Unfallgefahren und Kontraindikationen im Yoga

Aus Yogawiki
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Gibt es Unfallgefahren im Yoga? Wenn ja, welche sind das - und wie kann man sie vermeiden?

Die Unfallgefahr im Yoga ist sehr gering. Ein Unfall sollte ausgeschlossen werden! Der/Die Yoga - Übende nimmt sich viel Zeit, um eine Asana (Yogastellung) halten zu können. Dies bedeutet, dass er/sie in Kenntnis der sportlichen Trainingslehre einen Vorteil besitzt, der ihn/sie wissen lässt, dass ein Trainingsreiz notwendig ist, um die entsprechende physiologische Anpassungsleistung (durch entsprechendes Training der verschiedenen motorischen Fähigkeiten) des Organismus zu gewährleisten.

Ein guter Yogalehrer, eine gute Yogalehrerin, sollte alles tun, damit die Unfallgefahr in der Yogastunde minimiert wird. Für einen guten Yogalehrer, Yogalehrerin gilt:

Das Allgemeine Anpassungsprinzip, die Kontraktionsformen, sind ihm/ihr bekannt, ebenso die Wichtigkeit der Regeneration und die daraus entstehende Leistungssteigerung, die mit Anpassungen, besonders der Muskulatur, einhergehen. Er/Sie weiß, wie Maximalkraft, Kraftausdauer, Beweglichkeit, Flexibilität, Ausdauer und Koordination trainiert werden. Die motorischen Fähigkeiten werden den Praktizierenden immer bewusster und können daher bei Notwendigkeit oder auf Wunsch gezielter trainiert werden.

Allerdings hängt dies natürlich vom Praktizierenden ab. Übermut, falsche Zielsetzungen, zu hohe Ziele, falsche Erwartungen, Leistungsdruck im Sport, zu wenig Eigenverantwortung u.a. erhöhen die Unfallgefahren im Sport und auch im Yoga. Im Yoga ist ein zu frühes langes Halten der Asanas ein Hindernis und der gewünschte Fortschritt stellt sich nicht ein.

Vorbeugung von Unfallgefahren im Yoga

Kurze Stichworte:

  • Trainingsreiz + richtige Regenerationszeit für die richtige Anpassung
  • Der Flucht-/ Kampfmechanismus ist natürlich angeboren.
  • Langsam ist schnell.
  • Information/Wissen ist Klugheit.
  • Durch Entspannung verkürzt sich die Regenerationszeit.

Welche Kontraindikationen gibt es bezüglich einzelner Yoga Übungen?

Wann ist eine Yoga Übung zu verändern oder zu unterlassen?

Bei Kindern und Jugendlichen wie auch bei Schwangeren sowie Menschen mit besonderen Beschwerden und Behinderungen als auch mit einem individuellen Krankheitsbild sind die Übungen so zu verändern, dass sie dem/der Übenden gerecht werden.

Die Leitlinie, dass langsam schnell ist, sollte Beachtung finden. Besonders notwendig ist es bei Kindern, den Wachstumsprozess miteinzubeziehen; z.B., dass Knochen noch im Umbau sind, Gelenke sich noch „richtig“ formen müssen. Es geht also um die Belastung im rechten Verhältnis zum Alter. Vor übertriebenem Training schützen, den Spaß und die Freude in den Vordergrund stellen, loben und tadeln zur rechten Zeit.

Schwangere sehen klar, denn der Körper verändert sich im Verlauf der Schwangerschaft. Das soll allerdings nicht heißen, auf alles verzichten zu müssen. Denn gerade der Schwangeren kann die Trainingslehre zu Hilfe kommen. Den Körper zu stärken, aber auch die Beweglichkeit und Flexibilität sowie die Koordination zu erhalten, um eine angenehme, freudevolle und bewusstere Schwangerschaft zu erleben, kann eine Motivation sein.

Siehe auch

Dieser Artikel ist ein Auszug des Buches "Hatha Yoga und Sport" von Keshava Schütz. Hier findest du alle Kapitel dieses Buches.