Geheimnistuerei

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Geheimnistuerei - praktische Lebenshilfe zu einem schwierigen Thema. Geheimnistuerei bedeutet, dass man so tut als ob man Geheimnisse hätte. Geheimnistuerei ist ein abwertender Ausdruck dafür, dass man geheimnisvoll tut. Geheimnistuerei ist also ein geheimnisvolles Gehabe. Statt Geheimnistuerei empfiehlt sich meist mehr, offen zu kommunizieren und sein Wissen mit anderen zu teilen. Man mag denken, dass Wissensvorsprung durch Geheimnistuerei einen interessant macht und den Respekt der anderen steigen lässt. Meistens wirkt aber Geheimnistuerei eher lächerlich. Gerade in Zeiten des Internet und der Information at your Fingertipps ist offene Kommunikation besser.

Güte, wichtig bei Geheimnistuerei

Umgang mit Geheimnistuerei Anderer

Vielleicht ist in deiner Umgebung ein Mensch mit großer Geheimnistuerei. Er deutet an, dass er einiges weiß aber es nicht weitergeben wird. Irgendwann wird er es weitergeben. Wenn der Mensch so ist, dann ist es das Klügste, wenn du es ignorierst. Versuche nicht an seine Geheimnisse heranzukommen. Vielleicht hat er auch gar keine. Aber erkenne ihn auf andere Weise an. Manchmal ist eine solche Geheimnistuerei einfach nur der Wunsch nach Aufmerksamkeit. Vielleicht findest du etwas Anderes, wie du dem Menschen Aufmerksamkeit geben kannst. Vielleicht findest du etwas Anderes, wo du ihm Wertschätzung schenken kannst. So wird er vielleicht mit seiner Geheimnistuerei aufhören, weil er merkt, dass er Wertschätzung und Liebe auch anders bekommt.

Geheimnistuerei und Yoga

Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2016

Swami Sivananda teilte Yoga mit vielen Schülern

Warum Yoga früher geheim war

In früheren Zeiten im Yoga galten manche Asanas als geheim. Manche Pranayamas galten als geheim. Verschiedene Praktiken waren geheim. Kundalini war geheim. Man könnte sagen, im Yoga gab es früher eine große Geheimnistuerei. Und es hängt irgendwo zusammen. In grauer Vorzeit war es nicht so geheim. Aber da ging es um Einweihung. Um Yoga doch wirklich zu erfahren, brauchte es einen Meister, brauchte es doch einen Lehrer, der es einem erklärt. Und wenn einem eine Praxis vermittelt wird von einem Lehrer, einem Guru, wird nicht nur die Technik übermittelt, sondern auch die Energie. Und damit Menschen diese Praxis auch wirklich tief erfahren, wurde die Technik dem Menschen nicht so gegeben. Man kann sagen, es wurde eine gewisse Geheimnistuerei um die Praktiken gemacht, damit man die Praktiken besonders wertschätzt.

Heutzutage haben die großen Gurus, die Lehrer fast alles öffentlich gemacht. Du hörst ja auch mich. Ich spreche gerade im Internet. Was ich sage, ist nicht einem kleinen erhabenen Schülerkreis vorbehalten. Es gibt große Vorträge bei Yoga Vidya in Bad Meinberg. Es gibt Seminare, wo früher geheime Dinge frei gelehrt werden. Und vieles davon kommt auch einfach ins Internet.

Swami Sivananda hat Yoga öffentlicher gemacht

Swami Sivananda hat ein Buch geschrieben „Die Wissenschaft des Pranayama“, wo er viele Pranayamas beschrieben hat, die vorher ziemlich geheimnisvoll waren und nur von Lehrer auf Schüler gelehrt haben. Er hat ein Buch geschrieben „Japa Yoga“ wo er die Mantras erklärt hat, die vorher ziemlich geheim waren. Wo Menschen mindestens Sanskrit studieren mussten, um die Mantras zu kennen. Er hat beschrieben, wie man meditieren kann. Also er hat der Geheimnistuerei ein gewisses Ende gesetzt. Denn Swami Sivananda hat erkannt, ein neues spirituelles Erwachen steht bevor. Und die Menschen sind nicht mehr in der Lage, 12 Jahre ihres Lebens bei einem Meister zu leben. In Zeiten wo Bildung wichtig ist, und zwar nicht nur spirituelle Bildung, gibt es nur eine Minderheit, die eine längere Zeit in einem Ashram bei einem Meister bleiben kann. Und so hat er gesagt, wir müssen das spirituelle Wissen breit weiter geben. Es ist wichtig, dass Menschen spirituelles Wissen bekommen. So hat er weit gelehrt. Und er hat seine Schüler dazu angeleitet, weit zu lehren. Und er hat andere Yogameister inspiriert, es ihm gleich zu tun.

Trotzdem bleibt es dabei: Die Techniken sind zwar schon gut, aber wenn Du Yoga wirklich erfahren willst, wenn Du die Techniken in der Tiefe erfahren willst, dann musst Du sie auch von einem Meister lernen. Denn Yoga heißt auch Energieübertragung. Yoga heißt auch, Dich zu öffnen. Und die Meister machen nicht immer ein großes Brimborium um sich selbst. Manche Meister lehren einem sehr weiten, großen Publikum. Aber man muss sich schon bemühen, ein enger Schüler von ihnen zu sein, um zu erkennen, dass dieser Meister / diese Meisterin sehr tiefe Weisheit vermitteln kann. Das war auch so bei Swami Sivananda. Er hatte zig tausend Schüler gehabt, die von ihm gelernt haben. Er hatte einige gehabt, die tief berührt waren und manchem hat er geholfen, Gottverwirklichung zu erfahren.

Das sind ein paar Gedanken zum Thema „Geheimnistuerei und Yoga“. Heute würde man sagen müssen, wenn jemand zu viel Geheimnistuerei macht in Bezug auf Yoga, da ist eventuell nicht mehr so viel Substanz dahinter. Heutzutage ist der große Teile des Yoga ziemlich bekannt aber nicht verwirklicht. Deshalb: Geheimnis bleibt, selbst wenn Du die Technik und Wissen hast, aber erst dann, wenn Du die höchste Verwirklichung erreicht hast, hast Du es wirklich verstanden.

Geheimnistuerei in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Geheimnistuerei gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Geheimnistuerei - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Geheimnistuerei sind zum Beispiel Unterschlagung, Verheimlichung, Vorenthaltung, Geheimniskrämerei, Verschwiegenheit, Loyalität .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Geheimnistuerei - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Geheimnistuerei sind zum Beispiel Offenheit, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Lauterkeit, Unhöflichkeit, Neugier, Undichtheit, Geschwätzigkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Geheimnistuerei, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Geheimnistuerei, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Geheimnistuerei stehen:

Eigenschaftsgruppe

Geheimnistuerei kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Geheimnistuerei sind zum Beispiel das Adjektiv geheimnistuerisch, das Verb tun, sowie das Substantiv Geheimniskrämer.

Wer Geheimnistuerei hat, der ist geheimnistuerisch beziehungsweise ein Geheimniskrämer.

Siehe auch

Seminare

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