'''Gejagtheit''' - Überlegungen und Tipps als praktische Lebenshilfe. Gejagtheit bezeichnet einen Zustand von innerer [[Unruhe]], von Eile und [[Rastlosigkeit]]. Gejagtheit bedeutet, dass man sich nicht selbst als Herr der Dinge fühlt, sondern dass man von den Dingen gejagt wird. Wenn das innere [[Gefühl ]] der Gejagtheit länger anhält, kann es bis ins [https://www.yoga-vidya.de/yoga-psychologie/einsatzbereiche/beschwerdebilder/burnout-stress/ Burnout], in die [[Verzweiflung ]] führen. Eine kurzfristige Phase der inneren Gejagtheit kann aber auch Energien frei setzen, dazu führen, dass man intensiv tätig wird. Man kann sich gejagt fühlen von äußeren Faktoren, von anderen Menschen oder von inneren Vorstellungen. Wenn Dinge sich schnell ändern und sich so entwickeln, dass sie bedrohlich erscheinen, kann man innerlich Gejagtheit empfinden. Man kann nicht aktiv gestalten, sondern muss ständig neu reagieren, ausweichen. Wenn andere Menschen einem bewusst schaden wollen, auf Schwächen warten oder jede Handlung kritisieren oder dagegen angehen, dann kommt man schnell in das Gefühl der Gejagtheit. Dabei kommt es darauf an, was man innerlich empfindet, nicht was objektiv passiert. Man kann sich auch von den eigenen Gedanken gejagt fühlen. Wenn man über einen gewissen Zeitraum unter einem Gefühl der Gejagtheit leidet, dann sollte man einen Moment innehalten und überlegen, wie man wieder in den Zustand der inneren Ruhe, des Vertrauens, der Selbstverantwortung, der Selbstwirksamkeit kommt. 
[[Datei:Gelassenheit2.jpg|thumb|[[Gelassenheit]] ist ein Gegenpol zu Gejagtheit]]
 
Eine kurzfristige Phase der inneren Gejagtheit kann aber auch [[Energie]]n frei setzen, dazu führen, dass man intensiv tätig wird. Man kann sich gejagt fühlen von äußeren Faktoren, von anderen Menschen oder von inneren Vorstellungen. Wenn Dinge sich schnell ändern und sich so entwickeln, dass sie bedrohlich erscheinen, kann man innerlich Gejagtheit empfinden. Man kann nicht aktiv gestalten, sondern muss ständig neu reagieren, ausweichen. Wenn andere Menschen einem bewusst schaden wollen, auf Schwächen warten oder jede Handlung kritisieren oder dagegen angehen, dann kommt man schnell in das Gefühl der Gejagtheit. Dabei kommt es darauf an, was man innerlich empfindet, nicht was objektiv passiert. Man kann sich auch von den eigenen [[Gedanken]] gejagt fühlen. Wenn man über einen gewissen Zeitraum unter einem Gefühl der Gejagtheit leidet, dann sollte man einen Moment innehalten und überlegen, wie man wieder in den Zustand der inneren [[Ruhe]], des [[Vertrauen]]s, der Selbstverantwortung, der Selbstwirksamkeit kommt.
 
==Umgang mit Gejagtheit anderer==
Manche Menschen fühlen sich gejagt, sie fühlen sich getrieben. Sie fühlen sich nicht als Herr in ihrem Hause. Sie fühlen [[Ohnmacht]] und das kann zu Schwierigkeiten führen. Eine Definition von krankhaftem [[Stress]] ist ja erlernte [[Hilflosigkeit]]. Wer sich gejagt fühlt, fühlt sich manchmal hilflos.
 
Wenn man sich gejagt fühlt, kann man ja noch wegrennen und wegrennen ist ja immerhin noch etwas. Wenn man sich gejagt fühlt, in die Enge getrieben fühlt und nichts mehr machen kann, dann sind wir in einem sehr großen Stress.
 
Wenn Menschen sich gejagt fühlen, wenn sie sich getrieben fühlen, dann gibt es verschiedenes, was Du machen kannst.
Das eine wäre, Ihnen zuzuhören. Wenn Menschen einem anderen ihr [[Leid]] klagen, wenn sie einem anderen erzählen können, dann kommt ihre eigene [[Kreativität]], ihre eigene [[Intelligenz]] hin und dann merken sie plötzlich, sie können doch etwas tun.
Menschen einfach zuzuhören ist oft am besten. Wenn Du einem Gejagten gleich Ratschläge gibst, dann fühlt er sich nicht verstanden. Zunächst gilt es, jemandem zuzuhören, danach wäre der zweiten Schritt, ihn zu sagen, was man gehört hat und ihn zu fragen, ob man richtig verstanden hat.
Im dritten Schritt kann man schauen, ob man dem Menschen ein paar Auswege zeigen kann. Man kann ihn fragen: Du fühlst Dich gejagt? Habe ich das richtig verstanden? - Ja. Du fühlst Dich getrieben? - Ja. Du findest keinen Ausweg? - Ja.
Dann kann man den anderen fragen: Gibt es nicht vielleicht doch einen Ausweg, welche Möglichkeiten hättest Du?
Eventuell kann man sagen: Wenn Du mich fragen würdest, ich würde evtl. noch folgende Möglichkeiten sehen, hast Du die schon mal in Betracht gezogen?
 
Auf diese Weise kann man den Menschen Alternativen zeigen und dann wird er vielleicht sehen: Ah, es gibt Alternativen, die ich tun kann.
Dann kann er wieder in die Handlungskompetenz kommen, er kann wieder in die Wirkmächtigkeit und ins [[Selbstbewusstsein]] kommen.
Eventuell kannst Du auch versuchen, dem Menschen ein [[Schicksalsvertrauen]] zu vermitteln. Du kannst sagen: Ja, Du bist da jetzt hilflos, Du bist da jetzt gejagt und getrieben und es scheint, als ob du selbst nichts machen kannst.
Aber ich bin überzeugt davon, von einem yogischen Standpunkt aus, dass [[Schicksal]] einen [[Sinn]] und eine [[Chance]] hat. Egal, wie es ausgeht, Du wirst davon wachsen und lernen.
Das wäre eine denkbare Überlegung vom Standpunkt des [[Karma]]s aus.
 
Aber bevor du anderen Menschen gleich Ratschläge gibst, hör ihnen erstmal zu, frage sie, ob du es richtig verstanden hast und als drittes, frag sie, ob sie sehen, was sie noch machen könnten, was die Konsequenz sein könnte und dann kannst du evtl. den ein oder anderen Tipp geben. Manchmal hilft das.
Manchmal hast du nicht die Zeit für all das. Manchmal musst du einen Menschen einfach unterstützen, manchmal musst du sagen: Ich werde Dir helfen, du kannst auf mich bauen.
Und manchmal wird jemand wegrennen vor jemand anderem und du hälst den Verfolger auf. Manchmal ist auch das notwendig.
 
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== Gejagtheit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen==
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Gejagtheit

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