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==Übungen der Meditation==
Von [[Swami Sivananda]]
 
[[Konzentration]] ist das Festlegen der Gedanken auf einen Punkt.
In der Yoga-Philosophie heißt dies [[Dharana]]. Konzentration ist
Sammlung der Gedanken. Dieser Zustand, der die [[Kraft]] hat, die
Denkfähigkeiten auf einen geeigneten und rechten Gegenstand
zu lenken, ohne daß sie umherwandern und schweifen, heißt
Konzentration.''' Die [[Meditation]] folgt der [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Konzentration].''' Bei ihr ist nur ein Gedanke in ständigem Fluß.
 
Du mußt die Übung der Meditation regelmäßig ausführen
und dich täglich am Morgen und Abend zur gleichen Stunde'
hinsetzen . Die Stimmung der Meditation oder das sattvahafte
[[Bhava]] wird sich von allein einstellen, ohne daß besondere Anstrengung gefordert wird. Du mußt immer am gleichen Ort, im gleichen Zimmer sitzen. Ohne Regelmäßigkeit ist [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation]
nicht möglich. Sie kann zu schnellem Fortschritt und großem Erfolg fUhren. Aber auch wenn du keinen greifbaren Erfolg siehst,
mußt du mit Ernst, Geduld und Ausdauer weiter in dieser
Übung fortfahren. Nach einiger Zeit wird dich starker Erfolg
krönen. Dies ist ohne [[Zweifel]]. Du darfst unter keinen Umständen, selbst nicht bei Krankheit, auch nur einen Tag aufhören.
 
Meditation ist das beste Stärkungsmittel. Die Meditationswellen
werden alle Arten von Krankheiten fortziehen und geistige
[[Kraft]], neue Lebensenergie und Vitalität einflößen. Meditation
erneuert und überholt den Organismus und die körperliche Beschaffenheit.
Sie bringt den Körper in wahre Ruhe. Wenn sich die
meditative Stimmung zeigt, dann höre sofort mit jeder Arbeit
auf und beginne mit Aufrichtigkeit und Ernst zu meditieren.
 
Wer das innere astrale Licht besitzt, kann deutlich einen dünnen
Lichtstrahl zwischen Schüler und Meister sehen, der durch die
Bewegung der sattvahaften Gedankenschwingungen im Meer
des [[Chitta]] (mentale Substanz) entsteht.
Wenn du aus dem höheren geistigen Bereich auf die Erde
blickst, wirst du die Welt deutlich sehen. In diesem höchsten
kosmischen Bewußtsein wirst du das ganze Universum erkennen.
 
Dies beschreibt Arjuna in der Gita:
:Wie Schmetterlinge in ein flammend Feuer
:In voller Hast zum Untergang eilen,
:So eilen auch die Menschen zum Untergang
:In voller Hast hinein in deine Rachen.
:Du leckst und züngelst ringsumher, verschlingend
:Die Menschen alle mit dem Flammenrachen;
:Die ganze Welt mit ihrem Glanz erfüllend
:Glühn deine fürchterlichen Strahlen, Vishnu!
:(Bhagavad Gita Kap. 11, 29 u. 30)
 
So wie Insekten oder kleine Fische in Tümpeln sich tummeln
oder Ameisen auf einer Hauswand klettern, so bewegen sich
diese kleinen menschlichen Wesen im Körper Gottes hin und
her. Diese Vision ist ergreifend und furchterregend. Du siehst
Millionen unentwickelter Seelen mit zahllosen selbstsüchtigen
Begierden herumlaufen ähnlich Leukozyten und roten Blutkörperchen,
die - unter dem Mikroskop betrachtet - in frischem Blut sich bewegen.
 
Unter dieser Menge unwissender, nicht entwickelter
menschlicher Wesen findest du einige wenige vollkommen
entwickelte [[Jivanmukta]]s oder Yogis verstreut in verschiedenen
Teilen der Welt , die wie große heilige Flammen oder
Lichter herausragen, um die unwissenden Babyseelen und
Schüler zu leiten. Du wirst auch einige ernsthafte, halb entwickelte
Schüler auf dem Weg des Fortschritts finden, die eine
kleine göttliche Flamme ausstrahlen. Sie glitzert wie die Sterne
in einer Neumondnacht.
 
[[Kategorie:Meditation]]
[[Kategorie:Artikel von Swami Sivananda]]
[[Kategorie:Raja Yoga]]
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Übung der Meditation

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Swami Sivananda schreibt über die Übung der Meditation
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