[[Datei:Meditation44 Frau Chinmudra.jpg|thumb|Eine Frau sitzt meditierend und macht das Chinmudra.]]
== Dhyana im Yoga Sutra von Patanjali ==''- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -'' '''Kommentar zum Yoga Sutra von Patanjali Kapitel 3, Vers 2''' Patanjali schreibt: ''tatra pratyaya-ikatānatā dhyānam'' Bilden die Bewusstseinsinhalte einen ununterbrochenen Strom, so ist das [[Dhyana]] – [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation].  === Drei verschiedene Intensitäten der Konzentration === * Wann bist du in [[Dharana]]? * Wann bist du in Dhyana? * Wann bist du in [[Samadhi]]? Wenn du dir vornimmst, deinen [[Geist]] auf einen bestimmten Ort zu halten, [[Desha]] Bandha, dann ist das [[Konzentration]]. Wenn du dabei so absorbiert bist, dass du keine anderen [[Gedanken]] hast, so ist das [[Meditation]]. Und wenn du das vertiefst, dann ist es [https://mein.yoga-vidya.de/video/samadhi-yvs114 Samadhi].  Also wenn du dich auf etwas konzentrierst, Dharana, und dann dein Geist in einen anderen [[Bewusstseinszustand]] hineintritt, so dass du an nichts anderes denkst, und so ein ununterbrochener Strom von Bewusstseinsinhalten ist, dann ist das Dhyana.  === Dhyana gleich Meditation ? === Dhyana wird ja meist mit „[https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/meditation/ Meditation]“ übersetzt. „Dhya“ aus Dhyana ist auch im Zen zum Beispiel „[[Zen]]“ geworden, Zen ist ja letztlich eine Umwandlung des Begriff Dhyana. Und tatsächlich wird in der Yoga Literatur oft als Dhyana einfach Meditation bezeichnet. Also der ganze Prozess der sitzenden Meditation wird auch gerne als Dhyana bezeichnet. Bei Patanjali bedeutet Dhyana etwas ganz spezielles. Wir würden sagen eine Stufe der Meditation. Nämlich die Stufe wo dein Geist so [[konzentriert]] wird, dass er absorbiert ist.  Aber das der Geist absorbiert ist, ist nicht nur einfach eine Steigerung der Konzentration, es ist im Empfinden auch etwas ganz anderes. Angenommen, zum Beispiel, du wiederholst ein [[Mantra]]. Du setzt dich erst hin für die Meditation, du atmest ein paar Mal, du sprichst ein [[Gebet]], dein Geist ist erhoben. Jetzt machst du dir bewusst: Ich will jetzt eintreten in das [[Bewusstsein]] des Mantras. Und dann wiederholst du das Mantra. Das ist Dharana.  Wenn sich das Mantra von selbst wiederholt, und du dich nicht bemühen musst, dann ist das Dhyana. Und dieser Dhyana Zustand ist so etwas wie ein [[Flow]]-Erlebnis. Vielleicht kennst du den Ausdruck Flow-Erlebnis aus der [[Psychologie]]. Und ich vermute sogar, dass dieser Psychologe Csikszentmihalyi das Yoga Sutra kannte, wie die meisten Psychologen, die sich tiefer mit Psychologie beschäftigt haben, dass er eventuell dieses Tana, was ja fließen heißt, aus dem Yoga Sutra genommen hat, um das dann Flow-Erlebnis zu bezeichnen. Es ist ein Zustand des [[Fließen]]s und der [[Freude]], es ist ein Zustand der [[Intensität]], es ist ein anderer Bewusstseinszustand. Es ist etwas ganz anderes ob du in Dharana bist oder in Dhyana. Dhyana: Voller [[Absorption]], viel Freude, Intensität.  Soweit zu Dhyana. Beim nächsten Mal geht es über Samadhi. Und kleine Aufgabe für das nächste Mal ist: Schaue, ob es dir öfters gelingt in Dhyana zu fallen. Die Intensität der Konzentration so zu stärken, dass dein Geist in einer anderen Bewusstseinsebene, die Absorption, hineingelangt. Probiere es. Es ist manchmal, im Moment der Konzentration die Frage sich einen letzten Impuls zu geben. Es ist wie ein Willens-Impuls, mit dem du in diesen Desha, diesen Ort der Konzentration noch tiefer hineingehst. Und dann wird es [[anstrengungslos]], dann bist du absorbiert, dann bist du in der Meditation. Probiere es aus.  === Video - Dhyana im Yoga Sutras von [[Patanjali]] ===
तत्र प्रत्ययैकतानता ध्यानम् || 3.2 ||
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Dhyana

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