Reichtum bezieht sich auf materielle und nicht materielle Güter, wobei das allgemeine Verständnis den materiellen Besitz hervorhebt. Doch wann ist man reich? Es gibt in unserer materialistischen [[Zeit]] Statistiken und Institute, die diese Grenzen genau zu bestimmen versuchen und dazu Vergleiche und Analysen anstellen. Aus der spirituellen Sicht ist Reichtum am besten zu definieren nach dem Spruch: reich ist man, wenn man in Fülle lebt (die Umkehrung von: arm ist man, solange man nicht genug hat). Folgt man dem Gedanken weiter, kommt man zu der Erkenntnis, dass sich wahrer Reichtum nur im Geistigen finden lässt. Denn auch ein Milliardär wird bedürftig sein, ein Getriebener seiner Wünsche, wenn er nicht im Geistigen verankert ist. Dagegen kann ein [[Yogi]] [[Meister]] komplett besitzlos sein, hat aber keinen Wunsch offen, weil sein Bewusstsein sich mit allem verbunden fühlt und er in Fülle lebt. Reichtum ist noch mehr als Armut (denn hier gibt es wirklich ein Maß, dass existenziell bedrohlich ist) ein geistiges Phänomen, wenngleich die allgemeine gesellschaftliche Sichtweise eine andere ist.
 
Nach Sivananda, Jesus und vielen andern spirituellen Lehrern ist Reichtum aber auch eine Bürde für die Transformation, gemäß des Ausspruchs von Jesus: „Es kommt eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel.“ Es ist sehr schwer reich zu sein und nicht dadurch stärker an die materielle Welt gebunden zu werden. Man mag sich intellektuell alle Argumente zurechtlegen, dass der Besitz einen nicht angehaftet macht, dennoch durchdringt er meist unser Denken und unser Bewusstsein. Reichtum schafft für gewöhnlich ein Poster, auf dem man seine Bequemlichkeit kultivieren kann und die Abgründe und Härten des Lebens gemildert werden. Doch sind es gerade diese, die den Menschen zur totalen [[Hingabe]] treiben.
 
 
==Siehe auch==
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Reichtum

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