== Geschichte ==
Die Stadt Kollam wurde im Jahre 825 durch den Chera-König Rajasekhara Varman formell gegründetund zur Hauptsadt der Provinz Venad ernannt, was den Beginn der sogenannten [[Malayalam]]-Zeitrechnung (''Kolla [[Varsha]]m'' "Kolla-Jahr") markiert. Zu dieser Zeit war Kollam bereits ein Zentrum des Gewürzhandels mit China. Die Ursprünge der Stadt reichen jedoch bis ins klassische Altertum zurück, als sich an dieser Stelle eine ''Desinganadu'' genannte Hafensiedlung mit Handelskontakten nach Phönizien und ins Römische Reich befand.
Im Jahre 52 soll hier der Apostel Thomas, einer der 12 Jünger Jesu, gelandet sein und seine Missionstätigkeit in Indien begonnen haben. Er gründete entlang der [[Malabarküste]] sieben christliche Gemeinden, darunter eine in Kollam. Er fand der Überlieferung nach im Jahre 72 in Mylapore, in der Nähe des heutigen [[Chennai]], einen gewaltsamen Tod und wird daher als Märtyrer verehrt.
Kollam entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Zentrum des Christentums in Südindien. Im Jahre 1329 rief Papst Johannes XXII. die Diözese Quilon als erstes katholisches Bistum auf indischem Boden ins Leben.
Mit dem beginnenden 16. Jahrhundert begann für Kollam eine wechselvolle Geschichte einander abwechselnder ablösender Kolonialmächte. Im Jahre 1502 errichteten die Portugiesen hier eine Handelsniederlassung, die zum Zentrum des Pfefferhandels wurde. Die Befestigungsanlage St. Thomas Fort (port.: ''Forte de São Tomé'') wurde 1517/18 erbaut, in späterer Zeit aber von den Holländern wieder zerstört. Die Niederländische Ostindien-Kompanie übernahm 1661 die Macht in der Stadt. Im 18. Jahrhundert eroberte das Königreich Travancore Kollam zurück, und von 1795 bis 1947 war die Stadt ein Teil Britisch-Indiens.
==Siehe auch==
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Kollam

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