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	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-08T15:22:27Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=26275</id>
		<title>Brihadaranyaka Upanishad</title>
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		<updated>2012-06-16T04:21:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Essenz der Brihadaranyaka Upanishad */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Brihadaranyaka Upanishad&#039;&#039;&#039; ist eine der älteren, der ursprünglichen Upanishaden. Sie entstammt dem Shukla [[Yajurveda]]. Sie gehört zu den elf wichtigsten, den klassischen Upanishaden, die alle von [[Shankara]] kommentiert wurden. Die Brihadaranyaka Upanishad gehört zusammen mit der Chandogya Upanishad zu den längeren Upanishaden. Sie gehört zu den wichtigsten Grundlagen von [[Vedanta]], insbesondere von A[[dvaita Vedanta]]. Brihadaranyaka heißt &amp;quot;Wald, Wildnis&amp;quot;. Dies steht dafür, dass in der Brihadaranyaka Upanishad ein großer Wald des Wissens enthalten ist. Und es steht dafür, dass die Lehrreden der Brihadaranyaka Upanishad im Wald stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brihadaranyaka Upanishad wird Yajnavalkya zugeschrieben. Sie ist eine besonders philosophische Upanishade. Sie besteht aus 3 Teilen, [[Kanda]]s: &lt;br /&gt;
* In Madhu Kanda wird die die Einheit der individuellen Seele mit Atman bzw. der Kosmischen Seele, Brahman erläutert&lt;br /&gt;
* In Muni Kanda steht das Zwiegespräch zwischen dem Weisen Yajnavalkya und einer seiner beiden Frauen, Maitreyi&lt;br /&gt;
* Im Khila Kanda werden verschiedene Formen der Meditation und geheime Rituale beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Brihadaranyaka Upanishad wird die [[Neti Neti]] Lehre und Methode beschrieben. Neti heißt hier &amp;quot;nicht dies, nicht dies&amp;quot;: Na heißt nicht, Iti heißt dies: Das Selbst kann nicht beschränkt werden auf &amp;quot;dies&amp;quot;, sondern ist unbeschreiblich. Auch ein bekanntes Gedicht bzw. Gebet stammt aus der Brihadaranyaka Upanishad:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asato Ma Sat Gamaya&lt;br /&gt;
*Tamaso Ma Jyotir Gamaya&lt;br /&gt;
*Mrityor Maamritam Gamaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: &lt;br /&gt;
*Führe uns vom irrtümlichen [[Verständnis]] zur [[Erkenntnis]] der [[Wahrheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Dunkelheit]] [[Leid]] schaffender [[Verhaftung]]en zum reinen [[Licht]] freudevoller [[Unbedingtheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Identifikation]] mit dem Vergänglichen zur [[Verwirklichung]] des Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Essenz der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]] hat die Brihadaranyaka Upanishad zusammengefasst. Er hat einige Verse ins Englische übersetzt, und andere Teile in eigene Worte in Versform gefasst. So bekommst du einen guten Überblick und Verständnis darüber, worum es in der Brihadaranyaka Upanishad geht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanti Mantra===&lt;br /&gt;
1. Das Ganze ist all „Dies“. Das Ganze ist all “Das”. Das Ganze wurde aus dem Ganzen geboren. Wenn das Ganze von dem Ganzen genommen wird, ist das, was bleibt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Om Frieden, [[Frieden]], Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yajnavalkya-Maitreyi Samvada - Das Zwiegespräch zwischen Yajnavalkya und seiner Frau Maitreyi===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. “[[Maitreyi]]”, sagte [[Yajnavalkya]], “Wahrlich, ich werde mein [[Haus]] verlassen und in den [[Wald]] gehen, um eine neue Phase meines [[Leben]]s einzuläuten. Dazu möchte ich meinen [[Besitz]] zwischen Dir und [[Katyayani]] aufteilen”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Maitreyi fragte: “Mein ehrwürdiger Herrscher, wenn die gesamte Welt mit all seinen Reichtümer mir gehören würde, könnte ich damit die [[Unsterblichkeit]] erreichen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. “Nein”, antwortete Yajnavalkya, “Dein Leben wäre dann zwar wie das Leben der reichen Leute, jedoch hättest dennoch damit keine Möglichkeit erhalten, die Unsterblichkeit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Maitreyi sagte: “Welchen Zweck hätte dann der gesamte [[Reichtum]], wenn ich damit keine Unsterblichkeit erreichen könnte? Nenne Du mir, oh verehrungswürdiger Herr, [[Weg]]e, von denen Du weißt, um die Unsterblichkeit zu Erlangen?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Yajnavalkya antwortete:  “Du bist mir lieb und deshalb setze Dich nieder, ich werde Dir die Wege zur Unsterblichkeit offenbaren.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. “Wahrlich nicht um Deines Ehemanns willens ist dieser Dir lieb, sondern um des [[Selbst]] willens ist dieser [[Ehemann]] Dir lieb.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. “Wahrlich nicht um des Universums willens ist dieses Dir lieb, sondern um des Selbst willens ist dieses [[Universum]] Dir lieb” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. “Wahrlich, das Selbst (Atman) ist das, was gesehen und gehört werden sollte. Über dieses Selbst sollte reflektiert und meditiert werden. Wenn jemand dieses Selbst sieht, hört und darüber reflektiert sowie meditiert – dann ist dies alles bekannt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. “Der [[Brahmane]] würde sich von einer Person abwenden, die die Brahmanen- Kaste als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Welt würde sich ebenso von einer [[Person]] abwenden, die die W[[e]]lt als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Bhramanen-Kaste, die Krieger-Kaste, diese Welten, die Götter, die Elemente, alles ist letztlich das Selbst” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. “Wenn eine [[Trommel]] geschlagen wird, kannst Du die einzelne Töne nicht unterscheiden, aber sie alle sind in dem gesamten Klang der Trommel enthalten, genauso wie die einzelnen Trommelschläge. Die einzelnen Töne selbst sind keine getrennte [[Erscheinung]] von dem [[Klang]]. Genau so gibt es keinerlei von dem reinen und intelligenten Selbst getrennte [[Existenz]]en. Alles ist in dem Selbst inherent und innewohnend. In jedem Ding gibt es eine innewohnende [[Intelligenz]]. Damit ist letzlich alles das Selbst allein. Alles sollte als nicht existent, falls vom Selbst oder der reinen Intelligenz getrennt, gesehen werden.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. “Wenn ein [[Muschelhorn]] geblasen wird oder eine Laute gespielt wird, kannst Du ebenfalls wieder nicht die einzelnen Töne unterscheiden. Aber diese einzelnen Töne sind alle in dem speziellen Klang des Muschelhorns, der Laute oder jedes anderen Musikinstrumentes enthalten. Die einzelnen Töne des Muschelhorns oder der Laute haben selbst keine Existenz, die getrennt von dem gesamten Klang des Muschelhorns oder der Laute. Genau so kann nichts als getrennt von dem Reinen, Intelligenten Selbst angesehen werden. Jedes Instrument, z.B. eine Trommel, ein Muschelhorn oder eine Laute hat seine speziellen einzelne Töne, und diese sind alle in dem jeweiligen Klang enthalten. Analog sind alle Objekte in dem Absoluten oder Bhraman enthalten und die Vielfalt der [[Gattung]]en und Einzelheiten sind nicht unterscheidbar von Ihm.“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
13. “So wie sich ein Klumpen [[Salz]] auflöst, wenn er in das [[Wasser]] geworfen wird, und nicht mehr aus dem Wasser herausgelöst werden kann (oder so die [[Wahrnehmung]] ist), wir aber immer den salzigen [[Geschmack]] dieses Wassers wahrnehmen können, genau so tut dies das Große [[Bewusstsein]], das Unendliche und das Unabhängige – es besteht aus nichts anderem als Bewusstsein selbst. Es entsteht aus diesen [[Elemente]]n und löst sich wieder in diese auf. Nach dem [[Tod]] gibt es kein [[Wissen]] mehr (es gibt auch kein objektives Bewußtsein mehr, wenn es keine [[Individualität]] mehr gibt)”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Maitreyi sagte: “Du hast mich verwirrt durch Deine Aussage: “Nach dem Tod gibt es kein Wissen mehr“ Und Yajnavalkya antwortete „Ich sage nichts, was verwirren soll. Da, wo es [[Dualität]] gibt, sieht der Eine das Andere, der Eine riecht das Andere, der Eine schmeckt das Andere, der Eine grüßt das Andere, der Eine spricht zu dem Anderen, der Eine hört den Anderen, der Eine denkt an den Anderen und der Eine kennt den Anderen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.”Aber, wenn das Selbst allein dies alles ist, wie soll dann der Eine das Andere sehen, wie soll er das Andere riechen, wie soll er es schmecken, wie soll er es grüßen, wie soll er mit ihm sprechen, wie soll er es hören und wie soll er von ihm wissen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. “Wie soll der Eine Ihn kennen, durch den der Eine all dies weiß” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. „ Dieses Selbst ist zu beschreiben als „Nicht-Dies“ und „Nicht-Das““.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
18. “Es ist nicht verstehbar, unvergänglich, ungebunden, frei und nicht an Schmerz oder Untergang gebunden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Innere Herrscher===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wie sollte man den Kenner kennen?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. [[Gautama]] fragte: “O Yajnavalkya, sag’ mir, wer ist der innere [[Herrscher]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Yajnavalkya antwortete: “Der, der in der [[Erde]] weilt und von dem die Erde nichts weiß, dessen Körper aus Erde ist und der von innen heraus über die Erde herrscht, das ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. “Der, der in dem Wasser weilt, der in dem [[Feuer]] weilt, im [[Himmel]], in der [[Luft]], in den Quartieren, im [[Mond]] und in den [[Sterne]]n, im [[Äther]], in der [[Dunkelheit]] und im [[Licht]]. Dessen Körper all dieses ist und der diese Dinge von innen heraus beherrscht, den jedoch diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. “Der, der in allen Wesen weilt und Ihnen innewohnt, den jedoch diese [[Wesen]] nicht erkennen und der doch diese Wesen von innen heraus beherrscht, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. “Der in dem [[Atem]] innewohnt, der [[Sprache]], dem [[Auge]], dem [[Ohr]], der [[Haut]], dem [[Wissen]] und der [[Saat]], den alle diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. “Ungesehen - sieht Er; ungehört - hört Er; ungedacht - denkt Er und Ungewußt - weiß Er” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. “Und es gibt keinen Seher als ihn, es gibt keinen Hörer als Ihn und es gibt keinen Wissenden als ihn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. “Und er ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. “Was auch immer unterschiedlich ist zu Ihm, ist vergänglich“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das unzerstörbare Wesen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. [[Gargi]] sagte: “Oh Yajnavalkya, das von dem Du sagst, das es oberhalb des Himmels und unterhalb der Erde ist, das sowohl Himmel als auch Erde umfasst, und das sowohl die [[Vergangenheit]], die [[Gegenwart]] und die [[Zukunft]] umfasst, sag‘ mir, wie ist aus (aus Kette und Schuss) gewebt?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Yajnavalkya antwortete: „Es ist im Ether gewebt“ ([[Akasha]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Gargi sagte: “Und aus was ist der Ether gewebt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Yajnavalkya antwortete: “Oh Gargi, die Brahmanen nennen dies das [[Akshara]] (das Unzerstörbare).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. “Es ist weder grob noch fein, es ist weder lang noch kurz, es ist weder rot noch weiß. Es ist nicht Schatten, es ist nicht Dunkelheit, es ist nicht Luft noch Ether. Es es ist ohne Haftung, ohne Geruch, ohne Geschmack, ohne Augen, ohne Ohren,ohne Geschwindigkeit, ohne Verstand/Geist, ohne Licht, ohne Atem, es hat keinen Mund und keine Öffnungen, es hat kein Ausmaß, es hat kein Innen und kein ohne. Es verbraucht nichts und nichts verbraucht es.”&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
33. „Durch die Herrschaft dieses Unzerstörbaren, sind die Sonne und der Mond getrennt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. “Durch die Herrschaft dieses [[Wesen]]s, stehen die Erde und der Himmel an ihren Plätzen” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. “Durch die Herrschaft dieses Wesens sind die Minuten, die [[Stunde]]n, die Tage und die Nächte, die [[Monat]]e, die [[Jahreszeit]]en und die [[Jahr]]e getrennt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, fließen einige der Flüsse nach [[Osten]] von den [[Schnee]] gedeckten [[Berg]]en und einige nach Westen sowie andere zu den Zielen, die für sie bestimmt sind“   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, lobpreisen [[Mensch]]en diejenigen, die geben, die [[Götter]] nehmen die [[Opfer]] wahr und [[Vorväter]] die [[Opfergabe]]n“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. “Derjenige, der unwissend über das Unzerstörbare ist, jedoch der Opfergaben dieser Welt bringt, der opferbereit ist, der die Götter anbetet und der [[Entbehrung]]en auf sich nimmt und selbst wenn er dies 1000 Jahre lang tut, dessen Werk wird ein Ende haben“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. “Derjenige, der ohne, daß er das Unzerstörbare kennt, diese Welt verläßt, wird erbärmlich”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40.”Aber derjenige, der diese Welt verläßt und das Unzerstörbare kennt, der ist ein wahrer Brahmane“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das leitende Licht===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. [[Janaka]] sagte: “Yajnavalkya, was ist das Licht dieser [[Purusha]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Yajnavalkya antwortete: “Die Sonne, oh König, denn durch die Sonne setzt sich der Mensch hin, es bewegt sich durch sie und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. “Und wenn die Sonne untergegangen ist, was ist dann das Licht der [[Menschheit]]?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. “Dann ist der Mond das Licht, denn durch das Licht des Mondes setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch es und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. “Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. “Dann ist das [[Feuer]] eben deren Licht, denn durch das Licht des Feuers, setzt sich der [[Mensch]] hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine [[Arbeit]] und geht dann nach Hause zurück.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. “Dann ist der [[Klang]] (die [[Sprache]]) das Licht der Menschheit, durch es setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Klangs und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück. Deshalb, wenn jemand nicht einmal seine eigene Hand vor Augen sehen kann, dann sucht er [[Zuflucht]], wo Klang ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist sowie auch kein Klang mehr existier, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. “Dann ist wahrlich das Selbst sein Licht. Dann durch das Licht seines Selbst setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. “Und was ist nun dieses [[Selbst]]?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. “Dies, welches im Herzen ist, umgeben von den Pranas, der Purusha, welches Licht ist und welches die Natur des Wissens ist”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. “Dies, welches gleich bleibt, wandert in den beiden Welten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. “Dies, welches war, denkt. Dieses, welches war, bewegt sich. In Träumen verläßt es diese Welt und die Arten des Todes, d.h. all das, was vergänglich ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. “Dieser Purusha, wenn er geboren wird, nimmt einen Körper an, und wird mit allen Übeln vereinigt. Wenn er den Köper verläßt und stirbt, läßt er alle diese [[Übel]] zurück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wachen und Träumen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. „Es gibt in zwei Zustände für jede [[Person]]: Einer ist hier in dieser Welt, und der andere ist in der anderen [[Welt]]. Und es gibt einen dritten Zustand dazwischen, der Zustand des Träumens.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57. “Wenn die Person schläft, dann nimmt sie die Eindrücke von dieser Welt mit. Wenn sie träumt, zerlegt sie selbst diese Eindrücke und setzt sie dann neu zusammen in ihrem eigenen Licht. In diesem Zustand ist Purusha dann selbst erleuchtet.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. “Es gibt dort keine Streitwagen, keine [[Pferd]]e, keine [[Weg]]e, aber die Person selbst erschafft diese Streitwagen, Pferde und Wege. Sie selbst ist der [[Schöpfer]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. “Ihre [[Spielwiese]] kann gesehen werden, sie selbst ist jedoch darauf nicht erkennbar. Deshalb: Lasst uns vorsichtig Träumende aufwecken, denn wenn die Person nicht richtig zurückkommt, kann es schwierig für sie werden, sich zurecht zu finden in dieser Welt.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
60. “Diese Person, nachdem sie die [[Wonne]] erfahren hat ([[Samprasada]], [[Tiefschlaf]]), und durchwandert und gesehen hat, was heilig und was sündenvoll ist, hastet dann zurück zu dem [[Platz]], von dem aus sie gestartet ist. Was auch immer sie gesehen haben mag, sie ist davon nicht geschädigt, da sie nicht daran verhaftet ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. “Diese Person, nachdem sie die Wonne im [[Wachzustand]] erfahren hat, diesen durchwandert und gesehen hat, was gut und böse ist, hastet dann zurück zu dem Traumzustand.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. “So wie sich ein großer [[Fisch]] zwischen den beiden Ufern eines Flusses, rechts und links, bewegt, so bewegt sich eine Person zwischen den beiden Zuständen – [[Traumzustand]]- und [[Wachzustand]].”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tiefschlaf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. “So wie ein [[Adler]], nachdem er durch die Lüfte geschwebt ist, müde wird und seine [[Flügel]] zusammenfaltet, damit er in seinen [[Adlerhorst]] zurückkehren kann, so kommt auch ein Mensch in den Tiefschlaf. Darin hat er keine Wünsche und er träumt keinen Traum.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64. “Es gibt in seinem Körper Venen, die Hita genannt werden. Sie sind so fein wie ein Tausendstel [[Haar]] und voller weißem, blauem, gelben, grünen und roten Saft” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65. “Dies ist seine wahre Natur, die frei von [[Verlangen]], von Sünde und [[Angst]] ist. Wenn er von dem intelligenten [[Selbst]] ([[Prajna]]) umarmt wird, weiß er nichts, ob innerhalb oder außerhalb von ihm ist. Dies ist seine wahre [[Natur]], in dieser sind alle [[Begehrlichkeit]]en erfüllt und das Selbst ist sein einziger Wunsch, in diesem gibt es keine weiteren Wünsche oder keinen [[Kummer]] mehr.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66. “Dann ist der Vater kein Vater, die Mutter ist keine Mutter und die Welten sind keine Welten mehr.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. “Er wird auch nicht mehr von Gut oder [[Böse]] berührt und er ist jenseits aller [[Sorge]]n seines [[Herz]]ens” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. “Wenn er im Tiefschlaf ist, weiß er es nicht, dennoch weiß er, denn Wissen ist unabhängig vom Wissenden, denn es ist unzerstörbar. Dennoch gibt es dann kein zweites Ding, denn es gibt nichts von ihm Getrenntes, das er wissen könnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. “Wie ein [[Ozean]] ist dieser eine Sehende, ohne irgendeine [[Dualität]]. Dies ist die Brahma-Welt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. “Dies ist sein höchstes Ziel, sein größter [[Erfolg]], seine höchste Welt und sein größtes Glück. Von diesem Glück genießen alle anderen Wesen nur einen Teil.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. “ Wenn der Körper schwach wird infolge von [[Alter]] oder [[Krankheit]], wird zu dieser [[Zeit]] die Person, nachdem sie sich von allen Teilen getrennt hat, zurückgehen zu dem [[Platz]], von dem sie gekommen ist und sie wird wieder ein neues Leben annehmen (auch um einen neuen Körper zu erhalten).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Phänomen des Todes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. “Wenn die Seele, nachdem sie in den Zustand der Wachheit gekommen ist, herab sinkt in den Zustand der [[Unbewußtheit]], dann ist dies so, wie es war, als sich die Organe und die Seele gefunden haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. “Nachdem die Seele die [[Organ]]e durchdrungen hat, und diese dann entsprechend strahlen, zieht sich die Seele in das Herz zurück.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. “Wenn die Purusha in das Auge zurückkehrt, dann ist die Seele nicht mehr in der [[Lage]], Farben (in welcher Form auch immer) wahrzunehmen. Sie ist zu jemandem geworden, der nicht mehr sieht.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
75. “Der Eingang zu dem Herz wird strahlend und durch dieses Licht verläßt die Seele den Körper, entweder durch ein Auge, durch den Schädel oder eine andere Stelle des Körpers.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
76. “Wenn die Seele geht, verschwindet auch das Leben aus dem Körper und alle Organe beginnen danach zu vergehen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. “Sie ist bewußt und sich dessen bewußt, und damit folgt und verschwindet sie. Danach nehmen Wissen und sein [[Werk]] sowie sein Wissen um das frühere Leben Besitz von der Seele.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. “Wie eine [[Raupe]], die einen neuen [[Panzer]] erhalten hat, nachdem sie den alten abgeworfen hat, danach wieder weiter krabbelt, so zieht sich das Selbst, sobald es einen Körper verlassen hat, und danach einen neuen Körper hat, wieder weiter“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79. “Ebenso wie ein Goldschmied, der ein Stück [[Gold]] nimmt und dieses in eine andere, neuere und schönere [[Form]] bringt, so macht dies auch das Selbst. Nachdem es einen Körper abgeworfen hat und den Zustand des Wissens erreicht hat, formt es einen neuen und schöneren Körper. Dieser ist geeignet für die Welt der Vorväter, oder der [[Gandharva]]s, oder der [[Deva]]s, oder der [[Prajapati]], oder für Brahmanen oder andere Wesensformen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. “Dieses Selbst ist in der Tat [[Brahman]], es besteht aus [[Wissen]], [[Geist]], [[Leben]], [[Auge]], [[Ohr]], [[Erde]], [[Wasser]], [[Luft]], Ether, Licht und Dunkelheit, Wunsch und [[Wunschlosigkeit]], [[Ärger]] und Nicht-Ärger, [[Stärke]] und Nicht-Stärke und alle anderen Dingen.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. “So wie nun ein Mensch ist, so wie dieses oder jenes, im Einklang damit ist, wie er handelt oder sich verhält, so wird er werden. Ein Mensch der guten Taten wird gut, ein Mensch der schlechten Taten wird schlecht.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. “So wie seine Wünsche, so wird seine Entschlossenheit, so wie sein Wille, so wird seine Tat, und so wie seine Tat, so wird sein Lohn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. “Er, der seinen Geist an weltliche Dinge geheftet hat, erhält durch seine [[Handlung]]en diese [[Objekt]]e. Und nachdem er diese weltlichen Dinge erreicht hat, wird er durch deren [[Besitz]] immer wieder in diese [[Welt]] der Handlungen zurückkommen.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. “Deshalb wandert der, der Wünsche hat, von der Welt und zu der Welt. Derjenige, der nicht wünscht, der keine Wünsche hat, der jenseits aller Wünsche ist, dessen Wünsche alle erfüllt sind, der nur das Selbst zu sein wünscht, dessen Lebensenergie verläßt die Welt nicht irgendwohin, sondern er geht in Brahman auf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. “So wie die abgelegte [[Haut]] einer [[Schlange]] selbst tot ist und auf einem [[Ameisenhügel]] liegt, so liegt der Körper, wenn er verlassen worden ist. Das unsterbliche Selbst hingegen ist Brahman, und es besteht nur aus Licht.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. „Sobald jemand das höhere Selbst versteht und sein eigenes Selbst darin erkennt, warum sollte er dann das Verlangen nach den Leiden eines Körpers haben und wozu?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87. “Er, der das Selbst gefunden und verstanden hat, er ist wahrlich der Schöpfer von allem, er ist der Herrscher über alles und sein ist die Welt, er ist das Nein und er selbst ist die Welt“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88. “Während wir auf dieser Welt sind, müssen wir Brahman kennen. Wenn wir ihn nicht kennen, ist dies ein großer [[Verlust]]. Die die Brahman kennen, erreichen die [[Unsterblichkeit]], während die anderen wahrlich [[Schmerz]]en erleiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. “Wenn eine [[Person]] sein eigenes Selbst als [[Gott]] erblickt, als den wahren Herrscher über alles, dann wird sie auch nicht mehr Angst haben.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90. “In Ihm gibt es keine [[Mannigfaltigkeit]] mehr. Und wer in Ihm noch [[Vielfalt]] sieht, geht weiterhin von Tod zu Tod.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. “Laß‘ den weisen Brahmana, nachdem er sein Selbst gefunden hat, [[Weisheit]] weitergeben. Laß‘ ihn nicht mehr viele Worte suchen, denn die Worte sind verwirrend.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. “Derjenige, der weiß, der seine Sinne gebändigt hat, der ruhig ist, der frei von Wünschen ist, der beständig ist, der im Geistigen ist, der sein selbst im Selbst hält, der sieht alles als das Selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. “[[Sünde]] überwältigt ihn nicht, er hat die Sünde bezwungen. Frei von Sünden, frei von [[Unreinheit]]en, frei von [[Zweifel]]n, wird er ein wahrer Brahmana.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. “Das Selbst ist großartig, ungeboren, die [[Stärke]] und die [[Quelle]] des Reichtums. Und der, der dies versteht, erlangt Reichtum.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. “Brahman ist wahrlich frei von [[Angst]], und der, der dies weiß, wird wahrlich der angstfreie Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===DA, DA, DA===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Die dreifaltige [[Brut]] des Prajapati; Devas (Götter), Menschen und [[Asura]]s ([[Dämon]]en) hausen als [[Brahmachari]]ns bei ihrem Vater, Prajapati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. Die Devas, nachdem sie ihre Studien beendet hatten, sagten zu Prajapati: „Nenne uns nun unsere Aufgabe“. Prajapati nannte ihnen die Silbe “Da” und danach “Habt Ihr dies verstanden?” Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Damyata]] sei selbstbeherrscht”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. “Dann fragten die Menschen: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Datta]] – Gib‘“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99. Dann fragten die Asuras: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Dayadhvam]] –sei gnädig”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. “Das Gleiche wird mit einer höheren [[Stimme]] wiederholt mit der Kraft des [[Donner]]s, nämlich die Silben Da, Da, Da, mit der Bedeutung „Seid selbstbeherrscht, gebt und seid gnädig“.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. „Deshalb laßt uns den Dreiklang aus Zurückhaltung, Großzügigkeit und Barmherzigkeit lernen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Swami Sivananda: Essence of Principle Upanishads, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram Rishikesh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*Upanishad&lt;br /&gt;
*Hinduismus&lt;br /&gt;
*Vedanta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* Vollständiger Text der  [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Brihadaranyaka8.htm Brihadaranyaka Upanishad] in der Übersetzung von Paul Deussen&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p38_Klassische-Upanishaden/ Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
{{strf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Achaleshwar&amp;diff=26274</id>
		<title>Achaleshwar</title>
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		<updated>2012-06-16T04:17:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Achaleshwar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel und Wallfahrtsort in Nordindien. Im Panjab, nahe der Stadt Batala, ist ein Tempel, der Achaleshwar genannt wird. Die Geschicht…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Achaleshwar&#039;&#039;&#039;Tempel und Wallfahrtsort in Nordindien. Im [[Panjab]], nahe der Stadt [[Batala]], ist ein [[Tempel]], der Achaleshwar genannt wird. Die Geschichte dieses Ortes ist, dass [[Gott]] [[Skanda]] auf seinem [[Pfau]] auf die [[Erde]] kam, um die Früchte zu holen. Er machte an diesem Ort für eine Weile Rast. Als er hörte, dass [[Ganesha]] den Preis bereits gewonnen hatte, blieb er dort, ohne weiterzureisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Schreibweisen: Achaleshwara, Achaleswar, Achaleswara, Acalesvara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tempel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtsort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yatra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Shiva Tempel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skanda Tempel]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
{{strf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordindien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mitfreude&amp;diff=26226</id>
		<title>Mitfreude</title>
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		<updated>2012-06-14T20:12:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Mitfreude&#039;&#039;&#039;, (original: Complacency, sanskrit: [[Mudita]]). Ein Begriff, der im Deutschen kaum gebraucht wird, gemeint ist &#039;&#039;Freude teilen&#039;&#039;, im Sinne von &amp;quot;ich habe mich mit ihm gefreut&amp;quot;. Sicherlich ein bekannter Zustand, umso interessanter, dass es dafür keine Bezeichnung gibt, ähnlich &#039;&#039;[[Mitleid]]&#039;&#039; oder &#039;&#039;[[Mitgefühl]]&#039;&#039; (in [[Deutschland]] manchmal womöglich negativ behaftet). &lt;br /&gt;
Mit[[freude]]:  das [[Gefühl]], welches der andere empfindet, zu teilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spirituell betrachtet heißt es, auf eine [[Wellenlänge]] mit einem anderen [[Mensch]]en zu gehen und das als [[Kraftfeld]] möglicherweise zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenteil dazu mag in Richtung [[Neid]] oder [[Eifersucht]] gehen, [[Ärger]] welche das Leben ungemein schwer machen - [[himsa]]..&lt;br /&gt;
In dem Sinn ist der Weg der Mitfreude sehr wichtig, um &amp;quot;einen ruhigen Geist&amp;quot; zu  haben.&lt;br /&gt;
Wichtig ist es auch, diese [[Fähigkeit]] für jeden Menschen zu entwickeln, nicht nur für diejenigen, die man mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda schreibt zum Begriff Mitfreude: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitfreude ist der [[Seinszustand]], in sich selbst bzw. mit anderen zufrieden zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist die [[Selbstzufriedenheit]]. Es ist die Zufriedenheit mit den eingehen [[Handlung]]en oder dem Umfeld. Es ist erfreulich, es ist [[Gutartigkeit]]. Sie ist die Sichtbarwerdung der ruhigen [[Zufriedenheit]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitfreude ist die Neigung oder die Charakteranlage, sich anderer zu erfreuen. Es handelt sich um [[Zuvorkommenheit]] oder [[Liebenswürdigkeit]]. Ein Mensch der Mitfreude passt sich an, gleicht sich an, gibt nach. &lt;br /&gt;
Ein Vater liebt seinen Sohn (sc.: [[eigentlich]]) mit der [[Liebe]] der Mitfreude. &lt;br /&gt;
Die [[Charaktereigenschaft]] oder der Wunsch, andere zu erfreuen oder ihnen entgegenzukommen ist Mitfreude.&lt;br /&gt;
Derjenige, der Mitfreude hat, ist nicht auf jene eifersüchtig, die in einer besseren Stellung sind. Er wird [[Chitta-prasada]]  (≡ ruhigen Geist) oder innere [[Ruhe]] haben. Mitfreude löscht Eifersucht aus und füllt das [[Herz]] mit [[Liebe]].&lt;br /&gt;
Menschen vervollkommnen sich in den seltensten Fällen, wenn sie kein anderes Modell als sich selbst zum imitieren haben.&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Menschen versagen in ihren Leben, weil sie nie lernen zu wachen und sie verstärken ihre [[Schwachpunkte]].&lt;br /&gt;
Mitfreude macht einen Vorgesetzten liebenswert, eine Gleichgestellten angenehm und eine Untergebenen annehmbar. Sie bereitet allen Freude, vorverurteilt niemanden, verstärkt Freundschaft, verdoppelt die Liebe.&lt;br /&gt;
Mitfreude ist eine soziale [[Tugend]]. Sie verleiht jeder [[Eigenschaft]], die ein Mensch besitzt, Glanz und Großartigkeit. &lt;br /&gt;
Wenn Mitfreude mit [[Gerechtigkeit]] und [[Großherzigkeit]] vereint ist, mach sie eine Menschen zum Mittelunkt der [[Anziehung]], [[Bewunderung]], Liebe. [[Respekt]] und Ehre&lt;br /&gt;
Mitfreude versüßt [[Unterhaltung]], ebnet Unterschiede und macht jeden in der [[Gruppe]] mit sich selbst zufrieden. Sie wirkt ausgleichend  in der [[Gesellschaft]]. &lt;br /&gt;
Mitfreude entwickelt [[Gutherzigkeit]] und beiderseitige [[Güte]], sie besänftigt die [[Unruhe|Unruhig]]en und macht die Grimmigen menschlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel entnommen aus: [[Swami]] Sivananda: How to Cultivate Virtues, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Brahmacharya]]&lt;br /&gt;
*[[Tugend]]&lt;br /&gt;
*[[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Swami Sivananda: How to Cultivate Virtues&lt;br /&gt;
*Swami Sivananda: Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26028</id>
		<title>Tulsidas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26028"/>
		<updated>2012-06-12T06:15:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;tulsīdās&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: tulsīdās &#039;&#039;m&#039;&#039;) (&#039;&#039;Hindi&#039;&#039;) Name eines bedeutenden religiösen [[Dichter]]s (1532 - 1623). Als Sohn eines [[Brahmane]]n kam &#039;&#039;Tulsīdās&#039;&#039; in einem Dorf der Provinz Uttar Pradesh (Nordindiesn) zur Welt. Wegen einer ungünstigen [[Konstellation]] der [[Planet]]en bei seiner [[Geburt]] wurde er von den [[Eltern]] verstoßen und von einem [[Heilige]]n ([[sadhu]]) erzogen. Er heiratete und war von einer leidenschaflichen [[Liebe]] zu seiner Frau erfüllt. Als er ihr eines Tages unaufgefordert in ihr Elternhaus folgte, wies sie ihn mit den Worten zurück: &amp;quot;Wenn Du nur halb so viel Liebe zu [[Rama]] hättest, wie zu diesem vergänglichen Körper, hätte all Dein [[Kummer]] ein [[Ende]] und Du würdest [[Erleuchtung]] erlangen.&amp;quot; Durch diese herben, aber weisen Worte wurde &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; die [[Vergäglichkeit]] der [[Welt]] schlagartig bewußt. Er entsagte ihr und weihte sein Leben [[Rama]] als seinem höchsten Herrn. Seine [[Hindi]]fassung des [[Ramayana]] ist bis heute eines der verbreitendsten Bücher in Nord- und Mittelindien. Der [[Ramcaritmanas]] ist keine einfache Hindi-Übersetzung von [[Valmiki]]s großem [[Sanskrit]]-Epos, sondern eine selbstständige Bearbeitung des Stoffes, welche die göttliche [[Natur]] von [[Rama]] besonders herausarbeitet. &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; läßt [[Shiva]] die Geschichte von [[Rama]] seiner Gemahlin [[Parvati]] erzählen. Diese Geschichte ist zunächst wie ein [[See]] in [[Shivas]] Innerem verborgen. Erst durch [[Parvatis]] Fragen nach dem wahren [[Wesen]] [[Ramas]] tritt dieser in [[Shivas]] Innerem verborgene See zum Wohl der Menschheit zutage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Tulsidas==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda schreibt in seinem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; über [[Goswami]] Tulsidas:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kindheit und Jugend von Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas wurde in Banda im indischen [[Bundesstaat]] [[Uttar Pradesh]] im Jahr 1532 (manche [[Quelle]]n nennen auch 1589) geboren. Er gehörte zur [[Kaste]] der [[Sarayuparina Brahmane]]n und wird als [[Reinkarnation]] von [[Valmiki]], dem Autor der Ramayana, betrachtet. Sein [[Vater]] war [[Atmaram]] [[Shukla]] Dube, seine [[Mutter]] wurde [[Hulsi]] genannt. Tulsidas hat bei seiner Geburt nicht geweint und besaß bereits alle Zähne. Als Kind wurde er auch [[Tulsiram]] oder [[Ram]] [[Bola]] genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tulsidas und seine Frau====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas Frau war [[Buddhimati]] ([[Ratnavali]]), sein Sohn wurde [[Tarak]] genannt. Tulsidas war seiner Frau in leidenschaftlicher Liebe verbunden und hielt keinen Tag ohne sie aus. Eines Tages ging seine Frau zum Haus ihres Vaters, ohne ihn darüber zu informieren. In der Nacht ging Tulsidas darauf hin heimlich zu ihr, ins Haus seines Schwiegervaters. Buddhimati schämte sich hierfür und sprach: &amp;quot;Mein Körper ist nur ein Verbund aus [[Fleisch]] und [[Knochen]]. Wenn Du [[Rama]] halb so stark lieben würdest wie meinen schmutzigen Körper, würdest Du sicherlich das [[Meer]] von [[Samsara]] überwinden und [[Unsterblichkeit]] und ewiges [[Glück]] erlangen.&amp;quot; Diese Worte bohrten sich in Tulsidas [[Herz]] wie ein [[Pfeil]]. Er verließ umgehend das Haus und wurde ein [[Asket]], ein [[Sadhu]]. Er verbrachte vierzehn Jahre auf [[Pilgerschaft]] und besuchte viele [[heilig]]e Orte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Goswami Tulsidas bekommt die Vision von Rama====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er seinen menschlichen Bedürfnissen nachgegangen war, pflegte Tulsidas das [[Wasser]], das noch in seinem Krug war, auf die [[Wurzel]]n eines [[Baum]]es zu schütten. In einem Baum lebte nun ein [[Geist]], der deswegen sehr zufrieden mit Tulsidas war. Er sprach: &amp;quot;Oh [[Mensch]], Du hast einen Wunsch frei!&amp;quot; Tulsidas antwortete: &amp;quot;Lass mich eine [[Darshan ]], die Vision, von Rama haben&amp;quot;. Der Geist wies ihn an, zum [[Hanuman]] [[Tempel]] zu gehen. Dort werde er Hanuman in der Gestalt eines [[Lepra]]kranken treffen, der der Ramayana sehr aufmerksam zuhört und den Tempel stets als letzter verlässt. Dieser könne ihm helfen. Tulsidas folgte der Anweisung, traf Hanuman und durch dessen [[Gnade]] hatte er eine Darshan von Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Werke von Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas schreib 12 Bücher, sein berühmtestes Buch ist die Ramayana, auch [[Ramcharitmanas]] genannt. Er schrieb dieses Buch mit Hanumans [[Hilfe]]. Die Ramayana wird jedem [[Hindu]] Haushalt [[Nordindien]]s verehrt und gelesen. Das Buch ist in wunderschönen Reimen geschrieben und sehr inspirierend. Ein anderes bedeutendes Buch von Tulsidas ist Vinaya Patrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anekdoten über Goswami Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages kamen Diebe zu Tulsidas [[Ashram]] und wollen ihn bestehlen. Sie sahen jedoch am Tor einen Wächter mit blauer Haut, der [[Pfeil]] und [[Bogen]] in seinen Händen hielt. Dieser begann ihnen zu folgen, wo auch immer sie hingingen und sie bekamen es mit der [[Angst]] zu tun. Am Morgen riefen sie zu Tulsidas: &amp;quot;Oh ehrwürdiger Heiliger! Wir sahen einen jungen Wächter mit Pfeil und Bogen am Tor zu Deinem Haus. Wer ist dieser [[Mann]]?&amp;quot; Tulsidas blieb still und weinte. Ihm war bewusst geworden, dass Rama selbst sein Hab und Gut bewachte hatte. Er verteilte darauf hin all sein Vermögen an die Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einige [[Zeit]] lebte Tulsidas in [[Ayodhya]], später zog er nach [[Varanasi]]. Dort kam eines Tages ein [[Mörder]] zu ihm und weinte: &amp;quot;Bei der Liebe Ramas, gib mir ein [[Almosen]]. Ich bin ein Mörder.&amp;quot;  Tulsidas lud ihn in sein Haus ein, gab ihm heiliges [[Essen]], das zuvor [[Gott]] dargeboten wurde und erklärte ihn als gereinigt. Die [[Brahmane]]n von Varanasi schmähten Tulsidas und sprachen: &amp;quot;Wie kann ein Mörder von seiner [[Sünde]] freigesprochen werden? Wie konntest Du mit ihm essen? Nur wenn der Tempelbulle ([[Nandi]]) aus den Händen des Mörders isst, würden auch wir ihn als gereinigt anerkennen.&amp;quot; Darauf hin wurde der Mörder in den Tempel gebracht und zur Beschämung der Brahmanen aß der [[Bulle]] aus seinen Händen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst ging Tulsidas nach [[Vrindavan]], besuchte den Tempel und sah ein Bild von [[Krishna]]. Er sprach: &amp;quot;Wie soll ich eure [[Schönheit]] beschreiben oh Herr! Doch wird Tulsidas sein [[Haupt]] nur beugen, wenn Ihr Pfeil und Bogen in die Hand nehmt.&amp;quot; Darauf hin offenbarte sich Gott vor Tulsidas als Rama mit Pfeil und Bogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas [[Segen]] brauchte einst den toten [[Ehemann]] einer armen Frau ins Leben zurück. Hiervon hörte der [[Moghul]] [[Kaiser]] von [[Delhi]] und schickte nach Tulsidas. Als dieser am Hof erschien, bat der Kaiser ihn, einige [[Wunder]] zu vollführen. Tulsidas antwortete: &amp;quot;Ich habe keine übermenschlichen Kräfte, ich kenne nur den Namen von Rama&amp;quot;. Darauf hin ließ der Kaiser ihn ins [[Gefängnis]] sperren und wies an, Tulsidas erst wieder frei zu lassen, wenn er vor ihm ein Wunder vollführen werde. Im Gefängnis betete Tulsidas zu Hanuman, worauf unzählige Gruppen kräftiger [[Affe]]n den Hof des Kaisers besetzten. Der Kaiser bekam Angst und sprach: &amp;quot;Oh Heiliger, vergib mir. Ich erkenne nun Deine [[Größe]].&amp;quot; Tulsidas wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Mahasamadhi von Goswami Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas erreichte [[Mahasamadhi]], verließ den Kreis von [[Tod]] und [[Wiedergeburt]] und betrat den Ort von [[Unsterblichkeit]] und ewiger [[Wonne]] im Alter von 91 Jahren im Jahr 1623 in Varanasi.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieser Abschnitt stammt aus dem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; von Swami Sivananda, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society, Sivananda Ashram]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Krishna]]&lt;br /&gt;
*[[Rama]]&lt;br /&gt;
*[[Ramayana]]&lt;br /&gt;
*[[Ramcharitmanas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Krishnatext.html Krishna]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Ramatext.html Rama]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vaishnava]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rama Verehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goswami]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26027</id>
		<title>Tulsidas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26027"/>
		<updated>2012-06-12T06:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Tulsidas */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;tulsīdās&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: tulsīdās &#039;&#039;m&#039;&#039;) (&#039;&#039;Hindi&#039;&#039;) Name eines bedeutenden religiösen [[Dichter]]s (1532 - 1623). Als Sohn eines [[Brahmane]]n kam &#039;&#039;Tulsīdās&#039;&#039; in einem Dorf der Provinz Uttar Pradesh (Nordindiesn) zur Welt. Wegen einer ungünstigen [[Konstellation]] der [[Planet]]en bei seiner [[Geburt]] wurde er von den [[Eltern]] verstoßen und von einem [[Heilige]]n ([[sadhu]]) erzogen. Er heiratete und war von einer leidenschaflichen [[Liebe]] zu seiner Frau erfüllt. Als er ihr eines Tages unaufgefordert in ihr Elternhaus folgte, wies sie ihn mit den Worten zurück: &amp;quot;Wenn Du nur halb so viel Liebe zu [[Rama]] hättest, wie zu diesem vergänglichen Körper, hätte all Dein [[Kummer]] ein [[Ende]] und Du würdest [[Erleuchtung]] erlangen.&amp;quot; Durch diese herben, aber weisen Worte wurde &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; die [[Vergäglichkeit]] der [[Welt]] schlagartig bewußt. Er entsagte ihr und weihte sein Leben [[Rama]] als seinem höchsten Herrn. Seine [[Hindi]]fassung des [[Ramayana]] ist bis heute eines der verbreitendsten Bücher in Nord- und Mittelindien. Der [[Ramcaritmanas]] ist keine einfache Hindi-Übersetzung von [[Valmiki]]s großem [[Sanskrit]]-Epos, sondern eine selbstständige Bearbeitung des Stoffes, welche die göttliche [[Natur]] von [[Rama]] besonders herausarbeitet. &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; läßt [[Shiva]] die Geschichte von [[Rama]] seiner Gemahlin [[Parvati]] erzählen. Diese Geschichte ist zunächst wie ein [[See]] in [[Shivas]] Innerem verborgen. Erst durch [[Parvatis]] Fragen nach dem wahren [[Wesen]] [[Ramas]] tritt dieser in [[Shivas]] Innerem verborgene See zum Wohl der Menschheit zutage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Tulsidas==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda schreibt in seinem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; über [[Goswami]] Tulsidas:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kindheit und Jugend von Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas wurde in Banda im indischen [[Bundesstaat]] [[Uttar Pradesh]] im Jahr 1532 (manche [[Quelle]]n nennen auch 1589) geboren. Er gehörte zur [[Kaste]] der [[Sarayuparina Brahmane]]n und wird als [[Reinkarnation]] von [[Valmiki]], dem Autor der Ramayana, betrachtet. Sein [[Vater]] war [[Atmaram]] [[Shukla]] Dube, seine [[Mutter]] wurde [[Hulsi]] genannt. Tulsidas hat bei seiner Geburt nicht geweint und besaß bereits alle Zähne. Als Kind wurde er auch [[Tulsiram]] oder [[Ram]] [[Bola]] genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tulsidas und seine Frau====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas Frau war [[Buddhimati]] ([[Ratnavali]]), sein Sohn wurde [[Tarak]] genannt. Tulsidas war seiner Frau in leidenschaftlicher Liebe verbunden und hielt keinen Tag ohne sie aus. Eines Tages ging seine Frau zum Haus ihres Vaters, ohne ihn darüber zu informieren. In der Nacht ging Tulsidas darauf hin heimlich zu ihr, ins Haus seines Schwiegervaters. Buddhimati schämte sich hierfür und sprach: &amp;quot;Mein Körper ist nur ein Verbund aus [[Fleisch]] und [[Knochen]]. Wenn Du [[Rama]] halb so stark lieben würdest wie meinen schmutzigen Körper, würdest Du sicherlich das [[Meer]] von [[Samsara]] überwinden und [[Unsterblichkeit]] und ewiges [[Glück]] erlangen.&amp;quot; Diese Worte bohrten sich in Tulsidas [[Herz]] wie ein [[Pfeil]]. Er verließ umgehend das Haus und wurde ein [[Asket]], ein [[Sadhu]]. Er verbrachte vierzehn Jahre auf [[Pilgerschaft]] und besuchte viele [[heilig]]e Orte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Goswami Tulsidas bekommt die Vision von Rama====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er seinen menschlichen Bedürfnissen nachgegangen war, pflegte Tulsidas das [[Wasser]], das noch in seinem Krug war, auf die [[Wurzel]]n eines [[Baum]]es zu schütten. In einem Baum lebte nun ein [[Geist]], der deswegen sehr zufrieden mit Tulsidas war. Er sprach: &amp;quot;Oh [[Mensch]], Du hast einen Wunsch frei!&amp;quot; Tulsidas antwortete: &amp;quot;Lass mich eine [[Darshan ]], die Vision, von Rama haben&amp;quot;. Der Geist wies ihn an, zum [[Hanuman]] [[Tempel]] zu gehen. Dort werde er Hanuman in der Gestalt eines [[Lepra]]kranken treffen, der der Ramayana sehr aufmerksam zuhört und den Tempel stets als letzter verlässt. Dieser könne ihm helfen. Tulsidas folgte der Anweisung, traf Hanuman und durch dessen [[Gnade]] hatte er eine Darshan von Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Werke von Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas schreib 12 Bücher, sein berühmtestes Buch ist die Ramayana, auch [[Ramcharitmanas]] genannt. Er schrieb dieses Buch mit Hanumans [[Hilfe]]. Die Ramayana wird jedem [[Hindu]] Haushalt [[Nordindien]]s verehrt und gelesen. Das Buch ist in wunderschönen Reimen geschrieben und sehr inspirierend. Ein anderes bedeutendes Buch von Tulsidas ist Vinaya Patrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anekdoten über Goswami Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages kamen Diebe zu Tulsidas [[Ashram]] und wollen ihn bestehlen. Sie sahen jedoch am Tor einen Wächter mit blauer Haut, der [[Pfeil]] und [[Bogen]] in seinen Händen hielt. Dieser begann ihnen zu folgen, wo auch immer sie hingingen und sie bekamen es mit der [[Angst]] zu tun. Am Morgen riefen sie zu Tulsidas: &amp;quot;Oh ehrwürdiger Heiliger! Wir sahen einen jungen Wächter mit Pfeil und Bogen am Tor zu Deinem Haus. Wer ist dieser [[Mann]]?&amp;quot; Tulsidas blieb still und weinte. Ihm war bewusst geworden, dass Rama selbst sein Hab und Gut bewachte hatte. Er verteilte darauf hin all sein Vermögen an die Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einige [[Zeit]] lebte Tulsidas in [[Ayodhya]], später zog er nach [[Varanasi]]. Dort kam eines Tages ein [[Mörder]] zu ihm und weinte: &amp;quot;Bei der Liebe Ramas, gib mir ein [[Almosen]]. Ich bin ein Mörder.&amp;quot;  Tulsidas lud ihn in sein Haus ein, gab ihm heiliges [[Essen]], das zuvor [[Gott]] dargeboten wurde und erklärte ihn als gereinigt. Die [[Brahmane]]n von Varanasi schmähten Tulsidas und sprachen: &amp;quot;Wie kann ein Mörder von seiner [[Sünde]] freigesprochen werden? Wie konntest Du mit ihm essen? Nur wenn der Tempelbulle ([[Nandi]]) aus den Händen des Mörders isst, würden auch wir ihn als gereinigt anerkennen.&amp;quot; Darauf hin wurde der Mörder in den Tempel gebracht und zur Beschämung der Brahmanen aß der [[Bulle]] aus seinen Händen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst ging Tulsidas nach [[Vrindavan]], besuchte den Tempel und sah ein Bild von [[Krishna]]. Er sprach: &amp;quot;Wie soll ich eure [[Schönheit]] beschreiben oh Herr! Doch wird Tulsidas sein [[Haupt]] nur beugen, wenn Ihr Pfeil und Bogen in die Hand nehmt.&amp;quot; Darauf hin offenbarte sich Gott vor Tulsidas als Rama mit Pfeil und Bogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas [[Segen]] brauchte einst den toten [[Ehemann]] einer armen Frau ins Leben zurück. Hiervon hörte der [[Moghul]] [[Kaiser]] von [[Delhi]] und schickte nach Tulsidas. Als dieser am Hof erschien, bat der Kaiser ihn, einige [[Wunder]] zu vollführen. Tulsidas antwortete: &amp;quot;Ich habe keine übermenschlichen Kräfte, ich kenne nur den Namen von Rama&amp;quot;. Darauf hin ließ der Kaiser ihn ins [[Gefängnis]] sperren und wies an, Tulsidas erst wieder frei zu lassen, wenn er vor ihm ein Wunder vollführen werde. Im Gefängnis betete Tulsidas zu Hanuman, worauf unzählige Gruppen kräftiger [[Affe]]n den Hof des Kaisers besetzten. Der Kaiser bekam Angst und sprach: &amp;quot;Oh Heiliger, vergib mir. Ich erkenne nun Deine [[Größe]].&amp;quot; Tulsidas wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Mahasamadhi von Goswami Tulsidas====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas erreichte [[Mahasamadhi]], verließ den Kreis von [[Tod]] und [[Wiedergeburt]] und betrat den Ort von [[Unsterblichkeit]] und ewiger [[Wonne]] im Alter von 91 Jahren im Jahr 1623 in Varanasi.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieser Abschnitt stammt aus dem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; von Swami Sivananda, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society, Sivananda Ashram]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Krishna]]&lt;br /&gt;
*[[Rama]]&lt;br /&gt;
*[[Ramayana]]&lt;br /&gt;
*[[Ramcharitmanas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Krishnatext.html Krishna]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Ramatext.html Rama]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vaishnava]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rama Verehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meister]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26026</id>
		<title>Tulsidas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26026"/>
		<updated>2012-06-12T06:11:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;tulsīdās&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: tulsīdās &#039;&#039;m&#039;&#039;) (&#039;&#039;Hindi&#039;&#039;) Name eines bedeutenden religiösen [[Dichter]]s (1532 - 1623). Als Sohn eines [[Brahmane]]n kam &#039;&#039;Tulsīdās&#039;&#039; in einem Dorf der Provinz Uttar Pradesh (Nordindiesn) zur Welt. Wegen einer ungünstigen [[Konstellation]] der [[Planet]]en bei seiner [[Geburt]] wurde er von den [[Eltern]] verstoßen und von einem [[Heilige]]n ([[sadhu]]) erzogen. Er heiratete und war von einer leidenschaflichen [[Liebe]] zu seiner Frau erfüllt. Als er ihr eines Tages unaufgefordert in ihr Elternhaus folgte, wies sie ihn mit den Worten zurück: &amp;quot;Wenn Du nur halb so viel Liebe zu [[Rama]] hättest, wie zu diesem vergänglichen Körper, hätte all Dein [[Kummer]] ein [[Ende]] und Du würdest [[Erleuchtung]] erlangen.&amp;quot; Durch diese herben, aber weisen Worte wurde &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; die [[Vergäglichkeit]] der [[Welt]] schlagartig bewußt. Er entsagte ihr und weihte sein Leben [[Rama]] als seinem höchsten Herrn. Seine [[Hindi]]fassung des [[Ramayana]] ist bis heute eines der verbreitendsten Bücher in Nord- und Mittelindien. Der [[Ramcaritmanas]] ist keine einfache Hindi-Übersetzung von [[Valmiki]]s großem [[Sanskrit]]-Epos, sondern eine selbstständige Bearbeitung des Stoffes, welche die göttliche [[Natur]] von [[Rama]] besonders herausarbeitet. &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; läßt [[Shiva]] die Geschichte von [[Rama]] seiner Gemahlin [[Parvati]] erzählen. Diese Geschichte ist zunächst wie ein [[See]] in [[Shivas]] Innerem verborgen. Erst durch [[Parvatis]] Fragen nach dem wahren [[Wesen]] [[Ramas]] tritt dieser in [[Shivas]] Innerem verborgene See zum Wohl der Menschheit zutage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Tulsidas==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda schreibt in seinem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; über [[Goswami]] Tulsidas:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas wurde in Banda im indischen [[Bundesstaat]] [[Uttar Pradesh]] im Jahr 1532 (manche [[Quelle]]n nennen auch 1589) geboren. Er gehörte zur [[Kaste]] der [[Sarayuparina Brahmane]]n und wird als [[Reinkarnation]] von [[Valmiki]], dem Autor der Ramayana, betrachtet. Sein [[Vater]] war [[Atmaram]] [[Shukla]] Dube, seine [[Mutter]] wurde [[Hulsi]] genannt. Tulsidas hat bei seiner Geburt nicht geweint und besaß bereits alle Zähne. Als Kind wurde er auch [[Tulsiram]] oder [[Ram]] [[Bola]] genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas Frau war [[Buddhimati]] ([[Ratnavali]]), sein Sohn wurde [[Tarak]] genannt. Tulsidas war seiner Frau in leidenschaftlicher Liebe verbunden und hielt keinen Tag ohne sie aus. Eines Tages ging seine Frau zum Haus ihres Vaters, ohne ihn darüber zu informieren. In der Nacht ging Tulsidas darauf hin heimlich zu ihr, ins Haus seines Schwiegervaters. Buddhimati schämte sich hierfür und sprach: &amp;quot;Mein Körper ist nur ein Verbund aus [[Fleisch]] und [[Knochen]]. Wenn Du [[Rama]] halb so stark lieben würdest wie meinen schmutzigen Körper, würdest Du sicherlich das [[Meer]] von [[Samsara]] überwinden und [[Unsterblichkeit]] und ewiges [[Glück]] erlangen.&amp;quot; Diese Worte bohrten sich in Tulsidas [[Herz]] wie ein [[Pfeil]]. Er verließ umgehend das Haus und wurde ein [[Asket]], ein [[Sadhu]]. Er verbrachte vierzehn Jahre auf [[Pilgerschaft]] und besuchte viele [[heilig]]e Orte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er seinen menschlichen Bedürfnissen nachgegangen war, pflegte Tulsidas das [[Wasser]], das noch in seinem Krug war, auf die [[Wurzel]]n eines [[Baum]]es zu schütten. In einem Baum lebte nun ein [[Geist]], der deswegen sehr zufrieden mit Tulsidas war. Er sprach: &amp;quot;Oh [[Mensch]], Du hast einen Wunsch frei!&amp;quot; Tulsidas antwortete: &amp;quot;Lass mich eine [[Darshan ]], die Vision, von Rama haben&amp;quot;. Der Geist wies ihn an, zum [[Hanuman]] [[Tempel]] zu gehen. Dort werde er Hanuman in der Gestalt eines [[Lepra]]kranken treffen, der der Ramayana sehr aufmerksam zuhört und den Tempel stets als letzter verlässt. Dieser könne ihm helfen. Tulsidas folgte der Anweisung, traf Hanuman und durch dessen [[Gnade]] hatte er eine Darshan von Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas schreib 12 Bücher, sein berühmtestes Buch ist die Ramayana, auch [[Ramcharitmanas]] genannt. Er schrieb dieses Buch mit Hanumans [[Hilfe]]. Die Ramayana wird jedem [[Hindu]] Haushalt [[Nordindien]]s verehrt und gelesen. Das Buch ist in wunderschönen Reimen geschrieben und sehr inspirierend. Ein anderes bedeutendes Buch von Tulsidas ist Vinaya Patrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages kamen Diebe zu Tulsidas [[Ashram]] und wollen ihn bestehlen. Sie sahen jedoch am Tor einen Wächter mit blauer Haut, der [[Pfeil]] und [[Bogen]] in seinen Händen hielt. Dieser begann ihnen zu folgen, wo auch immer sie hingingen und sie bekamen es mit der [[Angst]] zu tun. Am Morgen riefen sie zu Tulsidas: &amp;quot;Oh ehrwürdiger Heiliger! Wir sahen einen jungen Wächter mit Pfeil und Bogen am Tor zu Deinem Haus. Wer ist dieser [[Mann]]?&amp;quot; Tulsidas blieb still und weinte. Ihm war bewusst geworden, dass Rama selbst sein Hab und Gut bewachte hatte. Er verteilte darauf hin all sein Vermögen an die Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einige [[Zeit]] lebte Tulsidas in [[Ayodhya]], später zog er nach [[Varanasi]]. Dort kam eines Tages ein [[Mörder]] zu ihm und weinte: &amp;quot;Bei der Liebe Ramas, gib mir ein [[Almosen]]. Ich bin ein Mörder.&amp;quot;  Tulsidas lud ihn in sein Haus ein, gab ihm heiliges [[Essen]], das zuvor [[Gott]] dargeboten wurde und erklärte ihn als gereinigt. Die [[Brahmane]]n von Varanasi schmähten Tulsidas und sprachen: &amp;quot;Wie kann ein Mörder von seiner [[Sünde]] freigesprochen werden? Wie konntest Du mit ihm essen? Nur wenn der Tempelbulle ([[Nandi]]) aus den Händen des Mörders isst, würden auch wir ihn als gereinigt anerkennen.&amp;quot; Darauf hin wurde der Mörder in den Tempel gebracht und zur Beschämung der Brahmanen aß der [[Bulle]] aus seinen Händen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst ging Tulsidas nach [[Vrindavan]], besuchte den Tempel und sah ein Bild von [[Krishna]]. Er sprach: &amp;quot;Wie soll ich eure [[Schönheit]] beschreiben oh Herr! Doch wird Tulsidas sein [[Haupt]] nur beugen, wenn Ihr Pfeil und Bogen in die Hand nehmt.&amp;quot; Darauf hin offenbarte sich Gott vor Tulsidas als Rama mit Pfeil und Bogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas [[Segen]] brauchte einst den toten [[Ehemann]] einer armen Frau ins Leben zurück. Hiervon hörte der [[Moghul]] [[Kaiser]] von [[Delhi]] und schickte nach Tulsidas. Als dieser am Hof erschien, bat der Kaiser ihn, einige [[Wunder]] zu vollführen. Tulsidas antwortete: &amp;quot;Ich habe keine übermenschlichen Kräfte, ich kenne nur den Namen von Rama&amp;quot;. Darauf hin ließ der Kaiser ihn ins [[Gefängnis]] sperren und wies an, Tulsidas erst wieder frei zu lassen, wenn er vor ihm ein Wunder vollführen werde. Im Gefängnis betete Tulsidas zu Hanuman, worauf unzählige Gruppen kräftiger [[Affe]]n den Hof des Kaisers besetzten. Der Kaiser bekam Angst und sprach: &amp;quot;Oh Heiliger, vergib mir. Ich erkenne nun Deine [[Größe]].&amp;quot; Tulsidas wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas erreichte [[Mahasamadhi]], verließ den Kreis von [[Tod]] und [[Wiedergeburt]] und betrat den Ort von [[Unsterblichkeit]] und ewiger [[Wonne]] im Alter von 91 Jahren im Jahr 1623 in Varanasi.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieser Abschnitt stammt aus dem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; von Swami Sivananda, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society, Sivananda Ashram]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Krishna]]&lt;br /&gt;
*[[Rama]]&lt;br /&gt;
*[[Ramayana]]&lt;br /&gt;
*[[Ramcharitmanas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Krishnatext.html Krishna]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Ramatext.html Rama]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vaishnava]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rama Verehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meister]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26025</id>
		<title>Tulsidas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tulsidas&amp;diff=26025"/>
		<updated>2012-06-12T06:11:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;tulsīdās&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: tulsīdās &#039;&#039;m&#039;&#039;) (&#039;&#039;Hindi&#039;&#039;) Name eines bedeutenden religiösen [[Dichter]]s (1532 - 1623). Als Sohn eines [[Brahmane]]n kam &#039;&#039;Tulsīdās&#039;&#039; in einem Dorf der Provinz Uttar Pradesh (Nordindiesn) zur Welt. Wegen einer ungünstigen [[Konstellation]] der [[Planet]]en bei seiner [[Geburt]] wurde er von den [[Eltern]] verstoßen und von einem [[Heilige]]n ([[sadhu]]) erzogen. Er heiratete und war von einer leidenschaflichen [[Liebe]] zu seiner Frau erfüllt. Als er ihr eines Tages unaufgefordert in ihr Elternhaus folgte, wies sie ihn mit den Worten zurück: &amp;quot;Wenn Du nur halb so viel Liebe zu [[Rama]] hättest, wie zu diesem vergänglichen Körper, hätte all Dein [[Kummer]] ein [[Ende]] und Du würdest [[Erleuchtung]] erlangen.&amp;quot; Durch diese herben, aber weisen Worte wurde &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; die [[Vergäglichkeit]] der [[Welt]] schlagartig bewußt. Er entsagte ihr und weihte sein Leben [[Rama]] als seinem höchsten Herrn. Seine [[Hindi]]fassung des [[Ramayana]] ist bis heute eines der verbreitendsten Bücher in Nord- und Mittelindien. Der [[Ramcaritmanas]] ist keine einfache Hindi-Übersetzung von [[Valmiki]]s großem [[Sanskrit]]-Epos, sondern eine selbstständige Bearbeitung des Stoffes, welche die göttliche [[Natur]] von [[Rama]] besonders herausarbeitet. &#039;&#039;Tulsidas&#039;&#039; läßt [[Shiva]] die Geschichte von [[Rama]] seiner Gemahlin [[Parvati]] erzählen. Diese Geschichte ist zunächst wie ein [[See]] in [[Shivas]] Innerem verborgen. Erst durch [[Parvatis]] Fragen nach dem wahren [[Wesen]] [[Ramas]] tritt dieser in [[Shivas]] Innerem verborgene See zum Wohl der Menschheit zutage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Tulsidas==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda schreibt in seinem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; über [[Goswami]] Tulsidas:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas wurde in Banda im indischen [[Bundesstaat]] [[Uttar Pradesh]] im Jahr 1532 (manche [[Quelle]]n nennen auch 1589) geboren. Er gehörte zur [[Kaste]] der [[Sarayuparina Brahmane]]n und wird als [[Reinkarnation]] von [[Valmiki]], dem Autor der Ramayana, betrachtet. Sein [[Vater]] war [[Atmaram]] [[Shukla]] Dube, seine [[Mutter]] wurde [[Hulsi]] genannt. Tulsidas hat bei seiner Geburt nicht geweint und besaß bereits alle Zähne. Als Kind wurde er auch [[Tulsiram]] oder [[Ram]] [[Bola]] genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas Frau war [[Buddhimati]] ([[Ratnavali]]), sein Sohn wurde [[Tarak]] genannt. Tulsidas war seiner Frau in leidenschaftlicher Liebe verbunden und hielt keinen Tag ohne sie aus. Eines Tages ging seine Frau zum Haus ihres Vaters, ohne ihn darüber zu informieren. In der Nacht ging Tulsidas darauf hin heimlich zu ihr, ins Haus seines Schwiegervaters. Buddhimati schämte sich hierfür und sprach: &amp;quot;Mein Körper ist nur ein Verbund aus [[Fleisch]] und [[Knochen]]. Wenn Du [[Rama]] halb so stark lieben würdest wie meinen schmutzigen Körper, würdest Du sicherlich das [[Meer]] von [[Samsara]] überwinden und [[Unsterblichkeit]] und ewiges [[Glück]] erlangen.&amp;quot; Diese Worte bohrten sich in Tulsidas [[Herz]] wie ein [[Pfeil]]. Er verließ umgehend das Haus und wurde ein [[Asket]], ein [[Sadhu]]. Er verbrachte vierzehn Jahre auf [[Pilgerschaft]] und besuchte viele [[heilig]]e Orte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er seinen menschlichen Bedürfnissen nachgegangen war, pflegte Tulsidas das [[Wasser]], das noch in seinem Krug war, auf die [[Wurzel]]n eines [[Baum]]es zu schütten. In einem Baum lebte nun ein [[Geist]], der deswegen sehr zufrieden mit Tulsidas war. Er sprach: &amp;quot;Oh [[Mensch]], Du hast einen Wunsch frei!&amp;quot; Tulsidas antwortete: &amp;quot;Lass mich eine [[Darshan ]], die Vision, von Rama haben&amp;quot;. Der Geist wies ihn an, zum [[Hanuman]] [[Tempel]] zu gehen. Dort werde er Hanuman in der Gestalt eines [[Lepra]]kranken treffen, der der Ramayana sehr aufmerksam zuhört und den Tempel stets als letzter verlässt. Dieser könne ihm helfen. Tulsidas folgte der Anweisung, traf Hanuman und durch dessen [[Gnade]] hatte er eine Darshan von Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas schreib 12 Bücher, sein berühmtestes Buch ist die Ramayana, auch [[Ramcharitmanas]] genannt. Er schrieb dieses Buch mit Hanumans [[Hilfe]]. Die Ramayana wird jedem [[Hindu]] Haushalt [[Nordindien]]s verehrt und gelesen. Das Buch ist in wunderschönen Reimen geschrieben und sehr inspirierend. Ein anderes bedeutendes Buch von Tulsidas ist Vinaya Patrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages kamen Diebe zu Tulsidas [[Ashram]] und wollen ihn bestehlen. Sie sahen jedoch am Tor einen Wächter mit blauer Haut, der [[Pfeil]] und [[Bogen]] in seinen Händen hielt. Dieser begann ihnen zu folgen, wo auch immer sie hingingen und sie bekamen es mit der [[Angst]] zu tun. Am Morgen riefen sie zu Tulsidas: &amp;quot;Oh ehrwürdiger Heiliger! Wir sahen einen jungen Wächter mit Pfeil und Bogen am Tor zu Deinem Haus. Wer ist dieser [[Mann]]?&amp;quot; Tulsidas blieb still und weinte. Ihm war bewusst geworden, dass Rama selbst sein Hab und Gut bewachte hatte. Er verteilte darauf hin all sein Vermögen an die Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einige [[Zeit]] lebte Tulsidas in [[Ayodhya]], später zog er nach [[Varanasi]]. Dort kam eines Tages ein [[Mörder]] zu ihm und weinte: &amp;quot;Bei der Liebe Ramas, gib mir ein [[Almosen]]. Ich bin ein Mörder.&amp;quot;  Tulsidas lud ihn in sein Haus ein, gab ihm heiliges [[Essen]], das zuvor [[Gott]] dargeboten wurde und erklärte ihn als gereinigt. Die [[Brahmane]]n von Varanasi schmähten Tulsidas und sprachen: &amp;quot;Wie kann ein Mörder von seiner [[Sünde]] freigesprochen werden? Wie konntest Du mit ihm essen? Nur wenn der Tempelbulle ([[Nandi]]) aus den Händen des Mörders isst, würden auch wir ihn als gereinigt anerkennen.&amp;quot; Darauf hin wurde der Mörder in den Tempel gebracht und zur Beschämung der Brahmanen aß der [[Bulle]] aus seinen Händen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst ging Tulsidas nach [[Vrindavan]], besuchte den Tempel und sah ein Bild von [[Krishna]]. Er sprach: &amp;quot;Wie soll ich eure [[Schönheit]] beschreiben oh Herr! Doch wird Tulsidas sein [[Haupt]] nur beugen, wenn Ihr Pfeil und Bogen in die Hand nehmt.&amp;quot; Darauf hin offenbarte sich Gott vor Tulsidas als Rama mit Pfeil und Bogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas [[Segen]] brauchte einst den toten [[Ehemann]] einer armen Frau ins Leben zurück. Hiervon hörte der [[Moghul]] [[Kaiser]] von [[Delhi]] und schickte nach Tulsidas. Als dieser am Hof erschien, bat der Kaiser ihn, einige [[Wunder]] zu vollführen. Tulsidas antwortete: &amp;quot;Ich habe keine übermenschlichen Kräfte, ich kenne nur den Namen von Rama&amp;quot;. Darauf hin ließ der Kaiser ihn ins [[Gefängnis]] sperren und wies an, Tulsidas erst wieder frei zu lassen, wenn er vor ihm ein Wunder vollführen werde. Im Gefängnis betete Tulsidas zu Hanuman, worauf unzählige Gruppen kräftiger [[Affe]]n den Hof des Kaisers besetzten. Der Kaiser bekam Angst und sprach: &amp;quot;Oh Heiliger, vergib mir. Ich erkenne nun Deine [[Größe]].&amp;quot; Tulsidas wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulsidas erreichte [[Mahasamadhi]], verließ den Kreis von [[Tod]] und [[Wiedergeburt]] und betrat den Ort von [[Unsterblichkeit]] und ewiger [[Wonne]] im Alter von 91 Jahren im Jahr 1623 in Varanasi.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieser Abschnitt stammt aus dem Buch &amp;quot;Lives of Saints&amp;quot; von Swami Sivananda, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society, Sivananda Ashram]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Krishna]]&lt;br /&gt;
*[[Rama]]&lt;br /&gt;
*[[Ramayama]]&lt;br /&gt;
*[[Ramcharitmanas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Krishnatext.html Krishna]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Ramatext.html Rama]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vaishnava]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rama Verehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meister]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmala&amp;diff=26020</id>
		<title>Nirmala</title>
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		<updated>2012-06-11T12:59:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Nirmala&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: nirmala &#039;&#039;adj.&#039;&#039;, [[Devanagari]] निर्मल) ohne Fehl; rein;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der männlichen Form mit kurzem a am Ende, in der weiblichen Form mit langem ā. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weibliche Form: nirmalā, [[Sanskrit]] निर्मला, die Reine, die Makellose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beliebter [[spirituell]]er [[Name]] bei [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Spiritueller Name]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmala&amp;diff=26019</id>
		<title>Nirmala</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Nirmala&amp;diff=26019"/>
		<updated>2012-06-11T12:55:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Nirmala&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: nirmala &#039;&#039;adj.&#039;&#039;) ohne Fehl; rein, [[IATA]] Transkription nirmalā, [[Sanskrit]] निर्मला, beliebter [[spirituell]]er [[Name]] bei [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Spiritueller Name]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti_Yoga&amp;diff=26016</id>
		<title>Bhakti Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti_Yoga&amp;diff=26016"/>
		<updated>2012-06-11T06:28:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति योग, bhakti yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;), Einer der [[Vier Pfade]], der spirituellen Hauptpfade zur [[Selbst]]verwirklichung. &lt;br /&gt;
[[Bhakti]] ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gläubige will [[Gott]] und&lt;br /&gt;
nur Gott - [[sattwa|ohne  selbstsüchtige Erwartung]]. Bhakti ist nicht nur Emotionalität, sondern das Einstimmen&lt;br /&gt;
sowohl des Willens als auch des Denkvermögens auf das Göttliche. Bhakti ist höchste Liebe zu Gott. Bhakti ist die direkte Annäherung an das Ideal durch das [[Herz]]. Liebe ist jedem Menschen natürlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Bhakti ==&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Arten von Bhakti, Apara Bhakti und Para Bhakti:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Apara Bhakti===&lt;br /&gt;
Apara Bhakti bezeichnet den gläubigen Mensch als Anfänger, der [[Ritual]]e und Zeremonien ausführt, Anhänger einer [[Religion]]sgemeinschaft ist, und auf Anhänger anderer Religionsgemeinschaften herabsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Para Bhakti===&lt;br /&gt;
Ein Gläubiger vom [[Para Bhakti]] Typ umfasst alles und schliesst alles mit ein. Er besitzt kosmische Liebe oder Vishwaprem. Die ganze Welt ist für ihn Vrindavan (Garten Gottes). Er besucht keine Tempel zum Gottesdienst. Er fühlt, dass die Welt eine Manifestation Gottes ist und alle Bewegungen und Aktivitäten seine Lila (Spiel). Er empfindet keinen Ekel vor Fäkalien uns Schmutz, dem Obdachlosen, Kastenlosen, dem Straßenkehrer, dem Bettler, der Prostituierten oder dem Dieb. Er sagt: „Ich sehe meinen Gott überall. Hari (Gott) spielt seine Rolle der Prostituierten, des Diebes, des Schurken!“ Seine erhabene innere Einstellung ist allumfassend und alles einschliessend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhavas == &lt;br /&gt;
Es gibt fünf verschiedene [[Bhava]]s (Einstellungen zu Gott) im Bhakti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dasya Bhava=== &lt;br /&gt;
Im [[Dasya Bhava]] findet der Gläubige Freude und Glück im Dienst an Gott als seinem Meister. Er ist stets bestrebt, ihn in jeder erdenklichen Weise zu erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sakhya Bhava===&lt;br /&gt;
Im [[Sakhya Bhava]] sieht der Gläubige Gott als seinen Freund an, mit dem er sich auf gleicher Ebene bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanta Bhava===&lt;br /&gt;
[[Shanta Bhava]] bezeichnet die friedvolle Beziehung des Gläubigen zu Gott. Er sieht das Göttliche in allem gleichermaßen, und lässt sich nicht hochgradig von seinen Emotionen leiten. Sein Herz ist voller Liebe und Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vatsalya Bhava=== &lt;br /&gt;
In [[Vatsalya Bhava]] sieht der Gläubige Gott als sein Kind. Er füttert und umsorgt ihn, wie eine Mutter es mit ihrem Kind tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Madhurya Bhava===&lt;br /&gt;
[[Madhurya Bhava]] ist die höchste Form von Bhakti. Es bezeichnet die Beziehung zu Gott als seinem Geliebten. Der gläubige Mensch und Gott fühlen sich als eins, halten aber trotzdem die Getrenntheit aufrecht um die Wonne de Liebesspiels miteinander zu erfahren. Die ist Einheit in Getrenntheit und Getrenntheit in Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Praktiken des Bhakti == &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039; definiert neun Formen der Praxis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sravana===&lt;br /&gt;
[[Sravana]] = Hören von Gott&lt;br /&gt;
===Kirtana===&lt;br /&gt;
[[Kirtana]] = Seinen Namen singen. Siehe: [[Kirtan]] singen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Smarana===&lt;br /&gt;
[[Smarana]] = ständiges Denken, Wiederholen Seines Namens&lt;br /&gt;
===Padesevana===&lt;br /&gt;
[[Padasevana]] = Dienst zu Seinen Füßen: Altar-/Tempeldienst&lt;br /&gt;
===Archana===&lt;br /&gt;
[[Archana]] = Darbringen (von Blumen), Gottesdienst&lt;br /&gt;
===Vandana===&lt;br /&gt;
[[Vandana]] = Sich verneigen&lt;br /&gt;
===Dasya===&lt;br /&gt;
[[Dasya]] = Dienst für Ihn. Als Instrument.&lt;br /&gt;
===Sakhya===&lt;br /&gt;
[[Sakhya]] = Gott als Freund&lt;br /&gt;
===Atmaniveda===&lt;br /&gt;
[[Atmanivedana]] = völlige Hingabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bhakti]] bedeutet die aufrechte [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti Yoga ist der Pfad der [[Hingabe]]. Es spricht die Mehrheit der [[Menschheit]] an. &amp;quot;Liebe um der Liebe [[Willen]]&amp;quot; ist das Motto oder Schema eines Bhakti-[[Yogi]]s, eines [[Bhakta]]s. Gott ist die [[Verkörperung]] von Liebe. Um ihn zu erreichen kommst du nicht umhin, ihn zu lieben. Gott kann nur durch eine Liebe erfasst werden, die begeistert und absolut intensiv ist, wie die eheliche [[Leidenschaft]]. Die Liebe zu Gott muss Schritt für Schritt wachsen. Der, der Gott liebt, hat weder Wünsche noch [[Leid]]. Er hasst kein [[Lebewesen]] oder Objekt. Er findet nicht [[Gefallen]] an sinnlichen Objekten. Er schließt jeden in der warmen [[Umarmung]] seiner Liebe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kama]] (weltliche Sehnsüchte) und [[Trishna]] (Gelüste) stehen der Hingabe entgegen. Solange es eine Spur von Gelüsten nach sinnlichen Objekten in deinen [[Gedanke]]n gibt, kannst du keine ernsthafte [[Sehnsucht]] nach Gott haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atma]]-[[Nivedana]] ist die gesamte, willige, völlige Selbstaufgabe an Gott. [[Atma Nivedana]] ist der höchste Rang auf der Leiter des [[Nava Vidha Bhakti]] oder den neun Formen der Hingabe. Atma-Nivedana ist die absolute Hingabe [[Prapatti]] bzw. [[Sharanagati]]. Der Anhänger wird eins mit Gott durch Prapatti. Er erlangt göttliche [[Anmut]] bzw. [[Prasada]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe Gottes und die verzückte [[Ekstase]], der man sich durch die [[Gesellschaft]] mit Gott erfreut, kann nicht angemessen in Worten beschrieben werden. Es ist, als ob ein Stummer, der schmackhaftes [[Essen]] gekostet hat, nicht darüber sprechen kann. Es könnte nur einigen [[Auserwählte]]n enthüllt werden. Derjenige, der einmal die Liebe erfahren hat, wird nur das sehen, nur das hören und nur davon allein sprechen, denn er denkt permanent nur an das allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist eine der spirituellen Haupt-[[Wissenschaft]]en. Derjenige, der Liebe für Gott hat, ist in der [[Tat]] reich. Es gibt kein anderes [[Leid]] als den [[Mangel]] an Hingabe zu Gott. Es gibt keinen richtigen [[Weg]], außer der Liebe des [[Anhänger]]s für Gott. Der [[Name]], die [[Eigenschaf]]ten und [[Lehre]]n Gottes sind das wichtigste, das in [[Erinnerung]] bleiben soll. Die [[Lotusfüße]] Gottes sind die wichtigsten Objekte der [[Meditation]]. Der [[Gottverehrer]] trinkt den [[Nektar]] von [[Prema]], von  göttlicher Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den [[Gottesverehrer]]n, den Bhaktas, gibt es keine Unterschiede zwischen [[Kaste]], [[Glaube]]nsbekenntnis, [[Familie]], [[Farbe]] oder [[Rasse]]. Gott kümmert sich nicht um diese Dinge. Er schaut auf die [[Reinheit]] der [[Herz]]en seiner [[Verehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ein Bhakta werden. Bekannte Bhaktas waren z.B.&lt;br /&gt;
* Nanda, [[ein]] [[Unberührbarer]]&lt;br /&gt;
* [[Rai Das]], ein [[Schuster]]&lt;br /&gt;
* [[Kannappa]], ein [[Jäger]]&lt;br /&gt;
* [[Sena]], ein [[Friseur]]&lt;br /&gt;
* [[Kabir]], ein [[muslim]]ischer [[Weber]]&lt;br /&gt;
* [[Shabari]], ein [[Bettler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle waren Gottesverehrer und waren große [[Heilig]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kannappa]], ein [[Analphabet]] und [[Barbar]], der [[Wasser]] aus seinem [[Mund]]e auf den [[Linga]] fließen ließ und [[Schweinefleisch]] anbot, wurde der beste unter den Bhaktas. Die [[Vaishnava]] [[Alvar]]s und die [[Shaiva]] [[Nayanar]]s aus [[Südindien]] kamen aus verschiedenen Schichten der [[Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel von Swami Sivananda, Copyright [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gott]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Heilige]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami [[Sivananda]]: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2001, ISBN 3-922477-00-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblink==&lt;br /&gt;
*[http://yoga-christ.de/index.php/Bhakti-Yoga Yoga Christ.de]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti_Yoga&amp;diff=26015</id>
		<title>Bhakti Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti_Yoga&amp;diff=26015"/>
		<updated>2012-06-11T06:27:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति योग, bhakti yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;), Einer der [[Vier Pfade]], der spirituellen Hauptpfade zur [[Selbst]]verwirklichung. &lt;br /&gt;
[[Bhakti]] ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gläubige will [[Gott]] und&lt;br /&gt;
nur Gott - [[sattwa|ohne  selbstsüchtige Erwartung]]. Bhakti ist nicht nur Emotionalität, sondern das Einstimmen&lt;br /&gt;
sowohl des Willens als auch des Denkvermögens auf das Göttliche. Bhakti ist höchste Liebe zu Gott. Bhakti ist die direkte Annäherung an das Ideal durch das [[Herz]]. Liebe ist jedem Menschen natürlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Bhakti ==&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Arten von Bhakti, Apara Bhakti und Para Bhakti:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Apara Bhakti===&lt;br /&gt;
Apara Bhakti bezeichnet den gläubigen Mensch als Anfänger, der [[Ritual]]e und Zeremonien ausführt, Anhänger einer [[Religion]]sgemeinschaft ist, und auf Anhänger anderer Religionsgemeinschaften herabsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Para Bhakti===&lt;br /&gt;
Ein Gläubiger vom [[Para Bhakti]] Typ umfasst alles und schliesst alles mit ein. Er besitzt kosmische Liebe oder Vishwaprem. Die ganze Welt ist für ihn Vrindavan (Garten Gottes). Er besucht keine Tempel zum Gottesdienst. Er fühlt, dass die Welt eine Manifestation Gottes ist und alle Bewegungen und Aktivitäten seine Lila (Spiel). Er empfindet keinen Ekel vor Fäkalien uns Schmutz, dem Obdachlosen, Kastenlosen, dem Straßenkehrer, dem Bettler, der Prostituierten oder dem Dieb. Er sagt: „Ich sehe meinen Gott überall. Hari (Gott) spielt seine Rolle der Prostituierten, des Diebes, des Schurken!“ Seine erhabene innere Einstellung ist allumfassend und alles einschliessend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhavas == &lt;br /&gt;
Es gibt fünf verschiedene [[Bhava]]s (Einstellungen zu Gott) im Bhakti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dasya Bhava=== &lt;br /&gt;
Im [[Dasya Bhava]] findet der Gläubige Freude und Glück im Dienst an Gott als seinem Meister. Er ist stets bestrebt, ihn in jeder erdenklichen Weise zu erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sakhya Bhava===&lt;br /&gt;
Im [[Sakhya Bhava]] sieht der Gläubige Gott als seinen Freund an, mit dem er sich auf gleicher Ebene bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanta Bhava===&lt;br /&gt;
[[Shanta Bhava]] bezeichnet die friedvolle Beziehung des Gläubigen zu Gott. Er sieht das Göttliche in allem gleichermaßen, und lässt sich nicht hochgradig von seinen Emotionen leiten. Sein Herz ist voller Liebe und Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vatsalya Bhava=== &lt;br /&gt;
In [[Vatsalya Bhava]] sieht der Gläubige Gott als sein Kind. Er füttert und umsorgt ihn, wie eine Mutter es mit ihrem Kind tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Madhurya Bhava===&lt;br /&gt;
[[Madhurya Bhava]] ist die höchste Form von Bhakti. Es bezeichnet die Beziehung zu Gott als seinem Geliebten. Der gläubige Mensch und Gott fühlen sich als eins, halten aber trotzdem die Getrenntheit aufrecht um die Wonne de Liebesspiels miteinander zu erfahren. Die ist Einheit in Getrenntheit und Getrenntheit in Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Praktiken des Bhakti == &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039; definiert neun Formen der Praxis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sravana===&lt;br /&gt;
[[Sravana]] = Hören von Gott&lt;br /&gt;
===Kirtana===&lt;br /&gt;
[[Kirtana]] = Seinen Namen singen. Siehe: [[Kirtan]] singen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Smarana===&lt;br /&gt;
[[Smarana]] = ständiges Denken, Wiederholen Seines Namens&lt;br /&gt;
===Padesevana===&lt;br /&gt;
[[Padasevana]] = Dienst zu Seinen Füßen: Altar-/Tempeldienst&lt;br /&gt;
===Archana===&lt;br /&gt;
[[Archana]] = Darbringen (von Blumen), Gottesdienst&lt;br /&gt;
===Vandana===&lt;br /&gt;
[[Vandana]] = Sich verneigen&lt;br /&gt;
===Dasya===&lt;br /&gt;
[[Dasya]] = Dienst für Ihn. Als Instrument.&lt;br /&gt;
===Sakhya===&lt;br /&gt;
[[Sakhya]] = Gott als Freund&lt;br /&gt;
===Atmaniveda===&lt;br /&gt;
[[Atmanivedana]] = völlige Hingabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bhakti]] bedeutet die aufrechte [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti Yoga ist der Pfad der [[Hingabe]]. Es spricht die Mehrheit der [[Menschheit]] an. &amp;quot;Liebe um der Liebe [[Willen]]&amp;quot; ist das Motto oder Schema eines Bhakti-[[Yogi]]s, eines [[Bhakta]]s. Gott ist die [[Verkörperung]] von Liebe. Um ihn zu erreichen kommst du nicht umhin, ihn zu lieben. Gott kann nur durch eine Liebe erfasst werden, die begeistert und absolut intensiv ist, wie die eheliche [[Leidenschaft]]. Die Liebe zu Gott muss Schritt für Schritt wachsen. Der, der Gott liebt, hat weder Wünsche noch [[Leid]]. Er hasst kein [[Lebewesen]] oder Objekt. Er findet nicht [[Gefallen]] an sinnlichen Objekten. Er schließt jeden in der warmen [[Umarmung]] seiner Liebe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kama]] (weltliche Sehnsüchte) und [[Trishna]] (Gelüste) stehen der Hingabe entgegen. Solange es eine Spur von Gelüsten nach sinnlichen Objekten in deinen [[Gedanke]]n gibt, kannst du keine ernsthafte [[Sehnsucht]] nach Gott haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atma]]-[[Nivedana]] ist die gesamte, willige, völlige Selbstaufgabe an Gott. [[Atma Nivedana]] ist der höchste Rang auf der Leiter des [[Nava Vidha Bhakti]] oder den neun Formen der Hingabe. Atma-Nivedana ist die absolute Hingabe [[Prapatti]] bzw. [[Sharanagati]]. Der Anhänger wird eins mit Gott durch Prapatti. Er erlangt göttliche [[Anmut]] bzw. [[Prasada]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe Gottes und die verzückte [[Ekstase]], der man sich durch die [[Gesellschaft]] mit Gott erfreut, kann nicht angemessen in Worten beschrieben werden. Es ist, als ob ein Stummer, der schmackhaftes [[Essen]] gekostet hat, nicht darüber sprechen kann. Es könnte nur einigen [[Auserwählte]]n enthüllt werden. Derjenige, der einmal die Liebe erfahren hat, wird nur das sehen, nur das hören und nur davon allein sprechen, denn er denkt permanent nur an das allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist eine der spirituellen Haupt-[[Wissenschaft]]en. Derjenige, der Liebe für Gott hat, ist in der [[Tat]] reich. Es gibt kein anderes [[Leid]] als den [[Mangel]] an Hingabe zu Gott. Es gibt keinen richtigen [[Weg]], außer der Liebe des [[Anhänger]]s für Gott. Der [[Name]], die [[Eigenschaf]]ten und [[Lehre]]n Gottes sind das wichtigste, das in [[Erinnerung]] bleiben soll. Die [[Lotusfüße]] Gottes sind die wichtigsten Objekte der [[Meditation]]. Der [[Gottverehrer]] trinkt den [[Nektar]] von [[Prema]], von  göttlicher Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den [[Gottesverehrer]]n, den Bhaktas, gibt es keine Unterschiede zwischen [[Kaste]], [[Glaube]]nsbekenntnis, [[Familie]], [[Farbe]] oder [[Rasse]]. Gott kümmert sich nicht um diese Dinge. Er schaut auf die [[Reinheit]] der [[Herz]]en seiner [[Verehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ein Bhakta werden. Bekannte Bhaktas waren z.B.&lt;br /&gt;
* Nanda, [[ein]] [[Unberührbarer]]&lt;br /&gt;
* [[Rai Das]], ein [[Schuster]]&lt;br /&gt;
* [[Kannappa]], ein [[Jäger]]&lt;br /&gt;
* [[Sena]], ein [[Friseur]]&lt;br /&gt;
* [[Kabir]], ein [[muslim]]ischer [[Weber]]&lt;br /&gt;
* [[Shabari]], ein [[Bettler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle waren Gottesverehrer und waren große [[Heilig]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kannappa]], ein [[Analphabet]] und [[Barbar]], der [[Wasser]] aus seinem [[Mund]]e auf den [[Linga]] fließen ließ und [[Schweinefleisch]] anbot, wurde der beste unter den Bhaktas. Die [[Vaishnava]] [[Alvar]]s und die [[Shaiva]] [[Nayanar]]s aus [[Südindien]] kamen aus verschiedenen Schichten der [[Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel von Swami Sivananda, Copyright [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gott]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Heilige]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami [[Sivananda]]: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2001, ISBN 3-922477-00-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblink==&lt;br /&gt;
*[http://yoga-christ.de/index.php/Bhakti-Yoga Yoga Christ.de]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
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		<title>Bhakti Yoga</title>
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		<updated>2012-06-11T06:27:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति योग, bhakti yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;), Einer der [[Vier Pfade]], der spirituellen Hauptpfade zur [[Selbst]]verwirklichung. &lt;br /&gt;
[[Bhakti]] ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gläubige will [[Gott]] und&lt;br /&gt;
nur Gott - [[sattwa|ohne  selbstsüchtige Erwartung]]. Bhakti ist nicht nur Emotionalität, sondern das Einstimmen&lt;br /&gt;
sowohl des Willens als auch des Denkvermögens auf das Göttliche. Bhakti ist höchste Liebe zu Gott. Bhakti ist die direkte Annäherung an das Ideal durch das [[Herz]]. Liebe ist jedem Menschen natürlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Bhakti ==&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Arten von Bhakti, Apara Bhakti und Para Bhakti:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Apara Bhakti===&lt;br /&gt;
Apara Bhakti bezeichnet den gläubigen Mensch als Anfänger, der [[Ritual]]e und Zeremonien ausführt, Anhänger einer [[Religion]]sgemeinschaft ist, und auf Anhänger anderer Religionsgemeinschaften herabsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Para Bhakti===&lt;br /&gt;
Ein Gläubiger vom [[Para Bhakti]] Typ umfasst alles und schliesst alles mit ein. Er besitzt kosmische Liebe oder Vishwaprem. Die ganze Welt ist für ihn Vrindavan (Garten Gottes). Er besucht keine Tempel zum Gottesdienst. Er fühlt, dass die Welt eine Manifestation Gottes ist und alle Bewegungen und Aktivitäten seine Lila (Spiel). Er empfindet keinen Ekel vor Fäkalien uns Schmutz, dem Obdachlosen, Kastenlosen, dem Straßenkehrer, dem Bettler, der Prostituierten oder dem Dieb. Er sagt: „Ich sehe meinen Gott überall. Hari (Gott) spielt seine Rolle der Prostituierten, des Diebes, des Schurken!“ Seine erhabene innere Einstellung ist allumfassend und alles einschliessend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhavas == &lt;br /&gt;
Es gibt fünf verschiedene [[Bhava]]s (Einstellungen zu Gott) im Bhakti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dasya Bhava=== &lt;br /&gt;
Im [[Dasya Bhava]] findet der Gläubige Freude und Glück im Dienst an Gott als seinem Meister. Er ist stets bestrebt, ihn in jeder erdenklichen Weise zu erfreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sakhya Bhava===&lt;br /&gt;
Im [[Sakhya Bhava]] sieht der Gläubige Gott als seinen Freund an, mit dem er sich auf gleicher Ebene bewegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanta Bhava===&lt;br /&gt;
[[Shanta Bhava]] bezeichnet die friedvolle Beziehung des Gläubigen zu Gott. Er sieht das Göttliche in allem gleichermaßen, und lässt sich nicht hochgradig von seinen Emotionen leiten. Sein Herz ist voller Liebe und Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vatsalya Bhava=== &lt;br /&gt;
In [[Vatsalya Bhava]] sieht der Gläubige Gott als sein Kind. Er füttert und umsorgt ihn, wie eine Mutter es mit ihrem Kind tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Madhurya Bhava===&lt;br /&gt;
[[Madhurya Bhava]] ist die höchste Form von Bhakti. Es bezeichnet die Beziehung zu Gott als seinem Geliebten. Der gläubige Mensch und Gott fühlen sich als eins, halten aber trotzdem die Getrenntheit aufrecht um die Wonne de Liebesspiels miteinander zu erfahren. Die ist Einheit in Getrenntheit und Getrenntheit in Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Praktiken des Bhakti == &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039; definiert neun Formen der Praxis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sravana===&lt;br /&gt;
[[Sravana]] = Hören von Gott&lt;br /&gt;
===Kirtana===&lt;br /&gt;
[[Kirtana]] = Seinen Namen singen. Siehe: [[Kirtan]] singen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Smarana===&lt;br /&gt;
[[Smarana]] = ständiges Denken, Wiederholen Seines Namens&lt;br /&gt;
===Padesevana===&lt;br /&gt;
[[Padasevana]] = Dienst zu Seinen Füßen: Altar-/Tempeldienst&lt;br /&gt;
===Archana===&lt;br /&gt;
[[Archana]] = Darbringen (von Blumen), Gottesdienst&lt;br /&gt;
===Vandana===&lt;br /&gt;
[[Vandana]] = Sich verneigen&lt;br /&gt;
===Dasya===&lt;br /&gt;
[[Dasya]] = Dienst für Ihn. Als Instrument.&lt;br /&gt;
===Sakhya===&lt;br /&gt;
[[Sakhya]] = Gott als Freund&lt;br /&gt;
===Atmaniveda===&lt;br /&gt;
[[Atmanivedana]] = völlige Hingabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bhakti]] bedeutet die aufrechte [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti Yoga ist der Pfad der [[Hingabe]]. Es spricht die Mehrheit der [[Menschheit]] an. &amp;quot;Liebe um der Liebe [[Willen]]&amp;quot; ist das Motto oder Schema eines Bhakti-[[Yogi]]s, eines [[Bhakta]]s. Gott ist die [[Verkörperung]] von Liebe. Um ihn zu erreichen kommst du nicht umhin, ihn zu lieben. Gott kann nur durch eine Liebe erfasst werden, die begeistert und absolut intensiv ist, wie die eheliche [[Leidenschaft]]. Die Liebe zu Gott muss Schritt für Schritt wachsen. Der, der Gott liebt, hat weder Wünsche noch [[Leid]]. Er hasst kein [[Lebewesen]] oder Objekt. Er findet nicht [[Gefallen]] an sinnlichen Objekten. Er schließt jeden in der warmen [[Umarmung]] seiner Liebe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kama]] (weltliche Sehnsüchte) und [[Trishna]] (Gelüste) stehen der Hingabe entgegen. Solange es eine Spur von Gelüsten nach sinnlichen Objekten in deinen [[Gedanke]]n gibt, kannst du keine ernsthafte [[Sehnsucht]] nach Gott haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Atma]]-[[Nivedana]] ist die gesamte, willige, völlige Selbstaufgabe an Gott. [[Atma Nivedana]] ist der höchste Rang auf der Leiter des [[Nava Vidha Bhakti]] oder den neun Formen der Hingabe. Atma-Nivedana ist die absolute Hingabe [[Prapatti]] bzw. [[Sharanagati]]. Der Anhänger wird eins mit Gott durch Prapatti. Er erlangt göttliche [[Anmut]] bzw. [[Prasada]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe Gottes und die verzückte [[Ekstase]], der man sich durch die [[Gesellschaft]] mit Gott erfreut, kann nicht angemessen in Worten beschrieben werden. Es ist, als ob ein Stummer, der schmackhaftes [[Essen]] gekostet hat, nicht darüber sprechen kann. Es könnte nur einigen [[Auserwählte]]n enthüllt werden. Derjenige, der einmal die Liebe erfahren hat, wird nur das sehen, nur das hören und nur davon allein sprechen, denn er denkt permanent nur an das allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist eine der spirituellen Haupt-[[Wissenschaft]]en. Derjenige, der Liebe für Gott hat, ist in der [[Tat]] reich. Es gibt kein anderes [[Leid]] als den [[Mangel]] an Hingabe zu Gott. Es gibt keinen richtigen [[Weg]], außer der Liebe des [[Anhänger]]s für Gott. Der [[Name]], die [[Eigenschaf]]ten und [[Lehre]]n Gottes sind das wichtigste, das in [[Erinnerung]] bleiben soll. Die [[Lotusfüße]] Gottes sind die wichtigsten Objekte der [[Meditation]]. Der [[Gottverehrer]] trinkt den [[Nektar]] von [[Prema]], von  göttlicher Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den [[Gottesverehrer]]n, den Bhaktas, gibt es keine Unterschiede zwischen [[Kaste]], [[Glaube]]nsbekenntnis, [[Familie]], [[Farbe]] oder [[Rasse]]. Gott kümmert sich nicht um diese Dinge. Er schaut auf die [[Reinheit]] der [[Herz]]en seiner [[Verehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ein Bhakta werden. Bekannte Bhaktas waren z.B.&lt;br /&gt;
* Nanda, [[ein]] [[Unberührbarer]]&lt;br /&gt;
* [[Rai Das]], ein [[Schuster]]&lt;br /&gt;
* [[Kannappa]], ein [[Jäger]]&lt;br /&gt;
* [[Sena]], ein [[Friseur]]&lt;br /&gt;
* [[Kabir]], ein [[muslim]]ischer [[Weber]]&lt;br /&gt;
* [[Shabari]], ein [[Bettler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle waren Gottesverehrer und waren große [[Heilig]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kannappa]], ein [[Analphabet]] und [[Barbar]], der [[Wasser]] aus seinem [[Mund]]e auf den [[Linga]] fließen ließ und [[Schweinefleisch]] anbot, wurde der beste unter den Bhaktas. Die [[Vaishnava]] [[Alvar]]s und die [[Shaiva]] [[Nayanar]]s aus [[Südindien]] kamen aus verschiedenen Schichten der [[Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel von Swami Sivananda, Copyright [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gott]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Heilige]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami [[Sivananda]]: &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039;. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2001, ISBN 3-922477-00-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Tao]]&lt;br /&gt;
* [[Mitte]]&lt;br /&gt;
* [[Mutter Theresa]]&lt;br /&gt;
==Weblink==&lt;br /&gt;
*[http://yoga-christ.de/index.php/Bhakti-Yoga Yoga Christ.de]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25971</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25971"/>
		<updated>2012-06-09T03:30:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Das Reinigen der Geduld */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Buddhistische Unterweisungen zur Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, frei formuliert von Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachteile und Vorteile von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Essenz von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Drei Formen der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Geduld gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
*die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
*Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Merkmale der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Wirkung der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Geduld im Annehmen von Leid====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickeln von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Veranlagung zu Geduld mag da sein. Auch durch Erziehung und Erfahrungen in Kindheit und Jugend wird Geduld entwickelt - oder auch nicht. Menschen werden im Lauf des Lebens meist geduldiger. Es ist auch möglich, Geduld bewusst zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung====&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt. Wir können Geduld entwickeln durch folgende Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde dir der folgenden Dinge bewusst - dann wirst du Geduld entwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Verstärken der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Reinigen der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Geduld==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Patience&#039;&#039;. Das englische Wort Patience kann man übersetzen mit Geduld, Langmut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Geduld?===&lt;br /&gt;
Geduld ist die [[Eigenschaft]] geduldig zu sein oder fähig zu sein, besonnen auszuharren. Es ist die Eigenschaft [[Leid]] ohne Murren zu ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geduldiger [[Mensch]] ist nicht leicht zu provozieren. Er ist gleichmütig und gelassen selbst unter widrigen Umständen.&lt;br /&gt;
Geduld ist eine besondere Tugend. Sie ist der Stütze der Schwäche. Es ist die größte und ehrfurchtsgebietende Leistung. Geduld kann [[Wunder]] bewirken. Sie kann [[Berg]]e bewegen. Geduldiges [[Arbeit]]en kann alles in dieser Welt erreichen. Sie wird jedes [[Hindernis]] in der Suche nach der [[Wahrheit]] überwinden. Ein geduldiger Mensch kann alles haben, was er will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles kommt, wenn du nur warten willst. Zu wissen, wie man wartet, ist ein großes [[Geheimnis]] des [[Erfolg]]es. Geduld liegt in der [[Wurzel]] aller Wonnen. Geduld entwickelt [[Willenskraft]] und [[Ausdauer]]kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist nicht nur passiv. Es ist [[[[Gleichmut]]]]. Sie ist auf einen Punkt ausgerichtete [[Konzentration]]. Sie ist der Träger des menschlichen [[Frieden]]s auf dieser Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist ein Hauptbestandteil der [[Weisheit]]. Sie ist der beste und würdigste Teil der inneren [[Stärke]] und Geduld. Sie ist der Schlüssel der [[Zufriedenheit]]. Sie ist der [[Mut]] des Überwinders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei geduldig in kleinen Dingen. Lerne, den täglichen Prüfungen und Ärgernissen ruhig und besonnen standzuhalten. Du wirst große Stärke entwickeln und ernste Schicksalsschläge, Entbehrungen, Leiden und Widrigkeiten ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld stärkt den [[Geist]], versüßt das [[Gemüt]], dämpft [[Ärger]], entwickelt Willenskraft, lösche [[Eifersucht]] aus, bezwingt [[Stolz]], kontrolliert die Sprechorgane, bändigt die Hände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist die [[Schwester]] oder die [[Tochter]] der inneren Stärke. Geduld ist [[Begabung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist außergewöhnlich süß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist die Seele des Friedens. Sie macht einen Menschen göttlich. Der beste Mensch, alle Heiligen, Weisen, Yogis und Sannyasins hatten unermessliche Geduld. Sie war ihre Schmuckstück oder Kronenschatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist ein besonderes [[Heilmittel]] zur [[Kontrolle]] von Ärger. Sie ist eine Penizillin Injektion, um Ärger zu überwinden.&lt;br /&gt;
Geduld ist passive innerer Stärke. Es ist die Beschaffenheit des Geistes, die sich im passiven Durchhalten der Sünden zeigt, für die ein Mensch verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist entschlossene, unerschrockene [[Beharrlichkeit]]. Genialität ist Geduld. Sie ist die Übung der unveränderter [[Ausdauer]] und Beharrlichkeit in jeder Arbeit oder Tätigkeit oder im Verfolgen eines gewünschten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geduld und Durchhaltevermögen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagen:“Ram hat Geduld im Lernen.“&lt;br /&gt;
Geduld muss ebenfalls eine aktive Kraft haben, die klaglose Beharrlichkeit im Handeln bezeichnet, ebenso im Bestellen des Ackerbodens, dem Entfernen der Rinde der Chilgoza Kiefer , etc. dort ist ausdauernde [[Energie]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchhaltevermögen stählt sich selbst gegen Leiden und mag es lediglich verbissen sein. Es kann gebildet worden sein, um eine passive Kraft zu haben, dann sprechen wir von „passivem [[Durchhaltevermögen]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innere Stärke ist Durchhaltevermögen belebt durch Mut. Geduld ist nicht so mühevoll wie Durchhaltevermögen, so zurückhaltend wie Unterwerfung. Unterwerfung ist alltäglich und [[Verzicht]] bezieht sich immer auf Angelegenheiten von großer Tragweite, während Geduld sich auf kleine [[Sorge]]n und [[Ärgernis]]sen beziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nachsicht]] ist, von [[Vergeltung]] und [[Rache]] abzusehen. Geduld ist das Bewahren der [[Herzensgüte]] unter schikanösen Bedingungen. Langes [[Leiden]] entwickelt fortwährende Geduld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geduld und andere Tugenden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld bezieht sich auf Ruhe oder [[Selbstbeherrschung]] des einen Geistes, Verzicht auf seine Unterwerfung unter den Willen anderer. Geduld entsteht im oder durch Leiden. Da ist Geduld mit oder gegenüber Gegnern oder Angreifern. Da ist Geduld unter [[Bedrängnis]]. Wir sprechen nicht von Geduld im bezug auf [[Hitze]] oder [[Kälte]] oder [[Hunger]].&lt;br /&gt;
Geduld beinhaltet stilles Durchhaltevermögen oder Nachsicht unter [[Not]], [[Schmerz]], [[Verletzung]], [[Beleidigung]], [[Ungewissheit]], [[Unglück]], [[Provokation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geduldiger Mensch weist einen gefassten und unerschütterlichen [[Charakter]] auf. Er besitzt Durchhaltevermögen ohne Murren oder schlechter [[Laune]], ohne Nachtragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist auch die Leistung oder die Eigenschaft, ohne [[Unmut]] auf [[Gerechtigkeit]] zu warten bzw. mit dem Guten zu rechnen. &lt;br /&gt;
Ein geduldiger Mensch ist nicht vorschnell. Er ist nicht übereifrig oder unüberlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Buddhismus]]&lt;br /&gt;
*[[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
*[[Langmut]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Besonnenheit&amp;diff=25970</id>
		<title>Besonnenheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Besonnenheit&amp;diff=25970"/>
		<updated>2012-06-09T03:30:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Besonnenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Besonnenheit&#039;&#039;&#039; ist die [[Fähigkeit]] ruhig abzuwägen und nicht vorschnell Schlüsse zu ziehen und zu handeln. Besonnenheit verhindert Handlungen, die man anschließend bereut. Idealerweise gibt es in einer menschlichen [[Gemeinschaft]] besonnenere und spontanere Menschen. Die spontanen Menschen sorgen für neue [[Energie]] und [[Kreativität]]. Die besonneneren Menschen sorgen dafür, dass nicht übereilt gehandelt wird. Oft ist gerade bei äußerer [[Gefahr]] und vermeintlicher [[Kränkung]] und [[Unrecht]], bei wahrgenommener [[Bedrohung]] Besonnenheit das was [[Schlimmes]] verhindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Besonnenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Consideration&#039;&#039;. Dieser [[Ausdruck]] bedeutet neben Besonnenheit auch [[Rücksichtsnahme]], [[Bedachtsamkeit]], [[Einfühlungsvermögen]], [[Abwägung]], [[Überlegung]], [[Hineinversetzen]] in jemand anderes. Sei dir also bewusst, dass manches, was unten unter &amp;quot;Besonnenheit&amp;quot; erscheint, sich auf das englische Wort &amp;quot;Consideration&amp;quot; bezieht - wie es in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in [[Indien]] verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Besonnenheit?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat, die Besonnenheit ein wunderschöne [[Tugend]]. Ein besonnener Mensch wird in allen seinen [[Unternehmung]]en [[Erfolg]] erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonnenheit ist der [[Nährboden]], auf dem [[Weisheit]] gedeiht. Pflege daher diese [[Tugend]] in größtmöglichem Maße.&lt;br /&gt;
[[Missachtung]], [[Ignoranz]], Übersehen, [[Gleichgültigkeit]], [[Geringschätzigkeit]] und [[Achtlosigkeit]] sind der [[Gegensatz]] zu Besonnenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gedankenloser und geschwätziger Mensch, der ziellos spricht, verfängt sich im [[Netz]] der [[Unsinnigkeit]] seiner Worte.&lt;br /&gt;
In Besonnenheit gibt es durchdachte [[Überlegung]], da gibt es ersthafte [[Erwägung]]. Du bedenkst eine Sache zuerst genau und entscheidest dann. Du denkst darüber nach, überlegst genau, bedenkst, schenkst ihr eingehende [[Aufmerksamkeit]], sinnst nach, prüfst, wägst ab, du betrachtest genau und sorgfältig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunst, eine Sache zu betrachten und zu begutachten, ist Besonnenheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische [[Ursache]]n kommen  in dem [[Verhältnis]] in Betracht wie die [[Entwicklung]] deines [[Wissen]]s voranschreitet. Gläubige Menschen erachten das [[Gewissen]] wichtiger als Wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Besonnenheit===&lt;br /&gt;
*Zieh die Folgen deiner voreilig getroffenen Entscheidung in Betracht.&lt;br /&gt;
*Denke besonnen.&lt;br /&gt;
*Handle überlegt.&lt;br /&gt;
*Habe [[Rücksicht]], [[Respekt]] und [[Hochachtung]] vor den [[Gefühl]]en anderer. Berücksichtige die Tugenden anderer.&lt;br /&gt;
*Wäge deine Worte bevor du sie äußerst.&lt;br /&gt;
*Bedenke genau jeden [[Schritt]], den du tust.&lt;br /&gt;
*Stürze dich nicht plötzlich in eine Handlung. Berücksichtige die [[Folge]]n genau und handle dann. Dann allein wirst du nicht bereuen, du wirst nichts bedauern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gedankenloser Mensch, der seine Sprachwerkzeuge nicht unter [[Kontrolle]] hat, spricht ziellos ohne Besonnenheit, am [[Ende]] wird er über den [[Leichtsinn]] weinen. Er beschämt und blamiert sich. Sei daher zu jeder Zeit besonnen bei allen [[Gelegenheit]]en.&lt;br /&gt;
O Mensch! Horche auf die Stimme der Besonnenheit und werde weise. Sie wird dich führen und dir den Weg zu [[Sicherheit]], [[Geborgenheit]], [[Weisheit]], [[Wahrheit]], [[Frieden]], [[Unsterblichkeit]] und [[Glückseligkeit]] weisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Beständigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25968</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25968"/>
		<updated>2012-06-09T03:17:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Drei Formen der Geduld */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Buddhistische Unterweisungen zur Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, frei formuliert von Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachteile und Vorteile von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Essenz von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Drei Formen der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Geduld gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
*die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
*Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Merkmale der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Wirkung der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Geduld im Annehmen von Leid====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickeln von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Veranlagung zu Geduld mag da sein. Auch durch Erziehung und Erfahrungen in Kindheit und Jugend wird Geduld entwickelt - oder auch nicht. Menschen werden im Lauf des Lebens meist geduldiger. Es ist auch möglich, Geduld bewusst zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung====&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt. Wir können Geduld entwickeln durch folgende Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde dir der folgenden Dinge bewusst - dann wirst du Geduld entwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Verstärken der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Reinigen der Geduld====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25966</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25966"/>
		<updated>2012-06-09T03:13:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Nachteile und Vorteile von Geduld */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Buddhistische Unterweisungen zur Geduld==&lt;br /&gt;
===Nachteile und Vorteile von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Essenz von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es gibt drei Formen der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Geduld gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
*die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
*Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Merkmale der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickeln von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Veranlagung zu Geduld mag da sein. Auch durch Erziehung und Erfahrungen in Kindheit und Jugend wird Geduld entwickelt - oder auch nicht. Menschen werden im Lauf des Lebens meist geduldiger. Es ist auch möglich, Geduld bewusst zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung====&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt. Wir können Geduld entwickeln durch folgende Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde dir der folgenden Dinge bewusst - dann wirst du Geduld entwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Geduld im Annehmen von Leid&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Verstärken der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Reinigen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Wirkung der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch meinem Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, &lt;br /&gt;
Frei formuliert, Rechtschreibfehler entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25965</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25965"/>
		<updated>2012-06-09T03:11:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nachteile und Vorteile von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Essenz von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es gibt drei Formen der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Geduld gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
*die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
*Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Merkmale der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickeln von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Veranlagung zu Geduld mag da sein. Auch durch Erziehung und Erfahrungen in Kindheit und Jugend wird Geduld entwickelt - oder auch nicht. Menschen werden im Lauf des Lebens meist geduldiger. Es ist auch möglich, Geduld bewusst zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung====&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt. Wir können Geduld entwickeln durch folgende Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde dir der folgenden Dinge bewusst - dann wirst du Geduld entwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Geduld im Annehmen von Leid&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Verstärken der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Reinigen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Wirkung der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch meinem Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, &lt;br /&gt;
Frei formuliert, Rechtschreibfehler entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25964</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25964"/>
		<updated>2012-06-09T03:09:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nachteile und Vorteile von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Essenz von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es gibt drei Formen der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Geduld gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
*die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
*Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Merkmale der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickeln von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Veranlagung zu Geduld mag da sein. Auch durch Erziehung und Erfahrungen in Kindheit und Jugend wird Geduld entwickelt - oder auch nicht. Menschen werden im Lauf des Lebens meist geduldiger. Es ist auch möglich, Geduld bewusst zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung====&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt. Wir können Geduld entwickeln durch folgende Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde dir der folgenden Dinge bewusst - dann wirst du Geduld entwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Geduld im Annehmen von Leid&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Verstärken der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Reinigen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Wirkung der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch meinem Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, &lt;br /&gt;
Frei formuliert, Rechtschreibfehler entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25963</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25963"/>
		<updated>2012-06-09T03:09:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Nachteile und Vorteile von Geduld */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nachteile und Vorteile von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Essenz von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Es gibt drei Formen der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*die Geduld gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
*die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
*Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Merkmale der Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickeln von Geduld===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse Veranlagung zu Geduld mag da sein. Auch durch Erziehung und Erfahrungen in Kindheit und Jugend wird Geduld entwickelt - oder auch nicht. Menschen werden im Lauf des Lebens meist geduldiger. Es ist auch möglich, Geduld bewusst zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Entwicklung der Geduld durch einsichtsvolle Betrachtung====&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt. Wir können Geduld entwickeln durch folgende Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde dir der folgenden Dinge bewusst - dann wirst du Geduld entwickeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Geduld im Annehmen von Leid&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Verstärken der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Reinigen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Wirkung der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch meinem Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, &lt;br /&gt;
Frei formuliert, Rechtschreibfehler entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25962</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25962"/>
		<updated>2012-06-09T03:00:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;&#039;&#039;&#039;ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld steht in Zusammenhang mit [[Besonnenheit]], [[Standhaftigkeit]], [[Vergebung]], [[Sanftmut]].   Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass Geduld einher geht mit Entschlossenheit, Aktivität, Durchsetzungsvermögen und Spontanität. Manche Menschen verkörpern mehr die Geduld, andere mehr die [[Spontanität]], wieder andere mehr die [[Entschlossenheit]]. Ein geduldiger Mensch kann entweder selbst auch Durchsetzungsvermögen und Spontanität in sich entwickeln, oder sich umgeben mit Menschen, die kreativer und durchsetzungsstärker sind. Im Team sind [[Kreativität]], Spontanität, Entschlossenheit und Geduld unschlagbar. Der Sanskritname für Geduld ist [[Kshanti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nachteile und Vorteile von Geduld==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und [[Zorn]] in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Essenz von Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Gliederung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt drei Formen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Geduld Gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Merkmale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld Gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Ansichten für das Entwickeln von Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, &lt;br /&gt;
daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld&lt;br /&gt;
freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Geduld im Annehmen von Leid&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Verstärken der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Reinigen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Wirkung der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch meinem Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, &lt;br /&gt;
Frei formuliert, Rechtschreibfehler entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25961</id>
		<title>Geduld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Geduld&amp;diff=25961"/>
		<updated>2012-06-09T02:53:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geduld&amp;quot;, [[Kshanti]], ist die Fähigkeit, Dinge zu initiieren und dann abzuwarten. Geduld heißt auch, widrige Lebensumstände zu dulden. Geduld mit anderen heißt, sie so zu nehmen wie sie sind und ihnen Zeit für Entwicklung zu geben. Mit Geduld kann man auch mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten umgehen. Geduld ist eine Tugend, die man entwickeln kann. Andererseits kann zuviel Geduld verhindern, dass man aktiv wird und gestaltet. So ist es wichtig, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachteile und Vorteile&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es uns an &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  mangelt, werden [[Ärger]] und Zorn in uns entstehen, auch wenn wir Hingabe und Disziplin besitzen. &lt;br /&gt;
Und ein einziger Augenblick von Zorn kann alles Positive vernichten, das über lange [[Zeit]] durch Freigebigkeit, [[Disziplin]] und dergleichen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nicht in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  üben, können unsere Gefühle leicht aufgewühlt werden und dadurch können wir die Situation, in der wir uns befinden, nicht so gut einschätzen; so dass das erkennen von [[Glück]], [[Freude]], [[Frieden]] kaum möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freunde]] und [[familie|Verwandte]], mit denen wir glücklich und in Frieden lebten, können uns nicht mehr verstehen, &lt;br /&gt;
auch wenn wir es wieder gut machen möchten, glauben sie uns nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mangelnde &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  zornig zu werden, bringt andere auch zornig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;  sind die andern Tugenden, die zur Klarheit führen, mangelhaft und wir können die höchst geistigen Erkenntnisse nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Übel ist wie Zorn und keine Stärke wie  &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;. Daher üben Yogis und Bodhisattvas ernsthaft mit allen Mitteln in &#039;&#039;Geduld&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &#039;&#039;geduld&#039;&#039;ig ist, erlangt die vortreffliche Erkenntnis des immer währenden Glücks und [[Santosha|Zufriedenheit]] im Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entschlossen den Ärger mit dem Bewusstsein erkennt und befriedet, ist jetzt - und später glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Erkenntnis wird erlangt, wenn Ärger als der [[Tao|Weg]] erkannt wird &lt;br /&gt;
- der nicht zu Befreiung führt und damit auch zu höchsten Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Essenz von Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Essenz von &#039;&#039;Geduld&#039;&#039; ist, durch nichts aus der [[Ruhe]] gebracht zu werden, &lt;br /&gt;
daher ist der Geist frei von streben nach persönlichem Vorteil und ist voller Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Gliederung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt drei Formen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Geduld Gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen, entsteht aus dem untersuchen der Wesen die uns Leid Zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Geduld im annehmen von Leid, das  ohne das Zutun anderer auftaucht, entsteht durch das Untersuchen der Natur von Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld im Streben nach Verwirklichung der höchsten Erkenntnis, entsteht durch das einführender Untersuchen der Phänomene in der Natur des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Formen der Geduld gehören zu relative Ebene, die dritte zur höchsten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Merkmale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld Gleichmütig zu bleiben bei Leid, das uns andere zufügen.&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichmütige Geduld ist, geduldig zubleiben, wenn wir oder unsere Angehörige beleidigt, beschimpft, bloßgestellt oder geschlagen werden, &lt;br /&gt;
wenn andere unsere Wünsche vereiteln und dergleichen unangenehme Dinge passieren. &lt;br /&gt;
Was bedeutet hierbei Geduld? Sich nicht aufzuregen, Leid nicht zurückzuzahlen und unter keinem Umständen Ärger festzuhalten &lt;br /&gt;
– das bedeutet Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Ansichten für das Entwickeln von Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können Geduld entwickeln, indem wir beherzigen, daß diejenigen, die uns Leid zufügen, unfrei und nicht glücklich sind,&lt;br /&gt;
daß unser handeln aus [[ego|Selbstwillen]] verantwortlich ist für unser Leid. Und daß unser Körper und unser Geist verantwortlich sind, &lt;br /&gt;
daß es in solchen Situationen, diejenigen, die uns Leid zufügen, uns einen großen Dienst der Güte uns erweisen, das die Praxis von Geduld&lt;br /&gt;
freudevoll nutzen für die Höchste Erkenntnis entstehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der Unfreiheit jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund von Hass sind wir nicht mehr Herr über das Bewusstsein. Dadurch können sie nicht verhindern, &lt;br /&gt;
daß Abneigung durch die Begegnung mit etwas Unangenehmen in ihnen entsteht. &lt;br /&gt;
Da sie selbst also unfrei sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf das von ihnen zugefügte Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen sind unter dem Einfluss von etwas anderem und unter diesen Einfluss sind sie selbst machtlos. &lt;br /&gt;
Wenn wir das verstehen, werden wir uns nicht mehr wie eine Schlange über alles aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser [[Karma]] verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alles was wir jetzt an Unangenehmen erfahren ist die Folge ähnlicher Handlung unsererseits. &lt;br /&gt;
Da eigentlich unsere eigenen schädlichen Handlungen verantwortlich sind, ist es nicht gerechtfertigt, auf zugefügtes Leid mit Vergeltung zu zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir früher Lebewesen ähnliches Leid zugefügt haben, ist es begreiflich, daß wir dementsprechend Leid nun selbst erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Körper verantwortlich ist&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn es diesen Körper nicht gäbe, wäre es gar nicht möglich, daß ihm andere schaden könnten. &lt;br /&gt;
Da Schmerzen nur entstehen können, weil wir diesen Körper haben, ist es nicht gerechtfertigt, uns zugefügtes Leid mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Waffe und der [[Leib|Körper]] sind Voraussetzungen für Leid, auf wenn sollen wir da Böse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, daß unser Geist verantwortlich ist&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bewusstsein hat einen verletzbaren, empfindlichen Körper angenommen, der Schmerzen erleiden kann. &lt;br /&gt;
Für  den ist unser Bewusstsein Verantwortlich und aus diesem Grund ist es nicht gut, auf von anderen uns zugefügtes Leiden mit Vergeltung zu antworten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Da wir es waren, der diesen Körper angenommen haben, auf wenn sollen wir denn zornig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, daß es keinen Unschuldigen gibt&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Verblendung tut der eine Negatives, ein anderer wird zornig aus Verblendung. &lt;br /&gt;
Keiner von beiden ist frei von Fehlern, wie soll es da einen Unschuldigen geben.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir vermeiden Fehler durch das Üben von Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, der Nützlichkeit der Widersacher&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank anderer, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir Geduld üben. &lt;br /&gt;
Durch [[Abhyasa|Üben]] von Geduld, wird unsere Negativität gereinigt. &lt;br /&gt;
Indem unsere Negativität gereinigt wird, vervollständigen wir unsere Sammlung und erlangen die höchste Erkenntnis. &lt;br /&gt;
Diejenigen, die uns Schwierigkeiten bereiten, sind von großem Nutzen, daher üben wir Geduld mit ihnen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Indem wir Geduld mit denjenigen üben, reinigen wir unser Bewusstsein von Negativität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung der großen Güte derer, die uns Probleme machen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne die befreiende Qualität der Geduld können wir nicht die höchste Erkenntnis Verwirklichen. &lt;br /&gt;
Und ohne die, die uns Schwierigkeiten bereiten, können wir keine Geduld üben. &lt;br /&gt;
Da die, die uns Schwierigkeiten machen, gütige Helfer sind in unserer Yoga- und Dharmapraxis, üben wir Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Wir sollten uns freuen, Feinde zu haben, denn sie helfen uns, tugendhaftes Verhalten zu [[Abhyasa|üben]]. &lt;br /&gt;
Dank ihrer können wir Geduld praktizieren und so sollten die Wirkung derer, &lt;br /&gt;
zuallererst zu gute kommen, denn sie sind die Quelle unserer Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Die Betrachtung, wie unsere Geduld die Buddhas und Götter erfreut&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was wären wir ohne die Hilfe, der unerschütterlichen Helfer, ihnen gebührt unser Dank,&lt;br /&gt;
die unermessliche Hingabe bewirken, gebührt Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Betrachtung, welch großer Nutzen durch Geduld entsteht&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem wir die Wesen immer wieder glücklich machen, erlangen wir die Höchste Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Geduld üben durch das Bewusst werden von fünf Dingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen, die uns Leid zufügen, sind unsere nächsten Angehörigen&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter den Wesen, die uns Leid zufügen, waren sie uns Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Lehrer. &lt;br /&gt;
Und die Güte, die wir von ihnen erfahren haben ist unschätzbar. &lt;br /&gt;
Aus diesem Grund sollten wir liebende Geduld mit ihnen üben, wenn sie uns Leid zufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind eine Abfolge von Karma&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die, die uns Schwierigkeiten machen, sind Ausdruck des Zusammentreffens momentaner Bedingungen. &lt;br /&gt;
Sie sind nichts als Wahrnehmungen in unserem Geist, Phänomene. &lt;br /&gt;
Die uns schlagen, provozieren oder unsere Fehler bloßstellen, existieren von daher gar nicht als ein Bewusstsein, &lt;br /&gt;
konkretes Wesen, Persönlichkeit oder als Individuum. Daher bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, sind vergänglich&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lebewesen sind dem ständigen Wandel unterworfen und daher dem Tod. &lt;br /&gt;
Ihnen das Leben zu nehmen, ist das Schlimmste was sie erfahren können, und der Tod setzt ihrem Leben letztendlich auf natürliche Weise ein Ende. &lt;br /&gt;
Daher bedenken wir, wie unangebracht es ist, Lebewesen zu töten, und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen die uns Leid zufügen, leiden selbst&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle Wesen sind unterschiedlichen Arten von Leiden unterworfen. &lt;br /&gt;
Wir besinnen uns darauf: &lt;br /&gt;
Wir sollten ihnen helfen - sich daraus zu befreien und ihrem Leid kein weiteres hinzufügen, &lt;br /&gt;
so entwickeln wir ein Bewusstsein für ihr Leid und entwickeln Geduld in Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;i&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Das völlige annehmen jener, die uns Leid zufügen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir sollten Mitgefühl entwickeln: Wir entwickeln den Erkenntnisgeist, und sollten daher auf das Wohlergehen der Wesen ausgerichtet sein. &lt;br /&gt;
Wir sollten uns aller Wesen vollständig annehmen, so als wären sie unsere spirituellen Freunde. &lt;br /&gt;
Nehmen wir sie vollständig derart  an,  ist es absurd, ihnen etwas heimzuzahlen. Bedenken wir dies und üben uns in Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Geduld im Annehmen von Leid&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Geduld ist eine Einstellung von Freude im Annehmen von allem Ungemach, &lt;br /&gt;
das beim Verwirklichen der höchsten Erkenntnis entsteht, ohne sich je zu beklagen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Die Leiden, die wir für das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis zu ertragen haben, sind begrenzt. &lt;br /&gt;
Sie sind wie die Leiden einer Operation, die eine schmerzhafte, innere Krankheit beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Schwierigkeiten der Yogapraxis auf uns nehmen, besiegen wir die Armeen des Daseinskreislaufes. &lt;br /&gt;
Wir bezwingen unsere eigene emotionale Verblendung und erlangen tiefes Vertrauen auf dem spirituellen Weg. &lt;br /&gt;
Das bedeutet: Diejenigen, die  aus ihrem und dem Leid der anderen Mitgefühl entstehen lassen, sind wahre [[Held]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geduld des Strebens nach Gewissheit über den Weg der höchsten Erkenntnis&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Geduld zu erlangen durch das Streben nach höchster Erkenntnis im Rückblick auf die Existenz, &lt;br /&gt;
diese wird dadurch frei von den beiden Arten der Bewusstseinsschleier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Verstärken der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verstärken der Geduld geschieht, so wie bei Hingabe beschrieben ist, durch [[Achtsamkeit|achtsames]] Gewahrsein, [[Weisheit]] und Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Das Reinigen der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reinigen der Geduld wird, wie in der Hingabe beschrieben ist, durch Weisheit und Mitgefühl bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Die Wirkung der Geduld&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Geduld ist zweifach, das vorläufige und das letztendliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorläufige Wirkung ist, das wir – in allen künftigen Leben eine schöne äußere Erscheinung haben, &lt;br /&gt;
gesund sind, Ansehen genießen, lange leben und höchste Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Solange wir noch im Kreis der Geburt weilen, bewirkt Geduld Schönheit, Gesundheit, &lt;br /&gt;
guten Ruf und ähnliches, wodurch wir lange leben und das große Glück der höchsten Erkenntnis erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letztendliche Wirkung ist das Verwirklichen der höchsten Erkenntnis.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Grenzenlose, unermessliche Geduld bringt die Wirkung der höchsten Erkenntnis und ihre Verwirklichung zutage. &lt;br /&gt;
Diejenigen die sich in Geduld üben, erlangen die höchste Erkenntnis und ihre Verwirklichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterweisungen durch Meister Gampopa, durch meinem Lehrer Mönch Garchen Rinpoche, &lt;br /&gt;
Frei formuliert, Rechtschreibfehler entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tri Ratna Dharmadhatu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. von... Hari Om: Geduld auch sich selbst gegenüber... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tratsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diverses]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Not&amp;diff=25960</id>
		<title>Not</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Not&amp;diff=25960"/>
		<updated>2012-06-08T19:34:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Not - Artikel aus der Feder von Swami Sivananda */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Not&#039;&#039;&#039; ist eine [[Zwangslage]], in der man [[Hilfe]] benötigt. Not steht auch für [[Widrigkeit]], schwierige Umstände, [[Sorge]]n und [[Problem]]e. In der Not erkennt man seine wahren [[Freund]]e. In der Not kann sich der [[spirituell]]e Aspirant an [[Gott]] wenden. In Notsituationen kann man wachsen: Man lernt [[Hilfe]] anzunehmen, zu erbitten oder gar einzufordern. Und man kann lernen, sein [[Schicksal]] selbst in die [[Hand]] zu nehmen. Es ist [[Aufgabe]] des [[Staat]]es, der [[Gesellschaft]] und jedes einzelnen, die Not der [[Mensch]]en zu lindern. Die [[Qualität]] eines [[Gemeinwesen]]s, einer [[Gemeinschaft]], bemisst sich auch daran, wie sie mit den Nöten anderer umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Not - Artikel aus der Feder von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]] schreibt im Buch &amp;quot;How to cultivate Virtues&amp;quot; ein ganzes [[Kapitel]] über &#039;&#039;Adversity&#039;&#039;. Das englische Word Adversity heißt Not, [[Elend]], [[Missgeschick]], [[Schaden]], [[Ungemach]], [[Widrigkeit]]. Es hat also eine etwas andere [[Bedeutung]] als das deutsche Wort &amp;quot;Not&amp;quot;. Halte das im [[Hinterkopf]] wenn du den unteren Text liest. Überall da, wo das Wort Not steht, steht im Englischen &amp;quot;Adversity&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Not?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not stellt eine widrige [[Lebenslage]] dar. Es kann sich um [[Krankheit]] oder [[Unglück]] oder [[Unheil]] handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not ist ein Seinszustand oder eine [[Lage]], die gekennzeichnet ist durch unpassende, belästigende [[Lebensverhältnis]]se, schwere [[Belastung]]en oder Krankheit. Es ist das Gegenteil von [[Wohlstand]]. Not ist ein Ereignis oder eine Serie von Ereignissen, die dem [[Erfolg]] oder Wünschen entgegenstehen. Es ist ein Seinszustand von [[Unglück]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Not kann auch nützlich sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not erwiest sich im Nachhinein oft als [[Segen]]: Es ist [[Glück]] im Unglück. Süß sind die [[Nutzen]] der Not. Sie stärkt die [[Willenskraft]], das [[Durchhaltevermögen]] und wandelt den [[Geist]] mehr und mehr zu [[Gott]]. Sie erzieht zur Sachlichkeit oder [[Vairagya]] im [[Herz]]en. Es ist der erstbeste [[Weg]] zur [[Wahrheit]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Not ist eine [[Tugend]]. Es macht die [[Faule]]n fleißig. Es fördert die [[Fähigkeit]]en der Klugen. Es führt den [[Mensch]]en zur [[Notwendigkeit]] seine Fähigkeit zu testen. Es hat lockt Können, das im glücklichen Seinszustand schlummert, hervorzurufen.&lt;br /&gt;
Es ist einfach sich im [[Sonnenschein]] des Wohlstandes zu aalen. Die entscheidende [[Prüfung]] ist dein Verhalten unter harten Umständen und bei Widrigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umgang mit Not und widrigen Lebenslagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mache keine trauriges [[Gesicht]], wenn du in widrigen Lebenslagen bist. Lächle. Lache. Sei glücklich. Schöpfe daraus [[Kraft]] und [[Stärke]]. Singe [[Rama]], Rama, Rama. Singe [[Om,]] Om, Om. Es gibt eine [[Speicher]] von [[Kraft]] und [[Wissen]] und [[Seligkeit]] in der [[Seele]], im [[Atman]]. Spüre es. Erfasse es. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ruhiger [[Ozean]] hat niemals einen geschickten Schiffskapitän oder Admiral hervorgebracht. Die Stürme der Not wecken die Fähigkeiten und [[Talent]]e des Einzelnen und erzeugen Klugheit, Wissen, Stärke, Mut, [[Geduld]] und [[Ausdauer]]. Not bringt auf [[Gedanke]]n, macht erfinderisch und entdeckend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du in Wohlstand lebst, hast du unzählige [[Freund]]e, aber wenn du Not bist, verlassen sie dich. Not ist die einzige [[Waage]], um Freunde zu messen. Wohlstand stellt kein Maßstab dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du wirst viele [[Lektion]]en lernen während der Not. Not wird dich prägen. Sie ist dein großer [[Lehrer]]. Sie ist der beste und strengste [[Erzieher]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Menschen und Heilige haben sich bewährt, geschmolzen, poliert und sich verherrlicht. &lt;br /&gt;
Not ist höchst dienlich. Weine nicht, wenn du in widrigen Lebensumständen Bist. Not stärkt die [[Nerv]]en und schärft dein Können. &lt;br /&gt;
Schmerzlicher [[Verlust]], Unglück, [[Unheil]], Elend, [[Verzweiflung]], schweres Schicksal, [[Pech]] sind mit Not gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
Jeder beträchtliche [[Enttäuschung]], jeder [[Fehlschlag]], jedes Unglück wie des [[Verlust]] des Vermögens, der Stellung und desgleichen erzeugt Not. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Verlust]] von Freunden oder Verwandten durch [[Tod]] bezeichnen wir im Allgemeinen als [[Trauerfall]].&lt;br /&gt;
Unglück oder [[Unheil]] bezeichnen plötzliche oder harte Unglücksfälle, die oft überwältigen: schweres Schicksal und Unglück treffen härter als einfache Schwierigkeiten und Störungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen von der [[Mühsal]] der Armen, dem [[Elend]] der Soldaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Segen, [[Wohltat]], [[Freude]], Wohlstand und Erfolg sind das [[Gegenteil]] von Not. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shakespear über Not===&lt;br /&gt;
In den Shakespears Theaterstück wirst du den Satz finden „Süß ist der Nutzen von Missgeschicken, welche wie die [[Kröte]] sind, hässlich und giftig, tragen doch ein [[kostbares]] Juwel in ihrem [[Kopf]]“.  Das Beste in dieser [[Welt]] ist [[Schmerz]] oder Not. Besonders während des Schmerzes erinnert sich der Mensch an Gott. Schmerz ist ein [[Augenöffner]]. Die [[Suche]] nach Gott beginnt oft im Leiden. Der Ausgangspunkt der [[Philosophie]] ist oft Leiden und Tod. Wenn es keinen Schmerz in der [[Welt]] gäbe, würde der Mensch vielleicht nicht den Versuch unternehmen, nach [[Befreiung]] ([[Moksha]])  zu streben. Er wäre mit dem irdischen Leben zufrieden. Sobald er versucht, Schmerz zu beseitigen, stößt er auf die [[Wahrheit]] oder die absolute Heimstatt des [[Friede]]ns, [[Parama]]-[[Dhama]], die höchste (Parama) Zuflucht (Dhama). Er beginnt zu beten, [[Mantra]]s zu wiederholen ([[Japa]]) , übt [[Nächstenliebe]], selbstlosen [[Dienst]], studiert religiöse [[Schriften]], etc. [[Bhakata]]s  beten zu Gott „Oh Gott! Gib uns [[Leiden]], damit wir uns stets deiner erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin [[Kunti ]] betete zu Krisnha ”He [[Prabhu]], lass mich stets Not leiden, damit mein [[Geist]] immer mir auf deine [[Lotusfüße]] gerichtet ist.“ Not entwickelt Stärke, Durchhaltevermögen und Willenskraft. Not entwickelt seelische Kraft und Nachsichtigkeit. Not erweicht ein steinernes Herz und flößt Hingabe zu Gott ein. Not ist die [[Maske]], ein göttlicher [[Segen]]. Sei nicht ängstlich, wenn du in widrigen Umständen gerätst. Not hat ihre eigenen [[Tugend]]en. Menschen stiegen zu [[Macht]] und hoher [[Stellung]] durch widrige Lebensumstände auf. Not bewirkt dass ein Mensch hart fällt. Der selige Sir. T. Muthuswami Iyer, Präsident des Obersten Gerichts in [[Madras]], befand sich in nachteiligen Lebensverhältnissen. Er musste nachts unter einer städtischen Straßenlaterne studieren. All die [[Prophet]]en, [[Heilige]]n, [[Fakir]]e, [[Bhakti]]s und [[Yogi]]s von einst mussten schwer kämpfen. [[Sankara]], [[Jnanadev]], [[Rama Tirtha]] und [[Tukaram]] sind alle wegen ihrer [[Notlage]] hoch begünstigt gewesen. Sie hätten niemals die Größe und herrliche geistige Höhen erlangt, wenn sie in [[Luxus]] gelebt hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society, Sivananda Ashram Rishikesh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Karma]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstverantwortung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Zufriedenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Entschlossenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Kühnheit]]&lt;br /&gt;
*[[Leichtsinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schicksal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25958</id>
		<title>Brihadaranyaka Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25958"/>
		<updated>2012-06-08T15:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Brihadaranyaka Upanishad&#039;&#039;&#039; ist eine der älteren, der ursprünglichen Upanishaden. Sie entstammt dem Shukla [[Yajurveda]]. Sie gehört zu den elf wichtigsten, den klassischen Upanishaden, die alle von [[Shankara]] kommentiert wurden. Die Brihadaranyaka Upanishad gehört zusammen mit der Chandogya Upanishad zu den längeren Upanishaden. Sie gehört zu den wichtigsten Grundlagen von [[Vedanta]], insbesondere von A[[dvaita Vedanta]]. Brihadaranyaka heißt &amp;quot;Wald, Wildnis&amp;quot;. Dies steht dafür, dass in der Brihadaranyaka Upanishad ein großer Wald des Wissens enthalten ist. Und es steht dafür, dass die Lehrreden der Brihadaranyaka Upanishad im Wald stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brihadaranyaka Upanishad wird Yajnavalkya zugeschrieben. Sie ist eine besonders philosophische Upanishade. Sie besteht aus 3 Teilen, [[Kanda]]s: &lt;br /&gt;
* In Madhu Kanda wird die die Einheit der individuellen Seele mit Atman bzw. der Kosmischen Seele, Brahman erläutert&lt;br /&gt;
* In Muni Kanda steht das Zwiegespräch zwischen dem Weisen Yajnavalkya und einer seiner beiden Frauen, Maitreyi&lt;br /&gt;
* Im Khila Kanda werden verschiedene Formen der Meditation und geheime Rituale beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Brihadaranyaka Upanishad wird die [[Neti Neti]] Lehre und Methode beschrieben. Neti heißt hier &amp;quot;nicht dies, nicht dies&amp;quot;: Na heißt nicht, Iti heißt dies: Das Selbst kann nicht beschränkt werden auf &amp;quot;dies&amp;quot;, sondern ist unbeschreiblich. Auch ein bekanntes Gedicht bzw. Gebet stammt aus der Brihadaranyaka Upanishad:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asato Ma Sat Gamaya&lt;br /&gt;
*Tamaso Ma Jyotir Gamaya&lt;br /&gt;
*Mrityor Maamritam Gamaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: &lt;br /&gt;
*Führe uns vom irrtümlichen [[Verständnis]] zur [[Erkenntnis]] der [[Wahrheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Dunkelheit]] [[Leid]] schaffender [[Verhaftung]]en zum reinen [[Licht]] freudevoller [[Unbedingtheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Identifikation]] mit dem Vergänglichen zur [[Verwirklichung]] des Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Essenz der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda hat die Brihadaranyaka Upanishad zusammengefasst. Er hat einige Verse ins Englische übersetzt, und andere Teile in eigene Worte in Versform gefasst. So bekommst du einen guten Überblick und Verständnis darüber, worum es in der Brihadaranyaka Upanishad geht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanti Mantra===&lt;br /&gt;
1. Das Ganze ist all „Dies“. Das Ganze ist all “Das”. Das Ganze wurde aus dem Ganzen geboren. Wenn das Ganze von dem Ganzen genommen wird, ist das, was bleibt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Om Frieden, [[Frieden]], Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yajnavalkya-Maitreyi Samvada - Das Zwiegespräch zwischen Yajnavalkya und seiner Frau Maitreyi===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. “[[Maitreyi]]”, sagte [[Yajnavalkya]], “Wahrlich, ich werde mein [[Haus]] verlassen und in den [[Wald]] gehen, um eine neue Phase meines [[Leben]]s einzuläuten. Dazu möchte ich meinen [[Besitz]] zwischen Dir und [[Katyayani]] aufteilen”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Maitreyi fragte: “Mein ehrwürdiger Herrscher, wenn die gesamte Welt mit all seinen Reichtümer mir gehören würde, könnte ich damit die [[Unsterblichkeit]] erreichen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. “Nein”, antwortete Yajnavalkya, “Dein Leben wäre dann zwar wie das Leben der reichen Leute, jedoch hättest dennoch damit keine Möglichkeit erhalten, die Unsterblichkeit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Maitreyi sagte: “Welchen Zweck hätte dann der gesamte [[Reichtum]], wenn ich damit keine Unsterblichkeit erreichen könnte? Nenne Du mir, oh verehrungswürdiger Herr, [[Weg]]e, von denen Du weißt, um die Unsterblichkeit zu Erlangen?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Yajnavalkya antwortete:  “Du bist mir lieb und deshalb setze Dich nieder, ich werde Dir die Wege zur Unsterblichkeit offenbaren.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. “Wahrlich nicht um Deines Ehemanns willens ist dieser Dir lieb, sondern um des [[Selbst]] willens ist dieser [[Ehemann]] Dir lieb.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. “Wahrlich nicht um des Universums willens ist dieses Dir lieb, sondern um des Selbst willens ist dieses [[Universum]] Dir lieb” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. “Wahrlich, das Selbst (Atman) ist das, was gesehen und gehört werden sollte. Über dieses Selbst sollte reflektiert und meditiert werden. Wenn jemand dieses Selbst sieht, hört und darüber reflektiert sowie meditiert – dann ist dies alles bekannt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. “Der [[Brahmane]] würde sich von einer Person abwenden, die die Brahmanen- Kaste als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Welt würde sich ebenso von einer [[Person]] abwenden, die die W[[e]]lt als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Bhramanen-Kaste, die Krieger-Kaste, diese Welten, die Götter, die Elemente, alles ist letztlich das Selbst” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. “Wenn eine [[Trommel]] geschlagen wird, kannst Du die einzelne Töne nicht unterscheiden, aber sie alle sind in dem gesamten Klang der Trommel enthalten, genauso wie die einzelnen Trommelschläge. Die einzelnen Töne selbst sind keine getrennte [[Erscheinung]] von dem [[Klang]]. Genau so gibt es keinerlei von dem reinen und intelligenten Selbst getrennte [[Existenz]]en. Alles ist in dem Selbst inherent und innewohnend. In jedem Ding gibt es eine innewohnende [[Intelligenz]]. Damit ist letzlich alles das Selbst allein. Alles sollte als nicht existent, falls vom Selbst oder der reinen Intelligenz getrennt, gesehen werden.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. “Wenn ein [[Muschelhorn]] geblasen wird oder eine Laute gespielt wird, kannst Du ebenfalls wieder nicht die einzelnen Töne unterscheiden. Aber diese einzelnen Töne sind alle in dem speziellen Klang des Muschelhorns, der Laute oder jedes anderen Musikinstrumentes enthalten. Die einzelnen Töne des Muschelhorns oder der Laute haben selbst keine Existenz, die getrennt von dem gesamten Klang des Muschelhorns oder der Laute. Genau so kann nichts als getrennt von dem Reinen, Intelligenten Selbst angesehen werden. Jedes Instrument, z.B. eine Trommel, ein Muschelhorn oder eine Laute hat seine speziellen einzelne Töne, und diese sind alle in dem jeweiligen Klang enthalten. Analog sind alle Objekte in dem Absoluten oder Bhraman enthalten und die Vielfalt der [[Gattung]]en und Einzelheiten sind nicht unterscheidbar von Ihm.“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
13. “So wie sich ein Klumpen [[Salz]] auflöst, wenn er in das [[Wasser]] geworfen wird, und nicht mehr aus dem Wasser herausgelöst werden kann (oder so die [[Wahrnehmung]] ist), wir aber immer den salzigen [[Geschmack]] dieses Wassers wahrnehmen können, genau so tut dies das Große [[Bewusstsein]], das Unendliche und das Unabhängige – es besteht aus nichts anderem als Bewusstsein selbst. Es entsteht aus diesen [[Elemente]]n und löst sich wieder in diese auf. Nach dem [[Tod]] gibt es kein [[Wissen]] mehr (es gibt auch kein objektives Bewußtsein mehr, wenn es keine [[Individualität]] mehr gibt)”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Maitreyi sagte: “Du hast mich verwirrt durch Deine Aussage: “Nach dem Tod gibt es kein Wissen mehr“ Und Yajnavalkya antwortete „Ich sage nichts, was verwirren soll. Da, wo es [[Dualität]] gibt, sieht der Eine das Andere, der Eine riecht das Andere, der Eine schmeckt das Andere, der Eine grüßt das Andere, der Eine spricht zu dem Anderen, der Eine hört den Anderen, der Eine denkt an den Anderen und der Eine kennt den Anderen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.”Aber, wenn das Selbst allein dies alles ist, wie soll dann der Eine das Andere sehen, wie soll er das Andere riechen, wie soll er es schmecken, wie soll er es grüßen, wie soll er mit ihm sprechen, wie soll er es hören und wie soll er von ihm wissen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. “Wie soll der Eine Ihn kennen, durch den der Eine all dies weiß” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. „ Dieses Selbst ist zu beschreiben als „Nicht-Dies“ und „Nicht-Das““.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
18. “Es ist nicht verstehbar, unvergänglich, ungebunden, frei und nicht an Schmerz oder Untergang gebunden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Innere Herrscher===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wie sollte man den Kenner kennen?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. [[Gautama]] fragte: “O Yajnavalkya, sag’ mir, wer ist der innere [[Herrscher]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Yajnavalkya antwortete: “Der, der in der [[Erde]] weilt und von dem die Erde nichts weiß, dessen Körper aus Erde ist und der von innen heraus über die Erde herrscht, das ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. “Der, der in dem Wasser weilt, der in dem [[Feuer]] weilt, im [[Himmel]], in der [[Luft]], in den Quartieren, im [[Mond]] und in den [[Sterne]]n, im [[Äther]], in der [[Dunkelheit]] und im [[Licht]]. Dessen Körper all dieses ist und der diese Dinge von innen heraus beherrscht, den jedoch diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. “Der, der in allen Wesen weilt und Ihnen innewohnt, den jedoch diese [[Wesen]] nicht erkennen und der doch diese Wesen von innen heraus beherrscht, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. “Der in dem [[Atem]] innewohnt, der [[Sprache]], dem [[Auge]], dem [[Ohr]], der [[Haut]], dem [[Wissen]] und der [[Saat]], den alle diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. “Ungesehen - sieht Er; ungehört - hört Er; ungedacht - denkt Er und Ungewußt - weiß Er” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. “Und es gibt keinen Seher als ihn, es gibt keinen Hörer als Ihn und es gibt keinen Wissenden als ihn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. “Und er ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. “Was auch immer unterschiedlich ist zu Ihm, ist vergänglich“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das unzerstörbare Wesen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. [[Gargi]] sagte: “Oh Yajnavalkya, das von dem Du sagst, das es oberhalb des Himmels und unterhalb der Erde ist, das sowohl Himmel als auch Erde umfasst, und das sowohl die [[Vergangenheit]], die [[Gegenwart]] und die [[Zukunft]] umfasst, sag‘ mir, wie ist aus (aus Kette und Schuss) gewebt?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Yajnavalkya antwortete: „Es ist im Ether gewebt“ ([[Akasha]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Gargi sagte: “Und aus was ist der Ether gewebt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Yajnavalkya antwortete: “Oh Gargi, die Brahmanen nennen dies das [[Akshara]] (das Unzerstörbare).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. “Es ist weder grob noch fein, es ist weder lang noch kurz, es ist weder rot noch weiß. Es ist nicht Schatten, es ist nicht Dunkelheit, es ist nicht Luft noch Ether. Es es ist ohne Haftung, ohne Geruch, ohne Geschmack, ohne Augen, ohne Ohren,ohne Geschwindigkeit, ohne Verstand/Geist, ohne Licht, ohne Atem, es hat keinen Mund und keine Öffnungen, es hat kein Ausmaß, es hat kein Innen und kein ohne. Es verbraucht nichts und nichts verbraucht es.”&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
33. „Durch die Herrschaft dieses Unzerstörbaren, sind die Sonne und der Mond getrennt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. “Durch die Herrschaft dieses [[Wesen]]s, stehen die Erde und der Himmel an ihren Plätzen” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. “Durch die Herrschaft dieses Wesens sind die Minuten, die [[Stunde]]n, die Tage und die Nächte, die [[Monat]]e, die [[Jahreszeit]]en und die [[Jahr]]e getrennt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, fließen einige der Flüsse nach [[Osten]] von den [[Schnee]] gedeckten [[Berg]]en und einige nach Westen sowie andere zu den Zielen, die für sie bestimmt sind“   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, lobpreisen [[Mensch]]en diejenigen, die geben, die [[Götter]] nehmen die [[Opfer]] wahr und [[Vorväter]] die [[Opfergabe]]n“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. “Derjenige, der unwissend über das Unzerstörbare ist, jedoch der Opfergaben dieser Welt bringt, der opferbereit ist, der die Götter anbetet und der [[Entbehrung]]en auf sich nimmt und selbst wenn er dies 1000 Jahre lang tut, dessen Werk wird ein Ende haben“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. “Derjenige, der ohne, daß er das Unzerstörbare kennt, diese Welt verläßt, wird erbärmlich”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40.”Aber derjenige, der diese Welt verläßt und das Unzerstörbare kennt, der ist ein wahrer Brahmane“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das leitende Licht===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. [[Janaka]] sagte: “Yajnavalkya, was ist das Licht dieser [[Purusha]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Yajnavalkya antwortete: “Die Sonne, oh König, denn durch die Sonne setzt sich der Mensch hin, es bewegt sich durch sie und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. “Und wenn die Sonne untergegangen ist, was ist dann das Licht der [[Menschheit]]?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. “Dann ist der Mond das Licht, denn durch das Licht des Mondes setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch es und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. “Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. “Dann ist das [[Feuer]] eben deren Licht, denn durch das Licht des Feuers, setzt sich der [[Mensch]] hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine [[Arbeit]] und geht dann nach Hause zurück.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. “Dann ist der [[Klang]] (die [[Sprache]]) das Licht der Menschheit, durch es setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Klangs und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück. Deshalb, wenn jemand nicht einmal seine eigene Hand vor Augen sehen kann, dann sucht er [[Zuflucht]], wo Klang ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist sowie auch kein Klang mehr existier, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. “Dann ist wahrlich das Selbst sein Licht. Dann durch das Licht seines Selbst setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. “Und was ist nun dieses [[Selbst]]?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. “Dies, welches im Herzen ist, umgeben von den Pranas, der Purusha, welches Licht ist und welches die Natur des Wissens ist”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. “Dies, welches gleich bleibt, wandert in den beiden Welten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. “Dies, welches war, denkt. Dieses, welches war, bewegt sich. In Träumen verläßt es diese Welt und die Arten des Todes, d.h. all das, was vergänglich ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. “Dieser Purusha, wenn er geboren wird, nimmt einen Körper an, und wird mit allen Übeln vereinigt. Wenn er den Köper verläßt und stirbt, läßt er alle diese [[Übel]] zurück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wachen und Träumen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. „Es gibt in zwei Zustände für jede [[Person]]: Einer ist hier in dieser Welt, und der andere ist in der anderen [[Welt]]. Und es gibt einen dritten Zustand dazwischen, der Zustand des Träumens.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57. “Wenn die Person schläft, dann nimmt sie die Eindrücke von dieser Welt mit. Wenn sie träumt, zerlegt sie selbst diese Eindrücke und setzt sie dann neu zusammen in ihrem eigenen Licht. In diesem Zustand ist Purusha dann selbst erleuchtet.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. “Es gibt dort keine Streitwagen, keine [[Pferd]]e, keine [[Weg]]e, aber die Person selbst erschafft diese Streitwagen, Pferde und Wege. Sie selbst ist der [[Schöpfer]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. “Ihre [[Spielwiese]] kann gesehen werden, sie selbst ist jedoch darauf nicht erkennbar. Deshalb: Lasst uns vorsichtig Träumende aufwecken, denn wenn die Person nicht richtig zurückkommt, kann es schwierig für sie werden, sich zurecht zu finden in dieser Welt.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
60. “Diese Person, nachdem sie die [[Wonne]] erfahren hat ([[Samprasada]], [[Tiefschlaf]]), und durchwandert und gesehen hat, was heilig und was sündenvoll ist, hastet dann zurück zu dem [[Platz]], von dem aus sie gestartet ist. Was auch immer sie gesehen haben mag, sie ist davon nicht geschädigt, da sie nicht daran verhaftet ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. “Diese Person, nachdem sie die Wonne im [[Wachzustand]] erfahren hat, diesen durchwandert und gesehen hat, was gut und böse ist, hastet dann zurück zu dem Traumzustand.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. “So wie sich ein großer [[Fisch]] zwischen den beiden Ufern eines Flusses, rechts und links, bewegt, so bewegt sich eine Person zwischen den beiden Zuständen – [[Traumzustand]]- und [[Wachzustand]].”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tiefschlaf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. “So wie ein [[Adler]], nachdem er durch die Lüfte geschwebt ist, müde wird und seine [[Flügel]] zusammenfaltet, damit er in seinen [[Adlerhorst]] zurückkehren kann, so kommt auch ein Mensch in den Tiefschlaf. Darin hat er keine Wünsche und er träumt keinen Traum.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64. “Es gibt in seinem Körper Venen, die Hita genannt werden. Sie sind so fein wie ein Tausendstel [[Haar]] und voller weißem, blauem, gelben, grünen und roten Saft” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65. “Dies ist seine wahre Natur, die frei von [[Verlangen]], von Sünde und [[Angst]] ist. Wenn er von dem intelligenten [[Selbst]] ([[Prajna]]) umarmt wird, weiß er nichts, ob innerhalb oder außerhalb von ihm ist. Dies ist seine wahre [[Natur]], in dieser sind alle [[Begehrlichkeit]]en erfüllt und das Selbst ist sein einziger Wunsch, in diesem gibt es keine weiteren Wünsche oder keinen [[Kummer]] mehr.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66. “Dann ist der Vater kein Vater, die Mutter ist keine Mutter und die Welten sind keine Welten mehr.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. “Er wird auch nicht mehr von Gut oder [[Böse]] berührt und er ist jenseits aller [[Sorge]]n seines [[Herz]]ens” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. “Wenn er im Tiefschlaf ist, weiß er es nicht, dennoch weiß er, denn Wissen ist unabhängig vom Wissenden, denn es ist unzerstörbar. Dennoch gibt es dann kein zweites Ding, denn es gibt nichts von ihm Getrenntes, das er wissen könnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. “Wie ein [[Ozean]] ist dieser eine Sehende, ohne irgendeine [[Dualität]]. Dies ist die Brahma-Welt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. “Dies ist sein höchstes Ziel, sein größter [[Erfolg]], seine höchste Welt und sein größtes Glück. Von diesem Glück genießen alle anderen Wesen nur einen Teil.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. “ Wenn der Körper schwach wird infolge von [[Alter]] oder [[Krankheit]], wird zu dieser [[Zeit]] die Person, nachdem sie sich von allen Teilen getrennt hat, zurückgehen zu dem [[Platz]], von dem sie gekommen ist und sie wird wieder ein neues Leben annehmen (auch um einen neuen Körper zu erhalten).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Phänomen des Todes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. “Wenn die Seele, nachdem sie in den Zustand der Wachheit gekommen ist, herab sinkt in den Zustand der [[Unbewußtheit]], dann ist dies so, wie es war, als sich die Organe und die Seele gefunden haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. “Nachdem die Seele die [[Organ]]e durchdrungen hat, und diese dann entsprechend strahlen, zieht sich die Seele in das Herz zurück.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. “Wenn die Purusha in das Auge zurückkehrt, dann ist die Seele nicht mehr in der [[Lage]], Farben (in welcher Form auch immer) wahrzunehmen. Sie ist zu jemandem geworden, der nicht mehr sieht.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
75. “Der Eingang zu dem Herz wird strahlend und durch dieses Licht verläßt die Seele den Körper, entweder durch ein Auge, durch den Schädel oder eine andere Stelle des Körpers.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
76. “Wenn die Seele geht, verschwindet auch das Leben aus dem Körper und alle Organe beginnen danach zu vergehen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. “Sie ist bewußt und sich dessen bewußt, und damit folgt und verschwindet sie. Danach nehmen Wissen und sein [[Werk]] sowie sein Wissen um das frühere Leben Besitz von der Seele.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. “Wie eine [[Raupe]], die einen neuen [[Panzer]] erhalten hat, nachdem sie den alten abgeworfen hat, danach wieder weiter krabbelt, so zieht sich das Selbst, sobald es einen Körper verlassen hat, und danach einen neuen Körper hat, wieder weiter“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79. “Ebenso wie ein Goldschmied, der ein Stück [[Gold]] nimmt und dieses in eine andere, neuere und schönere [[Form]] bringt, so macht dies auch das Selbst. Nachdem es einen Körper abgeworfen hat und den Zustand des Wissens erreicht hat, formt es einen neuen und schöneren Körper. Dieser ist geeignet für die Welt der Vorväter, oder der [[Gandharva]]s, oder der [[Deva]]s, oder der [[Prajapati]], oder für Brahmanen oder andere Wesensformen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. “Dieses Selbst ist in der Tat [[Brahman]], es besteht aus [[Wissen]], [[Geist]], [[Leben]], [[Auge]], [[Ohr]], [[Erde]], [[Wasser]], [[Luft]], Ether, Licht und Dunkelheit, Wunsch und [[Wunschlosigkeit]], [[Ärger]] und Nicht-Ärger, [[Stärke]] und Nicht-Stärke und alle anderen Dingen.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. “So wie nun ein Mensch ist, so wie dieses oder jenes, im Einklang damit ist, wie er handelt oder sich verhält, so wird er werden. Ein Mensch der guten Taten wird gut, ein Mensch der schlechten Taten wird schlecht.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. “So wie seine Wünsche, so wird seine Entschlossenheit, so wie sein Wille, so wird seine Tat, und so wie seine Tat, so wird sein Lohn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. “Er, der seinen Geist an weltliche Dinge geheftet hat, erhält durch seine [[Handlung]]en diese [[Objekt]]e. Und nachdem er diese weltlichen Dinge erreicht hat, wird er durch deren [[Besitz]] immer wieder in diese [[Welt]] der Handlungen zurückkommen.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. “Deshalb wandert der, der Wünsche hat, von der Welt und zu der Welt. Derjenige, der nicht wünscht, der keine Wünsche hat, der jenseits aller Wünsche ist, dessen Wünsche alle erfüllt sind, der nur das Selbst zu sein wünscht, dessen Lebensenergie verläßt die Welt nicht irgendwohin, sondern er geht in Brahman auf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. “So wie die abgelegte [[Haut]] einer [[Schlange]] selbst tot ist und auf einem [[Ameisenhügel]] liegt, so liegt der Körper, wenn er verlassen worden ist. Das unsterbliche Selbst hingegen ist Brahman, und es besteht nur aus Licht.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. „Sobald jemand das höhere Selbst versteht und sein eigenes Selbst darin erkennt, warum sollte er dann das Verlangen nach den Leiden eines Körpers haben und wozu?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87. “Er, der das Selbst gefunden und verstanden hat, er ist wahrlich der Schöpfer von allem, er ist der Herrscher über alles und sein ist die Welt, er ist das Nein und er selbst ist die Welt“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88. “Während wir auf dieser Welt sind, müssen wir Brahman kennen. Wenn wir ihn nicht kennen, ist dies ein großer [[Verlust]]. Die die Brahman kennen, erreichen die [[Unsterblichkeit]], während die anderen wahrlich [[Schmerz]]en erleiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. “Wenn eine [[Person]] sein eigenes Selbst als [[Gott]] erblickt, als den wahren Herrscher über alles, dann wird sie auch nicht mehr Angst haben.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90. “In Ihm gibt es keine [[Mannigfaltigkeit]] mehr. Und wer in Ihm noch [[Vielfalt]] sieht, geht weiterhin von Tod zu Tod.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. “Laß‘ den weisen Brahmana, nachdem er sein Selbst gefunden hat, [[Weisheit]] weitergeben. Laß‘ ihn nicht mehr viele Worte suchen, denn die Worte sind verwirrend.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. “Derjenige, der weiß, der seine Sinne gebändigt hat, der ruhig ist, der frei von Wünschen ist, der beständig ist, der im Geistigen ist, der sein selbst im Selbst hält, der sieht alles als das Selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. “[[Sünde]] überwältigt ihn nicht, er hat die Sünde bezwungen. Frei von Sünden, frei von [[Unreinheit]]en, frei von [[Zweifel]]n, wird er ein wahrer Brahmana.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. “Das Selbst ist großartig, ungeboren, die [[Stärke]] und die [[Quelle]] des Reichtums. Und der, der dies versteht, erlangt Reichtum.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. “Brahman ist wahrlich frei von [[Angst]], und der, der dies weiß, wird wahrlich der angstfreie Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===DA, DA, DA===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Die dreifaltige [[Brut]] des Prajapati; Devas (Götter), Menschen und [[Asura]]s ([[Dämon]]en) hausen als [[Brahmachari]]ns bei ihrem Vater, Prajapati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. Die Devas, nachdem sie ihre Studien beendet hatten, sagten zu Prajapati: „Nenne uns nun unsere Aufgabe“. Prajapati nannte ihnen die Silbe “Da” und danach “Habt Ihr dies verstanden?” Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Damyata]] sei selbstbeherrscht”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. “Dann fragten die Menschen: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Datta]] – Gib‘“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99. Dann fragten die Asuras: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Dayadhvam]] –sei gnädig”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. “Das Gleiche wird mit einer höheren [[Stimme]] wiederholt mit der Kraft des [[Donner]]s, nämlich die Silben Da, Da, Da, mit der Bedeutung „Seid selbstbeherrscht, gebt und seid gnädig“.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. „Deshalb laßt uns den Dreiklang aus Zurückhaltung, Großzügigkeit und Barmherzigkeit lernen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Swami Sivananda: Essence of Principle Upanishads, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram Rishikesh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*Upanishad&lt;br /&gt;
*Hinduismus&lt;br /&gt;
*Vedanta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* Vollständiger Text der  [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Brihadaranyaka8.htm Brihadaranyaka Upanishad] in der Übersetzung von Paul Deussen&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p38_Klassische-Upanishaden/ Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
{{strf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25957</id>
		<title>Brihadaranyaka Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25957"/>
		<updated>2012-06-08T15:00:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Shanti Mantra */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Brihadaranyaka Upanishad&#039;&#039;&#039; ist eine der älteren, der ursprünglichen Upanishaden. Sie entstammt dem Shukla [[Yajurveda]]. Sie gehört zu den elf wichtigsten, den klassischen Upanishaden, die alle von [[Shankara]] kommentiert wurden. Die Brihadaranyaka Upanishad gehört zusammen mit der Chandogya Upanishad zu den längeren Upanishaden. Sie gehört zu den wichtigsten Grundlagen von [[Vedanta]], insbesondere von A[[dvaita Vedanta]]. Brihadaranyaka heißt &amp;quot;Wald, Wildnis&amp;quot;. Dies steht dafür, dass in der Brihadaranyaka Upanishad ein großer Wald des Wissens enthalten ist. Und es steht dafür, dass die Lehrreden der Brihadaranyaka Upanishad im Wald stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brihadaranyaka Upanishad wird Yajnavalkya zugeschrieben. Sie ist eine besonders philosophische Upanishade. Sie besteht aus 3 Teilen, [[Kanda]]s: &lt;br /&gt;
* In Madhu Kanda wird die die Einheit der individuellen Seele mit Atman bzw. der Kosmischen Seele, Brahman erläutert&lt;br /&gt;
* In Muni Kanda steht das Zwiegespräch zwischen dem Weisen Yajnavalkya und einer seiner beiden Frauen, Maitreyi&lt;br /&gt;
* Im Khila Kanda werden verschiedene Formen der Meditation und geheime Rituale beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Brihadaranyaka Upanishad wird die [[Neti Neti]] Lehre und Methode beschrieben. Neti heißt hier &amp;quot;nicht dies, nicht dies&amp;quot;: Na heißt nicht, Iti heißt dies: Das Selbst kann nicht beschränkt werden auf &amp;quot;dies&amp;quot;, sondern ist unbeschreiblich. Auch ein bekanntes Gedicht bzw. Gebet stammt aus der Brihadaranyaka Upanishad:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asato Ma Sat Gamaya&lt;br /&gt;
*Tamaso Ma Jyotir Gamaya&lt;br /&gt;
*Mrityor Maamritam Gamaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: &lt;br /&gt;
*Führe uns vom irrtümlichen [[Verständnis]] zur [[Erkenntnis]] der [[Wahrheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Dunkelheit]] [[Leid]] schaffender [[Verhaftung]]en zum reinen [[Licht]] freudevoller [[Unbedingtheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Identifikation]] mit dem Vergänglichen zur [[Verwirklichung]] des Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Essenz der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda hat die Brihadaranyaka Upanishad zusammengefasst. Er hat einige Verse ins Englische übersetzt, und andere Teile in eigene Worte in Versform gefasst. So bekommst du einen guten Überblick und Verständnis darüber, worum es in der Brihadaranyaka Upanishad geht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanti Mantra===&lt;br /&gt;
1. Das Ganze ist all „Dies“. Das Ganze ist all “Das”. Das Ganze wurde aus dem Ganzen geboren. Wenn das Ganze von dem Ganzen genommen wird, ist das, was bleibt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Om Frieden, [[Frieden]], Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yajnavalkya-Maitreyi Samvada - Das Zwiegespräch zwischen Yajnavalkya und seiner Frau Maitreyi===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. “[[Maitreyi]]”, sagte [[Yajnavalkya]], “Wahrlich, ich werde mein [[Haus]] verlassen und in den [[Wald]] gehen, um eine neue Phase meines [[Leben]]s einzuläuten. Dazu möchte ich meinen [[Besitz]] zwischen Dir und [[Katyayani]] aufteilen”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Maitreyi fragte: “Mein ehrwürdiger Herrscher, wenn die gesamte Welt mit all seinen Reichtümer mir gehören würde, könnte ich damit die [[Unsterblichkeit]] erreichen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. “Nein”, antwortete Yajnavalkya, “Dein Leben wäre dann zwar wie das Leben der reichen Leute, jedoch hättest dennoch damit keine Möglichkeit erhalten, die Unsterblichkeit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Maitreyi sagte: “Welchen Zweck hätte dann der gesamte [[Reichtum]], wenn ich damit keine Unsterblichkeit erreichen könnte? Nenne Du mir, oh verehrungswürdiger Herr, [[Weg]]e, von denen Du weißt, um die Unsterblichkeit zu Erlangen?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Yajnavalkya antwortete:  “Du bist mir lieb und deshalb setze Dich nieder, ich werde Dir die Wege zur Unsterblichkeit offenbaren.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. “Wahrlich nicht um Deines Ehemanns willens ist dieser Dir lieb, sondern um des [[Selbst]] willens ist dieser [[Ehemann]] Dir lieb.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. “Wahrlich nicht um des Universums willens ist dieses Dir lieb, sondern um des Selbst willens ist dieses [[Universum]] Dir lieb” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. “Wahrlich, das Selbst (Atman) ist das, was gesehen und gehört werden sollte. Über dieses Selbst sollte reflektiert und meditiert werden. Wenn jemand dieses Selbst sieht, hört und darüber reflektiert sowie meditiert – dann ist dies alles bekannt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. “Der [[Brahmane]] würde sich von einer Person abwenden, die die Brahmanen- Kaste als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Welt würde sich ebenso von einer [[Person]] abwenden, die die W[[e]]lt als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Bhramanen-Kaste, die Krieger-Kaste, diese Welten, die Götter, die Elemente, alles ist letztlich das Selbst” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. “Wenn eine [[Trommel]] geschlagen wird, kannst Du die einzelne Töne nicht unterscheiden, aber sie alle sind in dem gesamten Klang der Trommel enthalten, genauso wie die einzelnen Trommelschläge. Die einzelnen Töne selbst sind keine getrennte [[Erscheinung]] von dem [[Klang]]. Genau so gibt es keinerlei von dem reinen und intelligenten Selbst getrennte [[Existenz]]en. Alles ist in dem Selbst inherent und innewohnend. In jedem Ding gibt es eine innewohnende [[Intelligenz]]. Damit ist letzlich alles das Selbst allein. Alles sollte als nicht existent, falls vom Selbst oder der reinen Intelligenz getrennt, gesehen werden.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. “Wenn ein [[Muschelhorn]] geblasen wird oder eine Laute gespielt wird, kannst Du ebenfalls wieder nicht die einzelnen Töne unterscheiden. Aber diese einzelnen Töne sind alle in dem speziellen Klang des Muschelhorns, der Laute oder jedes anderen Musikinstrumentes enthalten. Die einzelnen Töne des Muschelhorns oder der Laute haben selbst keine Existenz, die getrennt von dem gesamten Klang des Muschelhorns oder der Laute. Genau so kann nichts als getrennt von dem Reinen, Intelligenten Selbst angesehen werden. Jedes Instrument, z.B. eine Trommel, ein Muschelhorn oder eine Laute hat seine speziellen einzelne Töne, und diese sind alle in dem jeweiligen Klang enthalten. Analog sind alle Objekte in dem Absoluten oder Bhraman enthalten und die Vielfalt der [[Gattung]]en und Einzelheiten sind nicht unterscheidbar von Ihm.“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
13. “So wie sich ein Klumpen [[Salz]] auflöst, wenn er in das [[Wasser]] geworfen wird, und nicht mehr aus dem Wasser herausgelöst werden kann (oder so die [[Wahrnehmung]] ist), wir aber immer den salzigen [[Geschmack]] dieses Wassers wahrnehmen können, genau so tut dies das Große [[Bewusstsein]], das Unendliche und das Unabhängige – es besteht aus nichts anderem als Bewusstsein selbst. Es entsteht aus diesen [[Elemente]]n und löst sich wieder in diese auf. Nach dem [[Tod]] gibt es kein [[Wissen]] mehr (es gibt auch kein objektives Bewußtsein mehr, wenn es keine [[Individualität]] mehr gibt)”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Maitreyi sagte: “Du hast mich verwirrt durch Deine Aussage: “Nach dem Tod gibt es kein Wissen mehr“ Und Yajnavalkya antwortete „Ich sage nichts, was verwirren soll. Da, wo es [[Dualität]] gibt, sieht der Eine das Andere, der Eine riecht das Andere, der Eine schmeckt das Andere, der Eine grüßt das Andere, der Eine spricht zu dem Anderen, der Eine hört den Anderen, der Eine denkt an den Anderen und der Eine kennt den Anderen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.”Aber, wenn das Selbst allein dies alles ist, wie soll dann der Eine das Andere sehen, wie soll er das Andere riechen, wie soll er es schmecken, wie soll er es grüßen, wie soll er mit ihm sprechen, wie soll er es hören und wie soll er von ihm wissen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. “Wie soll der Eine Ihn kennen, durch den der Eine all dies weiß” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. „ Dieses Selbst ist zu beschreiben als „Nicht-Dies“ und „Nicht-Das““.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
18. “Es ist nicht verstehbar, unvergänglich, ungebunden, frei und nicht an Schmerz oder Untergang gebunden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Innere Herrscher===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wie sollte man den Kenner kennen?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. [[Gautama]] fragte: “O Yajnavalkya, sag’ mir, wer ist der innere [[Herrscher]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Yajnavalkya antwortete: “Der, der in der [[Erde]] weilt und von dem die Erde nichts weiß, dessen Körper aus Erde ist und der von innen heraus über die Erde herrscht, das ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. “Der, der in dem Wasser weilt, der in dem [[Feuer]] weilt, im [[Himmel]], in der [[Luft]], in den Quartieren, im [[Mond]] und in den [[Sterne]]n, im [[Äther]], in der [[Dunkelheit]] und im [[Licht]]. Dessen Körper all dieses ist und der diese Dinge von innen heraus beherrscht, den jedoch diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. “Der, der in allen Wesen weilt und Ihnen innewohnt, den jedoch diese [[Wesen]] nicht erkennen und der doch diese Wesen von innen heraus beherrscht, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. “Der in dem [[Atem]] innewohnt, der [[Sprache]], dem [[Auge]], dem [[Ohr]], der [[Haut]], dem [[Wissen]] und der [[Saat]], den alle diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. “Ungesehen - sieht Er; ungehört - hört Er; ungedacht - denkt Er und Ungewußt - weiß Er” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. “Und es gibt keinen Seher als ihn, es gibt keinen Hörer als Ihn und es gibt keinen Wissenden als ihn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. “Und er ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. “Was auch immer unterschiedlich ist zu Ihm, ist vergänglich“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das unzerstörbare Wesen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. [[Gargi]] sagte: “Oh Yajnavalkya, das von dem Du sagst, das es oberhalb des Himmels und unterhalb der Erde ist, das sowohl Himmel als auch Erde umfasst, und das sowohl die [[Vergangenheit]], die [[Gegenwart]] und die [[Zukunft]] umfasst, sag‘ mir, wie ist aus (aus Kette und Schuss) gewebt?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Yajnavalkya antwortete: „Es ist im Ether gewebt“ ([[Akasha]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Gargi sagte: “Und aus was ist der Ether gewebt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Yajnavalkya antwortete: “Oh Gargi, die Brahmanen nennen dies das [[Akshara]] (das Unzerstörbare).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. “Es ist weder grob noch fein, es ist weder lang noch kurz, es ist weder rot noch weiß. Es ist nicht Schatten, es ist nicht Dunkelheit, es ist nicht Luft noch Ether. Es es ist ohne Haftung, ohne Geruch, ohne Geschmack, ohne Augen, ohne Ohren,ohne Geschwindigkeit, ohne Verstand/Geist, ohne Licht, ohne Atem, es hat keinen Mund und keine Öffnungen, es hat kein Ausmaß, es hat kein Innen und kein ohne. Es verbraucht nichts und nichts verbraucht es.”&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
33. „Durch die Herrschaft dieses Unzerstörbaren, sind die Sonne und der Mond getrennt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. “Durch die Herrschaft dieses [[Wesen]]s, stehen die Erde und der Himmel an ihren Plätzen” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. “Durch die Herrschaft dieses Wesens sind die Minuten, die [[Stunde]]n, die Tage und die Nächte, die [[Monat]]e, die [[Jahreszeit]]en und die [[Jahr]]e getrennt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, fließen einige der Flüsse nach [[Osten]] von den [[Schnee]] gedeckten [[Berg]]en und einige nach Westen sowie andere zu den Zielen, die für sie bestimmt sind“   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, lobpreisen [[Mensch]]en diejenigen, die geben, die [[Götter]] nehmen die [[Opfer]] wahr und [[Vorväter]] die [[Opfergabe]]n“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. “Derjenige, der unwissend über das Unzerstörbare ist, jedoch der Opfergaben dieser Welt bringt, der opferbereit ist, der die Götter anbetet und der [[Entbehrung]]en auf sich nimmt und selbst wenn er dies 1000 Jahre lang tut, dessen Werk wird ein Ende haben“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. “Derjenige, der ohne, daß er das Unzerstörbare kennt, diese Welt verläßt, wird erbärmlich”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40.”Aber derjenige, der diese Welt verläßt und das Unzerstörbare kennt, der ist ein wahrer Brahmane“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das leitende Licht===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. [[Janaka]] sagte: “Yajnavalkya, was ist das Licht dieser [[Purusha]]?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Yajnavalkya antwortete: “Die Sonne, oh König, denn durch die Sonne setzt sich der Mensch hin, es bewegt sich durch sie und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. “Und wenn die Sonne untergegangen ist, was ist dann das Licht der [[Menschheit]]?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. “Dann ist der Mond das Licht, denn durch das Licht des Mondes setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch es und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. “Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. “Dann ist das [[Feuer]] eben deren Licht, denn durch das Licht des Feuers, setzt sich der [[Mensch]] hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine [[Arbeit]] und geht dann nach Hause zurück.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. “Dann ist der [[Klang]] (die [[Sprache]]) das Licht der Menschheit, durch es setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Klangs und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück. Deshalb, wenn jemand nicht einmal seine eigene Hand vor Augen sehen kann, dann sucht er [[Zuflucht]], wo Klang ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist sowie auch kein Klang mehr existier, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. “Dann ist wahrlich das Selbst sein Licht. Dann durch das Licht seines Selbst setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. “Und was ist nun dieses [[Selbst]]?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. “Dies, welches im Herzen ist, umgeben von den Pranas, der Purusha, welches Licht ist und welches die Natur des Wissens ist”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. “Dies, welches gleich bleibt, wandert in den beiden Welten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. “Dies, welches war, denkt. Dieses, welches war, bewegt sich. In Träumen verläßt es diese Welt und die Arten des Todes, d.h. all das, was vergänglich ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. “Dieser Purusha, wenn er geboren wird, nimmt einen Körper an, und wird mit allen Übeln vereinigt. Wenn er den Köper verläßt und stirbt, läßt er alle diese [[Übel]] zurück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wachen und Träumen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. „Es gibt in zwei Zustände für jede [[Person]]: Einer ist hier in dieser Welt, und der andere ist in der anderen [[Welt]]. Und es gibt einen dritten Zustand dazwischen, der Zustand des Träumens.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57. “Wenn die Person schläft, dann nimmt sie die Eindrücke von dieser Welt mit. Wenn sie träumt, zerlegt sie selbst diese Eindrücke und setzt sie dann neu zusammen in ihrem eigenen Licht. In diesem Zustand ist Purusha dann selbst erleuchtet.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. “Es gibt dort keine Streitwagen, keine [[Pferd]]e, keine [[Weg]]e, aber die Person selbst erschafft diese Streitwagen, Pferde und Wege. Sie selbst ist der [[Schöpfer]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. “Ihre [[Spielwiese]] kann gesehen werden, sie selbst ist jedoch darauf nicht erkennbar. Deshalb: Lasst uns vorsichtig Träumende aufwecken, denn wenn die Person nicht richtig zurückkommt, kann es schwierig für sie werden, sich zurecht zu finden in dieser Welt.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
60. “Diese Person, nachdem sie die [[Wonne]] erfahren hat ([[Samprasada]], [[Tiefschlaf]]), und durchwandert und gesehen hat, was heilig und was sündenvoll ist, hastet dann zurück zu dem [[Platz]], von dem aus sie gestartet ist. Was auch immer sie gesehen haben mag, sie ist davon nicht geschädigt, da sie nicht daran verhaftet ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. “Diese Person, nachdem sie die Wonne im [[Wachzustand]] erfahren hat, diesen durchwandert und gesehen hat, was gut und böse ist, hastet dann zurück zu dem Traumzustand.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. “So wie sich ein großer [[Fisch]] zwischen den beiden Ufern eines Flusses, rechts und links, bewegt, so bewegt sich eine Person zwischen den beiden Zuständen – [[Traumzustand]]- und [[Wachzustand]].”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tiefschlaf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. “So wie ein [[Adler]], nachdem er durch die Lüfte geschwebt ist, müde wird und seine [[Flügel]] zusammenfaltet, damit er in seinen [[Adlerhorst]] zurückkehren kann, so kommt auch ein Mensch in den Tiefschlaf. Darin hat er keine Wünsche und er träumt keinen Traum.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64. “Es gibt in seinem Körper Venen, die Hita genannt werden. Sie sind so fein wie ein Tausendstel [[Haar]] und voller weißem, blauem, gelben, grünen und roten Saft” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65. “Dies ist seine wahre Natur, die frei von [[Verlangen]], von Sünde und [[Angst]] ist. Wenn er von dem intelligenten [[Selbst]] ([[Prajna]]) umarmt wird, weiß er nichts, ob innerhalb oder außerhalb von ihm ist. Dies ist seine wahre [[Natur]], in dieser sind alle [[Begehrlichkeit]]en erfüllt und das Selbst ist sein einziger Wunsch, in diesem gibt es keine weiteren Wünsche oder keinen [[Kummer]] mehr.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66. “Dann ist der Vater kein Vater, die Mutter ist keine Mutter und die Welten sind keine Welten mehr.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. “Er wird auch nicht mehr von Gut oder [[Böse]] berührt und er ist jenseits aller [[Sorge]]n seines [[Herz]]ens” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. “Wenn er im Tiefschlaf ist, weiß er es nicht, dennoch weiß er, denn Wissen ist unabhängig vom Wissenden, denn es ist unzerstörbar. Dennoch gibt es dann kein zweites Ding, denn es gibt nichts von ihm Getrenntes, das er wissen könnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. “Wie ein [[Ozean]] ist dieser eine Sehende, ohne irgendeine [[Dualität]]. Dies ist die Brahma-Welt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. “Dies ist sein höchstes Ziel, sein größter [[Erfolg]], seine höchste Welt und sein größtes Glück. Von diesem Glück genießen alle anderen Wesen nur einen Teil.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. “ Wenn der Körper schwach wird infolge von [[Alter]] oder [[Krankheit]], wird zu dieser [[Zeit]] die Person, nachdem sie sich von allen Teilen getrennt hat, zurückgehen zu dem [[Platz]], von dem sie gekommen ist und sie wird wieder ein neues Leben annehmen (auch um einen neuen Körper zu erhalten).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Phänomen des Todes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. “Wenn die Seele, nachdem sie in den Zustand der Wachheit gekommen ist, herab sinkt in den Zustand der [[Unbewußtheit]], dann ist dies so, wie es war, als sich die Organe und die Seele gefunden haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. “Nachdem die Seele die [[Organ]]e durchdrungen hat, und diese dann entsprechend strahlen, zieht sich die Seele in das Herz zurück.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. “Wenn die Purusha in das Auge zurückkehrt, dann ist die Seele nicht mehr in der [[Lage]], Farben (in welcher Form auch immer) wahrzunehmen. Sie ist zu jemandem geworden, der nicht mehr sieht.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
75. “Der Eingang zu dem Herz wird strahlend und durch dieses Licht verläßt die Seele den Körper, entweder durch ein Auge, durch den Schädel oder eine andere Stelle des Körpers.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
76. “Wenn die Seele geht, verschwindet auch das Leben aus dem Körper und alle Organe beginnen danach zu vergehen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. “Sie ist bewußt und sich dessen bewußt, und damit folgt und verschwindet sie. Danach nehmen Wissen und sein [[Werk]] sowie sein Wissen um das frühere Leben Besitz von der Seele.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. “Wie eine [[Raupe]], die einen neuen [[Panzer]] erhalten hat, nachdem sie den alten abgeworfen hat, danach wieder weiter krabbelt, so zieht sich das Selbst, sobald es einen Körper verlassen hat, und danach einen neuen Körper hat, wieder weiter“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79. “Ebenso wie ein Goldschmied, der ein Stück [[Gold]] nimmt und dieses in eine andere, neuere und schönere [[Form]] bringt, so macht dies auch das Selbst. Nachdem es einen Körper abgeworfen hat und den Zustand des Wissens erreicht hat, formt es einen neuen und schöneren Körper. Dieser ist geeignet für die Welt der Vorväter, oder der [[Gandharva]]s, oder der [[Deva]]s, oder der [[Prajapati]], oder für Brahmanen oder andere Wesensformen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. “Dieses Selbst ist in der Tat [[Brahman]], es besteht aus [[Wissen]], [[Geist]], [[Leben]], [[Auge]], [[Ohr]], [[Erde]], [[Wasser]], [[Luft]], Ether, Licht und Dunkelheit, Wunsch und [[Wunschlosigkeit]], [[Ärger]] und Nicht-Ärger, [[Stärke]] und Nicht-Stärke und alle anderen Dingen.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. “So wie nun ein Mensch ist, so wie dieses oder jenes, im Einklang damit ist, wie er handelt oder sich verhält, so wird er werden. Ein Mensch der guten Taten wird gut, ein Mensch der schlechten Taten wird schlecht.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. “So wie seine Wünsche, so wird seine Entschlossenheit, so wie sein Wille, so wird seine Tat, und so wie seine Tat, so wird sein Lohn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. “Er, der seinen Geist an weltliche Dinge geheftet hat, erhält durch seine [[Handlung]]en diese [[Objekt]]e. Und nachdem er diese weltlichen Dinge erreicht hat, wird er durch deren [[Besitz]] immer wieder in diese [[Welt]] der Handlungen zurückkommen.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. “Deshalb wandert der, der Wünsche hat, von der Welt und zu der Welt. Derjenige, der nicht wünscht, der keine Wünsche hat, der jenseits aller Wünsche ist, dessen Wünsche alle erfüllt sind, der nur das Selbst zu sein wünscht, dessen Lebensenergie verläßt die Welt nicht irgendwohin, sondern er geht in Brahman auf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. “So wie die abgelegte [[Haut]] einer [[Schlange]] selbst tot ist und auf einem [[Ameisenhügel]] liegt, so liegt der Körper, wenn er verlassen worden ist. Das unsterbliche Selbst hingegen ist Brahman, und es besteht nur aus Licht.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. „Sobald jemand das höhere Selbst versteht und sein eigenes Selbst darin erkennt, warum sollte er dann das Verlangen nach den Leiden eines Körpers haben und wozu?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87. “Er, der das Selbst gefunden und verstanden hat, er ist wahrlich der Schöpfer von allem, er ist der Herrscher über alles und sein ist die Welt, er ist das Nein und er selbst ist die Welt“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88. “Während wir auf dieser Welt sind, müssen wir Brahman kennen. Wenn wir ihn nicht kennen, ist dies ein großer [[Verlust]]. Die die Brahman kennen, erreichen die [[Unsterblichkeit]], während die anderen wahrlich [[Schmerz]]en erleiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. “Wenn eine [[Person]] sein eigenes Selbst als [[Gott]] erblickt, als den wahren Herrscher über alles, dann wird sie auch nicht mehr Angst haben.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90. “In Ihm gibt es keine [[Mannigfaltigkeit]] mehr. Und wer in Ihm noch [[Vielfalt]] sieht, geht weiterhin von Tod zu Tod.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. “Laß‘ den weisen Brahmana, nachdem er sein Selbst gefunden hat, [[Weisheit]] weitergeben. Laß‘ ihn nicht mehr viele Worte suchen, denn die Worte sind verwirrend.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. “Derjenige, der weiß, der seine Sinne gebändigt hat, der ruhig ist, der frei von Wünschen ist, der beständig ist, der im Geistigen ist, der sein selbst im Selbst hält, der sieht alles als das Selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. “[[Sünde]] überwältigt ihn nicht, er hat die Sünde bezwungen. Frei von Sünden, frei von [[Unreinheit]]en, frei von [[Zweifel]]n, wird er ein wahrer Brahmana.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. “Das Selbst ist großartig, ungeboren, die [[Stärke]] und die [[Quelle]] des Reichtums. Und der, der dies versteht, erlangt Reichtum.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. “Brahman ist wahrlich frei von [[Angst]], und der, der dies weiß, wird wahrlich der angstfreie Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===DA, DA, DA===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Die dreifaltige [[Brut]] des Prajapati; Devas (Götter), Menschen und [[Asura]]s ([[Dämon]]en) hausen als [[Brahmachari]]ns bei ihrem Vater, Prajapati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. Die Devas, nachdem sie ihre Studien beendet hatten, sagten zu Prajapati: „Nenne uns nun unsere Aufgabe“. Prajapati nannte ihnen die Silbe “Da” und danach “Habt Ihr dies verstanden?” Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Damyata]] sei selbstbeherrscht”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. “Dann fragten die Menschen: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Datta]] – Gib‘“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99. Dann fragten die Asuras: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: [[Dayadhvam]] –sei gnädig”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. “Das Gleiche wird mit einer höheren [[Stimme]] wiederholt mit der Kraft des [[Donner]]s, nämlich die Silben Da, Da, Da, mit der Bedeutung „Seid selbstbeherrscht, gebt und seid gnädig“.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. „Deshalb laßt uns den Dreiklang aus Zurückhaltung, Großzügigkeit und Barmherzigkeit lernen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Swami Sivananda: Essence of Principle Upanishads, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society Sivananda Ashram Rishikesh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*Upanishad&lt;br /&gt;
*Hinduismus&lt;br /&gt;
*Vedanta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Brihadaranyaka8.htm Vollständiger] Text der Brihadaranyaka Upanishad in der Übersetzung von Paul Deussen&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p38_Klassische-Upanishaden/ Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
{{strf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25956</id>
		<title>Brihadaranyaka Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25956"/>
		<updated>2012-06-08T14:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Shanti Mantra */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Brihadaranyaka Upanishad&#039;&#039;&#039; ist eine der älteren, der ursprünglichen Upanishaden. Sie entstammt dem Shukla [[Yajurveda]]. Sie gehört zu den elf wichtigsten, den klassischen Upanishaden, die alle von [[Shankara]] kommentiert wurden. Die Brihadaranyaka Upanishad gehört zusammen mit der Chandogya Upanishad zu den längeren Upanishaden. Sie gehört zu den wichtigsten Grundlagen von [[Vedanta]], insbesondere von A[[dvaita Vedanta]]. Brihadaranyaka heißt &amp;quot;Wald, Wildnis&amp;quot;. Dies steht dafür, dass in der Brihadaranyaka Upanishad ein großer Wald des Wissens enthalten ist. Und es steht dafür, dass die Lehrreden der Brihadaranyaka Upanishad im Wald stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brihadaranyaka Upanishad wird Yajnavalkya zugeschrieben. Sie ist eine besonders philosophische Upanishade. Sie besteht aus 3 Teilen, [[Kanda]]s: &lt;br /&gt;
* In Madhu Kanda wird die die Einheit der individuellen Seele mit Atman bzw. der Kosmischen Seele, Brahman erläutert&lt;br /&gt;
* In Muni Kanda steht das Zwiegespräch zwischen dem Weisen Yajnavalkya und einer seiner beiden Frauen, Maitreyi&lt;br /&gt;
* Im Khila Kanda werden verschiedene Formen der Meditation und geheime Rituale beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Brihadaranyaka Upanishad wird die [[Neti Neti]] Lehre und Methode beschrieben. Neti heißt hier &amp;quot;nicht dies, nicht dies&amp;quot;: Na heißt nicht, Iti heißt dies: Das Selbst kann nicht beschränkt werden auf &amp;quot;dies&amp;quot;, sondern ist unbeschreiblich. Auch ein bekanntes Gedicht bzw. Gebet stammt aus der Brihadaranyaka Upanishad:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asato Ma Sat Gamaya&lt;br /&gt;
*Tamaso Ma Jyotir Gamaya&lt;br /&gt;
*Mrityor Maamritam Gamaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: &lt;br /&gt;
*Führe uns vom irrtümlichen [[Verständnis]] zur [[Erkenntnis]] der [[Wahrheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Dunkelheit]] [[Leid]] schaffender [[Verhaftung]]en zum reinen [[Licht]] freudevoller [[Unbedingtheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Identifikation]] mit dem Vergänglichen zur [[Verwirklichung]] des Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Essenz der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda hat die Brihadaranyaka Upanishad zusammengefasst. Er hat einige Verse ins Englische übersetzt, und andere Teile in eigene Worte in Versform gefasst. So bekommst du einen guten Überblick und Verständnis darüber, worum es in der Brihadaranyaka Upanishad geht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanti Mantra===&lt;br /&gt;
1. Das Ganze ist all „Dies“. Das Ganze ist all “Das”. Das Ganze wurde aus dem Ganzen geboren. Wenn das Ganze von dem Ganzen genommen wird, ist das, was bleibt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Om Frieden, Frieden, Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yajnavalkya-Maitreyi Samvada&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. “Maitreyi”, sagte Yajnavalkya, “Wahrlich, ich werde mein Haus verlassen und in den Wald gehen, um eine neue Phase meines Lebens einzuläuten. Dazu möchte ich meinen Besitz zwischen Dir und Katyayani aufteilen”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Maitreyi fragte: “Mein ehrwürdiger Herrscher, wenn die gesamte Welt mit all seinen Reichtümer mir gehören würde, könnte ich damit die Unsterblichkeit erreichen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. “Nein”, antwortete Yajnavalkya, “Dein Leben wäre dann zwar wie das Leben der reichen Leute, jedoch hättest dennoch damit keine Möglichkeit erhalten, die Unsterblichkeit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Maitreyi sagte: “Welchen Zweck hätte dann der gesamte Reichtum, wenn ich damit keine Unsterblichkeit erreichen könnte? Nenne Du mir, oh verehrungswürdiger Herr, Wege, von denen Du weißt, um die Unsterblichkeit zu Erlangen?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Yajnavalkya antwortete:  “Du bist mir lieb und deshalb setze Dich nieder, ich werde Dir die Wege zur Unsterblichkeit offenbaren.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. “Wahrlich nicht um Deines Ehemanns willens ist dieser Dir lieb, sondern um des Selbst willens ist dieser Ehemann Dir lieb.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. “Wahrlich nicht um des Universums willens ist dieses Dir lieb, sondern um des Selbst willens ist dieses Universum Dir lieb” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. “Wahrlich, das Selbst (Atman) ist das, was gesehen und gehört werden sollte. Über dieses Selbst sollte reflektiert und meditiert werden. Wenn jemand dieses Selbst sieht, hört und darüber reflektiert sowie meditiert – dann ist dies alles bekannt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. “Der Brahmane würde sich von einer Person abwenden, die die Brahmanen- Kaste als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Welt würde sich ebenso von einer Person abwenden, die die Welt als etwas von dem Selbst getrenntes ansehen würde. Die Bhramanen-Kaste, die Krieger-Kaste, diese Welten, die Götter, die Elemente, alles ist letztlich das Selbst” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. “Wenn eine Trommel geschlagen wird, kannst Du die einzelne Töne nicht unterscheiden, aber sie alle sind in dem gesamten Klang der Trommel enthalten, genauso wie die einzelnen Trommelschläge. Die einzelnen Töne selbst sind keine getrennte Erscheinung von dem Klang. Genau so gibt es keinerlei von dem reinen und intelligenten Selbst getrennte Existenzen. Alles ist in dem Selbst inherent und innewohnend. In jedem Ding gibt es eine innewohnende Intelligenz. Damit ist letzlich alles das Selbst allein. Alles sollte als nicht existent, falls vom Selbst oder der reinen Intelligenz getrennt, gesehen werden.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. “Wenn ein Muschelhorn geblasen wird oder eine Laute gespielt wird, kannst Du ebenfalls wieder nicht die einzelnen Töne unterscheiden. Aber diese einzelnen Töne sind alle in dem speziellen Klang des Muschelhorns, der Laute oder jedes anderen Musikinstrumentes enthalten. Die einzelnen Töne des Muschelhorns oder der Laute haben selbst keine Existenz, die getrennt von dem gesamten Klang des Muschelhorns oder der Laute. Genau so kann nichts als getrennt von dem Reinen, Intelligenten Selbst angesehen werden. Jedes Instrument, z.B. eine Trommel, ein Muschelhorn oder eine Laute hat seine speziellen einzelne Töne, und diese sind alle in dem jeweiligen Klang enthalten. Analog sind alle Objekte in dem Absoluten oder Bhraman enthalten und die Vielfalt der Gattungen und Einzelheiten sind nicht unterscheidbar von Ihm.“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
13. “So wie sich ein Klumpen Salz auflöst, wenn er in das Wasser geworfen wird, und nicht mehr aus dem Wasser herausgelöst werden kann (oder so die Wahrnehmung ist), wir aber immer den salzigen Geschmack dieses Wassers wahrnehmen können, genau so tut dies das Große Bewusstsein, das Unendliche und das Unabhängige – es besteht aus nichts anderem als Bewusstsein selbst. Es entsteht aus diesen Elementen und löst sich wieder in diese auf. Nach dem Tod gibt es kein Wissen mehr (es gibt auch kein objektives Bewußtsein mehr, wenn es keine Individualität mehr gibt)”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Maitreyi sagte: “Du hast mich verwirrt durch Deine Aussage: “Nach dem Tod gibt es kein Wissen mehr“ Und Yajnavalkya antwortete „Ich sage nichts, was verwirren soll. Da, wo es Dualität gibt, sieht der Eine das Andere, der Eine riecht das Andere, der Eine schmeckt das Andere, der Eine grüßt das Andere, der Eine spricht zu dem Anderen, der Eine hört den Anderen, der Eine denkt an den Anderen und der Eine kennt den Anderen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.”Aber, wenn das Selbst allein dies alles ist, wie soll dann der Eine das Andere sehen, wie soll er das Andere riechen, wie soll er es schmecken, wie soll er es grüßen, wie soll er mit ihm sprechen, wie soll er es hören und wie soll er von ihm wissen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. “Wie soll der Eine Ihn kennen, durch den der Eine all dies weiß” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. „ Dieses Selbst ist zu beschreiben als „Nicht-Dies“ und „Nicht-Das““.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
18. “Es ist nicht verstehbar, unvergänglich, ungebunden, frei und nicht an Schmerz oder Untergang gebunden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wie sollte man den Kenner kennen?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Innere Herrscher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Gautama fragte: “O Yajnavalkya, sag’ mir, wer ist der innere Herrscher?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Yajnavalkya antwortete: “Der, der in der Erde weilt und von dem die Erde nichts weiß, dessen Körper aus Erde ist und der von innen heraus über die Erde herrscht, das ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. “Der, der in dem Wasser weilt, der in dem Feuer weilt, im Himmel, in der Luft, in den Quartieren, im Mond und in den Sternen, im Ether, in der Dunkelheit und im Licht. Dessen Körper all dieses ist und der diese Dinge von innen heraus beherrscht, den jedoch diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. “Der, der in allen Wesen weilt und Ihnen innewohnt, den jedoch diese Wesen nicht erkennen und der doch diese Wesen von innen heraus beherrscht, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. “Der in dem Atem innewohnt, der Sprache, dem Auge, dem Ohr, der Haut, dem Wissen und der Saat, den alle diese Dinge nicht erkennen, der ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. “Ungesehen - sieht Er; ungehört - hört Er; ungedacht - denkt Er und Ungewußt - weiß Er” &lt;br /&gt;
25. “Und es gibt keinen Seher als ihn, es gibt keinen Hörer als Ihn und es gibt keinen Wissenden als ihn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. “Und er ist Dein Selbst, der innere Herrscher und das Unsterbliche”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. “Was auch immer unterschiedlich ist zu Ihm, ist vergänglich“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unzerstörbare Wesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Gargi sagte: “Oh Yajnavalkya, das von dem Du sagst, das es oberhalb des Himmels und unterhalb der Erde ist, das sowohl Himmel als auch Erde umfasst, und das sowohl die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft umfasst, sag‘ mir, wie ist aus (aus Kette und Schuss) gewebt?“  &lt;br /&gt;
29. Yajnavalkya antwortete: „Es ist im Ether gewebt“ (Akasa).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Gargi sagte: “Und aus was ist der Ether gewebt?“&lt;br /&gt;
31. Yajnavalkya antwortete: “Oh Gargi, die Brahmanen nennen dies das Akshara (das Unzerstörbare).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. “Es ist weder grob noch fein, es ist weder lang noch kurz, es ist weder rot noch weiß. Es ist nicht Schatten, es ist nicht Dunkelheit, es ist nicht Luft noch Ether. Es es ist ohne Haftung, ohne Geruch, ohne Geschmack, ohne Augen, ohne Ohren,ohne Geschwindigkeit, ohne Verstand/Geist, ohne Licht, ohne Atem, es hat keinen Mund und keine Öffnungen, es hat kein Ausmaß, es hat kein Innen und kein ohne. Es verbraucht nichts und nichts verbraucht es.”&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
33. „Durch die Herrschaft dieses Unzerstörbaren, sind die Sonne und der Mond getrennt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, stehen die Erde und der Himmel an ihren Plätzen” &lt;br /&gt;
35. “Durch die Herrschaft dieses Wesens sind die Minuten, die Stunden, die Tage und die Nächte, die Monate, die Jahreszeiten und die Jahre getrennt“&lt;br /&gt;
36. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, fließen einige der Flüsse nach Osten von den Schnee gedeckten Bergen und einige nach Westen sowie andere zu den Zielen, die für sie bestimmt sind“   &lt;br /&gt;
37. “Durch die Herrschaft dieses Wesens, lobpreisen Menschen diejenigen, die geben, die Götter nehmen die Opfer wahr und Vorväter die Opfergaben“ &lt;br /&gt;
38. “Derjenige, der unwissend über das Unzerstörbare ist, jedoch der Opfergaben dieser Welt bringt, der opferbereit ist, der die Götter anbetet und der Entbehrungen auf sich nimmt und selbst wenn er dies 1000 Jahre lang tut, dessen Werk wird ein Ende haben“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. “Derjenige, der ohne, daß er das Unzerstörbare kennt, diese Welt verläßt, wird erbärmlich”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40.”Aber derjenige, der diese Welt verläßt und das Unzerstörbare kennt, der ist ein wahrer Brahmane“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das leitende Licht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Janaka sagte: “Yajnavalkya, was ist das Licht dieser Purusha?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Yajnavalkya antwortete: “Die Sonne, oh König, denn durch die Sonne setzt sich der Mensch hin, es bewegt sich durch sie und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“ &lt;br /&gt;
43. “Und wenn die Sonne untergegangen ist, was ist dann das Licht der Menschheit?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. “Dann ist der Mond das Licht, denn durch das Licht des Mondes setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch es und tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. “Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
46. “Dann ist das Feuer eben deren Licht, denn durch das Licht des Feuers, setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. “Dann ist der Klang (die Sprache) das Licht der Menschheit, durch es setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Klangs und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück. Deshalb, wenn jemand nicht einmal seine eigene Hand vor Augen sehen kann, dann sucht er Zuflucht, wo Klang ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. „Und wenn sowohl die Sonne als auch der Mond untergegangen sind und auch das Feuer erloschen ist sowie auch kein Klang mehr existier, was ist dann das Licht der Menschheit?“  &lt;br /&gt;
50. “Dann ist wahrlich das Selbst sein Licht. Dann durch das Licht seines Selbst setzt sich der Mensch hin, er bewegt sich durch das Licht des Feuers und er tut seine Arbeit und geht dann nach Hause zurück“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. “Und was ist nun dieses Selbst?”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. “Dies, welches im Herzen ist, umgeben von den Pranas, der Purusha, welches Licht ist und welches die Natur des Wissens ist”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. “Dies, welches gleich bleibt, wandert in den beiden Welten.“ &lt;br /&gt;
54. “Dies, welches war, denkt. Dieses, welches war, bewegt sich. In Träumen verläßt es diese Welt und die Arten des Todes, d.h. all das, was vergänglich ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. “Diese Purusha, wenn sie geboren wird, nimmt einen Körper an, und wird mit allen Übeln vereinigt. Wenn sie den Köper verläßt und stirbt, läßt sie alle diese Übel zurück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachen und Träumen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. „Es gibt in zwei Zustände für jede Person: Einer ist hier in dieser Welt, und der andere ist in der anderen Welt. Und es gibt einen dritten Zustand dazwischen, der Zustand des Träumens.“  &lt;br /&gt;
57. “Wenn die Person schläft, dann nimmt sie die Eindrücke von dieser Welt mit. Wenn sie träumt, zerlegt sie selbst diese Eindrücke und setzt sie dann neu zusammen in ihrem eigenen Licht. In diesem Zustand ist Purusha dann selbst erleuchtet.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. “Es gibt dort keine Streitwagen, keine Pferde, keine Wege, aber die Person selbst erschafft diese Streitwagen, Pferde und Wege. Sie selbst ist der Schöpfer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. “Ihre Spielwiese kann gesehen werden, sie selbst ist jedoch darauf nicht erkennbar. Deshalb: Lasst uns vorsichtig Träumende aufwecken, denn wenn die Person nicht richtig zurückkommt, kann es schwierig für sie werden, sich zurecht zu finden in dieser Welt.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
60. “Diese Person, nachdem sie die Wonne erfahren hat (Samprasada, Tiefschlaf), und durchwandert und gesehen hat, was heilig und was sündenvoll ist, hastet dann zurück zu dem Platz, von dem aus sie gestartet ist. Was auch immer sie gesehen haben mag, sie ist davon nicht geschädigt, da sie nicht daran verhaftet ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. “Diese Person, nachdem sie die Wonne im Wachzustand erfahren hat, diesen durchwandert und gesehen hat, was gut und böse ist, hastet dann zurück zu dem Traumzustand.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. “So wie sich ein großer Fisch zwischen den beiden Ufern eines Flusses, rechts und links, bewegt, so bewegt sich eine Person zwischen den beiden Zuständen – Schlaf- und Wach-Zustand.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiefschlaf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. “So wie ein Adler, nachdem er durch die Lüfte geschwebt ist, müde wird und seine Flügel zusammenfaltet, damit er in seinen Adlerhorst zurückkehren kann, so kommt auch ein Mensch in den Tiefschlaf. Darin hat er keine Wünsche und er träumt keinen Traum.“  &lt;br /&gt;
64. “Es gibt in seinem Körper Venen, die Hita genannt werden. Sie sind so fein wie ein Tausendstel Haar und voller weißem, blauem, gelben, grünen und roten Saft” &lt;br /&gt;
65. “Dies ist seine wahre Natur, die frei von Verlangen, von Sünde und Angst ist. Wenn er von dem  intelligenten Selbst (Prajna) umarmt wird, weiß er nichts, ob innerhalb oder außerhalb von ihm ist. Dies ist seine wahre Natur, in dieser sind alle Begehrlichkeiten erfüllt und das Selbst ist sein einziger Wunsch, in diesem gibt es keine weiteren Wünsche oder keinen Kummer mehr.“  &lt;br /&gt;
66. “Dann ist der Vater kein Vater, die Mutter ist keine Mutter und die Welten sind keine Welten mehr.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. “Er wird auch nicht mehr von Gut oder Böse berührt und er ist jenseits aller Sorgen seines Herzens” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. “Wenn er im Tiefschlaf ist, weiß er es nicht, dennoch weiß er, denn Wissen ist unabhängig vom Wissenden, denn es ist unzerstörbar. Dennoch gibt es dann kein zweites Ding, denn es gibt nichts von ihm getrenntes, das er wissen könnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. “Wie ein Ozean ist dieser eine Sehende, ohne irgendeine Dualität. Dies ist die Brahma-Welt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. “Dies ist sein höchstes Ziel, sein größter Erfolg, seine höchste Welt und sein größtes Glück. Von diesem Glück genießen alle anderen Wesen nur einen Teil.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. “ Wenn der Körper schwach wird infolge von Alter oder Krankheit, wird zu dieser Zeit die Person, nachdem sie sich von allen Teilen getrennt hat, zurückgehen zu dem Platz, von dem sie gekommen ist und sie wird wieder ein neues Leben annehmen (auch um einen neuen Körper zu erhalten).“ &lt;br /&gt;
Das Phänomen des Todes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. “Wenn die Seele, nachdem sie in den Zustand der Wachheit gekommen ist, herab sinkt in den Zustand der Unbewußtheit, dann ist dies so, wie es war, als sich die Organe und die Seele gefunden haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. “Nachdem die Seele die Organe durchdrungen hat, und diese dann entsprechend strahlen, zieht sich die Seele in das Herz zurück.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. “Wenn die Purusha in das Auge zurückkehrt, dann ist die Seele nicht mehr in der Lage, Farben (in welcher Form auch immer) wahrzunehmen. Sie ist zu jemandem geworden, der nicht mehr sieht.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
75. “Der Eingang zu dem Herz wird strahlend und durch dieses Licht verläßt die Seele den Körper, entweder durch ein Auge, durch den Schädel oder eine andere Stelle des Körpers.”&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
76. “Wenn die Seele geht, verschwindet auch das Leben aus dem Körper und alle Organe beginnen danach zu vergehen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. “Sie ist bewußt und sich dessen bewußt, und damit folgt und verschwindet sie. Danach nehmen Wissen und sein Werk sowie sein Wissen um das frühere Leben Besitz von der Seele.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. “Wie eine Raupe, die einen neuen Panzer erhalten hat, nachdem sie den alten abgeworfen hat, danach wieder weiter krabbelt, so zieht sich das Selbst, sobald es einen Körper verlassen hat, und danach einen neuen Körper hat, wieder weiter“ &lt;br /&gt;
79. “Ebenso wie ein Goldschmied, der ein Stück Gold nimmt und dieses in eine andere, neuere und schönere Form bringt, so macht dies auch das Selbst. Nachdem es einen Körper abgeworfen hat und den Zustand des Wissens erreicht hat, formt es einen neuen und schöneren Körper. Dieser ist geeignet für die Welt der Vorväter, oder der Gandharvas, oder der Devas, oder der Prajapati, oder für Brahmanen oder andere Wesensformen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. “Dieses Selbst ist in der Tat Brahman, es besteht aus Wissen, Geist, Leben, Auge, Ohr, Erde, Wasser, Luft, Ether, Licht und Dunkelheit, Wunsch und Wunschlosigkeit, Ärger und Nicht-Ärger, Stärke und Nicht-Stärke und alle anderen Dingen.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. “So wie nun ein Mensch ist, so wie dieses oder jenes, im Einklang damit ist, wie er handelt oder sich verhält, so wird er werden. Ein Mensch der guten Taten wird gut, ein Mensch der schlechten Taten wird schlecht.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. “So wie seine Wünsche, so wird seine Entschlossenheit, so wie sein Wille, so wird seine Tat, und so wie seine Tat, so wird sein Lohn” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. “Er, der seinen Geist an weltliche Dinge geheftet hat, erhält durch seine Handlungen diese Objekte. Und nachdem er diese weltlichen Dinge erreicht hat, wird er durch deren Besitz immer wieder in diese Welt der Handlungen zurückkommen.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. “Deshalb wandert der, der Wünsche hat, von der Welt und zu der Welt. Derjenige, der nicht wünscht, der keine Wünsche hat, der jenseits aller Wünsche ist, dessen Wünsche alle erfüllt sind, der nur das Selbst zu sein wünscht, dessen Lebensenergie verläßt die Welt nicht irgendwohin, sondern er geht in Brahman auf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. “So wie die abgelegte Haut einer Schlange selbst tot ist und auf einem Ameisenhügel liegt, so liegt der Körper, wenn er verlassen worden ist. Das unsterbliche Selbst hingegen ist Brahman, und es besteht nur aus Licht.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. „Sobald jemand das höhere Selbst versteht und sein eigenes Selbst darin erkennt, warum sollte er dann das Verlangen nach den Leiden eines Körpers haben und wozu?“  &lt;br /&gt;
87. “Er, der das Selbst gefunden und verstanden hat, er ist wahrlich der Schöpfer von allem, er ist der Herrscher über alles und sein ist die Welt, er ist das Nein und er selbst ist die Welt“ &lt;br /&gt;
88. “Während wir auf dieser Welt sind, müssen wir Bhraman kennen. Wenn wir ihn nicht kennen, ist dies ein großer Verlust. Die die Bhraman kennen, erreichen die Unsterblichkeit, während die anderen wahrlich Schmerzen erleiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. “Wenn eine Person sein eigenes Selbst als Gott erblickt, als den wahren Herrscher über alles, dann wird sie auch nicht mehr Angst haben.”&lt;br /&gt;
90. “In Ihm gibt es keine Mannigfaltigkeit mehr. Und wer in Ihm noch Vielfalt sieht, geht weiterhin von Tod zu Tod.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. “Laß‘ den weisen Brahmana, nachdem er sein Selbst gefunden hat, Weisheit weitergeben. Laß‘ ihn nicht mehr viele Worte suchen, denn die Worte sind verwirrend.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. “Derjenige, der weiß, der seine Sinne gebändigt hat, der ruhig ist, der frei von Wünschen ist, der beständig ist, der im Geistigen ist, der sein selbst im Selbst hält, der sieht alles als das Selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. “Sünde überwältigt ihn nicht, er hat die Sünde bezwungen. Frei von Sünden, frei von Unreinheiten, frei von Zweifeln, wird er ein wahrer Brahmana.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. “Das Selbst ist großartig, ungeboren, die Stärke und die Quelle des Reichtums. Und der, der dies versteht, erlangt Reichtum.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. “Brahman ist wahrlich frei von Angst, und der, der dies weiß, wird wahrlich der angstfreie Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DA, DA, DA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Die dreifaltige Brut des Prajapati; Devas (Götter), Menschen und Asuras (Dämonen) hausen als Brahmacharins bei ihrem Vater, Prajapati.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. Die Devas, nachdem sie ihre Studien beendet hatten, sagten zu Prajapati: „Nenne uns nun unsere Aufgabe“. Prajapati nannte ihnen die Silbe “Da” und danach “Habt Ihr dies verstanden?” Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: Damyata sei selbstbeherrscht”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. “Dann fragten die Menschen: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: Datta – Gib‘“.&lt;br /&gt;
99. Dann fragten die Asuras: “Sage auch uns unsere Aufgabe”. Und auch Ihnen nannte Prajapati die Silbe “&#039;Da”&#039;. Und er fragte: „Habt auch Ihr verstanden?“ Und sie antworteten: „Ja – wir verstehen. Du hast uns gesagt: Dayadhvam –sei gnädig”. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiefschlaf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. “Das Gleiche wird mit einer höheren Stimme wiederholt mit der Kraft des Donners, nämlich die Silben Da, Da, Da, mit der Bedeutung „Seid selbstbeherrscht, gebt und seid gnädig“.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. „Deshalb laßt uns den Dreiklang aus Zurückhaltung, Großzügigkeit und Barmherzigkeit lernen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*Upanishad&lt;br /&gt;
*Hinduismus&lt;br /&gt;
*Vedanta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Brihadaranyaka8.htm Vollständiger] Text der Brihadaranyaka Upanishad in der Übersetzung von Paul Deussen&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p38_Klassische-Upanishaden/ Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
{{strf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25955</id>
		<title>Brihadaranyaka Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Brihadaranyaka_Upanishad&amp;diff=25955"/>
		<updated>2012-06-08T14:40:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Brihadaranyaka Upanishad&#039;&#039;&#039; ist eine der älteren, der ursprünglichen Upanishaden. Sie entstammt dem Shukla [[Yajurveda]]. Sie gehört zu den elf wichtigsten, den klassischen Upanishaden, die alle von [[Shankara]] kommentiert wurden. Die Brihadaranyaka Upanishad gehört zusammen mit der Chandogya Upanishad zu den längeren Upanishaden. Sie gehört zu den wichtigsten Grundlagen von [[Vedanta]], insbesondere von A[[dvaita Vedanta]]. Brihadaranyaka heißt &amp;quot;Wald, Wildnis&amp;quot;. Dies steht dafür, dass in der Brihadaranyaka Upanishad ein großer Wald des Wissens enthalten ist. Und es steht dafür, dass die Lehrreden der Brihadaranyaka Upanishad im Wald stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brihadaranyaka Upanishad wird Yajnavalkya zugeschrieben. Sie ist eine besonders philosophische Upanishade. Sie besteht aus 3 Teilen, [[Kanda]]s: &lt;br /&gt;
* In Madhu Kanda wird die die Einheit der individuellen Seele mit Atman bzw. der Kosmischen Seele, Brahman erläutert&lt;br /&gt;
* In Muni Kanda steht das Zwiegespräch zwischen dem Weisen Yajnavalkya und einer seiner beiden Frauen, Maitreyi&lt;br /&gt;
* Im Khila Kanda werden verschiedene Formen der Meditation und geheime Rituale beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Brihadaranyaka Upanishad wird die [[Neti Neti]] Lehre und Methode beschrieben. Neti heißt hier &amp;quot;nicht dies, nicht dies&amp;quot;: Na heißt nicht, Iti heißt dies: Das Selbst kann nicht beschränkt werden auf &amp;quot;dies&amp;quot;, sondern ist unbeschreiblich. Auch ein bekanntes Gedicht bzw. Gebet stammt aus der Brihadaranyaka Upanishad:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Asato Ma Sat Gamaya&lt;br /&gt;
*Tamaso Ma Jyotir Gamaya&lt;br /&gt;
*Mrityor Maamritam Gamaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: &lt;br /&gt;
*Führe uns vom irrtümlichen [[Verständnis]] zur [[Erkenntnis]] der [[Wahrheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Dunkelheit]] [[Leid]] schaffender [[Verhaftung]]en zum reinen [[Licht]] freudevoller [[Unbedingtheit]]&lt;br /&gt;
*Führe uns von der [[Identifikation]] mit dem Vergänglichen zur [[Verwirklichung]] des Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Essenz der Brihadaranyaka Upanishad==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda hat die Brihadaranyaka Upanishad zusammengefasst. Er hat einige Verse ins Englische übersetzt, und andere Teile in eigene Worte in Versform gefasst. So bekommst du einen guten Überblick und Verständnis darüber, worum es in der Brihadaranyaka Upanishad geht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Shanti Mantra===&lt;br /&gt;
1. Das Ganze ist all „Dies“. Das Ganze ist all “Das”. Das Ganze wurde aus dem Ganzen geboren. Wenn das Ganze von dem Ganzen genommen wird, ist das, was bleibt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Om Frieden, Frieden, Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*Upanishad&lt;br /&gt;
*Hinduismus&lt;br /&gt;
*Vedanta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Brihadaranyaka8.htm Vollständiger] Text der Brihadaranyaka Upanishad in der Übersetzung von Paul Deussen&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p38_Klassische-Upanishaden/ Buch: Klassische Upanishaden - die 11 wichtigsten Upanishaden in der Übersetzung von Paul Deussen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;br /&gt;
{{strf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Barmherzigkeit&amp;diff=25952</id>
		<title>Barmherzigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Barmherzigkeit&amp;diff=25952"/>
		<updated>2012-06-08T14:07:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Barmherzigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Barmherzigkeit&#039;&#039;&#039;, von &#039;&#039;barm&#039;&#039;, also liebevoll, und &#039;&#039;Herz&#039;&#039;, ist eine Charaktereigenschaft, eine Tugend, die zur Handlung drängt. Ein barmherziger Mensch empfindet für Menschen in Not und hilft ihnen. &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; ist die deutsche Übersetzung von Misericordia, eine der wichtigsten Tugenden im [[Christentum]], im [[Buddhismus]], [[Judentum]], [[Hinduismus]], [[Islam]]. Barmherzigkeit ist nicht nur [[Mitgefühl]], sondern tätige [[Nächstenliebe]]. Im Neuen [[Testament]] findet man das [[Gleichnis]] vom barmherzigen [[Samariter]] - als [[Beispiel]] von einem [[Mensch]]en, der jemanden hilft, den er nicht kennt, und von dem er keinen [[Dank]] erwarten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Barmherzigkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Mercy&#039;&#039;. Der englische Ausdruck Mercy steht für Barmherzigkeit, [[Erbarmen]], [[Mitgefühl]], [[Gnade]]. Halte das im [[Hinterkopf]], wenn du die folgenden Absätze liest. Denn da ist &amp;quot;Mercy&amp;quot; übersetzt als &amp;quot;Barmherzigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barmherzigkeit als Eigenschaft Gottes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gott]] ist ein [[Ozean]] von [[Gnade]] und Barmherzigkeit. Er ist immer all-barmherzig. Wenn du mit ihm Umgang pflegen willst, wenn du dich mit ihm vereinigen willst, wenn du in ihm verweilen willst, kannst du auch eine [[Verkörperung]] des Barmherzigkeits werden. Barmherzigkeit ist eine wesentliches Merkmal eine [[Heilige]]n. Wenn du bei ihm kein Barmherzigkeit findest, sieh ihn nicht als einen Heiligen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barmherzigkeit als wichtige Tugend===&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit ist ein Gegenspieler der [[Unmenschlichkeit]], der [[Quälerei]], der [[Härte]], der [[Grobheit]], der [[Grausamkeit]]. Sie ist ein [[Freund]] der [[Güte]], der [[Sanftmut]], der [[Anmut]].&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit ist unter den Tugenden genau wie der [[Mond]] unter den Gestirnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit besitzt starke [[Macht]]. Sie ist intensive [[Festigkeit]]. Es verleiht [[Kraft]].&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit öffnet die Tür zu [[Freiheit]], [[Unsterblichkeit]] und ewiger [[Glückseligkeit]]. Sie macht das begrenzte [[Herz]] so weit wie den [[Himmel]]. Sie verleiht Flügel, um hoch in das [[Königreich]] des Höchsten Friedens aufzusteigen.&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit wandelt dich zu Göttlichkeit. Sie ist die mächtigste unter den Mächtigsten.&lt;br /&gt;
Gute Barmherzigkeit ist wie [[Nektar]]. Sie ist das wahre Kennzeichen oder Symbol ([[Linga]] ) der hohen [[Gesinnung]]. Barmherzigkeit ist die himmlische Fülle der Gnade und der Liebe. Sie ist wie ein Magnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit ist das höchste Kennzeichen Gottes. Barmherzigkeit erweicht und reinigt ein sündenverhärtetes [[Herz]].&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit scheint mit mehr [[Glanz]] als [[Gerechtigkeit]]. Barmherzigkeit schenkt [[Chitta]]-[[Prasada ]], also [[Seelenfrieden]]. Sei darum barmherzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit ist [[Güte]] und [[Geduld]], die sich in der Schonung eines Angreifers in seinem Machtbereich zeigt. Sie ist eine vergebende [[Gesinnung]]. Barmherzigkeit ist [[Mitgefühl]], tätige Nächstenliebe. Barmherzigkeit ist außergewöhnliche [[Herzensgüte]]. Sie kennt und versteht die [[Leiden]] anderer und ist bereit, ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz eines mitfühlenden Menschen ist weicher als Butter. Butter schmilzt nahe dem Feuer, aber das Herz eines mitfühlenden Menschen schmilzt sogar dann, wenn er die Leiden anderer aus der Entfernung sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bestandteile der Barmherzigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestandteile des Barmherzigkeits sind Herzensgüte, Mitgefühl, gutes Gefühl, [[Verständnis]], [[Mitempfinden]], außergewöhnliche Güte, [[Freundlichkeit]], [[Zuneigung]], [[Liebe]], Nächstenliebe, Großzügigkeit, [[Selbstlosigkeit]] und [[Aufopferung]].&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit, Mitempfinden, [[Sympathie]] und [[Erbarmen]] sind die Tugenden der gleichen Gattung. Barmherzigkeit ist die tonangebende unter ihnen. Sie ist göttlich. Sie beinhaltet nicht nur Mitempfinden, sondern auch [[Vergebung]], Liebe und [[Dienst]]. Ein barmherziger Mensch dient und liebt sogar den Menschen, der ihm schadete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Empathie]], Mitempfinden kommt als nächstes. Mitempfinden ist Mitleid oder [[Trauer]] über das [[Leiden]] anderer. Mitempfinden vereinigt [[Güte]] und Erbarmen und die [[Achtung]] und [[Anteilnahme]] mit dem aktiven helfenden Wesen der Barmherzigkeit, aber es wird nur geübt bei denen, die leiden oder unglücklich sind. Barmherzigkeit hat ebenfalls Vergebung, [[Toleranz]], Anteilnahme und kosmische Liebe zusätzlich zu den Eigenschaften die Mitempfinden ausmachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anteilnahme]] und Erbarmen sind lediglich [[Gefühl]]e für die andere. Während Mitempfinden menschliche [[Wesen]] und Tiere umfasst, wird Anteilnahme wird nur gegenüber seinesgleichen oder für diejenigen empfunden, die man kennt oder für diejenigen, die höher gestellt oder bekannter sind als man selbst. Aber, Anteilnahme ist nicht dynamisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbarmen ist das Gefühl für das Leiden Untergebener. Es deutet auf ein gewisse Menge an [[Selbstgefälligkeit]] und [[Dünkel]] in dem Menschen an, der Erbarmen mit anderen hat. Aufgrund dieser Selbstgefälligkeit, endet Erbarmen fast immer in Worten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedanken, Worte und Handlungen eines barmherzigen Menschen dagegen sind angefüllt mit Anteilnahme und Mitempfinden - und ein barmherziger Mensch wird auch tätig. Er teilt das, was er besitzt, mit anderen. Er opfert selbst seine eigenen Bedürfnisse und Annehmlichkeit dem Wohl anderer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Barmherzigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ein gefühlloses Herz hat, versuche kleine Handlungen der [[Freundlichkeit]] und der Barmherzigkeit. Geb einem armen kranken Menschen eine Tasse Milch (oder Sojamilch). Gebe einem armen Mensch im [[Winter]] eine schmale [[Wolldecke]]. Speise eine armen Menschen oder [[Sadhu]] einmal im Monat. Besuche ein [[Krankenhaus]] und bediene kranke [[Patient]]en. Dadurch kultivierst du Barmherzigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimm Anteil am Leid anderer. Sei mitfühlend in der [[Beurteilung]] anderer. Erinnere dich deiner eigenen [[Fehler]], [[Gebrechlichkeit]] und Schwächen. Sei bedächtig in deiner [[Kritik]] der anderen und großzügig gegen diejenigen, die falsch handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse anderen gegenüber [[Gnade]] walten. Andere werden ebenfalls dir gegenüber mitfühlend sein. Du wird Barmherzigkeit erhalten, wenn es am meisten benötigt wird. Die ist ein unabänderliches [[Gesetz]] [[Gott]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnere dich wieder und immer wieder [[Buddha]]s und seine Handlungen und die der anderer [[Heilige]]n. Lies über das Leben der Heiligen. Du wirst schrittweise Barmherzigkeit entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonne, der [[Baum]] der [[Fluss]] sind vorurteilslos. Genauso so kannst du Barmherzigkeit für deinen Freund und für deinen [[Feind]] aufweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verharre in der [[Gesellschaft]] der Heiligen und [[Weise]]n. Meditiere über Gott, Wiederhole seinen Namen und seinen [[Ruhm]]. Du wirst Barmherzigkeit entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe [[Meditation]] am früh am Morgen über die Eigenschaft der Barmherzigkeit. &lt;br /&gt;
Wenn du dich draußen in der Welt bewegst, empfinde „Ich werde heute barmherzig sein. Ich werde Gnadenakte verrichten“. Langsam wird Barmherzigkeit ein fester Bestandteil deines Wesens werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeige gegenüber Tieren und Personen, die sich in Not befinden, Barmherzigkeit. Trockne ihre Tränen. Dann wirst du gewiss gesegnet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge dem Beispiel Sri [[Swami Chidananda]], der ein wunderbares Herz angefüllt mit Barmherzigkeit hat. Er verband einen Hund, der ein Geschwür mit Würmern hatte. Er verband mit seinen eigenen Händen einen Aussätzigen drei Monate lang. Karitative Anstalten, gemeinnützige Krankenhäuser, Altersheime, Errichten von Brunnen, Wasserbecken, Suppenküchen, [[Annakshetra]] , [[Dharmashala]]s , Tierschutzvereine, Anstalten der [[Diakonie]] – sind alles Bekundungen des Barmherzigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge Barmherzigkeit in deinem Herzen aufglimmen. Möge dein Herz mit Barmherzigkeit erfüllt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Nächstenliebe]]&lt;br /&gt;
* [[Mitleid]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Großherzigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Gro%C3%9Fherzigkeit&amp;diff=25948</id>
		<title>Großherzigkeit</title>
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		<updated>2012-06-08T13:39:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Großherzigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Großherzigkeit&#039;&#039;&#039; heißt &amp;quot;von großem Herzen&amp;quot;. Großherzigkeit schließt [[Eigenschaft]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Großmut]], [[Vergebung]] mit ein. Großherzigkeit ist das Gegenteil von Kleinkrämerei. Großherzigkeit sieht über kleine Schwächen hinweg und sieht das dahinter liegende Gute. Großherzigkeit kommt oft aus der [[Weisheit]] und einer tiefen Liebe zu allen Menschen. Großherzigkeit kann im Lauf des Lebens immer mehr kultiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Großherzigkeit==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Magnanimity&#039;&#039;. Man kann Magnamity übersetzen als Großherzigkeit, als Großzügigkeit, als Großmut, als Seelengröße. Hier also das, was Swami Sivananda über Magnanamity, im Folgenden übersetzt als Großherzigkeit, schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großherzigkeit ist die [[Erhabenheit]] der [[Seele]]. Großherzigkeit ist die Erhöhung der [[Würde]], des [[Geist]]es. Großherzigkeit ist die [[Eigenschaft]] des Geistes, die einen Menschen über alles erhöht, das böse und ungerecht ist. Großherzigkeit ist [[Großmut]]. Großherzigkeit ist edel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großherzigkeit ist Großmut in der [[Empfindung]] oder in der [[Verhaltensweise]] gegen anderer. Großherzigkeit ist Erhebung über neidische, feige, rachgierige oder selbstsüchtige Beweggründe. Großherzigkeit ist Erhabenheit des [[Charakter]]s oder der [[Handlung]]. Großherzigkeit ist [[Seelengröße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großherzigkeit ist die Erhöhung oder die Erhabenheit des Seele, die [[Gefahr]] und [[Unglück]] mit [[Ruhe]] und [[Festigkeit]] begegnet, die deren Besitzer über [[Rache]] erhebt und ihn begeistert für gütige Taten der [[Nächstenliebe]], die ihn [[Ungerechtigkeit]] und [[Gemeinheit]] verachten lässt und ihn veranlasst, persönliche [[Bequemlichkeit]] und [[Sicherheit]] für Durchführung sinnvoller und edlen [[Ziel]]en zu opfern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein edelmütiger Mensch ist in seiner [[Empfindung]] erhaben. Er ist mutig und selbstlos. Er verachtet [[Versuchung]]en und was kleinlich und niederträchtig ist und verschmäht irische Pracht und [[Herrlichkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von allen Tugenden ist Großherzigkeit die seltenste.&lt;br /&gt;
Kraftvoll im Herz, mächtig im [[Geist]] - edelmütig ist tatsächlich, großartig im Leben zu sein. &lt;br /&gt;
Großzügigkeit, [[Hochherzigkeit]], [[Ritterlichkeit]], Großherzigkeit, edle [[Gesinnung]] der Seele sind gleichbedeutend mit Großherzigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Entschlossenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Großmut]]&lt;br /&gt;
*[[Vergebung]]&lt;br /&gt;
*[[Großzügigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vorsatz&amp;diff=25942</id>
		<title>Vorsatz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vorsatz&amp;diff=25942"/>
		<updated>2012-06-08T13:18:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Vorsatz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vorsatz&#039;&#039;&#039; heißt sich etwas vorzunehmen. Gute Vorsätze verhelfen dazu, seine Gewohnheiten zu ändern, seinen Charakter zu entwickeln, Gutes zu tun, erfolgreich zu sein. Allerdings sagt auch der Volksmund: &amp;quot;Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen&amp;quot;. Es gilt also, richtige Vorsätze zu fassen, solche, die man auch umsetzen kann. Und es gilt zu lernen, &#039;&#039;&#039;wie&#039;&#039;&#039; man gute Vorsätze auch umsetzen kann. Jeder kleine umgesetzte Vorsatz, jeder kleine Erfolg in dem was man sich vorgenommen hat, stärkt die Kraft des nächsten Vorsatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Vorsatz==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Resolution&#039;&#039;. Man kann resolution übersetzen als Vorsatz, aber auch als Entschlusskraft - wie im Deutschen der Ausdruck &#039;&#039;ein resoluter Mensch&#039;&#039;. Hier also was Swami Sivananda schreibt über &amp;quot;Resolution&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsatz ist der feste [[Entschluss]]. Es bedeutet [[Stetigkeit]]. Es bedeutet [[Ausdauer]] oder ein unwiderrufliche [[Absicht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch mit Vorsätzen ist entschlossen. Er hat eine unwiderrufliche [[Absicht]]. Er ist beharrlich im Verfolgen einer Absicht. Er ist unerschütterlich standhaft und beständig. Er ist mutig und unerschrocken. Er ist ein [[Mensch]] mit entschlossenem [[Wille]]n. Er ist beharrlich in der [[Zielsetzung]] und Absicht, und er weist [[Bestimmtheit]] in deren [[Einhalten]] auf, besonders im [[Angesicht]] von [[Gefahren]] und Schwierigkeit. Er besitzt aktive innere [[Stärke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der beständig und entschlossen im Willen ist, wird in all seinen Unternehmungen Erfolg haben. [[Misserfolg]] ist ihm unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lege den furchtlosen Geist des Vorsatzes an. Marschiere weiter, [[Held]]! Deine Ausdauer wird mit leichtblütige  [[Erfolg]] gekrönt sein. Aller Hindernisse werden augenblicklich entfernt werden.&lt;br /&gt;
Ein Vorsatz ist allmächtig. Ein Mensch mit Vorsatz erklimmt alle [[Barriere]]n, die sich in seinen [[Weg]] stellen. Alle [[Schwierigkeit]]en weichen von ihm. [[Mut]], beständige [[Beharrlichkeit]], innere [[Stärke]] und [[Kraft]] sind die Begleiter des [[Vorsatz]]es. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch mit Vorsatz hat den [[Nerv]], der nie ruht, das Auge, das nie zurückschreckt, den Gedanken, der nie wandert, ein [[Absicht]], die nie wankt. Er wird immer den [[Sieg]] erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsatz ist dein Seelenhelfer in der Not. Sei entschlossen und resolut. Marschiere beständig weiter. Gürte deine Lenden. Halte durch. Du kannst die ganze [[Welt]] erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Mensch]] mit [[Vorsatz]] pulverisiert den [[Himalaya]], schluckt das [[Feuer]] und trinkt das [[Wasser]] des [[Ozean]]s in einer Minute. Er kann alles in den drei [[Welt]]en im Handumdrehen erreichen. Selbst wenn die ganze Welt ihn bekämpft, marschiert er mit unverzagten [[Geist]] voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle berühmten Menschen, die [[Bedeutung]] erlangt haben und die in dieser [[Welt]] übermenschliche Taten vollbrachten, besaßen einen [[Vorsatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wo ein Vorsatz ist, herrscht ein dynamischer, unaufhaltsamer, starker [[Wille]]. [[Vorsatz]] und starker [[Wille]] gehen Hand in Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei resolut. Halte an Entschlüssen fest. Bekräftige deine Entschlüsse. Dann wirst du dienen Willen entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Entschlossenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Mut]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Manieren&amp;diff=25939</id>
		<title>Manieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Manieren&amp;diff=25939"/>
		<updated>2012-06-08T13:02:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Entschlossenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Manieren&#039;&#039;&#039; sind gute [[Umgangsformen]]. Gute Manieren heißt gutes [[Benehmen]]. Auf der einen Seite sind Manieren etwas Spießiges. Äußerlich gute Manieren haben, aber kein [[Mitgefühl]] mit den [[Mensch]]en, führt zur [[Entfremdung]] der Menschen voneinander. Wer hauptsächlich überlegt, ob der andere gute Manieren hat und ob seine eigenen Manieren gut genug sind, stellt keine [[Herzensverbindung]] zu seinen Mitmenschen her. Da Manieren meist in der [[Kindheit]] gelernt werden, kann ein starkes Bestehen auf Manieren gesellschaftliche Unterschiede zementieren und gesellschaftlichen Aufstieg verhindern. Andererseits meinte Freiherr von [[Knigge]], dass gute Manieren Ausdruck von [[Rücksicht]] auf andere Menschen sind. So gilt es einen [[Mittelweg]] zu finden: Die [[Essenz]] guter Manieren ist Rücksicht auf andere. So sollte auch ein [[spirituell]]er [[Aspirant]] sich darum bemühen, sein [[Verhalten]] den gültigen Manieren der [[Gesellschaftsgruppe]] anzupassen, in der er sich befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gute Manieren sind kontextabhängig==&lt;br /&gt;
Gute Manieren sind je nach Kontext ganz unterschiedlich: &lt;br /&gt;
*In [[Indien]] ist das [[Essen]] mit den Händen Ausdruck guter Manieren - in [[Europa]] nicht&lt;br /&gt;
*In Europa ist es akzeptabel, wenn Frauen Hemden tragen, welche die [[Schultern]] sichtbar werden lassen, in Indien nicht&lt;br /&gt;
*In Indien ist es aber für Frauen ganz ok, den [[Nabel]] unbedeckt zu halten - was in Europa als schlechte Manieren gelten kann&lt;br /&gt;
*In [[Yoga]] [[Ashram]]s zeugt es von guten Manieren, keine Straßenschuhe zu tragen. In Cafes in Europa und [[Amerika]] wäre es ganz unakzeptabel barfuß zu sein&lt;br /&gt;
*In moslemischen [[Moschee]]n und in [[Hindu]] und buddhistischen [[Tempel]]n ist es üblich, die Schuhe vor dem Betreten auszuziehen - in christlichen [[Kirche]]n würde das als [[Gotteslästerung]] empfunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine gute [[spirituell]]e [[Praxis]], sich auf unterschiedliche [[Kultur]]en einzustellen und so unterschiedliche Manieren zu lernen. [[Einfühlungsvermögen]] und [[Offenheit]] werden geschult - [[Toleranz]] und [[Respekt]] auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Manieren==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Manners&#039;&#039;, also Manieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Manieren“ ist gutes [[Verhalten]] beziehungsweise respektvolles [[Benehmen]]. Manieren sind guter [[Charakter]], gute [[Erziehung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Manieren“ ist das [[Auftreten]] oder das [[Verhalten]], das typisch für jemanden ist. Es ist die persönliche [[Haltung]]. Es ist das [[Gebaren]]. Es bedeutet höfliches, anständiges, kultiviertes [[Benehmen]]. Ein Mensch mit guten [[Manieren]] ist frei von [[Unhöflichkeit]]. Er ist wohlerzogen. Er ist zuvorkommend, anständig, höflich und freundlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Manieren erzeugen gutes Verhalten. Sie bestehen aus [[Höflichkeit]] und [[Freundlichkeit]]. Sie sind die [[Kunst]], es den [[Mensch]]en, mit denen du verkehrst leicht zu machen. Sie machen das [[Leben]] farbig.&lt;br /&gt;
Manieren sind das Ergebnis von sehr viel gesundem [[Menschenverstand]], etwas guter [[Veranlagung]] und ein klein wenig [[Entsagung]] anderen zuliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch mit guten Manieren ist immer umgänglich und zuvorkommend. Gute Manieren sind die beste Sache in dieser [[Welt]], um einen guten [[Ruf]] zu bekommen und [[Freundschaft]] zu schließen. Ein Mensch mit guten Manieren isst still, bewegt sich ruhig, lebt friedlich und verliert selbst sein [[Geld]] still. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Manieren gehen über rein äußere Gesetze und Regeln hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Manieren ebnen den [[Lebensweg]]. Sie machen einen Vorgesetzten entgegenkommend, einen Gleichgestellten liebenswürdig, einen Untergebenen genehm. Sie ebnen Abgrenzungen, machen [[Unterhaltung]] angenehmer und machen jeden in der [[Begleitung]] umgänglicher mit sich selbst. Sie erzeugen guten Charakter, gegenseitiges [[Wohlwollen]], beruhigt den Unruhigen, ermutigen den Ängstlichen und vermenschlicht den Erbitterten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manieren sind untergeordnete Sitten. Sie sind die Schatten der [[Tugend]]. Sie sind ein zu achtender Reisepass. Sie sind die [[Blüte]] des guten Menschenverstandes und des guten [[Gefühl]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nachlässigkeit]], Mangel an [[Rücksicht]], [[Stolz]], [[Arroganz]], [[Ungeduld]] sind die wichtigsten [[Quelle]]n der schlechten Manieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Manieren sind immer ein Teil der guten Sitten, sie sind eine seltene Gabe. Sie reifen mühelos und zügig in den Sitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei still wie zu dir selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Demut]]&lt;br /&gt;
*[[Ernährung]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Ethik]]&lt;br /&gt;
*[[Sitten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Sanftmut&amp;diff=25936</id>
		<title>Sanftmut</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Sanftmut&amp;diff=25936"/>
		<updated>2012-06-08T12:40:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Entschlossenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Sanftmut&#039;&#039;&#039; ist die [[Tugend]], mit [[Freundlichkeit]] und [[Einfühlungsvermögen]] auf andere zuzugehen. Sanftmut kommt aus [[Weisheit]]. Ein Mensch mit Sanftmut hat großes [[Verständnis]] für die unterschiedlichen [[Temperament]]e der [[Mensch]]en. Mit Freundlichkeit kommt ein sanftmütiger Mensch oft besser voran als ein aggressiver Mensch mit [[Durchsetzungsvermögen]]. In der [[Gegenwart]] eines sanftmütigen Menschen verlieren andere ihre [[Scheu]] und [[Schüchternheit]]. Ein sanftmütiger Mensch kann anderen Menschen allein durch seine [[Gegenwart]] [[Heilung]] schenken. Nicht immer ist Sanftmut allein angebracht. Manchmal braucht es auch Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen. [[Jesus]] sagte aber schon in der [[Bergpredigt]]: &amp;quot;Selig sind die Sanftmütigen. Denn sie werden das [[Erdreich]] besitzen&amp;quot; (Matthäus V 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Entschlossenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Meekness&#039;&#039;, welches man als Sanftmut übersetzen kann, aber auch als [[Demut]], [[Bescheidenheit]] und [[Milde]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut ist der [[Zustand]] oder die [[Eigenschaft]], mild und einfühlsam im [[Charakter]] zu sein. Sanftheit ist [[Ergebenheit]]. Sanftheit ist [[Demut]]. Sanftheit ist [[Güte]] des Charakters. Sanftheit ist [[Unterwerfung]] unter [[Gott]]es [[Wille]]n. Es ist die tiefe, gute [[Wurzel]], aus der alle göttlichen Tugenden keimen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesegnet sind die Sanftmütigen, denn sie werden bald ewigen [[Friede]]n erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut ist reich an gutem [[Wille]]n. Sanftmut schließt [[Rache]], [[Reizbarkeit]], krankhafte [[Empfindlichkeit]] aus. &lt;br /&gt;
Ein sanftmütiger Mensch erträgt geduldig den [[Unmut]] der anderer.&lt;br /&gt;
Sanftmut ist erhabene [[Entsagung]]. Es ist die Abwesenheit von [[Eigenliebe]] und [[Eingebildetheit]].&lt;br /&gt;
Sanftmütigkeit ist eine stabile Grundlage aller Tugenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut ist der Kern der wahren [[Religion]]. Sie ist eine wesentliche Tugend des [[Heilige]]n. Sie ist keine schwache oder ängstliche [[Charaktereigenschaft]]. Sie ist eine macht. Sanftmut ist hohe [[Gesinnung]]. Sie ist immer [[Gnade]]. Die [[Blume]] der Sanftmut wächst auf einem Stil der Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott gefällt es, in den [[Herz]]en der Sanftmütigen zu verweilen.&lt;br /&gt;
Die erste, die zweite und die dritte Sache in der Religion ist die Sanftmut. Sanftmut ist der Zugang zu [[spirituell]]er [[Herrlichkeit]]. Sie macht einen Menschen göttlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut ist die [[Wurzel]], die [[Mutter]], die [[Heldin]] aller Tugenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut ist der einzige Weg, der dich zu Gott führt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut, [[Aufmerksamkeit]], [[Nächstenliebe]], [[Höflichkeit]], [[Anmut]] sind alles Tugenden vom gleichen Stock. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Prüfung eine Heiligen oder eine wirklich großen Mensch ist seine Sanftmut. Sanftmut enthüllt das göttliche [[Licht]].&lt;br /&gt;
Gott wandelt mit den Sanftmütigen. ER offenbart sich den Sanftmütigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Demut]]&lt;br /&gt;
*[[Mut]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Mitleid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Ernsthaftigkeit&amp;diff=25932</id>
		<title>Ernsthaftigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Ernsthaftigkeit&amp;diff=25932"/>
		<updated>2012-06-08T12:10:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Entschlossenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ernsthaftigkeit&#039;&#039;&#039; ist die Fähigkeit, eine Sache mit Engagement, mit Herz, Besonnenheit und Entschlossenheit anzugehen. Ernsthaftigkeit ist eine Charaktereigenschaft, eine Tugend, mit der man sich einer Sache ganz widmen kann. Wenn man sich mit Ernsthaftigkeit einer Sache widmet, kann man diese zum Erfolg führen. Ein Gegenpol zur Ernsthaftigkeit ist Leichtigkeit und Lebensfreude. Im Ayurveda gilt Ernsthaftigkeit als eine Tugend der Pitta und auch der Kapha Menschen. Vata Menschen verkörpern mehr den Gegenpol der Leichtigkeit, des Spielerischen. In einer Gruppe von Menschen braucht es solche, die mehr die Ernsthaftigkeit verkörpern, damit Dinge auch langfristig umgesetzt werden. Und es braucht solche, die mehr die Leichtigkeit, das Spielerische verkörpern - das erhöht die Lebensfreude. Manche Menschen können sowohl ernsthaft als auch spielerisch sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernsthaftigkeit in der Yoga Praxis==&lt;br /&gt;
Wer auf dem Yoga Weg voran kommen will, braucht eine gewisse Ernsthaftigkeit. Das gilt ganz besonders, wer Yoga als spirituellen Weg ansieht, um zu Samadhi, zur Erleuchtung zu gelangen. Zwar gehören Humor und Leichtigkeit auch zum Yoga. Jedoch ist Yoga nicht etwas was mit halbherzigem Bemühen zu höheren Bewusstseinsebenen führt. Vielmehr ist die Gottverwirklichung das höchste und wichtigste Ziel, was man sich als Mensch setzen kann. Und dieses Ziel erfordert alle Bemühung, alle Ernsthaftigkeit. Man sollte dabei aber nicht zu verbissen sein - hier kommt dann wieder die Leichtigkeit ins Spiel. Letztlich ist die Verwirklichung auch eine Frage von Gnade. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Entschlossenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]], [[Guru]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Earnestness&#039;&#039;, am besten zu übersetzen als Ernsthaftigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit ist die [[Einstellung]] der [[Aufrichtigkeit]]. Es ist [[Eifer]] hervorgerufen durch den [[Verstand]]. &lt;br /&gt;
Ein ernsthafter [[Mensch]] ist bestimmend. Er ist darauf erpicht, der Stimme des Gewissens zu gehorchen. Er ist bedacht, ernsthaft und aufrichtig. Er zeigt starken [[Wille]]n. Er ist leidenschaftlich beim Verfolgen eines [[Ziel]]es. Er gibt sein ganzes [[Herz]] zu der vor ihm liegenden [[Arbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wünschst du, irgendeine [[Wissenschaft]] zu beherrschen oder [[Leistung]] zu meistern? Dann gibt dich dieser [[Sache]] hin. Sei ernsthaft und aufrichtig. Dann wirst du erfolgreiche Glanzleistungen vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr viel mehr als reine [[Talent]]e, werden [[Enthusiasmus]] und Ernsthaftigkeit in der [[Arbeit]] den [[Sieg]] davon tragen.&lt;br /&gt;
Es wird überall festzustellen sein, dass [[Mensch]]en, die im [[Geschäftsleben]] oder in anderen Dingen [[Erfolg]] erlangen, Menschen waren, die sich ernsthaft dieser Sache hingaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ernsthafter Mensch findet die notwendigen [[Mittel]]. Er erzeugt die Mittel.&lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit überwindet [[Schwäche]], trotzt [[Gefahr]], überwindet [[Schmerz]], stärkt [[Hoffnung]], macht [[Schwierigkeit]]en leichter, verringert das [[Gefühl]] der der [[Müdigkeit]] bei deren [[Überwindung]], verleiht [[Ausdauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch mag der aller klügste der Menschen sein, er mag brillant sein. Aber ohne Ernsthaftigkeit kann niemand bedeutend sein oder  wirklich große Dinge vollbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst nicht über etwas ernsthaft sein, das nicht selbstverständlich und nachhaltig deine Gedanken beschäftigt. &lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit ist die [[Hingabe]] aller Fähigkeiten. Sie gibt [[Geduld]]. Sie ist die [[Ursache]] für  Geduld. Sie verleiht [[Zielstrebigkeit]] und menschliche [[Begeisterung]]. &lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit ist die beste [[Quelle]] der geistigen [[Kraft]]. Sie verleiht [[Intellekt]] und Klarheit.&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Ersatz für die gründliche, leidenschaftliche und aufrichtige Ernsthaftigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ernsthafter Mensch ist aufrichtig in der Absicht. Er ist zielstrebig und entschlossen namentlich im Bezug auf [[Moral]] und religiöse Wichtigkeit, [[Seele]] und [[Rede]].&lt;br /&gt;
Es muss eine bedeutende und ernsthafte [[Seele]] hinter einem großen [[Grund]] sein. Wenn ein Mensch ernsthaft in seiner Sprechweise, seiner Bestrebung und seiner Handlung ist, sagen wir: “Die Sprechweise von Herrn XY ist ernsthafte Sprache; Die  Bestrebung von Frau YZ ist ernsthafte [[Bemühung]]. XYZ  ist ein ernsthafter Doktor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Demut]]&lt;br /&gt;
* [[Entscheidung]]&lt;br /&gt;
* [[Übereifer]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Wagemut]]&lt;br /&gt;
*[[Kühnheit]]&lt;br /&gt;
*[[Leichtsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Mut]]&lt;br /&gt;
*[[Entschlossenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Leichtigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Humor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Entschlossenheit&amp;diff=25930</id>
		<title>Entschlossenheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Entschlossenheit&amp;diff=25930"/>
		<updated>2012-06-08T11:50:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Entschlossenheit in der Yoga Praxis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Entschlossenheit&#039;&#039;&#039; ist die [[Fähigkeit]], seine Entschlüsse auch umzusetzen. Entschlossenheit heißt, sich auch nicht von [[Hindernis]]sen und [[Widrigkeit]]en davon abhalten zu lassen, das Beschlossene umzusetzen. Innere Entschlossenheit gibt [[Kraft]] und [[Energie]]. Vom [[Ayurveda]] her ist Entschlossenheit eine Eigenschaft der [[Pitta]] Menschen. Entschlossenheit muss ergänzt werden durch [[Offenheit]]. Entschlossenes Handeln braucht als [[Gegenpol]] [[Vorsicht]] und [[Umsicht]]. So ist es gut, dass in einer [[Gruppe]] von [[Mensch]]en jemand ist, der zu Entschlossenheit bereit ist - und jemand anderes der eher vorsichtig ist. Zu große Entschlossenheit kann dazu führen, über [[Leiche]]n hinweg zu gehen. Von der [[Yoga]] [[Ethik]] her gilt: Der [[Zweck]] heiligt nicht alle [[Mittel]]. Zum Äußersten entschlossen zu sein kann Menschen in den [[Abgrund]] führen. Zu viel [[Zögerlichkeit]], zu viel [[Skepsis]] ist aber auch nicht gut, und verhindert, dass etwas vollbracht werden kann. So ist ein guter [[Mittelweg]] oft das beste. Und manchmal braucht es große Entschlossenheit, manchmal die Offenheit und die Fähigkeit abzuwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entschlossenheit in der Yoga Praxis==&lt;br /&gt;
Wer im [[Yoga]] voran kommen will, braucht Entschlossenheit. Insbesondere wer Yoga als Teil seines spirituellen Weges sieht, sollte sich entschließen, Yoga konsequent zu praktizieren. Der/die Yoga [[Aspirant]]/in braucht die Entschlossenheit,&lt;br /&gt;
*täglich zu üben&lt;br /&gt;
*konsequent zu sein im yogischen [[Lebensstil]], was [[vegetarisch]]e [[Ernährung]], gesunde Lebensführung etc. beinhaltet&lt;br /&gt;
*in ethischen Fragen klar zu sein, sich also der [[Lüge]], kleinerer und größerer [[Betrügerei]]en zu enthalten, sich nicht bestechen zu lassen und niemanden zu bestechen, mit anderen Worten sich an [[Satya]], [[Asteya]] und [[Aparigraha]] zu halten&lt;br /&gt;
*an sich selbst zu arbeiten, in [[Charakter]]entwicklung, spiritueller Sichtweise etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Entschlossenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]], [[Guru]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Determination&#039;&#039;. Das englische Wort Determination heißt Entschlossenheit, [[Entschlusskraft]], [[Bestimmtheit]]. Hier die Worte des [[Meister]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist das [[Treffen]] von [[Entscheidung]], [[Festigkeit]] in der [[Absicht]], Charakterentscheidung. Es ist die Handlung gemäß der Entscheidung die man getroffen hat. Entschlossenheit ist Entschlusskraft, Bestimmtheit.&lt;br /&gt;
Entschlossenheit heißt, nach einer Entscheidung den Entschluss umzusetzen, auch wenn Hindernisse im Weg stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist im Wesentlichen eine Charaktereigenschaft, die entwickelbar ist.&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist eine psychische Gewohnheit des Setzens einiger Handlungsrichtlinien, mit der festen Absicht, diese zu beachten. Es ist das Beachten der Ziele und Vorsätze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du feurige [[Entschlusskraft]] hast, wirst du [[Erfolg]] in allen deinen Unternehmungen und in der [[Selbsterkenntnis]] erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das englische Wort für Entschlossenheit &amp;quot;determination&amp;quot; bedeutet wörtlich das Abbrechen oder Verkürzen von Debatten oder Befragungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlusskraft ist das Setzen der Grenzen innerhalb derer man handeln muss. Entschlossenheit ist das Trennen des notwendigen Handelns von allem was möglicherweise [[Zweifel]] oder [[Verzögerung]] auslöst. Es bezieht sich immer auf eine Einzelhandlung. Entschlusskraft könnte die gleiche Bedeutung haben oder es könne sich auf die Gewohnheit des [[Geist]]es beziehen, der bereitwillig formt und anhaften zu entscheiden.&lt;br /&gt;
Entscheidung oder Entschlusskraft markiert hauptsächlich den Beginn einer Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist das, was bis zum Erreichen des Ziels notwendig ist. [[Zweifel]], [[Schwanken]], [[Wankelmut]], [[Zögern]], [[Unentschlossenheit]], [[Unausgewogenheit]], [[Unschlüssigkeit]] und [[Flatterhaftigkeit]] sind Gegenbegriffe zu Entschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch mit starkem, reinem und unaufhaltsamen [[Wille]]n zeichnet sich durch feurige Entschlusskraft aus.&lt;br /&gt;
Stärke deinen Willen und kultiviere deine Entschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Demut]]&lt;br /&gt;
* [[Entscheidung]]&lt;br /&gt;
* [[Übereifer]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Wagemut]]&lt;br /&gt;
*[[Kühnheit]]&lt;br /&gt;
*[[Leichtsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Mut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Entschlossenheit&amp;diff=25929</id>
		<title>Entschlossenheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Entschlossenheit&amp;diff=25929"/>
		<updated>2012-06-08T11:49:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Entschlossenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Entschlossenheit&#039;&#039;&#039; ist die [[Fähigkeit]], seine Entschlüsse auch umzusetzen. Entschlossenheit heißt, sich auch nicht von [[Hindernis]]sen und [[Widrigkeit]]en davon abhalten zu lassen, das Beschlossene umzusetzen. Innere Entschlossenheit gibt [[Kraft]] und [[Energie]]. Vom [[Ayurveda]] her ist Entschlossenheit eine Eigenschaft der [[Pitta]] Menschen. Entschlossenheit muss ergänzt werden durch [[Offenheit]]. Entschlossenes Handeln braucht als [[Gegenpol]] [[Vorsicht]] und [[Umsicht]]. So ist es gut, dass in einer [[Gruppe]] von [[Mensch]]en jemand ist, der zu Entschlossenheit bereit ist - und jemand anderes der eher vorsichtig ist. Zu große Entschlossenheit kann dazu führen, über [[Leiche]]n hinweg zu gehen. Von der [[Yoga]] [[Ethik]] her gilt: Der [[Zweck]] heiligt nicht alle [[Mittel]]. Zum Äußersten entschlossen zu sein kann Menschen in den [[Abgrund]] führen. Zu viel [[Zögerlichkeit]], zu viel [[Skepsis]] ist aber auch nicht gut, und verhindert, dass etwas vollbracht werden kann. So ist ein guter [[Mittelweg]] oft das beste. Und manchmal braucht es große Entschlossenheit, manchmal die Offenheit und die Fähigkeit abzuwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entschlossenheit in der Yoga Praxis==&lt;br /&gt;
Wer im [[Yoga]] voran kommen will, braucht Entschlossenheit. Insbesondere wer Yoga als Teil seines spirituellen Weges sieht, sollte sich entschließen, Yoga konsequent zu praktizieren. Der/die Yoga [[Aspirant]]/in braucht die Entschlossenheit,&lt;br /&gt;
*täglich zu üben&lt;br /&gt;
*konsequent zu sein im yogischen [[Lebensstil]], was [[vegetarisch]]e [[Ernährung]], gesunde Lebensführung etc. beinhaltet&lt;br /&gt;
*in ethischen Fragen klar zu sein, sich also der [[Lüge]], kleinerer und größerer [[Betrügerei]]en zu enthalten, sich nicht bestechen zu lassen und niemanden zu bestechen, mit anderen Worten sich an [[Satya]], [[Asteya]] und [[Aparigraha]] zu halten&lt;br /&gt;
*an sich selbst zu arbeiten, in [[Charakter]]entwicklung, spiritueller Sichtweise etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Entschlossenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]], [[Guru]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Determination&#039;&#039;. Das englische Wort Determination heißt Entschlossenheit, [[Entschlusskraft]], [[Bestimmtheit]]. Hier die Worte des [[Meister]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist das [[Treffen]] von [[Entscheidung]], [[Festigkeit]] in der [[Absicht]], Charakterentscheidung. Es ist die Handlung gemäß der Entscheidung die man getroffen hat. Entschlossenheit ist Entschlusskraft, Bestimmtheit.&lt;br /&gt;
Entschlossenheit heißt, nach einer Entscheidung den Entschluss umzusetzen, auch wenn Hindernisse im Weg stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist im Wesentlichen eine Charaktereigenschaft, die entwickelbar ist.&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist eine psychische Gewohnheit des Setzens einiger Handlungsrichtlinien, mit der festen Absicht, diese zu beachten. Es ist das Beachten der Ziele und Vorsätze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du feurige [[Entschlusskraft]] hast, wirst du [[Erfolg]] in allen deinen Unternehmungen und in der [[Selbsterkenntnis]] erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das englische Wort für Entschlossenheit &amp;quot;determination&amp;quot; bedeutet wörtlich das Abbrechen oder Verkürzen von Debatten oder Befragungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlusskraft ist das Setzen der Grenzen innerhalb derer man handeln muss. Entschlossenheit ist das Trennen des notwendigen Handelns von allem was möglicherweise [[Zweifel]] oder [[Verzögerung]] auslöst. Es bezieht sich immer auf eine Einzelhandlung. Entschlusskraft könnte die gleiche Bedeutung haben oder es könne sich auf die Gewohnheit des [[Geist]]es beziehen, der bereitwillig formt und anhaften zu entscheiden.&lt;br /&gt;
Entscheidung oder Entschlusskraft markiert hauptsächlich den Beginn einer Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossenheit ist das, was bis zum Erreichen des Ziels notwendig ist. [[Zweifel]], [[Schwanken]], [[Wankelmut]], [[Zögern]], [[Unentschlossenheit]], [[Unausgewogenheit]], [[Unschlüssigkeit]] und [[Flatterhaftigkeit]] sind Gegenbegriffe zu Entschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch mit starkem, reinem und unaufhaltsamen [[Wille]]n zeichnet sich durch feurige Entschlusskraft aus.&lt;br /&gt;
Stärke deinen Willen und kultiviere deine Entschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Demut]]&lt;br /&gt;
* [[Entscheidung]]&lt;br /&gt;
* [[Übereifer]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Wagemut]]&lt;br /&gt;
*[[Kühnheit]]&lt;br /&gt;
*[[Leichtsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Mut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mut&amp;diff=25927</id>
		<title>Mut</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mut&amp;diff=25927"/>
		<updated>2012-06-08T09:19:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Mut&#039;&#039;&#039; ist die Fähigkeit, beherzt etwas anzugehen, dessen Ausgang nicht sicher ist. Mut heißt auch dem, was ist, ins Auge zu schauen. Mut kann so weit gehen, dass man bereit ist, sein [[Leben]] zu riskieren, um etwas [[Gutes]] zu bewirken. Mut ist das Gegenteil von Furcht. Um zu überleben braucht ein [[Mensch]] beides: Furcht und Mut. Mut ohne [[Furcht]] ist [[Waghalsigkeit]]. Furcht ohne Mut kann zur allgemeinein Angststörung werden. Mut zusammen mit Vorsicht und Besonnenheit und Enthusiasmus kann viel bewirken. Es ist dabei nicht notwendig, dass man alle Eigenschaften in sich trägt. Wer besonders mutig ist, braucht jemanden im [[Team]], der vorsichtig und besonnen ist. Jemand, der besonders bedächtig ist, braucht spontane, kreative und mutige Menschen in seiner [[Umgebung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mut auf dem Spirituellen Weg==&lt;br /&gt;
Auf dem spirituellen Weg braucht man Mut um&lt;br /&gt;
* etwas anders zu sein als andere&lt;br /&gt;
* höheren [[Ideal]]en nachzugehen als andere&lt;br /&gt;
* seinen [[Schattenseite]]n ins [[Auge]] zu schauen, welche im Lauf der [[Meditation]]spraxis auftauchen&lt;br /&gt;
* weiter zu machen auch wenn es mal nicht so einfach ist - und man Rückschläge einstecken musste&lt;br /&gt;
* auf Provokationen, [[Kränkung]]en nicht sofort zu reagieren&lt;br /&gt;
* sich für eine gute Sache zu engagieren - auch gegen [[Unrecht]] das anderen geschieht&lt;br /&gt;
* Versuchungen nicht nachzugehen, auch wenn das manchmal der einfachere Weg wäre&lt;br /&gt;
* seinen Visionen, seiner [[Berufung]], seinem [[Herz]]en zu folgen - wenn man eine entsprechende Eingebung hatte&lt;br /&gt;
* feinstoffliche Erfahrungen zu machen - also [[Astralwesen]], [[Engel]] etc. wahrzunehmen, Energieerfahrungen zu machen&lt;br /&gt;
* spirituelle Erfahrungen zu machen - zu erfahren, dass mein ein [[Wesen]] ist jenseits von [[Zeit]], [[Raum]] und [[Kausalität]], jenseits von [[Körper]] und [[Geist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sanskrit Wörter für Mut==&lt;br /&gt;
Es gibt im Sanskrit verschiedene Wörter für Mut. Es gibt jeweils kleine Bedeutungsunterschiede:&lt;br /&gt;
* [[Dhira]] ist ein Adjektiv und heißt mutig, selbstbeherrscht, klug&lt;br /&gt;
* [[Parakrama]] heißt Mut, Stärke&lt;br /&gt;
* [[Abhaya]] heißt [[Furchtlosigkeit]]. [[Bhaya]] heißt [[Furcht]]. In der [[Bhagavad Gita]] erscheint der Ausdruck Abhaya in verschiedenen Aufzählungen von Tugenden. [[Krishna]] ermutigt [[Arjuna]] an verschiedenen Stellen der Bhagavad Gita, Mut zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Mut==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über Courage, also Mut:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut ist ein tapferer, unerschrockener [[Geist]], angstfrei, [[Furchtlosigkeit]], [[Unerschrockenheit]]. Das ist die Eingeschaft, die Menschen befähigt, [[Gefahr]]en ohne [[Angst]] zu begegnen.&lt;br /&gt;
Mut erweitert deine [[Ressourcen]], während [[Feigheit]] sie verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abhaya]]  ist Mut oder Furchtlosigkeit. Im 16. Kapitel der [[Gita]] kommt diese [[Tugend]] an erster Stelle. [[Spiritueller Fortschritt]] ist ohne Mut unmöglich. Mut stellt einem wesentlichen Bestandteil eines hohen [[Charakter]]s dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Mut gibt es keine [[Wahrhaftigkeit]]. Du kannst nichts auf der Welt ohne Mut tun. Es ist die größte Seelentugend. &lt;br /&gt;
Mut triumphiert. Mut ist erfolgreich. Mut überwindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut ist die Seeleneigenschaft, die einen Menschen befähigt, [[Gefahr]], [[Widerspruch]] und [[Schwierigkeit]]en mit [[Beständigkeit]], [[Ruhe]] und [[Unerschrockenheit]] zu begegnen oder Geistern ohne [[Angst]] oder Furcht.&lt;br /&gt;
Ein mutier Mensch ist besonnen und ruhig. In Anbetracht von Gefahr ist es sehr besonnen. Er ist geistig entschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Physischer und moralischer Mut===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Physischer und moralischer Mut sind erforderlich, um einen Menschen bedeutend zu machen. [[Moral]]ischer Mut ist eine Tugend höherer [[Ordnung]] als die physische. Die moralische Tugend wirkt veredelnd.&lt;br /&gt;
Physischer Mut hängt von körperlicher Kraft und Unerschrockenheit ab. Moralischer Mut ist die Eigenschaft, die jemanden befähigt, eine gute Richtung zu verfolgen auch wenn man dabei [[Missachtung]], [[Missfallen]], Kränkung oder gar Verfolgung erfährt.&lt;br /&gt;
Wahrer Mut ist nicht die brutale [[Kraft]] vulgärer [[Held]]en, sondern die beständige [[Entschlossenheit]] der [[Rechtschaffenheit]] und des [[Verstand]]es. Der Mut eines [[Soldat]]en in einer Schlacht ist geprägt von [[Rajas]] und [[Tamas]], während der Mut eines [[spirituell]] Suchenden oder eines [[Weise]]n oder der eines [[Heilige]]n von [[Sattwa]] geprägt ist. Der Mut des Soldaten ist die [[Härte]] des Unbedachten und die des [[Narr]]en, während der Mut der Weisen etwas Großartiges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe keinen angetrunkenen Mut, sondern sei wirklich beherzt. Angetrunkener Mut ist fiktiver Mut, der lediglich durch das Trinken hervorgerufen wird. Er verfliegt schnell sobald der [[Einfluss]] des [[Alkohol]]s schwindet. Mut muss zu einem wesentlichen Bestandteil deines eigentlichen Wesens werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle und kultiviere Mut===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe den Mut deiner Überzeugungen. Habe den Mut gemäß deinen Ansichten oder deiner Meinung zu handeln. &lt;br /&gt;
Fasse immer deinen Mut, um die zu bestärken, etwas zu wagen.&lt;br /&gt;
Mut ist der starke Stoff, aus dem Helden gemacht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du Mut und Vertrauen hast, wird dir alles auf der [[Welt]] gelingen. Mut ist die [[Quelle]] allen Erfolges. Unmögliche Dinge werden möglich, wenn du Mut und [[Vertrauen]] besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast Stärke in dem Verhältnis wie du Mut besitzt. Deine Fähigkeiten, Handlungen zu vollbringen ist im [[Einklang]] mit deinem Mut und deinem Vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du magst Mut haben, wenn alles gut läuft, aber es ist schwierig Mut in Zeiten der [[Krise]] und der [[Gefahr]] zu haben. Der wahre mutige Mensch ist einer, der keine Frucht kennt, wenn Gefahr im  auf den Fersen sitzt, und er hilft anderen mit seiner ruhigen Einstellung seines Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tapferkeit]], [[Furchtlosigkeit]], [[Heldenmut]], [[Kühnheit]], [[Kraft]], [[Unerschrockenheit]], [[Wagemut]], [[Heroismus]], [[Edelmut]], [[Standhaftigkeit]] sind alles Aspekte von Mut.&lt;br /&gt;
[[Duckmäuserei]], [[Angst]], [[Schrecken]], Furchtsamkeit, [[Verzagtheit]], [[Feigheit]] sind Gegenteile von Mut.&lt;br /&gt;
Meditiere unablässig über das absolut furchtlose [[Atman]] bzw. die unsterbliche [[Seele]], die in den Kammern deines Herzens wohnt. Du wirst zu eine Verkörperung von Mut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Demut]]&lt;br /&gt;
* [[Entscheidung]]&lt;br /&gt;
* [[Übereifer]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Wagemut]]&lt;br /&gt;
*[[Kühnheit]]&lt;br /&gt;
*[[Leichtsinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Zufriedenheit&amp;diff=25924</id>
		<title>Zufriedenheit</title>
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		<updated>2012-06-08T08:01:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Zufriedenheit&#039;&#039;&#039; ist die [[Fähigkeit]] des Menschen mit sich selbst und anderen in [[Frieden]] zu leben. Zufriedenheit heißt das Beste aus dem zu machen was ist. Es gibt aktive und passive Zufriedenheit: Passive Zufriedenheit heißt mit den vorhandenen Umständen zufrieden zu sein, ein inneres [[Glücksgefühl]] zu haben. Aktive Zufriedenheit heißt die Aufgaben anzunehmen die da sind und kommen. Aktive Zufriedenheit heißt das was ansteht mit Enthusiasmus anzugehen. Es gibt kurzfristige und langfristige Zufriedenheit: Kurzfristige Zufriedenheit kann entstehen, wenn ein [[Wunsch]] erfüllt ist, eine [[Aufgabe]] erledigt, eine schwere Phase vorbei ist. Die kurzfristige Zufriedenheit kann auch wieder schnell verschwinden, entweder wenn die Umstände sich ändern - oder in Langeweile umschlagen, wenn die Umstände sich nicht ändern. Langfristige Zufriedenheit ist eine Lebenseinstellung: Die Überzeugung dass alles was jetzt da ist genau richtig ist. Sei es dass man es genießen kann - sei es dass daraus [[Aufgabe]]n und [[Herausforderung]]en entstehen, die genau dir richtigen sind für das eigene persönliche und [[spirituell]]e [[Wachstum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Zufriedenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Contentment&#039;&#039; als Übersetzung von [[Santosha]]. Contentment heißt im Englischen auch [[Behagen]]. Swami Sivananda verwendet den Ausdruck Contentment gleichbedeutend mit dem Deutschen Zufriedenheit. Hier die Worte des [[Meister]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Zufriedenheit?===&lt;br /&gt;
Ich will nun zu euch über das höchst entscheidende, lebenswichtige [[Thema]] sprechen: Zufriedenheit. Jeder von euch kennt die Leitspruch: „Ein zufriedener Geist ist ein ständiges Fest.“ Der [[Geist]] ist, aufgrund der [[Gier]], immer unruhig.“ Gier ist eine Art inneren [[Feuer]]s, das einen Menschen langsam verzehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist ein mächtiges [[Gegenmittel]] gegen das [[Gift]] der Gier. Genau wie ein [[Mensch]], der nach einem langen [[Spaziergang]] in der [[Sonne]] sich durch das Eintauchen in den [[Ganges]] völlig erfrische, so findet ebenfalls der gierig Mensch, der durch das Feuer der [[Lobha]]  angebrannt ist, umgehend [[Freude]] und [[Erleichterung]] durch ein Bad im köstlichen [[Wasser]] der Zufriedenheit. Es gibt vier [[Beschützer]], die den Herrschaftsbereich von [[Moksha]]  ([[Befreiung]]) bewachen. Dies sind [[Shanti]] , [[Santosha]] , [[Satsang]]a  und [[Vichara]]  ([[Frieden]], Zufriedenheit, [[Gesellschaft]] der [[Heilige]]n und [[Nachforschung]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr irgendeinen dieser Beschützer erreichen könnt, dann werdet ihr auch die andrer drei erreichen. Wenn ihr Sanstosha oder Zufriedenheit erlangt, dann könnt ihr spielend sehen, wie die anderen drei euch einfach folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der zufriedene Mensch ist ein reicher Mensch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen größeren [[Gewinn]] als Zufriedenheit. Ein Mensch, der vollständig über diese wichtigee [[Tugend]] verfügt, ist der reichste Mensch in allen drei [[Welt]]en. Der Frieden, den er genießt, kann mit Worten nicht angemessen beschreiben werden. Er ist ein mächtiger [[Kaiser]] auf dieser [[Erde]]. [[Tayumana Swami]], der angesehe [[Weise]] [[Südindien]]s, singt „Selbst der reichste Mensch auf dieser Welt, der so reich ist wie [[Kubera]] , der [[Chintamani]] , [[Kamadhenu]]  und [[Kalpataru]]  besitzt, wünscht sich mehr Besitz. Er versucht mit Hilfe der [[Alchemie]], mehr [[Reichtum]] zu erlange. Der Mensch, der 150 Jahre alt wird, versucht seine [[Lebenszeit]] zu verlängern, in dem er mit [[Rasayana]]s  und [[Siddha Kalpa]]s  zu sich nimmt. Derjenige, der 100 Millionen Rupien besitz, versucht sein Bestes, um 200 [[Million]]en [[Rupie]]n zu erlangen. Der [[Geist]] greift nach einer Sache und verlässt im nächsten [[Moment]], um sich einer andern Sache zuzuwenden. Die Menschen bewegen sich ruhelos in der [[Welt]] und sagen „Das ist meins. Das ist meines. Ich werde versuchen, auch das noch zu besitzen. O ruheloser Geist! Reiße mich nicht in diese unreinen Wünschen und [[Sinnesobjekte]]. Ich kenne deine [[Weg]]e sehr genau. Beruhe dich. O höheres Wesen! Gib mir einen wunschlosen, reinen Geist. Lass meinen Geist immer auf die Wahrheit gerichtet sein. Lass mich ohne Gedanken sein. Lass mich in [[Satchidananda]] [[Swarupa]] ruhen. Oh göttliches [[Glück]]! O strahlendes Glück, das alle Namen und Formen durchdringt und durchflutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit als wichtige Tugend===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist einer der wichtigsten Verhaltensregeln in den [[Niyamas]] der [[Raja Yoga]] [[Philosophie]]. Die [[Bhagavad Gita]] sagt auch:“Sei zufrieden mit dem, was immer du per Zufall erhältst und wende dich mit einem leidenschaftslosen Geist der [[Meditation]] zu.“ [[Sokrates]] spricht sehr hoch über diese [[Tugend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Menschen wissen, das Zufriedenheit ein Tugend ist, die dem Geist Ruhe gibt, versuchen sie dennoch nicht, diese Tugend zu entwickeln. Warum? Weil sie die [[Kraft]] des [[Scharfsinn]]s und die Kraft der [[Atma]] [[Vichara]], [[Selbstbefragung]] oder die geistige Kraft für die [[Erforschung]] (Vichara Shakti ) auf Kosten von [[Leidenschaft]] und Gier verloren haben. Gier ist der erste [[Offizier]] der Leidenschaft. Wo immer Gier ist, ist Leidenschaft und wo immer Leidenschaft ist, ist fast immer Gier. Die [[Intelligenz]] vertrübt, der [[Intellekt]] wird verdreht und das [[Erinnerung]]svermögen wird verwirrt durch Leidenschaft und Gier. Deshalb erachten Menschen es als schwierig, diese Tugend, die Zufriedenheit zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gegenargumente zu Zufriedenheit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Protestierender wendet ein: „Gut, [[Swamiji]], was du sagst ist völlig richtig. Ich habe durchaus bemerkt, dass Zufriedenheit [[Ruhe]] gibt. Aber ich hege einen [[Zweifel]]. Wenn ich zufrieden werden, werden alle meine ehrgeizigen [[Bestrebung]]en sterben. Ich werde lethargisch und faul. Wegen meiner verschiedenen ehrgeizigen Bestrebungen bewege ich mich hierhin und dorthin, ich bin tätig und ich bin aktiv. Bitte befreie mich von diesem meinem Zweifel. Ich bin ziemlich verwirrt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist einfach das Folgende: „Zufriedenheit kann dich nicht faul machen. Es handelt sich um eine aus [[Sattwa]] geborene Tugend, die den Menschen zu [[Gott]] treibt. Sie verleiht dem Geist Stärke und Frieden. Sie prüft unnötige und egoistische &#039;&#039;Kraftanstrengung&#039;&#039;en. Sie öffnet das innere [[Auge]] des Menschen und bewegt seinen Geist zur göttlichen [[Kontemplation]]. Sie richtet seine [[Energie]] in das innere, die sattvigen Kanäle. Sie verwandelt die ungute Energie das heißt, Gier, die einen Menschen zu [[egoistisch]]en Betätigungen zwingt in [[spirituell]]e, [[Ojas]]. Ein zufriedener Mensch ist voll von Sattva. Er ist jetzt viel aktiver. Er ist nach innen gerichtet. Er hat ein inneres Leben in [[Atman]]. Er ist immer friedvoll. Er verrichtet seine [[Arbeit]] gelassen, in Ruhe, mit einem einpünktigen [[Geist]], also in voller [[Konzentration]]. Alle die verlustreichen [[Gedanke]]n seines [[Geist]]es sind nun gebündelt. Versteht du diesen Punkt nun?“ Der Einwender antwortet:“ Ja, Swamiji, die Sache ist nun völlig klar, ich bin vollkommen zufrieden gestellt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Heilige, die Zufriedenheit gelebt haben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht auf die Kraft der Zufriedenheit zurück, dass die [[Weise]]n und [[Rishi]]s  von einst, die [[Fakir]]e und [[Mönch]]e nur von [[Almosen]] lebend auf der [[Welt]] in sorgenfreier Weise umherwandern. Es ist die Zufriedenheit, die dem [[Aspirant]]en die Kraft verleiht, den Weg der [[Selbsterkenntnis]] zu beschreiten und ihn ermutigt, fruchtlos den schroffen und dornigen Weg der [[Spiritualität]] zu gehen. Es ist die Zufriedenheit, die den Aspiranten die wertlosen und vergänglichen Dinge dieser Welt als [[Dung]], [[Gift]], [[Stroh]] und [[Staub]] ansehen lässt. Zufriedenheit entwickelt [[Gleichgültigkeit]] gegenüber [[Sinnesobjekte]]n ([[Vairagya]]), [[Unterscheidungsvermögen]] und gedankenfreies, inneres [[Erforschen]] (Vichara).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mira]] war vollkommene zufrieden, sie kümmerte sich nie um die fadenscheinigen Dinge dieser Welt. Sie lebte von Almosen obwohl sie eine Fürstin des [[Königreich]]es [[Chitore]] war. Sie lebte von [[Brot]], das sie sich erbettelte. Sie trug es zum [[Ufer]] des [[Yamuna]] Flusses und war völlig zufrieden mit dem kargen [[Essen]] und dem klaren [[Wasser]], das ihr als [[Trank]] diente. Was gab ihr die Kraft? Es war Zufriedenhit. Zufriedenheit öffnet die Tür zu Moksha  und zu Bereichen der der ewigen [[Glückseligkeit]] und des [[Sonnenschein]]s. Zufriedenheit ist eine göttliche Tugend. Derjenige, der vollkommen Zufriedenheit besitzt, bringt seinen Geist ins Gleichgewicht und zu einer einwandfreien Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pattinattu Swami]], ein sehr bedeutender Weise [[Südindien]]s, war ein sehr habgieriger Mensch in seinem vorherigen Leben. Er war außerdem sehr reich. Dennoch wollte er immer mehr [[Besitz]] anhäufen. [[Shiva]] nahm die Gestalt eines kleine Jungen an und bot ihm eine Bündel Nadeln ohne Ösen an, das einen Zettel mit folgender Nachricht enthielt: “Was ist der irdische Nutzen eines Schatzes auf dieser Welt? Selbst diese zerbrochene Nadel wird dir nicht folgen, wenn du stirbst.“ Dies öffnete die Augen des habgierigen Händlers und durchdrang ihn mit [[Wunschlosigkeit]] gegenüber Sinnobjekten ([[Vairagya]]) und Zufriedenheit. Er verließ sein Zuhause, seinen  Reichtum, seine Gattin und alles andere und lebte von Almosen, entwickelte vollkommene Zufriedenheut und erkannte sein [[Selbst]].&lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist Glückseligkeit. Zufriedenheit ist [[Nektar]]. Zufriedenheit verleiht [[Unsterblichkeit]] und unendlichen [[Frieden]]. Deshalb entwickle dies Tugend. Führe ein glückliches Leben,. Ruhe im immerwährenden Frieden. Habe ein Bild dieser Tugend in deinem Geist vor Augen. Wiederhole geistig: „Om Zufriedenheit. Diese geistige Gewohnheit der Zufriedenheit wird sich entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nutzen der Zufriedenheit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zufriedener Geist ist der größte Segen, dessen sich ein Mensch auf dieser [[Welt]] erfreuen kann. Es ist einen heilsamen Einfluss auf die [[Seele]] des Menschen. Es zerstört unbeherrschten Ambitionen, alles Murmeln, missvergnügt, es macht den Menschen ruhig, froh und reich. Es ist eine [[Perle]] von unermesslichem Wert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist das beste Stärkungsmittel. Es ist die beste [[Medizin]]. Es bringt die beste [[Gesundheit]] und innerer Ruhe. &lt;br /&gt;
Glück besteht nicht darin, mehr zu besitzen sondern mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Derjenige, der nur wenig verlangt, hat immer genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichtum und [[Macht]] bringen besondere [[Unannehmlichkeit]] und [[Unglück]]. Ein reicher Mensch ist oft unglücklich und unzufrieden. [[Artha]]  Überfluss) ist [[Anartha]] (ein Teufel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein armer Mensch muss nicht die Ärgernisse und die Sorgen der Reichen erleiden, die Schwierigkeiten und die Verwirrungen der Macht. Ein reicher Mensch und ein mächtiger Mensch haben ihre eigenen geheimen Kümmernisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Zufriedenheit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dein Geist aufgewühlt ist durch den Wunsch nach Schuhen, denke an den Menschen, der keine Füße hat, und sei zufrieden. &lt;br /&gt;
Wenn du unzufrieden bist beim Anblick von Menschen, die über dir stehen, dann schau auf die, die unter dir sind und sei zufrieden,&lt;br /&gt;
Frei von [[Begierde]] zu sein ist der größte [[Besitz]]. Ein Mensch, frei von Begierde, ist der reichste und zufriedenste Mensch auf dieser Welt. Ein zufriedener Mensch ist niemals arm. Ein unzufriedener Mensch ist niemals reich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei zufrieden mit dem, was geschieht. Wisse, das, was [[Gott]] wählt, ist immer besser als das, was du wählst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht zufrieden bist mit dem, wie du bist, wirst du nicht zufrieden sein mit dem was du zu sein wünscht. &lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist natürlicher Reichtum, [[Luxus]] ist künstliche [[Armut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lege alle Wünsche ab. Verlange nur nach dem Willen Gottes. Suche nur ihn allein. Du wirst vollkommene Zufriedenheit, Ruhe und Glückseligkeit finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du deinen Reichtum mehrst, vermehrst du deine Sorgen, deine Ängste und deinen Kummer. Aber ein zufriedener Geist ist ein verborgener, höchster [[Schatz]]. Ein Mensch mit zufriedenem Geist kennt keine Sorgen und keine Ängste. &lt;br /&gt;
Ein zufriedener Mensch ist leicht im Geist. Er klagt nicht. Es ist zufrieden mit den Dingen, wie sie sind. Er beschwert sich niemals. Er ist schicksalsergeben, gesättigt und zufrieden.&lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist eine himmlische [[Götterspeise]] oder [[Nektar]]. Sie kühlt das [[Feuer]] der [[Gier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
O Mensch! Führe ein Leben in vollkommener Zufriedenheit, und du wirst für immer glücklich sein. Lebe in Gott, der die absolute Zufriedenheit hat ([[Nitya]] [[Tripti]] ) und das Höchste [[Behagen]] und Freude ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit als Grundlage der Freude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufriedenheit ist die beste Tugend, Zufriedenheit wird auch die reine Freude genannt, und der zufriedene Mensch bekommt die beste Ruhe. Für einen zufriedenen Menschen ist die [[Herrschaft]] der Welt nicht besser als [[Spreu]]. Freude an Dingen wird ihm wie Gift erscheinen. Er richtet seinen Geist zu höheren spirituellen Dingen und Atma Vichara  aus. Er führt Glück daraus nach Innen. Er ist niemals durch widrige Gegebenheiten verwirrt. Zufriedenheit ist der [[Heiler]] alles Teuflischen. Sie ist ein [[Wundermittel]] für die Heilung des schlimmsten Leidens: dem [[Geiz]] oder der Gier. Der Geist durch gelassene Zufriedenheit beruhigt, ist immer friedvoll. Göttliches [[Licht]] kann nur auf einen [[Aspirant]]en übergehen, der mit Zufriedenheit ausgestattet ist. Ein zufriedener Mensch ist obwohl arm der Herrscher der ganzen Welt. Ein zufriedener Mensch ist derjenige, der sich nicht nach dem sehnt, was er nicht hat; er genießt das, was er hat, auf richtige Art und Weise. Er ist vollkommen zufrieden mit dem, was er erhält. Er ist großherzig und anmutig. [[Siddhis]]  und [[Riddhis]]  warten auf ihn als seien sie seine [[Diener]]. Er ist frei von Leiden und Ängsten. Der Anblick der ruhige Contenance   eines zufriedenen Menschen bereitet denen [[Vergnügen]], die mit ihm in [[Kontakt]] kommen. Eine solche Person wird von den großen [[Asket]]en ([[Tapaswin]]s ) und allen bedeutenden Menschen verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zufriedenheit, Santosha, im Rahmen der Yamas und Niyamas von Patanjali==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlage des Yoga ist das Yoga-Sutra von [[Patanjali]]. Darin stellt der erleuchtete Yogaweise Patanjali zehn Grundsätze für das erfolgreiche spirituelle Üben auf (Interpretation von [[Yogi Nils]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Gewaltlosigkeit (Ahimsa) = Keine anderen Wesen töten. Friedfertig sein. Sanftmütig leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wahrhaftigkeit (Satya) = In der Wahrheit leben. Grundsätzlich ehrlich zu sich selbst und anderen sein. Konsequent aus der persönlichen Wahrheit (Richtigkeit) heraus leben. Eine Lüge ist nur in gut begründeten Ausnahmen zulässig, zum Beispiel wenn man mit einer Lüge das Leben eines anderen Menschen retten kann. Ein Yogi schweigt in einer Zweifelssituation. Wer konsequent in der Wahrheit lebt, der strahlt Wahrheit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Rechtschaffenheit (Asteya) = Nicht stehlen und nicht betrügen. Ein Yogi ist im Berufsleben grundsätzlich ehrlich. Er strebt nicht nach ungerechtfertigtem Vorteil, sondern sucht den gerechten Ausgleich (fairer Handel). Einem Yogi kann man im Berufsleben grundsätzlich vertrauen. Er gibt seinem Geschäftspartner eher etwas zu viel als zu wenig. Wer im Geschäftleben gerecht handelt, erzeugt kein schlechtes Karma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Weisheit (Brahmacharia) = Im Schwerpunkt spirituell leben (in der Weisheit leben/Brahmacharia). Nicht dem Geld, sondern Gott dienen. Das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Einfachheit (Aparigraha) = Mäßigung in äußeren Genüssen. Ein spiritueller Mensch lebt grundsätzlich äußerlich bescheiden und innerlich reich. Ein Yogi verbraucht seine Energie nicht im äußeren Tun, sondern lebt so ruhig, dass sie sich nach innen wendet und seinen Körper von innen her reinigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Verehrung des spirituellen Ziels (Ishvara, die persönliche Gottheit) = Damit wir unseren spirituellen Weg nicht verlieren, ist es notwendig, dass wir uns immer wieder auf unser spirituelles Ziel besinnen. Wir können ein Bild verehren, uns vor einer Statue verbeugen oder ein Mantra (Gebet) sprechen. Sorge gut für dich selbst. Lebe aus der Ruhe heraus (Brahma) und im täglichen spirituellen Üben (Shiva). Sende allen Wesen Licht und wünsche eine glückliche Welt (Vishnu).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Egoopfer (Shaucha, Läuterung/Reinigung) = Der Weg ins Licht führt durch die Kreuzigung. Die zehn Ego-Eigenschaften sind Stolz, Neid, Habsucht, Genusssucht, Angst, Wut, Trauer, Unmäßigkeit, Faulheit, Unweisheit. Was ist heute deine negative Eigenschaft? Welcher positive Gedanke hilft dir sie zu überwinden? Ohne ein großes Egoopfer gibt es keine Erleuchtung. Richtig zu opfern ist eine Kunst. Wer zu viel opfert, verspannt sich innerlich. Wer zu wenig opfert, löst seine Egoverspannung/Anhaftung nicht auf. Wie gelangst du heute zum inneren Frieden, zur inneren Kraft und in die umfassende Liebe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Zielstrebigkeit (Tapas) = Ein klarer Entschluss (Gelöbnis), ein klarer Lebensplan und ein konsequenter Weg des Übens. Tapas bedeutet ein diszipliniertes Leben zu führen. Wer eine klare Zielorientierung und große Ausdauer hat, der siegt auf dem spirituellen Weg. Bitte die erleuchteten Meister um Führung und Hilfe, folge deiner inneren Weisheit und du wirst auf deinem spirituellen Weg siegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Lesen (Svadhyaya) = Die tägliche Lesemeditation hält uns auf dem spirituellen Weg, reinigt unseren Geist, verbindet uns mit den erleuchteten Meistern und macht uns letztlich zu spirituellen Siegern. Wer sich nicht jeden Tag mit der Spiritualität beschäftigt, verliert im Zeitalter des Konsumfernsehens seinen Weg des inneren Glücks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Zufriedenheit ([[Santosha]]) = Gelange in die große Zufriedenheit mit dir und deinem Leben. Welcher Gedanke hilft dir in die Zufriedenheit zu kommen? &amp;quot;Mein Gedanke der Zufriedenheit ist ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|ww-OPgSiGaY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Beständigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Zufriedenheit]]&lt;br /&gt;
*[[Santosha]]&lt;br /&gt;
*[[Besonnenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Longchen_Rabjam&amp;amp;stable=0&amp;amp;redirect=no Longchenpa: Die Lehre von der dreifachen Zufriedenheit (Wikipedia)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yamas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Besonnenheit&amp;diff=25916</id>
		<title>Besonnenheit</title>
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		<updated>2012-06-08T07:23:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Besonnenheit&#039;&#039;&#039; ist die [[Fähigkeit]] ruhig abzuwägen und nicht vorschnell Schlüsse zu ziehen und zu handeln. Besonnenheit verhindert Handlungen, die man anschließend bereut. Idealerweise gibt es in einer menschlichen [[Gemeinschaft]] besonnenere und spontanere Menschen. Die spontanen Menschen sorgen für neue [[Energie]] und [[Kreativität]]. Die besonneneren Menschen sorgen dafür, dass nicht übereilt gehandelt wird. Oft ist gerade bei äußerer [[Gefahr]] und vermeintlicher [[Kränkung]] und [[Unrecht]], bei wahrgenommener [[Bedrohung]] Besonnenheit das was [[Schlimmes]] verhindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Besonnenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Consideration&#039;&#039;. Dieser [[Ausdruck]] bedeutet neben Besonnenheit auch [[Rücksichtsnahme]], [[Bedachtsamkeit]], [[Einfühlungsvermögen]], [[Abwägung]], [[Überlegung]], [[Hineinversetzen]] in jemand anderes. Sei dir also bewusst, dass manches, was unten unter &amp;quot;Besonnenheit&amp;quot; erscheint, sich auf das englische Wort &amp;quot;Consideration&amp;quot; bezieht - wie es in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in [[Indien]] verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Besonnenheit?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat, die Besonnenheit ein wunderschöne [[Tugend]]. Ein besonnener Mensch wird in allen seinen [[Unternehmung]]en [[Erfolg]] erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonnenheit ist der [[Nährboden]], auf dem [[Weisheit]] gedeiht. Pflege daher diese [[Tugend]] in größtmöglichem Maße.&lt;br /&gt;
[[Missachtung]], [[Ignoranz]], Übersehen, [[Gleichgültigkeit]], [[Geringschätzigkeit]] und [[Achtlosigkeit]] sind der [[Gegensatz]] zu Besonnenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gedankenloser und geschwätziger Mensch, der ziellos spricht, verfängt sich im [[Netz]] der [[Unsinnigkeit]] seiner Worte.&lt;br /&gt;
In Besonnenheit gibt es durchdachte [[Überlegung]], da gibt es ersthafte [[Erwägung]]. Du bedenkst eine Sache zuerst genau und entscheidest dann. Du denkst darüber nach, überlegst genau, bedenkst, schenkst ihr eingehende [[Aufmerksamkeit]], sinnst nach, prüfst, wägst ab, du betrachtest genau und sorgfältig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunst, eine Sache zu betrachten und zu begutachten, ist Besonnenheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische [[Ursache]]n kommen  in dem [[Verhältnis]] in Betracht wie die [[Entwicklung]] deines [[Wissen]]s voranschreitet. Gläubige Menschen erachten das [[Gewissen]] wichtiger als Wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Besonnenheit===&lt;br /&gt;
*Zieh die Folgen deiner voreilig getroffenen Entscheidung in Betracht.&lt;br /&gt;
*Denke besonnen.&lt;br /&gt;
*Handle überlegt.&lt;br /&gt;
*Habe [[Rücksicht]], [[Respekt]] und [[Hochachtung]] vor den [[Gefühl]]en anderer. Berücksichtige die Tugenden anderer.&lt;br /&gt;
*Wäge deine Worte bevor du sie äußerst.&lt;br /&gt;
*Bedenke genau jeden [[Schritt]], den du tust.&lt;br /&gt;
*Stürze dich nicht plötzlich in eine Handlung. Berücksichtige die [[Folge]]n genau und handle dann. Dann allein wirst du nicht bereuen, du wirst nichts bedauern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gedankenloser Mensch, der seine Sprachwerkzeuge nicht unter [[Kontrolle]] hat, spricht ziellos ohne Besonnenheit, am [[Ende]] wird er über den [[Leichtsinn]] weinen. Er beschämt und blamiert sich. Sei daher zu jeder Zeit besonnen bei allen [[Gelegenheit]]en.&lt;br /&gt;
O Mensch! Horche auf die Stimme der Besonnenheit und werde weise. Sie wird dich führen und dir den Weg zu [[Sicherheit]], [[Geborgenheit]], [[Weisheit]], [[Wahrheit]], [[Frieden]], [[Unsterblichkeit]] und [[Glückseligkeit]] weisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Beständigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Besonnenheit&amp;diff=25914</id>
		<title>Besonnenheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Besonnenheit&amp;diff=25914"/>
		<updated>2012-06-08T07:23:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Besonnenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Besonnenheit&#039;&#039;&#039; ist die Fähigkeit ruhig abzuwägen und nicht vorschnell Schlüsse zu ziehen und zu handeln. Besonnenheit verhindert Handlungen, die man anschließend bereut. Idealerweise gibt es in einer menschlichen Gemeinschaft besonnenere und spontanere Menschen. Die spontanen Menschen sorgen für neue Energie und Kreativität. Die besonneneren Menschen sorgen dafür, dass nicht übereilt gehandelt wird. Oft ist gerade bei äußerer Gefahr und vermeintlicher Kränkung und Unrecht, bei wahrgenommener Bedrohung Besonnenheit das was Schlimmes verhindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Besonnenheit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Consideration&#039;&#039;. Dieser [[Ausdruck]] bedeutet neben Besonnenheit auch [[Rücksichtsnahme]], [[Bedachtsamkeit]], [[Einfühlungsvermögen]], [[Abwägung]], [[Überlegung]], [[Hineinversetzen]] in jemand anderes. Sei dir also bewusst, dass manches, was unten unter &amp;quot;Besonnenheit&amp;quot; erscheint, sich auf das englische Wort &amp;quot;Consideration&amp;quot; bezieht - wie es in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in [[Indien]] verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Besonnenheit?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat, die Besonnenheit ein wunderschöne [[Tugend]]. Ein besonnener Mensch wird in allen seinen [[Unternehmung]]en [[Erfolg]] erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonnenheit ist der [[Nährboden]], auf dem [[Weisheit]] gedeiht. Pflege daher diese [[Tugend]] in größtmöglichem Maße.&lt;br /&gt;
[[Missachtung]], [[Ignoranz]], Übersehen, [[Gleichgültigkeit]], [[Geringschätzigkeit]] und [[Achtlosigkeit]] sind der [[Gegensatz]] zu Besonnenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gedankenloser und geschwätziger Mensch, der ziellos spricht, verfängt sich im [[Netz]] der [[Unsinnigkeit]] seiner Worte.&lt;br /&gt;
In Besonnenheit gibt es durchdachte [[Überlegung]], da gibt es ersthafte [[Erwägung]]. Du bedenkst eine Sache zuerst genau und entscheidest dann. Du denkst darüber nach, überlegst genau, bedenkst, schenkst ihr eingehende [[Aufmerksamkeit]], sinnst nach, prüfst, wägst ab, du betrachtest genau und sorgfältig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunst, eine Sache zu betrachten und zu begutachten, ist Besonnenheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moralische [[Ursache]]n kommen  in dem [[Verhältnis]] in Betracht wie die [[Entwicklung]] deines [[Wissen]]s voranschreitet. Gläubige Menschen erachten das [[Gewissen]] wichtiger als Wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Besonnenheit===&lt;br /&gt;
*Zieh die Folgen deiner voreilig getroffenen Entscheidung in Betracht.&lt;br /&gt;
*Denke besonnen.&lt;br /&gt;
*Handle überlegt.&lt;br /&gt;
*Habe [[Rücksicht]], [[Respekt]] und [[Hochachtung]] vor den [[Gefühl]]en anderer. Berücksichtige die Tugenden anderer.&lt;br /&gt;
*Wäge deine Worte bevor du sie äußerst.&lt;br /&gt;
*Bedenke genau jeden [[Schritt]], den du tust.&lt;br /&gt;
*Stürze dich nicht plötzlich in eine Handlung. Berücksichtige die [[Folge]]n genau und handle dann. Dann allein wirst du nicht bereuen, du wirst nichts bedauern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gedankenloser Mensch, der seine Sprachwerkzeuge nicht unter [[Kontrolle]] hat, spricht ziellos ohne Besonnenheit, am [[Ende]] wird er über den [[Leichtsinn]] weinen. Er beschämt und blamiert sich. Sei daher zu jeder Zeit besonnen bei allen [[Gelegenheit]]en.&lt;br /&gt;
O Mensch! Horche auf die Stimme der Besonnenheit und werde weise. Sie wird dich führen und dir den Weg zu [[Sicherheit]], [[Geborgenheit]], [[Weisheit]], [[Wahrheit]], [[Frieden]], [[Unsterblichkeit]] und [[Glückseligkeit]] weisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami]] Sivananda: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Beständigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wohlt%C3%A4tigkeit&amp;diff=25901</id>
		<title>Wohltätigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wohlt%C3%A4tigkeit&amp;diff=25901"/>
		<updated>2012-06-08T07:03:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wohltätigkeit]] heißt [[Gutes]] tun, seinen [[Wohlstand]] mit anderen teilen, [[Spende]]n geben, anderen helfen, gute Werke tun. Wohltätigkeit ist tätiger Ausdruck von [[Nächstenliebe]] und [[Güte]]. Die [[Charaktereigenschaften]] [[Liebe]] und Güte drücken sich aus in Wohltätigkeit. Umgekehrt kann Wohltätigkeit zur [[Entwicklung]] von Liebe und Güte verhelfen. Ein spiritueller [[Aspirant]] will sich in Liebe entwickeln, um [[Verbundenheit]] und [[Einheit]] zu erfahren. Ein Mittel dafür ist Wohltätigkeit, auf Sanskrit &#039;&#039;[[Dana]]&#039;&#039;. Vom spirituellen Standpunkt aus sollte man aufpassen, dass sich Wohltätigkeit nicht zu sehr mit [[Ego]] und [[Wunsch]] nach [[Anerkennung]] vermischt. Wohltätigkeit ist auch ein [[Aspekt]] von [[Ahimsa]]. Es ist der aktive Teil von [[Maitri]] ([[Freundlichkeit]], Liebe) und [[Karuna]] (Mitgefühl, [[Mitleid]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Wohltätigkeit==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über Wohltätigkeit. Manche der Empfehlungen sind vielleicht mehr für das Indien der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts gedacht. Das meiste kann aber auch ins 21. Jahrhundert übertragen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist Wohltätigkeit?===&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit ist [[Almosen]] geben, eine materielle [[Gabe]] an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen [[Gegenleistung]]. [[Nächstenliebe]] wird  als soziale Grundeigenschaft des Menschen verstanden, von anderen positiv zu denken und ihnen Gutes angedeihen zu lassen. Wohltätigkeit ist universelle Liebe. Es ist [[Freigiebigkeit]] den Armen gegenüber, es ist Güte. Es ist das was, was man den Notleidenden, um ihnen zu helfen. &lt;br /&gt;
In allgemeinen Sinn bedeutet Wohltätigkeit Liebe, Güte und [[Wohlwollen]]. Im theologischen Sinn ist es universelles Wohlwollen gegenüber allen [[Mensch]]en und höchste Liebe zu [[Gott]]. Speziell meint es Liebe, [[Warmherzigkeit]], [[Zartheit]], entsprungen aus den natürlichen Beziehungen wie Nächstenliebe des [[Vater]]s, [[Sohn]]es und [[Bruder]]s, von [[Mutter]], [[Schwester]] und [[Tochter]]. &lt;br /&gt;
Wahre Wohltätigkeit ist der Wunsch, [[Mitmensch]]en zu helfen ohne an [[Belohnung]] und [[Gegenleistung]] zu denken.&lt;br /&gt;
Derjenige, der am wenigsten ungerecht ist, ist der am höchsten mildtätige in seinem Urteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Wohltätigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohltätige [[Handlung]]en werden für immer bei dir sein.&lt;br /&gt;
Gib frohgemut, schnell und bedenkenlos.&lt;br /&gt;
Gib ein Zehntel deines Einkommens oder ein [[Anna]] pro [[Rupie]] als [[Spende]] für Wohltätigkeit.&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit überdeckt viele [[Sünde]]n. Wohltätigkeit reinigt dein [[Herz]].&lt;br /&gt;
[[Gebet]] bringt dich auf halbem Wege zu [[Gott]], fasten zu der Tür seiner [[Wohnstätte]] und Wohltätigkeit verschafft dir den [[Eintritt]]. &lt;br /&gt;
Wohltätigkeit ist [[Liebe]] in der [[Handlung]].&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit beginnt zu Hause, sollte aber nicht da enden; sie soll aber auch außer Hause praktiziert werden. Die ganze Welt ist dein zu Hause. Du bist ein Weltbürger. Baue ein großherziges Gefühl für das Wohlergehen der ganzen Welt auf.&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit, die angepriesen wird, hört auf wahre Wohltätigkeit zu sein. Es ist nur Stolz und Prahlerei.&lt;br /&gt;
Jede gute Tat ist Wohltätigkeit. Wenn du Durstigen Wasser gibst, dann ist das Wohltätigkeit. Ein aufmunterndes Wort, das du an einen Menschen, der in Not ist, richtest, ist Wohltätigkeit. Ein wenige Medizin, einem armen, kranken Menschen zu geben, ist Wohltätigkeit. Einen Dorn oder ein Stück Glas von der Straße aufzuheben, ist Wohltätigkeit. &lt;br /&gt;
Ein kleiner gütiger Gedanke und ein wenig Freundlichkeit sind oft mehr wert als das spenden eines großen Geldbetrages. &lt;br /&gt;
Schiebe Wohltätigkeiten nicht bis nach deinem Tod auf. Tue Wohltätigkeit täglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arten von Wohltätigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du einem armen Menschen [[Essen]] gibst, will er, wenn er abermals hungrig ist, wieder essen wollen. Die beste Form von Wohltätigkeit ist [[Vidya]]-[[Dana]] , [[Wissen]] weiter zu geben. Wissen beseitigt Unwissenheit, die Ursache, warum ein Körper angenommen wurde. [[Spirituell]]es Wissen überwindet vollkommen für immer alles [[Elend]] und [[Leid]].&lt;br /&gt;
Die zweitbeste Art der Wohltätigkeit ist, Kranken [[Medizin]] geben. Die drittbeste Art der Wohltätigkeit ist [[Anna]]-Dana  , Hungrigen [[Nahrung]] zu geben. &lt;br /&gt;
Übe Wohltätigkeit im Stillen. Mache sie nicht bekannt. Was deine rechte Hand tut, sollte die linke nicht wissen.&lt;br /&gt;
Die erste [[Tochter]] zu der Liebe Gottes ist Wohltätigkeit den Armen gegenüber.&lt;br /&gt;
Übe anfangs Unterscheidung in der Wohltätigkeit. Später übe unterschiedslos Wohltätigkeit. Wenn Du fühlst, dass sich in jedem [[Lebewesen]] [[Gott]] offenbart, ist es schwer, zu unterscheiden, wer Wohltätigkeit verdient und wer nicht. Wer ist gut? Wer ist schlecht?&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit mit widerwilligem [[Herz]]en ausgeführt, ist keine wirkliche Wohltätigkeit.&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit beschränkt sich nicht auf Maßstäbe von Dollars, Rupien oder Schillingen, die man spendet. Denke gut über leidende Menschen. Bete für deren Wohl. Das wird mehr Gutes bewirken als viel Geld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wohltätigkeit und Scheinheiligkeit===&lt;br /&gt;
Prof. XYZ, M.A. ., Ph.D ., gab einem Armen eine Decke als milde Gabe. Dann dachte er: “Ich hätte ihm die Decke nicht geben sollen.” Sein Herz war in [[Unruhe]], und er quälte sich. Er wollte die Decke von dem Armen zurückhaben. Wenn du solche Wohltätigkeit übst, wirst Du keinerlei Nutzen daraus ziehen. Du wirst keine [[Reinheit]] des [Herz]ens erlangen. Viele weltlich eingestellte Menschen führen nur wohltätige Handlungen wie die eben geschilderte durch. Solchen mildtätigen Menschen gibt es auf dieser Welt im [[Überfluss]]. &lt;br /&gt;
Wohltätigkeit muss spontan und uneingeschränkt sein. [[Geben]] muss zur [[Gewohnheit]] werden. Erfahre extreme [[Freude]] im Geben . Denke nicht: “Ich habe eine sehr wohltätige Handlung ausgeführt. Ich werde Freude im [[Himmel]] erfahren, ich werde als reicher Mensch wiedergeboren werden. Die wohltätige Handlung wird mich von meiner Sünde reinigen. Es gibt keinen wohltätigeren Menschen in meiner [[Stadt]] oder in meiner [[Gemeinde]] als mich. Alle wissen, dass ich ein sehr wohltätiger Mensch bin.“ Nach Anerkennung Heischen ist ärmlich und beklagenswert. &lt;br /&gt;
Einige Menschen üben Wohltätigkeit und sind begierig darauf, ihre Namen mit ihrem [[Foto]] in [[Zeitung]]en veröffentlicht zu sehen. Dies ist eine niedere Form der Wohltätigkeit. Dies ist keine wirkliche Wohltätigkeit. &lt;br /&gt;
[[Jesus]] sagt: “Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte Hand tut.“ Du sollst nicht mit deiner Wohltätigkeit oder deinen wohltätigen Handlungen werben. Es darf in Deinem Herzen kein [[Hochgefühl]] entstehen, du sollst nicht geschmeichelt sein, wenn Menschen Dich wegen Deines wohltätigen Wesens preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Suche nach Gelegenheiten für Wohltätigkeit===&lt;br /&gt;
Dürste danach, täglich wohltätige Handlungen auszuführen. Versäume keine Gelegenheit. Es gibt keinen [[Yoga]] oder [[Opferritual]] , das größer ist als sattvige  Wohltätigkeit spontaner Art. Die Helden [[Karna]] und [[Raja]] [[Bhoja ]] vollbrachten zahllose wohltätige Handlungen. Daher leben sie in unseren Herzen fort.&lt;br /&gt;
Gib den [[Arme]]n, den [[Kranke]]n, den Hilflosen und den Einsamen. Gib den [[Waise]]n, den Hinfälligen, den [[Blinde]]n, den hilflosen [[Witwe]]n. Gib den [[Sadhu]]s , den [[Sannyasin]]s , religiösen und sozialen Einrichtungen. Danke dem Menschen, der dir Gelegenheit gibt, ihm zu helfen und Wohltätigkeit angedeihen zu lassen. Gib mit rechter moralischer Einstellung und nimm Gott wahr durch wohltätige Handlungen. Ehre all denen, die Wohltätigkeit mit dem rechten Glauben ausüben.&lt;br /&gt;
Danke dem Menschen, der Dir Gelegenheit gibt, ihm durch Barmherzigkeit zu dienen. Gib mit der richtigen Einstellung und verwirkliche Gott durch Mildtätigkeit. Ehre sei den Menschen, die Barmherzigkeit im richtigen Geist praktizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Maitri]]&lt;br /&gt;
* [[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
* [[Güte]]&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mitgef%C3%BChl&amp;diff=25900</id>
		<title>Mitgefühl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mitgef%C3%BChl&amp;diff=25900"/>
		<updated>2012-06-08T06:55:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Mitgefühl */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Mitgefühl&#039;&#039;&#039; ist die [[Fähigkeit]], sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen und mit ihm zu fühlen. Mitgefühl heißt Liebe zu anderen [[Mensch]]en. Mitgefühl äußert sich in tätiger [[Nächstenliebe]] und [[Wohltätigkeit]]. Mitgefühl äußert sich im [[Zuhören]], im [[Vergeben]] von kleinen [[Unfreundlichkeit]]en und [[Kränkung]]en. Mitgefühl drückt sich aus in tröstenden Worten, [[Umarmung]]en und dem [[Wunsch]] anderen zu helfen. Im Deutschen wird gerne unterschieden zwischen Mitleid und Mitgefühl, in anderen [[Sprache]]n gibt es diese [[Unterscheidung]] nicht. Mitgefühl heißt die Fähigkeit mit einem anderen Menschen zu fühlen ohne ganz in sein [[Leid]] mit hineingezogen zu werden. Mitgefühl spielt in allen [[spirituell]]en [[Tradition]]en und [[Religion]]en eine große Rolle. Mitgefühl ist Ausdruck spiritueller [[Erfahrung]]. Umgekehrt verhilft die [[Kultivierung]] von Mitgefühl zu Öffnung des Herzens, [[Ausdehnung]] des [[Bewusstsein]]s, zu spiritueller [[Verwirklichung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sanskrit Ausdrücke für Mitgefühl==&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene [[Sanskrit]] Ausdrücke für Mitgefühl:&lt;br /&gt;
* [[Karuna]] heißt Mitgefühl, [[Mitleid]]&lt;br /&gt;
* [[Maitri]] heißt [[Freundlichkeit]], Mitgefühl, Liebe&lt;br /&gt;
* [[Prema]] heißt [[Liebe]], auch Mitgefühl&lt;br /&gt;
* [[Ahimsa]] heißt [[Nichtverletzen]], [[Nichttöten]], [[Gewaltlosigkeit]] - und bedingt Mitgefühl als Grundeinstellung. Denn Ahimsa heißt Nichtverletzen in [[Gedanke]]n, [[Wort]] und [[Tat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Maitri]]&lt;br /&gt;
* [[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
* [[Karuna]]&lt;br /&gt;
* [[Wohltätigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Nächstenliebe]]&lt;br /&gt;
* [[Güte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Heiterkeit&amp;diff=25896</id>
		<title>Heiterkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Heiterkeit&amp;diff=25896"/>
		<updated>2012-06-08T06:37:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Entwickle Heiterkeit= */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Heiterkeit&#039;&#039;&#039; ist die Charaktereigenschaft von Optimismus. Heiterkeit ist Fröhlichkeit verbunden mit Gelassenheit. Heiterkeit ist ein Aspekt der Weisheit. Junge Menschen haben eher Frohsinn, reifere Menschen eine aus Weisheit entstandene Heiterkeit. Heiterkeit ist eine Eigenschaft, die den meisten Weisen und Heiligen zugeschrieben wird. Heiterkeit ist eine Frucht spiritueller Entwicklung. Umgekehrt kann Heiterkeit kultiviert werden von einem spirituellen Aspiranten um Fortschritte zu machen auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Heiterkeit==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Cheerfulness&#039;&#039;. Den englischen Ausdruck Cheerfulness kann man übersetzen mit Heiterkeit, Frohsinn, Fröhlichkeit und auch [[Freundlichkeit]]. So hat der englische [[Ausdruck]] Cheerfulness nicht ganz die Bedeutung von Heiterkeit - behalte das im [[Hinterkopf]], wenn du folgenden [[Artikel]] liest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Heiterkeit?===&lt;br /&gt;
Als Heiterkeit bezeichnet man ein [[Seinszustand]] oder die [[Charaktereigenschaft]], [[heiter]] zu sein, lebendige und gute [[Laune]] zu sein.&lt;br /&gt;
Heiterkeit hellt [[Krankheit]] und Altlast auf, [[Armut]] und [[Elend]] und es verleiht wundervolle [[Stärke]] und große [[Ausdauer]]kraft. &lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch wird in der gleicher [[Zeit]] mehr [[Arbeit]] verrichten, er wird sie besser erledigen, und er wird sich viel beharrlicher bemühen als ein trübseliger [[Mensch]].&lt;br /&gt;
Sei immer heiter. Heiterkeit ist das beste [[Stärkungsmittel]]. Es verleiht strahlende [[Gesundheit]] und [[Frieden]]. &lt;br /&gt;
Ein höflicher und sympathischer Mensch wird überaus fröhlich. Es macht den [[Verstand]] ruhig. Es beschert ein langes [[Leben]]. Es stärkt das [[Herz]].&lt;br /&gt;
Das [[Licht]] eines heiteren [[Gesicht]]s breitet sich von selbst aus. Du bist erfrischt durch die [[Gegenwart]] eines heiteren Menschen.&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist wie ein sonniger [[Tag]]. Er strahlt [[Helligkeit]] nach allen[[ Seite]]n aus. &lt;br /&gt;
Sei [[freundlich]], herzig, [[zufrieden]] und [[heiter]]. Du wirst sehr [[gesund]] werden, und du wirst Gesundheit in alle [[Richtung]]en aussenden.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ein Hinweis auf einen heiteren [[Verstand]] und ein reines, gutes [[Herz]]. Sie ist der [[Geleitbrief]] und die [[Empfehlung]] für die [[Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist ein öffentlicher [[Wohltäter]]. Er erfreut die Herzen aller.&lt;br /&gt;
Es gibt keinen besseren [[Freund]] als Heiterkeit.&lt;br /&gt;
Die [[Ansteckung]] der Heiterkeit hat einen wundervollen [[Effekt]]. Es überführt [[Gedrücktheit]] zu Helligkeit, [[Leidlosigkeit]] und Gesundheit. Ein freundliches Wort, spontan geäußert, heitert andere auf.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist eine innere wohlwollende [[Geneigtheit]]. [[Lustigkeit]] ist eine situationsbezogene Stimmung der Vergnügtheit von tierischer Gemütsart. [[Belustigung]] oder [[Fröhlichkeit]] ist „Hauruck-gute Laune“. &lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch lächelt, ein vergnügter Mensch lacht. Ein lebhafter Mensch tanzt, ein lebenslustiger Mensch erfreut sich am Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Heiterkeit ist freundliche Gemütsverfassung===&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist wohlgemut. Er ist lebendig. Er strahlt überall Freude aus.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ein wirksames mentales Stärkungsmittel.&lt;br /&gt;
Ein heiterer [[Verstand]] kräftigt den [[Kopf]] und macht einen standhaft in guten [[Kontakt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Heiterkeit===&lt;br /&gt;
Sei immer heiter. Kultiviere Heiterkeit. Trage immer ein heiteres [[Lächeln]] mit einem freundlichen Gesicht.&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist ein öffentlicher Wohltäter. Er macht andere froh und heiter. Es gibt keinen Freund wie Heiterkeit.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ansteckend. Es hat einen wunderbaren Effekt auf andere. Es überführt Dunkelheit in Licht, Bedrückung zu Helligkeit, Leidlosigkeit und Gesundheit. &lt;br /&gt;
Die Heiteren leben ein langes [[Leben]]. Sie sind gesund, strahlend und dynamisch.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist die [[Seele]], aus ihr erwächst Güte. Es ist ein Verschönerer.&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch schließt schnell [[Freundschaft]]. Man fühlt sich zu ihm hingezogen.&lt;br /&gt;
Was der Sonnenschein einer Blume ist, ist Heiterkeit und freundliches Lächeln für die Menschheit&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ein [[Trost]] in [[Einsamkeit]] und [[Elend]]. Es erhellt [[Krankheit]], [[Armut]] und [[Kummer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wundervoll ist die Stärke der Heiterkeit. Heiterkeit ist eine Kraft. Ein heiterer Mensch hat große [[Ausdauerkraft]]. Ein heiterer Mensch wird in der gleicher [[Zeit]] mehr [[Arbeit]] verrichten, er wird sie besser erledigen, und er wird sich viel beharrlicher bemühen als ein trübseliger Mensch.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist Gesundheit, [[Trübheit]] ist Krankheit. &lt;br /&gt;
Ein Mensch, dessen Herz voll ist mit [[Liebenswürdigkeit]], [[Güte]] und [[Mitgefühl]], wird immer heiter sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Heiterkeit ist beständig===&lt;br /&gt;
Fröhlichkeit ist ein Vorgang. Heiterkeit ist ein [[Persönlichkeitsfaktor]]. Fröhlichkeit ist kurz und flüchtig. Fröhlichkeit ist wie ein [[Blitzlicht]]. Heiterkeit ist fest und beständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist der Freund der Anmut. Es versetzt das Herz in die richtige [[Stimmung]], [[Gott]] zu preisen. Ein heiterer Mensch kann für lange [[Zeit]] meditieren.&lt;br /&gt;
Es gibt einige [[Person]]en, die heiter geboren werden. Das auf ihrer frühere gute, spirituelle [[Samskara]]s  oder ihre Einstellungen in früheren Leben zurückzuführen. Andere Personen kultivieren Heiterkeit systematisch im Lauf des Lebens. &lt;br /&gt;
Ein freundliches [[Wort]], spontan ausgesprochen, bereitet anderen [[Freude]].&lt;br /&gt;
Ein freundliches Wort ist eher geplant, aufzuheitern und zu ermuntern.&lt;br /&gt;
[[Lustigkeit]], [[Fröhlichkeit]], [[Belustigung]], [[Munterkeit]], Freude, [[Ausgelassenheit]], [[Spritzigkeit]], [[Lebhaftigkeit]], [[Lebendigkeit]], [[Schwung]] sind alles Begriffe, die Ähnliches ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Humor]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Frohsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Weisheit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Freude]]&lt;br /&gt;
*[[Ananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Heiterkeit&amp;diff=25895</id>
		<title>Heiterkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Heiterkeit&amp;diff=25895"/>
		<updated>2012-06-08T06:37:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Heiterkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Heiterkeit&#039;&#039;&#039; ist die Charaktereigenschaft von Optimismus. Heiterkeit ist Fröhlichkeit verbunden mit Gelassenheit. Heiterkeit ist ein Aspekt der Weisheit. Junge Menschen haben eher Frohsinn, reifere Menschen eine aus Weisheit entstandene Heiterkeit. Heiterkeit ist eine Eigenschaft, die den meisten Weisen und Heiligen zugeschrieben wird. Heiterkeit ist eine Frucht spiritueller Entwicklung. Umgekehrt kann Heiterkeit kultiviert werden von einem spirituellen Aspiranten um Fortschritte zu machen auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Heiterkeit==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über &#039;&#039;Cheerfulness&#039;&#039;. Den englischen Ausdruck Cheerfulness kann man übersetzen mit Heiterkeit, Frohsinn, Fröhlichkeit und auch [[Freundlichkeit]]. So hat der englische [[Ausdruck]] Cheerfulness nicht ganz die Bedeutung von Heiterkeit - behalte das im [[Hinterkopf]], wenn du folgenden [[Artikel]] liest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Heiterkeit?===&lt;br /&gt;
Als Heiterkeit bezeichnet man ein [[Seinszustand]] oder die [[Charaktereigenschaft]], [[heiter]] zu sein, lebendige und gute [[Laune]] zu sein.&lt;br /&gt;
Heiterkeit hellt [[Krankheit]] und Altlast auf, [[Armut]] und [[Elend]] und es verleiht wundervolle [[Stärke]] und große [[Ausdauer]]kraft. &lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch wird in der gleicher [[Zeit]] mehr [[Arbeit]] verrichten, er wird sie besser erledigen, und er wird sich viel beharrlicher bemühen als ein trübseliger [[Mensch]].&lt;br /&gt;
Sei immer heiter. Heiterkeit ist das beste [[Stärkungsmittel]]. Es verleiht strahlende [[Gesundheit]] und [[Frieden]]. &lt;br /&gt;
Ein höflicher und sympathischer Mensch wird überaus fröhlich. Es macht den [[Verstand]] ruhig. Es beschert ein langes [[Leben]]. Es stärkt das [[Herz]].&lt;br /&gt;
Das [[Licht]] eines heiteren [[Gesicht]]s breitet sich von selbst aus. Du bist erfrischt durch die [[Gegenwart]] eines heiteren Menschen.&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist wie ein sonniger [[Tag]]. Er strahlt [[Helligkeit]] nach allen[[ Seite]]n aus. &lt;br /&gt;
Sei [[freundlich]], herzig, [[zufrieden]] und [[heiter]]. Du wirst sehr [[gesund]] werden, und du wirst Gesundheit in alle [[Richtung]]en aussenden.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ein Hinweis auf einen heiteren [[Verstand]] und ein reines, gutes [[Herz]]. Sie ist der [[Geleitbrief]] und die [[Empfehlung]] für die [[Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist ein öffentlicher [[Wohltäter]]. Er erfreut die Herzen aller.&lt;br /&gt;
Es gibt keinen besseren [[Freund]] als Heiterkeit.&lt;br /&gt;
Die [[Ansteckung]] der Heiterkeit hat einen wundervollen [[Effekt]]. Es überführt [[Gedrücktheit]] zu Helligkeit, [[Leidlosigkeit]] und Gesundheit. Ein freundliches Wort, spontan geäußert, heitert andere auf.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist eine innere wohlwollende [[Geneigtheit]]. [[Lustigkeit]] ist eine situationsbezogene Stimmung der Vergnügtheit von tierischer Gemütsart. [[Belustigung]] oder [[Fröhlichkeit]] ist „Hauruck-gute Laune“. &lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch lächelt, ein vergnügter Mensch lacht. Ein lebhafter Mensch tanzt, ein lebenslustiger Mensch erfreut sich am Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Heiterkeit ist freundliche Gemütsverfassung===&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist wohlgemut. Er ist lebendig. Er strahlt überall Freude aus.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ein wirksames mentales Stärkungsmittel.&lt;br /&gt;
Ein heiterer [[Verstand]] kräftigt den [[Kopf]] und macht einen standhaft in guten [[Kontakt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entwickle Heiterkeit===&lt;br /&gt;
Sei immer heiter. Kultiviere Heiterkeit. Trage immer ein heiteres [[Lächeln]] mit einem freundlichen Gesicht.&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch ist ein öffentlicher Wohltäter. Er macht andere froh und heiter. Es gibt keinen Freund wie Heiterkeit.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ansteckend. Es hat einen wunderbaren Effekt auf andere. Es überführt Dunkelheit in Licht, Bedrückung zu Helligkeit, Leidlosigkeit und Gesundheit. &lt;br /&gt;
Die Heiteren leben ein langes [[Leben]]. Sie sind gesund, strahlend und dynamisch.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist die [[Seele]], aus ihr erwächst Güte. Es ist ein Verschönerer.&lt;br /&gt;
Ein heiterer Mensch schließt schnell [[Freundschaft]]. Man fühlt sich zu ihm hingezogen.&lt;br /&gt;
Was der Sonnenschein einer Blume ist, ist Heiterkeit und freundliches Lächeln für die Menschheit&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist ein [[Trost]] in [[Einsamkeit]] und [[Elend]]. Es erhellt [[Krankheit]], [[Armut]] und [[Kummer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wundervoll ist die Stärke der Heiterkeit. Heiterkeit ist eine Kraft. Ein heiterer Mensch hat große [[Ausdauerkraft]]. Ein heiterer Mensch wird in der gleicher [[Zeit]] mehr [[Arbeit]] verrichten, er wird sie besser erledigen, und er wird sich viel beharrlicher bemühen als ein trübseliger Mensch.&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist Gesundheit, [[Trübheit]] ist Krankheit. &lt;br /&gt;
Ein Mensch, dessen Herz voll ist mit [[Liebenswürdigkeit]], [[Güte]] und [[Mitgefühl]], wird immer heiter sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Heiterkeit ist beständig===&lt;br /&gt;
Fröhlichkeit ist ein Vorgang. Heiterkeit ist ein [[Persönlichkeitsfaktor]]. Fröhlichkeit ist kurz und flüchtig. Fröhlichkeit ist wie ein [[Blitzlicht]]. Heiterkeit ist fest und beständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiterkeit ist der Freund der Anmut. Es versetzt das Herz in die richtige [[Stimmung]], [[Gott]] zu preisen. Ein heiterer Mensch kann für lange [[Zeit]] meditieren.&lt;br /&gt;
Es gibt einige [[Person]]en, die heiter geboren werden. Das auf ihrer frühere gute, spirituelle [[Samskara]]s  oder ihre Einstellungen in früheren Leben zurückzuführen. Andere Personen kultivieren Heiterkeit systematisch im Lauf des Lebens. &lt;br /&gt;
Ein freundliches [[Wort]], spontan ausgesprochen, bereitet anderen [[Freude]].&lt;br /&gt;
Ein freundliches Wort ist eher geplant, aufzuheitern und zu ermuntern.&lt;br /&gt;
[[Lustigkeit]], [[Fröhlichkeit]], [[Belustigung]], [[Munterkeit]], Freude, [[Ausgelassenheit]], [[Spritzigkeit]], [[Lebhaftigkeit]], [[Lebendigkeit]], [[Schwung]] sind alles Begriffe, die Ähnliches ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Humor]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Frohsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Weisheit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Freude]]&lt;br /&gt;
*[[Ananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wohlt%C3%A4tigkeit&amp;diff=25893</id>
		<title>Wohltätigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wohlt%C3%A4tigkeit&amp;diff=25893"/>
		<updated>2012-06-08T06:16:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Charakter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Wohltätigkeit]] heißt [[Gutes]] tun, seinen [[Wohlstand]] mit anderen teilen, [[Spende]]n geben, anderen helfen, gute Werke tun. Wohltätigkeit ist tätiger Ausdruck von [[Nächstenliebe]] und [[Güte]]. Die [[Charaktereigenschaften]] [[Liebe]] und Güte drücken sich aus in Wohltätigkeit. Umgekehrt kann Wohltätigkeit zur [[Entwicklung]] von Liebe und Güte verhelfen. Ein spiritueller [[Aspirant]] will sich in Liebe entwickeln, um [[Verbundenheit]] und [[Einheit]] zu erfahren. Ein Mittel dafür ist Wohltätigkeit, auf Sanskrit &#039;&#039;[[Dana]]&#039;&#039;. Vom spirituellen Standpunkt aus sollte man aufpassen, dass sich Wohltätigkeit nicht zu sehr mit [[Ego]] und [[Wunsch]] nach [[Anerkennung]] vermischt. Wohltätigkeit ist auch ein [[Aspekt]] von [[Ahimsa]]. Es ist der aktive Teil von [[Maitri]] ([[Freundlichkeit]], Liebe) und [[Karuna]] (Mitgefühl, [[Mitleid]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Wohltätigkeit==&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] und [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; über Wohltätigkeit. Manche der Empfehlungen sind vielleicht mehr für das Indien der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts gedacht. Das meiste kann aber auch ins 21. Jahrhundert übertragen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist Wohltätigkeit?===&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit ist [[Almosen]] geben, eine materielle [[Gabe]] an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen [[Gegenleistung]]. [[Nächstenliebe]] wird  als soziale Grundeigenschaft des Menschen verstanden, von anderen positiv zu denken und ihnen Gutes angedeihen zu lassen. Wohltätigkeit ist universelle Liebe. Es ist [[Freigiebigkeit]] den Armen gegenüber, es ist Güte. Es ist das was, was man den Notleidenden, um ihnen zu helfen. &lt;br /&gt;
In allgemeinen Sinn bedeutet Wohltätigkeit Liebe, Güte und [[Wohlwollen]]. Im theologischen Sinn ist es universelles Wohlwollen gegenüber allen [[Mensch]]en und höchste Liebe zu [[Gott]]. Speziell meint es Liebe, [[Warmherzigkeit]], [[Zartheit]], entsprungen aus den natürlichen Beziehungen wie Nächstenliebe des [[Vater]]s, [[Sohn]]es und [[Bruder]]s, von [[Mutter]], [[Schwester]] und [[Tochter]]. &lt;br /&gt;
Wahre Wohltätigkeit ist der Wunsch, [[Mitmensch]]en zu helfen ohne an [[Belohnung]] und [[Gegenleistung]] zu denken.&lt;br /&gt;
Derjenige, der am wenigsten ungerecht ist, ist der am höchsten mildtätige in seinem Urteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwickle Wohltätigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohltätige [[Handlung]]en werden für immer bei dir sein.&lt;br /&gt;
Gib frohgemut, schnell und bedenkenlos.&lt;br /&gt;
Gib ein Zehntel deines Einkommens oder ein [[Anna]] pro [[Rupie]] als [[Spende]] für Wohltätigkeit.&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit überdeckt viele [[Sünde]]n. Wohltätigkeit reinigt dein [[Herz]].&lt;br /&gt;
[[Gebet]] bringt dich auf halbem Wege zu [[Gott]], fasten zu der Tür seiner [[Wohnstätte]] und Wohltätigkeit verschafft dir den [[Eintritt]]. &lt;br /&gt;
Wohltätigkeit ist [[Liebe]] in der [[Handlung]].&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit beginnt zu Hause, sollte aber nicht da enden; sie soll aber auch außer Hause praktiziert werden. Die ganze Welt ist dein zu Hause. Du bist ein Weltbürger. Baue ein großherziges Gefühl für das Wohlergehen der ganzen Welt auf.&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit, die angepriesen wird, hört auf wahre Wohltätigkeit zu sein. Es ist nur Stolz und Prahlerei.&lt;br /&gt;
Jede gute Tat ist Wohltätigkeit. Wenn du Durstigen Wasser gibst, dann ist das Wohltätigkeit. Ein aufmunterndes Wort, das du an einen Menschen, der in Not ist, richtest, ist Wohltätigkeit. Ein wenige Medizin, einem armen, kranken Menschen zu geben, ist Wohltätigkeit. Einen Dorn oder ein Stück Glas von der Straße aufzuheben, ist Wohltätigkeit. &lt;br /&gt;
Ein kleiner gütiger Gedanke und ein wenig Freundlichkeit sind oft mehr wert als das spenden eines großen Geldbetrages. &lt;br /&gt;
Schiebe Wohltätigkeiten nicht bis nach deinem Tod auf. Tue Wohltätigkeit täglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arten von Wohltätigkeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du einem armen Menschen [[Essen]] gibst, will er, wenn er abermals hungrig ist, wieder essen wollen. Die beste Form von Wohltätigkeit ist [[Vidya]]-[[Dana]] , [[Wissen]] weiter zu geben. Wissen beseitigt Unwissenheit, die Ursache, warum ein Körper angenommen wurde. [[Spirituell]]es Wissen überwindet vollkommen für immer alles [[Elend]] und [[Leid]].&lt;br /&gt;
Die zweitbeste Art der Wohltätigkeit ist, Kranken [[Medizin]] geben. Die drittbeste Art der Wohltätigkeit ist [[Anna]]-Dana  , Hungrigen [[Nahrung]] zu geben. &lt;br /&gt;
Übe Wohltätigkeit im Stillen. Mache sie nicht bekannt. Was deine rechte Hand tut, sollte die linke nicht wissen.&lt;br /&gt;
Die erste [[Tochter]] zu der Liebe Gottes ist Wohltätigkeit den Armen gegenüber.&lt;br /&gt;
Übe anfangs Unterscheidung in der Wohltätigkeit. Später übe unterschiedslos Wohltätigkeit. Wenn Du fühlst, dass sich in jedem [[Lebewesen]] [[Gott]] offenbart, ist es schwer, zu unterscheiden, wer Wohltätigkeit verdient und wer nicht. Wer ist gut? Wer ist schlecht?&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit mit widerwilligem [[Herz]]en ausgeführt, ist keine wirkliche Wohltätigkeit.&lt;br /&gt;
Wohltätigkeit beschränkt sich nicht auf Maßstäbe von Dollars, Rupien oder Schillingen, die man spendet. Denke gut über leidende Menschen. Bete für deren Wohl. Das wird mehr Gutes bewirken als viel Geld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wohltätigkeit und Scheinheiligkeit===&lt;br /&gt;
Prof. XYZ, M.A. ., Ph.D ., gab einem Armen eine Decke als milde Gabe. Dann dachte er: “Ich hätte ihm die Decke nicht geben sollen.” Sein Herz war in [[Unruhe]], und er quälte sich. Er wollte die Decke von dem Armen zurückhaben. Wenn du solche Wohltätigkeit übst, wirst Du keinerlei Nutzen daraus ziehen. Du wirst keine [[Reinheit]] des [Herz]ens erlangen. Viele weltlich eingestellte Menschen führen nur wohltätige Handlungen wie die eben geschilderte durch. Solchen mildtätigen Menschen gibt es auf dieser Welt im [[Überfluss]]. &lt;br /&gt;
Wohltätigkeit muss spontan und uneingeschränkt sein. [[Geben]] muss zur [[Gewohnheit]] werden. Erfahre extreme [[Freude]] im Geben . Denke nicht: “Ich habe eine sehr wohltätige Handlung ausgeführt. Ich werde Freude im [[Himmel]] erfahren, ich werde als reicher Mensch wiedergeboren werden. Die wohltätige Handlung wird mich von meiner Sünde reinigen. Es gibt keinen wohltätigeren Menschen in meiner [[Stadt]] oder in meiner [[Gemeinde]] als mich. Alle wissen, dass ich ein sehr wohltätiger Mensch bin.“ Nach Anerkennung Heischen ist ärmlich und beklagenswert. &lt;br /&gt;
Einige Menschen üben Wohltätigkeit und sind begierig darauf, ihre Namen mit ihrem [[Foto]] in [[Zeitung]]en veröffentlicht zu sehen. Dies ist eine niedere Form der Wohltätigkeit. Dies ist keine wirkliche Wohltätigkeit. &lt;br /&gt;
[[Jesus]] sagt: “Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte Hand tut.“ Du sollst nicht mit deiner Wohltätigkeit oder deinen wohltätigen Handlungen werben. Es darf in Deinem Herzen kein [[Hochgefühl]] entstehen, du sollst nicht geschmeichelt sein, wenn Menschen Dich wegen Deines wohltätigen Wesens preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Suche nach Gelegenheiten für Wohltätigkeit===&lt;br /&gt;
Dürste danach, täglich wohltätige Handlungen auszuführen. Versäume keine Gelegenheit. Es gibt keinen [[Yoga]] oder [[Opferritual]] , das größer ist als sattvige  Wohltätigkeit spontaner Art. Die Helden [[Karna]] und [[Raja]] [[Bhoja ]] vollbrachten zahllose wohltätige Handlungen. Daher leben sie in unseren Herzen fort.&lt;br /&gt;
Gib den [[Arme]]n, den [[Kranke]]n, den Hilflosen und den Einsamen. Gib den [[Waise]]n, den Hinfälligen, den [[Blinde]]n, den hilflosen [[Witwe]]n. Gib den [[Sadhu]]s , den [[Sannyasin]]s , religiösen und sozialen Einrichtungen. Danke dem Menschen, der dir Gelegenheit gibt, ihm zu helfen und Wohltätigkeit angedeihen zu lassen. Gib mit rechter moralischer Einstellung und nimm Gott wahr durch wohltätige Handlungen. Ehre all denen, die Wohltätigkeit mit dem rechten Glauben ausüben.&lt;br /&gt;
Danke dem Menschen, der Dir Gelegenheit gibt, ihm durch Barmherzigkeit zu dienen. Gib mit der richtigen Einstellung und verwirkliche Gott durch Mildtätigkeit. Ehre sei den Menschen, die Barmherzigkeit im richtigen Geist praktizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Maitri]]&lt;br /&gt;
* [[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
* [[Güte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Charakter&amp;diff=25891</id>
		<title>Charakter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Charakter&amp;diff=25891"/>
		<updated>2012-06-08T05:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Charakter&#039;&#039;&#039; ist die Summe der Eigenschaften eines [[Mensch]]en. Im engeren [[Sinn]]e ist Charakter die [[Stärke]], das zu tun was richtig ist. Die [[Redensweise]] &amp;quot;er hat Charakter&amp;quot; drückt aus, dass jemand zu seinen [[Überzeugung]]en steht, und sich nicht so sehr von [[Versuchung]]en, [[Schwierigkeit]]en und [[Anfeindung]]en in seinen Vorsätzen verunsichern lässt. In diesem Sinne wird Charakter in der [[Bedeutung]] wie [[Charakterstärke]] verwendet. Wurde früher häufiger der [[Ausdruck]] Charakter gebraucht, ist heute der Begriff &amp;quot;[[Persönlichkeit]]&amp;quot; mindestens in der [[Psychologie]] sehr viel populärer geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Charakter==&lt;br /&gt;
Der [[Yogi]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; auch über Charakter, englisch &amp;quot;character&amp;quot;. Er gebraucht den Ausdruck im Sinne von Persönlichkeit und Charakterstärke. Im Englischen scheint das Wort &amp;quot;character&amp;quot; noch mehr als im Deutschen für &amp;quot;guter Charakter&amp;quot;, &amp;quot;Charakterstärke zu stehen. Mindestens verwendet es Swami Sivananda meistens in diesem Sinn. Hier also die Worte von [[Swami]] Sivananda:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter umfasst die einzigartigen, psychologischen [[Eigenschaft]]en eines [[Mensch]]en, mit denen er sich von anderen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist Kraft. Charakter ist alles. Charakter zu haben ist das Edelste aller Besitztümer. &lt;br /&gt;
Charakter ist perfekt erzogener [[Wille]]. Er ist höher als [[Intelligenz]]. Du säst eine [[Handlung]] und erntest eine [[Gewohnheit]], du säst eine Gewohnheit und erntest einen Charakter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Handlung]]en, [[Erscheinungsbild]], [[Sprache]], [[Auftreten]] bilden das [[Alphabet]] mit dessen [[Hilfe]] der Charakter buchstabiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch ist durch seine [[Vorlieben]] bekannt, [[Freund]]e, [[Ort]]e, Bücher, [[Kleidung]], [[Essen]], [[Gedanke]]n, Handlungen, [[Sprache]], aus diesen lässt sich auf seine Persönlichkeit, seinen Charakter schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entschlossenheit]] im [[Leben]] ist erforderlich, um eine festen Charakter heranzubilden. Das muss mit beharrlicher [[Strebsamkeit]] verfolgt werden. All das dauer fort in deinem Charakter. Wenn du die [[Welt]] verlässt, kannst du außer deiner Persönlichkeit nichts mitnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist keine rein angeborene Eigenschaften Sie wird geformt. Der edelste Beitrag, den eine Menschen für das Wohlergehen seiner [[Nachkommenschaft]] leisten kann, ist der eines guten Charakters. Ein guter Charakter ist wie ein Diamant der jeden Stein einritzen kann. Charakter lebt und besteht fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gutmütigkeit]], [[Güte]], [[Ehrlichkeit]] [[Toleranz]], [[Mäßigung]], [[Gerechtigkeit]] liegen auf dem Fundament des Charakters. &lt;br /&gt;
Charakter ist das [[Mittel]] und das [[Ziel]] all deiner geistigen [[Disziplin]], aller geistigen [[Schulung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist das Erzeugen von [[Selbstdisziplin]]. Das vornehmste Ziel der Gestaltung eine Menschen ist das Entwickeln eines erhabenen Charakters. Charakter ist zu erlangen ist eines der höchsten Werte in unserer [[Gesellschaft]]. Das höchste Vermächtnis, das ein Mensch der Welt hinterlassen kann, ist eine scheinendes, makellosen Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidenden Faktoren, das A und O, im Heranbilden des Charakters sind [[Moral]], [[Wahrhaftigkeit]], [[Gerechtigkeit]], [[Mäßigung]], [[Weisheit]], hohe [[Ideale]], [[Gewaltlosigkeit]], [[Reinheit]] und [[Güte]]. Nichts auf dieser Welt - [[Reichtum]], [[Name]], [[Ruhm]], [[Sieg]] - ist eine Feige oder ein Strohhalm wert ohne Charakter. Charakter muss hinter allem stehen und alles untermauern. Es ist nicht Reichtum oder Fähigkeit noch ist es bloß [[Verstand]], das die Welt regiert. Es ist moralischer Charakter verbunden mit moralischer [[Vortrefflichkeit]] was wirklich das gesamte [[Universum]] beherrscht - oder beherrschen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter kann nicht in einem Tag entwickelt werden. Er wird allmählich [[Tag]] für Tag gestaltet. &lt;br /&gt;
Reichtum kommt und geht. [[Ruhm]] verpufft. [[Leistung]] schwindet dahin. Nur eine Sache bleibt bestehen: Charakter. &lt;br /&gt;
Eine starke Persönlichkeit  wird durch starke und edle Gedanken geformt. Des Menschen wahrer Seinszustand der Leistung und des Reichtum liegt seinem grundlegenden Charakter. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Achte auf deinen Charakter. Dein Ruf wird auf sich selbst aufpassen. Ein guter Charakter ist die Erfüllung der persönlichen [[Anstrengung]]. Es ist das Resultat des eignen [[Bemühen]]s.&lt;br /&gt;
Wahrhaftigkeit ist ein Grundstein des Charakters. &lt;br /&gt;
Nicht [[Ausbildungsgrad]] sondern Charakter ist eines Menschen Bedarf und größte Geleitschutz. Es gibt nicht einen Königsweg, um deinen Charakter heranzubilden. Eine Vielzahl von Straßen wird immer erforderlich zu gebrauchen sein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilde deinen Charakter und du kannst dein Leben formen. &lt;br /&gt;
Charakter ist [[Leistung]], Charakter ist [[Einfluss]], schließt [[Freundschaft]]en, gewährt Unterstützung und Hilfe, zieht und vermehrt [[Vermögen]]. Es eröffnet einen sichern und einfachen Weg zu Reichtum, [[Ehre]], Erfolg und Freunde.&lt;br /&gt;
Charakter ist der bestimmende [[Faktor]] in Sieg und  [[Niederlage]], Erfolg und [[Misserfolg]] und in allen Herausforderungen des Lebens. Ein Mensch mit guten Charakter erfreut sich des Lebens hierin und hernach.&lt;br /&gt;
Ein Mensch ist kein [[Geschöpf]] der Umstände. Er ist wirklich der [[Architekt]] der Umstände. Ein Mensch mit Charakter baut seine Existenz aus den Umständen. Er hält durch und schuftet. Er schaut nicht zurück. Er schreitet beherzt vorwärts. Er hat keine [[Angst]] vor [[Hindernis]]sen. Er ärgert sich nie und tobt nie vor [[Wut]]. Er wird niemals entmutigt oder enttäuscht. Er ist voller [[Lebenskraft]], [[Energie]], [[Elan]] und Lebensfreude. Er ist immer pflichteifrig und enthusiastisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine freundliche Taten, kleine [[Gefälligkeit]]en, kleine [[Gegenleistung]]en, kleine [[Mildtätigkeit]]en, ständige in deinem sozialen Umfeld durchgeführt geben einen größere [[Anmut]] zu deinem Charakter als Vorträge auf großer [[Bühne]], [[Diskurs]]e, [[Rede]]n, Vorführung von [[Begabung]]en, usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist eine innere und spirituelle [[Grazie]], von der Ansehen äußere und sichtbare [[Zeichen]] ist. &lt;br /&gt;
Charakter ist das, was man ist: Ansehen, was er gedacht zu sein. Sein [[Leumund]] ist die Summe seiner Handlungen. Der Leumund eines Menschen wird im Allgemeinen durch seinen Charakter ausgedrückt. Sein Ansehen, das höher oder niedrige als sein Charakter oder sein Leumund sein kann, wird abgleichen. Die [[Charakteranlage]]n eines Menschen beinhalten alle seine ursprünglichen Begabungen und [[Neigung]]en. Charakter beinhaltet beide sowohl natürlichen als auch anerzogenen [[Persönlichkeitseigenschaften]] und [[Persönlichkeitsmerkmal]]e.&lt;br /&gt;
Charakter ist die besondere Eigenschaft, die einem Menschen durch [[Veranlagung]] oder Verhaltensgewohnheiten aufgeprägt wird und ihn von anderen unterscheidet.&lt;br /&gt;
Dominate [[Erbfaktoren]] sind die überwiegenden Eigenschaften, die von beiden Elternteilen auf ihre Nachkommen mit geringer oder keiner [[Veränderung]] übertragen werden und deren vorherrschenden Charakter formen.&lt;br /&gt;
Rezessive Erbfaktoren, die in dem Nachwuchs in Erscheinung treten, können auf den einen oder den anderen [[Elternteil]] zurückgeführt werden, sie bestimmen aber nicht die wesentlichen Merkmale des Charakters. In nachfolgenden [[Generation]]en werden die rezessiven Erbfaktoren nicht vorherrschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
* [[Freundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Maitri]]&lt;br /&gt;
* [[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Charakter&amp;diff=25890</id>
		<title>Charakter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Charakter&amp;diff=25890"/>
		<updated>2012-06-08T05:52:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Charakter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Charakter&#039;&#039;&#039; ist die Summe der Eigenschaften eines [[Mensch]]en. Im engeren [[Sinn]]e ist Charakter die [[Stärke]], das zu tun was richtig ist. Die [[Redensweise]] &amp;quot;er hat Charakter&amp;quot; drückt aus, dass jemand zu seinen [[Überzeugung]]en steht, und sich nicht so sehr von [[Versuchung]]en, [[Schwierigkeit]]en und [[Anfeindung]]en in seinen Vorsätzen verunsichern lässt. In diesem Sinne wird Charakter in der [[Bedeutung]] wie [[Charakterstärke]] verwendet. Wurde früher häufiger der [[Ausdruck]] Charakter gebraucht, ist heute der Begriff &amp;quot;[[Persönlichkeit]]&amp;quot; mindestens in der [[Psychologie]] sehr viel populärer geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Charakter==&lt;br /&gt;
Der [[Yogi]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; auch über Charakter, englisch &amp;quot;character&amp;quot;. Er gebraucht den Ausdruck im Sinne von Persönlichkeit und Charakterstärke. Im Englischen scheint das Wort &amp;quot;character&amp;quot; noch mehr als im Deutschen für &amp;quot;guter Charakter&amp;quot;, &amp;quot;Charakterstärke zu stehen. Mindestens verwendet es Swami Sivananda meistens in diesem Sinn. Hier also die Worte von [[Swami]] Sivananda:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter umfasst die einzigartigen, psychologischen [[Eigenschaft]]en eines [[Mensch]]en, mit denen er sich von anderen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist Kraft. Charakter ist alles. Charakter zu haben ist das Edelste aller Besitztümer. &lt;br /&gt;
Charakter ist perfekt erzogener [[Wille]]. Er ist höher als [[Intelligenz]]. Du säst eine [[Handlung]] und erntest eine [[Gewohnheit]], du säst eine Gewohnheit und erntest einen Charakter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Handlung]]en, [[Erscheinungsbild]], [[Sprache]], [[Auftreten]] bilden das [[Alphabet]] mit dessen [[Hilfe]] der Charakter buchstabiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch ist durch seine [[Vorlieben]] bekannt, [[Freund]]e, [[Ort]]e, Bücher, [[Kleidung]], [[Essen]], [[Gedanke]]n, Handlungen, [[Sprache]], aus diesen lässt sich auf seine Persönlichkeit, seinen Charakter schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entschlossenheit]] im [[Leben]] ist erforderlich, um eine festen Charakter heranzubilden. Das muss mit beharrlicher [[Strebsamkeit]] verfolgt werden. All das dauer fort in deinem Charakter. Wenn du die [[Welt]] verlässt, kannst du außer deiner Persönlichkeit nichts mitnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist keine rein angeborene Eigenschaften Sie wird geformt. Der edelste Beitrag, den eine Menschen für das Wohlergehen seiner [[Nachkommenschaft]] leisten kann, ist der eines guten Charakters. Ein guter Charakter ist wie ein Diamant der jeden Stein einritzen kann. Charakter lebt und besteht fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gutmütigkeit]], [[Güte]], [[Ehrlichkeit]] [[Toleranz]], [[Mäßigung]], [[Gerechtigkeit]] liegen auf dem Fundament des Charakters. &lt;br /&gt;
Charakter ist das [[Mittel]] und das [[Ziel]] all deiner geistigen [[Disziplin]], aller geistigen [[Schulung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist das Erzeugen von [[Selbstdisziplin]]. Das vornehmste Ziel der Gestaltung eine Menschen ist das Entwickeln eines erhabenen Charakters. Charakter ist zu erlangen ist eines der höchsten Werte in unserer [[Gesellschaft]]. Das höchste Vermächtnis, das ein Mensch der Welt hinterlassen kann, ist eine scheinendes, makellosen Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidenden Faktoren, das A und O, im Heranbilden des Charakters sind [[Moral]], [[Wahrhaftigkeit]], [[Gerechtigkeit]], [[Mäßigung]], [[Weisheit]], hohe [[Ideale]], [[Gewaltlosigkeit]], [[Reinheit]] und [[Güte]]. Nichts auf dieser Welt - [[Reichtum]], [[Name]], [[Ruhm]], [[Sieg]] - ist eine Feige oder ein Strohhalm wert ohne Charakter. Charakter muss hinter allem stehen und alles untermauern. Es ist nicht Reichtum oder Fähigkeit noch ist es bloß [[Verstand]], das die Welt regiert. Es ist moralischer Charakter verbunden mit moralischer [[Vortrefflichkeit]] was wirklich das gesamte [[Universum]] beherrscht - oder beherrschen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter kann nicht in einem Tag entwickelt werden. Er wird allmählich [[Tag]] für Tag gestaltet. &lt;br /&gt;
Reichtum kommt und geht. [[Ruhm]] verpufft. [[Leistung]] schwindet dahin. Nur eine Sache bleibt bestehen: Charakter. &lt;br /&gt;
Eine starke Persönlichkeit  wird durch starke und edle Gedanken geformt. Des Menschen wahrer Seinszustand der Leistung und des Reichtum liegt seinem grundlegenden Charakter. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Achte auf deinen Charakter. Dein Ruf wird auf sich selbst aufpassen. Ein guter Charakter ist die Erfüllung der persönlichen [[Anstrengung]]. Es ist das Resultat des eignen [[Bemühen]]s.&lt;br /&gt;
Wahrhaftigkeit ist ein Grundstein des Charakters. &lt;br /&gt;
Nicht [[Ausbildungsgrad]] sondern Charakter ist eines Menschen Bedarf und größte Geleitschutz. Es gibt nicht einen Königsweg, um deinen Charakter heranzubilden. Eine Vielzahl von Straßen wird immer erforderlich zu gebrauchen sein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilde deinen Charakter und du kannst dein Leben formen. &lt;br /&gt;
Charakter ist [[Leistung]], Charakter ist [[Einfluss]], schließt [[Freundschaft]]en, gewährt Unterstützung und Hilfe, zieht und vermehrt [[Vermögen]]. Es eröffnet einen sichern und einfachen Weg zu Reichtum, [[Ehre]], Erfolg und Freunde.&lt;br /&gt;
Charakter ist der bestimmende [[Faktor]] in Sieg und  [[Niederlage]], Erfolg und [[Misserfolg]] und in allen Herausforderungen des Lebens. Ein Mensch mit guten Charakter erfreut sich des Lebens hierin und hernach.&lt;br /&gt;
Ein Mensch ist kein [[Geschöpf]] der Umstände. Er ist wirklich der [[Architekt]] der Umstände. Ein Mensch mit Charakter baut seine Existenz aus den Umständen. Er hält durch und schuftet. Er schaut nicht zurück. Er schreitet beherzt vorwärts. Er hat keine [[Angst]] vor [[Hindernis]]sen. Er ärgert sich nie und tobt nie vor [[Wut]]. Er wird niemals entmutigt oder enttäuscht. Er ist voller [[Lebenskraft]], [[Energie]], [[Elan]] und Lebensfreude. Er ist immer pflichteifrig und enthusiastisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine freundliche Taten, kleine [[Gefälligkeit]]en, kleine [[Gegenleistung]]en, kleine [[Mildtätigkeit]]en, ständige in deinem sozialen Umfeld durchgeführt geben einen größere [[Anmut]] zu deinem Charakter als Vorträge auf großer [[Bühne]], [[Diskurs]]e, [[Rede]]n, Vorführung von [[Begabung]]en, usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakter ist eine innere und spirituelle [[Grazie]], von der Ansehen äußere und sichtbare [[Zeichen]] ist. &lt;br /&gt;
Charakter ist das, was man ist: Ansehen, was er gedacht zu sein. Sein [[Leumund]] ist die Summe seiner Handlungen. Der Leumund eines Menschen wird im Allgemeinen durch seinen Charakter ausgedrückt. Sein Ansehen, das höher oder niedrige als sein Charakter oder sein Leumund sein kann, wird abgleichen. Die [[Charakteranlage]]n eines Menschen beinhalten alle seine ursprünglichen Begabungen und [[Neigung]]en. Charakter beinhaltet beide sowohl natürlichen als auch anerzogenen [[Persönlichkeitseigenschaften]] und [[Persönlichkeitsmerkmal]]e.&lt;br /&gt;
Charakter ist die besondere Eigenschaft, die einem Menschen durch [[Veranlagung]] oder Verhaltensgewohnheiten aufgeprägt wird und ihn von anderen unterscheidet.&lt;br /&gt;
Dominate [[Erbfaktoren]] sind die überwiegenden Eigenschaften, die von beiden Elternteilen auf ihre Nachkommen mit geringer oder keiner [[Veränderung]] übertragen werden und deren vorherrschenden Charakter formen.&lt;br /&gt;
Rezessive Erbfaktoren, die in dem Nachwuchs in Erscheinung treten, können auf den einen oder den anderen [[Elternteil]] zurückgeführt werden, sie bestimmen aber nicht die wesentlichen Merkmale des Charakters. In nachfolgenden [[Generation]]en werden die rezessiven Erbfaktoren nicht vorherrschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Liebe&lt;br /&gt;
* Freundlichkeit&lt;br /&gt;
* Maitri&lt;br /&gt;
* Ahimsa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wachsamkeit&amp;diff=25889</id>
		<title>Wachsamkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wachsamkeit&amp;diff=25889"/>
		<updated>2012-06-08T05:39:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Wachsamkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wachsamkeit&#039;&#039;&#039; ist ein Geisteszustand geprägt von Bewusstheit und Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt. Es gibt die Wachsamkeit nach außen, um äußere Gefahren zu erkennen. Es gibt die Wachsamkeit nach innen, um seinen eigenen Geist zu beobachten. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Wachsamkeit eine Fähigkeit, um äußeren Bedrohungen begegnen zu können. Vom Standpunkt der Evolutionsbiologie her war Wachsamkeit essentiell für das Überleben des Menschen. Auch Gesellschaften und Unternehmen müssen wachsam sein und sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Ein spiritueller Aspirant arbeitet an sich selbst, transformiert seinen Charakter, löst sich von Reiz-Reaktionsketten und alten Mustern. Ein spiritueller Aspirant lässt ungute Gewohnheiten sein und entwickelt positive Gewohnheiten. Die alten Gewohnheiten bleiben als Samskaras, als Samen, bestehen. Es gilt wachsam zu sein, um das Stärkerwerden der alten, überwunden geglaubten Gewohnheiten zu überwinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsamkeit ist auch in der Meditation wichtig: Es ist leichter, neu auftauchenden Gedanken nicht zu folgen, als sich von voll entwickelten Gefühlen und Wünschen wieder zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Wachsamkeit==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; zum Begriff &amp;quot;Alertness&amp;quot;. Man könnte diesen als Aufmerksamkeit Wachsamkeit übersetzen - und auch als Wachsamkeit. Hier also die Worte des [[Yoga Meister]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit ist Wachsamkeit. Es ist [[Frische]]. Es ist [[Lebhaftigkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsamkeit ist eine [[Einstellung]] der Aufmerksamkeit. Es wird grundlegend im Sinne von „alarmbereit sein“ als „Wachmann in Alarmbereitschaft.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kapitän]] eines Schiffes ist  wachsam. Ein Fischer ist  wachsam. Ein Chirurg im Operationssaal ist  wachsam. Genauso sollte ein durstender, hungernder Aspirant stets  wachsam sein. Dann alleine so kann er den turbulenten und unruhigen [[Verstand]] drosseln und den [[Geist]] beherrschen. Wachsamkeit ist eine wichtige Eigenschaft des Schülers auf dem Weg des Yogas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei immer auf der Hut. Habe eine wachsame Einstellung. Sei immer sprungbereit. Stehe stets  bereit. Sei vorsichtig. Sei aufmerksam. Sei umsichtig. Du wirst immer erfolgreich in allen Verpflichtungen und im spirituellen Sadhana sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein aufmerksamer Mensch ist immer sehr wachsam. Er ist bereit, auf eine kurzfristige Anweisung hin zu handeln. Er ist flink wie das Eichhörnchen. Seine Lebhaftigkeit zeichnet ihn aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wachsamer Mensch ist lebendig. Er ist pünktlich und immer bereit. Er ist hellwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bereit“, aufmerksam“, „ und „hellwach“ bezieht sich auf wachsame Unverzüglichkeit für Aktivität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsamkeit zeigt durchdachte Vorbereitung an. Ein wandernder [[Indianer]] ist wachsam. Ein geschulter [[Soldat]] ist bereit. &lt;br /&gt;
&amp;quot;Bereit&amp;quot; drückt mehr Leben und [[Vitalität]] aus als der Ausdruck &amp;quot;vorbereitet&amp;quot;. Ein Gewehr ist vorbereitet, ein Mensch ist bereit.&lt;br /&gt;
Pünktlichkeit drückt Bereitschaft für Termin oder Anforderung zu einem bestimmten Augenblick aus. Ein guter General ist für den Ernstfall bereit, wachsam im Erkennen der [[Chance]] oder der [[Gefahr]], schlagartig die Gelegenheit zu nutzen.&lt;br /&gt;
Der Begriff der lebhaften [[Flinkheit]] ist die zweite und im Allgemeinen weniger gebräuchliche Bedeutung der Wachsamkeit.&lt;br /&gt;
[[Schläfrig]], [[schwerfällig]], [[plump]], [[inaktiv]], [[faul]], [[dumm]] sind die Gegensätze von wachsam.&lt;br /&gt;
Lass einen [[Prediger]] im Seinszustand der Wachsamkeit sprechen. Seine Worte werden wirkungsvoll sein. Lass [[Yogalehrer]] sehr wachsam sein, wenn sie unterrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Achtsamkeit&lt;br /&gt;
* Wachsamkeit&lt;br /&gt;
* Bewusstsein&lt;br /&gt;
* Samadhi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=G%C3%BCte&amp;diff=25887</id>
		<title>Güte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=G%C3%BCte&amp;diff=25887"/>
		<updated>2012-06-08T05:05:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Güte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Güte&#039;&#039;&#039; ist die innere Bereitschaft, anderen Gutes zu tun. Güte ist die [[Eigenschaft]] des [[Wohlwollen]]s. Güte heißt, andere zu lieben, das Gute im anderen zu sehen. Güte ist auch die Fähigkeit über kleine Kränkungen hinwegzusehen. Jeder Mensch hat die Fähigkeit zur Güte. Ein spiritueller Aspirant kann die [[Tugend]] der Güte bewusst kultivieren und stärker werden lassen. Güte ist einer der vielen Übersetzungen von [[Maitri Bhava]], im Buddhismus als [[Metta Bhava]] bezeichnet. &#039;&#039;[[Maitri]]&#039;&#039; heißt &#039;&#039;[[Freund]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Güte==&lt;br /&gt;
Der [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; zum Begriff &amp;quot;Benevolence&amp;quot;. Eine Übersetzung von Benevolence ist Güte, allerdings umfasst der englische Begriff Benevolence Güte und [[Mildtätigkeit]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte: Der [[Begriff]] &amp;quot;&#039;&#039;Benevolence&#039;&#039;&amp;quot; ist als Übersetzung des lateinischen Wortes [[Benevolentia]] ins Englische eingegangen und bedeutet „wohlwollende [[Zuneigung]]“. Es setzt sich zusammen aus bene : wohl und volens: „gewogen“, “von [[Herz]]en“. &lt;br /&gt;
Güte ist die [[Charakteranlage]], Gute zu tun, Geld zu spenden, speziell zur [[Unterstützung]] der Armen. Es ist eine Handlung der [[Menschenliebe]] und [[Großzügigkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte ist die Charakteranlage, [[Wohlbefinden]] und [[Trost]] für anderen zu suchen. Es ist der [[Wunsch]], [[Leiden]] zu mildern oder [[Freude]] zu fördern. Es ist die [[Liebe]] zur [[Menschheit]] und Herzensgüte oder [[Milde]].&lt;br /&gt;
Güte ist die alles umfassende [[Tugend]]. Um [[Perfektion]] der Güte selbst zu erreichen, benötigt das moralische Werten der Menschen alle anderen [[Kardinaltugenden]] sowohl des [[Wille]]ns als auch des [[Urteilsvermögen]]s. Alle anderen Kardinaltugenden bilden Güte , denn Güte verwendet, weiht und bildet diese. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte ist das natürliche Organ oder [[Neigung]] die umgehend zu [[Liebenswürdigkeit]] und [[Großzügigkeit]] anregt. Güte ist Gottesminister. Es ist die seltene Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für andere zu fühlen und nicht nur für uns selbst, unseren [[Egoismus]] zu bändigen und uns in gütigen Neigungen zu üben, begründet die Vollendung der [[Mensch]]en. [[Niemand]] in dieser [[Welt]] ist völlig unabhängig. Er benötigt die [[Hilfe]] anderer. Ein Mensch ist in der [[Gesellschaft]] platziert, zu empfangen und wechselseitig [[Hilfe]] und beiderseitiges [[Engagement]]. Dein [[Essen]], deine [[Kleidung]], deine [[Gesundheit]], dein [[Schutz]] gegen [[Verletzung]]en, deine Freude an [[Bequemlichkeit]]en und deine [[Lebensfreude]] alles das verdankst du der Hilfe anderer. Daher sei gütig zu anderen. Sein ein Kosmischer [[Wohltäter]]. Sein ein [[Menschenfreund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Eroberer]] wird mit [[Ehrfurcht]] betrachtet. Der weise Mensch gebietet uns [[Achtung]], aber es ist besonders der gütige [[Mensch]], der unsere [[Zuneigung]] gewinnt. Ein gütiger Mensch genießt [[Frieden]], Freude und [[Ruhe]]. Er hat seine Freude an dem [[Erfolg]] und dem [[Glück]] seines [[Nachbar]]s und aller andern Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenigen, der seinen [[Reichtum]], seine [[Gedanke]]n und seine [[Rede]] verwendet, um das [[Wohl]] anderer zu vermehren, ist ein ruhmvoller Mensch. Er ist ein wahrhafter [[Gott]] auf [[Erde]]n. Er sucht stets Möglichkeiten, anderen auf verschiedensten [[Weg]]en Gutes zu tun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz der sozialen Güte verlangt, dass ein Mensch bemüht ist, anderen zu helfen. [[Grausamkeit]], [[Unmenschlichkeit]], ungehobeltes [[Benehmen]], [[Habsucht]], [[Härte]], [[Kleinlichkeit]], [[Groll]], [[Unmenschlichkeit]], [[Missgunst]], [[Boshaftigkeit]], [[Knausrigkeit]], [[Egoismus]], [[Geiz]], [[Lieblosigkeit]] sind die [[Gegenteil]]e von Güte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Almosen]] spenden, [[Wohltätigkeit]], [[Gutartigkeit]], [[Großzügigkeit]], [[Barmherzigkeit]], [[Edelmut]], [[Gutmütigkeit]], [[Menschlichkeit]], [[Gutherzigkeit]], [[Freundlichkeit]], [[Liebenswürdigkeit]], [[Großzügigkeit]], [[Freigiebigkeit]], [[Menschenliebe]], [[Mitgefühl]], [[Zärtlichkeit]] ist mit Güte gleichsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freundlichkeit und Zärtlichkeit sind personenbezogen. Güte und Barmherzigkeit sind allgemeingültig. Freundlichkeit erstreckt sich auf alle empfindsames [[Wesen]], ob es Menschen oder [[Tier]]e sind, in [[Reichtum]] oder [[Elend]]. [[Zärtlichkeit]] richtet sich an die Jungen, an [[Schwache]] und an [[Notleidende]]. Menschlichkeit ist Freundlichkeit gegenüber Mensch oder Tier. [[Edelmut]] ist selbstlose  Freundlichkeit im Charakter und in der [[Handlung]]. Es beinhaltet sehr viel mehr als Geben. Großzügigkeit gilt aus üppigem Geben, das sich im großen Rahmen als [[Freigiebigkeit]] ausdrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebenswürdigkeit]] gibt sich zu erkennen an aufgeschlossenen, anregenden und wohltuenden [[Ansicht]]en, was sich in [[Geschenk]]en oder auf andere [[Art]] offenbart.&lt;br /&gt;
Wir sprechen von einem großzügigen oder freigiebigen [[Gast]], der [[Großzügigkeit]] eines Universitätsgründers, oder von der [[Liberalität]] eines [[Theologe]]n gegenüber Menschen anderen [[Glaube]]ns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte und [[Menschenliebe]] gilt für weite Bereiche des [[Gemeinwohl]]s, oft, aber nicht immer beinhaltet es große Ausgaben in Barmherzigkeit und guten Werken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warte nicht auf außergewöhnliche Umstände, um Gutes zu tun. Versuche alltägliche [[Situation]]en zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Liebe&lt;br /&gt;
* Freundlichkeit&lt;br /&gt;
* Maitri&lt;br /&gt;
* Ahimsa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=G%C3%BCte&amp;diff=25886</id>
		<title>Güte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=G%C3%BCte&amp;diff=25886"/>
		<updated>2012-06-08T03:40:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Güte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Güte&#039;&#039;&#039; ist die innere Bereitschaft, anderen Gutes zu tun. Güte ist die [[Eigenschaft]] des [[Wohlwollen]]s. Güte heißt, andere zu lieben, das Gute im anderen zu sehen. Güte ist auch die Fähigkeit über kleine Kränkungen hinwegzusehen. Jeder Mensch hat die Fähigkeit zur Güte. Ein spiritueller Aspirant kann die [[Tugend]] der Güte bewusst kultivieren und stärker werden lassen. Güte ist einer der vielen Übersetzungen von [[Maitri Bhava]], im Buddhismus als [[Metta Bhava]] bezeichnet. &#039;&#039;[[Maitri]]&#039;&#039; heißt &#039;&#039;[[Freund]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Güte==&lt;br /&gt;
Der [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; zum Begriff &amp;quot;Benevolence&amp;quot;. Eine Übersetzung von Benevolence ist Güte, allerdings umfasst der englische Begriff Benevolence Güte und [[Mildtätigkeit]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte: Der [[Begriff]] &amp;quot;&#039;&#039;Benevolence&#039;&#039;&amp;quot; ist als Übersetzung des lateinischen Wortes [[Benevolentia]] ins Englische eingegangen und bedeutet „wohlwollende [[Zuneigung]]“. Es setzt sich zusammen aus bene : wohl und volens: „gewogen“, “von [[Herz]]en“. &lt;br /&gt;
Güte ist die [[Charakteranlage]], Gute zu tun, Geld zu spenden, speziell zur [[Unterstützung]] der Armen. Es ist eine Handlung der [[Menschenliebe]] und [[Großzügigkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte ist die Charakteranlage, [[Wohlbefinden]] und [[Trost]] für anderen zu suchen. Es ist der [[Wunsch]], [[Leiden]] zu mildern oder [[Freude]] zu fördern. Es ist die [[Liebe]] zur [[Menschheit]] und Herzensgüte oder [[Milde]].&lt;br /&gt;
Güte ist die alles umfassende [[Tugend]]. Um [[Perfektion]] der Güte selbst zu erreichen, benötigt das moralische Werten der Menschen alle anderen [[Kardinaltugenden]] sowohl des [[Wille]]ns als auch des [[Urteilsvermögen]]s. Alle anderen Kardinaltugenden bilden Güte , denn Güte verwendet, weiht und bildet diese. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güte ist das natürliche Organ oder [[Neigung]] die umgehend zu [[Liebenswürdigkeit]] und [[Großzügigkeit]] anregt. Güte ist Gottesminister. Es ist die seltene Tugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für andere zu fühlen und nicht nur für uns selbst, unseren [[Egoismus]] zu bändigen und uns in gütigen Neigungen zu üben, begründet die Vollendung der [[Mensch]]en. [[Niemand]] in dieser [[Welt]] ist völlig unabhängig. Er benötigt die [[Hilfe]] anderer. Ein Mensch ist in der [[Gesellschaft]] platziert, zu empfangen und wechselseitig [[Hilfe]] und beiderseitiges [[Engagement]]. Dein [[Essen]], deine [[Kleidung]], deine [[Gesundheit]], dein [[Schutz]] gegen [[Verletzung]]en, deine Freude an [[Bequemlichkeit]]en und deine [[Lebensfreude]] alles das verdankst du der Hilfe anderer. Daher sei gütig zu anderen. Sein ein Kosmischer [[Wohltäter]]. Sein ein [[Menschenfreund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Eroberer]] wird mit [[Ehrfurcht]] betrachtet. Der weise Mensch gebietet uns [[Achtung]], aber es ist besonders der gütige [[Mensch]], der unsere [[Zuneigung]] gewinnt. Ein gütiger Mensch genießt [[Frieden]], Freude und [[Ruhe]]. Er hat seine Freude an dem [[Erfolg]] und dem [[Glück]] seines [[Nachbar]]s und aller andern Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenigen, der seinen [[Reichtum]], seine [[Gedanke]]n und seine [[Rede]] verwendet, um das [[Wohl]] anderer zu vermehren, ist ein ruhmvoller Mensch. Er ist ein wahrhafter [[Gott]] auf [[Erde]]n. Er sucht stets Möglichkeiten, anderen auf verschiedensten [[Weg]]en Gutes zu tun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz der sozialen Güte verlangt, dass ein Mensch bemüht ist, anderen zu helfen. [[Grausamkeit]], [[Unmenschlichkeit]], ungehobeltes [[Benehmen]], [[Habsucht]], [[Härte]], [[Kleinlichkeit]], [[Groll]], Unmenschlichkeit, Missgunst, Boshaftigkeit, Knausrigkeit, Egoismus, Geiz, Lieblosigkeit sind die Gegenteile von Güte&lt;br /&gt;
Almosen spenden, Wohltätigkeit, Gutartigkeit, Großzügigkeit, Barmherzigkeit, Edelmut, Gutmütigkeit, Menschlichkeit, Gutherzigkeit, Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit, Großzügigkeit, Freigiebigkeit, Menschenliebe, Mitgefühl, Zärtlichkeit ist mit Güte gleichsetzen.&lt;br /&gt;
Freundlichkeit und Zärtlichkeit sind personenbezogen. Güte und Barmherzigkeit sind allgemein gültig. Freundlichkeit erstreckt sich auf alle empfindsames Wesen, ob es Menschen oder Tiere sind, in Reichtum oder Elend. Zärtlichkeit richtet sich an die Jungen, an Schwache und an Notleidende. Menschlichkeit ist Freundlichkeit gegenüber Mensch oder Tier. Edelmut ist selbstlose  Freundlichkeit im Charakter und in der Handlung. Es beinhaltet sehr viel mehr als Geben &lt;br /&gt;
Großzügigkeit gilt aus üppigem Geben, das sich im großen Rahmen als Freigiebigkeit ausdrückt. &lt;br /&gt;
Liebenswürdigkeit gibt sich zu erkennen an aufgeschlossenen, anregenden und wohltuenden Ansichten, was sich in Geschenken oder auf anderer Art offenbart.&lt;br /&gt;
Wir sprechen von einem großzügigen oder freigiebigen Gast, der Großzügigkeit eines Universitätsgründers, oder von der Liberalität eines Theologen gegenüber Menschen anderen Glaubens.&lt;br /&gt;
Menschenliebe gilt für weite Bereiche des Gemeinwohls, oft, aber nicht immer beinhaltet es große Ausgaben in Barmherzigkeit und Güte.&lt;br /&gt;
Warte nicht auf außergewöhnliche Umstände, um Gutes zu tun. Versuche alltägliche Situationen zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Liebe&lt;br /&gt;
* Freundlichkeit&lt;br /&gt;
* Maitri&lt;br /&gt;
* Ahimsa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Wachsamkeit&amp;diff=25884</id>
		<title>Wachsamkeit</title>
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		<updated>2012-06-08T03:26:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Wachsamkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wachsamkeit&#039;&#039;&#039; ist ein Geisteszustand geprägt von Bewusstheit und Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt. Es gibt die Wachsamkeit nach außen, um äußere Gefahren zu erkennen. Es gibt die Wachsamkeit nach innen, um seinen eigenen Geist zu beobachten. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Wachsamkeit eine Fähigkeit, um äußeren Bedrohungen begegnen zu können. Vom Standpunkt der Evolutionsbiologie her war Wachsamkeit essentiell für das Überleben des Menschen. Auch Gesellschaften und Unternehmen müssen wachsam sein und sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Ein spiritueller Aspirant arbeitet an sich selbst, transformiert seinen Charakter, löst sich von Reiz-Reaktionsketten und alten Mustern. Ein spiritueller Aspirant lässt ungute Gewohnheiten sein und entwickelt positive Gewohnheiten. Die alten Gewohnheiten bleiben als Samskaras, als Samen, bestehen. Es gilt wachsam zu sein, um das Stärkerwerden der alten, überwunden geglaubten Gewohnheiten zu überwinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsamkeit ist auch in der Meditation wichtig: Es ist leichter, neu auftauchenden Gedanken nicht zu folgen, als sich von voll entwickelten Gefühlen und Wünschen wieder zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Wachsamkeit==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; zum Begriff &amp;quot;Alertness&amp;quot;. Man könnte diesen als Aufmerksamkeit Wachsamkeit übersetzen - und auch als Wachsamkeit. Hier also die Worte des [[Yoga Meister]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit ist Wachsamkeit. Es ist [[Frische]]. Es ist [[Lebhaftigkeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsamkeit ist eine Einstellung der Aufmerksamkeit. Es wird grundlegend im Sinne von „alarmbereit sein“ als „Wachmann in Alarmbereitschaft.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kapitän]] eines Schiffes ist  wachsam. Ein Fischer ist  wachsam. Ein Chirurg im Operationssaal ist  wachsam. Genauso sollte ein durstender, hungernder Aspirant stets  wachsam sein. Dann alleine so kann er den turbulenten und unruhigen [[Verstand]] drosseln und den [[Geist]] beherrschen. Wachsamkeit ist eine wichtige Eigenschaft des Schülers auf dem Weg des Yogas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei immer auf der Hut. Habe eine wachsame Einstellung. Sei immer sprungbereit. Stehe stets  bereit. Sei vorsichtig. Sei aufmerksam. Sei umsichtig. Du wirst immer erfolgreich in allen Verpflichtungen und im spirituellen Sadhana sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein aufmerksamer Mensch ist immer sehr wachsam. Er ist bereit, auf eine kurzfristige Anweisung hin zu handeln. Er ist flink wie das Eichhörnchen. Seine Lebhaftigkeit zeichnet ihn aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wachsamer Mensch ist lebendig. Er ist pünktlich und immer bereit. Er ist hellwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bereit“, aufmerksam“, „ und „hellwach“ bezieht sich auf wachsame Unverzüglichkeit für Aktivität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsamkeit zeigt durchdachte Vorbereitung an. Ein wandernder Indianer ist wachsam. Ein geschulter Soldat ist bereit. &lt;br /&gt;
Wachsamkeit drückt mehr Leben und [[Vitalität]] aus als vorbereitet. Ein Gewehr ist vorbereitet, ein Mensch ist bereit.&lt;br /&gt;
Pünktlichkeit drückt Bereitschaft für Termin oder Anforderung zu einem bestimmten Augenblick aus. Ein guter General ist für den Ernstfall bereit, wachsam im Erkennen der Chance oder der Gefahr, schlagartig die Gelegenheit zu nutzen.&lt;br /&gt;
Der Begriff der lebhaften Flinkheit ist die zweite und im Allgemeinen weniger gebräuchliche Bedeutung der Wachsamkeit.&lt;br /&gt;
Schläfrig, schwerfällig, plump, inaktiv, faul, dumm sind die Gegensätze von wachsam.&lt;br /&gt;
Lass einen Prediger im Seinszustand der Wachsamkeit sprechen. Seine Worte werden wirkungsvoll sein. Lass Yogalehrer sehr wachsam sein, wenn sie unterrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Achtsamkeit&lt;br /&gt;
* Wachsamkeit&lt;br /&gt;
* Bewusstsein&lt;br /&gt;
* Samadhi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aufmerksamkeit&amp;diff=25883</id>
		<title>Aufmerksamkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Aufmerksamkeit&amp;diff=25883"/>
		<updated>2012-06-08T03:26:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Werke von Swami Sivananda: /* Swami Sivananda über Aufmerksamkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aufmerksamkeit&#039;&#039;&#039; ist die Fähigkeit, mit wachem [[Geist]] etwas wahrzunehmen. Aufmerksamkeit heißt [[Wachheit]], [[Offenheit]], die [[Fähigkeit]] im [[Hier]] und [[Jetzt]] zu sein. Ein [[spirituell]]er [[Aspirant]] sowie ein [[Yoga]] [[Schüler]] entwickelt die Fähigkeit der Aufmerksamkeit. In den Yoga Übungen wie [[Asanas]], [[Pranayama]] und [[Meditation]] bemüht sich der Aspirant um größtmögliche Aufmerksamkeit. Wachsamkeit, [[Bewusstheit]] und [[Achtsamkeit]] sind bedeutungsverwandt mit Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist eine Funktion des [[Bewusstsein]]s selbst. Gesteigerte Aufmerksamkeit führt irgendwann zum reinen Bewusstsein. [[Samadhi]], die [[Erleuchtung]], ist ein Zustand vollkommenener ungerichteter Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit an sich, unbeschränkt von irgendeinem Objekt bzw. Geistesinhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Aufmerksamkeit==&lt;br /&gt;
Der [[Yoga Meister]] [[Swami Sivananda]] schreibt in seinem Buch &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot; zum Begriff &amp;quot;Attention&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit ist beständiger Gebrauch des Verstandes&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit ist das Ausrichten der geistigen Kräfte auf einem spezifischen Objekt mit Energie und Konzentration. &lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit stärkt den Willen, .Es ist an der Basis des Willens. Aufmerksamkeit entwickelt Konzentration.&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit führt zu sicherem Erfolg. Es ist der Mangel an Aufmerksamkeit, dass ein Mensch Misserfolge erleidet.&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit macht das Genie. Die Kraft, Aufmerksamkeit aufzubringen, beständig und ungeteilt auf ein einzelnes Objekt, ist das sichere Zeichen eines überlegenen Genies. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Lernen, [[Wissenschaft]] und Können hängt von Aufmerksamkeit ab. Aufmerksamkeit eröffnet neue [[Welt]]en, heilt [[Krankheit]]en. Aufmerksamkeit ist die [[Quelle]] eines poetischen [[Talent]]s und die des Entdeckers und des [[Erfolg]]es.&lt;br /&gt;
Es war die Aufmerksamkeit die [[Newton]] zur Entdeckung der [[Gravitation]] führte, [Hervey] zum Erkennen des [[Blutkreislauf]]es und Davy zum Wegbereiter der Modernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit kann als Art psychischer [[Energie]] verstanden werden, die notwendigerweise die Bestimmung des [[Wesen]]s eine jeden [[Bewusstsein]]sbereiches erfasst. Es ist die Tat oder der Prozess mit besonderer [[Klarheit]] zu einem oder mehreren Persönlichkeitsmerkmalen in der komplexen Struktur des Bewusstseins zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit ist eine Form des geistigen Arbeitens oder der [[Fähigkeit]] die es ermöglich bestimmten Inhalten des Bewusstseins zu unterscheiden, mit dem [[Ziel]] anwachsender [[Klarheit]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine [[Erfahrung]] aus der das [[Konzept]] und die Lehrmeinung der Aufmerksamkeit in der modernen Psychologie ihren Ursprung nimmt ist, dass einige Objekte oder Teile von Objekten im [[Feld]] des Bewusstseins lebhafter aufgeprägt sind oder erscheinen als andere oder wahrgenommen und erkannt werden, während andere nur schemenhaft oder kaum wahrgenommen werden. Dieser Unterschied in der Klarheit scheint oftmals abhängig von einer bestimmten Handlung oder dem Verhalten eines Subjektes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In reflexiver, reaktiver oder nicht-freiwilliger Aufmerksamkeit scheint, dass sich das [[Objekt]] dem [[Geist]] aufzuzwingen entweder aufgrund der Reizintensität oder wegen der [[Auswahl]] (Selektivität) der Gegenstände und der damit verbundenen Unaufmerksamkeit gegenüber anderen Gegenständen. In freiwilliger Aufmerksamkeit scheint das Subjekt zwecks des Befriedigens der [[Neugier]] oder zum Ausführen eines anderen Ziels das Objekt zu wählen, das klarer wahrnehmbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Mensch mit Aufmerksamkeit zu hört, sagen wir „Er ein aufmerksames Ohr.“ Wenn er Aufmerksamkeit schaut, dann sagen wir „Er hat aufmerksame Augen.“ In der [[Kontemplation]] richtet man die Aufmerksamkeit auf den [[Geist]]. Wenn ein Mensch aufmerksam zu den Worten eines [[Redner]]s und gleichzeitig zu dessen [[Auftreten]] und dem Inhalt seiner Rede ist, dann ist er sowohl aufmerksam im Geist als auch in den [[Sinn]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiert nach: [[Swami Sivananda]]: &amp;quot;How to Cultivate Virtues&amp;quot;, [http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* Achtsamkeit&lt;br /&gt;
* Wachsamkeit&lt;br /&gt;
* Bewusstsein&lt;br /&gt;
* Samadhi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Werke von Swami Sivananda</name></author>
	</entry>
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