Traumata

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Traumata: Sehr verletzende Ereignisse, besonders (verschiedene) wiederholte verwundeten die Seele. Manche Erlebnisse werden von dem Betroffenen als so schrecklich und bedrohend erlebt - und waren es, je kumulierter in einer Biografie und je nach Ausgangslage, dass hinterher nichts mehr ist, wie es vorher war.

Es wird (unbewusst) alles getan, um so etwas nicht noch einmal erleben zu müssen, sei es durch eine Verzerrung der Wahrnehmung oder indem man bestimmte Dinge bzw. Personen meidet. Bei manchen Menschen versickert die Erinnerung an das Trauma ins Unterbewusstsein. Was früher einmal erlebt wurde und wie das die Psyche (entscheidend) prägt... Das kann bisweilen erst nach langem bei u.U. entfernt ähnlichen Ereignissen ganz deutlich wieder noch viel mehr auftauchen.

Andere werden mehr oder weniger regelmäßig in ihren Träumen daran erinnert.

U.a. wird auch darauf gebaut, daß Traumatisierte selbst am besten wissen, was ihnen persönlich auf gesunde Art hilft: z.B. Bewegung, welcher heilsame Sport; u.a. gerade auch Hatha-Yoga, Muskelentspannung, Pranayama (natürlich...)...("Der Psychiater Ron King empfiehlt beim Posttraumatischem Stresssyndrom vor allem und Visualisierungstechniken.")

Ein annehmendes Umfeld ist entscheidend - ahimsa: Mitmenschlichkeit, der höchste Wert auch des praktischen Yoga, noch vor Wahrhaftigkeit.

Verletzungsgefahr bei allzu intensivem Sport oder auch Hatha-Yoga...

Yoga unterstützt Selbstheilung in der Traumatherapie

Eine Erbgutanalyse der Universität München ergab, dass unverarbeitete, psychische Traumata die menschliche Genetik beschädigen können. Der Studie wurde mit 2.000 in ihrer Kindheit schwer traumatisierten Probanden aus den USA durchgeführt. Es zeigte sich, dass einige Gene von in der Kindheit schwer traumatisierten Menschen nicht optimal arbeiten können (zum Beispiel nicht ausreichend vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen oder den Hormonspiegel von Cortisol im richtigen Maß zu regulieren). Trauma-Folgen sind daher nicht nur rein psychische Leiden, sondern wirken sich komplexer auf den ganzen Körper aus.

Ein positives Umfeld kann misshandelten, missbrauchten oder vernachlässigten Menschen helfen, die dadurch bedingte Anfälligkeit für Depressionen, bipolare Störungen oder Abhängigkeiten zu reduzieren. Erfahrungswerte von Trauma-Yoga-Experten zeigen, dass Betroffene durch Yoga ihre innere anhaltende Angststarre allmählich lösen und die eigene Handlungsfähigkeit Stück für Stück zurück gewinnen.

Yoga und Meditation können also ein wichtiger Bestandteil der Trauma-Therapie werden, wenn der Yoga als wahrnehmungsorientiertes Üben ohne Leistungsdruck angeleitet wird. Eine zentrale Rolle spielen hier die bewussten Übungen im Zwerchfell und in der Beckenbodenmuskulatur sowie die Meditation. Durch diese Praktiken erlernen Betroffene schnell wieder mehr ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen zu regulieren. Der Bund deutscher Psychologen plant zurzeit, Yoga in die Weiterbildung mit aufzunehmen. Fortbildungsmaßnahmen gibt es schon jetzt beim Berufsverband der Yogalehrenden (BDY).

Pressemitteilung des BDY: Erbgutschädigung durch Traumen – Yoga kann die Selbstheilung in der Trauma-Therapie unterstützen

Projekte

Besondere Vorhaben, sogar in leistungsunabhängigem Fußball, auch Frauenfußball - keineswegs Leistungssport - siehe dort... Auch natürlich gerade Tanz-Hilfsprojekte helfen; sowie womöglich das Flüchtlingstheater Hajusom, vgl. etwa Bollyland [http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5105%3Ahajusom-in-bollyland-n&catid=206&Itemid=1 ]. So ein Auftritt dürfte etwas bedingter helfen als eine Yogastunde - oder je nach dem: wichtig ist, ganz angenommen zu sein statt etwa hart angefaßt. (?)

Achtsamkeit

Immer wieder neu was einem hilft wie ein Motorrad nochmals starten: nicht aufgeben. Ohne Drängen von außen - auch Imaginationsübungen mit guten Engeln nicht aufzwingen... Stichworte Achtsamkeit in e. Vortrag, d.h. hier auch: was einem hilft bemerken dürfen. Hinweis u.a. auf sinnzentrierte Logotherapie (Viktor Frankls Begriff "tragischer Optimismus" verbindet mit grundsätzlich leidvoll im Buddhismus, Focusing mit langen einleitenden wissenschaftlichen Passagen, körpernahe, noch nicht beschreibbare gespürte Seiten, ohne absichtsvolles u.u., immer wieder Selbstheilungskräfte Luise Reddemann plädiert auch dringend gegen in der Psychotherapie evtl. übliche verletzend konfrontierende emphatische Lösungen. (Be)Merken u.a. Synonyme von Achtsamkeit, was man drauf hat... Verbunden zu sein ein üben...(Beispiel passende Yogastunde) [1]

Posttraumatic grow

"Posttraumatic grow" wird auch öfters beschrieben: d.h. es erfolgt nach schweren Kränkungen ein Wachsen - wie eine Streckung...Natürlich wie auch bei wünschenswert milderen Belastungen mehr Verständnis, hoffentlich Hilfsbereitschaft zu anderen (Beispiel: mobbingOpfern).

(Andererseits nicht zu verschweigen: (unbewußt hoffentl.) andere traumatisieren - wenn es diagnostisch so zu (...fassen wäre. Angst überwindet sich je nach stabilisierendem Umfeld/Familie/Ehe... Ohne das sonst noch viel schwerer). Der hoch kompetente Literaturkritiker/papst MRR hatte indes eine gewisse strenge Stabilität "vielleicht auch als Folge eines stillen, frühen und unbewussten Entschlusses(..): "nie wieder Schwäche zeigen, nie wieder Machtlosigkeit". (sic? etwas gewagte Feststellung einer Mitursache von Salomon Korn, Trauerrede)).

Gehirnbilder

Eindeutige Ergebnisse nachgewiesener Veränderungen von Gehirngegenden fehlen / sind weitestgehend widersprüchlich. Ein entsprechender wissenschaftlicher Vortrag verwies auf die Nonnenstudien und es gibt auch traumatisierte Mitmenschen, die kaum entspannen können, so auf der Yoga-Matte (Stand 2012).


Sonderlichkeiten

Sonderliche Handlungen wie Hospitalismus schützen geradezu und Selbstverletzung ist auch oft so eine Neurose (sic?) - "das Wohl aller Beteiligten"... - wie weit Yogastunden das oftmals mildern, ist zu überarbeiten, denn zum Beispiel ein chronisch zu später Yogi oder der keine Adjustments verträgt; besonders verletzlich braucht Rücksicht es kommt darauf an (= Verständnis). Doch jemand, der/die gerade obdachlos ist, gar mit Fahne - wenn sonst vieles kompatibel ist, läßt sich so ein Gast eventuell unterstützen und die Last mindern.

Leidensbegegnungen

Etwa Leidensdarstellungen und -begegnungen, Erzählungen - auch im spirituellen Bereich wie in Kirchen ein sog. behängtes Kreuz können an mit/erlebtes erinnern

Besonderheiten

Wichtig, sich immer wieder von all dem zu lösen - siehe auch versionen (wohl ohne Werbung? bzw. besonders frühkindliche Störungen im Hintergrund) [2]

Siehe auch

Literatur

Yogatherapie hier: [3]


David Emerson et al Trauma-Yoga (2011) (folgt)

Weblinks