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	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39775</id>
		<title>Yoga</title>
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		<updated>2013-01-04T09:56:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===JNANA YOGA===&lt;br /&gt;
JNANA YOGA. [[Jnana]] heißt [[Weisheit]], [[Erkenntnis]]. Jede [[Wissenschaft]] könnte man als &amp;quot;Jnana Yoga&amp;quot; bezeichnen. Alles, was jemals gewusst wurde, in Frage stellen, neu überdenken, das ist Jnana Yoga. Wer Jnana Yoga übt, sucht die absolute Wirklichkeit [[Brahman]]. Er verwirft die relative, begrenzte [[Wirklichkeit]] die Bedingungen unterworfen ist als [[Maya]], als [[Illusion]].&lt;br /&gt;
Nur die [[absolute Wirklichkeit]] ist ewig und real. Alle Phänomene, seien sie nun subjektiv oder objektiv,sind in Bewegung, sind vergänglich und ständiger Umformung unterworfen. [[Viveka]] – die richtige Unterscheidung macht uns diese Tatsache bewußt.Indien hatte schon immer diese großartige Idee [[Religion|religiöser]] [[Freiheit]].In [[Unfreiheit]] kann nichts wachsen. Nur wenn Menschen die [[Freiheit]] genießen, ist die einzig richtige Bedingung für Wachstum vorhanden. [[Gut]] und Böse gibt es nicht. Es gibt nur unser subjektives Urteil. Ein ganz einfaches Beispiel: Dieselbe Sache kann uns Vergnügen oder Verdruss bereiten: Wenn unsere Gartenpflanzen zu verdorren drohen und es zu regnen anfängt, dann finden wir es erstmal erfreulich – aber wenn wir gerade an dem Tag unsere Freunde zu einer Gartenparty eingeladen haben, dann bereitet uns der selbe Regen grossen verdruss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PRANA YOGA===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[PRANA YOGA]] ist ein eigenständiger Yogapfad für Menschen, die hauptsächlich die vierte Stufe des Ashtanga Yoga üben, das [[Pranayama]] - die [[Atemtechnik]]en zur Lenkung des [[Prana]] - der Lebensenergie. &lt;br /&gt;
[[VASISHTA SAMHITA]] beschreibt vierzehn der wichtigsten Nadis - [[Energiekanäle]] und wie diese zu reinigen sind, im Kapitel 2, Vers 1 bis Vers 69. Die wichtigste Nadi ist [[Sushumna]] [[Nadi]]. Sie durchzieht den Rumpf vom Scheitel bis zum Steiß. [[GORAKSA SATAKAM]] widmet Vers 56 Sushumna Nadi und den beiden sie umgebenden Nadis, [[Ida]] und [[Pingala]]. Sushumna zieht zum [[Soma]][Mandala]] heißt es da und die beiden anderen Nadis überkreuzen sie in jedem Chakra. Mit [[Chakra]] sind [[Energiefelder]] gemeint, die in der [[Siva Samhita]], im fünften Kapitel Vers 56 bis 131 erwähnt werden. Sie haben folgende Namen: Im Beckenboden [[Muladhara]] Chakra, darüber,&lt;br /&gt;
etwa auf Höhe der Bauchfalte [[Swadhisthana]] Chakra, im Nabelbereich [[Manipura]] Chakra, im&lt;br /&gt;
[[Herz]]bereich [[Anahata]] Chakra, im Kehlbereich [[Vishuddha]] Chakra, im Stirnbereich &lt;br /&gt;
[[Ajna]] Chakra. Über dem Gaumendach, das ihm als Basis dient, befindet sich der tausendblättrige [[Lotus]] [[Sahasrara]. Vers 106 erwähnt, dass sich zwischen [[Brahmarandhra]] und Muladhara die Sonne befindet. Die [[Sonne]]nenergie fließt in der an der rechten Seite befindlichen [[Pingala]] Nadi, die Mondenergie in der an der linken Seite befindlichen [[Ida]] Nadi. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der menschliche Körper wird von 72000 Nadis durchzogen, so&lt;br /&gt;
Siva Samhita. Wie die Meridiane der Erde vom Nordpol zum Südpol ziehen, so beginnen die Nadis im&lt;br /&gt;
Mula Chakra und ziehen zum Brahmarandhra. Diese Form wird das Brahmanda genannt, das Ei&lt;br /&gt;
Brahmans. In der Meditation kann man die Ränder der Aura spüren, man kann auch Lichterlebnisse&lt;br /&gt;
haben als wäre man eine mit Sonnenlicht erfüllte Pyramide. Die Schriften betonen die Wichtigkeit&lt;br /&gt;
bestimmter Yogahaltungen. Siva Samhita nennt die Vorwärtsbeuge und die Dehnung der Rückenpartie&lt;br /&gt;
vornehme Haltungen, die jeden Tag zu üben sind. In der Vorwärtbeuge (Paschimotanasana) hat man die&lt;br /&gt;
Fingerspitzen an den Zehen. Nun ist es möglich, die Lebensenergie von den Fingerspitzen über die Zehen&lt;br /&gt;
die Beine hinauf, den Rücken hinauf und über die Schultern wieder die Arme hinunter zu den Finger -&lt;br /&gt;
spitzen und den Beinen zu führen. Wenn man regelmäßig übt, wird dieser Pranastrom deutlich spürbar.&lt;br /&gt;
Das 3. Kapitel der Shiva Samhita betont, was von Sängern und Rednern intensiv geübt wird: Nämlich&lt;br /&gt;
dass Vokale und Konsonanten, wenn mit Einsatz der Unterleibsmuskulatur (d.h. vom Swadhisthana&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra aus) die Sprache „gestützt“ und gesprochen wird, sich in den verschiedenen Chakras gesund -&lt;br /&gt;
heits fördernd auswirken.&lt;br /&gt;
Von der bei HATHA YOGA als Pranayama erwähnten Wechselatmung Nadi Sodhana wird in Shiva&lt;br /&gt;
Samhita Kap. 3 Vers 64 ausführlich erläutert, dass man diesen mit Konzentration auf die verschiedenen&lt;br /&gt;
Chakras üben soll, ein halbes Jahr auf Mula Chakra, ein halbes Jahr auf Swadhisthana, ein weiteres&lt;br /&gt;
halbes Jahr auf Manipura, ein halbes Jahr auf Anahata, danach ein halbes Jahr auf Vishuddha&lt;br /&gt;
und ein halbes Jahr auf Ajna, die Stelle zwischen den Augenbrauen. Persönlich habe ich die Erfahrung&lt;br /&gt;
gemacht, dass mehrere Jahre Praxis dieser Atemtechnik, jeden Morgen und Abend je eine halbe&lt;br /&gt;
Stunde, Herzbeschwerden zu lindern vermag. Bei mir sind sie sogar vollständig ausgeheilt.&lt;br /&gt;
Konsequentes Üben ist unerlässlich.&lt;br /&gt;
Das dritte Kapitel der VASISHTA SAMHITA klärt uns in den Versen 61 bis 75 über die Vitalen Punkte,&lt;br /&gt;
die Marmas auf. Das ist Geheimwissen der Kshatrya, der Kriegerkaste. Diese wichtigen Punkte, so lernen&lt;br /&gt;
es die jungen Krieger, sind bei sich selbst zu schützen und bei den Feinden zu verletzen, um sie zu&lt;br /&gt;
töten oder mindestens außer Gefecht zu setzen. In den Yoga Zentren wird Meditation auf diese&lt;br /&gt;
Körperzentren durchgeführt, um die Übenden gesund zu halten und zu kräftigen. Wenn sich Menschen&lt;br /&gt;
zum regelmäßigen Pranayama Üben treffen, nennt man das ein Prana Darshana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39763</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39763"/>
		<updated>2013-01-04T09:41:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===JNANA YOGA===&lt;br /&gt;
JNANA YOGA. [[Jnana]] heißt [[Weisheit]], [[Erkenntnis]]. Jede [[Wissenschaft]] könnte man als &amp;quot;Jnana Yoga&amp;quot; bezeichnen. Alles, was jemals gewusst wurde, in Frage stellen, neu überdenken, das ist Jnana Yoga. Wer Jnana Yoga übt, sucht die absolute Wirklichkeit [[Brahman]]. Er verwirft die relative, begrenzte [[Wirklichkeit]] die Bedingungen unterworfen ist als [[Maya]], als [[Illusion]].&lt;br /&gt;
Nur die [[absolute Wirklichkeit]] ist ewig und real. Alle Phänomene, seien sie nun subjektiv oder objektiv,sind in Bewegung, sind vergänglich und ständiger Umformung unterworfen. [[Viveka]] – die richtige Unterscheidung macht uns diese Tatsache bewußt.Indien hatte schon immer diese großartige Idee [[Religion|religiöser]] [[Freiheit]].In [[Unfreiheit]] kann nichts wachsen. Nur wenn Menschen die [[Freiheit]] genießen, ist die einzig richtige Bedingung für Wachstum vorhanden. [[Gut]] und Böse gibt es nicht. Es gibt nur unser subjektives Urteil. Ein ganz einfaches Beispiel: Dieselbe Sache kann uns Vergnügen oder Verdruss bereiten: Wenn unsere Gartenpflanzen zu verdorren drohen und es zu regnen anfängt, dann finden wir es erstmal erfreulich – aber wenn wir gerade an dem Tag unsere Freunde zu einer Gartenparty eingeladen haben, dann bereitet uns der selbe Regen grossen verdruss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===PRANA YOGA===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[PRANA YOGA]] ist ein eigenständiger Yogapfad für Menschen, die hauptsächlich die vierte Stufe des Ashtanga Yoga üben, das [[Pranayama]] - die [[Atemtechnik]]en zur Lenkung des [[Prana]] - der Lebensenergie. &lt;br /&gt;
[[VASISHTA SAMHITA]] beschreibt vierzehn der wichtigsten Nadis - [[Energiekanäle]] und wie diese zu reinigen sind, im Kapitel 2, Vers 1 bis Vers 69. Die wichtigste Nadi ist [[Sushumna]] [[Nadi]]. Sie durchzieht den Rumpf vom Scheitel bis zum Steiß. [[GORAKSA SATAKAM]] widmet Vers 56 Sushumna Nadi und den beiden sie umgebenden Nadis, [[Ida]] und [[Pingala]]. Sushumna zieht zum [[Soma]][Mandala]] heißt es da und die beiden anderen Nadis überkreuzen sie in jedem Chakra. Mit Chakra sind Energiefelder gemeint, die in der [[Siva Samhita]], im fünften Kapitel Vers 56 bis 131 erwähnt werden. Sie haben folgende Namen: Im Beckenboden Mula Chakra, darüber,&lt;br /&gt;
etwa auf Höhe der Bauchfalte Swadhisthana Chakra, im Nabelbereich Manipura Chakra, im&lt;br /&gt;
Herzbereich Anahata Chakra, im Kehlbereich Vishuddha Chakra, im Stirnbereich Ajna Chakra. Über&lt;br /&gt;
dem Gaumendach, das ihm als Basis dient, befindet sich der tausendblättrige Lotus Sahasrara.&lt;br /&gt;
Vers 106 erwähnt, dass sich zwischen Brahmarandhra und Muladhara die Sonne befindet. Die&lt;br /&gt;
Sonnenenergie fließt in der an der rechten Seite befindlichen Pingala Nadi, die Mondenergie in der an&lt;br /&gt;
der linken Seite befindlichen Ida Nadi. Der menschliche Körper wird von 72000 Nadis durchzogen, so&lt;br /&gt;
Siva Samhita. Wie die Meridiane der Erde vom Nordpol zum Südpol ziehen, so beginnen die Nadis im&lt;br /&gt;
Mula Chakra und ziehen zum Brahmarandhra. Diese Form wird das Brahmanda genannt, das Ei&lt;br /&gt;
Brahmans. In der Meditation kann man die Ränder der Aura spüren, man kann auch Lichterlebnisse&lt;br /&gt;
haben als wäre man eine mit Sonnenlicht erfüllte Pyramide. Die Schriften betonen die Wichtigkeit&lt;br /&gt;
bestimmter Yogahaltungen. Siva Samhita nennt die Vorwärtsbeuge und die Dehnung der Rückenpartie&lt;br /&gt;
vornehme Haltungen, die jeden Tag zu üben sind. In der Vorwärtbeuge (Paschimotanasana) hat man die&lt;br /&gt;
Fingerspitzen an den Zehen. Nun ist es möglich, die Lebensenergie von den Fingerspitzen über die Zehen&lt;br /&gt;
die Beine hinauf, den Rücken hinauf und über die Schultern wieder die Arme hinunter zu den Finger -&lt;br /&gt;
spitzen und den Beinen zu führen. Wenn man regelmäßig übt, wird dieser Pranastrom deutlich spürbar.&lt;br /&gt;
Das 3. Kapitel der Shiva Samhita betont, was von Sängern und Rednern intensiv geübt wird: Nämlich&lt;br /&gt;
dass Vokale und Konsonanten, wenn mit Einsatz der Unterleibsmuskulatur (d.h. vom Swadhisthana&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra aus) die Sprache „gestützt“ und gesprochen wird, sich in den verschiedenen Chakras gesund -&lt;br /&gt;
heits fördernd auswirken.&lt;br /&gt;
Von der bei HATHA YOGA als Pranayama erwähnten Wechselatmung Nadi Sodhana wird in Shiva&lt;br /&gt;
Samhita Kap. 3 Vers 64 ausführlich erläutert, dass man diesen mit Konzentration auf die verschiedenen&lt;br /&gt;
Chakras üben soll, ein halbes Jahr auf Mula Chakra, ein halbes Jahr auf Swadhisthana, ein weiteres&lt;br /&gt;
halbes Jahr auf Manipura, ein halbes Jahr auf Anahata, danach ein halbes Jahr auf Vishuddha&lt;br /&gt;
und ein halbes Jahr auf Ajna, die Stelle zwischen den Augenbrauen. Persönlich habe ich die Erfahrung&lt;br /&gt;
gemacht, dass mehrere Jahre Praxis dieser Atemtechnik, jeden Morgen und Abend je eine halbe&lt;br /&gt;
Stunde, Herzbeschwerden zu lindern vermag. Bei mir sind sie sogar vollständig ausgeheilt.&lt;br /&gt;
Konsequentes Üben ist unerlässlich.&lt;br /&gt;
Das dritte Kapitel der VASISHTA SAMHITA klärt uns in den Versen 61 bis 75 über die Vitalen Punkte,&lt;br /&gt;
die Marmas auf. Das ist Geheimwissen der Kshatrya, der Kriegerkaste. Diese wichtigen Punkte, so lernen&lt;br /&gt;
es die jungen Krieger, sind bei sich selbst zu schützen und bei den Feinden zu verletzen, um sie zu&lt;br /&gt;
töten oder mindestens außer Gefecht zu setzen. In den Yoga Zentren wird Meditation auf diese&lt;br /&gt;
Körperzentren durchgeführt, um die Übenden gesund zu halten und zu kräftigen. Wenn sich Menschen&lt;br /&gt;
zum regelmäßigen Pranayama Üben treffen, nennt man das ein Prana Darshana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39754</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39754"/>
		<updated>2013-01-04T09:20:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===JNANA YOGA===&lt;br /&gt;
JNANA YOGA. [[Jnana]] heißt [[Weisheit]], [[Erkenntnis]]. Jede [[Wissenschaft]] könnte man als &amp;quot;Jnana Yoga&amp;quot; bezeichnen. Alles, was jemals gewusst wurde, in Frage stellen, neu überdenken, das ist Jnana Yoga. Wer Jnana Yoga übt, sucht die absolute Wirklichkeit [[Brahman]]. Er verwirft die relative, begrenzte [[Wirklichkeit]] die Bedingungen unterworfen ist als [[Maya]], als [[Illusion]].&lt;br /&gt;
Nur die [[absolute Wirklichkeit]] ist ewig und real. Alle Phänomene, seien sie nun subjektiv oder objektiv,sind in Bewegung, sind vergänglich und ständiger Umformung unterworfen. [[Viveka]] – die richtige Unterscheidung macht uns diese Tatsache bewußt.Indien hatte schon immer diese großartige Idee [[Religion|religiöser]] [[Freiheit]].In [[Unfreiheit]] kann nichts wachsen. Nur wenn Menschen die [[Freiheit]] genießen, ist die einzig richtige Bedingung für Wachstum vorhanden. [[Gut]] und Böse gibt es nicht. Es gibt nur unser subjektives Urteil. Ein ganz einfaches Beispiel: Dieselbe Sache kann uns Vergnügen oder Verdruss bereiten: Wenn unsere Gartenpflanzen zu verdorren drohen und es zu regnen anfängt, dann finden wir es erstmal erfreulich – aber wenn wir gerade an dem Tag unsere Freunde zu einer Gartenparty eingeladen haben, dann bereitet uns der selbe Regen grossen verdruss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PRANA YOGA ist ein eigenständiger Yogapfad für Menschen,&lt;br /&gt;
die hauptsächlich die vierte Stufe des Ashtanga Yoga üben,&lt;br /&gt;
Atemtechniken und Pranalenkung. VASISHTA SAMHITA&lt;br /&gt;
beschreibt vierzehn der wichtigsten Nadis in Kapitel 2 Vers 1&lt;br /&gt;
bis 69 und wie diese zu reinigen sind. Die wichtigste Nadi ist&lt;br /&gt;
Sushumna Nadi. Sie durchzieht den Rumpf vom Scheitel bis&lt;br /&gt;
zum Steiß. GORAKSA SATAKAM widmet Vers 56 Sushumna&lt;br /&gt;
Nadi und den beiden sie umgebenden Nadis Ida und Pingala.&lt;br /&gt;
Sushumna zieht zum Soma mandala heißt es da und die beiden&lt;br /&gt;
anderen Nadis überkreuzen sie in jedem Chakra. Mit&lt;br /&gt;
Chakra sind Energiefelder gemeint, die in der Siva Samhita im&lt;br /&gt;
fünften Kapitel Vers 56 bis 131 erwähnt werden. Sie haben&lt;br /&gt;
folgende Namen: Im Beckenboden Mula Chakra, darüber,&lt;br /&gt;
etwa auf Höhe der Bauchfalte Swadhisthana Chakra, im Nabelbereich Manipura Chakra, im&lt;br /&gt;
Herzbereich Anahata Chakra, im Kehlbereich Vishuddha Chakra, im Stirnbereich Ajna Chakra. Über&lt;br /&gt;
dem Gaumendach, das ihm als Basis dient, befindet sich der tausendblättrige Lotus Sahasrara.&lt;br /&gt;
Vers 106 erwähnt, dass sich zwischen Brahmarandhra und Muladhara die Sonne befindet. Die&lt;br /&gt;
Sonnenenergie fließt in der an der rechten Seite befindlichen Pingala Nadi, die Mondenergie in der an&lt;br /&gt;
der linken Seite befindlichen Ida Nadi. Der menschliche Körper wird von 72000 Nadis durchzogen, so&lt;br /&gt;
Siva Samhita. Wie die Meridiane der Erde vom Nordpol zum Südpol ziehen, so beginnen die Nadis im&lt;br /&gt;
Mula Chakra und ziehen zum Brahmarandhra. Diese Form wird das Brahmanda genannt, das Ei&lt;br /&gt;
Brahmans. In der Meditation kann man die Ränder der Aura spüren, man kann auch Lichterlebnisse&lt;br /&gt;
haben als wäre man eine mit Sonnenlicht erfüllte Pyramide. Die Schriften betonen die Wichtigkeit&lt;br /&gt;
bestimmter Yogahaltungen. Siva Samhita nennt die Vorwärtsbeuge und die Dehnung der Rückenpartie&lt;br /&gt;
vornehme Haltungen, die jeden Tag zu üben sind. In der Vorwärtbeuge (Paschimotanasana) hat man die&lt;br /&gt;
Fingerspitzen an den Zehen. Nun ist es möglich, die Lebensenergie von den Fingerspitzen über die Zehen&lt;br /&gt;
die Beine hinauf, den Rücken hinauf und über die Schultern wieder die Arme hinunter zu den Finger -&lt;br /&gt;
spitzen und den Beinen zu führen. Wenn man regelmäßig übt, wird dieser Pranastrom deutlich spürbar.&lt;br /&gt;
Das 3. Kapitel der Shiva Samhita betont, was von Sängern und Rednern intensiv geübt wird: Nämlich&lt;br /&gt;
dass Vokale und Konsonanten, wenn mit Einsatz der Unterleibsmuskulatur (d.h. vom Swadhisthana&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra aus) die Sprache „gestützt“ und gesprochen wird, sich in den verschiedenen Chakras gesund -&lt;br /&gt;
heits fördernd auswirken.&lt;br /&gt;
Von der bei HATHA YOGA als Pranayama erwähnten Wechselatmung Nadi Sodhana wird in Shiva&lt;br /&gt;
Samhita Kap. 3 Vers 64 ausführlich erläutert, dass man diesen mit Konzentration auf die verschiedenen&lt;br /&gt;
Chakras üben soll, ein halbes Jahr auf Mula Chakra, ein halbes Jahr auf Swadhisthana, ein weiteres&lt;br /&gt;
halbes Jahr auf Manipura, ein halbes Jahr auf Anahata, danach ein halbes Jahr auf Vishuddha&lt;br /&gt;
und ein halbes Jahr auf Ajna, die Stelle zwischen den Augenbrauen. Persönlich habe ich die Erfahrung&lt;br /&gt;
gemacht, dass mehrere Jahre Praxis dieser Atemtechnik, jeden Morgen und Abend je eine halbe&lt;br /&gt;
Stunde, Herzbeschwerden zu lindern vermag. Bei mir sind sie sogar vollständig ausgeheilt.&lt;br /&gt;
Konsequentes Üben ist unerlässlich.&lt;br /&gt;
Das dritte Kapitel der VASISHTA SAMHITA klärt uns in den Versen 61 bis 75 über die Vitalen Punkte,&lt;br /&gt;
die Marmas auf. Das ist Geheimwissen der Kshatrya, der Kriegerkaste. Diese wichtigen Punkte, so lernen&lt;br /&gt;
es die jungen Krieger, sind bei sich selbst zu schützen und bei den Feinden zu verletzen, um sie zu&lt;br /&gt;
töten oder mindestens außer Gefecht zu setzen. In den Yoga Zentren wird Meditation auf diese&lt;br /&gt;
Körperzentren durchgeführt, um die Übenden gesund zu halten und zu kräftigen. Wenn sich Menschen&lt;br /&gt;
zum regelmäßigen Pranayama Üben treffen, nennt man das ein Prana Darshana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39747</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39747"/>
		<updated>2013-01-04T09:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===JNANA YOGA===&lt;br /&gt;
JNANA YOGA. [[Jnana]] heißt [[Weisheit]], [[Erkenntnis]]. Jede [[Wissenschaft]] könnte man als &amp;quot;Jnana Yoga&amp;quot; bezeichnen. Alles, was jemals gewusst wurde, in Frage stellen, neu überdenken, das ist Jnana Yoga. Wer Jnana Yoga übt, sucht die absolute Wirklichkeit [[Brahman]]. Er verwirft die relative, begrenzte [[Wirklichkeit]] die Bedingungen unterworfen ist als [[Maya]], als [[Illusion]].&lt;br /&gt;
Nur die [[absolute Wirklichkeit]] ist ewig und real. Alle Phänomene, seien sie nun subjektiv oder objektiv,sind in Bewegung, sind vergänglich und ständiger Umformung unterworfen. [[Viveka]] – die richtige Unterscheidung macht uns diese Tatsache bewußt.Indien hatte schon immer diese großartige Idee [[Religion|religiöser]] [[Freiheit]].In [[Unfreiheit]] kann nichts wachsen. Nur wenn Menschen die [[Freiheit]] genießen, ist die einzig richtige Bedingung für Wachstum vorhanden. [[Gut]] und Böse gibt es nicht. Es gibt nur unser subjektives Urteil. Ein ganz einfaches Beispiel: Dieselbe Sache kann Vergnügen und Verdruss bereiten: Die Gartenpflanzen drohen zu verdorren, es regnet, wie erfreulich – aber gerade an dem Tage hatten wir zu einer Gartenparty eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39744</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39744"/>
		<updated>2013-01-04T08:54:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JNANA YOGA. [[Jnana]] heißt [[Weisheit]], [[Erkenntnis]]. Jede [[Wissenschaft]] könnte man als Jnana Yoga bezeichnen. Alles, was jemals gewusst wurde, in Frage stellen, neu überdenken, das ist Jnana Yoga. Wer Jnana Yoga übt, sucht die absolute Wirklichkeit [[Brahman]]. Er verwirft die relative, begrenzte [[Wirklichkeit]] die Bedingungen unterworfen ist als [[Maya]], als Illusion.&lt;br /&gt;
Nur die absolute Wirklichkeit ist ewig und real. Alle Phänomene, seien sie nun subjektiv oder objektiv,sind in Bewegung, sind vergänglich und ständiger Umformung unterworfen. [[Viveka]] – die richtige Unterscheidung, macht uns diese Tatsache bewußt.Indien hatte schon immer diese großartige Idee [[Religion|religiöser]] [[Freiheit]].In [[Unfreiheit]] kann nichts wachsen. Nur wenn Menschen die [[Freiheit]] genießen, ist die einzig richtige Bedingung für Wachstum vorhanden. [[Gut]] und Böse gibt es nicht.&lt;br /&gt;
Es gibt nur unser subjektives Urteil. Ein ganz einfaches Beispiel: Dieselbe Sache kann Vergnügen und Verdruss bereiten: Die Gartenpflanzen drohen zu verdorren, es regnet, wie erfreulich – aber gerade an dem Tage hatten wir&lt;br /&gt;
zu einer Gartenparty eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39739</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39739"/>
		<updated>2013-01-04T08:47:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bhakti Yoga&#039;&#039;&#039; ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JNANA YOGA. [[Jnana]] heißt [[Weisheit]], [[Erkenntnis]]. Jede [[Wissenschaft]] könnte man als Jnana Yoga bezeichnen. Alles, was jemals gewusst wurde, in Frage stellen, neu überdenken, das ist Jnana Yoga. Wer Jnana Yoga übt, sucht die absolute Wirklichkeit [[Brahman]]. Er verwirft die relative, begrenzte [[Wirklichkeit]] die Bedingungen unterworfen ist als [[Maya]], als Illusion.&lt;br /&gt;
Nur die absolute Wirklichkeit ist ewig und real. Alle Phänomene, seien sie nun subjektiv oder objektiv,sind in Bewegung, sind vergänglich und ständiger Umformung unterworfen. Viveka – die richtige Unterscheidung, macht uns diese Tatsache bewußt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indien hatte immer diese großartige Idee religiöser Freiheit. In&lt;br /&gt;
Unfreiheit kann nichts wachsen. Nur wenn Menschen die Freiheit genießen, ist die einzig richtige&lt;br /&gt;
Bedingung für Wachstum vorhanden. Gut und Böse gibt es nicht. Es gibt nur unser subjektives Urteil.&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel: Dieselbe Sache kann Vergnügen und Verdruss bereiten: Die&lt;br /&gt;
Gartenpflanzen drohen zu verdorren, es regnet, wie erfreulich – aber gerade an dem Tage hatten wir&lt;br /&gt;
zu einer Gartenparty eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39738</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39738"/>
		<updated>2013-01-04T08:37:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das&lt;br /&gt;
Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. &lt;br /&gt;
Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: &lt;br /&gt;
Eine Gruppe Blinder wurde zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen, wie ein Elefant beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte: Ein Elefant ist wie eine Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermochte lediglich über einen Teil des Elefanten zu reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39737</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39737"/>
		<updated>2013-01-04T08:27:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das&lt;br /&gt;
Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere [[Götter]] – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. &lt;br /&gt;
Ein Bhakta betet: O Herr, wenn ich mich mit meinem [[Körper]] identifiziere, bin ich dein [Diener]]. Wenn ich mich als eine verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem [[Selbst]] identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder [[Gottesbegriff]] beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses [[Höchste Sein]] ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: Eine Gruppe Blinder wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen:&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte.&lt;br /&gt;
Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte. Ein Elefant ist wie eine&lt;br /&gt;
Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermag lediglich über einen Teil des Elefanten zu&lt;br /&gt;
reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39736</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39736"/>
		<updated>2013-01-04T08:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,ist unser Verhalten entsprechend ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga ist der Weg der dienenden Liebe. Ein [[Bhakta]] ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das&lt;br /&gt;
Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere Götter – weil es sie nicht gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. &lt;br /&gt;
Ein Bhakta betet:&lt;br /&gt;
O Herr, wenn ich mich mit meinem Körper identifiziere, bin ich dein Diener. Wenn ich mich als eine&lt;br /&gt;
verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem Selbst identifiziere,tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder Gottesbegriff beschreibt nur einen Teil des Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Jeder Kult wendet sich an einen speziellen Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses Höchste Sein ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: Eine Gruppe Blinder wurde&lt;br /&gt;
zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen:&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte.&lt;br /&gt;
Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte. Ein Elefant ist wie eine&lt;br /&gt;
Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermag lediglich über einen Teil des Elefanten zu&lt;br /&gt;
reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39735</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39735"/>
		<updated>2013-01-04T08:17:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
[[Digam-barji]], der „[[Luftbekleidete]]“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns [[Kumbaripava]] ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das [[Himmelreich]] ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus [[Ganesha]]. Hier ist [[Bhoga]] zu Hause, das [[Genießen]], das zur [[Ausschweifung]] werden kann. Darüber im Becken wohnt [[Brahma]], der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt [[Rudra]]. Wer hat nicht schon mal festgestellt, dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber im Brustraum befindet sich der Bereich [[Antakarana Sthana]], eine Ampel mit acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,&lt;br /&gt;
ist unser Verhalten ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,&lt;br /&gt;
reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga ist der Weg der dienenden Liebe. Ein Bhakta ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das&lt;br /&gt;
Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere Götter – weil es sie nicht&lt;br /&gt;
gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet:&lt;br /&gt;
O Herr, wenn ich mich mit meinem Körper identifiziere, bin ich dein Diener. Wenn ich mich als eine&lt;br /&gt;
verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem Selbst identifiziere,&lt;br /&gt;
tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder Gottesbegriff beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen&lt;br /&gt;
Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses Höchste Sein ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es&lt;br /&gt;
kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: Eine Gruppe Blinder wurde&lt;br /&gt;
zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen:&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte.&lt;br /&gt;
Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte. Ein Elefant ist wie eine&lt;br /&gt;
Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermag lediglich über einen Teil des Elefanten zu&lt;br /&gt;
reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39733</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39733"/>
		<updated>2013-01-04T08:02:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BHAKTI YOGA===&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. [[Bhakti]] heißt, dass ein [[Gott]] verehrt wird. &lt;br /&gt;
Im [[Hinduismus]] hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere [[Gedanken]]. Erst wenn man weiß, wie die [[Kanpatha Yogi]]s&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der &lt;br /&gt;
Digam-barji, der „Luftbekleidete“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns Kumbaripava ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das Himmelreich ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus Ganesha. Hier ist Bhoga zu Hause, das Genießen, das zur&lt;br /&gt;
Ausschweifung werden kann. Darüber wohnt Brahma, der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen&lt;br /&gt;
Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt Rudra. Wer hat nicht schon mal festgestellt,&lt;br /&gt;
dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber befindet sich der Bereich Antakarana Sthana, eine Ampel mit&lt;br /&gt;
acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,&lt;br /&gt;
ist unser Verhalten ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,&lt;br /&gt;
reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga ist der Weg der dienenden Liebe. Ein Bhakta ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das&lt;br /&gt;
Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere Götter – weil es sie nicht&lt;br /&gt;
gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet:&lt;br /&gt;
O Herr, wenn ich mich mit meinem Körper identifiziere, bin ich dein Diener. Wenn ich mich als eine&lt;br /&gt;
verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem Selbst identifiziere,&lt;br /&gt;
tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder Gottesbegriff beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen&lt;br /&gt;
Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses Höchste Sein ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es&lt;br /&gt;
kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: Eine Gruppe Blinder wurde&lt;br /&gt;
zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen:&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte.&lt;br /&gt;
Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte. Ein Elefant ist wie eine&lt;br /&gt;
Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermag lediglich über einen Teil des Elefanten zu&lt;br /&gt;
reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39732</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39732"/>
		<updated>2013-01-04T07:54:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ASHTANGA YOGA===&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 in Deutschland bekannte Yogazweige&lt;br /&gt;
BHAKTI YOGA. Bhakti heißt, dass ein Gott verehrt wird. Im Hindu -&lt;br /&gt;
ismus hilft man sich mit der Definition: es gibt nur einen Gott.&lt;br /&gt;
Er hat viele Namen. Die hinduistische Glaubenswelt ist bunt wie&lt;br /&gt;
unsere Gedanken. Erst wenn man weiß, wie die Kanpatha Yogis&lt;br /&gt;
geübt haben, versteht man, wie das gemeint ist. Es heißt: ICH bin&lt;br /&gt;
der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.&lt;br /&gt;
Lächerlich, Gott ist eifersüchtig. Das darf doch nicht wahr sein!&lt;br /&gt;
Wir haben aber andere Götter neben ihm, zum Beispiel das Geld.&lt;br /&gt;
Wir rennen dem Geld nach, statt Gott zu verehren. Jesus hat uns&lt;br /&gt;
ermahnt, anspruchslos zu sein. Im Bhakti Yoga ist das der Digam -&lt;br /&gt;
barji, der „Luftbekleidete“, der sich nur das Allernotwendigste&lt;br /&gt;
gönnt. Im Buch „Reise in die innere Welt“ hat uns Kumbaripava ein&lt;br /&gt;
Schaubild überliefert, das uns erklärt, was Jesus gemeint hat, als er&lt;br /&gt;
sagte: „Das Himmelreich ist inwendig in euch.“&lt;br /&gt;
Im Beckenboden wohnt laut Hinduismus Ganesha. Hier ist Bhoga zu Hause, das Genießen, das zur&lt;br /&gt;
Ausschweifung werden kann. Darüber wohnt Brahma, der Schöpfergott, wo in der Höhle, im warmen&lt;br /&gt;
Bauch der Mutter das Kind heranwächst. Darüber wohnt Rudra. Wer hat nicht schon mal festgestellt,&lt;br /&gt;
dass er „Wut im Bauch“ hatte? Darüber befindet sich der Bereich Antakarana Sthana, eine Ampel mit&lt;br /&gt;
acht Herzblättern. Je nachdem, auf welchem dieser Herzblätter sich unsere Gedanken konzentrieren,&lt;br /&gt;
ist unser Verhalten ausgerichtet. Darüber befindet sich im Halsbereich unsere Stimme. Es ist erforderlich,&lt;br /&gt;
reine Gedanken zu formulieren und auszusprechen, wenn wir gesund bleiben wollen.&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga ist der Weg der dienenden Liebe. Ein Bhakta ist nicht fanatisch. Er nimmt nicht das&lt;br /&gt;
Schwert, wie Petrus – er verteidigt seinen Gott nicht gegen imaginäre andere Götter – weil es sie nicht&lt;br /&gt;
gibt. Ein Bhakta ist glücklich. Er singt und tanzt und preist Gott in allem, was er tut. Ein Bhakta betet:&lt;br /&gt;
O Herr, wenn ich mich mit meinem Körper identifiziere, bin ich dein Diener. Wenn ich mich als eine&lt;br /&gt;
verkörperte Seele betrachte, bin ich eine Zelle deiner Herrlichkeit. Wenn ich mich mit dem Selbst identifiziere,&lt;br /&gt;
tue ich nichts ohne dich. Das ist meine feste Überzeugung.“&lt;br /&gt;
Jeder Gottesbegriff beschreibt nur einen Teil des Göttlichen. Jeder Kult wendet sich an einen speziellen&lt;br /&gt;
Aspekt dieser Einen Höchsten Wirklichkeit. Dieses Höchste Sein ist Eines, unteilbar, neben ihm gibt es&lt;br /&gt;
kein Zweites, es hat viele Namen, aber es gibt nur das EINE. Ein Gleichnis: Eine Gruppe Blinder wurde&lt;br /&gt;
zu einem Elefanten geführt: Jeder fasste einen Teil des Elefanten an und glaubte Bescheid zu wissen:&lt;br /&gt;
Einer hatte das Ohr angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie eine Matte. Ein anderer hatte den Bauch&lt;br /&gt;
angefasst und sagte: Ein Elefant ist wie ein großes Fass. Ein anderer fasste den Rüssel an und sagte.&lt;br /&gt;
Ein Elefant ist wie eine Schlange. Ein anderer fasste ein Bein an und sagte. Ein Elefant ist wie eine&lt;br /&gt;
Säule. Keiner hat begriffen, was ein Elefant ist, jeder vermag lediglich über einen Teil des Elefanten zu&lt;br /&gt;
reden. So verhalten sich Fanatiker, die ihre Religion gegen andere Religionen verteidigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39730</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39730"/>
		<updated>2013-01-04T07:41:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===HATHA YOGA===&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39670</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39670"/>
		<updated>2013-01-02T09:51:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist &#039;&#039;&#039;[[Pratyahara]]&#039;&#039;&#039;. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39669</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39669"/>
		<updated>2013-01-02T09:50:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist [[&#039;&#039;&#039;Pratyahara&#039;&#039;&#039;]]. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem [[Meditationsobjekt]]. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, ich bin REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39668</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39668"/>
		<updated>2013-01-02T09:47:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yamas&#039;&#039;&#039; sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyamas&#039;&#039;&#039; sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Asana&#039;&#039;&#039; nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]], die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen: Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Pranayama&#039;&#039;&#039;, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]] Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem  Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist [[&#039;&#039;&#039;Pratyahara&#039;&#039;&#039;]]. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort: „Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga-Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein [[Desha]] zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal hin immer zu dem Zeitpunkt, die ich am Anfang meiner Praxis gewählt habe. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39667</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39667"/>
		<updated>2013-01-02T09:38:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit &#039;&#039;&#039;HATHA YOGA&#039;&#039;&#039;, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet [[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem &#039;&#039;&#039;ASHTANGA YOGA&#039;&#039;&#039; zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. &#039;&#039;&#039;Yama&#039;&#039;&#039;s sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niyama&#039;&#039;&#039;s sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]],&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit Pranayama, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]]&lt;br /&gt;
Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere&lt;br /&gt;
Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist [[Pratyahara]]. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort:&lt;br /&gt;
„Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein Desha zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal gewählten Zeit. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist &#039;&#039;&#039;Dhyana&#039;&#039;&#039;, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39666</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39666"/>
		<updated>2013-01-02T09:36:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet&lt;br /&gt;
[[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. Yamas sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]],&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit Pranayama, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]]&lt;br /&gt;
Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere&lt;br /&gt;
Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist [[Pratyahara]]. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort:&lt;br /&gt;
„Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine [[Disziplin]] auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht [[Freude]], sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein Desha zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal gewählten Zeit. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist Dhyana, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39665</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39665"/>
		<updated>2013-01-02T09:34:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet&lt;br /&gt;
[[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. Yamas sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]],&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit Pranayama, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]]&lt;br /&gt;
Pranayama. Nadis sind [[Energiebahn]]en. Unsere [[Lebensenergie]] entsteht durch den Atem. Unsere&lt;br /&gt;
Lebensenergie ist eine [[Lichtenergie]]. Wir sind [[Lichtwesen]], Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet.Die Übung wird täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach dem Sonnenuntergang durchgeführt,durch dieses Pranayama werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist Pratyahara. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort:&lt;br /&gt;
„Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine Disziplin auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht Freude, sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein Desha zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal gewählten Zeit. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist Dhyana, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39664</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39664"/>
		<updated>2013-01-02T09:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet&lt;br /&gt;
[[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. Yamas sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]],&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit Pranayama, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen [[Pranayama]]-[[Atemtechniken]] ist die [[Wechselatmung]] oder [[Nadi Sodhana]]&lt;br /&gt;
Pranayama. Nadis sind Energiebahnen. Unsere Lebensenergie entsteht durch den Atem. Unsere&lt;br /&gt;
Lebensenergie ist eine Lichtenergie. Wir sind Lichtwesen, Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit [[Kumbhaka]]s (Atem anhalten) verbindet. Täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang durchgeführt, werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der&lt;br /&gt;
Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie&lt;br /&gt;
zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,&lt;br /&gt;
wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist Pratyahara. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort:&lt;br /&gt;
„Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine Disziplin auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht Freude, sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein Desha zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal gewählten Zeit. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist Dhyana, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39663</id>
		<title>Yoga</title>
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		<updated>2013-01-02T09:06:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet [[Sonne]] und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet&lt;br /&gt;
[[Mond]]. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. Yamas sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen [[Körperhaltungen]],&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den [[Atem]], bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede [[Yoga-Praxis]] mit Pranayama, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen&lt;br /&gt;
und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen Pranayama-Atemtechniken ist die Wechselatmung oder Nadi Sodhana&lt;br /&gt;
Pranayama. Nadis sind Energiebahnen. Unsere Lebensenergie entsteht durch den Atem. Unsere&lt;br /&gt;
Lebensenergie ist eine Lichtenergie. Wir sind Lichtwesen, Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit Kumbhakas (Atem anhalten) verbindet. Täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang durchgeführt, werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der&lt;br /&gt;
Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie&lt;br /&gt;
zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,&lt;br /&gt;
wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist Pratyahara. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort:&lt;br /&gt;
„Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine Disziplin auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht Freude, sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga Praxis mit &#039;&#039;&#039;Dharana&#039;&#039;&#039;, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken, desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein Desha zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal gewählten Zeit. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist Dhyana, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
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		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39662"/>
		<updated>2013-01-02T08:47:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet Sonne und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet&lt;br /&gt;
Mond. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. Yamas sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen Körperhaltungen,&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den Atem, bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===17 in Deutschland bekannte Yogazweige===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne jede Yoga-Praxis mit Pranayama, den Atemtechniken des Yoga. Zuerst einfach still sitzen&lt;br /&gt;
und den Atem beobachten. Luft strömt ein und aus. Wo im Körper kann ich das spüren? Es gibt&lt;br /&gt;
Atemräume im Körper: im Brustkorb bewegen sich die Schlüsselbeine, das ist die obere Atmung, die&lt;br /&gt;
Rippen bewegen sich, das ist die mittlere Atmung, das Zwerchfell bewegt sich, das ist die untere&lt;br /&gt;
Atmung. Wenn wir auf dem Bauch liegen, bewegt sich der Rücken. Es ist wichtig, in den Rücken zu&lt;br /&gt;
atmen. Eine der vielen Pranayama-Atemtechniken ist die Wechselatmung oder Nadi Sodhana&lt;br /&gt;
Pranayama. Nadis sind Energiebahnen. Unsere Lebensenergie entsteht durch den Atem. Unsere&lt;br /&gt;
Lebensenergie ist eine Lichtenergie. Wir sind Lichtwesen, Kinder des Lichtes. Dieses Lebenslicht fließt in den Energiebahnen, den Nadis. Sodhana bedeutet rein. Die Shiva Samhita lehrt in Kap. 3 Vers 64 wie man die Wechselatmung mit Kumbhakas (Atem anhalten) verbindet. Täglich eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang und eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang durchgeführt, werden nicht nur die Atemwege rein, sondern auch die Energiebahnen. Die Nadis müssen rein sein, damit die Lebensenergie (Prana) ungehindert fließen kann. Durch unreine Ernährung verschlacken die Nadis, der&lt;br /&gt;
Energiefluss wird gestört und wir erkranken. Wir lernen während des Pranayama unsere Lebensenergie&lt;br /&gt;
zu lenken. Das entspannt und was entspannt ist, kann heilen, z.B. können Magengeschwüre abheilen,&lt;br /&gt;
wenn diese Übung konsequent ein halbes Jahr lang täglich dreimal ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe ist Pratyahara. Praty heißt „darüber hinausgehen“. Pratyahara kann man nicht lehren,Pratyahara geschieht. Wenn wir regelmäßig Yoga üben, geschieht das, was unser Sprichwort:&lt;br /&gt;
„Mensch werde wesentlich“, sagen will. Yogatechniken bewirken, daß wir Prioritäten setzen. Wir nehmen freiwillig eine Disziplin auf uns, regeln damit unser Leben, werden besser mit Problemen fertig. Wir haben nicht weniger Probleme, aber sie zermürben uns nicht. Es macht Freude, sie zu meistern und zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschließe jede Yoga Praxis mit Dharana, stillsitzen, den Atem beobachten, an nichts denken. Das&lt;br /&gt;
Denken soll ruhen. Das schaffen wir nicht ohne weiteres. Je mehr wir uns bemühen, nichts zu denken,&lt;br /&gt;
desto heftiger stören uns Gedanken. Gestern habe ich dies vergessen, morgen muß ich jenes erledigen&lt;br /&gt;
und und und... Gedanken ohne Ende. Wir nehmen ein Desha zu Hilfe. Desha heißt Gegend. Wir&lt;br /&gt;
können uns eine schöne Gegend vorstellen, wo wir in Gedanken spazieren gehen oder wir blicken die&lt;br /&gt;
Sonne an. Man kann auch den Mond anblicken oder ein christliches Symbol, z.B. das Kreuz. Ich möchte meditieren, aber es gelingt noch nicht. Ich schaffe Bedingungen, die mir helfen, meine Gedanken zu beruhigen. Ich wähle ein Meditationsobjekt und bleibe dabei. Ich wechsle nicht, ich benutze immer dasselbe Desha. Jeden Tag. Ich sitze. Ich setze mich jeden Tag zur einmal gewählten Zeit. Ich meditiere täglich zehn Minuten. Ich übe die Gedankenstille. Ich gönne meinem Gehirn ein Ausruhen. Es wird mir diese Pause danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages geschieht es: Ich werde eins mit dem Meditationsobjekt. Es ist mir gelungen, zehn Minuten nur an mein Meditationsobjekt zu denken. Das ist Dhyana, die siebente Stufe des Ashtanga Yoga. Wenn ich das erreicht habe, dauert es nicht mehr lange, bis ich die achte Stufe, das Ziel des Ashtanga Yoga, erreichen kann: SAMADHI. Ich sitze bewegungslos, ich schlafe nicht, aber ich nehme nichts mehr wahr, es geschieht REINES SEIN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39661</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39661"/>
		<updated>2013-01-02T08:32:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. &amp;quot;Ha&amp;quot; bedeutet Sonne und &amp;quot;Tha&amp;quot; bedeutet&lt;br /&gt;
Mond. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden [[Nerven]]energien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit den [[Atem]]techniken, [[Körper]]haltungen und [[Meditation]]stechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: [[Yama]], [[Niyama]], [[Asana]], [[Pranayama]], [[Pratyahara]], [[Dharana]], [[Dhyana]], [[Samadhi]]. Yamas sind die Verbote. Es bezeichnet alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: nicht lügen, nicht stehlen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. [[Santosha]] [[Zufriedenheit]], [[Tapas]], [[Strebsamkeit]], [[Swadhyaya]], [[Selbsterkenntnis]], [[Ishwara Pranidhana]], sich demjenigen, was man als Höchste [[Wahrheit]] erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen Körperhaltungen,&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den Atem, bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39660</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39660"/>
		<updated>2013-01-02T08:10:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* 17 in Deutschland bekannte Yogazweige */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Yogaarten kann man nicht ausführen – das wäre ein zu umfangreiches Programm. Man beginnt&lt;br /&gt;
am besten mit HATHA YOGA, der bekanntesten Yoga-Art. HA bedeutet Sonne und THA bedeutet&lt;br /&gt;
Mond. Wir Europäer verstehen das am besten, wenn wir es so auffassen, dass wir unsere anregenden&lt;br /&gt;
und hemmenden Nervenenergien in Harmonie bringen. Das erreichen wir mit Atemtechniken, Körper -&lt;br /&gt;
haltungen und Meditationstechniken des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mehr darüber wissen möchte, wendet sich dem ASHTANGA YOGA zu. Ashtanga Yoga hat acht&lt;br /&gt;
Stufen: Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana, Samadhi. Yamas sind die Verbote: alles, was ich nicht tun sollte, wenn ich glücklich werden will: Nicht lügen,&lt;br /&gt;
nicht stehlen, mich anständig benehmen, nicht verletzen in Wort und Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niyamas sind die Gebote: alles was ich tun sollte, wenn ich glücklich werden will. Santosha Zufriedenheit, Tapas Strebsamkeit, Swadhyaya Selbsterkenntnis, Ishwara Pranidhana, sich demjenigen, was man als Höchste Wahrheit erkennt, bedingungslos unterwerfen, d.h. es ausführen, in den Alltag integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana nennt man die Körperhaltungen des Yoga. Man beginnt mit ganz einfachen Körperhaltungen,&lt;br /&gt;
die jedem gesunden Menschen möglich sind. Es ist anders als wir das vom Sport her kennen:&lt;br /&gt;
Man nimmt eine Position ein, verharrt mindestens drei Atemzüge in dieser Position, legt sich dann&lt;br /&gt;
ruhig hin und beobachtet den Atem, bis er sich wieder beruhigt. Erst dann nimmt man die nächste&lt;br /&gt;
Position ein. Man praktiziert täglich vor dem Frühstück, weil der Magen noch leer sein soll. Es dauert zunächst eine Viertelstunde, wenn man schon mehrere Asanas kennt, dauert es eine halbe Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länger als 90 Minuten braucht man nicht üben. Der Alltag soll nicht vernachlässigt werden, sagt eine&lt;br /&gt;
der wichtigsten Yogaüberlieferungen, die SIVA SAMHITA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asanas sind beschrieben in der HATHA YOGA PRADIPIKA. Das bedeutet, unbeweglich sitzen. In Bewegung ist nur unser Atem. Wir spüren, wie der Atem uns durchströmt. Wenn wir das Asana&lt;br /&gt;
schon zehn Atemzüge beibehalten können, werden sogar die schwierigen Yogaübungen leicht und&lt;br /&gt;
angenehm. Asana bedeutet bequeme, feste Haltung. Während der Anleitung zu praktischen Übungen&lt;br /&gt;
ernte ich zunächst Lacherfolge: das ist doch nicht leicht! Wenn sechs Wochen praktisches Training&lt;br /&gt;
vorüber sind, bestätigen alle, dass die Asanas tatsächlich leicht und angenehm sind und dass ihnen&lt;br /&gt;
etwas zum Wohlbefinden fehlt, wenn sie nicht üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
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	<entry>
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		<title>Yoga</title>
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		<updated>2013-01-02T08:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der 17 Yogazweige führt auf seine Weise zur Vollkommenheit: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, Prana Yoga, Laya Yoga, Purna Yoga, Mantra Yoga, Yantra Yoga, Raja Yoga, Svara Yoga, Ghatastha Yoga, Karma Yoga, Tantra Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga, Integraler Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39658</id>
		<title>Yoga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=39658"/>
		<updated>2013-01-02T07:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
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		<title>Yoga</title>
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		<updated>2013-01-02T07:39:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Arjunloci: /* Weitere Yoga Stile */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:taube.jpg|thumb|Beispiel: Die Taube]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne [[simple|schlicht]] &amp;quot;Einheit/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele Arten und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]===&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das Herz. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Energie. Kundalini &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s (Energiekanälen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivanada über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [[Herz]] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17 in Deutschland bekannte Yogazweige==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Lore Tomalla, erschienen im Yoga Vidya Journal Nr. 17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de sehr große Yoga Webseite :-)]&lt;br /&gt;
*[http://de.wikiversity.org/wiki/Yoga Yoga (Wikiversity)]&lt;br /&gt;
*[http://www.yogawiki.de/index/Yoga Yogawiki]&lt;br /&gt;
*[http://www.wikiyogabuch.de/index.php/Einf%C3%BChrungen wikiyogabuch.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videos zu Yoga ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}} &lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|66nn6QE-J1w}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Arjunloci</name></author>
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