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	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-05T22:53:47Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944513</id>
		<title>Bhakti</title>
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		<updated>2020-10-16T12:07:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Seminare und Ausbildungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति bhakti &#039;&#039;f.&#039;&#039;) [[Hingabe]], [[Liebe]], [[Demut]], Zuteilung, Verehrung, Anbetung, tiefste Verbundenheit mit [[Gott]] immer und unter allen Umständen. Im [[Yoga]] gilt Bhakti als einer der sechs Hauptwege zur [[Selbstverwirklichung]]. Bhakti ist die höchste und reinste Form der [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/liebe/ Liebe]. Sie zeigt sich als Liebe zu Gott, als [[Hingabe]] an den [[Meister]]/[[Guru]]/[[Lehrer]], der einen die Liebe zu [[Gott]] lehren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paschimotthanasana-5.jpg|thumb|Die Vortwärtsbeuge steht für Hingabe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden verschiedene Arten von Bhakti unterschieden:&lt;br /&gt;
* 1. &#039;&#039;&#039;Gurubhakti&#039;&#039;&#039;: Hingabe an den Lehrer und Meister;&lt;br /&gt;
* 2. &#039;&#039;&#039;Vaidhabhakti&#039;&#039;&#039;: Vorbereitende Stufe, auf der die Anordnungen ([[Vidhi]]) des Lehrers zur Ausübung der Bhakti befolgt werden;&lt;br /&gt;
* 3. &#039;&#039;&#039;Ragabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Zustand]], in dem der [[Bhakta]] nur an Gott denkt, alles erinnert ihn an Gott, alles hat mit ihm zu tun;&lt;br /&gt;
* 4. &#039;&#039;&#039;Parabhakti&#039;&#039;&#039;: höchste Liebe zu Gott, in dem nichts ist außer ihm und dem [[Bewusstsein]] der Verbundenheit mit ihm;&lt;br /&gt;
* 5. &#039;&#039;&#039;Premabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Ekstase|ekstatische]] Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MP900444860.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist das ganz natürliche Bedürfnis des [[Mensch]]en, Gott zu dienen und seinen Plan zu befolgen. Um in Bhakti gefestigt zu sein, braucht man [[Tugend]], Unbeirrbarkeit, [[Hingabe]], Furchtlosigkeit und die [[Befreiung]] vom [[Ego]].&lt;br /&gt;
Die [[Bhagavadgita]] und die [[Bhagavata Purana]] sind wichtige Texte, um etwas über die Bedeutung und [[Praxis]] von Bhakti zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039;, Sanskrit भक्ति bhakti f, ist ein [[Spiritueller Name]] und bedeutet &#039;&#039; Hingabe, Gottesliebe. &#039;&#039; Bhakti kann Aspirantinnen gegeben werden mit [[Krishna]] Mantra, [[Tryambaka]] Mantra, [[Om]] Mantra, [[Soham]] Mantra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9 Stufen der Bhakti==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-Urwald.jpg|thumb|Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Bhakti und Sankirtan&amp;quot; von Swami Sivananda (Hrsg.: The Divine Life Society, 2007), S. 48-49&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (1) [[Satsang]], [[Svadhyaya]]&lt;br /&gt;
* (2) Bewunderung&lt;br /&gt;
* (3) [[Sraddha]] ([[Glaube]])&lt;br /&gt;
* (4) [[Hingabe]] ([[Sadhana]] Bhakti)&lt;br /&gt;
* (5) [[Nishtha]] (Frömmigkeit)&lt;br /&gt;
* (6) [[Ruchi]] (Geschmack)&lt;br /&gt;
* (7) [[Rati]] (starke Bindung)&lt;br /&gt;
* (8) Sthayi [[Bhava]] (Beständigkeit)&lt;br /&gt;
* (9) [[Maha]] [[Bhava]] ([[Prem]] [[Maya]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Satsang]] und [[Svadhyaya]] (Studium [[spirituell]]er [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften]) entsteht Bewunderung für [[Gott]]. Aus Bewunderung entsteht [[Sraddha]] (Glaube), aus [[Sraddha]] entsteht [[Hingabe]] an Gott. Dann praktiziert der [[Bhakta]] [[Sadhana]] Bhakti, wie [[Japa]], [[Smarana]] und [[Kirtan]]. Durch diese [[Praxis]] vernichtet er seine [[Sünde]]n und überwindet [[Hindernis]]se, um [[Hingabe]] zu erlangen. Durch Sadhana Bhakti entwickelt der [[Bhakta]] sich [[Nishtha]] (Frömmigkeit), aus Nishtha entsteht [[Ruchi]], [[Liebe]] zum Hören und Singen der [[Name]]n Gottes zu Seiner Herrlichkeit. Darauf folgt [[Rati]] (starke Bindung zu Gott). Rati erweicht das [[Herz]]. Wenn sich Rati verstärkt, wird sie Sthayi [[Bhava]] genannt (Beständigkeit oder permanente Form von Bhakti [[Rasa]]). Wenn sich Sthayi Bhava verstärkt, wird er Maha Bhava oder Prema Maya genannt. Nun trinkt der Bhakta den Prema Rasa und weilt in Gott. Für solch einen Bhakta sind die [[Welt]] und ihre Attraktionen gestorben. Er kümmert sich auch nicht um die Aktivitäten seines [[Körper]]s. Er hat den [[Zustand]] eines [[Jivanmukti]] erreicht, eines lebend Befreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|KBNhTkKpo3E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Bhakti&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti bedeutet [[Hingabe]] und [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti ist ein wunderschönes [[Wort]]. Bhakti heißt Hingabe. Bhakti heißt Gottesliebe. Bhakti ist sowohl [[Weg]] als auch [[Ziel]]. Bhakti ist ein Weg, daher auch [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga], der [[Yoga]] der Hingabe. Bhakti ist etwas, was du vielleicht hast. Bhakti kommt aus [[Gnade]]. Aber du kannst auch etwas tun, um Bhakti zu entwickeln, das ist der ganze Weg des Bhakti Yoga. Es gibt neun [[Praxis|Praktiken]], um Bhakti zu entwickeln. Darüber spreche ich, wenn ich über [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga] spreche. Bhakti kommt also als Gnade, manche [[Mensch]]en haben einfach die Gottesliebe. Bhakti kann durch [[Erziehung]] kommen. Manche Menschen wachsen in einer [[Familie]] auf, wo die Eltern tiefe Bhakti haben und die [[Kind]]er von [[Natur]] aus hinein wachsen. Bhakti kann kommen, weil du eine überwältigende [[Erfahrung]] gehabt hast. Bhakti kann kommen, wenn du ein [[Buch]] über einen [Heilige]n liest oder in der [[Gegenwart]] eines Heiligen bist. Bhakti kann kommen, indem du eine wunderschöne Erfahrung machst, eine wunderschöne [[Segen]]serfahrung, Gnadenerfahrung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti kann durch [[Heilung|Wunderheilung]] kommen. Bhakti kann aber auch kommen, indem dein bisheriges [[Leben]] vollständig durcheinander gerüttelt wurde durch einen [[Schicksal]]sschlag. Bhakti kannst du aber auch entwickeln, indem du es entwickeln willst. Du kannst Gott darum bitten: &amp;quot;Oh Gott, bitte, wenn möglich, lasse mich dich lieben. Oh Gott, bitte lasse mich Hingabe spüren. Lieber Gott, wenn es dich gibt, gib mir ein Zeichen. Lieber Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir, dich zu spüren und dich zu lieben.&amp;quot; So wird Bhakti zu einem Mittel. Dann gibt es viele [[Übung]]en, die du machen kannst, um Bhakti weiter zu entwickeln. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die verschiedenen Bhakti Praktiken, die du machst, nicht selbst dafür verantwortlich sind, Gotteserfahrung zu bewirken, sondern die verschiedenen Bhakti Praktiken erhöhen Bhakti, die Hingabe. Wird die Hingabe stark, zieht sie die Gnade Gottes an. Und dann wird man durch Hingabe und Gnade Gottes zur Befreiung, zur [[Erlösung]], zur [[Einheit]] mit Gott, zur [[Gottesverwirklichung]] geführt. So sagt [[Narada]], dass Bhakti an sich zur Befreiung führt, Bhakti an sich führt zur Gotteserfahrung. So übe Bhakti, im Kleinen oder auch im Großen. Übe Bhakti als Teil deines ganzheitlichen Yogaweges, übe Bhakti ergänzend zu deinem Hauptyogaweg oder übe Bhakti als deine Hauptpraxis zur Gottverwirklichung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|NMxeXheVf3U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti==&lt;br /&gt;
Bhakti entstammt dem [[Wort]] ‘Bhaj’ und bedeutet [[Hingabe]], Ergebenheit. Bhakti ist reine, selbstlose [[Liebe]], die aus Ehrerbietung erwächst. &lt;br /&gt;
Bhakti ist die Grundlage aller [[Religion]]en. Bhakti überwindet die [[Vasana]]s (eingeschliffene Denkbahnen) und das [[Ego]]. Bhakti hebt den [[Geist]] empor in die Höhen des Großmutes. Bhakti ist der Schlüssel, um in uns den [[Raum]] der [[Weisheit]] zu öffnen und gipfelt in [[Jnana]] ([[Erkenntnis]]). Bhakti beginnt in der Zweiheit ([[Dualität]]) und endet in der [[Einheit]]. Wer sich mit der Frage auseinandersetzt ‘Was ist höher, Bhakti oder Jnana?’ der gräbt im Dunkeln. Er hat das [[Tattva]] (das wahre [[Wesen]]) von Bhakti nicht verstanden. [[Parabhakti]] (höchste Hingabe) und Jnana sind ein und dasselbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti in Form von [[Anuraga]] (Liebe, Bindung) zu Gott führt zum höchsten [[Ziel]], der Verwirklichung in [[Gott]]. Je stärker die Bindung, desto einfacher wird die [[Verwirklichung]] erreicht. [[Prahlada]] spricht: &amp;quot;Oh Hari, lasse mich für Dich dieselbe unerschöpfliche Liebe bewahren, die die weltlichen [[Mensch]]en den flüchtigen [[Sinne]]sobjekten der Welt entgegenbringen. Möge dieser [[Segen]] mein [[Herz]] erfüllen bei jedem [[Gedanke]]n an Dich.&amp;quot; Welch eine zärtliche [[Sinn]]deutung der Bhakti, [[Gedanken]], die der Tiefe von Prahladas [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] entströmten, gefüllt mit innigen [[Gefühl]]en der Hingabe.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist leicht, etwas Schönes zu lieben. Gott ist die [[Schönheit]] der Schönheit. Gott ist die Quelle der Schönheit. Gott ist die Verkörperung unvergänglicher Schönheit. Deshalb ist es so leicht, Gott zu lieben. Wenn du dich Vergänglichem hingibst, deiner [[Frau]] und deinen [[Kind]]ern, leidest du in dem Moment, in dem sie sterben. Wenn du dich Gott hingibst, erhältst du niemals endenden [[Segen]] und [[Frieden]]. Ein [[Bhakta]] strebt somit nach etwas Unvergänglichem, Ewigem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Liebe ist das Leben eines Menschen leer. Ohne Liebe lebt der Mensch vergebens. Liebe durchdringt, gibt [[Stärke]], ist eine gewaltige [[Kraft]] - Liebe ist der Lebenssaft. Liebe und dir wird Liebe gegeben. Entwickle diese Liebe durch Dienen, [[Japa]] (Rezitieren), [[Satsang]] (Gesellschaft mit Heiligen) und [[Meditation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Liebe ist hohl. Sie entspringt dem Animalischen. Sie ist [[Leidenschaft]] und Fleischeslust. Sie ist eigennützig und unstet, eine heuchlerische Zurschaustellung. Die [[Frau]] zürnt ihrem [[Mann]], wenn er seine [[Arbeit]] verliert. Der Mann verliert die Zuneigung zu seiner Frau, wenn sie ihre Schönheit, etwa durch eine [[Krankheit]], verliert. Wahre, nie endende Liebe findest du nur in Gott allein. Seine Liebe kennt keine Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstverliebte Mann liebt nur seinen [[Körper]]. Er erweitert seine Liebe auf Frau, [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kinder] und [[Freund]]e. Wenn er sich weiterentwickelt, dehnt er seine Liebe auf die Menschen aus, die seiner Kaste angehören und in seinem Umkreis leben. Danach liebt er die Menschen seiner Provinz. Sein Herz strebt weiter und er beginnt, die Menschen seines Landes zu lieben. Auf lange Sicht erblüht in ihm ein Gefühl der universellen Verbundenheit. Er beginnt, jeden Menschen eines jeden Landes der Welt zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|qwZsUq-yFBg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingabe ist der Same, [[Vertrauen]] ist die Wurzel, [[Bhagavata]]s (Gotterfüllten) zu dienen ist der Regen, Überwindung des [[Ego]]s ist die Blüte, Verbundenheit mit Gott ist die Frucht. Das ist der Pfad von [[Bhakti Yoga]]. Bhakti Yoga erfordert kein Studium, kein tiefes Eintauchen in die [[Veden]], sondern lediglich ein in Aufrichtigkeit ergebenes Herz. Jeder ist in der Lage zu singen und den [[Name]]n des Herrn zu preisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tukaram war ein ungebildeter Bauer. Er konnte nicht einmal seinen Namen schreiben. Durch Hingabe und die [[Gnade]] [[Krishna]]s erhielt er höchstes, intuitives [[Wissen]]. Seine berühmten Werke sind heute Vorlage für Studenten. Shri [[Ramakrishna Paramahamsa]] war ebenso ungebildet. Als er im Dakshineshwar Tempel lebte, bekam er das göttliche [[Wissen]] durch die Gnade von [[Mutter]] [[Kali]] und dem Advaita Guru Sri Swami Totapuri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgfältiges Studieren des Lebens dieser beiden Heiligen zeigt, dass der Quell des Wissens in ihren Herzen lag und dass ein jeder diesen Quell durch aufrichtige Hingabe zum Sprudeln bringen kann. Ich verneige mich vor [[Narayana]], [[Shiva]] oder [[Krishna]] - das ist Bhakti Yoga. Ich bin eins mit ‚Allem‘ - das ist [[Jnana Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch in seinem sozialen Umfeld entwickelt Gefühlsregungen wie Liebe, [[Zuneigung]], Zuwendung, [[Freundlichkeit]], Bewunderung, Ehrerbietung und Ehrfurcht. Doch erreicht er damit nicht den letztendlichen Sinn des Lebens. Nur durch Bhakti nähern wir uns dem Herrn und finden zu unserer wahren [[Bestimmung]]. Hingabe ist die Erfüllung der genannten Regungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta praktiziert kein [[Pratyahara]] (Zurückziehen der Sinne). Er taucht ein in [[Prema]] Gottes, versucht, seinen Geist entweder auf Seine Lotusfüße oder auf Sein liebliches Antlitz zu richten. Daraus folgt Pratyahara ganz unbewusst. Ein Raja [[Yogi]] praktiziert Pratyahara bewusst. Ein Jnana Yogi praktiziert kein Pratyahara, doch versucht er, sich mit dem Verborgenen in allem zu identifizieren. Er versucht, durch die Praxis von [[Nididhyasana]] (meditative Erkenntnis), den seinen Atman verhüllenden Schleier zu beseitigen, verneint Name und [[Form]] und sieht sich eingebettet in das verborgene, alldurchdringende Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Weiser spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus [[Ananda]] (Glückseligkeit), besteht durch Ananda und löst sich in Ananda auf.&amp;quot; Der Bhakta spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus Liebe, besteht durch Liebe und löst sich in Liebe auf.&amp;quot; Liebe ist in Ananda verborgen. Der Weise liebt seinen Atman, er ist ihm hingegeben. Ananda ist in Liebe verborgen. Der Bhakta liebt seinen Geliebten und tanzt in Glückseligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dvaita]] ([[Dualität]]), [[Vishishtadvaita]] (qualifizierte Nichtdualität) sind verschiedene Stufen der philosophischen Leiter. Die höchste Stufe ist [[Advaita]] (Nichtdualität). Von ihrem Standpunkt aus ist die Verwirklichung der Dvaitins und Vishishtadvaitins ebenso belegt und richtig. Ein wenig mehr [[Sadhana]] (spirituelle Praxis) und Verstehen wird sie zu reiner Erkenntnis in Advaita gelangen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga beinhaltet drei Elemente, den Liebhaber, den Geliebten und die Liebe. Sobald der Liebhaber erkennt, dass er sich von dem Geliebten und der Liebe nicht unterscheidet, hat er das Ziel von Bhakti erreicht. Jnana erwacht. Die Dualität löst sich auf. Wer liebt nun wen? Nach dem Advaita Vedanta ist Hingabe das stetige Gewahrsein von ‚Ich bin Er.‘ beziehungsweise ‚Ich bin Brahman.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta spricht: &amp;quot;Erlange zuerst das Wissen über Gott, dann erwachsen Liebe und Hingabe zu Ihm.‘ Der Jnani spricht genau umgekehrt: ‚Wissen ist die Frucht von Bhakti.‘ Vollendetes Wissen ist Liebe, vollendete Liebe ist Wissen. Die Nahrungsaufnahme führt zu [[Tushti]] ([[Zufriedenheit]]), [[Pushti]] (Wohlergehen) und Stillung des [[Hunger]]s. Bhakti führt gleichzeitig zu [[Vairagya]] (Losgelöstheit) und [[Jnana]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti beseitigt Ego und Vasanas, so wie [[Feuer]] Holz verbrennt. Die Bhaktas sorgen sich nicht um [[Mukti]] ([[Befreiung]]). Sie ziehen es vor, über den Herrn zu sprechen, Bhagavatas, Armen und Kranken zu dienen, Seinen Namen zu lobpreisen, sich vor Ihm zu verneigen, Ihm alles zu weihen, in Ihm ihr letztendliches Ziel zu sehen und sich Ihm ohne Vorbehalte hinzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mukti erreichen sie ungefragt. Mukti ist ihre Dienerin. Die Vibhutis ([[Gnade]]) des Herrn, [[Siddhi]]s und [[Riddhi]]s (acht/vier okkulte [[Kraft|Kräfte]]) gehören ihnen, obwohl sie sie nicht begehren. Unerschütterliche Bhakti und die [[Gemeinschaft]] mit Bhagavatas sind die Mittel, um höchste Glückseligkeit zu erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Puja]] ist der Verehrungsritus für Gott. Das ist [[Upasana]] (Verehrung), das dem Bhakta hilft, dem Herrn nahe zu kommen und mit Ihm in Verbindung zu treten. Es reinigt das Herz und befriedet den Geist. Es füllt den Geist mit Shuddha Bhava(reinstes Empfinden) und Prema (reinste Liebe) für den Herrn. Es wandelt den Menschen hin zu seinem göttlichen Wesenskern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Vc0BSvIGH5A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle ausgeprägte Liebe zu Krishnas Namen (Bhagavan Nam Prem) und all dein Leid wird ein Ende finden. [[Draupadi]] nahm Zuflucht zu Ihm, als sie in großer Not war und der Herr stand ihr bei. Vertrauen in Hari allein führt zur Befreiung. Erbaue in deinem Herzen einen goldenen Tempel. Krishna möchte nur deine aufrichtige Hingabe. Gott ist Liebe. Liebe erlöst, vereint und erhebt. Liebe ist Geben, [[Freude]] ist Singen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine [[Tugend]] ist vollkommener als die Liebe. Kein [[Schatz]] ist wertvoller als Liebe. Kein [[Dharma]] ([[Pflicht]] des Menschen) ist erhabener als Liebe. Keine Religion ist wahrhaftiger als Liebe, denn Liebe ist Gott und Gott ist Liebe. Liebe reinigt. Liebe wandelt. Liebe erlöst. Liebe überwindet. Deshalb, entzünde das [[Licht]] in deinem Herzen und liebe die Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kraft ist stärker als die Liebe. Aus Liebe nimmt das formlose [[Brahman]] die vierarmige Gestalt Haris an, um die Bhaktas zu erfreuen. Der Herr folgt seinen Bhaktas mit Speise und [[Wasser]] in [[Hand|Händen]] sogar bis in den Wald. Liebe ließ [[Buddha]], [[Jesus]], [[Ekanath]] und viele andere Heilige die [[Geheimnis]]se der heiligen [[Schriften]] der [[Menschheit]] offenbaren. Liebe ist ein [[Zauber]]stab in den Händen des Bhaktas. Er führt ihn majestätisch und bringt die Welt unter seine Führung. Der mit reiner Liebe Ausgestattete ist der wahre Herr der drei Welten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prema ist ausgeprägte, selbstlose und reine Liebe zu Gott. Prema ist gesammelte Liebe. Bhakti gipfelt in Prema. Prema ist göttlicher [[Nektar]]. Prema nimmt [[Leid]]en und [[Sorge]]n, macht unsterblich, glückselig und friedvoll. Es ist sehr schwierig, Prema zu beschreiben. Du musst es selbst erfahren. Kultiviere es durch [[Japa]], [[Smaran]] (das Bewusstsein auf Gott richten), [[Kirtan]] (Singen zum Lobe Gottes), [[Satsang]], [[Gebet]], [[Dienst]] an Bhaktas und lese das [[Ramayana]], das [[Bhagavatam]] und andere heilige Schriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe in der Religion ist eine Wissenschaft. Der Bhakta ergießt sein Herz in den Geliebten. Es ist ein ganz natürliches Ergebnis, wenn der Bhakta sich von den Unreinheiten und [[Störung]]en des Geistes befreit hat. Dann ist Ananda in Liebe. Liebe ist eine mystische, göttliche Kraft, die den Menschen zum Göttlichen wandelt. Liebe lässt die wahre Verbindung zum Herrn entstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wunsch]] zu lieben ist von Natur aus in den Herzen der Menschen vorhanden. Keinem Menschen fehlt die Eignung zur Liebe und von Liebe getragen zu sein. Du musst diese natürliche [[Gemüt]]sbewegung der Liebe bis zu einem bestimmten Grad entwickeln. Du musst dich reinigen, indem du alle Arten der Selbstbezogenheit abzubauen versuchst. Du musst die allumfassende Liebe in dir erschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige [[Welt]] braucht die Botschaft der Liebe. Entzünde das Licht der Liebe in deinem Herzen. Liebe alle. Umarme alle Wesen mit deiner Liebe. Nationen können nur mit der reinen Liebe vereint werden. Kriege können nur mit gegenseitiger Liebe beendet werden. Der Bund der Nationen kann nicht viel bewirken. Liebe ist ein mystischer, göttlicher Klebstoff, der alle Herzen eint. Liebe ist göttlicher, magischer und heilender Balsam in höchster Potenz. Tu alles aus reiner Liebe. Vernichte List, [[Gier]], [[Betrug]] und [[Egoismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist besonders grausam, das Leben anderer mit Giftgas auszulöschen. Das ist ein großes Verbrechen. Der Wissenschaftler, der das Gas im Labor entwickelt hat, wird vom Herrn bestraft werden. Vergiss nicht den [[Tag]] des [[Urteil]]s. Was wirst du dem Herrn sagen, Sterblicher, der nur nach [[Macht]], Herrschaft und Reichtum strebte? Halte dein [[Bewusstsein]] rein und bewahre dir ein liebendes Herz. So wirst du das Reich Gottes erlangen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle allumfassende Liebe. Das wird dir helfen, friedlich mit allen Menschen und Kreaturen zusammenzuleben. Liebe und Frieden sind untrennbar miteinander verbunden. Wo Liebe ist, ist Frieden und wo Frieden ist, ist Liebe. Entwickle ein Herz, das in Tränen der Freude ausbricht, wenn es den Namen des Herrn vernimmt. Lasse die Wogen der Liebe stetig dein Herz erreichen. Fühle die Wärme der göttlichen Umarmung. Bade im Sonnenlicht der göttlichen Liebe. Koste die Wonne der [[Ewigkeit]]. Trinke den Nektar der göttlichen Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willst du wirklich zu Gott? Dürstest du nach Seinem [[Darshan]] (die Schau Gottes)? Hast du wahren spirituellen Hunger? Du magst begeisternde Vorträge über Bhakti halten. Du magst Bücher über Bhakti Yoga schreiben, und doch ist dir nicht eine Spur von Hingabe eigen. Wer nach dem Darshan Gottes dürstet entwickelt Liebe. Nur ihm wird Er Sich offenbaren. Gott ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Bei aufrichtiger Nachfrage kommt die Sendung sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bhakti [[Weg]] sind fünf Elemente unerlässlich. (1) [[Nishkamya]] (Absichtslosigkeit), (2) [[Avyabhicharini]] (Ausdauer), (3) [[Sadat]] (Stetigkeit). (4) [[Sadachara]] ([[Moral]]), (5) [[Ernsthaftigkeit]]. So kommt die Erkenntnis schnell. Ohne Karte oder Kompass ist es schwierig, ein Schiff über den Ozean zu steuern. Ebenso schwierig ist es, ohne [[Disziplin]], Ordnung im Leben, Moral und Hingabe an den Herrn sicher über den Ozean des [[Samsara]]s (Kreislauf der Wiedergeburten) zu reisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Liebe ist die [[Sprache]] der [[Träne]]n. Tauche die Lotusfüße des Herrn stetig in die Tränen der [[Reue]], der Trennung ([[Viraha]]) und der Liebe (Prema) im Tempel deines Herzens. So wirst du die Glückseligkeit der Verbundenheit mit dem Herrn genießen. Nicht den Bruchteil einer Sekunde, nicht die Dauer eines Lidschlages darf dein [[Bewusstsein]] sich von den Lotusfüßen des Herrn entfernen. Deine Hingabe soll fließen wie Öl und dir stehen die drei Welten offen. Der Herr gibt Sein Versprechen, dass Er solch einem Bhakta folgen wird, wo immer er sich hinbewegt. Er trägt den Staub seiner [[Fuß|Füße]] als [[Tilaka]] auf Seiner Stirn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sudama]] kam zu Krishna, der sein Freund war. Krishna war im Gespräch mit [[Radha]]. Sudama war im Lumpen gehüllt und traute sich nicht den Palast zu betreten. Die Wachen informierten Krishna: &amp;quot;Herr, ein armer [[Brahmane]], mit Namen Sudama steht, in Lumpen gehüllt, vor den Toren des Palastes.&amp;quot; Krishna verbot den Wachen jedes weitere Wort. Das Wort Sudama war genug. Er rannte barfuß hinaus und rief: &amp;quot;Mein lieber Sudama, mein Freund.&amp;quot; Radha war ein wenig verärgert, weil Krishna den [[Raum]] so plötzlich verließ, ohne ihr zu sagen warum. Wenige Minuten später kam Krishna mit Sudama zurück. Er bemerkte Radhas schlechte [[Stimmung]] und Er kannte den Grund. Er sprach zu Ihr: &amp;quot;Liebe Radha, verzeih Mir. Ich bin der Sklave Meiner Bhaktas. Ich liebe sie mehr als Mich Selbst.&amp;quot; Krishna ließ Sudama auf Seinem eigenen Sitz Platz nehmen und schnappte Sich das Päckchen gebackenen Reises von Sudama, denn dieser war zu scheu, sein armseliges Geschenk zu übergeben. Krishna nahm den gebackenen Reis zu Sich und sprach verzückt: &amp;quot;Oh Radha, niemals zuvor genoss ich eine derartige Köstlichkeit.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dich entschlossen hast, für ein - zwei Stunden Japa oder Meditation zu praktizieren, so musst du dies in Ruhe und mit Hingabe tun. Keine Eile und kein unruhiger, mit etwas anderem beschäftigter Geist dürfen dich in Anspruch nehmen. Sei nicht wie ein Lieferant, der mit billigem Material ein Haus baut und damit den Auftraggeber betrügt. Gott kannst du nicht betrügen. Du betrügst nur dich selbst, da weder Japa noch Meditation dir den gewünschten Erfolg bringen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ständiger Anbetung Gottes zu verweilen wird [[Nishtha]] genannt. Der Bhakta festigt sich in der Hingabe, entwickelt [[Asakti]] (Bindung) an den Herrn, wenn er in seiner Hingabe und Tiefe seiner Meditation fortschreitet. Singe den Namen des Herrn. Lobpreise Ihn. Richte deine [[Gedanke]]n nur auf Ihn. Meditiere auf Ihn. Das ist das Wesen von Bhakti Yoga. Wenn du Vollkommenheit erlangt hast in Hingabe und Liebe zu Gott ([[Purnaprema]]), steht die Welt dir offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|_kavr-J5GDE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Shuddha Pushti Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Swami Sivananda aus &amp;quot;All About Hinduism&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shuddha Pushti Bhakti, wörtlich „die reinste Form der Verehrung“, ist eine Form der [[Gottesverehrung]], die besonders im [[Vaishnavismus]], praktiziert wird. Gerade in der Shuddhadvaita Richtung spielt die Shuddha Pushti Bhakti eine besondere Rolle. Beim Shuddha-Pushti-Bhakti singen die Verehrer [[Kirtan]]s mit den Namen Gottes. Sie loben [[Gott]], und sie entwickeln ein starkes Sehnen nach Gott. Und diese Art der Verehrung wird von Gott selbst verursacht, und somit fällt die [[Gnade]] Gottes auf die Sucher. Damit wird auch eine starke [[Verbindung]] der Sucher zu Gott hergestellt, und diese Verbindung wächst schließlich zu Prema Bhakti („Geschmack Gottes“). Die Verehrer erlangen so [[Wissen]] über und von Gott. Sie erreichen dann eine Anbindung an Gott ([[Asakti]]). Und schließlich entsteht ein starkes Verlangen danach, Gott zu erreichen. Dies ist eine reife Form der [[Liebe]] und der Asakti. Sie wird als [[Vyasana]] bezeichnet. Dieses starke Verlangen oder Vyasana, führt dann zu Erlangung der höchsten [[Wonne]], der Summum Bonum oder des Endes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Liebe zu [[Krishna]] intensiver wird, sehen die Verehrer Krishna überall. Und somit wird alles zu einem Objekt ihrer Liebe. Und sie identifizieren sich so mit allem.  Die [[Gopi]]s machten diese [[Erfahrung]]. Sie sahen Krishna überall. Und sie sahen sich ebenfalls als Krishna. Dies ist Para Bhakti oder die höchste [[Hingabe]], die dann ähnlich wie das Wissen oder das [[Brahman]] [[Jnana]] der Vedantins oder Jnanins wirkt. Dabei ist sowohl die innere als auch die äußere [[Welt]] voll mit Krishna oder Purushottama für diese Verehrer. Die Belohnung für diese Hingabe ist der Zugang zu allen ewigen Vergnügungen oder den [[Lila]]s von Krishna. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Shuddha Pushti Bhakti ist das höchste [[Ziel]] nicht [[Mukti]] oder die [[Befreiung]]. Das höchste Ziel ist der ewige [[Gottesdienst]] an und für Krishna und die Teilnahme an seinen Vergnügungen im kosmischen Spiel oder [[Vrindavana]]. Jene, die Vyasana, oder das starke Verlangen nach Gott, aufgebaut haben, lehnen mit Verachtung die vier Arten der Befreiung ab. Die Maryada-Bhaktas erreichen Sayujya Mukti, d.h. sie werden eins mit Krishna. Die Pushti Bhaktas lehnen Mukti ab und nehmen an den Vergnügungen oder den Lilas von Krishna teil. Sie wählen mit großer [[Freude]] den immerwährenden Gottesdienst an und für Krishna. Dabei nehmen die [[Bhakta]]s die Formen von Kühen, Vögeln, [[Baum|Bäumen]] und auch Flüssen an. Sie erfreuen sich an der [[Gesellschaft]] von Krishna, die grenzenlose Freude bringt. Die Vergnügungen sind dabei ähnlich zu denen, die Krishna in [[Vraja]] and [[Vrindavana]] ausführte. Dabei werden auch einige der Verehrer zu Gopas and Gopis und nehmen so an den Vergnügungen in dem kosmischen Vrindavana teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z7Ir6QiayrU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhakti भक्ति bhakti Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Bhakti, भक्ति, bhakti ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|uQVEnxTzDoU}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/Bhakti.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kraft der Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Sacinandana Swami, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 16&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sprechen von Bhakti oder Liebe als der wichtigsten und auch stärksten Kraft, die uns zum spirituellen Leben führt und uns im spirituellen Leben erhält. Das wunderbare an Bhakti ist, dass sie der natürliche Zustand der Seele ist. Die natürlichen Dinge sind nie sehr kompliziert - sie sind dem&lt;br /&gt;
Leben sehr nahe. In der Bhakti-Tradition der vedischen Kultur werden neun mit spiritueller Kraft erfüllte Vorgänge praktiziert, die die Seele in die Umarmung Gottes bringen und Gottesliebe erwecken. Diese neun Vorgänge werden von [[Prahlada]] Maharaja im [[Shrimad]] Bhagavatam (7.5.23-24) aufgeführt:&lt;br /&gt;
sri-prahlada uvaca&lt;br /&gt;
sravanam kirtanam visnoh&lt;br /&gt;
smaranam pada-sevanam&lt;br /&gt;
arcanam vandanam dasyam&lt;br /&gt;
sakhyam atma-nivedanam&lt;br /&gt;
iti pumsarpita visnau&lt;br /&gt;
bhaktis cen nava-laksana&lt;br /&gt;
kriyeta bhagavaty addha&lt;br /&gt;
tan manye &#039;dhitam uttamam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prahlada Maharaja sagte: Über Sri [[Vishnu]]s transzendentalen Heiligen Namen, über Seine Gestalt, über Seine Eigenschaften, über Seinen Besitz und über Seine Spiele zu hören und zu chanten, sich an sie zu erinnern, dem Herrn ehrerbietig mit sechzehn [[Yoga Arten|Arten]] von Zubehör Verehrung darzubringen, dem Herrn Gebete darzubringen, Sein Diener zu werden, den Herrn als seinen besten Freund zu betrachten und Ihm alles hinzugeben (mit anderen Worten, Ihm mit Körper, Geist und Worten zu dienen) - diese neun Vorgänge werden als reines hingebungsvolles Dienen anerkannt. Wer sein Leben durch die Ausführung dieser neun Vorgänge in den Dienst Vishnus gestellt hat, sollte als der gelehrteste Mensch angesehen werden, denn er hat vollkommenes Wissen erlangt. Heute werden wir uns dem ersten dieser neun Vorgänge widmen. Hören über Vishnus transzendentale heilige Namen, Seine Gestalt, Seine Eigenschaften und Seine Spiele heißt auf [[Sankrit]] [[Shravanam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Shravanam - Die Kraft von Klang für Bhakti ===&lt;br /&gt;
Dass unterschiedliche Klänge über strukturierende Kräfte verfügen, ist spätestens seit den Aufsehen erregenden Experimenten des Japanischen Wissenschaftler Dr. Emoto in vielen spirituellen Kreisen bekannt geworden. Nach den vedischen Erkenntnissen ist es die Schwingung des [[Brahman]]s ([[Nada-Brahman]]), die&lt;br /&gt;
die ganze materielle Welt strukturiert. Die [[Vedanta]] [[Sutra]]s besagen, dass wir durch eine Art des Klanges bedingt und an die materielle [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie] gefesselt werden, und durch eine andere Art des Klanges von aller inneren Gefangenschaft befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Garuda Purana]] misst dem Hören von transzendentalen Klangschwingungen ganz besondere Bedeutung zu. Es heißt dort: „Der Zustand des bedingten Lebewesens in der materiellen Welt gleicht der Bewusstlosigkeit einer Person, die von einer Schlange gebissen wurde. Beide Zustände der Bewusstlosigkeit können durch den Klang eines Mantras beendet werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer meiner Indienreisen habe ich das praktisch erleben können. Ich lebte damals mit einem Freund für einige Zeit in einer Höhle oberhalb von [[Rishikesh]]. Obwohl wir von Einheimischen gewarnt worden waren, sind wir einmal bei Mondschein zur [[Ganga]] heruntergegangen, um dort am Ufer zu meditieren. Plötzlich schrie mein Freund [[Prabhujaka]] auf, der hinter mir ging: Als ich erschreckt mit der [[Tasche]]nlampe nach hinten leuchtete, sah ich gerade noch die [[Kobra]] verschwinden. Innerhalb kürzester Zeit verfiel Prabhujaka in einen bewusstlosen Zu[[stand]]. Wie konnte ich ihm nur helfen? Ich hatte gehört, man sollte die Wunde ausschneiden und ausbrennen, aber fühlte mich in keiner Weise in der Lage, so etwas zu versuchen. Zum Glück fand ich einen [[Yogi]], dem ich mit meinen bescheidenen [[Hindi]]-Kenntnissen: „sarpa, sarpa, bandhu, bandhu“ (Schlange, Schlange, Freund, Freund) mitteilen konnte, was Entsetzliches geschehen&lt;br /&gt;
war. Der Yogi wusste Hilfe. Er brachte einen [[Mantra]]-Doktor und dieser begann Mantras zu chanten. Er machte einen kleinen Schnitt in die Wunde. Während er chantete und hier und da noch Kräuter auf die Wunde tat, sah ich im Schein eines entfachten Feuers, schwarzes, giftiges Blut aus der Wunde herauskommen. Nach einer halben Stunde wachte Prabhujaka aus dem Koma auf und nach zwei Tagen war der ganze Vorfall fast vergessen. Nur der schnellheilende Einschnitt und die zwei Löcher des Kobrabisses erinnerten uns daran. So stark sind Mantras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Srila Prabhupada]], mein spiritueller [[Meister]], sagte einmal dazu: „Wenn jemand von einer Schlange gebissen wird, stirbt er nicht sofort, sondern wird zuerst bewusstlos und bleibt eine Zeitlang in einem Koma ähnlichen Zustand.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus spiritueller Sicht, schläft jeder in der materiellen Welt ebenfalls in einem Koma, denn er weiß nichts von seinem wirklichen Selbst, seiner eigentlichen Aufgabe und seiner Beziehung zu Gott. Materialistisches Leben bedeutet daher, von der Schlange [[Maya]]s, der Illusion, gebissen worden zu sein und somit ohne spirituelles Bewusstsein beinahe tot zu sein. Doch der Scheintote, der von einer Schlange gebissen wurde, kann wieder zum Leben erweckt werden, wenn bestimmte Mantras gechantet werden. Es gibt Mantra kundige [[Heiler]], die solche Wunder vollbringen können. In ähnlicher Weise kann man aus dem Tod ähnlichen unbewussten Zustand des materiellen Lebens wieder zum Gottesbewusstsein zurückgebracht werden, wenn man das [[Maha-Mantra]] hört: „[[Hare]] [[Krishna]] Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare Hare [[Rama]] Hare Rama Rama Rama Hare Hare.“ Im [[Bhakti Yoga]] ist das Hören von spiritueller Klangschwingung insbesondere wirksam und angenehm, wenn es in der Gemeinschaft von anderen [[Bhakta]]s durchgeführt wird. Die Lieder und Erzählungen über Krishna werden als [[Rasayana]]-katha, wiederbelebender Klang, bezeichnet. Wenn man bereitwillig seine Ohren für diese Klangschwingung öffnet, kann der Spiegel des Herzens sehr schnell von allen belastenden Gedanken und Eindrücken befreit werden und unsere spirituelle Seele kann zu ihrem ursprünglichen Zustand der Glückseligkeit aufwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|T7xfA8x-9Lk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sadhana des Shravanams ===&lt;br /&gt;
In der spirituellen Bhakti-Tradition ist es üblich, jeden Morgen ein regelrechtes [[Sadhana]] des Sravanams&lt;br /&gt;
zu machen:&lt;br /&gt;
- Rezitieren von Mantras,&lt;br /&gt;
- Singen spiritueller Lieder ([[Bhajan]]s),&lt;br /&gt;
- Lesungen aus den heiligen Schriften,&lt;br /&gt;
- spirituelle Diskussionen ([[Ista-gosthi]]s),&lt;br /&gt;
- und immer wieder das Hören von Maha-Mantra,&lt;br /&gt;
wecken die spirituelle Persönlichkeit auf und strukturieren das Leben neu. Wirkliche Wunder können geschehen für jemanden, der regelmäßig den Sravanam-Sadhana praktiziert: Das Herz wird ruhig und immun gegen die Einflüsse von [[Tamas]] und [[Rajas]], die unvermeidlich im Alltagsleben eines Nicht-[[Ashram]]a-Bewohners auftreten. Wir alle kennen in unserem Leben die Kraft von Worten. Wenn ein Verliebter seine Geliebte fragt „Liebst du mich?“ und sie mit „Ja“ antwortet, hat dieses eine andere Wirkung als ein „Nein“. Spirituelle Klangschwingungen tragen jedoch keine solche informative Bedeutung in sich, denn sie sind nicht zur&lt;br /&gt;
Information sondern zur Transformation bestimmt. Vielmehr bergen sie die Kraft, die schlafende Seele zu erwecken. Das [[Shrimad Bhagavatam]] lobpreist die Kraft des Hörens wie folgt: „Wer in der reinen Bhakti für Krishna verankert sein möchte, sollte unaufhörlich über Seine Herrlichkeit und Seine transzendentalen Eigenschaften hören. Diese Vorgehensweise wird mit Sicherheit alles Unglückselige aus dem Herzen beseitigen.“ (Shrimad Bhagavatam 12.3.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kraft des Hörens wird manchmal auch mit der Kraft der Mondstrahlen verglichen, die mit ihren sanften Händen die Knospen der in der Nacht blühenden Lotosblumen entfalten. So kann auch unsere spirituelle Persönlichkeit, die jetzt in einem knospenhaften Zustand ist, durch das Hören entfaltet werden. Jeder der neun Vorgänge der Bhakti wird in der Tradition durch einen großen [[Devotee]] vertreten, der in seinem Leben den jeweiligen Vorgang zum Erfolg gebracht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Held des Sravanams ist [[Parikshit Maharaja]]. Parikshit Maharaja, ein Kaiser der damaligen vedischen Welt, hatte eines Tages erfahren, dass ihn ein [[Brahmane]]nknabe verflucht hätte, nach Ablauf von sieben Tagen durch einen Schlangenbiss zu sterben. Parikshit Maharaja akzeptierte den Fluch und somit wurde dieser unabwendbar. Er hätte auch komplexe [[Yajna]]s ausführen können um auf diese Weise dem Tod zu entgehen, doch er sah in dem Vorfall eine Arrangierung des höchsten Herrn, der er sich nicht in den Weg stellen wollte. Er überlegte sich, was zu tun sei und kam zu der Entscheidung, sich während der ihm verbleibenden sieben Tage vollständig der Praxis des Sravanams zu widmen. Entschlossen begab er sich an das Ufer von Mutter Ganga, fastete und hörte mit großer Aufmerksamkeit dem Weisen Shukadeva zu, der das Shrimad Bhagavatam erzählte - die wunderbare Geschichte über den Höchsten Persönlichen Gott. Unzählige [[Sadhu]]s hatten von dem Entschluss des Königs gehört, seine letzten Tage gänzlich dem Sravanam zu widmen und waren angereist, um dem nektargleichen Strom Gehör zu schenken, der von den Lotuslippen [[Shukadeva]] [[Goswami]]s ausging, des [[Guru]]s von Parikshit. Es hieß, dass einige sogar aus entlegenen Teilen des Universums kamen, um diesem Austausch von spirituellen Fragen und Antworten beizuwohnen. Wir wollen versuchen in die Szene einzutauchen: Parikshit Maharaja war gefasst und Shukadeva saß vor ihm, verankert in vollkommener Ruhe und Intelligenz. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übermittlung transzendentalen Wissens waren erfüllt: Ein qualifizierter Hörer und ein qualifizierter Sprecher waren da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parikshit Maharaja stellte seine erste Frage: „Bitte lass mich wissen, worüber ein Mensch hören und chanten soll, woran er sich erinnern und wen er verehren soll, und auch was er nicht tun sollte. Bitte erkläre mir all dies.“ (SB 1.19.38) Shukadeva Goswami fing an zu sprechen. Es heißt, dass in diesem Augenblick zwei Ganga-Flüsse gegenwärtig waren: der Ganga-Fluss, in dem sich die Sadhus morgens badeten und der Ganga-Fluss des Shrimad Bhagavatams, welches von Shukadeva entströmte. Es muss eine unglaubliche Atmosphäre gewesen sein - keiner war hungrig und jegliche Furcht vor dem Tod verschwand. Kurz vor seinem Hinübergehen sprach Parikshit noch einmal. Es waren seine letzten Worte, welche am besten die Wirkung von Sravanam zum Ausdruck bringen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„O Brahmanas, nehmt mich bitte als eine völlig ergebene Seele an. Lasst auch Mutter Ganga, die Vertreterin des Herrn, mich als solche annehmen. Ich habe jetzt den Herrn ganz und gar in mein Herz aufgenommen. Es gibt keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] in mir. Lasst mich daher die seltsame Schlange oder welch magisches Ding auch immer der Brahmanen-Knabe geschaffen hat, sogleich beißen. Nur einen Wunsch habe ich: möget ihr alle fortfahren, die Taten Vishnus zu besingen und über sie zu hören.“ (SB 1.19.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir den Weg des Sravanams in unserem eigenen Leben praktizieren? Die großen Bhakti-[[Acharya]]s haben immer wieder darauf hingewiesen, dass Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit ein entscheidender Schlüssel für das Sravanam sind. Doch niemand kann gespannte Aufmerksamkeit entwikkeln, der nicht rein im Geist ist. Niemand kann wiederum rein im Geist sein, der nicht rein im Handeln ist, und niemand kann rein im Handeln sein, wenn er nicht im Essen, Schlafen, Verteidigen und seiner Sexualität rein ist. (Shrila Prabhupada, SB 1.3.44, Erläuterung) Außerdem sollte sichergestellt werden, dass das Gehörte frei von materiellen Zusätzen ist. Man sollte deswegen von einer möglichst reinen Quelle hören oder lesen. Die Bedeutung der Schriften soll mit anderen Worten nicht durch mentale Spekulation verdreht werden. Eine Analogie im [[Padma Purana]] sagt, dass obwohl [[Milch]] immer eine gute Wirkung hat, wird sie lebensgefährlich, wenn ihr auch nur ein Tropfen von Schlangengift beigefügt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir möchten unsere Leser demütig darauf hinweisen, dass Bhakti eine Erfahrung ist, die nicht mit dem intellektuellen Geist gemacht wird, sondern in dem durch spirituelle Praxis gestärkten spirituellen Herzen stattfindet. Wenn die geschätzten Leser und Leserinnen dieses Artikels in diesen Zeilen Juwelen der Inspiration finden und somit zur Bhakti Praxis des Sravanams angeregt werden würden, wäre meine Bemühung zu schreiben gesegnet. Möge Krishna diesen Pilgerzug von Worten anführen und ihn zu dem Ziel und zu dem Ort der heiligen Inspiration führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Praxis von Bhakti Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
# Morgens aus der [[Bhagavad Gita]] 1 Kapitel hören&lt;br /&gt;
# Bhajans singen und hören&lt;br /&gt;
# Das Maha-Mantra hören&lt;br /&gt;
# Großen Weisen zuhören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|z7rQfZfLisQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der spirituelle Name Bhakti ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radha Krishna.jpg|thumb|Bhakti ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Krishna oder Tryambaka oder Om oder Soham Mantra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist ein spiritueller Name für Aspirantinnen mit [[Krishna]]-[[Mantr]]a, [[Tryambakam]]-[[Mantra]], [[OM]] oder [[Soham]]-[[Mantra]], eigentlich von jedem Mantra. Denn Bhakti heißt [[Hingabe]], Bhakti heißt [[Gottesliebe]]. Bhakti ist jede Form von [[Liebe]]. Wenn du den Namen Bhakti hast, dann soll das heißen, du willst deine Liebe, deine Gottesliebe immer weiter kultivieren und in der Hingabe zu Gott wirst du die höchste Verwirklichung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3lwJ_MFayq8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kreative Lesung aus dem Buch „Inspiration und Weisheit“ von Swami Sivananda. Aus dem Kapitel „Bhakti“==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit heißt im Tiefen in [[Gott]] zu sein. Frömmigkeit ist das Fließen von Hingabe zu Gott. Frömmigkeit heißt, dass der Mensch vom Herzen her durch Gott angezogen wird wie die Nadel vom Magneten. Wahre Frömmigkeit ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gottesverehrer, der Fromme, will nur Gott und nichts anderes als Gott. In der Liebe eines wahrhaft Frommen liegt keine selbstsüchtige Erwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Frömmigkeit ist frei von [[Angst]]. Wahre Frömmigkeit verändert den Menschen zur Göttlichkeit. Wahre Frömmigkeit heißt, von [[Prem]], göttlicher Liebe, ergriffen zu sein. Wahre Frömmigkeit ist nicht emotionale Erregung. Wahre Frömmigkeit ist kein Fanatismus. Wahre Frömmigkeit ist keine Show. Wahre Frömmigkeit ist keine äußere Erregung. Wahre Frömmigkeit bedeutet nicht, anderen etwas vorschreiben zu wollen. Wahre Frömmigkeit ist Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wahrhaft Frommer will sich einstimmen auf den Willen des Gottes, den Willen des Göttlichen, das heißt, an Gott zu denken. Wahre Frömmigkeit erblüht zur höchsten Erkenntnis und dann zur [[Unsterblichkeit]] und [[Gottverwirklichung]]. Mit Frömmigkeit öffnest du dein Herz. Mit Frömmigkeit kultivierst du Liebe. Mit Frömmigkeit erreichst du das Göttliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit kann jeder kultivieren. [[Bhakti]], Frömmigkeit, Gotteslieben, kann von jedem praktiziert werden. Du brauchst weder studiert zu sein noch brauchst du besonders konzentriert zu sein. Du musst nicht musikalisch sein, musst keine guten Manieren haben. Frömmigkeit heißt, ein beständiges Denken an Gott und tiefes [[Vertrauen]] haben, das Gott dich führt, dir Aufgaben gibt, zu dir spricht, dich segnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der indischen [[Mythologie]] gibt es so viele Beispiele von [[Heilige]]n, die aus niedrigen Schichten stammen. Shabari war eine ungebildete Frau vom Lande. Sie hatte die Vision von Rama. Nishada  war ein Analphabet. Druva  war ein kleiner Junge, der kaum etwas wusste. Vidura und Sudama waren sehr arm. Hanuman war ein Affe. Djataju  war ein Vogel. Gajendra war ein Elefant. Die Gopis von Vrinda wussten nichts über klassische vedische Rituale. Sie alle erreichten [[Gottverwirklichung]] durch Hingabe, Selbstaufgabe und große Frömmigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflege von Frömmigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen fragen: Wie können wir Gott lieben, den wir nie gesehen haben? Lebe in der Gesellschaft von [[Weise]]n und [[Heilige]]n. Oder höre über die Lilas dieser Heiligen, lies Bücher oder schaue dir Filme über die Gottverwirklichten an. Lies die heiligen Schriften. Verehre jedes Bild von Gott oder dem [[Guru]]. Singe Gottes Name, besinge seine Herrlichkeit. So wird Frömmigkeit in dir wachsen. So wird Gottesliebe in dir wachsen. Kultiviere Liebe zu Gott. Bete darum, dass Frömmigkeit dein Herz ergreift. Bitte Gott, dich zu sich zu rufen. Übe fromme Handlungen. Habe einen [[Altar]]. Schmücke den Altar. Zünde [[Räucherstäbchen]], eine [[Kerze]] oder eine [[Öllampe]] an. Mache Meditation vor diesem Altar. Trage eine [[Japa Mala]] um deinen Hals. Schaue dir Gottesbilder an. Höre [[Mantras]] zu. Als das hilft dir, Bhava, ein Gefühl zu erzeugen, um das Göttliche anzurufen. Und wenn du dieses Gefühl hast, dann bitte Gott, deine Frömmigkeit zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele Praktiken, mit denen du deine Gottesliebe und deine Frömmigkeit entwickeln kannst. Dazu gehört [[Satsang]], Besuche von Gottesdiensten, Japa, Wiederholung eines Mantras, [[Kirtan]], Singen von spirituellen Liederns, regelmäßige [[Gebete]], Dienen in spirituellen Gemeinschaften, Tempeln, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Besuchen von Wallfahrtsorten, auch Dienst an Armen und Kranken mit göttlichem [[Bhava]], auch das Opfern aller Handlungen und deren Früchte an das Göttliche. Kultiviere das Gefühl, dass Gott in allen Wesen ist. Verneige dich vor den Bildern Gottes und verneige dich vor den Heiligen. Verzichte auf oberflächliche Vergnügen. Mache dein Leben [[sattwig]]. Lies keine Klatschgeschichten und verbreite keine Klatschgeschichten. Lies nicht zu viel über die Geschehnisse in der Welt. Übe Wohltätigkeit und praktiziere uneigennützige Liebe. All das hilft dir, Frömmigkeit im Herzen zu entwickeln. Äußere Handlungen der Frömmigkeit wie Altardienst, Bilder, Rituale und so weiter können dir helfen, ein inneres Gefühl der Frömmigkeit und Gottesliebe zu kultivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Spirituelle Namen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bhaktavatsala]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairava]]&lt;br /&gt;
* [[Bharata]]&lt;br /&gt;
* [[Bhargavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhaskara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Bhaktimant]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Vibhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Hingabe]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Demut]]&lt;br /&gt;
*[[Inspiration]]&lt;br /&gt;
*[[Atmasamarpana]]&lt;br /&gt;
*[[Bhava]]&lt;br /&gt;
*[[Ishvarapranidhana]]&lt;br /&gt;
*[[Svarabhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Satchidananda]]&lt;br /&gt;
*[[Glückseligkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Selbstverwirklichung]]&lt;br /&gt;
*[[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Mantraweihe]]&lt;br /&gt;
*[[Spiritueller Name]]&lt;br /&gt;
*[[Spirituelle Namen Liste]]&lt;br /&gt;
*[[Mantra Diksha]]&lt;br /&gt;
*[[Nama Diksha]]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantras-und-musik/ Seminare zum Thema Mantra und Musik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/goettliche-erkenntnis Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/inspirierende-geschichten Swami Sivananda: Inspirierende Geschichten]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/sadhana-ein-lehrbuch-techniken-spirit.-vollkommenheit Swami Sivananda: Sadhana - Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/licht-kraft-weisheit Swami Sivananda: Licht, Kraft und Weisheit]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/die-wissenschaft-pranayama Swami Sivananda: Die Wissenschaft des Pranayama]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-ueberwindung-furcht Swami Sivananda: Die Überwindung der Furcht]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/vedanta-anfaenger Swami Sivananda: Vedanta für Anfänger]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/philosophie/goettliches-elixier-swami-sivananda Swami Sivananda: Göttliches Elixier]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/goetter-goettinnen-hinduismus Swami Sivananda: Götter und Göttinnen im Hinduismus]&lt;br /&gt;
assical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Wonne/bhakti.html Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis: Bhakti]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/yoga-wege/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/sadhana/bhaktiSadhana.html Swami Sivananda, Sadhana: Bhakti Yoga Sadhana]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/inspirierende-geschichten/bhakti/ Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten: Guru Bhakti]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=bhakti Videos zum Thema &amp;quot;Bhakti&amp;quot;]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-hochste-gottesliebe-bhagavad-gita-xii-abschluss Bhakti Yoga – Höchste Gottesliebe – Bhagavad Gita XII.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-yoga-der-hingabe-und-liebe Bhakti Yoga – Yoga der Hingabe und Liebe]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/swamisivananda.html Artikel von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/IntegralYoga/Integraler-Yoga.htm Swami Sivanandas Integraler Yoga]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare und Ausbildungen==	&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/ Karma Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Sukadev über Bhakti===&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/bhakti-hingabe-yogavidya-sanskritlexikon.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Bhakti und Sankirtan]] &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman Männlich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944512</id>
		<title>Bhakti</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944512"/>
		<updated>2020-10-16T12:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Seminare und Ausbildungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति bhakti &#039;&#039;f.&#039;&#039;) [[Hingabe]], [[Liebe]], [[Demut]], Zuteilung, Verehrung, Anbetung, tiefste Verbundenheit mit [[Gott]] immer und unter allen Umständen. Im [[Yoga]] gilt Bhakti als einer der sechs Hauptwege zur [[Selbstverwirklichung]]. Bhakti ist die höchste und reinste Form der [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/liebe/ Liebe]. Sie zeigt sich als Liebe zu Gott, als [[Hingabe]] an den [[Meister]]/[[Guru]]/[[Lehrer]], der einen die Liebe zu [[Gott]] lehren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paschimotthanasana-5.jpg|thumb|Die Vortwärtsbeuge steht für Hingabe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden verschiedene Arten von Bhakti unterschieden:&lt;br /&gt;
* 1. &#039;&#039;&#039;Gurubhakti&#039;&#039;&#039;: Hingabe an den Lehrer und Meister;&lt;br /&gt;
* 2. &#039;&#039;&#039;Vaidhabhakti&#039;&#039;&#039;: Vorbereitende Stufe, auf der die Anordnungen ([[Vidhi]]) des Lehrers zur Ausübung der Bhakti befolgt werden;&lt;br /&gt;
* 3. &#039;&#039;&#039;Ragabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Zustand]], in dem der [[Bhakta]] nur an Gott denkt, alles erinnert ihn an Gott, alles hat mit ihm zu tun;&lt;br /&gt;
* 4. &#039;&#039;&#039;Parabhakti&#039;&#039;&#039;: höchste Liebe zu Gott, in dem nichts ist außer ihm und dem [[Bewusstsein]] der Verbundenheit mit ihm;&lt;br /&gt;
* 5. &#039;&#039;&#039;Premabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Ekstase|ekstatische]] Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MP900444860.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist das ganz natürliche Bedürfnis des [[Mensch]]en, Gott zu dienen und seinen Plan zu befolgen. Um in Bhakti gefestigt zu sein, braucht man [[Tugend]], Unbeirrbarkeit, [[Hingabe]], Furchtlosigkeit und die [[Befreiung]] vom [[Ego]].&lt;br /&gt;
Die [[Bhagavadgita]] und die [[Bhagavata Purana]] sind wichtige Texte, um etwas über die Bedeutung und [[Praxis]] von Bhakti zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039;, Sanskrit भक्ति bhakti f, ist ein [[Spiritueller Name]] und bedeutet &#039;&#039; Hingabe, Gottesliebe. &#039;&#039; Bhakti kann Aspirantinnen gegeben werden mit [[Krishna]] Mantra, [[Tryambaka]] Mantra, [[Om]] Mantra, [[Soham]] Mantra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9 Stufen der Bhakti==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-Urwald.jpg|thumb|Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Bhakti und Sankirtan&amp;quot; von Swami Sivananda (Hrsg.: The Divine Life Society, 2007), S. 48-49&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (1) [[Satsang]], [[Svadhyaya]]&lt;br /&gt;
* (2) Bewunderung&lt;br /&gt;
* (3) [[Sraddha]] ([[Glaube]])&lt;br /&gt;
* (4) [[Hingabe]] ([[Sadhana]] Bhakti)&lt;br /&gt;
* (5) [[Nishtha]] (Frömmigkeit)&lt;br /&gt;
* (6) [[Ruchi]] (Geschmack)&lt;br /&gt;
* (7) [[Rati]] (starke Bindung)&lt;br /&gt;
* (8) Sthayi [[Bhava]] (Beständigkeit)&lt;br /&gt;
* (9) [[Maha]] [[Bhava]] ([[Prem]] [[Maya]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Satsang]] und [[Svadhyaya]] (Studium [[spirituell]]er [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften]) entsteht Bewunderung für [[Gott]]. Aus Bewunderung entsteht [[Sraddha]] (Glaube), aus [[Sraddha]] entsteht [[Hingabe]] an Gott. Dann praktiziert der [[Bhakta]] [[Sadhana]] Bhakti, wie [[Japa]], [[Smarana]] und [[Kirtan]]. Durch diese [[Praxis]] vernichtet er seine [[Sünde]]n und überwindet [[Hindernis]]se, um [[Hingabe]] zu erlangen. Durch Sadhana Bhakti entwickelt der [[Bhakta]] sich [[Nishtha]] (Frömmigkeit), aus Nishtha entsteht [[Ruchi]], [[Liebe]] zum Hören und Singen der [[Name]]n Gottes zu Seiner Herrlichkeit. Darauf folgt [[Rati]] (starke Bindung zu Gott). Rati erweicht das [[Herz]]. Wenn sich Rati verstärkt, wird sie Sthayi [[Bhava]] genannt (Beständigkeit oder permanente Form von Bhakti [[Rasa]]). Wenn sich Sthayi Bhava verstärkt, wird er Maha Bhava oder Prema Maya genannt. Nun trinkt der Bhakta den Prema Rasa und weilt in Gott. Für solch einen Bhakta sind die [[Welt]] und ihre Attraktionen gestorben. Er kümmert sich auch nicht um die Aktivitäten seines [[Körper]]s. Er hat den [[Zustand]] eines [[Jivanmukti]] erreicht, eines lebend Befreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|KBNhTkKpo3E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Bhakti&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti bedeutet [[Hingabe]] und [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti ist ein wunderschönes [[Wort]]. Bhakti heißt Hingabe. Bhakti heißt Gottesliebe. Bhakti ist sowohl [[Weg]] als auch [[Ziel]]. Bhakti ist ein Weg, daher auch [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga], der [[Yoga]] der Hingabe. Bhakti ist etwas, was du vielleicht hast. Bhakti kommt aus [[Gnade]]. Aber du kannst auch etwas tun, um Bhakti zu entwickeln, das ist der ganze Weg des Bhakti Yoga. Es gibt neun [[Praxis|Praktiken]], um Bhakti zu entwickeln. Darüber spreche ich, wenn ich über [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga] spreche. Bhakti kommt also als Gnade, manche [[Mensch]]en haben einfach die Gottesliebe. Bhakti kann durch [[Erziehung]] kommen. Manche Menschen wachsen in einer [[Familie]] auf, wo die Eltern tiefe Bhakti haben und die [[Kind]]er von [[Natur]] aus hinein wachsen. Bhakti kann kommen, weil du eine überwältigende [[Erfahrung]] gehabt hast. Bhakti kann kommen, wenn du ein [[Buch]] über einen [Heilige]n liest oder in der [[Gegenwart]] eines Heiligen bist. Bhakti kann kommen, indem du eine wunderschöne Erfahrung machst, eine wunderschöne [[Segen]]serfahrung, Gnadenerfahrung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti kann durch [[Heilung|Wunderheilung]] kommen. Bhakti kann aber auch kommen, indem dein bisheriges [[Leben]] vollständig durcheinander gerüttelt wurde durch einen [[Schicksal]]sschlag. Bhakti kannst du aber auch entwickeln, indem du es entwickeln willst. Du kannst Gott darum bitten: &amp;quot;Oh Gott, bitte, wenn möglich, lasse mich dich lieben. Oh Gott, bitte lasse mich Hingabe spüren. Lieber Gott, wenn es dich gibt, gib mir ein Zeichen. Lieber Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir, dich zu spüren und dich zu lieben.&amp;quot; So wird Bhakti zu einem Mittel. Dann gibt es viele [[Übung]]en, die du machen kannst, um Bhakti weiter zu entwickeln. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die verschiedenen Bhakti Praktiken, die du machst, nicht selbst dafür verantwortlich sind, Gotteserfahrung zu bewirken, sondern die verschiedenen Bhakti Praktiken erhöhen Bhakti, die Hingabe. Wird die Hingabe stark, zieht sie die Gnade Gottes an. Und dann wird man durch Hingabe und Gnade Gottes zur Befreiung, zur [[Erlösung]], zur [[Einheit]] mit Gott, zur [[Gottesverwirklichung]] geführt. So sagt [[Narada]], dass Bhakti an sich zur Befreiung führt, Bhakti an sich führt zur Gotteserfahrung. So übe Bhakti, im Kleinen oder auch im Großen. Übe Bhakti als Teil deines ganzheitlichen Yogaweges, übe Bhakti ergänzend zu deinem Hauptyogaweg oder übe Bhakti als deine Hauptpraxis zur Gottverwirklichung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|NMxeXheVf3U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti==&lt;br /&gt;
Bhakti entstammt dem [[Wort]] ‘Bhaj’ und bedeutet [[Hingabe]], Ergebenheit. Bhakti ist reine, selbstlose [[Liebe]], die aus Ehrerbietung erwächst. &lt;br /&gt;
Bhakti ist die Grundlage aller [[Religion]]en. Bhakti überwindet die [[Vasana]]s (eingeschliffene Denkbahnen) und das [[Ego]]. Bhakti hebt den [[Geist]] empor in die Höhen des Großmutes. Bhakti ist der Schlüssel, um in uns den [[Raum]] der [[Weisheit]] zu öffnen und gipfelt in [[Jnana]] ([[Erkenntnis]]). Bhakti beginnt in der Zweiheit ([[Dualität]]) und endet in der [[Einheit]]. Wer sich mit der Frage auseinandersetzt ‘Was ist höher, Bhakti oder Jnana?’ der gräbt im Dunkeln. Er hat das [[Tattva]] (das wahre [[Wesen]]) von Bhakti nicht verstanden. [[Parabhakti]] (höchste Hingabe) und Jnana sind ein und dasselbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti in Form von [[Anuraga]] (Liebe, Bindung) zu Gott führt zum höchsten [[Ziel]], der Verwirklichung in [[Gott]]. Je stärker die Bindung, desto einfacher wird die [[Verwirklichung]] erreicht. [[Prahlada]] spricht: &amp;quot;Oh Hari, lasse mich für Dich dieselbe unerschöpfliche Liebe bewahren, die die weltlichen [[Mensch]]en den flüchtigen [[Sinne]]sobjekten der Welt entgegenbringen. Möge dieser [[Segen]] mein [[Herz]] erfüllen bei jedem [[Gedanke]]n an Dich.&amp;quot; Welch eine zärtliche [[Sinn]]deutung der Bhakti, [[Gedanken]], die der Tiefe von Prahladas [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] entströmten, gefüllt mit innigen [[Gefühl]]en der Hingabe.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist leicht, etwas Schönes zu lieben. Gott ist die [[Schönheit]] der Schönheit. Gott ist die Quelle der Schönheit. Gott ist die Verkörperung unvergänglicher Schönheit. Deshalb ist es so leicht, Gott zu lieben. Wenn du dich Vergänglichem hingibst, deiner [[Frau]] und deinen [[Kind]]ern, leidest du in dem Moment, in dem sie sterben. Wenn du dich Gott hingibst, erhältst du niemals endenden [[Segen]] und [[Frieden]]. Ein [[Bhakta]] strebt somit nach etwas Unvergänglichem, Ewigem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Liebe ist das Leben eines Menschen leer. Ohne Liebe lebt der Mensch vergebens. Liebe durchdringt, gibt [[Stärke]], ist eine gewaltige [[Kraft]] - Liebe ist der Lebenssaft. Liebe und dir wird Liebe gegeben. Entwickle diese Liebe durch Dienen, [[Japa]] (Rezitieren), [[Satsang]] (Gesellschaft mit Heiligen) und [[Meditation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Liebe ist hohl. Sie entspringt dem Animalischen. Sie ist [[Leidenschaft]] und Fleischeslust. Sie ist eigennützig und unstet, eine heuchlerische Zurschaustellung. Die [[Frau]] zürnt ihrem [[Mann]], wenn er seine [[Arbeit]] verliert. Der Mann verliert die Zuneigung zu seiner Frau, wenn sie ihre Schönheit, etwa durch eine [[Krankheit]], verliert. Wahre, nie endende Liebe findest du nur in Gott allein. Seine Liebe kennt keine Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstverliebte Mann liebt nur seinen [[Körper]]. Er erweitert seine Liebe auf Frau, [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kinder] und [[Freund]]e. Wenn er sich weiterentwickelt, dehnt er seine Liebe auf die Menschen aus, die seiner Kaste angehören und in seinem Umkreis leben. Danach liebt er die Menschen seiner Provinz. Sein Herz strebt weiter und er beginnt, die Menschen seines Landes zu lieben. Auf lange Sicht erblüht in ihm ein Gefühl der universellen Verbundenheit. Er beginnt, jeden Menschen eines jeden Landes der Welt zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|qwZsUq-yFBg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingabe ist der Same, [[Vertrauen]] ist die Wurzel, [[Bhagavata]]s (Gotterfüllten) zu dienen ist der Regen, Überwindung des [[Ego]]s ist die Blüte, Verbundenheit mit Gott ist die Frucht. Das ist der Pfad von [[Bhakti Yoga]]. Bhakti Yoga erfordert kein Studium, kein tiefes Eintauchen in die [[Veden]], sondern lediglich ein in Aufrichtigkeit ergebenes Herz. Jeder ist in der Lage zu singen und den [[Name]]n des Herrn zu preisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tukaram war ein ungebildeter Bauer. Er konnte nicht einmal seinen Namen schreiben. Durch Hingabe und die [[Gnade]] [[Krishna]]s erhielt er höchstes, intuitives [[Wissen]]. Seine berühmten Werke sind heute Vorlage für Studenten. Shri [[Ramakrishna Paramahamsa]] war ebenso ungebildet. Als er im Dakshineshwar Tempel lebte, bekam er das göttliche [[Wissen]] durch die Gnade von [[Mutter]] [[Kali]] und dem Advaita Guru Sri Swami Totapuri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgfältiges Studieren des Lebens dieser beiden Heiligen zeigt, dass der Quell des Wissens in ihren Herzen lag und dass ein jeder diesen Quell durch aufrichtige Hingabe zum Sprudeln bringen kann. Ich verneige mich vor [[Narayana]], [[Shiva]] oder [[Krishna]] - das ist Bhakti Yoga. Ich bin eins mit ‚Allem‘ - das ist [[Jnana Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch in seinem sozialen Umfeld entwickelt Gefühlsregungen wie Liebe, [[Zuneigung]], Zuwendung, [[Freundlichkeit]], Bewunderung, Ehrerbietung und Ehrfurcht. Doch erreicht er damit nicht den letztendlichen Sinn des Lebens. Nur durch Bhakti nähern wir uns dem Herrn und finden zu unserer wahren [[Bestimmung]]. Hingabe ist die Erfüllung der genannten Regungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta praktiziert kein [[Pratyahara]] (Zurückziehen der Sinne). Er taucht ein in [[Prema]] Gottes, versucht, seinen Geist entweder auf Seine Lotusfüße oder auf Sein liebliches Antlitz zu richten. Daraus folgt Pratyahara ganz unbewusst. Ein Raja [[Yogi]] praktiziert Pratyahara bewusst. Ein Jnana Yogi praktiziert kein Pratyahara, doch versucht er, sich mit dem Verborgenen in allem zu identifizieren. Er versucht, durch die Praxis von [[Nididhyasana]] (meditative Erkenntnis), den seinen Atman verhüllenden Schleier zu beseitigen, verneint Name und [[Form]] und sieht sich eingebettet in das verborgene, alldurchdringende Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Weiser spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus [[Ananda]] (Glückseligkeit), besteht durch Ananda und löst sich in Ananda auf.&amp;quot; Der Bhakta spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus Liebe, besteht durch Liebe und löst sich in Liebe auf.&amp;quot; Liebe ist in Ananda verborgen. Der Weise liebt seinen Atman, er ist ihm hingegeben. Ananda ist in Liebe verborgen. Der Bhakta liebt seinen Geliebten und tanzt in Glückseligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dvaita]] ([[Dualität]]), [[Vishishtadvaita]] (qualifizierte Nichtdualität) sind verschiedene Stufen der philosophischen Leiter. Die höchste Stufe ist [[Advaita]] (Nichtdualität). Von ihrem Standpunkt aus ist die Verwirklichung der Dvaitins und Vishishtadvaitins ebenso belegt und richtig. Ein wenig mehr [[Sadhana]] (spirituelle Praxis) und Verstehen wird sie zu reiner Erkenntnis in Advaita gelangen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga beinhaltet drei Elemente, den Liebhaber, den Geliebten und die Liebe. Sobald der Liebhaber erkennt, dass er sich von dem Geliebten und der Liebe nicht unterscheidet, hat er das Ziel von Bhakti erreicht. Jnana erwacht. Die Dualität löst sich auf. Wer liebt nun wen? Nach dem Advaita Vedanta ist Hingabe das stetige Gewahrsein von ‚Ich bin Er.‘ beziehungsweise ‚Ich bin Brahman.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta spricht: &amp;quot;Erlange zuerst das Wissen über Gott, dann erwachsen Liebe und Hingabe zu Ihm.‘ Der Jnani spricht genau umgekehrt: ‚Wissen ist die Frucht von Bhakti.‘ Vollendetes Wissen ist Liebe, vollendete Liebe ist Wissen. Die Nahrungsaufnahme führt zu [[Tushti]] ([[Zufriedenheit]]), [[Pushti]] (Wohlergehen) und Stillung des [[Hunger]]s. Bhakti führt gleichzeitig zu [[Vairagya]] (Losgelöstheit) und [[Jnana]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti beseitigt Ego und Vasanas, so wie [[Feuer]] Holz verbrennt. Die Bhaktas sorgen sich nicht um [[Mukti]] ([[Befreiung]]). Sie ziehen es vor, über den Herrn zu sprechen, Bhagavatas, Armen und Kranken zu dienen, Seinen Namen zu lobpreisen, sich vor Ihm zu verneigen, Ihm alles zu weihen, in Ihm ihr letztendliches Ziel zu sehen und sich Ihm ohne Vorbehalte hinzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mukti erreichen sie ungefragt. Mukti ist ihre Dienerin. Die Vibhutis ([[Gnade]]) des Herrn, [[Siddhi]]s und [[Riddhi]]s (acht/vier okkulte [[Kraft|Kräfte]]) gehören ihnen, obwohl sie sie nicht begehren. Unerschütterliche Bhakti und die [[Gemeinschaft]] mit Bhagavatas sind die Mittel, um höchste Glückseligkeit zu erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Puja]] ist der Verehrungsritus für Gott. Das ist [[Upasana]] (Verehrung), das dem Bhakta hilft, dem Herrn nahe zu kommen und mit Ihm in Verbindung zu treten. Es reinigt das Herz und befriedet den Geist. Es füllt den Geist mit Shuddha Bhava(reinstes Empfinden) und Prema (reinste Liebe) für den Herrn. Es wandelt den Menschen hin zu seinem göttlichen Wesenskern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Vc0BSvIGH5A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle ausgeprägte Liebe zu Krishnas Namen (Bhagavan Nam Prem) und all dein Leid wird ein Ende finden. [[Draupadi]] nahm Zuflucht zu Ihm, als sie in großer Not war und der Herr stand ihr bei. Vertrauen in Hari allein führt zur Befreiung. Erbaue in deinem Herzen einen goldenen Tempel. Krishna möchte nur deine aufrichtige Hingabe. Gott ist Liebe. Liebe erlöst, vereint und erhebt. Liebe ist Geben, [[Freude]] ist Singen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine [[Tugend]] ist vollkommener als die Liebe. Kein [[Schatz]] ist wertvoller als Liebe. Kein [[Dharma]] ([[Pflicht]] des Menschen) ist erhabener als Liebe. Keine Religion ist wahrhaftiger als Liebe, denn Liebe ist Gott und Gott ist Liebe. Liebe reinigt. Liebe wandelt. Liebe erlöst. Liebe überwindet. Deshalb, entzünde das [[Licht]] in deinem Herzen und liebe die Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kraft ist stärker als die Liebe. Aus Liebe nimmt das formlose [[Brahman]] die vierarmige Gestalt Haris an, um die Bhaktas zu erfreuen. Der Herr folgt seinen Bhaktas mit Speise und [[Wasser]] in [[Hand|Händen]] sogar bis in den Wald. Liebe ließ [[Buddha]], [[Jesus]], [[Ekanath]] und viele andere Heilige die [[Geheimnis]]se der heiligen [[Schriften]] der [[Menschheit]] offenbaren. Liebe ist ein [[Zauber]]stab in den Händen des Bhaktas. Er führt ihn majestätisch und bringt die Welt unter seine Führung. Der mit reiner Liebe Ausgestattete ist der wahre Herr der drei Welten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prema ist ausgeprägte, selbstlose und reine Liebe zu Gott. Prema ist gesammelte Liebe. Bhakti gipfelt in Prema. Prema ist göttlicher [[Nektar]]. Prema nimmt [[Leid]]en und [[Sorge]]n, macht unsterblich, glückselig und friedvoll. Es ist sehr schwierig, Prema zu beschreiben. Du musst es selbst erfahren. Kultiviere es durch [[Japa]], [[Smaran]] (das Bewusstsein auf Gott richten), [[Kirtan]] (Singen zum Lobe Gottes), [[Satsang]], [[Gebet]], [[Dienst]] an Bhaktas und lese das [[Ramayana]], das [[Bhagavatam]] und andere heilige Schriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe in der Religion ist eine Wissenschaft. Der Bhakta ergießt sein Herz in den Geliebten. Es ist ein ganz natürliches Ergebnis, wenn der Bhakta sich von den Unreinheiten und [[Störung]]en des Geistes befreit hat. Dann ist Ananda in Liebe. Liebe ist eine mystische, göttliche Kraft, die den Menschen zum Göttlichen wandelt. Liebe lässt die wahre Verbindung zum Herrn entstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wunsch]] zu lieben ist von Natur aus in den Herzen der Menschen vorhanden. Keinem Menschen fehlt die Eignung zur Liebe und von Liebe getragen zu sein. Du musst diese natürliche [[Gemüt]]sbewegung der Liebe bis zu einem bestimmten Grad entwickeln. Du musst dich reinigen, indem du alle Arten der Selbstbezogenheit abzubauen versuchst. Du musst die allumfassende Liebe in dir erschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige [[Welt]] braucht die Botschaft der Liebe. Entzünde das Licht der Liebe in deinem Herzen. Liebe alle. Umarme alle Wesen mit deiner Liebe. Nationen können nur mit der reinen Liebe vereint werden. Kriege können nur mit gegenseitiger Liebe beendet werden. Der Bund der Nationen kann nicht viel bewirken. Liebe ist ein mystischer, göttlicher Klebstoff, der alle Herzen eint. Liebe ist göttlicher, magischer und heilender Balsam in höchster Potenz. Tu alles aus reiner Liebe. Vernichte List, [[Gier]], [[Betrug]] und [[Egoismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist besonders grausam, das Leben anderer mit Giftgas auszulöschen. Das ist ein großes Verbrechen. Der Wissenschaftler, der das Gas im Labor entwickelt hat, wird vom Herrn bestraft werden. Vergiss nicht den [[Tag]] des [[Urteil]]s. Was wirst du dem Herrn sagen, Sterblicher, der nur nach [[Macht]], Herrschaft und Reichtum strebte? Halte dein [[Bewusstsein]] rein und bewahre dir ein liebendes Herz. So wirst du das Reich Gottes erlangen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle allumfassende Liebe. Das wird dir helfen, friedlich mit allen Menschen und Kreaturen zusammenzuleben. Liebe und Frieden sind untrennbar miteinander verbunden. Wo Liebe ist, ist Frieden und wo Frieden ist, ist Liebe. Entwickle ein Herz, das in Tränen der Freude ausbricht, wenn es den Namen des Herrn vernimmt. Lasse die Wogen der Liebe stetig dein Herz erreichen. Fühle die Wärme der göttlichen Umarmung. Bade im Sonnenlicht der göttlichen Liebe. Koste die Wonne der [[Ewigkeit]]. Trinke den Nektar der göttlichen Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willst du wirklich zu Gott? Dürstest du nach Seinem [[Darshan]] (die Schau Gottes)? Hast du wahren spirituellen Hunger? Du magst begeisternde Vorträge über Bhakti halten. Du magst Bücher über Bhakti Yoga schreiben, und doch ist dir nicht eine Spur von Hingabe eigen. Wer nach dem Darshan Gottes dürstet entwickelt Liebe. Nur ihm wird Er Sich offenbaren. Gott ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Bei aufrichtiger Nachfrage kommt die Sendung sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bhakti [[Weg]] sind fünf Elemente unerlässlich. (1) [[Nishkamya]] (Absichtslosigkeit), (2) [[Avyabhicharini]] (Ausdauer), (3) [[Sadat]] (Stetigkeit). (4) [[Sadachara]] ([[Moral]]), (5) [[Ernsthaftigkeit]]. So kommt die Erkenntnis schnell. Ohne Karte oder Kompass ist es schwierig, ein Schiff über den Ozean zu steuern. Ebenso schwierig ist es, ohne [[Disziplin]], Ordnung im Leben, Moral und Hingabe an den Herrn sicher über den Ozean des [[Samsara]]s (Kreislauf der Wiedergeburten) zu reisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Liebe ist die [[Sprache]] der [[Träne]]n. Tauche die Lotusfüße des Herrn stetig in die Tränen der [[Reue]], der Trennung ([[Viraha]]) und der Liebe (Prema) im Tempel deines Herzens. So wirst du die Glückseligkeit der Verbundenheit mit dem Herrn genießen. Nicht den Bruchteil einer Sekunde, nicht die Dauer eines Lidschlages darf dein [[Bewusstsein]] sich von den Lotusfüßen des Herrn entfernen. Deine Hingabe soll fließen wie Öl und dir stehen die drei Welten offen. Der Herr gibt Sein Versprechen, dass Er solch einem Bhakta folgen wird, wo immer er sich hinbewegt. Er trägt den Staub seiner [[Fuß|Füße]] als [[Tilaka]] auf Seiner Stirn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sudama]] kam zu Krishna, der sein Freund war. Krishna war im Gespräch mit [[Radha]]. Sudama war im Lumpen gehüllt und traute sich nicht den Palast zu betreten. Die Wachen informierten Krishna: &amp;quot;Herr, ein armer [[Brahmane]], mit Namen Sudama steht, in Lumpen gehüllt, vor den Toren des Palastes.&amp;quot; Krishna verbot den Wachen jedes weitere Wort. Das Wort Sudama war genug. Er rannte barfuß hinaus und rief: &amp;quot;Mein lieber Sudama, mein Freund.&amp;quot; Radha war ein wenig verärgert, weil Krishna den [[Raum]] so plötzlich verließ, ohne ihr zu sagen warum. Wenige Minuten später kam Krishna mit Sudama zurück. Er bemerkte Radhas schlechte [[Stimmung]] und Er kannte den Grund. Er sprach zu Ihr: &amp;quot;Liebe Radha, verzeih Mir. Ich bin der Sklave Meiner Bhaktas. Ich liebe sie mehr als Mich Selbst.&amp;quot; Krishna ließ Sudama auf Seinem eigenen Sitz Platz nehmen und schnappte Sich das Päckchen gebackenen Reises von Sudama, denn dieser war zu scheu, sein armseliges Geschenk zu übergeben. Krishna nahm den gebackenen Reis zu Sich und sprach verzückt: &amp;quot;Oh Radha, niemals zuvor genoss ich eine derartige Köstlichkeit.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dich entschlossen hast, für ein - zwei Stunden Japa oder Meditation zu praktizieren, so musst du dies in Ruhe und mit Hingabe tun. Keine Eile und kein unruhiger, mit etwas anderem beschäftigter Geist dürfen dich in Anspruch nehmen. Sei nicht wie ein Lieferant, der mit billigem Material ein Haus baut und damit den Auftraggeber betrügt. Gott kannst du nicht betrügen. Du betrügst nur dich selbst, da weder Japa noch Meditation dir den gewünschten Erfolg bringen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ständiger Anbetung Gottes zu verweilen wird [[Nishtha]] genannt. Der Bhakta festigt sich in der Hingabe, entwickelt [[Asakti]] (Bindung) an den Herrn, wenn er in seiner Hingabe und Tiefe seiner Meditation fortschreitet. Singe den Namen des Herrn. Lobpreise Ihn. Richte deine [[Gedanke]]n nur auf Ihn. Meditiere auf Ihn. Das ist das Wesen von Bhakti Yoga. Wenn du Vollkommenheit erlangt hast in Hingabe und Liebe zu Gott ([[Purnaprema]]), steht die Welt dir offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|_kavr-J5GDE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Shuddha Pushti Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Swami Sivananda aus &amp;quot;All About Hinduism&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shuddha Pushti Bhakti, wörtlich „die reinste Form der Verehrung“, ist eine Form der [[Gottesverehrung]], die besonders im [[Vaishnavismus]], praktiziert wird. Gerade in der Shuddhadvaita Richtung spielt die Shuddha Pushti Bhakti eine besondere Rolle. Beim Shuddha-Pushti-Bhakti singen die Verehrer [[Kirtan]]s mit den Namen Gottes. Sie loben [[Gott]], und sie entwickeln ein starkes Sehnen nach Gott. Und diese Art der Verehrung wird von Gott selbst verursacht, und somit fällt die [[Gnade]] Gottes auf die Sucher. Damit wird auch eine starke [[Verbindung]] der Sucher zu Gott hergestellt, und diese Verbindung wächst schließlich zu Prema Bhakti („Geschmack Gottes“). Die Verehrer erlangen so [[Wissen]] über und von Gott. Sie erreichen dann eine Anbindung an Gott ([[Asakti]]). Und schließlich entsteht ein starkes Verlangen danach, Gott zu erreichen. Dies ist eine reife Form der [[Liebe]] und der Asakti. Sie wird als [[Vyasana]] bezeichnet. Dieses starke Verlangen oder Vyasana, führt dann zu Erlangung der höchsten [[Wonne]], der Summum Bonum oder des Endes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Liebe zu [[Krishna]] intensiver wird, sehen die Verehrer Krishna überall. Und somit wird alles zu einem Objekt ihrer Liebe. Und sie identifizieren sich so mit allem.  Die [[Gopi]]s machten diese [[Erfahrung]]. Sie sahen Krishna überall. Und sie sahen sich ebenfalls als Krishna. Dies ist Para Bhakti oder die höchste [[Hingabe]], die dann ähnlich wie das Wissen oder das [[Brahman]] [[Jnana]] der Vedantins oder Jnanins wirkt. Dabei ist sowohl die innere als auch die äußere [[Welt]] voll mit Krishna oder Purushottama für diese Verehrer. Die Belohnung für diese Hingabe ist der Zugang zu allen ewigen Vergnügungen oder den [[Lila]]s von Krishna. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Shuddha Pushti Bhakti ist das höchste [[Ziel]] nicht [[Mukti]] oder die [[Befreiung]]. Das höchste Ziel ist der ewige [[Gottesdienst]] an und für Krishna und die Teilnahme an seinen Vergnügungen im kosmischen Spiel oder [[Vrindavana]]. Jene, die Vyasana, oder das starke Verlangen nach Gott, aufgebaut haben, lehnen mit Verachtung die vier Arten der Befreiung ab. Die Maryada-Bhaktas erreichen Sayujya Mukti, d.h. sie werden eins mit Krishna. Die Pushti Bhaktas lehnen Mukti ab und nehmen an den Vergnügungen oder den Lilas von Krishna teil. Sie wählen mit großer [[Freude]] den immerwährenden Gottesdienst an und für Krishna. Dabei nehmen die [[Bhakta]]s die Formen von Kühen, Vögeln, [[Baum|Bäumen]] und auch Flüssen an. Sie erfreuen sich an der [[Gesellschaft]] von Krishna, die grenzenlose Freude bringt. Die Vergnügungen sind dabei ähnlich zu denen, die Krishna in [[Vraja]] and [[Vrindavana]] ausführte. Dabei werden auch einige der Verehrer zu Gopas and Gopis und nehmen so an den Vergnügungen in dem kosmischen Vrindavana teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z7Ir6QiayrU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhakti भक्ति bhakti Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Bhakti, भक्ति, bhakti ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|uQVEnxTzDoU}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/Bhakti.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kraft der Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Sacinandana Swami, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 16&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sprechen von Bhakti oder Liebe als der wichtigsten und auch stärksten Kraft, die uns zum spirituellen Leben führt und uns im spirituellen Leben erhält. Das wunderbare an Bhakti ist, dass sie der natürliche Zustand der Seele ist. Die natürlichen Dinge sind nie sehr kompliziert - sie sind dem&lt;br /&gt;
Leben sehr nahe. In der Bhakti-Tradition der vedischen Kultur werden neun mit spiritueller Kraft erfüllte Vorgänge praktiziert, die die Seele in die Umarmung Gottes bringen und Gottesliebe erwecken. Diese neun Vorgänge werden von [[Prahlada]] Maharaja im [[Shrimad]] Bhagavatam (7.5.23-24) aufgeführt:&lt;br /&gt;
sri-prahlada uvaca&lt;br /&gt;
sravanam kirtanam visnoh&lt;br /&gt;
smaranam pada-sevanam&lt;br /&gt;
arcanam vandanam dasyam&lt;br /&gt;
sakhyam atma-nivedanam&lt;br /&gt;
iti pumsarpita visnau&lt;br /&gt;
bhaktis cen nava-laksana&lt;br /&gt;
kriyeta bhagavaty addha&lt;br /&gt;
tan manye &#039;dhitam uttamam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prahlada Maharaja sagte: Über Sri [[Vishnu]]s transzendentalen Heiligen Namen, über Seine Gestalt, über Seine Eigenschaften, über Seinen Besitz und über Seine Spiele zu hören und zu chanten, sich an sie zu erinnern, dem Herrn ehrerbietig mit sechzehn [[Yoga Arten|Arten]] von Zubehör Verehrung darzubringen, dem Herrn Gebete darzubringen, Sein Diener zu werden, den Herrn als seinen besten Freund zu betrachten und Ihm alles hinzugeben (mit anderen Worten, Ihm mit Körper, Geist und Worten zu dienen) - diese neun Vorgänge werden als reines hingebungsvolles Dienen anerkannt. Wer sein Leben durch die Ausführung dieser neun Vorgänge in den Dienst Vishnus gestellt hat, sollte als der gelehrteste Mensch angesehen werden, denn er hat vollkommenes Wissen erlangt. Heute werden wir uns dem ersten dieser neun Vorgänge widmen. Hören über Vishnus transzendentale heilige Namen, Seine Gestalt, Seine Eigenschaften und Seine Spiele heißt auf [[Sankrit]] [[Shravanam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Shravanam - Die Kraft von Klang für Bhakti ===&lt;br /&gt;
Dass unterschiedliche Klänge über strukturierende Kräfte verfügen, ist spätestens seit den Aufsehen erregenden Experimenten des Japanischen Wissenschaftler Dr. Emoto in vielen spirituellen Kreisen bekannt geworden. Nach den vedischen Erkenntnissen ist es die Schwingung des [[Brahman]]s ([[Nada-Brahman]]), die&lt;br /&gt;
die ganze materielle Welt strukturiert. Die [[Vedanta]] [[Sutra]]s besagen, dass wir durch eine Art des Klanges bedingt und an die materielle [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie] gefesselt werden, und durch eine andere Art des Klanges von aller inneren Gefangenschaft befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Garuda Purana]] misst dem Hören von transzendentalen Klangschwingungen ganz besondere Bedeutung zu. Es heißt dort: „Der Zustand des bedingten Lebewesens in der materiellen Welt gleicht der Bewusstlosigkeit einer Person, die von einer Schlange gebissen wurde. Beide Zustände der Bewusstlosigkeit können durch den Klang eines Mantras beendet werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer meiner Indienreisen habe ich das praktisch erleben können. Ich lebte damals mit einem Freund für einige Zeit in einer Höhle oberhalb von [[Rishikesh]]. Obwohl wir von Einheimischen gewarnt worden waren, sind wir einmal bei Mondschein zur [[Ganga]] heruntergegangen, um dort am Ufer zu meditieren. Plötzlich schrie mein Freund [[Prabhujaka]] auf, der hinter mir ging: Als ich erschreckt mit der [[Tasche]]nlampe nach hinten leuchtete, sah ich gerade noch die [[Kobra]] verschwinden. Innerhalb kürzester Zeit verfiel Prabhujaka in einen bewusstlosen Zu[[stand]]. Wie konnte ich ihm nur helfen? Ich hatte gehört, man sollte die Wunde ausschneiden und ausbrennen, aber fühlte mich in keiner Weise in der Lage, so etwas zu versuchen. Zum Glück fand ich einen [[Yogi]], dem ich mit meinen bescheidenen [[Hindi]]-Kenntnissen: „sarpa, sarpa, bandhu, bandhu“ (Schlange, Schlange, Freund, Freund) mitteilen konnte, was Entsetzliches geschehen&lt;br /&gt;
war. Der Yogi wusste Hilfe. Er brachte einen [[Mantra]]-Doktor und dieser begann Mantras zu chanten. Er machte einen kleinen Schnitt in die Wunde. Während er chantete und hier und da noch Kräuter auf die Wunde tat, sah ich im Schein eines entfachten Feuers, schwarzes, giftiges Blut aus der Wunde herauskommen. Nach einer halben Stunde wachte Prabhujaka aus dem Koma auf und nach zwei Tagen war der ganze Vorfall fast vergessen. Nur der schnellheilende Einschnitt und die zwei Löcher des Kobrabisses erinnerten uns daran. So stark sind Mantras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Srila Prabhupada]], mein spiritueller [[Meister]], sagte einmal dazu: „Wenn jemand von einer Schlange gebissen wird, stirbt er nicht sofort, sondern wird zuerst bewusstlos und bleibt eine Zeitlang in einem Koma ähnlichen Zustand.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus spiritueller Sicht, schläft jeder in der materiellen Welt ebenfalls in einem Koma, denn er weiß nichts von seinem wirklichen Selbst, seiner eigentlichen Aufgabe und seiner Beziehung zu Gott. Materialistisches Leben bedeutet daher, von der Schlange [[Maya]]s, der Illusion, gebissen worden zu sein und somit ohne spirituelles Bewusstsein beinahe tot zu sein. Doch der Scheintote, der von einer Schlange gebissen wurde, kann wieder zum Leben erweckt werden, wenn bestimmte Mantras gechantet werden. Es gibt Mantra kundige [[Heiler]], die solche Wunder vollbringen können. In ähnlicher Weise kann man aus dem Tod ähnlichen unbewussten Zustand des materiellen Lebens wieder zum Gottesbewusstsein zurückgebracht werden, wenn man das [[Maha-Mantra]] hört: „[[Hare]] [[Krishna]] Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare Hare [[Rama]] Hare Rama Rama Rama Hare Hare.“ Im [[Bhakti Yoga]] ist das Hören von spiritueller Klangschwingung insbesondere wirksam und angenehm, wenn es in der Gemeinschaft von anderen [[Bhakta]]s durchgeführt wird. Die Lieder und Erzählungen über Krishna werden als [[Rasayana]]-katha, wiederbelebender Klang, bezeichnet. Wenn man bereitwillig seine Ohren für diese Klangschwingung öffnet, kann der Spiegel des Herzens sehr schnell von allen belastenden Gedanken und Eindrücken befreit werden und unsere spirituelle Seele kann zu ihrem ursprünglichen Zustand der Glückseligkeit aufwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|T7xfA8x-9Lk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sadhana des Shravanams ===&lt;br /&gt;
In der spirituellen Bhakti-Tradition ist es üblich, jeden Morgen ein regelrechtes [[Sadhana]] des Sravanams&lt;br /&gt;
zu machen:&lt;br /&gt;
- Rezitieren von Mantras,&lt;br /&gt;
- Singen spiritueller Lieder ([[Bhajan]]s),&lt;br /&gt;
- Lesungen aus den heiligen Schriften,&lt;br /&gt;
- spirituelle Diskussionen ([[Ista-gosthi]]s),&lt;br /&gt;
- und immer wieder das Hören von Maha-Mantra,&lt;br /&gt;
wecken die spirituelle Persönlichkeit auf und strukturieren das Leben neu. Wirkliche Wunder können geschehen für jemanden, der regelmäßig den Sravanam-Sadhana praktiziert: Das Herz wird ruhig und immun gegen die Einflüsse von [[Tamas]] und [[Rajas]], die unvermeidlich im Alltagsleben eines Nicht-[[Ashram]]a-Bewohners auftreten. Wir alle kennen in unserem Leben die Kraft von Worten. Wenn ein Verliebter seine Geliebte fragt „Liebst du mich?“ und sie mit „Ja“ antwortet, hat dieses eine andere Wirkung als ein „Nein“. Spirituelle Klangschwingungen tragen jedoch keine solche informative Bedeutung in sich, denn sie sind nicht zur&lt;br /&gt;
Information sondern zur Transformation bestimmt. Vielmehr bergen sie die Kraft, die schlafende Seele zu erwecken. Das [[Shrimad Bhagavatam]] lobpreist die Kraft des Hörens wie folgt: „Wer in der reinen Bhakti für Krishna verankert sein möchte, sollte unaufhörlich über Seine Herrlichkeit und Seine transzendentalen Eigenschaften hören. Diese Vorgehensweise wird mit Sicherheit alles Unglückselige aus dem Herzen beseitigen.“ (Shrimad Bhagavatam 12.3.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kraft des Hörens wird manchmal auch mit der Kraft der Mondstrahlen verglichen, die mit ihren sanften Händen die Knospen der in der Nacht blühenden Lotosblumen entfalten. So kann auch unsere spirituelle Persönlichkeit, die jetzt in einem knospenhaften Zustand ist, durch das Hören entfaltet werden. Jeder der neun Vorgänge der Bhakti wird in der Tradition durch einen großen [[Devotee]] vertreten, der in seinem Leben den jeweiligen Vorgang zum Erfolg gebracht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Held des Sravanams ist [[Parikshit Maharaja]]. Parikshit Maharaja, ein Kaiser der damaligen vedischen Welt, hatte eines Tages erfahren, dass ihn ein [[Brahmane]]nknabe verflucht hätte, nach Ablauf von sieben Tagen durch einen Schlangenbiss zu sterben. Parikshit Maharaja akzeptierte den Fluch und somit wurde dieser unabwendbar. Er hätte auch komplexe [[Yajna]]s ausführen können um auf diese Weise dem Tod zu entgehen, doch er sah in dem Vorfall eine Arrangierung des höchsten Herrn, der er sich nicht in den Weg stellen wollte. Er überlegte sich, was zu tun sei und kam zu der Entscheidung, sich während der ihm verbleibenden sieben Tage vollständig der Praxis des Sravanams zu widmen. Entschlossen begab er sich an das Ufer von Mutter Ganga, fastete und hörte mit großer Aufmerksamkeit dem Weisen Shukadeva zu, der das Shrimad Bhagavatam erzählte - die wunderbare Geschichte über den Höchsten Persönlichen Gott. Unzählige [[Sadhu]]s hatten von dem Entschluss des Königs gehört, seine letzten Tage gänzlich dem Sravanam zu widmen und waren angereist, um dem nektargleichen Strom Gehör zu schenken, der von den Lotuslippen [[Shukadeva]] [[Goswami]]s ausging, des [[Guru]]s von Parikshit. Es hieß, dass einige sogar aus entlegenen Teilen des Universums kamen, um diesem Austausch von spirituellen Fragen und Antworten beizuwohnen. Wir wollen versuchen in die Szene einzutauchen: Parikshit Maharaja war gefasst und Shukadeva saß vor ihm, verankert in vollkommener Ruhe und Intelligenz. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übermittlung transzendentalen Wissens waren erfüllt: Ein qualifizierter Hörer und ein qualifizierter Sprecher waren da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parikshit Maharaja stellte seine erste Frage: „Bitte lass mich wissen, worüber ein Mensch hören und chanten soll, woran er sich erinnern und wen er verehren soll, und auch was er nicht tun sollte. Bitte erkläre mir all dies.“ (SB 1.19.38) Shukadeva Goswami fing an zu sprechen. Es heißt, dass in diesem Augenblick zwei Ganga-Flüsse gegenwärtig waren: der Ganga-Fluss, in dem sich die Sadhus morgens badeten und der Ganga-Fluss des Shrimad Bhagavatams, welches von Shukadeva entströmte. Es muss eine unglaubliche Atmosphäre gewesen sein - keiner war hungrig und jegliche Furcht vor dem Tod verschwand. Kurz vor seinem Hinübergehen sprach Parikshit noch einmal. Es waren seine letzten Worte, welche am besten die Wirkung von Sravanam zum Ausdruck bringen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„O Brahmanas, nehmt mich bitte als eine völlig ergebene Seele an. Lasst auch Mutter Ganga, die Vertreterin des Herrn, mich als solche annehmen. Ich habe jetzt den Herrn ganz und gar in mein Herz aufgenommen. Es gibt keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] in mir. Lasst mich daher die seltsame Schlange oder welch magisches Ding auch immer der Brahmanen-Knabe geschaffen hat, sogleich beißen. Nur einen Wunsch habe ich: möget ihr alle fortfahren, die Taten Vishnus zu besingen und über sie zu hören.“ (SB 1.19.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir den Weg des Sravanams in unserem eigenen Leben praktizieren? Die großen Bhakti-[[Acharya]]s haben immer wieder darauf hingewiesen, dass Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit ein entscheidender Schlüssel für das Sravanam sind. Doch niemand kann gespannte Aufmerksamkeit entwikkeln, der nicht rein im Geist ist. Niemand kann wiederum rein im Geist sein, der nicht rein im Handeln ist, und niemand kann rein im Handeln sein, wenn er nicht im Essen, Schlafen, Verteidigen und seiner Sexualität rein ist. (Shrila Prabhupada, SB 1.3.44, Erläuterung) Außerdem sollte sichergestellt werden, dass das Gehörte frei von materiellen Zusätzen ist. Man sollte deswegen von einer möglichst reinen Quelle hören oder lesen. Die Bedeutung der Schriften soll mit anderen Worten nicht durch mentale Spekulation verdreht werden. Eine Analogie im [[Padma Purana]] sagt, dass obwohl [[Milch]] immer eine gute Wirkung hat, wird sie lebensgefährlich, wenn ihr auch nur ein Tropfen von Schlangengift beigefügt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir möchten unsere Leser demütig darauf hinweisen, dass Bhakti eine Erfahrung ist, die nicht mit dem intellektuellen Geist gemacht wird, sondern in dem durch spirituelle Praxis gestärkten spirituellen Herzen stattfindet. Wenn die geschätzten Leser und Leserinnen dieses Artikels in diesen Zeilen Juwelen der Inspiration finden und somit zur Bhakti Praxis des Sravanams angeregt werden würden, wäre meine Bemühung zu schreiben gesegnet. Möge Krishna diesen Pilgerzug von Worten anführen und ihn zu dem Ziel und zu dem Ort der heiligen Inspiration führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Praxis von Bhakti Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
# Morgens aus der [[Bhagavad Gita]] 1 Kapitel hören&lt;br /&gt;
# Bhajans singen und hören&lt;br /&gt;
# Das Maha-Mantra hören&lt;br /&gt;
# Großen Weisen zuhören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|z7rQfZfLisQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der spirituelle Name Bhakti ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radha Krishna.jpg|thumb|Bhakti ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Krishna oder Tryambaka oder Om oder Soham Mantra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist ein spiritueller Name für Aspirantinnen mit [[Krishna]]-[[Mantr]]a, [[Tryambakam]]-[[Mantra]], [[OM]] oder [[Soham]]-[[Mantra]], eigentlich von jedem Mantra. Denn Bhakti heißt [[Hingabe]], Bhakti heißt [[Gottesliebe]]. Bhakti ist jede Form von [[Liebe]]. Wenn du den Namen Bhakti hast, dann soll das heißen, du willst deine Liebe, deine Gottesliebe immer weiter kultivieren und in der Hingabe zu Gott wirst du die höchste Verwirklichung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3lwJ_MFayq8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kreative Lesung aus dem Buch „Inspiration und Weisheit“ von Swami Sivananda. Aus dem Kapitel „Bhakti“==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit heißt im Tiefen in [[Gott]] zu sein. Frömmigkeit ist das Fließen von Hingabe zu Gott. Frömmigkeit heißt, dass der Mensch vom Herzen her durch Gott angezogen wird wie die Nadel vom Magneten. Wahre Frömmigkeit ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gottesverehrer, der Fromme, will nur Gott und nichts anderes als Gott. In der Liebe eines wahrhaft Frommen liegt keine selbstsüchtige Erwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Frömmigkeit ist frei von [[Angst]]. Wahre Frömmigkeit verändert den Menschen zur Göttlichkeit. Wahre Frömmigkeit heißt, von [[Prem]], göttlicher Liebe, ergriffen zu sein. Wahre Frömmigkeit ist nicht emotionale Erregung. Wahre Frömmigkeit ist kein Fanatismus. Wahre Frömmigkeit ist keine Show. Wahre Frömmigkeit ist keine äußere Erregung. Wahre Frömmigkeit bedeutet nicht, anderen etwas vorschreiben zu wollen. Wahre Frömmigkeit ist Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wahrhaft Frommer will sich einstimmen auf den Willen des Gottes, den Willen des Göttlichen, das heißt, an Gott zu denken. Wahre Frömmigkeit erblüht zur höchsten Erkenntnis und dann zur [[Unsterblichkeit]] und [[Gottverwirklichung]]. Mit Frömmigkeit öffnest du dein Herz. Mit Frömmigkeit kultivierst du Liebe. Mit Frömmigkeit erreichst du das Göttliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit kann jeder kultivieren. [[Bhakti]], Frömmigkeit, Gotteslieben, kann von jedem praktiziert werden. Du brauchst weder studiert zu sein noch brauchst du besonders konzentriert zu sein. Du musst nicht musikalisch sein, musst keine guten Manieren haben. Frömmigkeit heißt, ein beständiges Denken an Gott und tiefes [[Vertrauen]] haben, das Gott dich führt, dir Aufgaben gibt, zu dir spricht, dich segnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der indischen [[Mythologie]] gibt es so viele Beispiele von [[Heilige]]n, die aus niedrigen Schichten stammen. Shabari war eine ungebildete Frau vom Lande. Sie hatte die Vision von Rama. Nishada  war ein Analphabet. Druva  war ein kleiner Junge, der kaum etwas wusste. Vidura und Sudama waren sehr arm. Hanuman war ein Affe. Djataju  war ein Vogel. Gajendra war ein Elefant. Die Gopis von Vrinda wussten nichts über klassische vedische Rituale. Sie alle erreichten [[Gottverwirklichung]] durch Hingabe, Selbstaufgabe und große Frömmigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflege von Frömmigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen fragen: Wie können wir Gott lieben, den wir nie gesehen haben? Lebe in der Gesellschaft von [[Weise]]n und [[Heilige]]n. Oder höre über die Lilas dieser Heiligen, lies Bücher oder schaue dir Filme über die Gottverwirklichten an. Lies die heiligen Schriften. Verehre jedes Bild von Gott oder dem [[Guru]]. Singe Gottes Name, besinge seine Herrlichkeit. So wird Frömmigkeit in dir wachsen. So wird Gottesliebe in dir wachsen. Kultiviere Liebe zu Gott. Bete darum, dass Frömmigkeit dein Herz ergreift. Bitte Gott, dich zu sich zu rufen. Übe fromme Handlungen. Habe einen [[Altar]]. Schmücke den Altar. Zünde [[Räucherstäbchen]], eine [[Kerze]] oder eine [[Öllampe]] an. Mache Meditation vor diesem Altar. Trage eine [[Japa Mala]] um deinen Hals. Schaue dir Gottesbilder an. Höre [[Mantras]] zu. Als das hilft dir, Bhava, ein Gefühl zu erzeugen, um das Göttliche anzurufen. Und wenn du dieses Gefühl hast, dann bitte Gott, deine Frömmigkeit zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele Praktiken, mit denen du deine Gottesliebe und deine Frömmigkeit entwickeln kannst. Dazu gehört [[Satsang]], Besuche von Gottesdiensten, Japa, Wiederholung eines Mantras, [[Kirtan]], Singen von spirituellen Liederns, regelmäßige [[Gebete]], Dienen in spirituellen Gemeinschaften, Tempeln, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Besuchen von Wallfahrtsorten, auch Dienst an Armen und Kranken mit göttlichem [[Bhava]], auch das Opfern aller Handlungen und deren Früchte an das Göttliche. Kultiviere das Gefühl, dass Gott in allen Wesen ist. Verneige dich vor den Bildern Gottes und verneige dich vor den Heiligen. Verzichte auf oberflächliche Vergnügen. Mache dein Leben [[sattwig]]. Lies keine Klatschgeschichten und verbreite keine Klatschgeschichten. Lies nicht zu viel über die Geschehnisse in der Welt. Übe Wohltätigkeit und praktiziere uneigennützige Liebe. All das hilft dir, Frömmigkeit im Herzen zu entwickeln. Äußere Handlungen der Frömmigkeit wie Altardienst, Bilder, Rituale und so weiter können dir helfen, ein inneres Gefühl der Frömmigkeit und Gottesliebe zu kultivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Spirituelle Namen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bhaktavatsala]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairava]]&lt;br /&gt;
* [[Bharata]]&lt;br /&gt;
* [[Bhargavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhaskara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Bhaktimant]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Vibhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Hingabe]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Demut]]&lt;br /&gt;
*[[Inspiration]]&lt;br /&gt;
*[[Atmasamarpana]]&lt;br /&gt;
*[[Bhava]]&lt;br /&gt;
*[[Ishvarapranidhana]]&lt;br /&gt;
*[[Svarabhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Satchidananda]]&lt;br /&gt;
*[[Glückseligkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Selbstverwirklichung]]&lt;br /&gt;
*[[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Mantraweihe]]&lt;br /&gt;
*[[Spiritueller Name]]&lt;br /&gt;
*[[Spirituelle Namen Liste]]&lt;br /&gt;
*[[Mantra Diksha]]&lt;br /&gt;
*[[Nama Diksha]]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantras-und-musik/ Seminare zum Thema Mantra und Musik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/goettliche-erkenntnis Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/inspirierende-geschichten Swami Sivananda: Inspirierende Geschichten]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/sadhana-ein-lehrbuch-techniken-spirit.-vollkommenheit Swami Sivananda: Sadhana - Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/licht-kraft-weisheit Swami Sivananda: Licht, Kraft und Weisheit]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/die-wissenschaft-pranayama Swami Sivananda: Die Wissenschaft des Pranayama]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-ueberwindung-furcht Swami Sivananda: Die Überwindung der Furcht]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/vedanta-anfaenger Swami Sivananda: Vedanta für Anfänger]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/philosophie/goettliches-elixier-swami-sivananda Swami Sivananda: Göttliches Elixier]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/goetter-goettinnen-hinduismus Swami Sivananda: Götter und Göttinnen im Hinduismus]&lt;br /&gt;
assical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Wonne/bhakti.html Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis: Bhakti]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/yoga-wege/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/sadhana/bhaktiSadhana.html Swami Sivananda, Sadhana: Bhakti Yoga Sadhana]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/inspirierende-geschichten/bhakti/ Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten: Guru Bhakti]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=bhakti Videos zum Thema &amp;quot;Bhakti&amp;quot;]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-hochste-gottesliebe-bhagavad-gita-xii-abschluss Bhakti Yoga – Höchste Gottesliebe – Bhagavad Gita XII.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-yoga-der-hingabe-und-liebe Bhakti Yoga – Yoga der Hingabe und Liebe]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/swamisivananda.html Artikel von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/IntegralYoga/Integraler-Yoga.htm Swami Sivanandas Integraler Yoga]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare und Ausbildungen==	&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/ Karma Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Sukadev über Bhakti===&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/bhakti-hingabe-yogavidya-sanskritlexikon.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Bhakti und Sankirtan]] &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman Männlich]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944458</id>
		<title>Bhakti</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944458"/>
		<updated>2020-10-15T15:10:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Seminare und Ausbildungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति bhakti &#039;&#039;f.&#039;&#039;) [[Hingabe]], [[Liebe]], [[Demut]], Zuteilung, Verehrung, Anbetung, tiefste Verbundenheit mit [[Gott]] immer und unter allen Umständen. Im [[Yoga]] gilt Bhakti als einer der sechs Hauptwege zur [[Selbstverwirklichung]]. Bhakti ist die höchste und reinste Form der [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/liebe/ Liebe]. Sie zeigt sich als Liebe zu Gott, als [[Hingabe]] an den [[Meister]]/[[Guru]]/[[Lehrer]], der einen die Liebe zu [[Gott]] lehren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paschimotthanasana-5.jpg|thumb|Die Vortwärtsbeuge steht für Hingabe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden verschiedene Arten von Bhakti unterschieden:&lt;br /&gt;
* 1. &#039;&#039;&#039;Gurubhakti&#039;&#039;&#039;: Hingabe an den Lehrer und Meister;&lt;br /&gt;
* 2. &#039;&#039;&#039;Vaidhabhakti&#039;&#039;&#039;: Vorbereitende Stufe, auf der die Anordnungen ([[Vidhi]]) des Lehrers zur Ausübung der Bhakti befolgt werden;&lt;br /&gt;
* 3. &#039;&#039;&#039;Ragabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Zustand]], in dem der [[Bhakta]] nur an Gott denkt, alles erinnert ihn an Gott, alles hat mit ihm zu tun;&lt;br /&gt;
* 4. &#039;&#039;&#039;Parabhakti&#039;&#039;&#039;: höchste Liebe zu Gott, in dem nichts ist außer ihm und dem [[Bewusstsein]] der Verbundenheit mit ihm;&lt;br /&gt;
* 5. &#039;&#039;&#039;Premabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Ekstase|ekstatische]] Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MP900444860.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist das ganz natürliche Bedürfnis des [[Mensch]]en, Gott zu dienen und seinen Plan zu befolgen. Um in Bhakti gefestigt zu sein, braucht man [[Tugend]], Unbeirrbarkeit, [[Hingabe]], Furchtlosigkeit und die [[Befreiung]] vom [[Ego]].&lt;br /&gt;
Die [[Bhagavadgita]] und die [[Bhagavata Purana]] sind wichtige Texte, um etwas über die Bedeutung und [[Praxis]] von Bhakti zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039;, Sanskrit भक्ति bhakti f, ist ein [[Spiritueller Name]] und bedeutet &#039;&#039; Hingabe, Gottesliebe. &#039;&#039; Bhakti kann Aspirantinnen gegeben werden mit [[Krishna]] Mantra, [[Tryambaka]] Mantra, [[Om]] Mantra, [[Soham]] Mantra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9 Stufen der Bhakti==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-Urwald.jpg|thumb|Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Bhakti und Sankirtan&amp;quot; von Swami Sivananda (Hrsg.: The Divine Life Society, 2007), S. 48-49&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (1) [[Satsang]], [[Svadhyaya]]&lt;br /&gt;
* (2) Bewunderung&lt;br /&gt;
* (3) [[Sraddha]] ([[Glaube]])&lt;br /&gt;
* (4) [[Hingabe]] ([[Sadhana]] Bhakti)&lt;br /&gt;
* (5) [[Nishtha]] (Frömmigkeit)&lt;br /&gt;
* (6) [[Ruchi]] (Geschmack)&lt;br /&gt;
* (7) [[Rati]] (starke Bindung)&lt;br /&gt;
* (8) Sthayi [[Bhava]] (Beständigkeit)&lt;br /&gt;
* (9) [[Maha]] [[Bhava]] ([[Prem]] [[Maya]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Satsang]] und [[Svadhyaya]] (Studium [[spirituell]]er [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften]) entsteht Bewunderung für [[Gott]]. Aus Bewunderung entsteht [[Sraddha]] (Glaube), aus [[Sraddha]] entsteht [[Hingabe]] an Gott. Dann praktiziert der [[Bhakta]] [[Sadhana]] Bhakti, wie [[Japa]], [[Smarana]] und [[Kirtan]]. Durch diese [[Praxis]] vernichtet er seine [[Sünde]]n und überwindet [[Hindernis]]se, um [[Hingabe]] zu erlangen. Durch Sadhana Bhakti entwickelt der [[Bhakta]] sich [[Nishtha]] (Frömmigkeit), aus Nishtha entsteht [[Ruchi]], [[Liebe]] zum Hören und Singen der [[Name]]n Gottes zu Seiner Herrlichkeit. Darauf folgt [[Rati]] (starke Bindung zu Gott). Rati erweicht das [[Herz]]. Wenn sich Rati verstärkt, wird sie Sthayi [[Bhava]] genannt (Beständigkeit oder permanente Form von Bhakti [[Rasa]]). Wenn sich Sthayi Bhava verstärkt, wird er Maha Bhava oder Prema Maya genannt. Nun trinkt der Bhakta den Prema Rasa und weilt in Gott. Für solch einen Bhakta sind die [[Welt]] und ihre Attraktionen gestorben. Er kümmert sich auch nicht um die Aktivitäten seines [[Körper]]s. Er hat den [[Zustand]] eines [[Jivanmukti]] erreicht, eines lebend Befreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|KBNhTkKpo3E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Bhakti&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti bedeutet [[Hingabe]] und [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti ist ein wunderschönes [[Wort]]. Bhakti heißt Hingabe. Bhakti heißt Gottesliebe. Bhakti ist sowohl [[Weg]] als auch [[Ziel]]. Bhakti ist ein Weg, daher auch [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga], der [[Yoga]] der Hingabe. Bhakti ist etwas, was du vielleicht hast. Bhakti kommt aus [[Gnade]]. Aber du kannst auch etwas tun, um Bhakti zu entwickeln, das ist der ganze Weg des Bhakti Yoga. Es gibt neun [[Praxis|Praktiken]], um Bhakti zu entwickeln. Darüber spreche ich, wenn ich über [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga] spreche. Bhakti kommt also als Gnade, manche [[Mensch]]en haben einfach die Gottesliebe. Bhakti kann durch [[Erziehung]] kommen. Manche Menschen wachsen in einer [[Familie]] auf, wo die Eltern tiefe Bhakti haben und die [[Kind]]er von [[Natur]] aus hinein wachsen. Bhakti kann kommen, weil du eine überwältigende [[Erfahrung]] gehabt hast. Bhakti kann kommen, wenn du ein [[Buch]] über einen [Heilige]n liest oder in der [[Gegenwart]] eines Heiligen bist. Bhakti kann kommen, indem du eine wunderschöne Erfahrung machst, eine wunderschöne [[Segen]]serfahrung, Gnadenerfahrung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti kann durch [[Heilung|Wunderheilung]] kommen. Bhakti kann aber auch kommen, indem dein bisheriges [[Leben]] vollständig durcheinander gerüttelt wurde durch einen [[Schicksal]]sschlag. Bhakti kannst du aber auch entwickeln, indem du es entwickeln willst. Du kannst Gott darum bitten: &amp;quot;Oh Gott, bitte, wenn möglich, lasse mich dich lieben. Oh Gott, bitte lasse mich Hingabe spüren. Lieber Gott, wenn es dich gibt, gib mir ein Zeichen. Lieber Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir, dich zu spüren und dich zu lieben.&amp;quot; So wird Bhakti zu einem Mittel. Dann gibt es viele [[Übung]]en, die du machen kannst, um Bhakti weiter zu entwickeln. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die verschiedenen Bhakti Praktiken, die du machst, nicht selbst dafür verantwortlich sind, Gotteserfahrung zu bewirken, sondern die verschiedenen Bhakti Praktiken erhöhen Bhakti, die Hingabe. Wird die Hingabe stark, zieht sie die Gnade Gottes an. Und dann wird man durch Hingabe und Gnade Gottes zur Befreiung, zur [[Erlösung]], zur [[Einheit]] mit Gott, zur [[Gottesverwirklichung]] geführt. So sagt [[Narada]], dass Bhakti an sich zur Befreiung führt, Bhakti an sich führt zur Gotteserfahrung. So übe Bhakti, im Kleinen oder auch im Großen. Übe Bhakti als Teil deines ganzheitlichen Yogaweges, übe Bhakti ergänzend zu deinem Hauptyogaweg oder übe Bhakti als deine Hauptpraxis zur Gottverwirklichung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|NMxeXheVf3U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti==&lt;br /&gt;
Bhakti entstammt dem [[Wort]] ‘Bhaj’ und bedeutet [[Hingabe]], Ergebenheit. Bhakti ist reine, selbstlose [[Liebe]], die aus Ehrerbietung erwächst. &lt;br /&gt;
Bhakti ist die Grundlage aller [[Religion]]en. Bhakti überwindet die [[Vasana]]s (eingeschliffene Denkbahnen) und das [[Ego]]. Bhakti hebt den [[Geist]] empor in die Höhen des Großmutes. Bhakti ist der Schlüssel, um in uns den [[Raum]] der [[Weisheit]] zu öffnen und gipfelt in [[Jnana]] ([[Erkenntnis]]). Bhakti beginnt in der Zweiheit ([[Dualität]]) und endet in der [[Einheit]]. Wer sich mit der Frage auseinandersetzt ‘Was ist höher, Bhakti oder Jnana?’ der gräbt im Dunkeln. Er hat das [[Tattva]] (das wahre [[Wesen]]) von Bhakti nicht verstanden. [[Parabhakti]] (höchste Hingabe) und Jnana sind ein und dasselbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti in Form von [[Anuraga]] (Liebe, Bindung) zu Gott führt zum höchsten [[Ziel]], der Verwirklichung in [[Gott]]. Je stärker die Bindung, desto einfacher wird die [[Verwirklichung]] erreicht. [[Prahlada]] spricht: &amp;quot;Oh Hari, lasse mich für Dich dieselbe unerschöpfliche Liebe bewahren, die die weltlichen [[Mensch]]en den flüchtigen [[Sinne]]sobjekten der Welt entgegenbringen. Möge dieser [[Segen]] mein [[Herz]] erfüllen bei jedem [[Gedanke]]n an Dich.&amp;quot; Welch eine zärtliche [[Sinn]]deutung der Bhakti, [[Gedanken]], die der Tiefe von Prahladas [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] entströmten, gefüllt mit innigen [[Gefühl]]en der Hingabe.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist leicht, etwas Schönes zu lieben. Gott ist die [[Schönheit]] der Schönheit. Gott ist die Quelle der Schönheit. Gott ist die Verkörperung unvergänglicher Schönheit. Deshalb ist es so leicht, Gott zu lieben. Wenn du dich Vergänglichem hingibst, deiner [[Frau]] und deinen [[Kind]]ern, leidest du in dem Moment, in dem sie sterben. Wenn du dich Gott hingibst, erhältst du niemals endenden [[Segen]] und [[Frieden]]. Ein [[Bhakta]] strebt somit nach etwas Unvergänglichem, Ewigem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Liebe ist das Leben eines Menschen leer. Ohne Liebe lebt der Mensch vergebens. Liebe durchdringt, gibt [[Stärke]], ist eine gewaltige [[Kraft]] - Liebe ist der Lebenssaft. Liebe und dir wird Liebe gegeben. Entwickle diese Liebe durch Dienen, [[Japa]] (Rezitieren), [[Satsang]] (Gesellschaft mit Heiligen) und [[Meditation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Liebe ist hohl. Sie entspringt dem Animalischen. Sie ist [[Leidenschaft]] und Fleischeslust. Sie ist eigennützig und unstet, eine heuchlerische Zurschaustellung. Die [[Frau]] zürnt ihrem [[Mann]], wenn er seine [[Arbeit]] verliert. Der Mann verliert die Zuneigung zu seiner Frau, wenn sie ihre Schönheit, etwa durch eine [[Krankheit]], verliert. Wahre, nie endende Liebe findest du nur in Gott allein. Seine Liebe kennt keine Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstverliebte Mann liebt nur seinen [[Körper]]. Er erweitert seine Liebe auf Frau, [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kinder] und [[Freund]]e. Wenn er sich weiterentwickelt, dehnt er seine Liebe auf die Menschen aus, die seiner Kaste angehören und in seinem Umkreis leben. Danach liebt er die Menschen seiner Provinz. Sein Herz strebt weiter und er beginnt, die Menschen seines Landes zu lieben. Auf lange Sicht erblüht in ihm ein Gefühl der universellen Verbundenheit. Er beginnt, jeden Menschen eines jeden Landes der Welt zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|qwZsUq-yFBg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingabe ist der Same, [[Vertrauen]] ist die Wurzel, [[Bhagavata]]s (Gotterfüllten) zu dienen ist der Regen, Überwindung des [[Ego]]s ist die Blüte, Verbundenheit mit Gott ist die Frucht. Das ist der Pfad von [[Bhakti Yoga]]. Bhakti Yoga erfordert kein Studium, kein tiefes Eintauchen in die [[Veden]], sondern lediglich ein in Aufrichtigkeit ergebenes Herz. Jeder ist in der Lage zu singen und den [[Name]]n des Herrn zu preisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tukaram war ein ungebildeter Bauer. Er konnte nicht einmal seinen Namen schreiben. Durch Hingabe und die [[Gnade]] [[Krishna]]s erhielt er höchstes, intuitives [[Wissen]]. Seine berühmten Werke sind heute Vorlage für Studenten. Shri [[Ramakrishna Paramahamsa]] war ebenso ungebildet. Als er im Dakshineshwar Tempel lebte, bekam er das göttliche [[Wissen]] durch die Gnade von [[Mutter]] [[Kali]] und dem Advaita Guru Sri Swami Totapuri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgfältiges Studieren des Lebens dieser beiden Heiligen zeigt, dass der Quell des Wissens in ihren Herzen lag und dass ein jeder diesen Quell durch aufrichtige Hingabe zum Sprudeln bringen kann. Ich verneige mich vor [[Narayana]], [[Shiva]] oder [[Krishna]] - das ist Bhakti Yoga. Ich bin eins mit ‚Allem‘ - das ist [[Jnana Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch in seinem sozialen Umfeld entwickelt Gefühlsregungen wie Liebe, [[Zuneigung]], Zuwendung, [[Freundlichkeit]], Bewunderung, Ehrerbietung und Ehrfurcht. Doch erreicht er damit nicht den letztendlichen Sinn des Lebens. Nur durch Bhakti nähern wir uns dem Herrn und finden zu unserer wahren [[Bestimmung]]. Hingabe ist die Erfüllung der genannten Regungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta praktiziert kein [[Pratyahara]] (Zurückziehen der Sinne). Er taucht ein in [[Prema]] Gottes, versucht, seinen Geist entweder auf Seine Lotusfüße oder auf Sein liebliches Antlitz zu richten. Daraus folgt Pratyahara ganz unbewusst. Ein Raja [[Yogi]] praktiziert Pratyahara bewusst. Ein Jnana Yogi praktiziert kein Pratyahara, doch versucht er, sich mit dem Verborgenen in allem zu identifizieren. Er versucht, durch die Praxis von [[Nididhyasana]] (meditative Erkenntnis), den seinen Atman verhüllenden Schleier zu beseitigen, verneint Name und [[Form]] und sieht sich eingebettet in das verborgene, alldurchdringende Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Weiser spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus [[Ananda]] (Glückseligkeit), besteht durch Ananda und löst sich in Ananda auf.&amp;quot; Der Bhakta spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus Liebe, besteht durch Liebe und löst sich in Liebe auf.&amp;quot; Liebe ist in Ananda verborgen. Der Weise liebt seinen Atman, er ist ihm hingegeben. Ananda ist in Liebe verborgen. Der Bhakta liebt seinen Geliebten und tanzt in Glückseligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dvaita]] ([[Dualität]]), [[Vishishtadvaita]] (qualifizierte Nichtdualität) sind verschiedene Stufen der philosophischen Leiter. Die höchste Stufe ist [[Advaita]] (Nichtdualität). Von ihrem Standpunkt aus ist die Verwirklichung der Dvaitins und Vishishtadvaitins ebenso belegt und richtig. Ein wenig mehr [[Sadhana]] (spirituelle Praxis) und Verstehen wird sie zu reiner Erkenntnis in Advaita gelangen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga beinhaltet drei Elemente, den Liebhaber, den Geliebten und die Liebe. Sobald der Liebhaber erkennt, dass er sich von dem Geliebten und der Liebe nicht unterscheidet, hat er das Ziel von Bhakti erreicht. Jnana erwacht. Die Dualität löst sich auf. Wer liebt nun wen? Nach dem Advaita Vedanta ist Hingabe das stetige Gewahrsein von ‚Ich bin Er.‘ beziehungsweise ‚Ich bin Brahman.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta spricht: &amp;quot;Erlange zuerst das Wissen über Gott, dann erwachsen Liebe und Hingabe zu Ihm.‘ Der Jnani spricht genau umgekehrt: ‚Wissen ist die Frucht von Bhakti.‘ Vollendetes Wissen ist Liebe, vollendete Liebe ist Wissen. Die Nahrungsaufnahme führt zu [[Tushti]] ([[Zufriedenheit]]), [[Pushti]] (Wohlergehen) und Stillung des [[Hunger]]s. Bhakti führt gleichzeitig zu [[Vairagya]] (Losgelöstheit) und [[Jnana]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti beseitigt Ego und Vasanas, so wie [[Feuer]] Holz verbrennt. Die Bhaktas sorgen sich nicht um [[Mukti]] ([[Befreiung]]). Sie ziehen es vor, über den Herrn zu sprechen, Bhagavatas, Armen und Kranken zu dienen, Seinen Namen zu lobpreisen, sich vor Ihm zu verneigen, Ihm alles zu weihen, in Ihm ihr letztendliches Ziel zu sehen und sich Ihm ohne Vorbehalte hinzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mukti erreichen sie ungefragt. Mukti ist ihre Dienerin. Die Vibhutis ([[Gnade]]) des Herrn, [[Siddhi]]s und [[Riddhi]]s (acht/vier okkulte [[Kraft|Kräfte]]) gehören ihnen, obwohl sie sie nicht begehren. Unerschütterliche Bhakti und die [[Gemeinschaft]] mit Bhagavatas sind die Mittel, um höchste Glückseligkeit zu erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Puja]] ist der Verehrungsritus für Gott. Das ist [[Upasana]] (Verehrung), das dem Bhakta hilft, dem Herrn nahe zu kommen und mit Ihm in Verbindung zu treten. Es reinigt das Herz und befriedet den Geist. Es füllt den Geist mit Shuddha Bhava(reinstes Empfinden) und Prema (reinste Liebe) für den Herrn. Es wandelt den Menschen hin zu seinem göttlichen Wesenskern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Vc0BSvIGH5A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle ausgeprägte Liebe zu Krishnas Namen (Bhagavan Nam Prem) und all dein Leid wird ein Ende finden. [[Draupadi]] nahm Zuflucht zu Ihm, als sie in großer Not war und der Herr stand ihr bei. Vertrauen in Hari allein führt zur Befreiung. Erbaue in deinem Herzen einen goldenen Tempel. Krishna möchte nur deine aufrichtige Hingabe. Gott ist Liebe. Liebe erlöst, vereint und erhebt. Liebe ist Geben, [[Freude]] ist Singen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine [[Tugend]] ist vollkommener als die Liebe. Kein [[Schatz]] ist wertvoller als Liebe. Kein [[Dharma]] ([[Pflicht]] des Menschen) ist erhabener als Liebe. Keine Religion ist wahrhaftiger als Liebe, denn Liebe ist Gott und Gott ist Liebe. Liebe reinigt. Liebe wandelt. Liebe erlöst. Liebe überwindet. Deshalb, entzünde das [[Licht]] in deinem Herzen und liebe die Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kraft ist stärker als die Liebe. Aus Liebe nimmt das formlose [[Brahman]] die vierarmige Gestalt Haris an, um die Bhaktas zu erfreuen. Der Herr folgt seinen Bhaktas mit Speise und [[Wasser]] in [[Hand|Händen]] sogar bis in den Wald. Liebe ließ [[Buddha]], [[Jesus]], [[Ekanath]] und viele andere Heilige die [[Geheimnis]]se der heiligen [[Schriften]] der [[Menschheit]] offenbaren. Liebe ist ein [[Zauber]]stab in den Händen des Bhaktas. Er führt ihn majestätisch und bringt die Welt unter seine Führung. Der mit reiner Liebe Ausgestattete ist der wahre Herr der drei Welten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prema ist ausgeprägte, selbstlose und reine Liebe zu Gott. Prema ist gesammelte Liebe. Bhakti gipfelt in Prema. Prema ist göttlicher [[Nektar]]. Prema nimmt [[Leid]]en und [[Sorge]]n, macht unsterblich, glückselig und friedvoll. Es ist sehr schwierig, Prema zu beschreiben. Du musst es selbst erfahren. Kultiviere es durch [[Japa]], [[Smaran]] (das Bewusstsein auf Gott richten), [[Kirtan]] (Singen zum Lobe Gottes), [[Satsang]], [[Gebet]], [[Dienst]] an Bhaktas und lese das [[Ramayana]], das [[Bhagavatam]] und andere heilige Schriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe in der Religion ist eine Wissenschaft. Der Bhakta ergießt sein Herz in den Geliebten. Es ist ein ganz natürliches Ergebnis, wenn der Bhakta sich von den Unreinheiten und [[Störung]]en des Geistes befreit hat. Dann ist Ananda in Liebe. Liebe ist eine mystische, göttliche Kraft, die den Menschen zum Göttlichen wandelt. Liebe lässt die wahre Verbindung zum Herrn entstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wunsch]] zu lieben ist von Natur aus in den Herzen der Menschen vorhanden. Keinem Menschen fehlt die Eignung zur Liebe und von Liebe getragen zu sein. Du musst diese natürliche [[Gemüt]]sbewegung der Liebe bis zu einem bestimmten Grad entwickeln. Du musst dich reinigen, indem du alle Arten der Selbstbezogenheit abzubauen versuchst. Du musst die allumfassende Liebe in dir erschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige [[Welt]] braucht die Botschaft der Liebe. Entzünde das Licht der Liebe in deinem Herzen. Liebe alle. Umarme alle Wesen mit deiner Liebe. Nationen können nur mit der reinen Liebe vereint werden. Kriege können nur mit gegenseitiger Liebe beendet werden. Der Bund der Nationen kann nicht viel bewirken. Liebe ist ein mystischer, göttlicher Klebstoff, der alle Herzen eint. Liebe ist göttlicher, magischer und heilender Balsam in höchster Potenz. Tu alles aus reiner Liebe. Vernichte List, [[Gier]], [[Betrug]] und [[Egoismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist besonders grausam, das Leben anderer mit Giftgas auszulöschen. Das ist ein großes Verbrechen. Der Wissenschaftler, der das Gas im Labor entwickelt hat, wird vom Herrn bestraft werden. Vergiss nicht den [[Tag]] des [[Urteil]]s. Was wirst du dem Herrn sagen, Sterblicher, der nur nach [[Macht]], Herrschaft und Reichtum strebte? Halte dein [[Bewusstsein]] rein und bewahre dir ein liebendes Herz. So wirst du das Reich Gottes erlangen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle allumfassende Liebe. Das wird dir helfen, friedlich mit allen Menschen und Kreaturen zusammenzuleben. Liebe und Frieden sind untrennbar miteinander verbunden. Wo Liebe ist, ist Frieden und wo Frieden ist, ist Liebe. Entwickle ein Herz, das in Tränen der Freude ausbricht, wenn es den Namen des Herrn vernimmt. Lasse die Wogen der Liebe stetig dein Herz erreichen. Fühle die Wärme der göttlichen Umarmung. Bade im Sonnenlicht der göttlichen Liebe. Koste die Wonne der [[Ewigkeit]]. Trinke den Nektar der göttlichen Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willst du wirklich zu Gott? Dürstest du nach Seinem [[Darshan]] (die Schau Gottes)? Hast du wahren spirituellen Hunger? Du magst begeisternde Vorträge über Bhakti halten. Du magst Bücher über Bhakti Yoga schreiben, und doch ist dir nicht eine Spur von Hingabe eigen. Wer nach dem Darshan Gottes dürstet entwickelt Liebe. Nur ihm wird Er Sich offenbaren. Gott ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Bei aufrichtiger Nachfrage kommt die Sendung sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bhakti [[Weg]] sind fünf Elemente unerlässlich. (1) [[Nishkamya]] (Absichtslosigkeit), (2) [[Avyabhicharini]] (Ausdauer), (3) [[Sadat]] (Stetigkeit). (4) [[Sadachara]] ([[Moral]]), (5) [[Ernsthaftigkeit]]. So kommt die Erkenntnis schnell. Ohne Karte oder Kompass ist es schwierig, ein Schiff über den Ozean zu steuern. Ebenso schwierig ist es, ohne [[Disziplin]], Ordnung im Leben, Moral und Hingabe an den Herrn sicher über den Ozean des [[Samsara]]s (Kreislauf der Wiedergeburten) zu reisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Liebe ist die [[Sprache]] der [[Träne]]n. Tauche die Lotusfüße des Herrn stetig in die Tränen der [[Reue]], der Trennung ([[Viraha]]) und der Liebe (Prema) im Tempel deines Herzens. So wirst du die Glückseligkeit der Verbundenheit mit dem Herrn genießen. Nicht den Bruchteil einer Sekunde, nicht die Dauer eines Lidschlages darf dein [[Bewusstsein]] sich von den Lotusfüßen des Herrn entfernen. Deine Hingabe soll fließen wie Öl und dir stehen die drei Welten offen. Der Herr gibt Sein Versprechen, dass Er solch einem Bhakta folgen wird, wo immer er sich hinbewegt. Er trägt den Staub seiner [[Fuß|Füße]] als [[Tilaka]] auf Seiner Stirn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sudama]] kam zu Krishna, der sein Freund war. Krishna war im Gespräch mit [[Radha]]. Sudama war im Lumpen gehüllt und traute sich nicht den Palast zu betreten. Die Wachen informierten Krishna: &amp;quot;Herr, ein armer [[Brahmane]], mit Namen Sudama steht, in Lumpen gehüllt, vor den Toren des Palastes.&amp;quot; Krishna verbot den Wachen jedes weitere Wort. Das Wort Sudama war genug. Er rannte barfuß hinaus und rief: &amp;quot;Mein lieber Sudama, mein Freund.&amp;quot; Radha war ein wenig verärgert, weil Krishna den [[Raum]] so plötzlich verließ, ohne ihr zu sagen warum. Wenige Minuten später kam Krishna mit Sudama zurück. Er bemerkte Radhas schlechte [[Stimmung]] und Er kannte den Grund. Er sprach zu Ihr: &amp;quot;Liebe Radha, verzeih Mir. Ich bin der Sklave Meiner Bhaktas. Ich liebe sie mehr als Mich Selbst.&amp;quot; Krishna ließ Sudama auf Seinem eigenen Sitz Platz nehmen und schnappte Sich das Päckchen gebackenen Reises von Sudama, denn dieser war zu scheu, sein armseliges Geschenk zu übergeben. Krishna nahm den gebackenen Reis zu Sich und sprach verzückt: &amp;quot;Oh Radha, niemals zuvor genoss ich eine derartige Köstlichkeit.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dich entschlossen hast, für ein - zwei Stunden Japa oder Meditation zu praktizieren, so musst du dies in Ruhe und mit Hingabe tun. Keine Eile und kein unruhiger, mit etwas anderem beschäftigter Geist dürfen dich in Anspruch nehmen. Sei nicht wie ein Lieferant, der mit billigem Material ein Haus baut und damit den Auftraggeber betrügt. Gott kannst du nicht betrügen. Du betrügst nur dich selbst, da weder Japa noch Meditation dir den gewünschten Erfolg bringen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ständiger Anbetung Gottes zu verweilen wird [[Nishtha]] genannt. Der Bhakta festigt sich in der Hingabe, entwickelt [[Asakti]] (Bindung) an den Herrn, wenn er in seiner Hingabe und Tiefe seiner Meditation fortschreitet. Singe den Namen des Herrn. Lobpreise Ihn. Richte deine [[Gedanke]]n nur auf Ihn. Meditiere auf Ihn. Das ist das Wesen von Bhakti Yoga. Wenn du Vollkommenheit erlangt hast in Hingabe und Liebe zu Gott ([[Purnaprema]]), steht die Welt dir offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|_kavr-J5GDE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Shuddha Pushti Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Swami Sivananda aus &amp;quot;All About Hinduism&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shuddha Pushti Bhakti, wörtlich „die reinste Form der Verehrung“, ist eine Form der [[Gottesverehrung]], die besonders im [[Vaishnavismus]], praktiziert wird. Gerade in der Shuddhadvaita Richtung spielt die Shuddha Pushti Bhakti eine besondere Rolle. Beim Shuddha-Pushti-Bhakti singen die Verehrer [[Kirtan]]s mit den Namen Gottes. Sie loben [[Gott]], und sie entwickeln ein starkes Sehnen nach Gott. Und diese Art der Verehrung wird von Gott selbst verursacht, und somit fällt die [[Gnade]] Gottes auf die Sucher. Damit wird auch eine starke [[Verbindung]] der Sucher zu Gott hergestellt, und diese Verbindung wächst schließlich zu Prema Bhakti („Geschmack Gottes“). Die Verehrer erlangen so [[Wissen]] über und von Gott. Sie erreichen dann eine Anbindung an Gott ([[Asakti]]). Und schließlich entsteht ein starkes Verlangen danach, Gott zu erreichen. Dies ist eine reife Form der [[Liebe]] und der Asakti. Sie wird als [[Vyasana]] bezeichnet. Dieses starke Verlangen oder Vyasana, führt dann zu Erlangung der höchsten [[Wonne]], der Summum Bonum oder des Endes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Liebe zu [[Krishna]] intensiver wird, sehen die Verehrer Krishna überall. Und somit wird alles zu einem Objekt ihrer Liebe. Und sie identifizieren sich so mit allem.  Die [[Gopi]]s machten diese [[Erfahrung]]. Sie sahen Krishna überall. Und sie sahen sich ebenfalls als Krishna. Dies ist Para Bhakti oder die höchste [[Hingabe]], die dann ähnlich wie das Wissen oder das [[Brahman]] [[Jnana]] der Vedantins oder Jnanins wirkt. Dabei ist sowohl die innere als auch die äußere [[Welt]] voll mit Krishna oder Purushottama für diese Verehrer. Die Belohnung für diese Hingabe ist der Zugang zu allen ewigen Vergnügungen oder den [[Lila]]s von Krishna. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Shuddha Pushti Bhakti ist das höchste [[Ziel]] nicht [[Mukti]] oder die [[Befreiung]]. Das höchste Ziel ist der ewige [[Gottesdienst]] an und für Krishna und die Teilnahme an seinen Vergnügungen im kosmischen Spiel oder [[Vrindavana]]. Jene, die Vyasana, oder das starke Verlangen nach Gott, aufgebaut haben, lehnen mit Verachtung die vier Arten der Befreiung ab. Die Maryada-Bhaktas erreichen Sayujya Mukti, d.h. sie werden eins mit Krishna. Die Pushti Bhaktas lehnen Mukti ab und nehmen an den Vergnügungen oder den Lilas von Krishna teil. Sie wählen mit großer [[Freude]] den immerwährenden Gottesdienst an und für Krishna. Dabei nehmen die [[Bhakta]]s die Formen von Kühen, Vögeln, [[Baum|Bäumen]] und auch Flüssen an. Sie erfreuen sich an der [[Gesellschaft]] von Krishna, die grenzenlose Freude bringt. Die Vergnügungen sind dabei ähnlich zu denen, die Krishna in [[Vraja]] and [[Vrindavana]] ausführte. Dabei werden auch einige der Verehrer zu Gopas and Gopis und nehmen so an den Vergnügungen in dem kosmischen Vrindavana teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z7Ir6QiayrU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhakti भक्ति bhakti Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Bhakti, भक्ति, bhakti ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|uQVEnxTzDoU}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/Bhakti.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kraft der Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Sacinandana Swami, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 16&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sprechen von Bhakti oder Liebe als der wichtigsten und auch stärksten Kraft, die uns zum spirituellen Leben führt und uns im spirituellen Leben erhält. Das wunderbare an Bhakti ist, dass sie der natürliche Zustand der Seele ist. Die natürlichen Dinge sind nie sehr kompliziert - sie sind dem&lt;br /&gt;
Leben sehr nahe. In der Bhakti-Tradition der vedischen Kultur werden neun mit spiritueller Kraft erfüllte Vorgänge praktiziert, die die Seele in die Umarmung Gottes bringen und Gottesliebe erwecken. Diese neun Vorgänge werden von [[Prahlada]] Maharaja im [[Shrimad]] Bhagavatam (7.5.23-24) aufgeführt:&lt;br /&gt;
sri-prahlada uvaca&lt;br /&gt;
sravanam kirtanam visnoh&lt;br /&gt;
smaranam pada-sevanam&lt;br /&gt;
arcanam vandanam dasyam&lt;br /&gt;
sakhyam atma-nivedanam&lt;br /&gt;
iti pumsarpita visnau&lt;br /&gt;
bhaktis cen nava-laksana&lt;br /&gt;
kriyeta bhagavaty addha&lt;br /&gt;
tan manye &#039;dhitam uttamam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prahlada Maharaja sagte: Über Sri [[Vishnu]]s transzendentalen Heiligen Namen, über Seine Gestalt, über Seine Eigenschaften, über Seinen Besitz und über Seine Spiele zu hören und zu chanten, sich an sie zu erinnern, dem Herrn ehrerbietig mit sechzehn [[Yoga Arten|Arten]] von Zubehör Verehrung darzubringen, dem Herrn Gebete darzubringen, Sein Diener zu werden, den Herrn als seinen besten Freund zu betrachten und Ihm alles hinzugeben (mit anderen Worten, Ihm mit Körper, Geist und Worten zu dienen) - diese neun Vorgänge werden als reines hingebungsvolles Dienen anerkannt. Wer sein Leben durch die Ausführung dieser neun Vorgänge in den Dienst Vishnus gestellt hat, sollte als der gelehrteste Mensch angesehen werden, denn er hat vollkommenes Wissen erlangt. Heute werden wir uns dem ersten dieser neun Vorgänge widmen. Hören über Vishnus transzendentale heilige Namen, Seine Gestalt, Seine Eigenschaften und Seine Spiele heißt auf [[Sankrit]] [[Shravanam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Shravanam - Die Kraft von Klang für Bhakti ===&lt;br /&gt;
Dass unterschiedliche Klänge über strukturierende Kräfte verfügen, ist spätestens seit den Aufsehen erregenden Experimenten des Japanischen Wissenschaftler Dr. Emoto in vielen spirituellen Kreisen bekannt geworden. Nach den vedischen Erkenntnissen ist es die Schwingung des [[Brahman]]s ([[Nada-Brahman]]), die&lt;br /&gt;
die ganze materielle Welt strukturiert. Die [[Vedanta]] [[Sutra]]s besagen, dass wir durch eine Art des Klanges bedingt und an die materielle [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie] gefesselt werden, und durch eine andere Art des Klanges von aller inneren Gefangenschaft befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Garuda Purana]] misst dem Hören von transzendentalen Klangschwingungen ganz besondere Bedeutung zu. Es heißt dort: „Der Zustand des bedingten Lebewesens in der materiellen Welt gleicht der Bewusstlosigkeit einer Person, die von einer Schlange gebissen wurde. Beide Zustände der Bewusstlosigkeit können durch den Klang eines Mantras beendet werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer meiner Indienreisen habe ich das praktisch erleben können. Ich lebte damals mit einem Freund für einige Zeit in einer Höhle oberhalb von [[Rishikesh]]. Obwohl wir von Einheimischen gewarnt worden waren, sind wir einmal bei Mondschein zur [[Ganga]] heruntergegangen, um dort am Ufer zu meditieren. Plötzlich schrie mein Freund [[Prabhujaka]] auf, der hinter mir ging: Als ich erschreckt mit der [[Tasche]]nlampe nach hinten leuchtete, sah ich gerade noch die [[Kobra]] verschwinden. Innerhalb kürzester Zeit verfiel Prabhujaka in einen bewusstlosen Zu[[stand]]. Wie konnte ich ihm nur helfen? Ich hatte gehört, man sollte die Wunde ausschneiden und ausbrennen, aber fühlte mich in keiner Weise in der Lage, so etwas zu versuchen. Zum Glück fand ich einen [[Yogi]], dem ich mit meinen bescheidenen [[Hindi]]-Kenntnissen: „sarpa, sarpa, bandhu, bandhu“ (Schlange, Schlange, Freund, Freund) mitteilen konnte, was Entsetzliches geschehen&lt;br /&gt;
war. Der Yogi wusste Hilfe. Er brachte einen [[Mantra]]-Doktor und dieser begann Mantras zu chanten. Er machte einen kleinen Schnitt in die Wunde. Während er chantete und hier und da noch Kräuter auf die Wunde tat, sah ich im Schein eines entfachten Feuers, schwarzes, giftiges Blut aus der Wunde herauskommen. Nach einer halben Stunde wachte Prabhujaka aus dem Koma auf und nach zwei Tagen war der ganze Vorfall fast vergessen. Nur der schnellheilende Einschnitt und die zwei Löcher des Kobrabisses erinnerten uns daran. So stark sind Mantras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Srila Prabhupada]], mein spiritueller [[Meister]], sagte einmal dazu: „Wenn jemand von einer Schlange gebissen wird, stirbt er nicht sofort, sondern wird zuerst bewusstlos und bleibt eine Zeitlang in einem Koma ähnlichen Zustand.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus spiritueller Sicht, schläft jeder in der materiellen Welt ebenfalls in einem Koma, denn er weiß nichts von seinem wirklichen Selbst, seiner eigentlichen Aufgabe und seiner Beziehung zu Gott. Materialistisches Leben bedeutet daher, von der Schlange [[Maya]]s, der Illusion, gebissen worden zu sein und somit ohne spirituelles Bewusstsein beinahe tot zu sein. Doch der Scheintote, der von einer Schlange gebissen wurde, kann wieder zum Leben erweckt werden, wenn bestimmte Mantras gechantet werden. Es gibt Mantra kundige [[Heiler]], die solche Wunder vollbringen können. In ähnlicher Weise kann man aus dem Tod ähnlichen unbewussten Zustand des materiellen Lebens wieder zum Gottesbewusstsein zurückgebracht werden, wenn man das [[Maha-Mantra]] hört: „[[Hare]] [[Krishna]] Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare Hare [[Rama]] Hare Rama Rama Rama Hare Hare.“ Im [[Bhakti Yoga]] ist das Hören von spiritueller Klangschwingung insbesondere wirksam und angenehm, wenn es in der Gemeinschaft von anderen [[Bhakta]]s durchgeführt wird. Die Lieder und Erzählungen über Krishna werden als [[Rasayana]]-katha, wiederbelebender Klang, bezeichnet. Wenn man bereitwillig seine Ohren für diese Klangschwingung öffnet, kann der Spiegel des Herzens sehr schnell von allen belastenden Gedanken und Eindrücken befreit werden und unsere spirituelle Seele kann zu ihrem ursprünglichen Zustand der Glückseligkeit aufwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|T7xfA8x-9Lk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sadhana des Shravanams ===&lt;br /&gt;
In der spirituellen Bhakti-Tradition ist es üblich, jeden Morgen ein regelrechtes [[Sadhana]] des Sravanams&lt;br /&gt;
zu machen:&lt;br /&gt;
- Rezitieren von Mantras,&lt;br /&gt;
- Singen spiritueller Lieder ([[Bhajan]]s),&lt;br /&gt;
- Lesungen aus den heiligen Schriften,&lt;br /&gt;
- spirituelle Diskussionen ([[Ista-gosthi]]s),&lt;br /&gt;
- und immer wieder das Hören von Maha-Mantra,&lt;br /&gt;
wecken die spirituelle Persönlichkeit auf und strukturieren das Leben neu. Wirkliche Wunder können geschehen für jemanden, der regelmäßig den Sravanam-Sadhana praktiziert: Das Herz wird ruhig und immun gegen die Einflüsse von [[Tamas]] und [[Rajas]], die unvermeidlich im Alltagsleben eines Nicht-[[Ashram]]a-Bewohners auftreten. Wir alle kennen in unserem Leben die Kraft von Worten. Wenn ein Verliebter seine Geliebte fragt „Liebst du mich?“ und sie mit „Ja“ antwortet, hat dieses eine andere Wirkung als ein „Nein“. Spirituelle Klangschwingungen tragen jedoch keine solche informative Bedeutung in sich, denn sie sind nicht zur&lt;br /&gt;
Information sondern zur Transformation bestimmt. Vielmehr bergen sie die Kraft, die schlafende Seele zu erwecken. Das [[Shrimad Bhagavatam]] lobpreist die Kraft des Hörens wie folgt: „Wer in der reinen Bhakti für Krishna verankert sein möchte, sollte unaufhörlich über Seine Herrlichkeit und Seine transzendentalen Eigenschaften hören. Diese Vorgehensweise wird mit Sicherheit alles Unglückselige aus dem Herzen beseitigen.“ (Shrimad Bhagavatam 12.3.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kraft des Hörens wird manchmal auch mit der Kraft der Mondstrahlen verglichen, die mit ihren sanften Händen die Knospen der in der Nacht blühenden Lotosblumen entfalten. So kann auch unsere spirituelle Persönlichkeit, die jetzt in einem knospenhaften Zustand ist, durch das Hören entfaltet werden. Jeder der neun Vorgänge der Bhakti wird in der Tradition durch einen großen [[Devotee]] vertreten, der in seinem Leben den jeweiligen Vorgang zum Erfolg gebracht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Held des Sravanams ist [[Parikshit Maharaja]]. Parikshit Maharaja, ein Kaiser der damaligen vedischen Welt, hatte eines Tages erfahren, dass ihn ein [[Brahmane]]nknabe verflucht hätte, nach Ablauf von sieben Tagen durch einen Schlangenbiss zu sterben. Parikshit Maharaja akzeptierte den Fluch und somit wurde dieser unabwendbar. Er hätte auch komplexe [[Yajna]]s ausführen können um auf diese Weise dem Tod zu entgehen, doch er sah in dem Vorfall eine Arrangierung des höchsten Herrn, der er sich nicht in den Weg stellen wollte. Er überlegte sich, was zu tun sei und kam zu der Entscheidung, sich während der ihm verbleibenden sieben Tage vollständig der Praxis des Sravanams zu widmen. Entschlossen begab er sich an das Ufer von Mutter Ganga, fastete und hörte mit großer Aufmerksamkeit dem Weisen Shukadeva zu, der das Shrimad Bhagavatam erzählte - die wunderbare Geschichte über den Höchsten Persönlichen Gott. Unzählige [[Sadhu]]s hatten von dem Entschluss des Königs gehört, seine letzten Tage gänzlich dem Sravanam zu widmen und waren angereist, um dem nektargleichen Strom Gehör zu schenken, der von den Lotuslippen [[Shukadeva]] [[Goswami]]s ausging, des [[Guru]]s von Parikshit. Es hieß, dass einige sogar aus entlegenen Teilen des Universums kamen, um diesem Austausch von spirituellen Fragen und Antworten beizuwohnen. Wir wollen versuchen in die Szene einzutauchen: Parikshit Maharaja war gefasst und Shukadeva saß vor ihm, verankert in vollkommener Ruhe und Intelligenz. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übermittlung transzendentalen Wissens waren erfüllt: Ein qualifizierter Hörer und ein qualifizierter Sprecher waren da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parikshit Maharaja stellte seine erste Frage: „Bitte lass mich wissen, worüber ein Mensch hören und chanten soll, woran er sich erinnern und wen er verehren soll, und auch was er nicht tun sollte. Bitte erkläre mir all dies.“ (SB 1.19.38) Shukadeva Goswami fing an zu sprechen. Es heißt, dass in diesem Augenblick zwei Ganga-Flüsse gegenwärtig waren: der Ganga-Fluss, in dem sich die Sadhus morgens badeten und der Ganga-Fluss des Shrimad Bhagavatams, welches von Shukadeva entströmte. Es muss eine unglaubliche Atmosphäre gewesen sein - keiner war hungrig und jegliche Furcht vor dem Tod verschwand. Kurz vor seinem Hinübergehen sprach Parikshit noch einmal. Es waren seine letzten Worte, welche am besten die Wirkung von Sravanam zum Ausdruck bringen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„O Brahmanas, nehmt mich bitte als eine völlig ergebene Seele an. Lasst auch Mutter Ganga, die Vertreterin des Herrn, mich als solche annehmen. Ich habe jetzt den Herrn ganz und gar in mein Herz aufgenommen. Es gibt keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] in mir. Lasst mich daher die seltsame Schlange oder welch magisches Ding auch immer der Brahmanen-Knabe geschaffen hat, sogleich beißen. Nur einen Wunsch habe ich: möget ihr alle fortfahren, die Taten Vishnus zu besingen und über sie zu hören.“ (SB 1.19.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir den Weg des Sravanams in unserem eigenen Leben praktizieren? Die großen Bhakti-[[Acharya]]s haben immer wieder darauf hingewiesen, dass Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit ein entscheidender Schlüssel für das Sravanam sind. Doch niemand kann gespannte Aufmerksamkeit entwikkeln, der nicht rein im Geist ist. Niemand kann wiederum rein im Geist sein, der nicht rein im Handeln ist, und niemand kann rein im Handeln sein, wenn er nicht im Essen, Schlafen, Verteidigen und seiner Sexualität rein ist. (Shrila Prabhupada, SB 1.3.44, Erläuterung) Außerdem sollte sichergestellt werden, dass das Gehörte frei von materiellen Zusätzen ist. Man sollte deswegen von einer möglichst reinen Quelle hören oder lesen. Die Bedeutung der Schriften soll mit anderen Worten nicht durch mentale Spekulation verdreht werden. Eine Analogie im [[Padma Purana]] sagt, dass obwohl [[Milch]] immer eine gute Wirkung hat, wird sie lebensgefährlich, wenn ihr auch nur ein Tropfen von Schlangengift beigefügt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir möchten unsere Leser demütig darauf hinweisen, dass Bhakti eine Erfahrung ist, die nicht mit dem intellektuellen Geist gemacht wird, sondern in dem durch spirituelle Praxis gestärkten spirituellen Herzen stattfindet. Wenn die geschätzten Leser und Leserinnen dieses Artikels in diesen Zeilen Juwelen der Inspiration finden und somit zur Bhakti Praxis des Sravanams angeregt werden würden, wäre meine Bemühung zu schreiben gesegnet. Möge Krishna diesen Pilgerzug von Worten anführen und ihn zu dem Ziel und zu dem Ort der heiligen Inspiration führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Praxis von Bhakti Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
# Morgens aus der [[Bhagavad Gita]] 1 Kapitel hören&lt;br /&gt;
# Bhajans singen und hören&lt;br /&gt;
# Das Maha-Mantra hören&lt;br /&gt;
# Großen Weisen zuhören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|z7rQfZfLisQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der spirituelle Name Bhakti ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radha Krishna.jpg|thumb|Bhakti ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Krishna oder Tryambaka oder Om oder Soham Mantra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist ein spiritueller Name für Aspirantinnen mit [[Krishna]]-[[Mantr]]a, [[Tryambakam]]-[[Mantra]], [[OM]] oder [[Soham]]-[[Mantra]], eigentlich von jedem Mantra. Denn Bhakti heißt [[Hingabe]], Bhakti heißt [[Gottesliebe]]. Bhakti ist jede Form von [[Liebe]]. Wenn du den Namen Bhakti hast, dann soll das heißen, du willst deine Liebe, deine Gottesliebe immer weiter kultivieren und in der Hingabe zu Gott wirst du die höchste Verwirklichung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3lwJ_MFayq8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kreative Lesung aus dem Buch „Inspiration und Weisheit“ von Swami Sivananda. Aus dem Kapitel „Bhakti“==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit heißt im Tiefen in [[Gott]] zu sein. Frömmigkeit ist das Fließen von Hingabe zu Gott. Frömmigkeit heißt, dass der Mensch vom Herzen her durch Gott angezogen wird wie die Nadel vom Magneten. Wahre Frömmigkeit ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gottesverehrer, der Fromme, will nur Gott und nichts anderes als Gott. In der Liebe eines wahrhaft Frommen liegt keine selbstsüchtige Erwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Frömmigkeit ist frei von [[Angst]]. Wahre Frömmigkeit verändert den Menschen zur Göttlichkeit. Wahre Frömmigkeit heißt, von [[Prem]], göttlicher Liebe, ergriffen zu sein. Wahre Frömmigkeit ist nicht emotionale Erregung. Wahre Frömmigkeit ist kein Fanatismus. Wahre Frömmigkeit ist keine Show. Wahre Frömmigkeit ist keine äußere Erregung. Wahre Frömmigkeit bedeutet nicht, anderen etwas vorschreiben zu wollen. Wahre Frömmigkeit ist Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wahrhaft Frommer will sich einstimmen auf den Willen des Gottes, den Willen des Göttlichen, das heißt, an Gott zu denken. Wahre Frömmigkeit erblüht zur höchsten Erkenntnis und dann zur [[Unsterblichkeit]] und [[Gottverwirklichung]]. Mit Frömmigkeit öffnest du dein Herz. Mit Frömmigkeit kultivierst du Liebe. Mit Frömmigkeit erreichst du das Göttliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit kann jeder kultivieren. [[Bhakti]], Frömmigkeit, Gotteslieben, kann von jedem praktiziert werden. Du brauchst weder studiert zu sein noch brauchst du besonders konzentriert zu sein. Du musst nicht musikalisch sein, musst keine guten Manieren haben. Frömmigkeit heißt, ein beständiges Denken an Gott und tiefes [[Vertrauen]] haben, das Gott dich führt, dir Aufgaben gibt, zu dir spricht, dich segnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der indischen [[Mythologie]] gibt es so viele Beispiele von [[Heilige]]n, die aus niedrigen Schichten stammen. Shabari war eine ungebildete Frau vom Lande. Sie hatte die Vision von Rama. Nishada  war ein Analphabet. Druva  war ein kleiner Junge, der kaum etwas wusste. Vidura und Sudama waren sehr arm. Hanuman war ein Affe. Djataju  war ein Vogel. Gajendra war ein Elefant. Die Gopis von Vrinda wussten nichts über klassische vedische Rituale. Sie alle erreichten [[Gottverwirklichung]] durch Hingabe, Selbstaufgabe und große Frömmigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflege von Frömmigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen fragen: Wie können wir Gott lieben, den wir nie gesehen haben? Lebe in der Gesellschaft von [[Weise]]n und [[Heilige]]n. Oder höre über die Lilas dieser Heiligen, lies Bücher oder schaue dir Filme über die Gottverwirklichten an. Lies die heiligen Schriften. Verehre jedes Bild von Gott oder dem [[Guru]]. Singe Gottes Name, besinge seine Herrlichkeit. So wird Frömmigkeit in dir wachsen. So wird Gottesliebe in dir wachsen. Kultiviere Liebe zu Gott. Bete darum, dass Frömmigkeit dein Herz ergreift. Bitte Gott, dich zu sich zu rufen. Übe fromme Handlungen. Habe einen [[Altar]]. Schmücke den Altar. Zünde [[Räucherstäbchen]], eine [[Kerze]] oder eine [[Öllampe]] an. Mache Meditation vor diesem Altar. Trage eine [[Japa Mala]] um deinen Hals. Schaue dir Gottesbilder an. Höre [[Mantras]] zu. Als das hilft dir, Bhava, ein Gefühl zu erzeugen, um das Göttliche anzurufen. Und wenn du dieses Gefühl hast, dann bitte Gott, deine Frömmigkeit zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele Praktiken, mit denen du deine Gottesliebe und deine Frömmigkeit entwickeln kannst. Dazu gehört [[Satsang]], Besuche von Gottesdiensten, Japa, Wiederholung eines Mantras, [[Kirtan]], Singen von spirituellen Liederns, regelmäßige [[Gebete]], Dienen in spirituellen Gemeinschaften, Tempeln, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Besuchen von Wallfahrtsorten, auch Dienst an Armen und Kranken mit göttlichem [[Bhava]], auch das Opfern aller Handlungen und deren Früchte an das Göttliche. Kultiviere das Gefühl, dass Gott in allen Wesen ist. Verneige dich vor den Bildern Gottes und verneige dich vor den Heiligen. Verzichte auf oberflächliche Vergnügen. Mache dein Leben [[sattwig]]. Lies keine Klatschgeschichten und verbreite keine Klatschgeschichten. Lies nicht zu viel über die Geschehnisse in der Welt. Übe Wohltätigkeit und praktiziere uneigennützige Liebe. All das hilft dir, Frömmigkeit im Herzen zu entwickeln. Äußere Handlungen der Frömmigkeit wie Altardienst, Bilder, Rituale und so weiter können dir helfen, ein inneres Gefühl der Frömmigkeit und Gottesliebe zu kultivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Spirituelle Namen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bhaktavatsala]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairava]]&lt;br /&gt;
* [[Bharata]]&lt;br /&gt;
* [[Bhargavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhaskara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Bhaktimant]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Vibhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Hingabe]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Demut]]&lt;br /&gt;
*[[Inspiration]]&lt;br /&gt;
*[[Atmasamarpana]]&lt;br /&gt;
*[[Bhava]]&lt;br /&gt;
*[[Ishvarapranidhana]]&lt;br /&gt;
*[[Svarabhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Satchidananda]]&lt;br /&gt;
*[[Glückseligkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Selbstverwirklichung]]&lt;br /&gt;
*[[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Mantraweihe]]&lt;br /&gt;
*[[Spiritueller Name]]&lt;br /&gt;
*[[Spirituelle Namen Liste]]&lt;br /&gt;
*[[Mantra Diksha]]&lt;br /&gt;
*[[Nama Diksha]]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantras-und-musik/ Seminare zum Thema Mantra und Musik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/goettliche-erkenntnis Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/inspirierende-geschichten Swami Sivananda: Inspirierende Geschichten]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/sadhana-ein-lehrbuch-techniken-spirit.-vollkommenheit Swami Sivananda: Sadhana - Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/licht-kraft-weisheit Swami Sivananda: Licht, Kraft und Weisheit]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/die-wissenschaft-pranayama Swami Sivananda: Die Wissenschaft des Pranayama]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-ueberwindung-furcht Swami Sivananda: Die Überwindung der Furcht]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/vedanta-anfaenger Swami Sivananda: Vedanta für Anfänger]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/philosophie/goettliches-elixier-swami-sivananda Swami Sivananda: Göttliches Elixier]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/goetter-goettinnen-hinduismus Swami Sivananda: Götter und Göttinnen im Hinduismus]&lt;br /&gt;
assical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Wonne/bhakti.html Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis: Bhakti]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/yoga-wege/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/sadhana/bhaktiSadhana.html Swami Sivananda, Sadhana: Bhakti Yoga Sadhana]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/inspirierende-geschichten/bhakti/ Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten: Guru Bhakti]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=bhakti Videos zum Thema &amp;quot;Bhakti&amp;quot;]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-hochste-gottesliebe-bhagavad-gita-xii-abschluss Bhakti Yoga – Höchste Gottesliebe – Bhagavad Gita XII.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-yoga-der-hingabe-und-liebe Bhakti Yoga – Yoga der Hingabe und Liebe]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/swamisivananda.html Artikel von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/IntegralYoga/Integraler-Yoga.htm Swami Sivanandas Integraler Yoga]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare und Ausbildungen==	&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/ Karma Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Sukadev über Bhakti===&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/bhakti-hingabe-yogavidya-sanskritlexikon.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Bhakti und Sankirtan]] &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman Männlich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944455</id>
		<title>Bhakti</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bhakti&amp;diff=944455"/>
		<updated>2020-10-15T14:58:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Seminare und Ausbildungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: भक्ति bhakti &#039;&#039;f.&#039;&#039;) [[Hingabe]], [[Liebe]], [[Demut]], Zuteilung, Verehrung, Anbetung, tiefste Verbundenheit mit [[Gott]] immer und unter allen Umständen. Im [[Yoga]] gilt Bhakti als einer der sechs Hauptwege zur [[Selbstverwirklichung]]. Bhakti ist die höchste und reinste Form der [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/liebe/ Liebe]. Sie zeigt sich als Liebe zu Gott, als [[Hingabe]] an den [[Meister]]/[[Guru]]/[[Lehrer]], der einen die Liebe zu [[Gott]] lehren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paschimotthanasana-5.jpg|thumb|Die Vortwärtsbeuge steht für Hingabe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden verschiedene Arten von Bhakti unterschieden:&lt;br /&gt;
* 1. &#039;&#039;&#039;Gurubhakti&#039;&#039;&#039;: Hingabe an den Lehrer und Meister;&lt;br /&gt;
* 2. &#039;&#039;&#039;Vaidhabhakti&#039;&#039;&#039;: Vorbereitende Stufe, auf der die Anordnungen ([[Vidhi]]) des Lehrers zur Ausübung der Bhakti befolgt werden;&lt;br /&gt;
* 3. &#039;&#039;&#039;Ragabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Zustand]], in dem der [[Bhakta]] nur an Gott denkt, alles erinnert ihn an Gott, alles hat mit ihm zu tun;&lt;br /&gt;
* 4. &#039;&#039;&#039;Parabhakti&#039;&#039;&#039;: höchste Liebe zu Gott, in dem nichts ist außer ihm und dem [[Bewusstsein]] der Verbundenheit mit ihm;&lt;br /&gt;
* 5. &#039;&#039;&#039;Premabhakti&#039;&#039;&#039;: [[Ekstase|ekstatische]] Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MP900444860.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist das ganz natürliche Bedürfnis des [[Mensch]]en, Gott zu dienen und seinen Plan zu befolgen. Um in Bhakti gefestigt zu sein, braucht man [[Tugend]], Unbeirrbarkeit, [[Hingabe]], Furchtlosigkeit und die [[Befreiung]] vom [[Ego]].&lt;br /&gt;
Die [[Bhagavadgita]] und die [[Bhagavata Purana]] sind wichtige Texte, um etwas über die Bedeutung und [[Praxis]] von Bhakti zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Bhakti&#039;&#039;&#039;, Sanskrit भक्ति bhakti f, ist ein [[Spiritueller Name]] und bedeutet &#039;&#039; Hingabe, Gottesliebe. &#039;&#039; Bhakti kann Aspirantinnen gegeben werden mit [[Krishna]] Mantra, [[Tryambaka]] Mantra, [[Om]] Mantra, [[Soham]] Mantra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9 Stufen der Bhakti==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-Urwald.jpg|thumb|Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Bhakti und Sankirtan&amp;quot; von Swami Sivananda (Hrsg.: The Divine Life Society, 2007), S. 48-49&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (1) [[Satsang]], [[Svadhyaya]]&lt;br /&gt;
* (2) Bewunderung&lt;br /&gt;
* (3) [[Sraddha]] ([[Glaube]])&lt;br /&gt;
* (4) [[Hingabe]] ([[Sadhana]] Bhakti)&lt;br /&gt;
* (5) [[Nishtha]] (Frömmigkeit)&lt;br /&gt;
* (6) [[Ruchi]] (Geschmack)&lt;br /&gt;
* (7) [[Rati]] (starke Bindung)&lt;br /&gt;
* (8) Sthayi [[Bhava]] (Beständigkeit)&lt;br /&gt;
* (9) [[Maha]] [[Bhava]] ([[Prem]] [[Maya]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Satsang]] und [[Svadhyaya]] (Studium [[spirituell]]er [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften]) entsteht Bewunderung für [[Gott]]. Aus Bewunderung entsteht [[Sraddha]] (Glaube), aus [[Sraddha]] entsteht [[Hingabe]] an Gott. Dann praktiziert der [[Bhakta]] [[Sadhana]] Bhakti, wie [[Japa]], [[Smarana]] und [[Kirtan]]. Durch diese [[Praxis]] vernichtet er seine [[Sünde]]n und überwindet [[Hindernis]]se, um [[Hingabe]] zu erlangen. Durch Sadhana Bhakti entwickelt der [[Bhakta]] sich [[Nishtha]] (Frömmigkeit), aus Nishtha entsteht [[Ruchi]], [[Liebe]] zum Hören und Singen der [[Name]]n Gottes zu Seiner Herrlichkeit. Darauf folgt [[Rati]] (starke Bindung zu Gott). Rati erweicht das [[Herz]]. Wenn sich Rati verstärkt, wird sie Sthayi [[Bhava]] genannt (Beständigkeit oder permanente Form von Bhakti [[Rasa]]). Wenn sich Sthayi Bhava verstärkt, wird er Maha Bhava oder Prema Maya genannt. Nun trinkt der Bhakta den Prema Rasa und weilt in Gott. Für solch einen Bhakta sind die [[Welt]] und ihre Attraktionen gestorben. Er kümmert sich auch nicht um die Aktivitäten seines [[Körper]]s. Er hat den [[Zustand]] eines [[Jivanmukti]] erreicht, eines lebend Befreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|KBNhTkKpo3E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Bhakti&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti bedeutet [[Hingabe]] und [[Liebe]] [[Gott]]es. Bhakti ist ein wunderschönes [[Wort]]. Bhakti heißt Hingabe. Bhakti heißt Gottesliebe. Bhakti ist sowohl [[Weg]] als auch [[Ziel]]. Bhakti ist ein Weg, daher auch [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga], der [[Yoga]] der Hingabe. Bhakti ist etwas, was du vielleicht hast. Bhakti kommt aus [[Gnade]]. Aber du kannst auch etwas tun, um Bhakti zu entwickeln, das ist der ganze Weg des Bhakti Yoga. Es gibt neun [[Praxis|Praktiken]], um Bhakti zu entwickeln. Darüber spreche ich, wenn ich über [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga] spreche. Bhakti kommt also als Gnade, manche [[Mensch]]en haben einfach die Gottesliebe. Bhakti kann durch [[Erziehung]] kommen. Manche Menschen wachsen in einer [[Familie]] auf, wo die Eltern tiefe Bhakti haben und die [[Kind]]er von [[Natur]] aus hinein wachsen. Bhakti kann kommen, weil du eine überwältigende [[Erfahrung]] gehabt hast. Bhakti kann kommen, wenn du ein [[Buch]] über einen [Heilige]n liest oder in der [[Gegenwart]] eines Heiligen bist. Bhakti kann kommen, indem du eine wunderschöne Erfahrung machst, eine wunderschöne [[Segen]]serfahrung, Gnadenerfahrung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti kann durch [[Heilung|Wunderheilung]] kommen. Bhakti kann aber auch kommen, indem dein bisheriges [[Leben]] vollständig durcheinander gerüttelt wurde durch einen [[Schicksal]]sschlag. Bhakti kannst du aber auch entwickeln, indem du es entwickeln willst. Du kannst Gott darum bitten: &amp;quot;Oh Gott, bitte, wenn möglich, lasse mich dich lieben. Oh Gott, bitte lasse mich Hingabe spüren. Lieber Gott, wenn es dich gibt, gib mir ein Zeichen. Lieber Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir, dich zu spüren und dich zu lieben.&amp;quot; So wird Bhakti zu einem Mittel. Dann gibt es viele [[Übung]]en, die du machen kannst, um Bhakti weiter zu entwickeln. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die verschiedenen Bhakti Praktiken, die du machst, nicht selbst dafür verantwortlich sind, Gotteserfahrung zu bewirken, sondern die verschiedenen Bhakti Praktiken erhöhen Bhakti, die Hingabe. Wird die Hingabe stark, zieht sie die Gnade Gottes an. Und dann wird man durch Hingabe und Gnade Gottes zur Befreiung, zur [[Erlösung]], zur [[Einheit]] mit Gott, zur [[Gottesverwirklichung]] geführt. So sagt [[Narada]], dass Bhakti an sich zur Befreiung führt, Bhakti an sich führt zur Gotteserfahrung. So übe Bhakti, im Kleinen oder auch im Großen. Übe Bhakti als Teil deines ganzheitlichen Yogaweges, übe Bhakti ergänzend zu deinem Hauptyogaweg oder übe Bhakti als deine Hauptpraxis zur Gottverwirklichung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|NMxeXheVf3U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Bhakti==&lt;br /&gt;
Bhakti entstammt dem [[Wort]] ‘Bhaj’ und bedeutet [[Hingabe]], Ergebenheit. Bhakti ist reine, selbstlose [[Liebe]], die aus Ehrerbietung erwächst. &lt;br /&gt;
Bhakti ist die Grundlage aller [[Religion]]en. Bhakti überwindet die [[Vasana]]s (eingeschliffene Denkbahnen) und das [[Ego]]. Bhakti hebt den [[Geist]] empor in die Höhen des Großmutes. Bhakti ist der Schlüssel, um in uns den [[Raum]] der [[Weisheit]] zu öffnen und gipfelt in [[Jnana]] ([[Erkenntnis]]). Bhakti beginnt in der Zweiheit ([[Dualität]]) und endet in der [[Einheit]]. Wer sich mit der Frage auseinandersetzt ‘Was ist höher, Bhakti oder Jnana?’ der gräbt im Dunkeln. Er hat das [[Tattva]] (das wahre [[Wesen]]) von Bhakti nicht verstanden. [[Parabhakti]] (höchste Hingabe) und Jnana sind ein und dasselbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti in Form von [[Anuraga]] (Liebe, Bindung) zu Gott führt zum höchsten [[Ziel]], der Verwirklichung in [[Gott]]. Je stärker die Bindung, desto einfacher wird die [[Verwirklichung]] erreicht. [[Prahlada]] spricht: &amp;quot;Oh Hari, lasse mich für Dich dieselbe unerschöpfliche Liebe bewahren, die die weltlichen [[Mensch]]en den flüchtigen [[Sinne]]sobjekten der Welt entgegenbringen. Möge dieser [[Segen]] mein [[Herz]] erfüllen bei jedem [[Gedanke]]n an Dich.&amp;quot; Welch eine zärtliche [[Sinn]]deutung der Bhakti, [[Gedanken]], die der Tiefe von Prahladas [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] entströmten, gefüllt mit innigen [[Gefühl]]en der Hingabe.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist leicht, etwas Schönes zu lieben. Gott ist die [[Schönheit]] der Schönheit. Gott ist die Quelle der Schönheit. Gott ist die Verkörperung unvergänglicher Schönheit. Deshalb ist es so leicht, Gott zu lieben. Wenn du dich Vergänglichem hingibst, deiner [[Frau]] und deinen [[Kind]]ern, leidest du in dem Moment, in dem sie sterben. Wenn du dich Gott hingibst, erhältst du niemals endenden [[Segen]] und [[Frieden]]. Ein [[Bhakta]] strebt somit nach etwas Unvergänglichem, Ewigem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Liebe ist das Leben eines Menschen leer. Ohne Liebe lebt der Mensch vergebens. Liebe durchdringt, gibt [[Stärke]], ist eine gewaltige [[Kraft]] - Liebe ist der Lebenssaft. Liebe und dir wird Liebe gegeben. Entwickle diese Liebe durch Dienen, [[Japa]] (Rezitieren), [[Satsang]] (Gesellschaft mit Heiligen) und [[Meditation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Liebe ist hohl. Sie entspringt dem Animalischen. Sie ist [[Leidenschaft]] und Fleischeslust. Sie ist eigennützig und unstet, eine heuchlerische Zurschaustellung. Die [[Frau]] zürnt ihrem [[Mann]], wenn er seine [[Arbeit]] verliert. Der Mann verliert die Zuneigung zu seiner Frau, wenn sie ihre Schönheit, etwa durch eine [[Krankheit]], verliert. Wahre, nie endende Liebe findest du nur in Gott allein. Seine Liebe kennt keine Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstverliebte Mann liebt nur seinen [[Körper]]. Er erweitert seine Liebe auf Frau, [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kinder] und [[Freund]]e. Wenn er sich weiterentwickelt, dehnt er seine Liebe auf die Menschen aus, die seiner Kaste angehören und in seinem Umkreis leben. Danach liebt er die Menschen seiner Provinz. Sein Herz strebt weiter und er beginnt, die Menschen seines Landes zu lieben. Auf lange Sicht erblüht in ihm ein Gefühl der universellen Verbundenheit. Er beginnt, jeden Menschen eines jeden Landes der Welt zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|qwZsUq-yFBg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingabe ist der Same, [[Vertrauen]] ist die Wurzel, [[Bhagavata]]s (Gotterfüllten) zu dienen ist der Regen, Überwindung des [[Ego]]s ist die Blüte, Verbundenheit mit Gott ist die Frucht. Das ist der Pfad von [[Bhakti Yoga]]. Bhakti Yoga erfordert kein Studium, kein tiefes Eintauchen in die [[Veden]], sondern lediglich ein in Aufrichtigkeit ergebenes Herz. Jeder ist in der Lage zu singen und den [[Name]]n des Herrn zu preisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tukaram war ein ungebildeter Bauer. Er konnte nicht einmal seinen Namen schreiben. Durch Hingabe und die [[Gnade]] [[Krishna]]s erhielt er höchstes, intuitives [[Wissen]]. Seine berühmten Werke sind heute Vorlage für Studenten. Shri [[Ramakrishna Paramahamsa]] war ebenso ungebildet. Als er im Dakshineshwar Tempel lebte, bekam er das göttliche [[Wissen]] durch die Gnade von [[Mutter]] [[Kali]] und dem Advaita Guru Sri Swami Totapuri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgfältiges Studieren des Lebens dieser beiden Heiligen zeigt, dass der Quell des Wissens in ihren Herzen lag und dass ein jeder diesen Quell durch aufrichtige Hingabe zum Sprudeln bringen kann. Ich verneige mich vor [[Narayana]], [[Shiva]] oder [[Krishna]] - das ist Bhakti Yoga. Ich bin eins mit ‚Allem‘ - das ist [[Jnana Yoga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch in seinem sozialen Umfeld entwickelt Gefühlsregungen wie Liebe, [[Zuneigung]], Zuwendung, [[Freundlichkeit]], Bewunderung, Ehrerbietung und Ehrfurcht. Doch erreicht er damit nicht den letztendlichen Sinn des Lebens. Nur durch Bhakti nähern wir uns dem Herrn und finden zu unserer wahren [[Bestimmung]]. Hingabe ist die Erfüllung der genannten Regungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta praktiziert kein [[Pratyahara]] (Zurückziehen der Sinne). Er taucht ein in [[Prema]] Gottes, versucht, seinen Geist entweder auf Seine Lotusfüße oder auf Sein liebliches Antlitz zu richten. Daraus folgt Pratyahara ganz unbewusst. Ein Raja [[Yogi]] praktiziert Pratyahara bewusst. Ein Jnana Yogi praktiziert kein Pratyahara, doch versucht er, sich mit dem Verborgenen in allem zu identifizieren. Er versucht, durch die Praxis von [[Nididhyasana]] (meditative Erkenntnis), den seinen Atman verhüllenden Schleier zu beseitigen, verneint Name und [[Form]] und sieht sich eingebettet in das verborgene, alldurchdringende Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Weiser spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus [[Ananda]] (Glückseligkeit), besteht durch Ananda und löst sich in Ananda auf.&amp;quot; Der Bhakta spricht: &amp;quot;Diese Welt entstand aus Liebe, besteht durch Liebe und löst sich in Liebe auf.&amp;quot; Liebe ist in Ananda verborgen. Der Weise liebt seinen Atman, er ist ihm hingegeben. Ananda ist in Liebe verborgen. Der Bhakta liebt seinen Geliebten und tanzt in Glückseligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dvaita]] ([[Dualität]]), [[Vishishtadvaita]] (qualifizierte Nichtdualität) sind verschiedene Stufen der philosophischen Leiter. Die höchste Stufe ist [[Advaita]] (Nichtdualität). Von ihrem Standpunkt aus ist die Verwirklichung der Dvaitins und Vishishtadvaitins ebenso belegt und richtig. Ein wenig mehr [[Sadhana]] (spirituelle Praxis) und Verstehen wird sie zu reiner Erkenntnis in Advaita gelangen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga beinhaltet drei Elemente, den Liebhaber, den Geliebten und die Liebe. Sobald der Liebhaber erkennt, dass er sich von dem Geliebten und der Liebe nicht unterscheidet, hat er das Ziel von Bhakti erreicht. Jnana erwacht. Die Dualität löst sich auf. Wer liebt nun wen? Nach dem Advaita Vedanta ist Hingabe das stetige Gewahrsein von ‚Ich bin Er.‘ beziehungsweise ‚Ich bin Brahman.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bhakta spricht: &amp;quot;Erlange zuerst das Wissen über Gott, dann erwachsen Liebe und Hingabe zu Ihm.‘ Der Jnani spricht genau umgekehrt: ‚Wissen ist die Frucht von Bhakti.‘ Vollendetes Wissen ist Liebe, vollendete Liebe ist Wissen. Die Nahrungsaufnahme führt zu [[Tushti]] ([[Zufriedenheit]]), [[Pushti]] (Wohlergehen) und Stillung des [[Hunger]]s. Bhakti führt gleichzeitig zu [[Vairagya]] (Losgelöstheit) und [[Jnana]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti beseitigt Ego und Vasanas, so wie [[Feuer]] Holz verbrennt. Die Bhaktas sorgen sich nicht um [[Mukti]] ([[Befreiung]]). Sie ziehen es vor, über den Herrn zu sprechen, Bhagavatas, Armen und Kranken zu dienen, Seinen Namen zu lobpreisen, sich vor Ihm zu verneigen, Ihm alles zu weihen, in Ihm ihr letztendliches Ziel zu sehen und sich Ihm ohne Vorbehalte hinzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mukti erreichen sie ungefragt. Mukti ist ihre Dienerin. Die Vibhutis ([[Gnade]]) des Herrn, [[Siddhi]]s und [[Riddhi]]s (acht/vier okkulte [[Kraft|Kräfte]]) gehören ihnen, obwohl sie sie nicht begehren. Unerschütterliche Bhakti und die [[Gemeinschaft]] mit Bhagavatas sind die Mittel, um höchste Glückseligkeit zu erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Puja]] ist der Verehrungsritus für Gott. Das ist [[Upasana]] (Verehrung), das dem Bhakta hilft, dem Herrn nahe zu kommen und mit Ihm in Verbindung zu treten. Es reinigt das Herz und befriedet den Geist. Es füllt den Geist mit Shuddha Bhava(reinstes Empfinden) und Prema (reinste Liebe) für den Herrn. Es wandelt den Menschen hin zu seinem göttlichen Wesenskern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Vc0BSvIGH5A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle ausgeprägte Liebe zu Krishnas Namen (Bhagavan Nam Prem) und all dein Leid wird ein Ende finden. [[Draupadi]] nahm Zuflucht zu Ihm, als sie in großer Not war und der Herr stand ihr bei. Vertrauen in Hari allein führt zur Befreiung. Erbaue in deinem Herzen einen goldenen Tempel. Krishna möchte nur deine aufrichtige Hingabe. Gott ist Liebe. Liebe erlöst, vereint und erhebt. Liebe ist Geben, [[Freude]] ist Singen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine [[Tugend]] ist vollkommener als die Liebe. Kein [[Schatz]] ist wertvoller als Liebe. Kein [[Dharma]] ([[Pflicht]] des Menschen) ist erhabener als Liebe. Keine Religion ist wahrhaftiger als Liebe, denn Liebe ist Gott und Gott ist Liebe. Liebe reinigt. Liebe wandelt. Liebe erlöst. Liebe überwindet. Deshalb, entzünde das [[Licht]] in deinem Herzen und liebe die Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kraft ist stärker als die Liebe. Aus Liebe nimmt das formlose [[Brahman]] die vierarmige Gestalt Haris an, um die Bhaktas zu erfreuen. Der Herr folgt seinen Bhaktas mit Speise und [[Wasser]] in [[Hand|Händen]] sogar bis in den Wald. Liebe ließ [[Buddha]], [[Jesus]], [[Ekanath]] und viele andere Heilige die [[Geheimnis]]se der heiligen [[Schriften]] der [[Menschheit]] offenbaren. Liebe ist ein [[Zauber]]stab in den Händen des Bhaktas. Er führt ihn majestätisch und bringt die Welt unter seine Führung. Der mit reiner Liebe Ausgestattete ist der wahre Herr der drei Welten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prema ist ausgeprägte, selbstlose und reine Liebe zu Gott. Prema ist gesammelte Liebe. Bhakti gipfelt in Prema. Prema ist göttlicher [[Nektar]]. Prema nimmt [[Leid]]en und [[Sorge]]n, macht unsterblich, glückselig und friedvoll. Es ist sehr schwierig, Prema zu beschreiben. Du musst es selbst erfahren. Kultiviere es durch [[Japa]], [[Smaran]] (das Bewusstsein auf Gott richten), [[Kirtan]] (Singen zum Lobe Gottes), [[Satsang]], [[Gebet]], [[Dienst]] an Bhaktas und lese das [[Ramayana]], das [[Bhagavatam]] und andere heilige Schriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe in der Religion ist eine Wissenschaft. Der Bhakta ergießt sein Herz in den Geliebten. Es ist ein ganz natürliches Ergebnis, wenn der Bhakta sich von den Unreinheiten und [[Störung]]en des Geistes befreit hat. Dann ist Ananda in Liebe. Liebe ist eine mystische, göttliche Kraft, die den Menschen zum Göttlichen wandelt. Liebe lässt die wahre Verbindung zum Herrn entstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wunsch]] zu lieben ist von Natur aus in den Herzen der Menschen vorhanden. Keinem Menschen fehlt die Eignung zur Liebe und von Liebe getragen zu sein. Du musst diese natürliche [[Gemüt]]sbewegung der Liebe bis zu einem bestimmten Grad entwickeln. Du musst dich reinigen, indem du alle Arten der Selbstbezogenheit abzubauen versuchst. Du musst die allumfassende Liebe in dir erschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige [[Welt]] braucht die Botschaft der Liebe. Entzünde das Licht der Liebe in deinem Herzen. Liebe alle. Umarme alle Wesen mit deiner Liebe. Nationen können nur mit der reinen Liebe vereint werden. Kriege können nur mit gegenseitiger Liebe beendet werden. Der Bund der Nationen kann nicht viel bewirken. Liebe ist ein mystischer, göttlicher Klebstoff, der alle Herzen eint. Liebe ist göttlicher, magischer und heilender Balsam in höchster Potenz. Tu alles aus reiner Liebe. Vernichte List, [[Gier]], [[Betrug]] und [[Egoismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist besonders grausam, das Leben anderer mit Giftgas auszulöschen. Das ist ein großes Verbrechen. Der Wissenschaftler, der das Gas im Labor entwickelt hat, wird vom Herrn bestraft werden. Vergiss nicht den [[Tag]] des [[Urteil]]s. Was wirst du dem Herrn sagen, Sterblicher, der nur nach [[Macht]], Herrschaft und Reichtum strebte? Halte dein [[Bewusstsein]] rein und bewahre dir ein liebendes Herz. So wirst du das Reich Gottes erlangen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickle allumfassende Liebe. Das wird dir helfen, friedlich mit allen Menschen und Kreaturen zusammenzuleben. Liebe und Frieden sind untrennbar miteinander verbunden. Wo Liebe ist, ist Frieden und wo Frieden ist, ist Liebe. Entwickle ein Herz, das in Tränen der Freude ausbricht, wenn es den Namen des Herrn vernimmt. Lasse die Wogen der Liebe stetig dein Herz erreichen. Fühle die Wärme der göttlichen Umarmung. Bade im Sonnenlicht der göttlichen Liebe. Koste die Wonne der [[Ewigkeit]]. Trinke den Nektar der göttlichen Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willst du wirklich zu Gott? Dürstest du nach Seinem [[Darshan]] (die Schau Gottes)? Hast du wahren spirituellen Hunger? Du magst begeisternde Vorträge über Bhakti halten. Du magst Bücher über Bhakti Yoga schreiben, und doch ist dir nicht eine Spur von Hingabe eigen. Wer nach dem Darshan Gottes dürstet entwickelt Liebe. Nur ihm wird Er Sich offenbaren. Gott ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Bei aufrichtiger Nachfrage kommt die Sendung sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bhakti [[Weg]] sind fünf Elemente unerlässlich. (1) [[Nishkamya]] (Absichtslosigkeit), (2) [[Avyabhicharini]] (Ausdauer), (3) [[Sadat]] (Stetigkeit). (4) [[Sadachara]] ([[Moral]]), (5) [[Ernsthaftigkeit]]. So kommt die Erkenntnis schnell. Ohne Karte oder Kompass ist es schwierig, ein Schiff über den Ozean zu steuern. Ebenso schwierig ist es, ohne [[Disziplin]], Ordnung im Leben, Moral und Hingabe an den Herrn sicher über den Ozean des [[Samsara]]s (Kreislauf der Wiedergeburten) zu reisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Liebe ist die [[Sprache]] der [[Träne]]n. Tauche die Lotusfüße des Herrn stetig in die Tränen der [[Reue]], der Trennung ([[Viraha]]) und der Liebe (Prema) im Tempel deines Herzens. So wirst du die Glückseligkeit der Verbundenheit mit dem Herrn genießen. Nicht den Bruchteil einer Sekunde, nicht die Dauer eines Lidschlages darf dein [[Bewusstsein]] sich von den Lotusfüßen des Herrn entfernen. Deine Hingabe soll fließen wie Öl und dir stehen die drei Welten offen. Der Herr gibt Sein Versprechen, dass Er solch einem Bhakta folgen wird, wo immer er sich hinbewegt. Er trägt den Staub seiner [[Fuß|Füße]] als [[Tilaka]] auf Seiner Stirn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sudama]] kam zu Krishna, der sein Freund war. Krishna war im Gespräch mit [[Radha]]. Sudama war im Lumpen gehüllt und traute sich nicht den Palast zu betreten. Die Wachen informierten Krishna: &amp;quot;Herr, ein armer [[Brahmane]], mit Namen Sudama steht, in Lumpen gehüllt, vor den Toren des Palastes.&amp;quot; Krishna verbot den Wachen jedes weitere Wort. Das Wort Sudama war genug. Er rannte barfuß hinaus und rief: &amp;quot;Mein lieber Sudama, mein Freund.&amp;quot; Radha war ein wenig verärgert, weil Krishna den [[Raum]] so plötzlich verließ, ohne ihr zu sagen warum. Wenige Minuten später kam Krishna mit Sudama zurück. Er bemerkte Radhas schlechte [[Stimmung]] und Er kannte den Grund. Er sprach zu Ihr: &amp;quot;Liebe Radha, verzeih Mir. Ich bin der Sklave Meiner Bhaktas. Ich liebe sie mehr als Mich Selbst.&amp;quot; Krishna ließ Sudama auf Seinem eigenen Sitz Platz nehmen und schnappte Sich das Päckchen gebackenen Reises von Sudama, denn dieser war zu scheu, sein armseliges Geschenk zu übergeben. Krishna nahm den gebackenen Reis zu Sich und sprach verzückt: &amp;quot;Oh Radha, niemals zuvor genoss ich eine derartige Köstlichkeit.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dich entschlossen hast, für ein - zwei Stunden Japa oder Meditation zu praktizieren, so musst du dies in Ruhe und mit Hingabe tun. Keine Eile und kein unruhiger, mit etwas anderem beschäftigter Geist dürfen dich in Anspruch nehmen. Sei nicht wie ein Lieferant, der mit billigem Material ein Haus baut und damit den Auftraggeber betrügt. Gott kannst du nicht betrügen. Du betrügst nur dich selbst, da weder Japa noch Meditation dir den gewünschten Erfolg bringen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ständiger Anbetung Gottes zu verweilen wird [[Nishtha]] genannt. Der Bhakta festigt sich in der Hingabe, entwickelt [[Asakti]] (Bindung) an den Herrn, wenn er in seiner Hingabe und Tiefe seiner Meditation fortschreitet. Singe den Namen des Herrn. Lobpreise Ihn. Richte deine [[Gedanke]]n nur auf Ihn. Meditiere auf Ihn. Das ist das Wesen von Bhakti Yoga. Wenn du Vollkommenheit erlangt hast in Hingabe und Liebe zu Gott ([[Purnaprema]]), steht die Welt dir offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|_kavr-J5GDE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Shuddha Pushti Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Swami Sivananda aus &amp;quot;All About Hinduism&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shuddha Pushti Bhakti, wörtlich „die reinste Form der Verehrung“, ist eine Form der [[Gottesverehrung]], die besonders im [[Vaishnavismus]], praktiziert wird. Gerade in der Shuddhadvaita Richtung spielt die Shuddha Pushti Bhakti eine besondere Rolle. Beim Shuddha-Pushti-Bhakti singen die Verehrer [[Kirtan]]s mit den Namen Gottes. Sie loben [[Gott]], und sie entwickeln ein starkes Sehnen nach Gott. Und diese Art der Verehrung wird von Gott selbst verursacht, und somit fällt die [[Gnade]] Gottes auf die Sucher. Damit wird auch eine starke [[Verbindung]] der Sucher zu Gott hergestellt, und diese Verbindung wächst schließlich zu Prema Bhakti („Geschmack Gottes“). Die Verehrer erlangen so [[Wissen]] über und von Gott. Sie erreichen dann eine Anbindung an Gott ([[Asakti]]). Und schließlich entsteht ein starkes Verlangen danach, Gott zu erreichen. Dies ist eine reife Form der [[Liebe]] und der Asakti. Sie wird als [[Vyasana]] bezeichnet. Dieses starke Verlangen oder Vyasana, führt dann zu Erlangung der höchsten [[Wonne]], der Summum Bonum oder des Endes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Liebe zu [[Krishna]] intensiver wird, sehen die Verehrer Krishna überall. Und somit wird alles zu einem Objekt ihrer Liebe. Und sie identifizieren sich so mit allem.  Die [[Gopi]]s machten diese [[Erfahrung]]. Sie sahen Krishna überall. Und sie sahen sich ebenfalls als Krishna. Dies ist Para Bhakti oder die höchste [[Hingabe]], die dann ähnlich wie das Wissen oder das [[Brahman]] [[Jnana]] der Vedantins oder Jnanins wirkt. Dabei ist sowohl die innere als auch die äußere [[Welt]] voll mit Krishna oder Purushottama für diese Verehrer. Die Belohnung für diese Hingabe ist der Zugang zu allen ewigen Vergnügungen oder den [[Lila]]s von Krishna. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Shuddha Pushti Bhakti ist das höchste [[Ziel]] nicht [[Mukti]] oder die [[Befreiung]]. Das höchste Ziel ist der ewige [[Gottesdienst]] an und für Krishna und die Teilnahme an seinen Vergnügungen im kosmischen Spiel oder [[Vrindavana]]. Jene, die Vyasana, oder das starke Verlangen nach Gott, aufgebaut haben, lehnen mit Verachtung die vier Arten der Befreiung ab. Die Maryada-Bhaktas erreichen Sayujya Mukti, d.h. sie werden eins mit Krishna. Die Pushti Bhaktas lehnen Mukti ab und nehmen an den Vergnügungen oder den Lilas von Krishna teil. Sie wählen mit großer [[Freude]] den immerwährenden Gottesdienst an und für Krishna. Dabei nehmen die [[Bhakta]]s die Formen von Kühen, Vögeln, [[Baum|Bäumen]] und auch Flüssen an. Sie erfreuen sich an der [[Gesellschaft]] von Krishna, die grenzenlose Freude bringt. Die Vergnügungen sind dabei ähnlich zu denen, die Krishna in [[Vraja]] and [[Vrindavana]] ausführte. Dabei werden auch einige der Verehrer zu Gopas and Gopis und nehmen so an den Vergnügungen in dem kosmischen Vrindavana teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Z7Ir6QiayrU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bhakti भक्ति bhakti Aussprache==&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Bhakti, भक्ति, bhakti ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|uQVEnxTzDoU}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/Bhakti.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kraft der Bhakti==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Sacinandana Swami, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 16&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle heiligen Schriften sprechen von Bhakti oder Liebe als der wichtigsten und auch stärksten Kraft, die uns zum spirituellen Leben führt und uns im spirituellen Leben erhält. Das wunderbare an Bhakti ist, dass sie der natürliche Zustand der Seele ist. Die natürlichen Dinge sind nie sehr kompliziert - sie sind dem&lt;br /&gt;
Leben sehr nahe. In der Bhakti-Tradition der vedischen Kultur werden neun mit spiritueller Kraft erfüllte Vorgänge praktiziert, die die Seele in die Umarmung Gottes bringen und Gottesliebe erwecken. Diese neun Vorgänge werden von [[Prahlada]] Maharaja im [[Shrimad]] Bhagavatam (7.5.23-24) aufgeführt:&lt;br /&gt;
sri-prahlada uvaca&lt;br /&gt;
sravanam kirtanam visnoh&lt;br /&gt;
smaranam pada-sevanam&lt;br /&gt;
arcanam vandanam dasyam&lt;br /&gt;
sakhyam atma-nivedanam&lt;br /&gt;
iti pumsarpita visnau&lt;br /&gt;
bhaktis cen nava-laksana&lt;br /&gt;
kriyeta bhagavaty addha&lt;br /&gt;
tan manye &#039;dhitam uttamam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prahlada Maharaja sagte: Über Sri [[Vishnu]]s transzendentalen Heiligen Namen, über Seine Gestalt, über Seine Eigenschaften, über Seinen Besitz und über Seine Spiele zu hören und zu chanten, sich an sie zu erinnern, dem Herrn ehrerbietig mit sechzehn [[Yoga Arten|Arten]] von Zubehör Verehrung darzubringen, dem Herrn Gebete darzubringen, Sein Diener zu werden, den Herrn als seinen besten Freund zu betrachten und Ihm alles hinzugeben (mit anderen Worten, Ihm mit Körper, Geist und Worten zu dienen) - diese neun Vorgänge werden als reines hingebungsvolles Dienen anerkannt. Wer sein Leben durch die Ausführung dieser neun Vorgänge in den Dienst Vishnus gestellt hat, sollte als der gelehrteste Mensch angesehen werden, denn er hat vollkommenes Wissen erlangt. Heute werden wir uns dem ersten dieser neun Vorgänge widmen. Hören über Vishnus transzendentale heilige Namen, Seine Gestalt, Seine Eigenschaften und Seine Spiele heißt auf [[Sankrit]] [[Shravanam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Shravanam - Die Kraft von Klang für Bhakti ===&lt;br /&gt;
Dass unterschiedliche Klänge über strukturierende Kräfte verfügen, ist spätestens seit den Aufsehen erregenden Experimenten des Japanischen Wissenschaftler Dr. Emoto in vielen spirituellen Kreisen bekannt geworden. Nach den vedischen Erkenntnissen ist es die Schwingung des [[Brahman]]s ([[Nada-Brahman]]), die&lt;br /&gt;
die ganze materielle Welt strukturiert. Die [[Vedanta]] [[Sutra]]s besagen, dass wir durch eine Art des Klanges bedingt und an die materielle [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie] gefesselt werden, und durch eine andere Art des Klanges von aller inneren Gefangenschaft befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Garuda Purana]] misst dem Hören von transzendentalen Klangschwingungen ganz besondere Bedeutung zu. Es heißt dort: „Der Zustand des bedingten Lebewesens in der materiellen Welt gleicht der Bewusstlosigkeit einer Person, die von einer Schlange gebissen wurde. Beide Zustände der Bewusstlosigkeit können durch den Klang eines Mantras beendet werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer meiner Indienreisen habe ich das praktisch erleben können. Ich lebte damals mit einem Freund für einige Zeit in einer Höhle oberhalb von [[Rishikesh]]. Obwohl wir von Einheimischen gewarnt worden waren, sind wir einmal bei Mondschein zur [[Ganga]] heruntergegangen, um dort am Ufer zu meditieren. Plötzlich schrie mein Freund [[Prabhujaka]] auf, der hinter mir ging: Als ich erschreckt mit der [[Tasche]]nlampe nach hinten leuchtete, sah ich gerade noch die [[Kobra]] verschwinden. Innerhalb kürzester Zeit verfiel Prabhujaka in einen bewusstlosen Zu[[stand]]. Wie konnte ich ihm nur helfen? Ich hatte gehört, man sollte die Wunde ausschneiden und ausbrennen, aber fühlte mich in keiner Weise in der Lage, so etwas zu versuchen. Zum Glück fand ich einen [[Yogi]], dem ich mit meinen bescheidenen [[Hindi]]-Kenntnissen: „sarpa, sarpa, bandhu, bandhu“ (Schlange, Schlange, Freund, Freund) mitteilen konnte, was Entsetzliches geschehen&lt;br /&gt;
war. Der Yogi wusste Hilfe. Er brachte einen [[Mantra]]-Doktor und dieser begann Mantras zu chanten. Er machte einen kleinen Schnitt in die Wunde. Während er chantete und hier und da noch Kräuter auf die Wunde tat, sah ich im Schein eines entfachten Feuers, schwarzes, giftiges Blut aus der Wunde herauskommen. Nach einer halben Stunde wachte Prabhujaka aus dem Koma auf und nach zwei Tagen war der ganze Vorfall fast vergessen. Nur der schnellheilende Einschnitt und die zwei Löcher des Kobrabisses erinnerten uns daran. So stark sind Mantras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Srila Prabhupada]], mein spiritueller [[Meister]], sagte einmal dazu: „Wenn jemand von einer Schlange gebissen wird, stirbt er nicht sofort, sondern wird zuerst bewusstlos und bleibt eine Zeitlang in einem Koma ähnlichen Zustand.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus spiritueller Sicht, schläft jeder in der materiellen Welt ebenfalls in einem Koma, denn er weiß nichts von seinem wirklichen Selbst, seiner eigentlichen Aufgabe und seiner Beziehung zu Gott. Materialistisches Leben bedeutet daher, von der Schlange [[Maya]]s, der Illusion, gebissen worden zu sein und somit ohne spirituelles Bewusstsein beinahe tot zu sein. Doch der Scheintote, der von einer Schlange gebissen wurde, kann wieder zum Leben erweckt werden, wenn bestimmte Mantras gechantet werden. Es gibt Mantra kundige [[Heiler]], die solche Wunder vollbringen können. In ähnlicher Weise kann man aus dem Tod ähnlichen unbewussten Zustand des materiellen Lebens wieder zum Gottesbewusstsein zurückgebracht werden, wenn man das [[Maha-Mantra]] hört: „[[Hare]] [[Krishna]] Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare Hare [[Rama]] Hare Rama Rama Rama Hare Hare.“ Im [[Bhakti Yoga]] ist das Hören von spiritueller Klangschwingung insbesondere wirksam und angenehm, wenn es in der Gemeinschaft von anderen [[Bhakta]]s durchgeführt wird. Die Lieder und Erzählungen über Krishna werden als [[Rasayana]]-katha, wiederbelebender Klang, bezeichnet. Wenn man bereitwillig seine Ohren für diese Klangschwingung öffnet, kann der Spiegel des Herzens sehr schnell von allen belastenden Gedanken und Eindrücken befreit werden und unsere spirituelle Seele kann zu ihrem ursprünglichen Zustand der Glückseligkeit aufwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|T7xfA8x-9Lk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sadhana des Shravanams ===&lt;br /&gt;
In der spirituellen Bhakti-Tradition ist es üblich, jeden Morgen ein regelrechtes [[Sadhana]] des Sravanams&lt;br /&gt;
zu machen:&lt;br /&gt;
- Rezitieren von Mantras,&lt;br /&gt;
- Singen spiritueller Lieder ([[Bhajan]]s),&lt;br /&gt;
- Lesungen aus den heiligen Schriften,&lt;br /&gt;
- spirituelle Diskussionen ([[Ista-gosthi]]s),&lt;br /&gt;
- und immer wieder das Hören von Maha-Mantra,&lt;br /&gt;
wecken die spirituelle Persönlichkeit auf und strukturieren das Leben neu. Wirkliche Wunder können geschehen für jemanden, der regelmäßig den Sravanam-Sadhana praktiziert: Das Herz wird ruhig und immun gegen die Einflüsse von [[Tamas]] und [[Rajas]], die unvermeidlich im Alltagsleben eines Nicht-[[Ashram]]a-Bewohners auftreten. Wir alle kennen in unserem Leben die Kraft von Worten. Wenn ein Verliebter seine Geliebte fragt „Liebst du mich?“ und sie mit „Ja“ antwortet, hat dieses eine andere Wirkung als ein „Nein“. Spirituelle Klangschwingungen tragen jedoch keine solche informative Bedeutung in sich, denn sie sind nicht zur&lt;br /&gt;
Information sondern zur Transformation bestimmt. Vielmehr bergen sie die Kraft, die schlafende Seele zu erwecken. Das [[Shrimad Bhagavatam]] lobpreist die Kraft des Hörens wie folgt: „Wer in der reinen Bhakti für Krishna verankert sein möchte, sollte unaufhörlich über Seine Herrlichkeit und Seine transzendentalen Eigenschaften hören. Diese Vorgehensweise wird mit Sicherheit alles Unglückselige aus dem Herzen beseitigen.“ (Shrimad Bhagavatam 12.3.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kraft des Hörens wird manchmal auch mit der Kraft der Mondstrahlen verglichen, die mit ihren sanften Händen die Knospen der in der Nacht blühenden Lotosblumen entfalten. So kann auch unsere spirituelle Persönlichkeit, die jetzt in einem knospenhaften Zustand ist, durch das Hören entfaltet werden. Jeder der neun Vorgänge der Bhakti wird in der Tradition durch einen großen [[Devotee]] vertreten, der in seinem Leben den jeweiligen Vorgang zum Erfolg gebracht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Held des Sravanams ist [[Parikshit Maharaja]]. Parikshit Maharaja, ein Kaiser der damaligen vedischen Welt, hatte eines Tages erfahren, dass ihn ein [[Brahmane]]nknabe verflucht hätte, nach Ablauf von sieben Tagen durch einen Schlangenbiss zu sterben. Parikshit Maharaja akzeptierte den Fluch und somit wurde dieser unabwendbar. Er hätte auch komplexe [[Yajna]]s ausführen können um auf diese Weise dem Tod zu entgehen, doch er sah in dem Vorfall eine Arrangierung des höchsten Herrn, der er sich nicht in den Weg stellen wollte. Er überlegte sich, was zu tun sei und kam zu der Entscheidung, sich während der ihm verbleibenden sieben Tage vollständig der Praxis des Sravanams zu widmen. Entschlossen begab er sich an das Ufer von Mutter Ganga, fastete und hörte mit großer Aufmerksamkeit dem Weisen Shukadeva zu, der das Shrimad Bhagavatam erzählte - die wunderbare Geschichte über den Höchsten Persönlichen Gott. Unzählige [[Sadhu]]s hatten von dem Entschluss des Königs gehört, seine letzten Tage gänzlich dem Sravanam zu widmen und waren angereist, um dem nektargleichen Strom Gehör zu schenken, der von den Lotuslippen [[Shukadeva]] [[Goswami]]s ausging, des [[Guru]]s von Parikshit. Es hieß, dass einige sogar aus entlegenen Teilen des Universums kamen, um diesem Austausch von spirituellen Fragen und Antworten beizuwohnen. Wir wollen versuchen in die Szene einzutauchen: Parikshit Maharaja war gefasst und Shukadeva saß vor ihm, verankert in vollkommener Ruhe und Intelligenz. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übermittlung transzendentalen Wissens waren erfüllt: Ein qualifizierter Hörer und ein qualifizierter Sprecher waren da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parikshit Maharaja stellte seine erste Frage: „Bitte lass mich wissen, worüber ein Mensch hören und chanten soll, woran er sich erinnern und wen er verehren soll, und auch was er nicht tun sollte. Bitte erkläre mir all dies.“ (SB 1.19.38) Shukadeva Goswami fing an zu sprechen. Es heißt, dass in diesem Augenblick zwei Ganga-Flüsse gegenwärtig waren: der Ganga-Fluss, in dem sich die Sadhus morgens badeten und der Ganga-Fluss des Shrimad Bhagavatams, welches von Shukadeva entströmte. Es muss eine unglaubliche Atmosphäre gewesen sein - keiner war hungrig und jegliche Furcht vor dem Tod verschwand. Kurz vor seinem Hinübergehen sprach Parikshit noch einmal. Es waren seine letzten Worte, welche am besten die Wirkung von Sravanam zum Ausdruck bringen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„O Brahmanas, nehmt mich bitte als eine völlig ergebene Seele an. Lasst auch Mutter Ganga, die Vertreterin des Herrn, mich als solche annehmen. Ich habe jetzt den Herrn ganz und gar in mein Herz aufgenommen. Es gibt keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] in mir. Lasst mich daher die seltsame Schlange oder welch magisches Ding auch immer der Brahmanen-Knabe geschaffen hat, sogleich beißen. Nur einen Wunsch habe ich: möget ihr alle fortfahren, die Taten Vishnus zu besingen und über sie zu hören.“ (SB 1.19.15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können wir den Weg des Sravanams in unserem eigenen Leben praktizieren? Die großen Bhakti-[[Acharya]]s haben immer wieder darauf hingewiesen, dass Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit ein entscheidender Schlüssel für das Sravanam sind. Doch niemand kann gespannte Aufmerksamkeit entwikkeln, der nicht rein im Geist ist. Niemand kann wiederum rein im Geist sein, der nicht rein im Handeln ist, und niemand kann rein im Handeln sein, wenn er nicht im Essen, Schlafen, Verteidigen und seiner Sexualität rein ist. (Shrila Prabhupada, SB 1.3.44, Erläuterung) Außerdem sollte sichergestellt werden, dass das Gehörte frei von materiellen Zusätzen ist. Man sollte deswegen von einer möglichst reinen Quelle hören oder lesen. Die Bedeutung der Schriften soll mit anderen Worten nicht durch mentale Spekulation verdreht werden. Eine Analogie im [[Padma Purana]] sagt, dass obwohl [[Milch]] immer eine gute Wirkung hat, wird sie lebensgefährlich, wenn ihr auch nur ein Tropfen von Schlangengift beigefügt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir möchten unsere Leser demütig darauf hinweisen, dass Bhakti eine Erfahrung ist, die nicht mit dem intellektuellen Geist gemacht wird, sondern in dem durch spirituelle Praxis gestärkten spirituellen Herzen stattfindet. Wenn die geschätzten Leser und Leserinnen dieses Artikels in diesen Zeilen Juwelen der Inspiration finden und somit zur Bhakti Praxis des Sravanams angeregt werden würden, wäre meine Bemühung zu schreiben gesegnet. Möge Krishna diesen Pilgerzug von Worten anführen und ihn zu dem Ziel und zu dem Ort der heiligen Inspiration führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Praxis von Bhakti Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
# Morgens aus der [[Bhagavad Gita]] 1 Kapitel hören&lt;br /&gt;
# Bhajans singen und hören&lt;br /&gt;
# Das Maha-Mantra hören&lt;br /&gt;
# Großen Weisen zuhören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|z7rQfZfLisQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der spirituelle Name Bhakti ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radha Krishna.jpg|thumb|Bhakti ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Krishna oder Tryambaka oder Om oder Soham Mantra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti ist ein spiritueller Name für Aspirantinnen mit [[Krishna]]-[[Mantr]]a, [[Tryambakam]]-[[Mantra]], [[OM]] oder [[Soham]]-[[Mantra]], eigentlich von jedem Mantra. Denn Bhakti heißt [[Hingabe]], Bhakti heißt [[Gottesliebe]]. Bhakti ist jede Form von [[Liebe]]. Wenn du den Namen Bhakti hast, dann soll das heißen, du willst deine Liebe, deine Gottesliebe immer weiter kultivieren und in der Hingabe zu Gott wirst du die höchste Verwirklichung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3lwJ_MFayq8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kreative Lesung aus dem Buch „Inspiration und Weisheit“ von Swami Sivananda. Aus dem Kapitel „Bhakti“==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit heißt im Tiefen in [[Gott]] zu sein. Frömmigkeit ist das Fließen von Hingabe zu Gott. Frömmigkeit heißt, dass der Mensch vom Herzen her durch Gott angezogen wird wie die Nadel vom Magneten. Wahre Frömmigkeit ist [[Liebe]] um der Liebe willen. Der Gottesverehrer, der Fromme, will nur Gott und nichts anderes als Gott. In der Liebe eines wahrhaft Frommen liegt keine selbstsüchtige Erwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Frömmigkeit ist frei von [[Angst]]. Wahre Frömmigkeit verändert den Menschen zur Göttlichkeit. Wahre Frömmigkeit heißt, von [[Prem]], göttlicher Liebe, ergriffen zu sein. Wahre Frömmigkeit ist nicht emotionale Erregung. Wahre Frömmigkeit ist kein Fanatismus. Wahre Frömmigkeit ist keine Show. Wahre Frömmigkeit ist keine äußere Erregung. Wahre Frömmigkeit bedeutet nicht, anderen etwas vorschreiben zu wollen. Wahre Frömmigkeit ist Liebe zu Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wahrhaft Frommer will sich einstimmen auf den Willen des Gottes, den Willen des Göttlichen, das heißt, an Gott zu denken. Wahre Frömmigkeit erblüht zur höchsten Erkenntnis und dann zur [[Unsterblichkeit]] und [[Gottverwirklichung]]. Mit Frömmigkeit öffnest du dein Herz. Mit Frömmigkeit kultivierst du Liebe. Mit Frömmigkeit erreichst du das Göttliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit kann jeder kultivieren. [[Bhakti]], Frömmigkeit, Gotteslieben, kann von jedem praktiziert werden. Du brauchst weder studiert zu sein noch brauchst du besonders konzentriert zu sein. Du musst nicht musikalisch sein, musst keine guten Manieren haben. Frömmigkeit heißt, ein beständiges Denken an Gott und tiefes [[Vertrauen]] haben, das Gott dich führt, dir Aufgaben gibt, zu dir spricht, dich segnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der indischen [[Mythologie]] gibt es so viele Beispiele von [[Heilige]]n, die aus niedrigen Schichten stammen. Shabari war eine ungebildete Frau vom Lande. Sie hatte die Vision von Rama. Nishada  war ein Analphabet. Druva  war ein kleiner Junge, der kaum etwas wusste. Vidura und Sudama waren sehr arm. Hanuman war ein Affe. Djataju  war ein Vogel. Gajendra war ein Elefant. Die Gopis von Vrinda wussten nichts über klassische vedische Rituale. Sie alle erreichten [[Gottverwirklichung]] durch Hingabe, Selbstaufgabe und große Frömmigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflege von Frömmigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen fragen: Wie können wir Gott lieben, den wir nie gesehen haben? Lebe in der Gesellschaft von [[Weise]]n und [[Heilige]]n. Oder höre über die Lilas dieser Heiligen, lies Bücher oder schaue dir Filme über die Gottverwirklichten an. Lies die heiligen Schriften. Verehre jedes Bild von Gott oder dem [[Guru]]. Singe Gottes Name, besinge seine Herrlichkeit. So wird Frömmigkeit in dir wachsen. So wird Gottesliebe in dir wachsen. Kultiviere Liebe zu Gott. Bete darum, dass Frömmigkeit dein Herz ergreift. Bitte Gott, dich zu sich zu rufen. Übe fromme Handlungen. Habe einen [[Altar]]. Schmücke den Altar. Zünde [[Räucherstäbchen]], eine [[Kerze]] oder eine [[Öllampe]] an. Mache Meditation vor diesem Altar. Trage eine [[Japa Mala]] um deinen Hals. Schaue dir Gottesbilder an. Höre [[Mantras]] zu. Als das hilft dir, Bhava, ein Gefühl zu erzeugen, um das Göttliche anzurufen. Und wenn du dieses Gefühl hast, dann bitte Gott, deine Frömmigkeit zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele Praktiken, mit denen du deine Gottesliebe und deine Frömmigkeit entwickeln kannst. Dazu gehört [[Satsang]], Besuche von Gottesdiensten, Japa, Wiederholung eines Mantras, [[Kirtan]], Singen von spirituellen Liederns, regelmäßige [[Gebete]], Dienen in spirituellen Gemeinschaften, Tempeln, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Besuchen von Wallfahrtsorten, auch Dienst an Armen und Kranken mit göttlichem [[Bhava]], auch das Opfern aller Handlungen und deren Früchte an das Göttliche. Kultiviere das Gefühl, dass Gott in allen Wesen ist. Verneige dich vor den Bildern Gottes und verneige dich vor den Heiligen. Verzichte auf oberflächliche Vergnügen. Mache dein Leben [[sattwig]]. Lies keine Klatschgeschichten und verbreite keine Klatschgeschichten. Lies nicht zu viel über die Geschehnisse in der Welt. Übe Wohltätigkeit und praktiziere uneigennützige Liebe. All das hilft dir, Frömmigkeit im Herzen zu entwickeln. Äußere Handlungen der Frömmigkeit wie Altardienst, Bilder, Rituale und so weiter können dir helfen, ein inneres Gefühl der Frömmigkeit und Gottesliebe zu kultivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Spirituelle Namen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bhaktavatsala]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhairava]]&lt;br /&gt;
* [[Bharata]]&lt;br /&gt;
* [[Bhargavi]]&lt;br /&gt;
* [[Bhaskara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Bhaktimant]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakta]]&lt;br /&gt;
*[[Vibhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Hingabe]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Gottesliebe]]&lt;br /&gt;
*[[Demut]]&lt;br /&gt;
*[[Inspiration]]&lt;br /&gt;
*[[Atmasamarpana]]&lt;br /&gt;
*[[Bhava]]&lt;br /&gt;
*[[Ishvarapranidhana]]&lt;br /&gt;
*[[Svarabhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Satchidananda]]&lt;br /&gt;
*[[Glückseligkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Selbstverwirklichung]]&lt;br /&gt;
*[[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Mantraweihe]]&lt;br /&gt;
*[[Spiritueller Name]]&lt;br /&gt;
*[[Spirituelle Namen Liste]]&lt;br /&gt;
*[[Mantra Diksha]]&lt;br /&gt;
*[[Nama Diksha]]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantras-und-musik/ Seminare zum Thema Mantra und Musik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/goettliche-erkenntnis Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/inspirierende-geschichten Swami Sivananda: Inspirierende Geschichten]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/sadhana-ein-lehrbuch-techniken-spirit.-vollkommenheit Swami Sivananda: Sadhana - Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/licht-kraft-weisheit Swami Sivananda: Licht, Kraft und Weisheit]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/die-wissenschaft-pranayama Swami Sivananda: Die Wissenschaft des Pranayama]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-ueberwindung-furcht Swami Sivananda: Die Überwindung der Furcht]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/vedanta-anfaenger Swami Sivananda: Vedanta für Anfänger]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Swami Sivananda: Japa Yoga]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/philosophie/goettliches-elixier-swami-sivananda Swami Sivananda: Göttliches Elixier]&lt;br /&gt;
*[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/goetter-goettinnen-hinduismus Swami Sivananda: Götter und Göttinnen im Hinduismus]&lt;br /&gt;
assical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Wonne/bhakti.html Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis: Bhakti]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/yoga-wege/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/sadhana/bhaktiSadhana.html Swami Sivananda, Sadhana: Bhakti Yoga Sadhana]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/inspirierende-geschichten/bhakti/ Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten: Guru Bhakti]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=bhakti Videos zum Thema &amp;quot;Bhakti&amp;quot;]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-hochste-gottesliebe-bhagavad-gita-xii-abschluss Bhakti Yoga – Höchste Gottesliebe – Bhagavad Gita XII.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/bhakti-yoga-yoga-der-hingabe-und-liebe Bhakti Yoga – Yoga der Hingabe und Liebe]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/swamisivananda.html Artikel von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/IntegralYoga/Integraler-Yoga.htm Swami Sivanandas Integraler Yoga]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare und Ausbildungen==	&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Sukadev über Bhakti===&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/bhakti-hingabe-yogavidya-sanskritlexikon.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bhakti Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Bhakti und Sankirtan]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirtan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Name]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Name Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman Männlich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Name Hanuman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Chakra&amp;diff=938367</id>
		<title>Chakra</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Chakra&amp;diff=938367"/>
		<updated>2020-06-02T09:00:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Chakras */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:RTEmagicC chakramann 01.jpg.jpg|thumb|Chakras und der menschliche [[Körper]]]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Chakra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: चक्र cakra &#039;&#039;n.&#039;&#039;) Rad, Scheibe, Töpferscheibe; Wurfscheibe, Diskus; Wurfwaffe Viṣṇus; Ölmühle; Kreis, Kreislauf; Trupp, Schar, Menge ([[Samuha]]); Bezirk, Bereich, Herrschaftsgebiet. Chakras sind runde, bewegte Geflechte oder Zentren von [[Bewusstsein]] und [[subtil]]er [[Prana|Lebensenergie]], die über &amp;quot;elektrische Leitungen&amp;quot; ([[Nadi]]s) miteinander verbunden sind und [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] in alle Richtungen verteilen. Sie sind die Verbindungspunkte zwischen dem physischen [[Körper]] und den [[Kosha|subtilen Energiekörpern]]. Man spricht meist von sieben Hauptchakras und einer Vielzahl von kleineren Nebenchakras. Die sieben Hauptchakras liegen entlang der feinstofflichen [[Wirbelsäule]] ([[Sushumna]]). Sie korrelieren mit dem parasympathischen, sympathischen und vegetativen Nervensystem. Jedes Chakra verkörpert ein Stadium des Bewusstseins. Im [[Kundalini Yoga]] ist das Ziel, die [[Kundalini Shakti]] vom untersten Chakra, [[Muladhara Chakra|Muladhara]], zum obersten, [[Sahasrara Chakra|Sahasrara]], aufsteigen zu lassen und somit die [[Selbstverwirklichung]] zu erreichen. Im [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ Ayurveda] werden die Chakras in die [[Abhyanga|Massage]] einbezogen. &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Chakras, die Engeriezentren des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakras.jpg|thumb|Die sieben Hauptchakren]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Chakras und ihre Entsprechungen bezüglich der Elemente, der Koshas und der Farben&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga], dem Yoga der Energie“ im Rahmen der Vortragsreihe der ganzheitlichen Yogaschulung, einer Begleitreihe, der [https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-ausbildung/2-jahre-stadtcentern/ zweijährigen Yogalehrerausbildung] von Yoga Vidya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung Chakra ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra heißt Rad. Wie ein Rad, das sich dreht und auch Dinge weg wirbeln kann, wie ein Wagen, der Staub aufwirbelt. Ähnlich wie das Rad, strahlt Chakra [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana], also [[Lebensenergie]] aus. Die Chakren werden auch als [[Patma]]s bezeichnet, also als Lotusse. So wie ein Lotus sich öffnen, sich entfalten und wunderschön wirken kann, aber auch als Knospe verschlossen sein kann, so können Chakren verschlossen sein und haben viel [[Großartig]]es in sich. Wenn wir [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] üben, dann öffnet sich der Lotus, öffnet sich das Chakra und viel Großartiges kann entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt sehr viele Chakren. Im letzten Vortrag habe ich über die [[Nadis]] gesprochen, die Prana, die Lebensenergie transportieren. Die Lebensenergie wird in den Energiepunkten der Nadis gespeichert. Die Energiepunkte der Nadis werden als Chakren bezeichnet. Chakren sind eigentlich ein Sammelname für sehr viele Energiepunkte. Jeder Punkt an dem sich das Prana sammelt, ist ein Chakra. Die [[Marma]]s im [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ Ayurveda] sind auch Chakren. Oder auch die [[Akupunkturpunkte]] sind alle Chakras. Wann immer sich zwei Nadis kreuzen, entsteht auch wieder ein Chakra. Dieses Chakra bestimmt dann, wie das Prana zwischen den Nadis verteilt wird und wie das Prana von einer Nadi zur anderen übergeht. Da es 72.000 Nadis gibt und in jeder Nadi verschiedene Chakren, gibt es also sehr viele Chakren. Die Chakren können Übergangszentren sein, von denen das Prana von einer Nadi zur anderen übergeht. Chakras können auch Stromquellen sein – Pranaquellen – über welche Prana aufgenommen wird. Und es gibt die Zungenchakras, wo die Energie über die [[Nahrung]], über die Flüssigkeiten aufgenommen wird. Auch die Handchakras können sowohl [[Energie]] aufnehmen als auch Energie ausstrahlen. Dann gibt es die Chakras, die Energiespeicher sind, ähnlich wie Akkumulatoren. Chakras sind auch die [[Organe]] des [[Astralkörper]]s, man könnte sagen, alle Gefühlszentren sind Chakras, auch alle [[geistig]]en [[Fähigkeiten]] kommen über die Chakras zur Entfaltung. Dann gibt es verborgene Fähigkeiten, die sich noch entwickeln können, wenn die Chakras sich ganz [[öffnen]]. So gibt es eine Menge von Wirkungen von Chakren und sie sind auch die Verbindungen vom Astralkörper zum physischem Körper. Manche Chakren können auch physische Organe beherrschen oder beeinflussen. Andere Chakren sind verantwortlich für [[Emotionen]] und für geistige Fähigkeiten. Und wiederum andere Chakren sind einfach nur Akkumulatoren oder Verbindungen im [[Feinstoffkörper]], in der [[Pranamayakosha]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hauptchakren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele Nebenchakren und sieben Hauptchakren, diese heißen: &lt;br /&gt;
[[Datei:Muladhara Chakra Erde.jpg|thumb|Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Swadhistana Chakra Wasser.jpg.jpg|thumb|Swadhistana Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Manipura Chakra Feuer.jpg|thumb|Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anahata-Chakra.jpg|thumb|Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vishudda Chakra Äther.jpg|thumb|Vishuddha  Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ajna Chakra Stirnchakra Drittes Auge.jpg.jpg|thumb|Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sahasrara Chakra.jpg|thumb|Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Muladhara]], das unterste Chakra, &lt;br /&gt;
* [[Svadhisthana]], das zweite Chakra, &lt;br /&gt;
* [[Manipura]], das dritte Chakra, &lt;br /&gt;
* [[Anahata]] ist das Herzchakra, das innerste Chakra, &lt;br /&gt;
* [[Vishuddha]] Chakra ist das Kehlchakra, &lt;br /&gt;
* [[Ajna Chakra]] ist das sechste Chakra zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn &lt;br /&gt;
* und dann gibt es noch [[Sahasrara Chakra]], das Scheitelchakra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese sieben Chakras die Bewusstseinschakren sind, die für sieben Aspekte des [[Menschsein]]s stehen. Das Zentrum ist jeweils an einer bestimmten Stelle und sie [[strahlen]] aus. Man kann auch sagen, dass die sieben Chakras ein Zentrum haben und ein [[Kshetra]]. Die Ausstrahlung eines Chakras wird als Kshetra bezeichnet, was Feld, aber auch [[Ausstrahlung]] bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die sieben Hauptchakras, ihre Zentren und ihre Kshetras ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Muladhara Chakra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://www.yoga-vidya.de/chakra/muladhara-chakra-wurzelchakra/ Muladhara Chakra] befindet sich am [[Beckenboden]] zwischen Geschlechtsorgan und Anus, beherrscht auch das [[Steißbein]] und ist der untere Teil des sogenannten [[Kanda]]. Kanda ist eine Wurzel, eine Knolle, von der aus die meisten der 72.000 [[Nadis]] ausgehen. Wenn du zum Beispiel sanft die Beckenbodenmuskeln zusammenziehst, dann spürst du den unteren Teil von Muladhara und Muladhara geht eben bis zum Steißbeinbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Svadhisthana Chakra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Chakra, das [https://www.yoga-vidya.de/chakra/swadhisthana-chakra-sexualchakra/ Svadhisthana Chakra] ist das Chakra in der [[Kreuzbein]]-Gegend, das heißt das Zentrum vom Svadhisthana Chakra ist in der Kreuzbeingegend. Es beherrscht aber die ganze [[Becken]]-Gegend und strahlt insbesondere zu den [[Geschlechtsorgane]]n und bis zur Schambeingegend aus. Das Kshetra vom Svadhisthana Chakra ist [[Linga]] beim Mann und [[Yoni]] bei der Frau, vorne in der Schambeingegend und bei den Geschlechtsorganen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Manipura Chakra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte Chakra ist das [https://www.yoga-vidya.de/chakra/manipura-chakra-nabelchakra/ Manipura Chakra], auch der sogenannte [[Edelstein]] Chakra, wo die verschiedenen [[Fähigkeiten]] des Menschen sind. Das Zentrum ist in der Lendenwirbelsäule und zwar in der mittleren Lendenwirbelsäule im Rückenmarkskanal. In der mittleren Lendenwirbelsäule, da wo der Rückenmarkskanal ist, dort ist das Zentrum des Manipura Chakras und dieses Chakra strahlt sowohl nach hinten als auch nach vorne aus. Der ganze Bauchraum von der Nabelgegend und sogar der Raum darunter bis zum Rippenbogen ist alles unter der Herrschaft der Manipura Chakras. Das Kshetra, die Ausstrahlung vom Manipura Chakra wird auch [[Ha]] wie [[Sonne]] oder auch [[Surya]] Chakra, also Sonnenchakra oder auch Nabhi Chakra - Nabhi heißt Nabel - genannt. Im Grunde kann man aber sagen, Manipura Chakra Zentrum strahlt aus und es gibt eine ganze Reihe von Unterchakren, die sich im Bauchbereich befinden und die alle durch Manipura Chakra beherrscht werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anahata Chakra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vierte Chakra, [https://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra/ Anahata Chakra] hat seinen Sitz in der Mitte der Brustwirbelsäule im Rückenmarkskanal und strahlt nach vorne, zur Seite und auch nach hinten aus. In der Mitte der Brust ist das so genannte [[Hrid Chakra]], wortwörtlich [[Herzchakra]]. Wenn du in dein [[Herz]] hinein spürst, spürst du ja nicht wirklich das physische Herz, das befindet sich links, sondern du spürst in der Mitte des Brustkorbs, das ist [[spirituell]]e Herz oder auch das [[emotional]]e Herz. Wenn du [[Liebe]] oder [[Freude]] spürst, dann spürst du es genau im Hrid Chakra. Das Hrid Chakra ist eine Kshetra, eine Ausstrahlung vom Anahata Chakra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vishuddha  Chakra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das fünfte Chakra ist das [https://www.yoga-vidya.de/chakra/vishuddha-chakra-halschakra/ Vishuddha  Chakra], das Halschakra, auch [[Kehlchakra]] genannt. Das Zentrum ist in der Mitte der [[Halswirbelsäule]] und dort im Rückenmarkskanal.  Vishuddha  Chakra strahlt nach vorne aus und hat als Austrahlung Kantha Chakra, das Kehlchakra. Das was man in der Kehlhöhle spürt, Kantha [[Kupa]] oder weiter oben das Kantha Chakra, das ist die Energieausstrahlung des Vishuddha Chakras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ajna Chakra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ajna-chakra-stirnchakra-drittes-auge/ Ajna Chakra] ist das sogenannte Befehls-Chakra. Ajna heißt [[Befehl]] und ist das Chakra welches alle anderen [[beherrscht]]. Dieses befindet sich etwa in der Mitte des Kopfes, man könnte sagen hinter dem Punkt zwischen den Augenbrauen und zwischen den Schläfen. Es strahlt nach vorne aus zum [[Trikuti]], das auch als [[drittes Auge]] bezeichnet wird und sich zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn befindet. Das Trikuti ist manchmal dargestellt als senkrechtes [[Auge]], so findet man es in den Darstellungen von [[Shiva]]. Ajna Chakra strahlt auch hinten aus, zum [[Hinterkopf]], wo der sogenannte [[Bindu]] Chakra ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sahasrara Chakra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich gibt es noch das [https://www.yoga-vidya.de/chakra/sahasrara-chakra-kronenchakra/ Sahasrara Chakra] in der [[Scheitel]]-Gegend und im Raum darüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung der Chakren ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es gibt diese sieben Chakras und die fünf mittleren haben Kshetras. Man kann diese sieben Chakras spüren und man kann sie auch im Kontext der fünf Chakras verbinden im sogenannten mikrokosmischen Kreislauf oder makrokosmischen Kreislauf. Mikrokosmischer Kreislauf heißt vom Scheitel über Stirn, Kehle, Herz, Bauch, Schambeingegend, Geschlechtsorgane zum Beckenbodenbereich und ausatmend dann über Kreuzbein, Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule, Halswirbelsäule, Hinterkopf, Scheitel. Man kann es mit der Ausatmung verbinden: Einatmend vorne hinunter; Ausatmend hinten hoch. In der [[Ujjayi Meditation]] macht man es genau so, in dem mikrokosmischen Kreislauf oder man kann auch den makrokosmischen Kreislauf machen, man geht beim Einatmen vorne hinunter bis tief in die [[Erde]], hält dann vielleicht die [[Luft]] an und spürt in die Erde hinein und beim Ausatmen geht man dann über die [[Wirbelsäule]] nach oben zum [[Himmel]] und spürt beim Anhalten weit in den Himmel hinein. Und einatmend vom Himmel vorne hinunter bis zur Erde, anhaltend spürt man die Erde und ausatmen von der Erde über die Sushumna und die Scheitelgegend nach oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Energiekanal, der von oben vorne hinunter geht, wird manchmal und gerne bei Yoga Vidya als [[Saraswati]] Nadi bezeichnet. Es gibt andere Nomenklaturen, wo Saraswati Nadi für etwas anderes steht. Sushumna ist eben der Energiekanal, der von hinten nach oben geht. Es gibt auch den sogenannten [https://mein.yoga-vidya.de/video/video-meditation-meditiere-mit-dem-sushumna-aktivierungs-atem Sushumna-Aktivierungs-Atem], wo du von vorne über die Stirnmitte des Kopfes und dann die Sushumna hinunter zum Muladhara Chakra gehst und ausatmend über die Sushumna bis zur Mitte des Kopfes über die Stirn nach vorne. Manche bevorzugen diese [[Atmung]] zur Energetisierung, manche entschließen sich, sich  auf das Sahasrara Chakra zu konzentrieren und andere lieben es, denn mikrokosmischen oder dem makrokosmischen Kreislauf zu erzeugen um nachher im [[Herzen]], oder [[Stirn]] oder Mitte des Kopfes ganz in die [[Stille]] zu gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Chakren und ihre Farben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lotos verhaftungslos Vairagya.jpg|thumb|Chakren werden auch als Lotus bezeichnet und können offen oder geschlossen sein]]&lt;br /&gt;
Im klassischen Yoga entsprechen die Chakrafarben den Elementen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* So ist Muladhara Chakra Erdelement und daher im Zentrum Ockergelb bzw. als [[Yantra]], also als Symbol ein ockergelbes Quadrat. &lt;br /&gt;
* Svadhisthana hat als Yantra die liegende [[Mondsichel]] und zwar eine silberne Mondsichel, sowie Wasser, das bei Mondschein silbrig glänzt. &lt;br /&gt;
* Die Farbe des dritten Chakras ist die Farbe des Feuers, Symbol des Manipura Chakras ist das nach unten zeigende Dreieck, wie eine umgekehrte Feuerflamme und so ist die innere Farbe orange. &lt;br /&gt;
* Anahata Chakra hat als Symbol den sechszackigen blauen Stern, so blau wie der Himmel oder blau auch als Symbol für die Weite. Der sechszackige Stern besteht aus einem Dreieck nach oben und einem nach unten, also drei Zacken, die nach unten zeigen und drei nach oben, in blau, Symbol des [[Luftelement]]es. &lt;br /&gt;
* Vishuddha  Chakra ist die Farbe von Äther und [[Raum]], dem [[Weltraum]] bei Nacht und so ein Lila, Violett bis ins Schwarze hinein. &lt;br /&gt;
* Ajna Chakra ist das Chakra des reinen Geistes. Der [[rein]]e [[Geist]] hat als Farbe [[strahlend]] weiß und so ist das strahlen weiße, was Farben in sich enthält und doch jenseits aller Farben ist, das Ajna Chakras. &lt;br /&gt;
* Sahasrara Chakra ist jenseits aller Farben und enthält alle Farben in sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den eigenen Farben haben die Chakren aber auch Ausstrahlungen und so gibt es die Farben der [[Blütenblätter]]. Jedes Chakra wird auch mit verschiedenen Blütenblättern dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Muladhara Chakra, Zentrum Ockergelb, hat rote Blütenblätter. &lt;br /&gt;
* Svadhisthana Chakra, Zentrum Silber hat auch rote Blütenblätter, aber in einer anderen Farbe. &lt;br /&gt;
* Manipura Chakra ist im Zentrum orange, die Farben der Blütenblätter werden in den Schriften als blau dargestellt. &lt;br /&gt;
* Anahata Chakra ist im Inneren blau, aber die Farbe der Blütenblätter ist wieder ein rot, wie ein etwas anderes rot. &lt;br /&gt;
* Die Farbe des Vishuddha Chakras ist Violett und die Farbe der Blütenblätter ist Lila bis Blau. &lt;br /&gt;
* Ajna Chakra ist im Inneren weiß und auch die Blütenblätter haben weiße Farbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht erstaunen dich diese Farbzusammenstellungen, den im Westen ist inzwischen eine Farbkorrelation populär geworden, die ein [[Theosoph]] namens Leadbeater etwa Anfang des 20. Jahrhundert entwickelt hat und er ist von dem [[Regenbogen]] ausgegangen. Er hat Muladhara mit rot in Verbindung gebracht mit rot, Manipura mit gelb, Anahata mit grün, Vishuddha mit blau, Ajna mit indigo und Sahasrara mit lila. Es ist eine gewisse Korrelation, die Farbe die besonders langsam schwingt ist rot und die Farbe, die die schnellste Frequenz hat ist lila und so hat er die sieben Farben des Regenbogens in Verbindung mit den sieben Chakren gebracht. Irgendwie hat sich das in die [[Esoterik]] und die [[New Age]] Symbolik hineingebracht, weshalb auch viele im Yoga davon ausgehen. Es gibt auch [[Menschen]], die sagen, man kann diese Systeme miteinander in Verbindung bringen. Dann sind die [[Elemente]] Farben die inneren Farben der Chakren und die [[Aura-Farben]] sind dann die Regenbogenfarben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chakras und ihre Elemente, Tiere und Fähigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Herzen Herzensverbindung Liebe Mitgefühl rosa pink.png|thumb|Aktivierung des Herzchakras entwickelt Mitgefühl, Liebe, Freude und Verbundenheit]]&lt;br /&gt;
Chakras werden auf verschiedene Weisen dargestellt, es gibt die Yantras im Inneren, die Blütenblätter, es gibt Aura-Farben. Dann entspricht jedem Chakra auch ein Tier und auch ein [[Gott]] oder [[Göttin]]. Tier, Gott oder Göttin und auch Yantra, also das Symbol des Chakras entsprechen dann zum einen dem Element und zum anderen den besonderen [[Fähigkeiten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Muladhara entspricht dem Erdelement, daher ockergelbes Quadrat, Symbol ist der Elefant, der für [[Festigkeit]], Erdung und Ruhe steht. &lt;br /&gt;
* Zweites Chakra, das Wasserelement ist die liegende Mondsichel. Symbol ist die Quelle, silbrig und Chakra-Tier ist eine Form des Krokodilfisches, Makara, Symbol für Fruchtbarkeit, für Fließen, für [[Kreativität]], auch für [[Reinigung]] und für [[Heilung]]. &lt;br /&gt;
* Das dritte Chakra, Manipura Chakra, Feuerelement, hat als Tier den Widder, der für Durchsetzungsvermögen, Energie, Ausstrahlung, Charisma, [[Mut]], [[Willenskraft]], [[Begeisterung]] und auch für Bereitschaft für die gute Sache zu kämpfen, steht. &lt;br /&gt;
* Das vierte Chakra, Anahata Chakra, sechszackiger blauer Stern, Symbol für Herzensenergie, für Freude, für [[Mitgefühl]], Chakra Tier ist die Antilope, Symbol für [[Leichtigkeit]], [[Flexibilität]], [[Offenheit]], Anpassungsfähigkeit und der Wunsch, sich mit anderen Verbinden zu wollen. &lt;br /&gt;
* Das fünfte Chakra, Vishuddha Chakra, hat als Symbol ein lila Dreieck mit einem weißen Kreis in der Mitte, hat als Chakra Tier einen Elefant, wenn auch einen anderen Elefanten, als Symbol für die [[Weite]] und die [[Verbundenheit]] und [[Kommunikation]]. &lt;br /&gt;
* Sechstes Chakra, Ajnachakra ist jenseits aller Tiere und hat als Symbol den weißen Kreis, in dessen Mitte ein weißes Dreieck ist, in dessen Mitte das Symbol für Om ist. Das Symbol kann in goldener Schrift sein, aber auch in blauer oder roter Schrift sein, mit zwei Blütenblättern nach links und nach rechts. So ist Ajna Chakra das Symbol für [[Erkenntnis]], Intellektuelles Wissen, das ist die eine Seite des Chakras. Aber auch [[Intuition]] und [[spirituelles Wissen]], das ist die andere Seite des Ajna Chakras. &lt;br /&gt;
* Das siebte Chakra ist das Sahasrara Chakra, tausendblättriger Lotus, jenseits aller Farben. Es steht für die Öffnung [[göttliche]]r Gnade, das wir uns öffnen wollen, das [[Gnade]] durch uns hindurch strömt. Es ist aber auch die reine [[Erleuchtung]] und das [[unendlich]]e [[Bewusstsein]]. Die Erkenntnis, [[Aham Brahmasmi]] [[Shivoham]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So entsprechen die sieben Chakren, sieben Elemente bzw. fünf Elementen plus reiner Geist, plus reines Bewusstsein. Sie entsprechen sieben Feldern des [[Menschsein]], sieben verschiedenen Fähigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sieben Chakren stehen auch für die verschieden Koshas:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Muladhara Chakra entspricht der [[Annamaya Kosha]], &lt;br /&gt;
* Svadhisthana Chakra entspricht der [[Pranamaya Kosha]], &lt;br /&gt;
* Manipura Chakra entspricht der [[Manumaya Kosha]], &lt;br /&gt;
* Anahata Chakra entspricht der [[Vijnanamaya Kosha]] und &lt;br /&gt;
* Vishuddha und Ajna Chakra entsprechen der [[Anandamaya Kosha]] &lt;br /&gt;
* und Sahasrara Chakra entspricht [[Atman]] bzw. [[Brahman]], dem was hinter allem ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gibt es viele Entsprechungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chakren öffnen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bogen Asana junge Frau Lachen.jpg|thumb|Mit Yoga die Chakren stärken und Ausstrahlung bekommen]]&lt;br /&gt;
Im [[Yoga]] wollen wir schrittweise die Chakren von unten nach oben öffnen. Es ist jedoch nicht so, dass die Chakren sich eins nach dem anderen öffnen. Schon jetzt und in diesem Moment nutzt du alle sieben Chakren, aber nur teilweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem du Yoga übst, wirst du die verschiedenen Chakren immer mehr stärken, du wirst eine stärkere [[Erdung]] und Festigung empfangen, du wirst größere [[Heilenergie]] haben, du wirst dich mehr durchsetzen, mehr Feuer haben, du wirst [[Mitgefühl]] spüren, mehr [[Liebe]] und [[Freude]]. Du wirst dich besser ausdrücken können, besser kommunizieren können und mehr [[Verbindung]] spüren. Du wirst Dinge klarer verstehen und mehr Zugang zu Intuition haben können, du wirst dich zum [[Instrument Gottes]] machen können, um schließlich die absolute [[Einheit]] zu erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yoga Praktiken wirken auf alle Chakren. Es gibt bestimmte [[Asanas]] die auf bestimmte Chakren wirken. Wenn du die [[Yoga Vidya Grundreihe]] übst, übst du auch alle sieben Chakren. Beim [[Pranayama]] wird es manchmal bewusst thematisiert, dass die Chakren geöffnet werden. Es gibt [[Bijamantras]] um die Chakren zu öffnen. Alle Chakren wirken auch auf die Nadis und alle Mantren wirken auf die Nadis und auch auf die Chakren. In verschiedenen [[Meditationstechniken]] kannst du auch die verschiedenen Chakren öffnen. Auf den [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga-Vidya Seiten] findest du auch Meditationstechniken für die einzelnen Chakras, so gibt es Muladhara oder Svadhisthana Meditation usw.. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du bewusst im Alltag mit dem Chakra arbeiten willst, dann nutze auch die Fähigkeiten des betreffenden Chakras: Erde dich bewusst, sende [[Heilenergie]] aus, strahle Feuerenergie aus und setze dich auch mal durch. Entwickle Mitgefühl, [[Liebe]] und freue dich. Fühle Verbindung, öffne dich für die Intuition, bitte um [[göttlich]]en [[Segen]]. So aktivierst du die sieben Chakren auch und gerade im Alltag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte noch auf das Buch „[https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/die-kundalini-energie-erwecken Die Kundalini Energie erwecken]“ hinweisen. Dort findest du ein langes Kapitel „Die sieben Hauptchakren und ihre Funktionen“, dort gibt es umfangreiche Tabellen, welches Chakra wem entspricht und du findest auch noch mehr über die Feinstoffphysiologie, Prana, Nadis, Chakras, Sonne, Mond, [[Aura]] usw.. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Mal will ich über Pranayama, die verschiedenen [[Atemübungen|Atemtechniken]] sprechen, wie wir sie im [[Hatha Yoga]] bei Yoga Vidya lehren und welche Wirkungen sie auf Prana, Nadis und Chakra haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Video - Chakras - die Energiezentren des Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|xdesZhAwRUU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sukadev.podspot.de/files/YVS091_Chakras-die-Energiezentren.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Chakra==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakras Buddha.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra heißt Rad, [[Energie]]zentrum. Ein Rad ist rund und dreht sich. Chakras sind auch die Räder an einem Wagen. Chakras sind heutzutage im Westen besonders als die sieben Chakras entlang der [[Wirbelsäule]] bekannt. Der [[Mensch]] hat viele Chakras, nicht nur sieben Chakras, sondern jedes Energiezentrum ist letztlich auch ein Chakra. Es gibt [[Muladhara Chakra]], das [[Wurzel]]zentrum, [[Svadhisthana Chakra]], oft als Sexual-Chakra oder als Sakral-Chakra bezeichnet, [[Manipura Chakra]], das Nabel-Chakra, [[Bauch]]-Chakra, [[Anahata Chakra]], das [[Herz]]-Chakra, [[Vishuddhi Chakra]], das Kehl-Chakra, [[Ajna Chakra]], das Stirn-Chakra und [[Sahasrara Chakra]], das Scheitel-Chakra. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chakras sind rund und so werden sie auch dargestellt. Sie sind Energiewirbel, die sich drehen. Daher werden sie auch als Räder bezeichnet. Die Chakras haben verschiedene Anzahlen von Blütenblättern, was vielleicht ein bisschen eigenartig ist, weshalb die Chakras auch als [[Padma]]s bezeichnet werden, als [[Lotus]]. Als Chakras drehen sie sich und symbolisieren [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie]. Chakra hat noch viele weitere Bedeutungen. Du findest auf den [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Vidya] Seiten auch viel über die Chakras. Chakra ist aber auch Rad im Allgemeinen. Es wird in den indischen [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften] über [[Samsara Chakra]] gesprochen, den Kreislauf von [[Geburt]] und [[Tod]], das Rad der [[Wiedergeburt]]. Das Symbol für die buddhistische [[Religion]] ist dieses Chakra, dieses Rad. Und auch in der indischen Flagge findet man das Rad als Symbol. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rad heißt, es ist mal oben und dann wieder unten, es dreht sich. So wirst du irgendwann geboren, du wächst, dann irgendwann hast du den Höhepunkt deines [[Leben]]s, dann geht es wieder nach unten, und dann Tod, und dann Leben nach dem Tod, dann wieder Geburt usw. Samsara Chakra, der Kreislauf von Geburt und Tod. In [[Wahrheit]] ist es kein Kreislauf, sondern eine Spirale, hoffentlich wächst du, lernst du von [[Inkarnation]] zu Inkarnation. Und ein Ziel aller spirituellen [[Praxis]], mindestens in klassischer [[Yoga]][[spiritualität]] und auch im [[Buddhismus]], ist es, dem Kreislauf von Geburt und Tod zu entgehen. Du kannst natürlich fragen: &amp;quot;Warum will man dem Kreislauf von Geburt und Tod entgehen, es ist doch ganz schön?&amp;quot; Aber wenn du darüber nachdenkst, so schön ist der Kreislauf von Geburt und Tod nicht. Und selbst wenn du jetzt gerade ein schönes [[Leben]] hast, es gibt auch andere Manifestationen von Leben, die auch kommen könnten. So nutze deine Zeit, um spirituell voranzuschreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachse, lasse dein Leben nicht einfach nur ein Rad sein, wo du irgendwann geboren bist, älter wirst, irgendwann stirbst und dazwischen wenig gelernt hast, sondern lebe bewusst. Nutze Samsara Chakra, um spirituell zu wachsen. Nimm dieses Leben als ein Symbol oder als eine Gelegenheit, [[Gott]] zu erfahren. Dann ist Samsara Chakra kein Chakra, sondern es ist eine Weiterentwicklung. Chakra findet man auch in anderen Kulturen als ein Symbol für die Höhen und Tiefen des Lebens. Es gibt ja auch im Deutschen dieses Lied: &amp;quot;Aber der Wagen, der rollt. Ich wäre ja so gerne noch geblieben, aber der Wagen, der rollt.&amp;quot; Die Szenen wechseln sich, alles kommt und geht, das Chakra, das Rad rollt und die Räder drehen sich. Und weil die Räder sich drehen, geht der Wagen weiter. Auf diese Weise geht dein Leben weiter. Hafte nicht an etwas. Lasse das Chakra sich drehen, lasse die Chakras des Lebens sich drehen. Gott bleibt gleich, aber alles andere verändert sich. Chakra – Rad. Chakra – Energiezentrum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|jJHojHuQdAg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chakra - Rad und Lotos ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakras sieben Hauptchakras.jpg|thumb|Die sieben Hauptchakras]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;- Ein Artikel aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 37 Herbst 2018 von Sukadev Bretz -&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra heißt Rad und steht im [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga] für die feinstofflichen Energiezentren. Ein Rad ist rund und dreht sich und das drückt sehr gut aus, was Chakras sind: Energiewirbel, „Räder“, die schneller oder langsamer drehen und so das Energie- und Befindlichkeitsniveau bestimmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 7 Hauptchakras ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir unterscheiden im Yoga sieben Hauptchakras (von oben nach unten):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sahasrara]] - Scheitel&lt;br /&gt;
* [[Ajna]] – Stirn/Mitte des Kopfes; „Drittes Auge“&lt;br /&gt;
* [[Vishuddha]] – Halswirbelsäule bis Kehle; Kehlchakra&lt;br /&gt;
* [[Anahata]] – Brustwirbelsäule bis Herz; Herzchakra&lt;br /&gt;
* [[Manipura]] – Lendenwirbelsäule bis Bauchbereich; Nabelchakra&lt;br /&gt;
* [[Svadhishthana]] – Kreuzbein bis Schambeingegend; Sakral-/Sexualchakra&lt;br /&gt;
* [[Muladhara]] – Wurzelchakra, Steißbeinbereich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Möglichkeiten, mit Chakras zu arbeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Chakra hat seine vorherrschende Charakteristik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jedes Chakra wird durch ein Tier repräsentiert, was bedeutet, dass das Chakra die entsprechende Eigenschaft und Qualitäten hat.&lt;br /&gt;
* Muladhara bis Vishuddha sind die Zentren der fünf Elemente: [[Erde]], [[Wasser]], [[Feuer]], [[Luft]], [[Äther]]. Auch diese repräsentieren die entsprechenden [[Eigenschaft]]en bzw. Lebens-, Bedürfnis- und [[Bewusstseinsebene]]n in uns.&lt;br /&gt;
* Die [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ sieben Hauptchakras] entsprechen den sieben [[Loka]]s ([[Bewusstseinsebene]]n, Welten)&lt;br /&gt;
* und den verschiedenen Körpern ([[Sharira]]s) und Hüllen ([[Koshas]]) des menschlichen Systems.&lt;br /&gt;
* Jedem Chakra sind bestimmte Farben, Klangsilben ([[Bija-Mantras]]) und geometrische Symbole ([[Yantra]]s) zugeordnet&lt;br /&gt;
* Von jedem Chakra gehen mehrere „Blütenblätter“ aus. Sie symbolisieren die Anzahl der wichtigsten [[Energiekanäle]], die von diesem Chakra ausgehen. Daher werden die Chakras oft auch als „[[Lotos]]“ ([[padma]]) gesehen und dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können durch verschiedene [[Konzentration]]- und Bewusstseinslenkungen angeregt werden, zum Beispiel durch reine [[Achtsamkeit]], oder auch kombiniert mit Visualierung auf Farbe, Yantra, Blütenblätter und/oder kombiniert mit [https://mein.yoga-vidya.de/profile/YogaVidyaKirtanheft Mantras]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disbalancen ausgleichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Chakra hat viele [[Dimension]]en und ist mit allen Chakras gleichzeitig verbunden. Wenn du eine Disbalance in einem Chakra hast, entspricht es der westlichen Sicht, für dieses gezielt etwas machen zu wollen. Da aber alle Chakras miteinander verknüpft sind und zusammenwirken, lässt sich dies nicht so isoliert betrachten. Daher wählt man besser einen ganzheitlichen Ansatz, der auf alle Chakras gleichzeitig wirkt. Neben [[Pranayama]] (Atemübungen) und [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] wirken natürlich auch die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-uebungen/asana/ ] (Körperübungen) auf [[energetisch]]er Ebene auf die Chakras. Bei Disbalancen würdest du trotzdem alle [[Yogastellung]]en gleichermaßen üben, mit [[Gelassenheit]] und [[Konstanz]]. Man kann aber bestimmte Asanas, die auf bestimmte Chakras besonders wirken, innerhalb dieser Gesamtpraxis gezielter einsetzen, indem man sie etwas länger hält, mit entsprechender Konzentrationslenkung, [[Visualisierung]] und [[Mantra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade weil [[Kundalini Yoga]] (Yoga der Energie) uns so viele unterschiedliche Techniken gibt, an unseren [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/yoga-der-energie/ Energien] zu arbeiten, sie zu aktivieren, zu harmonisieren und darüber unser [[Bewusstsein]] zu erweitern und zu wachsen, gilt Kundalini Yoga als ein besonders praktischer und wirkungsvoller Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Symbolik des Rads ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Rad“ bedeutet: Es dreht sich. Ein Teil ist manchmal oben, manchmal unten. So steht das Rad auch für den ständigen&lt;br /&gt;
Wandel auf der relativen Ebene: Mal geht es uns sehr gut, mal weniger gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mal sind wir in [[Hochstimmung]], mal eher [[depressiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad gibt uns den Trost: Es dreht sich weiter und irgendwann ist auch die andere Seite wieder oben. Und natürlich hängt unsere Stimmung, unsere Wirkfähigkeit im [[Alltag]], mit unserem [[Energieniveau]], also vom Standpunkt des Kundalini Yoga mit dem Zustand unserer Chakras, zusammen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dharma-Chakra.png|thumb|Dharma Chakra - Symbol für die Lehre Buddhas]]&lt;br /&gt;
Das „[[Dharmachakra]]“ (das „Rad des Gesetzes“) ist im [[Buddhismus]] das Symbol der Lehre von Buddha. Seine acht Speichen stehen für den Achtfachen Pfad, die acht [[Tugend]]en, nach denen Buddhisten leben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der indischen Nationalflagge findet sich ein Rad – blau mit 24 Speichen. Dieses Chakrarad symbolisiert „die&lt;br /&gt;
Unvermeidlichkeit des [[Dasein]]s“ und somit das [[Samsara]] Chakra, den Kreislauf von [[Geburt]] und [[Tod]]. Sein Blau symbolisiert die Meere und den [[Himmel]], die 24 Radspeichen verkörpern die 24 Stunden des Tages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Samsara Chakra – der Kreislauf des Lebens, von Geburt und Tod ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[indischen Schriften]] wird von Samsara Chakra gesprochen, dem Kreislauf von Geburt und Tod, dem Rad der [[Wiedergeburt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie sich ein Rad dreht, dreht sich dein [[Leben]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du wirst [[geboren]], wächst, befindest dich auf dem Höhepunkt deines Lebens, dann geht es wieder nach unten, und dann Alter, Krankheit, Tod, [[Leben nach dem Tod]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach geht das Rad wieder von neuem los mit Geburt - Wachstum - Höhepunkt - Verfall usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der Yoga [[Philosophie]] ist es aber nicht einfach nur ein sich ewig wiederholender Kreislauf, sondern eine Spirale – und hoffentlich eine aufwärtsgerichtete Spirale: Du wächst im Laufe des Lebens bzw. mehrerer Leben, lernst von [[Inkarnation]] zu Inkarnation. Oder, wenn du dich mit dem [[Reinkarnation]]sgedanken nicht anfreunden möchtest: Du wächst in diesem Leben an [[Fähigkeiten]], [[Erkenntnis]], [[Einsicht]]. Das höchste, eigentliche Ziel aller [[spirituellen Praxis]] - mindestens in klassischer Yoga-[[Spiritualität]] und im Buddhismus -, ist es, diesen Kreislauf von Geburt und Tod zu durchbrechen – „[[Erleuchtung]]“, „[[Freiheit]]“, „[[Moksha]]“, „Nirwana“. Oft denken Menschen: „Aber warum denn? Das Leben ist doch [[schön]]!“. – Ja, das Leben schenkt uns viele schöne Momente und [[Erfahrung]]en. Aber wenn du tiefer darüber nachdenkst, kommst du vielleicht zum Schluss: Ja, aber sooo schön ist es [[dauerhaft]] wohl doch nicht, wenn du Bilanz ziehst. Und selbst wenn du jetzt gerade ein schönes Leben hast – wie sich das Rad ständig dreht, so gibt es auch auf dieser physischen und psychischen Ebene immer wieder auch [[Leiden]], [[Enttäuschung]]en, [[Problem]]e, Sorgen, Krankheit, Tod. Und du weißt nicht, ob du immer in diesem Leben und in einem nächsten Leben in positiven gesicherten Umständen sein wirst. Daher nutze deine Zeit, um [[spirituell]] voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachse und lebe bewusst ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse dein Leben nicht einfach nur ein Rad sein, das abläuft sondern lebe [[bewusst]]. Nutze Samsara Chakra, um spirituell zu wachsen. Nimm dieses Leben als eine Gelegenheit, eine höhere [[Wirklichkeit]], „[[Gott]]“, zu erfahren. Dann ist Samsara Chakra kein Rad sondern eine Spirale der Weiterentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rad ist auch ein Symbol für die Höhen und Tiefen des Lebens, für den ewigen Wandel, den du in der ganzen [[Natur]], im ganzen [[Universum]] beobachten kannst. Daher lasse dein Lebenschakra sich drehen, lasse die Chakras des Lebens sich drehen. Hafte an nichts, beobachte, reflektiere, lerne aus allem, wachse an allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei dir immer bewusst: Die höchste Wirklichkeit, Gott, bleibt gleich inmitten aller Veränderung. Und das ist dein wahrer Kern, deine Essenz, der Ruhepol wie die Nabe des Rades.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chakra चक्र cakra Aussprache==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Chakra, चक्र, cakra ausgesprochen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|jO4dfTjM8VU}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://sanskrit-woerterbuch.podspot.de/files/Chakra.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
---------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Chakrapani&amp;amp;action=edit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die sieben Haupt-Chakras==&lt;br /&gt;
[[Datei:RTEmagicC chakras-und-Kshetras.jpg.jpg|thumb|Chakras und Kshetras]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir unterscheiden im Yoga sieben Haupt-Chakras (von oben nach unten):&lt;br /&gt;
* [[Sahasrara Chakra|Sahasrara]]&lt;br /&gt;
* [[Ajna Chakra|Ajna]]&lt;br /&gt;
* [[Vishuddhi Chakra|Vishuddhi]]&lt;br /&gt;
* [[Anahata Chakra|Anahata]]&lt;br /&gt;
* [[Manipura Chakra|Manipura]]&lt;br /&gt;
* [[Svadhishthana Chakra|Svadhishthana]]&lt;br /&gt;
* [[Muladhara Chakra|Muladhara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Chakra hat seine vorherrschende Charakteristik. In jedem herrscht ein bestimmter [[Gott]] und eine bestimmte [[Göttin]]. Jedes Chakra wird durch ein [[Tier]] repräsentiert, was bedeutet, dass das Chakra dessen Eigenschaft hat. [[Muladhara]] bis [[Vishuddhi]] sind die Zentren der fünf [[Element]]e: [[Erde]], [[Wasser]], [[Feuer]], [[Luft]], [[Äther]]. Die sieben Hauptchakren entsprechen den sieben [[Loka]]s (Ebenen, Welten), sowie den verschiedenen Körpern ([[Sharira]]s) und Hüllen ([[Kosha]]s). Sie können durch [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation] über eine bestimmte [[Farbe]], durch Wiederholung eines bestimmten [[Bija Mantra]]s und durch die [[Visualisierung]] eines bestimmten Symbols angeregt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Chakra hat eine bestimmte Anzahl von [[Blume|Blüten]]blättern. Sie repräsentieren die [[Nadi]]s und die verschiedenen Kräfte, die alle von dem Chakra ausgehen. Die Blütenblätter wiederum werden durch bestimmte [[Bija Mantra]]s und Farben angesprochen. Daneben erfüllt jedes Chakra bestimmte Aufgaben im physischen [[Körper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Chakra hat viele [[Dimension]]en und ist mit allen Chakras gleichzeitig verbunden. Wenn du eine [[Disbalance]] in einem Chakra hast, entspricht es der westlichen Sicht, für dieses gezielt etwas machen zu wollen. Da aber alle Chakras miteinander verknüpft sind und zusammenwirken, lässt sich dies nicht so isoliert betrachten. Daher sollte man auf alle Chakras gleichzeitig einwirken, alle [[Asana]]s gleichermaßen üben, mit [[Gelassenheit]] und [[Konstanz]]. Wenn man möchte, kann man aber die Asanas für bestimmte Chakras länger halten und gezielter einsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chakras und ihre Entsprechungen==&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; &lt;br /&gt;
|Name&lt;br /&gt;
|[[Muladhara Chakra|Muladhara]]&lt;br /&gt;
|[[Swadhisthana Chakra|Svadhisthana]]&lt;br /&gt;
|[[Manipura Chakra|Manipura]]&lt;br /&gt;
|[[Anahata Chakra|Anahata]]&lt;br /&gt;
|[[Vishuddhi Chakra|Vishuddhi]]&lt;br /&gt;
|[[Ajna Chakra|Ajna]]&lt;br /&gt;
|[[Sahasrara Chakra|Sahasrara]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bild&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sitz&lt;br /&gt;
|Unteres Ende der Wirbelsäule&lt;br /&gt;
|Kreuzbein&lt;br /&gt;
|Lendenwirbelsäule&lt;br /&gt;
|Brustwirbelsäule&lt;br /&gt;
|Halswirbelsäule&lt;br /&gt;
|Mitte des Kopfes&lt;br /&gt;
|Scheitel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kshetra]] (korrellierendes Chakra)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Linga]], bzw. [[Yoni]] (in den Geschlechtsorganen)&lt;br /&gt;
|[[Nabhi|Nabhi Chakra]] (hinter dem Nabel)&lt;br /&gt;
|[[Hrid|Hrid Chakra]] ([https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz])&lt;br /&gt;
|[[Kantha Chakra]] (Kehle)&lt;br /&gt;
|[[Trikuti]] (zwischen den Augenbrauen und [[Bindu]] (Hinterkopf)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Chakra Farbe&lt;br /&gt;
|Gelb&lt;br /&gt;
|Weiß&lt;br /&gt;
|[[Orange]]-Rot&lt;br /&gt;
|Blau&lt;br /&gt;
|Violett&lt;br /&gt;
|Weiß&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Aura Farbe&lt;br /&gt;
|Rot&lt;br /&gt;
|Orange&lt;br /&gt;
|Gelb&lt;br /&gt;
|[[Grün]]&lt;br /&gt;
|[[Blau]]&lt;br /&gt;
|Indigo&lt;br /&gt;
|Lila&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bija]]&lt;br /&gt;
| Lam&lt;br /&gt;
| Vam&lt;br /&gt;
| Ram&lt;br /&gt;
| Yam&lt;br /&gt;
| Ham&lt;br /&gt;
| Om&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Yantra]] (Symbol)&lt;br /&gt;
| Quadrat&lt;br /&gt;
| Mondsichel&lt;br /&gt;
| [[Dreieck]]&lt;br /&gt;
| Sechszackiger Stern&lt;br /&gt;
| Kreis im Dreieck&lt;br /&gt;
| Dreieck im Kreis&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Chakra Tier &lt;br /&gt;
|[[Elefant]]&lt;br /&gt;
|Krokodil-Fisch &lt;br /&gt;
|Widder &lt;br /&gt;
|Antilope &lt;br /&gt;
|Elefant&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Tattwa]] (Element)&lt;br /&gt;
| [[Prithivi]] (Erde)&lt;br /&gt;
| [[Apas]] (Wasser)&lt;br /&gt;
| [[Tejas]]/[[Agni]] (Feuer)&lt;br /&gt;
| [[Vayu]] (Luft)&lt;br /&gt;
| [[Akasha]] (Äther)&lt;br /&gt;
| [[Avyakta]] (Geist)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sinneswahrnehmung&lt;br /&gt;
|Geruch &lt;br /&gt;
|Geschmack &lt;br /&gt;
|Sehen &lt;br /&gt;
|Tastsinn &lt;br /&gt;
|Hören &lt;br /&gt;
|Denken&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Charaktereigenschaft&lt;br /&gt;
|[[Beständigkeit]], [[Ruhe]], [[Ausdauer]], [[Gleichgewicht]], [[gesunder Menschenverstand]], [[Realität]]ssinn, [[Sparsamkeit]], [[Prinzipientreue]]&lt;br /&gt;
|[[Hingabe]], [[Loslassen]], [[Liebe]], [[Demut]], [[Mitgefühl]], [[Mitleid]], [[Intuition]], Fließen, [[Gottesliebe]], [[Vertrauen]]&lt;br /&gt;
|[[Durchsetzungsvermögen]], inneres [[Feuer]], [[Temperament]], [[Leidenschaft]], [[Begeisterung]], [[satya|Wahrhaftigkeit]], [[Kreativität]]&lt;br /&gt;
|[[Offenheit]], [[Anpassungsfähigkeit]], [[Toleranz]], [[Kommunikation]], [[Weite]], vielseitiges [[Interesse]], [[Verstehen]], [[Aufnahmefähigkeit]]&lt;br /&gt;
|Kommunikation, [[Ausdrucksvermögen]]&lt;br /&gt;
|[[Intellekt]], [[Intuition]], alle geistigen Kräfte&lt;br /&gt;
|Empfangen der göttlichen [[Gnade]] („Heiliger [[Geist]]“)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Gott]]&lt;br /&gt;
|[[Brahma]] &lt;br /&gt;
|[[Vishnu]] &lt;br /&gt;
|[[Rudra]] &lt;br /&gt;
|[[Krishna]] &lt;br /&gt;
|[[Sadashiva]] &lt;br /&gt;
|[[Shiva]] &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Göttin]]&lt;br /&gt;
|[[Dakini]] &lt;br /&gt;
|[[Rakini]] &lt;br /&gt;
|[[Lakini]] &lt;br /&gt;
|[[Kakini]] &lt;br /&gt;
|[[Shakini]] &lt;br /&gt;
|[[Hakini]]  &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Loka]] (Ebene)&lt;br /&gt;
|[[Bhuloka]]&lt;br /&gt;
|[[Bhuvarloka]] &lt;br /&gt;
|[[Swargaloka]] &lt;br /&gt;
|[[Maharloka]] &lt;br /&gt;
|[[Janarloka]] &lt;br /&gt;
|[[Tapoloka]] &lt;br /&gt;
|[[Brahmaloka]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sharira]] (Körper)&lt;br /&gt;
|[[Sthula Sharira]] (Physisch)&lt;br /&gt;
|[[Sukshma Sharira]] (Astral)&lt;br /&gt;
|[[Sukshma Sharira]] (Astral)&lt;br /&gt;
|[[Sukshma Sharira]] (Astral)&lt;br /&gt;
|[[Karana Sharira]] (Kausal)&lt;br /&gt;
|[[Karana Sharira]] (Kausal)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kosha]] (Hülle)&lt;br /&gt;
|[[Annamaya Kosha]] (Nahrungshülle)&lt;br /&gt;
|[[Pranamaya Kosha]] (Energiehülle)&lt;br /&gt;
|[[Manomaya Kosha]] (Geistig-emotionale Hülle)&lt;br /&gt;
|[[Vijnanamaya Kosha]] (Geistigintellektuelle Hülle)&lt;br /&gt;
|[[Anandamaya Kosha]] (Wonnehülle)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Granthi]] (Knoten)&lt;br /&gt;
|[[Brahma Granthi]] &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Vishnu Granthi]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Rudra Granthi]]&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Surya Namaskar]] (Sonnengruß Stellung)&lt;br /&gt;
|5,8&lt;br /&gt;
|3,10&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1,7&lt;br /&gt;
|2,11&lt;br /&gt;
|4,9&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Asana]] (Körperstellung)&lt;br /&gt;
|[[Vajrasana]] - Fersensitz, [[Paschimotthanasana]] - Vorwärtsbeuge, [[Garbhasana]] - Stellung des Kindes, [[Vira Bhadrasana]] - Heldenstellungen / Krieger, [[Vrikshasana]] - Baum, [[Natarajasana]] - Tänzer, [[Matsyendrasana]] - [[Dreh]]sitz im Lotus&lt;br /&gt;
|[[Sethu Bandhasana]]- Schulterbrücke, [[Padmasana]] - Lotussitz und Lotusvariationen der verschiedenen Asanas, [[Yoga Mudra]], [[Yoga Nidrasana]] - Schlafhaltung der Yogis, [[Kurmasana]] - Schildkröte, [[Trikonasana]] - Dreieck, [[Paschimotthanasana]] - Vorwärtsbeuge, [[Matsyendrasana]] - Drehsitz im Lotus&lt;br /&gt;
|[[Makarasana]] - Krokodilsübungen, [[Ardha Matsyendrasana]] - Drehsitz und -Variationen, [[Parivritta Trikonasana]] - Gedrehtes Dreieck, [[Parivritta Vira Bhadrasana]] - Gedrehte Heldenvariationen, [[Parivritta Paschimotthanasana]] - Gedrehte (gegrätschte) Vorwärtsbeuge, [[Navasana]] - Bauchmuskelübung / Boot&lt;br /&gt;
|[[Matsyasana]] - Fisch, [[Bhujangasana]] - Kobra, [[Dhanurasana]] - Bogen, [[Kapotasana]] - Taube, [[Ushtrasana]] - Kamel, [[Halasana]] - Pflug&lt;br /&gt;
|[[Sarvangasana]] - Schulterstand, [[Halasana]] - Pflug, [[Shalabhasana]] - Heuschrecke, [[Dhanurasana]] - Bogen, [[Ushtrasana]] - Kamel&lt;br /&gt;
|[[Shirsasana]] - Kopfstand, [[Garbhasana]] - Stellung des Kindes, [[Ardha Matsyendrasana]] - Drehsitz , [[Dhanurasana]] - Bogen, [[Kakasana]] - Krähe,  [[Padahastasana]] - stehende Vorwärtsbeuge, [[Vrikshasana]] - Baum&lt;br /&gt;
|[[Tadasana]] - Stehender Berg, [[Shirshasana]] - Kopfstand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nadis und Chakras: Bedeutung der Sanskrit Begriffe und Sprechübung - Videovortrag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sukadev]] erläutert in diesem Videovortrag was die Sanskrit Begriffe der einzelnen [[Nadi]]s und [[Chakra]]s bedeuten. Darüber hinaus übt er mit den [[Sanskrit_Aussprache_Nadis_und_Chakras|Sanskrit-Sprechübungen]] gemeinsam mit dir die [[Sanskrit]] Begriffe ein paar Mal auszusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei spricht Sukadev in dieser Folge über folgende Begriffe aus dem [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kuṇḍalinī-Yoga (der)&lt;br /&gt;
*kuṇḍalinī (die)&lt;br /&gt;
*nāḍī (die)&lt;br /&gt;
*iḍā (die)&lt;br /&gt;
*piṅgalā (die)&lt;br /&gt;
*suṣumnā/suṣumṇā (die), &lt;br /&gt;
*cakra (das)&lt;br /&gt;
*sahasrāra-cakra&lt;br /&gt;
*ājñā-cakra &lt;br /&gt;
*viśuddha/viśuddhi-cakra&lt;br /&gt;
*anāhata-cakra&lt;br /&gt;
*maṇipūra-cakra&lt;br /&gt;
*svādhiṣṭhāna-cakra&lt;br /&gt;
*mūlādhāra-cakra &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|VI-7iWgiv0s}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vortrag gehört zu der Themenreihe &amp;quot;Mantra, Bhakti Yoga und Sanskrit&amp;quot; und gehört zum Teil der [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/sanskrit-und-devanagari/ Sanskritvorträge] innerhalb der Vortragsreihe „[https://wiki.yoga-vidya.de/YVS001 Yoga Vidya Schulung – Der ganzheitliche Yogaweg]“ und ist ein Begleitvortrag der [https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-ausbildung/ 2-jährigen Yogalehrerausbildung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Chakras==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakras 7.jpg|thumb|Chakras - die Farben hier stimmen nicht mit der obigen Liste überein.Trotzdem schönes Bild :-)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakras sind die Hauptzentren strahlender [[Energie]] innerhalb deines feinstofflichen [[Körper]]s. Zusammen repräsentieren die sieben Chakras die Energiepunkte oder Knotenpunkte zwischen körperlichen Themen und deinem [[Bewusstsein]]. Jedes deiner Chakras ist eine Antenne, die ununterbrochen Energie empfängt und überträgt. Wie uneingeschränkt deine Chakras funktionieren, wird davon bestimmt, in welchem Umfang du in deinem Körper &amp;quot;wohnst&amp;quot;, wie erfolgreich du in deinen Beziehungen bist und wie viel inneren [[Frieden]] du genießen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Chakra ist ein multidimensionaler Ball strahlender Energie, ein spiralförmiger Strom, der einen wesentlichen Teil der &amp;quot;energetischen [[Matrix]]&amp;quot; enthält. Diese unterstützt deinen physischen Körper, deinen [[Geist]] und deine Emotionen. Chakras sind Leitern, die die [[Lebensenergie]] ([https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana]) in eine greifbare Form leiten und umwandeln. Für dein physisches, mentales und emotionales Wohlbefinden ist ein richtiger und uneingeschränkter Energiefluss notwendig. Wenn deine Chakras nicht richtig funktionieren, werden deine entsprechenden Körperorgane und Körpersysteme entgleisen und in ihren Funktionen beeinträchtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes der sieben Hauptchakren steht für eine bestimmte Energiefrequenz. Wenn sie vollständig funktionieren und miteinander verbunden sind, versorgen sie dich mit einer unglaublichen Menge an &amp;quot;schöpferischer Kontrolle&amp;quot; über deinen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Energiefluss durch deine Chakras wird größtenteils von deinem geistigen Bewusstsein bestimmt. Wenn du [[Angst|Ängste]] oder falsche Vorstellungen in deinem Bewusstsein trägst, kann dies den Energiefluss beschleunigen oder sogar umkehren. Indem du gezielt an deinen Chakras arbeitest, kannst du einen vollständigen und gesunden Energiefluss wiedereinführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Nutzen der Arbeit mit den Chakras&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nadis-Kundalini-Chakra.jpg|thumb|Energetische Zusammenhänge im menschlichen Körper]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wahrscheinlich schon bemerkt, wie dich [[Traumatisierung|traumatische]] [[Erfahrung]]en und [[Herausforderung]]en des [[Leben]]s in gegensätzliche Richtungen lenken. Stell dir eine alltägliche Situation vor, zum Beispiel, dass du dich über deinen Vorgesetzten oder Chef ärgerst. Du könntest etwas sagen wollen, bist aber ängstlich, überhaupt etwas zu sagen. Solche Situationen können verursachen, dass deine Energie blockiert wird und irgendwann nicht mehr weiter fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit mit deinen Chakras kann dich dabei unterstützen, die verschiedenen Aspekte deines Seins auf &amp;quot;innovativen&amp;quot; [[Weg]]en zu befreien. Sie kann es erleichtern, neue [[Einsicht]]en in dein [[Selbst]] zu erlangen, gesündere [[Verhaltensweise]]n zu entwickeln und einen [[Lebensstil]] zu erlangen, der dich mehr erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Chakras sind energetische Zentren, die du nutzen kannst, um die Werte deines täglichen [[Spirituelles Leben|Leben]]s zu steigern, um dich mehr mit anderen [[Mensch]]en zu verbinden und um inneren [[Frieden]] zu erfahren. Jeder von uns ist wie eine [[Tür]], die zu größerem energetischen, psychischen und spirituellen [[Wissen]] genutzt werden kann. Sie kann aber auch verschlossen bleiben, so dass du innerhalb deiner gegenwärtigen Einschränkungen bleibst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn deine Energie ungehindert durch jedes Chakra und zwischen den Chakras fließt, wirst du besser auf dich selbst achten. Du besitzt [[Selbstvertrauen]] und bist fähig, deine [[Gedanke]]n, [[Hoffnung]]en und [[Traum|Träume]] auf eine gesunde Art zu kommunizieren. Deine [[Intuition]] wird gesteigert und du hast eine klarere Einsicht in die [[Ziel]]e, die du in dieser [[Welt]] hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra-Arbeit umfasst einige einfache und doch machtvolle Techniken, die dich dabei unterstützen können, innere [[Ausgeglichenheit]] zu entwickeln und dein Leben im [[Gleichgewicht]] zu halten. Sie sind sehr hilfreich, wenn du sie mit regelmäßiger [[Selbstanalyse]] und mit täglichen positiven Aktivitäten unterstützt.&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|hTkSKORqMAE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die indische Chakrenlehre aus entwicklungspsychologischer Sicht==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Regina Weise, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 16&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://www.yoga-vidya.de/events/kinderyoga-kongress/start/ Kinderyoga Kongress] hatte das [[Ziel]], [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kinder] an die positiven Wirkungen des [[Yoga]] heranzuführen und die kindliche [[Entwicklung]] hin zu einem yogischen [[Lebensgefühl]] zu entwerfen. An diesem Ziel orientiert war es mein Anliegen, durch den Workshop „Chakrenlehre und Entwicklungspsychologie“ den Beitrag deutlich zu machen, den die indische Chakren-Lehre für die Heranbildung eines aufrechten und moralisch integeren Menschen leisten kann. Es lassen sich Parallelen finden zwischen den Phasen, die ein gesundes [[Kind]] im Verlauf seiner Entwicklung durchläuft, und den Stufen, die für einen [[spirituell]] Strebenden wichtig sind. In einer geführten [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] sollte dies für die Teilnehmer des Workshops erlebbar werden. Im nächsten Teil wurden Übungen vorgestellt, die spezielle Chakras ansprechen. Die Teilnehmer wurden angeregt, die je eigene [[Energie]] der verschiedenen Chakras zu spüren und zu versuchen, sie in eine psychologische [[Sprache]] zu übersetzen. Ein Austausch und Gespräch beendete den Workshop. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Psychotherapeutin bin ich an eine spezielle Brille gewöhnt, mit der ich auf den [[Mensch]]en und seine Entwicklungsmöglichkeiten schaue. Was ich im folgenden darstellen werde, ist nicht die einzige Möglichkeit, die indische Chakrenlehre zu verstehen und für den persönlichen Lebensweg fruchtbar zu machen. Wie das [[Licht]] durch ein Prisma fallend sich in verschiedene [[Farbe]]n aufgliedert, so kann das göttliche Licht durch unterschiedliche [[Auge]]n einfallend sich in vielfältigen Sichtweisen und Gottesbildern darstellen. Je länger ich mich mit der Chakrenlehre beschäftige, desto beeindruckter bin ich von der [[Weisheit]] der alten Inder. Nachdem wir uns im Prozess der Menschwerdung immer mehr vom Feinstofflichen zum Grobstofflichen verdichtet haben, ist nun für unsere Weiterentwicklung und [[spirituell]]e Vervollkommnung der [[Weg]] vom Materiell-Verfestigten zum Geistig-Durchlässigwerden wichtig. Auch viele westliche Wissenschaftler fordern, eine Wende zu vollziehen von der durch die Industrialisierung geprägten Einstellung, die [[Erde]] untertan zu machen, hin zu einem Nachdenken über [[Ethik]] und [[Respekt]] vor unserer Erde als lebendigem Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Öffnen bzw. Energetisieren der sieben Chakras lässt sich mit dem Öffnen von Schleusen vergleichen, durch die göttliche Energie - siebenfältig differenziert - in uns Einzug halten will. Schleusen haben die Aufgabe, den Zufluss zu regulieren. So wie undichte Schleusentore zu einer Überschwemmung führen können, kann ein Zuviel an göttlicher Energie in einem Chakra, das zumeist auch eine Unausgewogenheit im Verhältnis der sieben Chakras zueinander mit sich bringt, verheerende Folgen für das sensible Zusammenspiel von Körper, [[Seele]] und [[Geist]] haben. Als SEN-Therapeutin, die besondere Hilfestellungen für Menschen in spirituellen [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/krisen/ Krisen] anbietet, habe ich Menschen begleitet, die durch einseitiges und unangemessenes Meditieren in innere Nöte und Verzweiflungskämpfe geraten sind. In den [[Schrift]]en wird daher stets empfohlen, mit der Kräftigung der unteren, mehr dem Irdischen zugewandten Chakras zu beginnen. Konkret heißt das, dass wir mit der Energetisierung des Wurzelchakras beginnen und über die mittleren (2., 3., 4., 5., 6.) Chakras zum spirituellsten der 7 Chakras, dem [[Sahasrara Chakra|Kronen-Chakra]] aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Muladhara Chakra|Wurzelchakra]], dem Element Erde zugeordnet, verleiht [[Sicherheit]] und die Fähigkeit, sich hier auf der Erde zu orientieren. Es öffnet sich nach unten. Mit dem Spüren der Festigkeit unter meinen [[Fuß|Füßen]] und der guten Verbindung meiner Sitzbeinhöcker und Pobacken mit der Sitzunterlage habe ich eine gute Grundlage für die weitere spirituelle Entwicklung. In meiner psychotherapeutischen Praxis sind mir Menschen begegnet, die durch ein Zuviel an [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] die oberen Chakras deutlich entwickelt hatten, aber im täglichen Leben unsicher, ängstlich und entscheidungsschwach waren und sich ständig bedroht fühlten. Ihnen konnte nur geholfen werden, indem sie lernten, sich auf die Erde als festen, sicheren Untergrund zu konzentrieren. Viele äußere Umstände in unserer schnelllebigen, auf Flexibilität bedachten [[Zeit]] sind tatsächlich auch ein Angriff auf unser Wurzelchakra: Scheidung, Umzug, drohende oder tatsächliche Arbeitslosigkeit, [[Krieg]], Flucht, negative Zeitungs- und Fernsehberichte usw. Sie erfordern als Gegenpol eine bewusste Hinwendung zu dem Verlässlichen, Sicheren und Konstanten in unserem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|P2GxHTl5XzM }} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungspsychologie spricht davon, dass die erste Phase im Leben eines [[Säugling]]s der Ausbildung von [[Urvertrauen]] (Erikson) im Gegensatz zu Urmisstrauen, entspricht. In den ersten Monaten geht es darum, die grundlegenden vitalen Bedürfnisse wie [[Schlaf]] und Nahrungsaufnahme zu regulieren. Die [[Mutter]] oder erste Bezugsperson ist damit beschäftigt, die Homöostase des Neugeborenen zu kontrollieren. Wenig später sind dann auch noch die sozialen Bedürfnisse nach Kontakt und Stimulation wichtig. Dies sind die westlichen Formulierungen für das, was die indische Lehre im Wurzelchakra lokalisiert. Da die grundlegenden vitalen Bedürfnisse befriedigt sind, fühlt sich der Mensch auf körperlich wohl. Dies ist die Voraussetzung für jegliche weitere Entwicklung. Für einen Erwachsenen bedeutet dies, dass die Meditationstiefe darunter leiden wird, wenn der Meditierende z.B. Harndrang hat, die letzten Nächte wenig bzw. unregelmäßig geschlafen hat o.ä., also die dem Wohlbefinden zugrunde liegende Physiologie in Unordnung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Säugling, dessen Bedürfnis nach Sicherheit, [[Geborgenheit]], [[Nahrung]] usw. in den frühen Jahren nicht beachtet wurde, fühlt sich weder in der [[Umwelt]] noch in sich wohl und wird anderen Menschen eher mit [[Misstrauen]] begegnen, er erlebt sich in einer feindlichen Welt. Sein Weg zu einem moralisch integren Menschen, dem die [[Yama]]s und [[Niyama]]s aus dem achtgliedrigen [[Pfad]] nach [[Patanjali]] ein inneres Korrektiv bilden, wird durch [[Hindernis]]se erschwert sein. In der oben erwähnten Meditationsübung ging es also als Erstes darum, diese Sicherheit und Erdverbundenheit im Dammbereich - im [[Muladhara Chakra]] - zu spüren. [[Atem]]- und [[Bewegung]]sübungen, die die Schwerkraft im [[Becken]]bereich zentrieren helfen, machen deutlich, dass hier die [[Kraft]] sitzt, von der aus jegliche Aufrichtung ihren Ausgang nimmt. Aus dieser inneren Sicherheit heraus bin ich in der Lage, auch Kontakt mit einem anderen Menschen aufzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Chakra ist das Sexualitäts- oder Polaritätschakra, Sanskritname: [[Swadhisthana]]. Es wird dem [[Element]] [[Wasser]] zugeordnet, das gleitende und fließende Bewegungen liebt, keine feste [[Form]] hat und durch ein Auf und Ab (Ebbe und Flut) bzw. Hin und Her (Flussmäander) charakterisiert ist. Dieser spielerische [[Charakter]] äußert sich beim gesunden Säugling z.B. durch Lächeln und Blickkontakt, beim Erwachsenen durch genussvolle Bewegungen, Flirt und spielerischen Austausch mit einem anderen Menschen. Eine unsichere Person wird nicht flirten. Geschmeidige, lustvolle Dreh- und Räkelbewegungen regen dieses Chakra an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dem Säugling dieser „[[Tanz]]“ mit der [[Mutter]] oder ersten Bezugsperson geglückt ist, gilt es als Nächstes, sich in einer Gruppe zu behaupten, das können die Geschwister oder eine Kindergartengruppe sein. Hierbei hilft das [[Sonnengeflecht]]- oder [[Manipura]]-Chakra (3. Chakra), das dem Element [[Feuer]] zugeordnet ist. Es bildet sich im Wechsel mit solchen Erfahrungen. Feuer-Atmung, das [[Löwe]]-Asana und viele Bauchübungen regen dieses Chakra an. Einem [[Kind]], das in der Symbiose mit der Mutter keine sich gegenseitig bedingenden lustvollen Erlebnisse hatte und dabei auch seinen Einfluss auf die Mutter spüren konnte, wird es schwer fallen, sich im größeren Kreis zu behaupten und seinen [[Wille]]n durchzusetzen. Ebenso wird es einem Erwachsenen gehen, der über längere Zeit die „Erfahrung eines freundlichen anderen“ vermissen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich jedoch das innere [[Wissen]], dass mir die Fähigkeit zu einem [[Kampf]] auf Augenhöhe zur Verfügung steht (und diese Voraussetzung habe ich mit der Entwicklung des 3. Chakras geschaffen), so kann ich um eines höheren Zieles willen auch darauf verzichten: Eine Fähigkeit des Herz-Chakras, auch [[Anahata]]-Chakra genannt. Es bringt mich mit anderen Menschen in eine liebevolle Verbindung. Es wird dem Element [[Luft]] zugeordnet. So wie die Luft mit den unterschiedlichsten Gasen und [[Duft|Düften]] eine Verbindung eingehen kann, gibt mir das Herz-Chakra die Möglichkeit, mich in andere einzufühlen und offen zu sein für andere [[Wunsch|Wünsche]] und Ideen. Dieses in der [[Mitte]] der sieben Chakras liegende 4. Chakra stellt die Verbindung zwischen den drei unteren und den drei oberen Chakras dar. Es verfügt über die Fähigkeit, zarte [[Schwingung]]en im zwischenmenschlichen Bereich wahrzunehmen. Brustkorböffnende sowie verbeugende Übungen können dieses Chakra anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächst höheren Chakra, dem Kehlkopf- oder [[Vishuddhi]]-Chakra, das aus dem [[Sanskrit]] übersetzt „Rad der atmenden [[Wahrheit]]“ heißt, drückt sich aus, was in den unteren Chakras lebt. An einer [[Stimme]] kann ich oftmals erkennen, ob der Sprecher erregt, schüchtern, streng usw. ist, ob er es ehrlich meint und ähnliches. Sie kann das Gesprochene unterstreichen oder gleichzeitig eine andere Botschaft mitvermitteln. Sie kann unsere Gefühlslage, unsere [[Sympathie]] zu einem anderen, unsere [[Erwartung]] und vieles mehr offenbaren. Es geht hier um den authentischen Selbstausdruck: Da ich guten [[Herz]]ens bin, habe ich nichts zu verbergen.&lt;br /&gt;
Ein [[Tönen]], das die Stimme aus den unteren Regionen des [[Bauch]]raumes heraus erklingen lässt, kann helfen, diese [[Ehrlichkeit]] und [[Authentizität]] zu fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|kPZldDAqiJQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die unteren Chakras gut ausgebildet, so bildet sich bei weiterer spiritueller Entwicklung mit dem 6. Chakra, dem dritten Auge oder [[Ajna]]-Chakra die Fähigkeit zu höherer Einsicht und [[Intuition]], die aus dem Kontakt mit meinem inneren Führer entsteht. Je geistiger die Chakras werden, um so weniger habe ich durch Übungen die Möglichkeit, sie bewusst zu fördern, es wird eher zu einem Akt der [[Gnade]], für den ich Voraussetzungen schaffen und mich öffnen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da unser Fokus jedoch auf der kindlichen Entwicklung liegt, sollen die beiden höchsten Chakras, das [[Ajna]]- und das [[Sahasrara]]-Chakra (7.Chakra oder Kronen-Chakra) nur der Vollständigkeit wegen erwähnt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chakralehre als psychologisch interpretiertes Stufenmodell, wie sie hier dargestellt wurde, wurde auf dem von mir gehaltenen Workshop mit dem Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung des Psychoanalytikers [[Erik Erikson]] in Beziehung gebracht. Wie oben bereits erwähnt, deckt sich die 1. Stufe recht gut mit dem, was die indische Lehre mit dem Wurzel-Chakra meint. Auch er betont, dass die weitere Entwicklung von einem Gelingen dieser ersten Phase abhängt. Die weiteren Stufen lassen sich nicht mehr so eindeutig zuordnen. Die 2. Stufe ([[Autonomie]] versus [[Scham]] und [[Zweifel]]) meint zwar auch dieses vom Kind gesteuerte, spielerische Pendeln zwischen [[Nähe]] und [[Distanz]] in der [[Eltern]]-Kind-Interaktion- vergleichbar dem, was oben dem 2. Chakra zugeordnet wurde. Auch er sieht darin eine Voraussetzung für die Durchsetzungsfähigkeit. Sie umfasst jedoch mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von ihm beschriebene 3. Stufe (Initiative versus Schuldgefühl) ließe sich in gewisser Hinsicht vergleichen, mit dem, was über das Manipura-Chakra oben beschrieben wurde, auch hier geht es um die richtige Mitte zwischen Sich-Durchsetzen und Verzicht um der Anderen willen, die für die Gewissensbildung wichtig ist. Die von ihm beschriebene 8. Stufe (Integrität versus [[Verzweiflung]]), die eine gewisse Abgeklärtheit und [[Weisheit]] beinhaltet, weist schließlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem auf, was durch das 5. und 6. Chakra in uns als Fähigkeit ruht. Jedoch würde man beiden Systemen [[Gewalt]] antun, wenn die Parallelen zu sehr forciert werden. Mir war es besonders bedeutsam, dass sowohl die Inder wie ein westlicher Psychotherapeut die Grundlage für jede weitere Entwicklung in einem sicheren Grundgefühl sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Anliegen war es, durch den angebotenen Workshop zum einen die teilnehmenden potentiellen [https://www.yoga-vidya.de/kinderyoga/ Kinderyoga]-Lehrer in innere Fühlungnahme zu den eigenen siebenfältig aufgefächerten göttlichen Potentialen - oder auch Ressourcen - zu bringen. Jede Erziehungsperson wirkt zu allererst und vor allem durch das [[Vorbild]], durch die [[Authentizität]] der eigenen [[Persönlichkeit]]. Informationen holen sich die [[Kind]]er heute aus dem PC. Zum anderen halte ich es für wichtig, im [[Bewusstsein]] zu haben, dass kindliche Störungen zumeist in einer mangelnden Ausbildung der unteren Chakras begründet sind. Die entscheidenden Fragen sind hier: Wie kann ich einem Kind helfen, mehr Sicherheit zu gewinnen? Wie kann ich ihm helfen, in einem [[Spiel]] zu zweit sich lustvoll verlieren zu können? Wie kann ich ihm zu der Fähigkeit verhelfen, in der Auseinandersetzung mit anderen sowohl sich behaupten wie auch zurückstecken zu können. Es ist geplant, in einem weiteren Seminar gemeinsam mit den Teilnehmern noch konkrete Spiele und Übungen zu sammeln und zu entwickeln, die Kindern helfen, gesund und selbstbewusst in die [[Zukunft]] zu wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|7fUWsBWyUGE }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chakra-Meditation mit Bija Mantras nach Narayani Rabinovich==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationstext von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkung: Wenn diese [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] von jemandem angeleitet wird, spricht derjenige, der die Meditation anleitet, das [[Bija Mantra]] des jeweiligen Chakras vor, dann spricht die Gruppe nach; etwa 4 x im Wechsel pro Bija Mantra und Chakra.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte in dieser Meditation darauf, dass du die [[Wirbelsäule]] möglichst aufrecht hältst, Scheitel wächst zum [[Himmel]], und dass du eine stabile Basis hast, so dass die [[Energie]]n frei fließen können. Mit dieser Meditation kannst du die wichtigen Energiezentren und damit die [[Ebene]]n des [[Leben]]s, der [[Entfaltung]], für welche sie stehen, durch [[Konzentration]] und [[Klang]] zum Schwingen bringen, sie aktivieren und harmonisieren. Du wiederholst dabei das zugehörige Bija Mantra. Ein Bija Mantra, ein &amp;quot;Samen-Mantra&amp;quot; ist eine Klangsilbe mit hoher energetischer Wirksamkeit ohne übersetzbare [[Bedeutung]], welche die besondere Energie und [[Qualität]] des jeweiligen Chakras und der damit zusammenhängenden Erfahrungs- und Lebensbereiche anregt und harmonisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich als erstes auf das [[Muladhara Chakra]] am unteren Ende der Wirbelsäule und sprich oder singe 3 - 4 Mal halblaut, mit [[Gefühl]] und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Lam]]&amp;quot;, das Bija Mantra des Muladhara Chakras. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich auf das [[Svadhisthana Chakra]] in der Kreuzbein-Gegend und sprich oder singe 3 - 4 Mal mit Gefühl und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Vam]]&amp;quot;, das Bija Mantra des Svadhisthana Chakras. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich auf das [[Manipura Chakra]] in der Mitte der Lendenwirbelsäule und sprich oder singe 3 - 4 Mal halblaut mit Gefühl und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Ram]]&amp;quot;, das Bija Mantra des Manipura Chakras. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich auf das [[Anahata Chakra]] in der Mitte der Brustwirbelsäule und sprich oder singe 3 - 4 Mal halblaut mit Gefühl und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Yam]]&amp;quot;, das Bija Mantra des Anahata Chakras. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich auf das [[Vishuddhi Chakra]] in der Mitte der [[Halswirbelsäule]] und sprich oder singe 3 - 4 Mal halblaut mit Gefühl und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Ham]]&amp;quot;, das Bija Mantra des Vishuddhi Chakras. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich auf das [[Ajna Chakra]] in der Mitte des [[Kopf]]es und sprich oder singe 3 - 4 Mal halblaut mit Gefühl und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Om]]&amp;quot;, das Bija Mantra des Ajna Chakras. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich auf das [[Sahasrara Chakra]] in der Scheitelgegend – entweder in [[Stille]] oder sprich oder singe 3 - 4 Mal halblaut mit Gefühl und Konzentration, mit einem weichen Klang &amp;quot;[[Hrim]]&amp;quot;, das Bija Mantra von [[Shiva]], als [[Symbol]] für das unendliche, allumfassende [[Bewusstsein]]. Spüre, wie der Klang im Chakra vibriert, das Chakra zum Schwingen bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehe in der Stille nochmals mit deiner Konzentration für einige Minuten in jedes Energiezentrum und wiederhole dort das Bija Mantra geistig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Muladhara Chakra, dabei das Bija Mantra Lam geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Svadhishthana Chakra, dabei das Bija Mantra Vam geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Manipura Chakra, dabei das Bija Mantra Ram geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Anahata Chakra, dabei das Bija Mantra Yam geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Vishuddhi Chakra, dabei das Bija Mantra Ham geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Ajna Chakra, dabei das Bija Mantra Om geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
* Konzentration auf das Sahasrara Chakra, dabei das Bija Mantra Hrim geistig wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du mit der Reihe der Chakras von unten nach oben durch bist, kannst du erneut die Reihe der Chakras von unten nach oben hindurch gehen, oder auch von oben nach unten und dann wieder von unten nach oben. Oder du kannst dich zum Schluss auf ein Chakra konzentrieren, zum Beispiel auf das Ajna Chakra und dabei geistig Om oder dein eigenes persönliches [[Mantra]] singen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spenden-Logo_Yoga-Wiki.jpg|link=https://www.yoga-vidya.de/service/spenden/]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Shat Chakra Nirupana]]&lt;br /&gt;
* [[29 Chakras]]&lt;br /&gt;
* [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Vishuddhi Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Madhya Chakra]] &lt;br /&gt;
* [[Mahachakra]] &lt;br /&gt;
* [[Hrid Chakra]] &lt;br /&gt;
* [[Vyomachakra]]&lt;br /&gt;
* [[Chakranga]]&lt;br /&gt;
* [[Chakrangi]]&lt;br /&gt;
* [[Chakravaka]]&lt;br /&gt;
* [[Chakravaki]]&lt;br /&gt;
* [[Chakravartin]]&lt;br /&gt;
* [[Chakravartini]]&lt;br /&gt;
* [[Chakramudga]]&lt;br /&gt;
* [[Chakramarda]]&lt;br /&gt;
* [[Chakragaja]]&lt;br /&gt;
* [[Chakra Kaumudi]]&lt;br /&gt;
* [[Chakra Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Dharma Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Chakra Puja]]&lt;br /&gt;
* [[Adhara]]&lt;br /&gt;
* [[Konzentration]]&lt;br /&gt;
* [[Innenschau]]&lt;br /&gt;
* [[Kontemplation]]&lt;br /&gt;
* [[Versenkung]]&lt;br /&gt;
* [[Hindernis]]se für Meditation und spirituellen Fortschritt&lt;br /&gt;
* [[Meditationsforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Meditationslehren]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche Studien Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Goraksha Shataka|Goraksha Shataka Text und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Goraksha Paddhati|Goraksha Paddhati Text und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Yogachudamani Upanishad|Yogachudamani Upanishad Text und Übersetzung]]&lt;br /&gt;
*[[Goraksha Paddhati|Goraksha Paddhati Vers 1.12]]&lt;br /&gt;
*[[Goraksha Shataka|Goraksha Shataka Version 2 Vers 13]]&lt;br /&gt;
*[[Yogachudamani Upanishad|Yogachudamani Upanishad Vers 3-4]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 44]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 86]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 103]]&lt;br /&gt;
* [[Welches Chakra steht für was]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Harish Johari: &#039;&#039;Chakras: Die klassischen Grundlagen und die Praxis der Energieumwandlung&#039;&#039;, Kailash, 2008&lt;br /&gt;
* Caroline Myss: &#039;&#039;Chakren - die sieben Zentren von Kraft und Heilung&#039;&#039;, Droemer Knaur, 2000&lt;br /&gt;
* Brenda Davies: &#039;&#039;Chakras: Tore zur Seele&#039;&#039;, Heyne Verlag, 2007&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/hatha-yoga/chakra-praxisbuch Kalashatra Govinda: &#039;&#039;Chakra-Praxisbuch&#039;&#039;  ]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/englischsprachige-literatur/chakra-meditation Swami Saradananada: &#039;&#039;Chakra Meditation. Discover Energy, Creativity, Focus, Love, Communication, Wisdom, and Spirit&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p105_Kundalini-Tantra/ Swami Satyananda Saraswati: &#039;&#039;Kundalini Tantra&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/die-kundalini-energie-erwecken-sukadev-v.-bretz Sukadev V. Bretz: &#039;&#039;Die Kundalini-Energie erwecken&#039;&#039;, Hugendubel, 2007]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p249_Kundalini-Yoga// Swami Sivananda: &#039;&#039;Kundalini Yoga&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/meditation-entspannung/meditation-mantras Swami Vishnudevananda: &#039;&#039;Meditation und Mantras&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p563_Asana-Pranayama-Mudra-Bandha-von-Swami-Satyananda-Saraswati/ Swami Satyananda Saraswati: &#039;&#039;Asana Pranayama Mudra Bandha&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p250_Konzentration-und-Meditation/ Swami Sivananda: Konzentration und Meditation]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p58_Meditation-und-Mantras/ Swami Vishnu-devananda: Meditation und Mantras, Sivananda Yoga Vedanta Zentrum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/chakra Chakra Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/nadis-und-chakras/energie-zentren/ Chakras, Energie-Zentren]&lt;br /&gt;
* [https://blog.yoga-vidya.de/die-yogische-chakrenlehre-weg-zur-ganzheitlichen-entwicklung-der-persoenlichkeit-teil-1/ Die yogische Chakraslehre – Weg zur ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit Teil 1]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/nadis-und-chakras/7-chakras/ Prana und die 7 Chakras]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/meditation/meditationstechniken/chakra-meditation/#c57876 Chakra Meditation]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/service/presse/aktuelle-artikel/detailansicht/article/yoga-und-die-chakras/ Yoga und die Chakras]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Chakras/7Chakras.htm Die sieben Chakras und ihre Entsprechungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/nadis-und-chakras/ Prana, Nadis und Chakras]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/yogakongress2006/depression_chakra.html Depression: Chakra-spezifische Ursachen]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/VokalAtmung.html Die Vokal Atmung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/nadis-und-chakras/kanda/ Kanda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/kundalini-erfahrung/kundalini-erweckung/ Kundalini-Erweckung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana Portal] &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/dreikorper_hullen.html 3 Körper und 5 Hüllen]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yogatherapie-portal// Yogatherapie Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ Ayurveda Portal]&lt;br /&gt;
* [http://http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/meditation Meditation-Videos im Yoga Vidya Forum]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/spirituelle-praxis-im-spannungsfeld-von-yoga-und-tantra Spirituelle Praxis im Spannungsfeld von Yoga und Tantra]&lt;br /&gt;
*[http://schriften.yoga-vidya.de/hatha-yoga-pradipika/1-kapitel-vers-1/ Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
*[http://hyp.soas.ac.uk/ The Hatha Yoga Project]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/chakras/ Chakras]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/chakras/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energiearbeit]===&lt;br /&gt;
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7-Chakra-Meditation: Meditationsanleitung, Kurzform (7 Minuten)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://daricha.podspot.de/files/123_Meditation-ueber-die-7-Chakras.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Samyama-Chakra-Meditation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://daricha.podspot.de/files/32_Samyama-Chakra-Meditation.mp3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Klettergriffe-Chakras-Meditationsreise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://daricha.podspot.de/files/klettergriffe-chakras_meditationsreise.MP3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mantra-Chakra-Pendel-Meditation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;html5media&amp;gt;https://daricha.podspot.de/files/97_Mantra-Chakra-Pendel-Meditation.MP3&amp;lt;/html5media&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Energie-Chakra-Meditation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tantra&amp;diff=488214</id>
		<title>Tantra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: तन्त्र tantra &#039;&#039;n.&#039;&#039;) Webstuhl; Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang, übertr. die Grundlage; Lehrwerk, Lehre; eine Klasse von Werken, die ursprünglich streng geheim gehaltene (esoterische) Inhalte lehrten und sich hauptsächlich mit [[Mystik]], [[Magie]] und Techniken zur [[Selbsterkenntnis]] und Erlösung ([[Moksha]] aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, [[Samsara]]) beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:kundalini_chakras.jpg|thumb|Die Chakras - Energiezentren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; bedeutet auch der Aufzug des Gewebes; Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, best. Gattung magisch mystischer Schriften; Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff. Tantra ist ein [[Sanskrit]]wort und bedeutet  [[Webstuhl]]; der Aufzug des Gewebes; übertr. die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, [[Lehre]], Lehrbuch; best. Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; , [[Sanskrit]] तान्त्र tāntra, Saitenspiel. Tantra ist ein Sanskrit Substantiv, Geschlecht Neutrum, und bedeutet im [[Deutsch]]en Saitenspiel. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Kamadeva-Shiva-Madana-Liebe-Gott.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Kamadeva, der Liebesgott]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;quot;Tantra&amp;quot; wird von der Sanskritwurzel &amp;quot;tan&amp;quot; (&amp;quot;ausdehnen, spannen&amp;quot;) abgeleitet. Die Ursprünge des Tantra als soteriologische (zur Erlösung hinführende) Systeme liegen etwa im 2. Jahrhundert, in seinen heute bekannten Ausprägungen wird es seit dem 7. oder 8. Jahrhundert weitergegeben. Aus der tantrischen Tradition stammt unter anderem die Lehre von den sieben [[Chakra]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt außerdem eine weitere, modernere Einteilung in drei [[Yoga Arten|Arten]] von Tantra: weißes, rotes und schwarzes Tantra. Rotes Tantra sind die sexuellen Praktiken, schwarzes Tantra sind die magischen und schwarzmagischen Praktiken zur egoistischen [[Manipulation]] von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energien] und [[Geister]]n für selbstsüchtige Zwecke. Weißes Tantra sind die Praktiken zur Reinigung des [[Astralkörper]]s und zur Erweckung der [[Kundalini]] ohne selbstsüchtige Motive und wird daher [[Kundalini Yoga]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Tantra==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Tantra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein [[Sanskrit]]-[[Wort]] und heißt ursprünglich Webstuhl, oder auch, auf einem Webstuhl aufgestellten Faden, es heißt also auch Faden. Tantra ist dann natürlich die Bezeichnung für ein religionsübergreifendes spirituelles System, welches insbesondere die [[Shakti]] verehrt, die Göttliche [[Mutter]]. Tantra gibt es im [[Hinduismus]], Tantra gibt es im [[Buddhismus]], Tantra gibt es im [[Sikhismus]], im [[Jainismus]] und sogar im [[Taoismus]]. Tantra ist eine religionsübergreifende spirituelle Bewegung, in welcher [[Energie]] als Grundlage von allem gesehen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist aber auch eine Bezeichnung für eine bestimmte Schriftgattung. Die Tantras sind in Dialogform geschriebene bestimmte [[Schriften]] zwischen Shiva und Parvati. Es gibt auch Vishnu, Vaishnava Tantras, Shaiva Tantras, und buddhistische Tantras. Tantra wird manchmal beschreiben als &amp;quot;das&amp;quot; (Tat), was zu &amp;quot;Tra&amp;quot; führt, zur Befreiung. Tantra ist also alles, was zu Tra, zur Befreiung führt. Tantra ist insbesondere ein praktisches Übungssystem, mit dem das Höchste, das &amp;quot;Tat&amp;quot;, die [[Essenz]] des [[Universum]]s, erfahren werden kann. Tantra besagt auch, dass die Essenz des Universums sich im Universum manifestiert. Tantra ist also auch ein spirituelles System, welches die immanente göttliche [[Natur]] proklamiert. Das heißt, [[Gott]] ist nicht nur im [[Himmel]], Gott ist auch nicht nur tief im [[Herz]]en, Gott ist in der [[Welt]], die Göttliche Mutter ist in der Welt und ist überall erfahrbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein radikal monistisches System, welches besagt, dass es nur das Göttliche gibt, nichts ist zu überwinden, außer Begrenzungen. Und egal, wo du bist, du kannst in allem das Göttliche entdecken. Tantra hat so viele verschiedene Aspekte. Dies ist ja jetzt nur ein kurzer Eintrag im Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon. In den folgenden rubriken bekommst du eine Übersicht über Tantra, die Tantra-[[Philosophie]], schwarzes, rotes und weißes Tantra, linkshändiges Tantra, rechtshändiges Tantra, spirituelles Tantra, sexuelles Tantra und vieles mehr gibt es. Tantra, also eine sehr breite spirituelle Strömung in seinen verschiedenen Ausprägungen. Vielleicht noch kurz, [[Hatha Yoga]] und [[Kundalini Yoga]] gehören, mindestens in einer Interpretation, zum großen Tantra dazu. Tantra bedeutet wörtlich: Webstuhl, Faden. Tantra ist im weiteren Sinne so etwas wie ein Werkzeug oder eine Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|C4-MgLImlso}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Traditionelle Richtungen==&lt;br /&gt;
Im wesentlichen gibt es in [[Indien]] drei Hauptrichtungen des Tantra, wozu noch die Form des tibetischen tantrischen [[Buddhismus]] ([[Vajrayana]]) kommt, der auch in [[Nepal]] praktiziert wird:&lt;br /&gt;
*1. [[Vaishnavacara]] (&#039;&#039;vaiṣṇavācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des [[Gott]]es [[Vishnu]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*2. [[Shaivacara]] (&#039;&#039;śaivācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des Gottes [[Shiva]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*3. [[Shaktacara]] (&#039;&#039;śāktācāra&#039;&#039;): hier werden die Formen der Göttin ([[Shakti]]) als höchstes Prinzip verehrt. Die als [[Shakta]] bekannten [[Tantriker]] folgen ihrerseits einem der beiden folgenden Wege bzw. Lebenswandel ([[Acara]]): entweder dem &amp;quot;Weg der rechten Hand&amp;quot; ([[Dakshinacara]] &#039;&#039;dakṣiṇācāra&#039;&#039;), in dem keine sexuellen Praktiken ausgeübt, wenn überhaupt imaginiert werden, oder dem &amp;quot;Weg der linken Hand&amp;quot; ([[Vamacara]] &#039;&#039;vāmācāra&#039;&#039;), der auch sexuelle Praktiken in das [[Ritual]] integriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mgLlp-CJsX4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra im Yoga==&lt;br /&gt;
Tantra als Teil der [[Yoga|yogischen]] Tradition und beruht auf der Shiva-Shakti-Philosophie. [[Shiva]] repräsentiert das Unveränderliche, das Unbewegte, das absolute [[Bewusstsein]], im [[Vedanta]] &amp;quot;[[Brahman]]&amp;quot; genannt. [[Shakti]] repräsentiert die schöpferische [[Energie]], welche das Universum in sechs Schritten in Analogie der sechs [[Chakra]]s (unterhalb des [[Sahasrara]] Chakras, der Sitz von Shiva), geschaffen hat. Ursprünglich sind Shiva und Shakti eins. Durch eine erste Schwingung, &amp;quot;[[Spandana]]&amp;quot; („Spaltung“), trennt sich Shakti von Shiva und schafft erst die zwei [[Kausalwelt]]en, dann die drei [[Astralwelt]]en und schließlich die physische [[Welt]]. Zyklisch vereinigen sich Shiva und Shakti wieder (Auflösung), bleiben zusammen ([[Pralaya]], kosmische Nacht) und trennen sich wieder (Schöpfung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Teil des Kosmos sind Shiva und Shakti. Im Menschen manifestiert sich Shiva als reines Bewusstsein, als [[Satchidananda]]. Shakti manifestiert sich als die drei Körper mit den fünf Hüllen. Solange Shakti von Shiva getrennt ist, ist der Mensch unzufrieden. Im Laufe der individuellen [[Evolution]] über viele [[Leben]] hinweg erwacht die [[Kundalini]] (Shakti im Menschen) und vereinigt die individuelle [[Seele]] wieder mit der kosmischen Seele. [[Kundalini Yoga]] ist die Wissenschaft der Beschleunigung dieses natürlichen Evolutionsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Guru und Shishya im Tantra - Lehrer-Schüler Beziehung im Tantra==&lt;br /&gt;
Im Tantra ist die Beziehung zwischen Lehrer (Guru) und Schüler (Shishya) ein unerlässlicher Teil der Tradition. Hier gibt es Parallelen zu anderen traditionellen Praktiken. Die Guru-Shishya Beziehung ist ein Bestandteil innerhalb der zahlreichen Traditionen der Hindu-[[Religion]]. Einige wichtige Punkte sind folgende:&lt;br /&gt;
*Die Etablierung einer Lehrer-Schüler Beziehung.&lt;br /&gt;
*Diese Beziehung wird durch eine strukturierte Initiations-Zeremonie formell anerkannt. Hierbei akzeptiert der Guru den Anwärter als Schüler und übernimmt die [[Verantwortung]] für dessen Wohl und spirituellen [[Fortschritt]].&lt;br /&gt;
*Dieser Prozess beinhaltet manchmal das Übermitteln von speziellem spirituellem [[Wissen]] und [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
*Die Guru[[dakshina]] ist eine Gabe des Schülers an den Lehrer als Dankeschön für die Unterweisung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tantrische Praxis ist ein lebender Guru, der den spirituellen [[Weg]] bereits selbst gegangen ist, unerlässlich. Das [[Diksha]]-Ritual, bei dem der Guru etwas von sich auf den Schüler überträgt, erweckt häufig das spirituelle [[Bewusstsein]] des [[Aspirant]]en. Somit ist diese sehr enge Guru-Shishya Beziehung für den Erfolg des [[Schüler]]s notwendig. Um ein tantrischer [[Sadhu]] (Mönch) zu werden, muss man zunächst die Sadhu Weihe von einem bereits initiierten [[Sannyasin]] erhalten. Während dieser Einweihung gelobt der Aspirant [[Entsagung]] von der Welt und wiederholt das [[Praisha]] [[Mantra]] nach dem Guru. Sobald dieses Mantra gesungen wurde, darf der Sadhu in diesem Leben niemals wieder zu einer weltlichen Lebensweise zurückkehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der im Berufs- und Familienleben steht und dem tantrischen Pfad folgt, kann die Guru Diksha von jedem tantrischen Lehrer annehmen. Die Ehefrau muss die Diksha-Einweihung jedoch von demselben Guru bekommen. Im Tantra ist es üblich, dass beide zu unterschiedlichen [[Zeit]]en eingeweiht werden.&lt;br /&gt;
In der tantrischen Tradition ist diese Einweihung eine komplizierte Prozedur, welche sich in mehrere Stufen aufteilt. Während der Ausübung der tantrischen Riten sollte man die Hilfe seines Gurus in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Eigenschaften befähigen einen Menschen dazu, ein spiritueller Schüler zu sein: ruhig, bescheiden, rein, respektvoll, lobenswert, in der Lage, verschiedene [[Arbeit]]en auszuführen, aus gutem Stand, weise, guter [[Charakter]], fromm, selbstbeherrscht, großzügig und fähig zu meditieren. Bedingungsloser Gehorsam gegenüber dem Guru wird erwartet, das Verlassen des Gurus wird streng verurteilt. In der Tantra Tradition ist es dem Schüler erlaubt, den Guru zu verlassen, wenn sich der Schüler als unfähig erweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit folgenden Charakterzügen sind als spirituelle Aspiranten ungeeignet: sündig, grausam, bösartig, geizig, gemein, frei von gutem Benehmen, starke Abneigung gegen Mantras, schlechtes Sprechen, töricht, starke Abneigung gegen heilige Plätze, keinen [[Respekt]] gegenüber dem Guru, ein unreines [[Herz]], faul, prahlerisch, arm, kränklich, süchtig nach Sinnesbefriedigung, eifersüchtig, zweifelhaften Reichtum besitzend, ehebrecherisch, feindselig gegenüber Gelehrten, kleinlich, die große Schwierigkeiten haben, den Lebensunterhalt zu bestreiten, sehr ehrgeizig sind oder von anderen verurteilt wurden. Im Maha[[nirvana]] wird die Brahma-Diksha als höchste Form der Einweihung angesehen. Menschen jeder Kaste ist es erlaubt, spiritueller Schüler zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra - Erläuterungen von Swami Krishnananda==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“ von [[Swami]] [[Sivananda]], Buch I - Tantra Yoga, 5. Auflage, 2000, Shivanandanagar, S. VII - XII. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tantra===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maithuna Vereinigung Pashu Tantra Khajuraho.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System, welches Tantra genannt wird, wurde schon von jeher als esoterischer Geheimpfad der spirituellen [[Praxis]] betrachtet und war nicht jedem Ungeübten oder dem gemeinen Volk zugänglich. Das [[Geheimnis]] dieser Praxis scheint aus einem ungewöhnlichen Weltentwurf zu bestehen, der dem Suchenden abverlangt, die Dinge auf eine vollständig andere Art zu interpretieren und zu bewerten und der von der normalen, gewohnten Betrachtungsweise der Dinge abweicht. Die Tantra-[[Lehrer]] sagen, dass ein Suchender auf diesem [[Pfad]] der sozialen und sogar menschlichen Sichtweise entwachsen und eine übermenschliche und göttliche Sicht der Dinge entwickeln muss. Da dies jedoch vom gemeinen Menschen dieser [[Welt]] zuviel abverlangen würde, soll der Tantra auch ein verschlossenes Geheimnis sein und bleiben, dessen Türen nur mit dem Schlüssel geöffnet werden können, den allein ein befähigter [[Guru]] zur Verfügung stellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Philosophie===&lt;br /&gt;
Die [[Philosophie]] von Tantra basiert auf dem Konzept der Doppelnatur aller Dinge. Nichts ist einzeln, sondern alles ist bipolar oder doppelpolig. Die sogenannte [[Einheit]] der Dinge ist nur eine Erscheinungsform, welche von dem besonderen Verhalten des Zusammentritts zweier Kräfte, nämlich [[Shiva]] und [[Shakti]] angenommen wird, man könnte auch sagen, der positiven und negativen Pole. Um diese mystische Konzeption des [[Universum]]s verstehen zu können, möchten wir auf die traditionellen Lehrsätze der [[Purana]]s verweisen, [[Manusmriti]] und [[Mahabharata]], die besagen, dass es im Anbeginne eine universelle Einzelzelle gegeben hat, die schon immer da war, bekannt als [[Brahmanda]], und die sich dann zweiteilte. Der eine Teil wurde zum Kosmischen [[Mann]] und der andere zur Kosmischen [[Frau]]. Wenn wir wollen, können wir diese Teile auch Shiva und Shakti nennen. Selbst unsere modernen [[Naturwissenschaft]]en scheinen diese Sichtweise zu bestätigen, wenn sie sagen, dass das Universum im Anfang ein einzelnes Atom war, welches sich zuerst zweiteilte und sich dann in die Vielfalt der gegenwärtigen [[Form]]en des Universums aufspaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese zwei Teile und ihre darauffolgenden Unterteilungen eigentlich zu einem gesamten Ganzen gehören, gibt es eine natürliche Anziehungkraft, die von einem Teil zum anderen Teil ausgeübt wird. Es gibt also eine beidseitige Zugkraft zwischen den positiven und negativen Polen auf der kosmischen Ebene sowie auf der ihrer niedrigeren vielfältigen Abstammungsformen, sogar hinunter bis zum Atom. Wir wissen heute, dass auch das Atom in einer bipolaren Struktur aufgebaut ist, mit dem Nukleus im Zentrum und den Elektronen, die ihn in absolut rätselhafter Weise umkreisen. Die [[Reaktion]] der zwei verschiedenen Teile eines jeden einzelnen [[Organismus]] scheint eine doppelte Auffassung von [[Bewusstsein]] gegenüber Einheit und [[Zweiheit]] zur selben Zeit zu sein. Es kann keine [[Anziehung]] zwischen dem Positiven und Negativen geben, solange sie nicht zwei Pole formen und nicht nur ein einzelnes Etwas. Dennoch kann es andererseits ohne eine grundlegende Einheit, die in und zwischen ihnen wirkt, gar nicht diese Anziehung geben, wenn es zwei vollkommen verschiedene Dinge sind. Das ist also das Geheimnisvolle, das Mysterium und auch die Schwierigkeit, jenes [[Phänomen]] zu verstehen, welches als Anziehung bekannt ist und gewöhnlich in der Gemeinsprache [[Liebe]] oder [[Zuneigung]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bipolarität===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ardhanarishvara Androgyn Shiva Parvati Nandi Loewe.jpg|thumb|Ardhanarishvara, Gemälde aus Indien, um 1800]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept von Shiva und Shakti repräsentiert also in seiner höchsten Essenz diese Oberste Kosmische [[Dualität]]. Man kann sich vornehmlich vorstellen, dass dort nur Anziehung und Liebe zusammenwirken, so dass Shiva und Shakti als untrennbare Aspekte einer einheitlichen [[Realität]] zu betrachten sind, welche manchmal auch [[Ardhanarishvara|Ardhanareesvara]], der kosmische [[Androgyn]], genannt wird. Auf den niedrigeren Ebenen jedoch wirkt das Prinzip der [[Abstoßung]], was bedeutet, dass [[Abneigung]] mit Zuneigung zusammengeht, so wie auch Liebe mit [[Hass]]. Dort nimmt die bipolare Einheit eine Vielfalt an Form an, so dass ein bipolares Element nicht die Beeinflussung oder manchmal sogar nicht einmal die bloße Gegenwart solch eines anderen bipolaren Elementes tolerieren kann - aus [[Angst]] davor, seine isolierte, sich selbst bewusste bipolare Hälfte und dadurch seine Einheit zu verlieren. Dieses subtile Zusammenspiel kann in seiner groberen Art offenkundig werden, wenn z. B. eine Familiengruppe Schwierigkeiten hat, eine andere anzuerkennen und ihr die gleiche Liebe zu schenken wie der eigenen. Auf dieser Ebene können sich dann eine Gesellschaft, eine soziale Schicht und sogar eine bipolare Einzelperson nicht ohne einigen Argwohn und gewisse Vorbehalte gegenübertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lehrsätzen oder dem Tantra nach ist die Ursache allen [[Leid]]s im [[Leben]] die bipolare [[Existenz]], diese in zwei geteilte Einheit, weil nicht eine duale Existenz in jeder ihr gegebenen Form die [[Wahrheit]] der Dinge ist, sondern das Eins-Sein. Da die zweifache Form allen Lebens in gewisser Hinsicht eine unnatürliche Art des Lebens darstellt, gibt es immer einen ambivalenten Standpunkt zwischen dem einen und dem anderen Pol von [[Mögen]] und [[Nicht-Mögen]], zu ein und derselben Zeit.&lt;br /&gt;
So wird Liebe niedergehalten, wenn Hass überwiegt und Hass unterdrückt, wenn Liebe die Oberhand behält. Fakt dabei ist jedoch, dass immer beide dieser Haltungen in einem Individuum versteckt sind, aber nur einer dieser Aspekte zum Vorschein kommt, wenn oder wie die Situation es gerade erfordert. Anstelle der Zweiheit wieder die Einheit zu bekommen, das ist der Vorgang im Tantra [[Sadhana]] - wobei dies jedoch die Zielsetzung eines jeden Sadhanas ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterschied===&lt;br /&gt;
Was ist also das Besondere am Tantra, und wodurch unterscheidet er sich von anderen [[Sadhana]]s, um dieses [[Ziel]] zu ereichen?&lt;br /&gt;
Der Unterschied ist sehr subtil und nicht leicht wahrzunehmen. In jeder Form religiöser Praxis gibt es meistens asketische Vorschriften für die Geisteshaltung des Praktizierenden. Das Äußere solle dem Inneren und das Materielle dem Spirituellen zuliebe abgelehnt werden. Jegliches [[Verlangen]] solle als schädliches [[Hindernis]] für den Sadhana unterbunden und alle [[Lebensfreude]] als Übel betrachtet werden, welches so früh wie möglich ausgemerzt werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, im Tantra sind die Dinge der Welt, die materiellen Formen der [[Wahrnehmung]], nicht wirklich Hindernisse, und ein Verlangen nach ihnen kann nicht dadurch besiegt werden, dass man das Verlangen an sich ablehnt. Alles in dieser Welt, und sogar die ganze Welt selbst, befindet sich in einem Übergang von der Unvollkommenheit hin zur [[Vollkommenheit]]. Das Sichtbare ist ein [[Weg]] hin zum Unsichtbaren und nicht sein Hindernis. Menschliches Begehren erwächst gerade wegen jener unintelligenten Auffassung, die der Mensch gegenüber dieser Lust entwickelt hat. Er hat sozusagen Lust-Angst, seitdem ihm erzählt worden ist, dass jegliche [[Begierde]] schlecht ist und alle äußeren Dinge nur zu Knechtschaft führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass das äußere Ding, das Objekt, kein fesselnder Zwang ist, allein schon wegen der Tatsache, dass das Objekt untrennbar mit dem Subjekt verbunden ist. Das Objekt ist der andere Pol des Subjekts, der Komplementär-Pol sozusagen. Beide Pole ergänzen sich gegenseitig. Jegliche [[Erfahrung]] steht in einer Subjekt-Objekt-Relation, und deshalb kann auch niemand nur im Geringsten daran denken, das Objekt der Begierde bewusst zu überwinden, ausgenommen, er hat vorher eine Beziehung zu dem Objekt hergestellt. Daher bedeutet die Überwindung des Objekts für uns immer wieder, in einen Teufelskreis einzutreten. Es gibt trotz aller Anstrengungen keine Möglichkeit, das Objekt loszuwerden, da schon im Bewusstsein die Gegenwart des Objekts da ist. Daher kommt also der großartige Tantra-Spruch, dass Begierde nur durch Begierde überwunden werden kann, genauso wie das Objekt nur vom Objekt bezwungen werden kann. Auch wird im Tantra gesagt, der andere Aspekt dieses Prinzips sei, &amp;quot;dass man sich durch das, wodurch man fällt, auch wieder aufrichten kann.&amp;quot; (Yaireva patanam dravyaih siddhih taireva.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier tritt der Kernpunkt der ganzen Sache hinsichtlich des Tantra zutage, welche ihn deutlich von allen anderen religiösen Praktiken und Sadhana-Formen abgrenzt. Warum diese Praxis schwierig und sogar gefährlich ist, wird durch die Art der Glaubenslehre offensichtlich, obwohl man wohl einräumen muss, dass der [[Glaubenssatz]] vielleicht etwas sehr rational verfasst ist und auf Tiefenpsychologie der menschlichen Natur basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stufen des Tantra===&lt;br /&gt;
Die Tantra-Lehrer wissen, dass es große Schwierigkeiten gibt, wenn es darum geht, sich diese Lehrsätze einzuprägen und zu praktizieren. Insofern wird die Kunst des Sadhana auf diesem Pfad als gestaffelte Aufwärtsbewegung während der verschiedenen Stufen des Aufstiegs betrachtet. Indem man zu einem Zustand aufsteigt, wo eben jenes Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt transzendiert oder überwunden wird, erreicht man unterschiedliche Stufen von [[Erkenntnis]] und eine Loslösung des Subjekts von der Verstrickung des Objekts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese festgesetzten Stufen lauten: [[Vede]]chara, [[Vaishnava]]chara, [[Saiva]]chara, [[Dakshina]]chara, [[Vama]]chara, [[Siddhanta]]chara und zuletzt [[Kaula]]chara.&lt;br /&gt;
Von diesen sieben aufgeführten Stufen sind die ersten drei für die niedrigere Kategorie der [[Sadhaka]]s bestimmt, welche als [[Pasu]] Jiva (Personen, in welchen die tierische Natur vorherrschend ist) bekannt sind. Die nächsten zwei stehen für die [[Vira]] [[Jiva]] (Personen, in welchen der normale menschliche Instinkt vorherrscht) und die letzten zwei für die [[Divya]] Jiva (Personen, in welchen das göttliche Element vorherrschend ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird geglaubt, dass die ersten drei [[Achara]]s besonders für [[Karma]] stehen. [[Bhakti]] und [[Jnana]], der [[Veda]], der für das [[Ritual]] steht, [[Vaishnava]] für die [[Hingabe]] und [[Saiva]] für das [[Wissen]]. Der vierte Achara, welcher [[Dakshina]] genannt wird, versucht die Ergebnisse zu bewahren, die durch das Praktizieren der ersten drei Stufen erreicht wurden. Bis zu dieser Ebene ist die Bewegung fast linear und praktisch gerade. Auf der nächsten Stufe (Vamachara) aber gibt es einen seltsamen Unterschied des Blickwinkels, denn dieser Begriff beinhaltet den Beginn der Rückwärts-Strömung der [[Seele]]n-Bewegung hin zur [[Realität]]. &amp;quot;[[Vama]]&amp;quot; bedeutet nicht &amp;quot;links&amp;quot;, wie die meisten Leute zu denken scheinen, sondern &amp;quot;Umkehr-Prozess&amp;quot;, [[Nivritti]] oder die Rückkehr - im Gegensatz zu [[Pravritti]] oder dem Vorwärts-Fließen mit der natürlichen Strömung der [[Sinne]]. Hier liegt der Beginn der allergeheimsten Praxis oder des esoterischen Aspektes des Tantra Sadhana, wo Objekte der Anziehung, des Reizes, egal welcher Art sie sind, gerade als Instrumente und Werkzeuge betrachtet werden, nicht, damit sie abgelehnt, sondern damit sie integriert und zu einem Teil des eigenen Seins gemacht werden. Die Absicht dabei ist aber, jenes Bewusstsein zu überwinden, dass sie außerhalb von einem selbst sind, als so eine Art gegenüberliegendes, entgegengesetztes Objekt oder irgendein äußerliches Etwas. Diese besondere Phase soll eigentlich auch nicht erklärt, sondern nur auf direktem Weg von einem Lehrmeister gelernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Natur der Dinge===&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen werden [[Reichtum]], [[Macht]] und [[Sex]] als die wohl größten Hindernisse auf dem [[Weg]] zu spiritueller Vollkommenheit betrachtet. Der Tantra jedoch versucht gerade diese sich nutzbar zu machen und zu überwinden, und zwar mit genau den Mitteln, mit welchen ein ungeübter [[Verstand]] sich ins Unheil stürzen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pasu, Vira und Divya [[Bhava]]s entsprechen den tierischen, menschlichen und göttlichen Naturen und ziehen die groben, die feinen und die göttlichen Aspekte der Dinge in Betracht, welchen man in seinem spirituellen Leben als Gegensätze begegnen muss. Das ist das verbotene Gebiet von Tantra Sadhana, der Bereich, welchen der wahrhaft Suchende nicht offenlegt, da der gemeine Mensch ihn nicht wissen, verstehen oder aus ihm Nutzen ziehen soll.&lt;br /&gt;
Jedes Objekt hat eine grobe, eine feine und eine göttliche [[Form]], und jeder [[Sadhaka]] muss all diese Phasen durchlaufen. &lt;br /&gt;
Der Tantra beharrt darauf, dass keine Stufe oder Phase als Hindernis abgelehnt werden soll, sondern von jedem Individuum selbst genommen und durchschritten werden soll. Mann kann nur ein unbekanntes Ding, ein Objekt der [[Angst]], nicht unter seine [[Kontrolle]] bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass die unreinen, häßlichen und unheiligen Dinge des Lebens eigentlich Dinge sind, die fälschlicherweise nicht in ihrem wirklichen Zusammenhang gesehen wurden, nicht von ihrer eigenen besonderen Position oder vom Standpunkt der Dinge selbst her. Sie sind weder gut noch schlecht, weder schön noch häßlich und weder heilig noch unheilig. Das alles sind nur Vorstellungen, die uns unser Verstand von einem speziellen Interessenstandpunkt aus gibt. Unser Verstand sträubt sich dagegen, in Erwägung zu ziehen, dass es auch noch andere Interessen als seine eigenen geben könnte. Das Universum muss man von vielen Blickwinkeln aus sehen, nicht nur von einem. Vom Ersteren muss man zum Letzteren steigen, mit einer systematischen und progressiven Bewegung seines ganzen Seins durch den groben, den feinen und den göttlichen Aufbau der Dinge.&lt;br /&gt;
Am Anfang hat man Kontakt mit dem Objekt. Als nächstes denkt man es bloß noch mit seinem Verstand. Zuletzt visualisiert man es nur noch als einen Unruheherd oder Stress-Punkt in der Universellen Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben erwähnten Siddhantachara und Kaulachara vervollständigen den Prozess des Sadhana, wobei man in die wahre Natur der Dinge eintaucht und regelrecht übermenschlich wird. Die Aufgabe, welche die religiöse Praxis mit sich bringt, ist nicht die Ablehnung des Objektes oder des Dinges an sich, sondern die der Idee oder der Vorstellung, dass es, das Objekt, außerhalb von einem selbst sei. Die falsche Vorstellung weckt die Begierde, nicht das Objekt oder das Ding selbst. Die Verordnung ist hier in der Tat sehr subtil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ritual===&lt;br /&gt;
[[Datei:Shri Yantra Meru Shrividya Shakta Shaktismus.jpg|thumb|Shri Yantra, gefertigt vom Devipuram Tempel, Andhra Pradesh, India]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra Sadhana beinhaltet das Rezitieren von [[Mantra]]s, die Ritualausführung mittels [[Yantra]]s und die eigene Abstimmung mit einer speziellen Ebene der Realität, was eigentlich die spezifische Bedeutung des Tantra ist. Während dieses Prozesses muss man viele kleine Details direkt von seinem [[Guru]] lernen. Die [[Entschlackung]] des [[Körper]]s, die [[Reinigung]] des [[Geist]]es und die Klärung seiner sozialen Beziehungen sind alles wichtige Vorbereitungen des Sadhana. Die übliche [[Shodasopachara]]-[[Puja]] (sechzehngliedrige [[Gebet]]szeremonie), welche für eine [[Gottheit]] abgehalten wird, sind auch geeignete Maßnahmen für all das, was man bewundert, schätzt und liebt. Durch solch einen [[Gottesdienst]] sucht man die Verbindung mit der Gottheit durch die Aufhebung der Trennung zwischen Ihr und einem selbst. Die geheimnisvollen Prozesse, [[Nyasa]] ([[Anga]]-Nyasa und [[Kara]]-Nyasa) genannt, sind wiederum nach innen gerichtete Techniken, mittels derer man das Objekt in einem selbst und die Gottheit in seinem ureigenen [[Sein]] fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das macht es mehr als deutlich, dass der Tantra Sadhana genauso höchst wissenschaftlich und präzise wie auch schwierig und gefährlich&lt;br /&gt;
ist. Dies ist seine Besonderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra und [[Schamanismus]] – Energien im Fluss==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interview mit Maharani Fritsch de Navarrete, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 27, Herbst 2013&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Yoga Kongress 2012&lt;br /&gt;
‚[[Chakra]], Tantra, [[Kundalini]]‘ haben&lt;br /&gt;
wir mit Maharani Fritsch de&lt;br /&gt;
Navarrete gesprochen. Als Yogini&lt;br /&gt;
und Schamanin mit westlicher&lt;br /&gt;
psychologischer Ausbildung schlägt&lt;br /&gt;
sie energetische Brücken zwischen&lt;br /&gt;
Amazonien und Indien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich durfte in meinem Workshop wunderbare Zusammenhänge&lt;br /&gt;
zwischen Yoga, Tantra und Schamanismus herstellen und diese&lt;br /&gt;
hoffentlich nicht nur durch den informativen Part, sondern&lt;br /&gt;
auch vor allem durch den rituellen Teil zum Ausdruck bringen.&lt;br /&gt;
Diese alten holistischen Systeme sind nur scheinbar voneinander&lt;br /&gt;
getrennt- in allen geht es um [[Heilung]], Heil-Werden,&lt;br /&gt;
Ganz-Werden, Heilig-Werden, Verbunden-Sein. Ich bin immer&lt;br /&gt;
sehr glücklich, wenn ich auf die Brücken hinweisen darf, auf&lt;br /&gt;
die Ur-Quelle und die Ur-Verbindung. Höheres [[Sein]] bedeutet&lt;br /&gt;
immer ein höheres Verbundensein. Für [[Yogi]]s, für Tantriker, für&lt;br /&gt;
[[Schamane]]n, für Bewusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3Cn4X_2ODM0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nach so vielen Jahren spiritueller Praxis verschiedenster Traditionen, als Yogalehrerin und Schamanin - siehst du Verbindungen zwischen Tantra und Schamanismus und wenn ja, welcher Art?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Schamanen geht die kosmische Evolution vom&lt;br /&gt;
Schamanismus (Ur-Form des spirituellen Ausdrucks) über den&lt;br /&gt;
[[Hinduismus]] zum [[Buddhismus]]. Tantra und Schamanismus decken&lt;br /&gt;
sich dermaßen, dass sie fast identisch sind in der Vorstellung,&lt;br /&gt;
dass männlich und weiblich oder auch das Spiel der&lt;br /&gt;
Gegensätze die Grundlage aller Prozesse im Universum sind.&lt;br /&gt;
Vor allem in Nepal, wo ich - neben Peru - auch meine Lehrer&lt;br /&gt;
habe, ist dies sehr gut sichtbar. Dort fließen Yoga, Tantrismus&lt;br /&gt;
und Schamanismus permanent zusammen und sind nur&lt;br /&gt;
schwer voneinander zu trennen. Ein Yogi gilt als [[Shivait]], was&lt;br /&gt;
mit Tantriker gleichgesetzt wird, und ein Tantriker ist in diesem&lt;br /&gt;
Kontext auch ein Schamane. Zum Beispiel schamanische Elementenverehrung,&lt;br /&gt;
also Naturrituale, verfeinerten sich nach&lt;br /&gt;
und nach in der [[Veden|vedisch]]en Zeit zum [[Havan]]/[[Agni Hotra]], [[Puja]]&lt;br /&gt;
und [[Yajna]] (Feuer- und andere Rituale). [[Shiva]] selbst ist ja der&lt;br /&gt;
Urahne der Schamanen als [[Pashupati]], Herr der Tiere, als [[Shankar]]&lt;br /&gt;
und [[Bhairava]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist er der Ur-Tantriker und Ur-[[Asket]] als [[Mahadev]],&lt;br /&gt;
[[Mahesvar]] und [[Yogeshwara]], der [[Vater]] des [[Yoga]]. Er zieht einsam,&lt;br /&gt;
mit [[Asche]] beschmiert, auf seiner [[Damaru]] trommelnd,&lt;br /&gt;
durch die Wälder und hält sich auch an den [[Ghat]]s, den Verbrennungsstätten&lt;br /&gt;
(Orte der Transformation), auf. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
meditiert er als [[Sadashiva]] über das Höchste und als [[Nataraj]]&lt;br /&gt;
tanzt er das Spiel der [[Gegensätze]] und [[Transformation]].&lt;br /&gt;
Der Name Shaman bedeutet ja: „der, der wirklich sieht”.&lt;br /&gt;
Ein [[Drsthi]] also, ein [[Seher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bagalamukhi-tantra-gemaelde.jpg|thumb|Bagalamukhi Tantra Gemälde: Die Göttin Bagalamukhi Devi, eine der 10 [[Mahavidya]]s, Weisheitsgöttinnen aus dem [[Tantra]], mit [[Yoni]] und [[Lingam]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer kann besser sehen, als der dreiäugige Shiva? [[Yoga]]-&lt;br /&gt;
[[Asana]]s entsprangen der Nachahmung der Natur und viele&lt;br /&gt;
haben Tier- oder Pflanzennamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gemeinsamkeiten gibt es im Verständnis, dass alles&lt;br /&gt;
miteinander verbunden ist, dass wir vom Energieuniversum&lt;br /&gt;
umgeben sind, das heißt, dass Schwingung die Grundlage der&lt;br /&gt;
grobstofflichen Manifestation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gibt es dann in der schamanischen Energiemedizin auch eine Art von Kundalini-Erfahrung?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich! Im nepalesischen, aber auch im peruvianischen&lt;br /&gt;
(dort gibt es mehrere Schulen) Schamanismus sind Energieerfahrungen die tägliche Praxis-Erfahrung. [[Mahakali]]&lt;br /&gt;
([[Indien]] und [[Nepal]]) und Pachamama (Peru,&lt;br /&gt;
Bolivien, Ecuador) ist die Urquelle der schöpferischen&lt;br /&gt;
[[Kundalini]]-[[Shakti]].&lt;br /&gt;
Das Erwachen im schamanisch-tantrischen [[Sinn]]e&lt;br /&gt;
ist die konstante Rückverbindung mit dieser&lt;br /&gt;
[[Kraft]], die allen Phänomenen zugrunde liegt. Bei&lt;br /&gt;
meinen ersten Peru-Reisen staunte ich nicht&lt;br /&gt;
schlecht, als ich entdeckte, dass das Energiesystem&lt;br /&gt;
der Schamanen und die Vorstellung vom&lt;br /&gt;
Energieuniversum und Energiemedizin sich mit&lt;br /&gt;
dem Kundalini Yoga deckt bzw. ihm sehr, sehr&lt;br /&gt;
ähnelt. Natürlich werden andere Termini benutzt,&lt;br /&gt;
für die Inka-Schamanen sind die Chakras&lt;br /&gt;
Nawis oder Ojos de cinturon, also „Augen”, das&lt;br /&gt;
Aufsteigen von Kundalini heißt el kawsay und sushumna&lt;br /&gt;
Nadi heißt kurku. Statt Sahasrara haben&lt;br /&gt;
wir Uma oder Pujuy... etc. Aber die Phänomene sind&lt;br /&gt;
exakt die gleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Du hast den Workshop ‚Schamanische Energiemedizin für das neue Zeitalter gehalten’, was sind die Kennzeichen des neuen Zeitalters aus deiner Sicht und wie kann man sich energetisch darauf vorbereiten?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schamanen ist die Periode momentan eine besondere&lt;br /&gt;
Zeit, vor allem im Inka Schamanismus - diese Zeit wird Pachakutec&lt;br /&gt;
(Wandel) genannt. Aber: es gibt keinen [[Messias|Erlöser]], keinen&lt;br /&gt;
Heiland von außen, keinen Zauberstab, der dich rettet… Für&lt;br /&gt;
die Schamanen, für bewusste Spiritualisten ist die Zukunft&lt;br /&gt;
jetzt schon da! Der erwartete Pachakuti-Inka, der letzte König&lt;br /&gt;
ist kein erlösender [[Avatar]], sondern vielmehr eine besondere&lt;br /&gt;
[[Schwingung]] zum Empfangen hochfrequenter spiritueller Energie.&lt;br /&gt;
Das [[Bewusstsein]] ist entscheidend und dein eigenes JA zur&lt;br /&gt;
Heilung auf allen Ebenen- das ist die Absichtserklärung an&lt;br /&gt;
das Universum. Es geschieht momentan, dass mir in meinen&lt;br /&gt;
Kursen und Ausbildungen immer mehr Menschen begegnen,&lt;br /&gt;
die an der [[Heilung]] aus der ersten [[Hand]] interessiert sind, nicht&lt;br /&gt;
an den [[Dogmen]] alter schulmedizinischer Systeme... Und immer&lt;br /&gt;
mehr Menschen machen die reale Erfahrung, dass dein innerer&lt;br /&gt;
Heiler nur darauf wartet, wieder aktiviert zu werden! Für bewusste&lt;br /&gt;
Yogis, Tantriker, Schamanen, Spiritualisten ist dies eine&lt;br /&gt;
Zeitqualität des Umschwungs. Mein Meister in Peru sagte einmal&lt;br /&gt;
so schön: „Diese Zeit ist eine Entwicklungshilfe.”...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Tantra ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in [[Indien]] auf [[Devanagari]] geschrieben, ebenso wie auch modernere [[indische Sprachen]] wie [[Hindi]], [[Bengali]], [[Gujarati]], [[Panjabi]], [[Urdu]]. Damit [[Europäer]] das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die [[römische Schrift]]. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische [[Schrift]] transkribiert werden kann Tantra auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; तन्त्र &amp;quot;, in [[IAST]] [[wissenschaftliche Transkription]] mit [[Diakritische Zeichen|diakritischen Zeichen]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der Harvard-Kyoto [[Umschrift]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der [[Velthuis]] [[Transliteration]]  &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot;tantra&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Tantra ==&lt;br /&gt;
Tantra ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [http://www.yoga-vidya.de Yoga]. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Spiritualität]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|wWO-aAK6rnA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie  Tantra  ==&lt;br /&gt;
Hier einige Links zu Sanskritwörtern, die entweder vom Sanskrit oder vom Deutschen her ähnliche [[Bedeutung]] haben wie Tantra oder im Deutschen oder Sanskrit im [[Alphabet]] vor oder nach Tantra stehen:&lt;br /&gt;
* [[Tannimitta]]&lt;br /&gt;
* [[Tantava]]&lt;br /&gt;
* [[Tanti]]&lt;br /&gt;
* [[Tantray]]&lt;br /&gt;
* [[Tantrika]]&lt;br /&gt;
* [[Vemaka]]&lt;br /&gt;
* [[Kuvinda]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhana]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhaka]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen zu Sanskrit und Indische Sprachen==&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Wörterbuch]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Alphabet]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung kostenlos]]&lt;br /&gt;
* [[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Lernen leicht gemacht]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Kurs Lektion 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch==&lt;br /&gt;
:Sanskrit &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; - Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; Sanskrit  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Sanskrit - Deutsch &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039;  -  &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch - Sanskrit &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039;  -  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Vamachara]]&lt;br /&gt;
*[[Vama Marga]]&lt;br /&gt;
*[[Tantrismus]]&lt;br /&gt;
*[[Tantra Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vijnana Bhairava Tantra]]&lt;br /&gt;
*[[Panchatantra]]&lt;br /&gt;
*[[Gnade]]&lt;br /&gt;
*[[Vision]]&lt;br /&gt;
*[[Engel]]&lt;br /&gt;
*[[Adwaita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p105_Kundalini-Tantra/ &#039;&#039;Kundalini Tantra&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p106_Tantra-und-Yoga-Panorama/ &#039;&#039;Tantra und Yoga Panorama&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*Swami Sivananda: „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“, Divine Life Society, Shivanandanagar, 5. Auflage, 2000&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/hatha-yoga/das-yoga-vidya-asana-buch-band-i Das Yoga Vidya Asana Buch Band I]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_tantra_agama.html &amp;quot;Tantra&amp;quot; aus &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität von Sukadev]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/literatur-buecher-kundalini-yoga/ Literatur Bücher Kundalini Yoga]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/wp-content/uploads/2012/03/Sanskrit-Glossar-Yoga-Vidya.pdf Yoga Vidya Sanskrit Glossar]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=sanskrit-lexikon-yoga-vidya Yoga Vidya Community - Sanskrit Lexikon Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga: Tantra===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/39_Kundalini-Yoga-Teil_2_Tantra.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Das Ewige und das Vergängliche – Shiva-Shakti 1===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Das_Ewige_und_das_Vergaengliche_Shiva-Shakti-1.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Sei verhaftungslos und … Shiva-Shakti 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Glueck-ist-im-inneren.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Setze dich durch – und gebe nach – Shiva-Shakti 3===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Sonne-Mond-im-Alltag.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nada Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tantra&amp;diff=488181</id>
		<title>Tantra</title>
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		<updated>2016-03-01T07:18:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: तन्त्र tantra &#039;&#039;n.&#039;&#039;) Webstuhl; Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang, übertr. die Grundlage; Lehrwerk, Lehre; eine Klasse von Werken, die ursprünglich streng geheim gehaltene (esoterische) Inhalte lehrten und sich hauptsächlich mit [[Mystik]], [[Magie]] und Techniken zur [[Selbsterkenntnis]] und Erlösung ([[Moksha]] aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, [[Samsara]]) beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:kundalini_chakras.jpg|thumb|Die Chakras - Energiezentren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; bedeutet auch der Aufzug des Gewebes; Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, best. Gattung magisch mystischer Schriften; Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff. Tantra ist ein [[Sanskrit]]wort und bedeutet  [[Webstuhl]]; der Aufzug des Gewebes; übertr. die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, [[Lehre]], Lehrbuch; best. Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; , [[Sanskrit]] तान्त्र tāntra, Saitenspiel. Tantra ist ein Sanskrit Substantiv, Geschlecht Neutrum, und bedeutet im [[Deutsch]]en Saitenspiel. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Kamadeva-Shiva-Madana-Liebe-Gott.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Kamadeva, der Liebesgott]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;quot;Tantra&amp;quot; wird von der Sanskritwurzel &amp;quot;tan&amp;quot; (&amp;quot;ausdehnen, spannen&amp;quot;) abgeleitet. Die Ursprünge des Tantra als soteriologische (zur Erlösung hinführende) Systeme liegen etwa im 2. Jahrhundert, in seinen heute bekannten Ausprägungen wird es seit dem 7. oder 8. Jahrhundert weitergegeben. Aus der tantrischen Tradition stammt unter anderem die Lehre von den sieben [[Chakra]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt außerdem eine weitere, modernere Einteilung in drei [[Yoga Arten|Arten]] von Tantra: weißes, rotes und schwarzes Tantra. Rotes Tantra sind die sexuellen Praktiken, schwarzes Tantra sind die magischen und schwarzmagischen Praktiken zur egoistischen [[Manipulation]] von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energien] und [[Geister]]n für selbstsüchtige Zwecke. Weißes Tantra sind die Praktiken zur Reinigung des [[Astralkörper]]s und zur Erweckung der [[Kundalini]] ohne selbstsüchtige Motive und wird daher [[Kundalini Yoga]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Tantra==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Tantra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein [[Sanskrit]]-[[Wort]] und heißt ursprünglich Webstuhl, oder auch, auf einem Webstuhl aufgestellten Faden, es heißt also auch Faden. Tantra ist dann natürlich die Bezeichnung für ein religionsübergreifendes spirituelles System, welches insbesondere die [[Shakti]] verehrt, die Göttliche [[Mutter]]. Tantra gibt es im [[Hinduismus]], Tantra gibt es im [[Buddhismus]], Tantra gibt es im [[Sikhismus]], im [[Jainismus]] und sogar im [[Taoismus]]. Tantra ist eine religionsübergreifende spirituelle Bewegung, in welcher [[Energie]] als Grundlage von allem gesehen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist aber auch eine Bezeichnung für eine bestimmte Schriftgattung. Die Tantras sind in Dialogform geschriebene bestimmte [[Schriften]] zwischen Shiva und Parvati. Es gibt auch Vishnu, Vaishnava Tantras, Shaiva Tantras, und buddhistische Tantras. Tantra wird manchmal beschreiben als &amp;quot;das&amp;quot; (Tat), was zu &amp;quot;Tra&amp;quot; führt, zur Befreiung. Tantra ist also alles, was zu Tra, zur Befreiung führt. Tantra ist insbesondere ein praktisches Übungssystem, mit dem das Höchste, das &amp;quot;Tat&amp;quot;, die [[Essenz]] des [[Universum]]s, erfahren werden kann. Tantra besagt auch, dass die Essenz des Universums sich im Universum manifestiert. Tantra ist also auch ein spirituelles System, welches die immanente göttliche [[Natur]] proklamiert. Das heißt, [[Gott]] ist nicht nur im [[Himmel]], Gott ist auch nicht nur tief im [[Herz]]en, Gott ist in der [[Welt]], die Göttliche Mutter ist in der Welt und ist überall erfahrbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein radikal monistisches System, welches besagt, dass es nur das Göttliche gibt, nichts ist zu überwinden, außer Begrenzungen. Und egal, wo du bist, du kannst in allem das Göttliche entdecken. Tantra hat so viele verschiedene Aspekte. Dies ist ja jetzt nur ein kurzer Eintrag im Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon. In den folgenden rubriken bekommst du eine Übersicht über Tantra, die Tantra-[[Philosophie]], schwarzes, rotes und weißes Tantra, linkshändiges Tantra, rechtshändiges Tantra, spirituelles Tantra, sexuelles Tantra und vieles mehr gibt es. Tantra, also eine sehr breite spirituelle Strömung in seinen verschiedenen Ausprägungen. Vielleicht noch kurz, [[Hatha Yoga]] und [[Kundalini Yoga]] gehören, mindestens in einer Interpretation, zum großen Tantra dazu. Tantra bedeutet wörtlich: Webstuhl, Faden. Tantra ist im weiteren Sinne so etwas wie ein Werkzeug oder eine Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|C4-MgLImlso}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Traditionelle Richtungen==&lt;br /&gt;
Im wesentlichen gibt es in [[Indien]] drei Hauptrichtungen des Tantra, wozu noch die Form des tibetischen tantrischen [[Buddhismus]] ([[Vajrayana]]) kommt, der auch in [[Nepal]] praktiziert wird:&lt;br /&gt;
*1. [[Vaishnavacara]] (&#039;&#039;vaiṣṇavācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des [[Gott]]es [[Vishnu]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*2. [[Shaivacara]] (&#039;&#039;śaivācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des Gottes [[Shiva]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*3. [[Shaktacara]] (&#039;&#039;śāktācāra&#039;&#039;): hier werden die Formen der Göttin ([[Shakti]]) als höchstes Prinzip verehrt. Die als [[Shakta]] bekannten [[Tantriker]] folgen ihrerseits einem der beiden folgenden Wege bzw. Lebenswandel ([[Acara]]): entweder dem &amp;quot;Weg der rechten Hand&amp;quot; ([[Dakshinacara]] &#039;&#039;dakṣiṇācāra&#039;&#039;), in dem keine sexuellen Praktiken ausgeübt, wenn überhaupt imaginiert werden, oder dem &amp;quot;Weg der linken Hand&amp;quot; ([[Vamacara]] &#039;&#039;vāmācāra&#039;&#039;), der auch sexuelle Praktiken in das [[Ritual]] integriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mgLlp-CJsX4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra im Yoga==&lt;br /&gt;
Tantra als Teil der [[Yoga|yogischen]] Tradition und beruht auf der Shiva-Shakti-Philosophie. [[Shiva]] repräsentiert das Unveränderliche, das Unbewegte, das absolute [[Bewusstsein]], im [[Vedanta]] &amp;quot;[[Brahman]]&amp;quot; genannt. [[Shakti]] repräsentiert die schöpferische [[Energie]], welche das Universum in sechs Schritten in Analogie der sechs [[Chakra]]s (unterhalb des [[Sahasrara]] Chakras, der Sitz von Shiva), geschaffen hat. Ursprünglich sind Shiva und Shakti eins. Durch eine erste Schwingung, &amp;quot;[[Spandana]]&amp;quot; („Spaltung“), trennt sich Shakti von Shiva und schafft erst die zwei [[Kausalwelt]]en, dann die drei [[Astralwelt]]en und schließlich die physische [[Welt]]. Zyklisch vereinigen sich Shiva und Shakti wieder (Auflösung), bleiben zusammen ([[Pralaya]], kosmische Nacht) und trennen sich wieder (Schöpfung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Teil des Kosmos sind Shiva und Shakti. Im Menschen manifestiert sich Shiva als reines Bewusstsein, als [[Satchidananda]]. Shakti manifestiert sich als die drei Körper mit den fünf Hüllen. Solange Shakti von Shiva getrennt ist, ist der Mensch unzufrieden. Im Laufe der individuellen [[Evolution]] über viele [[Leben]] hinweg erwacht die [[Kundalini]] (Shakti im Menschen) und vereinigt die individuelle [[Seele]] wieder mit der kosmischen Seele. [[Kundalini Yoga]] ist die Wissenschaft der Beschleunigung dieses natürlichen Evolutionsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Guru und Shishya im Tantra - Lehrer-Schüler Beziehung im Tantra==&lt;br /&gt;
Im Tantra ist die Beziehung zwischen Lehrer (Guru) und Schüler (Shishya) ein unerlässlicher Teil der Tradition. Hier gibt es Parallelen zu anderen traditionellen Praktiken. Die Guru-Shishya Beziehung ist ein Bestandteil innerhalb der zahlreichen Traditionen der Hindu-[[Religion]]. Einige wichtige Punkte sind folgende:&lt;br /&gt;
*Die Etablierung einer Lehrer-Schüler Beziehung.&lt;br /&gt;
*Diese Beziehung wird durch eine strukturierte Initiations-Zeremonie formell anerkannt. Hierbei akzeptiert der Guru den Anwärter als Schüler und übernimmt die [[Verantwortung]] für dessen Wohl und spirituellen [[Fortschritt]].&lt;br /&gt;
*Dieser Prozess beinhaltet manchmal das Übermitteln von speziellem spirituellem [[Wissen]] und [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
*Die Guru[[dakshina]] ist eine Gabe des Schülers an den Lehrer als Dankeschön für die Unterweisung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tantrische Praxis ist ein lebender Guru, der den spirituellen [[Weg]] bereits selbst gegangen ist, unerlässlich. Das [[Diksha]]-Ritual, bei dem der Guru etwas von sich auf den Schüler überträgt, erweckt häufig das spirituelle [[Bewusstsein]] des [[Aspirant]]en. Somit ist diese sehr enge Guru-Shishya Beziehung für den Erfolg des [[Schüler]]s notwendig. Um ein tantrischer [[Sadhu]] (Mönch) zu werden, muss man zunächst die Sadhu Weihe von einem bereits initiierten [[Sannyasin]] erhalten. Während dieser Einweihung gelobt der Aspirant [[Entsagung]] von der Welt und wiederholt das [[Praisha]] [[Mantra]] nach dem Guru. Sobald dieses Mantra gesungen wurde, darf der Sadhu in diesem Leben niemals wieder zu einer weltlichen Lebensweise zurückkehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der im Berufs- und Familienleben steht und dem tantrischen Pfad folgt, kann die Guru Diksha von jedem tantrischen Lehrer annehmen. Die Ehefrau muss die Diksha-Einweihung jedoch von demselben Guru bekommen. Im Tantra ist es üblich, dass beide zu unterschiedlichen [[Zeit]]en eingeweiht werden.&lt;br /&gt;
In der tantrischen Tradition ist diese Einweihung eine komplizierte Prozedur, welche sich in mehrere Stufen aufteilt. Während der Ausübung der tantrischen Riten sollte man die Hilfe seines Gurus in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Eigenschaften befähigen einen Menschen dazu, ein spiritueller Schüler zu sein: ruhig, bescheiden, rein, respektvoll, lobenswert, in der Lage, verschiedene [[Arbeit]]en auszuführen, aus gutem Stand, weise, guter [[Charakter]], fromm, selbstbeherrscht, großzügig und fähig zu meditieren. Bedingungsloser Gehorsam gegenüber dem Guru wird erwartet, das Verlassen des Gurus wird streng verurteilt. In der Tantra Tradition ist es dem Schüler erlaubt, den Guru zu verlassen, wenn sich der Schüler als unfähig erweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit folgenden Charakterzügen sind als spirituelle Aspiranten ungeeignet: sündig, grausam, bösartig, geizig, gemein, frei von gutem Benehmen, starke Abneigung gegen Mantras, schlechtes Sprechen, töricht, starke Abneigung gegen heilige Plätze, keinen [[Respekt]] gegenüber dem Guru, ein unreines [[Herz]], faul, prahlerisch, arm, kränklich, süchtig nach Sinnesbefriedigung, eifersüchtig, zweifelhaften Reichtum besitzend, ehebrecherisch, feindselig gegenüber Gelehrten, kleinlich, die große Schwierigkeiten haben, den Lebensunterhalt zu bestreiten, sehr ehrgeizig sind oder von anderen verurteilt wurden. Im Maha[[nirvana]] wird die Brahma-Diksha als höchste Form der Einweihung angesehen. Menschen jeder Kaste ist es erlaubt, spiritueller Schüler zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra - Erläuterungen von Swami Krishnananda==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“ von [[Swami]] [[Sivananda]], Buch I - Tantra Yoga, 5. Auflage, 2000, Shivanandanagar, S. VII - XII. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tantra===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maithuna Vereinigung Pashu Tantra Khajuraho.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System, welches Tantra genannt wird, wurde schon von jeher als esoterischer Geheimpfad der spirituellen [[Praxis]] betrachtet und war nicht jedem Ungeübten oder dem gemeinen Volk zugänglich. Das [[Geheimnis]] dieser Praxis scheint aus einem ungewöhnlichen Weltentwurf zu bestehen, der dem Suchenden abverlangt, die Dinge auf eine vollständig andere Art zu interpretieren und zu bewerten und der von der normalen, gewohnten Betrachtungsweise der Dinge abweicht. Die Tantra-[[Lehrer]] sagen, dass ein Suchender auf diesem [[Pfad]] der sozialen und sogar menschlichen Sichtweise entwachsen und eine übermenschliche und göttliche Sicht der Dinge entwickeln muss. Da dies jedoch vom gemeinen Menschen dieser [[Welt]] zuviel abverlangen würde, soll der Tantra auch ein verschlossenes Geheimnis sein und bleiben, dessen Türen nur mit dem Schlüssel geöffnet werden können, den allein ein befähigter [[Guru]] zur Verfügung stellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Philosophie===&lt;br /&gt;
Die [[Philosophie]] von Tantra basiert auf dem Konzept der Doppelnatur aller Dinge. Nichts ist einzeln, sondern alles ist bipolar oder doppelpolig. Die sogenannte [[Einheit]] der Dinge ist nur eine Erscheinungsform, welche von dem besonderen Verhalten des Zusammentritts zweier Kräfte, nämlich [[Shiva]] und [[Shakti]] angenommen wird, man könnte auch sagen, der positiven und negativen Pole. Um diese mystische Konzeption des [[Universum]]s verstehen zu können, möchten wir auf die traditionellen Lehrsätze der [[Purana]]s verweisen, [[Manusmriti]] und [[Mahabharata]], die besagen, dass es im Anbeginne eine universelle Einzelzelle gegeben hat, die schon immer da war, bekannt als [[Brahmanda]], und die sich dann zweiteilte. Der eine Teil wurde zum Kosmischen [[Mann]] und der andere zur Kosmischen [[Frau]]. Wenn wir wollen, können wir diese Teile auch Shiva und Shakti nennen. Selbst unsere modernen [[Naturwissenschaft]]en scheinen diese Sichtweise zu bestätigen, wenn sie sagen, dass das Universum im Anfang ein einzelnes Atom war, welches sich zuerst zweiteilte und sich dann in die Vielfalt der gegenwärtigen [[Form]]en des Universums aufspaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese zwei Teile und ihre darauffolgenden Unterteilungen eigentlich zu einem gesamten Ganzen gehören, gibt es eine natürliche Anziehungkraft, die von einem Teil zum anderen Teil ausgeübt wird. Es gibt also eine beidseitige Zugkraft zwischen den positiven und negativen Polen auf der kosmischen Ebene sowie auf der ihrer niedrigeren vielfältigen Abstammungsformen, sogar hinunter bis zum Atom. Wir wissen heute, dass auch das Atom in einer bipolaren Struktur aufgebaut ist, mit dem Nukleus im Zentrum und den Elektronen, die ihn in absolut rätselhafter Weise umkreisen. Die [[Reaktion]] der zwei verschiedenen Teile eines jeden einzelnen [[Organismus]] scheint eine doppelte Auffassung von [[Bewusstsein]] gegenüber Einheit und [[Zweiheit]] zur selben Zeit zu sein. Es kann keine [[Anziehung]] zwischen dem Positiven und Negativen geben, solange sie nicht zwei Pole formen und nicht nur ein einzelnes Etwas. Dennoch kann es andererseits ohne eine grundlegende Einheit, die in und zwischen ihnen wirkt, gar nicht diese Anziehung geben, wenn es zwei vollkommen verschiedene Dinge sind. Das ist also das Geheimnisvolle, das Mysterium und auch die Schwierigkeit, jenes [[Phänomen]] zu verstehen, welches als Anziehung bekannt ist und gewöhnlich in der Gemeinsprache [[Liebe]] oder [[Zuneigung]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bipolarität===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ardhanarishvara Androgyn Shiva Parvati Nandi Loewe.jpg|thumb|Ardhanarishvara, Gemälde aus Indien, um 1800]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept von Shiva und Shakti repräsentiert also in seiner höchsten Essenz diese Oberste Kosmische [[Dualität]]. Man kann sich vornehmlich vorstellen, dass dort nur Anziehung und Liebe zusammenwirken, so dass Shiva und Shakti als untrennbare Aspekte einer einheitlichen [[Realität]] zu betrachten sind, welche manchmal auch [[Ardhanarishvara|Ardhanareesvara]], der kosmische [[Androgyn]], genannt wird. Auf den niedrigeren Ebenen jedoch wirkt das Prinzip der [[Abstoßung]], was bedeutet, dass [[Abneigung]] mit Zuneigung zusammengeht, so wie auch Liebe mit [[Hass]]. Dort nimmt die bipolare Einheit eine Vielfalt an Form an, so dass ein bipolares Element nicht die Beeinflussung oder manchmal sogar nicht einmal die bloße Gegenwart solch eines anderen bipolaren Elementes tolerieren kann - aus [[Angst]] davor, seine isolierte, sich selbst bewusste bipolare Hälfte und dadurch seine Einheit zu verlieren. Dieses subtile Zusammenspiel kann in seiner groberen Art offenkundig werden, wenn z. B. eine Familiengruppe Schwierigkeiten hat, eine andere anzuerkennen und ihr die gleiche Liebe zu schenken wie der eigenen. Auf dieser Ebene können sich dann eine Gesellschaft, eine soziale Schicht und sogar eine bipolare Einzelperson nicht ohne einigen Argwohn und gewisse Vorbehalte gegenübertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lehrsätzen oder dem Tantra nach ist die Ursache allen [[Leid]]s im [[Leben]] die bipolare [[Existenz]], diese in zwei geteilte Einheit, weil nicht eine duale Existenz in jeder ihr gegebenen Form die [[Wahrheit]] der Dinge ist, sondern das Eins-Sein. Da die zweifache Form allen Lebens in gewisser Hinsicht eine unnatürliche Art des Lebens darstellt, gibt es immer einen ambivalenten Standpunkt zwischen dem einen und dem anderen Pol von [[Mögen]] und [[Nicht-Mögen]], zu ein und derselben Zeit.&lt;br /&gt;
So wird Liebe niedergehalten, wenn Hass überwiegt und Hass unterdrückt, wenn Liebe die Oberhand behält. Fakt dabei ist jedoch, dass immer beide dieser Haltungen in einem Individuum versteckt sind, aber nur einer dieser Aspekte zum Vorschein kommt, wenn oder wie die Situation es gerade erfordert. Anstelle der Zweiheit wieder die Einheit zu bekommen, das ist der Vorgang im Tantra [[Sadhana]] - wobei dies jedoch die Zielsetzung eines jeden Sadhanas ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterschied===&lt;br /&gt;
Was ist also das Besondere am Tantra, und wodurch unterscheidet er sich von anderen [[Sadhana]]s, um dieses [[Ziel]] zu ereichen?&lt;br /&gt;
Der Unterschied ist sehr subtil und nicht leicht wahrzunehmen. In jeder Form religiöser Praxis gibt es meistens asketische Vorschriften für die Geisteshaltung des Praktizierenden. Das Äußere solle dem Inneren und das Materielle dem Spirituellen zuliebe abgelehnt werden. Jegliches [[Verlangen]] solle als schädliches [[Hindernis]] für den Sadhana unterbunden und alle [[Lebensfreude]] als Übel betrachtet werden, welches so früh wie möglich ausgemerzt werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, im Tantra sind die Dinge der Welt, die materiellen Formen der [[Wahrnehmung]], nicht wirklich Hindernisse, und ein Verlangen nach ihnen kann nicht dadurch besiegt werden, dass man das Verlangen an sich ablehnt. Alles in dieser Welt, und sogar die ganze Welt selbst, befindet sich in einem Übergang von der Unvollkommenheit hin zur [[Vollkommenheit]]. Das Sichtbare ist ein [[Weg]] hin zum Unsichtbaren und nicht sein Hindernis. Menschliches Begehren erwächst gerade wegen jener unintelligenten Auffassung, die der Mensch gegenüber dieser Lust entwickelt hat. Er hat sozusagen Lust-Angst, seitdem ihm erzählt worden ist, dass jegliche [[Begierde]] schlecht ist und alle äußeren Dinge nur zu Knechtschaft führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass das äußere Ding, das Objekt, kein fesselnder Zwang ist, allein schon wegen der Tatsache, dass das Objekt untrennbar mit dem Subjekt verbunden ist. Das Objekt ist der andere Pol des Subjekts, der Komplementär-Pol sozusagen. Beide Pole ergänzen sich gegenseitig. Jegliche [[Erfahrung]] steht in einer Subjekt-Objekt-Relation, und deshalb kann auch niemand nur im Geringsten daran denken, das Objekt der Begierde bewusst zu überwinden, ausgenommen, er hat vorher eine Beziehung zu dem Objekt hergestellt. Daher bedeutet die Überwindung des Objekts für uns immer wieder, in einen Teufelskreis einzutreten. Es gibt trotz aller Anstrengungen keine Möglichkeit, das Objekt loszuwerden, da schon im Bewusstsein die Gegenwart des Objekts da ist. Daher kommt also der großartige Tantra-Spruch, dass Begierde nur durch Begierde überwunden werden kann, genauso wie das Objekt nur vom Objekt bezwungen werden kann. Auch wird im Tantra gesagt, der andere Aspekt dieses Prinzips sei, &amp;quot;dass man sich durch das, wodurch man fällt, auch wieder aufrichten kann.&amp;quot; (Yaireva patanam dravyaih siddhih taireva.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier tritt der Kernpunkt der ganzen Sache hinsichtlich des Tantra zutage, welche ihn deutlich von allen anderen religiösen Praktiken und Sadhana-Formen abgrenzt. Warum diese Praxis schwierig und sogar gefährlich ist, wird durch die Art der Glaubenslehre offensichtlich, obwohl man wohl einräumen muss, dass der [[Glaubenssatz]] vielleicht etwas sehr rational verfasst ist und auf Tiefenpsychologie der menschlichen Natur basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stufen des Tantra===&lt;br /&gt;
Die Tantra-Lehrer wissen, dass es große Schwierigkeiten gibt, wenn es darum geht, sich diese Lehrsätze einzuprägen und zu praktizieren. Insofern wird die Kunst des Sadhana auf diesem Pfad als gestaffelte Aufwärtsbewegung während der verschiedenen Stufen des Aufstiegs betrachtet. Indem man zu einem Zustand aufsteigt, wo eben jenes Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt transzendiert oder überwunden wird, erreicht man unterschiedliche Stufen von [[Erkenntnis]] und eine Loslösung des Subjekts von der Verstrickung des Objekts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese festgesetzten Stufen lauten: [[Vede]]chara, [[Vaishnava]]chara, [[Saiva]]chara, [[Dakshina]]chara, [[Vama]]chara, [[Siddhanta]]chara und zuletzt [[Kaula]]chara.&lt;br /&gt;
Von diesen sieben aufgeführten Stufen sind die ersten drei für die niedrigere Kategorie der [[Sadhaka]]s bestimmt, welche als [[Pasu]] Jiva (Personen, in welchen die tierische Natur vorherrschend ist) bekannt sind. Die nächsten zwei stehen für die [[Vira]] [[Jiva]] (Personen, in welchen der normale menschliche Instinkt vorherrscht) und die letzten zwei für die [[Divya]] Jiva (Personen, in welchen das göttliche Element vorherrschend ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird geglaubt, dass die ersten drei [[Achara]]s besonders für [[Karma]] stehen. [[Bhakti]] und [[Jnana]], der [[Veda]], der für das [[Ritual]] steht, [[Vaishnava]] für die [[Hingabe]] und [[Saiva]] für das [[Wissen]]. Der vierte Achara, welcher [[Dakshina]] genannt wird, versucht die Ergebnisse zu bewahren, die durch das Praktizieren der ersten drei Stufen erreicht wurden. Bis zu dieser Ebene ist die Bewegung fast linear und praktisch gerade. Auf der nächsten Stufe (Vamachara) aber gibt es einen seltsamen Unterschied des Blickwinkels, denn dieser Begriff beinhaltet den Beginn der Rückwärts-Strömung der [[Seele]]n-Bewegung hin zur [[Realität]]. &amp;quot;[[Vama]]&amp;quot; bedeutet nicht &amp;quot;links&amp;quot;, wie die meisten Leute zu denken scheinen, sondern &amp;quot;Umkehr-Prozess&amp;quot;, [[Nivritti]] oder die Rückkehr - im Gegensatz zu [[Pravritti]] oder dem Vorwärts-Fließen mit der natürlichen Strömung der [[Sinne]]. Hier liegt der Beginn der allergeheimsten Praxis oder des esoterischen Aspektes des Tantra Sadhana, wo Objekte der Anziehung, des Reizes, egal welcher Art sie sind, gerade als Instrumente und Werkzeuge betrachtet werden, nicht, damit sie abgelehnt, sondern damit sie integriert und zu einem Teil des eigenen Seins gemacht werden. Die Absicht dabei ist aber, jenes Bewusstsein zu überwinden, dass sie außerhalb von einem selbst sind, als so eine Art gegenüberliegendes, entgegengesetztes Objekt oder irgendein äußerliches Etwas. Diese besondere Phase soll eigentlich auch nicht erklärt, sondern nur auf direktem Weg von einem Lehrmeister gelernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Natur der Dinge===&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen werden [[Reichtum]], [[Macht]] und [[Sex]] als die wohl größten Hindernisse auf dem [[Weg]] zu spiritueller Vollkommenheit betrachtet. Der Tantra jedoch versucht gerade diese sich nutzbar zu machen und zu überwinden, und zwar mit genau den Mitteln, mit welchen ein ungeübter [[Verstand]] sich ins Unheil stürzen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pasu, Vira und Divya [[Bhava]]s entsprechen den tierischen, menschlichen und göttlichen Naturen und ziehen die groben, die feinen und die göttlichen Aspekte der Dinge in Betracht, welchen man in seinem spirituellen Leben als Gegensätze begegnen muss. Das ist das verbotene Gebiet von Tantra Sadhana, der Bereich, welchen der wahrhaft Suchende nicht offenlegt, da der gemeine Mensch ihn nicht wissen, verstehen oder aus ihm Nutzen ziehen soll.&lt;br /&gt;
Jedes Objekt hat eine grobe, eine feine und eine göttliche [[Form]], und jeder [[Sadhaka]] muss all diese Phasen durchlaufen. &lt;br /&gt;
Der Tantra beharrt darauf, dass keine Stufe oder Phase als Hindernis abgelehnt werden soll, sondern von jedem Individuum selbst genommen und durchschritten werden soll. Mann kann nur ein unbekanntes Ding, ein Objekt der [[Angst]], nicht unter seine [[Kontrolle]] bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass die unreinen, häßlichen und unheiligen Dinge des Lebens eigentlich Dinge sind, die fälschlicherweise nicht in ihrem wirklichen Zusammenhang gesehen wurden, nicht von ihrer eigenen besonderen Position oder vom Standpunkt der Dinge selbst her. Sie sind weder gut noch schlecht, weder schön noch häßlich und weder heilig noch unheilig. Das alles sind nur Vorstellungen, die uns unser Verstand von einem speziellen Interessenstandpunkt aus gibt. Unser Verstand sträubt sich dagegen, in Erwägung zu ziehen, dass es auch noch andere Interessen als seine eigenen geben könnte. Das Universum muss man von vielen Blickwinkeln aus sehen, nicht nur von einem. Vom Ersteren muss man zum Letzteren steigen, mit einer systematischen und progressiven Bewegung seines ganzen Seins durch den groben, den feinen und den göttlichen Aufbau der Dinge.&lt;br /&gt;
Am Anfang hat man Kontakt mit dem Objekt. Als nächstes denkt man es bloß noch mit seinem Verstand. Zuletzt visualisiert man es nur noch als einen Unruheherd oder Stress-Punkt in der Universellen Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben erwähnten Siddhantachara und Kaulachara vervollständigen den Prozess des Sadhana, wobei man in die wahre Natur der Dinge eintaucht und regelrecht übermenschlich wird. Die Aufgabe, welche die religiöse Praxis mit sich bringt, ist nicht die Ablehnung des Objektes oder des Dinges an sich, sondern die der Idee oder der Vorstellung, dass es, das Objekt, außerhalb von einem selbst sei. Die falsche Vorstellung weckt die Begierde, nicht das Objekt oder das Ding selbst. Die Verordnung ist hier in der Tat sehr subtil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ritual===&lt;br /&gt;
[[Datei:Shri Yantra Meru Shrividya Shakta Shaktismus.jpg|thumb|Shri Yantra, gefertigt vom Devipuram Tempel, Andhra Pradesh, India]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra Sadhana beinhaltet das Rezitieren von [[Mantra]]s, die Ritualausführung mittels [[Yantra]]s und die eigene Abstimmung mit einer speziellen Ebene der Realität, was eigentlich die spezifische Bedeutung des Tantra ist. Während dieses Prozesses muss man viele kleine Details direkt von seinem [[Guru]] lernen. Die [[Entschlackung]] des [[Körper]]s, die [[Reinigung]] des [[Geist]]es und die Klärung seiner sozialen Beziehungen sind alles wichtige Vorbereitungen des Sadhana. Die übliche [[Shodasopachara]]-[[Puja]] (sechzehngliedrige [[Gebet]]szeremonie), welche für eine [[Gottheit]] abgehalten wird, sind auch geeignete Maßnahmen für all das, was man bewundert, schätzt und liebt. Durch solch einen [[Gottesdienst]] sucht man die Verbindung mit der Gottheit durch die Aufhebung der Trennung zwischen Ihr und einem selbst. Die geheimnisvollen Prozesse, [[Nyasa]] ([[Anga]]-Nyasa und [[Kara]]-Nyasa) genannt, sind wiederum nach innen gerichtete Techniken, mittels derer man das Objekt in einem selbst und die Gottheit in seinem ureigenen [[Sein]] fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das macht es mehr als deutlich, dass der Tantra Sadhana genauso höchst wissenschaftlich und präzise wie auch schwierig und gefährlich&lt;br /&gt;
ist. Dies ist seine Besonderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra und [[Schamanismus]] – Energien im Fluss==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interview mit Maharani Fritsch de Navarrete, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 27, Herbst 2013&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Yoga Kongress 2012&lt;br /&gt;
‚[[Chakra]], Tantra, [[Kundalini]]‘ haben&lt;br /&gt;
wir mit Maharani Fritsch de&lt;br /&gt;
Navarrete gesprochen. Als Yogini&lt;br /&gt;
und Schamanin mit westlicher&lt;br /&gt;
psychologischer Ausbildung schlägt&lt;br /&gt;
sie energetische Brücken zwischen&lt;br /&gt;
Amazonien und Indien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich durfte in meinem Workshop wunderbare Zusammenhänge&lt;br /&gt;
zwischen Yoga, Tantra und Schamanismus herstellen und diese&lt;br /&gt;
hoffentlich nicht nur durch den informativen Part, sondern&lt;br /&gt;
auch vor allem durch den rituellen Teil zum Ausdruck bringen.&lt;br /&gt;
Diese alten holistischen Systeme sind nur scheinbar voneinander&lt;br /&gt;
getrennt- in allen geht es um [[Heilung]], Heil-Werden,&lt;br /&gt;
Ganz-Werden, Heilig-Werden, Verbunden-Sein. Ich bin immer&lt;br /&gt;
sehr glücklich, wenn ich auf die Brücken hinweisen darf, auf&lt;br /&gt;
die Ur-Quelle und die Ur-Verbindung. Höheres [[Sein]] bedeutet&lt;br /&gt;
immer ein höheres Verbundensein. Für [[Yogi]]s, für Tantriker, für&lt;br /&gt;
[[Schamane]]n, für Bewusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3Cn4X_2ODM0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nach so vielen Jahren spiritueller Praxis verschiedenster Traditionen, als Yogalehrerin und Schamanin - siehst du Verbindungen zwischen Tantra und Schamanismus und wenn ja, welcher Art?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Schamanen geht die kosmische Evolution vom&lt;br /&gt;
Schamanismus (Ur-Form des spirituellen Ausdrucks) über den&lt;br /&gt;
[[Hinduismus]] zum [[Buddhismus]]. Tantra und Schamanismus decken&lt;br /&gt;
sich dermaßen, dass sie fast identisch sind in der Vorstellung,&lt;br /&gt;
dass männlich und weiblich oder auch das Spiel der&lt;br /&gt;
Gegensätze die Grundlage aller Prozesse im Universum sind.&lt;br /&gt;
Vor allem in Nepal, wo ich - neben Peru - auch meine Lehrer&lt;br /&gt;
habe, ist dies sehr gut sichtbar. Dort fließen Yoga, Tantrismus&lt;br /&gt;
und Schamanismus permanent zusammen und sind nur&lt;br /&gt;
schwer voneinander zu trennen. Ein Yogi gilt als [[Shivait]], was&lt;br /&gt;
mit Tantriker gleichgesetzt wird, und ein Tantriker ist in diesem&lt;br /&gt;
Kontext auch ein Schamane. Zum Beispiel schamanische Elementenverehrung,&lt;br /&gt;
also Naturrituale, verfeinerten sich nach&lt;br /&gt;
und nach in der [[Veden|vedisch]]en Zeit zum [[Havan]]/[[Agni Hotra]], [[Puja]]&lt;br /&gt;
und [[Yajna]] (Feuer- und andere Rituale). [[Shiva]] selbst ist ja der&lt;br /&gt;
Urahne der Schamanen als [[Pashupati]], Herr der Tiere, als [[Shankar]]&lt;br /&gt;
und [[Bhairava]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist er der Ur-Tantriker und Ur-[[Asket]] als [[Mahadev]],&lt;br /&gt;
[[Mahesvar]] und [[Yogeshwara]], der [[Vater]] des [[Yoga]]. Er zieht einsam,&lt;br /&gt;
mit [[Asche]] beschmiert, auf seiner [[Damaru]] trommelnd,&lt;br /&gt;
durch die Wälder und hält sich auch an den [[Ghat]]s, den Verbrennungsstätten&lt;br /&gt;
(Orte der Transformation), auf. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
meditiert er als [[Sadashiva]] über das Höchste und als [[Nataraj]]&lt;br /&gt;
tanzt er das Spiel der [[Gegensätze]] und [[Transformation]].&lt;br /&gt;
Der Name Shaman bedeutet ja: „der, der wirklich sieht”.&lt;br /&gt;
Ein [[Drsthi]] also, ein [[Seher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bagalamukhi-tantra-gemaelde.jpg|thumb|Bagalamukhi Tantra Gemälde: Die Göttin Bagalamukhi Devi, eine der 10 [[Mahavidya]]s, Weisheitsgöttinnen aus dem [[Tantra]], mit [[Yoni]] und [[Lingam]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer kann besser sehen, als der dreiäugige Shiva? [[Yoga]]-&lt;br /&gt;
[[Asana]]s entsprangen der Nachahmung der Natur und viele&lt;br /&gt;
haben Tier- oder Pflanzennamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gemeinsamkeiten gibt es im Verständnis, dass alles&lt;br /&gt;
miteinander verbunden ist, dass wir vom Energieuniversum&lt;br /&gt;
umgeben sind, das heißt, dass Schwingung die Grundlage der&lt;br /&gt;
grobstofflichen Manifestation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gibt es dann in der schamanischen Energiemedizin auch eine Art von Kundalini-Erfahrung?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich! Im nepalesischen, aber auch im peruvianischen&lt;br /&gt;
(dort gibt es mehrere Schulen) Schamanismus sind Energieerfahrungen die tägliche Praxis-Erfahrung. [[Mahakali]]&lt;br /&gt;
([[Indien]] und [[Nepal]]) und Pachamama (Peru,&lt;br /&gt;
Bolivien, Ecuador) ist die Urquelle der schöpferischen&lt;br /&gt;
[[Kundalini]]-[[Shakti]].&lt;br /&gt;
Das Erwachen im schamanisch-tantrischen [[Sinn]]e&lt;br /&gt;
ist die konstante Rückverbindung mit dieser&lt;br /&gt;
[[Kraft]], die allen Phänomenen zugrunde liegt. Bei&lt;br /&gt;
meinen ersten Peru-Reisen staunte ich nicht&lt;br /&gt;
schlecht, als ich entdeckte, dass das Energiesystem&lt;br /&gt;
der Schamanen und die Vorstellung vom&lt;br /&gt;
Energieuniversum und Energiemedizin sich mit&lt;br /&gt;
dem Kundalini Yoga deckt bzw. ihm sehr, sehr&lt;br /&gt;
ähnelt. Natürlich werden andere Termini benutzt,&lt;br /&gt;
für die Inka-Schamanen sind die Chakras&lt;br /&gt;
Nawis oder Ojos de cinturon, also „Augen”, das&lt;br /&gt;
Aufsteigen von Kundalini heißt el kawsay und sushumna&lt;br /&gt;
Nadi heißt kurku. Statt Sahasrara haben&lt;br /&gt;
wir Uma oder Pujuy... etc. Aber die Phänomene sind&lt;br /&gt;
exakt die gleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Du hast den Workshop ‚Schamanische Energiemedizin für das neue Zeitalter gehalten’, was sind die Kennzeichen des neuen Zeitalters aus deiner Sicht und wie kann man sich energetisch darauf vorbereiten?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schamanen ist die Periode momentan eine besondere&lt;br /&gt;
Zeit, vor allem im Inka Schamanismus - diese Zeit wird Pachakutec&lt;br /&gt;
(Wandel) genannt. Aber: es gibt keinen [[Messias|Erlöser]], keinen&lt;br /&gt;
Heiland von außen, keinen Zauberstab, der dich rettet… Für&lt;br /&gt;
die Schamanen, für bewusste Spiritualisten ist die Zukunft&lt;br /&gt;
jetzt schon da! Der erwartete Pachakuti-Inka, der letzte König&lt;br /&gt;
ist kein erlösender [[Avatar]], sondern vielmehr eine besondere&lt;br /&gt;
[[Schwingung]] zum Empfangen hochfrequenter spiritueller Energie.&lt;br /&gt;
Das [[Bewusstsein]] ist entscheidend und dein eigenes JA zur&lt;br /&gt;
Heilung auf allen Ebenen- das ist die Absichtserklärung an&lt;br /&gt;
das Universum. Es geschieht momentan, dass mir in meinen&lt;br /&gt;
Kursen und Ausbildungen immer mehr Menschen begegnen,&lt;br /&gt;
die an der [[Heilung]] aus der ersten [[Hand]] interessiert sind, nicht&lt;br /&gt;
an den [[Dogmen]] alter schulmedizinischer Systeme... Und immer&lt;br /&gt;
mehr Menschen machen die reale Erfahrung, dass dein innerer&lt;br /&gt;
Heiler nur darauf wartet, wieder aktiviert zu werden! Für bewusste&lt;br /&gt;
Yogis, Tantriker, Schamanen, Spiritualisten ist dies eine&lt;br /&gt;
Zeitqualität des Umschwungs. Mein Meister in Peru sagte einmal&lt;br /&gt;
so schön: „Diese Zeit ist eine Entwicklungshilfe.”...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Tantra ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in [[Indien]] auf [[Devanagari]] geschrieben, ebenso wie auch modernere [[indische Sprachen]] wie [[Hindi]], [[Bengali]], [[Gujarati]], [[Panjabi]], [[Urdu]]. Damit [[Europäer]] das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die [[römische Schrift]]. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische [[Schrift]] transkribiert werden kann Tantra auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; तन्त्र &amp;quot;, in [[IAST]] [[wissenschaftliche Transkription]] mit [[Diakritische Zeichen|diakritischen Zeichen]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der Harvard-Kyoto [[Umschrift]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der [[Velthuis]] [[Transliteration]]  &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot;tantra&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Tantra ==&lt;br /&gt;
Tantra ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [http://www.yoga-vidya.de Yoga]. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Spiritualität]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|wWO-aAK6rnA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie  Tantra  ==&lt;br /&gt;
Hier einige Links zu Sanskritwörtern, die entweder vom Sanskrit oder vom Deutschen her ähnliche [[Bedeutung]] haben wie Tantra oder im Deutschen oder Sanskrit im [[Alphabet]] vor oder nach Tantra stehen:&lt;br /&gt;
* [[Tannimitta]]&lt;br /&gt;
* [[Tantava]]&lt;br /&gt;
* [[Tanti]]&lt;br /&gt;
* [[Tantray]]&lt;br /&gt;
* [[Tantrika]]&lt;br /&gt;
* [[Vemaka]]&lt;br /&gt;
* [[Kuvinda]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhana]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhaka]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen zu Sanskrit und Indische Sprachen==&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Wörterbuch]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Alphabet]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung kostenlos]]&lt;br /&gt;
* [[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Lernen leicht gemacht]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Kurs Lektion 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch==&lt;br /&gt;
:Sanskrit &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; - Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; Sanskrit  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Sanskrit - Deutsch &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039;  -  &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch - Sanskrit &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039;  -  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Vamachara]]&lt;br /&gt;
*[[Vama Marga]]&lt;br /&gt;
*[[Tantrismus]]&lt;br /&gt;
*[[Tantra Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vijnana Bhairava Tantra]]&lt;br /&gt;
*[[Panchatantra]]&lt;br /&gt;
*[[Gnade]]&lt;br /&gt;
*[[Vision]]&lt;br /&gt;
*[[Engel]]&lt;br /&gt;
*[[Adwaita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p105_Kundalini-Tantra/ &#039;&#039;Kundalini Tantra&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p106_Tantra-und-Yoga-Panorama/ &#039;&#039;Tantra und Yoga Panorama&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*Swami Sivananda: „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“, Divine Life Society, Shivanandanagar, 5. Auflage, 2000&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/hatha-yoga/das-yoga-vidya-asana-buch-band-i Das Yoga Vidya Asana Buch Band I]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_tantra_agama.html &amp;quot;Tantra&amp;quot; aus &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität von Sukadev]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/literatur-buecher-kundalini-yoga/ Literatur Bücher Kundalini Yoga]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/wp-content/uploads/2012/03/Sanskrit-Glossar-Yoga-Vidya.pdf Yoga Vidya Sanskrit Glossar]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=sanskrit-lexikon-yoga-vidya Yoga Vidya Community - Sanskrit Lexikon Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/kundalini/feed/&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga: Tantra===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/39_Kundalini-Yoga-Teil_2_Tantra.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Das Ewige und das Vergängliche – Shiva-Shakti 1===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Das_Ewige_und_das_Vergaengliche_Shiva-Shakti-1.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Sei verhaftungslos und … Shiva-Shakti 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Glueck-ist-im-inneren.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Setze dich durch – und gebe nach – Shiva-Shakti 3===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Sonne-Mond-im-Alltag.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nada Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tantra&amp;diff=488180</id>
		<title>Tantra</title>
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		<updated>2016-03-01T07:08:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: तन्त्र tantra &#039;&#039;n.&#039;&#039;) Webstuhl; Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang, übertr. die Grundlage; Lehrwerk, Lehre; eine Klasse von Werken, die ursprünglich streng geheim gehaltene (esoterische) Inhalte lehrten und sich hauptsächlich mit [[Mystik]], [[Magie]] und Techniken zur [[Selbsterkenntnis]] und Erlösung ([[Moksha]] aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, [[Samsara]]) beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:kundalini_chakras.jpg|thumb|Die Chakras - Energiezentren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; bedeutet auch der Aufzug des Gewebes; Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, best. Gattung magisch mystischer Schriften; Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff. Tantra ist ein [[Sanskrit]]wort und bedeutet  [[Webstuhl]]; der Aufzug des Gewebes; übertr. die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, [[Lehre]], Lehrbuch; best. Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; , [[Sanskrit]] तान्त्र tāntra, Saitenspiel. Tantra ist ein Sanskrit Substantiv, Geschlecht Neutrum, und bedeutet im [[Deutsch]]en Saitenspiel. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Kamadeva-Shiva-Madana-Liebe-Gott.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Kamadeva, der Liebesgott]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;quot;Tantra&amp;quot; wird von der Sanskritwurzel &amp;quot;tan&amp;quot; (&amp;quot;ausdehnen, spannen&amp;quot;) abgeleitet. Die Ursprünge des Tantra als soteriologische (zur Erlösung hinführende) Systeme liegen etwa im 2. Jahrhundert, in seinen heute bekannten Ausprägungen wird es seit dem 7. oder 8. Jahrhundert weitergegeben. Aus der tantrischen Tradition stammt unter anderem die Lehre von den sieben [[Chakra]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt außerdem eine weitere, modernere Einteilung in drei [[Yoga Arten|Arten]] von Tantra: weißes, rotes und schwarzes Tantra. Rotes Tantra sind die sexuellen Praktiken, schwarzes Tantra sind die magischen und schwarzmagischen Praktiken zur egoistischen [[Manipulation]] von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energien] und [[Geister]]n für selbstsüchtige Zwecke. Weißes Tantra sind die Praktiken zur Reinigung des [[Astralkörper]]s und zur Erweckung der [[Kundalini]] ohne selbstsüchtige Motive und wird daher [[Kundalini Yoga]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Tantra==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Tantra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein [[Sanskrit]]-[[Wort]] und heißt ursprünglich Webstuhl, oder auch, auf einem Webstuhl aufgestellten Faden, es heißt also auch Faden. Tantra ist dann natürlich die Bezeichnung für ein religionsübergreifendes spirituelles System, welches insbesondere die [[Shakti]] verehrt, die Göttliche [[Mutter]]. Tantra gibt es im [[Hinduismus]], Tantra gibt es im [[Buddhismus]], Tantra gibt es im [[Sikhismus]], im [[Jainismus]] und sogar im [[Taoismus]]. Tantra ist eine religionsübergreifende spirituelle Bewegung, in welcher [[Energie]] als Grundlage von allem gesehen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist aber auch eine Bezeichnung für eine bestimmte Schriftgattung. Die Tantras sind in Dialogform geschriebene bestimmte [[Schriften]] zwischen Shiva und Parvati. Es gibt auch Vishnu, Vaishnava Tantras, Shaiva Tantras, und buddhistische Tantras. Tantra wird manchmal beschreiben als &amp;quot;das&amp;quot; (Tat), was zu &amp;quot;Tra&amp;quot; führt, zur Befreiung. Tantra ist also alles, was zu Tra, zur Befreiung führt. Tantra ist insbesondere ein praktisches Übungssystem, mit dem das Höchste, das &amp;quot;Tat&amp;quot;, die [[Essenz]] des [[Universum]]s, erfahren werden kann. Tantra besagt auch, dass die Essenz des Universums sich im Universum manifestiert. Tantra ist also auch ein spirituelles System, welches die immanente göttliche [[Natur]] proklamiert. Das heißt, [[Gott]] ist nicht nur im [[Himmel]], Gott ist auch nicht nur tief im [[Herz]]en, Gott ist in der [[Welt]], die Göttliche Mutter ist in der Welt und ist überall erfahrbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein radikal monistisches System, welches besagt, dass es nur das Göttliche gibt, nichts ist zu überwinden, außer Begrenzungen. Und egal, wo du bist, du kannst in allem das Göttliche entdecken. Tantra hat so viele verschiedene Aspekte. Dies ist ja jetzt nur ein kurzer Eintrag im Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon. In den folgenden rubriken bekommst du eine Übersicht über Tantra, die Tantra-[[Philosophie]], schwarzes, rotes und weißes Tantra, linkshändiges Tantra, rechtshändiges Tantra, spirituelles Tantra, sexuelles Tantra und vieles mehr gibt es. Tantra, also eine sehr breite spirituelle Strömung in seinen verschiedenen Ausprägungen. Vielleicht noch kurz, [[Hatha Yoga]] und [[Kundalini Yoga]] gehören, mindestens in einer Interpretation, zum großen Tantra dazu. Tantra bedeutet wörtlich: Webstuhl, Faden. Tantra ist im weiteren Sinne so etwas wie ein Werkzeug oder eine Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|C4-MgLImlso}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Traditionelle Richtungen==&lt;br /&gt;
Im wesentlichen gibt es in [[Indien]] drei Hauptrichtungen des Tantra, wozu noch die Form des tibetischen tantrischen [[Buddhismus]] ([[Vajrayana]]) kommt, der auch in [[Nepal]] praktiziert wird:&lt;br /&gt;
*1. [[Vaishnavacara]] (&#039;&#039;vaiṣṇavācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des [[Gott]]es [[Vishnu]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*2. [[Shaivacara]] (&#039;&#039;śaivācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des Gottes [[Shiva]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*3. [[Shaktacara]] (&#039;&#039;śāktācāra&#039;&#039;): hier werden die Formen der Göttin ([[Shakti]]) als höchstes Prinzip verehrt. Die als [[Shakta]] bekannten [[Tantriker]] folgen ihrerseits einem der beiden folgenden Wege bzw. Lebenswandel ([[Acara]]): entweder dem &amp;quot;Weg der rechten Hand&amp;quot; ([[Dakshinacara]] &#039;&#039;dakṣiṇācāra&#039;&#039;), in dem keine sexuellen Praktiken ausgeübt, wenn überhaupt imaginiert werden, oder dem &amp;quot;Weg der linken Hand&amp;quot; ([[Vamacara]] &#039;&#039;vāmācāra&#039;&#039;), der auch sexuelle Praktiken in das [[Ritual]] integriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mgLlp-CJsX4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra im Yoga==&lt;br /&gt;
Tantra als Teil der [[Yoga|yogischen]] Tradition und beruht auf der Shiva-Shakti-Philosophie. [[Shiva]] repräsentiert das Unveränderliche, das Unbewegte, das absolute [[Bewusstsein]], im [[Vedanta]] &amp;quot;[[Brahman]]&amp;quot; genannt. [[Shakti]] repräsentiert die schöpferische [[Energie]], welche das Universum in sechs Schritten in Analogie der sechs [[Chakra]]s (unterhalb des [[Sahasrara]] Chakras, der Sitz von Shiva), geschaffen hat. Ursprünglich sind Shiva und Shakti eins. Durch eine erste Schwingung, &amp;quot;[[Spandana]]&amp;quot; („Spaltung“), trennt sich Shakti von Shiva und schafft erst die zwei [[Kausalwelt]]en, dann die drei [[Astralwelt]]en und schließlich die physische [[Welt]]. Zyklisch vereinigen sich Shiva und Shakti wieder (Auflösung), bleiben zusammen ([[Pralaya]], kosmische Nacht) und trennen sich wieder (Schöpfung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Teil des Kosmos sind Shiva und Shakti. Im Menschen manifestiert sich Shiva als reines Bewusstsein, als [[Satchidananda]]. Shakti manifestiert sich als die drei Körper mit den fünf Hüllen. Solange Shakti von Shiva getrennt ist, ist der Mensch unzufrieden. Im Laufe der individuellen [[Evolution]] über viele [[Leben]] hinweg erwacht die [[Kundalini]] (Shakti im Menschen) und vereinigt die individuelle [[Seele]] wieder mit der kosmischen Seele. [[Kundalini Yoga]] ist die Wissenschaft der Beschleunigung dieses natürlichen Evolutionsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Guru und Shishya im Tantra - Lehrer-Schüler Beziehung im Tantra==&lt;br /&gt;
Im Tantra ist die Beziehung zwischen Lehrer (Guru) und Schüler (Shishya) ein unerlässlicher Teil der Tradition. Hier gibt es Parallelen zu anderen traditionellen Praktiken. Die Guru-Shishya Beziehung ist ein Bestandteil innerhalb der zahlreichen Traditionen der Hindu-[[Religion]]. Einige wichtige Punkte sind folgende:&lt;br /&gt;
*Die Etablierung einer Lehrer-Schüler Beziehung.&lt;br /&gt;
*Diese Beziehung wird durch eine strukturierte Initiations-Zeremonie formell anerkannt. Hierbei akzeptiert der Guru den Anwärter als Schüler und übernimmt die [[Verantwortung]] für dessen Wohl und spirituellen [[Fortschritt]].&lt;br /&gt;
*Dieser Prozess beinhaltet manchmal das Übermitteln von speziellem spirituellem [[Wissen]] und [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
*Die Guru[[dakshina]] ist eine Gabe des Schülers an den Lehrer als Dankeschön für die Unterweisung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tantrische Praxis ist ein lebender Guru, der den spirituellen [[Weg]] bereits selbst gegangen ist, unerlässlich. Das [[Diksha]]-Ritual, bei dem der Guru etwas von sich auf den Schüler überträgt, erweckt häufig das spirituelle [[Bewusstsein]] des [[Aspirant]]en. Somit ist diese sehr enge Guru-Shishya Beziehung für den Erfolg des [[Schüler]]s notwendig. Um ein tantrischer [[Sadhu]] (Mönch) zu werden, muss man zunächst die Sadhu Weihe von einem bereits initiierten [[Sannyasin]] erhalten. Während dieser Einweihung gelobt der Aspirant [[Entsagung]] von der Welt und wiederholt das [[Praisha]] [[Mantra]] nach dem Guru. Sobald dieses Mantra gesungen wurde, darf der Sadhu in diesem Leben niemals wieder zu einer weltlichen Lebensweise zurückkehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der im Berufs- und Familienleben steht und dem tantrischen Pfad folgt, kann die Guru Diksha von jedem tantrischen Lehrer annehmen. Die Ehefrau muss die Diksha-Einweihung jedoch von demselben Guru bekommen. Im Tantra ist es üblich, dass beide zu unterschiedlichen [[Zeit]]en eingeweiht werden.&lt;br /&gt;
In der tantrischen Tradition ist diese Einweihung eine komplizierte Prozedur, welche sich in mehrere Stufen aufteilt. Während der Ausübung der tantrischen Riten sollte man die Hilfe seines Gurus in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Eigenschaften befähigen einen Menschen dazu, ein spiritueller Schüler zu sein: ruhig, bescheiden, rein, respektvoll, lobenswert, in der Lage, verschiedene [[Arbeit]]en auszuführen, aus gutem Stand, weise, guter [[Charakter]], fromm, selbstbeherrscht, großzügig und fähig zu meditieren. Bedingungsloser Gehorsam gegenüber dem Guru wird erwartet, das Verlassen des Gurus wird streng verurteilt. In der Tantra Tradition ist es dem Schüler erlaubt, den Guru zu verlassen, wenn sich der Schüler als unfähig erweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit folgenden Charakterzügen sind als spirituelle Aspiranten ungeeignet: sündig, grausam, bösartig, geizig, gemein, frei von gutem Benehmen, starke Abneigung gegen Mantras, schlechtes Sprechen, töricht, starke Abneigung gegen heilige Plätze, keinen [[Respekt]] gegenüber dem Guru, ein unreines [[Herz]], faul, prahlerisch, arm, kränklich, süchtig nach Sinnesbefriedigung, eifersüchtig, zweifelhaften Reichtum besitzend, ehebrecherisch, feindselig gegenüber Gelehrten, kleinlich, die große Schwierigkeiten haben, den Lebensunterhalt zu bestreiten, sehr ehrgeizig sind oder von anderen verurteilt wurden. Im Maha[[nirvana]] wird die Brahma-Diksha als höchste Form der Einweihung angesehen. Menschen jeder Kaste ist es erlaubt, spiritueller Schüler zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra - Erläuterungen von Swami Krishnananda==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“ von [[Swami]] [[Sivananda]], Buch I - Tantra Yoga, 5. Auflage, 2000, Shivanandanagar, S. VII - XII. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tantra===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maithuna Vereinigung Pashu Tantra Khajuraho.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System, welches Tantra genannt wird, wurde schon von jeher als esoterischer Geheimpfad der spirituellen [[Praxis]] betrachtet und war nicht jedem Ungeübten oder dem gemeinen Volk zugänglich. Das [[Geheimnis]] dieser Praxis scheint aus einem ungewöhnlichen Weltentwurf zu bestehen, der dem Suchenden abverlangt, die Dinge auf eine vollständig andere Art zu interpretieren und zu bewerten und der von der normalen, gewohnten Betrachtungsweise der Dinge abweicht. Die Tantra-[[Lehrer]] sagen, dass ein Suchender auf diesem [[Pfad]] der sozialen und sogar menschlichen Sichtweise entwachsen und eine übermenschliche und göttliche Sicht der Dinge entwickeln muss. Da dies jedoch vom gemeinen Menschen dieser [[Welt]] zuviel abverlangen würde, soll der Tantra auch ein verschlossenes Geheimnis sein und bleiben, dessen Türen nur mit dem Schlüssel geöffnet werden können, den allein ein befähigter [[Guru]] zur Verfügung stellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Philosophie===&lt;br /&gt;
Die [[Philosophie]] von Tantra basiert auf dem Konzept der Doppelnatur aller Dinge. Nichts ist einzeln, sondern alles ist bipolar oder doppelpolig. Die sogenannte [[Einheit]] der Dinge ist nur eine Erscheinungsform, welche von dem besonderen Verhalten des Zusammentritts zweier Kräfte, nämlich [[Shiva]] und [[Shakti]] angenommen wird, man könnte auch sagen, der positiven und negativen Pole. Um diese mystische Konzeption des [[Universum]]s verstehen zu können, möchten wir auf die traditionellen Lehrsätze der [[Purana]]s verweisen, [[Manusmriti]] und [[Mahabharata]], die besagen, dass es im Anbeginne eine universelle Einzelzelle gegeben hat, die schon immer da war, bekannt als [[Brahmanda]], und die sich dann zweiteilte. Der eine Teil wurde zum Kosmischen [[Mann]] und der andere zur Kosmischen [[Frau]]. Wenn wir wollen, können wir diese Teile auch Shiva und Shakti nennen. Selbst unsere modernen [[Naturwissenschaft]]en scheinen diese Sichtweise zu bestätigen, wenn sie sagen, dass das Universum im Anfang ein einzelnes Atom war, welches sich zuerst zweiteilte und sich dann in die Vielfalt der gegenwärtigen [[Form]]en des Universums aufspaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese zwei Teile und ihre darauffolgenden Unterteilungen eigentlich zu einem gesamten Ganzen gehören, gibt es eine natürliche Anziehungkraft, die von einem Teil zum anderen Teil ausgeübt wird. Es gibt also eine beidseitige Zugkraft zwischen den positiven und negativen Polen auf der kosmischen Ebene sowie auf der ihrer niedrigeren vielfältigen Abstammungsformen, sogar hinunter bis zum Atom. Wir wissen heute, dass auch das Atom in einer bipolaren Struktur aufgebaut ist, mit dem Nukleus im Zentrum und den Elektronen, die ihn in absolut rätselhafter Weise umkreisen. Die [[Reaktion]] der zwei verschiedenen Teile eines jeden einzelnen [[Organismus]] scheint eine doppelte Auffassung von [[Bewusstsein]] gegenüber Einheit und [[Zweiheit]] zur selben Zeit zu sein. Es kann keine [[Anziehung]] zwischen dem Positiven und Negativen geben, solange sie nicht zwei Pole formen und nicht nur ein einzelnes Etwas. Dennoch kann es andererseits ohne eine grundlegende Einheit, die in und zwischen ihnen wirkt, gar nicht diese Anziehung geben, wenn es zwei vollkommen verschiedene Dinge sind. Das ist also das Geheimnisvolle, das Mysterium und auch die Schwierigkeit, jenes [[Phänomen]] zu verstehen, welches als Anziehung bekannt ist und gewöhnlich in der Gemeinsprache [[Liebe]] oder [[Zuneigung]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bipolarität===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ardhanarishvara Androgyn Shiva Parvati Nandi Loewe.jpg|thumb|Ardhanarishvara, Gemälde aus Indien, um 1800]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept von Shiva und Shakti repräsentiert also in seiner höchsten Essenz diese Oberste Kosmische [[Dualität]]. Man kann sich vornehmlich vorstellen, dass dort nur Anziehung und Liebe zusammenwirken, so dass Shiva und Shakti als untrennbare Aspekte einer einheitlichen [[Realität]] zu betrachten sind, welche manchmal auch [[Ardhanarishvara|Ardhanareesvara]], der kosmische [[Androgyn]], genannt wird. Auf den niedrigeren Ebenen jedoch wirkt das Prinzip der [[Abstoßung]], was bedeutet, dass [[Abneigung]] mit Zuneigung zusammengeht, so wie auch Liebe mit [[Hass]]. Dort nimmt die bipolare Einheit eine Vielfalt an Form an, so dass ein bipolares Element nicht die Beeinflussung oder manchmal sogar nicht einmal die bloße Gegenwart solch eines anderen bipolaren Elementes tolerieren kann - aus [[Angst]] davor, seine isolierte, sich selbst bewusste bipolare Hälfte und dadurch seine Einheit zu verlieren. Dieses subtile Zusammenspiel kann in seiner groberen Art offenkundig werden, wenn z. B. eine Familiengruppe Schwierigkeiten hat, eine andere anzuerkennen und ihr die gleiche Liebe zu schenken wie der eigenen. Auf dieser Ebene können sich dann eine Gesellschaft, eine soziale Schicht und sogar eine bipolare Einzelperson nicht ohne einigen Argwohn und gewisse Vorbehalte gegenübertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lehrsätzen oder dem Tantra nach ist die Ursache allen [[Leid]]s im [[Leben]] die bipolare [[Existenz]], diese in zwei geteilte Einheit, weil nicht eine duale Existenz in jeder ihr gegebenen Form die [[Wahrheit]] der Dinge ist, sondern das Eins-Sein. Da die zweifache Form allen Lebens in gewisser Hinsicht eine unnatürliche Art des Lebens darstellt, gibt es immer einen ambivalenten Standpunkt zwischen dem einen und dem anderen Pol von [[Mögen]] und [[Nicht-Mögen]], zu ein und derselben Zeit.&lt;br /&gt;
So wird Liebe niedergehalten, wenn Hass überwiegt und Hass unterdrückt, wenn Liebe die Oberhand behält. Fakt dabei ist jedoch, dass immer beide dieser Haltungen in einem Individuum versteckt sind, aber nur einer dieser Aspekte zum Vorschein kommt, wenn oder wie die Situation es gerade erfordert. Anstelle der Zweiheit wieder die Einheit zu bekommen, das ist der Vorgang im Tantra [[Sadhana]] - wobei dies jedoch die Zielsetzung eines jeden Sadhanas ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterschied===&lt;br /&gt;
Was ist also das Besondere am Tantra, und wodurch unterscheidet er sich von anderen [[Sadhana]]s, um dieses [[Ziel]] zu ereichen?&lt;br /&gt;
Der Unterschied ist sehr subtil und nicht leicht wahrzunehmen. In jeder Form religiöser Praxis gibt es meistens asketische Vorschriften für die Geisteshaltung des Praktizierenden. Das Äußere solle dem Inneren und das Materielle dem Spirituellen zuliebe abgelehnt werden. Jegliches [[Verlangen]] solle als schädliches [[Hindernis]] für den Sadhana unterbunden und alle [[Lebensfreude]] als Übel betrachtet werden, welches so früh wie möglich ausgemerzt werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, im Tantra sind die Dinge der Welt, die materiellen Formen der [[Wahrnehmung]], nicht wirklich Hindernisse, und ein Verlangen nach ihnen kann nicht dadurch besiegt werden, dass man das Verlangen an sich ablehnt. Alles in dieser Welt, und sogar die ganze Welt selbst, befindet sich in einem Übergang von der Unvollkommenheit hin zur [[Vollkommenheit]]. Das Sichtbare ist ein [[Weg]] hin zum Unsichtbaren und nicht sein Hindernis. Menschliches Begehren erwächst gerade wegen jener unintelligenten Auffassung, die der Mensch gegenüber dieser Lust entwickelt hat. Er hat sozusagen Lust-Angst, seitdem ihm erzählt worden ist, dass jegliche [[Begierde]] schlecht ist und alle äußeren Dinge nur zu Knechtschaft führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass das äußere Ding, das Objekt, kein fesselnder Zwang ist, allein schon wegen der Tatsache, dass das Objekt untrennbar mit dem Subjekt verbunden ist. Das Objekt ist der andere Pol des Subjekts, der Komplementär-Pol sozusagen. Beide Pole ergänzen sich gegenseitig. Jegliche [[Erfahrung]] steht in einer Subjekt-Objekt-Relation, und deshalb kann auch niemand nur im Geringsten daran denken, das Objekt der Begierde bewusst zu überwinden, ausgenommen, er hat vorher eine Beziehung zu dem Objekt hergestellt. Daher bedeutet die Überwindung des Objekts für uns immer wieder, in einen Teufelskreis einzutreten. Es gibt trotz aller Anstrengungen keine Möglichkeit, das Objekt loszuwerden, da schon im Bewusstsein die Gegenwart des Objekts da ist. Daher kommt also der großartige Tantra-Spruch, dass Begierde nur durch Begierde überwunden werden kann, genauso wie das Objekt nur vom Objekt bezwungen werden kann. Auch wird im Tantra gesagt, der andere Aspekt dieses Prinzips sei, &amp;quot;dass man sich durch das, wodurch man fällt, auch wieder aufrichten kann.&amp;quot; (Yaireva patanam dravyaih siddhih taireva.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier tritt der Kernpunkt der ganzen Sache hinsichtlich des Tantra zutage, welche ihn deutlich von allen anderen religiösen Praktiken und Sadhana-Formen abgrenzt. Warum diese Praxis schwierig und sogar gefährlich ist, wird durch die Art der Glaubenslehre offensichtlich, obwohl man wohl einräumen muss, dass der [[Glaubenssatz]] vielleicht etwas sehr rational verfasst ist und auf Tiefenpsychologie der menschlichen Natur basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stufen des Tantra===&lt;br /&gt;
Die Tantra-Lehrer wissen, dass es große Schwierigkeiten gibt, wenn es darum geht, sich diese Lehrsätze einzuprägen und zu praktizieren. Insofern wird die Kunst des Sadhana auf diesem Pfad als gestaffelte Aufwärtsbewegung während der verschiedenen Stufen des Aufstiegs betrachtet. Indem man zu einem Zustand aufsteigt, wo eben jenes Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt transzendiert oder überwunden wird, erreicht man unterschiedliche Stufen von [[Erkenntnis]] und eine Loslösung des Subjekts von der Verstrickung des Objekts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese festgesetzten Stufen lauten: [[Vede]]chara, [[Vaishnava]]chara, [[Saiva]]chara, [[Dakshina]]chara, [[Vama]]chara, [[Siddhanta]]chara und zuletzt [[Kaula]]chara.&lt;br /&gt;
Von diesen sieben aufgeführten Stufen sind die ersten drei für die niedrigere Kategorie der [[Sadhaka]]s bestimmt, welche als [[Pasu]] Jiva (Personen, in welchen die tierische Natur vorherrschend ist) bekannt sind. Die nächsten zwei stehen für die [[Vira]] [[Jiva]] (Personen, in welchen der normale menschliche Instinkt vorherrscht) und die letzten zwei für die [[Divya]] Jiva (Personen, in welchen das göttliche Element vorherrschend ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird geglaubt, dass die ersten drei [[Achara]]s besonders für [[Karma]] stehen. [[Bhakti]] und [[Jnana]], der [[Veda]], der für das [[Ritual]] steht, [[Vaishnava]] für die [[Hingabe]] und [[Saiva]] für das [[Wissen]]. Der vierte Achara, welcher [[Dakshina]] genannt wird, versucht die Ergebnisse zu bewahren, die durch das Praktizieren der ersten drei Stufen erreicht wurden. Bis zu dieser Ebene ist die Bewegung fast linear und praktisch gerade. Auf der nächsten Stufe (Vamachara) aber gibt es einen seltsamen Unterschied des Blickwinkels, denn dieser Begriff beinhaltet den Beginn der Rückwärts-Strömung der [[Seele]]n-Bewegung hin zur [[Realität]]. &amp;quot;[[Vama]]&amp;quot; bedeutet nicht &amp;quot;links&amp;quot;, wie die meisten Leute zu denken scheinen, sondern &amp;quot;Umkehr-Prozess&amp;quot;, [[Nivritti]] oder die Rückkehr - im Gegensatz zu [[Pravritti]] oder dem Vorwärts-Fließen mit der natürlichen Strömung der [[Sinne]]. Hier liegt der Beginn der allergeheimsten Praxis oder des esoterischen Aspektes des Tantra Sadhana, wo Objekte der Anziehung, des Reizes, egal welcher Art sie sind, gerade als Instrumente und Werkzeuge betrachtet werden, nicht, damit sie abgelehnt, sondern damit sie integriert und zu einem Teil des eigenen Seins gemacht werden. Die Absicht dabei ist aber, jenes Bewusstsein zu überwinden, dass sie außerhalb von einem selbst sind, als so eine Art gegenüberliegendes, entgegengesetztes Objekt oder irgendein äußerliches Etwas. Diese besondere Phase soll eigentlich auch nicht erklärt, sondern nur auf direktem Weg von einem Lehrmeister gelernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Natur der Dinge===&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen werden [[Reichtum]], [[Macht]] und [[Sex]] als die wohl größten Hindernisse auf dem [[Weg]] zu spiritueller Vollkommenheit betrachtet. Der Tantra jedoch versucht gerade diese sich nutzbar zu machen und zu überwinden, und zwar mit genau den Mitteln, mit welchen ein ungeübter [[Verstand]] sich ins Unheil stürzen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pasu, Vira und Divya [[Bhava]]s entsprechen den tierischen, menschlichen und göttlichen Naturen und ziehen die groben, die feinen und die göttlichen Aspekte der Dinge in Betracht, welchen man in seinem spirituellen Leben als Gegensätze begegnen muss. Das ist das verbotene Gebiet von Tantra Sadhana, der Bereich, welchen der wahrhaft Suchende nicht offenlegt, da der gemeine Mensch ihn nicht wissen, verstehen oder aus ihm Nutzen ziehen soll.&lt;br /&gt;
Jedes Objekt hat eine grobe, eine feine und eine göttliche [[Form]], und jeder [[Sadhaka]] muss all diese Phasen durchlaufen. &lt;br /&gt;
Der Tantra beharrt darauf, dass keine Stufe oder Phase als Hindernis abgelehnt werden soll, sondern von jedem Individuum selbst genommen und durchschritten werden soll. Mann kann nur ein unbekanntes Ding, ein Objekt der [[Angst]], nicht unter seine [[Kontrolle]] bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass die unreinen, häßlichen und unheiligen Dinge des Lebens eigentlich Dinge sind, die fälschlicherweise nicht in ihrem wirklichen Zusammenhang gesehen wurden, nicht von ihrer eigenen besonderen Position oder vom Standpunkt der Dinge selbst her. Sie sind weder gut noch schlecht, weder schön noch häßlich und weder heilig noch unheilig. Das alles sind nur Vorstellungen, die uns unser Verstand von einem speziellen Interessenstandpunkt aus gibt. Unser Verstand sträubt sich dagegen, in Erwägung zu ziehen, dass es auch noch andere Interessen als seine eigenen geben könnte. Das Universum muss man von vielen Blickwinkeln aus sehen, nicht nur von einem. Vom Ersteren muss man zum Letzteren steigen, mit einer systematischen und progressiven Bewegung seines ganzen Seins durch den groben, den feinen und den göttlichen Aufbau der Dinge.&lt;br /&gt;
Am Anfang hat man Kontakt mit dem Objekt. Als nächstes denkt man es bloß noch mit seinem Verstand. Zuletzt visualisiert man es nur noch als einen Unruheherd oder Stress-Punkt in der Universellen Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben erwähnten Siddhantachara und Kaulachara vervollständigen den Prozess des Sadhana, wobei man in die wahre Natur der Dinge eintaucht und regelrecht übermenschlich wird. Die Aufgabe, welche die religiöse Praxis mit sich bringt, ist nicht die Ablehnung des Objektes oder des Dinges an sich, sondern die der Idee oder der Vorstellung, dass es, das Objekt, außerhalb von einem selbst sei. Die falsche Vorstellung weckt die Begierde, nicht das Objekt oder das Ding selbst. Die Verordnung ist hier in der Tat sehr subtil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ritual===&lt;br /&gt;
[[Datei:Shri Yantra Meru Shrividya Shakta Shaktismus.jpg|thumb|Shri Yantra, gefertigt vom Devipuram Tempel, Andhra Pradesh, India]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra Sadhana beinhaltet das Rezitieren von [[Mantra]]s, die Ritualausführung mittels [[Yantra]]s und die eigene Abstimmung mit einer speziellen Ebene der Realität, was eigentlich die spezifische Bedeutung des Tantra ist. Während dieses Prozesses muss man viele kleine Details direkt von seinem [[Guru]] lernen. Die [[Entschlackung]] des [[Körper]]s, die [[Reinigung]] des [[Geist]]es und die Klärung seiner sozialen Beziehungen sind alles wichtige Vorbereitungen des Sadhana. Die übliche [[Shodasopachara]]-[[Puja]] (sechzehngliedrige [[Gebet]]szeremonie), welche für eine [[Gottheit]] abgehalten wird, sind auch geeignete Maßnahmen für all das, was man bewundert, schätzt und liebt. Durch solch einen [[Gottesdienst]] sucht man die Verbindung mit der Gottheit durch die Aufhebung der Trennung zwischen Ihr und einem selbst. Die geheimnisvollen Prozesse, [[Nyasa]] ([[Anga]]-Nyasa und [[Kara]]-Nyasa) genannt, sind wiederum nach innen gerichtete Techniken, mittels derer man das Objekt in einem selbst und die Gottheit in seinem ureigenen [[Sein]] fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das macht es mehr als deutlich, dass der Tantra Sadhana genauso höchst wissenschaftlich und präzise wie auch schwierig und gefährlich&lt;br /&gt;
ist. Dies ist seine Besonderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra und [[Schamanismus]] – Energien im Fluss==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interview mit Maharani Fritsch de Navarrete, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 27, Herbst 2013&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Yoga Kongress 2012&lt;br /&gt;
‚[[Chakra]], Tantra, [[Kundalini]]‘ haben&lt;br /&gt;
wir mit Maharani Fritsch de&lt;br /&gt;
Navarrete gesprochen. Als Yogini&lt;br /&gt;
und Schamanin mit westlicher&lt;br /&gt;
psychologischer Ausbildung schlägt&lt;br /&gt;
sie energetische Brücken zwischen&lt;br /&gt;
Amazonien und Indien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich durfte in meinem Workshop wunderbare Zusammenhänge&lt;br /&gt;
zwischen Yoga, Tantra und Schamanismus herstellen und diese&lt;br /&gt;
hoffentlich nicht nur durch den informativen Part, sondern&lt;br /&gt;
auch vor allem durch den rituellen Teil zum Ausdruck bringen.&lt;br /&gt;
Diese alten holistischen Systeme sind nur scheinbar voneinander&lt;br /&gt;
getrennt- in allen geht es um [[Heilung]], Heil-Werden,&lt;br /&gt;
Ganz-Werden, Heilig-Werden, Verbunden-Sein. Ich bin immer&lt;br /&gt;
sehr glücklich, wenn ich auf die Brücken hinweisen darf, auf&lt;br /&gt;
die Ur-Quelle und die Ur-Verbindung. Höheres [[Sein]] bedeutet&lt;br /&gt;
immer ein höheres Verbundensein. Für [[Yogi]]s, für Tantriker, für&lt;br /&gt;
[[Schamane]]n, für Bewusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3Cn4X_2ODM0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nach so vielen Jahren spiritueller Praxis verschiedenster Traditionen, als Yogalehrerin und Schamanin - siehst du Verbindungen zwischen Tantra und Schamanismus und wenn ja, welcher Art?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Schamanen geht die kosmische Evolution vom&lt;br /&gt;
Schamanismus (Ur-Form des spirituellen Ausdrucks) über den&lt;br /&gt;
[[Hinduismus]] zum [[Buddhismus]]. Tantra und Schamanismus decken&lt;br /&gt;
sich dermaßen, dass sie fast identisch sind in der Vorstellung,&lt;br /&gt;
dass männlich und weiblich oder auch das Spiel der&lt;br /&gt;
Gegensätze die Grundlage aller Prozesse im Universum sind.&lt;br /&gt;
Vor allem in Nepal, wo ich - neben Peru - auch meine Lehrer&lt;br /&gt;
habe, ist dies sehr gut sichtbar. Dort fließen Yoga, Tantrismus&lt;br /&gt;
und Schamanismus permanent zusammen und sind nur&lt;br /&gt;
schwer voneinander zu trennen. Ein Yogi gilt als [[Shivait]], was&lt;br /&gt;
mit Tantriker gleichgesetzt wird, und ein Tantriker ist in diesem&lt;br /&gt;
Kontext auch ein Schamane. Zum Beispiel schamanische Elementenverehrung,&lt;br /&gt;
also Naturrituale, verfeinerten sich nach&lt;br /&gt;
und nach in der [[Veden|vedisch]]en Zeit zum [[Havan]]/[[Agni Hotra]], [[Puja]]&lt;br /&gt;
und [[Yajna]] (Feuer- und andere Rituale). [[Shiva]] selbst ist ja der&lt;br /&gt;
Urahne der Schamanen als [[Pashupati]], Herr der Tiere, als [[Shankar]]&lt;br /&gt;
und [[Bhairava]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist er der Ur-Tantriker und Ur-[[Asket]] als [[Mahadev]],&lt;br /&gt;
[[Mahesvar]] und [[Yogeshwara]], der [[Vater]] des [[Yoga]]. Er zieht einsam,&lt;br /&gt;
mit [[Asche]] beschmiert, auf seiner [[Damaru]] trommelnd,&lt;br /&gt;
durch die Wälder und hält sich auch an den [[Ghat]]s, den Verbrennungsstätten&lt;br /&gt;
(Orte der Transformation), auf. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
meditiert er als [[Sadashiva]] über das Höchste und als [[Nataraj]]&lt;br /&gt;
tanzt er das Spiel der [[Gegensätze]] und [[Transformation]].&lt;br /&gt;
Der Name Shaman bedeutet ja: „der, der wirklich sieht”.&lt;br /&gt;
Ein [[Drsthi]] also, ein [[Seher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bagalamukhi-tantra-gemaelde.jpg|thumb|Bagalamukhi Tantra Gemälde: Die Göttin Bagalamukhi Devi, eine der 10 [[Mahavidya]]s, Weisheitsgöttinnen aus dem [[Tantra]], mit [[Yoni]] und [[Lingam]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer kann besser sehen, als der dreiäugige Shiva? [[Yoga]]-&lt;br /&gt;
[[Asana]]s entsprangen der Nachahmung der Natur und viele&lt;br /&gt;
haben Tier- oder Pflanzennamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gemeinsamkeiten gibt es im Verständnis, dass alles&lt;br /&gt;
miteinander verbunden ist, dass wir vom Energieuniversum&lt;br /&gt;
umgeben sind, das heißt, dass Schwingung die Grundlage der&lt;br /&gt;
grobstofflichen Manifestation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gibt es dann in der schamanischen Energiemedizin auch eine Art von Kundalini-Erfahrung?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich! Im nepalesischen, aber auch im peruvianischen&lt;br /&gt;
(dort gibt es mehrere Schulen) Schamanismus sind Energieerfahrungen die tägliche Praxis-Erfahrung. [[Mahakali]]&lt;br /&gt;
([[Indien]] und [[Nepal]]) und Pachamama (Peru,&lt;br /&gt;
Bolivien, Ecuador) ist die Urquelle der schöpferischen&lt;br /&gt;
[[Kundalini]]-[[Shakti]].&lt;br /&gt;
Das Erwachen im schamanisch-tantrischen [[Sinn]]e&lt;br /&gt;
ist die konstante Rückverbindung mit dieser&lt;br /&gt;
[[Kraft]], die allen Phänomenen zugrunde liegt. Bei&lt;br /&gt;
meinen ersten Peru-Reisen staunte ich nicht&lt;br /&gt;
schlecht, als ich entdeckte, dass das Energiesystem&lt;br /&gt;
der Schamanen und die Vorstellung vom&lt;br /&gt;
Energieuniversum und Energiemedizin sich mit&lt;br /&gt;
dem Kundalini Yoga deckt bzw. ihm sehr, sehr&lt;br /&gt;
ähnelt. Natürlich werden andere Termini benutzt,&lt;br /&gt;
für die Inka-Schamanen sind die Chakras&lt;br /&gt;
Nawis oder Ojos de cinturon, also „Augen”, das&lt;br /&gt;
Aufsteigen von Kundalini heißt el kawsay und sushumna&lt;br /&gt;
Nadi heißt kurku. Statt Sahasrara haben&lt;br /&gt;
wir Uma oder Pujuy... etc. Aber die Phänomene sind&lt;br /&gt;
exakt die gleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Du hast den Workshop ‚Schamanische Energiemedizin für das neue Zeitalter gehalten’, was sind die Kennzeichen des neuen Zeitalters aus deiner Sicht und wie kann man sich energetisch darauf vorbereiten?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schamanen ist die Periode momentan eine besondere&lt;br /&gt;
Zeit, vor allem im Inka Schamanismus - diese Zeit wird Pachakutec&lt;br /&gt;
(Wandel) genannt. Aber: es gibt keinen [[Messias|Erlöser]], keinen&lt;br /&gt;
Heiland von außen, keinen Zauberstab, der dich rettet… Für&lt;br /&gt;
die Schamanen, für bewusste Spiritualisten ist die Zukunft&lt;br /&gt;
jetzt schon da! Der erwartete Pachakuti-Inka, der letzte König&lt;br /&gt;
ist kein erlösender [[Avatar]], sondern vielmehr eine besondere&lt;br /&gt;
[[Schwingung]] zum Empfangen hochfrequenter spiritueller Energie.&lt;br /&gt;
Das [[Bewusstsein]] ist entscheidend und dein eigenes JA zur&lt;br /&gt;
Heilung auf allen Ebenen- das ist die Absichtserklärung an&lt;br /&gt;
das Universum. Es geschieht momentan, dass mir in meinen&lt;br /&gt;
Kursen und Ausbildungen immer mehr Menschen begegnen,&lt;br /&gt;
die an der [[Heilung]] aus der ersten [[Hand]] interessiert sind, nicht&lt;br /&gt;
an den [[Dogmen]] alter schulmedizinischer Systeme... Und immer&lt;br /&gt;
mehr Menschen machen die reale Erfahrung, dass dein innerer&lt;br /&gt;
Heiler nur darauf wartet, wieder aktiviert zu werden! Für bewusste&lt;br /&gt;
Yogis, Tantriker, Schamanen, Spiritualisten ist dies eine&lt;br /&gt;
Zeitqualität des Umschwungs. Mein Meister in Peru sagte einmal&lt;br /&gt;
so schön: „Diese Zeit ist eine Entwicklungshilfe.”...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Tantra ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in [[Indien]] auf [[Devanagari]] geschrieben, ebenso wie auch modernere [[indische Sprachen]] wie [[Hindi]], [[Bengali]], [[Gujarati]], [[Panjabi]], [[Urdu]]. Damit [[Europäer]] das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die [[römische Schrift]]. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische [[Schrift]] transkribiert werden kann Tantra auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; तन्त्र &amp;quot;, in [[IAST]] [[wissenschaftliche Transkription]] mit [[Diakritische Zeichen|diakritischen Zeichen]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der Harvard-Kyoto [[Umschrift]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der [[Velthuis]] [[Transliteration]]  &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot;tantra&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Tantra ==&lt;br /&gt;
Tantra ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [http://www.yoga-vidya.de Yoga]. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Spiritualität]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|wWO-aAK6rnA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie  Tantra  ==&lt;br /&gt;
Hier einige Links zu Sanskritwörtern, die entweder vom Sanskrit oder vom Deutschen her ähnliche [[Bedeutung]] haben wie Tantra oder im Deutschen oder Sanskrit im [[Alphabet]] vor oder nach Tantra stehen:&lt;br /&gt;
* [[Tannimitta]]&lt;br /&gt;
* [[Tantava]]&lt;br /&gt;
* [[Tanti]]&lt;br /&gt;
* [[Tantray]]&lt;br /&gt;
* [[Tantrika]]&lt;br /&gt;
* [[Vemaka]]&lt;br /&gt;
* [[Kuvinda]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhana]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhaka]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen zu Sanskrit und Indische Sprachen==&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Wörterbuch]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Alphabet]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung kostenlos]]&lt;br /&gt;
* [[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Lernen leicht gemacht]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Kurs Lektion 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch==&lt;br /&gt;
:Sanskrit &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; - Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; Sanskrit  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Sanskrit - Deutsch &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039;  -  &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch - Sanskrit &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039;  -  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Vamachara]]&lt;br /&gt;
*[[Vama Marga]]&lt;br /&gt;
*[[Tantrismus]]&lt;br /&gt;
*[[Tantra Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vijnana Bhairava Tantra]]&lt;br /&gt;
*[[Panchatantra]]&lt;br /&gt;
*[[Gnade]]&lt;br /&gt;
*[[Vision]]&lt;br /&gt;
*[[Engel]]&lt;br /&gt;
*[[Adwaita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p105_Kundalini-Tantra/ &#039;&#039;Kundalini Tantra&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p106_Tantra-und-Yoga-Panorama/ &#039;&#039;Tantra und Yoga Panorama&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*Swami Sivananda: „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“, Divine Life Society, Shivanandanagar, 5. Auflage, 2000&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/hatha-yoga/das-yoga-vidya-asana-buch-band-i Das Yoga Vidya Asana Buch Band I]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_tantra_agama.html &amp;quot;Tantra&amp;quot; aus &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität von Sukadev]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/literatur-buecher-kundalini-yoga/ Literatur Bücher Kundalini Yoga]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/wp-content/uploads/2012/03/Sanskrit-Glossar-Yoga-Vidya.pdf Yoga Vidya Sanskrit Glossar]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=sanskrit-lexikon-yoga-vidya Yoga Vidya Community - Sanskrit Lexikon Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/feed/&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga: Tantra===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/39_Kundalini-Yoga-Teil_2_Tantra.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Das Ewige und das Vergängliche – Shiva-Shakti 1===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Das_Ewige_und_das_Vergaengliche_Shiva-Shakti-1.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Sei verhaftungslos und … Shiva-Shakti 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Glueck-ist-im-inneren.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Setze dich durch – und gebe nach – Shiva-Shakti 3===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Sonne-Mond-im-Alltag.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nada Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tantra&amp;diff=488179</id>
		<title>Tantra</title>
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		<updated>2016-03-01T07:06:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: तन्त्र tantra &#039;&#039;n.&#039;&#039;) Webstuhl; Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang, übertr. die Grundlage; Lehrwerk, Lehre; eine Klasse von Werken, die ursprünglich streng geheim gehaltene (esoterische) Inhalte lehrten und sich hauptsächlich mit [[Mystik]], [[Magie]] und Techniken zur [[Selbsterkenntnis]] und Erlösung ([[Moksha]] aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, [[Samsara]]) beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:kundalini_chakras.jpg|thumb|Die Chakras - Energiezentren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; bedeutet auch der Aufzug des Gewebes; Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, best. Gattung magisch mystischer Schriften; Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff. Tantra ist ein [[Sanskrit]]wort und bedeutet  [[Webstuhl]]; der Aufzug des Gewebes; übertr. die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, [[Lehre]], Lehrbuch; best. Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; , [[Sanskrit]] तान्त्र tāntra, Saitenspiel. Tantra ist ein Sanskrit Substantiv, Geschlecht Neutrum, und bedeutet im [[Deutsch]]en Saitenspiel. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Kamadeva-Shiva-Madana-Liebe-Gott.jpg|thumb|[http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Shivatext.html Shiva] und Kamadeva, der Liebesgott]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;quot;Tantra&amp;quot; wird von der Sanskritwurzel &amp;quot;tan&amp;quot; (&amp;quot;ausdehnen, spannen&amp;quot;) abgeleitet. Die Ursprünge des Tantra als soteriologische (zur Erlösung hinführende) Systeme liegen etwa im 2. Jahrhundert, in seinen heute bekannten Ausprägungen wird es seit dem 7. oder 8. Jahrhundert weitergegeben. Aus der tantrischen Tradition stammt unter anderem die Lehre von den sieben [[Chakra]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt außerdem eine weitere, modernere Einteilung in drei [[Yoga Arten|Arten]] von Tantra: weißes, rotes und schwarzes Tantra. Rotes Tantra sind die sexuellen Praktiken, schwarzes Tantra sind die magischen und schwarzmagischen Praktiken zur egoistischen [[Manipulation]] von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energien] und [[Geister]]n für selbstsüchtige Zwecke. Weißes Tantra sind die Praktiken zur Reinigung des [[Astralkörper]]s und zur Erweckung der [[Kundalini]] ohne selbstsüchtige Motive und wird daher [[Kundalini Yoga]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Tantra==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Tantra&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein [[Sanskrit]]-[[Wort]] und heißt ursprünglich Webstuhl, oder auch, auf einem Webstuhl aufgestellten Faden, es heißt also auch Faden. Tantra ist dann natürlich die Bezeichnung für ein religionsübergreifendes spirituelles System, welches insbesondere die [[Shakti]] verehrt, die Göttliche [[Mutter]]. Tantra gibt es im [[Hinduismus]], Tantra gibt es im [[Buddhismus]], Tantra gibt es im [[Sikhismus]], im [[Jainismus]] und sogar im [[Taoismus]]. Tantra ist eine religionsübergreifende spirituelle Bewegung, in welcher [[Energie]] als Grundlage von allem gesehen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist aber auch eine Bezeichnung für eine bestimmte Schriftgattung. Die Tantras sind in Dialogform geschriebene bestimmte [[Schriften]] zwischen Shiva und Parvati. Es gibt auch Vishnu, Vaishnava Tantras, Shaiva Tantras, und buddhistische Tantras. Tantra wird manchmal beschreiben als &amp;quot;das&amp;quot; (Tat), was zu &amp;quot;Tra&amp;quot; führt, zur Befreiung. Tantra ist also alles, was zu Tra, zur Befreiung führt. Tantra ist insbesondere ein praktisches Übungssystem, mit dem das Höchste, das &amp;quot;Tat&amp;quot;, die [[Essenz]] des [[Universum]]s, erfahren werden kann. Tantra besagt auch, dass die Essenz des Universums sich im Universum manifestiert. Tantra ist also auch ein spirituelles System, welches die immanente göttliche [[Natur]] proklamiert. Das heißt, [[Gott]] ist nicht nur im [[Himmel]], Gott ist auch nicht nur tief im [[Herz]]en, Gott ist in der [[Welt]], die Göttliche Mutter ist in der Welt und ist überall erfahrbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra ist ein radikal monistisches System, welches besagt, dass es nur das Göttliche gibt, nichts ist zu überwinden, außer Begrenzungen. Und egal, wo du bist, du kannst in allem das Göttliche entdecken. Tantra hat so viele verschiedene Aspekte. Dies ist ja jetzt nur ein kurzer Eintrag im Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon. In den folgenden rubriken bekommst du eine Übersicht über Tantra, die Tantra-[[Philosophie]], schwarzes, rotes und weißes Tantra, linkshändiges Tantra, rechtshändiges Tantra, spirituelles Tantra, sexuelles Tantra und vieles mehr gibt es. Tantra, also eine sehr breite spirituelle Strömung in seinen verschiedenen Ausprägungen. Vielleicht noch kurz, [[Hatha Yoga]] und [[Kundalini Yoga]] gehören, mindestens in einer Interpretation, zum großen Tantra dazu. Tantra bedeutet wörtlich: Webstuhl, Faden. Tantra ist im weiteren Sinne so etwas wie ein Werkzeug oder eine Maschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|C4-MgLImlso}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Traditionelle Richtungen==&lt;br /&gt;
Im wesentlichen gibt es in [[Indien]] drei Hauptrichtungen des Tantra, wozu noch die Form des tibetischen tantrischen [[Buddhismus]] ([[Vajrayana]]) kommt, der auch in [[Nepal]] praktiziert wird:&lt;br /&gt;
*1. [[Vaishnavacara]] (&#039;&#039;vaiṣṇavācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des [[Gott]]es [[Vishnu]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*2. [[Shaivacara]] (&#039;&#039;śaivācāra&#039;&#039;): Hier werden die Formen des Gottes [[Shiva]] als höchstes Prinzip verehrt.&lt;br /&gt;
*3. [[Shaktacara]] (&#039;&#039;śāktācāra&#039;&#039;): hier werden die Formen der Göttin ([[Shakti]]) als höchstes Prinzip verehrt. Die als [[Shakta]] bekannten [[Tantriker]] folgen ihrerseits einem der beiden folgenden Wege bzw. Lebenswandel ([[Acara]]): entweder dem &amp;quot;Weg der rechten Hand&amp;quot; ([[Dakshinacara]] &#039;&#039;dakṣiṇācāra&#039;&#039;), in dem keine sexuellen Praktiken ausgeübt, wenn überhaupt imaginiert werden, oder dem &amp;quot;Weg der linken Hand&amp;quot; ([[Vamacara]] &#039;&#039;vāmācāra&#039;&#039;), der auch sexuelle Praktiken in das [[Ritual]] integriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mgLlp-CJsX4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra im Yoga==&lt;br /&gt;
Tantra als Teil der [[Yoga|yogischen]] Tradition und beruht auf der Shiva-Shakti-Philosophie. [[Shiva]] repräsentiert das Unveränderliche, das Unbewegte, das absolute [[Bewusstsein]], im [[Vedanta]] &amp;quot;[[Brahman]]&amp;quot; genannt. [[Shakti]] repräsentiert die schöpferische [[Energie]], welche das Universum in sechs Schritten in Analogie der sechs [[Chakra]]s (unterhalb des [[Sahasrara]] Chakras, der Sitz von Shiva), geschaffen hat. Ursprünglich sind Shiva und Shakti eins. Durch eine erste Schwingung, &amp;quot;[[Spandana]]&amp;quot; („Spaltung“), trennt sich Shakti von Shiva und schafft erst die zwei [[Kausalwelt]]en, dann die drei [[Astralwelt]]en und schließlich die physische [[Welt]]. Zyklisch vereinigen sich Shiva und Shakti wieder (Auflösung), bleiben zusammen ([[Pralaya]], kosmische Nacht) und trennen sich wieder (Schöpfung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Teil des Kosmos sind Shiva und Shakti. Im Menschen manifestiert sich Shiva als reines Bewusstsein, als [[Satchidananda]]. Shakti manifestiert sich als die drei Körper mit den fünf Hüllen. Solange Shakti von Shiva getrennt ist, ist der Mensch unzufrieden. Im Laufe der individuellen [[Evolution]] über viele [[Leben]] hinweg erwacht die [[Kundalini]] (Shakti im Menschen) und vereinigt die individuelle [[Seele]] wieder mit der kosmischen Seele. [[Kundalini Yoga]] ist die Wissenschaft der Beschleunigung dieses natürlichen Evolutionsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Guru und Shishya im Tantra - Lehrer-Schüler Beziehung im Tantra==&lt;br /&gt;
Im Tantra ist die Beziehung zwischen Lehrer (Guru) und Schüler (Shishya) ein unerlässlicher Teil der Tradition. Hier gibt es Parallelen zu anderen traditionellen Praktiken. Die Guru-Shishya Beziehung ist ein Bestandteil innerhalb der zahlreichen Traditionen der Hindu-[[Religion]]. Einige wichtige Punkte sind folgende:&lt;br /&gt;
*Die Etablierung einer Lehrer-Schüler Beziehung.&lt;br /&gt;
*Diese Beziehung wird durch eine strukturierte Initiations-Zeremonie formell anerkannt. Hierbei akzeptiert der Guru den Anwärter als Schüler und übernimmt die [[Verantwortung]] für dessen Wohl und spirituellen [[Fortschritt]].&lt;br /&gt;
*Dieser Prozess beinhaltet manchmal das Übermitteln von speziellem spirituellem [[Wissen]] und [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
*Die Guru[[dakshina]] ist eine Gabe des Schülers an den Lehrer als Dankeschön für die Unterweisung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tantrische Praxis ist ein lebender Guru, der den spirituellen [[Weg]] bereits selbst gegangen ist, unerlässlich. Das [[Diksha]]-Ritual, bei dem der Guru etwas von sich auf den Schüler überträgt, erweckt häufig das spirituelle [[Bewusstsein]] des [[Aspirant]]en. Somit ist diese sehr enge Guru-Shishya Beziehung für den Erfolg des [[Schüler]]s notwendig. Um ein tantrischer [[Sadhu]] (Mönch) zu werden, muss man zunächst die Sadhu Weihe von einem bereits initiierten [[Sannyasin]] erhalten. Während dieser Einweihung gelobt der Aspirant [[Entsagung]] von der Welt und wiederholt das [[Praisha]] [[Mantra]] nach dem Guru. Sobald dieses Mantra gesungen wurde, darf der Sadhu in diesem Leben niemals wieder zu einer weltlichen Lebensweise zurückkehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der im Berufs- und Familienleben steht und dem tantrischen Pfad folgt, kann die Guru Diksha von jedem tantrischen Lehrer annehmen. Die Ehefrau muss die Diksha-Einweihung jedoch von demselben Guru bekommen. Im Tantra ist es üblich, dass beide zu unterschiedlichen [[Zeit]]en eingeweiht werden.&lt;br /&gt;
In der tantrischen Tradition ist diese Einweihung eine komplizierte Prozedur, welche sich in mehrere Stufen aufteilt. Während der Ausübung der tantrischen Riten sollte man die Hilfe seines Gurus in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Eigenschaften befähigen einen Menschen dazu, ein spiritueller Schüler zu sein: ruhig, bescheiden, rein, respektvoll, lobenswert, in der Lage, verschiedene [[Arbeit]]en auszuführen, aus gutem Stand, weise, guter [[Charakter]], fromm, selbstbeherrscht, großzügig und fähig zu meditieren. Bedingungsloser Gehorsam gegenüber dem Guru wird erwartet, das Verlassen des Gurus wird streng verurteilt. In der Tantra Tradition ist es dem Schüler erlaubt, den Guru zu verlassen, wenn sich der Schüler als unfähig erweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit folgenden Charakterzügen sind als spirituelle Aspiranten ungeeignet: sündig, grausam, bösartig, geizig, gemein, frei von gutem Benehmen, starke Abneigung gegen Mantras, schlechtes Sprechen, töricht, starke Abneigung gegen heilige Plätze, keinen [[Respekt]] gegenüber dem Guru, ein unreines [[Herz]], faul, prahlerisch, arm, kränklich, süchtig nach Sinnesbefriedigung, eifersüchtig, zweifelhaften Reichtum besitzend, ehebrecherisch, feindselig gegenüber Gelehrten, kleinlich, die große Schwierigkeiten haben, den Lebensunterhalt zu bestreiten, sehr ehrgeizig sind oder von anderen verurteilt wurden. Im Maha[[nirvana]] wird die Brahma-Diksha als höchste Form der Einweihung angesehen. Menschen jeder Kaste ist es erlaubt, spiritueller Schüler zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra - Erläuterungen von Swami Krishnananda==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“ von [[Swami]] [[Sivananda]], Buch I - Tantra Yoga, 5. Auflage, 2000, Shivanandanagar, S. VII - XII. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tantra===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maithuna Vereinigung Pashu Tantra Khajuraho.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System, welches Tantra genannt wird, wurde schon von jeher als esoterischer Geheimpfad der spirituellen [[Praxis]] betrachtet und war nicht jedem Ungeübten oder dem gemeinen Volk zugänglich. Das [[Geheimnis]] dieser Praxis scheint aus einem ungewöhnlichen Weltentwurf zu bestehen, der dem Suchenden abverlangt, die Dinge auf eine vollständig andere Art zu interpretieren und zu bewerten und der von der normalen, gewohnten Betrachtungsweise der Dinge abweicht. Die Tantra-[[Lehrer]] sagen, dass ein Suchender auf diesem [[Pfad]] der sozialen und sogar menschlichen Sichtweise entwachsen und eine übermenschliche und göttliche Sicht der Dinge entwickeln muss. Da dies jedoch vom gemeinen Menschen dieser [[Welt]] zuviel abverlangen würde, soll der Tantra auch ein verschlossenes Geheimnis sein und bleiben, dessen Türen nur mit dem Schlüssel geöffnet werden können, den allein ein befähigter [[Guru]] zur Verfügung stellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Philosophie===&lt;br /&gt;
Die [[Philosophie]] von Tantra basiert auf dem Konzept der Doppelnatur aller Dinge. Nichts ist einzeln, sondern alles ist bipolar oder doppelpolig. Die sogenannte [[Einheit]] der Dinge ist nur eine Erscheinungsform, welche von dem besonderen Verhalten des Zusammentritts zweier Kräfte, nämlich [[Shiva]] und [[Shakti]] angenommen wird, man könnte auch sagen, der positiven und negativen Pole. Um diese mystische Konzeption des [[Universum]]s verstehen zu können, möchten wir auf die traditionellen Lehrsätze der [[Purana]]s verweisen, [[Manusmriti]] und [[Mahabharata]], die besagen, dass es im Anbeginne eine universelle Einzelzelle gegeben hat, die schon immer da war, bekannt als [[Brahmanda]], und die sich dann zweiteilte. Der eine Teil wurde zum Kosmischen [[Mann]] und der andere zur Kosmischen [[Frau]]. Wenn wir wollen, können wir diese Teile auch Shiva und Shakti nennen. Selbst unsere modernen [[Naturwissenschaft]]en scheinen diese Sichtweise zu bestätigen, wenn sie sagen, dass das Universum im Anfang ein einzelnes Atom war, welches sich zuerst zweiteilte und sich dann in die Vielfalt der gegenwärtigen [[Form]]en des Universums aufspaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese zwei Teile und ihre darauffolgenden Unterteilungen eigentlich zu einem gesamten Ganzen gehören, gibt es eine natürliche Anziehungkraft, die von einem Teil zum anderen Teil ausgeübt wird. Es gibt also eine beidseitige Zugkraft zwischen den positiven und negativen Polen auf der kosmischen Ebene sowie auf der ihrer niedrigeren vielfältigen Abstammungsformen, sogar hinunter bis zum Atom. Wir wissen heute, dass auch das Atom in einer bipolaren Struktur aufgebaut ist, mit dem Nukleus im Zentrum und den Elektronen, die ihn in absolut rätselhafter Weise umkreisen. Die [[Reaktion]] der zwei verschiedenen Teile eines jeden einzelnen [[Organismus]] scheint eine doppelte Auffassung von [[Bewusstsein]] gegenüber Einheit und [[Zweiheit]] zur selben Zeit zu sein. Es kann keine [[Anziehung]] zwischen dem Positiven und Negativen geben, solange sie nicht zwei Pole formen und nicht nur ein einzelnes Etwas. Dennoch kann es andererseits ohne eine grundlegende Einheit, die in und zwischen ihnen wirkt, gar nicht diese Anziehung geben, wenn es zwei vollkommen verschiedene Dinge sind. Das ist also das Geheimnisvolle, das Mysterium und auch die Schwierigkeit, jenes [[Phänomen]] zu verstehen, welches als Anziehung bekannt ist und gewöhnlich in der Gemeinsprache [[Liebe]] oder [[Zuneigung]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bipolarität===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ardhanarishvara Androgyn Shiva Parvati Nandi Loewe.jpg|thumb|Ardhanarishvara, Gemälde aus Indien, um 1800]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept von Shiva und Shakti repräsentiert also in seiner höchsten Essenz diese Oberste Kosmische [[Dualität]]. Man kann sich vornehmlich vorstellen, dass dort nur Anziehung und Liebe zusammenwirken, so dass Shiva und Shakti als untrennbare Aspekte einer einheitlichen [[Realität]] zu betrachten sind, welche manchmal auch [[Ardhanarishvara|Ardhanareesvara]], der kosmische [[Androgyn]], genannt wird. Auf den niedrigeren Ebenen jedoch wirkt das Prinzip der [[Abstoßung]], was bedeutet, dass [[Abneigung]] mit Zuneigung zusammengeht, so wie auch Liebe mit [[Hass]]. Dort nimmt die bipolare Einheit eine Vielfalt an Form an, so dass ein bipolares Element nicht die Beeinflussung oder manchmal sogar nicht einmal die bloße Gegenwart solch eines anderen bipolaren Elementes tolerieren kann - aus [[Angst]] davor, seine isolierte, sich selbst bewusste bipolare Hälfte und dadurch seine Einheit zu verlieren. Dieses subtile Zusammenspiel kann in seiner groberen Art offenkundig werden, wenn z. B. eine Familiengruppe Schwierigkeiten hat, eine andere anzuerkennen und ihr die gleiche Liebe zu schenken wie der eigenen. Auf dieser Ebene können sich dann eine Gesellschaft, eine soziale Schicht und sogar eine bipolare Einzelperson nicht ohne einigen Argwohn und gewisse Vorbehalte gegenübertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lehrsätzen oder dem Tantra nach ist die Ursache allen [[Leid]]s im [[Leben]] die bipolare [[Existenz]], diese in zwei geteilte Einheit, weil nicht eine duale Existenz in jeder ihr gegebenen Form die [[Wahrheit]] der Dinge ist, sondern das Eins-Sein. Da die zweifache Form allen Lebens in gewisser Hinsicht eine unnatürliche Art des Lebens darstellt, gibt es immer einen ambivalenten Standpunkt zwischen dem einen und dem anderen Pol von [[Mögen]] und [[Nicht-Mögen]], zu ein und derselben Zeit.&lt;br /&gt;
So wird Liebe niedergehalten, wenn Hass überwiegt und Hass unterdrückt, wenn Liebe die Oberhand behält. Fakt dabei ist jedoch, dass immer beide dieser Haltungen in einem Individuum versteckt sind, aber nur einer dieser Aspekte zum Vorschein kommt, wenn oder wie die Situation es gerade erfordert. Anstelle der Zweiheit wieder die Einheit zu bekommen, das ist der Vorgang im Tantra [[Sadhana]] - wobei dies jedoch die Zielsetzung eines jeden Sadhanas ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Unterschied===&lt;br /&gt;
Was ist also das Besondere am Tantra, und wodurch unterscheidet er sich von anderen [[Sadhana]]s, um dieses [[Ziel]] zu ereichen?&lt;br /&gt;
Der Unterschied ist sehr subtil und nicht leicht wahrzunehmen. In jeder Form religiöser Praxis gibt es meistens asketische Vorschriften für die Geisteshaltung des Praktizierenden. Das Äußere solle dem Inneren und das Materielle dem Spirituellen zuliebe abgelehnt werden. Jegliches [[Verlangen]] solle als schädliches [[Hindernis]] für den Sadhana unterbunden und alle [[Lebensfreude]] als Übel betrachtet werden, welches so früh wie möglich ausgemerzt werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, im Tantra sind die Dinge der Welt, die materiellen Formen der [[Wahrnehmung]], nicht wirklich Hindernisse, und ein Verlangen nach ihnen kann nicht dadurch besiegt werden, dass man das Verlangen an sich ablehnt. Alles in dieser Welt, und sogar die ganze Welt selbst, befindet sich in einem Übergang von der Unvollkommenheit hin zur [[Vollkommenheit]]. Das Sichtbare ist ein [[Weg]] hin zum Unsichtbaren und nicht sein Hindernis. Menschliches Begehren erwächst gerade wegen jener unintelligenten Auffassung, die der Mensch gegenüber dieser Lust entwickelt hat. Er hat sozusagen Lust-Angst, seitdem ihm erzählt worden ist, dass jegliche [[Begierde]] schlecht ist und alle äußeren Dinge nur zu Knechtschaft führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass das äußere Ding, das Objekt, kein fesselnder Zwang ist, allein schon wegen der Tatsache, dass das Objekt untrennbar mit dem Subjekt verbunden ist. Das Objekt ist der andere Pol des Subjekts, der Komplementär-Pol sozusagen. Beide Pole ergänzen sich gegenseitig. Jegliche [[Erfahrung]] steht in einer Subjekt-Objekt-Relation, und deshalb kann auch niemand nur im Geringsten daran denken, das Objekt der Begierde bewusst zu überwinden, ausgenommen, er hat vorher eine Beziehung zu dem Objekt hergestellt. Daher bedeutet die Überwindung des Objekts für uns immer wieder, in einen Teufelskreis einzutreten. Es gibt trotz aller Anstrengungen keine Möglichkeit, das Objekt loszuwerden, da schon im Bewusstsein die Gegenwart des Objekts da ist. Daher kommt also der großartige Tantra-Spruch, dass Begierde nur durch Begierde überwunden werden kann, genauso wie das Objekt nur vom Objekt bezwungen werden kann. Auch wird im Tantra gesagt, der andere Aspekt dieses Prinzips sei, &amp;quot;dass man sich durch das, wodurch man fällt, auch wieder aufrichten kann.&amp;quot; (Yaireva patanam dravyaih siddhih taireva.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier tritt der Kernpunkt der ganzen Sache hinsichtlich des Tantra zutage, welche ihn deutlich von allen anderen religiösen Praktiken und Sadhana-Formen abgrenzt. Warum diese Praxis schwierig und sogar gefährlich ist, wird durch die Art der Glaubenslehre offensichtlich, obwohl man wohl einräumen muss, dass der [[Glaubenssatz]] vielleicht etwas sehr rational verfasst ist und auf Tiefenpsychologie der menschlichen Natur basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stufen des Tantra===&lt;br /&gt;
Die Tantra-Lehrer wissen, dass es große Schwierigkeiten gibt, wenn es darum geht, sich diese Lehrsätze einzuprägen und zu praktizieren. Insofern wird die Kunst des Sadhana auf diesem Pfad als gestaffelte Aufwärtsbewegung während der verschiedenen Stufen des Aufstiegs betrachtet. Indem man zu einem Zustand aufsteigt, wo eben jenes Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt transzendiert oder überwunden wird, erreicht man unterschiedliche Stufen von [[Erkenntnis]] und eine Loslösung des Subjekts von der Verstrickung des Objekts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese festgesetzten Stufen lauten: [[Vede]]chara, [[Vaishnava]]chara, [[Saiva]]chara, [[Dakshina]]chara, [[Vama]]chara, [[Siddhanta]]chara und zuletzt [[Kaula]]chara.&lt;br /&gt;
Von diesen sieben aufgeführten Stufen sind die ersten drei für die niedrigere Kategorie der [[Sadhaka]]s bestimmt, welche als [[Pasu]] Jiva (Personen, in welchen die tierische Natur vorherrschend ist) bekannt sind. Die nächsten zwei stehen für die [[Vira]] [[Jiva]] (Personen, in welchen der normale menschliche Instinkt vorherrscht) und die letzten zwei für die [[Divya]] Jiva (Personen, in welchen das göttliche Element vorherrschend ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird geglaubt, dass die ersten drei [[Achara]]s besonders für [[Karma]] stehen. [[Bhakti]] und [[Jnana]], der [[Veda]], der für das [[Ritual]] steht, [[Vaishnava]] für die [[Hingabe]] und [[Saiva]] für das [[Wissen]]. Der vierte Achara, welcher [[Dakshina]] genannt wird, versucht die Ergebnisse zu bewahren, die durch das Praktizieren der ersten drei Stufen erreicht wurden. Bis zu dieser Ebene ist die Bewegung fast linear und praktisch gerade. Auf der nächsten Stufe (Vamachara) aber gibt es einen seltsamen Unterschied des Blickwinkels, denn dieser Begriff beinhaltet den Beginn der Rückwärts-Strömung der [[Seele]]n-Bewegung hin zur [[Realität]]. &amp;quot;[[Vama]]&amp;quot; bedeutet nicht &amp;quot;links&amp;quot;, wie die meisten Leute zu denken scheinen, sondern &amp;quot;Umkehr-Prozess&amp;quot;, [[Nivritti]] oder die Rückkehr - im Gegensatz zu [[Pravritti]] oder dem Vorwärts-Fließen mit der natürlichen Strömung der [[Sinne]]. Hier liegt der Beginn der allergeheimsten Praxis oder des esoterischen Aspektes des Tantra Sadhana, wo Objekte der Anziehung, des Reizes, egal welcher Art sie sind, gerade als Instrumente und Werkzeuge betrachtet werden, nicht, damit sie abgelehnt, sondern damit sie integriert und zu einem Teil des eigenen Seins gemacht werden. Die Absicht dabei ist aber, jenes Bewusstsein zu überwinden, dass sie außerhalb von einem selbst sind, als so eine Art gegenüberliegendes, entgegengesetztes Objekt oder irgendein äußerliches Etwas. Diese besondere Phase soll eigentlich auch nicht erklärt, sondern nur auf direktem Weg von einem Lehrmeister gelernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Natur der Dinge===&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen werden [[Reichtum]], [[Macht]] und [[Sex]] als die wohl größten Hindernisse auf dem [[Weg]] zu spiritueller Vollkommenheit betrachtet. Der Tantra jedoch versucht gerade diese sich nutzbar zu machen und zu überwinden, und zwar mit genau den Mitteln, mit welchen ein ungeübter [[Verstand]] sich ins Unheil stürzen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pasu, Vira und Divya [[Bhava]]s entsprechen den tierischen, menschlichen und göttlichen Naturen und ziehen die groben, die feinen und die göttlichen Aspekte der Dinge in Betracht, welchen man in seinem spirituellen Leben als Gegensätze begegnen muss. Das ist das verbotene Gebiet von Tantra Sadhana, der Bereich, welchen der wahrhaft Suchende nicht offenlegt, da der gemeine Mensch ihn nicht wissen, verstehen oder aus ihm Nutzen ziehen soll.&lt;br /&gt;
Jedes Objekt hat eine grobe, eine feine und eine göttliche [[Form]], und jeder [[Sadhaka]] muss all diese Phasen durchlaufen. &lt;br /&gt;
Der Tantra beharrt darauf, dass keine Stufe oder Phase als Hindernis abgelehnt werden soll, sondern von jedem Individuum selbst genommen und durchschritten werden soll. Mann kann nur ein unbekanntes Ding, ein Objekt der [[Angst]], nicht unter seine [[Kontrolle]] bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tantra sagt, dass die unreinen, häßlichen und unheiligen Dinge des Lebens eigentlich Dinge sind, die fälschlicherweise nicht in ihrem wirklichen Zusammenhang gesehen wurden, nicht von ihrer eigenen besonderen Position oder vom Standpunkt der Dinge selbst her. Sie sind weder gut noch schlecht, weder schön noch häßlich und weder heilig noch unheilig. Das alles sind nur Vorstellungen, die uns unser Verstand von einem speziellen Interessenstandpunkt aus gibt. Unser Verstand sträubt sich dagegen, in Erwägung zu ziehen, dass es auch noch andere Interessen als seine eigenen geben könnte. Das Universum muss man von vielen Blickwinkeln aus sehen, nicht nur von einem. Vom Ersteren muss man zum Letzteren steigen, mit einer systematischen und progressiven Bewegung seines ganzen Seins durch den groben, den feinen und den göttlichen Aufbau der Dinge.&lt;br /&gt;
Am Anfang hat man Kontakt mit dem Objekt. Als nächstes denkt man es bloß noch mit seinem Verstand. Zuletzt visualisiert man es nur noch als einen Unruheherd oder Stress-Punkt in der Universellen Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben erwähnten Siddhantachara und Kaulachara vervollständigen den Prozess des Sadhana, wobei man in die wahre Natur der Dinge eintaucht und regelrecht übermenschlich wird. Die Aufgabe, welche die religiöse Praxis mit sich bringt, ist nicht die Ablehnung des Objektes oder des Dinges an sich, sondern die der Idee oder der Vorstellung, dass es, das Objekt, außerhalb von einem selbst sei. Die falsche Vorstellung weckt die Begierde, nicht das Objekt oder das Ding selbst. Die Verordnung ist hier in der Tat sehr subtil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ritual===&lt;br /&gt;
[[Datei:Shri Yantra Meru Shrividya Shakta Shaktismus.jpg|thumb|Shri Yantra, gefertigt vom Devipuram Tempel, Andhra Pradesh, India]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tantra Sadhana beinhaltet das Rezitieren von [[Mantra]]s, die Ritualausführung mittels [[Yantra]]s und die eigene Abstimmung mit einer speziellen Ebene der Realität, was eigentlich die spezifische Bedeutung des Tantra ist. Während dieses Prozesses muss man viele kleine Details direkt von seinem [[Guru]] lernen. Die [[Entschlackung]] des [[Körper]]s, die [[Reinigung]] des [[Geist]]es und die Klärung seiner sozialen Beziehungen sind alles wichtige Vorbereitungen des Sadhana. Die übliche [[Shodasopachara]]-[[Puja]] (sechzehngliedrige [[Gebet]]szeremonie), welche für eine [[Gottheit]] abgehalten wird, sind auch geeignete Maßnahmen für all das, was man bewundert, schätzt und liebt. Durch solch einen [[Gottesdienst]] sucht man die Verbindung mit der Gottheit durch die Aufhebung der Trennung zwischen Ihr und einem selbst. Die geheimnisvollen Prozesse, [[Nyasa]] ([[Anga]]-Nyasa und [[Kara]]-Nyasa) genannt, sind wiederum nach innen gerichtete Techniken, mittels derer man das Objekt in einem selbst und die Gottheit in seinem ureigenen [[Sein]] fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das macht es mehr als deutlich, dass der Tantra Sadhana genauso höchst wissenschaftlich und präzise wie auch schwierig und gefährlich&lt;br /&gt;
ist. Dies ist seine Besonderheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tantra und [[Schamanismus]] – Energien im Fluss==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interview mit Maharani Fritsch de Navarrete, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 27, Herbst 2013&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des Yoga Kongress 2012&lt;br /&gt;
‚[[Chakra]], Tantra, [[Kundalini]]‘ haben&lt;br /&gt;
wir mit Maharani Fritsch de&lt;br /&gt;
Navarrete gesprochen. Als Yogini&lt;br /&gt;
und Schamanin mit westlicher&lt;br /&gt;
psychologischer Ausbildung schlägt&lt;br /&gt;
sie energetische Brücken zwischen&lt;br /&gt;
Amazonien und Indien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich durfte in meinem Workshop wunderbare Zusammenhänge&lt;br /&gt;
zwischen Yoga, Tantra und Schamanismus herstellen und diese&lt;br /&gt;
hoffentlich nicht nur durch den informativen Part, sondern&lt;br /&gt;
auch vor allem durch den rituellen Teil zum Ausdruck bringen.&lt;br /&gt;
Diese alten holistischen Systeme sind nur scheinbar voneinander&lt;br /&gt;
getrennt- in allen geht es um [[Heilung]], Heil-Werden,&lt;br /&gt;
Ganz-Werden, Heilig-Werden, Verbunden-Sein. Ich bin immer&lt;br /&gt;
sehr glücklich, wenn ich auf die Brücken hinweisen darf, auf&lt;br /&gt;
die Ur-Quelle und die Ur-Verbindung. Höheres [[Sein]] bedeutet&lt;br /&gt;
immer ein höheres Verbundensein. Für [[Yogi]]s, für Tantriker, für&lt;br /&gt;
[[Schamane]]n, für Bewusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|3Cn4X_2ODM0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nach so vielen Jahren spiritueller Praxis verschiedenster Traditionen, als Yogalehrerin und Schamanin - siehst du Verbindungen zwischen Tantra und Schamanismus und wenn ja, welcher Art?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Schamanen geht die kosmische Evolution vom&lt;br /&gt;
Schamanismus (Ur-Form des spirituellen Ausdrucks) über den&lt;br /&gt;
[[Hinduismus]] zum [[Buddhismus]]. Tantra und Schamanismus decken&lt;br /&gt;
sich dermaßen, dass sie fast identisch sind in der Vorstellung,&lt;br /&gt;
dass männlich und weiblich oder auch das Spiel der&lt;br /&gt;
Gegensätze die Grundlage aller Prozesse im Universum sind.&lt;br /&gt;
Vor allem in Nepal, wo ich - neben Peru - auch meine Lehrer&lt;br /&gt;
habe, ist dies sehr gut sichtbar. Dort fließen Yoga, Tantrismus&lt;br /&gt;
und Schamanismus permanent zusammen und sind nur&lt;br /&gt;
schwer voneinander zu trennen. Ein Yogi gilt als [[Shivait]], was&lt;br /&gt;
mit Tantriker gleichgesetzt wird, und ein Tantriker ist in diesem&lt;br /&gt;
Kontext auch ein Schamane. Zum Beispiel schamanische Elementenverehrung,&lt;br /&gt;
also Naturrituale, verfeinerten sich nach&lt;br /&gt;
und nach in der [[Veden|vedisch]]en Zeit zum [[Havan]]/[[Agni Hotra]], [[Puja]]&lt;br /&gt;
und [[Yajna]] (Feuer- und andere Rituale). [[Shiva]] selbst ist ja der&lt;br /&gt;
Urahne der Schamanen als [[Pashupati]], Herr der Tiere, als [[Shankar]]&lt;br /&gt;
und [[Bhairava]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist er der Ur-Tantriker und Ur-[[Asket]] als [[Mahadev]],&lt;br /&gt;
[[Mahesvar]] und [[Yogeshwara]], der [[Vater]] des [[Yoga]]. Er zieht einsam,&lt;br /&gt;
mit [[Asche]] beschmiert, auf seiner [[Damaru]] trommelnd,&lt;br /&gt;
durch die Wälder und hält sich auch an den [[Ghat]]s, den Verbrennungsstätten&lt;br /&gt;
(Orte der Transformation), auf. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
meditiert er als [[Sadashiva]] über das Höchste und als [[Nataraj]]&lt;br /&gt;
tanzt er das Spiel der [[Gegensätze]] und [[Transformation]].&lt;br /&gt;
Der Name Shaman bedeutet ja: „der, der wirklich sieht”.&lt;br /&gt;
Ein [[Drsthi]] also, ein [[Seher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bagalamukhi-tantra-gemaelde.jpg|thumb|Bagalamukhi Tantra Gemälde: Die Göttin Bagalamukhi Devi, eine der 10 [[Mahavidya]]s, Weisheitsgöttinnen aus dem [[Tantra]], mit [[Yoni]] und [[Lingam]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer kann besser sehen, als der dreiäugige Shiva? [[Yoga]]-&lt;br /&gt;
[[Asana]]s entsprangen der Nachahmung der Natur und viele&lt;br /&gt;
haben Tier- oder Pflanzennamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gemeinsamkeiten gibt es im Verständnis, dass alles&lt;br /&gt;
miteinander verbunden ist, dass wir vom Energieuniversum&lt;br /&gt;
umgeben sind, das heißt, dass Schwingung die Grundlage der&lt;br /&gt;
grobstofflichen Manifestation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gibt es dann in der schamanischen Energiemedizin auch eine Art von Kundalini-Erfahrung?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich! Im nepalesischen, aber auch im peruvianischen&lt;br /&gt;
(dort gibt es mehrere Schulen) Schamanismus sind Energieerfahrungen die tägliche Praxis-Erfahrung. [[Mahakali]]&lt;br /&gt;
([[Indien]] und [[Nepal]]) und Pachamama (Peru,&lt;br /&gt;
Bolivien, Ecuador) ist die Urquelle der schöpferischen&lt;br /&gt;
[[Kundalini]]-[[Shakti]].&lt;br /&gt;
Das Erwachen im schamanisch-tantrischen [[Sinn]]e&lt;br /&gt;
ist die konstante Rückverbindung mit dieser&lt;br /&gt;
[[Kraft]], die allen Phänomenen zugrunde liegt. Bei&lt;br /&gt;
meinen ersten Peru-Reisen staunte ich nicht&lt;br /&gt;
schlecht, als ich entdeckte, dass das Energiesystem&lt;br /&gt;
der Schamanen und die Vorstellung vom&lt;br /&gt;
Energieuniversum und Energiemedizin sich mit&lt;br /&gt;
dem Kundalini Yoga deckt bzw. ihm sehr, sehr&lt;br /&gt;
ähnelt. Natürlich werden andere Termini benutzt,&lt;br /&gt;
für die Inka-Schamanen sind die Chakras&lt;br /&gt;
Nawis oder Ojos de cinturon, also „Augen”, das&lt;br /&gt;
Aufsteigen von Kundalini heißt el kawsay und sushumna&lt;br /&gt;
Nadi heißt kurku. Statt Sahasrara haben&lt;br /&gt;
wir Uma oder Pujuy... etc. Aber die Phänomene sind&lt;br /&gt;
exakt die gleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Du hast den Workshop ‚Schamanische Energiemedizin für das neue Zeitalter gehalten’, was sind die Kennzeichen des neuen Zeitalters aus deiner Sicht und wie kann man sich energetisch darauf vorbereiten?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schamanen ist die Periode momentan eine besondere&lt;br /&gt;
Zeit, vor allem im Inka Schamanismus - diese Zeit wird Pachakutec&lt;br /&gt;
(Wandel) genannt. Aber: es gibt keinen [[Messias|Erlöser]], keinen&lt;br /&gt;
Heiland von außen, keinen Zauberstab, der dich rettet… Für&lt;br /&gt;
die Schamanen, für bewusste Spiritualisten ist die Zukunft&lt;br /&gt;
jetzt schon da! Der erwartete Pachakuti-Inka, der letzte König&lt;br /&gt;
ist kein erlösender [[Avatar]], sondern vielmehr eine besondere&lt;br /&gt;
[[Schwingung]] zum Empfangen hochfrequenter spiritueller Energie.&lt;br /&gt;
Das [[Bewusstsein]] ist entscheidend und dein eigenes JA zur&lt;br /&gt;
Heilung auf allen Ebenen- das ist die Absichtserklärung an&lt;br /&gt;
das Universum. Es geschieht momentan, dass mir in meinen&lt;br /&gt;
Kursen und Ausbildungen immer mehr Menschen begegnen,&lt;br /&gt;
die an der [[Heilung]] aus der ersten [[Hand]] interessiert sind, nicht&lt;br /&gt;
an den [[Dogmen]] alter schulmedizinischer Systeme... Und immer&lt;br /&gt;
mehr Menschen machen die reale Erfahrung, dass dein innerer&lt;br /&gt;
Heiler nur darauf wartet, wieder aktiviert zu werden! Für bewusste&lt;br /&gt;
Yogis, Tantriker, Schamanen, Spiritualisten ist dies eine&lt;br /&gt;
Zeitqualität des Umschwungs. Mein Meister in Peru sagte einmal&lt;br /&gt;
so schön: „Diese Zeit ist eine Entwicklungshilfe.”...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verschiedene Schreibweisen für Tantra ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanskrit Wörter werden in [[Indien]] auf [[Devanagari]] geschrieben, ebenso wie auch modernere [[indische Sprachen]] wie [[Hindi]], [[Bengali]], [[Gujarati]], [[Panjabi]], [[Urdu]]. Damit [[Europäer]] das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die [[römische Schrift]]. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische [[Schrift]] transkribiert werden kann Tantra auf Devanagari wird geschrieben &amp;quot; तन्त्र &amp;quot;, in [[IAST]] [[wissenschaftliche Transkription]] mit [[Diakritische Zeichen|diakritischen Zeichen]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der Harvard-Kyoto [[Umschrift]] &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der [[Velthuis]] [[Transliteration]]  &amp;quot;tantra&amp;quot;, in der modernen Internet [[Itrans]] Transkription &amp;quot;tantra&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video zum Thema Tantra ==&lt;br /&gt;
Tantra ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des [http://www.yoga-vidya.de Yoga]. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] und [[Spiritualität]]&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|wWO-aAK6rnA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ähnliche Sanskrit Wörter wie  Tantra  ==&lt;br /&gt;
Hier einige Links zu Sanskritwörtern, die entweder vom Sanskrit oder vom Deutschen her ähnliche [[Bedeutung]] haben wie Tantra oder im Deutschen oder Sanskrit im [[Alphabet]] vor oder nach Tantra stehen:&lt;br /&gt;
* [[Tannimitta]]&lt;br /&gt;
* [[Tantava]]&lt;br /&gt;
* [[Tanti]]&lt;br /&gt;
* [[Tantray]]&lt;br /&gt;
* [[Tantrika]]&lt;br /&gt;
* [[Vemaka]]&lt;br /&gt;
* [[Kuvinda]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhana]]&lt;br /&gt;
* [[Bodhaka]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Informationen zu Sanskrit und Indische Sprachen==&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Wörterbuch]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Alphabet]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Übersetzung kostenlos]]&lt;br /&gt;
* [[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Lernen leicht gemacht]]&lt;br /&gt;
* [[Sanskrit Kurs Lektion 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung Deutsch Sanskrit - Sanskrit Deutsch==&lt;br /&gt;
:Sanskrit &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; - Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; Sanskrit  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Sanskrit - Deutsch &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039;  -  &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Deutsch - Sanskrit &#039;&#039;Webstuhl; der Aufzug des Gewebes; übertr die Grundlage, Hauptsache, Norm, Ordnung, Regel, Lehre, Lehrbuch; best Gattung magisch mystischer Schriften Beschwörungsformel, Mittel, Kunstgriff&#039;&#039;  -  &#039;&#039;&#039;Tantra&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Vamachara]]&lt;br /&gt;
*[[Vama Marga]]&lt;br /&gt;
*[[Tantrismus]]&lt;br /&gt;
*[[Tantra Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vijnana Bhairava Tantra]]&lt;br /&gt;
*[[Panchatantra]]&lt;br /&gt;
*[[Gnade]]&lt;br /&gt;
*[[Vision]]&lt;br /&gt;
*[[Engel]]&lt;br /&gt;
*[[Adwaita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p105_Kundalini-Tantra/ &#039;&#039;Kundalini Tantra&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p106_Tantra-und-Yoga-Panorama/ &#039;&#039;Tantra und Yoga Panorama&#039;&#039; von Swami Satyananda]&lt;br /&gt;
*Swami Sivananda: „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“, Divine Life Society, Shivanandanagar, 5. Auflage, 2000&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/hatha-yoga/das-yoga-vidya-asana-buch-band-i Das Yoga Vidya Asana Buch Band I]&lt;br /&gt;
* [https://shop.yoga-vidya.de/de/buecher/swami-sivananda/die-kraft-gedanken Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_tantra_agama.html &amp;quot;Tantra&amp;quot; aus &#039;&#039;Göttliche Erkenntnis&#039;&#039; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/YogaundSexualitaet.html Yoga und Sexualität von Sukadev]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/literatur-buecher-kundalini-yoga/ Literatur Bücher Kundalini Yoga]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/wp-content/uploads/2012/03/Sanskrit-Glossar-Yoga-Vidya.pdf Yoga Vidya Sanskrit Glossar]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=sanskrit-lexikon-yoga-vidya Yoga Vidya Community - Sanskrit Lexikon Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;http://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga: Tantra===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/39_Kundalini-Yoga-Teil_2_Tantra.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Das Ewige und das Vergängliche – Shiva-Shakti 1===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Das_Ewige_und_das_Vergaengliche_Shiva-Shakti-1.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Sei verhaftungslos und … Shiva-Shakti 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Glueck-ist-im-inneren.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Setze dich durch – und gebe nach – Shiva-Shakti 3===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/Sonne-Mond-im-Alltag.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chakra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nada Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tat&amp;diff=112363</id>
		<title>Tat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tat&amp;diff=112363"/>
		<updated>2014-05-23T07:42:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Seminare */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MP900177808.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verhältnis der Seele zu ihren Taten==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus dem Buch „Das System des Vedanta“ von Paul Deussen&#039;&#039;&#039;, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906, S. 339-349.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorbemerkung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach lässt sich bemerken, wie die uns geläufigen [[Psychologie|psychologischen]] Probleme in der indischen [[Philosophie]] in anderer Form sich wiederfinden. Die Frage nach der Größe der Seele gab uns einige Aufschlüsse über das Verhältnis der Seele zum Leibe; die Frage, wie sich die Seele zu ihren Taten verhält, birgt in sich eine Untersuchung über den [[Willen]]. Wesentlich ist der [[Seele]], wie wir sahen (Kap. XXIII, 2), das [[Erkennen]], jedoch ein Erkennen, welches im Grunde imaginär ist, da die Inder, wie sich noch weiterhin des genaueren zeigen wird, den ganzen Apparat der Erkenntnis von der Seele absondern und zum physischen (d. h. auf der [[Avidya]] beruhenden), zwar an der Seelenwanderung teilnehmenden, aber mit der [[Erlösung]] erlöschenden Teile des Menschen ziehen. Wie steht es nun anderseits mit dem [[Wollen]]? Haben wir in ihm vielleicht eine ewige, schlechthin unabgängliche Bestimmung der Seele zu erkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verneinung dieser Frage, wie sie im folgenden sich ergeben wird, mag zunächst befremdend sein für den, der sich gewöhnt hat, im Willen die letzte Wurzel des [[Dasein]]s zu erkennen. Jedoch läuft sie, wie sich zeigen wird, eigentlich darauf hinaus, dass neben dem Velle auch noch ein anderer Zustand der Seele, nämlich ein Nolle möglich ist; und es macht im Grunde keinen großen Unterschied, ob man diesen für uns schlechthin unfassbaren Zustand, wie wir, durch die Negation alles Wollens, oder, wie die Inder, durch ein, wie bemerkt, imaginäres Erkennen zu charakterisieren versucht, welches, wie aus der Schilderung des Akamayamana (Kap. XII, 4, f, S. 209) ersichtlich, jene Negation des Wollens zur Voraussetzung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|UEUOCahpKzs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gründe dafür, dass die Seele wesentlich handelnd (d. i. wollend) sei, nach 2,3,33-39.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Der Schriftkanon mit seinen [[Gebot]]en und [[Verbot]]en setzt voraus, dass die Seele ein handelndes [[Wesen]] sei, indem er ihr eine bestimmte Richtung des Handelns vorzeichnet. Wäre die Seele nicht handelnd, so würden diese Vorschriften zwecklos sein, was sich nicht annehmen lässt (S. 668,5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Von der [[Seele]] im Zustande des [[Traum]]es heißt es (Brih. 4,3,12, S. 204) :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Unsterblich schweift sie wo es ihr beliebet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses setzt voraus, dass sie ein handelndes Wesen sei (S. 669,4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Auf derselben Voraussetzung beruht das Nehmen, welches ihr zugeschrieben wird, in der Stelle (Brih. 2,1,17): „Sie nimmt [im [[Tiefschlaf]]e] die Erkenntnis jener Lebensgeister vermöge ihrer Erkenntnis [in sich auf]&amp;quot; (S. 669,8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Es heißt Taitt. 2,5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkenntnis wirkt das Opfer, wirkt die Werke auch.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist unter der Erkenntnis (Vijnanam) die Seele zu verstehen, nicht die [[Buddhi]] (S. 670,5); denn dann müsste das Wort „[[Erkenntnis]]&amp;quot; im Instrumentalis stehen (S. 670,7), und es müsste heißen: „sie (die Seele) wirkt durch die Erkenntnis das Opfer und die Werke.&amp;quot; — Somit ist die Seele ein wirkendes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden: wenn die Seele auch unabhängig von der Buddhi [ohne die Upadhis, also ihrer wahren, esoterischen [[Natur]] nach] ein wirkendes Wesen ist, warum wirkt sie dann nicht, da sie in diesem Zustande [[frei]] (Svatantra) ist, nur das, was ihr angenehm und nützlich ist? Die Erfahrung zeigt ja doch, dass sie oft das [[Gegenteil]] von dem was ihr gut ist bewirkt (S. 670,11). — Antwort: auch der [[Wahrnehmung]] steht die Seele frei gegenüber und nimmt doch wahr, was ihr angenehm und nicht angenehm ist. Ebenso ist es beim [[Handeln]] (S. 670,16). — Aber beim [[Wahrnehmen]] ist sie ja doch durch die Ursachen der Wahrnehmung beeinflusst und somit nicht frei (S. 671,1)! — Antwort: Dem ist nicht so! Die Wahrnehmungsursachen bestimmen nur die [[Objekte]] der Wahrnehmung, nicht aber das Wahrnehmen der Seele, welche darin zufolge ihrer Geistigkeit frei ist [S. 671,2; der Unterschied von Rezeptivität, wie sie bei der [[Sinne]]swahrnehmung und [[Spontaneität]], wie sie beim [[Denken]] und [[Handeln]] statthat, wird hierbei völlig übersehen; wie denn auch die empirische [[Psychologie]] für beide ein gemeinsames Vermögen, das Manas aufstellt]. Übrigens ist die Seele auch beim Handeln nicht absolut frei, sondern wird bestimmt durch die Unterschiede des [[Raum]]es, der [[Zeit]] und der [[Ursache]] (Desha-Kala-Nimitta S. 671,4; dieselbe Formel: S. 38,3. 40,2. 482,1. 579,5. 671,4. 684,9. 775,2.3.4. 781,3.4. 1043,6.7.10. 1075,17. 1078,9. 1129,11); darum aber bleibt sie doch handelnd, ebenso wie der [[Koch]] Koch bleibt, obgleich er Brenn[[holz]] und [[Wasser]] zur Hilfe nimmt (S. 671,5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Besteht ihr darauf, dass nicht die Seele, sondern die Buddhi das Handelnde ist, nun wohl, so wird diese aus einem [[Werkzeug]]e zum Wirkenden; dann muss aber auch sie das Objekt des Selbstbewusstseins (Ahampratyaya) sein, ohne welches kein Handeln möglich ist; sie rückt in die Stelle des Wirkenden, bedarf als solches eines anderen als Werkzeuges, und der ganze [[Streit]] ist um den [[Name]]n (indem ihr Buddhi nennt was wir Seele nennen); S. 671,9-672,7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Auch die vom [[Vedanta]] geforderte [[Meditation]] der höchsten Seele ist nicht möglich, wenn die Seele nicht handelnd ist (auch sie ist eine [[Handlung]]); S. 672,12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Ky826eUEfiA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Seele ist von Natur aus nicht handelnd (wollend), nach 2,3,40.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den hier in Rede stehenden Abschnitt — einen der bedeutendsten in Shankaras Werke — übersetzen wir wörtlich:&lt;br /&gt;
(S. 673,3:) „Das Tätersein kann der Seele nicht von „[[Natur]] eigen sein, weil dann keine Erlösung möglich wäre. Denn wäre der Seele das Tätersein von Natur eigen, so gäbe es davon keine [[Befreiung]], wie für das [[Feuer]] keine von der [[Hitze]], ohne [[Befreiung]] vom Tätersein aber ist die Erreichung des [[Ziel]]es des [[Mensch]]en nicht möglich, denn das [[Tun]] ist seinem [[Wesen]] nach ein Leiden (Kartri-Tvasya Duhkharupatvat).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber lässt sich nicht das Ziel des Menschen dadurch erreichen, dass man, wenn auch die [[Kraft]] des Täterseins fortbesteht, die Wirkungen des Täterseins vermeidet, indem man die Veranlassungen dazu meidet, so wie beim [[Feuer]], wenn es auch die Kraft des [[Brennen]]s besitzt, die [[Wirkung]] des Brennens nicht erfolgt, wenn man ihm das [[Holz]] entzieht? — Mit nichten! Denn es ist unmöglich, die Veranlassungen, weil auch sie durch eine kraftartige [[Verbindung]] verbunden [d. h. wohl: potentiell vorhanden] sind, gänzlich zu vermeiden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber ist die Erlösung nicht dadurch zu erreichen, dass man die Mittel (Sadhanam) zu derselben in Anwendung bringt? — Nein! weil, was auf Mitteln beruht, nicht ewig ist. Dazu kommt, dass die Vollbringung der Erlösung bezeichnet wird als erfolgend durch die Belehrung über die [[ewig]]e, [[rein]]e, [[weis]]e und [[frei]]e [mit [[Brahman]] identische] Seele, eine Belehrung über die Seele als eine so beschaffene aber nicht möglich ist, wenn ihr das Tätersein von Natur aus eigen ist. Folglich beruht das [[Täter]]sein der Seele nur darauf, dass ihr die [[Qualität]]en der Upadhis übergeworfen sind (Upadhi-Dharma-Adhyasena), und nicht auf ihrer eigenen Natur.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und so lehrt es die Schrift, wenn sie sagt (Brih. 4,3,7, „S. 203): «es ist als ob sie sänne, es ist als ob sie schwankend sich bewegte»; und wenn sie in der Stelle (Kath. 3,4) :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Mit [[Manas]], [[Sinne]]n und dem [[Leib]] verbunden&lt;br /&gt;
:Benennen den Genießer sie die Weisen,&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„aussagt, dass die Seele nur durch die Verbindung mit den Upadhis in den spezifischen Zustand des Genießerseins und „[Täterseins] übergeht. Denn es gibt, nach der Ansicht der Urteilsfähigen, keinen von der höchsten Seele verschiedenen, «individuelle Seele» (Jiva) genannten Täter und Genießer, weil die Schrift sagt: &#039;nicht gibt es außer ihm einen Sehenden&#039; usw. (Brih. 3,7,23, übersetzt S. 161, vgl. „S. 144. 206).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn es außer der höchsten Seele keine mit Geistigkeit begabte, individuelle Seele gibt, die nach Abzug des „Aggregates von Buddhi usw. noch bestünde, so folgt doch, dass die höchste Seele selbst umwandernd, handelnd und genießend ist? — O nein! Denn Tätersein und Genießersein gründen sich auf das Nichtwissen. Denn so lehrt die Schrift (Brih. 4,5,15, übersetzt S. 188): « denn wo eine Zweiheit gleichsam ist, da sieht einer den andern; » und nachdem sie in diesen [[Wort]]en gezeigt hat, wie auf dem Standpunkte des Nichtwissens das Tätersein und Genießersein bestehen, so verneint sie eben dieses Tätersein und Genießersein für den Standpunkt des &#039;Wissens, indem sie fortfährt: «wo aber einem alles zum eigenen [[Selbst]]e geworden ist, wie sollte er da irgend wen sehen?» — Ebenso zeigt die Schrift (Brih. „4,3,19, übersetzt S. 205), wie die Seele im Traume und Wachen, zufolge der Berührung (Samparka) mit den Upadhis, wie ein im Luftraume umherfliegender Falke ermüdet, wie hingegen im Tiefschlafe, wo sie von dem erkenntnisartigen Selbste umschlungen ist, keine [[Ermüdung]] stattfindet: das ist die Wesensform desselben, in der er gestillten Verlangens, selbst sein Verlangen, ohne Verlangen ist und von Kummer geschieden; » und weiterhin zusammenfassend (S. 206): dieses ist sein höchstes [[Ziel]], dieses ist sein höchstes [[Glück]], dieses ist seine höchste [[Welt]], dieses ist seine höchste [[Wonne]].» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben dies sagt der [[Lehrer]] [Badarayana, im Sutram unserer Stelle: «und wie ein [[Zimmermann]] auf beide Art», wobei «und» soviel bedeutet wie «aber» [eine Bemerkung, die möglicherweise tiefgreifende Differenzen zwischen Badarayana und [[Shankara]] andeutet]. D. h.: man muss nicht glauben, dass das Tätersein der Seele von Natur eigen sei, wie dem [[Feuer]] die Hitze. Vielmehr, wie im Leben ein Zimmermann mit der Axt und den andern Geräten in der Hand tätig ist und Schmerz empfindet, dann aber nach Hause geht, die Axt und sonstigen Geräte ablegt und in seinem natürlichen Zustande, feiernd und ohne Arbeit [[Lust]] empfindet, so auch ist die Seele, solange sie mit der im [[Nichtwissen]] gegründeten Zweiheit behaftet ist, in den Zuständen des [[Traum]]es und des [[Wachen]]s tätig und empfindet Schmerz, dann aber geht sie, um die Ermüdung abzuwerfen, in sich selbst, in die höchste Seele ein, ist befreit von dem Komplexe der [[Werkzeug]]e des Wirkens [der [[Leib]]lichkeit], ist nicht handelnd und empfindet Lust in dem Zustande des [[Tiefschlaf]]es und ebenso in dem Zustande der [[Erlösung]], wo sie, nachdem die [[Finsternis]] des Nichtwissens durch die [[Fackel]] des [[Wissens]] verscheucht ist, reine (Kevala) Seele, feiernd und selig ist. Das Gleichnis vom Zimmermann ist aber folgendermaßen aufzufassen: der Zimmermann ist bei den verschiedenen Arbeiten des Zimmerns usw. in Hinsicht auf die bestimmten Werkzeuge, Axt usw., Täter, mit seinem bloßen Leibe aber Nichttäter; ebenso ist die Seele bei allen ihren Bemühungen in Hinsicht auf die Organe, [[Manas]] usw., [[Täter]], mit ihrem eigenen Selbste aber Nichttäter. Hingegen hat die Seele nicht, wie der [[Zimmermann]], [[Gliedmaßen]], mit denen sie, wie der Zimmermann mit den Händen die Axt usw., so die Organe, Manas usw. ergriffe oder beiseite legte [denn alle diese Organe gehören zu den Upadhis, welche der Seele nur durch das Nichtwissen beigelegt werden].&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diese Stelle schließt sich eine Widerlegung der im vorigen Abschnitte vorgebrachten Gründe, soweit durch dieselben etwa nicht ein auf den Upadhis beruhendes, sondern ein der Seele von Natur eigenes Tätersein behauptet werden sollte (S. 673,1). Wir gehen dieselbe kurz in der Reihenfolge der Nummern, die man oben (S. 340) nachsehen wolle, durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Allerdings setzt der Gesetzeskanon der Schrift ein Tätersein voraus, jedoch nicht ein von Natur eigenes, sondern nur ein solches, welches aus dem Nichtwissen entspringt (S. 676,13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn die Seele im Traume noch Täter ist, so beruht dies darauf, dass sie in diesem Zustande noch nicht [wie im Tiefschlafe] völlig frei von den Upadhis ist, sofern im [[Traum]]e zwar die [[Sinne]]sorgane ruhen, das [[Manas]] aber in Tätigkeit bleibt, wie denn auch die [[Smriti]] (Mahabharatam 12,9897) sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Wenn, bei der Sinne Ruhen, nicht ruhend der Verstand&lt;br /&gt;
:Mit Dingen ist beschäftigt, das wird ein Traum genannt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch ist zu bemerken, dass das Treiben im Traume es mit Erscheinungen (Vasana) zu tun hat und nicht im vollen Sinne real ist (S. 678,1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wenn es heißt, die Seele nehme vermittelst der [[Erkenntnis]] die Erkenntnis in sich auf, so ist hierin kein Tätersein der von ihren [[Organ]]en abgelösten Seele zu erkennen, sondern nur eine Ausdrucksweise wie: „der [[König]] kämpft vermittelst der [[Soldat]]en&amp;quot;, wenn gemeint ist, dass nur die Soldaten kämpfen (S. 678,9). Übrigens ist an der betreffenden Stelle auch nur von einem zur-Ruhe-Kommen, nicht von einer eigentlichen Tätigkeit die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. In der Stelle Taitt. 2,5 ist unter der „Erkenntnis&amp;quot; nicht die Seele, sondern die Buddhi zu verstehen, was des weitern S. 679,3-680,1 aus dem Zusammenhang der Stelle erwiesen wird. — Auf die Kontroverse über die [[Freiheit]] der Seele beim Wahrnehmen und Handeln kommt [[Shankara]] hier nicht wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. „Es findet durchaus keine Vertauschung der Funktionen der [[Buddhi]] statt, wenn wir das Tätersein den Organen zuschreiben; denn alle Organe sind bei ihren Funktionen notwendigerweise Täter; aber das Tätersein dieser Organe erfordert noch die Apperzeption (Upalabdhi), und diese kommt der Seele zu; damit ist aber kein Tätersein derselben gesetzt, weil ihr Wesen eine ewige Apperzeption ist (Nitya-Upalabdhi-Svarupatvat). Das Selbstbewusstsein (Ahankara) aber geht zwar dem Tätersein, nicht aber der Apperzeption voraus, indem auch das Selbstbewusstsein apperzipiert „wird.” [Nur die individuelle, tätige und genießende, [[Seele]] ist einerseits Ahankartar und Pratyayin, anderseits Aham-Pratyaya-Vishaya, S. 73,5; die Upadhi-lose Seele ist weder das eine noch das andere, sondern steht dem allein abgelöst als Sakshin, als eine Upalabdhi gegenüber; vgl. auch Anm. 30, S. 56.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Was endlich die [[Meditation]] ([[Samadhi]]) betrifft, so setzt dieselbe allerdings das Tätersein der Seele voraus, jedoch nur in dem Sinne wie die übrigen, unter No. 1 besprochenen Vorschriften des [[Gesetz]]eskanons, von denen sie ein Teil ist (S. 680,8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Ky826eUEfiA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Freiheit]] und Unfreiheit des Willens, nach 2,3,41-42.===&lt;br /&gt;
Dass die [[Seele]] ihrem metaphysischen Wesen nach mit [[Gott]] identisch und somit wie er [[ewig]], [[rein]], [[weise]] und [[frei]] ist, haben wir schon wiederholt gesehen. Aber wie steht es mit der Seele, sofern sie, mit den Upadhis verbunden, ein empirisches Wesen ist? Ist sie in diesem, durch das Nichtwissen bedingten, aber gleichwohl von [[Ewigkeit]] her bestehenden, Zustande [[frei]] oder [[unfrei]]? — Diese Frage tritt in unserm Systeme in der Form auf: (S. 680,12) „ist dieses auf dem Standpunkte des Nichtwissens durch die Upadhis bedingte Tätersein der Seele von Gott ([[Ishvara]]) abhängig oder nicht „abhängig?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip der ursprünglichen [[Brahman]]lehre liegt es, dass alles Seiende, und somit auch die Seele, schlechthin von [[Gott]] abhängig ist, woraus folgt, dass er einerseits die [[Schicksal]]e und [[Leid]]en der [[Seele]], anderseits aber auch ihre Taten, so wie sie sind, mit [[Notwendigkeit]] veranlasst. Die philosophische Durchbildung der Vedantalehre hat nach der einen wie nach der andern Seite hin dieses Prinzip durchbrochen, indem sie das Tun sowohl als auch das Leiden des Menschen auf eine in ihm selbst liegende Ursache zurückführt. Zwar bleibt beides nichtsdestoweniger von [[Got]]t abhängig; aber nur so, wie das Wachstum der [[Pflanze]]n abhängig ist vom [[Regen]], welcher den Samen zur Entwicklung bringt, nicht aber ihn seiner Qualität nach bedingt. Wir sahen bereits, wie dieser Same für die Leiden und Schicksale des Lebens in den Werken des vorigen Lebenslaufes liegt, welche ihre Sühne fordern (S. 301); und ganz ebenso werden auch die Werke jedes [[Dasein]]s durch die Werke des frühern Daseins mit. Notwendigkeit bedingt, — in welcher Weise, das freilich wird, wie alles Moralische, nicht deutlich entwickelt. Nach S. 1131 (übersetzt S. 121) wären die Werke das Produkt der Nimittas oder Motive und der [[Shakti]], [[Kraft]], d. h. des [[Charakter]]s, welcher im allgemeinen in der (nur durch die universelle Erkenntnis vernichtbaren) [[Natur]]anlage des Täterseins und [[Genießer]]seins besteht, jedoch, da er individuell verschiedene Werke hervorbringt, als ein in jedem Individuum speziell bestimmter gedacht werden muss. An einen solchen angebornen, durch die [[Werke]] des frühern Daseins bedingten [[Charakter]] haben wir zu denken, wenn im folgenden die Seele als verbunden mit Fehlern wie [[Liebe]] und [[Hass]] Raga-Dvesha-Adi-Dosha Prayuktah S. 681,3) bezeichnet wird, und wenn als der Same, aus dem die Werke erwachsen, die von der Seele vollbrachte Bemühung im Guten und Bösen&amp;quot; (Kritah Prayatno Jivasya, Dharma-Adkarma-Lakshanah,) hervortritt, welche eben in jener angebornen [[Charakter]]bestimmtheit aufgesummt erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte meinen, sagt [[Shankara]], dass zur Annahme eines Einflusses [[Gott]]es auf das Tun der Menschen kein Grund vorliegt (S. 681,2), sofern zum Tätersein die [[Seele]] allein, wie sie mit den Fehlern wie [[Liebe]] und [[Hass]] verbunden und mit dem Apparate der [[Organ]]e ausgerüstet ist, hinreicht (S. 681,3), indem diese, so wie der Ochse beim Werke des Pflügens, zum Wirken keiner weiteren Ursächlichkeit bedürfen (S. 681,5). Nur aus der Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit der Wesen gehen ihre Handlungen hervor; führt man diese letzteren auf Gott zurück, so entsteht Akrita-Abhyagamah (S. 681,11, vgl. S. 798,12), „ein Eintreffen von [im frühern Leben] nicht Verschuldetem&amp;quot;, ein Ausdruck, der zur Motivierung der Leiden, nicht aber zu der der Taten am Platze ist und zu beweisen scheint, dass unser Denker sich den Unterschied zwischen beiden nicht zur rechten Klarheit gebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Einwendungen gegenüber erklärt Shankara (in der S. 91 übersetzten Stelle), dass die im Nichtwissen befangene [[Seele]] in ihrem [[Tun]] und [[Leid]]en (Kartritvam und Bhoktritvam) von Gott abhängig sei, indem durch dessen Bewilligung (Anujnâ) der Samsara, durch dessen Gnade (Anugraha) die Erlösung erfolge (S. 682,5). Denn wenn auch die Seele mit den Fehlern wie Liebe usw. verbunden und mit dem Apparate ausgerüstet sei, so sei doch bei aller Tätigkeit Gott die bewegende Ursache, denn so sage die Schrift (Kaush. 3,8, S. 193) : „denn er allein lässt das gute Werk tun den, welchen er aus diesen Welten emporführen will, und er allein lässt das böse Werk tun den, welchen er abwärts führen will.&amp;quot; (S. 683,2:) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gott macht die Seele handeln, jedoch, indem er dabei [[Rücksicht]] nimmt auf die von ihr vollbrachte Anstrengung im [[Gut]]en und [[Böse]]n; daher die erhobenen [[Einwürfe]] nicht zutreffen. Das von den Seelen verübte Gute und Böse ist ungleich; mit Rücksicht darauf verteilt Gott auch die entsprechende [[Frucht]] in ungleicher Weise, indem er, wie der [[Regen]], dabei nur die bewirkende [[Ursache]] (Nimittam) ist. Denn wie im Leben für die mancherlei Büsche und Sträucher, für [[Reis]], [[Gerste]] usw., wie sie, jedes aus seinem [[Samen]], der nicht gemeinsam ist, entstehen, die gemeinsame Ursache der [[Regen]] ist, indem ohne den Regen die Verschiedenheit derselben an [[Saft]], [[Blüte]], [[Frucht]], [[Blatt]] usw. sich nicht entwickeln kann, aber auch nicht ohne den für jede Art besondern Samen, — so verteilt [[Gott]], indem er auf die vollbrachte Bemühung der Seelen Rücksicht nimmt, das Gute und Böse (Shubha-Ashubham) unter dieselben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber kann diese Rücksichtnahme auf die vollbrachte Bemühung der Seele mit der [[Abhängigkeit]] alles Täterseins von Gott zusammen bestehen? — Allerdings ! Denn obgleich das Tätersein von Gott abhängig ist, so handelt (Karoti) doch nur die Seele, während Gott sie, indem sie handelt, handeln macht (Karayati); und wie er sie jetzt handeln macht mit Rücksicht auf die vormalige Bemühung, so machte er sie vormals handeln mit Rücksicht auf eine noch frühere Bemühung; denn der [[Samsara]] ist ohne Anfang.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|ieryIzEV_fo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger// Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit// Vedanta - Der Ozean der Weisheit von Swami Vivekananda]&lt;br /&gt;
*Paul Deussen: Das System des Vedanta, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906.&lt;br /&gt;
*Soami Divyanand: &#039;&#039;Vedamrit - Die Botschaft der Veden&#039;&#039;. ISBN 3-926696-03-6 (Übersetzung der Veden auf Deutsch, Bd. 1); ISBN 3-926696-13-3 (Bd. 2); ISBN 3-926696-26-5 (Bd. 3)&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
* Moritz Winternitz: &#039;&#039;Geschichte der Indischen Literatur&#039;&#039;, Leipzig, 1905 - 1922, Vol. I - III. Reprint in englischer Übersetzung: Maurice Winternitz: &#039;&#039;History of Indian Literatur&#039;&#039;, Motilal Barnarsidass, Delhi, 1985.&lt;br /&gt;
*[[ Aurobindo]]: &#039;&#039;Das Geheimnis des Veda&#039;&#039;, 2. Auflage 1997, Hinder + Deelmann, ISBN 3-873481-65-0&lt;br /&gt;
*Lokamanya Bâl Gangâdhar Tilak: &#039;&#039;Orion ou Recherches sur l&#039;Antiquité des Védas&#039;&#039;, Milan, Éditions Archè, 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/category/podcast/meditationsanleitung/ Meditation Anleitungen, darunter einige abstrakte Techniken aus dem Vedanta]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Artikel von Swami Sivananda: Vedanta]&lt;br /&gt;
* [http://www.sivananda.org/ Divine Life Society - Sivananda Ashram]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga, Philosophie===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=3&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Seminare zum Thema indische Schriften===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=3&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Deussen Vedantasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tat&amp;diff=112362</id>
		<title>Tat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tat&amp;diff=112362"/>
		<updated>2014-05-23T07:41:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: /* Seminare */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:MP900177808.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verhältnis der Seele zu ihren Taten==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus dem Buch „Das System des Vedanta“ von Paul Deussen&#039;&#039;&#039;, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906, S. 339-349.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorbemerkung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach lässt sich bemerken, wie die uns geläufigen [[Psychologie|psychologischen]] Probleme in der indischen [[Philosophie]] in anderer Form sich wiederfinden. Die Frage nach der Größe der Seele gab uns einige Aufschlüsse über das Verhältnis der Seele zum Leibe; die Frage, wie sich die Seele zu ihren Taten verhält, birgt in sich eine Untersuchung über den [[Willen]]. Wesentlich ist der [[Seele]], wie wir sahen (Kap. XXIII, 2), das [[Erkennen]], jedoch ein Erkennen, welches im Grunde imaginär ist, da die Inder, wie sich noch weiterhin des genaueren zeigen wird, den ganzen Apparat der Erkenntnis von der Seele absondern und zum physischen (d. h. auf der [[Avidya]] beruhenden), zwar an der Seelenwanderung teilnehmenden, aber mit der [[Erlösung]] erlöschenden Teile des Menschen ziehen. Wie steht es nun anderseits mit dem [[Wollen]]? Haben wir in ihm vielleicht eine ewige, schlechthin unabgängliche Bestimmung der Seele zu erkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verneinung dieser Frage, wie sie im folgenden sich ergeben wird, mag zunächst befremdend sein für den, der sich gewöhnt hat, im Willen die letzte Wurzel des [[Dasein]]s zu erkennen. Jedoch läuft sie, wie sich zeigen wird, eigentlich darauf hinaus, dass neben dem Velle auch noch ein anderer Zustand der Seele, nämlich ein Nolle möglich ist; und es macht im Grunde keinen großen Unterschied, ob man diesen für uns schlechthin unfassbaren Zustand, wie wir, durch die Negation alles Wollens, oder, wie die Inder, durch ein, wie bemerkt, imaginäres Erkennen zu charakterisieren versucht, welches, wie aus der Schilderung des Akamayamana (Kap. XII, 4, f, S. 209) ersichtlich, jene Negation des Wollens zur Voraussetzung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|UEUOCahpKzs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gründe dafür, dass die Seele wesentlich handelnd (d. i. wollend) sei, nach 2,3,33-39.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Der Schriftkanon mit seinen [[Gebot]]en und [[Verbot]]en setzt voraus, dass die Seele ein handelndes [[Wesen]] sei, indem er ihr eine bestimmte Richtung des Handelns vorzeichnet. Wäre die Seele nicht handelnd, so würden diese Vorschriften zwecklos sein, was sich nicht annehmen lässt (S. 668,5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Von der [[Seele]] im Zustande des [[Traum]]es heißt es (Brih. 4,3,12, S. 204) :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Unsterblich schweift sie wo es ihr beliebet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses setzt voraus, dass sie ein handelndes Wesen sei (S. 669,4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Auf derselben Voraussetzung beruht das Nehmen, welches ihr zugeschrieben wird, in der Stelle (Brih. 2,1,17): „Sie nimmt [im [[Tiefschlaf]]e] die Erkenntnis jener Lebensgeister vermöge ihrer Erkenntnis [in sich auf]&amp;quot; (S. 669,8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Es heißt Taitt. 2,5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Erkenntnis wirkt das Opfer, wirkt die Werke auch.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist unter der Erkenntnis (Vijnanam) die Seele zu verstehen, nicht die [[Buddhi]] (S. 670,5); denn dann müsste das Wort „[[Erkenntnis]]&amp;quot; im Instrumentalis stehen (S. 670,7), und es müsste heißen: „sie (die Seele) wirkt durch die Erkenntnis das Opfer und die Werke.&amp;quot; — Somit ist die Seele ein wirkendes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden: wenn die Seele auch unabhängig von der Buddhi [ohne die Upadhis, also ihrer wahren, esoterischen [[Natur]] nach] ein wirkendes Wesen ist, warum wirkt sie dann nicht, da sie in diesem Zustande [[frei]] (Svatantra) ist, nur das, was ihr angenehm und nützlich ist? Die Erfahrung zeigt ja doch, dass sie oft das [[Gegenteil]] von dem was ihr gut ist bewirkt (S. 670,11). — Antwort: auch der [[Wahrnehmung]] steht die Seele frei gegenüber und nimmt doch wahr, was ihr angenehm und nicht angenehm ist. Ebenso ist es beim [[Handeln]] (S. 670,16). — Aber beim [[Wahrnehmen]] ist sie ja doch durch die Ursachen der Wahrnehmung beeinflusst und somit nicht frei (S. 671,1)! — Antwort: Dem ist nicht so! Die Wahrnehmungsursachen bestimmen nur die [[Objekte]] der Wahrnehmung, nicht aber das Wahrnehmen der Seele, welche darin zufolge ihrer Geistigkeit frei ist [S. 671,2; der Unterschied von Rezeptivität, wie sie bei der [[Sinne]]swahrnehmung und [[Spontaneität]], wie sie beim [[Denken]] und [[Handeln]] statthat, wird hierbei völlig übersehen; wie denn auch die empirische [[Psychologie]] für beide ein gemeinsames Vermögen, das Manas aufstellt]. Übrigens ist die Seele auch beim Handeln nicht absolut frei, sondern wird bestimmt durch die Unterschiede des [[Raum]]es, der [[Zeit]] und der [[Ursache]] (Desha-Kala-Nimitta S. 671,4; dieselbe Formel: S. 38,3. 40,2. 482,1. 579,5. 671,4. 684,9. 775,2.3.4. 781,3.4. 1043,6.7.10. 1075,17. 1078,9. 1129,11); darum aber bleibt sie doch handelnd, ebenso wie der [[Koch]] Koch bleibt, obgleich er Brenn[[holz]] und [[Wasser]] zur Hilfe nimmt (S. 671,5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Besteht ihr darauf, dass nicht die Seele, sondern die Buddhi das Handelnde ist, nun wohl, so wird diese aus einem [[Werkzeug]]e zum Wirkenden; dann muss aber auch sie das Objekt des Selbstbewusstseins (Ahampratyaya) sein, ohne welches kein Handeln möglich ist; sie rückt in die Stelle des Wirkenden, bedarf als solches eines anderen als Werkzeuges, und der ganze [[Streit]] ist um den [[Name]]n (indem ihr Buddhi nennt was wir Seele nennen); S. 671,9-672,7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Auch die vom [[Vedanta]] geforderte [[Meditation]] der höchsten Seele ist nicht möglich, wenn die Seele nicht handelnd ist (auch sie ist eine [[Handlung]]); S. 672,12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Ky826eUEfiA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Seele ist von Natur aus nicht handelnd (wollend), nach 2,3,40.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den hier in Rede stehenden Abschnitt — einen der bedeutendsten in Shankaras Werke — übersetzen wir wörtlich:&lt;br /&gt;
(S. 673,3:) „Das Tätersein kann der Seele nicht von „[[Natur]] eigen sein, weil dann keine Erlösung möglich wäre. Denn wäre der Seele das Tätersein von Natur eigen, so gäbe es davon keine [[Befreiung]], wie für das [[Feuer]] keine von der [[Hitze]], ohne [[Befreiung]] vom Tätersein aber ist die Erreichung des [[Ziel]]es des [[Mensch]]en nicht möglich, denn das [[Tun]] ist seinem [[Wesen]] nach ein Leiden (Kartri-Tvasya Duhkharupatvat).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber lässt sich nicht das Ziel des Menschen dadurch erreichen, dass man, wenn auch die [[Kraft]] des Täterseins fortbesteht, die Wirkungen des Täterseins vermeidet, indem man die Veranlassungen dazu meidet, so wie beim [[Feuer]], wenn es auch die Kraft des [[Brennen]]s besitzt, die [[Wirkung]] des Brennens nicht erfolgt, wenn man ihm das [[Holz]] entzieht? — Mit nichten! Denn es ist unmöglich, die Veranlassungen, weil auch sie durch eine kraftartige [[Verbindung]] verbunden [d. h. wohl: potentiell vorhanden] sind, gänzlich zu vermeiden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber ist die Erlösung nicht dadurch zu erreichen, dass man die Mittel (Sadhanam) zu derselben in Anwendung bringt? — Nein! weil, was auf Mitteln beruht, nicht ewig ist. Dazu kommt, dass die Vollbringung der Erlösung bezeichnet wird als erfolgend durch die Belehrung über die [[ewig]]e, [[rein]]e, [[weis]]e und [[frei]]e [mit [[Brahman]] identische] Seele, eine Belehrung über die Seele als eine so beschaffene aber nicht möglich ist, wenn ihr das Tätersein von Natur aus eigen ist. Folglich beruht das [[Täter]]sein der Seele nur darauf, dass ihr die [[Qualität]]en der Upadhis übergeworfen sind (Upadhi-Dharma-Adhyasena), und nicht auf ihrer eigenen Natur.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und so lehrt es die Schrift, wenn sie sagt (Brih. 4,3,7, „S. 203): «es ist als ob sie sänne, es ist als ob sie schwankend sich bewegte»; und wenn sie in der Stelle (Kath. 3,4) :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Mit [[Manas]], [[Sinne]]n und dem [[Leib]] verbunden&lt;br /&gt;
:Benennen den Genießer sie die Weisen,&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„aussagt, dass die Seele nur durch die Verbindung mit den Upadhis in den spezifischen Zustand des Genießerseins und „[Täterseins] übergeht. Denn es gibt, nach der Ansicht der Urteilsfähigen, keinen von der höchsten Seele verschiedenen, «individuelle Seele» (Jiva) genannten Täter und Genießer, weil die Schrift sagt: &#039;nicht gibt es außer ihm einen Sehenden&#039; usw. (Brih. 3,7,23, übersetzt S. 161, vgl. „S. 144. 206).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn es außer der höchsten Seele keine mit Geistigkeit begabte, individuelle Seele gibt, die nach Abzug des „Aggregates von Buddhi usw. noch bestünde, so folgt doch, dass die höchste Seele selbst umwandernd, handelnd und genießend ist? — O nein! Denn Tätersein und Genießersein gründen sich auf das Nichtwissen. Denn so lehrt die Schrift (Brih. 4,5,15, übersetzt S. 188): « denn wo eine Zweiheit gleichsam ist, da sieht einer den andern; » und nachdem sie in diesen [[Wort]]en gezeigt hat, wie auf dem Standpunkte des Nichtwissens das Tätersein und Genießersein bestehen, so verneint sie eben dieses Tätersein und Genießersein für den Standpunkt des &#039;Wissens, indem sie fortfährt: «wo aber einem alles zum eigenen [[Selbst]]e geworden ist, wie sollte er da irgend wen sehen?» — Ebenso zeigt die Schrift (Brih. „4,3,19, übersetzt S. 205), wie die Seele im Traume und Wachen, zufolge der Berührung (Samparka) mit den Upadhis, wie ein im Luftraume umherfliegender Falke ermüdet, wie hingegen im Tiefschlafe, wo sie von dem erkenntnisartigen Selbste umschlungen ist, keine [[Ermüdung]] stattfindet: das ist die Wesensform desselben, in der er gestillten Verlangens, selbst sein Verlangen, ohne Verlangen ist und von Kummer geschieden; » und weiterhin zusammenfassend (S. 206): dieses ist sein höchstes [[Ziel]], dieses ist sein höchstes [[Glück]], dieses ist seine höchste [[Welt]], dieses ist seine höchste [[Wonne]].» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben dies sagt der [[Lehrer]] [Badarayana, im Sutram unserer Stelle: «und wie ein [[Zimmermann]] auf beide Art», wobei «und» soviel bedeutet wie «aber» [eine Bemerkung, die möglicherweise tiefgreifende Differenzen zwischen Badarayana und [[Shankara]] andeutet]. D. h.: man muss nicht glauben, dass das Tätersein der Seele von Natur eigen sei, wie dem [[Feuer]] die Hitze. Vielmehr, wie im Leben ein Zimmermann mit der Axt und den andern Geräten in der Hand tätig ist und Schmerz empfindet, dann aber nach Hause geht, die Axt und sonstigen Geräte ablegt und in seinem natürlichen Zustande, feiernd und ohne Arbeit [[Lust]] empfindet, so auch ist die Seele, solange sie mit der im [[Nichtwissen]] gegründeten Zweiheit behaftet ist, in den Zuständen des [[Traum]]es und des [[Wachen]]s tätig und empfindet Schmerz, dann aber geht sie, um die Ermüdung abzuwerfen, in sich selbst, in die höchste Seele ein, ist befreit von dem Komplexe der [[Werkzeug]]e des Wirkens [der [[Leib]]lichkeit], ist nicht handelnd und empfindet Lust in dem Zustande des [[Tiefschlaf]]es und ebenso in dem Zustande der [[Erlösung]], wo sie, nachdem die [[Finsternis]] des Nichtwissens durch die [[Fackel]] des [[Wissens]] verscheucht ist, reine (Kevala) Seele, feiernd und selig ist. Das Gleichnis vom Zimmermann ist aber folgendermaßen aufzufassen: der Zimmermann ist bei den verschiedenen Arbeiten des Zimmerns usw. in Hinsicht auf die bestimmten Werkzeuge, Axt usw., Täter, mit seinem bloßen Leibe aber Nichttäter; ebenso ist die Seele bei allen ihren Bemühungen in Hinsicht auf die Organe, [[Manas]] usw., [[Täter]], mit ihrem eigenen Selbste aber Nichttäter. Hingegen hat die Seele nicht, wie der [[Zimmermann]], [[Gliedmaßen]], mit denen sie, wie der Zimmermann mit den Händen die Axt usw., so die Organe, Manas usw. ergriffe oder beiseite legte [denn alle diese Organe gehören zu den Upadhis, welche der Seele nur durch das Nichtwissen beigelegt werden].&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diese Stelle schließt sich eine Widerlegung der im vorigen Abschnitte vorgebrachten Gründe, soweit durch dieselben etwa nicht ein auf den Upadhis beruhendes, sondern ein der Seele von Natur eigenes Tätersein behauptet werden sollte (S. 673,1). Wir gehen dieselbe kurz in der Reihenfolge der Nummern, die man oben (S. 340) nachsehen wolle, durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Allerdings setzt der Gesetzeskanon der Schrift ein Tätersein voraus, jedoch nicht ein von Natur eigenes, sondern nur ein solches, welches aus dem Nichtwissen entspringt (S. 676,13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wenn die Seele im Traume noch Täter ist, so beruht dies darauf, dass sie in diesem Zustande noch nicht [wie im Tiefschlafe] völlig frei von den Upadhis ist, sofern im [[Traum]]e zwar die [[Sinne]]sorgane ruhen, das [[Manas]] aber in Tätigkeit bleibt, wie denn auch die [[Smriti]] (Mahabharatam 12,9897) sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Wenn, bei der Sinne Ruhen, nicht ruhend der Verstand&lt;br /&gt;
:Mit Dingen ist beschäftigt, das wird ein Traum genannt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch ist zu bemerken, dass das Treiben im Traume es mit Erscheinungen (Vasana) zu tun hat und nicht im vollen Sinne real ist (S. 678,1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wenn es heißt, die Seele nehme vermittelst der [[Erkenntnis]] die Erkenntnis in sich auf, so ist hierin kein Tätersein der von ihren [[Organ]]en abgelösten Seele zu erkennen, sondern nur eine Ausdrucksweise wie: „der [[König]] kämpft vermittelst der [[Soldat]]en&amp;quot;, wenn gemeint ist, dass nur die Soldaten kämpfen (S. 678,9). Übrigens ist an der betreffenden Stelle auch nur von einem zur-Ruhe-Kommen, nicht von einer eigentlichen Tätigkeit die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. In der Stelle Taitt. 2,5 ist unter der „Erkenntnis&amp;quot; nicht die Seele, sondern die Buddhi zu verstehen, was des weitern S. 679,3-680,1 aus dem Zusammenhang der Stelle erwiesen wird. — Auf die Kontroverse über die [[Freiheit]] der Seele beim Wahrnehmen und Handeln kommt [[Shankara]] hier nicht wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. „Es findet durchaus keine Vertauschung der Funktionen der [[Buddhi]] statt, wenn wir das Tätersein den Organen zuschreiben; denn alle Organe sind bei ihren Funktionen notwendigerweise Täter; aber das Tätersein dieser Organe erfordert noch die Apperzeption (Upalabdhi), und diese kommt der Seele zu; damit ist aber kein Tätersein derselben gesetzt, weil ihr Wesen eine ewige Apperzeption ist (Nitya-Upalabdhi-Svarupatvat). Das Selbstbewusstsein (Ahankara) aber geht zwar dem Tätersein, nicht aber der Apperzeption voraus, indem auch das Selbstbewusstsein apperzipiert „wird.” [Nur die individuelle, tätige und genießende, [[Seele]] ist einerseits Ahankartar und Pratyayin, anderseits Aham-Pratyaya-Vishaya, S. 73,5; die Upadhi-lose Seele ist weder das eine noch das andere, sondern steht dem allein abgelöst als Sakshin, als eine Upalabdhi gegenüber; vgl. auch Anm. 30, S. 56.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Was endlich die [[Meditation]] ([[Samadhi]]) betrifft, so setzt dieselbe allerdings das Tätersein der Seele voraus, jedoch nur in dem Sinne wie die übrigen, unter No. 1 besprochenen Vorschriften des [[Gesetz]]eskanons, von denen sie ein Teil ist (S. 680,8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Ky826eUEfiA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Freiheit]] und Unfreiheit des Willens, nach 2,3,41-42.===&lt;br /&gt;
Dass die [[Seele]] ihrem metaphysischen Wesen nach mit [[Gott]] identisch und somit wie er [[ewig]], [[rein]], [[weise]] und [[frei]] ist, haben wir schon wiederholt gesehen. Aber wie steht es mit der Seele, sofern sie, mit den Upadhis verbunden, ein empirisches Wesen ist? Ist sie in diesem, durch das Nichtwissen bedingten, aber gleichwohl von [[Ewigkeit]] her bestehenden, Zustande [[frei]] oder [[unfrei]]? — Diese Frage tritt in unserm Systeme in der Form auf: (S. 680,12) „ist dieses auf dem Standpunkte des Nichtwissens durch die Upadhis bedingte Tätersein der Seele von Gott ([[Ishvara]]) abhängig oder nicht „abhängig?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip der ursprünglichen [[Brahman]]lehre liegt es, dass alles Seiende, und somit auch die Seele, schlechthin von [[Gott]] abhängig ist, woraus folgt, dass er einerseits die [[Schicksal]]e und [[Leid]]en der [[Seele]], anderseits aber auch ihre Taten, so wie sie sind, mit [[Notwendigkeit]] veranlasst. Die philosophische Durchbildung der Vedantalehre hat nach der einen wie nach der andern Seite hin dieses Prinzip durchbrochen, indem sie das Tun sowohl als auch das Leiden des Menschen auf eine in ihm selbst liegende Ursache zurückführt. Zwar bleibt beides nichtsdestoweniger von [[Got]]t abhängig; aber nur so, wie das Wachstum der [[Pflanze]]n abhängig ist vom [[Regen]], welcher den Samen zur Entwicklung bringt, nicht aber ihn seiner Qualität nach bedingt. Wir sahen bereits, wie dieser Same für die Leiden und Schicksale des Lebens in den Werken des vorigen Lebenslaufes liegt, welche ihre Sühne fordern (S. 301); und ganz ebenso werden auch die Werke jedes [[Dasein]]s durch die Werke des frühern Daseins mit. Notwendigkeit bedingt, — in welcher Weise, das freilich wird, wie alles Moralische, nicht deutlich entwickelt. Nach S. 1131 (übersetzt S. 121) wären die Werke das Produkt der Nimittas oder Motive und der [[Shakti]], [[Kraft]], d. h. des [[Charakter]]s, welcher im allgemeinen in der (nur durch die universelle Erkenntnis vernichtbaren) [[Natur]]anlage des Täterseins und [[Genießer]]seins besteht, jedoch, da er individuell verschiedene Werke hervorbringt, als ein in jedem Individuum speziell bestimmter gedacht werden muss. An einen solchen angebornen, durch die [[Werke]] des frühern Daseins bedingten [[Charakter]] haben wir zu denken, wenn im folgenden die Seele als verbunden mit Fehlern wie [[Liebe]] und [[Hass]] Raga-Dvesha-Adi-Dosha Prayuktah S. 681,3) bezeichnet wird, und wenn als der Same, aus dem die Werke erwachsen, die von der Seele vollbrachte Bemühung im Guten und Bösen&amp;quot; (Kritah Prayatno Jivasya, Dharma-Adkarma-Lakshanah,) hervortritt, welche eben in jener angebornen [[Charakter]]bestimmtheit aufgesummt erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte meinen, sagt [[Shankara]], dass zur Annahme eines Einflusses [[Gott]]es auf das Tun der Menschen kein Grund vorliegt (S. 681,2), sofern zum Tätersein die [[Seele]] allein, wie sie mit den Fehlern wie [[Liebe]] und [[Hass]] verbunden und mit dem Apparate der [[Organ]]e ausgerüstet ist, hinreicht (S. 681,3), indem diese, so wie der Ochse beim Werke des Pflügens, zum Wirken keiner weiteren Ursächlichkeit bedürfen (S. 681,5). Nur aus der Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit der Wesen gehen ihre Handlungen hervor; führt man diese letzteren auf Gott zurück, so entsteht Akrita-Abhyagamah (S. 681,11, vgl. S. 798,12), „ein Eintreffen von [im frühern Leben] nicht Verschuldetem&amp;quot;, ein Ausdruck, der zur Motivierung der Leiden, nicht aber zu der der Taten am Platze ist und zu beweisen scheint, dass unser Denker sich den Unterschied zwischen beiden nicht zur rechten Klarheit gebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Einwendungen gegenüber erklärt Shankara (in der S. 91 übersetzten Stelle), dass die im Nichtwissen befangene [[Seele]] in ihrem [[Tun]] und [[Leid]]en (Kartritvam und Bhoktritvam) von Gott abhängig sei, indem durch dessen Bewilligung (Anujnâ) der Samsara, durch dessen Gnade (Anugraha) die Erlösung erfolge (S. 682,5). Denn wenn auch die Seele mit den Fehlern wie Liebe usw. verbunden und mit dem Apparate ausgerüstet sei, so sei doch bei aller Tätigkeit Gott die bewegende Ursache, denn so sage die Schrift (Kaush. 3,8, S. 193) : „denn er allein lässt das gute Werk tun den, welchen er aus diesen Welten emporführen will, und er allein lässt das böse Werk tun den, welchen er abwärts führen will.&amp;quot; (S. 683,2:) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gott macht die Seele handeln, jedoch, indem er dabei [[Rücksicht]] nimmt auf die von ihr vollbrachte Anstrengung im [[Gut]]en und [[Böse]]n; daher die erhobenen [[Einwürfe]] nicht zutreffen. Das von den Seelen verübte Gute und Böse ist ungleich; mit Rücksicht darauf verteilt Gott auch die entsprechende [[Frucht]] in ungleicher Weise, indem er, wie der [[Regen]], dabei nur die bewirkende [[Ursache]] (Nimittam) ist. Denn wie im Leben für die mancherlei Büsche und Sträucher, für [[Reis]], [[Gerste]] usw., wie sie, jedes aus seinem [[Samen]], der nicht gemeinsam ist, entstehen, die gemeinsame Ursache der [[Regen]] ist, indem ohne den Regen die Verschiedenheit derselben an [[Saft]], [[Blüte]], [[Frucht]], [[Blatt]] usw. sich nicht entwickeln kann, aber auch nicht ohne den für jede Art besondern Samen, — so verteilt [[Gott]], indem er auf die vollbrachte Bemühung der Seelen Rücksicht nimmt, das Gute und Böse (Shubha-Ashubham) unter dieselben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber kann diese Rücksichtnahme auf die vollbrachte Bemühung der Seele mit der [[Abhängigkeit]] alles Täterseins von Gott zusammen bestehen? — Allerdings ! Denn obgleich das Tätersein von Gott abhängig ist, so handelt (Karoti) doch nur die Seele, während Gott sie, indem sie handelt, handeln macht (Karayati); und wie er sie jetzt handeln macht mit Rücksicht auf die vormalige Bemühung, so machte er sie vormals handeln mit Rücksicht auf eine noch frühere Bemühung; denn der [[Samsara]] ist ohne Anfang.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|ieryIzEV_fo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger// Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit// Vedanta - Der Ozean der Weisheit von Swami Vivekananda]&lt;br /&gt;
*Paul Deussen: Das System des Vedanta, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906.&lt;br /&gt;
*Soami Divyanand: &#039;&#039;Vedamrit - Die Botschaft der Veden&#039;&#039;. ISBN 3-926696-03-6 (Übersetzung der Veden auf Deutsch, Bd. 1); ISBN 3-926696-13-3 (Bd. 2); ISBN 3-926696-26-5 (Bd. 3)&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
* Moritz Winternitz: &#039;&#039;Geschichte der Indischen Literatur&#039;&#039;, Leipzig, 1905 - 1922, Vol. I - III. Reprint in englischer Übersetzung: Maurice Winternitz: &#039;&#039;History of Indian Literatur&#039;&#039;, Motilal Barnarsidass, Delhi, 1985.&lt;br /&gt;
*[[ Aurobindo]]: &#039;&#039;Das Geheimnis des Veda&#039;&#039;, 2. Auflage 1997, Hinder + Deelmann, ISBN 3-873481-65-0&lt;br /&gt;
*Lokamanya Bâl Gangâdhar Tilak: &#039;&#039;Orion ou Recherches sur l&#039;Antiquité des Védas&#039;&#039;, Milan, Éditions Archè, 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/category/podcast/meditationsanleitung/ Meditation Anleitungen, darunter einige abstrakte Techniken aus dem Vedanta]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Artikel von Swami Sivananda: Vedanta]&lt;br /&gt;
* [http://www.sivananda.org/ Divine Life Society - Sivananda Ashram]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga, Philosophie===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=3&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seminare zum Thema indische Schriften===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=3&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Deussen Vedantasystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tapas&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: तपस् tapas &#039;&#039;n.&#039;&#039;) Wärme, Hitze, Glut; Qual, Schmerz, Plage; Askese, Kasteiung; [[Hatha Yoga]] Übung; einer der fünf [[Niyama]]s in [[Patanjali]]s [[Yogasutra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patanjali == &lt;br /&gt;
[[Yoga Sutra]], Kapitel II.32 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
शौचसन्तोषतपःस्वाध्यायेश्वरप्रणिधानानि नियमाः || 2.32 ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
śauca-santoṣa-tapaḥ-svādhyāyeśvara-praṇidhānāni niyamāḥ || 2.32 ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Niyama]]s bestehen aus Reinheit ([[Shaucha]]), Zufriedenheit ([[Santosha]]), &#039;&#039;&#039;Selbstzucht (Tapas)&#039;&#039;&#039;, Selbststudium ([[Svadhyaya]]) und Selbsthingabe ([[Ishvarapranidhana]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Yama}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multimedia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arten und Wirksamkeit von Tapas – BG.XVII 14===&lt;br /&gt;
Kurzvortrag von Sukadev Bretz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1366_Bhagavad_XVII_14.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sprachliches Tapas der eigenen Worte – BG.XVII 15===&lt;br /&gt;
Kurzvortrag von Sukadev Bretz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1367_Bhagavad_XVII_15.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gute Gedanken und edle Gefühlsregungen – BG.XVII 16===&lt;br /&gt;
Kurzvortrag von Sukadev Bretz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1368_Bhagavad_XVII_16.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==  &lt;br /&gt;
*[[Tapasvin]]&lt;br /&gt;
*[[Tapasvini]]&lt;br /&gt;
*[[Muni]]&lt;br /&gt;
*[[Sadhu]]&lt;br /&gt;
*[[Tapa]]&lt;br /&gt;
*[[Atapa]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
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* LANGUAGES&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
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		<title>Mantra</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ommanipadmehum.png|thumb|250px|&#039;&#039;Steine mit dem tibetischen Mantra Om mani padme hum&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Mantras&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: मन्त्र mantra &#039;&#039;m.&#039;&#039;&amp;quot;Hymne, Spruch&amp;quot;) sind [[Tradition|traditionell]] [[Energie]]n, die schon immer im Universum existierten und weder erfunden noch vernichtet werden können. Sie wurden von selbstverwirklichten Weisen ([[Rishi]]s) &amp;quot;geschaut&amp;quot; d.h. in tiefer [[Meditation]] empfangen. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; sollten befreien und haben eine sehr starke energetische Wirkung. Um diese Energien zu aktivieren wird das &#039;&#039;Mantra&#039;&#039; in einem bestimmten Rhythmus und in möglichst korrekter Aussprache wiederholt. Es gibt viele verschiedene &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; mit unterschiedlichen Wirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederholung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; in der Meditation wird [[Japa]] genannt. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; können entweder sprechend, flüsternd, singend ([[Kirtan]]) oder mental, also in Gedanken [[Zitat|rezitiert]] werden - zu jeder Zeit und der Meditation.&lt;br /&gt;
Zur Verstärkung der Wirkung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; für die Meditation gibt es die Möglichkeit der [[Mantraweihe]] - so nennt man die Einweihung in ein persönliches &#039;&#039;Mantra&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Arten von Mantras:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Moksha Mantras&#039;&#039;&#039; sind &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; die zur Befreiung / [[Moksha]] führen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Saguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „mit Eigenschaften und Form“, richten sich an einen bestimmten Aspekt Gottes.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nirguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „abstrakt, ohne Eigenschaften und Form“, richten sich an das Kosmische, Göttliche und Universelle ohne Namen und Form.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija Mantra]]s&#039;&#039;&#039; sind einsilbige Keim- oder Samen &#039;&#039;Mantras&#039;&#039;;  siehe  [[Om]]...&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;andere Mantras&#039;&#039;&#039; z.B. nicht in Sanskrit: Kyrie Eleison, [[Halleluja]], [[Amen]] usw..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Mantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: mantrā &#039;&#039;f.&#039;&#039;) Name eines weiblichen Dämons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Mantras.html Mantras für die Meditation]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Texte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mantra&amp;diff=59133</id>
		<title>Mantra</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Mantra&amp;diff=59133"/>
		<updated>2013-06-14T09:58:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ommanipadmehum.png|thumb|250px|&#039;&#039;Steine mit dem tibetischen Mantra Om mani padme hum&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Mantras&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: मन्त्र mantra &#039;&#039;m.&#039;&#039;&amp;quot;Hymne, Spruch&amp;quot;) sind [[Tradition|traditionell]] [[Energie]]n, die schon immer im Universum existierten und weder erfunden noch vernichtet werden können. Sie wurden von selbstverwirklichten Weisen ([[Rishi]]s) &amp;quot;geschaut&amp;quot; d.h. in tiefer [[Meditation]] empfangen. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; sollten befreien und haben eine sehr starke energetische Wirkung. Um diese Energien zu aktivieren wird das &#039;&#039;Mantra&#039;&#039; in einem bestimmten Rhythmus und in möglichst korrekter Aussprache wiederholt. Es gibt viele verschiedene &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; mit unterschiedlichen Wirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederholung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; in der Meditation wird [[Japa]] genannt. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; können entweder sprechend, flüsternd, singend ([[Kirtan]]) oder mental, also in Gedanken [[Zitat|rezitiert]] werden - zu jeder Zeit und der Meditation.&lt;br /&gt;
Zur Verstärkung der Wirkung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; für die Meditation gibt es die Möglichkeit der [[Mantraweihe]] - so nennt man die Einweihung in ein persönliches &#039;&#039;Mantra&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Arten von Mantras:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Moksha Mantras&#039;&#039;&#039; sind &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; die zur Befreiung / [[Moksha]] führen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Saguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „mit Eigenschaften und Form“, richten sich an einen bestimmten Aspekt Gottes.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nirguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „abstrakt, ohne Eigenschaften und Form“, richten sich an das Kosmische, Göttliche und Universelle ohne Namen und Form.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija Mantra]]s&#039;&#039;&#039; sind einsilbige Keim- oder Samen &#039;&#039;Mantras&#039;&#039;;  siehe  [[Om]]...&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;andere Mantras&#039;&#039;&#039; z.B. nicht in Sanskrit: Kyrie Eleison, [[Halleluja]], [[Amen]] usw..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Mantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: mantrā &#039;&#039;f.&#039;&#039;) Name eines weiblichen Dämons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Mantras.html Mantras für die Meditation]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Texte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
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		<title>Mantra</title>
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		<updated>2013-06-14T09:51:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ommanipadmehum.png|thumb|250px|&#039;&#039;Steine mit dem tibetischen Mantra Om mani padme hum&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Mantras&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: मन्त्र mantra &#039;&#039;m.&#039;&#039;&amp;quot;Hymne, Spruch&amp;quot;) sind [[Tradition|traditionell]] [[Energie]]n, die schon immer im Universum existierten und weder erfunden noch vernichtet werden können. Sie wurden von selbstverwirklichten Weisen ([[Rishi]]s) &amp;quot;geschaut&amp;quot; d.h. in tiefer [[Meditation]] empfangen. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; sollten befreien und haben eine sehr starke energetische Wirkung. Um diese Energien zu aktivieren wird das &#039;&#039;Mantra&#039;&#039; in einem bestimmten Rhythmus und in möglichst korrekter Aussprache wiederholt. Es gibt viele verschiedene &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; mit unterschiedlichen Wirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederholung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; in der Meditation wird [[Japa]] genannt. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; können entweder sprechend, flüsternd, singend ([[Kirtan]]) oder mental, also in Gedanken [[Zitat|rezitiert]] werden - zu jeder Zeit und der Meditation.&lt;br /&gt;
Zur Verstärkung der Wirkung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; für die Meditation gibt es die Möglichkeit der [[Mantraweihe]] - so nennt man die Einweihung in ein persönliches &#039;&#039;Mantra&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Arten von Mantras:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Moksha Mantras&#039;&#039;&#039; sind &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; die zur Befreiung / [[Moksha]] führen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Saguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „mit Eigenschaften und Form“, richten sich an einen bestimmten Aspekt Gottes.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nirguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „abstrakt, ohne Eigenschaften und Form“, richten sich an das Kosmische, Göttliche und Universelle ohne Namen und Form.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija Mantra]]s&#039;&#039;&#039; sind einsilbige Keim- oder Samen &#039;&#039;Mantras&#039;&#039;;  siehe  [[Om]]...&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;andere Mantras&#039;&#039;&#039; z.B. nicht in Sanskrit: Kyrie Eleison, [[Halleluja]], [[Amen]] usw..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Mantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: mantrā &#039;&#039;f.&#039;&#039;) Name eines weiblichen Dämons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Mantras.html Mantras für die Meditation]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Texte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
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		<title>Mantra</title>
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		<updated>2013-06-14T09:51:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Ommanipadmehum.png|thumb|250px|&#039;&#039;Steine mit dem tibetischen Mantra Om mani padme hum&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&#039;&#039;&#039;Mantras&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: मन्त्र mantra &#039;&#039;m.&#039;&#039;&amp;quot;Hymne, Spruch&amp;quot;) sind [[Tradition|traditionell]] [[Energie]]n, die schon immer im Universum existierten und weder erfunden noch vernichtet werden können. Sie wurden von selbstverwirklichten Weisen ([[Rishi]]s) &amp;quot;geschaut&amp;quot; d.h. in tiefer [[Meditation]] empfangen. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; sollten befreien und haben eine sehr starke energetische Wirkung. Um diese Energien zu aktivieren wird das &#039;&#039;Mantra&#039;&#039; in einem bestimmten Rhythmus und in möglichst korrekter Aussprache wiederholt. Es gibt viele verschiedene &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; mit unterschiedlichen Wirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederholung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; in der Meditation wird [[Japa]] genannt. &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; können entweder sprechend, flüsternd, singend ([[Kirtan]]) oder mental, also in Gedanken [[Zitat|rezitiert]] werden - zu jeder Zeit und der Meditation.&lt;br /&gt;
Zur Verstärkung der Wirkung eines &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; für die Meditation gibt es die Möglichkeit der [[Mantraweihe]] - so nennt man die Einweihung in ein persönliches &#039;&#039;Mantra&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Arten von Mantras:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Moksha Mantras&#039;&#039;&#039; sind &#039;&#039;Mantras&#039;&#039; die zur Befreiung / [[Moksha]] führen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Saguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „mit Eigenschaften und Form“, richten sich an einen bestimmten Aspekt Gottes.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Nirguna Mantra]]s&#039;&#039;&#039;, wörtlich „abstrakt, ohne Eigenschaften und Form“, richten sich an das Kosmische, Göttliche und Universelle ohne Namen und Form.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Bija Mantra]]s&#039;&#039;&#039; sind einsilbige Keim- oder Samen &#039;&#039;Mantras&#039;&#039;;  siehe  [[Om]]...&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;andere Mantras&#039;&#039;&#039; z.B. nicht in Sanskrit: Kyrie Eleison, [[Halleluja]], [[Amen]] usw..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Mantra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: mantrā &#039;&#039;f.&#039;&#039;) Name eines weiblichen Dämons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Mantras.html Mantras für die Meditation]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit Texte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sfalk</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=28323</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=28323"/>
		<updated>2012-07-30T09:37:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sfalk: Änderte den Schutz von „Hauptseite“ ([edit=sysop] (unbeschränkt) [move=sysop] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;floatright&amp;quot; style=&amp;quot;width: 400px; background-color: white;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;woodbg&amp;quot; style=&amp;quot;width:350px; margin:-10px 0 15px 25px; padding: 10px 0; border: 1px solid #663300; background-color: #FFFFCC;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| align=center style=&amp;quot;background-color: transparent&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;vertical-align:middle; text-align:center&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;[[Yoga]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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* [[Asana]] &lt;br /&gt;
* [[Ashram]] &lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] &lt;br /&gt;
* [[Erleuchtung]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gott]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya|Kriyas]]&lt;br /&gt;
* [[Mantra | Mantras]] &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[Guru |Meister]] &lt;br /&gt;
* [[Sivananda| Swami Sivananda]] &lt;br /&gt;
* [[Vishnu-devananda|Swami Vishnu-devananda]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=2 style=&amp;quot;border-bottom: 1px solid rgb(102,51,0);&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:middle; text-align:center&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;[[Ayurveda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:middle&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Ayurveda#Das_Vata-Dosha| Vata]]&lt;br /&gt;
* [[Ayurveda#Das_Pitta-Dosha| Pitta]]&lt;br /&gt;
* [[Ayurveda#Das_Kapha-Dosha |Kapha]]&lt;br /&gt;
* [[Ayurveda#Ayurvedische_Ern.C3.A4hrung| Ayurvedische Ernährung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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* [[Positives Denken ]]&lt;br /&gt;
* [[Tratak]]&lt;br /&gt;
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* [[Kombinierte_Mantrameditation | Kombinierte Mantrameditation]]&lt;br /&gt;
* [[Ausdehnungsmeditation]]&lt;br /&gt;
* [[Energiemeditation]]&lt;br /&gt;
* [[Eigenschaftsmeditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:middle; text-align:center&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;[[Sanskrit]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:middle&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Sanskrit| Glossar]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:middle; text-align:center&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;Verwandte Themen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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* [[Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
* [[Mystik]] &lt;br /&gt;
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** [[vom PC weg in Grüntöne Blumen &amp;amp; Bäume; Wald/Wiesen etc. draußen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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* [[Yoga_Vidya_e.V. |Yoga Vidya e.V.]] &lt;br /&gt;
* [[Yoga_Vidya#Berufsverband_der_Yoga_Vidya_Lehrer.2Finnen_.28BYV.29 |BYV]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga_Vidya#Berufsverband_der_Yoga_und_Ayurveda_Therapeuten_.28BYAT.29 |BYVG]] &lt;br /&gt;
* [[Yoga_Vidya#Berufsverband_der_Yoga_und_Ayurveda_Therapeuten_.28BYAT.29| BYAT]] &lt;br /&gt;
* [[Brahma_Vidya_Hilfswerk_e.V. |Hilfswerk]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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== Yoga Vidya  ==&lt;br /&gt;
Der [https://www.yoga-vidya.de/netzwerk/yogavidya/der-verein/ Yoga Vidya e.V.] ist ein gemeinnützig anerkannter, nicht kommerzieller Verein. Er betreibt Europas größte [[Yoga]] und [[Ayurveda]] Seminarhäuser mit jährlich ca. 3000 Seminaren, Aus- und Weiterbildungen. Hauptziel ist die verschiedenen Aspekte des [[Yoga]] und verwandter Disziplinen in Seminaren, Kursen und Ausbildungen weiter zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen ==&lt;br /&gt;
Du wirst hier nicht sofort fündig? &lt;br /&gt;
Vielleicht findest du hier, was du suchst: &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de Yoga Vidya Hauptseite]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/index.html Artikel über Yoga mit Yoga Suchmaschine] &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/asana/index.html Yoga Übungen] - umfassende Sammlung von Asanas und Pranayama&lt;br /&gt;
* [http://knol.google.com/k/yoga-und-meditation-basis-%C3%BCbungen Yoga und Meditation Basis-Übungen] - kreativer Hatha-Yoga&lt;br /&gt;
* [http://knol.google.com/k/nils-horn/die-wichtigsten-fragen-zu-yoga-gott-und/d0nwq0okqs4d/32 Die wichtigsten Fragen zu Yoga, Gott und Erleuchtung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/yogatherapie-portal/ Yogatherapie Portal] mit vielen Infos&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/Meditation Infos zu Meditation]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation Portal]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/profile/Entspannungmp3sVideosundvieleInfos Infos zu Tiefenentspannung]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de Yoga Community mit Forum]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ Umfangreiche Ayurveda Infos]&lt;br /&gt;
* [http://www.ayurveda-community.net Ayurveda Community mit Forum]&lt;br /&gt;
* [http://www.kinder-yoga.cc Kinder-Yoga Community mit Forum]&lt;br /&gt;
* Jährlicher Yogakongress im November [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/downloads/pdf/Yogakongress.pdf]&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de Yoga Lehrbuch für Anfänger]&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Wiki.yoga-vidya.de Artikel Vorlesen lassen]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Sfalk</name></author>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yogawiki:Impressum&amp;diff=20079</id>
		<title>Yogawiki:Impressum</title>
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		<updated>2011-08-16T13:29:44Z</updated>

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          o Die gesetzlichen Schranken des Urheberrechts und sonstigen Befugnisse zur privaten Nutzung;&lt;br /&gt;
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Wir sind bestrebt, in allen Publikationen die Urheberrechte der verwendeten Bilder, Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu beachten, selbst erstellte Bilder, Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu nutzen oder auf lizenzfreie Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
Bei der großen Anzahl an Autoren/Nutzern und Publikationen kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass von Benutzern dennoch unbefugt Material eingebracht wird, das bestehende Schutzrechte verletzt.&lt;br /&gt;
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		<title>Yogawiki:Impressum</title>
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		<updated>2011-08-16T13:29:25Z</updated>

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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yogawiki:Impressum&amp;diff=8349</id>
		<title>Yogawiki:Impressum</title>
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		<updated>2010-02-12T13:22:51Z</updated>

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