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	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25221</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-27T20:09:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg‎|right|thumb|[[Sankara]], Begründer des Dashanami Swami Ordens]]&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, lautet ein Sprichwort. Für manche Menschen ist ein Leben in der Familie mit Kindern das Richtige, für manche eine Partnerschaft ohne Kinder, manche leben gerne das Leben eines Single, sind aber engagiert im Beruf. Andere leben in einem Yoga Ashram, als Single bzw. vorübergehender Single, in einer Partnerschaft mit und ohne Kinder. Und manche fühlen sich berufen zu einem Leben als Swami, also als Mönch oder Nonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 4 Ashramas ===&lt;br /&gt;
Klassischerweise durchläuft ein spiritueller Mensch 4 Lebensstadien. Die [[Manu Smriti]] wie auch die [[Mahabharata]] beschreiben diese 4 [[Ashrama]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brahmacharya]], die Schülerschaft beim Lehrer, im Alter von 8/12-18/25 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Grihastya]], Berufs- und Familienleben, im Alter von 18/25-50/60 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Vanaprastha]], Vorruhestand (wörtlich: Leben im Wald), 50/60-75/80 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Sannyasa]], Leben der Entsagung, 60/80 Jahre bis zum physischen [[Tod]]; häufig ab dem Ableben des Partners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Bedeutung war also Sannyasa, das Leben eines Swamis, der Abschluss des Lebens, die Krönung der spirituellen Praktiken. In der Zeit der [[Veda]]s waren die großen Meister, die Rishis, fast alle verheiratet und hatten Kinder. Erst am Ende ihres Lebens wurden sie Sannyasins, Entsagte. Es gab jedoch auch zur vedischen Zeit die Asketen, die schon in jüngerem Alter auf Beruf und Familie verzichteten und ihr Leben hauptsächlich im Wald, in einer Höhle, auf Wanderschaft, in spiritueller Praxis und Lehre, verbrachten. Beispiele sind [[Sukadev]], Sohn von [[Vyasa]], [[Gargi]] und [[Vasishtha]]. Buddha im 6. Jahrhunder vor Christus machte aus dem Mönchsleben eine Massenbewegung. Gab es vorher nur einsame Asketen oder Rentner als Mönche, etablierte Buddha große Mönchsklöster mit Hunderten von Mönchen bzw. Nonnen. Dies hatte auch Einfluss auf den Hinduismus. Insbesondere seit [[Shankara]] um 800 n.Chr. wurde das Swamitum, das Mönchstum, populärer, und es entstanden Ashramas mit vielen Swamis. Vor [[Sankara]] war es üblich, dass jemand, der Swami werden wollte, die Zustimmung der Eltern bzw. des Ehepartners brauchte. Shankara hob diese Regel auf und ermöglichte so ein weiteres Erstarken der Mönchstradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mönchstradition in der Zeit der Fremdherrschaften in Indien ===&lt;br /&gt;
Vom 10.-20. Jahrhundert standen große Teile von Indien bzw. teilweise sogar ganz Indien unter Fremdherrschaft diverser Völker nichtindischen Ursprungs. Zunächst eroberten muslimische Herrscher aus dem Norden bzw. Nordwesten Teile Indiens eroberten. vom 17.-19. Jahrhundert eroberten die Engländer schrittweise ganz Indien. Durch diese Eroberung kam es in Indien zu einer kulturellen Wende. Die Muslimherrscher schlossen alle bestehenden Universitäten bzw. wandelten sie in islamische Universitäten um. So wurde die [[hindu]]istische Spiritualität in die Mönchsorden und in die Familien verlagert. So gewannen die Mönchstraditionen nochmals an Bedeutung als Bewahrer der spirituellen Traditionen. So kam es auch, dass die ersten Yoga-Meister, die in den Westen kamen, hauptsächlich Swamis waren. Zu den ersten Yoga-Meistern im Westen gehören Swami [[Vivekananda]], Swami [[Yogananda]], nach der indischen Unabhängigkeit dann Swami [[Vishnu-devananda]], Swami [[Chidananda]], Swami [[Satchidananda]], [[Swami Rama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente für Sannyas ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum jemand Swami werden, sexuell enthaltsam sein und ein einfaches Leben führen will. Einige Argumente sind ähnlich wie beim Zölibat katholischer Priester bzw. Mönche, manche Argumente kommen aus dem Kundalini Yoga. Allerdings sind im [[Hinduismus]] die Priester normalerweise verheiratet, nur die Mönche bzw. Nonnen sind es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sublimierung sexueller Energie ====&lt;br /&gt;
Im Kundalini Yoga wird jeder Wunsch, jedes Verlangen, als Prana, Lebensenergie eingestuft. Um zu spiritueller Verwirklichung zu kommen, ist eine Sublimierung der Energie notwendig. Hinter der Sexualität steht [[Apana]] [[Vayu]]. Eine der Funktionen von Apana Vayu ist Sexualität, andere Funktionen umfassen Ausscheidung, Menstruation, Geburt, aber auch Kreativität, künstlerisches Schaffen. Dieses Apana Vayu kann umgewandelt werden in [[Ojas]], [[spirituell]]e Energie. Dies kann geschehen, indem die Wünsche sattwig, also rein und ethisch ausgelebt werden. Dies kann z.B. in einer Partnerschaftsbeziehung geschehen, welche von gegenseitigem [[Respekt]] und [[Liebe]] geprägt ist. So wird ein Teil der sexuellen Energie ausgelebt und in Liebe umgewandelt. Ein anderer Teil wird in spirituellen Praktiken in Ojas, in spirituelle Energie verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, sexuelle Energie durch spirituelle Praktiken vollständig bzw. weitestgehend zu sublimieren, d.h. in Ojas umzuwandeln. Dies ist der Weg von Brahmacharya und damit auch der Weg des Swamis. Damit das geschehen kann, wird Folgendes empfohlen: &lt;br /&gt;
* Sehr sattwige Ernährung, also ohne rajassisge und Tamassige [[Ernährung]]. Sattwige Ernährung besteht aus Obst, Salat/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen, aber auch Zwiebeln und Knoblauch gelten als tamassig und verstärken die niedrigeren Manifestationen von Prana&lt;br /&gt;
* Auch sonst ein von [[Sattwa]] geprägter Lebensstil, welcher den Geist auf höhere Ebenen hebt und die höheren Chakras aktiviert&lt;br /&gt;
* Ein einfaches Leben ohne zu viele Annehmlichkeiten&lt;br /&gt;
* Wenig Kontakt zum anderen Geschlecht. Traditionellerweise sollte ein Swami nicht mit einer jungen Frau (bzw. jungem Mann) alleine sein, so weit es möglich ist junge Frauen (bzw. Männer) nicht anschauen&lt;br /&gt;
* Intensive spirituelle Praktiken, insbesondere [[Meditation]], [[Mantra]]-Singen, Mantra-[[Rezitation]], [[Asana]]s, [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise sollen tiefe spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, welche Freude und Liebe auf höheren Ebenen herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Ablenkungen ====&lt;br /&gt;
Das Leben eines Swamis ermöglicht Spiritualität ohne Ablenkung durch weltliche Verpflichtungen und emotionale Verstrickungen. Ein Swami braucht sich nicht mit seinem Partner auseinanderzusetzen, muss sich nicht um die Erziehung seiner Kinder kümmern, nicht den Lebensunterhalt seiner Familie bestreiten. Ein Swami kann sich frei von persönlichen Verpflichtungen und emotionalen Verhaftungen ganz der spirituellen Praxis, der Erforschung des Selbst und dem uneigennützigen Dienen widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Verhaftungen ====&lt;br /&gt;
Ein Swami hat keine Verpflichtungen gegenüber Ehepartner, Kindern, Eltern. Er ist frei von Verpflichtungen - und kann sich daher gut lösen von Verhaftungen an einzelne Personen und Dingen. Er kann sein Herz weit öffnen, und umfassende Liebe entwickeln. Er kann sich von allen Identifikationen wie Körper, Familie, Herkunft, Stellung, Besitz, Beruf, sozialem Stand lösen - und sich der Einheit mit dem Unendlichen bewusst machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen das Swami-Leben ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Argumenten, die gegen das Swami-Leben sprechen. Nicht jeder ist dazu berufen, Swami zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brechen der Gelübde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche nehmen die Gelübde auf sich, ohne darauf vorbereitet zu sein. Nicht alle können ihre Gelübde halten. Im Westen geben über die Hälfte der eingeweihten Swamis innerhalb von fünf Jahren das Swami-Leben wieder auf, innerhalb von 20 Jahren sind es noch mehr. Und auch unter denjenigen, die weiterhin Orange tragen und den Swami-Namen führen, sind auch in Indien nicht wenige, die eine Partner/in haben, mit denen sie sexuelle Beziehungen unterhalten. Zwar haben die indisch geprägten Swami-Mönche beim Brechen ihrer Gelübde typischerweise weniger [[Schuld]]-Komplexe als katholische Mönche. Sie kommen aber dennoch in Gewissenskonflikte. Und gerade für die Partner von solchen Swamis, die ihren Gelübden untreu geworden sind, leiden oft in einer solchen verheimlichten Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inneres Austrocknen ====&lt;br /&gt;
Manche, welche die Swami Gelübde einhalten, kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. Manche trocknen innerlich aus. Statt sich in Liebe zu allen Wesen zu entwickeln, werden sie hartherzig oder innerlich starr. Die meisten Swamis sind humorvoll und liebevoll - es gibt aber auch andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stolz und Arroganz ====&lt;br /&gt;
Bei manchen Swamis entsteht die Gefahr der Überheblichkeit, des Stolzes oder gar der Arroganz, Swami-[[Abhimana]] nennt es Swami Sivananda. Ein Swami sollte ein konsequent spirituelles Leben führen - ohne sich besser zu fühlen als andere. Gerade in Indien ist da die Versuchung der Überheblichkeit recht groß. Denn Swamis erhalten großen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychische Probleme durch unterdrückte Sexualität ====&lt;br /&gt;
Manchmal wird davon gesprochen, auch in Indien, dass unterdrückte Sexualität zu diversen psychischen Problemen führen kann. De facto lässt sich das allerdings kaum beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexuelle Ausbeutung ====&lt;br /&gt;
Manche Swamis missbrauchen das Prinzip der Entsagung und Verhaftungslosigkeit, um schnell wechselnde oder gar parallele sexuelle Beziehungen mit ihren Schüler/innen zu haben. Diese sexuelle Ausbeutung von Schülern widerspricht jeder Yoga Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scheinheiligkeit ====&lt;br /&gt;
Da ein Swami hohen Respekt genießt, kann er/sie in Versuchung geraten, mehr zu sein als er/sie isst, einen höheren Verwirklichungsgrad vorgeben, eine Show abziehen. Als spiritueller Aspirant gilt es, die Augen offen zu halten - und den Verstand einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trägheit, Verantwortungslosigkeit ====&lt;br /&gt;
Aus Nichtanhaftung kann Trägheit entstehen, Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit, Eigenschaften geboren aus Tamas. Es gilt, diese zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abwägen der Argumente für und gegen das Swami-Leben ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Drum prüfe wer sich ewig bindet&amp;quot;, schreibt [[Schiller]] im Lied von der Glocke. Wer Swami-Samskaras hat, also eine Neigung zum Mönchstum aus früheren Leben, wird als Swami ein erfülltes Leben finden. Andere können aus menschlicher Liebe zu Partner, Kindern, Eltern, Familie, Freunden zu uneigennütziger Liebe wachsen, ihr Herz öffnen, in allen Gott sehen. Über das Kümmern um den anvertrauten Besitz kann das Verantwortungsbewusstsein wachsen zum Verantwortungsbewusstsein für die gesamte göttliche Schöpfung. Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, ist ein altes spirituelles Sprichwort. Jeder muss seinen Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Nirgunananda-Swami-Weihe.jpg|thumb|[[Sannyas]]-Weihe von Swami [[Nirgunananda]] im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Brahmacharya-weihe-haridas.jpg‎|thumb|[[Brahmacharya-Weihe]] von Brahmachari Haridas Chaitanya im November 2011]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
** Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
** Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
** Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
** Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
** Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
** Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
** Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 [[Mahavakyas]], insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche für die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg|thumb|Swami [[Sivananda]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In fast jeder [[Religion]] gibt es [[Einsiedler]], die in [[Zurückgezogenheit]] und Meditation leben. Im Buddhismus gibt es [[Bhikku]]s, im Islam Fakire, im Christentum die Mönche. Die [[Großartigkeit]] einer Religion geht verloren, wenn man sie der die [[Eremit]]en beraubt, derjenigen, die ein Leben der [[Entsagung]] und [[Kontemplation]] über das Göttliche leben. Die Swamis, Mönche, Bikkus und Fakire erhalten die Religion und bewahren die [[Weltreligionen]]. Diese Menschen bringen den Menschen in Berufs- und Familienlegen Trost, wenn sie in [[Schwierigkeit]]en und [[Verzweiflung]] sind. Swamis geben den Verzweifelten [[Hoffnung]], den Niedergeschlagenen [[Freude]], den Schwachen [[Kraft]] und den Furchtsamen [[Mut]], indem sie das spirituelle [[Wissen]] von [[Vedanta]] und die [[Bedeutung]] des [[Mahavakya]]s “[[Tat Twam Asi]]”, [[Aham Brahamasmi]], [[Prajnanam Brahma]], [[Aham Atma Brahma]] lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasin]]s leben von ein paar Scheiben Brot. Sie gehen dafür von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Lehre von Vedanta. Sie verkünden die erhabene Philosophie der Verwirklichung [[Brahman]]s. Die Welt schuldet den Swamis großen Dank. Wie kann man ihnen ausreichend danken? Die Schriften, geschrieben von den Swamis, leiten uns noch immer. Lies einige [[Shloka]]s der [[Avadhuta Gita]] von [[Dattatreya]]. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und spiritueller Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein neuer Mensch sein. [[Niedergeschlagenheit]], Schwäche, Ängste und [[Kummer]] verschwinden augenblicklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist ein mächtiger Potentat auf dieser Erde. Er nimmt niemandem etwas weg. Er gibt immer. Swamis vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Swamis wirken in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder. Große Meister wie [[Ramakrishna]] [[Paramahamsa]], [[Rama Tirtha]], [[Dayananda]] und [[Vivekananda]] verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften. So hielten sie die Hindureligion am Leben. Kühne Swamis, welche die Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von [[Täuschung]], [[Leidenschaft]] und [[Selbstsucht]], können wahrhaftig der Welt dienen. Ein Swami kann wahrhaftig [[Loka Sangraha]], [[Dienst]] an der ganzen [[Welt]], tun. Denn er hat spirituelles Wissen und kann seine ganze [[Zeit]] dem uneigennützigen Dienst widmen! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger [[Sankara]] errichtete die Lehre der [[Kevala Adwaita Vedanta]] Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein [[Name]] kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in den [[Wissenschaft]]en wie [[Psychologie]], [[Biologie]], Physik und [[Philosophie]] [[Forscher]] und [[Denker]] gibt, die ihr ganzes Leben ihrer jeweiligen Wissenschaft widmen, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den [[Yogi]]s geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der inneren Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Spiritualität, der gelebten und erfahrenen Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um Spiritualität weiter zu geben. Es ist die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, für die Bedürfnisse dieser Swamis zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre [[Seele]]n. So wird sich das [[Rad]] der Welt ungehindert drehen. Es wird [[Frieden]] im [[Land]] herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die [[orange]] Farbe, [[Gerua]], des Swamis weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und [[Vasana]]s. Sie zeigt [[Reinheit]] an. Sie steht für Reinheit. Für einen [[Aspirant]]en, der den Weg von [[Nirvritti Marga]], den Weg von Entsagung, begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von Handlungen die seinen Gelübden entgegenstehen Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn ist. Allmählich formt sich so sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zum Ausdruck zu bringen, daß man ein Swami ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt seine äußere Schönheit. Er braucht sich nicht darum zu kümmern, sein Haar mit Shampoos, Duftölen usw. zu pflegen. Das Rasieren zeigt, daß ein Swami äußerer Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, welches die allergrößte Schönheit ist. Dieses [[Mundana]], das Scheren aller Haare, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er hegt keine Wünsche nach Sinnesobjekten mehr. Mundana, das Rasieren des Hauptes, ist ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_sannyasa.html Sannyasa], Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität], Artikel von [[Sukadev Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas, Divine Life Society&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra, Bihar School of Yoga&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis], Mangalam Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25220</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25220"/>
		<updated>2012-04-27T20:09:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg‎|right|thumb|[[Sankara]], Begründer des Dashanami Swami Ordens]]&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, lautet ein Sprichwort. Für manche Menschen ist ein Leben in der Familie mit Kindern das Richtige, für manche eine Partnerschaft ohne Kinder, manche leben gerne das Leben eines Single, sind aber engagiert im Beruf. Andere leben in einem Yoga Ashram, als Single bzw. vorübergehender Single, in einer Partnerschaft mit und ohne Kinder. Und manche fühlen sich berufen zu einem Leben als Swami, also als Mönch oder Nonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 4 Ashramas ===&lt;br /&gt;
Klassischerweise durchläuft ein spiritueller Mensch 4 Lebensstadien. Die [[Manu Smriti]] wie auch die [[Mahabharata]] beschreiben diese 4 [[Ashrama]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brahmacharya]], die Schülerschaft beim Lehrer, im Alter von 8/12-18/25 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Grihastya]], Berufs- und Familienleben, im Alter von 18/25-50/60 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Vanaprastha]], Vorruhestand (wörtlich: Leben im Wald), 50/60-75/80 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Sannyasa]], Leben der Entsagung, 60/80 Jahre bis zum physischen [[Tod]]; häufig ab dem Ableben des Partners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Bedeutung war also Sannyasa, das Leben eines Swamis, der Abschluss des Lebens, die Krönung der spirituellen Praktiken. In der Zeit der [[Veda]]s waren die großen Meister, die Rishis, fast alle verheiratet und hatten Kinder. Erst am Ende ihres Lebens wurden sie Sannyasins, Entsagte. Es gab jedoch auch zur vedischen Zeit die Asketen, die schon in jüngerem Alter auf Beruf und Familie verzichteten und ihr Leben hauptsächlich im Wald, in einer Höhle, auf Wanderschaft, in spiritueller Praxis und Lehre, verbrachten. Beispiele sind [[Sukadev]], Sohn von [[Vyasa]], [[Gargi]] und [[Vasishtha]]. Buddha im 6. Jahrhunder vor Christus machte aus dem Mönchsleben eine Massenbewegung. Gab es vorher nur einsame Asketen oder Rentner als Mönche, etablierte Buddha große Mönchsklöster mit Hunderten von Mönchen bzw. Nonnen. Dies hatte auch Einfluss auf den Hinduismus. Insbesondere seit [[Shankara]] um 800 n.Chr. wurde das Swamitum, das Mönchstum, populärer, und es entstanden Ashramas mit vielen Swamis. Vor [[Sankara]] war es üblich, dass jemand, der Swami werden wollte, die Zustimmung der Eltern bzw. des Ehepartners brauchte. Shankara hob diese Regel auf und ermöglichte so ein weiteres Erstarken der Mönchstradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mönchstradition in der Zeit der Fremdherrschaften in Indien ===&lt;br /&gt;
Vom 10.-20. Jahrhundert standen große Teile von Indien bzw. teilweise sogar ganz Indien unter Fremdherrschaft diverser Völker nichtindischen Ursprungs. Zunächst eroberten muslimische Herrscher aus dem Norden bzw. Nordwesten Teile Indiens eroberten. vom 17.-19. Jahrhundert eroberten die Engländer schrittweise ganz Indien. Durch diese Eroberung kam es in Indien zu einer kulturellen Wende. Die Muslimherrscher schlossen alle bestehenden Universitäten bzw. wandelten sie in islamische Universitäten um. So wurde die [[hindu]]istische Spiritualität in die Mönchsorden und in die Familien verlagert. So gewannen die Mönchstraditionen nochmals an Bedeutung als Bewahrer der spirituellen Traditionen. So kam es auch, dass die ersten Yoga-Meister, die in den Westen kamen, hauptsächlich Swamis waren. Zu den ersten Yoga-Meistern im Westen gehören Swami [[Vivekananda]], Swami [[Yogananda]], nach der indischen Unabhängigkeit dann Swami [[Vishnu-devananda]], Swami [[Chidananda]], Swami [[Satchidananda]], [[Swami Rama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente für Sannyas ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum jemand Swami werden, sexuell enthaltsam sein und ein einfaches Leben führen will. Einige Argumente sind ähnlich wie beim Zölibat katholischer Priester bzw. Mönche, manche Argumente kommen aus dem Kundalini Yoga. Allerdings sind im [[Hinduismus]] die Priester normalerweise verheiratet, nur die Mönche bzw. Nonnen sind es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sublimierung sexueller Energie ====&lt;br /&gt;
Im Kundalini Yoga wird jeder Wunsch, jedes Verlangen, als Prana, Lebensenergie eingestuft. Um zu spiritueller Verwirklichung zu kommen, ist eine Sublimierung der Energie notwendig. Hinter der Sexualität steht [[Apana]] [[Vayu]]. Eine der Funktionen von Apana Vayu ist Sexualität, andere Funktionen umfassen Ausscheidung, Menstruation, Geburt, aber auch Kreativität, künstlerisches Schaffen. Dieses Apana Vayu kann umgewandelt werden in [[Ojas]], [[spirituell]]e Energie. Dies kann geschehen, indem die Wünsche sattwig, also rein und ethisch ausgelebt werden. Dies kann z.B. in einer Partnerschaftsbeziehung geschehen, welche von gegenseitigem [[Respekt]] und [[Liebe]] geprägt ist. So wird ein Teil der sexuellen Energie ausgelebt und in Liebe umgewandelt. Ein anderer Teil wird in spirituellen Praktiken in Ojas, in spirituelle Energie verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, sexuelle Energie durch spirituelle Praktiken vollständig bzw. weitestgehend zu sublimieren, d.h. in Ojas umzuwandeln. Dies ist der Weg von Brahmacharya und damit auch der Weg des Swamis. Damit das geschehen kann, wird Folgendes empfohlen: &lt;br /&gt;
* Sehr sattwige Ernährung, also ohne rajassisge und Tamassige [[Ernährung]]. Sattwige Ernährung besteht aus Obst, Salat/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen, aber auch Zwiebeln und Knoblauch gelten als tamassig und verstärken die niedrigeren Manifestationen von Prana&lt;br /&gt;
* Auch sonst ein von [[Sattwa]] geprägter Lebensstil, welcher den Geist auf höhere Ebenen hebt und die höheren Chakras aktiviert&lt;br /&gt;
* Ein einfaches Leben ohne zu viele Annehmlichkeiten&lt;br /&gt;
* Wenig Kontakt zum anderen Geschlecht. Traditionellerweise sollte ein Swami nicht mit einer jungen Frau (bzw. jungem Mann) alleine sein, so weit es möglich ist junge Frauen (bzw. Männer) nicht anschauen&lt;br /&gt;
* Intensive spirituelle Praktiken, insbesondere [[Meditation]], [[Mantra]]-Singen, Mantra-[[Rezitation]], [[Asana]]s, [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise sollen tiefe spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, welche Freude und Liebe auf höheren Ebenen herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Ablenkungen ====&lt;br /&gt;
Das Leben eines Swamis ermöglicht Spiritualität ohne Ablenkung durch weltliche Verpflichtungen und emotionale Verstrickungen. Ein Swami braucht sich nicht mit seinem Partner auseinanderzusetzen, muss sich nicht um die Erziehung seiner Kinder kümmern, nicht den Lebensunterhalt seiner Familie bestreiten. Ein Swami kann sich frei von persönlichen Verpflichtungen und emotionalen Verhaftungen ganz der spirituellen Praxis, der Erforschung des Selbst und dem uneigennützigen Dienen widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Verhaftungen ====&lt;br /&gt;
Ein Swami hat keine Verpflichtungen gegenüber Ehepartner, Kindern, Eltern. Er ist frei von Verpflichtungen - und kann sich daher gut lösen von Verhaftungen an einzelne Personen und Dingen. Er kann sein Herz weit öffnen, und umfassende Liebe entwickeln. Er kann sich von allen Identifikationen wie Körper, Familie, Herkunft, Stellung, Besitz, Beruf, sozialem Stand lösen - und sich der Einheit mit dem Unendlichen bewusst machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen das Swami-Leben ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Argumenten, die gegen das Swami-Leben sprechen. Nicht jeder ist dazu berufen, Swami zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brechen der Gelübde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche nehmen die Gelübde auf sich, ohne darauf vorbereitet zu sein. Nicht alle können ihre Gelübde halten. Im Westen geben über die Hälfte der eingeweihten Swamis innerhalb von fünf Jahren das Swami-Leben wieder auf, innerhalb von 20 Jahren sind es noch mehr. Und auch unter denjenigen, die weiterhin Orange tragen und den Swami-Namen führen, sind auch in Indien nicht wenige, die eine Partner/in haben, mit denen sie sexuelle Beziehungen unterhalten. Zwar haben die indisch geprägten Swami-Mönche beim Brechen ihrer Gelübde typischerweise weniger [[Schuld]]-Komplexe als katholische Mönche. Sie kommen aber dennoch in Gewissenskonflikte. Und gerade für die Partner von solchen Swamis, die ihren Gelübden untreu geworden sind, leiden oft in einer solchen verheimlichten Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inneres Austrocknen ====&lt;br /&gt;
Manche, welche die Swami Gelübde einhalten, kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. Manche trocknen innerlich aus. Statt sich in Liebe zu allen Wesen zu entwickeln, werden sie hartherzig oder innerlich starr. Die meisten Swamis sind humorvoll und liebevoll - es gibt aber auch andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stolz und Arroganz ====&lt;br /&gt;
Bei manchen Swamis entsteht die Gefahr der Überheblichkeit, des Stolzes oder gar der Arroganz, Swami-[[Abhimana]] nennt es Swami Sivananda. Ein Swami sollte ein konsequent spirituelles Leben führen - ohne sich besser zu fühlen als andere. Gerade in Indien ist da die Versuchung der Überheblichkeit recht groß. Denn Swamis erhalten großen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychische Probleme durch unterdrückte Sexualität ====&lt;br /&gt;
Manchmal wird davon gesprochen, auch in Indien, dass unterdrückte Sexualität zu diversen psychischen Problemen führen kann. De facto lässt sich das allerdings kaum beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexuelle Ausbeutung ====&lt;br /&gt;
Manche Swamis missbrauchen das Prinzip der Entsagung und Verhaftungslosigkeit, um schnell wechselnde oder gar parallele sexuelle Beziehungen mit ihren Schüler/innen zu haben. Diese sexuelle Ausbeutung von Schülern widerspricht jeder Yoga Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scheinheiligkeit ====&lt;br /&gt;
Da ein Swami hohen Respekt genießt, kann er/sie in Versuchung geraten, mehr zu sein als er/sie isst, einen höheren Verwirklichungsgrad vorgeben, eine Show abziehen. Als spiritueller Aspirant gilt es, die Augen offen zu halten - und den Verstand einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trägheit, Verantwortungslosigkeit ====&lt;br /&gt;
Aus Nichtanhaftung kann Trägheit entstehen, Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit, Eigenschaften geboren aus Tamas. Es gilt, diese zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abwägen der Argumente für und gegen das Swami-Leben ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Drum prüfe wer sich ewig bindet&amp;quot;, schreibt [[Schiller]] im Lied von der Glocke. Wer Swami-Samskaras hat, also eine Neigung zum Mönchstum aus früheren Leben, wird als Swami ein erfülltes Leben finden. Andere können aus menschlicher Liebe zu Partner, Kindern, Eltern, Familie, Freunden zu uneigennütziger Liebe wachsen, ihr Herz öffnen, in allen Gott sehen. Über das Kümmern um den anvertrauten Besitz kann das Verantwortungsbewusstsein wachsen zum Verantwortungsbewusstsein für die gesamte göttliche Schöpfung. Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, ist ein altes spirituelles Sprichwort. Jeder muss seinen Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Nirgunananda-Swami-Weihe.jpg|thumb|[[Sannyas]]-Weihe von Swami [[Nirgunananda]] im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Brahmacharya-weihe-haridas.jpg‎|thumb|[[Brahmacharya-Weihe]] von Brahmachari Haridas Chaitanya im November 2011]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
** Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
** Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
** Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
** Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
** Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
** Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
** Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg|thumb|Swami [[Sivananda]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In fast jeder [[Religion]] gibt es [[Einsiedler]], die in [[Zurückgezogenheit]] und Meditation leben. Im Buddhismus gibt es [[Bhikku]]s, im Islam Fakire, im Christentum die Mönche. Die [[Großartigkeit]] einer Religion geht verloren, wenn man sie der die [[Eremit]]en beraubt, derjenigen, die ein Leben der [[Entsagung]] und [[Kontemplation]] über das Göttliche leben. Die Swamis, Mönche, Bikkus und Fakire erhalten die Religion und bewahren die [[Weltreligionen]]. Diese Menschen bringen den Menschen in Berufs- und Familienlegen Trost, wenn sie in [[Schwierigkeit]]en und [[Verzweiflung]] sind. Swamis geben den Verzweifelten [[Hoffnung]], den Niedergeschlagenen [[Freude]], den Schwachen [[Kraft]] und den Furchtsamen [[Mut]], indem sie das spirituelle [[Wissen]] von [[Vedanta]] und die [[Bedeutung]] des [[Mahavakya]]s “[[Tat Twam Asi]]”, [[Aham Brahamasmi]], [[Prajnanam Brahma]], [[Aham Atma Brahma]] lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasin]]s leben von ein paar Scheiben Brot. Sie gehen dafür von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Lehre von Vedanta. Sie verkünden die erhabene Philosophie der Verwirklichung [[Brahman]]s. Die Welt schuldet den Swamis großen Dank. Wie kann man ihnen ausreichend danken? Die Schriften, geschrieben von den Swamis, leiten uns noch immer. Lies einige [[Shloka]]s der [[Avadhuta Gita]] von [[Dattatreya]]. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und spiritueller Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein neuer Mensch sein. [[Niedergeschlagenheit]], Schwäche, Ängste und [[Kummer]] verschwinden augenblicklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist ein mächtiger Potentat auf dieser Erde. Er nimmt niemandem etwas weg. Er gibt immer. Swamis vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Swamis wirken in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder. Große Meister wie [[Ramakrishna]] [[Paramahamsa]], [[Rama Tirtha]], [[Dayananda]] und [[Vivekananda]] verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften. So hielten sie die Hindureligion am Leben. Kühne Swamis, welche die Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von [[Täuschung]], [[Leidenschaft]] und [[Selbstsucht]], können wahrhaftig der Welt dienen. Ein Swami kann wahrhaftig [[Loka Sangraha]], [[Dienst]] an der ganzen [[Welt]], tun. Denn er hat spirituelles Wissen und kann seine ganze [[Zeit]] dem uneigennützigen Dienst widmen! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger [[Sankara]] errichtete die Lehre der [[Kevala Adwaita Vedanta]] Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein [[Name]] kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in den [[Wissenschaft]]en wie [[Psychologie]], [[Biologie]], Physik und [[Philosophie]] [[Forscher]] und [[Denker]] gibt, die ihr ganzes Leben ihrer jeweiligen Wissenschaft widmen, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den [[Yogi]]s geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der inneren Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Spiritualität, der gelebten und erfahrenen Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um Spiritualität weiter zu geben. Es ist die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, für die Bedürfnisse dieser Swamis zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre [[Seele]]n. So wird sich das [[Rad]] der Welt ungehindert drehen. Es wird [[Frieden]] im [[Land]] herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die [[orange]] Farbe, [[Gerua]], des Swamis weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und [[Vasana]]s. Sie zeigt [[Reinheit]] an. Sie steht für Reinheit. Für einen [[Aspirant]]en, der den Weg von [[Nirvritti Marga]], den Weg von Entsagung, begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von Handlungen die seinen Gelübden entgegenstehen Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn ist. Allmählich formt sich so sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zum Ausdruck zu bringen, daß man ein Swami ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt seine äußere Schönheit. Er braucht sich nicht darum zu kümmern, sein Haar mit Shampoos, Duftölen usw. zu pflegen. Das Rasieren zeigt, daß ein Swami äußerer Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, welches die allergrößte Schönheit ist. Dieses [[Mundana]], das Scheren aller Haare, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er hegt keine Wünsche nach Sinnesobjekten mehr. Mundana, das Rasieren des Hauptes, ist ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_sannyasa.html Sannyasa], Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität], Artikel von [[Sukadev Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas, Divine Life Society&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra, Bihar School of Yoga&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis], Mangalam Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25219</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25219"/>
		<updated>2012-04-27T20:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Scheinheiligkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg‎|right|thumb|[[Sankara]], Begründer des Dashanami Swami Ordens]]&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, lautet ein Sprichwort. Für manche Menschen ist ein Leben in der Familie mit Kindern das Richtige, für manche eine Partnerschaft ohne Kinder, manche leben gerne das Leben eines Single, sind aber engagiert im Beruf. Andere leben in einem Yoga Ashram, als Single bzw. vorübergehender Single, in einer Partnerschaft mit und ohne Kinder. Und manche fühlen sich berufen zu einem Leben als Swami, also als Mönch oder Nonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 4 Ashramas ===&lt;br /&gt;
Klassischerweise durchläuft ein spiritueller Mensch 4 Lebensstadien. Die [[Manu Smriti]] wie auch die [[Mahabharata]] beschreiben diese 4 [[Ashrama]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brahmacharya]], die Schülerschaft beim Lehrer, im Alter von 8/12-18/25 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Grihastya]], Berufs- und Familienleben, im Alter von 18/25-50/60 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Vanaprastha]], Vorruhestand (wörtlich: Leben im Wald), 50/60-75/80 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Sannyasa]], Leben der Entsagung, 60/80 Jahre bis zum physischen [[Tod]]; häufig ab dem Ableben des Partners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Bedeutung war also Sannyasa, das Leben eines Swamis, der Abschluss des Lebens, die Krönung der spirituellen Praktiken. In der Zeit der [[Veda]]s waren die großen Meister, die Rishis, fast alle verheiratet und hatten Kinder. Erst am Ende ihres Lebens wurden sie Sannyasins, Entsagte. Es gab jedoch auch zur vedischen Zeit die Asketen, die schon in jüngerem Alter auf Beruf und Familie verzichteten und ihr Leben hauptsächlich im Wald, in einer Höhle, auf Wanderschaft, in spiritueller Praxis und Lehre, verbrachten. Beispiele sind [[Sukadev]], Sohn von [[Vyasa]], [[Gargi]] und [[Vasishtha]]. Buddha im 6. Jahrhunder vor Christus machte aus dem Mönchsleben eine Massenbewegung. Gab es vorher nur einsame Asketen oder Rentner als Mönche, etablierte Buddha große Mönchsklöster mit Hunderten von Mönchen bzw. Nonnen. Dies hatte auch Einfluss auf den Hinduismus. Insbesondere seit [[Shankara]] um 800 n.Chr. wurde das Swamitum, das Mönchstum, populärer, und es entstanden Ashramas mit vielen Swamis. Vor [[Sankara]] war es üblich, dass jemand, der Swami werden wollte, die Zustimmung der Eltern bzw. des Ehepartners brauchte. Shankara hob diese Regel auf und ermöglichte so ein weiteres Erstarken der Mönchstradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mönchstradition in der Zeit der Fremdherrschaften in Indien ===&lt;br /&gt;
Vom 10.-20. Jahrhundert standen große Teile von Indien bzw. teilweise sogar ganz Indien unter Fremdherrschaft diverser Völker nichtindischen Ursprungs. Zunächst eroberten muslimische Herrscher aus dem Norden bzw. Nordwesten Teile Indiens eroberten. vom 17.-19. Jahrhundert eroberten die Engländer schrittweise ganz Indien. Durch diese Eroberung kam es in Indien zu einer kulturellen Wende. Die Muslimherrscher schlossen alle bestehenden Universitäten bzw. wandelten sie in islamische Universitäten um. So wurde die [[hindu]]istische Spiritualität in die Mönchsorden und in die Familien verlagert. So gewannen die Mönchstraditionen nochmals an Bedeutung als Bewahrer der spirituellen Traditionen. So kam es auch, dass die ersten Yoga-Meister, die in den Westen kamen, hauptsächlich Swamis waren. Zu den ersten Yoga-Meistern im Westen gehören Swami [[Vivekananda]], Swami [[Yogananda]], nach der indischen Unabhängigkeit dann Swami [[Vishnu-devananda]], Swami [[Chidananda]], Swami [[Satchidananda]], [[Swami Rama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente für Sannyas ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum jemand Swami werden, sexuell enthaltsam sein und ein einfaches Leben führen will. Einige Argumente sind ähnlich wie beim Zölibat katholischer Priester bzw. Mönche, manche Argumente kommen aus dem Kundalini Yoga. Allerdings sind im [[Hinduismus]] die Priester normalerweise verheiratet, nur die Mönche bzw. Nonnen sind es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sublimierung sexueller Energie ====&lt;br /&gt;
Im Kundalini Yoga wird jeder Wunsch, jedes Verlangen, als Prana, Lebensenergie eingestuft. Um zu spiritueller Verwirklichung zu kommen, ist eine Sublimierung der Energie notwendig. Hinter der Sexualität steht [[Apana]] [[Vayu]]. Eine der Funktionen von Apana Vayu ist Sexualität, andere Funktionen umfassen Ausscheidung, Menstruation, Geburt, aber auch Kreativität, künstlerisches Schaffen. Dieses Apana Vayu kann umgewandelt werden in [[Ojas]], [[spirituell]]e Energie. Dies kann geschehen, indem die Wünsche sattwig, also rein und ethisch ausgelebt werden. Dies kann z.B. in einer Partnerschaftsbeziehung geschehen, welche von gegenseitigem [[Respekt]] und [[Liebe]] geprägt ist. So wird ein Teil der sexuellen Energie ausgelebt und in Liebe umgewandelt. Ein anderer Teil wird in spirituellen Praktiken in Ojas, in spirituelle Energie verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, sexuelle Energie durch spirituelle Praktiken vollständig bzw. weitestgehend zu sublimieren, d.h. in Ojas umzuwandeln. Dies ist der Weg von Brahmacharya und damit auch der Weg des Swamis. Damit das geschehen kann, wird Folgendes empfohlen: &lt;br /&gt;
* Sehr sattwige Ernährung, also ohne rajassisge und Tamassige [[Ernährung]]. Sattwige Ernährung besteht aus Obst, Salat/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen, aber auch Zwiebeln und Knoblauch gelten als tamassig und verstärken die niedrigeren Manifestationen von Prana&lt;br /&gt;
* Auch sonst ein von [[Sattwa]] geprägter Lebensstil, welcher den Geist auf höhere Ebenen hebt und die höheren Chakras aktiviert&lt;br /&gt;
* Ein einfaches Leben ohne zu viele Annehmlichkeiten&lt;br /&gt;
* Wenig Kontakt zum anderen Geschlecht. Traditionellerweise sollte ein Swami nicht mit einer jungen Frau (bzw. jungem Mann) alleine sein, so weit es möglich ist junge Frauen (bzw. Männer) nicht anschauen&lt;br /&gt;
* Intensive spirituelle Praktiken, insbesondere [[Meditation]], [[Mantra]]-Singen, Mantra-[[Rezitation]], [[Asana]]s, [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise sollen tiefe spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, welche Freude und Liebe auf höheren Ebenen herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Ablenkungen ====&lt;br /&gt;
Das Leben eines Swamis ermöglicht Spiritualität ohne Ablenkung durch weltliche Verpflichtungen und emotionale Verstrickungen. Ein Swami braucht sich nicht mit seinem Partner auseinanderzusetzen, muss sich nicht um die Erziehung seiner Kinder kümmern, nicht den Lebensunterhalt seiner Familie bestreiten. Ein Swami kann sich frei von persönlichen Verpflichtungen und emotionalen Verhaftungen ganz der spirituellen Praxis, der Erforschung des Selbst und dem uneigennützigen Dienen widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Verhaftungen ====&lt;br /&gt;
Ein Swami hat keine Verpflichtungen gegenüber Ehepartner, Kindern, Eltern. Er ist frei von Verpflichtungen - und kann sich daher gut lösen von Verhaftungen an einzelne Personen und Dingen. Er kann sein Herz weit öffnen, und umfassende Liebe entwickeln. Er kann sich von allen Identifikationen wie Körper, Familie, Herkunft, Stellung, Besitz, Beruf, sozialem Stand lösen - und sich der Einheit mit dem Unendlichen bewusst machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen das Swami-Leben ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Argumenten, die gegen das Swami-Leben sprechen. Nicht jeder ist dazu berufen, Swami zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brechen der Gelübde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche nehmen die Gelübde auf sich, ohne darauf vorbereitet zu sein. Nicht alle können ihre Gelübde halten. Im Westen geben über die Hälfte der eingeweihten Swamis innerhalb von fünf Jahren das Swami-Leben wieder auf, innerhalb von 20 Jahren sind es noch mehr. Und auch unter denjenigen, die weiterhin Orange tragen und den Swami-Namen führen, sind auch in Indien nicht wenige, die eine Partner/in haben, mit denen sie sexuelle Beziehungen unterhalten. Zwar haben die indisch geprägten Swami-Mönche beim Brechen ihrer Gelübde typischerweise weniger [[Schuld]]-Komplexe als katholische Mönche. Sie kommen aber dennoch in Gewissenskonflikte. Und gerade für die Partner von solchen Swamis, die ihren Gelübden untreu geworden sind, leiden oft in einer solchen verheimlichten Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inneres Austrocknen ====&lt;br /&gt;
Manche, welche die Swami Gelübde einhalten, kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. Manche trocknen innerlich aus. Statt sich in Liebe zu allen Wesen zu entwickeln, werden sie hartherzig oder innerlich starr. Die meisten Swamis sind humorvoll und liebevoll - es gibt aber auch andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stolz und Arroganz ====&lt;br /&gt;
Bei manchen Swamis entsteht die Gefahr der Überheblichkeit, des Stolzes oder gar der Arroganz, Swami-[[Abhimana]] nennt es Swami Sivananda. Ein Swami sollte ein konsequent spirituelles Leben führen - ohne sich besser zu fühlen als andere. Gerade in Indien ist da die Versuchung der Überheblichkeit recht groß. Denn Swamis erhalten großen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychische Probleme durch unterdrückte Sexualität ====&lt;br /&gt;
Manchmal wird davon gesprochen, auch in Indien, dass unterdrückte Sexualität zu diversen psychischen Problemen führen kann. De facto lässt sich das allerdings kaum beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexuelle Ausbeutung ====&lt;br /&gt;
Manche Swamis missbrauchen das Prinzip der Entsagung und Verhaftungslosigkeit, um schnell wechselnde oder gar parallele sexuelle Beziehungen mit ihren Schüler/innen zu haben. Diese sexuelle Ausbeutung von Schülern widerspricht jeder Yoga Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scheinheiligkeit ====&lt;br /&gt;
Da ein Swami hohen Respekt genießt, kann er/sie in Versuchung geraten, mehr zu sein als er/sie isst, einen höheren Verwirklichungsgrad vorgeben, eine Show abziehen. Als spiritueller Aspirant gilt es, die Augen offen zu halten - und den Verstand einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trägheit, Verantwortungslosigkeit ====&lt;br /&gt;
Aus Nichtanhaftung kann Trägheit entstehen, Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit, Eigenschaften geboren aus Tamas. Es gilt, diese zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abwägen der Argumente für und gegen das Swami-Leben ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Drum prüfe wer sich ewig bindet&amp;quot;, schreibt [[Schiller]] im Lied von der Glocke. Wer Swami-Samskaras hat, also eine Neigung zum Mönchstum aus früheren Leben, wird als Swami ein erfülltes Leben finden. Andere können aus menschlicher Liebe zu Partner, Kindern, Eltern, Familie, Freunden zu uneigennütziger Liebe wachsen, ihr Herz öffnen, in allen Gott sehen. Über das Kümmern um den anvertrauten Besitz kann das Verantwortungsbewusstsein wachsen zum Verantwortungsbewusstsein für die gesamte göttliche Schöpfung. Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, ist ein altes spirituelles Sprichwort. Jeder muss seinen Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Nirgunananda-Swami-Weihe.jpg|thumb|[[Sannyas]]-Weihe von Swami [[Nirgunananda]] im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Brahmacharya-weihe-haridas.jpg‎|thumb|[[Brahmacharya-Weihe]] von Brahmachari Haridas Chaitanya im November 2011]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg|thumb|Swami [[Sivananda]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In fast jeder [[Religion]] gibt es [[Einsiedler]], die in [[Zurückgezogenheit]] und Meditation leben. Im Buddhismus gibt es [[Bhikku]]s, im Islam Fakire, im Christentum die Mönche. Die [[Großartigkeit]] einer Religion geht verloren, wenn man sie der die [[Eremit]]en beraubt, derjenigen, die ein Leben der [[Entsagung]] und [[Kontemplation]] über das Göttliche leben. Die Swamis, Mönche, Bikkus und Fakire erhalten die Religion und bewahren die [[Weltreligionen]]. Diese Menschen bringen den Menschen in Berufs- und Familienlegen Trost, wenn sie in [[Schwierigkeit]]en und [[Verzweiflung]] sind. Swamis geben den Verzweifelten [[Hoffnung]], den Niedergeschlagenen [[Freude]], den Schwachen [[Kraft]] und den Furchtsamen [[Mut]], indem sie das spirituelle [[Wissen]] von [[Vedanta]] und die [[Bedeutung]] des [[Mahavakya]]s “[[Tat Twam Asi]]”, [[Aham Brahamasmi]], [[Prajnanam Brahma]], [[Aham Atma Brahma]] lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasin]]s leben von ein paar Scheiben Brot. Sie gehen dafür von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Lehre von Vedanta. Sie verkünden die erhabene Philosophie der Verwirklichung [[Brahman]]s. Die Welt schuldet den Swamis großen Dank. Wie kann man ihnen ausreichend danken? Die Schriften, geschrieben von den Swamis, leiten uns noch immer. Lies einige [[Shloka]]s der [[Avadhuta Gita]] von [[Dattatreya]]. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und spiritueller Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein neuer Mensch sein. [[Niedergeschlagenheit]], Schwäche, Ängste und [[Kummer]] verschwinden augenblicklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist ein mächtiger Potentat auf dieser Erde. Er nimmt niemandem etwas weg. Er gibt immer. Swamis vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Swamis wirken in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder. Große Meister wie [[Ramakrishna]] [[Paramahamsa]], [[Rama Tirtha]], [[Dayananda]] und [[Vivekananda]] verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften. So hielten sie die Hindureligion am Leben. Kühne Swamis, welche die Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von [[Täuschung]], [[Leidenschaft]] und [[Selbstsucht]], können wahrhaftig der Welt dienen. Ein Swami kann wahrhaftig [[Loka Sangraha]], [[Dienst]] an der ganzen [[Welt]], tun. Denn er hat spirituelles Wissen und kann seine ganze [[Zeit]] dem uneigennützigen Dienst widmen! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger [[Sankara]] errichtete die Lehre der [[Kevala Adwaita Vedanta]] Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein [[Name]] kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in den [[Wissenschaft]]en wie [[Psychologie]], [[Biologie]], Physik und [[Philosophie]] [[Forscher]] und [[Denker]] gibt, die ihr ganzes Leben ihrer jeweiligen Wissenschaft widmen, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den [[Yogi]]s geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der inneren Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Spiritualität, der gelebten und erfahrenen Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um Spiritualität weiter zu geben. Es ist die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, für die Bedürfnisse dieser Swamis zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre [[Seele]]n. So wird sich das [[Rad]] der Welt ungehindert drehen. Es wird [[Frieden]] im [[Land]] herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die [[orange]] Farbe, [[Gerua]], des Swamis weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und [[Vasana]]s. Sie zeigt [[Reinheit]] an. Sie steht für Reinheit. Für einen [[Aspirant]]en, der den Weg von [[Nirvritti Marga]], den Weg von Entsagung, begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von Handlungen die seinen Gelübden entgegenstehen Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn ist. Allmählich formt sich so sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zum Ausdruck zu bringen, daß man ein Swami ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt seine äußere Schönheit. Er braucht sich nicht darum zu kümmern, sein Haar mit Shampoos, Duftölen usw. zu pflegen. Das Rasieren zeigt, daß ein Swami äußerer Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, welches die allergrößte Schönheit ist. Dieses [[Mundana]], das Scheren aller Haare, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er hegt keine Wünsche nach Sinnesobjekten mehr. Mundana, das Rasieren des Hauptes, ist ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_sannyasa.html Sannyasa], Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität], Artikel von [[Sukadev Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas, Divine Life Society&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra, Bihar School of Yoga&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis], Mangalam Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25218</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25218"/>
		<updated>2012-04-27T20:07:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Scheinheiligkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg‎|right|thumb|[[Sankara]], Begründer des Dashanami Swami Ordens]]&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, lautet ein Sprichwort. Für manche Menschen ist ein Leben in der Familie mit Kindern das Richtige, für manche eine Partnerschaft ohne Kinder, manche leben gerne das Leben eines Single, sind aber engagiert im Beruf. Andere leben in einem Yoga Ashram, als Single bzw. vorübergehender Single, in einer Partnerschaft mit und ohne Kinder. Und manche fühlen sich berufen zu einem Leben als Swami, also als Mönch oder Nonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 4 Ashramas ===&lt;br /&gt;
Klassischerweise durchläuft ein spiritueller Mensch 4 Lebensstadien. Die [[Manu Smriti]] wie auch die [[Mahabharata]] beschreiben diese 4 [[Ashrama]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brahmacharya]], die Schülerschaft beim Lehrer, im Alter von 8/12-18/25 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Grihastya]], Berufs- und Familienleben, im Alter von 18/25-50/60 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Vanaprastha]], Vorruhestand (wörtlich: Leben im Wald), 50/60-75/80 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Sannyasa]], Leben der Entsagung, 60/80 Jahre bis zum physischen [[Tod]]; häufig ab dem Ableben des Partners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Bedeutung war also Sannyasa, das Leben eines Swamis, der Abschluss des Lebens, die Krönung der spirituellen Praktiken. In der Zeit der [[Veda]]s waren die großen Meister, die Rishis, fast alle verheiratet und hatten Kinder. Erst am Ende ihres Lebens wurden sie Sannyasins, Entsagte. Es gab jedoch auch zur vedischen Zeit die Asketen, die schon in jüngerem Alter auf Beruf und Familie verzichteten und ihr Leben hauptsächlich im Wald, in einer Höhle, auf Wanderschaft, in spiritueller Praxis und Lehre, verbrachten. Beispiele sind [[Sukadev]], Sohn von [[Vyasa]], [[Gargi]] und [[Vasishtha]]. Buddha im 6. Jahrhunder vor Christus machte aus dem Mönchsleben eine Massenbewegung. Gab es vorher nur einsame Asketen oder Rentner als Mönche, etablierte Buddha große Mönchsklöster mit Hunderten von Mönchen bzw. Nonnen. Dies hatte auch Einfluss auf den Hinduismus. Insbesondere seit [[Shankara]] um 800 n.Chr. wurde das Swamitum, das Mönchstum, populärer, und es entstanden Ashramas mit vielen Swamis. Vor [[Sankara]] war es üblich, dass jemand, der Swami werden wollte, die Zustimmung der Eltern bzw. des Ehepartners brauchte. Shankara hob diese Regel auf und ermöglichte so ein weiteres Erstarken der Mönchstradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mönchstradition in der Zeit der Fremdherrschaften in Indien ===&lt;br /&gt;
Vom 10.-20. Jahrhundert standen große Teile von Indien bzw. teilweise sogar ganz Indien unter Fremdherrschaft diverser Völker nichtindischen Ursprungs. Zunächst eroberten muslimische Herrscher aus dem Norden bzw. Nordwesten Teile Indiens eroberten. vom 17.-19. Jahrhundert eroberten die Engländer schrittweise ganz Indien. Durch diese Eroberung kam es in Indien zu einer kulturellen Wende. Die Muslimherrscher schlossen alle bestehenden Universitäten bzw. wandelten sie in islamische Universitäten um. So wurde die [[hindu]]istische Spiritualität in die Mönchsorden und in die Familien verlagert. So gewannen die Mönchstraditionen nochmals an Bedeutung als Bewahrer der spirituellen Traditionen. So kam es auch, dass die ersten Yoga-Meister, die in den Westen kamen, hauptsächlich Swamis waren. Zu den ersten Yoga-Meistern im Westen gehören Swami [[Vivekananda]], Swami [[Yogananda]], nach der indischen Unabhängigkeit dann Swami [[Vishnu-devananda]], Swami [[Chidananda]], Swami [[Satchidananda]], [[Swami Rama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente für Sannyas ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum jemand Swami werden, sexuell enthaltsam sein und ein einfaches Leben führen will. Einige Argumente sind ähnlich wie beim Zölibat katholischer Priester bzw. Mönche, manche Argumente kommen aus dem Kundalini Yoga. Allerdings sind im [[Hinduismus]] die Priester normalerweise verheiratet, nur die Mönche bzw. Nonnen sind es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sublimierung sexueller Energie ====&lt;br /&gt;
Im Kundalini Yoga wird jeder Wunsch, jedes Verlangen, als Prana, Lebensenergie eingestuft. Um zu spiritueller Verwirklichung zu kommen, ist eine Sublimierung der Energie notwendig. Hinter der Sexualität steht [[Apana]] [[Vayu]]. Eine der Funktionen von Apana Vayu ist Sexualität, andere Funktionen umfassen Ausscheidung, Menstruation, Geburt, aber auch Kreativität, künstlerisches Schaffen. Dieses Apana Vayu kann umgewandelt werden in [[Ojas]], [[spirituell]]e Energie. Dies kann geschehen, indem die Wünsche sattwig, also rein und ethisch ausgelebt werden. Dies kann z.B. in einer Partnerschaftsbeziehung geschehen, welche von gegenseitigem [[Respekt]] und [[Liebe]] geprägt ist. So wird ein Teil der sexuellen Energie ausgelebt und in Liebe umgewandelt. Ein anderer Teil wird in spirituellen Praktiken in Ojas, in spirituelle Energie verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, sexuelle Energie durch spirituelle Praktiken vollständig bzw. weitestgehend zu sublimieren, d.h. in Ojas umzuwandeln. Dies ist der Weg von Brahmacharya und damit auch der Weg des Swamis. Damit das geschehen kann, wird Folgendes empfohlen: &lt;br /&gt;
* Sehr sattwige Ernährung, also ohne rajassisge und Tamassige [[Ernährung]]. Sattwige Ernährung besteht aus Obst, Salat/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen, aber auch Zwiebeln und Knoblauch gelten als tamassig und verstärken die niedrigeren Manifestationen von Prana&lt;br /&gt;
* Auch sonst ein von [[Sattwa]] geprägter Lebensstil, welcher den Geist auf höhere Ebenen hebt und die höheren Chakras aktiviert&lt;br /&gt;
* Ein einfaches Leben ohne zu viele Annehmlichkeiten&lt;br /&gt;
* Wenig Kontakt zum anderen Geschlecht. Traditionellerweise sollte ein Swami nicht mit einer jungen Frau (bzw. jungem Mann) alleine sein, so weit es möglich ist junge Frauen (bzw. Männer) nicht anschauen&lt;br /&gt;
* Intensive spirituelle Praktiken, insbesondere [[Meditation]], [[Mantra]]-Singen, Mantra-[[Rezitation]], [[Asana]]s, [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise sollen tiefe spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, welche Freude und Liebe auf höheren Ebenen herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Ablenkungen ====&lt;br /&gt;
Das Leben eines Swamis ermöglicht Spiritualität ohne Ablenkung durch weltliche Verpflichtungen und emotionale Verstrickungen. Ein Swami braucht sich nicht mit seinem Partner auseinanderzusetzen, muss sich nicht um die Erziehung seiner Kinder kümmern, nicht den Lebensunterhalt seiner Familie bestreiten. Ein Swami kann sich frei von persönlichen Verpflichtungen und emotionalen Verhaftungen ganz der spirituellen Praxis, der Erforschung des Selbst und dem uneigennützigen Dienen widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Verhaftungen ====&lt;br /&gt;
Ein Swami hat keine Verpflichtungen gegenüber Ehepartner, Kindern, Eltern. Er ist frei von Verpflichtungen - und kann sich daher gut lösen von Verhaftungen an einzelne Personen und Dingen. Er kann sein Herz weit öffnen, und umfassende Liebe entwickeln. Er kann sich von allen Identifikationen wie Körper, Familie, Herkunft, Stellung, Besitz, Beruf, sozialem Stand lösen - und sich der Einheit mit dem Unendlichen bewusst machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen das Swami-Leben ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Argumenten, die gegen das Swami-Leben sprechen. Nicht jeder ist dazu berufen, Swami zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brechen der Gelübde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche nehmen die Gelübde auf sich, ohne darauf vorbereitet zu sein. Nicht alle können ihre Gelübde halten. Im Westen geben über die Hälfte der eingeweihten Swamis innerhalb von fünf Jahren das Swami-Leben wieder auf, innerhalb von 20 Jahren sind es noch mehr. Und auch unter denjenigen, die weiterhin Orange tragen und den Swami-Namen führen, sind auch in Indien nicht wenige, die eine Partner/in haben, mit denen sie sexuelle Beziehungen unterhalten. Zwar haben die indisch geprägten Swami-Mönche beim Brechen ihrer Gelübde typischerweise weniger [[Schuld]]-Komplexe als katholische Mönche. Sie kommen aber dennoch in Gewissenskonflikte. Und gerade für die Partner von solchen Swamis, die ihren Gelübden untreu geworden sind, leiden oft in einer solchen verheimlichten Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inneres Austrocknen ====&lt;br /&gt;
Manche, welche die Swami Gelübde einhalten, kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. Manche trocknen innerlich aus. Statt sich in Liebe zu allen Wesen zu entwickeln, werden sie hartherzig oder innerlich starr. Die meisten Swamis sind humorvoll und liebevoll - es gibt aber auch andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stolz und Arroganz ====&lt;br /&gt;
Bei manchen Swamis entsteht die Gefahr der Überheblichkeit, des Stolzes oder gar der Arroganz, Swami-[[Abhimana]] nennt es Swami Sivananda. Ein Swami sollte ein konsequent spirituelles Leben führen - ohne sich besser zu fühlen als andere. Gerade in Indien ist da die Versuchung der Überheblichkeit recht groß. Denn Swamis erhalten großen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychische Probleme durch unterdrückte Sexualität ====&lt;br /&gt;
Manchmal wird davon gesprochen, auch in Indien, dass unterdrückte Sexualität zu diversen psychischen Problemen führen kann. De facto lässt sich das allerdings kaum beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexuelle Ausbeutung ====&lt;br /&gt;
Manche Swamis missbrauchen das Prinzip der Entsagung und Verhaftungslosigkeit, um schnell wechselnde oder gar parallele sexuelle Beziehungen mit ihren Schüler/innen zu haben. Diese sexuelle Ausbeutung von Schülern widerspricht jeder Yoga Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scheinheiligkeit ====&lt;br /&gt;
Da ein Swami hohen Respekt genießt, kann er/sie in Versuchung geraten, mehr zu sein als er/sie isst, einen höheren Verwirklichungsgrad vorgeben, eine Show abziehen. Als spiritueller Aspirant gilt es, die Augen offen zu halten - und den Verstand einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abwägen der Argumente für und gegen das Swami-Leben ====&lt;br /&gt;
&amp;quot;Drum prüfe wer sich ewig bindet&amp;quot;, schreibt [[Schiller]] im Lied von der Glocke. Wer Swami-Samskaras hat, also eine Neigung zum Mönchstum aus früheren Leben, wird als Swami ein erfülltes Leben finden. Andere können aus menschlicher Liebe zu Partner, Kindern, Eltern, Familie, Freunden zu uneigennütziger Liebe wachsen, ihr Herz öffnen, in allen Gott sehen. Über das Kümmern um den anvertrauten Besitz kann das Verantwortungsbewusstsein wachsen zum Verantwortungsbewusstsein für die gesamte göttliche Schöpfung. Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, ist ein altes spirituelles Sprichwort. Jeder muss seinen Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Nirgunananda-Swami-Weihe.jpg|thumb|[[Sannyas]]-Weihe von Swami [[Nirgunananda]] im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Brahmacharya-weihe-haridas.jpg‎|thumb|[[Brahmacharya-Weihe]] von Brahmachari Haridas Chaitanya im November 2011]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg|thumb|Swami [[Sivananda]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In fast jeder [[Religion]] gibt es [[Einsiedler]], die in [[Zurückgezogenheit]] und Meditation leben. Im Buddhismus gibt es [[Bhikku]]s, im Islam Fakire, im Christentum die Mönche. Die [[Großartigkeit]] einer Religion geht verloren, wenn man sie der die [[Eremit]]en beraubt, derjenigen, die ein Leben der [[Entsagung]] und [[Kontemplation]] über das Göttliche leben. Die Swamis, Mönche, Bikkus und Fakire erhalten die Religion und bewahren die [[Weltreligionen]]. Diese Menschen bringen den Menschen in Berufs- und Familienlegen Trost, wenn sie in [[Schwierigkeit]]en und [[Verzweiflung]] sind. Swamis geben den Verzweifelten [[Hoffnung]], den Niedergeschlagenen [[Freude]], den Schwachen [[Kraft]] und den Furchtsamen [[Mut]], indem sie das spirituelle [[Wissen]] von [[Vedanta]] und die [[Bedeutung]] des [[Mahavakya]]s “[[Tat Twam Asi]]”, [[Aham Brahamasmi]], [[Prajnanam Brahma]], [[Aham Atma Brahma]] lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasin]]s leben von ein paar Scheiben Brot. Sie gehen dafür von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Lehre von Vedanta. Sie verkünden die erhabene Philosophie der Verwirklichung [[Brahman]]s. Die Welt schuldet den Swamis großen Dank. Wie kann man ihnen ausreichend danken? Die Schriften, geschrieben von den Swamis, leiten uns noch immer. Lies einige [[Shloka]]s der [[Avadhuta Gita]] von [[Dattatreya]]. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und spiritueller Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein neuer Mensch sein. [[Niedergeschlagenheit]], Schwäche, Ängste und [[Kummer]] verschwinden augenblicklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist ein mächtiger Potentat auf dieser Erde. Er nimmt niemandem etwas weg. Er gibt immer. Swamis vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Swamis wirken in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder. Große Meister wie [[Ramakrishna]] [[Paramahamsa]], [[Rama Tirtha]], [[Dayananda]] und [[Vivekananda]] verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften. So hielten sie die Hindureligion am Leben. Kühne Swamis, welche die Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von [[Täuschung]], [[Leidenschaft]] und [[Selbstsucht]], können wahrhaftig der Welt dienen. Ein Swami kann wahrhaftig [[Loka Sangraha]], [[Dienst]] an der ganzen [[Welt]], tun. Denn er hat spirituelles Wissen und kann seine ganze [[Zeit]] dem uneigennützigen Dienst widmen! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger [[Sankara]] errichtete die Lehre der [[Kevala Adwaita Vedanta]] Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein [[Name]] kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in den [[Wissenschaft]]en wie [[Psychologie]], [[Biologie]], Physik und [[Philosophie]] [[Forscher]] und [[Denker]] gibt, die ihr ganzes Leben ihrer jeweiligen Wissenschaft widmen, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den [[Yogi]]s geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der inneren Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Spiritualität, der gelebten und erfahrenen Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um Spiritualität weiter zu geben. Es ist die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, für die Bedürfnisse dieser Swamis zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre [[Seele]]n. So wird sich das [[Rad]] der Welt ungehindert drehen. Es wird [[Frieden]] im [[Land]] herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die [[orange]] Farbe, [[Gerua]], des Swamis weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und [[Vasana]]s. Sie zeigt [[Reinheit]] an. Sie steht für Reinheit. Für einen [[Aspirant]]en, der den Weg von [[Nirvritti Marga]], den Weg von Entsagung, begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von Handlungen die seinen Gelübden entgegenstehen Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn ist. Allmählich formt sich so sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zum Ausdruck zu bringen, daß man ein Swami ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt seine äußere Schönheit. Er braucht sich nicht darum zu kümmern, sein Haar mit Shampoos, Duftölen usw. zu pflegen. Das Rasieren zeigt, daß ein Swami äußerer Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, welches die allergrößte Schönheit ist. Dieses [[Mundana]], das Scheren aller Haare, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er hegt keine Wünsche nach Sinnesobjekten mehr. Mundana, das Rasieren des Hauptes, ist ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_sannyasa.html Sannyasa], Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität], Artikel von [[Sukadev Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas, Divine Life Society&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra, Bihar School of Yoga&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis], Mangalam Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25217</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-27T20:03:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Freiheit von Ablenkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg‎|right|thumb|[[Sankara]], Begründer des Dashanami Swami Ordens]]&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, lautet ein Sprichwort. Für manche Menschen ist ein Leben in der Familie mit Kindern das Richtige, für manche eine Partnerschaft ohne Kinder, manche leben gerne das Leben eines Single, sind aber engagiert im Beruf. Andere leben in einem Yoga Ashram, als Single bzw. vorübergehender Single, in einer Partnerschaft mit und ohne Kinder. Und manche fühlen sich berufen zu einem Leben als Swami, also als Mönch oder Nonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 4 Ashramas ===&lt;br /&gt;
Klassischerweise durchläuft ein spiritueller Mensch 4 Lebensstadien. Die [[Manu Smriti]] wie auch die [[Mahabharata]] beschreiben diese 4 [[Ashrama]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brahmacharya]], die Schülerschaft beim Lehrer, im Alter von 8/12-18/25 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Grihastya]], Berufs- und Familienleben, im Alter von 18/25-50/60 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Vanaprastha]], Vorruhestand (wörtlich: Leben im Wald), 50/60-75/80 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Sannyasa]], Leben der Entsagung, 60/80 Jahre bis zum physischen [[Tod]]; häufig ab dem Ableben des Partners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Bedeutung war also Sannyasa, das Leben eines Swamis, der Abschluss des Lebens, die Krönung der spirituellen Praktiken. In der Zeit der [[Veda]]s waren die großen Meister, die Rishis, fast alle verheiratet und hatten Kinder. Erst am Ende ihres Lebens wurden sie Sannyasins, Entsagte. Es gab jedoch auch zur vedischen Zeit die Asketen, die schon in jüngerem Alter auf Beruf und Familie verzichteten und ihr Leben hauptsächlich im Wald, in einer Höhle, auf Wanderschaft, in spiritueller Praxis und Lehre, verbrachten. Beispiele sind [[Sukadev]], Sohn von [[Vyasa]], [[Gargi]] und [[Vasishtha]]. Buddha im 6. Jahrhunder vor Christus machte aus dem Mönchsleben eine Massenbewegung. Gab es vorher nur einsame Asketen oder Rentner als Mönche, etablierte Buddha große Mönchsklöster mit Hunderten von Mönchen bzw. Nonnen. Dies hatte auch Einfluss auf den Hinduismus. Insbesondere seit [[Shankara]] um 800 n.Chr. wurde das Swamitum, das Mönchstum, populärer, und es entstanden Ashramas mit vielen Swamis. Vor [[Sankara]] war es üblich, dass jemand, der Swami werden wollte, die Zustimmung der Eltern bzw. des Ehepartners brauchte. Shankara hob diese Regel auf und ermöglichte so ein weiteres Erstarken der Mönchstradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mönchstradition in der Zeit der Fremdherrschaften in Indien ===&lt;br /&gt;
Vom 10.-20. Jahrhundert standen große Teile von Indien bzw. teilweise sogar ganz Indien unter Fremdherrschaft diverser Völker nichtindischen Ursprungs. Zunächst eroberten muslimische Herrscher aus dem Norden bzw. Nordwesten Teile Indiens eroberten. vom 17.-19. Jahrhundert eroberten die Engländer schrittweise ganz Indien. Durch diese Eroberung kam es in Indien zu einer kulturellen Wende. Die Muslimherrscher schlossen alle bestehenden Universitäten bzw. wandelten sie in islamische Universitäten um. So wurde die [[hindu]]istische Spiritualität in die Mönchsorden und in die Familien verlagert. So gewannen die Mönchstraditionen nochmals an Bedeutung als Bewahrer der spirituellen Traditionen. So kam es auch, dass die ersten Yoga-Meister, die in den Westen kamen, hauptsächlich Swamis waren. Zu den ersten Yoga-Meistern im Westen gehören Swami [[Vivekananda]], Swami [[Yogananda]], nach der indischen Unabhängigkeit dann Swami [[Vishnu-devananda]], Swami [[Chidananda]], Swami [[Satchidananda]], [[Swami Rama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente für Sannyas ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum jemand Swami werden, sexuell enthaltsam sein und ein einfaches Leben führen will. Einige Argumente sind ähnlich wie beim Zölibat katholischer Priester bzw. Mönche, manche Argumente kommen aus dem Kundalini Yoga. Allerdings sind im [[Hinduismus]] die Priester normalerweise verheiratet, nur die Mönche bzw. Nonnen sind es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sublimierung sexueller Energie ====&lt;br /&gt;
Im Kundalini Yoga wird jeder Wunsch, jedes Verlangen, als Prana, Lebensenergie eingestuft. Um zu spiritueller Verwirklichung zu kommen, ist eine Sublimierung der Energie notwendig. Hinter der Sexualität steht [[Apana]] [[Vayu]]. Eine der Funktionen von Apana Vayu ist Sexualität, andere Funktionen umfassen Ausscheidung, Menstruation, Geburt, aber auch Kreativität, künstlerisches Schaffen. Dieses Apana Vayu kann umgewandelt werden in [[Ojas]], [[spirituell]]e Energie. Dies kann geschehen, indem die Wünsche sattwig, also rein und ethisch ausgelebt werden. Dies kann z.B. in einer Partnerschaftsbeziehung geschehen, welche von gegenseitigem [[Respekt]] und [[Liebe]] geprägt ist. So wird ein Teil der sexuellen Energie ausgelebt und in Liebe umgewandelt. Ein anderer Teil wird in spirituellen Praktiken in Ojas, in spirituelle Energie verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, sexuelle Energie durch spirituelle Praktiken vollständig bzw. weitestgehend zu sublimieren, d.h. in Ojas umzuwandeln. Dies ist der Weg von Brahmacharya und damit auch der Weg des Swamis. Damit das geschehen kann, wird Folgendes empfohlen: &lt;br /&gt;
* Sehr sattwige Ernährung, also ohne rajassisge und Tamassige [[Ernährung]]. Sattwige Ernährung besteht aus Obst, Salat/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen, aber auch Zwiebeln und Knoblauch gelten als tamassig und verstärken die niedrigeren Manifestationen von Prana&lt;br /&gt;
* Auch sonst ein von [[Sattwa]] geprägter Lebensstil, welcher den Geist auf höhere Ebenen hebt und die höheren Chakras aktiviert&lt;br /&gt;
* Ein einfaches Leben ohne zu viele Annehmlichkeiten&lt;br /&gt;
* Wenig Kontakt zum anderen Geschlecht. Traditionellerweise sollte ein Swami nicht mit einer jungen Frau (bzw. jungem Mann) alleine sein, so weit es möglich ist junge Frauen (bzw. Männer) nicht anschauen&lt;br /&gt;
* Intensive spirituelle Praktiken, insbesondere [[Meditation]], [[Mantra]]-Singen, Mantra-[[Rezitation]], [[Asana]]s, [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise sollen tiefe spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, welche Freude und Liebe auf höheren Ebenen herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Ablenkungen ====&lt;br /&gt;
Das Leben eines Swamis ermöglicht Spiritualität ohne Ablenkung durch weltliche Verpflichtungen und emotionale Verstrickungen. Ein Swami braucht sich nicht mit seinem Partner auseinanderzusetzen, muss sich nicht um die Erziehung seiner Kinder kümmern, nicht den Lebensunterhalt seiner Familie bestreiten. Ein Swami kann sich frei von persönlichen Verpflichtungen und emotionalen Verhaftungen ganz der spirituellen Praxis, der Erforschung des Selbst und dem uneigennützigen Dienen widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Verhaftungen ====&lt;br /&gt;
Ein Swami hat keine Verpflichtungen gegenüber Ehepartner, Kindern, Eltern. Er ist frei von Verpflichtungen - und kann sich daher gut lösen von Verhaftungen an einzelne Personen und Dingen. Er kann sein Herz weit öffnen, und umfassende Liebe entwickeln. Er kann sich von allen Identifikationen wie Körper, Familie, Herkunft, Stellung, Besitz, Beruf, sozialem Stand lösen - und sich der Einheit mit dem Unendlichen bewusst machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen das Swami-Leben ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Argumenten, die gegen das Swami-Leben sprechen. Nicht jeder ist dazu berufen, Swami zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brechen der Gelübde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche nehmen die Gelübde auf sich, ohne darauf vorbereitet zu sein. Nicht alle können ihre Gelübde halten. Im Westen geben über die Hälfte der eingeweihten Swamis innerhalb von fünf Jahren das Swami-Leben wieder auf, innerhalb von 20 Jahren sind es noch mehr. Und auch unter denjenigen, die weiterhin Orange tragen und den Swami-Namen führen, sind auch in Indien nicht wenige, die eine Partner/in haben, mit denen sie sexuelle Beziehungen unterhalten. Zwar haben die indisch geprägten Swami-Mönche beim Brechen ihrer Gelübde typischerweise weniger [[Schuld]]-Komplexe als katholische Mönche. Sie kommen aber dennoch in Gewissenskonflikte. Und gerade für die Partner von solchen Swamis, die ihren Gelübden untreu geworden sind, leiden oft in einer solchen verheimlichten Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inneres Austrocknen ====&lt;br /&gt;
Manche, welche die Swami Gelübde einhalten, kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. Manche trocknen innerlich aus. Statt sich in Liebe zu allen Wesen zu entwickeln, werden sie hartherzig oder innerlich starr. Die meisten Swamis sind humorvoll und liebevoll - es gibt aber auch andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stolz und Arroganz ====&lt;br /&gt;
Bei manchen Swamis entsteht die Gefahr der Überheblichkeit, des Stolzes oder gar der Arroganz, Swami-[[Abhimana]] nennt es Swami Sivananda. Ein Swami sollte ein konsequent spirituelles Leben führen - ohne sich besser zu fühlen als andere. Gerade in Indien ist da die Versuchung der Überheblichkeit recht groß. Denn Swamis erhalten großen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychische Probleme durch unterdrückte Sexualität ====&lt;br /&gt;
Manchmal wird davon gesprochen, auch in Indien, dass unterdrückte Sexualität zu diversen psychischen Problemen führen kann. De facto lässt sich das allerdings kaum beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexuelle Ausbeutung ====&lt;br /&gt;
Manche Swamis missbrauchen das Prinzip der Entsagung und Verhaftungslosigkeit, um schnell wechselnde oder gar parallele sexuelle Beziehungen mit ihren Schüler/innen zu haben. Diese sexuelle Ausbeutung von Schülern widerspricht jeder Yoga Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scheinheiligkeit ====&lt;br /&gt;
Da ein Swami hohen Respekt genießt, kann er/sie in Versuchung geraten, mehr zu sein als er/sie isst, einen höheren Verwirklichungsgrad vorgeben, eine Show abziehen. Als spiritueller Aspirant gilt es, die Augen offen zu halten - und den Verstand einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Nirgunananda-Swami-Weihe.jpg|thumb|[[Sannyas]]-Weihe von Swami [[Nirgunananda]] im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Brahmacharya-weihe-haridas.jpg‎|thumb|[[Brahmacharya-Weihe]] von Brahmachari Haridas Chaitanya im November 2011]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg|thumb|Swami [[Sivananda]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In fast jeder [[Religion]] gibt es [[Einsiedler]], die in [[Zurückgezogenheit]] und Meditation leben. Im Buddhismus gibt es [[Bhikku]]s, im Islam Fakire, im Christentum die Mönche. Die [[Großartigkeit]] einer Religion geht verloren, wenn man sie der die [[Eremit]]en beraubt, derjenigen, die ein Leben der [[Entsagung]] und [[Kontemplation]] über das Göttliche leben. Die Swamis, Mönche, Bikkus und Fakire erhalten die Religion und bewahren die [[Weltreligionen]]. Diese Menschen bringen den Menschen in Berufs- und Familienlegen Trost, wenn sie in [[Schwierigkeit]]en und [[Verzweiflung]] sind. Swamis geben den Verzweifelten [[Hoffnung]], den Niedergeschlagenen [[Freude]], den Schwachen [[Kraft]] und den Furchtsamen [[Mut]], indem sie das spirituelle [[Wissen]] von [[Vedanta]] und die [[Bedeutung]] des [[Mahavakya]]s “[[Tat Twam Asi]]”, [[Aham Brahamasmi]], [[Prajnanam Brahma]], [[Aham Atma Brahma]] lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasin]]s leben von ein paar Scheiben Brot. Sie gehen dafür von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Lehre von Vedanta. Sie verkünden die erhabene Philosophie der Verwirklichung [[Brahman]]s. Die Welt schuldet den Swamis großen Dank. Wie kann man ihnen ausreichend danken? Die Schriften, geschrieben von den Swamis, leiten uns noch immer. Lies einige [[Shloka]]s der [[Avadhuta Gita]] von [[Dattatreya]]. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und spiritueller Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein neuer Mensch sein. [[Niedergeschlagenheit]], Schwäche, Ängste und [[Kummer]] verschwinden augenblicklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist ein mächtiger Potentat auf dieser Erde. Er nimmt niemandem etwas weg. Er gibt immer. Swamis vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Swamis wirken in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder. Große Meister wie [[Ramakrishna]] [[Paramahamsa]], [[Rama Tirtha]], [[Dayananda]] und [[Vivekananda]] verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften. So hielten sie die Hindureligion am Leben. Kühne Swamis, welche die Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von [[Täuschung]], [[Leidenschaft]] und [[Selbstsucht]], können wahrhaftig der Welt dienen. Ein Swami kann wahrhaftig [[Loka Sangraha]], [[Dienst]] an der ganzen [[Welt]], tun. Denn er hat spirituelles Wissen und kann seine ganze [[Zeit]] dem uneigennützigen Dienst widmen! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger [[Sankara]] errichtete die Lehre der [[Kevala Adwaita Vedanta]] Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein [[Name]] kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in den [[Wissenschaft]]en wie [[Psychologie]], [[Biologie]], Physik und [[Philosophie]] [[Forscher]] und [[Denker]] gibt, die ihr ganzes Leben ihrer jeweiligen Wissenschaft widmen, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den [[Yogi]]s geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der inneren Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Spiritualität, der gelebten und erfahrenen Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um Spiritualität weiter zu geben. Es ist die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, für die Bedürfnisse dieser Swamis zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre [[Seele]]n. So wird sich das [[Rad]] der Welt ungehindert drehen. Es wird [[Frieden]] im [[Land]] herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die [[orange]] Farbe, [[Gerua]], des Swamis weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und [[Vasana]]s. Sie zeigt [[Reinheit]] an. Sie steht für Reinheit. Für einen [[Aspirant]]en, der den Weg von [[Nirvritti Marga]], den Weg von Entsagung, begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von Handlungen die seinen Gelübden entgegenstehen Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn ist. Allmählich formt sich so sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zum Ausdruck zu bringen, daß man ein Swami ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt seine äußere Schönheit. Er braucht sich nicht darum zu kümmern, sein Haar mit Shampoos, Duftölen usw. zu pflegen. Das Rasieren zeigt, daß ein Swami äußerer Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, welches die allergrößte Schönheit ist. Dieses [[Mundana]], das Scheren aller Haare, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er hegt keine Wünsche nach Sinnesobjekten mehr. Mundana, das Rasieren des Hauptes, ist ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_sannyasa.html Sannyasa], Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität], Artikel von [[Sukadev Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas, Divine Life Society&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra, Bihar School of Yoga&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis], Mangalam Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25216</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-27T20:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Freiheit von Ablenkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg‎|right|thumb|[[Sankara]], Begründer des Dashanami Swami Ordens]]&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
Es gibt so viele Wege wie es Pilger gibt, lautet ein Sprichwort. Für manche Menschen ist ein Leben in der Familie mit Kindern das Richtige, für manche eine Partnerschaft ohne Kinder, manche leben gerne das Leben eines Single, sind aber engagiert im Beruf. Andere leben in einem Yoga Ashram, als Single bzw. vorübergehender Single, in einer Partnerschaft mit und ohne Kinder. Und manche fühlen sich berufen zu einem Leben als Swami, also als Mönch oder Nonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 4 Ashramas ===&lt;br /&gt;
Klassischerweise durchläuft ein spiritueller Mensch 4 Lebensstadien. Die [[Manu Smriti]] wie auch die [[Mahabharata]] beschreiben diese 4 [[Ashrama]]s: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brahmacharya]], die Schülerschaft beim Lehrer, im Alter von 8/12-18/25 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Grihastya]], Berufs- und Familienleben, im Alter von 18/25-50/60 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Vanaprastha]], Vorruhestand (wörtlich: Leben im Wald), 50/60-75/80 Jahre&lt;br /&gt;
* [[Sannyasa]], Leben der Entsagung, 60/80 Jahre bis zum physischen [[Tod]]; häufig ab dem Ableben des Partners&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Bedeutung war also Sannyasa, das Leben eines Swamis, der Abschluss des Lebens, die Krönung der spirituellen Praktiken. In der Zeit der [[Veda]]s waren die großen Meister, die Rishis, fast alle verheiratet und hatten Kinder. Erst am Ende ihres Lebens wurden sie Sannyasins, Entsagte. Es gab jedoch auch zur vedischen Zeit die Asketen, die schon in jüngerem Alter auf Beruf und Familie verzichteten und ihr Leben hauptsächlich im Wald, in einer Höhle, auf Wanderschaft, in spiritueller Praxis und Lehre, verbrachten. Beispiele sind [[Sukadev]], Sohn von [[Vyasa]], [[Gargi]] und [[Vasishtha]]. Buddha im 6. Jahrhunder vor Christus machte aus dem Mönchsleben eine Massenbewegung. Gab es vorher nur einsame Asketen oder Rentner als Mönche, etablierte Buddha große Mönchsklöster mit Hunderten von Mönchen bzw. Nonnen. Dies hatte auch Einfluss auf den Hinduismus. Insbesondere seit [[Shankara]] um 800 n.Chr. wurde das Swamitum, das Mönchstum, populärer, und es entstanden Ashramas mit vielen Swamis. Vor [[Sankara]] war es üblich, dass jemand, der Swami werden wollte, die Zustimmung der Eltern bzw. des Ehepartners brauchte. Shankara hob diese Regel auf und ermöglichte so ein weiteres Erstarken der Mönchstradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mönchstradition in der Zeit der Fremdherrschaften in Indien ===&lt;br /&gt;
Vom 10.-20. Jahrhundert standen große Teile von Indien bzw. teilweise sogar ganz Indien unter Fremdherrschaft diverser Völker nichtindischen Ursprungs. Zunächst eroberten muslimische Herrscher aus dem Norden bzw. Nordwesten Teile Indiens eroberten. vom 17.-19. Jahrhundert eroberten die Engländer schrittweise ganz Indien. Durch diese Eroberung kam es in Indien zu einer kulturellen Wende. Die Muslimherrscher schlossen alle bestehenden Universitäten bzw. wandelten sie in islamische Universitäten um. So wurde die [[hindu]]istische Spiritualität in die Mönchsorden und in die Familien verlagert. So gewannen die Mönchstraditionen nochmals an Bedeutung als Bewahrer der spirituellen Traditionen. So kam es auch, dass die ersten Yoga-Meister, die in den Westen kamen, hauptsächlich Swamis waren. Zu den ersten Yoga-Meistern im Westen gehören Swami [[Vivekananda]], Swami [[Yogananda]], nach der indischen Unabhängigkeit dann Swami [[Vishnu-devananda]], Swami [[Chidananda]], Swami [[Satchidananda]], [[Swami Rama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente für Sannyas ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum jemand Swami werden, sexuell enthaltsam sein und ein einfaches Leben führen will. Einige Argumente sind ähnlich wie beim Zölibat katholischer Priester bzw. Mönche, manche Argumente kommen aus dem Kundalini Yoga. Allerdings sind im [[Hinduismus]] die Priester normalerweise verheiratet, nur die Mönche bzw. Nonnen sind es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sublimierung sexueller Energie ====&lt;br /&gt;
Im Kundalini Yoga wird jeder Wunsch, jedes Verlangen, als Prana, Lebensenergie eingestuft. Um zu spiritueller Verwirklichung zu kommen, ist eine Sublimierung der Energie notwendig. Hinter der Sexualität steht [[Apana]] [[Vayu]]. Eine der Funktionen von Apana Vayu ist Sexualität, andere Funktionen umfassen Ausscheidung, Menstruation, Geburt, aber auch Kreativität, künstlerisches Schaffen. Dieses Apana Vayu kann umgewandelt werden in [[Ojas]], [[spirituell]]e Energie. Dies kann geschehen, indem die Wünsche sattwig, also rein und ethisch ausgelebt werden. Dies kann z.B. in einer Partnerschaftsbeziehung geschehen, welche von gegenseitigem [[Respekt]] und [[Liebe]] geprägt ist. So wird ein Teil der sexuellen Energie ausgelebt und in Liebe umgewandelt. Ein anderer Teil wird in spirituellen Praktiken in Ojas, in spirituelle Energie verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, sexuelle Energie durch spirituelle Praktiken vollständig bzw. weitestgehend zu sublimieren, d.h. in Ojas umzuwandeln. Dies ist der Weg von Brahmacharya und damit auch der Weg des Swamis. Damit das geschehen kann, wird Folgendes empfohlen: &lt;br /&gt;
* Sehr sattwige Ernährung, also ohne rajassisge und Tamassige [[Ernährung]]. Sattwige Ernährung besteht aus Obst, Salat/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen, aber auch Zwiebeln und Knoblauch gelten als tamassig und verstärken die niedrigeren Manifestationen von Prana&lt;br /&gt;
* Auch sonst ein von [[Sattwa]] geprägter Lebensstil, welcher den Geist auf höhere Ebenen hebt und die höheren Chakras aktiviert&lt;br /&gt;
* Ein einfaches Leben ohne zu viele Annehmlichkeiten&lt;br /&gt;
* Wenig Kontakt zum anderen Geschlecht. Traditionellerweise sollte ein Swami nicht mit einer jungen Frau (bzw. jungem Mann) alleine sein, so weit es möglich ist junge Frauen (bzw. Männer) nicht anschauen&lt;br /&gt;
* Intensive spirituelle Praktiken, insbesondere [[Meditation]], [[Mantra]]-Singen, Mantra-[[Rezitation]], [[Asana]]s, [[Pranayama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise sollen tiefe spirituelle Erfahrungen ermöglicht werden, welche Freude und Liebe auf höheren Ebenen herbeiführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiheit von Ablenkungen ====&lt;br /&gt;
Das Leben eines Swamis ermöglicht Spiritualität ohne Ablenkung durch weltliche Verpflichtungen und emotionale Verstrickungen. Ein Swami braucht sich nicht mit seinem Partner auseinanderzusetzen, muss sich nicht um die Erziehung seiner Kinder kümmern, nicht den Lebensunterhalt seiner Familie bestreiten. Ein Swami kann sich frei von persönlichen Verpflichtungen und emotionalen Verhaftungen ganz der spirituellen Praxis, der Erforschung des Selbst und dem uneigennützigen Dienen widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen das Swami-Leben ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Argumenten, die gegen das Swami-Leben sprechen. Nicht jeder ist dazu berufen, Swami zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brechen der Gelübde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche nehmen die Gelübde auf sich, ohne darauf vorbereitet zu sein. Nicht alle können ihre Gelübde halten. Im Westen geben über die Hälfte der eingeweihten Swamis innerhalb von fünf Jahren das Swami-Leben wieder auf, innerhalb von 20 Jahren sind es noch mehr. Und auch unter denjenigen, die weiterhin Orange tragen und den Swami-Namen führen, sind auch in Indien nicht wenige, die eine Partner/in haben, mit denen sie sexuelle Beziehungen unterhalten. Zwar haben die indisch geprägten Swami-Mönche beim Brechen ihrer Gelübde typischerweise weniger [[Schuld]]-Komplexe als katholische Mönche. Sie kommen aber dennoch in Gewissenskonflikte. Und gerade für die Partner von solchen Swamis, die ihren Gelübden untreu geworden sind, leiden oft in einer solchen verheimlichten Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inneres Austrocknen ====&lt;br /&gt;
Manche, welche die Swami Gelübde einhalten, kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. Manche trocknen innerlich aus. Statt sich in Liebe zu allen Wesen zu entwickeln, werden sie hartherzig oder innerlich starr. Die meisten Swamis sind humorvoll und liebevoll - es gibt aber auch andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stolz und Arroganz ====&lt;br /&gt;
Bei manchen Swamis entsteht die Gefahr der Überheblichkeit, des Stolzes oder gar der Arroganz, Swami-[[Abhimana]] nennt es Swami Sivananda. Ein Swami sollte ein konsequent spirituelles Leben führen - ohne sich besser zu fühlen als andere. Gerade in Indien ist da die Versuchung der Überheblichkeit recht groß. Denn Swamis erhalten großen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Psychische Probleme durch unterdrückte Sexualität ====&lt;br /&gt;
Manchmal wird davon gesprochen, auch in Indien, dass unterdrückte Sexualität zu diversen psychischen Problemen führen kann. De facto lässt sich das allerdings kaum beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sexuelle Ausbeutung ====&lt;br /&gt;
Manche Swamis missbrauchen das Prinzip der Entsagung und Verhaftungslosigkeit, um schnell wechselnde oder gar parallele sexuelle Beziehungen mit ihren Schüler/innen zu haben. Diese sexuelle Ausbeutung von Schülern widerspricht jeder Yoga Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scheinheiligkeit ====&lt;br /&gt;
Da ein Swami hohen Respekt genießt, kann er/sie in Versuchung geraten, mehr zu sein als er/sie isst, einen höheren Verwirklichungsgrad vorgeben, eine Show abziehen. Als spiritueller Aspirant gilt es, die Augen offen zu halten - und den Verstand einzuschalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami-Nirgunananda-Swami-Weihe.jpg|thumb|[[Sannyas]]-Weihe von Swami [[Nirgunananda]] im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Brahmacharya-weihe-haridas.jpg‎|thumb|[[Brahmacharya-Weihe]] von Brahmachari Haridas Chaitanya im November 2011]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg|thumb|Swami [[Sivananda]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In fast jeder [[Religion]] gibt es [[Einsiedler]], die in [[Zurückgezogenheit]] und Meditation leben. Im Buddhismus gibt es [[Bhikku]]s, im Islam Fakire, im Christentum die Mönche. Die [[Großartigkeit]] einer Religion geht verloren, wenn man sie der die [[Eremit]]en beraubt, derjenigen, die ein Leben der [[Entsagung]] und [[Kontemplation]] über das Göttliche leben. Die Swamis, Mönche, Bikkus und Fakire erhalten die Religion und bewahren die [[Weltreligionen]]. Diese Menschen bringen den Menschen in Berufs- und Familienlegen Trost, wenn sie in [[Schwierigkeit]]en und [[Verzweiflung]] sind. Swamis geben den Verzweifelten [[Hoffnung]], den Niedergeschlagenen [[Freude]], den Schwachen [[Kraft]] und den Furchtsamen [[Mut]], indem sie das spirituelle [[Wissen]] von [[Vedanta]] und die [[Bedeutung]] des [[Mahavakya]]s “[[Tat Twam Asi]]”, [[Aham Brahamasmi]], [[Prajnanam Brahma]], [[Aham Atma Brahma]] lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasin]]s leben von ein paar Scheiben Brot. Sie gehen dafür von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Lehre von Vedanta. Sie verkünden die erhabene Philosophie der Verwirklichung [[Brahman]]s. Die Welt schuldet den Swamis großen Dank. Wie kann man ihnen ausreichend danken? Die Schriften, geschrieben von den Swamis, leiten uns noch immer. Lies einige [[Shloka]]s der [[Avadhuta Gita]] von [[Dattatreya]]. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und spiritueller Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein neuer Mensch sein. [[Niedergeschlagenheit]], Schwäche, Ängste und [[Kummer]] verschwinden augenblicklich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist ein mächtiger Potentat auf dieser Erde. Er nimmt niemandem etwas weg. Er gibt immer. Swamis vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Swamis wirken in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder. Große Meister wie [[Ramakrishna]] [[Paramahamsa]], [[Rama Tirtha]], [[Dayananda]] und [[Vivekananda]] verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften. So hielten sie die Hindureligion am Leben. Kühne Swamis, welche die Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von [[Täuschung]], [[Leidenschaft]] und [[Selbstsucht]], können wahrhaftig der Welt dienen. Ein Swami kann wahrhaftig [[Loka Sangraha]], [[Dienst]] an der ganzen [[Welt]], tun. Denn er hat spirituelles Wissen und kann seine ganze [[Zeit]] dem uneigennützigen Dienst widmen! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger [[Sankara]] errichtete die Lehre der [[Kevala Adwaita Vedanta]] Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein [[Name]] kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in den [[Wissenschaft]]en wie [[Psychologie]], [[Biologie]], Physik und [[Philosophie]] [[Forscher]] und [[Denker]] gibt, die ihr ganzes Leben ihrer jeweiligen Wissenschaft widmen, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den [[Yogi]]s geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der inneren Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Spiritualität, der gelebten und erfahrenen Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um Spiritualität weiter zu geben. Es ist die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, für die Bedürfnisse dieser Swamis zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre [[Seele]]n. So wird sich das [[Rad]] der Welt ungehindert drehen. Es wird [[Frieden]] im [[Land]] herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die [[orange]] Farbe, [[Gerua]], des Swamis weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und [[Vasana]]s. Sie zeigt [[Reinheit]] an. Sie steht für Reinheit. Für einen [[Aspirant]]en, der den Weg von [[Nirvritti Marga]], den Weg von Entsagung, begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von Handlungen die seinen Gelübden entgegenstehen Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn ist. Allmählich formt sich so sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zum Ausdruck zu bringen, daß man ein Swami ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt seine äußere Schönheit. Er braucht sich nicht darum zu kümmern, sein Haar mit Shampoos, Duftölen usw. zu pflegen. Das Rasieren zeigt, daß ein Swami äußerer Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, welches die allergrößte Schönheit ist. Dieses [[Mundana]], das Scheren aller Haare, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er hegt keine Wünsche nach Sinnesobjekten mehr. Mundana, das Rasieren des Hauptes, ist ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_sannyasa.html Sannyasa], Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität], Artikel von [[Sukadev Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas, Divine Life Society&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra, Bihar School of Yoga&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis], Mangalam Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25215</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25215"/>
		<updated>2012-04-27T19:24:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Vegane Schokolade */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Veganismus&#039;&#039;&#039; ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein &#039;&#039;Veganer&#039;&#039; verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; gehört auch der Verzicht auf [[Kleidung]] tierischen Ursprungs. &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf [[Mitgefühl]] mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und [[Ökologie]]. Der Ausdruck &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg‎|thumb|Veganismus ist für die meisten Anhänger eine Herzensangelegenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Obst.jpg|thumb|Vegane Nahrung - natürlich und gesund]]&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pepperoni.jpg|thumb|]]Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Apfel_essen.jpg|thumb|Vegan - gesund und energetisierend]]&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vegane Rezepte - Koch-Videos ==&lt;br /&gt;
Mit den unteren Videos kannst du sehen, wie du vegane Speisen einfach, meditativ zubereiten kannst - und es schmeckt toll!&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|YvC1lnC4d7s}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|-B2nV0gqw4s}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|FAws1iJf6s8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist Europas größte Yoga-Bewegung. Yoga Vidya lehrt für Gesundheit die fünf Punkte von Swami Vishnu-devananda: &lt;br /&gt;
* Richtige Körperübungen (Asanas)&lt;br /&gt;
* Richtige Atemübungen (Pranayama)&lt;br /&gt;
* Richtige Entspannung (Shavasana)&lt;br /&gt;
* Richtige Ernährung (Mitahara)&lt;br /&gt;
* Positives Denken und Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtige Ernährung heißt bei Yoga Vidya Sattwa-Ernährung (siehe oben). Sattwa-Ernährung kann auch Milchprodukte beinhalten. Innerhalb von Yoga Vidya gibt es eine breite Veganismus-Fraktion, die seit der Ernährungsumstellung im April 2011 von [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von Yoga Vidya, an Stärke gewonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Yoga Vidya Ashrams werden die Mahlzeiten im Buffetstil angeboten. Dabei sind die meisten Nahrungsmittel vegan, also ohne tierische Produkte. Normalerweise gibt es bei den Speisen, die Milchprodukte enthalten, vegane Alternativen. Wenn es also z.B. Pellkartoffeln und Quark gibt, dann gibt es auch veganen Quark. Man hat also als Veganer eine große Auswahl bei den Essensbuffets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (April 2012) wird in der Literatur von Yoga Vidya (Das Yoga Kochbuch, Yogalehrer Handbuch) von fünf sattwigen Nahrungsmitteln gesprochen, zu denen Milchprodukte als 5. Kategorie dazugehören. In neueren Auflagen will Sukadev Bretz das ändern. Voraussichtlich 2012 sollen die neuen Ausgaben des Yoga Kochbuchs und des Yogalehrer Handbuchs herausgegeben werden, in denen vegane Ernährung befürwortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli/August wurde die Milchprodukt-Frage unter den Mitarbeitern von Yoga Vidya lebhaft diskutiert. Der Leiter Sukadev Bretz konnte sich mit seinem Antrag, das Ashram-Buffet auf vegan umzustellen, nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25214</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25214"/>
		<updated>2012-04-27T19:20:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Veganismus&#039;&#039;&#039; ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein &#039;&#039;Veganer&#039;&#039; verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; gehört auch der Verzicht auf [[Kleidung]] tierischen Ursprungs. &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf [[Mitgefühl]] mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und [[Ökologie]]. Der Ausdruck &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg‎|thumb|Veganismus ist für die meisten Anhänger eine Herzensangelegenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Obst.jpg|thumb|Vegane Nahrung - natürlich und gesund]]&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pepperoni.jpg|thumb|]]Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Apfel_essen.jpg|thumb|Vegan - gesund und energetisierend]]&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist Europas größte Yoga-Bewegung. Yoga Vidya lehrt für Gesundheit die fünf Punkte von Swami Vishnu-devananda: &lt;br /&gt;
* Richtige Körperübungen (Asanas)&lt;br /&gt;
* Richtige Atemübungen (Pranayama)&lt;br /&gt;
* Richtige Entspannung (Shavasana)&lt;br /&gt;
* Richtige Ernährung (Mitahara)&lt;br /&gt;
* Positives Denken und Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtige Ernährung heißt bei Yoga Vidya Sattwa-Ernährung (siehe oben). Sattwa-Ernährung kann auch Milchprodukte beinhalten. Innerhalb von Yoga Vidya gibt es eine breite Veganismus-Fraktion, die seit der Ernährungsumstellung im April 2011 von [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von Yoga Vidya, an Stärke gewonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Yoga Vidya Ashrams werden die Mahlzeiten im Buffetstil angeboten. Dabei sind die meisten Nahrungsmittel vegan, also ohne tierische Produkte. Normalerweise gibt es bei den Speisen, die Milchprodukte enthalten, vegane Alternativen. Wenn es also z.B. Pellkartoffeln und Quark gibt, dann gibt es auch veganen Quark. Man hat also als Veganer eine große Auswahl bei den Essensbuffets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (April 2012) wird in der Literatur von Yoga Vidya (Das Yoga Kochbuch, Yogalehrer Handbuch) von fünf sattwigen Nahrungsmitteln gesprochen, zu denen Milchprodukte als 5. Kategorie dazugehören. In neueren Auflagen will Sukadev Bretz das ändern. Voraussichtlich 2012 sollen die neuen Ausgaben des Yoga Kochbuchs und des Yogalehrer Handbuchs herausgegeben werden, in denen vegane Ernährung befürwortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli/August wurde die Milchprodukt-Frage unter den Mitarbeitern von Yoga Vidya lebhaft diskutiert. Der Leiter Sukadev Bretz konnte sich mit seinem Antrag, das Ashram-Buffet auf vegan umzustellen, nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Apfel_essen.jpg&amp;diff=25213</id>
		<title>Datei:Apfel essen.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Apfel_essen.jpg&amp;diff=25213"/>
		<updated>2012-04-27T19:19:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: Copyright Yoga Vidya. Äpfel sind gesund!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Copyright Yoga Vidya. Äpfel sind gesund!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25212</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25212"/>
		<updated>2012-04-27T19:18:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Veganismus&#039;&#039;&#039; ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein &#039;&#039;Veganer&#039;&#039; verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; gehört auch der Verzicht auf [[Kleidung]] tierischen Ursprungs. &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf [[Mitgefühl]] mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und [[Ökologie]]. Der Ausdruck &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg‎|thumb|Veganismus ist für die meisten Anhänger eine Herzensangelegenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Obst.jpg|thumb|Vegane Nahrung - natürlich und gesund]]&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pepperoni.jpg|thumb|]]Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist Europas größte Yoga-Bewegung. Yoga Vidya lehrt für Gesundheit die fünf Punkte von Swami Vishnu-devananda: &lt;br /&gt;
* Richtige Körperübungen (Asanas)&lt;br /&gt;
* Richtige Atemübungen (Pranayama)&lt;br /&gt;
* Richtige Entspannung (Shavasana)&lt;br /&gt;
* Richtige Ernährung (Mitahara)&lt;br /&gt;
* Positives Denken und Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtige Ernährung heißt bei Yoga Vidya Sattwa-Ernährung (siehe oben). Sattwa-Ernährung kann auch Milchprodukte beinhalten. Innerhalb von Yoga Vidya gibt es eine breite Veganismus-Fraktion, die seit der Ernährungsumstellung im April 2011 von [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von Yoga Vidya, an Stärke gewonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Yoga Vidya Ashrams werden die Mahlzeiten im Buffetstil angeboten. Dabei sind die meisten Nahrungsmittel vegan, also ohne tierische Produkte. Normalerweise gibt es bei den Speisen, die Milchprodukte enthalten, vegane Alternativen. Wenn es also z.B. Pellkartoffeln und Quark gibt, dann gibt es auch veganen Quark. Man hat also als Veganer eine große Auswahl bei den Essensbuffets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (April 2012) wird in der Literatur von Yoga Vidya (Das Yoga Kochbuch, Yogalehrer Handbuch) von fünf sattwigen Nahrungsmitteln gesprochen, zu denen Milchprodukte als 5. Kategorie dazugehören. In neueren Auflagen will Sukadev Bretz das ändern. Voraussichtlich 2012 sollen die neuen Ausgaben des Yoga Kochbuchs und des Yogalehrer Handbuchs herausgegeben werden, in denen vegane Ernährung befürwortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli/August wurde die Milchprodukt-Frage unter den Mitarbeitern von Yoga Vidya lebhaft diskutiert. Der Leiter Sukadev Bretz konnte sich mit seinem Antrag, das Ashram-Buffet auf vegan umzustellen, nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Datei:Pepperoni.jpg</title>
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		<updated>2012-04-27T19:18:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: Pepperoni, Copyright Yoga Vidya&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Pepperoni, Copyright Yoga Vidya&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25210</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25210"/>
		<updated>2012-04-27T19:17:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Veganismus und Vegetarismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Veganismus&#039;&#039;&#039; ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein &#039;&#039;Veganer&#039;&#039; verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; gehört auch der Verzicht auf [[Kleidung]] tierischen Ursprungs. &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf [[Mitgefühl]] mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und [[Ökologie]]. Der Ausdruck &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg‎|thumb|Veganismus ist für die meisten Anhänger eine Herzensangelegenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Obst.jpg|thumb|Vegane Nahrung - natürlich und gesund]]&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist Europas größte Yoga-Bewegung. Yoga Vidya lehrt für Gesundheit die fünf Punkte von Swami Vishnu-devananda: &lt;br /&gt;
* Richtige Körperübungen (Asanas)&lt;br /&gt;
* Richtige Atemübungen (Pranayama)&lt;br /&gt;
* Richtige Entspannung (Shavasana)&lt;br /&gt;
* Richtige Ernährung (Mitahara)&lt;br /&gt;
* Positives Denken und Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtige Ernährung heißt bei Yoga Vidya Sattwa-Ernährung (siehe oben). Sattwa-Ernährung kann auch Milchprodukte beinhalten. Innerhalb von Yoga Vidya gibt es eine breite Veganismus-Fraktion, die seit der Ernährungsumstellung im April 2011 von [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von Yoga Vidya, an Stärke gewonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Yoga Vidya Ashrams werden die Mahlzeiten im Buffetstil angeboten. Dabei sind die meisten Nahrungsmittel vegan, also ohne tierische Produkte. Normalerweise gibt es bei den Speisen, die Milchprodukte enthalten, vegane Alternativen. Wenn es also z.B. Pellkartoffeln und Quark gibt, dann gibt es auch veganen Quark. Man hat also als Veganer eine große Auswahl bei den Essensbuffets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (April 2012) wird in der Literatur von Yoga Vidya (Das Yoga Kochbuch, Yogalehrer Handbuch) von fünf sattwigen Nahrungsmitteln gesprochen, zu denen Milchprodukte als 5. Kategorie dazugehören. In neueren Auflagen will Sukadev Bretz das ändern. Voraussichtlich 2012 sollen die neuen Ausgaben des Yoga Kochbuchs und des Yogalehrer Handbuchs herausgegeben werden, in denen vegane Ernährung befürwortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli/August wurde die Milchprodukt-Frage unter den Mitarbeitern von Yoga Vidya lebhaft diskutiert. Der Leiter Sukadev Bretz konnte sich mit seinem Antrag, das Ashram-Buffet auf vegan umzustellen, nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Obst.jpg&amp;diff=25209</id>
		<title>Datei:Obst.jpg</title>
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		<updated>2012-04-27T19:16:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: Obst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Obst&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25208</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25208"/>
		<updated>2012-04-27T19:15:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Veganismus&#039;&#039;&#039; ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein &#039;&#039;Veganer&#039;&#039; verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; gehört auch der Verzicht auf [[Kleidung]] tierischen Ursprungs. &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf [[Mitgefühl]] mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und [[Ökologie]]. Der Ausdruck &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist &#039;&#039;Veganismus&#039;&#039; der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg‎|thumb|Veganismus ist für die meisten Anhänger eine Herzensangelegenheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist Europas größte Yoga-Bewegung. Yoga Vidya lehrt für Gesundheit die fünf Punkte von Swami Vishnu-devananda: &lt;br /&gt;
* Richtige Körperübungen (Asanas)&lt;br /&gt;
* Richtige Atemübungen (Pranayama)&lt;br /&gt;
* Richtige Entspannung (Shavasana)&lt;br /&gt;
* Richtige Ernährung (Mitahara)&lt;br /&gt;
* Positives Denken und Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtige Ernährung heißt bei Yoga Vidya Sattwa-Ernährung (siehe oben). Sattwa-Ernährung kann auch Milchprodukte beinhalten. Innerhalb von Yoga Vidya gibt es eine breite Veganismus-Fraktion, die seit der Ernährungsumstellung im April 2011 von [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von Yoga Vidya, an Stärke gewonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Yoga Vidya Ashrams werden die Mahlzeiten im Buffetstil angeboten. Dabei sind die meisten Nahrungsmittel vegan, also ohne tierische Produkte. Normalerweise gibt es bei den Speisen, die Milchprodukte enthalten, vegane Alternativen. Wenn es also z.B. Pellkartoffeln und Quark gibt, dann gibt es auch veganen Quark. Man hat also als Veganer eine große Auswahl bei den Essensbuffets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (April 2012) wird in der Literatur von Yoga Vidya (Das Yoga Kochbuch, Yogalehrer Handbuch) von fünf sattwigen Nahrungsmitteln gesprochen, zu denen Milchprodukte als 5. Kategorie dazugehören. In neueren Auflagen will Sukadev Bretz das ändern. Voraussichtlich 2012 sollen die neuen Ausgaben des Yoga Kochbuchs und des Yogalehrer Handbuchs herausgegeben werden, in denen vegane Ernährung befürwortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli/August wurde die Milchprodukt-Frage unter den Mitarbeitern von Yoga Vidya lebhaft diskutiert. Der Leiter Sukadev Bretz konnte sich mit seinem Antrag, das Ashram-Buffet auf vegan umzustellen, nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Beispielseite&amp;diff=25207</id>
		<title>Beispielseite</title>
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		<updated>2012-04-27T19:14:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Beispiel für eine Bild-Datei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispielseite Definition hier steht die Definition des Begriffs = Typischerweise der Name dieser Seite. In unserem Fall allso &#039;&#039;Beispielseite&#039;&#039; bedeutet das hier ein &#039;&#039;Beispiel&#039;&#039; definiert sein sollte. Für die Formatierung im Text kannst du dich [http://meta.wikimedia.org/wiki/Hilfe:Textgestaltung hier] genauer informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    __TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterkategorie1 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufzählung1:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Punkt1,&lt;br /&gt;
* Punkt2,&lt;br /&gt;
** Punkt 2a&lt;br /&gt;
** Punkt 2b&lt;br /&gt;
* Punkt3 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Youtube-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|jdAiGyvzcsM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterkategorie1.1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
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== Unterkategorie2 ==&lt;br /&gt;
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Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
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# Punkt1,&lt;br /&gt;
# Punkt2,&lt;br /&gt;
## Punkt 2.1&lt;br /&gt;
## Punkt 2.2&lt;br /&gt;
# Punkt3 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Beispiel für eine Bild-Datei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg|thumb|Shankara, Vedanta-Meister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier siehst du, wie eine Bild-datei eingefügt werde kann. Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Om namah Shivaya&lt;br /&gt;
* Om namo Narayanaya&lt;br /&gt;
* Om namo Bhagavate Sivanandaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Hier stehen Themenverweise&lt;br /&gt;
[[Upanishaden]], [[Hinduismus]], &#039;&#039;weitere Artikel zum Thema: [[:Kategorie:Yoga|Kategorie Yoga]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Quellenangaben zu den Quellen, die benutzt wuurden kommen hier rein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit des Patanjali für Menschen von heute.&#039;&#039; Verlag Via Nova, Petersberg 2001, ISBN 3-928632-81-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Das Yoga Vidya Asana Buch.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, ISBN 3-931854-48-5&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Yoga-Geschichten aus klassischen indischen Schriften.&#039;&#039; 2. Auflage. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2004, ISBN 3-931854-47-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Kundalini-Energie erwecken - Von der göttlichen Urkraft in uns.&#039;&#039; Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2007, ISBN 978-3-7205-6002-3&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band I.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2006, ISBN 3-931854-62-0&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band II.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2008, ISBN 978-3-931854-65-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multimedia Beispiele ==&lt;br /&gt;
Google-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:googlevideo|4069620027563488311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Revver-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:revver|233330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dailymotion-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:dailymotion|x5pm1y_10-min-anfaenger-yogastunde_sport|300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MP3 von externer URL abspielen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3&amp;gt;http://www.yoga-vidya.de/downloads/Swami_Vishnu_ATTC_1982/001_ATTC_Swami_Vishnu-devananda_1982.mp3&amp;lt;/mp3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
MP3 von Datei abspielen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3&amp;gt;https://wiki.yoga-vidya.de/mp3/002_ATTC_Swami_Vishnu-devananda_1982.mp3&amp;lt;/mp3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
MP3 von Datei abspielen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3&amp;gt;https://wiki.yoga-vidya.de/mp3/002_ATTC_Swami_Vishnu-devananda_1982.mp3&amp;lt;/mp3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Wie verfasse ich einen Artikel]]&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Hilfe|Hilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogawiki:Hilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg&amp;diff=25206</id>
		<title>Datei:Fasten-apfel-mit-herz.jpg</title>
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		<updated>2012-04-27T19:13:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: Fasten-Apfel mit Herz.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Fasten-Apfel mit Herz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Beispielseite&amp;diff=25205</id>
		<title>Beispielseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Beispielseite&amp;diff=25205"/>
		<updated>2012-04-27T19:12:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Beispiele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispielseite Definition hier steht die Definition des Begriffs = Typischerweise der Name dieser Seite. In unserem Fall allso &#039;&#039;Beispielseite&#039;&#039; bedeutet das hier ein &#039;&#039;Beispiel&#039;&#039; definiert sein sollte. Für die Formatierung im Text kannst du dich [http://meta.wikimedia.org/wiki/Hilfe:Textgestaltung hier] genauer informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    __TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterkategorie1 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufzählung1:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Punkt1,&lt;br /&gt;
* Punkt2,&lt;br /&gt;
** Punkt 2a&lt;br /&gt;
** Punkt 2b&lt;br /&gt;
* Punkt3 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Youtube-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|jdAiGyvzcsM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterkategorie1.1 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterkategorie2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufzählung2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Punkt1,&lt;br /&gt;
# Punkt2,&lt;br /&gt;
## Punkt 2.1&lt;br /&gt;
## Punkt 2.2&lt;br /&gt;
# Punkt3 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Beispiel für eine Bild-Datei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg|thumb|[[Shankara]], [[Vedanta]]-Meister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier siehst du, wie eine Bild-datei eingefügt werde kann. Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Om namah Shivaya&lt;br /&gt;
* Om namo Narayanaya&lt;br /&gt;
* Om namo Bhagavate Sivanandaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Hier stehen Themenverweise&lt;br /&gt;
[[Upanishaden]], [[Hinduismus]], &#039;&#039;weitere Artikel zum Thema: [[:Kategorie:Yoga|Kategorie Yoga]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Quellenangaben zu den Quellen, die benutzt wuurden kommen hier rein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit des Patanjali für Menschen von heute.&#039;&#039; Verlag Via Nova, Petersberg 2001, ISBN 3-928632-81-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Das Yoga Vidya Asana Buch.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, ISBN 3-931854-48-5&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Yoga-Geschichten aus klassischen indischen Schriften.&#039;&#039; 2. Auflage. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2004, ISBN 3-931854-47-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Kundalini-Energie erwecken - Von der göttlichen Urkraft in uns.&#039;&#039; Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2007, ISBN 978-3-7205-6002-3&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band I.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2006, ISBN 3-931854-62-0&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band II.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2008, ISBN 978-3-931854-65-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multimedia Beispiele ==&lt;br /&gt;
Google-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:googlevideo|4069620027563488311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Revver-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:revver|233330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dailymotion-Video abspielen:&lt;br /&gt;
{{#ev:dailymotion|x5pm1y_10-min-anfaenger-yogastunde_sport|300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MP3 von externer URL abspielen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3&amp;gt;http://www.yoga-vidya.de/downloads/Swami_Vishnu_ATTC_1982/001_ATTC_Swami_Vishnu-devananda_1982.mp3&amp;lt;/mp3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
MP3 von Datei abspielen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3&amp;gt;https://wiki.yoga-vidya.de/mp3/002_ATTC_Swami_Vishnu-devananda_1982.mp3&amp;lt;/mp3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Wie verfasse ich einen Artikel]]&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Hilfe|Hilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogawiki:Hilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
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		<title>Beispielseite</title>
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		<updated>2012-04-27T19:11:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Beispiele */&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Beispielseite Definition hier steht die Definition des Begriffs = Typischerweise der Name dieser Seite. In unserem Fall allso &#039;&#039;Beispielseite&#039;&#039; bedeutet das hier ein &#039;&#039;Beispiel&#039;&#039; definiert sein sollte. Für die Formatierung im Text kannst du dich [http://meta.wikimedia.org/wiki/Hilfe:Textgestaltung hier] genauer informieren.&lt;br /&gt;
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== Beispiele ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
* Hier siehst du, wie eine Bild-datei eingefügt werde kann. Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
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* Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Om namah Shivaya&lt;br /&gt;
* Om namo Narayanaya&lt;br /&gt;
* Om namo Bhagavate Sivanandaya&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Hier stehen Themenverweise&lt;br /&gt;
[[Upanishaden]], [[Hinduismus]], &#039;&#039;weitere Artikel zum Thema: [[:Kategorie:Yoga|Kategorie Yoga]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Quellenangaben zu den Quellen, die benutzt wuurden kommen hier rein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit des Patanjali für Menschen von heute.&#039;&#039; Verlag Via Nova, Petersberg 2001, ISBN 3-928632-81-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Das Yoga Vidya Asana Buch.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, ISBN 3-931854-48-5&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Yoga-Geschichten aus klassischen indischen Schriften.&#039;&#039; 2. Auflage. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2004, ISBN 3-931854-47-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Kundalini-Energie erwecken - Von der göttlichen Urkraft in uns.&#039;&#039; Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2007, ISBN 978-3-7205-6002-3&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band I.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2006, ISBN 3-931854-62-0&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band II.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2008, ISBN 978-3-931854-65-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multimedia Beispiele ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Wie verfasse ich einen Artikel]]&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Hilfe|Hilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogawiki:Hilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Beispielseite&amp;diff=25203</id>
		<title>Beispielseite</title>
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		<updated>2012-04-27T19:10:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Beispiele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beispielseite Definition hier steht die Definition des Begriffs = Typischerweise der Name dieser Seite. In unserem Fall allso &#039;&#039;Beispielseite&#039;&#039; bedeutet das hier ein &#039;&#039;Beispiel&#039;&#039; definiert sein sollte. Für die Formatierung im Text kannst du dich [http://meta.wikimedia.org/wiki/Hilfe:Textgestaltung hier] genauer informieren.&lt;br /&gt;
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== Unterkategorie1 ==&lt;br /&gt;
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* Punkt1,&lt;br /&gt;
* Punkt2,&lt;br /&gt;
** Punkt 2a&lt;br /&gt;
** Punkt 2b&lt;br /&gt;
* Punkt3 &lt;br /&gt;
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=== Unterkategorie1.1 ===&lt;br /&gt;
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== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adisankara.jpg|thumb|[[Shankara]], [[Vedanta]]-Meister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
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* Beispieltext: „Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext Beispieltext.“&lt;br /&gt;
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== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Hier stehen Themenverweise&lt;br /&gt;
[[Upanishaden]], [[Hinduismus]], &#039;&#039;weitere Artikel zum Thema: [[:Kategorie:Yoga|Kategorie Yoga]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Quellenangaben zu den Quellen, die benutzt wuurden kommen hier rein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit des Patanjali für Menschen von heute.&#039;&#039; Verlag Via Nova, Petersberg 2001, ISBN 3-928632-81-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Das Yoga Vidya Asana Buch.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, ISBN 3-931854-48-5&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Yoga-Geschichten aus klassischen indischen Schriften.&#039;&#039; 2. Auflage. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2004, ISBN 3-931854-47-7&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Kundalini-Energie erwecken - Von der göttlichen Urkraft in uns.&#039;&#039; Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2007, ISBN 978-3-7205-6002-3&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band I.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2006, ISBN 3-931854-62-0&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band II.&#039;&#039; Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2008, ISBN 978-3-931854-65-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ Offizielle Homepage von Yoga Vidya] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multimedia Beispiele ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Wie verfasse ich einen Artikel]]&lt;br /&gt;
*[[Hilfe:Hilfe|Hilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogawiki:Hilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25175</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T14:52:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Literatur zum Thema Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga Vidya und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya ist Europas größte Yoga-Bewegung. Yoga Vidya lehrt für Gesundheit die fünf Punkte von Swami Vishnu-devananda: &lt;br /&gt;
* Richtige Körperübungen (Asanas)&lt;br /&gt;
* Richtige Atemübungen (Pranayama)&lt;br /&gt;
* Richtige Entspannung (Shavasana)&lt;br /&gt;
* Richtige Ernährung (Mitahara)&lt;br /&gt;
* Positives Denken und Meditation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtige Ernährung heißt bei Yoga Vidya Sattwa-Ernährung (siehe oben). Sattwa-Ernährung kann auch Milchprodukte beinhalten. Innerhalb von Yoga Vidya gibt es eine breite Veganismus-Fraktion, die seit der Ernährungsumstellung im April 2011 von [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von Yoga Vidya, an Stärke gewonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Yoga Vidya Ashrams werden die Mahlzeiten im Buffetstil angeboten. Dabei sind die meisten Nahrungsmittel vegan, also ohne tierische Produkte. Normalerweise gibt es bei den Speisen, die Milchprodukte enthalten, vegane Alternativen. Wenn es also z.B. Pellkartoffeln und Quark gibt, dann gibt es auch veganen Quark. Man hat also als Veganer eine große Auswahl bei den Essensbuffets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (April 2012) wird in der Literatur von Yoga Vidya (Das Yoga Kochbuch, Yogalehrer Handbuch) von fünf sattwigen Nahrungsmitteln gesprochen, zu denen Milchprodukte als 5. Kategorie dazugehören. In neueren Auflagen will Sukadev Bretz das ändern. Voraussichtlich 2012 sollen die neuen Ausgaben des Yoga Kochbuchs und des Yogalehrer Handbuchs herausgegeben werden, in denen vegane Ernährung befürwortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli/August wurde die Milchprodukt-Frage unter den Mitarbeitern von Yoga Vidya lebhaft diskutiert. Der Leiter Sukadev Bretz konnte sich mit seinem Antrag, das Ashram-Buffet auf vegan umzustellen, nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25174</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T14:43:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
Schon immer gab es Menschen, die sich für Fleisch ekelten und/oder aus Mitgefühl mit Tieren auf Fleisch verzichteten. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gab es das immer häufiger. Im alten Indien vedischer Zeit verzichteten mindestens die Asketen auf Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Buch Mose 1.29 steht: &amp;quot;&#039;&#039;Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise.&#039;&#039;&amp;quot; Man kann davon ausgehen, dass hier eine Empfehlung für Veganismus steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2500 Jahren entstanden unabhängig voneinander sowohl in Indien wie auch im östlichen Mittelmeer  philosophisch-religiöse Strömungen die zum Verzicht von Fleischverzehr aufriefen. Dazu gehören in Griechenland/Rom Pythogoras, später Plato, Epikur und Plutarch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien verbot Buddha seinen Anhängern das Töten von Tieren sowie Tieropfer. In dieser Zeit wurde im Hinduismus die vegetarische (aber nicht die vegane) Ernährung propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des Mittelalters verzichteten viele Mönchsorden auf den Verzicht von Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil humanistischer Strömungen entstand im 17./18. Jahrhundert eine vegetarische Bewegung als Teil humanitärer Strömungen. Die Anhänger einer vegetarischen Ernährung wurden oft als &amp;quot;Pythagoräer&amp;quot; bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde in England der Begriff &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; geprägt, abgeleitet von der Doppelwurzel &amp;quot;Vegetus=belebt&amp;quot; und &amp;quot;Vegetable = Pflanze&amp;quot;. 1847 wurde die &amp;quot;Vegetarian Society of the United Kingdom&amp;quot; gegründet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden überall in Europa und Amerika vegetarische Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 entstand die Vegan Society in England, gegründet von Elsi Shrigley und Donald Watson - als &amp;quot;milchfreie Vegetarier&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25173</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25173"/>
		<updated>2012-04-27T14:30:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Bekannte Befürworter von Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele bekannte Veganer. Hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bekannte vegane Schauspieler ====&lt;br /&gt;
* Clint Eastwood&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres&lt;br /&gt;
* Liv Tyler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Musiker ====&lt;br /&gt;
* James McCartney&lt;br /&gt;
* Jason Mraz&lt;br /&gt;
* Sinead O’Connor&lt;br /&gt;
* Thom Yorke Radiohead&lt;br /&gt;
* Tim Commerford Rage Against the Machine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegan lebende Sportler ====&lt;br /&gt;
* Alexander Dargatz – Bodybuilding-Weltmeister der Fitness-Klasse&lt;br /&gt;
* Brendan BrazierTriathlet, 3-maliger Hawaii-Ironman-Sieger&lt;br /&gt;
* Carl Lewis – Leichtathlet, x-facher Olympiasieger&lt;br /&gt;
* Johanna Jahnke – Rugby-Nationalspielerin und Mutter&lt;br /&gt;
* John Salley – NBA-Basketball-Star von 80% bis 100% roh&lt;br /&gt;
* Katharina Wirnitzer – MTB-Marathon-Radfahrerin&lt;br /&gt;
* Kenneth G. Williams – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Mac Danzig – Kampfsporter, Ultimate Fighter&lt;br /&gt;
* Martina Navratilova – Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* Mike Tyson – Boxer begann nach seiner Karriere&lt;br /&gt;
* Rich Roll – Ultratriathlet 10km Schwimmen, 425km Rad, 84km Laufen&lt;br /&gt;
* Robert Cheeke – Bodybuilder&lt;br /&gt;
* Sanna Almstedt Ultralangstreckenläuferin, Triathletin, Leichtathletik-14-Kampf-Rekordhalterin W35&lt;br /&gt;
* Andreas Hänni Eishockey-Profi, SC Bern, vegan seit dem 13. Lebensjahr im Jahr 2010 31 Jahre alt&lt;br /&gt;
* Scott Jurek Ultramarathonläufer Badwater: 215km vom Death Valley auf den Mount Whitney, New York Times&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer aus anderen Bereichen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chelsea Clinton – Tochter von Bill und Hillary Clinton&lt;br /&gt;
* Bill Clinton - Ex-Präsident&lt;br /&gt;
* Coretta Scott King Aktivistin – Frau von Martin Luther King&lt;br /&gt;
* Ellen DeGeneres – Talkshow-Host&lt;br /&gt;
* Heather Mills –Aktivistin, Ex von Paul McCartney&lt;br /&gt;
* Leonardo Da Vinci – Künstler, Erfinder&lt;br /&gt;
* Paul Franklin Watson – Aktivist – Sea Shepherd&lt;br /&gt;
* Rainer Langhans – Kommune I&lt;br /&gt;
* Tonya Kay – Tänzerin und Performance-Künstlerin&lt;br /&gt;
* Uri Geller&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25172</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T14:20:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25171</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25171"/>
		<updated>2012-04-27T14:20:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/ Vegetarier Portal]&lt;br /&gt;
[http://www.vegetarier-blog.de/ Vegetarier Blog]&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ Vegan Leben]&lt;br /&gt;
[http://mein.yoga-vidya.de/profile/SattwigeRezepte Vegetarische Rezepte]&lt;br /&gt;
[https://www.yoga-vidya.de/nc/seminar-uebersicht/nach-interessengebiet/thema/kochkurs/ Vegetarische Kochkurse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25170</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25170"/>
		<updated>2012-04-27T14:13:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;br /&gt;
[[Vegan]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
[[Vegetarismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25169</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25169"/>
		<updated>2012-04-27T14:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Ernährung im Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* [[Getreide]], insbesondere Vollkorngetreide wie [[Weizen]], [[Dinkel]], [[Reis]], [[Mais]], [[Hafer]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Quinoa]], [[Amaranth]], [[Einkorn]], [[Buchweizen]] etc.&lt;br /&gt;
* [[Hülsenfrüchte]] wie [[Linsen]], alle Arten von [[Erbsen]], [[Bohnen]], [[Dhal]], [[Soja]] und Sojaprodukte wie [[Tofu]] und [[Tempeh]]&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, [[Salat]]e und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* [[Tofu]] - aus [[Soja]] gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* [[Tempeh]] - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* [[Seitan]] - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25168</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T14:10:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Vegane Grundnahrungsmittel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle Nahrungsmittel, die bei Veganern populär sind ===&lt;br /&gt;
Da in Europa zu Mittag- und Abendessen typischerweise Fleisch und Fisch gegessen werden, nehmen viele Veganer einmal am Tag etwas zu sich, was in Konsistenz, Eiweißgehalt und Geschmack Fleischprodukten ähnelt. Dazu zählen&lt;br /&gt;
* Tofu - aus Soja gewonnenes Produkt mit hohem Eiweißgehalt. Tofu kann angebraten werden, in Würfeln geschnitten ins Gemüse gegeben werden, zu Saucen und Dessert verarbeitet werden. Tofu selbst ist weitestgehend geschmacksneutral und braucht entsprechende Zubereitung um nach etwas zu schmecken&lt;br /&gt;
* Tempeh - etwas weniger bekanntes Produkt aus fermentiertem Soja. Tempeh ist einfach zuzubereiten - kurzes Braten mit wenig Öl und Übergießen mit etwas Sojasauce reicht aus&lt;br /&gt;
* Seitan - aus Weizen gewonnenes Eiweiß. Ist wie Tofu geschmacksneutral und kann verwendet und gewürzt werden wie Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tofu, Seitan und Tempeh sind für die vegane Ernährung nicht notwendig - erleichtern aber oft die Umstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25167</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25167"/>
		<updated>2012-04-27T14:02:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Literatur zum Thema Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p192_Das-Yoga-Kochbuch/ Das Yoga Kochbuch], Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25166</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25166"/>
		<updated>2012-04-27T14:01:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiweiß ===&lt;br /&gt;
Eiweiß ist in Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen in ausreichendem Maße vorhanden. Ein Eiweißmangel ist, wenn man sich nicht hauptsächlich von geschältem Reis und Weißmehlprodukten ernährt, ausgesprochen selten. Wer einen erhöhten Eiweißbedarf hat (z.B. Kraftsportler), kann diesen durch Tofu, Tempeh, Seitan sowie vermehrten Verzehr von Hülsenfrüchten leicht abdecken. Selbst Kraftsportler leben oft vegan - wenn sie nämlich ihren gesteigerten Eiweißbedarf durch tierische Produkte abdecken würden, würde ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Nierenversagen erheblich steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
Hülsenfrüchte, Nüsse  und Vollkorngetreide enthalten ausreichend B Vitamine. Ein Mangel an den B Vitaminen ist, außer bei B12, nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Omega 3 Fettsäuren ===&lt;br /&gt;
Omega 3 Fettsäuren wurden um das Jahr 2000 als besonders gesundheitsfördernd bezeichnet. Dies wird heutzutage angezweifelt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Kapseln bzw. Einnahme von Fischölkapseln mit hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren keine positiven Gesundheitswirkungen hat. Über 1 Esslöffel Rapsöl oder Leinöl alle paar Tage bekommt auch ein Veganer ausreichend Omega 3 Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25165</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25165"/>
		<updated>2012-04-27T13:50:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Vitamin D */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat. Wer im Winter tagsüber gar nicht rausgeht, sollte Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen - oder doch dafür sorgen, um die Mittagszeit ins Freie zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25164</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25164"/>
		<updated>2012-04-27T13:49:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Vitamin D */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumverwertung. Der Körper produziert Vitamin D selbst ausreichend, wenn man täglich mindestens 15 Minuten Gesicht und Hände in der Sonne hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25163</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25163"/>
		<updated>2012-04-27T13:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Kalzium */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
Kalziummangel ist unter Veganern nicht häufiger als unter Fleischessern. Zwar nehmen Allesesser mehr Kalzium auf, aber das tierische Eiweiß führt dazu, dass mehr Kalzium ausgeschieden wird. Wer als Veganer eine abwechslungsreiche Kost hat und täglich an die frische Luft geht und dadurch Vitamin D produziert, tut ausreichend für seinen Kalziumbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25162</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T13:45:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Eisen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. In großen Studien hat sich kein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Veganern gezeigt. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25161</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T13:42:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Ernährung im Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Grundnahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Zu den veganen Grundnahrungsmittel gehören&lt;br /&gt;
* Getreide, insbesondere Vollkorngetreide wie Weizen, Dinkel, Reis, Mais, Hafer, Roggen, Gerste, Quinoa, Amaranth, Einkorn, Buchweizen etc.&lt;br /&gt;
* Hülsenfrüchte wie Linsen, alle Arten von Erbsen, Bohnen, Dhal, Soja und Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh&lt;br /&gt;
* Gemüse und Salate&lt;br /&gt;
* Obst und Nüsse&lt;br /&gt;
Für eine gesunde Lebensweise empfiehlt es sich, täglich 2 Mal Getreide und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen, und mindestens fünf Portionen Gemüse, Salate und Obst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25160</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25160"/>
		<updated>2012-04-27T13:38:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Milchprodukte und Yoga */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre [[Katze]]n und [[Hund]]e behandeln. Die Kühe bekamen [[Name]]n, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem [[Mensch]]en Milch, [[Kuhdung]], Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da [[Ahimsa]] das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga [[Ethik]] der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte [[Flexibilität]] in den [[Asana]]s erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puja, Homa, Prassad: Bhakti Rituale und Veganismus ====&lt;br /&gt;
Im [[Bhakti Yoga]] gibt es viele [[Ritual]]e. Da in [[Indien]] die Kühe heilig waren, gehörten zu fast allen Ritualen auch Milchprodukte. Wie oben beschrieben, wurden die Tiere jedoch mit Ehrerbietung und Respekt behandelt. Heutzutage würde man sagen, dass für ein heiliges Ritual keine Produkte Anwendung finden sollten, welche mit dem Tod und der Quälerei von Lebewesen in Beziehung stehen. Die Milchprodukte können durch pflanzliche Produkte ersetzt werden: &lt;br /&gt;
* Bei der [[Puja]] kann Reismilch für das [[Abhisheka]] verwendet werden&lt;br /&gt;
* Für [[Prassad]] sollten nur pflanzliche Zutaten verwendet werden. Es sollte auf Milch, Milchpulver, Ghee, Butter etc. verzichtet werden&lt;br /&gt;
* Für Feuerrituale wie [[Yajna]], [[Homa]], [[Havan]], [[Agnihotra]] kann statt Ghee (Butterreinfett) Pflanzenöl verwendet werden. Kokosnussöl hat sich da besonders bewährt. Hier gibt es große Meinungsverschiedenheiten: Manche sagen, dass die vedischen Schriften eindeutig sind und Ghee zu Yajna und Agnihotra vorschreiben und dass die Wirkung dieser heiligen Rituale gemindert werden, wenn man kein Ghee einsetzt. Andere verweisen auf die Aussage: &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - Nichtverletzen ist die höchste Pflicht und hebt alle anderen Vorschriften auf. Es wäre wünschenswert, wenn es in Deutschland Bauernhöfe gäbe, welche Ghee herstellen, ohne ihre Tiere schlachten zu lassen. Dann könnte der Konflikt aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25159</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25159"/>
		<updated>2012-04-27T13:29:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Milchprodukte und Yoga */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien war die Tierhaltung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung: Bullen zogen den Pflug sowie die Transportfahrzeuge. Getrockneter Kuhdung war der wichtigste Brennstoff zum Kochen sowie Grundlage für weiße Wandfarbe. Das Leder natürlich gestorbener Rinder wurde für Trommeln, Schläuche etc. genutzt. Milch war also nur eines der vielen Dinge, welche die Menschen von den Kühen bekamen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Dass Kühe heilig waren, hieß auch, dass sie sehr gut behandelt wurden. Sie gehörten zum Haushalt dazu. Sie wurden ähnlich freundlich behandelt wie westliche Menschen ihre Katzen und Hunde behandeln. Die Kühe bekamen Namen, wurden ins Familienleben mit einbezogen. In vielen indischen Schriften wie Mahabharata, Bhagavatam und auch in den Veden ist von einer besonderen Beziehung der Menschen zu den Kühen die Rede.&lt;br /&gt;
* Menschen und Kühe standen in einem liebevollen Austauschverhältnis: Der Mensch gibt den Kühen Nahrung und Unterkunft und behandelt sie gut. Die Kuh gibt dem Menschen Milch, Kuhdung, Urin und hilft bei Ackerbau, Transport und Reisen. Mensch und Tier sind in liebevoller Zuneigung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da Ahimsa das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga Ethik der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
* Wer von der lactovegetarischen Ernährungsweise auf die vegane Lebensweise umstellt, wird einen Energieschub, eine Vertiefung der Meditation sowie eine gesteigerte Flexibilität in den Asanas erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25158</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25158"/>
		<updated>2012-04-27T13:16:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Yoga und Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
Zum Yoga gehört klassischerweise der Vegetarismus. Seit Urzeiten haben die [[Yogameister]] eine vegetarische Ernährung propagiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] werden [[Sattwa]] Ernährung, [[Rajas]] Ernährung und [[Tamas]] Ernährung unterschieden.&lt;br /&gt;
* Sattwige [[Nahrung]] ist gesund für den [[Körper]], erhebend für das [[Prana]] (die [[Lebensenergie]]), ermöglicht erhebende Emotionen wie Freude, Mitgefühl und Liebe, verhilft zu Klarheit des Geistes, erleichtert die Meditation. Sattwige Nahrungsmittel sind Obst, Salate/Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte&lt;br /&gt;
* Rajassige Nahrung macht unruhig, bringt oft kurzfristig Energie, raubt aber mittelfristig die Lebensenergie und erhöht Gier und Getriebenheit. Rajassige Nahrungsmittel sind z.B. Kaffee, Schwarztee, weißer Zucker, Kakao, sehr scharfe Gewürze, Eier&lt;br /&gt;
* Tamassige Nahrung macht den Geist träge, grobstofflich und depressiv, ist ungesund für den Körper, erschwert die Meditation. Tamassige Stoffe, die irrtümlicherweise verzehrt werden, sind Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Nikotinprodukte, Drogen. Auch alles Unreife, Verdorbene, zu häufig Wiederaufgewärmtes zählen zu tamassiger Nahrung. Tiefgefrorenes und Dosengemüse sowie Pilze, Zwiebeln, Knoblauch gelten auch als leicht tamassig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den vollen Nutzen aus der Yoga-Praxis zu ziehen, sollte ein Yoga Übender auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Tabak, Drogen verzichten. Wer Yoga übt und auf seinen Körper hört, wird meist von selbst seine Ernährungsweise in Richtung Sattwa umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Yoga ====&lt;br /&gt;
Die alten [[Yoga Schriften]] zählen Milchprodukte zu den Sattwa Nahrungsmitteln. Die [[Hatha Yoga Pradipika]] rühmt Milch, Milchreis und [[Ghee]]. Die meisten Kommentatoren der [[Bhagavad Gita]] zählen zur Sattwa Nahrung auch Milchprodukte dazu. [[Swami]] [[Sivananda]] lobt Milch und Obst als besonders sattwige Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte also ein Yoga Übender vegan leben oder Lactovegetarier sein? Hier gilt es ein paar Gesichtspunkte zu berücksichtigen: &lt;br /&gt;
* Im alten Indien galten Kühe als heilig. Es war verboten, Kühe zu töten, geschweige denn zu essen. Die Empfehlung der Yogis, Milch zu sich zu nehmen, musste gekoppelt sein an das Verbot, Tiere zu essen. Nur so konnte die Milchempfehlung mit dem Ideal von Ahimsa einhergehen. &lt;br /&gt;
* Im alten Indien wurden auch die Kälber nicht von den Kühen so früh getrennt. Auch gaben die Kühe erheblich weniger Milch - ihre Euter waren nicht so riesig wie bei den überzüchteten modernen Milchkühen. &lt;br /&gt;
* Wenn Swami Sivananda empfahl, Milch zu sich zu nehmen, hieß das etwa ein halbes Glas am Tag. Im Westen dagegen ist die Milcherzeugung mit der Fleischproduktion und damit mit dem Töten von Tieren verbunden. &amp;quot;Ahimsa Parama Dharma&amp;quot;  - &amp;quot;Im Zweifelsfall ist Ahimsa das höchste Gut&amp;quot; lautet ein wichtiger Satz im Yoga. &lt;br /&gt;
* Da Ahimsa das wichtigste Prinzip ist, sollte ein Yoga Übender keine Milch zu sich nehmen, die von Kühen kommt, die selbst oder deren Kinder oder Geschwister getötet werden. Da in Europa alle Tierhöfe mit Schlachten verbunden sind, sollte ein Yoga Übender, der sich an die Yoga Ethik der Yamas halten will, keine Milchprodukte zu sich nehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25157</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25157"/>
		<updated>2012-04-27T12:55:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
[[Ernährung]] hat einen Einfluss auf das Denken und Fühlen. Eine vegetarische Ernährung führt zu einem klareren [[Geist]], erleichtert den Zugang zur Meditation. Wer vegetarisch lebt, hat ein höheres Prana. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber hinaus auf Milchprodukte verzichtet, wird noch feinfühliger, die [[Aura]] wird heller, die [[Meditation]] noch leichter. Jemand der vegan lebt, nimmt die Schönheit in der Natur stärker wahr, spürt mehr Herzensenergie und innere [[Freude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Spiritualität]] heißt, sich eins zu fühlen mit allen Wesen. [[Spiritualität]] heißt auch Mitgefühl mit allen Wesen. Wie kann man sich eins mit allen fühlen, wenn man denkenden und fühlenden Lebewesen [[Schmerz]] zufügt, sie tötet und verzehrt? Eine spirituelle Weltanschauung, spirituelle Erfahrung wird durch vegetarische Lebensweise viel leichter ermöglicht. Umgekehrt führt eine spirituelle Lebenseinstellung voller Liebe und Mitgefühl mit allen Wesen in letzter Konsequenz zum Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25156</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25156"/>
		<updated>2012-04-27T12:50:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milchprodukte und Gesundheit ====&lt;br /&gt;
Laut chinesischer Medizin führen Milchprodukte zur Verschlackung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen haben eine Lactose-Unverträglichkeit. In Europa ist die Wahrscheinlichkeit, eine Lactose-Unverträglichkeit zu haben, so hoch in Prozent wie das Lebensalter in Jahren. Menschen, die trotz Laktose Intoleranz Milchprodukte zu sich nehmen, leiden oft an Verdauungsbeschwerden (chronischer Durchfall, Verstopfung, Zwölffingerdarmgeschwüre, Reizdarmsyndrom), Kopfschmerzen, Allergien, schlechte Immunlage (Autoimmunerkrankungen und/oder Infektionsanfälligkeit).&lt;br /&gt;
Auch Milchallergien sind schon unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet.&lt;br /&gt;
Auch bei denjenigen, die keine Laktose Intoleranz oder Milchallergien haben, steigt beim Konsum das Risiko an Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die vegane Ernährung die gesündeste Kostform ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25155</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T12:43:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
* Nierenerkrankungen stehen in Zusammenhang mit übermäßigem Eiweißkonsum und damit mit Fleisch- und Milchverzehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25154</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T12:42:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die vegane Ernährung ist die gesündeste [[Ernährung]]. Es gibt inzwischen zahllose Ernährungsstudien, welche zeigen, dass vegane Ernährung die gesündeste Ernährungsform ist.&lt;br /&gt;
Die American Dietic Association stellt fest (Quellenangabe unten unter Literatur), dass vegetarische Ernährungsformen (also auch die vegane) folgende Vorteile haben: &lt;br /&gt;
* Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten&lt;br /&gt;
* Niedrigeres Herzinfarktrisiko&lt;br /&gt;
* Seltener Bluthochdruck&lt;br /&gt;
* Geringeres Risiko for hohen Cholestrinspiegel&lt;br /&gt;
* Geringeres Diabetes-Risiko&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigeren Bodymassindex, leiden also weniger unter Fettleibigkeit&lt;br /&gt;
* Vegetarier haben niedrigere Krebsraten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die gesundheitlichen Vorteile von [[Vegetarismus]] und Veganismus auf zwei Hauptkomponenten zurückgeführt werden: &lt;br /&gt;
* Veganer nehmen weniger gesättigte Fette und Cholestrin zu sich&lt;br /&gt;
* Veganer verzehren mehr Obst, Gemüse, Rohkost im Allgemeinen, Salate, Vollkorn, pflanzliche Eiweiße, einfach und mehrfach ungesättigte Fette, sekundäre Pflanzenstoffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher mit den meisten Belegen für die Vorteile einer veganen Ernährung sind &amp;quot;The China Study&amp;quot; von T. Campbell, &amp;quot;Ernährung für ein neues Jahrtausend&amp;quot; von John Robbins und &amp;quot;Peace Food&amp;quot; von Rüdiger Dahlke (siehe unten). Dort werden einige Studien zitiert, die zeigen, dass vegane Ernährung das Herzinfarktsrisiko auf ein Zehntel reduzieren können. Auch für die niedrigere Krebsrate und Diabetesrate werden dort Studien zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Krankheitsrisiken, die durch vegane Ernährung reduziert werden können: &lt;br /&gt;
* Collitis Ulcerosa und Morbus Crohn kommen bei Veganern seltener vor&lt;br /&gt;
* Veganer haben weniger Asthma-Beschwerden &lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen werden nach Umstellung auf vegane Lebensweise meist verschwinden&lt;br /&gt;
* Hauterkrankungen, unter anderem Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) sind seltener bei Veganern&lt;br /&gt;
* Rheuma, Gicht, Arthritis, Arthrose hängen mit Fleischkonsum zusammen&lt;br /&gt;
* Auch Altersdemenz und Alzheimer Krankheit stehen in Korrelation mit Fleischkonsum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25153</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25153"/>
		<updated>2012-04-27T12:42:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Literatur zum Thema Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
* Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley&lt;br /&gt;
* [http://www.vegan.at/newsundinfo/flugblaetter/gesundheit_ha.pdf Gesund durch Vegane Ernährung], Vegane Gesellschaft Österreich&lt;br /&gt;
* [http://www.vegansociety.com/uploadedFiles/resources/downloads/pflanzliche_ernaehrung.pdf Pflanzliche Ernährung – Gesundes Essen ohne Tierprodukte], Vegan Society&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25152</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25152"/>
		<updated>2012-04-27T12:21:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Literatur zum Thema Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.vebu.de/files/ADA_position_paper_2009.pdf Position of the American Dietetic Association: Vegetarian Diets, 2009]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25151</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T11:07:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Geschichte des Veganismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur zum Thema Veganismus ==&lt;br /&gt;
* Rüdiger Dahlke: Peace Food&lt;br /&gt;
* China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von T. Colin Campbell, Thomas M. Campbell und Maria Michalitsch, deutsche Übersetzung 2011&lt;br /&gt;
* John Robbins: Ernährung für ein neues Jahrtausend, 1995&lt;br /&gt;
* Tiere essen, von Jonathan Safran Foer, Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit, Frankfurt 2ß12&lt;br /&gt;
* Wir haben es satt!: Warum Tiere keine Lebensmittel sind; von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb von Residenz, 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25150</id>
		<title>Veganismus</title>
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		<updated>2012-04-27T11:01:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entscheidung, die man für unsere Erde treffen kann, ist der Entschluss zu Veganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25149</id>
		<title>Veganismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Veganismus&amp;diff=25149"/>
		<updated>2012-04-27T11:00:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: /* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Veganismus ist eine Lebensweise mit großem Respekt vor Tieren. Ein Veganer verzichtet auf das Verzehren aller Nahrung tierischen Ursprungs. Zum Veganismus gehört auch der Verzicht auf Kleidung tierischen Ursprungs. Veganismus hat vor allem ethische Gründe, beruhend auf Mitgefühl mit Tieren. Andere Gründe sind Gesundheit und Ökologie. Der Ausdruck Veganismus stammt von dem Wort [[vegan]] ab. Es wurde geprägt vom Engländer [[Donald Watson]] und setzt sich zusammen aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes &amp;quot;vegetarian&amp;quot;. Laut Watson ist Veganismus der Beginn und das logische Ende des [[Vegetarismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veganismus als Lebensstil und Weltanschauung ==&lt;br /&gt;
Veganismus ist ein Lebensstil und eine Weltanschauung. Im Veganismus sieht sich der einzelne in Verbindung mit dem Kosmos. Der [[Veganer]] denkt nicht nur an seine eigenen Bedürfnisse sondern an die Bedürfnisse aller lebenden Wesen. Für den Veganer sind alle Lebewesen wertvoll, nicht nur in ihrem &amp;quot;Nutzwert&amp;quot; für den Menschen. Der Veganer sieht Menschen und Tiere als denkende und fühlende Wesen an. Für den Veganer haben auch Tiere eine der [[Menschenwürde]] vergleichbaren Würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Veganer sagen, dass vegane Ernährung die natürliche Ernährung des Menschen sei - wegen der Länge des Verdauungstrakts, der Beschaffenheit der Zähne und einer natürlichen Tötungshemmung bei Menschen, die ohne Kontakt mit dem Töten groß geworden sind. Historiker, Archäologen und Anthropologen sagen, dass der Mensch seit Jahrhunderttausenden mehrheitlich Jäger und Sammler war. Ein Veganer würde darauf antworten: Selbst wenn das stimmen würde, dass der Mensch historisch Allesfresser war und ist, spielt das für die heutige Ernährung und Lebensweise eine untergeordnete Rolle: Kultur entwickelt sich weiter. Manches, was früher üblich war, gilt heute als etwas, was überwunden werden sollte. Dazu gehören z.B. Kriege, Faustrecht, Unterdrückung der Frau, Kannibalismus. Und dazu sollte auch der Respekt vor der Würde des Tieres gehören. In unserer heutigen Zeit ist es nicht notwendig, Tiere zu töten um zu überleben. Das Töten und Verzehren von Tieren ist unethisch und mit den Werten moderner Kultur und Zivilisation nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Veganer ist eine rein pflanzliche Ernährung auch ein wichtiger Schritt für Respekt und Hochachtung vor der ganzen Natur, vor der ganzen Schöpfung. So wie die Abschaffung der Todesstrafe den Wert des Menschenlebens wie nichts anderes verdeutlicht und daher (fast) immer ein Sinken der Mordrate zur Folge hatte, so würde die Abschaffung des Tötens von Tierens den Wert des Lebens insgesamt verdeutlichen. So könnte eine rein pflanzliche Ernährung ein wichtiger Baustein für die Überwindung von Mord in jeglicher Hinsicht, für die Überwindung von Kriegen und dem unverantwortlichen Ausbeuten der Natur sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veganismus und Vegetarismus ===&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn bedeuten Veganismus und [[Vegetarismus]] das gleiche. Der Ausdruck Vegetarismus stammt vom englischen Adjektiv &amp;quot;Vegetarian&amp;quot; und hat zwei Wurzeln: &lt;br /&gt;
* Vegetus (latein): Lebendig, belebt&lt;br /&gt;
* Vegetable (englisch): Gemüse, Pflanze&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand der Ausdruck &amp;quot;vegetarisch&amp;quot; für eine rein pflanzliche, belebende Ernährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksmund nahm der Ausdruck Vegetarier verschiedene Bedeutungen an: &lt;br /&gt;
* Für manche schließt vegetarische Lebensweise auch das Verzehren von Fisch und &amp;quot;Meeresfrüchten&amp;quot; mit ein&lt;br /&gt;
* [[Ovolactovegetarier]] verzichten auf den Verzehr von allen Tieren, essen aber Milchprodukte und Eier&lt;br /&gt;
* [[Lactovegetarier]] essen Milchprodukte, aber keine Eier und Tiere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donald Watson führte den Ausdruck Veganismus ein, um damit eindeutig eine Lebensweise zu bezeichnen, die auf den Verzehr von allem Tierischen verzichtet. Ein Veganer isst also auch keine Eier, Milchprodukte, z.T. auch keinen Honig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für Veganismus ==&lt;br /&gt;
Man kann die Gründe für Veganismus einteilen in: &lt;br /&gt;
* Ethische Gründe: Mitgefühl mit den Tieren&lt;br /&gt;
* Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen&lt;br /&gt;
* Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Gründe für Veganismus: Mitgefühl mit den Tieren ===&lt;br /&gt;
Mitgefühl mit Tieren ist der wichtigste Beweggrund für vegane Lebensweise. Tiere sind denkende und fühlende Lebewesen. Die moderne Biologie hat erkannt, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren graduell und nicht grundsätzlich sind. Tiere haben grundsätzlich ähnliche Emotionen wie Menschen. Tiere haben Ängste, können sich ärgern, empfinden Schmerzen, empfinden Mitgefühl und Freude, haben Zuneigung zu anderen Tieren der gleichen Art oder auch einer anderen Art. Tiermütter und z.T. auch -väter hängen an ihren Kindern. Tiergeschwister entwickeln Liebe zu ihren Geschwistern. Gerade Schweine und Kühe haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in mancherlei Hinsicht ebenso klug wie Hund und Katze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere im Stall zu halten mit dem Ziel sie aufzuessen ist nicht vereinbar mit der Erkenntnis, dass Tiere fühlende Lebewesen sind. So wie heutzutage glücklicherweise die Sklaverei von Menschen abgeschafft wurde, sollte auch die Tiersklaverei abgeschafft werden. Das betrifft nicht nur die Massentierhaltung, die natürlich am schlimmsten ist. Auch die sogenannte artgerechte Öko-Bio-Tierhaltung ist ausgerichtet auf das Töten von Tieren. Auch Tiere wollen leben. Auch Tiermütter leiden, wenn ihre Kinder getötet werden. Tiere leiden, wenn ihre Freunde, Eltern, Geschwister getötet werden. Mit einer Kultur, in der Achtung vor dem Leben sowie Mitgefühl wichtig sind, ist das Töten von Tieren zum Zweck des Essens nicht vereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sind sehr freundlich zu ihren Haustieren, und sind zu Recht verärgert über Quälerei von Katzen, Hunden und Pferden. Die gleichen Menschen sollten auch mitfühlend sein mit Kühen, Schweinen, Hühnern, welche genauso liebenswert sind wie die Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Milch und Eier ====&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Erzeugung&amp;quot; von Milch und Eiern ist mit der Tierhaltung zu Tötungszwecken verbunden und daher auch unmenschlich: &lt;br /&gt;
* Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb bekommen. Jedes zweite Kalb ist männlich und wird entweder noch als Kalb getötet um als Kalbfleisch verzehrt zu werden, oder großgezogen um als 2-3jähriger Bulle zum Zweck von Rindfleisch getötet zu werden&lt;br /&gt;
* Auch die Milchkühe werden vorzeitig getötet, weil sie ab dem Alter von 6/7 Jahren nicht mehr ausreichend Milch geben. Kühe können bis 20 Jahre alt werden - werden aber vor der Mitte ihres Lebens getötet, um zu Fleisch verarbeitet zu werden&lt;br /&gt;
* Damit die Mütter ausreichend Milch für die Menschen geben, werden ihnen die Kälber vorzeitig weg genommen. Die Mütter und Kälber leiden sehr unter der vorzeitigen Trennung. Wer zur Zeit der Trennung von Kuh und Kalb in einem Bauernhof war, wird die Schmerzensschrei der Mütter und Kälber nicht so leicht vergessen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologisch-ethische Gründe: Mitgefühl mit der Erde ===&lt;br /&gt;
Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine Hauptursache für Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, drohende Klima-Katastrophe: &lt;br /&gt;
* Man braucht ein Vielfaches von Getreide und Hülsenfrüchten, um es erst Tieren zum verfüttern und dann die Tiere zu essen, anstatt das Getreide, die Hülsenfrüchte direkt zu essen&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren&amp;quot;, Alexander von Humboldt, Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde&lt;br /&gt;
* Verschwendung von Anbauflächen: Ohne Fleischproduktion würden wir mit etwa einem Viertel der Anbaufläche auskommen. Auf einem Hektar Land können 50 kg Rindfleisch oder aber 4.000 kg Äpfel, 8.000 kg Kartoffeln, 10.000 kg Tomaten oder 12.000 kg Sellerie erzeugt werden.&lt;br /&gt;
* Getreideverschwendung: Die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet. In den Industrieländern liegt der Anteil der ans Vieh verfütterten Getreideernte sogar bei mehr als zwei Drittel. 60% aller Futtermittel-Importe kommen aus Entwicklungsländern. Dort verhungern jeden Tag an die 40 Tausend Kinder. 1,3 Milliarden Menschen leiden an Unterernährung. 50 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Hunger bzw. an den Folgekrankheiten.&lt;br /&gt;
* Niemand bräuchte auf dieser Erde zu verhungern: 100 Millionen Menschen könnten zusätzlich ernährt werden, wenn in den Industrieländern der Fleischverbrauch gerade mal um zehn Prozent reduziert würde. Letztlich&lt;br /&gt;
* Man könnte weltweit allen Landbau auf ökologischen Landbau umstellen, und hätte immer noch mehr als genug Nahrung für alle Menschen, wenn Menschen nicht Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette nicht über den Umweg der Tiere zu sich nehmen würde. Und man hätte sogar noch genügend Anbaufläche übrig, um Biogas und Bio-Diesel herzustellen - könnte also weitestgehend auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten&lt;br /&gt;
* Klima-Gase: Mindestens 20% der Klimagase entstehen über die Fleisch- und Milchproduktion: Die Gülle aus Massentierhaltung sowie die Ausdünstungen der Rinder in Massentierhaltung sind dabei Hauptverantwortlich; Transporte von Futtermitteln, Tieren und Fleisch (Kühlwagen) kommen dazu - und die Notwendigkeit der Kühlung auch bei den Verbrauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen: Wenn die ganze Menschheit sich vegan ernähren würde, wären wir mit einem Schlag die ganze drohende Klima-Katastrophe los: &lt;br /&gt;
* 20% der Klimagase würden sofort eingespart&lt;br /&gt;
* Durch Reduzierung der Transporte und Kühlwägen bzw. Kühlschränke nochmals 10%&lt;br /&gt;
* Die Anbaufläche könnte reduziert werden - mehr Platz für Bäume, auch für Wiederaufforstung der Regenwälder&lt;br /&gt;
* Trotzdem noch genügend Anbaufläche für die Erzeugung von Bio-Sprit, Bio-Gas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Gründe: Mitgefühl mit sich selbst und mit den Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistig-spirituelle Gründe: Öffnung für eine Höhere Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung im Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es wird manchmal gefragt, ob man im Veganismus verzichten muss auf vieles, was man lieb gewonnen hat. Die meisten Menschen werden [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], [[Milch]] etc. gar nicht vermissen, wenn sie es eine Weile nicht gegessen haben. Allerdings gibt es jede Menge Ersatzprodukte, die den Gaumen befriedigen. Keiner, der vegan lebt, muss Angst haben, etwas Liebgewonnenes niemals mehr essen zu können. Ein [[Fleischesser]] mag meinen, dass ein [[Tofusteak]] dem [[Rindersteak]] nicht nahe kommt. Nach ein paar Monaten vegane Lebensweise wird man aber das Tofusteak genauso schätzen wie vorher das [[Rindersteak]] - und braucht dafür niemanden zu töten bzw. töten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Milch ====&lt;br /&gt;
Wer [[Milch]] mag, findet eine Menge von veganen Alternativen: &lt;br /&gt;
* [[Sojamilch]] - hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie fettarme [[Kuhmilch]], ist aber frei von gesättigten Fettsäuren. Sojamilch ist in jedem [[Supermarkt]] und [[Naturkostladen]] erhältlich&lt;br /&gt;
* [[Dinkelmilch]] - die vermutlich geschmacklich beste Alternative; sie schmeckt ähnlich wie Milch, sogar etwas süßlicher. Allerdings besteht [[Dinkelmilch]] zu einem großen Teil aus [[Kohlehydrate]] und hat nicht den gleichen Eiweißanteil wie [[Sojamilch]]. [[Dinkelmilch]] gibt es in den meisten Naturkostläden und Reformhäusern&lt;br /&gt;
* Hafermlich - schmeckt etwas süßlicher als Milch. Der Hafergeschmack kommt gut durch - man muss das mögen oder auch nicht. Hafermilch ist in der Nährstoffzusammensetzung ähnlich wie Dinkelmilch&lt;br /&gt;
* [[Mandelmilch]] - schmeckt vorzüglich, allerdings anders als Milch. Sie ist die teuerste Milchalternative, hat einen höheren Fettanteil. Sie gilt in manchen Naturheilkunden, z.B. auch im [[Ayurveda]], als besonders wertvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Joghurt ====&lt;br /&gt;
Es gibt Soja-Joghurt als gesunde Alternative. Soja-Joghurt schmeckt zwar schon anders als Milchjoghurt - nach einem halben Jahr Veganismus erinnert man sich nicht mehr dran... Soja-Joghurt kann auch mit Marmeladen und Konfitüren verfeinert werden - dann schmeckt er genaus so gut oder besser als Fruchtjoghurt. Soja-Joghurt eignet sich auch für Saucen, Suppen (statt Ei-Einlage oder Sahne-Einlage) und Desserts. Wenn du Soja-Joghurt in gleichen Teilen mit gefrorenem Obst (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Bananen) zusammen mit Agavendicksaft, evtl. mit etwas Stevia Pulver oder Reissirup gibst, erhältst du vorzügliches, gesundes Eis-Dessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Sahne ====&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Sahne-Ersatz-Produkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Soja-Sahne&lt;br /&gt;
* Hafer-Sahne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hafer-Sahne schmeckt den meisten besser, enthält etwas mehr Fett als Sojasahne und weniger Eiweiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Naturkostläden gibt es auch Schlagsahne in Sprühflaschen. So kannst du auch Sahnekuchen vegan genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fleischersatzprodukte ====&lt;br /&gt;
Wer den Geschmack der typischen Fleischspeisen mag, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen. Diese beruhen meistens auf [[Tofu]] und andere [[Soja]]eiweißprodukten oder [[Seitan]] (Weizeneiweiß). Manchmal basieren sie auch auf Gemüse und Getreide. So findet man in den meisten Naturkostläden, Reformhäusern und vielen Supermärkten eine gute Auswahl von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegane Schnitzel&lt;br /&gt;
* Vegane Steaks&lt;br /&gt;
* Vegane Würstchen&lt;br /&gt;
* Vegane Burger&lt;br /&gt;
* Veganer Fleischkäse&lt;br /&gt;
* Kevapcici&lt;br /&gt;
* Eigentlich fast alles, was man sich so vorstellen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Käse ====&lt;br /&gt;
Dass es auch veganen Käse gibt, ist wenig bekannt. Es gibt auch nur wenige Naturkostläden, die veganen Käse führen. Allerdings gibt es im Internet einige Shops, welche veganen Käse vertreiben. Wer Käse mag, kann das mal ausprobieren. Oft muss man allerdings einige Sorten bestellen, bis man eine Sorte findet, die einem liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veganer Kuchen ====&lt;br /&gt;
Es ist gar kein Problem, veganen Kuchen zu backen. Statt Honig nimmt man Agavendicksaft, statt Butter Pflanzenmargarine, statt Milch Sojamilch, statt Sahne Sojasahne, statt Eiern die entsprechende Menge Wasser mit 2 Esslöffeln Soja. Viele Naturkostläden führen veganen Kuchen. Es gibt sogar Sahnetorten in manchen veganen Cafes - oder man kann sogar vegane Torten in veganen Internetshops kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vegane Schokolade ====&lt;br /&gt;
Dunkle Schokolode ist meist vegan. Naturkostläden vertreiben auch auf Reismilch beruhende Schokoladen, welche ähnlich wie Milchschokolade schmecken. Sogar für weiße Schokolade gibt es vegane Alternativen, allerdings meist nur in darauf spezialisierten Internet Shops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mangelerscheinungen durch vegane Lebensweise? ==&lt;br /&gt;
Immer wieder bekommt man von ärztlicher Seite aus zu hören, dass Veganismus zu Mangelerscheinungen führen könne. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Typischerweise haben Fleischesser häufiger Mangelerscheinungen. Ein Veganer isst ja viel Obst, Gemüse, Salate und ernährt sich auch ansonsten gesund mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und hat deshalb keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Ein paar Worte zu Vitaminen und Mineralien, bei denen die Veganer aufpassen sollten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin B12 ===&lt;br /&gt;
Vitamin B12 wird normalerweise von Bakterien auf der Oberfläche von Blättern und Früchten von Pflanzen aufgebaut. Tiere essen Getreide, Gras und Heu ungewaschen - und können deshalb ihren Vitaminbedarf decken. Menschen waschen aus hygienischen Gründen ihre Nahrung - leiden deshalb weniger unter Infektionen, haben es aber als Veganer manchmal schwer, ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Es wird Veganern empfohlen, durch Nahrungsergänzungsmittel ihren Vitamin B12 Bedarf sicherzustellen. In Amerika sind viele Sojaprodukte und Fleischersatzprodukte mit Vitamin B12 angereichert. In Deutschland ist das nicht üblich. Daher sind in Deutschland entsprechende B12 Tabletten, Pulver oder Brausetabletten empfohlen. Wer auf solche Präparate verzichtet, sollte ein Mal pro Halbjahr seinen B12 Spiegel durch einen Bluttest überprüfen lassen. Besonders wichtig ist das bei Frauen, die schwanger werden. Ob Spirulina und Meeresalgen den Vitamin B12 Bedarf decken können, wird kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisen ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Meinung vieler Ärzte haben Veganer nicht mehr Eisenmangel als andere. Wenn ein Eisenmangel diagnostiziert oder vermutet wird, kann er durch Kräuterblutsaft aus Reformhaus, Naturkostladen oder Reformhaus schnell wieder behoben werden. Damit Eisen aufgenommen wird, muss man auch genügend Vitamin C zu sich nehmen - was einem Veganer wegen dem vielen Obst und Salaten, die er isst, nicht schwer fallen wird. Veganer haben tatsächlich weniger Probleme mit Eisen-Überschuss, ein Problem das gerade Männer haben und Frauen ab 70 und mitverantwortlich ist für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalzium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitamin D ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere B Vitamine ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Befürworter von Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Veganismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[Ahimsa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
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		<title>Benutzer:Veganismus-Freund</title>
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		<updated>2012-04-27T10:46:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veganismus-Freund: Die Seite wurde neu angelegt: „Ich bin ein Freund des Veganismus, also ein Veganer bzw. ein Mensch, der [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ vegan] lebt.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich bin ein Freund des [[Veganismus]], also ein [[Veganer]] bzw. ein Mensch, der [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben/vegan/ vegan] lebt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Veganismus-Freund</name></author>
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