===Kein Grund zu Sorge - wir sind bereits das universelle Bewusstsein===
Auch wenn wir auf den höheren Stufen angelangt sind, hören die anderen Yogawege nicht auf. Sie bedingen, durchdringen und entfalten sich gegenseitig. Wenn wir eine universelle Sichtweise einnehmen, gibt es diese zeitliche evolutionäre oder involutionäre Leiter gar nicht, denn letztlich gibt es nichts zu erreichen, da wir das universelle [[Bewusstsein]] bereits sind. So brauchst du dir keine [[Sorgen]] zu machen, falls dein [[Einstieg]] [[Jnana Yoga]] oder [[Raja Yoga]] ist und du vielleicht darüber zu [[Hatha Yoga]], [[Karma Yog]]a und/oder [[Bhakti Yoga]] gelangst. [[Swami Sivananda]] betonte stets: Tue von allem etwas, von allem ein wenig, aber tue es regelmäßig und ununterbrochen. Das ist ganzheitlicher [[Yoga]].
 
==Ernährung und Spiritualität==
'''Ein Artikel Marjolein Grislo, aus dem Yoga Vidya Journal Nr.34 - Sommer 2017'''
 
Seit 2 Jahren beschäftige ich mich mit dem Einfluss, die Ernährung auf meine spirituelle Entwicklung hat. Immer besser spüre ich das Schwingungsniveau der Ernährung und fühle
wie manche Nahrung eine sehr verdichtende oder toxische Auswirkung hat. Sie macht trüb, wo andere Nahrung mich leicht macht und öffnet.
 
===Energie der Nahrungsmittel===
Ich spüre auch oft die Energie, die manche Nahrungsmittel enthalten. Energie, die z.B. bei der Zubereitung auf die Nahrung übertragen wird, je nachdem, ob das Essen mit Liebe und Achtsamkeit zubereitet wird. Wenn die Nahrung eine schlechte Energie hat, bekomme ich oft allergische Reaktionen. Dann schwillt die Schleimhaut von Mund, Kehle und Rachen an oder ich bekomme Jucken und Verdauungsbeschwerden.
 
Auch alte, verkochte, energielose Nahrung tut mir nicht gut. Je mehr ich mich dafür öffne, umso schneller bemerke ich, ob die Nahrung mir gut tut oder ob ich sie besser nicht essen sollte.
 
Früher als Kind war ich übergewichtig, aber seit ich mich mit Spiritualität und Nahrung auseinandersetze, ist das nicht mehr der Fall. Als Kind konnte ich immer essen, ich war immer hungrig, eine richtige Naschkatze. Das hat sich aber geändert, denn ich bemerke, je mehr Yoga ich mache und je mehr ich mich mit Spiritualität auseinandersetze desto weniger Nahrung benötige ich. Ich ernähre mich vegan und bin jetzt auch wieder auf dem Weg mehr Rohkost zu essen (ich war auch schon ein Jahr Rohkostlerin).
 
===Essen als Ersatz für unerfüllte Bedürfnisse===
Mir ist jetzt klar geworden, dass das Essen früher ein Ersatz für ein anderes unerfülltes Bedürfnis war (so wie bei vielen Menschen)- das Bedürfnis nach etwas Wesentlichem, etwas Tieferen. Ich hatte Hunger nach mehr, wusste aber nicht nach was. Spiritualität gibt mir diese Nahrung, füllt das Loch, stillt den Hunger. Essen ist nicht mehr so relevant und wird immer weniger relevant.
 
Wenn ich mich auf Grund äußerer Umstände (z.B. zu viel Arbeit) weniger mit Yoga und Spiritualität beschäftigen kann als ich möchte und mir gut tut, bemerke ich, dass ich aus dem Gleichgewicht gerate, wieder mehr Hunger habe und mehr esse. Ich bekomme wieder Lust auf Kaffee und auf Süssigkeiten, was ich sonst nicht mehr habe. Aber wenn ich das dann zu mir nehme, schmeckt es mir gar nicht, ich spucke es oft wieder aus. Denn es ist nicht die Nahrung, die ich brauche, die meine Seele braucht.
 
Manchmal merke ich, dass ich hungrig bin, obwohl ich keine Lust habe auf Essen. Ich möchte dann gar nicht essen, aber doch ist da ein Gefühl von “Hunger”. Es ist aber ein “Hunger” nach etwas Wesentlichen, Tieferen. Ein Hunger nach seeli-
scher Nahrung.
 
===Nahrung für die Seele===
Ich glaube, dass das für viele Menschen heutzutage genau so zutrifft wie für mich. Viele Menschen versuchen mit dem Essen ein Loch zu füllen. Aber da Essen nicht die richtige Nahrung ist, nicht die, nach der wir tief im Inneren suchen und die, die wir brauchen, sind wir nie satt. Der Hunger bleibt, was dazu führt, dass man weiter isst, obwohl es vielleicht gar nicht schmeckt. Aber da wir uns nicht bewusst sind, was wir wirklich brauchen, nämlich Nahrung für die Seele, machen wir so weiter, was leider oft zu körperlichen aber auch psychischen Beschwerden führt. Denn wenn wir uns nicht auf die richtige Art und Weise ernähren, ruft die Seele weiter nach
“Nahrung”. Wir vernachlässigen uns selbst und tun uns selbst nichts Gutes, indem wir uns nicht die Zeit und Ruhe gönnen, auf unser Bauchgefühl, auf unser Herz zu hören und uns das geben, was wir brauchen.
 
Es ist in dieser Welt aber leider nicht einfach, sich den eigenen Gefühlen und inneren Wünschen zu öffnen, da die Gesellschaft heutzutage geprägt ist von Leistungsdruck, Karriere, Geld, Stress, Materialismus, usw. Gefühle kann man dabei weniger gut brauchen.
 
Es macht vielen Menschen Angst sich den Gefühlen zu öffnen, Angst davor, was das alles auslösen kann. Viele haben sich absichtlich für ihre Gefühle verschlossen, damit sie bestehen bleiben können in dieser Gesellschaft und mitmachen können. Und dementsprechend haben wir unsere Nahrung darauf eingerichtet; das heißt also viele Aufputschmittel wie Kaffee und Energiedrinks, Süßigkeiten, Fastfood, Tabak, Alkohol, usw. Nur damit wir allen Erwartungen entsprechen können, denn sonst ist es kaum möglich, alles zu schaffen, was von einem verlangt wird. Aber wenn du dich selbst liebst und dir und deiner Seele etwas Gutes tun willst und du dich traust, dann öffne dich deinem Herzen. Höre was es zu dir sagt und nähre es auf die richtige Art und Weise, mit seelischer Nahrung, damit dein inneres Loch gefüllt ist und du dich wohler fühlst im Körper und im Geist.
 
Seit mir bewusst ist, wonach mein Herz und meine Seele sich sehnen, habe ich mich dafür entschieden, von jetzt an nur noch den spirituellen Weg und den Yogaweg zu gehen. Denn ich möchte mich nur noch auf die für mich richtige Art und Weise ernähren. Ich möchte mir die Nahrung geben, die mein Geist und meine Seele brauchen: Liebe Wärme, Positivität, anstatt mich voll zu stopfen mit “Füllmittel”.
 
===Über die Autorin===
Marjolein Grislo stammt aus dem Norden Hollands. Sie wurde in den letzten 4 Jahren quer durch Holland und Deutschland geführt und letztendlich zu Yoga Vidya an der Nordsee. Seit Februar 2017 leitet sie dort die Küche. Sie praktiziert seit 7 Jahren leidenschaftlich Yoga und beschäftigt sich seitdem auch mit spiritualität und dem Einfluss, die Ernährung auf Körper, Geist und Seele hat. Sie ist immer wieder erstaunt über den Zusammenhang psychischer und körperlicher Blockaden und wie Yoga und die richtige Ernährung ihre spirituelle Entwicklung unterstützt.
== Siehe auch ==
Änderungen – Yogawiki

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Spiritualität

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