Über [[Karma Yoga]] können wir unsere [[Anhaftung]]en an das, was wir mögen bzw. nicht mögen, unser [[Verlangen]] und unsere [[Abneigung]] überwinden. Unser [[Gemüt]] wird subtiler gemacht. Wir lernen unsere [[Sinne]] zu beherrschen. Es entsteht der innere [[Drang]], aus dieser [[Gebundenheit]], die sich in [[Leid]] äußert, auszubrechen und das [[Wissen]] darüber, was wirklich wert ist zu suchen.
[[Bhakti Yoga]] fördert diesen Prozess ebenfalls und verwandelt den [[Drang]] und [[Wunsch]] aus dem [[Leid]] nach [[Glück]] in eine innere [[Sehnsucht]] nach [[Einheit]]. Wir geben unsere ganze [[Liebe ]] und [[Hingabe ]] in das [[Dienen ]] hinein und es entsteht der echte [[Wunsch ]] nach [[Befreiung]]. Durch die [[Entwicklung ]] und [[Praxis ]] der [[Hingabe ]] und des Darbringens [[Darbringen]]s von allem an das Göttliche oder Überbewusste können wir unser [[Gemüt]], unseren [[Geist ]] immer weiter sublimieren. Getrieben durch den [[Wunsch]], uns vom [[Leid ]] zu befreien und [[Freiheit ]] zu erlangen, beginnen wir, uns aktiv zu bemühen. Dies entspricht der Feuerenergie [[FeuerFeuerenergie]] und dem [[Sinn ]] des Sehens[[Sehen]]s. Wir entwickeln [[Enthusiasmus ]] und [[Willensstärke]], nutzen diese aktiv und sehen alles zunehmend mit dem Herzen[[Herz]]en.
Nun kommt [[Raja Yoga ]] mehr und mehr ins [[Spiel ]] mit aktiven Techniken, um unseren [[Geist ]] (Gedanken[[Gedanke]]n, Emotionen[[Emotion]]en, [[Psyche ]] – also das [[Gemüt]]) zu beherrschen. Es geschieht ein [[Ausdünnen]] unserer mentalen [[Konditionierung]]. Wir bekommen mehr [[Verständnis]], sehen klarer, zum [[Beispiel ]] unsere [[Swarupa ]] (eigene Wesensnatur) und unser [[Swadharma ]] (eigene [[Pflicht]], die ausder eigenen Wesensnatur entsteht).
Bis hier handeln wir aus dem [[Leiden ]] heraus. Die [[Motivation ]] ist der [[Wunsch]], dieses Leiden [[Leid]]en zu überwinden. Die meisten Menschen [[Mensch]]en bewegen sich auf diesen Ebenen auf und ab bzw. hin und her. Wenn wir [[Hatha Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Bhakti Yoga ]] und [[Raja Yoga ]] ununterbrochen und stetig praktizieren, werden wir unser [[Wissen ]] aus uns [[selbst ]] heraus anreichern. Und auch wenn wir augenscheinlich mehrmals an den gleichen Punkt gelangen, dann mit erweitertem [[Blickwinkel ]] und [[Wissen]]. Deshalb wird der spirituelle [[spirituell]]e Weg oft durch eine Spirale symbolisiert.
Wenn reines [[Wissen ]] dämmert, dann erreichen wir einen Punkt, an dem reines [[Wissen ]] aufzusteigen beginnt. Hier beginnt der Weg des [[Jnana Yoga]]. Ab hier sind wir im [[Gleichgewicht]], in [[Gleichmut]], denn wir haben unser [[Gemüt ]] sublimiert. Dies ist gekennzeichnet durch einen Zustand völliger [[Nichtanhaftung]], unkonditionierter [[Sicht]], fester [[Verankerung ]] in der [[Wahrheit]]. Das geht einher mit der [[Entstehung ]] von wahrem [[Mitgefühl]], universeller [[Liebe ]] und [[Ananda ]] ([[Wonne]], unbedingte [[Freude]]). Das Göttliche wird in allen und allem gesehen. Wie ein universelles [[Fühlen]]. (In der [[Entsprechung ]] verbunden mit dem [[Luftelement ]] und dem [[Sinn ]] [[Fühlen]].) Ab hier ist die [[Motivation ]] nicht mehr [[Leid]], sondern allein die [[Sehnsucht ]] nach [[Einheit]].
Dieses nun schon weit erwachte [[Bewusstsein ]] dehnt sich weiter aus ([[Entsprechung]]: [[Ätherelement]], [[Raum]], [[Hören]]). Die [[Sicht ]] des Wirklichen wird gestärkt, die Sicht des Unwirklichen (Relativen, Vergänglichen) immer mehr geschwächt. So kommen wir in das [[Bewusstsein ]] reinen Seins [[Sein]]s ([[Sat]]). Das [[Wissen ]] wird klarer und klarer und dehnt sich in den kosmischen [[Raum ]] aus. Wir erfahren reines [[Wissen ]] ([[Chid]]). Schließlich erreichen wir das vollständige [[Aufgehen ]] im universellen [[Bewusstsein]]. Das universelle [[Bewusstsein ]] wird sich aus sich [[selbst ]] heraus bewusst, dass es universelles reines [[Bewusstsein ]] ist.
Auch wenn wir auf den höheren Stufen angelangt sind, hören die anderen Yogawege nicht auf. Sie bedingen, durchdringen und entfalten sich gegenseitig. Wenn wir eine universelle Sichtweise einnehmen, gibt es diese zeitliche evolutionäre oder involutionäre Leiter gar nicht, denn letztlich gibt es nichts zu erreichen, da wir das universelle [[Bewusstsein ]] bereits sind. So brauchst du dir keine [[Sorgen ]] zu machen, falls dein [[Einstieg ]] [[Jnana Yoga ]] oder [[Raja Yoga ]] ist und du vielleicht darüber zu [[Hatha Yoga]], [[Karma Yoga Yog]]a und/oder [[Bhakti Yoga ]] gelangst. [[Swami Sivananda ]] betonte stets: Tue von allem etwas, von allem ein wenig, aber tue es regelmäßig und ununterbrochen. Das ist ganzheitlicher [[Yoga]].
== Siehe auch ==
Änderungen – Yogawiki

Änderungen

Wechseln zu: Navigation, Suche

Spiritualität

409 Byte hinzugefügt, 12:34, 21. Jul. 2016
Der spirituelle Weg - Aus der Sicth der Evolution bzw, Involution
3.595
Bearbeitungen

Navigationsmenü