivananda.at/&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda Orléans: https://sivanandaorleans.org/&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pranayama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311384</id>
		<title>Swami Sivadasananda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Sivadasananda&amp;diff=1311384"/>
		<updated>2026-06-26T13:13:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Swami Sivadasananda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &amp;#039;&amp;#039;Śivadāsānanda&amp;#039;&amp;#039;) ist ein deutscher Sannyasin, Yoga Acharya, langjähriger Schüler von Swami Vishnudevananda und eine der prägenden Persönlichkeiten der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Sivadasananda&#039;&#039;&#039; (* 1. Juni 1960 in Deutschland als Jonas Müller; international auch Jonas Mueller; früher auch Sivadas Jonas Müller; Sanskrit: शिवदासानन्द, &#039;&#039;Śivadāsānanda&#039;&#039;) ist ein deutscher [[Sannyasin]], [[Yoga Acharya]], langjähriger Schüler von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten der [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]] in Europa. Er ist international als Yogalehrer, Ausbilder von Yogalehrern, Autor und Dozent für [[Hatha Yoga]], [[Pranayama]], [[Raja Yoga]], [[Meditation]] und ganzheitliche Yogapraxis bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]]. Seit 1983 unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen und Weiterbildungen in Europa, Indien, Kanada und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot;&amp;gt;International Sivananda Yoga Vedanta Centres: Executive Board, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://sivananda.org/about/executive-board/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Instructors, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/yoga-teacher-training/instructors.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Internationale Namensform&lt;br /&gt;
| Jonas Mueller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Sivadas Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 1. Juni 1960&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsland&lt;br /&gt;
| Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Sivadasananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasin, Yogalehrer-Ausbilder, Autor, internationaler Dozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Hatha Yoga, Asana, Pranayama, Meditation, Raja Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, ganzheitliche Yogapraxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Organisation&lt;br /&gt;
| Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Sivadasananda&#039;&#039;&#039; setzt sich aus &#039;&#039;Siva&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;Shiva&#039;&#039;, &#039;&#039;Dasa&#039;&#039; und &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; zusammen. &#039;&#039;Sivadasa&#039;&#039; bedeutet „Diener Shivas“ oder „Diener des Göttlichen“. &#039;&#039;Ananda&#039;&#039; bedeutet „Wonne“, „Freude“ oder „Glückseligkeit“. Der Name kann daher als „Wonne des Dienens an Shiva“ oder „Glückseligkeit des Dieners Shivas“ gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bürgerliche Name Swami Sivadasanandas ist Jonas Müller. In englischsprachigen und internationalen Zusammenhängen erscheint er auch als Jonas Mueller. In der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit wurde er auch als Sivadas Jonas Müller genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot;&amp;gt;Yoga Vidya Wiki: Yoga Journal, https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Journal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde am 1. Juni 1960 in Deutschland geboren. Über seine Kindheit, seine schulische Ausbildung und seine ersten persönlichen Schritte auf dem spirituellen Weg sind in öffentlich zugänglichen Quellen nur wenige Einzelheiten bekannt. Sicher belegt ist, dass er schon sehr jung in die Sivananda-Yoga-Arbeit eintrat und bereits Anfang der 1980er Jahre im deutschsprachigen Raum in leitender und redaktioneller Funktion mitwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Sivananda-Organisation nennt ihn als in Deutschland geboren und beschreibt ihn als langjährigen Schüler von Swami Vishnudevananda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Das britische Companies-House-Register führt ihn unter dem Namen Jonas Mueller, Geburtsmonat Juni 1960, deutscher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz in Österreich und als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot;&amp;gt;Companies House: Jonas MUELLER personal appointments, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/XiuWr9k1n7DITZ_idzVO1aj1Aqo/appointments&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda wurde Schüler von [[Swami Vishnudevananda]], dem Gründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Swami Vishnudevananda war ein direkter Schüler von [[Swami Sivananda]] aus Rishikesh und brachte ab 1957 die Lehren des klassischen Yoga und Vedanta in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sivananda-Tradition wird Swami Sivadasananda als direkter beziehungsweise langjähriger Schüler Swami Vishnudevanandas beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: General TTC Brochure, Abschnitt über Swami Sivadasananda, https://www.sivananda.eu/fileadmin/user_upload/pdf/English/General-TTC_brochure_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Lehrweise ist geprägt von den fünf Grundprinzipien des Sivananda Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* richtige Körperübungen – [[Asana]]&lt;br /&gt;
* richtige Atmung – [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* richtige Entspannung – [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* richtige Ernährung – vegetarische, sattvige Ernährung&lt;br /&gt;
* positives Denken und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf Punkte wurden von Swami Vishnudevananda als praktische Zusammenfassung des klassischen Yoga für Menschen im Westen formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in den europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist eng mit dem Aufbau und der Entwicklung der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden. Nach offiziellen Angaben der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren bildet er seit 1983 Yogalehrerinnen und Yogalehrer in Europa, Indien, Kanada und Südamerika aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehört zu den führenden Lehrern der europäischen Sivananda-Tradition. Die europäische Sivananda-Seite bezeichnet ihn als Yoga Acharya, Direktor der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa und Acharya für Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-instructors&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Funktion unterrichtet er Yogalehrer-Ausbildungen, Fortgeschrittenen-Ausbildungen, Workshops, Satsangs und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken umfasst insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Leitung und Mitgestaltung internationaler Yogalehrer-Ausbildungen&lt;br /&gt;
* Unterricht in [[Asana]] und [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* Weitergabe der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Korrektur- und Unterrichtsschulungen für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* Vorträge über Yoga, Gesundheit und spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* praktische Einführung in Meditation und Yogaphilosophie&lt;br /&gt;
* Mitarbeit in der Leitung der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* internationale Unterrichtstätigkeit in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Journal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige frühe Station seines Wirkens war das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;. Dieses erschien von 1981 bis etwa 1988 in unregelmäßiger Folge, etwa viermal jährlich. Es wurde vom Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München herausgegeben und auch von Wien aus vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Chefredakteure werden Sivadas Jonas Müller und Durgananda Brigitte Fletcher genannt, heute bekannt als Swami Sivadasananda und [[Swami Durgananda]]. Stark beteiligt war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von [[Yoga Vidya]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; war für die Verbreitung klassischer Yogalehren im deutschsprachigen Raum bedeutsam. Es enthielt Artikel über [[Hatha Yoga]], [[Meditation]], [[Vedanta]], [[Bhagavad Gita]], [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnudevananda]], Yogapraxis, spirituelle Lebensführung und vegetarische Ernährung. Durch seine redaktionelle Tätigkeit trug Sivadas Jonas Müller wesentlich dazu bei, die Sivananda-Lehren in deutscher Sprache zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt von Swami Sivadasanandas Lebenswerk ist die Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern. Seit 1983 wirkt er in den internationalen Sivananda Yogalehrer-Ausbildungen mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung verbindet die Praxis von Asanas und Pranayama mit Meditation, Mantra-Singen, Yogaphilosophie, Anatomie, Unterrichtsdidaktik, Karma Yoga und spirituellem Leben. Swami Sivadasananda ist dabei besonders für seinen präzisen, dynamischen und gleichzeitig entspannten Unterrichtsstil bekannt. Offizielle Sivananda-Seiten beschreiben ihn als dynamischen, präzisen und kenntnisreichen Lehrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: About us, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.at/en/about-us/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausbildung legt er besonderen Wert auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Ausrichtung in den Asanas&lt;br /&gt;
* bewusste Atmung&lt;br /&gt;
* systematischen Aufbau der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Verbindung von Körper, Atem und Geist&lt;br /&gt;
* achtsame Korrektur&lt;br /&gt;
* Sicherheit im Unterrichten&lt;br /&gt;
* Verständnis für unterschiedliche Körpertypen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Praxis und innerer Haltung&lt;br /&gt;
* einfache, klare Unterrichtssprache&lt;br /&gt;
* spirituelle Ausrichtung der Yogapraxis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsstil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist besonders bekannt für seinen Unterricht in [[Hatha Yoga]], [[Asana]] und [[Pranayama]]. Seine Lehrweise wird als klar, humorvoll, präzise und praxisnah beschrieben. Das Sivananda Yoga Seminarhaus Reith nennt ihn einen erfahrenen und humorvollen internationalen Yogalehrer und Ausbilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-studio&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Seminarhaus Reith: Yoga-Studio, Abschnitt „Lerne uns kennen“, https://www.sivananda.at/studio/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für seinen Unterricht sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* genaue Beobachtung der Teilnehmer&lt;br /&gt;
* präzise Korrekturen&lt;br /&gt;
* klare Demonstrationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von Anatomie und Prana-Lehre&lt;br /&gt;
* praktische Hinweise für die eigene tägliche Praxis&lt;br /&gt;
* entspannte, humorvolle Atmosphäre&lt;br /&gt;
* Betonung von Regelmäßigkeit und Geduld&lt;br /&gt;
* Verbindung von körperlicher Praxis mit Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In öffentlichen Gesundheitsinformationen wurde Jonas Müller als Senior-Yogalehrer der Sivananda Yoga Zentren zitiert. Dort betonte er, dass für den Einstieg ins Yoga die Anleitung und Korrektur durch einen erfahrenen Yogalehrer wichtig sei und dass Yoga nichts mit Wettkampf zu tun habe; man solle sich fordern, aber nicht überfordern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aponet&amp;quot;&amp;gt;aponet.de: Yoga, mit Zitaten von Jonas Müller, https://www.aponet.de/artikel/yoga-19355&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet seit Jahrzehnten weltweit. Die internationale Sivananda-Seite nennt Europa, Indien, Kanada und Südamerika als Regionen seiner Lehrtätigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Sivananda-Seiten beschreiben ihn als Lehrer, der seit vielen Jahren Workshops und Yogalehrer-Ausbildungen auf der ganzen Welt unterrichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-reith&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine internationale Tätigkeit umfasst unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* europäische Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Retreat House Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans&lt;br /&gt;
* Yogalehrer-Ausbildungen in Rudraprayag im Himalaya&lt;br /&gt;
* Programme in Indien&lt;br /&gt;
* Programme in Kanada&lt;br /&gt;
* Programme in Südamerika&lt;br /&gt;
* Online-Kurse und internationale Fortbildungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Unterricht und Fire of Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 2020er Jahren wurde auch der Online-Unterricht ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Die Sivananda-Seite des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans nennt ihn als Lehrer der beliebten Online-Klassenreihe &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039; beziehungsweise weiterer Hatha-Yoga-Online-Programme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot;&amp;gt;Ashram de Yoga Sivananda Orléans: Swami Sivadasananda, Yoga Acharya, https://sivanandaorleans.secure.retreat.guru/teacher/swami-sivadasananda-yoga-acharya/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Programme verbinden dynamische Asana-Praxis, bewusstes Atmen, vertiefende Erklärungen und spirituelle Motivation. Sie richten sich sowohl an erfahrene Praktizierende als auch an Yogalehrer, die ihre eigene Praxis und ihr Unterrichtsverständnis vertiefen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda ist Autor und Mitautor mehrerer bekannter Sivananda-Yoga-Bücher. Die internationale Sivananda-Seite nennt ihn als Autor von &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; und &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; sowie als Mitautor von &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039; – Mitautor beziehungsweise Mitwirkender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039; wurde international verbreitet und bietet praktische Anleitungen für die Yogapraxis zu Hause. Das Buch enthält Asanas, Übungsprogramme, Atemübungen, Entspannungstechniken, Hinweise zur Yogaphilosophie und praktische Empfehlungen für einen yogischen Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039; richtet sich besonders an Anfänger und Menschen, die Yoga systematisch und sicher erlernen wollen. Es erklärt die Grundlagen der Sivananda-Praxis und führt Schritt für Schritt in Körperübungen, Atmung, Entspannung und Meditation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039; verbindet ayurvedische Grundprinzipien mit Ernährung, Lebensstil, Yoga, Atemübungen und Entspannung. Swami Sivadasananda wird in offiziellen Sivananda-Quellen als Mitautor genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel und Lehrtexte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Büchern verfasste Swami Sivadasananda auch Artikel und Lehrtexte. Die europäische Sivananda-Seite führt ihn in der Rubrik &#039;&#039;Articles for inspiration&#039;&#039; und nennt dort unter anderem den Text &#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-articles&amp;quot;&amp;gt;Sivananda Yoga Europe: Articles for inspiration, Abschnitt „Swami Sivadasananda“, https://www.sivananda.eu/en/downloads/articles-for-inspiration.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Themen seiner Artikel und Vorträge sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbindung von Nervenimpuls und Prana&lt;br /&gt;
* Atem und Lebensenergie&lt;br /&gt;
* Asana-Praxis im Alltag&lt;br /&gt;
* Konzentration und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* gesunde Yogapraxis&lt;br /&gt;
* Pranayama und geistige Klarheit&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik für Yogalehrer&lt;br /&gt;
* die praktische Anwendung der klassischen Yogalehren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der Leitung der Sivananda Yoga Vedanta Zentren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zur Leitungsebene der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren. Die internationale Sivananda-Seite führt ihn im Executive Board.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-board&amp;quot; /&amp;gt; Die Yogalehrer-Ausbildungsbroschüre beschreibt ihn als Mitglied des Board of Directors der International Sivananda Yoga Vedanta Centres und als langjähriges Mitglied des europäischen Leitungsteams.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-ttc-brochure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im britischen Charity Register wird Swami Sivadasananda als Trustee der Sivananda Yoga Vedanta Centre Charity geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;charity-commission&amp;quot;&amp;gt;Charity Commission for England and Wales: Sivananda Yoga Vedanta Centre, Trustee-Liste, https://register-of-charities.charitycommission.gov.uk/en/charity-search/-/charity-details/4007679/full-print&amp;lt;/ref&amp;gt; Companies House nennt Jonas Mueller als Director der Sivananda Yoga Vedanta Centre Company, bestellt am 2. April 2004.&amp;lt;ref name=&amp;quot;companies-house&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Leitungsaufgaben stehen im Zusammenhang mit der internationalen Struktur der Sivananda Yoga Vedanta Zentren, die Ashrams, Stadtzentren, Ausbildungsorte und angeschlossene Zentren in verschiedenen Ländern umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Ort seines Wirkens ist das [[Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel]] in Tirol. Das Seminarhaus wurde 1998 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Yogaurlaub, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung, Fortbildungen und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda unterrichtet dort regelmäßig Programme, Workshops und Ausbildungen. Die Verbindung von Alpenlandschaft, täglicher Yogapraxis, Meditation, vegetarischer Ernährung und spiritueller Gemeinschaft entspricht dem ashramähnlichen Lebensstil der Sivananda-Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung zu Orléans und Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Reith bei Kitzbühel ist auch der Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans in Frankreich ein wichtiger Ort seiner Lehrtätigkeit. Dort unterrichtet er Kurse, Online-Programme, Yogalehrer-Fortbildungen und besondere Retreats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sivananda-orleans&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist Swami Sivadasananda mit den Yogalehrer-Ausbildungen in Indien verbunden, insbesondere mit Programmen in Rudraprayag im Himalaya. Diese Ausbildungen ermöglichen es europäischen und internationalen Schülern, Yoga in Indien, im Umfeld des Himalaya und der Ganges-Tradition, zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrinhalte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas Unterricht wurzelt im klassischen Sivananda Yoga. Wichtige Inhalte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Savasana]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* yogische Ernährung&lt;br /&gt;
* tägliche spirituelle Praxis&lt;br /&gt;
* Unterrichtsdidaktik&lt;br /&gt;
* Korrektur von Asanas&lt;br /&gt;
* Anatomie und Körperbewusstsein&lt;br /&gt;
* Prana und Nervensystem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderer Beitrag liegt in der Verbindung einer präzisen Körperpraxis mit der energetischen und spirituellen Dimension des Yoga. Dabei versteht er Yoga nicht als Wettbewerb oder reine Körpertechnik, sondern als ganzheitlichen Weg zur Harmonisierung von Körper, Atem, Geist und Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasananda gehört zu den wichtigen Repräsentanten des klassischen Yoga im europäischen Raum. Seit den frühen 1980er Jahren hat er an der Ausbildung zahlreicher Yogalehrerinnen und Yogalehrer mitgewirkt. Durch seine Unterrichtstätigkeit, seine Bücher, seine redaktionelle Arbeit und seine Leitungstätigkeit hat er die Entwicklung des Sivananda Yoga in Europa wesentlich mitgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bedeutsam ist sein Beitrag in folgenden Bereichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* systematische Ausbildung von Yogalehrern&lt;br /&gt;
* Verbreitung der Sivananda-Grundreihe&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Asana und Pranayama in präziser Form&lt;br /&gt;
* Aufbau internationaler Ausbildungsstrukturen&lt;br /&gt;
* deutschsprachige und internationale Yogapublikationen&lt;br /&gt;
* Verbindung von traditionellem Yoga und moderner Unterrichtspraxis&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Online-Unterricht und digitalen Übungsformaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Sivadasananda auch deshalb bedeutsam, weil er in der frühen deutschsprachigen Sivananda-Arbeit gemeinsam mit [[Swami Durgananda]] und anderen das &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; prägte. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]], der spätere Gründer von Yoga Vidya, stark beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;yoga-journal-yogawiki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist organisatorisch eigenständig, steht aber wie die Sivananda Yoga Vedanta Zentren in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Sivadasananda zu den bekannten Persönlichkeiten der Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivadasanandas spirituelle Ausrichtung ist durch die Lehren Swami Sivanandas und Swami Vishnudevanandas geprägt. Im Mittelpunkt stehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßige Praxis&lt;br /&gt;
* Einfachheit&lt;br /&gt;
* Disziplin&lt;br /&gt;
* Hingabe&lt;br /&gt;
* Selbstlosigkeit&lt;br /&gt;
* Meditation&lt;br /&gt;
* Dienst&lt;br /&gt;
* Reinheit des Lebensstils&lt;br /&gt;
* positives Denken&lt;br /&gt;
* Erfahrung statt bloßer Theorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sivananda-Tradition fasst diesen Weg häufig in den Worten Swami Sivanandas zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Deutsch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere und verwirkliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| Geburt am 1. Juni in Deutschland als Jonas Müller&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1980er Jahre&lt;br /&gt;
| Mitwirkung in der deutschsprachigen Sivananda-Yoga-Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981–ca. 1988&lt;br /&gt;
| Chefredakteur des deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; zusammen mit Durgananda Brigitte Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seit 1983&lt;br /&gt;
| Ausbildung von Yogalehrerinnen und Yogalehrern in Europa, Indien, Kanada und Südamerika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Entwicklung des Sivananda Yoga Seminarhauses Reith bei Kitzbühel als wichtiger europäischer Lehr- und Praxisort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004&lt;br /&gt;
| Bestellung als Director der britischen Sivananda Yoga Vedanta Centre Company&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010er Jahre&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung und internationale Verbreitung von &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020er Jahre&lt;br /&gt;
| Ausbau von Online-Unterricht, unter anderem durch Hatha-Yoga-Online-Programme und &#039;&#039;Fire of Yoga&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda u. a.: &#039;&#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;&#039;Nerve Impulse and Prana Impulse in Your Daily Practice&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Durgananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Journal]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
* [[Asana]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;The Sivananda Beginner’s Guide to Yoga&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivadasananda: &#039;&#039;Yoga – Your Home Practice Companion&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Centre: &#039;&#039;Practical Ayurveda&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/&lt;br /&gt;
* Executive Board der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren: https://sivananda.org/about/executive-board/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Europe: https://www.sivananda.eu/&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel: https://www.sivananda.at/&lt;br /&gt;
* Ashram de Yoga Sivananda Orléans: https://sivanandaorleans.org/&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pranayama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039;, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039; (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, &#039;&#039;Durgānandā&#039;&#039;) ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Durgananda.jpg|thumb|Swami Durgananda, eine der bedeutendsten Yoga Meisterinnen in Europa]]&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Gitta Randow-Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 11. August 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsort&lt;br /&gt;
| Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda Saraswati&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und frühe spirituelle Suche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an [[Buddha]] und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an [[Yoga]], [[Meditation]] und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien in Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach [[Rishikesh]], einem der großen spirituellen Zentren Indiens am [[Ganges]]. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von [[Swami Sivananda]]. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begegnung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von [[Swami Satchidananda]] mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals [[Swami Vishnudevananda]], als dieser das Zentrum besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter [[Durga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sannyas und spirituelle Aufgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die [[Sannyas]]-Einweihung und den monastischen Namen &#039;&#039;&#039;Swami Durgananda Saraswati&#039;&#039;&#039;. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1976 gründete sie das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal, wie auch beim Ausbau des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums München war 1981-194 auch [[Sukadev Volker Bretz]] beteiligt, der später [[Yoga Vidya]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]], [[Bhagavad Gita]], [[Vedanta]], ethischer Schulung, täglichem [[Sadhana]] und [[Karma Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere [[Raja Yoga]], [[Vedanta]], [[Sanskrit]], [[Yoga Psychologie]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Pranayama]], Meditation und die klassischen Yogaschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die [[Bhagavad Gita]], die [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Acharya für Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit in Verschiedenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von [[Bhakti]], [[Seva]] und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ashram de Yoga Sivananda in Orléans ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039; – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039; – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.&lt;br /&gt;
* Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tägliche [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* regelmäßige [[Asana]]- und [[Pranayama]]-Praxis&lt;br /&gt;
* Studium der [[Bhagavad Gita]], der [[Yoga Sutra]] und der Vedanta-Schriften&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]-Rezitation und [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Satsang]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] als selbstloser Dienst&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] als Hingabe an Gott und den Meister&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] als Weg der Erkenntnis&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] als Schulung des Geistes&lt;br /&gt;
* ethische Disziplin, Wahrhaftigkeit und Einfachheit&lt;br /&gt;
* Leben in spiritueller Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil [[Sukadev Volker Bretz]], der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war. Sukadev wurde von Swami Durgananda systematisch in allen Aspekten des Yoga ausgebildet - und drückt bis heute immer wieder auch öffentlich seine tiefe Dankbarkeit und Ehrerbietung gegenüber Swami Durgananda aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1943&lt;br /&gt;
| Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| Erste Yogastunde in Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1970er Jahre&lt;br /&gt;
| Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973&lt;br /&gt;
| Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Konzentration und Meditation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ &amp;quot;Executive Board - Sivananda International&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ &amp;quot;Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga &amp;quot;Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: Swami Durgananda&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Swami Durgananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
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		<updated>2026-06-26T13:03:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039;, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin, geboren 11.8. 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039; (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, &#039;&#039;Durgānandā&#039;&#039;) ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Gitta Randow-Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 11. August 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsort&lt;br /&gt;
| Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda Saraswati&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und frühe spirituelle Suche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an [[Buddha]] und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an [[Yoga]], [[Meditation]] und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien in Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach [[Rishikesh]], einem der großen spirituellen Zentren Indiens am [[Ganges]]. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von [[Swami Sivananda]]. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begegnung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von [[Swami Satchidananda]] mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals [[Swami Vishnudevananda]], als dieser das Zentrum besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter [[Durga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sannyas und spirituelle Aufgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die [[Sannyas]]-Einweihung und den monastischen Namen &#039;&#039;&#039;Swami Durgananda Saraswati&#039;&#039;&#039;. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1976 gründete sie das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal, wie auch beim Ausbau des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums München war 1981-194 auch [[Sukadev Volker Bretz]] beteiligt, der später [[Yoga Vidya]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]], [[Bhagavad Gita]], [[Vedanta]], ethischer Schulung, täglichem [[Sadhana]] und [[Karma Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere [[Raja Yoga]], [[Vedanta]], [[Sanskrit]], [[Yoga Psychologie]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Pranayama]], Meditation und die klassischen Yogaschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die [[Bhagavad Gita]], die [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Acharya für Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit in Verschiedenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von [[Bhakti]], [[Seva]] und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ashram de Yoga Sivananda in Orléans ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039; – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039; – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.&lt;br /&gt;
* Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tägliche [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* regelmäßige [[Asana]]- und [[Pranayama]]-Praxis&lt;br /&gt;
* Studium der [[Bhagavad Gita]], der [[Yoga Sutra]] und der Vedanta-Schriften&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]-Rezitation und [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Satsang]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] als selbstloser Dienst&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] als Hingabe an Gott und den Meister&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] als Weg der Erkenntnis&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] als Schulung des Geistes&lt;br /&gt;
* ethische Disziplin, Wahrhaftigkeit und Einfachheit&lt;br /&gt;
* Leben in spiritueller Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil [[Sukadev Volker Bretz]], der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war. Sukadev wurde von Swami Durgananda systematisch in allen Aspekten des Yoga ausgebildet - und drückt bis heute immer wieder auch öffentlich seine tiefe Dankbarkeit und Ehrerbietung gegenüber Swami Durgananda aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1943&lt;br /&gt;
| Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| Erste Yogastunde in Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1970er Jahre&lt;br /&gt;
| Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973&lt;br /&gt;
| Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Konzentration und Meditation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ &amp;quot;Executive Board - Sivananda International&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ &amp;quot;Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga &amp;quot;Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Durgananda&amp;diff=1311377</id>
		<title>Swami Durgananda</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Durgananda&amp;diff=1311377"/>
		<updated>2026-06-26T13:03:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Beziehung zu Yoga Vidya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039;, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin, geboren 11.8. 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039; (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, &#039;&#039;Durgānandā&#039;&#039;) ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Gitta Randow-Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 11. August 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsort&lt;br /&gt;
| Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda Saraswati&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und frühe spirituelle Suche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an [[Buddha]] und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an [[Yoga]], [[Meditation]] und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien in Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach [[Rishikesh]], einem der großen spirituellen Zentren Indiens am [[Ganges]]. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von [[Swami Sivananda]]. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begegnung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von [[Swami Satchidananda]] mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals [[Swami Vishnudevananda]], als dieser das Zentrum besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter [[Durga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sannyas und spirituelle Aufgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die [[Sannyas]]-Einweihung und den monastischen Namen &#039;&#039;&#039;Swami Durgananda Saraswati&#039;&#039;&#039;. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1976 gründete sie das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal, wie auch beim Ausbau des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums München war 1981-194 auch [[Sukadev Volker Bretz]] beteiligt, der später [[Yoga Vidya]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]], [[Bhagavad Gita]], [[Vedanta]], ethischer Schulung, täglichem [[Sadhana]] und [[Karma Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere [[Raja Yoga]], [[Vedanta]], [[Sanskrit]], [[Yoga Psychologie]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Pranayama]], Meditation und die klassischen Yogaschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die [[Bhagavad Gita]], die [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Acharya für Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit in Verschiedenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von [[Bhakti]], [[Seva]] und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ashram de Yoga Sivananda in Orléans ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039; – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039; – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.&lt;br /&gt;
* Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tägliche [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* regelmäßige [[Asana]]- und [[Pranayama]]-Praxis&lt;br /&gt;
* Studium der [[Bhagavad Gita]], der [[Yoga Sutra]] und der Vedanta-Schriften&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]-Rezitation und [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Satsang]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] als selbstloser Dienst&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] als Hingabe an Gott und den Meister&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] als Weg der Erkenntnis&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] als Schulung des Geistes&lt;br /&gt;
* ethische Disziplin, Wahrhaftigkeit und Einfachheit&lt;br /&gt;
* Leben in spiritueller Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil [[Sukadev Volker Bretz]], der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war. Sukadev wurde von Swami Durgananda systematisch in allen Aspekten des Yoga ausgebildet - und drückt bis heute immer wieder auch öffentlich seine tiefe Dankbarkeit und Ehrerbietung gegenüber Swami Durgananda aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1943&lt;br /&gt;
| Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| Erste Yogastunde in Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1970er Jahre&lt;br /&gt;
| Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973&lt;br /&gt;
| Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Konzentration und Meditation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ &amp;quot;Executive Board - Sivananda International&amp;quot;&lt;br /&gt;
[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ &amp;quot;Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus&amp;quot;&lt;br /&gt;
[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga &amp;quot;Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Durgananda&amp;diff=1311376</id>
		<title>Swami Durgananda</title>
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		<updated>2026-06-26T13:00:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039;, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin, geboren 11.8. 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039; (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, &#039;&#039;Durgānandā&#039;&#039;) ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Gitta Randow-Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 11. August 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsort&lt;br /&gt;
| Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda Saraswati&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und frühe spirituelle Suche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an [[Buddha]] und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an [[Yoga]], [[Meditation]] und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien in Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach [[Rishikesh]], einem der großen spirituellen Zentren Indiens am [[Ganges]]. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von [[Swami Sivananda]]. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begegnung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von [[Swami Satchidananda]] mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals [[Swami Vishnudevananda]], als dieser das Zentrum besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter [[Durga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sannyas und spirituelle Aufgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die [[Sannyas]]-Einweihung und den monastischen Namen &#039;&#039;&#039;Swami Durgananda Saraswati&#039;&#039;&#039;. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1976 gründete sie das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal, wie auch beim Ausbau des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums München war 1981-194 auch [[Sukadev Volker Bretz]] beteiligt, der später [[Yoga Vidya]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]], [[Bhagavad Gita]], [[Vedanta]], ethischer Schulung, täglichem [[Sadhana]] und [[Karma Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere [[Raja Yoga]], [[Vedanta]], [[Sanskrit]], [[Yoga Psychologie]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Pranayama]], Meditation und die klassischen Yogaschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die [[Bhagavad Gita]], die [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Acharya für Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit in Verschiedenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von [[Bhakti]], [[Seva]] und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ashram de Yoga Sivananda in Orléans ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039; – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039; – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.&lt;br /&gt;
* Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tägliche [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* regelmäßige [[Asana]]- und [[Pranayama]]-Praxis&lt;br /&gt;
* Studium der [[Bhagavad Gita]], der [[Yoga Sutra]] und der Vedanta-Schriften&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]-Rezitation und [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Satsang]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] als selbstloser Dienst&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] als Hingabe an Gott und den Meister&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] als Weg der Erkenntnis&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] als Schulung des Geistes&lt;br /&gt;
* ethische Disziplin, Wahrhaftigkeit und Einfachheit&lt;br /&gt;
* Leben in spiritueller Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil [[Sukadev Volker Bretz]], der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1943&lt;br /&gt;
| Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| Erste Yogastunde in Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1970er Jahre&lt;br /&gt;
| Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973&lt;br /&gt;
| Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Konzentration und Meditation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ &amp;quot;Executive Board - Sivananda International&amp;quot;&lt;br /&gt;
[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ &amp;quot;Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus&amp;quot;&lt;br /&gt;
[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga &amp;quot;Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Durgananda&amp;diff=1311375</id>
		<title>Swami Durgananda</title>
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		<updated>2026-06-26T12:59:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039;, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin, geboren 11.8. 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039; (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, &#039;&#039;Durgānandā&#039;&#039;) ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Gitta Randow-Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 11. August 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsort&lt;br /&gt;
| Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda Saraswati&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und frühe spirituelle Suche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an [[Buddha]] und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an [[Yoga]], [[Meditation]] und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien in Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach [[Rishikesh]], einem der großen spirituellen Zentren Indiens am [[Ganges]]. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von [[Swami Sivananda]]. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begegnung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von [[Swami Satchidananda]] mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals [[Swami Vishnudevananda]], als dieser das Zentrum besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter [[Durga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sannyas und spirituelle Aufgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die [[Sannyas]]-Einweihung und den monastischen Namen &#039;&#039;&#039;Swami Durgananda Saraswati&#039;&#039;&#039;. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1976 gründete sie das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]] beteiligt, der später [[Yoga Vidya]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]], [[Bhagavad Gita]], [[Vedanta]], ethischer Schulung, täglichem [[Sadhana]] und [[Karma Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere [[Raja Yoga]], [[Vedanta]], [[Sanskrit]], [[Yoga Psychologie]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Pranayama]], Meditation und die klassischen Yogaschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die [[Bhagavad Gita]], die [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Acharya für Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit in Verschiedenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von [[Bhakti]], [[Seva]] und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ashram de Yoga Sivananda in Orléans ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039; – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039; – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.&lt;br /&gt;
* Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tägliche [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* regelmäßige [[Asana]]- und [[Pranayama]]-Praxis&lt;br /&gt;
* Studium der [[Bhagavad Gita]], der [[Yoga Sutra]] und der Vedanta-Schriften&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]-Rezitation und [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Satsang]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] als selbstloser Dienst&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] als Hingabe an Gott und den Meister&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] als Weg der Erkenntnis&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] als Schulung des Geistes&lt;br /&gt;
* ethische Disziplin, Wahrhaftigkeit und Einfachheit&lt;br /&gt;
* Leben in spiritueller Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil [[Sukadev Volker Bretz]], der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1943&lt;br /&gt;
| Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| Erste Yogastunde in Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1970er Jahre&lt;br /&gt;
| Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973&lt;br /&gt;
| Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Konzentration und Meditation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ &amp;quot;Executive Board - Sivananda International&amp;quot;&lt;br /&gt;
[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ &amp;quot;Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus&amp;quot;&lt;br /&gt;
[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga &amp;quot;Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami_Durgananda&amp;diff=1311374</id>
		<title>Swami Durgananda</title>
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		<updated>2026-06-26T12:57:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039;, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin, geboren 11.8. 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Swami Durgananda&#039;&#039;&#039; (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, &#039;&#039;Durgānandā&#039;&#039;) ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografische Übersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerlicher Name&lt;br /&gt;
| Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Frühere Namensform&lt;br /&gt;
| Gitta Randow-Fletcher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geboren&lt;br /&gt;
| 11. August 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geburtsort&lt;br /&gt;
| Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tradition&lt;br /&gt;
| Sivananda Yoga Vedanta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lehrer&lt;br /&gt;
| Swami Vishnudevananda&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Spiritueller Name&lt;br /&gt;
| Swami Durgananda Saraswati&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Tätigkeit&lt;br /&gt;
| Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schwerpunkte&lt;br /&gt;
| Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und frühe spirituelle Suche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an [[Buddha]] und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an [[Yoga]], [[Meditation]] und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien in Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach [[Rishikesh]], einem der großen spirituellen Zentren Indiens am [[Ganges]]. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von [[Swami Sivananda]]. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begegnung mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von [[Swami Satchidananda]] mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals [[Swami Vishnudevananda]], als dieser das Zentrum besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter [[Durga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sannyas und spirituelle Aufgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die [[Sannyas]]-Einweihung und den monastischen Namen &#039;&#039;&#039;Swami Durgananda Saraswati&#039;&#039;&#039;. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutschsprachige &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039;, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal war auch [[Sukadev Volker Bretz]] beteiligt, der später [[Yoga Vidya]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogalehrer-Ausbildungen in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von [[Asana]], [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Mantra]], [[Bhagavad Gita]], [[Vedanta]], ethischer Schulung, täglichem [[Sadhana]] und [[Karma Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere [[Raja Yoga]], [[Vedanta]], [[Sanskrit]], [[Yoga Psychologie]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Pranayama]], Meditation und die klassischen Yogaschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterrichtsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die [[Bhagavad Gita]], die [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Acharya für Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einheit in Verschiedenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von [[Bhakti]], [[Seva]] und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ashram de Yoga Sivananda in Orléans ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039; – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039; – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.&lt;br /&gt;
* Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tägliche [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* regelmäßige [[Asana]]- und [[Pranayama]]-Praxis&lt;br /&gt;
* Studium der [[Bhagavad Gita]], der [[Yoga Sutra]] und der Vedanta-Schriften&lt;br /&gt;
* [[Mantra]]-Rezitation und [[Kirtan]]&lt;br /&gt;
* [[Satsang]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] als selbstloser Dienst&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] als Hingabe an Gott und den Meister&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] als Weg der Erkenntnis&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] als Schulung des Geistes&lt;br /&gt;
* ethische Disziplin, Wahrhaftigkeit und Einfachheit&lt;br /&gt;
* Leben in spiritueller Gemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Yoga in Europa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte von [[Yoga Vidya]] ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil [[Sukadev Volker Bretz]], der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen &#039;&#039;Sivananda Yoga Journal&#039;&#039; beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Ereignis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1943&lt;br /&gt;
| Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| Erste Yogastunde in Köln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frühe 1970er Jahre&lt;br /&gt;
| Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973&lt;br /&gt;
| Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1974&lt;br /&gt;
| Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989&lt;br /&gt;
| Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1992&lt;br /&gt;
| Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2003&lt;br /&gt;
| Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]]&lt;br /&gt;
* [[Sannyas]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Acharya]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Yoga Sutren des Patanjali&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Durgananda: &#039;&#039;Der Innere Weg&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Das große illustrierte Yogabuch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Konzentration und Meditation&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel&lt;br /&gt;
* Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Vishnudevananda]]&lt;br /&gt;
* Yoga Vidya Wiki: [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sannyasin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raja Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ &amp;quot;Executive Board - Sivananda International&amp;quot;&lt;br /&gt;
[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ &amp;quot;Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus&amp;quot;&lt;br /&gt;
[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga &amp;quot;Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Swami]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Schulung Videoreihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Dattatreya_Yoga_Shastra&amp;diff=1311225</id>
		<title>Dattatreya Yoga Shastra</title>
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		<updated>2026-06-24T12:00:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Dattatreya Yoga Shastra&#039;&#039;&#039;, Sanskrit दत्तात्रेययोगशास्त्र dattātreyayogaśāstra ist ein alter Yogatext, der vermutlich um 1200 n.Chr. verfasst wurde. Dattatreya Yoga Shastra wird dem Hindu-Gott Dattatreya zugeschrieben. Er ist zusammen mit [[Amrita Siddhi]] und [[Amaraugha Prabodha]] einer der ersten Texte, in denen [[Hatha Yoga]] Übungen beschrieben werden und auf die Acht Stufen ([[Ashtanga]]) bezogen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dattatreya]] gilt als Inkarnation von [[Brahma]], [[Vishnu]] und [[Shiva]], den drei Hauptgöttern des Hinduismus, und wird oft als Meister der [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga]-Disziplin dargestellt. Der Text enthält Lehren über die Philosophie des Yoga, die Techniken und Praktiken, die für das Erreichen von [[Erleuchtung]] erforderlich sind, sowie Anweisungen für die Ausübung von [[Asana]]s (Körperhaltungen), [[Pranayama]] ([[Atemübungen]]) und [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dattatreya Yoga Shastra ist ein wichtiger Text innerhalb der Tradition des Yoga und wird oft zusammen mit anderen Yogatexten wie [[Hatha Yoga Pradipika]] und dem [[Bhagavad Gita]] studiert. Es wird angenommen, dass der Text die wichtigsten Lehren und Praktiken des Yoga enthält, die für den spirituellen Fortschritt und das Erreichen von Erleuchtung erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehren des Dattatreya Yoga Shastra betonen die Notwendigkeit, die Kontrolle über den [[Geist]] und die Gedanken zu gewinnen, um einen Zustand von innerem Frieden und Glück zu erreichen. Der Text betont die Wichtigkeit von [[Ethik]] und moralischem Verhalten im Yoga und lehrt, dass das Erreichen von Erleuchtung nicht möglich ist, wenn man sich nicht an die Regeln der moralischen Verhaltensweise hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist Dattatreya Yoga Shastra ein wichtiger Text für alle, die sich für Yoga und die spirituelle Suche interessieren und bietet eine umfassende Anleitung zu den Lehren und Praktiken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Dattatreya Yoga Shastra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text ist eine strukturierte Transkription eines traditionellen Yogashastra (Yoga-Wissenschaft) zugeschrieben Dattatreya, einem bedeutenden Weisen in der yogischen Tradition. Es enthält Sanskrit-Verse und erläuternde Kommentare zu verschiedenen Aspekten des Yoga, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Begrüßung und Einführung: Die Ehrung Dattatreyas und die Ankunft eines Schülers, um Wissen über Yoga zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Arten von Yoga: Mantra-Yoga, Laya-Yoga, Hatha-Yoga und Raja-Yoga werden definiert, wobei Raja-Yoga als der höchste Weg angesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Stufen des Yoga:&lt;br /&gt;
* Arambha (Beginn): Erste Erfahrungen der Praxis.&lt;br /&gt;
* Ghata (Konsolidierung): Verbindung von Atem, Geist und Seele.&lt;br /&gt;
* Parichaya (Vertrautheit): Vertiefte Kontrolle und Einsicht.&lt;br /&gt;
* Nishpatti (Vollendung): Höchste Verwirklichung und Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	Praktiken des Hatha Yoga: Enthält detaillierte Anweisungen zu Atemkontrolle (Pranayama), Meditation (Dhyana), Körperhaltungen (Asanas) und spezifischen Techniken wie Kumbhaka, Bandhas (Energieverschlüsse) und Mudras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	Warnungen und Hinweise:&lt;br /&gt;
* Vermeidung von Ablenkungen und negativen Einflüssen (z. B. übermäßiges Essen, Faulheit).&lt;br /&gt;
* Empfehlung, in einem sauberen, ruhigen Raum zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	Ergebnisse des Yoga:&lt;br /&gt;
* Physische Leichtigkeit, Stärke und geistige Klarheit.&lt;br /&gt;
* Übernatürliche Fähigkeiten wie Siddhis (z. B. Kontrolle über die Elemente, Levitation, Unsterblichkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	Philosophischer Fokus:&lt;br /&gt;
* Betonung auf die Einheit von Jivatma (individuelle Seele) und Paramatma (universelle Seele).&lt;br /&gt;
* Meditation auf das Nirguna (Formlose) oder Saguna (Formhafte) führt zu Moksha (Befreiung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	Ratschläge für Disziplin:&lt;br /&gt;
* Bedeutung des kontinuierlichen Übens.&lt;br /&gt;
* Geheimhaltung der eigenen Fortschritte, um Ablenkungen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	Lobpreisung Dattatreyas: Dankbarkeit gegenüber dem Lehrer, der das Wissen weitergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dattatreya Yoga Shastra deutsche Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die vollständige Übersetzung aller Verse von Dattatreya Yoga Shastra ins Deutsche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ehrerbietung an [[Narasimha]], der in der Form des Man-Löwen erscheint, die Verkörperung des Bewusstseins und der Natur des [[Glück]]s. Ich verneige mich vor Ihm, der durch die drei Buchstaben [[Tat]] beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein großer Weiser namens [[Sankriti]] wanderte, motiviert durch den Wunsch, [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] zu erlernen, durch die gesamte Erde und erreichte schließlich den heiligen Wald von Naimisharanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Der Wald war erfüllt mit Bäumen, die duftende Blumen und süße Früchte trugen. Der Ort war [[heilig]], mit Teichen und Wasserquellen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. In diesem Wald entdeckte der Weise unter einem Mangobaum eine Plattform, auf der Dattatreya, der große Weise, saß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. [[Dattatreya]] saß im [[Padmasana]] ([[Lotus]]-Sitz), seine Augen waren auf die [[Nasenspitze]] gerichtet, und seine Hände lagen mit den Handflächen nach oben auf seinen Knien, was ihm ein friedliches Aussehen verlieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Der Weise Sankriti verneigte sich ehrfurchtsvoll vor Dattatreya, dem großen Weisen, und setzte sich mit seinen Schülern ihm gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Der große Weise Dattatreya, der seinen meditativen Zustand verließ, wandte sich Sankriti zu und begrüßte ihn mit warmen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Dattatreya fragte: Oh Sankriti, sage mir, mit welchem [[Anliegen]] bist du hierhergekommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Sankriti antwortete: Ich bin hier, um die Lehre des Yoga zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Dattatreya sagte: Yoga ist vielfältig. Ich werde dir alles darüber erklären, wenn du bereit bist, zuzuhören. Es gibt den Mantra-Yoga, Laya-Yoga, Hatha-Yoga und den Raja-Yoga. Raja-Yoga ist der höchste von allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Der Yoga besteht aus vier Stufen: [[Arambha]] (Beginn), [[Ghata]] (Verbindung), [[Parichaya]] (Vertrautheit) und [[Nishpatti]] (Vollendung). Wenn du willst, werde ich sie dir im Detail erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. [[Mantra]]-Yoga beinhaltet das Wiederholen von Mantras, um [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte) zu erlangen. Ein intelligenter Schüler rezitiert diese Mantras mit Hingabe und Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Der Praktizierende von Mantra-Yoga muss sich zwölf Jahre lang disziplinieren, um Wissen und Kräfte wie die [[Anima]]-Siddhi (die Fähigkeit, sich zu verkleinern) zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Menschen mit geringer [[Intelligenz]] neigen dazu, sich nur dem [[Mantra Yoga]] zu widmen, und daher wird dieser Weg als der niedrigste von allen betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. [[Laya Yoga]] ist das Auflösen des Geistes durch verschiedene Techniken. Shiva, der ursprüngliche Lehrer, hat acht Millionen solcher Techniken gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Sankriti fragte: Oh großer Meister, wer ist dieser [[Shiva]], der all dies gelehrt hat? Bitte erkläre mir seine Form und seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Dattatreya antwortete: [[Mahadeva]], der Herr aller, auch bekannt als [[Adinatha]] (der ursprüngliche Lehrer), ist derjenige, der diese Techniken offenbart hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Er wanderte spielerisch mit [[Gauri]], seiner Gefährtin, an Orten wie dem Berg [[Shrikanta]], den Wäldern des [[Himalaya]] und anderen heiligen Stätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. An jedem dieser Orte lehrte er verschiedene Techniken des Laya-Yoga. Obwohl es unzählige Techniken gibt, werde ich dir einige davon nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Eine einfache Technik ist das Fixieren des Blicks auf die Nasenspitze. Diese Technik, wenn sie beherrscht wird, kann sogar den Tod überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Eine weitere Technik ist das Fixieren des Blicks zwischen den Augenbrauen. Dies wird als die nächste Stufe des Laya-Yoga angesehen und führt zur höchsten [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Eine andere Methode beinhaltet das Fokussieren auf die großen Zehen des linken oder rechten Fußes. Diese Praxis wird als eine weitere Stufe des [[Laya]]-Yoga betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Das Liegen auf dem Rücken in völliger [[Entspannung]], wie ein [[Leichnam]], wird ebenfalls als eine effektive Technik des Laya-Yoga betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Ein ruhiger und abgelegener Ort ist erforderlich, um diese Techniken zu praktizieren. Wer dies ernsthaft tut, erreicht Siddhi (vollkommene Meisterschaft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Nun werde ich dir den [[Karma Yoga]] erklären, den achtgliedrigen Pfad, der von Weisen wie [[Yajnavalkya]] gelehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Der achtgliedrige Yoga umfasst [[Yama]] ([[Enthaltsamkeit]]), [[Niyama]] ([[Disziplin]]), [[Asana]] (Haltungen), [[Pranayama]] ([[Atemkontrolle]]), [[Pratyahara]] (Zurückziehen der Sinne), [[Dharana]] ([[Konzentration]]), [[Dhyana]] ([[Meditation]]) und [[Samadhi]] (tiefe Meditation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. [[Kapila]] und andere Schüler haben [[Hatha Yoga]] entwickelt, das weitere Techniken wie die [[Mahamudra]] (große Geste) und den [[Mahabandha]] (großer Verschluss) umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Zusätzlich gibt es [[Khechari Mudra]] (die [[Zungenhaltung]]), [[Jalandhara Bandha]] (Kehlverschluss), [[Uddiyana Bandha]] (Bauchverschluss), [[Mulabandha]] ([[Wurzelverschluss]]) und die [[Viparitakarani]] (umgekehrte [[Haltung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Es gibt auch [[Vajroli]], [[Amaroli]] und [[Sahajoli]], die drei wichtigen Praktiken, die für die Transformation des Körpers notwendig sind. Ich werde ihre Details erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Die Weisen, die [[Yama]] ([[Enthaltsamkeit]]) lehren, betrachten das Essen in Maßen als das Wichtigste. [[Ahimsa]] ([[Nichtverletzen]]) wird als die höchste [[Niyama]] ([[Disziplin]]) betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Von den 84 Laksha (8,4 Millionen) Asanas, die von Adinatha gelehrt wurden, gilt Padmasana (der [[Lotussitz]]) als das Beste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. Setze dich mit überkreuzten Beinen so, dass die Füße auf den [[Oberschenkel]]n ruhen. Halte deine Hände mit den Handflächen nach oben auf deinen Knien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33. Richte den Blick auf die Nasenspitze, drücke die Zungenspitze an den Gaumen und ziehe das Kinn an die Brust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. Atme sanft und gleichmäßig ein und aus, fülle deinen [[Bauch]] und halte den [[Atem]], solange es angenehm ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. Dieses Padmasana wird als das beste Asana angesehen, da es alle Krankheiten vertreibt. Es ist jedoch schwierig, es zu meistern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. Selbst ein älterer oder kranker Mensch kann durch regelmäßige Praxis Fortschritte im Yoga machen, solange er unermüdlich übt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. Menschen aus verschiedenen Traditionen – [[Brahmane]]n, [[Buddhist]]en, [[Jain]]s oder andere – können durch [[Hingabe]] und Übung Yoga-Meisterschaft erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. Kein [[Ritual]], keine äußere Erscheinung oder Kleidung führt zur Siddhi. Nur durch konsequente Praxis kann Yoga verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. Weder das Rasieren des Kopfes, das Tragen eines Stabes noch das Tragen eines bestimmten Gewandes machen jemanden zum [[Yogi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40. Das Aussprechen von &#039;[[Namah]] Shivaya&#039; oder das Befolgen äußerer Rituale reicht nicht aus. Ohne die richtige Praxis bleibt der Yoga-Zustand unerreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Das Tragen bestimmter Kleidung oder äußerer Symbole führt nicht zur Siddhi ([[Vollkommenheit]]). Nur das [[Mitgefühl]] des Lehrers und die eigene Praxis sind der wahre Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Diejenigen, die Yoga nur äußerlich zur Schau stellen und keine wahre Praxis ausüben, täuschen andere und lenken sie vom wahren Weg ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. Solche Menschen verstricken sich in sinnlose Diskussionen und behaupten, Yogis zu sein, obwohl sie in Wirklichkeit nur Vergnügungssüchtige sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. Ein kluger Yogi sollte solche falschen Lehrer erkennen und sie meiden, da sie Hindernisse für den wahren Yoga darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. Diese falschen Yogis verursachen immer wieder Hindernisse auf dem Weg der Praxis. Meide sie mit aller Kraft und bleibe der wahren Praxis treu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. Die ersten Hindernisse in der Praxis sind Trägheit und Faulheit. Diese müssen überwunden werden, um Fortschritte zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. Zu den weiteren Hindernissen zählen Prahlerei, falsche Gesellschaft und ein Übermaß an Interesse an Mantras ohne die dazugehörige Disziplin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. Andere Hindernisse sind Obsessionen mit Alchemie, Nahrungstheorien und das Streben nach übernatürlichen Kräften – all dies führt nur zu Ablenkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. Ein wahrer Yogi erkennt diese Hindernisse und überwindet sie durch unermüdliche Hingabe an die Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. Der Ort der Praxis sollte sauber, ruhig und frei von Unreinheiten wie Staub, Insekten oder unangenehmen Gerüchen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. Ein geeigneter Raum sollte regelmäßig gereinigt, mit duftenden Substanzen wie Guggulu (Weihrauch) gesegnet und frei von Ablenkungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. Der Übende sollte weder zu weiche noch zu harte Materialien verwenden, um darauf zu sitzen oder zu liegen. Der Platz sollte frei von Unruhe sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. Nachdem der Raum vorbereitet ist, sollte der Yogi im Padmasana sitzen und sich auf die Praxis konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. Mit gerader Wirbelsäule, stabiler Haltung und gefalteten Händen sollte der Yogi sich innerlich auf seine gewählte Gottheit ausrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. Mit dem Daumen der rechten Hand sollte er den rechten Nasenflügel verschließen und langsam durch das linke Nasenloch einatmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. Nachdem der Atem so weit wie möglich eingeatmet wurde, sollte der Atem angehalten (Kumbhaka) und schließlich sanft durch das rechte Nasenloch ausgeatmet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57. Dieses abwechselnde Atmen, bekannt als Nadi Shodhana (Reinigung der Nadis), sollte morgens mit 20 Atemzügen beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. Dieselbe Atemübung sollte mittags und abends wiederholt werden, jeweils mit 20 Atemzügen, um die Energien zu reinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. Nachts, zur Mitternachtszeit, sollte die Übung erneut durchgeführt werden. Dadurch wird der Yogi vor allen schädlichen Einflüssen geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60. Durch tägliche Praxis dieser Atemkontrolle (Pranayama) wird der Yogi innerhalb von drei Monaten die Reinigung seiner Nadis (Energiekanäle) erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. Wenn die Nadis gereinigt sind, beginnen äußere Zeichen sichtbar zu werden. Ich werde diese Zeichen nun erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. Das erste Zeichen ist eine Leichtigkeit des Körpers. Es folgt ein strahlender Teint, eine gesteigerte Verdauungskraft und eine zunehmende Schlankheit des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. Wenn diese Zeichen sichtbar werden, sollte der Yogi bestimmte Dinge meiden, die seine Praxis behindern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64. Salzige, scharfe, saure, heiße, trockene und stark gewürzte Speisen sollten vermieden werden. Ebenso sollte übermäßiges Essen und sexuelle Aktivität gemieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65. Der Kontakt mit Feuer und die Gesellschaft von weltlichen Menschen, die das Verständnis der Praxis nicht teilen, sollten ebenfalls vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66. Stattdessen sollte der Yogi Ghee (geklärte Butter), Milch und süße, milde Nahrung in moderaten Mengen konsumieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. Mit dieser Diät und täglicher Praxis der Atemkontrolle wird der Yogi in der Lage sein, den Atem lange Zeit anzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. Wenn der Kevala Kumbhaka (vollständige Atemkontrolle ohne Ein- oder Ausatmen) erreicht wird, gibt es nichts, was für den Yogi unerreichbar bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. Zunächst tritt Schweiß auf, wenn die Praxis intensiviert wird. Der Schweiß sollte durch sanftes Reiben in die Haut einmassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. Nach einiger Zeit beginnen der Körper und die Glieder leicht zu zittern, was ein Zeichen des Fortschritts ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. Der nächste Schritt ist die Fähigkeit des Yogis, in der Padmasana-Haltung springend auf dem Boden zu hüpfen, ähnlich wie ein Frosch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. Mit weiterer Praxis kann der Yogi den Boden verlassen und in der Luft schweben, ohne Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. In diesem Zustand wird der Yogi unabhängig von Nahrung und Schlaf und bleibt unberührt von äußeren Bedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. Der Yogi entwickelt eine außergewöhnliche Kontrolle über seinen Körper. Seine Ausscheidungen werden minimal, und er benötigt nur wenig Schlaf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
75. In diesem Zustand erlangt der Yogi die Fähigkeit, wilde Tiere wie Tiger, Löwen oder Elefanten mit bloßen Händen zu zähmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
76. Diese Kräfte können jedoch gefährlich werden, wenn der Yogi nicht wachsam bleibt. Frauen können versucht sein, ihn durch seine Kräfte zu verführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. Wenn der Yogi solchen Versuchungen nachgibt, verliert er seine Bindukraft (Energie) und damit seine Vitalität und Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. Die Zerstörung des Bindus führt zu einem Verlust von Lebensenergie und Fähigkeiten. Deshalb sollte der Yogi mit äußerster Sorgfalt seine Energie bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79. Die Praxis des Mantras &#039;Om&#039; in langer, anhaltender Weise hilft, die Bindukraft zu schützen und negative Energien zu zerstreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. Dieses Mantra entfernt Hindernisse und reinigt den Geist. Es ist der Schlüssel zur Beseitigung aller negativen Einflüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. Durch die Praxis des Atemkontroll-Yoga wird die erste Phase der Siddhi (Erreichung) erreicht, die als Arambha (Beginn) bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. Wenn Prana (Lebensenergie) und Apana (Ausscheidungsenergie) harmonisch vereint sind, verschmelzen der individuelle Geist und das universelle Selbst in einem Zustand der Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. Dieser Zustand, der als Ghata-Phase (Gefäß-Phase) bekannt ist, wird von Yogis als bedeutender Fortschritt angesehen. Nun werde ich die Zeichen dieser Phase beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. In dieser Phase sollte der Yogi die früheren Praktiken aufgeben und sich einer tieferen Stufe widmen. Die Praxis sollte Tag und Nacht eine Stunde lang ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. Kevala Kumbhaka (vollständige Atemkontrolle) sollte nun täglich einmal praktiziert werden. Dies führt zur vollständigen Kontrolle über die Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. Die Kontrolle über die Sinne, das Zurückziehen der Wahrnehmung von äußeren Objekten und die völlige Konzentration nach innen wird als Pratyahara (Zurückziehen) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87. Der Yogi sollte sich nun in die Meditation (Dhyana) vertiefen, indem er sich auf die innere Natur der Dinge konzentriert, die er durch seine Sinne wahrnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88. Mit intensiver Praxis entwickelt der Yogi außergewöhnliche Fähigkeiten, wie die Wahrnehmung von entfernten Dingen und das Verstehen verborgener Wahrheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. Er wird in der Lage sein, entfernte Klänge zu hören (Durashruti), entfernte Objekte zu sehen (Duradrishti) und sich in einem Augenblick an entfernte Orte zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90. Der Yogi erlangt auch Vaksiddhi (Wortmacht), die Fähigkeit, Dinge zu materialisieren, und wird unsichtbar, wann immer er es wünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. Ein kluger Yogi sollte jedoch nicht von diesen Kräften verführt werden, da sie Hindernisse auf dem Weg zur höchsten Verwirklichung darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. Er sollte seine Kräfte niemals öffentlich zur Schau stellen, außer vielleicht vor einem vertrauenswürdigen Schüler, der aufrichtig und hingebungsvoll ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. Ein wahrer Yogi sollte sich in der Welt wie ein gewöhnlicher Mensch verhalten, um seine spirituellen Errungenschaften geheim zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. Wenn der Yogi seine Praktiken vernachlässigt, wird er von falschen Schülern und unnötigen weltlichen Aufgaben abgelenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. Er sollte sich ständig an die Worte seines Lehrers erinnern und seine Praxis ohne Unterbrechung fortsetzen, um die Siddhi zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Ohne Praxis ist Yoga vergeblich. Ein kluger Mensch sollte daher niemals seine tägliche Praxis vernachlässigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. In der Parichaya-Phase (Vertrautheitsphase) wird die Kundalini (Lebensenergie) durch die Nadis (Energiekanäle) nach oben gezogen und erreicht die Sushumna (Hauptenergiekanal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. Die Vereinigung von Prana und Chitta (Geist) im großen Pfad (Sushumna) ist ein Zeichen des Fortschritts in dieser Phase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99. Diese Sushumna wird auch als großer Pfad oder das mystische Grab bezeichnet, wo sich der Geist mit dem universellen Bewusstsein verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. Durch die Praxis von Dharana (Konzentration) in dieser Phase wird der Yogi in der Lage sein, die Angst vor den fünf Elementen zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. In der Prithvi-Dharana (Meditation auf das Erdelement) sollte der Yogi seinen Atem fünf Minuten lang in der Region unterhalb des Nabels und oberhalb des Anus halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
102. Durch diese Praxis wird der Yogi frei von Ängsten, die mit dem Erdelement verbunden sind. Ein solcher Yogi ist immun gegen den Tod durch Erdelemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
103. In der Meditation auf das Wasserelement sollte der Atem fünf Minuten lang in der Region des Nabels gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
104. Diese Praxis beseitigt alle Ängste vor dem Wasser. Ein Yogi, der dies meistert, wird niemals durch Wasser ertrinken oder geschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
105. In der Meditation auf das Feuerelement sollte der Atem fünf Minuten lang in der Region oberhalb des Nabels gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
106. Ein Yogi, der diese Praxis meistert, wird niemals durch Feuer verletzt. Selbst wenn er in Flammen steht, wird er nicht verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
107. In der Meditation auf das Luftelement sollte der Atem fünf Minuten lang in der Region zwischen den Augenbrauen gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
108. Diese Praxis befreit den Yogi von allen Ängsten, die mit dem Luftelement verbunden sind. Ein solcher Yogi wird niemals durch Wind oder Stürme bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
109. In der Meditation auf das Raumelement sollte der Atem fünf Minuten lang in der Region oberhalb der Stirn gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
110. Durch die Meditation auf das Raumelement wird der Yogi frei von allen Ängsten. Er erfährt ewige Glückseligkeit und Freiheit von Begrenzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
111. Durch die Praxis dieser fünf Meditationen (Dharanas) wird der Körper des Yogis stark und unsterblich. Kein Element kann ihn mehr zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
112. Ein Yogi, der die Kontrolle über diese fünf Elemente erreicht hat, wird selbst während der Zerstörung der Welt (Pralaya) nicht sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
113. Nach der Meisterung der Dharanas sollte der Yogi in die Meditation (Dhyana) eintreten und den Atem 60 Minuten lang kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
114. In der Meditation auf eine persönliche Gottheit (Saguna-Dhyana) erlangt der Yogi übernatürliche Fähigkeiten wie Anima (sich klein machen) und andere Siddhis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
115. In der Meditation auf das Formlose (Nirguna-Dhyana) verschmilzt der Yogi mit dem höchsten Bewusstsein und erreicht Moksha (Befreiung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
116. Nach der vollständigen Meisterung der Meditation sollte der Yogi in den Zustand von Samadhi eintreten. Innerhalb von zwölf Tagen wird er diesen Zustand erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
117. Ein Yogi, der den Zustand von Samadhi erreicht, ist ein Jivanmukta (befreiter Lebender), der sich von allen Bindungen der Welt befreit hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
118. Samadhi ist der Zustand der völligen Einheit zwischen Jivatma (individueller Seele) und Paramatma (universellem Selbst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
119. Wenn ein Yogi bereit ist, seinen Körper aufzugeben, wird er dies tun und sich vollständig im Parabrahman (höchstes Bewusstsein) auflösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
120. Wenn der Yogi den Körper behalten möchte, kann er sich frei durch die Welten bewegen, göttliche Formen annehmen oder sogar andere Existenzformen erschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
121. Ich werde dir nun die Mahamudra (die große Geste) erklären, wie sie von Bhairava gelehrt wurde, und die für die Praxis des Hatha Yoga wesentlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
122. Setze die Ferse des linken Fußes auf den Bereich des Perineums (Yonisthana) und strecke das rechte Bein nach vorne aus. Halte es stabil mit beiden Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
123. Drücke das Kinn gegen die Brust (Jalandhara Bandha) und atme tief ein. Halte den Atem (Kumbhaka), solange es angenehm ist, und atme dann aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
124. Übe diese Haltung zuerst mit der linken Seite und wiederhole sie dann mit der rechten Seite. Dadurch werden alle Energiekanäle (Nadis) gereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
125. Sitze anschließend im Maha-Bandha (großer Verschluss). Platziere die Hände auf den Knien und schlage sanft mit den Hüften auf den Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
126. Diese Übung beseitigt Hindernisse und fördert die Energiebewegung. Sie wird von allen Siddhas (vollendeten Meistern) praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
127. Bei der Khechari-Mudra (die himmelwärts gerichtete Geste) sollte die Zunge in die Mundhöhle zurückgezogen und gegen das Gaumendach gedrückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
128. Fixiere den Blick zwischen den Augenbrauen. Diese Mudra ist äußerst mächtig und ermöglicht es, den Geist zu kontrollieren und Energie zu speichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
129. Der Jalandhara-Bandha (Kehlverschluss) wird erreicht, indem das Kinn gegen die Brust gedrückt wird. Er bewahrt das Nektar-Amrita (Lebenselixier), das aus dem Sahasrara (Kronenchakra) fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
130. Wenn das Feuer in der Nabelregion aktiviert wird, verbrennt es das Elixier nicht mehr, sondern leitet es sicher durch die Energiekanäle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
131. Durch das kontinuierliche Üben von Uddiyana-Bandha (Bauchverschluss) wird die Energie aufwärts geleitet, und selbst ein alter Mensch fühlt sich jung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
132. Ziehe den Bauch nach innen und oben, während du den Atem hältst. Diese Übung stärkt die Verdauung und beseitigt Krankheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
133. Der Mula-Bandha (Wurzelverschluss) wird durch das Drücken der Ferse gegen das Perineum und das Hochziehen der Energie erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
134. Wenn der Mula-Bandha kontinuierlich geübt wird, vereinen sich Prana (Lebensenergie) und Apana (Ausscheidungsenergie), wodurch der Yogi Siddhi (Meisterschaft) erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
135. Die umgekehrte Haltung Viparita Karani (umgedrehte Energiehaltung) beseitigt alle Krankheiten und verjüngt den Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
136. Zu Beginn sollte diese Haltung nur für wenige Minuten täglich geübt werden, wobei die Dauer allmählich verlängert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
137. Durch kontinuierliche Praxis dieser Haltung werden Alter und Falten innerhalb von sechs Monaten reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
138. Ein Yogi, der diese Techniken übt, kann sein Leben verlängern und die Bindungen der Welt überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
139. Die Praxis der Vajroli-Mudra (die diamantene Geste) sollte jedoch nur jenen gelehrt werden, die vollkommen rein und diszipliniert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
140. Vajroli-Mudra ist ein mächtiges Geheimnis, das niemals missbraucht werden sollte. Es sollte nur einem Schüler weitergegeben werden, der vollkommen vertrauenswürdig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
141. Ein Schüler oder eine Schülerin, die sich ohne Unterscheidung auf Vajroli-Mudra konzentrieren, können ihre Energie nicht bewahren und verlieren die Kontrolle über den Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
142. Ein Yogi, der die Bindukraft (sexuelle Energie) bewahrt, überwindet den Tod und erlangt unsterbliches Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
143. Der Verlust von Bindu führt zu Tod, während die Bewahrung von Bindu Leben und spirituelle Verwirklichung bringt. Durch diese Praxis erreicht der Yogi Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
144. Amaroli und Sahajoli, verwandte Praktiken, sollten gemäß den überlieferten Anweisungen der Siddhas (vollendeten Meister) ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
145. Nur durch Hingabe und unermüdliche Praxis kann Raja-Yoga (der königliche Yoga) erreicht werden. Es ist der höchste Zustand der Meisterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
146. Ein Yogi, der Raja-Yoga erreicht hat, kann nach Belieben handeln, ohne von den Fesseln der Welt beeinflusst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
147. Wenn der Yogi alle Stufen des Yoga meistert, erreicht er sowohl Bhukti (weltlichen Genuss) als auch Mukti (Befreiung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
148. Als Sankriti diese Lehren von Dattatreya hörte, begann er sofort, die Yogapraxis mit Hingabe und Disziplin zu folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
149. Durch die Gnade von Dattatreya erlangte Sankriti alle Siddhis (übernatürliche Kräfte) und die endgültige Befreiung (Moksha).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150. Wer dieses heilige Yogashastra täglich liest oder anderen vorträgt, wird unweigerlich die Verwirklichung des Yoga erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
151. Diejenigen, die in der Welt, sei es in Einsamkeit oder in Gesellschaft, unermüdlich Yoga praktizieren, werden die Früchte ihres Bemühens ernten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
152. Deshalb sollte ein kluger Mensch Yoga als die höchste Errungenschaft anstreben. Jede Geburt ist eine Gelegenheit, die Praxis zu perfektionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
153. Möge durch die Gnade von Mahamaya (die große Illusion) allen das Glück und die Vollkommenheit des Yoga zuteilwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
154. Ich verneige mich voller Hingabe vor den Lotusfüßen von Dattatreya, dem großen Lehrer aller Welten, der die Hindernisse des Geistes beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dattatreya Yoga Shastra vollständiger Sanskrit Text==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Transliteration in IAST römische Schrift===&lt;br /&gt;
Hier der vollständige Sanskrit Text der Dattatreya Yoga Shastra in der IAST Transliteration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nr̥siṁharūpiṇe cidātmane sukhasvarūpiṇe ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
padaiḥ tribhiḥ tadādibhiḥ nirūpitāya vai namaḥ ॥ 1॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sāṁkr̥tiḥ munivaryo asau bhūtaye yogalipsayā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhuvaṁ sarvāṁ paribhrānyannaimiṣāraṇyamāptavān ॥ 2॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sugandhinānākusumaiḥ svādusatphalasaṁyutaiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śākhibhiḥ sahitaṁ puṇyaṁ jalakāsāramaṇḍitam ॥ 3॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saḥ muniḥ vicarastatra dadarśāmrataroḥ adhaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vedikāyāṁ samāsīnaṁ dattātreyaṁ mahāmunim ॥ 4॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
baddhapadmāsanāsīnaṁ nāsāgrārpitayā dr̥śā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ūrumadhyagatottānapāṇiyugmena śobhitam ॥ 5॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ praṇamyākhilaṁ dattātreyaṁ mahāmunim ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tat śiṣyaiḥ saha tatraiva sammukhaścopaviṣṭavān ॥ 6॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tadaiva saḥ muniḥ yogāt viramya svapuraḥ sthitam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
uvāca sāṁkr̥tiṁ pritipūrvakaṁ svāgataṁ vacaḥ ॥ 7॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sāṁkr̥te kathaya tvaṁ māṁ kimuddiśyehāgataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
iti pr̥ṣṭastu saḥ prāha yogaṁ jñātumihāgataḥ ॥ 8॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogo hi bahudhā brahmantatsarvaṁ katayāmi te ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mantrayogo layaścaiva haṭhayogastathaiva ca ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
rajayogaścaturthaḥ syātyogānāmuttamastu saḥ ॥ 9॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ārambhaśca ghaṭaścaiva tathā paricayaḥ smr̥taḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
niṣpattiścetyavasthā ca caturthī parikalpitā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
eteṣāṁ vistaraṁ vakṣye yadi tvaṁ śrotumicchasi ॥ 10॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aṅgeṣu mātr̥kā pūrvaṁ mantraṁ japan sudhīḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ya kacanābhisiddhayai syāt mantrayogaḥ sa kathyate ॥ 11॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mr̥duḥ tasyādhikārī syāddvādaśābdaiḥ tu sādhanāt ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
prāyeṇa labhate jñānaṁ siddhiścaivāṇimādikāḥ ॥ 12॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alpabuddhiḥ imaṁ yogaṁ sevate sādhakādhamaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mantrayogo hyayaṁ prokto yogānāmadhamastu saḥ ॥ 13॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
layayogaścittalayaḥ saṁketaiḥ tu prajāyate ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādināthena saṁketā aṣṭakoṭi prakīrttitāḥ ॥ 14॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sāṁkr̥tiruvāca ̱-̱-&lt;br /&gt;
bhagavannādināthaḥ saḥ kiṁ rūpaḥ kaḥ saḥ ucyatām ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dattātreya uvāca ̱-̱-&lt;br /&gt;
mahādevasya nāmānyādināthādikānyapi ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śiveśvaraśca devo&#039;sau līlayā vyacaratprabhuḥ ॥ 15॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śrīkaṇṭhaparvate gauryā saha pramathanāyakān ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
himākṣaparvate caivakadalīvanagocare ॥ 16॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
girikūṭe citrakūṭe supādapayute girau ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kr̥payaikaikasaṁketaṁ śaṁkaraḥ prāha tatra tān ॥ 17॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tāni sarvāṇi vaktuṁ tu na hi śaknomi vistarāt ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kānicitkathayiṣyāmi sahajābhyāsavatsukham ॥ 18॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiṣṭhan gacchansvapanbhuñjandhyāyanśūnyamaharniśam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ayameko hi saṁketaḥ ādināthena bhāṣitaḥ ॥ 19॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsāgradr̥ṣṭimātreṇa hyaparaḥ parikīrtitaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
śiraspaścācca bhāgasya dhyānaṁ mr̥tyuṁ jayet param ॥ 20॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bhrūmadhyadr̥ṣṭimātreṇa paraḥ saṁketaḥ ucyate ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
lalāte bhrūtale yaścottamaḥ saḥ prakīttitaḥ ॥ 21॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
savyadakṣiṇapādasyāṅguṣṭe layamuttamam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
uttānaśavavatbhūmau śayanaṁ coktamutamam ॥ 22॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śithilo nirjane deśe kuryāccetsiddhimāpnuyāt ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evaṁ ca bahu saṁketān kathayāmāsa śaṅkaraḥ ॥ 23॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saṁketaiḥ bahubhiścānyaiḥ yasya cittalayo bhavet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa eva layayogaḥ syāt karmayogaṁ tataḥ śr̥ṇuḥ ॥ 24॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yamaśca niyamaścaivāsanaṁ ca tataḥ param ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
prāṇāyāmaścatuthaḥ syāt pratyāhārastu pañcamaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatastu dhāraṇā proktā dhyānaṁ saptamamucyate ॥ 25॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samādhiḥ aṣṭamaḥ proktaḥ sarvapuṇyapradaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evamaṣṭāṅgayogaṁ ca yājñavalkyādayo viduḥ ॥ 26॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kapilādyāstu śiṣyāśca haṭhaṁ kuyustato yathā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadyathā ca mahāmudrā mahābandhastathaiva ca ॥ 27॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ syātkhecarīmudra bandho jālandharaḥ tathā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
uḍḍiyāṇaṁ mūlabandho viparītakaraṇī tathā ॥ 28॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vajroliḥ amaroliśca sahajolistridhā matā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
eteṣāṁ lakṣaṇaṁ vakṣye karttāvyaṁ ca viśeṣataḥ ॥ 29॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yamāḥ ye daśaḥ samproktāḥ r̥ṣibhiḥ tattvadarśibhiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
laghvāhārastu teṣveko mukhyo bhavati nāpare ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ahiṁsā niyameṣvekā mukhyā bhavati nāpare ॥ 30॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
caturaśītilakṣeṣvāsaneṣvuttamaṁ śr̥ṇu ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ādināthena samproktaṁ yadāsanamihocyate ॥ 31॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uttānau caraṇau kr̥tvorūsaṁsthau prayalataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
urū madhye tathottānau pāṇī kr̥tvā tato dr̥śau ॥ 32॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nāsāgre vinyasedrājaddantamūlaṁ ca jihvayā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
uttabhya cibukaṁ vakṣaḥ saṁsthāpya pavanaṁ śanaiḥ ॥ 33॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yathāśakti samākr̥ṣya pūrayedudaraṁ śanaiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yathāśaktyeva paścāttu recayetpavanaṁ śanaiḥ ॥ 34॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
idaṁ padmāsanaṁ proktaṁ sarvavyādhivināśanam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
durlabhaṁ yena kenāpi dhimatā labhyate bhuvi ॥ 35॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sāṁskr̥te śr̥ṇu sattvastho yogābhyāsakramaṁ yathā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vakṣyamāṇaṁ prayatnena yogināṁ sarvalakṣaṇaiḥ ॥ 36॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yuva avastho&#039;pi vr̥ddho vā vyādhito vā śanaiḥ śanaiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsātsiddhimāpnoti yoge sarvo&#039;pyatandritaḥ ॥ 37॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
brāhmaṇaḥ śramaṇo vā bauddho vāpyārhato&#039;thavā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kāpāliko vā cārvākaḥ śraddhayā sahitaḥ sudhīḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogābhyāso&#039;to nityaṁ sarvasiddhimavāpnuyāt ॥ 38॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kriyāyuktasya siddhiḥ syādakriyasya kathaṁ bhavet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na śāstrapāṭhamātreṇa kācitsiddhiḥ prajāyate ॥ 39॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muṇḍito daṇḍadhārī vā kāṣāyavasano&#039;pi vā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nārāyaṇavado vāpi jaṭilo masmalepanaḥ ॥ 40॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
namaḥ śivāyavācī vā bāhyārcā pūjako&#039;pi vā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvādaśasthānapūjo vā bahyavatsalabhāṣitam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kriyāhīno&#039;thavā kūraḥ kathaṁ siddhimavāpnuyāt ॥ 41॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
na veṣadhāraṇaṁ siddheḥ kāraṇaṁ na ca tattathā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kr̥paiva kāraṇaṁ siddheḥ satyameva tu sāṁkr̥te ॥ 42॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śiśnodarārthaṁ yogasya kathayā veṣadhāriṇaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anuṣṭhānavihīnāḥ tu vaṅcayanti janān kila ॥ 43॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uccāvacaiḥ vipralaṁbhaiḥ yatante kuśalāḥ narāḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogino vayamityevaṁ mūḍhāḥ bhogaparāyaṇāḥ ॥ 44॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śanairtathāvidhān jñātvā yogābhyāsavivarjitām ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kr̥tārthānvacanaireva varjayedveṣadhāriṇaḥ ॥ 45॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ete tu vighnabhūttāste yogābhyāsasya sarvadā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
varjayettān prayatnenedr̥śī siddhdā kriyā ॥ 46॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prathamābhyāsakāle tu praveśastu mahāmune ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ālasyaṁ prathame vighnaḥ dvitīyastu prakatthanam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
pūrvoktadhūrttagoṣṭhī ca tr̥tīyo mantrasādhanam ॥ 47॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
caturtho dhātuvādaḥ syātpaṅcamaḥ khādyavādakam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evaṁ ca bahavo dr̥ṣṭāḥ mr̥gatr̥ṣṇāḥ samāḥ muneḥ ॥ 48॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sthirāsanasya jāyante tāṁ tu jñātvā sudhīḥ tyajet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
prāṇāyāmaṁ tataskuryātpadmāsanagataḥ svayam ॥ 49॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
suśobhanaṁ maṭhaṁ kuryātsūkṣmadvāraṁ tu nirghuṇam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
suṣṭhu liptaṁ gomayena sudhayā vā prayatnataḥ ॥ 50॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
matkuṇaiḥ maśakaiḥ bhūtaiḥ varjitaṁ ca prayatnataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dine dine susammr̥ṣṭaṁ sammārjanyā hyatandritaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāsitaṁ ca sugandhena dhūpitaṁ guggulādibhiḥ ॥ 51॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
malamūtrādibhiḥ vargair̥aṣṭādaśabhireva ca ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
varjitaṁ dvārasampannam ॥। ॥ 52॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
॥। vastraṁ vājinameva vā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nānyatrastaraṇāsīnaḥ parasaṁsargavarjitaḥ ॥ 53॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmin sa tu samāstīryāsanaṁ vistr̥tāṁśakam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatropaviśya medhāvī padmāsanamanvitaḥ ॥ 54॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samakāyaḥprāñjaliśca praṇamya sveṣṭadevatām ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato dakṣiṇahastasyāṅguṣṭhenaiva piṅgalām ॥ 55॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nirudhya pūrayedvāyumiḍyā ca śanaiḥ śanaiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yathāśaktinirodhena tataskuryāttu kumbhakam ॥ 56॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatastyajetpiṅgalayā śanaiḥ pavanavegataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
punaḥ piṅgalayāpūrya pūrayedudaraṁ śanaiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yathā tyajettathā tena pūrayedanirodhataḥ ॥ 57॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
evaṁ prātaḥ samāsīnaskuryādviṁśatikumbhakān ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kumbhakaḥ sahito nāma sarvagrahavivarjitaḥ ॥ 58॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
evaṁ madhyāhnasamaye kuryāt viṁśatikumbhakān ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evaṁ sāyaṁ prakurvīta punaḥ viṁśatikumbhakān ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evamevārdharātre api kuryāt viṁśatikumbhakān ॥ 59॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kurvīta recapūrābhyāṁ sahitān prativāsaram ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahito recapūrābhyāṁ tasmātsahitakumbhakaḥ ॥ 60॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kuryādevaṁ caturvāramanālasyo dine dine ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evaṁ māsatrayaṁ kuryānnāḍīśuddhistato bhavet ॥ 61॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yadā tu nāḍīśuddhiḥ syāttadā cihnāni bāhyataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jāyante yogino dehe tāni vakṣyāmyaśeṣataḥ ॥ 62॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śarīralaghutā dīptiḥ jaṭharāgnivivardhanam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kr̥śatvaṁ ca śarīrasya tadā jāyettu niśvatam ॥ 63॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tadā varjyāni vakṣyāmi yogavighnakarāṇi tu ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
lavaṇaṁ sarṣapaṁ cāmlamuṣṇaṁ rūkṣaṁ ca tīkṣṇakam ॥ 64॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
atīva bhojanam tyājyaṁ strīsaṅgamanameva ca ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
agnisevā tu santyājyā dhūrttagoṣṭiśca santyajet ॥ 65॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
upāyaṁ ca pravakṣyāmi kṣipraṁ yogasya siddhaye ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ghr̥taṁ kṣīraṁ ca miṣṭhānnaṁ mitāharaśca śasyate ॥ 66॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pūrvoktakāle kurvīta pavanābhyāsameva ca ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tataḥ paraṁ yatheṣṭaṁ tu śaktiḥ syādvāyudhāraṇe ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatheṣṭaṁ dhāraṇādvāyoḥ siddhetkevalakumbhakam ॥ 67॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kevale kumbhake siddhe recapūrakavarjite ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na tasya durlabhaṁ kiñcittriṣu lokeṣu vidyate ॥ 68॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prasvedo jāyate pūrvaṁ mardanaṁ tena kārayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato&#039;ptidhāraṇādvāyoḥ krameṇaiva śanaiḥ śanaiḥ ॥ 69॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kampo bhavati dehasyāsanasthasya dehinaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato&#039;dhiratarābhyāsāddardurī jāyate dhruvam ॥ 70॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yathā tu darduro gacchedutplutyotplutya bhūtale ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
padmāsanasthito yogī tathā gacchati bhūtale ॥ 71॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tato&#039;dhikatarābhyāsādbhūmityagaśca jāyate ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
padmāsanastha evāsau bhūmimutsr̥jya varttate ॥ 72॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nirādhāro&#039;pi citraṁ hi tadā sāmarthyamudbhavet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
svalpaṁ vā bahu vā bhuktvā yogī na vyathate tadā ॥ 73॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alpamūtrapurīṣaśca svalpanidraśca jāyate ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
krimayo dūṣikā lālā svedo durgandhitā tanoḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etāni sarvadā tasya na jāyante tataḥ param ॥ 74॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tato&#039;dhikatarābhāsādbalamutpadyate bhr̥śam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yena bhūcarasiddhiḥ syādbhūcarāṇāṁ jaye kṣamaḥ ॥ 75॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vyāghro lulāyo vanyo vā gavayo gaja eva vā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
siṁho vā yoginā tena mriyante hastatāḍanāt ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kandarpasya yathārūpaṁ tathā tasyāpi yoginaḥ ॥ 76॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmin kāle mahāvighno yoginaḥ syātpramādataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadrūpavaśagāḥ nāryaḥ kaṅkṣante tasya saṅgamam ॥ 77॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yadi saṅgaṁ karotyeṣa bindustasya vinaśyati ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
āyuḥ kṣayo bindunāśādasāmarthyaṁ ca jāyate ॥ 78॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmātsarvaprayatnena bindurākṣyo hi yoginā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato rahasyupāviṣṭaḥ praṇavaṁ plutamātrayā ॥ 79॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
japetpūrvāḥ jitānāṁ ca pāpānāṁ ca nāśahetave ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarvavighnaharaścāyaṁ praṇavaḥ sarvadoṣahā ॥ 80॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
evamabhyāsayogena siddhiḥ ārambhasambhavā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato bhavedghaṭāvasthā pavanābhyāsinaḥ sadā ॥ 81॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prāṇāpānau manovayū jīvatmaparamātmanau ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
anyonyasyāvirodhenaikatāṁ ghaṭato kānicit ॥ 82॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tadā ghaṭādvayāvasthā prasiddha yogināṁ smr̥tā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tataścihnāni yāni syuḥ tāni vakṣyāmi kānicit ॥ 83॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pūrvaṁ yaḥ kathito&#039;bhyāsaścaturdhā taṁ parityajet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
divā vā yadi vā rātrau yāmamātraṁ samabhyaset ॥ 84॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ekabāraṁ pratidinaṁ kuryātkevalakumbhakam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
pratyāhāro hi evaṁ syādevaṁ kartuḥ hi yoginaḥ ॥ 85॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
indriyāṇīndriyārthebhyo yatpratyāharati sphuṭam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogī kumbhakamāsthāya pratyāhāraḥ sa ucyate ॥ 86॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yadyatpaśyati cakṣurbhyāṁ tattadātmani bhāvayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yadyajjighrati nāsābhyāṁ tattadātmani bhāvayet ॥ 87॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
evaṁ jñānendriyāṇāṁ hi tatsaṁkhyā sandharayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāmamātraṁ pratidinaṁ yogī yatnādatandritaḥ ॥ 88॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tadā vicitrasāmarthyaṁ yogināṁ jāyate dhruvam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dūraśrutiḥ dūradr̥ṣṭiḥ kṣaṇāddūragamastathā ॥ 89॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vāksiddhiḥ kāmacāritvamadr̥śyakaraṇaṁ tathā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
malamūtrapralepena lohādīnāṁ suvarṇatā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
khecaratvaṁ tathānyattu satatābhyāsayoginaḥ ॥ 90॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tadā buddhimatā bhāvya yoginā yogasiddhaye ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ete vihatāḥ mahāsiddheḥ na rametteṣu buddhimān ॥ 91॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
na darśayecca kasmaicitsvasāmarthya hi sarvadā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kadāciddaśayetprītyā bhaktiyuktāya vā punaḥ ॥ 92॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yathā mūrkho yathā mūḍho yathā badhira eva vā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tathā varteta lokeṣu svasāmarthyasya guptaye ॥ 93॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nocecchiṣyāḥ hi bahavo bhavanti sva na saṁśayaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tatkarmakaraṇavyagraḥ svābhyāse vismr̥to bhavet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyāsena vihīnastu tato laukikatāṁ vrajet ॥ 94॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
avismr̥tya guroḥ vakyamabhyasettadaharniśam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evaṁ bhavedghaṭāvasthā sadābhyāsasya yoginaḥ ॥ 95॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anabhyāsena yogasya vr̥thā goṣṭhyā na sidhyati ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasmātsarvaprayatnena yogameva sadābhyaset ॥ 96॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ paricayāvasthā jayate abhyāsayogataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyuḥ samprerito yatnādagninā saha kuṇḍalīm ॥ 97॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bodhayitvā suṣumnāyāṁ praviśedavirodhataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyunā saha cittaṁ tu praviśecca mahāpatham ॥ 98॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mahāpathaṁ śmaśānaṁ ca suṣumnāpi vetyasau ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yasya cittaṁ sapavanaṁ suṣumnāṁ praviśediha ॥ 99॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bhāvyānarthān saḥ vijñāya yogi rahasi yatnataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
pañcadhā dhāraṇa kuryāttattadbhūtabhayāphaham ॥ 100॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pr̥thivī dhāraṇaṁ vakṣye pārthivebhyp bhayāpaham ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nābheḥ adhaḥ gudasyodhvaṁ ghaṭikāḥ pañca dhārayet ॥ 101॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vāyuṁ bhavet tato pr̥thvīdhāraṇaṁ tadbhayāpaham ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
pr̥thivī sambhavaḥ tasya na mr̥tyuḥ yogino bhavet ॥ 102॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nābhisthāne tato vāyuṁ dhārayet pañca nāḍikāḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato jalādbhayaṁ nāsti jalamr̥tyuḥ na yoginaḥ ॥ 103॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nābhyurdhvamaṇḍale vāyuṁ dhārayetpañca nāḍikāḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
agneyadhāraṇā seyaṁ na mr̥tyuḥ tasya vahninā ॥ 104॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sadā vicitrasāmarthyaṁ yogino jāyate dhruvam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na dahyate śarīraṁ ca prakṣipto vahni kuṇḍake ॥ 105॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nābhibhruvoḥ hi madhye tu pradeśatrayasaṁyute ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dhārayet pañca ghaṭikāḥ vāyuṁ sāiṣā hi vāyavī ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dhāraṇānna tu vāyostu yogino hi bhayaṁ bhavet ॥ 106॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bhrūmadhyādupariṣṭāttu dhārayet pañca nāḍikāḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyuṁ yo&#039;sau prayatnena seyamākāśadhāraṇā ॥ 107॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ākāśadhāraṇāṁ kurvanmr̥tyuṁ jayati tattvataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatra tatra sthito vāpisukhamatyantamaśnute ॥ 108॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
evaṁ ca dhāraṇāḥ pañca kuryādyogī vicakṣaṇaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato dr̥ḍhaśarīraḥ syanmr̥tyurtasya na vidyate ॥ 109॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ityevaṁ pañcabhūtānāṁ dhāraṇāṁ yaḥ samabhyaset ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
brahmaṇaḥ pralaye vāpi mr̥tyuḥ tasya na vidyate ॥ 110॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samabhyasettadā dhyānaṁ ghaṭikāḥ ṣaṣṭimeva ca ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāyuṁ nirudhya dhyāyettu devatāmiṣṭadāyinīm ॥ 111॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
saguṇadhyānamevaṁ syādaṇimādiguṇapradam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nirguṇaṁ khamiva dhyātvā mokṣamārgaṁ prapadyate ॥ 112॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nirguṇadhyānasampannaḥ samādhiṁ ca tato&#039;bhyaset ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dinadvādaśakenaiva samādhiṁ samavāpnuyāt ॥ 113॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vāyuṁ nirudhya medhavī jīvanmukto bhaveddhruvam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
samādhiḥ samatāvasthā jīvātmaparamātmanoḥ ॥ 114॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yadi syāddehamutsraṣṭumicchā cedutsr̥jetsvayam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
parabrahmaṇi līyettyaktvā karmaśubhāśubham ॥ 115॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
atha cenno samutsraṣṭuṁ svaśarīraṁ yadi priayam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarva lokeṣu vicaredaṇimādiguṇānvitaḥ ॥ 116॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kadācitsvecchayā devo bhūtvā svargayapi saṁcaret ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
manuṣyo vāpi yakṣo vā svecchayā hi kṣaṇādbhavet ॥ 117॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siṁho vyāghro gajo vā syādicchayā jantutāṁ vrajet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yatheṣṭameva vartteta yogī vidvānmaheśvaraḥ ॥ 118॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kavimārgo&#039;yamuktaḥ te sāṁkr̥te aṣṭāṅgayogataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
siddhānāṁ kapilādīnāṁ mataṁ vakṣye tataḥ param ॥ 119॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abhāsabhedato bhedaḥ phala tu samameva hi ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mahāmudrāṁ pravakṣyāmi bhairaveṇoktamādarāt ॥ 120॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pārṣṇivāmasya pādasya yonisthāne niyojayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
prasārya dakṣiṇaṁ pādaṁ hastābhyāṁ dhārayeddr̥ḍham ॥ 121॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
cibukaṁ hr̥di vinyasya pūrayet vāyunā punaḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kumbhakena yathāśaktyā dhārayitvā tu recayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāmāṅgena samabhyasya dakṣiṇāṅgena cābhyaset ॥ 122॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prasāritastu yaḥ pādastamurūpari vinyaset ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ayameva mahābandho mudrāvaccāmumabhyaset ॥ 123॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mahābandhasthito yogī sphicau santāḍayecchanaiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ayameva mahābandhaḥ siddhaiḥ abhyasyate naraiḥ ॥ 124॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
antaḥ kapālakuhare jihvāṁ vyāvartya bandhayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bhrūmadhye dr̥ṣṭiḥ apyeṣā mudrā bhavati khecarī ॥ 125॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kaṇṭhamākuñcya hr̥daye sthāpayeddr̥ḍhamicchayā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
jalandharo bandha eṣa amr̥tadravapālakaḥ ॥ 126॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nābhistho&#039;gniḥ kapālasthasahasrakamalacyutam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
amr̥taṁ sarvadā tāvadantarjvalati dehinām ॥ 127॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yathā cāgnistadamr̥taṁ na pibettu pibetsvayam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāti paścimamārgeṇaivamabhyāsataḥ sadā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
amr̥taṁ kurute dehaṁ jalandharamato&#039;bhyaset ॥ 128॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uḍyāṇaṁ tu sahajaṁ guṇaughātkathitaṁ sadā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
abhyasedastatandrastu vr̥ddho&#039;pi taruṇo bhavet ॥ 129॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nābheḥ ūrdhvamadhaścāpi tānaṁ kuryātprayatnataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ṣaṇmāsamabhyasenmr̥tyuṁ jayedeva na saṁśayaḥ ॥ 130॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mūlabandhaṁ tu yo nityamabhyasetsa ca yogavit ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gude pārṣṇiṁ tu sampīḍya vāyumākuñcayedbalāt ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vāraṁ vāraṁ yathā cordhvaṁ samāyāti samīraṇaḥ ॥ 131॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prāṇāpānau nādabindū mūlabandhena caikatām ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
gatvā yogasya saṁsiddhiṁ yacchato nātra saṁśayaḥ ॥ 132॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
karaṇaṁ viparitākhyaṁ sarvavyādhivināśanam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
nityamabhyāsayuktasya jaṭharāgniḥ vivarddhate ॥ 133॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
āhāro bahulaḥ tasya sampādyaḥ sāṁkr̥te dhruvam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
alpāhāro yadi bhavedagniḥ dāhaṁ karoti vai ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ūrdhvaṁ bhānuradhaścandrastadyathā śr̥ṇu sāṁkr̥te ॥ 134॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
adhaḥ śiraścordhvapādaḥ kṣaṇaṁ syātprathame dine ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kṣaṇāttu kiṁcidadhikamabhyasena dine dine ॥ 135॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
valiśca palitaścaiva ṣaṇmāsordhvaṁ na dr̥śyate ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yāmamātraṁ tu yo nityamabhyasetsa tu ogavit ॥ 136॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vajroliṁ kathayiṣyāmi gopitaṁ sarvayogibhiḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
atīvaitadrahasyaṁ tu na deyaṁ yasya kasyacit ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
svaprāṇaistu samo yo syāttasamai ca kathayeddhruvam ॥ 137॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
svecchayā varttamāno&#039;pi yogoktaniyamaiḥ vinā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vajroliṁ yo vijānati sa yogī siddhibhājanaḥ ॥ 138॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tatra vastu dvayaṁ vakṣye durlabhaṁ yena kenacit ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
labhyate yadi tasyaiva yogasiddhikaraṁ smr̥tam ॥ 139॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kṣīramāṅgirasaṁ ceti dvayorādyaṁ tu labhate ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dvitīyaṁ durlabhaṁ puṁsāṁ strībhyaḥ sādhyamupāyataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogābhyāsaratā strī ca puṁsā yatnena sādhayet ॥ 140॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pumān strī vā yadanyonyaṁ strīpuṁstvānapekṣayā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
svaprayojanamātraikasādhanātsiddhimāpnuyāt ॥ 141॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
calito yadi binduḥ tamurdhvamākr̥ṣya rakṣayet ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
evaṁ ca rakṣito binduḥ mr̥tuṁ jayati tattvataḥ ॥ 142॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
maraṇaṁ bindupātena jīvanaṁ bindudhāraṇat ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bindurakṣāprasādena sarvaṁ sidhyati yoginaḥ ॥ 143॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
amarolistadyathā syātsahajolistato yathā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tadabhyāsakramaḥ śasyaḥ siddhānāṁ sampradāyataḥ ॥ 144॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etaiḥ saiḥ vaistu kathitairabhyaset kālalālataḥ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tato bhavedrājayogo nāntarā bhavati dhruvam ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
na diṅmātreṇa siddhiḥ syādabhyasenaiva jāyate ॥ 145॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rājayogaṁ varaṁ prāṇya sarvasattvavaśaṁkaram ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarvaṁ kuryānnavā kuryādyathārucivicoṣṭitam ॥ 146॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yathāntarā ca yogena niṣpannā yoginaḥ kriyā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yathāvasthā hi niṣpattirbhuktimuktiphalapradā ॥ 147॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sarvaṁ te kathitaṁ brahman sāṁskr̥te yogamācara ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
iti tasya vacaḥ śrutvā sāṁskr̥tiḥ yogamāptavān ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sarvāsiddhīravāpyāsau dattātreyaprasādataḥ ॥ 148॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ya idaṁ paṭhate nityaṁ sādhubhyaḥ śrāvayedapi ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
tasya yogaḥ krameṇaiva sidhyatyeva na saṁśayaḥ ॥ 149॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogino&#039;bhyāsayuktāḥ ye hyaraṇyeṣu gr̥heṣu vā ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
bahukālaṁ ramante sma bahukālavivarjitāḥ ॥ 150॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmātsarvaprayatnena yogameva sadābhyaset ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
yogābhyāso janmaphalaṁ viphalā hi tathā kriyā ॥ 151॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mahāmāyāprasādena sarveṣāmastu tatsukham ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
etatsarvaṁ yathāyuktaṁ tāmevārādhayettataḥ ॥ 152॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yaḥ saṁsmr̥tyā munīnāmapi duritaharo yogasiddhipradaśca ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
kārūṇyādyaḥ pravaktā sukhaduḥkhasuhr̥dyogaśāstrasya nāthaḥ ॥ 153॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasyāhaṁ bhaktiśunyo&#039;pyakhilajanaguroḥ bhakticintāmaṇeḥ hi ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dattatreyasya viṣṇoḥ padanalinayugaṁ nityameva prapadye ॥ 154॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dattatreya Yoga Shastra auf Devanagari===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
न्ऋसिंहरूपिणे चिदात्मने सुखस्वरूपिणे ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
पदैः त्रिभिः तदादिभिः निरूपिताय वै नमः ॥ १॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सांक्ऋतिः मुनिवर्यो असौ भूतये योगलिप्सया ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
भुवं सर्वां परिभ्रान्यन्नैमिषारण्यमाप्तवान् ॥ २॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सुगन्धिनानाकुसुमैः स्वादुसत्फलसंयुतैः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
शाखिभिः सहितं पुण्यं जलकासारमण्डितम् ॥ ३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सः मुनिः विचरस्तत्र ददर्शाम्रतरोः अधः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वेदिकायां समासीनं दत्तात्रेयं महामुनिम् ॥ ४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
बद्धपद्मासनासीनं नासाग्रार्पितया द्ऋशा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ऊरुमध्यगतोत्तानपाणियुग्मेन शोभितम् ॥ ५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः प्रणम्याखिलं दत्तात्रेयं महामुनिम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तत् शिष्यैः सह तत्रैव सम्मुखश्चोपविष्टवान् ॥ ६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तदैव सः मुनिः योगात् विरम्य स्वपुरः स्थितम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
उवाच सांक्ऋतिं प्रितिपूर्वकं स्वागतं वचः ॥ ७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सांक्ऋते कथय त्वं मां किमुद्दिश्येहागतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
इति प्ऋष्टस्तु सः प्राह योगं ज्ञातुमिहागतः ॥ ८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगो हि बहुधा ब्रह्मन्तत्सर्वं कतयामि ते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
मन्त्रयोगो लयश्चैव हठयोगस्तथैव च ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
रजयोगश्चतुर्थः स्यात्योगानामुत्तमस्तु सः ॥ ९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
आरम्भश्च घटश्चैव तथा परिचयः स्म्ऋतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
निष्पत्तिश्चेत्यवस्था च चतुर्थी परिकल्पिता ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एतेषां विस्तरं वक्ष्ये यदि त्वं श्रोतुमिच्छसि ॥ १०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अङ्गेषु मात्ऋका पूर्वं मन्त्रं जपन् सुधीः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
य कचनाभिसिद्धयै स्यात् मन्त्रयोगः स कथ्यते ॥ ११॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
म्ऋदुः तस्याधिकारी स्याद्द्वादशाब्दैः तु साधनात् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
प्रायेण लभते ज्ञानं सिद्धिश्चैवाणिमादिकाः ॥ १२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अल्पबुद्धिः इमं योगं सेवते साधकाधमः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
मन्त्रयोगो ह्ययं प्रोक्तो योगानामधमस्तु सः ॥ १३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
लययोगश्चित्तलयः संकेतैः तु प्रजायते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
आदिनाथेन संकेता अष्टकोटि प्रकीर्त्तिताः ॥ १४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सांक्ऋतिरुवाच ॒॒&lt;br /&gt;
भगवन्नादिनाथः सः किं रूपः कः सः उच्यताम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दत्तात्रेय उवाच ॒॒&lt;br /&gt;
महादेवस्य नामान्यादिनाथादिकान्यपि ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
शिवेश्वरश्च देवोऽसौ लीलया व्यचरत्प्रभुः ॥ १५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
श्रीकण्ठपर्वते गौर्या सह प्रमथनायकान् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
हिमाक्षपर्वते चैवकदलीवनगोचरे ॥ १६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
गिरिकूटे चित्रकूटे सुपादपयुते गिरौ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्ऋपयैकैकसंकेतं शंकरः प्राह तत्र तान् ॥ १७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तानि सर्वाणि वक्तुं तु न हि शक्नोमि विस्तरात् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कानिचित्कथयिष्यामि सहजाभ्यासवत्सुखम् ॥ १८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तिष्ठन् गच्छन्स्वपन्भुञ्जन्ध्यायन्शून्यमहर्निशम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अयमेको हि संकेतः आदिनाथेन भाषितः ॥ १९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नासाग्रद्ऋष्टिमात्रेण ह्यपरः परिकीर्तितः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
शिरस्पश्चाच्च भागस्य ध्यानं म्ऋत्युं जयेत् परम् ॥ २०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भ्रूमध्यद्ऋष्टिमात्रेण परः संकेतः उच्यते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ललाते भ्रूतले यश्चोत्तमः सः प्रकीत्तितः ॥ २१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सव्यदक्षिणपादस्याङ्गुष्टे लयमुत्तमम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
उत्तानशववत्भूमौ शयनं चोक्तमुतमम् ॥ २२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
शिथिलो निर्जने देशे कुर्याच्चेत्सिद्धिमाप्नुयात् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवं च बहु संकेतान् कथयामास शङ्करः ॥ २३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
संकेतैः बहुभिश्चान्यैः यस्य चित्तलयो भवेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
स एव लययोगः स्यात् कर्मयोगं ततः श्ऋणुः ॥ २४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यमश्च नियमश्चैवासनं च ततः परम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
प्राणायामश्चतुथः स्यात् प्रत्याहारस्तु पञ्चमः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततस्तु धारणा प्रोक्ता ध्यानं सप्तममुच्यते ॥ २५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
समाधिः अष्टमः प्रोक्तः सर्वपुण्यप्रदः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवमष्टाङ्गयोगं च याज्ञवल्क्यादयो विदुः ॥ २६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कपिलाद्यास्तु शिष्याश्च हठं कुयुस्ततो यथा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तद्यथा च महामुद्रा महाबन्धस्तथैव च ॥ २७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः स्यात्खेचरीमुद्र बन्धो जालन्धरः तथा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
उड्डियाणं मूलबन्धो विपरीतकरणी तथा ॥ २८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
वज्रोलिः अमरोलिश्च सहजोलिस्त्रिधा मता ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एतेषां लक्षणं वक्ष्ये कर्त्ताव्यं च विशेषतः ॥ २९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यमाः ये दशः सम्प्रोक्ताः ऋषिभिः तत्त्वदर्शिभिः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
लघ्वाहारस्तु तेष्वेको मुख्यो भवति नापरे ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अहिंसा नियमेष्वेका मुख्या भवति नापरे ॥ ३०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
चतुरशीतिलक्षेष्वासनेष्वुत्तमं श्ऋणु ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
आदिनाथेन सम्प्रोक्तं यदासनमिहोच्यते ॥ ३१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
उत्तानौ चरणौ क्ऋत्वोरूसंस्थौ प्रयलतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
उरू मध्ये तथोत्तानौ पाणी क्ऋत्वा ततो द्ऋशौ ॥ ३२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नासाग्रे विन्यसेद्राजद्दन्तमूलं च जिह्वया ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
उत्तभ्य चिबुकं वक्षः संस्थाप्य पवनं शनैः ॥ ३३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यथाशक्ति समाक्ऋष्य पूरयेदुदरं शनैः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यथाशक्त्येव पश्चात्तु रेचयेत्पवनं शनैः ॥ ३४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
इदं पद्मासनं प्रोक्तं सर्वव्याधिविनाशनम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दुर्लभं येन केनापि धिमता लभ्यते भुवि ॥ ३५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सांस्क्ऋते श्ऋणु सत्त्वस्थो योगाभ्यासक्रमं यथा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वक्ष्यमाणं प्रयत्नेन योगिनां सर्वलक्षणैः ॥ ३६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
युव अवस्थोऽपि व्ऋद्धो वा व्याधितो वा शनैः शनैः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अभ्यासात्सिद्धिमाप्नोति योगे सर्वोऽप्यतन्द्रितः ॥ ३७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ब्राह्मणः श्रमणो वा बौद्धो वाप्यार्हतोऽथवा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कापालिको वा चार्वाकः श्रद्धया सहितः सुधीः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
योगाभ्यासोऽतो नित्यं सर्वसिद्धिमवाप्नुयात् ॥ ३८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
क्रियायुक्तस्य सिद्धिः स्यादक्रियस्य कथं भवेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
न शास्त्रपाठमात्रेण काचित्सिद्धिः प्रजायते ॥ ३९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
मुण्डितो दण्डधारी वा काषायवसनोऽपि वा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
नारायणवदो वापि जटिलो मस्मलेपनः ॥ ४०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नमः शिवायवाची वा बाह्यार्चा पूजकोऽपि वा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
द्वादशस्थानपूजो वा बह्यवत्सलभाषितम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्रियाहीनोऽथवा कूरः कथं सिद्धिमवाप्नुयात् ॥ ४१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
न वेषधारणं सिद्धेः कारणं न च तत्तथा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्ऋपैव कारणं सिद्धेः सत्यमेव तु सांक्ऋते ॥ ४२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
शिश्नोदरार्थं योगस्य कथया वेषधारिणः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अनुष्ठानविहीनाः तु वङ्चयन्ति जनान् किल ॥ ४३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
उच्चावचैः विप्रलंभैः यतन्ते कुशलाः नराः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
योगिनो वयमित्येवं मूढाः भोगपरायणाः ॥ ४४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
शनैर्तथाविधान् ज्ञात्वा योगाभ्यासविवर्जिताम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्ऋतार्थान्वचनैरेव वर्जयेद्वेषधारिणः ॥ ४५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एते तु विघ्नभूत्तास्ते योगाभ्यासस्य सर्वदा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वर्जयेत्तान् प्रयत्नेनेद्ऋशी सिद्ध्दा क्रिया ॥ ४६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
प्रथमाभ्यासकाले तु प्रवेशस्तु महामुने ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
आलस्यं प्रथमे विघ्नः द्वितीयस्तु प्रकत्थनम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
पूर्वोक्तधूर्त्तगोष्ठी च त्ऋतीयो मन्त्रसाधनम् ॥ ४७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
चतुर्थो धातुवादः स्यात्पङ्चमः खाद्यवादकम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवं च बहवो द्ऋष्टाः म्ऋगत्ऋष्णाः समाः मुनेः ॥ ४८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
स्थिरासनस्य जायन्ते तां तु ज्ञात्वा सुधीः त्यजेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
प्राणायामं ततस्कुर्यात्पद्मासनगतः स्वयम् ॥ ४९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सुशोभनं मठं कुर्यात्सूक्ष्मद्वारं तु निर्घुणम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सुष्ठु लिप्तं गोमयेन सुधया वा प्रयत्नतः ॥ ५०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
मत्कुणैः मशकैः भूतैः वर्जितं च प्रयत्नतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दिने दिने सुसम्म्ऋष्टं सम्मार्जन्या ह्यतन्द्रितः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वासितं च सुगन्धेन धूपितं गुग्गुलादिभिः ॥ ५१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
मलमूत्रादिभिः वर्गैऋअष्टादशभिरेव च ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वर्जितं द्वारसम्पन्नम् ॥। ॥ ५२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
॥। वस्त्रं वाजिनमेव वा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
नान्यत्रस्तरणासीनः परसंसर्गवर्जितः ॥ ५३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मिन् स तु समास्तीर्यासनं विस्त्ऋतांशकम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तत्रोपविश्य मेधावी पद्मासनमन्वितः ॥ ५४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
समकायःप्राञ्जलिश्च प्रणम्य स्वेष्टदेवताम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततो दक्षिणहस्तस्याङ्गुष्ठेनैव पिङ्गलाम् ॥ ५५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
निरुध्य पूरयेद्वायुमिड्या च शनैः शनैः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यथाशक्तिनिरोधेन ततस्कुर्यात्तु कुम्भकम् ॥ ५६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततस्त्यजेत्पिङ्गलया शनैः पवनवेगतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
पुनः पिङ्गलयापूर्य पूरयेदुदरं शनैः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यथा त्यजेत्तथा तेन पूरयेदनिरोधतः ॥ ५७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एवं प्रातः समासीनस्कुर्याद्विंशतिकुम्भकान् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कुम्भकः सहितो नाम सर्वग्रहविवर्जितः ॥ ५८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एवं मध्याह्नसमये कुर्यात् विंशतिकुम्भकान् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवं सायं प्रकुर्वीत पुनः विंशतिकुम्भकान् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवमेवार्धरात्रे अपि कुर्यात् विंशतिकुम्भकान् ॥ ५९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कुर्वीत रेचपूराभ्यां सहितान् प्रतिवासरम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सहितो रेचपूराभ्यां तस्मात्सहितकुम्भकः ॥ ६०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कुर्यादेवं चतुर्वारमनालस्यो दिने दिने ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवं मासत्रयं कुर्यान्नाडीशुद्धिस्ततो भवेत् ॥ ६१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यदा तु नाडीशुद्धिः स्यात्तदा चिह्नानि बाह्यतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
जायन्ते योगिनो देहे तानि वक्ष्याम्यशेषतः ॥ ६२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
शरीरलघुता दीप्तिः जठराग्निविवर्धनम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्ऋशत्वं च शरीरस्य तदा जायेत्तु निश्वतम् ॥ ६३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तदा वर्ज्यानि वक्ष्यामि योगविघ्नकराणि तु ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
लवणं सर्षपं चाम्लमुष्णं रूक्षं च तीक्ष्णकम् ॥ ६४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अतीव भोजनम् त्याज्यं स्त्रीसङ्गमनमेव च ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अग्निसेवा तु सन्त्याज्या धूर्त्तगोष्टिश्च सन्त्यजेत् ॥ ६५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
उपायं च प्रवक्ष्यामि क्षिप्रं योगस्य सिद्धये ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
घ्ऋतं क्षीरं च मिष्ठान्नं मिताहरश्च शस्यते ॥ ६६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
पूर्वोक्तकाले कुर्वीत पवनाभ्यासमेव च ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततः परं यथेष्टं तु शक्तिः स्याद्वायुधारणे ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यथेष्टं धारणाद्वायोः सिद्धेत्केवलकुम्भकम् ॥ ६७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
केवले कुम्भके सिद्धे रेचपूरकवर्जिते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
न तस्य दुर्लभं किञ्चित्त्रिषु लोकेषु विद्यते ॥ ६८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
प्रस्वेदो जायते पूर्वं मर्दनं तेन कारयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततोऽप्तिधारणाद्वायोः क्रमेणैव शनैः शनैः ॥ ६९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कम्पो भवति देहस्यासनस्थस्य देहिनः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततोऽधिरतराभ्यासाद्दर्दुरी जायते ध्रुवम् ॥ ७०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यथा तु दर्दुरो गच्छेदुत्प्लुत्योत्प्लुत्य भूतले ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
पद्मासनस्थितो योगी तथा गच्छति भूतले ॥ ७१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततोऽधिकतराभ्यासाद्भूमित्यगश्च जायते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
पद्मासनस्थ एवासौ भूमिमुत्स्ऋज्य वर्त्तते ॥ ७२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
निराधारोऽपि चित्रं हि तदा सामर्थ्यमुद्भवेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
स्वल्पं वा बहु वा भुक्त्वा योगी न व्यथते तदा ॥ ७३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अल्पमूत्रपुरीषश्च स्वल्पनिद्रश्च जायते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्रिमयो दूषिका लाला स्वेदो दुर्गन्धिता तनोः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एतानि सर्वदा तस्य न जायन्ते ततः परम् ॥ ७४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततोऽधिकतराभासाद्बलमुत्पद्यते भ्ऋशम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
येन भूचरसिद्धिः स्याद्भूचराणां जये क्षमः ॥ ७५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
व्याघ्रो लुलायो वन्यो वा गवयो गज एव वा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सिंहो वा योगिना तेन म्रियन्ते हस्तताडनात् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कन्दर्पस्य यथारूपं तथा तस्यापि योगिनः ॥ ७६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मिन् काले महाविघ्नो योगिनः स्यात्प्रमादतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तद्रूपवशगाः नार्यः कङ्क्षन्ते तस्य सङ्गमम् ॥ ७७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यदि सङ्गं करोत्येष बिन्दुस्तस्य विनश्यति ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
आयुः क्षयो बिन्दुनाशादसामर्थ्यं च जायते ॥ ७८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मात्सर्वप्रयत्नेन बिन्दुराक्ष्यो हि योगिना ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततो रहस्युपाविष्टः प्रणवं प्लुतमात्रया ॥ ७९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
जपेत्पूर्वाः जितानां च पापानां च नाशहेतवे ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सर्वविघ्नहरश्चायं प्रणवः सर्वदोषहा ॥ ८०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एवमभ्यासयोगेन सिद्धिः आरम्भसम्भवा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततो भवेद्घटावस्था पवनाभ्यासिनः सदा ॥ ८१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
प्राणापानौ मनोवयू जीवत्मपरमात्मनौ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अन्योन्यस्याविरोधेनैकतां घटतो कानिचित् ॥ ८२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तदा घटाद्वयावस्था प्रसिद्ध योगिनां स्म्ऋता ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततश्चिह्नानि यानि स्युः तानि वक्ष्यामि कानिचित् ॥ ८३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
पूर्वं यः कथितोऽभ्यासश्चतुर्धा तं परित्यजेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दिवा वा यदि वा रात्रौ याममात्रं समभ्यसेत् ॥ ८४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एकबारं प्रतिदिनं कुर्यात्केवलकुम्भकम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
प्रत्याहारो हि एवं स्यादेवं कर्तुः हि योगिनः ॥ ८५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
इन्द्रियाणीन्द्रियार्थेभ्यो यत्प्रत्याहरति स्फुटम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
योगी कुम्भकमास्थाय प्रत्याहारः स उच्यते ॥ ८६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यद्यत्पश्यति चक्षुर्भ्यां तत्तदात्मनि भावयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यद्यज्जिघ्रति नासाभ्यां तत्तदात्मनि भावयेत् ॥ ८७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एवं ज्ञानेन्द्रियाणां हि तत्संख्या सन्धरयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
याममात्रं प्रतिदिनं योगी यत्नादतन्द्रितः ॥ ८८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तदा विचित्रसामर्थ्यं योगिनां जायते ध्रुवम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दूरश्रुतिः दूरद्ऋष्टिः क्षणाद्दूरगमस्तथा ॥ ८९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
वाक्सिद्धिः कामचारित्वमद्ऋश्यकरणं तथा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
मलमूत्रप्रलेपेन लोहादीनां सुवर्णता ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
खेचरत्वं तथान्यत्तु सतताभ्यासयोगिनः ॥ ९०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तदा बुद्धिमता भाव्य योगिना योगसिद्धये ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एते विहताः महासिद्धेः न रमेत्तेषु बुद्धिमान् ॥ ९१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
न दर्शयेच्च कस्मैचित्स्वसामर्थ्य हि सर्वदा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कदाचिद्दशयेत्प्रीत्या भक्तियुक्ताय वा पुनः ॥ ९२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यथा मूर्खो यथा मूढो यथा बधिर एव वा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तथा वर्तेत लोकेषु स्वसामर्थ्यस्य गुप्तये ॥ ९३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नोचेच्छिष्याः हि बहवो भवन्ति स्व न संशयः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तत्कर्मकरणव्यग्रः स्वाभ्यासे विस्म्ऋतो भवेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अभ्यासेन विहीनस्तु ततो लौकिकतां व्रजेत् ॥ ९४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अविस्म्ऋत्य गुरोः वक्यमभ्यसेत्तदहर्निशम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवं भवेद्घटावस्था सदाभ्यासस्य योगिनः ॥ ९५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अनभ्यासेन योगस्य व्ऋथा गोष्ठ्या न सिध्यति ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तस्मात्सर्वप्रयत्नेन योगमेव सदाभ्यसेत् ॥ ९६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः परिचयावस्था जयते अभ्यासयोगतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वायुः सम्प्रेरितो यत्नादग्निना सह कुण्डलीम् ॥ ९७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
बोधयित्वा सुषुम्नायां प्रविशेदविरोधतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वायुना सह चित्तं तु प्रविशेच्च महापथम् ॥ ९८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
महापथं श्मशानं च सुषुम्नापि वेत्यसौ ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यस्य चित्तं सपवनं सुषुम्नां प्रविशेदिह ॥ ९९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भाव्यानर्थान् सः विज्ञाय योगि रहसि यत्नतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
पञ्चधा धारण कुर्यात्तत्तद्भूतभयाफहम् ॥ १००॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
प्ऋथिवी धारणं वक्ष्ये पार्थिवेभ्य्प् भयापहम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
नाभेः अधः गुदस्योध्वं घटिकाः पञ्च धारयेत् ॥ १०१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
वायुं भवेत् ततो प्ऋथ्वीधारणं तद्भयापहम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
प्ऋथिवी सम्भवः तस्य न म्ऋत्युः योगिनो भवेत् ॥ १०२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नाभिस्थाने ततो वायुं धारयेत् पञ्च नाडिकाः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततो जलाद्भयं नास्ति जलम्ऋत्युः न योगिनः ॥ १०३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नाभ्युर्ध्वमण्डले वायुं धारयेत्पञ्च नाडिकाः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अग्नेयधारणा सेयं न म्ऋत्युः तस्य वह्निना ॥ १०४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सदा विचित्रसामर्थ्यं योगिनो जायते ध्रुवम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
न दह्यते शरीरं च प्रक्षिप्तो वह्नि कुण्डके ॥ १०५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नाभिभ्रुवोः हि मध्ये तु प्रदेशत्रयसंयुते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
धारयेत् पञ्च घटिकाः वायुं साइषा हि वायवी ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
धारणान्न तु वायोस्तु योगिनो हि भयं भवेत् ॥ १०६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भ्रूमध्यादुपरिष्टात्तु धारयेत् पञ्च नाडिकाः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वायुं योऽसौ प्रयत्नेन सेयमाकाशधारणा ॥ १०७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
आकाशधारणां कुर्वन्म्ऋत्युं जयति तत्त्वतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यत्र तत्र स्थितो वापिसुखमत्यन्तमश्नुते ॥ १०८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एवं च धारणाः पञ्च कुर्याद्योगी विचक्षणः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततो द्ऋढशरीरः स्यन्म्ऋत्युर्तस्य न विद्यते ॥ १०९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
इत्येवं पञ्चभूतानां धारणां यः समभ्यसेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ब्रह्मणः प्रलये वापि म्ऋत्युः तस्य न विद्यते ॥ ११०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
समभ्यसेत्तदा ध्यानं घटिकाः षष्टिमेव च ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वायुं निरुध्य ध्यायेत्तु देवतामिष्टदायिनीम् ॥ १११॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सगुणध्यानमेवं स्यादणिमादिगुणप्रदम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
निर्गुणं खमिव ध्यात्वा मोक्षमार्गं प्रपद्यते ॥ ११२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
निर्गुणध्यानसम्पन्नः समाधिं च ततोऽभ्यसेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दिनद्वादशकेनैव समाधिं समवाप्नुयात् ॥ ११३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
वायुं निरुध्य मेधवी जीवन्मुक्तो भवेद्ध्रुवम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
समाधिः समतावस्था जीवात्मपरमात्मनोः ॥ ११४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यदि स्याद्देहमुत्स्रष्टुमिच्छा चेदुत्स्ऋजेत्स्वयम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
परब्रह्मणि लीयेत्त्यक्त्वा कर्मशुभाशुभम् ॥ ११५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अथ चेन्नो समुत्स्रष्टुं स्वशरीरं यदि प्रिअयम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सर्व लोकेषु विचरेदणिमादिगुणान्वितः ॥ ११६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कदाचित्स्वेच्छया देवो भूत्वा स्वर्गयपि संचरेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
मनुष्यो वापि यक्षो वा स्वेच्छया हि क्षणाद्भवेत् ॥ ११७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सिंहो व्याघ्रो गजो वा स्यादिच्छया जन्तुतां व्रजेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यथेष्टमेव वर्त्तेत योगी विद्वान्महेश्वरः ॥ ११८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कविमार्गोऽयमुक्तः ते सांक्ऋते अष्टाङ्गयोगतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सिद्धानां कपिलादीनां मतं वक्ष्ये ततः परम् ॥ ११९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अभासभेदतो भेदः फल तु सममेव हि ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
महामुद्रां प्रवक्ष्यामि भैरवेणोक्तमादरात् ॥ १२०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
पार्ष्णिवामस्य पादस्य योनिस्थाने नियोजयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
प्रसार्य दक्षिणं पादं हस्ताभ्यां धारयेद्द्ऋढम् ॥ १२१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
चिबुकं ह्ऋदि विन्यस्य पूरयेत् वायुना पुनः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कुम्भकेन यथाशक्त्या धारयित्वा तु रेचयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वामाङ्गेन समभ्यस्य दक्षिणाङ्गेन चाभ्यसेत् ॥ १२२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
प्रसारितस्तु यः पादस्तमुरूपरि विन्यसेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अयमेव महाबन्धो मुद्रावच्चामुमभ्यसेत् ॥ १२३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
महाबन्धस्थितो योगी स्फिचौ सन्ताडयेच्छनैः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अयमेव महाबन्धः सिद्धैः अभ्यस्यते नरैः ॥ १२४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अन्तः कपालकुहरे जिह्वां व्यावर्त्य बन्धयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
भ्रूमध्ये द्ऋष्टिः अप्येषा मुद्रा भवति खेचरी ॥ १२५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
कण्ठमाकुञ्च्य ह्ऋदये स्थापयेद्द्ऋढमिच्छया ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
जलन्धरो बन्ध एष अम्ऋतद्रवपालकः ॥ १२६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नाभिस्थोऽग्निः कपालस्थसहस्रकमलच्युतम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अम्ऋतं सर्वदा तावदन्तर्ज्वलति देहिनाम् ॥ १२७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यथा चाग्निस्तदम्ऋतं न पिबेत्तु पिबेत्स्वयम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
याति पश्चिममार्गेणैवमभ्यासतः सदा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अम्ऋतं कुरुते देहं जलन्धरमतोऽभ्यसेत् ॥ १२८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
उड्याणं तु सहजं गुणौघात्कथितं सदा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अभ्यसेदस्ततन्द्रस्तु व्ऋद्धोऽपि तरुणो भवेत् ॥ १२९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
नाभेः ऊर्ध्वमधश्चापि तानं कुर्यात्प्रयत्नतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
षण्मासमभ्यसेन्म्ऋत्युं जयेदेव न संशयः ॥ १३०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
मूलबन्धं तु यो नित्यमभ्यसेत्स च योगवित् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
गुदे पार्ष्णिं तु सम्पीड्य वायुमाकुञ्चयेद्बलात् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वारं वारं यथा चोर्ध्वं समायाति समीरणः ॥ १३१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
प्राणापानौ नादबिन्दू मूलबन्धेन चैकताम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
गत्वा योगस्य संसिद्धिं यच्छतो नात्र संशयः ॥ १३२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
करणं विपरिताख्यं सर्वव्याधिविनाशनम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
नित्यमभ्यासयुक्तस्य जठराग्निः विवर्द्धते ॥ १३३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
आहारो बहुलः तस्य सम्पाद्यः सांक्ऋते ध्रुवम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अल्पाहारो यदि भवेदग्निः दाहं करोति वै ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ऊर्ध्वं भानुरधश्चन्द्रस्तद्यथा श्ऋणु सांक्ऋते ॥ १३४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अधः शिरश्चोर्ध्वपादः क्षणं स्यात्प्रथमे दिने ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
क्षणात्तु किंचिदधिकमभ्यसेन दिने दिने ॥ १३५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
वलिश्च पलितश्चैव षण्मासोर्ध्वं न द्ऋश्यते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
याममात्रं तु यो नित्यमभ्यसेत्स तु ओगवित् ॥ १३६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
वज्रोलिं कथयिष्यामि गोपितं सर्वयोगिभिः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
अतीवैतद्रहस्यं तु न देयं यस्य कस्यचित् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
स्वप्राणैस्तु समो यो स्यात्तसमै च कथयेद्ध्रुवम् ॥ १३७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
स्वेच्छया वर्त्तमानोऽपि योगोक्तनियमैः विना ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
वज्रोलिं यो विजानति स योगी सिद्धिभाजनः ॥ १३८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तत्र वस्तु द्वयं वक्ष्ये दुर्लभं येन केनचित् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
लभ्यते यदि तस्यैव योगसिद्धिकरं स्म्ऋतम् ॥ १३९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
क्षीरमाङ्गिरसं चेति द्वयोराद्यं तु लभते ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
द्वितीयं दुर्लभं पुंसां स्त्रीभ्यः साध्यमुपायतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
योगाभ्यासरता स्त्री च पुंसा यत्नेन साधयेत् ॥ १४०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
पुमान् स्त्री वा यदन्योन्यं स्त्रीपुंस्त्वानपेक्षया ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
स्वप्रयोजनमात्रैकसाधनात्सिद्धिमाप्नुयात् ॥ १४१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
चलितो यदि बिन्दुः तमुर्ध्वमाक्ऋष्य रक्षयेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एवं च रक्षितो बिन्दुः म्ऋतुं जयति तत्त्वतः ॥ १४२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
मरणं बिन्दुपातेन जीवनं बिन्दुधारणत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
बिन्दुरक्षाप्रसादेन सर्वं सिध्यति योगिनः ॥ १४३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
अमरोलिस्तद्यथा स्यात्सहजोलिस्ततो यथा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तदभ्यासक्रमः शस्यः सिद्धानां सम्प्रदायतः ॥ १४४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
एतैः सैः वैस्तु कथितैरभ्यसेत् काललालतः ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ततो भवेद्राजयोगो नान्तरा भवति ध्रुवम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
न दिङ्मात्रेण सिद्धिः स्यादभ्यसेनैव जायते ॥ १४५॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
राजयोगं वरं प्राण्य सर्वसत्त्ववशंकरम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सर्वं कुर्यान्नवा कुर्याद्यथारुचिविचोष्टितम् ॥ १४६॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यथान्तरा च योगेन निष्पन्ना योगिनः क्रिया ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
यथावस्था हि निष्पत्तिर्भुक्तिमुक्तिफलप्रदा ॥ १४७॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
सर्वं ते कथितं ब्रह्मन् सांस्क्ऋते योगमाचर ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
इति तस्य वचः श्रुत्वा सांस्क्ऋतिः योगमाप्तवान् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
सर्वासिद्धीरवाप्यासौ दत्तात्रेयप्रसादतः ॥ १४८॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
य इदं पठते नित्यं साधुभ्यः श्रावयेदपि ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
तस्य योगः क्रमेणैव सिध्यत्येव न संशयः ॥ १४९॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगिनोऽभ्यासयुक्ताः ये ह्यरण्येषु ग्ऋहेषु वा ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
बहुकालं रमन्ते स्म बहुकालविवर्जिताः ॥ १५०॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मात्सर्वप्रयत्नेन योगमेव सदाभ्यसेत् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
योगाभ्यासो जन्मफलं विफला हि तथा क्रिया ॥ १५१॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
महामायाप्रसादेन सर्वेषामस्तु तत्सुखम् ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
एतत्सर्वं यथायुक्तं तामेवाराधयेत्ततः ॥ १५२॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
यः संस्म्ऋत्या मुनीनामपि दुरितहरो योगसिद्धिप्रदश्च ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
कारूण्याद्यः प्रवक्ता सुखदुःखसुह्ऋद्योगशास्त्रस्य नाथः ॥ १५३॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्याहं भक्तिशुन्योऽप्यखिलजनगुरोः भक्तिचिन्तामणेः हि ।&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
दत्तत्रेयस्य विष्णोः पदनलिनयुगं नित्यमेव प्रपद्ये ॥ १५४॥&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Bhagavad Gita]]&lt;br /&gt;
* [[Amrita Siddhi]]&lt;br /&gt;
* [[Hatha Yoga Pradipika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ashtanga Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Selbstmitgef%C3%BChl&amp;diff=1310220</id>
		<title>Selbstmitgefühl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Selbstmitgef%C3%BChl&amp;diff=1310220"/>
		<updated>2026-06-13T11:37:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Liebe Jesus Christus Offenheit Mitgefühl Selbstmitgefühl Verständnis.jpg|thumb|Selbstmitgefühl bringt [[Frieden]] mit mir selbst und anderen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Selbstmitgefühl&#039;&#039;&#039; - Selbstmitgefühl ist nach einer Definition von Kristin Neff - Professorin für pädagogische Psychologie - eine Ausweitung des [[Mitgefühl]]s auf sich selbst bei wahrgenommenen [[Schwäche]]n, Scheitern und allgemeinem [[Leiden]]. Selbstmitgefühl besteht aus den Bestandteilen [[Selbstliebe]], der Annahme von eigenen Unzulänglichkeiten wie Scheitern und [[Versagen]] und [[Achtsamkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich mit mir umgehe, so gehe ich auch mit anderen um. Von daher ist Selbstmitgefühl wichtig für eine [[friedvoll]]e Welt. Selbstmitgefühl kann dich von vor [[Perfektionismus]] und seinen schädlichen Auswirkungen bewahren. Das Kultivieren von Selbstmitgefühl verbessert [[Beziehungen]] und das [[emotionale]] [[Wohlbefinden]]. Gleichzeitig werden [[Ängste]], Sorgen und [[Depression]]en weniger.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Selbstmitgefühl ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Herzen Herzensverbindung Liebe Mitgefühl rosa pink.jpg|thumb|Selbstmitgefühl fördert Verständnis]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;- Ein Beitrag aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 41, II/2020 von Shambavi Mareike Hansen -&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn du beginnst, dein [[Herz]] zu [[berühren]] oder es berühren zu lassen, dann beginnst du zu entdecken, dass es bodenlos ist, dass es keine Grenzen hat, dass dieses Herz riesig, [[unendlich]] und grenzenlos ist. Du beginnst zu entdecken, wie viel Wärme, [[Freundlichkeit]] und Platz es dort gibt.“ (Pema Chödrön) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstmitgefühl ist die Fähigkeit, mit sich selbst liebevoll umzugehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleines Mädchen fragte mich: „Was arbeitest du?“ „Ich helfe [[Menschen]] dabei, sich wieder lieb zu haben“, war meine Antwort. Seit knapp 20 Jahren begleite ich Menschen auf dem Weg der Selbstwerdung und der [[Heilung]]. Das Vermitteln der Fähigkeit, mit sich selbst [[liebevoll]], [[einfühlsam]] und nachsichtig umzugehen, ist für viele Menschen der erste Schritt, eine stabile Basis, auf die viele andere Wachstumsschritte aufbauen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Wesen sind mit der [[Fähigkeit]] zu [[lieben]] geboren, dem [[göttliche]]n Funken in uns, der erweckt werden möchte. Erst, wenn ich gelernt habe, mich selbst zu lieben, kann ich ein [[Licht]] für andere sein, bin fähig, bedingungslos zu lieben. Im Lauf der Zeit kann ich diese [[bedingungslose Liebe]] auf alle Wesen übertragen. Selbstmitgefühl hat nichts mit [[Egoismus]] zu tun. Es geht um [[Wachstum]] und Selbstwerdung. Letztlich wird das „[[Ich]]“ sogar zur Nebensache, denn wo [[Liebe]] ist, da gibt es kein „Ich“.  „Wende dich niemals von der Liebe ab, nicht einmal von der Liebe in Menschenform, denn die Liebe allein wird dich von dir selbst befreien.“ (Sufi-Heiliger Jami) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstmitgefühl bedeutet, tatkräftig [[Verantwortung]] für die eigene [[Entwicklung]] zu übernehmen, mit dem [[Ziel]], die Person zu werden, die wir wirklich sind. Du kannst dich jetzt [[entscheiden]], dorthin zu wachsen. Für die Etablierung dieser Haltung bedarf es einige Wochen täglicher Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Selbstmitgefühl fühle ich mich verbunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstmitgefühl, ich mag dieses [[Gefühl]], wenn mein Herz, mein ganzes Wesen, wie von einem warmen Mantel umhüllt ist und ich mich [[verbunden]] fühle mit allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gefühl kann ich in mir selbst aufbauen: Ich stelle mir vor, mein [[geistig]]er [[Lehrer]] oder der liebste Mensch der Welt sitzt mir gegenüber und blickt mich mit Augen voller bedingungsloser Liebe an. Während er mich so anschaut, versuche ich das Gefühl im Herzen zu [[spüren]] und zu halten, mein Herz badet in diesem Gefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine tägliche Übungspraxis, die Basis für einen guten Tag, ist die [[Meditation der liebenden Güte|Wunschmeditation der liebenden Güte]]: „Möge ich stets von liebender [[Güte]] umhüllt sein, möge ich mich in Körper und Geist wohlfühlen, möge ich von äußeren und inneren Gefahren geschützt sein, möge ich [[zufrieden]] und [[glücklich]] sein.“ Diese [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] verbinde ich mit dem Mantra „Om mani padme hum“. Das bedeutet, „Das Göttliche wohnt im Zentrum meines geöffneten Herzens“. Es ist das [[Mantra]] des [[Buddha]]s des Mitgefühls, [[Avalokiteshvara]] . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich und andere besingen ist mein [[kraftvoll]]stes und [[heilsam]]es Geschenk. Der Klang verändert die eigene Chemie und wirkt auf den [[Emotionalkörper]]. Der Körper schüttet das „Liebeshormon“ Oxytocin aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etabliert sich Selbstmitgefühl, wird deine Grundhaltung positiv sein, du bewältigst Krisen besser und spürst deutlich mehr [[Lebensfreude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alle Gefühle zuzulassen ist auf dem Weg der Heilung wichtig ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg der Heilung ist es wichtig, alle Gefühle zuzulassen, mit dem Wissen, dass es keine schlechten Gefühle gibt. Sie sind alle unsere Lehrer und begleiten uns eine Zeit lang.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Schmerzvolle biografische Erfahrungen führen dazu, dass wir Schutzwälle ([[Blockaden]]) in unserem Körper aufbauen. Ähnlich wie im Märchen vom eisernen Heinrich. Liebe und andere Gefühle können nicht mehr frei fließen, wir schneiden uns regelrecht vom Lebensfluss ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht möglich, unerwünschte Gefühle dauerhaft zu unterdrücken, sie brauchen Raum und unsere [[Fürsorge]]. Das [[Leid]], die [[Depression]], die [[Trauer]]: „Bewirte sie wie Gäste in einem Gasthaus und frage sie, was sie brauchen“, würde der Dichtermystiker [[Rumi]] dazu sagen. Ich rege an, mit den Gefühlen ins Zwiegespräch zu gehen. Selbstmitgefühl schließt Selbstannahme ein, die radikale [[Akzeptanz]] unseres Seins, mit allen vermeintlichen Schwächen und den Aufbau von Fehlertoleranz. Denn wenn Liebe auf Leid trifft, entsteht Mitgefühl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ist es so, dass wir in den Angriff oder den Rückzug gehen, wenn wir [[verletzt]] worden sind. Selbstmitgefühl erfordert eine neue, [[tatkräftig]]e Haltung. Ich bin Tröster und zu Tröstende zugleich: Selbstmitgefühl bedeutet, liebevoll mit sich selbst zu sprechen, so wie ein guter Freund das tun würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich selbst [[umarmen]], wenn es besonders schlimm ist. Mir hilft das folgende Mantra: „Dies ist ein Moment des Leidens. Leiden gehört zum [[Leben]]. Möge ich in diesem Moment liebevoll zu mir sein. Möge ich mir selbst das Mitgefühl schenken, das ich brauche.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn du gut mit Leid umgehen kannst, hast Du es leichter im Leben“, hat mich mein Lehrer gelehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gedanken bestimmen das Sein und sind die mächtigste Kraft im Universum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leistungsgesellschaften ist die Stimme des inneren Kritikers oder des [[Perfektionist]]en weit verbreitet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin nicht liebenswert, nicht gut genug“, sind klassische Sätze des inneren Kritikers. Sie lösen negative Gefühle aus. Das Umformulieren derartiger „Giftsätze“ ist der Ausweg aus der Spirale: Jeden Giftsatz streiche ich gedanklich mit einem schwarzen Stift durch. Einen neuen, wertschätzenden Satz halte ich schriftlich fest. So wird meine „Festplatte“ neu „programmiert“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die kritische Stimme ruhig ist, kommst du in Kontakt mit deiner [[Einzigartigkeit]], deinen vielen [[Fähigkeiten]] und Potentialen, [[Beziehungen]] zu anderen Menschen werden intensiver. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkurrenzdenken ist heute weit verbreitet. An dieser Stelle kannst du [[entscheiden]], was dir wichtiger ist, Perfektionismus oder [[Menschlichkeit]]? Viele Menschen, die ich beim [[Wachstum]] begleitete, haben folgendes Mantra erhalten: „Ich bin richtig, ich bin wichtig und ich bin es wert geliebt zu werden.“ Nach drei Monaten Übung wurde dieser Satz für viele [[Wirklichkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst dich jetzt entscheiden, bedingungslos zu lieben. Dein [[Geschenk]] für diese [[Welt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```mediawiki&lt;br /&gt;
==Sukadev Bretz zum Thema Selbstmitgefühl==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|iZLp7Zee9qo}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Selbstmitgefühl&#039;&#039;&#039; ist im [[Yoga]] nicht bloß ein psychologisches Konzept, sondern eine tiefe spirituelle Praxis. Frage dich: Wann hast du das letzte Mal wirklich freundlich mit dir selbst gesprochen? Nicht nach einem Erfolg, nicht dann, wenn alles gut lief, sondern gerade dann, wenn du einen Fehler gemacht hast, wenn du müde warst, wenn du dich schwach gefühlt hast, wenn du viel gegeben hast und dennoch dachtest: „Es reicht nicht.“ Viele Menschen segnen andere, ermutigen andere, beten für andere und wiederholen: &#039;&#039;[[Lokah Samastah Sukhino Bhavantu]]&#039;&#039; – mögen alle Wesen glücklich sein. Aber manchmal vergisst du ein Wesen: dich selbst. Yoga erinnert dich: Auch du bist in diesem Gebet eingeschlossen. Möge auch ich Frieden erfahren. Möge auch ich geführt werden. Möge auch ich von göttlicher Gnade getragen werden. Möge auch ich ein Instrument der Liebe werden. Selbstmitgefühl heißt daher nicht Selbstmitleid, nicht Bequemlichkeit und auch nicht Egoismus. Selbstmitgefühl heißt: Ich höre auf, gegen meine eigene Menschlichkeit Krieg zu führen. Ich erkenne: Auch ich bin ein Geschöpf Gottes. Auch in meinem Herzen wohnt das Göttliche. Auch durch mich will göttliche Kraft wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Yoga ist das erste große Prinzip [[Ahimsa]], Nichtverletzen. Meist verstehst du Ahimsa so, dass du anderen nicht schaden sollst. Aber Ahimsa gilt auch nach innen. Wie sprichst du mit dir selbst? Ist deine innere Stimme freundlich, klar, ermutigend? Oder ist sie hart, ungeduldig, verurteilend? Wenn du mit dir selbst härter sprichst, als du jemals mit einem guten Freund sprechen würdest, dann ist Ahimsa noch nicht vollständig. Selbstmitgefühl ist Ahimsa dir selbst gegenüber. Wenn du einen Fehler gemacht hast, musst du nicht sagen: „Ich bin ein Versager.“ Du kannst sagen: „Diese Handlung war nicht richtig. Ich will lernen. Ich will mich reinigen. Ich will neu beginnen.“ Yoga unterscheidet zwischen Handlung und Wesen. Handlungen können falsch sein, Gewohnheiten können transformiert werden, [[Karma]] kann gereinigt werden, aber dein tiefstes Wesen bleibt göttlich. In der [[Vedanta]]-Tradition heißt es: Deine wahre Natur ist [[Sat-Chid-Ananda]] – Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit. Tief in dir bist du nicht zerbrochen. Du bist nicht nur deine Fehler, nicht nur deine Wunden, nicht nur deine Ängste. Tief in dir bist du [[Atman]], das unsterbliche Selbst, rein, leuchtend, unberührt. Und doch bist du auf der relativen Ebene Mensch: Der Körper wird müde, der Geist wird unruhig, das Herz kann schwer werden. Du willst Gutes tun und machst trotzdem Fehler. Du willst lieben und reagierst manchmal aus Angst. Du willst dienen und fühlst dich manchmal leer. Yoga lehrt dich, beides zu sehen: die ewige Wahrheit des Selbst und die menschliche Wahrheit dieses Augenblicks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist Selbstmitgefühl ein Weg zur göttlichen Kraft. Glaube nicht, dass Gott nur durch deine Stärke wirken kann. Gott kann auch durch deine Fehler wirken. Manchmal wird das, was wie Scheitern aussieht, zu Demut. Was wie Schwäche aussieht, wird zu Hingabe. Was wie ein Umweg aussieht, wird Teil des göttlichen Weges. Was wie eine Wunde aussieht, wird zu einer Öffnung, durch die Mitgefühl fließen kann. Das Göttliche kann auch durch deine Grenzen wirken, durch deine Unvollkommenheit, durch dein suchendes, ringendes, noch nicht fertiges Menschsein. Du bist nicht zufällig hier. Du bist die richtige Person, am richtigen Ort, in diesem Moment. Vielleicht verstehst du noch nicht warum. Vielleicht fühlst du dich noch nicht bereit. Vielleicht siehst du deine Begrenzungen deutlicher als deine Möglichkeiten. Und doch: Dieser Moment ist dir gegeben. Dieser Atem ist dir gegeben. Dieser Körper, dieser Geist, dieses Herz, dieses Leben – all das ist dein Feld des Yoga. Darum sei mutig. Nicht, weil dein Ego stark ist, sondern weil das Göttliche stark ist. Nicht, weil du alles kontrollierst, sondern weil du ein Instrument werden kannst. Nicht, weil du vollkommen bist, sondern weil göttliche Kraft durch dich fließen kann. In jedem Moment ist das Göttliche bereit, dich zu erfüllen. In jedem Moment ist das Göttliche bereit, dich zu durchströmen. In jedem Moment kannst du dich mit spiritueller Kraft aufladen. Du musst nicht warten, bis alle Zweifel verschwunden sind. Du musst nicht warten, bis alle Wunden geheilt sind. Du musst nicht warten, bis du perfekt bist. Jetzt, in diesem Moment, kannst du dich öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht bist du heute müde. Vielleicht hast du viel gegeben. Vielleicht hast du versucht, stark zu sein für andere. Vielleicht hast du gelächelt, während du innerlich Schmerz getragen hast. Vielleicht hast du für andere gebetet und vergessen, selbst in Gott zu ruhen. Yoga sagt: Du bist nicht allein. Das Göttliche ist nicht fern. Das Göttliche ist in deinem eigenen Herzen. In deinem Herzen ist der Wohnsitz des Göttlichen – nicht nur in Tempeln, nicht nur an heiligen Orten, nicht nur in heiligen Schriften, sondern auch hier, in der Höhle deines eigenen Herzens. Wenn du dich unwürdig fühlst, geh zum Herzen. Wenn du Angst hast, geh zum Herzen. Wenn du dich allein fühlst, geh zum Herzen. Das Göttliche ist näher als deine Gedanken, näher als dein Atem, näher als dein Herzschlag. Selbstmitgefühl heißt: Ich kehre immer wieder zum Herzen zurück. Und Yoga sagt noch etwas sehr Kraftvolles: In dir schläft [[Kundalini Shakti]], die göttliche spirituelle Energie. Vielleicht ist sie verborgen, vielleicht bedeckt von [[Tamas]], von Angst, von alten Eindrücken, von Vergessen. Aber sie ist da. Du bist nicht leer, nicht machtlos, nicht spirituell arm. In dir ist [[Shakti]], in dir ist Licht, in dir ist Mut, in dir ist die Kraft zu lieben, zu dienen, aufzustehen und zu erwachen. Härte verschließt das Herz, Angst zieht das [[Prana]] zusammen, Selbstverurteilung macht den Geist schwer. Aber Hingabe öffnet, Vertrauen öffnet, Gebet öffnet, [[Mantra]] öffnet, [[Sadhana]] öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe deshalb ganz praktisch: Atme ein und spüre, dass göttliches Licht in dich hineinströmt. Atme aus und bringe alles Gott dar. Einatmen: Göttliche Kraft erfüllt mich. Ausatmen: Ich lasse los. Einatmen: Ich werde geführt. Ausatmen: Ich vertraue. Das ist nicht nur Vorstellung, das ist Yogapraxis. Prana folgt der Aufmerksamkeit. Der Geist wird von dem geprägt, worauf er sich richtet. Wenn du ständig Angst betrachtest, wächst Angst. Wenn du das Göttliche betrachtest, erwacht göttliche Kraft. [[Patanjali]] lehrt [[Pratipaksha Bhavana]]: Wenn Gedanken kommen, die dich nach unten ziehen, kultiviere den entgegengesetzten Gedanken. Wenn der Gedanke kommt: „Ich bin nicht gut genug“, antworte: „Das göttliche Licht ist in mir.“ Wenn der Gedanke kommt: „Ich habe versagt“, antworte: „Auch dadurch kann Gott mich führen.“ Wenn der Gedanke kommt: „Ich bin allein“, antworte: „Das Göttliche ist mit mir, in mir, um mich herum und wirkt durch mich.“ In der [[Bhagavad Gita]] heißt es: &#039;&#039;uddhared ātmanātmānaṃ&#039;&#039; – erhebe dich durch dich selbst, ziehe dich nicht hinunter, werde dein eigener Freund. Dein eigener Freund zu werden heißt nicht, alles zu entschuldigen. Es heißt: Ich stelle mich auf die Seite meines höchsten Selbst. Ich unterstütze meine Schwächen nicht, aber ich hasse mich nicht dafür. Ich leugne meine Fehler nicht, aber ich identifiziere mich nicht mit ihnen. Ich übernehme Verantwortung und bleibe offen für Gnade. Das ist wahres Selbstmitgefühl: Liebe verbunden mit Mut, Demut verbunden mit Vertrauen, Hingabe verbunden mit Energie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kannst du Selbstmitgefühl als spirituelle Praxis leben. Manchmal bedeutet Selbstmitgefühl Ruhe, manchmal Disziplin, manchmal Schweigen, manchmal mutiges Handeln, manchmal Vergebung, manchmal aufstehen und tun, was getan werden muss. Durch [[Jnana Yoga]] erinnerst du dich: Ich bin nicht der begrenzte [[Geist]], ich bin das unsterbliche Selbst. Durch [[Raja Yoga]] machst du den Geist ruhig, klar und sattwig. Durch [[Bhakti Yoga]] öffnest du dich für [[Liebe]], [[Gnade]] und göttliche Gegenwart. Durch [[Karma Yoga]] bringst du deine Handlungen dem Wohl aller Wesen dar. Durch [[Hatha Yoga]] harmonisierst du Körper, Prana und Geist und erweckst die göttliche Shakti in dir. Und durch all diese Wege lernst du: Ich kann freundlich mit mir sein und trotzdem wachsen. Ich kann diesen Moment annehmen und mich trotzdem transformieren. Ich kann mir vergeben und trotzdem Verantwortung übernehmen. Ich kann meine Grenzen sehen und trotzdem mutig sein. Ich kann Mensch sein und trotzdem ein Instrument des Göttlichen werden. Vielleicht kannst du heute, nur für einen Moment, aufhören, gegen dich selbst zu kämpfen. Du musst nicht perfekt sein, um geliebt zu sein. Du musst nicht fertig sein, um wertvoll zu sein. Du musst deine Wunden nicht verstecken, um spirituell zu sein. [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] sagt: Beginne dort, wo du bist – mit diesem Atem, mit diesem Körper, mit diesem Geist, mit diesem Herzen. Dieser Moment genügt, um neu zu beginnen. Wiederhole innerlich: Ich bin ein Kind des Göttlichen. In meinem Herzen wohnt das Göttliche. Göttliche [[Shakti]] ist in mir. Licht ist in mir. Liebe ist in mir. Kraft ist in mir. Auch durch meine Fehler kann Gott mich führen. Ich bin die richtige Person, am richtigen Ort, in diesem Moment. Ich öffne mich für göttliche Kraft. Ich bringe mich dar zum Wohl aller Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Selbstmitleid]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstverantwortung]]&lt;br /&gt;
* [[Resilienz]]&lt;br /&gt;
* [[Entspannung]]&lt;br /&gt;
* [[Stress]]&lt;br /&gt;
* [[Yogatherapie]]&lt;br /&gt;
* [[Psychologische Yogatherapie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sukadev Bretz: [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/meditieren-lernen-10-wochen-sukadev-bretz Meditieren lernen in 10 Wochen - Übungsbuch mit MP3-CD]&lt;br /&gt;
* Sukadev Bretz: [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/philosophie/die-yogaweisheit-patanjali-menschen-heute Die Yoga Weisheit des Patanjali für Menschen von heute]&lt;br /&gt;
* Sukadev Bretz, Ulrike Schöber: [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/yogatherapie/sukadev-bretz-ulrike-schoeber-der-pfad-gelassenheit Der Pfad zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* Kristin Neff: [https://www.randomhouse.de/Buch/Selbstmitgefuehl/Kristin-Neff/Kailash/e406238.rhd# Selbstmitgefühl: Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminare ==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yogalehrer-ausbildung/ Yogalehrer Ausbildung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yogalehrer-ausbildung/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogatherapie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Narayana_Guru&amp;diff=1309491</id>
		<title>Narayana Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Narayana_Guru&amp;diff=1309491"/>
		<updated>2026-06-07T07:53:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Yoga Vidya: /* Seminare */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Narayana Guru&#039;&#039;&#039; (1856-1928), auch bekannt als &#039;&#039;&#039;Sri Narayana Guru Swami&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Sree Narayana Guru&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Sree Narayana Gurudevan&#039;&#039;&#039; oder ehrfürchtig &#039;&#039;&#039;Gurudevan&#039;&#039;&#039;, war ein [[Indien|indischer]] [[Heilige]]r, [[Sadhu]], [[Yogi]], [[Advaita Vedanta|Advaita-Vedantin]], Dichter, Philosoph, Tempelgründer und sozialer [[Reformation|Reformer]] Indiens.&lt;br /&gt;
[[Datei:Narayana Guru.jpg|thumb|Narayana Guru im hohen Alter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gilt als eine der bedeutendsten spirituellen und sozialen Reformpersönlichkeiten Keralas und der modernen indischen Religionsgeschichte. Narayana Guru verband tiefe [[Spiritualität]] mit praktischer Gesellschaftsreform. Er setzte sich für die Überwindung von Kastendiskriminierung, für [[Bildung]], soziale [[Gleichberechtigung]], religiöse Erneuerung, [[Freiheit]], Würde und universelle Brüderlichkeit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine berühmteste Aussage lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;„Eine Kaste, eine Religion, ein Gott für die Menschheit.“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Englisch: &#039;&#039;&#039;One Caste, One Religion, One God for Humanity.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Malayalam: &#039;&#039;&#039;Oru Jāti, Oru Matam, Oru Daivam, Manushyanu.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz fasst die Essenz seiner Lehre zusammen: Jenseits von Kaste, Herkunft, Religion, Sprache, sozialem Rang und äußerer Identität wohnt in allen Menschen derselbe [[Atman]], dieselbe göttliche Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Narayana Guru at Sixty.jpg|thumb|Narayana Guru, 1916]]&lt;br /&gt;
Der [[Guru]] wurde in eine Ezhava-[[Familie]] [[Geburt|hineingeboren]], in einer Zeit, in der sogenannte rückständige Gemeinden wie die Ezhavas viele soziale [[Ungerechtigkeit]]en in der kastengeprägten [[Gesellschaft]] von [[Kerala]] erdulden mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gurudeva, wie er liebevoll unter seinen Anhängern bekannt war, führte eine große Reformationsbewegung in Kerala an. Er rebellierte gegen die sozialen Auswüchse des Kastensystems und arbeitete an der Verbreitung neuer Werte von [[Spiritualität|spiritueller]] [[Freiheit]], sozialer Gleichheit, Bildung und Würde. Dadurch trug er wesentlich zur Umgestaltung der Gesellschaft in Kerala bei und wird bis heute von vielen Menschen als großer Heiliger und Prophet verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru wird [[Verehrung|verehrt]] für sein [[Wissen]] über die [[Veda]]s, seine [[Gedicht|poetischen]] Fähigkeiten, seine [[Offenheit]] gegenüber [[Meinung|Sichtweisen]] anderer, seine gewaltlose [[Philosophie]] und seine [[Entschlossenheit]], soziales Unrecht in [[Recht]], Würde und Gleichwertigkeit umzuwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bedurfte eines Narayana Guru, um die spirituellen Grundlagen für eine soziale Reform im heutigen Kerala zu legen. Er war einer der erfolgreichsten sozialen Reformer Indiens, der Kastenprobleme nicht durch Hass, Gewalt oder Polarisierung anging, sondern durch spirituelle Erkenntnis, Bildung, Selbstachtung, Tempelgründungen und praktische Organisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zeigte einen [[Weg]] zu sozialer [[Gleichberechtigung]], ohne die [[Dualität]] zwischen den [[Unterdrückung|Unterdrückten]] und den Unterdrückern weiter zu verschärfen. Seine Revolution war still, klar, mutig, spirituell und ungeheuer kraftvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru betonte das [[Bedürfnis]] nach spirituellem und sozialem Auftrieb der Unterdrückten durch ihre eigenen Bemühungen und durch den Bau von [[Tempel]]n, Schulen, Bibliotheken und [[Bildung]]seinrichtungen. In diesem Prozess stellte er viele überkommene Vorstellungen der kastengeprägten Ordnung in Frage und führte sie auf den Kern des [[Sanatana Dharma]] zurück: die Erkenntnis des Göttlichen in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kerala im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerala ist heute bekannt für hohe Bildung, soziale Entwicklung, [[Ayurveda]], Tempeltraditionen, Sanskrit-Gelehrsamkeit, Kunst, Musik, Tanz und eine starke religiöse Kultur. Im 19. Jahrhundert war Kerala jedoch auch von besonders harten Formen sozialer Trennung geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kastensystem war dort teilweise sehr streng. Viele Menschen durften aufgrund ihrer Geburt bestimmte Tempel nicht betreten. Manche durften bestimmten Straßen nicht nahekommen. Es gab nicht nur „Unberührbarkeit“, sondern in manchen Kontexten sogar Formen der „Unannäherbarkeit“. Zugang zu Bildung, religiösen Einrichtungen, öffentlichen Wegen und gesellschaftlicher Anerkennung war für viele Gruppen stark eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diese Welt wurde Narayana Guru hineingeboren. Seine spätere Mission bestand darin, diese äußeren Trennungen durch die innere Wahrheit des [[Vedanta]] zu überwinden. Er zeigte: Wenn Gott in allen Menschen wohnt, kann kein Mensch minderwertig sein. Wenn [[Atman]] in allen derselbe ist, dann ist Diskriminierung spirituelle Unwissenheit. Wenn [[Brahman]] eins ist, dann ist die Menschheit eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie, Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru wurde am 20. August 1856 in einem Dorf namens Chempazhanthy in der Nähe von Thiruvananthapuram geboren. In verschiedenen Quellen werden auch 1854 oder 1855 als Geburtsjahr genannt; im Yoga Vidya Wiki wird traditionell 1856 angegeben. Sein Vater war Madan Asan, ein Bauer und Lehrer, seine Mutter Kutti Amma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge wurde Nanu genannt. Madan Asan war auch [[Lehrer]], kannte sich im [[Sanskrit]], in [[Astrologie]] und [[Ayurveda]] aus. Nanu hatte drei Schwestern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Junge hörte Nanu seinem Vater interessiert zu, wenn dieser dem einfachen [[Volk]] seines [[Dorf]]es [[Geschichte]]n aus dem [[Ramayana]] und dem [[Mahabharata]] erzählte. Nanu wurde in das traditionelle formelle Bildungssystem Ezhuthinirithal [[Einweihung|eingeweiht]] von Chempazhanty Pillai, einem örtlichen Schulmeister und Dorfbeamten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Schule]] wurde der junge Nanu zu Hause von seinem Vater und seinem Onkel Krishnan Vaidyan unterrichtet, einem bekannten ayurvedischen [[Arzt]] und Sanskrit-Gelehrten. Ihm wurden die Grundlagen der [[Sprache]]n [[Tamil]] und Sanskrit beigebracht sowie traditionelle Lehrfächer wie Siddharupam, Balaprobhodhanam und Amarakosam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Kind]] war Nanu stark davon angezogen, in den [[Tempel]] zum [[Gebet]] zu gehen. Er [[Kritik|kritisierte]] schon früh soziale Diskriminierung und die apartheidähnlichen Gepflogenheiten, Menschen aus angeblich niedrigeren Kasten auszuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bevorzugte die [[Einsamkeit]] und konnte stundenlang in tiefer [[Meditation]] verweilen. Er war der Poesie zugeneigt, dem logischen [[Denken]], dem Komponieren von Hymnen und sang diese zur Lobpreisung [[Gott]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verlor seine Mutter, als er 15 Jahre alt war. Nanu verbrachte den größten Teil seiner frühen Jugend damit, seinem Vater beim Unterrichten und seinem Onkel in der Anwendung von Ayurveda zu helfen. Die übrige Zeit widmete er Andachtsübungen in nahegelegenen Tempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transformation als Meister, Yogi und Suchender nach der Wahrheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:413px-Sivagiri (1).jpg|thumb|Narayana Gurus Grabstätte in Sivagiri]]&lt;br /&gt;
Der junge Nanu hatte einen scharfen [[Verstand]] und wurde im [[Alter]] von 21 Jahren zu einem berühmten Gelehrten geschickt: Kummampilli Raman Pillai Asan in Karunagapally, einem Dorf etwa 50 Meilen von seinem [[Eltern]]haus entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während er als Gast in einem Familienhaus in Varanapally in der Nähe von Kayamkulam lebte, wurde Nanu zusammen mit anderen [[Schüler]]n in Sanskrit, Poesie, Schauspiel, [[Literatur]]kritik und logischer [[Rhetorik]] unterrichtet. Er studierte die Veden und die [[Upanishad]]en. Er begann später in einer nahegelegenen Schule zu unterrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wissen verlieh ihm den [[Respekt]] vieler Menschen, und er wurde als „Nanu Asan“ bekannt. Nanu kehrte nach Hause zurück, um einige Zeit mit seinem Vater zu verbringen, der im [[Sterben]] lag. Für eine kurze Zeit leitete er die Dorfschule für die Kinder seiner Nachbarschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während er seine Suche nach der höchsten [[Wahrheit]] fortsetzte, verbrachte Nanu oft seine Zeit in der Nähe von Tempeln, schrieb Gedichte und Hymnen und hielt für die Dorfbewohner Vorträge über Philosophie und [[moral]]ische Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begegnung mit Chattampi Swamikal und Thycaud Ayyavu Swamikal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:413px-Sivagiri (1).jpg|thumb|Narayana Gurus Grabstätte in Sivagiri]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nanu empfand das [[Leben]] zunehmend als durchdrungen von einer tiefen spirituellen Unruhe. Einer seiner [[Freund]]e brachte ihn zu [[Swami]] [[Chattampi Swamikal]]. Die beiden [[Gefühl|fühlten]] sich vom ersten [[Augenblick]] an zueinander hingezogen. Nanus scharfer Verstand und seine [[Gelassenheit]] erstaunten Chattampi Swamikal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chattampi Swamikal brachte Nanu zu seinem eigenen Guru Thycaud Ayyavu Swamikal. Nanu wurde sein Schüler und erhielt von ihm eine fortgeschrittene [[Ausbildung]] in [[Yoga]]übungen und spiritueller Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später ging Nanu in seine Einsiedelei tief in den gebirgigen [[Wald|Wäldern]] von Maruthwamala. Dort führte er ein [[Enthaltung|enthaltsames]] und asketisches Leben. Er tauchte tief in Meditation und Yoga ein und unterwarf sich strengen Übungen. Diese Periode von Einsamkeit soll mehrere Jahre gedauert haben. Nach einem [[Bescheidenheit|bescheidenen]] Leben, reich an Wissen, Entsagung und rauen [[Erfahrung]]en, wird diese Epoche als Höhepunkt seines meditativen Einsiedlerlebens betrachtet – als jene Zeit, in der Narayana Guru zur [[Erleuchtung]] gelangt sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erleuchtung und poetischer Ausdruck ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Gurus späteres literarisches und philosophisches Meisterwerk &#039;&#039;&#039;Atmopadesa Satakam&#039;&#039;&#039; – „Hundert Verse zum Selbststudium“ oder „Hundert Verse der Selbstunterweisung“ – wurde um 1897 in Malayalam verfasst. Es gilt als schöpferischer poetischer Ausdruck seiner Philosophie der [[Gleichheit]], seiner Advaita-Erkenntnis und seines verwirklichten Zustandes ursprünglichen Wissens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk strahlt eine Sicht aus, in der die [[Mensch]]en aus einer ehrfürchtigen, erhabenen Perspektive betrachtet werden: als Ausdruck einer einzigen Wirklichkeit, ohne letzte Trennung, ohne Diskriminierung nach Rasse, [[Kaste]], Religion oder irgendeiner anderen äußeren Einteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aruvippuram – die Shiva-Weihe von 1888 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der berühmtesten Ereignisse in Narayana Gurus Leben fand 1888 in &#039;&#039;&#039;Aruvippuram&#039;&#039;&#039; statt. Dort weihte er einen [[Shiva]]-Lingam ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerlich war dies eine religiöse Handlung. Innerlich und gesellschaftlich war es eine Revolution. Denn nach damaliger orthodoxer Auffassung war die Einweihung eines Tempelbildes bestimmten Brahmanen vorbehalten. Narayana Guru, der aus einer sozial benachteiligten Gemeinschaft stammte, stellte durch diese Weihe die Frage: Wer hat das Recht auf Gott? Gehört Gott nur einer Kaste? Darf nur eine bestimmte Gruppe den Zugang zum Heiligen vermitteln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kritiker seine Autorität in Frage stellten, soll er sinngemäß geantwortet haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;„Dies ist kein Brahmanen-Shiva. Dies ist ein Ezhava-Shiva.“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage war humorvoll, scharf und tiefgründig zugleich. Sie zeigte die Absurdität jeder Vorstellung, Gott nach Kaste, Geburt oder sozialem Rang einzuteilen. Gibt es einen Brahmanen-Shiva, einen Ezhava-Shiva, einen Christen-Gott, einen Muslim-Gott, einen deutschen Gott, einen indischen Gott? Nein. Die göttliche Wirklichkeit ist eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aruvippuram-Weihe wurde zum Symbol der religiösen Selbstachtung und spirituellen Gleichwertigkeit. Sie gab vielen Menschen Würde, Mut und religiöse Identität zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tempelgründungen und Reform der religiösen Praxis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sree Narayana Guru gründete oder inspirierte zahlreiche Tempel in Kerala und darüber hinaus. Diese Tempel waren nicht nur Orte des Rituals, sondern auch Zentren der Bildung, ethischen Erhebung und sozialen Würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wollte die Tempeltradition nicht zerstören, sondern erneuern. Er lehrte, dass äußere Verehrung mit innerer Reinheit, Bildung, Mitgefühl und moralischer Entwicklung verbunden sein müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verstand Tempel als Orte der Reinigung, Sammlung und Erhebung. Ein Tempel sollte Menschen nicht trennen, sondern Gott näherbringen. Ein Tempel sollte nicht soziale Hierarchie zementieren, sondern den Menschen an seine göttliche Würde erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den mit ihm verbundenen wichtigen Orten gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aruvippuram&#039;&#039;&#039; – Ort der berühmten Shiva-Lingam-Weihe von 1888.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sivagiri&#039;&#039;&#039; bei Varkala – späteres Zentrum seiner Bewegung und Ort seines Mahasamadhi.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sarada Mutt&#039;&#039;&#039; in Sivagiri – ein der Göttin Saraswati bzw. Sarada gewidmeter Ort, der Wissen, Bildung und Weisheit symbolisiert.&lt;br /&gt;
* Weitere Tempel und Zentren in Kerala, Südindien und Sri Lanka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sivagiri und Sree Narayana Dharma Sanghom ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sivagiri Mutt&#039;&#039;&#039; in Varkala wurde zu einem der wichtigsten Zentren der von Sree Narayana Guru inspirierten Bewegung. Dort lebte er, lehrte, empfing Schüler und gab der weiteren Entwicklung seiner Mission Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Sivagiri Mutt bzw. der Sree Narayana Dharma Sanghom Trust widmet sich der Verbreitung der Lehren und Prinzipien Sree Narayana Gurus, insbesondere seines Ideals „One Caste, One Religion, One God for Humanity“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sivagiri ist bis heute ein bedeutender Wallfahrtsort. Die Sivagiri-Pilgerfahrt verbindet spirituelle Verehrung mit Bildung, sozialer Verantwortung und ethischer Erneuerung. Damit entspricht sie ganz dem Geist Narayana Gurus: Religion soll den Menschen nicht nur rituell, sondern auch geistig, ethisch und gesellschaftlich erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== SNDP Yogam und gesellschaftliche Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 wurde unter dem Einfluss Sree Narayana Gurus zusammen mit dem Arzt und Reformer &#039;&#039;&#039;Dr. Padmanabhan Palpu&#039;&#039;&#039; die Organisation &#039;&#039;&#039;Sree Narayana Dharma Paripalana Yogam&#039;&#039;&#039; – kurz &#039;&#039;&#039;SNDP Yogam&#039;&#039;&#039; – gegründet. Auch der Dichter &#039;&#039;&#039;Kumaran Asan&#039;&#039;&#039;, ein bedeutender Schüler Narayana Gurus, spielte eine wichtige Rolle in der Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das SNDP Yogam wurde zu einer wichtigen sozialen und kulturellen Kraft. Es förderte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildung,&lt;br /&gt;
* Selbstachtung,&lt;br /&gt;
* Organisation,&lt;br /&gt;
* wirtschaftliche Entwicklung,&lt;br /&gt;
* Bibliotheken und Schulen,&lt;br /&gt;
* religiöse Erneuerung,&lt;br /&gt;
* Überwindung von Kastendiskriminierung,&lt;br /&gt;
* soziale Würde und gemeinschaftliche Selbsthilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sree Narayana Guru betonte, dass unterdrückte Gemeinschaften nicht nur Mitleid brauchen, sondern Bildung, Würde, Organisation und innere Kraft. Seine Reform war nicht bloß Protest gegen Unterdrückung, sondern Aufbau einer neuen Kultur der Selbstachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre von Narayana Guru ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre Narayana Gurus verbindet tiefe [[Advaita Vedanta|Advaita-Erkenntnis]] mit praktischer Ethik und sozialer Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Kaste, eine Religion, ein Gott ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein bekanntester Leitsatz lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Eine Kaste, eine Religion, ein Gott für die Menschheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz bedeutet nicht, dass alle äußeren Religionen verschwinden sollen. Er bedeutet vielmehr: Im tiefsten Sinn gibt es eine Menschheit, eine göttliche Wahrheit und eine spirituelle Essenz hinter allen Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine Kaste“ bedeutet: Die wahre Kaste ist die Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine Religion“ bedeutet: Die wahre Religion ist die Verwirklichung des Göttlichen, das Leben in Wahrheit, Reinheit, Liebe und Mitgefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Gott“ bedeutet: Hinter allen Namen und Formen ist die eine göttliche Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Advaita in Aktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru war tief im [[Advaita Vedanta]] verwurzelt. Advaita lehrt: [[Brahman]] ist die höchste Wirklichkeit. Der [[Atman]], das wahre Selbst, ist nicht getrennt von Brahman. Alle Trennung ist letztlich Ausdruck von [[Avidya]], Unwissenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Narayana Guru blieb Advaita jedoch nicht theoretisch. Er machte Advaita praktisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wenn der Atman in allen derselbe ist, darf niemand verachtet werden.&lt;br /&gt;
* Wenn Brahman die Wirklichkeit in allem ist, kann kein Mensch von Gott ausgeschlossen sein.&lt;br /&gt;
* Wenn die Menschheit eins ist, ist soziale Diskriminierung spirituelle Unwissenheit.&lt;br /&gt;
* Wenn Gott in allen lebt, ist Dienst am Menschen Dienst an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde seine Philosophie zu einer Kraft der sozialen Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung und Selbstachtung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru erkannte, dass spirituelle Erneuerung ohne Bildung unvollständig bleibt. Er förderte Schulen, Bibliotheken, Lernzentren und gesellschaftliche Selbstorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung bedeutete für ihn nicht nur Lesen und Schreiben. Bildung sollte den Menschen innerlich aufrichten, seine Würde stärken, sein Denken klären und ihn zu einem verantwortungsvollen Leben führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion und Ethik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru lehrte, dass Religion den Menschen besser, reiner, liebevoller und freier machen soll. Eine ihm zugeschriebene Aussage lautet sinngemäß:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Welche Religion ein Mensch auch haben mag – es genügt, wenn sie ihn zu einem besseren Menschen macht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit stellte er die ethische und spirituelle Wirkung einer Religion über bloße Zugehörigkeit, Dogma oder äußere Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgefühl und Dienst ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitgefühl, Liebe und Dienst gehören zu den Grundpfeilern seiner Lehre. Er sah Spiritualität nicht als Flucht aus der Welt, sondern als Kraft, die sich in Fürsorge, Gerechtigkeit und Respekt ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er führte keinen Kampf mit Hass. Er rief nicht zur Gewalt auf. Er hetzte nicht gegen andere. Seine Revolution war still, klar, spirituell und kraftvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru verfasste Werke in Malayalam, Sanskrit und Tamil. Seine Schriften zeigen ihn als Dichter, Vedantin, Mystiker und Lehrer. Sie verbinden tiefe Philosophie mit Einfachheit und spiritueller Klarheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen bekannten Werken gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Atmopadesa Satakam&#039;&#039;&#039; – „Hundert Verse der Selbstunterweisung“, eines seiner bedeutendsten philosophischen Gedichte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Daiva Dasakam&#039;&#039;&#039; – „Zehn Verse an Gott“, ein in Kerala weit verbreitetes Gebet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Darsana Mala&#039;&#039;&#039; – „Girlande der Visionen“, ein Sanskrit-Werk mit systematischer Darstellung spiritueller Einsicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Advaita Deepika&#039;&#039;&#039; – „Licht des Advaita“.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Anukampa Dasakam&#039;&#039;&#039; – „Zehn Verse über Mitgefühl“.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jati Nirnayam&#039;&#039;&#039; – eine Schrift über die Frage der Kaste.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jati Lakshanam&#039;&#039;&#039; – eine Schrift über das Wesen bzw. die Merkmale von Kaste.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jivakarunya Panchakam&#039;&#039;&#039; – fünf Verse über Mitgefühl gegenüber Lebewesen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brahmavidya Panchakam&#039;&#039;&#039; – fünf Verse über Brahmavidya, das Wissen um Brahman.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Municharya Panchakam&#039;&#039;&#039; – fünf Verse über den Weg des Muni, des Weisen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Homa Mantram&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Übersetzungen bzw. Bearbeitungen klassischer Texte wie der &#039;&#039;&#039;Isha Upanishad&#039;&#039;&#039;, des &#039;&#039;&#039;Tirukkural&#039;&#039;&#039; und weiterer südindischer spiritueller Werke werden ihm zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Daiva Dasakam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Daiva Dasakam&#039;&#039;&#039; ist eines der bekanntesten Gebete Narayana Gurus. In Kerala wird es bis heute vielfach rezitiert. Es ist ein universelles Gebet, das sich nicht an eine enge sektiererische Gottesvorstellung bindet, sondern an das Göttliche als Schutz, Führung und Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atmopadesa Satakam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Atmopadesa Satakam&#039;&#039;&#039; gehört zu seinen wichtigsten philosophischen Werken. Es behandelt die Natur des Selbst, die Beziehung von Bewusstsein und Welt, Unwissenheit und Erkenntnis sowie den Weg zur Befreiung. Es ist ein Werk des Advaita Vedanta, zugleich poetisch und tief meditativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Narayana Guru und Swami Vivekananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru und [[Swami Vivekananda]] gehören beide zur großen spirituellen und sozialen Erneuerung Indiens im 19. und frühen 20. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Vivekananda reiste durch Indien und war tief erschüttert über Armut, soziale Ausgrenzung und Kastendünkel. Besonders Kerala galt ihm als Beispiel für die Absurdität religiös begründeter sozialer Trennung. Narayana Guru wirkte genau in diesem Umfeld. Man kann sagen: Er war eine spirituelle Antwort auf jene gesellschaftliche Krankheit, die Vivekananda so scharf wahrnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide lehrten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Göttlichkeit des Menschen,&lt;br /&gt;
* die Würde aller,&lt;br /&gt;
* die Notwendigkeit von Bildung und Selbstachtung,&lt;br /&gt;
* die Verbindung von Spiritualität und Dienst,&lt;br /&gt;
* die Universalität des Vedanta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vivekananda brachte die Botschaft des Vedanta auf die Weltbühne, besonders durch seine Rede beim Weltparlament der Religionen 1893 in Chicago. Narayana Guru brachte dieselbe Grundwahrheit in die konkrete soziale Wirklichkeit Keralas: Gott wohnt in allen; daher darf niemand religiös oder sozial erniedrigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es keine bekannte enge persönliche Beziehung zwischen Vivekananda und Narayana Guru gab, gehören beide zur indischen Renaissance. Vivekananda sprach machtvoll zur Welt und zu Indien als Ganzem; Narayana Guru verwandelte eine konkrete Region von innen her durch stille, tiefe und nachhaltige Reform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Narayana Guru und Mahatma Gandhi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mahatma Gandhi]] begegnete Narayana Guru am 12. März 1925 im Sivagiri Mutt während seines Aufenthalts im Zusammenhang mit der Vaikom-Satyagraha-Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vaikom Satyagraha richtete sich gegen die Diskriminierung sogenannter niedriger Kasten beim Zugang zu Straßen um den Vaikom-Tempel. Gandhi und Narayana Guru sprachen über Themen wie Gewaltlosigkeit, religiöse Freiheit, Kastendiskriminierung, Abschaffung der Unberührbarkeit, Erlösung und die Erhebung benachteiligter Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begegnung gilt als bedeutender Dialog zweier großer spiritueller und moralischer Führer Indiens. Gandhi sah in Narayana Guru einen verwirklichten Heiligen und Reformer. Narayana Guru wiederum verband soziale Reform mit spiritueller Tiefe, ohne Hass und ohne Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Gandhi wurde die Überwindung der Unberührbarkeit später zu einem zentralen Anliegen seines Wirkens. Die Begegnung mit Narayana Guru gehört zu jenen Momenten, in denen sich die spirituelle und soziale Dimension des indischen Freiheitskampfes besonders deutlich berührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Narayana Guru und Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]] von Rishikesh und Narayana Guru lebten teilweise zeitgleich, wirkten jedoch in unterschiedlichen Kontexten. Narayana Guru starb 1928; Swami Sivananda gründete 1936 die [[Divine Life Society]] in Rishikesh und wurde später einer der weltweit einflussreichsten Lehrer des integralen Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine direkte Lehrer-Schüler-Beziehung zwischen Narayana Guru und Swami Sivananda ist nicht bekannt. Dennoch bestehen tiefe geistige Parallelen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide stammten aus Südindien. Beide waren von Vedanta geprägt. Beide verbanden Spiritualität mit praktischem Dienst. Beide lehrten Universalität und sahen Gott in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivanandas zentrale Lehre lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere, verwirkliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Gurus Leben drückt dieselbe Haltung in anderer Form aus: Er diente den Menschen, liebte die Ausgegrenzten, gab Würde zurück, reinigte religiöse Praxis von sozialer Arroganz, lebte in Meditation und verwirklichte die Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swami Sivananda sagte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Be good, do good.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Sei gut, tue Gutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dies entspricht dem Geist Narayana Gurus. Religion ist nicht dazu da, Menschen zu trennen, sondern sie zu Güte, Reinheit, Erkenntnis und Mitgefühl zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den ganzheitlichen Yoga ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru war kein Yogalehrer im modernen Sinn von Asana-Unterricht. Seine Bedeutung für den [[ganzheitlicher Yoga|ganzheitlichen Yoga]] liegt tiefer: Er verkörperte die Einheit verschiedener Yogawege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Leben zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]] – durch seine Advaita-Erkenntnis und philosophischen Werke.&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]] – durch seine Gottesliebe, Tempelweihen, Gebete und Verehrung des Göttlichen.&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]] – durch seinen Dienst an den Menschen und seine soziale Reformarbeit.&lt;br /&gt;
* [[Raja Yoga]] – durch Meditation, Askese, Selbstbeherrschung und innere Sammlung.&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]] – durch seine Lehre von der Einheit des Selbst in allen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den ganzheitlichen Yoga ist Narayana Guru ein Beispiel dafür, dass spirituelle Praxis nicht auf der Yogamatte endet. Wahre Yoga-Verwirklichung zeigt sich in Respekt, Dienst, Mitgefühl, ethischer Klarheit, Mut und der Bereitschaft, Leid und Ungerechtigkeit zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga heißt Einheit. Narayana Guru brachte diese Einheit in die Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für Indien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru gehört zu den großen Gestalten der modernen indischen Erneuerung. Seine Bedeutung für Indien liegt auf mehreren Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spirituelle Erneuerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zeigte, dass die tiefste Wahrheit des Hindu Dharma universal ist. [[Sanatana Dharma]] ist nicht Kastendünkel, nicht soziale Arroganz, nicht Ritualismus ohne Herz. Sein Kern ist die Erkenntnis des Göttlichen in allen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziale Erneuerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stärkte Gemeinschaften, die lange erniedrigt worden waren. Er gab ihnen religiöse Würde, Bildungsimpulse und Selbstachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reform des Hinduismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru reformierte nicht durch Verwerfung der Tradition, sondern durch Rückkehr zu ihrem spirituellen Kern. Er zeigte: Wenn Advaita wahr ist, dann muss der Umgang mit Menschen diese Wahrheit widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kerala Renaissance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gilt als eine der zentralen Persönlichkeiten der sogenannten Kerala Renaissance. Diese Bewegung trug dazu bei, Kerala in Richtung Bildung, sozialer Gerechtigkeit, religiöser Offenheit und gesellschaftlicher Modernisierung zu verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Botschaft von Gleichwertigkeit, Bildung, Würde und spiritueller Einheit beeinflusste nicht nur Kerala, sondern die gesamtindische Diskussion über Kaste, Religion, soziale Reform und nationale Erneuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Inder in der Diaspora ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Inderinnen und Inder in der Diaspora – etwa in Europa, Nordamerika, dem Nahen Osten, Afrika oder Australien – hat Narayana Guru eine besondere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diaspora leben Menschen oft zwischen Kulturen. Sie möchten ihre indische und hinduistische Tradition bewahren und zugleich in einer pluralistischen Gesellschaft leben. Narayana Guru bietet dafür eine ideale Orientierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Er steht für eine tiefe Verwurzelung in Sanatana Dharma.&lt;br /&gt;
* Er verbindet Tradition mit Universalität.&lt;br /&gt;
* Er bewahrt Tempel, Gebet und spirituelle Praxis, ohne in Engstirnigkeit zu verfallen.&lt;br /&gt;
* Er betont Bildung und Selbstachtung.&lt;br /&gt;
* Er lehrt Respekt gegenüber allen Religionen.&lt;br /&gt;
* Er macht Hindu Dharma anschlussfähig an moderne Werte wie Menschenwürde, Gleichheit und soziale Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade für junge Menschen indischer Herkunft kann Narayana Guru eine Brücke sein: Er zeigt, dass Hinduismus nicht rückwärtsgewandt oder exklusiv sein muss, sondern eine lebendige, universelle und ethisch kraftvolle Tradition ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Narayana Guru und Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yoga Vidya]] steht in der Tradition von [[Swami Sivananda]] und des integralen Yoga. Die Ideale von Narayana Guru passen tief zu dieser Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga Vidya betont:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga als Weg zur Einheit,&lt;br /&gt;
* Vedanta als Erkenntnis des einen Selbst,&lt;br /&gt;
* Bhakti als Liebe zu Gott in allen Formen,&lt;br /&gt;
* Karma Yoga als selbstloses Dienen,&lt;br /&gt;
* Jnana Yoga als Unterscheidung und Erkenntnis,&lt;br /&gt;
* Meditation, Mantra, Puja, Satsang und Seva als ganzheitliche spirituelle Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Gurus Botschaft – eine Menschheit, eine göttliche Wirklichkeit, Würde für alle – ist eine konkrete Ausformung dessen, was Yoga und Vedanta lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2026 wurde bei Yoga Vidya Bad Meinberg das &#039;&#039;&#039;Sree Narayana Forum for Universal Brotherhood, Germany&#039;&#039;&#039; feierlich eingeweiht. Damit wurde eine Verbindung geschaffen zwischen der Sree-Narayana-Guru-Tradition, der indischen Gemeinschaft in Deutschland und der Yoga-Vidya-Tradition Swami Sivanandas. Ein Raum im Umfeld des Rajarajeshwari-Tempelraums wurde mit der Inspiration Narayana Gurus verbunden – mit Bild, kleiner Bibliothek, Begegnungen und Study Groups.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindung zeigt: Die großen spirituellen Traditionen Indiens können in Deutschland und Europa gemeinsam wirken – für Einheit, Bildung, Würde, interkulturellen Dialog und spirituelle Vertiefung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zentrale Ideale Narayana Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Ideale Narayana Gurus lassen sich so zusammenfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einheit der Menschheit&lt;br /&gt;
* Gleichwertigkeit aller Menschen&lt;br /&gt;
* Überwindung von Kastendiskriminierung&lt;br /&gt;
* Gotteserkenntnis als Ziel des Lebens&lt;br /&gt;
* Bildung als Weg zu Würde und Freiheit&lt;br /&gt;
* Selbstachtung benachteiligter Gemeinschaften&lt;br /&gt;
* soziale Verantwortung&lt;br /&gt;
* ethisches Leben&lt;br /&gt;
* Tempel als Orte der Reinigung und Erhebung&lt;br /&gt;
* Spiritualität ohne Hass und Gewalt&lt;br /&gt;
* Advaita als praktische Lebenshaltung&lt;br /&gt;
* universelle Brüderlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Zitate und Leitsätze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Leitsätze werden Narayana Guru häufig zugeschrieben oder fassen seine Lehre zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Eine Kaste, eine Religion, ein Gott für die Menschheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Frage nicht nach der Kaste, sprich nicht von der Kaste, denke nicht an die Kaste.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Welche Religion ein Mensch auch haben mag – es genügt, wenn sie ihn zu einem besseren Menschen macht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Bildung, Organisation und Selbstachtung sind Wege zur Erhebung des Menschen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Der wahre Tempel ist dort, wo der Mensch reiner, freier und liebevoller wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Liebe, Mitgefühl und Erkenntnis sind Ausdruck derselben Wahrheit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler und mit ihm verbundene Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Persönlichkeiten im Umfeld Narayana Gurus gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dr. Padmanabhan Palpu&#039;&#039;&#039; – Arzt und Sozialreformer, wichtiger Mitbegründer des SNDP Yogam.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kumaran Asan&#039;&#039;&#039; – bedeutender Malayalam-Dichter, Schüler Narayana Gurus und wichtige Stimme der sozialen Erneuerung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sahodaran Ayyappan&#039;&#039;&#039; – Sozialreformer, vom Geist Narayana Gurus inspiriert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nataraja Guru&#039;&#039;&#039; – späterer Interpret der Philosophie Narayana Gurus und Gründer der Narayana Gurukula-Tradition.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Chattampi Swamikal&#039;&#039;&#039; – bedeutender Heiliger und Reformer Keralas, mit dem Narayana Guru in engem spirituellen und intellektuellen Zusammenhang gesehen wird.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thycaud Ayyavu Swamikal&#039;&#039;&#039; – Yogi und Lehrer, der in manchen Traditionen als wichtiger spiritueller Einfluss auf Narayana Guru genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Mahasamadhi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru wurde im September 1928 sehr [[Krankheit|krank]]. Er blieb einige Zeit bettlägerig. Zahlreiche Anhänger kamen, um ihn zu sehen. Im selben Jahr wurde Gurudevans [[Geburtstag]] an vielen Orten gefeiert, hauptsächlich in [[Kerala]], [[Madras]], Mangalore, Sri Lanka und auch in [[Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. September 1928 verließ Narayana Guru seinen Körper in Sivagiri. Sein Mahasamadhi-Ort ist heute ein bedeutender Pilgerort. Millionen Menschen in Indien und in der Diaspora verehren ihn als Gurudevan – als großen Lehrer, der Weisheit, Mitgefühl und soziale Erneuerung miteinander verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Billigung, Ehrungen und Verehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jagadguru Swami Sathyanada Saraswathi, ein bekannter spiritueller Lehrer und Karmayogi, ließ sich von Narayana Gurus Leben und Lehren inspirieren und verbreitete diese in ganz Kerala. Er sah in Narayana Guru ein großes Vorbild für die Erneuerung des [[Sanatana Dharma]] und für die Einheit der hinduistischen Gemeinschaft jenseits von Kastenunterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru inspirierte zahlreiche Organisationen, soziale Bewegungen, Tempelinitiativen, Bildungseinrichtungen und spirituelle Zentren. Das Internationale Zentrum für Sri Narayana Guru Studien wurde 2005 etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kerala ist Narayana Guru bis heute allgegenwärtig: in Tempeln, Schulen, Straßen, öffentlichen Einrichtungen, Liedern, Gebeten, Büchern und sozialen Organisationen. Für viele Menschen ist er nicht nur ein historischer Reformer, sondern ein lebendiger spiritueller Leitstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Vermächtnis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Gurus Vermächtnis besteht darin, dass er zeigte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein einzelner verwirklichter Mensch kann eine Gesellschaft verändern.&lt;br /&gt;
* Wahre Spiritualität trennt nicht, sondern verbindet.&lt;br /&gt;
* Vedanta ist nicht nur Metaphysik, sondern gelebte Menschenwürde.&lt;br /&gt;
* Tempel, Bildung, Ethik und soziale Verantwortung gehören zusammen.&lt;br /&gt;
* Sanatana Dharma kann sich aus sich selbst heraus erneuern.&lt;br /&gt;
* Gott wohnt in allen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru führte keinen Kampf mit Hass. Er brauchte keine politische Macht, keine Armee und keine Aggression. Seine Kraft war spirituelle Klarheit. Seine Methode war Würde. Seine Waffe war Wahrheit. Sein Ziel war die Erhebung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Gegenwart ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Botschaft Narayana Gurus ist heute vielleicht aktueller denn je. Weltweit erleben Menschen Spaltungen durch Religion, Politik, Herkunft, soziale Stellung, Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht und Ideologie. Auch spirituelle Gemeinschaften können manchmal in Abgrenzung geraten: meine Tradition, mein Guru, mein Weg, meine Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru erinnert daran: Die Wahrheit ist größer als jede Gruppe. Gott ist größer als jede Form. Der Atman in allen Wesen ist derselbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Lehre ruft dazu auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht zu verachten,&lt;br /&gt;
* nicht auszugrenzen,&lt;br /&gt;
* nicht in Geburt oder Status den Wert eines Menschen zu sehen,&lt;br /&gt;
* Bildung zu fördern,&lt;br /&gt;
* Religion praktisch und ethisch zu leben,&lt;br /&gt;
* spirituelle Erkenntnis in Mitgefühl umzusetzen,&lt;br /&gt;
* Einheit nicht nur zu predigen, sondern zu verkörpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spirituelle Würdigung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Narayana Guru war ein Jnani und ein Karma Yogi, ein Bhakta und ein Reformer, ein Dichter und ein stiller Revolutionär. Er verband die Höhe des Advaita mit der konkreten Sorge um leidende Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zeigte: Wer Gott wirklich erkennt, erkennt ihn in allen. Wer das Selbst verwirklicht, kann niemanden erniedrigen. Wer die Einheit schaut, wird zum Diener der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge Narayana Guru Menschen in Indien, Deutschland, Europa und der ganzen Welt weiterhin inspirieren – zu Einheit, Bildung, Würde, Liebe, Mitgefühl und Gottesverwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Om Sree Narayana Parama Gurave Namaha&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Om Namo Bhagavate Sivanandaya&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Lokah Samastah Sukhino Bhavantu&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Om Shanti Shanti Shanti&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Guru]]&lt;br /&gt;
* [[Heilige]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Mahatma Gandhi]]&lt;br /&gt;
* [[Advaita Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Karma Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ganzheitlicher Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sanatana Dharma]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta]]&lt;br /&gt;
* [[Atman]]&lt;br /&gt;
* [[Brahman]]&lt;br /&gt;
* [[Seva]]&lt;br /&gt;
* [[Kerala]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Shrimad Bhagavad Gita, Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-06-2&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Hatha-Yoga / Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte&#039;&#039;; Heinrich Schwab Verlag. ISBN 3-7964-0097-3&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-00-3&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Autobiographie von Swami Sivananda&#039;&#039;; Bad Meinberg 1999. ISBN 3-931854-24-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://sivagiri.com/ Sivagiri Mutt – offizielles Zentrum der Sree-Narayana-Guru-Tradition]&lt;br /&gt;
* [https://sivagiri.com/history-of-guru Sivagiri Mutt: Biography of Guru]&lt;br /&gt;
* [https://www.britannica.com/biography/Narayana-Guru Britannica: Narayana Guru]&lt;br /&gt;
* [https://www.sndp.org/html/writings.html SNDP Yogam: Writings of Sree Narayana Guru]&lt;br /&gt;
* [https://www.keralatourism.org/varkala/sree-narayana-guru--works.php Kerala Tourism: Works of Sree Narayana Guru]&lt;br /&gt;
* [https://www.pmindia.gov.in/en/news_updates/pm-addresses-the-centenary-celebration-of-historic-conversation-between-sree-narayana-guru-mahatma-gandhi/ Prime Minister of India: Gandhi and Sree Narayana Guru]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminare ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-meister/ Seminare zum Thema &amp;quot;Indische Meister&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-meister/rssfeed.xml&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guru]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Advaita Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kerala]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Yoga Vidya</name></author>
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