[[Datei:Sukadev Meditation Sitz.JPG|thumb| [[Sukadev Bretz]], Gründer und Leiter von [[Yoga Vidya]], [[Yoga|Yogalehrer]], [[Meditation|Meditationslehrer]], [[spirituell|spiritueller Lehrer]], Seminar- und Ausbildungsleiter, Autor mehrerer Bücher. [[Sukadev Volker Bretz]] lernte 12 Jahre bei [[Swami]] [[Vishnu-devananda]]. ]]
Positives Denken ist eine [[Fähigkeit]], positives Denken ist eine [[Eigenschaft]], die man auch kultivieren kann. [[Swami Sivananda]], der [[Meister]], in dessen [[Tradition ]] ich unterrichte, hat ein ganzes Buch geschrieben über [[Gedankenkraft ]] und positives Denken.  Positives Denken kann verschiedene Aspekte haben. Positives Denken kann zum einen heißen, die Dinge von ihrer positiven Seite aus zu sehen. Z.B. könnte man sagen, „das "das Glas ist halb voll“ voll" oder „das "das Glas ist halb leer“leer". Ich kann mich darauf konzentrieren, „halb voll“ "halb voll" und freue mich darüber, dass ich ein halb volles Glas habe und so etwas trinken kann. Ich könnte mich auch darüber ärgern, dass das Glas nur halb leer ist und es vielleicht nicht reicht.  Positives Denken heißt also, Dinge erstens von ihrer positiven Seite aus zu sehen. Man kann Dinge als [[Fehlschlag ]] interpretieren, man kann Dinge als [[Lehrgeld ]] und [[Lehrlektion ]] interpretieren. Man kann eine [[Schwierigkeit ]] nehmen als unüberwindbare Schwierigkeit, man kann sie als [[Herausforderung ]] sehen. Und so kannst du, was auch immer du siehst, das als positiv sehen.  Du kannst einen Menschen als ungeduldig bezeichnen , oder du kannst ihn bezeichnen als jemand, der Dinge schnell umsetzen will. Du kannst jemand als jähzornig bezeichnen , oder du kannst sagen, jemand mit [[Feuer ]] und [[Intensität ]] und [[Temperament]]. Du kannst jemand als träge bezeichnen oder als bedächtig. Das sind unterschiedliche Weisen, das Gleiche zu sehen.  Das ist also der erste Aspekt von positivem Denken. Und diese Art von positivem Denken kannst du kultivieren. Du kannst es kultivieren, indem du öfters dir [[selbst ]] zuhörst, wie du zu dir selbst sprichst. Und dann kannst du schauen, kannst du es anders formulieren. Wie könntest du das Positive dort sehen?  Positives Denken heißt nicht, eine rosarote Brille zu haben und das andere Andere nicht zu sehen, aber es heißt, das, was zu sehen ist, klar zu sehen und positiv zu interpretieren. Ein zweiter Aspekt des positiven Denkens ist, etwas Sinnhaftes zu sehen. Eine besonders tiefe [[Positivität ]] ist, einen [[Sinn ]] darin zu sehen.  Angenommen, du hast eine [[Erkrankung]], da gibt es [[jetzt ]] wenig darüber zu sagen, außer du bist halt krank, du hast Schmerzen, du leidest. Wenn du darin einen [[Sinn ]] siehst, dann ist das alles nicht mehr so schlimm. Angenommen, du bist [[Yoga|Yogalehrer ]] und du hast [[jetzt ]] irgendwo nachts eine komische Bewegung gemacht und du hast jetzt einen steifen Nacken, da könntest du sagen: „Ja"Ja, es ist gut, dass ich die [[Erfahrung ]] mache, dann kann ich mal ausprobieren, welche [[Yoga]]-Übungen [[Übung]]en gehen mit steifem Nacken. Und zu mir kommen ja Yoga-[[Schüler ]] und haben steifen Nacken. [[Jetzt ]] spüre ich das und kann jetzt die Übungen ausprobieren, die wirken." Oder angenommen, jemand hat dich furchtbar enttäuscht, du erlebst es als großen Vertrauensbruch, da kannst du sagen: „Ok"Ok, jetzt erlebe ich das auch mal, wie es ist. Obgleich ich immer versuche, geschickt mit Menschen [[Mensch]]en umzugehen, liebevoll umzugehen, [[jetzt ]] lerne ich mal, wie es ist, wenn ich enttäuscht bin. Eine Das ist eine wichtige menschliche [[Erfahrung]], so kann ich auch andere besser verstehen, die mir so etwas berichten." Also, positives Denken als zweites ist, [[Sinn ]] in Dingen zu sehen. Der dritte Aspekt von positivem Denken, auf den ich hier eingehen will, ist eine gewisse [[Zuversicht]]. Positives Denken, also als Zuversicht: „Es "Es wird schon irgendwie gutgehen." Also, Dinge passieren, Dinge gehen schief usw., aber du hast irgendwie das positive Denken: „Langfristig "Langfristig wird es schon gutgehen." In diesem [[Sinne ]] ist positives Denken dann auch ein optimistisches Denken, [[Optimismus ]] ist ein Aspekt dieser [[Positivität]]. Positivität, positives Denken heißt dann auch das [[Vertrauen]], langfristig wirst du es schon schaffen. Positives Denken kann dann auch heißen, Affirmationen zu nutzen und zu visualisieren.  Immer dann, wenn du selbst merkst z.B., wo du sagst, „Oh"Oh, das ist zu viel, das kriege ich nicht hin, das geht alles nicht usw.", kannst du eine Gegenaffirmation machen und kannst sagen: „Das "Das schaffe ich, das kriege ich hin, es wird schon gehen. Und [[Gott ]] wird mir die [[Kraft ]] geben, Gott hat mich in diese Situation gebracht, Gott wird mir die Kraft geben, das auch anzugehen." Und du kannst auch visualisieren, du kannst dir vorstellen, wie du das machst, du kannst dir vorstellen, wie es abgeschlossen ist, du kannst auch sagen: „Ich "Ich freue mich darauf, das und das zu tun. Ich freue mich darauf, das und das zu erreichen." Der höchste Aspekt des positiven Denken ist die tiefe [[Überzeugung]], dass hinter allem eine göttliche [[Wirklichkeit ]] steckt, dass du weißt, tief im Inneren ist in jedem Menschen [[Mensch]]en der göttliche Kern, auch in dir [[selbst ]] ist tief im Inneren der göttliche Kern.  Hinter allem, was im [[Universum ]] geschieht, ist ein göttlicher Kern. Und das ganze Universum ist ein Ausdruck des [[Gott|Göttlichen]]. Letztlich geschieht, was geschehen soll. Das ist die höchste [[Form ]] des positiven Denkens, die dir Kraft gibt zu den anderen Aspekten des positiven Denkens.  Überlege [[selbst]], welche Aspekte des positiven Denkens nutzt du, welche Aspekte könntest du weiter kultivieren? Und zum positiven Denken gehört durchaus, auch anzuerkennen, dass andere Emotionen [[Emotion]]en und andere Eigenschaften auch wichtig sind. Manchmal ist es auch mal gut, Melancholie zu üben, manchmal hat auch Trauer ihre Funktion.  Und manchmal hat auch Lampenfieber und Angst und sogar eine kleine Paranoia ihren Zweck und ihren Sinn. Sie helfen, vorsichtig zu sein, sich vorzubereiten. Auch das ist positives Denken, auch im scheinbar weniger Positivem, das Positive zu sehen. Aber als Grundhaltung kannst du positives Denken kultivieren, auch mit Affirmationen, auch mit Visualisierung, mit Gebet und bewusstem Training deines Geistes, die positive Seite zu sehen, den Sinn zu sehen, das Göttliche zu sehen.
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Positives Denken

182 Byte hinzugefügt, 13:09, 24. Feb. 2016
Positives Denken als hilfreiche Tugend
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