Aeneas

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Aeneas: Sohn des Anchises und der Aphrodite, Gatte der Kreusa, Vater des Askanios oder Julus. Das Gegenbild zu Achilles auf der Seite der Troer, im Besitz göttlicher Rosse, von Priamos gehaßt. In der Schreckensnacht der Eroberung Trojas flieht er mit Anchises und Askanios (Kreusa geht im Dunkel der Nacht verloren) mit den vaterländischen Göttern, kommt nach siebenjähriger Irrfahrt nach Afrika zur phönikischen Königstochter Dido in Karthago.

Federico Baroccio: Aeneas Flucht aus Troja, 1598, Öl auf Leinwand, Galleria Borghese, Rom

Aphrodite stimmt deren Herz günstig für den Sohn der Göttin; aber Zeus befiehlt Aeneas, die Geliebte zu verlassen, die deshalb auf den Scheiterhaufen steigt. Aeneas landet bei Cumae an der italienischen Küste, befragt den inzwischen verstorbenen Vater in der Unterwelt und kommt dann zur Tibermündung. Der König Latinus gibt ihm seine Tochter Lavinia zur Ehe; Kampf mit Turnus, dem König der Rutuler. Aeneas gründet Lavinium, Askanios 3o Jahre später Albalonga, Romulus 300 Jahre später Rom. — Nach anderer Tradition (vgl. Giorgiones Bild in Wien) weisen Evander und Pallas Aeneas den Kapitolfelsen zum Bau einer Burg an.