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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Akupunktur&amp;diff=25863</id>
		<title>Akupunktur</title>
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		<updated>2012-06-07T14:06:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Wie wirkt Akupunktur? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; ist ein altes chinesisches [[Heilverfahren]], bei dem Nadeln in die [[Haut]] gesetzt und gegebenenfalls leicht gedreht oder heute auch unter Stromspannung gesetzt werden. Am menschlichen Körper gibt es dafür insgesamt 361 Hauptakupunkturpunkte und insgesamt 1 011 Stellen, die man je nach Leiden anstechen kann. [[Akupunkturpunkte]] haben einen anderen elektrischen Hautwiderstand als ihre unmittelbare [[Umgebung]]. Akupunktur dient zur [[Schmerzlinderung]] bei Operationen und rheumatischen Leiden sowie zur Behandlung vieler anderer Krankheiten. Sie wird heute in den meisten chinesischen Krankenhäusern sowie von manchen Ärzten in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten praktiziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte der Akupunktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Zeugnisse für die Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken sind Steinnadeln, die bei Ausgrabungen in [[China]] gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit des &amp;quot;Gelben Kaisers&amp;quot; Huang Ti, der von 2698 bis 2598 v.Chr. gelebt haben soll. Später wurden Akupunkturnadeln aus [[Bronze]], [[Gold]] oder [[Silber]] gefertigt, heute bestehen sie überwiegend aus Stahl. Zunächst stach man die Nadeln nur in [[Furunkel]] und [[Geschwüre]]. Später entwickelte sich die Akupunktur nach einer Theorie, derzufolge es am Körper besondere ,,Meridiane&amp;quot; gibt, die mit den inneren Organen verbunden sind (Meridian des Magens, der Leber usw.). Diese Meridiane laufen entlang von [[Kopf]], [[Rumpf]] und [[Gliedmaßen]]. Außerdem, so diese Vorstellung, fließt entlang dieser Meridianlinien die [[Lebensenergie]], und Krankheiten entstehen, wenn der Energiefluss behindert oder unterbrochen wird. Durch das Einstechen und Drehen der Nadeln wird der gesunde Energiestrom wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anwendungsgebiete für Akupunktur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In China wird die Akupunktur heute vor allem zur Schmerzlinderung bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt. Nach Schätzungen chinesischer Chirurgen wird der Schmerz bei 30 Prozent der [[Patient]]en mit Hilfe der Akupunktur ausreichend unterdrückt. Dazu dreht man die Nadeln heute oftmals nicht mehr, sondern legt eine elektrische Spannung an. Amerikanische Ärzte, die Operationen unter Akupunktur beobachtet haben, bestätigten die schmerzlindernde Wirkung bei manchen [[Patient]]en, aber sie setzten ihre Schätzung eher bei zehn Prozent an. Besonders gut eignet sich diese Form der [[Narkose]] für Gehirnoperationen. Nach Ansicht chinesischer Chirurgen ist die Akupunktur der westlichen, mit Medikamenten durchgeführten [[Anästhesie]] überlegen, weil sie die normalen physiologischen Abläufe im Organismus nicht stört, so dass der Patient weniger anfällig für einen Schock (plötzlichen Blutdruckabfall) ist. Akupunkturnadeln werden vor dem Einsatz sterilisiert, sofern man nicht Einmalnadeln verwendet; der Patient spürt den Einstich kaum. Anstelle von Nadeln kann auch ein speziell für die Akupunktur entwickelter Laser verwendet werden.&lt;br /&gt;
Auch manche Herzerkrankungen werden in China mit Akupunktur behandelt. Um diese Methode wissenschaftlich besser zu begründen, untersuchte man die Wirkung der Akupunkturbehandlung bei über 600 Personen, die wegen zu geringer Durchblutung des [[Herz]]ens an [[Brustschmerzen]] litten. Die Autoren der Studie teilten mit, fast alle Patienten hätten ihre Medikamentendosis erheblich senken können, und die meisten von ihnen seien wieder arbeitsfähig geworden. Weitere Krankheiten, die mit Akupunktur behandelt werden, sind [[Migräne]], [[Schlaflosigkeit]], [[Hautkrankheiten]], [[Allergien]], [[Hexenschuss]], [[Wetterfühligkeit]], Magen-Darm-Krankheiten, [[Hypertonie]] und [[Asthma]]. Akupunktur übt zudem auf die [[Muskulatur]] eine entspannende Wirkung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie wirkt Akupunktur?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Akupunktur im Einzelnen wirkt, ist nicht geklärt. Sowohl westliche als auch asiatische Wissenschaftler setzten Kaninchen zur Schmerzlinderung Akupunkturnadeln und konnten auf diese Weise zeigen, dass die Wirkung nicht einfach auf Suggestion beruht. Nachdem man 1975 die Enkephaline und Endorphine (natürliche Schmerzhemmer im menschlichen Körper) entdeckt hatte, äußerten manche Neurophysiologen die Vermutung, das Einstechen der Nadeln könne die Ausschüttung einer oder mehrerer derartiger Substanzen auslösen, die den Weg der [[Schmerz]]signale im Rückenmark blockieren und so den Schmerz ausschalten. Unterstützt wird diese Ansicht durch amerikanische und chinesische Untersuchungen, wonach Akupunkturnadeln, die man an bestimmten Stellen im [[Gehirn]] eines Hundes anbringt, die Konzentration der Endorphine in der [[Rückenmark]]sflüssigkeit ansteigen lassen. Wie man außerdem zeigen konnte, wird die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur zumindest teilweise durch Naloxon aufgehoben, ein Medikament, das auch dem [[Morphium]] und ähnlichen Verbindungen (zu denen auch die Endorphine gehören) entgegenwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; stimuliert [[prana|Energie]]bahnen, [[nadi]]s ... - das wird manchmal auch mit Wirkungen des [[Yoga]] verglichen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[TCM]]&lt;br /&gt;
* [[Arzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.dres-jurecky-schueller.de/akupunkt.htm Akupunktur-Infos]&lt;br /&gt;
* [http://www.schulnote.de/Alternative%20Medizin_1191_hausaufgabe_referat.html Alternative Medizin Kurzreferat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:TCM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelle Chinesische Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Akupunktur&amp;diff=25862</id>
		<title>Akupunktur</title>
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		<updated>2012-06-07T14:05:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; ist ein altes chinesisches [[Heilverfahren]], bei dem Nadeln in die [[Haut]] gesetzt und gegebenenfalls leicht gedreht oder heute auch unter Stromspannung gesetzt werden. Am menschlichen Körper gibt es dafür insgesamt 361 Hauptakupunkturpunkte und insgesamt 1 011 Stellen, die man je nach Leiden anstechen kann. [[Akupunkturpunkte]] haben einen anderen elektrischen Hautwiderstand als ihre unmittelbare [[Umgebung]]. Akupunktur dient zur [[Schmerzlinderung]] bei Operationen und rheumatischen Leiden sowie zur Behandlung vieler anderer Krankheiten. Sie wird heute in den meisten chinesischen Krankenhäusern sowie von manchen Ärzten in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten praktiziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte der Akupunktur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Zeugnisse für die Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken sind Steinnadeln, die bei Ausgrabungen in [[China]] gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit des &amp;quot;Gelben Kaisers&amp;quot; Huang Ti, der von 2698 bis 2598 v.Chr. gelebt haben soll. Später wurden Akupunkturnadeln aus [[Bronze]], [[Gold]] oder [[Silber]] gefertigt, heute bestehen sie überwiegend aus Stahl. Zunächst stach man die Nadeln nur in [[Furunkel]] und [[Geschwüre]]. Später entwickelte sich die Akupunktur nach einer Theorie, derzufolge es am Körper besondere ,,Meridiane&amp;quot; gibt, die mit den inneren Organen verbunden sind (Meridian des Magens, der Leber usw.). Diese Meridiane laufen entlang von [[Kopf]], [[Rumpf]] und [[Gliedmaßen]]. Außerdem, so diese Vorstellung, fließt entlang dieser Meridianlinien die [[Lebensenergie]], und Krankheiten entstehen, wenn der Energiefluss behindert oder unterbrochen wird. Durch das Einstechen und Drehen der Nadeln wird der gesunde Energiestrom wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anwendungsgebiete für Akupunktur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In China wird die Akupunktur heute vor allem zur Schmerzlinderung bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt. Nach Schätzungen chinesischer Chirurgen wird der Schmerz bei 30 Prozent der [[Patient]]en mit Hilfe der Akupunktur ausreichend unterdrückt. Dazu dreht man die Nadeln heute oftmals nicht mehr, sondern legt eine elektrische Spannung an. Amerikanische Ärzte, die Operationen unter Akupunktur beobachtet haben, bestätigten die schmerzlindernde Wirkung bei manchen [[Patient]]en, aber sie setzten ihre Schätzung eher bei zehn Prozent an. Besonders gut eignet sich diese Form der [[Narkose]] für Gehirnoperationen. Nach Ansicht chinesischer Chirurgen ist die Akupunktur der westlichen, mit Medikamenten durchgeführten [[Anästhesie]] überlegen, weil sie die normalen physiologischen Abläufe im Organismus nicht stört, so dass der Patient weniger anfällig für einen Schock (plötzlichen Blutdruckabfall) ist. Akupunkturnadeln werden vor dem Einsatz sterilisiert, sofern man nicht Einmalnadeln verwendet; der Patient spürt den Einstich kaum. Anstelle von Nadeln kann auch ein speziell für die Akupunktur entwickelter Laser verwendet werden.&lt;br /&gt;
Auch manche Herzerkrankungen werden in China mit Akupunktur behandelt. Um diese Methode wissenschaftlich besser zu begründen, untersuchte man die Wirkung der Akupunkturbehandlung bei über 600 Personen, die wegen zu geringer Durchblutung des [[Herz]]ens an [[Brustschmerzen]] litten. Die Autoren der Studie teilten mit, fast alle Patienten hätten ihre Medikamentendosis erheblich senken können, und die meisten von ihnen seien wieder arbeitsfähig geworden. Weitere Krankheiten, die mit Akupunktur behandelt werden, sind [[Migräne]], [[Schlaflosigkeit]], [[Hautkrankheiten]], [[Allergien]], [[Hexenschuss]], [[Wetterfühligkeit]], Magen-Darm-Krankheiten, [[Hypertonie]] und [[Asthma]]. Akupunktur übt zudem auf die [[Muskulatur]] eine entspannende Wirkung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie wirkt Akupunktur?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Akupunktur im Einzelnen wirkt, ist nicht geklärt. Sowohl westliche als auch asiatische Wissenschaftler setzten Kaninchen zur Schmerzlinderung Akupunkturnadeln und konnten auf diese Weise zeigen, dass die Wirkung nicht einfach auf Suggestion beruht. Nachdem man 1975 die Enkephaline und Endorphine (natürliche Schmerzhemmer im menschlichen Körper) entdeckt hatte, äußerten manche Neurophysiologen die Vermutung, das Einstechen der Nadeln könne die Ausschüttung einer oder mehrerer derartiger Substanzen auslösen, die den Weg der Schmerzsignale im Rückenmark blockieren und so den Schmerz ausschalten. Unterstützt wird diese Ansicht durch amerikanische und chinesische Untersuchungen, wonach Akupunkturnadeln, die man an bestimmten Stellen im Gehirn eines Hundes anbringt, die Konzentration der Endorphine in der Rückenmarksflüssigkeit ansteigen lassen. Wie man außerdem zeigen konnte, wird die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur zumindest teilweise durch Naloxon aufgehoben, ein Medikament, das auch dem Morphium und ähnlichen Verbindungen (zu denen auch die Endorphine gehören) entgegenwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; stimuliert [[prana|Energie]]bahnen, [[nadi]]s ... - das wird manchmal auch mit Wirkungen des [[Yoga]] verglichen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[TCM]]&lt;br /&gt;
* [[Arzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.dres-jurecky-schueller.de/akupunkt.htm Akupunktur-Infos]&lt;br /&gt;
* [http://www.schulnote.de/Alternative%20Medizin_1191_hausaufgabe_referat.html Alternative Medizin Kurzreferat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:TCM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelle Chinesische Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
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		<title>Akupunktur</title>
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		<updated>2012-06-07T14:04:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; ist ein altes chinesisches [[Heilverfahren]], bei dem Nadeln in die [[Haut]] gesetzt und gegebenenfalls leicht gedreht oder heute auch unter Stromspannung gesetzt werden. Am menschlichen Körper gibt es dafür insgesamt 361 Hauptakupunkturpunkte und insgesamt 1 011 Stellen, die man je nach Leiden anstechen kann. [[Akupunkturpunkte]] haben einen anderen elektrischen Hautwiderstand als ihre unmittelbare [[Umgebung]]. Akupunktur dient zur [[Schmerzlinderung]] bei Operationen und rheumatischen Leiden sowie zur Behandlung vieler anderer Krankheiten. Sie wird heute in den meisten chinesischen Krankenhäusern sowie von manchen Ärzten in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten praktiziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Zeugnisse für die Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken sind Steinnadeln, die bei Ausgrabungen in [[China]] gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit des &amp;quot;Gelben Kaisers&amp;quot; Huang Ti, der von 2698 bis 2598 v.Chr. gelebt haben soll. Später wurden Akupunkturnadeln aus [[Bronze]], [[Gold]] oder [[Silber]] gefertigt, heute bestehen sie überwiegend aus Stahl. Zunächst stach man die Nadeln nur in [[Furunkel]] und [[Geschwüre]]. Später entwickelte sich die Akupunktur nach einer Theorie, derzufolge es am Körper besondere ,,Meridiane&amp;quot; gibt, die mit den inneren Organen verbunden sind (Meridian des Magens, der Leber usw.). Diese Meridiane laufen entlang von [[Kopf]], [[Rumpf]] und [[Gliedmaßen]]. Außerdem, so diese Vorstellung, fließt entlang dieser Meridianlinien die [[Lebensenergie]], und Krankheiten entstehen, wenn der Energiefluss behindert oder unterbrochen wird. Durch das Einstechen und Drehen der Nadeln wird der gesunde Energiestrom wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In China wird die Akupunktur heute vor allem zur Schmerzlinderung bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt. Nach Schätzungen chinesischer Chirurgen wird der Schmerz bei 30 Prozent der [[Patient]]en mit Hilfe der Akupunktur ausreichend unterdrückt. Dazu dreht man die Nadeln heute oftmals nicht mehr, sondern legt eine elektrische Spannung an. Amerikanische Ärzte, die Operationen unter Akupunktur beobachtet haben, bestätigten die schmerzlindernde Wirkung bei manchen [[Patient]]en, aber sie setzten ihre Schätzung eher bei zehn Prozent an. Besonders gut eignet sich diese Form der [[Narkose]] für Gehirnoperationen. Nach Ansicht chinesischer Chirurgen ist die Akupunktur der westlichen, mit Medikamenten durchgeführten [[Anästhesie]] überlegen, weil sie die normalen physiologischen Abläufe im Organismus nicht stört, so dass der Patient weniger anfällig für einen Schock (plötzlichen Blutdruckabfall) ist. Akupunkturnadeln werden vor dem Einsatz sterilisiert, sofern man nicht Einmalnadeln verwendet; der Patient spürt den Einstich kaum. Anstelle von Nadeln kann auch ein speziell für die Akupunktur entwickelter Laser verwendet werden.&lt;br /&gt;
Auch manche Herzerkrankungen werden in China mit Akupunktur behandelt. Um diese Methode wissenschaftlich besser zu begründen, untersuchte man die Wirkung der Akupunkturbehandlung bei über 600 Personen, die wegen zu geringer Durchblutung des [[Herz]]ens an [[Brustschmerzen]] litten. Die Autoren der Studie teilten mit, fast alle Patienten hätten ihre Medikamentendosis erheblich senken können, und die meisten von ihnen seien wieder arbeitsfähig geworden. Weitere Krankheiten, die mit Akupunktur behandelt werden, sind [[Migräne]], [[Schlaflosigkeit]], [[Hautkrankheiten]], [[Allergien]], [[Hexenschuss]], [[Wetterfühligkeit]], Magen-Darm-Krankheiten, [[Hypertonie]] und [[Asthma]]. Akupunktur übt zudem auf die [[Muskulatur]] eine entspannende Wirkung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Akupunktur im Einzelnen wirkt, ist nicht geklärt. Sowohl westliche als auch asiatische Wissenschaftler setzten Kaninchen zur Schmerzlinderung Akupunkturnadeln und konnten auf diese Weise zeigen, dass die Wirkung nicht einfach auf Suggestion beruht. Nachdem man 1975 die Enkephaline und Endorphine (natürliche Schmerzhemmer im menschlichen Körper) entdeckt hatte, äußerten manche Neurophysiologen die Vermutung, das Einstechen der Nadeln könne die Ausschüttung einer oder mehrerer derartiger Substanzen auslösen, die den Weg der Schmerzsignale im Rückenmark blockieren und so den Schmerz ausschalten. Unterstützt wird diese Ansicht durch amerikanische und chinesische Untersuchungen, wonach Akupunkturnadeln, die man an bestimmten Stellen im Gehirn eines Hundes anbringt, die Konzentration der Endorphine in der Rückenmarksflüssigkeit ansteigen lassen. Wie man außerdem zeigen konnte, wird die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur zumindest teilweise durch Naloxon aufgehoben, ein Medikament, das auch dem Morphium und ähnlichen Verbindungen (zu denen auch die Endorphine gehören) entgegenwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; stimuliert [[prana|Energie]]bahnen, [[nadi]]s ... - das wird manchmal auch mit Wirkungen des [[Yoga]] verglichen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[TCM]]&lt;br /&gt;
* [[Arzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.dres-jurecky-schueller.de/akupunkt.htm Akupunktur-Infos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:TCM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelle Chinesische Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
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		<updated>2012-06-07T14:02:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; ist ein altes chinesisches [[Heilverfahren]], bei dem Nadeln in die [[Haut]] gesetzt und gegebenenfalls leicht gedreht oder heute auch unter Stromspannung gesetzt werden. Am menschlichen Körper gibt es dafür insgesamt 361 Hauptakupunkturpunkte und insgesamt 1 011 Stellen, die man je nach Leiden anstechen kann. [[Akupunkturpunkte]] haben einen anderen elektrischen Hautwiderstand als ihre unmittelbare [[Umgebung]]. Akupunktur dient zur [[Schmerzlinderung]] bei Operationen und rheumatischen Leiden sowie zur Behandlung vieler anderer Krankheiten. Sie wird heute in den meisten chinesischen Krankenhäusern sowie von manchen Ärzten in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten praktiziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Zeugnisse für die Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken sind Steinnadeln, die bei Ausgrabungen in [[China]] gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit des &amp;quot;Gelben Kaisers&amp;quot; Huang Ti, der von 2698 bis 2598 v.Chr. gelebt haben soll. Später wurden Akupunkturnadeln aus [[Bronze]], [[Gold]] oder [[Silber]] gefertigt, heute bestehen sie überwiegend aus Stahl. Zunächst stach man die Nadeln nur in [[Furunkel]] und [[Geschwüre]]. Später entwickelte sich die Akupunktur nach einer Theorie, derzufolge es am Körper besondere ,,Meridiane&amp;quot; gibt, die mit den inneren Organen verbunden sind (Meridian des Magens, der Leber usw.). Diese Meridiane laufen entlang von [[Kopf]], [[Rumpf]] und [[Gliedmaßen]]. Außerdem, so diese Vorstellung, fließt entlang dieser Meridianlinien die [[Lebensenergie]], und Krankheiten entstehen, wenn der Energiefluss behindert oder unterbrochen wird. Durch das Einstechen und Drehen der Nadeln wird der gesunde Energiestrom wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In China wird die Akupunktur heute vor allem zur Schmerzlinderung bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt. Nach Schätzungen chinesischer Chirurgen wird der Schmerz bei 30 Prozent der [[Patient]]en mit Hilfe der Akupunktur ausreichend unterdrückt. Dazu dreht man die Nadeln heute oftmals nicht mehr, sondern legt eine elektrische Spannung an. Amerikanische Ärzte, die Operationen unter Akupunktur beobachtet haben, bestätigten die schmerzlindernde Wirkung bei manchen [[Patient]]en, aber sie setzten ihre Schätzung eher bei zehn Prozent an. Besonders gut eignet sich diese Form der [[Narkose]] für Gehirnoperationen. Nach Ansicht chinesischer Chirurgen ist die Akupunktur der westlichen, mit Medikamenten durchgeführten [[Anästhesie]] überlegen, weil sie die normalen physiologischen Abläufe im Organismus nicht stört, so dass der Patient weniger anfällig für einen Schock (plötzlichen Blutdruckabfall) ist. Akupunkturnadeln werden vor dem Einsatz sterilisiert, sofern man nicht Einmalnadeln verwendet; der Patient spürt den Einstich kaum. Anstelle von Nadeln kann auch ein speziell für die Akupunktur entwickelter Laser verwendet werden.&lt;br /&gt;
Auch manche Herzerkrankungen werden in China mit Akupunktur behandelt. Um diese Methode wissenschaftlich besser zu begründen, untersuchte man die Wirkung der Akupunkturbehandlung bei über 600 Personen, die wegen zu geringer Durchblutung des [[Herz]]ens an [[Brustschmerzen]] litten. Die Autoren der Studie teilten mit, fast alle Patienten hätten ihre Medikamentendosis erheblich senken können, und die meisten von ihnen seien wieder arbeitsfähig geworden. Weitere Krankheiten, die mit Akupunktur behandelt werden, sind [[Migräne]], [[Schlaflosigkeit]], [[Hautkrankheiten]], [[Allergien]], [[Hexenschuss]], [[Wetterfühligkeit]], Magen-Darm-Krankheiten, [[Hypertonie]] und [[Asthma]]. Akupunktur übt zudem auf die [[Muskulatur]] eine entspannende Wirkung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Akupunktur im Einzelnen wirkt, ist nicht geklärt. Sowohl westliche als auch asiatische Wissenschaftler setzten Kaninchen zur Schmerzlinderung Akupunkturnadeln und konnten auf diese Weise zeigen, dass die Wirkung nicht einfach auf Suggestion beruht. Nachdem man 1975 die Enkephaline und Endorphine (natürliche Schmerzhemmer im menschlichen Körper) entdeckt hatte, äußerten manche Neurophysiologen die Vermutung, das Einstechen der Nadeln könne die Ausschüttung einer oder mehrerer derartiger Substanzen auslösen, die den Weg der Schmerzsignale im Rückenmark blockieren und so den Schmerz ausschalten. Unterstützt wird diese Ansicht durch amerikanische und chinesische Untersuchungen, wonach Akupunkturnadeln, die man an bestimmten Stellen im Gehirn eines Hundes anbringt, die Konzentration der Endorphine in der Rückenmarksflüssigkeit ansteigen lassen. Wie man außerdem zeigen konnte, wird die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur zumindest teilweise durch Naloxon aufgehoben, ein Medikament, das auch dem Morphium und ähnlichen Verbindungen (zu denen auch die Endorphine gehören) entgegenwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akupunktur&#039;&#039;&#039; stimuliert [[prana|Energie]]bahnen, [[nadi]]s ... - das wird manchmal auch mit Wirkungen des [[Yoga]] verglichen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[TCM]]&lt;br /&gt;
* [[Arzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.dres-jurecky-schueller.de/akupunkt.htm Akupunktur-Infos]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alternative_Medizin&amp;diff=25859</id>
		<title>Alternative Medizin</title>
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		<updated>2012-06-07T13:54:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: Die Seite wurde neu angelegt: „Alternative Medizin ist eine Sammelbezeichnung für verschiedenartige Heilansätze und Therapieformen, die alternativ zur Therapie mit Arzneimitteln in der [[…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Alternative Medizin ist eine Sammelbezeichnung für verschiedenartige Heilansätze und Therapieformen, die alternativ zur [[Therapie]] mit Arzneimitteln in der [[Schulmedizin]] als naturwissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethoden gelten und die sich durch einige Besonderheiten auszeichnen. Die Behandlung des gesamten [[Organismus]] steht vor der [[Behandlung]] einzelner gestörter Organfunktionen. Die Förderung von Selbstheilungstendenzen ist wichtiger als die von außen, also z. B. durch Medikamente herbeigeführte Gesundung erkrankter Organsysteme. Bedingung ist die [[Unschädlichkeit]] der Therapie. Als Maß für den Erfolg der Therapie gilt ganz wesentlich die subjektive Befindlichkeit des Patienten. Zu den alternativen [[Heilverfahren]] können u. a. die [[Naturheilverfahren]] und Formen der (Auto-)Suggestionsbehandlung wie z. B. [[Hypnose]] und [[Autogenes Training]] gezählt werden, im weiteren Sinn auch Methoden, deren zugrunde liegende Konzepte naturwissenschaftlich nicht oder nur in Ansätzen erklärt werden können ([[Erfahrungsheilkunde]]), aber auch Behandlungen die schon seit Jahrtausenden von den [[Mensch]]en ausgeübt werden und immer noch helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
*[[Heilkunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Massage&amp;diff=25478</id>
		<title>Massage</title>
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		<updated>2012-05-11T13:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: Die Seite wurde neu angelegt: „Om Om Om“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Om Om Om&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25089</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-24T03:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami Sivananda über Swami und Sannyasa */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]], der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Sannyasa]] ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das Leben der Upanishaden. Es ist der letzte der vier [[Ashram]]as.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[[Handlung]] ist für den weltlichen [[Mensch]]en, [[Weisheit]] ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die [[Welt]]lichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der [[Erkenntnis]] besitzt, erreicht [[Brahman]], sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von [[Brahma Vidya]](das Wissen des Absoluten) zu gehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami ist für die [[Welt]] und seine [[Familie]] tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit dem Unendlichen Selbst hinter allem.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für den Swami sind Ruhm und Ehre so viel wert wie die Exkremente eines Schweines. So zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Anerkennung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami hat drei Pflichten, nämlich [[Saucha]] (Reinheit), [[Bhiksha]] (um Almosen bitten) und [[Dhyana]] (Meditation). Für den Swami gibt es keine vierte [[Pflicht]]. [[Meditation]] ist seine [[Pflicht]], Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein [[Leben]]. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die [[Verwirklichung]] des Höchsten [[Brahman]] bedacht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Swami lebt auf dem Gipfel der [[Weisheit]] wie ein [[Narr]], wie ein [[Kind]]. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In [[Atman]] aufgegangen braucht der Swami keine Worte zu sprechen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eignung für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasa steht dem [[Brahmachari]] (Schüler) offen, dem [[Grihastha]] (Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem [[Vanaprastha]] (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von [[Brahmacharya]] aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man es tief von innen her möchte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man muß sich mit [[Sadhana Chatushtaya]] (4 Eigenschaften eines Schülers) ausstatten, bevor man Sannyas nimmt. Aus [[Unterscheidungskraft]] geborene tiefe [[Entsagung]] muß vorhanden sein. [[Vairagya]], die Leidenschaftslosigkeit bzw. Verhaftungslosigkeit und Wunschlosigkeit, darf nicht mäßig und halbherzig sein. Vairagya muss eine brennende Flamme der Losgelöstheit gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen sein. Nichts als das Erreichen von [[Kaivalya]], endgültige [[Befreiung]], sollte das angestrebte [[Ziel]] sein. Es sollte kein Wunsch vorhanden sein nach Frau bzw. Mann, nach Kind und weltlicher Aktivität und Erfolg. Ein Swami-Aspirant solle an allen Seiten von Leidenschaftslosigkeit umgeben sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bindung an [[Zuneigung]] und [[Abneigung]] sollten überwunden sein. Ein Swami-Aspirant sollte sich über die Ränke und Bande von [[Samsara]] (Rad von [[Geburt]] und [[Tod]]) erheben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald sich tiefe Loslösung von allem Weltlichen im [[Geist]] erhebt, kann man ohne weiteres Zögern [[Sannyas]] nehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Gier), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du ein diszipliniertes Leben führen kannst, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein einfaches Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du Einsamkeit liebst, wenn Du ein meditatives Naturell und nachdenkliches Wesen hast, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du ein hartes asketisches Leben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du auch Kränkungen und Beleidigungen ertragen kannst, dann kannst Du den [[Weg]] der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen, Swami zu werden. Man sollte vor der Swami-Weihe ein, zwei Jahre lang in der Welt wie ein Swami leben. Ansonsten wird man es sehr sehr schwer finden, diesen Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg eines Swamisvoll Freude und Wonne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Swami werden. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn [[Gier]] und [[Leidenschaft]] überwältigt, begibt sich in die Bereiche des [[Leiden]]s, der [[Dunkelheit]] und [[Finsternis]]. Ein Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, ist tauglich für Sannyas, für das Leben eines Swamis.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn Frauen die vier Mittel zur Befreiung ([[Sadhana Chatushthaya]]) besitzen, sind auch sie vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der [[Spiritualität]] wie Männer. Wenn ein [[Mensch]] mit [[Samskara]]s von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine [[Kraft]] der [[Erde]] davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der [[Vater]] des großen [[Buddha]] bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein [[Pferd]] stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den [[Wald]]. Wer die Herrlichkeit und [[Freiheit]] von Sannyas verstanden hat, wer geistig und spirituell ein wahres Kind [[Shri]] [[Sankara]]s, Shri [[Dattatreya]]s, [[Sanaka]]s, [[Sanandana]]s, [[Sanatana]]s und [[Sanatkumara]]s ist, kann auch nicht einen Augen blick lang auf [[Pravritti Marga]], dem Weg des Berufs- und Familienlebens, bleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In jeder Religion gibt es Einsiedler, die in Zurückgezogenheit und Meditation leben. Es gibt Bhikkus im Buddhismus, Fakire im Islam, Fakire im Sufismus und Patres und Pfarrer im Christentum. Die Großartigkeit einer Religion geht vollkommen verloren, wenn man die Eremiten oder Sannyasins wegnimmt, oder diejenigen, die ein Leben der Entsagung und Kontemplation über das Göttliche leben. Diese Menschen erhalten die Religion und bewahren die Weltreligionen. Diese Menschen bringen den Hausvätern Trost, wenn sie in Schwierigkeiten und Verzweiflung sind. Sie geben den Verzweifelten Hoffnung, den Niedergeschlagenen Freude, den Schwachen Kraft und den Furchtsamen Mut, indem sie das Wissen der Vedanta und die Bedeutung des Mahavakyas “Tat Twam Asi” lehren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyasins leben von ein paar Stücken Brot und dafür gehen sie von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Vedantalehre und die erhabene Philosophie der Verwirklichung Brahmans. Die Welt schuldet ihnen großen Dank. Wer kann ihnen diese Schulden vergüten ? Ihre Schriften führen uns noch immer. Lies einige Shlokas der Avadhuta Gita. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und göttlicher Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein anderer Mensch sein. Niedergeschlagenheit, Schwäche, Ängste und Kummer verschwinden sofort.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein wirklicher Sannyasin ist der einzige mächtige Potentat auf dieser Erde. Er nimmt nie etwas. Er gibt immer. Nur Sannyasins vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Nur Sannyasins können in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder wirken. Ramakrishna Paramahamsa, Rama Tirtha, Dayananda und Vivekananda verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften und hielten die Hindureligion am Leben. Nur die Kühnheit der Sannyasins, die alle Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von Täuschung, Leidenschaft und Selbstsucht, können der Welt wirklich dienen. Nur ein Sannyasin kann wirklich Loka Sangraha tun, denn er hat göttliches Wissen und widmet seine ganze Zeit! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger Sankara errichtete die Lehre der Kevala Adwaita Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein Name kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie es in Wissenschaft, Psychologie, Biologie und Philosophie Forscher und Wissenschaftler gibt, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den Yogis und Sannyasins geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um zu predigen. Es ist die Pflicht von Hausvätern, Zamindars und der Verwaltung, für die Bedürfnisse dieser Sannyasins zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre Seelen. So wird sich das Rad der Welt ungehindert drehen. Es wird Frieden im Land herrschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die orange Farbe, Gerua, des Sannyasin weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und Vasanas. Sie zeigt Reinheit an. Sie steht für Reinheit. Für einen Aspiranten, der den Weg von Nirvritti Marga begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von üblen Taten Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn vorgesehen ist. Allmählich formt sich sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zu zeigen, daß man ein Sannyasin ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt all seine Schönheit. Er kümmert sich nicht besonders darum, sein Haar mit Duftölen usw. zu pflegen. Es zeigt, daß er aller äußeren Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, das die allergrößte Schönheit ist. Dieses Mundana, das Rasieren des Hauptes, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er darf keine Wünsche nach Sinnesobjekten hegen. Es ist nur ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25085</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-23T17:53:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Andere Swami Traditionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über Swami und Sannyasa ==&lt;br /&gt;
Artikel entnommen aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von Swami Sivananda, der wiederum eine Zusammenfassung ist aus dem Buch &amp;quot;Necessity of Sannyas&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sannyasa ist das Leben der Entsagung. Es ist, mit anderen Worten, das upanischadische Leben. Es ist der letzte der vier Ashramas.&lt;br /&gt;
Handlung ist für den weltlichen Menschen, Weisheit ist für den Sannyasin (Swami), der sich über die Weltlichkeit erhoben hat. Nur der Entsagende, der Erkenntnis besitzt, erreicht Brahman, sonst niemand. Ohne vollkommene Entsagung ist es unmöglich, den Weg von Brahma Vidya(das Wissen des Absoluten) zu gehen.&lt;br /&gt;
Der Sannyasin ist für die Welt und seine Familie tot. Er entsagt in einem Zuge dem ganzen Universum und hat nichts mit irgend etwas zu tun, außer mit seinem Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Sannyasin sind Ruhm und Ehre gleichviel wie die Fäkalien eines Schweines. Deshalb zieht der Sannyasin wie eine Fliege umher und verzichtet auf Ruhm und Ehre.&lt;br /&gt;
Der Sannyasin muß nur drei Pflichten erfüllen, Saucha (Reinheit), Bhiksha (um Almosen bitten) und Dhyana (Meditation). Für den Sannyasin gibt es keine vierte Pflicht. Meditation ist seine Pflicht, Meditation ist seine Nahrung, Meditation ist sein Leben. Er lebt und atmet Meditation. Er ist immer auf die Verwirklichung des Höchsten Brahman bedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sannyasin lebt in der Höhe der Weisheit wie ein Narr, wie ein Kind. Er blüht in Erkenntnis und verhält sich wie ein Verrückter. In Atman aufgegangen spricht der Sannyasin kein einziges Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tauglichkeit für Sannyasa ===&lt;br /&gt;
Sannyasa steht dem Brahmachari (Schüler) offen, dem Grihastha(Mensch im Familien- und Berufsleben) und auch dem Vanaprastha (Rentner), allen gleich. Man kann entweder direkt von Brahmacharya aus Sannyasa nehmen oder anders, so wie man will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß sich mit Sadhana Chatushtaya (4 Eigenschaften eines Schülers) befähigen, bevor man Sannyas nimmt. Aus Unterscheidungskraft geborene vollkommene Entsagung muß vorhanden sein. Vairagya, die Leidenschaftslosigkeit, darf nicht mild und halbherzig sein. Es muß eine brennende Flamme des Abscheus sein gegenüber allem Gesehenen und Ungesehenen. Nichts als der Zustand von Kaivalya, endgültige Befreiung, muß das angestrebte Ziel sein. Es darf kein Wunsch vorhanden sein nach Frau (Mann), Kind und weltlicher Aktivität. Er muß an allen Seiten vom Zaun der Leidenschaftslosigkeit umschlossen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuneigung und Abneigung müssen vollständig ausgelöscht werden. Der Aspirant muß sich über die Ränke und Bande von Samsara (Rad von Geburt und Tod) erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald sich Abscheu gegenüber allem Weltlichen im Geist erhebt, sollte man ohne weiteres Zögern Sannyas nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du die Abgeschiedenheit liebst, wenn Du frei bist von Raga (Leidenschaft), weltlichen Bestrebungen, karmischen Tendenzen und Anziehungen in dieser Welt, wenn Du schweigsam und heiter bist, wenn Du Dich während deines Weilens in der Welt diszipliniert hast, wenn Du mit einfacher Nahrung auskommen kannst, wenn Du ein hartes Leben ertragen kannst, wenn Du eine starke Konstitution hast, wenn Du nicht geschwätzig bist, wenn Du alleine sein kannst, ohne zu sprechen und ohne Gesellschaft, wenn Du von meditativem Temperament und nachdenklichem Wesen bist, wenn Du alle Schwierigkeiten am spirituellen Weg zu ertragen vermagst, wenn Du das harte Asketenleben bis zum Ende leben kannst, und wenn Du jede Menge Beleidigung und Verletzung ertragen kannst, dann kannst Du den Weg der Entsagung einschlagen. Nur dann wird es von Nutzen sein, Sannyas zu nehmen. Man sollte tatsächlich noch ein, zwei Jahre lang in der Welt das Leben eines Sannyasins leben. Ansonsten wird man es überaus schwierig finden, den Weg zu gehen. Für einen Menschen mit Leidenschaftslosigkeit, Unterscheidungskraft und starkem Willen ist dieser Weg voll Freude und Wonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein leidenschaftlicher Mensch sollte nicht Sannyas nehmen. Ein Mensch, der Sannyas nimmt, obwohl ihn die Leidenschaft überwältigt, begibt sich in die Bereiche der Dunkelheit und Finsternis. Der Mensch, dessen Zunge, Zeugungsorgan, Magen und Hände richtig diszipliniert sind, dieser Mensch ist tauglich für Sannyas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Frauen die vier Mittel zur Rettung besitzen, sind sie ebenfalls vollkommen geeignet für Sannyas. Sie sind ebenso erfolgreich auf dem Gebiet der Spiritualität wie Männer. Wenn ein Mensch mit Samskaras von Sannyas geboren wurde, kann ihn oder sie keine Kraft der Erde davon abhalten, Sannyas zu nehmen. Auch wenn man hundert Wächter hat, um einen solchen Menschen davon abzuhalten, das Haus zu verlassen, können sie ihn nicht halten. Der Vater des großen Buddha bewachte ihn auf jede erdenkliche Weise, aber sein Pferd stieg auf die Höhe der Absperrung und trug ihn in den Wald. Nur feige, unfähige, schüchterne Männer, die nur Frauen mit Schnurrbärten sind, mit keinen guten Samskaras und keinem spirituellen Vermögen, die spirituelle Bankrotteure sind, hängen sich an weltliche Dinge und sterben wie Würmer. Sie sprechen gegen Sannyas. Wer die Herrlichkeit und Freiheit von Sannyas verstanden hat, ein wahres Kind Shri Sankaras, Shri Dattatreyas, Sanakas, Sanandanas, Sanatanas und Sanatkumaras kann auch nicht einen lang auf Pravritti Marga bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Sannyasin in der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jeder Religion gibt es Einsiedler, die in Zurückgezogenheit und Meditation leben. Es gibt Bhikkus im Buddhismus, Fakire im Islam, Fakire im Sufismus und Patres und Pfarrer im Christentum. Die Großartigkeit einer Religion geht vollkommen verloren, wenn man die Eremiten oder Sannyasins wegnimmt, oder diejenigen, die ein Leben der Entsagung und Kontemplation über das Göttliche leben. Diese Menschen erhalten die Religion und bewahren die Weltreligionen. Diese Menschen bringen den Hausvätern Trost, wenn sie in Schwierigkeiten und Verzweiflung sind. Sie geben den Verzweifelten Hoffnung, den Niedergeschlagenen Freude, den Schwachen Kraft und den Furchtsamen Mut, indem sie das Wissen der Vedanta und die Bedeutung des Mahavakyas “Tat Twam Asi” lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sannyasins leben von ein paar Stücken Brot und dafür gehen sie von Tür zu Tür und verbreiten überall im Land die erhabene Vedantalehre und die erhabene Philosophie der Verwirklichung Brahmans. Die Welt schuldet ihnen großen Dank. Wer kann ihnen diese Schulden vergüten ? Ihre Schriften führen uns noch immer. Lies einige Shlokas der Avadhuta Gita. Du wirst Dich sofort in die wunderbaren Höhen göttlichen Glanzes und göttlicher Herrlichkeit erhoben fühlen. Du wirst ein anderer Mensch sein. Niedergeschlagenheit, Schwäche, Ängste und Kummer verschwinden sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wirklicher Sannyasin ist der einzige mächtige Potentat auf dieser Erde. Er nimmt nie etwas. Er gibt immer. Nur Sannyasins vollbrachten in der Vergangenheit wunderbare Taten. Nur Sannyasins können in der Gegenwart und auch in der Zukunft Wunder wirken. Ramakrishna Paramahamsa, Rama Tirtha, Dayananda und Vivekananda verbreiteten die erhabene Lehre der Schriften und hielten die Hindureligion am Leben. Nur die Kühnheit der Sannyasins, die alle Bindungen und Beziehungen gelöst haben, furchtlos sind und frei von Täuschung, Leidenschaft und Selbstsucht, können der Welt wirklich dienen. Nur ein Sannyasin kann wirklich Loka Sangraha tun, denn er hat göttliches Wissen und widmet seine ganze Zeit! Ein einziger wirklicher Sannyasin kann das Schicksal der ganzen Welt verändern! Ein einziger mächtiger Sankara errichtete die Lehre der Kevala Adwaita Philosophie. Er lebt in unseren Herzen weiter. Sein Name kann nie verlöschen, solange die Welt besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie es in Wissenschaft, Psychologie, Biologie und Philosophie Forscher und Wissenschaftler gibt, so sollte es auch Forscher und Wissenschaftler bei den Yogis und Sannyasins geben, die ihre Zeit dem Studium und der Meditation widmen, der Forschung über den Atman. Diese wissenschaftlich tätigen Yogis geben der Welt ihre Erfahrungen und Erkenntnise auf dem Gebiet der Religion. Sie bilden Schüler aus und schicken sie in die Welt, um zu predigen. Es ist die Pflicht von Hausvätern, Zamindars und der Verwaltung, für die Bedürfnisse dieser Sannyasins zu sorgen. Dafür sorgen diese Sannyasins für ihre Seelen. So wird sich das Rad der Welt ungehindert drehen. Es wird Frieden im Land herrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerua und rasierter Kopf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die orange Farbe, Gerua, des Sannyasin weist darauf hin, daß er so rein ist wie Feuer. Er strahlt wie gebranntes Gold, frei von allen Unreinheiten, Wünschen und Vasanas. Sie zeigt Reinheit an. Sie steht für Reinheit. Für einen Aspiranten, der den Weg von Nirvritti Marga begonnen hat, ist sie hilfreich. Er wird von üblen Taten Abstand nehmen und davor zurückschrecken. Dieses Gewand erinnert ihn daran, daß weltliches Vergnügen nicht für ihn vorgesehen ist. Allmählich formt sich sein Wesen. Dieses farbige Gewand dient als äußeres Zeichen, um zu zeigen, daß man ein Sannyasin ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sannyasin rasiert vollständig sein Haupt. Das beseitigt all seine Schönheit. Er kümmert sich nicht besonders darum, sein Haar mit Duftölen usw. zu pflegen. Es zeigt, daß er aller äußeren Schönheit entsagt hat und im Selbst weilt, das die allergrößte Schönheit ist. Dieses Mundana, das Rasieren des Hauptes, zeigt, daß er nicht mehr von dieser Welt ist. Er darf keine Wünsche nach Sinnesobjekten hegen. Es ist nur ein äußeres Symbol des geistigen Zustandes völliger Leidenschaftslosigkeit und des sich Abwendens von den Freuden der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas - ein geistiger Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sannyas ist Gerua, das Färben, des Herzens und nicht nur des Gewandes. Sannyas ist nur ein geistiger Zustand. Derjenige ist ein wahrer Sannyasin, der frei ist von Leidenschaften und Ichdenken, und der alle sattvigen Eigenschaften besitzt, auch wenn er in der Familie und der Welt lebt. Chudala war eine Königin Yogini Sannyasini, obwohl sie ein Königreich regierte. Der Sannyasin, der im Wald lebt, aber voller Leidenschaft ist, ist schlimmer als ein Familienvater und ein weltlich gesinnter Narr. Shikhidhwaja war ein weltlicher Mensch, obwohl er jahrelang nackt im Wald lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Entsagung ist der Verzicht auf alle Leidenschaften, Wünsche, Ichgedanken und Vasanas. Wenn Dein Geist makellos ist, frei von Verhaftung, Ichdenken und Leidenschaft, dann bist Du ein Sannyasin - egal ob Du im Wald lebst oder im Getriebe einer Stadt, ob Du weiße Kleider trägst oder ein orangefarbenes Gewand, ob Du Dein Haupt rasierst oder lange Locken trägst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasiere den Geist. Jemand fragte Guru Nanak: “Oh Heiliger, warum ist Dein Haupt nicht geschoren ? Du bist ein Sannyasin.” Guru Nanak antwortete: “Mein lieber Freund, ich habe meinen Geist geschoren.” In der Tat, der Geist muß richtig geschoren werden. Den Geist scheren bedeutet, alle möglichen Verhaftungen loszuwerden, die Leidenschaften, Ichgedanken, Moha, die Verblendung, die Lust, die Habgier, den Zorn usw. Das ist wirkliches Scheren. Äußeres Rasieren des Kopfes hat keine Bedeutung, solange inneres Sehnen, Trishna, vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr viele Menschen haben nicht begriffen, was wirkliche Entsagung ist. Der Verzicht auf physische Dinge ist keine Entsagung. Wahre Entsagung liegt in der Verneinung des Geistes. Sie besteht darin, auf alle Wünsche und Egogedanken zu verzichten und nicht auf die Weltexistenz. Dieses wirkliche Tyaga, die Entsagung, besteht im Verzicht auf Ichdenken, Ahankara. Wenn Du diesem Ahankara entsagen kannst, hast Du auch allem anderen auf der Welt entsagt. Wenn das subtile Ahankara aufgegeben wird, verschwindet Dehadhyasa, die Körper-Identifikation, automatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyas und Vedanta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sannyas und Vedanta gehen auf die ein oder andere Weise immer zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht vollständig. Überall, wo wirkliches Sannyas ist, ist praktische Vedanta. Überall, wo praktische Vedanta ist, muß Sannyas der höchsten Ordnung sein. Sannyas ohne Vedanta oder Para Bhakti wird fruchtlos. Vedanta ohne Sannyas wird reiner Intellektualismus. Wenn Sannyas und Vedanta miteinander verschmelzen, erwächst daraus ein Weiser höchster Weisheit. Sannyas leert das Individuum von Ego und den negativen Dingen, und Vedanta erfüllt es mit positiver Wahrheit. Sannyas ohne Vedanta bleibt leer und dient nicht seiner Absicht. Genauso wird Vedanta ohne Sannyas sinnlos und verliert ihre Bedeutung. Vedanta kann nicht erfaßt werden, wenn das Ego nicht durch Sannyas beseitigt worden ist, und Sannyas ist Verschwendung, wenn nicht durch Vedanta das Höchste Ideal erreicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vedanta verlangt nicht von Dir, daß Du der Welt entsagst. Sie möchte, daß Du Deine Geisteshaltung änderst und dieses falsche, unwirkliche ‘Ich’ und ‘Mein’ aufgibst. Der Schlangenbeschwörer entfernt nur die beiden Giftzähne der Kobra. Die Schlange bleibt dieselbe. Sie zischt, hebt das Haupt und zeigt die Zähne. Tatsächlich tut sie dasselbe wie vorher. Der Schlangenbeschwörer hat seine Geisteshaltung der Schlange gegenüber verändert. Jetzt hat er das Gefühl, daß sie keine Giftzähne mehr hat. Genauso mußt Du die beiden Giftzähne des Geistes beseitigen, nämlich nur Ahanta und Mamata. Dann kannst Du dem Geist gestatten, überall hinzugehen, wohin er will. Dann wirst Du immer nur in Samadhi leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du mußt auch dem Tyaga Abhimana entsagen. Das Tyaga Abhimana ist sehr tief verwurzelt. Du mußt den Gedanken aufgeben: “Ich habe allem entsagt; ich bin ein großer Tyagi.” Diese Abhimana der Sadhus ist ein größeres Übel als das Abhimana von Hausvätern: “Ich bin ein Hausherr; Ich bin ein Brahmane usw.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht durch das Tragen eines Dandas, nicht durch das Rasieren des Kopfes, nicht durch das Gewand und nicht durch egoistisches Handeln kann Befreiung erreicht werden. Wer Weisheit besitzt, ist ein wahrer Sannyasin. Weisheit ist Kennzeichen eines Sannyasins. Der Holzstock macht keinen Sannyasin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige ist der wahre Sannyasin von Weisheit, der sich seines absoluten Wesens bewußt ist, im Traum wie im Wachzustand. Er ist der größte Brahma Jnani. Er ist der größte Sannyasin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25084</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25084"/>
		<updated>2012-04-23T07:07:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Warum wird jemand Swami? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
Jemand, der Swami werden will, macht dies normalerweise aus folgenden Gründen. &lt;br /&gt;
* Intensives [[Streben]] nach [[Befreiung]] ([[Mumukshuttwa]])&lt;br /&gt;
* Innere [[Unterscheidungskraft]] ([[Viveka]]) - die intellektuelle [[Erkenntnis]] der Vergänglichkeit allen menschlichen [[Streben]]s sowie die innere [[Überzeugung]], dass es hinter dem wahrnehmbaren [[Universum]] eine höhere [[Wirklichkeit]] ([[Brahman]]) gibt&lt;br /&gt;
* Innere Losgelöstheit ([[Vairagya]]) - die Abwesenheit von weltlichen Wünschen nach beruflichem Erfolg, Anerkennung, schöner Kleidung, [[Kinder]]n, sexuellen und anderen intimen Beziehungen, [[Besitz]], [[Haus]], Familienbeziehungen etc. Dabei Nichtidentifikation mit Herkunft, Nation, Eltern&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]] gegenüber den äußeren Höhen und Tiefen des Lebens ([[Shatsampat]])&lt;br /&gt;
Diese vier Hauptgründe werden zusammegefasst auch als [[Sadhana Chatushthaya]] bezeichnet. Sie sind dabei spezielle Ausprägungen dieser für jeden Jnana Yoga Aspiranten geltenden Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Swami zu werden ist die Kombination aus intensivem Verlangen nach Befreiung und der inneren Loslösung aus äußeren Wünschen und Identifikationen die Voraussetzung. Jemand, der Swami werden will, sollte keine starken Bedürfnisse nach Sexualität und Intimität haben und auch gewohnt sein, in einfachen Wohnverhältnissen und einfachem Lebensstil zufrieden zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch, aus Identifikationen , vorhandenen starken Verhaftungen und Wünschen rauszukommen bzw. eine gerade beendete Beziehung zu vergessen, ist nicht ausreichend. Denn die Swami-Gelübde gelten klassischerweise für das ganze Leben. Daher muss jemand, der Swami werden will, schon viele Jahre vorher wie ein Swami gelebt haben. Typischerweise nimmt er dazu eine Brahmacharya Einweihung und lebt einige Jahre als Swami.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25083</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25083"/>
		<updated>2012-04-23T06:55:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25082</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25082"/>
		<updated>2012-04-23T06:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Swami Traditionen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Osho-Tradition&#039;&#039;&#039;: In den 60er und 70er Jahren hatte [[Bhagwan]] Shri [[Rajneesh]], in späteren Jahren [[Osho]] genannt, viele seiner Schüler zum Swami bzw. [[Sannyasi]] geweiht. Osho hatte unter dem Begriff Swami jemanden verstanden, der Verhaftungslosigkeit und Nichtidentifikation übt, Oshos enger Schüler ist und von ihm eine Einweihung erhält. Mit der Sannyas-Weihe durch Osho war die Verleihung eines spirituellen Namens, das überreichen von orange oder roten oder lila Gewändern und einer Mala mit dem Bild von Osho verbunden. Swami-Weihe bei Osho war nicht mit sexueller Enthaltsamkeit verbunden. Im Gegenteil forderte Osho seine Swamis auf, ihre Sexualität zu leben. Diese Interpretation von Sannyas stieß in Indien auf große Ablehnung. Und im Westen führte das Tragen der außergewöhnlichen Tracht zur Erschwernis der Integration in der Gesellschaft, ja z.T. zu Anfeindungunen. In späteren Jahren hörte Osho auf, Sannyas-Weihen zu geben und forderte seine Swamis auf, ihre besondere Kleidung nicht mehr zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satyananda-Tradition&#039;&#039;&#039;: [[Swami Satyananda]] entwickelte verschiedene Arten von Swamis: Zum einen gibt es die &amp;quot;klassischen Swamis&amp;quot;, welche die Gelübde der Entsagung einschließlich Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit leben. Zum anderen gibt es die &amp;quot;Householder-Swamis&amp;quot;, welche sogar Swami heißen sowie orange Kleidung tragen können, aber in einer Beziehung, sogar mit Kindern leben können - aber innerlich entsagen. Dann gibt es die &amp;quot;Karma-Sannyasins&amp;quot;, die innerlich entsagen, äußerlich ein normales Leben führen, orange nur als Unterwäsche tragen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25081</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25081"/>
		<updated>2012-04-23T06:45:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: Necessity of Sannyas&lt;br /&gt;
* Swami Satyananda Saraswati: Sannyasa Tantra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25080</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25080"/>
		<updated>2012-04-23T06:43:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami Gelübde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
Wie diese Gelübde konkret gelebt werden, kann ganz unterschiedlich sein: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit und [[Verzicht]] auf [[Nachkommen:]] Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami sexuell enthaltsam lebt, mindestens keine sexuellen Beziehungen zu anderen unterhält. In [[Indien]] werden Verstöße gegen dieses Prinzip der Keuschheit aber oft nicht ganz so tragisch gesehen wie im Westen, wobei es da starke lokale Unterschiede gibt. Es gibt in Indien auch Swamis, die mit einer Frau zusammen leben, ohne sie zu heiraten und ohne Kinder zu zeugen und dennoch weiterhin als Swamis gelten. Jedoch wird normalerweise verstanden, dass ein Swami keine [[sex]]uellen Beziehungen unterhalten sollte. Um zu testen, ob er/sie das wirklich so leben kann/will kommt normalerweise vor der Sannyas-Weihe eine längere Periode von mehreren Jahren Leben als [[Brahmachari]].&lt;br /&gt;
* Verzicht auf [[Wohlstand]]: Normalerweise wird darunter verstanden, dass ein Swami keinen persönlichen Besitz hat und auch keiner Erwerbsarbeit nachgeht. Vielmehr lebt ein Swami entweder von Spenden (Essen, Kleider, heutzutage auch Geld) oder er wird in Ashrams versorgt. In manchen Ashrams ist es aber erlaubt, dass Swamis auch etwas persönlichen Besitz und sogar ein Bankkonto unterhalten, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das Bankkonto wird entweder gefüllt mit Spenden oder mit einer Erbschaft oder auch einem Teil des Besitzes von der Zeit vor der Sannyas-Weihe. Erwerbsarbeit gilt als etwas, was ein Swami vermeiden sollte. Heutzutage nehmen Swamis manchmal auch Gebühren für das Unterrichten von Yoga und Meditation, für Seminare, Ausbildungen und Unterweisung. Das ist in manchen Traditionen erlaubt, in anderen nicht. In jedem Fall sollte ein Swami nichts als seinen persönlichen Besitz erachten, auch wenn etwas juristisch in seinem Namen ist. [[Bei Yoga Vidya]] darf ein Swami aus seinem Leben vor der Sannyas-Weihe Geld insoweit behalten, wie es für seinen Lebensunterhalt im Alter notwendig wäre. Er darf aber keiner Erwerbsarbeit nachgehen, darf nicht selbst Geld verdienen, auch nicht für Kurse, Seminare, Ausbildungen selbst Geld erhalten. Er darf auch keine persönlichen Geldspenden annehmen. Spenden von oranger Kleidung oder andere Gegenstände für ein einfaches Leben an einen Swami sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25079</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25079"/>
		<updated>2012-04-23T06:30:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Verhalten gegenüber einem Swami */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ehrerbietung, die einem Swami entgegen gebracht wird, bekommt dieser eine besondere Aufgabe: Sich nicht zu identifizieren, keinen Stolz, keine Arroganz zu entwickeln. Daher gehört auch die bewusste Entsagung von Ehrerbietung, Ruhm und Ansehen zu den Gelübden, die ein Swami während der Einweihung ablegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25078</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25078"/>
		<updated>2012-04-23T06:28:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Verhalten gegenüber einem Swami */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
In Indien werden Swamis mit hohem Respekt behandelt. Menschen verneigen sich vor einem Swami, berühren seine/ihre Füße. Der Respekt gilt nicht dem konkreten Menschen, sondern dem Orden und damit dem Ideal der Verwirklichung. Im westlichen Kulturkreis würde das eigenartig wirken - weshalb die meisten Swamis im Westen ihre Schüler auffordern, sich nicht vor ihnen zu verneigen und erst recht nicht ihre Füße zu berühren. Ein einfaches &amp;quot;Namaste&amp;quot; oder &amp;quot;Hari Om&amp;quot; oder &amp;quot;Om Namo Narayanaya&amp;quot; oder &amp;quot;OM&amp;quot; in Verbindung mit Anjali Mudra reicht aus. Beim Anjali Mudra gibt man die Handflächen vor der Brust zusammen und neigt den Kopf leicht nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Swamis nicht in Restaurants einladen, mit ihnen keine weltlichen Gespräche führen. Man sollte auch im Westen Swamis mit [[Ehrerbietung]] behandeln. Man kann Swamis um spirituellen Rat bitten. Man kann sie bitten, einen zu segnen, das [[Haus]] zu segnen, die [[Partnerschaft]], das [[Yoga Zentrum]], ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25077</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25077"/>
		<updated>2012-04-23T06:23:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Die Bedeutung der Farbe Orange */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
Swamis tragen Gewänder in der Farbe Orange, Sanskrit [[Gerua]]. Das Farbspektrum reicht von ockerbraun über Apricot zu orange-gelb bis zu rosa und grell-orange. Swamis haben also auch ein gewisses Spektrum an Farben :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist die Farbe des Feuers. Die orangene Farbe soll den Swami daran erinnern, dass alle Wünsche und Verhaftungen im Feuer der Weisheit verbrannt werden sollten. Orange erinnert den Swami auch an seine Einweihung, in der er seine Körper und seine Wünsche ins Feuer geworfen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni, die Wesenheit des Feuers, ist auch Zeuge der [[Vrata]]s, der [[Gelübde]], die man ablegt. So erinnert die Farbe Orange auch an Agni und damit die Gelübde, die der/die Swami bei der Einweihung abgelegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange ist auch die Farbe der Meditation. Wer mal in einem ganz orange strahlenden Raum meditiert hat, weiß, wie stark die Farbe Orange die Meditation begünstigen kann. Die Haupt-Pflicht, das Haupt-Sadhana und Dharma, des Swamis ist die Meditation. Auch daran soll die Farbe Orange erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist Orange auch eine starke Signalfarbe. Sie zeigt allen, welche den Swami sehen, dass dieser aus der &amp;quot;normalen Gesellschaft&amp;quot; ausgestiegen ist. Er/sie steht also nicht zur Partnerwahl bzw. als potentieller Arbeitnehmer zur Verfügung. Mit ihm/ihr sollte man keine &amp;quot;weltlichen&amp;quot; Gespräche führen. Ein Swami kann aber jederzeit von jedem um spirituellen Rat gefragt werden. Wer also einen Swami sieht, braucht sich nicht zu fragen: Ist es angemessen, den Swami um Rat zu fragen? Dazu ist ein Swami da, nämlich die spirituellen Fragen der Aspiranten zu beantworten. Ein orange gekleideter Swami erinnert alle Aspiranten, die ihn/sie sehen an die hohen spirituellen Ideale. Auch wenn die Mehrheit der Selbstverwirklichten das hohe spirituelle [[Ziel]] erreicht haben ohne Swami zu werden, sind die orangen Swamis für alle, die mit ihnen in Kontakt treten, eine Aufforderung intensiver nach dem Höchsten zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25076</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-23T04:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Verhalten gegenüber einem Swami */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum wird jemand Swami? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami oder Leben in Familie/Beruf - was ist besser? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25075</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-23T04:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami Gelübde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bedeutung der Farbe Orange ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten gegenüber einem Swami ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25074</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25074"/>
		<updated>2012-04-23T04:50:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami-Orden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie lebt ein Swami? ===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Kategorien von Swamis: &lt;br /&gt;
* Swamis, die in einem [[Ashram]] leben in einer [[Mönch]]s- bzw. [[Nonne]]n-Gemeinschaft bzw. [[Kloster]] ([[Ashram]])&lt;br /&gt;
* Swamis, die als Einsiedler an einem einsamen Ort leben, [[Meditation]] und andere spirituelle Praktiken üben &lt;br /&gt;
* [[Parivrajaka]] Swamis, also Wander-Mönche (Sadhus), die nirgendwo länger bleiben und so Verhaftungslosigkeit üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es früher eher die Ausnahme, dass viele Swamis in einem Ashram zusammen lebten, wird das in den letzten Jahrzehnten, auch durch die höhere Bevölkerungsdichte in Indien und das Vorbild der christlichen Mönchsorden, immer mehr zur Regel. Die großen indischen Mönchs-Ashrams können mehrere Dutzend, vielleicht sogar über 100 Swamis umfassen. Heutzutage ist es auch üblich, dass die meisten Ashrams auch soziale Werke haben, also Armen-Speisungen, [[Schule]]n, [[Krankenhaus]], Lepra-Stationen, ambulante Dienste, [[Hospiz]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wandermönch]]e bzw. die Einsiedler erbetteln ihr Essen - oder haben einen Schüler (Brahmachari), welcher das für sie übernimmt. Die Kloster-Ashrams finanzieren sich über Spenden. Da der Gebende laut Purva Mimamsa Lehre große Verdienste erwirbt, wenn er einen Swami unterstützt, sind die Inder oft großzügig gegenüber einem Swami bzw. einem Swami-Ashram, insbesondere wenn bekannt ist, dass im Ashram viel praktiziert wird bzw. der betreffende Swami eine starke spirituelle Ausstrahlung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ashram gibt es verschiedene Möglichkeiten: &lt;br /&gt;
* in manchen Ashrams überwiegt die gemeinsame Praxis: Die Swamis meditieren gemeinsam, essen gemeinsam, üben ihr Seva (uneigennützigen Dienst) gemeinsam.&lt;br /&gt;
* In den meisten indischen Ashrams praktizieren zwar die Brahmacharis, die anderen Sadhakas und die Gäste gemeinsam, die Swamis praktizieren aber sehr viel für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sadhana des Swamis ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste spirituelle Praxis des Swamis ist die Meditation, insbesondere die abstrakte Meditation, Nirguna Dhyana. Ein Swami hat die Haupt-Aufgabe, die Einheit der Individuellen Seele mit der Kosmischen Seele zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher bekommt ein Swami bei seiner Sannyasa Diksha (siehe unten) die Einweihung in die abstrakten Mantras, also die 4 [[Mahavakya]]s sowie das Hamsa Gayatri und das Paramahamsa Gayatri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassischerweise sollte ein Swami weniger an Ritualen teilnehmen und weniger vorbereitende Sadhanas wie Asana, Pranayama, Japa, Kirtan üben und sich mehr auf die Meditation konzentrieren. Begleitend gilt das Studium der Upanishaden, der Bhagavad Gita, des Brahma Sutra und der Werke von [[Shankara]] als besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De facto ist es aber üblich, dass Swamis wie alle anderen Aspiranten das Sadhana üben, dass ihnen am meisten liegt. Auch wenn für Swamis Vedanta bzw. Jnana Yoga von besonderer Wichtigkeit ist, gibt es Swamis die eher Bhakti Yoga Praktiken üben, oder mehr Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Raja Yoga - und des gibt solche, die sich besonders dem Karma Yoga widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Gelübde ===&lt;br /&gt;
Ein Swami gelobt: &lt;br /&gt;
* Ehelosigkeit&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Nachkommen&lt;br /&gt;
* Verzicht auf Wohlstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
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		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25073"/>
		<updated>2012-04-23T04:28:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Brahmacharya - das Noviziat */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sannyasa Diksha - die Swami-Weihe ===&lt;br /&gt;
Das Einweihungsritual für eine Swami-Weihe wird Sannyasa Diksha genannt. Es ist ein Heiliges Ritual, welches eine große spirituelle Schwingung und Kraft erzeugt.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya gab es bis 2012 nur eine Sannyas-Weihe. Sie bestand aus folgenden Teilen: &lt;br /&gt;
* Einführungs-[[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* Ansprachen Leiter von Yoga Vidya, Einweihender Swami&lt;br /&gt;
* Spezielle [[Homa]]: Eigentlich Todes-Ritual: Für den Einzuweihenden wird das Todes-Ritual zelebriert, also das Ritual, das man normalerweise für Verstorbene ausführt, um ihnen einen guten Übergang in die Höheren Welten zu ermöglichen. Der Einzuweihende nimmt so Abschied von seinem früheren Leben. Statt dem Körper wird allerdings nur Reis etc. verbrannt...&lt;br /&gt;
* Viraja Homa: Bitte um Segen und Verwirklichung&lt;br /&gt;
* Abschneiden der Haare, oder einer Haarlocke -  als Symbol der Entsagung der körperlichen Schönheit&lt;br /&gt;
* Sprechen der Praisha Mantras:&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen dieser Physischen Welt&lt;br /&gt;
 * Om Bhuvah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Astralwelt&lt;br /&gt;
 * Om Swah Sannyastam Maya: Ich entsage den Vergnügungen der Himmelswelt&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Nachkommen&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Wohlstand&lt;br /&gt;
 * Ich entsage insbesondere dem Wunsch nach Ruhm und Ehre&lt;br /&gt;
 * Om Bhur Bhuvah Swah Sannyastam Maha: Ich entsage den Vergnügungen aller drei Welten&lt;br /&gt;
* Eintauchen in einen See, einen Fluss, einen Teich als Symbol der Reinigung und der geistigen Neugeburt&lt;br /&gt;
* Übergeben der Orangenen neuen Gewänder durch den Einweihenden&lt;br /&gt;
* Der/die neue Swami legt diese Kleider an&lt;br /&gt;
* Einweihung in die Sannyas Mantras: Hamsa [[Gayatri]], [[Paramahamsa]] Mantra, 4 Mahavakyas, insbesondere: Tat Twam Asi - Aham Brahamasmi&lt;br /&gt;
* Ansprachen mit Ratschlägen an den/die neue/n Swami&lt;br /&gt;
* Om Tryambakam ... Mahamrityunjaya Mantra, Segenswünsche fr die ganze Welt&lt;br /&gt;
* Arati&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetlink: [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/sannyas-weihe-swami-nirgunananda/ Foto-Berichte der Swami-Weihe von Swami Nirgunananda Juli 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25072</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25072"/>
		<updated>2012-04-22T03:29:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami Weihen bei Yoga Vidya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von [[Sukadev]], der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* [[Sevaka]] in einem der Yoga Vidya [[Ashram]]s oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei [[Mantra Diksha]] ([[Mantra-Weihe]]) und [[Nama Diksha]] (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das [[Gelübde]] der [[Enthaltsamkeit]] für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen [[Ashram]]/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;[[Chaitanya]]&amp;quot; zum Zeichen, dass sie nach der Verwirklichung des höchsten Bewusstseins (Chaitanya) streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-22T03:27:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami-Orden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen. Der allgemeinere Ausdruck für Mönch ist [[Sannyasi]], derjenige der das Gelübde der Entsagung, [[Sannyas]], abgelegt hat. Ein [[Wandermönch]] wird als [[Sadhu]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis. &lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von Sukadev, der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* Sevaka in einem der Yoga Vidya Ashrams oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei Mantra Diksha (Mantra-Weihe) und Nama Diksha (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das Gelübde der Enthaltsamkeit für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen Ashram/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;Chaitanya&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25070</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-22T03:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Swami Weihen bei Yoga Vidya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen.&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis.&lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Weihen bei Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von Sukadev, der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* Sevaka in einem der Yoga Vidya Ashrams oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei Mantra Diksha (Mantra-Weihe) und Nama Diksha (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das Gelübde der Enthaltsamkeit für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen Ashram/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;Chaitanya&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25069</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-22T03:25:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Wie wird man Swami? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen.&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis.&lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich in Indien Swami-Traditionen herausgebildet, die alle ihre eigenen Kriterien haben, welche Anforderungen sie an diejenigen stellen, welche die Swami-Weihe erhalten wollen. Besonders bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Mission bzw. Ramakrishna Orden&lt;br /&gt;
* Tradition von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Die Shankaracharya Maths&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen im Westen ===&lt;br /&gt;
Seit den 60er Jahren gibt es auch Swami Weihen im Westen. Inzwischen weihen auch westliche Swamis andere westliche Swamis ein. Zu den größeren Swami-Traditionen, welche Swami-Einweihungen im Westen geben, gehören: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna Mission]] bzw. [[Ramakrishna]] Orden, im Westen bekannt als [[Vedanta]] Centers bzw. [[Vedanta Gesellschaft]], gegründet von [[Swami Vivekananda]]&lt;br /&gt;
* [[Self Realisation Fellowship]] (SRF) in der Tradition von Swami [[Yogananda]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga Vedanta Centers]], gegründet von [[Swami Vishnu-devananda]], einem Schüler von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
* Satyananda Yoga Centers bzw. Bihar School of Yoga: Hier ist Sannyas- bzw. Swami-Weihe nicht immer auch mit dem Gelübde der Entsagung verbunden&lt;br /&gt;
* [[Himalayan Yoga Institute]] in der Tradition von [[Swami Rama]]&lt;br /&gt;
* [[Integral Yoga Institute]], begründet von [[Swami Satchidananda]], einem Schüler von Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* [[Siddha Yoga]], begründet von Baba Swami [[Muktananda]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga Vidya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Traditionen hat eigene Vorgehensweisen entwickelt, wie jemand zum Swami geweiht werden kann. Meistens gibt es vor der Swami-Weihe ein Noviziat als Brahmachari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Swami Weihen bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
Yoga Vidya wurde begründet von Sukadev, der selbst nicht als Swami lebt. Sukadev ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda, der wiederum Schüler von Swami Sivananda ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bei Yoga Vidya Swami werden möchte, geht folgende Entwicklungsschritte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigene Yoga Praxis in der Tradition&lt;br /&gt;
* Sevaka in einem der Yoga Vidya Ashrams oder Stadtzentren&lt;br /&gt;
* Dabei Mantra Diksha (Mantra-Weihe) und Nama Diksha (spirituelle Namensgebung)&lt;br /&gt;
* Normalerweise Nach drei Jahren Sevaka und enthaltsamem Leben kann die Einweihung in Brahmacharya erfolgen. &lt;br /&gt;
* Nach 6 Jahren als Brahmachari kann die Einweihung, Sannyas Diksha, zum Swami erfolgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharya - das Noviziat ===&lt;br /&gt;
Ein Brahmachari in der Yoga Vidya Tradition legt das Gelübde der Enthaltsamkeit für mindestens ein Jahr ab. Er verpflichtet sich, täglich die spirituellen Praktiken der Yoga Vidya/Sivananda Tradition zu leben, in den Yoga Vidya Zentren bzw. Ashrams zu leben und auch bereit zu sein, in einen anderen Ashram/Zentrum versetzt zu werden. Nach mindestens einem Jahr als Brahmachari kann der Aspirant, die Aspirantin, sich entscheiden, aus dem Brahmacharya auszuscheiden und wieder eine Beziehung einzugehen - oder länger Brahmachari zu bleiben. Brahmacharis tragen die Farbe gelb, die Farbe des Lernens und Lehrens. Sie erhalten den Namenszusatz &amp;quot;Chaitanya&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung zum Brahmachari erfolgt bei Yoga Vidya durch Sukadev, oder einen von ihm dazu autorisierten Swami der Sivananda Tradition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brahmacharis und Swamis bei Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es bei Yoga Vidya nur eine Swamini, Swami Nirgunananda. Es gibt zwei Brahmacharis, Brahmachari Haridas Chaitanya und Brahmacharini Devani Chaitanya. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25068</id>
		<title>Swami</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25068"/>
		<updated>2012-04-21T16:16:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami-Orden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen.&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis.&lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Swami&amp;diff=25067</id>
		<title>Swami</title>
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		<updated>2012-04-21T16:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mönch, respektvolle Anrede, Ehrentitel: &#039;&#039;&#039;Swami&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Svami&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: स्वामिन svāmin &#039;&#039;m.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
*1. [[Mönch]]&lt;br /&gt;
*2. [[Gott]]&lt;br /&gt;
*3. [[respekt]]volle Anrede für einen [[guru|Yogameister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Swami&amp;quot; heißt wörtlich &amp;quot;Meister, Herr, Prinz&amp;quot;. Die weibliche Form ist [[Swamini]]&lt;br /&gt;
Wenn &amp;quot;Swami&amp;quot; als Teil eines Namens verwendet wird, bezeichnet er einen [[Mönch]]. Beispiele sind [[Swami Sivananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]. Diese Bedeutung von Swami als Mönch ist heute besonders verbreitet.&lt;br /&gt;
Swami ist auch ein [[Name]] von [[Subrahmanya]], der auch als [[Muruga]], [[Sharavanabhava]] bzw. [[Karttikeya]] bezeichnet wird. Insbesondere in der Shaiva Tradition wird auch das Tempelbild bzw. eine Götterfigur als Swami bezeichnet.&lt;br /&gt;
Swami wird auch als Ehrentitel verwendet. Wenn in Indien jemand als &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet wird, muss er nicht immer Mönch sein. Auch jemand Verheiratetes kann mit &amp;quot;Swamiji&amp;quot; angeredet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Swami-Orden]]&lt;br /&gt;
In Indien gibt es verschiedene Mönchsorden bzw. Kategorien von Mönchen.&lt;br /&gt;
Von besonderem Ansehen sind die Mönche in der Tradition von [[Shankara]], vermutlich 788-820 n.Chr. Im engeren Sinne werden nur die Mönche in der Tradition von Shankara als Swamis bezeichnet.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne sind auch Mönche anderer Traditionen Swamis.&lt;br /&gt;
In der Shankaracharya Tradition beginnen die Mönchsnamen heutzutage mit &amp;quot;Swami&amp;quot; und enden mit &amp;quot;-ananda&amp;quot;. Manchmal wird anschließend noch der Namens-Zusatz des Unterordens verwendet, z.B. Saraswati, also z.B. Swami Sivananda Saraswati.&lt;br /&gt;
Der südindische [[Vedanta]] [[Guru]] Shankara begründete Anfang des 8. Jahrhunderts den sogenannten &amp;quot;[[Dashanami]] Orden&amp;quot;. Dashanami heißt &amp;quot;10 Namen&amp;quot;. Die 10 Namen stehen für 10 Untergruppierungen des Shankara Swami [[Orden]]s. Shankara hatte 4 Hauptschüler. Für jeden dieser Schüler errichtete er einen [[Math]], ein Haupt-[[Kloster]]. Hier eine Übersicht der 4 Hauptschüler und welche Maths und Swami-Untergliederungen zu ihnen gehören:&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]], [[Sharada Math]] auf [[Dwaraka]], [[Sama Veda]], Namen der Unterorden dieses Meisters: [[Tirtha]], [[Ashram]]a&lt;br /&gt;
* [[Sureshwara]] (auch [[Varttikakara]] genannt), [[Shringeri Math]], [[Yajur Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Saraswati]], [[Bharati]], [[Puri]]&lt;br /&gt;
* [[Trotaka]] (auch [[Totaka]] genannt), [[Jyotir Math]] in [[Badrinath]], [[Atharva Veda]], Namen der Swami Unterorden: [[Giri]], [[Parvata]], [[Sagara]]&lt;br /&gt;
* [[Padmapada]], [[Govardhana Math]] in [[Puri]], [[Rig Veda]], Swami Unterorden [[Vanam]], [[Aranyam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tradition von [[Swami Sivananda]] ist also die Saraswati-Tradition und bezieht sich auf den Shankara-Schüler Sureshwara mit dem Hauptkloster Shringeri Math.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie wird man Swami? ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird man Swami, indem man eine Swami-Weihe, eine [[Sannyas]]-[[Diksha]] erhält.&lt;br /&gt;
Wie genau und unter welchen Bedingungen man Swami wird, ist in Indien nicht so genau geregelt wie in christlichen Mönchsorden. Christliche Mönche haben typischerweise sehr enge Beziehungen zu ihrem Orden und legen ja auch das Gelübde des Gehorsams ab. Ein Swami dagegen legt zwar auch die Gelübde der Enthaltsamkeit und der Armut ab, aber kein Gelübde des Gehorsams. Im Gegenteil gehört zum Leben eines Swamis die Freiheit von äußeren Gebundenheiten.&lt;br /&gt;
So bleibt es letztlich jedem Meister-Swami selbst überlassen, wann und wie er einen anderen Swami einweiht. Theoretisch darf jeder Swami einen anderen zum Swami einweihen. De facto geben aber nur solche Swamis Sannyas-Einweihungen, welche in besonderen Ehren gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25066</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25066"/>
		<updated>2012-04-21T15:38:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shiva_Painting_by_Narayani.jpg‎|right|thumb]]&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders ===&lt;br /&gt;
Im 16./17./18. Jahrhundert stand Indien unter der Herrschaft der Moghul Kaiser. Waren einige wie Akbar sehr tolerant, so hat sich sein Enkel Aurangzeb nach Kräften darum bemüht, alle indischen Tempel zu zerstören und die traditionelle Religion zu unterdrücken. Ab dem 18.Jahrhundert kam Indien unter englische Fremdherrschaft. In den Wirren und Kriegen wurde Yoga in den Hintergrund gedrängt.&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es dann eine Yoga Renaissance - und es manifestierten sich viele Yoga-Meister bzw. Gurus.&lt;br /&gt;
Ihnen gemeinsam war das Credo: &amp;quot;Einheit in Verschiedenheit&amp;quot; (Unity in Diversity). &amp;quot;Namen sind viele - aber Gott ist eins&amp;quot;. &amp;quot;Der Wege sind viele, aber Wahrheit ist eins&amp;quot;. Diese Meister waren bestrebt, die Einheit der Religionen und spirituellen Traditionen zu betonen. Sie standen gegen den Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Konfession, wie sie die christlichen Missionare vertraten, einer einzige Religion, wie sie im Islam manchmal vertreten wurde, und auch gegen die Konflikte zwischen verschiedenen Yoga Richtungen, wie sie in Streitgesprächen der Anhänger der verschiedenen Darshanas im indischen Mittelalter zum Ausdruck kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der großen Gurus bzw. Yoga-Meister/innen, welche die Renaissance des Yoga im 19. und 20. Jahrhundert einleiteten: &lt;br /&gt;
* [[Swami Dayananda]], großer Reformer des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna]] Paramahamsa, 1836-1886, außergewöhnlicher Mystiker, lehrte die Einheit der Religionen und den ganzheitlichen Yoga&lt;br /&gt;
* [[Sarada Devi]], 1853-1920, Ehefrau von Ramakrishna und selbst eine Heilige&lt;br /&gt;
* [[Swami Vivekananda]], 1863-1902, wichtigster Schüler von Ramakrishna, begründete die Ramakrishna Mission in Indien. Er reiste einige Male für längere Zeit durch Amerika und Europa, begründete dort Vedanta Zentren. Vivekananda war der wichtigste Wegbereiter des [[Vedanta]] im Westen. Seine Bücher über die 4 Yoga Wege [[Jnana Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] sind bis heute wichtige Grundlagenwerke&lt;br /&gt;
* [[Shirdi Sai Baba]], 1838-1918, verband moslemische und hinduistische Spiritualität&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]], 1893-1952, einer der ersten ganz großen Meister, welche das Yoga in den Westen gebracht haben &lt;br /&gt;
* [[Mahatma Gandhi]], 1869-1948, verband als Yoga Meister politisches und soziales Engagement mit tiefer Spiritualität&lt;br /&gt;
* [[Swami Sivananda]], 1887-1963&lt;br /&gt;
* [[Ramana Maharshi]], 1879-1950, verwirklichte Vedanta, die [[Philosophie]] der [[Einheit]] in ihrer [[Advaita]] Ausprägung, also der reinen Non-Dualität&lt;br /&gt;
* [[Shri Aurobindo]], 1872-1950, großer Hindu Gelehrter und (als junger Mann) indischer Freiheitskämpfer, lehrte den Integralen Yoga auf hohem philosophischen Niveau. Seine Hauptschülerin [[Mira Alfassa]], &amp;quot;Die Mutter&amp;quot;, verbreitete seine Lehren und begründete den Aurobindo [[Ashram]] in [[Pondicherry]] sowie [[Auroville]] und das [[Mantrimandir]]&lt;br /&gt;
* [[Neem Karoli Baba]], ?-1973, war ein großer Bhakta von [[Hanuman]]. Seine Schüler nennen ihn Maharajji. Sein bekanntester Schüler war [[Ram Dass]] (Richard Alpert).&lt;br /&gt;
* Papa Swami [[Ramdas]], 1884-1963, großer Verehrer von [[Rama]]. Seine Haupt-Praxis war die Wiederholun des [[Mantras]] [[Ram]] bzw. Shri Ram Jaya Ram Jaya Jaya Ram. Seine Hauptschülerin war Mother [[Krishnabai]], die um ihn den Anandaashram errichtete&lt;br /&gt;
* [[Anandamayi Ma]], 1896-1982, indische Heilige aus Ostbengalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25065</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25065"/>
		<updated>2012-04-21T15:21:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Der Guru als Spiritueller Lehrer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shiva_Painting_by_Narayani.jpg‎|right|thumb]]&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders ===&lt;br /&gt;
Im 16./17./18. Jahrhundert stand Indien unter der Herrschaft der Moghul Kaiser. Waren einige wie Akbar sehr tolerant, so hat sich sein Enkel Aurangzeb nach Kräften darum bemüht, alle indischen Tempel zu zerstören und die traditionelle Religion zu unterdrücken. Ab dem 18.Jahrhundert kam Indien unter englische Fremdherrschaft. In den Wirren und Kriegen wurde Yoga in den Hintergrund gedrängt.&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es dann eine Yoga Renaissance - und es manifestierten sich viele Yoga-Meister bzw. Gurus.&lt;br /&gt;
Ihnen gemeinsam war das Credo: &amp;quot;Einheit in Verschiedenheit&amp;quot; (Unity in Diversity). &amp;quot;Namen sind viele - aber Gott ist eins&amp;quot;. &amp;quot;Der Wege sind viele, aber Wahrheit ist eins&amp;quot;. Diese Meister waren bestrebt, die Einheit der Religionen und spirituellen Traditionen zu betonen. Sie standen gegen den Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Konfession, wie sie die christlichen Missionare vertraten, einer einzige Religion, wie sie im Islam manchmal vertreten wurde, und auch gegen die Konflikte zwischen verschiedenen Yoga Richtungen, wie sie in Streitgesprächen der Anhänger der verschiedenen Darshanas im indischen Mittelalter zum Ausdruck kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der großen Gurus bzw. Yoga-Meister/innen, welche die Renaissance des Yoga im 19. und 20. Jahrhundert einleiteten: &lt;br /&gt;
* [[Swami Dayananda]], großer Reformer des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna]] Paramahamsa, 1836-1886, außergewöhnlicher Mystiker, lehrte die Einheit der Religionen und den ganzheitlichen Yoga&lt;br /&gt;
* [[Sarada Devi]], 1853-1920, Ehefrau von Ramakrishna und selbst eine Heilige&lt;br /&gt;
* [[Swami Vivekananda]], 1863-1902, wichtigster Schüler von Ramakrishna, begründete die Ramakrishna Mission in Indien. Er reiste einige Male für längere Zeit durch Amerika und Europa, begründete dort Vedanta Zentren. Vivekananda war der wichtigste Wegbereiter des [[Vedanta]] im Westen. Seine Bücher über die 4 Yoga Wege [[Jnana Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] sind bis heute wichtige Grundlagenwerke&lt;br /&gt;
* Shirdi Sai Baba&lt;br /&gt;
* Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
* Mahatma Gandhi&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Ramana Maharshi&lt;br /&gt;
* Shri Aurobindo und &amp;quot;Die Mutter&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neem Karoli Baba&lt;br /&gt;
* Ramdas und Mother Krishnabai&lt;br /&gt;
* Ananda Mayi Ma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Shiva_Painting_by_Narayani.jpg&amp;diff=25064</id>
		<title>Datei:Shiva Painting by Narayani.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Shiva_Painting_by_Narayani.jpg&amp;diff=25064"/>
		<updated>2012-04-21T15:20:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: Shiva Gemälde bei Yoga Vidya Bad Meinberg&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Shiva Gemälde bei Yoga Vidya Bad Meinberg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25063</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25063"/>
		<updated>2012-04-21T15:18:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Der Guru als Spiritueller Lehrer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivanandasitz.jpg Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders ===&lt;br /&gt;
Im 16./17./18. Jahrhundert stand Indien unter der Herrschaft der Moghul Kaiser. Waren einige wie Akbar sehr tolerant, so hat sich sein Enkel Aurangzeb nach Kräften darum bemüht, alle indischen Tempel zu zerstören und die traditionelle Religion zu unterdrücken. Ab dem 18.Jahrhundert kam Indien unter englische Fremdherrschaft. In den Wirren und Kriegen wurde Yoga in den Hintergrund gedrängt.&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es dann eine Yoga Renaissance - und es manifestierten sich viele Yoga-Meister bzw. Gurus.&lt;br /&gt;
Ihnen gemeinsam war das Credo: &amp;quot;Einheit in Verschiedenheit&amp;quot; (Unity in Diversity). &amp;quot;Namen sind viele - aber Gott ist eins&amp;quot;. &amp;quot;Der Wege sind viele, aber Wahrheit ist eins&amp;quot;. Diese Meister waren bestrebt, die Einheit der Religionen und spirituellen Traditionen zu betonen. Sie standen gegen den Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Konfession, wie sie die christlichen Missionare vertraten, einer einzige Religion, wie sie im Islam manchmal vertreten wurde, und auch gegen die Konflikte zwischen verschiedenen Yoga Richtungen, wie sie in Streitgesprächen der Anhänger der verschiedenen Darshanas im indischen Mittelalter zum Ausdruck kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der großen Gurus bzw. Yoga-Meister/innen, welche die Renaissance des Yoga im 19. und 20. Jahrhundert einleiteten: &lt;br /&gt;
* [[Swami Dayananda]], großer Reformer des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna]] Paramahamsa, 1836-1886, außergewöhnlicher Mystiker, lehrte die Einheit der Religionen und den ganzheitlichen Yoga&lt;br /&gt;
* [[Sarada Devi]], 1853-1920, Ehefrau von Ramakrishna und selbst eine Heilige&lt;br /&gt;
* [[Swami Vivekananda]], 1863-1902, wichtigster Schüler von Ramakrishna, begründete die Ramakrishna Mission in Indien. Er reiste einige Male für längere Zeit durch Amerika und Europa, begründete dort Vedanta Zentren. Vivekananda war der wichtigste Wegbereiter des [[Vedanta]] im Westen. Seine Bücher über die 4 Yoga Wege [[Jnana Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] sind bis heute wichtige Grundlagenwerke&lt;br /&gt;
* Shirdi Sai Baba&lt;br /&gt;
* Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
* Mahatma Gandhi&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Ramana Maharshi&lt;br /&gt;
* Shri Aurobindo und &amp;quot;Die Mutter&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neem Karoli Baba&lt;br /&gt;
* Ramdas und Mother Krishnabai&lt;br /&gt;
* Ananda Mayi Ma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Sivanandasitz.jpg&amp;diff=25062</id>
		<title>Datei:Sivanandasitz.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: Swami Sivananda&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Swami Sivananda&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25050</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25050"/>
		<updated>2012-04-20T05:27:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders ===&lt;br /&gt;
Im 16./17./18. Jahrhundert stand Indien unter der Herrschaft der Moghul Kaiser. Waren einige wie Akbar sehr tolerant, so hat sich sein Enkel Aurangzeb nach Kräften darum bemüht, alle indischen Tempel zu zerstören und die traditionelle Religion zu unterdrücken. Ab dem 18.Jahrhundert kam Indien unter englische Fremdherrschaft. In den Wirren und Kriegen wurde Yoga in den Hintergrund gedrängt.&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es dann eine Yoga Renaissance - und es manifestierten sich viele Yoga-Meister bzw. Gurus.&lt;br /&gt;
Ihnen gemeinsam war das Credo: &amp;quot;Einheit in Verschiedenheit&amp;quot; (Unity in Diversity). &amp;quot;Namen sind viele - aber Gott ist eins&amp;quot;. &amp;quot;Der Wege sind viele, aber Wahrheit ist eins&amp;quot;. Diese Meister waren bestrebt, die Einheit der Religionen und spirituellen Traditionen zu betonen. Sie standen gegen den Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Konfession, wie sie die christlichen Missionare vertraten, einer einzige Religion, wie sie im Islam manchmal vertreten wurde, und auch gegen die Konflikte zwischen verschiedenen Yoga Richtungen, wie sie in Streitgesprächen der Anhänger der verschiedenen Darshanas im indischen Mittelalter zum Ausdruck kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der großen Gurus bzw. Yoga-Meister/innen, welche die Renaissance des Yoga im 19. und 20. Jahrhundert einleiteten: &lt;br /&gt;
* [[Swami Dayananda]], großer Reformer des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* [[Ramakrishna]] Paramahamsa, 1836-1886, außergewöhnlicher Mystiker, lehrte die Einheit der Religionen und den ganzheitlichen Yoga&lt;br /&gt;
* [[Sarada Devi]], 1853-1920, Ehefrau von Ramakrishna und selbst eine Heilige&lt;br /&gt;
* [[Swami Vivekananda]], 1863-1902, wichtigster Schüler von Ramakrishna, begründete die Ramakrishna Mission in Indien. Er reiste einige Male für längere Zeit durch Amerika und Europa, begründete dort Vedanta Zentren. Vivekananda war der wichtigste Wegbereiter des [[Vedanta]] im Westen. Seine Bücher über die 4 Yoga Wege [[Jnana Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]] sind bis heute wichtige Grundlagenwerke&lt;br /&gt;
* Shirdi Sai Baba&lt;br /&gt;
* Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
* Mahatma Gandhi&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Ramana Maharshi&lt;br /&gt;
* Shri Aurobindo und &amp;quot;Die Mutter&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neem Karoli Baba&lt;br /&gt;
* Ramdas und Mother Krishnabai&lt;br /&gt;
* Ananda Mayi Ma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25045</id>
		<title>Kriya Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25045"/>
		<updated>2012-04-19T06:37:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb|300px|Patanjali]]Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriya Yoga in der Tradition von Swami Satyananda ===&lt;br /&gt;
[[Swami Satyananda]], auch [[Paramahamsa]] [[Satyananda]] genannt, 1923-2009, war ein Schüler von Swami Sivananda. Er verband die Lehren von [[Swami Sivananda]] mit verschiedenen Lehren aus den [[Tantra]]s. Nach seinem Ausscheiden 1956 aus dem [[Sivananda Ashram]] [[Rishikesh]] hatte er einen (oder mehrere)[[Tantra]] [[Gurus]], der/die ihn in diverseste Kundalini Yoga Techniken einführte(n). Swami Satyananda studierte auch viele der Tantra Texte. Aus diesen Quellen entwickelte er eine Weise, Aspiranten systematisch in den Techniken des tantrischen Kriya Yoga zu schulen. &lt;br /&gt;
Tantrischer Kriya Yoga nach Swami Satyananda wird heute gelehrt in der [[Bihar School of Yoga]] und den mit ihr verbundenen [[Satyananda Yoga]] Zentren, in der Skandinavischen Yogaschule von [[Swami Janakananda]] sowie bei [[Yoga Vidya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Yogananda2.jpg|thumb|300px|Paramahamsa Yogananda]]Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]], Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mWBj906tupY}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|4lK_k71Iigc}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|MCeJqConiSQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Bhakti Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]], der [[Yoga]] der [[Hingabe]], besteht aus zwei Hauptelementen: &lt;br /&gt;
* Hingabe als Geisteshaltung: [[Gottesverehrung]] im Alltag, Darbringen von allen Handlungen als Dienst an [[Gott]], Annehmen aller Erfahrungen als [[Geschenk]] von Gott, Verehrung Gottes in seiner ganzen [[Schöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Ritual]]e und andere Handlungen (Kriyas bzw. Karmas), welche dazu beitragen, Bhakti, Hingabe, [[Gottesliebe]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Teil im Bhakti Yoga, der aus Praktiken und Ritualen besteht, wird auch als Kriya Yoga, manchmal auch als Bhakti Karma Yoga bezeichnet. Rituelles Bhakti spielt besonders im [[Mimamsa]], bzw. im [[Purva Mimamsa]] System, eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
Zu den Kriyas im Bhakti Yoga gehören: &lt;br /&gt;
* [[Swadhyaya]] - Studium der Heiligen Schriften&lt;br /&gt;
* [[Japa]] - [[Rezitation]] eines [[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]] - [[Singen]] von Mantras&lt;br /&gt;
* [[Puja]] - rituelle Gottesverehrung&lt;br /&gt;
* [[Homa]], [[Havan]], [[Yajna]], [[Agnihotra]] - [[Feuerritual]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die verschiedenen Teile einer Puja, sowie einige der 9 Formen von Bhakti können auch eigenständig als Bhakti Kriya bezeichnet werden: &lt;br /&gt;
* [[Achmanyam]] - rituelle Reinigung am Morgen, vor den [[Mahlzeit]]en, beim Nachhausekommen&lt;br /&gt;
* [[Tilak]] - Auftragen [[heilig]]er [[Pulver]] auf das Dritte [[Auge]]&lt;br /&gt;
* [[Vandana]] - [[Verneigen]]&lt;br /&gt;
* [[Arati]] - Lichter-Ritual&lt;br /&gt;
* [[Nivedana]] - Darbringen von Räucherwerk, [[Licht]]ern etc.&lt;br /&gt;
* [[Padasevana]] - [[Altar]]dienst&lt;br /&gt;
* [[Shravana]] - Erzählen von Geschichten über Gott, seine Manifestationen und Heiligen&lt;br /&gt;
* [[Archana]] - Darbringen von [[Blumen]], Reis etc.&lt;br /&gt;
* [[Prassad]] - Darbringen von Obst und besonders zubereiteten Speisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas kann man ausführen als Sakama und als Nishkamya Praxis: &lt;br /&gt;
* [[Sakamya]] heißt mit (Sa) Wünschen (Kama): Der Aspirant bringt seine Praktiken dar mit einem dafür geäußerten [[Herzenswunsch]] ([[Sankalpa]])&lt;br /&gt;
* [[Nishkamya]] heißt ohne (Nish) Wünsche (Kama): Der [[Aspirant]] verehrt Gott, ohne etwas dafür zu wollen - aus reiner Liebe zu Gott. Auch Gott zu verehren, um Gottes Gegenwart zu erfahren und Bhakti zu spüren, gilt als Nishkamya Kriya Yoga.&lt;br /&gt;
Sakamya kann nur eine Vorstufe für Nishkamya sein. Über Nishkamya Gottesverehrung wird Gott tatsächlich verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken auch, wenn sie mechanisch ausgeführt werden - da sie direkt auf den [[Geist]] und die [[Emotion]]en wirken. Die Bhakti Kriyas sind so, dass sie die [[Nadi]]s, die Energiekanäle öffnen und die [[Chakra]]s aktivieren. Durch die Bhakti Kriyas stimmt sich der Bhakta auf das [[Energiefeld]] Gottes (morphogenetisches Feld) ein und öffnet sich für [[Kripa]], [[göttlich]]e [[Gnade]]. Bhakti Kriyas können heilend wirken, die persönliche Ausstrahlung erhöhen, Erfolg bewirken.&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken besonders stark, wenn sie mit Hingabe, Konzentration und/oder Bewusstheit ihrer Bedeutung ausgeführt werden. Insbesondere ein Aspirant, der nach der Erfahrung Gottes strebt, sollte die Bhakti Rituale mit großer Hingabe und Achtsamkeit zelebrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25044</id>
		<title>Kriya Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25044"/>
		<updated>2012-04-18T07:54:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Guru-Linie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb|300px|Patanjali]]Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Yogananda2.jpg|thumb|300px|Paramahamsa Yogananda]]Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]], Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mWBj906tupY}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|4lK_k71Iigc}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|MCeJqConiSQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Bhakti Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]], der [[Yoga]] der [[Hingabe]], besteht aus zwei Hauptelementen: &lt;br /&gt;
* Hingabe als Geisteshaltung: [[Gottesverehrung]] im Alltag, Darbringen von allen Handlungen als Dienst an [[Gott]], Annehmen aller Erfahrungen als [[Geschenk]] von Gott, Verehrung Gottes in seiner ganzen [[Schöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Ritual]]e und andere Handlungen (Kriyas bzw. Karmas), welche dazu beitragen, Bhakti, Hingabe, [[Gottesliebe]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Teil im Bhakti Yoga, der aus Praktiken und Ritualen besteht, wird auch als Kriya Yoga, manchmal auch als Bhakti Karma Yoga bezeichnet. Rituelles Bhakti spielt besonders im [[Mimamsa]], bzw. im [[Purva Mimamsa]] System, eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
Zu den Kriyas im Bhakti Yoga gehören: &lt;br /&gt;
* [[Swadhyaya]] - Studium der Heiligen Schriften&lt;br /&gt;
* [[Japa]] - [[Rezitation]] eines [[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]] - [[Singen]] von Mantras&lt;br /&gt;
* [[Puja]] - rituelle Gottesverehrung&lt;br /&gt;
* [[Homa]], [[Havan]], [[Yajna]], [[Agnihotra]] - [[Feuerritual]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die verschiedenen Teile einer Puja, sowie einige der 9 Formen von Bhakti können auch eigenständig als Bhakti Kriya bezeichnet werden: &lt;br /&gt;
* [[Achmanyam]] - rituelle Reinigung am Morgen, vor den [[Mahlzeit]]en, beim Nachhausekommen&lt;br /&gt;
* [[Tilak]] - Auftragen [[heilig]]er [[Pulver]] auf das Dritte [[Auge]]&lt;br /&gt;
* [[Vandana]] - [[Verneigen]]&lt;br /&gt;
* [[Arati]] - Lichter-Ritual&lt;br /&gt;
* [[Nivedana]] - Darbringen von Räucherwerk, [[Licht]]ern etc.&lt;br /&gt;
* [[Padasevana]] - [[Altar]]dienst&lt;br /&gt;
* [[Shravana]] - Erzählen von Geschichten über Gott, seine Manifestationen und Heiligen&lt;br /&gt;
* [[Archana]] - Darbringen von [[Blumen]], Reis etc.&lt;br /&gt;
* [[Prassad]] - Darbringen von Obst und besonders zubereiteten Speisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas kann man ausführen als Sakama und als Nishkamya Praxis: &lt;br /&gt;
* [[Sakamya]] heißt mit (Sa) Wünschen (Kama): Der Aspirant bringt seine Praktiken dar mit einem dafür geäußerten [[Herzenswunsch]] ([[Sankalpa]])&lt;br /&gt;
* [[Nishkamya]] heißt ohne (Nish) Wünsche (Kama): Der [[Aspirant]] verehrt Gott, ohne etwas dafür zu wollen - aus reiner Liebe zu Gott. Auch Gott zu verehren, um Gottes Gegenwart zu erfahren und Bhakti zu spüren, gilt als Nishkamya Kriya Yoga.&lt;br /&gt;
Sakamya kann nur eine Vorstufe für Nishkamya sein. Über Nishkamya Gottesverehrung wird Gott tatsächlich verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken auch, wenn sie mechanisch ausgeführt werden - da sie direkt auf den [[Geist]] und die [[Emotion]]en wirken. Die Bhakti Kriyas sind so, dass sie die [[Nadi]]s, die Energiekanäle öffnen und die [[Chakra]]s aktivieren. Durch die Bhakti Kriyas stimmt sich der Bhakta auf das [[Energiefeld]] Gottes (morphogenetisches Feld) ein und öffnet sich für [[Kripa]], [[göttlich]]e [[Gnade]]. Bhakti Kriyas können heilend wirken, die persönliche Ausstrahlung erhöhen, Erfolg bewirken.&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken besonders stark, wenn sie mit Hingabe, Konzentration und/oder Bewusstheit ihrer Bedeutung ausgeführt werden. Insbesondere ein Aspirant, der nach der Erfahrung Gottes strebt, sollte die Bhakti Rituale mit großer Hingabe und Achtsamkeit zelebrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: Paramahamsa Yogananda&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Paramahamsa Yogananda&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb|300px|Patanjali]]Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]], Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|mWBj906tupY}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|4lK_k71Iigc}}&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|MCeJqConiSQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Bhakti Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]], der [[Yoga]] der [[Hingabe]], besteht aus zwei Hauptelementen: &lt;br /&gt;
* Hingabe als Geisteshaltung: [[Gottesverehrung]] im Alltag, Darbringen von allen Handlungen als Dienst an [[Gott]], Annehmen aller Erfahrungen als [[Geschenk]] von Gott, Verehrung Gottes in seiner ganzen [[Schöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Ritual]]e und andere Handlungen (Kriyas bzw. Karmas), welche dazu beitragen, Bhakti, Hingabe, [[Gottesliebe]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Teil im Bhakti Yoga, der aus Praktiken und Ritualen besteht, wird auch als Kriya Yoga, manchmal auch als Bhakti Karma Yoga bezeichnet. Rituelles Bhakti spielt besonders im [[Mimamsa]], bzw. im [[Purva Mimamsa]] System, eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
Zu den Kriyas im Bhakti Yoga gehören: &lt;br /&gt;
* [[Swadhyaya]] - Studium der Heiligen Schriften&lt;br /&gt;
* [[Japa]] - [[Rezitation]] eines [[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]] - [[Singen]] von Mantras&lt;br /&gt;
* [[Puja]] - rituelle Gottesverehrung&lt;br /&gt;
* [[Homa]], [[Havan]], [[Yajna]], [[Agnihotra]] - [[Feuerritual]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die verschiedenen Teile einer Puja, sowie einige der 9 Formen von Bhakti können auch eigenständig als Bhakti Kriya bezeichnet werden: &lt;br /&gt;
* [[Achmanyam]] - rituelle Reinigung am Morgen, vor den [[Mahlzeit]]en, beim Nachhausekommen&lt;br /&gt;
* [[Tilak]] - Auftragen [[heilig]]er [[Pulver]] auf das Dritte [[Auge]]&lt;br /&gt;
* [[Vandana]] - [[Verneigen]]&lt;br /&gt;
* [[Arati]] - Lichter-Ritual&lt;br /&gt;
* [[Nivedana]] - Darbringen von Räucherwerk, [[Licht]]ern etc.&lt;br /&gt;
* [[Padasevana]] - [[Altar]]dienst&lt;br /&gt;
* [[Shravana]] - Erzählen von Geschichten über Gott, seine Manifestationen und Heiligen&lt;br /&gt;
* [[Archana]] - Darbringen von [[Blumen]], Reis etc.&lt;br /&gt;
* [[Prassad]] - Darbringen von Obst und besonders zubereiteten Speisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas kann man ausführen als Sakama und als Nishkamya Praxis: &lt;br /&gt;
* [[Sakamya]] heißt mit (Sa) Wünschen (Kama): Der Aspirant bringt seine Praktiken dar mit einem dafür geäußerten [[Herzenswunsch]] ([[Sankalpa]])&lt;br /&gt;
* [[Nishkamya]] heißt ohne (Nish) Wünsche (Kama): Der [[Aspirant]] verehrt Gott, ohne etwas dafür zu wollen - aus reiner Liebe zu Gott. Auch Gott zu verehren, um Gottes Gegenwart zu erfahren und Bhakti zu spüren, gilt als Nishkamya Kriya Yoga.&lt;br /&gt;
Sakamya kann nur eine Vorstufe für Nishkamya sein. Über Nishkamya Gottesverehrung wird Gott tatsächlich verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken auch, wenn sie mechanisch ausgeführt werden - da sie direkt auf den [[Geist]] und die [[Emotion]]en wirken. Die Bhakti Kriyas sind so, dass sie die [[Nadi]]s, die Energiekanäle öffnen und die [[Chakra]]s aktivieren. Durch die Bhakti Kriyas stimmt sich der Bhakta auf das [[Energiefeld]] Gottes (morphogenetisches Feld) ein und öffnet sich für [[Kripa]], [[göttlich]]e [[Gnade]]. Bhakti Kriyas können heilend wirken, die persönliche Ausstrahlung erhöhen, Erfolg bewirken.&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken besonders stark, wenn sie mit Hingabe, Konzentration und/oder Bewusstheit ihrer Bedeutung ausgeführt werden. Insbesondere ein Aspirant, der nach der Erfahrung Gottes strebt, sollte die Bhakti Rituale mit großer Hingabe und Achtsamkeit zelebrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25041</id>
		<title>Kriya Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25041"/>
		<updated>2012-04-18T07:46:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Kriya Yoga im Raja Yoga */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb|300px|Patanjali]]Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]], Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Bhakti Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]], der [[Yoga]] der [[Hingabe]], besteht aus zwei Hauptelementen: &lt;br /&gt;
* Hingabe als Geisteshaltung: [[Gottesverehrung]] im Alltag, Darbringen von allen Handlungen als Dienst an [[Gott]], Annehmen aller Erfahrungen als [[Geschenk]] von Gott, Verehrung Gottes in seiner ganzen [[Schöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Ritual]]e und andere Handlungen (Kriyas bzw. Karmas), welche dazu beitragen, Bhakti, Hingabe, [[Gottesliebe]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Teil im Bhakti Yoga, der aus Praktiken und Ritualen besteht, wird auch als Kriya Yoga, manchmal auch als Bhakti Karma Yoga bezeichnet. Rituelles Bhakti spielt besonders im [[Mimamsa]], bzw. im [[Purva Mimamsa]] System, eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
Zu den Kriyas im Bhakti Yoga gehören: &lt;br /&gt;
* [[Swadhyaya]] - Studium der Heiligen Schriften&lt;br /&gt;
* [[Japa]] - [[Rezitation]] eines [[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]] - [[Singen]] von Mantras&lt;br /&gt;
* [[Puja]] - rituelle Gottesverehrung&lt;br /&gt;
* [[Homa]], [[Havan]], [[Yajna]], [[Agnihotra]] - [[Feuerritual]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die verschiedenen Teile einer Puja, sowie einige der 9 Formen von Bhakti können auch eigenständig als Bhakti Kriya bezeichnet werden: &lt;br /&gt;
* [[Achmanyam]] - rituelle Reinigung am Morgen, vor den [[Mahlzeit]]en, beim Nachhausekommen&lt;br /&gt;
* [[Tilak]] - Auftragen [[heilig]]er [[Pulver]] auf das Dritte [[Auge]]&lt;br /&gt;
* [[Vandana]] - [[Verneigen]]&lt;br /&gt;
* [[Arati]] - Lichter-Ritual&lt;br /&gt;
* [[Nivedana]] - Darbringen von Räucherwerk, [[Licht]]ern etc.&lt;br /&gt;
* [[Padasevana]] - [[Altar]]dienst&lt;br /&gt;
* [[Shravana]] - Erzählen von Geschichten über Gott, seine Manifestationen und Heiligen&lt;br /&gt;
* [[Archana]] - Darbringen von [[Blumen]], Reis etc.&lt;br /&gt;
* [[Prassad]] - Darbringen von Obst und besonders zubereiteten Speisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas kann man ausführen als Sakama und als Nishkamya Praxis: &lt;br /&gt;
* [[Sakamya]] heißt mit (Sa) Wünschen (Kama): Der Aspirant bringt seine Praktiken dar mit einem dafür geäußerten [[Herzenswunsch]] ([[Sankalpa]])&lt;br /&gt;
* [[Nishkamya]] heißt ohne (Nish) Wünsche (Kama): Der [[Aspirant]] verehrt Gott, ohne etwas dafür zu wollen - aus reiner Liebe zu Gott. Auch Gott zu verehren, um Gottes Gegenwart zu erfahren und Bhakti zu spüren, gilt als Nishkamya Kriya Yoga.&lt;br /&gt;
Sakamya kann nur eine Vorstufe für Nishkamya sein. Über Nishkamya Gottesverehrung wird Gott tatsächlich verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken auch, wenn sie mechanisch ausgeführt werden - da sie direkt auf den [[Geist]] und die [[Emotion]]en wirken. Die Bhakti Kriyas sind so, dass sie die [[Nadi]]s, die Energiekanäle öffnen und die [[Chakra]]s aktivieren. Durch die Bhakti Kriyas stimmt sich der Bhakta auf das [[Energiefeld]] Gottes (morphogenetisches Feld) ein und öffnet sich für [[Kripa]], [[göttlich]]e [[Gnade]]. Bhakti Kriyas können heilend wirken, die persönliche Ausstrahlung erhöhen, Erfolg bewirken.&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken besonders stark, wenn sie mit Hingabe, Konzentration und/oder Bewusstheit ihrer Bedeutung ausgeführt werden. Insbesondere ein Aspirant, der nach der Erfahrung Gottes strebt, sollte die Bhakti Rituale mit großer Hingabe und Achtsamkeit zelebrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25040</id>
		<title>Kriya Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25040"/>
		<updated>2012-04-18T07:38:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]], Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Bhakti Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]], der [[Yoga]] der [[Hingabe]], besteht aus zwei Hauptelementen: &lt;br /&gt;
* Hingabe als Geisteshaltung: [[Gottesverehrung]] im Alltag, Darbringen von allen Handlungen als Dienst an [[Gott]], Annehmen aller Erfahrungen als [[Geschenk]] von Gott, Verehrung Gottes in seiner ganzen [[Schöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Ritual]]e und andere Handlungen (Kriyas bzw. Karmas), welche dazu beitragen, Bhakti, Hingabe, [[Gottesliebe]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Teil im Bhakti Yoga, der aus Praktiken und Ritualen besteht, wird auch als Kriya Yoga, manchmal auch als Bhakti Karma Yoga bezeichnet. Rituelles Bhakti spielt besonders im [[Mimamsa]], bzw. im [[Purva Mimamsa]] System, eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
Zu den Kriyas im Bhakti Yoga gehören: &lt;br /&gt;
* [[Swadhyaya]] - Studium der Heiligen Schriften&lt;br /&gt;
* [[Japa]] - [[Rezitation]] eines [[Mantra]]s&lt;br /&gt;
* [[Kirtan]] - [[Singen]] von Mantras&lt;br /&gt;
* [[Puja]] - rituelle Gottesverehrung&lt;br /&gt;
* [[Homa]], [[Havan]], [[Yajna]], [[Agnihotra]] - [[Feuerritual]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die verschiedenen Teile einer Puja, sowie einige der 9 Formen von Bhakti können auch eigenständig als Bhakti Kriya bezeichnet werden: &lt;br /&gt;
* [[Achmanyam]] - rituelle Reinigung am Morgen, vor den [[Mahlzeit]]en, beim Nachhausekommen&lt;br /&gt;
* [[Tilak]] - Auftragen [[heilig]]er [[Pulver]] auf das Dritte [[Auge]]&lt;br /&gt;
* [[Vandana]] - [[Verneigen]]&lt;br /&gt;
* [[Arati]] - Lichter-Ritual&lt;br /&gt;
* [[Nivedana]] - Darbringen von Räucherwerk, [[Licht]]ern etc.&lt;br /&gt;
* [[Padasevana]] - [[Altar]]dienst&lt;br /&gt;
* [[Shravana]] - Erzählen von Geschichten über Gott, seine Manifestationen und Heiligen&lt;br /&gt;
* [[Archana]] - Darbringen von [[Blumen]], Reis etc.&lt;br /&gt;
* [[Prassad]] - Darbringen von Obst und besonders zubereiteten Speisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas kann man ausführen als Sakama und als Nishkamya Praxis: &lt;br /&gt;
* [[Sakamya]] heißt mit (Sa) Wünschen (Kama): Der Aspirant bringt seine Praktiken dar mit einem dafür geäußerten [[Herzenswunsch]] ([[Sankalpa]])&lt;br /&gt;
* [[Nishkamya]] heißt ohne (Nish) Wünsche (Kama): Der [[Aspirant]] verehrt Gott, ohne etwas dafür zu wollen - aus reiner Liebe zu Gott. Auch Gott zu verehren, um Gottes Gegenwart zu erfahren und Bhakti zu spüren, gilt als Nishkamya Kriya Yoga.&lt;br /&gt;
Sakamya kann nur eine Vorstufe für Nishkamya sein. Über Nishkamya Gottesverehrung wird Gott tatsächlich verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken auch, wenn sie mechanisch ausgeführt werden - da sie direkt auf den [[Geist]] und die [[Emotion]]en wirken. Die Bhakti Kriyas sind so, dass sie die [[Nadi]]s, die Energiekanäle öffnen und die [[Chakra]]s aktivieren. Durch die Bhakti Kriyas stimmt sich der Bhakta auf das [[Energiefeld]] Gottes (morphogenetisches Feld) ein und öffnet sich für [[Kripa]], [[göttlich]]e [[Gnade]]. Bhakti Kriyas können heilend wirken, die persönliche Ausstrahlung erhöhen, Erfolg bewirken.&lt;br /&gt;
Bhakti Kriyas wirken besonders stark, wenn sie mit Hingabe, Konzentration und/oder Bewusstheit ihrer Bedeutung ausgeführt werden. Insbesondere ein Aspirant, der nach der Erfahrung Gottes strebt, sollte die Bhakti Rituale mit großer Hingabe und Achtsamkeit zelebrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25039</id>
		<title>Kriya Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25039"/>
		<updated>2012-04-18T03:43:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]], Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Kriya_Yoga&amp;diff=25038</id>
		<title>Kriya Yoga</title>
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		<updated>2012-04-18T03:41:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriyayoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: kriyāyoga &#039;&#039;m.&#039;&#039;) wörtlich: Yoga der Tat;&lt;br /&gt;
*1. im [[Raja Yoga]]: [[Tapas]] (Askese), [[Swadhyaya]] (Selbststudium), und [[Ishwara Pranidhana]] (Hingabe an Gott);&lt;br /&gt;
*2. im [[Kundalini Yoga]]: bestimmte Energietechniken, welche Körperstellungen, Atemtechnik und Visualisierungstechniken verbinden.&lt;br /&gt;
*3. in der Tradition von [[Lahiri Mahasaya]]: Eine Form des Raja-Yoga in der die Kriya-Techniken, wie sie Babaji Lahiri Mahasaya 1861 offenbarte, eine Rolle spielen. Kriya Yoga in dieser, von Paramahamsa Yogananda populär gemachten Tradition, hat große Ähnlichkeiten mit Kundalini Yoga&lt;br /&gt;
*4. im [[Hatha Yoga]]: Reinigungstechniken&lt;br /&gt;
*5. im [[Bhakti Yoga]]: Eine Gruppe von täglich auszuführenden Rituale wie [[Arati]], [[Homa]], [[Japa]], [[Kirtan]], [[Vandanam]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zur Bedeutung des Wortes Kriya Yoga ==&lt;br /&gt;
Kriya kommt vom Wortstamm &amp;quot;Kri&amp;quot;, tun, handeln. Kriya heißt also Handlung, Tat, Aktion. In den verschiedenen Yoga Wegen wird all das als &amp;quot;Kriya&amp;quot; bezeichnet, was einfach getan wird, wozu man nicht fortgeschritten sein muss. &lt;br /&gt;
Kriya Yoga ist insofern ein Yoga, der sicher seine Wirkung hat, unabhängig davon ob man in Bhava (Einstellung), Konzentration und Achtsamkeit fortgeschritten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Raja Yoga ==&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] schreibt im 1. Vers 2. Kapitel [[Yoga Sutra]]&lt;br /&gt;
Tapah-svâdhyâyeshwara-pranidhânânikriyâ-yogah - Kriya Yoga besteht aus [[Tapas]], [[Svadhyaya]] und [[Ishvara]] [[Pranidhana]]. &lt;br /&gt;
2. Vers 2. Kapitel: &lt;br /&gt;
Samâdhi-bhâvanârthah klesha-tanû-karanârthash - Kriya Yoga verhilft zu einer Gemütsverfassung, welche dem [[Samadhi]] förderlich ist und die Kleshas (leidschaffende Verhaftungen) mindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga nach Patanjali besteht also aus 3 Praktiken: &lt;br /&gt;
* [[Tapas]]: Askese Übungen sowie Disziplin. Allgemeiner gefasst, Tapas alles, was man an spirituellen Praktiken macht. In diesem Sinne sind [[Asanas]], [[Pranayama]], etc. auch Tapas. Aber auch Fasten, Ausführen seiner Pflichten auch wenn sie mal keinen Spaß machen, ist Tapas. Bewusst auf etwas verzichten, was man mag, ist auch Tapas. Kalt Duschen, Kritik aushalten, etc. ist auch Tapas&lt;br /&gt;
* [[Svadhyaya]]: Selbststudium. Svadhyaya hat zwei Bedeutungen: (1) Eigenständiges Studium der Heiligen Schriften (2) Selbstbeobachtung. Durch eigenes Lesen und Studieren der Schriften erschließen sich dem Aspiranten die höheren Wahrheiten, und er ist inspiriert nach Höherem zu streben. Durch eigenes Selbststudium lernt der Aspirant, sich selbst kritisch zu hinterfragen, sich weniger zu identifizieren und tiefere Schichten in sich wahrzunehmen&lt;br /&gt;
* [[Ishvara Pranidhana]]: Hingabe an Gott bzw. Verehrung Gottes. Ishwara Pranidhana als Teil des Kriya Yoga sind insbesondere tätiges Verehren Gottes durch Rituale, Verneigen, Darbringungen, Gebete, Arati, Gottesdienstbesuch - oder was auch immer in der eigenen religiösen Tradition existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirkung des Kriya Yoga nach Patanjali ====&lt;br /&gt;
Patanjali schreibt im 2. Vers 2. Kapitel, dass Kriya Yoga zu einer Gemütsverfassung verhilft, welche für Samadhi förderlich ist und Leiden aus Verhaftungen ([[Kleshas]]) mindert.&lt;br /&gt;
Die Kleshas bestehen aus &lt;br /&gt;
* [[Avidya]] ([[Unwissenheit]])&lt;br /&gt;
* [[Asmita]] ([[Identifikation]], [[Egoismus]])&lt;br /&gt;
* [[Raga]] ([[Verhaftung]], [[Gier]])&lt;br /&gt;
* [[Dvesha]] ([[Abneigung]])&lt;br /&gt;
* [[Abhinivesha]] ([[Furcht]])&lt;br /&gt;
Die drei Kriya Yogas helfen, die 5 Kleshas zu überwinden: &lt;br /&gt;
* Ishwara Pranidhana, [[Gottesverehrung]], führt zu [[Gott]]vertrauen und damit Überwindung von Furcht&lt;br /&gt;
* Tapas, [[Disziplin]] und bewusste [[Askese]], hilft, sich nicht von Raga (Verhaftungen, Gier) und Dwesha (Abneigungen) abhängig zu machen. Tapas hilft sich zu befreien von den Zwängen der Polaritäten. Auch ein Raja Yogi mag auch Vorlieben haben - er wird sich aber nicht davon beherrschen lassen&lt;br /&gt;
* Durch Swadhyaya, [[Selbststudium]] kommt der [[Aspirant]] über die obersten 2 Kleshas hinaus: Durch Selbstbeobachtung verschwindet Asmita (Identifikation) mit dem [[Nichtselbst]]. [[Nachdenken]] über die [[Schriften]] (z.B. [[Upanishaden]]), verhilft zur Überwindung der Unwissenheit ([[Avidya]]) und zur Erkenntnis des wahren Wesens ([[Vidya]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga im Hatha Yoga ==&lt;br /&gt;
Im Hatha Yoga kann Kriya Yoga drei Bedeutungen haben: &lt;br /&gt;
* Reinigungs-Übungen (siehe unten)&lt;br /&gt;
* Kombinierte Energie-Erweckungsübungen (siehe noch weiter unten)&lt;br /&gt;
* Alle Hatha Übungen werden auch als &amp;quot;Hatha Yoga Kriyas&amp;quot; bezeichnet. In diesem Sinn heißt &amp;quot;Kriya&amp;quot; einfach &amp;quot;Übung&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hatha Yoga Kriyas ===&lt;br /&gt;
Hatha Yoga kennt Reinigungs-Übungen, die &amp;quot;Kriyas&amp;quot; oder &amp;quot;Karmas&amp;quot; genannt werden.&lt;br /&gt;
Bekannt sind insbesondere die [[Shatkriyas]], also die 6 Kriyas (Shat=sechs). Diese werden auch [[Shatkarmas]] genannt. Am bekanntesten ist die Aufzählung in der [[Hatha Yoga Pradipika]] von [[Yogi]] [[Swatmarama]]. Die 6 Kriyas sind:&lt;br /&gt;
* [[Tratak]], die Augenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Neti]], die Nasenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Kapalabhati]], die Lungenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Dhauti]], die Magenreinigung&lt;br /&gt;
* [[Nauli]], die Dünndarmreinigung&lt;br /&gt;
* [[Basti]], die Dickdarm- und Enddarmreinigung&lt;br /&gt;
Von all diesen Kriyas gibt es verschiedene Formen. Diese sind beschrieben auf der [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriya-Seite von Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Neben-Kriyas wie [[Zungenreinigung]], [[Uddhiyana Bandha]] und [[Agni Sara]].&lt;br /&gt;
Die umfassendste Hatha Yoga Kriya ist [[Shank Prakshalana]]. Shank Prakshalana ist die vollständige Reinigung des Verdauungstrakts mit Salzwasser. Hier eine Beschreibung von [http://www.yoga-vidya.de/Asana_Uebungsplaene/Shank-Prakshalama.html Shank Prakshalana].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga als Teil von Kundalini Yoga ==&lt;br /&gt;
Im [[Kundalini Yoga]] sind Kriyas kombinierte [[Energie]]-[[Erweckung]]sübungen. Manchmal wird jede [[Mudra]] als Kriya bezeichnet. Manchmal wird eine Kombination von Energie-Erweckungs-Übungen als Kriya Yoga bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya unterscheidet man &lt;br /&gt;
* Kleines Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Mittleres Kriya Yoga&lt;br /&gt;
* Großes Kriya Yoga&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleines Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Kleine Kriya Yoga wird auch als &amp;quot;[[Ujjayi]] [[Meditation]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die [[Ujjayi Meditation]] ist eine komplexe Meditationstechnik, in welcher kleine Mudras verbunden werden mit Mantras, mit einer speziellen Atem-Technik. Am besten lauschst du einer [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/energie-meditation-ujjayi-meditationsanleitung-als-mp3-datei/ Ujjayi Meditationsanleitung]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittleres Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga ist eine [[Mudra-Reihe]] bestehend aus 10 verschiedenen [[Mudra]]s, bei denen die Chakra-Leiter den mittleren Teil bildet: &lt;br /&gt;
* [[Maha Mudra]]&lt;br /&gt;
* [[Ashwini Mudra]] zur Aktivierung von [[Muladhara Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Mula Bhandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Swadhisthana Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Agni Sara Mudra]] zur Aktivierung von [[Manipura Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Matsya Mudra]] zur Aktivierung von [[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Kaki Mudra]] zur Aktivierung von [[Vishuddha Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Uddhiyana Bandha Mudra]] zur Aktivierung von [[Ajna Chakra]]&lt;br /&gt;
* [[Nabho Mudra]] zur Aktivierung von [[Sahasrara Chakra]]&lt;br /&gt;
* Großes [[Vajroli Mudra]] zur Aktivierung aller [[Chakra]]s&lt;br /&gt;
* [[Viparita Karani Mudra]] zur Harmonisierung der [[Energie]]-Prozesse&lt;br /&gt;
* [[Khechari Mudra]] zur energetischen [[Entspannung]] und Übergang in die [[Meditation]] &lt;br /&gt;
Das Mittlere Kriya Yoga gilt als fortgeschrittene Energie-Reihe und kann nur direkt von einem kompetenten Lehrer erlernt werden. Als Grundvoraussetzung gilt das ausreichend lange Praktizieren von Pranayama, Asana und Meditation sowie eine Sattwige [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Kriya Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum großen Kriya Yoga hat Sukadev sich bisher ausgeschwiegen - es ist also nicht bekannt, was das Große Kriya Yoga in der Yoga Vidya Tradition ist... :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriya Yoga in der Tradition von Paramahamsa Yogananda ==&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde der Name &amp;quot;Kriya Yoga&amp;quot; durch das Buch &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von Paramahamsa Yoganananda. Bei Paramahamsa Yogananada ist Kriya Yoga für eine Gruppe von Energie-Übungen, in die der Schüler vom Lehrer eingeweiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru-Linie ===&lt;br /&gt;
Der Kriya Yoga wie er durch [[Paramahamsa Yogananda]] bekannt wurde, wird vom [[Guru]] auf den [[Schüler]] übertragen. Die Gurus bis zu [[Paramahamsa]] [[Yogananda]] sind: &lt;br /&gt;
* Mahavatar [[Babaji]]&lt;br /&gt;
* [[Lahiri Mahasaya]]: Lebte 1828-1895 in Varanasi, bürgerlicher Name Shyama Charan Lahiri; war verheiratet und hatte Kinder; gilt als selbstverwirklichter Meister, Schüler von Mahavatar Babaji&lt;br /&gt;
* Sri [[Yukteswar]] Giri bzw. [[Shri Yukteshwar]]: Lebte 1855-1936 in Puji, bürgerlicher Name Priya Nath Karar; Mönch; Mitglied des [[Giri]]-Zweiges des [[Dashanami]] [[Swami]] [[Orden]]s von [[Shankaracharya]]; begründete die Yogoda [[Satsang]]a Society; Schüler von Lahiri Mahasaya&lt;br /&gt;
* [[Paramahamsa Yogananda]]: Lebte 1893-1952; Schüler von Shri Yukteshwar Giri, den er im Alter von 17 Jahren traf; Reiste 1920 nach Amerika. 1920-1925 reiste er durch Amerika. 1925 etablierte er die Self Realization Fellowship (SRF) mit ihrem Hauptsitz in Los Angeles. Sein Hauptwerk &amp;quot;Die Autobiographie eines Yogi&amp;quot; erschien 1946 und wurde eines der meistgelesenen Yoga Bücher des 20. Jahrhunderts und war mitverantwortlich für die steigende Popularität des Yoga im Westen&lt;br /&gt;
* [[Daya Mata]]: Lebte 1914-2010; leitete 1955-2010 die Self Realization Fellowship&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Gurus in der Tradition von Lahiri Mahasaya ===&lt;br /&gt;
In der Tradition von Babaji und Lahiri Mahasaya gibt es eine Reihe weiterer Gurus, welche den von ihnen gelehrten Yoga als Kriya Yoga bezeichnen: &lt;br /&gt;
* Paramahamsa [[Hariharananda]]&lt;br /&gt;
* Swami [[Prajnananda]]&lt;br /&gt;
* [[Kriyananda]] [[Donald Walters]], Schüler von Paramahamsa Yogananda, Begründer von Ananda&lt;br /&gt;
* Roy Eugene Davis, Schüler von Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
{{dnf}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25037</id>
		<title>Guru</title>
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		<updated>2012-04-17T09:00:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders ===&lt;br /&gt;
Im 16./17./18. Jahrhundert stand Indien unter der Herrschaft der Moghul Kaiser. Waren einige wie Akbar sehr tolerant, so hat sich sein Enkel Aurangzeb nach Kräften darum bemüht, alle indischen Tempel zu zerstören und die traditionelle Religion zu unterdrücken. Ab dem 18.Jahrhundert kam Indien unter englische Fremdherrschaft. In den Wirren und Kriegen wurde Yoga in den Hintergrund gedrängt.&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es dann eine Yoga Renaissance - und es manifestierten sich viele Yoga-Meister bzw. Gurus.&lt;br /&gt;
Ihnen gemeinsam war das Credo: &amp;quot;Einheit in Verschiedenheit&amp;quot; (Unity in Diversity). &amp;quot;Namen sind viele - aber Gott ist eins&amp;quot;. &amp;quot;Der Wege sind viele, aber Wahrheit ist eins&amp;quot;. Diese Meister waren bestrebt, die Einheit der Religionen und spirituellen Traditionen zu betonen. Sie standen gegen den Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Konfession, wie sie die christlichen Missionare vertraten, einer einzige Religion, wie sie im Islam manchmal vertreten wurde, und auch gegen die Konflikte zwischen verschiedenen Yoga Richtungen, wie sie in Streitgesprächen der Anhänger der verschiedenen Darshanas im indischen Mittelalter zum Ausdruck kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der großen Gurus bzw. Yoga-Meister/innen, welche die Renaissance des Yoga im 19. und 20. Jahrhundert einleiteten: &lt;br /&gt;
* Swami Dayananda&lt;br /&gt;
* Ramakrishna Paramahamsa&lt;br /&gt;
* Sarada Devi&lt;br /&gt;
* Swami Vivekananda&lt;br /&gt;
* Shirdi Sai Baba&lt;br /&gt;
* Paramahamsa Yogananda&lt;br /&gt;
* Mahatma Gandhi&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda&lt;br /&gt;
* Ramana Maharshi&lt;br /&gt;
* Shri Aurobindo und &amp;quot;Die Mutter&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neem Karoli Baba&lt;br /&gt;
* Ramdas und Mother Krishnabai&lt;br /&gt;
* Ananda Mayi Ma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25036</id>
		<title>Guru</title>
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		<updated>2012-04-17T06:56:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wichtige Gurus des 19-/20. Jahrhunders ===&lt;br /&gt;
Im 16./17./18. Jahrhundert stand Indien unter der Herrschaft der Moghul Kaiser. Waren einige wie Akbar sehr tolerant, so hat sich sein Enkel Aurangzeb nach Kräften darum bemüht, alle indischen Tempel zu zerstören und die traditionelle Religion zu unterdrücken. Ab dem 18&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25035</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25035"/>
		<updated>2012-04-17T06:43:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Matsyendranath]] - erster menschlicher Hatha Yoga Guru, wichtiger Tantra Guru&lt;br /&gt;
* [[Gherandha]] - ein wichtiger Hatha Yoga Guru, auch verehrt als Shaiva, Shakta und Tantra Guru; Autor der [[Gherandha Samhita]]&lt;br /&gt;
* [[Gorakhnath]] - wichtiger Hatha Yoga Guru, [[Shaiva]] und [[Tantriker]]. Autor der [[Goraksha Sataka]]&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25034</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25034"/>
		<updated>2012-04-17T06:41:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Gott als Guru */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
Und natürlich: Viele Menschen haben die Höchste Verwirklichung erreicht, indem sie sich direkt Gott hingegeben haben, ohne einen menschlichen Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25033</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25033"/>
		<updated>2012-04-17T06:40:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Guru ===&lt;br /&gt;
In Patanjali Yoga Sutra heißt es: &lt;br /&gt;
&amp;quot;Sa pûrveshâm api guruh kâlenânavacchedât&amp;quot; (I 26): Unbegrenzt durch Zeit ist Er, von den ältesten Zeiten her, der Lehrer aller Lehrer. &lt;br /&gt;
Fast alle indischen Guru-Linien beginnen mit einer Manifestation Gottes: &lt;br /&gt;
* [[Adinatha]] - [[Shiva]] selbst gilt als Guru des [[Hatha Yoga]] und der meisten [[Tantra]] Guru Linien&lt;br /&gt;
* [[Parvati]] - die Göttliche [[Mutter]], ist für manche [[Tantra]], Hatha und [[Kundalini Yoga]] Traditionen die erste Guru&lt;br /&gt;
* [[Narayana]] - [[Vishnu]] ist der erste Guru der [[Shankara]] und [[Vaishnava]] Traditionen&lt;br /&gt;
* [[Dattatreya]], die Inkarnation aller [[Trimurtis]] (Brahma, Vishnu, Shiva), ist erster Guru einer Reihe von Guru Linien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25032</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25032"/>
		<updated>2012-04-17T06:34:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* [[Valmiki]] - Autor des [[Ramayana]]&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Surdas]], 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;[[Sur Sagar]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
* [[Goswami Tulsidas]], 1532-1623 - Autor der [[Ramcharitmanasa]], einer [[Hindi]] Übersetzung bzw. Hindi Version der [[Ramayana]]. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten; auch Autor der [[Hanuman Chalisa]], der 40 Strophen zur Verehrung von [[Hanuman]]&lt;br /&gt;
* [[Mirabai]] - ca. 16. Jahrhundert, wird auch als Avatar (Inkarnation) von [[Radha]] verehrt; große Heilige; komponierte und sang viele Lieder in Verehrung von [[Krishna]]&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
* [[Baba Lokenath]], 1730-1890 (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25031</id>
		<title>Guru</title>
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		<updated>2012-04-17T06:29:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ===&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* Valmiki - Autor des Ramayana&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Surdas, 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;Sur Sagar&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Goswami Tulsidas, 1532-1623 - Autor der Ramcharitmanasa, einer Hindi Übersetzung bzw. Hindi Version der Ramayana. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25030</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25030"/>
		<updated>2012-04-17T06:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Gurus der indischen Vergangenheit ==&lt;br /&gt;
Indien gilt als das Land der Heiligen, der Meister, Meisterinnen, der Gurus. Seit Tausenden von Jahren gibt es in jeder Generation eine Vielzahl von selbstverwirklichten Heiligen und Weisen. Hier eine kleine Auswahl von bekannteren Gurus: &lt;br /&gt;
* [[Brihaspati]] - der Guru der [[Engel]] ([[Deva]]s)&lt;br /&gt;
* [[Sukracharya]] - der Guru der [[Asura]]s &lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] - ein [[Rishi]] aus vedischer Zeit&lt;br /&gt;
* [[Vishwamitra]] - neben Vasishtha der zweite Guru von [[Rama]], und auch ein [[Brahma Rishi]]&lt;br /&gt;
* Valmiki - Autor des Ramayana&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - Sammler der Vedas, Autor der Mahabharata, Erzähler der Puranas&lt;br /&gt;
* [[Ashtavakra]] - Autor der [[Ashtavakra Gita]] und Guru von Janaka&lt;br /&gt;
* [[Janaka]] - ein gottverwirklichter König, Schüler von Ashtavakra, Lehrer von Sukadev&lt;br /&gt;
* [[Bhishma]] - in der [[Mahabharata]] findet man seine Lehren, die einen besonderen Schwerpunkt auf [[Ethik]] und [[Dharma]] haben&lt;br /&gt;
* [[Drona]] - der Guru der [[Pandavas]] und [[Kauravas]]&lt;br /&gt;
* [[Krishna]] - er ist der Guru von [[Arjuna]] und [[Uddhava]] - und natürlich Avatar, göttliche Inkarnation&lt;br /&gt;
* [[Buddha]] - er gilt als Begründer des [[Buddhismus]]. In der [[Vaishnava]] [[Tradition]] gilt er als Avatar, als Inkarnation Vishnus&lt;br /&gt;
* [[Patanjali]] - der Autor des [[Yoga Sutra]]. Er gilt auch als Autor eines Werks über [[Sanskrit]] Grammatik und eines Werkes über [[Ayurveda]]&lt;br /&gt;
* [[Kapila]] - Autor der [[Samkhya]] Sutras bzw. [[Sankhya]] [[Karika]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] bzw. [[Sankara]], Shankaracharya - bekanntester Vedanta-Meister&lt;br /&gt;
* [[Gauranga]], auch [[Chaitanya]] bzw. [[Mahaprabhu]] genannt - vielleicht der wichtigste [[Vaishnava]] Guru, lebte ca. im 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Surdas, 1479-1586 - großer Verehrer von Krishna, schrieb Tausende von Liedern in seinem &amp;quot;Sur Sagar&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Goswami Tulsidas, 1532-1623 - Autor der Ramcharitmanasa, einer Hindi Übersetzung bzw. Hindi Version der Ramayana. Er war auch ein Asket und bekannt für viele Wundertaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Appayya Dikshitar]] (1520-1593) - großer [[Vedanta]] Guru&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25029</id>
		<title>Guru</title>
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		<updated>2012-04-17T03:50:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks== &lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/ Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25028</id>
		<title>Guru</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Guru&amp;diff=25028"/>
		<updated>2012-04-17T03:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Michael12: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bangalore Shiva.jpg|thumb|right|400px|Sivas Segen]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Guru&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: गुरु guru &#039;&#039;m.&#039;&#039;, schwer, gewichtig, auch: Lehrer; Meister). [[Religion|Religiöser]] Titel für einen [[priester|spirituellen Lehrer]] im [[Hinduismus]], im [[Sikhismus]] und im Tantrischen [[Buddhismus]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungen des Wortes Guru ===&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Guru&#039;&#039; hat verschiedene Bedeutungen und leitet sich unterschiedlich her: &lt;br /&gt;
* guru heißt &amp;quot;schwer, gewichtig&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gu&amp;quot; heißt auch &amp;quot;dunkel&amp;quot;, &amp;quot;ru&amp;quot; heißt &amp;quot;beseitigen&amp;quot;. &#039;&#039;Guru&#039;&#039; bedeutet also:  der die Dunkelheit beseitigt&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist in der indischen Astronomie wie auch der Astrologie ([[Jyotish]]) der Planet Jupiter. Da der Jupiter der größte aller Planeten ist, gilt er auch als der Lehrer der anderen Planeten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Guru&#039;&#039; heißt im weiteren Sinne &amp;quot;Lehrer&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Guru kann sein: &lt;br /&gt;
* Jeder, der einem etwas beibringt: In diesem Sinn ist auch der Fahrlehrer, der Mathematiklehrer ein Guru&lt;br /&gt;
* Jemand der einem etwas auf spirituellem Gebiet etwas beibringt&lt;br /&gt;
* Ein [[Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
* Ein spiritueller Lehrer, der durch persönliche Anleitung dem Schüler hilft, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen&lt;br /&gt;
* Im Westen wird im weltlichen Kontext oft unter &#039;&#039;Guru&#039;&#039; eine besondere Autorität verstanden. So gibt es den &amp;quot;Internet-Guru&amp;quot;, den &amp;quot;Mathematik-Guru&amp;quot; etc. Hier hat der Begriff &amp;quot;Guru&amp;quot; einen ähnlichen Begriffs-Wandel erfahren wie das Wort &amp;quot;[[Papst]]&amp;quot;. So gibt (oder gab es) es ja auch den &amp;quot;Literatur-Papst&amp;quot; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Guru als Spiritueller Lehrer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten von Gurus ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt nur die spirituelle Bedeutung des Begriffs &#039;&#039;Guru&#039;&#039; als &amp;quot;spiritueller Lehrer&amp;quot; nehmen, gibt es verschiedene Arten von Gurus:&lt;br /&gt;
* Sadguru und Upaguru: Jemand, der die höchste Verwirklichung erreicht hat, ist ein Sadguru. Jemand, der etwas lehren kann, aber noch nicht das Höchste erreicht hat, wird als Upaguru bezeichnet&lt;br /&gt;
* Diksha Guru und Siksha Guru: Jemand, der einem Schüler eine Einweihung gibt, ist ein Diksha Guru. Jemand, der einem Schüler etwas beibringt, aber nicht zu seinem persönlichen Meister wird, ist ein Sikshaguru.&lt;br /&gt;
Normalerweise hat ein Aspirant nur einen Diksha Guru, aber mehrere Siksha Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braucht man einen Guru? ===&lt;br /&gt;
Eine Frage, die Aspiranten immer wieder stellen, ist: Braucht man einen Guru? Da wird dann meist der Begriff &amp;quot;Diksha Guru&amp;quot;, also Einweihungs-Guru, bzw. persönlicher Lehrer, verstanden.&lt;br /&gt;
Wenn man die bekannten indischen Selbstverwirklichten analysiert, findet man Folgendes: &lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die keinen Guru hatten, und die von selbst erwachten. Als Beispiele dafür gelten [[Dattatreya]], [[Ramana Maharshi]], [[Anandamayi Ma]]. Von diesen Meistern wird angenommen, dass sie im früheren Leben sehr weit gekommen sind, und in diesem Leben nur einen kleinen Anstoß brauchten, um zum Höchsten zu kommen&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die mehrere Meister hatten. Oft haben diese Meister in jedem Lebensabschnitt einen anderen Meister/Meisterin gehabt. Beispiele dafür sind [[Ramakrishna]] und Swami Sivananda: Ramakrishna lernte von seinem älteren Bruder das Priestertum, er wurde von einer Meisterin namens Bhairavi in den weißen Tantra eingeführt, ein [[Vedanta]] Guru namens [[Tota Puri]] führte ihn zur Höchsten Verwirklichung ([[Nirvikalpa Samadhi]]). [[Swami Sivananda]] lernte die Grundlagen des Spirituellen Lebens von seinem Vater, er erlernte Prana-Techniken von einem Kalari-Lehrer. Er hatte als Jugendlicher [[Hatha-Yoga]]-Lehrer, Kirtan-Lehrer. In Malaysia lernte er Vedanta von einem [[Sadhu]] (Wandermönch). Swami Vishwananda wurde Swami Sivanandas Sadguru - die beiden waren aber nur kurz physisch zusammen. Die Grundlagen des Mönchslebens lernte Swami Sivananda von einem Swami Vishnu-devananda, Leiter des Swargashrams. Und er lernte mehr über [[Prana]] und [[Kundalini]] von einem [[Tantra]] Guru&lt;br /&gt;
* Selbstverwirklichte, die ihr ganzes Leben einem Sadguru folgten, sich von ihm ausbilden ließen, ihm dienten und von ihm angeleitet wurden. Dazu gehören [[Paramahamsa Yogananda]], [[Swami Vivekananda]], [[Swami Vishnu-devananda]]: Diese lernten ihren Meister in jungen Jahren kennen, und wurden von ihrem Meister im Lauf der Jahre und Jahrzehnte auf immer höhere Bewusstseinsebenen gehoben. Die Führung durch den Meister geht auch nach dem physischen Ableben des Meisters weiter. Natürlich lernen die Aspiranten konkrete Fähigkeiten auch von anderen Lehrern (Siksha Gurus). Aber ihr Hauptlehrer, der Diksha Guru, bleibt über all die Jahrzehnte gleich. So lernte Swami Vishnu-devananda Sanskrit und Kirtan von anderen Schülern von Swami Sivananda. Und er lernte fortgeschrittene Hatha Yoga Praktiken von einem anderen Hatha Yoga Guru einer anderen Tradition. Dabei bestand aber seine spirituelle Hauptverbindung immer zu Swami Sivananda. Die meisten Verwirklichten gehören in diese Kategorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie findet man seinen Guru? ===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ist der Schüler bereit, ist sein Meister nicht weit&amp;quot; - ist ein altes spirituelles Sprichwort. In diesem Sinn ist es nicht der Schüler, welcher den Meister sucht. Vielmehr ist es ein Zusammentreffen zwischen Lehrer und Schüler, welches dann geschieht, wenn der Schüler bereit ist. Um einen Guru zu finden, ist es am wichtigsten, sich selbst vorzubereiten. Wenn man sich entwickelt, erscheint einem ein spiritueller Lehrer - oder auch nicht. Es geschieht das, was geschehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bereitet man sich auf seinen Guru vor? ===&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung auf den Guru ist letztlich einfach: Der Aspirant praktiziert seine spirituellen Praktiken, bemüht sich um spirituelle Entwicklung, lebt ein ethisches Leben, geprägt von [[Yama]], [[Niyama]] und [[Sattwa]]. Er kultiviert [[Mumukshuttwa]], die tiefe Sehnsucht nach Befreiung, höchster Verwirklichung. Wenn es für seine Verwirklichung notwendig ist, wird ihm der Lehrer erscheinen. [[Arjuna]] z.B. praktizierte viele Jahrzehnte, bis er in seinem engsten Freund, [[Krishna]], seinen Guru fand, der ihm die Weisheit der [[Bhagavad Gita]] lehrte und ihn ins Überbewusstsein führte. Swami Sivananda praktizierte mehrere Jahrezehnte, bevor er seinen Sadguru Swami Vishwananda fand. Ein Aspirant sollte also weniger seinen Guru suchen, sondern vielmehr selbst praktizieren und an sich arbeiten.&lt;br /&gt;
Es hilft auch, den/die Meister der Tradition, in der man praktiziert, mit Ehrerbietung zu behandeln. In Indien wird jeder, der einem etwas beibringt, mit Respekt behandelt. Indem man jemanden, von dem man lernen will, mit Respekt behandelt, kann man das Wissen leichter aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer ist geeignet als Guru? ===&lt;br /&gt;
* Zum Siksha Guru ist jeder geeignet, der eine bestimmte Fertigkeit beherrscht.&lt;br /&gt;
* Zum Upaguru ist jeder geeignet, der schon etwas vorangeschritten ist auf dem spirituellen Weg.&lt;br /&gt;
* Diksha Guru kann jemand sein, der entweder selbst die Höchste Verwirklichung erreicht hat, oder von seinem Diksha Guru autorisiert wurde, Einweihungen ([[Diksha]]) zu geben.&lt;br /&gt;
* Sadguru kann nur jemand sein, der die Höchste Verwirklichung erreicht hat und eine Berufung durch das Göttliche erhalten hat.&lt;br /&gt;
Als spiritueller Aspirant ist es ist es oft gut, man folgt den Lehren eines Sadgurus, auch ohne ihn physisch zu kennen, bzw. auch, wenn der Meister nicht mehr in seinem physischen Körper ist. Und wenn möglich sucht man einen Schüler dieses Meisters, der schon eine Weile auf dem Weg ist und der einen dann konkret anleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattwige, Rajassige und Tamassige Gurus ===&lt;br /&gt;
Nicht jeder, der als spiritueller Lehrer auftritt, ist auch ein authentischer, also ein &amp;quot;sattwiger&amp;quot; Guru. Auf spirituellem Gebiet gibt es Heilige und Scheinheilige, uneigennützig Dienende und Menschheitsverführer - und vieles dazwischen.&lt;br /&gt;
Im Yoga unterscheidet man Sattwige, rajassige und tamassige Gurus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Sattwige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein sattwiger Guru ist ein authentischer Guru. Er hat selbst praktiziert, einiges erfahren, er lehrt als Diener des Göttlichen seine Schüler, um ihnen zu helfen.&lt;br /&gt;
Es gibt zwei arten von sattwigen Gurus:&lt;br /&gt;
* Die höchste Kategorie hat die höchste Verwirklichung, Nirvikalpa Samadhi erreicht&lt;br /&gt;
* Die niedrigere Kategorie hat zwar nicht die höchste Verwirklichung erreicht, aber tiefe Erfahrungen gemacht und schon viel an sich gearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle sattwigen Gurus haben folgende Charakteristika: &lt;br /&gt;
* Sie lehren, was in den Schriften steht. Die höchsten Wahrheiten sind schon uralt. Moderne Meister können zwar ihren Unterricht an die Erfordernisse der Modernen anpassen. Die Essenz ihrer Lehren ist jedoch schon in den Schriften - und die Meister können die Schriften auch angeben, nach denen sie lehren&lt;br /&gt;
* Ihre Lehren stehen in Übereinstimmung mit anderen Meistern. Es gibt ein herzliches Verständnis zwischen den großen Meistern der verschiedenen Traditionen&lt;br /&gt;
* Sie praktizieren, was sie lehren - und machen für sich selbst nicht zu viele Ausnahmen&lt;br /&gt;
* Sie leben ein einfaches Leben im Sinne von &amp;quot;einfach leben - erhaben denken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie leben ein ethisches Leben. Von besonderer Wichtigkeit sind Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Verstanden als Nichthorten, auch im Sinne von Nichthorten materieller Reichtümer)&lt;br /&gt;
* Sie machen keine falsche Versprechungen: Letztlich muss der Schüler die Arbeit selbst machen. Ein Lehrer kann nicht selbst die Arbeit für den Schüler machen - auch wenn er inspirieren und Energie übertragen kann, und in seiner Gegenwart Meditation leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Rajassige Guru ====&lt;br /&gt;
Der Rajassige Guru ist spiritueller Lehrer mit einem starken Ego. Die Rolle des spirituellen Lehrers schmeichelt ihm. Er sucht die Verehrung, den Respekt und genießt die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Rajassige Lehrer lehren meist die klassischen Lehren, und ein Schüler kann viel auch von rajassigen Lehrern lernen. Der Schüler sollte jedoch wissen, dass er mit Bedacht prüfen muss, was der rajassige Lehrer ihm beibrint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Tamassige Guru ====&lt;br /&gt;
Ein tamassiger Guru unterliegt entweder selbst der Illusion oder führt seine Schüler bewusst in die Irre.&lt;br /&gt;
Im Bestfall ist ein tamassiger Guru harmlos - er lehrt Techniken, die zwar nicht zur Bewusstseinserweiterung führen, die aber auch keinen Schaden anrichten. Oder er lehrt eine Philosophie, die offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und den Schriften widerspricht - lehrt aber nichts ethisch Verwerfliches.&lt;br /&gt;
Im schlimmsten Fall führt ein tamassiger Guru seine Schüler ins Verderben. Fanatisierte Glaubenskämpfe, kollektive Selbstmorde können die Folgen sein.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen führen tamassige Gurus ihre Schüler in Abhängigkeit, was zu psychischem und physischen Schaden kommen kann.&lt;br /&gt;
Oft werden ehemalige Schüler als &amp;quot;Abtrünnige&amp;quot; behandelt, manchmal regelrecht verfolgt. Häufig ist auch, dass das Ende der Welt vorhergesagt wird, welches  nur von Anhängern des betreffenden Meisters überlebt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Guru Bhakti, die Verehrung des spirituellen Lehrers ===&lt;br /&gt;
In Indien werden spirituelle Lehrer, die Gurus, mit großer Ehrerbietung behandelt. Oft wird gesagt, spiritueller Fortschritt ist ein Zusammenspiel dreier Faktoren: &lt;br /&gt;
* Eigenes Bemühen (Abhyasa)&lt;br /&gt;
* Göttliche Gnade (Ishwara Kripa)&lt;br /&gt;
* Segen des Meisters (Guru Kripa bzw. Shaktipat)&lt;br /&gt;
Ein spiritueller Guru lehrt nicht nur Techniken und spirituelles Wissen. Vielmehr lehrt er durch Inspiration, Energie-Übertragung, inner Führung - eben auf subtile Weise, die kaum beschreibbar ist. Das funktioniert sogar noch, wenn der Meister nicht mehr im physischen Körper ist.&lt;br /&gt;
Damit das geschehen kann, muss der Schüler eine Verbindung zum Lehrer aufbauen. Diese wird aufgebaut über Guru [[Bhakti]], Verehrung des Gurus. &lt;br /&gt;
Möglichkeiten, Guru Bhakti zu entwickeln, sind: &lt;br /&gt;
* [[Shravana]]: Lesen von Büchern über den Guru, Anschauen von Filmen, Hören von Geschichten über den Guru&lt;br /&gt;
* [[Kirtana]]: Singen und Rezitieren von Liedern zur Verehrung des Gurus&lt;br /&gt;
* [[Smarana]]: Häufiges Erinnern an den Guru; Anschauen von Bildern des Meisters, innere Zwiesprache (Gebet) mit dem Meister Wiederholung eines Mantras, das man vom Guru oder einem seiner Schüler erhalten hat&lt;br /&gt;
* [[Archana]]: Rituelle Verehrung des Meisters oder seines Bildes, z.B. mit einer [[Puja]], speziell einer Guru Puja bzw. Paduka Puja&lt;br /&gt;
* [[Vandana]]: Verneigen vor dem Bild des Meisters; inneres Verbeugen vor dem Guru&lt;br /&gt;
* [[Pada Sevana]]: Dienst zu Füßen des Meisters: Dem Meister dienen bzw. seinem Werk dienen. Oft heißt das, sich zu engagieren in einem Verein, einer Organisation, welche den Lehren des Meisters gewidmet ist&lt;br /&gt;
* [[Dasya]]: Sich als Diener fühlen des Meisters, innerlich den Meister um Führung bitten; alles dem Meister innerlich darbringen&lt;br /&gt;
* [[Sakhya]]: Sich als Freund des Meisters fühlen, die innere Verbundenheit und Liebe kultivieren, spüren und genießen&lt;br /&gt;
* [[Atma Nivedana]]: Vollständiges Darbringen an den Meister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man Guru Bhakti entwickelt, sollte man natürlich erst den Meister prüfen. Guru Bhakti sollte man nur gegenüber einem sattwigen Meister kultivieren. Insbesondere bei lebenden Personen ist große Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Swami Sivananda über den Guru ==&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;[[Göttliche Erkenntnis]]&amp;quot; beschreibt [[Swami]] [[Sivananda]] den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039;  ist Gott selbst, der sich in einer persönlichen Gestalt manifestiert, um den Aspiranten zu führen. Die [[Gnade]] Gottes nimmt die Gestalt des &#039;&#039;Gurus&#039;&#039;  an. Den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sehen heißt Gott zu sehen. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist eins mit Gott. Er inspiriert Hingabe in anderen. Seine Gegenwart reinigt alle. Der &#039;&#039;Guru&#039;&#039; ist wahrhaftig die Verbindung zwischen dem Individuum und dem Unsterblichen. Er ist ein Wesen, welches sich von Diesem zu Jenem erhoben hat und so freien Zugang in beide Regionen hat. Er steht an der Schwelle der Unsterblichkeit; und indem er sich bückt, zieht er die sich bemühenden Individuen mit einer Hand nach oben, und mit der anderen Hand erhebt er sie in das Reich unvergänglicher Seligkeit und unendlicher [[Wahrheit]].&amp;quot;&lt;br /&gt;
====Der Sadguru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein &#039;&#039;Guru&#039;&#039; zu sein, muß man einen Befehl Gottes haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einfache Studium von Büchern kann keinen &#039;&#039;Guru&#039;&#039; machen. Nur jemand, der die Veden studiert hat und [[direkt]]es Wissen von Atman (Selbst) durch Anubhava (Selbstverwirklichung) hat, kann ein Guru sein. Nur ein Jivanmukta (ein lebendig Befreiter) ist ein wahrer Guru d.h. ein spiritueller Lehrer. Er ist der Sadguru. Er ist eins mit [[Brahman]], dem Höchsten selbst. Er ist Kenner Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sadguru hat unzählige [[Siddhi]]s (übernatürliche Kräfte). Er besitzt alle göttlichen Aishwarya (den Reichtum Gottes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz von Siddhis ist aber nicht der Test für die Größe eines Weisen und ist kein Beweis für Selbstverwirklichung. Sadgurus zeigen meist keine Siddhis (Wunder). Nur manchmal tun sie dies, um die Aspiranten von der Existenz überphysischer Dinge zu überzeugen und ihnen Ermutigung und Glauben im Herzen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sadguru ist Brahman selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und [[Gnade]]. Er ist der Kapitän Deiner [[Seele. Er ist der Brunnen der  [[Freude]] . Er beseitigt all Deine Probleme,  [[Sorgen]]  und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen  [[Pfad. Er zerreißt den  [[Vorhang|Schleier der Unwissenheit. Er mach Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von  [[Samsara]]  (Welt von Geburt und [[Tod]] ) zu ertrinken drohst. Halte den &#039;&#039;Guru&#039;&#039; nicht [[einfach]]  für einen normalen Menschen. Verehre Deinen Guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guru ist  [[Gott]] . Ein Wort von ihm ist ein Wort von Gott. Er braucht nichts zu lehren. Selbst seine Gegenwart ist erhebend, inspirierend und aufwühlend. Der Guru ist wie ein Spiegel. In seiner Gegenwart zu leben ist spirituelle Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann am besten vom Menschen lernen. Daher lehrt Gott durch einen menschlichen  [[Körper]] . In Deinem Guru hast Du das menschliche Ideal der Vollkommenheit. Er ist das Muster, in das Du Dich verwandeln möchtest. Dein Geist wird schnell überzeugt werden, daß eine solch große Seele geehrt und verehrt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru ist Moksha-Dwara (das  [[Tor]] zur Befreiung). Aber der Aspirant muß durch dieses Tor hindurch gehen. Der Guru ist eine Hilfe, aber die eigentliche Aufgabe des praktischen Sadhana (spirituelle Praxis) fällt dem Schüler selbst zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Notwendigkeit eines Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Anfänger auf dem spirituellen Weg ist ein Guru notwendig. Um eine Kerze zu entzünden braucht man eine brennende Flamme. Genauso kann nur eine erleuchtete Seele eine andere Seele erleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen meditieren einige Jahre lang allein für sich. Später spüren sie die Notwendigkeit eines Gurus. Sie treffen auf einige Hindernisse und wissen nicht, wie sie diese aus dem Weg räumen können. Dann begeben sie sich auf die Suche nach einem Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Mensch, der schon in Badrinath (indische Stadt)gewesen ist, kann Dir den Weg dahin erklären. Auf dem spirituellen Weg ist es noch viel schwieriger, den Weg allein zu finden. Der Geist wird Dich oft in die Irre führen. Der Guru dagegen wird in der Lage sein, Fallen und Hindernisse wegzuräumen, und Dich so auf den richtigen Weg führen. Er wird Dir sagen: “Dieser Weg führt Dich zur Befreiung; dieser führt Dich zur Bindung”. Ohne seine Führung magst Du auf nach Badrinath gehen wollen, aber in Delhi ankommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften sind wie ein undurchsichtiger Wald. Es gibt viele zweideutige Passagen. Es gibt sogar scheinbare Widersprüche. Manche Teile der Schriften haben esoterische Bedeutungen und verborgene Erklärungen. Es gibt viele Querverweise, die man schwer allein finden kann. Du brauchst einen Guru, einen spirituellen Lehrer, der Dir die richtige Bedeutung erklären kann, der Dir die Zweifel nehmen kann und der Dir die Essenz der Lehren zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Guru ist notwendig für jeden Aspiranten auf dem spirituellen Weg. Nur der Guru findet Deine Fehler heraus. Die Natur des Egoismus ist so, daß Du Deine eigenen Fehler nicht finden wirst. Genau wie ein Mensch sich seinen eigenen Rücken nicht direkt anschauen kann, genauso kann ein Mensch auch seine eigenen Fehler nicht entdecken. Man muß unter einem Guru leben, um die schlechten Eigenschaften und Fehler zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Gurus) ist davor sicher, auf Abwege zu geraten. Satsang, das Zusammensein mit dem Guru ist eine Rüstung und eine Burg gegen alle Versuchungen und ungünstigen Kräfte der materiellen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte Fälle derjenigen nicht aufzählen, die Vollkommenheit ohne das Lernen unter einem Guru erreicht haben. Denn diese großartigen Menschen sind die Ausnahmen des spirituellen Lebens. Wegen ihrer intensiven spirituellen Praktiken, selbstlosem Dienst, Studium und Meditation in einem früheren Leben kommen sie als spirituelle Meister in dieses Leben. Sie haben schon in einem früheren Leben unter einem Guru gelernt. Das gegenwärtige Leben ist nur die Fortsetzung davon. Daher wird die Wichtigkeit eines Gurus dadurch nicht gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Lehrer führen ihre Schüler in die Irre. Sie sagen: Denke für Dich selbst. Unterwirf Dich nicht irgendeinem Lehrer.&amp;quot; Wenn jemand sagt, “folge keinem Guru”, will er eigentlich selbst der Guru des Zuhörers sein. Gehe nicht zu solchen Pseudo-Gurus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neuling braucht zunächst einen persönlichen Guru. Er kann nicht von Anfang an Gott als seinen Guru haben. Wenn er einen reinen Geist und ethische Vollkommenheit erreicht hat, vollkommen tugendhaft ist und über das Körperbewußtsein hinausgewachsen ist, kann er Gott direkt als seinen Guru haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man einen Guru auswählt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du Frieden in der Gegenwart eines Mahatmas (große Seele) findest, wenn Du von seinen Reden inspiriert bist, wenn er Deine Zweifel klären kann, wenn er frei ist von Gier, Ärger und Selbstsucht, wenn er liebevoll, selbstlos und ego-los ist, dann kannst Du ihn als Deinen Guru annehmen. Wer Deine Zweifel klären kann, wer bei Deinem Sadhana einfühlsam ist, wer Dein Glaubens- und Wertesystem nicht verwirrt, sondern Dir dort hilft, wo Du Dich befindest, in wessen Gegenwart Du Dich spirituell erhoben fühlst - der ist Dein Guru. Wenn Du einmal Deinen Guru ausgewählt hast, folge ihm. Gott wird Dich durch den Guru führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutze nicht zuviel Intellekt, wenn Du Deinen Guru auswählst. Du würdest nur scheitern. Wenn Du keinen Guru erster Klasse finden kannst, versuche den Anleitungen eines [[Sadhu]] ([[Weisheit|Weisen]]) zu folgen, der schon einige Jahre auf dem Pfad ist, Reinheit oder andere Tugenden hat und der sich etwas mit den Schriften auskennt. Genau wie ein Schüler der Mittelstufe einem Schüler der Grund- oder Orientierungsstufe etwas beibringen kann, wenn ein geprüfter Lehrer nicht da ist, und genau wie ein Assistenzarzt helfen kann, wenn der Chefarzt nicht da ist, so kann auch ein Guru zweiter Klasse Dir helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du nicht in der Lage bist, selbst einen solchen Guru zweiter Klasse zu finden, kannst Du den Lehren aus Büchern großer Meister wie [[Shri Shankara]] und [[Dattatreya]] folgen. Du kannst ein Foto eines selbstverwirklichten Guru besorgen und dieses mit Glaube und Hingabe verehren. Langsam wirst Du Inspiration erhalten, und wenn die Zeit reif ist, mag der Guru sogar in einem Traum erscheinen und Dich einweihen und inspirieren. Ein ernsthafter [[Sadhaka]] (Aspirant) bekommt auf mysteriöse Weise Hilfe. Wenn die Zeit reif ist, bringt Gott Guru und Schüler auf geheimnisvolle Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gott hilft auf geheimnisvolle Weise ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hilft Seinen Verehrern auf wunderbare Weise. Eknath hörte einmal eine Stimme im Himmel, die sagte: “Suche Janardhan Pant in Deva Giri auf. Er wird Dich auf den richtigen Weg bringen und Dich führen”. Eknath folgte diesen Anweisungen und fand so seinen Guru. Tukaram empfing sein Mantra “Ramakrishna Hari” in einem Traum. Er wiederholte dieses Mantra und hatte eine Vision Krishnas. Krishna leitete Namdev dazu an, seine höhere Einweihung von einem Entsagten in Mallikarjuna zu nehmen. Die Königin Chudalai nahm die Gestalt von Kumbha Muni an, erschien so vor ihrem Mann Shikhidwaja im Wald und weihte ihn in die Geheimnisse von Kaivalya ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madhura Kavi sah drei Tage lang ununterbrochen ein Licht am Firmament. Es führte ihn zu seinem Guru Nammalvar, der in Samadhi (im überbewußten Zustand) unter einem Tamarindenbaum in der Nähe von Tinnevelly saß. Vilvamangal verliebte sich in eine Tänzerin namens Chintamani. Sie wurde sein Guru. Tulsidas empfing Anleitungen von einem unsichtbaren Wesen und war so in der Lage, Hanuman zu sehen, und durch Hanuman auch Rama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fähige Schüler finden immer einen fähigen Guru. Verwirklichte Seelen sind gar nicht so selten. Aber normale Menschen können sie nicht so einfach erkennen. Nur wenige Menschen sind so rein und tugendhaft, daß sie die verwirklichten Seelen verstehen können. Nur sie können aus dieser Gesellschaft Nutzen ziehen. So lange es eine Welt gibt, gibt es auch Gurus und Schriften, um die strebenden Seelen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung anzuleiten. Im Vergleich zum Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) mag es heutzue weniger verwirklichte Seelen geben. Aber es gibt immer noch ausreichend, um den Aspiranten zu helfen. Möge jeder Mensch seinen Weg gemäß seinen Fähigkeiten, seinem Temperament und seinem Verständnis gehen. Sein wirklicher Guru wird ihn auf diesem Weg finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siksha Gurus und Diksha Gurus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch hat eine zweifache Pflicht auf dieser Welt. Erstens, sein Leben zu erhalten, und zweitens, sein Selbst zu verwirklichen. Um sein Leben zu erhalten, muß er sein tägliches Brot verdienen lernen. Um sein selbst zu verwirklichen, muß er dienen, lieben und meditieren lernen. Der Guru, der den Weg zur Selbstverwirklichung zeigt, ist der Diksha (Einweihungs-) Guru. Der Lehrer, der weltliche Dinge lehrt, ist der [[Shikshaguru|Siksha Guru]]. Man kann viele Siksha Gurus haben, eben genauso viele wie Dinge, die man zu lernen wünscht. Aber es kann für jeden nur einen Diksha Guru geben, nämlich denjenigen, der einen zu Moksha, Gottverwirklichung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bleibe bei einem Guru====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohre nicht überall flache Löcher, wenn Du Wasser finden willst. Denn die Wasserlöcher werden schnell austrocknen. Finde eine geeignete Stelle und bündele all Deine Anstrengung dort. Du wirst einen tiefen Brunnen bohren können, der Dir für das ganze Jahr gutes Wasser geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche auf die gleiche Weise die spirituellen Lehren eines Meisters tief aufzunehmen. Trinke von einem Menschen allein besonders tief. Sitze einige Jahre lang zu seinen Füßen. Es ist sinnlos, aus Neugier von einem Meister zum nächsten zu wandern und so in kürzester Zeit den Glauben zu verlieren. Ändere nicht ständig Deine Entschlüsse. Wenn Du zu verschiedenen Lehrern gehst und versuchst, all ihren Anleitungen zu folgen, wirst Du verwirrt werden und viele innere Zwiespalte bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem [[Arzt]] bekommst Du eine Verschreibung. Von zwei Ärzten bekommst Du einen Ratschlag. Von drei Ärzten bekommst Du Deine eigene Beerdigung! Genauso ist es, wenn Du viele Gurus hast. Du wirst verwirrt sein und nicht wissen, was Du machen sollst. Ein Guru wird Dir sagen: “Mach dieses”. Der nächste wird sagen “Mach jenes”. Der dritte wird Dir sagen “Mach etwas ganz anderes”. Du wirst sehr erstaunt sein. Bleibe daher bei einem Guru und folge seinen Anweisungen. Höre allen zu, aber folge einem (einer). Respektiere alle, aber verehre einen (eine). Lerne von allen, aber nimm nur die Lehren von einem an. So wirst Du schnellen spirituellen Fortschritt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Folge von Guru-Schüler====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spirituelle Wissen wird von Guru zu Schüler weitergegeben. Gaudapacharya gab das Wissen seinem Schüler Govindacharya; Govindacharya seinem Schüler Shankara; Shankara seinem Schüler Sureshwaracharya. Matsyendranath gab das Wissen seinem Schüler Gorakhnath; Gorakhnath dem Nivrittinath; Nivrittinath dem Jnanadeva. Totapuri gab das Wissen dem Ramakrishna; Ramakrishna dem Swami Vivekananda. Ashtavakra formte das Leben von Janaka. Gorakhnath formte das Leben von König Bartrihari. Krishna brachte Arjuna und Uddhava auf den spirituellen Pfad, als ihr Geist sehr unruhig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bedeutung von Einweihung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bhakta kann von einem Bhakta-Weisen auf dem Weg der Hingabe eingeweiht werden. Ein Meister des Yoga des Wissens kann einen Vedanta-Schüler in die großen Lehren der Upanishaden einweihen. Ein Raja Yogi kann einen anderen in das Raja Yoga einweihen. Aber ein vollständig verwirklichter Weiser, ein voll erblühter Yogi, kann die Einweihung für jeden Weg geben. Ein Weiser wie Shankaracharya oder Madhusudana Saraswati kann dem Schüler die Einweihung für den Weg geben, für den der Schüler geeignet ist. Der Guru wird durch Studium des Aspiranten seine Vorlieben, sein Temperament und seine Fähigkeiten herausfinden und so entscheiden, welcher der beste Pfad für ihn ist. Wenn sein Herz unrein ist, wird der Lehrer zu ein paar Jahren selbstlosen Dienstes raten. Anschließend wird der Guru herausfinden, für welchen Weg der Schüler bereit ist und ihn in diesen Weg einweihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einweihung heißt nicht, einfach nur ein Mantra in die Ohren eines anderen zu sprechen. Wenn ein Schüler von den Gedanken eines anderen beeinflußt und inspiriert wird, hat er schon von ihm die Einweihung bekommen. Wenn ein Aspirant den Weg der Wahrheit gemäß den Büchern eines Weisen geht, ist dieser Weise zu seinem Guru geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Übertragen spiritueller Kraft durch einen entwickelten Yogi====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie Du jemand anderem eine Orange geben kannst, kann man auch einem anderen spirituelle Kraft übertragen. Die spirituellen Schwingungen des Meisters können tatsächlich in den Geist des Schülers übertragen werden. Der Guru kann dem Schüler, den er für geeignet hält, spirituelle Kraft durch einen Blick, eine Berührung, einen Gedanken, ein Wort oder allein durch seinen Willen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fähigkeit kommt von der Guru-Schüler-Linie. Dies ist eine verborgene, mystische Wissenschaft, die von Guru zum Schüler weitergegeben wird. Jesus gab einigen seiner Schüler durch Berührung seine spirituellen Kräfte. Ein Schüler von Samarth Ramdas gab seine Kraft der Tochter einer Tänzerin, die sich in ihn verliebt hatte. Der Schüler schaute ihr in die Augen und gab ihr Bhava Samadhi (überbewußter Zustand). Sie wurde vollkommen transformiert und sehr spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krishna berührte die Augen des blinden Surdas und öffnete dessen inneres Auge. Surdas erhielt das Wissen des Höchsten. Gauranga erzeugte in vielen Menschen allein durch Berührung göttliche Ekstase und gab ihnen so Glauben an das Höchste. Selbst Atheisten begannen nach seiner Berührung in den Straßen voller Ekstase zu tanzen und den Namen Gottes zu besingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schüler sollte allerdings nicht damit zufrieden sein, spirituelle Kraft von seinem Guru erhalten zu haben. Er sollte sich intensivst mit spiritueller Übung um weitere Vervollkommnung bemühen. Shri Swami Vivekananda wurde von Shri Ramakrishna einfach berührt. Er hatte sofort die Erfahrung von Nirvikalpa Samadhi. Dennoch mußte er noch sieben weitere Jahre hart kämpfen, um die Vollkommenheit zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade und eigene Anstrengung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstverwirklichung kann nicht einfach als ein Wunder des Gurus kommen. Jesus, Rama Tirtha und alle anderen Weisen machten spirituelle Praktiken. Krishna leitete Arjuna dazu an, Verhaftungslosigkeit zu entwickeln und spirituelle Übungen zu praktizieren. Er sagte ihm nicht einfach: “Ich werde Dir jetzt die Befreiung schenken”. Gib daher die falsche Vorstellung auf, daß Dein Guru Dir den Zustand von Samadhi und Befreiung schenken wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade des Gurus ist sehr notwendig. Das heißt aber nicht, daß der Schüler untätig sein sollte. Er sollte intensive spirituelle Übungen machen. Der Schüler selbst muß alle Arbeit machen. Heutzutage wollen viele Menschen einfach einen Wassertropfen von der Bettelschale eines Wandermönches bekommen und dann gleich in Samadhi eingehen. Sie sind nicht dazu bereit, irgendwelche spirituellen Übungen für Reinigung und Selbstverwirklichung zu machen. Sie wollen eine magische Pille, welche sie in den Zustand der Gottverwirklichung bringt. Wenn Du solch einer Illusion unterliegst, gib sie sofort auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Guru und die Schriften können Dir den Weg zeigen und Deine Zweifel klären. Aber Du selbst mußt die direkte Erfahrung und das intuitive Wissen bekommen. Ein Hungriger muß selbst essen. Wen es stark juckt, muß sich selbst kratzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Zweifel kann die Gnade des Gurus alles machen. Aber wie kann man seinen Segen bekommen? Indem man dem Guru gefällt. Man kann dem Guru nur gefallen, wenn man seine spirituellen Anweisungen genauestens befolgt. Daher folge den Anleitungen des Gurus sehr sorgfältig. Handle nach seinen Anweisungen. Nur dann verdienst Du seinen Segen, welcher dann alles machen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zV8xZhrvAjA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Guru Linie von Swami Sivananda und Yoga Vidya ==&lt;br /&gt;
In den großen Yoga-Traditionen werden die Meister der Tradition in Form einer Guru Parampara Stotra angerufen. Im klassischen Yoga heißt es, dass die Erfahrung des Yoga auch durch die Übertragung der Guruparampara Shakti erleichtert wird.&lt;br /&gt;
Bei Yoga Vidya wird zu Beginn von Einweihungen und zum Abschluss von Ausbildungen folgende Guruparampara Stotra rezitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nārāyanam Padmabhavam&lt;br /&gt;
Vasishtham,&lt;br /&gt;
Shaktim Cha Tatputra Parāsharam Cha&lt;br /&gt;
Vyāsam Shukam Gaudapādam Mahāntam&lt;br /&gt;
Govinda Yogindra Mathāsya Shishyam.&lt;br /&gt;
Shrī Shankarāchārya Mathāsya,&lt;br /&gt;
Padmapādam Cha&lt;br /&gt;
Hastāmalakamcha Shishyam.&lt;br /&gt;
Tam Totakam&lt;br /&gt;
Vārtikakāramanyān,&lt;br /&gt;
Asmad Gurūn,&lt;br /&gt;
Santatamānatosmi.&lt;br /&gt;
Shruti Smriti Purānānām&lt;br /&gt;
Ālayam Karunālayam,&lt;br /&gt;
Namāmi Bhagavadpādam&lt;br /&gt;
Shankaram Lokashankaram.&lt;br /&gt;
Shankaram Shankarāchāryam&lt;br /&gt;
Keshavam Bādarāyanam,&lt;br /&gt;
Sūtrabhāshyakritau,&lt;br /&gt;
Vande Bhagavantau Punah&lt;br /&gt;
Punah.&lt;br /&gt;
Ishvaro Gururātmeti,&lt;br /&gt;
Mūrtibhedavibhāgine,&lt;br /&gt;
Vyomavad Vyāptadehāya&lt;br /&gt;
Shrī Dakshināmūrtaye Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Sivānandāya Te Namah.&lt;br /&gt;
Shrī Vishnu-devānandāya Te Namah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die [[Shankaracharya]] [[Guru Sampradaya]], also die Guru-Linie von [[Shankara]] bzw. [[Sankara]].&lt;br /&gt;
Hier eine Erläuterung der [[Brahma Vidya]] Gurus, welche in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Narayana]]: [[Vishnu]] selbst gilt als der erste Guru. Bei [[Patanjali]] heißt es: [[Ishwara]] ([[Gott]]) selbst ist der Guru aller Gurus&lt;br /&gt;
* [[Padmabhava]] bzw. [[Padmanabha]]: Beiname von [[Brahma]], dem Schöpfer&lt;br /&gt;
* [[Vasishtha]] ist der erste menschliche Guru dieser [[Tradition]]. Er wird als Sohn von [[Brahma]] bezeichnet. Er ist ein [[Brahma-Rishi]], also ein [[Rishi]], der [[Brahman]] verwirklicht hat. Seine Lehren werden in der [[Yoga Vasishtha]] beschrieben&lt;br /&gt;
* [[Shakti]] ist ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist - er gilt aber als Verehrer der Shakti, der göttlichen Mutter. So ist die Shankaracharya Tradition eine übergreifende Tradition: In Indien gibt es ja eigentlich 3 Haupt-Traditionen: [[Vaishnava]], [[Shakta]] und [[Shaiva]]. In der Shankaracharya Guru Parampara sind Meister aller drei Traditionen enthalten&lt;br /&gt;
* [[Tatputra]] - wörtlich &amp;quot;dessen Sohn&amp;quot; - ein Guru, über den nicht so viel bekannt ist&lt;br /&gt;
* [[Parashara]] - &amp;quot;der im Höchsten Verankerte&amp;quot; - ein weiterer etwas unbekannterer Guru&lt;br /&gt;
* [[Vyasa]] - einer der bedeutendsten indischen Gurus: Er gilt als Autor der [[Mahabharata]], Sammler der [[Veda]]s, Erzähler der [[Purana]]s, Ahnherr der [[Pandavas]], bekannt aus Mahabharata und [[Bhagavad Gita]].  &lt;br /&gt;
* [[Shuka]], bzw. [[Sukadev]] - Sohn von Vyasa, selbstverwirklichter Guru, über den sehr viele Geschichten erzählt werden. Er hat die Puranas von seinem Vater gehört und weiter erzählt. Er hat [[Bhakti]] und [[Jnana]] gelebt, also [[Liebe]] und [[Weisheit]]. [[Janaka]] gilt als sein Guru.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es einen Zeitsprung - laut Tradition von etwa 4000 Jahren... In dieser Zeit ging die Gurulinie zwar weiter - aber über 150 verschiedene Gurus aufzuzählen, wäre vermutlich etwas lange...&lt;br /&gt;
* [[Gaudapada]] war ein wichtiger Yoga Meister und Guru aus dem 8. Jahrhundert. Er gilt als großer [[Vedanta]]-Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Govinda]] war der wichtigste Schüler von Gaudapada. Die Tradition schreibt ihm mehrere Werke zu. Er war der Guru von [[Shankara]]&lt;br /&gt;
* [[Shankara]] lebte um 800 n.Chr., vermutlich 788-820 n.Chr. Er ist der bedeutendste der Brahma Vidya Gurus, die in dieser Guruparampara Stotram angerufen werden. Daher drehen sich einige der Verse um Shankara. Shankara ist der Matha, der Meister, schlechthin. Shankara hatte vier Haupt-Schüler, die alle in dieser Stotra angerufen werden: &lt;br /&gt;
* [[Padmapada]] - wörtlich &amp;quot;der Lotusfüßige&amp;quot;, der besonders große Hingabe, Guru Bhakti, an seinen Meister hatte&lt;br /&gt;
* [[Hastamalaka]] - ein Schüler, welcher die Stille liebte&lt;br /&gt;
* [[Totaka]], auch [[Trotaka]] genannt&lt;br /&gt;
* [[Vartikakaramanya]], auch [[Sureshwara]] bzw. [[Mandana Mishra]] genannt. Sureshwara war der Gelehrteste unter Shankaras Schülern. Er war wesentlich älter als Shankara und galt lange Zeit als bedeutendster Guru seiner Zeit, bis er dann Schüler wurde von Shankara. &lt;br /&gt;
Die 4 Hauptschüler von Shankara begründen jeweils eine eigene Tradition. Swami Sivananda kommt aus der Sureshwara bzw. Saraswati-Tradition.&lt;br /&gt;
* Asmad Guru: Mein direkter Guru: Damit wird der eigene Guru verehrt&lt;br /&gt;
In den nächsten Versen wird vor allem Shankara angerufen und verehrt.&lt;br /&gt;
* Sivananda - Lebte 1887-1963, einer der bedeutendsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Vishnudevananda - 1927-1993, einer der bedeutendsten Yoga Meister, welche den Yoga in den Westen gebracht haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Anandamayi Ma]]&lt;br /&gt;
*[[Mutter Meera]]&lt;br /&gt;
*[[Amritanandamayi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/yogi/sivananda.html&lt;br /&gt;
 Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-wissen/yoga-tradition/swami-vishnu-devananda/&lt;br /&gt;
 Swami Vishnu-devananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Yogananda.html&lt;br /&gt;
 Paramahamsa Yogananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/AnandamayiMa.html Anandamayi Ma]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html&lt;br /&gt;
 Shankara]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Chidananda.html Swami Chidananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/SwamiKrishnananda.html Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/RamanaMaha.html Ramana Maharshi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Poonjaji.htm Poonjaji]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Mata Amritananda Mayi]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Amma.html Sathya Sai Baba]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_gl%C3%BCcklich_zu_leben:_Die_Erleuchtung#Swami_Sivananda_lehrt_die_Einheit_aller_Religionen Erleuchtete Meister (Wikibooks)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Michael12</name></author>
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