<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki.yoga-vidya.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Nichpe</id>
	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki.yoga-vidya.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Nichpe"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Nichpe"/>
	<updated>2026-06-15T15:39:24Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.6</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Om&amp;diff=41433</id>
		<title>Om</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Om&amp;diff=41433"/>
		<updated>2013-01-16T08:31:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nichpe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Om.png|right|100px]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Om&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Aum&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: ॐ, ओम् oṃ; ओंकार oṃkāra &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Om-Silbe&amp;quot;) ist das wichtigste und bekannteste [[Bija Mantra]], das universelle [[Mantra]]; das ursprüngliche Wort, das alles in sich enthält. Representation des Urklangs, der Schöpfung, der Essenz der [[Veda]]. Eine andere Bezeichnung für die Silbe &#039;&#039;Om&#039;&#039; ist [[pranava]]. In einigen [[Upanishade]]n erscheint auch die Variante [[aum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der umfassendsten und bedeutungsvollsten Symbole. &#039;&#039;Om&#039;&#039; steht für die [[Dreieinheit]]. Es ver[[körper]]t zum Beispiel die drei Bewustseinszustände: Wachzustand ([[jagrat]]), Traumzustand ([[svapna]]) und den Tiefschlaf ([[sushupti]]), oder auch die drei Aspekte [[Gott|Gottes]]: &#039;&#039;a&#039;&#039; steht für [[Vishnu]], &#039;&#039;u&#039;&#039; für [[Shiva]] und &#039;&#039;m&#039;&#039; für [[Brahma]]. &#039;&#039;Om&#039;&#039; beinhaltet aber auch immer ein Viertes Element, welches über die relativen Zustände hinaus geht ([[Turiya]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Om&#039;&#039; existiert als ewige, universelle Schwingung und ist Knotenpunkt zwischen der absoluten und der relativen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Om&#039;&#039; ist ein Klang, der seit vielen Jahrtausenden verwendet wird, um Körper, Geist und Seele zur Harmonie zu führen. Om wird in [[Hatha Yoga]] Stunden oft am Beginn und am Ende gesungen. Om wird auch besonders in der [[Meditation]] verwendet. Letztlich sind alle Klänge des Universums auf Om zurückzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wirkung des Om Singens==&lt;br /&gt;
Das Singen, bzw. die Rezitation von &#039;&#039;Om&#039;&#039; bringt den Körper in harmonische Schwingungen. Du kannst das selber leicht ausprobieren: Singe sehr langsam &#039;&#039;Om&#039;&#039;. Erst spürst du die Schwingung im Bauch, im Brustkorb, im Herzen und der unteren Wirbelsäule. Danach spürst du die Schwingung in der Kehle, in der mittleren und oberen Wirbelsäule. Dann spürst du den Klang in Stirn und Hinterkopf. Und schlussendlich fühlst du die Scheitelgegend und den Raum darüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Chanten]] von &#039;&#039;Om&#039;&#039; führt zu innerer Ruhe und verhilft zu Freude. 5-10 Minuten Singen von Om kann dich aus depressiven Stimmungen heraus holen. Die [[Chakra]]s werden angeregt, was du als angenehmes Pulsieren in Bauch, Brust, Kehle, Wirbelsäule, Stirn und Scheitel spürst. Das Energiefeld, die [[Aura]], das [[Prana]], werden ausgedehnt. Das spürst du als Gefühl der Verbundenheit, der Weite, ja der Liebe. Das Singen von Om ist eine der leichtesten Weisen, eine transzendente Erfahrung zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Mandukya Upanishad]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten [[Mantra]] dieser [[Upanishad]] wird über die heilige Silbe OM folgendes gesagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ओमित्येतदक्षरमिदं सर्वं तस्योपव्याख्यानं भूतं भवद्भविष्यदिति सर्वमोंकार एव | यच्चान्यत्त्रिकालातीतं तदप्योंकार एव || 1 ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oṃ ity etad akṣaram idaṃ sarvaṃ tasyopavyākhyānaṃ bhūtaṃ bhavad bhaviṣyad iti sarvam oṃkāra eva | yac cānyat trikālātītaṃ tad apy oṃkāra eva || 1 ||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OM: diese Silbe ([[akshara]]) ist das ganze Universum. Ihre weitere Erklärung ist wie folgt: das Vergangene ([[bhuta]]), das Gegenwärtige ([[bhavat]]) und das Zukünftige ([[bhavishyat]]), dieses alles ist wahrlich der Laut OM. Und was auch immer die drei Zeiten übersteigt, auch dies ist wahrlich der Laut OM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Pranava]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr Über Om ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_om.html Om] - Artikel von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nichpe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38464</id>
		<title>Pranayama</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38464"/>
		<updated>2012-12-14T11:57:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nichpe: /* Nutzen aus der Pranayamapraxis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: प्राणायाम, prāṇāyāma &#039;&#039;m.&#039;&#039;) setzt sich aus den beiden Wörtern [[prana]] (&amp;quot;Lebens[[energie]]&amp;quot;) und [[ayama]] (&amp;quot;kontrollieren&amp;quot;, &amp;quot;erweitern&amp;quot;; also: &amp;quot;Kontrolle über die Lebensenergie&amp;quot;) zusammen und umfasst die verschiedenen [[Atem]]übungen des Yoga. &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; ist eines der acht Glieder des [[Raja Yoga]] (bzw. [[Ashtanga Yoga]] oder [[Kriya Yoga]]) und dient der [[Harmonie|Harmonisierung]] des [[prana]] mit der Zielsetzung die fünf [[vayu]]s zu harmonisieren. Dabei werden drei verschieden Arten unterschieden: [[recaka]], [[puraka]] und [[kumbhaka]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; spricht man auch im Speziellen von den acht [[Mahakumbhaka]]s. Diese acht Atemübungen gelten als die wichtigsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Yoga Sutras von [[Patanjali]] == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मिन्सति श्वासप्रश्वासयोर्गतिविच्छेदः प्राणायामः ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmin sati śvāsa-praśvāsayor gati-vicchedaḥ prāṇāyāmaḥ ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dem so ist (d.h. man sich in einer stabilen und bequemen Sitzposition bzw. [[asana]] befindet), folgt die Atemregelung (&#039;&#039;prāṇāyāma&#039;&#039;), die ein Innehalten im Rhythmus von Ein- und Ausatmen ([[shvasa]]-[[prashvasa]]) bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
बाह्याभ्यन्तरस्तम्भवृत्तिर्देशकालसंख्याभिः परिदृष्टो दीर्घसूक्ष्मः ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-stambha-vṛttir deśa-kāla-saṃkhyābhiḥ paridṛṣṭo dīrgha-sūkṣmaḥ ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Atemregelung) besteht aus den Vorgängen ([[vritti]]) des Ausatmens, Einatmens und Anhaltens ([[stambha]]), und sie ist lang ([[dirgha]]) oder subtil ([[sukshma]]), wenn Ort ([[desha]]), Dauer ([[kala]]) und Zählung ([[samkhya]]) beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Begriffe des Ausatmens und Einatmens lauten wörtl.: äußerliche ([[bahya]]) Atemfunktion ([[vritti]]), innerliche ([[abhyantara]]) Atemfunktion (&#039;&#039;vṛtti&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भाह्याभ्यन्तरविषयाक्षेपी चतुर्थः ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-viṣayākṣepī caturthaḥ ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte (&#039;&#039;caturtha&#039;&#039;) Form (der Atemregelung) übersteigt den äußeren ([[bahya]]) und inneren ([[abhyantara]]) Bereich ([[vishaya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः क्षीयते प्रकाशावरणम् ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ kṣīyate prakāśāvaraṇam ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird der Schleier ([[avarana]]), der die innere Erleuchtung ([[prakasha]]) bedeckt, entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Pranayama ==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda war einer der [[Yoga Meister]] des 20. Jahrhunderts, der Pranayama in großem Stil bekannt gemacht hat. Galt Pranayama vor [[Swami Sivananda]] als geheim, wurde Pranayama durch Swami Sivanandas Bücher &amp;quot;Science of Pranayama&amp;quot; (Deutsch: [[Wissenschaft]] des Pranayama, [[Yoga Vidya Verlag]]) und &amp;quot;[[Kundalini Yoga]]&amp;quot; einer breiteren [[Öffentlichkeit]] zugänglich. Swami Sivananda ermutigte seine [[Schüler]] zu regelmäßiger Pranayama-Praxis. Die folgenden Ausschnitte sind dem Buch &amp;quot;Wissenschaft des Pranayama&amp;quot; entnommen. Man findet sie in ähnlicher Form auch im [[Buch]] &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Der [[Yogi]] speichert ein Übermaß an [[Prana]] durch regelmäßige Praxis von Pranayama, so wie eine Speicherbatterie, ein Akku, Elektrizität speichert. Der Yogi, der viel Prana gespeichert hat, strahlt [[Stärke]] und [[Vitalität]] aus. Ein Yogi ist wie ein starkes Kraftwerk. Wer mit einem solchen Yogi in nahen Kontakt kommt, nimmt von ihm Prana, [[Stärke]], [[Kraft]], [[Vitalität]] und Freude auf. So wie [[Wasser]] aus einem Gefäß in ein anderes fließt, fließt Prana tatsächlich wie ein ständiger [[Fluss]] von einem entwickelten Yogi zu schwachen [[Mensch]]en. Das kann der Yogi tatsächlich sehen, der seine innere yogische Sicht entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was bedeutet Kontrolle des Pranas ====&lt;br /&gt;
Pranayama hat einen wichtigen Platz im Yoga und auch im Hinduismus. Prana ist mit dem [[Geist]] verbunden; und durch den Geist mit dem [[Willen]]; und durch den [[Willen]] mit der individuellen [[Seele]], und durch sie mit der Höchsten Seele, dem [[Atman]]. Wenn Du die kleinen Prana-Wellen, die durch den Geist wirken, zu kontrollieren verstehst, wirst Du das [[Geheimnis]] der Herrschaft über das universelle Prana erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du das Prana steuern kannst, kannst Du vollständig alle Kräfte des Universums steuern - geistige und physische. Der Yogi kann auch die allgegenwärtige, sich manifestierende Kraft, [[Shakti]], steuern, aus der alle Energie stammt, sei es [[Magnetismus]], [[Elektrizität]], [[Schwerkraft]], Anziehungskraft, die Nervenströme, Lebenskräfte sowie die Gedankenschwingungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogi, der zu einem Fachmann in der [[Kenntnis]] dieses [[Geheimnis]]ses wird, hat keine [[Angst]] mehr vor irgendeiner Macht. Er hat die Meisterschaft über alle Manifestationen der Kraft im [[Universum]]. Das, was gemeinhin die Kraft der [[Persönlichkeit]], Charisma, genannt wird, ist nichts anderes als die natürliche Fähigkeit eines Menschen, sich seines Pranas zu bedienen. Manche Menschen sind im [[Leben]] erfolgreicher, einflussreicher und faszinierender als andere. All das beruht auf der Kraft seines Pranas. Solche Menschen manipulieren unbewusst, und nutzen ohne es zu wissen, denselben Einfluss, den der Yogi bewusst durch einen [[Befehl]] seines [[Willen]]s einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nutzen aus der Pranayamapraxis ====&lt;br /&gt;
Wenn Pranayama auch den [[Atem]] betrifft, so trainiert es auch sehr gut die inneren [[Organ]]e und den ganzen [[Körper]]. Pranayama beseitigt alle möglichen [[Krankheit]]en, verbessert die [[Gesundheit]], regt die [[Verdauung]] an, stärkt die [[Nerven]], beseitigt unbeherrschte Leidenschaften und erweckt die [[Kundalini]] Shakti. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der Pranayama übt, wird einen leichten [[Körper]] haben, frei sein von [[Krankheit]]. Er wird einen strahlenden [[Teint]] haben, eine wunderschöne melodiöse [[Stimme]] und einen angenehmen [[Körpergeruch]]. Sein [[Appetit]] wird gut sein, er wird innere Freude besitzen, eine schöne [[Figur]], [[Stärke]], [[Mut]], [[Begeisterung]]sfähigkeit, eine hohe [[Lebensqualität]], Kraft, [[Vitalität]] und gute [[Konzentration]] des Geistes. All seine geistigen Fähigkeiten werden stark entwickelt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranaheilung durch Pranayama ====&lt;br /&gt;
Wer Pranayama übt, kann sein Prana weitergeben und verschiedenste Krankheiten heilen. Genauso kann er sich selbst sofort wieder mit Prana neu aufladen, wenn er [[Kumbhaka]] (Atemanhalten) macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massiere sanft mit Deinen Händen die [[Bein]]e eines [[Rheuma]]kranken. Beim Massieren mache Kumbhaka, halte also immer wieder die Luft an. Stelle Dir vor, dass das Prana von Deinen Händen zum [[Patient]]en hin fließt. Verbinde Dich mit [[Hiranyagarbha]], dem kosmischen Prana. Dann stelle Dir vor, dass die kosmische [[Energie]] durch Deine Hände zum Patienten fließt. Der Patient wird sogleich [[Wärme]], [[Erleichterung]] und Kraft verspüren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mache ein-, zweimal einen Heilungsversuch an Dir selbst. Durch eigene Erfahrung wächst Deine eigene Überzeugung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst [[Kopfschmerzen]], [[Bauchkrämpfe]] und andere [[Leiden]] durch [[Massage]] und durch Deine magnetische, energetische [[Berührung]] heilen. Wenn Du die [[Leber]], die [[Galle]], den [[Magen]] oder andere Körperteile und Organe massierst, kannst Du mit den [[Zelle]]n sprechen und ihnen Befehle geben: “Oh Zellen! [[Arbeit]]et ordentlich. Ich befehlen Euch, das zu tun.” Sie werden Deinem [[Befehl]] gehorchen. Auch sie haben eine unterbewusste [[Intelligenz]]. Wiederhole Dein [[Mantra]], wenn Du an andere Dein Prana weitergibst. Versuche es ein paar Mal. Du wirst die [[Fähigkeit]] erwerben. (Anmerkung: Du kannst auch die Zellen freundlich bitten: &amp;quot;Liebe Zellen der Leber, bitte arbeitet gut. Ich danke euch. Bitte heilt die ganze Leber&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vertrauen]], klare [[Vorstellung]], große [[Aufmerksamkeit]] und [[Interesse]] sind wichtig bei der [[Heilung]] von Krankheiten durch das Weitergeben von Prana an erkrankte Stellen. Wenn Du in Deiner Konzentration und Praxis Fortschritte machst, kannst Du viele Krankheiten durch bloße Berührung heilen. In den fortgeschrittenen Stadien werden viele Krankheiten nur durch den [[Willen]] oder auch [[Gebet]] geheilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst Prana durch den Raum an einen entfernt lebenden Freund weitergeben. Das ist dann [[Fernheilung]]. Das Prana kann durch den Raum gehen wie die Radiowellen. Prana rast wie ein Blitz durch den Raum. Das Prana, das durch die Gedanken des Heilers gefärbt ist, wird nach außen projiziert. Du kannst Dich selbst immer wieder mit neuem Prana aufladen durch die Praxis von [[Kumbhaka]]. Dazu brauchst du langes, ausdauerndes und regelmäßiges [[Üben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke nie, dass Du Dein Prana [[burnout|erschöpfst]], wenn Du es an andere weitergibst. Je [[mehr]] Du gibst, desto mehr fließt es Dir aus der kosmischen Quelle zu. Das ist das Naturgesetz. Sei nicht [[geiz]]ig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama und Lebenszeit ====&lt;br /&gt;
Die [[Hatha Yoga Pradipika]] sagt, dass das [[Leben]] des Menschen aufgebaut ist aus seiner bestimmten Anzahl von Atemzügen. Die Zahl der Atmungen pro Minute ist im Durchschnittsmenschen fünfzehn. Wenn man die Anzahl der Atemzüge durch die Praxis von Kumbhaka, also Atemanhalten, reduzieren kann, oder den Atem weitestgehend anhalten kann durch [[Kechari Mudra]], kann man die Lebenszeit vergrößern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ausatmen]] ist [[Rechaka]]. [[Einatmen]] ist [[Puraka]]. Wenn der Atem stillsteht, ist das [[Kumbhaka]]. Kumbhaka ist [[Atemanhalten]]. Kumbhaka verlängert das Leben. Es steigert die innere spirituelle Kraft, Stärke und Vitalität. Wenn Du den Atem eine Minute lang anhältst, wird diese Minute zu Deiner Lebenszeit dazugezählt. [[Chang Dev]] lebte 1400 Jahre durch die Praxis vom Kumbhaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patanjali betont nicht so sehr die Praxis der einzelnen Pranayamas. Er sagt: “Atme langsam aus, dann atme ein und halte den Atem an. Dein Geist wird fest und ruhig sein.” Erst Hatha Yogis entwickelten Pranayama zu einer [[Wissenschaft]] und nennen verschiedene Übungen, die den verschiedenen Menschen entsprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungen ====&lt;br /&gt;
Wechselatmung: Sitze in [[Padmasana]] (Lotussitz) oder [[Siddhasana]] (halber Lotussitz) in Deinem Meditationsraum vor dem Bild Deines Ishta Devata (also vor deinem Altar). Schließe das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen. Atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch ein. Dann schließe auch das linke Nasenloch mit dem kleinen Finger und dem Ringfinger der rechten Hand. Halte den Atem an, solange es angenehm ist. Dann atme sehr, sehr langsam durch das rechte Nasenloch aus, nachdem Du den Daumen gelöst hast. Das war der halbe Vorgang. Dann atme durch das rechte Nasenloch ein. Halte die Luft an wie vorher und atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch wieder aus. Diese sechs Teile zusammen bilden ein Pranayama. Mache zwanzig am Morgen und zwanzig am Abend. Steigere langsam die Zahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle Dir vor, dass alle göttlichen Eigenschaften, zum Beispiel [[Barmherzigkeit]], [[Liebe]], [[Vergebung]], [[Shanti]] (Friedfertigkeit), [[Freude]] usw. mit der eingeatmeten Luft in Dein [[System]] eingehen, und dass alle negativen Eigenschaften wie [[Gier]], [[Zorn]], [[Habsucht]] usw. mit der ausgeatmeten Luft ausgestoßen werden. Wiederhole [[Om]] oder das [[Gayatri]] [[Mantra]] geistig während Puraka, Kumbhaka und Rechaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte Puraka, Kumbhaka und Rechaka so ein, dass Du nicht das Gefühl hast zu ersticken oder ein Unbehagen in irgendeiner anderen Phase des Pranayama verspürst. Du solltest nie das [[Gefühl]] haben, dass Du zwischen zwei Runden einige Male normal atmen mußt. Die Dauer von Puraka, Kumbhaka und Rechaka muss richtig bemessen sein. Die Übung verlangt Umsicht und Achtsamkeit. Durch Übung wird Pranayama erfolgreich und einfach werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlängere die Phase der Ausatmung nicht unnötig . Wenn du die Dauer von Rechaka zu sehr verlängerst, wird die darauf folgende Einatmung hastig erfolgen und den [[Rhythmus]] stören. Regele Puraka, Kumbhaka und Re-chaka so sorgfältig , dass es Dir sehr angenehm ist. Mache nicht nur ein Runde von Pranayama, sondern das volle Ausmaß der Pranayamarunden, die du dir vorgenommen hast. [[Erfahrung]] und Übung werden Dir helfen. Übung macht den [[Meister]], Übung macht die Meisterin. Sei ausdauernd. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Du am Ende von Kumbhaka ausreichend Luft haben mußt, um Rechaka mühelos und im richtigen Verhältnis zu Puraka machen zu können. Das Verhältnis von Puraka, Kumbhaka und Rechaka ist 1: 4: 2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele andere Pranayamas. [[Suryabheda]] und [[Ujjayi]] erzeugen innere Wärme. [[Sitkari]] und [[Sitali]] kühlen, [[Bhastrika]] erhält die Normaltemperatur und wirkt energieerweckend. [[Suryabheda]] beseitigt ein Übermaß an Vata; Ujjayi Kapha; Sitkari und Sitali Pitta; und Bhastrika harmonisiert alle drei [[Dosha]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe Suryabheda und Ujjayi besonders im Winter. Übe Sitkari und Sitali besonders an heißen Sommertagen. Du kannst Bhastrika zu jeder Jahreszeit üben. Menschen, deren Körper auch im Winter warm sind, können Sitkari und Sitali im Winter praktizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbreitete Ängste in Zusammenhang mit der Praxis von Pranayama ====&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Pranayamaübungen können auch ohne die Hilfe eines [[Lehrer]]s ausgeführt werden. Ein Lehrer ist nötig, wenn Du lange Zeit Kumbhaka praktizieren willst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis von Pranayama, [[Asana]]s usw. liegt keine Gefahr, wenn Du vorsichtig bist und Deinen gesunden [[Menschenverstand]] benutzt. Die Aufregung der Menschen in Bezug auf Pranayama ist unnötig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allem liegt eine [[Gefahr]], wenn du nicht sorgsam bist. Wenn Du unvorsichtig die Stufen einer Treppe hinunter gehst, kannst Du fallen und Dir die Arme und Beine brechen. Wenn Du unvorsichtig im Straßenverkehr bist, wird Dich ein Auto überfahren. Wenn Du achtlos bist beim Kauf einer Fahrkarte für den Zug, wirst Du Deine Geldbörse verlieren. Wenn Du achtlos irgendwelche [[Mixtur]]en von [[Kräuter]]n verabreichst, kannst Du Deinen [[Patient]]en schaden, da Du ein [[Gift]] oder eine falsche [[Medizin]] gibst, oder indem Du eine [[Überdosis]] von einem [[Medikament]] verordnest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei achtsam bei deiner Ernährnung wenn Du Pranayama übst. Iss nicht zuviel. Nimm leichte, leichtverdauliche und nahrhafte Speisen zu Dir. Übe auch im Geschlechtsverkehr Mäßigung. Übertreibe das Atemanhalten nicht. Du kannst auch zuerst ein, zwei Monate lang bei der Wechselatmung nur ein- und ausatmen, ohne den Atem anzuhalten. Atme sehr, sehr langsam ein. Wenn Du diese Regeln befolgst, liegt in der Pranayamapraxis keine Gefahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einige Hinweise zum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Die richtige [[Sitzhaltung]], [[Asana]], ist eine unerlässliche Voraussetzung für das erfolgreiche Üben von Pranayama. Du brauchst aber mit der Übung von Pranayama nicht abzuwarten, bis Du absolute Herrschaft über die Asana hast. Übe Asana, und gleichzeitig kannst Du auch Pranayama üben. Im Laufe der Zeit, wirst Du in beidem [[Vollkommenheit]] erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum, in dem Du Pranayama übst, sollte nicht stickig oder schlecht gelüftet sein. Er sollte trocken und luftig sein. Du kannst an einem Fluss üben oder an einem See, in der Ecke des Gartens, an der frischen Luft oder auf dem [[Gipfel]] oder am [[Fuß]] eines [[Hügel]]s. &lt;br /&gt;
Im [[Sommer]], kannst Du besonders in den kühlen Morgenstunden üben. Setze Dich an einen Fluss, einen [[See]] oder ans [[Meer]], wenn es Dir möglich ist. Wenn zu heiße Winde wehen, beende das Pranayama (Anmerkung: Das trifft besonders in Indien zu). Du kannst Sitali machen, um an heißen Sommertagen  den Körper zu kühlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atme immer sehr langsam ein und aus. Mache dabei kein Geräusch. Bei Pranayamas wie Bhastrika, Kapalabhati, Sitali und Sitkari mag ein leichtes Geräusch zu hören sein, ein möglichst leiser Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Phase des Pranayama sollte mühelos sein. Spüre beim Pranayama Freude und [[Vergnügen]]. Spüre keine zu starke Mühe. &lt;br /&gt;
Mache nicht Pranayama so lange, bis Du müde bist. Bade und dusche nicht unmittelbar nach dem Ende der Yogaübungen. Ruhe eine halbe Stunde lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Du Pranayama übst, wiederhole Dein [[Ishta Mantra]], also das Mantra, das du auch für die Meditation benutz. Das ist reiner Yoga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei normalen weltlichen Menschen ist die Atmung unregelmäßig. Eine richtige Atemgewohnheit kann durch die regelmäßige Praxis von Pranayama entwickelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Yogis von einst, wie Shri [[Jnanadev]], [[Trailinga Swami]], [[Ramalinga Swami]] und andere hatten die Kraft, das Prana auf verschiedene Weise zu nutzen. Du kannst das auch, indem Du Pranayama durch richtige Atemübungen machst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du atmest Prana, nicht die atmosphärische Luft. Erkenne die geheimnisvollen inneren Lebenskräfte, die dem Atem zugrunde liegen. Werde ein Yogi und strahle Freude, Licht und Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtigste Pranayama und Übungsprogramme bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
==== Grundatmungsarten ====&lt;br /&gt;
* [[Bauchatmung]] ([[Zwerchfell]]atmung) - für das tägliche Leben.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus; Ausatmen - Bauch hinein. Gleich lang ein- und ausatmen (ca. 3-4 Sek.)&lt;br /&gt;
* [[Vollständige Yoga-Atmung]] - bei anstrengender körperlicher Bewegung; immer, wenn mehr Sauerstoff benötigt wird; bei Asanas und fortgeschrittenem Pranayama.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus und Brust ausdehnen; Ausatmen - Brust hinein und Bauch hinein. Wichtig: Bewegung sollte fließend sein. Ausatmung kann doppelt so langsam sein wie Einatmung&lt;br /&gt;
* [[Kevala Kumbhaka]] (meditativer Atem): Etwa 4 Sekunden einatmen, etwa 4 Sekunden ausatmen. Dabei so wenig Luft ein und ausatmen wie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spezielle Energietechniken für das Pranayama ====&lt;br /&gt;
Können mit vielen Atemübungen, mit [[Asana]]s und auch mit dem Atem im täglichen Leben verbunden werden:&lt;br /&gt;
* [[Ujjayi]]: [[Stimmritze]] leicht verschließen. Beim Ein- und Ausatmen hörbaren [[Klang]] erzeugen (ähnlich wie beim „Ha“, nur atmest du durch die Nase). Es gibt auch lautloses Ujjayi. Aktiviert und harmonisiert [[Udana Vayu]]. Beruhigt [[Vata]]. Reduziert [[Kapha]].&lt;br /&gt;
* [[Mula Bandha]]: Zusammenziehen der [[Beckenbodenmuskeln]] (Anusschließmuskeln, Perineum, Geschlechtsmus-keln, Harnleitermuskeln) beim Einatmen.&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]]: [[Zungenspitze]] an das [[Gaumendach]]. Aktiviert [[Ajna Chakra]]. Öffnet die [[Sushumna]]&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]]: Zungenspitze nach hinten Richtung [[Kehle]]. Zungenunterseite am weichen Teil des Gaumens (weit hinten).&lt;br /&gt;
* [[Lächeln]]: Aktiviert und harmonisiert Prana (sowohl beim Übenden als auch bei den Menschen in der Umgebung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einfache Atemübungen ====&lt;br /&gt;
* [[Aufladeübung]] 1 (im [[Stehen]], [[Sitzen]], [[Liegen]]): Auf [[Sonnengeflecht]] konzentrieren. Bewusst einatmen (ca. 3-4 Sek. lang), [[Bauch]] hinaus, dabei [[Energie]], [[Licht]], [[Wärme]] zum [[Bauch]] schicken. Ausatmen, Bauch hinein (ca. 3-4 Sekunden lang). Beim Ausatmen kann die Energie dahin geschickt werden, wo sie nötig ist. Diese Übung kann jederzeit gemacht, und so oft wiederholt werden, wie man will. Variationen siehe unten&lt;br /&gt;
* Aufladeübung 2 (im Stehen): Füße hüftbreit auseinander, Fußinnenseiten parallel, Knie leicht gebeugt, [[Lendenwirbelsäule]] ganz aufgerichtet, [[Becken]] gekippt. Hände über [[Kreuz]] oberhalb des [[Nabel]]s. Einatmen, Handfläche nach außen und oben und die Arme heben bis über den [[Kopf]]. Dabei die Knie ausstrecken. Stelle Dir dabei vor, dass Du beim Einatmen Energie aufnimmst. Anhalten, Hände falten und nach links und nach rechts beugen. Stelle Dir vor, dass Du die Energie im Körper verteilst. Ausatmen, Handflächen nach unten geben. Dabei leicht die Knie beugen. Stelle dir dabei vor, dass du die Energie in alle Richtungen weiter gibst.&lt;br /&gt;
* Variationen: Beim Einatmen [[Mula Bandha]] und [[Ujjayi]] Atmung. Beim Anhalten Mula Bandha. Beim Ausatmen ohne Mula Bandha aber mit Ujjayi.&lt;br /&gt;
* Entspannendes Pranayama: (im Stehen, Sitzen, Liegen): Vier Sekunden lang einatmen, 4 Sekunden lang die Luft anhalten, 8 Sekunden lang ausatmen, 4 Sekunden lang die Luft mit leeren Lungen anhalten.&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha]]: Aufrecht stehen. Vollständig ausatmen, Knie leicht beugen, mit Händen das Gewicht auf die Knie geben, Bauch hineinziehen. Mit leeren Lungen den Atem solange anhalten, wie es bequem ist. Dann Bauch nach vorne lassen und einatmen. Zwischenatmen. 2-4 Mal wiederholen. Am besten morgens nach dem Aufstehen.&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara]]: Wie bei Uddhiyana Bandha anfangen. Nach dem Ausatmen mit leeren Lungen Bauch nach vorne und zurückgeben. Solange machen wie möglich, dann Bauch nach vorne geben und einatmen. 2-4 Runden ma-chen. Am besten direkt im Anschluss an Uddhiyana Bandha.&lt;br /&gt;
* [[Gorilla]]: Vollständig einatmen. Dann Luft anhalten, Brustkorb ausdehnen. Mit Fingern auf Brustkorb trommeln. Dann Lippen schürzen und durch Mund stoßweise ausatmen, bis Lungen leer. Dann Uddhiyana Bandha (Bauch einziehen) solange wie bequem. Wieder vollständig einatmen und wiederholen. Beim zweiten Mal mit Handflächen auf dem Brustkorb trommeln, beim dritten Mal mit den Fäusten.&lt;br /&gt;
* Atmung zur Kontrolle des Niesreizes (bei Heuschnupfen): (im Sitzen, Stehen, Liegen, Gehen,...) Vollständig, zügig einatmen. Extrem langsam und vollständig ausatmen. Wiederholen, bis Niesreiz verschwunden.&lt;br /&gt;
* Sukha Pranayama: Im Sitzen, Liegen, Stehen, Gehen und fast jeder Lage möglich: Bequem einatmen, dabei vorstellen, dass Energie hineinströmt. Luft anhalten. Ausatmen, dabei bewusst entspannen. Kann mit M[[ula Bandha]], Lächeln, [[Ujjayi]], [[Khechari Mudra]] oder [[Nabho Mudra]] verbunden werden. Den Rhythmus so wählen, wie er angenehm erscheint. Varianten wie beim gehenden Pranayama (siehe unten) möglich. In Phasen von mangelnder Konzentration in der Meditation kannst du auch Sukha Pranayama üben.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 1: 3-4 Schritte einatmen. 3-4 Schritte lang ausamten.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 2: doppelt so lange ausatmen wie einatmen.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 3: Einatmen:Anhalten:Ausatmen:Anhalten im Rhythmus 2:1:2:1 Beispiel: 4 Schritte lang einatmen, 2 Schritte lang anhalten, 4 Schritte lang ausatmen, 2 Schritte lang anhalten. Kann mit Mula Bandha, Lächeln, Ujjayi, Khechari Mudra oder Nabho Mudra verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Atmungstechniken für Harmonisierung von Emotionen ====&lt;br /&gt;
* Gegen [[Lampenfieber]]/Vorgesetzten[[angst]] etc.: 4 Sekunden langsam und bewusst einatmen, 4 Sekunden langsam und bewusst ausatmen. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus. Beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Beim Einatmen stelle Dir vor, dass Licht in Dich zum Bauch hineinfließt. Beim Ausatmen schicke diese Energie zum Herzen oder zum Kopf. Du kannst Dir auch beim Einatmen vorstellen, dass von oben über den Scheitel Licht in Dich bis zum Bauch einströmt. Beim Ausatmen schickst Du dieses Licht zu den/dem Menschen, zu/mit dem/denen Du gleich sprechen willst.&lt;br /&gt;
* Gegen Alltags[[ärger]]: Relativ langsam einatmen, Bauch hinaus. Genau doppelt so langsam ausatmen, Bauch hinein. Eventuell zählen, z.B. einatem Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 – ausatmen Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 Om 5 Om 6 Om 7 Om 8&lt;br /&gt;
* Gegen Energiemangel, Niedergeschlagenheit: Aufladeübung (wie oben), eventuell noch mit Mula Bandha und lautlosem Ujjayi verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reinigungs - Pranayamas ====&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]]: Mit gekreuzten Beinen hinsetzen. Wichtig: Rücken gerade, Nacken gerade. Schnell mit dem Bauch ein- und ausatmen (Einatmung entspannt und 3x solange wie Ausatmung). Anfangs 20-30 Mal atmen, später bis auf 200 steigerbar. Anschließend zwei tiefe Atemzüge, dann die Luft anhalten (Lungen zu 75% gefüllt). Ausatmen, wenn es unbequem wird. 3-5 Runden machen. Beim Anhalten kann [[Mula Bandha]] angewendet werden (kein [[Jalandhara Bandha]])&lt;br /&gt;
* [[Wechselatmung]]:  Nasenlöcher abwechselnd mit rechtem Daumen und Ringfinger schließen. Links einatmen, Atem anhalten, rechts ausatmen, rechts einatmen, anhalten, links ausatmen = eine Runde. Anfänger: Verhältnis Einatmen: Anhalten: Ausatmen = 1:1:2; Fortgeschrittene Anfänger 1:2:2; Mittelstufe und Fortgeschrittene 1:4:2. [[Konzentration]] auf Reinigung der [[Nadi]]s oder [[Ajna Chakra]].&lt;br /&gt;
* Wechselatmung mit Bandhas (nur für Fortgeschrittenere): Beim Anhalten Mula Bandha und [[Jalandhara Bandha]]. Fortgeschrittene: Auch beim Einatmen Mula Bandha, nach dem Ausatmen 4 Sekunden. Uddhiyana Bandha (Beschreibung der Bandhas siehe unten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama zur Harmonisierung der Doshas ====&lt;br /&gt;
laut [[Hatha Yoga Pradipika]]. [[Dosha]]s sind die Bioenergien im [[Ayurveda]]:&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Kapha]]: Ujjayi. Alle 6 [[Kriya]]s: [[Kapalabhati]], [[Kunjar Kriya]], [[Neti]], [[Basti]], [[Tratak]], [[Nauli]] bzw. [[Agni Sara]]&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Vata]]: [[Surya Bedha]] (einfache Variation: ohne Jalandhara Bandha: Einatmen durch das rechte Nasenloch, Ausatmen durch das linke [[Nasenloch]]); [[Ujjayi]] Atem. Bei Vata Überschuss sollte nicht zu viel Kapalabhati geübt werden.&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Pitta]]: [[Sitali]], [[Sitkari]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungsprogramme ====&lt;br /&gt;
Übungsprogramme:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur allgemeinen Hebung des Energielevels&#039;&#039;&#039;, Entspannung, zur Erhöhung der [[Lungenkapazität]], Vorbeugen von [[Heuschnupfen]], [[Erkältung]] u.s.w.: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3 Runden [[Kapalabhati]] und 5-10 Runden [[Wechselatmung]] (ohne [[Bandhas]]), eventuell anschließend 5-10 Runden [[Brahmari]] (ohne Anhalten, ohne Bandhas). Für jeden geeignet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur Reinigung der [[Nadi]]s (Energiekanäle) und Erhöhung der [[Konzentration]]&#039;&#039;&#039;: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Wechselatmung mit Bandhas (beginnend mit 4 Runden Samanu). Anschließend eventuell 5-10 Runden Bhramari (mit Bandhas und Atem Anhalten) und 1-2 Runden einfaches [[Bhastrika]] (Mittelstufe). Hilfreich: Tägliches Üben von [[Asana]]s (20-40 Minuten), [[Meditation]] (20-30 Minuten), [[vegetarisch]]e Lebensweise (ohne [[Alkohol]], [[Nikotin]], [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], eventuell auch ohne [[Zwiebeln]], [[Knoblauch]])&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur starken Erhöhung von [[Prana]], Erweckung der [[Kundalini]] und Erweiterung des [[Bewusstsein]]s&#039;&#039;&#039;: Grunda-mungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20-40 Runden Wechselatmung mit [[Bandhas]] (beginnend mit 4 Runden [[Samanu]]).. Anschließend 5-15 Runden [[Ujjayi]], 5-15 Runden [[Surya Bheda]], 3-5 Runden [[Bhastrika]] (fortgeschrittenes). Obiges Programm kann auch zweimal gemacht werden (morgens und abends). Hilfreich: Anschließend [[Mudra]]s, insbesondere [[Mahamudra]], [[Viparita Karani Mudra]], [[Khechari Mudra]]. Notwendig: Tägliches Üben von Asanas (20-40 Minuten), Meditation (20-30 Minuten), vegetarische Lebensweise (ohne Alkohol, Nikotin, Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Pilze).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anti-Asthma-Programm:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 15 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Vata-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 2 langsame Runden Kapalabhati (20-30 Ausatmungen), evtl. mit Agni Sara nach dem Ausatmen, 10 Runden Wechselatmung mit Ujjayi-Atem, 5 Runden Surya Bedha (einfach), 10 Runden Bhramari, &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pitta-Reduktions-Pranayama:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 5-10 Runden Chandra Bed-ha, (links ein, anhalten, rechts aus), 5-10 Runden Sitali, evtl. zur Herzöffnung 5-10 Runden Bhramari, evtl. 5-10 Runden Murcha mit langem Ausatmen&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kapha-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 5 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen Depression Programm 1&#039;&#039;&#039;: 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung. Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Energiemangel]] der Hauptgrund ist. &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen [[Depression]] Programm 2&#039;&#039;&#039;: 0-3 Runden Kapalabhati, 5 Runden Wechselatmung, 10-20 Run-den Bhramari mit Konzentration auf das Herz, 10 Runden [[Murccha]] mit langem Ausatmen, evtl. [[Plavini]] (beides mit [[Konzentration]] auf das [[Herz]], bzw. [[Freude]] im Herzen). Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Gefühlsleere]] oder abgrundtiefe [[Traurigkeit]] der Hintergrund ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p42_Die-Wissenschaft-des-Pranayama/ Wissenschaft des Pranayama], Swami Sivananda, Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Göttliche Erkenntnis], Swami Sivananda, Mangalam Books Verlag&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Pranayama.html Pranayama], auf der Yoga Vidya Hauptseite&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ Chakra] Portal&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/De.wikipedia.org/pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Wiki.yoga-vidya.de/Pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Vayu]]&lt;br /&gt;
* Die acht [[Mahakumbhaka]]s &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ashtanga}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vayu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nichpe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38459</id>
		<title>Pranayama</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38459"/>
		<updated>2012-12-14T11:52:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nichpe: /* Was bedeutet Kontrolle des Pranas */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: प्राणायाम, prāṇāyāma &#039;&#039;m.&#039;&#039;) setzt sich aus den beiden Wörtern [[prana]] (&amp;quot;Lebens[[energie]]&amp;quot;) und [[ayama]] (&amp;quot;kontrollieren&amp;quot;, &amp;quot;erweitern&amp;quot;; also: &amp;quot;Kontrolle über die Lebensenergie&amp;quot;) zusammen und umfasst die verschiedenen [[Atem]]übungen des Yoga. &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; ist eines der acht Glieder des [[Raja Yoga]] (bzw. [[Ashtanga Yoga]] oder [[Kriya Yoga]]) und dient der [[Harmonie|Harmonisierung]] des [[prana]] mit der Zielsetzung die fünf [[vayu]]s zu harmonisieren. Dabei werden drei verschieden Arten unterschieden: [[recaka]], [[puraka]] und [[kumbhaka]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; spricht man auch im Speziellen von den acht [[Mahakumbhaka]]s. Diese acht Atemübungen gelten als die wichtigsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Yoga Sutras von [[Patanjali]] == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मिन्सति श्वासप्रश्वासयोर्गतिविच्छेदः प्राणायामः ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmin sati śvāsa-praśvāsayor gati-vicchedaḥ prāṇāyāmaḥ ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dem so ist (d.h. man sich in einer stabilen und bequemen Sitzposition bzw. [[asana]] befindet), folgt die Atemregelung (&#039;&#039;prāṇāyāma&#039;&#039;), die ein Innehalten im Rhythmus von Ein- und Ausatmen ([[shvasa]]-[[prashvasa]]) bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
बाह्याभ्यन्तरस्तम्भवृत्तिर्देशकालसंख्याभिः परिदृष्टो दीर्घसूक्ष्मः ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-stambha-vṛttir deśa-kāla-saṃkhyābhiḥ paridṛṣṭo dīrgha-sūkṣmaḥ ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Atemregelung) besteht aus den Vorgängen ([[vritti]]) des Ausatmens, Einatmens und Anhaltens ([[stambha]]), und sie ist lang ([[dirgha]]) oder subtil ([[sukshma]]), wenn Ort ([[desha]]), Dauer ([[kala]]) und Zählung ([[samkhya]]) beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Begriffe des Ausatmens und Einatmens lauten wörtl.: äußerliche ([[bahya]]) Atemfunktion ([[vritti]]), innerliche ([[abhyantara]]) Atemfunktion (&#039;&#039;vṛtti&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भाह्याभ्यन्तरविषयाक्षेपी चतुर्थः ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-viṣayākṣepī caturthaḥ ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte (&#039;&#039;caturtha&#039;&#039;) Form (der Atemregelung) übersteigt den äußeren ([[bahya]]) und inneren ([[abhyantara]]) Bereich ([[vishaya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः क्षीयते प्रकाशावरणम् ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ kṣīyate prakāśāvaraṇam ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird der Schleier ([[avarana]]), der die innere Erleuchtung ([[prakasha]]) bedeckt, entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Pranayama ==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda war einer der [[Yoga Meister]] des 20. Jahrhunderts, der Pranayama in großem Stil bekannt gemacht hat. Galt Pranayama vor [[Swami Sivananda]] als geheim, wurde Pranayama durch Swami Sivanandas Bücher &amp;quot;Science of Pranayama&amp;quot; (Deutsch: [[Wissenschaft]] des Pranayama, [[Yoga Vidya Verlag]]) und &amp;quot;[[Kundalini Yoga]]&amp;quot; einer breiteren [[Öffentlichkeit]] zugänglich. Swami Sivananda ermutigte seine [[Schüler]] zu regelmäßiger Pranayama-Praxis. Die folgenden Ausschnitte sind dem Buch &amp;quot;Wissenschaft des Pranayama&amp;quot; entnommen. Man findet sie in ähnlicher Form auch im [[Buch]] &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Der [[Yogi]] speichert ein Übermaß an [[Prana]] durch regelmäßige Praxis von Pranayama, so wie eine Speicherbatterie, ein Akku, Elektrizität speichert. Der Yogi, der viel Prana gespeichert hat, strahlt [[Stärke]] und [[Vitalität]] aus. Ein Yogi ist wie ein starkes Kraftwerk. Wer mit einem solchen Yogi in nahen Kontakt kommt, nimmt von ihm Prana, [[Stärke]], [[Kraft]], [[Vitalität]] und Freude auf. So wie [[Wasser]] aus einem Gefäß in ein anderes fließt, fließt Prana tatsächlich wie ein ständiger [[Fluss]] von einem entwickelten Yogi zu schwachen [[Mensch]]en. Das kann der Yogi tatsächlich sehen, der seine innere yogische Sicht entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was bedeutet Kontrolle des Pranas ====&lt;br /&gt;
Pranayama hat einen wichtigen Platz im Yoga und auch im Hinduismus. Prana ist mit dem [[Geist]] verbunden; und durch den Geist mit dem [[Willen]]; und durch den [[Willen]] mit der individuellen [[Seele]], und durch sie mit der Höchsten Seele, dem [[Atman]]. Wenn Du die kleinen Prana-Wellen, die durch den Geist wirken, zu kontrollieren verstehst, wirst Du das [[Geheimnis]] der Herrschaft über das universelle Prana erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du das Prana steuern kannst, kannst Du vollständig alle Kräfte des Universums steuern - geistige und physische. Der Yogi kann auch die allgegenwärtige, sich manifestierende Kraft, [[Shakti]], steuern, aus der alle Energie stammt, sei es [[Magnetismus]], [[Elektrizität]], [[Schwerkraft]], Anziehungskraft, die Nervenströme, Lebenskräfte sowie die Gedankenschwingungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogi, der zu einem Fachmann in der [[Kenntnis]] dieses [[Geheimnis]]ses wird, hat keine [[Angst]] mehr vor irgendeiner Macht. Er hat die Meisterschaft über alle Manifestationen der Kraft im [[Universum]]. Das, was gemeinhin die Kraft der [[Persönlichkeit]], Charisma, genannt wird, ist nichts anderes als die natürliche Fähigkeit eines Menschen, sich seines Pranas zu bedienen. Manche Menschen sind im [[Leben]] erfolgreicher, einflussreicher und faszinierender als andere. All das beruht auf der Kraft seines Pranas. Solche Menschen manipulieren unbewusst, und nutzen ohne es zu wissen, denselben Einfluss, den der Yogi bewusst durch einen [[Befehl]] seines [[Willen]]s einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nutzen aus der Pranayamapraxis ====&lt;br /&gt;
Wenn Pranayama auch den [[Atem]] betrifft, so trainiert es auch sehr gut die inneren [[Organ]]e und den ganzen [[Körper]]. Pranayama beseitigt alle möglichen [[Krankheit]]en, verbessert die [[Gesundheit]], regt die [[Verdauung]] an, stärkt die [[Nerven]], beseitigt unbeherrschte Leidenschaften und erweckt die [[Kundalini]] Shakti. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der/die Pranayama übt, wird einen leichten [[Körper]] haben, frei sein von [[Krankheit]]. Er wird einen strahlenden [[Teint]] haben, eine wunderschöne melodiöse [[Stimme]] und einen angenehmen [[Körpergeruch]]. Sein [[Appetit]] wird gut sein, er wird innere Freude besitzen, eine schöne [[Figur]], [[Stärke]], [[Mut]], [[Begeisterung]]sfähigkeit, eine hohe [[Lebensqualität]], Kraft, [[Vitalität]] und gute [[Konzentration]] des Geistes. All seine geistigen Fähigkeiten werden stark entwickelt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranaheilung durch Pranayama ====&lt;br /&gt;
Wer Pranayama übt, kann sein Prana weitergeben und verschiedenste Krankheiten heilen. Genauso kann er sich selbst sofort wieder mit Prana neu aufladen, wenn er [[Kumbhaka]] (Atemanhalten) macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massiere sanft mit Deinen Händen die [[Bein]]e eines [[Rheuma]]kranken. Beim Massieren mache Kumbhaka, halte also immer wieder die Luft an. Stelle Dir vor, dass das Prana von Deinen Händen zum [[Patient]]en hin fließt. Verbinde Dich mit [[Hiranyagarbha]], dem kosmischen Prana. Dann stelle Dir vor, dass die kosmische [[Energie]] durch Deine Hände zum Patienten fließt. Der Patient wird sogleich [[Wärme]], [[Erleichterung]] und Kraft verspüren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mache ein-, zweimal einen Heilungsversuch an Dir selbst. Durch eigene Erfahrung wächst Deine eigene Überzeugung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst [[Kopfschmerzen]], [[Bauchkrämpfe]] und andere [[Leiden]] durch [[Massage]] und durch Deine magnetische, energetische [[Berührung]] heilen. Wenn Du die [[Leber]], die [[Galle]], den [[Magen]] oder andere Körperteile und Organe massierst, kannst Du mit den [[Zelle]]n sprechen und ihnen Befehle geben: “Oh Zellen! [[Arbeit]]et ordentlich. Ich befehlen Euch, das zu tun.” Sie werden Deinem [[Befehl]] gehorchen. Auch sie haben eine unterbewusste [[Intelligenz]]. Wiederhole Dein [[Mantra]], wenn Du an andere Dein Prana weitergibst. Versuche es ein paar Mal. Du wirst die [[Fähigkeit]] erwerben. (Anmerkung: Du kannst auch die Zellen freundlich bitten: &amp;quot;Liebe Zellen der Leber, bitte arbeitet gut. Ich danke euch. Bitte heilt die ganze Leber&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vertrauen]], klare [[Vorstellung]], große [[Aufmerksamkeit]] und [[Interesse]] sind wichtig bei der [[Heilung]] von Krankheiten durch das Weitergeben von Prana an erkrankte Stellen. Wenn Du in Deiner Konzentration und Praxis Fortschritte machst, kannst Du viele Krankheiten durch bloße Berührung heilen. In den fortgeschrittenen Stadien werden viele Krankheiten nur durch den [[Willen]] oder auch [[Gebet]] geheilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst Prana durch den Raum an einen entfernt lebenden Freund weitergeben. Das ist dann [[Fernheilung]]. Das Prana kann durch den Raum gehen wie die Radiowellen. Prana rast wie ein Blitz durch den Raum. Das Prana, das durch die Gedanken des Heilers gefärbt ist, wird nach außen projiziert. Du kannst Dich selbst immer wieder mit neuem Prana aufladen durch die Praxis von [[Kumbhaka]]. Dazu brauchst du langes, ausdauerndes und regelmäßiges [[Üben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke nie, dass Du Dein Prana [[burnout|erschöpfst]], wenn Du es an andere weitergibst. Je [[mehr]] Du gibst, desto mehr fließt es Dir aus der kosmischen Quelle zu. Das ist das Naturgesetz. Sei nicht [[geiz]]ig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama und Lebenszeit ====&lt;br /&gt;
Die [[Hatha Yoga Pradipika]] sagt, dass das [[Leben]] des Menschen aufgebaut ist aus seiner bestimmten Anzahl von Atemzügen. Die Zahl der Atmungen pro Minute ist im Durchschnittsmenschen fünfzehn. Wenn man die Anzahl der Atemzüge durch die Praxis von Kumbhaka, also Atemanhalten, reduzieren kann, oder den Atem weitestgehend anhalten kann durch [[Kechari Mudra]], kann man die Lebenszeit vergrößern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ausatmen]] ist [[Rechaka]]. [[Einatmen]] ist [[Puraka]]. Wenn der Atem stillsteht, ist das [[Kumbhaka]]. Kumbhaka ist [[Atemanhalten]]. Kumbhaka verlängert das Leben. Es steigert die innere spirituelle Kraft, Stärke und Vitalität. Wenn Du den Atem eine Minute lang anhältst, wird diese Minute zu Deiner Lebenszeit dazugezählt. [[Chang Dev]] lebte 1400 Jahre durch die Praxis vom Kumbhaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patanjali betont nicht so sehr die Praxis der einzelnen Pranayamas. Er sagt: “Atme langsam aus, dann atme ein und halte den Atem an. Dein Geist wird fest und ruhig sein.” Erst Hatha Yogis entwickelten Pranayama zu einer [[Wissenschaft]] und nennen verschiedene Übungen, die den verschiedenen Menschen entsprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungen ====&lt;br /&gt;
Wechselatmung: Sitze in [[Padmasana]] (Lotussitz) oder [[Siddhasana]] (halber Lotussitz) in Deinem Meditationsraum vor dem Bild Deines Ishta Devata (also vor deinem Altar). Schließe das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen. Atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch ein. Dann schließe auch das linke Nasenloch mit dem kleinen Finger und dem Ringfinger der rechten Hand. Halte den Atem an, solange es angenehm ist. Dann atme sehr, sehr langsam durch das rechte Nasenloch aus, nachdem Du den Daumen gelöst hast. Das war der halbe Vorgang. Dann atme durch das rechte Nasenloch ein. Halte die Luft an wie vorher und atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch wieder aus. Diese sechs Teile zusammen bilden ein Pranayama. Mache zwanzig am Morgen und zwanzig am Abend. Steigere langsam die Zahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle Dir vor, dass alle göttlichen Eigenschaften, zum Beispiel [[Barmherzigkeit]], [[Liebe]], [[Vergebung]], [[Shanti]] (Friedfertigkeit), [[Freude]] usw. mit der eingeatmeten Luft in Dein [[System]] eingehen, und dass alle negativen Eigenschaften wie [[Gier]], [[Zorn]], [[Habsucht]] usw. mit der ausgeatmeten Luft ausgestoßen werden. Wiederhole [[Om]] oder das [[Gayatri]] [[Mantra]] geistig während Puraka, Kumbhaka und Rechaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte Puraka, Kumbhaka und Rechaka so ein, dass Du nicht das Gefühl hast zu ersticken oder ein Unbehagen in irgendeiner anderen Phase des Pranayama verspürst. Du solltest nie das [[Gefühl]] haben, dass Du zwischen zwei Runden einige Male normal atmen mußt. Die Dauer von Puraka, Kumbhaka und Rechaka muss richtig bemessen sein. Die Übung verlangt Umsicht und Achtsamkeit. Durch Übung wird Pranayama erfolgreich und einfach werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlängere die Phase der Ausatmung nicht unnötig . Wenn du die Dauer von Rechaka zu sehr verlängerst, wird die darauf folgende Einatmung hastig erfolgen und den [[Rhythmus]] stören. Regele Puraka, Kumbhaka und Re-chaka so sorgfältig , dass es Dir sehr angenehm ist. Mache nicht nur ein Runde von Pranayama, sondern das volle Ausmaß der Pranayamarunden, die du dir vorgenommen hast. [[Erfahrung]] und Übung werden Dir helfen. Übung macht den [[Meister]], Übung macht die Meisterin. Sei ausdauernd. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Du am Ende von Kumbhaka ausreichend Luft haben mußt, um Rechaka mühelos und im richtigen Verhältnis zu Puraka machen zu können. Das Verhältnis von Puraka, Kumbhaka und Rechaka ist 1: 4: 2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele andere Pranayamas. [[Suryabheda]] und [[Ujjayi]] erzeugen innere Wärme. [[Sitkari]] und [[Sitali]] kühlen, [[Bhastrika]] erhält die Normaltemperatur und wirkt energieerweckend. [[Suryabheda]] beseitigt ein Übermaß an Vata; Ujjayi Kapha; Sitkari und Sitali Pitta; und Bhastrika harmonisiert alle drei [[Dosha]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe Suryabheda und Ujjayi besonders im Winter. Übe Sitkari und Sitali besonders an heißen Sommertagen. Du kannst Bhastrika zu jeder Jahreszeit üben. Menschen, deren Körper auch im Winter warm sind, können Sitkari und Sitali im Winter praktizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbreitete Ängste in Zusammenhang mit der Praxis von Pranayama ====&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Pranayamaübungen können auch ohne die Hilfe eines [[Lehrer]]s ausgeführt werden. Ein Lehrer ist nötig, wenn Du lange Zeit Kumbhaka praktizieren willst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis von Pranayama, [[Asana]]s usw. liegt keine Gefahr, wenn Du vorsichtig bist und Deinen gesunden [[Menschenverstand]] benutzt. Die Aufregung der Menschen in Bezug auf Pranayama ist unnötig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allem liegt eine [[Gefahr]], wenn du nicht sorgsam bist. Wenn Du unvorsichtig die Stufen einer Treppe hinunter gehst, kannst Du fallen und Dir die Arme und Beine brechen. Wenn Du unvorsichtig im Straßenverkehr bist, wird Dich ein Auto überfahren. Wenn Du achtlos bist beim Kauf einer Fahrkarte für den Zug, wirst Du Deine Geldbörse verlieren. Wenn Du achtlos irgendwelche [[Mixtur]]en von [[Kräuter]]n verabreichst, kannst Du Deinen [[Patient]]en schaden, da Du ein [[Gift]] oder eine falsche [[Medizin]] gibst, oder indem Du eine [[Überdosis]] von einem [[Medikament]] verordnest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei achtsam bei deiner Ernährnung wenn Du Pranayama übst. Iss nicht zuviel. Nimm leichte, leichtverdauliche und nahrhafte Speisen zu Dir. Übe auch im Geschlechtsverkehr Mäßigung. Übertreibe das Atemanhalten nicht. Du kannst auch zuerst ein, zwei Monate lang bei der Wechselatmung nur ein- und ausatmen, ohne den Atem anzuhalten. Atme sehr, sehr langsam ein. Wenn Du diese Regeln befolgst, liegt in der Pranayamapraxis keine Gefahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einige Hinweise zum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Die richtige [[Sitzhaltung]], [[Asana]], ist eine unerlässliche Voraussetzung für das erfolgreiche Üben von Pranayama. Du brauchst aber mit der Übung von Pranayama nicht abzuwarten, bis Du absolute Herrschaft über die Asana hast. Übe Asana, und gleichzeitig kannst Du auch Pranayama üben. Im Laufe der Zeit, wirst Du in beidem [[Vollkommenheit]] erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum, in dem Du Pranayama übst, sollte nicht stickig oder schlecht gelüftet sein. Er sollte trocken und luftig sein. Du kannst an einem Fluss üben oder an einem See, in der Ecke des Gartens, an der frischen Luft oder auf dem [[Gipfel]] oder am [[Fuß]] eines [[Hügel]]s. &lt;br /&gt;
Im [[Sommer]], kannst Du besonders in den kühlen Morgenstunden üben. Setze Dich an einen Fluss, einen [[See]] oder ans [[Meer]], wenn es Dir möglich ist. Wenn zu heiße Winde wehen, beende das Pranayama (Anmerkung: Das trifft besonders in Indien zu). Du kannst Sitali machen, um an heißen Sommertagen  den Körper zu kühlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atme immer sehr langsam ein und aus. Mache dabei kein Geräusch. Bei Pranayamas wie Bhastrika, Kapalabhati, Sitali und Sitkari mag ein leichtes Geräusch zu hören sein, ein möglichst leiser Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Phase des Pranayama sollte mühelos sein. Spüre beim Pranayama Freude und [[Vergnügen]]. Spüre keine zu starke Mühe. &lt;br /&gt;
Mache nicht Pranayama so lange, bis Du müde bist. Bade und dusche nicht unmittelbar nach dem Ende der Yogaübungen. Ruhe eine halbe Stunde lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Du Pranayama übst, wiederhole Dein [[Ishta Mantra]], also das Mantra, das du auch für die Meditation benutz. Das ist reiner Yoga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei normalen weltlichen Menschen ist die Atmung unregelmäßig. Eine richtige Atemgewohnheit kann durch die regelmäßige Praxis von Pranayama entwickelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Yogis von einst, wie Shri [[Jnanadev]], [[Trailinga Swami]], [[Ramalinga Swami]] und andere hatten die Kraft, das Prana auf verschiedene Weise zu nutzen. Du kannst das auch, indem Du Pranayama durch richtige Atemübungen machst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du atmest Prana, nicht die atmosphärische Luft. Erkenne die geheimnisvollen inneren Lebenskräfte, die dem Atem zugrunde liegen. Werde ein Yogi und strahle Freude, Licht und Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtigste Pranayama und Übungsprogramme bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
==== Grundatmungsarten ====&lt;br /&gt;
* [[Bauchatmung]] ([[Zwerchfell]]atmung) - für das tägliche Leben.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus; Ausatmen - Bauch hinein. Gleich lang ein- und ausatmen (ca. 3-4 Sek.)&lt;br /&gt;
* [[Vollständige Yoga-Atmung]] - bei anstrengender körperlicher Bewegung; immer, wenn mehr Sauerstoff benötigt wird; bei Asanas und fortgeschrittenem Pranayama.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus und Brust ausdehnen; Ausatmen - Brust hinein und Bauch hinein. Wichtig: Bewegung sollte fließend sein. Ausatmung kann doppelt so langsam sein wie Einatmung&lt;br /&gt;
* [[Kevala Kumbhaka]] (meditativer Atem): Etwa 4 Sekunden einatmen, etwa 4 Sekunden ausatmen. Dabei so wenig Luft ein und ausatmen wie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spezielle Energietechniken für das Pranayama ====&lt;br /&gt;
Können mit vielen Atemübungen, mit [[Asana]]s und auch mit dem Atem im täglichen Leben verbunden werden:&lt;br /&gt;
* [[Ujjayi]]: [[Stimmritze]] leicht verschließen. Beim Ein- und Ausatmen hörbaren [[Klang]] erzeugen (ähnlich wie beim „Ha“, nur atmest du durch die Nase). Es gibt auch lautloses Ujjayi. Aktiviert und harmonisiert [[Udana Vayu]]. Beruhigt [[Vata]]. Reduziert [[Kapha]].&lt;br /&gt;
* [[Mula Bandha]]: Zusammenziehen der [[Beckenbodenmuskeln]] (Anusschließmuskeln, Perineum, Geschlechtsmus-keln, Harnleitermuskeln) beim Einatmen.&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]]: [[Zungenspitze]] an das [[Gaumendach]]. Aktiviert [[Ajna Chakra]]. Öffnet die [[Sushumna]]&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]]: Zungenspitze nach hinten Richtung [[Kehle]]. Zungenunterseite am weichen Teil des Gaumens (weit hinten).&lt;br /&gt;
* [[Lächeln]]: Aktiviert und harmonisiert Prana (sowohl beim Übenden als auch bei den Menschen in der Umgebung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einfache Atemübungen ====&lt;br /&gt;
* [[Aufladeübung]] 1 (im [[Stehen]], [[Sitzen]], [[Liegen]]): Auf [[Sonnengeflecht]] konzentrieren. Bewusst einatmen (ca. 3-4 Sek. lang), [[Bauch]] hinaus, dabei [[Energie]], [[Licht]], [[Wärme]] zum [[Bauch]] schicken. Ausatmen, Bauch hinein (ca. 3-4 Sekunden lang). Beim Ausatmen kann die Energie dahin geschickt werden, wo sie nötig ist. Diese Übung kann jederzeit gemacht, und so oft wiederholt werden, wie man will. Variationen siehe unten&lt;br /&gt;
* Aufladeübung 2 (im Stehen): Füße hüftbreit auseinander, Fußinnenseiten parallel, Knie leicht gebeugt, [[Lendenwirbelsäule]] ganz aufgerichtet, [[Becken]] gekippt. Hände über [[Kreuz]] oberhalb des [[Nabel]]s. Einatmen, Handfläche nach außen und oben und die Arme heben bis über den [[Kopf]]. Dabei die Knie ausstrecken. Stelle Dir dabei vor, dass Du beim Einatmen Energie aufnimmst. Anhalten, Hände falten und nach links und nach rechts beugen. Stelle Dir vor, dass Du die Energie im Körper verteilst. Ausatmen, Handflächen nach unten geben. Dabei leicht die Knie beugen. Stelle dir dabei vor, dass du die Energie in alle Richtungen weiter gibst.&lt;br /&gt;
* Variationen: Beim Einatmen [[Mula Bandha]] und [[Ujjayi]] Atmung. Beim Anhalten Mula Bandha. Beim Ausatmen ohne Mula Bandha aber mit Ujjayi.&lt;br /&gt;
* Entspannendes Pranayama: (im Stehen, Sitzen, Liegen): Vier Sekunden lang einatmen, 4 Sekunden lang die Luft anhalten, 8 Sekunden lang ausatmen, 4 Sekunden lang die Luft mit leeren Lungen anhalten.&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha]]: Aufrecht stehen. Vollständig ausatmen, Knie leicht beugen, mit Händen das Gewicht auf die Knie geben, Bauch hineinziehen. Mit leeren Lungen den Atem solange anhalten, wie es bequem ist. Dann Bauch nach vorne lassen und einatmen. Zwischenatmen. 2-4 Mal wiederholen. Am besten morgens nach dem Aufstehen.&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara]]: Wie bei Uddhiyana Bandha anfangen. Nach dem Ausatmen mit leeren Lungen Bauch nach vorne und zurückgeben. Solange machen wie möglich, dann Bauch nach vorne geben und einatmen. 2-4 Runden ma-chen. Am besten direkt im Anschluss an Uddhiyana Bandha.&lt;br /&gt;
* [[Gorilla]]: Vollständig einatmen. Dann Luft anhalten, Brustkorb ausdehnen. Mit Fingern auf Brustkorb trommeln. Dann Lippen schürzen und durch Mund stoßweise ausatmen, bis Lungen leer. Dann Uddhiyana Bandha (Bauch einziehen) solange wie bequem. Wieder vollständig einatmen und wiederholen. Beim zweiten Mal mit Handflächen auf dem Brustkorb trommeln, beim dritten Mal mit den Fäusten.&lt;br /&gt;
* Atmung zur Kontrolle des Niesreizes (bei Heuschnupfen): (im Sitzen, Stehen, Liegen, Gehen,...) Vollständig, zügig einatmen. Extrem langsam und vollständig ausatmen. Wiederholen, bis Niesreiz verschwunden.&lt;br /&gt;
* Sukha Pranayama: Im Sitzen, Liegen, Stehen, Gehen und fast jeder Lage möglich: Bequem einatmen, dabei vorstellen, dass Energie hineinströmt. Luft anhalten. Ausatmen, dabei bewusst entspannen. Kann mit M[[ula Bandha]], Lächeln, [[Ujjayi]], [[Khechari Mudra]] oder [[Nabho Mudra]] verbunden werden. Den Rhythmus so wählen, wie er angenehm erscheint. Varianten wie beim gehenden Pranayama (siehe unten) möglich. In Phasen von mangelnder Konzentration in der Meditation kannst du auch Sukha Pranayama üben.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 1: 3-4 Schritte einatmen. 3-4 Schritte lang ausamten.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 2: doppelt so lange ausatmen wie einatmen.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 3: Einatmen:Anhalten:Ausatmen:Anhalten im Rhythmus 2:1:2:1 Beispiel: 4 Schritte lang einatmen, 2 Schritte lang anhalten, 4 Schritte lang ausatmen, 2 Schritte lang anhalten. Kann mit Mula Bandha, Lächeln, Ujjayi, Khechari Mudra oder Nabho Mudra verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Atmungstechniken für Harmonisierung von Emotionen ====&lt;br /&gt;
* Gegen [[Lampenfieber]]/Vorgesetzten[[angst]] etc.: 4 Sekunden langsam und bewusst einatmen, 4 Sekunden langsam und bewusst ausatmen. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus. Beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Beim Einatmen stelle Dir vor, dass Licht in Dich zum Bauch hineinfließt. Beim Ausatmen schicke diese Energie zum Herzen oder zum Kopf. Du kannst Dir auch beim Einatmen vorstellen, dass von oben über den Scheitel Licht in Dich bis zum Bauch einströmt. Beim Ausatmen schickst Du dieses Licht zu den/dem Menschen, zu/mit dem/denen Du gleich sprechen willst.&lt;br /&gt;
* Gegen Alltags[[ärger]]: Relativ langsam einatmen, Bauch hinaus. Genau doppelt so langsam ausatmen, Bauch hinein. Eventuell zählen, z.B. einatem Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 – ausatmen Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 Om 5 Om 6 Om 7 Om 8&lt;br /&gt;
* Gegen Energiemangel, Niedergeschlagenheit: Aufladeübung (wie oben), eventuell noch mit Mula Bandha und lautlosem Ujjayi verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reinigungs - Pranayamas ====&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]]: Mit gekreuzten Beinen hinsetzen. Wichtig: Rücken gerade, Nacken gerade. Schnell mit dem Bauch ein- und ausatmen (Einatmung entspannt und 3x solange wie Ausatmung). Anfangs 20-30 Mal atmen, später bis auf 200 steigerbar. Anschließend zwei tiefe Atemzüge, dann die Luft anhalten (Lungen zu 75% gefüllt). Ausatmen, wenn es unbequem wird. 3-5 Runden machen. Beim Anhalten kann [[Mula Bandha]] angewendet werden (kein [[Jalandhara Bandha]])&lt;br /&gt;
* [[Wechselatmung]]:  Nasenlöcher abwechselnd mit rechtem Daumen und Ringfinger schließen. Links einatmen, Atem anhalten, rechts ausatmen, rechts einatmen, anhalten, links ausatmen = eine Runde. Anfänger: Verhältnis Einatmen: Anhalten: Ausatmen = 1:1:2; Fortgeschrittene Anfänger 1:2:2; Mittelstufe und Fortgeschrittene 1:4:2. [[Konzentration]] auf Reinigung der [[Nadi]]s oder [[Ajna Chakra]].&lt;br /&gt;
* Wechselatmung mit Bandhas (nur für Fortgeschrittenere): Beim Anhalten Mula Bandha und [[Jalandhara Bandha]]. Fortgeschrittene: Auch beim Einatmen Mula Bandha, nach dem Ausatmen 4 Sekunden. Uddhiyana Bandha (Beschreibung der Bandhas siehe unten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama zur Harmonisierung der Doshas ====&lt;br /&gt;
laut [[Hatha Yoga Pradipika]]. [[Dosha]]s sind die Bioenergien im [[Ayurveda]]:&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Kapha]]: Ujjayi. Alle 6 [[Kriya]]s: [[Kapalabhati]], [[Kunjar Kriya]], [[Neti]], [[Basti]], [[Tratak]], [[Nauli]] bzw. [[Agni Sara]]&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Vata]]: [[Surya Bedha]] (einfache Variation: ohne Jalandhara Bandha: Einatmen durch das rechte Nasenloch, Ausatmen durch das linke [[Nasenloch]]); [[Ujjayi]] Atem. Bei Vata Überschuss sollte nicht zu viel Kapalabhati geübt werden.&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Pitta]]: [[Sitali]], [[Sitkari]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungsprogramme ====&lt;br /&gt;
Übungsprogramme:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur allgemeinen Hebung des Energielevels&#039;&#039;&#039;, Entspannung, zur Erhöhung der [[Lungenkapazität]], Vorbeugen von [[Heuschnupfen]], [[Erkältung]] u.s.w.: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3 Runden [[Kapalabhati]] und 5-10 Runden [[Wechselatmung]] (ohne [[Bandhas]]), eventuell anschließend 5-10 Runden [[Brahmari]] (ohne Anhalten, ohne Bandhas). Für jeden geeignet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur Reinigung der [[Nadi]]s (Energiekanäle) und Erhöhung der [[Konzentration]]&#039;&#039;&#039;: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Wechselatmung mit Bandhas (beginnend mit 4 Runden Samanu). Anschließend eventuell 5-10 Runden Bhramari (mit Bandhas und Atem Anhalten) und 1-2 Runden einfaches [[Bhastrika]] (Mittelstufe). Hilfreich: Tägliches Üben von [[Asana]]s (20-40 Minuten), [[Meditation]] (20-30 Minuten), [[vegetarisch]]e Lebensweise (ohne [[Alkohol]], [[Nikotin]], [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], eventuell auch ohne [[Zwiebeln]], [[Knoblauch]])&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur starken Erhöhung von [[Prana]], Erweckung der [[Kundalini]] und Erweiterung des [[Bewusstsein]]s&#039;&#039;&#039;: Grunda-mungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20-40 Runden Wechselatmung mit [[Bandhas]] (beginnend mit 4 Runden [[Samanu]]).. Anschließend 5-15 Runden [[Ujjayi]], 5-15 Runden [[Surya Bheda]], 3-5 Runden [[Bhastrika]] (fortgeschrittenes). Obiges Programm kann auch zweimal gemacht werden (morgens und abends). Hilfreich: Anschließend [[Mudra]]s, insbesondere [[Mahamudra]], [[Viparita Karani Mudra]], [[Khechari Mudra]]. Notwendig: Tägliches Üben von Asanas (20-40 Minuten), Meditation (20-30 Minuten), vegetarische Lebensweise (ohne Alkohol, Nikotin, Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Pilze).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anti-Asthma-Programm:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 15 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Vata-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 2 langsame Runden Kapalabhati (20-30 Ausatmungen), evtl. mit Agni Sara nach dem Ausatmen, 10 Runden Wechselatmung mit Ujjayi-Atem, 5 Runden Surya Bedha (einfach), 10 Runden Bhramari, &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pitta-Reduktions-Pranayama:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 5-10 Runden Chandra Bed-ha, (links ein, anhalten, rechts aus), 5-10 Runden Sitali, evtl. zur Herzöffnung 5-10 Runden Bhramari, evtl. 5-10 Runden Murcha mit langem Ausatmen&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kapha-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 5 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen Depression Programm 1&#039;&#039;&#039;: 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung. Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Energiemangel]] der Hauptgrund ist. &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen [[Depression]] Programm 2&#039;&#039;&#039;: 0-3 Runden Kapalabhati, 5 Runden Wechselatmung, 10-20 Run-den Bhramari mit Konzentration auf das Herz, 10 Runden [[Murccha]] mit langem Ausatmen, evtl. [[Plavini]] (beides mit [[Konzentration]] auf das [[Herz]], bzw. [[Freude]] im Herzen). Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Gefühlsleere]] oder abgrundtiefe [[Traurigkeit]] der Hintergrund ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p42_Die-Wissenschaft-des-Pranayama/ Wissenschaft des Pranayama], Swami Sivananda, Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Göttliche Erkenntnis], Swami Sivananda, Mangalam Books Verlag&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Pranayama.html Pranayama], auf der Yoga Vidya Hauptseite&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ Chakra] Portal&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/De.wikipedia.org/pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Wiki.yoga-vidya.de/Pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Vayu]]&lt;br /&gt;
* Die acht [[Mahakumbhaka]]s &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ashtanga}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vayu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nichpe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38457</id>
		<title>Pranayama</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38457"/>
		<updated>2012-12-14T11:51:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nichpe: /* Was bedeutet Kontrolle des Pranas */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: प्राणायाम, prāṇāyāma &#039;&#039;m.&#039;&#039;) setzt sich aus den beiden Wörtern [[prana]] (&amp;quot;Lebens[[energie]]&amp;quot;) und [[ayama]] (&amp;quot;kontrollieren&amp;quot;, &amp;quot;erweitern&amp;quot;; also: &amp;quot;Kontrolle über die Lebensenergie&amp;quot;) zusammen und umfasst die verschiedenen [[Atem]]übungen des Yoga. &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; ist eines der acht Glieder des [[Raja Yoga]] (bzw. [[Ashtanga Yoga]] oder [[Kriya Yoga]]) und dient der [[Harmonie|Harmonisierung]] des [[prana]] mit der Zielsetzung die fünf [[vayu]]s zu harmonisieren. Dabei werden drei verschieden Arten unterschieden: [[recaka]], [[puraka]] und [[kumbhaka]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; spricht man auch im Speziellen von den acht [[Mahakumbhaka]]s. Diese acht Atemübungen gelten als die wichtigsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Yoga Sutras von [[Patanjali]] == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मिन्सति श्वासप्रश्वासयोर्गतिविच्छेदः प्राणायामः ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmin sati śvāsa-praśvāsayor gati-vicchedaḥ prāṇāyāmaḥ ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dem so ist (d.h. man sich in einer stabilen und bequemen Sitzposition bzw. [[asana]] befindet), folgt die Atemregelung (&#039;&#039;prāṇāyāma&#039;&#039;), die ein Innehalten im Rhythmus von Ein- und Ausatmen ([[shvasa]]-[[prashvasa]]) bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
बाह्याभ्यन्तरस्तम्भवृत्तिर्देशकालसंख्याभिः परिदृष्टो दीर्घसूक्ष्मः ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-stambha-vṛttir deśa-kāla-saṃkhyābhiḥ paridṛṣṭo dīrgha-sūkṣmaḥ ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Atemregelung) besteht aus den Vorgängen ([[vritti]]) des Ausatmens, Einatmens und Anhaltens ([[stambha]]), und sie ist lang ([[dirgha]]) oder subtil ([[sukshma]]), wenn Ort ([[desha]]), Dauer ([[kala]]) und Zählung ([[samkhya]]) beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Begriffe des Ausatmens und Einatmens lauten wörtl.: äußerliche ([[bahya]]) Atemfunktion ([[vritti]]), innerliche ([[abhyantara]]) Atemfunktion (&#039;&#039;vṛtti&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भाह्याभ्यन्तरविषयाक्षेपी चतुर्थः ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-viṣayākṣepī caturthaḥ ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte (&#039;&#039;caturtha&#039;&#039;) Form (der Atemregelung) übersteigt den äußeren ([[bahya]]) und inneren ([[abhyantara]]) Bereich ([[vishaya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः क्षीयते प्रकाशावरणम् ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ kṣīyate prakāśāvaraṇam ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird der Schleier ([[avarana]]), der die innere Erleuchtung ([[prakasha]]) bedeckt, entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Pranayama ==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda war einer der [[Yoga Meister]] des 20. Jahrhunderts, der Pranayama in großem Stil bekannt gemacht hat. Galt Pranayama vor [[Swami Sivananda]] als geheim, wurde Pranayama durch Swami Sivanandas Bücher &amp;quot;Science of Pranayama&amp;quot; (Deutsch: [[Wissenschaft]] des Pranayama, [[Yoga Vidya Verlag]]) und &amp;quot;[[Kundalini Yoga]]&amp;quot; einer breiteren [[Öffentlichkeit]] zugänglich. Swami Sivananda ermutigte seine [[Schüler]] zu regelmäßiger Pranayama-Praxis. Die folgenden Ausschnitte sind dem Buch &amp;quot;Wissenschaft des Pranayama&amp;quot; entnommen. Man findet sie in ähnlicher Form auch im [[Buch]] &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Der [[Yogi]] speichert ein Übermaß an [[Prana]] durch regelmäßige Praxis von Pranayama, so wie eine Speicherbatterie, ein Akku, Elektrizität speichert. Der Yogi, der viel Prana gespeichert hat, strahlt [[Stärke]] und [[Vitalität]] aus. Ein Yogi ist wie ein starkes Kraftwerk. Wer mit einem solchen Yogi in nahen Kontakt kommt, nimmt von ihm Prana, [[Stärke]], [[Kraft]], [[Vitalität]] und Freude auf. So wie [[Wasser]] aus einem Gefäß in ein anderes fließt, fließt Prana tatsächlich wie ein ständiger [[Fluss]] von einem entwickelten Yogi zu schwachen [[Mensch]]en. Das kann der Yogi tatsächlich sehen, der seine innere yogische Sicht entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was bedeutet Kontrolle des Pranas ====&lt;br /&gt;
Pranayama hat einen wichtigen Platz im Yoga und auch im Hinduismus. Prana ist mit dem [[Geist]] verbunden; und durch den Geist mit dem [[Willen]]; und durch den [[Willen]] mit der individuellen [[Seele]], und durch sie mit der Höchsten Seele, dem [[Atman]]. Wenn Du die kleinen Prana-Wellen, die durch den Geist wirken, zu kontrollieren verstehst, wirst Du das [[Geheimnis]] der Herrschaft über das universelle Prana erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du das Prana steuern kannst, kannst Du vollständig alle Kräfte des Universums steuern- geistige und physische. Der Yogi kann auch die allgegenwärtige, sich manifestierende Kraft, [[Shakti]], steuern, aus der alle Energie stammt, sei es [[Magnetismus]], [[Elektrizität]], [[Schwerkraft]], Anziehungskraft, die Nervenströme, Lebenskräfte sowie die Gedankenschwingungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogi, der zu einem Fachmann in der [[Kenntnis]] dieses [[Geheimnis]]ses wird, hat keine [[Angst]] mehr vor irgendeiner Macht. Er hat die Meisterschaft über alle Manifestationen der Kraft im [[Universum]]. Das, was gemeinhin die Kraft der [[Persönlichkeit]], Charisma, genannt wird, ist nichts anderes als die natürliche Fähigkeit eines Menschen, sich seines Pranas zu bedienen. Manche Menschen sind im [[Leben]] erfolgreicher, einflussreicher und faszinierender als andere. All das beruht auf der Kraft seines Pranas. Solche Menschen manipulieren unbewusst, und nutzen ohne es zu wissen, denselben Einfluss, den der Yogi bewusst durch einen [[Befehl]] seines [[Willen]]s einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nutzen aus der Pranayamapraxis ====&lt;br /&gt;
Wenn Pranayama auch den [[Atem]] betrifft, so trainiert es auch sehr gut die inneren [[Organ]]e und den ganzen [[Körper]]. Pranayama beseitigt alle möglichen [[Krankheit]]en, verbessert die [[Gesundheit]], regt die [[Verdauung]] an, stärkt die [[Nerven]], beseitigt unbeherrschte Leidenschaften und erweckt die [[Kundalini]] Shakti. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der/die Pranayama übt, wird einen leichten [[Körper]] haben, frei sein von [[Krankheit]]. Er wird einen strahlenden [[Teint]] haben, eine wunderschöne melodiöse [[Stimme]] und einen angenehmen [[Körpergeruch]]. Sein [[Appetit]] wird gut sein, er wird innere Freude besitzen, eine schöne [[Figur]], [[Stärke]], [[Mut]], [[Begeisterung]]sfähigkeit, eine hohe [[Lebensqualität]], Kraft, [[Vitalität]] und gute [[Konzentration]] des Geistes. All seine geistigen Fähigkeiten werden stark entwickelt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranaheilung durch Pranayama ====&lt;br /&gt;
Wer Pranayama übt, kann sein Prana weitergeben und verschiedenste Krankheiten heilen. Genauso kann er sich selbst sofort wieder mit Prana neu aufladen, wenn er [[Kumbhaka]] (Atemanhalten) macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massiere sanft mit Deinen Händen die [[Bein]]e eines [[Rheuma]]kranken. Beim Massieren mache Kumbhaka, halte also immer wieder die Luft an. Stelle Dir vor, dass das Prana von Deinen Händen zum [[Patient]]en hin fließt. Verbinde Dich mit [[Hiranyagarbha]], dem kosmischen Prana. Dann stelle Dir vor, dass die kosmische [[Energie]] durch Deine Hände zum Patienten fließt. Der Patient wird sogleich [[Wärme]], [[Erleichterung]] und Kraft verspüren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mache ein-, zweimal einen Heilungsversuch an Dir selbst. Durch eigene Erfahrung wächst Deine eigene Überzeugung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst [[Kopfschmerzen]], [[Bauchkrämpfe]] und andere [[Leiden]] durch [[Massage]] und durch Deine magnetische, energetische [[Berührung]] heilen. Wenn Du die [[Leber]], die [[Galle]], den [[Magen]] oder andere Körperteile und Organe massierst, kannst Du mit den [[Zelle]]n sprechen und ihnen Befehle geben: “Oh Zellen! [[Arbeit]]et ordentlich. Ich befehlen Euch, das zu tun.” Sie werden Deinem [[Befehl]] gehorchen. Auch sie haben eine unterbewusste [[Intelligenz]]. Wiederhole Dein [[Mantra]], wenn Du an andere Dein Prana weitergibst. Versuche es ein paar Mal. Du wirst die [[Fähigkeit]] erwerben. (Anmerkung: Du kannst auch die Zellen freundlich bitten: &amp;quot;Liebe Zellen der Leber, bitte arbeitet gut. Ich danke euch. Bitte heilt die ganze Leber&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vertrauen]], klare [[Vorstellung]], große [[Aufmerksamkeit]] und [[Interesse]] sind wichtig bei der [[Heilung]] von Krankheiten durch das Weitergeben von Prana an erkrankte Stellen. Wenn Du in Deiner Konzentration und Praxis Fortschritte machst, kannst Du viele Krankheiten durch bloße Berührung heilen. In den fortgeschrittenen Stadien werden viele Krankheiten nur durch den [[Willen]] oder auch [[Gebet]] geheilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst Prana durch den Raum an einen entfernt lebenden Freund weitergeben. Das ist dann [[Fernheilung]]. Das Prana kann durch den Raum gehen wie die Radiowellen. Prana rast wie ein Blitz durch den Raum. Das Prana, das durch die Gedanken des Heilers gefärbt ist, wird nach außen projiziert. Du kannst Dich selbst immer wieder mit neuem Prana aufladen durch die Praxis von [[Kumbhaka]]. Dazu brauchst du langes, ausdauerndes und regelmäßiges [[Üben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke nie, dass Du Dein Prana [[burnout|erschöpfst]], wenn Du es an andere weitergibst. Je [[mehr]] Du gibst, desto mehr fließt es Dir aus der kosmischen Quelle zu. Das ist das Naturgesetz. Sei nicht [[geiz]]ig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama und Lebenszeit ====&lt;br /&gt;
Die [[Hatha Yoga Pradipika]] sagt, dass das [[Leben]] des Menschen aufgebaut ist aus seiner bestimmten Anzahl von Atemzügen. Die Zahl der Atmungen pro Minute ist im Durchschnittsmenschen fünfzehn. Wenn man die Anzahl der Atemzüge durch die Praxis von Kumbhaka, also Atemanhalten, reduzieren kann, oder den Atem weitestgehend anhalten kann durch [[Kechari Mudra]], kann man die Lebenszeit vergrößern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ausatmen]] ist [[Rechaka]]. [[Einatmen]] ist [[Puraka]]. Wenn der Atem stillsteht, ist das [[Kumbhaka]]. Kumbhaka ist [[Atemanhalten]]. Kumbhaka verlängert das Leben. Es steigert die innere spirituelle Kraft, Stärke und Vitalität. Wenn Du den Atem eine Minute lang anhältst, wird diese Minute zu Deiner Lebenszeit dazugezählt. [[Chang Dev]] lebte 1400 Jahre durch die Praxis vom Kumbhaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patanjali betont nicht so sehr die Praxis der einzelnen Pranayamas. Er sagt: “Atme langsam aus, dann atme ein und halte den Atem an. Dein Geist wird fest und ruhig sein.” Erst Hatha Yogis entwickelten Pranayama zu einer [[Wissenschaft]] und nennen verschiedene Übungen, die den verschiedenen Menschen entsprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungen ====&lt;br /&gt;
Wechselatmung: Sitze in [[Padmasana]] (Lotussitz) oder [[Siddhasana]] (halber Lotussitz) in Deinem Meditationsraum vor dem Bild Deines Ishta Devata (also vor deinem Altar). Schließe das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen. Atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch ein. Dann schließe auch das linke Nasenloch mit dem kleinen Finger und dem Ringfinger der rechten Hand. Halte den Atem an, solange es angenehm ist. Dann atme sehr, sehr langsam durch das rechte Nasenloch aus, nachdem Du den Daumen gelöst hast. Das war der halbe Vorgang. Dann atme durch das rechte Nasenloch ein. Halte die Luft an wie vorher und atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch wieder aus. Diese sechs Teile zusammen bilden ein Pranayama. Mache zwanzig am Morgen und zwanzig am Abend. Steigere langsam die Zahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle Dir vor, dass alle göttlichen Eigenschaften, zum Beispiel [[Barmherzigkeit]], [[Liebe]], [[Vergebung]], [[Shanti]] (Friedfertigkeit), [[Freude]] usw. mit der eingeatmeten Luft in Dein [[System]] eingehen, und dass alle negativen Eigenschaften wie [[Gier]], [[Zorn]], [[Habsucht]] usw. mit der ausgeatmeten Luft ausgestoßen werden. Wiederhole [[Om]] oder das [[Gayatri]] [[Mantra]] geistig während Puraka, Kumbhaka und Rechaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte Puraka, Kumbhaka und Rechaka so ein, dass Du nicht das Gefühl hast zu ersticken oder ein Unbehagen in irgendeiner anderen Phase des Pranayama verspürst. Du solltest nie das [[Gefühl]] haben, dass Du zwischen zwei Runden einige Male normal atmen mußt. Die Dauer von Puraka, Kumbhaka und Rechaka muss richtig bemessen sein. Die Übung verlangt Umsicht und Achtsamkeit. Durch Übung wird Pranayama erfolgreich und einfach werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlängere die Phase der Ausatmung nicht unnötig . Wenn du die Dauer von Rechaka zu sehr verlängerst, wird die darauf folgende Einatmung hastig erfolgen und den [[Rhythmus]] stören. Regele Puraka, Kumbhaka und Re-chaka so sorgfältig , dass es Dir sehr angenehm ist. Mache nicht nur ein Runde von Pranayama, sondern das volle Ausmaß der Pranayamarunden, die du dir vorgenommen hast. [[Erfahrung]] und Übung werden Dir helfen. Übung macht den [[Meister]], Übung macht die Meisterin. Sei ausdauernd. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Du am Ende von Kumbhaka ausreichend Luft haben mußt, um Rechaka mühelos und im richtigen Verhältnis zu Puraka machen zu können. Das Verhältnis von Puraka, Kumbhaka und Rechaka ist 1: 4: 2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele andere Pranayamas. [[Suryabheda]] und [[Ujjayi]] erzeugen innere Wärme. [[Sitkari]] und [[Sitali]] kühlen, [[Bhastrika]] erhält die Normaltemperatur und wirkt energieerweckend. [[Suryabheda]] beseitigt ein Übermaß an Vata; Ujjayi Kapha; Sitkari und Sitali Pitta; und Bhastrika harmonisiert alle drei [[Dosha]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe Suryabheda und Ujjayi besonders im Winter. Übe Sitkari und Sitali besonders an heißen Sommertagen. Du kannst Bhastrika zu jeder Jahreszeit üben. Menschen, deren Körper auch im Winter warm sind, können Sitkari und Sitali im Winter praktizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbreitete Ängste in Zusammenhang mit der Praxis von Pranayama ====&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Pranayamaübungen können auch ohne die Hilfe eines [[Lehrer]]s ausgeführt werden. Ein Lehrer ist nötig, wenn Du lange Zeit Kumbhaka praktizieren willst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis von Pranayama, [[Asana]]s usw. liegt keine Gefahr, wenn Du vorsichtig bist und Deinen gesunden [[Menschenverstand]] benutzt. Die Aufregung der Menschen in Bezug auf Pranayama ist unnötig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allem liegt eine [[Gefahr]], wenn du nicht sorgsam bist. Wenn Du unvorsichtig die Stufen einer Treppe hinunter gehst, kannst Du fallen und Dir die Arme und Beine brechen. Wenn Du unvorsichtig im Straßenverkehr bist, wird Dich ein Auto überfahren. Wenn Du achtlos bist beim Kauf einer Fahrkarte für den Zug, wirst Du Deine Geldbörse verlieren. Wenn Du achtlos irgendwelche [[Mixtur]]en von [[Kräuter]]n verabreichst, kannst Du Deinen [[Patient]]en schaden, da Du ein [[Gift]] oder eine falsche [[Medizin]] gibst, oder indem Du eine [[Überdosis]] von einem [[Medikament]] verordnest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei achtsam bei deiner Ernährnung wenn Du Pranayama übst. Iss nicht zuviel. Nimm leichte, leichtverdauliche und nahrhafte Speisen zu Dir. Übe auch im Geschlechtsverkehr Mäßigung. Übertreibe das Atemanhalten nicht. Du kannst auch zuerst ein, zwei Monate lang bei der Wechselatmung nur ein- und ausatmen, ohne den Atem anzuhalten. Atme sehr, sehr langsam ein. Wenn Du diese Regeln befolgst, liegt in der Pranayamapraxis keine Gefahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einige Hinweise zum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Die richtige [[Sitzhaltung]], [[Asana]], ist eine unerlässliche Voraussetzung für das erfolgreiche Üben von Pranayama. Du brauchst aber mit der Übung von Pranayama nicht abzuwarten, bis Du absolute Herrschaft über die Asana hast. Übe Asana, und gleichzeitig kannst Du auch Pranayama üben. Im Laufe der Zeit, wirst Du in beidem [[Vollkommenheit]] erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum, in dem Du Pranayama übst, sollte nicht stickig oder schlecht gelüftet sein. Er sollte trocken und luftig sein. Du kannst an einem Fluss üben oder an einem See, in der Ecke des Gartens, an der frischen Luft oder auf dem [[Gipfel]] oder am [[Fuß]] eines [[Hügel]]s. &lt;br /&gt;
Im [[Sommer]], kannst Du besonders in den kühlen Morgenstunden üben. Setze Dich an einen Fluss, einen [[See]] oder ans [[Meer]], wenn es Dir möglich ist. Wenn zu heiße Winde wehen, beende das Pranayama (Anmerkung: Das trifft besonders in Indien zu). Du kannst Sitali machen, um an heißen Sommertagen  den Körper zu kühlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atme immer sehr langsam ein und aus. Mache dabei kein Geräusch. Bei Pranayamas wie Bhastrika, Kapalabhati, Sitali und Sitkari mag ein leichtes Geräusch zu hören sein, ein möglichst leiser Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Phase des Pranayama sollte mühelos sein. Spüre beim Pranayama Freude und [[Vergnügen]]. Spüre keine zu starke Mühe. &lt;br /&gt;
Mache nicht Pranayama so lange, bis Du müde bist. Bade und dusche nicht unmittelbar nach dem Ende der Yogaübungen. Ruhe eine halbe Stunde lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Du Pranayama übst, wiederhole Dein [[Ishta Mantra]], also das Mantra, das du auch für die Meditation benutz. Das ist reiner Yoga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei normalen weltlichen Menschen ist die Atmung unregelmäßig. Eine richtige Atemgewohnheit kann durch die regelmäßige Praxis von Pranayama entwickelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Yogis von einst, wie Shri [[Jnanadev]], [[Trailinga Swami]], [[Ramalinga Swami]] und andere hatten die Kraft, das Prana auf verschiedene Weise zu nutzen. Du kannst das auch, indem Du Pranayama durch richtige Atemübungen machst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du atmest Prana, nicht die atmosphärische Luft. Erkenne die geheimnisvollen inneren Lebenskräfte, die dem Atem zugrunde liegen. Werde ein Yogi und strahle Freude, Licht und Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtigste Pranayama und Übungsprogramme bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
==== Grundatmungsarten ====&lt;br /&gt;
* [[Bauchatmung]] ([[Zwerchfell]]atmung) - für das tägliche Leben.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus; Ausatmen - Bauch hinein. Gleich lang ein- und ausatmen (ca. 3-4 Sek.)&lt;br /&gt;
* [[Vollständige Yoga-Atmung]] - bei anstrengender körperlicher Bewegung; immer, wenn mehr Sauerstoff benötigt wird; bei Asanas und fortgeschrittenem Pranayama.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus und Brust ausdehnen; Ausatmen - Brust hinein und Bauch hinein. Wichtig: Bewegung sollte fließend sein. Ausatmung kann doppelt so langsam sein wie Einatmung&lt;br /&gt;
* [[Kevala Kumbhaka]] (meditativer Atem): Etwa 4 Sekunden einatmen, etwa 4 Sekunden ausatmen. Dabei so wenig Luft ein und ausatmen wie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spezielle Energietechniken für das Pranayama ====&lt;br /&gt;
Können mit vielen Atemübungen, mit [[Asana]]s und auch mit dem Atem im täglichen Leben verbunden werden:&lt;br /&gt;
* [[Ujjayi]]: [[Stimmritze]] leicht verschließen. Beim Ein- und Ausatmen hörbaren [[Klang]] erzeugen (ähnlich wie beim „Ha“, nur atmest du durch die Nase). Es gibt auch lautloses Ujjayi. Aktiviert und harmonisiert [[Udana Vayu]]. Beruhigt [[Vata]]. Reduziert [[Kapha]].&lt;br /&gt;
* [[Mula Bandha]]: Zusammenziehen der [[Beckenbodenmuskeln]] (Anusschließmuskeln, Perineum, Geschlechtsmus-keln, Harnleitermuskeln) beim Einatmen.&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]]: [[Zungenspitze]] an das [[Gaumendach]]. Aktiviert [[Ajna Chakra]]. Öffnet die [[Sushumna]]&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]]: Zungenspitze nach hinten Richtung [[Kehle]]. Zungenunterseite am weichen Teil des Gaumens (weit hinten).&lt;br /&gt;
* [[Lächeln]]: Aktiviert und harmonisiert Prana (sowohl beim Übenden als auch bei den Menschen in der Umgebung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einfache Atemübungen ====&lt;br /&gt;
* [[Aufladeübung]] 1 (im [[Stehen]], [[Sitzen]], [[Liegen]]): Auf [[Sonnengeflecht]] konzentrieren. Bewusst einatmen (ca. 3-4 Sek. lang), [[Bauch]] hinaus, dabei [[Energie]], [[Licht]], [[Wärme]] zum [[Bauch]] schicken. Ausatmen, Bauch hinein (ca. 3-4 Sekunden lang). Beim Ausatmen kann die Energie dahin geschickt werden, wo sie nötig ist. Diese Übung kann jederzeit gemacht, und so oft wiederholt werden, wie man will. Variationen siehe unten&lt;br /&gt;
* Aufladeübung 2 (im Stehen): Füße hüftbreit auseinander, Fußinnenseiten parallel, Knie leicht gebeugt, [[Lendenwirbelsäule]] ganz aufgerichtet, [[Becken]] gekippt. Hände über [[Kreuz]] oberhalb des [[Nabel]]s. Einatmen, Handfläche nach außen und oben und die Arme heben bis über den [[Kopf]]. Dabei die Knie ausstrecken. Stelle Dir dabei vor, dass Du beim Einatmen Energie aufnimmst. Anhalten, Hände falten und nach links und nach rechts beugen. Stelle Dir vor, dass Du die Energie im Körper verteilst. Ausatmen, Handflächen nach unten geben. Dabei leicht die Knie beugen. Stelle dir dabei vor, dass du die Energie in alle Richtungen weiter gibst.&lt;br /&gt;
* Variationen: Beim Einatmen [[Mula Bandha]] und [[Ujjayi]] Atmung. Beim Anhalten Mula Bandha. Beim Ausatmen ohne Mula Bandha aber mit Ujjayi.&lt;br /&gt;
* Entspannendes Pranayama: (im Stehen, Sitzen, Liegen): Vier Sekunden lang einatmen, 4 Sekunden lang die Luft anhalten, 8 Sekunden lang ausatmen, 4 Sekunden lang die Luft mit leeren Lungen anhalten.&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha]]: Aufrecht stehen. Vollständig ausatmen, Knie leicht beugen, mit Händen das Gewicht auf die Knie geben, Bauch hineinziehen. Mit leeren Lungen den Atem solange anhalten, wie es bequem ist. Dann Bauch nach vorne lassen und einatmen. Zwischenatmen. 2-4 Mal wiederholen. Am besten morgens nach dem Aufstehen.&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara]]: Wie bei Uddhiyana Bandha anfangen. Nach dem Ausatmen mit leeren Lungen Bauch nach vorne und zurückgeben. Solange machen wie möglich, dann Bauch nach vorne geben und einatmen. 2-4 Runden ma-chen. Am besten direkt im Anschluss an Uddhiyana Bandha.&lt;br /&gt;
* [[Gorilla]]: Vollständig einatmen. Dann Luft anhalten, Brustkorb ausdehnen. Mit Fingern auf Brustkorb trommeln. Dann Lippen schürzen und durch Mund stoßweise ausatmen, bis Lungen leer. Dann Uddhiyana Bandha (Bauch einziehen) solange wie bequem. Wieder vollständig einatmen und wiederholen. Beim zweiten Mal mit Handflächen auf dem Brustkorb trommeln, beim dritten Mal mit den Fäusten.&lt;br /&gt;
* Atmung zur Kontrolle des Niesreizes (bei Heuschnupfen): (im Sitzen, Stehen, Liegen, Gehen,...) Vollständig, zügig einatmen. Extrem langsam und vollständig ausatmen. Wiederholen, bis Niesreiz verschwunden.&lt;br /&gt;
* Sukha Pranayama: Im Sitzen, Liegen, Stehen, Gehen und fast jeder Lage möglich: Bequem einatmen, dabei vorstellen, dass Energie hineinströmt. Luft anhalten. Ausatmen, dabei bewusst entspannen. Kann mit M[[ula Bandha]], Lächeln, [[Ujjayi]], [[Khechari Mudra]] oder [[Nabho Mudra]] verbunden werden. Den Rhythmus so wählen, wie er angenehm erscheint. Varianten wie beim gehenden Pranayama (siehe unten) möglich. In Phasen von mangelnder Konzentration in der Meditation kannst du auch Sukha Pranayama üben.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 1: 3-4 Schritte einatmen. 3-4 Schritte lang ausamten.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 2: doppelt so lange ausatmen wie einatmen.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 3: Einatmen:Anhalten:Ausatmen:Anhalten im Rhythmus 2:1:2:1 Beispiel: 4 Schritte lang einatmen, 2 Schritte lang anhalten, 4 Schritte lang ausatmen, 2 Schritte lang anhalten. Kann mit Mula Bandha, Lächeln, Ujjayi, Khechari Mudra oder Nabho Mudra verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Atmungstechniken für Harmonisierung von Emotionen ====&lt;br /&gt;
* Gegen [[Lampenfieber]]/Vorgesetzten[[angst]] etc.: 4 Sekunden langsam und bewusst einatmen, 4 Sekunden langsam und bewusst ausatmen. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus. Beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Beim Einatmen stelle Dir vor, dass Licht in Dich zum Bauch hineinfließt. Beim Ausatmen schicke diese Energie zum Herzen oder zum Kopf. Du kannst Dir auch beim Einatmen vorstellen, dass von oben über den Scheitel Licht in Dich bis zum Bauch einströmt. Beim Ausatmen schickst Du dieses Licht zu den/dem Menschen, zu/mit dem/denen Du gleich sprechen willst.&lt;br /&gt;
* Gegen Alltags[[ärger]]: Relativ langsam einatmen, Bauch hinaus. Genau doppelt so langsam ausatmen, Bauch hinein. Eventuell zählen, z.B. einatem Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 – ausatmen Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 Om 5 Om 6 Om 7 Om 8&lt;br /&gt;
* Gegen Energiemangel, Niedergeschlagenheit: Aufladeübung (wie oben), eventuell noch mit Mula Bandha und lautlosem Ujjayi verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reinigungs - Pranayamas ====&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]]: Mit gekreuzten Beinen hinsetzen. Wichtig: Rücken gerade, Nacken gerade. Schnell mit dem Bauch ein- und ausatmen (Einatmung entspannt und 3x solange wie Ausatmung). Anfangs 20-30 Mal atmen, später bis auf 200 steigerbar. Anschließend zwei tiefe Atemzüge, dann die Luft anhalten (Lungen zu 75% gefüllt). Ausatmen, wenn es unbequem wird. 3-5 Runden machen. Beim Anhalten kann [[Mula Bandha]] angewendet werden (kein [[Jalandhara Bandha]])&lt;br /&gt;
* [[Wechselatmung]]:  Nasenlöcher abwechselnd mit rechtem Daumen und Ringfinger schließen. Links einatmen, Atem anhalten, rechts ausatmen, rechts einatmen, anhalten, links ausatmen = eine Runde. Anfänger: Verhältnis Einatmen: Anhalten: Ausatmen = 1:1:2; Fortgeschrittene Anfänger 1:2:2; Mittelstufe und Fortgeschrittene 1:4:2. [[Konzentration]] auf Reinigung der [[Nadi]]s oder [[Ajna Chakra]].&lt;br /&gt;
* Wechselatmung mit Bandhas (nur für Fortgeschrittenere): Beim Anhalten Mula Bandha und [[Jalandhara Bandha]]. Fortgeschrittene: Auch beim Einatmen Mula Bandha, nach dem Ausatmen 4 Sekunden. Uddhiyana Bandha (Beschreibung der Bandhas siehe unten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama zur Harmonisierung der Doshas ====&lt;br /&gt;
laut [[Hatha Yoga Pradipika]]. [[Dosha]]s sind die Bioenergien im [[Ayurveda]]:&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Kapha]]: Ujjayi. Alle 6 [[Kriya]]s: [[Kapalabhati]], [[Kunjar Kriya]], [[Neti]], [[Basti]], [[Tratak]], [[Nauli]] bzw. [[Agni Sara]]&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Vata]]: [[Surya Bedha]] (einfache Variation: ohne Jalandhara Bandha: Einatmen durch das rechte Nasenloch, Ausatmen durch das linke [[Nasenloch]]); [[Ujjayi]] Atem. Bei Vata Überschuss sollte nicht zu viel Kapalabhati geübt werden.&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Pitta]]: [[Sitali]], [[Sitkari]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungsprogramme ====&lt;br /&gt;
Übungsprogramme:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur allgemeinen Hebung des Energielevels&#039;&#039;&#039;, Entspannung, zur Erhöhung der [[Lungenkapazität]], Vorbeugen von [[Heuschnupfen]], [[Erkältung]] u.s.w.: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3 Runden [[Kapalabhati]] und 5-10 Runden [[Wechselatmung]] (ohne [[Bandhas]]), eventuell anschließend 5-10 Runden [[Brahmari]] (ohne Anhalten, ohne Bandhas). Für jeden geeignet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur Reinigung der [[Nadi]]s (Energiekanäle) und Erhöhung der [[Konzentration]]&#039;&#039;&#039;: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Wechselatmung mit Bandhas (beginnend mit 4 Runden Samanu). Anschließend eventuell 5-10 Runden Bhramari (mit Bandhas und Atem Anhalten) und 1-2 Runden einfaches [[Bhastrika]] (Mittelstufe). Hilfreich: Tägliches Üben von [[Asana]]s (20-40 Minuten), [[Meditation]] (20-30 Minuten), [[vegetarisch]]e Lebensweise (ohne [[Alkohol]], [[Nikotin]], [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], eventuell auch ohne [[Zwiebeln]], [[Knoblauch]])&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur starken Erhöhung von [[Prana]], Erweckung der [[Kundalini]] und Erweiterung des [[Bewusstsein]]s&#039;&#039;&#039;: Grunda-mungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20-40 Runden Wechselatmung mit [[Bandhas]] (beginnend mit 4 Runden [[Samanu]]).. Anschließend 5-15 Runden [[Ujjayi]], 5-15 Runden [[Surya Bheda]], 3-5 Runden [[Bhastrika]] (fortgeschrittenes). Obiges Programm kann auch zweimal gemacht werden (morgens und abends). Hilfreich: Anschließend [[Mudra]]s, insbesondere [[Mahamudra]], [[Viparita Karani Mudra]], [[Khechari Mudra]]. Notwendig: Tägliches Üben von Asanas (20-40 Minuten), Meditation (20-30 Minuten), vegetarische Lebensweise (ohne Alkohol, Nikotin, Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Pilze).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anti-Asthma-Programm:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 15 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Vata-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 2 langsame Runden Kapalabhati (20-30 Ausatmungen), evtl. mit Agni Sara nach dem Ausatmen, 10 Runden Wechselatmung mit Ujjayi-Atem, 5 Runden Surya Bedha (einfach), 10 Runden Bhramari, &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pitta-Reduktions-Pranayama:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 5-10 Runden Chandra Bed-ha, (links ein, anhalten, rechts aus), 5-10 Runden Sitali, evtl. zur Herzöffnung 5-10 Runden Bhramari, evtl. 5-10 Runden Murcha mit langem Ausatmen&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kapha-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 5 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen Depression Programm 1&#039;&#039;&#039;: 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung. Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Energiemangel]] der Hauptgrund ist. &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen [[Depression]] Programm 2&#039;&#039;&#039;: 0-3 Runden Kapalabhati, 5 Runden Wechselatmung, 10-20 Run-den Bhramari mit Konzentration auf das Herz, 10 Runden [[Murccha]] mit langem Ausatmen, evtl. [[Plavini]] (beides mit [[Konzentration]] auf das [[Herz]], bzw. [[Freude]] im Herzen). Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Gefühlsleere]] oder abgrundtiefe [[Traurigkeit]] der Hintergrund ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p42_Die-Wissenschaft-des-Pranayama/ Wissenschaft des Pranayama], Swami Sivananda, Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Göttliche Erkenntnis], Swami Sivananda, Mangalam Books Verlag&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Pranayama.html Pranayama], auf der Yoga Vidya Hauptseite&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ Chakra] Portal&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/De.wikipedia.org/pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Wiki.yoga-vidya.de/Pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Vayu]]&lt;br /&gt;
* Die acht [[Mahakumbhaka]]s &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ashtanga}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vayu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nichpe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38456</id>
		<title>Pranayama</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Pranayama&amp;diff=38456"/>
		<updated>2012-12-14T11:51:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nichpe: /* Was bedeutet Kontrolle des Pranas */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: प्राणायाम, prāṇāyāma &#039;&#039;m.&#039;&#039;) setzt sich aus den beiden Wörtern [[prana]] (&amp;quot;Lebens[[energie]]&amp;quot;) und [[ayama]] (&amp;quot;kontrollieren&amp;quot;, &amp;quot;erweitern&amp;quot;; also: &amp;quot;Kontrolle über die Lebensenergie&amp;quot;) zusammen und umfasst die verschiedenen [[Atem]]übungen des Yoga. &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; ist eines der acht Glieder des [[Raja Yoga]] (bzw. [[Ashtanga Yoga]] oder [[Kriya Yoga]]) und dient der [[Harmonie|Harmonisierung]] des [[prana]] mit der Zielsetzung die fünf [[vayu]]s zu harmonisieren. Dabei werden drei verschieden Arten unterschieden: [[recaka]], [[puraka]] und [[kumbhaka]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &#039;&#039;Pranayama&#039;&#039; spricht man auch im Speziellen von den acht [[Mahakumbhaka]]s. Diese acht Atemübungen gelten als die wichtigsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Yoga Sutras von [[Patanjali]] == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
तस्मिन्सति श्वासप्रश्वासयोर्गतिविच्छेदः प्राणायामः ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tasmin sati śvāsa-praśvāsayor gati-vicchedaḥ prāṇāyāmaḥ ||2.49||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dem so ist (d.h. man sich in einer stabilen und bequemen Sitzposition bzw. [[asana]] befindet), folgt die Atemregelung (&#039;&#039;prāṇāyāma&#039;&#039;), die ein Innehalten im Rhythmus von Ein- und Ausatmen ([[shvasa]]-[[prashvasa]]) bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
बाह्याभ्यन्तरस्तम्भवृत्तिर्देशकालसंख्याभिः परिदृष्टो दीर्घसूक्ष्मः ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-stambha-vṛttir deśa-kāla-saṃkhyābhiḥ paridṛṣṭo dīrgha-sūkṣmaḥ ||2.50||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Atemregelung) besteht aus den Vorgängen ([[vritti]]) des Ausatmens, Einatmens und Anhaltens ([[stambha]]), und sie ist lang ([[dirgha]]) oder subtil ([[sukshma]]), wenn Ort ([[desha]]), Dauer ([[kala]]) und Zählung ([[samkhya]]) beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anm.: Die Begriffe des Ausatmens und Einatmens lauten wörtl.: äußerliche ([[bahya]]) Atemfunktion ([[vritti]]), innerliche ([[abhyantara]]) Atemfunktion (&#039;&#039;vṛtti&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
भाह्याभ्यन्तरविषयाक्षेपी चतुर्थः ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bāhyābhyantara-viṣayākṣepī caturthaḥ ||2.51||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte (&#039;&#039;caturtha&#039;&#039;) Form (der Atemregelung) übersteigt den äußeren ([[bahya]]) und inneren ([[abhyantara]]) Bereich ([[vishaya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ततः क्षीयते प्रकाशावरणम् ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tataḥ kṣīyate prakāśāvaraṇam ||2.52||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird der Schleier ([[avarana]]), der die innere Erleuchtung ([[prakasha]]) bedeckt, entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Pranayama ==&lt;br /&gt;
Swami Sivananda war einer der [[Yoga Meister]] des 20. Jahrhunderts, der Pranayama in großem Stil bekannt gemacht hat. Galt Pranayama vor [[Swami Sivananda]] als geheim, wurde Pranayama durch Swami Sivanandas Bücher &amp;quot;Science of Pranayama&amp;quot; (Deutsch: [[Wissenschaft]] des Pranayama, [[Yoga Vidya Verlag]]) und &amp;quot;[[Kundalini Yoga]]&amp;quot; einer breiteren [[Öffentlichkeit]] zugänglich. Swami Sivananda ermutigte seine [[Schüler]] zu regelmäßiger Pranayama-Praxis. Die folgenden Ausschnitte sind dem Buch &amp;quot;Wissenschaft des Pranayama&amp;quot; entnommen. Man findet sie in ähnlicher Form auch im [[Buch]] &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Der [[Yogi]] speichert ein Übermaß an [[Prana]] durch regelmäßige Praxis von Pranayama, so wie eine Speicherbatterie, ein Akku, Elektrizität speichert. Der Yogi, der viel Prana gespeichert hat, strahlt [[Stärke]] und [[Vitalität]] aus. Ein Yogi ist wie ein starkes Kraftwerk. Wer mit einem solchen Yogi in nahen Kontakt kommt, nimmt von ihm Prana, [[Stärke]], [[Kraft]], [[Vitalität]] und Freude auf. So wie [[Wasser]] aus einem Gefäß in ein anderes fließt, fließt Prana tatsächlich wie ein ständiger [[Fluss]] von einem entwickelten Yogi zu schwachen [[Mensch]]en. Das kann der Yogi tatsächlich sehen, der seine innere yogische Sicht entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was bedeutet Kontrolle des Pranas ====&lt;br /&gt;
Pranayama hat einen wichtigen Platz im Yoga und auch im Hinduismus. Prana ist mit dem [[Geist]] verbunden; und durch den Geist mit dem [[Willen]]; und durch den [[Willen]] mit der individuellen [[Seele]], und durch sie mit der Höchsten Seele, dem [[Atman]]. Wenn Du die kleinen Prana-Wellen, die durch den Geist wirken, zu kontrollieren verstehst, wirst Du das [[Geheimnis]] der Herrschaft über das universelle Prana erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du das Prana steurn kannst, kannst Du vollständig alle Kräfte des Universums steuern- geistige und physische. Der Yogi kann auch die allgegenwärtige, sich manifestierende Kraft, [[Shakti]], steuern, aus der alle Energie stammt, sei es [[Magnetismus]], [[Elektrizität]], [[Schwerkraft]], Anziehungskraft, die Nervenströme, Lebenskräfte sowie die Gedankenschwingungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Yogi, der zu einem Fachmann in der [[Kenntnis]] dieses [[Geheimnis]]ses wird, hat keine [[Angst]] mehr vor irgendeiner Macht. Er hat die Meisterschaft über alle Manifestationen der Kraft im [[Universum]]. Das, was gemeinhin die Kraft der [[Persönlichkeit]], Charisma, genannt wird, ist nichts anderes als die natürliche Fähigkeit eines Menschen, sich seines Pranas zu bedienen. Manche Menschen sind im [[Leben]] erfolgreicher, einflussreicher und faszinierender als andere. All das beruht auf der Kraft seines Pranas. Solche Menschen manipulieren unbewusst, und nutzen ohne es zu wissen, denselben Einfluss, den der Yogi bewusst durch einen [[Befehl]] seines [[Willen]]s einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nutzen aus der Pranayamapraxis ====&lt;br /&gt;
Wenn Pranayama auch den [[Atem]] betrifft, so trainiert es auch sehr gut die inneren [[Organ]]e und den ganzen [[Körper]]. Pranayama beseitigt alle möglichen [[Krankheit]]en, verbessert die [[Gesundheit]], regt die [[Verdauung]] an, stärkt die [[Nerven]], beseitigt unbeherrschte Leidenschaften und erweckt die [[Kundalini]] Shakti. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand, der/die Pranayama übt, wird einen leichten [[Körper]] haben, frei sein von [[Krankheit]]. Er wird einen strahlenden [[Teint]] haben, eine wunderschöne melodiöse [[Stimme]] und einen angenehmen [[Körpergeruch]]. Sein [[Appetit]] wird gut sein, er wird innere Freude besitzen, eine schöne [[Figur]], [[Stärke]], [[Mut]], [[Begeisterung]]sfähigkeit, eine hohe [[Lebensqualität]], Kraft, [[Vitalität]] und gute [[Konzentration]] des Geistes. All seine geistigen Fähigkeiten werden stark entwickelt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranaheilung durch Pranayama ====&lt;br /&gt;
Wer Pranayama übt, kann sein Prana weitergeben und verschiedenste Krankheiten heilen. Genauso kann er sich selbst sofort wieder mit Prana neu aufladen, wenn er [[Kumbhaka]] (Atemanhalten) macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massiere sanft mit Deinen Händen die [[Bein]]e eines [[Rheuma]]kranken. Beim Massieren mache Kumbhaka, halte also immer wieder die Luft an. Stelle Dir vor, dass das Prana von Deinen Händen zum [[Patient]]en hin fließt. Verbinde Dich mit [[Hiranyagarbha]], dem kosmischen Prana. Dann stelle Dir vor, dass die kosmische [[Energie]] durch Deine Hände zum Patienten fließt. Der Patient wird sogleich [[Wärme]], [[Erleichterung]] und Kraft verspüren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mache ein-, zweimal einen Heilungsversuch an Dir selbst. Durch eigene Erfahrung wächst Deine eigene Überzeugung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst [[Kopfschmerzen]], [[Bauchkrämpfe]] und andere [[Leiden]] durch [[Massage]] und durch Deine magnetische, energetische [[Berührung]] heilen. Wenn Du die [[Leber]], die [[Galle]], den [[Magen]] oder andere Körperteile und Organe massierst, kannst Du mit den [[Zelle]]n sprechen und ihnen Befehle geben: “Oh Zellen! [[Arbeit]]et ordentlich. Ich befehlen Euch, das zu tun.” Sie werden Deinem [[Befehl]] gehorchen. Auch sie haben eine unterbewusste [[Intelligenz]]. Wiederhole Dein [[Mantra]], wenn Du an andere Dein Prana weitergibst. Versuche es ein paar Mal. Du wirst die [[Fähigkeit]] erwerben. (Anmerkung: Du kannst auch die Zellen freundlich bitten: &amp;quot;Liebe Zellen der Leber, bitte arbeitet gut. Ich danke euch. Bitte heilt die ganze Leber&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vertrauen]], klare [[Vorstellung]], große [[Aufmerksamkeit]] und [[Interesse]] sind wichtig bei der [[Heilung]] von Krankheiten durch das Weitergeben von Prana an erkrankte Stellen. Wenn Du in Deiner Konzentration und Praxis Fortschritte machst, kannst Du viele Krankheiten durch bloße Berührung heilen. In den fortgeschrittenen Stadien werden viele Krankheiten nur durch den [[Willen]] oder auch [[Gebet]] geheilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst Prana durch den Raum an einen entfernt lebenden Freund weitergeben. Das ist dann [[Fernheilung]]. Das Prana kann durch den Raum gehen wie die Radiowellen. Prana rast wie ein Blitz durch den Raum. Das Prana, das durch die Gedanken des Heilers gefärbt ist, wird nach außen projiziert. Du kannst Dich selbst immer wieder mit neuem Prana aufladen durch die Praxis von [[Kumbhaka]]. Dazu brauchst du langes, ausdauerndes und regelmäßiges [[Üben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke nie, dass Du Dein Prana [[burnout|erschöpfst]], wenn Du es an andere weitergibst. Je [[mehr]] Du gibst, desto mehr fließt es Dir aus der kosmischen Quelle zu. Das ist das Naturgesetz. Sei nicht [[geiz]]ig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama und Lebenszeit ====&lt;br /&gt;
Die [[Hatha Yoga Pradipika]] sagt, dass das [[Leben]] des Menschen aufgebaut ist aus seiner bestimmten Anzahl von Atemzügen. Die Zahl der Atmungen pro Minute ist im Durchschnittsmenschen fünfzehn. Wenn man die Anzahl der Atemzüge durch die Praxis von Kumbhaka, also Atemanhalten, reduzieren kann, oder den Atem weitestgehend anhalten kann durch [[Kechari Mudra]], kann man die Lebenszeit vergrößern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ausatmen]] ist [[Rechaka]]. [[Einatmen]] ist [[Puraka]]. Wenn der Atem stillsteht, ist das [[Kumbhaka]]. Kumbhaka ist [[Atemanhalten]]. Kumbhaka verlängert das Leben. Es steigert die innere spirituelle Kraft, Stärke und Vitalität. Wenn Du den Atem eine Minute lang anhältst, wird diese Minute zu Deiner Lebenszeit dazugezählt. [[Chang Dev]] lebte 1400 Jahre durch die Praxis vom Kumbhaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patanjali betont nicht so sehr die Praxis der einzelnen Pranayamas. Er sagt: “Atme langsam aus, dann atme ein und halte den Atem an. Dein Geist wird fest und ruhig sein.” Erst Hatha Yogis entwickelten Pranayama zu einer [[Wissenschaft]] und nennen verschiedene Übungen, die den verschiedenen Menschen entsprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungen ====&lt;br /&gt;
Wechselatmung: Sitze in [[Padmasana]] (Lotussitz) oder [[Siddhasana]] (halber Lotussitz) in Deinem Meditationsraum vor dem Bild Deines Ishta Devata (also vor deinem Altar). Schließe das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen. Atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch ein. Dann schließe auch das linke Nasenloch mit dem kleinen Finger und dem Ringfinger der rechten Hand. Halte den Atem an, solange es angenehm ist. Dann atme sehr, sehr langsam durch das rechte Nasenloch aus, nachdem Du den Daumen gelöst hast. Das war der halbe Vorgang. Dann atme durch das rechte Nasenloch ein. Halte die Luft an wie vorher und atme sehr, sehr langsam durch das linke Nasenloch wieder aus. Diese sechs Teile zusammen bilden ein Pranayama. Mache zwanzig am Morgen und zwanzig am Abend. Steigere langsam die Zahl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle Dir vor, dass alle göttlichen Eigenschaften, zum Beispiel [[Barmherzigkeit]], [[Liebe]], [[Vergebung]], [[Shanti]] (Friedfertigkeit), [[Freude]] usw. mit der eingeatmeten Luft in Dein [[System]] eingehen, und dass alle negativen Eigenschaften wie [[Gier]], [[Zorn]], [[Habsucht]] usw. mit der ausgeatmeten Luft ausgestoßen werden. Wiederhole [[Om]] oder das [[Gayatri]] [[Mantra]] geistig während Puraka, Kumbhaka und Rechaka. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte Puraka, Kumbhaka und Rechaka so ein, dass Du nicht das Gefühl hast zu ersticken oder ein Unbehagen in irgendeiner anderen Phase des Pranayama verspürst. Du solltest nie das [[Gefühl]] haben, dass Du zwischen zwei Runden einige Male normal atmen mußt. Die Dauer von Puraka, Kumbhaka und Rechaka muss richtig bemessen sein. Die Übung verlangt Umsicht und Achtsamkeit. Durch Übung wird Pranayama erfolgreich und einfach werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlängere die Phase der Ausatmung nicht unnötig . Wenn du die Dauer von Rechaka zu sehr verlängerst, wird die darauf folgende Einatmung hastig erfolgen und den [[Rhythmus]] stören. Regele Puraka, Kumbhaka und Re-chaka so sorgfältig , dass es Dir sehr angenehm ist. Mache nicht nur ein Runde von Pranayama, sondern das volle Ausmaß der Pranayamarunden, die du dir vorgenommen hast. [[Erfahrung]] und Übung werden Dir helfen. Übung macht den [[Meister]], Übung macht die Meisterin. Sei ausdauernd. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Du am Ende von Kumbhaka ausreichend Luft haben mußt, um Rechaka mühelos und im richtigen Verhältnis zu Puraka machen zu können. Das Verhältnis von Puraka, Kumbhaka und Rechaka ist 1: 4: 2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt viele andere Pranayamas. [[Suryabheda]] und [[Ujjayi]] erzeugen innere Wärme. [[Sitkari]] und [[Sitali]] kühlen, [[Bhastrika]] erhält die Normaltemperatur und wirkt energieerweckend. [[Suryabheda]] beseitigt ein Übermaß an Vata; Ujjayi Kapha; Sitkari und Sitali Pitta; und Bhastrika harmonisiert alle drei [[Dosha]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe Suryabheda und Ujjayi besonders im Winter. Übe Sitkari und Sitali besonders an heißen Sommertagen. Du kannst Bhastrika zu jeder Jahreszeit üben. Menschen, deren Körper auch im Winter warm sind, können Sitkari und Sitali im Winter praktizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbreitete Ängste in Zusammenhang mit der Praxis von Pranayama ====&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Pranayamaübungen können auch ohne die Hilfe eines [[Lehrer]]s ausgeführt werden. Ein Lehrer ist nötig, wenn Du lange Zeit Kumbhaka praktizieren willst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis von Pranayama, [[Asana]]s usw. liegt keine Gefahr, wenn Du vorsichtig bist und Deinen gesunden [[Menschenverstand]] benutzt. Die Aufregung der Menschen in Bezug auf Pranayama ist unnötig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allem liegt eine [[Gefahr]], wenn du nicht sorgsam bist. Wenn Du unvorsichtig die Stufen einer Treppe hinunter gehst, kannst Du fallen und Dir die Arme und Beine brechen. Wenn Du unvorsichtig im Straßenverkehr bist, wird Dich ein Auto überfahren. Wenn Du achtlos bist beim Kauf einer Fahrkarte für den Zug, wirst Du Deine Geldbörse verlieren. Wenn Du achtlos irgendwelche [[Mixtur]]en von [[Kräuter]]n verabreichst, kannst Du Deinen [[Patient]]en schaden, da Du ein [[Gift]] oder eine falsche [[Medizin]] gibst, oder indem Du eine [[Überdosis]] von einem [[Medikament]] verordnest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei achtsam bei deiner Ernährnung wenn Du Pranayama übst. Iss nicht zuviel. Nimm leichte, leichtverdauliche und nahrhafte Speisen zu Dir. Übe auch im Geschlechtsverkehr Mäßigung. Übertreibe das Atemanhalten nicht. Du kannst auch zuerst ein, zwei Monate lang bei der Wechselatmung nur ein- und ausatmen, ohne den Atem anzuhalten. Atme sehr, sehr langsam ein. Wenn Du diese Regeln befolgst, liegt in der Pranayamapraxis keine Gefahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einige Hinweise zum Pranayama ====&lt;br /&gt;
Die richtige [[Sitzhaltung]], [[Asana]], ist eine unerlässliche Voraussetzung für das erfolgreiche Üben von Pranayama. Du brauchst aber mit der Übung von Pranayama nicht abzuwarten, bis Du absolute Herrschaft über die Asana hast. Übe Asana, und gleichzeitig kannst Du auch Pranayama üben. Im Laufe der Zeit, wirst Du in beidem [[Vollkommenheit]] erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum, in dem Du Pranayama übst, sollte nicht stickig oder schlecht gelüftet sein. Er sollte trocken und luftig sein. Du kannst an einem Fluss üben oder an einem See, in der Ecke des Gartens, an der frischen Luft oder auf dem [[Gipfel]] oder am [[Fuß]] eines [[Hügel]]s. &lt;br /&gt;
Im [[Sommer]], kannst Du besonders in den kühlen Morgenstunden üben. Setze Dich an einen Fluss, einen [[See]] oder ans [[Meer]], wenn es Dir möglich ist. Wenn zu heiße Winde wehen, beende das Pranayama (Anmerkung: Das trifft besonders in Indien zu). Du kannst Sitali machen, um an heißen Sommertagen  den Körper zu kühlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atme immer sehr langsam ein und aus. Mache dabei kein Geräusch. Bei Pranayamas wie Bhastrika, Kapalabhati, Sitali und Sitkari mag ein leichtes Geräusch zu hören sein, ein möglichst leiser Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Phase des Pranayama sollte mühelos sein. Spüre beim Pranayama Freude und [[Vergnügen]]. Spüre keine zu starke Mühe. &lt;br /&gt;
Mache nicht Pranayama so lange, bis Du müde bist. Bade und dusche nicht unmittelbar nach dem Ende der Yogaübungen. Ruhe eine halbe Stunde lang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Du Pranayama übst, wiederhole Dein [[Ishta Mantra]], also das Mantra, das du auch für die Meditation benutz. Das ist reiner Yoga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei normalen weltlichen Menschen ist die Atmung unregelmäßig. Eine richtige Atemgewohnheit kann durch die regelmäßige Praxis von Pranayama entwickelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Yogis von einst, wie Shri [[Jnanadev]], [[Trailinga Swami]], [[Ramalinga Swami]] und andere hatten die Kraft, das Prana auf verschiedene Weise zu nutzen. Du kannst das auch, indem Du Pranayama durch richtige Atemübungen machst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du atmest Prana, nicht die atmosphärische Luft. Erkenne die geheimnisvollen inneren Lebenskräfte, die dem Atem zugrunde liegen. Werde ein Yogi und strahle Freude, Licht und Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtigste Pranayama und Übungsprogramme bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
==== Grundatmungsarten ====&lt;br /&gt;
* [[Bauchatmung]] ([[Zwerchfell]]atmung) - für das tägliche Leben.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus; Ausatmen - Bauch hinein. Gleich lang ein- und ausatmen (ca. 3-4 Sek.)&lt;br /&gt;
* [[Vollständige Yoga-Atmung]] - bei anstrengender körperlicher Bewegung; immer, wenn mehr Sauerstoff benötigt wird; bei Asanas und fortgeschrittenem Pranayama.&lt;br /&gt;
Technik: Einatmen - Bauch hinaus und Brust ausdehnen; Ausatmen - Brust hinein und Bauch hinein. Wichtig: Bewegung sollte fließend sein. Ausatmung kann doppelt so langsam sein wie Einatmung&lt;br /&gt;
* [[Kevala Kumbhaka]] (meditativer Atem): Etwa 4 Sekunden einatmen, etwa 4 Sekunden ausatmen. Dabei so wenig Luft ein und ausatmen wie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spezielle Energietechniken für das Pranayama ====&lt;br /&gt;
Können mit vielen Atemübungen, mit [[Asana]]s und auch mit dem Atem im täglichen Leben verbunden werden:&lt;br /&gt;
* [[Ujjayi]]: [[Stimmritze]] leicht verschließen. Beim Ein- und Ausatmen hörbaren [[Klang]] erzeugen (ähnlich wie beim „Ha“, nur atmest du durch die Nase). Es gibt auch lautloses Ujjayi. Aktiviert und harmonisiert [[Udana Vayu]]. Beruhigt [[Vata]]. Reduziert [[Kapha]].&lt;br /&gt;
* [[Mula Bandha]]: Zusammenziehen der [[Beckenbodenmuskeln]] (Anusschließmuskeln, Perineum, Geschlechtsmus-keln, Harnleitermuskeln) beim Einatmen.&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]]: [[Zungenspitze]] an das [[Gaumendach]]. Aktiviert [[Ajna Chakra]]. Öffnet die [[Sushumna]]&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]]: Zungenspitze nach hinten Richtung [[Kehle]]. Zungenunterseite am weichen Teil des Gaumens (weit hinten).&lt;br /&gt;
* [[Lächeln]]: Aktiviert und harmonisiert Prana (sowohl beim Übenden als auch bei den Menschen in der Umgebung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einfache Atemübungen ====&lt;br /&gt;
* [[Aufladeübung]] 1 (im [[Stehen]], [[Sitzen]], [[Liegen]]): Auf [[Sonnengeflecht]] konzentrieren. Bewusst einatmen (ca. 3-4 Sek. lang), [[Bauch]] hinaus, dabei [[Energie]], [[Licht]], [[Wärme]] zum [[Bauch]] schicken. Ausatmen, Bauch hinein (ca. 3-4 Sekunden lang). Beim Ausatmen kann die Energie dahin geschickt werden, wo sie nötig ist. Diese Übung kann jederzeit gemacht, und so oft wiederholt werden, wie man will. Variationen siehe unten&lt;br /&gt;
* Aufladeübung 2 (im Stehen): Füße hüftbreit auseinander, Fußinnenseiten parallel, Knie leicht gebeugt, [[Lendenwirbelsäule]] ganz aufgerichtet, [[Becken]] gekippt. Hände über [[Kreuz]] oberhalb des [[Nabel]]s. Einatmen, Handfläche nach außen und oben und die Arme heben bis über den [[Kopf]]. Dabei die Knie ausstrecken. Stelle Dir dabei vor, dass Du beim Einatmen Energie aufnimmst. Anhalten, Hände falten und nach links und nach rechts beugen. Stelle Dir vor, dass Du die Energie im Körper verteilst. Ausatmen, Handflächen nach unten geben. Dabei leicht die Knie beugen. Stelle dir dabei vor, dass du die Energie in alle Richtungen weiter gibst.&lt;br /&gt;
* Variationen: Beim Einatmen [[Mula Bandha]] und [[Ujjayi]] Atmung. Beim Anhalten Mula Bandha. Beim Ausatmen ohne Mula Bandha aber mit Ujjayi.&lt;br /&gt;
* Entspannendes Pranayama: (im Stehen, Sitzen, Liegen): Vier Sekunden lang einatmen, 4 Sekunden lang die Luft anhalten, 8 Sekunden lang ausatmen, 4 Sekunden lang die Luft mit leeren Lungen anhalten.&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha]]: Aufrecht stehen. Vollständig ausatmen, Knie leicht beugen, mit Händen das Gewicht auf die Knie geben, Bauch hineinziehen. Mit leeren Lungen den Atem solange anhalten, wie es bequem ist. Dann Bauch nach vorne lassen und einatmen. Zwischenatmen. 2-4 Mal wiederholen. Am besten morgens nach dem Aufstehen.&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara]]: Wie bei Uddhiyana Bandha anfangen. Nach dem Ausatmen mit leeren Lungen Bauch nach vorne und zurückgeben. Solange machen wie möglich, dann Bauch nach vorne geben und einatmen. 2-4 Runden ma-chen. Am besten direkt im Anschluss an Uddhiyana Bandha.&lt;br /&gt;
* [[Gorilla]]: Vollständig einatmen. Dann Luft anhalten, Brustkorb ausdehnen. Mit Fingern auf Brustkorb trommeln. Dann Lippen schürzen und durch Mund stoßweise ausatmen, bis Lungen leer. Dann Uddhiyana Bandha (Bauch einziehen) solange wie bequem. Wieder vollständig einatmen und wiederholen. Beim zweiten Mal mit Handflächen auf dem Brustkorb trommeln, beim dritten Mal mit den Fäusten.&lt;br /&gt;
* Atmung zur Kontrolle des Niesreizes (bei Heuschnupfen): (im Sitzen, Stehen, Liegen, Gehen,...) Vollständig, zügig einatmen. Extrem langsam und vollständig ausatmen. Wiederholen, bis Niesreiz verschwunden.&lt;br /&gt;
* Sukha Pranayama: Im Sitzen, Liegen, Stehen, Gehen und fast jeder Lage möglich: Bequem einatmen, dabei vorstellen, dass Energie hineinströmt. Luft anhalten. Ausatmen, dabei bewusst entspannen. Kann mit M[[ula Bandha]], Lächeln, [[Ujjayi]], [[Khechari Mudra]] oder [[Nabho Mudra]] verbunden werden. Den Rhythmus so wählen, wie er angenehm erscheint. Varianten wie beim gehenden Pranayama (siehe unten) möglich. In Phasen von mangelnder Konzentration in der Meditation kannst du auch Sukha Pranayama üben.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 1: 3-4 Schritte einatmen. 3-4 Schritte lang ausamten.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 2: doppelt so lange ausatmen wie einatmen.&lt;br /&gt;
* Gehendes Pranayama 3: Einatmen:Anhalten:Ausatmen:Anhalten im Rhythmus 2:1:2:1 Beispiel: 4 Schritte lang einatmen, 2 Schritte lang anhalten, 4 Schritte lang ausatmen, 2 Schritte lang anhalten. Kann mit Mula Bandha, Lächeln, Ujjayi, Khechari Mudra oder Nabho Mudra verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Atmungstechniken für Harmonisierung von Emotionen ====&lt;br /&gt;
* Gegen [[Lampenfieber]]/Vorgesetzten[[angst]] etc.: 4 Sekunden langsam und bewusst einatmen, 4 Sekunden langsam und bewusst ausatmen. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus. Beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Beim Einatmen stelle Dir vor, dass Licht in Dich zum Bauch hineinfließt. Beim Ausatmen schicke diese Energie zum Herzen oder zum Kopf. Du kannst Dir auch beim Einatmen vorstellen, dass von oben über den Scheitel Licht in Dich bis zum Bauch einströmt. Beim Ausatmen schickst Du dieses Licht zu den/dem Menschen, zu/mit dem/denen Du gleich sprechen willst.&lt;br /&gt;
* Gegen Alltags[[ärger]]: Relativ langsam einatmen, Bauch hinaus. Genau doppelt so langsam ausatmen, Bauch hinein. Eventuell zählen, z.B. einatem Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 – ausatmen Om 1 Om 2 Om 3 Om 4 Om 5 Om 6 Om 7 Om 8&lt;br /&gt;
* Gegen Energiemangel, Niedergeschlagenheit: Aufladeübung (wie oben), eventuell noch mit Mula Bandha und lautlosem Ujjayi verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reinigungs - Pranayamas ====&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]]: Mit gekreuzten Beinen hinsetzen. Wichtig: Rücken gerade, Nacken gerade. Schnell mit dem Bauch ein- und ausatmen (Einatmung entspannt und 3x solange wie Ausatmung). Anfangs 20-30 Mal atmen, später bis auf 200 steigerbar. Anschließend zwei tiefe Atemzüge, dann die Luft anhalten (Lungen zu 75% gefüllt). Ausatmen, wenn es unbequem wird. 3-5 Runden machen. Beim Anhalten kann [[Mula Bandha]] angewendet werden (kein [[Jalandhara Bandha]])&lt;br /&gt;
* [[Wechselatmung]]:  Nasenlöcher abwechselnd mit rechtem Daumen und Ringfinger schließen. Links einatmen, Atem anhalten, rechts ausatmen, rechts einatmen, anhalten, links ausatmen = eine Runde. Anfänger: Verhältnis Einatmen: Anhalten: Ausatmen = 1:1:2; Fortgeschrittene Anfänger 1:2:2; Mittelstufe und Fortgeschrittene 1:4:2. [[Konzentration]] auf Reinigung der [[Nadi]]s oder [[Ajna Chakra]].&lt;br /&gt;
* Wechselatmung mit Bandhas (nur für Fortgeschrittenere): Beim Anhalten Mula Bandha und [[Jalandhara Bandha]]. Fortgeschrittene: Auch beim Einatmen Mula Bandha, nach dem Ausatmen 4 Sekunden. Uddhiyana Bandha (Beschreibung der Bandhas siehe unten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama zur Harmonisierung der Doshas ====&lt;br /&gt;
laut [[Hatha Yoga Pradipika]]. [[Dosha]]s sind die Bioenergien im [[Ayurveda]]:&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Kapha]]: Ujjayi. Alle 6 [[Kriya]]s: [[Kapalabhati]], [[Kunjar Kriya]], [[Neti]], [[Basti]], [[Tratak]], [[Nauli]] bzw. [[Agni Sara]]&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Vata]]: [[Surya Bedha]] (einfache Variation: ohne Jalandhara Bandha: Einatmen durch das rechte Nasenloch, Ausatmen durch das linke [[Nasenloch]]); [[Ujjayi]] Atem. Bei Vata Überschuss sollte nicht zu viel Kapalabhati geübt werden.&lt;br /&gt;
* Harmonisierung/Reduzierung von [[Pitta]]: [[Sitali]], [[Sitkari]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pranayama Übungsprogramme ====&lt;br /&gt;
Übungsprogramme:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur allgemeinen Hebung des Energielevels&#039;&#039;&#039;, Entspannung, zur Erhöhung der [[Lungenkapazität]], Vorbeugen von [[Heuschnupfen]], [[Erkältung]] u.s.w.: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3 Runden [[Kapalabhati]] und 5-10 Runden [[Wechselatmung]] (ohne [[Bandhas]]), eventuell anschließend 5-10 Runden [[Brahmari]] (ohne Anhalten, ohne Bandhas). Für jeden geeignet.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur Reinigung der [[Nadi]]s (Energiekanäle) und Erhöhung der [[Konzentration]]&#039;&#039;&#039;: Grundatmungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Wechselatmung mit Bandhas (beginnend mit 4 Runden Samanu). Anschließend eventuell 5-10 Runden Bhramari (mit Bandhas und Atem Anhalten) und 1-2 Runden einfaches [[Bhastrika]] (Mittelstufe). Hilfreich: Tägliches Üben von [[Asana]]s (20-40 Minuten), [[Meditation]] (20-30 Minuten), [[vegetarisch]]e Lebensweise (ohne [[Alkohol]], [[Nikotin]], [[Fleisch]], [[Fisch]], [[Eier]], eventuell auch ohne [[Zwiebeln]], [[Knoblauch]])&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Zur starken Erhöhung von [[Prana]], Erweckung der [[Kundalini]] und Erweiterung des [[Bewusstsein]]s&#039;&#039;&#039;: Grunda-mungsarten und einfache Atemübungen ins tägliche Leben integrieren. Täglich 3-5 Runden Kapalabhati und 20-40 Runden Wechselatmung mit [[Bandhas]] (beginnend mit 4 Runden [[Samanu]]).. Anschließend 5-15 Runden [[Ujjayi]], 5-15 Runden [[Surya Bheda]], 3-5 Runden [[Bhastrika]] (fortgeschrittenes). Obiges Programm kann auch zweimal gemacht werden (morgens und abends). Hilfreich: Anschließend [[Mudra]]s, insbesondere [[Mahamudra]], [[Viparita Karani Mudra]], [[Khechari Mudra]]. Notwendig: Tägliches Üben von Asanas (20-40 Minuten), Meditation (20-30 Minuten), vegetarische Lebensweise (ohne Alkohol, Nikotin, Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Pilze).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Anti-Asthma-Programm:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 15 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Vata-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 2 langsame Runden Kapalabhati (20-30 Ausatmungen), evtl. mit Agni Sara nach dem Ausatmen, 10 Runden Wechselatmung mit Ujjayi-Atem, 5 Runden Surya Bedha (einfach), 10 Runden Bhramari, &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pitta-Reduktions-Pranayama:&#039;&#039;&#039; 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 5-10 Runden Chandra Bed-ha, (links ein, anhalten, rechts aus), 5-10 Runden Sitali, evtl. zur Herzöffnung 5-10 Runden Bhramari, evtl. 5-10 Runden Murcha mit langem Ausatmen&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Kapha-Reduktions-Pranayama&#039;&#039;&#039;: 5 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung, 10 Runden Bhramari&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen Depression Programm 1&#039;&#039;&#039;: 3 Runden Kapalabhati, 5-20 min Wechselatmung. Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Energiemangel]] der Hauptgrund ist. &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Pranayama gegen [[Depression]] Programm 2&#039;&#039;&#039;: 0-3 Runden Kapalabhati, 5 Runden Wechselatmung, 10-20 Run-den Bhramari mit Konzentration auf das Herz, 10 Runden [[Murccha]] mit langem Ausatmen, evtl. [[Plavini]] (beides mit [[Konzentration]] auf das [[Herz]], bzw. [[Freude]] im Herzen). Dieses Pranayama ist insbesondere geeignet wenn [[Gefühlsleere]] oder abgrundtiefe [[Traurigkeit]] der Hintergrund ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p42_Die-Wissenschaft-des-Pranayama/ Wissenschaft des Pranayama], Swami Sivananda, Yoga Vidya Verlag&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Göttliche Erkenntnis], Swami Sivananda, Mangalam Books Verlag&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Pranayama.html Pranayama], auf der Yoga Vidya Hauptseite&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ Chakra] Portal&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/De.wikipedia.org/pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
* [http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Wiki.yoga-vidya.de/Pranayama Wikiyogabuch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Vayu]]&lt;br /&gt;
* Die acht [[Mahakumbhaka]]s &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ashtanga}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vayu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kundalini Yoga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nichpe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bandha&amp;diff=38451</id>
		<title>Bandha</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Bandha&amp;diff=38451"/>
		<updated>2012-12-14T11:40:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nichpe: /* Jalandhara Bandha */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bandha&#039;&#039;&#039;: ([[Sanskrit]]: बन्ध bandha &#039;&#039;m.&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Band, Strick, Fessel; Binden, Verbinden, Anbinden, Bindung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Yoga Sutras von [[Patanjali]] == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
देशबन्धश्चित्तस्य धारणा ||3.1||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deśa-bandhaś cittasya dhāraṇā ||3.1||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bindung (&#039;&#039;bandha&#039;&#039;) des Bewußtseins ([[citta]]) an einen Ort ([[desha]]) ist Festhalten (&#039;&#039;dhāraṇā&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Verschluss, Kontraktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Bandha ist auch verwandt mit dem deutschen Wort &amp;quot;[[Band]]&amp;quot;. Damit ist die [[Gebundenheit]] an [[Unwissenheit]] ([[Avidya]]) und den [[Kreislauf]] der [[Geburt]]en ([[Samsara]]) gemeint. Bandha hat philosophische [[Bedeutung]], psychologische und praktische Bedeutung. Im Kontext des Hatha Yoga sind Bandhas &amp;quot;Verschlüsse&amp;quot;, um [[Prana]], [[Lebensenergie]], zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bandhas im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga sind Bandhas Verschlüsse. Mit den Bandhas werden Energien (Prana) gesteuert. Die Praxis der Bandhas kann den anderen Hatha Yoga Praktiken [[Asana]], [[Pranayama]], [[Mudra]] eine besondere Tiefe geben. Bandhas können auch im Alltag und in der [[Meditation]] angewendet werden. Sogar in der [[Tiefenentspannung]] können Bandhas als Einleitung der Tiefenentspannung eine besondere Bedeutung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bandha handelt es sich um eine bewusst herbeigeführte [[Muskelkontraktion]], um Energien an einem bestimmten Punkt im [[Körper]] zu [[Konzentration|konzentrieren]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die 3 Haupt-Bandhas im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Die 3 Haupt-Bandhas sind: [[Mula Bandha]], [[Uddiyana Bandha]] und Jalandhara Bandha. Hier eine kurze Beschreibung der drei Bandhas. Genauere Infos erhältst du unter dem entsprechenden Stichwort hier im [https://wiki.yoga-vidya.de Yoga Wiki].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Mula Bandha]] ===&lt;br /&gt;
Zusammenziehen der [[Anusschließmuskeln]]. Zieht das Prana nach oben und öffnet die [[Sushumna]] (feinstoffliches [[Nadi]] in der [[Wirbelsäule]]). Kann beim [[Anhalten]] ([[Kumbhaka]]) gemacht werden, bei vielen Pranayamas auch beim [[Einatmen]] (Puraka) und [[Ausatmen]] ([[Rechaka]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Uddhiyana Bandha]] ===&lt;br /&gt;
[[Bauch]] hochziehen nach dem Ausatmen mit leeren Lungen. Kann auch als Teil von [[Mahabandha]] nach dem Einatmen gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/wp-content/uploads/2010/05/yogavideouddhianabandhaagnisara-150x150.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Jalandhara Bandha]] ===&lt;br /&gt;
Nach vollständiger Einatmung [[Brustkorb]] nach vorne wölben, Kinn auf die [[Brust]] senken, Zungenoberseite an den [[Gaumen]] legen und zurückziehen, [[Kehle]] zusammenziehen. Vor dem Ausatmen Kopf heben und [[Muskeln]] entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig: Bei Jalandhara Bandha [[Schultern]], [[Mund]] und [[Gesicht]] entspannt, [[Rücken]] gerade lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhindert den Abfluss der [[Energie]]n nach oben. Öffnet Sushumna im Kehlbereich. Erlaubt, die Luft nach vollständiger Einatmung lange anzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Jalandhara Bandha ist nur für fortgeschrittenere Schüler gedacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Variation von Jalandhara Bandha, die von allen geübt werden kann, ist [[Jhiva Bandha]]. In Jhiva Bandha wird einfach die Zungenoberseite an den Gaumen gelegt und die Kehle leicht zusammengezogen. Dabei kann auch der Kopf ganz sanft gesenkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Mahabandha]]==&lt;br /&gt;
Wenn man alle drei Bandhas zusammen übt, ist das Mahabandha. Dabei werden Jalandhara Bandha, Mula Bandha und Uddhiyana Bandha gleichzeitig eingenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Pranayama]]&lt;br /&gt;
*[[Mudra]]&lt;br /&gt;
*[[Ashtanga]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p42_Die-Wissenschaft-des-Pranayama/ Swami Sivananda: Wissenschaft des Pranayama]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p249_Kundalini-Yoga/ Swami Sivananda: Kundalini Yoga]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039;] von Wilfried Hunzermeyer, ISBN 978-3-931172-28-2, Edition Sawitri.&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039;]von Martin Mittwede, ISBN 978-3-932957-02-4, Sathya Sai Vereinigung e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Pranayama.html Pranayama], auf der Yoga Vidya Hauptseite&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga Portal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/tantra/ Tantra] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/prana/ Prana] Portal&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/chakra/ Chakra] Portal&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/forum/topics/mula-bandha-beim-pranayama Mula Bandha beim Pranayama]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
===Uddhiyana Bandha and Nauli in Kneeling Position - Yoga for your Abdomen===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|N3XPPkkRSVk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Uddhiyana Bandha Variationen===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|rUEhzIJVgwQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Uddiyana Bandha Variationen für Fortgeschrittene===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/Uddhiyana_Bandha_Variationen_1.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indische Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nichpe</name></author>
	</entry>
</feed>