[[Datei:ShivanandaSW.jpg‎ |thumb|200px|Swami Sivananda]]
'''Dienst'''
==Gott wirkt durch selbstlosen Dienst==
Handlungen, die von [[Natur]] aus bindend sind, verlieren ihre bindende Natur, wenn du sie mit [[Gleichmut]] oder Gleichmäßigkeit im [[Geist]]e ausführst und zwar mit Hilfe reiner [[Vernunft]], die jede Gebundenheit an sinnliche Objekte verloren hat und im [[Selbst]] ruht. Du musst diese reine Vernunft und den Gleichmut des Geistes kultivieren und entwickeln. Gott hat dem Menschen dieses wunderbare Mittel gegeben, um der [[Menschheit]] zu dienen und so das ewige [[Leben]] zu erlangen. Wenn der Mensch seinen Körper zur Befriedigung niederer [[Wunsch|Wünsche]] und eigennütziger Zwecke benutzt, wird er zu einem Objekt voller [[Mitleid]] und [[Verurteilung]]. Er ist im Kreislauf von [[Geburt]] und [[Tod]] gefangen. Lasse den Geist, während du handelst, im Selbst oder [[Ishvara]] ruhen. Wer ausgeglichene Vernunft entwickelt hat und im Selbst ruht, weiß, dass alle Taten vom inneren Göttlichen ausgeführt werden ([[Antaryamin]]). Er ist sich dessen vollkommen bewusst, dass eigentlich [[Gott]] in dieser [[Körper]]maschine agiert und diese Maschine bewegt. Ein solcher [[Yogi]] des Gleichmutes oder der Gleichmäßigkeit des Geistes versteht nun komplett die grundlegenden [[Prinzipien]], die alle physischen Handlungen ausführen. Er führt alle Handlungen im Dienst an Gott aus, um Seine Absichten zu erfüllen, ohne mit dem Ergebnis verhaftet zu sein, und erlangt so ewigen [[Frieden]].
'''===Arbeit ohne Motiv'''===
Im Normalfall plant der [[Mensch]] die Früchte seiner Arbeit, ehe er überhaupt eine Arbeit beginnt. Der Geist ist so gepolt, dass er sich keine Arbeit ohne Lohn oder Entschädigung vorstellen kann. Das liegt an [[Rajas]]. Das menschliche [[Swabhava]] ist immer so. Wenn langsam Unterscheidungsfähigkeit entsteht, wenn der Geist sich mit mehr [[Sattwa]] oder Reinheit füllt, ändert sich diese Natur langsam. Langsam stellt sich ein [[Sinn]] für Selbstlosigkeit ein. Rajas erzeugt [[Selbstsucht]] und [[Anhaftung]]. Ein selbstsüchtiger Mensch hat kein großes [[Herz]]. Er hat keine [[Ideal]]e. Er ist kleingeistig. Sein Geist ist voller [[Gier]]. Er berechnet ständig. Er kann keinen großherzigen Dienst tun. Er wird sagen: "Wenn ich so und so viel Arbeit einbringe, erhalte ich so und so viel Geld dafür." Er wird darauf achten, dass die Arbeit und das Geld im Gleichgewicht sind. Er möchte nicht mehr arbeiten, als er Geld bekommt. Er wird immer nach der [[Zeit]] schauen, wann er seine Arbeit niederlegen kann. Er ist geldgierig. Er ist nur auf Geld aus. Er ist von der [[Hoffnung]] auf Vergütung gesteuert. Er ist gierig danach zu gewinnen. Selbstloser Dienst ist ihm unbekannt. Er hat keine Vorstellung von Gott. Er hat keine Ahnung von der [[Wahrheit]]. Er kann sich kein erweitertes, selbstloses [[spirituelles Leben|Leben]] vorstellen. Er dreht sich in einem engen, begrenzten Zirkel. Er lebt in diesem kleinen Zirkel. Seine [[Liebe]] gilt seinem eigenen Körper, seiner Frau und seinen Kindern. Das ist alles. [[Großzügigkeit]] ist ihm fremd.
Doch solltest du auch nicht in einem Zustand der Untätigkeit verweilen ([[Akarmani]]), weil du denkst, dass du die Früchte selbstloser Arbeit nicht erhältst. Du darfst dir nicht sagen: "Welchen Sinn hat meine Arbeit denn noch? Ich kann keine Früchte durch sie erhalten. Also tue ich nichts." Das ist ebenfalls schlecht. So wirst du [[Tamas|tamasig]] und dumpf. Es kommt zu mentaler Inaktivität. Du wirst Reinheit des Geistes erhalten, wenn du im Sinne des Nishkamya [[Karma Yoga]] arbeitest. Das ist ein großer Lohn für deine Taten. Du kannst dir nicht die Erhabenheit eines Menschen von reinem Geist vorstellen. Er besitzt unendlichen [[Frieden]], [[Stärke]] und [[Freude]]. Er ist Gott sehr nah. Er ist Gott lieb und teuer. Er wird bald das göttliche Licht erhalten. Arbeite ohne jegliches Motiv und fühle die Auswirkungen, Reinheit und innere Stärke. Welch großes Herz du haben wirst! Unbeschreiblich! Praktiziere, fühle und genieße diesen Zustand.
'''===Keine Verluste durch Karma Yoga'''===
Du verlierst nichts durch Karma Yoga. Selbst wenn du nur ein bisschen Dienst für dein Land tust oder für die Gesellschaft oder für arme kranke Leute, bringt das Vorteile und Nutzen mit sich. Es reinigt dein Herz und bereitet [[Antahkarana]] (Geist, Intellekt, Ego und Unterbewusstsein) für den Empfang des Wissens über [[Atma]] vor. Die [[Samskara]]s oder Impressionen dieser guten Taten sind unauslöschlich in deinem [[Unterbewusstsein]] gespeichert. Die Kraft dieser Samskaras werden dich wiederum zu weiteren guten Taten bringen. [[Sympathie]], Liebe, ein Sinn für Patriotismus und Dienst werden entwickelt. Nichts ist verloren, wenn die Kerze brennt.
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Dienst

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