Spirituelle Therapie

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Die spirituelle Therapie arbeitet vorwiegend mit spirituellen Techniken. Dazu gehören insbesondere die Energiearbeit, die spirituelle Gedankenarbeit (Sinn des Lebens, Nachdenken, positives Denken) und die Meditation. Sie orientiert sich an den fünf Grundsätzen Liebe, Frieden, Weisheit, Kraft und Glück. Sie arbeitet ganzheitlich. Sie verbindet Körper, Geist (Gedanken) und Seele (Gefühle). Sie denkt von der Gesundheit und nicht von der Krankheit her. Sie verweist auf die Medizin, die Psychotherapie und die Naturheilkunde, soweit es hilfreich ist.

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Die fünf Grundsätze der Gesundheit

Wer gesund ist, lebt besser und ist glücklicher. Die Essenz eines gesunden Lebens sind die fünf Grundsätze: gesunde Ernährung, Schadstoffe vermeiden, regelmäßig Sport, ausreichende Entspannung und positives Denken. Wenn wir nach diesen Grundsätzen leben, können wir die meisten Krankheiten vermeiden. Wenn wir trotzdem einmal krank sind, werden wir erheblich schneller gesund. Die fünf Grundsätze der Gesundheit sind die Basis der spirituellen Therapie. Darüber hinaus erfolgt die Therapie durch Gespräche, Energiearbeit und Gedankenarbeit.

Wer gesund leben will, muss als erstes einen klaren Entschluss fassen. Er muss die körperliche Gesundheit wirklich wollen. Er muss klar seine Gesundheitsziele definieren und den festen Willen aufbauen, die dafür notwendigen Dinge zu tun. Nur dann hat ein Mensch die Kraft, langfristig ein gesundes und positives Leben zu führen.

Als zweites muss man genau sich und seine Lebenssituation betrachten. Man muss erkennen, was der Körper und der Geist genau brauchen. Man muss überlegen, wie man sein Leben organisiert, damit langfristig die Gesundheit erhalten bleibt und das innere Glück zunimmt. Man muss einen klaren Tagesplan des täglichen Sports, der täglichen Entspannungszeit und der gesunden Ernährung erstellen.

Als Drittes muss man/frau mindestens zwei Monate seinen Gesundheitsplan jeden Tag konsequent umsetzen. Dann hat sich der Geist daran gewöhnt. Die täglichen Gesundheitsübungen gehören dann zum Leben dazu. In Zeiten der Schwäche visualisiert man seine positiven Ziele und den persönlichen Weg der Umsetzung. Nach der erfolgreichen Umsetzung des Tagesplanes belohnt man sich mit einem Lob oder einer schönen Sache.

Baue kreativ und flexibel die für dich notwendigen Gesundheitsübungen in dein Leben ein. Du kannst jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen eine Gehmeditation machen. Notfalls verlängerst du deinen Weg etwas, damit du jeden Tag auf insgesamt zwanzig bis dreißig Minuten Sport kommst. Mindestens solltest du am Wochenende eine Stunde spazierengehen. Du kannst Yoga praktizieren, meditieren oder in einem spirituellen Buch lesen. Du kannst auch in der Bahn oder in den Pausen am Arbeitsplatz meditieren. Du kannst während der Arbeit Mantras denken oder bewusst in der Ruhe bleiben. Du kannst jeden Kontakt mit deinen Mitmenschen zum Üben der umfassenden Liebe und des positiven Denkens nutzen. Das große Geheimnis für mehr Energie während der Arbeit und mehr Energie nach der Arbeit besteht darin, sensibel viele kleine Pausen in den Arbeitstag einzubauen. Wer jede Stunde fünf Minuten Pause macht und diese Pause gezielt für die Entspannung (Yogaübungen, Meditation) nutzt, vergrößert seine Arbeitskraft erheblich. Es gibt auch die Technik, in der Mittagszeit eine halbe Stunde eine Tiefentspannung im Liegen (Meditation) zu machen. Lebe aus einer positiven Vision heraus. Gehe im Schwerpunkt deines Lebens den Weg der Gesundheit und des inneren Glücks.

Yoga-Therapie

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Nils: In der Hatha-Yoga-Pradipika heißt, dass auf dem Yogaweg alle Krankheiten verschwinden. Das kann ich für mich persönlich bestätigen. Ich folge der Glücksphilosophie. Danach ist es der tiefere Sinn des Lebens glücklich zu sein. Wenn wir genau hinsehen, gibt es auf der Welt Freude und Leid. Auch in meinem Leben habe ich viel Freude und viel Leid erfahren. Ich habe durch das Leid viel gelernt. Ich habe den Wunsch erkannt Leid zu vermeiden soweit es möglich ist. Ich lebe deshalb gesund. Ich vermeide leidhafte Beziehungen. Ich plane mein Leben so, dass ich möglichst wenig leide und möglichst glücklich bin. Alles äußere Leid kann man nach meiner Erfahrung nicht vermeiden. Jeder wird irgendwann alt. Jeder wird irgendwann sterben. Aber man kann sich über alles äußere Leid innerlich durch den Zustand der Erleuchtung erheben. Insofern strebe ich Erleuchtung an. Es gibt viele Menschen auf der Welt die sehr viel leiden. Es gibt eine Milliarde Menschen auf der Welt die hungern. Ich arbeite dafür, dass alle Menschen etwas essen haben. Es gibt viele sinnlose Kriege, die oft sehr grausames Leid mit sich bringen. Ich arbeite für eine Welt der Liebe und des Friedens. Es gibt 350 Millionen depressive Menschen auf der Welt. Ich versuche das Wissen vom Weg des inneren Glücks zu verbreiten. Ich habe mich damit auch von einer schweren Depression geheilt. Ich hatte viele körperliche Leiden. Sie waren meist psychosomatischer Natur. Sie alle heilten im Laufe der Jahre auf dem Weg des Yoga und der Erleuchtung. Und selbst wenn im Alter körperliche Schmerzen auftreten, so hoffe ich durch meinen Zustand tiefen inneren Glücks damit gut leben zu können. Ich hoffe glücklich und erleuchtet durch den Tod zu gehen und danach im Licht wieder aufzuwachen. Ich glaube, dass es für alle Menschen einen Weg der Hoffnung gibt.

  • Ein Yoga- Weg aus Sucht und Abhängigkeit. Das Zwölf- Schritte- Programm für Körper, Geist und Seele, Annalisa Cunningham
  • Business-Yoga: Entspannt dem Berufsalltag gewachsen sein, von Doris Iding und Katja Kaiser
  • Yogatherapie-Portal von Yoga-Vidya
  • Yoga-Therapeuten

Scobel, 3Sat

( Zitate aus http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/167688/index.html&cx=58 )

Immer mehr Menschen, Patienten und auch Ärzte lenken zunehmend ihren Blick auf Yoga, der hindu-buddhistischen Lehre, die seit über drei Tausend Jahren in Indien praktiziert wird. Die Yogaphilosophie verkörpert einen ganzheitlichen Ansatz. Sie will Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Dafür werden im Yoga drei Hauptpraktiken angewandt: Körperübungen, also die Asanas, Pranayama, die richtige Atemtechnik und Kriyas, die innerlichen Reinigungen. Besonders wichtig sind im Yoga Meditationsübungen, Dhyana genannt, sowie eine ausgefeilte Ernährungslehre, die auf vegetarischer Kost basiert. In der Yogalehre wird Gesundheit nicht als ein Zustand verstanden, sondern als Gleichgewicht, das fortwährend ausbalanciert werden muss - und dank Übung auch werden kann. Wegen ihrer vorbeugenden, gesundheitsfördernden Wirkung ist Yoga auch im Westen zum Massenphänomen geworden.

Wissenschaftliche Untersuchungen stützen inzwischen die Annahme, dass Yoga nicht nur die Vitalität von Gesunden steigert, sondern auch eine heilsame Wirkung auf Kranke hat. Besonders Erfolg versprechend ist Yoga genau gegen jene Erkrankungen, die unsere Leistungsgesellschaft hervorbringt: Schmerzen am Bewegungsapparat, Atemwegs- und Herzerkrankungen sowie psychische Leiden wie Depressionen oder Burn-Out. Als gesichert gilt, dass sich die Blutwerte verbessern, sich die Muskeln entspannen und die Gelenke geschmeidig werden. Auch das Immunsystem setzt sich erfolgreicher gegen Viren und Bakterien durch, sobald Yoga in den Heilungsplan aufgenommen wird. "Den Bereichen Angst, Schmerz und Depression, die mit vielen körperlichen Erkrankungen einhergehen, kann man gegensteuern, indem man durch Meditation und Yoga lernt, wieder eine positivere, annehmendere Haltung zu sich selbst und zu seinem Körper zu gewinnen", so Ulrich Ott.

Einig ist sich die Wissenschaft darin, dass Yoga insgesamt als therapeutische, aber auch präventive Methode gegen gesundheitliche Probleme sehr interessant ist. Der Bedarf an weiteren Studien, die genaueren Aufschluss bringen, ist sehr groß. Trotz alldem ist Yoga kein Wundermittel. Es stellt keine eigenständige Heilbehandlung dar, sondern wird ergänzend zu anderen therapeutischen Maßnahmen oder Medikamenten herangezogen. Zudem kann Yoga mit seinen Bestandteilen - Körperstellungen, Atemübungen, Tiefenentspannung und Meditation - eine Steigerung der Lebensqualität bewirken. So fördert es beispielsweise das Körperbewusstsein und die Fitness, ebenso wie die Koordination und die Fähigkeit zur Entspannung. Bei vielen Praktizierenden sind es die körperliche Beschwerden, die sie zum Yoga geführt haben. Sie wollen ihren Körper auf sanfte Weise stärken.

Darshan-Therapie

Darshan-Therapie ist die Heilung durch das Verweilen in der Gegenwart eines erleuchteten Meisters oder Heiligen. In weiterem Sinne zählt dazu auch die tägliche Verbindung mit einem erleuchteten Meister (Vorbild, Heiligen, Gott, Universum) durch das Gebet, Lesen in seinen Schriften oder durch ein Orakel.

SEIN: Viele Menschen machen Therapie um Therapie, kommen keinen Schritt weiter, fühlen sich nach wie vor mies und unglücklich und wissen einfach nicht mehr weiter. Greift die „normale“ Therapie zu kurz?

Hanson: In den 70ern war auch ich Psychotherapeut und hatte wirklich gute Lehrer. Irgendwann fing ich aber an zu erkennen, dass wir nicht zum Ursprung der Probleme kamen. Es hilft natürlich, ein Problem zu identifizieren und ins Bewusstsein zu holen, was die meisten Therapien mit den verschiedensten Techniken versuchen. Die Arbeit mit dem Licht ist nach meiner Erfahrung der einzige Weg, Traumata so komplett aufzulösen, dass du später, wenn du zurückschaust, dich kaum erinnern kannst, dass du sie jemals hattest. Ein Aspekt des Lichtes ist, dass es Traumata erkennt, von denen du überhaupt nicht wusstest, dass sie in dir existieren. Das Licht dreht jeden Stein um und schaut darunter. Es hat viel mehr Möglichkeiten als ich als Psychotherapeut.

SEIN: Aber das Wichtigste ist, bei uns selbst zu beginnen...

Hanson: Ja. Ich habe über zehn Jahre lang in den USA und Kanada eine Ausbildung als Psychotherapeut gemacht. Eines Tages kam ich in eine Gruppe, die eine Frau leitete. Sie saß nur da und redete gerade über das Wetter, und bei mir begann es im Körper richtig abzugehen mit Kribbeln, Hitze und dergleichen. Ein Transformationsprozess kam in Gang, einfach, indem ich in ihrem Energiefeld saß. Ich ging durch sehr tiefe Reinigungsprozesse – und diese geschahen nur durch das Licht. Das ging so lange, bis ich erfüllt war mit dem Gefühl der Liebe und Ekstase. Es veränderte mein Denken, mein Gehirn, meine Gefühle, meinen Körper, meine Beziehungen. Und ich begann ein Maß an Liebe, Freude und Genuss an mir selbst zu empfinden, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Und was mir meine Lehrerin immer wieder klar machte: Du kannst als Heiler nicht gut sein, wenn du nicht dein eigenes Haus gesäubert hast. Sie gab mir die Anweisung, die Arbeit mit Menschen sein zu lassen, bis ich bei mir selbst aufgeräumt habe. Und dann erst sagte das Universum: Jetzt ist es Zeit, in die Welt zu gehen. Wenn ein Therapeut nicht weiß, wie er sich mit anderen Menschen verbinden soll, was kann er dann seinen Klienten weitergeben? Was wirklich heilt, ist der Kontakt zu dem Gefühl der Liebe und Verbundenheit. Alle Transformation kommt vom Großen Geist. Und mein Job ist einfach, das Licht durch mich wirken zu lassen.

Felsenmaus: Interessant! Hast Du schon Erfahrungen mit der Heilung durch Erleuchtete gesammelt?

Nils: Eine permanente Reinigung erfahre ich durch mein Leben in der Abgeschiedenheit verbunden mit spirituellen Übungen. Ich brauche also nicht einen Erleuchteten aufsuchen. Bei mir geschieht die Heilung durch mein Leben als abgeschiedener Yogi. Ich besuche aber auch gerne die Veranstaltungen von Erleuchteten. So gehe ich zum Beispiel immer zu Mutter Meera, wenn sie in Hamburg Darshan gibt. Ich sehe den Darshan als wichtige Ergänzung zu meinem spirituellen Tagesplan. Wenn Leute mich besuchen merke ich, wie sich ihre Energie dadurch umwandelt. Ein gestresster Mann besuchte mich und war nach zwei Stunden friedlich und positiv. Eine Frau mit einer Angstneurose kam zu mir und bereits durch den Eintritt in meine Yogihütte verschwanden ihre Ängste. Sie spürte eine spirituelle Energie, die ihre Ängste sofort auflöste. Manchmal verbinden sich Menschen auch geistig mit mir. Ich spüre das und löse dann ihre Probleme energetisch auf. Ich nehme sie mit in die Meditation oder auf meine Spaziergänge. Ich heile sie in mir selbst durch mein spirituelles Programm und manchmal auch durch eine besondere geistige Bearbeitung.

Ulla: Ja, in gewissem Sinne merke ich das auch bei mir. Wer mich besucht, wird sofort friedlicher und ruhig, fühlt sich absolut wohl bei mir. Eine spirituelle Ausstrahlung kann sehr positiv beeinflussen.

Bithaya: Man kann nicht alle Psychotherapien über einen Kamm scheren. Manche (wie Psychoanalytik) haben zum Ziel, die Ursache des Problems in der frühesten Kindheit rauszufinden, andere (Behaviourismus etc) zielen eher auf die Änderung des Verhaltens ab.

Nils: Ich schere nicht alle Psychotherapien über einen Kamm. Jede Therapieform hat ihr spezielles Anwendungsgebiet. Ich habe eine Ausbildung als Psychotherapeut (kognitive Verhaltenstherapie und Focussing/Arbeit mit Gefühlen) gemacht und einige Jahre als Psychotherapeut gearbeitet. Aber mich hat die Arbeit nicht befriedigt, weil ich das spirituelle Element damals noch nicht klar genug erkannt hatte. So konnte ich nur begrenzt helfen. Ich habe dann etwa zehn Jahre lang therapeutische Gruppen mit dem Schwerpunkt positives Denken in einem Gesundheitszentrum geleitet. Das hat mir Spaß gebracht und stieß auf große Resonanz. Mit Depressionen kenne ich mich gut aus. Ich habe mich selbst von einer schweren Depression geheilt. Und Depressionen war der Schwerpunkt in meiner Therapieausbildung. Ich rate bei schweren Depressionen grundsätzlich zu einem Arzt oder zugelassenen Psychotherapeuten zu gehen und höchstens zusätzlich die Hilfe eines Heilers in Anspruch zu nehmen. Depressionen sind eine Krankheit, die nur von zugelassenen Ärzten, Psychotherapeuten und Heilpraktikern behandelt werden darf. Ich heile keine Krankheiten, sondern gebe Hilfe zur Selbsthilfe. Ich zeige spirituelle Techniken auf, die bei Problemen helfen können.

Ulla: Menschen mit schweren Depressionen gehören in die Hände von Fachärzten!

Nils: Allerdings sind die meisten Fachärzte nicht erleuchtet und können bei Depressionen nur begrenzt helfen. Sie können Tabletten verschreiben, aber meistens keine tiefe Heilung bewirken. Es gibt gute Gründe für die Kombination von ärztlicher Behandlung und spiritueller Therapie. Und dabei muss jeder Mensch auf der Stufe abgeholt werden wo er ist. Er muss das bekommen, was er gerade braucht. Heilung ist individuell. Ein Erleuchteter kann spüren, was ein Mensch genau braucht und es ihm sehr gezielt geben. Das kann ein Wort, ein Blick oder eine Umarmung sein. Heilung kann dadurch stattfinden, dass man durch Meditation, positive Worte oder durch den Energiekontakt mit einem Erleuchteten auf eine höhere Bewusstseinsebene gehoben wird.

Psychoanalyse und Spiritualität

(Zitate aus Nils Horn, Spirituelle Therapie, 2013)

Alice (im folgenden A genannt):Ich mache gerade eine Psychoanalyse. Aber ich habe das Gefühl, dass sie mich im Moment nicht mehr weiter bringt. Anfangs war es hilfreich, aber vieles ist auch sehr konstruiert, erreicht keine Tiefe. Ich finde, man sollte die positiven Dinge im Leben sehen, nach vorne schauen. Im Moment ist es eher ein schwerer Stein am Bein, diese Analyse. Abdi Assadi beschäftigt sich in seinem Buch mit der Notwendigkeit sowohl das Spirituelle, wie auch die Psyche zu beachten. Viele werden nach Spiritualität süchtig, um ihre psychischen Probleme damit zu verdecken.

Nils: Es ist gut Psychologie und Spiritualität zu verbinden. Das mache ich auch.

A: Bei mir schmolzen Ängste auf dem spirituellen Weg dahin... früher waren es richtige Angstzustände. Heute nicht mehr. Nach einer ganz schlimmen Stunde hab ich mir mal dein Lach-Yoga Video angeschaut - und plötzlich fing ich an zu tanzen, alles Schwere viel ab und es ging mir gut. Ich frage mich tatsächlich, in wieweit man dem Negativen Beachtung und Raum geben sollte. Es ist ja auch ein Grundsatz der Achtsamkeit, dass man alle Gefühle wahrnimmt und so sein lässt. Ich finde jedoch, dass die positive Richtung und ein aktives Zusteuern darauf an einem bestimmten Punkt auch ganz wichtig ist. Wie siehst du das denn?

Nils: Für mich ist das ganz einfach. Ich mache meine spirituellen Übungen und löse meine inneren Verspannungen auf. Wenn Negatives auftaucht, arbeite ich damit. Ansonsten konzentriere ich mich auf das Positive.

A: Wie arbeitest du denn dann damit?

Nils: Grundsätzlich gibt es zwei Techniken: Die Meditation und das positive Denken. In der Meditation lässt man die Gefühle auftauchen, sich ausleben und beobachtet sie nur. Beim Positiven Denken erkundet man den negativen Gedanken, der hinter den Gefühlen steht, und löst ihn mit einem positiven Gedanken auf.

A: Mein Analytiker findet, man muss seine negativen Gefühle den Menschen mitteilen...

Nils: Mitteilen hilft manchmal, aber oft zerstört es auch die Beziehungen.

A: Das denke ich auch - und man sollte sich die Menschen vielleicht auch nicht machen wollen, wie man sie gerade braucht. Das kann extrem anstrengend und nervig sein und vieles zerstören.

Nils: Die meisten Psychologen haben schlechte Beziehungen. Psychologie alleine ist ein Irrweg. Sie hält die Menschen im Negativen fest. Meine erste große Beziehung ist gescheitert, weil meine Exfrau in ihre Wut verliebt war und sie immer ausleben wollten. Das hat mit auf die Dauer nicht gefallen.

A: Das ist der Punkt. Ich frage ihn auch immer, warum ich jetzt wütend sein, gar rumschreien soll - das hilft keinem von beiden. Kann ich gut verstehen, dass dir das nicht gefiel.

Nils: Es ist viel schöner, wenn man sich liebt.

A: Ja, und Dinge in Ruhe klärt - sich ausserdem vorher mal Gedanken macht, ob das jetzt wirklich so unglaublich wichtig ist. Du schriebst, dass die Psychoanalyse einer Freundin von dir sehr geschadet hat. Würdest du mir das noch mal genauer berichten? Heute in der Analyse war wieder alles so negativ - und ich bin so ein kleines bisschen geplatzt und sagte: "Ich lasse diese negativen Suggestionen nicht mehr zu". Jetzt ist mein Analytiker ziemlich sauer...

Nils: Ja so ist das mit den Analytikern. Sie glauben an ihr System Ich halte es auch nicht für völlig falsch. Es ist gut sich seiner Probleme bewusst zu sein. Ich habe mich viele Jahre auch mit der Psychoanalyse beschäftigt. Und das war gut so. Aber der Schwerpunkt der psychischen Arbeit ist falsch. Er muss im Positiven liegen. Sonst versumpft man in seinen Problemen und wird negativ. So ging es meiner Freundin. Meine Freundin hatte das Problem, dass sie einsam war und keinen Mann finden konnte. Sie hatte ein Kind, hat viele Süßigkeiten gegessen und wurde immer dicker. Sie war ursprünglich sehr schön und hatte große Ansprüche an die Männer.

A: Ja, so ist das. Ich habe den Eindruck, dass Analytiker oft vergessen, dass es sich um ein System handelt und dass sie dieses System mit der Realität verwechseln. Menschen sind eben keine Bücher und nicht alle sind nach Schema Freud zu verstehen. Deiner Freundin hätte Spiritualität wohl etwas besser helfen können, einfach um sich von der Fixierung auf äusserliche Merkmale zu lösen.

Nils: Meine Freundin hätte mein spirituelles System gebraucht, die fünf Grundsätze der Gesundheit (gesund essen, etwas Sport, Meditation, positives Denken, ungesunde Sachen vermeiden). Aber sie glaubte eher an ihren Psychoanalytiker.

A: Bei mir ist es im Moment die Weigerung mir Wut und Egoismus einreden zu lassen. Ich halte es für falsch, sich völlig auf sich selbst zu konzentrieren und mit anderen in dauernde Auseinandersetzung zu gehen, Wut über irgendein Verhalten zu entwickeln und ständig zu kämpfen. Das wäre für mich eine Rückentwicklung - und kein Fortschritt im Menschlichen. Mein Analytiker meint, ich müsse in diese Richtung.

Nils: Psychoanalytiker sind spirituell Unwissende, die erst sich selbst heilen sollten, bevor sie andere Menschen therapieren. Es ist ein sehr problematischer Weg.

A: Spirituell völlig unwissend. Mir erscheint das wie Denken in einer kleinen Box.

Nils: Dann hast du grundsätzlich ein Problem mit deinem Psychoanalytiker. Du müsstest ihn therapieren und nicht er dich. Er hängt spirituell fest. Und will es nicht wahrhaben. Die Psychoanalyse kann in einer bestimmten Phase des Lebens richtig sein. Aber dann muss man weitergehen. Man darf nicht in der Dunkelheit stehen bleiben. Man muss ins Licht kommen.

A: Für ihn gibt es nur "die Realität" - und die heisst, sich durchsetzen, Grenzen setzen, Geld, Auto, Haus, Kinder, gesellschaftliche Anpassung. Die Analyse ist für ihn leider ein Mittel um Menschen angepasst zu machen - nicht ein Mittel, um Menschen zu helfen ihren eigenen Weg zu finden. Ich glaube nicht, dass er ein sehr glücklicher Mensch ist. Alles andere als dieses Konzept erscheint ihm wie Träumerei und ist pathologisch.

Nils: Man muss zur spirituellen Psychotherapie kommen.

A: Mein Haupt-Kritikpunkt an der Analyse ist eigentlich, dass sie keine spirituelle Dimension zulässt. Diese ist für mich aber sehr wichtig.

Wie überwindet man Depressionen und schlechte Laune

Inneres Glück entsteht in einem Menschen, wenn die Verspannungen im Körper und im Geist aufgelöst werden. Buddha hat dafür einen genial einfachen Weg entwickelt. Dieser Weg heißt: "Sitzen, Gehen und Gedankenarbeit." Wenn man beständig über einen langen Zeitraum im Wechsel Sitzen und Gehen praktiziert, werden die inneren Verspannungen optimal abgebaut. Wenn man nur sitzt, wird der Geist schnell träge. Die regelmäßige Bewegung macht den Geist klar und hält den Körper gesund. Sie gibt dem Menschen innere Kraft. Sie befähigt den Menschen kraftvoll seinen spirituellen Weg zu gehen. Sie gibt ihm die Kraft als Sieger zu leben.

Wenn man nur geht, ist der Geist zu unruhig. Inneres Glück entsteht aus der inneren Ruhe. Wird der Körper ganz ruhig gehalten, kann man gut in tiefere Dimensionen der Meditation gelangen. Meditieren kann man im Sitzen oder im Liegen. Beides sind gute Meditationsstellungen. Manche Menschen können besser im Liegen und manche besser im Sitzen meditieren. Wer im Liegen leicht einschläft, sollte im Sitzen meditieren. Wer nicht lange mit geradem Rücken aufrecht sitzen kann, sollte vorwiegend im Liegen meditieren. Neben dem Sitzen und Gehen spielt nach Buddha für die Auflösung der inneren Verspannungen die Gedankenarbeit eine große Rolle. Ein Yogi sollte Gedanken der Liebe, Weisheit und Selbstdisziplin entwickeln. Er muss im Laufe der Zeit seine Gedanken immer mehr zur Ruhe bringen. Bis er ganz in der Ruhe lebt. Dann denkt er, wenn er das Denken braucht. Und er verweilt ohne Gedanken, wenn Gedanken nicht notwendig sind.

Dieses Grundmodell der Verspannungsauflösung hat Yogi Nils zu dem Weg der fünf Tätigkeiten weiter entwickelt. Die fünf Tätigkeiten sind: Liegen (oder Sitzen/Meditieren), Lesen (Gedankenarbeit), Gehen (Sport, Yoga), Gutes tun (etwas arbeiten) und Genießen. Diese fünf Tätigkeiten im ständigen Wechsel haben sich für Nils als ein sehr effektiver Weg des inneren Glücks erwiesen.

Seine Meditation teilt Nils grundsätzlich in zwei Stufen ein. In der ersten Stufe reinigt er durch Visualisierungen, Mantras und Atemübungen seine Energiekanäle und aktiviert seine Kundalini-Energie. Dann stoppt er radikal für einige Minuten alle Gedanken. Sein Geist kommt ganz zur Ruhe. Anschließend verweilt er einfach nur in der Ruhe und lässt die Gedanken und Gefühle kommen und gehen, wie sie wollen. Das ist die Stufe der Zen-Meditation (das Verweilen in der selbsttätigen Meditation). Alle stressbehafteten Gedanken und Gefühle kommen hoch. Würde man jetzt die Gedanken unterdrücken, würde kein tiefer Lösungsprozess entstehen.

Die zweite sehr wichtige Tätigkeit für jeden Yogi ist das Lesen. Mit dem Lesen von spirituellen Büchern reinigt der Yogi seinen Geist. Er löst die Verspannungen im Körper und im Geist auf. Jeder Mensch kann die Bücher lesen, die ihn inspirieren und spirituell stärken. Es gibt viele Tausende spiritueller Bücher, so dass das Lesen immer spannend bleibt.

Die dritte Tätigkeit ist das Gehen. Dieser Punkt steht für Ausdauersport und Kreislauftraining. Wir können statt spazieren gehen auch laufen, radfahren, schwimmen oder Yoga praktizieren. Der Dalai Lama trainiert jeden Tag eine halbe Stunde auf seinem Heimfahrrad. Swami Shivananda liebte das tägliche Laufen. Nils geht jeden Tag zweimal eine Stunde spazieren. Für jeden Menschen gibt es Übungen, die er für seine Gesundheit machen kann. Der Prinz Caurangi war schwer behindert und konnte nur im Bett liegen. Er praktizierte jeden Tag die Blasebalgatmung und das Bauchmuskelkreisen. Für Yogis in Höhlen wurden die tibetischen Niederwerfungen (immer wieder aufstehen und auf den Boden legen) und das Sonnengebet (eine sehr bekannte Yoga-Übung) entwickelt.

Die vierte Tätigkeit ist der tägliche Karma-Yoga. Nils nennt diesen Punkt "Gutes tun". Karma-Yoga öffnet das Herz, gibt innere Kraft und entwickelt das Bewusstsein der umfassenden Liebe. Karma-Yoga können wir jeden Tag eine bis sechs Stunden lang praktizieren. Swami Shivananda empfiehlt generell eine Stunde. Sai Baba ist eher für sechs Stunden. Und Nils hat für sich etwa drei bis vier Stunden täglich als gut herausgefunden. Jeder Mensch hat seine persönliche optimale Zeitdauer. Wer zuviel arbeitet, verbraucht seine spirituelle Energie. Wer zu wenig Karma-Yoga praktiziert, wächst zu wenig in der Eigenschaft der umfassenden Liebe. Karma-Yoga kann auch durch einen Beruf ausgeübt werden. Dann muss der Beruf mit einem Karma-Yogabewusstsein praktiziert werden und darf nicht zu stressintensiv sein. Gut ist eine Halbtagstätigkeit.

Die fünfte Tätigkeit besteht darin, das Leben zu genießen. Wir sollten bewusst auch die Freude in unserem Leben pflegen. Wir sollten jeden Tag etwas tun, was unser Herz öffnet und das Licht in unser Leben bringt. Jeder Mensch hat seine eigenen Vorlieben. Wir können jeden Tag etwas schöne Musik hören, etwas Schönes essen, ein schönes Buch lesen, einen schönen Film im Fernsehen sehen oder kreativ einem schönen Hobby nachgehen (malen, musizieren, schreiben). Bei der Beschäftigung mit angenehmen Dingen ist das richtige Maß zu beachten. Zu viel Genuss von weltlichen Dingen kann unserem Körper oder unserer Seele schaden. Zu wenig Lebensgenuss kann uns trübsinnig machen. Für die tägliche Freude ist eine Zeit von ein bis zwei Stunden normalerweise angemessen.

Wichtig ist es ausreichend in der Ruhe und Gelassenheit zu leben. Ab einem bestimmten Punkt der äußeren Ruhe wendet sich die Energie eines Menschen nach innen. Sie lebt sich nicht mehr in äußeren Aktivitäten aus. Sie verlagert vielmehr ihren Schwerpunkt auf die innere Reinigung, die Auflösung der Verspannungen und die Entwicklung des inneren Glücks. Der Yogi wird dann weitgehend von alleine von seiner eigenen Lebensenergie gereinigt. Er braucht nicht mehr sehr viele spirituelle Übungen zu machen. Er muss nur in einem Zustand der ausreichenden körperlichen und geistigen Ruhe bleiben. Diesen Punkt der Umkehr der inneren Energie muss jeder Anhänger des inneren Glücks finden. Er ist schwer zu finden und vor allem schwer zu bewahren. Die Lebensenergie drängt in die Überaktivität oder in die Trägheit. Beides man mit täglicher Selbstdisziplin konsequent verhindern. Ein effektives spirituelles Leben fühlt sich an wie ein ständiges Schwimmen gegen den Strom der eigenen neurotischen Impulse. Es ist wie ein Leben in einem Dampfkochtopf. Erst ist die Ruhe unerträglich langweilig und dann entsteht inneres Glück.

Für Nils ist der spirituelle Tagesplan die zentrale Technik auf dem Weg ins Licht. Hauptsächlich mit einem sehr sensibel und gleichzeitig sehr konsequent praktizierten Tagesplan löst Nils die Verspannungen in seinem Körper und seinem Geist. Er verteilt seine spirituellen Übungen so über den Tag, dass ein ständiger innerer Reinigungsprozess aufrechterhalten wird. Das Geheimnis ist die richtige Anwendung der richtigen Technik im richtigen Moment. Der Weg des inneren Glücks erfordert viel Weisheit und inneres Gespür. Er muss jeden Tag sensibel und sehr individuell entwickelt werden. Nils beginnt den Tag mit einer positiven Tageseinstellung. Welche Übungen braucht er heute in welcher Reihenfolge? Wo sollen die Schwerpunkte liegen?

Nach Swami Shivananda entsteht Erleuchtung durch die drei großen Grundsätze Ruhe, Üben und Liebe. Wenn ein Yogi alleine an einem Ort der Ruhe lebt, hat er die Hälfte des Weges zur Erleuchtung schon geschafft. Die zweite Hälfte bewältigt er mit seinen spirituellen Übungen. Durch das große Tor zu einem Leben im Licht schreitet er durch den Weg der umfassenden Liebe. Wenn ein Yogi im Schwerpunkt für das Glück seiner Mitmenschen und für das Ziel einer glücklichen Welt lebt, dann löst sich sein Ego auf. Verschwindet das Ego, ist der Mensch im Licht. Er entspannt sich so tief in seiner Seele, dass die Glücksenergie in ihm erwacht.

  • Der achtsame Weg durch die Depression, Mark Williams, John Teasdale, Zindel V. Segal, Jon Kabat-Zinn (inkl. 2 Audio-CDs, 3. Aufl. 2011). In diesem Grundlagenwerk entfalten drei der führenden Vertreter der Kognitiven Psychotherapie gemeinsam mit Jon Kabat-Zinn die theoretischen Grundlagen der Achtsamkeitspraxis.
  • Die revolutionäre Therapie: Heilen mit Liebe. Krankheiten ohne Medikamente überwinden. Dean Ornish. (2001) Zitate Amazon: Dr. med. Dean Ornish lehrt und praktiziert seit mehr als zwanzig Jahren im Bereich der präventiven Medizin und der Ganzheitsmedizin in den USA, u. a. als Gründer des gemeinnützigen Forschungsinstituts für Präventive Medizin in Sausalito, Kalifornien. Endlich eine Therapie mit wissenschaftlichem Wirksamkeitsnachweis, die nur positive "Neben"-Wirkungen kennt: die Wiederentdeckung der inneren Quellen von Wohlgefühl, Frieden und Glück; das Erlernen von Kommunikationsfähigkeiten, um engere Beziehungen zu nahestehenden und geliebten Menschen zu schaffen; den Aufbau enger vertrauensvoller Kontakte zu anderen Menschen; die Entwicklung von Mitgefühl und Einfühlungsvermögen sich selbst und anderen gegenüber; die direkte Erfahrung der transzendenten Verbundenheit allen Lebens. Dean Ornish hatte schon vor mehr als einem Jahrzehnt bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße nachgewiesen, dass Meditation, Ernährungsumstellung, Bewegung und Gruppenarbeit um ein Vielfaches wirksamer sind als jede schulmedizinische Therapie.

Therapie der Liebe

Yogi Nils

Die Grundlage der Therapie der Liebe ist der Weg der umfassenden Liebe, des inneren Friedens und des täglichen spirituellen Übens. Wenn wir diese drei Dinge ausreichend und effektiv praktizieren, können wir die Liebe und das Glück in uns erwecken. Wir können in ein Leben im Licht, im inneren Glück und im Erleuchtungsbewusstsein gelangen. Wir können Depressionen, Ängste und viele psychisch bedingte körperliche Krankheiten überwinden. Die Therapie der Liebe ist ein umfassender Heilungsweg für den Körper, den Geist und die Seele.

Es gibt verschiedene spirituelle Wege. Wir sollten den Weg herausfinden und gehen, der für uns persönlich am besten wirkt. Manche Menschen brauchen den Weg der Ruhe und der Meditation. Er ist die Grundlage der buddhistischen Achtsamkeitstherapie. Wenn wir ein Leben in der Ruhe (im anhaftungslosen Sein) mit einer täglichen Meditationspraxis und einer beständigen Achtsamkeit auf unsere Gedanken verbinden, können negative Gedanken und Depressionen überwunden werden. Ein Leben in der Ruhe führt zu Gelassenheit und innerem Glück. Die meisten Menschen brauchen aber neben der Ruhe auch die Liebe in ihrem Leben. Wir müssen deshalb den spirituellen Weg der Ruhe durch den Weg der Liebe ergänzen. Die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie muss durch den Weg der umfassenden Liebe erweitert werden. Das ist der spezielle Ansatz von Yogi Nils (siehe auch Yoga der Liebe).

Der buddhistische Weg der Achtsamkeit enthält ebenso wie der Yoga nach Patanjali die Lehre von den vier unermesslichen Eigenschaften Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit. Auch im traditionellen Buddhismus und Yoga wird die Liebe praktiziert. Die Besonderheit des Weges des Liebe ist es, dass die Liebe in den Mittelpunkt gestellt werden. Dadurch kann für die meisten Menschen leicht der Durchbruch ins Licht und in ein positives Bewusstsein erfolgen. Wir üben es jeden Tag im anhaftungslosen Sein zu leben (in der inneren Ruhe und Gelassenheit) und gleichzeitig unser Bewusstsein positiv auszurichten. Wir pflegen positive Gedanken, senden allen Wesen Licht, praktizieren jeden Tag eine Tat der Liebe und bringen ausreichend Elemente der Freude in unser Leben (tun jeden Tag genug schöne Dinge, um in einem positiven Bewusstsein zu leben).

Den Weg der Liebe hat Jesus Christus sehr gut in der Bergpredigt formuliert. Das Zentrum des Christentums ist die Liebe zu Gott (die Entwicklung des Erleuchtungsbewusstsein, das Leben im Licht) und die Liebe zu allen Wesen (zum Nächsten). Sanftmut, Mitgefühl (Barmherzigkeit) und Reinheit (innere Reinigung durch spirituelle Übungen wie Gebet und Meditation) sind die wesentlichen Elemente der Bergpredigt. Die gleichen Grundsätze finden wir auch im Mahayana-Buddhismus und im Neohinduismus (Bhakti Yoga). Der Weg der Liebe kann deshalb von Menschen aller Religionen und auch von nichtreligiösen Menschen praktiziert werden, weil Grundsätze wie Ruhe, Liebe und Glück religionsübergreifend sind. Sie werden als Weg eines glücklichen Lebens von der modernen Glücksforschung bestätigt.

Die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie nach Mark Williams, John Teasdale, Zindal Segal und John Kabat-Zinn ist derzeit einer der erfolgreichsten psychotherapeutischen Wege. Sie wird in dem Buch "Der achtsame Weg durch die Depression" (2007) gut beschrieben. In dem Buch ist ein achtwöchiges Selbsthilfeprogramm verbunden mit täglichen Meditationsübungen (zwei CDs im Anhang) enthalten. Dieser Weg hat sich bewährt und kann deshalb fortgeführt werden. Es gibt dazu viele Anbieter und Ausbildungen in Deutschland. Was fehlt ist der Weg der Liebe. Yogi Nils bemüht sich derzeit die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie weiter zu entwickeln. Dazu hat er bereits viele Texte, Übungen und Videos erstellt, die in ein Achtsamkeitstraining eingefügt werden können.

Spirituelle Gesprächstherapie

Gespräch über Skype

(Zitate aus Nils Horn, Spirituelle Therapie, 2013)

C: Vor vier Jahren erlitt ich eine schwere Depression nach dem Tod meiner Mutter, aber zum Glück konnte ich sie überwinden. Seit einem Monat fühle ich mich wieder sehr schlecht. Das schlimmste ist das Gefühl der Angst, das mich manchmal überkommt. Ich will nicht zum Psychiater gehen und mir Tabletten verschreiben lassen, aber ich weiss nicht welche spirituellen Übungen mir helfen können.

Nils: Normalerweise werden Depressionen heutzutage mit Tabletten behandelt. Wenn es zu schwer für dich wird, solltest du zum Psychiater gehen und dir Tabletten verschreiben lassen. Aber besser ist es natürlich Depressionen spirituell zu heilen. Das dauert länger, bewirkt aber eine echte Heilung. Am besten probieren wir schrittweise aus, was dir hilft. Warum fühlst du dich in der Tiefe deprimiert? Was ist der tiefere Grund deiner Depressionen?

C: keine Ahnung... ich würde es beschreiben wie eine absolute Leere, das tut weh

Nils: Vielleicht fehlt dir ein tieferer Sinn im Leben?

C: könnte sein

Nils: Was könnte ein tieferer Sinn für dich sein?

C: Das ich meinen Mitmenschen helfen könnte.

Nils: Mehr.

C: Ich will lernen zu lieben ohne Anhaftung, ohne eine Belohnung zu bekommen. Aber wenn z.B. eine Freundin aggressiv ist, reagiere ich negativ. Ich brauche Geduld. Das ist mein schwierigster Punkt.

Nils: Bevor wir einen Weg für dich finden, sollten wir erstmal deine Psyche gründlich erforschen. Spüre in deinen schlimmsten Punkt hinein. Was sagt er dir?

C: Das ist schwer... Ich habe einmal meine Mutter gefragt und sie sagte: Du warst immer ungeduldig. Seit ich ein Baby war.

Nils: Dann suchst du vielleicht irgendetwas. Glück, Liebe, Frieden, Gott und Erleuchtung ?

C: Ja, ich suche genau das.

Nils: Das Problem ist lösbar. Wir finden für dich deinen Weg.

C: Das ist wunderbar!

Nils: Es freut mich das du jetzt glücklich bist. Ich spüre dein Glück. :)

C: Vielen Dank!

Nils: Wir müssen gründlich vorgehen. Der erste Schritt ist, dass du jetzt dein Ziel kennst. Das schützt dich in der Tiefe vor Depressionen. Du kannst dich bei Depressionen immer auf dein Ziel besinnen. Damit kannst du sie in der Tiefe auflösen. Du denkst dann einfach dein Ziel als Mantra. Was ist dein Vorbild?

C: Ein goldener Buddha. Das ist komisch... ich bin katholisch, und ich liebe Jesus. Aber ich habe entdeckt, dass ich mehr Verbindung zu Buddha habe.

Nils: Hast du eine Idee von deinem spirituellen Weg?

C: Ich möchte es lernen meine Gedanken auf das Licht zu orientieren und umfassende Liebe zu entwickeln.

Nils: Das werden wir üben.

C: Aber ich muss zuerst meinen grossen Egoismus überwinden. Wie kann ich das machen?

Nils: Kümmer dich nicht um deinen Egoismus. Der verschwindet von alleine. Der spirituelle Weg besteht darin, das eigene innere Glück zu entwickeln und gleichzeitig die Liebe zu allen Wesen. Für beides gibt es Übungen. Wir werden herausfinden, was für dich funktioniert. Inneres Glück entsteht durch die Kundalini Energie. Umfassende Liebe entsteht, in dem du jeden Tag allen Wesen Licht sendest. Bewege segnend eine Hand und denke: "Ich sende Licht zu (zähle alle Freunde. Bekannte, Tiere auf). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben." Mache das mehrmals am Tag. Solange bis du in der Liebe bist.

C: Ich werde es machen. Und wie kann ich meine Kundalini Energie erwecken?

Nils: Das zeige ich dir noch.

C: Wie kann man im glücklichen Sein wie ein Buddha leben?

Nils: Da gibt es verschiedene Wege, je nach der Situation des Geistes.

C: Zum Beispiel?

Nils: Wichtig ist zunächst die Anhaftunglosigkeit. Wo hafte ich an? Was lehne ich ab? Wie kann ich das auflösen und mich innerlich entspannen. Aus der inneren Entspannung entsteht dann inneres Glück. Suche dir einen Gedanken, der dir hilft. Wie Buddha sehe ich das Leben auf der Erde grundsätzlich als das Leben in einem Leidfeld. Wenn man das Leben so betrachtet, dann hat man keine Angst vor dem Leid. Man kann es annehmen und in sein Leben integrieren. Es gehört zum Leben dazu.

C: Ich verstehe. Aber ist es nicht auch gut sich darauf zu besinnen, dass die Welt schön ist (ein reines Land)?

Nils: Ja. Es ist nicht gut im Leid stehen zu bleiben. Es gibt auch das Schöne auf der Welt. Man kann auch dadurch sein inneres Glück erwecken, dass man sich auf das Schöne in seinem Leben und auf der Welt besinnt.

C: Ja!

Nils:Um ein Buddha zu werden, muss man ins erleuchtete Sein kommen. Das gelingt, in dem man die Verspannungen im Geist und im Körper auflöst. Die Verspannungen im Geist löst man durch nachdenken, positive Sätze, lesen in spirituellen Büchern und Meditation auf. Die Verspannungen im Körper löst man durch viel Ruhe, Meditation, Gehen und Yoga auf. Ich bete jeden Tag mehrmals zu meinen Meistern und ziehe eine Orakelkarte. Die Karte gibt mir positive Suggestionen. Du könntest zum Beispiel jeden Tag eine Karte im Buddha Orakel oder im Tarot ziehen.

C: Seitdem ich dein Buddha Orakel im Internet fand, frage ich es täglich!

Nils: Sehr gut. Wenn der Körper und der Geist regelmäßig von seinen Verspannungen befreit wird, man positiv denkt, man eine positive Aufgabe in seinem Leben hat, in der umfassenden Liebe lebt (Gutes tun, positive mitmenschliche Verhältnisse und Kontakte), sich ausreichend entspannt, spirituelle Übungen macht und genug Freude hat (schöne Dinge tut), entsteht inneres Glück. Wenn man täglich spirituelle Übungen macht, kann man sein inneres Glück lebenslang bewahren.

Yoga mit positivem Denken

1. Gehen = Wir gehen auf der Stelle, bewegen die Arme wie bei der Dampflokomotive, drehen uns um uns selbst, visualisieren Licht um uns herum und denken: "Ich gehe den Weg des Positiven."

2. Windmühle = Wir grätschen die Beine auseinander, beugen uns in der Windmühle vor, drehen uns in der Wirbelsäule und denken: "Meine Ziele sind ...". Welche Ziele möchtest du in deinem Leben erreichen? Zähle drei Ziele auf.

3. Frosch = Wir beugen uns aus dem Stand mit dem Oberkörper vor. Wir stützen uns mit den Händen auf dem Boden ab und bewegen den Hintern nach unten in die Hocke und wieder nach oben in die Vorbeuge. Der Kopf geht dabei nach oben und wieder herunter zur Erde. Wir praktizieren mehrmals den Frosch und denken: "Ich habe Kraft und Ausdauer."

4. Arm-Beinheben = Wir legen uns auf den Bauch. Wir heben den linken Arm und das rechte gestreckte Bein an. Wir senken beides wieder ab und heben den rechten Arm und das linke Bein an. Das machen wir mehrmals. Beim entgegengesetzten Armbeinheben denken wir: "Ich nehme die Dinge so an, wie sie sind." Was willst du heute annehmen?

5. Oberkörperheben = Wir liegen auf dem Bauch, stützen die Hände seitlich auf den Boden und drücken mehrmals den Oberkörper hoch und runter. Das ist eine einfache Form des Liegestützes, bei der das Becken auf dem Boden bleibt. Beim Ein- und Ausatmen denken wir: "Ich lasse meine falschen Wünsche los." Was möchtest du heute loslassen?

6. Beckendrehen = In der Bauchlage drehen wir entspannt das Becken hin und her. Der Kopf liegt auf den Händen. Wir denken: "Ich bin traurig, weil ... ". Was ist heute dein Grund der Trauer?

7. Füßebewegen = Wir bewegen in der Bauchlage sanft die Füße und denken: "Ich verzeihe ... (Ich verzeihe meinem Partner/Eltern, dass er/sie .... Ich verzeihe dem Kosmos/Gott, dass mein Leben so schwer ist. Ich verzeihe mir, dass ich ...)". Wem möchtest du heute was verzeihen? Denken deine Worte so lange, bis in dir ein Gefühl der Trauer, des Loslassens und des Verzeihens entsteht.

8. Radfahren = Wir drehen uns auf den Rücken, heben den Kopf und fahren mit Armen und Beinen Rad. Dabei denken wir: "Ich gehe den Weg des Positiven. Mein positiver Satz ist heute ... ".

9. Kerze = Wir strecken die Beine zum Himmel und stützen uns mit den Händen am Rücken ab. Wir visualisieren den Himmel, bewegen die Füße und denken mehrmals das Mantra "Himmel", bis die Energie des Himmels in uns hineinfließt.

10. Meditationssitz = Wir rollen aus der Kerze ab in den Meditationssitz (Schneidersitz, Fersensitz). Wir legen die Hände in den Schoß. Der Rücken ist gerade und der Bauch entspannt. Wir bewegen segnend eine Hand und senden allen Feinden und Schwierigkeiten Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben." Wir stoppen eine Minute alle Gedanken und entspannen uns danach.

Angst-Meditation

1. Wovor hast du Angst? Beschreibe genau deine Angst.

2. Wo sitzt die Angst in deinem Körper? Lege eine Hand auf diesen Körperbereich und reibe ihn kreisend. Visualisiere in dem Körperbereich eine Spirale aus Licht. Lass das Licht dort kreisen und denke dabei das Mantra Licht. Lass das Licht auch im ganzen Körper und im Kosmos kreisen.

3. Gibt es einen Gegner? Lass das Licht in seinen Ohren kreisen und denke das Mantra Licht. Kreise danach in den Augen, im Mund, in den Füßen, den Händen, dem ganzen Körper, um den Körper herum und im Kosmos.

4. Konzentriere dich auf die Angst und denke das Mantra: "Ich nehme die Dinge so an, wie sie sind. Ich ruhe im inneren Glück. Ich fließe positiv mit dem Leben."

5. Denke über dein Problem nach. Was ist die Ursache des Problems? Was ist die Lösung des Problems? Was kannst du tun? Triff eine klare Entscheidung und gehe konsequent deinen Weg der Weisheit. Erreiche deine Ziele.

6. Spüre in deine Angst und denke eine Minute oder länger das Mantra "Ja." Bis die Angst überwunden ist.

7. Spanne und entspanne nacheinander die Muskeln in den Beinen, Armen, Kopf und ganzen Körper.

8. Bewege segnend eine Hand vor dem Herzchakra und sende allen Wesen Licht. Denke dabei: "Ich sende Licht zu (Name). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

9. Reibe die Handflächen vor dem Herzchakra und denke: "Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg."

10. Stoppe alle Gedanken. Meditiere einige Minuten zur Musik. Bleib in einer entspannten Meditation und lass alle Gedanken und Gefühle kommen. Lass deine Angstgedanken zu. Beobachte sie. Meditiere so lange bis du in dir zur Ruhe kommst. Geh optimistisch deinen Weg.

Heilmeditation

Heilbuddha in der Mitte des Mandala (Kosmos)

Wir sitzen entspannt oder legen uns hin.

1. Sonne = Wir visualisieren über uns eine schöne Sonne, heben beide Hände seitlich in Kopfhöhe an und denken mehrmals das Mantra "Sonne". Wir lassen das Licht der Sonne auf uns herab fließen und massieren es in den Körper ein.

2. Erdkugel = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel, reiben mit den Händen (oder Füßen) die Erde und denken: "Ich sende Licht zur ganzen Erde. Mögen alle Wesen auf der Welt glücklich sein."

3. Heilmassage = Wir überlegen, welcher Körperteil von uns im Moment der Heilung bedarf. Wir lassen Licht in ihn hineinfließen, massieren ihn kreisend und denken längere Zeit das Wort "Licht" als Mantra. Durch die Lichtmassage lösen wir die Verspannungen in dem jeweiligen Körperbereich und ermöglichen ihm dadurch die Selbstheilung. Wir können das Licht in einer Farbe visualisieren, bei der wir das Gefühl haben, dass sie uns heilt. Wir denken den Namen der Farbe als Mantra. Wir können nacheinander auch in mehrere Körperteile Licht einmassieren.

4. Kosmos = Wir visualisieren um uns herum den Kosmos voller Sterne, machen große Kreise mit den Armen und denken: "Om Kosmos. Ich nehme das Leid in meinem Leben an. Ich gehe konsequent den Weg der Gesundheit und der Heilung."

5. Buddha der Heilung = Wir visualisieren vor oder über uns den Buddha der Heilung. Wir reiben die Hände vor dem Herzchakra und denken: "Om Buddha der Heilung. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg."

6. Heilfrage = Wir konzentrieren uns auf den heilungsbedürftigen Körperbereich oder auf ein persönliches Problem. Wir denken darüber nach, was der Weg unserer Heilung ist. Was sagt unsere innere Weisheit, was wir zu tun haben? Welche hilfreichen Gedanken fallen uns ein? Wir denken so lange nach, bis wir mit der Problemlösung zufrieden sind. Wenn wir keine Antwort hören, sind wir entweder blockiert (wir wollen die wahren Ursachen des Problems nicht sehen) oder wir können nur schlecht Kontakt mit unserer inneren Stimme aufnehmen (wir spüren uns selbst nur schlecht). Der beste Weg ist es dann, langsam ins Nachdenken zu kommen.

7. Mitmenschen = Wir bewegen eine Hand segnend in Höhe des Herzchakras und denken: "Ich sende Licht zu (Name). Mögen alle Menschen, die das gleiche Problem wie ich haben, geheilt werden." Wir hüllen sie geistig mit Licht ein und lassen Licht in sie hineinfließen. Wir fühlen uns real mit ihnen verbunden.

8. Entspannung = Eine Minute Gedankenstopp. Entspannung.

Siehe auch

Weblinks