===Die Rolle von Buddhi===
Der [[Mensch]] ist besonders gekennzeichnet durch [[Buddhi]], die [[Vernunft]], den freien [[Wille]]n. Der Mensch hat das [[Potenzial]] nicht einfach eine Reiz-Reaktions-Maschine zu sein, oder eine Gewohnheitsmaschine. Es gibt so viele Menschen, die, wenn man die richtigen Knöpfe drückt, vorhersehbar reagieren. Der Mensch hat aber die [[Fähigkeit]], das eben nicht zu machen. Du musst nicht sofort reagieren, wenn dich jemand schief anschaut, du musst nicht sofort etwas kaufen, nur weil du den Wunsch hast, du musst nicht sofort wegrennen, nur weil du vor etwas Angst hast. Du musst auch nicht das weiter machen, was du bisher machst, du kannst überlegen warum du es machst und was du machen könntest um dich [[spirituell ]] zu entwickeln, um [[Gutes ]] zu bewirken. Buddhi ist also der Schlüsselbegriff.
Der zweite Schlüsselbegriff ist [[Atman]], das höchste [[Selbst ]] und auch die [[Inspiration]]. Manchmal gilt es sich loszumachen, zu öffnen und um [[Führung ]] zu bitten, Inspiration zu bekommen. Dann brauchst du aber wieder die Buddhi, die das interpretiert und schaut, wie du damit umgehst.Die Buddhi kann [[Einfluss ]] haben auf [[Manas]], dein [[Denken ]] und [[Fühlen]].
*Mit der Buddhi kannst du [[Einfluss ]] nehmen auf dein [[Chitta]], dein [[Unterbewusstsein]]. Du kannst deine [[Vasanas ]] verändern, du kannst deine [[Samskaras ]] verändern. *Mit der Buddhi kannst du auch dein [[Ahamkara]], also dein [[Ich]]-Gefühl, deine [[Identifikation ]] bewusst machen und dich dann davon lösen.
*Mit der Buddhi kannst du entscheiden, was du tun willst und wie du das interpretierst, was kommt.
*Mit der Buddhi kannst du auch sagen, dass du bewusst positive Gedanken [[Gedanke]]n haben willst. Du kannst auch sagen, dass du dich von den Gedanken, die aus der Gedankenwelt kommen, nicht beeinflussen lassen willst.
====Ein Beispiel====
Da ist etwas in meiner Hand, wenn du diese Ausführungen als Video sehen würdest, wie ich etwas in meiner Hand halte, würde sich der Kameramann bemühen, das etwas näher zu zeigen und vermutlich würde es weiterhin etwas undeutlich bleiben. Daran kann man aufzeigen, wie der menschliche Geist funktioniert. Du würdest in dem Video also sehen, wie ich mich nach dem Gegenstand bücken würde, du hast also etwas gesehen, die Jnana Indriyas haben eine Information gegeben, du weißt nicht was es ist. Dann wird die Frage ans Unterbewusstsein gegeben werden, i.S.v. was wird da getan, gab es schon einmal eine ähnliche Situation. Dann wird mit der Kamera näher rangezoomt, dann kannst du schauen, ob man es besser erkennen kannst, vielleicht denkst du, es könnte ein Teppichfusel sein, vielleicht siehst du, dass da etwas grün dabei ist, vielleicht ist es ein Stück Blatt. [[Buddhi ]] analysiert was es sein könnte, greift auf das [[Wissen ]] von [[Chitta ]] ([[Unterbewusstsein]]) zurück und entscheidet entweder, dass es nicht herauszufinden ist, dass zu wenige Informationen da sind oder vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass es etwas dieses oder jenes sein könnte, z.B. ein Teppichfusel mit einem Stück grünem Blatt.
Dann sagt [[Ahamkara]], welches nun ins Spiel kommt: „Ich weiß, dass es ein Teppichfusel mit einem grünen Blatt ist“. Dann sage ich, dass der Teil vom Teppichfusel korrekt ist, aber dass es kein grünes Blatt von der [[Pflanze ]] ist, sondern ein Stück von einem grünen Papier. Wenn du dies selbst vielleicht zuvor gewusst hast, zuvor gedacht hast, dann würdest du dich großartig fühlen, obgleich es keiner weiß und niemand dich dafür lobt. Das Ego, Ahamkara, will nämlich Bestätigung finden. Angenommen, du hast etwas anderes gedacht, vielleicht weißt du es ist März und es könnte ein Stück von einer Tulpe o.ä. sein, dann bist du vielleicht leicht enttäuscht. Natürlich nur leicht, denn es kommt ja hier auf nichts an. Das Ego identifiziert sich mit dem, was denkt und fühlt und noch mehr mit dem, was man sagt und tut. Ego will Bestätigung haben.
Das [[Ego]], Ahamkara, will nämlich [[Bestätigung]] finden. Angenommen, du hast etwas anderes gedacht, vielleicht weißt du es ist [[März]] und es könnte ein Stück von einer Tulpe oder Ähnliches sein, dann bist du vielleicht leicht enttäuscht. Natürlich nur leicht, denn es kommt ja hier auf nichts an. Das Ego identifiziert sich mit dem, was denkt und fühlt und noch mehr mit dem, was man sagt und tut. Ego will Bestätigung haben. Vielleicht kommt, während du all dies liest, etwas in dein [[Chitta]], so dass du an Blumen denkst, vielleicht weil dir durch den aktuellen Monat, die aktuelle Jahreszeit diese [[Idee ]] aus dem [[Unterbewusstsein ]] kommt. Diese Ideen gehen ins [[Manas]], Buddhi kommt ins Spiel und sagt: „Ja, es wäre gut Blumen zu kaufen“, [[Ahamkara ]] sagt: „Ich will Blumen haben“. Danach kommt noch Buddhi ins [[Spiel ]] und sagt „Wie kriegt man sie am besten?“, du wirst überlegen, wo es den nächsten Blumenladen gibt, wie du dorthin gelangst usw. Buddhi ist dann also auch die praktische [[Vernunft ]] und die praktische Weise, wie man etwas umsetzt. Aber dann könnte Buddhi auch sagen, dass Blumen eher in der [[Natur ]] schön sind, und sich für einen Spaziergang entscheiden und da die Blumen genießen, ohne etwas kaufen zu müssen.
===Anregungen===
Das Modell des Geistes [[Geist]]es hat also viele verschiedene Aspekte[[Aspekt]]e. Es ist ratsam sich damit etwas zu beschäftigen: Nimm wahr, dass du etwas wahrnimmst, dass dabei unterbewusste Eindrücke kommen, dass du dich damit identifizierst und dass die [[Buddhi ]], dann entscheiden kann, was es ist und dass die Buddhi [[Einfluss ]] nehmen kann auf das, was du dabei fühlst und dass du einen [[Moment ]] hast, wo du überlegen kannst, ob du das tun willst oder nicht. Die [[Freiheit ]] ist in Buddhi.
Eine weitere [[Empfehlung ]] ist: Nutze deine Gedanken [[Gedanke]]n positiv. Nimm dir vor Gedanken des Friedens [[Frieden]]s zu schicken, vielleicht sogar jeden Morgen , wenn du aufwachst, bevor du einschläfst, in jedem Fall vor und nach deiner [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation ] und [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga Praxis]. Schick positive Gedanken in die [[Welt ]] hinein. Umgekehrt kannst du überlegen, dass, wenn Gedanken in dich hineinkommen, : ob das wirklich deine eigenen Gedanken sind, oder ob du Gedanken von anderen aufgreifst und ob du dich davon beeinflussen lassen willst.
Und wenn dein [[Geist ]] irgendwann sagt: „Das will ich haben!“, dann sage nicht „Ich will es haben“, sondern du kannst sagen: „Da ist ein [[Wunsch im Geist“]] in meinem [[Geist]]“. Unterbrich die [[Identifikation ]] von [[Ahamkara ]] mit den Wünschen[[Wünsche]]n, die in [[Manas ]] hineingekommen sind, indem du mit deiner [[Buddhi ]] sagst: „Da ist ein [[Wunsch ]] in meinem Geist“ [[Geist]]“ und nicht „Ich will…“, denn nicht du willst, sondern es ist ein Wunsch aus dem [[Unterbewusstsein]], vielleicht angeregt durch [[Erfahrung]], manifestiert in [[Manas ]] und [[Ahamkara ]] identifiziert sich damit. Nicht du hast den Wunsch, sondern da ist ein Wunsch. Noch weniger wünschst du das, sondern da ist ein [[Wunsch ]] da.
Du kannst auch bewusst entscheiden, welche Inhalte du in [[Manas ]] haben willst, du kannst auch entscheiden, was du anschaust um dich diesen [[Jnana Indriya ]] Eindrücken auszusetzen. Wenn du merkst, da sind Gedanken , in deinem [[Geist]], die nicht so schön sind, dann ersetze sie durch andere. Und wenn Wenn du feststellst, dass bestimmte Dinge, die du tust oder wahrnimmst, einen [[Einfluss ]] auf deinen Geist haben, der nicht so schön ist, dann überlege was du stattdessen tun könntest, welchen Eindrücken du dich stattdessen aussetzen könntest.
Öffne dich auch öfters mal zu [[Atman ]] zur [[Inspiration, nimm ]]. Nimm das [[Spiel ]] deines Geistes [[Geist]]es war, die Gedanken und Gefühle [[Gefühl]]e in Manas, das [[Unterbewusstsein]], das dort hinein spielt, die Identifikationen[[Identifikation]]en, die Reiz-Reaktions-Ketten. Sei dir über den [[Einfluss ]] der Gedankenwelten bewusst. Nutze die Einflussnahme auf die Gedankenwelt und nutze deine [[Buddhi ]] um deinen Geist, deine Psyche, deine Gedanken und das, was du tust, zu gestalten. In der nächsten [[Lektion ]] folgen noch ein paar mehr Tipps wie du deine Gedankenkraft einsetzen kannst um [[Gutes ]] zu bewirken.
Hinweis auf drei Bücher, wo noch mehr darüber erfahren werden kann, wie der [[Geist ]] funktioniert und wie du mit der [[Kraft ]] deines Geistes arbeiten kannst:*„Die Yogaweisheit des [[Patanjali ]] für Menschen von heute“ – [[Sukadev Bretz]]*„Der Königsweg zur Gelassenheit“ [[Gelassenheit]]“ - Sukadev Bretz*„Gedankenkraft „[[Gedankenkraft]] und positives Denken“ – [[Swami Sivananda]].
==Modell des Menschlichen Geistes, der menschlichen Psyche (Antahkarana)==
*3. [[Buddhi]] (Intellekt, Vernunft, Wille),
*4. [[Ahamkara]] ([[Ich]] – Macher, [[Ego]])
 
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==Siehe auch==
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