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	<title>Yogawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566010</id>
		<title>Upanishad</title>
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		<updated>2016-10-18T14:22:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Die Upanishaden – Philosophie am Ende des Wissens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Upanishad&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: उपनिषद् upaniṣad &#039;&#039;f.&#039;&#039;) kommt von den beiden Wörtern [[Upa]] und [[Nishad]]. Upa heißt in der Nähe, nahe bei und Nishad sitzen, sich niederlassen. So bedeutet Upanishad eigentlich in der Nähe sitzen, das heißt man kann man die [[Weisheit]] der Upanishaden dann verstehen, wenn man in der Nähe eines Lehrers sitzt. Deshalb werden die Upanishaden auch als Geheimlehre bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guru-schueler.jpg|thumb|Das Wissen wurde vom Lehrer an den Schüler weitergegeben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die wichtigsten der uralten Schriften Indiens. Sie sind die Grundlagen für Vedanta. Upanishad sind Teile der indischen Heiligen [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Sie bilden den letzten und philosophischen Teil dieser Schriften. Die ältesten der [[108]] Upanishaden wurden etwa 800 v. Chr. verfasst. Sie beschäftigen sich mit der Essenz der vier [[Veda|Veden]] und bilden so die Grundlage des [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Vedanta]. Aus den Upanishaden stammen die [[Mahavakya]]s (große Aussprüche). Jüngeren Datums sind die [[Yoga Upanishaden]] (Sanskrit: yogopaniṣad yogopaniṣad), die sich speziell mit dem [[Yogaweg]] beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Upanishad==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Upanishad&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist ein Sanskrit-Wort und heißt „zu Füßen sitzen“. Upanishad ist eine Schriftgattung, eine Textgattung. Upanishad ist der letzte Teil vom [[Veda]]. Veda ist die älteste Schriftensammlung, die bis heute in Gebrauch ist. Im Veda sind die ältesten, insbesondere Texte in einer indoeuropäischen Sprache. Veda ist das Urwissen der Menschheit. Veda hat vier Teile. Zum einen gibt es vier Vedas, [[Rig Veda]], [[Yajur Veda]], [[Sama Veda]] und [[Atharva Veda]]. Und jeder der vier Vedas hat wiederum vier Teile. Da gibt es die [[Samhita]]s, die Hymnen, es gibt die [[Aranyaka]]s, die Erläuterungen, die [[Brahmana]]s, die weitergehenden Ausführungen für die Brahmanen, und es gibt die Upanishads. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist sozusagen die Metaphysik oder die spirituelle [[Philosophie]] hinter dem Veda. Die Upanishaden gelten auch als das Geheimwissen. Es ist das [[Wissen]], welches die Tiefe des Menschseins berührt. In den Upanishaden wird [[Vedanta]] erläutert. Vedanta, die Philosophie des Absoluten. Im Vedanta stehen die [[Mahavakya]]s, die großen Aussprüche: „Tat Twam Asi. Das, das Unendliche, das bist du. [[Aham Brahmasmi]]. Ich bin [[Brahman]]. Ayam Atma Brahman. Dieses Selbst ist Brahman. Prajnanam Brahman. Bewusstsein ist Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishaden sind bis heute die besten Darstellungen der höchsten Wirklichkeit. Es gibt viele Upanishaden, normalerweise spricht man von 108 Upanishaden. Davon hat [[Shankaracharya]] einige kommentiert und die Kommentare von Shankaracharya über die Upanishaden zählen bis heute zu den besten Darlegungen der Vedanta-Philosophie. Und so spricht man von den zwölf wichtigsten Upanishaden als die klassischen Upanishaden. Auch bei [[Yoga Vidya]] haben wir die wichtigsten Upanishaden als Buch herausgegeben, so dass du sie auf Deutsch lesen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr über Upanishaden findest du auf unseren Internetseiten, auf [https://www.yoga-vidya.de/ www.yoga-vidya.de]. Dort findest du auch die Übersetzungen der wichtigsten Upanishaden, du kannst also die Upanishaden auch in der deutschen Übersetzung lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cxrQzg-v_aE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Upanishaden - Einführung nach Paul Deussen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 19-28.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einleitung===&lt;br /&gt;
:Jenseits ist [[Fülle]],&lt;br /&gt;
:Diesseits ist Fülle,&lt;br /&gt;
:Aus Fülle kommt Fülle hervor.&lt;br /&gt;
:Nimmt man die Fülle aus der Fülle,&lt;br /&gt;
:So bleibt nichts als Fülle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zitat aus der [[Isha Upanishad]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Das vedische Zeitalter===&lt;br /&gt;
Wer über die [[Veden]] spricht, steht zwangsläufig dem Dilemma gegenüber, sich mit [[Geschichte]] und [[Mythos]] auseinandersetzen zu müssen. Sind für den orthodoxen [[Hindu]] die Veden in Wahrheit unmanifestiert, der nur dem [[Seher]] vollständig erkennbare Ausdruck des absoluten [[Brahman]], so stellen sie für den westlichen [[Indologe]]n ein erstes schriftliches Zeugnis einer frühen Hochkultur dar. Während die Datierung der ersten Zivilisationen im [[Indus]]-Tal ständig weiter nach hinten verlagert wird und die [[Harappa]]-Kultur aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend schon lange nicht mehr als der eigentliche Ursprung gilt, ist die akademische Meinung hinsichtlich des vedischen Schrifttums relativ konstant geblieben. Die Abfassung des [[Rigveda]], des ältesten Teiles der verfassten Veden - wir lassen den Mythos im Folgenden unberücksichtigt - wird etwa auf die Zeit um 2000 bis 1500 v. Chr. angesetzt. Die frühesten Upanishaden dürften nicht vor 1000 v. Chr. niedergeschrieben worden sein, und man setzt das Ende der &#039;&#039;Upanishaden-Epoche&amp;quot; etwa mit der Zeit um 500 v. Chr. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterteilt die Veden in vier Bereiche. Der Rig-Veda enthält die Opferhymnen an die [[Götter]]; der [[Samaveda]] ist der [[Veda]] der Gesänge ([[Saman]]) und dient gewissermaßen als musikalische Ergänzung des Rig-Veda; der [[Yajurveda]] ist der Veda der Opfersprüche und der [[Atharvaveda]] ist nach dem Hohepriester ([[Atharvan]]) benannt, der die heiligen Handlungen ausführte und die [[Mantra|mantrischen]] Sprüche rezitierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Veden wurden dann noch in drei Abteilungen gegliedert. Die [[Samhita]] (Sammlung) enthält die zu verwendenden Sprüche, [[Hymne]]n und [[Gebet]]e; das [[Brahmana]] die erforderlichen theologischen Erklärungen; während die [[Sutra]]s den Inhalt des Brahmanam kurz zusammenfassen. Der theologische Teil, das Brahmana, teilt sich dann wiederum in drei Teile, [[Vidhi]], [[Arthavada]] und [[Vedanta]]. Letzterer, das Ende oder die Vollendung des Veda (Veda Anta), enthält die Upanishaden. Sie stellen gleichsam den Abschluss und Höhepunkt des vedischen Zeitalters dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um die Bedeutung der vedischen Offenbarung in ihrer Tiefe zu verstehen, empfiehlt es sich, drei herausragende Repräsentanten der indischen [[Spiritualität]] des 20. Jahrhunderts zu Wort kommen zu lassen, die ihre eigene [[Tradition]] aus innerer [[Verwirklichung]] darstellten. [[Vivekananda]], [[Indien]]s erster großer Botschafter im Westen, schrieb in seinem &amp;quot;[[Jnana Yoga]]&amp;quot;: &amp;quot;Man muss wissen, dass in Indien die Veden als heiliger betrachtet werden als selbst die [[Bibel]] bei den [[Christentum|Christen]]. Die christliche Idee der [[Offenbarung]] ist die göttliche [[Inspiration]] eines Menschen, aber nach der indischen Auffassung existieren die Dinge nur deshalb, weil sie in den Veden sind. Aus den Veden und durch die Veden ist die ganze [[Schöpfung]] entstanden; alles Wissen ist in den Veden. Jedes Wort ist heilig und ewig, ewig wie die [[Seele]], ohne Anfang und Ende. Die Gesamtheit des Schöpfungsgeistes ist in den Veden enthalten, und in diesem Licht werden sie betrachtet. Etwas ist sittlich oder unsittlich, weil es die Veden so bezeichnen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vivekananda, Jnana-Yoga Bd. 1, Freiburg o. J., S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Bewertung findet sich auch in der &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von [[Paramahansa Yogananda]]. &amp;quot;In der reichhaltigen Literatur Indiens sind die Veden (Wurzel: Vid : wissen) die einzigen Texte, die keinen Verfasser aufweisen. Der Rigveda (X 90,9) schreibt seine Hymnen und Erzählungen einem göttlichen [[Ursprung]] zu und berichtet uns (III 39,2), dass sie aus &amp;quot;grauer Vorzeit&amp;quot; stammen und später in eine neue Sprache gekleidet wurden. Da die Veden den [[Rishi]]s (Sehern) von einem [[Zeitalter]] zum anderen durch göttliche Offenbarungen mitgeteilt wurden, heißt es, dass sie Nitjatwa, das heißt &amp;quot;zeitlose Gültigkeit&amp;quot;, besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veden waren ursprünglich Laut-Offenbarungen, die von den Rishis unmittelbar gehört ([[Shruti]]) wurden, und enthalten im Wesentlichen [[Lied]]er und [[Rezitation]]en. Diese 100 000 Verse der Veden wurden also mehrere Jahrtausende lang nicht niedergeschrieben, sondern mündlich durch die Brahmanen-Priester weitergegeben. Weder Papier noch Stein sind gegen die zeitlich bedingten Zersetzungserscheinungen gefeit. Die Veden aber haben sich von einem Zeitalter zum anderen erhalten, weil die Rishis die Überlegenheit des [[Geist]]es über die [[Materie]] kannten und wussten, dass die geistige Art der Überlieferung die beste ist. Denn was ließe sich mit den &amp;quot;Tafel des [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzens]&amp;quot; vergleichen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|HS6kAipt5kQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des &amp;quot;Rishi&amp;quot;, des großen Sehers des vedischen Zeitalters, erlangt auch in der Überlieferung der Upanishaden zentrale Bedeutung. Die Rishis waren nicht die Schöpfer der Veden, sondern sie gaben nur wieder, was sie in [[Meditation]] und [[Versenkung]] als geistige [[Wahrheit]] erschaut hatten. Sri [[Aurobindo]], der zwei umfangreiche Bände über die Veden schrieb und mit seinem &amp;quot;Integralen [[Yoga]]&amp;quot; versuchte, östliches und westliches Gedankengut auf einer neuen, höheren Ebene zu integrieren, deutet die Veden als [[Esoterik|esoterische]] Initiationsschriften. &amp;quot;Die vedischen Rishi waren Mystiker, die ihre innere [[Erkenntnis]] für die Eingeweihten bewahrten; sie schützten sie vor der Allgemeinheit durch den Gebrauch eines Alphabetes von Symbolen, welches ohne [[Initiation]] nicht verstanden werden konnte, das aber vollkommen klar und systematisch war, wenn die Zeichen einmal erkannt waren. Die Symbole gruppierten sich um die Idee und Formen des [[Opfer]]s; denn das Opfer war die universelle und zentrale Einrichtung des maßgebenden [[Kult]]es.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, Hymns to Mystic Fire, Pondicherry 1972, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Opfer gewann im Sinne der vedischen Tradition eine doppelte Bedeutung, denn es war einerseits die Opferhandlung für die Götter, andererseits aber auch das innere Opfer der [[Selbstüberwindung]] und [[Selbsthingabe]]. Für Sri Aurobindo war die Sprache der Veden symbolhaft und zielte vor allem auf die sich im [[Mensch]]en abspielenden Prozesse ab. &amp;quot;Die Götter des Veda repräsentieren die universellen Kräfte, herabgestiegen vom Wahrheitsbewusstsein, das die [[Harmonie]] der [[Welt]] errichtete.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., The Secret of the Veda, Pondicherry 1971, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter allen [[Form]]en des Göttlichen, hinter den verschiedensten [[Name]]n sah Aurobindo jedoch eine alles vereinende göttliche [[Quelle]]. Dies führte ihn zu der Überzeugung, die vedische Offenbarung als [[Monotheismus|monotheistisch]] zu bezeichnen. &amp;quot;Ihre Lehre ist monotheistisch, und die vedischen Götter sind verschiedene Namensnennungen der einen [[Gottheit]]; zur gleichen Zeit sind sie eine Bezeichnung Ihrer [[Macht]], wie wir sie in der [[Natur]] wirken sehen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Deutung zeigt sich eines der Grundprobleme der [[Mystik|mystischen]] oder esoterischen Interpretation einer religiösen Tradition. Es kann kein Zweifel bestehen, dass die vedische Lehre im [[Hinduismus]] in breiten Schichten zu einem vulgären [[Polytheismus]] geführt hat. Doch Ähnliches lässt sich unschwer auch bei anderen spirituellen Überlieferungen nachweisen, so dass es sinnvoll erscheint, das Augenmerk auf die großen [[Mystiker]] zu richten, anstatt sich in den Niederungen des [[Aberglaube]]ns zu verlieren. So erblickte auch Arthur Schult in seiner wertvollen Studie über &amp;quot;Die [[Weisheit]] der Veden und Upanishade&amp;quot; den einen [[Gott|GOTT]] hinter der Vielheit der vedischen Götter. &amp;quot;Wenn einer der Götter angerufen wird, scheinen alle anderen zu verschwinden, bzw. in ihm aufzugehen. Jeder Gott, der gerade angerufen wird, ist der einzige Gott. Die Götter gleichen einander, bilden eine geheime Einheit. Es gibt nicht ein Nebeneinander verschieden beschaffener, zueinander im Gegensatz stehender Götter, wie in der Götterwelt Homers. Henotheismus hat der berühmte Sprachforscher und Ethnologe Max Müller diese Art des Gotterlebens genannt, in der Polytheismus und Monotheismus auf eigenartige Weise geeint sind&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schult, Die Weisheit der Veden und Upanishaden im Lichte des&lt;br /&gt;
West-Ost-Problems, Bietigheim 1962, S. 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atharvaveda kündet in einer seiner Hymnen von der Einsicht, welche die weisen Waldeinsiedler der Upanishaden ihren Schülern vermitteln sollten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Er allein ist der Eine, der Einzige, nur Einer.&lt;br /&gt;
:Die Götter ([[Deva]]s) da sind in ihm ein Einziges.&amp;quot; Atharvaveda XIV,4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===II. Die Entstehung der Upanishaden===&lt;br /&gt;
Die Upanishaden, als krönender Schlussteil der vedischen Überlieferung, wurden ebenfalls viele Jahrhunderte lange mündlich überliefert. Während die vier Veden noch stärker das [[Mythologie|mythologische]] oder auch das [[Ritual|ritualistische]] Moment betonen, rücken in den upanishadischen Texten, obwohl vor allem die älteren noch jeweils einem der vier Veden angeschlossen sind, die philosophische Spekulation und die esoterisch-initiatische Tradition in den Vordergrund. Diese Entwicklung drückt sich in der indischen Gesellschaft durch die immer einflussreichere [[Vedanta]]-Schule aus, die im 9. Jahrhundert ihren bedeutendsten Repräsentanten in [[Shankara]] findet. Die eher ritualistisch-zeremoniell ausgerichteten Anhänger des Veda sammeln sich in der [[Karma]]-[[Mimansa]]-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; weist auf die spezielle Überlieferungs- oder Einweihungstradition hin. Es setzt sich aus den Silben &amp;quot;Upa&amp;quot; (nahe), &amp;quot;Ni&amp;quot; (nieder) und &amp;quot;Shad&amp;quot; (sitzen) zusammen und beschreibt eine [[Lehrer]]-[[Schüler]]-Situation, in welcher der Schüler neben seinem verehrten [[Meister]] sitzt und dessen Lehre lauscht. Der [[Benediktiner]]mönch Henri Le Saux, der nach Indien ging und dort unter dem Namen [[Swami Abhishiktananda]] eine Synthese zwischen upanishadischer [[Weisheit]] und christlicher [[Mystik]] verwirklichte, sah in dem Wort auch noch eine Entsprechung zwischen Makro- und Mikrokosmos. &amp;quot;Das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; muss ursprünglich bedeutet haben: geheimniserfülllte Entsprechungen oder Wechselbeziehungen. Tatsächlich schreitet die Upanishadenlehre für gewöhnlich von Entsprechung zu Entsprechung fort: im [[Kosmos]], im menschlichen [[Körper]] und im [[Geist]], bis man schließlich die höchsten &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; entdeckt, die den Schlüssel zu allem bieten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Le Saux, Der Weg zum anderen Ufer, Köln 1979, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; erschließen sich dem Schüler für gewöhnlich nicht aus eigener [[Anstrengung]], es bedarf zu ihrer [[Erkenntnis]] der Hilfe eines erleuchteten Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt dem Abendländer des 21. Jahrhunderts nicht ganz leicht, diese Struktur unvermittelt anzunehmen. Zwischen der upanishadischen Epoche und der [[Gegenwart]] liegt vielleicht ein wenig zu viel an Ratio, ein wenig zu viel an Aufklärung, ein wenig zu viel an [[Materialismus]] und [[Atheismus]]. Zudem sind auch für den [[spirituell]] Interessierten Begriffe wie Meister ([[Guru]]), [[Einweihung]] oder [[Erleuchtung]] nicht ganz unbelastet. Dies stellt sich völlig anders da, wenn man selbst bereit ist, in die Überlieferungstradition der Upanishaden einzutauchen. &amp;quot;Die upanishadische Erfahrung hat nichts mit irgendeiner [[Religion]] zu tun, ebensowenig mit der Logik oder Erkenntnistheorie. Sie gehört einer anderen Ordnung an. Sie ist die endgültige [[Erfahrung]] des menschlichen Geistes, der sich die Religionen stellen müssen, wie sie in der [[Vergangenheit]] sich den mythischen und dann den logischen Kategorien des [[Denken]]s gestellt haben.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist Vorsicht bei der Verwendung des Wortes &amp;quot;endgültig&amp;quot; geboten, aber die Intention von Henri Le Saux war es wohl eher, die transzendente Dimension der upanishadischen Erfahrung anzudeuten. Es geht den Rishis der Upanishaden nicht um eine theologische Spekulation, sondern um die Verwirklichung eines neuen [[Bewusstsein]]s. Eines Bewusstseins, in dem sich der Meister als nicht getrennt vom Absoluten Geist ([[Brahman]]) empfindet, aber auch als nicht getrennt von seinem Schüler - ohne sich in einem wesenlosen [[Nichts]] aufzulösen. Die upanishadische Erfahrung ist, so sieht es der Vedanta, die höchste [[Selbst]] ([[Atman]])-Verwirklichung, die dem Menschen möglich ist. Aufgrund dieses SELBST-Verständnisses erlangen die Upanishaden eine gleichsam über-historische Dimension. &amp;quot;Der Hintergrund, auf dem sich die Upanishaden entwickelt haben, ist unvergleichlich viel universaler als derjenige der Bibel und sogar des [[Evangelium]]s, denn [[Jesus]] ist eine historische Person, und ohne eine Beziehung zu seiner Person über die Zeiten hinweg ist kein [[Christentum]] möglich. Der [[Rishi]] der Upanishaden hat ebensowenig wie der [[Buddha]] eine Persönlichkeit, der er Bedeutung beimisst, oder eine Geschichte, mit der man ihn in Beziehung setzen muss. Die Entdeckung des Buddha ist die Entdeckung jedes Menschen, die Entdeckung des Rishi ist für jeden zugänglich, der bereit ist, der inneren [[Suche]] nachzugehen und der sich nach [[Befreiung]] sehnt. Die Entdeckung des letzten Grundes des [[Sein]]s und des Selbst ist für jedes menschliche Bewusstsein erreichbar! In Wirklichkeit ist es eben darin und nur darin, wo der Mensch sich selbst verwirklicht, gleich in welcher Umwelt er sich befindet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Entstehung der Upanishaden begann im menschlichen Bewusstsein eine Epoche, in der die Mittlerrolle der klassischen Religionen überwunden wurde - selbst jener, die damals noch gar nicht existierten. Der upanishadische Rishi bemüht sich, seinen Schüler seinen eigenen [[Weg]] finden zu lassen. Er sieht sich nicht in der Rolle eines [[Priester]]s, den der Schüler benötigt, um wieder vor das Antlitz [[Gott]]es treten zu können. Im tiefsten Sinne des Wortes ist der &amp;quot;Guru&amp;quot; ein Wegweiser, jemand, der die [[Dunkelheit]] der [[Unwissenheit]] vertreibt. Einen Wegweiser nutzt man dann am besten, wenn man seine Botschaft liest und sie beachtet. &amp;quot;Wer wollte&amp;quot;, so ein Bonmot von [[Krishnamurti]], &amp;quot;so unvernünftig sein und den Wegweiser anbeten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===III. Die Botschaft der Upanishaden===&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Führe mich vom Wahn zur [[Wirklichkeit]]!&lt;br /&gt;
:Führe mich aus dem Dunkel ins [[Licht]]!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anruf steht in der [[Brihadaranyaka Upanishad|Brihadaranyaka]], einer der ältesten Upanishaden. Damit wird gleichsam die Grundnote der upanishadischen Botschaft deutlich - [[Erkenntnis]] und [[Erleuchtung]]. Die [[Seher]] der Upanishaden wollen ihre [[Schüler]] aus der Dunkelheit der [[Unwissenheit]] befreien und ins Licht der Göttlichen [[Wirklichkeit]] eintreten lassen. Alle großen Interpreten und Kommentatoren der Upanishaden weisen daher immer darauf hin, dass der Versuch, die Upanishaden rein intellektuell zu verstehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Die Essenz der Upanishaden ist trans-rational, aber nicht irrational. Man muss sich ihr vom [[Geist|GEIST]] her nähern, nicht vom [[Verstand]]. Ist man dann in ihr Geheimnis eingetreten, empfindet man eine [[Glückseligkeit]] ([[Ananda]]), die weit jenseits aller vergänglichen menschlichen Freuden ist. Die [[Taittiriya Upanishad]] führt dies in ihrem Kapitel über &amp;quot;Ananda&amp;quot; beredt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Bäumer weist in der brillanten Einführung zu ihrer Upanishaden-Ausgabe auch auf die methodische Komponente der upanishadischen Botschaft hin. &amp;quot;Upanishad bedeutet daher sowohl die Methode, das Mittel der [[Meditation]] und des Lernens von einem [[Meister]], als auch das [[Ziel]], die Vereinigung oder Erleuchtung. Als Beispiel für die erste Bedeutung bezeichnet die [[Mundaka]] (II,2,3) die Upanishad als [[Bogen]], als die große Waffe, mit der man das Ziel, das Unvergängliche, trifft, wobei der Pfeil durch Meditation geschärft sein soll (III,11) Die zweite Bedeutung wird am Ende der Taittiriya-Upanishad (III,10,5) deutlich, wo der Erleuchtete ausruft: &amp;quot;Ich habe diese ganze [[Welt]] überwunden! Ich bin leuchtend wie die [[Sonne]] (und auch) der, der dieses weiß! Das ist die Upanishad!&amp;quot;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Bäumer, Befreiung zum Sein. Auswahl aus den Upanishaden, Zürich 1986, S. 25f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wollte man &#039;&#039;eine&#039;&#039; zentrale Aussage der Upanishaden wählen, so wäre sie in dem Wort Nicht-Zweiheit ([[Advaita|A-dvaita]]) zusammengefasst. Die höchste Einsicht der upanishadischen [[Rishi]]s ist jene von der nicht-dualistischen Wirklichkeit. Swami Abhishiktananda (H. Le Saux) meditiert über den suchenden [[Mensch]]en: &amp;quot;Er sucht [[Gott]] in einem Winkel des Raumes. Und Gott erfüllt den ganzen [[Raum]] und er ist außerhalb des Raumes. Er sucht Gott in einem Punkt der [[Zeit]], in einer [[Vergangenheit]], die vorüber ist, in einer [[Zukunft]], die einmal sein wird. Aber Gott ist außerhalb aller Zeit, und die [[Ewigkeit]] ist in jedem [[Augenblick]] der Zeit gegenwärtig.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir finden hier ein klassisches Paradox der [[Mystik]] vorgezeichnet, die uralte Frage nach [[Transzendenz]] und Immanenz. Gott ist in der [[Schöpfung]], im Innersten des Menschen anwesend - und ist trotzdem der ganze andere. Die eher unbewusst erlebte [[Einheit]] der Veden wird in den Upanishaden zu einer bewussten [[Erfahrung]] der Göttlichkeit des Menschen, die aber nicht in einen undifferenzierten [[Pantheismus]] einmündet. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, um die Einheit von Selbst ([[Atman]]) und Gott ([[Brahman]]) nicht als ein Aufgehen des Tropfens im Urmeer misszuverstehen, greift Sri [[Aurobindo]] in seiner Kommentierung der Upanishaden zur sprachlichen Übersteigerung des Gottes-Begriffes als [[Parabrahman]]. &amp;quot;Der Höchste ist reines [[Sein]], absolute [[Existenz]], [[sat]]. Er ist Existenz, weil er allein Ist, es ist nichts anderes seiend, das irgendeine höchste [[Wirklichkeit]] besitzt oder irgendein Sein unabhängig von seiner Selbst-[[Manifestation]]. Er ist absolute Existenz, weil er allein Ist und nichts anderes in Wirklichkeit existiert; er muss notwendigerweise durch sich selbst, in sich selbst und für sich selbst existieren. Es kann keine Ursache für seine Existenz geben, wie es auch kein [[Ziel]] für seine Existenz geben kann; es kann auch keine Zunahme in ihm geben, noch eine Verminderung, denn Zunahme könnte nur durch Hinzufügung von irgendetwas ihm Äußerlichen und Verminderung durch Verlust an etwas ihm Äußerlichen entstehen; aber für Brahman existiert nichts Äußerliches. Er kann sich nicht verändern, denn geschähe es in irgendeiner Weise, würde er Gegenstand von Zeit und [[Kausalität]] werden. Er kann auch keine Teile besitzen, denn dann würde er Gegenstand des Raum-Gesetzes. Er ist jenseits der Vorstellungen von Raum, Zeit und Kausalität, die er als phänomenale Bedingungen der Manifestation erschafft, die aber nicht ihren [[Ursprung]] bestimmen können. Daher ist er Parabrahman, ist absolute Existenz.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, The Upanishads, Pondicherry 1972, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Gott in radikaler Andersheit die Gesamtheit der [[Schöpfung]] durchdringt, erfährt der Rishi der Upanishaden sich in seiner Erleuchtung doch als eins mit ihm. Gott und das [[Selbst]] sind nicht getrennt, sondern auf unfassbare Weise im innersten Wesenskern vereint. Die vier großen [[Wort]]e ([[Mahavakya|Mahâvâkyas]]) der Upanishaden versuchen dieses [[Mysterium]] sprachlich zu fassen, falls dies in der Begrenztheit des menschlichen Ausdrucks überhaupt möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|rfv8aAq_1qQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden und das Christentum===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der [[Christ]] muss versuchen, im Tiefsten seiner selbst, gleichzeitig die Erfahrung der [[Nichtdualität]] des Seins zu machen, die der Grund der vedantischen Erfahrung ist, und die Erfahrung der göttlichen Sohnschaft, der unaussprechlichen Nichtdualität von [[Vater]] und [[Sohn]], in der Einheit des [[Geist]]es, die die Erfahrung des christlichen [[Glauben]]s konstituiert.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren vor allem die [[Benediktiner]], die, teilweise mit einem eigenen [[Ashram]] im Süden [[Indien]]s, den [[Dialog]] zwischen [[Vedanta]] und [[Christentum]] führten, und in Henri Le Saux ([[Swami]] [[Abhishiktananda]]) und Bede Griffiths ihre bedeutendsten Repräsentanten hatten. Vor allem Le Saux, der sich später ganz in die [[Einsamkeit]] zurückzog, kreiste in seinen [[Meditation]]en immer wieder um die upanishadische Einheitserfahrung. Für ihn boten die [[Einsicht]]en der großen [[Rishi]]s den lange gesuchten Schlüssel, um zu einem annehmbaren Verständnis einer [[Trinität|trinitarischen]] Gottesvorstellung zu kommen. Le Saux hatte erkannt: &amp;quot;Dass [[Christus]] wesentlich der erste einer Vielzahl von Brüdern ist. Das Pleroma ist für die Menschwerdung wesentlich. Jedes einzelne Menschenbewusstsein bis hin zum letzten - sie alle sind &amp;quot;zum [[Lob]] der [[Herrlichkeit]] seiner [[Liebe]]&amp;quot; geschaffen - war nötig, damit die Herrlichkeit [[Gott]]es voll wurde, damit diese Herrlichkeit sich so offenbarte, wie der Vater in seiner erhabenen [[Freiheit]] es bestimmt hatte.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Indische Weisheit - Christliche Mystik. Von der Vedanta zur Dreifaltigkeit, Luzern 1968, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese unorthodoxe Trinitätslehre zu untermauern, sah Le Saux in den Upanishaden den Schlüssel, da sie allein für ihn eine Erfahrung universeller Gotteskindschaft zu offenbaren schienen. &amp;quot;Die Trinität wird nur in der Erfahrung des [[Advaita]] (der Nichtdualität) begriffen. [[Jesus]] hat diese zerreißende und erfüllende [[Erfahrung]] der Nichtdualität (mit dem Vater) gelebt, eine Erfahrung, die sich in einem Glanz, in einem [[Licht]], in einer Herrlichkeit offenbart, die alles übersteigt, die einem alles entreißt, die über alles hinausführt: Gabe der [[Weisheit]], tiefe Wesenseinheit (connatura-lité), Explosion, der sich keiner entziehen kann, der &#039;gespürt&#039; hat ...&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., Weg, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die trinitarische Erfahrung wird für Henri Le Saux zu einer kosmischen [[Offenbarung]]. Der Vater ([[Brahman]]), offenbart sich im Sohn ([[Atman]]) durch den [[Geist]] - und diese Offenbarung ist universell! Alles Geschaffene ist in letzter Konsequenz der SOHN; und alles Geschaffene wird in letzter Konsequenz durch den GEIST zurückverbunden und vereint mit dem VATER. Das meint für Le Saux letztlich das [[Mahavakya]] &amp;quot;[[Aham Brahmasmi]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Saux, Griffiths und andere Christen, die in dieser upanishadisch-trinitarischen [[Tradition]] dachten, wurden von der [[Orthodoxie]] immer wieder angegriffen und der Häresie, vor allem der [[Pantheismus|pantheistischen]], verdächtigt. Diese Kritik greift vor allem deswegen zu kurz, weil sie offensichtlich das [[Geheimnis]] der upanishadischen Erfahrungen nicht versteht. Bettina Bäumer macht dies in ihrer Upanishaden-Ausgabe überaus deutlich. &amp;quot;Advaita, die Verweigerung der Zweiheit, der Dualität, ist nicht als [[Monismus]] oder Pantheismus abzutun, wenn auch solche [[Tendenz]]en später nicht immer ausgeschlossen waren. Wie alle upanishadischen Aussagen, muss advaita im Kontext der [[Mystik|mystischen]] Erfahrung verstanden werden. Er bedeutet das letzte Ungenügen einer Spaltung der [[Wirklichkeit]] in Subjekt und Objekt, und vor allem die Unmöglichkeit, [[Gott]] oder das Transzendente auf die Seite des Objektes zu projizieren. Ebenso wenig kann die bloße Übertragung des Göttlichen auf das Subjekt der letzten Wirklichkeit gerecht werden. Wie Swami Abhishiktananda (Henri Le Saux) betonte, ist die Erfahrung des advaita die größte [[Reinigung]] des christlichen Gottesbegriffes.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bäumer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog zwischen der Erfahrung der Upanishaden und der christlichen [[Mystik]] steht erst an seinem Anfang. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Christen den Versuch unternommen, wirklich die Tiefen der upanishadischen Offenbarung auszuloten. Es war ein überaus fruchtbarer Dialog, der nun weiter ausgebaut werden sollte, um einen weiteren Schritt hin zu einer &amp;quot;[[Weltreligion]] des [[Herz]]ens&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Michel, Weltreligion, Grafing 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu machen, die allein die religiösen [[Konflikt]]e der [[Menschheit]] zu lösen imstande sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]], der indische [[Yogi]], Arzt und Weise, schreibt über die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Upanishaden] wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Lehre, die als [[Vedanta]] bezeichnet wird, ist auch unter der Bezeichnung [[Uttara Mimamsa]] bekannt. Der Begründer des Vedanta-Philosophie-Systems war [[Badarayana]] [[Vyasa]]. Die Purva-Mimamsa-Schule wurde von [[Jaimini]], einem Schüler von Vyasa, begründet. Der Unterschied zwischen den beiden Schulen ist der, dass bei [[Purva Mimamsa]] im Allgemeinen der [[Mantra]]anteil der [[Veden]] näher untersucht wird, während Uttara Mimamsa sich eingehend der Lehre der Upanishaden in den Veden widmet. Mit anderen Worten, Purva Mimamsa behandelt den [[Karma]] [[Kanda]], während es bei Uttara Mimamsa um den [[Jnana]] [[Kanda]] geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden als Teil der Veden===&lt;br /&gt;
[[Datei:ShankaradergroeLehrerdesVedanta.jpg|thumb|Sri Skankaracharya, der große Lehrer des Vedanta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Brahmasutras/ Brahma Sutras] von Badarayana oder Sri Vyasa werden als Vedanta [[Darshana]] bezeichnet. Sie heißen so, weil sie auf den Upanishaden beruhen, dem jeweils letzten und abschließenden Teil der Veden. Diese Brahma Sutras sind das Ergebnis der Harmonisierung der sich scheinbar widersprechenden upanischadischen Texte von Badarayana. Der von Sri [[Shankaracharya]] geschriebene [[Bhashya]] (Kommentar) zu den [[Brahma Sutra]]s ist unter der Bezeichung [[Sariraka]] [[Bhashya]] bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Veden]], von denen jede sich aus vier Teilen mit der Bezeichnung [[Samhita]] (Sammlung), [[Brahmana]] (rituelle Erläuterung), [[Aranyaka]] (Waldabhandlung) und Upanishad (philosophischer Lehrtext) zusammensetzt, sind zusätzlich in zwei große Abschnitte unterteilt, nämlich in den Karma Kanda oder Abschnitt der Handlungen und den Jnana Kanda oder Abschnitt der [[Erkenntnis]]. Der Abschnitt der Handlungen führt den Menschen zur [[Welt]] durch [[Glück]] und Genuss im [[Svarga]] oder Himmel, und der zweite, der Abschnitt der [[Erkenntnis]], führt den Menschen zu [[Moksha]] oder der Befreiung.  Die Teile Samhita und Brahmana bilden den Karma Kanda und die Aranyaka und die Upanishaden bilden Jnana Kanda, den Abschnitt der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brahma Vidya]] oder das [[Wissen]], mit dem wir [[Brahman]] erreichen, ist Gegenstand der Upanishaden. Die Upanishaden als jeweils letzter Teil der Veden stellen die [[Philosophie]] des Vedanta dar, wörtlich das Ende der Veden. Aufgrund der Gliederungen des [[Rigveda]] und anderer Texte heisst es, dass es vier Veden gibt. Sie sind vielfach verzweigt und so verhält es sich auch mit den Upanishaden. Im Rigveda gibt es 21 Unterteilungen. Im [[Yajurveda]] sind es 109, im [[Samaveda]] 1000, im [[Atharvaveda]] 50. In jeder Unterteilung gibt es eine Upanishad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Wort Upanishad===&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird dadurch gebildet, dass (…) die Vorsilben Upa und Ni zur Wurzel Shad hinzugefügt werden, die folgende Bedeutungen hat: &lt;br /&gt;
:1) zerschmettern, töten, &lt;br /&gt;
:2) erreichen und &lt;br /&gt;
:3) lockern, freimachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wort Upanishad wird das Wissen um die erfahrbare Wesenheit angedeutet, die von dem zu kommentierenden Werk einprägsam beschrieben wird. Aufgrund welchen etymologischen Prozesses dieses Wissen durch die Bezeichnung Upanishad aufgezeigt wird, soll nun erläutert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen wird Upanishad genannt wegen seiner Bedeutung, dass es den Samen des [[Samsara]] wie [[Unwissenheit]] und all den Rest zerstört und zerschmettert, und zwar bei denjenigen [[spirituell]] Suchenden, die, nachdem sie sich von aller [[Verhaftung]] freigemacht haben, kein [[Verlangen]] mehr nach Dingen haben, die sie gesehen oder von denen sie gehört haben; die das Upanishad genannte Wissen erlangen, das nachstehend erläutert wird, und dann über das Wissen meditieren, indem sie ihren [[Geist]] fest darauf richten (…) Der Suchende wird von den  Klauen des [[Tod]]es befreit. Das Wissen um [[Brahman]] heißt auch Upanishad, weil es zu Brahman führt; es macht es dem spirituell Suchenden, der sich von aller [[Verhaftung]] frei gemacht hat, möglich, den höchsten Brahman zu erreichen (…). Hat er Brahman erreicht, so wird er frei von jedem Makel und unsterblich (…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogageschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Jee_MzfyEto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Wissen von [[Agni]] ist in dem Begriff Upanishad enthalten, und zwar durch seine Verbindung zur Bedeutung der Wurzel ‚shad’, „lockern, freimachen“.  Denn das Wissen von Agni, dem Erstgeborenen, dem Kenner, (...), lieferte Hinweise zum Erreichen des Himmels and lockerte und erleichterte so das Ausmaß des Elends, wie das Heranwachsen im Mutterleib, [[Geburt]], [[Alter]] usw., das sich in dieser [[Welt]] ständig wiederholt. (…) Haben die Suchenden den Himmel erreicht, dann sind sie unsterblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte nun einwenden, dass [[Schüler]] den Begriff Upanishad auch auf das Buch anwenden, wenn sie sagen, wir wollen die Upanishaden studieren oder lehren. Das ist kein Fehler, da die Bedeutung der Wurzel ‚shad’, z. B. die [[Zerstörung]] der Ursache des [[Samsara]] usw., nicht nur mit der bloßen [[Handlung]] in Verbindung gebracht werden kann, sondern auch auf das Wissen Bezug nimmt; und auch die bloße Handlung kann mit diesem Wort bezeichnet werden, da sie demselben Zweck dient, so wie auch von [[Ghee]] gesagt wird, dass es wahrhaftig [[Leben]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird daher in seinem ursprünglichen Sinn im Zusammenhang mit Wissen gebraucht, doch es ist auch möglich, es in einer sekundären Bedeutung im Zusammenhang mit dem Werk/ der Handlung zu benutzen.  So werden die, die wirklich bereit sind, das Wissen zu erwerben, schon durch die bloße analytische Erläuterung des Wortes Upanishad weiter gebracht. Die gesamte Befassung mit Erkenntnis bewirkt durch das Erreichen Brahmans eine vollständige Befreiung von den Fesseln des Samsara. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Upanishad kann beides sein, da sie die zahlreichen Übel wie Empfängnis, Geburt, Alter, Krankheit usw. bei Menschen, die sich für dieses Wissen um Brahman öffnen und sich ihm mit [[Glauben]] und [[Hingabe]] nähern, verringert, oder weil sie den Menschen den [[Weg]] zu Brahman weist, oder weil sie die Ursache des Samsara wie Unwissenheit usw. vollständig zerstört. Dies also zu den verschiedenen Bedeutungen der Wurzel ‚shad’, die den Vorsilben Upani folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rama und die Upanishaden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rama5.jpg|thumb|Rama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rama sagt zu [[Hanuman]]: „Das einzige Mittel zur Erlangung der endgültigen Befreiung ist, für sich allein genommen, die [[Mandukya Upanishad]], die für das Heil aller spirituell Suchenden ausreicht. Wird [[Jnana]] (Erkenntnis) dadurch nicht erreicht, dann wirst du durch das Studium der zehn Upanishaden erst Jnana und dann Meinen Platz erlangen. O Sohn des [[Anjana]], wenn deine Erkenntnis dadurch nicht fest gegründet ist, dann befasse dich eingehend mit den 32 Upanishaden. Du sollst befreit werden. Sehnst du dich nach [[Videha Mukti]], dann studiere die [[108]] Upanishaden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die mystische Erfahrung der [[Rishi]]s. Die Upanishaden, die [[Gita]] und die Brahma Sutras werden als [[Prasthanatraya]] bezeichnet. Es sind die drei maßgeblichen Bücher über hinduistische Philosophie. Jeder Lehrer, der den Titel [[Acharya]] (Meister) für sich beansprucht und eine neue philosophische Schule begründen will, muss einen Kommentar zu diesen drei bedeutenden Büchern schreiben. Alle Acharyas der Vergangenheit, wie Sri [[Shankara]], [[Ramanuja]] und [[Madhava]] haben Kommentare zu diesen Büchern geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Copyright http://www.sivanandaonline.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – Philosophie am Ende des Wissens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Artikel von Shivapriya Angela Große-Lohmann, veröffentlicht im Yoga Vidya Journal Nr.26 - Nr.31&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 1===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Journal_Nr27_web2.pdf Yoga Vidya Journal 27])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Shivapriya Angela Große-Lohmann hat sich auf die Reise in die vedische Philosophie begeben. Im ersten Teil der Upanishaden-Reihe erfahren wir, was das Besondere an ihrem Exkurs ausmacht, und steigen direkt in das erste Kapitel ein. Diese Reihe ist für jeden interessant, der sich auch mit den traditionellen und philosophischen Hintergründen beschäftigen will, um so zu einem tieferen Verständnis für das Yoga-Universum zu kommen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden gelten als der philosophische Teil der  Veden, als das Ende des Wissens (Veda = Wissen, Antart = Ende). &lt;br /&gt;
Alleine aufgrund dieser Definition erscheint es äußerst reizvoll, diesem Ende des Wissens genauer auf die Spur zu kommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Überlegungen zu den Upanishaden, wie sie in dem  Werk: Klassische  Upanishaden,  Die  [[Weisheit]]  des  Yoga, Yoga Vidya Verlag) zusammengestellt sind, sind das Ergebnis von regelmäßigen Treffen mit einer Gruppe interessierter Yogalehrerinnen, mit denen zusammen diese Überlegungen diskutiert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die Upanishaden zusammen gelesen und dann die Kommentare dazu, die im Folgenden vorgestellt werden, diskutiert. Die vorgelegten Überlegungen sind dabei bereits um unsere Diskussionsergebnisse ergänzt. Den Teilnehmerinnen Shrimayi Susanne Rauch, Nidia Uta Naumann, Sundari Silvia Beyer  und  Manuela  Schramm  und  ihren  Rückmeldungen  ist es zu verdanken, dass ich meine Bedenken überwunden habe und die Ergebnisse jetzt in dieser Form vorlege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte vor Beginn der Lektüre Folgendes zu berücksichtigen: Die Kommentare sind nicht als wissenschaftlich fundierte Untersuchungsergebnisse  zu  verstehen!  Sie  sind  vielmehr  sehr intuitiv und ohne große Nutzung von Sekundärliteratur entstanden, die im Übrigen auch eher rar gesät ist.  Trotzdem verweise ich ab und an auf biologische Zusammenhänge. Die biologischen Fakten sind in dem aufgeführten Zusammenhang  extrem  vereinfacht  dargestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biologisch  gebildeten  Lesern  sei  versichert,  in  anderen  Zusammenhängen kann ich diese Fakten sehr viel sauberer und exakter ausführen, aber hier geht es mir um etwas anderes: Ich möchte die Erkenntnisse, die sich aus den Originaltexten ergeben, mit in unserer Zeit bekannten Fakten zu erläutern, einfach um die Bedeutung dieser  Texte  in  unserer  Zeit  verständlich  zu  machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde mir besonders deutlich bei der Lektüre von Sri [[Sankaracarya|Sankaracaryas]]  „Das Herz des Vedanta“, der im Kapitel zur Schöpfung eine ganz ausführliche Zuordnung der Elemente und der Entstehung  der  verschiedenen  [[Körper]]  vornimmt.  Er  geht  dabei vom Wissen seiner Zeit aus und kann sich so auch in seiner Zeit verständlich machen. Ich  bitte  sehr,  die  aufgenommenen  biologischen  Bezüge  in diesem Sinne zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Upanishaden können nach meiner Überzeugung keine einfachen Erklärungen für naturwissenschaftliche Zusammenhänge quasi eins zu eins herausgelesen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es macht aus meiner Sicht Sinn, mit dem Wissen unserer Zeit  die  Aussagen  der  Upanishaden  anschaulich  zu  machen. Nur darum geht es mir. Es  ist  mir  an  dieser  Stelle  darüber  hinaus  ein  wichtiges  Bedürfnis,  auf  die  Upanishaden  selbst  zu  verweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je  länger ich  mich  mit  den  Texten  beschäftige,  umso  größer  werden mein Respekt und meine Bewunderung für die Verfasser und die festgehaltenen zeitlosen Weisheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lässt man sich auf die Texte ein, berühren sie jeden sehr tief und helfen, die  eigene Person und unsere Position und unsere Aufgaben  in  diesem   [[Universum]]  besser  zu  verstehen.  Die  Beschäftigung mit den&lt;br /&gt;
Upanishaden ist ungeheuer bereichernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gewinnen die bekannten  Mahavakyas, die vier großen Aussagen des [[Vedanta]],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prajnanam Brahman&#039;&#039;&#039;  – Brahman ist Bewusstsein&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aham brahmasmi&#039;&#039;&#039; – Ich bin Brahman&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ayam atma brahma&#039;&#039;&#039;  – Dieser Atman ist Brahman&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tat twam asi&#039;&#039;&#039; – Das bist du&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ständig  an  Tiefe,  Schärfe  und  Bedeutung.  Das  Bild,  das  wir von uns selbst und der Welt haben, wird ständig deutlicher, was für jeden Einzelnen, so meine Beobachtung, ein wirklich faszinierender  Vorgang  ist.  In  diesem  Sinne  kann  ich  nur hoffen, dass die Kommentare möglichst viele Menschen anregen, sich mit den Upanishaden auseinander zu setzen und ihren eigenen Zugang zu diesen universellen [[Wahrheit|Wahrheiten]] zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 2===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachdem wir in der letzten Ausgabe ins erste Kapitel eingestiegen sind, geht es jetzt weiter mit der Schöpfungsgeschichte in der Vorstellungswelt der vedischen Lehre. Man achte besonders auf die Gemeinsamkeiten mit der Bibel, 1 Mose (Gen) über die Erschaffung der Welt und des Menschen. In diesem Teil lesen wir von der Entstehung der Welt, Atman. Im nächsten Journal wird es konkret um den menschlichen Körper und seine Sinne gehen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Bezeichnungen der Upanishaden beziehen sich auf das Buch „Klassische Upanishaden“ aus dem Yoga Vidya&lt;br /&gt;
Verlag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====AITAREYA UPANISHAD====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbemerkung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Aitareya Upanishad gehört zu den Aitareya Aranyakas des Rigveda.  Sie besteht aus 3 Kapitel =  Adhyaya, die in verschiedene Teile = Khanda  unterteilt sind.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema der Aitareya Upanishad  ist die Schöpfung. Kapitel eins erläutert  die  Entstehung  des  Bewusstseins,  das  sich  in  der Welt befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Abschnitt erklärt die Entstehung der Nahrung im weitesten Sinne (das was uns in der Welt leben lässt, was uns&lt;br /&gt;
bindet, was uns Erfahrungen beschert) und die Konsequenzen des  Vorhandenseins  dieser  Möglichkeiten,  nämlich  die  Entstehung der Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der  dritte  Abschnitt  beschäftigt  sich  mit  dem  Wesen  Brahmans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind es gewohnt, die Kraft, die dafür sorgt, dass diese Welt mit all ihren Möglichkeiten als Schleier, Hülle um die Wahrheit entsteht, als Kraft der Illusion, als Maya oder Täuschung zu bezeichnen.  Interessant ist, dass im älteren indischen Sanskrit Maya im neutralen Sinne von übernatürlicher Kraft, Wunderkraft, benutzt wird. Lässt man sich auf die &lt;br /&gt;
Aitareya Upanishad ein, beginnt man, diesen Ansatz zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erschaffung der Welt mit allen Geschöpfen ist etwas wundervolles, es birgt für alle Geschöpfe und Wesen die Möglichkeit von Erfahrungen und letztlich der Erkenntnis, wer sie wirklich sind. Deshalb ist diese Welt und die sie erschaffende Kraft eigentlich super, ohne sie gäb es uns nicht. Mir gefällt vor diesem Hintergrund die Bezeichnung Magie deshalb viel besser. Maya ist die Wunderkraft, die Magie, die alles entstehen lässt. Dass sie letztlich überwunden werden muss, wenn wir zur Wahrheit vordringen wollen, schmälert aber nicht die Bedeutung der Welt für uns und damit der Kraft, die sie erzeugt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erster Adhyaya, Erster Khanda====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Zu Anfang war diese Welt allein Atman; es war nichts andres da,  die  Augen  aufzuschlagen.  Er  erwog:  „  Ich  will  Welten schaffen.“&lt;br /&gt;
Wir dürfen sicherlich statt „Er“ ,mit der zwangsläufigen Assoziation  einer  männlichen  Wesenheit,  das  neutrale  Absolute denken und sagen. Interessant ist, dass hier Atman an erster Stelle genannt wird, und nicht Brahman. Es ist eben nicht die unveränderliche, ungeborene Wahrheit, die Kraft hinter allen Erscheinungen,  sondern  ein  besonderer  Aspekt  dieser  Kraft, der Teil, der sozusagen etwas erleben will und sich dafür die Welt ausdenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Da schuf er diese Welten: die Flut, die Lichträume, das Tote, die Wasser. Jenes  ist  die  Flut,  jenseits  des  Himmels,  der  Himmel  ist  ihr Boden. – Die Lichträume sind der Luftraum.- Das Tote ist die Erde.- Was unter ihr, das sind die Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich  sollte  man  erwarten,  dass  Atman  die  bekannten fünf Elemente erschafft: Erde, Wasser, Feuer, Luft und den Raum (Akasha). Aber er schuf nur vier und dann auch noch andere. Deshalb  geht  es  sicher  hier  zunächst  nicht  um  die  konkrete Materie, aus der diese Welt besteht, sondern vielmehr um das, was hinter dieser Materie steht, nämlich die bekannten drei Qualitäten  sattwa,  rajas  und  tamas,  die  in  ihrer  jeweils charakteristischen Mischung die Materie erst bilden. Das, was jenseits des Himmels ist, das den Himmel als Boden nutzt, kann nur  die  Qualität  sein,  die  wir  mit  der  Reinheit  des  Himmels assoziieren, also sattwa. Die Erde wird als das Tote bezeichnet,&lt;br /&gt;
damit liegt die Vermutung nahe, dass hier die Qualität tamas gemeint  ist.  Was  unter  ihr  ist,  das  sind  die  Wasser;  bevor etwas  tot  sein  kann,  muss  es  lebendig  sein,  sich  bewegen und verändern, man könnte auch sagen, fließen, wie das Wasser,  also  der  Qualität  rajas  verbunden  sein.  Die  Lichträume, die  der  Luftraum  sind,  fallen  eindeutig  aus  diesem  Schema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wir haben mit der Aitareya Upanishad in Teil 1 und 2  dieser Reihe einen genaueren Blick auf die Erschaffung der Welt geworfen. Wir haben erfahren,  dass zunächst die 3 Grundqualitäten [[sattwa]], [[rajas]] und [[tamas]] als aller [[Materie]] innewohnend entstanden. Im nächsten Schritt wird das Urbild aller  Lebe wesen aus dem Bewusstsein geformt, das die grundlegenden Strukturen, Eigen schaften und Aufgaben darstellte und das gesamte Potential aller Lebewesen enthielt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Schöpfungsmythos aus der Ait Areya Upanishad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Mund und Agni, das Feuer=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt differenziert sich der Mund aus (in der Embryonalentwicklung vieler Tiere entsteht zunächst der sogenannte  Urmund,  aus  dem  sich  später  das  Darmrohr  und  die inneren Organe bilden). Der Mund wird mit der Rede assoziiert, und diese mit Agni, dem Feuer. Auch hier drängt sich die Aussage auf: „Am Anfang war das Wort“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Kommunikationsfähigkeit kann niemand auskommen, sie ist eine zentrale individuelle Fähigkeit der Lebewesen in dieser Welt, sie ist nicht nur  für  jedes  einzelne  Lebewesen  charakteristisch,  sondern jede Art entwickelt eigene Kommunikationstechniken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni steht für: [[Feuer]], [[Wille]], [[Reinheit]], [[Transformation]]. Das lässt sich auch auf die [[Kommunikation]] übertragen. Jedes [[Individuum]] muss den Willen zur Kommunikation aufbringen, was durchaus auch [[Energie]] kostet. Letztendlich ist es die Aufgabe der [[Kommunikation]], dafür zu sorgen, dass die [[Welt]] ein bisschen besser wird  (das  vorhandene  Maß  an  [[Reinheit]]  zu  erhöhen),  auch wenn sie oft genug genau für das Gegenteil genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Nase, Vayu und der Wind=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes bildet sich nach der Aitareya Upanishad die Nase, daraus das [[Prana]], und daraus [[Vayu]] (Wind, Luft).  Prana ist unsere [[Lebensenergie]], im engeren Sinne die aufsteigende [[Energie]], die mit dem Einatmen verbunden ist. Damit ist eine weitere wichtige Funktion beschrieben, die bei allen Lebewesen  vorhanden  sein  muss,  damit  sie  leben  können:  Sie müssen  [[Energie]]  aufnehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prana  steht  aber  auch  für  die Verbindung zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen [[Körper]]. Die feinstoffliche [[Energie]] muss in die Materie fließen  können,  damit  diese  sozusagen  belebt  ist.  Im  Yoga wird  die  Funktion  dem  [[Pranakörper]]  zugesprochen.  Aus  dem Prana wird [[Vayu]], das für Luft allgemein, das Luftelement, aber auch den Gott des Windes steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindung ist insofern interessant, als sie unsere gängigen Vorstellungen von [[Ursache]] und Wirkung auf den Kopf stellt. Es entsteht nach den Aussagen der Upanishad erst die Funktion (Nase – [[Prana]]), dann erst das Medium, die Grundlage, nämlich der [[Luftraum]] - der Gott des Windes als Voraussetzung für die Entstehung des materiellen Windes, der durch die [[Welt]] weht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder anders formuliert: Den [[Wind]], die [[Luft]] gibt es nach der  Aitareya  Upanishad  nur,  weil  die  Lebewesen  eine  Möglichkeit brauchen, [[Energie]] aufnehmen zu können, weil sie eine Verbindung zwischen dem Grobstofflichen und dem Feinstofflichen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Augen und Aditya, die Sonne=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Augen entwickelt sich das Gesicht und daraus Aditya. Die Augen sind ein wichtiges Wahrnehmungssystem der Lebewesen. Sie bilden sich bei der Embryonalentwicklung als erstes aus  dem  Nervenrohr.  Auf  der  mechanischen  Grundlage  der Augen können sich die Gehirnbereiche vergrößern und wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augen und das Gesicht mit den anderen Sinnen ermöglichen  eine  Wahrnehmung  der  Welt,  die  für  jedes  Lebewesen&lt;br /&gt;
anders aussieht. Dies gilt sowohl für die Individuen einer Art, die  einen  sehr  individuellen  Blick  auf  die  Welt  entwickeln, umso mehr noch für verschiedene Arten, die unterschiedliche Ausschnitte der [[Welt]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel sei hier nur daran erinnert, dass Insekten ein anderes Lichtspektrum sehen oder Hunde einen intensiveren Geruchssinn haben. Es macht damit  insgesamt  durchaus  Sinn,  davon  auszugehen,  dass  es Wahrnehmungsorgane braucht, wenn ein Lebewesen in dieser [[Welt]] überleben soll. Am Anfang muss sich also die prinzipielle Fähigkeit der Wahrnehmung herausbilden. Mit dieser Wahrnehmungsfähigkeit ist die Aditya assoziiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aditya steht für die [[Sonne]], die in den späteren Texten immer wieder als Bild für das [[Absolute]] benutzt wird. Adytia ist auch eine Götterklasse, es sind die Söhne der Aditya, des unendlichen Bewusstseins. Und hier wird es spannend, denn wir erhalten  den  ersten  Hinweis  darauf,  wozu  wir  eigentlich  alle unsere Wahrnehmungsfähigkeiten bekommen: um das [[Absolute]] zu erkennen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maya]], die Kraft, die all dies schafft, ist also auf etwas Positives ausgerichtet: Wir sollen die [[Wahrheit]] erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Ohren und die Himmelsregionen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt entstehen die Ohren, aus diesen das Gehör und daraus die Dishs, die Himmelsgegenden. Interessant ist,&lt;br /&gt;
dass hier das Gehör nicht mit der akustischen Wahrnehmung assoziiert  wird,  sondern  mit  den  Himmelsgegenden,  bzw.&lt;br /&gt;
Raumrichtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Vishuddha Chakra]] (Kehlzentrum) mit dem Element [[Akasha]],  Raum,  ist  mit  dem  Gehör  verbunden.  Es  geht  hier also  nicht  um  die  Entwicklung  der  Wahrnehmungsfähigkeit, diese wurde ja auch bereits mit der Entstehung der Augen in Verbindung gebracht. Das Ohr enthält nicht nur die Organe, mit denen wir akustische Signale entschlüsseln können, es ist auch der Sitz unseres Gleichgewichtssinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir bei der Vorstellung, dass uns dieser Text der Aitareya Upanishad die Entstehung eines ersten idealen Bewusstseinswesen  erklärt,  aus  dem  dann  die  konkreten  verschiedenen Lebewesen der unterschiedlichen Arten hervorgehen können, öffnet sich der Blick auf die entscheidende Frage: Was muss ein solches ideales Lebewesen eigentlich noch können, wenn es  jetzt  schon  kommunizieren,  Energie  wandeln  und  wahrnehmen kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klare Antwort: Es muss sich in dieser Welt orientieren können, es muss die Himmelsrichtungen wahrnehmen und sich im Raum bewegen können – und genau das ist mit der Ausdifferenzierung der Ohren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem vorliegenden Text differenziert sich dann die Haut, daraus werden die Haare und daraus die Kräuter und Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 5===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr31.pdf Yoga Vidya Journal Nr.31 - Herbst 2015])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du im 4.Teil erfahren hast, wie unsere [[Nahrung]] entstand und wie wir unsere [[Bedürfnis]]se befriedigen können, geht es nun um die [[Vollendung]] des [[Mensch]]en. Ähnlich wie in der [[Bibel]] (Gen 2) wird klar, dass der [[Mensch]] von [[Gott]] &amp;quot;beseelt&amp;quot; ist. Die gesamte [[Schöpfung]] hat Teil an der göttlichen [[Natur]] ([[Brahman]]). Höre die [[Wort]]e aus der [[Aitareya Upanishad]], Dritter [[Khanda]], Verse 11 bis 14:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Was ist der Mensch ohne das Absolute?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Er erwog: &amp;quot;Wie könnte dieses (Menschengefüge) ohne mich bestehen?&amp;quot; Und er erwog: &amp;quot;Auf welchem Wege soll ich in dasselbe eingehen?&amp;quot; Und er erwog :&amp;quot;Wenn durch die [[Rede]] gesprochen, durch den [[Prana]] eingehaucht, durch das [[Auge]] gesehen, durch das Ohr gehört, durch die [[Haut]] gefühlt, durch das [[Manas]] gedacht, durch den [[Apana]] ausgehaucht, durch das Zeugungsglied ergossen wird,- wer bin denn ich?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn wir als [[Mensch]] nach diesem Schöpfungsakt physisch überleben können, wären  wir ohne ein höheres [[Element]] in uns physischen und geistigemotionalen [[Bedürfnis]]sen hilflos ausgeliefert. Wir hätten keine [[Möglichkeit]] zu erkennen, warum wir in dieser [[Welt]] [[essen]], [[trinken]], [[schlafen]], [[handeln]], [[begehren]] müssen. Wir könnten uns [[selbst]] nicht erkennen, wir könnten uns nicht die [[Frage]] stellen: &amp;quot;Wer bin denn ich?&amp;quot; Wirklich bestehen können wir nur aus dem wahren inneren [[Selbst]] heraus. Es ist etwas in uns, das uns all unsere [[Fähigkeit]]en  nutzen lässt, unsere &amp;quot;[[Nahrung]]&amp;quot; erobern lässt und uns zu [[Erfahrung]]en und [[Erkenntnis]]sen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Bewusstsein]], nicht nur [[Körper]], [[Geist]] und [[Emotion]]en zu sein, lässt uns [[Schwierigkeiten]] überwinden und besondere [[Leistung]]en vollbringen. Viele große [[Dichter]], [[Entdecker]] usw. erleben sich als angebunden an etwas Größeres, wenn sie ihre besondere [[Leistung]] vollbringen. Viele [[Mensch]]en haben solche [[Erlebnis]]se des [[Einssein]]s mit etwas Größerem, aus dem heraus ein als vollkommen erlebter [[Augenblick]] oder ein vollkommenes [[Produkt]] entsteht. Die [[Frage]] ist, wie kommt es zu dieser [[Verbindung]] mit dem [[Brahman|Absoluten]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gott wohnt im Menschen====&lt;br /&gt;
2. Da spaltete er hier den Scheitel und ging durch diese Pforte hinein. Diese Pforte heißt [[Vidriti]] (Kopfnaht, wörtlich Spalt) und selbige ist der [[Seligkeit]] Stätte. Drei Wohnstätten hat er und drei Traumzustände ([[Wachen]], [[Traum]], [[Tiefschlaf]]); er wohnt hier (im [[Auge]], beim [[Wachen]]) und wohnt hier (im [[Manas]], beim [[Träumen]]) und wohnt hier (im [[Äther]] des [[Herz]]ens, beim [[Tiefschlaf]]). Da alle wichtigen [[Chakra|Energiezentren]] bereits von den [[Wahrnehmungsqualität]]en besetzt sind, erfolgt der [[Eintritt]] des wahren inneren [[Selbst]] ([[Atman]]) über den Schädel / Scheitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Selbst]] ist aber weder das [[Sehen]], noch das [[Auge]], noch alle [[Wünsche]] und [[Handlung]]en, die mit dem Auge zusammenhängen usw. Es ist weder [[Körper]] noch [[Wahrnehmung]]s- noch Handlungsorgane noch geistige [[Kräfte]]. Es ist zwar die [[Ursache]] von allem, aber nicht mit diesen identisch (s. [[Bhagavad Gita]]). Das [[Selbst]] ist die [[Erkenntnismöglichkeit]], die hinter allen Funktionen von [[Körper]], [[Geist]] und [[Seele]] steckt. Im Wachzustand, symbolisiert durch die [[Augen]], liefert das innere [[Instrument]] der [[Psyche]] [[Erkenntnis]]se, im [[Traum]] liefert das intuitive [[Erfassen]] als [[Manas]] (Einheit von [[Denken]] und [[Fühlen]]) [[Erkenntnis]]se, im [[Tiefschlaf]] fallen alle nach außen gerichteten [[Aktivität]]en und [[Funktion]]en weg und eine direkte [[Erkenntnis]] über die [[Erfahrung]] von [[Wonne]] ist möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Wissen]], das hinter allen [[Wahrnehmung]]en, die uns auf vielfältige Weise mit der [[Welt]] verbinden, noch etwas Anderes, Höheres steht, ermöglicht uns [[Distanz]] zum täglichen [[Leben]] mit all seinen [[Erfahrung]]en. Wir können alle [[Wahrnehmung]]en und [[Erfahrung]]en machen, aber wir müssen uns nicht mit ihnen identifizieren. Das [[Wissen]], dass wir [[Zugang]] zu unserem wahren inneren [[Selbst]] erlangen können, befreit von [[Angst]], das [[Leben]] nicht bewältigen zu können. Wir können das [[Selbst]] erfahren, indem wir ganz achtsam und aufmerksam unsere [[Wahrnehmung]]en annehmen und analysieren. Wir können auf unsere [[Intuition]] vertrauen und wir können uns in die innere [[Wonne]] fallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Mensch ist Gott am ähnlichsten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachdem er geboren, überschaute er die Wesen, - und er sprach: &amp;quot;Was wollte sich hier für einen (von mir) Verschiedenen erklären?&amp;quot; Aber doch erkannte er diesen [[Mensch]]en als &amp;quot;Brahmandurchdrungenste&amp;quot;. Und er sprach: &amp;quot;Diesen habe ich ersehen (idam adarsham). 4. Darum heißt er Idandra, denn wirklich heißt er Idandra; aber ihn, der Idandra heißt, nennen sie [[Indra]] auf geheimnisvolle Weise; denn die Götter lieben gleichsam das Geheimnisvolle. Nachdem sich das Göttliche manifestiert hat, stellt diese [[Kraft]] zu [[Recht]] fest: Wer könnte sich als von mir verschieden verstehen? Das Göttliche hat sich in allen Wesen manifestiert, es überschaut dabei alle Wesen, nicht nur den [[Mensch]]en!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir als [[Mensch]]en haben also nach diesen Versen keine wirkliche Sonderstellung, wir unterscheiden uns von allen anderen von [[Gott]] durchdrungenen Wesen nur dadurch, dass im [[Mensch]]en die [[Gegenwart]] [[Gott]]es besonders deutlich werden kann, wir sind am meisten durchdrungen von [[Brahman]]. Nimmt man diese [[Aussage]] ernst, hat sie weitreichende [[Konsequenz]]en für das [[Verständnis]] der [[Welt]]. Dann haben wir z.B. nicht das [[Recht]], alle Ressourcen für uns zu beanspruchen, sondern wir müssen sie mit allen Wesen teilen. Idam adarsham – Dieses habe ich ersehen – wird im Laufe der [[Geschichte]] der [[Mensch]]en im betrachteten Kulturkreis zu Idan – dra , zum [[Gott]] [[Indra]]. Wird Indra verehrt, verehren wir aber in [[Wirklichkeit]] die in uns [[selbst]] wohnende göttliche [[Kraft]] in allen Facetten unseres [[Menschsein]]s. Wir haben das größte [[Potential]] zur [[Erkenntnis]]; dies ist beabsichtigt, dies ist &amp;quot;ersehen&amp;quot;, als aktiver [[Prozess]] der [[Schöpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass wir ein solches [[Potential]] der [[Entwicklung]] besitzen ist aber nicht offensichtlich, sondern muss erarbeitet werden. So wie wir unsere [[Talent]]e allmählich entdecken und schulen können wir auch unsere in uns versteckte göttliche [[Natur]], unser wahres inneres [[Selbst]] entdecken und zur [[Entfaltung]] bringen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: No risk – no fun! [[Durst]] und [[Hunger]], also unsere [[Fähigkeit]]en und [[Bedürfnis]]se, wollen genutzt werden. Wäre alles offensichtlich, gäbe es keinen [[Grund]] zur [[Bemühung]] um [[Erkenntnis]]. Damit würde ein Teil der Erkenntnis wegfallen, nämlich die [[Erfahrung]], was wir alles in den verschiedenen Situationen können! Der Weg ist das [[Ziel]]! Würden wir uns jederzeit unserer wahren göttlichen Kräfte bewusst sein, würden wir keine [[Fehler]] machen und damit auch bestimmte [[Erfahrung]]en nicht nutzen können. Unsere göttliche [[Natur]] ist in uns versteckt und wir müssen uns früher oder später auf das [[Abenteuer]] einlassen, sie zu entdecken und zu verwirklichen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Über die Autorin====&lt;br /&gt;
Shivapriya Angela Große-Lohmann [[Yogalehrerausbildung|Yogalehrerin]] (BYV), Ausbildungsleiterin, [[Lehrer]]in für [[Biologie]] und [[Chemie]]. Sie bringt langjährige Seminar- und Ausbilder-[[Erfahrung]]en mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Schreibweisen für Upanishad==&lt;br /&gt;
Im Deutschen gibt es viele Schreibweisen für Upanishad. Dazu gehören: Upanishade, Upanischad, Upanischaden, Upanisad, Upanisade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plural, also die Mehrzahl von Upanishad, ist Upanishaden bzw. Upanischaden bzw. Upanisaden. Anglisiert auch Upanishads bzw. Upanisads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelne Upanishaden===&lt;br /&gt;
*[[Advaya Taraka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Aitareya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Amritabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ark&#039;hi]] (Arsheya Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Aruneya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ashrama Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharvashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharva Shiras Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atmabodha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Bark&#039;he soukt]] (Purushasuktam) &lt;br /&gt;
*[[Baschkl]] (Bashkala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Bhasma Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmavidya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brihadaranyaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Chandogya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Culika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Darshana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Dhyanabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Garbha Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Garuda Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Hamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ishavasya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaivalya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalagnirudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalisantarana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kanthashruti Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Katha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaushitaki Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kena Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kshurika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maitrayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mandukya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mrat lankoul]] (Mrityu Langala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Mundaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nadabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nilarudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Niralamba Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pankl]] (Paingala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Paramahamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranagnihotra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranou]] (Pranava Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Prashna Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pinda Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ramatapaniyopanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rudra Hridaya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sarva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schavank]] (Shaunaka Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Svetasvatara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tadiw]] (Tad eva)&lt;br /&gt;
*[[Talavakara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Taittiriya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tejobindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tripura Tapini Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tschhakli]] (Chagaleya Upanishad?) &lt;br /&gt;
*[[Rudraksha Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogatattva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schiw sanklap]] (Shivasamkalpa)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Upanishadgruppen bzw. -sammlungen===&lt;br /&gt;
*[[Reine Vedanta Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Shiva Upanishaden]] &lt;br /&gt;
*[[Vishnu Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Oupnek&#039;hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere verwandte Artikel===&lt;br /&gt;
*[[Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Veden]]&lt;br /&gt;
*[[Mahavakya]]&lt;br /&gt;
*[[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
*[[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Philosophiesysteme]]&lt;br /&gt;
*[[Reinkarnation]]&lt;br /&gt;
*[[Leben]]&lt;br /&gt;
*[[Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Shankara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/upanishaden/ Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p597_Das-Kronjuwel-der-Unterscheidung-von-Shri-Shankaracharya/ Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002 ]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit]&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger/ Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001&lt;br /&gt;
*Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039; von Huchzermeyer, Wilfried] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039; von Mittwede, Martin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veden aus „Göttliche Erkenntnis“  von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_upanishaden.html Upanishaden, Artikel aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Klassische Schriften des Yoga: Veden, Upanishaden, Smritis, Puranas und Itihasas===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/04-klassische-schriften-des-yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga und Vedanta Einführung===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/01-jnana-yoga-vedanta-einfuehrung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vom Begrenzten zum Unendlichen - Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/75_Vom_Begrenzten_zum_Unendlichen-Yoga-Vidya.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===111 Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/111_Geschichten_aus_den_Upanischaden.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deussen Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566009</id>
		<title>Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566009"/>
		<updated>2016-10-18T13:25:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Teil 5 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Upanishad&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: उपनिषद् upaniṣad &#039;&#039;f.&#039;&#039;) kommt von den beiden Wörtern [[Upa]] und [[Nishad]]. Upa heißt in der Nähe, nahe bei und Nishad sitzen, sich niederlassen. So bedeutet Upanishad eigentlich in der Nähe sitzen, das heißt man kann man die [[Weisheit]] der Upanishaden dann verstehen, wenn man in der Nähe eines Lehrers sitzt. Deshalb werden die Upanishaden auch als Geheimlehre bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guru-schueler.jpg|thumb|Das Wissen wurde vom Lehrer an den Schüler weitergegeben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die wichtigsten der uralten Schriften Indiens. Sie sind die Grundlagen für Vedanta. Upanishad sind Teile der indischen Heiligen [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Sie bilden den letzten und philosophischen Teil dieser Schriften. Die ältesten der [[108]] Upanishaden wurden etwa 800 v. Chr. verfasst. Sie beschäftigen sich mit der Essenz der vier [[Veda|Veden]] und bilden so die Grundlage des [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Vedanta]. Aus den Upanishaden stammen die [[Mahavakya]]s (große Aussprüche). Jüngeren Datums sind die [[Yoga Upanishaden]] (Sanskrit: yogopaniṣad yogopaniṣad), die sich speziell mit dem [[Yogaweg]] beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Upanishad==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Upanishad&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist ein Sanskrit-Wort und heißt „zu Füßen sitzen“. Upanishad ist eine Schriftgattung, eine Textgattung. Upanishad ist der letzte Teil vom [[Veda]]. Veda ist die älteste Schriftensammlung, die bis heute in Gebrauch ist. Im Veda sind die ältesten, insbesondere Texte in einer indoeuropäischen Sprache. Veda ist das Urwissen der Menschheit. Veda hat vier Teile. Zum einen gibt es vier Vedas, [[Rig Veda]], [[Yajur Veda]], [[Sama Veda]] und [[Atharva Veda]]. Und jeder der vier Vedas hat wiederum vier Teile. Da gibt es die [[Samhita]]s, die Hymnen, es gibt die [[Aranyaka]]s, die Erläuterungen, die [[Brahmana]]s, die weitergehenden Ausführungen für die Brahmanen, und es gibt die Upanishads. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist sozusagen die Metaphysik oder die spirituelle [[Philosophie]] hinter dem Veda. Die Upanishaden gelten auch als das Geheimwissen. Es ist das [[Wissen]], welches die Tiefe des Menschseins berührt. In den Upanishaden wird [[Vedanta]] erläutert. Vedanta, die Philosophie des Absoluten. Im Vedanta stehen die [[Mahavakya]]s, die großen Aussprüche: „Tat Twam Asi. Das, das Unendliche, das bist du. [[Aham Brahmasmi]]. Ich bin [[Brahman]]. Ayam Atma Brahman. Dieses Selbst ist Brahman. Prajnanam Brahman. Bewusstsein ist Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishaden sind bis heute die besten Darstellungen der höchsten Wirklichkeit. Es gibt viele Upanishaden, normalerweise spricht man von 108 Upanishaden. Davon hat [[Shankaracharya]] einige kommentiert und die Kommentare von Shankaracharya über die Upanishaden zählen bis heute zu den besten Darlegungen der Vedanta-Philosophie. Und so spricht man von den zwölf wichtigsten Upanishaden als die klassischen Upanishaden. Auch bei [[Yoga Vidya]] haben wir die wichtigsten Upanishaden als Buch herausgegeben, so dass du sie auf Deutsch lesen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr über Upanishaden findest du auf unseren Internetseiten, auf [https://www.yoga-vidya.de/ www.yoga-vidya.de]. Dort findest du auch die Übersetzungen der wichtigsten Upanishaden, du kannst also die Upanishaden auch in der deutschen Übersetzung lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cxrQzg-v_aE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Upanishaden - Einführung nach Paul Deussen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 19-28.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einleitung===&lt;br /&gt;
:Jenseits ist [[Fülle]],&lt;br /&gt;
:Diesseits ist Fülle,&lt;br /&gt;
:Aus Fülle kommt Fülle hervor.&lt;br /&gt;
:Nimmt man die Fülle aus der Fülle,&lt;br /&gt;
:So bleibt nichts als Fülle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zitat aus der [[Isha Upanishad]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Das vedische Zeitalter===&lt;br /&gt;
Wer über die [[Veden]] spricht, steht zwangsläufig dem Dilemma gegenüber, sich mit [[Geschichte]] und [[Mythos]] auseinandersetzen zu müssen. Sind für den orthodoxen [[Hindu]] die Veden in Wahrheit unmanifestiert, der nur dem [[Seher]] vollständig erkennbare Ausdruck des absoluten [[Brahman]], so stellen sie für den westlichen [[Indologe]]n ein erstes schriftliches Zeugnis einer frühen Hochkultur dar. Während die Datierung der ersten Zivilisationen im [[Indus]]-Tal ständig weiter nach hinten verlagert wird und die [[Harappa]]-Kultur aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend schon lange nicht mehr als der eigentliche Ursprung gilt, ist die akademische Meinung hinsichtlich des vedischen Schrifttums relativ konstant geblieben. Die Abfassung des [[Rigveda]], des ältesten Teiles der verfassten Veden - wir lassen den Mythos im Folgenden unberücksichtigt - wird etwa auf die Zeit um 2000 bis 1500 v. Chr. angesetzt. Die frühesten Upanishaden dürften nicht vor 1000 v. Chr. niedergeschrieben worden sein, und man setzt das Ende der &#039;&#039;Upanishaden-Epoche&amp;quot; etwa mit der Zeit um 500 v. Chr. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterteilt die Veden in vier Bereiche. Der Rig-Veda enthält die Opferhymnen an die [[Götter]]; der [[Samaveda]] ist der [[Veda]] der Gesänge ([[Saman]]) und dient gewissermaßen als musikalische Ergänzung des Rig-Veda; der [[Yajurveda]] ist der Veda der Opfersprüche und der [[Atharvaveda]] ist nach dem Hohepriester ([[Atharvan]]) benannt, der die heiligen Handlungen ausführte und die [[Mantra|mantrischen]] Sprüche rezitierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Veden wurden dann noch in drei Abteilungen gegliedert. Die [[Samhita]] (Sammlung) enthält die zu verwendenden Sprüche, [[Hymne]]n und [[Gebet]]e; das [[Brahmana]] die erforderlichen theologischen Erklärungen; während die [[Sutra]]s den Inhalt des Brahmanam kurz zusammenfassen. Der theologische Teil, das Brahmana, teilt sich dann wiederum in drei Teile, [[Vidhi]], [[Arthavada]] und [[Vedanta]]. Letzterer, das Ende oder die Vollendung des Veda (Veda Anta), enthält die Upanishaden. Sie stellen gleichsam den Abschluss und Höhepunkt des vedischen Zeitalters dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um die Bedeutung der vedischen Offenbarung in ihrer Tiefe zu verstehen, empfiehlt es sich, drei herausragende Repräsentanten der indischen [[Spiritualität]] des 20. Jahrhunderts zu Wort kommen zu lassen, die ihre eigene [[Tradition]] aus innerer [[Verwirklichung]] darstellten. [[Vivekananda]], [[Indien]]s erster großer Botschafter im Westen, schrieb in seinem &amp;quot;[[Jnana Yoga]]&amp;quot;: &amp;quot;Man muss wissen, dass in Indien die Veden als heiliger betrachtet werden als selbst die [[Bibel]] bei den [[Christentum|Christen]]. Die christliche Idee der [[Offenbarung]] ist die göttliche [[Inspiration]] eines Menschen, aber nach der indischen Auffassung existieren die Dinge nur deshalb, weil sie in den Veden sind. Aus den Veden und durch die Veden ist die ganze [[Schöpfung]] entstanden; alles Wissen ist in den Veden. Jedes Wort ist heilig und ewig, ewig wie die [[Seele]], ohne Anfang und Ende. Die Gesamtheit des Schöpfungsgeistes ist in den Veden enthalten, und in diesem Licht werden sie betrachtet. Etwas ist sittlich oder unsittlich, weil es die Veden so bezeichnen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vivekananda, Jnana-Yoga Bd. 1, Freiburg o. J., S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Bewertung findet sich auch in der &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von [[Paramahansa Yogananda]]. &amp;quot;In der reichhaltigen Literatur Indiens sind die Veden (Wurzel: Vid : wissen) die einzigen Texte, die keinen Verfasser aufweisen. Der Rigveda (X 90,9) schreibt seine Hymnen und Erzählungen einem göttlichen [[Ursprung]] zu und berichtet uns (III 39,2), dass sie aus &amp;quot;grauer Vorzeit&amp;quot; stammen und später in eine neue Sprache gekleidet wurden. Da die Veden den [[Rishi]]s (Sehern) von einem [[Zeitalter]] zum anderen durch göttliche Offenbarungen mitgeteilt wurden, heißt es, dass sie Nitjatwa, das heißt &amp;quot;zeitlose Gültigkeit&amp;quot;, besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veden waren ursprünglich Laut-Offenbarungen, die von den Rishis unmittelbar gehört ([[Shruti]]) wurden, und enthalten im Wesentlichen [[Lied]]er und [[Rezitation]]en. Diese 100 000 Verse der Veden wurden also mehrere Jahrtausende lang nicht niedergeschrieben, sondern mündlich durch die Brahmanen-Priester weitergegeben. Weder Papier noch Stein sind gegen die zeitlich bedingten Zersetzungserscheinungen gefeit. Die Veden aber haben sich von einem Zeitalter zum anderen erhalten, weil die Rishis die Überlegenheit des [[Geist]]es über die [[Materie]] kannten und wussten, dass die geistige Art der Überlieferung die beste ist. Denn was ließe sich mit den &amp;quot;Tafel des [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzens]&amp;quot; vergleichen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|HS6kAipt5kQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des &amp;quot;Rishi&amp;quot;, des großen Sehers des vedischen Zeitalters, erlangt auch in der Überlieferung der Upanishaden zentrale Bedeutung. Die Rishis waren nicht die Schöpfer der Veden, sondern sie gaben nur wieder, was sie in [[Meditation]] und [[Versenkung]] als geistige [[Wahrheit]] erschaut hatten. Sri [[Aurobindo]], der zwei umfangreiche Bände über die Veden schrieb und mit seinem &amp;quot;Integralen [[Yoga]]&amp;quot; versuchte, östliches und westliches Gedankengut auf einer neuen, höheren Ebene zu integrieren, deutet die Veden als [[Esoterik|esoterische]] Initiationsschriften. &amp;quot;Die vedischen Rishi waren Mystiker, die ihre innere [[Erkenntnis]] für die Eingeweihten bewahrten; sie schützten sie vor der Allgemeinheit durch den Gebrauch eines Alphabetes von Symbolen, welches ohne [[Initiation]] nicht verstanden werden konnte, das aber vollkommen klar und systematisch war, wenn die Zeichen einmal erkannt waren. Die Symbole gruppierten sich um die Idee und Formen des [[Opfer]]s; denn das Opfer war die universelle und zentrale Einrichtung des maßgebenden [[Kult]]es.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, Hymns to Mystic Fire, Pondicherry 1972, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Opfer gewann im Sinne der vedischen Tradition eine doppelte Bedeutung, denn es war einerseits die Opferhandlung für die Götter, andererseits aber auch das innere Opfer der [[Selbstüberwindung]] und [[Selbsthingabe]]. Für Sri Aurobindo war die Sprache der Veden symbolhaft und zielte vor allem auf die sich im [[Mensch]]en abspielenden Prozesse ab. &amp;quot;Die Götter des Veda repräsentieren die universellen Kräfte, herabgestiegen vom Wahrheitsbewusstsein, das die [[Harmonie]] der [[Welt]] errichtete.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., The Secret of the Veda, Pondicherry 1971, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter allen [[Form]]en des Göttlichen, hinter den verschiedensten [[Name]]n sah Aurobindo jedoch eine alles vereinende göttliche [[Quelle]]. Dies führte ihn zu der Überzeugung, die vedische Offenbarung als [[Monotheismus|monotheistisch]] zu bezeichnen. &amp;quot;Ihre Lehre ist monotheistisch, und die vedischen Götter sind verschiedene Namensnennungen der einen [[Gottheit]]; zur gleichen Zeit sind sie eine Bezeichnung Ihrer [[Macht]], wie wir sie in der [[Natur]] wirken sehen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Deutung zeigt sich eines der Grundprobleme der [[Mystik|mystischen]] oder esoterischen Interpretation einer religiösen Tradition. Es kann kein Zweifel bestehen, dass die vedische Lehre im [[Hinduismus]] in breiten Schichten zu einem vulgären [[Polytheismus]] geführt hat. Doch Ähnliches lässt sich unschwer auch bei anderen spirituellen Überlieferungen nachweisen, so dass es sinnvoll erscheint, das Augenmerk auf die großen [[Mystiker]] zu richten, anstatt sich in den Niederungen des [[Aberglaube]]ns zu verlieren. So erblickte auch Arthur Schult in seiner wertvollen Studie über &amp;quot;Die [[Weisheit]] der Veden und Upanishade&amp;quot; den einen [[Gott|GOTT]] hinter der Vielheit der vedischen Götter. &amp;quot;Wenn einer der Götter angerufen wird, scheinen alle anderen zu verschwinden, bzw. in ihm aufzugehen. Jeder Gott, der gerade angerufen wird, ist der einzige Gott. Die Götter gleichen einander, bilden eine geheime Einheit. Es gibt nicht ein Nebeneinander verschieden beschaffener, zueinander im Gegensatz stehender Götter, wie in der Götterwelt Homers. Henotheismus hat der berühmte Sprachforscher und Ethnologe Max Müller diese Art des Gotterlebens genannt, in der Polytheismus und Monotheismus auf eigenartige Weise geeint sind&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schult, Die Weisheit der Veden und Upanishaden im Lichte des&lt;br /&gt;
West-Ost-Problems, Bietigheim 1962, S. 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atharvaveda kündet in einer seiner Hymnen von der Einsicht, welche die weisen Waldeinsiedler der Upanishaden ihren Schülern vermitteln sollten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Er allein ist der Eine, der Einzige, nur Einer.&lt;br /&gt;
:Die Götter ([[Deva]]s) da sind in ihm ein Einziges.&amp;quot; Atharvaveda XIV,4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===II. Die Entstehung der Upanishaden===&lt;br /&gt;
Die Upanishaden, als krönender Schlussteil der vedischen Überlieferung, wurden ebenfalls viele Jahrhunderte lange mündlich überliefert. Während die vier Veden noch stärker das [[Mythologie|mythologische]] oder auch das [[Ritual|ritualistische]] Moment betonen, rücken in den upanishadischen Texten, obwohl vor allem die älteren noch jeweils einem der vier Veden angeschlossen sind, die philosophische Spekulation und die esoterisch-initiatische Tradition in den Vordergrund. Diese Entwicklung drückt sich in der indischen Gesellschaft durch die immer einflussreichere [[Vedanta]]-Schule aus, die im 9. Jahrhundert ihren bedeutendsten Repräsentanten in [[Shankara]] findet. Die eher ritualistisch-zeremoniell ausgerichteten Anhänger des Veda sammeln sich in der [[Karma]]-[[Mimansa]]-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; weist auf die spezielle Überlieferungs- oder Einweihungstradition hin. Es setzt sich aus den Silben &amp;quot;Upa&amp;quot; (nahe), &amp;quot;Ni&amp;quot; (nieder) und &amp;quot;Shad&amp;quot; (sitzen) zusammen und beschreibt eine [[Lehrer]]-[[Schüler]]-Situation, in welcher der Schüler neben seinem verehrten [[Meister]] sitzt und dessen Lehre lauscht. Der [[Benediktiner]]mönch Henri Le Saux, der nach Indien ging und dort unter dem Namen [[Swami Abhishiktananda]] eine Synthese zwischen upanishadischer [[Weisheit]] und christlicher [[Mystik]] verwirklichte, sah in dem Wort auch noch eine Entsprechung zwischen Makro- und Mikrokosmos. &amp;quot;Das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; muss ursprünglich bedeutet haben: geheimniserfülllte Entsprechungen oder Wechselbeziehungen. Tatsächlich schreitet die Upanishadenlehre für gewöhnlich von Entsprechung zu Entsprechung fort: im [[Kosmos]], im menschlichen [[Körper]] und im [[Geist]], bis man schließlich die höchsten &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; entdeckt, die den Schlüssel zu allem bieten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Le Saux, Der Weg zum anderen Ufer, Köln 1979, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; erschließen sich dem Schüler für gewöhnlich nicht aus eigener [[Anstrengung]], es bedarf zu ihrer [[Erkenntnis]] der Hilfe eines erleuchteten Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt dem Abendländer des 21. Jahrhunderts nicht ganz leicht, diese Struktur unvermittelt anzunehmen. Zwischen der upanishadischen Epoche und der [[Gegenwart]] liegt vielleicht ein wenig zu viel an Ratio, ein wenig zu viel an Aufklärung, ein wenig zu viel an [[Materialismus]] und [[Atheismus]]. Zudem sind auch für den [[spirituell]] Interessierten Begriffe wie Meister ([[Guru]]), [[Einweihung]] oder [[Erleuchtung]] nicht ganz unbelastet. Dies stellt sich völlig anders da, wenn man selbst bereit ist, in die Überlieferungstradition der Upanishaden einzutauchen. &amp;quot;Die upanishadische Erfahrung hat nichts mit irgendeiner [[Religion]] zu tun, ebensowenig mit der Logik oder Erkenntnistheorie. Sie gehört einer anderen Ordnung an. Sie ist die endgültige [[Erfahrung]] des menschlichen Geistes, der sich die Religionen stellen müssen, wie sie in der [[Vergangenheit]] sich den mythischen und dann den logischen Kategorien des [[Denken]]s gestellt haben.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist Vorsicht bei der Verwendung des Wortes &amp;quot;endgültig&amp;quot; geboten, aber die Intention von Henri Le Saux war es wohl eher, die transzendente Dimension der upanishadischen Erfahrung anzudeuten. Es geht den Rishis der Upanishaden nicht um eine theologische Spekulation, sondern um die Verwirklichung eines neuen [[Bewusstsein]]s. Eines Bewusstseins, in dem sich der Meister als nicht getrennt vom Absoluten Geist ([[Brahman]]) empfindet, aber auch als nicht getrennt von seinem Schüler - ohne sich in einem wesenlosen [[Nichts]] aufzulösen. Die upanishadische Erfahrung ist, so sieht es der Vedanta, die höchste [[Selbst]] ([[Atman]])-Verwirklichung, die dem Menschen möglich ist. Aufgrund dieses SELBST-Verständnisses erlangen die Upanishaden eine gleichsam über-historische Dimension. &amp;quot;Der Hintergrund, auf dem sich die Upanishaden entwickelt haben, ist unvergleichlich viel universaler als derjenige der Bibel und sogar des [[Evangelium]]s, denn [[Jesus]] ist eine historische Person, und ohne eine Beziehung zu seiner Person über die Zeiten hinweg ist kein [[Christentum]] möglich. Der [[Rishi]] der Upanishaden hat ebensowenig wie der [[Buddha]] eine Persönlichkeit, der er Bedeutung beimisst, oder eine Geschichte, mit der man ihn in Beziehung setzen muss. Die Entdeckung des Buddha ist die Entdeckung jedes Menschen, die Entdeckung des Rishi ist für jeden zugänglich, der bereit ist, der inneren [[Suche]] nachzugehen und der sich nach [[Befreiung]] sehnt. Die Entdeckung des letzten Grundes des [[Sein]]s und des Selbst ist für jedes menschliche Bewusstsein erreichbar! In Wirklichkeit ist es eben darin und nur darin, wo der Mensch sich selbst verwirklicht, gleich in welcher Umwelt er sich befindet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Entstehung der Upanishaden begann im menschlichen Bewusstsein eine Epoche, in der die Mittlerrolle der klassischen Religionen überwunden wurde - selbst jener, die damals noch gar nicht existierten. Der upanishadische Rishi bemüht sich, seinen Schüler seinen eigenen [[Weg]] finden zu lassen. Er sieht sich nicht in der Rolle eines [[Priester]]s, den der Schüler benötigt, um wieder vor das Antlitz [[Gott]]es treten zu können. Im tiefsten Sinne des Wortes ist der &amp;quot;Guru&amp;quot; ein Wegweiser, jemand, der die [[Dunkelheit]] der [[Unwissenheit]] vertreibt. Einen Wegweiser nutzt man dann am besten, wenn man seine Botschaft liest und sie beachtet. &amp;quot;Wer wollte&amp;quot;, so ein Bonmot von [[Krishnamurti]], &amp;quot;so unvernünftig sein und den Wegweiser anbeten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
===III. Die Botschaft der Upanishaden===&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Führe mich vom Wahn zur [[Wirklichkeit]]!&lt;br /&gt;
:Führe mich aus dem Dunkel ins [[Licht]]!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anruf steht in der [[Brihadaranyaka Upanishad|Brihadaranyaka]], einer der ältesten Upanishaden. Damit wird gleichsam die Grundnote der upanishadischen Botschaft deutlich - [[Erkenntnis]] und [[Erleuchtung]]. Die [[Seher]] der Upanishaden wollen ihre [[Schüler]] aus der Dunkelheit der [[Unwissenheit]] befreien und ins Licht der Göttlichen [[Wirklichkeit]] eintreten lassen. Alle großen Interpreten und Kommentatoren der Upanishaden weisen daher immer darauf hin, dass der Versuch, die Upanishaden rein intellektuell zu verstehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Die Essenz der Upanishaden ist trans-rational, aber nicht irrational. Man muss sich ihr vom [[Geist|GEIST]] her nähern, nicht vom [[Verstand]]. Ist man dann in ihr Geheimnis eingetreten, empfindet man eine [[Glückseligkeit]] ([[Ananda]]), die weit jenseits aller vergänglichen menschlichen Freuden ist. Die [[Taittiriya Upanishad]] führt dies in ihrem Kapitel über &amp;quot;Ananda&amp;quot; beredt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Bäumer weist in der brillanten Einführung zu ihrer Upanishaden-Ausgabe auch auf die methodische Komponente der upanishadischen Botschaft hin. &amp;quot;Upanishad bedeutet daher sowohl die Methode, das Mittel der [[Meditation]] und des Lernens von einem [[Meister]], als auch das [[Ziel]], die Vereinigung oder Erleuchtung. Als Beispiel für die erste Bedeutung bezeichnet die [[Mundaka]] (II,2,3) die Upanishad als [[Bogen]], als die große Waffe, mit der man das Ziel, das Unvergängliche, trifft, wobei der Pfeil durch Meditation geschärft sein soll (III,11) Die zweite Bedeutung wird am Ende der Taittiriya-Upanishad (III,10,5) deutlich, wo der Erleuchtete ausruft: &amp;quot;Ich habe diese ganze [[Welt]] überwunden! Ich bin leuchtend wie die [[Sonne]] (und auch) der, der dieses weiß! Das ist die Upanishad!&amp;quot;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Bäumer, Befreiung zum Sein. Auswahl aus den Upanishaden, Zürich 1986, S. 25f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wollte man &#039;&#039;eine&#039;&#039; zentrale Aussage der Upanishaden wählen, so wäre sie in dem Wort Nicht-Zweiheit ([[Advaita|A-dvaita]]) zusammengefasst. Die höchste Einsicht der upanishadischen [[Rishi]]s ist jene von der nicht-dualistischen Wirklichkeit. Swami Abhishiktananda (H. Le Saux) meditiert über den suchenden [[Mensch]]en: &amp;quot;Er sucht [[Gott]] in einem Winkel des Raumes. Und Gott erfüllt den ganzen [[Raum]] und er ist außerhalb des Raumes. Er sucht Gott in einem Punkt der [[Zeit]], in einer [[Vergangenheit]], die vorüber ist, in einer [[Zukunft]], die einmal sein wird. Aber Gott ist außerhalb aller Zeit, und die [[Ewigkeit]] ist in jedem [[Augenblick]] der Zeit gegenwärtig.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir finden hier ein klassisches Paradox der [[Mystik]] vorgezeichnet, die uralte Frage nach [[Transzendenz]] und Immanenz. Gott ist in der [[Schöpfung]], im Innersten des Menschen anwesend - und ist trotzdem der ganze andere. Die eher unbewusst erlebte [[Einheit]] der Veden wird in den Upanishaden zu einer bewussten [[Erfahrung]] der Göttlichkeit des Menschen, die aber nicht in einen undifferenzierten [[Pantheismus]] einmündet. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, um die Einheit von Selbst ([[Atman]]) und Gott ([[Brahman]]) nicht als ein Aufgehen des Tropfens im Urmeer misszuverstehen, greift Sri [[Aurobindo]] in seiner Kommentierung der Upanishaden zur sprachlichen Übersteigerung des Gottes-Begriffes als [[Parabrahman]]. &amp;quot;Der Höchste ist reines [[Sein]], absolute [[Existenz]], [[sat]]. Er ist Existenz, weil er allein Ist, es ist nichts anderes seiend, das irgendeine höchste [[Wirklichkeit]] besitzt oder irgendein Sein unabhängig von seiner Selbst-[[Manifestation]]. Er ist absolute Existenz, weil er allein Ist und nichts anderes in Wirklichkeit existiert; er muss notwendigerweise durch sich selbst, in sich selbst und für sich selbst existieren. Es kann keine Ursache für seine Existenz geben, wie es auch kein [[Ziel]] für seine Existenz geben kann; es kann auch keine Zunahme in ihm geben, noch eine Verminderung, denn Zunahme könnte nur durch Hinzufügung von irgendetwas ihm Äußerlichen und Verminderung durch Verlust an etwas ihm Äußerlichen entstehen; aber für Brahman existiert nichts Äußerliches. Er kann sich nicht verändern, denn geschähe es in irgendeiner Weise, würde er Gegenstand von Zeit und [[Kausalität]] werden. Er kann auch keine Teile besitzen, denn dann würde er Gegenstand des Raum-Gesetzes. Er ist jenseits der Vorstellungen von Raum, Zeit und Kausalität, die er als phänomenale Bedingungen der Manifestation erschafft, die aber nicht ihren [[Ursprung]] bestimmen können. Daher ist er Parabrahman, ist absolute Existenz.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, The Upanishads, Pondicherry 1972, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Gott in radikaler Andersheit die Gesamtheit der [[Schöpfung]] durchdringt, erfährt der Rishi der Upanishaden sich in seiner Erleuchtung doch als eins mit ihm. Gott und das [[Selbst]] sind nicht getrennt, sondern auf unfassbare Weise im innersten Wesenskern vereint. Die vier großen [[Wort]]e ([[Mahavakya|Mahâvâkyas]]) der Upanishaden versuchen dieses [[Mysterium]] sprachlich zu fassen, falls dies in der Begrenztheit des menschlichen Ausdrucks überhaupt möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden und das Christentum===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der [[Christ]] muss versuchen, im Tiefsten seiner selbst, gleichzeitig die Erfahrung der [[Nichtdualität]] des Seins zu machen, die der Grund der vedantischen Erfahrung ist, und die Erfahrung der göttlichen Sohnschaft, der unaussprechlichen Nichtdualität von [[Vater]] und [[Sohn]], in der Einheit des [[Geist]]es, die die Erfahrung des christlichen [[Glauben]]s konstituiert.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren vor allem die [[Benediktiner]], die, teilweise mit einem eigenen [[Ashram]] im Süden [[Indien]]s, den [[Dialog]] zwischen [[Vedanta]] und [[Christentum]] führten, und in Henri Le Saux ([[Swami]] [[Abhishiktananda]]) und Bede Griffiths ihre bedeutendsten Repräsentanten hatten. Vor allem Le Saux, der sich später ganz in die [[Einsamkeit]] zurückzog, kreiste in seinen [[Meditation]]en immer wieder um die upanishadische Einheitserfahrung. Für ihn boten die [[Einsicht]]en der großen [[Rishi]]s den lange gesuchten Schlüssel, um zu einem annehmbaren Verständnis einer [[Trinität|trinitarischen]] Gottesvorstellung zu kommen. Le Saux hatte erkannt: &amp;quot;Dass [[Christus]] wesentlich der erste einer Vielzahl von Brüdern ist. Das Pleroma ist für die Menschwerdung wesentlich. Jedes einzelne Menschenbewusstsein bis hin zum letzten - sie alle sind &amp;quot;zum [[Lob]] der [[Herrlichkeit]] seiner [[Liebe]]&amp;quot; geschaffen - war nötig, damit die Herrlichkeit [[Gott]]es voll wurde, damit diese Herrlichkeit sich so offenbarte, wie der Vater in seiner erhabenen [[Freiheit]] es bestimmt hatte.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Indische Weisheit - Christliche Mystik. Von der Vedanta zur Dreifaltigkeit, Luzern 1968, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese unorthodoxe Trinitätslehre zu untermauern, sah Le Saux in den Upanishaden den Schlüssel, da sie allein für ihn eine Erfahrung universeller Gotteskindschaft zu offenbaren schienen. &amp;quot;Die Trinität wird nur in der Erfahrung des [[Advaita]] (der Nichtdualität) begriffen. [[Jesus]] hat diese zerreißende und erfüllende [[Erfahrung]] der Nichtdualität (mit dem Vater) gelebt, eine Erfahrung, die sich in einem Glanz, in einem [[Licht]], in einer Herrlichkeit offenbart, die alles übersteigt, die einem alles entreißt, die über alles hinausführt: Gabe der [[Weisheit]], tiefe Wesenseinheit (connatura-lité), Explosion, der sich keiner entziehen kann, der &#039;gespürt&#039; hat ...&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., Weg, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die trinitarische Erfahrung wird für Henri Le Saux zu einer kosmischen [[Offenbarung]]. Der Vater ([[Brahman]]), offenbart sich im Sohn ([[Atman]]) durch den [[Geist]] - und diese Offenbarung ist universell! Alles Geschaffene ist in letzter Konsequenz der SOHN; und alles Geschaffene wird in letzter Konsequenz durch den GEIST zurückverbunden und vereint mit dem VATER. Das meint für Le Saux letztlich das [[Mahavakya]] &amp;quot;[[Aham Brahmasmi]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Saux, Griffiths und andere Christen, die in dieser upanishadisch-trinitarischen [[Tradition]] dachten, wurden von der [[Orthodoxie]] immer wieder angegriffen und der Häresie, vor allem der [[Pantheismus|pantheistischen]], verdächtigt. Diese Kritik greift vor allem deswegen zu kurz, weil sie offensichtlich das [[Geheimnis]] der upanishadischen Erfahrungen nicht versteht. Bettina Bäumer macht dies in ihrer Upanishaden-Ausgabe überaus deutlich. &amp;quot;Advaita, die Verweigerung der Zweiheit, der Dualität, ist nicht als [[Monismus]] oder Pantheismus abzutun, wenn auch solche [[Tendenz]]en später nicht immer ausgeschlossen waren. Wie alle upanishadischen Aussagen, muss advaita im Kontext der [[Mystik|mystischen]] Erfahrung verstanden werden. Er bedeutet das letzte Ungenügen einer Spaltung der [[Wirklichkeit]] in Subjekt und Objekt, und vor allem die Unmöglichkeit, [[Gott]] oder das Transzendente auf die Seite des Objektes zu projizieren. Ebenso wenig kann die bloße Übertragung des Göttlichen auf das Subjekt der letzten Wirklichkeit gerecht werden. Wie Swami Abhishiktananda (Henri Le Saux) betonte, ist die Erfahrung des advaita die größte [[Reinigung]] des christlichen Gottesbegriffes.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bäumer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog zwischen der Erfahrung der Upanishaden und der christlichen [[Mystik]] steht erst an seinem Anfang. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Christen den Versuch unternommen, wirklich die Tiefen der upanishadischen Offenbarung auszuloten. Es war ein überaus fruchtbarer Dialog, der nun weiter ausgebaut werden sollte, um einen weiteren Schritt hin zu einer &amp;quot;[[Weltreligion]] des [[Herz]]ens&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Michel, Weltreligion, Grafing 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu machen, die allein die religiösen [[Konflikt]]e der [[Menschheit]] zu lösen imstande sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]], der indische [[Yogi]], Arzt und Weise, schreibt über die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Upanishaden] wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Lehre, die als [[Vedanta]] bezeichnet wird, ist auch unter der Bezeichnung [[Uttara Mimamsa]] bekannt. Der Begründer des Vedanta-Philosophie-Systems war [[Badarayana]] [[Vyasa]]. Die Purva-Mimamsa-Schule wurde von [[Jaimini]], einem Schüler von Vyasa, begründet. Der Unterschied zwischen den beiden Schulen ist der, dass bei [[Purva Mimamsa]] im Allgemeinen der [[Mantra]]anteil der [[Veden]] näher untersucht wird, während Uttara Mimamsa sich eingehend der Lehre der Upanishaden in den Veden widmet. Mit anderen Worten, Purva Mimamsa behandelt den [[Karma]] [[Kanda]], während es bei Uttara Mimamsa um den [[Jnana]] [[Kanda]] geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden als Teil der Veden===&lt;br /&gt;
[[Datei:ShankaradergroeLehrerdesVedanta.jpg|thumb|Sri Skankaracharya, der große Lehrer des Vedanta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Brahmasutras/ Brahma Sutras] von Badarayana oder Sri Vyasa werden als Vedanta [[Darshana]] bezeichnet. Sie heißen so, weil sie auf den Upanishaden beruhen, dem jeweils letzten und abschließenden Teil der Veden. Diese Brahma Sutras sind das Ergebnis der Harmonisierung der sich scheinbar widersprechenden upanischadischen Texte von Badarayana. Der von Sri [[Shankaracharya]] geschriebene [[Bhashya]] (Kommentar) zu den [[Brahma Sutra]]s ist unter der Bezeichung [[Sariraka]] [[Bhashya]] bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Veden]], von denen jede sich aus vier Teilen mit der Bezeichnung [[Samhita]] (Sammlung), [[Brahmana]] (rituelle Erläuterung), [[Aranyaka]] (Waldabhandlung) und Upanishad (philosophischer Lehrtext) zusammensetzt, sind zusätzlich in zwei große Abschnitte unterteilt, nämlich in den Karma Kanda oder Abschnitt der Handlungen und den Jnana Kanda oder Abschnitt der [[Erkenntnis]]. Der Abschnitt der Handlungen führt den Menschen zur [[Welt]] durch [[Glück]] und Genuss im [[Svarga]] oder Himmel, und der zweite, der Abschnitt der [[Erkenntnis]], führt den Menschen zu [[Moksha]] oder der Befreiung.  Die Teile Samhita und Brahmana bilden den Karma Kanda und die Aranyaka und die Upanishaden bilden Jnana Kanda, den Abschnitt der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brahma Vidya]] oder das [[Wissen]], mit dem wir [[Brahman]] erreichen, ist Gegenstand der Upanishaden. Die Upanishaden als jeweils letzter Teil der Veden stellen die [[Philosophie]] des Vedanta dar, wörtlich das Ende der Veden. Aufgrund der Gliederungen des [[Rigveda]] und anderer Texte heisst es, dass es vier Veden gibt. Sie sind vielfach verzweigt und so verhält es sich auch mit den Upanishaden. Im Rigveda gibt es 21 Unterteilungen. Im [[Yajurveda]] sind es 109, im [[Samaveda]] 1000, im [[Atharvaveda]] 50. In jeder Unterteilung gibt es eine Upanishad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Wort Upanishad===&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird dadurch gebildet, dass (…) die Vorsilben Upa und Ni zur Wurzel Shad hinzugefügt werden, die folgende Bedeutungen hat: &lt;br /&gt;
:1) zerschmettern, töten, &lt;br /&gt;
:2) erreichen und &lt;br /&gt;
:3) lockern, freimachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wort Upanishad wird das Wissen um die erfahrbare Wesenheit angedeutet, die von dem zu kommentierenden Werk einprägsam beschrieben wird. Aufgrund welchen etymologischen Prozesses dieses Wissen durch die Bezeichnung Upanishad aufgezeigt wird, soll nun erläutert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen wird Upanishad genannt wegen seiner Bedeutung, dass es den Samen des [[Samsara]] wie [[Unwissenheit]] und all den Rest zerstört und zerschmettert, und zwar bei denjenigen [[spirituell]] Suchenden, die, nachdem sie sich von aller [[Verhaftung]] freigemacht haben, kein [[Verlangen]] mehr nach Dingen haben, die sie gesehen oder von denen sie gehört haben; die das Upanishad genannte Wissen erlangen, das nachstehend erläutert wird, und dann über das Wissen meditieren, indem sie ihren [[Geist]] fest darauf richten (…) Der Suchende wird von den  Klauen des [[Tod]]es befreit. Das Wissen um [[Brahman]] heißt auch Upanishad, weil es zu Brahman führt; es macht es dem spirituell Suchenden, der sich von aller [[Verhaftung]] frei gemacht hat, möglich, den höchsten Brahman zu erreichen (…). Hat er Brahman erreicht, so wird er frei von jedem Makel und unsterblich (…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogageschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Jee_MzfyEto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Wissen von [[Agni]] ist in dem Begriff Upanishad enthalten, und zwar durch seine Verbindung zur Bedeutung der Wurzel ‚shad’, „lockern, freimachen“.  Denn das Wissen von Agni, dem Erstgeborenen, dem Kenner, (...), lieferte Hinweise zum Erreichen des Himmels and lockerte und erleichterte so das Ausmaß des Elends, wie das Heranwachsen im Mutterleib, [[Geburt]], [[Alter]] usw., das sich in dieser [[Welt]] ständig wiederholt. (…) Haben die Suchenden den Himmel erreicht, dann sind sie unsterblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte nun einwenden, dass [[Schüler]] den Begriff Upanishad auch auf das Buch anwenden, wenn sie sagen, wir wollen die Upanishaden studieren oder lehren. Das ist kein Fehler, da die Bedeutung der Wurzel ‚shad’, z. B. die [[Zerstörung]] der Ursache des [[Samsara]] usw., nicht nur mit der bloßen [[Handlung]] in Verbindung gebracht werden kann, sondern auch auf das Wissen Bezug nimmt; und auch die bloße Handlung kann mit diesem Wort bezeichnet werden, da sie demselben Zweck dient, so wie auch von [[Ghee]] gesagt wird, dass es wahrhaftig [[Leben]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird daher in seinem ursprünglichen Sinn im Zusammenhang mit Wissen gebraucht, doch es ist auch möglich, es in einer sekundären Bedeutung im Zusammenhang mit dem Werk/ der Handlung zu benutzen.  So werden die, die wirklich bereit sind, das Wissen zu erwerben, schon durch die bloße analytische Erläuterung des Wortes Upanishad weiter gebracht. Die gesamte Befassung mit Erkenntnis bewirkt durch das Erreichen Brahmans eine vollständige Befreiung von den Fesseln des Samsara. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Upanishad kann beides sein, da sie die zahlreichen Übel wie Empfängnis, Geburt, Alter, Krankheit usw. bei Menschen, die sich für dieses Wissen um Brahman öffnen und sich ihm mit [[Glauben]] und [[Hingabe]] nähern, verringert, oder weil sie den Menschen den [[Weg]] zu Brahman weist, oder weil sie die Ursache des Samsara wie Unwissenheit usw. vollständig zerstört. Dies also zu den verschiedenen Bedeutungen der Wurzel ‚shad’, die den Vorsilben Upani folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rama und die Upanishaden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rama5.jpg|thumb|Rama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rama sagt zu [[Hanuman]]: „Das einzige Mittel zur Erlangung der endgültigen Befreiung ist, für sich allein genommen, die [[Mandukya Upanishad]], die für das Heil aller spirituell Suchenden ausreicht. Wird [[Jnana]] (Erkenntnis) dadurch nicht erreicht, dann wirst du durch das Studium der zehn Upanishaden erst Jnana und dann Meinen Platz erlangen. O Sohn des [[Anjana]], wenn deine Erkenntnis dadurch nicht fest gegründet ist, dann befasse dich eingehend mit den 32 Upanishaden. Du sollst befreit werden. Sehnst du dich nach [[Videha Mukti]], dann studiere die [[108]] Upanishaden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die mystische Erfahrung der [[Rishi]]s. Die Upanishaden, die [[Gita]] und die Brahma Sutras werden als [[Prasthanatraya]] bezeichnet. Es sind die drei maßgeblichen Bücher über hinduistische Philosophie. Jeder Lehrer, der den Titel [[Acharya]] (Meister) für sich beansprucht und eine neue philosophische Schule begründen will, muss einen Kommentar zu diesen drei bedeutenden Büchern schreiben. Alle Acharyas der Vergangenheit, wie Sri [[Shankara]], [[Ramanuja]] und [[Madhava]] haben Kommentare zu diesen Büchern geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Copyright http://www.sivanandaonline.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – Philosophie am Ende des Wissens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Artikel von Shivapriya Angela Große-Lohmann, veröffentlicht im Yoga Vidya Journal Nr.26 - Nr.31&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wir haben mit der Aitareya Upanishad in Teil 1 und 2  dieser Reihe einen genaueren Blick auf die Erschaffung der Welt geworfen. Wir haben erfahren,  dass zunächst die 3 Grundqualitäten [[sattwa]], [[rajas]] und [[tamas]] als aller [[Materie]] innewohnend entstanden. Im nächsten Schritt wird das Urbild aller  Lebe wesen aus dem Bewusstsein geformt, das die grundlegenden Strukturen, Eigen schaften und Aufgaben darstellte und das gesamte Potential aller Lebewesen enthielt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Schöpfungsmythos aus der Ait Areya Upanishad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Mund und Agni, das Feuer=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt differenziert sich der Mund aus (in der Embryonalentwicklung vieler Tiere entsteht zunächst der sogenannte  Urmund,  aus  dem  sich  später  das  Darmrohr  und  die inneren Organe bilden). Der Mund wird mit der Rede assoziiert, und diese mit Agni, dem Feuer. Auch hier drängt sich die Aussage auf: „Am Anfang war das Wort“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Kommunikationsfähigkeit kann niemand auskommen, sie ist eine zentrale individuelle Fähigkeit der Lebewesen in dieser Welt, sie ist nicht nur  für  jedes  einzelne  Lebewesen  charakteristisch,  sondern jede Art entwickelt eigene Kommunikationstechniken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni steht für: [[Feuer]], [[Wille]], [[Reinheit]], [[Transformation]]. Das lässt sich auch auf die [[Kommunikation]] übertragen. Jedes [[Individuum]] muss den Willen zur Kommunikation aufbringen, was durchaus auch [[Energie]] kostet. Letztendlich ist es die Aufgabe der [[Kommunikation]], dafür zu sorgen, dass die [[Welt]] ein bisschen besser wird  (das  vorhandene  Maß  an  [[Reinheit]]  zu  erhöhen),  auch wenn sie oft genug genau für das Gegenteil genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Nase, Vayu und der Wind=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes bildet sich nach der Aitareya Upanishad die Nase, daraus das [[Prana]], und daraus [[Vayu]] (Wind, Luft).  Prana ist unsere [[Lebensenergie]], im engeren Sinne die aufsteigende [[Energie]], die mit dem Einatmen verbunden ist. Damit ist eine weitere wichtige Funktion beschrieben, die bei allen Lebewesen  vorhanden  sein  muss,  damit  sie  leben  können:  Sie müssen  [[Energie]]  aufnehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prana  steht  aber  auch  für  die Verbindung zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen [[Körper]]. Die feinstoffliche [[Energie]] muss in die Materie fließen  können,  damit  diese  sozusagen  belebt  ist.  Im  Yoga wird  die  Funktion  dem  [[Pranakörper]]  zugesprochen.  Aus  dem Prana wird [[Vayu]], das für Luft allgemein, das Luftelement, aber auch den Gott des Windes steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindung ist insofern interessant, als sie unsere gängigen Vorstellungen von [[Ursache]] und Wirkung auf den Kopf stellt. Es entsteht nach den Aussagen der Upanishad erst die Funktion (Nase – [[Prana]]), dann erst das Medium, die Grundlage, nämlich der [[Luftraum]] - der Gott des Windes als Voraussetzung für die Entstehung des materiellen Windes, der durch die [[Welt]] weht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder anders formuliert: Den [[Wind]], die [[Luft]] gibt es nach der  Aitareya  Upanishad  nur,  weil  die  Lebewesen  eine  Möglichkeit brauchen, [[Energie]] aufnehmen zu können, weil sie eine Verbindung zwischen dem Grobstofflichen und dem Feinstofflichen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Augen und Aditya, die Sonne=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Augen entwickelt sich das Gesicht und daraus Aditya. Die Augen sind ein wichtiges Wahrnehmungssystem der Lebewesen. Sie bilden sich bei der Embryonalentwicklung als erstes aus  dem  Nervenrohr.  Auf  der  mechanischen  Grundlage  der Augen können sich die Gehirnbereiche vergrößern und wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augen und das Gesicht mit den anderen Sinnen ermöglichen  eine  Wahrnehmung  der  Welt,  die  für  jedes  Lebewesen&lt;br /&gt;
anders aussieht. Dies gilt sowohl für die Individuen einer Art, die  einen  sehr  individuellen  Blick  auf  die  Welt  entwickeln, umso mehr noch für verschiedene Arten, die unterschiedliche Ausschnitte der [[Welt]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel sei hier nur daran erinnert, dass Insekten ein anderes Lichtspektrum sehen oder Hunde einen intensiveren Geruchssinn haben. Es macht damit  insgesamt  durchaus  Sinn,  davon  auszugehen,  dass  es Wahrnehmungsorgane braucht, wenn ein Lebewesen in dieser [[Welt]] überleben soll. Am Anfang muss sich also die prinzipielle Fähigkeit der Wahrnehmung herausbilden. Mit dieser Wahrnehmungsfähigkeit ist die Aditya assoziiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aditya steht für die [[Sonne]], die in den späteren Texten immer wieder als Bild für das [[Absolute]] benutzt wird. Adytia ist auch eine Götterklasse, es sind die Söhne der Aditya, des unendlichen Bewusstseins. Und hier wird es spannend, denn wir erhalten  den  ersten  Hinweis  darauf,  wozu  wir  eigentlich  alle unsere Wahrnehmungsfähigkeiten bekommen: um das [[Absolute]] zu erkennen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maya]], die Kraft, die all dies schafft, ist also auf etwas Positives ausgerichtet: Wir sollen die [[Wahrheit]] erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Ohren und die Himmelsregionen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt entstehen die Ohren, aus diesen das Gehör und daraus die Dishs, die Himmelsgegenden. Interessant ist,&lt;br /&gt;
dass hier das Gehör nicht mit der akustischen Wahrnehmung assoziiert  wird,  sondern  mit  den  Himmelsgegenden,  bzw.&lt;br /&gt;
Raumrichtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Vishuddha Chakra]] (Kehlzentrum) mit dem Element [[Akasha]],  Raum,  ist  mit  dem  Gehör  verbunden.  Es  geht  hier also  nicht  um  die  Entwicklung  der  Wahrnehmungsfähigkeit, diese wurde ja auch bereits mit der Entstehung der Augen in Verbindung gebracht. Das Ohr enthält nicht nur die Organe, mit denen wir akustische Signale entschlüsseln können, es ist auch der Sitz unseres Gleichgewichtssinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir bei der Vorstellung, dass uns dieser Text der Aitareya Upanishad die Entstehung eines ersten idealen Bewusstseinswesen  erklärt,  aus  dem  dann  die  konkreten  verschiedenen Lebewesen der unterschiedlichen Arten hervorgehen können, öffnet sich der Blick auf die entscheidende Frage: Was muss ein solches ideales Lebewesen eigentlich noch können, wenn es  jetzt  schon  kommunizieren,  Energie  wandeln  und  wahrnehmen kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klare Antwort: Es muss sich in dieser Welt orientieren können, es muss die Himmelsrichtungen wahrnehmen und sich im Raum bewegen können – und genau das ist mit der Ausdifferenzierung der Ohren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem vorliegenden Text differenziert sich dann die Haut, daraus werden die Haare und daraus die Kräuter und Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 5===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr31.pdf Yoga Vidya Journal Nr.31 - Herbst 2015])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du im 4.Teil erfahren hast, wie unsere [[Nahrung]] entstand und wie wir unsere [[Bedürfnis]]se befriedigen können, geht es nun um die [[Vollendung]] des [[Mensch]]en. Ähnlich wie in der [[Bibel]] (Gen 2) wird klar, dass der [[Mensch]] von [[Gott]] &amp;quot;beseelt&amp;quot; ist. Die gesamte [[Schöpfung]] hat Teil an der göttlichen [[Natur]] ([[Brahman]]). Höre die [[Wort]]e aus der [[Aitareya Upanishad]], Dritter [[Khanda]], Verse 11 bis 14:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Was ist der Mensch ohne das Absolute?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Er erwog: &amp;quot;Wie könnte dieses (Menschengefüge) ohne mich bestehen?&amp;quot; Und er erwog: &amp;quot;Auf welchem Wege soll ich in dasselbe eingehen?&amp;quot; Und er erwog :&amp;quot;Wenn durch die [[Rede]] gesprochen, durch den [[Prana]] eingehaucht, durch das [[Auge]] gesehen, durch das Ohr gehört, durch die [[Haut]] gefühlt, durch das [[Manas]] gedacht, durch den [[Apana]] ausgehaucht, durch das Zeugungsglied ergossen wird,- wer bin denn ich?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn wir als [[Mensch]] nach diesem Schöpfungsakt physisch überleben können, wären  wir ohne ein höheres [[Element]] in uns physischen und geistigemotionalen [[Bedürfnis]]sen hilflos ausgeliefert. Wir hätten keine [[Möglichkeit]] zu erkennen, warum wir in dieser [[Welt]] [[essen]], [[trinken]], [[schlafen]], [[handeln]], [[begehren]] müssen. Wir könnten uns [[selbst]] nicht erkennen, wir könnten uns nicht die [[Frage]] stellen: &amp;quot;Wer bin denn ich?&amp;quot; Wirklich bestehen können wir nur aus dem wahren inneren [[Selbst]] heraus. Es ist etwas in uns, das uns all unsere [[Fähigkeit]]en  nutzen lässt, unsere &amp;quot;[[Nahrung]]&amp;quot; erobern lässt und uns zu [[Erfahrung]]en und [[Erkenntnis]]sen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Bewusstsein]], nicht nur [[Körper]], [[Geist]] und [[Emotion]]en zu sein, lässt uns [[Schwierigkeiten]] überwinden und besondere [[Leistung]]en vollbringen. Viele große [[Dichter]], [[Entdecker]] usw. erleben sich als angebunden an etwas Größeres, wenn sie ihre besondere [[Leistung]] vollbringen. Viele [[Mensch]]en haben solche [[Erlebnis]]se des [[Einssein]]s mit etwas Größerem, aus dem heraus ein als vollkommen erlebter [[Augenblick]] oder ein vollkommenes [[Produkt]] entsteht. Die [[Frage]] ist, wie kommt es zu dieser [[Verbindung]] mit dem [[Brahman|Absoluten]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gott wohnt im Menschen====&lt;br /&gt;
2. Da spaltete er hier den Scheitel und ging durch diese Pforte hinein. Diese Pforte heißt [[Vidriti]] (Kopfnaht, wörtlich Spalt) und selbige ist der [[Seligkeit]] Stätte. Drei Wohnstätten hat er und drei Traumzustände ([[Wachen]], [[Traum]], [[Tiefschlaf]]); er wohnt hier (im [[Auge]], beim [[Wachen]]) und wohnt hier (im [[Manas]], beim [[Träumen]]) und wohnt hier (im [[Äther]] des [[Herz]]ens, beim [[Tiefschlaf]]). Da alle wichtigen [[Chakra|Energiezentren]] bereits von den [[Wahrnehmungsqualität]]en besetzt sind, erfolgt der [[Eintritt]] des wahren inneren [[Selbst]] ([[Atman]]) über den Schädel / Scheitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Selbst]] ist aber weder das [[Sehen]], noch das [[Auge]], noch alle [[Wünsche]] und [[Handlung]]en, die mit dem Auge zusammenhängen usw. Es ist weder [[Körper]] noch [[Wahrnehmung]]s- noch Handlungsorgane noch geistige [[Kräfte]]. Es ist zwar die [[Ursache]] von allem, aber nicht mit diesen identisch (s. [[Bhagavad Gita]]). Das [[Selbst]] ist die [[Erkenntnismöglichkeit]], die hinter allen Funktionen von [[Körper]], [[Geist]] und [[Seele]] steckt. Im Wachzustand, symbolisiert durch die [[Augen]], liefert das innere [[Instrument]] der [[Psyche]] [[Erkenntnis]]se, im [[Traum]] liefert das intuitive [[Erfassen]] als [[Manas]] (Einheit von [[Denken]] und [[Fühlen]]) [[Erkenntnis]]se, im [[Tiefschlaf]] fallen alle nach außen gerichteten [[Aktivität]]en und [[Funktion]]en weg und eine direkte [[Erkenntnis]] über die [[Erfahrung]] von [[Wonne]] ist möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Wissen]], das hinter allen [[Wahrnehmung]]en, die uns auf vielfältige Weise mit der [[Welt]] verbinden, noch etwas Anderes, Höheres steht, ermöglicht uns [[Distanz]] zum täglichen [[Leben]] mit all seinen [[Erfahrung]]en. Wir können alle [[Wahrnehmung]]en und [[Erfahrung]]en machen, aber wir müssen uns nicht mit ihnen identifizieren. Das [[Wissen]], dass wir [[Zugang]] zu unserem wahren inneren [[Selbst]] erlangen können, befreit von [[Angst]], das [[Leben]] nicht bewältigen zu können. Wir können das [[Selbst]] erfahren, indem wir ganz achtsam und aufmerksam unsere [[Wahrnehmung]]en annehmen und analysieren. Wir können auf unsere [[Intuition]] vertrauen und wir können uns in die innere [[Wonne]] fallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Mensch ist Gott am ähnlichsten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachdem er geboren, überschaute er die Wesen, - und er sprach: &amp;quot;Was wollte sich hier für einen (von mir) Verschiedenen erklären?&amp;quot; Aber doch erkannte er diesen [[Mensch]]en als &amp;quot;Brahmandurchdrungenste&amp;quot;. Und er sprach: &amp;quot;Diesen habe ich ersehen (idam adarsham). 4. Darum heißt er Idandra, denn wirklich heißt er Idandra; aber ihn, der Idandra heißt, nennen sie [[Indra]] auf geheimnisvolle Weise; denn die Götter lieben gleichsam das Geheimnisvolle. Nachdem sich das Göttliche manifestiert hat, stellt diese [[Kraft]] zu [[Recht]] fest: Wer könnte sich als von mir verschieden verstehen? Das Göttliche hat sich in allen Wesen manifestiert, es überschaut dabei alle Wesen, nicht nur den [[Mensch]]en!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir als [[Mensch]]en haben also nach diesen Versen keine wirkliche Sonderstellung, wir unterscheiden uns von allen anderen von [[Gott]] durchdrungenen Wesen nur dadurch, dass im [[Mensch]]en die [[Gegenwart]] [[Gott]]es besonders deutlich werden kann, wir sind am meisten durchdrungen von [[Brahman]]. Nimmt man diese [[Aussage]] ernst, hat sie weitreichende [[Konsequenz]]en für das [[Verständnis]] der [[Welt]]. Dann haben wir z.B. nicht das [[Recht]], alle Ressourcen für uns zu beanspruchen, sondern wir müssen sie mit allen Wesen teilen. Idam adarsham – Dieses habe ich ersehen – wird im Laufe der [[Geschichte]] der [[Mensch]]en im betrachteten Kulturkreis zu Idan – dra , zum [[Gott]] [[Indra]]. Wird Indra verehrt, verehren wir aber in [[Wirklichkeit]] die in uns [[selbst]] wohnende göttliche [[Kraft]] in allen Facetten unseres [[Menschsein]]s. Wir haben das größte [[Potential]] zur [[Erkenntnis]]; dies ist beabsichtigt, dies ist &amp;quot;ersehen&amp;quot;, als aktiver [[Prozess]] der [[Schöpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass wir ein solches [[Potential]] der [[Entwicklung]] besitzen ist aber nicht offensichtlich, sondern muss erarbeitet werden. So wie wir unsere [[Talent]]e allmählich entdecken und schulen können wir auch unsere in uns versteckte göttliche [[Natur]], unser wahres inneres [[Selbst]] entdecken und zur [[Entfaltung]] bringen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: No risk – no fun! [[Durst]] und [[Hunger]], also unsere [[Fähigkeit]]en und [[Bedürfnis]]se, wollen genutzt werden. Wäre alles offensichtlich, gäbe es keinen [[Grund]] zur [[Bemühung]] um [[Erkenntnis]]. Damit würde ein Teil der Erkenntnis wegfallen, nämlich die [[Erfahrung]], was wir alles in den verschiedenen Situationen können! Der Weg ist das [[Ziel]]! Würden wir uns jederzeit unserer wahren göttlichen Kräfte bewusst sein, würden wir keine [[Fehler]] machen und damit auch bestimmte [[Erfahrung]]en nicht nutzen können. Unsere göttliche [[Natur]] ist in uns versteckt und wir müssen uns früher oder später auf das [[Abenteuer]] einlassen, sie zu entdecken und zu verwirklichen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Über die Autorin====&lt;br /&gt;
Shivapriya Angela Große-Lohmann [[Yogalehrerausbildung|Yogalehrerin]] (BYV), Ausbildungsleiterin, [[Lehrer]]in für [[Biologie]] und [[Chemie]]. Sie bringt langjährige Seminar- und Ausbilder-[[Erfahrung]]en mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Schreibweisen für Upanishad==&lt;br /&gt;
Im Deutschen gibt es viele Schreibweisen für Upanishad. Dazu gehören: Upanishade, Upanischad, Upanischaden, Upanisad, Upanisade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plural, also die Mehrzahl von Upanishad, ist Upanishaden bzw. Upanischaden bzw. Upanisaden. Anglisiert auch Upanishads bzw. Upanisads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelne Upanishaden===&lt;br /&gt;
*[[Advaya Taraka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Aitareya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Amritabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ark&#039;hi]] (Arsheya Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Aruneya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ashrama Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharvashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharva Shiras Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atmabodha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Bark&#039;he soukt]] (Purushasuktam) &lt;br /&gt;
*[[Baschkl]] (Bashkala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Bhasma Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmavidya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brihadaranyaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Chandogya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Culika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Darshana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Dhyanabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Garbha Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Garuda Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Hamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ishavasya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaivalya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalagnirudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalisantarana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kanthashruti Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Katha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaushitaki Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kena Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kshurika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maitrayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mandukya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mrat lankoul]] (Mrityu Langala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Mundaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nadabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nilarudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Niralamba Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pankl]] (Paingala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Paramahamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranagnihotra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranou]] (Pranava Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Prashna Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pinda Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ramatapaniyopanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rudra Hridaya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sarva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schavank]] (Shaunaka Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Svetasvatara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tadiw]] (Tad eva)&lt;br /&gt;
*[[Talavakara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Taittiriya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tejobindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tripura Tapini Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tschhakli]] (Chagaleya Upanishad?) &lt;br /&gt;
*[[Rudraksha Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogatattva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schiw sanklap]] (Shivasamkalpa)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Upanishadgruppen bzw. -sammlungen===&lt;br /&gt;
*[[Reine Vedanta Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Shiva Upanishaden]] &lt;br /&gt;
*[[Vishnu Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Oupnek&#039;hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere verwandte Artikel===&lt;br /&gt;
*[[Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Veden]]&lt;br /&gt;
*[[Mahavakya]]&lt;br /&gt;
*[[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
*[[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Philosophiesysteme]]&lt;br /&gt;
*[[Reinkarnation]]&lt;br /&gt;
*[[Leben]]&lt;br /&gt;
*[[Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Shankara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/upanishaden/ Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p597_Das-Kronjuwel-der-Unterscheidung-von-Shri-Shankaracharya/ Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002 ]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit]&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger/ Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001&lt;br /&gt;
*Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039; von Huchzermeyer, Wilfried] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039; von Mittwede, Martin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veden aus „Göttliche Erkenntnis“  von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_upanishaden.html Upanishaden, Artikel aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Klassische Schriften des Yoga: Veden, Upanishaden, Smritis, Puranas und Itihasas===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/04-klassische-schriften-des-yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga und Vedanta Einführung===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/01-jnana-yoga-vedanta-einfuehrung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vom Begrenzten zum Unendlichen - Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/75_Vom_Begrenzten_zum_Unendlichen-Yoga-Vidya.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===111 Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/111_Geschichten_aus_den_Upanischaden.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deussen Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566007</id>
		<title>Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566007"/>
		<updated>2016-10-18T13:25:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Teil 5 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Upanishad&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: उपनिषद् upaniṣad &#039;&#039;f.&#039;&#039;) kommt von den beiden Wörtern [[Upa]] und [[Nishad]]. Upa heißt in der Nähe, nahe bei und Nishad sitzen, sich niederlassen. So bedeutet Upanishad eigentlich in der Nähe sitzen, das heißt man kann man die [[Weisheit]] der Upanishaden dann verstehen, wenn man in der Nähe eines Lehrers sitzt. Deshalb werden die Upanishaden auch als Geheimlehre bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guru-schueler.jpg|thumb|Das Wissen wurde vom Lehrer an den Schüler weitergegeben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die wichtigsten der uralten Schriften Indiens. Sie sind die Grundlagen für Vedanta. Upanishad sind Teile der indischen Heiligen [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Sie bilden den letzten und philosophischen Teil dieser Schriften. Die ältesten der [[108]] Upanishaden wurden etwa 800 v. Chr. verfasst. Sie beschäftigen sich mit der Essenz der vier [[Veda|Veden]] und bilden so die Grundlage des [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Vedanta]. Aus den Upanishaden stammen die [[Mahavakya]]s (große Aussprüche). Jüngeren Datums sind die [[Yoga Upanishaden]] (Sanskrit: yogopaniṣad yogopaniṣad), die sich speziell mit dem [[Yogaweg]] beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Upanishad==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Upanishad&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist ein Sanskrit-Wort und heißt „zu Füßen sitzen“. Upanishad ist eine Schriftgattung, eine Textgattung. Upanishad ist der letzte Teil vom [[Veda]]. Veda ist die älteste Schriftensammlung, die bis heute in Gebrauch ist. Im Veda sind die ältesten, insbesondere Texte in einer indoeuropäischen Sprache. Veda ist das Urwissen der Menschheit. Veda hat vier Teile. Zum einen gibt es vier Vedas, [[Rig Veda]], [[Yajur Veda]], [[Sama Veda]] und [[Atharva Veda]]. Und jeder der vier Vedas hat wiederum vier Teile. Da gibt es die [[Samhita]]s, die Hymnen, es gibt die [[Aranyaka]]s, die Erläuterungen, die [[Brahmana]]s, die weitergehenden Ausführungen für die Brahmanen, und es gibt die Upanishads. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist sozusagen die Metaphysik oder die spirituelle [[Philosophie]] hinter dem Veda. Die Upanishaden gelten auch als das Geheimwissen. Es ist das [[Wissen]], welches die Tiefe des Menschseins berührt. In den Upanishaden wird [[Vedanta]] erläutert. Vedanta, die Philosophie des Absoluten. Im Vedanta stehen die [[Mahavakya]]s, die großen Aussprüche: „Tat Twam Asi. Das, das Unendliche, das bist du. [[Aham Brahmasmi]]. Ich bin [[Brahman]]. Ayam Atma Brahman. Dieses Selbst ist Brahman. Prajnanam Brahman. Bewusstsein ist Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishaden sind bis heute die besten Darstellungen der höchsten Wirklichkeit. Es gibt viele Upanishaden, normalerweise spricht man von 108 Upanishaden. Davon hat [[Shankaracharya]] einige kommentiert und die Kommentare von Shankaracharya über die Upanishaden zählen bis heute zu den besten Darlegungen der Vedanta-Philosophie. Und so spricht man von den zwölf wichtigsten Upanishaden als die klassischen Upanishaden. Auch bei [[Yoga Vidya]] haben wir die wichtigsten Upanishaden als Buch herausgegeben, so dass du sie auf Deutsch lesen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr über Upanishaden findest du auf unseren Internetseiten, auf [https://www.yoga-vidya.de/ www.yoga-vidya.de]. Dort findest du auch die Übersetzungen der wichtigsten Upanishaden, du kannst also die Upanishaden auch in der deutschen Übersetzung lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cxrQzg-v_aE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Upanishaden - Einführung nach Paul Deussen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 19-28.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einleitung===&lt;br /&gt;
:Jenseits ist [[Fülle]],&lt;br /&gt;
:Diesseits ist Fülle,&lt;br /&gt;
:Aus Fülle kommt Fülle hervor.&lt;br /&gt;
:Nimmt man die Fülle aus der Fülle,&lt;br /&gt;
:So bleibt nichts als Fülle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zitat aus der [[Isha Upanishad]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Das vedische Zeitalter===&lt;br /&gt;
Wer über die [[Veden]] spricht, steht zwangsläufig dem Dilemma gegenüber, sich mit [[Geschichte]] und [[Mythos]] auseinandersetzen zu müssen. Sind für den orthodoxen [[Hindu]] die Veden in Wahrheit unmanifestiert, der nur dem [[Seher]] vollständig erkennbare Ausdruck des absoluten [[Brahman]], so stellen sie für den westlichen [[Indologe]]n ein erstes schriftliches Zeugnis einer frühen Hochkultur dar. Während die Datierung der ersten Zivilisationen im [[Indus]]-Tal ständig weiter nach hinten verlagert wird und die [[Harappa]]-Kultur aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend schon lange nicht mehr als der eigentliche Ursprung gilt, ist die akademische Meinung hinsichtlich des vedischen Schrifttums relativ konstant geblieben. Die Abfassung des [[Rigveda]], des ältesten Teiles der verfassten Veden - wir lassen den Mythos im Folgenden unberücksichtigt - wird etwa auf die Zeit um 2000 bis 1500 v. Chr. angesetzt. Die frühesten Upanishaden dürften nicht vor 1000 v. Chr. niedergeschrieben worden sein, und man setzt das Ende der &#039;&#039;Upanishaden-Epoche&amp;quot; etwa mit der Zeit um 500 v. Chr. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterteilt die Veden in vier Bereiche. Der Rig-Veda enthält die Opferhymnen an die [[Götter]]; der [[Samaveda]] ist der [[Veda]] der Gesänge ([[Saman]]) und dient gewissermaßen als musikalische Ergänzung des Rig-Veda; der [[Yajurveda]] ist der Veda der Opfersprüche und der [[Atharvaveda]] ist nach dem Hohepriester ([[Atharvan]]) benannt, der die heiligen Handlungen ausführte und die [[Mantra|mantrischen]] Sprüche rezitierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Veden wurden dann noch in drei Abteilungen gegliedert. Die [[Samhita]] (Sammlung) enthält die zu verwendenden Sprüche, [[Hymne]]n und [[Gebet]]e; das [[Brahmana]] die erforderlichen theologischen Erklärungen; während die [[Sutra]]s den Inhalt des Brahmanam kurz zusammenfassen. Der theologische Teil, das Brahmana, teilt sich dann wiederum in drei Teile, [[Vidhi]], [[Arthavada]] und [[Vedanta]]. Letzterer, das Ende oder die Vollendung des Veda (Veda Anta), enthält die Upanishaden. Sie stellen gleichsam den Abschluss und Höhepunkt des vedischen Zeitalters dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um die Bedeutung der vedischen Offenbarung in ihrer Tiefe zu verstehen, empfiehlt es sich, drei herausragende Repräsentanten der indischen [[Spiritualität]] des 20. Jahrhunderts zu Wort kommen zu lassen, die ihre eigene [[Tradition]] aus innerer [[Verwirklichung]] darstellten. [[Vivekananda]], [[Indien]]s erster großer Botschafter im Westen, schrieb in seinem &amp;quot;[[Jnana Yoga]]&amp;quot;: &amp;quot;Man muss wissen, dass in Indien die Veden als heiliger betrachtet werden als selbst die [[Bibel]] bei den [[Christentum|Christen]]. Die christliche Idee der [[Offenbarung]] ist die göttliche [[Inspiration]] eines Menschen, aber nach der indischen Auffassung existieren die Dinge nur deshalb, weil sie in den Veden sind. Aus den Veden und durch die Veden ist die ganze [[Schöpfung]] entstanden; alles Wissen ist in den Veden. Jedes Wort ist heilig und ewig, ewig wie die [[Seele]], ohne Anfang und Ende. Die Gesamtheit des Schöpfungsgeistes ist in den Veden enthalten, und in diesem Licht werden sie betrachtet. Etwas ist sittlich oder unsittlich, weil es die Veden so bezeichnen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vivekananda, Jnana-Yoga Bd. 1, Freiburg o. J., S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Bewertung findet sich auch in der &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von [[Paramahansa Yogananda]]. &amp;quot;In der reichhaltigen Literatur Indiens sind die Veden (Wurzel: Vid : wissen) die einzigen Texte, die keinen Verfasser aufweisen. Der Rigveda (X 90,9) schreibt seine Hymnen und Erzählungen einem göttlichen [[Ursprung]] zu und berichtet uns (III 39,2), dass sie aus &amp;quot;grauer Vorzeit&amp;quot; stammen und später in eine neue Sprache gekleidet wurden. Da die Veden den [[Rishi]]s (Sehern) von einem [[Zeitalter]] zum anderen durch göttliche Offenbarungen mitgeteilt wurden, heißt es, dass sie Nitjatwa, das heißt &amp;quot;zeitlose Gültigkeit&amp;quot;, besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veden waren ursprünglich Laut-Offenbarungen, die von den Rishis unmittelbar gehört ([[Shruti]]) wurden, und enthalten im Wesentlichen [[Lied]]er und [[Rezitation]]en. Diese 100 000 Verse der Veden wurden also mehrere Jahrtausende lang nicht niedergeschrieben, sondern mündlich durch die Brahmanen-Priester weitergegeben. Weder Papier noch Stein sind gegen die zeitlich bedingten Zersetzungserscheinungen gefeit. Die Veden aber haben sich von einem Zeitalter zum anderen erhalten, weil die Rishis die Überlegenheit des [[Geist]]es über die [[Materie]] kannten und wussten, dass die geistige Art der Überlieferung die beste ist. Denn was ließe sich mit den &amp;quot;Tafel des [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzens]&amp;quot; vergleichen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|HS6kAipt5kQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des &amp;quot;Rishi&amp;quot;, des großen Sehers des vedischen Zeitalters, erlangt auch in der Überlieferung der Upanishaden zentrale Bedeutung. Die Rishis waren nicht die Schöpfer der Veden, sondern sie gaben nur wieder, was sie in [[Meditation]] und [[Versenkung]] als geistige [[Wahrheit]] erschaut hatten. Sri [[Aurobindo]], der zwei umfangreiche Bände über die Veden schrieb und mit seinem &amp;quot;Integralen [[Yoga]]&amp;quot; versuchte, östliches und westliches Gedankengut auf einer neuen, höheren Ebene zu integrieren, deutet die Veden als [[Esoterik|esoterische]] Initiationsschriften. &amp;quot;Die vedischen Rishi waren Mystiker, die ihre innere [[Erkenntnis]] für die Eingeweihten bewahrten; sie schützten sie vor der Allgemeinheit durch den Gebrauch eines Alphabetes von Symbolen, welches ohne [[Initiation]] nicht verstanden werden konnte, das aber vollkommen klar und systematisch war, wenn die Zeichen einmal erkannt waren. Die Symbole gruppierten sich um die Idee und Formen des [[Opfer]]s; denn das Opfer war die universelle und zentrale Einrichtung des maßgebenden [[Kult]]es.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, Hymns to Mystic Fire, Pondicherry 1972, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Opfer gewann im Sinne der vedischen Tradition eine doppelte Bedeutung, denn es war einerseits die Opferhandlung für die Götter, andererseits aber auch das innere Opfer der [[Selbstüberwindung]] und [[Selbsthingabe]]. Für Sri Aurobindo war die Sprache der Veden symbolhaft und zielte vor allem auf die sich im [[Mensch]]en abspielenden Prozesse ab. &amp;quot;Die Götter des Veda repräsentieren die universellen Kräfte, herabgestiegen vom Wahrheitsbewusstsein, das die [[Harmonie]] der [[Welt]] errichtete.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., The Secret of the Veda, Pondicherry 1971, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter allen [[Form]]en des Göttlichen, hinter den verschiedensten [[Name]]n sah Aurobindo jedoch eine alles vereinende göttliche [[Quelle]]. Dies führte ihn zu der Überzeugung, die vedische Offenbarung als [[Monotheismus|monotheistisch]] zu bezeichnen. &amp;quot;Ihre Lehre ist monotheistisch, und die vedischen Götter sind verschiedene Namensnennungen der einen [[Gottheit]]; zur gleichen Zeit sind sie eine Bezeichnung Ihrer [[Macht]], wie wir sie in der [[Natur]] wirken sehen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Deutung zeigt sich eines der Grundprobleme der [[Mystik|mystischen]] oder esoterischen Interpretation einer religiösen Tradition. Es kann kein Zweifel bestehen, dass die vedische Lehre im [[Hinduismus]] in breiten Schichten zu einem vulgären [[Polytheismus]] geführt hat. Doch Ähnliches lässt sich unschwer auch bei anderen spirituellen Überlieferungen nachweisen, so dass es sinnvoll erscheint, das Augenmerk auf die großen [[Mystiker]] zu richten, anstatt sich in den Niederungen des [[Aberglaube]]ns zu verlieren. So erblickte auch Arthur Schult in seiner wertvollen Studie über &amp;quot;Die [[Weisheit]] der Veden und Upanishade&amp;quot; den einen [[Gott|GOTT]] hinter der Vielheit der vedischen Götter. &amp;quot;Wenn einer der Götter angerufen wird, scheinen alle anderen zu verschwinden, bzw. in ihm aufzugehen. Jeder Gott, der gerade angerufen wird, ist der einzige Gott. Die Götter gleichen einander, bilden eine geheime Einheit. Es gibt nicht ein Nebeneinander verschieden beschaffener, zueinander im Gegensatz stehender Götter, wie in der Götterwelt Homers. Henotheismus hat der berühmte Sprachforscher und Ethnologe Max Müller diese Art des Gotterlebens genannt, in der Polytheismus und Monotheismus auf eigenartige Weise geeint sind&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schult, Die Weisheit der Veden und Upanishaden im Lichte des&lt;br /&gt;
West-Ost-Problems, Bietigheim 1962, S. 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atharvaveda kündet in einer seiner Hymnen von der Einsicht, welche die weisen Waldeinsiedler der Upanishaden ihren Schülern vermitteln sollten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Er allein ist der Eine, der Einzige, nur Einer.&lt;br /&gt;
:Die Götter ([[Deva]]s) da sind in ihm ein Einziges.&amp;quot; Atharvaveda XIV,4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===II. Die Entstehung der Upanishaden===&lt;br /&gt;
Die Upanishaden, als krönender Schlussteil der vedischen Überlieferung, wurden ebenfalls viele Jahrhunderte lange mündlich überliefert. Während die vier Veden noch stärker das [[Mythologie|mythologische]] oder auch das [[Ritual|ritualistische]] Moment betonen, rücken in den upanishadischen Texten, obwohl vor allem die älteren noch jeweils einem der vier Veden angeschlossen sind, die philosophische Spekulation und die esoterisch-initiatische Tradition in den Vordergrund. Diese Entwicklung drückt sich in der indischen Gesellschaft durch die immer einflussreichere [[Vedanta]]-Schule aus, die im 9. Jahrhundert ihren bedeutendsten Repräsentanten in [[Shankara]] findet. Die eher ritualistisch-zeremoniell ausgerichteten Anhänger des Veda sammeln sich in der [[Karma]]-[[Mimansa]]-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; weist auf die spezielle Überlieferungs- oder Einweihungstradition hin. Es setzt sich aus den Silben &amp;quot;Upa&amp;quot; (nahe), &amp;quot;Ni&amp;quot; (nieder) und &amp;quot;Shad&amp;quot; (sitzen) zusammen und beschreibt eine [[Lehrer]]-[[Schüler]]-Situation, in welcher der Schüler neben seinem verehrten [[Meister]] sitzt und dessen Lehre lauscht. Der [[Benediktiner]]mönch Henri Le Saux, der nach Indien ging und dort unter dem Namen [[Swami Abhishiktananda]] eine Synthese zwischen upanishadischer [[Weisheit]] und christlicher [[Mystik]] verwirklichte, sah in dem Wort auch noch eine Entsprechung zwischen Makro- und Mikrokosmos. &amp;quot;Das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; muss ursprünglich bedeutet haben: geheimniserfülllte Entsprechungen oder Wechselbeziehungen. Tatsächlich schreitet die Upanishadenlehre für gewöhnlich von Entsprechung zu Entsprechung fort: im [[Kosmos]], im menschlichen [[Körper]] und im [[Geist]], bis man schließlich die höchsten &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; entdeckt, die den Schlüssel zu allem bieten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Le Saux, Der Weg zum anderen Ufer, Köln 1979, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; erschließen sich dem Schüler für gewöhnlich nicht aus eigener [[Anstrengung]], es bedarf zu ihrer [[Erkenntnis]] der Hilfe eines erleuchteten Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt dem Abendländer des 21. Jahrhunderts nicht ganz leicht, diese Struktur unvermittelt anzunehmen. Zwischen der upanishadischen Epoche und der [[Gegenwart]] liegt vielleicht ein wenig zu viel an Ratio, ein wenig zu viel an Aufklärung, ein wenig zu viel an [[Materialismus]] und [[Atheismus]]. Zudem sind auch für den [[spirituell]] Interessierten Begriffe wie Meister ([[Guru]]), [[Einweihung]] oder [[Erleuchtung]] nicht ganz unbelastet. Dies stellt sich völlig anders da, wenn man selbst bereit ist, in die Überlieferungstradition der Upanishaden einzutauchen. &amp;quot;Die upanishadische Erfahrung hat nichts mit irgendeiner [[Religion]] zu tun, ebensowenig mit der Logik oder Erkenntnistheorie. Sie gehört einer anderen Ordnung an. Sie ist die endgültige [[Erfahrung]] des menschlichen Geistes, der sich die Religionen stellen müssen, wie sie in der [[Vergangenheit]] sich den mythischen und dann den logischen Kategorien des [[Denken]]s gestellt haben.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist Vorsicht bei der Verwendung des Wortes &amp;quot;endgültig&amp;quot; geboten, aber die Intention von Henri Le Saux war es wohl eher, die transzendente Dimension der upanishadischen Erfahrung anzudeuten. Es geht den Rishis der Upanishaden nicht um eine theologische Spekulation, sondern um die Verwirklichung eines neuen [[Bewusstsein]]s. Eines Bewusstseins, in dem sich der Meister als nicht getrennt vom Absoluten Geist ([[Brahman]]) empfindet, aber auch als nicht getrennt von seinem Schüler - ohne sich in einem wesenlosen [[Nichts]] aufzulösen. Die upanishadische Erfahrung ist, so sieht es der Vedanta, die höchste [[Selbst]] ([[Atman]])-Verwirklichung, die dem Menschen möglich ist. Aufgrund dieses SELBST-Verständnisses erlangen die Upanishaden eine gleichsam über-historische Dimension. &amp;quot;Der Hintergrund, auf dem sich die Upanishaden entwickelt haben, ist unvergleichlich viel universaler als derjenige der Bibel und sogar des [[Evangelium]]s, denn [[Jesus]] ist eine historische Person, und ohne eine Beziehung zu seiner Person über die Zeiten hinweg ist kein [[Christentum]] möglich. Der [[Rishi]] der Upanishaden hat ebensowenig wie der [[Buddha]] eine Persönlichkeit, der er Bedeutung beimisst, oder eine Geschichte, mit der man ihn in Beziehung setzen muss. Die Entdeckung des Buddha ist die Entdeckung jedes Menschen, die Entdeckung des Rishi ist für jeden zugänglich, der bereit ist, der inneren [[Suche]] nachzugehen und der sich nach [[Befreiung]] sehnt. Die Entdeckung des letzten Grundes des [[Sein]]s und des Selbst ist für jedes menschliche Bewusstsein erreichbar! In Wirklichkeit ist es eben darin und nur darin, wo der Mensch sich selbst verwirklicht, gleich in welcher Umwelt er sich befindet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Entstehung der Upanishaden begann im menschlichen Bewusstsein eine Epoche, in der die Mittlerrolle der klassischen Religionen überwunden wurde - selbst jener, die damals noch gar nicht existierten. Der upanishadische Rishi bemüht sich, seinen Schüler seinen eigenen [[Weg]] finden zu lassen. Er sieht sich nicht in der Rolle eines [[Priester]]s, den der Schüler benötigt, um wieder vor das Antlitz [[Gott]]es treten zu können. Im tiefsten Sinne des Wortes ist der &amp;quot;Guru&amp;quot; ein Wegweiser, jemand, der die [[Dunkelheit]] der [[Unwissenheit]] vertreibt. Einen Wegweiser nutzt man dann am besten, wenn man seine Botschaft liest und sie beachtet. &amp;quot;Wer wollte&amp;quot;, so ein Bonmot von [[Krishnamurti]], &amp;quot;so unvernünftig sein und den Wegweiser anbeten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
===III. Die Botschaft der Upanishaden===&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Führe mich vom Wahn zur [[Wirklichkeit]]!&lt;br /&gt;
:Führe mich aus dem Dunkel ins [[Licht]]!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anruf steht in der [[Brihadaranyaka Upanishad|Brihadaranyaka]], einer der ältesten Upanishaden. Damit wird gleichsam die Grundnote der upanishadischen Botschaft deutlich - [[Erkenntnis]] und [[Erleuchtung]]. Die [[Seher]] der Upanishaden wollen ihre [[Schüler]] aus der Dunkelheit der [[Unwissenheit]] befreien und ins Licht der Göttlichen [[Wirklichkeit]] eintreten lassen. Alle großen Interpreten und Kommentatoren der Upanishaden weisen daher immer darauf hin, dass der Versuch, die Upanishaden rein intellektuell zu verstehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Die Essenz der Upanishaden ist trans-rational, aber nicht irrational. Man muss sich ihr vom [[Geist|GEIST]] her nähern, nicht vom [[Verstand]]. Ist man dann in ihr Geheimnis eingetreten, empfindet man eine [[Glückseligkeit]] ([[Ananda]]), die weit jenseits aller vergänglichen menschlichen Freuden ist. Die [[Taittiriya Upanishad]] führt dies in ihrem Kapitel über &amp;quot;Ananda&amp;quot; beredt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Bäumer weist in der brillanten Einführung zu ihrer Upanishaden-Ausgabe auch auf die methodische Komponente der upanishadischen Botschaft hin. &amp;quot;Upanishad bedeutet daher sowohl die Methode, das Mittel der [[Meditation]] und des Lernens von einem [[Meister]], als auch das [[Ziel]], die Vereinigung oder Erleuchtung. Als Beispiel für die erste Bedeutung bezeichnet die [[Mundaka]] (II,2,3) die Upanishad als [[Bogen]], als die große Waffe, mit der man das Ziel, das Unvergängliche, trifft, wobei der Pfeil durch Meditation geschärft sein soll (III,11) Die zweite Bedeutung wird am Ende der Taittiriya-Upanishad (III,10,5) deutlich, wo der Erleuchtete ausruft: &amp;quot;Ich habe diese ganze [[Welt]] überwunden! Ich bin leuchtend wie die [[Sonne]] (und auch) der, der dieses weiß! Das ist die Upanishad!&amp;quot;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Bäumer, Befreiung zum Sein. Auswahl aus den Upanishaden, Zürich 1986, S. 25f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wollte man &#039;&#039;eine&#039;&#039; zentrale Aussage der Upanishaden wählen, so wäre sie in dem Wort Nicht-Zweiheit ([[Advaita|A-dvaita]]) zusammengefasst. Die höchste Einsicht der upanishadischen [[Rishi]]s ist jene von der nicht-dualistischen Wirklichkeit. Swami Abhishiktananda (H. Le Saux) meditiert über den suchenden [[Mensch]]en: &amp;quot;Er sucht [[Gott]] in einem Winkel des Raumes. Und Gott erfüllt den ganzen [[Raum]] und er ist außerhalb des Raumes. Er sucht Gott in einem Punkt der [[Zeit]], in einer [[Vergangenheit]], die vorüber ist, in einer [[Zukunft]], die einmal sein wird. Aber Gott ist außerhalb aller Zeit, und die [[Ewigkeit]] ist in jedem [[Augenblick]] der Zeit gegenwärtig.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir finden hier ein klassisches Paradox der [[Mystik]] vorgezeichnet, die uralte Frage nach [[Transzendenz]] und Immanenz. Gott ist in der [[Schöpfung]], im Innersten des Menschen anwesend - und ist trotzdem der ganze andere. Die eher unbewusst erlebte [[Einheit]] der Veden wird in den Upanishaden zu einer bewussten [[Erfahrung]] der Göttlichkeit des Menschen, die aber nicht in einen undifferenzierten [[Pantheismus]] einmündet. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, um die Einheit von Selbst ([[Atman]]) und Gott ([[Brahman]]) nicht als ein Aufgehen des Tropfens im Urmeer misszuverstehen, greift Sri [[Aurobindo]] in seiner Kommentierung der Upanishaden zur sprachlichen Übersteigerung des Gottes-Begriffes als [[Parabrahman]]. &amp;quot;Der Höchste ist reines [[Sein]], absolute [[Existenz]], [[sat]]. Er ist Existenz, weil er allein Ist, es ist nichts anderes seiend, das irgendeine höchste [[Wirklichkeit]] besitzt oder irgendein Sein unabhängig von seiner Selbst-[[Manifestation]]. Er ist absolute Existenz, weil er allein Ist und nichts anderes in Wirklichkeit existiert; er muss notwendigerweise durch sich selbst, in sich selbst und für sich selbst existieren. Es kann keine Ursache für seine Existenz geben, wie es auch kein [[Ziel]] für seine Existenz geben kann; es kann auch keine Zunahme in ihm geben, noch eine Verminderung, denn Zunahme könnte nur durch Hinzufügung von irgendetwas ihm Äußerlichen und Verminderung durch Verlust an etwas ihm Äußerlichen entstehen; aber für Brahman existiert nichts Äußerliches. Er kann sich nicht verändern, denn geschähe es in irgendeiner Weise, würde er Gegenstand von Zeit und [[Kausalität]] werden. Er kann auch keine Teile besitzen, denn dann würde er Gegenstand des Raum-Gesetzes. Er ist jenseits der Vorstellungen von Raum, Zeit und Kausalität, die er als phänomenale Bedingungen der Manifestation erschafft, die aber nicht ihren [[Ursprung]] bestimmen können. Daher ist er Parabrahman, ist absolute Existenz.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, The Upanishads, Pondicherry 1972, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Gott in radikaler Andersheit die Gesamtheit der [[Schöpfung]] durchdringt, erfährt der Rishi der Upanishaden sich in seiner Erleuchtung doch als eins mit ihm. Gott und das [[Selbst]] sind nicht getrennt, sondern auf unfassbare Weise im innersten Wesenskern vereint. Die vier großen [[Wort]]e ([[Mahavakya|Mahâvâkyas]]) der Upanishaden versuchen dieses [[Mysterium]] sprachlich zu fassen, falls dies in der Begrenztheit des menschlichen Ausdrucks überhaupt möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|rfv8aAq_1qQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden und das Christentum===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der [[Christ]] muss versuchen, im Tiefsten seiner selbst, gleichzeitig die Erfahrung der [[Nichtdualität]] des Seins zu machen, die der Grund der vedantischen Erfahrung ist, und die Erfahrung der göttlichen Sohnschaft, der unaussprechlichen Nichtdualität von [[Vater]] und [[Sohn]], in der Einheit des [[Geist]]es, die die Erfahrung des christlichen [[Glauben]]s konstituiert.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren vor allem die [[Benediktiner]], die, teilweise mit einem eigenen [[Ashram]] im Süden [[Indien]]s, den [[Dialog]] zwischen [[Vedanta]] und [[Christentum]] führten, und in Henri Le Saux ([[Swami]] [[Abhishiktananda]]) und Bede Griffiths ihre bedeutendsten Repräsentanten hatten. Vor allem Le Saux, der sich später ganz in die [[Einsamkeit]] zurückzog, kreiste in seinen [[Meditation]]en immer wieder um die upanishadische Einheitserfahrung. Für ihn boten die [[Einsicht]]en der großen [[Rishi]]s den lange gesuchten Schlüssel, um zu einem annehmbaren Verständnis einer [[Trinität|trinitarischen]] Gottesvorstellung zu kommen. Le Saux hatte erkannt: &amp;quot;Dass [[Christus]] wesentlich der erste einer Vielzahl von Brüdern ist. Das Pleroma ist für die Menschwerdung wesentlich. Jedes einzelne Menschenbewusstsein bis hin zum letzten - sie alle sind &amp;quot;zum [[Lob]] der [[Herrlichkeit]] seiner [[Liebe]]&amp;quot; geschaffen - war nötig, damit die Herrlichkeit [[Gott]]es voll wurde, damit diese Herrlichkeit sich so offenbarte, wie der Vater in seiner erhabenen [[Freiheit]] es bestimmt hatte.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Indische Weisheit - Christliche Mystik. Von der Vedanta zur Dreifaltigkeit, Luzern 1968, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese unorthodoxe Trinitätslehre zu untermauern, sah Le Saux in den Upanishaden den Schlüssel, da sie allein für ihn eine Erfahrung universeller Gotteskindschaft zu offenbaren schienen. &amp;quot;Die Trinität wird nur in der Erfahrung des [[Advaita]] (der Nichtdualität) begriffen. [[Jesus]] hat diese zerreißende und erfüllende [[Erfahrung]] der Nichtdualität (mit dem Vater) gelebt, eine Erfahrung, die sich in einem Glanz, in einem [[Licht]], in einer Herrlichkeit offenbart, die alles übersteigt, die einem alles entreißt, die über alles hinausführt: Gabe der [[Weisheit]], tiefe Wesenseinheit (connatura-lité), Explosion, der sich keiner entziehen kann, der &#039;gespürt&#039; hat ...&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., Weg, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die trinitarische Erfahrung wird für Henri Le Saux zu einer kosmischen [[Offenbarung]]. Der Vater ([[Brahman]]), offenbart sich im Sohn ([[Atman]]) durch den [[Geist]] - und diese Offenbarung ist universell! Alles Geschaffene ist in letzter Konsequenz der SOHN; und alles Geschaffene wird in letzter Konsequenz durch den GEIST zurückverbunden und vereint mit dem VATER. Das meint für Le Saux letztlich das [[Mahavakya]] &amp;quot;[[Aham Brahmasmi]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Saux, Griffiths und andere Christen, die in dieser upanishadisch-trinitarischen [[Tradition]] dachten, wurden von der [[Orthodoxie]] immer wieder angegriffen und der Häresie, vor allem der [[Pantheismus|pantheistischen]], verdächtigt. Diese Kritik greift vor allem deswegen zu kurz, weil sie offensichtlich das [[Geheimnis]] der upanishadischen Erfahrungen nicht versteht. Bettina Bäumer macht dies in ihrer Upanishaden-Ausgabe überaus deutlich. &amp;quot;Advaita, die Verweigerung der Zweiheit, der Dualität, ist nicht als [[Monismus]] oder Pantheismus abzutun, wenn auch solche [[Tendenz]]en später nicht immer ausgeschlossen waren. Wie alle upanishadischen Aussagen, muss advaita im Kontext der [[Mystik|mystischen]] Erfahrung verstanden werden. Er bedeutet das letzte Ungenügen einer Spaltung der [[Wirklichkeit]] in Subjekt und Objekt, und vor allem die Unmöglichkeit, [[Gott]] oder das Transzendente auf die Seite des Objektes zu projizieren. Ebenso wenig kann die bloße Übertragung des Göttlichen auf das Subjekt der letzten Wirklichkeit gerecht werden. Wie Swami Abhishiktananda (Henri Le Saux) betonte, ist die Erfahrung des advaita die größte [[Reinigung]] des christlichen Gottesbegriffes.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bäumer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog zwischen der Erfahrung der Upanishaden und der christlichen [[Mystik]] steht erst an seinem Anfang. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Christen den Versuch unternommen, wirklich die Tiefen der upanishadischen Offenbarung auszuloten. Es war ein überaus fruchtbarer Dialog, der nun weiter ausgebaut werden sollte, um einen weiteren Schritt hin zu einer &amp;quot;[[Weltreligion]] des [[Herz]]ens&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Michel, Weltreligion, Grafing 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu machen, die allein die religiösen [[Konflikt]]e der [[Menschheit]] zu lösen imstande sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]], der indische [[Yogi]], Arzt und Weise, schreibt über die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Upanishaden] wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Lehre, die als [[Vedanta]] bezeichnet wird, ist auch unter der Bezeichnung [[Uttara Mimamsa]] bekannt. Der Begründer des Vedanta-Philosophie-Systems war [[Badarayana]] [[Vyasa]]. Die Purva-Mimamsa-Schule wurde von [[Jaimini]], einem Schüler von Vyasa, begründet. Der Unterschied zwischen den beiden Schulen ist der, dass bei [[Purva Mimamsa]] im Allgemeinen der [[Mantra]]anteil der [[Veden]] näher untersucht wird, während Uttara Mimamsa sich eingehend der Lehre der Upanishaden in den Veden widmet. Mit anderen Worten, Purva Mimamsa behandelt den [[Karma]] [[Kanda]], während es bei Uttara Mimamsa um den [[Jnana]] [[Kanda]] geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden als Teil der Veden===&lt;br /&gt;
[[Datei:ShankaradergroeLehrerdesVedanta.jpg|thumb|Sri Skankaracharya, der große Lehrer des Vedanta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Brahmasutras/ Brahma Sutras] von Badarayana oder Sri Vyasa werden als Vedanta [[Darshana]] bezeichnet. Sie heißen so, weil sie auf den Upanishaden beruhen, dem jeweils letzten und abschließenden Teil der Veden. Diese Brahma Sutras sind das Ergebnis der Harmonisierung der sich scheinbar widersprechenden upanischadischen Texte von Badarayana. Der von Sri [[Shankaracharya]] geschriebene [[Bhashya]] (Kommentar) zu den [[Brahma Sutra]]s ist unter der Bezeichung [[Sariraka]] [[Bhashya]] bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Veden]], von denen jede sich aus vier Teilen mit der Bezeichnung [[Samhita]] (Sammlung), [[Brahmana]] (rituelle Erläuterung), [[Aranyaka]] (Waldabhandlung) und Upanishad (philosophischer Lehrtext) zusammensetzt, sind zusätzlich in zwei große Abschnitte unterteilt, nämlich in den Karma Kanda oder Abschnitt der Handlungen und den Jnana Kanda oder Abschnitt der [[Erkenntnis]]. Der Abschnitt der Handlungen führt den Menschen zur [[Welt]] durch [[Glück]] und Genuss im [[Svarga]] oder Himmel, und der zweite, der Abschnitt der [[Erkenntnis]], führt den Menschen zu [[Moksha]] oder der Befreiung.  Die Teile Samhita und Brahmana bilden den Karma Kanda und die Aranyaka und die Upanishaden bilden Jnana Kanda, den Abschnitt der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brahma Vidya]] oder das [[Wissen]], mit dem wir [[Brahman]] erreichen, ist Gegenstand der Upanishaden. Die Upanishaden als jeweils letzter Teil der Veden stellen die [[Philosophie]] des Vedanta dar, wörtlich das Ende der Veden. Aufgrund der Gliederungen des [[Rigveda]] und anderer Texte heisst es, dass es vier Veden gibt. Sie sind vielfach verzweigt und so verhält es sich auch mit den Upanishaden. Im Rigveda gibt es 21 Unterteilungen. Im [[Yajurveda]] sind es 109, im [[Samaveda]] 1000, im [[Atharvaveda]] 50. In jeder Unterteilung gibt es eine Upanishad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Wort Upanishad===&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird dadurch gebildet, dass (…) die Vorsilben Upa und Ni zur Wurzel Shad hinzugefügt werden, die folgende Bedeutungen hat: &lt;br /&gt;
:1) zerschmettern, töten, &lt;br /&gt;
:2) erreichen und &lt;br /&gt;
:3) lockern, freimachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wort Upanishad wird das Wissen um die erfahrbare Wesenheit angedeutet, die von dem zu kommentierenden Werk einprägsam beschrieben wird. Aufgrund welchen etymologischen Prozesses dieses Wissen durch die Bezeichnung Upanishad aufgezeigt wird, soll nun erläutert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen wird Upanishad genannt wegen seiner Bedeutung, dass es den Samen des [[Samsara]] wie [[Unwissenheit]] und all den Rest zerstört und zerschmettert, und zwar bei denjenigen [[spirituell]] Suchenden, die, nachdem sie sich von aller [[Verhaftung]] freigemacht haben, kein [[Verlangen]] mehr nach Dingen haben, die sie gesehen oder von denen sie gehört haben; die das Upanishad genannte Wissen erlangen, das nachstehend erläutert wird, und dann über das Wissen meditieren, indem sie ihren [[Geist]] fest darauf richten (…) Der Suchende wird von den  Klauen des [[Tod]]es befreit. Das Wissen um [[Brahman]] heißt auch Upanishad, weil es zu Brahman führt; es macht es dem spirituell Suchenden, der sich von aller [[Verhaftung]] frei gemacht hat, möglich, den höchsten Brahman zu erreichen (…). Hat er Brahman erreicht, so wird er frei von jedem Makel und unsterblich (…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogageschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Jee_MzfyEto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Wissen von [[Agni]] ist in dem Begriff Upanishad enthalten, und zwar durch seine Verbindung zur Bedeutung der Wurzel ‚shad’, „lockern, freimachen“.  Denn das Wissen von Agni, dem Erstgeborenen, dem Kenner, (...), lieferte Hinweise zum Erreichen des Himmels and lockerte und erleichterte so das Ausmaß des Elends, wie das Heranwachsen im Mutterleib, [[Geburt]], [[Alter]] usw., das sich in dieser [[Welt]] ständig wiederholt. (…) Haben die Suchenden den Himmel erreicht, dann sind sie unsterblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte nun einwenden, dass [[Schüler]] den Begriff Upanishad auch auf das Buch anwenden, wenn sie sagen, wir wollen die Upanishaden studieren oder lehren. Das ist kein Fehler, da die Bedeutung der Wurzel ‚shad’, z. B. die [[Zerstörung]] der Ursache des [[Samsara]] usw., nicht nur mit der bloßen [[Handlung]] in Verbindung gebracht werden kann, sondern auch auf das Wissen Bezug nimmt; und auch die bloße Handlung kann mit diesem Wort bezeichnet werden, da sie demselben Zweck dient, so wie auch von [[Ghee]] gesagt wird, dass es wahrhaftig [[Leben]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird daher in seinem ursprünglichen Sinn im Zusammenhang mit Wissen gebraucht, doch es ist auch möglich, es in einer sekundären Bedeutung im Zusammenhang mit dem Werk/ der Handlung zu benutzen.  So werden die, die wirklich bereit sind, das Wissen zu erwerben, schon durch die bloße analytische Erläuterung des Wortes Upanishad weiter gebracht. Die gesamte Befassung mit Erkenntnis bewirkt durch das Erreichen Brahmans eine vollständige Befreiung von den Fesseln des Samsara. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Upanishad kann beides sein, da sie die zahlreichen Übel wie Empfängnis, Geburt, Alter, Krankheit usw. bei Menschen, die sich für dieses Wissen um Brahman öffnen und sich ihm mit [[Glauben]] und [[Hingabe]] nähern, verringert, oder weil sie den Menschen den [[Weg]] zu Brahman weist, oder weil sie die Ursache des Samsara wie Unwissenheit usw. vollständig zerstört. Dies also zu den verschiedenen Bedeutungen der Wurzel ‚shad’, die den Vorsilben Upani folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rama und die Upanishaden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rama5.jpg|thumb|Rama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rama sagt zu [[Hanuman]]: „Das einzige Mittel zur Erlangung der endgültigen Befreiung ist, für sich allein genommen, die [[Mandukya Upanishad]], die für das Heil aller spirituell Suchenden ausreicht. Wird [[Jnana]] (Erkenntnis) dadurch nicht erreicht, dann wirst du durch das Studium der zehn Upanishaden erst Jnana und dann Meinen Platz erlangen. O Sohn des [[Anjana]], wenn deine Erkenntnis dadurch nicht fest gegründet ist, dann befasse dich eingehend mit den 32 Upanishaden. Du sollst befreit werden. Sehnst du dich nach [[Videha Mukti]], dann studiere die [[108]] Upanishaden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die mystische Erfahrung der [[Rishi]]s. Die Upanishaden, die [[Gita]] und die Brahma Sutras werden als [[Prasthanatraya]] bezeichnet. Es sind die drei maßgeblichen Bücher über hinduistische Philosophie. Jeder Lehrer, der den Titel [[Acharya]] (Meister) für sich beansprucht und eine neue philosophische Schule begründen will, muss einen Kommentar zu diesen drei bedeutenden Büchern schreiben. Alle Acharyas der Vergangenheit, wie Sri [[Shankara]], [[Ramanuja]] und [[Madhava]] haben Kommentare zu diesen Büchern geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Copyright http://www.sivanandaonline.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – Philosophie am Ende des Wissens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Artikel von Shivapriya Angela Große-Lohmann, veröffentlicht im Yoga Vidya Journal Nr.26 - Nr.31&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wir haben mit der Aitareya Upanishad in Teil 1 und 2  dieser Reihe einen genaueren Blick auf die Erschaffung der Welt geworfen. Wir haben erfahren,  dass zunächst die 3 Grundqualitäten [[sattwa]], [[rajas]] und [[tamas]] als aller [[Materie]] innewohnend entstanden. Im nächsten Schritt wird das Urbild aller  Lebe wesen aus dem Bewusstsein geformt, das die grundlegenden Strukturen, Eigen schaften und Aufgaben darstellte und das gesamte Potential aller Lebewesen enthielt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Schöpfungsmythos aus der Ait Areya Upanishad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Mund und Agni, das Feuer=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt differenziert sich der Mund aus (in der Embryonalentwicklung vieler Tiere entsteht zunächst der sogenannte  Urmund,  aus  dem  sich  später  das  Darmrohr  und  die inneren Organe bilden). Der Mund wird mit der Rede assoziiert, und diese mit Agni, dem Feuer. Auch hier drängt sich die Aussage auf: „Am Anfang war das Wort“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Kommunikationsfähigkeit kann niemand auskommen, sie ist eine zentrale individuelle Fähigkeit der Lebewesen in dieser Welt, sie ist nicht nur  für  jedes  einzelne  Lebewesen  charakteristisch,  sondern jede Art entwickelt eigene Kommunikationstechniken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni steht für: [[Feuer]], [[Wille]], [[Reinheit]], [[Transformation]]. Das lässt sich auch auf die [[Kommunikation]] übertragen. Jedes [[Individuum]] muss den Willen zur Kommunikation aufbringen, was durchaus auch [[Energie]] kostet. Letztendlich ist es die Aufgabe der [[Kommunikation]], dafür zu sorgen, dass die [[Welt]] ein bisschen besser wird  (das  vorhandene  Maß  an  [[Reinheit]]  zu  erhöhen),  auch wenn sie oft genug genau für das Gegenteil genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Nase, Vayu und der Wind=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes bildet sich nach der Aitareya Upanishad die Nase, daraus das [[Prana]], und daraus [[Vayu]] (Wind, Luft).  Prana ist unsere [[Lebensenergie]], im engeren Sinne die aufsteigende [[Energie]], die mit dem Einatmen verbunden ist. Damit ist eine weitere wichtige Funktion beschrieben, die bei allen Lebewesen  vorhanden  sein  muss,  damit  sie  leben  können:  Sie müssen  [[Energie]]  aufnehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prana  steht  aber  auch  für  die Verbindung zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen [[Körper]]. Die feinstoffliche [[Energie]] muss in die Materie fließen  können,  damit  diese  sozusagen  belebt  ist.  Im  Yoga wird  die  Funktion  dem  [[Pranakörper]]  zugesprochen.  Aus  dem Prana wird [[Vayu]], das für Luft allgemein, das Luftelement, aber auch den Gott des Windes steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindung ist insofern interessant, als sie unsere gängigen Vorstellungen von [[Ursache]] und Wirkung auf den Kopf stellt. Es entsteht nach den Aussagen der Upanishad erst die Funktion (Nase – [[Prana]]), dann erst das Medium, die Grundlage, nämlich der [[Luftraum]] - der Gott des Windes als Voraussetzung für die Entstehung des materiellen Windes, der durch die [[Welt]] weht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder anders formuliert: Den [[Wind]], die [[Luft]] gibt es nach der  Aitareya  Upanishad  nur,  weil  die  Lebewesen  eine  Möglichkeit brauchen, [[Energie]] aufnehmen zu können, weil sie eine Verbindung zwischen dem Grobstofflichen und dem Feinstofflichen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Augen und Aditya, die Sonne=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Augen entwickelt sich das Gesicht und daraus Aditya. Die Augen sind ein wichtiges Wahrnehmungssystem der Lebewesen. Sie bilden sich bei der Embryonalentwicklung als erstes aus  dem  Nervenrohr.  Auf  der  mechanischen  Grundlage  der Augen können sich die Gehirnbereiche vergrößern und wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augen und das Gesicht mit den anderen Sinnen ermöglichen  eine  Wahrnehmung  der  Welt,  die  für  jedes  Lebewesen&lt;br /&gt;
anders aussieht. Dies gilt sowohl für die Individuen einer Art, die  einen  sehr  individuellen  Blick  auf  die  Welt  entwickeln, umso mehr noch für verschiedene Arten, die unterschiedliche Ausschnitte der [[Welt]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel sei hier nur daran erinnert, dass Insekten ein anderes Lichtspektrum sehen oder Hunde einen intensiveren Geruchssinn haben. Es macht damit  insgesamt  durchaus  Sinn,  davon  auszugehen,  dass  es Wahrnehmungsorgane braucht, wenn ein Lebewesen in dieser [[Welt]] überleben soll. Am Anfang muss sich also die prinzipielle Fähigkeit der Wahrnehmung herausbilden. Mit dieser Wahrnehmungsfähigkeit ist die Aditya assoziiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aditya steht für die [[Sonne]], die in den späteren Texten immer wieder als Bild für das [[Absolute]] benutzt wird. Adytia ist auch eine Götterklasse, es sind die Söhne der Aditya, des unendlichen Bewusstseins. Und hier wird es spannend, denn wir erhalten  den  ersten  Hinweis  darauf,  wozu  wir  eigentlich  alle unsere Wahrnehmungsfähigkeiten bekommen: um das [[Absolute]] zu erkennen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maya]], die Kraft, die all dies schafft, ist also auf etwas Positives ausgerichtet: Wir sollen die [[Wahrheit]] erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Ohren und die Himmelsregionen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt entstehen die Ohren, aus diesen das Gehör und daraus die Dishs, die Himmelsgegenden. Interessant ist,&lt;br /&gt;
dass hier das Gehör nicht mit der akustischen Wahrnehmung assoziiert  wird,  sondern  mit  den  Himmelsgegenden,  bzw.&lt;br /&gt;
Raumrichtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Vishuddha Chakra]] (Kehlzentrum) mit dem Element [[Akasha]],  Raum,  ist  mit  dem  Gehör  verbunden.  Es  geht  hier also  nicht  um  die  Entwicklung  der  Wahrnehmungsfähigkeit, diese wurde ja auch bereits mit der Entstehung der Augen in Verbindung gebracht. Das Ohr enthält nicht nur die Organe, mit denen wir akustische Signale entschlüsseln können, es ist auch der Sitz unseres Gleichgewichtssinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir bei der Vorstellung, dass uns dieser Text der Aitareya Upanishad die Entstehung eines ersten idealen Bewusstseinswesen  erklärt,  aus  dem  dann  die  konkreten  verschiedenen Lebewesen der unterschiedlichen Arten hervorgehen können, öffnet sich der Blick auf die entscheidende Frage: Was muss ein solches ideales Lebewesen eigentlich noch können, wenn es  jetzt  schon  kommunizieren,  Energie  wandeln  und  wahrnehmen kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klare Antwort: Es muss sich in dieser Welt orientieren können, es muss die Himmelsrichtungen wahrnehmen und sich im Raum bewegen können – und genau das ist mit der Ausdifferenzierung der Ohren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem vorliegenden Text differenziert sich dann die Haut, daraus werden die Haare und daraus die Kräuter und Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 5===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr31.pdf Yoga Vidya Journal Nr.31 - Herbst 2015])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du im 4.Teil erfahren hast, wie unsere [[Nahrung]] entstand und wie wir unsere [[Bedürfnis]]se befriedigen können, geht es nun um die [[Vollendung]] des [[Mensch]]en. Ähnlich wie in der [[Bibel]] (Gen 2) wird klar, dass der [[Mensch]] von [[Gott]] &amp;quot;beseelt&amp;quot; ist. Die gesamte [[Schöpfung]] hat Teil an der göttlichen [[Natur]] ([[Brahman]]). Höre die [[Wort]]e aus der [[Aitareya Upanishad]], Dritter [[Khanda]], Verse 11 bis 14:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Was ist der Mensch ohne das Absolute?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Er erwog: &amp;quot;Wie könnte dieses (Menschengefüge) ohne mich bestehen?&amp;quot; Und er erwog: &amp;quot;Auf welchem Wege soll ich in dasselbe eingehen?&amp;quot; Und er erwog :&amp;quot;Wenn durch die [[Rede]] gesprochen, durch den [[Prana]] eingehaucht, durch das [[Auge]] gesehen, durch das Ohr gehört, durch die [[Haut]] gefühlt, durch das [[Manas]] gedacht, durch den [[Apana]] ausgehaucht, durch das Zeugungsglied ergossen wird,- wer bin denn ich?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn wir als [[Mensch]] nach diesem Schöpfungsakt physisch überleben können, wären  wir ohne ein höheres [[Element]] in uns physischen und geistigemotionalen [[Bedürfnis]]sen hilflos ausgeliefert. Wir hätten keine [[Möglichkeit]] zu erkennen, warum wir in dieser [[Welt]] [[essen]], [[trinken]], [[schlafen]], [[handeln]], [[begehren]] müssen. Wir könnten uns [[selbst]] nicht erkennen, wir könnten uns nicht die [[Frage]] stellen: &amp;quot;Wer bin denn ich?&amp;quot; Wirklich bestehen können wir nur aus dem wahren inneren [[Selbst]] heraus. Es ist etwas in uns, das uns all unsere [[Fähigkeit]]en  nutzen lässt, unsere &amp;quot;[[Nahrung]]&amp;quot; erobern lässt und uns zu [[Erfahrung]]en und [[Erkenntnis]]sen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Bewusstsein]], nicht nur [[Körper]], [[Geist]] und [[Emotion]]en zu sein, lässt uns [[Schwierigkeiten]] überwinden und besondere [[Leistung]]en vollbringen. Viele große [[Dichter]], [[Entdecker]] usw. erleben sich als angebunden an etwas Größeres, wenn sie ihre besondere [[Leistung]] vollbringen. Viele [[Mensch]]en haben solche [[Erlebnis]]se des [[Einssein]]s mit etwas Größerem, aus dem heraus ein als vollkommen erlebter [[Augenblick]] oder ein vollkommenes [[Produkt]] entsteht. Die [[Frage]] ist, wie kommt es zu dieser [[Verbindung]] mit dem [[Brahman|Absoluten]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gott wohnt im Menschen====&lt;br /&gt;
2. Da spaltete er hier den Scheitel und ging durch diese Pforte hinein. Diese Pforte heißt [[Vidriti]] (Kopfnaht, wörtlich Spalt) und selbige ist der [[Seligkeit]] Stätte. Drei Wohnstätten hat er und drei Traumzustände ([[Wachen]], [[Traum]], [[Tiefschlaf]]); er wohnt hier (im [[Auge]], beim [[Wachen]]) und wohnt hier (im [[Manas]], beim [[Träumen]]) und wohnt hier (im [[Äther]] des [[Herz]]ens, beim [[Tiefschlaf]]). Da alle wichtigen [[Chakra|Energiezentren]] bereits von den [[Wahrnehmungsqualität]]en besetzt sind, erfolgt der [[Eintritt]] des wahren inneren [[Selbst]] ([[Atman]]) über den Schädel / Scheitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Selbst]] ist aber weder das [[Sehen]], noch das [[Auge]], noch alle [[Wünsche]] und [[Handlung]]en, die mit dem Auge zusammenhängen usw. Es ist weder [[Körper]] noch [[Wahrnehmung]]s- noch Handlungsorgane noch geistige [[Kräfte]]. Es ist zwar die [[Ursache]] von allem, aber nicht mit diesen identisch (s. [[Bhagavad Gita]]). Das [[Selbst]] ist die [[Erkenntnismöglichkeit]], die hinter allen Funktionen von [[Körper]], [[Geist]] und [[Seele]] steckt. Im Wachzustand, symbolisiert durch die [[Augen]], liefert das innere [[Instrument]] der [[Psyche]] [[Erkenntnis]]se, im [[Traum]] liefert das intuitive [[Erfassen]] als [[Manas]] (Einheit von [[Denken]] und [[Fühlen]]) [[Erkenntnis]]se, im [[Tiefschlaf]] fallen alle nach außen gerichteten [[Aktivität]]en und [[Funktion]]en weg und eine direkte [[Erkenntnis]] über die [[Erfahrung]] von [[Wonne]] ist möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Wissen]], das hinter allen [[Wahrnehmung]]en, die uns auf vielfältige Weise mit der [[Welt]] verbinden, noch etwas Anderes, Höheres steht, ermöglicht uns [[Distanz]] zum täglichen [[Leben]] mit all seinen [[Erfahrung]]en. Wir können alle [[Wahrnehmung]]en und [[Erfahrung]]en machen, aber wir müssen uns nicht mit ihnen identifizieren. Das [[Wissen]], dass wir [[Zugang]] zu unserem wahren inneren [[Selbst]] erlangen können, befreit von [[Angst]], das [[Leben]] nicht bewältigen zu können. Wir können das [[Selbst]] erfahren, indem wir ganz achtsam und aufmerksam unsere [[Wahrnehmung]]en annehmen und analysieren. Wir können auf unsere [[Intuition]] vertrauen und wir können uns in die innere [[Wonne]] fallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Mensch ist Gott am ähnlichsten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachdem er geboren, überschaute er die Wesen, - und er sprach: &amp;quot;Was wollte sich hier für einen (von mir) Verschiedenen erklären?&amp;quot; Aber doch erkannte er diesen [[Mensch]]en als &amp;quot;Brahmandurchdrungenste&amp;quot;. Und er sprach: &amp;quot;Diesen habe ich ersehen (idam adarsham). 4. Darum heißt er Idandra, denn wirklich heißt er Idandra; aber ihn, der Idandra heißt, nennen sie [[Indra]] auf geheimnisvolle Weise; denn die Götter lieben gleichsam das Geheimnisvolle. Nachdem sich das Göttliche manifestiert hat, stellt diese [[Kraft]] zu [[Recht]] fest: Wer könnte sich als von mir verschieden verstehen? Das Göttliche hat sich in allen Wesen manifestiert, es überschaut dabei alle Wesen, nicht nur den [[Mensch]]en!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir als [[Mensch]]en haben also nach diesen Versen keine wirkliche Sonderstellung, wir unterscheiden uns von allen anderen von [[Gott]] durchdrungenen Wesen nur dadurch, dass im [[Mensch]]en die [[Gegenwart]] [[Gott]]es besonders deutlich werden kann, wir sind am meisten durchdrungen von [[Brahman]]. Nimmt man diese [[Aussage]] ernst, hat sie weitreichende [[Konsequenz]]en für das [[Verständnis]] der [[Welt]]. Dann haben wir z.B. nicht das [[Recht]], alle Ressourcen für uns zu beanspruchen, sondern wir müssen sie mit allen Wesen teilen. Idam adarsham – Dieses habe ich ersehen – wird im Laufe der [[Geschichte]] der [[Mensch]]en im betrachteten Kulturkreis zu Idan – dra , zum [[Gott]] [[Indra]]. Wird Indra verehrt, verehren wir aber in [[Wirklichkeit]] die in uns [[selbst]] wohnende göttliche [[Kraft]] in allen Facetten unseres [[Menschsein]]s. Wir haben das größte [[Potential]] zur [[Erkenntnis]]; dies ist beabsichtigt, dies ist &amp;quot;ersehen&amp;quot;, als aktiver [[Prozess]] der [[Schöpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass wir ein solches [[Potential]] der [[Entwicklung]] besitzen ist aber nicht offensichtlich, sondern muss erarbeitet werden. So wie wir unsere [[Talent]]e allmählich entdecken und schulen können wir auch unsere in uns versteckte göttliche [[Natur]], unser wahres inneres [[Selbst]] entdecken und zur [[Entfaltung]] bringen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: No risk – no fun! [[Durst]] und [[Hunger]], also unsere [[Fähigkeit]]en und [[Bedürfnis]]se, wollen genutzt werden. Wäre alles offensichtlich, gäbe es keinen [[Grund]] zur [[Bemühung]] um [[Erkenntnis]]. Damit würde ein Teil der Erkenntnis wegfallen, nämlich die [[Erfahrung]], was wir alles in den verschiedenen Situationen können! Der Weg ist das [[Ziel]]! Würden wir uns jederzeit unserer wahren göttlichen Kräfte bewusst sein, würden wir keine [[Fehler]] machen und damit auch bestimmte [[Erfahrung]]en nicht nutzen können. Unsere göttliche [[Natur]] ist in uns versteckt und wir müssen uns früher oder später auf das [[Abenteuer]] einlassen, sie zu entdecken und zu verwirklichen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Über die Autorin====&lt;br /&gt;
Shivapriya Angela Große-Lohmann [[Yogalehrerausbildung|Yogalehrerin]] (BYV), Ausbildungsleiterin, [[Lehrer]]in für [[Biologie]] und [[Chemie]]. Sie bringt langjährige Seminar- und Ausbilder-[[Erfahrung]]en mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Schreibweisen für Upanishad==&lt;br /&gt;
Im Deutschen gibt es viele Schreibweisen für Upanishad. Dazu gehören: Upanishade, Upanischad, Upanischaden, Upanisad, Upanisade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plural, also die Mehrzahl von Upanishad, ist Upanishaden bzw. Upanischaden bzw. Upanisaden. Anglisiert auch Upanishads bzw. Upanisads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelne Upanishaden===&lt;br /&gt;
*[[Advaya Taraka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Aitareya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Amritabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ark&#039;hi]] (Arsheya Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Aruneya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ashrama Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharvashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharva Shiras Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atmabodha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Bark&#039;he soukt]] (Purushasuktam) &lt;br /&gt;
*[[Baschkl]] (Bashkala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Bhasma Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmavidya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brihadaranyaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Chandogya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Culika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Darshana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Dhyanabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Garbha Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Garuda Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Hamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ishavasya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaivalya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalagnirudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalisantarana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kanthashruti Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Katha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaushitaki Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kena Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kshurika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maitrayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mandukya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mrat lankoul]] (Mrityu Langala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Mundaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nadabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nilarudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Niralamba Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pankl]] (Paingala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Paramahamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranagnihotra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranou]] (Pranava Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Prashna Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pinda Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ramatapaniyopanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rudra Hridaya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sarva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schavank]] (Shaunaka Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Svetasvatara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tadiw]] (Tad eva)&lt;br /&gt;
*[[Talavakara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Taittiriya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tejobindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tripura Tapini Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tschhakli]] (Chagaleya Upanishad?) &lt;br /&gt;
*[[Rudraksha Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogatattva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schiw sanklap]] (Shivasamkalpa)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Upanishadgruppen bzw. -sammlungen===&lt;br /&gt;
*[[Reine Vedanta Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Shiva Upanishaden]] &lt;br /&gt;
*[[Vishnu Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Oupnek&#039;hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere verwandte Artikel===&lt;br /&gt;
*[[Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Veden]]&lt;br /&gt;
*[[Mahavakya]]&lt;br /&gt;
*[[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
*[[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Philosophiesysteme]]&lt;br /&gt;
*[[Reinkarnation]]&lt;br /&gt;
*[[Leben]]&lt;br /&gt;
*[[Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Shankara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/upanishaden/ Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p597_Das-Kronjuwel-der-Unterscheidung-von-Shri-Shankaracharya/ Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002 ]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit]&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger/ Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001&lt;br /&gt;
*Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039; von Huchzermeyer, Wilfried] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039; von Mittwede, Martin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veden aus „Göttliche Erkenntnis“  von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_upanishaden.html Upanishaden, Artikel aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Klassische Schriften des Yoga: Veden, Upanishaden, Smritis, Puranas und Itihasas===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/04-klassische-schriften-des-yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga und Vedanta Einführung===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/01-jnana-yoga-vedanta-einfuehrung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vom Begrenzten zum Unendlichen - Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/75_Vom_Begrenzten_zum_Unendlichen-Yoga-Vidya.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===111 Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/111_Geschichten_aus_den_Upanischaden.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deussen Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566006</id>
		<title>Upanishad</title>
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		<updated>2016-10-18T13:24:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Teil 3 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Upanishad&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: उपनिषद् upaniṣad &#039;&#039;f.&#039;&#039;) kommt von den beiden Wörtern [[Upa]] und [[Nishad]]. Upa heißt in der Nähe, nahe bei und Nishad sitzen, sich niederlassen. So bedeutet Upanishad eigentlich in der Nähe sitzen, das heißt man kann man die [[Weisheit]] der Upanishaden dann verstehen, wenn man in der Nähe eines Lehrers sitzt. Deshalb werden die Upanishaden auch als Geheimlehre bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guru-schueler.jpg|thumb|Das Wissen wurde vom Lehrer an den Schüler weitergegeben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die wichtigsten der uralten Schriften Indiens. Sie sind die Grundlagen für Vedanta. Upanishad sind Teile der indischen Heiligen [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Sie bilden den letzten und philosophischen Teil dieser Schriften. Die ältesten der [[108]] Upanishaden wurden etwa 800 v. Chr. verfasst. Sie beschäftigen sich mit der Essenz der vier [[Veda|Veden]] und bilden so die Grundlage des [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Vedanta]. Aus den Upanishaden stammen die [[Mahavakya]]s (große Aussprüche). Jüngeren Datums sind die [[Yoga Upanishaden]] (Sanskrit: yogopaniṣad yogopaniṣad), die sich speziell mit dem [[Yogaweg]] beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Upanishad==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Upanishad&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist ein Sanskrit-Wort und heißt „zu Füßen sitzen“. Upanishad ist eine Schriftgattung, eine Textgattung. Upanishad ist der letzte Teil vom [[Veda]]. Veda ist die älteste Schriftensammlung, die bis heute in Gebrauch ist. Im Veda sind die ältesten, insbesondere Texte in einer indoeuropäischen Sprache. Veda ist das Urwissen der Menschheit. Veda hat vier Teile. Zum einen gibt es vier Vedas, [[Rig Veda]], [[Yajur Veda]], [[Sama Veda]] und [[Atharva Veda]]. Und jeder der vier Vedas hat wiederum vier Teile. Da gibt es die [[Samhita]]s, die Hymnen, es gibt die [[Aranyaka]]s, die Erläuterungen, die [[Brahmana]]s, die weitergehenden Ausführungen für die Brahmanen, und es gibt die Upanishads. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist sozusagen die Metaphysik oder die spirituelle [[Philosophie]] hinter dem Veda. Die Upanishaden gelten auch als das Geheimwissen. Es ist das [[Wissen]], welches die Tiefe des Menschseins berührt. In den Upanishaden wird [[Vedanta]] erläutert. Vedanta, die Philosophie des Absoluten. Im Vedanta stehen die [[Mahavakya]]s, die großen Aussprüche: „Tat Twam Asi. Das, das Unendliche, das bist du. [[Aham Brahmasmi]]. Ich bin [[Brahman]]. Ayam Atma Brahman. Dieses Selbst ist Brahman. Prajnanam Brahman. Bewusstsein ist Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishaden sind bis heute die besten Darstellungen der höchsten Wirklichkeit. Es gibt viele Upanishaden, normalerweise spricht man von 108 Upanishaden. Davon hat [[Shankaracharya]] einige kommentiert und die Kommentare von Shankaracharya über die Upanishaden zählen bis heute zu den besten Darlegungen der Vedanta-Philosophie. Und so spricht man von den zwölf wichtigsten Upanishaden als die klassischen Upanishaden. Auch bei [[Yoga Vidya]] haben wir die wichtigsten Upanishaden als Buch herausgegeben, so dass du sie auf Deutsch lesen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr über Upanishaden findest du auf unseren Internetseiten, auf [https://www.yoga-vidya.de/ www.yoga-vidya.de]. Dort findest du auch die Übersetzungen der wichtigsten Upanishaden, du kannst also die Upanishaden auch in der deutschen Übersetzung lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cxrQzg-v_aE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Upanishaden - Einführung nach Paul Deussen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 19-28.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einleitung===&lt;br /&gt;
:Jenseits ist [[Fülle]],&lt;br /&gt;
:Diesseits ist Fülle,&lt;br /&gt;
:Aus Fülle kommt Fülle hervor.&lt;br /&gt;
:Nimmt man die Fülle aus der Fülle,&lt;br /&gt;
:So bleibt nichts als Fülle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zitat aus der [[Isha Upanishad]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Das vedische Zeitalter===&lt;br /&gt;
Wer über die [[Veden]] spricht, steht zwangsläufig dem Dilemma gegenüber, sich mit [[Geschichte]] und [[Mythos]] auseinandersetzen zu müssen. Sind für den orthodoxen [[Hindu]] die Veden in Wahrheit unmanifestiert, der nur dem [[Seher]] vollständig erkennbare Ausdruck des absoluten [[Brahman]], so stellen sie für den westlichen [[Indologe]]n ein erstes schriftliches Zeugnis einer frühen Hochkultur dar. Während die Datierung der ersten Zivilisationen im [[Indus]]-Tal ständig weiter nach hinten verlagert wird und die [[Harappa]]-Kultur aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend schon lange nicht mehr als der eigentliche Ursprung gilt, ist die akademische Meinung hinsichtlich des vedischen Schrifttums relativ konstant geblieben. Die Abfassung des [[Rigveda]], des ältesten Teiles der verfassten Veden - wir lassen den Mythos im Folgenden unberücksichtigt - wird etwa auf die Zeit um 2000 bis 1500 v. Chr. angesetzt. Die frühesten Upanishaden dürften nicht vor 1000 v. Chr. niedergeschrieben worden sein, und man setzt das Ende der &#039;&#039;Upanishaden-Epoche&amp;quot; etwa mit der Zeit um 500 v. Chr. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterteilt die Veden in vier Bereiche. Der Rig-Veda enthält die Opferhymnen an die [[Götter]]; der [[Samaveda]] ist der [[Veda]] der Gesänge ([[Saman]]) und dient gewissermaßen als musikalische Ergänzung des Rig-Veda; der [[Yajurveda]] ist der Veda der Opfersprüche und der [[Atharvaveda]] ist nach dem Hohepriester ([[Atharvan]]) benannt, der die heiligen Handlungen ausführte und die [[Mantra|mantrischen]] Sprüche rezitierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Veden wurden dann noch in drei Abteilungen gegliedert. Die [[Samhita]] (Sammlung) enthält die zu verwendenden Sprüche, [[Hymne]]n und [[Gebet]]e; das [[Brahmana]] die erforderlichen theologischen Erklärungen; während die [[Sutra]]s den Inhalt des Brahmanam kurz zusammenfassen. Der theologische Teil, das Brahmana, teilt sich dann wiederum in drei Teile, [[Vidhi]], [[Arthavada]] und [[Vedanta]]. Letzterer, das Ende oder die Vollendung des Veda (Veda Anta), enthält die Upanishaden. Sie stellen gleichsam den Abschluss und Höhepunkt des vedischen Zeitalters dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um die Bedeutung der vedischen Offenbarung in ihrer Tiefe zu verstehen, empfiehlt es sich, drei herausragende Repräsentanten der indischen [[Spiritualität]] des 20. Jahrhunderts zu Wort kommen zu lassen, die ihre eigene [[Tradition]] aus innerer [[Verwirklichung]] darstellten. [[Vivekananda]], [[Indien]]s erster großer Botschafter im Westen, schrieb in seinem &amp;quot;[[Jnana Yoga]]&amp;quot;: &amp;quot;Man muss wissen, dass in Indien die Veden als heiliger betrachtet werden als selbst die [[Bibel]] bei den [[Christentum|Christen]]. Die christliche Idee der [[Offenbarung]] ist die göttliche [[Inspiration]] eines Menschen, aber nach der indischen Auffassung existieren die Dinge nur deshalb, weil sie in den Veden sind. Aus den Veden und durch die Veden ist die ganze [[Schöpfung]] entstanden; alles Wissen ist in den Veden. Jedes Wort ist heilig und ewig, ewig wie die [[Seele]], ohne Anfang und Ende. Die Gesamtheit des Schöpfungsgeistes ist in den Veden enthalten, und in diesem Licht werden sie betrachtet. Etwas ist sittlich oder unsittlich, weil es die Veden so bezeichnen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vivekananda, Jnana-Yoga Bd. 1, Freiburg o. J., S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Bewertung findet sich auch in der &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von [[Paramahansa Yogananda]]. &amp;quot;In der reichhaltigen Literatur Indiens sind die Veden (Wurzel: Vid : wissen) die einzigen Texte, die keinen Verfasser aufweisen. Der Rigveda (X 90,9) schreibt seine Hymnen und Erzählungen einem göttlichen [[Ursprung]] zu und berichtet uns (III 39,2), dass sie aus &amp;quot;grauer Vorzeit&amp;quot; stammen und später in eine neue Sprache gekleidet wurden. Da die Veden den [[Rishi]]s (Sehern) von einem [[Zeitalter]] zum anderen durch göttliche Offenbarungen mitgeteilt wurden, heißt es, dass sie Nitjatwa, das heißt &amp;quot;zeitlose Gültigkeit&amp;quot;, besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veden waren ursprünglich Laut-Offenbarungen, die von den Rishis unmittelbar gehört ([[Shruti]]) wurden, und enthalten im Wesentlichen [[Lied]]er und [[Rezitation]]en. Diese 100 000 Verse der Veden wurden also mehrere Jahrtausende lang nicht niedergeschrieben, sondern mündlich durch die Brahmanen-Priester weitergegeben. Weder Papier noch Stein sind gegen die zeitlich bedingten Zersetzungserscheinungen gefeit. Die Veden aber haben sich von einem Zeitalter zum anderen erhalten, weil die Rishis die Überlegenheit des [[Geist]]es über die [[Materie]] kannten und wussten, dass die geistige Art der Überlieferung die beste ist. Denn was ließe sich mit den &amp;quot;Tafel des [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzens]&amp;quot; vergleichen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|HS6kAipt5kQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des &amp;quot;Rishi&amp;quot;, des großen Sehers des vedischen Zeitalters, erlangt auch in der Überlieferung der Upanishaden zentrale Bedeutung. Die Rishis waren nicht die Schöpfer der Veden, sondern sie gaben nur wieder, was sie in [[Meditation]] und [[Versenkung]] als geistige [[Wahrheit]] erschaut hatten. Sri [[Aurobindo]], der zwei umfangreiche Bände über die Veden schrieb und mit seinem &amp;quot;Integralen [[Yoga]]&amp;quot; versuchte, östliches und westliches Gedankengut auf einer neuen, höheren Ebene zu integrieren, deutet die Veden als [[Esoterik|esoterische]] Initiationsschriften. &amp;quot;Die vedischen Rishi waren Mystiker, die ihre innere [[Erkenntnis]] für die Eingeweihten bewahrten; sie schützten sie vor der Allgemeinheit durch den Gebrauch eines Alphabetes von Symbolen, welches ohne [[Initiation]] nicht verstanden werden konnte, das aber vollkommen klar und systematisch war, wenn die Zeichen einmal erkannt waren. Die Symbole gruppierten sich um die Idee und Formen des [[Opfer]]s; denn das Opfer war die universelle und zentrale Einrichtung des maßgebenden [[Kult]]es.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, Hymns to Mystic Fire, Pondicherry 1972, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Opfer gewann im Sinne der vedischen Tradition eine doppelte Bedeutung, denn es war einerseits die Opferhandlung für die Götter, andererseits aber auch das innere Opfer der [[Selbstüberwindung]] und [[Selbsthingabe]]. Für Sri Aurobindo war die Sprache der Veden symbolhaft und zielte vor allem auf die sich im [[Mensch]]en abspielenden Prozesse ab. &amp;quot;Die Götter des Veda repräsentieren die universellen Kräfte, herabgestiegen vom Wahrheitsbewusstsein, das die [[Harmonie]] der [[Welt]] errichtete.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., The Secret of the Veda, Pondicherry 1971, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter allen [[Form]]en des Göttlichen, hinter den verschiedensten [[Name]]n sah Aurobindo jedoch eine alles vereinende göttliche [[Quelle]]. Dies führte ihn zu der Überzeugung, die vedische Offenbarung als [[Monotheismus|monotheistisch]] zu bezeichnen. &amp;quot;Ihre Lehre ist monotheistisch, und die vedischen Götter sind verschiedene Namensnennungen der einen [[Gottheit]]; zur gleichen Zeit sind sie eine Bezeichnung Ihrer [[Macht]], wie wir sie in der [[Natur]] wirken sehen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Deutung zeigt sich eines der Grundprobleme der [[Mystik|mystischen]] oder esoterischen Interpretation einer religiösen Tradition. Es kann kein Zweifel bestehen, dass die vedische Lehre im [[Hinduismus]] in breiten Schichten zu einem vulgären [[Polytheismus]] geführt hat. Doch Ähnliches lässt sich unschwer auch bei anderen spirituellen Überlieferungen nachweisen, so dass es sinnvoll erscheint, das Augenmerk auf die großen [[Mystiker]] zu richten, anstatt sich in den Niederungen des [[Aberglaube]]ns zu verlieren. So erblickte auch Arthur Schult in seiner wertvollen Studie über &amp;quot;Die [[Weisheit]] der Veden und Upanishade&amp;quot; den einen [[Gott|GOTT]] hinter der Vielheit der vedischen Götter. &amp;quot;Wenn einer der Götter angerufen wird, scheinen alle anderen zu verschwinden, bzw. in ihm aufzugehen. Jeder Gott, der gerade angerufen wird, ist der einzige Gott. Die Götter gleichen einander, bilden eine geheime Einheit. Es gibt nicht ein Nebeneinander verschieden beschaffener, zueinander im Gegensatz stehender Götter, wie in der Götterwelt Homers. Henotheismus hat der berühmte Sprachforscher und Ethnologe Max Müller diese Art des Gotterlebens genannt, in der Polytheismus und Monotheismus auf eigenartige Weise geeint sind&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schult, Die Weisheit der Veden und Upanishaden im Lichte des&lt;br /&gt;
West-Ost-Problems, Bietigheim 1962, S. 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atharvaveda kündet in einer seiner Hymnen von der Einsicht, welche die weisen Waldeinsiedler der Upanishaden ihren Schülern vermitteln sollten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Er allein ist der Eine, der Einzige, nur Einer.&lt;br /&gt;
:Die Götter ([[Deva]]s) da sind in ihm ein Einziges.&amp;quot; Atharvaveda XIV,4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===II. Die Entstehung der Upanishaden===&lt;br /&gt;
Die Upanishaden, als krönender Schlussteil der vedischen Überlieferung, wurden ebenfalls viele Jahrhunderte lange mündlich überliefert. Während die vier Veden noch stärker das [[Mythologie|mythologische]] oder auch das [[Ritual|ritualistische]] Moment betonen, rücken in den upanishadischen Texten, obwohl vor allem die älteren noch jeweils einem der vier Veden angeschlossen sind, die philosophische Spekulation und die esoterisch-initiatische Tradition in den Vordergrund. Diese Entwicklung drückt sich in der indischen Gesellschaft durch die immer einflussreichere [[Vedanta]]-Schule aus, die im 9. Jahrhundert ihren bedeutendsten Repräsentanten in [[Shankara]] findet. Die eher ritualistisch-zeremoniell ausgerichteten Anhänger des Veda sammeln sich in der [[Karma]]-[[Mimansa]]-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; weist auf die spezielle Überlieferungs- oder Einweihungstradition hin. Es setzt sich aus den Silben &amp;quot;Upa&amp;quot; (nahe), &amp;quot;Ni&amp;quot; (nieder) und &amp;quot;Shad&amp;quot; (sitzen) zusammen und beschreibt eine [[Lehrer]]-[[Schüler]]-Situation, in welcher der Schüler neben seinem verehrten [[Meister]] sitzt und dessen Lehre lauscht. Der [[Benediktiner]]mönch Henri Le Saux, der nach Indien ging und dort unter dem Namen [[Swami Abhishiktananda]] eine Synthese zwischen upanishadischer [[Weisheit]] und christlicher [[Mystik]] verwirklichte, sah in dem Wort auch noch eine Entsprechung zwischen Makro- und Mikrokosmos. &amp;quot;Das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; muss ursprünglich bedeutet haben: geheimniserfülllte Entsprechungen oder Wechselbeziehungen. Tatsächlich schreitet die Upanishadenlehre für gewöhnlich von Entsprechung zu Entsprechung fort: im [[Kosmos]], im menschlichen [[Körper]] und im [[Geist]], bis man schließlich die höchsten &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; entdeckt, die den Schlüssel zu allem bieten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Le Saux, Der Weg zum anderen Ufer, Köln 1979, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; erschließen sich dem Schüler für gewöhnlich nicht aus eigener [[Anstrengung]], es bedarf zu ihrer [[Erkenntnis]] der Hilfe eines erleuchteten Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt dem Abendländer des 21. Jahrhunderts nicht ganz leicht, diese Struktur unvermittelt anzunehmen. Zwischen der upanishadischen Epoche und der [[Gegenwart]] liegt vielleicht ein wenig zu viel an Ratio, ein wenig zu viel an Aufklärung, ein wenig zu viel an [[Materialismus]] und [[Atheismus]]. Zudem sind auch für den [[spirituell]] Interessierten Begriffe wie Meister ([[Guru]]), [[Einweihung]] oder [[Erleuchtung]] nicht ganz unbelastet. Dies stellt sich völlig anders da, wenn man selbst bereit ist, in die Überlieferungstradition der Upanishaden einzutauchen. &amp;quot;Die upanishadische Erfahrung hat nichts mit irgendeiner [[Religion]] zu tun, ebensowenig mit der Logik oder Erkenntnistheorie. Sie gehört einer anderen Ordnung an. Sie ist die endgültige [[Erfahrung]] des menschlichen Geistes, der sich die Religionen stellen müssen, wie sie in der [[Vergangenheit]] sich den mythischen und dann den logischen Kategorien des [[Denken]]s gestellt haben.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist Vorsicht bei der Verwendung des Wortes &amp;quot;endgültig&amp;quot; geboten, aber die Intention von Henri Le Saux war es wohl eher, die transzendente Dimension der upanishadischen Erfahrung anzudeuten. Es geht den Rishis der Upanishaden nicht um eine theologische Spekulation, sondern um die Verwirklichung eines neuen [[Bewusstsein]]s. Eines Bewusstseins, in dem sich der Meister als nicht getrennt vom Absoluten Geist ([[Brahman]]) empfindet, aber auch als nicht getrennt von seinem Schüler - ohne sich in einem wesenlosen [[Nichts]] aufzulösen. Die upanishadische Erfahrung ist, so sieht es der Vedanta, die höchste [[Selbst]] ([[Atman]])-Verwirklichung, die dem Menschen möglich ist. Aufgrund dieses SELBST-Verständnisses erlangen die Upanishaden eine gleichsam über-historische Dimension. &amp;quot;Der Hintergrund, auf dem sich die Upanishaden entwickelt haben, ist unvergleichlich viel universaler als derjenige der Bibel und sogar des [[Evangelium]]s, denn [[Jesus]] ist eine historische Person, und ohne eine Beziehung zu seiner Person über die Zeiten hinweg ist kein [[Christentum]] möglich. Der [[Rishi]] der Upanishaden hat ebensowenig wie der [[Buddha]] eine Persönlichkeit, der er Bedeutung beimisst, oder eine Geschichte, mit der man ihn in Beziehung setzen muss. Die Entdeckung des Buddha ist die Entdeckung jedes Menschen, die Entdeckung des Rishi ist für jeden zugänglich, der bereit ist, der inneren [[Suche]] nachzugehen und der sich nach [[Befreiung]] sehnt. Die Entdeckung des letzten Grundes des [[Sein]]s und des Selbst ist für jedes menschliche Bewusstsein erreichbar! In Wirklichkeit ist es eben darin und nur darin, wo der Mensch sich selbst verwirklicht, gleich in welcher Umwelt er sich befindet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Entstehung der Upanishaden begann im menschlichen Bewusstsein eine Epoche, in der die Mittlerrolle der klassischen Religionen überwunden wurde - selbst jener, die damals noch gar nicht existierten. Der upanishadische Rishi bemüht sich, seinen Schüler seinen eigenen [[Weg]] finden zu lassen. Er sieht sich nicht in der Rolle eines [[Priester]]s, den der Schüler benötigt, um wieder vor das Antlitz [[Gott]]es treten zu können. Im tiefsten Sinne des Wortes ist der &amp;quot;Guru&amp;quot; ein Wegweiser, jemand, der die [[Dunkelheit]] der [[Unwissenheit]] vertreibt. Einen Wegweiser nutzt man dann am besten, wenn man seine Botschaft liest und sie beachtet. &amp;quot;Wer wollte&amp;quot;, so ein Bonmot von [[Krishnamurti]], &amp;quot;so unvernünftig sein und den Wegweiser anbeten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===III. Die Botschaft der Upanishaden===&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Führe mich vom Wahn zur [[Wirklichkeit]]!&lt;br /&gt;
:Führe mich aus dem Dunkel ins [[Licht]]!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anruf steht in der [[Brihadaranyaka Upanishad|Brihadaranyaka]], einer der ältesten Upanishaden. Damit wird gleichsam die Grundnote der upanishadischen Botschaft deutlich - [[Erkenntnis]] und [[Erleuchtung]]. Die [[Seher]] der Upanishaden wollen ihre [[Schüler]] aus der Dunkelheit der [[Unwissenheit]] befreien und ins Licht der Göttlichen [[Wirklichkeit]] eintreten lassen. Alle großen Interpreten und Kommentatoren der Upanishaden weisen daher immer darauf hin, dass der Versuch, die Upanishaden rein intellektuell zu verstehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Die Essenz der Upanishaden ist trans-rational, aber nicht irrational. Man muss sich ihr vom [[Geist|GEIST]] her nähern, nicht vom [[Verstand]]. Ist man dann in ihr Geheimnis eingetreten, empfindet man eine [[Glückseligkeit]] ([[Ananda]]), die weit jenseits aller vergänglichen menschlichen Freuden ist. Die [[Taittiriya Upanishad]] führt dies in ihrem Kapitel über &amp;quot;Ananda&amp;quot; beredt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Bäumer weist in der brillanten Einführung zu ihrer Upanishaden-Ausgabe auch auf die methodische Komponente der upanishadischen Botschaft hin. &amp;quot;Upanishad bedeutet daher sowohl die Methode, das Mittel der [[Meditation]] und des Lernens von einem [[Meister]], als auch das [[Ziel]], die Vereinigung oder Erleuchtung. Als Beispiel für die erste Bedeutung bezeichnet die [[Mundaka]] (II,2,3) die Upanishad als [[Bogen]], als die große Waffe, mit der man das Ziel, das Unvergängliche, trifft, wobei der Pfeil durch Meditation geschärft sein soll (III,11) Die zweite Bedeutung wird am Ende der Taittiriya-Upanishad (III,10,5) deutlich, wo der Erleuchtete ausruft: &amp;quot;Ich habe diese ganze [[Welt]] überwunden! Ich bin leuchtend wie die [[Sonne]] (und auch) der, der dieses weiß! Das ist die Upanishad!&amp;quot;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Bäumer, Befreiung zum Sein. Auswahl aus den Upanishaden, Zürich 1986, S. 25f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wollte man &#039;&#039;eine&#039;&#039; zentrale Aussage der Upanishaden wählen, so wäre sie in dem Wort Nicht-Zweiheit ([[Advaita|A-dvaita]]) zusammengefasst. Die höchste Einsicht der upanishadischen [[Rishi]]s ist jene von der nicht-dualistischen Wirklichkeit. Swami Abhishiktananda (H. Le Saux) meditiert über den suchenden [[Mensch]]en: &amp;quot;Er sucht [[Gott]] in einem Winkel des Raumes. Und Gott erfüllt den ganzen [[Raum]] und er ist außerhalb des Raumes. Er sucht Gott in einem Punkt der [[Zeit]], in einer [[Vergangenheit]], die vorüber ist, in einer [[Zukunft]], die einmal sein wird. Aber Gott ist außerhalb aller Zeit, und die [[Ewigkeit]] ist in jedem [[Augenblick]] der Zeit gegenwärtig.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir finden hier ein klassisches Paradox der [[Mystik]] vorgezeichnet, die uralte Frage nach [[Transzendenz]] und Immanenz. Gott ist in der [[Schöpfung]], im Innersten des Menschen anwesend - und ist trotzdem der ganze andere. Die eher unbewusst erlebte [[Einheit]] der Veden wird in den Upanishaden zu einer bewussten [[Erfahrung]] der Göttlichkeit des Menschen, die aber nicht in einen undifferenzierten [[Pantheismus]] einmündet. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, um die Einheit von Selbst ([[Atman]]) und Gott ([[Brahman]]) nicht als ein Aufgehen des Tropfens im Urmeer misszuverstehen, greift Sri [[Aurobindo]] in seiner Kommentierung der Upanishaden zur sprachlichen Übersteigerung des Gottes-Begriffes als [[Parabrahman]]. &amp;quot;Der Höchste ist reines [[Sein]], absolute [[Existenz]], [[sat]]. Er ist Existenz, weil er allein Ist, es ist nichts anderes seiend, das irgendeine höchste [[Wirklichkeit]] besitzt oder irgendein Sein unabhängig von seiner Selbst-[[Manifestation]]. Er ist absolute Existenz, weil er allein Ist und nichts anderes in Wirklichkeit existiert; er muss notwendigerweise durch sich selbst, in sich selbst und für sich selbst existieren. Es kann keine Ursache für seine Existenz geben, wie es auch kein [[Ziel]] für seine Existenz geben kann; es kann auch keine Zunahme in ihm geben, noch eine Verminderung, denn Zunahme könnte nur durch Hinzufügung von irgendetwas ihm Äußerlichen und Verminderung durch Verlust an etwas ihm Äußerlichen entstehen; aber für Brahman existiert nichts Äußerliches. Er kann sich nicht verändern, denn geschähe es in irgendeiner Weise, würde er Gegenstand von Zeit und [[Kausalität]] werden. Er kann auch keine Teile besitzen, denn dann würde er Gegenstand des Raum-Gesetzes. Er ist jenseits der Vorstellungen von Raum, Zeit und Kausalität, die er als phänomenale Bedingungen der Manifestation erschafft, die aber nicht ihren [[Ursprung]] bestimmen können. Daher ist er Parabrahman, ist absolute Existenz.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, The Upanishads, Pondicherry 1972, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Gott in radikaler Andersheit die Gesamtheit der [[Schöpfung]] durchdringt, erfährt der Rishi der Upanishaden sich in seiner Erleuchtung doch als eins mit ihm. Gott und das [[Selbst]] sind nicht getrennt, sondern auf unfassbare Weise im innersten Wesenskern vereint. Die vier großen [[Wort]]e ([[Mahavakya|Mahâvâkyas]]) der Upanishaden versuchen dieses [[Mysterium]] sprachlich zu fassen, falls dies in der Begrenztheit des menschlichen Ausdrucks überhaupt möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|rfv8aAq_1qQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden und das Christentum===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der [[Christ]] muss versuchen, im Tiefsten seiner selbst, gleichzeitig die Erfahrung der [[Nichtdualität]] des Seins zu machen, die der Grund der vedantischen Erfahrung ist, und die Erfahrung der göttlichen Sohnschaft, der unaussprechlichen Nichtdualität von [[Vater]] und [[Sohn]], in der Einheit des [[Geist]]es, die die Erfahrung des christlichen [[Glauben]]s konstituiert.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren vor allem die [[Benediktiner]], die, teilweise mit einem eigenen [[Ashram]] im Süden [[Indien]]s, den [[Dialog]] zwischen [[Vedanta]] und [[Christentum]] führten, und in Henri Le Saux ([[Swami]] [[Abhishiktananda]]) und Bede Griffiths ihre bedeutendsten Repräsentanten hatten. Vor allem Le Saux, der sich später ganz in die [[Einsamkeit]] zurückzog, kreiste in seinen [[Meditation]]en immer wieder um die upanishadische Einheitserfahrung. Für ihn boten die [[Einsicht]]en der großen [[Rishi]]s den lange gesuchten Schlüssel, um zu einem annehmbaren Verständnis einer [[Trinität|trinitarischen]] Gottesvorstellung zu kommen. Le Saux hatte erkannt: &amp;quot;Dass [[Christus]] wesentlich der erste einer Vielzahl von Brüdern ist. Das Pleroma ist für die Menschwerdung wesentlich. Jedes einzelne Menschenbewusstsein bis hin zum letzten - sie alle sind &amp;quot;zum [[Lob]] der [[Herrlichkeit]] seiner [[Liebe]]&amp;quot; geschaffen - war nötig, damit die Herrlichkeit [[Gott]]es voll wurde, damit diese Herrlichkeit sich so offenbarte, wie der Vater in seiner erhabenen [[Freiheit]] es bestimmt hatte.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Indische Weisheit - Christliche Mystik. Von der Vedanta zur Dreifaltigkeit, Luzern 1968, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese unorthodoxe Trinitätslehre zu untermauern, sah Le Saux in den Upanishaden den Schlüssel, da sie allein für ihn eine Erfahrung universeller Gotteskindschaft zu offenbaren schienen. &amp;quot;Die Trinität wird nur in der Erfahrung des [[Advaita]] (der Nichtdualität) begriffen. [[Jesus]] hat diese zerreißende und erfüllende [[Erfahrung]] der Nichtdualität (mit dem Vater) gelebt, eine Erfahrung, die sich in einem Glanz, in einem [[Licht]], in einer Herrlichkeit offenbart, die alles übersteigt, die einem alles entreißt, die über alles hinausführt: Gabe der [[Weisheit]], tiefe Wesenseinheit (connatura-lité), Explosion, der sich keiner entziehen kann, der &#039;gespürt&#039; hat ...&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., Weg, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die trinitarische Erfahrung wird für Henri Le Saux zu einer kosmischen [[Offenbarung]]. Der Vater ([[Brahman]]), offenbart sich im Sohn ([[Atman]]) durch den [[Geist]] - und diese Offenbarung ist universell! Alles Geschaffene ist in letzter Konsequenz der SOHN; und alles Geschaffene wird in letzter Konsequenz durch den GEIST zurückverbunden und vereint mit dem VATER. Das meint für Le Saux letztlich das [[Mahavakya]] &amp;quot;[[Aham Brahmasmi]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Saux, Griffiths und andere Christen, die in dieser upanishadisch-trinitarischen [[Tradition]] dachten, wurden von der [[Orthodoxie]] immer wieder angegriffen und der Häresie, vor allem der [[Pantheismus|pantheistischen]], verdächtigt. Diese Kritik greift vor allem deswegen zu kurz, weil sie offensichtlich das [[Geheimnis]] der upanishadischen Erfahrungen nicht versteht. Bettina Bäumer macht dies in ihrer Upanishaden-Ausgabe überaus deutlich. &amp;quot;Advaita, die Verweigerung der Zweiheit, der Dualität, ist nicht als [[Monismus]] oder Pantheismus abzutun, wenn auch solche [[Tendenz]]en später nicht immer ausgeschlossen waren. Wie alle upanishadischen Aussagen, muss advaita im Kontext der [[Mystik|mystischen]] Erfahrung verstanden werden. Er bedeutet das letzte Ungenügen einer Spaltung der [[Wirklichkeit]] in Subjekt und Objekt, und vor allem die Unmöglichkeit, [[Gott]] oder das Transzendente auf die Seite des Objektes zu projizieren. Ebenso wenig kann die bloße Übertragung des Göttlichen auf das Subjekt der letzten Wirklichkeit gerecht werden. Wie Swami Abhishiktananda (Henri Le Saux) betonte, ist die Erfahrung des advaita die größte [[Reinigung]] des christlichen Gottesbegriffes.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bäumer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog zwischen der Erfahrung der Upanishaden und der christlichen [[Mystik]] steht erst an seinem Anfang. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Christen den Versuch unternommen, wirklich die Tiefen der upanishadischen Offenbarung auszuloten. Es war ein überaus fruchtbarer Dialog, der nun weiter ausgebaut werden sollte, um einen weiteren Schritt hin zu einer &amp;quot;[[Weltreligion]] des [[Herz]]ens&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Michel, Weltreligion, Grafing 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu machen, die allein die religiösen [[Konflikt]]e der [[Menschheit]] zu lösen imstande sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]], der indische [[Yogi]], Arzt und Weise, schreibt über die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Upanishaden] wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Lehre, die als [[Vedanta]] bezeichnet wird, ist auch unter der Bezeichnung [[Uttara Mimamsa]] bekannt. Der Begründer des Vedanta-Philosophie-Systems war [[Badarayana]] [[Vyasa]]. Die Purva-Mimamsa-Schule wurde von [[Jaimini]], einem Schüler von Vyasa, begründet. Der Unterschied zwischen den beiden Schulen ist der, dass bei [[Purva Mimamsa]] im Allgemeinen der [[Mantra]]anteil der [[Veden]] näher untersucht wird, während Uttara Mimamsa sich eingehend der Lehre der Upanishaden in den Veden widmet. Mit anderen Worten, Purva Mimamsa behandelt den [[Karma]] [[Kanda]], während es bei Uttara Mimamsa um den [[Jnana]] [[Kanda]] geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden als Teil der Veden===&lt;br /&gt;
[[Datei:ShankaradergroeLehrerdesVedanta.jpg|thumb|Sri Skankaracharya, der große Lehrer des Vedanta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Brahmasutras/ Brahma Sutras] von Badarayana oder Sri Vyasa werden als Vedanta [[Darshana]] bezeichnet. Sie heißen so, weil sie auf den Upanishaden beruhen, dem jeweils letzten und abschließenden Teil der Veden. Diese Brahma Sutras sind das Ergebnis der Harmonisierung der sich scheinbar widersprechenden upanischadischen Texte von Badarayana. Der von Sri [[Shankaracharya]] geschriebene [[Bhashya]] (Kommentar) zu den [[Brahma Sutra]]s ist unter der Bezeichung [[Sariraka]] [[Bhashya]] bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Veden]], von denen jede sich aus vier Teilen mit der Bezeichnung [[Samhita]] (Sammlung), [[Brahmana]] (rituelle Erläuterung), [[Aranyaka]] (Waldabhandlung) und Upanishad (philosophischer Lehrtext) zusammensetzt, sind zusätzlich in zwei große Abschnitte unterteilt, nämlich in den Karma Kanda oder Abschnitt der Handlungen und den Jnana Kanda oder Abschnitt der [[Erkenntnis]]. Der Abschnitt der Handlungen führt den Menschen zur [[Welt]] durch [[Glück]] und Genuss im [[Svarga]] oder Himmel, und der zweite, der Abschnitt der [[Erkenntnis]], führt den Menschen zu [[Moksha]] oder der Befreiung.  Die Teile Samhita und Brahmana bilden den Karma Kanda und die Aranyaka und die Upanishaden bilden Jnana Kanda, den Abschnitt der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brahma Vidya]] oder das [[Wissen]], mit dem wir [[Brahman]] erreichen, ist Gegenstand der Upanishaden. Die Upanishaden als jeweils letzter Teil der Veden stellen die [[Philosophie]] des Vedanta dar, wörtlich das Ende der Veden. Aufgrund der Gliederungen des [[Rigveda]] und anderer Texte heisst es, dass es vier Veden gibt. Sie sind vielfach verzweigt und so verhält es sich auch mit den Upanishaden. Im Rigveda gibt es 21 Unterteilungen. Im [[Yajurveda]] sind es 109, im [[Samaveda]] 1000, im [[Atharvaveda]] 50. In jeder Unterteilung gibt es eine Upanishad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Wort Upanishad===&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird dadurch gebildet, dass (…) die Vorsilben Upa und Ni zur Wurzel Shad hinzugefügt werden, die folgende Bedeutungen hat: &lt;br /&gt;
:1) zerschmettern, töten, &lt;br /&gt;
:2) erreichen und &lt;br /&gt;
:3) lockern, freimachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wort Upanishad wird das Wissen um die erfahrbare Wesenheit angedeutet, die von dem zu kommentierenden Werk einprägsam beschrieben wird. Aufgrund welchen etymologischen Prozesses dieses Wissen durch die Bezeichnung Upanishad aufgezeigt wird, soll nun erläutert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen wird Upanishad genannt wegen seiner Bedeutung, dass es den Samen des [[Samsara]] wie [[Unwissenheit]] und all den Rest zerstört und zerschmettert, und zwar bei denjenigen [[spirituell]] Suchenden, die, nachdem sie sich von aller [[Verhaftung]] freigemacht haben, kein [[Verlangen]] mehr nach Dingen haben, die sie gesehen oder von denen sie gehört haben; die das Upanishad genannte Wissen erlangen, das nachstehend erläutert wird, und dann über das Wissen meditieren, indem sie ihren [[Geist]] fest darauf richten (…) Der Suchende wird von den  Klauen des [[Tod]]es befreit. Das Wissen um [[Brahman]] heißt auch Upanishad, weil es zu Brahman führt; es macht es dem spirituell Suchenden, der sich von aller [[Verhaftung]] frei gemacht hat, möglich, den höchsten Brahman zu erreichen (…). Hat er Brahman erreicht, so wird er frei von jedem Makel und unsterblich (…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogageschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Jee_MzfyEto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Wissen von [[Agni]] ist in dem Begriff Upanishad enthalten, und zwar durch seine Verbindung zur Bedeutung der Wurzel ‚shad’, „lockern, freimachen“.  Denn das Wissen von Agni, dem Erstgeborenen, dem Kenner, (...), lieferte Hinweise zum Erreichen des Himmels and lockerte und erleichterte so das Ausmaß des Elends, wie das Heranwachsen im Mutterleib, [[Geburt]], [[Alter]] usw., das sich in dieser [[Welt]] ständig wiederholt. (…) Haben die Suchenden den Himmel erreicht, dann sind sie unsterblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte nun einwenden, dass [[Schüler]] den Begriff Upanishad auch auf das Buch anwenden, wenn sie sagen, wir wollen die Upanishaden studieren oder lehren. Das ist kein Fehler, da die Bedeutung der Wurzel ‚shad’, z. B. die [[Zerstörung]] der Ursache des [[Samsara]] usw., nicht nur mit der bloßen [[Handlung]] in Verbindung gebracht werden kann, sondern auch auf das Wissen Bezug nimmt; und auch die bloße Handlung kann mit diesem Wort bezeichnet werden, da sie demselben Zweck dient, so wie auch von [[Ghee]] gesagt wird, dass es wahrhaftig [[Leben]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird daher in seinem ursprünglichen Sinn im Zusammenhang mit Wissen gebraucht, doch es ist auch möglich, es in einer sekundären Bedeutung im Zusammenhang mit dem Werk/ der Handlung zu benutzen.  So werden die, die wirklich bereit sind, das Wissen zu erwerben, schon durch die bloße analytische Erläuterung des Wortes Upanishad weiter gebracht. Die gesamte Befassung mit Erkenntnis bewirkt durch das Erreichen Brahmans eine vollständige Befreiung von den Fesseln des Samsara. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Upanishad kann beides sein, da sie die zahlreichen Übel wie Empfängnis, Geburt, Alter, Krankheit usw. bei Menschen, die sich für dieses Wissen um Brahman öffnen und sich ihm mit [[Glauben]] und [[Hingabe]] nähern, verringert, oder weil sie den Menschen den [[Weg]] zu Brahman weist, oder weil sie die Ursache des Samsara wie Unwissenheit usw. vollständig zerstört. Dies also zu den verschiedenen Bedeutungen der Wurzel ‚shad’, die den Vorsilben Upani folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rama und die Upanishaden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rama5.jpg|thumb|Rama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rama sagt zu [[Hanuman]]: „Das einzige Mittel zur Erlangung der endgültigen Befreiung ist, für sich allein genommen, die [[Mandukya Upanishad]], die für das Heil aller spirituell Suchenden ausreicht. Wird [[Jnana]] (Erkenntnis) dadurch nicht erreicht, dann wirst du durch das Studium der zehn Upanishaden erst Jnana und dann Meinen Platz erlangen. O Sohn des [[Anjana]], wenn deine Erkenntnis dadurch nicht fest gegründet ist, dann befasse dich eingehend mit den 32 Upanishaden. Du sollst befreit werden. Sehnst du dich nach [[Videha Mukti]], dann studiere die [[108]] Upanishaden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die mystische Erfahrung der [[Rishi]]s. Die Upanishaden, die [[Gita]] und die Brahma Sutras werden als [[Prasthanatraya]] bezeichnet. Es sind die drei maßgeblichen Bücher über hinduistische Philosophie. Jeder Lehrer, der den Titel [[Acharya]] (Meister) für sich beansprucht und eine neue philosophische Schule begründen will, muss einen Kommentar zu diesen drei bedeutenden Büchern schreiben. Alle Acharyas der Vergangenheit, wie Sri [[Shankara]], [[Ramanuja]] und [[Madhava]] haben Kommentare zu diesen Büchern geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Copyright http://www.sivanandaonline.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – Philosophie am Ende des Wissens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Artikel von Shivapriya Angela Große-Lohmann, veröffentlicht im Yoga Vidya Journal Nr.26 - Nr.31&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wir haben mit der Aitareya Upanishad in Teil 1 und 2  dieser Reihe einen genaueren Blick auf die Erschaffung der Welt geworfen. Wir haben erfahren,  dass zunächst die 3 Grundqualitäten [[sattwa]], [[rajas]] und [[tamas]] als aller [[Materie]] innewohnend entstanden. Im nächsten Schritt wird das Urbild aller  Lebe wesen aus dem Bewusstsein geformt, das die grundlegenden Strukturen, Eigen schaften und Aufgaben darstellte und das gesamte Potential aller Lebewesen enthielt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Schöpfungsmythos aus der Ait Areya Upanishad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Mund und Agni, das Feuer=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt differenziert sich der Mund aus (in der Embryonalentwicklung vieler Tiere entsteht zunächst der sogenannte  Urmund,  aus  dem  sich  später  das  Darmrohr  und  die inneren Organe bilden). Der Mund wird mit der Rede assoziiert, und diese mit Agni, dem Feuer. Auch hier drängt sich die Aussage auf: „Am Anfang war das Wort“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Kommunikationsfähigkeit kann niemand auskommen, sie ist eine zentrale individuelle Fähigkeit der Lebewesen in dieser Welt, sie ist nicht nur  für  jedes  einzelne  Lebewesen  charakteristisch,  sondern jede Art entwickelt eigene Kommunikationstechniken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni steht für: [[Feuer]], [[Wille]], [[Reinheit]], [[Transformation]]. Das lässt sich auch auf die [[Kommunikation]] übertragen. Jedes [[Individuum]] muss den Willen zur Kommunikation aufbringen, was durchaus auch [[Energie]] kostet. Letztendlich ist es die Aufgabe der [[Kommunikation]], dafür zu sorgen, dass die [[Welt]] ein bisschen besser wird  (das  vorhandene  Maß  an  [[Reinheit]]  zu  erhöhen),  auch wenn sie oft genug genau für das Gegenteil genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Nase, Vayu und der Wind=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes bildet sich nach der Aitareya Upanishad die Nase, daraus das [[Prana]], und daraus [[Vayu]] (Wind, Luft).  Prana ist unsere [[Lebensenergie]], im engeren Sinne die aufsteigende [[Energie]], die mit dem Einatmen verbunden ist. Damit ist eine weitere wichtige Funktion beschrieben, die bei allen Lebewesen  vorhanden  sein  muss,  damit  sie  leben  können:  Sie müssen  [[Energie]]  aufnehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prana  steht  aber  auch  für  die Verbindung zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen [[Körper]]. Die feinstoffliche [[Energie]] muss in die Materie fließen  können,  damit  diese  sozusagen  belebt  ist.  Im  Yoga wird  die  Funktion  dem  [[Pranakörper]]  zugesprochen.  Aus  dem Prana wird [[Vayu]], das für Luft allgemein, das Luftelement, aber auch den Gott des Windes steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindung ist insofern interessant, als sie unsere gängigen Vorstellungen von [[Ursache]] und Wirkung auf den Kopf stellt. Es entsteht nach den Aussagen der Upanishad erst die Funktion (Nase – [[Prana]]), dann erst das Medium, die Grundlage, nämlich der [[Luftraum]] - der Gott des Windes als Voraussetzung für die Entstehung des materiellen Windes, der durch die [[Welt]] weht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder anders formuliert: Den [[Wind]], die [[Luft]] gibt es nach der  Aitareya  Upanishad  nur,  weil  die  Lebewesen  eine  Möglichkeit brauchen, [[Energie]] aufnehmen zu können, weil sie eine Verbindung zwischen dem Grobstofflichen und dem Feinstofflichen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Augen und Aditya, die Sonne=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Augen entwickelt sich das Gesicht und daraus Aditya. Die Augen sind ein wichtiges Wahrnehmungssystem der Lebewesen. Sie bilden sich bei der Embryonalentwicklung als erstes aus  dem  Nervenrohr.  Auf  der  mechanischen  Grundlage  der Augen können sich die Gehirnbereiche vergrößern und wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augen und das Gesicht mit den anderen Sinnen ermöglichen  eine  Wahrnehmung  der  Welt,  die  für  jedes  Lebewesen&lt;br /&gt;
anders aussieht. Dies gilt sowohl für die Individuen einer Art, die  einen  sehr  individuellen  Blick  auf  die  Welt  entwickeln, umso mehr noch für verschiedene Arten, die unterschiedliche Ausschnitte der [[Welt]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel sei hier nur daran erinnert, dass Insekten ein anderes Lichtspektrum sehen oder Hunde einen intensiveren Geruchssinn haben. Es macht damit  insgesamt  durchaus  Sinn,  davon  auszugehen,  dass  es Wahrnehmungsorgane braucht, wenn ein Lebewesen in dieser [[Welt]] überleben soll. Am Anfang muss sich also die prinzipielle Fähigkeit der Wahrnehmung herausbilden. Mit dieser Wahrnehmungsfähigkeit ist die Aditya assoziiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aditya steht für die [[Sonne]], die in den späteren Texten immer wieder als Bild für das [[Absolute]] benutzt wird. Adytia ist auch eine Götterklasse, es sind die Söhne der Aditya, des unendlichen Bewusstseins. Und hier wird es spannend, denn wir erhalten  den  ersten  Hinweis  darauf,  wozu  wir  eigentlich  alle unsere Wahrnehmungsfähigkeiten bekommen: um das [[Absolute]] zu erkennen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maya]], die Kraft, die all dies schafft, ist also auf etwas Positives ausgerichtet: Wir sollen die [[Wahrheit]] erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Ohren und die Himmelsregionen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt entstehen die Ohren, aus diesen das Gehör und daraus die Dishs, die Himmelsgegenden. Interessant ist,&lt;br /&gt;
dass hier das Gehör nicht mit der akustischen Wahrnehmung assoziiert  wird,  sondern  mit  den  Himmelsgegenden,  bzw.&lt;br /&gt;
Raumrichtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Vishuddha Chakra]] (Kehlzentrum) mit dem Element [[Akasha]],  Raum,  ist  mit  dem  Gehör  verbunden.  Es  geht  hier also  nicht  um  die  Entwicklung  der  Wahrnehmungsfähigkeit, diese wurde ja auch bereits mit der Entstehung der Augen in Verbindung gebracht. Das Ohr enthält nicht nur die Organe, mit denen wir akustische Signale entschlüsseln können, es ist auch der Sitz unseres Gleichgewichtssinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir bei der Vorstellung, dass uns dieser Text der Aitareya Upanishad die Entstehung eines ersten idealen Bewusstseinswesen  erklärt,  aus  dem  dann  die  konkreten  verschiedenen Lebewesen der unterschiedlichen Arten hervorgehen können, öffnet sich der Blick auf die entscheidende Frage: Was muss ein solches ideales Lebewesen eigentlich noch können, wenn es  jetzt  schon  kommunizieren,  Energie  wandeln  und  wahrnehmen kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klare Antwort: Es muss sich in dieser Welt orientieren können, es muss die Himmelsrichtungen wahrnehmen und sich im Raum bewegen können – und genau das ist mit der Ausdifferenzierung der Ohren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem vorliegenden Text differenziert sich dann die Haut, daraus werden die Haare und daraus die Kräuter und Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 5===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr31.pdf Yoga Vidya Journal Nr.31 - Herbst 2015 (Teil 5)])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du im 4.Teil erfahren hast, wie unsere [[Nahrung]] entstand und wie wir unsere [[Bedürfnis]]se befriedigen können, geht es nun um die [[Vollendung]] des [[Mensch]]en. Ähnlich wie in der [[Bibel]] (Gen 2) wird klar, dass der [[Mensch]] von [[Gott]] &amp;quot;beseelt&amp;quot; ist. Die gesamte [[Schöpfung]] hat Teil an der göttlichen [[Natur]] ([[Brahman]]). Höre die [[Wort]]e aus der [[Aitareya Upanishad]], Dritter [[Khanda]], Verse 11 bis 14:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Was ist der Mensch ohne das Absolute?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Er erwog: &amp;quot;Wie könnte dieses (Menschengefüge) ohne mich bestehen?&amp;quot; Und er erwog: &amp;quot;Auf welchem Wege soll ich in dasselbe eingehen?&amp;quot; Und er erwog :&amp;quot;Wenn durch die [[Rede]] gesprochen, durch den [[Prana]] eingehaucht, durch das [[Auge]] gesehen, durch das Ohr gehört, durch die [[Haut]] gefühlt, durch das [[Manas]] gedacht, durch den [[Apana]] ausgehaucht, durch das Zeugungsglied ergossen wird,- wer bin denn ich?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn wir als [[Mensch]] nach diesem Schöpfungsakt physisch überleben können, wären  wir ohne ein höheres [[Element]] in uns physischen und geistigemotionalen [[Bedürfnis]]sen hilflos ausgeliefert. Wir hätten keine [[Möglichkeit]] zu erkennen, warum wir in dieser [[Welt]] [[essen]], [[trinken]], [[schlafen]], [[handeln]], [[begehren]] müssen. Wir könnten uns [[selbst]] nicht erkennen, wir könnten uns nicht die [[Frage]] stellen: &amp;quot;Wer bin denn ich?&amp;quot; Wirklich bestehen können wir nur aus dem wahren inneren [[Selbst]] heraus. Es ist etwas in uns, das uns all unsere [[Fähigkeit]]en  nutzen lässt, unsere &amp;quot;[[Nahrung]]&amp;quot; erobern lässt und uns zu [[Erfahrung]]en und [[Erkenntnis]]sen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Bewusstsein]], nicht nur [[Körper]], [[Geist]] und [[Emotion]]en zu sein, lässt uns [[Schwierigkeiten]] überwinden und besondere [[Leistung]]en vollbringen. Viele große [[Dichter]], [[Entdecker]] usw. erleben sich als angebunden an etwas Größeres, wenn sie ihre besondere [[Leistung]] vollbringen. Viele [[Mensch]]en haben solche [[Erlebnis]]se des [[Einssein]]s mit etwas Größerem, aus dem heraus ein als vollkommen erlebter [[Augenblick]] oder ein vollkommenes [[Produkt]] entsteht. Die [[Frage]] ist, wie kommt es zu dieser [[Verbindung]] mit dem [[Brahman|Absoluten]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gott wohnt im Menschen====&lt;br /&gt;
2. Da spaltete er hier den Scheitel und ging durch diese Pforte hinein. Diese Pforte heißt [[Vidriti]] (Kopfnaht, wörtlich Spalt) und selbige ist der [[Seligkeit]] Stätte. Drei Wohnstätten hat er und drei Traumzustände ([[Wachen]], [[Traum]], [[Tiefschlaf]]); er wohnt hier (im [[Auge]], beim [[Wachen]]) und wohnt hier (im [[Manas]], beim [[Träumen]]) und wohnt hier (im [[Äther]] des [[Herz]]ens, beim [[Tiefschlaf]]). Da alle wichtigen [[Chakra|Energiezentren]] bereits von den [[Wahrnehmungsqualität]]en besetzt sind, erfolgt der [[Eintritt]] des wahren inneren [[Selbst]] ([[Atman]]) über den Schädel / Scheitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Selbst]] ist aber weder das [[Sehen]], noch das [[Auge]], noch alle [[Wünsche]] und [[Handlung]]en, die mit dem Auge zusammenhängen usw. Es ist weder [[Körper]] noch [[Wahrnehmung]]s- noch Handlungsorgane noch geistige [[Kräfte]]. Es ist zwar die [[Ursache]] von allem, aber nicht mit diesen identisch (s. [[Bhagavad Gita]]). Das [[Selbst]] ist die [[Erkenntnismöglichkeit]], die hinter allen Funktionen von [[Körper]], [[Geist]] und [[Seele]] steckt. Im Wachzustand, symbolisiert durch die [[Augen]], liefert das innere [[Instrument]] der [[Psyche]] [[Erkenntnis]]se, im [[Traum]] liefert das intuitive [[Erfassen]] als [[Manas]] (Einheit von [[Denken]] und [[Fühlen]]) [[Erkenntnis]]se, im [[Tiefschlaf]] fallen alle nach außen gerichteten [[Aktivität]]en und [[Funktion]]en weg und eine direkte [[Erkenntnis]] über die [[Erfahrung]] von [[Wonne]] ist möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Wissen]], das hinter allen [[Wahrnehmung]]en, die uns auf vielfältige Weise mit der [[Welt]] verbinden, noch etwas Anderes, Höheres steht, ermöglicht uns [[Distanz]] zum täglichen [[Leben]] mit all seinen [[Erfahrung]]en. Wir können alle [[Wahrnehmung]]en und [[Erfahrung]]en machen, aber wir müssen uns nicht mit ihnen identifizieren. Das [[Wissen]], dass wir [[Zugang]] zu unserem wahren inneren [[Selbst]] erlangen können, befreit von [[Angst]], das [[Leben]] nicht bewältigen zu können. Wir können das [[Selbst]] erfahren, indem wir ganz achtsam und aufmerksam unsere [[Wahrnehmung]]en annehmen und analysieren. Wir können auf unsere [[Intuition]] vertrauen und wir können uns in die innere [[Wonne]] fallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Mensch ist Gott am ähnlichsten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachdem er geboren, überschaute er die Wesen, - und er sprach: &amp;quot;Was wollte sich hier für einen (von mir) Verschiedenen erklären?&amp;quot; Aber doch erkannte er diesen [[Mensch]]en als &amp;quot;Brahmandurchdrungenste&amp;quot;. Und er sprach: &amp;quot;Diesen habe ich ersehen (idam adarsham). 4. Darum heißt er Idandra, denn wirklich heißt er Idandra; aber ihn, der Idandra heißt, nennen sie [[Indra]] auf geheimnisvolle Weise; denn die Götter lieben gleichsam das Geheimnisvolle. Nachdem sich das Göttliche manifestiert hat, stellt diese [[Kraft]] zu [[Recht]] fest: Wer könnte sich als von mir verschieden verstehen? Das Göttliche hat sich in allen Wesen manifestiert, es überschaut dabei alle Wesen, nicht nur den [[Mensch]]en!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir als [[Mensch]]en haben also nach diesen Versen keine wirkliche Sonderstellung, wir unterscheiden uns von allen anderen von [[Gott]] durchdrungenen Wesen nur dadurch, dass im [[Mensch]]en die [[Gegenwart]] [[Gott]]es besonders deutlich werden kann, wir sind am meisten durchdrungen von [[Brahman]]. Nimmt man diese [[Aussage]] ernst, hat sie weitreichende [[Konsequenz]]en für das [[Verständnis]] der [[Welt]]. Dann haben wir z.B. nicht das [[Recht]], alle Ressourcen für uns zu beanspruchen, sondern wir müssen sie mit allen Wesen teilen. Idam adarsham – Dieses habe ich ersehen – wird im Laufe der [[Geschichte]] der [[Mensch]]en im betrachteten Kulturkreis zu Idan – dra , zum [[Gott]] [[Indra]]. Wird Indra verehrt, verehren wir aber in [[Wirklichkeit]] die in uns [[selbst]] wohnende göttliche [[Kraft]] in allen Facetten unseres [[Menschsein]]s. Wir haben das größte [[Potential]] zur [[Erkenntnis]]; dies ist beabsichtigt, dies ist &amp;quot;ersehen&amp;quot;, als aktiver [[Prozess]] der [[Schöpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass wir ein solches [[Potential]] der [[Entwicklung]] besitzen ist aber nicht offensichtlich, sondern muss erarbeitet werden. So wie wir unsere [[Talent]]e allmählich entdecken und schulen können wir auch unsere in uns versteckte göttliche [[Natur]], unser wahres inneres [[Selbst]] entdecken und zur [[Entfaltung]] bringen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: No risk – no fun! [[Durst]] und [[Hunger]], also unsere [[Fähigkeit]]en und [[Bedürfnis]]se, wollen genutzt werden. Wäre alles offensichtlich, gäbe es keinen [[Grund]] zur [[Bemühung]] um [[Erkenntnis]]. Damit würde ein Teil der Erkenntnis wegfallen, nämlich die [[Erfahrung]], was wir alles in den verschiedenen Situationen können! Der Weg ist das [[Ziel]]! Würden wir uns jederzeit unserer wahren göttlichen Kräfte bewusst sein, würden wir keine [[Fehler]] machen und damit auch bestimmte [[Erfahrung]]en nicht nutzen können. Unsere göttliche [[Natur]] ist in uns versteckt und wir müssen uns früher oder später auf das [[Abenteuer]] einlassen, sie zu entdecken und zu verwirklichen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Über die Autorin====&lt;br /&gt;
Shivapriya Angela Große-Lohmann [[Yogalehrerausbildung|Yogalehrerin]] (BYV), Ausbildungsleiterin, [[Lehrer]]in für [[Biologie]] und [[Chemie]]. Sie bringt langjährige Seminar- und Ausbilder-[[Erfahrung]]en mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Schreibweisen für Upanishad==&lt;br /&gt;
Im Deutschen gibt es viele Schreibweisen für Upanishad. Dazu gehören: Upanishade, Upanischad, Upanischaden, Upanisad, Upanisade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plural, also die Mehrzahl von Upanishad, ist Upanishaden bzw. Upanischaden bzw. Upanisaden. Anglisiert auch Upanishads bzw. Upanisads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelne Upanishaden===&lt;br /&gt;
*[[Advaya Taraka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Aitareya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Amritabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ark&#039;hi]] (Arsheya Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Aruneya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ashrama Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharvashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharva Shiras Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atmabodha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Bark&#039;he soukt]] (Purushasuktam) &lt;br /&gt;
*[[Baschkl]] (Bashkala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Bhasma Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmavidya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brihadaranyaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Chandogya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Culika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Darshana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Dhyanabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Garbha Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Garuda Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Hamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ishavasya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaivalya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalagnirudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalisantarana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kanthashruti Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Katha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaushitaki Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kena Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kshurika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maitrayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mandukya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mrat lankoul]] (Mrityu Langala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Mundaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nadabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nilarudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Niralamba Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pankl]] (Paingala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Paramahamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranagnihotra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranou]] (Pranava Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Prashna Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pinda Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ramatapaniyopanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rudra Hridaya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sarva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schavank]] (Shaunaka Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Svetasvatara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tadiw]] (Tad eva)&lt;br /&gt;
*[[Talavakara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Taittiriya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tejobindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tripura Tapini Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tschhakli]] (Chagaleya Upanishad?) &lt;br /&gt;
*[[Rudraksha Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogatattva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schiw sanklap]] (Shivasamkalpa)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Upanishadgruppen bzw. -sammlungen===&lt;br /&gt;
*[[Reine Vedanta Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Shiva Upanishaden]] &lt;br /&gt;
*[[Vishnu Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Oupnek&#039;hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere verwandte Artikel===&lt;br /&gt;
*[[Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Veden]]&lt;br /&gt;
*[[Mahavakya]]&lt;br /&gt;
*[[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
*[[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Philosophiesysteme]]&lt;br /&gt;
*[[Reinkarnation]]&lt;br /&gt;
*[[Leben]]&lt;br /&gt;
*[[Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Shankara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/upanishaden/ Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p597_Das-Kronjuwel-der-Unterscheidung-von-Shri-Shankaracharya/ Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002 ]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit]&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger/ Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001&lt;br /&gt;
*Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039; von Huchzermeyer, Wilfried] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039; von Mittwede, Martin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veden aus „Göttliche Erkenntnis“  von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_upanishaden.html Upanishaden, Artikel aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Klassische Schriften des Yoga: Veden, Upanishaden, Smritis, Puranas und Itihasas===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/04-klassische-schriften-des-yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga und Vedanta Einführung===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/01-jnana-yoga-vedanta-einfuehrung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vom Begrenzten zum Unendlichen - Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/75_Vom_Begrenzten_zum_Unendlichen-Yoga-Vidya.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===111 Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/111_Geschichten_aus_den_Upanischaden.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deussen Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566003</id>
		<title>Upanishad</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Upanishad&amp;diff=566003"/>
		<updated>2016-10-18T13:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Upanishad&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: उपनिषद् upaniṣad &#039;&#039;f.&#039;&#039;) kommt von den beiden Wörtern [[Upa]] und [[Nishad]]. Upa heißt in der Nähe, nahe bei und Nishad sitzen, sich niederlassen. So bedeutet Upanishad eigentlich in der Nähe sitzen, das heißt man kann man die [[Weisheit]] der Upanishaden dann verstehen, wenn man in der Nähe eines Lehrers sitzt. Deshalb werden die Upanishaden auch als Geheimlehre bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guru-schueler.jpg|thumb|Das Wissen wurde vom Lehrer an den Schüler weitergegeben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die wichtigsten der uralten Schriften Indiens. Sie sind die Grundlagen für Vedanta. Upanishad sind Teile der indischen Heiligen [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Schriften], die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veda] genannt werden. Sie bilden den letzten und philosophischen Teil dieser Schriften. Die ältesten der [[108]] Upanishaden wurden etwa 800 v. Chr. verfasst. Sie beschäftigen sich mit der Essenz der vier [[Veda|Veden]] und bilden so die Grundlage des [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_vedanta.html Vedanta]. Aus den Upanishaden stammen die [[Mahavakya]]s (große Aussprüche). Jüngeren Datums sind die [[Yoga Upanishaden]] (Sanskrit: yogopaniṣad yogopaniṣad), die sich speziell mit dem [[Yogaweg]] beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Upanishad==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Upanishad&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist ein Sanskrit-Wort und heißt „zu Füßen sitzen“. Upanishad ist eine Schriftgattung, eine Textgattung. Upanishad ist der letzte Teil vom [[Veda]]. Veda ist die älteste Schriftensammlung, die bis heute in Gebrauch ist. Im Veda sind die ältesten, insbesondere Texte in einer indoeuropäischen Sprache. Veda ist das Urwissen der Menschheit. Veda hat vier Teile. Zum einen gibt es vier Vedas, [[Rig Veda]], [[Yajur Veda]], [[Sama Veda]] und [[Atharva Veda]]. Und jeder der vier Vedas hat wiederum vier Teile. Da gibt es die [[Samhita]]s, die Hymnen, es gibt die [[Aranyaka]]s, die Erläuterungen, die [[Brahmana]]s, die weitergehenden Ausführungen für die Brahmanen, und es gibt die Upanishads. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishad ist sozusagen die Metaphysik oder die spirituelle [[Philosophie]] hinter dem Veda. Die Upanishaden gelten auch als das Geheimwissen. Es ist das [[Wissen]], welches die Tiefe des Menschseins berührt. In den Upanishaden wird [[Vedanta]] erläutert. Vedanta, die Philosophie des Absoluten. Im Vedanta stehen die [[Mahavakya]]s, die großen Aussprüche: „Tat Twam Asi. Das, das Unendliche, das bist du. [[Aham Brahmasmi]]. Ich bin [[Brahman]]. Ayam Atma Brahman. Dieses Selbst ist Brahman. Prajnanam Brahman. Bewusstsein ist Brahman.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Upanishaden sind bis heute die besten Darstellungen der höchsten Wirklichkeit. Es gibt viele Upanishaden, normalerweise spricht man von 108 Upanishaden. Davon hat [[Shankaracharya]] einige kommentiert und die Kommentare von Shankaracharya über die Upanishaden zählen bis heute zu den besten Darlegungen der Vedanta-Philosophie. Und so spricht man von den zwölf wichtigsten Upanishaden als die klassischen Upanishaden. Auch bei [[Yoga Vidya]] haben wir die wichtigsten Upanishaden als Buch herausgegeben, so dass du sie auf Deutsch lesen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr über Upanishaden findest du auf unseren Internetseiten, auf [https://www.yoga-vidya.de/ www.yoga-vidya.de]. Dort findest du auch die Übersetzungen der wichtigsten Upanishaden, du kannst also die Upanishaden auch in der deutschen Übersetzung lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cxrQzg-v_aE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Upanishaden - Einführung nach Paul Deussen==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 19-28.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einleitung===&lt;br /&gt;
:Jenseits ist [[Fülle]],&lt;br /&gt;
:Diesseits ist Fülle,&lt;br /&gt;
:Aus Fülle kommt Fülle hervor.&lt;br /&gt;
:Nimmt man die Fülle aus der Fülle,&lt;br /&gt;
:So bleibt nichts als Fülle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Zitat aus der [[Isha Upanishad]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Das vedische Zeitalter===&lt;br /&gt;
Wer über die [[Veden]] spricht, steht zwangsläufig dem Dilemma gegenüber, sich mit [[Geschichte]] und [[Mythos]] auseinandersetzen zu müssen. Sind für den orthodoxen [[Hindu]] die Veden in Wahrheit unmanifestiert, der nur dem [[Seher]] vollständig erkennbare Ausdruck des absoluten [[Brahman]], so stellen sie für den westlichen [[Indologe]]n ein erstes schriftliches Zeugnis einer frühen Hochkultur dar. Während die Datierung der ersten Zivilisationen im [[Indus]]-Tal ständig weiter nach hinten verlagert wird und die [[Harappa]]-Kultur aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend schon lange nicht mehr als der eigentliche Ursprung gilt, ist die akademische Meinung hinsichtlich des vedischen Schrifttums relativ konstant geblieben. Die Abfassung des [[Rigveda]], des ältesten Teiles der verfassten Veden - wir lassen den Mythos im Folgenden unberücksichtigt - wird etwa auf die Zeit um 2000 bis 1500 v. Chr. angesetzt. Die frühesten Upanishaden dürften nicht vor 1000 v. Chr. niedergeschrieben worden sein, und man setzt das Ende der &#039;&#039;Upanishaden-Epoche&amp;quot; etwa mit der Zeit um 500 v. Chr. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterteilt die Veden in vier Bereiche. Der Rig-Veda enthält die Opferhymnen an die [[Götter]]; der [[Samaveda]] ist der [[Veda]] der Gesänge ([[Saman]]) und dient gewissermaßen als musikalische Ergänzung des Rig-Veda; der [[Yajurveda]] ist der Veda der Opfersprüche und der [[Atharvaveda]] ist nach dem Hohepriester ([[Atharvan]]) benannt, der die heiligen Handlungen ausführte und die [[Mantra|mantrischen]] Sprüche rezitierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Veden wurden dann noch in drei Abteilungen gegliedert. Die [[Samhita]] (Sammlung) enthält die zu verwendenden Sprüche, [[Hymne]]n und [[Gebet]]e; das [[Brahmana]] die erforderlichen theologischen Erklärungen; während die [[Sutra]]s den Inhalt des Brahmanam kurz zusammenfassen. Der theologische Teil, das Brahmana, teilt sich dann wiederum in drei Teile, [[Vidhi]], [[Arthavada]] und [[Vedanta]]. Letzterer, das Ende oder die Vollendung des Veda (Veda Anta), enthält die Upanishaden. Sie stellen gleichsam den Abschluss und Höhepunkt des vedischen Zeitalters dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um die Bedeutung der vedischen Offenbarung in ihrer Tiefe zu verstehen, empfiehlt es sich, drei herausragende Repräsentanten der indischen [[Spiritualität]] des 20. Jahrhunderts zu Wort kommen zu lassen, die ihre eigene [[Tradition]] aus innerer [[Verwirklichung]] darstellten. [[Vivekananda]], [[Indien]]s erster großer Botschafter im Westen, schrieb in seinem &amp;quot;[[Jnana Yoga]]&amp;quot;: &amp;quot;Man muss wissen, dass in Indien die Veden als heiliger betrachtet werden als selbst die [[Bibel]] bei den [[Christentum|Christen]]. Die christliche Idee der [[Offenbarung]] ist die göttliche [[Inspiration]] eines Menschen, aber nach der indischen Auffassung existieren die Dinge nur deshalb, weil sie in den Veden sind. Aus den Veden und durch die Veden ist die ganze [[Schöpfung]] entstanden; alles Wissen ist in den Veden. Jedes Wort ist heilig und ewig, ewig wie die [[Seele]], ohne Anfang und Ende. Die Gesamtheit des Schöpfungsgeistes ist in den Veden enthalten, und in diesem Licht werden sie betrachtet. Etwas ist sittlich oder unsittlich, weil es die Veden so bezeichnen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vivekananda, Jnana-Yoga Bd. 1, Freiburg o. J., S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Bewertung findet sich auch in der &amp;quot;Autobiographie eines Yogi&amp;quot; von [[Paramahansa Yogananda]]. &amp;quot;In der reichhaltigen Literatur Indiens sind die Veden (Wurzel: Vid : wissen) die einzigen Texte, die keinen Verfasser aufweisen. Der Rigveda (X 90,9) schreibt seine Hymnen und Erzählungen einem göttlichen [[Ursprung]] zu und berichtet uns (III 39,2), dass sie aus &amp;quot;grauer Vorzeit&amp;quot; stammen und später in eine neue Sprache gekleidet wurden. Da die Veden den [[Rishi]]s (Sehern) von einem [[Zeitalter]] zum anderen durch göttliche Offenbarungen mitgeteilt wurden, heißt es, dass sie Nitjatwa, das heißt &amp;quot;zeitlose Gültigkeit&amp;quot;, besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veden waren ursprünglich Laut-Offenbarungen, die von den Rishis unmittelbar gehört ([[Shruti]]) wurden, und enthalten im Wesentlichen [[Lied]]er und [[Rezitation]]en. Diese 100 000 Verse der Veden wurden also mehrere Jahrtausende lang nicht niedergeschrieben, sondern mündlich durch die Brahmanen-Priester weitergegeben. Weder Papier noch Stein sind gegen die zeitlich bedingten Zersetzungserscheinungen gefeit. Die Veden aber haben sich von einem Zeitalter zum anderen erhalten, weil die Rishis die Überlegenheit des [[Geist]]es über die [[Materie]] kannten und wussten, dass die geistige Art der Überlieferung die beste ist. Denn was ließe sich mit den &amp;quot;Tafel des [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzens]&amp;quot; vergleichen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|HS6kAipt5kQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des &amp;quot;Rishi&amp;quot;, des großen Sehers des vedischen Zeitalters, erlangt auch in der Überlieferung der Upanishaden zentrale Bedeutung. Die Rishis waren nicht die Schöpfer der Veden, sondern sie gaben nur wieder, was sie in [[Meditation]] und [[Versenkung]] als geistige [[Wahrheit]] erschaut hatten. Sri [[Aurobindo]], der zwei umfangreiche Bände über die Veden schrieb und mit seinem &amp;quot;Integralen [[Yoga]]&amp;quot; versuchte, östliches und westliches Gedankengut auf einer neuen, höheren Ebene zu integrieren, deutet die Veden als [[Esoterik|esoterische]] Initiationsschriften. &amp;quot;Die vedischen Rishi waren Mystiker, die ihre innere [[Erkenntnis]] für die Eingeweihten bewahrten; sie schützten sie vor der Allgemeinheit durch den Gebrauch eines Alphabetes von Symbolen, welches ohne [[Initiation]] nicht verstanden werden konnte, das aber vollkommen klar und systematisch war, wenn die Zeichen einmal erkannt waren. Die Symbole gruppierten sich um die Idee und Formen des [[Opfer]]s; denn das Opfer war die universelle und zentrale Einrichtung des maßgebenden [[Kult]]es.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, Hymns to Mystic Fire, Pondicherry 1972, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Opfer gewann im Sinne der vedischen Tradition eine doppelte Bedeutung, denn es war einerseits die Opferhandlung für die Götter, andererseits aber auch das innere Opfer der [[Selbstüberwindung]] und [[Selbsthingabe]]. Für Sri Aurobindo war die Sprache der Veden symbolhaft und zielte vor allem auf die sich im [[Mensch]]en abspielenden Prozesse ab. &amp;quot;Die Götter des Veda repräsentieren die universellen Kräfte, herabgestiegen vom Wahrheitsbewusstsein, das die [[Harmonie]] der [[Welt]] errichtete.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., The Secret of the Veda, Pondicherry 1971, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter allen [[Form]]en des Göttlichen, hinter den verschiedensten [[Name]]n sah Aurobindo jedoch eine alles vereinende göttliche [[Quelle]]. Dies führte ihn zu der Überzeugung, die vedische Offenbarung als [[Monotheismus|monotheistisch]] zu bezeichnen. &amp;quot;Ihre Lehre ist monotheistisch, und die vedischen Götter sind verschiedene Namensnennungen der einen [[Gottheit]]; zur gleichen Zeit sind sie eine Bezeichnung Ihrer [[Macht]], wie wir sie in der [[Natur]] wirken sehen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Deutung zeigt sich eines der Grundprobleme der [[Mystik|mystischen]] oder esoterischen Interpretation einer religiösen Tradition. Es kann kein Zweifel bestehen, dass die vedische Lehre im [[Hinduismus]] in breiten Schichten zu einem vulgären [[Polytheismus]] geführt hat. Doch Ähnliches lässt sich unschwer auch bei anderen spirituellen Überlieferungen nachweisen, so dass es sinnvoll erscheint, das Augenmerk auf die großen [[Mystiker]] zu richten, anstatt sich in den Niederungen des [[Aberglaube]]ns zu verlieren. So erblickte auch Arthur Schult in seiner wertvollen Studie über &amp;quot;Die [[Weisheit]] der Veden und Upanishade&amp;quot; den einen [[Gott|GOTT]] hinter der Vielheit der vedischen Götter. &amp;quot;Wenn einer der Götter angerufen wird, scheinen alle anderen zu verschwinden, bzw. in ihm aufzugehen. Jeder Gott, der gerade angerufen wird, ist der einzige Gott. Die Götter gleichen einander, bilden eine geheime Einheit. Es gibt nicht ein Nebeneinander verschieden beschaffener, zueinander im Gegensatz stehender Götter, wie in der Götterwelt Homers. Henotheismus hat der berühmte Sprachforscher und Ethnologe Max Müller diese Art des Gotterlebens genannt, in der Polytheismus und Monotheismus auf eigenartige Weise geeint sind&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schult, Die Weisheit der Veden und Upanishaden im Lichte des&lt;br /&gt;
West-Ost-Problems, Bietigheim 1962, S. 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atharvaveda kündet in einer seiner Hymnen von der Einsicht, welche die weisen Waldeinsiedler der Upanishaden ihren Schülern vermitteln sollten:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Er allein ist der Eine, der Einzige, nur Einer.&lt;br /&gt;
:Die Götter ([[Deva]]s) da sind in ihm ein Einziges.&amp;quot; Atharvaveda XIV,4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===II. Die Entstehung der Upanishaden===&lt;br /&gt;
Die Upanishaden, als krönender Schlussteil der vedischen Überlieferung, wurden ebenfalls viele Jahrhunderte lange mündlich überliefert. Während die vier Veden noch stärker das [[Mythologie|mythologische]] oder auch das [[Ritual|ritualistische]] Moment betonen, rücken in den upanishadischen Texten, obwohl vor allem die älteren noch jeweils einem der vier Veden angeschlossen sind, die philosophische Spekulation und die esoterisch-initiatische Tradition in den Vordergrund. Diese Entwicklung drückt sich in der indischen Gesellschaft durch die immer einflussreichere [[Vedanta]]-Schule aus, die im 9. Jahrhundert ihren bedeutendsten Repräsentanten in [[Shankara]] findet. Die eher ritualistisch-zeremoniell ausgerichteten Anhänger des Veda sammeln sich in der [[Karma]]-[[Mimansa]]-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; weist auf die spezielle Überlieferungs- oder Einweihungstradition hin. Es setzt sich aus den Silben &amp;quot;Upa&amp;quot; (nahe), &amp;quot;Ni&amp;quot; (nieder) und &amp;quot;Shad&amp;quot; (sitzen) zusammen und beschreibt eine [[Lehrer]]-[[Schüler]]-Situation, in welcher der Schüler neben seinem verehrten [[Meister]] sitzt und dessen Lehre lauscht. Der [[Benediktiner]]mönch Henri Le Saux, der nach Indien ging und dort unter dem Namen [[Swami Abhishiktananda]] eine Synthese zwischen upanishadischer [[Weisheit]] und christlicher [[Mystik]] verwirklichte, sah in dem Wort auch noch eine Entsprechung zwischen Makro- und Mikrokosmos. &amp;quot;Das Wort &amp;quot;Upanishad&amp;quot; muss ursprünglich bedeutet haben: geheimniserfülllte Entsprechungen oder Wechselbeziehungen. Tatsächlich schreitet die Upanishadenlehre für gewöhnlich von Entsprechung zu Entsprechung fort: im [[Kosmos]], im menschlichen [[Körper]] und im [[Geist]], bis man schließlich die höchsten &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; entdeckt, die den Schlüssel zu allem bieten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Henri Le Saux, Der Weg zum anderen Ufer, Köln 1979, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &amp;quot;Entsprechungen&amp;quot; erschließen sich dem Schüler für gewöhnlich nicht aus eigener [[Anstrengung]], es bedarf zu ihrer [[Erkenntnis]] der Hilfe eines erleuchteten Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt dem Abendländer des 21. Jahrhunderts nicht ganz leicht, diese Struktur unvermittelt anzunehmen. Zwischen der upanishadischen Epoche und der [[Gegenwart]] liegt vielleicht ein wenig zu viel an Ratio, ein wenig zu viel an Aufklärung, ein wenig zu viel an [[Materialismus]] und [[Atheismus]]. Zudem sind auch für den [[spirituell]] Interessierten Begriffe wie Meister ([[Guru]]), [[Einweihung]] oder [[Erleuchtung]] nicht ganz unbelastet. Dies stellt sich völlig anders da, wenn man selbst bereit ist, in die Überlieferungstradition der Upanishaden einzutauchen. &amp;quot;Die upanishadische Erfahrung hat nichts mit irgendeiner [[Religion]] zu tun, ebensowenig mit der Logik oder Erkenntnistheorie. Sie gehört einer anderen Ordnung an. Sie ist die endgültige [[Erfahrung]] des menschlichen Geistes, der sich die Religionen stellen müssen, wie sie in der [[Vergangenheit]] sich den mythischen und dann den logischen Kategorien des [[Denken]]s gestellt haben.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist Vorsicht bei der Verwendung des Wortes &amp;quot;endgültig&amp;quot; geboten, aber die Intention von Henri Le Saux war es wohl eher, die transzendente Dimension der upanishadischen Erfahrung anzudeuten. Es geht den Rishis der Upanishaden nicht um eine theologische Spekulation, sondern um die Verwirklichung eines neuen [[Bewusstsein]]s. Eines Bewusstseins, in dem sich der Meister als nicht getrennt vom Absoluten Geist ([[Brahman]]) empfindet, aber auch als nicht getrennt von seinem Schüler - ohne sich in einem wesenlosen [[Nichts]] aufzulösen. Die upanishadische Erfahrung ist, so sieht es der Vedanta, die höchste [[Selbst]] ([[Atman]])-Verwirklichung, die dem Menschen möglich ist. Aufgrund dieses SELBST-Verständnisses erlangen die Upanishaden eine gleichsam über-historische Dimension. &amp;quot;Der Hintergrund, auf dem sich die Upanishaden entwickelt haben, ist unvergleichlich viel universaler als derjenige der Bibel und sogar des [[Evangelium]]s, denn [[Jesus]] ist eine historische Person, und ohne eine Beziehung zu seiner Person über die Zeiten hinweg ist kein [[Christentum]] möglich. Der [[Rishi]] der Upanishaden hat ebensowenig wie der [[Buddha]] eine Persönlichkeit, der er Bedeutung beimisst, oder eine Geschichte, mit der man ihn in Beziehung setzen muss. Die Entdeckung des Buddha ist die Entdeckung jedes Menschen, die Entdeckung des Rishi ist für jeden zugänglich, der bereit ist, der inneren [[Suche]] nachzugehen und der sich nach [[Befreiung]] sehnt. Die Entdeckung des letzten Grundes des [[Sein]]s und des Selbst ist für jedes menschliche Bewusstsein erreichbar! In Wirklichkeit ist es eben darin und nur darin, wo der Mensch sich selbst verwirklicht, gleich in welcher Umwelt er sich befindet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Entstehung der Upanishaden begann im menschlichen Bewusstsein eine Epoche, in der die Mittlerrolle der klassischen Religionen überwunden wurde - selbst jener, die damals noch gar nicht existierten. Der upanishadische Rishi bemüht sich, seinen Schüler seinen eigenen [[Weg]] finden zu lassen. Er sieht sich nicht in der Rolle eines [[Priester]]s, den der Schüler benötigt, um wieder vor das Antlitz [[Gott]]es treten zu können. Im tiefsten Sinne des Wortes ist der &amp;quot;Guru&amp;quot; ein Wegweiser, jemand, der die [[Dunkelheit]] der [[Unwissenheit]] vertreibt. Einen Wegweiser nutzt man dann am besten, wenn man seine Botschaft liest und sie beachtet. &amp;quot;Wer wollte&amp;quot;, so ein Bonmot von [[Krishnamurti]], &amp;quot;so unvernünftig sein und den Wegweiser anbeten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cyCKvAdKCns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===III. Die Botschaft der Upanishaden===&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Führe mich vom Wahn zur [[Wirklichkeit]]!&lt;br /&gt;
:Führe mich aus dem Dunkel ins [[Licht]]!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anruf steht in der [[Brihadaranyaka Upanishad|Brihadaranyaka]], einer der ältesten Upanishaden. Damit wird gleichsam die Grundnote der upanishadischen Botschaft deutlich - [[Erkenntnis]] und [[Erleuchtung]]. Die [[Seher]] der Upanishaden wollen ihre [[Schüler]] aus der Dunkelheit der [[Unwissenheit]] befreien und ins Licht der Göttlichen [[Wirklichkeit]] eintreten lassen. Alle großen Interpreten und Kommentatoren der Upanishaden weisen daher immer darauf hin, dass der Versuch, die Upanishaden rein intellektuell zu verstehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Die Essenz der Upanishaden ist trans-rational, aber nicht irrational. Man muss sich ihr vom [[Geist|GEIST]] her nähern, nicht vom [[Verstand]]. Ist man dann in ihr Geheimnis eingetreten, empfindet man eine [[Glückseligkeit]] ([[Ananda]]), die weit jenseits aller vergänglichen menschlichen Freuden ist. Die [[Taittiriya Upanishad]] führt dies in ihrem Kapitel über &amp;quot;Ananda&amp;quot; beredt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bettina Bäumer weist in der brillanten Einführung zu ihrer Upanishaden-Ausgabe auch auf die methodische Komponente der upanishadischen Botschaft hin. &amp;quot;Upanishad bedeutet daher sowohl die Methode, das Mittel der [[Meditation]] und des Lernens von einem [[Meister]], als auch das [[Ziel]], die Vereinigung oder Erleuchtung. Als Beispiel für die erste Bedeutung bezeichnet die [[Mundaka]] (II,2,3) die Upanishad als [[Bogen]], als die große Waffe, mit der man das Ziel, das Unvergängliche, trifft, wobei der Pfeil durch Meditation geschärft sein soll (III,11) Die zweite Bedeutung wird am Ende der Taittiriya-Upanishad (III,10,5) deutlich, wo der Erleuchtete ausruft: &amp;quot;Ich habe diese ganze [[Welt]] überwunden! Ich bin leuchtend wie die [[Sonne]] (und auch) der, der dieses weiß! Das ist die Upanishad!&amp;quot;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Bäumer, Befreiung zum Sein. Auswahl aus den Upanishaden, Zürich 1986, S. 25f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wollte man &#039;&#039;eine&#039;&#039; zentrale Aussage der Upanishaden wählen, so wäre sie in dem Wort Nicht-Zweiheit ([[Advaita|A-dvaita]]) zusammengefasst. Die höchste Einsicht der upanishadischen [[Rishi]]s ist jene von der nicht-dualistischen Wirklichkeit. Swami Abhishiktananda (H. Le Saux) meditiert über den suchenden [[Mensch]]en: &amp;quot;Er sucht [[Gott]] in einem Winkel des Raumes. Und Gott erfüllt den ganzen [[Raum]] und er ist außerhalb des Raumes. Er sucht Gott in einem Punkt der [[Zeit]], in einer [[Vergangenheit]], die vorüber ist, in einer [[Zukunft]], die einmal sein wird. Aber Gott ist außerhalb aller Zeit, und die [[Ewigkeit]] ist in jedem [[Augenblick]] der Zeit gegenwärtig.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir finden hier ein klassisches Paradox der [[Mystik]] vorgezeichnet, die uralte Frage nach [[Transzendenz]] und Immanenz. Gott ist in der [[Schöpfung]], im Innersten des Menschen anwesend - und ist trotzdem der ganze andere. Die eher unbewusst erlebte [[Einheit]] der Veden wird in den Upanishaden zu einer bewussten [[Erfahrung]] der Göttlichkeit des Menschen, die aber nicht in einen undifferenzierten [[Pantheismus]] einmündet. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, um die Einheit von Selbst ([[Atman]]) und Gott ([[Brahman]]) nicht als ein Aufgehen des Tropfens im Urmeer misszuverstehen, greift Sri [[Aurobindo]] in seiner Kommentierung der Upanishaden zur sprachlichen Übersteigerung des Gottes-Begriffes als [[Parabrahman]]. &amp;quot;Der Höchste ist reines [[Sein]], absolute [[Existenz]], [[sat]]. Er ist Existenz, weil er allein Ist, es ist nichts anderes seiend, das irgendeine höchste [[Wirklichkeit]] besitzt oder irgendein Sein unabhängig von seiner Selbst-[[Manifestation]]. Er ist absolute Existenz, weil er allein Ist und nichts anderes in Wirklichkeit existiert; er muss notwendigerweise durch sich selbst, in sich selbst und für sich selbst existieren. Es kann keine Ursache für seine Existenz geben, wie es auch kein [[Ziel]] für seine Existenz geben kann; es kann auch keine Zunahme in ihm geben, noch eine Verminderung, denn Zunahme könnte nur durch Hinzufügung von irgendetwas ihm Äußerlichen und Verminderung durch Verlust an etwas ihm Äußerlichen entstehen; aber für Brahman existiert nichts Äußerliches. Er kann sich nicht verändern, denn geschähe es in irgendeiner Weise, würde er Gegenstand von Zeit und [[Kausalität]] werden. Er kann auch keine Teile besitzen, denn dann würde er Gegenstand des Raum-Gesetzes. Er ist jenseits der Vorstellungen von Raum, Zeit und Kausalität, die er als phänomenale Bedingungen der Manifestation erschafft, die aber nicht ihren [[Ursprung]] bestimmen können. Daher ist er Parabrahman, ist absolute Existenz.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Aurobindo, The Upanishads, Pondicherry 1972, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Gott in radikaler Andersheit die Gesamtheit der [[Schöpfung]] durchdringt, erfährt der Rishi der Upanishaden sich in seiner Erleuchtung doch als eins mit ihm. Gott und das [[Selbst]] sind nicht getrennt, sondern auf unfassbare Weise im innersten Wesenskern vereint. Die vier großen [[Wort]]e ([[Mahavakya|Mahâvâkyas]]) der Upanishaden versuchen dieses [[Mysterium]] sprachlich zu fassen, falls dies in der Begrenztheit des menschlichen Ausdrucks überhaupt möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|rfv8aAq_1qQ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden und das Christentum===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der [[Christ]] muss versuchen, im Tiefsten seiner selbst, gleichzeitig die Erfahrung der [[Nichtdualität]] des Seins zu machen, die der Grund der vedantischen Erfahrung ist, und die Erfahrung der göttlichen Sohnschaft, der unaussprechlichen Nichtdualität von [[Vater]] und [[Sohn]], in der Einheit des [[Geist]]es, die die Erfahrung des christlichen [[Glauben]]s konstituiert.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Weg, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren vor allem die [[Benediktiner]], die, teilweise mit einem eigenen [[Ashram]] im Süden [[Indien]]s, den [[Dialog]] zwischen [[Vedanta]] und [[Christentum]] führten, und in Henri Le Saux ([[Swami]] [[Abhishiktananda]]) und Bede Griffiths ihre bedeutendsten Repräsentanten hatten. Vor allem Le Saux, der sich später ganz in die [[Einsamkeit]] zurückzog, kreiste in seinen [[Meditation]]en immer wieder um die upanishadische Einheitserfahrung. Für ihn boten die [[Einsicht]]en der großen [[Rishi]]s den lange gesuchten Schlüssel, um zu einem annehmbaren Verständnis einer [[Trinität|trinitarischen]] Gottesvorstellung zu kommen. Le Saux hatte erkannt: &amp;quot;Dass [[Christus]] wesentlich der erste einer Vielzahl von Brüdern ist. Das Pleroma ist für die Menschwerdung wesentlich. Jedes einzelne Menschenbewusstsein bis hin zum letzten - sie alle sind &amp;quot;zum [[Lob]] der [[Herrlichkeit]] seiner [[Liebe]]&amp;quot; geschaffen - war nötig, damit die Herrlichkeit [[Gott]]es voll wurde, damit diese Herrlichkeit sich so offenbarte, wie der Vater in seiner erhabenen [[Freiheit]] es bestimmt hatte.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Le Saux, Indische Weisheit - Christliche Mystik. Von der Vedanta zur Dreifaltigkeit, Luzern 1968, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese unorthodoxe Trinitätslehre zu untermauern, sah Le Saux in den Upanishaden den Schlüssel, da sie allein für ihn eine Erfahrung universeller Gotteskindschaft zu offenbaren schienen. &amp;quot;Die Trinität wird nur in der Erfahrung des [[Advaita]] (der Nichtdualität) begriffen. [[Jesus]] hat diese zerreißende und erfüllende [[Erfahrung]] der Nichtdualität (mit dem Vater) gelebt, eine Erfahrung, die sich in einem Glanz, in einem [[Licht]], in einer Herrlichkeit offenbart, die alles übersteigt, die einem alles entreißt, die über alles hinausführt: Gabe der [[Weisheit]], tiefe Wesenseinheit (connatura-lité), Explosion, der sich keiner entziehen kann, der &#039;gespürt&#039; hat ...&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ders., Weg, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die trinitarische Erfahrung wird für Henri Le Saux zu einer kosmischen [[Offenbarung]]. Der Vater ([[Brahman]]), offenbart sich im Sohn ([[Atman]]) durch den [[Geist]] - und diese Offenbarung ist universell! Alles Geschaffene ist in letzter Konsequenz der SOHN; und alles Geschaffene wird in letzter Konsequenz durch den GEIST zurückverbunden und vereint mit dem VATER. Das meint für Le Saux letztlich das [[Mahavakya]] &amp;quot;[[Aham Brahmasmi]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Saux, Griffiths und andere Christen, die in dieser upanishadisch-trinitarischen [[Tradition]] dachten, wurden von der [[Orthodoxie]] immer wieder angegriffen und der Häresie, vor allem der [[Pantheismus|pantheistischen]], verdächtigt. Diese Kritik greift vor allem deswegen zu kurz, weil sie offensichtlich das [[Geheimnis]] der upanishadischen Erfahrungen nicht versteht. Bettina Bäumer macht dies in ihrer Upanishaden-Ausgabe überaus deutlich. &amp;quot;Advaita, die Verweigerung der Zweiheit, der Dualität, ist nicht als [[Monismus]] oder Pantheismus abzutun, wenn auch solche [[Tendenz]]en später nicht immer ausgeschlossen waren. Wie alle upanishadischen Aussagen, muss advaita im Kontext der [[Mystik|mystischen]] Erfahrung verstanden werden. Er bedeutet das letzte Ungenügen einer Spaltung der [[Wirklichkeit]] in Subjekt und Objekt, und vor allem die Unmöglichkeit, [[Gott]] oder das Transzendente auf die Seite des Objektes zu projizieren. Ebenso wenig kann die bloße Übertragung des Göttlichen auf das Subjekt der letzten Wirklichkeit gerecht werden. Wie Swami Abhishiktananda (Henri Le Saux) betonte, ist die Erfahrung des advaita die größte [[Reinigung]] des christlichen Gottesbegriffes.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Bäumer, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog zwischen der Erfahrung der Upanishaden und der christlichen [[Mystik]] steht erst an seinem Anfang. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Christen den Versuch unternommen, wirklich die Tiefen der upanishadischen Offenbarung auszuloten. Es war ein überaus fruchtbarer Dialog, der nun weiter ausgebaut werden sollte, um einen weiteren Schritt hin zu einer &amp;quot;[[Weltreligion]] des [[Herz]]ens&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Michel, Weltreligion, Grafing 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu machen, die allein die religiösen [[Konflikt]]e der [[Menschheit]] zu lösen imstande sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Swami Sivananda]], der indische [[Yogi]], Arzt und Weise, schreibt über die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Upanishaden] wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Lehre, die als [[Vedanta]] bezeichnet wird, ist auch unter der Bezeichnung [[Uttara Mimamsa]] bekannt. Der Begründer des Vedanta-Philosophie-Systems war [[Badarayana]] [[Vyasa]]. Die Purva-Mimamsa-Schule wurde von [[Jaimini]], einem Schüler von Vyasa, begründet. Der Unterschied zwischen den beiden Schulen ist der, dass bei [[Purva Mimamsa]] im Allgemeinen der [[Mantra]]anteil der [[Veden]] näher untersucht wird, während Uttara Mimamsa sich eingehend der Lehre der Upanishaden in den Veden widmet. Mit anderen Worten, Purva Mimamsa behandelt den [[Karma]] [[Kanda]], während es bei Uttara Mimamsa um den [[Jnana]] [[Kanda]] geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Upanishaden als Teil der Veden===&lt;br /&gt;
[[Datei:ShankaradergroeLehrerdesVedanta.jpg|thumb|Sri Skankaracharya, der große Lehrer des Vedanta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Brahmasutras/ Brahma Sutras] von Badarayana oder Sri Vyasa werden als Vedanta [[Darshana]] bezeichnet. Sie heißen so, weil sie auf den Upanishaden beruhen, dem jeweils letzten und abschließenden Teil der Veden. Diese Brahma Sutras sind das Ergebnis der Harmonisierung der sich scheinbar widersprechenden upanischadischen Texte von Badarayana. Der von Sri [[Shankaracharya]] geschriebene [[Bhashya]] (Kommentar) zu den [[Brahma Sutra]]s ist unter der Bezeichung [[Sariraka]] [[Bhashya]] bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Veden]], von denen jede sich aus vier Teilen mit der Bezeichnung [[Samhita]] (Sammlung), [[Brahmana]] (rituelle Erläuterung), [[Aranyaka]] (Waldabhandlung) und Upanishad (philosophischer Lehrtext) zusammensetzt, sind zusätzlich in zwei große Abschnitte unterteilt, nämlich in den Karma Kanda oder Abschnitt der Handlungen und den Jnana Kanda oder Abschnitt der [[Erkenntnis]]. Der Abschnitt der Handlungen führt den Menschen zur [[Welt]] durch [[Glück]] und Genuss im [[Svarga]] oder Himmel, und der zweite, der Abschnitt der [[Erkenntnis]], führt den Menschen zu [[Moksha]] oder der Befreiung.  Die Teile Samhita und Brahmana bilden den Karma Kanda und die Aranyaka und die Upanishaden bilden Jnana Kanda, den Abschnitt der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Brahma Vidya]] oder das [[Wissen]], mit dem wir [[Brahman]] erreichen, ist Gegenstand der Upanishaden. Die Upanishaden als jeweils letzter Teil der Veden stellen die [[Philosophie]] des Vedanta dar, wörtlich das Ende der Veden. Aufgrund der Gliederungen des [[Rigveda]] und anderer Texte heisst es, dass es vier Veden gibt. Sie sind vielfach verzweigt und so verhält es sich auch mit den Upanishaden. Im Rigveda gibt es 21 Unterteilungen. Im [[Yajurveda]] sind es 109, im [[Samaveda]] 1000, im [[Atharvaveda]] 50. In jeder Unterteilung gibt es eine Upanishad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Wort Upanishad===&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird dadurch gebildet, dass (…) die Vorsilben Upa und Ni zur Wurzel Shad hinzugefügt werden, die folgende Bedeutungen hat: &lt;br /&gt;
:1) zerschmettern, töten, &lt;br /&gt;
:2) erreichen und &lt;br /&gt;
:3) lockern, freimachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wort Upanishad wird das Wissen um die erfahrbare Wesenheit angedeutet, die von dem zu kommentierenden Werk einprägsam beschrieben wird. Aufgrund welchen etymologischen Prozesses dieses Wissen durch die Bezeichnung Upanishad aufgezeigt wird, soll nun erläutert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen wird Upanishad genannt wegen seiner Bedeutung, dass es den Samen des [[Samsara]] wie [[Unwissenheit]] und all den Rest zerstört und zerschmettert, und zwar bei denjenigen [[spirituell]] Suchenden, die, nachdem sie sich von aller [[Verhaftung]] freigemacht haben, kein [[Verlangen]] mehr nach Dingen haben, die sie gesehen oder von denen sie gehört haben; die das Upanishad genannte Wissen erlangen, das nachstehend erläutert wird, und dann über das Wissen meditieren, indem sie ihren [[Geist]] fest darauf richten (…) Der Suchende wird von den  Klauen des [[Tod]]es befreit. Das Wissen um [[Brahman]] heißt auch Upanishad, weil es zu Brahman führt; es macht es dem spirituell Suchenden, der sich von aller [[Verhaftung]] frei gemacht hat, möglich, den höchsten Brahman zu erreichen (…). Hat er Brahman erreicht, so wird er frei von jedem Makel und unsterblich (…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogageschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|Jee_MzfyEto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst das Wissen von [[Agni]] ist in dem Begriff Upanishad enthalten, und zwar durch seine Verbindung zur Bedeutung der Wurzel ‚shad’, „lockern, freimachen“.  Denn das Wissen von Agni, dem Erstgeborenen, dem Kenner, (...), lieferte Hinweise zum Erreichen des Himmels and lockerte und erleichterte so das Ausmaß des Elends, wie das Heranwachsen im Mutterleib, [[Geburt]], [[Alter]] usw., das sich in dieser [[Welt]] ständig wiederholt. (…) Haben die Suchenden den Himmel erreicht, dann sind sie unsterblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte nun einwenden, dass [[Schüler]] den Begriff Upanishad auch auf das Buch anwenden, wenn sie sagen, wir wollen die Upanishaden studieren oder lehren. Das ist kein Fehler, da die Bedeutung der Wurzel ‚shad’, z. B. die [[Zerstörung]] der Ursache des [[Samsara]] usw., nicht nur mit der bloßen [[Handlung]] in Verbindung gebracht werden kann, sondern auch auf das Wissen Bezug nimmt; und auch die bloße Handlung kann mit diesem Wort bezeichnet werden, da sie demselben Zweck dient, so wie auch von [[Ghee]] gesagt wird, dass es wahrhaftig [[Leben]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Upanishad wird daher in seinem ursprünglichen Sinn im Zusammenhang mit Wissen gebraucht, doch es ist auch möglich, es in einer sekundären Bedeutung im Zusammenhang mit dem Werk/ der Handlung zu benutzen.  So werden die, die wirklich bereit sind, das Wissen zu erwerben, schon durch die bloße analytische Erläuterung des Wortes Upanishad weiter gebracht. Die gesamte Befassung mit Erkenntnis bewirkt durch das Erreichen Brahmans eine vollständige Befreiung von den Fesseln des Samsara. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Upanishad kann beides sein, da sie die zahlreichen Übel wie Empfängnis, Geburt, Alter, Krankheit usw. bei Menschen, die sich für dieses Wissen um Brahman öffnen und sich ihm mit [[Glauben]] und [[Hingabe]] nähern, verringert, oder weil sie den Menschen den [[Weg]] zu Brahman weist, oder weil sie die Ursache des Samsara wie Unwissenheit usw. vollständig zerstört. Dies also zu den verschiedenen Bedeutungen der Wurzel ‚shad’, die den Vorsilben Upani folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rama und die Upanishaden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rama5.jpg|thumb|Rama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rama sagt zu [[Hanuman]]: „Das einzige Mittel zur Erlangung der endgültigen Befreiung ist, für sich allein genommen, die [[Mandukya Upanishad]], die für das Heil aller spirituell Suchenden ausreicht. Wird [[Jnana]] (Erkenntnis) dadurch nicht erreicht, dann wirst du durch das Studium der zehn Upanishaden erst Jnana und dann Meinen Platz erlangen. O Sohn des [[Anjana]], wenn deine Erkenntnis dadurch nicht fest gegründet ist, dann befasse dich eingehend mit den 32 Upanishaden. Du sollst befreit werden. Sehnst du dich nach [[Videha Mukti]], dann studiere die [[108]] Upanishaden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Upanishaden sind die mystische Erfahrung der [[Rishi]]s. Die Upanishaden, die [[Gita]] und die Brahma Sutras werden als [[Prasthanatraya]] bezeichnet. Es sind die drei maßgeblichen Bücher über hinduistische Philosophie. Jeder Lehrer, der den Titel [[Acharya]] (Meister) für sich beansprucht und eine neue philosophische Schule begründen will, muss einen Kommentar zu diesen drei bedeutenden Büchern schreiben. Alle Acharyas der Vergangenheit, wie Sri [[Shankara]], [[Ramanuja]] und [[Madhava]] haben Kommentare zu diesen Büchern geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Copyright http://www.sivanandaonline.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Upanishaden – Philosophie am Ende des Wissens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Artikel von Shivapriya Angela Große-Lohmann, veröffentlicht im Yoga Vidya Journal Nr.26 - Nr.31&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wir haben mit der Aitareya Upanishad in Teil 1 und 2  dieser Reihe einen genaueren Blick auf die Erschaffung der Welt geworfen. Wir haben erfahren,  dass zunächst die 3 Grundqualitäten [[sattwa]], [[rajas]] und [[tamas]] als aller [[Materie]] innewohnend entstanden. Im nächsten Schritt wird das Urbild aller  Lebe wesen aus dem Bewusstsein geformt, das die grundlegenden Strukturen, Eigen schaften und Aufgaben darstellte und das gesamte Potential aller Lebewesen enthielt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Schöpfungsmythos aus der Ait Areya Upanishad====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Der Mund und Agni, das Feuer=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt differenziert sich der Mund aus (in der Embryonalentwicklung vieler Tiere entsteht zunächst der sogenannte  Urmund,  aus  dem  sich  später  das  Darmrohr  und  die inneren Organe bilden). Der Mund wird mit der Rede assoziiert, und diese mit Agni, dem Feuer. Auch hier drängt sich die Aussage auf: „Am Anfang war das Wort“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Kommunikationsfähigkeit kann niemand auskommen, sie ist eine zentrale individuelle Fähigkeit der Lebewesen in dieser Welt, sie ist nicht nur  für  jedes  einzelne  Lebewesen  charakteristisch,  sondern jede Art entwickelt eigene Kommunikationstechniken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agni steht für: [[Feuer]], [[Wille]], [[Reinheit]], [[Transformation]]. Das lässt sich auch auf die [[Kommunikation]] übertragen. Jedes [[Individuum]] muss den Willen zur Kommunikation aufbringen, was durchaus auch [[Energie]] kostet. Letztendlich ist es die Aufgabe der [[Kommunikation]], dafür zu sorgen, dass die [[Welt]] ein bisschen besser wird  (das  vorhandene  Maß  an  [[Reinheit]]  zu  erhöhen),  auch wenn sie oft genug genau für das Gegenteil genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Nase, Vayu und der Wind=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes bildet sich nach der Aitareya Upanishad die Nase, daraus das [[Prana]], und daraus [[Vayu]] (Wind, Luft).  Prana ist unsere [[Lebensenergie]], im engeren Sinne die aufsteigende [[Energie]], die mit dem Einatmen verbunden ist. Damit ist eine weitere wichtige Funktion beschrieben, die bei allen Lebewesen  vorhanden  sein  muss,  damit  sie  leben  können:  Sie müssen  [[Energie]]  aufnehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prana  steht  aber  auch  für  die Verbindung zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen [[Körper]]. Die feinstoffliche [[Energie]] muss in die Materie fließen  können,  damit  diese  sozusagen  belebt  ist.  Im  Yoga wird  die  Funktion  dem  [[Pranakörper]]  zugesprochen.  Aus  dem Prana wird [[Vayu]], das für Luft allgemein, das Luftelement, aber auch den Gott des Windes steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindung ist insofern interessant, als sie unsere gängigen Vorstellungen von [[Ursache]] und Wirkung auf den Kopf stellt. Es entsteht nach den Aussagen der Upanishad erst die Funktion (Nase – [[Prana]]), dann erst das Medium, die Grundlage, nämlich der [[Luftraum]] - der Gott des Windes als Voraussetzung für die Entstehung des materiellen Windes, der durch die [[Welt]] weht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder anders formuliert: Den [[Wind]], die [[Luft]] gibt es nach der  Aitareya  Upanishad  nur,  weil  die  Lebewesen  eine  Möglichkeit brauchen, [[Energie]] aufnehmen zu können, weil sie eine Verbindung zwischen dem Grobstofflichen und dem Feinstofflichen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Augen und Aditya, die Sonne=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Augen entwickelt sich das Gesicht und daraus Aditya. Die Augen sind ein wichtiges Wahrnehmungssystem der Lebewesen. Sie bilden sich bei der Embryonalentwicklung als erstes aus  dem  Nervenrohr.  Auf  der  mechanischen  Grundlage  der Augen können sich die Gehirnbereiche vergrößern und wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augen und das Gesicht mit den anderen Sinnen ermöglichen  eine  Wahrnehmung  der  Welt,  die  für  jedes  Lebewesen&lt;br /&gt;
anders aussieht. Dies gilt sowohl für die Individuen einer Art, die  einen  sehr  individuellen  Blick  auf  die  Welt  entwickeln, umso mehr noch für verschiedene Arten, die unterschiedliche Ausschnitte der [[Welt]] wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel sei hier nur daran erinnert, dass Insekten ein anderes Lichtspektrum sehen oder Hunde einen intensiveren Geruchssinn haben. Es macht damit  insgesamt  durchaus  Sinn,  davon  auszugehen,  dass  es Wahrnehmungsorgane braucht, wenn ein Lebewesen in dieser [[Welt]] überleben soll. Am Anfang muss sich also die prinzipielle Fähigkeit der Wahrnehmung herausbilden. Mit dieser Wahrnehmungsfähigkeit ist die Aditya assoziiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aditya steht für die [[Sonne]], die in den späteren Texten immer wieder als Bild für das [[Absolute]] benutzt wird. Adytia ist auch eine Götterklasse, es sind die Söhne der Aditya, des unendlichen Bewusstseins. Und hier wird es spannend, denn wir erhalten  den  ersten  Hinweis  darauf,  wozu  wir  eigentlich  alle unsere Wahrnehmungsfähigkeiten bekommen: um das [[Absolute]] zu erkennen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maya]], die Kraft, die all dies schafft, ist also auf etwas Positives ausgerichtet: Wir sollen die [[Wahrheit]] erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Ohren und die Himmelsregionen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt entstehen die Ohren, aus diesen das Gehör und daraus die Dishs, die Himmelsgegenden. Interessant ist,&lt;br /&gt;
dass hier das Gehör nicht mit der akustischen Wahrnehmung assoziiert  wird,  sondern  mit  den  Himmelsgegenden,  bzw.&lt;br /&gt;
Raumrichtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Vishuddha Chakra]] (Kehlzentrum) mit dem Element [[Akasha]],  Raum,  ist  mit  dem  Gehör  verbunden.  Es  geht  hier also  nicht  um  die  Entwicklung  der  Wahrnehmungsfähigkeit, diese wurde ja auch bereits mit der Entstehung der Augen in Verbindung gebracht. Das Ohr enthält nicht nur die Organe, mit denen wir akustische Signale entschlüsseln können, es ist auch der Sitz unseres Gleichgewichtssinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir bei der Vorstellung, dass uns dieser Text der Aitareya Upanishad die Entstehung eines ersten idealen Bewusstseinswesen  erklärt,  aus  dem  dann  die  konkreten  verschiedenen Lebewesen der unterschiedlichen Arten hervorgehen können, öffnet sich der Blick auf die entscheidende Frage: Was muss ein solches ideales Lebewesen eigentlich noch können, wenn es  jetzt  schon  kommunizieren,  Energie  wandeln  und  wahrnehmen kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klare Antwort: Es muss sich in dieser Welt orientieren können, es muss die Himmelsrichtungen wahrnehmen und sich im Raum bewegen können – und genau das ist mit der Ausdifferenzierung der Ohren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem vorliegenden Text differenziert sich dann die Haut, daraus werden die Haare und daraus die Kräuter und Bäume. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teil 5===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr31.pdf Yoga Vidya Journal Nr.31 - Herbst 2015 (Teil 5)])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du im 4.Teil erfahren hast, wie unsere [[Nahrung]] entstand und wie wir unsere [[Bedürfnis]]se befriedigen können, geht es nun um die [[Vollendung]] des [[Mensch]]en. Ähnlich wie in der [[Bibel]] (Gen 2) wird klar, dass der [[Mensch]] von [[Gott]] &amp;quot;beseelt&amp;quot; ist. Die gesamte [[Schöpfung]] hat Teil an der göttlichen [[Natur]] ([[Brahman]]). Höre die [[Wort]]e aus der [[Aitareya Upanishad]], Dritter [[Khanda]], Verse 11 bis 14:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Was ist der Mensch ohne das Absolute?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Er erwog: &amp;quot;Wie könnte dieses (Menschengefüge) ohne mich bestehen?&amp;quot; Und er erwog: &amp;quot;Auf welchem Wege soll ich in dasselbe eingehen?&amp;quot; Und er erwog :&amp;quot;Wenn durch die [[Rede]] gesprochen, durch den [[Prana]] eingehaucht, durch das [[Auge]] gesehen, durch das Ohr gehört, durch die [[Haut]] gefühlt, durch das [[Manas]] gedacht, durch den [[Apana]] ausgehaucht, durch das Zeugungsglied ergossen wird,- wer bin denn ich?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn wir als [[Mensch]] nach diesem Schöpfungsakt physisch überleben können, wären  wir ohne ein höheres [[Element]] in uns physischen und geistigemotionalen [[Bedürfnis]]sen hilflos ausgeliefert. Wir hätten keine [[Möglichkeit]] zu erkennen, warum wir in dieser [[Welt]] [[essen]], [[trinken]], [[schlafen]], [[handeln]], [[begehren]] müssen. Wir könnten uns [[selbst]] nicht erkennen, wir könnten uns nicht die [[Frage]] stellen: &amp;quot;Wer bin denn ich?&amp;quot; Wirklich bestehen können wir nur aus dem wahren inneren [[Selbst]] heraus. Es ist etwas in uns, das uns all unsere [[Fähigkeit]]en  nutzen lässt, unsere &amp;quot;[[Nahrung]]&amp;quot; erobern lässt und uns zu [[Erfahrung]]en und [[Erkenntnis]]sen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Bewusstsein]], nicht nur [[Körper]], [[Geist]] und [[Emotion]]en zu sein, lässt uns [[Schwierigkeiten]] überwinden und besondere [[Leistung]]en vollbringen. Viele große [[Dichter]], [[Entdecker]] usw. erleben sich als angebunden an etwas Größeres, wenn sie ihre besondere [[Leistung]] vollbringen. Viele [[Mensch]]en haben solche [[Erlebnis]]se des [[Einssein]]s mit etwas Größerem, aus dem heraus ein als vollkommen erlebter [[Augenblick]] oder ein vollkommenes [[Produkt]] entsteht. Die [[Frage]] ist, wie kommt es zu dieser [[Verbindung]] mit dem [[Brahman|Absoluten]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gott wohnt im Menschen====&lt;br /&gt;
2. Da spaltete er hier den Scheitel und ging durch diese Pforte hinein. Diese Pforte heißt [[Vidriti]] (Kopfnaht, wörtlich Spalt) und selbige ist der [[Seligkeit]] Stätte. Drei Wohnstätten hat er und drei Traumzustände ([[Wachen]], [[Traum]], [[Tiefschlaf]]); er wohnt hier (im [[Auge]], beim [[Wachen]]) und wohnt hier (im [[Manas]], beim [[Träumen]]) und wohnt hier (im [[Äther]] des [[Herz]]ens, beim [[Tiefschlaf]]). Da alle wichtigen [[Chakra|Energiezentren]] bereits von den [[Wahrnehmungsqualität]]en besetzt sind, erfolgt der [[Eintritt]] des wahren inneren [[Selbst]] ([[Atman]]) über den Schädel / Scheitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Selbst]] ist aber weder das [[Sehen]], noch das [[Auge]], noch alle [[Wünsche]] und [[Handlung]]en, die mit dem Auge zusammenhängen usw. Es ist weder [[Körper]] noch [[Wahrnehmung]]s- noch Handlungsorgane noch geistige [[Kräfte]]. Es ist zwar die [[Ursache]] von allem, aber nicht mit diesen identisch (s. [[Bhagavad Gita]]). Das [[Selbst]] ist die [[Erkenntnismöglichkeit]], die hinter allen Funktionen von [[Körper]], [[Geist]] und [[Seele]] steckt. Im Wachzustand, symbolisiert durch die [[Augen]], liefert das innere [[Instrument]] der [[Psyche]] [[Erkenntnis]]se, im [[Traum]] liefert das intuitive [[Erfassen]] als [[Manas]] (Einheit von [[Denken]] und [[Fühlen]]) [[Erkenntnis]]se, im [[Tiefschlaf]] fallen alle nach außen gerichteten [[Aktivität]]en und [[Funktion]]en weg und eine direkte [[Erkenntnis]] über die [[Erfahrung]] von [[Wonne]] ist möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: Das [[Wissen]], das hinter allen [[Wahrnehmung]]en, die uns auf vielfältige Weise mit der [[Welt]] verbinden, noch etwas Anderes, Höheres steht, ermöglicht uns [[Distanz]] zum täglichen [[Leben]] mit all seinen [[Erfahrung]]en. Wir können alle [[Wahrnehmung]]en und [[Erfahrung]]en machen, aber wir müssen uns nicht mit ihnen identifizieren. Das [[Wissen]], dass wir [[Zugang]] zu unserem wahren inneren [[Selbst]] erlangen können, befreit von [[Angst]], das [[Leben]] nicht bewältigen zu können. Wir können das [[Selbst]] erfahren, indem wir ganz achtsam und aufmerksam unsere [[Wahrnehmung]]en annehmen und analysieren. Wir können auf unsere [[Intuition]] vertrauen und wir können uns in die innere [[Wonne]] fallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Mensch ist Gott am ähnlichsten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachdem er geboren, überschaute er die Wesen, - und er sprach: &amp;quot;Was wollte sich hier für einen (von mir) Verschiedenen erklären?&amp;quot; Aber doch erkannte er diesen [[Mensch]]en als &amp;quot;Brahmandurchdrungenste&amp;quot;. Und er sprach: &amp;quot;Diesen habe ich ersehen (idam adarsham). 4. Darum heißt er Idandra, denn wirklich heißt er Idandra; aber ihn, der Idandra heißt, nennen sie [[Indra]] auf geheimnisvolle Weise; denn die Götter lieben gleichsam das Geheimnisvolle. Nachdem sich das Göttliche manifestiert hat, stellt diese [[Kraft]] zu [[Recht]] fest: Wer könnte sich als von mir verschieden verstehen? Das Göttliche hat sich in allen Wesen manifestiert, es überschaut dabei alle Wesen, nicht nur den [[Mensch]]en!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir als [[Mensch]]en haben also nach diesen Versen keine wirkliche Sonderstellung, wir unterscheiden uns von allen anderen von [[Gott]] durchdrungenen Wesen nur dadurch, dass im [[Mensch]]en die [[Gegenwart]] [[Gott]]es besonders deutlich werden kann, wir sind am meisten durchdrungen von [[Brahman]]. Nimmt man diese [[Aussage]] ernst, hat sie weitreichende [[Konsequenz]]en für das [[Verständnis]] der [[Welt]]. Dann haben wir z.B. nicht das [[Recht]], alle Ressourcen für uns zu beanspruchen, sondern wir müssen sie mit allen Wesen teilen. Idam adarsham – Dieses habe ich ersehen – wird im Laufe der [[Geschichte]] der [[Mensch]]en im betrachteten Kulturkreis zu Idan – dra , zum [[Gott]] [[Indra]]. Wird Indra verehrt, verehren wir aber in [[Wirklichkeit]] die in uns [[selbst]] wohnende göttliche [[Kraft]] in allen Facetten unseres [[Menschsein]]s. Wir haben das größte [[Potential]] zur [[Erkenntnis]]; dies ist beabsichtigt, dies ist &amp;quot;ersehen&amp;quot;, als aktiver [[Prozess]] der [[Schöpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass wir ein solches [[Potential]] der [[Entwicklung]] besitzen ist aber nicht offensichtlich, sondern muss erarbeitet werden. So wie wir unsere [[Talent]]e allmählich entdecken und schulen können wir auch unsere in uns versteckte göttliche [[Natur]], unser wahres inneres [[Selbst]] entdecken und zur [[Entfaltung]] bringen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Praxisbezug]]: No risk – no fun! [[Durst]] und [[Hunger]], also unsere [[Fähigkeit]]en und [[Bedürfnis]]se, wollen genutzt werden. Wäre alles offensichtlich, gäbe es keinen [[Grund]] zur [[Bemühung]] um [[Erkenntnis]]. Damit würde ein Teil der Erkenntnis wegfallen, nämlich die [[Erfahrung]], was wir alles in den verschiedenen Situationen können! Der Weg ist das [[Ziel]]! Würden wir uns jederzeit unserer wahren göttlichen Kräfte bewusst sein, würden wir keine [[Fehler]] machen und damit auch bestimmte [[Erfahrung]]en nicht nutzen können. Unsere göttliche [[Natur]] ist in uns versteckt und wir müssen uns früher oder später auf das [[Abenteuer]] einlassen, sie zu entdecken und zu verwirklichen – &amp;quot;die Götter lieben das Geheimnisvolle!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Über die Autorin====&lt;br /&gt;
Shivapriya Angela Große-Lohmann [[Yogalehrerausbildung|Yogalehrerin]] (BYV), Ausbildungsleiterin, [[Lehrer]]in für [[Biologie]] und [[Chemie]]. Sie bringt langjährige Seminar- und Ausbilder-[[Erfahrung]]en mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Schreibweisen für Upanishad==&lt;br /&gt;
Im Deutschen gibt es viele Schreibweisen für Upanishad. Dazu gehören: Upanishade, Upanischad, Upanischaden, Upanisad, Upanisade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plural, also die Mehrzahl von Upanishad, ist Upanishaden bzw. Upanischaden bzw. Upanisaden. Anglisiert auch Upanishads bzw. Upanisads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelne Upanishaden===&lt;br /&gt;
*[[Advaya Taraka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Aitareya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Amritabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ark&#039;hi]] (Arsheya Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Aruneya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ashrama Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharvashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atharva Shiras Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atmabodha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Atma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Bark&#039;he soukt]] (Purushasuktam) &lt;br /&gt;
*[[Baschkl]] (Bashkala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Bhasma Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahma Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brahmavidya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Brihadaranyaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Chandogya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Culika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Darshana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Dhyanabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Garbha Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Garuda Upanishad]] &lt;br /&gt;
*[[Hamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ishavasya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaivalya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalagnirudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kalisantarana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kanthashruti Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Katha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kaushitaki Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kena Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Kshurika Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Maitrayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mandukya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Mrat lankoul]] (Mrityu Langala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Mundaka Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nadabindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Narayana Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nilarudra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Niralamba Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Nrisinha Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pankl]] (Paingala Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Paramahamsa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranagnihotra Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pranou]] (Pranava Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Prashna Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Pinda Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Purva Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rama Uttara Tapaniya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Ramatapaniyopanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Rudra Hridaya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Sarva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schavank]] (Shaunaka Upanishad)&lt;br /&gt;
*[[Svetasvatara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tadiw]] (Tad eva)&lt;br /&gt;
*[[Talavakara Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Taittiriya Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tejobindu Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tripura Tapini Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Tschhakli]] (Chagaleya Upanishad?) &lt;br /&gt;
*[[Rudraksha Jabala Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogashikha Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogatattva Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Schiw sanklap]] (Shivasamkalpa)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Upanishadgruppen bzw. -sammlungen===&lt;br /&gt;
*[[Reine Vedanta Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Sannyasa Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Shiva Upanishaden]] &lt;br /&gt;
*[[Vishnu Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Oupnek&#039;hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere verwandte Artikel===&lt;br /&gt;
*[[Upanishaden]]&lt;br /&gt;
*[[Veden]]&lt;br /&gt;
*[[Mahavakya]]&lt;br /&gt;
*[[Hinduismus]]&lt;br /&gt;
*[[Jnana Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta]]&lt;br /&gt;
*[[Vedanta Schulen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Religionen]]&lt;br /&gt;
*[[Indische Philosophiesysteme]]&lt;br /&gt;
*[[Reinkarnation]]&lt;br /&gt;
*[[Leben]]&lt;br /&gt;
*[[Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Shankara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/upanishaden/ Kostenloses Online-Buch Upanishaden von Swami Krishananda] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/upanishaden/ Klassische Upanishaden - Die Weisheit des Yoga von Paul Deussen, 1980]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p597_Das-Kronjuwel-der-Unterscheidung-von-Shri-Shankaracharya/ Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shri Shankaracharya, Kommentar von Emanuel Meyer, 2002 ]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p484_Vedanta-----Der-Ozean-der-Weisheit/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Swami Vivekananda, Vedanta - Der Ozean der Weisheit]&lt;br /&gt;
*Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.&#039;&#039;(edition-sawitri.de)  ISBN 3-931172-22-8&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p927_Vedanta-fuer-Anfaenger/ Vedanta für Anfänger von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens, Suhrkamp, 2001&lt;br /&gt;
*Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p848_Das-Yoga-Lexikon/ &#039;&#039;Das Yoga-Lexikon&#039;&#039; von Huchzermeyer, Wilfried] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ &#039;&#039;Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch&#039;&#039; von Mittwede, Martin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_veden.html Veden aus „Göttliche Erkenntnis“  von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_upanishaden.html Upanishaden, Artikel aus &amp;quot;Göttliche Erkenntnis&amp;quot; von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Sankara.html Shankara]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/ Indische Schriften]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/indische-schriften/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Klassische Schriften des Yoga: Veden, Upanishaden, Smritis, Puranas und Itihasas===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/04-klassische-schriften-des-yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga und Vedanta Einführung===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/01-jnana-yoga-vedanta-einfuehrung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Vom Begrenzten zum Unendlichen - Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/75_Vom_Begrenzten_zum_Unendlichen-Yoga-Vidya.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===111 Geschichten aus den Upanishaden===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://sukadev.podspot.de/files/111_Geschichten_aus_den_Upanischaden.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vedanta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deussen Upanishaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Yoga&amp;diff=565869</id>
		<title>Yoga</title>
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		<updated>2016-10-17T22:40:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: योग yoga &#039;&#039;m.&#039;&#039; &amp;quot;Vereinigung, Verbindung&amp;quot; im weiteren Sinne schlicht &amp;quot;[[Einheit]]/[[Harmonie]]&amp;quot;) ist eine rund 5000 Jahre alte [[Indien |indische]] [[Philosophie]] und ein praktisches [[Abhyasa|Übung]]ssystem. In der Geschichte des [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yoga-ausbildung/ Yoga] entstanden ein Vielzahl verschiedener [[Tradition]]en. Sie lehren &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; in [[Distanz|unterschied]]lichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel,  Menschen an ihre göttlich-universelle [[Kraft]] wieder an zu binden und die [[Selbstverwirklichung]] zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga Übende auf den positiven [[Gesundheit | gesundheitlichen]] Wirkungen des Yoga.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:taube.jpg|thumb|Taube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Yoga==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Yoga&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich sprechen über die [[Sanskrit]]-Bedeutung des Wortes &amp;quot;[[Yoga]]&amp;quot;. Ich spreche ja sehr häufig über Yoga, als Yogalehrer und Gründer von [[Yoga Vidya]], dieser Vortrag geht jetzt über das Sanskrit-Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot;. Das Sanskrit-Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot; heißt anschirren, es heißt Joch, es heißt auch verbinden, es heißt miteinander verbinden. Das ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes &amp;quot;Yoga&amp;quot;. So ähnlich wie es [[Jugare]] gibt und Jugare als lateinisches Wort hat auch verschiedene Bedeutungen, unter anderem auch pflügen, unter anderem auch verbinden. So gibt es also das Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot;. Yoga gibt es auch in Zusammensetzung, z.B. gibt es [[Samyoga]], das ist eine Verbindung zwischen zwei Dingen, und dann gibt es natürlich Yoga als [[Einheit]], Vereinigung. Heute kann man auch Yoga übersetzen als Harmonie, denn etwas, was in der Einheit ist, etwas, was verbunden ist, ist auch in der [[Harmonie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist in diesem Sinne zum einen der Zustand der Harmonie und der Einheit, zum anderen auch jede Praxis, die zu dieser Einheit und zu dieser Harmonie führt. Yoga als Einheit heißt die Einheit von [[Mensch]] mit [[Gott]]. Yoga als Einheit heißt die Einheit mit dem höchsten [[Selbst]]. Yoga als Einheit heißt die Einheit mit allen anderen Wesen, die Erfahrung, dass letztlich alles Ausdruck ist der einen höchsten Wirklichkeit. Und Yoga als [[Praxis]] ist jede Übung, die einem dazu hinführt, diese Einheit zu erreichen. Man könnte auch sagen, jede bewusste Übung, um zur Einheit zu kommen, ist auch Yoga. So also Yoga als Sanskritwort ursprünglich die Bedeutung: &#039;&#039;anschirren und Joch, verbinden, Verbindung&#039;&#039;. Dann Yoga auch als Einheit und jede Praxis, die zur Erfahrung von Einheit führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|WXBv1bMpppA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; liegt im Dunklen. Schon in der [[Mohenjo-Daro Harappa]]-Kultur im Industal 3000 v. Chr. findet man Statuen im [[Lotussitz]].&lt;br /&gt;
Nach klassischer indischer Ansicht wurde &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; vor vielen Tausend Jahren den [[Rishi]]s (Sehern) in tiefer [[Meditation]] enthüllt.&lt;br /&gt;
Diese gaben die [[Intuition|intuitive]] [[Weisheit]] weiter, die dann zu Beginn des [[Kali Yuga]]s (ca. 3000 v.Chr.), meist von [[Vyasa]] aufgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach westlicher Orientalistik wanderten indogermanische Arier aus der südrussischen Steppe 1500-800 v. Chr. in Indien ein.&lt;br /&gt;
Durch Vermischung ihrer [[Spiritualität]] mit der Spiritualität der schon dort ansässigen Kultur entstand das &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|1cPctq6SQ24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über die &amp;quot;Grundlagen des Yoga&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &#039;&#039;Die Botschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Entwickle [[Tugend]]en wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und andere. Bloße yogische [[Kriya]]s (Praktiken) werden dir nicht viel helfen. Analysiere dich täglich selbst und ergründe deine Fehler und versklavenden [[Gewohnheit]]en. Löse deine [[Laster]], [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]] auf. Als erstes musst du dafür sorgen, dass du ein mitfühlendes [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] hast. Du musst jederzeit das, was du hast, mit anderen teilen und selbstloses Dienen üben. Nur dann wirst du „Chitta Suddhi“ oder Herzensreinheit erlangen. Yoga ist Einheit, Identität, Homogenität, Einssein und dasselbe sein wie Gott ([[Brahma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gottsucher vernachlässigen diese Basis und stürzen sich aus [[Neugier]] in Yoga Kriyas, um [[Siddhi]]s (geheime Kräfte) zu erlangen. Das ist wirklich ein ernsthafter Fehler. Die Betreffenden werden einen hoffnungslosen Rückfall erleben. Sei daher vorsichtig. Yoga Kriyas allein können nicht sehr wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen. Die Reinigung des Herzens ist von allergrößter Bedeutung. Der Jünger sollte frei sein von Sinneslust, [[Ärger]], [[Gram]], [[Eifersucht]], [[Hass]], [[Egoismus]], [[Eitelkeit]], Weltverbundenheit, [[Hochmut]] und Wahn. Das ist schwieriger als [[Atemübung]]en oder [[Nauli]] oder die Vereinigung von [[Prana]] und [[Apana]] (Lebenskraft und Lebenshauch). Tugendhafte Eigenschaften wie Dankbarkeit, Duldsamkeit, Anpassung, [[Mut]], [[Geduld]], ausgeglichenes Gemüt und kosmische [[Liebe]] sollten ununterbrochen geübt werden. Die Weisen haben stets den selbstlosen [[Dienst]] hervorgehoben, auf edle Barmherzigkeit, Reinheit und einfache Lebensweise hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit festem Glauben, praktischer Anwendung, Ausdauer, genauer Aufmerksamkeit - selbst in Kleinigkeiten - und mit Stärke musst du deinen Fuß auf den [[Sadhana]]-Pfad setzen und voranschreiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus &#039;&#039;Gründung des Yoga&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Um Tugenden wie [[Großzügigkeit]], [[Vergebung]] und [[Liebe]] zu entwickeln, werden bloße Yoga-[[Kriyas]] nicht sehr hilfreich sein. Pflege jeden Tag die Selbstanalyse und merze deine [[Fehler]], das [[Böse]] und langanhaftende Gewohnheiten aus. Korrigiere deine Mängel wie [[Selbstsucht]], [[Stolz]], [[Eifersucht]] und [[Hass]]. Zuerst musst du ein leidenschaftliches und liebendes [[Herz]] kultivieren und jederzeit deine Habseligkeiten mit anderen teilen und [[Selbstlosigkeit]] praktizieren. Nur dann wirst du die [[Reinheit]] des Herzens erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist [[Einheit]], [[Identität]], Übereinstimmung, [[Einssein]] und Gleichheit mit [[Gott]].&lt;br /&gt;
Viele Anfänger ignorieren diese Voraussetzungen und stürzen sich aus [[Neugier]] in die Yoga-Kriyas um mentale Kraft zu erlangen. Das ist wirklich ein grober Fehler und sie werden hoffnungslos versagen. Sei daher vorsichtig; bloße Yoga-Kriyas können nicht die gewünschten Ergebnisse liefern. Die Reinheit des Herzens ist von immenser Bedeutung. Der Anfänger muss sich selbst von [[Lust]], [[Ärger]], [[Gier]], Eifersucht, Hass, Egoismus, [[Eitelkeit]], Anhaftungen, Stolz und Wahn befreien. Das ist schwieriger, als den [[Atem]] zu kontrollieren oder Yoga-[[Asanas]] zu praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfältige Qualitäten wie [[Mitgefühl]], [[Toleranz]], Anpassungsfähigkeit, [[Mut]], Geduld, mentale Balance und universelle Liebe sollten gewissenhaft kultiviert werden. Die Weisen haben stets große Bemühungen für den selbstlosen Dienst, großzügige Spenden, Reinheit und einfaches Leben aufgewendet. &lt;br /&gt;
Mit einem stabilen Glauben, Einsatz, [[Ausdauer]], sorgfältiger Aufmerksamkeit auch kleinsten Details gegenüber und mutigem Ausprobieren musst du deinen Fuß auf den Pfad des Sadhana setzen und voranschreiten. &lt;br /&gt;
Yoga ist weder in Höhlen versteckt noch in abgeschiedenen dichten Wäldern des Himalaya zu finden, es besteht nicht darin, Bergkräuter zu verwenden. Gott ist nicht so feige, sich vor Dörfern und Städten zu verstecken. Praktiziere Yoga in deinem eigenen Zuhause. Wenn das Bedürfnis, Yoga zu praktizieren kommt, bedeutet es, dass die [[Befreiung]] naht. Tauche jetzt hinein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein [[Segen]], ein Yogi zu sein. Praktiziere Yoga und predige es. [[Hatha Yoga]] verhilft zu guter physischer und mentaler Gesundheit. Unterstütze es bestmöglich durch die tiefgreifende [[Meditation]] des [[Atman]] oder des inneren Selbst. Dein Ziel sollte [[Selbsterkenntnis]] sein, die durch ständige Erinnerung an Gott, durch Rechtschaffenheit, ein tugendhaftes Leben und das Praktizieren von Yoga erreicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Yogi zu werden bedeutet nicht, jemanden zu verlassen oder die Pflichten zu vernachlässigen, sondern es bedeutet von einem bedeutungslosen Leben zum Pfad Gottes zu wechseln. Als Folge verändert sich deine Haltung zum Leben und zu den Methoden, die du anwendest, um dich selbst zu befreien. Wahre und anhaltende Aufgabe ist vor allem eine Geisteshaltung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nur eine Institution für dich, die dich lehrt, dich zu einen voll erblühten Yogi zu entwickeln und das ist, wohin  die Vorsehung dich gebracht hat – dein eigenes Zuhause. Der [[Geist]] ([[Verstand]]) ist tatsächlich die Ursache für Bindung und Befreiung: ein ruheloser Geist (Verstand) wird nirgendwo Ruhe finden,  außer in seiner eigenen Annulierung. Dieser Geist (Verstand) sollte von allen Seiten mit jeder erdenklichen Waffe bekämpft werden – mit der Wiederholung des Namen Gottes, dem Studium religiöser Schriften, [[Hingabe]], Praktizieren von [[Stille]], dem [[Dienen]], [[Pranayama]], [[Japa]], [[Gebet]], [[Kirtan]] und [[Meditation]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrache Yoga nichts als etwas außerhalb von dir oder etwas, das besondere Bemühungen erfordert. Du kannst deinen Lebensablauf beibehalten, deine Arbeit forführen und zur selben Zeit den Yoga-Pfad betreten, indem du regelmäßig Japa, Gebet, Kirtan, Meditation und Asanas praktizierst. &lt;br /&gt;
Eine Bemühung in Richtung Yoga ist niemals wertlos. Du wirst die Früchte jeder noch so kleinen Yogapraxis ernten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, es ist oft die Rede davon, dass Yoga nur etwas für Intellektuelle ist. Das stimmt nicht. Yoga ist für alle da und jeder kann und sollte Yoga in seinem eigenen Lebensablauf integrieren. &lt;br /&gt;
Ich kann dein Selbststudium mit Wissen aus der ältesten hinduistischen Medizin ergänzen – es gibt ein Wundermittel für alle Krankheiten - Yoga. Werde von diesem Moment an ein Yogi. &lt;br /&gt;
Das Ziel und der Abschluss des Yoga ist Selbsterkenntnis. Yogische Methoden sollten niemals für materielle Zwecke missbraucht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga besteht nicht darin, einfach Bücher zu lesen oder am Vereinstisch zu diskutieren, es besteht daraus, zu praktizieren, was du bereits weißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Aktivität – von der Erziehung der Kinder bis hin zur Leitung des Hauses – kann wahrhaftig in Yoga verwandelt werden. Bitte studiere die ersten sechs Kapitel der [[Gita]] immer und immer wieder. Sich einfach nur von Menschenmassen fernzuhalten ist kein Zeichen von Yoga. Das Ausführen aller Taten als ein Instrument Seiner Hände mit dem Bewusstsein, dass diese Welt von Ihm, dem Höchsten Geist, durchdrungen ist, das ist Yoga.&amp;quot; [http://www.dlshq.org/discourse/sep96.htm]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yogawege nach Swami Sivananda ==&lt;br /&gt;
Es gibt viele [[Yoga Arten|Arten]] und Wege, &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; zu praktizieren. Dabei geht es immer darum, die verschiedenen Lebensaspekte von Körper, Geist und Seele auszugleichen und in ihre ursprüngliche Harmonie zu bringen. Folgende &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;-Arten werden in der Tradition von [[Swami]] [[Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]]   gelehrt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hatha Yoga===&lt;br /&gt;
[[Hatha Yoga]] ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Praktiken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asana]]s (Yoga-Stellungen)&lt;br /&gt;
* [[Pranayama]] (Atemübungen) &lt;br /&gt;
* [[Tiefenentspannung]]&lt;br /&gt;
* [[positives Denken]] und [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im Hatha Yoga Ratschläge für eine gesunde Lebensführung, darunter auch [[vegetarische Vollwerternährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jnana Yoga===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jnana Yoga]] ist der philosophische Teil des Yoga - der  des Wissens.  Er fragt: [[Wer bin ich]]? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der [[Sinn]] des Lebens? [[Jnana Yoga]] erklärt [[Karma]] und [[Reinkarnation]] sowie [[Meditationstechniken]], um die Wahrheit in sich selbst intuitiv zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jnana Yoga ist die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen wie: „Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wer oder was bin ich?“, „Woher komme ich?“, „Gibt es Gott?“ und so weiter. Grundlage dafür  ist  die  [[Vedanta]]-Philosophie,  eine  nicht-dualistische Philosophie, die beschreibt, dass hinter allem eine gemeinsame „Ursubstanz“ steht ([[Brahman]]). Das bedeutet, wir sind in unserem innersten  Kern  verbunden  mit  allem.  Weiterhin  wird  dieses tiefste Selbst ([[Atman]]), dass in uns allen ist, als Sein-Wissen-Glückseligkeit (Sat-Chit-Ananda) beschrieben und kann durch fortschreitende Yogapraxis immer klarer erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar kann es hilfreich sein, intellektuell darüber zu philosophieren, nur muss dieses Wissen letztlich intuitiv erfahren und erkannt werden,  weil  es  jenseits  der  Erfassbarkeit  des  menschlichen Geistes liegt. Und dieses intuitive Erfahren wird unterstützt durch die anderen Yogawege, vor allem den Raja und Bhakti Yoga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übung&#039;&#039;&#039;: Gehe der Frage „Wer bin ich?“ auf den Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Raja Yoga===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Raja Yoga]] behandelt die Techniken des mentalen Trainings und der [[Meditation]]. Raja Yoga erklärt, wie der menschliche Geist&lt;br /&gt;
funktioniert und wie wir ihn beherrschen können. Er umfasst [[Affirmation]], Visualisierung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung und die verschiedensten [[Meditationstechniken]].&lt;br /&gt;
Der Grundtext des Raja Yoga ist das [[Yogasutra]] des [[Patanjali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‚Raja’  heißt  ‚König’  und  Ziel  ist  KönigIn  über  die  eigenen Gedanken  zu  werden.  „Yoga  ist  das  zur-Ruhe-bringen  der Gedanken im Geist“ laute die berühmte Raja Yoga Definition nach  Patanjali.  Techniken,  wie  positives  Denken,  Visualisierungen, Entwicklung von Konzentration &amp;amp; Meditation sollen dazu führen Innenschau zu praktizieren, die Sinne von äußere Reizen abzuziehen und so zu erkennen, dass alles Vergnügen, was  wir  aus  äußeren  Objekten  erlangen  vergänglich  ist  und uns niemals wirklich befriedigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übung&#039;&#039;&#039;: Versuche dich, wann immer es geht, auf deinen Atem&lt;br /&gt;
zu konzentrieren, um so raus aus den Kopf rein in den gegen-&lt;br /&gt;
wärtigen Moment zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Yoga Sutra des [[Patanjali]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patanjali gibt die folgende Definition des Yoga:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ ||1.2||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist das Zuruhebringen ([[nirodha]]) der Fluktuationen ([[vritti]]) des Bewußtseins ([[citta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bhakti Yoga===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bhakti Yoga]] ist der Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Durch Gebet, [[Mantra]]-Singen, Rituale, Erzählen von Mythen&lt;br /&gt;
und Heiligengeschichten öffnet sich das [[Herz]]. Das Individuum kommt in Kontakt mit dem Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti  Yoga  fördert  die  Hingabe  und  [[Liebesfähigkeit]]  in  uns und wirkt daher eher auf der Gefühlsebene. Dieser Weg wird in Indien am meisten praktiziert und ist eine gute und wichtige Ergänzung zu der in unserer Kultur vorherrschenden [[Rationalität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine innere Grundhaltung bedingungslosen Vertrauens und Loslassens, der Hingabe – Vertrauen in etwas Höheres als man selbst oder Vertrauen darin, dass alles irgendwie schon seine Richtigkeit hat. Dass auch die Dinge, die außerhalb des eigenen Einflussbereiches liegen, im Grunde genommen letztlich gut sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bhakti Yoga wird stark entwickelt durch Wohlwollen gegenüber allem [[Leben]], [[Mantra-Singen]], [[Gebet]], Zeremo nien und Rituale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übung:&#039;&#039;&#039; Vertiefe das Gefühl der Verbundenheit mit allen Wesen und einer höheren Kraft als du selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karma Yoga===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karma Yoga]] ist der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; der Tat. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; lehrt, das [[Schicksal]] als Chance zu begreifen. Karma &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; ist auch der &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; des [[Sadhana|selbstlosen Dienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karma Yoga heißt einerseits, dass man die zusätzliche [[Energie]], [[Achtsamkeit]], [[Konzentrationsfähigkeit]], [[Gelassenheit]] und [[Belastbarkeit]], die man aus den anderen Yogawegen gewinnt, nutzbringend für sich, seine Mitmenschen und die ganze [[Gesellschaft]]  in  das  tägliche  [[Leben]]  einbringt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es  bedeutet  auch Pflichterfüllung  in  dem  Sinn,  dass  man  seine  Kraft  und  sein Können bestmöglich einsetzt, einfach, weil gewisse Aufgaben und  Pflichten  erfüllt  werden  müssen.  Und  andererseits  bedeutet  es  selbstloses  Handeln  im  Sinne  von  [[Dienst]]  am  Mitmenschen, Nächstenliebe, [[Hilfe]], ohne eine Gegenleistung oder Belohnung  dafür  zu  erwarten.  Aufgaben  werden  als  [[Chance]]&lt;br /&gt;
angesehen, daraus zu lernen und zu wachsen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bedeutet in der [[Praxis]], dass man sich durchaus bemüht, seine Aufgaben so gut wie möglich zu erfüllen und sein Möglichstes dafür tut oder dass man eine Entscheidung so gut wie möglich abwägt und dann nach bestem Wissen und Gewissen trifft, dass man aber  letztendlich  auch  loslässt  und  erkennt,  im  Grunde  genommen liegt vieles außerhalb meines Einflussbereiches und es soll das geschehen, was geschehen soll. Was auch immer kommen mag, es ist langfristig und von einer höheren Warte aus betrachtet gut und richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übung:&#039;&#039;&#039; Versuche im [[Alltag]] dein Bestes zu geben aber dann &lt;br /&gt;
auch das Ergebnis loszulassen und zufrieden zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kundalini Yoga===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kundalini Yoga]] ist der Yoga der [[Energie]]. Kundalini Yoga beschreibt den [[Astralkörper]] mit seinen [[Chakra]]s (Energiezentren) und [[Nadi]]s ([https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energiekanälen]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dreht sich alles um Energie. Es werden vor allem Atemtechniken (Pranayama) praktiziert, um im Menschen schlafende&lt;br /&gt;
Energie (Kundalini) zu aktivieren und zu höheren Bewußtseins  zuständen  zu  gelangen.  Feinstoffliche  Energiekanäle  (Nadis) werden gereinigt und Energiezentren ([[Chakra|Chakras]]) angeregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es bei regelmäßiger [[Praxis]] der Übungen nicht bei jedem gleich zu einer spektakulären Energieerfahrung kommt, so bewirken die Praktiken doch in jedem Fall eine wesentliche Erhöhung des Energieniveaus, eine Vitalisierung und Aktivierung des ganzen Körper-/Geistsystems und eine neue, ungekannte [[Lebensqualität]].  Ein  angenehmer  Nebeneffekt  ist  meistens, dass  man  mit  weniger  Schlaf  auskommt  und  so  mehr  Zeit entweder  für  Yogaübungen  und  [[Meditation]]  oder  für  andere Aktivitäten gewinnt. Auch die Asanas (Körperstellungen) des [[Hatha Yoga]] helfen, den Energiefluss im [[Körper]] anzuregen und harmonisieren und die Chakras zu stimulieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|_3Lqfh9IcKU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga – Traditionelle Weisheit für die Zukunft==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eröffnungsvortrag von Sukadev Bretz zum europäischen Yogakongress 2015 in Bad Meinberg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sukadev58.jpg|thumb|Sukadev Volker Bretz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist uralt, mindestens 4.000 Jahre alt, vermutlich sogar 6.000 Jahre oder noch älter. Was hat eine solche alte [[Tradition]] für die [[Zukunft]] zu sagen? Ich meine, sehr viel. Für die vielen [[Problem]]e, Herausforderungen und Chancen unserer nahen und fernen Zukunft kann Yoga wichtige Anregungen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga entstand in Indien und hat in immer neuen Wellen andere [[Kultur]]en beeinflusst, befruchtet und hat auch die Einflüsse anderer Kulturen immer wieder in sich aufgenommen. Zur [[Zeit]] der frühen Hochkulturen, 4.000-2.000 v.Chr. war die Induskultur die bevölkerungsreichste und friedvollste Kultur. Zur Zeit der [[Antike]] hatte [[Ayurveda]] entscheidenden Einfluss auf die [[Entwicklung]] der griechisch-römischen Medizin, hat die griechischen [[Lebensphilosophie]]n wie [[Stoa]] und die [[Cyniker]] entscheidend mit geprägt. Der aus dem Yoga hervorgegangene [[Buddhismus]] breitete sich nach China und Japan aus und trug so entscheidend zur Entwicklung Oastasiens bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Kontakt des Islams mit Indien entstand der [[Sufismus]], die islamische [[Mystik]]. Zur [[Zeit]] der [[Romantik]] um 1800 bekamen Dichter, Philosophen, Musiker wie [[Schelling]], [[Schlegel]], [[Novalis]], [[Goethe]], danach auch [[Schopenhauer]], [[Nietzsche]] entscheidende Impulse. Die Lebensreformbewegung im 19. Jahrhundert mit der Reformpädagogik, Wanderbewegung, [[Vegetarismus]] Bewegung, [[Naturheilkunde]], Kurwesen (Bad Meinberg), war stark von der Auseinandersetzung mit Yoga geprägt. Der Beginn der [[Psychologie]] mit [[William James]], [[Sigmund Freud]], [[C.G. Jung]], Schultz und anderen bekam viele Anregungen aus dem Yoga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pazifismus seit dem 19. Jahrhundert, die Friedensbewegung, war stark vom [[Ahimsa]]-[[Gedanke]]n des Yoga geprägt – und wirkte dann auch zurück in die indischen Unabhängigkeitsbewegung von [[Mahatma Gandhi]]. Auch die 1968er Bewegung, die [[Ökologie]]-Bewegung, die Grünen, bekamen viele Eindrücke aus dem Yoga. Was heißt das für uns heute, noch mehr: Was heißt das für die Zukunft? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der [[Vergangenheit]] seit Jahrtausenden die Entwicklung der [[Zivilisation]] mit geprägt hat, kann auch die zukünftige Entwicklung weiter prägen. Was hat Yoga für die Zukunft zu bieten? &lt;br /&gt;
*Völkerverständigung: Yoga heißt Einheit, Harmonie. Yoga ist religionsübergreifend, kulturübergreifend, länderübergreifend. Yoga ist schon jetzt mit etwa 300 Millionen Übenden ([[Hatha Yoga]]) prägend für den Geist der Einheit und Verbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gesundheit]]: Gesundheit kann nicht nur Reparaturbetrieb sein durch Arzneimittel und Operationen. Gesundheit braucht einen gesunden [[Lebensstil]]. Yoga setzt dabei auf die somatische [[Intelligenz]]: Der Mensch kann spüren, was ihm gut tut. Durch die Übung des Yoga kommt das intuitive Spüren für die Bedürfnisse des [[Körper]]s. Die Empfehlungen des Yoga, vegetarische vollwertige [[Ernährung]], [[Bewegung]], [[Entspannung]], richtige [[Atmung]], liebevolles [[Denken]], [[Meditation]] haben sich als entscheidende Säulen der Gesundheitslehre auch der Schulmedizin gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Leistungsfähigkeit]]: Die moderne Zivilisation fordert dem Menschen viel ab. Yoga gibt dem Menschen [[Energie]], neue [[Kraft]], macht ihn leistungsfähiger – aber auch selbstbewusster, um auch mal nein sagen zu können. Yoga ist der psychischen Gesundheit förderlich, hilft gegen [[Angst|Ängste]] und [[Burnout]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]], Ahimsa: Die Entwicklung der Kultur geht in Richtung mehr Mitgefühl. Darauf hat Yoga entscheidenden Einfluss gehabt, und hat es immer noch. Beim Yoga kommt Mitgefühl nicht nur als Vernunftsethik wie bei [[Kant]], so wichtig auch eine Vernunftsethik ist. Yoga führt zum Zugang zu seinem eigenen [[Herz]]en, ermöglicht in der Meditation die Erfahrung von Verbundenheit zum anderen Menschen. So wächst der Mensch in Mitgefühl. Das betrifft nicht nur Menschen, sondern auch [[Tier]]e (Vegetarismus, [[Veganismus]]) und die Umwelt, Ökologie. Yoga ist auch erlebte, erfahrene [[Ethik]]. Yoga glaubt an das Gute im Menschen. Yoga ist das Gegenteil einer dualistischen Glaubensform, Gut und Böse. Vielmehr glaubt Yoga daran, dass in jedem Menschen das Gute ist. Es gibt keinen Kampf Gut gegen Böse. Es gibt ein Ringen des Menschen um den besten [[Weg]]. Das anzuerkennen kann Grundlage dafür sein, Gewalt zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Echte Ökologie: Langfristig kann eine Wirtschaftsordnung, die auf der Notwendigkeit von Wachstum beruht, nicht existieren. Der Kapitalismus, die Marktwirtschaft, hat viel Gutes bewirkt, den Hunger in weiten Teilen der [[Welt]] aufgelöst. Allerdings hat der Kapitalismus auch viele Ungerechtigkeiten, Ausbeutung, Entfremdung, ökologische Katastrophen hervorgerufen. Langfristig braucht es eine andere [[Gesellschaft]]sordnung, eine andere Wirtschaftsordnung, eine Postwachstumsökonomie. Hier hilft Yoga: Mehr [[Leben]]s[[glück]], mehr [[Zufriedenheit]], mehr [[Freude]], kommt eben nicht durch materielle Gewinne, sondern durch Zugang zu den Tiefen des [[Selbst]], Erfahrung des Göttlichen, menschliche Nähe, Verbundenheit mit anderen. Ein spiritueller Mensch, der in der [[Natur]] spazieren geht, Einheitserfahrung macht, ist glücklicher als jemand, der gerade eine große Gehaltserhöhung bekommen hat oder sich ein neues Auto angeschafft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kulturübergreifende [[Spiritualität]]: Es wird festgestellt, dass immer mehr Menschen [[Spiritualität]] suchen, dass glaubensorientierte [[Religion]]en allein nicht ausreichen. Yoga kann alle Religionen befruchten – so wie Yoga sich auch befruchten lässt von anderen [[Gedanke]]n. Man soll den Hunger nach spirituellen, religiösen [[Erfahrung]]en nicht den Fanatikern überlassen. Vielmehr kann die [[Sehnsucht]] nach Gotteserfahrung, nach Gottesnähe, nach einem tiefen [[Sinn]] im Leben in authentischer Spiritualität ihre Erfüllung finden. Wenn die westliche Gesellschaft immer mehr säkular wird, besteht die Gefahr, dass diejenigen, die merken dass Geld, Luxus und Spaß nicht glücklich machen, in die Fänge von menschenverachtenden Fanatikern kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gedanke der Einheit hinter allem: Yoga macht es zur lebendigen Erfahrung, dass alles miteinander verbunden ist. Die Tiefe der Seele des einzelnen ist mit der Tiefe der [[Seele]] von jedem anderen verbunden, mit der Weltenseele verbunden, mit dem Göttlichen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Integrierende: Yoga verbindet sich mit so vielem. Yoga integriert und harmonisiert. Yoga nutzt die Erkenntnisse der [[Wissenschaft]] und reinigt sich durch wissenschaftliche [[Studien]] vom [[Aberglaube]]. Yoga nutzt die Erkenntnisse der [[Physiotherapie]] und [[Orthopädie]] und wandelt die Yoga Übungen entsprechend ab. Yoga öffnet sich für die Erkenntnisse der Psychologie und Psychotherapie und ermöglicht so neue Interpretationen alter [[Schriften]]. Yoga integriert gute Aspekte wie die christlich tätige [[Nächstenliebe]] in seine Lehren. Yoga nutzt die modernen Medien wie Internet, Social Media, Videos usw. Umgekehrt inspiriert Yoga [[Kunst]], Sport, Pädagogik, Medizin, Psychologie, Politik, Ökonomie, Soziologie, Sozialarbeit, Ökologie, [[Musik]], Literatur, bildende Kunst, Theologie und Physiologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: Yoga ist eine uralte traditionelle Weisheit, welche für die Zukunft immer wichtiger werden wird. United we stand – divided we perish. - Vereint können wir es schaffen -  getrennt werden wir untergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dr. Jayadeva Yogendra über Yoga==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel aus der Vierteljahresschrift „Yoga und ganzheitliche Gesundheit“, www.yoga-zeitschrift.de&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann viel und schön gesprochen werden über [[Tugend]]en wie [[Friedfertigkeit]] und [[Mitgefühl]]. Das war früher so und ist es auch heute noch, sei es zu Hause oder auf nationalen oder internationalen Tagungen. Dagegen steht ein anderer Ansatz, nämlich [[Gefühl]]e von [[Frieden]] und [[Liebe]] tatsächlich selbst zu verspüren. In diesem Fall müsste eine [[Persönlichkeitsveränderung]] stattfinden, weg von [[Ärger]], [[Gewalttätigkeit]] und [[Grausamkeit]] und hin zu Liebe, Mitgefühl und [[Fürsorge]]. Das fällt nicht vom Himmel. Man muss daran arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir keine Veränderungen in den tieferen Schichten unseres [[Bewusstsein]]s und [[Unterbewusstsein]]s schaffen, dann ist es unwahrscheinlich, dass schön klingende Platitüden irgend jemandem helfen. Im Yoga ist es anders. Yoga zielt auf mental-emotionale [[Ausgeglichenheit]], indem man daran arbeitet, die Bestandteile einer gesunden [[Persönlichkeit]] zu entwickeln. Diese Bestandteile sind [[Disziplin]], [[Konzentration]], [[Objektivität]] und [[Eigenbestimmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonung im Yoga liegt auf Tun und Erleben mit dem Ergebnis, dass man sich in besseren [[Bewusstseinszustand|Bewusstseinszuständen]] etabliert. Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen einem [[Mensch]]en, der große Worte redet, und einem, der diese Worte tatsächlich dauerhaft lebt. Auf der einen Seite haben wir manche schön redenden Politiker, für die nichts [[Spiritualität|Spirituelles]] existiert, und auf der anderen [[Mystiker]], die wenig oder gar nicht reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst ein kleiner Anfang darin, sich bewusst spirituell zu verhalten, kann helfen. „Spiritualität“ kann auch einfach ein paar bewusst angewandte Gesundheitsregeln beinhalten oder Yoga-Übungen zur [[Selbstentwicklung]] oder bewusste Momente der [[Stille]].  Die Schriften versichern uns, dass sogar kleine Anstrengungen in diese Richtung dem Suchenden auf Dauer helfen. Auf Frieden in der Welt können wir erst hoffen, wenn der Einzelne sich mit seinem Innen und Außen in Frieden  befindet.          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Aus der Vierteljahresschrift „Yoga und ganzheitliche Gesundheit“, Jahresabo 20,- Euro. Mehr unter www.yoga-zeitschrift.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Yoga Stile==&lt;br /&gt;
Neben den sechs traditionellen &#039;&#039;Yoga&#039;&#039; Wegen nach Swami [[Sivananda]] existieren eine Vielzahl an yogischen Richtungen. Vor allem innerhalb der letzten Jahrzehnte, in denen Yogatechniken auch in westlichen Ländern populär geworden sind, haben sich aus den überlieferten Yoga-Traditionen speziell abgestimmte und kombinierte Richtungen entwickelt. Teilweise haben diese Richtungen alte Traditionen zeitgemäß übernommen und weiter entwickelt. Andere moderne Yogaformen haben sich weit von den ursprünglichen Lehren getrennt und richten ihr Augenmerk stärker auf die rein körperliche und/oder mentale [[Mens sana in corpore sano|Fitness]]. Zu den spezialisierten Yogastilen zählen u.a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acro Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Air Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Anusara Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Ashtanga Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Bikram Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Chi Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Integraler Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Iyengar Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Jivamukti Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kalari Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Lachyoga]]&lt;br /&gt;
* [[Meridian Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Nada Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Power Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Quantum Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Sivananda Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[TriYoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vini Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Vinyasa Flow]]&lt;br /&gt;
* [[Yin Yoga]]&lt;br /&gt;
* Yoga nach [[T. Krishnamacharya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Yogazweige]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Arten]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Stile]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Schriften]]&lt;br /&gt;
*[[Yoga Upanishad]]&lt;br /&gt;
*[[Yogabija]]&lt;br /&gt;
*[[Yogabhashya]] &lt;br /&gt;
*[[Yogavarttika]] &lt;br /&gt;
*[[Yoganga]]&lt;br /&gt;
*[[Yogaranga]]&lt;br /&gt;
*[[Yogakshema]]&lt;br /&gt;
*[[Yogin]]&lt;br /&gt;
*[[Wirkungen des Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Patanjali#Die_zehn_Yoga-Grunds.C3.A4tze|Die zehn Yoga-Grundsätze]]&lt;br /&gt;
*[[Meditation]]&lt;br /&gt;
*[[Runen Yoga]]&lt;br /&gt;
*[[Panchanga]]&lt;br /&gt;
*[[Anuyoga]]&lt;br /&gt;
*[[Upayoga]]&lt;br /&gt;
*[[Samyoga]]&lt;br /&gt;
*[[Vyayoga]]&lt;br /&gt;
*[[Viyoga]]&lt;br /&gt;
*[[Viniyoga]] &lt;br /&gt;
*[[Prayoga]]&lt;br /&gt;
*[[Pratiyoga]]&lt;br /&gt;
*[[Yukta]]    &lt;br /&gt;
*[[Yukti]]    &lt;br /&gt;
*[[Yuta]]&lt;br /&gt;
*[[Yojana]]    &lt;br /&gt;
*[[yuj]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Wörterbücher]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 20]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 33]]&lt;br /&gt;
*[[Sanskrit Kurs Lektion 38]]  &lt;br /&gt;
*[[IPA|Internationales Phonetisches Alphabet (IPA)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit über Yoga und Tantra (Lehren und Praktiken der Nath-Yogis): [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2113]&lt;br /&gt;
* J. Reinelt: Der Yoga-Pfad, Liebe und Achtsamkeit im täglichen Leben. Aquamarin Verlag 2009, ISBN 978-3-89427-488-7&lt;br /&gt;
* S. Cope, Leseprobe zu &amp;quot;Die [[Weisheit]] des &#039;&#039;Yoga&#039;&#039;&amp;quot; [http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22818/22818527_lese_1.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de Homepage Yoga Vidya]&lt;br /&gt;
*[http://www.sivanandaonline.org Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/ Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/jnana-yoga-philosophie/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/raja-yoga-positives-denken-gedankenkraft/ Raja Yoga, positives Denken, Gedankenkraft]===&lt;br /&gt;
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/karma-yoga/ Karma Yoga]===&lt;br /&gt;
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===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/ Kundalini Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kundalini-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
Dies sind kürzer oder auch längere Vorträge von Sukadev über das Thema Yoga. Diese MP3s stehen in keiner bestimmten Reihenfolge zueinander, sondern sind nur zur Unterscheidung nach Nummern sortiert: &lt;br /&gt;
===Was ist Yoga?1 - Sukadev im Podcast===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/Was_ist_Yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Was ist Yoga?2 - Sukadev im Podcast===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/845-Was-ist-Yoga.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Was ist Yoga?3 - Sukadev im Podcast===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/738-Was-ist-Yoga.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Was ist Yoga?4 - Sukadev im Podcast===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/67_Definitionen_Was_ist_Yoga.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanskrit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565866</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565866"/>
		<updated>2016-10-17T15:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Artikel vom Sukadev: deinen Alltag spiritualisieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sukadev Satsang.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sukadev]] zeigt an zwei Beispielen, wie du auch im Alltag spirituell leben kannst: Durch kleine [[Ritual|Rituale]], die du für dich ausführen kannst und durch die [[Einstellung]], dass alles im [[Leben]] von [[Gott]] kommt, damit du daran wachsen kannst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kleine Rituale im Alltag===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wunderbar kleines [[Ritual]], was du für dich selbst machen kannst, ist ein [[Arati]] (eine [[Lichtzeremonie]]). Du kannst dafür einfach eine Kerze oder wenn vorhanden ein Arati-Lämpchen nehmen und dieses vor deinem [[Altar]] schwenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor du dich zur [[Meditation]] hinsetzt, probiere mal aus, dich zu verneigen oder zünde eine Kerze an und schwenke sie 3x im Uhrzeigersinn. Vor dem Essen könntest du ein [[Gebet]] sprechen und [[Dankbarkeit]] äußern. Die Wiederholung des Om Tryambakam Mantras vor dem Autofahren stärkt und schützt dich (Vorsicht im Straßenverkehr ist natürlich trotzdem geboten). Du kannst auch ein [[Gebet]] sprechen, dich an Gott wenden, wenn du deine Wohnung verlässt oder auch abends wieder heimkehrst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Rituale und Gebete sind schöne Weisen, dich an [[Gott]] zu erinnern. Überlege, was du heute besonders tun kannst, vielleicht jetzt gleich. Ein kleines [[Ritual]], ein kleines [[Gebet]], etwas, was dir hilft, Hingabe an Gott zu üben, Gottes Gegenwart zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deinen Alltag spiritualisieren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Weisen, wie du den Alltag spiritualisieren kannst. Da helfen dir die sechs Yogawege des Ganzheitlichen Yoga nach [[Swami Sivananda]]. Jeder Weg drückt sich in einer bestimmten Einstellung zum Alltag aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weise ist die Karma Raja Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, hilft dir spirituell zu wachsen. Eine andere hilfreiche Weise ist die Bhakti Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, es ist von [[Gott]] gesandt. Beides kannst du auch verbinden, in dem du sagst: Was auch immer kommt, es ist von Gott geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Gott gibt dir deine Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dir irgendjemand komisch kommt, dann liegt das nicht daran, dass dieser Mensch schlechte Laune hat oder weil in seiner [[Kindheit]] etwas schief gelaufen ist und er dir deshalb böse ist. Es ist schon gut, sich in den Anderen so hineinzufühlen. Aber es geschieht dir deshalb, damit du daran spirituell wachsen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jeder Mensch ist auf diese Weise ein Gesandter Gottes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist mit all seinen Besonderheiten, mit denen er dir gegenüber tritt, ein Instrument Gottes, ob er es weiß oder nicht. Selbst wer keine Ahnung von Gott hat oder nichts mit Gott zu tun haben möchte, ist doch von Gott geschickt. Und wenn du im [[Ashram]] bist, hörst du das immer wieder und du wirst immer wieder daran erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist eben nicht nur die Luft anhalten, die [[Kundalini]] spüren und das dritte Auge leuchten spüren. Meditation ist auch nicht nur dasitzen und hoffen, dass irgendetwas geschieht. Es wird nicht bei jedem sofort die  [[Kundalini]] erweckt und die [[Chakra|Chakras]] leuchten. Sondern du beobachtest deinen [[Geist]] und ordnest ihn. [[Yoga]] ist nicht nur auf dem [[Kopf]] stehen und dabei sein [[Ajna Chakra]] spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga ist vor allem auch Spiritualisierung des Alltags===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du solltest dich immer wieder am Schopf fassen und versuchen, dich aus deinem Sumpf herauszuholen. Hast du auch immer wieder die Neigung zu sagen: Ich wäre ja spirituell und ich könnte ja [[Gott]] erfahren, wenn nur die Umstände nicht so wären? Wenn mein [[Partner]] anders wäre, wenn meine [[Arbeit]] leichter wäre, wenn die Menschen in meiner Umgebung etwas freundlicher zu mir wären, wenn der Computer funktionieren würde, wenn die Heizung nicht schon wieder ausgefallen wäre, wenn ich das Essen besser vertragen würde, wenn ich nicht krank wäre und so weiter. So hast du viele Gründe nicht mit Yoga zu beginnen oder es ausfallen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bhakti]] - und Karma Raja Yoga Einstellung besagen: Was auch immer geschieht, es ist dir geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Der [[Raja Yogi]] versucht sein Karma zu verstehen: Warum passiert mir das, was ist genau meine Aufgabe? Und wie kann ich daran arbeiten? Der [[Bhakti Yogi]] ist einfacher „gestrickt“. Er denkt sich: Du musst nicht alles verstehen, warum es so geschehen ist. Du nimmst es einfach als Aufgabe von [[Gott]] an. Irgendwie wirst du daran wachsen können. Du tust es für Gott, so gut du kannst. - Beide Wege sind gut und ergänzen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn du etwas falsch machst? Was du tust ist ja auch für andere Menschen eine „Lektion“. Da kannst du dann ganz beruhigt sein. Auch deine [[Fehler]] kannst du [[Gott]] darbringen. Von Gottes Standpunkt aus ist es vielleicht gar kein [[Fehler]] gewesen. Wenn also gilt: Alles was dir passiert, ist eine Lektion, an der du wachsen kannst, dann gilt auch umgekehrt: Was du sagst und tust ist eine Lektion für andere, selbst wenn du einen Fehler machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das wird beim Mantra-Singen mit der Anrufung von [[Rama]] verbunden. Geht etwas schief, rufe die Gottheit [[Rama]] an. Stehst du vor einer Herausforderung, bete Ram, Ram. Du kannst auch OM, OM wiederholen. Oder ein deutsches [[Gebet]] sprechen. Was auch immer du möchtest.&lt;br /&gt;
Aber du kannst dich immer wieder daran erinnern: Was auch immer geschieht, Gott tritt dir gegenüber. Du kannst es fühlen und daraus handeln. Ram – Ram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beobachten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein [[Herz]] klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurde der Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nervensystem wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe]] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nutze deine Zeit!==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Artikel „Zeit“ in der &amp;quot;Göttlichen Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-quad-kl-sw.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitmangel und Termindruck prägen unseren Alltag. „Wie kann ich sinnvoller mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen?“, fragen sich viele. [[Swami Sivananda]] gibt dir hier ein paar Inspirationen: Nutze jeden Tag für dein spirituelles [[Wachstum]]. Behalte das Ganze im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der [[Sinn]] des menschlichen Lebens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ ... Das [[Leben]] ist nicht nur dazu da, um zu essen, zu trinken, sich zu kleiden und fortzupflanzen. Dahinter steht etwas Großartiges und Erhabenes. Jenseits ist ein ewiges Leben der Wonne. Jede Sekunde muss gut genutzt werden, um dieses [[Lebensziel]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das halbe Leben bringen wir im [[Schlaf]] zu. Ein großer Teil vergeht in Krankheit. Ein Teil vergeht mit Essen, Trinken und Sprechen. In der [[Kindheit]] bist du in Unwissenheit und Spiel gehüllt. In der Jugend gerätst du in die Fänge der [[Liebe]] zum anderen Geschlecht. Im Alter leidest du unter der [[Angst]] und der Last von Familienangelegenheiten. Wann, meine lieben Freunde, werdet Ihr die Zeit finden, etwas Tugendhaftes zu tun und [[Gott]] zu verehren? Sei ernsthaft. Denke und überlege jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Es gibt viele Hindernisse. Durchtrenne diesen Knoten von [[Avidya]], Unwissenheit und trinke die göttliche Wonne. Das Leben ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Die [[Welt]] ist voll Elend. Widme dich fleißig dem Yoga [[Sadhana]]. Das [[Leben]] ist eine Luftblase für zwei Sekunden. Du kamst allein. Du wirst alleine gehen. Niemand wird dir folgen. Du kamst nackt. Du wirst nackt gehen. Niemand wird dir folgen. Mache [[Bhajan]], [[Kirtan]], Singen von [[Mantra|Mantras]]; denn nur das wird dir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Menschen, die sich zu Größe und Bedeutung erhoben haben, weil sie jede Sekunde nutzbringend verwendeten. Führe ein [[Tagebuch]]. Reduziere den [[Schlaf]]. Höre auf, sinnlos zu reden. Genug, genug! Halte [[Mauna]], [[Schweigen]]. Erkenne den [[Wert]] der [[Zeit]]. Lege dir einen genauen Plan für den Tag zurecht und halte dich fest daran. Wachse. Entwickle dich. Werde weit. Erlange [[Erfolg]] im [[Leben]]. Verwirkliche [[Gott]]. Schließe dich in einem Raum ein. Überlege. Meditiere. Entfalte das verborgene spirituelle [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tage, Monate und Jahre vergehen. Die Haare sind ergraut. Die Zähne sind ausgefallen. Du hängst an Vergänglichem. Sagt mir, Freunde, wie lange werdet ihr Sklaven der flüchtigen Dinge auf der [[Welt]] sein? Wie oft werdet ihr dieselben Sinnesvergnügen noch wiederholen? Wie lange willst du den Mammon, das [[Geld]] und das andere [[Geschlecht]] verehren? Wann wirst du die [[Zeit]] finden, über [[Gott]] zu meditieren und tugendhafte Dinge zu tun? Denke und überlege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Geburtstag erinnert dich daran, dass dein Leben um ein Jahr kürzer geworden ist. Fasse an diesem den festen Vorsatz, dein zukünftiges [[Leben]] fruchtbringender und nutzvoller zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiebe gute Taten nicht auf; es gibt keine Sicherheit des Lebens. Was du morgen tun möchtest, tue heute. Was du heute tun möchtest, tue sofort.&lt;br /&gt;
Tue am Tag das, wodurch du des Nachts glücklich lebst. Tue zu Beginn deines Lebens das, wodurch du im [[Alter]] glücklich lebst. Tue dein ganzes Leben lang das, wodurch du nach dem [[Tod]] glücklich leben wirst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh Mensch! Bevor du zu Bett gehst, setze dich hin und führe Buch über die Dinge, die du getan hast. Wenn du die Tränen eines einzigen Menschen durch ein einziges Wort des Trostes und der Aufheiterung oder durch eine einzige gute Tat getrocknet hast, dann kannst du den Tag als gut verbracht verbuchen. Du hast etwas Gottgefälliges getan. Wenn du aber nichts zum Trost eines anderen getan hast, wenn du kein einziges Wort gesprochen hast, das das Herz eines bekümmerten Menschen zu erleichtern vermochte, hast du den Tag umsonst gelebt. Dann verbuche diesen als vergeudet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist ein Glied in der Kette der [[Zeit]]. Wenn du [[Zeit]] vergeudest, vergeudest du Leben. Erkenne den Wert der Zeit. Du kannst nicht eine einzige Sekunde zurückholen, die du wertlos verbracht hast. Zeit ist überaus wertvoll. Spiele nicht mit der Zeit. Ziehe daraus den größten Nutzen. Nutze jede Sekunde für spirituelles Streben und Dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565865</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565865"/>
		<updated>2016-10-17T15:41:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Artikel vom Sukadev: deinen Alltag spiritualisieren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Artikel vom Sukadev: deinen Alltag spiritualisieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sukadev Satsang.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sukadev]] zeigt an zwei Beispielen, wie du auch im Alltag spirituell leben kannst: Durch kleine [[Ritual|Rituale}], die du für dich ausführen kannst und durch die [[Einstellung]], dass alles im [[Leben]] von [[Gott]] kommt, damit du daran wachsen kannst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kleine Rituale im Alltag===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wunderbar kleines [[Ritual]], was du für dich selbst machen kannst, ist ein [[Arati]] (eine [[Lichtzeremonie]]). Du kannst dafür einfach eine Kerze oder wenn vorhanden ein Arati-Lämpchen nehmen und dieses vor deinem [[Altar]] schwenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor du dich zur [[Meditation]] hinsetzt, probiere mal aus, dich zu verneigen oder zünde eine Kerze an und schwenke sie 3x im Uhrzeigersinn. Vor dem Essen könntest du ein [[Gebet]] sprechen und [[Dankbarkeit]] äußern. Die Wiederholung des Om Tryambakam Mantras vor dem Autofahren stärkt und schützt dich (Vorsicht im Straßenverkehr ist natürlich trotzdem geboten). Du kannst auch ein [[Gebet]] sprechen, dich an Gott wenden, wenn du deine Wohnung verlässt oder auch abends wieder heimkehrst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Rituale und Gebete sind schöne Weisen, dich an [[Gott]] zu erinnern. Überlege, was du heute besonders tun kannst, vielleicht jetzt gleich. Ein kleines [[Ritual]], ein kleines [[Gebet]], etwas, was dir hilft, Hingabe an Gott zu üben, Gottes Gegenwart zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deinen Alltag spiritualisieren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Weisen, wie du den Alltag spiritualisieren kannst. Da helfen dir die sechs Yogawege des Ganzheitlichen Yoga nach [[Swami Sivananda]]. Jeder Weg drückt sich in einer bestimmten Einstellung zum Alltag aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weise ist die Karma Raja Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, hilft dir spirituell zu wachsen. Eine andere hilfreiche Weise ist die Bhakti Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, es ist von [[Gott]] gesandt. Beides kannst du auch verbinden, in dem du sagst: Was auch immer kommt, es ist von Gott geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Gott gibt dir deine Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dir irgendjemand komisch kommt, dann liegt das nicht daran, dass dieser Mensch schlechte Laune hat oder weil in seiner [[Kindheit]] etwas schief gelaufen ist und er dir deshalb böse ist. Es ist schon gut, sich in den Anderen so hineinzufühlen. Aber es geschieht dir deshalb, damit du daran spirituell wachsen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jeder Mensch ist auf diese Weise ein Gesandter Gottes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist mit all seinen Besonderheiten, mit denen er dir gegenüber tritt, ein Instrument Gottes, ob er es weiß oder nicht. Selbst wer keine Ahnung von Gott hat oder nichts mit Gott zu tun haben möchte, ist doch von Gott geschickt. Und wenn du im [[Ashram]] bist, hörst du das immer wieder und du wirst immer wieder daran erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist eben nicht nur die Luft anhalten, die [[Kundalini]] spüren und das dritte Auge leuchten spüren. Meditation ist auch nicht nur dasitzen und hoffen, dass irgendetwas geschieht. Es wird nicht bei jedem sofort die  [[Kundalini]] erweckt und die [[Chakra|Chakras]] leuchten. Sondern du beobachtest deinen [[Geist]] und ordnest ihn. [[Yoga]] ist nicht nur auf dem [[Kopf]] stehen und dabei sein [[Ajna Chakra]] spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga ist vor allem auch Spiritualisierung des Alltags===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du solltest dich immer wieder am Schopf fassen und versuchen, dich aus deinem Sumpf herauszuholen. Hast du auch immer wieder die Neigung zu sagen: Ich wäre ja spirituell und ich könnte ja [[Gott]] erfahren, wenn nur die Umstände nicht so wären? Wenn mein [[Partner]] anders wäre, wenn meine [[Arbeit]] leichter wäre, wenn die Menschen in meiner Umgebung etwas freundlicher zu mir wären, wenn der Computer funktionieren würde, wenn die Heizung nicht schon wieder ausgefallen wäre, wenn ich das Essen besser vertragen würde, wenn ich nicht krank wäre und so weiter. So hast du viele Gründe nicht mit Yoga zu beginnen oder es ausfallen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bhakti]] - und Karma Raja Yoga Einstellung besagen: Was auch immer geschieht, es ist dir geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Der [[Raja Yogi]] versucht sein Karma zu verstehen: Warum passiert mir das, was ist genau meine Aufgabe? Und wie kann ich daran arbeiten? Der [[Bhakti Yogi]] ist einfacher „gestrickt“. Er denkt sich: Du musst nicht alles verstehen, warum es so geschehen ist. Du nimmst es einfach als Aufgabe von [[Gott]] an. Irgendwie wirst du daran wachsen können. Du tust es für Gott, so gut du kannst. - Beide Wege sind gut und ergänzen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn du etwas falsch machst? Was du tust ist ja auch für andere Menschen eine „Lektion“. Da kannst du dann ganz beruhigt sein. Auch deine [[Fehler]] kannst du [[Gott]] darbringen. Von Gottes Standpunkt aus ist es vielleicht gar kein [[Fehler]] gewesen. Wenn also gilt: Alles was dir passiert, ist eine Lektion, an der du wachsen kannst, dann gilt auch umgekehrt: Was du sagst und tust ist eine Lektion für andere, selbst wenn du einen Fehler machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das wird beim Mantra-Singen mit der Anrufung von [[Rama]] verbunden. Geht etwas schief, rufe die Gottheit [[Rama]] an. Stehst du vor einer Herausforderung, bete Ram, Ram. Du kannst auch OM, OM wiederholen. Oder ein deutsches [[Gebet]] sprechen. Was auch immer du möchtest.&lt;br /&gt;
Aber du kannst dich immer wieder daran erinnern: Was auch immer geschieht, Gott tritt dir gegenüber. Du kannst es fühlen und daraus handeln. Ram – Ram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beobachten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein [[Herz]] klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurde der Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nervensystem wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe]] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nutze deine Zeit!==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Artikel „Zeit“ in der &amp;quot;Göttlichen Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-quad-kl-sw.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitmangel und Termindruck prägen unseren Alltag. „Wie kann ich sinnvoller mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen?“, fragen sich viele. [[Swami Sivananda]] gibt dir hier ein paar Inspirationen: Nutze jeden Tag für dein spirituelles [[Wachstum]]. Behalte das Ganze im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der [[Sinn]] des menschlichen Lebens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ ... Das [[Leben]] ist nicht nur dazu da, um zu essen, zu trinken, sich zu kleiden und fortzupflanzen. Dahinter steht etwas Großartiges und Erhabenes. Jenseits ist ein ewiges Leben der Wonne. Jede Sekunde muss gut genutzt werden, um dieses [[Lebensziel]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das halbe Leben bringen wir im [[Schlaf]] zu. Ein großer Teil vergeht in Krankheit. Ein Teil vergeht mit Essen, Trinken und Sprechen. In der [[Kindheit]] bist du in Unwissenheit und Spiel gehüllt. In der Jugend gerätst du in die Fänge der [[Liebe]] zum anderen Geschlecht. Im Alter leidest du unter der [[Angst]] und der Last von Familienangelegenheiten. Wann, meine lieben Freunde, werdet Ihr die Zeit finden, etwas Tugendhaftes zu tun und [[Gott]] zu verehren? Sei ernsthaft. Denke und überlege jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Es gibt viele Hindernisse. Durchtrenne diesen Knoten von [[Avidya]], Unwissenheit und trinke die göttliche Wonne. Das Leben ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Die [[Welt]] ist voll Elend. Widme dich fleißig dem Yoga [[Sadhana]]. Das [[Leben]] ist eine Luftblase für zwei Sekunden. Du kamst allein. Du wirst alleine gehen. Niemand wird dir folgen. Du kamst nackt. Du wirst nackt gehen. Niemand wird dir folgen. Mache [[Bhajan]], [[Kirtan]], Singen von [[Mantra|Mantras]]; denn nur das wird dir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Menschen, die sich zu Größe und Bedeutung erhoben haben, weil sie jede Sekunde nutzbringend verwendeten. Führe ein [[Tagebuch]]. Reduziere den [[Schlaf]]. Höre auf, sinnlos zu reden. Genug, genug! Halte [[Mauna]], [[Schweigen]]. Erkenne den [[Wert]] der [[Zeit]]. Lege dir einen genauen Plan für den Tag zurecht und halte dich fest daran. Wachse. Entwickle dich. Werde weit. Erlange [[Erfolg]] im [[Leben]]. Verwirkliche [[Gott]]. Schließe dich in einem Raum ein. Überlege. Meditiere. Entfalte das verborgene spirituelle [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tage, Monate und Jahre vergehen. Die Haare sind ergraut. Die Zähne sind ausgefallen. Du hängst an Vergänglichem. Sagt mir, Freunde, wie lange werdet ihr Sklaven der flüchtigen Dinge auf der [[Welt]] sein? Wie oft werdet ihr dieselben Sinnesvergnügen noch wiederholen? Wie lange willst du den Mammon, das [[Geld]] und das andere [[Geschlecht]] verehren? Wann wirst du die [[Zeit]] finden, über [[Gott]] zu meditieren und tugendhafte Dinge zu tun? Denke und überlege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Geburtstag erinnert dich daran, dass dein Leben um ein Jahr kürzer geworden ist. Fasse an diesem den festen Vorsatz, dein zukünftiges [[Leben]] fruchtbringender und nutzvoller zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiebe gute Taten nicht auf; es gibt keine Sicherheit des Lebens. Was du morgen tun möchtest, tue heute. Was du heute tun möchtest, tue sofort.&lt;br /&gt;
Tue am Tag das, wodurch du des Nachts glücklich lebst. Tue zu Beginn deines Lebens das, wodurch du im [[Alter]] glücklich lebst. Tue dein ganzes Leben lang das, wodurch du nach dem [[Tod]] glücklich leben wirst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh Mensch! Bevor du zu Bett gehst, setze dich hin und führe Buch über die Dinge, die du getan hast. Wenn du die Tränen eines einzigen Menschen durch ein einziges Wort des Trostes und der Aufheiterung oder durch eine einzige gute Tat getrocknet hast, dann kannst du den Tag als gut verbracht verbuchen. Du hast etwas Gottgefälliges getan. Wenn du aber nichts zum Trost eines anderen getan hast, wenn du kein einziges Wort gesprochen hast, das das Herz eines bekümmerten Menschen zu erleichtern vermochte, hast du den Tag umsonst gelebt. Dann verbuche diesen als vergeudet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist ein Glied in der Kette der [[Zeit]]. Wenn du [[Zeit]] vergeudest, vergeudest du Leben. Erkenne den Wert der Zeit. Du kannst nicht eine einzige Sekunde zurückholen, die du wertlos verbracht hast. Zeit ist überaus wertvoll. Spiele nicht mit der Zeit. Ziehe daraus den größten Nutzen. Nutze jede Sekunde für spirituelles Streben und Dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565863</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565863"/>
		<updated>2016-10-17T15:41:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Artikel vom Sukadev: deinen Alltag spiritualisieren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Artikel vom Sukadev: deinen Alltag spiritualisieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sukadev Satsang.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sukadev]] zeigt an zwei Beispielen, wie du auch im Alltag spirituell leben kannst: Durch kleine [[Ritual|Rituale}], die du für dich ausführen kannst und durch die [[Einstellung]], dass alles im [[Leben]] von [[Gott]] kommt, damit du daran wachsen kannst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kleine Rituale im Alltag===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wunderbar kleines [[Ritual]], was du für dich selbst machen kannst, ist ein [[Arati]] (eine [[Lichtzeremonie]]). Du kannst dafür einfach eine Kerze oder wenn vorhanden ein Arati-Lämpchen nehmen und dieses vor deinem [[Altar]] schwenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor du dich zur [[Meditation]] hinsetzt, probiere mal aus, dich zu verneigen oder zünde eine Kerze an und schwenke sie 3x im Uhrzeigersinn. Vor dem Essen könntest du ein [[Gebet]] sprechen und [[Dankbarkeit]] äußern. Die Wiederholung des Om Tryambakam Mantras vor dem Autofahren stärkt und schützt dich (Vorsicht im Straßenverkehr ist natürlich trotzdem geboten). Du kannst auch ein [[Gebet]] sprechen, dich an Gott wenden, wenn du deine Wohnung verlässt oder auch abends wieder heimkehrst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Rituale und Gebete sind schöne Weisen, dich an [[Gott]] zu erinnern. Überlege, was du heute besonders tun kannst, vielleicht jetzt gleich. Ein kleines [[Ritual]], ein kleines [[Gebet]], etwas, was dir hilft, Hingabe an Gott zu üben, Gottes Gegenwart zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deinen Alltag spiritualisieren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Weisen, wie du den Alltag spiritualisieren kannst. Da helfen dir die sechs Yogawege des Ganzheitlichen Yoga nach [[Swami Sivananda]]. Jeder Weg drückt sich in einer bestimmten Einstellung zum Alltag aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weise ist die Karma Raja Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, hilft dir spirituell zu wachsen. Eine andere hilfreiche Weise ist die Bhakti Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, es ist von [[Gott]] gesandt. Beides kannst du auch verbinden, in dem du sagst: Was auch immer kommt, es ist von Gott geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Gott gibt dir deine Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dir irgendjemand komisch kommt, dann liegt das nicht daran, dass dieser Mensch schlechte Laune hat oder weil in seiner [[Kindheit]] etwas schief gelaufen ist und er dir deshalb böse ist. Es ist schon gut, sich in den Anderen so hineinzufühlen. Aber es geschieht dir deshalb, damit du daran spirituell wachsen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jeder Mensch ist auf diese Weise ein Gesandter Gottes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist mit all seinen Besonderheiten, mit denen er dir gegenüber tritt, ein Instrument Gottes, ob er es weiß oder nicht. Selbst wer keine Ahnung von Gott hat oder nichts mit Gott zu tun haben möchte, ist doch von Gott geschickt. Und wenn du im [[Ashram]] bist, hörst du das immer wieder und du wirst immer wieder daran erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist eben nicht nur die Luft anhalten, die [[Kundalini]] spüren und das dritte Auge leuchten spüren. Meditation ist auch nicht nur dasitzen und hoffen, dass irgendetwas geschieht. Es wird nicht bei jedem sofort die  [[Kundalini]] erweckt und die [[Chakra|Chakras]] leuchten. Sondern du beobachtest deinen [[Geist]] und ordnest ihn. [[Yoga]] ist nicht nur auf dem [[Kopf]] stehen und dabei sein [[Ajna Chakra]] spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga ist vor allem auch Spiritualisierung des Alltags===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du solltest dich immer wieder am Schopf fassen und versuchen, dich aus deinem Sumpf herauszuholen. Hast du auch immer wieder die Neigung zu sagen: Ich wäre ja spirituell und ich könnte ja [[Gott]] erfahren, wenn nur die Umstände nicht so wären? Wenn mein [[Partner]] anders wäre, wenn meine [[Arbeit]] leichter wäre, wenn die Menschen in meiner Umgebung etwas freundlicher zu mir wären, wenn der Computer funktionieren würde, wenn die Heizung nicht schon wieder ausgefallen wäre, wenn ich das Essen besser vertragen würde, wenn ich nicht krank wäre und so weiter. So hast du viele Gründe nicht mit Yoga zu beginnen oder es ausfallen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bhakti]] - und Karma Raja Yoga Einstellung besagen: Was auch immer geschieht, es ist dir geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Der [[Raja Yogi]] versucht sein Karma zu verstehen: Warum pas siert mir das, was ist genau meine Aufgabe? Und wie kann ich daran arbeiten? Der [[Bhakti Yogi]] ist einfacher „gestrickt“. Er denkt sich: Du musst nicht alles verstehen, warum es so geschehen ist. Du nimmst es einfach als Aufgabe von [[Gott]] an. Irgendwie wirst du daran wachsen können. Du tust es für Gott, so gut du kannst. - Beide Wege sind gut und ergänzen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn du etwas falsch machst? Was du tust ist ja auch für andere Menschen eine „Lektion“. Da kannst du dann ganz beruhigt sein. Auch deine [[Fehler]] kannst du [[Gott]] darbringen. Von Gottes Standpunkt aus ist es vielleicht gar kein [[Fehler]] gewesen. Wenn also gilt: Alles was dir passiert, ist eine Lektion, an der du wachsen kannst, dann gilt auch umgekehrt: Was du sagst und tust ist eine Lektion für andere, selbst wenn du einen Fehler machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das wird beim Mantra-Singen mit der Anrufung von [[Rama]] verbunden. Geht etwas schief, rufe die Gottheit [[Rama]] an. Stehst du vor einer Herausforderung, bete Ram, Ram. Du kannst auch OM, OM wiederholen. Oder ein deutsches [[Gebet]] sprechen. Was auch immer du möchtest.&lt;br /&gt;
Aber du kannst dich immer wieder daran erinnern: Was auch immer geschieht, Gott tritt dir gegenüber. Du kannst es fühlen und daraus handeln. Ram – Ram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beobachten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein [[Herz]] klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurde der Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nervensystem wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe]] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nutze deine Zeit!==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Artikel „Zeit“ in der &amp;quot;Göttlichen Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-quad-kl-sw.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitmangel und Termindruck prägen unseren Alltag. „Wie kann ich sinnvoller mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen?“, fragen sich viele. [[Swami Sivananda]] gibt dir hier ein paar Inspirationen: Nutze jeden Tag für dein spirituelles [[Wachstum]]. Behalte das Ganze im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der [[Sinn]] des menschlichen Lebens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ ... Das [[Leben]] ist nicht nur dazu da, um zu essen, zu trinken, sich zu kleiden und fortzupflanzen. Dahinter steht etwas Großartiges und Erhabenes. Jenseits ist ein ewiges Leben der Wonne. Jede Sekunde muss gut genutzt werden, um dieses [[Lebensziel]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das halbe Leben bringen wir im [[Schlaf]] zu. Ein großer Teil vergeht in Krankheit. Ein Teil vergeht mit Essen, Trinken und Sprechen. In der [[Kindheit]] bist du in Unwissenheit und Spiel gehüllt. In der Jugend gerätst du in die Fänge der [[Liebe]] zum anderen Geschlecht. Im Alter leidest du unter der [[Angst]] und der Last von Familienangelegenheiten. Wann, meine lieben Freunde, werdet Ihr die Zeit finden, etwas Tugendhaftes zu tun und [[Gott]] zu verehren? Sei ernsthaft. Denke und überlege jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Es gibt viele Hindernisse. Durchtrenne diesen Knoten von [[Avidya]], Unwissenheit und trinke die göttliche Wonne. Das Leben ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Die [[Welt]] ist voll Elend. Widme dich fleißig dem Yoga [[Sadhana]]. Das [[Leben]] ist eine Luftblase für zwei Sekunden. Du kamst allein. Du wirst alleine gehen. Niemand wird dir folgen. Du kamst nackt. Du wirst nackt gehen. Niemand wird dir folgen. Mache [[Bhajan]], [[Kirtan]], Singen von [[Mantra|Mantras]]; denn nur das wird dir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Menschen, die sich zu Größe und Bedeutung erhoben haben, weil sie jede Sekunde nutzbringend verwendeten. Führe ein [[Tagebuch]]. Reduziere den [[Schlaf]]. Höre auf, sinnlos zu reden. Genug, genug! Halte [[Mauna]], [[Schweigen]]. Erkenne den [[Wert]] der [[Zeit]]. Lege dir einen genauen Plan für den Tag zurecht und halte dich fest daran. Wachse. Entwickle dich. Werde weit. Erlange [[Erfolg]] im [[Leben]]. Verwirkliche [[Gott]]. Schließe dich in einem Raum ein. Überlege. Meditiere. Entfalte das verborgene spirituelle [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tage, Monate und Jahre vergehen. Die Haare sind ergraut. Die Zähne sind ausgefallen. Du hängst an Vergänglichem. Sagt mir, Freunde, wie lange werdet ihr Sklaven der flüchtigen Dinge auf der [[Welt]] sein? Wie oft werdet ihr dieselben Sinnesvergnügen noch wiederholen? Wie lange willst du den Mammon, das [[Geld]] und das andere [[Geschlecht]] verehren? Wann wirst du die [[Zeit]] finden, über [[Gott]] zu meditieren und tugendhafte Dinge zu tun? Denke und überlege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Geburtstag erinnert dich daran, dass dein Leben um ein Jahr kürzer geworden ist. Fasse an diesem den festen Vorsatz, dein zukünftiges [[Leben]] fruchtbringender und nutzvoller zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiebe gute Taten nicht auf; es gibt keine Sicherheit des Lebens. Was du morgen tun möchtest, tue heute. Was du heute tun möchtest, tue sofort.&lt;br /&gt;
Tue am Tag das, wodurch du des Nachts glücklich lebst. Tue zu Beginn deines Lebens das, wodurch du im [[Alter]] glücklich lebst. Tue dein ganzes Leben lang das, wodurch du nach dem [[Tod]] glücklich leben wirst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh Mensch! Bevor du zu Bett gehst, setze dich hin und führe Buch über die Dinge, die du getan hast. Wenn du die Tränen eines einzigen Menschen durch ein einziges Wort des Trostes und der Aufheiterung oder durch eine einzige gute Tat getrocknet hast, dann kannst du den Tag als gut verbracht verbuchen. Du hast etwas Gottgefälliges getan. Wenn du aber nichts zum Trost eines anderen getan hast, wenn du kein einziges Wort gesprochen hast, das das Herz eines bekümmerten Menschen zu erleichtern vermochte, hast du den Tag umsonst gelebt. Dann verbuche diesen als vergeudet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist ein Glied in der Kette der [[Zeit]]. Wenn du [[Zeit]] vergeudest, vergeudest du Leben. Erkenne den Wert der Zeit. Du kannst nicht eine einzige Sekunde zurückholen, die du wertlos verbracht hast. Zeit ist überaus wertvoll. Spiele nicht mit der Zeit. Ziehe daraus den größten Nutzen. Nutze jede Sekunde für spirituelles Streben und Dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565862</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565862"/>
		<updated>2016-10-17T15:38:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Artikel vom Sukadev: deinen Alltag spiritualisieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sukadev]] zeigt an zwei Beispielen, wie du auch im Alltag spirituell leben kannst: Durch kleine [[Ritual|Rituale}], die du für dich ausführen kannst und durch die [[Einstellung]], dass alles im [[Leben]] von [[Gott]] kommt, damit du daran wachsen kannst.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kleine Rituale im Alltag===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wunderbar kleines [[Ritual]], was du für dich selbst machen kannst, ist ein [[Arati]] (eine [[Lichtzeremonie]]). Du kannst dafür einfach eine Kerze oder wenn vorhanden ein Arati-Lämpchen nehmen und dieses vor deinem [[Altar]] schwenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor du dich zur [[Meditation]] hinsetzt, probiere mal aus, dich zu verneigen oder zünde eine Kerze an und schwenke sie 3x im Uhrzeigersinn. Vor dem Essen könntest du ein [[Gebet]] sprechen und [[Dankbarkeit]] äußern. Die Wiederholung des Om Tryambakam Mantras vor dem Autofahren stärkt und schützt dich (Vorsicht im Straßenverkehr ist natürlich trotzdem geboten). Du kannst auch ein [[Gebet]] sprechen, dich an Gott wenden, wenn du deine Wohnung verlässt oder auch abends wieder heimkehrst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Rituale und Gebete sind schöne Weisen, dich an [[Gott]] zu erinnern. Überlege, was du heute besonders tun kannst, vielleicht jetzt gleich. Ein kleines [[Ritual]], ein kleines [[Gebet]], etwas, was dir hilft, Hingabe an Gott zu üben, Gottes Gegenwart zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deinen Alltag spiritualisieren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Weisen, wie du den Alltag spiritualisieren kannst. Da helfen dir die sechs Yogawege des Ganzheitlichen Yoga nach [[Swami Sivananda]]. Jeder Weg drückt sich in einer bestimmten Einstellung zum Alltag aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weise ist die Karma Raja Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, hilft dir spirituell zu wachsen. Eine andere hilfreiche Weise ist die Bhakti Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, es ist von [[Gott]] gesandt. Beides kannst du auch verbinden, in dem du sagst: Was auch immer kommt, es ist von Gott geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Gott gibt dir deine Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dir irgendjemand komisch kommt, dann liegt das nicht daran, dass dieser Mensch schlechte Laune hat oder weil in seiner [[Kindheit]] etwas schief gelaufen ist und er dir deshalb böse ist. Es ist schon gut, sich in den Anderen so hineinzufühlen. Aber es geschieht dir deshalb, damit du daran spirituell wachsen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jeder Mensch ist auf diese Weise ein Gesandter Gottes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder ist mit all seinen Besonderheiten, mit denen er dir gegenüber tritt, ein Instrument Gottes, ob er es weiß oder nicht. Selbst wer keine Ahnung von Gott hat oder nichts mit Gott zu tun haben möchte, ist doch von Gott geschickt. Und wenn du im [[Ashram]] bist, hörst du das immer wieder und du wirst immer wieder daran erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga ist eben nicht nur die Luft anhalten, die [[Kundalini]] spüren und das dritte Auge leuchten spüren. Meditation ist auch nicht nur dasitzen und hoffen, dass irgendetwas geschieht. Es wird nicht bei jedem sofort die  [[Kundalini]] erweckt und die [[Chakra|Chakras]] leuchten. Sondern du beobachtest deinen [[Geist]] und ordnest ihn. [[Yoga]] ist nicht nur auf dem [[Kopf]] stehen und dabei sein [[Ajna Chakra]] spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga ist vor allem auch Spiritualisierung des Alltags===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du solltest dich immer wieder am Schopf fassen und versuchen, dich aus deinem Sumpf herauszuholen. Hast du auch immer wieder die Neigung zu sagen: Ich wäre ja spirituell und ich könnte ja [[Gott]] erfahren, wenn nur die Umstände nicht so wären? Wenn mein [[Partner]] anders wäre, wenn meine [[Arbeit]] leichter wäre, wenn die Menschen in meiner Umgebung etwas freundlicher zu mir wären, wenn der Computer funktionieren würde, wenn die Heizung nicht schon wieder ausgefallen wäre, wenn ich das Essen besser vertragen würde, wenn ich nicht krank wäre und so weiter. So hast du viele Gründe nicht mit Yoga zu beginnen oder es ausfallen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bhakti]] - und Karma Raja Yoga Einstellung besagen: Was auch immer geschieht, es ist dir geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Der [[Raja Yogi]] versucht sein Karma zu verstehen: Warum pas siert mir das, was ist genau meine Aufgabe? Und wie kann ich daran arbeiten? Der [[Bhakti Yogi]] ist einfacher „gestrickt“. Er denkt sich: Du musst nicht alles verstehen, warum es so geschehen ist. Du nimmst es einfach als Aufgabe von [[Gott]] an. Irgendwie wirst du daran wachsen können. Du tust es für Gott, so gut du kannst. - Beide Wege sind gut und ergänzen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn du etwas falsch machst? Was du tust ist ja auch für andere Menschen eine „Lektion“. Da kannst du dann ganz beruhigt sein. Auch deine [[Fehler]] kannst du [[Gott]] darbringen. Von Gottes Standpunkt aus ist es vielleicht gar kein [[Fehler]] gewesen. Wenn also gilt: Alles was dir passiert, ist eine Lektion, an der du wachsen kannst, dann gilt auch umgekehrt: Was du sagst und tust ist eine Lektion für andere, selbst wenn du einen Fehler machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das wird beim Mantra-Singen mit der Anrufung von [[Rama]] verbunden. Geht etwas schief, rufe die Gottheit [[Rama]] an. Stehst du vor einer Herausforderung, bete Ram, Ram. Du kannst auch OM, OM wiederholen. Oder ein deutsches [[Gebet]] sprechen. Was auch immer du möchtest.&lt;br /&gt;
Aber du kannst dich immer wieder daran erinnern: Was auch immer geschieht, Gott tritt dir gegenüber. Du kannst es fühlen und daraus handeln. Ram – Ram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beobachten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein [[Herz]] klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurde der Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nervensystem wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe]] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nutze deine Zeit!==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Artikel „Zeit“ in der &amp;quot;Göttlichen Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-quad-kl-sw.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitmangel und Termindruck prägen unseren Alltag. „Wie kann ich sinnvoller mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen?“, fragen sich viele. [[Swami Sivananda]] gibt dir hier ein paar Inspirationen: Nutze jeden Tag für dein spirituelles [[Wachstum]]. Behalte das Ganze im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der [[Sinn]] des menschlichen Lebens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ ... Das [[Leben]] ist nicht nur dazu da, um zu essen, zu trinken, sich zu kleiden und fortzupflanzen. Dahinter steht etwas Großartiges und Erhabenes. Jenseits ist ein ewiges Leben der Wonne. Jede Sekunde muss gut genutzt werden, um dieses [[Lebensziel]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das halbe Leben bringen wir im [[Schlaf]] zu. Ein großer Teil vergeht in Krankheit. Ein Teil vergeht mit Essen, Trinken und Sprechen. In der [[Kindheit]] bist du in Unwissenheit und Spiel gehüllt. In der Jugend gerätst du in die Fänge der [[Liebe]] zum anderen Geschlecht. Im Alter leidest du unter der [[Angst]] und der Last von Familienangelegenheiten. Wann, meine lieben Freunde, werdet Ihr die Zeit finden, etwas Tugendhaftes zu tun und [[Gott]] zu verehren? Sei ernsthaft. Denke und überlege jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Es gibt viele Hindernisse. Durchtrenne diesen Knoten von [[Avidya]], Unwissenheit und trinke die göttliche Wonne. Das Leben ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Die [[Welt]] ist voll Elend. Widme dich fleißig dem Yoga [[Sadhana]]. Das [[Leben]] ist eine Luftblase für zwei Sekunden. Du kamst allein. Du wirst alleine gehen. Niemand wird dir folgen. Du kamst nackt. Du wirst nackt gehen. Niemand wird dir folgen. Mache [[Bhajan]], [[Kirtan]], Singen von [[Mantra|Mantras]]; denn nur das wird dir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Menschen, die sich zu Größe und Bedeutung erhoben haben, weil sie jede Sekunde nutzbringend verwendeten. Führe ein [[Tagebuch]]. Reduziere den [[Schlaf]]. Höre auf, sinnlos zu reden. Genug, genug! Halte [[Mauna]], [[Schweigen]]. Erkenne den [[Wert]] der [[Zeit]]. Lege dir einen genauen Plan für den Tag zurecht und halte dich fest daran. Wachse. Entwickle dich. Werde weit. Erlange [[Erfolg]] im [[Leben]]. Verwirkliche [[Gott]]. Schließe dich in einem Raum ein. Überlege. Meditiere. Entfalte das verborgene spirituelle [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tage, Monate und Jahre vergehen. Die Haare sind ergraut. Die Zähne sind ausgefallen. Du hängst an Vergänglichem. Sagt mir, Freunde, wie lange werdet ihr Sklaven der flüchtigen Dinge auf der [[Welt]] sein? Wie oft werdet ihr dieselben Sinnesvergnügen noch wiederholen? Wie lange willst du den Mammon, das [[Geld]] und das andere [[Geschlecht]] verehren? Wann wirst du die [[Zeit]] finden, über [[Gott]] zu meditieren und tugendhafte Dinge zu tun? Denke und überlege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Geburtstag erinnert dich daran, dass dein Leben um ein Jahr kürzer geworden ist. Fasse an diesem den festen Vorsatz, dein zukünftiges [[Leben]] fruchtbringender und nutzvoller zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiebe gute Taten nicht auf; es gibt keine Sicherheit des Lebens. Was du morgen tun möchtest, tue heute. Was du heute tun möchtest, tue sofort.&lt;br /&gt;
Tue am Tag das, wodurch du des Nachts glücklich lebst. Tue zu Beginn deines Lebens das, wodurch du im [[Alter]] glücklich lebst. Tue dein ganzes Leben lang das, wodurch du nach dem [[Tod]] glücklich leben wirst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh Mensch! Bevor du zu Bett gehst, setze dich hin und führe Buch über die Dinge, die du getan hast. Wenn du die Tränen eines einzigen Menschen durch ein einziges Wort des Trostes und der Aufheiterung oder durch eine einzige gute Tat getrocknet hast, dann kannst du den Tag als gut verbracht verbuchen. Du hast etwas Gottgefälliges getan. Wenn du aber nichts zum Trost eines anderen getan hast, wenn du kein einziges Wort gesprochen hast, das das Herz eines bekümmerten Menschen zu erleichtern vermochte, hast du den Tag umsonst gelebt. Dann verbuche diesen als vergeudet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist ein Glied in der Kette der [[Zeit]]. Wenn du [[Zeit]] vergeudest, vergeudest du Leben. Erkenne den Wert der Zeit. Du kannst nicht eine einzige Sekunde zurückholen, die du wertlos verbracht hast. Zeit ist überaus wertvoll. Spiele nicht mit der Zeit. Ziehe daraus den größten Nutzen. Nutze jede Sekunde für spirituelles Streben und Dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tratak&amp;diff=565799</id>
		<title>Tratak</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tratak&amp;diff=565799"/>
		<updated>2016-10-16T20:34:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tratak&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: त्राटक trāṭaka &#039;&#039;n.&#039;&#039;) ist eine [[Auge]]nreinigungsübung und [[Meditation]]stechnik bzw. Vorübung zur [[Konzentration]], bei der durch das Starren auf einen festen Punkt, z. B. ein kleines Objekt wie die [[Feuer|Flamme]] einer [[Kerze]], ein schwarzer Punkt oder ähnliches, die Einpünktigkeit ([[Ekagrata]]) des [[Geist]]es erreicht werden soll. Tratak gehört zu den sechs [[Shatkriya]]s und findet auch im [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ Ayurveda] Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:tratak.jpg|right|thumb|400px|Tratak mit einer Kerze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Shatkriyas sind:&lt;br /&gt;
* Tratak&lt;br /&gt;
*[[Neti]]&lt;br /&gt;
*[[Kapalabhati]]&lt;br /&gt;
*[[Dhauti]]&lt;br /&gt;
*[[Nauli]]&lt;br /&gt;
*[[Basti]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Tratak==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Tratak&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak ist das Hindi-Wort für das Sanskrit-Wort &amp;quot;Trataka&amp;quot;. Und Trataka heißt schauen, auf etwas hinschauen, Fixieren des Blickes, manchmal wird es auch als Starren bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak bezieht sich aber auch auf eine bestimmte [[Kriya]], also eine Reinigungsübung. Tratak heißt, auf eine Kerzenflamme zu schauen für eine gewisse Zeit lang, dann die Augen schließen und das Nachbild anschauen und wieder die Kerzenflamme anschauen. Das ist eine einfache Form der Meditation. Tratak, in diesem Sinne, ist eine Meditationspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei Tratak die Augen tränen, dann ist es eine Reinigungsübung, eine [[Kriya]], welche sehr hilfreich ist für die [[Gesundheit]] der [[Augen]]. Du kannst auch Tratak üben auf deine Nasenspitze. Du kannst Tratak üben auf den Punkt zwischen den Augenbrauen. Du kannst Tratak üben auch auf eine Götterfigur oder auch auf das Gesicht eines Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Formen von Tratak, einen beständigen Blick, helfen dir, ein gutes inneres [[Bild]] zu schaffen. Manche [[Mensch]]en wollen z.B. wissen, wie sie ihren [[Geist]] positiv machen können in der [[Meditation]]. Das geht über Trataka. Schaue auf eine Kerzenflamme, Licht wird dich durchströmen. Schaue auf das Gesicht deines [[Meister]]s, du wirst die [[Liebe]] des [[Meister]]s und die Verbindung mit dem Meister spüren. Schaue auf das Bild von [[Gott]], sei es als [[Symbol]], wie das [[Kreuz]] oder auch den [[Halbmond]], das [[Om]]-Zeichen, sei es eine der [[Inkarnationen]], [[Avatar]]e Gottes, wie [[Krishna]] oder [[Rama]], sei es eine der Personifizierung Gottes, wie [[Shiva]] oder [[Lakshmi]]. Schaue dort hin und indem du dort hin schaust, spüre die Kraft, die dich durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trataka, also Fixieren des Blickes. Tratak, eine Reinigungsübung, Tratak, eine Konzentrationstechnik, Tratak, eine Übung, um für die Meditation eine gewisse neue Tiefe zu bekommen. Trataka oder Tratak wörtlich: schauen, mit dem Blick fixieren, beständig etwas betrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|87Fu8QHsJQI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung zur Tratak Reinigungsübung==&lt;br /&gt;
Stelle eine [[Licht|Kerze]] im Abstand von 2-5 Metern etwas unterhalb deiner [[Auge]]nhöhe vor dich. Öffne die Augen und schaue in die [[Flamme]], ohne mit den Augen zu zwinkern. Es ist gut für die Augen, wenn sie feucht werden oder tränen. Bleibe entspannt. Wenn die Augen jedoch anfangen zu brennen, oder es irgendwie unangenehm wird, schließe die Augen. Beobachte, was du dann vor deinem [[geist]]igen Auge siehst: vielleicht ein Nachbild der Flamme oder [[Regenbogen|verschiedene Farben]] und Formen, womöglich nur [[Dunkelheit]]. Eventuell spürst du auch einfach nur eine sanfte [[Energie]] zwischen den Augenbrauen. Akzeptiere alles, ohne etwas konkret zu erwarten. Wenn [[Gedanke]]n kommen, öffne die Augen und schaue wieder in die Kerzenflamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|TtsH6j-1Gmc}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen von Tratak==&lt;br /&gt;
Tratak, Starren, ist eine vorzügliche [[Konzentrationsübung]]. Man starrt dabei zunächst auf einen Gegenstand oder einen Punkt, ohne zu blinzeln. Dann schließt man die Augen, und der Gegenstand erscheint vor dem geistigen Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wirkung von Tratak===&lt;br /&gt;
Diese Übung beruhigt den ruhelosen Geist, erhöht die Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;
und führt schließlich zu schärfster Konzentration auf einen Punkt. Wo auch immer die Augen hinwandern, der [[Geist]] folgt nach, so dass beim Starren auf einen einzigen Punkt auch der Geist einbezogen wird. Obgleich Tratak in erster Linie Ihre Konzentration stärkt und den Geist reinigt, verbessert es gleichzeitig die [[Sehkraft]] und belebt das [[Gehirn]] über die Sehnerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Worauf man Tratak üben kann===&lt;br /&gt;
Tratak ist eine der sechs – Kriyas genannten – [[Reinigungsübungen]]. Tratak wird meist mit einer Kerze  ausgeführt, doch kann man auch andere Gegenstände als Ziel des Starrens wählen. Man kann einen&lt;br /&gt;
schwarzen Punkt auf ein Blatt Papier malen und dies an die Wand hängen oder ein [[Chakra]] benutzen  oder ein [[Yantra]]. Yantras sind geometrische Figuren, die den [[Geist]] sammeln. Wie ein [[Mantra]] hat auch jedes Yantra eine besondere mystische Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Abwechslung kann man auch auf ein Symbol starren, wie auf OM oder auf das Bild einer&lt;br /&gt;
[[Gottheit]]. Man muss sich nicht auf Gegenstände im Raum beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagsüber kann eine Blume oder eine Muschel das [[Ziel]] der [[Aufmerksamkeit]] sein, nachts der Mond oder ein leuchtender Stern. Solange der Konzentrationsgegenstand sich nicht merklich bewegt und klein genug zum Anstarren ist, wird das »Fokussieren« die gewünschte Wirkung zeigen. Yogis benutzen&lt;br /&gt;
oft den [[Punkt zwischen den Augenbrauen]] oder die [[Nasenspitze]] zum Tratak.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik und Übung des Tratak===&lt;br /&gt;
Die Technik des Tratak bleibt unabhängig vom Zielpunkt Ihres Starrens die gleiche, obwohl sie im Freien natürlich leicht abgewandelt wird. Platziere den gewählten Gegenstand etwa einen Meter von dir entfernt in Augenhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reguliere zunächst den Atem, dann starre auf den Gegenstand, ohne zu blinzeln. Starre nicht mit leerem Blick darauf – betrachte ihn einfach ständig, ohne sich zu überanstrengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa einer Minute schließe die Augen, und während du innerlich den Blick anhältst, stelle dir den Gegenstand im [[Ajna Chakra]] oder [[Anahata Chakra]] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald das innere Bild verschwindet, öffne die Augen und wiederhole das Ganze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Hatha Yoga Pradipika]] soll man so vorgehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Konzentriere dich mit fixiertem Blick auf einen kleinen Gegenstand –&lt;br /&gt;
bis die Tränen kommen.« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Augen tatsächlich nach einer kurzen [[Zeit]] des Starrens zu tränen beginnen, ist das schlicht ein Zeichen, sie zu schließen; allmählich kannst du die Zeitspanne des Starrens dann verlängern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortschritte im Tratak===&lt;br /&gt;
Wird deine [[Konzentration]] tiefer und dein Blick beständiger, lasse die Augen länger geöffnet und auch länger geschlossen, bis du insgesamt auf eine Stunde kommen. In den ersten Tagen des Tratak kann es passieren, dass unerwünschte Gedanken sich im  Geist einschleichen. Lenke dann einfach die Aufmerksamkeit wieder auf den Gegenstand der Konzentration, und der Geist wird sich wieder sammeln. Mit zunehmender Praxis wirst den gewählten Gegenstand bei geschlossenen Augen immer klarer und auch länger visualisieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak auf Stirn und Nasenspitze===&lt;br /&gt;
Durch das Starren auf den Punkt zwischen den Augenbrauen – Sitz des »Dritten Auges« (oben) – oder auf die&lt;br /&gt;
Nasenspitze (unten) stärkt man nicht nur seine Konzentration, sondern auch die Augenmuskeln. Für den Anfang&lt;br /&gt;
reicht eine Minute des Starrens, verlängern kann man dann auf zehn Minuten. Überanstrengen sollte man die Augen nicht; wenn sie ermüden oder schmerzen, schließt man sie sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Starren auf die Stirn erweckt [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini], das Starren auf die Nasenspitze beeinflusst das zentrale Nervensystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak auf das OM Zeichen===&lt;br /&gt;
[[Datei:OM Klang farbig.jpg|thumb|Das Zeichen Om ist ein sehr geeignetes Objekt für Tratak]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Yogi ist kein Symbol mächtiger als die Silbe OM, wie diese Worte aus Mandukya Upanishad&lt;br /&gt;
beweisen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»OM, dies ewige Wort ist alles; was war, was ist und was sein wird.« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sanskritzeichen bedeutet die untere, längere Kurve den Traumzustand, die obere Kurve steht für&lt;br /&gt;
den Wachzustand, die aus der Mitte kommende Kurve symbolisiert den traumlosen Tiefschlaf. Der Halbmond oben steht für »Maya«, den Schleier der Illusion, der Punkt für die Transzendenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt die individuelle Seele durch den Schleier und verweilt in der Transzendenz, wird sie von den Drei Zuständen und ihren Eigenschaften befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das Sanskritzeichen OM (oben links) zum Tratak benutzen, lasse&lt;br /&gt;
die Augen gegen den Uhrzeigersinn darüber gleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak auf eine Kerze===&lt;br /&gt;
Eine Kerzenflamme wird häufig als Gegenstand für Tratak benutzt, weil sich hinter den geschlossenen&lt;br /&gt;
Augen leicht das Bild der strahlenden Flamme projiziert. Man sollte die Kerze in Augenhöhe in&lt;br /&gt;
einem dunklen, zugluftfreien Raum aufstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterkerze-Licht.jpg|thumb|Eine Kerze ist ein beliebtes Objekt für Tratak - die Erfahrungen werden da recht schnell sehr tief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak Meditation selbst anleiten==&lt;br /&gt;
Wenn du [http://mein.yoga-vidya.de/video/5-minuten-tratak-am-pc Tratak] anleiten willst, findest du hier [[Wort]]e, die Sukadev auf der [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p30_Meditation---Audio-CD/ CD] [[Meditation]] benutzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dies ist eine Meditationstechnik, die dich in Kontakt zum inneren [[Licht]] bringen kann. Stelle eine Kerze im Abstand von etwa 2-5 Meter etwas unterhalb deiner Augenhöhe hin. Setze dich in eine bequeme Stellung und bleibe ganz ruhig sitzen. Schließe zunächst die Augen und beobachte eine Weile lang, wie dein [[Atem]] von selbst ein- und ausströmt. Werde dir bewusst, wie die [[Gedanke]]n vor deinem geistigen Auge dorthin ziehen und spüre, wie sie langsam immer ruhiger werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffne jetzt deine Augen und schaue direkt in die Flamme hinein. Versuche, dabei nicht mit den Augenlidern zu zwinkern, sondern ganz ruhig zu bleiben. Und einfach die Flamme auf dich wirken zu lassen. Spüre, wie mit der Flamme, [[Licht]], [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie] und Positivität in dich hineinströmt. Es kann sein, dass nach einer Weile deine [[Augen]] feucht werden oder tränen. Dies ist ein gutes Zeichen, reinigt die Augen und verhilft ihnen zu einer guten [[Gesundheit]]. Erzwinge nichts, wenn notwendig kannst du auch die Augen zwischendurch kurz schließen. Halte die Augen solange wie möglich offen, und lasse das Licht ganz auf dich wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt schließe die Augen sanft und werde dir bewusst, was du mit geschlossenen Augen sehen kannst. Lass dabei die Augen ganz entspannt. Vielleicht siehst du ein Nachbild der Kerzenflamme - vielleicht auch in einer anderen Farbe oder das Negativbild. Eventuell siehst du einfach nur verschiedene Farben und Formen, die sich langsam verändern. Vielleicht ist es auch einfach nur gleichmäßig dunkel. Beobachte mit geschlossenen Augen, was du sehen kannst, und sei dabei ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffne wieder die Augen, und schaue ganz entspannt und anstrengungslos in die Kerzenflamme hinein. Schaue in die Flamme und nur in die Flamme. Lass das Licht dieser Flamme ganz auf dich wirken. Spüre, wie mit dem Licht der Flamme, Licht, [[Kraft]], [[Weisheit]], Positivität in dich hineinströmen. Halte die Augen dabei ganz entspannt, geöffnet oder wenn notwendig zwinkere kurz mit den Augen, damit die Augen nicht brennen und die [[Übung]] angenehm bleibt. Lasse so das Licht ganz auf dich wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließe wieder die Augen und beobachte, was du mit geschlossenen Augen sehen kannst. Achte dabei darauf, dass die Augen ganz entspannt sind, als ob du dabei ins Unendliche schaust. Und richte diesmal deine Aufmerksamkeit besonders darauf, was du im Punkt zwischen den Augenbrauen sehen oder spüren kannst oder auch etwas darüber. Erwarte nichts Konkretes, sondern werde dir einfach nur [[Bewusstsein|bewusst]], was du im Punkt zwischen den Augenbrauen spüren oder sehen kannst. Und lass dich durch diese Empfindung zu einem tieferen [[Frieden]] führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffne die Augen noch einmal. Schaue wieder in die Flamme - und nur in die Flamme. Diesmal ohne die Flamme zu fokussieren. Also ohne genau die Flamme fest anzuschauen. Es ist, als ob du durch die Flamme hindurchschaust. Dabei wirst du einen wunderschönen Lichtkranz um die Flamme herum wahrnehmen und in einen [[Meditation|meditativen]] [[Zustand]] kommen. Lasse so das Licht der Flamme ganz auf dich wirken und dich zur inneren [[Stille]] führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließe noch einmal die Augen. Halte die Augen vollkommen entspannt und stelle dir vor, du schaust mit geschlossenen Augen weit in die Unendlichkeit aber leicht nach oben. Während du so, mit geschlossenen Augen, weit weg und leicht nach oben schaust, werde dir wieder bewusst, was du in der Mitte der Stirn spüren kannst. Bleibe so konzentriert, entspannt und ganz ruhig.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|jWekX0RSwIE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak Meditation für Fortgeschrittenere==&lt;br /&gt;
Es gibt eine paar Tratak [[Meditation]]en, die geübte Meditierende zu neuen [[Erfahrung]]en führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak Mantra Meditation===&lt;br /&gt;
Du kannst die [[Mantra Meditation]] mit Visualisierung verbinden. So kannst du besonders tief gehen. Dazu brauchst du ein Abbild des Göttlichen, eine sogenannte Murti. Eine [[Murti]] kann ein abstraktes Symbol: eine [[Kerze]], ein Kreuz, ein [[OM]] Zeichen, ein Stein oder ein Stern sein. Eine Murti kann aber auch ein [[Heilige]]nbild, eine Götterfigur, eine Darstellung von [[Maria]], [[Jesus]], [[Buddha]], [[Shiva]], [[Krishna]], [[Rama]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Mantra Meditation mit Visualisierung der Einzelheiten====&lt;br /&gt;
* Öffne die [[Auge]]n. Lasse den Blick zunächst über die Murti schweifen, langsam von unten nach oben, von links nach rechts und wiederhole dabei das [[Mantra]]. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen, und stelle dir das Bild vor dem geistigen Auge vor. Nehme über das geistige [[Bild]] Kontakt zum Göttlichen auf. &lt;br /&gt;
* Öffne die Augen und wandere mit dem Blick über die Murti. Sehe dir dieses Mal die Einzelheiten an und vertiefe den Kontakt zum Göttlichen. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen. Male dir vor dem geistigen Auge alle Einzelheiten aus, oder stelle dir die Murti als Ganzes vor. Spüre, dass du in göttlicher [[Gegenwart]] bist. &lt;br /&gt;
* Öffne die Augen. Lasse den Blick nicht mehr schweifen, nehme die Murti als Ganzes wahr. Stelle deinen Blick eventuell weich, als ob du durch die Murti hindurchschaust. Du kannst dir vorstellen, die Murti auch mit deinem [[Herz]]en, deinen Augen und mit deinem gesamten [[Bewusstsein]] wahrzunehmen. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen. Wiederhole weiter das [[Mantra]]. Visualisiere nun dieselbe Murti vor deinem geistigen Auge, vielleicht siehst du auch ein Nachbild oder die Murti als Licht. Bleibe weiter in der göttlichen Gegenwart. &lt;br /&gt;
* Öffne die Augen. Nimm die Murti als Ganzes war, oder bleibe bei einem Teil der Murti, beim [[Gesicht]], bei der segnenden [[Hand]], bei den Füßen oder dem [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzen]. Wiederhole das Mantra, und spüre vom Herzen die göttliche Gegenwart. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen, halte aber das Bild weiter geistig aufrecht, und wiederhole im Bewusstsein der göttlichen Gegenwart das Mantra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Mantra Meditation mit Visualisierung der göttlichen Gegenwart überall====&lt;br /&gt;
* Öffne die Augen, und schaue in die [[Murti]]. Wiederhole dabei im [[Bewusstsein]] das Mantra der göttlichen [[Gegenwart]]. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen, und stelle dir die Murti vor. Stelle dir vor, dass die Murti immer größer wird, als ob sie vor dir den gesamten Raum einnimmt. Spüre über das Mantra und die Murti, dass alles vor dir göttliche Gegenwart ist. &lt;br /&gt;
* Halte die Augen geschlossen oder öffne sie kurz, um das Bild der Murti deutlicher werden zu lassen. Erfahre weiterhin mit dem Mantra die göttliche Gegenwart. &lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass die Murti links von dir ist, und spüre die göttliche Gegenwart links. &lt;br /&gt;
* Spüre sie danach rechts. Wenn es dir hilft, öffne kurz die Augen. &lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass [[Gott]] hinter dir ist, und spüre die göttliche Gegenwart hinter dir. Stelle dir vor, wie dich Gott von hinten segnet.&lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass die Murti über dir oder schräg vor dir steht. Stelle dir vor, das von der Murti, [[Licht]] und göttliche Gegenwart in dich hineinfließt, oder du dich nach oben zur göttlichen Gegenwart öffnest, während du das Mantra wiederholst. &lt;br /&gt;
* Stelle dir die Murti im [[Herz]]en vor. Vom Herzen aus segnet dich so dieses Göttliche in all den Aspekten deines [[Wesen]]s. Wiederhole das Mantra im Herzen, oder lasse es vom Herzen aus überall hin ausstrahlen.&lt;br /&gt;
* Die Murti ist jetzt in deinem Herzen, vor dir, hinter dir, links, rechts, oben, überall. Versuche von der bildlichen Vorstellung wegzukommen. Dehne deine [[Bewusstheit]] aus, und nehme das Göttliche überall wahr. Wiederhole das Mantra, und schicke es bewusst in alle Richtungen. Eventuell fällt die wörtliche Wiederholung des Mantras weg, und es schwingt wortlos in dir weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Mantra Meditation mit Visualisierung von Licht in allen Chakras====&lt;br /&gt;
* Schaue zunächst zur Murti. Stelle dir vor, dass Lichtenergie von der Murti zum [[Muladhara Chakra]] hinströmt. Während du das Mantra wiederholst atmest du Licht von der Murti ins Muladhara Chakra und atmest nach oben aus. Du kannst die Augen dabei offen lassen oder auch schließen. &lt;br /&gt;
* Dann gehst du zum Swadhisthana Chakra. Während du das Mantra wiederholst, atmest du Licht von der Murti ins [[Swadhisthana]] Chakra ein und nach oben aus.&lt;br /&gt;
* Du gehst weiter zum [[Manipura]] Chakra und mit offenen oder geschlossenen Augen atmest du Licht von der Murti ins Manipura Chakra ein und nach oben aus.&lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, wie Licht- und Segensenergie von der Murti zum [[Anahata]] Chakra strömt. Dein Herz öffnet sich, und die Segensenergie strömt weiter nach oben. &lt;br /&gt;
* Öffne dein [[Vishuddha]] Charka, und lass die Energie von dort nach oben ausströmen.&lt;br /&gt;
* Im [[Ajna]] Chakra, im Punkt zwischen den Augenbrauen, Mitte des Kopfes oder Mitte der Stirn wiederholst du denselben Vorgang. Du atmest Licht von der Murti ins Chakra ein und atmest nach oben aus.&lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass du dich über das [[Sahasrara]] Chakra nach oben zum Unendlichen ausdehnst oder dass von oben das Göttliche in dich hineinströmt, dich ganz erfüllt. Du kannst dir die Murti über dir vorstellen, oder aber du nimmst dir keine konkrete Visualisierung vor und richtest dich mit dem Mantra ganz nach oben aus - im Bewusstsein, dass alles göttlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Lichtmeditation für Heilung und Geborgenheit====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Stelle eine [[Kerze]] auf und setze dich in etwa 3 - 5 m entfernt hin. Die Kerzenflamme sollte etwas über Augenhöhe sein. Richte dich in deiner Sitzhaltung ein, atme ein paar mal tief und bewusst ein und aus. Dann öffne die [[Auge]]n und schaue etwa 1 - 3 Minuten in die Kerzenflamme – wenn es geht mit einem unbeweglichen Blick ohne zu blinzeln; Tratak heißt wörtlich &amp;quot;starren&amp;quot;. Wenn die Augen nach einer Weile anfangen zu tränen, ist das ein gutes [[Zeichen]] für die [[Reinigung]] der Augen. Wenn es aber brennen oder unangenehm sein sollte, blinzele ein paar Mal und schließe zwischendurch die Augen. Danach öffne sie wieder und schaue möglichst bewegungslos in die Kerzenflamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Während du in die Kerzenflamme schaust, nimm das [[Wesen]] der [[Flamme]], des [[Licht]]es wahr: Welche [[Empfindung]]en weckt sie in dir: Licht, [[Wärme]], [[Ruhe]], [[Stille]], [[Geborgenheit]], [[Frieden]], [[Liebe]], [[Strahlen]] ... Nach etwa 1 - 3 Minuten schließe die Augen, nimm das Nachbild der Flamme bei geschlossenen Augen wahr und spüre gleichzeitig, wie diese Eigenschaften des Lichtes, der Kerzenflamme in dir stark werden: goldenes Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen. Dann öffne wieder die Augen, schaue 1 - 3 Minuten bewegungslos in die Flamme, danach schließe wieder die Augen und lasse die Lichteigenschaften, die du am meisten mit der Kerzenflamme assoziierst, weiter in dir stark werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Lass jetzt mit deiner [[Achtsamkeit]] und deiner [[Bewusstheit]] diese Flamme, das Licht der Kerze und seine Eigenschaften in dir lebendig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Bringe das Licht zu den einzelnen Körperteilen. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinen [[Fuß|Füßen]] und [[Bein]]en, und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deine Füße und Beine ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinem Rumpf: Becken, Gesäß, Bauchraum nach oben, Brustkorb, [[Rücken]] und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deinen Unter- und Oberkörper ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinem Händen und Armen bis zu Schultern und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllte deine Hände und Arme ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinen Schultern, Hals, Nacken, [[Gesicht]] und [[Kopf]] und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deine Schultern, Hals, Nacken, Gesicht und Kopf ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Spür jetzt deinen ganzen Körper: von den Fußsohlen, [[Zehen]] über die Hände zu den Schultern zur Schädeldecke. Lass deinen ganzen Körper erfüllt sein von der Kerzenflamme. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deinen ganzen Körper und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen im ganzen Körper einkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Jede [[Zelle]] deines Körpers, deines Wesens ist durchdrungen von dieser Flamme, speichert das goldene Licht mit seinem inneren Strahlen auf; mit allen Poren, mit deiner ganzen [[Achtsamkeit]], Konzentration und [[Willenskraft]] nimmst du dieses Licht, die Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Du wirst zu dieser Flamme, zu diesem sanften, goldenen, warmen Licht – du BIST die Flamme, du bist reines Licht, du bist Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Lass dieses Licht, die Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen dich ganz erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Strahle das Licht, die Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe in alle Richtungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak-Lichtmeditation zur Aktivierung von Energie und Licht==== &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle eine [[Kerze]] auf und setze dich in etwa 3 - 5 m entfernt hin. Die Kerzenflamme sollte etwas über Augenhöhe sein. Richte dich in deiner [[Sitzhaltung]] ein, atme ein paar mal tief und bewusst ein und aus. Dann öffne die [[Auge]]n und schaue etwa 1 - 3 Minuten in die Kerzenflamme – wenn es geht mit einem unbeweglichen Blick ohne zu blinzeln; Tratak heißt wörtlich &amp;quot;starren&amp;quot;. Wenn die Augen nach einer Weile anfangen zu tränen, ist das ein gutes [[Zeichen]] für die [[Reinigung]] der Augen. Wenn es aber brennen oder unangenehm sein sollte, blinzele ein paar Mal und schließe zwischendurch die Augen. Danach öffne sie wieder und schaue möglichst bewegungslos in die Kerzenflamme. Während du in die Kerzenflamme schaust, lasse die [[Wärme]], das [[Strahlen]] der Flamme und die [[Geborgenheit]] und [[Sicherheit]], die wir mit einem Kerzenlicht verbinden, auf dich wirken. Nimm die Wärme, das Strahlen, die Geborgen und Sicherheit in dich auf, lasse dich ganz davon durchdringen. Nach etwa 1 - 3 Minuten schließe die Augen, beobachte das Nachbild der Flamme bei geschlossenen Augen. Behalte dabei das [[Gefühl]] und die Vorstellung dieser Wärme, des Strahlens, der Geborgenheit und Sicherheit bei. Dann öffne wieder die Augen, schaue 1 - 3 Minuten bewegungslos in die Flamme, danach schließe wieder die Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der weiteren Meditation halte entweder die Augen geschlossen und konzentriere dich mit geschlossenen Augen auf die Flamme und die [[Qualität]]en von [[Licht]], Wärme und Strahlen. Oder du kannst im eigenen Rhythmus im Wechsel die Augen öffnen, eine Weile in die Flamme schauen und dann die Augen wieder schließen. Konzentriere dich jetzt auf den Bauchraum. Spüre die Kerzenflamme, ihre Wärme, das Licht, das Strahlen im Bauch als diese Kerzenflamme und lasse das Licht die Wärme, das Strahlen sich vom Bauchraum her ausbreiten. Entweder nur mit deiner [[Achtsamkeit]] und deinem Gefühl oder visualisiere dir eine Flamme im Bauchbereich, spüre die Wärme, die von ihr ausgeht und lasse sie weit ausstrahlen, in den ganzen Bauchraum und darüber hinaus in alle [[Richtung]]en. Einige Minuten [[Stille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich jetzt auf den Brustraum. Spüre die Kerzenflamme, ihre Wärme, das Licht, das Strahlen im Brustbereich und lasse das Licht die Wärme, das Strahlen sich vom Herzen her ausbreiten. Entweder nur mit deiner Achtsamkeit und deinem Gefühl oder visualisiere dir die Flamme im Brustbereich, spüre die Wärme, die von ihr ausgeht und lasse sie weit ausstrahlen, in den ganzen Brustraum und darüber hinaus in alle Richtungen. Einige Minuten Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich jetzt auf den Kopfraum. Spüre die Kerzenflamme, ihre Wärme, das Licht, das Strahlen im Kopf und lasse das Licht die Wärme, das Strahlen sich vom Kopfraum her ausbreiten. Entweder nur mit deiner Achtsamkeit und deinem Gefühl oder visualisiere dir eine Flamme im Kopf, spüre die Wärme, die von ihr ausgeht und lasse sie weit ausstrahlen, in den ganzen Kopfbereich und darüber hinaus in alle Richtungen. Einige Minuten Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere und fühle jetzt den ganzen Körper wie diese wunderschöne, warme, leuchtende, strahlende Flamme. Fühle dich ganz davon erfüllt – du wirst zur Kerzenflamme, zu reinem strahlendem warmem Licht. Einige Minuten Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt lasse dieses Licht in alle Richtungen ausstrahlen – nach links, nach rechts, nach vorn, nach hinten, nach unten, nach oben – ganz weit, ganz strahlend, ganz hell, ganz warm. Meditiere so weiter während der nächsten 5-10 Minuten in der Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder wenn es eine Körperregion gibt, die [[Heilung]] braucht, schicke das Licht deiner Flamme dorthin. Spüre wie heilendes warmes Licht die Körperregion, das Organ, durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak – Artikel von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Datei:ShriYantra.jpg|thumb|rechts|400px|Für Tratak kann man sich auch auf den Mittelpunkt eines Yantras - hier das Shri Yantra - konzentrieren.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] [http://www.sivanandaonline.org Swami Sivananda] gibt Ratschläge für Tratak und nennt die nachfolgenden Übungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ständiges Blicken auf einen bestimmten Punkt oder Gegenstand ohne zu blinzeln wird [http://mein.yoga-vidya.de/video/wolkentratak-mit Tratak] genannt. Dies ist eine der sechs&lt;br /&gt;
[[Reinigung]]sübungen, soll aber vor allem die [[Konzentration]] und Zielgerichtetheit der [[Gedanke]]n entwickeln. Sie ist sehr nützlich für Schüler der verschiedenen [[Yoga]]wege. Es gibt keine wirksamere Methode, um die [[Gedanke]]n zu beherrschen. Sri [[Ramana Maharshi]], der bekannte [[Jnani]] aus Tiruvanamalai, führte täglich Tratak aus, indem er auf seinem Sofa sitzend fest auf die Wand starrte oder auf der Veranda unbeweglich auf die Hügel oder den [[Himmel]] blickte. Dies befähigte ihn, seine [[Gedanke]]n im [[Gleichgewicht]] zu halten, ohne jemals zerstreut zu sein, auch wenn neben ihm gesungen oder gesprochen wurde.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Übungen von Tratak===&lt;br /&gt;
Schreibe das Wort [[Om]] in schwarzer Schrift auf eine Mauer und setze dich davor. Konzentriere dich mit offenen [[Auge]]n auf die heilige Silbe, bis dir Tränen kommen. Dann schließe die Augen und rufe das Bild in deinem Inneren hervor. Öffne erneut die Augen und blicke hin, bis wieder Tränen fließen. Steigere diese Übung allmählich. Es gibt Schüler, die eine Stunde lang unverwandt blicken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak ist eine der „sechs Übungen“ ([[Shatkriyas]]) des [[Hatha Yoga]]. Sie sammelt die herumirrenden Gedanken und setzt der Unordnung des [[Bewusstsein]]s ein Ende ([[Vikshepa]]). Statt der Silbe OM kann man auch einen großen schwarzen Fleck auf der Mauer als Konzentrationspunkt nehmen. Die Mauer wird während der Übung eine goldene Farbe annehmen. Man kann den schwarzen Punkt auch auf ein Blatt weißes Papier zeichnen und dieses an die Wand hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst zur Fixierung des Blicks (Tratak) auch jede Gottesdarstellung nehmen, sei es [[Krishna]], [[Rama]] oder [[Shiva]], oder ein geheiligtes [[Shalagrama]]. Tratak ist das Alpha-Beta, die erste Übung für den [[Yoga]] [[Schüler]] zur Erlangung der Konzentration. Tratak, zunächst mit offenen Augen geübt, ist die Vorstufe der „Visualisierung“, der Übertragung des durch Innenschau gewonnenen Gedankenbildes eines Gegenstands in das Bewusstsein. Tratak ist sehr [[Hilfe|hilfreich]] für die Konzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann die Gedanken auch durch die Übung geistiger Anbetung ([[Manas]] [[Puja]]) sammeln, indem man sich auf die [[Eigenschaft]]en [[Gott]]es konzentriert und sich des offenbarten Weltalls ([[Lila]]) als göttliches Spiel erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten Tag sollte man Trataka nur eine Minute lang üben und die Dauer allmählich jede Woche verlängern. Man darf die Augen nicht überanstrengen und soll aufhören, wenn die Übung unangenehm wird. Sind die Kapillargefäße schwach, werden die Augen sich leicht röten. Dies braucht nicht zu beunruhigen, da die Röte bald nachlassen wird. Wenn ein Schüler sechs Monate lang Tratak geübt hat, kann er mit fortgeschritteneren Konzentrations- und [[Meditation]]sübungen beginnen. Wichtig ist, dass er regelmäßig und methodisch in seiner Schulung ([[Sadhana]]) vorgeht, und dass er, wenn er seine Übung unterbrechen muss, das Versäumte am nächsten Tag wieder aufnimmt. Tratak, das Fixieren des Blicks, heilt viele Augenkrankheiten und verleiht übernatürliche Kräfte ([[Siddhi]]s). Während der Übung soll der Schüler OM oder die geheiligte Formel seiner Gottheit, sei es [[Hari]], [[Shri]], Rama oder [[Gayatri]] ([[Ishtha]] [[Mantra]]), wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Tratak auf ein Bild: Stelle ein Bild vor dich hin - am besten das Bild eines Heiligen oder Weisen. Blicke beständig und ohne zu blinzeln darauf. Zuerst blicke auf den Kopf, dann auf den [[Körper]] und die Beine. Wiederhole diesen Vorgang immer wieder. Wenn sich deine [[Gedanke]]n beruhigen, dann blicke nur noch auf einen einzigen Punkt. Bewege dich nicht, bis Tränen deine Wangen herunterlaufen. Erst dann schließe die Augen und stelle dir das Bild in Gedanken vor.&lt;br /&gt;
*Tratak auf einen schwarzen Fleck: Starre auf einen schwarzen Fleck an einer weißen Wand. Oder mache ein schwarzes Zeichen auf ein weißes Stück Papier. Blicke unverwandt eine [[Zeit]] lang auf diesen schwarzen Fleck.&lt;br /&gt;
*Tratak auf [[Om|OM]]: Zeichne OM auf ein Papier und halte es vor dich. Vollführe Tratak hierauf.&lt;br /&gt;
*Tratak auf Mond oder Sterne: Lege dich auf eine offene Terrasse, und blicke fest auf einen hellen Stern oder auf den Voll[[mond]]. Nach einiger Zeit siehst du verschiedene Lichtfarben. Noch etwas später wirst du nur noch ein bestimmtes [[Licht]] sehen; alle anderen Sterne im Umkreis verschwinden. Wenn du starr auf den Mond blickst, wirst du nur den hellen Mond auf einem dunklen Hintergrund sehen. Zeitweilig aber wirst du eine ungeheure Menge Licht um dich herum erblicken. Wird dein Blick noch fester, kannst du zwei oder drei Monde von gleicher Größe sehen. Manchmal wirst du überhaupt keinen Mond sehen, auch wenn deine Augen weit geöffnet sind.&lt;br /&gt;
*Tratak auf einen Punkt: Suche dir am Morgen oder Abend nach Belieben irgendeinen Punkt im Freien und blicke starr darauf. Es werden dir neue Einfälle kommen.&lt;br /&gt;
*Tratak auf dein Spiegelbild: Blicke in einem Spiegel ganz fest auf die Pupille deines Auges. Dies ist Tratak auf dein Spiegelbild bzw. dein eigenes Auge.&lt;br /&gt;
*Tratak auf den Punkt zwischen Augenbrauen oder die Nasenspitze: Manche üben Tratak auf den Zwischenraum zwischen den beiden Augenbrauen oder auf die [[Nasenspitze]]. Man kann selbst beim Gehen Tratak auf die Nasenspitze üben.&lt;br /&gt;
*Tratak auf die Chakras: Fortgeschrittene Schüler können Tratak auf die inneren [[Chakra]]s oder [[Padma]]s (Lotusblüten) lenken. [[Muladhara]], [[Anahata]], [[Ajna]] und [[Sahasrara]] sind die wichtigen Zentren für Tratak.&lt;br /&gt;
*Tratak auf die Flamme einer Öllampe: Stelle eine Öllampe vor dich hin und blicke auf die Flamme. Astrale [[Wesenheit]]en geben [[Darshan]] (Einsicht) mit [[Hilfe]] der Flammen.&lt;br /&gt;
*Tratak auf die Sonne: Sehr wenige [[Yogi]]s führen Tratak auf die [[Sonne]] aus. Sie müssen hierbei einen erfahrenen [[Lehrer]] zur Seite haben. Dann beginnen sie, den Blick fest auf die aufsteigende Sonne zu konzentrieren. Nach stufenweiser Übung können sie Tratak auf die Sonne selbst zu Mittag üben. Sie erlangen besondere psychische Kräfte ([[Siddhi]]s). Nicht alle sind für diesen geistigen Weg ([[Sadhana]]) geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einige Tipps für Tratak===&lt;br /&gt;
Zu Beginn übe Tratak nur zwei Minuten. Dann kannst du vorsichtig die Zeit verlängern. Sei nicht ungeduldig. Eine fortschreitende und beständige Übung ist notwendig. Selbst wenn&lt;br /&gt;
man drei volle Stunden ununterbrochen auf einen Fleck blickt, bedeutet dies nichts, wenn die Gedanken wandern. Auch dein Denken muss auf diesen Fleck konzentriert sein. Erst dann wirst du [[Fortschritt]]e in dieser Übung erreichen und viele geistige [[Kraft|Kräfte]] erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht einmal eine Sekunde lang trotz mehrerer Versuche fest auf etwas zu blicken vermag, soll sich nicht beunruhigen. Man kann die Augen schließen und auf einen vorgestellten&lt;br /&gt;
Punkt zwischen den Augenbrauen blicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit sehr schwachen Augen-Kapillarien sollten - nachdem sie die Augen geschlossen haben - Tratak auf einen inneren oder äußeren Punkt verrichten. Die Augen dürfen nicht&lt;br /&gt;
überfordert werden. Fühlst du dich ermüdet, dann schließe sie, und halte die Gedanken auf dem Gegenstand des Tratak. Wenn du sitzend Tratak ausführst, darf dein Körper nicht schwanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak verstärkt das Augenlicht. Viele, die an Augenbeschwerden litten, haben diese Wohltat erfahren. Das unbewegte Blicken auf die Sonne, das deine Kräfte überfordern kann, darf&lt;br /&gt;
nur mit Hilfe eines [[Guru]] geschehen. Er wird dir ein Öl verschreiben, das du in deinen Kopf einreiben sollst, um den Organismus zu kühlen und ernste Beschwerden zu vermeiden, die&lt;br /&gt;
auftreten könnten. Nach dem Blick in die Sonne solltest du nachts Honig auf deine Augen reiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Übung von Tratak werden Augenbeschwerden geheilt und das Sehen verstärkt, so dass man die Augengläser fortlassen kann. [[Willenskraft]] wird zu einem wunderbaren Ausmaß&lt;br /&gt;
entwickelt, und die Gedanken werden gefestigt. [[Vikshepa]] Hellsehen, Gedankenlesen und andere Kräfte werden durch Tratak erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vernachlässige diese Übung nicht, auch wenn sie nur zum [[Hatha Yoga]] gehört. Alle Formen von Yoga vertragen sich miteinander. Tratak ist zweifellos Vorbereitung für den kommenden&lt;br /&gt;
Zustand des [[Samadhi]]. Du solltest Stufe für Stufe die Leiter des [[Yoga]] aufsteigen. Von den Übungen des Tratak kannst du jene auswählen, die dir am geeignetsten erscheint. Übe sie regelmäßig, um ihre Wohltat zu empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Trataka in seinem Buch &amp;quot;Yoga im täglichen Leben&amp;quot;==&lt;br /&gt;
Es ist einer der Reinigungsprozesse (Shat Karmas) im Lichte der Hatha-Yoga-Philosophie. Trataka spielt auch im [[Raja Yoga]] und [[Gyana]] Yoga eine wichtige Rolle. Trataka bedeutet, dass man die gesamte eigene Energie auf einen Gegenstand, ein Ding oder eine Idee richtet und dabei jede Einzelheit beobachtet, zergliedert und analysiert, bewusst und unbewusst jede geringste Möglichkeit einer Unterrichtung von innen und außen nützend. Trataka ist die Wurzel aller [[Willenskraft]]. Es ist für den Yogaschüler eine Vorschule für [[Sadhana]]. Ein [[Jnani]] konzentriert seine [[Aufmerksamkeit]] auf einen abstrakten Gedanken: [[Aham Brahma Asmi]]. Ich bin ganz Reinheit. Ich bin ganz Macht und dergleichen. Für Menschen durchschnittlicher Intelligenz ist es wahrlich ein beschwerliches Werk, ein schrecklich schwieriger Versuch, wenn sie sich auf einen abstrakten Gedanken konzentrieren sollen. Deshalb soll man sich zuerst auf einen konkreten Gegenstand konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halte das Bild deines Schutzengels ([[Ishta Devata]]) vor dich hin. Ich werde dir jetzt sagen, wie man Trataka über Vishnu den Herrn übt. Fixiere deine Gedanken zuerst auf [[Vishnu]]s Füße, dann auf den Lotus unter seinen Füßen. Lass deine Gedanken das gelbseidene Gewand [[Pitambara]] umkreisen, dann das goldene [[Hara]], den Edelstein an seiner Brust, dann Ohrringe, Antlitz, die Krone auf dem Haupte, die Armbänder, die Scheibe in der rechten oberen [[Hand]], die Muschel in der linken oberen Hand. Das ist die rechte Reihenfolge. Dann beginne wieder unten bei den Füßen, mache das immer wieder. Jedes mal, wenn deine Gedanken abschweifen wollen, hefte sie immer wieder auf die Füße, wie Krishna der Herr in [[Gita]] VI, 25 sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muschel bedeutet [[Om]] oder absolutes Wort ([[Shabda]] [[Brahman]]). Die Scheibe ist Zerstörer der bösen Gedankenströme ([[Vritti]]s) oder Sinnenseindrücke ([[Vasana]]s), das Zepter ist Abzeichen der [[Souveränität]], der [[Lotus]] unter den Füßen bedeutet die [[Welt]] oder das [[Universum]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Anfang kannst du, nachdem du in [[Asana]] sitzt, Trataka 10 Minuten lang an einem schwarzen Punkt an der Wand vor dir üben. Verlängere allmählich die Zeitdauer. Blicke ohne Unterbrechung und ohne die [[Auge]]n zu schließen stetig auf den Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst, auch nachdem du deine Ohren mit beiden Daumen verschlossen hast, Trataka über den [[Anahata]]-Ton üben, der aus dem [[Akasa]] des Herzens aufsteigt. Das wird auf die Dauer zu wirklichem Aufhören der Gedanken ([[Laya]]) führen. Dann kannst du über Vishnu, [[Siva]], [[Krishna]] oder irgendeine andere Gestalt (Murthy) Trataka üben. Tratakaübung schenkt ungeheure [[Kraft|Kräfte]], beseitigt eine Menge Augenleiden und schenkt die göttliche [[Wahrnehmung]] ([[Divya]] [[Drishti]]). [http://www.sivanandaonline.org Copyright Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tratak in der Hatha Yoga Pradipika ==&lt;br /&gt;
In der [[Hatha Yoga Pradipika]] wird Trataka im Rahmen der sechs Reinigungshandlungen ([[Shatkriya]]) gelehrt ([http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/hatha-yoga-pradipika/tag/sanskrit-text-romische-schrift,deutsche-ubersetzung/page/11 Hatha Yoga Pradipika], 2. Kapitel, Vers 31 - 32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak – der Weg der einpünktigen [[Konzentration]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christine Wiume,  aus dem  [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga in den Alltag zu integrieren – das kann gelingen, wenn wir hier und da neue Akzente setzen. Einfache, kurze Übungen wie das hier vorgestellte Tratak können dir im stressigen Alltag enorm weiterhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, du sitzt irgendwo und musst auf jemanden warten. Vielleicht sitzt du auch gerade im Empfangsbereich einer Firma, bei der du gleich ein Vorstellungsgespräch haben wirst. Du möchtest den Job unbedingt bekommen und möchtest auf jeden Fall einen guten Eindruck machen. Du bist unglaublich aufgeregt, Schüttelfrost und Hitzewallungen überkommen dich im Wechsel. Dein Mund fühlt sich trocken an, und das, obwohl du schon so viel getrunken hast, dass du nicht sicher bist, ob du das Vorstellungsgespräch überhaupt durchhalten kannst, ohne dich zwischendrin mal kurz entschuldigen zu müssen. Unter Umständen hast du auch feuchte Hände und weißt nicht, wie du sie bis zum ersten Händedruck wieder trocken bekommst. Nun ja, wer kennt solch eine Situation nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kannst du es nun schaffen, aus diesem Strudel angsterfüllter Gedanken, hitziger Emotionen und unangenehmer Körperempfindungen herauszukommen? Das fragen sich die Menschen schon seit Jahrtausenden und einige Yogis und große Meister haben die Antwort darauf gefunden. Langfristig geht es natürlich darum, sich vollkommen von diesem Strudel zu lösen, und es ist gut, dies nach Möglichkeit in jedem Augenblick zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Übung könnte Tratak sein. Tratak bedeutet, seinen Blick auf einen Punkt zu fokussieren und auch seine Gedanken dort zu sammeln. Diese Übung kannst du auch im Empfangsbereich einer großen Firma durchführen. Du suchst dir einen Punkt aus, bringst deine [[Aufmerksamkeit]] ganz dahin und spürst, wie dein [[Atem]] ein- und ausströmt. Du kannst die Augen auch schließen, behältst den Fokus aber weiterhin auf dem Punkt, und spürst den tröstenden Atem, der dich im Körper verankert und dir so Halt gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du brauchst nicht länger in Gedanken oder Gefühle zu gehen. Konzentriere dich einfach auf den Punkt und deinen [[Atem]]. Du wirst die Übung sicherlich durchhalten, bis dich jemand abholt. Und dann gehst du er-frischt und konzentriert in das Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben hier zugegebenermaßen mit einer relativ extremen Situation begonnen, aber manchmal braucht es eben genau solche Situationen, damit wir ernsthaft anfangen zu üben und den echten Wert der einzelnen Übungen zu schätzen lernen. Du kannst Tratak in jeder Lebenslage praktizieren, und je öfter du übst, umso einfacher wird es. Je länger du die Konzentration auf einen Punkt halten kannst, umso konzentrierter wirst du sein, umso weniger verlierst du dich in Gedanken und Gefühlen, umso mehr bist du im Augenblick.&lt;br /&gt;
Wenn du dich gut konzentrieren kannst, wirst du auch feststellen, dass du viel schneller deine Aufgaben erledigst. Wozu andere sechs Stunden brauchen, das erledigst du in einer halben Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Wissenschaftler entdeckt durch Konzentration seiner Gedanken viel Neues. Er öffnet die Tore des grobstofflichen Denkens und dringt in höhere Ebenen des Mentalen ein. Hier empfängt er tiefere Erkenntnis. Alle geistigen Energien konzentriert er auf die Dinge, die er analysiert. So findet er ihr Geheimnis.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Swami Sivananda]]: „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung” (ELS, S. 111)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tratak ist genau wie die Asanas eine Übung, die zum [[Hatha Yoga]] gehört. „Es ist eine der sechs Reinigungsübungen, soll aber vor allem die [[Konzentration]] und Zielgerichtetheit der Gedanken entwickeln.&#039;&#039;&#039; (ELS, S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dabei spielt der Bezug zum Körper eine große Rolle. „Die Entspannung der Muskeln beruhigt die Gedanken. Geistige Entspannung lässt den Körper ausruhen. Körper und Denken sind eng miteinander verbunden.&#039;&#039;&#039; (ELS, S. 77) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wenn die Gedanken konzentriert sind, wird die Atmung langsamer.&#039;&#039;&#039; (ELS, S. 56)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst Tratak auf grobstoffliche aber auch auf feinstoffliche Gegenstände üben. [[Swami Sivananda]] empfiehlt, zunächst mit konkreten Objekten zu beginnen, weil sie für den normalen Menschen einfach sichtbar sind, und es ihm auffällt, wenn seine [[Aufmerksamkeit]] davon weggeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist gut, rechtzeitig mit dem Üben zu beginnen. Du kannst jederzeit einen Gegenstand in den Fokus nehmen und dich darauf konzentrieren. Das kann ein Punkt sein oder ein Bild, aber auch deine eigene Nasenspitze. Du kannst die Nasenspitze oder jedes andere Bild konkret visualisieren oder innerlich rekonstruieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lerne ganz einfach, dich zu konzentrieren, dich in deinem Zentrum zu sammeln. Tratak ist zwar „nur“ eine Übung, die zum [[Hatha Yoga]] gehört, vor allem aber ist es eine erste Übung, die die Einpünktigkeit des Geistes entwickelt, bei der es nur noch einen Gedanken gibt. Erst dann fällst du in die [[Meditation]]. Zunächst ist das Hauptziel, die Bewegung der Gedanken zu begrenzen und sie auf einen Punkt, einen Gegenstand, immer wieder zu lenken. Wenn auch dieser Gedanke vergeht, ist Samadhi erreicht. Das Mentale ist rein, leer, unbewegt. Über diesen Zustand der Gedankenlosigkeit musst du dich noch erheben und mit dem höchsten [[Purusha]] oder [[Brahman]] identifizieren. Er ist der schweigsame Zeuge des Mentalen, der diesem Kraft und Licht gibt. Erst jetzt erlangst du das höchste Ziel des Lebens. Nun hat das Mentale keine Empfindungen mehr.&#039;&#039;&#039; (ELS, S. 107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Shatkriya]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Konzentration]]&lt;br /&gt;
* [[Kurzsichtigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Konzentration]]&lt;br /&gt;
* [[Innenschau]]&lt;br /&gt;
* [[Kontemplation]]&lt;br /&gt;
* [[Versenkung]]&lt;br /&gt;
* [[Meditationsforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Meditationslehren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p250_Konzentration-und-Meditation/ Swami Sivananda: Konzentration und Meditation]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p58_Meditation-und-Mantras/ Swami Vishnu-devananda: Meditation und Mantras, Sivananda Yoga Vedanta Zentrum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/hatha-yoga-pradipika/tag/sanskrit-text-romische-schrift,deutsche-ubersetzung/page/11 Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriyas - Yoga Reinigungs-Übungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditationsportal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/meditation/meditationstechniken/ Meditationstechniken]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/augen/ Augen]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/asana/augenuebung.html Augenübungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/sivananda/sarva_kriya.html Swami Sivananda: Kriya Yoga Sadhana]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yoga-und-meditation-einfuehrung/ Yoga und Meditation Einführung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yoga-und-meditation-einfuehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ayurvedische Anwendung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tratak&amp;diff=565798</id>
		<title>Tratak</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Tratak&amp;diff=565798"/>
		<updated>2016-10-16T20:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Tratak&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit]]: त्राटक trāṭaka &#039;&#039;n.&#039;&#039;) ist eine [[Auge]]nreinigungsübung und [[Meditation]]stechnik bzw. Vorübung zur [[Konzentration]], bei der durch das Starren auf einen festen Punkt, z. B. ein kleines Objekt wie die [[Feuer|Flamme]] einer [[Kerze]], ein schwarzer Punkt oder ähnliches, die Einpünktigkeit ([[Ekagrata]]) des [[Geist]]es erreicht werden soll. Tratak gehört zu den sechs [[Shatkriya]]s und findet auch im [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ Ayurveda] Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:tratak.jpg|right|thumb|400px|Tratak mit einer Kerze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Shatkriyas sind:&lt;br /&gt;
* Tratak&lt;br /&gt;
*[[Neti]]&lt;br /&gt;
*[[Kapalabhati]]&lt;br /&gt;
*[[Dhauti]]&lt;br /&gt;
*[[Nauli]]&lt;br /&gt;
*[[Basti]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sukadev über Tratak==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von [[Sukadev]] über Tratak&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak ist das Hindi-Wort für das Sanskrit-Wort &amp;quot;Trataka&amp;quot;. Und Trataka heißt schauen, auf etwas hinschauen, Fixieren des Blickes, manchmal wird es auch als Starren bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak bezieht sich aber auch auf eine bestimmte [[Kriya]], also eine Reinigungsübung. Tratak heißt, auf eine Kerzenflamme zu schauen für eine gewisse Zeit lang, dann die Augen schließen und das Nachbild anschauen und wieder die Kerzenflamme anschauen. Das ist eine einfache Form der Meditation. Tratak, in diesem Sinne, ist eine Meditationspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei Tratak die Augen tränen, dann ist es eine Reinigungsübung, eine [[Kriya]], welche sehr hilfreich ist für die [[Gesundheit]] der [[Augen]]. Du kannst auch Tratak üben auf deine Nasenspitze. Du kannst Tratak üben auf den Punkt zwischen den Augenbrauen. Du kannst Tratak üben auch auf eine Götterfigur oder auch auf das Gesicht eines Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Formen von Tratak, einen beständigen Blick, helfen dir, ein gutes inneres [[Bild]] zu schaffen. Manche [[Mensch]]en wollen z.B. wissen, wie sie ihren [[Geist]] positiv machen können in der [[Meditation]]. Das geht über Trataka. Schaue auf eine Kerzenflamme, Licht wird dich durchströmen. Schaue auf das Gesicht deines [[Meister]]s, du wirst die [[Liebe]] des [[Meister]]s und die Verbindung mit dem Meister spüren. Schaue auf das Bild von [[Gott]], sei es als [[Symbol]], wie das [[Kreuz]] oder auch den [[Halbmond]], das [[Om]]-Zeichen, sei es eine der [[Inkarnationen]], [[Avatar]]e Gottes, wie [[Krishna]] oder [[Rama]], sei es eine der Personifizierung Gottes, wie [[Shiva]] oder [[Lakshmi]]. Schaue dort hin und indem du dort hin schaust, spüre die Kraft, die dich durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trataka, also Fixieren des Blickes. Tratak, eine Reinigungsübung, Tratak, eine Konzentrationstechnik, Tratak, eine Übung, um für die Meditation eine gewisse neue Tiefe zu bekommen. Trataka oder Tratak wörtlich: schauen, mit dem Blick fixieren, beständig etwas betrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|87Fu8QHsJQI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung zur Tratak Reinigungsübung==&lt;br /&gt;
Stelle eine [[Licht|Kerze]] im Abstand von 2-5 Metern etwas unterhalb deiner [[Auge]]nhöhe vor dich. Öffne die Augen und schaue in die [[Flamme]], ohne mit den Augen zu zwinkern. Es ist gut für die Augen, wenn sie feucht werden oder tränen. Bleibe entspannt. Wenn die Augen jedoch anfangen zu brennen, oder es irgendwie unangenehm wird, schließe die Augen. Beobachte, was du dann vor deinem [[geist]]igen Auge siehst: vielleicht ein Nachbild der Flamme oder [[Regenbogen|verschiedene Farben]] und Formen, womöglich nur [[Dunkelheit]]. Eventuell spürst du auch einfach nur eine sanfte [[Energie]] zwischen den Augenbrauen. Akzeptiere alles, ohne etwas konkret zu erwarten. Wenn [[Gedanke]]n kommen, öffne die Augen und schaue wieder in die Kerzenflamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|TtsH6j-1Gmc}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen von Tratak==&lt;br /&gt;
Tratak, Starren, ist eine vorzügliche [[Konzentrationsübung]]. Man starrt dabei zunächst auf einen Gegenstand oder einen Punkt, ohne zu blinzeln. Dann schließt man die Augen, und der Gegenstand erscheint vor dem geistigen Auge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wirkung von Tratak===&lt;br /&gt;
Diese Übung beruhigt den ruhelosen Geist, erhöht die Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;
und führt schließlich zu schärfster Konzentration auf einen Punkt. Wo auch immer die Augen hinwandern, der [[Geist]] folgt nach, so dass beim Starren auf einen einzigen Punkt auch der Geist einbezogen wird. Obgleich Tratak in erster Linie Ihre Konzentration stärkt und den Geist reinigt, verbessert es gleichzeitig die [[Sehkraft]] und belebt das [[Gehirn]] über die Sehnerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Worauf man Tratak üben kann===&lt;br /&gt;
Tratak ist eine der sechs – Kriyas genannten – [[Reinigungsübungen]]. Tratak wird meist mit einer Kerze  ausgeführt, doch kann man auch andere Gegenstände als Ziel des Starrens wählen. Man kann einen&lt;br /&gt;
schwarzen Punkt auf ein Blatt Papier malen und dies an die Wand hängen oder ein [[Chakra]] benutzen  oder ein [[Yantra]]. Yantras sind geometrische Figuren, die den [[Geist]] sammeln. Wie ein [[Mantra]] hat auch jedes Yantra eine besondere mystische Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Abwechslung kann man auch auf ein Symbol starren, wie auf OM oder auf das Bild einer&lt;br /&gt;
[[Gottheit]]. Man muss sich nicht auf Gegenstände im Raum beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tagsüber kann eine Blume oder eine Muschel das [[Ziel]] der [[Aufmerksamkeit]] sein, nachts der Mond oder ein leuchtender Stern. Solange der Konzentrationsgegenstand sich nicht merklich bewegt und klein genug zum Anstarren ist, wird das »Fokussieren« die gewünschte Wirkung zeigen. Yogis benutzen&lt;br /&gt;
oft den [[Punkt zwischen den Augenbrauen]] oder die [[Nasenspitze]] zum Tratak.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Technik und Übung des Tratak===&lt;br /&gt;
Die Technik des Tratak bleibt unabhängig vom Zielpunkt Ihres Starrens die gleiche, obwohl sie im Freien natürlich leicht abgewandelt wird. Platziere den gewählten Gegenstand etwa einen Meter von dir entfernt in Augenhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reguliere zunächst den Atem, dann starre auf den Gegenstand, ohne zu blinzeln. Starre nicht mit leerem Blick darauf – betrachte ihn einfach ständig, ohne sich zu überanstrengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa einer Minute schließe die Augen, und während du innerlich den Blick anhältst, stelle dir den Gegenstand im [[Ajna Chakra]] oder [[Anahata Chakra]] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald das innere Bild verschwindet, öffne die Augen und wiederhole das Ganze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Hatha Yoga Pradipika]] soll man so vorgehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Konzentriere dich mit fixiertem Blick auf einen kleinen Gegenstand –&lt;br /&gt;
bis die Tränen kommen.« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Augen tatsächlich nach einer kurzen [[Zeit]] des Starrens zu tränen beginnen, ist das schlicht ein Zeichen, sie zu schließen; allmählich kannst du die Zeitspanne des Starrens dann verlängern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortschritte im Tratak===&lt;br /&gt;
Wird deine [[Konzentration]] tiefer und dein Blick beständiger, lasse die Augen länger geöffnet und auch länger geschlossen, bis du insgesamt auf eine Stunde kommen. In den ersten Tagen des Tratak kann es passieren, dass unerwünschte Gedanken sich im  Geist einschleichen. Lenke dann einfach die Aufmerksamkeit wieder auf den Gegenstand der Konzentration, und der Geist wird sich wieder sammeln. Mit zunehmender Praxis wirst den gewählten Gegenstand bei geschlossenen Augen immer klarer und auch länger visualisieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak auf Stirn und Nasenspitze===&lt;br /&gt;
Durch das Starren auf den Punkt zwischen den Augenbrauen – Sitz des »Dritten Auges« (oben) – oder auf die&lt;br /&gt;
Nasenspitze (unten) stärkt man nicht nur seine Konzentration, sondern auch die Augenmuskeln. Für den Anfang&lt;br /&gt;
reicht eine Minute des Starrens, verlängern kann man dann auf zehn Minuten. Überanstrengen sollte man die Augen nicht; wenn sie ermüden oder schmerzen, schließt man sie sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Starren auf die Stirn erweckt [https://www.yoga-vidya.de/kundalini-yoga/ Kundalini], das Starren auf die Nasenspitze beeinflusst das zentrale Nervensystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak auf das OM Zeichen===&lt;br /&gt;
[[Datei:OM Klang farbig.jpg|thumb|Das Zeichen Om ist ein sehr geeignetes Objekt für Tratak]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Yogi ist kein Symbol mächtiger als die Silbe OM, wie diese Worte aus Mandukya Upanishad&lt;br /&gt;
beweisen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»OM, dies ewige Wort ist alles; was war, was ist und was sein wird.« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sanskritzeichen bedeutet die untere, längere Kurve den Traumzustand, die obere Kurve steht für&lt;br /&gt;
den Wachzustand, die aus der Mitte kommende Kurve symbolisiert den traumlosen Tiefschlaf. Der Halbmond oben steht für »Maya«, den Schleier der Illusion, der Punkt für die Transzendenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt die individuelle Seele durch den Schleier und verweilt in der Transzendenz, wird sie von den Drei Zuständen und ihren Eigenschaften befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du das Sanskritzeichen OM (oben links) zum Tratak benutzen, lasse&lt;br /&gt;
die Augen gegen den Uhrzeigersinn darüber gleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak auf eine Kerze===&lt;br /&gt;
Eine Kerzenflamme wird häufig als Gegenstand für Tratak benutzt, weil sich hinter den geschlossenen&lt;br /&gt;
Augen leicht das Bild der strahlenden Flamme projiziert. Man sollte die Kerze in Augenhöhe in&lt;br /&gt;
einem dunklen, zugluftfreien Raum aufstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterkerze-Licht.jpg|thumb|Eine Kerze ist ein beliebtes Objekt für Tratak - die Erfahrungen werden da recht schnell sehr tief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak Meditation selbst anleiten==&lt;br /&gt;
Wenn du [http://mein.yoga-vidya.de/video/5-minuten-tratak-am-pc Tratak] anleiten willst, findest du hier [[Wort]]e, die Sukadev auf der [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p30_Meditation---Audio-CD/ CD] [[Meditation]] benutzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dies ist eine Meditationstechnik, die dich in Kontakt zum inneren [[Licht]] bringen kann. Stelle eine Kerze im Abstand von etwa 2-5 Meter etwas unterhalb deiner Augenhöhe hin. Setze dich in eine bequeme Stellung und bleibe ganz ruhig sitzen. Schließe zunächst die Augen und beobachte eine Weile lang, wie dein [[Atem]] von selbst ein- und ausströmt. Werde dir bewusst, wie die [[Gedanke]]n vor deinem geistigen Auge dorthin ziehen und spüre, wie sie langsam immer ruhiger werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffne jetzt deine Augen und schaue direkt in die Flamme hinein. Versuche, dabei nicht mit den Augenlidern zu zwinkern, sondern ganz ruhig zu bleiben. Und einfach die Flamme auf dich wirken zu lassen. Spüre, wie mit der Flamme, [[Licht]], [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/energiearbeit/ Energie] und Positivität in dich hineinströmt. Es kann sein, dass nach einer Weile deine [[Augen]] feucht werden oder tränen. Dies ist ein gutes Zeichen, reinigt die Augen und verhilft ihnen zu einer guten [[Gesundheit]]. Erzwinge nichts, wenn notwendig kannst du auch die Augen zwischendurch kurz schließen. Halte die Augen solange wie möglich offen, und lasse das Licht ganz auf dich wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt schließe die Augen sanft und werde dir bewusst, was du mit geschlossenen Augen sehen kannst. Lass dabei die Augen ganz entspannt. Vielleicht siehst du ein Nachbild der Kerzenflamme - vielleicht auch in einer anderen Farbe oder das Negativbild. Eventuell siehst du einfach nur verschiedene Farben und Formen, die sich langsam verändern. Vielleicht ist es auch einfach nur gleichmäßig dunkel. Beobachte mit geschlossenen Augen, was du sehen kannst, und sei dabei ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffne wieder die Augen, und schaue ganz entspannt und anstrengungslos in die Kerzenflamme hinein. Schaue in die Flamme und nur in die Flamme. Lass das Licht dieser Flamme ganz auf dich wirken. Spüre, wie mit dem Licht der Flamme, Licht, [[Kraft]], [[Weisheit]], Positivität in dich hineinströmen. Halte die Augen dabei ganz entspannt, geöffnet oder wenn notwendig zwinkere kurz mit den Augen, damit die Augen nicht brennen und die [[Übung]] angenehm bleibt. Lasse so das Licht ganz auf dich wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließe wieder die Augen und beobachte, was du mit geschlossenen Augen sehen kannst. Achte dabei darauf, dass die Augen ganz entspannt sind, als ob du dabei ins Unendliche schaust. Und richte diesmal deine Aufmerksamkeit besonders darauf, was du im Punkt zwischen den Augenbrauen sehen oder spüren kannst oder auch etwas darüber. Erwarte nichts Konkretes, sondern werde dir einfach nur [[Bewusstsein|bewusst]], was du im Punkt zwischen den Augenbrauen spüren oder sehen kannst. Und lass dich durch diese Empfindung zu einem tieferen [[Frieden]] führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffne die Augen noch einmal. Schaue wieder in die Flamme - und nur in die Flamme. Diesmal ohne die Flamme zu fokussieren. Also ohne genau die Flamme fest anzuschauen. Es ist, als ob du durch die Flamme hindurchschaust. Dabei wirst du einen wunderschönen Lichtkranz um die Flamme herum wahrnehmen und in einen [[Meditation|meditativen]] [[Zustand]] kommen. Lasse so das Licht der Flamme ganz auf dich wirken und dich zur inneren [[Stille]] führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließe noch einmal die Augen. Halte die Augen vollkommen entspannt und stelle dir vor, du schaust mit geschlossenen Augen weit in die Unendlichkeit aber leicht nach oben. Während du so, mit geschlossenen Augen, weit weg und leicht nach oben schaust, werde dir wieder bewusst, was du in der Mitte der Stirn spüren kannst. Bleibe so konzentriert, entspannt und ganz ruhig.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|jWekX0RSwIE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak Meditation für Fortgeschrittenere==&lt;br /&gt;
Es gibt eine paar Tratak [[Meditation]]en, die geübte Meditierende zu neuen [[Erfahrung]]en führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tratak Mantra Meditation===&lt;br /&gt;
Du kannst die [[Mantra Meditation]] mit Visualisierung verbinden. So kannst du besonders tief gehen. Dazu brauchst du ein Abbild des Göttlichen, eine sogenannte Murti. Eine [[Murti]] kann ein abstraktes Symbol: eine [[Kerze]], ein Kreuz, ein [[OM]] Zeichen, ein Stein oder ein Stern sein. Eine Murti kann aber auch ein [[Heilige]]nbild, eine Götterfigur, eine Darstellung von [[Maria]], [[Jesus]], [[Buddha]], [[Shiva]], [[Krishna]], [[Rama]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Mantra Meditation mit Visualisierung der Einzelheiten====&lt;br /&gt;
* Öffne die [[Auge]]n. Lasse den Blick zunächst über die Murti schweifen, langsam von unten nach oben, von links nach rechts und wiederhole dabei das [[Mantra]]. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen, und stelle dir das Bild vor dem geistigen Auge vor. Nehme über das geistige [[Bild]] Kontakt zum Göttlichen auf. &lt;br /&gt;
* Öffne die Augen und wandere mit dem Blick über die Murti. Sehe dir dieses Mal die Einzelheiten an und vertiefe den Kontakt zum Göttlichen. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen. Male dir vor dem geistigen Auge alle Einzelheiten aus, oder stelle dir die Murti als Ganzes vor. Spüre, dass du in göttlicher [[Gegenwart]] bist. &lt;br /&gt;
* Öffne die Augen. Lasse den Blick nicht mehr schweifen, nehme die Murti als Ganzes wahr. Stelle deinen Blick eventuell weich, als ob du durch die Murti hindurchschaust. Du kannst dir vorstellen, die Murti auch mit deinem [[Herz]]en, deinen Augen und mit deinem gesamten [[Bewusstsein]] wahrzunehmen. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen. Wiederhole weiter das [[Mantra]]. Visualisiere nun dieselbe Murti vor deinem geistigen Auge, vielleicht siehst du auch ein Nachbild oder die Murti als Licht. Bleibe weiter in der göttlichen Gegenwart. &lt;br /&gt;
* Öffne die Augen. Nimm die Murti als Ganzes war, oder bleibe bei einem Teil der Murti, beim [[Gesicht]], bei der segnenden [[Hand]], bei den Füßen oder dem [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herzen]. Wiederhole das Mantra, und spüre vom Herzen die göttliche Gegenwart. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen, halte aber das Bild weiter geistig aufrecht, und wiederhole im Bewusstsein der göttlichen Gegenwart das Mantra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Mantra Meditation mit Visualisierung der göttlichen Gegenwart überall====&lt;br /&gt;
* Öffne die Augen, und schaue in die [[Murti]]. Wiederhole dabei im [[Bewusstsein]] das Mantra der göttlichen [[Gegenwart]]. &lt;br /&gt;
* Schließe die Augen, und stelle dir die Murti vor. Stelle dir vor, dass die Murti immer größer wird, als ob sie vor dir den gesamten Raum einnimmt. Spüre über das Mantra und die Murti, dass alles vor dir göttliche Gegenwart ist. &lt;br /&gt;
* Halte die Augen geschlossen oder öffne sie kurz, um das Bild der Murti deutlicher werden zu lassen. Erfahre weiterhin mit dem Mantra die göttliche Gegenwart. &lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass die Murti links von dir ist, und spüre die göttliche Gegenwart links. &lt;br /&gt;
* Spüre sie danach rechts. Wenn es dir hilft, öffne kurz die Augen. &lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass [[Gott]] hinter dir ist, und spüre die göttliche Gegenwart hinter dir. Stelle dir vor, wie dich Gott von hinten segnet.&lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass die Murti über dir oder schräg vor dir steht. Stelle dir vor, das von der Murti, [[Licht]] und göttliche Gegenwart in dich hineinfließt, oder du dich nach oben zur göttlichen Gegenwart öffnest, während du das Mantra wiederholst. &lt;br /&gt;
* Stelle dir die Murti im [[Herz]]en vor. Vom Herzen aus segnet dich so dieses Göttliche in all den Aspekten deines [[Wesen]]s. Wiederhole das Mantra im Herzen, oder lasse es vom Herzen aus überall hin ausstrahlen.&lt;br /&gt;
* Die Murti ist jetzt in deinem Herzen, vor dir, hinter dir, links, rechts, oben, überall. Versuche von der bildlichen Vorstellung wegzukommen. Dehne deine [[Bewusstheit]] aus, und nehme das Göttliche überall wahr. Wiederhole das Mantra, und schicke es bewusst in alle Richtungen. Eventuell fällt die wörtliche Wiederholung des Mantras weg, und es schwingt wortlos in dir weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Mantra Meditation mit Visualisierung von Licht in allen Chakras====&lt;br /&gt;
* Schaue zunächst zur Murti. Stelle dir vor, dass Lichtenergie von der Murti zum [[Muladhara Chakra]] hinströmt. Während du das Mantra wiederholst atmest du Licht von der Murti ins Muladhara Chakra und atmest nach oben aus. Du kannst die Augen dabei offen lassen oder auch schließen. &lt;br /&gt;
* Dann gehst du zum Swadhisthana Chakra. Während du das Mantra wiederholst, atmest du Licht von der Murti ins [[Swadhisthana]] Chakra ein und nach oben aus.&lt;br /&gt;
* Du gehst weiter zum [[Manipura]] Chakra und mit offenen oder geschlossenen Augen atmest du Licht von der Murti ins Manipura Chakra ein und nach oben aus.&lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, wie Licht- und Segensenergie von der Murti zum [[Anahata]] Chakra strömt. Dein Herz öffnet sich, und die Segensenergie strömt weiter nach oben. &lt;br /&gt;
* Öffne dein [[Vishuddha]] Charka, und lass die Energie von dort nach oben ausströmen.&lt;br /&gt;
* Im [[Ajna]] Chakra, im Punkt zwischen den Augenbrauen, Mitte des Kopfes oder Mitte der Stirn wiederholst du denselben Vorgang. Du atmest Licht von der Murti ins Chakra ein und atmest nach oben aus.&lt;br /&gt;
* Stelle dir vor, dass du dich über das [[Sahasrara]] Chakra nach oben zum Unendlichen ausdehnst oder dass von oben das Göttliche in dich hineinströmt, dich ganz erfüllt. Du kannst dir die Murti über dir vorstellen, oder aber du nimmst dir keine konkrete Visualisierung vor und richtest dich mit dem Mantra ganz nach oben aus - im Bewusstsein, dass alles göttlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak Lichtmeditation für Heilung und Geborgenheit====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Stelle eine [[Kerze]] auf und setze dich in etwa 3 - 5 m entfernt hin. Die Kerzenflamme sollte etwas über Augenhöhe sein. Richte dich in deiner Sitzhaltung ein, atme ein paar mal tief und bewusst ein und aus. Dann öffne die [[Auge]]n und schaue etwa 1 - 3 Minuten in die Kerzenflamme – wenn es geht mit einem unbeweglichen Blick ohne zu blinzeln; Tratak heißt wörtlich &amp;quot;starren&amp;quot;. Wenn die Augen nach einer Weile anfangen zu tränen, ist das ein gutes [[Zeichen]] für die [[Reinigung]] der Augen. Wenn es aber brennen oder unangenehm sein sollte, blinzele ein paar Mal und schließe zwischendurch die Augen. Danach öffne sie wieder und schaue möglichst bewegungslos in die Kerzenflamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Während du in die Kerzenflamme schaust, nimm das [[Wesen]] der [[Flamme]], des [[Licht]]es wahr: Welche [[Empfindung]]en weckt sie in dir: Licht, [[Wärme]], [[Ruhe]], [[Stille]], [[Geborgenheit]], [[Frieden]], [[Liebe]], [[Strahlen]] ... Nach etwa 1 - 3 Minuten schließe die Augen, nimm das Nachbild der Flamme bei geschlossenen Augen wahr und spüre gleichzeitig, wie diese Eigenschaften des Lichtes, der Kerzenflamme in dir stark werden: goldenes Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen. Dann öffne wieder die Augen, schaue 1 - 3 Minuten bewegungslos in die Flamme, danach schließe wieder die Augen und lasse die Lichteigenschaften, die du am meisten mit der Kerzenflamme assoziierst, weiter in dir stark werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Lass jetzt mit deiner [[Achtsamkeit]] und deiner [[Bewusstheit]] diese Flamme, das Licht der Kerze und seine Eigenschaften in dir lebendig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Bringe das Licht zu den einzelnen Körperteilen. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinen [[Fuß|Füßen]] und [[Bein]]en, und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deine Füße und Beine ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinem Rumpf: Becken, Gesäß, Bauchraum nach oben, Brustkorb, [[Rücken]] und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deinen Unter- und Oberkörper ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinem Händen und Armen bis zu Schultern und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllte deine Hände und Arme ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren. Gehe mit dem Bewusstsein zu deinen Schultern, Hals, Nacken, [[Gesicht]] und [[Kopf]] und lass dort die Flamme sein. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deine Schultern, Hals, Nacken, Gesicht und Kopf ganz, und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen in dieser Körperregion einkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Spür jetzt deinen ganzen Körper: von den Fußsohlen, [[Zehen]] über die Hände zu den Schultern zur Schädeldecke. Lass deinen ganzen Körper erfüllt sein von der Kerzenflamme. Das warme goldene Licht mit dem inneren Strahlen erfüllt deinen ganzen Körper und lässt Licht, Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen im ganzen Körper einkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Jede [[Zelle]] deines Körpers, deines Wesens ist durchdrungen von dieser Flamme, speichert das goldene Licht mit seinem inneren Strahlen auf; mit allen Poren, mit deiner ganzen [[Achtsamkeit]], Konzentration und [[Willenskraft]] nimmst du dieses Licht, die Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Du wirst zu dieser Flamme, zu diesem sanften, goldenen, warmen Licht – du BIST die Flamme, du bist reines Licht, du bist Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Lass dieses Licht, die Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe, Strahlen dich ganz erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Strahle das Licht, die Wärme, Ruhe, Stille, Geborgenheit, Frieden, Liebe in alle Richtungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tratak-Lichtmeditation zur Aktivierung von Energie und Licht==== &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle eine [[Kerze]] auf und setze dich in etwa 3 - 5 m entfernt hin. Die Kerzenflamme sollte etwas über Augenhöhe sein. Richte dich in deiner [[Sitzhaltung]] ein, atme ein paar mal tief und bewusst ein und aus. Dann öffne die [[Auge]]n und schaue etwa 1 - 3 Minuten in die Kerzenflamme – wenn es geht mit einem unbeweglichen Blick ohne zu blinzeln; Tratak heißt wörtlich &amp;quot;starren&amp;quot;. Wenn die Augen nach einer Weile anfangen zu tränen, ist das ein gutes [[Zeichen]] für die [[Reinigung]] der Augen. Wenn es aber brennen oder unangenehm sein sollte, blinzele ein paar Mal und schließe zwischendurch die Augen. Danach öffne sie wieder und schaue möglichst bewegungslos in die Kerzenflamme. Während du in die Kerzenflamme schaust, lasse die [[Wärme]], das [[Strahlen]] der Flamme und die [[Geborgenheit]] und [[Sicherheit]], die wir mit einem Kerzenlicht verbinden, auf dich wirken. Nimm die Wärme, das Strahlen, die Geborgen und Sicherheit in dich auf, lasse dich ganz davon durchdringen. Nach etwa 1 - 3 Minuten schließe die Augen, beobachte das Nachbild der Flamme bei geschlossenen Augen. Behalte dabei das [[Gefühl]] und die Vorstellung dieser Wärme, des Strahlens, der Geborgenheit und Sicherheit bei. Dann öffne wieder die Augen, schaue 1 - 3 Minuten bewegungslos in die Flamme, danach schließe wieder die Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der weiteren Meditation halte entweder die Augen geschlossen und konzentriere dich mit geschlossenen Augen auf die Flamme und die [[Qualität]]en von [[Licht]], Wärme und Strahlen. Oder du kannst im eigenen Rhythmus im Wechsel die Augen öffnen, eine Weile in die Flamme schauen und dann die Augen wieder schließen. Konzentriere dich jetzt auf den Bauchraum. Spüre die Kerzenflamme, ihre Wärme, das Licht, das Strahlen im Bauch als diese Kerzenflamme und lasse das Licht die Wärme, das Strahlen sich vom Bauchraum her ausbreiten. Entweder nur mit deiner [[Achtsamkeit]] und deinem Gefühl oder visualisiere dir eine Flamme im Bauchbereich, spüre die Wärme, die von ihr ausgeht und lasse sie weit ausstrahlen, in den ganzen Bauchraum und darüber hinaus in alle [[Richtung]]en. Einige Minuten [[Stille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich jetzt auf den Brustraum. Spüre die Kerzenflamme, ihre Wärme, das Licht, das Strahlen im Brustbereich und lasse das Licht die Wärme, das Strahlen sich vom Herzen her ausbreiten. Entweder nur mit deiner Achtsamkeit und deinem Gefühl oder visualisiere dir die Flamme im Brustbereich, spüre die Wärme, die von ihr ausgeht und lasse sie weit ausstrahlen, in den ganzen Brustraum und darüber hinaus in alle Richtungen. Einige Minuten Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriere dich jetzt auf den Kopfraum. Spüre die Kerzenflamme, ihre Wärme, das Licht, das Strahlen im Kopf und lasse das Licht die Wärme, das Strahlen sich vom Kopfraum her ausbreiten. Entweder nur mit deiner Achtsamkeit und deinem Gefühl oder visualisiere dir eine Flamme im Kopf, spüre die Wärme, die von ihr ausgeht und lasse sie weit ausstrahlen, in den ganzen Kopfbereich und darüber hinaus in alle Richtungen. Einige Minuten Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere und fühle jetzt den ganzen Körper wie diese wunderschöne, warme, leuchtende, strahlende Flamme. Fühle dich ganz davon erfüllt – du wirst zur Kerzenflamme, zu reinem strahlendem warmem Licht. Einige Minuten Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt lasse dieses Licht in alle Richtungen ausstrahlen – nach links, nach rechts, nach vorn, nach hinten, nach unten, nach oben – ganz weit, ganz strahlend, ganz hell, ganz warm. Meditiere so weiter während der nächsten 5-10 Minuten in der Stille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder wenn es eine Körperregion gibt, die [[Heilung]] braucht, schicke das Licht deiner Flamme dorthin. Spüre wie heilendes warmes Licht die Körperregion, das Organ, durchdringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak – Artikel von Swami Sivananda==&lt;br /&gt;
[[Datei:ShriYantra.jpg|thumb|rechts|400px|Für Tratak kann man sich auch auf den Mittelpunkt eines Yantras - hier das Shri Yantra - konzentrieren.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der indische [[Yogi]] [http://www.sivanandaonline.org Swami Sivananda] gibt Ratschläge für Tratak und nennt die nachfolgenden Übungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ständiges Blicken auf einen bestimmten Punkt oder Gegenstand ohne zu blinzeln wird [http://mein.yoga-vidya.de/video/wolkentratak-mit Tratak] genannt. Dies ist eine der sechs&lt;br /&gt;
[[Reinigung]]sübungen, soll aber vor allem die [[Konzentration]] und Zielgerichtetheit der [[Gedanke]]n entwickeln. Sie ist sehr nützlich für Schüler der verschiedenen [[Yoga]]wege. Es gibt keine wirksamere Methode, um die [[Gedanke]]n zu beherrschen. Sri [[Ramana Maharshi]], der bekannte [[Jnani]] aus Tiruvanamalai, führte täglich Tratak aus, indem er auf seinem Sofa sitzend fest auf die Wand starrte oder auf der Veranda unbeweglich auf die Hügel oder den [[Himmel]] blickte. Dies befähigte ihn, seine [[Gedanke]]n im [[Gleichgewicht]] zu halten, ohne jemals zerstreut zu sein, auch wenn neben ihm gesungen oder gesprochen wurde.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Übungen von Tratak===&lt;br /&gt;
Schreibe das Wort [[Om]] in schwarzer Schrift auf eine Mauer und setze dich davor. Konzentriere dich mit offenen [[Auge]]n auf die heilige Silbe, bis dir Tränen kommen. Dann schließe die Augen und rufe das Bild in deinem Inneren hervor. Öffne erneut die Augen und blicke hin, bis wieder Tränen fließen. Steigere diese Übung allmählich. Es gibt Schüler, die eine Stunde lang unverwandt blicken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak ist eine der „sechs Übungen“ ([[Shatkriyas]]) des [[Hatha Yoga]]. Sie sammelt die herumirrenden Gedanken und setzt der Unordnung des [[Bewusstsein]]s ein Ende ([[Vikshepa]]). Statt der Silbe OM kann man auch einen großen schwarzen Fleck auf der Mauer als Konzentrationspunkt nehmen. Die Mauer wird während der Übung eine goldene Farbe annehmen. Man kann den schwarzen Punkt auch auf ein Blatt weißes Papier zeichnen und dieses an die Wand hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst zur Fixierung des Blicks (Tratak) auch jede Gottesdarstellung nehmen, sei es [[Krishna]], [[Rama]] oder [[Shiva]], oder ein geheiligtes [[Shalagrama]]. Tratak ist das Alpha-Beta, die erste Übung für den [[Yoga]] [[Schüler]] zur Erlangung der Konzentration. Tratak, zunächst mit offenen Augen geübt, ist die Vorstufe der „Visualisierung“, der Übertragung des durch Innenschau gewonnenen Gedankenbildes eines Gegenstands in das Bewusstsein. Tratak ist sehr [[Hilfe|hilfreich]] für die Konzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann die Gedanken auch durch die Übung geistiger Anbetung ([[Manas]] [[Puja]]) sammeln, indem man sich auf die [[Eigenschaft]]en [[Gott]]es konzentriert und sich des offenbarten Weltalls ([[Lila]]) als göttliches Spiel erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten Tag sollte man Trataka nur eine Minute lang üben und die Dauer allmählich jede Woche verlängern. Man darf die Augen nicht überanstrengen und soll aufhören, wenn die Übung unangenehm wird. Sind die Kapillargefäße schwach, werden die Augen sich leicht röten. Dies braucht nicht zu beunruhigen, da die Röte bald nachlassen wird. Wenn ein Schüler sechs Monate lang Tratak geübt hat, kann er mit fortgeschritteneren Konzentrations- und [[Meditation]]sübungen beginnen. Wichtig ist, dass er regelmäßig und methodisch in seiner Schulung ([[Sadhana]]) vorgeht, und dass er, wenn er seine Übung unterbrechen muss, das Versäumte am nächsten Tag wieder aufnimmt. Tratak, das Fixieren des Blicks, heilt viele Augenkrankheiten und verleiht übernatürliche Kräfte ([[Siddhi]]s). Während der Übung soll der Schüler OM oder die geheiligte Formel seiner Gottheit, sei es [[Hari]], [[Shri]], Rama oder [[Gayatri]] ([[Ishtha]] [[Mantra]]), wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Tratak auf ein Bild: Stelle ein Bild vor dich hin - am besten das Bild eines Heiligen oder Weisen. Blicke beständig und ohne zu blinzeln darauf. Zuerst blicke auf den Kopf, dann auf den [[Körper]] und die Beine. Wiederhole diesen Vorgang immer wieder. Wenn sich deine [[Gedanke]]n beruhigen, dann blicke nur noch auf einen einzigen Punkt. Bewege dich nicht, bis Tränen deine Wangen herunterlaufen. Erst dann schließe die Augen und stelle dir das Bild in Gedanken vor.&lt;br /&gt;
*Tratak auf einen schwarzen Fleck: Starre auf einen schwarzen Fleck an einer weißen Wand. Oder mache ein schwarzes Zeichen auf ein weißes Stück Papier. Blicke unverwandt eine [[Zeit]] lang auf diesen schwarzen Fleck.&lt;br /&gt;
*Tratak auf [[Om|OM]]: Zeichne OM auf ein Papier und halte es vor dich. Vollführe Tratak hierauf.&lt;br /&gt;
*Tratak auf Mond oder Sterne: Lege dich auf eine offene Terrasse, und blicke fest auf einen hellen Stern oder auf den Voll[[mond]]. Nach einiger Zeit siehst du verschiedene Lichtfarben. Noch etwas später wirst du nur noch ein bestimmtes [[Licht]] sehen; alle anderen Sterne im Umkreis verschwinden. Wenn du starr auf den Mond blickst, wirst du nur den hellen Mond auf einem dunklen Hintergrund sehen. Zeitweilig aber wirst du eine ungeheure Menge Licht um dich herum erblicken. Wird dein Blick noch fester, kannst du zwei oder drei Monde von gleicher Größe sehen. Manchmal wirst du überhaupt keinen Mond sehen, auch wenn deine Augen weit geöffnet sind.&lt;br /&gt;
*Tratak auf einen Punkt: Suche dir am Morgen oder Abend nach Belieben irgendeinen Punkt im Freien und blicke starr darauf. Es werden dir neue Einfälle kommen.&lt;br /&gt;
*Tratak auf dein Spiegelbild: Blicke in einem Spiegel ganz fest auf die Pupille deines Auges. Dies ist Tratak auf dein Spiegelbild bzw. dein eigenes Auge.&lt;br /&gt;
*Tratak auf den Punkt zwischen Augenbrauen oder die Nasenspitze: Manche üben Tratak auf den Zwischenraum zwischen den beiden Augenbrauen oder auf die [[Nasenspitze]]. Man kann selbst beim Gehen Tratak auf die Nasenspitze üben.&lt;br /&gt;
*Tratak auf die Chakras: Fortgeschrittene Schüler können Tratak auf die inneren [[Chakra]]s oder [[Padma]]s (Lotusblüten) lenken. [[Muladhara]], [[Anahata]], [[Ajna]] und [[Sahasrara]] sind die wichtigen Zentren für Tratak.&lt;br /&gt;
*Tratak auf die Flamme einer Öllampe: Stelle eine Öllampe vor dich hin und blicke auf die Flamme. Astrale [[Wesenheit]]en geben [[Darshan]] (Einsicht) mit [[Hilfe]] der Flammen.&lt;br /&gt;
*Tratak auf die Sonne: Sehr wenige [[Yogi]]s führen Tratak auf die [[Sonne]] aus. Sie müssen hierbei einen erfahrenen [[Lehrer]] zur Seite haben. Dann beginnen sie, den Blick fest auf die aufsteigende Sonne zu konzentrieren. Nach stufenweiser Übung können sie Tratak auf die Sonne selbst zu Mittag üben. Sie erlangen besondere psychische Kräfte ([[Siddhi]]s). Nicht alle sind für diesen geistigen Weg ([[Sadhana]]) geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einige Tipps für Tratak===&lt;br /&gt;
Zu Beginn übe Tratak nur zwei Minuten. Dann kannst du vorsichtig die Zeit verlängern. Sei nicht ungeduldig. Eine fortschreitende und beständige Übung ist notwendig. Selbst wenn&lt;br /&gt;
man drei volle Stunden ununterbrochen auf einen Fleck blickt, bedeutet dies nichts, wenn die Gedanken wandern. Auch dein Denken muss auf diesen Fleck konzentriert sein. Erst dann wirst du [[Fortschritt]]e in dieser Übung erreichen und viele geistige [[Kraft|Kräfte]] erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht einmal eine Sekunde lang trotz mehrerer Versuche fest auf etwas zu blicken vermag, soll sich nicht beunruhigen. Man kann die Augen schließen und auf einen vorgestellten&lt;br /&gt;
Punkt zwischen den Augenbrauen blicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit sehr schwachen Augen-Kapillarien sollten - nachdem sie die Augen geschlossen haben - Tratak auf einen inneren oder äußeren Punkt verrichten. Die Augen dürfen nicht&lt;br /&gt;
überfordert werden. Fühlst du dich ermüdet, dann schließe sie, und halte die Gedanken auf dem Gegenstand des Tratak. Wenn du sitzend Tratak ausführst, darf dein Körper nicht schwanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tratak verstärkt das Augenlicht. Viele, die an Augenbeschwerden litten, haben diese Wohltat erfahren. Das unbewegte Blicken auf die Sonne, das deine Kräfte überfordern kann, darf&lt;br /&gt;
nur mit Hilfe eines [[Guru]] geschehen. Er wird dir ein Öl verschreiben, das du in deinen Kopf einreiben sollst, um den Organismus zu kühlen und ernste Beschwerden zu vermeiden, die&lt;br /&gt;
auftreten könnten. Nach dem Blick in die Sonne solltest du nachts Honig auf deine Augen reiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Übung von Tratak werden Augenbeschwerden geheilt und das Sehen verstärkt, so dass man die Augengläser fortlassen kann. [[Willenskraft]] wird zu einem wunderbaren Ausmaß&lt;br /&gt;
entwickelt, und die Gedanken werden gefestigt. [[Vikshepa]] Hellsehen, Gedankenlesen und andere Kräfte werden durch Tratak erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vernachlässige diese Übung nicht, auch wenn sie nur zum [[Hatha Yoga]] gehört. Alle Formen von Yoga vertragen sich miteinander. Tratak ist zweifellos Vorbereitung für den kommenden&lt;br /&gt;
Zustand des [[Samadhi]]. Du solltest Stufe für Stufe die Leiter des [[Yoga]] aufsteigen. Von den Übungen des Tratak kannst du jene auswählen, die dir am geeignetsten erscheint. Übe sie regelmäßig, um ihre Wohltat zu empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Swami Sivananda über Trataka in seinem Buch &amp;quot;Yoga im täglichen Leben&amp;quot;==&lt;br /&gt;
Es ist einer der Reinigungsprozesse (Shat Karmas) im Lichte der Hatha-Yoga-Philosophie. Trataka spielt auch im [[Raja Yoga]] und [[Gyana]] Yoga eine wichtige Rolle. Trataka bedeutet, dass man die gesamte eigene Energie auf einen Gegenstand, ein Ding oder eine Idee richtet und dabei jede Einzelheit beobachtet, zergliedert und analysiert, bewusst und unbewusst jede geringste Möglichkeit einer Unterrichtung von innen und außen nützend. Trataka ist die Wurzel aller [[Willenskraft]]. Es ist für den Yogaschüler eine Vorschule für [[Sadhana]]. Ein [[Jnani]] konzentriert seine [[Aufmerksamkeit]] auf einen abstrakten Gedanken: [[Aham Brahma Asmi]]. Ich bin ganz Reinheit. Ich bin ganz Macht und dergleichen. Für Menschen durchschnittlicher Intelligenz ist es wahrlich ein beschwerliches Werk, ein schrecklich schwieriger Versuch, wenn sie sich auf einen abstrakten Gedanken konzentrieren sollen. Deshalb soll man sich zuerst auf einen konkreten Gegenstand konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halte das Bild deines Schutzengels ([[Ishta Devata]]) vor dich hin. Ich werde dir jetzt sagen, wie man Trataka über Vishnu den Herrn übt. Fixiere deine Gedanken zuerst auf [[Vishnu]]s Füße, dann auf den Lotus unter seinen Füßen. Lass deine Gedanken das gelbseidene Gewand [[Pitambara]] umkreisen, dann das goldene [[Hara]], den Edelstein an seiner Brust, dann Ohrringe, Antlitz, die Krone auf dem Haupte, die Armbänder, die Scheibe in der rechten oberen [[Hand]], die Muschel in der linken oberen Hand. Das ist die rechte Reihenfolge. Dann beginne wieder unten bei den Füßen, mache das immer wieder. Jedes mal, wenn deine Gedanken abschweifen wollen, hefte sie immer wieder auf die Füße, wie Krishna der Herr in [[Gita]] VI, 25 sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muschel bedeutet [[Om]] oder absolutes Wort ([[Shabda]] [[Brahman]]). Die Scheibe ist Zerstörer der bösen Gedankenströme ([[Vritti]]s) oder Sinnenseindrücke ([[Vasana]]s), das Zepter ist Abzeichen der [[Souveränität]], der [[Lotus]] unter den Füßen bedeutet die [[Welt]] oder das [[Universum]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Anfang kannst du, nachdem du in [[Asana]] sitzt, Trataka 10 Minuten lang an einem schwarzen Punkt an der Wand vor dir üben. Verlängere allmählich die Zeitdauer. Blicke ohne Unterbrechung und ohne die [[Auge]]n zu schließen stetig auf den Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst, auch nachdem du deine Ohren mit beiden Daumen verschlossen hast, Trataka über den [[Anahata]]-Ton üben, der aus dem [[Akasa]] des Herzens aufsteigt. Das wird auf die Dauer zu wirklichem Aufhören der Gedanken ([[Laya]]) führen. Dann kannst du über Vishnu, [[Siva]], [[Krishna]] oder irgendeine andere Gestalt (Murthy) Trataka üben. Tratakaübung schenkt ungeheure [[Kraft|Kräfte]], beseitigt eine Menge Augenleiden und schenkt die göttliche [[Wahrnehmung]] ([[Divya]] [[Drishti]]). [http://www.sivanandaonline.org Copyright Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tratak in der Hatha Yoga Pradipika ==&lt;br /&gt;
In der [[Hatha Yoga Pradipika]] wird Trataka im Rahmen der sechs Reinigungshandlungen ([[Shatkriya]]) gelehrt ([http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/hatha-yoga-pradipika/tag/sanskrit-text-romische-schrift,deutsche-ubersetzung/page/11 Hatha Yoga Pradipika], 2. Kapitel, Vers 31 - 32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tratak – der Weg der einpünktigen [[Konzentration]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christine Wiume,  aus dem  [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yoga in den Alltag zu integrieren – das kann gelingen, wenn wir hier und da neue Akzente setzen. Einfache, kurze Übungen wie das hier vorgestellte Tratak können dir im stressigen Alltag enorm weiterhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, du sitzt irgendwo und musst auf jemanden warten. Vielleicht sitzt du auch gerade im Empfangsbereich einer Firma, bei der du gleich ein Vorstellungsgespräch haben wirst. Du möchtest den Job unbedingt bekommen und möchtest auf jeden Fall einen guten Eindruck machen. Du bist unglaublich aufgeregt, Schüttelfrost und Hitzewallungen überkommen dich im Wechsel. Dein Mund fühlt sich trocken an, und das, obwohl du schon so viel getrunken hast, dass du nicht sicher bist, ob du das Vorstellungsgespräch überhaupt durchhalten kannst, ohne dich zwischendrin mal kurz entschuldigen zu müssen. Unter Umständen hast du auch feuchte Hände und weißt nicht, wie du sie bis zum ersten Händedruck wieder trocken bekommst. Nun ja, wer kennt solch eine Situation nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kannst du es nun schaffen, aus diesem Strudel angsterfüllter Gedanken, hitziger Emotionen und unangenehmer Körperempfindungen herauszukommen? Das fragen sich die Menschen schon seit Jahrtausenden und einige Yogis und große Meister haben die Antwort darauf gefunden. Langfristig geht es natürlich darum, sich vollkommen von diesem Strudel zu lösen, und es ist gut, dies nach Möglichkeit in jedem Augenblick zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Übung könnte Tratak sein. Tratak bedeutet, seinen Blick auf einen Punkt zu fokussieren und auch seine Gedanken dort zu sammeln. Diese Übung kannst du auch im Empfangsbereich einer großen Firma durchführen. Du suchst dir einen Punkt aus, bringst deine [[Aufmerksamkeit]] ganz dahin und spürst, wie dein [[Atem]] ein- und ausströmt. Du kannst die Augen auch schließen, behältst den Fokus aber weiterhin auf dem Punkt, und spürst den tröstenden Atem, der dich im Körper verankert und dir so Halt gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du brauchst nicht länger in Gedanken oder Gefühle zu gehen. Konzentriere dich einfach auf den Punkt und deinen [[Atem]]. Du wirst die Übung sicherlich durchhalten, bis dich jemand abholt. Und dann gehst du er-frischt und konzentriert in das Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben hier zugegebenermaßen mit einer relativ extremen Situation begonnen, aber manchmal braucht es eben genau solche Situationen, damit wir ernsthaft anfangen zu üben und den echten Wert der einzelnen Übungen zu schätzen lernen. Du kannst Tratak in jeder Lebenslage praktizieren, und je öfter du übst, umso einfacher wird es. Je länger du die Konzentration auf einen Punkt halten kannst, umso konzentrierter wirst du sein, umso weniger verlierst du dich in Gedanken und Gefühlen, umso mehr bist du im Augenblick.&lt;br /&gt;
Wenn du dich gut konzentrieren kannst, wirst du auch feststellen, dass du viel schneller deine Aufgaben erledigst. Wozu andere sechs Stunden brauchen, das erledigst du in einer halben Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Ein Wissenschaftler entdeckt durch Konzentration seiner Gedanken viel Neues. Er öffnet die Tore des grobstofflichen Denkens und dringt in höhere Ebenen des Mentalen ein. Hier empfängt er tiefere Erkenntnis. Alle geistigen Energien konzentriert&lt;br /&gt;
er auf die Dinge, die er analysiert. So findet er ihr Geheimnis.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Swami Sivananda]]: „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung” (ELS, S. 111)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Tratak ist genau wie die Asanas eine Übung, die zum [[Hatha Yoga]] gehört. „Es ist eine der sechs Reinigungsübungen, soll aber vor allem die [[Konzentration]] und Zielgerichtetheit der Gedanken entwickeln.“&#039;&#039; (ELS, S. 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Dabei spielt der Bezug zum Körper eine große Rolle. „Die Entspannung der Muskeln beruhigt die Gedanken. Geistige Entspannung lässt den Körper ausruhen. Körper und Denken sind eng miteinander verbunden.“&#039;&#039; (ELS, S. 77) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Wenn die Gedanken konzentriert sind, wird die Atmung langsamer.“&#039;&#039;&#039; (ELS, S. 56)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Du kannst Tratak auf grobstoffliche aber auch auf feinstoffliche Gegenstände üben. [[Swami Sivananda]] empfiehlt, zunächst mit konkreten Objekten zu beginnen, weil sie für den normalen Menschen einfach sichtbar sind, und es ihm auffällt, wenn seine [[Aufmerksamkeit]] davon weggeht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es ist gut, rechtzeitig mit dem Üben zu beginnen. Du kannst jederzeit einen Gegenstand in den Fokus nehmen und dich darauf konzentrieren. Das kann ein Punkt sein oder ein Bild, aber auch deine eigene Nasenspitze. Du kannst die Nasenspitze oder jedes andere Bild konkret visualisieren oder innerlich rekonstruieren.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Lerne ganz einfach, dich zu konzentrieren, dich in deinem Zentrum zu sammeln. Tratak ist zwar „nur“ eine Übung, die zum [[Hatha Yoga]] gehört, vor allem aber ist es eine erste Übung, die die Einpünktigkeit des Geistes entwickelt, bei der es nur noch einen Gedanken gibt. Erst dann fällst du in die [[Meditation]].&lt;br /&gt;
Zunächst ist das Hauptziel, die Bewegung der Gedanken zu begrenzen und sie auf einen Punkt, einen Gegenstand, immer wieder zu lenken. Wenn auch dieser Gedanke vergeht, ist Samadhi erreicht. Das Mentale ist rein, leer, unbewegt. Über diesen Zustand der Gedankenlosigkeit musst du dich noch erheben und mit dem höchsten [[Purusha]] oder [[Brahman]] identifizieren. Er ist der schweigsame Zeuge des Mentalen, der diesem Kraft und Licht gibt. Erst jetzt erlangst du das höchste Ziel des Lebens. Nun hat das Mentale keine Empfindungen mehr.“&#039;&#039;(ELS, S. 107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Shatkriya]]&lt;br /&gt;
* [[Kriya]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Konzentration]]&lt;br /&gt;
* [[Kurzsichtigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Yoga]]&lt;br /&gt;
* [[Konzentration]]&lt;br /&gt;
* [[Innenschau]]&lt;br /&gt;
* [[Kontemplation]]&lt;br /&gt;
* [[Versenkung]]&lt;br /&gt;
* [[Meditationsforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Meditationslehren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p250_Konzentration-und-Meditation/ Swami Sivananda: Konzentration und Meditation]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p58_Meditation-und-Mantras/ Swami Vishnu-devananda: Meditation und Mantras, Sivananda Yoga Vedanta Zentrum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/hatha-yoga-pradipika/tag/sanskrit-text-romische-schrift,deutsche-ubersetzung/page/11 Hatha Yoga Pradipika]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/Art_Kriyas.html Kriyas - Yoga Reinigungs-Übungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditationsportal]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/meditation/meditationstechniken/ Meditationstechniken]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/augen/ Augen]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/asana/augenuebung.html Augenübungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/artikel/sivananda/sarva_kriya.html Swami Sivananda: Kriya Yoga Sadhana]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yoga-und-meditation-einfuehrung/ Yoga und Meditation Einführung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/yoga-und-meditation-einfuehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ayurvedische Anwendung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatha Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565797</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565797"/>
		<updated>2016-10-16T19:49:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beobachten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein [[Herz]] klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurde der Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nervensystem wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe]] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nutze deine Zeit!==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Artikel „Zeit“ in der &amp;quot;Göttlichen Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sivananda-quad-kl-sw.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitmangel und Termindruck prägen unseren Alltag. „Wie kann ich sinnvoller mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen?“, fragen sich viele. [[Swami Sivananda]] gibt dir hier ein paar Inspirationen: Nutze jeden Tag für dein spirituelles [[Wachstum]]. Behalte das Ganze im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der [[Sinn]] des menschlichen Lebens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ ... Das [[Leben]] ist nicht nur dazu da, um zu essen, zu trinken, sich zu kleiden und fortzupflanzen. Dahinter steht etwas Großartiges und Erhabenes. Jenseits ist ein ewiges Leben der Wonne. Jede Sekunde muss gut genutzt werden, um dieses [[Lebensziel]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das halbe Leben bringen wir im [[Schlaf]] zu. Ein großer Teil vergeht in Krankheit. Ein Teil vergeht mit Essen, Trinken und Sprechen. In der [[Kindheit]] bist du in Unwissenheit und Spiel gehüllt. In der Jugend gerätst du in die Fänge der [[Liebe]] zum anderen Geschlecht. Im Alter leidest du unter der [[Angst]] und der Last von Familienangelegenheiten. Wann, meine lieben Freunde, werdet Ihr die Zeit finden, etwas Tugendhaftes zu tun und [[Gott]] zu verehren? Sei ernsthaft. Denke und überlege jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Es gibt viele Hindernisse. Durchtrenne diesen Knoten von [[Avidya]], Unwissenheit und trinke die göttliche Wonne. Das Leben ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Die [[Welt]] ist voll Elend. Widme dich fleißig dem Yoga [[Sadhana]]. Das [[Leben]] ist eine Luftblase für zwei Sekunden. Du kamst allein. Du wirst alleine gehen. Niemand wird dir folgen. Du kamst nackt. Du wirst nackt gehen. Niemand wird dir folgen. Mache [[Bhajan]], [[Kirtan]], Singen von [[Mantra|Mantras]]; denn nur das wird dir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Menschen, die sich zu Größe und Bedeutung erhoben haben, weil sie jede Sekunde nutzbringend verwendeten. Führe ein [[Tagebuch]]. Reduziere den [[Schlaf]]. Höre auf, sinnlos zu reden. Genug, genug! Halte [[Mauna]], [[Schweigen]]. Erkenne den [[Wert]] der [[Zeit]]. Lege dir einen genauen Plan für den Tag zurecht und halte dich fest daran. Wachse. Entwickle dich. Werde weit. Erlange [[Erfolg]] im [[Leben]]. Verwirkliche [[Gott]]. Schließe dich in einem Raum ein. Überlege. Meditiere. Entfalte das verborgene spirituelle [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tage, Monate und Jahre vergehen. Die Haare sind ergraut. Die Zähne sind ausgefallen. Du hängst an Vergänglichem. Sagt mir, Freunde, wie lange werdet ihr Sklaven der flüchtigen Dinge auf der [[Welt]] sein? Wie oft werdet ihr dieselben Sinnesvergnügen noch wiederholen? Wie lange willst du den Mammon, das [[Geld]] und das andere [[Geschlecht]] verehren? Wann wirst du die [[Zeit]] finden, über [[Gott]] zu meditieren und tugendhafte Dinge zu tun? Denke und überlege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Geburtstag erinnert dich daran, dass dein Leben um ein Jahr kürzer geworden ist. Fasse an diesem den festen Vorsatz, dein zukünftiges [[Leben]] fruchtbringender und nutzvoller zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiebe gute Taten nicht auf; es gibt keine Sicherheit des Lebens. Was du morgen tun möchtest, tue heute. Was du heute tun möchtest, tue sofort.&lt;br /&gt;
Tue am Tag das, wodurch du des Nachts glücklich lebst. Tue zu Beginn deines Lebens das, wodurch du im [[Alter]] glücklich lebst. Tue dein ganzes Leben lang das, wodurch du nach dem [[Tod]] glücklich leben wirst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh Mensch! Bevor du zu Bett gehst, setze dich hin und führe Buch über die Dinge, die du getan hast. Wenn du die Tränen eines einzigen Menschen durch ein einziges Wort des Trostes und der Aufheiterung oder durch eine einzige gute Tat getrocknet hast, dann kannst du den Tag als gut verbracht verbuchen. Du hast etwas Gottgefälliges getan. Wenn du aber nichts zum Trost eines anderen getan hast, wenn du kein einziges Wort gesprochen hast, das das Herz eines bekümmerten Menschen zu erleichtern vermochte, hast du den Tag umsonst gelebt. Dann verbuche diesen als vergeudet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist ein Glied in der Kette der [[Zeit]]. Wenn du [[Zeit]] vergeudest, vergeudest du Leben. Erkenne den Wert der Zeit. Du kannst nicht eine einzige Sekunde zurückholen, die du wertlos verbracht hast. Zeit ist überaus wertvoll. Spiele nicht mit der Zeit. Ziehe daraus den größten Nutzen. Nutze jede Sekunde für spirituelles Streben und Dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565796</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565796"/>
		<updated>2016-10-16T14:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beobachten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurde der Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nerven system wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nutze deine Zeit!==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Artikel „Zeit“ in der &amp;quot;Göttlichen Erkenntnis&amp;quot; von [[Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitmangel und Termindruck prägen unseren Alltag. „Wie kann ich sinnvoller mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen?“, fragen sich viele. [[Swami Sivananda]] gibt dir hier ein paar Inspirationen: Nutze jeden Tag für dein spirituelles [[Wachstum]]. Behalte das Ganze im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der [[Sinn]] des menschlichen Lebens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„ ... Das [[Leben]] ist nicht nur dazu da, um zu essen, zu trinken, sich zu kleiden und fortzupflanzen. Dahinter steht etwas Großartiges und Erhabenes. Jenseits ist ein ewiges Leben der Wonne. Jede Sekunde muss gut genutzt werden, um dieses [[Lebensziel]] zu erlangen.&lt;br /&gt;
Das halbe Leben bringen wir im [[Schlaf]] zu. Ein großer Teil vergeht in Krankheit. Ein Teil vergeht mit Essen, Trinken und Sprechen. In der [[Kindheit]] bist du in Unwissenheit und Spiel gehüllt. In der Jugend gerätst du in die Fänge der [[Liebe]] zum anderen Geschlecht. Im Alter leidest du unter der [[Angst]] und der Last von Familienangelegenheiten. Wann, meine lieben Freunde, werdet Ihr die Zeit finden, etwas Tugendhaftes zu tun und [[Gott]] zu verehren? Sei ernsthaft. Denke und überlege jetzt.&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Es gibt viele Hindernisse. Durchtrenne diesen Knoten von [[Avidya]], Unwissenheit und trinke die göttliche Wonne. Das Leben ist kurz. Die [[Zeit]] rast. Die [[Welt]] ist voll Elend. Widme dich fleißig dem Yoga [[Sadhana]]. Das [[Leben]] ist eine Luftblase für zwei Sekunden. Du kamst allein. Du wirst alleine gehen. Niemand wird dir folgen. Du kamst nackt. Du wirst nackt gehen. Niemand wird dir folgen. Mache [[Bhajan]], [[Kirtan]], Singen von [[Mantra|Mantras]]; denn nur das wird dir folgen.&lt;br /&gt;
Es gab Menschen, die sich zu Größe und Bedeutung erhoben haben, weil sie jede Sekunde nutzbringend verwendeten. Führe ein [[Tagebuch]]. Reduziere den [[Schlaf]]. Höre auf, sinnlos zu reden. Genug, genug! Halte [[Mauna]], [[Schweigen]]. Erkenne den [[Wert]] der [[Zeit]]. Lege dir einen genauen Plan für den Tag zurecht und halte dich fest daran. Wachse. Entwickle dich. Werde weit. Erlange [[Erfolg]] im [[Leben]]. Verwirkliche [[Gott]]. Schließe dich in einem Raum ein. Überlege. Meditiere. Entfalte das verborgene spirituelle [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
Tage, Monate und Jahre vergehen. Die Haare sind ergraut. Die Zähne sind ausgefallen. Du hängst an Vergänglichem. Sagt mir, Freunde, wie lange werdet ihr Sklaven der flüchtigen Dinge auf der [[Welt]] sein? Wie oft werdet ihr dieselben Sinnesvergnügen noch wiederholen? Wie lange willst du den Mammon, das [[Geld]] und das andere [[Geschlecht]] verehren? Wann wirst du die [[Zeit]] finden, über [[Gott]] zu meditieren und tugendhafte Dinge zu tun? Denke und überlege.&lt;br /&gt;
Dein Geburtstag erinnert dich daran, dass dein Leben um ein Jahr kürzer geworden ist. Fasse an diesem den festen Vorsatz, dein zukünftiges Leben fruchtbringender und nutzvoller zu gestalten.&lt;br /&gt;
Schiebe gute Taten nicht auf; es gibt keine Sicherheit des Lebens. Was du morgen tun möchtest, tue heute. Was du heute tun möchtest, tue sofort.&lt;br /&gt;
Tue am Tag das, wodurch du des Nachts glücklich lebst. Tue zu Beginn deines Lebens das, wodurch du im [[Alter]] glücklich lebst. Tue dein ganzes Leben lang das, wodurch du nach dem [[Tod]] glücklich leben wirst.&lt;br /&gt;
Oh Mensch! Bevor du zu Bett gehst, setze dich hin und führe Buch über die Dinge, die du getan hast. Wenn du die Tränen eines einzigen Menschen durch ein einziges Wort des Trostes und der Aufheiterung oder durch eine einzige gute Tat getrocknet hast, dann kannst du den Tag als gut verbracht verbuchen. Du hast etwas Gottgefälliges getan. Wenn du aber nichts zum Trost eines anderen getan hast, wenn du kein einziges Wort gesprochen hast, das das Herz eines bekümmerten Menschen zu erleichtern vermochte, hast du den Tag umsonst gelebt. Dann verbuche diesen als vergeudet.&lt;br /&gt;
Das [[Leben]] ist ein Glied in der Kette der [[Zeit]]. Wenn du Zeit vergeudest, vergeudest du Leben. Erkenne den Wert der Zeit. Du kannst nicht eine einzige Sekunde zurückholen, die du wertlos verbracht hast. Zeit ist überaus wertvoll. Spiele nicht mit der Zeit. Ziehe daraus den größten Nutzen. Nutze jede Sekunde für spirituelles Streben und Dienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565672</id>
		<title>Herz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565672"/>
		<updated>2016-10-13T19:56:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Herzensmeditation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herz&#039;&#039;&#039; - Was bedeutet Herz? Was will man mit diesem Wort sagen? Wozu ist Herz ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, vielleicht gar eine [[Tugend]]? Welche weiteren Persönlichkeitsmerkmale stehen in [[Verbindung]] mit Herz? Herz ist im engeren [[Sinn]] die Bezeichnung eines Körperorgans, eben des [[Organ]]s in der [[Brust]], welches das [[Blut]] durch die [[Adern]] pumpt. Herz ist auch das Wesen eines [[Mensch]]en. Jemand kann ein gutes Herz haben, ein weiches Herz oder auch ein kaltes Herz. Herz steht auch für die [[Gefühle]], die [[Emotionen]], insbesondere im Gegenüber zum [[Kopf]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann mit Herz und Kopf bei einer Sache sein - oder eben auch mit dem Herzen nicht dabei sein, also unbeteiligt. Herz steht auch für [[Lieben]], z.B. wenn man jemandem vorwirft, er habe kein Herz. Das Herz ist auch die [[Essenz]], der Kern von etwas, z.B. kann man sich im Herzen [[Afrika]]s befinden oder das Herz der Angelegenheit verstanden haben. Herz ist auch ein Kosename: Ein Liebender kann sagen zu seiner Geliebten &amp;quot;mein Herz!&amp;quot;. Herz ist auch die Bezeichnung für eine &amp;quot;Farbe&amp;quot; im Kartenspiel und für ein bestimmtes [[Symbol]]. Herz kann auch [[Mut]] bedeuten - so kann man beherzt mit etwas anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist ein [[Organ]], das in menschlichen und tierischen [[Körper]]n dafür sorgt, dass der [[Blutkreislauf]] durch regelmäßiges Zusammenziehen und [[Dehnen]] angetrieben und in [[Gang]] gehalten wird. Herz meint aber auch so etwas wie [[Zentrum]] oder Mittelpunkt, ohne den ein [[Wesen]] oder eine Sache nicht existieren kann. Das Herz wird auch als Ort der [[Gefühl]]e betrachtet. [[Spirituell]] gesehen, könnte man das Herz auch als [[spirituell]]es Zentrum verstehen, als [[Atman]], als das göttliche [[Bewusstsein]] in jedem einzelnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ANAHAT.jpg|thumb|Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz biologisch gesehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Practice of Nature Cure&amp;quot; (1951) vom großen [[Yogameister]] und [[Artzt]] [[Swami Sivananda]] &#039;&#039;&#039;, S. 332-334. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist die vitale zentrale Pumpe der Durchblutung. Es ist wie ein Wasserwerk in einer [[Stadt]]. Es befindet sich auf der linken Seite des Brustkorbs zwischen der rechten und der linken Lunge. Es ist von einer Tasche umhüllt, die aus serösen Membranen besteht, und mit dem Pericardium endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere des Herzens besteht aus zwei Höhlen, rechte und linke, getrennt durch eine längsverlaufende Scheidewand. Jede Höhle ist nochmals in obere und untere Kammer unterteilt. Die obere Kammer wird Vorhof genannt, die zweite Ventrikel. Im Inneren des Herzens befinden sich also vier Kammern- rechter Vorhof und rechtes Ventrikel, linker Vorhof und linkes Ventrikel. Die zwei rechten Kammern beinhalten reines dunkelrotes frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut. Der Vorhof ist mit dem Ventrikel durch eine Öffnung, die Atrioventrikularklappe, verbunden. Die Funktion dieser Klappe ist es, das Blut vom Vorhof in das Ventrikel fließen zu lassen, aber den Rückfluss zu verhindern. Die Größe des Herzens ist ungefähr 13 cm lang, etwa 8 cm bei maximaler Atmung und 5 cm dick. Das Herz eines Erwachsenen wiegt 280 g und ein Ventrikel fasst ungefähr 85 g Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blut]] ist eine rote Flüssigkeit, die ständig durch den Körper fließt. An der Durchblutung sind Herz, Arterien, Kapillaren und Venen beteiligt. Es wäre an dieser Stelle nicht angebracht zu beschreiben, wie dies genau funktioniert. Es genügt zu sagen, dass das Blut aus den Lungen in reinem Zustand in das Herz kommt und das unreine Blut aus den verschiedenen Körperteilen kommt. Das reine Blut wird an Organe und Gewebe geschickt, um ihnen den lebenswichtigen Sauerstoff und Nahrung zu bringen, das unreine Blut wird zu den Lungen gebracht und dort gereinigt. Man muss verstehen, dass Blut keine homogene Flüssigkeit ist, wie es dem bloßen Auge erscheinen mag. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass es aus vielen winzigen Zellen, manche rot, manche weiß- den roten und weißen Blutkörperchen- besteht, die in einer klaren Flüssigkeit schwimmen, dem Blutplasma oder &amp;quot;Blutlikör&amp;quot;. Das Blut hat viele wichtige Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puls zeigt den Zustand des Herzens. Er ist eine Welle, die sich entlang der Arterien, durch die Pumpaktion des Herzens, ausdehnt. Der Zustand des Herzens kann von einem geschickten Arzt, der den Puls fühlt, ermittelt werden. Ein schwacher kraftloser Puls zeigt, dass das Herz sehr schwach ist, während ein starker kräftiger Puls zeigt, dass das Herz stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabak ist Gift für das Herz. Der Tabakkonsum ist alarmierend gestiegen. Tabak beinhaltet ein Wirkungsprinzip oder einen Bestandteil, das Nikotin, welches nervösen Unterdruck im Herzen und Herzklopfen verursacht. Das Wirkungsprinzip Nikotin verursacht Vergiftung. Die Herzaktivität wird durch regelmäßigen Tabakkonsum geschwächt. Man sagt, dass Menschen, die dieser [[Droge]] zum Opfer gefallen sind, an einem &amp;quot;Tabakherzen&amp;quot; oder einem &amp;quot;irritierten Herzen&amp;quot; leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie beeinflusst ein kaltes Bad das Herz?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Nervenfasern befinden sich in der Epidermis, der äußeren Hautschicht. Die Anwendung von Kälte stimuliert die Nervenenden. Als Folge davon werden zahllose Impulse ausgelöst, die sich bis zum Rückenmark, dem Gehirn und dem Nervenzentrum bewegen. Dieses spezielle Nervenzentrum befindet sich an der Basis des Gehirns und hält die oberste Herrschaft über die Herzfunktion. Das Nervenzentrum, das nun stimuliert wird, fordert das Herz dazu auf, schneller zu schlagen. Manche Nervenimpulse berühren das Herz direkt. Man kann klar sehen, dass die gute Wirkung des kalten Bades durch die Kälte kommt, die auf die Hautoberfläche trifft, die letztendlich über das Nervensystem die Herzschlagfrequenz und die Kraft des Herzens beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen warmen Bäder, bekannt als Hydrotherapie oder Wasserkur, stimulieren das Herz zu Beginn, aber wenn man sie zu lange macht, wird die Hitze des Körpers das Herz schwächen. Es kann zu [[Erschöpfung]] oder Ohnmacht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz spirituell gesehen==&lt;br /&gt;
===Meditation für Herzensverbindung mit deinen Mitmenschen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/podpress_trac/web/4887/0/66_dankbarkeits-tiefenentspannung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Übung kannst du eine Herzensverbindung zu deinen Mitmenschen herstellen. Wir gehen ein paar Momente in die [[Stille]]. Du kannst überlegen, welche drei bis sieben [[Mensch]]en für dich in der nächsten Woche von besonderer Wichtigkeit sind. Von [[Partner]] bis [[Kind]]er, [[Eltern]], Kollege, Kunde, Chef, Mitarbeiter. Und jetzt stelle dir einen davon vor, und spüre von deinem Herzen aus das Herz des anderen. Ohne irgendetwas nachzudenken, spüre einfach mit deinem Herzen das Herz des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kannst du auch [[Segen]]swünsche sprechen, wie: &amp;quot;Lieber, Liebe [[Name]], ich schicke dir [[Licht]] und [[Liebe]]. Möge es dir gut gehen. Möge unser Zusammensein oder Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine zweite Person vor, die für dich in der nächsten Woche wichtig sein wird, und spüre wieder mit deinem Herzen das Herz dieser anderen Person. Spüre einfach, ohne nachzudenken. Dann sprich wieder Segenswünsche wie: &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles [[Gute]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine dritte Person vor. Stelle die Herzensverbindung wieder her, indem du mit deinem Herzen das Herz dieser Person spürst. Und sprich wieder Segenswünsche wie z.B. &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles Gute. Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Jetzt stelle dir alle anderen vor, die vielleicht auch noch von [[Bedeutung]] sein mögen, und spüre mit deinem Herzen das Herz all dieser anderen. Und sprich Segenswünsche wie: &amp;quot;Ich wünsche euch alles Gute. Möge unser Zusammensein, möge unser gemeinsames Wirken segensreich sein.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe das jeden [[Tag]]. Versuche, jeden Tag eine Herzensverbindung herzustellen mit den wichtigsten Menschen in deinem Leben. Für die meisten Menschen sind etwa drei bis sieben Menschen besonders wichtig im Leben, für manche sogar weniger, für manche auch mehr. Wenn du jeden [[Tag]] jeden dieser Menschen vom Herzen her spürst, wirst du feststellen, ihr werdet euch viel besser verstehen, und du hast eine tiefe liebevolle Grundbeziehung. Und diese liebevolle Grundbeziehung und dieses liebevolle Grundverständnis ist eine sehr gute und auch belastbare Basis für tiefe [[Gelassenheit]], liebevolle Gelassenheit, einfühlsame Gelassenheit, verbundene Gelassenheit, keine trockene und kalte Gelassenheit, engagierte, liebevolle, warmherzige Gelassenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|pDxIcxDKN30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Licht-Meditation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte dich in deiner [[Meditationshaltung]] ein, so dass du fest, aufrecht und bequem sitzt. [[Wirbelsäule]] aufrecht, in ihrer natürlichen Krümmung. Atme ein paar Mal tief und bewusst ein und aus, zentriere dich mit jeder [[Puraka|Einatmung]] in dir selbst, komme ganz bei dir, im Hier und Jetzt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse jetzt den [[Atem]] so fließen, wie er von selbst fließen will, und stelle dir vor, du öffnest dich nach oben, wie ein nach oben offenes Gefäß – wie ein Kelch oder eine Vase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle dir und spüre, wie mit jedem Atemzug von oben strahlendes [[Licht]] in dich einströmt, und sich im Herzen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweile ein paar Minuten mit dieser [[Konzentration]]: nach oben öffnen, von dort strahlendes Licht in dich hinein strömen lassen, das sich im Herzen sammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stelle dir einen strahlender [[Stern]] oder eine strahlende [[Sonne]] oder das strahlende &amp;quot;Juwel im [[Lotos]]&amp;quot; im Herzen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Einatmen strahlt dein Stern, deine Sonne oder dein [[Edelstein]] im Herzen stärker. Mit jedem Ausatmen lässt du dieses strahlende Licht deines Herzenssterns, deiner inneren Sonne oder eines Juwels vom Herzen her weit ausstrahlen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst in alle [[Richtung]]en in deinen Körper. Jede [[Zelle]] deines [[Wesen]]s wird ganz aufgeladen mit diesem strahlenden hellen Licht deines Sterns/deiner Sonne/deines Herzensjuwels. Fühle dich ganz durchdrungen von diesem wunderbaren strahlenden Licht, das von deinem Herzen ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse dieses Strahlen über deinen Körper hinaus in alle Richtungen weit ausstrahlen – in diesen ganzen [[Raum]], in die ganze [[Gegend]], in die ganze Welt, bis zum [[Himmel]], ins [[Unendlichkeit|Unendliche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist weit und strahlend, reines Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herzensmeditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von [[Swami Nirgunananda]], aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami.Nirgunananda.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Rubrik gibt [[Swami Nirgunananda]] von jetzt an in jedem Journal ein paar wertvolle Tipps für die [[Meditation]]. Heute findest du hier eine Anregung und [[Meditationsanleitung]] zur [[Herzensöffnung]]. Sie können dein [[Leben]] bereichern, [[Energie]]n frei setzen, die durch Vorurteile, vorgefasste Meinungen und vieles mehr dein [[Herz]] eng machen. Wenn du schon eine feste [[Meditationstechnik]] hast, kannst du diese [[Herzensmeditation]]en ab und zu mal üben oder auch am [[Anfang]] die ersten paar Minuten und dann zu deiner Haupttechnik übergehen. – Probiere es einfach aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Man sieht nur mit dem Herzen gut“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut – für die Augen bleibt das Wesentliche unsichtbar“&lt;br /&gt;
(Antoine de Saint-Exupéry)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich in deiner [[Meditationshaltung]] hin.  Mache die Stellung so fest, bewegungslos, aufrecht und angenehm wie möglich.  Bitte [[Körper]] und [[Geist]], ganz entspannt und bewegungslos zu sein. Atme ein paar Mal tief ein und aus, komme so ganz bei dir, in diesem Moment an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse den [[Atem]] fließen, wie er von selbst fließen will. Werde dir deines Körpers bewusst und werde dir bewusst: &#039;&#039;Ich habe den [[Körper]], aber ich bin nicht der Körper&#039;&#039;. Werde dir etwaiger Gedanken bewusst, die da sind und werde dir  bewusst:  Es  sind  Gedanken  da,  ich  habe  Gedanken,  aber ich bin nicht die Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herz]] steht symbolisch für das, was jenseits von all dem ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überlege  dir:  &#039;&#039;Was  heißt  es,  mit  dem  Herzen  zu  sehen? Was heißt es für mich? Was bedeutet es für mich? Was verstehe ich darunter? Wo habe ich vielleicht so gehandelt, dass ich  die  Stimme  des  Herzens  überhört  habe? Was  würde  ich eventuell  anders  machen,  wenn  ich  mit  dem  Herzen  sehen, denken, handeln würde? Was könnte ich anders machen, um in [[Zukunft]] in ähnlichen Situationen mit dem Herzen zu sehen, zu denken, zu handeln?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere dich in der Situation, wie du von Herzen her handelst. Spüre, wie sich das anfühlt. Wie du dich selbst, den anderen/die anderen Menschen, die Situation, plötzlich intuitiv besser verstehst. Wie dein [[Herz]] weich und weit und offen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss schicke von Herzen her [[Licht]] und [[Liebe]] zu dir selbst, zu allen Wesen, in alle Richtungen. Vertiefe die [[Atmung]]. Wenn du willst, formuliere innerlich eine passende [[Affirmation]]. Öffne langsam die Augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meditation des reinen Herzens===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selig sind, die reinen Herzens sind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt ein reines Herz? Was bedeutet es für mich? Was verdunkelt das Herz, und damit die [[Freude]] und das [[Glück]], die [[Lebensqualität]]? Vielleicht neige ich dazu, anderen [[Mensch]]en, Dinge oder [[Motiv]]e zu unterstellen?  Situationen vorschnell zu interpretieren? Vorschnell oder einseitig zu urteilen? Dinge auf mich zu beziehen, die nicht so gemeint sind oder die gar nichts mit mir zu tun haben? mich schnell gekränkt zu fühlen? aufzubrausen? ärgerlich zu sein? Arrogant zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer jetzt an [[Gefühl]]en oder Gedanken ähnlicher [[Art]] kommen mag: Lasse es alles ein in dein Herz und spüre: für diesen Moment kann ich es loslassen, mich von jeglicher [[Identifikation]] und allen Vorstellungen lösen – tief im Inneren, im tiefsten Inneren meines Herzens bin ich ganz rein und unberührt – wie ein reines unschuldiges [[Kind]]. Diesen tiefsten inneren Kern im Herzen kann nichts berühren und trüben. Tief innen war, bin und bleibe ich - rein und selig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse alles, was kommt, reinwaschen im makellosen unberührten [[Lotos]] des reinen Herzens – fühle dich rein, strahlend, makellos, unberührt. Und spüre die [[Seligkeit]] und die Freude dieses reinen Herzens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Auch außerhalb der Meditation kannst du dich an diesen tiefsten unberührten Kern im Innersten wenden – als eine Ressource, wo du jederzeit inmitten aller [[Anforderung]]en, [[Herausforderung]]en und [[Problem]]en des Alltags eintauchen, dich reinwaschen kannst, Zugang zu dieser reinen unberührten [[Ebene]] deines [[Sein]]s findest und damit gestärkt und mit weniger [[Identifikation]] und weniger Verbissenheit dich den [[Aufgaben]] des [[Alltag]]s stellen – im [[Bewusstsein]]: all das ist eine Ebene. Auf einer tieferen Ebene ist das alles bedeutungslos, bin ich unberührt, rein, selig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga – ein Weg mit Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Karin Burschik, aus dem Yoga Vidya Journal Frühjahr 2010&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yoga]] mag &amp;quot;cool&amp;quot; sein, doch kalt ist es nicht. Denken wir nur an die Meisterinnen und [[Meister]] der Yoga-Tradition. Mit welcher Begeisterung sie ihre [[Lehre]]n und Übungen weitergegeben haben. Wie fürsorglich sie ihre Schülerinnen und [[Schüler]] behandelt und mit welcher [[Hingabe]] sie dem Göttlichen gedient haben. Warum ist das so? Auf welche Weise öffnen [[Körper]]-, [[Atem]]- und [[Meditation]]sübungen das Herz, und wie können wir diesen Prozess unterstützen? Das wollen wir uns nun genauer anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Asana]]s – nicht nur für den Körper===&lt;br /&gt;
Ganz allgemein gilt: Sport und Bewegung tun auch der [[Seele]] gut. Es macht [[Freude]], Glückshormone werden ausgeschüttet, und in einer Gruppe, die gemeinsam geschwitzt hat, entsteht ein ganz natürliches [[Gefühl]] der [[Verbundenheit]]. Darüber hinaus haben bestimmte [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas] auch bestimmte [[Seele|seelische]] Wirkungen. Denken wir nur an [[Fisch]] und [[Kobra]], die das [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] öffnen. [[Vorbeuge]]n fördern ein Gefühl der [[Hingabe]], und [[Held|Helden-Stellungen]] entwickeln [[Kraft]] und [[Mut]], so dass wir uns dann auch im Alltag leichter ein Herz fassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das intensive Beugen und Strecken können sich zudem tief sitzende [[Verspannungen]] lösen. Ja, wir erhalten sogar Zugang zu [[traumatisierung|Trauma]]ta, die gleichsam im Körper wie schlafend eingraviert sind. Asanas können sie wecken. Im ersten Moment mag das nicht sonderlich angenehm sein, doch letztendlich befreit eine solche Heil[[krise]] uns von alten [[Wunde]]n, und wir gehen lebendiger, freudiger und liebevoller aus ihr hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganz besondere Plus bei den Asanas ist die Schulung von [[Körperbewusstsein]] und [[Achtsamkeit]]. Immer wieder werden wir aufgefordert, genau hinzuspüren und gegenwärtig zu sein mit einer freundlichen, wachen [[Aufmerksamkeit]]. Dies gilt in der [[Psychologie]] als einer der wirksamsten [[Stimmung]]saufheller. Wenn Sie also in einer trüben [[Stimmung]] zu versinken drohen, können Sie sich an Ihrem eigenen Schopf aus dem Morast ziehen und sich auf das Hier und Jetzt besinnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Farben und [[Form]]en sind zu sehen? Was ist zu hören?&lt;br /&gt;
Wie fühlt sich der Körper an? Oder Sie nehmen einfach wahr, wie der Atem kommt und geht. Damit sind wir schon bei den Atemübungen, den [[Pranayama]]s, die den [[Geist]] ebenfalls positiv beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cef1UM0CnIk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pranayamas als Herzöffner===&lt;br /&gt;
[[Prana]] – die Lebensenergie – fungiert als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die miteinander auf vielfältige Weise wechselwirken. Zum Beispiel hemmen körperliche [[Verspannungen]] den [[Fluss]] der [[Lebensenergie]], was auch zu geistigen Blockaden führen kann. Sind wir emotional sehr aufgewühlt, dann fließt die Lebensenergie sehr disharmonisch, was sich wiederum auf den Körper auswirkt. Positive Veränderungen können wir also von der körperlichen wie auch von der seelischen Seite her angehen. Doch wir können auch direkt mit der Lebensenergie arbeiten. Wir können dafür sorgen, dass sie frei, harmonisch und in ausreichender Menge durch die [[Nadi]]s strömt, was sich positiv auf Körper und Geist auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den leichtesten Zugang zur Lebensenergie eröffnen uns die [[Atemübung]]en. So können wir zum Beispiel zur [[Entspannung]] das Ausatmen verlängern. Wollen wir frische [[Energie]] tanken, dann atmen wir länger ein und/oder machen eine Pause in der Atemfülle. Über die Chakren können wir bestimmte psychische Themen auch ganz gezielt bearbeiten, zum Beispiel [[Erdung]] oder [[Willenskraft]], [[Intuition]] oder eben auch die Qualitäten des Herzens. Einfaches Hineinspüren in das [[Anahata Chakra]] in der Mitte der Brust mag schon genügen, damit es sich öffnen und seine Qualitäten entfalten kann – [[Liebe]], [[Freude]] und [[Mitgefühl]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reine, ursachlose Freude geht weit über die Vergnügungen dieser Welt hinaus, und das Leben im [[Licht]] bedingungsloser Liebe ist von kaum zu beschreibender Innigkeit und Süße.  Um dahin zu gelangen, können Sie sich unterstützend auf den Atem konzentrieren. Dann stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz - [[Kshetra]] – die vordere Öffnung des Anahata Chakras – ein und aus. Visuell veranlagte Menschen können sich dabei auch einen [[Lichtstrom]] vorstellen, und [[Mensch]]en, deren bevorzugter [[Sinne]]skanal das Hören ist, arbeiten gern mit einem [[Mantra]], zum Beispiel mit &amp;quot;[[Yam]]&amp;quot;, dem [[Bija Mantra]] für das [[Anahata Chakra]]. Selbstverständlich können Sie stattdessen auch ein anderes [[Mantra]] wählen, zum Beispiel &amp;quot;Liebe&amp;quot; oder &amp;quot;Freude&amp;quot;, das [[Herzensgebet]] der Ostkirche oder das universelle Mantra &amp;quot;[[Om]]&amp;quot;, das bereits in den [[Upanishaden]] gelobt und beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr Liebe und Verbundenheit durch [[Meditation]]===&lt;br /&gt;
In diesen frühesten Yoga-Schriften wird vor allem die [[Einheit]] besungen – die Einheit von [[Atman]] und [[Brahman]], also von wahrem [[Selbst]] und göttlichem Urgrund. Aber auch die Einheit von Selbst und [[Bewusstsein]] oder Selbst und allem, was ist. Und durch das Mantra &amp;quot;Om&amp;quot; können wir uns auf diese fundamentale Einheit einstimmen, denn es heißt, dass mit diesem Urlaut die Schöpfung ihren Anfang nahm und auf ewig darin enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Erfahrung von Einheit geht es letztendlich bei allen Yoga-[[Weg]]en. Schließlich stammt das Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot; von der indogermanischen Wortwurzel &amp;quot;yuj&amp;quot;, was unter anderem mit &amp;quot;vereinen&amp;quot; und &amp;quot;zusammenbinden&amp;quot; übersetzt werden kann. Das deutet darauf hin, dass der Yoga-Weg keineswegs in ein undifferenziertes, präpersonales Verschmolzen-Sein zurückführen möchte. Wenn verschiedene Elemente zusammengebunden werden, lösen sie sich ja nicht auf. Wenn Zellen sich zur Einheit eines [[Körper]]s zusammenfügen, bleiben ihre Grenzen bestehen. Und wenn Menschen sich zu Teams zusammenfinden, behalten sie dennoch ihre [[Individualität]]. Das bedeutet: Die bunte Vielfalt der [[Welt]] bleibt auf der relativen Ebene bestehen, kann aber auf der absoluten Ebene als Einheit erfahren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu möchte auch [[Patanjali]] hinführen, wenn er in seinen [[Yogasutra|Yoga-Sutren]] den berühmten achtfachen Pfad beschreibt. Zentrales Element ist hier der geistige Übungsweg, wie wir ihn so oder so ähnlich in vielen spirituellen Schulen finden: Wir wenden uns nach innen ([[Pratyahara]]) und konzentrieren uns auf das gewählte [[Meditationsobjekt]] ([[Dharana]]), bis die [[Aufmerksamkeit]] mühelos dabei verweilt ([[Dhyana]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich mögen wir uns sogar der [[Einheit]] mit ihm bewusst werden ([[Samprajnata Samadhi]]). Diese Erfahrung von Einheit kann sich immer mehr vertiefen und immer weiter werden, bis sie schließlich Alles-in-allem umfasst und transzendiert ([[Asamprajnata]] oder [[Nirvikalpa Samadhi]]). Dies kann das Leben von Grund auf verwandeln, denn wir werden ganz sicher liebevoller mit unseren Mitmenschen umgehen, wenn wir im tiefsten Innern wissen, dass wir eins mit ihnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise stehen allerlei Hindernisse dieser Einheitserfahrung im Weg. Insbesondere die [[Unwissenheit]], die uns glauben macht, wir seien getrennt vom Rest der Welt, was [[Verlangen]], [[Abneigung]] und [[Furcht]] heraufbeschwört. [[Patanjali]] nennt diese Leid schaffenden Faktoren &amp;quot;[[Kleshas]]&amp;quot; und gibt verschiedene Empfehlungen, wie wir sie auflösen können, zum Beispiel durch die [[Glück]] bringenden Haltungen von [[Wohlwollen]], Freude, [[Mitgefühl]] und [[Gleichmut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können wir uns systematisch erüben. Wir können uns täglich hinsetzen und uns von Herzen an dem Guten erfreuen, was jetzt da ist. Angesichts von Widrigkeiten können wir sagen: &amp;quot;Auch das geht vorbei.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Was bedeutet das im Angesicht der [[Ewigkeit]]?&amp;quot; Und wir können immer wieder sagen, denken und fühlen: &amp;quot;Mögen alle Wesen frei sein von Leid. Mögen sie glücklich sein.&amp;quot; Mit der Zeit werden wir uns immer weniger mit dem kleinen [[Ego]] identifizieren und immer mehr mit dem wahren [[Selbst]], dem wahre [[Liebe]] entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir feststellen: Die geistigen, energetischen und körperlichen [[Methode]]n des Yoga sind bestens geeignet, unsere Herzensqualitäten zu entfalten. Darum können wir mit Fug und Recht sagen: Yoga, das ist ein Weg mit Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin Karin Burschik befasst sich seit früher Jugend mit spirituellen Lehren und Übungen. Mit 18 besuchte sie ihre ersten Yoga-Kurse und arbeitet nun seit Jahren als Yoga-Lehrerin (BYV). Sie hat bereits drei spirituelle Sachbücher geschrieben, unter anderem auch &amp;quot;Yoga – ein Weg zum Glücklich-Sein&amp;quot; (November 2009, Via Nova Verlag, Petersberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herz als hilfreiche Tugend==&lt;br /&gt;
===Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Vertrauen.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz hat so viele Bedeutungen. Zum einen, Herz ist natürlich das physische Herz. Das physische Herz ist in der Mitte der [[Brust]], es pumpt den ganzen [[Tag]]. In der griechischen [[Philosophie]] hat man gedacht, dass das Herz der Sitz des [[Denken]]s und [[Fühlen]]s ist und manche haben gedacht, das [[Hirn]] sei nur eine Art Kühlaggregat. Heute [[wissen]] wir, dass das Ganze nicht so ist und dass man eigentlich im Herz recht wenig denkt, mindestens behaupten das die modernen Wahrnehmungspsychologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz ist ein Pumporgan, dennoch, man spricht auch vom Herz einer Sache. Z.B. gibt es auch Artischockenherzen, also die Mitte einer Artischocke, und man sagt auch, wenn man zum Kern einer Angelegenheit geht: &amp;quot;Ich gehe zum Herzen einer Sache.&amp;quot; Es ist wichtig, das Herz einer Sache zu erfassen. Wenn du wirklich im Herz einer Sache bist, dann bist du bei der [[Essenz]]. Herz wird heutzutage besonders auf [[Emotion]]en bezogen, [[Gefühl]]e und natürlich besonders [[Liebe]]. Man sagt z.B.: &amp;quot;Ich spüre [[Schmerz]]en in meinem Herzen.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Das tut mir in meinem Herzen weh.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum tut es in dem Herzen weh? Da gibt es jetzt mehrere [[Theorie]]n. [[Yogi]]s würden sagen, im Herzen ist das [[Herzchakra]]. Und [[Yogi]]s würden sagen, [[Gefühle]] sind tatsächlich Pulsierungen  und [[Schwingung]]en des [[Astralkörper]]s, eben in der Herzgegend. Der Grund, weshalb du manche [[Gefühle]] im Herzen, manche in der Kehle, manche im Bauch spürst, ist tatsächlich, weil dort [[Chakra|Chakren]] pulsieren, vibrieren. Und diese Chakren, wenn diese pulsieren, vibrieren, spürt man es an der Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmungspsychologen nennen das embody itself, die sagen, dass das [[Hirn]] bestimmte [[Gefühle]] und Empfindungen im ganzen [[Körper]] projiziert. Also, das Hirn projiziert etwas im Herzen und dann spürst du es im Herzen, und wenn du es im Herzen spürst, dann nimmst du das [[Gefühl]] wahr. Die modernen Wahrnehmungspsychologen würden sagen, dass das Hirn es so macht, dass es die verschiedenen Empfindungen in den [[Körper]] projiziert und wenn das [[Bewusstsein]] diese [[Empfindung]]en im [[Körper]] wahrnimmt, dann macht man ein [[Gefühl]] ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da könnte man [[jetzt]] noch viel darüber spekulieren, was es aber in jedem Fall heißt, du spürst [[Gefühle]] im Herzen. Und so gibt es Angstgefühle, es kann ein beklemmendes [[Gefühl]] im Herzen sein, du kannst dich in der [[Seele]] erschrecken, damit meint man oft, im Herzen erschrecken, aber die besonders schönen [[Gefühle]] im Herzen sind natürlich [[Freude]] und sind [[Liebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yogi]]s sagen sogar, [[Anahata Chakra]], das innerste [[Chakra]], das Chakra, das einfach da ist, ohne irgendetwas zu brauchen, [[Anahata]] heißt ja &amp;quot;das nicht angeschlagene Chakra&amp;quot;, dieses innerste Chakra, das braucht nichts, dieses [[Chakra]] ist in sich [[Liebe]] und [[Freude]]. Da kann man sagen, im Herzen bist du [[Liebe]] und [[Freude]], deine wahre [[Natur]] in [[Wahrheit]] ist [[Liebe]] und [[Freude]]. Und so tue öfters Dinge von ganzem Herzen und überlege auch [[jetzt]], was hast du heute oder morgen noch vor? Steckst du auch dein Herz hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder ich bin ja früher mal geritten, das ist [[jetzt]] schon vierzig Jahr her, ich hatte einen Reitlehrer gehabt, der hat gerne gesagt: &amp;quot;Wirf dein Herz vorne weg, dann wird dein Pferd auch springen.&amp;quot; In diesem [[Sinne]], wirf dein Herz vorne weg, das, was du zu tun hast, wirf dein Herz vorne weg. Und wenn dein Herz vorne weg ist, dann ist alles einfach, geht alles leicht, dann folgt dein inneres [[Pferd]], deine Kräfte und in diesem [[Sinne]] sogar dein [[Intellekt]], sogar dein [[Verständnis]]. Alles folgt, wenn dein Herz da vorne weg ist. Tue das, was du tust, von ganzem Herzen und wirf dein Herz vorne weg. In diesem [[Sinne]], überlege: &amp;quot;Was ist zu tun?&amp;quot; Wirf dein Herz vorne weg und dann tue das, was du tust, von ganzem Herzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|xxx}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heinrich Zimmer über das Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus  &amp;quot;Der Weg zum Selbst&amp;quot; von Heinrich Zimmer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund des Herzens ist verschlossen, das Innere des Mundes ist in dichtes Dunkel getaucht, das hält das Erbgut früherer Leben umschlossen. Alle Adern des Leibes münden darein, dort ist die Stätte des Lebensstroms, des Gemüts und des Lichtes. Da innen im Lotos des Herzens hat der Herr sein Heim und leuchtet darin: er ist der Herr des Heiligtums. Wenn das Gefühl »ich bin ER« in dem Sinne »ich bin der Herr des Heiligen, des Heiligsten« dank ständiger Uebung so fest in dir wird, wie die Vorstellung »Ich« in deinem Leibe wohnt, und wenn du als »der Herr« dastehst in all seiner Reinheit, vergeht die Ahnungslosigkeit: der sterbliche Leib sei dein Selbst, wie Finsternis vor dem Sonnenlicht. Räume das Erbgut früherer Leben: alle Bereitschaften und Neigungen des Gemüts durch ständige, unablässige Betrachtung aus in deinem Herzen: »ich bin der Gnädige Herr (Shiva), ich bin das Licht reinen Inneseins, das unbeschreiblich ist«,&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der ist das strahlende Licht reinen Inneseins, der alle Gegenstände der fünf Sinne bewußt ausgeschieden und das Selbst erlebt und seinen festen Stand im Einzig-Wirklichen gefunden hat. Sag: er schwingt den demanten blitzenden Donnerkeil und ist der Tod des Todes; er ist der Held, der über den Tod triumphiert, ist das Gemüt des Erbguts alter Bereitschaften und Neigungen ledig geworden, so bleibt es lauter und unberührt, auch wenn du deinen Verrichtungen nachgehst: es ist, als ließest du einen erzählen, und deine Gedanken gingen derweil ihrer Wege. Ist das Gemüt aber noch vollgesogen mit Antrieben aus früheren Leben, so wirkt es in ihnen befangen, auch wenn du untätig bist. Es geht dir wie einem, der schlafend auf seinem Lager ruht, im Traum aber einen Berg erklimmt und in den Abgrund stürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Reisender, von tiefem Schlaf umfangen, nicht spürt, daß der Wagen hält und die Pferde abgeschirrt werden, so ver-harrt der Weise, der zur Wirklichkeit des Selbst gelangt ist, in naturhaft unwillkürlicher Sammlung in das Selbst versenkt (Sahaja Samadhi) und wird von den Vorgängen seines Leibes, von Schlaf und Versenkung (Samadhi) nicht berührt, — das Gehäus des Leibes ist für ihn wie der Wagen, Das reine Innesein des Selbst, jenseits des Wachseins, der Traumverlorenheit und des Versunkenseins in traumlos tiefen Schlaf, gilt bloß dem Weltkind als »Vierter Stand«, Da nur der »Vierte Stand« wahr ist, und Wachen, Traum und traumlos tiefer Schlaf ein Schein sind, ist er »jenseits der Vier«: erster jenseitiger Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist außer dem Selbst, wenn du dich immer in seiner Wirklichkeit bewegst und keinen Unterschied zwischen dir und anderen setzest? Was begibt sich: wirst du geehrt oder geschmäht? Es ist wie sich selber segnen oder verwünschen. Nimm alle Weisheit aller heiligen Lehren in einem Wort: erlischt dein Ich, daß du das Selbst als höchste Wirklichkeit erlebst, bleibt nur das Selbst als reines völliges Innesein. Erlebe das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lMQBuv56nJY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Herz-Kreislauf-System]]&lt;br /&gt;
*[[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Barmherzigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Herzensgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p36_Yoga-Geschichten/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga-Geschichten, nacherzählt von Sukadev Bretz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p190_Karunesh---Heart-Chakra-Meditation/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Karunesh Heart Chakra Meditation] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p37_Yoga-Vidya-Kirtan-Textheft/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya Kirtan Heft für die Herzöffnung]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p44_Parabeln-von-Swami-Sivananda/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Parabeln, von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Der Weg Zum Selbst von Heinrich Zimmer, Rascher Verlag Zürich, 1944, 1. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/herz-kreislauf/ Yogatherapie: Herz-Kreislauf]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/herz-kreislauf-system/ Yoga fürs Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-weiterbildung/yoga-bei-spezifischen-beschwerden/yoga-fuers-herz-nach-dr-dean-ornish/ Das Ornish Herz Programm]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p649_Raeucherstaebchen-Chakra-Line---HERZ-Chakra/&amp;amp;XTCsid=b2461de2c4f784508b20516a2d748e05 Räucherstäbchen Chakra Line - HERZ Chakra]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/gott-bewohnt-dein-herz-sorge-dich-nicht-bhagavad-gita-xii-17-i Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bhagavad Gita XII.17 I.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/welche-verehrung-wird-dein-herz-starker-ruhren-bhagavad-gita-xii- Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren – Bhagavad Gita XII.2]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/handle-mit-engagement-und-herz Handle mit Engagement und Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra/ Anahata Chakra – Herzchakra]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wirkung-von-yoga/ Wirkungen von Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/23.htm &amp;quot;Das wahre Herz&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/12.htm &amp;quot;Wie man Gott in sein Herz lässt&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Herzsutra.html Heart Sutra - Übersetzung aus dem Englischen von Anantadas Günther Büsseler]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=herzchakra Videos zum Thema &amp;quot;Herzchakra&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Die Buddhi befreit deinen Geist und Herz von Verblendung – BG.XVIII 51===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1430_Bhagavad_XVIII_51.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/186_Anahata-Chakra_Segens-Meditation.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga Biene für das Herz – Bhramari Pranayama===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/135_bhramari_Biene_Pranayama.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bh.G.XII 17 I===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1222_Bhagavad_Gita_XII_17_I_.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren? – Bh.G. XII 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1198_Bhagavad_Gita_XII_2.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nächstenliebe reinigt das Herz – mp3-Lesung mit Sukadev===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/443-Naechstenliebe_reinigt_das_Herz.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nature Cure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Heilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565671</id>
		<title>Herz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565671"/>
		<updated>2016-10-13T19:55:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Herzensmeditation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herz&#039;&#039;&#039; - Was bedeutet Herz? Was will man mit diesem Wort sagen? Wozu ist Herz ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, vielleicht gar eine [[Tugend]]? Welche weiteren Persönlichkeitsmerkmale stehen in [[Verbindung]] mit Herz? Herz ist im engeren [[Sinn]] die Bezeichnung eines Körperorgans, eben des [[Organ]]s in der [[Brust]], welches das [[Blut]] durch die [[Adern]] pumpt. Herz ist auch das Wesen eines [[Mensch]]en. Jemand kann ein gutes Herz haben, ein weiches Herz oder auch ein kaltes Herz. Herz steht auch für die [[Gefühle]], die [[Emotionen]], insbesondere im Gegenüber zum [[Kopf]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann mit Herz und Kopf bei einer Sache sein - oder eben auch mit dem Herzen nicht dabei sein, also unbeteiligt. Herz steht auch für [[Lieben]], z.B. wenn man jemandem vorwirft, er habe kein Herz. Das Herz ist auch die [[Essenz]], der Kern von etwas, z.B. kann man sich im Herzen [[Afrika]]s befinden oder das Herz der Angelegenheit verstanden haben. Herz ist auch ein Kosename: Ein Liebender kann sagen zu seiner Geliebten &amp;quot;mein Herz!&amp;quot;. Herz ist auch die Bezeichnung für eine &amp;quot;Farbe&amp;quot; im Kartenspiel und für ein bestimmtes [[Symbol]]. Herz kann auch [[Mut]] bedeuten - so kann man beherzt mit etwas anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist ein [[Organ]], das in menschlichen und tierischen [[Körper]]n dafür sorgt, dass der [[Blutkreislauf]] durch regelmäßiges Zusammenziehen und [[Dehnen]] angetrieben und in [[Gang]] gehalten wird. Herz meint aber auch so etwas wie [[Zentrum]] oder Mittelpunkt, ohne den ein [[Wesen]] oder eine Sache nicht existieren kann. Das Herz wird auch als Ort der [[Gefühl]]e betrachtet. [[Spirituell]] gesehen, könnte man das Herz auch als [[spirituell]]es Zentrum verstehen, als [[Atman]], als das göttliche [[Bewusstsein]] in jedem einzelnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ANAHAT.jpg|thumb|Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz biologisch gesehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Practice of Nature Cure&amp;quot; (1951) vom großen [[Yogameister]] und [[Artzt]] [[Swami Sivananda]] &#039;&#039;&#039;, S. 332-334. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist die vitale zentrale Pumpe der Durchblutung. Es ist wie ein Wasserwerk in einer [[Stadt]]. Es befindet sich auf der linken Seite des Brustkorbs zwischen der rechten und der linken Lunge. Es ist von einer Tasche umhüllt, die aus serösen Membranen besteht, und mit dem Pericardium endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere des Herzens besteht aus zwei Höhlen, rechte und linke, getrennt durch eine längsverlaufende Scheidewand. Jede Höhle ist nochmals in obere und untere Kammer unterteilt. Die obere Kammer wird Vorhof genannt, die zweite Ventrikel. Im Inneren des Herzens befinden sich also vier Kammern- rechter Vorhof und rechtes Ventrikel, linker Vorhof und linkes Ventrikel. Die zwei rechten Kammern beinhalten reines dunkelrotes frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut. Der Vorhof ist mit dem Ventrikel durch eine Öffnung, die Atrioventrikularklappe, verbunden. Die Funktion dieser Klappe ist es, das Blut vom Vorhof in das Ventrikel fließen zu lassen, aber den Rückfluss zu verhindern. Die Größe des Herzens ist ungefähr 13 cm lang, etwa 8 cm bei maximaler Atmung und 5 cm dick. Das Herz eines Erwachsenen wiegt 280 g und ein Ventrikel fasst ungefähr 85 g Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blut]] ist eine rote Flüssigkeit, die ständig durch den Körper fließt. An der Durchblutung sind Herz, Arterien, Kapillaren und Venen beteiligt. Es wäre an dieser Stelle nicht angebracht zu beschreiben, wie dies genau funktioniert. Es genügt zu sagen, dass das Blut aus den Lungen in reinem Zustand in das Herz kommt und das unreine Blut aus den verschiedenen Körperteilen kommt. Das reine Blut wird an Organe und Gewebe geschickt, um ihnen den lebenswichtigen Sauerstoff und Nahrung zu bringen, das unreine Blut wird zu den Lungen gebracht und dort gereinigt. Man muss verstehen, dass Blut keine homogene Flüssigkeit ist, wie es dem bloßen Auge erscheinen mag. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass es aus vielen winzigen Zellen, manche rot, manche weiß- den roten und weißen Blutkörperchen- besteht, die in einer klaren Flüssigkeit schwimmen, dem Blutplasma oder &amp;quot;Blutlikör&amp;quot;. Das Blut hat viele wichtige Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puls zeigt den Zustand des Herzens. Er ist eine Welle, die sich entlang der Arterien, durch die Pumpaktion des Herzens, ausdehnt. Der Zustand des Herzens kann von einem geschickten Arzt, der den Puls fühlt, ermittelt werden. Ein schwacher kraftloser Puls zeigt, dass das Herz sehr schwach ist, während ein starker kräftiger Puls zeigt, dass das Herz stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabak ist Gift für das Herz. Der Tabakkonsum ist alarmierend gestiegen. Tabak beinhaltet ein Wirkungsprinzip oder einen Bestandteil, das Nikotin, welches nervösen Unterdruck im Herzen und Herzklopfen verursacht. Das Wirkungsprinzip Nikotin verursacht Vergiftung. Die Herzaktivität wird durch regelmäßigen Tabakkonsum geschwächt. Man sagt, dass Menschen, die dieser [[Droge]] zum Opfer gefallen sind, an einem &amp;quot;Tabakherzen&amp;quot; oder einem &amp;quot;irritierten Herzen&amp;quot; leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie beeinflusst ein kaltes Bad das Herz?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Nervenfasern befinden sich in der Epidermis, der äußeren Hautschicht. Die Anwendung von Kälte stimuliert die Nervenenden. Als Folge davon werden zahllose Impulse ausgelöst, die sich bis zum Rückenmark, dem Gehirn und dem Nervenzentrum bewegen. Dieses spezielle Nervenzentrum befindet sich an der Basis des Gehirns und hält die oberste Herrschaft über die Herzfunktion. Das Nervenzentrum, das nun stimuliert wird, fordert das Herz dazu auf, schneller zu schlagen. Manche Nervenimpulse berühren das Herz direkt. Man kann klar sehen, dass die gute Wirkung des kalten Bades durch die Kälte kommt, die auf die Hautoberfläche trifft, die letztendlich über das Nervensystem die Herzschlagfrequenz und die Kraft des Herzens beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen warmen Bäder, bekannt als Hydrotherapie oder Wasserkur, stimulieren das Herz zu Beginn, aber wenn man sie zu lange macht, wird die Hitze des Körpers das Herz schwächen. Es kann zu [[Erschöpfung]] oder Ohnmacht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz spirituell gesehen==&lt;br /&gt;
===Meditation für Herzensverbindung mit deinen Mitmenschen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/podpress_trac/web/4887/0/66_dankbarkeits-tiefenentspannung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Übung kannst du eine Herzensverbindung zu deinen Mitmenschen herstellen. Wir gehen ein paar Momente in die [[Stille]]. Du kannst überlegen, welche drei bis sieben [[Mensch]]en für dich in der nächsten Woche von besonderer Wichtigkeit sind. Von [[Partner]] bis [[Kind]]er, [[Eltern]], Kollege, Kunde, Chef, Mitarbeiter. Und jetzt stelle dir einen davon vor, und spüre von deinem Herzen aus das Herz des anderen. Ohne irgendetwas nachzudenken, spüre einfach mit deinem Herzen das Herz des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kannst du auch [[Segen]]swünsche sprechen, wie: &amp;quot;Lieber, Liebe [[Name]], ich schicke dir [[Licht]] und [[Liebe]]. Möge es dir gut gehen. Möge unser Zusammensein oder Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine zweite Person vor, die für dich in der nächsten Woche wichtig sein wird, und spüre wieder mit deinem Herzen das Herz dieser anderen Person. Spüre einfach, ohne nachzudenken. Dann sprich wieder Segenswünsche wie: &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles [[Gute]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine dritte Person vor. Stelle die Herzensverbindung wieder her, indem du mit deinem Herzen das Herz dieser Person spürst. Und sprich wieder Segenswünsche wie z.B. &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles Gute. Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Jetzt stelle dir alle anderen vor, die vielleicht auch noch von [[Bedeutung]] sein mögen, und spüre mit deinem Herzen das Herz all dieser anderen. Und sprich Segenswünsche wie: &amp;quot;Ich wünsche euch alles Gute. Möge unser Zusammensein, möge unser gemeinsames Wirken segensreich sein.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe das jeden [[Tag]]. Versuche, jeden Tag eine Herzensverbindung herzustellen mit den wichtigsten Menschen in deinem Leben. Für die meisten Menschen sind etwa drei bis sieben Menschen besonders wichtig im Leben, für manche sogar weniger, für manche auch mehr. Wenn du jeden [[Tag]] jeden dieser Menschen vom Herzen her spürst, wirst du feststellen, ihr werdet euch viel besser verstehen, und du hast eine tiefe liebevolle Grundbeziehung. Und diese liebevolle Grundbeziehung und dieses liebevolle Grundverständnis ist eine sehr gute und auch belastbare Basis für tiefe [[Gelassenheit]], liebevolle Gelassenheit, einfühlsame Gelassenheit, verbundene Gelassenheit, keine trockene und kalte Gelassenheit, engagierte, liebevolle, warmherzige Gelassenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|pDxIcxDKN30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Licht-Meditation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte dich in deiner [[Meditationshaltung]] ein, so dass du fest, aufrecht und bequem sitzt. [[Wirbelsäule]] aufrecht, in ihrer natürlichen Krümmung. Atme ein paar Mal tief und bewusst ein und aus, zentriere dich mit jeder [[Puraka|Einatmung]] in dir selbst, komme ganz bei dir, im Hier und Jetzt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse jetzt den [[Atem]] so fließen, wie er von selbst fließen will, und stelle dir vor, du öffnest dich nach oben, wie ein nach oben offenes Gefäß – wie ein Kelch oder eine Vase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle dir und spüre, wie mit jedem Atemzug von oben strahlendes [[Licht]] in dich einströmt, und sich im Herzen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweile ein paar Minuten mit dieser [[Konzentration]]: nach oben öffnen, von dort strahlendes Licht in dich hinein strömen lassen, das sich im Herzen sammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stelle dir einen strahlender [[Stern]] oder eine strahlende [[Sonne]] oder das strahlende &amp;quot;Juwel im [[Lotos]]&amp;quot; im Herzen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Einatmen strahlt dein Stern, deine Sonne oder dein [[Edelstein]] im Herzen stärker. Mit jedem Ausatmen lässt du dieses strahlende Licht deines Herzenssterns, deiner inneren Sonne oder eines Juwels vom Herzen her weit ausstrahlen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst in alle [[Richtung]]en in deinen Körper. Jede [[Zelle]] deines [[Wesen]]s wird ganz aufgeladen mit diesem strahlenden hellen Licht deines Sterns/deiner Sonne/deines Herzensjuwels. Fühle dich ganz durchdrungen von diesem wunderbaren strahlenden Licht, das von deinem Herzen ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse dieses Strahlen über deinen Körper hinaus in alle Richtungen weit ausstrahlen – in diesen ganzen [[Raum]], in die ganze [[Gegend]], in die ganze Welt, bis zum [[Himmel]], ins [[Unendlichkeit|Unendliche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist weit und strahlend, reines Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herzensmeditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von [[Swami Nirgunananda]], aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Swami.Nirgunananda.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Rubrik gibt [[Swami Nirgunananda]] von jetzt an in jedem Journal ein paar wertvolle Tipps für die [[Meditation]]. Heute findest du hier eine Anregung und [[Meditationsanleitung]] zur [[Herzensöffnung]]. Sie können dein [[Leben]] bereichern, [[Energie]]n frei setzen, die durch Vorurteile, vorgefasste Meinungen und vieles mehr dein [[Herz]] eng machen. Wenn du schon eine feste [[Meditationstechnik]] hast, kannst du diese [[Herzensmeditation]]en ab und zu mal üben oder auch am [[Anfang]] die ersten paar Minuten und dann zu deiner Haupttechnik übergehen. – Probiere es einfach aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut – für die Augen bleibt das Wesentliche unsichtbar“&lt;br /&gt;
(Antoine de Saint-Exupéry)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich in deiner [[Meditationshaltung]] hin.  Mache die Stellung so fest, bewegungslos, aufrecht und angenehm wie möglich.  Bitte [[Körper]] und [[Geist]], ganz entspannt und bewegungslos zu sein. Atme ein paar Mal tief ein und aus, komme so ganz bei dir, in diesem Moment an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse den [[Atem]] fließen, wie er von selbst fließen will. Werde dir deines Körpers bewusst und werde dir bewusst: &#039;&#039;Ich habe den [[Körper]], aber ich bin nicht der Körper&#039;&#039;. Werde dir etwaiger Gedanken bewusst, die da sind und werde dir  bewusst:  Es  sind  Gedanken  da,  ich  habe  Gedanken,  aber ich bin nicht die Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herz]] steht symbolisch für das, was jenseits von all dem ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überlege  dir:  &#039;&#039;Was  heißt  es,  mit  dem  Herzen  zu  sehen? Was heißt es für mich? Was bedeutet es für mich? Was verstehe ich darunter? Wo habe ich vielleicht so gehandelt, dass ich  die  Stimme  des  Herzens  überhört  habe? Was  würde  ich eventuell  anders  machen,  wenn  ich  mit  dem  Herzen  sehen, denken, handeln würde? Was könnte ich anders machen, um in [[Zukunft]] in ähnlichen Situationen mit dem Herzen zu sehen, zu denken, zu handeln?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere dich in der Situation, wie du von Herzen her handelst. Spüre, wie sich das anfühlt. Wie du dich selbst, den anderen/die anderen Menschen, die Situation, plötzlich intuitiv besser verstehst. Wie dein [[Herz]] weich und weit und offen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss schicke von Herzen her [[Licht]] und [[Liebe]] zu dir selbst, zu allen Wesen, in alle Richtungen. Vertiefe die [[Atmung]]. Wenn du willst, formuliere innerlich eine passende [[Affirmation]]. Öffne langsam die Augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meditation des reinen Herzens===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selig sind, die reinen Herzens sind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt ein reines Herz? Was bedeutet es für mich? Was verdunkelt das Herz, und damit die [[Freude]] und das [[Glück]], die [[Lebensqualität]]? Vielleicht neige ich dazu, anderen [[Mensch]]en, Dinge oder [[Motiv]]e zu unterstellen?  Situationen vorschnell zu interpretieren? Vorschnell oder einseitig zu urteilen? Dinge auf mich zu beziehen, die nicht so gemeint sind oder die gar nichts mit mir zu tun haben? mich schnell gekränkt zu fühlen? aufzubrausen? ärgerlich zu sein? Arrogant zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer jetzt an [[Gefühl]]en oder Gedanken ähnlicher [[Art]] kommen mag: Lasse es alles ein in dein Herz und spüre: für diesen Moment kann ich es loslassen, mich von jeglicher [[Identifikation]] und allen Vorstellungen lösen – tief im Inneren, im tiefsten Inneren meines Herzens bin ich ganz rein und unberührt – wie ein reines unschuldiges [[Kind]]. Diesen tiefsten inneren Kern im Herzen kann nichts berühren und trüben. Tief innen war, bin und bleibe ich - rein und selig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse alles, was kommt, reinwaschen im makellosen unberührten [[Lotos]] des reinen Herzens – fühle dich rein, strahlend, makellos, unberührt. Und spüre die [[Seligkeit]] und die Freude dieses reinen Herzens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Auch außerhalb der Meditation kannst du dich an diesen tiefsten unberührten Kern im Innersten wenden – als eine Ressource, wo du jederzeit inmitten aller [[Anforderung]]en, [[Herausforderung]]en und [[Problem]]en des Alltags eintauchen, dich reinwaschen kannst, Zugang zu dieser reinen unberührten [[Ebene]] deines [[Sein]]s findest und damit gestärkt und mit weniger [[Identifikation]] und weniger Verbissenheit dich den [[Aufgaben]] des [[Alltag]]s stellen – im [[Bewusstsein]]: all das ist eine Ebene. Auf einer tieferen Ebene ist das alles bedeutungslos, bin ich unberührt, rein, selig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga – ein Weg mit Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Karin Burschik, aus dem Yoga Vidya Journal Frühjahr 2010&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yoga]] mag &amp;quot;cool&amp;quot; sein, doch kalt ist es nicht. Denken wir nur an die Meisterinnen und [[Meister]] der Yoga-Tradition. Mit welcher Begeisterung sie ihre [[Lehre]]n und Übungen weitergegeben haben. Wie fürsorglich sie ihre Schülerinnen und [[Schüler]] behandelt und mit welcher [[Hingabe]] sie dem Göttlichen gedient haben. Warum ist das so? Auf welche Weise öffnen [[Körper]]-, [[Atem]]- und [[Meditation]]sübungen das Herz, und wie können wir diesen Prozess unterstützen? Das wollen wir uns nun genauer anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Asana]]s – nicht nur für den Körper===&lt;br /&gt;
Ganz allgemein gilt: Sport und Bewegung tun auch der [[Seele]] gut. Es macht [[Freude]], Glückshormone werden ausgeschüttet, und in einer Gruppe, die gemeinsam geschwitzt hat, entsteht ein ganz natürliches [[Gefühl]] der [[Verbundenheit]]. Darüber hinaus haben bestimmte [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas] auch bestimmte [[Seele|seelische]] Wirkungen. Denken wir nur an [[Fisch]] und [[Kobra]], die das [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] öffnen. [[Vorbeuge]]n fördern ein Gefühl der [[Hingabe]], und [[Held|Helden-Stellungen]] entwickeln [[Kraft]] und [[Mut]], so dass wir uns dann auch im Alltag leichter ein Herz fassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das intensive Beugen und Strecken können sich zudem tief sitzende [[Verspannungen]] lösen. Ja, wir erhalten sogar Zugang zu [[traumatisierung|Trauma]]ta, die gleichsam im Körper wie schlafend eingraviert sind. Asanas können sie wecken. Im ersten Moment mag das nicht sonderlich angenehm sein, doch letztendlich befreit eine solche Heil[[krise]] uns von alten [[Wunde]]n, und wir gehen lebendiger, freudiger und liebevoller aus ihr hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganz besondere Plus bei den Asanas ist die Schulung von [[Körperbewusstsein]] und [[Achtsamkeit]]. Immer wieder werden wir aufgefordert, genau hinzuspüren und gegenwärtig zu sein mit einer freundlichen, wachen [[Aufmerksamkeit]]. Dies gilt in der [[Psychologie]] als einer der wirksamsten [[Stimmung]]saufheller. Wenn Sie also in einer trüben [[Stimmung]] zu versinken drohen, können Sie sich an Ihrem eigenen Schopf aus dem Morast ziehen und sich auf das Hier und Jetzt besinnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Farben und [[Form]]en sind zu sehen? Was ist zu hören?&lt;br /&gt;
Wie fühlt sich der Körper an? Oder Sie nehmen einfach wahr, wie der Atem kommt und geht. Damit sind wir schon bei den Atemübungen, den [[Pranayama]]s, die den [[Geist]] ebenfalls positiv beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cef1UM0CnIk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pranayamas als Herzöffner===&lt;br /&gt;
[[Prana]] – die Lebensenergie – fungiert als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die miteinander auf vielfältige Weise wechselwirken. Zum Beispiel hemmen körperliche [[Verspannungen]] den [[Fluss]] der [[Lebensenergie]], was auch zu geistigen Blockaden führen kann. Sind wir emotional sehr aufgewühlt, dann fließt die Lebensenergie sehr disharmonisch, was sich wiederum auf den Körper auswirkt. Positive Veränderungen können wir also von der körperlichen wie auch von der seelischen Seite her angehen. Doch wir können auch direkt mit der Lebensenergie arbeiten. Wir können dafür sorgen, dass sie frei, harmonisch und in ausreichender Menge durch die [[Nadi]]s strömt, was sich positiv auf Körper und Geist auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den leichtesten Zugang zur Lebensenergie eröffnen uns die [[Atemübung]]en. So können wir zum Beispiel zur [[Entspannung]] das Ausatmen verlängern. Wollen wir frische [[Energie]] tanken, dann atmen wir länger ein und/oder machen eine Pause in der Atemfülle. Über die Chakren können wir bestimmte psychische Themen auch ganz gezielt bearbeiten, zum Beispiel [[Erdung]] oder [[Willenskraft]], [[Intuition]] oder eben auch die Qualitäten des Herzens. Einfaches Hineinspüren in das [[Anahata Chakra]] in der Mitte der Brust mag schon genügen, damit es sich öffnen und seine Qualitäten entfalten kann – [[Liebe]], [[Freude]] und [[Mitgefühl]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reine, ursachlose Freude geht weit über die Vergnügungen dieser Welt hinaus, und das Leben im [[Licht]] bedingungsloser Liebe ist von kaum zu beschreibender Innigkeit und Süße.  Um dahin zu gelangen, können Sie sich unterstützend auf den Atem konzentrieren. Dann stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz - [[Kshetra]] – die vordere Öffnung des Anahata Chakras – ein und aus. Visuell veranlagte Menschen können sich dabei auch einen [[Lichtstrom]] vorstellen, und [[Mensch]]en, deren bevorzugter [[Sinne]]skanal das Hören ist, arbeiten gern mit einem [[Mantra]], zum Beispiel mit &amp;quot;[[Yam]]&amp;quot;, dem [[Bija Mantra]] für das [[Anahata Chakra]]. Selbstverständlich können Sie stattdessen auch ein anderes [[Mantra]] wählen, zum Beispiel &amp;quot;Liebe&amp;quot; oder &amp;quot;Freude&amp;quot;, das [[Herzensgebet]] der Ostkirche oder das universelle Mantra &amp;quot;[[Om]]&amp;quot;, das bereits in den [[Upanishaden]] gelobt und beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr Liebe und Verbundenheit durch [[Meditation]]===&lt;br /&gt;
In diesen frühesten Yoga-Schriften wird vor allem die [[Einheit]] besungen – die Einheit von [[Atman]] und [[Brahman]], also von wahrem [[Selbst]] und göttlichem Urgrund. Aber auch die Einheit von Selbst und [[Bewusstsein]] oder Selbst und allem, was ist. Und durch das Mantra &amp;quot;Om&amp;quot; können wir uns auf diese fundamentale Einheit einstimmen, denn es heißt, dass mit diesem Urlaut die Schöpfung ihren Anfang nahm und auf ewig darin enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Erfahrung von Einheit geht es letztendlich bei allen Yoga-[[Weg]]en. Schließlich stammt das Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot; von der indogermanischen Wortwurzel &amp;quot;yuj&amp;quot;, was unter anderem mit &amp;quot;vereinen&amp;quot; und &amp;quot;zusammenbinden&amp;quot; übersetzt werden kann. Das deutet darauf hin, dass der Yoga-Weg keineswegs in ein undifferenziertes, präpersonales Verschmolzen-Sein zurückführen möchte. Wenn verschiedene Elemente zusammengebunden werden, lösen sie sich ja nicht auf. Wenn Zellen sich zur Einheit eines [[Körper]]s zusammenfügen, bleiben ihre Grenzen bestehen. Und wenn Menschen sich zu Teams zusammenfinden, behalten sie dennoch ihre [[Individualität]]. Das bedeutet: Die bunte Vielfalt der [[Welt]] bleibt auf der relativen Ebene bestehen, kann aber auf der absoluten Ebene als Einheit erfahren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu möchte auch [[Patanjali]] hinführen, wenn er in seinen [[Yogasutra|Yoga-Sutren]] den berühmten achtfachen Pfad beschreibt. Zentrales Element ist hier der geistige Übungsweg, wie wir ihn so oder so ähnlich in vielen spirituellen Schulen finden: Wir wenden uns nach innen ([[Pratyahara]]) und konzentrieren uns auf das gewählte [[Meditationsobjekt]] ([[Dharana]]), bis die [[Aufmerksamkeit]] mühelos dabei verweilt ([[Dhyana]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich mögen wir uns sogar der [[Einheit]] mit ihm bewusst werden ([[Samprajnata Samadhi]]). Diese Erfahrung von Einheit kann sich immer mehr vertiefen und immer weiter werden, bis sie schließlich Alles-in-allem umfasst und transzendiert ([[Asamprajnata]] oder [[Nirvikalpa Samadhi]]). Dies kann das Leben von Grund auf verwandeln, denn wir werden ganz sicher liebevoller mit unseren Mitmenschen umgehen, wenn wir im tiefsten Innern wissen, dass wir eins mit ihnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise stehen allerlei Hindernisse dieser Einheitserfahrung im Weg. Insbesondere die [[Unwissenheit]], die uns glauben macht, wir seien getrennt vom Rest der Welt, was [[Verlangen]], [[Abneigung]] und [[Furcht]] heraufbeschwört. [[Patanjali]] nennt diese Leid schaffenden Faktoren &amp;quot;[[Kleshas]]&amp;quot; und gibt verschiedene Empfehlungen, wie wir sie auflösen können, zum Beispiel durch die [[Glück]] bringenden Haltungen von [[Wohlwollen]], Freude, [[Mitgefühl]] und [[Gleichmut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können wir uns systematisch erüben. Wir können uns täglich hinsetzen und uns von Herzen an dem Guten erfreuen, was jetzt da ist. Angesichts von Widrigkeiten können wir sagen: &amp;quot;Auch das geht vorbei.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Was bedeutet das im Angesicht der [[Ewigkeit]]?&amp;quot; Und wir können immer wieder sagen, denken und fühlen: &amp;quot;Mögen alle Wesen frei sein von Leid. Mögen sie glücklich sein.&amp;quot; Mit der Zeit werden wir uns immer weniger mit dem kleinen [[Ego]] identifizieren und immer mehr mit dem wahren [[Selbst]], dem wahre [[Liebe]] entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir feststellen: Die geistigen, energetischen und körperlichen [[Methode]]n des Yoga sind bestens geeignet, unsere Herzensqualitäten zu entfalten. Darum können wir mit Fug und Recht sagen: Yoga, das ist ein Weg mit Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin Karin Burschik befasst sich seit früher Jugend mit spirituellen Lehren und Übungen. Mit 18 besuchte sie ihre ersten Yoga-Kurse und arbeitet nun seit Jahren als Yoga-Lehrerin (BYV). Sie hat bereits drei spirituelle Sachbücher geschrieben, unter anderem auch &amp;quot;Yoga – ein Weg zum Glücklich-Sein&amp;quot; (November 2009, Via Nova Verlag, Petersberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herz als hilfreiche Tugend==&lt;br /&gt;
===Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Vertrauen.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz hat so viele Bedeutungen. Zum einen, Herz ist natürlich das physische Herz. Das physische Herz ist in der Mitte der [[Brust]], es pumpt den ganzen [[Tag]]. In der griechischen [[Philosophie]] hat man gedacht, dass das Herz der Sitz des [[Denken]]s und [[Fühlen]]s ist und manche haben gedacht, das [[Hirn]] sei nur eine Art Kühlaggregat. Heute [[wissen]] wir, dass das Ganze nicht so ist und dass man eigentlich im Herz recht wenig denkt, mindestens behaupten das die modernen Wahrnehmungspsychologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz ist ein Pumporgan, dennoch, man spricht auch vom Herz einer Sache. Z.B. gibt es auch Artischockenherzen, also die Mitte einer Artischocke, und man sagt auch, wenn man zum Kern einer Angelegenheit geht: &amp;quot;Ich gehe zum Herzen einer Sache.&amp;quot; Es ist wichtig, das Herz einer Sache zu erfassen. Wenn du wirklich im Herz einer Sache bist, dann bist du bei der [[Essenz]]. Herz wird heutzutage besonders auf [[Emotion]]en bezogen, [[Gefühl]]e und natürlich besonders [[Liebe]]. Man sagt z.B.: &amp;quot;Ich spüre [[Schmerz]]en in meinem Herzen.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Das tut mir in meinem Herzen weh.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum tut es in dem Herzen weh? Da gibt es jetzt mehrere [[Theorie]]n. [[Yogi]]s würden sagen, im Herzen ist das [[Herzchakra]]. Und [[Yogi]]s würden sagen, [[Gefühle]] sind tatsächlich Pulsierungen  und [[Schwingung]]en des [[Astralkörper]]s, eben in der Herzgegend. Der Grund, weshalb du manche [[Gefühle]] im Herzen, manche in der Kehle, manche im Bauch spürst, ist tatsächlich, weil dort [[Chakra|Chakren]] pulsieren, vibrieren. Und diese Chakren, wenn diese pulsieren, vibrieren, spürt man es an der Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmungspsychologen nennen das embody itself, die sagen, dass das [[Hirn]] bestimmte [[Gefühle]] und Empfindungen im ganzen [[Körper]] projiziert. Also, das Hirn projiziert etwas im Herzen und dann spürst du es im Herzen, und wenn du es im Herzen spürst, dann nimmst du das [[Gefühl]] wahr. Die modernen Wahrnehmungspsychologen würden sagen, dass das Hirn es so macht, dass es die verschiedenen Empfindungen in den [[Körper]] projiziert und wenn das [[Bewusstsein]] diese [[Empfindung]]en im [[Körper]] wahrnimmt, dann macht man ein [[Gefühl]] ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da könnte man [[jetzt]] noch viel darüber spekulieren, was es aber in jedem Fall heißt, du spürst [[Gefühle]] im Herzen. Und so gibt es Angstgefühle, es kann ein beklemmendes [[Gefühl]] im Herzen sein, du kannst dich in der [[Seele]] erschrecken, damit meint man oft, im Herzen erschrecken, aber die besonders schönen [[Gefühle]] im Herzen sind natürlich [[Freude]] und sind [[Liebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yogi]]s sagen sogar, [[Anahata Chakra]], das innerste [[Chakra]], das Chakra, das einfach da ist, ohne irgendetwas zu brauchen, [[Anahata]] heißt ja &amp;quot;das nicht angeschlagene Chakra&amp;quot;, dieses innerste Chakra, das braucht nichts, dieses [[Chakra]] ist in sich [[Liebe]] und [[Freude]]. Da kann man sagen, im Herzen bist du [[Liebe]] und [[Freude]], deine wahre [[Natur]] in [[Wahrheit]] ist [[Liebe]] und [[Freude]]. Und so tue öfters Dinge von ganzem Herzen und überlege auch [[jetzt]], was hast du heute oder morgen noch vor? Steckst du auch dein Herz hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder ich bin ja früher mal geritten, das ist [[jetzt]] schon vierzig Jahr her, ich hatte einen Reitlehrer gehabt, der hat gerne gesagt: &amp;quot;Wirf dein Herz vorne weg, dann wird dein Pferd auch springen.&amp;quot; In diesem [[Sinne]], wirf dein Herz vorne weg, das, was du zu tun hast, wirf dein Herz vorne weg. Und wenn dein Herz vorne weg ist, dann ist alles einfach, geht alles leicht, dann folgt dein inneres [[Pferd]], deine Kräfte und in diesem [[Sinne]] sogar dein [[Intellekt]], sogar dein [[Verständnis]]. Alles folgt, wenn dein Herz da vorne weg ist. Tue das, was du tust, von ganzem Herzen und wirf dein Herz vorne weg. In diesem [[Sinne]], überlege: &amp;quot;Was ist zu tun?&amp;quot; Wirf dein Herz vorne weg und dann tue das, was du tust, von ganzem Herzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|xxx}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heinrich Zimmer über das Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus  &amp;quot;Der Weg zum Selbst&amp;quot; von Heinrich Zimmer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund des Herzens ist verschlossen, das Innere des Mundes ist in dichtes Dunkel getaucht, das hält das Erbgut früherer Leben umschlossen. Alle Adern des Leibes münden darein, dort ist die Stätte des Lebensstroms, des Gemüts und des Lichtes. Da innen im Lotos des Herzens hat der Herr sein Heim und leuchtet darin: er ist der Herr des Heiligtums. Wenn das Gefühl »ich bin ER« in dem Sinne »ich bin der Herr des Heiligen, des Heiligsten« dank ständiger Uebung so fest in dir wird, wie die Vorstellung »Ich« in deinem Leibe wohnt, und wenn du als »der Herr« dastehst in all seiner Reinheit, vergeht die Ahnungslosigkeit: der sterbliche Leib sei dein Selbst, wie Finsternis vor dem Sonnenlicht. Räume das Erbgut früherer Leben: alle Bereitschaften und Neigungen des Gemüts durch ständige, unablässige Betrachtung aus in deinem Herzen: »ich bin der Gnädige Herr (Shiva), ich bin das Licht reinen Inneseins, das unbeschreiblich ist«,&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der ist das strahlende Licht reinen Inneseins, der alle Gegenstände der fünf Sinne bewußt ausgeschieden und das Selbst erlebt und seinen festen Stand im Einzig-Wirklichen gefunden hat. Sag: er schwingt den demanten blitzenden Donnerkeil und ist der Tod des Todes; er ist der Held, der über den Tod triumphiert, ist das Gemüt des Erbguts alter Bereitschaften und Neigungen ledig geworden, so bleibt es lauter und unberührt, auch wenn du deinen Verrichtungen nachgehst: es ist, als ließest du einen erzählen, und deine Gedanken gingen derweil ihrer Wege. Ist das Gemüt aber noch vollgesogen mit Antrieben aus früheren Leben, so wirkt es in ihnen befangen, auch wenn du untätig bist. Es geht dir wie einem, der schlafend auf seinem Lager ruht, im Traum aber einen Berg erklimmt und in den Abgrund stürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Reisender, von tiefem Schlaf umfangen, nicht spürt, daß der Wagen hält und die Pferde abgeschirrt werden, so ver-harrt der Weise, der zur Wirklichkeit des Selbst gelangt ist, in naturhaft unwillkürlicher Sammlung in das Selbst versenkt (Sahaja Samadhi) und wird von den Vorgängen seines Leibes, von Schlaf und Versenkung (Samadhi) nicht berührt, — das Gehäus des Leibes ist für ihn wie der Wagen, Das reine Innesein des Selbst, jenseits des Wachseins, der Traumverlorenheit und des Versunkenseins in traumlos tiefen Schlaf, gilt bloß dem Weltkind als »Vierter Stand«, Da nur der »Vierte Stand« wahr ist, und Wachen, Traum und traumlos tiefer Schlaf ein Schein sind, ist er »jenseits der Vier«: erster jenseitiger Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist außer dem Selbst, wenn du dich immer in seiner Wirklichkeit bewegst und keinen Unterschied zwischen dir und anderen setzest? Was begibt sich: wirst du geehrt oder geschmäht? Es ist wie sich selber segnen oder verwünschen. Nimm alle Weisheit aller heiligen Lehren in einem Wort: erlischt dein Ich, daß du das Selbst als höchste Wirklichkeit erlebst, bleibt nur das Selbst als reines völliges Innesein. Erlebe das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lMQBuv56nJY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Herz-Kreislauf-System]]&lt;br /&gt;
*[[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Barmherzigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Herzensgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p36_Yoga-Geschichten/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga-Geschichten, nacherzählt von Sukadev Bretz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p190_Karunesh---Heart-Chakra-Meditation/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Karunesh Heart Chakra Meditation] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p37_Yoga-Vidya-Kirtan-Textheft/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya Kirtan Heft für die Herzöffnung]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p44_Parabeln-von-Swami-Sivananda/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Parabeln, von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Der Weg Zum Selbst von Heinrich Zimmer, Rascher Verlag Zürich, 1944, 1. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/herz-kreislauf/ Yogatherapie: Herz-Kreislauf]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/herz-kreislauf-system/ Yoga fürs Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-weiterbildung/yoga-bei-spezifischen-beschwerden/yoga-fuers-herz-nach-dr-dean-ornish/ Das Ornish Herz Programm]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p649_Raeucherstaebchen-Chakra-Line---HERZ-Chakra/&amp;amp;XTCsid=b2461de2c4f784508b20516a2d748e05 Räucherstäbchen Chakra Line - HERZ Chakra]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/gott-bewohnt-dein-herz-sorge-dich-nicht-bhagavad-gita-xii-17-i Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bhagavad Gita XII.17 I.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/welche-verehrung-wird-dein-herz-starker-ruhren-bhagavad-gita-xii- Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren – Bhagavad Gita XII.2]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/handle-mit-engagement-und-herz Handle mit Engagement und Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra/ Anahata Chakra – Herzchakra]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wirkung-von-yoga/ Wirkungen von Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/23.htm &amp;quot;Das wahre Herz&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/12.htm &amp;quot;Wie man Gott in sein Herz lässt&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Herzsutra.html Heart Sutra - Übersetzung aus dem Englischen von Anantadas Günther Büsseler]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=herzchakra Videos zum Thema &amp;quot;Herzchakra&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Die Buddhi befreit deinen Geist und Herz von Verblendung – BG.XVIII 51===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1430_Bhagavad_XVIII_51.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/186_Anahata-Chakra_Segens-Meditation.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga Biene für das Herz – Bhramari Pranayama===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/135_bhramari_Biene_Pranayama.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bh.G.XII 17 I===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1222_Bhagavad_Gita_XII_17_I_.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren? – Bh.G. XII 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1198_Bhagavad_Gita_XII_2.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nächstenliebe reinigt das Herz – mp3-Lesung mit Sukadev===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/443-Naechstenliebe_reinigt_das_Herz.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nature Cure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565670</id>
		<title>Herz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565670"/>
		<updated>2016-10-13T19:50:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: /* Herzensmeditation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herz&#039;&#039;&#039; - Was bedeutet Herz? Was will man mit diesem Wort sagen? Wozu ist Herz ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, vielleicht gar eine [[Tugend]]? Welche weiteren Persönlichkeitsmerkmale stehen in [[Verbindung]] mit Herz? Herz ist im engeren [[Sinn]] die Bezeichnung eines Körperorgans, eben des [[Organ]]s in der [[Brust]], welches das [[Blut]] durch die [[Adern]] pumpt. Herz ist auch das Wesen eines [[Mensch]]en. Jemand kann ein gutes Herz haben, ein weiches Herz oder auch ein kaltes Herz. Herz steht auch für die [[Gefühle]], die [[Emotionen]], insbesondere im Gegenüber zum [[Kopf]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann mit Herz und Kopf bei einer Sache sein - oder eben auch mit dem Herzen nicht dabei sein, also unbeteiligt. Herz steht auch für [[Lieben]], z.B. wenn man jemandem vorwirft, er habe kein Herz. Das Herz ist auch die [[Essenz]], der Kern von etwas, z.B. kann man sich im Herzen [[Afrika]]s befinden oder das Herz der Angelegenheit verstanden haben. Herz ist auch ein Kosename: Ein Liebender kann sagen zu seiner Geliebten &amp;quot;mein Herz!&amp;quot;. Herz ist auch die Bezeichnung für eine &amp;quot;Farbe&amp;quot; im Kartenspiel und für ein bestimmtes [[Symbol]]. Herz kann auch [[Mut]] bedeuten - so kann man beherzt mit etwas anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist ein [[Organ]], das in menschlichen und tierischen [[Körper]]n dafür sorgt, dass der [[Blutkreislauf]] durch regelmäßiges Zusammenziehen und [[Dehnen]] angetrieben und in [[Gang]] gehalten wird. Herz meint aber auch so etwas wie [[Zentrum]] oder Mittelpunkt, ohne den ein [[Wesen]] oder eine Sache nicht existieren kann. Das Herz wird auch als Ort der [[Gefühl]]e betrachtet. [[Spirituell]] gesehen, könnte man das Herz auch als [[spirituell]]es Zentrum verstehen, als [[Atman]], als das göttliche [[Bewusstsein]] in jedem einzelnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ANAHAT.jpg|thumb|Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz biologisch gesehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Practice of Nature Cure&amp;quot; (1951) vom großen [[Yogameister]] und [[Artzt]] [[Swami Sivananda]] &#039;&#039;&#039;, S. 332-334. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist die vitale zentrale Pumpe der Durchblutung. Es ist wie ein Wasserwerk in einer [[Stadt]]. Es befindet sich auf der linken Seite des Brustkorbs zwischen der rechten und der linken Lunge. Es ist von einer Tasche umhüllt, die aus serösen Membranen besteht, und mit dem Pericardium endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere des Herzens besteht aus zwei Höhlen, rechte und linke, getrennt durch eine längsverlaufende Scheidewand. Jede Höhle ist nochmals in obere und untere Kammer unterteilt. Die obere Kammer wird Vorhof genannt, die zweite Ventrikel. Im Inneren des Herzens befinden sich also vier Kammern- rechter Vorhof und rechtes Ventrikel, linker Vorhof und linkes Ventrikel. Die zwei rechten Kammern beinhalten reines dunkelrotes frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut. Der Vorhof ist mit dem Ventrikel durch eine Öffnung, die Atrioventrikularklappe, verbunden. Die Funktion dieser Klappe ist es, das Blut vom Vorhof in das Ventrikel fließen zu lassen, aber den Rückfluss zu verhindern. Die Größe des Herzens ist ungefähr 13 cm lang, etwa 8 cm bei maximaler Atmung und 5 cm dick. Das Herz eines Erwachsenen wiegt 280 g und ein Ventrikel fasst ungefähr 85 g Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blut]] ist eine rote Flüssigkeit, die ständig durch den Körper fließt. An der Durchblutung sind Herz, Arterien, Kapillaren und Venen beteiligt. Es wäre an dieser Stelle nicht angebracht zu beschreiben, wie dies genau funktioniert. Es genügt zu sagen, dass das Blut aus den Lungen in reinem Zustand in das Herz kommt und das unreine Blut aus den verschiedenen Körperteilen kommt. Das reine Blut wird an Organe und Gewebe geschickt, um ihnen den lebenswichtigen Sauerstoff und Nahrung zu bringen, das unreine Blut wird zu den Lungen gebracht und dort gereinigt. Man muss verstehen, dass Blut keine homogene Flüssigkeit ist, wie es dem bloßen Auge erscheinen mag. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass es aus vielen winzigen Zellen, manche rot, manche weiß- den roten und weißen Blutkörperchen- besteht, die in einer klaren Flüssigkeit schwimmen, dem Blutplasma oder &amp;quot;Blutlikör&amp;quot;. Das Blut hat viele wichtige Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puls zeigt den Zustand des Herzens. Er ist eine Welle, die sich entlang der Arterien, durch die Pumpaktion des Herzens, ausdehnt. Der Zustand des Herzens kann von einem geschickten Arzt, der den Puls fühlt, ermittelt werden. Ein schwacher kraftloser Puls zeigt, dass das Herz sehr schwach ist, während ein starker kräftiger Puls zeigt, dass das Herz stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabak ist Gift für das Herz. Der Tabakkonsum ist alarmierend gestiegen. Tabak beinhaltet ein Wirkungsprinzip oder einen Bestandteil, das Nikotin, welches nervösen Unterdruck im Herzen und Herzklopfen verursacht. Das Wirkungsprinzip Nikotin verursacht Vergiftung. Die Herzaktivität wird durch regelmäßigen Tabakkonsum geschwächt. Man sagt, dass Menschen, die dieser [[Droge]] zum Opfer gefallen sind, an einem &amp;quot;Tabakherzen&amp;quot; oder einem &amp;quot;irritierten Herzen&amp;quot; leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie beeinflusst ein kaltes Bad das Herz?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Nervenfasern befinden sich in der Epidermis, der äußeren Hautschicht. Die Anwendung von Kälte stimuliert die Nervenenden. Als Folge davon werden zahllose Impulse ausgelöst, die sich bis zum Rückenmark, dem Gehirn und dem Nervenzentrum bewegen. Dieses spezielle Nervenzentrum befindet sich an der Basis des Gehirns und hält die oberste Herrschaft über die Herzfunktion. Das Nervenzentrum, das nun stimuliert wird, fordert das Herz dazu auf, schneller zu schlagen. Manche Nervenimpulse berühren das Herz direkt. Man kann klar sehen, dass die gute Wirkung des kalten Bades durch die Kälte kommt, die auf die Hautoberfläche trifft, die letztendlich über das Nervensystem die Herzschlagfrequenz und die Kraft des Herzens beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen warmen Bäder, bekannt als Hydrotherapie oder Wasserkur, stimulieren das Herz zu Beginn, aber wenn man sie zu lange macht, wird die Hitze des Körpers das Herz schwächen. Es kann zu [[Erschöpfung]] oder Ohnmacht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz spirituell gesehen==&lt;br /&gt;
===Meditation für Herzensverbindung mit deinen Mitmenschen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/podpress_trac/web/4887/0/66_dankbarkeits-tiefenentspannung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Übung kannst du eine Herzensverbindung zu deinen Mitmenschen herstellen. Wir gehen ein paar Momente in die [[Stille]]. Du kannst überlegen, welche drei bis sieben [[Mensch]]en für dich in der nächsten Woche von besonderer Wichtigkeit sind. Von [[Partner]] bis [[Kind]]er, [[Eltern]], Kollege, Kunde, Chef, Mitarbeiter. Und jetzt stelle dir einen davon vor, und spüre von deinem Herzen aus das Herz des anderen. Ohne irgendetwas nachzudenken, spüre einfach mit deinem Herzen das Herz des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kannst du auch [[Segen]]swünsche sprechen, wie: &amp;quot;Lieber, Liebe [[Name]], ich schicke dir [[Licht]] und [[Liebe]]. Möge es dir gut gehen. Möge unser Zusammensein oder Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine zweite Person vor, die für dich in der nächsten Woche wichtig sein wird, und spüre wieder mit deinem Herzen das Herz dieser anderen Person. Spüre einfach, ohne nachzudenken. Dann sprich wieder Segenswünsche wie: &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles [[Gute]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine dritte Person vor. Stelle die Herzensverbindung wieder her, indem du mit deinem Herzen das Herz dieser Person spürst. Und sprich wieder Segenswünsche wie z.B. &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles Gute. Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Jetzt stelle dir alle anderen vor, die vielleicht auch noch von [[Bedeutung]] sein mögen, und spüre mit deinem Herzen das Herz all dieser anderen. Und sprich Segenswünsche wie: &amp;quot;Ich wünsche euch alles Gute. Möge unser Zusammensein, möge unser gemeinsames Wirken segensreich sein.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe das jeden [[Tag]]. Versuche, jeden Tag eine Herzensverbindung herzustellen mit den wichtigsten Menschen in deinem Leben. Für die meisten Menschen sind etwa drei bis sieben Menschen besonders wichtig im Leben, für manche sogar weniger, für manche auch mehr. Wenn du jeden [[Tag]] jeden dieser Menschen vom Herzen her spürst, wirst du feststellen, ihr werdet euch viel besser verstehen, und du hast eine tiefe liebevolle Grundbeziehung. Und diese liebevolle Grundbeziehung und dieses liebevolle Grundverständnis ist eine sehr gute und auch belastbare Basis für tiefe [[Gelassenheit]], liebevolle Gelassenheit, einfühlsame Gelassenheit, verbundene Gelassenheit, keine trockene und kalte Gelassenheit, engagierte, liebevolle, warmherzige Gelassenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|pDxIcxDKN30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Licht-Meditation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte dich in deiner [[Meditationshaltung]] ein, so dass du fest, aufrecht und bequem sitzt. [[Wirbelsäule]] aufrecht, in ihrer natürlichen Krümmung. Atme ein paar Mal tief und bewusst ein und aus, zentriere dich mit jeder [[Puraka|Einatmung]] in dir selbst, komme ganz bei dir, im Hier und Jetzt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse jetzt den [[Atem]] so fließen, wie er von selbst fließen will, und stelle dir vor, du öffnest dich nach oben, wie ein nach oben offenes Gefäß – wie ein Kelch oder eine Vase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle dir und spüre, wie mit jedem Atemzug von oben strahlendes [[Licht]] in dich einströmt, und sich im Herzen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweile ein paar Minuten mit dieser [[Konzentration]]: nach oben öffnen, von dort strahlendes Licht in dich hinein strömen lassen, das sich im Herzen sammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stelle dir einen strahlender [[Stern]] oder eine strahlende [[Sonne]] oder das strahlende &amp;quot;Juwel im [[Lotos]]&amp;quot; im Herzen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Einatmen strahlt dein Stern, deine Sonne oder dein [[Edelstein]] im Herzen stärker. Mit jedem Ausatmen lässt du dieses strahlende Licht deines Herzenssterns, deiner inneren Sonne oder eines Juwels vom Herzen her weit ausstrahlen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst in alle [[Richtung]]en in deinen Körper. Jede [[Zelle]] deines [[Wesen]]s wird ganz aufgeladen mit diesem strahlenden hellen Licht deines Sterns/deiner Sonne/deines Herzensjuwels. Fühle dich ganz durchdrungen von diesem wunderbaren strahlenden Licht, das von deinem Herzen ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse dieses Strahlen über deinen Körper hinaus in alle Richtungen weit ausstrahlen – in diesen ganzen [[Raum]], in die ganze [[Gegend]], in die ganze Welt, bis zum [[Himmel]], ins [[Unendlichkeit|Unendliche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist weit und strahlend, reines Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herzensmeditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von [[Swami Nirgunananda]], aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Rubrik gibt [[Swami Nirgunananda]] von jetzt an in jedem Journal ein paar wertvolle Tipps für die [[Meditation]]. Heute findest du hier eine Anregung und [[Meditationsanleitung]] zur [[Herzensöffnung]]. Sie können dein [[Leben]] bereichern, [[Energie]]n frei setzen, die durch Vorurteile, vorgefasste Meinungen und vieles mehr dein [[Herz]] eng machen. Wenn du schon eine feste [[Meditationstechnik]] hast, kannst du diese [[Herzensmeditation]]en ab und zu mal üben oder auch am [[Anfang]] die ersten paar Minuten und dann zu deiner Haupttechnik übergehen. – Probiere es einfach aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut – für die Augen bleibt das Wesentliche unsichtbar“&lt;br /&gt;
(Antoine de Saint-Exupéry)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich in deiner [[Meditationshaltung]] hin.  Mache die Stellung so fest, bewegungslos, aufrecht und angenehm wie möglich.  Bitte [[Körper]] und [[Geist]], ganz entspannt und bewegungslos zu sein. Atme ein paar Mal tief ein und aus, komme so ganz bei dir, in diesem Moment an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse den [[Atem]] fließen, wie er von selbst fließen will. Werde dir deines Körpers bewusst und werde dir bewusst: &#039;&#039;Ich habe den [[Körper]], aber ich bin nicht der Körper&#039;&#039;. Werde dir etwaiger Gedanken bewusst, die da sind und werde dir  bewusst:  Es  sind  Gedanken  da,  ich  habe  Gedanken,  aber ich bin nicht die Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herz]] steht symbolisch für das, was jenseits von all dem ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überlege  dir:  &#039;&#039;Was  heißt  es,  mit  dem  Herzen  zu  sehen? Was heißt es für mich? Was bedeutet es für mich? Was verstehe ich darunter? Wo habe ich vielleicht so gehandelt, dass ich  die  Stimme  des  Herzens  überhört  habe? Was  würde  ich eventuell  anders  machen,  wenn  ich  mit  dem  Herzen  sehen, denken, handeln würde? Was könnte ich anders machen, um in [[Zukunft]] in ähnlichen Situationen mit dem Herzen zu sehen, zu denken, zu handeln?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere dich in der Situation, wie du von Herzen her handelst. Spüre, wie sich das anfühlt. Wie du dich selbst, den anderen/die anderen Menschen, die Situation, plötzlich intuitiv besser verstehst. Wie dein [[Herz]] weich und weit und offen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss schicke von Herzen her [[Licht]] und [[Liebe]] zu dir selbst, zu allen Wesen, in alle Richtungen. Vertiefe die [[Atmung]]. Wenn du willst, formuliere innerlich eine passende [[Affirmation]]. Öffne langsam die Augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meditation des reinen Herzens===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selig sind, die reinen Herzens sind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt ein reines Herz? Was bedeutet es für mich? Was verdunkelt das Herz, und damit die [[Freude]] und das [[Glück]], die [[Lebensqualität]]? Vielleicht neige ich dazu, anderen [[Mensch]]en, Dinge oder [[Motiv]]e zu unterstellen?  Situationen vorschnell zu interpretieren? Vorschnell oder einseitig zu urteilen? Dinge auf mich zu beziehen, die nicht so gemeint sind oder die gar nichts mit mir zu tun haben? mich schnell gekränkt zu fühlen? aufzubrausen? ärgerlich zu sein? Arrogant zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer jetzt an [[Gefühl]]en oder Gedanken ähnlicher [[Art]] kommen mag: Lasse es alles ein in dein Herz und spüre: für diesen Moment kann ich es loslassen, mich von jeglicher [[Identifikation]] und allen Vorstellungen lösen – tief im Inneren, im tiefsten Inneren meines Herzens bin ich ganz rein und unberührt – wie ein reines unschuldiges [[Kind]]. Diesen tiefsten inneren Kern im Herzen kann nichts berühren und trüben. Tief innen war, bin und bleibe ich - rein und selig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse alles, was kommt, reinwaschen im makellosen unberührten [[Lotos]] des reinen Herzens – fühle dich rein, strahlend, makellos, unberührt. Und spüre die [[Seligkeit]] und die Freude dieses reinen Herzens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Auch außerhalb der Meditation kannst du dich an diesen tiefsten unberührten Kern im Innersten wenden – als eine Ressource, wo du jederzeit inmitten aller [[Anforderung]]en, [[Herausforderung]]en und [[Problem]]en des Alltags eintauchen, dich reinwaschen kannst, Zugang zu dieser reinen unberührten [[Ebene]] deines [[Sein]]s findest und damit gestärkt und mit weniger [[Identifikation]] und weniger Verbissenheit dich den [[Aufgaben]] des [[Alltag]]s stellen – im [[Bewusstsein]]: all das ist eine Ebene. Auf einer tieferen Ebene ist das alles bedeutungslos, bin ich unberührt, rein, selig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga – ein Weg mit Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Karin Burschik, aus dem Yoga Vidya Journal Frühjahr 2010&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yoga]] mag &amp;quot;cool&amp;quot; sein, doch kalt ist es nicht. Denken wir nur an die Meisterinnen und [[Meister]] der Yoga-Tradition. Mit welcher Begeisterung sie ihre [[Lehre]]n und Übungen weitergegeben haben. Wie fürsorglich sie ihre Schülerinnen und [[Schüler]] behandelt und mit welcher [[Hingabe]] sie dem Göttlichen gedient haben. Warum ist das so? Auf welche Weise öffnen [[Körper]]-, [[Atem]]- und [[Meditation]]sübungen das Herz, und wie können wir diesen Prozess unterstützen? Das wollen wir uns nun genauer anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Asana]]s – nicht nur für den Körper===&lt;br /&gt;
Ganz allgemein gilt: Sport und Bewegung tun auch der [[Seele]] gut. Es macht [[Freude]], Glückshormone werden ausgeschüttet, und in einer Gruppe, die gemeinsam geschwitzt hat, entsteht ein ganz natürliches [[Gefühl]] der [[Verbundenheit]]. Darüber hinaus haben bestimmte [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas] auch bestimmte [[Seele|seelische]] Wirkungen. Denken wir nur an [[Fisch]] und [[Kobra]], die das [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] öffnen. [[Vorbeuge]]n fördern ein Gefühl der [[Hingabe]], und [[Held|Helden-Stellungen]] entwickeln [[Kraft]] und [[Mut]], so dass wir uns dann auch im Alltag leichter ein Herz fassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das intensive Beugen und Strecken können sich zudem tief sitzende [[Verspannungen]] lösen. Ja, wir erhalten sogar Zugang zu [[traumatisierung|Trauma]]ta, die gleichsam im Körper wie schlafend eingraviert sind. Asanas können sie wecken. Im ersten Moment mag das nicht sonderlich angenehm sein, doch letztendlich befreit eine solche Heil[[krise]] uns von alten [[Wunde]]n, und wir gehen lebendiger, freudiger und liebevoller aus ihr hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganz besondere Plus bei den Asanas ist die Schulung von [[Körperbewusstsein]] und [[Achtsamkeit]]. Immer wieder werden wir aufgefordert, genau hinzuspüren und gegenwärtig zu sein mit einer freundlichen, wachen [[Aufmerksamkeit]]. Dies gilt in der [[Psychologie]] als einer der wirksamsten [[Stimmung]]saufheller. Wenn Sie also in einer trüben [[Stimmung]] zu versinken drohen, können Sie sich an Ihrem eigenen Schopf aus dem Morast ziehen und sich auf das Hier und Jetzt besinnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Farben und [[Form]]en sind zu sehen? Was ist zu hören?&lt;br /&gt;
Wie fühlt sich der Körper an? Oder Sie nehmen einfach wahr, wie der Atem kommt und geht. Damit sind wir schon bei den Atemübungen, den [[Pranayama]]s, die den [[Geist]] ebenfalls positiv beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cef1UM0CnIk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pranayamas als Herzöffner===&lt;br /&gt;
[[Prana]] – die Lebensenergie – fungiert als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die miteinander auf vielfältige Weise wechselwirken. Zum Beispiel hemmen körperliche [[Verspannungen]] den [[Fluss]] der [[Lebensenergie]], was auch zu geistigen Blockaden führen kann. Sind wir emotional sehr aufgewühlt, dann fließt die Lebensenergie sehr disharmonisch, was sich wiederum auf den Körper auswirkt. Positive Veränderungen können wir also von der körperlichen wie auch von der seelischen Seite her angehen. Doch wir können auch direkt mit der Lebensenergie arbeiten. Wir können dafür sorgen, dass sie frei, harmonisch und in ausreichender Menge durch die [[Nadi]]s strömt, was sich positiv auf Körper und Geist auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den leichtesten Zugang zur Lebensenergie eröffnen uns die [[Atemübung]]en. So können wir zum Beispiel zur [[Entspannung]] das Ausatmen verlängern. Wollen wir frische [[Energie]] tanken, dann atmen wir länger ein und/oder machen eine Pause in der Atemfülle. Über die Chakren können wir bestimmte psychische Themen auch ganz gezielt bearbeiten, zum Beispiel [[Erdung]] oder [[Willenskraft]], [[Intuition]] oder eben auch die Qualitäten des Herzens. Einfaches Hineinspüren in das [[Anahata Chakra]] in der Mitte der Brust mag schon genügen, damit es sich öffnen und seine Qualitäten entfalten kann – [[Liebe]], [[Freude]] und [[Mitgefühl]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reine, ursachlose Freude geht weit über die Vergnügungen dieser Welt hinaus, und das Leben im [[Licht]] bedingungsloser Liebe ist von kaum zu beschreibender Innigkeit und Süße.  Um dahin zu gelangen, können Sie sich unterstützend auf den Atem konzentrieren. Dann stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz - [[Kshetra]] – die vordere Öffnung des Anahata Chakras – ein und aus. Visuell veranlagte Menschen können sich dabei auch einen [[Lichtstrom]] vorstellen, und [[Mensch]]en, deren bevorzugter [[Sinne]]skanal das Hören ist, arbeiten gern mit einem [[Mantra]], zum Beispiel mit &amp;quot;[[Yam]]&amp;quot;, dem [[Bija Mantra]] für das [[Anahata Chakra]]. Selbstverständlich können Sie stattdessen auch ein anderes [[Mantra]] wählen, zum Beispiel &amp;quot;Liebe&amp;quot; oder &amp;quot;Freude&amp;quot;, das [[Herzensgebet]] der Ostkirche oder das universelle Mantra &amp;quot;[[Om]]&amp;quot;, das bereits in den [[Upanishaden]] gelobt und beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr Liebe und Verbundenheit durch [[Meditation]]===&lt;br /&gt;
In diesen frühesten Yoga-Schriften wird vor allem die [[Einheit]] besungen – die Einheit von [[Atman]] und [[Brahman]], also von wahrem [[Selbst]] und göttlichem Urgrund. Aber auch die Einheit von Selbst und [[Bewusstsein]] oder Selbst und allem, was ist. Und durch das Mantra &amp;quot;Om&amp;quot; können wir uns auf diese fundamentale Einheit einstimmen, denn es heißt, dass mit diesem Urlaut die Schöpfung ihren Anfang nahm und auf ewig darin enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Erfahrung von Einheit geht es letztendlich bei allen Yoga-[[Weg]]en. Schließlich stammt das Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot; von der indogermanischen Wortwurzel &amp;quot;yuj&amp;quot;, was unter anderem mit &amp;quot;vereinen&amp;quot; und &amp;quot;zusammenbinden&amp;quot; übersetzt werden kann. Das deutet darauf hin, dass der Yoga-Weg keineswegs in ein undifferenziertes, präpersonales Verschmolzen-Sein zurückführen möchte. Wenn verschiedene Elemente zusammengebunden werden, lösen sie sich ja nicht auf. Wenn Zellen sich zur Einheit eines [[Körper]]s zusammenfügen, bleiben ihre Grenzen bestehen. Und wenn Menschen sich zu Teams zusammenfinden, behalten sie dennoch ihre [[Individualität]]. Das bedeutet: Die bunte Vielfalt der [[Welt]] bleibt auf der relativen Ebene bestehen, kann aber auf der absoluten Ebene als Einheit erfahren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu möchte auch [[Patanjali]] hinführen, wenn er in seinen [[Yogasutra|Yoga-Sutren]] den berühmten achtfachen Pfad beschreibt. Zentrales Element ist hier der geistige Übungsweg, wie wir ihn so oder so ähnlich in vielen spirituellen Schulen finden: Wir wenden uns nach innen ([[Pratyahara]]) und konzentrieren uns auf das gewählte [[Meditationsobjekt]] ([[Dharana]]), bis die [[Aufmerksamkeit]] mühelos dabei verweilt ([[Dhyana]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich mögen wir uns sogar der [[Einheit]] mit ihm bewusst werden ([[Samprajnata Samadhi]]). Diese Erfahrung von Einheit kann sich immer mehr vertiefen und immer weiter werden, bis sie schließlich Alles-in-allem umfasst und transzendiert ([[Asamprajnata]] oder [[Nirvikalpa Samadhi]]). Dies kann das Leben von Grund auf verwandeln, denn wir werden ganz sicher liebevoller mit unseren Mitmenschen umgehen, wenn wir im tiefsten Innern wissen, dass wir eins mit ihnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise stehen allerlei Hindernisse dieser Einheitserfahrung im Weg. Insbesondere die [[Unwissenheit]], die uns glauben macht, wir seien getrennt vom Rest der Welt, was [[Verlangen]], [[Abneigung]] und [[Furcht]] heraufbeschwört. [[Patanjali]] nennt diese Leid schaffenden Faktoren &amp;quot;[[Kleshas]]&amp;quot; und gibt verschiedene Empfehlungen, wie wir sie auflösen können, zum Beispiel durch die [[Glück]] bringenden Haltungen von [[Wohlwollen]], Freude, [[Mitgefühl]] und [[Gleichmut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können wir uns systematisch erüben. Wir können uns täglich hinsetzen und uns von Herzen an dem Guten erfreuen, was jetzt da ist. Angesichts von Widrigkeiten können wir sagen: &amp;quot;Auch das geht vorbei.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Was bedeutet das im Angesicht der [[Ewigkeit]]?&amp;quot; Und wir können immer wieder sagen, denken und fühlen: &amp;quot;Mögen alle Wesen frei sein von Leid. Mögen sie glücklich sein.&amp;quot; Mit der Zeit werden wir uns immer weniger mit dem kleinen [[Ego]] identifizieren und immer mehr mit dem wahren [[Selbst]], dem wahre [[Liebe]] entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir feststellen: Die geistigen, energetischen und körperlichen [[Methode]]n des Yoga sind bestens geeignet, unsere Herzensqualitäten zu entfalten. Darum können wir mit Fug und Recht sagen: Yoga, das ist ein Weg mit Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin Karin Burschik befasst sich seit früher Jugend mit spirituellen Lehren und Übungen. Mit 18 besuchte sie ihre ersten Yoga-Kurse und arbeitet nun seit Jahren als Yoga-Lehrerin (BYV). Sie hat bereits drei spirituelle Sachbücher geschrieben, unter anderem auch &amp;quot;Yoga – ein Weg zum Glücklich-Sein&amp;quot; (November 2009, Via Nova Verlag, Petersberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herz als hilfreiche Tugend==&lt;br /&gt;
===Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Vertrauen.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz hat so viele Bedeutungen. Zum einen, Herz ist natürlich das physische Herz. Das physische Herz ist in der Mitte der [[Brust]], es pumpt den ganzen [[Tag]]. In der griechischen [[Philosophie]] hat man gedacht, dass das Herz der Sitz des [[Denken]]s und [[Fühlen]]s ist und manche haben gedacht, das [[Hirn]] sei nur eine Art Kühlaggregat. Heute [[wissen]] wir, dass das Ganze nicht so ist und dass man eigentlich im Herz recht wenig denkt, mindestens behaupten das die modernen Wahrnehmungspsychologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz ist ein Pumporgan, dennoch, man spricht auch vom Herz einer Sache. Z.B. gibt es auch Artischockenherzen, also die Mitte einer Artischocke, und man sagt auch, wenn man zum Kern einer Angelegenheit geht: &amp;quot;Ich gehe zum Herzen einer Sache.&amp;quot; Es ist wichtig, das Herz einer Sache zu erfassen. Wenn du wirklich im Herz einer Sache bist, dann bist du bei der [[Essenz]]. Herz wird heutzutage besonders auf [[Emotion]]en bezogen, [[Gefühl]]e und natürlich besonders [[Liebe]]. Man sagt z.B.: &amp;quot;Ich spüre [[Schmerz]]en in meinem Herzen.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Das tut mir in meinem Herzen weh.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum tut es in dem Herzen weh? Da gibt es jetzt mehrere [[Theorie]]n. [[Yogi]]s würden sagen, im Herzen ist das [[Herzchakra]]. Und [[Yogi]]s würden sagen, [[Gefühle]] sind tatsächlich Pulsierungen  und [[Schwingung]]en des [[Astralkörper]]s, eben in der Herzgegend. Der Grund, weshalb du manche [[Gefühle]] im Herzen, manche in der Kehle, manche im Bauch spürst, ist tatsächlich, weil dort [[Chakra|Chakren]] pulsieren, vibrieren. Und diese Chakren, wenn diese pulsieren, vibrieren, spürt man es an der Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmungspsychologen nennen das embody itself, die sagen, dass das [[Hirn]] bestimmte [[Gefühle]] und Empfindungen im ganzen [[Körper]] projiziert. Also, das Hirn projiziert etwas im Herzen und dann spürst du es im Herzen, und wenn du es im Herzen spürst, dann nimmst du das [[Gefühl]] wahr. Die modernen Wahrnehmungspsychologen würden sagen, dass das Hirn es so macht, dass es die verschiedenen Empfindungen in den [[Körper]] projiziert und wenn das [[Bewusstsein]] diese [[Empfindung]]en im [[Körper]] wahrnimmt, dann macht man ein [[Gefühl]] ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da könnte man [[jetzt]] noch viel darüber spekulieren, was es aber in jedem Fall heißt, du spürst [[Gefühle]] im Herzen. Und so gibt es Angstgefühle, es kann ein beklemmendes [[Gefühl]] im Herzen sein, du kannst dich in der [[Seele]] erschrecken, damit meint man oft, im Herzen erschrecken, aber die besonders schönen [[Gefühle]] im Herzen sind natürlich [[Freude]] und sind [[Liebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yogi]]s sagen sogar, [[Anahata Chakra]], das innerste [[Chakra]], das Chakra, das einfach da ist, ohne irgendetwas zu brauchen, [[Anahata]] heißt ja &amp;quot;das nicht angeschlagene Chakra&amp;quot;, dieses innerste Chakra, das braucht nichts, dieses [[Chakra]] ist in sich [[Liebe]] und [[Freude]]. Da kann man sagen, im Herzen bist du [[Liebe]] und [[Freude]], deine wahre [[Natur]] in [[Wahrheit]] ist [[Liebe]] und [[Freude]]. Und so tue öfters Dinge von ganzem Herzen und überlege auch [[jetzt]], was hast du heute oder morgen noch vor? Steckst du auch dein Herz hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder ich bin ja früher mal geritten, das ist [[jetzt]] schon vierzig Jahr her, ich hatte einen Reitlehrer gehabt, der hat gerne gesagt: &amp;quot;Wirf dein Herz vorne weg, dann wird dein Pferd auch springen.&amp;quot; In diesem [[Sinne]], wirf dein Herz vorne weg, das, was du zu tun hast, wirf dein Herz vorne weg. Und wenn dein Herz vorne weg ist, dann ist alles einfach, geht alles leicht, dann folgt dein inneres [[Pferd]], deine Kräfte und in diesem [[Sinne]] sogar dein [[Intellekt]], sogar dein [[Verständnis]]. Alles folgt, wenn dein Herz da vorne weg ist. Tue das, was du tust, von ganzem Herzen und wirf dein Herz vorne weg. In diesem [[Sinne]], überlege: &amp;quot;Was ist zu tun?&amp;quot; Wirf dein Herz vorne weg und dann tue das, was du tust, von ganzem Herzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|xxx}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heinrich Zimmer über das Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus  &amp;quot;Der Weg zum Selbst&amp;quot; von Heinrich Zimmer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund des Herzens ist verschlossen, das Innere des Mundes ist in dichtes Dunkel getaucht, das hält das Erbgut früherer Leben umschlossen. Alle Adern des Leibes münden darein, dort ist die Stätte des Lebensstroms, des Gemüts und des Lichtes. Da innen im Lotos des Herzens hat der Herr sein Heim und leuchtet darin: er ist der Herr des Heiligtums. Wenn das Gefühl »ich bin ER« in dem Sinne »ich bin der Herr des Heiligen, des Heiligsten« dank ständiger Uebung so fest in dir wird, wie die Vorstellung »Ich« in deinem Leibe wohnt, und wenn du als »der Herr« dastehst in all seiner Reinheit, vergeht die Ahnungslosigkeit: der sterbliche Leib sei dein Selbst, wie Finsternis vor dem Sonnenlicht. Räume das Erbgut früherer Leben: alle Bereitschaften und Neigungen des Gemüts durch ständige, unablässige Betrachtung aus in deinem Herzen: »ich bin der Gnädige Herr (Shiva), ich bin das Licht reinen Inneseins, das unbeschreiblich ist«,&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der ist das strahlende Licht reinen Inneseins, der alle Gegenstände der fünf Sinne bewußt ausgeschieden und das Selbst erlebt und seinen festen Stand im Einzig-Wirklichen gefunden hat. Sag: er schwingt den demanten blitzenden Donnerkeil und ist der Tod des Todes; er ist der Held, der über den Tod triumphiert, ist das Gemüt des Erbguts alter Bereitschaften und Neigungen ledig geworden, so bleibt es lauter und unberührt, auch wenn du deinen Verrichtungen nachgehst: es ist, als ließest du einen erzählen, und deine Gedanken gingen derweil ihrer Wege. Ist das Gemüt aber noch vollgesogen mit Antrieben aus früheren Leben, so wirkt es in ihnen befangen, auch wenn du untätig bist. Es geht dir wie einem, der schlafend auf seinem Lager ruht, im Traum aber einen Berg erklimmt und in den Abgrund stürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Reisender, von tiefem Schlaf umfangen, nicht spürt, daß der Wagen hält und die Pferde abgeschirrt werden, so ver-harrt der Weise, der zur Wirklichkeit des Selbst gelangt ist, in naturhaft unwillkürlicher Sammlung in das Selbst versenkt (Sahaja Samadhi) und wird von den Vorgängen seines Leibes, von Schlaf und Versenkung (Samadhi) nicht berührt, — das Gehäus des Leibes ist für ihn wie der Wagen, Das reine Innesein des Selbst, jenseits des Wachseins, der Traumverlorenheit und des Versunkenseins in traumlos tiefen Schlaf, gilt bloß dem Weltkind als »Vierter Stand«, Da nur der »Vierte Stand« wahr ist, und Wachen, Traum und traumlos tiefer Schlaf ein Schein sind, ist er »jenseits der Vier«: erster jenseitiger Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist außer dem Selbst, wenn du dich immer in seiner Wirklichkeit bewegst und keinen Unterschied zwischen dir und anderen setzest? Was begibt sich: wirst du geehrt oder geschmäht? Es ist wie sich selber segnen oder verwünschen. Nimm alle Weisheit aller heiligen Lehren in einem Wort: erlischt dein Ich, daß du das Selbst als höchste Wirklichkeit erlebst, bleibt nur das Selbst als reines völliges Innesein. Erlebe das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lMQBuv56nJY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Herz-Kreislauf-System]]&lt;br /&gt;
*[[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Barmherzigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Herzensgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p36_Yoga-Geschichten/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga-Geschichten, nacherzählt von Sukadev Bretz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p190_Karunesh---Heart-Chakra-Meditation/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Karunesh Heart Chakra Meditation] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p37_Yoga-Vidya-Kirtan-Textheft/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya Kirtan Heft für die Herzöffnung]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p44_Parabeln-von-Swami-Sivananda/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Parabeln, von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Der Weg Zum Selbst von Heinrich Zimmer, Rascher Verlag Zürich, 1944, 1. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/herz-kreislauf/ Yogatherapie: Herz-Kreislauf]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/herz-kreislauf-system/ Yoga fürs Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-weiterbildung/yoga-bei-spezifischen-beschwerden/yoga-fuers-herz-nach-dr-dean-ornish/ Das Ornish Herz Programm]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p649_Raeucherstaebchen-Chakra-Line---HERZ-Chakra/&amp;amp;XTCsid=b2461de2c4f784508b20516a2d748e05 Räucherstäbchen Chakra Line - HERZ Chakra]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/gott-bewohnt-dein-herz-sorge-dich-nicht-bhagavad-gita-xii-17-i Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bhagavad Gita XII.17 I.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/welche-verehrung-wird-dein-herz-starker-ruhren-bhagavad-gita-xii- Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren – Bhagavad Gita XII.2]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/handle-mit-engagement-und-herz Handle mit Engagement und Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra/ Anahata Chakra – Herzchakra]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wirkung-von-yoga/ Wirkungen von Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/23.htm &amp;quot;Das wahre Herz&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/12.htm &amp;quot;Wie man Gott in sein Herz lässt&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Herzsutra.html Heart Sutra - Übersetzung aus dem Englischen von Anantadas Günther Büsseler]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=herzchakra Videos zum Thema &amp;quot;Herzchakra&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Die Buddhi befreit deinen Geist und Herz von Verblendung – BG.XVIII 51===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1430_Bhagavad_XVIII_51.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/186_Anahata-Chakra_Segens-Meditation.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga Biene für das Herz – Bhramari Pranayama===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/135_bhramari_Biene_Pranayama.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bh.G.XII 17 I===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1222_Bhagavad_Gita_XII_17_I_.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren? – Bh.G. XII 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1198_Bhagavad_Gita_XII_2.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nächstenliebe reinigt das Herz – mp3-Lesung mit Sukadev===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/443-Naechstenliebe_reinigt_das_Herz.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nature Cure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565669</id>
		<title>Herz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565669"/>
		<updated>2016-10-13T19:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herz&#039;&#039;&#039; - Was bedeutet Herz? Was will man mit diesem Wort sagen? Wozu ist Herz ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, vielleicht gar eine [[Tugend]]? Welche weiteren Persönlichkeitsmerkmale stehen in [[Verbindung]] mit Herz? Herz ist im engeren [[Sinn]] die Bezeichnung eines Körperorgans, eben des [[Organ]]s in der [[Brust]], welches das [[Blut]] durch die [[Adern]] pumpt. Herz ist auch das Wesen eines [[Mensch]]en. Jemand kann ein gutes Herz haben, ein weiches Herz oder auch ein kaltes Herz. Herz steht auch für die [[Gefühle]], die [[Emotionen]], insbesondere im Gegenüber zum [[Kopf]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann mit Herz und Kopf bei einer Sache sein - oder eben auch mit dem Herzen nicht dabei sein, also unbeteiligt. Herz steht auch für [[Lieben]], z.B. wenn man jemandem vorwirft, er habe kein Herz. Das Herz ist auch die [[Essenz]], der Kern von etwas, z.B. kann man sich im Herzen [[Afrika]]s befinden oder das Herz der Angelegenheit verstanden haben. Herz ist auch ein Kosename: Ein Liebender kann sagen zu seiner Geliebten &amp;quot;mein Herz!&amp;quot;. Herz ist auch die Bezeichnung für eine &amp;quot;Farbe&amp;quot; im Kartenspiel und für ein bestimmtes [[Symbol]]. Herz kann auch [[Mut]] bedeuten - so kann man beherzt mit etwas anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist ein [[Organ]], das in menschlichen und tierischen [[Körper]]n dafür sorgt, dass der [[Blutkreislauf]] durch regelmäßiges Zusammenziehen und [[Dehnen]] angetrieben und in [[Gang]] gehalten wird. Herz meint aber auch so etwas wie [[Zentrum]] oder Mittelpunkt, ohne den ein [[Wesen]] oder eine Sache nicht existieren kann. Das Herz wird auch als Ort der [[Gefühl]]e betrachtet. [[Spirituell]] gesehen, könnte man das Herz auch als [[spirituell]]es Zentrum verstehen, als [[Atman]], als das göttliche [[Bewusstsein]] in jedem einzelnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ANAHAT.jpg|thumb|Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz biologisch gesehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Practice of Nature Cure&amp;quot; (1951) vom großen [[Yogameister]] und [[Artzt]] [[Swami Sivananda]] &#039;&#039;&#039;, S. 332-334. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist die vitale zentrale Pumpe der Durchblutung. Es ist wie ein Wasserwerk in einer [[Stadt]]. Es befindet sich auf der linken Seite des Brustkorbs zwischen der rechten und der linken Lunge. Es ist von einer Tasche umhüllt, die aus serösen Membranen besteht, und mit dem Pericardium endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere des Herzens besteht aus zwei Höhlen, rechte und linke, getrennt durch eine längsverlaufende Scheidewand. Jede Höhle ist nochmals in obere und untere Kammer unterteilt. Die obere Kammer wird Vorhof genannt, die zweite Ventrikel. Im Inneren des Herzens befinden sich also vier Kammern- rechter Vorhof und rechtes Ventrikel, linker Vorhof und linkes Ventrikel. Die zwei rechten Kammern beinhalten reines dunkelrotes frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut. Der Vorhof ist mit dem Ventrikel durch eine Öffnung, die Atrioventrikularklappe, verbunden. Die Funktion dieser Klappe ist es, das Blut vom Vorhof in das Ventrikel fließen zu lassen, aber den Rückfluss zu verhindern. Die Größe des Herzens ist ungefähr 13 cm lang, etwa 8 cm bei maximaler Atmung und 5 cm dick. Das Herz eines Erwachsenen wiegt 280 g und ein Ventrikel fasst ungefähr 85 g Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blut]] ist eine rote Flüssigkeit, die ständig durch den Körper fließt. An der Durchblutung sind Herz, Arterien, Kapillaren und Venen beteiligt. Es wäre an dieser Stelle nicht angebracht zu beschreiben, wie dies genau funktioniert. Es genügt zu sagen, dass das Blut aus den Lungen in reinem Zustand in das Herz kommt und das unreine Blut aus den verschiedenen Körperteilen kommt. Das reine Blut wird an Organe und Gewebe geschickt, um ihnen den lebenswichtigen Sauerstoff und Nahrung zu bringen, das unreine Blut wird zu den Lungen gebracht und dort gereinigt. Man muss verstehen, dass Blut keine homogene Flüssigkeit ist, wie es dem bloßen Auge erscheinen mag. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass es aus vielen winzigen Zellen, manche rot, manche weiß- den roten und weißen Blutkörperchen- besteht, die in einer klaren Flüssigkeit schwimmen, dem Blutplasma oder &amp;quot;Blutlikör&amp;quot;. Das Blut hat viele wichtige Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puls zeigt den Zustand des Herzens. Er ist eine Welle, die sich entlang der Arterien, durch die Pumpaktion des Herzens, ausdehnt. Der Zustand des Herzens kann von einem geschickten Arzt, der den Puls fühlt, ermittelt werden. Ein schwacher kraftloser Puls zeigt, dass das Herz sehr schwach ist, während ein starker kräftiger Puls zeigt, dass das Herz stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabak ist Gift für das Herz. Der Tabakkonsum ist alarmierend gestiegen. Tabak beinhaltet ein Wirkungsprinzip oder einen Bestandteil, das Nikotin, welches nervösen Unterdruck im Herzen und Herzklopfen verursacht. Das Wirkungsprinzip Nikotin verursacht Vergiftung. Die Herzaktivität wird durch regelmäßigen Tabakkonsum geschwächt. Man sagt, dass Menschen, die dieser [[Droge]] zum Opfer gefallen sind, an einem &amp;quot;Tabakherzen&amp;quot; oder einem &amp;quot;irritierten Herzen&amp;quot; leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie beeinflusst ein kaltes Bad das Herz?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Nervenfasern befinden sich in der Epidermis, der äußeren Hautschicht. Die Anwendung von Kälte stimuliert die Nervenenden. Als Folge davon werden zahllose Impulse ausgelöst, die sich bis zum Rückenmark, dem Gehirn und dem Nervenzentrum bewegen. Dieses spezielle Nervenzentrum befindet sich an der Basis des Gehirns und hält die oberste Herrschaft über die Herzfunktion. Das Nervenzentrum, das nun stimuliert wird, fordert das Herz dazu auf, schneller zu schlagen. Manche Nervenimpulse berühren das Herz direkt. Man kann klar sehen, dass die gute Wirkung des kalten Bades durch die Kälte kommt, die auf die Hautoberfläche trifft, die letztendlich über das Nervensystem die Herzschlagfrequenz und die Kraft des Herzens beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen warmen Bäder, bekannt als Hydrotherapie oder Wasserkur, stimulieren das Herz zu Beginn, aber wenn man sie zu lange macht, wird die Hitze des Körpers das Herz schwächen. Es kann zu [[Erschöpfung]] oder Ohnmacht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz spirituell gesehen==&lt;br /&gt;
===Meditation für Herzensverbindung mit deinen Mitmenschen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/podpress_trac/web/4887/0/66_dankbarkeits-tiefenentspannung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Übung kannst du eine Herzensverbindung zu deinen Mitmenschen herstellen. Wir gehen ein paar Momente in die [[Stille]]. Du kannst überlegen, welche drei bis sieben [[Mensch]]en für dich in der nächsten Woche von besonderer Wichtigkeit sind. Von [[Partner]] bis [[Kind]]er, [[Eltern]], Kollege, Kunde, Chef, Mitarbeiter. Und jetzt stelle dir einen davon vor, und spüre von deinem Herzen aus das Herz des anderen. Ohne irgendetwas nachzudenken, spüre einfach mit deinem Herzen das Herz des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kannst du auch [[Segen]]swünsche sprechen, wie: &amp;quot;Lieber, Liebe [[Name]], ich schicke dir [[Licht]] und [[Liebe]]. Möge es dir gut gehen. Möge unser Zusammensein oder Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine zweite Person vor, die für dich in der nächsten Woche wichtig sein wird, und spüre wieder mit deinem Herzen das Herz dieser anderen Person. Spüre einfach, ohne nachzudenken. Dann sprich wieder Segenswünsche wie: &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles [[Gute]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine dritte Person vor. Stelle die Herzensverbindung wieder her, indem du mit deinem Herzen das Herz dieser Person spürst. Und sprich wieder Segenswünsche wie z.B. &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles Gute. Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Jetzt stelle dir alle anderen vor, die vielleicht auch noch von [[Bedeutung]] sein mögen, und spüre mit deinem Herzen das Herz all dieser anderen. Und sprich Segenswünsche wie: &amp;quot;Ich wünsche euch alles Gute. Möge unser Zusammensein, möge unser gemeinsames Wirken segensreich sein.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe das jeden [[Tag]]. Versuche, jeden Tag eine Herzensverbindung herzustellen mit den wichtigsten Menschen in deinem Leben. Für die meisten Menschen sind etwa drei bis sieben Menschen besonders wichtig im Leben, für manche sogar weniger, für manche auch mehr. Wenn du jeden [[Tag]] jeden dieser Menschen vom Herzen her spürst, wirst du feststellen, ihr werdet euch viel besser verstehen, und du hast eine tiefe liebevolle Grundbeziehung. Und diese liebevolle Grundbeziehung und dieses liebevolle Grundverständnis ist eine sehr gute und auch belastbare Basis für tiefe [[Gelassenheit]], liebevolle Gelassenheit, einfühlsame Gelassenheit, verbundene Gelassenheit, keine trockene und kalte Gelassenheit, engagierte, liebevolle, warmherzige Gelassenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|pDxIcxDKN30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Licht-Meditation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte dich in deiner [[Meditationshaltung]] ein, so dass du fest, aufrecht und bequem sitzt. [[Wirbelsäule]] aufrecht, in ihrer natürlichen Krümmung. Atme ein paar Mal tief und bewusst ein und aus, zentriere dich mit jeder [[Puraka|Einatmung]] in dir selbst, komme ganz bei dir, im Hier und Jetzt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse jetzt den [[Atem]] so fließen, wie er von selbst fließen will, und stelle dir vor, du öffnest dich nach oben, wie ein nach oben offenes Gefäß – wie ein Kelch oder eine Vase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle dir und spüre, wie mit jedem Atemzug von oben strahlendes [[Licht]] in dich einströmt, und sich im Herzen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweile ein paar Minuten mit dieser [[Konzentration]]: nach oben öffnen, von dort strahlendes Licht in dich hinein strömen lassen, das sich im Herzen sammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stelle dir einen strahlender [[Stern]] oder eine strahlende [[Sonne]] oder das strahlende &amp;quot;Juwel im [[Lotos]]&amp;quot; im Herzen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Einatmen strahlt dein Stern, deine Sonne oder dein [[Edelstein]] im Herzen stärker. Mit jedem Ausatmen lässt du dieses strahlende Licht deines Herzenssterns, deiner inneren Sonne oder eines Juwels vom Herzen her weit ausstrahlen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst in alle [[Richtung]]en in deinen Körper. Jede [[Zelle]] deines [[Wesen]]s wird ganz aufgeladen mit diesem strahlenden hellen Licht deines Sterns/deiner Sonne/deines Herzensjuwels. Fühle dich ganz durchdrungen von diesem wunderbaren strahlenden Licht, das von deinem Herzen ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse dieses Strahlen über deinen Körper hinaus in alle Richtungen weit ausstrahlen – in diesen ganzen [[Raum]], in die ganze [[Gegend]], in die ganze Welt, bis zum [[Himmel]], ins [[Unendlichkeit|Unendliche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist weit und strahlend, reines Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herzensmeditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Swami Nirgunananda, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Rubrik gibt Swami Nirgunananda von jetzt an in jedem Journal ein paar wertvolle Tipps für die [[Meditation]]. Heute findest du hier eine Anregung und [[Meditationsanleitung]] zur [[Herzensöffnung]]. Sie können dein [[Leben]] bereichern, [[Energie]]n frei setzen, die durch Vorurteile, vorgefasste Meinungen und vieles mehr dein [[Herz]] eng machen. Wenn du schon eine feste [[Meditationstechnik]] hast, kannst du diese [[Herzensmeditation]]en ab und zu mal üben oder auch am [[Anfang]] die ersten paar Minuten und dann zu deiner Haupttechnik übergehen. – Probiere es einfach aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut – für die Augen bleibt das Wesentliche unsichtbar“&lt;br /&gt;
(Antoine de Saint-Exupéry)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich in deiner [[Meditationshaltung]] hin.  Mache die Stellung so fest, bewegungslos, aufrecht und angenehm wie möglich.  Bitte [[Körper]] und [[Geist]], ganz entspannt und bewegungslos zu sein. Atme ein paar Mal tief ein und aus, komme so ganz bei dir, in diesem Moment an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse den [[Atem]] fließen, wie er von selbst fließen will. Werde dir deines Körpers bewusst und werde dir bewusst: &#039;&#039;Ich habe den [[Körper]], aber ich bin nicht der Körper&#039;&#039;. Werde dir etwaiger Gedanken bewusst, die da sind und werde dir  bewusst:  Es  sind  Gedanken  da,  ich  habe  Gedanken,  aber ich bin nicht die Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herz]] steht symbolisch für das, was jenseits von all dem ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überlege  dir:  &#039;&#039;Was  heißt  es,  mit  dem  Herzen  zu  sehen? Was heißt es für mich? Was bedeutet es für mich? Was verstehe ich darunter? Wo habe ich vielleicht so gehandelt, dass ich  die  Stimme  des  Herzens  überhört  habe? Was  würde  ich eventuell  anders  machen,  wenn  ich  mit  dem  Herzen  sehen, denken, handeln würde? Was könnte ich anders machen, um in [[Zukunft]] in ähnlichen Situationen mit dem Herzen zu sehen, zu denken, zu handeln?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere dich in der Situation, wie du von Herzen her handelst. Spüre, wie sich das anfühlt. Wie du dich selbst, den anderen/die anderen Menschen, die Situation, plötzlich intuitiv besser verstehst. Wie dein [[Herz]] weich und weit und offen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss schicke von Herzen her [[Licht]] und [[Liebe]] zu dir selbst, zu allen Wesen, in alle Richtungen. Vertiefe die [[Atmung]]. Wenn du willst, formuliere innerlich eine passende [[Affirmation]]. Öffne langsam die Augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meditation des reinen Herzens===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selig sind, die reinen Herzens sind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt ein reines Herz? Was bedeutet es für mich? Was verdunkelt das Herz, und damit die [[Freude]] und das [[Glück]], die [[Lebensqualität]]? Vielleicht neige ich dazu, anderen [[Mensch]]en, Dinge oder [[Motiv]]e zu unterstellen?  Situationen vorschnell zu interpretieren? Vorschnell oder einseitig zu urteilen? Dinge auf mich zu beziehen, die nicht so gemeint sind oder die gar nichts mit mir zu tun haben? mich schnell gekränkt zu fühlen? aufzubrausen? ärgerlich zu sein? Arrogant zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer jetzt an [[Gefühl]]en oder Gedanken ähnlicher [[Art]] kommen mag: Lasse es alles ein in dein Herz und spüre: für diesen Moment kann ich es loslassen, mich von jeglicher [[Identifikation]] und allen Vorstellungen lösen – tief im Inneren, im tiefsten Inneren meines Herzens bin ich ganz rein und unberührt – wie ein reines unschuldiges [[Kind]]. Diesen tiefsten inneren Kern im Herzen kann nichts berühren und trüben. Tief innen war, bin und bleibe ich - rein und selig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse alles, was kommt, reinwaschen im makellosen unberührten [[Lotos]] des reinen Herzens – fühle dich rein, strahlend, makellos, unberührt. Und spüre die [[Seligkeit]] und die Freude dieses reinen Herzens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Auch außerhalb der Meditation kannst du dich an diesen tiefsten unberührten Kern im Innersten wenden – als eine Ressource, wo du jederzeit inmitten aller [[Anforderung]]en, [[Herausforderung]]en und [[Problem]]en des Alltags eintauchen, dich reinwaschen kannst, Zugang zu dieser reinen unberührten [[Ebene]] deines [[Sein]]s findest und damit gestärkt und mit weniger [[Identifikation]] und weniger Verbissenheit dich den [[Aufgaben]] des [[Alltag]]s stellen – im [[Bewusstsein]]: all das ist eine Ebene. Auf einer tieferen Ebene ist das alles bedeutungslos, bin ich unberührt, rein, selig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga – ein Weg mit Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Karin Burschik, aus dem Yoga Vidya Journal Frühjahr 2010&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yoga]] mag &amp;quot;cool&amp;quot; sein, doch kalt ist es nicht. Denken wir nur an die Meisterinnen und [[Meister]] der Yoga-Tradition. Mit welcher Begeisterung sie ihre [[Lehre]]n und Übungen weitergegeben haben. Wie fürsorglich sie ihre Schülerinnen und [[Schüler]] behandelt und mit welcher [[Hingabe]] sie dem Göttlichen gedient haben. Warum ist das so? Auf welche Weise öffnen [[Körper]]-, [[Atem]]- und [[Meditation]]sübungen das Herz, und wie können wir diesen Prozess unterstützen? Das wollen wir uns nun genauer anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Asana]]s – nicht nur für den Körper===&lt;br /&gt;
Ganz allgemein gilt: Sport und Bewegung tun auch der [[Seele]] gut. Es macht [[Freude]], Glückshormone werden ausgeschüttet, und in einer Gruppe, die gemeinsam geschwitzt hat, entsteht ein ganz natürliches [[Gefühl]] der [[Verbundenheit]]. Darüber hinaus haben bestimmte [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas] auch bestimmte [[Seele|seelische]] Wirkungen. Denken wir nur an [[Fisch]] und [[Kobra]], die das [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] öffnen. [[Vorbeuge]]n fördern ein Gefühl der [[Hingabe]], und [[Held|Helden-Stellungen]] entwickeln [[Kraft]] und [[Mut]], so dass wir uns dann auch im Alltag leichter ein Herz fassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das intensive Beugen und Strecken können sich zudem tief sitzende [[Verspannungen]] lösen. Ja, wir erhalten sogar Zugang zu [[traumatisierung|Trauma]]ta, die gleichsam im Körper wie schlafend eingraviert sind. Asanas können sie wecken. Im ersten Moment mag das nicht sonderlich angenehm sein, doch letztendlich befreit eine solche Heil[[krise]] uns von alten [[Wunde]]n, und wir gehen lebendiger, freudiger und liebevoller aus ihr hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganz besondere Plus bei den Asanas ist die Schulung von [[Körperbewusstsein]] und [[Achtsamkeit]]. Immer wieder werden wir aufgefordert, genau hinzuspüren und gegenwärtig zu sein mit einer freundlichen, wachen [[Aufmerksamkeit]]. Dies gilt in der [[Psychologie]] als einer der wirksamsten [[Stimmung]]saufheller. Wenn Sie also in einer trüben [[Stimmung]] zu versinken drohen, können Sie sich an Ihrem eigenen Schopf aus dem Morast ziehen und sich auf das Hier und Jetzt besinnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Farben und [[Form]]en sind zu sehen? Was ist zu hören?&lt;br /&gt;
Wie fühlt sich der Körper an? Oder Sie nehmen einfach wahr, wie der Atem kommt und geht. Damit sind wir schon bei den Atemübungen, den [[Pranayama]]s, die den [[Geist]] ebenfalls positiv beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cef1UM0CnIk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pranayamas als Herzöffner===&lt;br /&gt;
[[Prana]] – die Lebensenergie – fungiert als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die miteinander auf vielfältige Weise wechselwirken. Zum Beispiel hemmen körperliche [[Verspannungen]] den [[Fluss]] der [[Lebensenergie]], was auch zu geistigen Blockaden führen kann. Sind wir emotional sehr aufgewühlt, dann fließt die Lebensenergie sehr disharmonisch, was sich wiederum auf den Körper auswirkt. Positive Veränderungen können wir also von der körperlichen wie auch von der seelischen Seite her angehen. Doch wir können auch direkt mit der Lebensenergie arbeiten. Wir können dafür sorgen, dass sie frei, harmonisch und in ausreichender Menge durch die [[Nadi]]s strömt, was sich positiv auf Körper und Geist auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den leichtesten Zugang zur Lebensenergie eröffnen uns die [[Atemübung]]en. So können wir zum Beispiel zur [[Entspannung]] das Ausatmen verlängern. Wollen wir frische [[Energie]] tanken, dann atmen wir länger ein und/oder machen eine Pause in der Atemfülle. Über die Chakren können wir bestimmte psychische Themen auch ganz gezielt bearbeiten, zum Beispiel [[Erdung]] oder [[Willenskraft]], [[Intuition]] oder eben auch die Qualitäten des Herzens. Einfaches Hineinspüren in das [[Anahata Chakra]] in der Mitte der Brust mag schon genügen, damit es sich öffnen und seine Qualitäten entfalten kann – [[Liebe]], [[Freude]] und [[Mitgefühl]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reine, ursachlose Freude geht weit über die Vergnügungen dieser Welt hinaus, und das Leben im [[Licht]] bedingungsloser Liebe ist von kaum zu beschreibender Innigkeit und Süße.  Um dahin zu gelangen, können Sie sich unterstützend auf den Atem konzentrieren. Dann stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz - [[Kshetra]] – die vordere Öffnung des Anahata Chakras – ein und aus. Visuell veranlagte Menschen können sich dabei auch einen [[Lichtstrom]] vorstellen, und [[Mensch]]en, deren bevorzugter [[Sinne]]skanal das Hören ist, arbeiten gern mit einem [[Mantra]], zum Beispiel mit &amp;quot;[[Yam]]&amp;quot;, dem [[Bija Mantra]] für das [[Anahata Chakra]]. Selbstverständlich können Sie stattdessen auch ein anderes [[Mantra]] wählen, zum Beispiel &amp;quot;Liebe&amp;quot; oder &amp;quot;Freude&amp;quot;, das [[Herzensgebet]] der Ostkirche oder das universelle Mantra &amp;quot;[[Om]]&amp;quot;, das bereits in den [[Upanishaden]] gelobt und beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr Liebe und Verbundenheit durch [[Meditation]]===&lt;br /&gt;
In diesen frühesten Yoga-Schriften wird vor allem die [[Einheit]] besungen – die Einheit von [[Atman]] und [[Brahman]], also von wahrem [[Selbst]] und göttlichem Urgrund. Aber auch die Einheit von Selbst und [[Bewusstsein]] oder Selbst und allem, was ist. Und durch das Mantra &amp;quot;Om&amp;quot; können wir uns auf diese fundamentale Einheit einstimmen, denn es heißt, dass mit diesem Urlaut die Schöpfung ihren Anfang nahm und auf ewig darin enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Erfahrung von Einheit geht es letztendlich bei allen Yoga-[[Weg]]en. Schließlich stammt das Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot; von der indogermanischen Wortwurzel &amp;quot;yuj&amp;quot;, was unter anderem mit &amp;quot;vereinen&amp;quot; und &amp;quot;zusammenbinden&amp;quot; übersetzt werden kann. Das deutet darauf hin, dass der Yoga-Weg keineswegs in ein undifferenziertes, präpersonales Verschmolzen-Sein zurückführen möchte. Wenn verschiedene Elemente zusammengebunden werden, lösen sie sich ja nicht auf. Wenn Zellen sich zur Einheit eines [[Körper]]s zusammenfügen, bleiben ihre Grenzen bestehen. Und wenn Menschen sich zu Teams zusammenfinden, behalten sie dennoch ihre [[Individualität]]. Das bedeutet: Die bunte Vielfalt der [[Welt]] bleibt auf der relativen Ebene bestehen, kann aber auf der absoluten Ebene als Einheit erfahren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu möchte auch [[Patanjali]] hinführen, wenn er in seinen [[Yogasutra|Yoga-Sutren]] den berühmten achtfachen Pfad beschreibt. Zentrales Element ist hier der geistige Übungsweg, wie wir ihn so oder so ähnlich in vielen spirituellen Schulen finden: Wir wenden uns nach innen ([[Pratyahara]]) und konzentrieren uns auf das gewählte [[Meditationsobjekt]] ([[Dharana]]), bis die [[Aufmerksamkeit]] mühelos dabei verweilt ([[Dhyana]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich mögen wir uns sogar der [[Einheit]] mit ihm bewusst werden ([[Samprajnata Samadhi]]). Diese Erfahrung von Einheit kann sich immer mehr vertiefen und immer weiter werden, bis sie schließlich Alles-in-allem umfasst und transzendiert ([[Asamprajnata]] oder [[Nirvikalpa Samadhi]]). Dies kann das Leben von Grund auf verwandeln, denn wir werden ganz sicher liebevoller mit unseren Mitmenschen umgehen, wenn wir im tiefsten Innern wissen, dass wir eins mit ihnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise stehen allerlei Hindernisse dieser Einheitserfahrung im Weg. Insbesondere die [[Unwissenheit]], die uns glauben macht, wir seien getrennt vom Rest der Welt, was [[Verlangen]], [[Abneigung]] und [[Furcht]] heraufbeschwört. [[Patanjali]] nennt diese Leid schaffenden Faktoren &amp;quot;[[Kleshas]]&amp;quot; und gibt verschiedene Empfehlungen, wie wir sie auflösen können, zum Beispiel durch die [[Glück]] bringenden Haltungen von [[Wohlwollen]], Freude, [[Mitgefühl]] und [[Gleichmut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können wir uns systematisch erüben. Wir können uns täglich hinsetzen und uns von Herzen an dem Guten erfreuen, was jetzt da ist. Angesichts von Widrigkeiten können wir sagen: &amp;quot;Auch das geht vorbei.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Was bedeutet das im Angesicht der [[Ewigkeit]]?&amp;quot; Und wir können immer wieder sagen, denken und fühlen: &amp;quot;Mögen alle Wesen frei sein von Leid. Mögen sie glücklich sein.&amp;quot; Mit der Zeit werden wir uns immer weniger mit dem kleinen [[Ego]] identifizieren und immer mehr mit dem wahren [[Selbst]], dem wahre [[Liebe]] entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir feststellen: Die geistigen, energetischen und körperlichen [[Methode]]n des Yoga sind bestens geeignet, unsere Herzensqualitäten zu entfalten. Darum können wir mit Fug und Recht sagen: Yoga, das ist ein Weg mit Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin Karin Burschik befasst sich seit früher Jugend mit spirituellen Lehren und Übungen. Mit 18 besuchte sie ihre ersten Yoga-Kurse und arbeitet nun seit Jahren als Yoga-Lehrerin (BYV). Sie hat bereits drei spirituelle Sachbücher geschrieben, unter anderem auch &amp;quot;Yoga – ein Weg zum Glücklich-Sein&amp;quot; (November 2009, Via Nova Verlag, Petersberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herz als hilfreiche Tugend==&lt;br /&gt;
===Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Vertrauen.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz hat so viele Bedeutungen. Zum einen, Herz ist natürlich das physische Herz. Das physische Herz ist in der Mitte der [[Brust]], es pumpt den ganzen [[Tag]]. In der griechischen [[Philosophie]] hat man gedacht, dass das Herz der Sitz des [[Denken]]s und [[Fühlen]]s ist und manche haben gedacht, das [[Hirn]] sei nur eine Art Kühlaggregat. Heute [[wissen]] wir, dass das Ganze nicht so ist und dass man eigentlich im Herz recht wenig denkt, mindestens behaupten das die modernen Wahrnehmungspsychologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz ist ein Pumporgan, dennoch, man spricht auch vom Herz einer Sache. Z.B. gibt es auch Artischockenherzen, also die Mitte einer Artischocke, und man sagt auch, wenn man zum Kern einer Angelegenheit geht: &amp;quot;Ich gehe zum Herzen einer Sache.&amp;quot; Es ist wichtig, das Herz einer Sache zu erfassen. Wenn du wirklich im Herz einer Sache bist, dann bist du bei der [[Essenz]]. Herz wird heutzutage besonders auf [[Emotion]]en bezogen, [[Gefühl]]e und natürlich besonders [[Liebe]]. Man sagt z.B.: &amp;quot;Ich spüre [[Schmerz]]en in meinem Herzen.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Das tut mir in meinem Herzen weh.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum tut es in dem Herzen weh? Da gibt es jetzt mehrere [[Theorie]]n. [[Yogi]]s würden sagen, im Herzen ist das [[Herzchakra]]. Und [[Yogi]]s würden sagen, [[Gefühle]] sind tatsächlich Pulsierungen  und [[Schwingung]]en des [[Astralkörper]]s, eben in der Herzgegend. Der Grund, weshalb du manche [[Gefühle]] im Herzen, manche in der Kehle, manche im Bauch spürst, ist tatsächlich, weil dort [[Chakra|Chakren]] pulsieren, vibrieren. Und diese Chakren, wenn diese pulsieren, vibrieren, spürt man es an der Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmungspsychologen nennen das embody itself, die sagen, dass das [[Hirn]] bestimmte [[Gefühle]] und Empfindungen im ganzen [[Körper]] projiziert. Also, das Hirn projiziert etwas im Herzen und dann spürst du es im Herzen, und wenn du es im Herzen spürst, dann nimmst du das [[Gefühl]] wahr. Die modernen Wahrnehmungspsychologen würden sagen, dass das Hirn es so macht, dass es die verschiedenen Empfindungen in den [[Körper]] projiziert und wenn das [[Bewusstsein]] diese [[Empfindung]]en im [[Körper]] wahrnimmt, dann macht man ein [[Gefühl]] ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da könnte man [[jetzt]] noch viel darüber spekulieren, was es aber in jedem Fall heißt, du spürst [[Gefühle]] im Herzen. Und so gibt es Angstgefühle, es kann ein beklemmendes [[Gefühl]] im Herzen sein, du kannst dich in der [[Seele]] erschrecken, damit meint man oft, im Herzen erschrecken, aber die besonders schönen [[Gefühle]] im Herzen sind natürlich [[Freude]] und sind [[Liebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yogi]]s sagen sogar, [[Anahata Chakra]], das innerste [[Chakra]], das Chakra, das einfach da ist, ohne irgendetwas zu brauchen, [[Anahata]] heißt ja &amp;quot;das nicht angeschlagene Chakra&amp;quot;, dieses innerste Chakra, das braucht nichts, dieses [[Chakra]] ist in sich [[Liebe]] und [[Freude]]. Da kann man sagen, im Herzen bist du [[Liebe]] und [[Freude]], deine wahre [[Natur]] in [[Wahrheit]] ist [[Liebe]] und [[Freude]]. Und so tue öfters Dinge von ganzem Herzen und überlege auch [[jetzt]], was hast du heute oder morgen noch vor? Steckst du auch dein Herz hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder ich bin ja früher mal geritten, das ist [[jetzt]] schon vierzig Jahr her, ich hatte einen Reitlehrer gehabt, der hat gerne gesagt: &amp;quot;Wirf dein Herz vorne weg, dann wird dein Pferd auch springen.&amp;quot; In diesem [[Sinne]], wirf dein Herz vorne weg, das, was du zu tun hast, wirf dein Herz vorne weg. Und wenn dein Herz vorne weg ist, dann ist alles einfach, geht alles leicht, dann folgt dein inneres [[Pferd]], deine Kräfte und in diesem [[Sinne]] sogar dein [[Intellekt]], sogar dein [[Verständnis]]. Alles folgt, wenn dein Herz da vorne weg ist. Tue das, was du tust, von ganzem Herzen und wirf dein Herz vorne weg. In diesem [[Sinne]], überlege: &amp;quot;Was ist zu tun?&amp;quot; Wirf dein Herz vorne weg und dann tue das, was du tust, von ganzem Herzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|xxx}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heinrich Zimmer über das Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus  &amp;quot;Der Weg zum Selbst&amp;quot; von Heinrich Zimmer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund des Herzens ist verschlossen, das Innere des Mundes ist in dichtes Dunkel getaucht, das hält das Erbgut früherer Leben umschlossen. Alle Adern des Leibes münden darein, dort ist die Stätte des Lebensstroms, des Gemüts und des Lichtes. Da innen im Lotos des Herzens hat der Herr sein Heim und leuchtet darin: er ist der Herr des Heiligtums. Wenn das Gefühl »ich bin ER« in dem Sinne »ich bin der Herr des Heiligen, des Heiligsten« dank ständiger Uebung so fest in dir wird, wie die Vorstellung »Ich« in deinem Leibe wohnt, und wenn du als »der Herr« dastehst in all seiner Reinheit, vergeht die Ahnungslosigkeit: der sterbliche Leib sei dein Selbst, wie Finsternis vor dem Sonnenlicht. Räume das Erbgut früherer Leben: alle Bereitschaften und Neigungen des Gemüts durch ständige, unablässige Betrachtung aus in deinem Herzen: »ich bin der Gnädige Herr (Shiva), ich bin das Licht reinen Inneseins, das unbeschreiblich ist«,&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der ist das strahlende Licht reinen Inneseins, der alle Gegenstände der fünf Sinne bewußt ausgeschieden und das Selbst erlebt und seinen festen Stand im Einzig-Wirklichen gefunden hat. Sag: er schwingt den demanten blitzenden Donnerkeil und ist der Tod des Todes; er ist der Held, der über den Tod triumphiert, ist das Gemüt des Erbguts alter Bereitschaften und Neigungen ledig geworden, so bleibt es lauter und unberührt, auch wenn du deinen Verrichtungen nachgehst: es ist, als ließest du einen erzählen, und deine Gedanken gingen derweil ihrer Wege. Ist das Gemüt aber noch vollgesogen mit Antrieben aus früheren Leben, so wirkt es in ihnen befangen, auch wenn du untätig bist. Es geht dir wie einem, der schlafend auf seinem Lager ruht, im Traum aber einen Berg erklimmt und in den Abgrund stürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Reisender, von tiefem Schlaf umfangen, nicht spürt, daß der Wagen hält und die Pferde abgeschirrt werden, so ver-harrt der Weise, der zur Wirklichkeit des Selbst gelangt ist, in naturhaft unwillkürlicher Sammlung in das Selbst versenkt (Sahaja Samadhi) und wird von den Vorgängen seines Leibes, von Schlaf und Versenkung (Samadhi) nicht berührt, — das Gehäus des Leibes ist für ihn wie der Wagen, Das reine Innesein des Selbst, jenseits des Wachseins, der Traumverlorenheit und des Versunkenseins in traumlos tiefen Schlaf, gilt bloß dem Weltkind als »Vierter Stand«, Da nur der »Vierte Stand« wahr ist, und Wachen, Traum und traumlos tiefer Schlaf ein Schein sind, ist er »jenseits der Vier«: erster jenseitiger Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist außer dem Selbst, wenn du dich immer in seiner Wirklichkeit bewegst und keinen Unterschied zwischen dir und anderen setzest? Was begibt sich: wirst du geehrt oder geschmäht? Es ist wie sich selber segnen oder verwünschen. Nimm alle Weisheit aller heiligen Lehren in einem Wort: erlischt dein Ich, daß du das Selbst als höchste Wirklichkeit erlebst, bleibt nur das Selbst als reines völliges Innesein. Erlebe das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lMQBuv56nJY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Herz-Kreislauf-System]]&lt;br /&gt;
*[[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Barmherzigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Herzensgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p36_Yoga-Geschichten/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga-Geschichten, nacherzählt von Sukadev Bretz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p190_Karunesh---Heart-Chakra-Meditation/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Karunesh Heart Chakra Meditation] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p37_Yoga-Vidya-Kirtan-Textheft/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya Kirtan Heft für die Herzöffnung]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p44_Parabeln-von-Swami-Sivananda/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Parabeln, von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Der Weg Zum Selbst von Heinrich Zimmer, Rascher Verlag Zürich, 1944, 1. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/herz-kreislauf/ Yogatherapie: Herz-Kreislauf]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/herz-kreislauf-system/ Yoga fürs Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-weiterbildung/yoga-bei-spezifischen-beschwerden/yoga-fuers-herz-nach-dr-dean-ornish/ Das Ornish Herz Programm]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p649_Raeucherstaebchen-Chakra-Line---HERZ-Chakra/&amp;amp;XTCsid=b2461de2c4f784508b20516a2d748e05 Räucherstäbchen Chakra Line - HERZ Chakra]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/gott-bewohnt-dein-herz-sorge-dich-nicht-bhagavad-gita-xii-17-i Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bhagavad Gita XII.17 I.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/welche-verehrung-wird-dein-herz-starker-ruhren-bhagavad-gita-xii- Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren – Bhagavad Gita XII.2]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/handle-mit-engagement-und-herz Handle mit Engagement und Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra/ Anahata Chakra – Herzchakra]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wirkung-von-yoga/ Wirkungen von Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/23.htm &amp;quot;Das wahre Herz&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/12.htm &amp;quot;Wie man Gott in sein Herz lässt&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Herzsutra.html Heart Sutra - Übersetzung aus dem Englischen von Anantadas Günther Büsseler]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=herzchakra Videos zum Thema &amp;quot;Herzchakra&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Die Buddhi befreit deinen Geist und Herz von Verblendung – BG.XVIII 51===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1430_Bhagavad_XVIII_51.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/186_Anahata-Chakra_Segens-Meditation.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga Biene für das Herz – Bhramari Pranayama===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/135_bhramari_Biene_Pranayama.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bh.G.XII 17 I===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1222_Bhagavad_Gita_XII_17_I_.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren? – Bh.G. XII 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1198_Bhagavad_Gita_XII_2.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nächstenliebe reinigt das Herz – mp3-Lesung mit Sukadev===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/443-Naechstenliebe_reinigt_das_Herz.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nature Cure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565668</id>
		<title>Herz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Herz&amp;diff=565668"/>
		<updated>2016-10-13T19:44:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herz&#039;&#039;&#039; - Was bedeutet Herz? Was will man mit diesem Wort sagen? Wozu ist Herz ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, vielleicht gar eine [[Tugend]]? Welche weiteren Persönlichkeitsmerkmale stehen in [[Verbindung]] mit Herz? Herz ist im engeren [[Sinn]] die Bezeichnung eines Körperorgans, eben des [[Organ]]s in der [[Brust]], welches das [[Blut]] durch die [[Adern]] pumpt. Herz ist auch das Wesen eines [[Mensch]]en. Jemand kann ein gutes Herz haben, ein weiches Herz oder auch ein kaltes Herz. Herz steht auch für die [[Gefühle]], die [[Emotionen]], insbesondere im Gegenüber zum [[Kopf]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann mit Herz und Kopf bei einer Sache sein - oder eben auch mit dem Herzen nicht dabei sein, also unbeteiligt. Herz steht auch für [[Lieben]], z.B. wenn man jemandem vorwirft, er habe kein Herz. Das Herz ist auch die [[Essenz]], der Kern von etwas, z.B. kann man sich im Herzen [[Afrika]]s befinden oder das Herz der Angelegenheit verstanden haben. Herz ist auch ein Kosename: Ein Liebender kann sagen zu seiner Geliebten &amp;quot;mein Herz!&amp;quot;. Herz ist auch die Bezeichnung für eine &amp;quot;Farbe&amp;quot; im Kartenspiel und für ein bestimmtes [[Symbol]]. Herz kann auch [[Mut]] bedeuten - so kann man beherzt mit etwas anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist ein [[Organ]], das in menschlichen und tierischen [[Körper]]n dafür sorgt, dass der [[Blutkreislauf]] durch regelmäßiges Zusammenziehen und [[Dehnen]] angetrieben und in [[Gang]] gehalten wird. Herz meint aber auch so etwas wie [[Zentrum]] oder Mittelpunkt, ohne den ein [[Wesen]] oder eine Sache nicht existieren kann. Das Herz wird auch als Ort der [[Gefühl]]e betrachtet. [[Spirituell]] gesehen, könnte man das Herz auch als [[spirituell]]es Zentrum verstehen, als [[Atman]], als das göttliche [[Bewusstsein]] in jedem einzelnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ANAHAT.jpg|thumb|Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz biologisch gesehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus dem Buch &amp;quot;Practice of Nature Cure&amp;quot; (1951) vom großen [[Yogameister]] und [[Artzt]] [[Swami Sivananda]] &#039;&#039;&#039;, S. 332-334. [http://www.sivanandaonline.org/public_html/ Divine Life Society]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz ist die vitale zentrale Pumpe der Durchblutung. Es ist wie ein Wasserwerk in einer [[Stadt]]. Es befindet sich auf der linken Seite des Brustkorbs zwischen der rechten und der linken Lunge. Es ist von einer Tasche umhüllt, die aus serösen Membranen besteht, und mit dem Pericardium endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere des Herzens besteht aus zwei Höhlen, rechte und linke, getrennt durch eine längsverlaufende Scheidewand. Jede Höhle ist nochmals in obere und untere Kammer unterteilt. Die obere Kammer wird Vorhof genannt, die zweite Ventrikel. Im Inneren des Herzens befinden sich also vier Kammern- rechter Vorhof und rechtes Ventrikel, linker Vorhof und linkes Ventrikel. Die zwei rechten Kammern beinhalten reines dunkelrotes frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut. Der Vorhof ist mit dem Ventrikel durch eine Öffnung, die Atrioventrikularklappe, verbunden. Die Funktion dieser Klappe ist es, das Blut vom Vorhof in das Ventrikel fließen zu lassen, aber den Rückfluss zu verhindern. Die Größe des Herzens ist ungefähr 13 cm lang, etwa 8 cm bei maximaler Atmung und 5 cm dick. Das Herz eines Erwachsenen wiegt 280 g und ein Ventrikel fasst ungefähr 85 g Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blut]] ist eine rote Flüssigkeit, die ständig durch den Körper fließt. An der Durchblutung sind Herz, Arterien, Kapillaren und Venen beteiligt. Es wäre an dieser Stelle nicht angebracht zu beschreiben, wie dies genau funktioniert. Es genügt zu sagen, dass das Blut aus den Lungen in reinem Zustand in das Herz kommt und das unreine Blut aus den verschiedenen Körperteilen kommt. Das reine Blut wird an Organe und Gewebe geschickt, um ihnen den lebenswichtigen Sauerstoff und Nahrung zu bringen, das unreine Blut wird zu den Lungen gebracht und dort gereinigt. Man muss verstehen, dass Blut keine homogene Flüssigkeit ist, wie es dem bloßen Auge erscheinen mag. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass es aus vielen winzigen Zellen, manche rot, manche weiß- den roten und weißen Blutkörperchen- besteht, die in einer klaren Flüssigkeit schwimmen, dem Blutplasma oder &amp;quot;Blutlikör&amp;quot;. Das Blut hat viele wichtige Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puls zeigt den Zustand des Herzens. Er ist eine Welle, die sich entlang der Arterien, durch die Pumpaktion des Herzens, ausdehnt. Der Zustand des Herzens kann von einem geschickten Arzt, der den Puls fühlt, ermittelt werden. Ein schwacher kraftloser Puls zeigt, dass das Herz sehr schwach ist, während ein starker kräftiger Puls zeigt, dass das Herz stark ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabak ist Gift für das Herz. Der Tabakkonsum ist alarmierend gestiegen. Tabak beinhaltet ein Wirkungsprinzip oder einen Bestandteil, das Nikotin, welches nervösen Unterdruck im Herzen und Herzklopfen verursacht. Das Wirkungsprinzip Nikotin verursacht Vergiftung. Die Herzaktivität wird durch regelmäßigen Tabakkonsum geschwächt. Man sagt, dass Menschen, die dieser [[Droge]] zum Opfer gefallen sind, an einem &amp;quot;Tabakherzen&amp;quot; oder einem &amp;quot;irritierten Herzen&amp;quot; leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie beeinflusst ein kaltes Bad das Herz?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Nervenfasern befinden sich in der Epidermis, der äußeren Hautschicht. Die Anwendung von Kälte stimuliert die Nervenenden. Als Folge davon werden zahllose Impulse ausgelöst, die sich bis zum Rückenmark, dem Gehirn und dem Nervenzentrum bewegen. Dieses spezielle Nervenzentrum befindet sich an der Basis des Gehirns und hält die oberste Herrschaft über die Herzfunktion. Das Nervenzentrum, das nun stimuliert wird, fordert das Herz dazu auf, schneller zu schlagen. Manche Nervenimpulse berühren das Herz direkt. Man kann klar sehen, dass die gute Wirkung des kalten Bades durch die Kälte kommt, die auf die Hautoberfläche trifft, die letztendlich über das Nervensystem die Herzschlagfrequenz und die Kraft des Herzens beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterschiedlichen warmen Bäder, bekannt als Hydrotherapie oder Wasserkur, stimulieren das Herz zu Beginn, aber wenn man sie zu lange macht, wird die Hitze des Körpers das Herz schwächen. Es kann zu [[Erschöpfung]] oder Ohnmacht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Herz spirituell gesehen==&lt;br /&gt;
===Meditation für Herzensverbindung mit deinen Mitmenschen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/podpress_trac/web/4887/0/66_dankbarkeits-tiefenentspannung.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Übung kannst du eine Herzensverbindung zu deinen Mitmenschen herstellen. Wir gehen ein paar Momente in die [[Stille]]. Du kannst überlegen, welche drei bis sieben [[Mensch]]en für dich in der nächsten Woche von besonderer Wichtigkeit sind. Von [[Partner]] bis [[Kind]]er, [[Eltern]], Kollege, Kunde, Chef, Mitarbeiter. Und jetzt stelle dir einen davon vor, und spüre von deinem Herzen aus das Herz des anderen. Ohne irgendetwas nachzudenken, spüre einfach mit deinem Herzen das Herz des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kannst du auch [[Segen]]swünsche sprechen, wie: &amp;quot;Lieber, Liebe [[Name]], ich schicke dir [[Licht]] und [[Liebe]]. Möge es dir gut gehen. Möge unser Zusammensein oder Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine zweite Person vor, die für dich in der nächsten Woche wichtig sein wird, und spüre wieder mit deinem Herzen das Herz dieser anderen Person. Spüre einfach, ohne nachzudenken. Dann sprich wieder Segenswünsche wie: &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles [[Gute]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Stelle dir eine dritte Person vor. Stelle die Herzensverbindung wieder her, indem du mit deinem Herzen das Herz dieser Person spürst. Und sprich wieder Segenswünsche wie z.B. &amp;quot;Lieber, Liebe Name, ich wünsche dir alles Gute. Möge unser Zusammenwirken segensreich sein.&amp;quot; Jetzt stelle dir alle anderen vor, die vielleicht auch noch von [[Bedeutung]] sein mögen, und spüre mit deinem Herzen das Herz all dieser anderen. Und sprich Segenswünsche wie: &amp;quot;Ich wünsche euch alles Gute. Möge unser Zusammensein, möge unser gemeinsames Wirken segensreich sein.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übe das jeden [[Tag]]. Versuche, jeden Tag eine Herzensverbindung herzustellen mit den wichtigsten Menschen in deinem Leben. Für die meisten Menschen sind etwa drei bis sieben Menschen besonders wichtig im Leben, für manche sogar weniger, für manche auch mehr. Wenn du jeden [[Tag]] jeden dieser Menschen vom Herzen her spürst, wirst du feststellen, ihr werdet euch viel besser verstehen, und du hast eine tiefe liebevolle Grundbeziehung. Und diese liebevolle Grundbeziehung und dieses liebevolle Grundverständnis ist eine sehr gute und auch belastbare Basis für tiefe [[Gelassenheit]], liebevolle Gelassenheit, einfühlsame Gelassenheit, verbundene Gelassenheit, keine trockene und kalte Gelassenheit, engagierte, liebevolle, warmherzige Gelassenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|pDxIcxDKN30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Licht-Meditation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richte dich in deiner [[Meditationshaltung]] ein, so dass du fest, aufrecht und bequem sitzt. [[Wirbelsäule]] aufrecht, in ihrer natürlichen Krümmung. Atme ein paar Mal tief und bewusst ein und aus, zentriere dich mit jeder [[Puraka|Einatmung]] in dir selbst, komme ganz bei dir, im Hier und Jetzt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse jetzt den [[Atem]] so fließen, wie er von selbst fließen will, und stelle dir vor, du öffnest dich nach oben, wie ein nach oben offenes Gefäß – wie ein Kelch oder eine Vase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle dir und spüre, wie mit jedem Atemzug von oben strahlendes [[Licht]] in dich einströmt, und sich im Herzen sammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweile ein paar Minuten mit dieser [[Konzentration]]: nach oben öffnen, von dort strahlendes Licht in dich hinein strömen lassen, das sich im Herzen sammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stelle dir einen strahlender [[Stern]] oder eine strahlende [[Sonne]] oder das strahlende &amp;quot;Juwel im [[Lotos]]&amp;quot; im Herzen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Einatmen strahlt dein Stern, deine Sonne oder dein [[Edelstein]] im Herzen stärker. Mit jedem Ausatmen lässt du dieses strahlende Licht deines Herzenssterns, deiner inneren Sonne oder eines Juwels vom Herzen her weit ausstrahlen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst in alle [[Richtung]]en in deinen Körper. Jede [[Zelle]] deines [[Wesen]]s wird ganz aufgeladen mit diesem strahlenden hellen Licht deines Sterns/deiner Sonne/deines Herzensjuwels. Fühle dich ganz durchdrungen von diesem wunderbaren strahlenden Licht, das von deinem Herzen ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse dieses Strahlen über deinen Körper hinaus in alle Richtungen weit ausstrahlen – in diesen ganzen [[Raum]], in die ganze [[Gegend]], in die ganze Welt, bis zum [[Himmel]], ins [[Unendlichkeit|Unendliche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist weit und strahlend, reines Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herzensmeditation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Swami Nirgunananda, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Rubrik gibt Swami Nirgunananda von jetzt an in jedem Journal ein paar wertvolle Tipps für die [[Meditation]]. Heute findest du hier eine Anregung und [[Meditationsanleitung]] zur [[Herzensöffnung]]. Sie können dein [[Leben]] bereichern, [[Energie]]n frei setzen, die durch Vorurteile, vorgefasste Meinungen und vieles mehr dein [[Herz]] eng machen. Wenn du schon eine feste [[Meditationstechnik]] hast, kannst du diese [[Herzensmeditation]]en ab und zu mal üben oder auch am [[Anfang]] die ersten paar Minuten und dann zu deiner Haupttechnik übergehen. – Probiere es einfach aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Man sieht nur mit dem Herzen gut – für die Augen bleibt das Wesentliche unsichtbar“&lt;br /&gt;
(Antoine de Saint-Exupéry)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setze dich in deiner [[Meditationshaltung]] hin.  Mache die Stellung so fest, bewegungslos, aufrecht und angenehm wie möglich.  Bitte [[Körper]] und [[Geist]], ganz entspannt und bewegungslos zu sein. Atme ein paar Mal tief ein und aus, komme so ganz bei dir, in diesem Moment an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lasse den [[Atem]] fließen, wie er von selbst fließen will. Werde dir deines Körpers bewusst und werde dir bewusst: &#039;&#039;Ich habe den [[Körper]], aber ich bin nicht der Körper&#039;&#039;. Werde dir etwaiger Gedanken bewusst, die da sind und werde dir  bewusst:  Es  sind  Gedanken  da,  ich  habe  Gedanken,  aber ich bin nicht die Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herz]] steht symbolisch für das, was jenseits von all dem ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überlege  dir:  &#039;&#039;Was  heißt  es,  mit  dem  Herzen  zu  sehen? Was heißt es für mich? Was bedeutet es für mich? Was verstehe ich darunter? Wo habe ich vielleicht so gehandelt, dass ich  die  Stimme  des  Herzens  überhört  habe?Was  würde  ich eventuell  anders  machen,  wenn  ich  mit  dem  Herzen  sehen, denken, handeln würde? Was könnte ich anders machen, um in [[Zukunft]] in ähnlichen Situationen mit dem Herzen zu sehen, zu denken, zu handeln?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visualisiere dich in der Situation, wie du von Herzen her handelst. Spüre, wie sich das anfühlt. Wie du dich selbst, den anderen/die anderen Menschen, die Situation, plötzlich intuitiv besser verstehst. Wie dein [[Herz]] weich und weit und offen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss schicke von [[Herz]]en her [[Licht]] und [[Liebe]] zu dir selbst, zu allen Wesen, in alle Richtungen. Vertiefe die [[Atmung]]. Wenn du willst, formuliere innerlich eine passende [[Affirmation]]. Öffne langsam die Augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meditation des reinen Herzens===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meditationsanleitung von [[Swami Nirgunananda]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Selig sind, die reinen Herzens sind.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt ein reines Herz? Was bedeutet es für mich? Was verdunkelt das Herz, und damit die [[Freude]] und das [[Glück]], die [[Lebensqualität]]? Vielleicht neige ich dazu, anderen [[Mensch]]en, Dinge oder [[Motiv]]e zu unterstellen?  Situationen vorschnell zu interpretieren? Vorschnell oder einseitig zu urteilen? Dinge auf mich zu beziehen, die nicht so gemeint sind oder die gar nichts mit mir zu tun haben? mich schnell gekränkt zu fühlen? aufzubrausen? ärgerlich zu sein? Arrogant zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer jetzt an [[Gefühl]]en oder Gedanken ähnlicher [[Art]] kommen mag: Lasse es alles ein in dein Herz und spüre: für diesen Moment kann ich es loslassen, mich von jeglicher [[Identifikation]] und allen Vorstellungen lösen – tief im Inneren, im tiefsten Inneren meines Herzens bin ich ganz rein und unberührt – wie ein reines unschuldiges [[Kind]]. Diesen tiefsten inneren Kern im Herzen kann nichts berühren und trüben. Tief innen war, bin und bleibe ich - rein und selig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasse alles, was kommt, reinwaschen im makellosen unberührten [[Lotos]] des reinen Herzens – fühle dich rein, strahlend, makellos, unberührt. Und spüre die [[Seligkeit]] und die Freude dieses reinen Herzens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Auch außerhalb der Meditation kannst du dich an diesen tiefsten unberührten Kern im Innersten wenden – als eine Ressource, wo du jederzeit inmitten aller [[Anforderung]]en, [[Herausforderung]]en und [[Problem]]en des Alltags eintauchen, dich reinwaschen kannst, Zugang zu dieser reinen unberührten [[Ebene]] deines [[Sein]]s findest und damit gestärkt und mit weniger [[Identifikation]] und weniger Verbissenheit dich den [[Aufgaben]] des [[Alltag]]s stellen – im [[Bewusstsein]]: all das ist eine Ebene. Auf einer tieferen Ebene ist das alles bedeutungslos, bin ich unberührt, rein, selig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga – ein Weg mit Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel von Karin Burschik, aus dem Yoga Vidya Journal Frühjahr 2010&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yoga]] mag &amp;quot;cool&amp;quot; sein, doch kalt ist es nicht. Denken wir nur an die Meisterinnen und [[Meister]] der Yoga-Tradition. Mit welcher Begeisterung sie ihre [[Lehre]]n und Übungen weitergegeben haben. Wie fürsorglich sie ihre Schülerinnen und [[Schüler]] behandelt und mit welcher [[Hingabe]] sie dem Göttlichen gedient haben. Warum ist das so? Auf welche Weise öffnen [[Körper]]-, [[Atem]]- und [[Meditation]]sübungen das Herz, und wie können wir diesen Prozess unterstützen? Das wollen wir uns nun genauer anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Asana]]s – nicht nur für den Körper===&lt;br /&gt;
Ganz allgemein gilt: Sport und Bewegung tun auch der [[Seele]] gut. Es macht [[Freude]], Glückshormone werden ausgeschüttet, und in einer Gruppe, die gemeinsam geschwitzt hat, entsteht ein ganz natürliches [[Gefühl]] der [[Verbundenheit]]. Darüber hinaus haben bestimmte [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas] auch bestimmte [[Seele|seelische]] Wirkungen. Denken wir nur an [[Fisch]] und [[Kobra]], die das [https://www.yoga-vidya.de/seminarsuche/herz Herz] öffnen. [[Vorbeuge]]n fördern ein Gefühl der [[Hingabe]], und [[Held|Helden-Stellungen]] entwickeln [[Kraft]] und [[Mut]], so dass wir uns dann auch im Alltag leichter ein Herz fassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das intensive Beugen und Strecken können sich zudem tief sitzende [[Verspannungen]] lösen. Ja, wir erhalten sogar Zugang zu [[traumatisierung|Trauma]]ta, die gleichsam im Körper wie schlafend eingraviert sind. Asanas können sie wecken. Im ersten Moment mag das nicht sonderlich angenehm sein, doch letztendlich befreit eine solche Heil[[krise]] uns von alten [[Wunde]]n, und wir gehen lebendiger, freudiger und liebevoller aus ihr hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganz besondere Plus bei den Asanas ist die Schulung von [[Körperbewusstsein]] und [[Achtsamkeit]]. Immer wieder werden wir aufgefordert, genau hinzuspüren und gegenwärtig zu sein mit einer freundlichen, wachen [[Aufmerksamkeit]]. Dies gilt in der [[Psychologie]] als einer der wirksamsten [[Stimmung]]saufheller. Wenn Sie also in einer trüben [[Stimmung]] zu versinken drohen, können Sie sich an Ihrem eigenen Schopf aus dem Morast ziehen und sich auf das Hier und Jetzt besinnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Farben und [[Form]]en sind zu sehen? Was ist zu hören?&lt;br /&gt;
Wie fühlt sich der Körper an? Oder Sie nehmen einfach wahr, wie der Atem kommt und geht. Damit sind wir schon bei den Atemübungen, den [[Pranayama]]s, die den [[Geist]] ebenfalls positiv beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|cef1UM0CnIk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pranayamas als Herzöffner===&lt;br /&gt;
[[Prana]] – die Lebensenergie – fungiert als Bindeglied zwischen Körper und Geist, die miteinander auf vielfältige Weise wechselwirken. Zum Beispiel hemmen körperliche [[Verspannungen]] den [[Fluss]] der [[Lebensenergie]], was auch zu geistigen Blockaden führen kann. Sind wir emotional sehr aufgewühlt, dann fließt die Lebensenergie sehr disharmonisch, was sich wiederum auf den Körper auswirkt. Positive Veränderungen können wir also von der körperlichen wie auch von der seelischen Seite her angehen. Doch wir können auch direkt mit der Lebensenergie arbeiten. Wir können dafür sorgen, dass sie frei, harmonisch und in ausreichender Menge durch die [[Nadi]]s strömt, was sich positiv auf Körper und Geist auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den leichtesten Zugang zur Lebensenergie eröffnen uns die [[Atemübung]]en. So können wir zum Beispiel zur [[Entspannung]] das Ausatmen verlängern. Wollen wir frische [[Energie]] tanken, dann atmen wir länger ein und/oder machen eine Pause in der Atemfülle. Über die Chakren können wir bestimmte psychische Themen auch ganz gezielt bearbeiten, zum Beispiel [[Erdung]] oder [[Willenskraft]], [[Intuition]] oder eben auch die Qualitäten des Herzens. Einfaches Hineinspüren in das [[Anahata Chakra]] in der Mitte der Brust mag schon genügen, damit es sich öffnen und seine Qualitäten entfalten kann – [[Liebe]], [[Freude]] und [[Mitgefühl]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reine, ursachlose Freude geht weit über die Vergnügungen dieser Welt hinaus, und das Leben im [[Licht]] bedingungsloser Liebe ist von kaum zu beschreibender Innigkeit und Süße.  Um dahin zu gelangen, können Sie sich unterstützend auf den Atem konzentrieren. Dann stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz - [[Kshetra]] – die vordere Öffnung des Anahata Chakras – ein und aus. Visuell veranlagte Menschen können sich dabei auch einen [[Lichtstrom]] vorstellen, und [[Mensch]]en, deren bevorzugter [[Sinne]]skanal das Hören ist, arbeiten gern mit einem [[Mantra]], zum Beispiel mit &amp;quot;[[Yam]]&amp;quot;, dem [[Bija Mantra]] für das [[Anahata Chakra]]. Selbstverständlich können Sie stattdessen auch ein anderes [[Mantra]] wählen, zum Beispiel &amp;quot;Liebe&amp;quot; oder &amp;quot;Freude&amp;quot;, das [[Herzensgebet]] der Ostkirche oder das universelle Mantra &amp;quot;[[Om]]&amp;quot;, das bereits in den [[Upanishaden]] gelobt und beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr Liebe und Verbundenheit durch [[Meditation]]===&lt;br /&gt;
In diesen frühesten Yoga-Schriften wird vor allem die [[Einheit]] besungen – die Einheit von [[Atman]] und [[Brahman]], also von wahrem [[Selbst]] und göttlichem Urgrund. Aber auch die Einheit von Selbst und [[Bewusstsein]] oder Selbst und allem, was ist. Und durch das Mantra &amp;quot;Om&amp;quot; können wir uns auf diese fundamentale Einheit einstimmen, denn es heißt, dass mit diesem Urlaut die Schöpfung ihren Anfang nahm und auf ewig darin enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Erfahrung von Einheit geht es letztendlich bei allen Yoga-[[Weg]]en. Schließlich stammt das Wort &amp;quot;Yoga&amp;quot; von der indogermanischen Wortwurzel &amp;quot;yuj&amp;quot;, was unter anderem mit &amp;quot;vereinen&amp;quot; und &amp;quot;zusammenbinden&amp;quot; übersetzt werden kann. Das deutet darauf hin, dass der Yoga-Weg keineswegs in ein undifferenziertes, präpersonales Verschmolzen-Sein zurückführen möchte. Wenn verschiedene Elemente zusammengebunden werden, lösen sie sich ja nicht auf. Wenn Zellen sich zur Einheit eines [[Körper]]s zusammenfügen, bleiben ihre Grenzen bestehen. Und wenn Menschen sich zu Teams zusammenfinden, behalten sie dennoch ihre [[Individualität]]. Das bedeutet: Die bunte Vielfalt der [[Welt]] bleibt auf der relativen Ebene bestehen, kann aber auf der absoluten Ebene als Einheit erfahren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu möchte auch [[Patanjali]] hinführen, wenn er in seinen [[Yogasutra|Yoga-Sutren]] den berühmten achtfachen Pfad beschreibt. Zentrales Element ist hier der geistige Übungsweg, wie wir ihn so oder so ähnlich in vielen spirituellen Schulen finden: Wir wenden uns nach innen ([[Pratyahara]]) und konzentrieren uns auf das gewählte [[Meditationsobjekt]] ([[Dharana]]), bis die [[Aufmerksamkeit]] mühelos dabei verweilt ([[Dhyana]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich mögen wir uns sogar der [[Einheit]] mit ihm bewusst werden ([[Samprajnata Samadhi]]). Diese Erfahrung von Einheit kann sich immer mehr vertiefen und immer weiter werden, bis sie schließlich Alles-in-allem umfasst und transzendiert ([[Asamprajnata]] oder [[Nirvikalpa Samadhi]]). Dies kann das Leben von Grund auf verwandeln, denn wir werden ganz sicher liebevoller mit unseren Mitmenschen umgehen, wenn wir im tiefsten Innern wissen, dass wir eins mit ihnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise stehen allerlei Hindernisse dieser Einheitserfahrung im Weg. Insbesondere die [[Unwissenheit]], die uns glauben macht, wir seien getrennt vom Rest der Welt, was [[Verlangen]], [[Abneigung]] und [[Furcht]] heraufbeschwört. [[Patanjali]] nennt diese Leid schaffenden Faktoren &amp;quot;[[Kleshas]]&amp;quot; und gibt verschiedene Empfehlungen, wie wir sie auflösen können, zum Beispiel durch die [[Glück]] bringenden Haltungen von [[Wohlwollen]], Freude, [[Mitgefühl]] und [[Gleichmut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können wir uns systematisch erüben. Wir können uns täglich hinsetzen und uns von Herzen an dem Guten erfreuen, was jetzt da ist. Angesichts von Widrigkeiten können wir sagen: &amp;quot;Auch das geht vorbei.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Was bedeutet das im Angesicht der [[Ewigkeit]]?&amp;quot; Und wir können immer wieder sagen, denken und fühlen: &amp;quot;Mögen alle Wesen frei sein von Leid. Mögen sie glücklich sein.&amp;quot; Mit der Zeit werden wir uns immer weniger mit dem kleinen [[Ego]] identifizieren und immer mehr mit dem wahren [[Selbst]], dem wahre [[Liebe]] entspringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend können wir feststellen: Die geistigen, energetischen und körperlichen [[Methode]]n des Yoga sind bestens geeignet, unsere Herzensqualitäten zu entfalten. Darum können wir mit Fug und Recht sagen: Yoga, das ist ein Weg mit Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin Karin Burschik befasst sich seit früher Jugend mit spirituellen Lehren und Übungen. Mit 18 besuchte sie ihre ersten Yoga-Kurse und arbeitet nun seit Jahren als Yoga-Lehrerin (BYV). Sie hat bereits drei spirituelle Sachbücher geschrieben, unter anderem auch &amp;quot;Yoga – ein Weg zum Glücklich-Sein&amp;quot; (November 2009, Via Nova Verlag, Petersberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herz als hilfreiche Tugend==&lt;br /&gt;
===Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz Vertrauen.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz hat so viele Bedeutungen. Zum einen, Herz ist natürlich das physische Herz. Das physische Herz ist in der Mitte der [[Brust]], es pumpt den ganzen [[Tag]]. In der griechischen [[Philosophie]] hat man gedacht, dass das Herz der Sitz des [[Denken]]s und [[Fühlen]]s ist und manche haben gedacht, das [[Hirn]] sei nur eine Art Kühlaggregat. Heute [[wissen]] wir, dass das Ganze nicht so ist und dass man eigentlich im Herz recht wenig denkt, mindestens behaupten das die modernen Wahrnehmungspsychologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herz ist ein Pumporgan, dennoch, man spricht auch vom Herz einer Sache. Z.B. gibt es auch Artischockenherzen, also die Mitte einer Artischocke, und man sagt auch, wenn man zum Kern einer Angelegenheit geht: &amp;quot;Ich gehe zum Herzen einer Sache.&amp;quot; Es ist wichtig, das Herz einer Sache zu erfassen. Wenn du wirklich im Herz einer Sache bist, dann bist du bei der [[Essenz]]. Herz wird heutzutage besonders auf [[Emotion]]en bezogen, [[Gefühl]]e und natürlich besonders [[Liebe]]. Man sagt z.B.: &amp;quot;Ich spüre [[Schmerz]]en in meinem Herzen.&amp;quot; Oder: &amp;quot;Das tut mir in meinem Herzen weh.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum tut es in dem Herzen weh? Da gibt es jetzt mehrere [[Theorie]]n. [[Yogi]]s würden sagen, im Herzen ist das [[Herzchakra]]. Und [[Yogi]]s würden sagen, [[Gefühle]] sind tatsächlich Pulsierungen  und [[Schwingung]]en des [[Astralkörper]]s, eben in der Herzgegend. Der Grund, weshalb du manche [[Gefühle]] im Herzen, manche in der Kehle, manche im Bauch spürst, ist tatsächlich, weil dort [[Chakra|Chakren]] pulsieren, vibrieren. Und diese Chakren, wenn diese pulsieren, vibrieren, spürt man es an der Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmungspsychologen nennen das embody itself, die sagen, dass das [[Hirn]] bestimmte [[Gefühle]] und Empfindungen im ganzen [[Körper]] projiziert. Also, das Hirn projiziert etwas im Herzen und dann spürst du es im Herzen, und wenn du es im Herzen spürst, dann nimmst du das [[Gefühl]] wahr. Die modernen Wahrnehmungspsychologen würden sagen, dass das Hirn es so macht, dass es die verschiedenen Empfindungen in den [[Körper]] projiziert und wenn das [[Bewusstsein]] diese [[Empfindung]]en im [[Körper]] wahrnimmt, dann macht man ein [[Gefühl]] ganz bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da könnte man [[jetzt]] noch viel darüber spekulieren, was es aber in jedem Fall heißt, du spürst [[Gefühle]] im Herzen. Und so gibt es Angstgefühle, es kann ein beklemmendes [[Gefühl]] im Herzen sein, du kannst dich in der [[Seele]] erschrecken, damit meint man oft, im Herzen erschrecken, aber die besonders schönen [[Gefühle]] im Herzen sind natürlich [[Freude]] und sind [[Liebe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Yogi]]s sagen sogar, [[Anahata Chakra]], das innerste [[Chakra]], das Chakra, das einfach da ist, ohne irgendetwas zu brauchen, [[Anahata]] heißt ja &amp;quot;das nicht angeschlagene Chakra&amp;quot;, dieses innerste Chakra, das braucht nichts, dieses [[Chakra]] ist in sich [[Liebe]] und [[Freude]]. Da kann man sagen, im Herzen bist du [[Liebe]] und [[Freude]], deine wahre [[Natur]] in [[Wahrheit]] ist [[Liebe]] und [[Freude]]. Und so tue öfters Dinge von ganzem Herzen und überlege auch [[jetzt]], was hast du heute oder morgen noch vor? Steckst du auch dein Herz hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder ich bin ja früher mal geritten, das ist [[jetzt]] schon vierzig Jahr her, ich hatte einen Reitlehrer gehabt, der hat gerne gesagt: &amp;quot;Wirf dein Herz vorne weg, dann wird dein Pferd auch springen.&amp;quot; In diesem [[Sinne]], wirf dein Herz vorne weg, das, was du zu tun hast, wirf dein Herz vorne weg. Und wenn dein Herz vorne weg ist, dann ist alles einfach, geht alles leicht, dann folgt dein inneres [[Pferd]], deine Kräfte und in diesem [[Sinne]] sogar dein [[Intellekt]], sogar dein [[Verständnis]]. Alles folgt, wenn dein Herz da vorne weg ist. Tue das, was du tust, von ganzem Herzen und wirf dein Herz vorne weg. In diesem [[Sinne]], überlege: &amp;quot;Was ist zu tun?&amp;quot; Wirf dein Herz vorne weg und dann tue das, was du tust, von ganzem Herzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|xxx}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heinrich Zimmer über das Herz==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auszug aus  &amp;quot;Der Weg zum Selbst&amp;quot; von Heinrich Zimmer&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mund des Herzens ist verschlossen, das Innere des Mundes ist in dichtes Dunkel getaucht, das hält das Erbgut früherer Leben umschlossen. Alle Adern des Leibes münden darein, dort ist die Stätte des Lebensstroms, des Gemüts und des Lichtes. Da innen im Lotos des Herzens hat der Herr sein Heim und leuchtet darin: er ist der Herr des Heiligtums. Wenn das Gefühl »ich bin ER« in dem Sinne »ich bin der Herr des Heiligen, des Heiligsten« dank ständiger Uebung so fest in dir wird, wie die Vorstellung »Ich« in deinem Leibe wohnt, und wenn du als »der Herr« dastehst in all seiner Reinheit, vergeht die Ahnungslosigkeit: der sterbliche Leib sei dein Selbst, wie Finsternis vor dem Sonnenlicht. Räume das Erbgut früherer Leben: alle Bereitschaften und Neigungen des Gemüts durch ständige, unablässige Betrachtung aus in deinem Herzen: »ich bin der Gnädige Herr (Shiva), ich bin das Licht reinen Inneseins, das unbeschreiblich ist«,&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der ist das strahlende Licht reinen Inneseins, der alle Gegenstände der fünf Sinne bewußt ausgeschieden und das Selbst erlebt und seinen festen Stand im Einzig-Wirklichen gefunden hat. Sag: er schwingt den demanten blitzenden Donnerkeil und ist der Tod des Todes; er ist der Held, der über den Tod triumphiert, ist das Gemüt des Erbguts alter Bereitschaften und Neigungen ledig geworden, so bleibt es lauter und unberührt, auch wenn du deinen Verrichtungen nachgehst: es ist, als ließest du einen erzählen, und deine Gedanken gingen derweil ihrer Wege. Ist das Gemüt aber noch vollgesogen mit Antrieben aus früheren Leben, so wirkt es in ihnen befangen, auch wenn du untätig bist. Es geht dir wie einem, der schlafend auf seinem Lager ruht, im Traum aber einen Berg erklimmt und in den Abgrund stürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Reisender, von tiefem Schlaf umfangen, nicht spürt, daß der Wagen hält und die Pferde abgeschirrt werden, so ver-harrt der Weise, der zur Wirklichkeit des Selbst gelangt ist, in naturhaft unwillkürlicher Sammlung in das Selbst versenkt (Sahaja Samadhi) und wird von den Vorgängen seines Leibes, von Schlaf und Versenkung (Samadhi) nicht berührt, — das Gehäus des Leibes ist für ihn wie der Wagen, Das reine Innesein des Selbst, jenseits des Wachseins, der Traumverlorenheit und des Versunkenseins in traumlos tiefen Schlaf, gilt bloß dem Weltkind als »Vierter Stand«, Da nur der »Vierte Stand« wahr ist, und Wachen, Traum und traumlos tiefer Schlaf ein Schein sind, ist er »jenseits der Vier«: erster jenseitiger Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist außer dem Selbst, wenn du dich immer in seiner Wirklichkeit bewegst und keinen Unterschied zwischen dir und anderen setzest? Was begibt sich: wirst du geehrt oder geschmäht? Es ist wie sich selber segnen oder verwünschen. Nimm alle Weisheit aller heiligen Lehren in einem Wort: erlischt dein Ich, daß du das Selbst als höchste Wirklichkeit erlebst, bleibt nur das Selbst als reines völliges Innesein. Erlebe das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lMQBuv56nJY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Herz-Kreislauf-System]]&lt;br /&gt;
*[[Anahata Chakra]]&lt;br /&gt;
*[[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
*[[Barmherzigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Liebe]]&lt;br /&gt;
*[[Bhakti]]&lt;br /&gt;
*[[Herzensgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p36_Yoga-Geschichten/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga-Geschichten, nacherzählt von Sukadev Bretz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p190_Karunesh---Heart-Chakra-Meditation/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Karunesh Heart Chakra Meditation] &lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p37_Yoga-Vidya-Kirtan-Textheft/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya Kirtan Heft für die Herzöffnung]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p44_Parabeln-von-Swami-Sivananda/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Parabeln, von Swami Sivananda]&lt;br /&gt;
*Der Weg Zum Selbst von Heinrich Zimmer, Rascher Verlag Zürich, 1944, 1. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/frage-antwort/herz-kreislauf/ Yogatherapie: Herz-Kreislauf]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yogatherapie/uebungsreihen/nach-koerperregionen/herz-kreislauf-system/ Yoga fürs Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/yogalehrer-weiterbildung/yoga-bei-spezifischen-beschwerden/yoga-fuers-herz-nach-dr-dean-ornish/ Das Ornish Herz Programm]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p649_Raeucherstaebchen-Chakra-Line---HERZ-Chakra/&amp;amp;XTCsid=b2461de2c4f784508b20516a2d748e05 Räucherstäbchen Chakra Line - HERZ Chakra]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/gott-bewohnt-dein-herz-sorge-dich-nicht-bhagavad-gita-xii-17-i Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bhagavad Gita XII.17 I.]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/welche-verehrung-wird-dein-herz-starker-ruhren-bhagavad-gita-xii- Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren – Bhagavad Gita XII.2]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/handle-mit-engagement-und-herz Handle mit Engagement und Herz]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/chakra/anahata-chakra-herzchakra/ Anahata Chakra – Herzchakra]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wirkung-von-yoga/ Wirkungen von Yoga]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/23.htm &amp;quot;Das wahre Herz&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Antworten-auf-Fragen/12.htm &amp;quot;Wie man Gott in sein Herz lässt&amp;quot; aus &#039;&#039;Antwort auf deine Fragen&#039;&#039; von Swami Krishnananda]&lt;br /&gt;
*[http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Herzsutra.html Heart Sutra - Übersetzung aus dem Englischen von Anantadas Günther Büsseler]&lt;br /&gt;
*[http://mein.yoga-vidya.de/video/video/listTagged?tag=herzchakra Videos zum Thema &amp;quot;Herzchakra&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/ Bhakti Yoga]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/bhakti-yoga/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
===Die Buddhi befreit deinen Geist und Herz von Verblendung – BG.XVIII 51===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1430_Bhagavad_XVIII_51.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herz-Chakra Segensmeditation===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/186_Anahata-Chakra_Segens-Meditation.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yoga Biene für das Herz – Bhramari Pranayama===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://daricha.podspot.de/files/135_bhramari_Biene_Pranayama.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gott bewohnt dein Herz, sorge dich nicht – Bh.G.XII 17 I===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1222_Bhagavad_Gita_XII_17_I_.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Verehrung wird dein Herz stärker rühren? – Bh.G. XII 2===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/1198_Bhagavad_Gita_XII_2.mp3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nächstenliebe reinigt das Herz – mp3-Lesung mit Sukadev===&lt;br /&gt;
&amp;lt;mp3player&amp;gt;http://yoga-inspirationen.podspot.de/files/443-Naechstenliebe_reinigt_das_Herz.MP3&amp;lt;/mp3player&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sivananda Nature Cure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga Vidya Journal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditationstexte Swami Nirgunananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565653</id>
		<title>Vegan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565653"/>
		<updated>2016-10-13T14:23:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veganes Leben und Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Dominik Grimm, Buchvorstellung (&amp;quot;Yogan&amp;quot;), aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tomaten Basilikum.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie sich unsere tägliche [[Ernährung]] auf [[Asana|Asanas]], [[Pranayama]] und  [[Meditation]]  auswirken  kann.  Ein  Einblick  in  die [[Ernährungsphysiologie]] und yogische Sichtweise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über kaum ein anderes Thema wird heute mehr diskutiert als über unsere [[Ernährung]]. Das ist nicht sehr verwunderlich, werden wir doch nahezu täglich mit Meldungen konfrontiert, die über die zahlreichen Auswirkungen unserer westlichen [[Ernährungsgewohnheiten]] berichten: Massentierhaltung, sogenannte „Zivilisationskrankheiten“,  Regenwaldrodungen  und  andere gravierende Schäden in der [[Umwelt]], verursacht durch unseren übermäßigen Konsum an tierischen Nahrungsmitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wir von solchen Informationen geradezu überschwemmt werden und vielen von uns diese Gegebenheiten bekannt sind, möchte ich meinen zur Verfügung gestellten Platz im aktuellen Yoga Vidya Journal mit dem Thema „Yoga im [[Alltag]]“ ganz passend nutzen, um die Auswirkungen unserer [[Ernährung]] im Hinblick auf  unsere  eigene  [[Yogapraxis]]  zu  beleuchten,  wobei  ich  im Besonderen auf [[Asana|Asanas]], [[Pranayama]] und [[Meditation]] eingehen werde. Da mir bewusst ist, dass gerade das Thema [[Ernährung]] vor  allem  unter  den  Yogis  sehr  kritisch  betrachtet  wird  und einen  hohen  Stellenwert  hat,  lade  ich  dazu  ein,  sich,  unabhängig  von  meinem  Geschriebenen,  auf  die  eigene  Reise  zu machen, nachzudenken und Erfahrungen durch einfaches Ausprobieren zu sammeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Genug Energie für Yoga aufnehmen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana und [[Pranayama]], Yoga-Stellungen und [[Atemtechnik|Atemtechniken]] haben das Potential, unseren Energie-Output zu erhöhen. Doch von irgendwoher muss diese [[Energie]] stammen, folglich muss es einen adäquaten Energie-Input geben. Dieser kommt zum größten  Teil  aus  den  uns  zugeführten  Lebensmitteln,  wobei es hier entscheidende Unterscheide gibt: Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel, die uns Energie schenken; auf der anderen Seite  gibt  es  aber  auch  Lebensmittel,  die uns  mehr  [[Energie]] rauben, als dass sie uns welche zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir uns beispielsweise viele Lebensmittel tierischen Ursprungs an, dann sehen wir, dass sie unserem [[Körper]] bei der Verdauung immens viel Energie entziehen und dass sie oft über Stunden oder Tage in unserem Verdauungstrakt verweilen. Betrachten wir dahingegen viele pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel, wird oft weniger Verdauungsenergie benötigt und die sogenannte „Transitzeit“, also die Zeit, die ein [[Lebensmittel]] benötigt um unseren gesamten [[Verdauungsschlauch]] zu passieren, ist, nicht zuletzt wegen der vielen Ballaststoffe, weitaus geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber  nicht  nur  die  [[Energie]],  sondern  auch  die  Bausteine  für [[Muskeln]], [[Skelett]] und Co, stammen aus unserer [[Nahrung]]. Nicht ohne Grund heißt es daher: „Du bist, was du isst“. Aus dieser Sichtweise heraus können wir uns daher zwei Fragen im Hinblick auf unsere [[Ernährung]] stellen: Welche Lebensmittel bringen mir die meiste [[Energie]]? Und aus welchen ursprünglichen Lebewesen  möchte  ich,  dass  mein  Körper  sich  zusammensetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Nahrung ist am besten für Yogis?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir weiter nach innen und schauen uns die subtileren Wirkungen unserer [[Ernährung]] auf unseren [[Geist]] und die Qualität  unserer  [[Meditation]]  an:  Auch  hier  spielt  zum  einen  die soeben angesprochene Energie-liefernde Wirkung unserer [[Ernährung]] eine wichtige Rolle, denn je mehr [[Energie]] wir haben, desto aufmerksamer und konzentrierter können wir mit unserer [[Meditationstechnik]] üben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch gibt es auch hier große Unterschiede: [[Chili]] als Negativbeispiel, die zwar pflanzlich, und in der Kombination mit anderen energiereichen Lebensmitteln, durch ihre „erhitzende“ Wirkung, viel [[Energie]] freisetzen können, sind für die [[Meditation]] eher suboptimal, denn die erhitzende  Wirkung  auf  den  [[Körper]]  hat  zeitgleich  eine  ähnliche Wirkung auf den [[Geist]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere pflanzliche Lebensmittel besitzen diese für die Meditation eher negative Wirkung nicht, und dürfen daher bevorzugt werden. Hier gibt es glücklicherweise  ein  vielfältiges  Angebot  an  [[Salat]],  [[Gemüse]]  und  [[Obst]], [[Getreide]],  [[Hülsenfrüchten]]  und  anderen  pflanzlichen  Lebensmitteln, durch die wir uns durchprobieren können und deren subtile Wirkungsweisen wir am eignen [[Körper]] und [[Geist]] erfahren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Woher kommt unser Essen?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt im Hinblick auf unsere [[Meditation]] ist die Herkunft unserer [[Lebensmittel]]: Wie eingangs erwähnt, werden wir heute mit Meldungen über die Auswirkungen unserer [[Ernährung]] überschwemmt. Im Alltagsleben ist es ein Leichtes, diese  zu  verdrängen,  in  der  Meditation  jedoch  ist  das  Verdrängen  von  negativen  Gedanken  umso  schwerer,  und  wir setzen  uns  wie  von  selbst  mit  den  Auswirkungen  unserer Handlungen auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nötigen Hintergrundwissen dafür  ist,  wie  erwähnt,  heute  kaum  zu  entgehen.  Aus  dieser Sichtweise heraus können wir uns wieder zwei Fragen stellen: Welche  Lebensmittel  wirken  rein  physiologisch  beruhigend auf meinen Geist? Und welche [[Lebensmittel]] darf ich wählen, um mit meinem Gewissen im Reinen zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt unzählige Bücher, Seminare und Blogs, die uns helfen können, die richtige Ernährung für uns zu finden. Am wichtigsten jedoch ist, einen persönlichen Ernährungsstil zu finden,der auf der einen Seite mir selbst ein bewegendes Leben ermöglicht, und auf der anderen Seite ganzheitlich, d.h. im Einklang  mit  der  Natur  und  all  seinen  Wesen  ist.  Mein  Buch möchte dazu einen Beitrag leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g [[Zucker]]&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales [[Öl]]&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g [[Sojajoghurt]] Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio [[Zitrone]]&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL [[Agar-Agar]] (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml [[Agavendicksaft]] (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL [[Agar-Agar]] und [[Rote Beete]] Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder [[Agavendicksaft]]&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio [[Zitrone]], davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften [[Joghurt]] mit Zitronensaft, Schale, [[Vanille]]&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die [[Sojacuisine]] dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.[[Sojacuisine]] und [[Agar-Agar]] in einem Topf zusammen aufkochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  köcheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße [[Sojasahne]] zu dem [[Joghurt]] geben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tortenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze [[Sojacuisine]], da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie [[Hafercousine|Hafer-]] oder [[Mandelcuisine]] tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  [[Agar-Agar]]  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565652</id>
		<title>Vegan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565652"/>
		<updated>2016-10-13T14:21:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veganes Leben und Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Dominik Grimm, Buchvorstellung (&amp;quot;Yogan&amp;quot;), aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tomaten Basilikum.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie sich unsere tägliche [[Ernährung]] auf [[Asana|Asanas]], [[Pranayama]] und  [[Meditation]]  auswirken  kann.  Ein  Einblick  in  die [[Ernährungsphysiologie]] und yogische Sichtweise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über kaum ein anderes Thema wird heute mehr diskutiert als über unsere [[Ernährung]]. Das ist nicht sehr verwunderlich, werden wir doch nahezu täglich mit Meldungen konfrontiert, die über die zahlreichen Auswirkungen unserer westlichen [[Ernährungsgewohnheiten]] berichten: Massentierhaltung, sogenannte „Zivilisationskrankheiten“,  Regenwaldrodungen  und  andere gravierende Schäden in der [[Umwelt]], verursacht durch unseren übermäßigen Konsum an tierischen Nahrungsmitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wir von solchen Informationen geradezu überschwemmt werden und vielen von uns diese Gegebenheiten bekannt sind, möchte ich meinen zur Verfügung gestellten Platz im aktuellen Yoga Vidya Journal mit dem Thema „Yoga im [[Alltag]]“ ganz passend nutzen, um die Auswirkungen unserer [[Ernährung]] im Hinblick auf  unsere  eigene  [[Yogapraxis]]  zu  beleuchten,  wobei  ich  im Besonderen auf [[Asana|Asanas]], [[Pranayama]] und [[Meditation]] eingehen werde. Da mir bewusst ist, dass gerade das Thema [[Ernährung]] vor  allem  unter  den  Yogis  sehr  kritisch  betrachtet  wird  und einen  hohen  Stellenwert  hat,  lade  ich  dazu  ein,  sich,  unabhängig  von  meinem  Geschriebenen,  auf  die  eigene  Reise  zu machen, nachzudenken und Erfahrungen durch einfaches Ausprobieren zu sammeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Genug Energie für Yoga aufnehmen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana und [[Pranayama]], Yoga-Stellungen und [[Atemtechnik|Atemtechniken]] haben das Potential, unseren Energie-Output zu erhöhen. Doch von irgendwoher muss diese [[Energie]] stammen, folglich muss es einen adäquaten Energie-Input geben. Dieser kommt zum größten  Teil  aus  den  uns  zugeführten  Lebensmitteln,  wobei es hier entscheidende Unterscheide gibt: Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel, die uns Energie schenken; auf der anderen Seite  gibt  es  aber  auch  Lebensmittel,  die uns  mehr  [[Energie]] rauben, als dass sie uns welche zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir uns beispielsweise viele Lebensmittel tierischen Ursprungs an, dann sehen wir, dass sie unserem [[Körper]] bei der Verdauung immens viel Energie entziehen und dass sie oft über Stunden oder Tage in unserem Verdauungstrakt verweilen. Betrachten wir dahingegen viele pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel, wird oft weniger Verdauungsenergie benötigt und die sogenannte „Transitzeit“, also die Zeit, die ein [[Lebensmittel]] benötigt um unseren gesamten [[Verdauungsschlauch]] zu passieren, ist, nicht zuletzt wegen der vielen Ballaststoffe, weitaus geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber  nicht  nur  die  [[Energie]],  sondern  auch  die  Bausteine  für [[Muskeln]], [[Skelett]] und Co, stammen aus unserer [[Nahrung]]. Nicht ohne Grund heißt es daher: „Du bist, was du isst“. Aus dieser Sichtweise heraus können wir uns daher zwei Fragen im Hinblick auf unsere [[Ernährung]] stellen: Welche Lebensmittel bringen mir die meiste [[Energie]]? Und aus welchen ursprünglichen Lebewesen  möchte  ich,  dass  mein  Körper  sich  zusammensetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Nahrung ist am besten für Yogis?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir weiter nach innen und schauen uns die subtileren Wirkungen unserer [[Ernährung]] auf unseren [[Geist]] und die Qualität  unserer  [[Meditation]]  an:  Auch  hier  spielt  zum  einen  die soeben angesprochene Energie-liefernde Wirkung unserer [[Ernährung]] eine wichtige Rolle, denn je mehr [[Energie]] wir haben, desto aufmerksamer und konzentrierter können wir mit unserer [[Meditationstechnik]] üben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch gibt es auch hier große Unterschiede: [[Chili]] als Negativbeispiel, die zwar pflanzlich, und in der Kombination mit anderen energiereichen Lebensmitteln, durch ihre „erhitzende“ Wirkung, viel [[Energie]] freisetzen können, sind für die [[Meditation]] eher suboptimal, denn die erhitzende  Wirkung  auf  den  [[Körper]]  hat  zeitgleich  eine  ähnliche Wirkung auf den [[Geist]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere pflanzliche Lebensmittel besitzen diese für die Meditation eher negative Wirkung nicht, und dürfen daher bevorzugt werden. Hier gibt es glücklicherweise  ein  vielfältiges  Angebot  an  [[Salat]],  [[Gemüse]]  und  [[Obst]], [[Getreide]],  [[Hülsenfrüchten]]  und  anderen  pflanzlichen  Lebensmitteln, durch die wir uns durchprobieren können und deren subtile Wirkungsweisen wir am eignen [[Körper]] und [[Geist]] erfahren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Woher kommt unser Essen?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt im Hinblick auf unsere [[Meditation]] ist die Herkunft unserer [[Lebensmittel]]: Wie eingangs erwähnt, werden wir heute mit Meldungen über die Auswirkungen unserer [[Ernährung]] überschwemmt. Im Alltagsleben ist es ein Leichtes, diese  zu  verdrängen,  in  der  Meditation  jedoch  ist  das  Verdrängen  von  negativen  Gedanken  umso  schwerer,  und  wir setzen  uns  wie  von  selbst  mit  den  Auswirkungen  unserer Handlungen auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nötigen Hintergrundwissen dafür  ist,  wie  erwähnt,  heute  kaum  zu  entgehen.  Aus  dieser Sichtweise heraus können wir uns wieder zwei Fragen stellen: Welche  Lebensmittel  wirken  rein  physiologisch  beruhigend auf meinen Geist? Und welche [[Lebensmittel]] darf ich wählen, um mit meinem Gewissen im Reinen zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt unzählige Bücher, Seminare und Blogs, die uns helfen können, die richtige Ernährung für uns zu finden. Am wich-&lt;br /&gt;
tigsten jedoch ist, einen persönlichen Ernährungsstil zu finden,der auf der einen Seite mir selbst ein bewegendes Leben ermöglicht, und auf der anderen Seite ganzheitlich, d.h. im Einklang  mit  der  Natur  und  all  seinen  Wesen  ist.  Mein  Buch möchte dazu einen Beitrag leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g [[Zucker]]&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales [[Öl]]&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g [[Sojajoghurt]] Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio [[Zitrone]]&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL [[Agar-Agar]] (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml [[Agavendicksaft]] (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL [[Agar-Agar]] und [[Rote Beete]] Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder [[Agavendicksaft]]&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio [[Zitrone]], davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften [[Joghurt]] mit Zitronensaft, Schale, [[Vanille]]&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die [[Sojacuisine]] dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.[[Sojacuisine]] und [[Agar-Agar]] in einem Topf zusammen aufkochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  köcheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße [[Sojasahne]] zu dem [[Joghurt]] geben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tortenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze [[Sojacuisine]], da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie [[Hafercousine|Hafer-]] oder [[Mandelcuisine]] tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  [[Agar-Agar]]  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Tomaten_Basilikum.jpg&amp;diff=565651</id>
		<title>Datei:Tomaten Basilikum.jpg</title>
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		<updated>2016-10-13T14:20:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
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		<title>Vegan</title>
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		<updated>2016-10-13T14:20:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veganes Leben und Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Dominik Grimm, Buchvorstellung (&amp;quot;Yogan&amp;quot;), aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie sich unsere tägliche [[Ernährung]] auf [[Asana|Asanas]], [[Pranayama]] und  [[Meditation]]  auswirken  kann.  Ein  Einblick  in  die [[Ernährungsphysiologie]] und yogische Sichtweise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über kaum ein anderes Thema wird heute mehr diskutiert als über unsere [[Ernährung]]. Das ist nicht sehr verwunderlich, werden wir doch nahezu täglich mit Meldungen konfrontiert, die über die zahlreichen Auswirkungen unserer westlichen [[Ernährungsgewohnheiten]] berichten: Massentierhaltung, sogenannte „Zivilisationskrankheiten“,  Regenwaldrodungen  und  andere gravierende Schäden in der [[Umwelt]], verursacht durch unseren übermäßigen Konsum an tierischen Nahrungsmitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wir von solchen Informationen geradezu überschwemmt werden und vielen von uns diese Gegebenheiten bekannt sind, möchte ich meinen zur Verfügung gestellten Platz im aktuellen Yoga Vidya Journal mit dem Thema „Yoga im [[Alltag]]“ ganz passend nutzen, um die Auswirkungen unserer [[Ernährung]] im Hinblick auf  unsere  eigene  [[Yogapraxis]]  zu  beleuchten,  wobei  ich  im Besonderen auf [[Asana|Asanas]], [[Pranayama]] und [[Meditation]] eingehen werde. Da mir bewusst ist, dass gerade das Thema [[Ernährung]] vor  allem  unter  den  Yogis  sehr  kritisch  betrachtet  wird  und einen  hohen  Stellenwert  hat,  lade  ich  dazu  ein,  sich,  unabhängig  von  meinem  Geschriebenen,  auf  die  eigene  Reise  zu machen, nachzudenken und Erfahrungen durch einfaches Ausprobieren zu sammeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Genug Energie für Yoga aufnehmen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana und [[Pranayama]], Yoga-Stellungen und [[Atemtechnik|Atemtechniken]] haben das Potential, unseren Energie-Output zu erhöhen. Doch von irgendwoher muss diese [[Energie]] stammen, folglich muss es einen adäquaten Energie-Input geben. Dieser kommt zum größten  Teil  aus  den  uns  zugeführten  Lebensmitteln,  wobei es hier entscheidende Unterscheide gibt: Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel, die uns Energie schenken; auf der anderen Seite  gibt  es  aber  auch  Lebensmittel,  die uns  mehr  [[Energie]] rauben, als dass sie uns welche zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir uns beispielsweise viele Lebensmittel tierischen Ursprungs an, dann sehen wir, dass sie unserem [[Körper]] bei der Verdauung immens viel Energie entziehen und dass sie oft über Stunden oder Tage in unserem Verdauungstrakt verweilen. Betrachten wir dahingegen viele pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel, wird oft weniger Verdauungsenergie benötigt und die sogenannte „Transitzeit“, also die Zeit, die ein [[Lebensmittel]] benötigt um unseren gesamten [[Verdauungsschlauch]] zu passieren, ist, nicht zuletzt wegen der vielen Ballaststoffe, weitaus geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber  nicht  nur  die  [[Energie]],  sondern  auch  die  Bausteine  für [[Muskeln]], [[Skelett]] und Co, stammen aus unserer [[Nahrung]]. Nicht ohne Grund heißt es daher: „Du bist, was du isst“. Aus dieser Sichtweise heraus können wir uns daher zwei Fragen im Hinblick auf unsere [[Ernährung]] stellen: Welche Lebensmittel bringen mir die meiste [[Energie]]? Und aus welchen ursprünglichen Lebewesen  möchte  ich,  dass  mein  Körper  sich  zusammensetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Nahrung ist am besten für Yogis?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir weiter nach innen und schauen uns die subtileren Wirkungen unserer [[Ernährung]] auf unseren [[Geist]] und die Qualität  unserer  [[Meditation]]  an:  Auch  hier  spielt  zum  einen  die soeben angesprochene Energie-liefernde Wirkung unserer [[Ernährung]] eine wichtige Rolle, denn je mehr [[Energie]] wir haben, desto aufmerksamer und konzentrierter können wir mit unserer [[Meditationstechnik]] üben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch gibt es auch hier große Unterschiede: [[Chili]] als Negativbeispiel, die zwar pflanzlich, und in der Kombination mit anderen energiereichen Lebensmitteln, durch ihre „erhitzende“ Wirkung, viel [[Energie]] freisetzen können, sind für die [[Meditation]] eher suboptimal, denn die erhitzende  Wirkung  auf  den  [[Körper]]  hat  zeitgleich  eine  ähnliche Wirkung auf den [[Geist]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere pflanzliche Lebensmittel besitzen diese für die Meditation eher negative Wirkung nicht, und dürfen daher bevorzugt werden. Hier gibt es glücklicherweise  ein  vielfältiges  Angebot  an  [[Salat]],  [[Gemüse]]  und  [[Obst]], [[Getreide]],  [[Hülsenfrüchten]]  und  anderen  pflanzlichen  Lebensmitteln, durch die wir uns durchprobieren können und deren subtile Wirkungsweisen wir am eignen [[Körper]] und [[Geist]] erfahren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Woher kommt unser Essen?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt im Hinblick auf unsere [[Meditation]] ist die Herkunft unserer [[Lebensmittel]]: Wie eingangs erwähnt, werden wir heute mit Meldungen über die Auswirkungen unserer [[Ernährung]] überschwemmt. Im Alltagsleben ist es ein Leichtes, diese  zu  verdrängen,  in  der  Meditation  jedoch  ist  das  Verdrängen  von  negativen  Gedanken  umso  schwerer,  und  wir setzen  uns  wie  von  selbst  mit  den  Auswirkungen  unserer Handlungen auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nötigen Hintergrundwissen dafür  ist,  wie  erwähnt,  heute  kaum  zu  entgehen.  Aus  dieser Sichtweise heraus können wir uns wieder zwei Fragen stellen: Welche  Lebensmittel  wirken  rein  physiologisch  beruhigend auf meinen Geist? Und welche [[Lebensmittel]] darf ich wählen, um mit meinem Gewissen im Reinen zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt unzählige Bücher, Seminare und Blogs, die uns helfen können, die richtige Ernährung für uns zu finden. Am wich-&lt;br /&gt;
tigsten jedoch ist, einen persönlichen Ernährungsstil zu finden,der auf der einen Seite mir selbst ein bewegendes Leben ermöglicht, und auf der anderen Seite ganzheitlich, d.h. im Einklang  mit  der  Natur  und  all  seinen  Wesen  ist.  Mein  Buch möchte dazu einen Beitrag leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g [[Zucker]]&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales [[Öl]]&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g [[Sojajoghurt]] Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio [[Zitrone]]&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL [[Agar-Agar]] (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml [[Agavendicksaft]] (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL [[Agar-Agar]] und [[Rote Beete]] Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder [[Agavendicksaft]]&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio [[Zitrone]], davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften [[Joghurt]] mit Zitronensaft, Schale, [[Vanille]]&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die [[Sojacuisine]] dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.[[Sojacuisine]] und [[Agar-Agar]] in einem Topf zusammen aufkochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  köcheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße [[Sojasahne]] zu dem [[Joghurt]] geben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tortenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze [[Sojacuisine]], da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie [[Hafercousine|Hafer-]] oder [[Mandelcuisine]] tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  [[Agar-Agar]]  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565649</id>
		<title>Vegan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565649"/>
		<updated>2016-10-13T14:12:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veganes Leben und Yoga==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Dominik Grimm, Buchvorstellung (&amp;quot;Yogan&amp;quot;), aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie sich unsere tägliche Ernährung auf Asanas, Pranayama und  Meditation  auswirken  kann.  Ein  Einblick  in  die Ernährungsphysiologie und yogische Sichtweise.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über kaum ein anderes Thema wird heute mehr diskutiert als über unsere Ernährung. Das ist nicht sehr verwunderlich, werden wir doch nahezu täglich mit Meldungen konfrontiert, die über die zahlreichen Auswirkungen unserer westlichen Ernährungsgewohnheiten berichten: Massentierhaltung, sogenannte „Zivilisationskrankheiten“,  Regenwaldrodungen  und  andere gravierende Schäden in der Umwelt, verursacht durch unseren übermäßigen Konsum an tierischen Nahrungsmitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wir von solchen Informationen geradezu überschwemmt werden und vielen von uns diese Gegebenheiten bekannt sind, möchte ich meinen zur Verfügung gestellten Platz im aktuellen Yoga Vidya Journal mit dem Thema „Yoga im Alltag“ ganz passend nutzen, um die Auswirkungen unserer Ernährung im Hinblick auf  unsere  eigene  Yogapraxis  zu  beleuchten,  wobei  ich  im Besonderen auf Asanas, Pranayama und Meditation eingehen werde. Da mir bewusst ist, dass gerade das Thema Ernährung vor  allem  unter  den  Yogis  sehr  kritisch  betrachtet  wird  und einen  hohen  Stellenwert  hat,  lade  ich  dazu  ein,  sich,  unabhängig  von  meinem  Geschriebenen,  auf  die  eigene  Reise  zu machen, nachzudenken und Erfahrungen durch einfaches Ausprobieren zu sammeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Genug Energie für Yoga aufnehmen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asana und Pranayama, Yoga-Stellungen und Atemtechniken haben das Potential, unseren Energie-Output zu erhöhen. Doch&lt;br /&gt;
von irgendwoher muss diese Energie stammen, folglich muss es einen adäquaten Energie-Input geben. Dieser kommt zum größten  Teil  aus  den  uns  zugeführten  Lebensmitteln,  wobei es hier entscheidende Unterscheide gibt: Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel, die uns Energie schenken; auf der anderen Seite  gibt  es  aber  auch  Lebensmittel,  die uns  mehr  Energie rauben, als dass sie uns welche zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Schauen wir uns beispielsweise viele Lebensmittel tierischen Ursprungs an, dann sehen wir, dass sie unserem Körper bei der Verdauung immens viel Energie entziehen und dass sie oft über Stunden oder Tage in unserem Verdauungstrakt verweilen. Betrachten wir dahingegen viele pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel, wird oft weniger Verdauungsenergie benötigt und die sogenannte „Transitzeit“, also die Zeit, die ein Lebensmittel benötigt um unseren gesamten Verdauungsschlauch zu passieren, ist, nicht zuletzt wegen der vielen Ballaststoffe, weitaus geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber  nicht  nur  die  Energie,  sondern  auch  die  Bausteine  für Muskeln, Skelett und Co, stammen aus unserer Nahrung. Nicht ohne Grund heißt es daher: „Du bist, was du isst“. Aus dieser Sichtweise heraus können wir uns daher zwei Fragen im Hinblick auf unsere Ernährung stellen: Welche Lebensmittel bringen mir die meiste Energie? Und aus welchen ursprünglichen Lebewesen  möchte  ich,  dass  mein  Körper  sich  zusammensetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Welche Nahrung ist am besten für Yogis?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir weiter nach innen und schauen uns die subtileren Wirkungen unserer Ernährung auf unseren Geist und die Qualität  unserer  Meditation  an:  Auch  hier  spielt  zum  einen  die soeben angesprochene Energie-liefernde Wirkung unserer Ernährung eine wichtige Rolle, denn je mehr Energie wir haben, desto aufmerksamer und konzentrierter können wir mit unserer Meditationstechnik üben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch gibt es auch hier große Unterschiede: Chili als Negativbeispiel, die zwar pflanzlich, und in der Kombination mit anderen energiereichen Lebensmitteln, durch ihre „erhitzende“ Wirkung, viel Energie freisetzen können, sind für die Meditation eher suboptimal, denn die erhitzende  Wirkung  auf  den  Körper  hat  zeitgleich  eine  ähnliche Wirkung auf den Geist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere pflanzliche Lebensmittel besitzen diese für die Meditation eher negative Wirkung nicht, und dürfen daher bevorzugt werden. Hier gibt es glücklicherweise  ein  vielfältiges  Angebot  an  Salat,  Gemüse  und  Obst, Getreide,  Hülsenfrüchten  und  anderen  pflanzlichen  Lebensmitteln, durch die wir uns durchprobieren können und deren subtile Wirkungsweisen wir am eignen Körper und Geist erfahren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Woher kommt unser Essen?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt im Hinblick auf unsere Meditation ist die Herkunft unserer Lebensmittel: Wie eingangs erwähnt, werden wir heute mit Meldungen über die Auswirkungen unserer Ernährung überschwemmt. Im Alltagsleben ist es ein Leichtes, diese  zu  verdrängen,  in  der  Meditation  jedoch  ist  das  Verdrängen  von  negativen  Gedanken  umso  schwerer,  und  wir setzen  uns  wie  von  selbst  mit  den  Auswirkungen  unserer Handlungen auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nötigen Hintergrundwissen dafür  ist,  wie  erwähnt,  heute  kaum  zu  entgehen.  Aus  dieser Sichtweise heraus können wir uns wieder zwei Fragen stellen: Welche  Lebensmittel  wirken  rein  physiologisch  beruhigend auf meinen Geist? Und welche Lebensmittel darf ich wählen, um mit meinem Gewissen im Reinen zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt unzählige Bücher, Seminare und Blogs, die uns helfen können, die richtige Ernährung für uns zu finden. Am wich-&lt;br /&gt;
tigsten jedoch ist, einen persönlichen Ernährungsstil zu finden,der auf der einen Seite mir selbst ein bewegendes Leben ermöglicht, und auf der anderen Seite ganzheitlich, d.h. im Einklang  mit  der  Natur  und  all  seinen  Wesen  ist.  Mein  Buch möchte dazu einen Beitrag leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g [[Zucker]]&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales [[Öl]]&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g [[Sojajoghurt]] Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio [[Zitrone]]&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL [[Agar-Agar]] (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml [[Agavendicksaft]] (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL [[Agar-Agar]] und [[Rote Beete]] Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder [[Agavendicksaft]]&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio [[Zitrone]], davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften [[Joghurt]] mit Zitronensaft, Schale, [[Vanille]]&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die [[Sojacuisine]] dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.[[Sojacuisine]] und [[Agar-Agar]] in einem Topf zusammen aufkochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  köcheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße [[Sojasahne]] zu dem [[Joghurt]] geben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tortenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze [[Sojacuisine]], da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie [[Hafercousine|Hafer-]] oder [[Mandelcuisine]] tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  [[Agar-Agar]]  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565620</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565620"/>
		<updated>2016-10-13T12:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurdeder Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nerven  system wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha wasser.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Datei:Buddha_wasser.jpg&amp;diff=565618</id>
		<title>Datei:Buddha wasser.jpg</title>
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		<updated>2016-10-13T12:30:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
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		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565617"/>
		<updated>2016-10-13T12:24:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurdeder Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nerven  system wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565509</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565509"/>
		<updated>2016-10-12T15:32:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yoga in den Alltag integrieren – Kinderspiel oder Stressfaktor?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gauri Reich, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele  Menschen  leiden  im  Alltag  unter [[Stress]], [[Druck]] und dem ständigen Gefühl keine Zeit zu haben. [[Yoga]] hilft erwiesenermaßen  [[Stress]]  zu  reduzieren  und  sogar resistenter  gegen  [[Stress]]  zu  werden.  Da stellt  sich  die  Frage:  Wie  schaffe  ich  es, Yoga in meinen Alltag zu integrieren, ohne dass es ein weiterer [[Stressfaktor]] wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der schon mal [[Yoga]] gemacht hat, kennt die positiven Wirkungen, die [[Yoga]] auf [[Körper]], [[Organ|Organe]], [[Geist]] und [[Seele]] hat. Was wir uns meistens nicht so bewusst machen ist, dass jede [[Yogapraxis]] – also Hatha Yoga, [[Pranayama]], [[Meditation]], [[Entspannung]]  oder  Mantrawiederholung–  einen  Entspannungsimpuls setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das besser verstehen zu können, ist es gut, sich das [[Stressmodell]]  einmal  genauer an  zu schauen. Zunächst einmal  ist  Stress  an  sich nichts Negatives. Es ist eine&lt;br /&gt;
völlig normale [[Reaktion]] des Körpers  auf  einen  äußeren Reiz.  Dieser  Reiz  löst  im [[Körper]] das [[Gefühl]] von [[Gefahr]] aus und dieser reagiert mit  Anspannung  und  Leistungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu  den Zeiten,  als  [[Mensch|Menschen]]  noch in  der  freien  [[Natur]]  lebten und vor wilden Tieren flüchten mussten, war diese [[Reaktion]] überlebensnotwendig.  Im  besseren  Fall  ist  der  Mensch  weg gerannt  oder  hat  das  wilde  Raubtier  im  [[Kampf]]  besiegt  und konnte sich danach wieder entspannen. Somit war der [[Stress]] dann relativ schnell wieder vorbei. Im schlechteren Fall wurdeder Mensch gefressen, aber der Stress war dann auch vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute  sieht  das  Ganze  etwas  anders  aus.  [[Stress]]  wird  nicht mehr durch das Erscheinen wilder Tiere oder Nahrungsmangel ausgelöst, sondern durch hohe Anforderungen im [[Beruf]] und in der [[Familie]], schwierige [[Beziehungen]], Reizüberflutung, Enge in Städten und vieles mehr. Vor all diesen Dingen können wir nicht weg laufen, sie bringen uns aber auch nicht um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch reagiert der [[Körper]] gleich: Das sympathische Nerven  system wird angeregt, das [[Adrenalin]] im [[Blut]] steigt, [[Blutdruck]] und [[Atemfrequenz]] erhöhen sich, die [[Atmung]] wird eher flach, [[Muskel|Muskeln]] spannen sich an, weniger wichtige Körperfunktionen wie z.B. die [[Verdauung]] werden runter gefahren und die [[Organ|Organe] nicht mehr mit so viel [[Blut]] versorgt, da dieses in den Muskeln zur Verfügung steht, unser Geist ist wach und in [[Alarmbereitschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten.  Entweder  wir  setzen gezielt  [[Entspannungsimpulse]], mit denen wir den Körper wieder in den entspannten Modus zurück  bringen,  oder  wir  geraten in [[Dauerstress]] und werden  auf  kurz  oder  lang  am [[Stresssyndrom]] erkranken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider ist letzteres sehr häufig der Fall. Die eben genannten Körperreaktionen, die für einen kurzen Zeitraum völlig ok sind und sogar einen Trainingsreiz darstellen  können,  mani  festieren sich über längere Zeit und führen zu Beschwerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können z.B. sein:  Verspannungen im Hals-Nacken und  Schulterbereich  sowie im  unteren  Rücken,  dauerhaft flache [[Atmung]], dauerhaft erhöhter Blutdruck und [[Herzfrequenz]], Organerkrankungen  durch  die  schlechtere Versorgung mit Blut und [[Sauerstoff]], verlangsamte [[Verdauung]], schlechtere Aufnahme   von   Nährstoffen, geistige [[Müdigkeit]] bis hin zu [[Depressionen]]  und  dem  sog.  [[Burn-out]].  Klassische  Stress-Erkrankungen sind u.a. Magengeschwüre, [[Verstopfung]], hoher [[Blutdruck]],  Kopfschmerzen  und  Migräne,  Rückenschmerzen, Immunschwäche, Allergien und Erkältungskrankheiten. Es ist erwiesen, dass viele Krankheiten ihren Ursprung sehr häufig im Stress haben – sogar Krebserkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug Gründe, um sich für den anderen Weg zu entscheiden! So wie der Stressreiz den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, holt  der  Entspannungsreiz  oder  Entspannungsimpuls  den  [[Körper]] wieder zurück in den entspannten, normalen Zustand, bei  dem  das  parasympathische  [[Nervensystem]]  aktiv  ist,  welches u.a. dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Sauerstoff  und  [[Blut]]  versorgt  werden  und  unsere  [[Verdauung]]  gut funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln von Swami Niranjanananda (in der Tradition von Swami Satyananda einem der berühmten Schüler von Swami Sivananda) sind ein wunderbares Instrument, um mehrmals&lt;br /&gt;
täglich einen Entspannungsimpuls zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In  einer  ganzheitlichen  Yogastunde  sind  alle  Praktiken  des Yogas vereint: Asanas, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation und vielleicht sogar Mantra-Singen. So eine Yogastunde dauert ca. 90-120 Minuten und die wenigsten Menschen finden  dafür  täglich  die  Zeit.  Aber  was  ist  mit  fünf  bis  zehn  Minuten? Die kann man schon leichter integrieren. Natürlich ist das kein Ersatz für die Yogastunde einmal oder mehrmals die Woche. Das folgende Programm ist ein Vorschlag für deine tägliche Yogapraxis, auch wenn du wenig Zeit hast, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entspannungsimpulse setzt und die so gegen [[Stress]] resistenter macht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Yoga ganz leicht in dein tägliches Leben integriert und dich so über den Tag verteilt immer wieder zu dir und deiner inneren Ruhe zurück bringt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5 Yogakapseln nimmst du über den Tag verteilt ein. Versuche nicht alles auf einmal hintereinander zu erledigen. Wenn du eine Bergtour machst, trinkst du dein [[Wasser]] auch&lt;br /&gt;
nicht auf einmal aus, denn dann würdest du später trotzdem wieder Durst bekommen. Du wirst über die ganze Tour verteilt immer wieder ein paar Schlucke nehmen und so immer versorgt sein und keinen [[Durst]] haben. Also gönne dir deine Yogakapseln zu den verschiedenen Tageszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...nimmst du vor dem Aufstehen.  Noch während du im Bett liegst, wiederholst du im Geist zwei Mantras und zwar jedes [[Mantra]] 11 Mal. Im Original werden&lt;br /&gt;
dazu  das  Om  Tryambakam  Mantra  und  das  Gayatri  Mantra vorgeschlagen. Du kannst aber auch andere nehmen oder Affirmationen wie z.B. „Ich bin geduldig“ oder „Ich gehe gelassen durch den Tag“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sorgst du dafür, dass du mit einem positiv gestimmten Geist in den Tag startest Direkt nach dem Aufstehen nimmst du die zweite Kapsel: Asanas.&lt;br /&gt;
Am besten legst du dir schon abends eine Yogamatte neben dein Bett, so kannst du morgens sofort los legen mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 10 x [[Tadasana]] (Berghaltung) und &lt;br /&gt;
* Vorwärtsbeuge&lt;br /&gt;
* 10 x Tiryaka Tadasana (Rumpfbeuge zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 10 x Kati [[Chakraasana]]  (Rumpfdrehung zu jeder Seite)&lt;br /&gt;
* 4-6 Surya Namaskara([[Sonnengruß]], siehe S. 26)&lt;br /&gt;
* Eine Umkehrhaltung wie z.B. [[Sarvangasana]] (Schulterstand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit  dieser  kurzen  Sequenz,  für  die  du  etwa  10-15  Minuten brauchst,  hast  du  deine  [[Wirbelsäule]]  in  alle  Richtungen  gedehnt, gestreckt, gedreht und bewegt und wirst sofort merken, wie  die  [[Energie]]  auf  einmal  freier  Fließen  kann.  Probiere  es aus! Du wirst viel aufgeweckter in den Tag starten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kannst du, wenn du mehr [[Zeit]] zur Verfügung hast, weitere Asanas dazu nehmen.&lt;br /&gt;
Die dritte Kapsel kannst du gleich nach der zweiten nehmen oder  im  Laufe  des  Tages,  z.B.  während  der  Mittagspause oder wann immer du neue Energie brauchst oder dich zentrieren  möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  dritte  Kapsel  ist  [[Pranayama]].  Swami Niranjanananda  empfiehlt  hier  3-9  Runden  [[Nadi  Shodhana]] ([[Wechselatmung]]) und 7-11 Runden [[Bhramari]] ([[Bienensummen]]).&lt;br /&gt;
Wenn du weißt, dass dir andere Techniken, wie z.B. [[Kapalabhati]] ([[Schnellatmung]]) gut tun oder du diese in der Situation gerade brauchst, dann praktiziere diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die vierte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Tages nimmst du dann die vierte Kapsel in Form von [[Yoga Nidra]], einer [[Tiefenentspannung]]. Gleich nach Feierabend könnte eine gute Zeit dafür sein, denn dann kannst du von der Arbeit abschalten und neue Energie für den restlichen Tag schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die fünfte Kapsel====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend vor dem Einschlafen nimmst du dir dann noch 5-10 Minuten Zeit für eine Meditation als 5. Kapsel deiner Wahl  oder  einen  Tagesrückblick.   Beim  Tagesrückblick  lässt du  den  Tag  vor  deinem  inneren  Auge  noch  einmal  ablaufen und bleibst dabei unbeteiligter [[Beobachter]]. Schau dir besonders die schwierigeren Situationen an. Hier kannst du z.B. überlegen: &#039;&#039;Wie könnte ich mich in dieser Situation positiver verhalten?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Es ist wichtig täglich alle 5 Kapseln einzunehmen. Schon bald wirst du die Wirkung spüren!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565492</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565492"/>
		<updated>2016-10-12T14:19:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Patanjali.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565481</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565481"/>
		<updated>2016-10-12T13:51:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon  bei  der  Beachtung  einiger  dieser  Verhaltensregeln spürst du sicher eine [[Veränderung]] der Reaktionen der [[Außenwelt]] und eine Klärung des eigenen Geistes. Denn so wie du auf deine Umwelt zugehst und mit ihr umgehst, so wird es auf dich zurückgeworfen. Wenn du achtsam bist und dich nicht von deinen Gefühlen und den Zufällen des Lebens mitreißen lässt, sondern bewusst, konzentriert denkst und handelst, dann bist du auf dem Weg zu einem ausgewogenen und harmonischen Leben. So kannst du Yoga in deinen Alltag integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565480</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565480"/>
		<updated>2016-10-12T13:18:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstdisziplin ([[Tapas]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahrtausenden waren Yogis alle [[Asket|Asketen]], die sich methodisch härtesten Übungen und Entbehrungen unterwarfen. Sie verzichteten auf fast alles und&lt;br /&gt;
wollten so ihr [[Ego]] überwinden. Ich muss heute aber kein Einsiedler mehr werden oder tagelang auf einem Bein stehen, Yoga geht auch ohne Selbstkasteiung. Aber eine gewisse&lt;br /&gt;
[[Kontrolle]]  über  mich  und  meine  [[Wunsch|Wünsche]]  ist  notwendig, sonst kann ich nicht meditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbststudium ([[Svadhyaya]])===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beinhaltet das Studium der Schriften, da es neben der Selbstreflexion weiterer Bezugspunkte für die eigene [[Spiritualität]] bedarf. Das kann beispielsweise die [[Bibel]] sein, die [[Bhagavad Gita]], die [[Veden]], die [[Upanishaden]] oder andere Texte mit spirituellem, philosophischem oder religiösem Inhalt. Beobachte aber auch dich&lt;br /&gt;
selber, deine Gedanken und dein Tun. Und meditiere über die Frage: &#039;&#039;&#039;Wer bin ICH eigentlich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hingabe an Gott ([[Ishvarapranidhana]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist [[Bhakti-Yoga]], also Singen, Beten, Tanzen mit ganzer [[Selbstvergessenheit]].&lt;br /&gt;
Gehe – wenn möglich - in den [[Satsang]], nimm an einer [[Puja]] oder [[Homa]] teil. Als Christ darfst du ruhig auch öfter am [[Gottesdienst]] deiner Kirchengemeinde teilnehmen. Und lebe immer mehr mit der [[Einstellung]]: Gott, Dein [[Wille]] geschehe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565479</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565479"/>
		<updated>2016-10-12T12:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|Absolutem]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565477</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565477"/>
		<updated>2016-10-12T12:42:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|Yamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 5 Yamas betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|Menschen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|em]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|Niyamas]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|Kriyas]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|Blockaden]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|Gedanken]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565474</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565474"/>
		<updated>2016-10-12T12:27:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Yogisches Handeln im Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Guido Telscher, aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder kann ohne großen Aufwand  yogisches Handeln in seinen Alltag integrieren. Hier erfährst du, wie du  einige Prinzipien des [[Yoga Sutra]] nach [[Patanjali]] anwenden und für dich nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag ist oft keine Zeit für eine ausgiebige Yogastunde oder den Besuch des Satsangs in einem Ashram, weil neben der Arbeit, den Fahrzeiten, der Hausarbeit, den Hobbys und der [[Familie]] einfach keine [[Zeit]] bleibt. Und dennoch kannst du auch im Alltag Yoga üben und so in die Yogapraxis einsteigen, in dem du ganz bewusst und achtsam handelst. Dafür gibt uns der  Weise  Patanjali  in  seinem  Yoga  Sutra  ein  wertvolles Übungssystem für systematische spirituelle und persönliche [[Entwicklung]] an die Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Yama|s]] betreffen das Verhalten im Umgang mit anderen [[Mensch|en]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtverletzen ([[Ahimsa]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermutlich wichtigste Regel ist der Verzicht auf jegliche Gewaltanwendung gegenüber Mensch  und  Tier.  [[Mahatma  Gandhi]]  hat  gezeigt,  was  es bedeutet [[Ahimsa]] wirklich in letzter Konsequenz zu leben.&lt;br /&gt;
Eigene Aggressionen beherrschen und Herr/Frau über die eigenen  Gefühle werden, wenn man einmal wieder im Stau warten muss oder unberechtigterweise kritisiert wird oder die&lt;br /&gt;
Kinder nerven... Du siehst, das ist nicht einfach. Ernähre dich vegetarisch, auch das ist eine Konsequenz aus Ahimsa, denn die ganze Schöpfung sollte mit einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wahrhaftigkeit ([[Satya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder wichtig und nicht immer  ganz  leicht  zu  verwirklichen  ist  die  zweite  Regel. „Lügen  haben  kurze  Beine“  hat  man  mir  als  Kind  beigebracht.  Und  das  stimmt  wirklich.  Satya  heißt,  Teile  der Wahrheit  nicht  zu  verbergen,  auch  das  wäre  ja  eine  Art Lüge. So kannst du dich immer wieder fragen: Was ist denn&lt;br /&gt;
die [[Wahrheit]]? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtstehlen ([[Asteya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den 10 Geboten der [[Bibel]] sollst du nicht an dich nehmen, was dir nicht zusteht. Du denkst: Ich bin doch kein Dieb. Richtig so. So solltest du z.B.&lt;br /&gt;
als Yogi keine Steuern hinterziehen, denn sie dienen dem Gemeinwesen, das auch dir Raum für dein Leben schafft. Schau, dass du nach dem Satsang deine eigenen Schuhe anziehst, schiele nicht neidisch auf das neue Auto der Nachbarn... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enthaltsamkeit ([[Brahmacharya]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird oft negativ verstanden als eine sexuelle Haltung ähnlich dem [[Zölibat]]. Das ist aber nur ein Teilaspekt. Tue alles, was zu [[Brahman]], dem [[Absolut|em]] führt, trifft eher den [[Sinn]]. Lass dich nicht von deinen  Sinnen davon treiben, sondern gehe immer wieder meditativ in dich&lt;br /&gt;
und suche [[Gott]] in allen Dingen, auch in der [[Sexualität]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nichtannehmen von Geschenken ([[Aparigraha]])=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich nicht bestechen lassen und sich nicht in [[Abhängigkeit]] begeben.&lt;br /&gt;
Weniger Verlangen nach Besitz führt nach und nach zur Abwesenheit von Gewinnsucht und weniger materiellem Besitz.&lt;br /&gt;
Es bedeutet, dass wir darauf achten, nur so viel zu haben, wie wir zum Leben tatsächlich brauchen. Dass ist nicht nur&lt;br /&gt;
gut für die [[Umwelt]] sondern auch gerechter. Spende auch Geld für gute Zwecke und für Menschen in [[Not]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Patanjali]] fügt den Yamas noch fünf weitere Regeln hinzu. Sie betreffen vor allem den liebevollen Umgang mit sich selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die 5 [[Niyama|s]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reinheit ([[Saucha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich duschen und Zähne putzen – reicht das? Hier geht es um mehr als äußerliche [[Sauberkeit]].&lt;br /&gt;
Der [[Körper]] soll durch [[Kriya|s]] von innen gereinigt und alle [[Blockade|n]] gelöst werden. Dann sollte auch der [[Geist]] frei&lt;br /&gt;
von (störenden) [[Gedanke|n]] sein. Damit erst ist [[Yoga]] nach [[Patanjali]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zufriedenheit ([[Santosha]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibe  bescheiden  in  deinem ganzen [[Lebensstil]], strebe nicht nach äußerlichem [[Luxus]], so&lt;br /&gt;
könnte man sagen. Wachse innerlich durch [[Verzicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565431</id>
		<title>Alltag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Alltag&amp;diff=565431"/>
		<updated>2016-10-11T21:04:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FrauAmComputer.JPG|thumb]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &#039;&#039;&#039;Alltag&#039;&#039;&#039; sind die Abläufe im [[Leben]] eines Menschen zu verstehen, die im Tages- und Wochengeschehen routinemäßig ablaufen. Im Duden lässt sich als Wortbedeutung auch „tägliches Einerlei, gleichförmiger Ablauf im (Arbeits)leben finden. Als Synonyme lassen sich folgende finden: Arbeitstag, Werktag, Wochentag; (veraltet) Werkeltag, ewiges/tägliches Einerlei; (leicht abwertend) Alltagstrott, Trott; (umgangssprachlich abwertend) Tretmühle. Unser Alltag wird geprägt durch [[Muster]] wie [[Arbeit]], [[Konsum]] (z. B. Essen), Freizeit, Körperpflege oder Schlaf. Mit dem Alltagsleben wird oft etwas Unliebsames, Eintöniges und Langweiliges assoziiert. Demnach werden Feiertage, Festtage oder [https://www.yoga-vidya.de/yoga-urlaub/yoga-ferien/ Urlaub] als Gegensätze gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Spirituelles Leben im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|eC_E9Ev-yMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um herauszufinden, welche Faktoren für einen zufriedenen Alltag ausschlaggebend sind, wurden 2100 Menschen von 18 - 65 Jahren in im Jahre 2012 in Deutschland befragt. Die dabei herausgefundenen Werte verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
*6%: Ich habe keine [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/angst-ueberwinden/ Angst] vor der [[Zukunft]].&lt;br /&gt;
*6%: Ich bin mit meiner finanziellen Situation zufrieden.&lt;br /&gt;
*7%: Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden.&lt;br /&gt;
*8%: Ich kann die verschiedenen Anforderungen meines Alltags gut unter einen Hut bekommen.&lt;br /&gt;
*9%: Ich erfahre Anerkennung von den Menschen, mit denen ich zu tun habe.&lt;br /&gt;
*11%: Ich erfahre in meinem Alltag das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
*12%: Ich habe das Gefühl, mein Leben selbst bestimmen zu können.&lt;br /&gt;
*15%: Ich sehe in meinem alltäglichen Leben einen Sinn.&lt;br /&gt;
*19%: Mein Alltag bietet genügend Abwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereiche, die den Deutschen im Alltag besoners stressen:&lt;br /&gt;
*54%: Erreichbarkeit, Netzwerke&lt;br /&gt;
*80%: Mobilität (Stau, verspätungen)&lt;br /&gt;
*82%: Beziehungen (Streit, Probleme)&lt;br /&gt;
*88%: Hausarbeit/Haushalt (defekte Geräte, Putzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alltag und Karma==&lt;br /&gt;
„Das Wort Karma bedeutet „Handlung“. Es bezieht sich auf jede körperliche oder geistige Handlung und auch auf die Ergebnisse dieser Handlungen. Es ist gleichbedeutend mit dem wissenschaftlichen [[Gesetz]] von Ursache und Wirkung. Der Heilige Paulus bezog sich auf dieses Gesetz, als er sagte: „Wie ihr gesät habt, so werdet ihr ernten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atmen, reden, sehen, hören, essen und vieles mehr wird als [[Karma]] bezeichnet. Geistiges Karma ist [[Denken]], es ist die gesamte Summe unserer Handlungen – sowohl aus dem gegenwärtigen als auch aus allen vorangegangenen [[Leben]]. Nach dem Gesetz des Karma muss überall, wo eine Ursache auftritt, diese auch eine Wirkung nach sich ziehen. Ein Samen ist beispielsweise die Ursache für das Entstehen eines Baumes, der die Wirkung darstellt. Der [[Baum]] wiederum produziert Samen und wird zur Ursache der Samen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz des Karmas besagt:&lt;br /&gt;
*Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen. (Ursache und Wirkung)&lt;br /&gt;
*Wir sind verantwortlich für das, was uns in der [[Zukunft]] geschieht.&lt;br /&gt;
*Wir wachsen anhand der Erfahrungen ([[Samskara]]s). Ereignisse sind nicht als Belohnung oder Bestrafung anzusehen, sondern als [[Möglichkeit]]en zum Wachsen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in unserem Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auf uns und unser Karma zu achten. Wir hetzen von einer [[Aufgabe]] in die nächste und können uns meist nicht auf das bewusste Handeln konzentrieren, weil wir gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe verweilen. Das hat natürlich zur Folge, dass die ausgeführten Handlungen oft nicht der Leistung entsprechen, die eigentlich von uns hätte erbracht werden können. Im Folgenden werden einige gesammelte Tipps vorgestellt, deren Ausprobieren sich lohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|IFYQ0-fgYU8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tipps für einen zufriedenen Alltag==&lt;br /&gt;
====Die täglichen Rituale====&lt;br /&gt;
Morgens eine Tasse Tee, abends die Lektüre kurz vor dem Einschlafen… Wer kennt sie nicht, die kleinen nützlichen [[Ritual]]e, an denen wir jeden Tag hängen. Sie sind oftmals nur klein und unscheinbar, doch wie oft wurde einem schon die Laune vermiest, wenn die Kaffeemaschine morgens in den Streik getreten ist? „Das menschliche Gehirn ist immer auf der Suche nach einer Struktur“, so Peter Groß, Psychotherapeut aus Köln. Fehlt diese Struktur oder gerät sie ins Wanken, führt das zur [[Unsicherheit]], bis man sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hat. Prinzipiell sind Rituale eine gute Sache. Alles läuft seinen gewohnten Gang und der Mensch kann seine [[Gedanke]]n schweifen lassen und sich entspannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meditation====&lt;br /&gt;
Schon fast kein Geheimtipp mehr ist die Methode der [[Meditation]]. Dabei kann geht es im Alltags[[stress]] primär darum, zu innerer Einkehr und Ruhe zu finden. Setze dich aufrecht auf ein Sitzkissen, oder einfach auf einen Stuhl. Wichtig ist, das der [[Rücken]] gerade aufgerichtet werden kann, um den Verlauf der Lebensenergie (Prana) zu begünstigen. Setze dich vorerst an einen Ort, an dem du nicht gestört werden kannst (schalte dein Handy ab…) und atme tief in den Bauch. Atme bewusst durch die Nase ein und aus.  Mit jedem Einatmen kannst du dir eine positive Affirmation im Geist vorsagen, beispielsweise: „Ich bin ruhig und gelassen!“ Und mit jedem Ausatmen: „Ich entspanne meinen [[Körper]]!“. Schon nach wenigen Minuten wirst du feststellen, dass dein Körper zur Ruhe kommt und wie gut das tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Übung kannst du bei geschlossenen [[Augen]] deine Gedanken ganz auf den [[Atem]] konzentrieren. Spüre möglichst genau hin, wie die [[Luft]] verläuft, und achte darauf, ruhig und ohne Druck gleichmäßig zu atmen. Das ist zu Beginn gar nicht so einfach, doch mit regelmäßiger Übung werden sich schnell Erfolgserlebnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Nein!“ als Aufgabenbremse====&lt;br /&gt;
Das Wort „Nein“ gilt häufig als abweisend, doch ist es gerade für einen entspannten Alltag von großer [[Bedeutung]]. Lerne „Nein!“ zu sagen, wenn du etwas nicht wirklich erledigen möchtest. Angenommene Arbeiten, die nicht mit [[Hingabe]] erledigt werden, nützen in den seltensten Fällen. Dein „Nein!“ muss deswegen nicht unfreundlich klingen. „Der Ton macht die [[Musik]]“, heißt es, und wenn du in freundlichem aber bestimmten Ton mit deinem Gegenüber sprechen kannst, musst du dir nicht jede Aufgabe aufhalsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Achtsamkeit====&lt;br /&gt;
„Wenn man abwäscht, sollte man nur abwaschen, d. h. man sollte sich dabei völlig bewusst sein, dass man abwäscht. Auf den ersten Blick mag das ein wenig albern erscheinen. Warum sollte man solches Gewicht auf eine so einfache Sache legen? Aber das ist genau der Punkt: Die Tatsache, dass ich hier stehe und diese Schalen abwasche, ist eine wunderbare [[Wirklichkeit]]. Ich bin völlig ich selbst, folge meinem Atem und bin mir meiner [[Gegenwart]], meiner [[Gedanke]]n und Handlungen bewusst. Ich kann so unmöglich unbewusst umhergeschleudert werden wie eine Flasche, die von den Wellen hin und her geworfen wird. Es gibt zwei Arten, Geschirr zu spülen. Einmal, damit man hinterher sauberes Geschirr hat, und die zweite Art besteht darin, abzuwaschen, um abzuwaschen.“ (Thich Nhat Hanh, Das Wunder der Achtsamkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thich Nhat Hanh schreibt in seinem Buch „Ich pflanze ein Lächeln“ von einer weiteren Methode, um [[Achtsamkeit]] zu lernen und somit auch für den Alltag besser gewappnet zu sein. In jedem Haushalt gibt es hin und wieder einmal Momente, die für [[Stress]] oder [[Ärger]] sorgen. Diesen Ärger kann man umwandeln - von der [[Wut]] in Samen der Achtsamkeit. Das geht relativ einfach: Thich Nhat Hanh beschreibt die [[Weg]]e des Atmens als sehr lehrsam. Wenn du in deinem [[Körper]] Wut oder Ärger aufkommen spürst, gehe achtsam auf dieses Gefühl ein, und verbinde es mit dem Atem. Kanalisiere deinen [[Ärger]] in jede Ausatmung, bis er sich beruhigt hat und „im Keim erstickt“ wurde.  Als Hilfe hierfür kannst du dir ein Zimmer einrichten, in das man sich zurückziehen kann. Richte dieses Zimmer so ein, dass du dich ganz wohl fühlst. Hilfreich kann auch ein akustisches Signal sein, das signalisiert, jetzt in das Atemzimmer zu kommen um den Ärger zu besänftigen, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vortrag Sukadev: Ethik im Alltag==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|B04mk70OdHI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Ratschläge für Yoga Sadhana im Alltag== &lt;br /&gt;
[[Datei:Mann in Meditation.jpg|thumb|Sadhana im Alltag]]&lt;br /&gt;
*1. Jeder Yogaschüler sollte dieselbe Tagesroutine haben. Du kannst hier und da die Zeiten ein wenig ändern, doch jedes Element des Programms soll erhalten bleiben. Spirituelles Geschwätz allein wird dich auf dem spirituellen [[Weg]] nicht voranbringen. Du solltest sehr strikt auf Pünktlichkeit achten und die einzelnen Elemente des Programms um jeden Preis ausführen. Die Zeitspanne für [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation], [[Japa]], [[Asana]]s und [https://www.yoga-vidya.de/prana/pranayama/ Pranayama] soll schrittweise erhöht werden. &lt;br /&gt;
*2. Nach dem Aufstehen nimm dir [[Zeit]], deinen Darm zu entleeren, nimm ein Bad und setze dich danach sofort hin zur Meditation oder anderen [[Yoga]]-Praktiken. &lt;br /&gt;
*3. Nach einigen Tagen regelmäßiger Praxis erhöhe die Dauer von [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asana]s, Pranayama und Meditation. Du wirst deswegen die Zeitspanne, die der Hausarbeit und dem Morgenspaziergang gewidmet ist, kürzen müssen. Wenn du Urlaub machst, solltest du mehr Zeit als sonst den spirituellen Übungen widmen. &lt;br /&gt;
*4. Während der morgendlichen “Studienzeit” solltest du die [[Gita]], die [[Upanishad]]en, das [[Ramayana]], usw. lesen. Während des „Abendstudiums“ kannst du andere philosophische Bücher oder Zeitschriften lesen. Diese zwei Elemente deines Studiums ähneln dem Lesen von komplexen, bzw. von einfachen Texten bei den Studenten. Du kannst die Zeit auch für Briefeschreiben oder für Gespräche über spirituelle Themen nutzen. Am Abend lassen sich Gymnastikübungen und ein paar Runden Pranayama gut miteinander kombinieren. Führe mental Japa aus, während der [[Arbeit]] und genauso während der Übung von Asanas und Pranayama. &lt;br /&gt;
*5. Wenn du am Abend [[Kirtan]] singst, dann lade dazu alle Menschen in deiner Umgebung ein: Deine [[Familie]],  Nachbarn und Haushaltsangestellten. Verteile [[Prasad]] zum Schluss.  &lt;br /&gt;
*6. Der beste [[Nishkama]] [[Karma Yoga]] ist die Behandlung von Kranken. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann erteile kostenlosen Unterricht an arme Schüler, oder gebe gemeinnützige Spenden. &lt;br /&gt;
*7. Wenn du wegen besondere Umstände irgendeinen Punkt deines Tagesprogramms nicht ausführen kannst, dann nutze die Zeit für [[Mouna]], Studium, oder Gartenarbeit. Der [[Geist]] soll stets mit einer nützlichen Tätigkeit dieser Art beschäftigt werden.&lt;br /&gt;
*8. Beim Übungsplan “A” für [https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/anfaenger/ Anfänger] (siehe unten) können die Asanas und Pranayamas  auch vor der Meditation ausgeführt werde. Beim Übungsplan „B“ für Fortgeschrittene (siehe unten) sollen die Asanas und Pranayamas immer nach Japa und Meditation ausgeführt werden, da die frühen Morgenstunden des [[Brahmamuhurta]] die beste Zeit für die Meditation sind.&lt;br /&gt;
*9. Mein lieber Freund, bitte nimm zur Kenntnis, dass du, wenn du auch nur ein einziges  Element deines täglichen [[Sadhana]]-Programms versäumst, einen Tag deiner kostbaren Lebenszeit nutzlos verschwendet hast! Falls du in der [[Welt]] auf [[Hindernis]]se stößt, welcher Art sie auch immer sein mögen, dann zögere keinen Augenblick; entsage der Welt und ziehe dich in die [[Einsamkeit]] zurück. Widme dich Tag und Nacht dem spirituellen Sadhana unter der Obhut deines [[Meister]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ernsthaft und beständig in deinem Bemühen bist, dann wirst du schon nach einem halben Jahr der Übung unbeschreibliche [[Freude]], geistigen [[Frieden]] und ungetrübte Wonne erlangen. Es wird ein Strahlen von deinem Gesicht ausgehen. So ein Mensch ist ein wahrer Segen für die ganze Welt. Sadhana ist der einzige Weg zu ewigem [[Glück]] und Erfüllung. Du wirst es im [[Alter]] bitter bereuen, wenn du jetzt dein Glück von ein paar Leckereien, ein bisschen Geld und von einem [[Mann]]/einer [[Frau]] abhängig machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Abhyasa, Karma und Dinacharya: Anfänger Übungsplan A für Menschen im Berufsleben===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kräutertee.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;                                              &lt;br /&gt;
:Aufstehen 3:30&lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 45&#039;&#039;, 4:00 - 4:45 &lt;br /&gt;
:[[Shirshasana]] 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Sarvangasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:[[Matsyasana]] 3&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Paschimottanasana]] 5&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Andere Asanas 5&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[[Shavasana]] 2&#039;&#039; = 5:10&lt;br /&gt;
:Pause 15&#039;&#039;, 5:10 - 5:25 &lt;br /&gt;
:[[Bhastrika]] Pranayama 5&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Andere Pranayamas 5&#039;&#039;, 5:25 - 5:35&lt;br /&gt;
:Pause 5&#039;&#039;,  5:35 - 5:40 &lt;br /&gt;
:Studium ([[Svadhyaya]]) 45&#039;&#039;,  5:40 - 6:25 &lt;br /&gt;
:Morgenspaziergang 35&#039;&#039;,  6:25 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation (in umgekehrter Reihenfolge ) 1&#039;30&#039;&#039;, 18:15 – 19:45 &lt;br /&gt;
:[[Bhajan]] (Kirtan) 30&#039;&#039;, 19:45 - 20:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 20:15 – 20:30 &lt;br /&gt;
:Studium 60&#039;&#039;, 20:30 - 21:30 &lt;br /&gt;
:Schlaf 6&#039;, 21:30 - 3:30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fortgeschrittener Übungsplan B für Menschen im Berufsleben=== &lt;br /&gt;
Angabe der Dauer in Stunden (&#039;) und Minuten (&#039;&#039;), dann Uhrzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Morgens&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
:Japa und Meditation 1&#039;30&#039;&#039;, 3:30-5:00 &lt;br /&gt;
:Shirshasana 30&#039;&#039;, 5:00 - 5:30 &lt;br /&gt;
:Sarvangasana, Matsyasana, Paschimottanasana etc. 30&#039;&#039;, 5:30 - 6:00&lt;br /&gt;
:Bhastrika und andere Pranayamas 30&#039;&#039;, 6:00 - 6:30&lt;br /&gt;
:Studium (Svadhyaya) 30&#039;&#039;, 6:30 - 7:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abends&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Asanas, Pranayama, Japa und Meditation 3&#039;, 18:15-21:15 &lt;br /&gt;
:Mahlzeit 15&#039;&#039;, 21:15 - 21:30&lt;br /&gt;
:Studium, 30&#039;&#039;, 21:30 - 22:00&lt;br /&gt;
:Schlaf 5&#039;, 22:00 - 3:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8 Tipps für einen entspannten Alltag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Mandalasa Thekla Faber aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier erhältst du einfache, aber wirkungsvolle Ratschläge einer Mitarbeiterin von Yoga Vidya. Lese bitte, wie man Yoga „zwischendurch“ auch ohne Yogamatte und Lehrer praktizieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ungefähr einmal in der Woche eine Yogastunde mitmachen? Du genießt die tollen Wirkungen der verschiedenen Atem-, Körper- und Entspannungsübungen? Und trotzdem hast du viel Stress im Alltag und empfindest vieles als Belastung? Und wünschst dir, noch mehr vom Yoga in den Alltag mitzunehmen? &lt;br /&gt;
Hier findest du einige Tipps dafür, die du mal ausprobieren kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Achtsamkeit üben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte möglichst oft auf dass, was du tust. Achte auch darauf,wie du es tust. Bist du ganz dabei? Oder würdest du lieber etwas anderes tun? Beobachte auch, wie es auf dich wirkt, wasdu tust. Und wie es eventuell auf andere wirkt. Achtsamkeit hilft dir, deine Handlungen intensiver auszuüben und wahrzunehmen.  Achtsamkeit  gibt  dir  außerdem  die  Möglichkeit, den  Umgang  mit  anderen  Wesen  neu  zu  reflektieren.  Zuschauen, wie es den anderen mit deinen Handlungen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Richte deinen persönlichen Beobachter ein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachte deine Gedanken und Gefühle. Versuche zu beob-achten,  ohne  zu  bewerten.  Möglichst  neutral  zu  sein.  Dabei eher nett zu dir selbst zu sein. Du bist ein Mensch und nicht vollkommen.  Diese  Beobachtung  kannst  du  z.  B.  am  Anfang einer  Entspannung  im  Liegen  durchführen.  Dabei  kannst  du zunächst  deinen  Körper  auf  der  physischen  Ebene  scannen, an  welchen  Stellen  vielleicht  Verspannungen  da  sind,  Kälte, Wärme,  Wohlgefühl.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach  betrachtest  du  die  geistige Ebene, welche Gedanken sind da? Betreffen sie die Gegenwart? Die  Vergangenheit?  Danach  schaust  du  auf  die  emotionale Ebene. Mit welchen Emotionen sind deine Gedanken verbunden? Was  fühlst  du?  Du  kannst  dich  auch  am  Tag  für  5  Minuten ruhig  hinsetzen  und  dir  deiner  Gedanken  und  Gefühle  zu  dem  einen  oder  anderen  Thema  bewusst werden.  Wenn  du das  täglich  machst,  wirst  du  in  relativ  kurzer  Zeit  Erfolge sehen. Dein Denken wird klarer. Du kannst Abstand gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Im Jetzt sein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ständig darüber nachdenkst, was alles passiert ist, was anders hätte geschehen sollen oder wer was getan hat, dann befindest du dich in der [[Vergangenheit[]]. Die Vergangenheit  kannst  du  nicht  mehr  ändern.  Wenn  du  planst,  was  du unternehmen  möchtest;  und  darüber  nachdenkst,  was  noch alles zu tun ist; dir vorstellst, wie jemand vielleicht reagieren wird, dann befindest du dich in der [[Zukunft]]. Die [[Zukunft]] ist jedoch nur ein [[Gedankenspiel]]. Es kann ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige [[Moment]], in dem du tatsächlich etwas verändern kannst, ist das Jetzt. So versuche, so oft wie möglich im Jetzt zu sein. Den Moment wahrzunehmen und zu genießen. Dann werden sich einige Dinge relativieren, die dich vielleicht belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Tagesrückblick vor dem Einschlafen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  Möglichkeit  bietet  auch  der  Tagesrückblick.  Kurz vor dem Einschlafen im Bett kannst du deinen Tag in Gedanken&lt;br /&gt;
Revue passieren lassen. Wenn Dinge geschehen sind, bei denen du gern anders reagiert hättest, dann stoppe kurz und nimm dir vor, beim nächsten Mal anders zu reagieren. Hadere nich mit dir. Sag dir einfach, du möchtest es anders machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konservieren von positiven Emotionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du bist in einer [[Asana]] (Körperübung). Du fühlst dich mutig, stark, flexibel. Lass dieses [[Gefühl]] stärker werden. Dann wird es auch im Alltag da sein. Du fühlst dich in der [[Yogastunde]] ganz entspannt. Eins mit dir. Zufrieden. Dann nimm dir einen Moment. Genieße diesen Zustand. Stell dir vor, du gibst diesen Zustand  in  ein  Gefäß.  Und  dieses  Gefäß  kannst  du  jederzeit wieder öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Negative Gedanken stoppen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine  gute  [[Möglichkeit]],  um  aus  negativen  Gedankenspiralen herauszukommen oder auch negative [[Gedanken]] und [[Emotionen]]  aufzulösen,  bietet  das  Wiederholen  von  Mantras,  z.  B.&lt;br /&gt;
OM, Om namah shivaya, Om shanti. [[Mantra|s]] sind spirituelle Worte, die du immer wieder im [[Geist]] oder laut wiederholen kannst.  Durch  ein [[Mantra]]  kannst  du  negative  [[Gedanken]]  ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yogische Ernährung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarisches  Essen  führt  zu  mehr  Herzöffnung.  Wenn  du Fleisch, Fisch, Tabak und Alkohol (vielleicht erst mal für einen bestimmten Zeitraum) weglässt, bekommst du einen ganz anderen Zugang zu dir und zu deiner [[Umwelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bei Stress oder Antriebslosigkeit handeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein Herz klopft? Du hast dich wieder geärgert oder bist wütend, obwohl du dir vorgenommen hast, das nicht mehr zu sein? Mache  dann  am  besten  die  Wechselatmung.  Die  Wechselatmung wirkt ausgleichend. Also wenn du müde bist, macht sie dich wach. Wenn du aufgekratzt bist oder negative [[Emotionen]] dich belasten, holt sie dich dort weg und wirkt entspannend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Sadhana]]&lt;br /&gt;
* [[Abhyasa]]&lt;br /&gt;
* [[Avastha Chatushtaya]]    &lt;br /&gt;
* [[Upeksha]]&lt;br /&gt;
* [[Gleichmut]]&lt;br /&gt;
* [[Tugend]]&lt;br /&gt;
* [[Shatsampat]]&lt;br /&gt;
* [[Samatva]]&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sadhana Chatushtaya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*  [http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;amp;url=search-alias%3Daps&amp;amp;field-keywords=k%C3%B6nigsweg+zur+gelassenheit Sukadev Bretz und Ulrike Schöber: Der Königsweg zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p68_Goettliche-Erkenntnis/ Swami Sivananda: Die göttliche Erkenntnis]&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Die Kraft der Gedanken&#039;&#039;; [[Mangalam Verlag|Books]]. ISBN 3-922477-94-1&lt;br /&gt;
* Swami Sivananda: &#039;&#039;Sadhana&#039;&#039;; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/gelassenheit-podcast/ Gelassenheits-Podcast vier Hörsendungen zur Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://yoga-meditation-blog.de/wordpress/category/der-konigsweg-zur-gelassenheit/?orderby=ID&amp;amp;order=ASC Gelassenheits-Podcast: Über 250 Hörsendungen zum Thema Gelassenheit]&lt;br /&gt;
* [http://mein.yoga-vidya.de/events/gelassenheit-entwickeln Gelassenheit entwickeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/ Meditation]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/meditation/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/ Schweigeseminare]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/schweigeseminare/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/ Asanas als besonderer Schwerpunkt]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/asanas-als-besonderer-schwerpunkt/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yoga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565430</id>
		<title>Vegan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565430"/>
		<updated>2016-10-11T19:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g [[Zucker]]&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales [[Öl]]&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g [[Sojajoghurt]] Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio [[Zitrone]]&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL [[Agar-Agar]] (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml [[Agavendicksaft]] (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL [[Agar-Agar]] und [[Rote Beete]] Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder [[Agavendicksaft]]&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio [[Zitrone]], davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften [[Joghurt]] mit Zitronensaft, Schale, [[Vanille]]&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die [[Sojacuisine]] dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.[[Sojacuisine]] und [[Agar-Agar]] in einem Topf zusammen aufkochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  köcheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße [[Sojasahne]] zu dem [[Joghurt]] geben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tortenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze [[Sojacuisine]], da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie [[Hafercousine|Hafer-]] oder [[Mandelcuisine]] tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  [[Agar-Agar]]  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565425</id>
		<title>Vegan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565425"/>
		<updated>2016-10-11T15:42:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g [[Zucker]]&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales [[Öl]]&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g [[Sojajoghurt]] Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio [[Zitrone]]&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL [[Agar-Agar]] (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml [[Agavendicksaft]] (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL [[Agar-Agar]] und [[Rote Beete]] Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL [[Zitronensaft]]&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder [[Agavendicksaft]]&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio [[Zitrone]], davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene [[Vanille]]&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften [[Joghurt]] mit Zitronensaft, Schale, [[Vanille]]&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die [[Sojacuisine]] dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.[[Sojacuisine]] und [[Agar-Agar]] in einem Topf zusammen auf-&lt;br /&gt;
kochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  kö-&lt;br /&gt;
cheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße [[Sojasahne]] zu dem [[Joghurt]] ge-&lt;br /&gt;
ben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tor-&lt;br /&gt;
tenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze [[Sojacuisine]], da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie [[Hafercousine|Hafer-]] oder [[Mandelcuisine]] tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  [[Agar-Agar]]  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565279</id>
		<title>Vegan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.yoga-vidya.de/index.php?title=Vegan&amp;diff=565279"/>
		<updated>2016-10-10T13:11:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anastasia12: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vegan&#039;&#039;&#039;: Rein Pflanzlich, ohne tierische Produkte. Adjektiv. Das Wort &#039;&#039;&#039;vegan&#039;&#039;&#039; geht auf den Engländer Donald Watson zurück. Dieser gründete im Jahr 1944 die Vegan Society als Abspaltung der englischen Vegetarian Society ([[Vegetarier]]-Gesellschaft). Im Deutschen spricht man auch manchmal von veganisch statt vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Himbeeren.Blume.Obst.Vegan.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was heißt vegan?==&lt;br /&gt;
Vegetarisch wie auch vegan hat zwei Herkunftsbegriffe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vegetus aus dem Lateinischen, zu deutsch lebendig, frisch, kraftvoll&lt;br /&gt;
* Vegetable aus dem Englischen, als Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Ernährung steht von der Wortbedeutung her für eine Ernährung, die auf Pflanzen beruht und lebendige Kraft gibt. Da aber viele Vegetarier auch [[Milch]] (&amp;quot;[[Lactovegetarier]]&amp;quot;) bzw. Eier ([[Ovolactovegetarier]]) zu sich nehmen, führte Donald Watson den Begriff &amp;quot;vegan&amp;quot; ein als rein pflanzliche Nahrung. Der Begriff besteht aus den ersten und letzten Buchstaben des Wortes &amp;quot;Vegetarian&amp;quot;, ist also ein recht modernes Kunstwort. &lt;br /&gt;
Watson sagte, dass er den Begriff gewählt hätte, weil „[[Veganismus]] mit [[Vegetarismus]] beginnt und ihn zu seinem logischen Ende führt“.[5]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal im Jahr 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ benannt. 1995 erweiterte die 9. Auflage des Concise Oxford Dictionary diese Definition wesentlich. Veganer ist demnach „a person who does not eat or use animal products“.Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv zum deutschen Wort [[Veganismus]] lautet vegan. In den deutschsprachigen Ländern wird vereinzelt auch das Adjektiv veganisch (als Ableitung aus Veganismus) gebildet. Der Duden kennt sowohl das Adjektiv vegan (definiert als: vegan leben) als auch die Nomen [[Veganer]] (strenger Vegetarier, der auf tierische Produkte in jeder Form verzichtet) und [[Veganerin]] als weibliche Form. Das Wort veganisch kommt nicht im Duden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multimedia==&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - Veganer Kartoffelsalat ===&lt;br /&gt;
Iss doch yogisch! Heiner bereitet einen Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise zu. Zutaten: 0,2 l Sojamilch 0,3 l Sonnenblumenöl 1 EL Agavendicksaft 2 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, Pfeffer,m 1 TL Senfmehl, 1 - 2 TL ayurvedisches Schwefelsalz, 1 Paprika, 1 Zucchini, 500 g Kartoffeln, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Dill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|zBuhj5ciASk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga Vidya Kochvideo - veganer Hawaiikuchen ===&lt;br /&gt;
Kai backt einen veganen Hawaiikuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teig: &lt;br /&gt;
*200g Mehl, &lt;br /&gt;
*1 TL Backpulver, &lt;br /&gt;
*150g Rohrohrzucker, &lt;br /&gt;
*1/2-1 TL Zimt, &lt;br /&gt;
*150g Möhren, &lt;br /&gt;
*50g Walnüsse, &lt;br /&gt;
*200g Ananas-Stücke, &lt;br /&gt;
*4 - 5 EL Öl, 100ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belag:&lt;br /&gt;
* 100 g weiche Margarine&lt;br /&gt;
* 100 g Puderzucker aus Vollrohrzucker&lt;br /&gt;
* 2 EL Kokoscreme (oder Kokosmilch)&lt;br /&gt;
* Etwas Vanille&lt;br /&gt;
* 50 g Kokosraspeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|s13_mEbeqUM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegan oder veganisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganisch bezeichnet eine Lebensweise, die auf tierische Produkte verzichtet und die von großem Respekt für Tiere gekennzeichnet ist. Allerdings spricht man im Deutschen eher von vegan als von veganisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vegane Erdbeertorte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rezept aus dem [https://www.yoga-vidya.de/fileadmin/download/pdf/Yoga-Vidya-Journal_Nr29.pdf Yoga Vidya Journal Nr.29], von Pashupati Grecco&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegan.Erdbeere.Torte.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese leckere und hübsche Erdbeertorte habe ich für unser Sommerfest in Bad Meinberg zubereitet. &lt;br /&gt;
Sie ist vermutlich die beliebteste Torte von allen, die ich hier gemacht habe. Optisch ist sie nicht von einer&lt;br /&gt;
normalen Erdbeertorte zu unterscheiden. Der Boden und die Creme sind leicht und locker, Vanille und&lt;br /&gt;
Zitrone in Verbindung mit dem Joghurt erinnern an den Geschmack von Quark oder Käsekuchen. &lt;br /&gt;
Auch ohne Vorkenntnisse kannst du dich an diesem Rezept versuchen, das Verzieren lernt man mit &lt;br /&gt;
der Zeit, einfach ausprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zutaten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(findet ihr im gut sortierten Biosupermarkt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
(für eine ø 26 cm Springform)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*200 g Mehl&lt;br /&gt;
*210 ml [[Wasser]], mit viel Kohlensäure (ungesüßt)&lt;br /&gt;
*115 g Zucker&lt;br /&gt;
*5 EL neutrales Öl&lt;br /&gt;
*½ Packung Backpulver&lt;br /&gt;
*Vanille-Zitronenquark&lt;br /&gt;
*500 g Sojajoghurt Natur&lt;br /&gt;
*125 ml Sojacuisine&lt;br /&gt;
*2-3 EL Zitronensaft&lt;br /&gt;
*½ Schale einer Bio Zitrone&lt;br /&gt;
*½ bis 1 TL gemahlene Vanille&lt;br /&gt;
*1 gestrichenen TL Agar- Agar (nicht mehr)&lt;br /&gt;
*mind. 50 ml Agavendicksaft (oder anderes Süßungsmittel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte selber abschmecken, wie süß ihr es möchtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerhaube====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*500 g [[Erdbeere]]n gewaschen und geviertelt&lt;br /&gt;
*1 Packung veganen Tortenguss Rot&lt;br /&gt;
*1 gestrichener TL Agar-Agar und Rote Beete Saft zum Färben&lt;br /&gt;
*2 EL Zitronensaft&lt;br /&gt;
*2-4 EL Zucker oder Agavendicksaft&lt;br /&gt;
*250 ml Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verzierung (optional)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Soja-Reis oder Kokos-Schlagcreme von Soyatoo (verwendbar wie normale Schlagsahne, siehe &lt;br /&gt;
Packungsanweisung)&lt;br /&gt;
*1-2 Packungen Sahnesteif&lt;br /&gt;
*½ Bio Zitrone, davon Schale&lt;br /&gt;
*1 Messerspitze gemahlene Vanille&lt;br /&gt;
*Zusätzliche Süße, wenn gewünscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zubereitung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tortenboden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Trockene Zutaten mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Flüssige  Zutaten  dazu  und  nur  so  viel  wie  nötig  rühren,&lt;br /&gt;
damit die Kohlensäure erhalten bleibt, jedoch sollten keine&lt;br /&gt;
Klumpen dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Springform mit Backpapier auslegen, Teig in die Form geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. 160° C 13 Min. im vorgeheizten Ofen, der Kuchen sollte&lt;br /&gt;
oben noch weich und hell bleiben, es sollte aber kein Teig&lt;br /&gt;
am Stäbchen kleben wenn man hineinsticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Auskühlen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ring öffnen und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen,&lt;br /&gt;
Backpapier entfernen und den Kuchen dann entweder auf&lt;br /&gt;
eine  schönes  Tablett  legen  oder  in  die  Form  zurück  und&lt;br /&gt;
den Ring darum spannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vanille-Zitronen „Quark“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Joghurt  in  trockenem  Handtuch  über  Nacht,  5  Stunden&lt;br /&gt;
lang abtropfen lassen, ich lege dazu das Handtuch in einen&lt;br /&gt;
Sieb und hänge diesen in eine Schüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Den abgetropften Joghurt mit Zitronensaft, Schale, Vanille&lt;br /&gt;
und eurem Süßungsmittel in eine Schüssel geben und mit&lt;br /&gt;
einem  Schneebesen  verrühren,  schon  mal  abschmecken,&lt;br /&gt;
es kommt aber noch die Sojacuisine dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.Sojacuisine und Agar-Agar in einem Topf zusammen auf-&lt;br /&gt;
kochen,  dabeibleiben  und  öfters  umrühren,  2-4  min  kö-&lt;br /&gt;
cheln lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.Jetzt sofort die noch heiße Sojasahne zu dem Joghurt ge-&lt;br /&gt;
ben und das ganze kräftig mit dem Schneebesen verrühren,&lt;br /&gt;
noch mal abschmecken und dann über den fertigen Tor-&lt;br /&gt;
tenboden geben, welcher in der Springform sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wichtig!&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich benutze Sojacuisine, da sie die Eigenschaft hat&lt;br /&gt;
zu  schäumen,  die  Luftblasen  werden  durch  das  Agar-Agar&lt;br /&gt;
eingeschlossen und verbleiben so in der ausgekühlten Creme,&lt;br /&gt;
was sie luftiger macht, Alternativen wie Hafer- oder Mandel-&lt;br /&gt;
cuisine tun das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erdbeerdecke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren vierteln und auf die Creme legen, falls sie leicht einsinken ist das gut Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten oder 100 ml  Wasser  mit  dem  Agar-Agar  aufkochen  und  2-4  Min. köcheln lassen, dann mit allen anderen Zutaten vermischen und über die Torte geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca. 30-60 Min. lang kalt stellen, dadurch kann die Torte noch  etwas  durchziehen  und  die  schnittfeste  Konsistenz erreichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genießen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==  &lt;br /&gt;
* [[Veganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarier]]&lt;br /&gt;
* [[Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
* [[Veganer]]&lt;br /&gt;
* [[Sattvige Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Gutes Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Essen]]&lt;br /&gt;
* [[Lichthorst Dresden‎]]&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Verdauung anregen]]&lt;br /&gt;
* [[Nahrung als Medikament]]&lt;br /&gt;
* [[Fleischverzicht‎]]&lt;br /&gt;
*[[Erdbeertorte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* [https://wiki.yoga-vidya.de/Peace_Food Rüdiger Dahlke, Peace Food]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1063_Das-Yoga-Kochbuch-vegan/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Yoga Vidya, Das Yoga-Kochbuch vegan]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p1118_Vegan---Vollwertig-geniessen/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Annette Heimroth, Brigitte Bornschein, Vegan - vollwertig genießen]&lt;br /&gt;
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p601_Vegetarisch-leben-von-Armin-Risi-und-Ronald-Zuerrer/&amp;amp;XTCsid=a793ba3e94d6e68c68e3244b0615a13f Armin Risi, Ronald Zuerrer, Vegetarisch leben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Vegetarisch Leben]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/yoga-ernaehrung// Einführung in die Yoga Ernährung]&lt;br /&gt;
* [https://www.yoga-vidya.de/vegetarisch-leben// Mehr über Yoga und Vegetarismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seminare==&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/ Kochseminare und Ausbildungen]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/kochkurs/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/ Ernährung]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;rss max=2&amp;gt;https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/ernaehrung/?type=2365&amp;lt;/rss&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogische Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veganismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anastasia12</name></author>
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